9r. i7.- 1916. Unterhaltungsblatt des vorwärts Freitag. 35. Februar. Lawinen. Von Moritz L o c l>. Der wci�e Tod— so hat man wohl die Lawincn genannt hat im Hochkönig-Gcbiet der salzburgischen Alpen grausige Ernte gehalten. Eine gewaltige Lawine ist von der Manblwand abge- stürzt und hat an die anderthalb Hundert Lkifahrer begraben, dä von ihnen einen iahen Tod nnden lassen. Ter furchtbare Luftdruck hat wokl die meisten von ibnen dahingerafft. Ein so verhängnio- volles Unglück l*it sich im Alpengebiet seit vielen Jahren nicht mehr ereignet; aber trotz aller Vorsicht werden sich derartige Katastrophen niemals verhüten lassen. Denn in seinen Lawinen betätigt das Hoch- gebirgc am unmittelbarsten die gewaltigen Kräfte, die in seinen Firnen und steilen Abhängen, in seinen Geröllhalden und unabsch- baren Schneefeldern schlummern. Es ist neben der mächtigen Auf- tünnung der Gipfel das Hochgsbirgstlima, das diese Kräfte erzeugt, und Menschenwerk vermag gegen sie in ihrem elementaren Wüten nichts auszurichten, Jeder Besucher des Berner Oberlandes hat wohl schon einmal eine Lawine gesehen. Wer im Hochsommer den prächtigen Weg von der Wengernalp zur Kleinen Scheidegg hinauf der Fahrt in einem Wagen der Wengernalpbahn vorzieht, der sieht sich bald dicht der Schnee- und Eiswelt der Jungfrau gegenüber. Mit unnah- barer Majestät thront die Königin der Berner Alpen dem Beschauer gegenüber, nur durch das Lauterbrunnertal von ihm getrennt, und an schönen, klaren Sommertagen ist die Luft in diesen Höhen so rein und durchsichtig, dah mau die Jungfrau nur wenige Meter von seinem Standpunkt entfernt glaubt. Aber in Wirklichkeit trennen den Beschauer noch reichlich vier Kilometer in der Luftlinie von der Alpenriesin, an deren Wänden und steilen Hängen man mehrfach in der Stunde Lawinen zu Tale gehen sieht. Zu weißen Wölkchen zer- stieben dabei die abstürzenden Schneemassen, und die Unscheinbar- keit dieses Bildes steht in seltsamem Gegensatz zu dem drohenden Donnern und Tosen, das bis zu den grünen Matten der Wengern- alp hiniiibertänt. Dieser Tonner der Lawinen läßt das Gewaltige der Naturerscheinung sinnfällig erkennen; aber dies« Hochsommer« Imvinen, deren an warmen Sommertagen manchmal Dutzende zu Tal gehen, sind nicht viel mehr als eine Spielerei im Vergleich zu den furchtbaren Grund- und Staublawinen, die ausgangs des Winters und im Frühling die Alpenbewohner in Schrecken ver- setzen. Tie Lawine» lassen sich überhaupt in verschiedene Arten zergliedern, wenngleich die einzelnen Formen oft ineinander über- gehen. Am gefährlichsten und furchtbarsten sind die Gruird- oder Schlaglawineii. die nicht nur aus Schnee bestehen, sondern auch Geröll und Schutt mit sich reisten. Sehr verhängnisvoll werden häufig auch die Staublawinen, die aus ungeheuren Massen trocke- neu Pulverschnees bestehen und infolgedessen nur bei strenger Kälte aufzutreten pflegen. Weniger schlimm pflegen Abstürze von feuchten Schneelawinen zu verlaufen; es sind dies meist die kleineren Sommerlawinen, die sich ablösen, wenn die hochstehende Sonne die Firnfelder an steilen Hängen erwärmt. In den Berichten über das Unglück an der Mandlwawd heiht es, es seien in kurzem Abstände voneinander zwei verschiedene La- winen niedergegangen; die erste sei eine Schlaglawine, die zweite dagegen eine Staublawine gewesen. Das ist nicht nur sehr leicht möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Die erste wird die Ursache des Absturzes der zweiten Lawine gewesen sein, die wohl sicher aus größerer Höhe herabgekommen ist. Denn die eigentliche Lawine des Hochgebirges mit seiner eisigen Kälte ist die Staublawine. Die Schlaglawin« dagegen gehört, namentlich während des Winters, den niedrigeren Lagen an, und jeweiter das Frühjahr fortschreitet, je wärmer es also in den niedrigeren Lagen des Gebirges wird, um so böher ist der Ursprung der Grund- oder Schlaglawinen zu suchen. Diese entstehen, wenn der gewaltige Schneemantel der Berghänge seinen Zusammenhang mit dem festen Untergrunde zu verlieren beginnt. In den meisten Fällen ist der Föhn, der mit seinem Hoisten Atom gierig an den Schneefeldern leckt, die auslösende Ur- fache. Aber auch andere Gründe können zum Niedergang einer Schlaglawine führen. Tauweiter, dem neuer Frost folgt, kann