Nr. 71. ut m d Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. chivalis 14 dubling to take Sample 17. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblaff. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ..Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Roman 3 Mart 30 Pfennig für die Monate April, Mai, Juni entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste unter Nr. 7971.) Die Redaktion des Vorwärts". Sonntag, den 25. März 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Elend, Not und Unwissenheit zu erhalten, sie wieder herab- kommen haben, was schließlich bei der Weltpolitik des krachenden zudrücken von der Kulturstufe, die sie durch ihre eigne Kraft Kapitalismus herauskommt. erreicht hat. Dabei macht es vielleicht moralisch, aber ganz Aber die deutsche Regierung wird niemals die Initiative eines als Politische Mebericht. Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den gewiß politisch keinen Unterschied, ob die einzelnen Flotten- historischen Fortschritts ergreifen, und die bürgerlichen Parteien, die schwärmer sich dieser Konsequenz bewußt sind oder nicht: ehrliche etwa noch den Willen dazu hätten, haben längst nicht mehr die Kraft „ Vorwärts" Konfusion ist politisch sogar noch gefährlicher als böser Wille, weil dazu. Das ist ausschließlich Sache der Arbeiterklasse geworden, die fie schwerer zu kontrollieren ist und deshalb größeres Unheil an ihrer historischen Pflicht auch dann gerecht geworden ist, wenn sie, richten kann. Die Klassenbewußten Arbeiter aber kennen den wie in den schweren Tagen des Socialistengesetzes, in den Augen Zusammenhang zwischen Arbeitertrug und Flottenvorlage: deshalb der„ praktischen" Leute damit den Don Quixote spielte. So ver ist es der demosthenischen Beredsamkeit sämtlicher Flottenschwärmer wickelt liegen die Dinge heute nun aber doch nicht, und in einem und einer Demagogie, die mit seltener Unbefangenheit auch um das legten Artikel mag noch nachgewiesen werden, daß die deutsche schlechteste Mittel nicht verlegen ist, noch nicht gelungen, Arbeiterklasse auch die für sie praktisch flügste Politit treibt, wenn Im Unterhaltungsblatt bringen wir Leo Tolstoje neuen auch nur einen Socialdemokraten auf ihre Seite zu zichen. fie die Flottenvorlage mit der ganzen Schärfe ihres historischen Wie sollte denn das auch möglich sein, nachdem das Princips belämpft, „ Auferstehung." # laffenbewußte Proletariat schon in den schweren Jahren des Socialiſtengefeges weder durch Peitsche noch durch Zuckerbrot zu beFür Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure wegen gewesen ist, der Weltpolitik des trachenden Kapitalismus auch fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum nur das kleinste Zugeständnis zu machen? Heute wie damals verBerlin, den 24. März. monatlichen Preise von 200 treten die deutschen Arbeiter in ihrem eigenen Interesse zugleich die Der Güstrower Meineidsprozeßt. 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Interessen der Nation, indem sie sagen: Je entwickelter, je intelliInteressen der Nation, indem sie sagen: Je entividelter, je intelli- Das Güstrower Geschwornengericht hat einen Socialdemokraten Für außerhalb nehmen sämtliche Postanstalten Be- genter, je wohlständiger die Arbeiterklasse, um so blühender die zu dreijähriger Zuchthausstrafe und fünfjährigem Ehrverlust verftellungen zum Preise von nationale Industrie und um so kräftiger ihre Stellung auf dem urteilt, weil er unter Eid bestritten hat, Aeußerungen eines andern Weltmarkt; die durchgreifendste Socialpolitik ist allemal die erfolg gehört zu haben. reichste Weltpolitit. Wir erblicken in diesem Urteil eine schwere richterliche Damit ist auch schon der zweite Köder beseitigt, womit die Irrung, erwachsen aus parteipolitischer wenn auch Arbeiter von den Flottenschwärmern verlodt werden sollen. Sind unbewußter Voreingenommenheit der Geschwornen die herrschenden Klassen so zärtlich darum besorgt, für sechzig oder und Richter. Der begangene Nechtsirrtum liegt noch weit deutfiebzigtansend Arbeiter ein paar Jahrzehnte lang lohnende Arbeits- licher zu Tage, als in dem Fall des großen Essener Meineidsgelegenheit zu schaffen, weshalb wollen sie dann diese Fülle tost- prozesses, der die Oeffentlichkeit weithin erschütterte. barer Produktivkraft so muglos verschwenden, wie in dem Bau von In Wismar hatten die Polizei- Organe seit längerer Zeit verPanzerschiffen, von denen die ersten schon als altes Eisen auf den geblich versucht, die Veranstaltungen der Socialdemokraten im Lokal Trödel wandern werden, ehe die letzten auch nur auf den Zur Hansa" durch den Nachweis gesetzwidriger Handlungen zu beStapel gelegt sind? Da lägen für diese Staatsmänner hindern. Die Gerichte konnten die polizeilichen Bemühungen doch hundert andre Dinge unendlich viel näher. Würde nicht durch Verurteilung der führenden Socialdemokraten bes beispielsweise in den sogenannten„ Musteranstalten" von Staats- lohnen. Es bildete sich ein gereiztes Verhältnis zwischen betrieben die Arbeitszeit von einer unmenschlichen auf eine menschen- den unteren Polizei Organen und den socialdemokratischen würdige Dauer herabgefeßt, also eine socialreformatorische Aufgabe Arbeitern. Am Spätabend des 6. August vorigen Jahres find num gelöst, so wäre für eine vermutlich ebenso große Zahl von Arbeitern zwei Polizei- Offizianten in Civilkleidern, die zur Beobachtung des wie beim Bau der Panzerflotte dauernde Arbeit geschaffen. Und im Lokal„ Zur Hansa" stattfindenden Tanzvergnügens der Maurer für zehnmal so viele Arbeiter wäre für ihr ganzes Leben reichlich beordert waren, nach Schluß des Tanzvergnügens durch höhnische gesorgt, wenn auch nur die dringendsten der Kulturaufgaben, die Rufe aus der die Wirtschaft verlassenden Menge beleidigt worden. im Deutschen Reich zur Schande des deutschen Namens so schmäh- Es wurden die Tischler Wollenberg und Steinbrügger angeklagt. lich daniederliegen, endlich praktisch angefaßt würden. Bebel hat im Der jetzt wegen Meineids verurteilte Händler Holst, Mitglied des Reichstag schon eine kleine Rechnung darüber aufgemacht, was in Bürgerausschusses in Wismar, der sich unter jener Menge befunden dieser Beziehung an Bodenmeliorationen, Verkehrsmitteln, Bau von hatte, erschien als Zenge vor dem Schöffengericht. Er bekundet, Schulen und Hospitälern, Unterstüßung für Kunst und Wissenschaft 2c. gehört zu haben, daß Steinbrügger die inkriminierten Rufe ausstieß; zu leisten notwendig wäre. Damit würde die deutsche Industrie nicht aber könne er desgleichen bezüglich Wollenberg bekunden. einen großen Aufschwung gewinnen, aber freilich die Herrschaft Das Schöffengericht verurteilte Steinbrügger zu 20 M. Geldstrafe der reaktionären Klassen, die das Deutsche Reich regieren, wäre damit und sprach Wollenberg frei, da die Polizeibeamten, welche entliche Reich regie in der Wurzel bedroht. belastend für 2. ausgefagt hatten, sich geirrt haben tönnten. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft kam die Angelegenheit vor die Straffammer in Schwerin. Die Straffammer verurteilte beide Angeklagte zu je 1 Woche Gefängnis und verhängte auf Antrag der Staatsanwaltschaft über Holst wegen dringenden Verdachts des Weineids die Untersuchungshaft. Die Weltpolitik des deutschen Proletariats. Läßt sich die reaktionäre Weltpolitit des deutschen Reichs zu fammenfassen in die Worte: Eroberung und Protektion, Strieg und Monopol, so die revolutionäre Weltpolitik des deutschen Proletariats in die Worte: Freiheit und Frieden. Wenn ein ostelbischer Jimker neulich im Reichstag schnarrte: die Zeiten Cobdens und Brights sind vorüber, so antwortet ihm die Arbeiterklasse: Ganz recht, aber nicht in eurem, sondern in unserm Sinne; wir marschieren nicht hinter Cobden und Bright zurück, sondern über sie hinaus. Es sind vornehmlich zwei Söder, womit die deutschen Arbeiter berlockt werden sollen, auf die Leimruten der Flottenschwärmer zu gehen. Erstens sagt man, die Arbeiter hätten das größte Interesse an der möglichst kräftigen Entwicklung der Industrie, und zweitens fagt man, mit der Annahme der Flottenvorlage würde einigen Zehn taufenden von Arbeitern auf eine Reihe von Jahren lohnende Beschäftigung gesichert sein. Wir lassen hier alles bei Seite, was sich sonst gegen diese Rechnung einwenden ließe und schon eingewandt worden ist: so die Frage, ob nicht auch dieser Bruchteil der Man könnte nun noch sagen, und wenn nicht den Worten, so Arbeiterklasse bei dem ihm vorgeschlagenen Geschäft sehr schlecht doch dem Sim nach sagen es die Flottenschwärmer: Ja, das ist alles abschneiden würde, so auch die Somit der Vorstellung, als fönne die recht gut und schön, aber wenn England, Frankreich und Rußland Arbeiterklasse jemals ihr großes Gesamtinteresse den vorübergehenden mit Banzerschiffen um den Weltmarkt streiten, so muß Deutschland Vorteilen eines Bruchteils von ihr hintansetzen, als fönne sie, um es mitthun, wenn es nicht vom Wellmarkt ausgeschlossen sein will. noch einmal zu wiederholen, ihr Erstgeburtsrecht einem Linsengericht Hiergegen wäre nun zunächst zu erinnern, daß die offizielle Politik Die Geschwornen in Güstrow hatten also zu entscheiden, ob opfern, selbst wenn dies Linsengericht nicht auch nur eine Phantas- des Deutschen Reichs durchaus nicht das gezwungen zur Schlacht- Holst Wollenbergs Rufe gehört habe oder nicht. Die Bejahung der magorie wäre, wie sie es thatsächlich ist. Wir nehmen vielmehr die bank geschleppte Kalb, sondern vielmehr das Karnickel ist, das an- Frage, ob jemand etwas gehört habe und sich bewußt sei, daß er es Diskussion gern an, wie sie geboten wird; man kann den Flotten- gefangen hat: das deutsche Socialistengesetz hat recht eigent- gehört habe, tann nur dann mit untrüglicher Sicherheit erfolgen, schwärmern getrost neun Zehntel ihres Unsinns schenken, und mit lich das Signal zur Weltpolitik des trachenden Kapitalismus wenn der betreffende selbst einem Dritten gegenüber zugestanden dem letzten Zehntel schlägt man sie noch zehumal in die Flucht. gegeben. Die reaktionären Klassen in Deutschland find hat, daß er etivas gehört habe. Holst hatte nicht beschworen, daß Nichts kann die deutsche Arbeiterklasse so bereitwillig zugeben, dabei frivoler vorgegangen, als ihresgleichen in Frankreich, England Wollenberg sich an jenen Rufen nicht beteiligt habe, er hatte beals daß sie das größte Juteresse an der möglichst kräftigen Ent- und selbst in Rußland. Die russische Industrie ist noch nicht schworen, daß er nichts davon gehört habe. Der Gegen widlung der deutschen Industrie hat. Sie will vorwärts, und vor- tonkurrenzfähig auf dem Weltmarkt, die französische war durch den beweis ist von dem Schwurgericht in teiner Weise erwärts geht es nur auf den Wegen der großen Industrie. Wie sollte Verlust Elsaß- Lothringens empfindlich geschwächt, und die englische bracht worden. Er konnte auch gar nicht erbracht werden. auch nicht eine Mutter die zärtlichste Vorliebe für ihr Kind haben! Weltpolitik ist überhaupt erst in der Notwehr rückwärts marschiert. Die beiden Polizei- Offizianten Krämer und Schütt, sowie der Es giebt zwar allerhand arbeiterfreundliche" Demagogen, die den Die deutsche Regierung aber hat nach einer Reihe glücklicher Belastungszeuge Polizeisergeant Schulz, welcher der„ Haufa" gegen Arbeitern einreden möchten, die genialen Unternehmer und die Striege und nachdem die deutsche Industrie ihre vollkommene über wohnt und die Vorgänge von seinem Fenster aus beobachtet königlichen Kaufleute" seien die eigentlichen Macher, und ohne sie Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt erwiesen hatte, die hatte, bekundeten unter Eid, daß auch Wollenberg Rufe ausgestoßen ginge der Karren nicht; allein wer auch nur einigermaßen die weltpolitische Reaktion begonnen. Hier hat ein bankrottes Junter- habe und daß Holft diefe Nufe gehört haben müsse, weil er sich in Geschichte der großen Industrie kennt, der ist hinlänglich darüber tum, eine unfähige Bureaukratie und leider auch eine beschränkt- feige der Nähe Wollenbergs befand. Sieht man auch davon ab, daß die unterrichtet, daß die„ Genialen" und die Königlichen" jahrzehnte Bourgeoisie einen beschämenden Sieg davon getragen über das Polizeibeamten sich mehrfach in ihren Aussagen widersprachen und lang auf dem Weltmarkte verrufen gewesen sind, weil sie die inter- Interesse der deutschen Nation und der europäischen Kultur, und der nationale Konkurrenz teils durch Hungerlöhne, teils durch Schund- den unsinnigen Tanz zuerst begonnen hat, könnte und sollte ihn auch ware zu unterlaufen suchten. Wenn darin ein Wandel eingetreten zuerst beenden. und die deutsche Industrie durch den Wert ihrer Produkte auf dem Jin übrigen fällt jene Argumentation in sich selbst zusammen. Weltmarkte konkurrenzfähig geworden ist, so hat die Intelligenz und Wäre sie richtig, so könnte Deutschland überhaupt einpaden; wäre Thatkraft des deutschen Proletariats daran das größte Ver- der Weltmarkt nur mit Panzerschiffen zu behaupten, so täme Deutschdienst, und die Entwicklung dieser Intelligenz und Thatkraft land nicht einmal gegen Frankreich oder Rußland, geschweige denn ist in erster Reihe der socialdemokratischen Agitation ge- gegen England auf. Aber so großes Unheil die Weltpolitik des fchuldet. Bürgerliche Socialpolitiker, denen es nicht um frachenden Kapitalismus anrichten kann, so vermag sie doch nicht Es ist vor dem Schwurgericht widerspruchslos festgestellt worden, demagogische Spiegelfechterei, sondern um die historische Wahrheit den Weltmarkt der großen Industrie in den Weltmarkt des bürger- daß zur Zeit, als die Rufe erschallten, großer Lärm vor der zu thun war, haben das auch oft bereitwillig anerkannt; so lichen Handelskapitals zurückzuverwandeln. Auf dem Weltmarkt der Hanja" herrschte. Die Polizisten haben selbst mitgeteilt, daß Holst, Rudolf Meyer, der nicht müde wurde, seine Klassengenossen warnend großen Jndustrie bleibt es dabei, daß, wie Herr Eugen Richter im der von den Fortgehenden umgeben war, in die Leute hineindarauf hinzuweisen, daß sie die deutsche Industrie erschlagen würden, Reichstage sehr richtig in getreuem Anschluß an das Kommunistische geredet und sie aufgefordert habe, ruhig nach Hause wenn sie die deutsche Socialdemokratie erschlagen könnten. Manifest ausgeführt hat, nicht die schweren Kanonen der Panzer zu gehen, damit sie sich keine Ungelegenheiten bereiten. Holst war Gerade aber weil die deutsche Arbeiterklasse die deutsche Industrie schiffe, sondern die wohlfeilen Breise der Waren die chinesische Maner also in den kritischen Minuten anderweit derart in Anspruch ge so kräftig als möglich entwickeln will, muß sie der Flottenvorlage in in den Grund schießen; auf diesem Weltmarkt siegt schließlich die Nation, nommen, daß andre Eindrücke, selbst, wenn sie au sein Ohr gelangt unversöhnlicher Feindschaft gegenüberstehen. Sie kann sich nun die alle Springquellen ihres nationalen Reichtums zu öffnen weiß, indem sein sollten, nicht die Bewußtseinschwelle zu überschreiten vermochten. und nimmer mit der Weltpolitik des krachenden Kapitalismus fie ihrer Arbeiterklasse die volle Entwicklung ihrer Arbeitskraft ermög- 8um mindesten aber ist die Möglichkeit nicht abzustreiten, anfreunden, die ja eben die großindustrielle Entwicklung an dem licht. Ergriffe heute die deutsche Regierung diese Initiative des daß Holst die Rufe nicht gehört hat, und diese Möglichkeit mußte Bunkt aufhalten will, wo sie mit den Interessen der reaktionären historischen Fortschritts, wie sie vor zwanzig Jahren die Initiative zur Freisprechung genügen. Dazu erschwerte die Dunkelheit Klassen zusammenstößt und demgemäß vor allem darauf bedacht ist, des historischen Rückschritts ergriffen hat, so könnte sie die west- der Nacht dem Angeklagten das Erkennen der rufenden Personen. die Emanzipation des Proletariats als den wichtigsten Hebel der europäischen Nationen sehr schnell von der Politik der Banzerschiffe Die Beratung der Geschwornen dauerte nur wenige Minuten. großzindustriellen Entwicklung auszuschalten. Wer für die Flotten- furieren, um so schneller, als England im Boerenkrieg und Frank Gine wirkliche gründliche Beratung scheint überhaupt nicht stattgefunden vorlage stimmt, der stimmt auch dafür, die deutsche Arbeiterklasse in reich im Dreyfushandel schon recht heilsame Lektionen darüber be- zu haben; diturze Frist konnte kaum viel mehr als das Einsammeln auf Vorhalt der Verteidigung verschiedene Irrtümer zugeben mußten; sieht man ferner von der begreiflichen Voreingenommenheit der im Zwist mit der Socialdemokratie sich geärgert fühlenden Polizeibeamten ab; läßt man das Zeugnis der Polizeibeamten als völlig einwandfrei gelten, so ist doch klar, daß die Geschwornen höchsten Falles zu der Meinung gelangen konnten, Holst sei in der age gewesen, die Rufe zu hören. Nimmermehr aber konnten sie folgern, Holst hat die Rufe gehört. * * * der Stimmen und die Feststellung des Resultats zulassen. Die Mißbilligung der geschilderten Zustände hervor; ebenso aus Oestreichs ist also heute der, daß die Krise des Staatslebens Geschwornen sprachen den Angeklagten des wissentlichen Meineids dem Schlußwunsch, daß sie alle der Teufel hole". auf zwei Monate hin vertuscht wurde! Die Leute, schuldig, obschon der Verteidiger Dr. Herzfeld die Unmöglichkeit Wenn der Teufel auf diese Beschwörung in Funktion tritt, die in Oestreich Politik machen, sind nämlich so weise, daß sie einer Verurteilung in eindringlichster Rede nachgewiesen hatte. wird er vor allem den Polititer Liebermann wähnen, eine Krankheit verschwinde, wenn man cine Zeitlang Dieses Urteil wäre unverständlich, wenn nicht politische v. Sonnenberg holen, denn der wird wohl mit müssen, den Kranken verbirgt. Aber im Mai werden die Beulen von Momente in den Gerichtssaal hineingewirkt und das klare Urteil wenn es dem Lyriker gleichen Namens an den Kragen geht. neuem aufbrechen und der Welt offenbaren, daß dieses Staatsder Nichtenden verdunkelt hätten. Der Erste Staatsanwalt Denn in den bon un& befannt gegebenen Gedichten wesen unheilbar frank ist! aus andern Dr. Kersten hann führte nach dem uns vorliegenden Bericht in handelt es sich nicht um Sittenschilderingen feiner Anklagerebe aus: Kreisen, sondern 11111 persönliche Erlebnisse Des Wien, 24. März. Einer Zuschrift des Ministerpräsidenten Went es also feststeht, daß Holst am Abend des 6. August, Lyrikers Liebermann von Sonnenberg, der sogar in der Dr. v. Körber an die Präsidien beider Häuser zufolge wird der in der Thür der" Hansa" stehend, die Rufe Wollenbergs über ersten Person redend sich selber einführt. Er hat offenbar in Reichsrat vom 25. ds. Mts. ab vertagt. " Schütt" und das Weitergeben dieser Rufe durch das Publikum der Kirche und im Museum an den Zuständen in Babel sehr gehört hat, so entsteht die Frage, was veranlaßte den An- viel Geschmack gefunden, und verlegt sich nun aufs Leugnen, es fei geklagten, vor dem Schöffengericht und vor der Straffammer unter dem Bengeucid abzuleuguen, daß er jenes Rufen gehört alles nur Spaßvogelei getvesen. habe? lm auf diese Frage die richtige Antwort zu finden, daß fich Die Flucht vor der lex Heinze. Irgend eine einflußreiche Offiziösen verWismar vergegenwärtigen. Die vorherrschend " Hansa" sei dasjenige Lokal, welches den Socialdemokraten und manche Maid hat v. 2. geliebt, bei Tage und bei Nacht, in Reichstag nicht mehr zur Beratung kommen werde. fichert, man nehme in Bundesratskreisen an, daß die Vorlage im in Wismar zu ihren Versammlungen und zu ihren Rüdesheim, Neuwied, Berlin und anderswo, Barbara und Gretchen, Festen zur Verfügung Best, and es feie Zeugnis des Polizeichefs den Geschwornen mitgeteilt, mit welcher Fülle von Prozessen das Polizeiamt in Wismar gegen die Social- richter, Gönnt Ihr solch Glück dem Dichter?" Demokratie have hervorragenden Socialdemokraten demokratie habe vorgehen müssen. Hier sei es nun eifrigstes aus nach einem Stuß aus blühendem Mund" und drei hervorragendent Socialdemokraten, gewesen, dankenſtrichen. Und 19 pati der Nun, wir können verraten, anakreontische und Heinesche Zug auch Deutsches Reich. ligen Bethältnisse in Bismutnen bie öffent, in ben nichtbabylonischen Abteilungen des gejant haben. Wenigstens tiden die Djigiojet nterflich, ab. ex bringe die Anklagen der Polizei immer so herumzudrehen, daß die Polizei habe hereinfallen müssen. Das gleiche Motiv, die Polizei vo bei feineingeben, habe den geleitet. ng Stellen besheim, Neuwied, Berlin und angeißa, She Splitter- mächtigten v. Lerchenfels Jusbesondere lagt die bayrische Regierung ihren BevollUnd und gar " blüht eine Blume am Wege, zur Stund Ratich Dir, pflücke fie Wandrer! übel, jo ni Wenn nicht, 10 thus ein anderer Thust Du's nicht, so 930 or sid sijunta Wie Du zitterst, süßes Gretchen! Solche Nächte find gefährlich -in 1960 dni d d do im Stich. Es wird offiziell als„ thatruft er fächlich richtig" zugegeben, daß der bayrische Regierungsvertreter Ge- nicht die neuerlichen Anschauungen seiner Regierung im Reichstag zum Ausbruck gebracht habe. Bestimmend für diese Preisgebung der Heinzerei ist die Furcht er Heinzerei ist die Furcht vor der Socialdemokratie. Webklagend rufen die„ Berliner Neuesten Nachrichten" ans Anlaß der Münchener Sympathiekundgebung für bittilo ji neijntuos Don Juan: Cypressen rauschen, der Mond erblich, Ueber Gräbern blinken die Steine; not führst mich hin? ich fürchte mich! Bollmar aus, daß diefer Vorgang von neuem zeige,„ wie sehr ber Abg. Prinz Hohenlohe mit seinem Hinweise im Recht war, daß durch bibie lex Heinze Kreise der Intelligenz, die bisher der Politik fern boder auf nationalem Boden standen, in die Arme der Socialdemokratie loggedrängt werden." unsre Feinde sind eben stets unsre besten Agitatoren gewesen.Das Blockadegespenst. Die Konservativen bemühen sich, unter alo munohidem Deckmantel der Fiottenfreundschaft, ein Argument nach dent andern zu zerstören, die von der Regierung zu Gunsten des Plans angeführt worden sind. So erklärt jest J. Scheibert,„ vielleicht noch der einzige deutsche Landsmann, der eine Blockade" hh dunischen Secessionskrieg durchbrochen hat", in der„ Kreuz- Zeitung", jos„ daß dieser Umstand nämlich die Besorgnis vor einer ungenügenden Broterzeugung im Fall einer Blockade unfrer Häfen auf sein richtiges Maß zurückgeführt und zu den minder wertigen Argumenten für die Vermehrung unsrer Flotte gezählt werden muß." andom add Denn wie lag die Sache? Wollenberg hatte eine Anflage erhalten, die Polizei durch seine Rufe am Abend des 6. August beleidigt zu haben. Holst meldete sich als Entlastungszeuge und da er bor dem Schöffengericht den Schwur leistete: nicht gehört zu haben, daß W. jene Stufe ausstieß, so erreichte er auch die Freisprechung seines Freundes und Parteigenossen. s und Parteigenossen. Vor der Straffammer wiederholte er den falschen Schwur. Aber hier ereilte ihn sein Geschid. Ter Meineid, den Holst zweifellos ge- o Teiftet hat, tennzeichnet sich als ein ganz besonders frivoler; Indeed O, laß mich nie werd' ich die Deine!" er hat ihn geleistet, um einen Freund und ein, gleich ihm, liebe Dich nicht! ich sah Dich ja kann! „ Ich hervorragendes Mitglied der socialdemokratischen Parteid Wer hat Dir die Macht gegeben?" aus Anlaß einer frechen Berhöhnung der Polizei vor Gerichtsp Sei ruhig, Liebchen; es ist mir ein Traum, herauszulügen. Ich erwarte von den Geschwornen, daß sie dolz Ein Traum wie das ganze Leben. über den Angeklagten ein Schuldig aussprechen werden." Schmieg' Dich an mich und füsse mich, Geschwornen darlegen wollte, hat er mir fein eiguesum Flammenfuß einen die Geelen fiabe hate bever Und wolle Dich ganz mir ergeben! politisches Vorurteil gegen den Angeklagten bekundet und Heber Gräbern vollblühendes Leben. sich leider auf die Geschwornen übertragen. To blomand stu slunc thom ng indien still and Agrarische Flottenfeindschaft. in Indem der Staatsanwalt also die Motive des Meineids den End genossen von einer Strafe von 10 Mt. oder einer Woche Haft zu befreien, um der Polizei die Genugthung der Bestrafung nicht nur cines, sondern zweier Angellagter zu nehmen, frevelhaft zum Eidbruch geschritten sein! Schon das ist völlig unwahrscheinlich. Wenn i man dem Socialdemokraten alles Böse unterstellt, so sollte man doch so piel Klugheit und Selbsterhaltungstricb bei ihm vorausseßen, daß er nicht um einer Lappalie willen seine Ehre, seine Gesundheit, sein Leben aufs Spiel segen werde. our tip Edpires Pie a aio ud rife m sillot sou popidolen Holst, als ein ruhiger, besonnener Mann in Wismar bekannt, feit vielen Jahren durch das Vertrauen feiner Mitbürger Was atmest Du bang und bebst so sehr? Mitglied des Bürgerausschusses, foll, um einen Partei- Ich höre des Herzens Klopfen; dubiours in An Deinen Wimpern perlenschwer dijuding stondlam i Verräterisch Thränentropfen.shand sid Horch, in den Lüften das Brausen, mein Kind, sibisz timut Seißa, feins Liebchen, der Brauttanz beginnt! Hent bricht der Sommer die Blüten! die willst Du die Deinen behüten? wir raten dem Politiker v. Liebermann, den Lhrifer gleichen Namens dadurch herauszureden, daß er uns glauben machen will, dieses Abenteuer sei nur eine Darstellung der bekannten Kirchhof 3- Scene aus Schwenningers Leben, die als Unzucht an einem öffentlichen Ort mit drei Monat Gefängniß geahndet worden ist.- sold Nach dem Reichsrat. thed -st- Wien, 23. März. Die im amerika: Staatsbürger- 8tg." veröffentlicht folgende Stelle aus einem Brief, den der antisemitische Abg. Werner von einem angesehenen Manne" erhalten hat: Die Regierung hat das Fleischbeschau- Gesetz zurüdstellen lassen, jedenfalls, um erst die Flottenvorlage durchzudrücken. Dies Spiel muß endlich einmal aufhören, und bitte ich Sie des halb im Auftrage meiner Kollegen und im Interesse der Landwirte Ihres Wahlkreises, nunmehr der Regierung den Stuhl vor r die Thür zu sehen und keinen Pfennig für einen Kahn -zu bewilligen. Wenn wir Landwirte fortwährend im Frieden Kriegssteuer an das Ausland zahlen sollen, dann müssen wir den Mut verlieren. Daß wir dank den Maßnahmen der Regierung ganz trostlosen Zuständen entgegengehen, ist sicher; wir steuern, wie es den Anschein hat, Zuständen wie in England entgegen, wo Lügner und Wortbrecher, wenn sie nur Gold ergaunert haben, die erste Rolle spielen. Keine Fleischsperre feine Flotte, fo flingt heute das alte Agrarierwort: Kein Kanitz feine Kähne. Allerdings haben sich die ländlichen Flottengegner an den unzuverlässigsten Mann gewandt, denn die hessischen Antisemiten ließen sich schon 1893 unter der Parole Gegen die Militärborlage" in den Reichstag wählen und als sie dann im Reichstag saßen und von ihren Stimmen das Schicksal der Militärvorlage abhing, verrieten sie ihre Wähler und stimmten für die Militärforderungen, " Der Erste Staatsanwalt meinte, das Motiv Solst's sei gewesen, auch in diesem Falle die Polizei vor Gericht hineinzureißen", wie es in früheren Fällen der Socialdemokratie gelungen fei. Der Staatsanwalt hat mit dieser Argumentation bewiesen, daß ihm jede Fähigkeit, Motive zu ergründen und abzutvägen, völlig mangelt. Wenn es den Wismarer Socialdemokraten bei früheren Gelegenheiten gelungen war, gegenüber Anschuldigungen der verfolgungseifrigen Polizeibehörde vor Gericht zu obsiegen, so Der Reichsrat dürfte morgen offiziell vertagt werden, fonnte sich offenbar keiner ihrer führenden Genoffen dazu versucht und nächste Woche treten schon die Landtage zusammen. Der fühlen, mit allen Mitteln, auch unter der schwersten Gefährdung öftreichische Parlamentarismus ist nämlich so vielgestaltig, daß feiner gesamten Existenz, der Polizei in einer minimalen Angelenheit die unterschiedlichen Vertretungskörper einander förmlich im eine Schlappe zu bereiten. Im Gegenteil, es ist das psychologisch Wege stehen. Reichsrat, Landtage, Delegationen, dazwischen Wahrscheinliche, daß die Polizeibeamten, gereizt durch ihre früheren noch die Verständigungskonferenzen und Verhandlungen der Verpufft. Begeisterung läßt sich nicht einpökeln so mahnte Niederlagen, von dem Wunsche geleitet waren, nun einmal die ver- Quotendeputationen wahrlich an Auswahl fehlt es den schon vor Wochen die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Krupphaßten Socialdemokraten tüchtig hineinzureißen", und daß sie in Liebhabern von parlamentarischen Unterhaltungen in Oestreich blatt, indem es zur Eile in der Behandlung der Flottenvorlage dieser geistigen Verfassung bei ihren Aussagen nicht die vollste nicht. Die Ergiebigkeit dieses komplizierten Apparats ist zumal sie niemals bestanden hat. Das giebt jezt die„ Kölnische anfpornte. Die Begeisterung hat sich wirklich nicht einpöfeln lassen, Objektivität zu bewahren im stande waren. Die Zeugen freilich außerordentlich dürftig; man ist herzlich froh, wenn charakterisierten sich von vornherein geradezu als Gegner des aus den endlosen Debatten nur ein erledigtes Budget heraus. Beitung" zu, indem sie wchleidig schreibt: tommt! Angeklagten und ihre Aussagen hätten darum nur mit größter Vorficht aufgenommen werden dürfen. 