Nr. 72. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wocher tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- un Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffne Bernsprecher: Rmf i, r. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. „ Dorwärts" Dienstag, den 27. März 1900. lage absolut sicher zu sein. Die Melineschen Republikaner aber haben aus den angegebenen Gründen nicht den Mut, eine solche Inter pellation einzubringen. In der letzten Zeit ist das antiministerielle Lager um ein neues Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Fähnlein stärker geworden. Dieses Fähnlein ist aber womöglich noch feiger als die Melinisten. Es besteht aus einer Anzahl nationalistisch angehauchter Radikalen, an deren Spize mehrere radikale Ministerkandidaten und ehemalige Minister stehen. Die schönsten Zierden der oppositionell gewordenen Radikalen sind: der vielfache Minister a. D. Sarrien, eine jener parlamentarischen Nullen, die man weiß nicht wie und warum in den Geruch allseitiger Ministerfähigkeit kommen, ferner Viger, der Hochschutzzöllner der radikalen Partei, der als solcher mehrere Jahre hindurch in allen möglichen Ministermit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " und nicht das Volk mit nichtigen Flausen abspeisende Lösung der Deckungsfrage wird von vornherein von der Hand gewiesen. Die Berl. Pol. Nachr." haben einen andern Vorschlag: Die Frage, ob man ohne Rücksicht auf die damit ficherlich verbundenen Schwierigkeiten an die Formu Tierung bestimmter stenergefeßlicher Vorlagen herangehen oder sich mit der Festlegung von Grimdzügen etwa in Form einer Resolution begnügen soll, kann niemals wichtiger sein, als die Notwendigkeit, daß alle Parteien, welche der Flottenvorlage freundlich gesinnt sind, die größten Anstrengungen machen müssen, um einer längeren Hinzögerung der Entscheidung über die Vorlage vorzubeugen." Im Unterhaltungsblatt bringen wir Leo Tolstoje neuen fombinationen für einen unentbehrlichen" Landwirtschaftsminister I ich unverbindliche Resolution über die Deckungsfrage. Roman ,, Auferstehung." Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämtliche Postanstalten ftellungen zum Preise von 3 Mart 30 Pfennig für die Monate April, Mai, Juni entgegen,( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Nr. 7971.) Die Redaktion des Vorwärts". galt, und Mefureur, der linksradikale Handelsminister des Kabinetts Léon Bourgeois, der es dem Ministerpräsidenten Waldeck- Rousseau rufen hat, trotz seines wohlerworbenen Anrechts als chemaliger Leiter nicht verzeihen kann, daß dieser ihn nicht ins Handelsministerium bedes gleichen Ministeriums. odd bat Das Ministerium und die Opposition. licher der Gegenstand der Interpellation war. " Paris, 25. März. In ein andres Stapitel freilich gehört die Stimmenthaltung von 13 socialistischen Abgeordneten( Blanquisten und einige Guesdisten), die in einer Rejolution vom Ministerium die Einbringung eines Gesetzentwurfs auf Abschaffung aller Ordensverleihungen verlangt hatten. Die Mehrheit der socialistischen Fraktion stimmte für das Ministerium. Das Budget ist von der Kammer- mit einer Verspätung von mehreren Monaten erledigt. Damit ist das wichtigste parlamentarische Hindernis für die Herbeiführung einer Ministerkrise aus dem Wege geräumt; die ministerstürzenden Interpellationen, die wegen des Budgets vertagt worden waren, haben nun freien Raum; neue Interpellationen können zu sofortiger Beratung kommen. Und das Ministerium ist Ende März bereits" neun Monat alt, es hat das fritische Alter eines französischen Ministeriums erreicht und die durchschnittliche ministerielle Lebensdauer um ein paar Wochen überschritten. So recht die beste Zeit für eine Ministerfrise! Die Bortefeuille- Sehnsucht der ministerfähigen Parlamentarier erreicht in solchen Augenblicken die höchste Spannung, die nicht oder noch nicht ministerfähigen Oppofitionsmitglieder können sich wenigstens Doch hat die Opposition keinen Grund, ihre neueste Niederlage durch eine erfolgreiche Ministersturz Interpellation einen Namen für einen moralischen" Sieg auszugeben. Der Gegenstand der beiden machen, die einen wie die andren schieben einander und werden ge- Freitagsinterpellationen war für eine Kraftprobe allzu ungeeignet. schoben von den der Regierungsgewalt so entfeßlich lange fern- Möglich ist dagegen, daß bei einer paffenderen Gelegenheit die gebliebenen Parteien und Klingeln schwankenden Bourgeoisrepublikaner und das Fähnlein der portefeuilles lifternen Radikalen sich nicht mehr der Abstimmung enthalten, sondern direkt gegen das Ministerium stimmen und damit der Ungewißheit der augenblicklichen Lage ein Ende setzen. Zu diesen allgemeinen Momenten kommt im gegebenen Fall der besonders schwerwiegende Umstand hinzu, daß das Ministerium der republikanischen Verteidigung" nichts mehr zu verteidigen hat, nach dem die akute Gefahr für die Republik längst vorüber ist. Die mehr oder minder wirksamen Reformen aber, die das Ministerium im Interesse einer positiven Stärkung der Republik eingebracht, können ja auch von einem neuen Ministerium ins Programm" aufgenommen werden, und zwar mit dem Extravorteil, sie nicht nur weiter verhunzen, sondern auch in nebelhafte Ferne rücken zu können. Die ruhige Situation, die heranrüdende Weltausstellung macht ja die " Vermeidung alles dessen, was uns Republikaner trennt", zur ersten Bürgerpflicht. Die zahlreichen Stimmenthaltungen haben die Regierungsmehrheit auf 48 Stimmen( 252 gegen 204) zusammenschrumpfen lassen. Politische Weberlicht. Berlin, den 26. März. Das offiziöse Schweinburgblatt wünscht also eine gänz Das wäre allerdings die einfachste und die Flottenbegeisterung der Reichen sicherlich niemals mit finanziellen Opfern beschwerende Lösung der Frage. Ganz so unklug werden aber die bürgerlichen Parteien in der Budgetkommission denn doch nicht verfahren. Sie werden vielmehr versuchen, wie sie es bei dem Flottengesetz von 1898 versucht haben, eine Deckungsformel zu finden, die den Anschein erweckt, als werden die unbemittelten Volfsklassen vor den neuen gewaltigen Lasten bewahrt bleiben, die aber that fächlich nichts an dem bisherigen Steuerfrevel ändert. Im Reichstag Sarriens Sehnsucht nach einem Ministerportefeuille ist bereits so hochgradig gespannt, daß er sich nicht schente, in der betreffenden Be- Kammerkommission den entscheidenden Punkt der Regierungsvorlage gegen die Kongregationen zu bekämpfen und so dieselbe mit Hilfe Drei weiterer radikaler Windfahnen zur kommissarischen Verwerfung zu bringen. Und doch ist die radikale Partei, deren Kammer: frattion zur Zeit von Sarrien präsidiert wird, bisher wenigstens ihren antiklerikalen Grundsägen treu geblieben! Ferner haben Sarrien und Genossen, im ganzen 15 Mann, sich der wurde am Montag die erste Lesung der Seemanns. Abstimmung enthalten in der Freitags- Interpellation über die Verordnung begonnen und auch zu Ende geführt. In Verleihung des Ordens der Ehrenlegion an den jüdischen Damenschneider bindung damit standen drei weitere, kleinere Gefchentwürfe Baquin. Ihre Stimmenthaltung ist defto bezeichnender, je Klein- zur Debatte: der Entwurf eines Gesezes betreffend die Ver pflichtung der Kauffahrteischiffe zur Mitnahme heimDas Verhalten der Sarrien und Genossen in der Freitags zu schaffender Seeleute, ferner ein Entwurf, der fizung ist das interessanteste Moment au den beiden damals ver- eine Regelung der Stellenvermittelung für Schiffshandelten Interpellationen. Daneben ist hervorzuheben die Stimm- leute vorsieht, und schließlich der Entwurf eines Gefezes enthaltung von etwa 30 linfeftehenden Bourgeoisrepublikanern, die betreffend die Abänderung feerechtlicher Vorbisher für das Ministerium gestimmt haben. schriften des Handelsgefehbuchs. Herr Frese von der Freisimmigen Vereinigung leitete die Debatte ein. Er sowohl als der Stonservative Rettich fanden an der Vorlage wenig auszusetzen. Dagegen gingen unfre Genossen Megger und Schwartz dem Ent wurf scharf zu Leibe und legten deffen Unzulänglichkeit dar. Megger kritisierte die Art, wie bei uns Erhebungen vor genommen zu werden pflegen, namentlich die geringe. Beteiligung von Arbeitern als Auskunftspersonen. Es sei daher tein Wunder, daß die Vorlage ganz nach dem Herzens. wunsch der Reeder ausgefallen fei. Er und nach ihm auch der Genosse Schwarz legten in überzeugender Weise dar, daß die Arbeitszeit der Seeleute infolge der zu geringen Be mannung der Fahrzeuge eine viel zu lange ist; des weiteren geißelten sie die Gewissenlosigkeit der Reeder, welche sich schon häufig nicht gescheut haben, die elendesten Fahrzeuge auf See zu schicken. Scharfe Kritik wurde auch geübt an den schlechten Logis- und Kostverhältnissen und den Mißhandlungen, unter denen die Seeleute zu leiden haben. Herr von Posadowsky fuchte die Vorlage zu verteidigen; gegen Mißhandlungen versprach er mit unnachsichtlicher Strenge vorzugehen. Der Antisemit Sta a b erblickte in der Vorlage im allgemeinen eine Verbesserung. gegen einzelne Die Budgetkommission beginnt am Dienstag die Beratung Bestimmungen sprach er sich aber mit großer Schärfe aus. der Sechs Milliarden- Vorlage. Selbst die Flottenbegeistertsten Nachdem noch Lingens und Spahn für das Centrum, haben den Versuch aufgegeben, aufgegeben, eine Erregung der Möller für die Nationalliberalen gesprochen, wurden die deutschen Deffentlichkeit für die nun nach längerer Pause Vorlagen an eine Kommission von 21 Mitgliedern verDie Zeit drängt. Noch drei Wochen und der günstige Augen wieder zur parlamentarischen Behandlung gelangende An- wiesen. blid ist verpaßt. Ist einmal die Weltausstellung eröffnet, so muß gelegenheit vorzutäuschen. Der Tamtam ist verrauscht und die Opposition ihre Hoffnungen wahrscheinlich bis nach den Sommer- unter fast allgemeiner Zeilnahmlosigkeit eröffnet die BudgetDas preußische Abgeordnetenhaus ferien vertagen. Aber selbst davon abgesehen, ist für jeden kommission ihre Verhandlungen. Ordnungsmann schon der Gedante unerträglich quälend, daß ein Selbst die Parteien, welche der Vorlage, als sie im Stadttreises Flensburg in erster und zweiter Beratung debattelos an, nahm am Montag den Gefeßentwurf über die Erweiterung des socialistischer Handelsminister die Weltausstellung am Vorabend des Dezember angekündigt wurde, besinnungslos zujauchzten, find während es einen ähnlichen