gleiü, falls den Zusammenhang zwischen dem Berge und seinem Schneemantel lösen, da der an irgendeiner Stelle vielleicht schon ab- getaute Schnee nicht rasch genug wieder anfriert. Die unterhalb dos Schnees rieselnden Sckmwlzwasser machen den Hang schlüpfrig, und es bedarf dann nur der geringsten Erschütterung des Gleich- gowichts, um deu ganzen Schneemantel eines Hanges in Bewegung zu versetze». Trotzdem sind die ursprünglich in» Gleiten geratenden Schneeinassen immer verhältnismäßig gering. Aber auf ihrem Wege talabwärts reißen sie Schnee und Geröll des ganzen bc- strichenen Gebietes mit sich, so daß die Gewalt des Absturzes und die Masse des zu Tal gehenden Schnees schließlich riesengroß wird. Und man kann sich von der Furchtbarkeit eines solchen Lawinen- sturzes vielleicht ein Bild machen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Unglückslawine an der Mandlwand tausend Meter lang, 401) Meter breit und 4 Meter hoch war. Vermengt mit der UN- geheuren Schneemasie waren Steine, Geröll, Schutt vielleicht von Jahrhunderten oder Jahrtausenden, der unterhalb des Schnee- muntelö begraben lag. Diese Niesenlast muß bei ihrem Abstürze ein ungeheures Getöse verursacht haben; aber der Absturz einer derartigen Schnee- und Schuttmaffe erzeugt auch einen enorme» Luftdruck, der so gewaltig ist, daß er die Kraft der wütendsten Wirbelstürme übersteigt. Nur so ist es zu erklären, daß von dem Luftdruck ganze Wälder wie Streichhölzer geknickt, daß feste Baulich- leiten wie Kartenhäuser hinweggefegt und Menschen vom Luftdruck ohne jede äußere Verletzung augenblicklich getötet werden. Wohl zeigen die Leichen der Verschütteten fast stets auch schwere Ber- letzungen und Verstümmelungen; aber diese treten, von dem Stein- schlag der Grundlawinen verursacht, erst dann hinzu, wenn der Tod infolge des ungeheuren Luftdrucks bereits eingetreten ist. Die an der Mandlwand nachher, etwa 20 Minuten später, von geretteten Skiläufern beobachtete Staublawine dürfte erst durch den Absturz der ihr vorangegangenen Schlaglawine ausgelöst worden sein. Die großen Massen trockenen Neuschnees, die sich oberhalb des Ausgangsgebietes�der ersten Lawine aufgetürmt hatten, ver- loren an irgendeiner Stelle den Halt und gerieten schließlich gleich- falls in Bewegung. Eine solche Staublawine bietet dem, der das überaus seltene Glück hat, sie aus sicherer Ferne im Augenblick des Absturzes beobachten zu können, ein Schauspiel von elementarer Großartigkeit. Von krachenden Donnern und dröhnendem Tosen begleitet, stürzt die Staublawine in den Abgrund, und der ganze Berg ist im Nu eingehüllt in eine ungeheure weiße Wolke. Nur wenige Minuten dauert das Schauspiel; dann hat die mit Blitzes- eile abstürzende Masse wieder festen Grund erreicht, und allmählich senken sich die aufgewirbelten Wolken feinsten Pulverschnees zu Boden. Aber den Berghang hinunter zieht sich ein Strom furcht- barster Verwüstung. Ostmalö�ist die Bahn der Lawine eingefaßt von zwei Lawinenzonen, den Strichen, auf denen der von der La- wine erzeugte Luftdruck seinerseits die schwersten Verheerungen an- gerichtet hat, ohne daß dieses Gebiet auch nur von einem Schnee- srätkbchen berührt ist. Jedes lebende Wesen, Mensch oder Tier, das sich in dieser Zone befindet, ist so gut dem Tode geweiht, als wenn es von den abstürzenden Schneemassen mitgerissen worden wäre. Neben Gebieten, in denen die Lawinen selten sind, gibt es un- zählige andere, in denen sie immer wieder mit größter Regelmäßig- keit auftreten. Es gibt geradezu berühmte Lawinen, die ihren be- sonderen Namen haben, wie die„Rote Lawine" bei Goppenjtein am Lötschberg. Ihretwegen mußte die Lötschbergbahn unterhalb von Goppenstein durch einen Tunnel geführt werden, der sonst gar nicht notwendig gewesen wäre. Aber außen am Berge hätte sonst zu Beginn des Frühjahrs kein Zug ungefährdet die Stelle passieren können. So aber tost nun alljährlich die Rote Lawine über die eingemauerte Bahn hinweg, und wenn sich im Augenblick ihres Niederganges viel- leicht gerade ein Zug an der Stelle befindet, so merken die Fahrgäste nicht einmal etwas davon. Die bekannten„Lawinenzüge" werden, wo von ihnen Gefahr droht, hoch oben, dicht unterhalb ihrer Aus- gangSpunkte, mit schweren Steinmauern verbaut; aber