Nr. 62.- 1916. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Dieustllg. iL Mail. Narie von Cbner-Ljchenbach. Marie vo» Ebner-Eschenbach ist am Sonntag, den 12. März, den Folgen einer Lungen- entziindung im so. LebenSjähre erlegen. In den köstlickcn Erinncrungzblättein über ihre Jugend„Meine Kinderjahre', in denen sie uns mii herzerfrischender lliatlirlichkeu und Unüesangenhcn von ihren ersten Eindrücken und von Vielerlei Personen erzählt, berichtet Marie von Ebner auch von ihren ersten dichterischen Versuchen und wie sie bei diesen Versuchen ihrer Er» zicherin das Geheimnis jubelnd ins Ohr schreit, sie wolle die größte Dichterin aller Feilen werden. Es wird nicht nur jugendlicher Ucbcr- schwang gewesen sein, der sie zu diesem Auörus vcrsührte, vielmehr ein dunlle? Ahnen und Fühlen, ein unermeßliches Drängen der Seele, das sich in diesen Worten miilösle. das um Betätigung rang und hier einen Ausweg sah. Die Dichterin aller Zeilen, daS ist allerdings zu viel gesagt, aber daß sie unter den lebenden Schrift- stellcrinnen die bedeutendste Dichterin war, ist unbestreitbar. In ihren Jugendjahren sammelte sie einen unerschöslichcn Born von Erfahrungen. In einem nalllichen Hcrrenhause im Mährischen— geboren am 13. September 1830— wuchs sie aus, lcrule Tanzen und Netten und im Unterricht waren Franzvsi'ch und Licligion die Hauptfächer s die Muttersprache sogar wurde gänzlich pcrnaalässigt. Um ihre Erziehung mühten sich die grundverschiedensten Personen, eine große Zahl von Ecziehcrulucn, Lehrern und Verwandten. Aber das doch meist ungezwungene Leben tn HauS, Garten und Feld brachte reiche Abwechslung' und Anregung und schlichlich kam noch das Leben in den Hutten des Torfes' hinzu, wo sich die kleine Marie bald so zu Hause fühlte wie im Schloß des ValcrS. Im Hause und mit den Lehrern ivurde französisch gesprochen, im Dorf« lernte sie daS Baucrnlschcchisch. DaS Deutsch könnte sie kaum und daS Bauern« tschechisch war keine Sprache der Dichtung, da dichtete sie ihre fron- zösischen Napolconoden, bis ein älterer Vetter sie auf die Mutter- spräche verivics. Dan» wurde der Säuger aus Oesterreich« Vormärz« Iicher Zeil Anastasius Grün ihr Vorbild und schließlich begeisterte sie sich an Schiller und Shakespeare und hing ihnen an. Sie fühlte sich für die dramatische Dichtung berufen, schrieb nicht ohne Glück einige GesellschaftSdramen und beschäftigte sich in Anlehnung an Schiller mit großen historischen Dramen. Eines da- von tan, zur Aufsührung. Ihren dramatischen Arbeiten war der Er« folg nicht beschieden und in dieser Erkenntnis fühlte sie sich den Aermsten verwandt, sie sah sich übergangen und gescheitert.?!>m sind eö nicht mehr die aroßen Pcriönlichkeilen der Geschichte, die sie anziehen, sondern die Menschen de« täglichen Leben«. Jetzt verlangt es ihr nicht mehr nach dem Ruhm der größten Dichterin aller Zeilen, sie beichetdet sich mit der Ausgabe, Geschichten von einfachen Leuten einfach zu erzählen. Sie schöpft ans ihrer Umgebung, von ihre» Er« fahrungen, und zuerst ist es da natürlich der eigene Schmerz.„Der Spätgeborcno' ist ein um Erfolg ringender Dramendichter; seine sünszehnte Tragödie kommt und mich nur durch Zufall auf die Bühne, bringt ihm aber nur Unheil. Seitdem ist das Dichterlo«, das Los der Verkannten und Uebergangenen ihr LieblingSibema, und das Leiden der Künstler wie daS Leiden der Almen erschließen ihr da« vo» mütterlichem Mitgefühl erfüllte Herz. Und was nnS da diese Dichterin, die Aristokratin als die Dichterin der kleinen Leute, gc- boten, da« gebort zu dem Besten unserer zeitgenössischen Literatur. Da ist ein einfaches Dienstmädchen.Bozeiia", daö da meint, ein kleines Versehen mit einem Leben voll Aufopferung und unermüd- licher Arbeit sühnen zu müssen. Neben Dienstboten sind cS Buch« Halter, Kaufleiue.