14 den Unzweifelhaft hat die Regierung hier einen Fehler begangen, indem sie sich solchen kleinlichen Bestrebungen nicht von Anfang an mit größtem Nachdruck widersetzte und nicht darauf bestand, daß die große Frage unsrer Seemacht nur vom großen nationalen Standpunkt aus behandelt und von allen fleinlichen Verquidungen freigehalten werde. Die Frage in ihrer ganzen Größe war vom Volt begriffen worden, und wenn sich ideine Reichstagsmehrheit gefunden hätte, um doch die Vorlage zu berwerfen ein Fall, den wir für unwahrscheinlich gehalten hätten so würde das Bolt bei den Neuwahlen rasch gründliche Remedur geschaffen haben. Statt aber die Angelegenheit in großen Bügen in Angriff zu nehmen und ihre sofortige Erledigung zu verlangen, hat sich die Regierung unter agrarischem Einfluß auf eine Detailbehandlung eingelassen, unter der das große patriotische Interesse zu erlahmen drohte und die Aufmerksamkeit auf andre Dinge abgezogen wurde. Man suchte die widerstrebenden Agrarier durch Zugeständnisse auf andrem Gebiet zu gewinnen und kam ihnen in der Frage der Fleischbeschau" soweit entgegen, daß die bedrohten Erwerbszweige plötzlich erfanten, wohin diese agrarische Politif steuere." Eine wunderbare große Frage", für die sich nach ein paar Monaten unr noch einige Geschäftsspekulanten interessieren! Gine merkwürdige Begeisterung, die nur durch Humbng, nach der Art des Entrüfungssturms" über die Beschlagnahme der deutschen Schiffe, entfacht werden kann! Das Eingeständnis, daß der Flottenwahn erloschen sei, heißt zugleich zugeben, daß es niemals eine ernsthafte„ Bewegung" gegeben hat. Wahrhafte Begeisterung für eine große Sadje trotzt den Jahrhunderten! Das Kennzeichen der politischen Lage ist auf allen GeEndlich ist es nicht richtig, daß Wollenberg ein herbor- bieten die 11n gewißheit. Das Abgeordnetenhaus ist ragendes Mitglied der socialdemokratischen Partei" ist, au dessen zwar diesmal von der Obstruktionsseuche verschont geblieben, Herauslügung etwa dem Angeklagten besonders viel liegen konnte. Es aber attionsfähig ist es trotzdem nicht geworden. Man hat ist durch Zengen bewiesen worden, daß W. niemals in einer Verjamm- mit großer Mühe ein paar unbedeutende, neutrale Gefeße lung als Redner aufgetreten ist und daß er überhaupt durchaus von denen das längste drei Paragraphen zählte fertigteine hervorragende Stellung in der Wismarschen Socialdemokratie gebracht, hat sich aber sehr gehütet, an die Sünden der Vereingenommen hat. W. war auch nicht ein Freund von Holst, sondern gangenheit auch nur zu rühren. Ausgleich, Budget, Quote: ihm nur oberflächlich bekannt. Dagegen ist Steinbrügger ein diese drei berühmten Staatsnotwendigkeiten blieben in dem hervorragender Socialdemokrat in Wismar, er ist Vertrauens Grabe Itegen, wohin sie die diversen Verfassungsbruch- Ministerien mann der Partei daselbst, er hat häufig Versammlungen einberufen geworfen haben. Und was die Obstruktion betrifft, so ift fie und ist oft als Redner aufgetreten. Steinbrügger saß mit Holst wohl nicht hervor getreten; die Möglichkeit zu ihr bezuſammen im Bürgerausschuß. Und gerade dieser Steinbrügger, der steht jedoch im unveränderten Maße. Herr v. Störber betreibt nach der Logit des Güstrower Staatsanwalts der„ Herausliigung" zwar seine Schaukelvolitik mit einer gewiffen Routine durch den Freund und Parteigenossen Holst besonders würdig ge- Mensch kann nicht ja, nicht nein sagen, aber endlich und wesen wäre, er ist durch das Zeugnis Holsts der Ber- zwar recht bald muß der Tag kommen, wo er sich für die urteilung verfallen. Denn Holst hatte vor dem Schöffengericht unter Deutschen oder für die Czechen entscheidet. Und dann ist auch Eid ausgesagt:„ Ich habe nicht gehört, daß Wollenberg über Schütt wieder die Obstruktion da, denn die öftreichische Obstruktion, gerufen hat, aber ich habe gesehen und gehört, daß Steinbrügger, als die Stillfehung des Parlaments, ist im Grunde nichts andres er aus der Hansa" trat, mit nach der Straße zugefehrtem Geficht als der Ausdruck des Hasses und der Verachtung, der laut über Schütt gerufen hat." Auf dieses Zeugnis hin wurde alle östreichischen Parteien, die halbwegs im Volt wurzeln, Wollenberg freigesprochen, Steinbrügger verurteilt. Gdp gegen ihr sogenanntes Vaterland haben. Es ist also nicht Nach alledem ist für jeden unbefangen Urteilenden außer besser geworden, weil es nicht besser werden kann, Zweifel, daß Holst zu Unrecht verurteilt worden ist und und die anscheinende Aenderung in der politischen Lage be als Märtyrer feiner politischen Ueberzeugung, deutet nichts mehr, als daß aus Ekel vor diesen unfäglich als Opfer des Klassenkampfes dem Zuchthaus und der traurigen Verhältnissen die Parteien einen Augenblick überein bürgerlichen Ehrlosigkeit überantwortet wird. Nicht als gefonimen sind, von ihnen nicht zu sprechen. das Geschwornengericht der Vorwurf bewußter NechtsVorwurf bewußter Rechts- Aehnlich wie im Barlament ist es auch in der Ver- Reichsverfassung sagt: beugung treffen soll. Aber die Verurteilung wäre sicherlich nicht ständigungs- Konferenz zugegangen, die gestern vereingetreten, ja die Anllage wäre niemals erhoben worden, wenn tagt wurde, nachdem zur Fortführung der Verhandlungen alvei nicht der Pulverdampf des wogenden Klaffenkampfes den Richtern Subkomitees eingejekt worden waren. Die Aufgabe, die sich und Geschwornen die Möglichkeit klaren Blids und ungetrübten Herr v. Körber mit der Konferenz fette, war eigentlich nur die, daß Urteils genommen hätte. Geschwornengerichte, ausgefiebt ausschließ- die Konferenz nicht gesprengt werde; daß sie die Dinge in lich aus den befizenden und herrschenden Klassen, die zwischen Furcht Ordnung bringen wird, hoffte niemand, und so ist eigentlich Jahren rechtsungültig. und Haß gegen die fieghaft aufsteigende Arbeiterbewegung fiebernd auch niemand enttäuscht, daß nichts zuwege gebracht worden taumeln, können nicht unbefangen Recht sprechen, wenn der politische ist. Ihr bisheriges Ergebnis ist wirklich rein null, so trampf Nabre in der Schwebe war, ausgegangen wie das Hornberger Der Prozeß Fink kontra Bebel ist, nachdem er volle zwei Feind auf der Anklagebank sigt. hafte Mühe sich die offiziösen Organe auch geben, der Welt mit den angeblichen Resultaten die Augen auszuwischen. Die Schießen. Das Amtsgericht I Abteilung 148 hat beschlossen, das Konferenz hat zwar die Grundzüge für eine Umgestaltung Verfahren auf Kosten des Privatklägers einzustellen, da der fie Privatkläger innerhalb der ihm gesetzten Frist einen Schrift: der Wahlordnung zum böhmischen Landtag vereinbart sind über alle Maßen einfältig und beinahe" die fah nicht eingereicht hat. Fink hat es bekanntlich vorgezogen, schon vor Jahr und Tag Sprachenfrage bei den autonomen Behörden geregelt, aber thin eine sid lock dad das sind nur Nebenfragen. Den Kern des deutsch böhmischen nach Ostasien zu verduften und es auf eine Beweisführung für die Als ein Dichter mit Selbstverleugnung Sprachenstreits, die Regelung der Sprachenfrage ihm nachgesagten Lumpereien nicht ankommen zu lassen. Herr hat sich der Abg. Liebermann v. Sonnenberg am Freitag im Reichs- bei den staatlichen Aemtern, hat die Konferenz v. Stumm, der Protektor Finks, hat damit einen Reinfall erlebt. fie wäre auch unfehlbar ge- Die Leda mit der Tunika beschäftigt noch immer die Centrums tag produziert. Der gegen die lex Heinze frevelnde Dichter, der nicht einmal berührt; sie wäre auch dem für die lex cifernden Abgeordneten unliebfam in die Quere ge- sprengt worden, wenn die Baudertaktik des Minister presse. wenn die Baudertaktik des Minister presse. Jetzt hat die Märkische Volkszeitung" die„ Unzucht" tommen, beteuerte, die von uns mitgeteilten Gedichte feien einem präsidenten diese Hauptfrage nicht bis zur legten Sigung auf der Kirchenthür mit wissenschaftlichem Eifer studiert und stellt Cyclus Babel" entnommen; schon aus der Ueberschrift gehe die von der Verhandlung ferngehalten hätte. der Verhandlung ferngehalten hätte. Der Zustand folgendes feſt: об Gleich dem Urteil im Effener Meineidsprozeß wird das mörderische Güstrower Schwurgerichtsurteil weithin die Gemüter aufwählen. Wir appellieren an das Rechtsgefühl des deutschen Bolts, daß nicht ein Unschuldiger im Zuchthaus vergehe. Alles ungefehlich. Der Deutschen Tageszeitung" wird ges schrieben, daß man gegen zahlreiche Beschliffe des Reichstags das Bedenken der Ungültigkeit erheben könne, da Art. 28 Satz 2 der Zur Gültigkeit der Beschlußfassung ist die Anwesenheit der Mehrheit der gesetzlichen Anzahl der Mitglieder erforderlich." Da nun viele Beschlüsse von einem beschlußunfähigen Hause gefaßt werden, könnten die so zustande gekommenen Geseze als rechtsungültig angefochten werden. Wir haben nichts dagegen. Der Etat wäre danach z. B. feit " Das große zweibändige Foliowert„ La patriarcale Basilica Vaticana di Agostino Valentini, Roma 1845", das uns vor liegt, bringt auch auf einer Tafel in Folio die Abbildung dieser Thür. Die Figuren der Apostelfürsten sind darauf 10 Centimeter, die der Nebenfiguren in den Ornamenten 10-12 Willimeter lang; fie verschwinden also geradezu. Die Figur der( fizenden) Leda, die noch dazu von reichen Blumenguirlanden umranft ist, fann mur bei genauem Nachsuchen entdeckt werden und ist außerdem teineswegs unzüchtig dargestellt." W " ,, Höchst sonderbar." In der das Beuthener Arbeiter- fleineren Schwindeleien, die damit im Zusammenhange stehen, wurde sekretariat betreffenden Briefunterschlagungs Affaire Jacobs zu 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt, seine Mutter zu neun hat die dortige Staatsanwaltschaft die gegen Unbekannt beantragte Monaten. Untersuchung abgelehnt, scheint also der Meinung zu sein, daß das Berlorengehen" eines Dugends von Briefen in wenig Wochen etwas ganz Normales sei. Gegen den Bescheid der Staatsanwaltschaft ist Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft erhoben worden. Es muß auffallen, daß der Landrat Graf Schlieffen einem jungen Menschen, der sich mit nichts als einer romantischen Geschichte legitimiert und ganze 500 M. in Händen hat, ohne alle Umstände ein solches Wertobjekt verkauft. Er hat allerdings auch mit der Mutter verhandelt, da Jacob noch minderjährig ist; die Mutter kann Die Schule im Dienste der Agrarier. Durch eine Ber- aber nicht einmal torrekt deutsch sprechen. Danach scheint diese Kirchenthür Leda doch keine Tunifa" an- fügung, welche die weitgehendste Berücksichtigung der örtlichen Ver- Einiges Licht auf diese dunkle Partie des Prozesses verbreitete 1.haben; sonst hätte es das Blatt sicher erwähnt. Nur dient der hältnisse bei Festsetzung der Ferien in den ländlichen Volks- die Beweisaufnahme. Der Agent, den Jacobs beauftragt hätte, beidnischen Frauensperson als Entschuldigung, daß sie so eine ganze schulen vorschreibt, hat Kultusminister Dr. Studt einem der in sagte als Zeuge aus, er habe das Gut auf 900 000 m. tagiert. Der tieine Frau sei. Das ist wenigstens eine Handhabe, um den Begriff der Rentenot Debatte" besonders betonten agrarischen Administrator habe ihm im Vertrauen mitgeteilt, daß ein Rittmeister der verlegten Schamhaftigkeit näher zu bestimmen. Wenn etwas Wünsche Rechnung getragen. Der Minister tadelt es in der 800 000 m. geboten habe. Den Preis von 1 650 000 M. Halte er ganz klein ist und auf einer Stirchenthür sich befindet, so fann's ge- Verfügung, daß, entgegen dem Geiste der ergangenen all für zu hoch und habe er auch Jacobs vom Kaufe abgeraten. An duldet werden. gemeinen Vorschriften, die einzelnen Ferienzeiten trop erheb- den Berhandlungen mit dem Grafen Schlieffen habe er auch nicht licher Verschiedenheiten int den wirtschaftlichen Bedürfnissen teilgenommen. Nach einem Gutachten, auf das fich Graf Schlieffen ship Vom Shudikalen- Wucher. Die„ Köln. Volfsztg." antwortet der einzelnen einzelnen Gemeinden für gange Kreise gleichmäßig vor Gericht bezog, sollen auf dem Gute Braunkohlen lagern. Auf auf das Loblied, das die„ Nordd. Allg. Ztg." den Synditalen ge- festgesetzt wurden, und und daß außergewöhnlichen Witterungs Befragen des Verteidigers mußte er zugeben, daß er dem Angeklagten fungen hat, mit einigen unangenehmen Fragen: verhältnissen gegenüber eine Verlegung der Ferien nicht das Gutachten nicht gezeigt, ihn auch über die bestehenden Bachtverträge 1. Weiß die„ Nordd. Allg. Ztg.", das daß Düsseldorfer rechtzeitig angeordnet worden sei. Der Minister wünscht des nicht aufgeklärt habe. Jacobs habe ihm gesagt, er müsse bis zum Roheisen- Syndikat und der Halbzeugverband die Stahl- und wegen im Interesse des Schulwesens", daß die Ferien regel 15. Auguft ein Majorat gegründet haben, sonst ginge ihm ein Teil Walzwerke in die 3 wangslage versetzt haben, ihren Bedarf mäßig in die für die Erwerbsverhältnisse der Bevölkerung zweck der Erbschaft verloren. Daß das in der Zeit vom 12. August, an an Roheisen beziv. an Halbzeug für das ganze Jahr 1901 mäßigsten. Beiten, fallen, und daß überall da, wo die Bedürfnisse welchem Tage der Kauf zu stande tam, bis zum 15. August nicht schon jest zu deden? 2. Sält sie eine solche Maßregel, die einzelner Ortschaften innerhalb der Ferienordnung etwa noch nicht möglich war, wußte der Landrat Graf Schlieffen, fagte aber dent Deckung des Bedarfs an Rohstoffen für den langen Zeitraum von die thunliche Beachtung gefunden haben, auf eine angemessene Angeklagten nichts davon. Auf die Frage des Verteidigers, wie 22 Monaten zu hohen Preisen, die vom 1. Januar 1901 ab noch- Aenderung hingewirkt werde. Dem Eimvande, daß dadurch für die lange er sich schon um den Verkauf der Güter bemühe, lehnte er die mals ganz wesentlich erhöht sind, für eine solche, welche seinem Schulaufsicht Schwierigkeiten entständen, legt der Minister ein ent- Antwort ab. Der Frage nach den Ertrage der Güter wich er aus, trotz der Drohung des Gerichts, ihn in Strafe zu nehmen. Mahuruf zur Mäßigung entspricht? 3. Ist es ihr bekannt, daß der schiedenes Gewicht nicht bei. Herr Eisenbahnminister im Parlament mitgeteilt hat, das KohlenNatürlich nicht. Denn es handelt sich dem Minister offenbar Rittergutspächter v. Oettinger, der vom Grafen Schlieffen zivei syndikat habe die Versicherung abgegeben, über die laufenden viel mehr um die Bedürfnisse der Kinderarbeit benötigenden Güter gepachtet hatte, hat früher zu Protokoll erklärt, daß die von Verträge hinaus dem Auslande keine Stohlen mehr zu liefern, Agrarier, als um die Bedürfnisse der Schule. Jacobs gekaufte Herrschaft 8000 bis 10 000 Mark im Jahre einwährend die Direktion des Kohlensyndikats am 17. März dem Verbringen. treter der Barmer Handelskammer erklärt hat, die Kohlenlieferungen nach Belgien und Holland seien noch erheblich, dieselben könnten aber auch gar nicht entbehrt werden? Kropatscheck als Pfalmist. Die konservative Sehnsucht lebt in einem Psalmenvers, auf den der Redacteur der„ Kreuz- Zeitung" Kropatscheck auf dem konservativen Parteitag zu Frankfurt a. D. hinwies. Es ist der zweite Psalm, Vers 9; „ Du sollst sie mit einem eisernen Scepter zerschlagen, wie Töpfe sollst Du sie zerschmeißen." Der fromme Mann, der in diesem Vers sein Ideal des starken Mannes wiederfindet, hat nur übersehen, daß sich das biblische Wort gegen die Könige dieser Erde" richtet. Herr Kropatiched mag fich vor dem dolus eventualis in acht nehmen! Denn also heißt es im Vers 10 und 11 des zweiten Psalms: So laßt euch nun weisen, ihr Könige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem Herrn mit Furcht, und freuet euch mit Bittern!" Die Bibel ist häufig ein schlimm revolutionäres Buch und die Junker und Junlergenossen sollten sie nur mit Vorsicht citieren. Gin Zum Unglück für den Grafen Schlieffen war num Jacobs ein Schwindler und der Graf war der Geleimte. Wäre Jacobs der ehrliche Käufer gewesen, für den der Graf ihn hielt, dann wäre die Schar der Notleidenden" um einen vermehrt worden, der sich dann mit Recht als notleidend bezeichnen konnte. " ni Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung wurde bon der Kölner Straffammer ein zu Fischenich geborner Tagelöhner, der gegenwärtig eine Zuchthausstrafe von einem Jahr verbüßt, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Er beging als Unterfuchungsgefangener im Kölner Arresthause am Kaisersgeburtstage in einem Gespräch mit einem Zellennachbar die Majestäts- hat foeben das Protokoll über die Verhandlungen vom 12., 18. und beleidigung. Aus Hamburg meldet das„ Echo": 14. Dezember 1899 veröffentlicht. Außer der Vernehmung von Auss rückständiger. Die Kommission für Arbeiterstatistik CIT 60 Tagen überschritten Landgericht geführt und hatte für den Angeklagten sowohl, wie für fahrtsbetrieben der Personenbeförderung und Ein Majestätsbeleidigungs- Prozeß wurde hente vor dem hiesigen funftspersonen über die Sonntagsruhe in Binnenschiff einen Entlastungszeugen einen recht angenehmen Ausgang. An- in& ährbetrieben stand auf der Tagesordnung die Berichtgeklagt war der schon bejahrte und jiebzehnmal wegen Beleidigung, erstattung über die Erhebungen der Arbeitsverhältnisse im Hausfriedensbruchs und ähnlicher Delifte vorbestrafte Schloffer Gastwirts gewerbe. Bu legterem Punkt hatte der Reichstags- Abgeordnete Moiten Johann Heinrich Fick aus Sande. Am 3. Januar d. J. soll der Angeklagte in feiner Wohnung und auf seinem Hof gelärmt und buhr das Referat, der bayrische Ministerial- Direktor Herr von geschimpft haben. Seine Auslaffungen richteten sich angeblich gegen Herrmann das Korreferat übernommen. Wir haben schon seiner die Frau des Gelegenheitsarbeiters Schmidt und gegen die Beit berichtet, daß fast sämtliche Anträge, die Mollenbuhr zu Witwe Gedemann, welche in seiner Nachbarschaft wohnten und Gunsten, der in Gastwirtschaften beschäftigten Personen stellte, mit welchen er nicht befreundet war, und wechselten ab mit glatt abgelehnt wurden, wiewohl diese schon äußerst bescheiden gebeleidigenden Aeußerungen über den deutschen Kaiser. Frau nannt werden müssen. Nach dem jezt vorliegenden stenographischen hat heute die Beratung des Forftetats begonnen. Der Etat bilanziert mit der Witwe G. den Angeklagten beim Gemeindevorsteher wegen München, 22. März.( Eig. Ber.) Abgeordnetenkammer. Das Haus Schmidt hatte dann nichts Eiligeres zu thun, als im Einverständnis Bericht fennzeichnen sich die angenommenen Vorschläge als fast noch in Einnahme und Ausgabe mit 33 211 000 M. und einer Stein- Majestätsbeleidigung zu denuncieren. In der Verhandlung bestritt Anstatt einer neinstündigen Mindestruhezeit, wie fie Mollenbithr einnahme von 16 364 771 M. Diese Ziffern schon lassen die wichtig der Angeklagte seine Schuld und führte die Denunziation, der beantragt hatte, wurde beschlossen, eine achtstündige in Vorschlag zu keit der Forstwirtschaft für den bayrischen Staatshaushalt erkennen, beiden ihn belastenden Zenginnen auf einen Nache Ait zurütd. bringen, die aber auch noch von ungleich größerer Bedeutung als das finanzielle Erträguis aber Durch den Gelegenheitsarbeiter Simon und dessen Ehefrau, werden darf. Moltenbuhr hatte auch einen regelmäßig wöchentlich ist Bayerns Waldbestand für unsre Boltswirtschaft im weiteren Sinne. Herr v. Herrmann schlug wie auch durch seine Frau trat Nahezu der fünfte Teil des gesamten Grund und Bodens er einen Entlastungs- wiederkehrenden Ruhetag beantragt. beweis au. Lettere bestritt, daß ihr Mann die ihm nach vor, den Kellnern und Köchen jede Woche einmal zwischen 12 Uhr in Bayern ist Waldbestand, somit für die klimatischen Ver- gesagten Aeußerungen gethan, und Eimon und deffen Frau mittags und 9 Uhr abends je 6 Stunden Ruhezeit zu gewähren. hältniffe, Niederschläge, Regulierung der der Wasserläufe von großem Einfluß. Der gefamte Waldbestand des Königreichs machten Bekundungen über Aeußerungen von zwei Frauen, die In Städten von über 10000 Einwohnern foll an Stelle der voller Ruhetag jede dritte betrug im Jahre 1897 2 608 974 Heftar, 39 Proz. der gesamten darauf schließen lassen, daß die Demmziation auf Nache zurück- wöchentlichen Ausgänge ein Woche treten. Herr Herrmann glaubte dies als einen annehm Tand- und Forstwirtschaftlich nugbaren Fläche. Davon entfallen auf zuführen ſei. Simon will die Franen, die die Acnßerungen gemachtbaren Ausweg aus den Schwierigkeiten" bezeichnen zu dürfen. Brivatwaldungen 1 270 649, auf Gemeindewaldungen 387 365 auf Frau Sch. ind deren Mutter waren. Da die Aussagen von Simon haben sollen, zwar nicht genau kennen, glaubt aber, daß sie die Die Schwierigkeiten find allerdigs große, ven Tinan Staatswaldungen 950 960 Hektar. Allmählich macht sich bei den Frau Sch. und deren Mutter waren. Brivatwaldungen eine Raubwirtschaft bemerkbar, der der Staat nicht und Frau in Widerspruch standen mit den Aussagen andrer bestrebt ist, den Belz zu waschen, ohne ihn naß zu machen. Die. Beugen, ließ der Vorsigende sie protokollieren. Der Mehrheit der Kommission schloß sich dem Storreferenten an. Der elfgleichgültig zusehen kann. In den drei Jahren 1896/98 wurden von Staatsanwalt hielt den Angeklagten int Privatwaldungen 18 240 Heftar Waldfläche abgeholzt und nur vollen Umfange tindige Maximal- Arbeitstag, den Mollenbuhr für die weiblichen Hilfs8842 Hektar aufgeforstet. Wird in diesem Tempo Nanbbau weiter be- überführt und beantragte gegen ihn 3 Jahre Gefängnis umb personen eingeführt wissen wollte, fand ebenfalls nicht den Beifall der: sofortige Verhaftung. Auch beantragte er die Verhaftung Kommission; das weibliche Hilfsperional( üchenmädchen sc.) bleibt trieben, dann ist Bayerns Waldbestand umsomehr gefährdet, als auch viele bes Simon wegen dringenden Verdachts des Meineids. Der überhaupt, felbft von den minimalen Schutzbestimmungen der KomGemeinden, im finanziellen Interesse, Waldabschwendungen in un Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu achtzehn Monaten mission vollkommen ausgeschlossen. Beschlossen wurde, daß Mädchen bernünftigſter Weise betreiben, ohne für Aufforstungen ausreichend Gefängnis und ließ ihn sofort in Haft nehmen. Den weitern unter 18 Jahren nicht zur ständigen Bedienung von Gästen heranSorge zu tragen. Hier wird die socialdemokratische Fration natür lich in erster Linie einsetzen. Die Nachteile des Privateigentums in Antrag des Staatsanwalts lehnte er aber ab. Darauf ließ der gezogen werben dürfen. Jugendliche Personen unter 16 Jahren sollen der Forstkultur besonders hervorzuheben, bietet sich Gelegenheit, Staatsanwalt Simon festnehmen und dem Untersuchungsrichter zu von 10 Uhr abends bis 6 1hr morgens nicht beschäftigt werden dürfen. Die Hauptforderung der Kellner und Köche: wöchentlich wenn die Anträge des Wirtschaftsausschusses über Walde wiederkehrender Ruhetag, Mindest- Muhezeit von neun Stunden tägabschwendung" zur Verhandlung gelangen, worüber Genosse Ehr lich, sowie tägliche Ruhepausen zwischen der Arbeitszeit, sind von der hart zum Referenten bestellt ist." Bei den Etatsberatungen werden Sounnijjion unbeachtet geblieben. Diese Forderungen sind wieder von unfre Freunde der Entlohnung und dem Kaffenwesen der Forst neuem auf dem fürzlich hier stattgefundenen Kongreß der Gastwirtsarbeiter und Forstbediensteten vorzüglich ihre Aufmerksamkeit zu gehilfen und zivar einstimmig erhoben worden. Noch ist es Zeit, wenden, worüber noch speciell zu berichten sein wird. ben Wünschen einer vielgeplagten Arbeiterkategorie etwas mehr Ent gegenkommen zu zeigen; hoffentlich wird der Nuf der Gehilfen nicht " führen. fo Einem Soldaten verschte der Student dem Leben bezahlen müssen. Er wurde im Dezember 1899 von den Kandidaten für Zwangserziehung. Zu Straßburg i. E. spielte sich fürzlich in einem bekannten Weinlokale eine Scene ab, die von neuem zeigt, in welchen Kreisen der Bevölkerung in erster Linie die vielbeklagte Verrohung der Jugend zu suchen ist. Ein Student Seger aus Münster in Westfalen, der zur Zeit Dresden, 28. März.