Entwurf über die Erweiterung des Stadt 20. Jahrhunderts eröffnen sollte. Der Umstand, daß ein großer Teil durch die politischen Ereignisse der legten Monate gründlich er treises Frankfurt a. M. zur Vorberatung an eine Kommission von der französischen Socialisten Millerands Ministerschaft desavouiert, nüchtert worden. Konservativen wie Liberalen galt die Vorlage nicht 14 Mitgliedern überwies. Der Gesegentwurf über die Vermeidung der ändert ja immerhin nichts oder wenig an der bösen Vorbedeutung als Zweck, sondern als Mittel zur Durchfezung lassen Doppelbesteuerung von Cenfiten, die gleichzeitig Angehörige Preußens jenes Symbols, daß die künftige Beherrschung der Welt durch den und parteipolitischer Wünsche. Was gelten den Kanigen die und Oestreich- Ungarns find, wurde in zweiter Beratung genehmigt; Socialismus finnbildlich vorweguimmt. Kähne, wenn das ausländische Fleisch nicht ausgesperrt und ebenso der Entwurf über die Bestrafung von Zuwiderhandlungen So start aber die triegerische Stimmung der Oppofition, so un- der Preis des Junkerviehs in die Höhe getrieben wird? gegen die Vorschriften, die für die Erhebung von Verkehrsabgaben geschickt und planlos wird sie bethätigt. Die Berfahrenheit der Oppo- Und die Liberalen wiederum erhofften vermittelst der Flotten- für Wasserstraßen, Hafen, Ladepläge 2c. festgelegt find. fition ist die notwendige Folge ihrer buntfchedigen Busammensetzung. begeisterung das Agrariertum der Strone zu entfremden, aber wischenkredit bei Rentengutsbildungen zuletzt wurde der Gefeßentwurf über die Gewährung von int zweiter Lejung Ihre Kerntruppen sind die Welineschen Auch- Republikaner, die aber sie mußten bald erleben, daß die Regierung weit ausgreifende angenommen. Die Debatte beschäftigte sich hauptsächlich mit nicht offen sich hervorwagen dürfen, da ihre zweijährige Herrschaft Weltpolitik und engherzigste Reaktions- und Absperrungspolitik einem gemeinsamen Antrag der Konservativen, Freitonservativen im Bunde mit den Klerikal- Monarchisten ihnen in den Augen der zugleich zu betreiben sich für befähigt hält. Das Centrum aber, und des Centrums, der den Zwischentredit ohne die in der Regierungsrepublikanischen Masse eine Art Kainszeichen, ein unauslöschliches das im Flottenwesen so viel blamierte, ging von vornherein vorlage vorgesehene Beschränkung gewähren will und in einer NeBrandmal aufgedrückt hat. Sie lauern im Hinterhalt, schreiben ful- mit gar gemischten Gefühlen an die neue Vorlage. folution die Regierung auffordert, für die Schaffung neuer An minante Zeitungsartikel, intriguieren in Couloirs, werben um die Nun sucht man seine Verlegenheit hinter der Deckungs.fiedlungen gefeßliche Bestimmungen zu treffen, welche eine einheitliche Stimmen der Schwankenden am Schluß einer Interpellation und frage zu verbergen. Wenn man schon den weltpolitischen teiligung der Lokal- Verwaltungsbehörden herbeiführen. Hierzu soll eine und zweckmäßige Regelung des Verfahrens unter entsprechender Behalten triegerische Neden gegen das Ministerium in ihren Wünschen nicht widersprechen mag, so will man die Bevölte. Revision der vorhandenen Gesetze vorgenommen und dem Landtag in der Fraktionsversammlungen, wie das fürzlich der nengewählte Vor- rung doch nicht allzusehr verlegen, sondern wenigstens nächsten Seffion eine entsprechende Borlage vorgelegt werden. Gegen fizende der Melineschen Fraktion, Kranz, gethan hat. Beiläufig, die den Schein wahren, als sorge man dafür, daß die unge diese Refolution wurden vom Regierungstische und von freifinniger Ersetzung Melines doch dessen Adjutanten, Kranz, ist ebenfalls so ein heuren Kosten nicht auf die unteren Volksklassen, sondern auf und nationalliberaler Seite mannigfache Bedenken erhoben, vor allem fleiner Trid, um das abschreckende Haupt der progreffistischen" die tragfähigen Schultern" gelegt werden. Wie dies zu gegen die Beteiligung der Lokalverwaltungs- Behörden, d. h. der Republikaner in den Hintergrund zu schieben. Die offene Bes machen, das dürfte den Hauptinhalt der nächsten Debatten in Rittergutsbefizer, die dadurch einen bestimmten Einfluß auf die Ans kämpfung des Ministeriums auf der Kammertribüne fällt nun fast der Budgetfommission bilden. legung von Rentengütern gewinnen würden. Nach einer langen immer der klerikal- monarchistischen bezw. nationalistisch- antisemitischen Die„ Berl. Pol. Nachr." versuchen bereits der Budget minister v. Miquel über die agrarpolitischen Wirkungen der theoretischen Debatte zwischen dem Abg. Dr. Hirsch( fri. Vp.) und Borhut der Opposition zu, was natürlich die Chancen des Angriffs tommission den Weg zu weisen, wie sie es anstellen soll, auf Rentengutsgefeggebung wurde der Entwurf mit der von den nicht verbessert. Die demagogische Vorhut ist dazu verurteilt, bei daß es scheine, als sei etwas geschehen. Auf keinen Mehrheitsparteien beantragten Abänderung und ebenso die Nesoihren Angriffen fich immer wieder an fleine und fleinliche Zwischen Fall, so erklärt das Organ des preußischen Finanzministers, lution angenommen. Am Dienstag steht die Sekundärbahn- Vorlage fälle zu flammern, da sie bei aller Draufgängerei doch nicht dürfe in das Gebiet der direkten Steuern zur zweiten Beratung. über die allgemeine Politik" interpellieren darf, ohne einer Nieder- übergegriffen werden", d. h. die einzig anständige " Die Flottenvorlage. Und જય હતા, જ Ein Goethe Citat. Ca der Akademierede Wilhelms II., die von dem gott gewollten ziele alles Wissens, der Erkenntnis der göttlichen Wahrheit handelte, wurde als Schwurzeuge für diese Begriffsbestimmung der Wissenschaft auch ein Goethefcher Saz angeführt: 13,2 Millionen weniger ergeben. Nur den höheren Erträgen der Schamgefühl war gröblich verlegt. Und nachdem der edlen Jungfrau Buder- und Salzsteuer, sowie der Verbrauchsabgabe von Branntivein der Zeugeneid abgenommen war, hätte der Gerichtshof beinah selbst grob ist es zu danken, daß die Gesamtsumme der Reichseinnahmen noch geunjugt, indem er von der Zeugin forderte, sie solle den Wortlaut um rund 4 Millionen höher ist. des vernommenen Liedes jagen. Schamrot bis zur Haarwurzel beteuerte jedoch die Maid, daß sie so etwas in Die erpreste Begeisterung. Es scheint System darin u niemals fagen tunne. Und in Ansehung der ganz besonderen Wie die Naturwissenschaften im legten Ziele den Urgrund liegen, daß die Unternehmer die Arbeiter zur freiwilligen" Inter Schwere des Falles, wurde auf nachmittags 5 Uhr eine Sigung Und in Anſchung der er Sigung alles Seins und Werdens zu erforschen trachten, so bleibt, wie es fchreibung der Flottenpetitionen zwingen. Was wir neulich unter Ausschlug der Oeffentlichkeit anberaumt. Da endlich vernahm Goethe selbst ein auswärtiges Mitglied dieser Körperschaft aus Mannheim berichteten, vernimmt man jetzt auch aus Hamburg. der Angeklagte, was eine lensche Näherin so tief bewegt. Natürlich ausgesprochen hat, das eigentliche, einzige und tiefste Thema In der dortigen Fabrik für Dynamomaschinen und Cloktromotoren wieder jahamrot bis in die Haarwurzel deponierte sie, daß der vöse der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet von Gustav Cenz, G. m. b. S., am Mittelfanal 1, versuchte Handelsmann gesungen hat: find, der Konflikt des linglaubens und Glaubens" einer der beiden Chefs die Arbeiter zu bewegen, die Flottenpetition und, wie in seinem Sinne hinzuzufügen ist, die Besu unterschreiben. Am Freitagabend, furz vor Schluß der Arbeitse zeit, wurde den Arbeitern mitgeteilt, daß im Comptoir die Petition tätigung Gottes am Menschengeschlecht. für die Flotte zur Unterschrift ansliege. Jeder einzelne Arbeiter wurde Dian war allgemein erstaunt, Goethe, den heidnischen Pantheisten, aufgefordert. dicje Petition zu muterzeichnen, jofern er das wahl den fühnen Spötter über das Kirchenwesen der offenbarten Religionen, fähige Alter habe. als einen Anhänger des Glaubens an einen persönlichen Gott und ཨ iut ཉ eijueruni Der Bauer geht ins Adfern außi, Da hängt ihm hint' was außi: Die Bäuerin, die geht hinten d'rein, Und schiebts dem Bauer wieder' nein!" Erschöpft sant die Zeugin auf den nächsten Stuhl. Das hohe Richterfollegium schien sprachlos und der Angeklagte gelagte ſtand da und wunderte sich. mn der AnDie Firma liefert elektrische Nachtsignal- Apparate für die Marine, ihre Flottenbegeisterung ist also ebenjo fcibiles- trip Endlich frug der Amtsanwalt: Was hat der Angeklagte wie verständlich. jonst noch gesungen? Die Zeugin schweigt. Amtsanwalt Baron Eine Konferenz über die Leutenot soll am Montag im Ab- v. Gagern: Sind Sie am Stand des Handelsmanns gewesen? geordnetenhaus stattgefunden haben. Mit der Konferenz nahmen 3eugin: Nein, ich faß am offenen Fenster, gegen das die Rückseite Schließlich bekam man es aber doch heraus. Der Say Goethes preußische Peinister, fovie tonjervative and terifale Agrarier feil.des Stands iding ant offenen Fenster, gegen das die Rüdseite Bes Glambs gelehrt war. Gesehen habe ich ſenſt nichts und gehört der Auffaffung von dem theologischen Endziel aller Wissenschaften im Sinne des streng- christlichen deutschen Staisers fennen zu lernen, Auch gute Goethe- Kenner wußten nicht das merkwürdige Citat unterzubringen, das irgend ein Geheimrat aufgegriffen hat. auch nicht. findet sich in den„ Noten und Abhandlungen" zum Westöstlichen Divan Das Polizei- Theater. Unire Regierung interessiert sich nicht und zwar in dem" Jsrael in der Wüſte“ überschriebenen Abschnitt. nur für das Theater der Weltpolitik jondern auch und zwar in dem Israel in der Wüste" überschriebenen Abschnitt. nur für das Theater der Weltpolitik, sondern auch für das Theater, Angeklagten und lebernahme aller Kosten auf die Staatskajie. Das Das ist eine ältere Abhandlung des Dichters, die lange vor den das die Welt bedeuten soll. Der Minister des mern hat darum Gericht urteifte denigemäß. legte aber der Jungfrau ernstlich nahe, in" Divan" Gedichten niedergeschrieben ist, vor einiger Zeit einen Erlaß zur„ Hebung" der Theaterverhältnijic fie möge doch das nächste Mal das Fenster schließen, damit sie ihr es sind biblische Studien, die im Anschluß an die Wolffschen Homer veröffentlicht. dessen Inhalt wir früher schon mitgeteilt haben. Die Schamgefühl nicht unnötigerweise strapaziere. Forschungen entstanden sind. Der berufene Goethe- Forscher, Herr Verfügung liegt jetzt im Wortlaut vor, und es ist nicht uninteressant, Bird