natürlich können nur verschwindend wenige Lawinengebiete ans diese Weise un- schädlich gemacht werden, und in keinem Teil der schneebedeckten Berg- weit ist man vor den Lawinen dauernd sicher, Kleines Zeuilleton. Kleines Theater:»Münchhausen". Vor etwa anderthalb Jahrzehnten ging der„Münckihausen" des jungen, damals noch unausgeführten, aber von Enthusiasten in der Presse als große Zukunfishoffnung angekündigten Dichters Herbert Eulenberg in einer Berliner Vereinsvorstellung zum erstenmal über die Bretter. ES war kein Erfolg. Der wohlwollende Beifall flaute in dem weiteren Verlauf des Abends zusehends ab und hatte— das Publikum war damals noch nicht so höflich wie heutzutage— am Schlüsse mit vernehmlichem Zischen zu kämpfen. In der Tat, die Mängel Eulenbergscher Art, die sich auch durch sein ganzes weiteres Schaffen ziehen, doch hier und da, so in„Belinde", durch einen Schimmer eigenartiger Seelenpoesie gemildert werden, treten in diesem„deutschen" Drama— so nennt es sich mit schmückendem Bei- wort— in höchster Potenziernng hervor. DiePhantasie, statt sich in ihren Gegenstand hineinzuleben, in den gegebenen Grenzen die Charaktere mit sicherem Gefühle psychologischer Notwendigkeiten intim individuali- sierend zu entfalten, schlägt in die Willkür unbekümmert irrlichrerieerndcr Phantastik um. Unbesehen wird jeder noch so krause Einsall auf- genommen, in einem bnnten Wirrwarr nach dem Schein der Origi- nalität gesucht. Die Idee, Münchhausen, das erlauchte Miisrer grandioser Flunkerei, einmal in freier dichterischer Umbildung zu» gleich als zartbesaitet weiche, bei aller Großmannssucht im Herzens- grund wahrhaftige Natur vorzuführen wäre an sich so übel nichi. Zeigt doch die Wirklichkeit oftmals die äußersten Kontraste in eins verschlungen. Aber eine solche kompliziert widerspruchsvolle Jndi- vidualitär läßt sich nicht auf gut Glück improvisieren, nur aus der Tiefe dichterischer Anschauung und Hingade heraus gestalten. B. i Eulenberg sieht man die Absicht wohl, nicht dos Vollbringen, l>.' Umorbeilung, der er das Schauspiel unterzogen, hat in dem Kern nichts bessern können. Die Frau von Münchhausens altem Freunde, die den romantischen Vaganten erst vor die Tür setzt, um dann für ihn, wie er für sie, lichterloh zu entflammen, bleibt gänzlich farblos; die Liebe beider ein drahtgezogenes Puppenspiel. DaS Duell, in dem der skrupulöse Held den Tod sucht, wirkt als groteske Farce. Statt MünchhansenS fällt der Gegner in dem Zweikampf. Doch was am Leben bleibt. ist nicht der Alte mehr. Mit Schrecken merkt er, daß sogar knie Fabulierungskunst jetzt versagt. Er kehrt zum Freunde und der Frau zurück, hält beim Champagner in mondscheinheller Nackt vor ihnen lange Reden, schneidet sich unterdes die Pulse auf und stirbt m rhetorisch bengalischer Beleuchtung. Dieselbe gezwungene Uiinalur wie in dem Ernste herrscht im Scherz: in der Gestalt des renommistiick schwadronierenden Münchhausenscken Dieners und den gewaUjam shakespearisierenden Bauerngesprächen. Mehr als drei Stunden dauerte die Aufführung, die übrigens in keiner Rolle eine stärkere schauspielerische Leistung bot. Pual B i 1 d t, ein zweifellos begabter Künstler, verfiel bei dem Bestreben, die Innigkeit Münchhausenscher Gefühle zu markieren, in einen singeiid monotonen Rythmus. Der Applaus rief den Dichter des öfteren vor den Vorhang._ ilt Serttn zur Zeit öes Großen Kurfürsten. Noch war Kölln an der Spree die Residenz. Berlin ein gar geringer Ort. An den hölzernen, baufälligen Häusern mit Stroh. und Schindeldächern standen vollaubige Bäume, rankten Weinstocie sich hinauf. Wer einen dieser Bäume und Weinstöcke beschädigte, dem wurde die rechte Hand abgehauen. Aus den ungepflasterten, kotigen Straßen liefen ganz ländlich Schweine und andere Haus- tiere umher. Di« Straßen waren so kotig, daß befohlen wurde: „Jeder Bauer, der zu Markte kommt, soll rückwärts eine Fuhre Kot mitnehmen." Für die Erweiterung und Verschönerung Berlins tat der Große Kurfürst viel. Das halbverfallene kurfürstliche Schloß wurde repariert, wüste Baustellen angebaut. Eine stehende Garnison belebte die Stadt, die Einwohnerzahl stieg von 6000 aus 20 000. Friedrich Wilhelm baute ein zierliches Lusthaus und legte dabei einen damals viel bewunderten Lustgarten nach