( Eig. Ber.) In der heutigen Kammer ist, betrat jenes Lokal zu vorgerückter Abendstunde in Be au der Straßburger Kaiser Wilhelms- Universität immiatrikuliert umgehört verhallen. figung brachte Genoffe Fräßdorf die Maßregelungen gleitung einer Dame der Halbwelt. Sprache, die feitens des Senats der Bergakademie Freiberg Kellnerin im Lokal in einen Wortwechsel, an dem sich auch der Diese geriet mit der Die Kameruner Strafegpedition, gegen ansländische Studenten wegen Beteiligung au socialistischen Student beteiligte. Im Verlauf dieses Streits zog der schneidige bie anscheinend im Kampfe mit den Eingebornen aufgerieben worden Bestrebungen verhängt wurden. Man habe die Leute nicht nur von junge Herr eine Reitpeitsche und began, wuchtige Schläge ist und worüber wir gestern berichteten, hatte die Aufgabe, die Erder Akademie weggewiesen, sondern sogar aus Sachsen ausgewiesen, obwohl sie nicht agitatorisch thätig gewesen, thätig gewesen, nach dem Gesicht des Mädchens richtend, dieses im Büffeft- mordung des Lieutenants v. Queis und des Pflanzers Conran zu fondern Einige Gäste entfernten ihn von rächen. Nachdem Lieutenant v. Qucis im Rio del Rey- Gebiet von nur während der letzten Reichstagswahlen focialraum durch zu prügeln. demokratische Versammlungen besucht und mit Socialdemokraten feinem Opfer, es gab blutige Köpfe und ein furchtbarer Tumult den Eingebornen ermordet und seine Expedition von der Verbindung verkehrt hätten. Die Wegweisung von der Akademie sei vom Senat entstand. Der im Raum befindliche große Ofen wurde um mit der Küste abgeschnitten worden war, hatte der Gouverneur den Faktogestürzt, Stleiderständer zerbrachen, elektrische elektrische Lampen zer risten Conran, den seine Kenntnis von Land und Leuten dazu besonders damit begründet worden, daß die Bethätigung socialistischer Gesinnung Schellten, Stühle flogen, und die Dame, welche der Jüngling befähigte, ausgeiandt, um das Schicksal der Expedition v. Ducis zu " gegen die gute Sitte und Anstand verstoße". Wenn die Studenten als seine„ Braut" bezeichnete, zerschlug mehrere Literflaschen auf den erkunden. Den Versuch, diese Aufgabe zu lösen, hat Courau mit statt in socialistische Versammlungen in Bordells gingen, werde das Köpfen der Kämpfenden. nicht als Verstoß gegen gute Gitte Anstand betrachtet. Er eine schallende Ohrfeige, worauf jener blankzog und seinen Be Bangwa ermordet, deren Land er als erster Europäer im Dezember bedauert, daß der Scat fich zu solchem„ clenden Bütteldienst her leidiger zusammengestochen hätte, wenn nicht im fritischen Moment 1898 und Jantar 1899 besucht und mit deren Oberhäuptling Fontém er gegeben habe, und erhält dafür einen Ordnungsruf. Die Rechte ein Sergeant das Lotal betreten hätte, der den jungen Mann vor bei diejer Gelegenheit Blutsbrüderschaft getrunken hatte. hatte schon vorher durch fortgesette laute Bravorufe ihre Zustimmung dem Schlimmsten bewahrte. Dieser Vorfall ist bereits die dritte Die Expedition, die jetzt unter dem Befehl des Hauptmanns zu den Maßregelungen fundgegeben, und der nationalliberale Bertreter schwere Ausschreitung, die sich Studenten der Universität Straßburg v. Besser ausgefandt worden war zur Bestrafung der AufſtändiFreibergs, Abg. Braun, fonstatierte pflichteifrigst, welch großes Aergernis in jüngster Zeit haben zu Schulden kommen lassen. In den früheren schen, mußte nach den Vorgängen im November und Dezember v. I. die Beteiligung der ausländischen Studenten an Wahlversammlungen in Fällen sind die Schuldigen zu teilweise erheblichen Gefängnisstrafen darauf gefaßt sein, in ernste Stämpfe mit den Eingebornen Freiberg gegeben habe. Der Führer der Konservativen, Abg. Opis, verwickelt zu werden. Man darf annehmen, daß bei der Ausrüstung wollte die Akademie den Ausländern am liebsten ganz verschließen, und Zusammensetzung der Expedition dieser Umstand wohl berücksichtigt da sie ihre in Sachsen erworbenen Kenntnisse doch nur im Ausland worden ist. Der Kampf mit den Eingebornen kann daher der veriverteten. Fräßdorf hielt ihm entgegen, daß die deutschen Expedition weder überraschend gekommen sein, noch traf er sie Besucher ausländischer Akademien das gleiche thäten. Der Regierungs- Ein Schwindelprozeß, der am Donnerstag vor einer Straf- unvorbereitet. Die Thatsache, daß die Expedition unter dem vertreter, Minister v. 2aydorf, billigte die Maßregelung voll- kammer des Landgerichts in Leipzig verhandelt wurde, förderte Befehl eines Hauptmanns stand, dem zwei Offiziere der Schußkommen; jeder Ausländer habe sich in Eachsen ruhig zu verhalten, einige recht interessante Details zu Wege. Angeklagt war ein junger truppe beigegeben waren, läßt den Schluß zu, daß die Stärke der ganz besonders aber ausländische Studenten, die sich für den vom Mensch aus Leipzig, namens Jacobs und seine Mutter, die Expedition an Soldaten, abgesehen von den notwendigen Staate genossenen Schutz und Unterricht durch politisches Wohl- Garderobiere Jacobs, geb. Gerhardt. Jacobs hatte feudale Trägern, die Zahl 100 überschritten haben wird. Wenn fämtverhalten dankbar erzeigen müßten. Etwas andres war ja von der Neigungen und wollte Besitzer eines landtagsfähigen Rittergutes liche Offiziere der Expedition und dazu der Arzt in dem Kampfe sächsischen Regierung und der sächsischen Kammer auch nicht zu er werden. Er war zwar nur ein fimpler Buchhalter und der mit den Gingebornen mehr oder minder schwer verwindet wurden, warten. Sohn eines Stonzertdieners, von dem er 500 W. geerbt hatte, liegt die Ahmahme nahe, daß dieser stampf sehr eruft gewesen ist wohl aber besaß er Phantasie und Geschick genug, und vor allem und viele Menschenleben als Opfer gefordert hat. Dresden, 23. März.( Eig. Ber.) Heute abend fanden hier in fand er jemand, dem ein solcher phantasiereicher Käufer, der um Bezeichnend ist es übrigens, daß der offiziöse Telegraph ganz den beiden größten Sälen zwei großartig verlaufene Protest jeden Preis ein großer Herr werden wollte, gerade gelegen fam. versammlungen gegen die lex Heinze statt, welche von Jacobs beauftragte einen Agenten, ihm ein großes mit genau die Namen der verwundeten Offiziere augab, von den verwundeten oder gefallenen Mannschaften aber kein Wort zu ca. 5-6000 Personen besucht waren. Die Genossen Wolfgang Patronatsrecht und Landtagsfit ausgestattetes Rittergut zu kaufen; melden weiß. Heine und Dr. Südekum Nürnberg referierten. In der er sei der Nachkomme eines Reichsgrafen v. Gerhardt, und müsse größeren der beiden Versammlungen, in welcher Genosse Heine bis zum 15. August ein Majorat gründen; das sei die Bedingung sprach, wurde folgende Resolution unter dem stürmischen Beifall der bei einer großen Erbschaft, die ihm zugefallen. Dann werde er auch Anwesenden einstimmig angenommen: den von seinen Vorfahren abgelegten Adel wieder annehmen. # verurteilt worden. Schwindel um und in Agrarien. Ausland. Schweiz. „ Die Versammelten erklären: Die Vorschläge zu den neuen Der Agent ließ fich täuschen und Jacobs erreichte seinen Zwed. Strafbestimmungen, die in den§§ 184, 184a und 184b der sogen. Es fand sich ein Landrat Graf v. Schlieffen auf Schlieffen- Beru, 23. März.( Eig. Ber.) Die am Montag zu ihrer lex Heinze enthalten sind, stehen in Widerspruch mit dem gefunden burg, der dem Angeklagten für den Preis von 1 650 000 m. die aus Frühjahrssession zusammengetretene schweizerische Bundesver Sinn des deutschen Volks und sind geeignet, das Maß von Frei- fünf Gütern bestehende Nittergutsherrschaft Ogroßen in Schlesien sammlung hat bereits einen kleinen, aber interessanten Gegenstand heit zu zerstören, ohne welches Stunst und Wissenschaft nicht leben verkaufte. Das Geschäft wurde binnen 10 Tagen abgeschlossen und behandelt und erledigt, nämlich das Rößlispiel. Schon vor und gedeihen können und das geistige Leben des Volks ver- der neue Gutsherr zog mit seiner Mutter unter dem Jubel seiner givei Jahren hatten mehrere radikale und konservative Nationalräte tümern muß." Unterthanen ein. Da er aber leider gar fein Geld hatte, brach die die Motion gestellt, den gegen das Glücksspiel gerichteten Artikel 35 In der andren Versammlung wurde eine ähnliche Resolution Herrlichkeit noch vor der gerichtlichen Auflassung des Staufes wieder der Bundesverfassung, strenge zu handhaben und auch das Rößlispiel ebenfalls einstimmig angenommen. Gegner meldeten sich in beiden zusammen. Auf Vermittlung des Landrats wurde sogar die Stempel zu verbieten. Zur näheren Begründung führte im Nationalrat Versammlungen nicht zum Wort. abgabe nicht erhoben. Wegen dieser sowie wegen einiger andren Professor Raiiel Bern an, daß die anfänglich als un V fchuldig betrachteten einen Pferde" allmählig eine gefährliche Rolle zuziehen, welche von den Berufsgenossenschaften abhängig find. Von In Weißensee nahmen die Holzarbeiter am 22. März Stellung an unfren Fremdenorten spielten. Denn nicht nur Fremide und Er- den Socialdemokraten wurde demgegenüber daran erinnert, daß bei zu den Einigungsvorschlägen. Böste befürwortete die Annahme wachsene, sondern auch Einheimische und sogar die Schuljugend der Frage des Bauarbeiterschutzes derselbe Staatssekretär des Innern der Einigungsvorschläge. In sehr erregter Debatte wurde auf das beteiligten sich an dem Spiel, bei dem schon längst nicht mehr nur eine Ausdehnung der Gewerbe Aufsicht abgeschlagen und eine Verhalten der Unternehmer hingewiesen, die keineswegs geneigt sind, Kleine Einfäße gemacht, sondern größere Summen gewagt und dabei bessere Gestaltung der Berufsgenossenschaften in Aussicht ge- die Bestimmungen richtig auszulegen. Schließlich erklärte man sich viel Geld verloren werde. Die Regierungsräte v. Steiger- Bern stellt habe. Das Verhalten des Grafen Posadowsky liefe also darauf bereit, die Einigungsvorschläge anzunehmen, jedoch soll der Streif und Favon Genf, sowie Bundesrat Brenner bekämpften hinaus, daß die Verbesserung der Gewerbe- Inspektion abgelehnt fortgesetzt werden, wenn die Unternehmer auf ihrem Standpunkt ver den Antrag, der in seinen Konsequenzen zum Verbot aller werde mit dem Hinweis auf die Verbesserung der Unfallverhütung harren. In Charlottenburg haben am Freitagabend die Holzarbeiter Wirtshausspiele, also auch des„ Tassas" führen müßte, das das bei den Berufsgenossenschaften, und wenn das letztere in Frage steht, nationale Kartenspiel der Schweizer ist und dessen Antaftung ein die Gewerbe- Inspektion zur Vertröstung herhalten müsse. Charakte- die Stellung der Berliner Berufskollegen gutgeheißen. Am Ort Landesunglückt sein würde. Der Antrag wurde denn auch mit 73 ristisch ist es, daß das Centrum den Ausführungen des Staats- selbst kommen nur die Bautischler in Betracht, die in einigen Werkgegen 32 Stimmen abgelehnt, so daß die Bourgeoisie und Aristokratie, sekretärs des Innern zustimmte. Mithin blieben für den social stätten ausgesperrt sind. nur noch die aus aller Welt im Berner Oberland, am Genfer See und in demokratischen Antrag außer den Socialdemokraten Luzern zusammen kommen, sich auch fernerhin mit den kleinen die Freifinnigen, und der Antrag wurde also abgelehut. Nebenbei Pferden" amufieren können. der Beratung des diessei festgestellt, daß gelegentlich der Beratung bezüglichen Paragraphen des Gewerbe- Unfall- Versicherungsgesetzes der Ministerialdirektor v. Woedtke sich gegen den principiellen Antrag der Zu einer ernsten Fortsetzung des Kriegs scheint es noch nicht Socialdemokraten auf Wahl der Aufsichtsbeamten unter Mitwirkung gekommen zu sein. Allerdings sind in London Nachrichten einder Arbeiter nur deshalb ausgesprochen hat, weil die Arbeiter über gelaufen, wonach General French im Osten von Bloemdie technischen Fähigkeiten eines Mannes wohl kaum fich ein richtiges fontain im Kampf mit den Boeren begriffen sei. Urteil bilden könnten. Ein allgemeines Urteil über die Fähigkeiten der " Reutersche Bureau" bemerkt jedoch dazu, es handle sich Arbeiter hat damals der Ministerialdirektor nicht ausgesprochen. Dies geht nach unsrer Ansicht auch aus unsrem damaligen offenbar um einen Kampf zwischen der Kavallerie- Brigade und den Bericht hervor, soll aber, da Mißverständnisse vorgekommen find, Boeren, die sich vom Oranjefluß nordwärts zurüdnoch ausdrücklich nachgeholt werden. ziehen und von den Hügeln im Basutoland aus in großer Stärke gesehen worden sind. Genf, 28. März.( Eig. Ber.) Die organisierten Arbeiter haben leider nicht für das gegen das Anti- Streifgesetz( S. Nr. 62 vom 15. März unter Soziales) gerichtete Referendumsbegehren die erforderlichen, übrigens viel zu hohe Unterschriftenzahl von 3500, sondern deren nur 3100 aufgebracht, offenbar deshalb, weil sie mit der Unterschriftensammlung zu spät begonnen haben. Das Gesetz tritt nun in Kraft und der Arbeiterschaft erwächst die Pflicht, dem selben die Giftzähne auszubrechen und die arbeiterfeindlichen Pläne der Unternehmer zu vereiteln. Italien. Die Friedensvermittelungsfrage im italienischen Parlament. Rom, 24. März. In Erwiderung auf eine Anfrage von Bais, welcher zu wissen wünscht, ob der Minister des Auswärtigen, Visconti Benosta, jest, wo England sein militärisches Prestige in Südafrika wiederherstellen konnte, nicht der Ansicht sei, daß Italien seine Vermittelung den Kriegführenden anbieten müsse, erklärte der Minister, er wiederhole die bereits in der Kammer abgegebenen Erklärungen, und fügt hinzu, die legten Erklärungen der englischen Regierung, die dahin gehen, daß dieselbe nicht in der Lage sei, eine Vermittelung anzunehmen, bestätigen, daß ein diplomatisches Vorgehen in dieser Hinsicht keinen praktischen Erfolg hätte. Der Krieg. 黃 Das E3 cr Ein weiterer socialdemokratischer Antrag verlangte für das Reichs- Versicherungsamt die Befugnis, aus Urteilen und Beschlüssen, Unausgesezt mehren sich die Anzeichen, daß die Boeren im die zu Gunsten von Verletzten gegen eine Berufsgenossenschaft er energischen Widerstande verharren. So wird aus Kroonstad gegangen find, Zwangsvollstreckung in das Vermögen der Berufs- meldet: Die Freistaatboeren kehren in großer Anzahl zurück. genossenschaft anzuordnen und durchzuführen. Derselbe Antrag Die Regierung verharrt in entschlossenem Widerstande. war bereits zur Gewerbe-Unfallversicherung gestellt, damals aber Die Regierung verharrt in entschloffenem Widerstande. abgelehnt worden. Jetzt jedoch wurde das Bedürnis einer solchen werden Kommandos in großer Anzahl mobilisiert. Die Burghers wurde Bestimmung anerkannt und eine entsprechende Vorschrift an einer find entschlossener denn je. Eine Proklamation, andren Stelle des lassen, in welcher Präsident Steijn die Burghers auffordert. eingefügt. Abgelehnt dagegen wurde der Antrag, daß es den in einer dem Aufruf zum Militärdienst Folge zu leisten, den Engländern i: Heilanstalt aufgenommenen Verletzten freistehen soll, jederzeit am feiner Weise zu helfen oder die Waffen niederzulegen, wenn si Tage Besuche insbesondere von Aerzten zu empfangen, daß Briefe nicht durch eine dringende Notwendigkeit dazu gezwungen sein ihnen sofort uneröffnet zu übergeben sind, keinerlei Lektüre sollten. Jeder, der diese Vorschriften mißahtet, werde als des verwehrt oder aufgezwungen werden und Gelegenheit zum Schreiben Hochverrats schuldig den schwersten Strafen des Striegsgerichts Nach der Erklärung des Ministers wird die Beratung über den ihnen nicht versagt werden dürfe. In der Begründung wurde Antrag Cambray Digny wieder aufgenommen. Der Antrag Ban- darauf hingewiesen, daß diese Bestimmungen sogar für Unter- unterliegen. tanos auf zurückstellung der Vorlage wird alsdann in namentlicher suchungsgefangene Geltung haben, daß aber bei der Beratung des Abstimmung mit 283 gegen 71 Stimmen abgelehnt. Der Präsident Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetzes die Regierung ausdrücklich er erklärt hierauf die Generaldiskussion für eröffnet.klärt habe, der Kranke unterstehe vollständig den Anordnungen der Im Berlauf der Sitzung begründet Pantano eine Tagesordnung. Anstalt und könne auf derartige Nechte keinen unbedingten Anspruch welche sich im wesentlichen für die Einberufung der Konftituante machen. ausspricht. Schließlich verlangten die Socialdemokraten eine ausdrückliche Bestimmung darüber, daß der§ 617 des Bürgerlichen Gesetzbuchs den gegen Unfall versicherten Arbeitern nicht genommen sei. Diefer Paragraph besagt:" it bei einem dauernden Dienst verhältnis, das die Erwerbsthätigkeit des Verpflichteten vollständig oder hauptsächlich in Anspruch nimunt, der Verpflichtete in die häus Das Haus billigt auf Verlangen des Präsidenten durch Erheben liche Gemeinschaft aufgenommen, so hat der Dienstberechtigte im von den Sißen das Verfahren desselben.( Großer Lärm; die Falle der Erkrankung die erforderliche Verpflegung und ärztliche äußerste Linke ruft:" Es lebe die Constituante"; das ganze Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht über die Dieser allseitig übrige, sehr stark besetzte Haus, von der Rechten bis einschließlich Beendigung des Dienstverhältnisses zu gewähren. der Linken, bricht in die begeisterten Rufe aus:" Es lebe der König!" als berechtigt anerkannte Antrag wurde einstimmig angenommen. „ Es lebe die Monarchie!") Nächste Sigung Montag: 2. Lesung des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetzes. Der Präsident erklärt, die Tagesordnung Pantano fei ein nener Antrag; er könne ihm daher nicht das Wort zur Begründung derselben lassen.( Diese Auslassung des Präsidenten ruft äußerst lebhafte Meinungsverschiedenheiten zwischen diesem und der äußersten Linken hervor.) Der Präsident suspendiert die Sigung, Nach Wiederaufnahme der Sizung giebt der Präsident dem Deputierten Venturi das Wort. Die äußerste Linke protestiert heftig und verlangt, das dem Deputierten Pantano gestattet werde, seinen Antrag weiter zu begründen. Es entsteht ein gewaltiger Tumult, und der Präsident hebt die Sigung auf. Frankreich. Der neue Sturm auf das französische Ministerium ist, wie wir gestern schon meldeten, abgeschlagen worden. Die melinistische Presse äußert nun großen Merger über den Mißerfolg ihres gestrigen Angriffs. Es war alles vortrefflich geordnet, aber im Augenblick der Abstimmung fielen die radikalen Ueberläufer ab. Sarrien und Mesureur mit ihrer Truppe einerseits, Barthou und Charles Dupuy andrerseits enthielten sich der Abstimmung, und so half es nichts, daß Ribot, Kranz und Genossen todesmutig die Monarchisten, Nationalisten und Antisemiten zum Hauptsturm auf das Ministerium führten. Nach diesem Fehlschlag wird es unwahrscheinlich, daß die Melinisten sich der Regierung vor Eröffnung der Weltausstellung bemächtigen. " Rußland. Warschau, 22. März.( Berl. Tagebl.) In Lodz wurde die Tanggesuchte Geheimdruderei des socialistischen Blattes Robotnit" ermittelt. Sieben Personen, fünf Arbeiter, ein Student und eine Frau, wurden verhaftet. Mittlerweile erschien trotz der Beschlagnahme der Geheimdruckerei eine neue Nummer des Blattes, in welcher der Name des Arbeiters, der den Versteck verraten, veröffentlicht wurde. Den Verräter fand man in der Towarowagasse erdolcht. Bulgarien. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. In Bremerhaven siegte bei den Stadtverordneten- Wahlen in der dritten Klasse die socialdemokratische Liste, wodurch fünf Socialdemokraten gewählt wurden. In Jiversgehofen wurde ein Genosse gewählt, einer steht in Stichwahl bei 6 Stimmen Differenz zwischen den beiden Stichwahl kandidaten. In Griesheim bei Höchst und in Doßheim bei Wiesbaden wurden je zwei Parteigenossen gewählt. Aus der Frauenbewegung. Charlottenburg. Die Parteigenossinnen und Genossen werden auf die am Dienstag, den 27. März, abends 82 Uhr, im Lokale Wernicke, Bismarckstr. 34, stattfindende Versammlung, welche zum Zweck einer Agitation unter den Blätterinnen und Wäscherinnen eine berufen ist, aufmerksam gemacht. Frau E. Ihrer wird einen Vortrag halten über: Sie verbessern wir unsre elende Lage?" Zu zahl Die Vertrauensperson. reichem Besuch ladet ein matadidang Die Aussperrung in der Berliner Holzindustrie. Die Tischlermeister hielten am Sonnabend wieder eine Ver: sammlung ab, um über den Streit zu beraten. Direktor Lorenz erklärte auf das bestimmteste, daß die in der vorigen Versammlung angenommene Resolution, welche den Unwillen der Arbeiter erregte. durchaus nicht die Entlassungsscheine einführen solle. Es handle fich dierum folgendes: Nach dem Einigungsprotokoll soll jeder Geselle an feinen früheren Platz treten. Wenn im ein Geselle nicht wieder in seiner früheren Werkstatt anfangen wolle, so solle ihm das nicht verwehrt werden. Aber der Meister, welcher in den nächsten Tagen einen neuen Arbeiter einstellt, sei seinen Stollegen gegenüber verpflichtet, sich darüber zu informieren, ob der Geselle seinen Accord regelmäßig fertiggestellt Lediglich, um nicht unnötige Zeit mit Nachfragen zu ver Sofia, 24. März. Ueber die von uns gemeldeten Vorgänge bei der Protest versammlung gegen die neue Zehntsteuer, die am 20. b. Mis. in Varna stattfand und bei der es zu blutigen Zusammenstößten mit der bewaffneten Macht fam, wird nachträg lich folgendes bekannt: Die Versammlung bestand aus 1500 Bauern, die nachher mit Stöcken und Steinen die vor der Präfektur auf gestellten Gendarmen und Truppen angriffen. Diese gaben Feuer; Türkei. Parlamentarisches. Unfallversicherungs- Kommission. Er Die Ueberschreitung des Vaalfluffes durch die Engländer wird seitens der Boeren mit aller Kraft verhindert. Aus Warrenton telegraphieren die Engländer: Der Feind richtete am Donnerstag gegen die Brüdenwache lebhaftes Gewehrfeuer, das von den Engländern gelegentlich erwidert wurde; Augenscheinlich wird dem Artillerie trat nicht in Thätigkeit. Uebergang über den Fluß erbitterter Widerstand entgegengesezt werden. Hier sind Nachrichten eingegangen, daß die Farmer an der Nordwestgrenze des Freistaats, welche bereits in ihre Heimstätten zurückgekehrt waren, zurückbeordert wurden und den Befehl erhielten, sich über den Fluß nach Transvaal zu begeben. * Aus der nördlichen Kapkolonie ziehen fich die Boeren nun zurück, nachdem ihre Stellungen dort zwedklos geworden sind. Wir verzeichnen die folgenden, zum Teil wohl sehr tendenziös gefärbten englischen Meldungen: Kommandant Olivier, welcher von General Brabant bei Aliwal North geschlagen worden ist, flieht in der Nichtung nach Sandriver mit 300 Mann und 70 Wagen. Die meisten seiner Truppen haben ihn schon früher im Stich gelassen. Oliviers Lage ist bedenklich. Maferu, 23. März. Während der lezten 48 Stunden haben die Beamten der Regierung die britischen Truppen, welche fünfzig Meilen von hier stehen( Maseru liegt an der Grenze der Kapkolonie und des Oranje- Freistaats) durch den Heliographen in steter Kenntnis über die Bewegungen der mehrere hundert Mann zählenden Boeren Abteilungen gehalten, welche in einer Entfernung von etwa zehn Meilen längs der Grenze von Basutoland nach Norden ziehen. Ein Zusammenstoß zwischen den Engländern und den Boeren wird jeden Augenblick erwartet. Ueber hundert Freistaat- Boeren aus dem Rourville- Distrikt haben sich den Bevon Basutoland hier ergeben. Dasselbe erfolgt in hörden aller Stille auch an andren Stellen längs der Grenze, da die überwiegende Masse der Boeren noch nicht geneigt ist, ihre Unterwerfung irgendwie öffentlich zu bekunden. M Letzte Meldungen. Wien, 24. März. Wie die„ Politische Korrespondenz" erfährt, ist die Antwort der östreichisch- ungarischen Regierung auf das ihr im Wege des Berliner Kabinetts zugegangene Ersuchen der südafrikanischen Republiken um Vermittelung zur Herstellung des Friedens der Regierung dieser Freistaaten auf dem gleichen Wege erteilt worden. Die Antwort hat im wesentlichen folgenden Gedankengang: Destreich Ungarn würde lebhaft wünschen, daß dem Blutvergießen in Südafrika ein Ende gesetzt und der Friede hergestellt werde, und es wäre gern bereit, zur Erreichung dieses Zieles beizutragen. Für eine Vermittlungsaktion wäre aber nur in dem Falle eine Möglichkeit geboten, wenn bei beiden kriegführenden Parteien die Geneigtheit zur Zulassung einer Vermittlung bestände; da jedoch diese Bedingungen nicht gegeben feien, sei die öftrreichisch ungarische Regierung nicht in der Lage, dem Ansuchen der südafrikanischen Republiken zu entsprechen. leichte Verlegungen. Dünkirchen, 24. März. Der aus Krageroe kommende norwegische Dreimaster" Triton" hat vor Dünkirchen Schiffbruch gelitten. Behn Bersonen sind ertrunken. Kempten, 24. März.( W. T. B.) Auf die Huldigungs- Teles gramme, welche die Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins, die fich hier unter dem Vorsize des Landgerichtsdirektors v. Wachter gebildet hat, an den Kaiser und den Prinzregenten sandte, ist von dem Kaiser folgende Antwort eingegangen: Se. Majestät der Kaiser und König haben mit Befriedigung den Huldigungsgruß der dort gebildeten Ortsgruppe des Denti tent Flottenvereins entgegengenommen, und lassen alle Beteiligten fir Auf allerhöchsten Befehl: von Lucanus, Geheimer Stabinetsrat. die treue Mitarbeit an der bedeutsamen nationalen Aufgabe dant.. Der Prinzregent ließ antworten: neun Personen wurden getötet und elf verwundet.fieren, werde für die nächsten 14 Tage der Nachweis der ordnungs- Lehte Nachrichten und Depeschen. mäßigen Entlassung gefordert. Das liege im Jnteresse der Arbeiter, denn diese könnten, wenn sie einen Entlassungsschein beibringen, so- Bochum, 24. März.( W. T. V.) Durch Zusammenbruch des Zollerhöhung in der Türkei. In der Antwort der Pforte gleich anfangen während sie ohne einen solchen warten Hochofens der„ Henrichshütte" wurden zwei Arbeiter getötet und auf die tollettivnote der Botschafter gegen die beab- müssen, bis sich der Arbeitgeber bei dem früheren Meister zwei schwer verletzt. Drei Personen, darunter der Direktor, erlitten fichtigte Bollerhöhung wird erklärt, daß die Pforte in Ermangelung informiert hat. Wenn aber die Gesellen die Entlassungsscheine nicht von Handelsverträgen und in Rücksicht auf die Finanzlage be- wollen fagte Herr Bry dann kann es uns auch recht sein. schlossen hat, vom 13. März 1901 ab den Konventionstarif anzu- Im übrigen sprach der Redner die Hoffnung aus, daß die Generalwenden und vom 13. Mai d. J. ab eine dreiprozentige Zollerhöhung versammlung des Holzarbeiter- Verbandes die Einigungsbedingungen einzuführen.annnehmen werde. Grosch kus meinte, wenn die Arbeiter, was er nicht wünsche, weiter streifen wollen, dann sei es Pflicht der Unternehmer, schroffste und strengste Gegenwehr zu leisten. Bry bemerkte, die Freie Vereinigung habe weitgehende Vorbereitungen für eine etwaige Fortiezung des Streits getroffen. Er könne noch nichts In der Sizung am Sonnabend wurde die erste Beratung Näheres darüber sagen, aber man werde staunen, wenn man er bes landwirtschaftlichen Unfallversicherungs- Gesetzes zu Ende fahre, über welche Mittel die Freie Vereinigung verfüge. geführt. Die meisten noch ausstehenden Paragraphen wurden in hoffe jedoch, die Arbeiter würden ihren Vertretern folgen und die der Fassung des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesezes angenommen. Friedensbedingungen annehmen. Von den Bedingungen des EinigungsEine längere Debatte fand nur bei wenigen Paragraphen statt. vertrags würden die Arbeitgeber nichts ablassen, jedoch würden sie sich jeder Auslegung des Vertrags durch das Einigungsamt fügen. So bei denen über die Ueberwachung der Betriebe. Der Ausstand könne auch heute noch nicht als beendet erklärt werden. Die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften haben von ihrer Befugnis, die Betriebe durch ihre Beauftragten überwachen zu lassen, Erst müsse man die Gewißheit haben, daß die Arbeiter die Einigungsbedingungen annehmen. Mit großem Beifall wurde ein vom so gut wie gar keinen Gebrauch gemacht, obgleich die Zahl der landwirtschaftlichen Unfälle eine große ist und von Jahr zu Jahr größer Fräsereibesiger Sterichte bekannt gegebener Beschluß der Fräsereis wirtschaftlichen Unfälle eine große ist und von Jahr zu Jahr größer befizer aufgenommen, der dahin geht, diese würden ihre Betriebe nicht wird. Infolgedessen verlangten die Socialdemokraten, daß die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften htet werden. Falls, wie zu Vertretern der Holzarbeiter den Vorschlag, fie möchten dahin wirken, zur Ueberwachung der Betriebe cher öffnen, als bis die Freie Vereinigung den Streit auf der ganzen Linie für beendet erklärt. Berndt machte den anwesenden durch technische Aufsichtsbeamte Paris, 24. März. Hente wurde die Anordmung unterzeichnet, erwarten war, dies abgelehnt würde, sollte diese Verpflichtung wenigstens daß die Achtzehner- Kommission nicht nur von den Tischlern, sondern dann eintreten, wenn das Neichs- Versicherungsamt dies verfügte. Dieser Antrag wurde selbstverständlich von den Agrariern bekämpft, die eine auch von den Polierern und den Maschinenarbeitern anerkannt, und den Grafen Chriftiani in Freiheit zu sehen. Heute abend wird die Arbeit am Montag aufgenommen werde. Die Kommission derselbe das Gefängnis verlaffen. Notwendigkeit zur Ueberwachung durchaus nicht anerkennen wollten. werde in loyalster Weise dahin wirken, daß zu niedrige Löhne Genf, 24. März.