nun nicht jedermann einsehen, wie notwendig die v. Loeper, urteilt über diesen Aufsatz der Noten und Abhandlungen, die folgenden Sage Tennen zu lernen: lex Heinze ist, wenn nach dem geltenden Recht folch ruchlose That daß er ihn aus der Reihe der Charakteristiken der arabisch- perfischen Belt hinwegwünsche, da er sachlich nicht ganz hineingehört und ans ihmt ein andrer Geift redet als aus dem übrigen Divan. Seiner ganzen Tendenz nach gehört der Aufsatz dem vorigen Jahrhundert an, und faen 1797, wo ihn Goethe auf Grund älterer Entwürfe zusammens stellte, war er nicht mehr geitgemäß". Im Hinblick auf den doppelten Zweck der Bühne, eine straffrei bleibt? Erholungsstätte und eine Stätte der Bildung und Erhebung für weite Schichten der Bevölkerung zu sein, darf die Censur murd Sittlichkeitsgefühl gröblich verleßen, find unfer feinen Umständen zu dulden." Ausland a Oestreich Rugarn. folchen Beamten anvertrant werden, die nach ihren Kenntnissen, ihren Erfahrungen und ihrem fitilich gereiften Urteil genügende Gewähr vor Mißgriffen bieten. Theatralische Vorstellungen, Sing- Wien, 26. März. Die meisten Landtage wurden heute er spiele, Gesangs und deklamatorische Vorträge, Schaustellungen öffnet. Unter den beim böhmischen Zandtage cingebrachten auf Verstaatlichung der Kohlenbergwerke Böhmens abzielen. Abgeordneten Aufpis trug heute dem Ministerpräsidenten v. Störber Wien, 26. März. Eine Deputation intter Führung des Reichsrates die Bitte vor, daß den israelitischen Staatsangehörigen die staatsgrundrechtlich gewährleisteten Rechte in Interesse der israelitischen Bevöllerimg jowohl, als auch in dem der Allgemeinheit ge währt werden mögen, Sierauf erflärte v. Körber, die Regierung sei entschlossen, allen Berlegungen der den Jsraeliten gewährleisteten echte energisch entgegenzutreten und ersuchte die Deputation, ihm solche Verletzungen unverzüglich zur Kenntnis zu bringen, alt Prag, 26. März. Dr. Eduard Gregr hielt gestern vor seinen Wählern eine ach und er sich für Fortsetzung der heftigsten Obstruktion aussprach und erklärte, die Czechen könnten mir dann die Unabhängigkeit des Königreichs Böhmen erreichen, wenn das Parlament und der Dualismus gestürzt feien. pins Dänemark. gost and Die Quelle, aus der das Citat stammt, ist also nicht gerade ergiebig für den Aufschluß über Goethes Wesen und Denken. Indessen läßt sich der in der Akademierede angeführte Saz überhaupt als eine An Der Erlag ist älter als die Reichstagsbeschlüsse zur lex Heinze. schauung Goethes, wenn auch nur als eine vorübergehende Augenblicks- während man neue Gesetze haben will, um eine„ Berlegung des imeinung, denten? Man muß gegen Citate mißtrauisch fein und immer Schamgefühls zu verhüten, wird hier der Theaterparagraph bereits im Urtegt nachschlagen, um den Zusammenhang und damit die Tendenz auf dem Berwaltungswege durchgeführt. Die Reichstagsmehrheit einer einzelnen Stelle zu erkennen. Lejen wir also den Goetheschen kann sich wirklich beruhigen: Sie braucht keine Kunstparagraphen Muffat! Es ist nicht zu leugnen, der Saz steht wirklich da: Das ins Strafgesetzbuch hineinzuschreiben; denn die Polizei wendet die cigentliche, einzige und tiefste Thema der Welt- und Menschen- Bestimmungen auch ohne solches Gesch längst ant. geschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Konflift des Unglaubens und Glaubens." das ist keine Meinung Goethes, sondern, wie deutlich und unzweideutig erkennbar, eine Charakteristik des Grundgedankens der fünf Bücher Mofis. Es ist eine litterarhistorische Bemerkung über den für den ersten Anblick verworrenen durch das Ganze laufenden Grundfaden" des Pentateuchs". Die vier festen Bücher Weosis haben, went uns das erste den Triumpf des Glaubens darstellte, den Unglauben zum Thema". Nicht eine Meinung Goethes stellt der Saz dar, sondern eine Anshanung der Bibel, wie fie Goethe auffaßte, und insofern versteht man wohl die Identität der Heberzeugung Wilhelms II. mit jenem Saz, denn des Kaisers Glanbe ruht ja auf dem Grunde der Bibel. mit der himwiederum Goethes Gedankenwelt nichts weniger als einerlei ist. い 電 Gegen die Freizügigkeit und das Koalitionsrecht der länd lichen Arbeiter haben die Agrarier im Landesausschus für lia B- Lothringen letzte Woche einen Borstoß unternommen. Dil cinetitglide der Durch eine gefeßliche Regelung der Arbeitsverträge für die Landwirtschaft" foll das bisherige freie Bertragsverhältnis zwischen Ar beiter und Arbeitgeber auf dem Laude mit kriminalrechtlichen Beſtimmungen belastet und der freiheitlich vorbildliche Geist des überfommenten französischen Rechts in junferlich preußischem Sinne verschlechtert werden. Als Antheilmittel gegen die agrarische Zentenot Kopenhagen, 26. März. Der Eisenbahnansschuß des Folkes empfahl man die Bestrafung des Kontraktbruchs und die Einführung things beantragte heute die Annahme der Regierungsvorlage be einer Gesinde- Ordnung nach badischen Vorbild in Verbindung mit treffend die Dampffährverbindung zwischen Gjedser und den Bestimmungen des bayrischen Bolizei Strafgesetzbuchs. Des Warnemünde, ferner die Annahme der Vorlagen betreffend die jütweiteren wurde die obligatorische Einführung von Arbeitsbüchern ländischen Eisenbahnanlagen Biborg- Herning, Holstebro- Veile und in sowie die Beschränkung der Freizügigkeit für Zeute unter 18 Jahren ver: Warhus. Die Gesamtkosten sind auf gegen 13 Millionen Kronen verlangt und endlich die Forderung gestellt, daß der Zuzug in die anschlagt. In Verbindung mit der Dampffähren Vorlage wird die Städte nur beim Nachweis einer entsprechenden Legung eines neuen Verfügung stelte, hätte füglich vorsichtiger verfahren jollen, um jo lichent irbeiterst in der Industrie durch Erhöhung der Schutz der Sabellegung tragen will. daß Mecklenburg die Hälfte der Kosten mehr, als es dem Staiser sicherlich noch lieber gewesen wäre, fich bestimmungen eingefchränkt werden folle Durch Androhung von d auf die heilige Schrift berufen zu können, als auf den heiligen reiheitsstrafen bis zu drei Wochen Haft sowie auf dem Italien. nou an Wolfgang. Y Wege gewaltsamer Zurüdführung zur Arbeitsstelle will man dem 9, 26. März.( B. T.") Sie auf der Neapeler Hochschule ländlichen Proletarier den Drang nach den Städten austreiben. ie tam chante auch hier zu lärmenden Scenen. Die Republikaner sind man sicht, befolgen auch hier die Agrarier die fcitfame Taktik, die und Seelalisten halten foeben in der Universität ein Meeting zu ( bif Liebe ihres Berfonals zur ländlichen Lohnarbeit dadurch wieder zu Gunsten der Obstruktion ab. Die Monarchisten leisten Widerstand; Spo werken, daß sie ihm das Leben auf dem Lande nach Möglichkeit ver- wie es heißt, feste es bereits eine Menge blutiger Rasen. efeln. Bei der gegenwärtigen Zusammensetzung der reichs Brozeß gegen die angeblichen Mitschuldigen Acciaritos. ländischen Bolts Bertretung ist nicht daran zu zweifeln, daß ein großer Teil der obigen agrarischen Wünsche sich zu gefeggeberijchen Thaten verdichtet. med guid Der Geheimrat, der seinem Monarchen das feltene Citat 3ohnung gestattet sein und die Verwendung von jugend: vorgeschlagen, vorangegraphentabels Gjedser- Warnemünde 210 40 Deutsches Reich. 1100 11 " 1 " dic und Er habe, weil die Regierung einen großen Streich gegen gehabt es absichtlich nicht verhindert Socialisten 11.17 d Anarchisten führen wollte. ( Ceccarelli) fei im Jahre 1896 zu Zwangsaufenthalt in Tremiti verurteilt worden; als er von dort zurückkehrte, habe er durch Diotallevi den vierten Angeklagten Acciarito fennen gelernt. Eines Tages habe Acciarito, der als Idiot und Epileptiker bekannt war. geäußert: Schon bei der Hochzeit des Pringen von Neapel tallevi und er( Ceccarelli) ihn von diesem Gedanken abzubringen fuchten, wollte ich eine Bombe werfen, jetzt muß ich den König töten." As Diohabe Acciarito gefagt: hr seid Feiglinge!" und habe sich nicht Die erschreckende Rechtsverirrung du cs Güstrower Meineidsprozesses, dessen Verlauf wir gestern schilderten, wird in unsrer Parteipresse bereits in erregion Konmiens ( Eig. Ber.) Am 21. d. M. ist das Verhör der vier Angeklagten taren besprochen. Dagegen bleibt die bürgerliche Bresse stumme. gegen den fünften kann nur im Kontumazverfahren verhandelt Nur, soweit wir schon die Frankfurter Zeitung" giebt werden, da er flüchtig ist beendigt worden. Alle vier bestreiten einen Auszug aus unsrer Darstellung des Prozesses. Bir Polizeitechnische Zimmervermieter". Im„ Hams. Echo" energisch ihre Schuld und bezeichnen den Angeber Acciarito als einen nehmen zu Gunsten wenigstens einer Anzahl demokratischer lesen wir: alt gewijsenlojen Lügner. Collabona erzählt, wie er als Arbeitsgenosse Acciaritos in dent Brozejje gegen den letteren als Belastungszeuge und liberaler Zeitungen vorläufig an, daß ihnen die Be- Die Hamburger Polizeitechnik fennt nach Herrn Senator vernommen worden sei; auf seine Aussage hin fei Acciarito verurteilt deutung des Falls noch nicht aufgegangen ist. Const töunten fie Dr. Burchard keine Bordelle in Hamburg, es ist denuachtlar, daß worden, und deshalb wolle sich Acciarito jest rächen. Collabona, der fich der Verpflichtung nicht entziehen, ihm ihre ernstliche Auf- Hamburg existieren. Nun giebt es aber selbst unter den hiesigen erst im Gefängnis fennen gelernt. Der Angeklagte Gudini kanute Acciarito ambitioun gibt aber unter niemals einent pofitischen Verein augehörte, hat die andren Angeklagten merksamkeit zu schenken. Gerade die Vertreter der heutigen Rechts Sittenpolizeibeamten noch so naive Seelen, die sich mit feit längerer Zeit. Er jagt, aus, daß Acciarito einual, als in den ordnung, müssen brennende Scham empfinden ob des schweren der Polizeitechuit noch nicht hinreichend vertraut gemacht Schlags, mit dem die Verurteilung eines Unschuldigen zu drei haben Zeitungen von den Anarchistenverfolgungen in Barcelona die Nede D in ihrer Einfalt int ihren Berichten war, die Acußerung gethan habe: Immer gegen die Anarchisten! Jahren Zuchthaus die bürgerliche Rechtspflege trifft. ap Bordellwirten reden. Diese Sünder an der Polizeitechnik müssen Man muß ein Ende machen und den König töten!" Drei Monate Oder joute der Berurteilte wünschen müssen, Ausländer zu ihre Berichte zur Strafe noch einmal schreiben und dann in den später fei das attentat geschehen. Gudini ist am Morgen des sein, um die demokratische und liberale Preise für sein tragisches