holländischer Art an. Von ihm und seiner zweiten Gemahlin Dorothea sind drei neue Stadtteile angelegt worden: Friedrichstadt, Friedrichswcrdcr und Dorotheenstadt; sie bildeten die Haupttcilc der künftigen illesi- denz, die nun mächtig zu ihrem Glänze aufstieg. Zur schönen Lindenalle« pflanzte die Kurfürstin Dorothea den ersten Bv. Seit 1860 wurden die Straßen nachts erleuchtet. Anfangs ging die Beleuchtung die Reihe herum. Immer aus dem dritten Hause mußte eine Laterne mit einem brennenden Licht nach der Straße zu ausgehängt werden. Erst einige Jahr« später setzte man dir Straßenlaternen auf hölzerne Pfähle. Es erschien eine Straßen- ordnung, in der es hieß:„Wer aus den Häfen und Ställen den Unrat aus die Straßen würfe, dem solle er vom Gassenmeister wieder ins Haus geworfen werden:" Jeder Hausbesitzer mußte vor seinem Hause die Straße bis zur Mitte derselben aus seine Kosten pflastern lassen, Notize«. — Die Todesanzeige eines Philosophen. Ernst Mach hatte seine Todesanzeige selbst versaßt. Sie lautete:„Bei seinem Ausscheiden aus dem Leben grüßt Professor Ernst Btach alle die, die ihn kannten, und bittet, ihm ein heiteres Andenken zu b:- wahren. DaS Begräbnis sand im engsten Familienkreise stau. Uni stilles Beileid für die Familie wird gebeten I" So ist der Mann, dem alles äußerliche Brimborium zuwider war, sich auch im Tode treu geblieben. 37] der Sang öer Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. In der Nacht, als das ganze HauS in tiefstem Schlafe lag, erhob sich Daud in seinem Kämmerlein. WaS er an Habseligkeiten besaß, wickelte er in seinen kleinen Gebets- teppich ein. Wie ein Geist ging er in das erste Stockwerk hinauf. Seine kleinen diebischen Hände betasteten den Koffer- borg. Siehe, die Handtasche lag noch unverschlossen an ihrer Stelle. Mit unendlicher Vorsicht rieb er ein Streichholz an und raubte sie aus. Mit Sachkenntnis stellte er fest, daß der wertvollste Inhalt eines ledernen Etuis aus einer Zehnpfund- note bestand; er entnahm sie dem Etui und steckte dieses in die Tasche zurück, die er zuschnappen ließ. Er rechnete damit, daß man sie wohl erst später, am nächsten Morgen, end- gültig untersuchen werde. So würde die Entdeckung vielleicht erst ans dem Schiffe erfolgen... Nsnlssü!— Und wenn auch früher! Hei, diese Jngliz werden sich ärgern! Sie können den Verlust verschmerzen, sie sitzen ohnedies in ihrem Jett! Zehn Pfund! Das wog jenes Gold, das ihm Sadik dazumal vor einem Monat in jener herrlichen Nacht aus der Tasche gezogen, reichlich auf!«ein Erspartes hinzugerechnet, besaß Daud nunmehr etwa neunzehn Pfund und zwölf Shillings! Der kleine Kopf kalkulierte in der Dunkelheit; ungeahnte Verwendungs- und Etablierungsmöglichkciten schössen ihm durch den Sinn. Ein Ichneumon raschelte auf den Schränken; Daud fuhr zusammen. Es blieb totenstill. Im Garten, schwer und klebrig röchelten die Frösche. Daud stahl sich lautlos in das Parterre herab. Der Ichneumon spielte zutraulich hinter ihm drein. Man hörte, daß er Kapriolen machte, daß seine Mäusejagd ihn befriedigte, daß ihn das Dasein freute. Er tappelte mit ganz leisen Pfoten und bäumte sich an den Geländcrjtäben auf. Durch eine offene Tür drang fahler Schimmer. Das war Pcrcys Schlasgcmach: es war gegen den Gartenbalkon za offen. Daud glitt kriechend an dem weißen Bett vorbei, dessen Netz wie ein weißer Würfel geisterhaft durch das Dunkel schimmerte. Dahinter, auf schweißfeuchtem Linnen lag der junge„Erzfeind", wie zum Sprung gekrümmt, und atmete schwer. Als Daud auf dem Balkon stand, spie er kurz und zischend in das Zimmer zurück. Dann kletterte er wie eine Katze herab, und drunten band er seine Kelabije bis zu den Hüften ans und turnte über den Zaun. Ein Schauisch, der unfern stand, bemerkte ihn nicht... Und so verschluckte ihn die Stadt, die große Stadt. Intermezzo. „O Bint-Unzul, mein Täubchen, entlasse mich jetzt, denn siehe, ich glaube, die Luft ist rein!"