( W. T. B.) Karatheodori Pascha hatte heute Aber auch die Regierung wandte sich gegen den socialdemokratischen auf die allgemein übliche Höhe gebracht werden. Die Versammlung nachmittag eine längere Zusammenkunft mit dem Schwager des Antrag. Der Staatssekretär des Innern, Graf v. Posadowsty, beschloß: Der Streit ist noch nicht als beendet erklärt, da Sultans Mahmud Bascha. In der Umgebung Mahmuds wird verführte als Grund gegen denselben an, daß, je mehr die die Arbeiter die Einigungsbedingungen noch nicht endgültig an sichert, Karatheodori Pascha sei schon vor Mahmud hier eingetroffen Beaufsichtigung der Betriebe den Berufsgenossenschaften überund habe bereits die freiwillige Abreise zweier einflußreichen Jungwiesen werde, der notwendige Ausbau der Gewerbe- Inspektion genommen haben. türken durch die Zusicherung glänzender Staatsstellen in der Türkei gefährdet erfcheine. Richtiger sei es doch, zur Beaufsichtigung der I erreicht. Betriebe die Gewerbe Inspektoren und nicht solche Männer heranHierzu 4 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Am Dienstag findet wieder eine Versammlung statt. * * 1 Se. tönigl. Hoheit der Prinzregent haben die Mitteilung von der Gründung einer Ortsgruppe Kempten des Deutschen Flottenvereins entgegenzunehmen geruht und lassen für den Ausdruck treu ergebener Gesinnung allerhöchst ihren huldvollsten Dank entbieten. Im allerhöchsten Auftrage: Graf v. Lerchenfeld, Generallieutenant, Generaladjutant. 331 Br. 71. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. März 1900. Volkszählung und industrielle Entwicklung. Im Jahre 1895 fanden im Deutschen Reich zwei größere Zählungen statt, am 14. Juni die Berufs- und Gewerbezählung und am 2. Dezember eine Volkszählung; beide große Aufnahmen waren verknüpft mit einer Zählung der Arbeitslosen. Während die Wiederholung der Volkszählungen in fünfjährigen Zwischenräumen statt finden, werden Gewerbe- und Berufszählungen feltener und unregel mäßiger vorgenommen, seit Gründung des Deutschen Reichs bloß drei: die völlig mißglückte Gewerbezählung von 1875, dann die Berufs- und Gewerbezählungen von 1882 und 1895. Alles spricht dafür, daß auch seit 1895 die Verschiebungen in der Lieferungsverträge mit den Industriellen mußten wegen UeberLandwirtschaft erheblich geringer gewesen sind, als in der Industrie beschäftigung der Fabriken auf sehr lange Zeiträume ausgedehnt und im Handel. Selbst das reichsstatistische Amit weist in seiner werden. Ja, die deutschen Eisenkartelle entschlossen sich, mit ausVerarbeitung der Ergebnisse der Gewerbestatistik im Schlußbaud ländischen Eifenfartellen Vertragsabschlüsse einzugehen, um fremdes über die letzte Berufszählung auf die großen Fortschritte in der Eisen der deutschen Industrie zugänglich zu machen. In ähnlicher großindustriellen Entwicklung hin. Die einzige erhebliche Verschiebung Weise hat das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat jeinen ausin den Verhältnissen der deutschen Landwirtschaft dürfte die des stärkeren ländischen Konkurrenten zeitweise den deutschen Markt öffnen müssen. Abzugs der Arbeiterbevölkerung vom Lande in die Städte sein. An Wenn aber die Maschinenindustrie so außerordentlich stark beschäftigt diefer Feststellung liegt den Agrariern sehr viel, sie würde sich aber worden ist, so läßt dies Rückschlüsse auf die Entwicklung der geauf Grund der Aufzeichnungen der Invaliditätsversicherungs- famten Industrie zu; wenn die Verwendung motorischer Sträfte in Anstalten und der Polizeibehörden billiger und nach mancher Hinsicht der Periode seit 1895 ganz außerordentlich zugenommen hat, so sogar detaillierter gestalten lassen als auf Grund einer land- und haben selbstverständlich Verschiebungen in der gesamten socialen forstwirtschaftlichen Aufnahme. Struktur eintreten müssen. Ohue statistische Aufnahme läßt sich dagegen die Entwicklung unfrer Industrie nicht feststellen, wenn auch sehr interessante Nüd schlüsse auf die Gesamtentwicklung aus einzelnen Thatsachen mögGegen die Wiederholung der Volkszählungen ist sicherlich nichts Diese Erwägungen lassen es unverständlich, ja unverantwortlich einzuwenden, aber das Bedürfnis nach häufigeren Berufs- und erscheinen, die geplante Aufnahme auf die Landwirtschaft zu beGewerbezählungen ist ein weit dringenderes. Die Aenderungen, schränken und die viel dringlichere Wiederholung der eigentlichen welche im Zustand der Bevölkerung innerhalb des Zeitraums lich find. Gewerbezählung auf eine unbestimmte Zukunft zu vertagen. zwischen zwei Boltszählungen vor sich gehen, sind, wenn auch nicht So heißt es zum Beispiel auf den Seiten 117 und 118 des Wohl soil die nächste Volkszählung auch der socialpolitischen Ermit absoluter, doch mit einer nicht allzu stark verminderten Schlußbands der letzten deutschen Berufsstatistik( Gewerbe und Handel kenntnis dienen, aber das, was sie erwarten läßt, ist bedeutungsGenauigkeit durch die regelmäßigen Aufschreibungen der Geburts im Deutschen Reiche):„ Andrerseits darf namentlich in Bezug los gegenüber dem, was not thut. Es soll die auf deutschen Schiffen und Todesfälle, der Zu- und Abzüge festzustellen. Die Aende auf die Daten über die Betriebe mit Elektricität nicht aus dem außerhalb der heimischen Häfen befindliche Mannschaft gezählt werden, rungen im ökonomischen Aufbau der deutschen Volkswirtschaft, in der Auge gelassen werden, daß sie sich auf das Jahr 1895 beziehen, und es soll erforscht werden, bei wie vielen Personen Arbeitsort und Gliederung der Bevölkerung nach Berufen, in der Verteilung derselben während gerade in den darauffolgenden drei Jahren die Verwendung Wohnort zusammen fallen. Den Wert dieser Fragen wollen wir auf die einzelnen Gewerbe und innerhalb derselben auf die großen der Elektricität weiter gewaltige Fortschritte zu verzeichnen hat; fie nicht bemängeln, sie können uns aber nicht hinweg frösten über die Gruppen der Betriebe sind erheblich größer, sie entbehren bedeutend findet jetzt vornehmlich statt zum Zwede mechanischer Arbeiten, Thatsache, daß die genauere Erforschung der industriellen Entmehr der Regelmäßigkeit als die Aenderungen, die von Volks- durch den Betrieb von Arbeitsmaschinen in Fabriken und Werk- wicklung Deutschlands unterlassen wird. zählung zu Volkszählung festgestellt werden können. Zählungen, stätten und im Straßenbahn- Berkehr, zum Zwecke der Lichtgebung Freilich was man zur Begründung von Flottenvorlagen braucht, die ebenso wie das in den Publikationen über die Bevölkerungs- in Gestalt von Bogen- oder Glühlicht, zum Zwecke der Wärme- macht der Levy aus Halle, der sich von Halle nennt, schneller und bewegung verarbeitete Material Rückschlüsse auf die Aenderungen Erzengung, der elektrotechnischen Zersetzung, ferner zur Magnetisierung, billiger wie das Reichsstatistische Amt, und was die Hauptsache iſt, im Aufbau der Volkswirtschaft seit der letzten Berufszählung etwa in elektrischen Uhren oder sonstigen Zeichengebern, zum Betrieb seine Resultate stimmen stets mit dem überein, was die Regierungen gestatteten, fehlen, denn das einzige, was hier in Betracht läme, die von Induktionsapparaten, sowie zur Ladung von Accumulatoren, planen, während die Statistik doch nicht so elastisch wie der Zickzad Register über die Gewerbesteuern, sind aus find aus mannigfachen endlich auch zu therapeutischen Zwecken." Hierzu wird in einer An- furs gemacht werden kann. Gründer statistisch nicht verwertbar, ganz abgesehen davon, daß merkung beigefügt: Beispielsweise waren Ende des Jahres 1895 die Gewerbesteuern in den verschiedenen Bundesstaaten nach start an das Leitungsnetz der Berliner Elektricitätswerfe in ca. 300 Bevon einander abweichenden Grundsätzen erhoben werden, und daß sie trieben 930 Elektromotore angeschlossen. Diese Zahl ist bis Ende 1897 in einzelnen Bundesstaaten gar nicht zur Anwendung kommen, während auf 1250 Betriebe mit 2460 Motoren, Ende September 1899 auf Die Eintragungen in die Standesamtsregister gleichmäßig für das rund 2400 Betriebe mit 13 858 Elektromotore angewachsen." Achtung, sechster Wahlkreis! Den Genossen und Genofsinnen gesamte Reich zu erfolgen haben. Gerade die Zeit feit der Aber nicht bloß die elektrische Kraft ist in der Zeit seit 1895 in zur Nachricht, daß hente Sonntag, abends 6 Uhr, im Kolberger Leyten Berufs- und Gewerbezählung beweist, daß in außer sprunghaft steigender Weise zur Anwendung gekommen, stieg doch Salon, Kolbergerstr. 23, eine öffentliche Versammlung für ordentlich kurzer Zeit sehr tiefgreifende sociale Verschiebungen vor von 1895 bis zum 1. April 1899 die Gesamtleistungsfähigkeit der in Männer und Frauen stattfindet, in der Genosse Dr. Freudenberg kamen, und auch die lange Frist, die zwischen den beiden Berufs- Preußen vorhandenen Dampfmaschinen von 2766 511 auf 3 717 264 einen Vortrag hält über das Thema:" Die Kultur- Aufgaben leiden zählungen von 1882 und 1895 verflossen ist, lehrt uns, daß die durch Pferdekräfte bei steigender durchschnittlicher Leistungsfähigkeit der nicht." Zu recht zahlreichem Bejuch ladet ein die Zählung von 1882 festgestellten Thatsachen viel stärker dem einzelnen Dampfmaschine. Ueber drei Viertel der Dampffessel Wechsel unterworfen waren, als man allgemein annahm. Man dienen zur Krafterzeugung. Während 1894 1779 Dampfbraucht wohl nicht daran zu zweifeln, daß man bei Voraussicht maschinen mit 101 464 Pferdekräften zur Erzeugung von dieser starken Aenderungen innerhalb unsrer volkswirtschaftlichen Or Elektricität verwendet wurden, waren die auf 1898 bezüge ganisation nicht 13 Jahre hätte verfließen lassen bis zur Wieder- lichen Zahlen 3305 Dampfmaschinen 258 726 Pferdeholung der Berufs- und Gewerbezählung; es ist defto auffallender, fräften.") In dem einen Jahre von 1897 auf 1898 stieg die zur daß man so lange brauchte, um sich zu einer neuen Berufszählung Schaffung elektrischer Energie ausschließlich für den Motorenbetrieb zu entschließen, da zwischen der ersten und zweiten Gewerbezählung angewandte Zahl von Dampfmaschinen von 28 auf 61 und die innerhalb des Deutschen Reichs mur 7 Jahre verflossen waren. Pferdestärken von 4641 auf 10 785; im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der zur Beleuchtung und Kraftübertragung verwendeten Dampfmaschinen, die elektrische Energie erzeugten, von 120 auf 325 und ihre Pferdestärken von 15 308 auf 84 216. mit Die industrielle Entwicklung Preußens und die Accumulation in der Industrie spiegelt sich am besten in der Statistik der Dampfmaschinen, weshalb wir zur Ergänzung noch die folgenden Zahlen mitteilen. Die in Preußen verwendeten Dampfmaschinen verfügten insgesamt 1879 über 985 193 und jede einzelne im Durchschnitt über 27 1889 1899 1 803 454 " 3 717 264 " " V " " " Pferdekräfte. 31 " " 41 " " Berliner Partei- Angelegenheiten. Der Vertrauensmann. Dritter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Kenntnis, daß das gesellige Beisammensein am Sonntag, 8. April, bei Wöhring, Admiralstr. 18c, stattfindet. Der diesbezügliche Bericht der Wahlvereins- Versammlung ist irrtümlich erfolgt. Arbeiter Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel über„ Charles Fourier", in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Der lezte Vortragsabend in Gesezeskunde findet am Montag, 26. März, itatt; damit find die Kurse in diesem Vierteljahr beendet. Die Bibliothek ist jeden Donnerstag, abends von 8 bis 9 Uhr, geöffnet. Die Mitglieder werden gebeten, die ausgeliehenen Bücher möglichst bis zum 1. April zurückzugeben, um eine bessere Uebersicht am Schluß des Geschäftsjahrs zu gewinnen. Der Vorstand. Steglit. Jm Arbeiter Bildungsverein spricht Dienstagabend. bei Schellhaje, Ahornstr. 15, der Genosse Stapp über den Gemeindehaushalt. Gäste haben Zutritt. Lokales. Troydem beschließt der Bundesrat, im Jahre 1900 bloß eine Bolkszählung vorzunehmen. Wir würden diese Entschließung begreifen, da die richtige Berteilung der Matrikularbeiträge die Wiederholung der Volkszählungen den verbündeten Regierungen wünschens vert erscheinen läßt, war ja doch im Zollbündnis des Norddeutschen Bundes mit den füddeutschen Staaten vom Jahre 1867 eine Ermittelung der der Bevölkerungszahl in dreijährigen Zwischen räumen vorgesehen. Unbegreiflich ist uns aber, daß man beabsichtigt, dem Reichstage vorzuschlagen, eine land- und forstwirtschaftliche Aufnahme vorzunehmen, dagegen von der bedentend wichtigeren Wiederholung der Gewerbezählung absicht. Noch unbegreiflicher ist die Begründung dieser Entschließung des Bundesrats damit, daß die Wiederholung der land mid forstwirtschaftlichen Aufnahme mit Die durchschnittliche Zahl der Pferdefräfte der feststehenden Rücksicht auf die Erneuerung der Handelsverträge nötig sein soll, Dampfmaschinen stieg von 1879 zu 1889 zu 1899 von 30 auf 34 Ter Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwährend für die genaue Erkenntnis der Entwicklung unsrer auf 45, die der Schiffsmaschinen von 81 auf 92 auf 146. Industrie und unfres Handels fein Bedürfnis anerkannt wird. wahl des zweiten Bürgermeisters hielt gestern unter Vorsitz des Was diese Beispiele Ichren, läßt sich ohne große Gefahr, fehl Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langerhans feine letzte Sigung ab. Gerade zur Kontrolle der Daten der mit äußerster Ge- zu gehen, verallgemeiner. Die Entwicklung der Elektricitätsheimnisthuerei aufgenommenen Produktions- Statistit erschiene Industrie, des Berg- und Maschinenbaus, der Gasmotoren- Produktion Der Ausschuß hat mit großer Mehrheit beschlossen, von den beiden 1: 115 eine Wiederholung der Berufs- und Gewerbezählung haben in den dem Tage der Aufnahme der letzten Berufsstatistit vorgeschlagenen Kandidaten, zweiten Bürgermeister Brinkmann dringend von nöthen. Durch den Vergleich der Berufszählungen folgenden Jahren ganz außerordentliche Dimensionen angenommen. in Stönigsberg und Stadtsyndikus Menbrink, der Stadtverordnetens von 1882 und 1895 erficht man, daß die Verschiebungen in der Die Anzahl der beschäftigten Arbeiter ist in diesen Betrieben erheblich Versammlung den ersteren zur Wahl vorzuschlagen. Landwirtschaft bedeutend geringer sind, als in der Industrie und im gestiegen, ja es hat sogar Zeiten gegeben, die wir seit Decennien nicht ge- Es kommt nunmehr auf die Entscheidung der Stadtverordneten Handel. Waren doch von je 10 000 Erwerbsthätigen im Deutschen habt haben, wo ein Mangel an Arbeitern in der Maschinen- Bersammlung an. Die„ Bolls- 3tg." teilt mit, daß zu Gunsten der Reiche Industrie fonstatiert wurde. Die Eisenproduktion Deutschlands ge- Wahl des Stadtrats Meubrink zum zweiten Bürgermeister ein sehr Gehilfen. nügte nicht mehr, trotz der lebhaftesten Anspannung aller bekanntes Mitglied der Stadtverordneten- Versammlung( Herr 1882 1895 1895 Kräfte. Wir haben in Zeiten stärkster Anspannung der Ar- Jacoby?)( Ned. d.„ Vorwärts)" das auch beim Abschlusse beiter Perioden von Eisennot und Kohlennot gehabt. Die des Kartells bei den Stadtverordneten- Wahlen des vorigen 7222 6902-320 Jahrs und bei den Verhandlungen über die Elektricitäts6559 7510+951 5533 6393+960 6797 7106+809 Selbständige. 1882 1895 1895 ± Landwirtschaft 2778 3098+320 Industrie 3441 2490- 951 Handel 4467 3607-860 Zin gauzen 3203 2894 309 Kulturbilder aus Schlesien. Von Hans Wandrer.. VIII. Die Erdfenkungen in Biskupih. Ms ich von Zabrze nach Biskupitz ging, fah ich eine ganz mert würdige Chauffee. Gewöhnlich sollen Chausseen die Unebenheiten des Bodens ausgleichen. Diese Chaussee aber ging in solchen Schlangenlinie auf und ab, wie wenn sie die Bodenwellen, über die sie sich hinzog, noch übertreffen wolle. Und die Bäume an den Chauffeerändern strebten mit ihren Kronen nicht gerade in die Höhe. Dort, wo sich die Chaussee hob, neigten sie ihre Wipfel nach den Abhängen, so daß die Höhe frei war, während sich in den Tiefen die Baumwipfel ineinanderdrängten. Dieses sonderbare Bild hatten die Erdfenkungen erzeugt. Abgebaute Strecken waren wohl ihrer Zimmerung oder ihrer gesetzmäßig vorgeschriebenen Pfeiler beraubt, fodaß sich der Boden nach und nach gesenkt hatte, wo er nicht, durch keine festere Gebirgsart gestützt, trichterförmig zusammengestürzt war. Da diese Chaussee nur eine Brivatchaussee war, die einer Grube gehörte, so traf der Schaden die Grube allein. *) Bei diesen Zahlen sind die Dampfmaschinen und Pferde werke und die Straßenbahnen sehr hervortrat, ungemein thätig stärken, die in der Verwaltung des Landheers und der Kriegs- sei und daß dieser Herr mit seinem Liebeswerben auch bei der marine angewandt wurden, und die Lokomotiven nicht einbegriffen. neuen Fraktion der Linken bereits Erfolg gehabt habe. Ecken, über den Thüren, neben der Treppe, überall Risse, Sprünge und Spalten. Und als ich die Zimmer besichtigte, fand ich überall dasselbe Bild des schier unerfaßbaren Verfalls. Der Fußboden war zur schiefen Ebene geworden. Hier war der Putz von der Decke gefallen, dort von der Wand. Und auch hier gähnten überall die Zickzackriffe. Die Besizerin des Hauses, eine gesunde, freundliche Frau, führte mich durchs ganze Haus. In ihren hellen Augen stand das Entsezen vor dem Unabänderlichen, jenes geheime Grauen, das der Mensch empfindet, wenn er ein Berderben über sich hereinbrechen sieht und sich doch nicht wehren kann. Und auch die Mieter hatten etwas von diesem Grauen im Gesicht. Ausschachten waren vergangen. Da bekam die Besitzerin plötzlich von der Werkverwaltung die Aufforderung, nicht weiter zu bauen. Die Frau hatte bereits eine Menge Geld in den Bau hineingesteckt und fühlte sich nicht berufen, dieser durchaus verspäteten Aufforderung Folge zu leisten. Sie baute ihr Haus fertig und ließ es beziehen. Die Polizei hatte auch nichts dagegen bis sich jetzt herausstellte, daß der Grund unterwühlt und nicht bebauungsfähig war. Nun werden die Leute gezwungen, ihr Heim zu verlassen. Und die Verwaltung des berühmten Borsigwerts? Sie weigert sich natürlich, die Besizerin zu entschädigen. Das ist hier so gebräuchlich. Die kleinen, nur zu häufig mittellofen Besitzer müssen erst prozessieren. Wer es fann der gewinnt vielleicht. Aber eben nur vielleicht. Hat doch das Werk das juristische Recht meist für sich, wie in diesem Fall. Hatte nicht der Vater zweitausend Mart Entschädigung bekommen? Wenn es auch nur für die verdorbenen Felder, nicht für den Baugrund war. Und war die Frau nicht seiner Zeit gewarnt worden, auf dem Fleck zu bauen? Wenn das auch ihr Eigentum war, und wenn die Warnung auch etwas verspätet gekommen war das große, reiche BorsigBert läßt sich zu einer Verpflichtung, die ein anständiger Mensch von selbst fühlt, uur gerichtlich zwingen. Der Frau bleibt also nichts weiter übrig, als zu flagen, wie ihr Bruder, dessen Haus mun ganz unbenutzt dasteht. Sie will aber erst abwarten, wie dessen Prozeß ausfällt. Diefe beiden Häuser sind nicht die einzigen, die von den Erdsenkungen zu leiden haben. Ein Ende weiter fam ich zu Häusern, die ganz und gar durch Anker, Bänder und Eisenplatten Die Wirtin führte mich in den Keller. Sie zeigte mir die Brüche in den Gewölben und die Stützen und Balken, durch die der gänzliche Einsturz des Gewölbes verhütet wurde. Auch in leere Wohnungen führte sie mich, wo große Stücken aus der Decke gefallen waren und wo sich der Fußboden an den Seiten so gesenkt hatte, daß die Dielen in der Mitte wohl nahezu einen halben Meter höher standen, als an den Seiten. Wie eine Halbfugel jah der Boden aus. Und so zeigte sie mir noch mancherlei von der Zerstörung, die das fast neue Gebäude zur Ntuine machte, die unablässig an dem Besitz nagte; die bergenden und schüßenden Mauern auseinander Aber nicht immer trifft dies Verhängnis, der Schaden den, der sprengte und aus dem wohligen Heim einen Ort des Schreckens und vorher den Gewinn gezogen. In Biskupig"), unweit des gewaltigen der Furcht machte. Borsigwerks, stieß ich bald auf ein gänzlich leer stehendes Wohnhaus, Ach," meinte die Frau lächelnd zu mir:" Sie hätten wohl das etwa 16 Familien zum Obdach dienen konnte. In Oberschlesien nicht den Mut, hier zu wohnen. Es wäre auch ein elender Tod, zur jetzigen Zeit ein unbewohntes Haus, das war etwas durchaus wenn man unter den zusaminenstürzenden Trümmern begraben Ungewöhnliches. Sind doch sonst nie genug Wohnungen vorhanden. werden sollte. Aber die Polizei hat uns ja noch ein paar Monate zusammengehalten wurden. Es wurde mir berichtet, daß das BorsigIch ging weiter, um mich im Nachbarhaus nach der Ursache frei gegeben zur Räumung. Dann steht mein Haus ganz leer, wie werk schließlich diese, auch über ihren Strecken stehenden Häuser ander Verlaffenheit des Hauses zu erkundigen. Die leeren, öden das nebenan, das meinem Bruder gehört. Der hat es schon vor gekauft habe. Für eins zahlte es 10 000 Mart, für ein anderes, Fenster des wenige Jahre alten Gebäudes machten einen unheimlichen drei Monaten ganz räumen müssen." Eindruck. Jetzt sprachen einige der uns umringenden Mieter dazwischen: Da bemerkte ich in dem Nachbarhause gewaltige Sprünge, die Ja, und wo sollen wir dann hin? Es ist teine aber auch gar teine vom Dach des zweistödigen Gebäudes bis zum Steller reichten, wo fie Wohnung frei. Die Frau, die da in der leeren Stube wohnte, hat in die Erde zu verlaufen schienen. Ihre Zickzacklinie schien wie vom ja auch viele Tage fein Dach über dem Kopfe gehabt." Blitz in die Mauern gebrochen zu sein. Und nicht einmal mehr Dann erzählte die Besizerin die Geschichte des Hauses. Vor fünf gerade stand das Gebäude. Wie wenn es altersschwach wäre, hatte undzwanzig Jahren waren ihrem Vater durch Erdsenkungen und aufes sich nach der einen Seite vorgeneigt. steigende Grubenwasser Felder und der Garten erjoffen. Ich betrat den Flur. Auch hier gähnten große Spalten. Die Die Verwaltung des Borjigwerks, zu dem die in Betracht eine Strecke des Mosaitfußbodens schien wie von einer unter- konummende Grube gehört, gehört, zahlte den Bauern als Ent- Und trotzdem die Häuser mit Ankern und Platten förmlich ges irdischen Berserkerfaust in die Höhe gestoßen zu sein, so daß sie schädigung dafür zweitausend Mart. Der Bauer, wie alle ober- panzert waren, zeigten sich immer wieder Springe und Spalten in fich bedeutend über den anderen Teil des Fußbodens erhob. In den schlesischen Bauern, nicht die Zukunft berechnend, war seelenfroh, so den Manern. Ein Stück der Wölbung über einem der Fenster war viel Bargeld zu bekommen. Vor wenigen Jahren übernahm seine sogar herausgefallen; glücklicherweise hatte es niemand verlegt. *) In Vistupis besigen die Grafen v. Ballestrem die Grube Tochter ein Stück von dem Land und reichte einen Bauplan bei Ich hatte von mehreren Zimmern einen prächtigen Ausblick auf Hedwigswunsch". Die A. Borsigschen Erben haben dort ferner die der Polizei ein. Diese gab die Bauerlaubnis; sie wendete nicht das Wert und auf die Felder, ohne ein Fenster benutzen zu miliſen. Grube Ludwigsglück" mit den Pachtfeldern Borsig und Altenberg II, ein, daß der Baugrund zweifelhafter Boden sei, der nicht nicht weit vom Hause glänzte die Sonne auf einem Waffertümpel, von deren Förderung ein fuappes Viertel der" Donnersmardhütte" belastet werden dürfe. So wurde denn das Fundament gelegt, die der sich in der Mitte eines gesunkenen Roggenfeldes gebildet hatte. zufällt. Die Förderung der ersteren wurde im Jahre 1895 anf Kellergewölbe gemauert und ein Stein auf den andern geschichtet. Unter ihm hatten vor einigen Jahren vier Berglente bei einem 1790 000 M. geschätzt, die der letteren auf 1 060 000 M. Zwei Stockwerke waren schon aufgeführt; sechs Wochen nach dem Streckeneinsturz ihr Leben lassen müssen. zu den größere Stallungen und ein schöner Obstgarten gehören, 18 000 Wart. Die frühere Besizerin des ersten Hauses hat außerdem noch freie Wohnung bis zum Tode. Von allen Seiten wurde behauptet, daß die Kaufpreise lange nicht den wirklichen Wert der Grundstücke, in denen je an 14-16 Familien wohnten, erreichten. Bei dem zweiten sei z. B. der Garten gar nicht abgeschätzt worden. Aber der ehemalige Besizer wage es nicht, ernst haft gegen das Werk vorzugehen da er auf demselben arbeite und fürchte, sein Brot zu verlieren. # = 1 | werden. " Mehrere Mitglieder dieser Fraktion würden für Herrn Meubrink| westfälische Steinkohlen 299 065 Tonnen= 8,57 Proz., sächsische alte Fahrstuhlführer Oskar M. Er geriet mit der rechten Hand ins st im men. Es ist allerdings bezeichnend für diesen" ge Steinkohlen 4181 Tonnen 0,12 Proz., englische Steinkohlen Fahrstuhlseil und erlitt schwere Verlegungen an allen Fingern. läuterten" Liberalismus, der sich auf seine socialen Anwand- 267 155 Commen 7,65 Proz., Braunkohlen- Briketts 933 745 Tonnen Die Unfallstation XIII leistete dem Verunglückten die erste Hilfe. lungen" nicht wenig einbildet, wenn aus seiner Mitte Stimmen auf 26,80 Broz., inländische Braunkohlen 29 808 Tomten= 0,85 Pro3., Die Abnahme der für den elektrischen Betrieb eingerichteten einen Mann fallen, der im Magistrat einer der eifrigsten Gegner böhmische Brannkohlen 93 783 Tonnen 2,70 Proz. Von ober- Straßenbahnlinie Zoologischer Garten- Wilmersdorf" hat heute der Kommunalisierung der Verkehrsbetriebe ist. Schon allein schlesischen Steinkohlen allein gingen in Berlin und den Vororten die Eeclenverwandtschaft zwischen den obengenannten Stadt- 861 738 Tommen auf dem Bahnwege und 668 410 Tonnen auf dem vormittag stattgefunden. Der Betrieb wird morgen früh eröffnet verordneten und Herrn Meubrink müßte die neue Fraktion Wasserwege ein. Die Gesamteinfuhr aller Kohlenarten ist gegen das Freie Volksbühne. Die erste Abteilung hat heute nachmittag der Linken für diesmal wenigstens davon abhalten, wieder Vorjahr um 71 141 Tommen gestiegen. Die gesteigerte Einfuhr das Bild der organisierten Uneinigkeit" zu fam ausschließlich der deutschen Kohlenproduktion zu gute, denn 234 Uhr präc. im Carl Weiß- Theater die erste Borstellung der bieten. Judessen soll es nicht unsre Sorge sein, wenn es wurden gegen 1898 mehr eingeführt: Oberschlesische Steinkohlen VIII. Serie, und zwar Björnsons Schauspiel in zwei Aufzügen Die Neuvermählten", mit Herrn Lebius vom Reuen sich die neue Linke auch bei dieser Gelegenheit 25 527 Tommen= 1,7 Proz.; niederschlesische Steinkohlen 41 984 wieder über den Löffel barbieren läßt. Die Bolts- 3tg." teilt noch Tonnen 14,9 Proz.; westfälische Steinfohlen 40 374 Tonnen Theater und Frau Hachmann Zipser als Gast. Hierauf die von Otto Erich Hartleben. 4,2 Proz.„ Sittliche Forderung mit, daß der Stadtverordnete Kalisch aus der Fraktion der neuen 15,6 Proz.; Braunkohlen- Briketts 37 931 Tonnen Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Linten ausgetreten sei und meint. daß dieser Austritt mit der Demgegenüber sank die Zufuhr englischer Steinkohlen um 61 120 pünktliches Erscheinen bittet Wahl des Bürgermeisters in keinem Zusammenhang stände. In Tonnen 18,9 Proz. und die der böhmischen Kohlen um 11 199 Sport. Im Sportpark Friedenau wird das große Wettfahren den Kreisen der Stadtverordneten ist man darüber allerdings andrer Tonnen 10,66 Proz. Der Umstand, daß man in Berlin in Meinung wird doch das Gerücht folportiert, daß Herr Stalisch bei neuerer Zeit der Rauchverminderung eine erhöhte Aufmerksamkeit um das goldene Rad von Friedenau am Sonntag, 6. Mai, feiner Agitation für Herrn Meubrink stark über die Schnur ge- zuwendet, trug zum erhöhten Verbrauch der gerade hierzu geeigneten nachmittags 4 Uhr, stattfinden. Wir haben nur insofern Interesse an der Bürgermeisterwahl, als uns daran liegen muß, das Amit einem Mann übertragen zu sehen, der gewillt und befähigt ist, dem Berliner Magistrat zur Erfüllung seiner socialen Verpflichtungen gegen die Arbeiterklasse anzuhalten. Für einen solchen Mann halten wir Herrn Meubrint allerdings nicht. hauen habe. = niederschlesischen Kohle wesentlich bei. Um Die 7. städtische Fortbildungsschule, kaufmännische und gewerb liche Bildungsanstalt für Mädchen, Naunynstr. 