felben die polizeitechnische Bezeichnung 3 immervermieter" attentatetages mit Acciarito zusammen gewesen, ohne von dem Schidial zu intereffieren? Im Dreyfus- Fall gab es tausend Zweifel( in Gänsefüßchen, wie hier wiedergegeben) in Anwendung bringen. Plane des( cyteren eine Ahnung gehabt zu haben. Auch er hat letzteren unb Schwierigkeiten über Schuld oder Unschuld klar zu entscheiden. Mann, wie man aus den„ Wietepreifen" erichen kann, die da in staltete sich das Verhör des Angeklagten Ceccarelli, der offen zuDie Zimmervermieterci" im polizeitechnischen Sinne" nährt ihren niemals einem politischen Berein angehört. Am intereffantesten gee In Güstrow wurde ein trefflicher Mann ins Zuchthaus geworfen, Anwendung kommen. In einem fürzlich stattgehabten Prozeß gegen giebt, daß er Anarchist sei; er habe sich aber niemals an der der nur das eine Unrecht hatte, Richter zu finden, die in politischer einen Zimmervermieter" im polizeitechnischen Einne verlautete Bropaganda beteiligt. Ceccarelli behauptet, daß die Polizei Befangenheit Schuld und Unschuld zu unterscheiden unbefähigt hierüber verschiedenes. So wurde u. a. mitgeteilt, daß in dem im voraus von dem Attentat Acciaritos kenntnis waren., and in 3 i bout madon betreffenden Bordell pardon öffentlichen Haufe ose and ij 1911 Mädchen, welche daselbst ein Zimmer gemietet haben, dem Freihändlerische Gedanken hat der Bruder des Kaisers, Pring gimmervermieter" für den Tagesbesuch 20 Mart, für den Heinrich, in einer Rebe, die er in Bremen gehalten, entwickelt. Nachtbesuch 40 Mark abliefern müssen. Außerdem sind ofte Er führte aus: verpflichtet, ihren gesamten Bedarf an Kleidung, Wäsche. Emud „ Es ist in der letzten Zeit, in den vergangenen Jahren, viel fachen ac. von dem Zimmervermieter" zu beziehen, der dabei 50 bis fach gesprochen von der Politik der offenen Thür". Mir ist 100 Broz. und mehr verdient. Das ist eine äußerst profitable die Entstehung des Bremer Stadtwappens nicht gegenwärtig. Zimmervermieterei". Es erscheint denn auch erklärlich, daß die weiß nur fo viel, daß es einen Schlüssel hat. Ich möchte nur Mieterimien" dem Zimmervermieter" gegenüber niemals schuldenhoffen und wünschen, daß diefer Schlüssel jene Thüren, die noch frei und unabhängig werden, und das hat seinen guten Grund, denn nicht offen sind, öffnen und gleichzeitig diejenigen, die johon offen diese willkürlich geschaffene Schuldsumme bildet den Kaufpreis, für jino, auch fernerhin offen halten möge. Es ist das eine Politif, den die Mädchen event. an andre Zimmervermieter" im In- und mehr bliden lassen. Die Aussage des Angeklagten Diotallevi deckt meine Herren, für die wir Deutsche stets große Sympathicen gensland verschachert werden. sich vollständig mit der Ceccarellis. Sein größtes Unglüd, fagt er, habt haben. ti si kotlop of 19 cbf19blogising, Gafei es gewesen, daß er mit Acciarito bekannt geworden sei. Das ist das gerade Gegenteil zu der Politik der gesperrten Wodurch das Schamgefühl gröblich verlegt wird.cciarito, den er für einen agent provocateur halte, Thür, die unfre Mararier fordern und die sich am frechsten in den Am 28. Oktober in Jahre des Heils 1899 war es, so erzählt habe immer nur von Königsmord gesprochen und alle Leute, die Fleischbeschau- Beschlüssen ausgetobt hat. unser Münchener Parteiblatt, als der Kaufmann Haselbauer nicht auf feine Pläne eingehen wollten, mit Geringschätzung beAbgekühlt! Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, wie von Eggenfelden gen Pfarrkirchen, einen frumben Orte in handelt. Bei dem Verhör der ersten Zeugen, die nichts Wichtiges unflug jene Liberalen verfahren, die für die Flotte eintreten, um Riederbayern, 30g, um auf dem dortigen Markte mitgeführte Waren ausjagten, spielte sich eine charatteristische Scene ab. Der Anwalt dent Liberalismus oben mehr Geltung zu verschaffen. Dieser aller Art in flingende Münze umzusetzen. Um die edlen Land- eines der Angeklagten erhob sich plöglich und machte demt Bahn leitete nantentlich die Rickert und Barth. Der lettere bewohner anzuloden und ihre Kauflust zu steigern, mußte der gute Vorsitzenden des Gerichtshofs die Mitteilung, daß ein Polizist wenigstens ist bereits entnüchtert und schreibt in der Nation": Mann viel reden, und da ihm nicht immer etwas Gescheidtes einfiel, in Civil bei der Geschwornenbant Plaz geWie eine Regierung, der das Zustandekommen der Flotten- fdmvägte er eben im Hinblick auf die Umgebung und den gwed nommen habe und fich Notizen mache. Der Präsident suchte den verstärkung am Herzen liegt, aus Besorgnis vor dem gorn der allerhand Dummheiten; er machte auch sogenannte Wige, um die Vorfall als harmlos hinzustellen, als sich aber auch die Geschwornen Heiligen und der Ritter dazu mitwirken kann, daß die Haupt Käufer bei guter Laune zu erhalten. Kurzumi, der rührige Geschäfts- jede polizeiliche Leberwachung energisch verbaten, mußte der Polizeiträger der Flottenpolitit gründlich vor den Kopf mamt fagte fich: Self was helfen mag. Doch im Lande der Gottes- mann das Feld räumen. Die Verteidiger deuteten zuletzt noch an, gestogen werden, das gehört zu jenen Geheimnisfen der furcht und frommen Sitte, bezw. der lex Heinze, bleibt so frevent daß von allzueifrigen Bolizisten auch bei mehreren Entlastungs Regierungsweisheit, die der beschränkte Unterthanenverstand nicht liches Spiel nicht ungerochen. Das mußte zu feinem großen zeugen Einschüchterungsversuche gemacht worden feien.zu ergrünben vermag." Die Regierungsweisheit utag gering fein fo weit die Pfarrkirchen beliebte, dem Manne ein Strafmandat zu übermittelu, mis Rondon, 26. März. Interhaus. Barlamentssekretär des agrarische preußische Regierung in Betracht kommt, verfolgt lautend auf drei Tage Staften. Verbrechen: Grober Unfug, verübt sie ihre geheimen Zvede im Gegenteil gar gefchidt aber der durch Singen unfittlicher Lieder. Hafelbauer war fich Kriegsamts 28yndham erklärt auf eine Anfrage, Feldmarschall Interthanenverstand der Herren Barth mid Ridert ist noch erheblich einer so schwarzen That aber nicht belvnßt, fann er doch gar nicht Roberts habe mitgeteilt, daß eine Menge Expansivkugeln im beschränkter er hat immer noch nicht begriffen, daß man in der fingen, und darum legte er gegen die ihm zugedachte Etrafe die Be- Lager Cronjes und an andren Stellen gefunden worden sei. Politit nicht erschmeicheln, sondern ertioßen muß, daß nicht die Will- ruffung cind fond memes Es herrsche fein Zweifel darüber, daß britische Soldaten durch fährigkeit zum Ziel führt, sondern der Widerstand.früb 8 Uhr die öffentliche Verhandlung in der Sache statt und die Antworten der Präsidenten Krüger und Steijn auf den Proteſt up Süngst fand nun am Schöffengericht in Pfarrkirchen folche Kugeln verwundet worden jeien. Im Hinblick auf Rückgang der Reichseinnahmen. Vom 1. April 1899 bis flopfenden Herzens erschien der Angeklagte vor dem hohen Tribunal. Roberts'( gegen die Anwendung solcher Kugeln) scheine ein weiteres zum 28. Februar 1900 find die Jfteinnahmen des Deutschen Reichs Is Belastungszeugin fungierte eine tugendfambe, 26 Lenze zählende Vorgehen in dieser Angelegenheit für den Augenblick nicht möglich. an Zöllen um 11 414 524 M. gegen das Vorjahr gejunten. Auch die Jungfrau, Namens Babette Eigner, Näherin in Pfarrkirchen. Sie hatte Dillon fragt dann, ob Wyndham die Frage beantworten wolle, Zabatsteuer hat eine halbe Million und die Branntweinmaterialstener Bergernis genommen an den Liedern des Handelsmams, ihr, normales" ob Mengen von Explosivkugeln im Boerenlager verstedt gefunden " alb# 150NDE Schreden auch unser Handelsmann erfahren. Das Amtsgericht und die England. duff Partei- Nachrichten. Parteipresse. In die Redaktion des„ Bolfsblatis für Harburg" tritt an Stelle des Genossen Adler, der nach Kiel übersiedelt, der Genosse Julian Borchardt aus Brijjel. ls wurden und ob er fagen wolle, auf welches Zeugnis hin er erfläre, ultramontaner Litteratur, wer da will das deutsche Bolt wird Deutschland allgemein gültige Basis der Verhandlung bei Lohn daß die britischen Truppen durch Expansivkugeln verwundet hoffentlich fobiel„ Centrifugaltraft"( Seiterfeit.) befizen, streitigkeiten schaffen sollte. In Orten, wo, von beiden Interessen bestehen, empfahl man feste Ber worden seien. Wyndham erwidert, daß er das auf das gengnis ein derartiges Gesez abzuwenden, das uns zum Gespött des Aus- gruppen Organisationen über das einbarungen Arbeitsverhältnis bis zur Höchft' zahlreicher ärztlicher Berichte hin thue. Er habe sich des Worts lands machen würde. Erpansiv" und nicht Explosiv" bedient, weil die bei weitem größte Dr. Otto Brahm, Direktor des Deutschen Theaters, ergreift grenze von 2 Jahren zu treffen, um nach Ablauf der Berträge über Zahl jener Kugeln paffender Cypansiv" als Explosiv" Kugeln ge- das Wort, um aus der Praxis heraus an einigen Beispielen zu Berlängerung und Aenderung derfelben eventuell neue Vereinbarungen nannt würden. Man habe auch einige Angeln gefunden, die auf zeigen, wie die lex Heinze wirken würde. Die Berliner, meinte er, einzugehen. Vom Vorstand des Arbeitgeberbunds für das deutsche der Jagd zur Verwendung fommen und in passender Weise als find ja ziemlich abgehärtet und nehmen an der bekannten Aufforderung, Baugewerbe war sodann am 2. Februar dieses Jahres eine in Explosibkugeln bezeichnet werden. die Göz von Berlichingen in dem gleichnamigen Goetheschen Stüd Princip zustimmende Antwort eingegangen. Der Centralverband der an den kaiserlichen Hauptmann richtet, Leinen Anstoß; aber Maurer hat hierauf in seiner Antwort dargelegt, welche Grundlage möglich, daß in ultramontanen Streifen sich das Schamgefühl durch er für eine folche gegenseitige Vereinbarung für notwendig hält. jene Wendung grob, gröber und am gröbst en verletzt fühlen Wir geben daraus folgendes wieder: Bei den verschiedenartigen Verhältnissen im Baugewerbe fommen möchte.