Nr. 75.- 1916. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Mittuioch, 39. Marz. Die amerikanischen CisenstaöLe. Unser atjjitn&uusdjcr Korrespondent schreibt uns: Vor kurzem hatte ich Gelegenheit� die amerikanischen Eisen- städte Bethlehem und Pittsburg zu besuchen� die in diesem Kriege eine besondere Art Berühmtheit erlangt Hadem Beide Städte liegen im Staate Pennsylvania, Bethlehem ungefähr Sö englische Meilen nördlich von Philadelphia; Pittsburg kann man nach neun- ftündiger Eisenbahnsahrt gen Westen von Bethlehem aus erreichen. Dem Europäer will der Name Bethlehem für eine Kanonenstadt durchaus nicht behagen, es sei denn, daß er an der beihenden Ironie Gefallen findet. In den Vereinigten Staaten fällt der Name nicht im geringsten aus. In einem Lande, wo ein elendes Nest den Namen Rom oder Athen führt, darf auch die Stadl der Mordinstrumente die alte Welt verhöhnen. Es waren deutsche Einwanderer, die der Stadt den Namen gaben. Bethlehem wurde von den Herrenhutern gegründet, die auch jetzt noch in der Stadt einen großen Einfluß ausüben und mehrere große religiöse und Crziehungsinstitute bcsitzem So ausgeprägt deutsch ist der Charak- ter des Ortes, daß man dort ganz gut mit der deutschen Sprache auskommen kann. Man muß allerdings die deutschen Mundarten etwas beherrschen, um das pennsylvanische Deutsöb, ein Gemisch von pfälzisch, schwäbisch und englisch verstehen zu können. Redet man auf der Straße einen Menschen an, so kann es vorkommen, daß einem nur in gebrochenem Englisch geantwortet wird..Da hascht a Room"(Zimmer), so weist einem der Wirt sein Zimmer an. Die Gegend von Bethlehem erweckt auf Schritt und Tritt bifr tische Erinnerungen. Da erblicken wir den Jordan, die Orte Jerw salem und Nazareth; daneben kommen in buntem Gemisch englische und indianische Namen vor. Bethlehem macht mit seinen vielen Schloten einen überaus traurigen Eindruck. Die Stadt ist noch im Entstehen begriffen. Herr Schwab, der Krupp des Ortes, soll den Ehrgeiz haben, ihn zu einem zweiten Pittsburg zu machen. Zurzeit sieht der Ort mehr wie ein großes Dorf aus. Die vielfach zerstreut stehenden Holz- Häuser, in d:nen die Arbeiter wohnen, machen meist einen kläglichen Eindruck. In diesem Nest herrscht Charley Schwab, wie ihn die Arbeiter vertraulich nennen, als unumschränkter Herrscher. Er gebietet über die großen Stahlwerke, die Tag und Nacht ihre Rauch- Wolken zum Himmel senden, um den völkerfressenden Krieg zu füttern. Dieser Schwab ist ein gar gestrenger Herr. Er duldet keine Arbeiterorganisation. Er hat iogar Spione, die jeden denun- zieren, der im Verdacht steht, einer Gewerkschaft anzugehören. Die Arbeiter Bethlehems wagen eS daher auch nicht, öffentlich in der Ar- beiterbewegung hervorzutreten. Nur die Brauer find hier wie in ganz Amerika gut organisiert; sie spielen hier daher auch in der schwachen Arbeiterbewegung die Hauptrolle. Der Sekretär der Brauer besetzt alle exponierten Posten in der Betvegung. So ist er auch der Vor- sitzende der deutschen Gruppe der Sozialistischen Partei, die sich die größte Mühe gibt, eine englische sozialistische Bewegung am Leben zu halten. Dieser Sekretär ist ein typischer deutscher Arbeiter, der durch die Schule der deutschen Arbeiterbewegung gegangen ist. In Sachsen wegen seiner Zugehörigkeit zum Eisenbahnerverband gemaßregelt, wanderte er nach Amerika aus. Hier tat er sich bald in einem Streik der Brauereiarbeiter hervor, und die Brauer ließen ihn ihr Handwerk lernen. Jetzt ist er Leib und Seele der lokalen Arbeiter- bewegung, der er seine ganze freie Zeit widmet. Solche deutsche Arbeiter trifft man in Amerika an vielen Orten an. Sie lassen sich durch keine Mißerfolge verstimmen und avbeiten oft jahrelang auf einem Gebiet, das die Mutigsten und Hoffnungsvollsten zur Verzweiflung bringen kann. Was hier von deutschen Arbeitern still uird ruhig in zäber, aufreibender Arbeit geleistet wird, ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie, die ihnen die Schulung gegeben und den Geist des Sozialismus ein- geimyft hat. In den Stahlwerken Bethlehems arbeiten zahlreiche Angehörige der europäischen Zentralmächte bei der Herstellung von Geschützen und Munition für den Krieg. Die Mahnung, daß sie sich deshalb schweren Strafen aussetzen, sollten sie nach der alten Heimat zurück- kehren, scheint wenig gefruchtet zu haben. Auch in Pittsburg arbeiten zahlreiche Arbeiter aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn in den Munitionsfabriken. Die Deutschen sind fast ausschließlich gelernte Arbeiter. Erwähnt muß werden, daß von den in der sozialistischen Bewegung PittsburgS tätigen beut- schen Arbeitern kein einziger in den Rüstungsbetrieben arbeitet, ob- wobl sie dort zurzeit viel Geld verdienen könnten. Arbeitskräfte sind in Pittsburg sehr gesuckt, namentlich gelernte Arbeiter. Pittsburg, die»Hölle mit dem abgehobenen Deckel", ist schon so häufig beschrieben worden, daß sich eine weitläufige Schilderung erübrigt. Die rauchige, übel riechende Eisenstadt mit den ge- waltigen Werken des Stahltrusts und den anderen Riesenbetrieben liegt in einem gebirgigen Gebiet, wo der Monongahela(der Schmutzfluß, wie ihn die Indianer tauften) und der Allegheny(der klare Fluß) zum Ohio zusammenfließen. In einem Umkreis von 10 englischen Meilen leben mehr als IM, Millionen Menschen, die meist in der Eisen- und Stahlindustrie Beschäftigung finden. Der Pittsburger Distrikt produzierte im Jahre 1912 etwa zwei Mil- lionen Tonnen Roheisen mehr als Großbritannien. Man sollte meinen, daß es in diesem großen Industriegebiet eine ansehnliche Arbeiterbewegung gäbe. Der Stahltrust und die anderen Groß- betriebe verfolgen jedoch hier dieselbe gewerkschaftliche Politik wie Herr Schwab in Bethlehem. Von den Arbeitern des Distrikts ist nicht ein Sechstel organisiert. Am besten organisiert sind die Brauer und die Arbeiter der Bauindustrie. Auch die sozialistische Partei ist noch schwach; sie zählt 1599 zahlende Mitglieder, und ihre Kandidaten erhielten bei den letzten Wahlen gegen 19 999 Stimmen. Vor etlichen Jahren war die Parteibcwegung Welt stärker; dann kam die syndikalistische Episode, die die Bewegung zerrüttete. Diese Zerrüttung ist jetzt überwunden und die Partei macht wieder erfreuliche Fortschritte. Mein angenehmstes Erlebnis in Pittsburg war eine Versamm- lung der streikenden Gießer. Die Gießer streiken seit drei Monaten für den Achtstundentag. Die kleineren Unternehmer haben schon nach- gegeben, aber die Großbetriebe sträuben sich energisch gegen die Verkürzung der Arbeitszeit. Man hatte mich eingeladen, den strei- kenden Gießern einen Vortrag zu halten. Di« gut besuchte Ver- sammlung nahm einen schönen Verlauf. Am Ende des Vortrags trat ein greiser Engländer, der Nestor der Gewerkschaft, auf mich zu, schüttelte mir warm die Hand und sagte:„Wir sind keine Feinde!" Dasselbe tat ein französischer Genosse, der in der Partei- bewegung sehr tätig ist. Er erzählte mir von einem deutschen Kol- legen, der kürzlich zu ihm gesagt habe:„Ist dies nicht eine verrückte Welt? Drüben schießen unsere Landsleute einander tot, und wir hier sind Busenfreunde."— Von einem Rassenhaß ist in dieser Gegend, wo Arbeiter aus aller Herren Länder mit einander ar- beiten und Schulter an Schulter kämpfen, nichts zu spüren. In Pittsburg befindet sich die große von Carnegie gegründete technische Hochschule. Ganz unerwartet fand ich dort, daß unter Pro- fessoren und Studenten ein sehr freiheitlicher Geist herrscht. Die sozialistischen Studenten gründeten vor einem Jahre eine Zweigstelle der sozialistischen Studentenvereinigung. Der Verein hat 25 Mitglieder, darunter sechs Professoren, drei männliche und drei weibliche. Man hatte mich eingeladen, eine Versammlung in der Hochschule ab- zuhalten, zu der die Leitung bereitwilligst einen Saal zur Ver- fügung stellte. Die Versammlung wurde von ungefähr 299 Studenten und einem Dutzend Professoren besucht, und meine Ausführungen über den Internationalismus fanden lebhaften Beifall. Junge russische Studenten spielen in dieser tätigen sozialistischen Studenten- bewegung die führende Rolle.(z) kleines Kemlieton. kriegsstoffe. Wie auf so vielen anderen Gebieten, so hat der deutsche Erfinder- geist unter dem Zwange der Kriegsnotwendigkeiten auch zur Be- schaffung von Ersatzstoffen für knapp werdende Webwaren eine leb- hafte Tätigkeit entfaltet. Diese verschiedenartigen Versuche sind zwar bis jetzt noch nicht ganz zum Abschluß gelangt; doch läßt das bereits Vorhandene auf weitere äußerst günstige Ergebnisse hoffen. Ich habe einige dieser Neuheiten schon gesehen und finde, daß sie kaum von anderen Stoffen zu unterscheiden sind. Sind auch einzelne Gespinste nie ganz ersetzbar, so gibt es doch andere, bei denen diese Möglichkeit durchaus besteht. Man ist jetzt dabei, alle Möglichkeiten zu