„KapUalisltnneit', mährisches Kleinstadtleben. aber auch Gutsbesitzer, Osfizicre und Adlige, die sie unS vorführt. Und sie kennt sie alle aus Dorf und Stadt, aus Hüne und Palast und weiß sie so trefflich zu schildern, daß wir mit ihren Gestalten zu leben glauben. Ihr Jugendlcben ersteht in den..Dorf« und Schloßgeschichlen'. Da ist die LildungSgeschichte eines jüdischen Arztes, der sich von der Eigensucht zur tätigen Menschenliebe ent« wickelt. In„Jakob Szela' treffen wir die kernhafte Bauerngestalt auS den galiziichen Ausständen vor 1848 und in der Novelle„Er läßt die Hand küssen' zeigt sie uns die krankhast veranlagte GuiS« Herrin, die sich einmal als feinsinnig und weichherzig erweist, dann aber auch und nur aus Laune eine» Bedienten prügeln läßt. Der langen Neide der feudalen Gestalten stehen noch bedeutender als diese, noch lebenswahrer und augenfälliger die de« stillen Dorfe« gegenüber. Die Liebe, mit der hier die Dichterin all die kleinen Züge zeichnet und aufdeckt, zeigt uns der Dichterin Mitgefühl für die von Not und Sorge heimgesuchten, um ihre Existenz ringenden Menschen, zeigt uns ihr Verständnis für die Lei- denden. Verstoßenen und Unverstandenen. Die Not der Verlassenen und Ausgestoßenen, die immer strebend sich bemühen und sich doch nicht erheben können, nimmt ihr mütterliches Herz gefangen. Und auch darin erweist sie sich als die eckte Mutter, zeigt sich die Kinder- lose in echter Mutterlichieit, daß sie sich nicht in wohlmiinenden Rat- schlügen lind Trostreden ergeht, sondern dte Erlösung tn uneigen- nütziger Aufopfciuiig und Hingabe etbiickt. Bei ihr gibt«S leine Jdeaimcnschen, und wie der Freiherr hat auch der Bauer und der Taglvhiicr seine Sckiväckett und Fehler. Hier tvio da ist Härle, Eng- Herzigkeit, Ucbelwollen, Ilnnachsichtlichkeit, Eigensinn und Rücksichtslosigkeit. Ueberall die gleichen Menschen iit der Eigenart ibreS Landes. Die Krönung bedeutet die ergreifende Geschichte„Das Gemeindclind", die Erzählung von dem iiiedergctrclcnon Waiien- knebelt Pawel Holub, die bot ihrem Erscheinen dann auch einiges Aufsehen erregte. In ihren Stadtgeschichtcn führt uns die Dichterin in die stille Stube der Ladnerin, Ivo man der Sonne und dem Mond nahe ist, in die Mansarde doS kleine» Äiigcstcllien mit seinen schriftstellerischen Qualen, in die im engen Hof liegende, aber blitzsaubere Wohnung zweier jüngscrlicher Rentnerinnen, die sich in ihrer Unbeholfenheit plötzlich arm wie Kirchenmäuse sehen. Der Kampf des Alten mit dem Neuen ist das Grundthema. daS sie immer wieder anschlägt und zum Ausgang ihrer oft humorvollen Schilderungen nimmt. Von der Stille ihrer Wohnung, aus dem reinen Glück einer un- getrübten Ehe sieht sie auf da» mühevolle, ernste Ringen, das überall, in der großen wie der kleinen Welt, den Tag ausmacht. Man sieht, ihr Herz hängt an dem Alten, und nur mit Be- dauern läßt sie es entschwinden und nimmt Abschied von ihm. Aber über alle« strahlt eine rein menschliche Güte, die auch daS Neue liebevoll empfängt und es gelte» laßt. Sie siickl die be'ckeidenc» und unscheinbaren Menschen auf, die kleinen Helden des Tages. Den Schein haßt sie, und nicht selten geht sie nitl ihren Slandesgenosscn nicht saust um und führt sie und ihre Welt unS vor in all ihrer Lächerlichkeit und Hohlheit. Nie wendet sie sich durchaus gegen die Aristokratie, sie weiß ihre Vor- züge inS reckte Licht zu rücken, aber mit unerbittlicher Strenge deckt sie falschen Schein ans, entschleiert sie Halbheit und falschen Stolz, Müßiggang und versteckte Gemeinheit, Mit