( Große Heiterfeit.) Die Majorität des Reichstags hat ihr wahres Herz offenbart, als sie sich weigerte, den Theater für die Vertragsabschließung in erster Linie die Lofalverbände der paragraphen auf Specialitätenbühnen einzuschränken, beiderseitigen Organisationen in Betracht. Diese hätten sich als wozu die Minorität geneigt gewesen wäre. Inter fchallenmaßgebende Faktoren zur Fesisegung der Lohn und Arbeite Gemeindewahlen. In Fermersleben wurde ein Partei- bent Gelächter verliest Herr Brahm den Gallimathias der bedingungen anzuerkennen und zum Zwed der gegenseitigen Vers gentoffe in den Gemeinderat gewählt und in Olverstadt zwei, fonservativen Heinzemänner Henning und Simburg; der ständigung und möglichst schneller Erledigung irgend welcher aus während in Kleinwechfungen alle Eige in der dritten Klasse lettere, Amtsgerichtsrat und Rittergutsbefizer seines Zeichens, spricht dem Arbeitsverhältnis entstehender Differenzen eine Kommission eit Partei wurden. con unfrey Borte crobert, in Lamen bei Spremberg wurden feinem Gut Milch en stäfe verarbeitet wird., lind noch ärgere in Nied a. Main wurde vom Verarbeiten der Stücke auf der Bühne, etwa wie auf zufeßen. Aufgabe der Kommiffion müßte fein: unire Kandidaten in allen drei Klassen gewählt. In Sprachvergewaltigungen als der konservative AmitsSandow bei Kottbus wurden unsre Kandidaten in der dritten gerichtsrat leistet sich der fleritale Landgerichtsrat Gröber. Und Stlasse gewählt, während in der zweiten Klasse ciner in Stich das sind die Leute, die über die Kunst zu Gericht sizen wollen, die wahl steht. fich crteden, in die geistige Entwicklung der Neuzeit einzugreifen Boaquin Polizeiliches, Gerichtliches nsw.nach dem Rezept jenes Berliner Polizeipräsidenten, der da jagte: Anträge dürfen nicht verhandelt werden. In Kappel bei Die jange Richtung past mir nicht!" Redner fordert unter TebChemmig tagte am Sonntag eine Konferens vont focialdemokratischen haftem Beifall zum energischen Widerstand gegen geistige Gemeindevertretern. Von der angezeigten Tagesordnung strich die Gewalt auf. Polizei den vierten Puntt Anträge" wegen ungenügender Bezeichnung des Verhandlungszweds, obwohl es keinem Zweifel unterliegen kann, daß es sich nur um Anträge handelte, die mit den geht zeichneten drei ersten Punkten der Tagesordnung im Zusammenhang stehen. Zu den großen kann man solche Mittel im Stampfe gegen die Socialdemokratie nicht rechnen. a) Streitigkeiten zwischen einzelnen Baugeschäfts Inhabern und ihren Gesellen zu untersuchen und die Schuldigen zu ver anfaffen, Unregelmäßigkeifen abzustellen; b) alljährlich einmal im Dezember oder Januar zirjammenzutreten, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das nächste Baujahr( vom 1. April bis 31. März) vorbehältlich der Zustimmung der beiderseitigen Versammlungen festzusetzen. Notwendig dürfte es sein, die. Aufgaben und Kompetenzen der Kommission im Vertrage näher zu präcifieren und auch zu be Herr Dr. Joseph Kohler, Professor der Rechtswissenschaft stimmen, daß vor und während der Kommissionsverhandlungen an der hiesigen Universität, stellt sich mit den Worten anch'io weder Arbeitseinstellungen noch Aussperrungen stattfinden dürfen. sono pittore" als instler vor, er malt in Mußestunden Wenn außerdem in dem Vertrage Bestimmungen enthalten find: erklärt aber, hier nur als Jurist sprechen zu wollen, und bezeichnet über die Dauer der täglichen Arbeitszeit während der längeren und in längeren Ausführungen den Begriff gröbliche Verlegung des fürzeren Tagesdauer, bezüglich leberstunden und Nachtarbeit, sowie Echamgefühls" als ein juristisches unitum. Als er noch in Lohnhöhe, Lohnzahlung, Kündigung, Baubuden und Aborte, bann Würzburg dociert, habe seine dortige Reinmachefrau einer wäre die Unterlage vorhanden für ein friedliches Zusammens Berlinerin würde das nicht passieren immer, wenn sie in seinem arbeiten." Zimmer die Büste der Benus von Milo abgestäubt habe, Die Schuhmacher( Schoßarbeiter) Stettins haben den Innungen über dieses schamloje Weibsbild" gezetert( Stürmische Heiterkeit). Auch ihre Forderungen eingereicht: 10-15 Prozent Lohnerhöhung und der Ausdruck zu geschäftlichen Zweden" fei der reine Kauti huf. Regelung der Arbeitszeit. Sollte bis 1. April teine Berständigung enter homerischem Gelächter der Versammelten führte Prof. Kohler erzielt sein, werden sämtliche Arbeiter die Kündigung einreichen. aus, wie in Zukunft Julia den Romeo auffordern müſſe, nach Hauſe zu gehen, wenn die Nachtigall zu flöten beginnt, statt ihn, wic bisher, aufzufordern, zu biciben, bis die Zerche in die Lüfte steigt. Die Abwiegelungsversuche Rieberdings böten nicht die geringste Gewähr; an Instruktionen, wie fie der Staatssekretär in Aussicht gestellt habe, seien die Richter nicht gebunden. Drei Mark Polizeiftrafe soll der Genosse Schuhknecht, Kolporteur in Rawitsch( Oberschlesien) bezahlen, weil er des Sonntags feinen Kunden die Breslauer Bollswacht" ins Haus gebracht hat. annad 10101 Der Goethe- Bund. Das Romitee gegen die litteratur und tunstfeindligen Bestrebungen der fog lex Heinze, bestehend aus den Herren Theodor Mommsen, Adolf v. Menzel, Eberlein, Sudermann, Gerhari Hauptmann, Nissen, Segas, Lindau, Hartleben, wildenbruch usw. hatte an Künstler, Gelehrte, Lifteraten und Kunstfreunde" Einladungskarten Der Direktor des Weimarer Göthe chiller- Archivs., zu einer Versammlung erlassen, die am Sonntag mittag Gcheimrat Sophan, spricht einige wenige Worte, die in dem im Festsaale des Rathauses stattfand. arum dieser Sazze gipfeln: Jeder gebildete Deutsche trägt zwei lebendige Proteste Kaum und diese Einladungsform gewählt wurde, hat Herr Suder- gegen die lex Heinze in seiner Brust; sie heißen: Göthe und mann mit aller wünschenswerten Deutlichkeit in seiner Schlußrede Shiller. auseinandergesetzt. Die Frage der Arbeitszeit- Verkürzung hat in der ver gangenen Woche in Kiel einige praktische Erfolge zu verzeichnen gehabt. Eine Maschinenfabrik( Bohn u. Kähler) hat ihren Arbeitern ohne Lohnabzug an Stelle des bisherigen 10stündigen den 91/ 2stündigen Arbeitstag bewilligt und außerdem die für Zuspätkommen festgefeßten Strafen in der Arbeitsordnung gestrichen. Und jetzt hat die größte Feilenhauerei der Provinz, die von Buchholz in Kiel ihren Arbeitern den 9ftündigen Arbeitstag bewilligt. Gleichzeitig hat sie die Freigabe des 1. Mai als Feiertag versprochen und den Lohntarif um 5 bis 10 Proz. aufgebessert und einem Minimallohn von 4 M. für Gefellen zugestimmt. In der Feilenhauerei von Kern in Preez dürfte es zum Streif kommen, da der Inhaber die Forderungen feiner Arbeiter abgelehnt hat. Die Handschuhmacher in Haynau find in eine Lohnbewegung eingetreten, um eine zehnprozentige Erhöhung der Accordpreise zu erreichen. Es haben dieserhalb sämtliche Handschuhmacher von Haynan 150( alle organisiert) ihre Kündigung eingereicht. Ausland. Arbeit Runmehr nimmt das Schlußwort der Vorsitzende der Versamm Schon vor der angesezten Stunde begann der geräumige Saal lung, Sudermann. Er dankt den städtischen Behörden, daß sie fich zu füllen. Am Vorstandstische nahmen ut. a. Sudermann den hier zu gemeinsamem Birken Vereinigten diesen Saal überlassen mis mommien Brag Später erschien Adolf von Mengel. haben, wo sie fern von der Erregung stürmifer Bolts Kaum wurde er im Hintergrunde des Saales erkannt, als ein versammlungen beratschlagen und ihre Beschlüsse fassen konnten. braufender Beifall Tosrach, der den gerade referierenden Redner, Wohl dürfe man, ohne beschuldigt zu werden, mit Bezirts Dr. Brahm, für einige Minuten seine Ausführungen zu unter- vereinsrednern zu wetteifern, von einem Stampf gegen die brechen zwang. Dunkelmanner sprechen. Es sei thöricht, verkennen zu wollen, Hermann Sudermann eröffnete die Versammlung und er- daß die Künstler schwere Schuld daran treffe, daß es soweit Zum öftreichischen Bergarbeiterstreik. Ju Mährischteilte zunächst dem Redacteur des Berliner Tageblatts", Friedrich gekommen sei im Deutschen Neich. Im hyperästhetischen, Ostrau, wo eine starte Strömung gegen die Wiederaufnahme der Dernburg, das Wort. Nicht ungeschickt parierte der Redner die weltfremden hochmut befangen, abgewandt von Arbeit vorhanden war, fehren nach und nach die Bergleute zur Angriffe, die von tlerifaler Seite gegen die angeblich verunglückte" den großen Fragen der Zeit, abgesperrt von den Volts zurüd. Die erregte Stimmung ist einer rubigeren gewichen. In Bersammlung in der Philharmonie erhoben worden sind: massen habe die deutsche Litteratur fich müden, blasierten einer Delegiertenversammlung, an der unfre Parteigenoffen Berner der gewaltige Andrang zu jener Verfanimilung habe von dem feurigen Spielereien hingegeben, habe Liebesblide getauscht mit ihren und Braidhet teilnahmen, wurde der Wunsch ausgesprochen, werdeit möge, un den Kontakt Sutereffe gezeugt, das namentlich die Jugend an der Freiheit der Todfeinden, deren Macht wie deren unversöhnlichen Haß sie unter daß ein Mittel gefunden der Wiener Gewerkschafts Kommission wieder wieder herSumit nehme. Im allgemeinen sei der Deutsche ruhig und bequem; geht's schätzt habe. Wie eine Bombe jei da die lex Heinze in dieses Still- mit ihm aber an seine wissenschaftliche, politische oder fünstlerische Ueber- leben geplazt dahin, in den aber sie habe auch bewirkt, was vor vier Wochen zustellen. Die Delegierten einigten sich dahin, zeugung, dann wird er tüdisch". Die lex Deinze ist ein Unterfangen noch jeder für unmöglich gehalten habe, fie habe bewirkt, daß sich Bersammlungen eine Resolution vorzulegen, daß die Arbeiter in ihrer ajtthetischer Intoleranz".( Sehr richtig!) Redner bespricht alsdann Künstler und Schriftsteller der verschiedensten Stichtungen Mehrheit die jüngsten Vorgänge entschieden bedauern und mißdas Gerichtsurteil, das in in dem Prozeß gegen Schur. zu einträchtigem Wirken zusammengefunden. billigen, und die Genossen bitten, die bedauerlichen Vorfälle zu Dehmel ujw. ergangen ist und sieht in ihm recht Diese Eintracht muß aufrechterhalten bleiben vergessen. optimistisch! ein Aufblizen eines neuen Lichts", um aber gleich Die Künstler sind es fatt, als die Stieftinder der Nation Dagegen wird in ladno, wo sich die Unternehmer in schroffer vorsichtig hinzuzufügen: noch fönnen wir der lex Heinze nicht übers behandelt und je nach Laune und Misgunft der gerade Weise ablehnend zu jeder Verständigung hielten, der Streit mit aller Grab schießen! herrschenden Parteien bald abgestraft, bald gebätschelt zu Entschiedenheit fortgefeßt. Zur Besprechung der Obstruktion übergehend, meint der werden. Wohl zollen wir den Parteien Dank, die Redner unter schallender Heiterkeit der Versammlung, daß dank der die äußersten Mittel angewandt haben, um die Freiheit jelben die lex augenblicklich einem gefährlichen Strafgefangenen der Kunst zu retten( Lebhafter Beifall, an dem sich indessen 19 gleiche, dem die hojentnöpfe abgeschnitten seien: dadurch nicht die ganze Versammlung beteiligt); aber wir wissen werde er vorläufig an Entlommen gehindert, ohne aber dauernd nicht, ob diesen Parteien die Massen mit dem Normalunschädlich gemacht zu fein. gefühl den Rücken steifen werden; wir können uns daher Der Solzarbeiter Verband nahm am Sonntag end. Die lex Heinze, so etwa fchloß Herr Dernburg, entspringt nicht auf fie allein verlassen; wir müssen uns felbft zu gültig Stellung au den Ginigungsbedingungen. m demselben Geiste, dem auch die Verweigerung des Straß- helfen suchen. Die Wissenschaft hat in diesent schweren eenpalast fand um 10 Uhr eine allgemeine Vertrauensmännerburger Goethe Dentmals entsprungen ist.