prüfen, und man hat auch bereits Rohstoffe herangezogen, an deren Ver- Wendung zu Gespinsten man bisher nicht im entferntesten gedacht hat. Als Ersatz der aus dem Auslande stammenden Schafwolle, der Baumwolle und Jute dienen zunächst unsere heimischen Gewächse wie Flachs und Hanf. Für den Anbau beider Gewächse ist in den be- setzten Gebieten Belgiens und Rußlands bereits ausreichend Sorge getragen. Ferner hat man die von altersher bekannten Nessel- g e w e b e, die lange überholt, dann fast vergessen ein Aschenbrödel- dasein führten, zu neuem Lehen erweckt und sie in sehr veredelter Art wieder eingeführt. Glanz und Farben lassen kaum den einst ver- achteten Stoff darin wieder erkennen. Die einfache Brennessel hat sich zur Verwendung durchaus bewährt. Als Haupterrungenschaft der neuen Versuche ist vorläufig ein Ersatz der Jute zu nennen. Es ist dies eine Vereinigung— so unmöglich es manchem scheinen mag— von Papier mit Spinnfasern, wie z. B. Papier mit Baumwolle oder mst Kunstseide. Aus diesen„Zellulosegarnen", wie ihre Bezeichnung lautet, tverden nicht nur Teppiche und Möbelstoffe, sondern auch be- reits Stoffe für Mäntel und Kleider, auch Seiden, sowie Wirk- waren aller Art angefertigt. Ebenso hat eine sehr wichtige österreichische Erfindung auf diesem Gebiet viel von sich reden gemacht. Das ist die Verwertung der Torffaser. Der Torf, der bisher ein ziemlich unbeachtetes Dasein geführt hat, höchstens als Brennmaterial diente, scheint berufen, künftig auch in anderer Weise zu unserer„Erwärmung" beitragen zu sollen. Man hat seine Fasern jetzt für die Verspinnung zubereitet und in Anwendung gebracht. Vorläufig ist wohl das wertvollste Präparat daraus— ob der großen Aufsaugungsfähigkcit seiner Fasern— die Torfverbandwatte. Dieser jetzt so ühjjjmus wichtige Stoff kann uns also auf unabsehbare Zeit nicht mehr ausgchen. Denn Oesterreich selbst besitzt ausgedehnte Torflager, und auch in Deutschland gibt es weite Torfmoore. Hier bietet sich demnach— im wörtlichsten Sinne— ein weites Feld der Anregung für den Ersatz fehlender Gespinstfasern. Noch einen wichtigen Ersatzstoff besitzen wir in der K u n st- wolle. Sie wird aus alten wollenen Lappen und Lumpen gemacht, die durch ein besonderes Verfahren in kleinste Teilchen„gerissen" und dann zu neuen Geweben verarbeitet werden. Man sieht also schon aus diesen kurzen Ausführungen, daß der Erfindergabe hier weit: Grenzen gesteckt sind, und daß für das Webstoffach kein Gewächs zu gering ist, als daß man nicht den Versuch wagen würde, daraus irgendein brauchbares Gespinst zu erzeugen. E. L.(z) Kannibalismus auf Neu-Suinea. Der Verwaltungschef des holländischen Süd-Ncu-Guinea, Herr Plate, bat in einem im Haag gehaltenen Vortrag manches Jnler- esianle über die eingeborene Bevölkerung, die Papua oder richtiger Marin d-Anim mitgeteilt. Bis zum Amtsantritt des Herrn Plate im Jabre 1912 stand die holländische Herrschaftsorganisaiion dort nur aus dem Papier. Das.Kopfschnellen" war in Blüte, die Ram- pong— die Eingeborenenlager— zogen in corpors auf die Kopijagd aus und kehrten reichbeladen mit Köpfen und geraubten kleinen Kindern heim. Herr Plate beschloß, den allen Brauch durch energisches Zugreifen auszurotten. Von den„ZuchtigungSzügen", die er löl3 uniernahm, brachte er über 199 frische Köpfe und über S99 alte Schädel mit. die ihm das Volk ausgeliefert hatte. Nicht überall ging das auf gütliche Weise. Ab und zu machte die Polizei Ge- brauch von ihren Waffen, bei einer Gelegenheit wurden drei Papua niedergeschossen. Der Vortragende gab an der Hand von zwei mit- gebrachten Köpfen eine Darstellung der Methode des Kopf- SchnellenS. Von den abgehauenen Köpfen werden die Fleischteile gelöst und mit Sago gemengt verzehrt. Der Kopf wird hierauf pläpariert. Als Beweis, daß die Bevölkerung noch in neuester Zeit kannibalische Gewohnheiten hatte, diente ein halb abgenagter mensch- licher Unterarm. Auch andere Sitten suchte Herr Plate auszurotten: so das Be- graben der Verstorbenen neben ihren Wohnungen und ihr Wieder- ausgraben nach 7 Tagen, wobei das Leichenwasser getrunken wurde; ferner das Lebendigbegraben von Menschen, deren Tod nahe bevor- zustehen scheint. Auch Bräuchen, die der Vortragende als ,un- moralisch" verdammte, ist er als Amtschef zuleide gegangen, so der Preisgabe der Frauen an den ganzen Kampong.