köstlichem Humor erzählt sie die Geschichte der„Freiherren von Gempcrlein", von denen sich der eine nach dem Adelslalcnder eine Gefährtin sucht und sich dabei in einen Druckfehler verliebt. Lange Jahre der Dramendichtung brachten der Dichterin nichts als Enttäuichung, aber ein halbe« Menschenalter der Erzählkunst ge- widmet, ließ ihr die Mädchenträume reifen. Zuerst freilich kam auch hier der Eriolg nicht. Aber mir Beharrlichkeit letzte sie sich durch, und als es ihr endlich gelang, für ihre Kunst, eine einfache Geschichte gut zu erzählen, Verständnis' zu finden, war sie auch bald eine gc» leierte Dichterin, der Anerkennung folgte den» auch das Gefeiertsein. Ihre Kunst ist nicht sauber und fein gemeißelt, ist leine elegante Filigranarbeit, denn hierfür taugt die Marie von Ebner-Eschenbach nicht, Ihr Wesen ist strenge und gradlinige Sachlichkeit, Natürlichkeit und Wahrheit, eine stille, leuchtende, aber auch ticse Freude. A. IL Eine Reihe von den besten Schöpfungen der Erzählerin haben im Laufe der Jahre im„Unlcrhaltungsblatt' ihre Stätte gefunden zeihung. Derartige Szenen führe ich zuweilen auf." Heftig atmend besann sie sich und sprach dann mit reiner und ruhiger Stimme weiter:„Die Zirtassicrin, mit der Sie sich vorgestern vergnügten, teilte mir nun mit, was Sie ihr erzählten... ES ist nicht der geringste Zweifel, daß der alte Fellache Ihnen damals die Wahrheit berichtet hat, besonders was die Worte des Effendis betrifft, der Sie brachte.— WaS ich von Achmcd-Abd-cl-Gawad gelernt habe, ist Spekulation. Weiß Gott, ich hatte Gelegenheit, mir Kenntnisse anzueignen, insbesondere wenn er sich betrank und geschwätzig wurde. Seit er tot ist, mache ich auch kleine Geschäfte— es zerstreut mich. Es ist das einzige, was ich noch vom Leben habe." Sic steckte sich eine Zigarette an. „Ich engagiere Sie als meinen Agenten. Ich hätte das ja tun können, ohne Sie in alles einzuweihen. Aber ich nahm an, Sie würden mich weniger betrügen, wenn Sie wissen, daß ich Ihre Mutter bin.— Nun leben Sie wohl." Sie reichte ihm die Hand. Ehe sie es verhindern konnte, hatte er einen heftigen Kuß darauf gedrückt, so heftig, daß er sich an den Edelsteinen die Lippen ritzte. Sie entzog ihm die Hand sehr schnell. Er verbeugte sich stumm. An der Tür drehte er sich noch einmal um und warf ihr einen dunkel grübelnden Blick zu. Sie erwiderte ihn nicht, sondern blieb zusammengesunken, klein und zerbrechlich sitzen, so, als habe sie nicht einmal mehr die Kraft, den Kopf zu erheben. Er wartete noch kurz, und dies Warten erschien ihm endlos. Endlich hörte er eine tonlose Stimme:„Wenn ich Ihnen dienen kann, bitte!--- Ich habe Einfluß... Nun lassen Sie mich allein." Das Dekret. Waren nicht zufällig eilige Angelegenheiten in der Schwebe, so zog man schriftlichen Verkehr vor. Der nächste Anlaß war der, daß Hassan für seine Mutter einen außergewöhnlich günstigen Terrainverkauf an ein großes Magazin in der Stadt vermittelte. Als Gebühr gab sie ihm 25 Prozent der sehr hohen Summe. Die Briefe trugen die Anreden: und zunächst„Monsieur".— Später dann und wann„Monsieur et arni". Außerdem gab die Seijide ihm als Zugabe gute Rat- schlüge. Er stiftete im Laufe dcS JahrcS 800 Pfund für einen wohltätigen Zweck, die„Soeistö cl Orva cl Woola", und schickte 100 Pfund alL Beitrag für den jährlichen Kaabatcppich nach Stambul. Dies und einige ihm unbekanntere Verwendungen der rätselhaften Frau hatten zur Folge, daß er am Jahrestag der Hedschasfahrt den Bcy-Tttel erhielt. Es war der Tag seiner Ernennung. ES war niemand bei ihm, als er das Ministcrialdekret bekam. Er las es mit Genugtuung. Er befand sich gerade im Rauchzimmer seines üppig