( Rufe: Hört, Stampfe der Kunst zur Seite gestanden wiffen wir doch Versammlung statt, in der die Vorschläge des Einigungsamts nochmals hört!) Wenn die regierenden Männer" nur etwas von dem Geiste nicht, ob derfelbe Geist, der die Kunst bedroht, nicht auch diskutiert wurden. Zu einem Beschluß fam es nicht, weil inzwischen Kaiser Friedrichs befizen, müssen sie die Vorlage in den bald zum Angriff auf die Wissenschaft übergehen wird; der Bund die Zeit für den Beginn der Generalversammlung herangerüdt war. Papierforb wandern laffen! muß ein dauernder werden und er wird streiten unter dem Als den Verbandsmitgliedern nun der Saal geöffnet wurde, strömten " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Aussperrung in der Berliner Holzindustrie. Hatte sich Friedrich Dernburg noch ziemlich hypo- Namen und dem Banner dessen, der sich auch in München eine diese, die schon auf der Straße gewartet hatten, zu Tausenden thetisch mehr in der Form des frommen Wunsches ausgedrückt, ähnliche Vereinigung zum Schußpatron in dem Kampfe erforen hat: herein. Bald darauf waren der Saal und die Galerien dicht gefüllt. aus der für feinhörige Ohren ein Teifer eigner Zweifel durchklang, unter dem Namen Goethe.( Lebhafter Beifall.) Es mochten wohl 6000 Personen antvesend sein. jo begann der folgende Redner, Herr Eberlein, sofort mit Herr Sudermann teilte alsdann mit, daß Geheimrat Ende, Zuerst nahm Glode das Wort. Er legte dar, was für und einer fuietiefen Berbeugung vor dem Kaiser, bei dem diese Präsident der Akademie der Künste, Friedrich Spielhagen und gegen den Bergleich bereits gesagt worden if und ersuchte die Verimposante Sundgebung der gesamten Intelligenz Berlins" ficher Profeffor Dr. Theodor Mommsen an die Spitze des Bundes fammlung, als die maßgebende Justang der ganiſation, die ja für gnädiges Gehör" finden werde. Im weiteren Verlauf seiner treten. Dem lezigenannten greifen Gelehrten, der, wie erwähnt, an- die Fortsetzung des Kampfs die Verantwortung zu tragen hat, das Für Ausführungen fand allerdings Professor Eberlein ganz fräftige wesend war, wurde eine brausende, nicht enden wollende und Wider fachlich zu erwägen und fühlen Bluts ihre Entscheidung zu Sprüchlein: er sprach über die Notwendigkeit einer Appellation Ovation bereitet. Auf Antrag Sudermanns traten alle treffen. Der nächste Redner plädierte für Fortfegung des Streits, auch von dem Verdikt der kunstfeindlichen Majorität des Reichstags an das Bersammelten dem neuen Bunde bei und stimmten wenn diejer noch so große Opfer erfordern sollte. Dann empfahl Bolt, deffen Kunstsinn immer mehr erweckt werden müsse; er sprach dem Vorschlage zu, daß die am Eingang des Saales abgegebenen Einsetzer Kurkowski die Annahme der Einigung. Hierauf ergriff Unter lautloser Stille von dem giftigen Wurm", der gegen die deutsche Stunft in dem Einladungskarten als Beitrittserklärungen be- der Verbandsvorsitzende eloß das Wort. Augenblic sich aufbäume, wo sie auf der Pariser Weltausstellung trachtet werden sollen. und größter Aufmerksamkeit der Versammlung schilderte der Redner der Welt zeigt, was fie vermag. Er rief unter besonderen Beifall: die gegenwärtige Situation und die Folgen, welche eine Fortsetzung cine Gemeinschaft zwischen uns und denen, die für den Knebeldes Streiks möglichenfalls haben könnten. Der Redner betonte, es paragraphen gestimmt haben!" Etle Dünste, fuhr er fort, entfei ja bedauerlich, daß die Streifenden nicht alle ihre Forderungen fteigen der Bandorabüchse des Abg. Rören. Der Herr sprach durchgesezt haben, aber wer sich nicht vom Gefühl, sondern von den Kunstschäzen des Vatikans, frug, was diese mit der Die Arbeitskutscher des Nordens, welche bisher einen Wochen- vom praktischen Verstand leiten laffe, der müsse sich segen, daß ein Protefibewegung gegen die lex Heinze zu thun haben: daß Yohn von 20-28 M. hatten, stellten gestern früh an ihre Arbeitgeber Vergleich unter den vorliegenden Bedingungen immerhin beffer fei, Leffing, daß Goethe, daß Winkelmann aus den antiken die Forderung auf 27 M. In Betracht famen 27 Firmen. Bis als die Fortsetzung des Kampfs, der die schwersten Opfer erfordert, und italienischen Kunstschägen eine neue Aeſthetit, eine neue Welt- Montagabend hatten bereits 13 Firmen bewilligt. 3 Firmen und ohne die Gewißheit eines vollen Sieges zu gewähren. Die Unanschauung geschöpft haben, scheint dieser Boltsvertreter nicht zu zwar Lüdicke Wwe., Kastanien Allee 45: Adolf Breßme, Schulstr. 40 nahme des Vergleichs bedeute einen ehrenvollen Frieden, der den wissen. Etwas eingehenderes Studium der Kunstgeschichte und Aug. Wallner, Kastanien Allee 24, haben nicht bewilligt. Bei Berliner Kollegen manche Vorteile bringe, während der weitere thäte diesen Herren bitter nötig.( Stürmischer Beifall.) Welch den fibrigen elf Firmen schweben noch Verhandlungen und dürfte Stampf möglichenfalls mit einer gänglich Niederlage enden könne. liebliche Aussicht für Künstler, vielleicht einmal in Sachen der Aus- durch Bermittlung des Centralverbands der Handels-, Transport Deshalb empfehle fich die Annahme der Einigungsbedingungen übung ihrer Kunst vor ein Tribunal gestellt zu werden, dem dieser und Verkehrsarbeiter eine Einigung erzielt werben. und die Beendigung des Streits. Eine starke Minderheit zollte Oberlandesgerichtsrat präsidiert. Die Kunst wird den den Ausführungen Kloß' lebhaften Beifall. In der weiteren Debatte sprachen mehrere Redner für, andre gegen den Vergleich. Zwar Kampf gegen die Dunkelheit nicht scheuen und das Licht wird über wurden die Ausführungen der Gegner der Einigung zum Teil mit die Finsternis fiegen. lautem Beifall aufgenommen, aber die Stimmung der Redner wie die der Zuhörer war bei weitem nicht mehr so leidenschaftlich wie in ben vorhergegangenen Versammlungen. Als gaste der Ortsverwal tung und besonders Glode den Vorwurf machte, der Streit jei nicht mit der nötigen Umficht geleitet worden, und als er weiter andeutete, das Amt Gloces müsse durch einen andren befegt werden, da er3 der Redner abtrete. Die weiteren Ausführungen Zastes endeten mit der Bemerkung, daß Nachdem noch einige jetzt der ehrenvolle Friede vorteilhaft sci. Redner für und gegen die Einigung gesprochen hatten, wiefen sowohl Kloß wie Glode die dem letzteren gemachten Vorwürfe unter allseitigem Beifall zurüd. Die Kutscher der Vereinigten Berliner Mörtelwerke haben auf ihre Forderung hin statt ihres bisherigen Wochenlohns von Der tosende Beifall, der dicken Schlußworten des sanguinischen 21 M. einen solchen von 25 M, ohne daß sie erst in den Streit zu Stinstlers folgte. legte sich erst, als Herr Verlagsbuchhändler Friedrich treten brauchten, bewilligt erhalten. Dieser Erfolg wurde nur da Engelhorn aus Stuttgart die Reduerbühne bestieg. Mit schwäbischer durch erzielt, daß unter den Kutschern vollständige Einigkeit herrschte. Derbheit und herzerquidender Deutlichkeit fagte Herr Engelhorn Von den 72 bei den Bereinigten Mörtelwerken beschäftigten Kutschern sind feine Meinung über das famose Machwerk. Der deutsche Buchhandel, 66 im Centralverband der Handels-, Transport und Verkehrsarbeiter führte er aus, bedankt sich dafür, vernichtet oder doch geschädigt zu organisiert. werden wegen des verkrüppelten Schamgefühls ge- Die Sammellifte Nr. 147 für die ausgesperrten Möbeltransport- tönten lebhafte Rufe des Umpillens allen Zeilen des Saals. Es wird ge- Stürmisch verlangte die Versammlung, wisser Leute.( Große Heiterfeit.) Mit dem Schuhe, den an- Arbeiter und Arbeitskutscher ist verloren gegangen. geblich die Auslegungen unirer Gerichte uns gewähren, soll man beten, dieselbe beim Vorzeigen anzuhalten und auf dem Bureau des uns nicht kommen, die wir zur Genüge den groben Unfug Centralverbands der Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter, fennen, der mit dem Groben Unfug Paragraphen, mit Bischofstraße 131, abzuliefern. dem ambulanten Gerichtsstand der Presse usw. Daß Herr Rören auf die ganze moderne getrieben wird. Bei der Gewerbegerichts Wahl in Meerane wurden in Litteratur zielt, zielt, ergiebt sich zur Evidenz aus zur Evidenz aus seinen An( Stürmische der Klasse der Arbeitnehmer die Kandidaten des Gewerkschaftskartells griffen auf unfren alverehrten Sudermann, Pfuirufe.) Und ist's gleich Wahnsinn, hat es doch Methode" gewählt. ift man versucht, 1tt Shakespeares Polonius Der forporative Arbeitsvertrag im Baugewerbe. Vom auszurufen, fuenn man vernimmt, daß schon der David von Michel- Centralverband der Maurer sind seit dem Oktober v. J. mit der angelo als obicon aus den Schaufenstern von obrigkeitswegen Organisation der Unternehmer, dem deutschen Arbeitgeberbund für entfernt worden ist. Erfreue fich am Belifan" und au sonstiger das Baugelverbe, Unterhandlungen eingeleitet, die eine für ganz " 1850 Deutsches Reich.at # Unter lebhafter Spannung aller Anwesenden wurde nunmehr die Abstimmung vorgenommen. Dieselbe ergab eine große Mehrheit für die Annahme der Einigungsbedingungen. Etwa 1/4 bis 1/3 der Versammlung stimmte dagegen. Die Wahl der Mitglieder der Achtzehner- Kommission soll in der nächsten Vertrauensmänner- Versammlung vorgenommen werden. Sociales. Abermals nicht erschienen war gestern früh vor der Straf-| Handlungen der Streifleitung mit der Meisterkommission wurden fammer in Moabit der Schriftsteller Adolf Brandt aus Neu- die Forderungen der Gehilfen als gerechtfertigt anerkannt und Die Anstellung von Arbeitern als Bauaufseher. Die in Rahnsdorf. Brandt hat bekanntlich unsren Verantwortlichen" zunächst unter anderem die allgemeine Einführung des Stundenvoriger Nummer bereits nach telegraphischer Meldung erwähnte verklagt, weil in unfrem