— Er hat auch eine Volkszählung vorgenommen, die viel Schwierigkeiten darbot, da die Papua in viele Altersgruppen verteilt leben, die besonders registriert werden mußten. Der Vortragende stellte mit Genugtung die Erfolge seiner Kulturarbeit fest:„Das Volk hat sich au die Anwesenheit einer Re- gierung gewöhnt. Es machte auch mit der Polizei und dem Straf- lichter Bekanntschaft,* Der überzeugendste Beweis, daß ein Fort« schritt in den Zuständen vorhanden ist, liegt aber für den Sprecher, darin, daß die Papua seit 1914 Steuer zahlen, wenn auch vorläufig nur in Naturalien...._ Notizea. — Vortragsabend. Nora Zepler veranstaltet am 3. April, 8% Uhr. im Harmoniumsaal einen Vortragsabend. — Dr. Georg H i r t h, der bekannte Münchener Verleger und auf mannigfachen Gebieten tätige Schriftsteller, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Er war Mitbesitzer der liberalen„Mün- chener Neuesten Nachrichten", der größten bayerischen Zeitung, und Begründer der„Jugend". Er war von der Politik ausgegangen, hatte sich aber dann immer mehr seinen künstlerischen und wissen- schaftlichen Neigungen hingegeben. Er rief den„Formenschatz", eine kunstgewerbliche Vorbildersammlung, ins Leben, sammelte eifrig, förderte die mit der Sezession aufkommende neue Kunstbewegunz. Seine kraftvolle Persönlichkeit setzte er für künstlerische und sittliche Freiheit ein. Die Halbheiten des Liberalismus und die Rücksicht- nähme eines Allerweltsblattes hat er freilich mit in den Kauf ge- nommen. Hirth gehörte zu den in Deuffchland immer seltener werdenden Privatgelehrten, die ohne amtlichen Auftrag ernste wissenschaftliche Studien treiben. Seine Leistungen auf natur- wissenschaftlichem Gebiet, auf dem et besonders sich mit psycho- logischen und physiologischen Forschungen beschäftigte, mögen be- stritten sein, sie zeugen immerhin für einen Kopf, der für viele Probleme ein waches Auge hatte und inS Weite strebte. — Mu st erbet spiele für die Lazarettbeschäftigung. Arbeiten aus dem unter Leitung von Prof. Hugo Eberhardt siebenden Lazarett für Berufsübungen„Technische Lehranstalten Offenbach" sind bis einschließlich Sonntag, den 2. April, im Zentral- instilut für Erziehung und Unterricht, Berlin W, Potsdamer Straße 120, unentgelllich ausgestellt. Die Ausstellung ist geöffnet werktags von 2—6 Uhr, Sonntags von 11— 4 Uhr. 65] Oer Sang öer Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. „O. dem ist abzuhelfen," sagte plötzlich jemand auf fran- zösisch, mit einer hellen, kalten Betonung. „Ah! Madame! Ich bin in Ihrer Hand. Ja, was ist nun zu tun?" Die Seijide kam zum Vorschein; sie schwebte lautlos heran; und zuweilen knirschte die schwere Seide ihres Gewandes. Sie war erstaunlich, schier ziverghaft klein. Sie brachte ihr Gesicht ganz nahe an das seine und flüsterte beziehungsvoll: „Er ist Kontrolleur beim Jrrigaffon-Departement?" „Ja. ja, das ist er," flüsterte Hassan fast ebenso heimlich zurück. „Ich weiß etwas über ihn!" kicherte der Seijide. „Ich weiß etwas über ihn.. „Ha! Was wissen Sie?" „Er nimmt Backschich!" „Von wem, Atadame, und wofür?" „Was weiß ich!" „Ich beschwöre Sie, Madame..." „?!un, vielleicht von den Bauern..." „Backschisch von diesen Schweinen! Welch' eine Be- sudelung!— Wofür nimmt er es denn?" „Sie überfragen mich!" „Ich beschwöre Sie.. „Nun, vielleicht öffnet er ihnen die Kanäle... Zur ver- botenen Zeit..." „Sehr gut!" sagte Hassan und war tief befriedigt. „Sehr gut!" Auf einmal war er in einer sonnigen stillen Straße der Gardencity. Die Seijide schritt vor ihm her, tief verschleiert. „Wohin führen Sie mich. Madame?" Sie schwieg und ging eilig voran. Wiewohl die Sonne im Zenith stand, war der Verkehr aus der Straße äußerst schwach. Dann und wann sah er Menschen, aber sie gingen alle seltsam fern und schnell an ihm vorbei; rückten gleichsam hinweg, wenn er ihnen mit den Blicken folgte, um, an die Straßenenden verpflanzt, in eben dem Zeitmaß weiterzuschreiten, das er zuerst an ihnen bemerkt. Und dieses Zeitmaß war das des gewöhn- lichen Alltags. Es kam Hassan nicht zum Bewußtsein, was ihn in so dunkle, schwebende Spannung versetzte... Er spürte, ohne sich darüber klar zu werden, daß ihm an der völligen Empfindung dieses Alltags etwas fehlte: der Lärm. Es herrschte absoluter Mangel an Geräuschen. Er sah offene Münder, bunte Gebärden, streitsüchtige Hände... Aber es war still; und diese Stille war eine Krankheit. Er hörte nicht den geringsten Laut, als das Geräusch der eigenen