ausgestatteten kleinen Palastes auf Gezire. AlS ihm die Ernennung gebracht wurde, unterbrach er die Lektüre der„Daily Mail" und des Blattes„El-Mokattam" und versank in behagliches Brüten, wobei er den Blick starr auf die geschlossene Mcschrebtje richtete, durch deren Gitterwerk das Blau flammte. Er war noch etwas fetter geworden. Seine blaßbrauncn Wangen drängten sich marinorblank und überladend auf den kurzen Kragen. Sein Hals hatte sich, während er zusammengesunken auf dem Divan saß, ganz versteckt. Seine Brauen saßen noch höher, noch zugespitzter auf der Stirn, da deren Falten sich für ständig angesiedelt hatten; diese Tatsache gab dem Gesicht den Ausdruck eines stereotypen Erstaunens. Eine kohlschtvarze, sehr knapp geschnittene kleine Bürste saß auf der Oberlippe; der negcrartige Schnitt des Mundes hatte sich leicht vergrößert. Eine der zierlichen Hände, die herabhing, spielte mechanisch mit den grünseidenen Quasten einer Bern- stcinkctte. Er gähnte jetzt, so daß seine runden, bläulichen Augen sich mit Wasser füllten, und klaschte dann in die Hände, nach- dem er die Spielkctte in die Tasche versenkt. Ein feucht blickender Knabe in einer grünen Kelabije kam daS Treppchen herab, das in das Rauchzimmer führte, und tauschte dcS Gebieters grüne Hauspantoffeln gegen knappe Lackschuhe um. Dann schwebte er voraus und brachte mit weicher llutcr- würfigkeit den Tarbusch und einen Stock mit dickem, goldenem Knopf. Draußen regten sich die Bauwabö: heisere Weisungen pflanzten sich durch den Garten fort, und nach fünf Minuten stand das Geführt bereit. Es war erst vier Uhr nachmittags, aber eS drängte den neugczimmcrten Bey, seine junge Würde spazieren zu fahren. Noch auf der Brücke zögerte er, wohin er sich zunächst wenden solle, dann befahl er:„St. JamcS". (Forts, folgt.) Sozialdemokratiselier WatMn !. 14. Berliner Reieiistagsvalilkr. Frankfurter Viertel, Bezirk 256. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genes fia, Frau Antonie Lenschner Wallnertheaterftr. 4 gestorben ist. 212/lZ Ehre ihrem Audenre«: Die Einäscherung findet heute Dienstag, den 14. März, nach- mittags 2'/, Uhr. im 5iremateriu»t, Gerichtstrage, statt. Felerzdorger Viertel. Berlik ZB4. Den Mitgliedern fem« zur Nachricht, dag unser Gen off«, der Korbmacher Umü Gramme Schrein erstr. 13 gestorben ist. Ehre seinem Zlndenke«: Die Beerdigung findet morgen Mittwoch, den 15. März, nachmittags 2 Ubr, von der Haie des Ost- FriedhoseS m Ahrensselde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht ver Vorstand. SozialiiemokratiselierWatilTerelD 1.1 SJerl. ReUbstagswaMkreis. 8. Abt. Bez. 698. Hm Freilag, den 10. März, verstarb unser Genosse, der Tischler VVilkelm Irippaer tlortzingstr. 42. Ehre seinem Audeuren l Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Aärz, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Friedhoss der Freireli» giösen Gemeinde. Pappel-Mce Nr. 15/17, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 225/7 l>«r Vorstand. Beizlzelier Relzarbeilmerlianl!. �astletelle Berlin. Xarlirnk. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege, der Tischler Franz. Müller, Blumcnstr. 46, im Alter vou 40 Jahre» gestorben ist. Die Beerdigung fand am Freitag, den 10. März, aus dem städtischen Friedhos m Buch statt. Ten Mitgliedern serner zur Nachricht, daß unser Kolleg«, der Tischler �Vildelm Irippaer, . Lortzingstr. 