Bericht über sein Attentat auf den Reichs- lohns von 60 Pf. am 1. Oktober d. I. zugestanden. Man erwartet Verordnung der bayrischen Regierung enthält, wie berichtet wird, tags- Abgeordneten Lieber gesagt worden war, ein anscheinend aber, daß die Unternehmer, die doch selbst auch stabile Verhältnisse noch folgende nähere Bestimmungen: Geistesgestörter" habe das Attentat verübt, und am Schluß die Be- wollen und die Festlegung der Arbeitsbedingungen wünschen, noch Die Behörde hat die Bezüge der Bauaufseher durch Dienst- mertung angefügt wurde, Brandt habe wiederholt versucht, die weitere Zugeständnisse machen werden. Der bisherige Verlauf vertrag oder Gebührenregulativ festzusehen und das gesamte Dienst Augen der Oeffentlichkeit gewaltsam auf sich zu leuten". Das Schöffen- der Lohnbeweigung ist für die Gehilfen, nachdem in 150 Werkverhältnis derselben zu regeln. Nach Anleitung ihrer vorgesezten Be- gericht sprach unsren Redacteur frei mit der ausdrücklichen stellen mit 700 Arbeitern bewilligt worden, ein sehr günstiger hörden sollen die Bauaufseher die Sachverständigen bei ihren Aufgaben, Begründung, daß die angezogenen Ausdrücke die denkbar gelindeste Kritik, und die Zahl der noch Ausständigen eine verhältnismäßig soweit diese nicht höhere technische Vorbildung vorausseßen, unter- ja eine Beschönigung des Brandtschen Verhaltens darstellten, und geringe. Die Verhandlungen der Verbandsleitung mit den einzelnen stüßen und ihr Augenmerk besonders auf die Sicherheit der Gerüste, daß es Pflicht der Presse jedweder Parteirichtung fei, folche Vor- Firmen, bei welchen die Arbeiter noch ausständig sind, haben vorVerbolzungen usw., auf die Beschaffenheit des Materiais, Zubereitung kommnisse zu geißeln. Brandt war jedoch mit diesem Urteil nicht läufig zu keinem endgültigen Resultat geführt." Arbeitswillige" find des Mörtels, sowie auf gefährliche oder sittlich bedenkliche Zustände zufrieden; er legte Berufung ein und so sollte gestern die Sache nur sehr wenige vorhanden, die keineswegs im Stande sind, troz auf den Baupläzen richten, um etwaige Mißstände der Behörde be- abermals, diesmal vor der Straffammer, erörtert werden. Wie am Nacht- und Sonntagsarbeit, wie dies bei der Firma Martiwicz Hufs Abstellung zur Anzeige bringen zu können. Eine besondere Ga- Sonnabend glänzte Brandt auch diesmal durch Abwesenheit und so geschieht, auch nur die dringendsten Arbeiten fertig zu stellen, so daß rantie mußte dafür geschaffen werden, daß diesen Kontrollorganen wurde denn auf Antrag des durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Heine- bie Unternehmer auf diese oder jene Weise gezwungen werden, die eine von Arbeitgebern und Arbeitern möglichst unabhängige mann verteidigten Beklagten die Berufung verworfen, Forderungen anzuerkennen. Stellung gesichert bleibe; der zum Bauaufseher bestellte unser Redacteur somit endgültig freigesprochen. Arbeiter darf daher nicht dem späteren Wohl= oder " Der Krieg. Uebelwollen der Baumeister irgendwie ausgeliefert werden. Wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutz der Andrerseits darf er nicht gleichzeitig noch als Bauhandwerker Warenbezeichnungen hatte sich gestern der Fabrikbefizer und antiLord Roberts will den Vormarsch von Bloemfontein in nörd weiter arbeiten, da sonst sein Meister in die unangenehme Lage femitische Stadtv. Franz Prezel vor der stabenten Straffammer kommen könnte, sich von seinen eignen Gesellen kontrollieren laffen des Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte fabriziert u. a. licher Nichtung nicht eher beginnen, als bis das Land in seinem zu müffen. Die Bauaufseher sollen mit einem Worte aufhören, auch Schlagriemen, die er unter dem Namen„ Melior- Schlagrieme" Rücken völlig beruhigt ist. Hiermit scheint es aber noch gute Weile Arbeiter zu sein und vielmehr eine beamtenähnliche Dienststellung in den Verkehr brachte. Nun hat eine Firma in Rouen, deren Ver- zu haben; die Boeren des Oranje- Freistaats, die sich der Not geerhalten, eine Lösung, wie sie allein dem öffentlichen Interesse ent- tretung für Deutschland die Firma Scheibe in Gera übernommen horchend unterworfen haben, scheinen vielfach nur auf den Augenblick spricht." hat, sich den Namen Melior für Schlagriemen gesetzlich schützen lassen, zu warten, wo sie wieder zu den Waffen greifen können. Nach einer Es entsteht die Frage, ob diese beamtenähnlichen" Bauaufseher und als sie erfuhr, daß der Angeklagte den gleichen Namen in An Times"-Meltung aus Bloemfontein zeigen neuerliche Unterin der Bethätigung ihrer politischen Anschauungen, falls sie Social- wendung brachte, ihm brieflich mitgeteilt, daß diefer geschüßt sei. Der fuchungen, daß es notwendig ist, im Verkehr mit anscheinend loyalen demokraten sind, irgendwie behindert werden würden. Angeklagte hat brieflich geantwortet, daß er sich des Namens nicht Persönlichkeiten vorsichtig zu sein." Das Gelände nördlich von Bloemfontein ist noch keineswegs Die Hochwasserschäden in Preuken im Jahre 1899 mehr bedienen würde, und in seinen Preislisten ist der Name auch überdruckt worden. Dagegen hat er, wie der Gerichtshof von den Boeren völlig geräumt, wie die Engländer annehmen. Diese betrugen, wie die„ Statistische Storrespondenz" mitteilt, nach amt- gestern angenommen hat, gewußt und geduldet, daß an Stelle diefes falsche Annahme sollte ihnen am vorigen Freitag recht übel be= licher Ermittelung 21 384 000 m. und verteilten sich auf eine Fläche Namens der fast gleich aussehende Name„ Melinor" gewählt und fommen. In der Nacht zum Sonntag lief folgendes Telegramm von 275 443 Hektar, das sind 1,24 Prozent der landwirtschaftlich auf Rechnungen gesetzt wurde, in einem Falle soll der betreffende von Lord Roberts aus Bloemfontein im Londoner Kriegsamte ein: benutzten Fläche( nach der Zählung von 1895). Der Berlust beträgt Käufer ausdrücklich gefragt haben, ob er auch echte Melior- Riemen Gestern wurden die Oberstlieutenants Crabbe und Codsington, int Durchschnitt 78 M. auf das Hektar der geschädigten Fläche und erhalte.. Der Angeklagte und sein Verteidiger Rechtsanwalt Ulrich sowie der Lieutenant Lygon und ein Gemeiner während eines 1,02 M. auf das Hektar des überhaupt vorhandenen Ader- und beftritten, daß eine Verlegung des Gesetzes vorliege. In dem Geschäft Relognoscierungsritts, den sie nördlich von Bloemfontein Wiesenlands. des Angeklagten, das einen Jahresumsatz von ca. 34 Millionen habe, ausführten, von einer Abteilung Boeren überrascht. Lieutenant Die Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung des prenßischen seien diese Schlagriemen ein ganz unbedeutender Artikel. Von der Stacts 1898. Preußen hat 1898, wie die„ Statistische Korrespon- Eristenz der Firma in Rouen und dem Schuße des Namens„ Melior" ygon wurde getötet, die beiden Oberstlieutenants und der Gedenz" berichtet, 349 027 männliche und 315 991 weibliche, zusammen habe der Angeklagte feine Kenntnis gehabt; nachdem er es erfahren, meine schwer verwundet. 665 018 Personen durch den Tod verloren. Die Zahl der außerdem habe er seinem Reisenden mitgeteilt, daß der Name nicht mehr benugi wundeten in einen nahe gelegenen Bachthof und verpflegten den Standesbeamten gemeldeten Totgeborenen belief sich auf 23 044 werden dürfe, und dieser habe dann selbständig den Namen Melinor sie dort. männliche und 17 893 weibliche. Ohne Berücksichtigung der Tots in Anwendung gebracht. Es könne fich also höchstens um eine Fahrgeborenen beträgt die Sterbeziffer. auf 1000 am 1. Januar 1898 läffigkeit handeln, nicht aber um einen strafrechtlich zu ahndenden Lebende berechnet, für die Bevölkerung überhaupt 20,4, für den Dolus. Der Staatsanwalt hielt die§§ 14 und 20 des Gesezes männlichen Teil derselben 21,8, für den weiblichen 19,0. für verletzt, da die geringe Abweichung von dem geschützten Namen Bergleicht man dieses Ergebnis mit dem für die früheren Jahre nach seiner Meinung gerade zu dem Zwed gewählt sei, unt einer ermittelten bis 1875 rückwärts, von wo ab infolge der Standesamts- Verwechselung im Verkehr Thür und Thor zu öffnen. Er beantragte Einrichtung eine einheitliche Berichterstattung und Verarbeitung der 300 M. Geldstrafe. Auch der Gerichtshof war der Meinung, daß Nachrichten über die Gestorbenen durchgeführt wurde, so erscheint der Name Melinor" an Stelle des Namens„ Melior" nur gewählt die jüngste Sterbeziffer als äußerst günstig; denn zwischen 1875 und sei, um das Publikum zu täuschen. Wenn auch der Angeklagte diese 1898 tamen für die männliche Bevölkerung Schwankungen von 21,8 Bezeichnung nicht angeordnet, so habe er ihre Anwendung doch gebis 28,1, für die weibliche von 19,0 bis 24,6 und für die gesamte duldet und mit seinem Wissen feien Rechnungen mit dieser Bezeich bon 20,4 bis 26,3 auf 1000 Einwohner vor, so daß in dem ganzen mung noch bis auf die neueste Zeit ausgestellt worden. Der Gerichts- dant Olivier mit einer starten Boeren- Streitmacht Nach einer Depesche der Times" aus Rougville rückt Komman Zeitraum niemals eine geringere Sterblichkeitsziffer festgestellt wurde hof berurteilte de den Angeklagten zur niedrigsten Strafe von und 15 Geschüßen von Ladybrand nach Norden vor. Von Basuto150 Mark Geldstrafe event. 