Schritte und das Knistern des schwarzen Gewandes, dem er folgte. Die Gegend war ihm durchaus vertraut. Sie schritten die Sharia-el Dakhliek herab, nahmen ein kurzes Stück der Falaki mit und bogen dann nach Vollendung der Ed-Dawawin in die Schesch-Rihan. Die Falaki herab sah er ganz fern einen regen Verkehr auf dem Platze Bab-el-Luk, ganz wie sonst, doch alles schien ihm wie Spiel bunter Fische hinter dicker, gläserner Scheibe. Doch überkam ihn nicht die leiseste Ver wunderung darüber, daß er nichts hörte. Eine süße und quälende Gewißheit, daß er am Ziel des Weges Rache nehmen werde, daß diese Rache ihm dort bereitet sei, wie ein buntes Zelt, in dem er prächtig Hausen könne, beengte seinen Atem. Er vertraute sich blind der Führung an. Jetzt gingen sie durch die Fikusgruppen des Midan- Mabduli. Hassan sah Bekannte; sie gingen fern und reserviert vorbei; sie stolzierten inpompösen Häuflein und mit seiertäglichem Schlenkern der Aermel; all die schwarzbärtigen oder rasierten, beleibten Gauner, die zu leben verstanden... Er traf mehrmals dieselben wieder, auf eine ganz verzwickte Art und Weije. Es waren Abu-Kef, Mohammed-Abu'l-Sikr, Zedan-Jussef-el-Abaza und Abu-Katkus... Sie alle gingen an ihm vorüber und lächelten; ja, als er sich umwandte, schienen sie mit den Rück- feiten zu lächeln und stehenzubleiben, während welcher Be- schäftigung sie zusammenschrumpften. Auf einmal traten sie insgesamt vor ihm wieder hinter einer Straßenecke hervor, so als' hätten sie inzwischen mit märchenhafter Behendigkeit emen Umweg gemacht, um ihn wiederum mit einem Lächeln über- raschend zu blenden... Es war, als wüßten sie alle um sein Geheimnis, so als sei es öffentlich und schlage Breschen von Stille in den Straßentumult, als wuchere es um sich, und als halte alles von Atem an, um ihn nicht zu hindern, beileibe nicht an der Ausübung seiner Rache zu hindern... Während er sich dies klarmachte, hatte die Seijide einen Vorsprung gewonnen und bewegte sich auf dem weiten ausgestorbenen Midan Abdin, dem Platz vor dem Palast des Khediven, wie eine schwarze Heuschrecke auf gelbem Sand. Sie bewegte sich, klein und ein- sam. Es war füll wie in einer weiten Gruft. Die Häuser im fernen Umkreis glichen grauen Mauern. „Ah! Ich muß ihr nachkommen!" dachte Hassan und be- eilte sich. Sie war inzwischen vor der großen Freitreppe an- gelangt und erwartete ihn. Dann wies sie auf den weiten zweistöckigen Palastkomplex und sagte flüsternd:„Nun, was sagen Sie dazu?— Sehen Sie hier meine Beziehungen?" „Erstaunlich, Madame I" meinte Hassan.„Es muß viel, eS muß ungeheuer viel Platz sein in diesen Beziehungen! So hohe Fenster haben sie!" „Das will ich meinen," sagte die Seijide geschmeichelt. „Mein Einfluß ist weitläufig." „Aber er ist versperrt!" versetzte Hassan und wies nach der Tür. „Da irren Sie!" erwiderte sie voll Mitleid.„Der Einfluß ist offen! Sehen Sie nur genau hin!"— Richtig, die Tür stand breit geöffnet, wie ein schwarzes Loch. „Verfügen Sie sich hinauf!" sagte sie jetzt.„Ich bin enorm mächtig!— Es hat mich viel gekostet!— Fünfhundert Feddan Land, verpfändet auf zwanzig Jahre..." Er nickte voll schwerer Anerkennung. Sie war inzwischen zurückgekrochen und stand als kleiner, schwarzer Punkt ans dem weiten Platz. Er ging die Treppe hinauf und sah in eine Flucht vollkommen kahler Säle hinein. Im letzten, der die Flucht abschloß, blitzte es wie Gold.«Das ist meine Rache.. sann er;„das Goldene dort..." und machte .sich aus den Weg. (Forts, folgt.) Dcntschcs Theater. Direktion: Max Reinhardt T'/z Uhr: Macbeth. Donnerstag: Macbeth. KammcrNplele. 8 Uhr; Der eingebildete Kranke, Hierauf: Ballett. Donnerst.: Oer eingebildete Kranke. Hierauf: Ballett TolksbOhne. Theater a. BOlowpl. 81/1 Uhr: Doppeluelbutinord. Dir. Meinhard-Bernauer. Theater i.d.Koniggrätzerstraße T'/i Uhr: Kin Traunisplel. Komödienhaus 8 Uhr: Kameraden. Berliner Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Sessing-Theafer. 8 Uhr: Die gutgeschnittene Ecke. (Albert Bassermann.) Donnerstag: Komödie der Worte. (Albert Bassennann.) Deutsch. Wlnstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Die Melige Kxzellenz. URANIA Tanbenstr. 48/49. 4 Uhr(halbe Preise): Der Jtonzo u. Oesterreichs AdriakDsto. 8 Uhr: Prof. Dr. Walfher-Halle: Der Krtejg In den tigyptlnclien Wüwtcn Theater für Mittwoch, den 29. März. MontiN Operetten-Theater s uhr: Der Sterngucker. Ilewldenz-Theater 8*/. ub: Loge No. 7�7 Schiller-Theater O. s uhr: Mhetm Teil. Schlller-Th.Chartottenbj. Deutsches Opernhaus Cbarlottbg. 