42, lim Alter von 56 Lahreu ge< I starben ist. I Die Beerdigung findet heute l Dienstag, den 14. März, nach- I Mittags 4 Uhr, von der Kapelle I des Friedhofes der Freireligiöse!! I Gemeinde in der Papfielallee aus j statt. Ten Mitgliedern fern« zur I Nachricht, dag unser Kollege, der s Drechsler Ulbert petr!, Treptow, Graedstraße 50, im Aller von 52 Lahre« ge- starben ist. Die Beerdigung findet beule Dienstaa. den 14. März, nach- mittags o';, Uhr. von der Halle des neue» Gemeinde-Friedhofeö in der Kiesholzsttafie aus statt. Den Mitgliedern seni« zur Nachricht, dag unser Kollege, der " Korbmacher Eduard Grumme, Schrein erstr. 13, l im Alter von SO Jahre» ge- | starben ist. I Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 15. März, nach- mittags 2 Uhr, m AhrenSseldc ! statt. Ehre ihre« Audeukent Ilm rege B-teiltgung«sucht ! 83/20 Tie Ortsverwaltnng. 1 Äiteiter-SctmnmYerBln.M-. Allen Mitglieder» zur Nach- �richt, daß unser Mitglied Paul Eeißriae I bcl einem Sturmangriss de» Tod 1 gesunden hat. Ehre seinem Andenken: >282/13 Der Vorstand. Am 11. März fiel ans dem Kriegsschauplatz unser Mitarbeiter, der Maschinenmeister 4056 Erich Richter im Alter von 21 Jahren. Ein ehrendes Andenken wird ihm stets bewahren Das Personal de» Buchdruckerei Gebr. Entst, Berlin. Allen Belanntrn, Genossen und j Genossinnen die traurige Nach- richt, dag meine liebe Frau Eai5e Leiirnann geb. Lehmann am 11. März nach lurzem Leiden verstorben ist. 97A Berlin-Mari endors, Kurfürften- sttage 17, den 12. März 1916. Der tiesbetrübte Gatte Hormnnn I.ehniann nebst Söhnen Artur und Otto. Die Beerdigung findet ani Donnerstag, den 16. März, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- Halle, Friedenstrage, auZ statt. SozlaWemokratisclierWalilverein fiarienilor}. Nach kurzem Leiden»«schied unser Mitglied, die langjährig tätige Genossin Euisl Lehmann Kursürstcnstr. 17, im 46. Lebensjahre. Ehre ihrem Andenke«: Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. März, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- balle des Mariendorfer Kirchhofes aus statt Um rege Beteiligung ersucht 104/20 vor Vorstand. Verband d. Brauerei- QJiihlen- 1 arl!eitern.Yerw.BEFiiIssenossen. Zahlstelle Berlin. Hiermit beuachrichtigen wir unsere Mitglieder, dag der 5!ollege Robert Görlich (Stallmann in der Borussia- Brauerei) gestorben ist. 42/7 Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 14. März, nach- mittags 4 Uhr, aus dem Äeigeu- leer Gemeinde-Friedhofe in der Fallenbcrger Straße statt Wir teilen serner mit, dag der Hosarbciter, Kollege Eran? Bahr /Brauerei Köntgstadt) verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet morgen Mittwoch, den 15. März, nach- mittags 3 Uhr, aufdcmGetbsemane- Kirchhos in Niederschönhausen statt Zahlreiche Beteiligung wird er- wartet. Die Ortsverwaltung. DeutseberHetailarbeiter-Yerbanill Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß satfer Kollege, der Schnitt- arbcitcr Reinbold Gntzeit Neukölln, Waltcrstraße 23 am 10. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 14. März, nach- mittags 2°/z Uhr, von der Leichen- balle des oiemeinde-Friedhoso am Mariendorfer Weg aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. 113/11] Tie crtsderwoltnng. Nachruf. Hierdurch die traurige Nach- richt, dag unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neste, der Maschinenarbeit« Karl Hering am 7. März im Lirchow-Kravten- hause im All« von 24 Jahren verstorben ist. 120A Dies zeigen tiesbetrübt an Die tranernde» Elter« und Bruder nebst Frau, Watdstr.'42. Am 2. März fiel bei den Kämpfen uns« lieb« Freund, der Muskett« 7921 AlfredSaner Er war uns stets lieb und wert und wird uns tnnn««n- o«gebllch blewen. Die ehemaligen Mitglieder de» Schwinnnrereins„Berlin", Abt. I. Am 2. März fiel unser lieber I Sohn und Bruder, der Buch-> druck« Frliz Grotzke| Jns.-Reg. 64, 1. Komp. im Aller von 20 Jahren durch einen Volltreff«. 