63, nahe der Adalbertstraße, Der Besuch der öffentlichen Spielplätze, die vom Frühjahr beginnt ihre Unterrichtsturie für das Sommersemester am Montag, den bis zum Herbst von der städtischen Verwaltung für die spielende 2. April 1900. Die Anstalt arbeitet nach dem Plane einer Handels- und Jugend zur Verfügung gestellt werden, ist zu Beginn der Spielzeit Gewerbeschule für Mädchen, Die Unterrichtsgegenstände sind: Deutsch jedesmal sehr bedeutend, läßt aber dann bald erheblich nach. Das( Rechtschreibung, Briefſtil, Auffäße, Lektüre), taufmännische Korrespondenz. wird teilweise darauf zurüdgeführt, daß die Zahl der Spielleiter für Schreiben, praktisches Rechnen, einfache und doppelte Buchführung, gewerb liches Zeichnen, Gesang, Turnen, alle Arten von weiblichen Handarbeiten, die Zahl der im Frühjahr erscheinenden Spielteilnehmer zu flein ist. wie Sand- und Maschinennähen, Wäschezuschneiden, Stricken, Stopfen, AusJu diesem Jahre werden nun noch ein paar Spielleiter mehr ange- beffern, Weiß-, Bunt und Plattſtickereien, Blätten, Schneidern, Puzmachen stellt, die nach Bedarf den verschiedenen Spielplätzen zugewiesen und Maschinenstiderei. Außerdem wird im Französischen und Englischen für werden sollen. Man hofft dadurch die Besuchsziffer möglichst die den praktischen Gebrauch Unterricht erteilt. Auch Stenographie nach Stolzeganze Spielzeit hindurch auf annähernd derselben Höhe, wie im Schrey wird gelehrt und Uebung im Gebrauch bewährter Schreibmaschinen erworben. Das Schulgeld beträgt monatlich 50 Pf., für Schneidern und Frühjahr, erhalten zu können. Blätten 1 M., für Französisch und Englisch halbjährlich je 3 M. Artmeldungen neuer Schülerinnen werden entgegengenommen des Nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer bei dem Rektor Zander, Naunynsir. 63, nahe dem Oranienplay. sonst so dankbare Thema der socialdemokratischen freien fammen 4276. = Die 2. städtische Fortbildungsschule Zehdenickerstr. 17 hat in Veranlassung des 25 jährigen Bestehens eine Ausstellung von Zeichnungen und Modellierarbeiten ihrer Schüler veranstaltet, die heute von 10-6 Uhr in der Aula des Schulhauses geöffnet ist. Die 35 Kurse der Anstalt wurden in verflossenen Winter von 546 Schülern besucht. Die daneben bestehenden 10 Klassen des Gewerbejaals hatten 251 und die 3 Klassen der Tischlerschule 55 Teilnehmer. Der Besucher des Berliner Aquariums fieht in einem der aus: gedehnten Glasfäfige des Schlangenganges einige äußerst interessante und feltene Arten Giftschlangen, deren zwei zum erstenmal hier ausgestellt sind. Außer der farbenschönsten aller Klapperschlangen, der mittelamerikanischen, hier die berüchtigtste Grubenotter Guyanas, der herzköpfige„ Buschmeister" mit goldgeränderten Rauten geschmückten Diamant- Klapperschlange, hauſt Lachesis), eine der echten Klapperschlange nahestehende Species, welche int Gegensatz zu der letzteren statt der rafselnden Schwanzflapper nur vier oder fünf fleinere, zugespiste Schuppen und einen Dorn am Schwanzende besigt und deshalb von dem Naturforscher Linné als stumm"( Crotalus mutus) bezeichnet wurde. Auch bei dieser Art vereinigt sich ein gefährlicher Charakter und große Giftigkeit mit einem hübschen Aeußern, indem ihr Schuppenkleid oberseits auf rotgelbem oder rotbraunem Grunde mit einer Längsreihe schwarzbrauner, je zwei helle Flecken einschließender Rauten gezeichnet ist. Aus den Nachbarorten. Christliche Sitte oder künstlerische Zügellosigkeit, religiöse Freigeisterei und socialdemokratische freie Liebe- über diese Dinge fühlte sich Herr Stöder am Freitag in einer von ihm nach der Tonhalle einberufenen Versammlung zu sprechen berufen. Ursache des Vortrags war natürlich der Aerger über den dicken Strich, den die Reichstagsobstruktion durch die lex Heinze gezogen hatte. Das Bom Berliner Gemeindeschulwesen. In dem jetzt zu Ende Herrn Stöcker ans Herz gewachsene Gesetz hat nach ihm natürlich mit der gehenden Winterhalbjahr haben 231 Gemeindeschulen mit 4106 Klaffen wahren Kunst gar nichts zu thun, und die Künstler, die sich gegen bestanden. Im Laufe des Schuljahrs 1900/1901 sollen dazu das Gesetz ereifern, kennen es eben nicht und sollten nicht über 10 Schulen und 170 Klassen kommen, so daß die Gesamtzahl auf Dinge räjonnieren, von denen sie nichts verstehen. Was Herr 241 Schulen mit 4276 Klassen steigen wird. Stellen sind gegen Stöcker aber von der Kunſt weiß, das offenbarte er dadurch, daß wärtig vorhanden 231 für Rektoren, 2457 für Lehrer, 1418 für er vette Gilbert, die am Stuttgarter Hoftheater, also gewiß wissenschaftliche Lehrerinnen, zusammen 4106. Im Schuljahr 1900/01 in züchtiger Atmosphäre auftreten durfte, mit den Schwestern sollen dazu kommen 10 für Reftoren, 107 für Lehrer, 53 für wissen Barrison in einem Atemzuge als ärgerniserregend bezeichnete. Nun fant es wenigstens nach dem Bericht des schaftliche Lehrerinnen, so daß die Gesammtzahl sich stellen wird auf 241 für Reftoren, 2564 für Lehrer, 1471 für Lehrerinnen, zuReichsboten" in der Versammlung so, daß leider das Liebe kaum eine Rolle spielte und der fromme Eifer sich nur gegen Wegen Eröffnung einer Güter- Abfertigungsstelle auf dem künstlerische Unzucht und gegen deren selbstverständlich aus dem Bahnhof der Stadt- und Ringbahn an der Landsberger Orient stammende Hintermänner kehrte. Wir sind nun nicht so bos- Allee hat nach einer Mitteilung des„ Grundeigentums" der Grundhaft, daß wir Gleiches mit Gleichem vergelten und Herrn Stöcker befizer- Verein Nordost" eine Petition an die Eisenbahn Direktion vorhalten wollen, daß auch er als Ignorant in fünstlerischen gerichtet. Dingen hätte lieber ich w eigen sollen. Vielmehr wollen wir seine Unverständigkeit mit Stillschweigen übergehen und Der unterlegene Postfiskue. Von großer Wichtigkeit für alle Fernsprech Interessenten ist der Ausgang eines Prozesses, den der ihm auf ein Gebiet folgen, von dem anzunehmen ist, daß Clichélieferant A. in Berlin gegen den Postfistus geführt und in der er etwas davon versteht oder verstehen soll. Wir meinen Man berichtet uns darüber: die Jugenderziehung. Echlimme Geschichten waren es, die zweiten Instanz gewonnen hat. Herr Stöcker da erzählte: Er fragte: Ist jemand im Saale so. verlangte im Sommer telephonisches Gespräch für die Dauer von drei Minuten nach Hamburg. Die telephonische Verbindung schamlos, daß er wünscht, daß von nichtsnuzigen Buch- war bald hergestellt, und A. unterhielt sich mit seinem Hamburger und Kunsthändlern jungen Leuten unter jechzehn Jahren Freunde, ohne an die Flüchtigkeit der Zeit zu denken und in der solche unjittlichen Dinge angeboten werden? Ja, den Erwartung, daß die Telephonistin nach Ablauf der drei Minuten die Aus Friedenau wird uns berichtet: Unser Ort erhält mun Schülern der mittleren Klaſſen der Gymnasien von Quarta Berbindung schon von selbst lösen resp. ihn daran erinnern würde. auch, was ihm so bitter not thut, nämlich ein Denkmal für an werden von gewissenlosen Händlern( gemeint find schlüpfrige Dies geschah nicht; jedoch bekam Herr A. bald darauf eine Kaiser Wilhelm I. Dieser Tage ist der Grundstein gelegt worden. Schriften und Bilder) solche Dinge zugeschickt. Ganze Gymnasien und höhere Töchterschulen werden dadurch verdorben und zu den Liquidation seitens der Post, laut welcher er drei Mark für ein Bedauerlicherweise haben die gutfituierten Herren, die sich an der telephonisches Gespräch von acht Minuten zu zahlen hätte. Herr A. Liebhaberei interessiert fühlen, die Kosten zum großen Teil auf allergemeinſten Gedanken verleitet. Wo ist der Mensch von ehrlichem weigerte sich, ein Gespräch von acht Minuten zu zahlen, da er nur dritte Personen abgewälzt, indem nicht allein von Haus zu Haus Gewissen und Schamgefühl, der da sagt: das muß erlaubt sein? ein solches von drei Minnten verlangt hätte; es tam zur Klage und follektiert, sondern auch die Gemeinde erfolgreich um 7000 Mark Und ein andrer Geistlicher, Pastor Philipps, fagte noch in erster Instanz wurde Herr A. zur Zahlung verurteilt mit der angegangen wurde. Gerade als ob das Geld nicht für andre Zwecke, dem Reichsboten": Als Vorsteher einer Erziehungsanstalt für ge- Begründung, daß er das Telephon nachweislich acht Minuten benutzt so für die dringend erforderliche Straßenpflasterung zu fährdete Kinder( Johannisstift) gewinne er Einblicke in die und demgemäß auch die entsprechenden Tarifsäge zu entrichten habe. gebranchen wäre. Der schlechte Zustand der Straßen mag auf den Schulen herrschende Berführung und Unfittlichkeit. Er teilt Der Verurteilte legte Berufung ein und erreichte auch ein ob- auch die Hauptursache bilden, daß von Bauthätigkeit einen bestimmten Fall mit, wonach aus der Anschauung schamift. Hinzu kommt Loser Bilder in den Schaufenstern in der Tertia die Jungen fiegendes Urteil, nachdem er beeidet hatte, daß er ausdrücklich ein in Friedenau so wenig zu spüren Die als Gespräch für die Dauer von drei Minuten verlangt habe. allerdings, daß verschiedene Herren in der Gemeindevertretung der die Anregung zu geheimen Sünden und zur thatsächlichen Unzucht gewannen, die in der Klasse ganz allgemein wurde und fast alle 3engin vernommene Telephonistin konnte sich nicht mehr genügend Bauthätigkeit deshalb nicht grün find, weil sie befürchten, daß erinnern. Dem Pofifistus erwachsen aus diesem Prozesse ca. 200 M. Friedenan sich zu einem Proletariernest wie Nigdorf entEchüler in Mitleidenschaft zog. wideln fönnte, wenn großer Zuzug tomint. Bo solche philisterhafte Das sind gewiß schlimme Dinge, die aber unfres Grachtens der Kosten. Frage noch lange nicht auf den Grund gehen. Oder glauben die Am Sarg ihres Manns, der an der Schwindsucht gestorben Beschränktheit maßgebend ist, hat die Arbeiterschaft doppelt Herren Geistlichen wirklich, daß die Schüler und Schülerinnen sittlich ist und dessen Beerdigung heute stattfinden sollte, ist eine 27 Jahre die Pflicht, etwas Leben in die Gesellschaft zu bringen. War eine reiner dastehen, falls das Unmögliche gelingt, fie vor der Bekannt- alte Arbeiterfrau gestern vormittag in ihrer Wohnung in der Lands- Beteiligung an der letzten Wahl auch nicht möglich, da die auf den schaft mit Bildern oder einer Litteratur zu bewahren, die von erregten bergerstraße mit mehreren Schnittwunden in der linken Pulsader Vorteil der herrschenden Klassen zugeschnittene Gemeinde- Ordnung Sinnen als schlüpfrig zu deuten wäre? bewußtlos aufgefunden und nach Anlegung eines Notverbands in die Wahl von Grundbesitzern verlangte, so heißt es doch für die Daher sollte jeder Arbeiter des Orts der socialArbeiter Bildungsdas Krankenhaus am Friedrichshain gebracht worden. Ihr Zustand Zukunft agitieren. ist lebensgefährlich. Die Frau hat aus Schmerz über den Tod ihres demokratischen Organisation, Sem verein für Stegliß- Friedenau beitreten, dessen nächste Sigung am Manns einen Selbstmordversuch begangen. 27. März bei Schellhase, Steglig, Ahornstr. 15a, stattfindet. Dann müßten die Herren Geistlichen zu allererst dafür sorgen, daß die Bibel, in der gewisse Stellen in der Schule mit Heiß hunger verschlungen werden, den Kindern nicht in die Hände fommt; ingleichen hätten sie auch bei ihren katholischen Amtsbrüdern dahin zu streben, daß der bekannte Katechis mus, in dem Gegenstände wie Sodomiterei offen mit Namen genannt stehen, nicht mehr den katholischen Schülern und Schülerinnen jeglichen Alters als offizielles, vom Fürstbischof zu Breslau approbiertes Schulbuch aufgezwungen werde. Wenn einmal mit der feruellen Purifikation begonnen werden soll, warum fängt da die Geistlichkeit nicht zunächst auf eignem Grund und Boden an? Oder sollen solche Dinge passieren dürfen, weil sie mit der Kunst nichts zu thunt haben? Gewerkschaftshaus. Die Geschäftsführung teilt nochmals mit, daß Besichtigungen des Gewerkschaftshauses auf keinen Fall stattfinden können. " S gelernt und auf Gerichts- Beitung. 0 Mit einem Straßenranb hängt eine Versteigerung zusammen, die gestern, Sonnabend, in der Neuen Schönhauserstraße 17 stattfand. Wie wir damals mitteilten, beraubten vor 14 Tagen die Pferdehändler Halbbrüder Meier aus der Schönhauser Allee und Ihloff aus der Weinstraße den Tischler Litty aus der Anklamerstraße 25, den sie in Weißenfee kennen gemacht hatten, in einer Droschke Gegen den Verlagsbuchhändler und Schriftsteller Adolf einer Bierreise betrunken dem Rüdwege nach Berlin 11111 1600 Marf. Beide Brandt zu Neurahnsdorf, der s. 3. vor dem Reichstagsgebäude beitritten nach ihrer Verhaftung die That, obwohl der Beraubte sie die Ausschreitung gegen den Reichstagsabg. Dr. Lieber begangen bestimmt wiedererkannte. Selbst als der Droichkentutscher ermittelt hat, stand gestern Termin vor der II. Strafkammer des Landwurde, der alle drei gefahren hat, blieben fie beim Lenguen, obgleich gerichts I an. Die Anklage lautete auf Störperverlegung und Beauch der Kutscher sie mit aller Bestimmtheit als die in Betracht leidigung. Der Angeklagte war zum Termin nicht erschienen. Der kommenden Fahrgäste feststellte. Während die Räuber im UnterUeber das nichtpolizeiliche Nachtwachtwesen, welches der fuchungsgefängnis ihrer Aburteilung harren, sucht die Kriminalpolizei Staatsanwalt erklärte, daß die Höhe der zu erwartenden Strafe Wirtschafts- Genossenschaft der Berliner Grundbefizer" obliegt, macht eifrig nach dem geraubten Gelde. Dieses ist aber bis heute noch an sich Fluchtverdacht begründen würde: da aber der Angeklagte in der Jahresbericht der letzteren folgende Mitteilungen: Im Jahre 1899 nicht gefunden. Durchgebracht fönnen es die Räuber in der kurzen Zeit, Nen- Nahnsdorf eigenen Besitz habe und durch sein Ausbleiben wohl waren der Genossenschaft zur Schließung und Bewachung 13 525 die zwischen der That und ihrer Festnahme lag, nicht gut haben. nur eine Vertagung des Termins erzwingen wolle, beantrage er, ihn Häuser mit 15 649 Schlüsseln übertragen, d. h. 103 äufer mehr als Man nimmt daher an, daß sie es irgendwo dargestellt haben, nicht verhaften, sondern zum nächsten Termin nur vorführen zu Die Verhafteten lassen. Der Gerichtshof beschloß die Verfügung, gleichzeitig foll festim Vorjahr. Das gesamte Nachtwachtwesen war in 11 Bezirke ge- um nach ihrer Entlassung den Schatz zu heben. teilt und es find jegt darin thätig: 11 Nachtwachtmeister, 11 Ober- bestritten auch, Pferde zu befizzen. Die Kriminalpolizei ermittelte gestellt werden, ob der Gesundheitszustand des Dr. Lieber diesem wächter, 236 Wächter, 11 Reservewächter, im ganzen also jedoch, daß drei Tiere, die auf einen andren Namen in einem Stall 269 Beamte. Dieſelben find in 8867 Fällen im öffentlichen Interesse in der Schönhauser Allee untergestellt waren, ihnen gehörten. Diese ein persönliches Erscheinen beim nächsten Termin gestatten werde. Sie sind Eine sonderbare Diebstahlsgeschichte lag der Aufklage wegen in Thätigkeit getreten, darunter 59 mal zur Entdeckung von Dieb- drei Pferde wurden nun gestern meistbietend versteigert. stählen und Einbrüchen, 68 mal zur Hilfeleistung bei Unglüidsfällen, aber dämlich", wie die Pferdehändler jagen und auf Schwindel wissentlich falscher Anschuldigung zu Grunde, die gestern vor der gekauft und brachten daher zusammen nur 266 Mark. Die neunten Straffammer des Landgerichts I gegen die Witive Mathilde 28 mal zur Feuermeldung bei Bränden 2c. beiden Räuber wurden durch die Beiundung des Droschken- Wilwod verhandelt wurde. Im Mai vorigen Jahres hatte die Für den Durchbruch der Elisabethstraße nach dem Alexander- tutschers auch noch weiter belastet. Dieser erinnerte sich, daß fie Angeklagte den Hauseigentümer Ruck beschuldigt, ihr 640 M. geplaz und der Pallisadenstraße wird zur Zeit in den Grundbesitzer- ihn vom Fahren abhalten wollten und Andeutungen machten, stohlen zu haben. Sie hatte bei ihm gewohnt. Als sie auszog, bc= vereinen des Ostens und Nordostens eine lebhafte Agitation entfaltet. daß er eine bessere Fahrt machen könne. Daraus geht hervor, daß anspruchte Ruck noch 25 M. rückständiger Miete, während die AnRuck Zu den Unkosten sind von den anliegenden Hausbejizern 30 000 M. Meier und Ihloff den Raub schon in Weißensee planten und nicht geklagte die Rechtmäßigkeit dieser Forderung bestritt. gezeichnet. Auch hat sich die Kontinental Gesellschaft für elektrische erft unterwegs auf den Gedanken kamen. Sie wollten ihr Opfer machte kurzen Prozeß, er nahm widerrechtlich eine Kom Unternehmungen in Nürnberg, welcher die elektrische Bahn Berlin- ohne Zweifel zu Fuß in eine einsamere Gegend verschleppen, um es mo de der Angeklagten an sich, die er in seinem Keller Hohen- Schönhausen gehört, zur Zahlung eines nahmhaften Beitrags dort noch gründlicher auszuplündern, denn sie wußten, daß Litty unterbrachte. Erst nach 4 Monaten erzielte Frau Vilwod eine ge bereit erklärt, wenn ihr gestattet wird, die Bahn durch die Elisabeth- außer der Brieftasche mit 1600 Mark noch ein Portemonnaie mit richtliche Verfügung, daß Ruck die Kommode freizugeben habe. Sie straße nach dem Alexanderplatz und Spittelmarkt weiterzuführen. 200 Mark und eine Uhr mit goldener Kette bei sich trug. Immer öffnete in dessen Gegenwart sofort die oberste Schublade und erDie Grundbefizervereine Nordost und Königstadt haben beschlossen, mehr in die Enge getrieben, legten die Räuber nunmehr ein Ge- klärte dann, daß ihr daraus 640 M. gestohlen seien. In ihrer Anim Sinne des Durchbruchs eine gemeinsame Petition an die städtische ständnis ab. Das Geld aber wollen sie nicht mehr besigen, sondern zeige beschuldigte sie ihren früheren Wirt der Thäterschaft. behauptet, daß die ärmlichen Baudeputation zu richten. vergendet haben. hältnissen lebende Frau gar fein Geld, geschweige den die Anzeige 11112 besessen, sondern Jubel und Trubel. In der Forschung nach patriotischen Fest- Durch Verbrühen hat wieder einmal ein Kind seinen Tod ge- cine große Summe, 11111 fich dem früheren. Wirt zu rächen. tagen leistet unsre Zeit geradezu Großartiges. Heute meldet ein funden. Die Frau des Arbeiters Scheibke aus der Königsberger erstattet habe, Berichterstatter, daß die Hoflieferanten und andre am Patriotismus straße Nr. 31 hatte vor einigen Tagen Wasser gekocht, um es zum Bur Führung des Prozesses hatte sie das Armenrecht bewilligt e geschäftlich interessierte Kreise schon jetzt daran denken, wie sie sich Waschen zu benutzen. Sie hob den Kessel vom Feuer, stellte ihn auf halten, da sie erklärt hatte, mittellos zu sein. Vor Gericht gab die am 18. Januar nächsten Jahres dynastisch begeistern. An diesem den Fußboden und wandte sich dann zum Küchenschrank um, da fie Angeklagte an, daß sie dies zu damaliger Zeit thatsächlich auch geTage soll die Menschheit nämlich von dem Glück betroffen werden, erst das Frühstück zurechtmachen wollte. Ihr vierjähriges Töchterchen wesen sei, denn ihre Barschaft habe sich ja in der beschlagnahmien Sen preußischen Königsthron just 200 Jahre errichtet zu sehen. Die Frieda spielte um sie herum. Kaum hatte sie den Rücken gewandt, Kommode befunden. Seit vier Jahren wohne der Bildhauer F. bei Feier ist angeblich auf drei Tage angefeßt, und die Aufträge für die so hörte sie hinter sich einen markerschütternden Aufschrei. Das sehr ihr, ein älterer Mann, der viel Geld verdiene, ihr wöchentlich Illumination, welche, vorausgefegt, daß nichts Unangenehmes lebhafte Kind, das erst wenige Tage vorher fast unter das Gespann 16 M. Softgeld gegeben und auch für die Miete gesorgt habe. dazwischenkommt, alles bisher Dagewefene in den Schatten stellen eines Wagens gelaufen und in letzten Augenblick noch von Haus- Das Softgeld habe nicht nur für den Geber, sondern auch für sie foll, sind schon jetzt bei den Elektricitätsgesellschaften in Auftrag ge- genoffen gerettet worden war, hatte, wild umherlaufend, den Kessel und ihre beiden Heinen Kinder gereicht, so daß fie fast alles, nicht geschen, war darüber gestolpert und hineingefallen. Am ganzen was fie seit vier Jahren durch fleißiges Maschinennähen geben worden. Körper verbrüht, wurde es nach dem Krankenhaus am Friedrichshain verdient habe, zurücklegen konnte. Der Zeuge F. bestätigte dies und außerdem führte der Berteidiger, Rechtsanwalt Stolfen, noch eine gebracht. Dort ist es nach fürchterlichen Qualen gestorben. Anzahl Zeugen vor, welche furz vor dem in Frage kommenden Beit punkt eine größere Summe bei der Angeklagten gesehen hatten. Es D Berlins Kohlenkonsumt. Nach Berlin und seinen Vororten sind im Jahre 1899 insgesamt 3 486 244 Tonnen Kohlen eingeführt worden und zwar: Oberschlesische Steinkohlen 1 530 148 Tonmen 43,90 Proz., niederschlesische Steinkohlen 328 359 Tonnen 9,41 Proz., Im Fahrstuhl verunglückt ist gestern vormittag um 12 Uhr im Hause Charlottenstraße 37( Berliner Presseklub) der 19 Jahre ES wurde 111111 all in Vera wurde außerdem festgestellt, daß außer dem Wirt auch dessen An- Die Wahlen zum Gesellen- Ausschuß der Handwerkskammer schreiben. So und nicht anders würde auch Christus das Blatt gefrige Zutritt zu dem Keller gehabt hatten. Unter diesen Um- von Berlin wurden am Freitag in einer Zusammenkunft der Vor- redigieren", sagte der Prediger, der es mit solchen Grundsägen vor ständen wurde von der weiteren Beweisaufnahme Abstand genommen sitzenden der Innungs- Gesellenausschüsse besprochen. Die Kommission, allem in Amerika wohl bald dahin bringen wird, daß sein Blatt und die Angeklagte freigesprochen. Welches Resultat mag nunmehr welche im November v. J. mit der Vorbereitung der Wahl nicht mehr von dieser Welt ist. die notwendig werdende weitere Untersuchung der Diebstahlsangelegen- betraut worden ist, hat wie mitgeteilt wurde in dieser heit zu Tage fördern? Angelegenheit nicht viel thun können, da es ihr nicht möglich Im Zustand hochgradiger Erregung hat sich der Kaufmann Abteilungen 2c. an zuständiger Stelle etwas zu erfahren. Erst am war, über den Wahltermin. Zusammensetzung der WahlRobert Heller zur Beschädigung einer amtlichen Urkunde hinreißen Montag, den 19. d. Mts., ist den wahlberechtigten Vorsitzenden der lassen und sich dieserhalb eine Anklage zugezogen, die gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt Gesellenausschüsse die Aufforderung zur Wahl zugegangen, und wurde. Der Angeklagte ist Broturist in einem größeren Handlungs- müssen die Stimmzettel bis Montag, den 26. d. Mis., beim Aus eingeliefert fcin. haus, in welchen auch der Kaufmann Manheimer angestellt ist. Der Magistratsassessor Alberti Berlin domizilierenden Innungen find Abteilungen deren gebildet, jede Mitglied Erfazzder ein und eun cinen den in Weizen Roggen " Marktpreise von Berlin am 23. März 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.Ctr. 15,10 14.- Schweinefleisch 1 kg 1,60 14,20 13,70 albfleisch Futter- Gerste Safer gut " 14,13,- Sammelfleisch " 1,60 1,60 1, " 15,14,30 Butter 2,60 mittel 14,20 13,50 Eier 60 Stüc " " 13,40 12,80 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 " 4,32 3,82 Male 3, " 2,50 " " " 40, 25, 1,80 " " 45, 25, " 70, 30, " 1,80 0,80 2,80 1,20 " 1,20 0,80 4, " 7,10 4,- Bander 11118 Hechte Barsche Schleie 7. 5, Bleie 1,60 1,20 Krebse per Schock 121,20 1, und umgerechnet vom PolizeiTestere war bei der Steuerbehörde mit einem Betrag von 825 M. rückgering ständig. Um die Summe einzutreiben, wurde dem Angeklagten ein Nichtströh amtliches Schreiben zugestellt mit dem Verbote, dem Manheimer mann in den Gesellenausschuß der Handwerkskammer wählt. Das Heu das Gehalt auszuzahlen, da die Einkommensteuerbehörde es mit Wahlrecht üben die Vorsitzenden der Innungs- Gesellenausschüsse aus.