8 Uhr: Die Walküre.(Wotan; Kammers. F. Plasohke.) Frledrlch-Wllhelmsfädt. Theater. s uhr: Das Dreinräderlhaus. o.br. Herrnfeld.Th..t.r 8 uhr: Sokrates und Perlmutter. 1. April z.l.M.: DerSchiemlhl. Tflelnes Theater. 8 uhr; Logierbesuch. Komische Oper. 8 Uhr; Jung mulS man»ein. Lustspielhaus. 8'/, uhr: Der Gatte des Frlulelns. Metropol-Theater s uhr: Die Kaiserin aCaU s uhr; Das Lumpengesindel. Thalia Theater. 8 uhr: Blondmeben. Theater am Votlendorfpl. 3lli Uhr: Jalln« Cttsar. 8'/.u.- Immer feste drall! Theater des Westens s uhr: Das Fräulein vom Amt. mit Guido Thlelsoher. Trianen Theater. s'/.u.i RosesTheater. 8uhr: ich lasse Diehnicbl Morgen: Ter Hiittendofitser. Walhalla-lheater. 4 Ufir; AschenbrJVdel. Abends 8 Uhr: Es gibt nnr ein Berlin. Letzte Woche des März-Spielplansl Operette Spezialitäten Kino Frühjahrspreise (wochentags inkl. Steuer): Parkett-Fauh 1.-3. Reihe 4.— .. 4.-8. B.Parkett 8,— M, Reservierter Platz... 1.50 Eintritt....... I— ........ 060 Voigt-Theater. Badsir SS. Badstr. 58. Mittwoch, den 29. März: Alt-Heidelberg «In feine. Schauspiel mit lSesana in vi« Akten von O. Richter. Rassenerössnung 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Aümiralspslsst OroBes Eis- Ballett Nur noch einige Tage Das gegenwärtige T�gramm. Vorzügliche Küche! Tligl. 8 Uhr, Sonnt. 3'/, u.8 Nur noch 8 Tage Olga Desmond B.Mörbitz LeneLand u. das Riesen-März-Programm 12 erstklaaalge Nummern 12 Reiehshallen-Theater. Stettiner Sänger. Zum 151. Male! „Die von der Emden." Für Mtlitärper. Ionen sreier Eintritt zu den Anlang 8 Uhr. Stett. Sängern. ifircasJBttsdi Täglich 8, Sonntags 31/, u. 8 Uhr: 2000 Psd. schwer, belg. ArbeltSpserd Gollalbi.b.hoh.JchuI. ger.v.Botonl. Elwlno In seinen unglaublichen EnlsesselungS-Produfttonen I 4 Benollo», am Lustteck. Ellao Marten*, der lebende Psell«! 3 lalnczlck*, EiSlausalrobaten. Nur noch kurze Zeit: Das so beispiellos. Ersolg erzielte und noch immer beliebte Mysterienspiel Ein Wintermärchen. hülsen-Theater Mittwoch 8» Donnerst., Sonntag 8: Charlotte Klinger Freitag! Mttttersegen. Sonnavd. 4- Mar»ud Moritz. Possen-Theater UinienstraLe, a. d. Friedriohstr. 8'/. 8',. Kadi« Abenteuer Der große Augenblick mit Deonhard Haskel und Siegfried Berisoh Casino« Theater Lothringer Str. 37. Täai. 8 Uhr Neu I Neu! Das erste Dolksstück in dieser Spielzeit! Die Vogelscheuche. Dazu da» graste MSrzprogramm. Sonntag 4 Uhr: Sein Patent. Cigaretten. Vor der Stenererhöhung• Direkt ab Fabrik IV.Pf. 100 stück 0,85 M. IV.„.... 1,10.. 0'/.„„„ 1,75„ 5 ,»», ,, 2,80„ Gute Qualitäten. GeBffn. v. 8-8 Uhr, Sonntag* bl* 2 Uhr. Bei Bestellungen von 20 M. an Versand franko geg. Nachnahme. Sendungen ins Feld nur gegen Voreinsendung des Betrages. CigarellenfabrikW. Schnur, Berlin K 80, Chausseestr. 86, Fabrikgebäude, eine Treppe. Haben Sie Stoff? leH fertige daran Anruf od Paletot noch Mase, schick, dauerh. Zutaten ron 28 Mark an. Moritz Labend, Neue Promenade 8,11. fStadtb.Bärs) � JU Berliner Konzerthans. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Tftgllch Großes Konzert Berliner Konzerthaus-Orchester Eranz�fSun! Anfang 8 Uhr. Eintritt SO Pf. Anfang 8 Chr. Freitag, den 81. Müra: Große vaterländische Bismarckfeier wv veranstaltet vom Bund für fredwüligon Vaterlsndsdienst. Höbel-Golm�l Verband.. Hausarztvoreine „Bezirk Norden". Die Fortsetzung unserer am 18. März vertagten Keneral-Versammlnng flnelöf om im o*ten: Gr. Frankfurter Str. 58 Im Norden: Lnclstrake 47/48 Möbel... Kredit E8F" Kiesen-Aaswahl."�8 Komplette WotiDungs-GinrielitungeD u. einzelne Möbelstllelre In bekannt solider, gediegener Ausführung ■ zu billigsten Preisen-------- bei ganz kleinen wüchentl. oder monatl. Raten. Anzahlung nach(Jebereinkunft. JÄoderne farbigs Küchen GröBte Rücksich! bei Krankheit und Arbflilslosigkeit. Litefere auch nach anssvilrts."MfcQ Annonce mitbringen. Wert 5 Mark. Krlegtbeschädigte erhalten auQerdem noch S°l0 Extra-Rabatt Sonntag 18—� gcBOTnet. Suchhandlung Vorwärts, Verlin SW., llndenstr.Z Es lebe der Frieden! Von PH. Scheidemann, M.d.R. Preis 7SPf. Vereinsausgabe 40Pf. Aus dem Inhalt: Nnsere Friedensarbeit im Reiche— Internationale Friedensarbeit— Ist der Krieg ein anderer geworden?— ttnsere Friedensinterpellation-DasVerhalten der feindlichen Regienmgen: Rußlands, Englands, Frankreichs und Belgiens— Wie also steht es in Wirklichkeit?