„Wie Gott will! So geh denn! Du bist schöner als ein Weidenzweig! Und wenn dich nach mir verlangt, so komm wieder!" Im Herzen der Hamsaui, tief inmitten des Eingeborenen- Krämerviertels, saß Daud. Die Seitengasse war überdeckt, sie glich einer bunten Stube. Gedämpftes Licht durchdrang sie. Anheimelnde Düfte: ätzender Mist- und Harndunst von Eseln, beschwichtigt von heimischen Wohlgerüchen aller Art. füllte die Luft... Eine murmelnde Stille herrschte in dieser abgelegenen, schier klösterlich diskreten Gasse, die nar- kotisch duftete. Denn kürzlich hatte Abu- Sisi, den Par- fümeriehändler, das Mißgeschick getroffen, daß sein alters- schwacher Ladentisch zusammenbrach und viele Fläschlein ihre Stöpsel verloren, ausranncn, ungeheure Duftverschwendung in die Gasse strahlten, so daß all die schläfrigen Krämer sich an die Nasen faßten und Gottes Segen auf Abu-Sisi hernieder- wünschten; denn das Unwesen tat einen guten Geruch, und auch Daud spürte die benebelnde Entladung mit trägem Ent- zücken. Er saß wie ein Buddha-Bildchen hinter einem Berg von Mograbiner Schuhen. Seine Haltung hatte etwas Statuen- Haftes und doch Leichtest Er saß vollkommen bildhaft da, er sah weder rechts noch links und schwieg, während er teure Zigaretten rauchte und sie von Zeit zu Zeit mit exakten Be- wegungcn der ärmelvcrhüllten Arme von den weichen braunen Lippen löste. Er war schön, ja, das war er, etwa wie weiland Kamar-al-Zaman, bei dessen Anblick(wie überliefert wird) selbst Pilger seufzten. Seine Kelabije war aus schwerer Seide, gelb mit braunen Längsstreifen; auf dem Kopf trug er ein weißes Käppchen, und sein hellbraunes, rundes Gesicht sah starr geradeaus... Einsam saß er, still und gefaßt hinter den Schuhen, die er verkaufen sollte; und wenn ein Kunde kam, lächelte er mit hingehaltenem Lächeln und machte gewandte Konversation. Zuweilen drängten sich die Kunden dicht vor dem Basar. Die roten Schuhe hatten gelbe Sohlen mit aufgebogenen Schnäbeln— wahre Kunstwerke waren sie an Gesittung und Eleganz. Abu-Katkus hatte sie verfertigt— o, er besaß großes Geschick darin. Er schickte sie in den Sudan, und aus dem Markt zu Omdurman gingen sie reißend ab. Es Waran Schuhe für Schcchs, es ging sich gut darin, sie stellten etwas vor, wenn man die Beine überschlug. Sic waren heitere und stolze Abrundungen einer gc- wichtigen Persönlichkeit. Diese Schuhe formten, zu Tausenden von Paaren verkauft, überall in den Teltastädten ihre majestätische Sohle im Staube ab— und Abu KatkuL machte ein gutes Geschäft. Er war reich; er lobte Gott und sich selbst; mittlerweile saß er in irgendeinem Eaft und zog das Brettspiel mit viel Geräusch oder betrank sich, bis vie Selbstgefälligkeit ihn zu allerlei schweißtreibenden und prinu- tiven Spaßen trieb... Wenn er ein wenig Zeit hatte, nachzudenken, so spürte Daud in den ersten Tagen noch eine geheime Angst, es könnte eines Tages einer der lveißbekleideten SchamschS auf ihn zutreten und ihn wegen des Diebstahls verhaften. Eine Woche lang hatte er sich bei jenem Weib in der Wasa versteckt ge- halten, und da er reichlich Geld ausgab, hatte man dort ein Interesse daran gehabt. Sand in das Auge des Gesetzes zu streuen. Nun waren seit der Abreise der Jngliz zivei Wochen verstrichen; und wenn gepirscht worden war, so hatte man jedenfalls keinen Fiebereifer dabei entivickelt, und Daud fühlte sich immer sicherer davor, aufs Karakol geschleppt zu werden. Hier fühlte er sich wohl; und Abu-Katkus vertraute ihm. Es war herrlich hier, wie in einem Zauberkasten, und man konnte den ganzen Tag über träumen. An den Freitagen be- suchte Daud das Hammam, das vom Hof aus mit Mull in einem großen Backsteinkamin geheizt wurde. Er steuerte stolz auf dem schmierigen Marmorboden um das Bassin herum, an dessen Rändern der Pöbel sich für einen großen Piaster striegeln ließ, und warf sich entkleidet in der Dampfstubc ans die Kissen, zwischen Effendis und Kaufleute, hinter deren kupfer- blanken oder bernsteingelben Körpermassen er schier verschwand. Man schwatzte leise, transpirierte und genoß. Kleine Kaffee- schalen standen in HauptcSnähe, man rauchte Gosa und Tschi- buk, man las Zeitungen: kurz, mannahm den ganzen Apparat der Muse in diese von Schweiß und Dampf geschwängerte Marmorstube mit. (Forts, folgt.) Bcntsclies Theater. Direktion; Mnx Reinhardt. 8 Uhr: Der Biberpelz. Sonnabend: Der Biberpelz. Bonntag nachm. S'/jDhr(kl. Pr.): Minna von Barnhclm. Kamm erspiele. 8 Uhr: Der Welbstenfel. Sonnabend: DerWeibstenfcI. Sonntag nachm. 