+) Grbsen Beschlag belege. Die Zustellungsurkunde enthielt auf Die Zusammenkunft hatte den Zweck, eine Verständigung über die Speisebohnen Rückseite eine Anzahl Fragen, die von dem Angeklagten zu legteren vollzählig vertreten waren, geschah das auch. Die Wahl- Startoffeln, nene Kandidaten der einzelnen Abteilungen herbeizuführen. Soweit die insen beantworten waren. Er beantwortete nur eine derselben und berechtigten der Abteilungen II, III und IX waren nicht anwesend. Rindfleisch), Keule 1 kg erklärte, daß er die übrigen Fragen nicht verstände. Nach do. Bauch einigen Tagen begab er sich dann in Begleitung Manheimers nach Für diese findet am Sonntag, vormittags 9 Uhr, in den Arminhallen*) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Land: dem bekannten Hause Hinter dem Gießhause", um sich in der An- eine neue Sigung statt, und ersucht die Kommission darum, daß die celegenheit Aufklärung zu verschaffen. Das Aftenstück mit der Betreffenden vollzählig erscheinen. Zustellungsurfimde wurde ihm vorgelegt. Bei der Aus- Eine vom Centralverband der Handels-, Transport- und einandersetzung fam es zwischen dem Rechnungsrat Schulz und Verkehrsarbeiter einberufene Versammlung der Arbeitskutscher und Ardem Angeklagten zu einem erregten Auftritt. Der Beamte beitsleute des Nordens tagte am 23. März. Die Tagesordnung lautete: erklärte schließlich:„ Wenn Sie die Fragen überhaupt nicht beant- wodurch können wir unsre Lage verbessern? Der Referent Werner worten wollen, so brauchen Sie es nicht". Hierauf nahm der An- unterzog die Verhältnisse im Kutscherberufe einer herben Kritik und geklagte die vor ihm auf dem Aktenstück liegende Zustellungsurkunde kam zu dem Schluß, daß nur durch den Anschluß an die Organi mit den Worten: Nun gut, dann hat auch die eine von mir be- sation die Verhältnisse gebessert werden können. Meisinger und antwortete Frage feine Gültigkeit". Er zerriß das Papier, steckte Streitner sprachen im Sinne des Referenten, worauf folgender Andie Feyzen in die Tasche und entfernte sich. Nach einigen trag einstimmig angenommen wurde: Die Versammlung beschließt, Stunden fandte er das wieder zusammen geklebte Papier mit einem in eine Lohnbewegung einzutreten, und stellt als Forderung auf: für Entschuldigungsschreiben an die Steuerbehörde zurück. Es wurde Kutscher einen Wochenlohn von 27 M., für Arbeiter einen Wochenaber dennoch Anzeige erstattet. Der Staatsanwalt beantragte gegen lohn von 24 M. Die Lohnzahlung soll Sonnabendabend erfolgen. den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von drei Tagen, der Gerichts- Im Laufe der nächsten Woche soll wieder im selben Lokal hof hielt aber die unüberlegte That mit der zulässig niedrigsten eine Versammlung stattfinden, woselbst die Lohukommission über die Strafe einem Tage Gefängnis für hinreichend gefühnt. Unterhandlungen mit den Unternehmern Bericht erstatten wird. -Sociale Rechtspflege. : wirtschaftskammern Notierungsstelle präsidium für den Doppelcentner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 24. März. Die Tendenz des heutigen Ge treidemarkts wurde stimulierend beeinflußt durch den Umstand, daß die gestern enwähnten bedeutenden Weizenverschiffungen Argentiniens an den nordamerikanischen Börsen nicht in der Weise auf die Preise gedrückt haben, höhere Schlußpreise; da außerdem Paris fest tam und im Inlande Nacht wie man es vorausgesetzt hat. New York und Chicago fandten etwas fröste und scharfer Sfiwind fortdauern, so verkehrte der heutige Frühmartt in fefter Haltung, die sich mittags nicht ganz behaupten fonnte, wenn auch bei fiillem Geschäft. Im Lieferungshandel wurde Weizen 0,50, Roggen bis 0,75. höher gehalten, zuletzt etwas schwächer. Für effektive Ware waren die Preise faum verändert. Reichlich vorhandene Inlandsofferten fanden nur zu ermäßigten Preisen Aufnahme. Laplata- Weizen war billiger zu haben. Russische Roggenofferten wurden nicht bedeutend und die wenigen fonnte jedoch seine ersten Preise nicht voll behaupten, Hafer war ohne Gevorhandenen zu hoch gehalten. Mehl eröffnete etwas fester, als gestern, schäft; besonders Locomare unverfäuflich, da der Konsum vollständig stockt. Rüböl wurde für nahe Sichten 0,20 m. beffer bezahlt, Oftoberlieferung unverändert. für 70er loco. stieg um 0,20 m. auf 48,80. Umgesetzt wurden, soweit zu Am Spiritusmarkt herrschte regere Nachfrage, und der Preis ermitteln, 15 000 Liter. Bullen: Die Streifenden der Damen Kostümbranche hielten am Sonnabendvormittag eine gut besuchte Bersammlung ab. Nach dem Bericht des Vertrauensmanns Ritter ist die Lage des Streits im Zwei Hausdiener des Handelsmanns Kollhof verlangten Unternehmer sind noch nicht abgeschlossen und es ist Aussicht vorallgemeinen unverändert. Die Verhandlungen mit dem Verein der von diesem im Klagewege Lohnentschädigungen wegen unberechtigter handen, daß eine Vereinbarung zu stande kommt, die es den Arbeitern Amt: Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 24. März 1900. Entlassung. Das Gewerbegericht hatte die Sache schon einmal ver- und Arbeiterimen ermöglicht, die Arbeit bald wieder auf- 1394 Kälber, 6944 Schafe, 8977 Schweine. Bezahlt wurden ffir 100 Pfund licher Bericht der Direftion. Zum Verkauf standen: 5141 Rinder, tagt, nachdem sich die Parteien gegenseitig der Mißhandlung be= zichtigt hatten. Aus der von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten zunehmen. Die Situation kann als für die Streikenden durch- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( Beziehungsweise für 1 Bfund Untersuchung war aber nichts herausgekommen. In der neuerlichen die Firma Oppenheimer versucht habe, in Wien Arbeitskräfte an- Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge fleischige, nicht aus günstig angesehen werden. Weiter teilte der Redner mit, daß in Bf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Verhandlung vor der Kammer VI des Gewerbegerichts befundeten zwei Frauen aus eigner Wahrnehmung folgendes. Die Hauszuwverben, aber dieser Versuch sei an der Solidarität der Wiener ausgemäßtete ind ältere ausgemäßtete 56-60; e) mäßig genährte junge und gut Kollegen gescheitert. diener seien auf dem Hofe beschäftigt gewesen, als der Prinzipal dann würden die Streifenden, obwohl es ihnen nicht auf eine straft- a) vollfleischige höchsten Schlachtweries 57-61; b) mäßig genährte jüngere Sollten die Unternehmer nicht nachgeben, genährte ältere 51-53; d) gering genährte jeden Alters 47-50. nach Hause gekommen sei. Rollhof habe seine Angestellten gefragt, probe ankomme, die energische Fortsetzung des Kampfs nicht schenen. und gut genährte ältere 53-56; c) gering genährte 46-50. Järfen und was sie gemacht hätten, und auf eine von den Zenginnen nicht ver- Bis jetzt sei aber die Hoffnung auf einen baldigen günstigen Aus: b) voltfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; standene Antwort habe er gleich auf den Kleineren zu= geschlagen. Der andre Hausdiener sei hinzugesprungen, um der Verhandlungen mit dem Unternehmer- Verein soll in einer Ver- Kühe und Särsen 48-49; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-47; gang der Lohnbewegung durchaus berechtigt. Ueber das Resultat 50-51; c) aliere ausgemäßiete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere den Kollegen zu schüßen; Herr Kollhof habe sich aber losgeriffen, die weist forte geholt und den kleinen über den hen diesen Montagnachmittag 3 Uhr in der Berliner of gering genährte sie und Gärten 125-14- Staten: a) feinſte inſt Kopf geschlagen. Der Sohn des Beklagten beschwvor, daß Ressource stattfindet, Bericht erstattet werden. die Kläger sich bereits einige Tage zuvor mit der alsbaldigen Die Gravenre und Giseleure hielten am 20. März ihre Lösung des Arbeitsverhältnisses einverstanden erklärt hätten. regelmäßige Versammlung ab, in der Dr. Zadek in interessanter Mit Rücksicht hierauf wurden die Kläger abgewiesen. Der Weise über Pest und Influenza sprach. Es gelangten Borfizende Dr. Krauje konstatierte, daß daß nach der Beweis- interne Angelegenheiten zur Erledigung. erhebung der Bellagte den einen Stläger allerdings gröblich mißhandelt habe. Dies könne indessen hier nicht in Betracht kommen, da durch die glaubwürdige Aussage des jüngeren Kollhof erwiesen set, daß die Kläger mit der vorzeitigen Lösung des Arbeitsverhält nisses einverstanden waren. Es stehe dem Kläger B. frei, eine neue Anzeige gegen den Beklagten zu machen und sich auf die beiden Zenginnen zu berufen. Ein Ingenieur fonnte frankheitshalber in der Zeit vom 14. November 1899 bis zum 31. Januar 1900 nicht im Bureau feines Chefs thätig sein. Am letztgenannten Tage hörte sein Vertragsverhältnis auf. Für den November und Dezember erhielt der junge Mann sein Gehalt voll ausgezahlt, er beanspruchte jedoch auch für den Januar 150 Mark. Die Kammer VII des Gewerbegerichts wies indessen seine Klage ab und der Vorsitzende Dr. Meier führte begründend aus:§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bestimme:„ Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Auspruchs auf die Vergütigung nicht dadurch verlustig, daß er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird." Was eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit sei, deute das Gesez nicht an. Die Kammer habe nun den§ 133c der Gewerbe Ordnung herangezogen, wonach die im§ 133a aufgeführten Betriebsleiter, Weifmeister, Techniker 2c. bei anhaltender Krankheit, selbst wenn das Verhältnis deshalb gelöst wird, einen Anspruch auf die vertragsmäßigen Leistungen des Arbeitgebers für die Dauer von sechs Wochen hätten. Das Gericht halte deshalb jechs Wochen für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Beit, soweit es sich um Angestellte im Sinne des§ 133a der GewerbeOrdnung handle. Da der Beklagte dem Kläger sein Gehalt für die crsten 6 Wochen seiner Krankheit ausgezahlt habe, so könne der Kläger die geforderten 150 Mark für den Januar nicht mehr beanspruchen. Rentenabtreibung. Der unfallverletzte Schmied Hasse bezog gulegt eine Unfallrente von 20 Proz. Ihm waren seiner Zeit die Spigen des Mittel- und des Goldfingers der rechten and abgerissen worden. Die schlesische Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft ftellte die Rente gänzlich ein, nachdem sie ihren Vertrauensarzt Dr. Kunze über den Zustand des Hasse gehört hatte. H. legte beim Schiedsgericht in Beuthen Berufung ein und brachte ein Gut " einige den 26. März 1900, abends 7 Uhr, in Sugienischen Institut, Kloster: Deutsche Gesellschaft für öffentliche Gefundheitspflege. Montag, ftraße 36, I: Ordentliche Sigung. Tagesordnung: Herr Dr. Th. Sommerfeld- Berlin: Die gesundheitliche Lage der Steinarbeiter Deutschlands" Samariter- Kurjus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Centrale, Dresdenerstr. 40. Das Thema des Vortrags wird in der Bersammlung befannt gemacht. Verein zur Förderung der Kunst. Montag, den 26. März, abends 82 Uhr, im Bürgersaale des Rathauses. Herr Kunst Schriftsteller Fris Stahl über: Sinnlichkeit und Sittlichkeit". Starten a 1 W. für Gäste fommen in beschränkter Anzahl zur Ausgabe bei: Keller u. Reiner, KunſtStechbahn: Bonath Nachfl.. Königstraße, vis- a- vis dem Rathaus, und durch handlung, Botsdamerstraße; in der Photographischen Gesellschaft, An ber die Geschäftsstelle, Klopstockstr. 21. Allgemeine Familien Sterbe- Raise. Heute Zahltag: Aderstr. 123 bei Diefe und Oranienstr. 185 bei Bulow von 3-6 Uhr. fälber( Vollmilchaft) und besle Saugfälber 72-74, b) mittlere Mastfälber und gute Sangfälber 64-68, c) geringe Sangfälber 54-60, d) ältere, gering genährte( Freffer) 35-48. Schaje: a) Maftlämmer und jüngere Mast Gammel, 61-4, b) ältere Masihammel 55-60, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Wierzschafe) 50-54, d) Holsteiner Niederungsfchafe( Lebendgewicht) CO- CO. Schweine: a) vollfleischige der seineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 46-47, 40-43. b) äfer 00-00, e) fleischige 44-45, d) gering entwidelte 41-43, e) Sauten Berlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich gedrückt es bleibt neberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig aber fest. Bei und schleppend ab, nur gute, schwere, junge Stiere waren knapp und gesucht, den Schafen war der Geschäftsgang ziemlich glatt, es wird ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief ganz ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Briefkasten der Redaktion. Freitag von 6-8 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und M. R. Unser Blatt erscheint seit dem 1. Januar 1891 nts Vorwärts" Berliner Boltsblatt. Ceffentliche Versammlung der Schlächtergefellen Sonntag, den 25. März 1900, nachmittags 6%, Uhr, bei Feuerstein( Juh.: Herzberg), Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Zadek über: Be: 3. B. 1. Da Sie von den besten Absichten ausgehen, ist dagegen nichts ufsfrankheiten". Bekanntgabe der Petition an die Kommission für Arbeiter einzuwenden. 2. Es ist ein geniales pädagogisches Wert; ob fitr Ihre schaftliches. statistit betreffs Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse im Beruf. Gewert- 3mede geeignet, ist zu bezweifeln. Resen Sie doch z. B. Bebels Frau Vermischtes. In der Koniker Mordaffäre wird weiter berichtet, daß jest bei dem dortigen Fleischermeister Lewy zwei frisch geschärfte Sägen beschlagnahmt worden sind. Auch wurde beim abermaligen Abjuchen des Mönchsees ein weiterer Fund gemacht, der indessen mit dem Winterschen Morde in keinem Zusammenhange steht man fand nämlich einen Menschenschädel, welcher seiner Beschaffenheit nach und nach dem Gutachten von Sachverständigen schon viele Jahre im Wasser gelegen haben muß. Im föniglichen Gymnasium zu Koniz wurden ferner mehrere Schüler durch den Bürgermeister vernommen, mit denen der Ermordete am Abend seines Verschwindens in einem Cigarrenladen gesehen worden ist. Diese fonnten jedoch über den weiteren Verbleib des Winter keine Auskunft erteilen. Im llebrigen nehmen die Ausschreitungen, die gegen die jüdischen Einwohner gerichtet waren, cinen ernsteren Charakter nicht an. Ein Todesurteil ist vom Schwurgerichtshof in Güstrow achten des Dr. v. Milezly bei. Dieser Arzt führte aus: Die Enden über den Schmied Wilhelm Born aus Krakow verhängt worden, der verletzten Fingerglieder feien tolbig aufgetrieben und der den Gutsbesizer Düßler zu Viezen beraubt und ermordet hatte. die Hand fönne nicht ganz geichlossen werden. H. müsse als Schmied Selbstmord eines Professors. Professor Karl Weibler den Hammer fejt paden tönnen, das sei ihm bei seinem Zustand aber von der Kunstgewerbeschule in Pforzheim hat sich, nach der nicht möglich. insbesondere wegen der vorhandenen Schwäche. D. W.", in seiner Wohnung vergiftet. Das Motiv ist unbekannt. Der Kläger behaupte auch, noch Schmerzen in der Hand und dem Arm zu verspüren. Troz dieses Gutachtens schloß sich das Schieds- Wo war die Baukontrolle? Aus Straubing( Bayern) gericht ohne weiteres dem Gutachten des Dr. Kunze an und wird vom 23. d. M. gemeldet: Bei dem hiesigen Zuchthausnenbau wies die Berufung als unbegründet zurück. Auf den Refurs des stürzte gestern abend vor 6 1hr ein Teil des Gerüstbanes zusammen Hasse hat nun jedoch jetzt das Reichs- Versicherungsamt und begrub 20 Arbeiter unter seinen Trümmern. Drei davon beschlossen, H. vom Kreisphysikus untersuchen zu lassen. Dem waren sofort tot, 11 wurden schwer, die übrigen leicht verletzt.. Und Refursgericht genügte das Kunzeiche Gutachten nicht. derartiges geschicht an einem Staatsgebäude! Versammlungen. würde, zusammen. A. 2. T., NR. 2. Anfragen betreffend den Austritt aus der Landeskirche. In Preußen fann nach dem Gesetz vout 14. Mai 1873 jeder( im Geltungsgebiet des Allgemeinen Landrechts, jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat) aus einer Kirche uit bürgerlicher Wirkung dadurch austreten, daß er in Person vor dem Richter feines muß ein hierauf gerichteter Antrag vorangehen. Sodann findet, nicht vor 4 Wohnorts eine dahingehende Erklärung abgiebt. Der Austrittserklärung und nicht nach 6 Wochen nach Eingang dicies Antrags, vor dem Richter Termin zur Annahme des Antrags zu gerichtlichem Brotokoli statt. Der aus der Kirche Ausgetretene erhält anf fein Verlangen cine Bescheinigung feines Austritts. Die Austrittserklärung hat die vermögensrechtliche Wirkung, daß der Ausgetretene zu den Kosten eines außerordentlichen Bantes nur noch bis Ende des auf die Austrittserklärung noch bis Ende des auf die Austrittserklärung folgenden ersten Kalenderfolgenden zweiten Kalenderjahrs, zu andren Kosten der Kirchengemeinde mur jahrs beizutragen hat. Leistungen, die ohne Rücksicht auf die Konfession des Besizers von bestimmten Grundstücken zu tragen find( 3. B. Kanon, Kalenden), hat auch der Ausgetretene zu tragen. As often des Austrittsverfahrens werden mur Abschriſtsgebühren und baare Auslagen in Aujat Berson, also nicht für Ehefrauen, Kinder oder Mündel, erfolgen. gebracht. Die Austrittserklärung fann nur in Person, und nur für diese Allerdings wird in der Theorie von einigen die Ansicht verfochten, daß der Austritt für unmündige noch nicht 14 Jahre alte Rinder erfolgen mirer einnig nach fit der Streit ein müßiger, meil kann. Praxis und der Wortlaut steht aber dieser Anunmündige Kinder unter 14 Jahren mögen sie getauft, beschnitten oder getaucht sein oder nicht vermögensrechtliche selbständige Rechte oder Pflichten in feiner Stirche haben. 2. Weber zur Tanie noch zur Konfirmation nach§§ 1-4 II, 11 fowie 14, 76, 78, 83 II, 2 A. 2. R. fönnen Dissidentenfeiner Kinder fann ein Bater gezwungen werden. Nach der Verfassung und finder sur Teilnahme am Religionsunterricht gegen den Willen ihrer Eltern nicht gezwungen werden. Dieselbe Auffassung hatte früher das holt im„ Borwärts" dargelegt ist, eine andre Auficht und hält die EntStammergericht. Seit einigen Jahren hat das Kammergericht, wie wieberziehung vom Religionsunterricht in solchen Fällen für eine strafbare Schulverfännis- Uebertretung. Zur Zeit unterliegt die Prüfung dieser Frage dent etwas anders als vor dem 1. Januar 1900 zusammengefeßten Straf fenat des Kammergerichts. 23. 1000, 14 A. und andre die Invalidenversicherung betreffenden Aufragen: Seit dem 1. Januar 1900 find von der Klebepflicht auf ihren Antrag befreit: 1. Personen, welchen vom Reich, von einem Bundesstaat, einem Kommunalverband, einer Bersicherungsanstalt oder zugelassenen beim Mindestbetrag der Invalidenrente nach dem Satz der ersten Lohnktafie fondren Staffeneinrichtungen Bensionen, Wartegelber oder ähnliche Bezüge bewilligt sind. 2. Personen, welche auf Grund der reichsgeichlichen Bestimmungen über die Unfallversicherung der Bezug einer jährlichen Rente jahr vollendet haben. 4. Frühere Lehrer oder Erzieher an öffentlichen ähnliche Bezüge im Mindestbetrag der Invalidenrente nach dem Saß der 1 Lobuklaffe bewilligt sind. 5. Perionen, welche Lohnarbeit im Laufe eines Kalenderjahres nur in bestimmten Jahreszeiten für nicht mehr als zwölf übrigen aber ihren Lebensunterhalt als Betriebsunternehmer oder ander: Wochen oder überhaupt für nicht mehr als 50 Tage übernehmen, im weit selbständig erwerben oder ohne Lohn oder Gehalt thätig sind. Dieje unter Nr. 5 bezeichneten Personen können jedoch von der Klebepflicht nicht befreit werden, wenn für sie bereits 100 Wochen lang geklebt ist. Der Antrag auf Befreiung von der Berficherungspflicht ist an die unteren Berwaltungsbehörden zu richten, in Preußen also in Städten Bandräte, in Hohenzollern an die Oberamtmänner. von mehr als 10 000 Einwohnern an die Magistrate, im übrigen an die Buch 112. Nein. Wie Chriftus ein Blatt redigieren würde. Vor einiger Zeit wurde gemeldet, daß der Prediger Sheldon in Topeka, Kansas, es übernommen hat, das Blatt Topeka Capital" eine Woche lang Die Nabitspanner und Träger wählten in ihrer Versamm in einer Weise zu redigieren, wie Jesus Christus ein Blatt redigieren lung am 18. d. M. die Mitglieder Lohrmann und Nitschke zu Verwandelte. Die Probe hat am 13. März begonnen. Nachdem Herr er in unfren Tagen noch im Fleische auf Erden tretern für die Provinzialfonferenz. Sheldon im Redaktionslokale des Blatts ein Gebet verrichtet und Die Linoleumleger, eine Filiale des Verbands der Sattler feinem editoriellen Stab eingeschärft hatte, daß im Sanktum nicht im Mindestbetrag von 115 M. zusteht. 3. Perfonen, welche das 70. Lebensund Tapezierer, verhandelte am 23. d. M. über ihre Lohnforderung. geraucht werden dürfe, gab er die folgende Richtschnur für die Mit In den Geschäften dieser Branche ist vor einiger Zeit eine Lohnarbeiterschaft: Alles Politische muß mabhängig vom Parteistand- Schulen oder Anstalten, falls diesen Personen Pensionen, Wartegelder oder reduktion durchgeführt, die bei den Arbeitern entschiedenen wider punkt gehalten und der Hauptzweck des Blatts muß sein, die Lejer ipruch hervorrief. Früher wurden 25 Pf. für Linoleumlegen pro anzuspornen, daß sie nach dem Reiche Gottes trachten. Alle Artikel Quadratmeter bezahlt; der Lohnabzug reducierte diesen Preis auf müssen von den Berfassern unterzeichnet sein. Mordgeschichten dürfen 15 Pf., worauf mumehr die Arbeiter die Lohnfestießung auf nicht mit teuflichem Behagen ausgesponnen werden. Berichte über Theater 20 f. verlangten. Die Unternehmer wollten den Arbeitern werden ausgeschlossen. Anzeigen über Patentmedizinen werden nicht bis nächsten Mittwoch die Antwort auf ihre Forderung übermitteln, aufgenommen, auch die Anzeigen von Korjetts mit sündhaften Abjedoch war die Versammlung der Meinung, daß ein Warten bis bildungen weiblicher Büsten werden unerbittlich ausgeschlossen; dahin die Sache nur verzögert, und so soll am Montag in den Ge- ebenso Reklamen von Kleiderverkäufen zu Schleuderpreisen, worin schäften, die den Preis nicht innehalten, die Arbeit niedergelegt gesagt ist, daß man einen 80 Mart- Anzug, der für die Ewigkeit werden. Die größere Zahl der Arbeiter der Firma Quantmeyer gebaut" ist, zu 55 M. haben könne. Sodann wird in dem Blatte 1. Eicke haben sich der Lohnbewegung nicht angeschlossen. Am für Enthaltsamkeit vom Genuß aller geistigen Getränke und für die Mittwochabend findet in den Arminhallen eine Versammlung der in Abschaffung aller Kriege in der ganzen Welt agitiert werden; ferner der Brauche beschäftigten Arbeiter statt. will Sheldon selbst„ flammende" Artikel gegen das Cigarettenrauchen Warenhaus A.Wertheim. Berlin, Leipzigerstr. 132/133. Rosenthalerstr. 27/29 u. 54. Oranienstr. 53/54. Montag, den 26. März, und folgende Tage: 2011 Ausstellung Ex von Frühjahrs- Neuheiten. farbiger Seidenweste 6 Mk. Reinseide, Pongé, Vorderteil mit 11 Mk. Säumchen abgesteppt dhist in tib [ Golf- Capes, kariert 7,75, 13,75 Mk. Capes, schwarz, mit Soutache gest, gefüttert 14,75 Mk. Jackett, Kammgarn, anliegend, zweireihig mit 14,75 M. Kostüm, Rock u. Jackett, Cor, 19,75 Mk. Cover- coat, hell, FE Farben Damenschleifen mit Bügel, Rips, in allen 45 Pf. Damenschleifen, Pongé, in allen Farben 65 Pf. Selbstbinder, Pongé, in allen Farben und 38 Pf. 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M. im Ausstand. Die Leipziger Firmen suchen in Berliner Blättern Gehilfen, namentlich geschieht dies von der Firma Carl Müller u. Co. Hoffentlich wird das Suchen nach Arbeitswilligen verDie Bildhauer in Dresden haben in 11 Geschäften, ohne Die Maler und Anstreicher in Köln beschlossen einstimmig in einer von mehr als 500 Gehilfen besuchten Versammlung, die Arbeit niederzulegen. Sie fordern neunstündige Arbeitszeit, 50 Bf. Mindest- Stundenlohn für Gehilfen, die mehr als 2 Jahre die Lehrzeit hinter sich haben, 45 Pf. für die übrigen; ferner Bezahlung der eberstunden mit 50 Proz. und der Nacht- und Sonntagsarbeit mit 100 Proz. Zuschlag. Die Meister haben die Antwort auf die Forderungen bisher hinausgeschoben. Sonntag, 25. März 1900. bescheidensten Anforderungen zurückbleiben. Die Arbeitgeber erklärten. sich schließlich ihrerseits mit der Bildung einer Lohntommission ein verstanden, die mit derjenigen der organisierten Gehilfen über die Tariffrage verhandeln soll. Sociales. Der Geschäftsbericht des Reichs: Versicherungsamts für 1899 ist soeben dem Reichstage zugegangen. Wir entnehmen demselben borläufig aus dem Gebiete der Unfallversicherung, daß im vorigen Jahre bei allen Berufsgenossenschaften 2c. 442 202 Unfälle angemeldet wurden. Erstmalig entschädigt wurden 105 688 Unfälle. Die Summe der 1899 ausgezahlten Renten 2c. von 79 101 153 M. verteilt sich auf 647 401 Personen, so daß auf die Person rund 122 M. entfallen. Wie das Reichs- Versicherungsamt berichtet, mußte es zum erstenmal dem Vorsitzenden einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft wegen fortgesetzter Nichterfüllung seiner Pflichten die Verwaltung entziehen und sie einem besondern Beauftragten übertragen. Auf Veranlassung des Verbands der Handels- Hilfsarbeiter geblich sein. Berlins hat nochmals eine Verhandlung mit der Direktion stattgefunden. An dieser. Berhandlung nahmen drei Flaschenbier- daß es zur Arbeitseinstellung tam, die Einführung der Lohnarbeit Arbeiter und der Redacteur des„ Handels- Hilfsarbeiter" teil. Es wurde festgestellt, daß die Behauptungen des„ Handels- erreicht. Nur in drei kleineren Geschäften ist bisher diesem VerHilfsarbeiter" auf Wahrheit beruhen: denn von einem Keller- langen der Arbeiter nicht nachgegeben. meister wurde betont, die Arbeiter hätten 28-29 M. pro Woche verdient. Der Wochenlohn war 18-20 M., somit mußten, da die Ueberstunde mit 30-35 Pf. bezahlt wird, doch in einer Woche mindestens 24 oder 20 Stunden gemacht werden, also kann die Berechnung des Herrn Direktor nicht zutreffen. Des weiteren wurde festgestellt, daß von dem Herrn Direktor Wild den Arbeitern gesagt ist:„ Wenn Sie nicht widerrufen, so sind Sie entlassen." Diefe Aeußerung bezogen sämtliche Arbeiter auf sich, auch ist vom Gewerbegericht ein Antrag gestellt auf Entscheidung dieser Frage, da auch Ein freisprechendes Urteil erging vom Landgericht in Es bestanden im ganzen 1306 Unfallschiedsgerichte, bei denen keine Aufforderung an die Arbeiter ergangen ist, die Arbeit Bochum gegen den Redacteur der„ Deutschen Berg- und Hütten- 46 491 Berufungen anhängig waren. Darunter waren 24 003, die sich wieder aufzunehmen. Die Zeugnisse, welche verweigert wurden, haben jetzt eine Aenderung erfahren, indem der Passus: Die Ent arbeiter- Zeitung". O. ué sollte vor Jahresfrist in seiner Zeitung gegen vollständige Ablehnung des Entschädigungsanspruchs richteten. lassung erfolgte auf eigenen Wunsch", gestrichen ist. Eine Lohn- durch eine Schilderung der Lage der Bergarbeiter am Deister Die Schiedsgerichte änderten von den angefochtenen Entscheidungen der aufbesserung wurde von der Direktion stritte abgelehnt, auch ist fest( Hannover) die königl. Bergbehörden und Beamten beleidigt haben. Berufsgenossenschaften nur 10 432, während 29 706 bestätigt wurden. gestellt, daß Frauen und Brauer die Arbeiten der Ausgesperrten jetzt rigen Lage, als er die angeführten Thatsachen nicht durch Zeugen blieben unerledigt. Beim Reichs- Versicherungsamt wurden von den Der Angeklagte war gleich von vornherein insofern in einer schwie- Aus Formgründen wurden 634 Berufungen abgewiesen, die übrigen verrichten. Es wird sogar von der Direktion streng darauf gesehen, beweisen konnte, da sein Gewährsmann ihn dringend gebeten hatte, Versicherten 8869 Rekurse anhängig gemacht, so daß mit den noch daß nur unorganisierte Brauer und Arbeiter beschäftigt werden. Die Anstellung sämtlicher entlassenen Arbeiter lehnte die Direktion einen Namen nicht zu nennen, um ihn vor Maßregelung zu schützen. unerledigten 12 605 Returse Versicherter zu bearbeiten waren, und ab, auch wenn diese zu den alten Bedingungen arbeiten wollen. Hué wurde deun auch in der ersten Verhandlung vor dem Land- 3614 von Berufsgenossenschaften, deren im Jahre 1899 2556 an Wenn die Arbeiter einzeln kommen, so würden die, welche man gericht schuldig befunden und zu 200 M. Geldstrafe verurteilt. Das hängig gemacht wurden. Von den Rekursen wurden erledigt 11 749; brauchen könne, wieder eingestellt. Die Ausgesperrten lehnten solche Reichsgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache an das davon durch Urteil zu Ungunsten der Versicherten 7505 und zu Angebote ab, weil auch die Arbeit ohne Lohnaufbesserungen nicht Landgericht zurück; es bemängelte u. a. auch, daß das Gericht nicht Gunsten der Versicherten mur 2925. wieder aufgenommen würde. Wir werden natürlich jetzt die Oeffent- genügend geprüft habe, ob dem Angeklagten nicht der Schutz des lichkeit zur Feststellung der Mißstände wählen, da die Direktion fein§193- Wahrung berechtigter Interessen- zuzubilligen sei. Nunmehr Entgegenkommen zeigt, auch würde es der Redaktion des„ Handels- fand die zweite Berhandlung statt. Der Angeklagte war wieder ohne hilfsarbeiter" angenehm sein, wenn man vor Gericht die Wahrheit die in dem Artikel inkriminierten Thatsachen vorher am Deister in Zeugen, nur der Verbandsvorsitzende Möller fagte aus, daß er selbst feststellen könnte. Der Verband der im Handels- und Transport öffentlicher Bergarbeiter Versammlung vorgebracht habe, ohne daß gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. man ihn anklagte; auch sei Hué verpflichtet, Einsendungen aus dem Kreise der Kameraden zu veröffentlichen, um die Interessen der Bergarbeiter und des Verbands zu wahren. 811 " Die statutenmäßige Dauer der Krankenunterstützung bei den deutschen Krankenkassen im Jahre 1897 wird in den Vierteljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reichs( heft I. 1900) tabellarisch 18 299 Staffen mit 4 920 633 Mitgliedern( jede Kasse im Durchschnitt dargestellt. Danach zahlten bis zu 13 Wochen( Mindestleistung) 268 Mitglieder); bis zu 26 Wochen zahlten 3181 Stassen mit 2 119 270 Mitgliedern( Durchschnitt 666); bis zu 39 Wochen mit 164 Rassen zahlten Mitgliedern( Durchschnitt 2139); bis zu 52 Wochen zahlten 809 Stassen mit 941 159 Mitgliedern( Durchschnitt 1163); über 52 Wochen zahlten 24 Stassen mit 5125 Mitgliedern( Durchschnitt 213). 