— Aussprechen, was ist!— ttnd am Schlüsse gibt der Ver- fasser klare Richtlinien: Wann dem Kriege ein Ende gemacht wird und wie wir zu einem dauerhaften Frieden gelangen. 83 Teppich- Engros- Haus Verkauf zu vorteükaftcn pretfen wegen Vergrößerung und Umbau unterer Räume Teppiche, Dekorationen, Tisch- und Dtwanöecken — 61nzeW>erhauf Slaötke& könlgsfelö, Serlin, Potsdamer Str. 97 � Zvetitte Dauo vom Dochbahnhof BOlowftraße. � Gute Kncher zu herabgesetzten preisen, soweit üer Vorrat reicht, liefert öie Knchhandlnng vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Ateirlo, Wh Eine königliche Lektion.— Ein Traum von John Ball. Gebd. statt M. 3.- für M.-.50 preczang, Emst, Die Glücksbude. Statt M. 2,— für M.—.50. Tolstoi, L., Reife Nehren. Gebd. statt M. 8.— für M.—.50 Weclclo, �olisnnes, Gedichte. Gebd. statt M. 3,— für M.— ,50 Weresdttociiagln, W., Russische Bolkstypen. Gebd. statt M. 3.— für M.-.50 Wellie,.J. Hh DaS Toleranz-Buch. Aufsätze und AuS- fprüche über die Freiheit der Meinungsäußerung aus dem 17., 13. und 19. Jahrhundert. Gebd. statt M. 3,— für M.—.50 Eeves, Q. Hh Goethes Leben und Werke. 2 Bde. Gebd. statt M. 6— für M. 8,— Di* mit literarischen und kitischen Anmerkungen versehene Ausgabe ist eine der besten Goethe-Biographien. Außerdem empfehlen wir eine Anzahl guter Romane in Broschürenform zu je M.—,50, und einen Posten älterer Reclam-Bändchen, je 4 Stück für M.—,50. Bei Kopfschmerzen, Neu- ralgie, Migräne hstst oft kw Mittel. Togal- Tabletten fttllen josort die ärgsten Schmerzen. Aerztlich glänzend begutachtet. In allen Apotheken zu M. 1.40 und M. 3.50. Ludet am Sounsbeull. den 1. Äpril, abends 872 Obr, in den Humboldt-Sälen, Hussiieustraße 40, statt. 498b SOT" Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt."SM Um gute Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verkäufe. Deppichr mit kleinem Fehler, sehr billig. Wardinen, Portieren. Stcvv- decken, Tischdecken, Diwandecken, seht billig. Vorwärisleier 5 Prozent Rabatt. Tevpichbaus Brünn, Hackdchct Markt 4(Bahnhos Börse). SonntaaS geöffnet._ 254)3« Meiste Schmierseife, als gut von meinen Kunden erprobt, Psund 60 Psg. Julius Gultjeld, Berlin, Poisdamerstraffe 40. K' Depvich-Tbomas. Oranienitt. 44 spottbillig sarbseblerbastc Teppiche, Gardinen. VorwüriSIesern 5 Prozent Exlrarabatt. Ktv- Staunenerregendt Bcttenverlaus. Prachiieppiche. Gardinenauswahl. Aussteuerwäslbe. Tischdecken. Stepp» decken. Divandecken. Pelzgarnitureu. Herrengardcrobe. Uhrenvcrkauf. Bildervcrkaus. Schmucksachen. Spott» preise I Leihhaus Warschauersttajze 7. Monaisanzüge und Winter- Paletots von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gcbrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50. sowie für korvuiente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Psandleiben ver- sallene Sachen kaust man am billigsten bei Ratz, Mulackslratzc 14._• Borjährige elegante Herrenanzüge Paletots und Ulster aus feinsten Mast- stofien 30—60 Mark. Hosen 6—18 M. Emsegnungs-, Jünglings-, Knaben» Anzüge sedr preiswert. Versandhaus Germania. Unter den Linden 21. 5ft* Krühjahrskostiime, bildschöne Backfischlostüme, Gummitinmäntel, Sportjacken- Koverloat. Schwarze Frauenmantel, Glockenröcke, direkt aus Arbeitsstuben. Meyer, Blücher- sttaste 13, I, Kein Laden. Sonntags geöffnet. 76K' Ztorjnbrige.Herrenanzüge aus seinslen Maststoffen 18— 45 Mark, PaletotS 14—38, Hosen 5—12, Jüng» lingsanzüge preiswert. Deutsches GarderobenhauS, Graste Frankjurter- ilraste 116, eine Treppe. 72k- Klappsportwagen, Ttilzablung, Kinderwagen. Kinderbetten. Richard!, Warschauersttaste 80. 17951- Mastkostüme. Arbeitslohn 25,—, Einzelverlauf. Frühsahrs-Neuheiten. RtiyeS, Trlstterstraste 83. König- stadt 1109. 501b- Modernes«eueS Landhaus bei Pasewall, 10 Mnuten vom Bahnhos, 6 Stuben, Küche, Speise- kammer, massive Scheune, Stallung, Waschküche und Räucherkammer, an- grenzend 3 Morgen bester Boden und Baustelle, kriegshalber sosort verläuflich. Preis nur 9800 Mark, Anzahlung nach Uebeielnkunst. Sorger. Spandau, Nchenbachsttaste8. Möbel. Möbelangebot. Im Anhalter Bahnspeicher, Eingang nur Möckern- sttaste 25, direkt Hochbahnslatton Möckernbrücke, stehen verschiedene neue, moderne Wohnzimmer, Küchen- möbel, Nustbaumbüsette, Bücher- schlanke, Schreibiische 32,—, Ruhe- betten mit Decken spottbillig, Säulen- ttumeau mit Faeetteglas 33,—, Ausziehtische 20,—, Tüllzzardinen, Uhren, jede Preislage, Teppiche, Standuhren und sonstige Einzelmöbel zum spoit- billigen Verkauf. Otto LideteS Möbel- speicher, Möckernstraste 25. 