21/, Uhr(kl. Pr.): Wctterleochten. Volksbühne. Theater a.BDIowpl, 81/< Uhr: Das Mirakel. Dir. Meinhard-Bernauer. Theater i.d.Königgrätzerstraße 8 Uhr: Kameraden. Komödienhaus S1/« U: Die rätselhafte Frau Berliner Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Lessing=Theater. Direktion; Victor Barnowsky. 8 Uhr; Die gutgeschnittene Ecke. Sonnabend u. Sonntag: Die gutgeschnittene Ecke. Deutsches Künstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr; Die selige Fxzellenn. URANIA Tanbenstr. 48/40. 8 Uhr: Aegypten, der Saezkanal und der Weltkrieg. Theater für Freitag, den 25. Februar. Deutsches Opernhaus Charloftbg. 7 Uhr: Siegfried.(Wanderer: Kammers. F. Plaschke.) Fricdrich-Wilhelmstädt. Theater. s uhr; Das Dreimäderlhaus. o.br. Herrnfeisa-Tboatof s uhr: Sokrates und Perlmutter. Kleines Theater. s uhr Jettchen Gebert. Komische Oper. 8 Uhr: Jung muß man sein. Fiustspielhans. 8'/. uhr: Der ßstte des Präuleinz. Metropol-Theater suhx: Die Kaiserin �ksia). Sonntag 3 Uhr.: Martha. Residenz-Theater 8'I.Uhr: Loge NO. 7 geS Luisen-Theater. Täglich 8,15— Sonntag? 8 Uhr: Charlotte Klinger Sonnabend 4 Uhr: Prinz Mandelkerns Brautfahrt. fuT: �ettdftudenten. Rose-Theater. suhr: Der Hochtourist. Morgen 4 Uhr: 1001 Nacht. Walhalla-Theater. 8 uhr: Die Förster-Christi. Morgen: Grlgrl. Montis Operetten-Theater 8 uhr: Der Sterngaeker. Schiller-Theater O. 8 uhr Diegelbe Nachtigall SchlUer-Th.Charlottenbg. 8 Uhr: ültimO. Thalia-Theater. 8 uhr DFei Paar Schuhe. Theater am Xollendorfpl. 3./.U.: Immer feste druff! Theater des Westens s uhr: Das Fräulein vom Amt. mit Guido Thielscher. Trlanon-Theater. s'/.u,: iferheiratete JunggesellEii. Die schöne Komödiantin Operette in 1 Akt v. Eugen Burg n. Louis Taufstein. Musik von I.eo Ascher. Mitwirkende; Else Berns— Lotte Werkmeister v. Thalia-Theat. a. O. Gustav Matzner— Heinrich Peer Julius Spielmann. Außerdem: Clotilde von Derp Tänze sowie der reichhaltige Februar- Spielplan. Jldmiralspalasf Lis-Arens Großes 8is-3aUett '/jö Uhr. S, 3, 4 M. Vorzügliche Küche! TägL8, Soimab. u.SonnL3'/zU.8 U. Jedermann wer bisher nicht Gelegenheit halte, muß sich beeilen, die packende« Februar- Nummer» zu sehen und ersreut fich noch immer an Wn Mfffintfarc/fifa Noch nie dagewesener großer Erfolg!!! Vorverk. ab 10 U. a. f. Scmnab.«. Sonnt. Nehm, immer ab Donnerst. VoiKt-Vtieatvi'. Badstr 58. Badstr. 58. Heule Freitag, den 25. Februar: Das bemooste Haupt. Schausv. in 4 Akten von Rod. Benedix. Sonntag 3 Uhr nachm.: Wie deutscheHelden sterben. Ab Montag: tvin Teufelsweib. Kasjeneröftnung 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Reichsballen-Theater. Stettiner Sänger. Auf. 8 Uhr, Sonnt. S1/, u. 8 Uhr. Das gp. Feiiruar-Programm! M. Wulffs flieg. Hunde Joseph Plaut! Morgensterns Landsturm usw. 18 zugkräftige Nummern liä Lum Anfang 8 Uhr. Zum Schlus,: „Die von der Emden." Für Militärpersonen freier Eintritt zu den Stett. Sangern. possen-TTHeater Linienstraße, a. d. Priedriohstr, 8'/« S1/, Kobis Abenteuer Der große Augenblick mit Leonhard Haskel nnd Siegfried Berisch Casino- Theater üotbringer Sir. 37. Tägi. 8 Uhr: Ug?" Nur noch bis 8.März-WG der Possenschlager Was machste nu? Ab 3. März ein neues Volksstück. Sonntag 4 Uhr: Ihr Gottlieb. JU Berliner Konzerthaus. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute; Gr. Konzert veranstaltet zum Besten d. Freiwilligen tSanitüts-Kolonnc vom Roten Kreuz Berlin. Mitwirkende: Krau Olga Fleck, Opernsängerin; Georg Kaiser, Humorist v. Metropol- Theater; am Flügel: M. Romanus. Kriogschor 1014: 80 Damen und Herren, Chordirektor C. Nipkow. Berliner Konzerthans- Orchester. Leiter: Komponist Frz. v. Blon. Anfang 8 L'hr. Karten im Vorverkauf 40 Pf. im Berliner Konzerthaus und an den mit Plakaten belegten Stellen. Abendkasse 50 Pf.— Alle VergDnstigungen autgehoben! Erscheinen aller Kollegen ersorderlich. Verivaltungsstelle Kerliu N 54, Limenstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9—1 und von 4— 7 Uhr. «Sonntag, den 27. Febrnar 1916, vormittags 10 Uhr: Versammlung der Metalldrücker«.Polierer Groß-Berlins im Gewerkschaftshause, Engelufer 13, Saal 1. Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Kalkulation. In Anbetracht der änsierst wichtigen Tagesordnung ist da? Die Ortsverwaltnng. Sonntag, den 27. Fcbrnar 1916, vormittags 9'� Uhr: Branchen-Versammlnng der Eisen-, Metall- u. Revolverdreher sowie Rnndschleiser in den Mufiker-Festsälen, Kaiser-Wilhelmstr. 