129A In tiefstem Schmerz Di- Eltern August und Lnise Grotzke. Gustav a. Bruder, z.Z. uu Felde. Er war s» gut,« starb sv früh, L« th« recht gekannt, vergißt ihn nie. 129A Die Verordnung d«S Oberkommandos in den Marken detreffend Höchst. preise und Belchlagnahme von Led« tritt mit dem 15. März 1916 in Kraft. Die vollständige amtliche Bekanntmachung dies« Verordnung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der»Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". Berlin, den 14. März 1916. Ter Polizeipräfident. 107. I. MIl. 16. Verwaltung: Berlin. Tel-Amt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30 Sezirks-Versatmuhmg Tischler-Bezirk Süden. Mittwoch» den 15. März 191 Q, abends SVj Schönleinstr. 6 bei Ewald. Tagesordnung: 1. Bericht d« Kommisfion. 2. Wahl der Delegierten zur Gc««alversamullung. 3. Berbandsangetcguiheite». Uhr. NeckknrngmSliilkr-Nelsllminlmllj Bezirk Obersciiöne�sido (Abteilung Flugplatz). DicnStast, den 1�. März, abends 51Ii Uhr, bei Sank, Niederschöneweide, Haffclwcrdcr Str. 12. 84/1_ Die Ortsverwaltnng. Dtnoaltungsstelle Serlm M 54, Lmellkr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9— 1 und von 4— 7 Uhr. Die Vertrauensmännerkonferenz der Eisen- möbel- und Schwarzblech-Schlosser fällt im Monat März ans. 113/12 Tie Ortsverwaltuug. Für die vielen Beweise h«zlich« Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Gatten Hermann Meyer sage ich hiermit allen Verwandten sowie dem Herrn Ches, Meister, Kolleginnen und Kollegen der Tclesunlen- Gesellschaft meinen herzlich Tanl. UTA Ww. Minna Meyer. 0nk\ Tanksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Ableben unseres lieben Sohne». Bruders und Bräu- tigauiS Paul itailcr sagen wir allen, besonders dem Zen- tralverbaud der Handlungsgebilfen «Ortsgruppen Berlin und Nürnberg) sowie dem Wahlvcrein Steglitz unseren Danst Tic trauernden Hinter- bliebenen. „fisier Blind", tinU- und Produktivgenossensebaft freier Gast- u. Schankwirte Berlins und Umgegend. Eingetragene Genossenschaft mit be- schräntter Haftpflicht in B«lin. Bilanz vom ttl. Dezember ISIS. Aktiva. M. Kasia-Konto...... 4706,12 Inventar-Konto.... 1000,— Utensilien-Konto.... 100,— Fastagen-Konto.... 1560,85 Gespann-Konto.... 1577,— Waren-Konto..... 53010.45 Debllorcn-Konto.... 12688,70 Summa M. 74543,12 M. 2246,34 3558,83 6000,— 18803,28 44034,67 Passiva. Mitglied cr-KaPilal-Kontv. Reservesonds Konto... Verband d. freien Gastwirte Kreditoren-Konto.... Reingewinn......_ Summa M. 74643,12 Gewinn- und Berlust-Konto. Debet. M. An Fastagen-Konto.., 1571,52 , Gespann-Konw... 14276,30 „ Handlungs-Unkosten-K. 7485,80 „ Gehalts- u. Lohn-Konto „ Provisions-Konto., , Inventar-Konto... „ Utensilien-Konto... „ Zinsen-Konto.... » Neingewwn...._ Summa kl'i. 90083,53 Kredit. M. P« varen-Konto... 90083,53 15820,95 1916,— 4666,19 118,15 193,95 44034,67 Summa Ml 90003,53 Die Mitgliedeizahl betrug am 1. Januar 1915 81. Im Laufe des Geschästsjahres 1915 ewgetretcn 12; ausgeschieden durch den Tod 3; mit- tun Milgliederzaht am 31. Dezember 1915 90, 102/13 Die Hastsumme betrug am 31. De- zember 1914 1620 M., am 3 t. De- zember 1915 4500 M.; dieselbe hat sich demnach um 2880 M.«höht. Die Geschäjtsguthaben betnigen am 31. Dezember 1914 1658,49 M., am 31. Dezember 1915 2246,34 M.; die- selben haben sich demnach um 5i7,d5 Mark erhöht. Der Borstand: loset llraake. Paul Obiglo. flnuillon Bollkrllktlge Ornalltät. 100 Stück M 2,-, 200St.4,3S frk., 1000 8115,50 Irk. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahn str.4. _ einer I-eibbintle? Sämtlicho Systeme am Lager resp. nach MaUanfertigang sowie Bruchbandagen � Artikel z. Gesundh.- u. 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