19 lK- Möbel aller Art aus Kredit, be- aurme An- und Abzahlung. Möbel- Lechner, Brunnenstraste 7. Zweites Geschäsi Müllersttaste 174. Sonnlag von 12—2 geöffnet. 81K- Möbel gegen ioswttge Kasse lehr preiswert zu verkaufen, Brunnen- straste 7 und Müllerslraste 174. Sonn- tag geöffnet von 12—2. Btöbel-Groff, Große Frankfurter- Ilraste 141(Ecke Fruchtsttaste), liesert Möbel jeder Art zu bekannt billigen Preiien aus Teilzadlung. Größte Rücksicht bei Krankbeit und Arbeits- iofigkeit. Inserat mitbringen. Wert 5 Mark. Sonntags 12—2 geöffnet. Mödel-Gelegenbeitskäuse aus Ver- sleigerungeu, Schränke, VertitoS, An- kleioeschränke, Bettilellen, Waschtoi. leiten, Schreibtische, Chaiselongues, Trume aus, Büsette, Bücherschräntc, Teppiche, Uhren, Kronen usw. Enorm groste Auswahl kompletter Speise-, Herren» und Schlaszunmer, Salon«, Küchen billiger als überall. Hans Lenneri, Größtes Möbelhaus für Ge- legenheitskäuse. Lolhrmgerstraste 55, Rosenthaler Tor. 41K- VoUsiäudtge Wohnungseinnch- tung, bildschöne Küche, alles nagelneu, für jeden annehmbaren Preis. Rosentbalerftraste 57, vorn III rechts. Gewerblich.) Händler zwecklos.' Gelegenheit! in Nustbaum- Kleiderlchränten, BerlikoS, Umbauten, Moquettsosas, sabeihaft billig. Eni- zückende Speisezimmer 465,—, echt« eichen Schlaszimmer 400.—, farbige, reizende Küchen 75,—. Möbelhaus Offen, nur AridreaSsttaste 30. 110K Kauf�esucke. Zahngebisse, Bruckgold, Eilber- iachen, Plalinabiälle, Blei, Ziak, Quecksilber, Glühstrumpiasche usw, höchiizahlend Metallschmelze Cohn, Brunnensttaste 25 und Neukölln, Berliuerstraste 76. Platinadsälle. Gramm 7,50. kaust Kowalewski, Sepdelitraste 30a! Zahngebisse! Bruchgold! Silber» fachen, Platinaabsälle. Quecksilber, Stanniolpavier, sämtliche Metalle böchstzadlend. Schmelze Cbrisiiouat, Köoenickernraste 20 a( gegenüber Manteuffelitraste). 111)1- Falirradankauf Limensiraße 19. Ptarin. Eoidiachen, Siiberiachen, Zahngebisse, Stanniol 2.—, Quecksilber. GiLbstrumpsasche kauft Biü- mel, Auguststraste 69. 255/16* slnterrickt. Lauten-, Gesangsuiiterricht, Wal- kottc, Steglitz, Fichtestraste 10, Tete- Phon 3684. 165K- Teilnehmer an einem englischen Zttlei sür Ansänger werden gesucht, ebenso sür KonverlattonSzirkel. Preis monatlich 4 Mark(2 Stunden wöchentlich). Prioaisiunden billig. G. Swienty, Charioltenburg. Stutt- garterplatz 9, Gartenbaus IV. K- Verscliieclenes. Pateutanwalt Müller, Gilschiner- straste 16.* Gefunden u. verloren Siegelring, dunklen Stein, H. P. graviert, Moritzplatz verloren. Hohe Belohnung. Grünberg, Neuiölln, Lessingstraste 23 f. 133/5 �rdeitsnrnrkl. Stellenangebote. Schlosser aus Mililärarbeit ver- lang! Ed. Puls. Tempelhos._ 93Jt Korbmacher, 10—12, aus grün geschlagen, Wochenverdiensl 45—50 Marl, verlangt W. Grohmaim. Berlin-Buchholz. Hauplsttaste 70 a.' Dekorateur und Potsdamer straste 78. Polsterer sucht 133/10 Berkäuserinne», tüchtige, sür die Abteilungen Korsetts und Wirt- schastsartilei josort gesucht. Mel- düngen 1—2 Uhr mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle-Allianccsttaste 1/2. 130K Lehrmädchen, im Aller von 14 bis 16 Jahren, aus achtbarer Familie, gegen monatliche Vergütung sosort gesucht.— Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes in der Zeit von 10—2 Uhr vormittags oder 5—8 Uhr abends in der Personal-Verwaltting 4. Stock.— A. Jandors u. Co., Bellc-Alliance- sttaste 1/2._ 10351- Psianiasicsescr». Geübte Ar- beiterinnen im Hause sucht Adolf Rosen. Wallslrastc 16. 412b- sür Nniversal- Rundschleifmaschine werden sosori verlangt- Elulclt SoGraelz, di�n"" 90 rL .«rtHgcr WerkzeughärleF wird sosort verlangt.' JW& Graetz, Efflnstr.�0)94. Asplialtklebearbeiler werden sosort eingestellt. 499b- Baustelle WeidendammerBrücke. kksllgB SsuArlieilBr finden lohnende Bcichästigung.* Poller Ritter, Neukölln. Lahnstr. 49/54. Tüchtige Werbskllgdrthcr verlangen sosort Eliri& Graetz,?trKn so' Elsenslr. 90/94. Ein tüchtiger Uittkiciiljiilfldjcc aus Schnitte und Stanze« wird sofort verlangt.* Ehrich A Graetz, Berlin S.O.. EUenstr. 00/04. ' Lerantwortlicher Retzakttur: Alfred Wielepp, Neulölln. Für d« Lnjeratentett oerantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: LorwarU Buchdruckerei u. Verlagtanftall Paul Singer& Co, Berlin SW.