31(großer Saal). Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. DV Zur besondere« Beachtung l Die Ereignisse, welche sich in den letzten Wochen in unserem Berus abgespielt haben, erfordern eine all- gemeine Aussprache. Pflicht aller Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Orfsverwaltnng. Sonntag, den 27. Febrnar 1916, vormittags 10 Uhr: Branchen-Vers ammlnng der Werkzeugmacher, Werkzeugschleifer, Einrichter Zigarettenmaschinen- führer beschäftigten Kollegen in den Arminhallen, Kommandcmtcnstraßc 58/59. Tagesordnung: 1. Bericht der AgltationSkommisfion. 2. Neuwahl deS SranchenletterS imd der Agitationslommisfion. 3. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist erforderlich. Die Ortsverwaltnng. Montag, den 28. Febrnar 1916, abends 8 Uhr: Branchen-Versammlung der Eisenmöbel-, Schwarzblech- und Möbel-Schlosser tm Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 5. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl der Kommission. 3. Branchenangelegen" heilen und Verschiedenes. —— Mitgliedsbuch legitimiert!- In dieser ernsten Zeit ist es Pflicht aller Kollegen, zu er. scheinen. Rüttelt die Säumige« auf! Die Ortsverwaltnng. Dienstag, den 14. März 1916, abends 8 Uhr: Versammlung der Bandagisten«. Orthopädie-Mechaniker im Lokal von Hummel, Sophienstr. 5. Tagesordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse in der Branche und wie gestalten sich die- selben nach Beendigung des Krieges? 2. Diskussion. In Anbetracht der äusierst wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 112/15__ Die Ortsverwaltnng. Verwaltung Berlin. Tel-Amt Moritzplatz 10628, 3578. Bureau: Rungeftraße 30 Sranehen-Versammhmg der Perlmutter-, Horn- und Stein- nußarbeiter Montag, de« 38. Februar, abends K Uhr, bei Stein, An der Stralauer Brücke 3. Tagesordnung: Die Arbeits- und Lohnvcrhältnisse tu der Branche. VertrsuemmSnner'VersmmluMn. Stockarbeiter. Dienstag, den 3S. Febrnar. abends V Ilhr, im Bercinshaus, Holzmarkt jir. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Gauvorstehers, Kollegen Ttusche.— 2. Wahl des Arbeitsausschusses.— 3. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Modell- und F-abriktischler sowie ModeUdrechsler. Mittwoch, den I. März, abends 8 llhr, im Lokal von Wald, Pflugstr. 5. Kistenmacher. Mittwoch, den 1. März, abends 8'/. Uhr, bei Tannenberg, Holzmarltsir. 21. Tagesordnung: Bericht der Kommission. Achtung! Die Zahlstelle 79 ist von der Zlnbreasstr. 2K «ach Kleine Andreasftr. Iii bei Krngmann verlegt."MlZ 83/3 Die Ortsverwaltung. Eier billiger! Frische Kocheier, Stück von 12 Ps. au. Keller. Brandcnburgftr. öl (Ecke Ritteisitratze). 2956* Münzen kaust Ball. Müuzenhandlung, Wilhelmstr. 46/47 Tourislenverein Die Naturfreunde." Ortsgruppe Berlin. Siteuugen jeden vierten Mittwoch im Monat, abends 81/, Uhr, im„Berliner Klubhaus", Ohmstr. 2. Sonnabend, den 26. Februar 1916, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15(großer Saal): Schubert» Abend zum Besten unserer Kindenvandernngen. Mitwirkende: Gesang: Herr Sidney Biden.— Streichquartett; Frl. Dora v. MSIIendorf, Frl. Hilde Elger, Frl. Dora Hamann, FrL Ooro Winkler.— Am Flügel: Herr Willi. Scholz. Programme am Saaleingang. Einlaß VjS Uhr. Beginn des Konzerts pünktlich /.O Uhr. Eintrittskarten a 50 Pf. erhältlich hei M. Scharf, Sebaatianstr. 42 im Laden;„Spurtbaus Hausen", Köpenicker Straße 108— 109 I; 0. Winkelmann, Libauer Straße 8, Sdi. III, und bei Horscb, Engelufer 15, Zigarrongeschäft. »che#—»»0— Wichtig für Herren! Während des Krieges gibt Erste Herrenkieiderfabrik Anzüge, Paletots, Ulster fertig ntt£h Maß Einzelverkauf im vom grossen Fabriklager ab. Verkaufszeit 10— 6. Monnabcnds 10 Molkenmarkf 7/8 IV. Fahrstuhl. 