350 932 Unter den 8587 Gemeinde Krankenversicherungen befinden sich mur 4, die länger als 13 Wochen zahlen. Von den Versicherten, denen eine längere als 13 Wochen dauernde Krantenunterstügung zusteht, befinden sich unter den verschiedenen Kassenarten die meisten in den Ortskaffen, nämlich 1625 036; in Fabriffaffen sind 1129 096; in Baufaffen 628; in Innungskaffen 51 394; in eingeschriebenen Hilfskaffen 571 726 und in landesrechtlichen Hilfskaffen 38 210. Von den Versicherten, die über 26 Wochen Krankengeld beanspruchen können, sind in Ortskaffen 414 421, in Fabrikfaffen 482 556, in Bautassen 278, in Innungskaffen 6452, in eingeschriebenen Hilfskaffen 372 587 und in landesrechtlichen Hilfskaffen 20 922. Der Verband der Schlächtergesellen Berlins und der Umgegend beabsichtigt an die Reichskommission für Arbeiterstatistit eine näher begründete Petition zu senden, in der um Aufnahme statistischer Ein höherer preußischer Bergbeamter erklärte, daß sich seine Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse und das Kost- und Logis- Untergebenen in den Kohlengruben am Deister alle beleidigt gefühlt wesen der in Fleischereien, Wurstfabriken und auf Schlachthöfen be- hätten und verlangte Bestrafung. Der Staatsanwalt beantragte auch schäftigten Gesellen und Arbeiter ersucht werden soll. Zur genaueren 150 M. Geldstrafe. Das Gericht sprach den Angeklagten aber frei, Feststellung der Lage dieser Arbeiterkategorie und zum besseren wenn auch die Wendung vom Mangel an Verbandszeug in der Grube Nachweis der Notwendigkeit solcher Ermittelungen von Reichs- beleidigend sein könnte, so sei dem Angeklagten doch der§ 193 zu wegen hat. der Verein einstweilen Fragebogen ausgegeben, zubilligen und er deshalb freizusprechen. Das ist das erstemal, daß beren Ergebnis mo man in Bälde zu veröffentlichen gedenkt. einem Redacteur der Bergarbeiter- Beitung" der§ 193 zu Gunsten An der Hand dieses so zu sammelnden Materials glaubt man die ausgelegt wird. Mißstände im Gewerbe wenigstens in etwas ffarlegen zu können. Der Kampf der Behörden gegen die Arbeiterbewegung. Die allgemeine Situation für die Gesellen in Fleischereien ist be- Das preußische Vereinsgesetz ist immer noch ein prächtiges Mittel kanntlich ähnlich derjenigen in Bäckereien. Man hofft daher bei der zur Bekämpfung der Arbeiterorganisationen. In Niederbonsfeld Kommission für Arbeiterstatistik sowohl wie bei der Regierung Ent- hatte sich eine Zahlstelle des„ Niederrheinischen Weberverbands" gegegenkommen zu finden. Der christliche Gewerkverein der Schlächter bildet. Die Witglieder refrutieren fich, nebenbei bemerkt, aus- Bauarbeiterschuh. Das bayrische Gesez- und VerordnungsBerlins beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Angelegenheit und will schließlich aus Arbeitern und Arbeiterinnen der Firma Bonze blatt" veröffentlicht eine Verordnung, durch welche die Vorin gleicher Weise vorgehen wie der Verband. Hoffentlich gelingt es Colsmann, deren Fabrik in Kupferdreh infolge Streifs schriften über die Baukontrolle und Bau- Aufsicht bedeutend den Gesellen, hierdurch etwas zu erreichen und die Schlächter mehr der Weber fast vollständig still liegt. Das Verhalten des verschärft und erweitert werden. Zur Durchführung der Bauder Organisation, dem Verband, zuzuführen. Fabrikanten seinen Arbeitern in Kupferdreh gegenüber, ver- fontrolle während des Baues in Orten mit ſtart entwickelter anlaßte zur Gründung der Zahlstelle des Weberverbands in Nieder- Bauthätigkeit werden als Hilfsorgane der Baupolizei Behörden bebonsfeld. Aber kaum war hier die Organisation geschaffen, da ſezte sondere Bauauffcher aus dem Arbeiterftande hinzugezogen. Diese auch schon der behördliche Stampf gegen dieselbe ein, wovon nach- Bauaufseher hören auf. Arbeiter zu sein, erhalten vielmehr eine folgendes, im Wortlaut wiedergegebenes Schriftstück Kunde giebt: beamtenähnliche Dienststellung. Die Behörde hat die Bezüge dieser Winz, den 20. März 1900. Bauauffeher durch Dienstvertrag oder Gebührentarif festzusetzen und dabei das gesamte Dienstverhältnis zu regeln. Der Streit der Rohrer Berlins und der Umgegend ist mit einem vollen Siege für die Arbeiter beendet, die letzten Ausständigen treten am Montag in Arbeit. Wir ersuchen nunmehr unsre auf den Banten beschäftigten Kollegen, die Arbeitsberechtigungsscheine zu kontrollieren, da einige Arbeitswillige" vorhanden sind. Ferner fei auf die Morgensprache, die am Sonntag bei Franz Schmidt, Namlerftraße 28, abgehalten wird, aufmertfam gemacht. Die Lohn tommission. J. A.: W. Wernau, Ramlerstraße 22. Die Schneider der Maßbrauche haben beschlossen, Montag, den 26. d. M. in den Ausstand zu treten. Um dem vorzubeugen und auf gütlichem Wege mit ihren Arbeitern sich zu einigen, hat eine in einer Versammlung der Arbeitgeber gewählte Kommission das Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen. Die Arbeitnehmer find hiervon benachrichtigt, und ist denselben mitgeteilt, daß bereits am Montagnachmittag 2 Uhr mit ihrem Einverständnis eine Sigung des Einigungsamts stattfinden wird. Die Arbeitgeber haben sich bereit erklärt, den Arbeitern nach dem neu festzustellenden Tarif vom Montag nächster Woche an gerechnet zu zahlen, resp. die Differenz nachträglich zu vergüten. Deutsches Reich. Die Steinsetzer in Ruckenwalde stehen in der Lohnbewegung und bitten, da die Meister die Bewilligung der aufgestellten Forderungen ablehnen, um Fernhaltung des Zuzugs. Unternehmer Terrorismus. Das Hamburger„ Echo" giebt folgendes vertrauliche Rundschreiben der Hamburger Schiffsmakler befannt: An den Vorsitzenden des Niederrhein. Weberberbands. Nach§ 8 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 dürfen Vereinen, welche bezwecken, politische Gegenstände in Versammlungen zu erörtern, Frauenspersonen als Mitglieder nicht angehören. # M Da uns der Wortlaut der Verordnung noch nicht vorliegt, unterlassen wir für heut ein weiteres Eingehen darauf. Für den Regierungsbezirk Lüneburg ist in Erweiterung der schon bestehenden Baupolizei- Ordnung bestimmt worden, daß auf den Bauten für Innenarbeiten vom 15. November bis 15. März Da einmal der Verein des Niederrheinischen Weberverbands Thüren und Fenster verschlossen sein müssen und daß bei offenen nach dem Erkenntnisse des Ober Tribunals vom 26. No- Coatsfeuern nicht gearbeitet werden darf. vember 1875 im Sinne des vorgenannten Paragraphen als ein politischer anzusehen ist, indem er unzweifelhaft die Erörterung socialer Fragen, z. B. Verbesserung der Lage der Arbeiter, Lohn frage usw., sowie Regelung der Arbeitszeit Erkenntnis des Kammergerichts vom 26. April 1888 zum Zweck hat, und zweitens nach dem hier vorliegenden Verzeichnis Frauenspersonen Mitglieder des Vereins, bezw. der Zahlstelle sind, so wird gegen Sie in Gemäßheit des§ 16 a. a. D., das Strafverfahren eingeleitet werden und die Zahlstelle bis zur ergehenden richterlichen Entscheidung geschlossen. Der Amtmann. Sollte sich das Gericht dieser Deduktion anschließen, dann wäre die Strangulation vieler Gewerkschaften mit Leichtigkeit zu erzielen. Sämtliche Gewerkschaften befassen sich mit den angeführten politischen Gegenständen", auch zählen die meisten Gewerkschaften weibliche Mitglieder, ergo find die Gewerkschaften nach den angezogenen Paragraphen ungefeßlich und werden aufgelöst. Aber die Polizei weiß der Verfügung noch andre Seiten abzugewinnen. Cine Ueber infame Kinderansbentung verhandelte die LokalSchulfommission in München. Der Schulrat Dr. Kerschtensteiner referierte über die Verwendung schulpflichtiger Mädchen im Wirtschaftsgewerbe. Es handle fich hier, so sagte er, um eine der betrübendsten Erscheinungen in unsrem Volksschulwesen. Vorstellung der Inspektion der Domschule, habe auf die Mißstände aufmerksam gemacht, die dadurch entstehen, daß feiertagsschulpflichtige Bier- und Wassermädchen, namentlich zur Faschingszeit, nach sogenannten Durchnächten in gang erbarmungswürdigem Zuoder zur Schule kommen ganz ausbleiben. stande Cine weitere Vorstellung der Inspektion der Schwanthalerschule teilte mit, daß zwei im Café Habsburg als Waffermädchen fungierende Schülerinnen derart müde und abgearbeitet zur Schule kommen, daß sie trotz des besten Willens dem Unterricht nicht folgen konnten und " Au unsre Herren Mitglieder! Seitens des Vereins der ergernis erregten. Es sei konstatiert worden, daß diese Mädchen von Stauer von Hamburg- Altona von 1886, hier, ist unsrer mittag bis zum andern Morgen 7 Uhr unansgefeßt beschäftigt Vereinigung folgendes Schreiben zugegangen: Sie gaben Am 21. März war in Nürenhof eine öffentliche Versammlung worden waren, und daß zur Karnevalszeit die Arbeitszeit uus feiner Zeit die Erklärung, daß Sie nur solche Stauer be- der Weber auberaumt. Vor Eintritt in die Verhandlungen wurde dieser armen Geschöpfe durchgehends 19 bis 20 Stunden betrug. schäftigen würden, welche ihre Leute durch den Arbeitsnachweis be- diefelbe von dem überwachenden Beamten, wie dieser angab, auf Der Ausschuß sei zu der Ueberzeugung gekommen, daß hier entzichen. Unter Hinweis auf diese Zusicherung müssen wir uns Grund obiger Verfügung und ausdrücklichen Beschieden etwas geschehen müsse; das einfachste wäre allerdings, die erlauben, hiermit die höfliche Bitte an Sie zu richten, Ihre Mit- fehl der Behörde aufgelöſt. Beschäftigung derartiger Mädchen gänzlich zu berbieten, aber es glieder, gütigst veranlassen zu wollen, den umstehend verzeichneten So wird den Arbeitern im Ruhrrevier in ganz unzulässiger erscheine fraglich, ob ein solches Verbot nach der Gewerbeordnung Eines sei aber sicher zu erreichen, daß schulStauern feine Schiffe mehr zur Bearbeitung zu übergeben, da die Weise das ihnen gefeßlich garantierte Vereins- und Verzulässig fci. und überhaupt die betreffenden trotz unsrer wiederholten energischen Aufforderungen sammlungsrecht seitens der Behörde genommen! pflichtige Mädchen nicht bei Redouten Selbstverständlich wird gegen dies Vorgehen Beschwerde er- Nacht hindurch noch mit feinem Pfennig zur Deckung der Unkosten des Arbeitsbeschäftigt Der Schulausschuß nachweises beigetragen haben.( Folgen die Namen.) hoben, aber selbst eine Rektifikation seitens der vorgesetzten Be- habe sich dahin ausgesprochen, es sollten die Behörden ersucht werden, hörde kann den Schaden nicht wieder gut machen, den die Arbeiter in der vorliegenden Frage alle Schritte zu thun, zu denen das fchaft zu tragen hat. Der Fabrikant Colsmann hat das größte Gefeß eine Handhabe biete. Zunächst sei ein Verbot anzustreben, Interesse daran, wenn den Arbeitern die Abhaltung von Verfamm- feiertagsschulpflichtige Mädchen überhaupt als Waffermädchen usw. lungen unmöglich gemacht wird. Werden die Arbeiter nun durch zu verwenden, oder doch wenigstens bei Redouten und zur Nachtdas Eingreifen der Behörde zur bedingungslosen Unterwerfung unter zeit. In gleicher Weise sei darauf hinzuwirken, daß sich die Arbeitsden Willen des Fabrikanten gezwungen, dann schadet es nichts, wenn zeit der Piccoli ebenfalls in mäßigen Grenzen bewege. nachher die amtliche Verfügung aufgehoben wird. Wir geben unsren Herren Mitgliedern anheim, die betr. Stauer, falls solche für Sie arbeiten, zur Erfüllung ihrer dem Arbeitsnachweis gegenüber eingegangenen Verpflichtungen anzuhalten oder denselben weitere Arbeit vorzuenthalten. Vereinigung Hamburger Schiffsmaller und Schiffsagenten, Der Vorstand." Das sind die Herren, die fortgesezt über angeblichen Terrorismus der Arbeiter flagen, aber selbst in der rücksichtslosesten Weise Gewaltmaßregeln in Anwendung bringen. Was würden die Herren für ein Geschrei erheben, wenn die Arbeiter in gleicher Weise Mit glieder in die Organisation pressen würden? " wert, Abteilung Rath bei Düsseldorf, sind die Schlosser In den deutsch- östreichischen Mannesmannwerken, Röhrendieser Tage mit ganz geringfügigen Forderungen an die Firma herangetreten, doch zeigte das Werk den Arbeitern keinerlei Entgegenfommen. Aus diesem Grund haben alle Schloffer des Werks die werden. Die Kommission nahm einstimmig einen Antrag an, nach Stindern im öffentlichen Wirtsgewerbe alle Maßnahmen zu treffen, welchem die zuständigen Behörden ersucht werden sollen, in Bezug auf die Beschränkung der Verwendung von schulpflichtigen auf die Beschränkung die zur Abhilfe gegen derartige Mißstände absolut notwendig sind, Insbesondere sei darauf hinzuwirken, die Verwendung von schuls pflichtigen Mädchen in Nachtcafés sobald als möglich zu verbieten. Witterungsübersicht vom 24. März 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 6.4° R. Stationen Die Organisation der Cartonnagenfabrikanten. Dem Beispiele ihrer Kollegen in Weimar, Nürnberg, Chemnig, Arbeit niedergelegt. Berlin, Stuttgart, Barmen und Leipzig folgend, haben auch die Der Bergarbeiter Streit hat die Leistungsfähigkeit der Dresdener Cartonnagenfabrikanten jegt beschlossen, zur Wahrung rheinisch- westfälischen Werke aufs äußerste angespannt. Die Belegschaft ihrer Interessen" sowie zur Erzielung eines Preisanfschlags von 15-25 pet. einen Verband zu gründen. Begründet wurde diese ist wiederum um einige Tausend zugereister ausländischer Bergarbeiter vermehrt. Einen interessanten Ueberblick der gesteigerten Maßregel mit der Verteurung der Rohmaterialien, des Papiers, der Geschäftsthätigkeit bietet die Harpener Gesellschaft in ihren Berichten. Pappe, der Kohlen und der Steigerung der Arbeitslöhne. Letzteres trifft aber nicht zu, denn thatsächlich sind die Löhne der Danach betrug der Ueberschuß des Werts im Januar 1038 000 m., gegen 762 000 M. im Vorjahre. Im Februar find 1 002 000 M. als Cartonnagenarbeiter seit 1889 dieselben geblieben, während die Dividende der Hauptfirmen: Paul Süß, Hofmann, Sächf. Cart. Ueberschuß angegeben, gegen 709 000 M. im Vorjahre. Sollte man nicht erwarten, daß bei solchen Gewinnen den Swinemde. 762 ONO 4h1b.beb.- 0 Saparanda Aftienges. auf 10, 12, ja 22 pet. gestiegen ist. Ju der letzten Versammlung wünschen der Arbeiter mehr Gehör geschenkt wird? der Fabrikanten wurde ferner beschlossen, einen Arbeitsnachweis nach dem Muster des Bunds der Industriellen in Berlin Die Schneidergehilfen Straßburgs sind in eine Bewegung zu gründen, um etwaigen„ rebellisch" werdenden Arbeitern gegen zu Gunsten der Einführung eines gemeinsamen Lohntarifs ein über eine Waffe zu haben, und vor allen Dingen genügend sich mit getreten. In einer fürzlich abgehaltenen, auch von seiten der Arbeit jungen Lehrmädchen" versehen zu fönnen". Der Verband der Buch- geber stark besuchten Versammlung wurde selbst von den letzteren binder wird sich natürlich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, unumwunden zugegeben, daß die Lohnverhältnisse im Straßburger und ist bereits für die nächste Zeit eine große Massenversammlung| Schneidergewerbe sehr ungünstige sind und vielfach selbst hinter den お 760 Hamburg 761 ONO Berlin Wiesbaden 753 N München Wien 756 SO 753 SO $ Barometer stand mm Winds Windstärke richtung 758 Still Wetter Temp. n. 6. + 45° C. 4°. wolfig-10 -13 4wolfig 4 heiter 5wolfen!-1 Cort 2 bedeckt 3 Aberdeen 4 Paris O Petersburg 769 765 O 7690 756 1Dunst 3Dunst 3wolfig 4 bedeckt 1 Nebel-0 Wetter Prognose für Sonntag, den 25. März 1900. Kalt und vorherrschend wolkig mit leichten Schneefällen und ziemlich frischen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 25. März. Freie Volksbühne. Carl Weiß: Theater. 1. Abteilung( rote Karten): Die Neuvermählten. Die fittliche "} Wilhelm- Theater. Urania Die Cirkus- Fee, Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Operette in 2 ften van Gleich Musik von H. Scheidenhofer. Billetverkauf von heute ab im Theater: bureau Von den Alpen zum Vesuvi Montag: Dasselbe. Im Hörsaal: Dr. B. Donath: Radioskopie und Messkunde". ( Durchleuchtungen.) Invalidenstr. Apollo- Theater. Opernbane. Wargarete.lans Tagl. Sternwarte. Im Reiche des Indra 7 Uhr. Montag: Der Bärenhäuter. Schauspielhaus. Die Tochter des Erasmus. Anfang 7 Montag: Colberg. Uhr Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Auf. 72 Uhr. Dentsches. Wenn wir Toten er wachen. Anfang 7 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Bergerac. Cyrano bon Montag: Hedda Gabler. Nachmittags 5-10 Uhr. Berliner Aquarium und 8 erstklassige Specialitäten. sp Beginn der Vorstellung 71% Uhr. Vorverkauf von 10-2 Uhr im Theater sowie beim Invaliden. dank" und Künstlerdank Unter den Linden 68 a Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 25 Pf. Leffing. Als ich wiederfam... Reichhaltigste Ausstellung Anfang 71/2 Uhr. Montag: Jin weißen Nöß't. Berliner. Amphitryon. Totentanz Anfang 7 Uhr. Nachin. 22 Uhr: König Seinrich Montag: Faust I. Anfang 7 Uhr. Menes. Im Eril. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Hofgunst. Montag: Fm Gril. der Welt an lebenden Seetieren, pim Reptilien ete 5/16 Passage- Panopticum. 35 Schiller. Der Probepfett. Anfang Togo- Neger 8 Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Gebildete Menschen. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: 3ar und Zimmer mann. Montag: Fra Diavolo. Thalia. Jm Himmelhof. Anfang 72 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Mesidenz. Die Dame von Marim Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Schlafwagen Controleur. Montag: Die Dame von Maxim. Luisen. Der Millionenbauer. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Wilhelm Tell. Central. Die Puppe. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Die Puppe. Carl Weiß. Der Minenkönig von Transvaal. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. ( 28 Mädchen, 5 Männer, 22 Kinder) si Vorstellung um 11, 12, 312, 41/2, 51/2, 61/2, 7, 9 Uhr. W. Noacks Theater, Brunnenstraße 16 Der Gold Onkel. Boffe mit Gelang und Tanz in 3 Aften( 6 Bildern) von Emil Bohl Mulit von Conradi Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Der Gold Onkel. Cirkus Busch. Freie Volksbühne. Wichtig für Tischler! Gine alt renommierte Möbelfabrik, gut eingerichtet( sämtliche Maschinen), mit alter, folider Kundschaft, ist frant: Heute nachmittag 23 Uhr: 1, Abteil. im Carl Weiss- Theater: heitshalber sehr billig zu verkaufen. Die Nenvermählten. Schauspiel in 2 Aufzügen von Björnson. Es fönnten auch mehrere gediegene Die sittliche Forderung. Einakter von O E. Hartleben. Fachleute mit Sapital eine Gesellschaft 11. Abtellung: Sonntag, den 1. April. 229/3 gründen. Anfragen erbitte unter A. B. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. I. A.: G Winkler. Bostamt 94. 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Annahmestellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Cigarrengeschäft Johannisthal: Senftleben, Restaurateur Adlershof: Mar Worbs, Mezerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz:. Berniee, Stirchstraße 15 in Friedenau Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, Baumschulenweg: und Schellhase, Ahornstr. 15a. Krebs. Baumschuitenweg 32, of links II. Neu- Weissensee: Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstraße 1, part. lints. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Nur noch furge Beit! Berte dort zu haben Heute Sonntag, d. 25. März 1000 11 Auch werden Inserate für Zwei große brilante Borheilungen den Vorwärts" entgegengenommen. Nu genaue Angabe der Adresse wird drinCASTANS nachmittags 4 und abends 7 Uhr. PANOPTICUM 165. Friedrichstr. 165. Im glänzend restaurierten Theatersaal: Vorführung lebender Photographien in Lebensgrösse. 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Sonnabend, den 31. März, zum erstenmale: Die Heiratsluftigen. Baudeville in 3 Aften von Erit Meyer- Helmund Palast. Specialitäten- Vorstellung Belle- Alliance- Theater. Die neue Herrin. Anfang 72 Uhr. Moutag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. 5 Nachm 1 Kind frei Nachm. 4 Uhr: Olympische Spiele. In beiden Bor: stellungen: Die neu engag. Kanfiler gend gebeten. u Künstlerinnen. Die besten Schut 1. Freiheitspferde Die Clowns mit ihren neuen Wizen und Späßen. Abends 71/2 Uhr: Die Camorra. Cirkus Schumann. Heute Sonntag, den 25. März: grosse brillante Gala- Vorstellungen Nachu 3 1hr u. abends 7 Uhr. In beiden Vorstellungen: Gleich reichhaltiges abwechselnd Brogramm, jowie Auftreten sämtlicher neu enga gierten Kunstfräfte, Direktor Albert Schumann mit seinen anerfannt un exit Difchen Original Dreffuren. vorlegten Male: Im Weihnachtsbazar sind frei Jedes weitere Kind oder Die Puppenkönigin. 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Ginem Teil der heutigen Anf: lage liegt ein Prospekt des Herrengarderobe Geschäfts Gottlieb Weiss, Schöneberg, Hanpt. strake 151, bei. Socialdemokratischer Wahlverein Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 26. März, abends 8 Uhr, bei Ballschmieder, Badstraße 16: für den 6. Berliner Reidsings- wahthrets. Bolksversammlung. Dienstag, 27. März, im Lokal des Herrn Zimmermann, Badstraße Nr. 58: Dersammlung. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Konsum: Genossenschaften für die arbeitende( Klasse. Referent Genosse Dr. L. Arons. 2. Diskussion. [ 266/ 14*] Der Einberufer. Vortrag des Herrn Ströbel- Riel über: Das Liebäugeln der bürgerDie Mitglieder werden gebeten, am Sonntag, den 25. März, vormittags 8 Uhr, bei Gassmann, lichen Nationalökonomen mit der Arbeiterbewegung und die Stellung der Grünthalerstr. 65 und bei Lietzke, Brunnenstraße 85 zur Flugblatt- Verteilung zahlreich zu erscheinen. Socialdemokratie". Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Die Bezirksführer werden ersucht, die Mitglieder auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. 246/17 wigAchtung! Den Vorstandsmitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Sigung am 28. d. bei Strause stattfindet. Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlfreis. Achtung! Tapezierer. Achtung! Montag, den 26. d3. Mts., abends 8½½ Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Nu Bentes, yes 25, mters, checy of the,„ Rombinierte Versammlung der Filialen Berlins. Am Sonntag, den März, abends 6 Uhr, Salon", Kolbergerstraße Nr. 23: 09-1900M Oeffentl. Derlammlung Tages Ordnung: Das Resultat der Verhandlungen mit der Meisterkommission. Ohne Mitgliedsbuch oder Streikkarte tein Zutritt. Die Verbandsleitung. für Männer und Frauen. 177/13 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Freudenberg über:" Die Kulturaufgaben leiden nicht". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein 219/ 14* Der Vertrauensmann. Achtung! Norden. Achtung! Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 26. März, abends 82 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. 120 Bortrag von Frau Wally Zepler über: „ Die Frau und das öffentliche Leben." Gäste willkommen. [ 55/7] Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 25. März, abends 7 Uhr, im Lokal ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse 20: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel über: ,, Charles Fourier". Nach dem Vortrag: Gemüll. Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. [ 4/ 13* Kürschner, Zurichter, Mühenmacher. galwa Achtung! Stuccateure. Achtung! Montag, den 26. März, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Orbnung: Todes Anzeige. Am 19. d. Mts. verstarb plötzlich unser Kollege, der Hausdiener Karl Pietro infolge eines Sturzes vom Fahrstuhl. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. d. Wits., nachm. 1 Uhr, vont Schauhaufe nach dem Nixdorfer Kirchhof in der Rudowerstraße aus statt. Die Kollegen der Alfenidewaren- Fabrik Siegfried Weinbaum. 1016 Sentralverband der Handels-, Transport- Verkehrsarbeiter 11. Deutschlands. Bureau: Bischofstr. 13. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges, treues Mitglied Karl Pietro am 19. März plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 25. März, mittags 12 Uhr, vom Leichenschauhauſe, Hannoversche Straße, aus nach dem dem Nixdorfer Gemeinde Friedhof ( Berl. Bergstr.] statt. Ehre seinem Audenken! Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 1. Die Sperre bei der Firma Hauer. 2. Diskussion. Kranken- Unterstützungsbund 3. Verschiedenes. 176/6 J. A.: C. Daschütt, Bertrauensmann. Orts- Krankenkasse Deutscher Holzarbeiter- Verband. Drts- Straatentafe Branche der Korbmacher. Montag, 26. März, abends 8%, Uhr. bei Wilke, Andreasstr. 26 Montag, 2 Versammlung. Tages Ordnung: ber Schuhmacher zu Berlin. der Schneider. Unser Mitglied K. Matthias ist am 23. b. Mts. verstorben. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Luisen Kirchhofs in Brizz ftatt. 166/17 Die Ortsverwaltung. want. 2. Braucheuangelegenheit. 3. Berſchiedenes. 1. Bericht und Abrechnung der Werkstatt- Kontrollkommission und Neu. Dienstag, den 27. März, Orts- Krankenkaffed. Sattler Achtung! Parkettbodenleger. Garter finden im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c, folgende Montag, 26. März, abends 8 1hr, in ben„ Sprechallen", Versammlungen 27 bei Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Kommissionsmitglieds und Wahl eines Beitragssammlers. Montag, den 26. März, abends 8½½ Uhr, im Alten Schützenhause, 2. Branchenangelegenheit und Verschiedenes. Linienstr. 5: Großze öffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 81/18 Holzarbeiter- Verband. Schöneberg. Montag, den 26. März, abends 82 Uhr, im Restaurant Obst, Grunewaldstr. 10 1. Welche Vorteile haben wir von dem letzten Winter zu erwarten? Deveins- Derlammlung. Referent Kollege Regge. 92/3 2. Verschiedenes. Der Einberufer. H. Wier. 81/19 Schneider Berlins! Montag, den 26. März, vormittags 10% thr: Zwei grosse öffentliche Versammlungen im Friedrichstädtischen Kasino, Friedrichstr. 236 und in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Die eingegangenen Antwortschreiben der Unternehmer und Beschlußfaffung hierüber. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 164/5 Tages Ordnung: Haben wir durch den Streit Vorteile errungen? Die Ortsverwaltung. Rixdorf. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Sonntag, den 25. März, mittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Thomas, Hermannstr. 48/50 Mitglieder- Versammlung. Die Lage des Streits. Tages Ordnung: Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Fliesenleger! ftait: I. Abends 8 Uhr: General: Versammlung der Arbeitgeber, welche Kaffenmitglieder beschäftigen. Tagesordnung: Ersatzwahl von 64 Bertretern pro 1900. und verwandten Gewerbe. Am 21. 6. Mts., verstarb das Mitglied, der Sattler Gustav Hanor ( beschäftigt bei A. Schwarz& Co.) an Lungenschwindsucht Alter von 23 Jahren. [ 1346 auch im Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. d. Wits., nachmt. 3 Uhr, voit Krankenhaus Moabit aus bem, nach St. Johannes- Friedhof in Blößensee statt. J. A.: Fr. Matschulat. Allen Freunden, Bekannten und Genoffen zur Nachricht, daß meine liebe Frau Amanda Müller geb. II. Abends 8 hr: General: Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber pro 1899/1900. a 3 phul nach schwerem KrankenTagesordnung: Wahl von lager in Alter von 25 Jahren ver zwei Vorstandsmitgliedern für die sterben ist. Die Beerdigung findet Jahre 1900/1901 refp. fitr das am Montag, den 26. d. M., nachJahr 1900. 100b mittags 4 Uhr, von der Charité aus III. beuds 9 Uhr: General: nach dem Charité Kirchhof in der 110b Versammlung der Bertreter der Müllerstraße statt. Der trauernde Gatte Arbeitgeber und Kassenmitglieder Heinrich Müller nebft Kindern, pro 1899/1900. Tagesordnung: 1. Abnahme Lychenerstr. 132. der Jahresrechnung pro 1899 und Hierdurch allen Freunden und Bes Decharge Erteilung. 2. Statuten: Tannten die traurige Nachricht, daß Beränderung der§§ 11, 41 und 54 und Beschlußfassung darüber. 3. De finitive Feststellung der Vergütung 81/20 für die Kaffenbeamiten(§ 53 Abs. 9). Montag, den 26. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Geren Buske, Grenadierstraße 33: Verein deutscher Schuhmacher. effentl. Versammlung. Zur Beratung des einheitlichen Lohutarifs finden am Montag, den 26., und Mittwoch, den 28. März, nachfolgende Versammlungen statt und ersuchen wir die Kollegen, sich zahlreich daran zu beteiligen. Maschinenarbeiter der mechan. 56/4 Tages: Ordnung: 1. Bericht über die Lage unfres Streits. 2. Diskussion. 3. Ver Der Vertrauensmann. 1. Montag, den 26. März, abends 8 Uhr, bei Stechert, fchiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Andreasstraße 21. Schuhwarenfabriken, als: Näher, Stanzer, Ablaßaufdrücker, Schnittpolierer, Bimser usw. Ferner: Buyer und Nachpuger. 2. Montag, den 26. März, abends 8% Uhr, bei Lange, Dragonerstr. 15. Einleister. 3. Montag, den 26. März, abends 81/2 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerfir. 57. Schäftebranche, als: Zuschneider, Bor richter, Stepperinnen. 169/12 萬 4. Mittwoch, den 28. März, abends 82 Uhr, bei Pohl, Rosenthalerstr. 12. Sämtliche Zwicker und Zwickerinnen. Deffentliche Versammlung der Teppich- und Linoleumleger am Mittwoch, den 28. März, abends 8 Uhr, 5. Mittwoch, den 28. März, abends 8 Uhr, bei Haberecht, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Große Frankfurterstr. 30. Ballschuh- Arbeiter. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. 88b Bureau Dragonerstr. 15. Montag, den 26. März, abends 8 Uhr, in Behrends Festsälen Manteuffelstr. 95 Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung der Schuhmacher von Südost. Tages Ordnung: 1. Ist die Lage der Schoßschuhmacher durch eine Organisation zu ber beffern? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 169/13 Der Einberufer. Bericht der Firmen den Legern gegenüber. Verschiedenes. Der Vorstand. Atung! Böttcher Autung! Sonntag, den 25. März, nachmittags 2 Uhr, im Englischen Garten, Alleganberstraße 27c: Oeffentl. Derfammlung. 39/5 Tages Ordnung: 1. Beschlußfaffung über die Bewegung in den Brauereien. 2. Fortsegung der Diskussion über den Arbeitsnachweis der Kingbrauereien. 3. Berschiedenes. Es wird gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung! Stockarbeiter. Adtung! Verein der Tischler Berlins u. Umgegend. Sente Sonntag, den 25. März, abends 5%, 1hr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße 73: Große öffentliche Versammlung der Stod., Schirm- u. Gelluloidarbeifer Berlins mit Frauen. Tages Ordnung: Vortrag der Genoffin Frau Mesch. Disfussion. zur Mitteilung, daß nach Schluß der Versammlung Sonntag, den 25. März, vormittags 10 Uhr, bet Herrn Thiele, Fruchtstr. 36: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Den Kollegen Wahl eines Bureau Vertreters, Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gemütliches Beisammensein mit Tanz stattfindet. Der Flöterfche Gefangverein" fowie der Musikverein " Hoffunng" haben ihre gütige Mitwirkung zugesagt. Angehörige, Freunde und Bekannten. Kollegen, sowie Vertrauensmann. 175/5 Der Vorstand. Großer Vortrag für Männer Wir erwarten recht zahlreiche Beteiligung betreuer, forte brein Ahrens Brauerei, Berlin NW., Turmstraße 26, Orts- Krankenkasse der Sattler und verwandten Gewerbe in Serlin. Herr Bekanntmachung. Bom 2. April 1900 ab befindet sich unser Stassenlokal Engel- Ufer Nr. 15( Gewer‍ſchaftshaus), vorn 1 Tr. rechts, Zimmer Nr. 9. Sprechstunden wochentäglich von 8-1 Uhr vormittags. Ede Stromstraße. Montag, den 26. März, abends 8 Uhr: Herr B. Tönjes, Vertreter der Naturheilkunde Die Krankheiten des männlichen und weiblichen Geschlechts. über: Am Sonnabend, beu 31. Märs, bleibt das staffenlokal bes maugs Geheime Männer leiden. wegen gefchloffen. 270/15 Der Vorstand. J. A.: H. Wolff, Schriftführer. 92b H. Marske, Stellvertr. Vorsitzender. Entree 20 Pf. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Einberuferin: Minna Kube. 4. Verschiedenes. C. Lange, Borsigender, Dragonerstr. 15. mein lieber Mann, unser guter Water, der Restaurateur ( 1280 Albert Behnke Heute Morgen um 9 Uhr nach langen schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die traneruden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Dienstag, dent 27. März, nachm. 2 Uhr, von der Hofs, Landsberger Allee, statt. Danksagung. 30 Mark Reichenhalle best. Georgen- Stirdelegante 0 Herren- Anzüge nach Mass, 30 Mark hochfeine Sommer- Paletots nach Mass. Für 10 Mark hochelegante Beinkleider nach Mass,[ 3870L* guter Stoff, tadelloser Sitz! Riesenstoffiager Für die zahlreiche Teilnahme bei der Beerdigung meines liebes Mannes ( am 21. d. M.), sage ich allen, insbesondere den Kollegen der Tischler: werkstelle A. Schulz, die so unendlich viel gethan, meinen tunigsten Daut. Louise Ewert geb. Porath 1356] nebst Kindern. @ Laabs Elsasserstr. 39. Behandl. aller Haut, Haru und Blasenleiben ohne schädliche Mittel u. Gifte. Sprechst. 9-2. 6-9. Verbandstarten Ermäßigung. 14 Krausen- Strasse 14. Greitag und Sonntag nur 9-2. 1 Tr. Kein Laden. 1 Tr. 0000000010008 Maler und verwandte Berufsgenossen. Dienstag, den 27. März, abends 81/2 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen bezüglich der Tarifvereinbarungen und die Stellung des Kuratoriums zu denselben, und welche Taftit haben wir weiter zu befolgen. 2. Die Unfallversicherungs- Novelle. 126/2 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Achtung! Nistenmacher! Achtung! Dienstag, den 27. März, abends S2 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Ausserordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Unsere Maifeier. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. [ 94/4 Kollegen, zeigt, daß die Frage der Maifeier eine ernste ist und erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung. Außerdem machen wir die Kollegen darauf aufmerksam, daß am 1. April unser neues Statut in straft tritt; es werben bann neue Bücher ausgegeben, jedoch mit Stel Budel. müssen die bis März A.: Karl Juckel. getfest sein. Achtung! Reinickendorf. Achtung! Montag, den 26. März 1900, abends S thr, in Böttchers Seepark, Martstr. 1-2: Versammlung für Männer n. Frauen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten E. Rosenow über: = Die neuesten Treibereien der Agrarier und die Arbeiterklaffe. 2. Diskussion. 3. Die bevorstehende Stichwahl. Bahlreichen Besuch erwartet 222/9 Das Wahlkomitee. : bimbi 8 Frühjahrs- Neuheiten i Damen- Kleiderstoffen! in überraschend reicher Auswahl und bekannter Preiswürdigkeit. 40031 Spielen S1E Omodies Singen oder deklamiren Dann verlangen Sie gratisu.france den Hevesten Theater Kalabg Rrefimanns Verlag Berlino Blumen Sta Der Kazing enthalt: Leder, Couple Selegenen Dudle Deklamationen Theatersfunke et Die deren mit ge Angabe uber Inhalt Tendenz Besetzung Dekoration S SIE? A. Hoffmanns Verlag, O., Blumenstrasse 14. Cognac, echt Verschnitt ut. Façon, a Lt. M. 2, 5.Lt. 8,75 u. a St. M. 1,20. Stonsdorfer Bitter Likör a Ltr. M. 1,20, 5 Str. M. 5,50, 10 Ltr. M. 10,-. Ungarwein med. Ausbruch a Ltr. M. 2,-, 5 Literforbst. M. 8,75. Jamaica- Rum, echt und echt Verschnitt, a Literflasche M. 1,60, 2,10, 2,50, 3,10, 4,50. Originalfl. a M. 3,50, ( fine Champagne) Cognac, 4,50, 5,50. IV. Eugen Neumann& Co. 9676. Verkaufsläden: Nene Friedrichstraße 81. Kommandantenstr. 67. 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Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und nein. in an his deathe preich was 999. Bitte, wenden Sie sich vertrauensvoll an die deutsche Reichspost. Wettende 300. Ja. Köller, Tiergarten. 1. Vor- und Zuname Also 3. B. Adolf Müller genügt, ist aber auch erforderlich als cadenaufschrift, 2. Der V." erscheint morgens, die B. A." abends. Pfeiffer. Leider N.. 27. Heiraten Sie, wenn Ihre Nichte Ihnen zustimmt das Gesetz hat nichts dagegen. Es können einander Cousin und Cousine, Oheim und Nichte, Neffe und Tante heiraten. Ein Eheverbot besteht nach dieser Richtung keineswegs. G. 2. 78. Einen Anspruch auf Invaliden rente hat Ihr Bruder nicht, weil er Unfallrente für dauernde Erwerbs: unfähigkeit erhält. Er kann aber die Erstattung der Hälfte der für ihn geleisteton Beiträge beantragen. Der Antrag ist bei der unteren Verwaltungsbehörde für Linden- Hannover( Magiftrat) bis spätestens am 27. April zu stellen. Königl. Opernhaus Königl. Schauspielh. Mittwoch 28. 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Dietz, bietet dem Arbeiter Gelegenheit, zu wissen, welche Rechte er nach| Schußeinrichtungen, Schadenersatzklagen wegen unterlassener SchußStuttgart.( Bu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts".*) dem geltenden Gesetz hat und wie er sich derselben bedienen kann. einrichtungen, Sonntagsarbeit, die im Bürgerlichen Gesetzbuch neu Das zum erstenmal im Jahre 1895 erschienene Buch Stadt Besonders lehrreich und fein ist in dem bisher besprochenen geregelte Frage der Zeit zum Aufsuchen einer andren Arbeitshagens liegt jetzt in neuer Auflage vor. Es hat bekanntlich Kapitel der Unterschied zwischen Dienst- und Werkvertrag behandelt. stelle usw. Auf S. 447 giebt der Verfasser ein Beispiel für eine in Arbeiterkreisen außerordentliche Verbreitung gefunden, 33 000 Das unterscheidende Merkmal wird nach der herrschenden juristischen Selage auf Gewährung der Zeit zum Aufsuchen eines andren ArbeitsExemplare sind in kaum Jahresfrist abgefegt worden. Seit Jahr Auffassung darin gefunden, daß bei dem Dienst- oder Arbeitsvertrag verhältnisses. und Tag war das Werk völlig vergriffen. Dennoch hat der die Arbeit, die Leistung, die Dienste für sich betrachtet, beim Werk- Der fünfte Abschnitt erörtert die besonderen Vorschriften Verfasser mit Recht gezögert, die 3. Auflage vor dem 1. Januar vertrag das Werk, das Erzeugnis der Arbeit oder Leistung Gegen- für Fabriken, der sechste die Rechtsverhältnisse der Betriebs1900 erscheinen zu lassen, denn mit diesem Tage ist bekanntlich an stand des Vertrags ist. Beim Dienstvertrag wird für die Verwendung beamten, Werkmeister und Techniker, der siebente die Lehrdie Stelle der Buntscheckigkeit der bis jetzt im Deutschen der Arbeitskraft als solcher, beim Werkvertrag für das lingsverhältnisse, der achte die Rechtsverhältnisse der BinnenReiche geltenden Rechte, abgesehen vom Berg- und Gesinderecht, ein Arbeitsprodukt Vergütung versprochen. Stadthagen weist mit schiffer und Flößer, der neunte und die folgenden die sogenannten einheitliches deutsches Bürgerliches Gesetzbuch getreten und mit ihm Recht darauf hin, daß diese an die geschichtlich überkommene Unterscheidung socialpolitischen Gesetze, das Unfall, Krankenversicherungs-, das ein Recht, das uns eine vielfach scharf eingreifende Neuregelung aller zwischen Dienst- und Werkvertrag anknüpfenden, in das Bürgerliche Invaliden- und Altersversicherungs- Gesetz. Die Behandlung dieser Lebensverhältnisse gebracht hat. Stadthagens Arbeiterrecht berüd- Gesetzbuch übergegangenen Erklärungen feine begrifflich klaren 3 Gefeße ist eine so ausgezeichnete, daß jeder andere Kommentar fichtigt denn auch, wie selbstverständlich ist, das Bürgerliche Gesetz- Grenzen zwischen Dienst- und Werkvertrag geben. Wenn eine für den Arbeiter überflüssig ist. Der zweite Teil des Buches bebuch auf das eingehendste, es will, wie der Verfasser in dem Vor- Leistung, wenn die Arbeitskraft gedungen wird, so läßt sich von der schäftigt sich mit dem Verfahren für Streitigkeiten aus dem wort fagt, dem gewerblichen Arbeiter die Möglichkeit erleichtern, die Leistung oder Arbeitskraft schwer der Erfolg der verwandten Arbeit, gewerblichen Arbeitsverhältnis, insbesondere dem Verfahren vor den wenigen Rechte, die ihm aus dem Arbeitsvertrag und aus der das Arbeitsprodukt, trennen und ebenso umgekehrt. Betrachtet man Gewerbegerichten und der Zwangsvollstreckung, unter besonderer fogenannten socialpolitischen Gesetzgebung erwachsen, kennen zu lernen Dienstvertrag und Werkvertrag als zwei von einander verschiedene, Berücksichtigung der der Zwangsvollstreďung entzogenen Gegenstände und möglichst selbständig wahrzunehmen, sowie da, wo er als sich gegenseitig ausschließende Arten von Verträgen, so wird von und Forderungen. Gewerbegerichts- Beisitzer oder in andern behördlichen Stellungen Fall zu Fall notwendig Zweifel und Unsicherheit entstehen. Trotz- Der letzte Teil des Werkes endlich enthält Beispiele und For fungiert, seiner Aufgabe nachzukommen. dem aber ist die Unterscheidung zwischen den beiden Vertragsgruppen mulare für Anträge, Klagen, Beschwerden und Berufungen, insoweit Das Buch beginnt mit einem furzen Ueberblick über die gerade auf Grund der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs von es sich um in das Leben des Arbeiters einschneidende Rechtsverhält geschichtliche Entwickelung des heutigen Arbeitsvertrags. außerordentlicher Bedeutung. Denn die Nechtsregeln im Titel vom uisse handelt. Die praktische Brauchbarkeit des Buches und das VerDer Verfaffer weist hier in kurzer, überall zutreffender Darstellung Arbeitsvertrag sind zum großen Teil Schutz vorschriften. Der ständnis der Darlegungen der beiden ersten Teile wird durch diese nach, wie gerade auf dem Gebiet des Arbeitsvertrags die Geseze Arbeiter erscheint im Gegensatz zu dem Unternehmer als der wirtschaftlich Formulare außerordentlich erhöht. Sie zeigen, wie sich die Dinge erheblich hinter den wirtschaftlichen Bedürfnissen nachhinken. Noch ist, Schwache. Er soll von der Ausbeutung dieser Lage gesichert werden. thatsächlich vor den Gerichten abspielen und in welcher Weise der auch nach Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, die Gesetzgebung Der Arbeitsvertrag steht unter dem Zeichen der Socialpolitik und Arbeiter vorzugehen hat, um in gewerblichen Streitigkeiten, in des von ganz andren Verhältnissen beherrschten antiken Rom die des öffentlichen Interesies. Die Folge davon ist das Vorherrschen Unfall-, Kranten-, Invalidenversicherungssachen, in InterventionsGrundlage für die heutige gesetzliche Gestaltung des Arbeitsvertrags, des zwingenden Rechts. Das heißt die meisten der Vorschriften und in Beleidigungsklagen die ihn gesetzlich gewährleisteten Rechte noch bauen sich die für das moderne Rechtsverhältnis des Arbeits im Titel vom Arbeitsvertrag können durch Verträge im Voraus zu erringen. vertrags maßgebenden Regeln auf denen einer andren, untergegangenen nicht abgeändert werden. Anders beim Werkvertrag. Seine BeWirtschaftsweise auf, in der die wirtschaftliche Arbeit nicht auf einem ſtimmungen stehen unter dem Zeichen des Verkehrs. Es ist in erster Karl Borländer, Kant und der Socialismus, unter besonderer Bertrag zwischen Freien, sondern auf Gewaltsverhältnissen, auf dem Reihe der freie Wille der Parteien maßgebend. Nur wenn eine Berücksichtigung der neuesten theoretischen Bewegung innerhalb des Rechte des Herrn am Unfreien beruhte. ausdrückliche oder stillschweigende Erklärung nicht vorliegt, tritt das Marrismus. Berlin 1900, Reuther und Reichard, 1,20 m. Sodann werden im ersten Abschnitt die Regeln für die Vertrags- Gesez ein. Keine seiner Vorschriften ist zwingenden Rechts. In seinem Nachtrag zu F. A. Langes Geschichte des Materialisabreden behandelt. Nach einem kurzen, die wirtschaftliche und Man sieht aus dieser Darlegung, wie außerordentlich wichtig mus bezeichnet Hermann Cohen als den wahren und wirklichen rechtliche Seite des Koalitionsrechts scharf beleuchtenden Kapitel und von wie großer praktischer Tragweite es ist, die Unterscheidung Urheber des deutschen Socialismus" den Philosophen Kant. Dazu werden die für den Arbeitsvertrag maßgebenden Rechtsnormen in zwischen Dienst- und Werkvertrag scharf zu fassen. Stadthagen gelingt äußerte Referent in einer Besprechung der Cohenschen Schrift:„ Daß präciser, die Verhältnisse des praktischen Lebens keinen Augenblick dies, indem er das wirtschaftliche Moment in den Vordergrund Kant als Urheber des Socialismus hingestellt wird, mag manchen aus den Augen verlierenden Darstellung erörtert. Die einzelnen, stellt. Er definiert: parador erscheinen und es wäre darüber viel zu sagen." Da ist hier behandelten Fragen sind die folgenden: Abschluß und Form Zu dem Begriff des Werkvertrages muß außer dem Erfordernis der denn sehr erfreulich, daß dies geschehen und zwar grade von dem des Arbeitsvertrags Vermittelung beim Vertragsschluß, Scherz, Herstellung einer Arbeit noch der Umstand hinzutreten, daß der richtigen Mann; denn Borländer hat sich schon durch eine Schein, Schiebung, Gewalt, Irrtum, Drohung, Betrug, Abreden Vertrag zwischen 2 Parteien geschlossen wird, die sich wirtschaft gediegene Differtation über Kants Ethik. und durch gegen Verbotsgesetze und die guten Sitten, Chikaneverbot, Konturrenzlich selbstständig gegenüber stehen. Werfvertrag liegt also zahlreiche Aufsäge in philosophischen Zeitschriften, ganz flansel, Schadensersatz wegen Verstoßes gegen die guten Sitten überall da nicht vor, wo ein gewerblicher Arbeitsvertrag gegeben neuerdings auch noch durch eine vorzügliche Ausgabe ( schwarze Listen), Auslegungsregeln, Verträge der Ehefrauen, Vertrags- ist. In allen diesen Fällen handelt es sich um Arbeitsleistungen, die der Kritik der reinen Vernunft( bei Hendel) als gelehrter und scharf abschluß Minderjähriger, besondere Vorschriften für Minderjährige von dem Arbeiter als Glied des Erwerbsgeschäfts, also imfelbft fimiger Kantianer bewährt. Die jebige Arbeit aber dürfte geeignet ( Arbeitsbuch, Zeugnis, Art der Lohnzahlung, Fortbildungsschul- ständig vorgenommen werden. Dieselbe Arbeit kann demnach den fein, in viel weiteren Streifen Intereffe zu weden als jene früheren. Unterricht), wann liegt ein gewerblicher Arbeitsvertrag vor?, was ist Regeln des Werkvertrags unterliegen und unter andren Selbstverständlich kann es sich nicht darum handeln, ein socialistisches ein Gewerbe im Sinne der Gewerbe- Ordnung?, wer ist selbständiger Umständen von diesen Regeln ausgeschlossen sein. Ueber System aus den Werken des Philosophen heraus oder in sie hinein Gewerbetreibender, wer ist gewerblicher Arbeiter? find Heim- nimmt z. B. ein Schneidergeselle die Anfertigung eines zu fonstruieren. Wohl aber findet sich in Kants Grunds arbeiter und Hausgewerbetreibende gewerbliche Arbeiter, endlich Anzugs für einen Sanitätsrat aus dem von diesem ihm übergebenen legung der Metaphyfit der Sitten" der berühmte kategorische Dienstvertrag und Werkvertrag. Von einem sorgfältigen Studium Stoff, so liegt ein Werkvertrag vor. Hat aber derselbe Schneider- Imperativ in einer Form, in welcher er nach Borländers dieser Kapitel wird der Arbeiter im Lohnkampf außerordentlichen geselle für das Gewerbe eines Schneidermeisters einen Anzug zu( und des Referenten) Ansicht vorzüglich geeignet sein dürfte, den Nuzen haben und seiner allzu großen Ausbeutung entgegentreten fertigen, so liegt kein Werkvertrag, sondern ein gewerblicher Arbeits- Angelpuntt einer focialistischen Ethik zu bilden: fönnen. Das Studium des Gesetzes selbst reicht für den Arbeiter vertrag vor. Hieraus folgt dann und dies ist, wie dargelegt, Handle so, daß Du die Menschheit, sowohl in Deiner Person als in dazu nicht hin. Denn das Bürgerliche Gesetzbuch führt eine zwar von großer praktischer Bedeutung weiter, daß der Hausindustrielle der Person eines jeden andern, jederzeit zugleich als Zwed, niemals bloß flare, aber äußerst knappe, dem Nichtjuristen vielfach nicht verständ- und der Accordarbeiter den Regeln des Dienstvertrags unterstehen. als Mittel brauchst." Ganz richtig sagt Borländer: Kann die Grundidee liche Sprache, so daß eine Erläuterung der Gesetzesworte für den Der Raum gestattet hier nicht, den übrigen reichen und des Socialismus, der Gemeinschaftsgedanke, einfacher ausgesprochen, Arbeiter durchaus notwendig ist. Nehmen wir ein Beispiel: Der erschöpfenden Inhalt des Stadthagenschen Buchs in derselben ein- deutlicher verkündet werden?" Er zieht dann aus Kants Hauptwerk § 826 des Bürgerlichen Geſetzbuchs sagt ganz kurz: Wer in einer gehenden Weise wie bisher zu behandeln. Wir müssen uns viel- eine Stelle über Platos Republik bei, die mit ihren Kernworten von gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem andern vorsätzlich mehr auf eine kurze Inhaltsangabe beschränken. Der zweite Abschnitt dem sehr elenden und schädlichen Vorwand der Unthunlichkeit“ und Schaden zufügt, ist dem andern zum Ersatz des Schadens ver- erörtert die Dauer des Arbeitsvertrags und die Kündigungsfristen, von der„ pöbelhaften Berufung auf vorgeblich widerstreitende Erpflichtet." Stadthagen bemerkt hierzu: Die Bestimmung bietet die Gründe für die Aufhebung eines Arbeitsverhältnisses vor Ablauf fahrung" in unirer Zeit superfluger Realpolitiker, d. H. einfältiger eine Handhabe gegen das System der schwarzen Listen. der vertragsmäßigen Dauer und ohne Einhaltung einer Kündigungs- Philister wahrhaft herzerfrischend wirkt. Nicht minder thut Jene Arbeitgeber, die sich verabreden, bestimmte Arbeiter nicht frist, die vertragsmäßige Einschränkung oder Ausdehnung der Kün- dies die auts der„ Religion innerhalb der Grenzen der in Arbeit zu nehmen, weil sie bestimmten gewerkschaftlichen oder digungsgründe, Entschädigungsflagen wegen unberechtigter Gutlajjung, bloßen Vernunft" angeführte Stelle über das Nichtreiffein zur politischen Vereinen angehören oder von ihrem Koalitionsrecht Gebrauch Schadenersatzklage des Arbeitgebers wegen berechtigten Austritts, Freiheit. Uebrigens muß Borländer natürlich zugeben, daß Kant gemacht haben oder dergleichen, treffen damit Vereinbarungen, welche Schadenersatzanspruch des Arbeiters im Falle des Austritts aus der feinen weittragenden social- ethischen Grundprincipien keine systematische die Ausübung des Rechts ihrer Mitmenschen beschneiden, Arbeits- Arbeit und Schadenersatzanspruch des Arbeitgebers gegen den Arbeiter Anwendung auf das praktische Gebiet socialer Wirtschaft gab. Da gelegenheit zu suchen und ihre Kräfte nach Möglichkeit zu verwenden. im Falle der Entlassung des Arbeiters. Fichte dies im Geschlossenen Handelsstaat" versuchte, hat er mehr Eolche Listen sollen zumeist aus krassem Eigenmuz Arbeits- Der dritte Abschnitt behandelt den Lohn. Wir lenken die Auf- Beachtung bei den Socialisten, besonders bekanntlich bei Lassalle, willige hindern, in Arbeit zu treten, und sind vom Weißbrauch der merksamkeit des Lesers auf dieses Kapitel des Buchs ganz besonders, gefunden als der größere Kant. wirtschaftlichen Uebermacht des Arbeitgebers diktiert. Die Ver- da nicht verkannt werden kann, daß gerade hier das Princip die In seinem zweiten Stapitel bespricht Borländer die einschlägigen anstalter dieser schwarzen Listen handeln also gegen die guten Sitten Fürsorge für die wirtschaftlich schwächere Partei vom Bürgerlichen Schriften der schon genannten Neu- Santianer Friedrich Albert und sind den Arbeitern, die auf Grund solcher schwarzen Liste Gesetzbuch in weit stärkerem Maße, als im geltenden Recht, durch- Lange und Hermann Cohen, der kurz und bündig erklärt:„ Der arbeitslos werden oder bleiben, schadensersatzpflichtig. Zuständig für geführt ist und der Arbeiter bei genauer Kenntniß seiner Rechte vor Socialismus ist im Recht, sofern er im Idealismus der Ethik ges solche Klagen ist das ordentliche Gericht, nicht das Gewerbegericht. manchem Schaden bewahrt werden kann. In dieser Beziehung sei gründet ist. Und der Jdealismus der Ethik hat ihn begründet"; Bon diesem durch das Bürgerliche Gesetzbuch Klargestellte Recht, nun auf die Erörterung Stadthagens über die Frage verwiesen: ferner Stammlers bekanntes Werk Wirtschaft und Recht nach der Schadensersatz gegen die Veranstalter schwarzer Listen zu verlangen, sollten Ist für Fälle der Behinderung Lohn zu zahlen?, materialistischen Geschichtsauffaffung", Matorps treffliche und Gewerkschaften in Zukunft ausgiebigen Gebrauch machen. Weiter zulässigkeit der Aufrechnung von Gegen forde tiefe Socialpädagogik, die eine Ausführung von Cohens legt Stadthagen an der Hand der Entstehungsgeschichte des Gesezes, rungen gegen den Lohnanspruch, Barzahlung, Be Wort bietet:" Eine Nation, die für Reich und Arm verschiedene insbesondere der Erklärung des Regierungsvertreters dar, wie der schränkung und Beseitigung des Borgsystems, Trucksystem, Verab- Schulen hat..., mag auf dem Weg zur Nation sein; ein Volk ist sie § 826 auch zur Bekämpfung des Bauschwindels verwertet redungen über Entnahme von Waren und über die Verwendung des nicht." Auch Franz Staudingers Ethit und Politik" wird ausführlich werden kann, da die Vorschiebung des insolventen Zwischen- Lohns. In allen diesen Beziehungen hat das Bürgerliche Gesetz- besprochen. Ist dieser doch nach Borländer derjenige unter den Neuunternehmers, so daß derjenige, in dessen Nutzen die Arbeitsleistung buch einen ganz neuen, dem Arbeiter überall günstigeren Rechts- Kantianern, der die Möglichkeit einer Verbindung von Margismus verwendet wird, keine Gegenleistung zu machen hat, gegen die guten zustand geschaffen, insbesondere insoweit verordnet ist, daß alle und Kantizismus am deutlichsten zum Ausdruck bringt, ihre NotSitten verstößt und daher schadensersatzpflichtig macht. Bezüglich der Aufrechnungen gegen die Lohnforderungen seit dem 1. Januar d. J. wendigkeit am kräftigsten betont. Zum Schluß dieses Abschnitts näheren Ausführung dieses Gedankens verweisen wir auf das Wert unter allen Umständen unzulässig sind, und zwar sowohl für das werden noch Otto Gerlach, der jetzt vielgenannte Theodor Stadthagens. gewerbliche, wie sie jedes andre Arbeitsverhältnis. Ausgenommen Lipps, der schnöderweise kein unbedingtes Vertrauen zur Vortrefflich Es leuchtet ohne weiteres ein, daß die im vorstehenden an- von diesem Grundsatz sind nur die Lohnforderungen des Gesindes. feit unsrer Justiz besitzt, und der Prager Masaryk in den Kreis der geführten Gesichtspunkte aus den knappen, oben wörtlich citierten Abgesehen hiervon darf der Arbeitgeber eine Gegenforderung, 3. B. Betrachtung gezogen. Wie sehr die Nationalökonomie von socialistis Gesezesworten nicht ohne weiteres von den nicht juristisch vorgebildeten für verdorbene Materialien, für Miete und dergleichen gegenüber schen Ideen durchfeucht" ist, weiß jedermann; hier zeigt sich in recht Arbeitern gefolgert werden können. Es bedarf dazu des. gründlichen dem Lohn nicht geltend machen. Es steht ihm nur das Recht zu, erfreulicher Weise, wie auch die Philosophie nicht immun ist. Verständnisses und eingehender Kenntnis des ganzen Gefeßes, feines seine etwaige Forderung in einem besonderen Prozeß einzuflagen. Geistes und seiner Entstehungsgeschichte. Das Buch Stadthagens Abreden, die auf einem Umweg das vom Gesezgeber mißbilligte Biel zu erreichen suchen, z. B. Bereinbarungen über Lohn *) Die früheren Auflagen des Arbeiterrechts sind durch das verwirkungen, Abzüge der sogenannten Strafen vom Lohn und der Bürgerliche Gesetzbuch und andere, neuere Gefeße unbrauchbar ge- gleichen entbehren daher der rechtlichen Gültigkeit. Alle diese Fragen worden. In dem Vorwort zu dem oben besprochenen Buch ist werden von Stadthagen eingehend behandelt und damit vielfach in hervorgehoben, daß für dieses Vorsorge dahin getroffen ist, daß der Litteratur über das Bürgerliche Gesetzbuch, auch von angebAenderungen des Buchs, welche durch eine Aenderung der Gesez lichen wissenschaftlichen Autoritäten, behauptete irrtümliche Ansichten gebung erforderlich werden, in besonderen Nachträgen gebracht werden, richtig gestellt. so daß die jetzige Auflage ihren Wert auch bei erheblichen Umge staltungen des gesetzgeberischen Stoffs praktisch verwendbar bleibt. Höchster Preis. Goldene Medailie. PARIS 1899 REPUBLIQUE PARIS. * " Der dritte Abschnitt der Schrift behandelt Mary' und Engels Verhältnis zu Kant, Jean Jaurès' Dissertation:" De primis socialismi Germanici lineamentis apud Lutherum, Kant, Fichte et Hegel". Wie hübsch das klingt! Leider soll nach Borländer( und der muß es als deutscher Schulmeister wissen) das Latein des großen franzöfischen Socialisten keineswegs klassisch" sein. Zuletzt wird die. neueste Beweging innerhalb der deutschen Socialdemokratie bes handelt und Conrad Schmidt, Bernstein, Sadi Gunter und Woltmann gewürdigt. Kein Socialdemokrat, dem, um noch einmal mit Der vierte Abschnitt behandelt die Verpflichtungen während und Kant zu reden, Philosophie am Herzen liegt", sollte die kleine, aber nach dem Arbeitsverhältnis, wie z. B. Ansprüche wegen Ueberstunden, vortreffliche und inhaltreiche Schrift ungelesen lassen. O. F. N. " Carl Zobel, Berlin SO., Köpnickerstr. 121, Ecke Michaelkirch- Strasse. Meine Geschäftsräume sind um das Doppelte vergrößert. Herren- und Knaben- Garderoben in reichster Auswahl und in allen Größen. Die Preise sind streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. Höchster Preis. Goldene Medaille. INTERNA BRUXELLES 7899 RO BRÜSSEL. 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