8. Verkäufe. LeihbauS Moritzplatz 5Sa! laufe» Sie spottbillig von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz ge- weseue Jackelt-, Rockanzüge. Ulster, Paletots. Serie I: 10— 18, Serie II: 20— 30 Mark, größtenteils aus Seide. Gelegenheitskäufe in neuer Mag- gardcrobe, enorm billig. Riesenbostcn Kleider, Kostüme, Plüschmäntel, aus Seide, jetzt nur 20—35 M. Grosie Posten Pelzstolas in Skunks, Marder, Nerz, Füchsen, jetzt nur 20— 75 Mark. Große Auswahl in Herren-Gehpelzen, Gelegen- beit in Damen-, Reise-, Wagenpclzen. Ertra-Angebet in Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, Goldwaren enorm billig nur Moritz- platz 58a I. 8K« Vorjährige Herrenulsler aus iemsten Maßstofien 18— 45 Mark, Paletots 14—38. Anzüge 16— 38, Beinlieider 4— 10, Jünglingsgarderobe. Deutsches GarderobeuHaus, Große Frairksurterstraße 116 L* TSarenverkaus.halbumsonsu. Psaudleihbaus, Hermannplatz 6. Rieseuauswahl spotibilliger Pelz- stolaS, Fuchsgarnituren. Skunks- garni luren, Herrenanzüge. Herren- Paletots, Herrenhosen. Bettenverkaus, Wäscheverlaus, Gardineuverkaus, Teppichverkaus, Uhrenverkarrs, Gold- jachen.* Teppich-Thomas. Oranienirr. 44 spottbillig sarbseblerbaste Teppiche, Gardinen. VorwärtSIejern 5 Prozent Extrarabatt. K10' Pelzgarnituren k Jetzt staunen- erregend spottbillig l Herrengarderobe. Bellenverkauj. Prachtteppiche. Aus- sleuerwäsche. GardinenauSwahl. Uhrenverkauf, Schmucksachen. Spott- preise! Leihhaus Warschauerstraße 7. Mein ZA Landpachthof mit zu- sammen 15 Morgen nur erst- klassigen Acker und Wiejen, Obst« garten, guten Gebäuden, vollständig allein im großen Guts- und Kirch- dorj, Bahnstation, bereits 14 Jahre im Besitz, mit voller Einrichtung, für 24 000 Mark bei nur 1750 Mark Anzahlung verkäuflich. Möglichst beute persönliche Ausivrache erbeten. Agenten zwecklos. Möller, Pankow, Fiorapromenade 22. Möbel. Bis! aus weiteres noch riesig preiswert wunderbare Küchenein- nchtungen s arbig und lasiert I lieber 80 moderne Muster in allen Preislagen noch vorrätig. Besichtigung lohnt. M. Hirschowitz, Südosten, Skalitzerslraße 25. 10611* Möbel aller Art aus Kredit. be< guenre An- und Abzahlung. Möbel- Lechner, Brunnensttaße 7. Zweites Geschäst Müllerslratze 174. Sonntag von 12—2 geöffnet. 81K' Kriegshalber für jeden annehm- baren Preis nagelneue Wohnungs- einrichtung, hochaparte Küche. Rosenthalersiraße 57, vorn III bei Glas.«Gewerblich.) Händler zweck- los. 122/19* Möbel gegen sofortige Kasse sehr preiswert zu verkaufen, Brunnen- straße 7 und Müllerstratze 174. Sonn- tag geöffnet von 12— 2. Glegaute k Plüschgarnilur 75,—, Zhliriderlutreau 35, eichen Küchen- schrank 45,—, großen eichen Diplomat 75,—, reizende farbige Küchen 75,—. Möbelhaus Osten, Ändreasstraße 30. Kmnvesucke. Platinabfälle, Gramm 7,20, kaust Kowalewski, Sehdelstraße 30a. Zahngedisse l Bruchgoid! Silber- sachm, Plattnaabsälle. Quecksilber, Stanniolpavier, sämtliche Metalle höchstzablend. Schmelze Christtonat, Kövenickeriiraße 20 a(gegenüber Manteufielitraße). 111/1» Zatmgebisse, Bruchgold, Silber- fachen, Plalinabfälle, Blei, Zink, Quecksilber, Glübstrumpsasche usw. höchstzahleud Metallschmelze Cohn. Brunnensttaße 25 und Neukölln Berlinerftraße 76. Fahrradankanf, Lmieniiraße 19. » Plarin. Goldsachen, Silberiachen? Zahngebisse, Stanniol 2.—, Queck- tzlber, Glühftrumpfasche kauft LIü- me!, Nugustittaßc 69. 255/3* Stecher, ChorinersttaßelO, zahlt für Schueideeabsälle Zivil-, Milttär-Stosfe, Zcltbahnreste, Kleidungsstücke, Betten, Wäsche allerhöchste Preise. 302b llnterrlckt. Teilnehmer an emem englischen Zirkel flir Anfänger werden gesucht; ebenso für KonversalionSzirkcL Preis monatlich 4 Matt(2 Stunden wöchentlich). Pttvatsiunden billig. G. Swrcntv, Charlottenburg. Stutt- a r terpiatz 9, Gartenhaus IV. K» Verscdieäenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner- straße 16.» Vermietungen. siLUlskstellen. Schlafstelle an älteren Mann zu vermieten bei Witwe Burgemeisler, Sttausbergerstraße 46, Quergebäude. 123/12 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Schildcraumacher sucht He ckert, Prinzenstratze 32. f ZeitungsauSträgerin für eine Tour in Haleniee verlangt sofort „VorwättS'-sPcdition, Wilmersdorf, WUhelmsaue 27. K» NepIi!eMeIiIlizzep.8iiit2ei!ilpeliep, Nöeliziiilkepu�cdiiiLliMzzep. �ep�siigllpetiep sofort gesucht. OlteDit-Werbe, Weißensee, Lehderstr. 20-25. Bauschlosser für dauernde Arbeit bei hohen Löhnen gesucht.• König, Kücken& Co., Koloniestraße 89/90. C. A. F. Kahlbaum 0. m. d.«. Cketnlsdie Fabrik, Adlershof Dreher 5922 stellt sofort einen ein(auch Kriegsbeschädigte»). verantwortlicher«edatteur:»lfreh Wielepp, Reutölln. Für den Injeratentell verantw.: Th. Glocke. Berlin, Druck'ü.«erlag: iioiöäsu«uchdruckere» u.«ertagsanpatt Paul Singer& Co, Verl»» SW,