15 Tagen Gefängnis, erkannte ferner auf Beseitigung der unberechtigt benutzten Warenzeichen und land aus wurde ein großer Wagenzug der Boeren gefehen, der sich sprach dem Intereffenten die Publikationsbefugnis zu. Der An- nach Clocolan zu bewegte; es besteht die Möglichkeit, daß General French denselben abfängt. getlagte erklärte Revision hiergegen einzulegen. vie 1898. Gerichts- Beitung. Polizeikampf gegen Streifpoftent. " Versammlungen. Die Boeren brachten die Ver Dieser Zwischenfall hat insofofern Bedeutung, als er die falschen Berechnungen der Engländer beweist. Lord Roberts drückte ſelbſt noch vor einigen Tagen in einem Telegramm die Ueberzeugung aus, daß das Gelände 60 Kilometer nördlich von Bloemfontein von den Boeren vollständig verlassen sei, und daß sich fämmtliche Boeren nach Kroonstad zurückgezogen hätten. Es ist aber auch nicht unmöglich, daß diefer Ueberfall nicht von Transvaalboeren, sondern von Orangisten ausgeführt worden ist, welche sich nur zum Schein unterworfen haben. General Frenchs Abschneidungsversuch. Im Westen. N London, 26. März. Ein Telegramm des Feldmarschalls Roberts aus Bloemfontein von gestern meldet: lleber Bulawayo eingegangene Nachrichten vom Oberst Baden Powell befagen, daß fich am 13. März in Mafeking alles wohl befand. In den letzten Tagen vorher hätte die Einschließung feitens des Feindes bedeutend nachgelassen. Im Dezember 1899 wurde in der Möbelfabrik von Hey= mann in der Prinzessinnenstraße gestreift. Der Reviervorstand ties die dort postierten Schußleute an, streitverdächtigen Arbeitern das Verweilen in der Nähe der Fabrik zu verbieten. Die Lohnbewegung der Herren- Maßschneider wurde am Am 8. Dezember tamen nun die Angeklagten, die Tapezierer Montagvormittag in zwei Versammlungen erörtert. Richter und Niedel die Prinzessinnenstraße entlang. Ohne daß Im Friedrichstädtischen Kasino, wo etwa 1500 PerDer Morning Post" wird aus Crocodile Pools am 19. d. M. sonen den Saal dicht gedrängt füllten, erstattete der Vertrauens- gemeldet: Mafeking wurde am 13. und 14. März von den Boeren heftig Seinen Ausführungen ist mann Ritter den Situationsbericht. folgendes zu entnehmen: Nachdem die Arbeiter verschiedener Kate- beschossen; eine kleine Abteilung, die einen Streifzug ausführte, tötete mehrere Boeren und erbeutete deren Pferde und Gewehre. Die gorien die günstige Konjunktur der letzten Jahre zu einer englischen Verluste betrugen etwa 12 Manu. Aufbesserung ihrer Lage ausgenugt haben, hielten jezt auch die Schneider für notwendig, für die günstigere Ge Aus Kimberley wird dem„ Daily Telegraph" telegraphiert: staltung ihrer Arbeitsverhältnisse, die der Verbesserung dringend Hier eingebrachte Gefangene melden, daß eine Abteilung bedürfen, etwas zu thun. In erster Linie bandelte es sich darum, Savallerie in Transvaal eingerüdt und bis zu einem feste Lohntarife einzuführen, da die Accordlöhne bisher äußerst ver- Punkt 18 englische Meilen nördlich von Christiania gelangt sei. schiedenartig und schwankend waren. Die Arbeiter haben deshalb Gegen die Neutralitätspflicht! einen Lohntarif aufgestellt, der mit Rücksicht auf die QualitätsTriest, 26. März. unterschiede der von den verschiedenen Geschäften verlangten Arbeit Der im hiesigen Freihafen befindliche diefelben, so lautet die richterliche Feststellung wörtlich, auf der Straße gestanden oder gar mit jemanden gesprochen hätten, wurden fie von dem Schuhmann Fiebig aufgefordert, sofort die Prinzessinnenstraße zu verlassen und sich nicht wieder zu zeigen. Ohne ein Wort des Widerspruchs gingen die Angeklagten die Straße weiter, gingen um die dort haltenden Pferdebahnwagen herum und begaben sich nach dem in der Prinzessinnenstraße belegenen Schanklokal von Wirsing, woselbst sie auf der Schwelle zu demselben verhaftet wurden. Das Schöffengericht sprach die Angeklagten auf Grund dieses Sachverhalts von der gegen sie erhobenen Anklage frei, die ant verschiedenen $$ 117 und 118 bes Straßenpolizei Reglements übertreten zu in brei Klaffen eingeteilt ist. Dieser Tarif ist den Unter- englische Dampfer Mary" hat mit der Einladung der von der haben. Es hielt die vom Schußmann an die Angeklagten er- nehmern zugestellt worden mit dem Ersuchen, fich bis zum Firma Skoda gelieferten Geschütze und Munition begonnen. gangene Aufforderung für ganz ungerechtfertigt. Man ber: 24. d. Mts. darüber zu äußern. 3 find auch etwa Obgleich die Ladung marinell nach Shanghai adressiert ist, gegenwärtige fich, so lautet das Urteil des Schöffengerichts wörtlich, hundert Antwortschreiben beim Vertrauensmann eingegangen, erhielt der Kapitän, dem" Piccolo" zufolge, versiegelte Ordre, welche die Konsequenzen. Ein Mensch, welcher von dem Schußmann für einen aber nur 4 oder 5 Firmen haben den Tarif anerkannt, alvei er erst auf hoher See öffnen soll. streifenden Arbeiter gehalten wird, geht durch die Straße zur Ver- derselben wollen auch Betriebswerkstätten einrichten. Die übrigen Der Delagon- Schiedsspruch. richtung irgend eines erlaubten Vorhabens, er wird von dieser Firmen verhalten sich ablehnend. In letzter Stunde haben die verAus Bern wird vom 25. März gemeldet: Der Schiedss Straße fortgewiesen, er geht in die benachbarte Straße, wo vielleicht einigten Unternehmer den Versuch gemacht, Verhandlungen vor dem auch gestreift wird, auch von dieser Straße wird er fortgewiesen. Einigungsamt einzuleiten, der Vertrauensmann der Arbeiter glaubte spruch in der Delagoa- Angelegenheit, welcher am Montag den Parteien auch gestreift wird, auch von dieser Straße wird er fortgewiesen. aber, ohne Zustimmung der Versammlung nicht auf solche Verhand- zugestellt werden sollte, ist um einige Tage hinause Er verläßt diese Straße und auch auf der nächsten und den folgenden lungen eingehen zu können. Er ist der Ansicht, der Konfettions- gefchoben worden, und zwar wegen gewiffer, im Augenblick wird ihm die Weisung erteilt, die Straße zu verlassen und sich nicht arbeiterstreit habe gelehrt, daß die Unternehmer sich der Unterzeichnung durch die Schiedsrichter zu Tage getretener Leytere betreffen nicht die Festsetzung des wieder auf derselben zu zeigen. So geht es bis an die Grenze der die vor dem Einigungsamt getroffenen Abmachungen nicht Schwierigkeiten. Stadt Berlin, und der völlig unbescholtene Mann ist gebunden fühlen und daß insbesondere der gegen Entschädigungsbetrages, welcher ein für allemal bestimmt ist, aus Berlin herausgewiesen, obwohl er hier den Sit seiner wärtige Versuch, Einigungsverhandlungen einzuleiten, nur den sondern Einigungsverhandlungen einzuleiten, nur den fondern die Verteilung desselben unter die bürgerlichen Thätigkeit, seiner Familie hat. Dieses Beispiel genügt, 3wed habe, die Bewegung hinzuhalten und diese dadurch unwirksam neun, im Grunde derselben Gesellschaft angehörenden, durch Engum zu zeigen, daß die Weifung des Schußmanns, wie sie den An- zu machen. Aus diefen Gründen glauben die Arbeiter der Herren- land und die Vereinigten Staaten vertretenen entschädigungsberech geklagten erteilt worden ist, völlig zulässig war. Wird aber un Daß es den Unternehmern mit einer Einigung nicht ernſt ſei, gehe Maßbranche ohne Mitwirkung des Einigungsamts besser zu fahren. tigten Gruppen. bebingter Gehorsam einer amtlichen Anordnung gegenüber ge- auch daraus hervor, daß der Innung die aufgestellten Forderungen Lehte Nachrichten und Depelthen. fordert, so ist die zwingende Voraussetzung hierfür, daß die An- schon seit vier Wochen befannt sind, ordnung fich im Rahmen der bestehenden Geseze be Seite an Verhandlungen gedacht worden ist. Weiter teilte wegt. Ob diese Voraussetzung vorliegt, hat das Gericht zu prüfen. Ritter mit, daß die Kommission der Arbeitgeber am Sonntag eine Im vorliegenden Fall hat der Schußmam feinerlei rechtliche Sigung gehabt und ihm als Resultat derselben mitgeteilt ſei, bie Veranlassung zum Einschreiten gehabt, er hat willkürlich, also Arbeitgeber feien im Prinzip für feste Lohntarise, sie wünschen aber, nicht rechtmäßig gehandelt." Außerdem haben die Ange- daß derselbe in vier klassen geteilt werde, und daß die Entflagten die Weifung des Beamten befolgen wollen und sind nur durch scheidung darüber, in welche Klasse ein Geschäft eingereiht werden foll, den Arbeitgebern, eventuell unter Hinzuziehung der Arbeiter, das vorzeitige Eingreifen des Beamten selbst in der Ausführung ihrer zustehen müsse. Folgende, vom Referenten vorgelegte Resolution Absicht gehindert worden. fand einstimmige Annahme: Troß dieser klaren und zweifelhaft zutreffenden Ausführungen Die Versammlung der Schneider Berlins nimmt Kenntnis davon, egte die Staatsanwaltschaft gegen das freisprechende Urteil daß das Grundprincip der Einführung fester einheit Berufung ein. lier Lohntarife von der großen Mehrbeit des Ministerpräsident 23 alded Rousseau nimmt die vont In der Verhandlung vor der Straffammer am 24. d. M. ergab lnternehmertums abgelehnt ist. Die Bersammlung Gerville- Réache vorgeschlagene Tagesordnung an, in welcher die fich derselbe Sachverhalt wie in der ersten Instanz. Der Schugmann erklärt, daß an unfren Forderungen: Errichtung von Betriebs Kammer ihr Vertrauen zum Ausdruck bringt, daß die Regierung mit werkstätten und Einführung fester Lohntarife, nach wie vor fest der nötigen Heftigkeit die Ordnung und den Rechtszustand in mußte zugeben, daß die Angeklagten ruhig ihres Begs gewerkstätten und Einführung fester Lohntarife, nach wie vor festder nötigen Feftigkeit die Ordnung und den Rechtszustand in gangen seien. Auf die Frage des Vorsitzenden, woran er denn gehalten werden muß, und in allen Geschäften, wo diese Forde Martinique wiederherstellen werde. Lafferre verlangt die Teilung rungen nicht bewilligt find, die Arbeit von dieser Tagesordnung und erklärt, daß zahlreiche Deputierte zwar die Angeklagten als Streifende erkannt habe, erwiderte er, heutigen Zage ab zu ruhen hat. In meinen, daß die Ordnung in Martinique wiederhergestellt werden daß er den einen von einer Lohnstreitigkeit mit seinem Arbeitgeber Erwägung, das Unternehmertum Verhandlungen durch her und den andren deshalb kenne, weil ihm der das Gewerbegericht anzubahnen versucht, erklärt die Versammlung, miffe, aber der Regierung nicht ihr Vertrauen schenken. Der DeArbeitgeber bei einem Gespräche die streifenden baß fie die guten Abfichten und die jegensreiche Thätigkeit des putierte Simhan stürzt auf Lafferre los und schlägt ihn. Arbeiter gezeigt habe. Die Straffammer sprach beide Gewerbegerichts teineswegs verkennt, das aber aus taktischen Deputierte eilen herbei, um die beiden Gegner zu trennen. Es Die Kammer nimmt schließlich den andern Teil der TagesAngeklagten frei, legte auch trotz Widerspruchs des Gründen dieser Weg, welcher eine Verzögerung der Situation beherrscht große Aufregung im Saale, Staatsanwalts auf Antrag des Verteidigers, des Rechtsanwalts deuten würde, von der Kollegenschaft nicht acceptiert werden kann. ordnung Gerville- Réache, in welchem der Regierung das Vertrauen Andrerseits erklärt die Versammlung, daß sie grundsätzlich nicht der Kammer zum Ausdruck gebracht wird mit 285 gegen 239 Stimmen Dr. Heinemann, die Kosten der Bertei abgeneigt ist, in Unterhandlungen mit den Unternehmern selbst ein an; der zweite Teil der Tagesordnung bezüglich der Wiederherstellung tasse zur La ft. Der Schuhmann, so führte der Borsigende aus, Die zweite, in den Armin hallen abgehaltene Versammlung, der Ordnung in Martinique wird durch Handaufheben angenommen sei zu Unrecht gegen die Angeklagten, die nichts weiter thaten, als die auch sehr start besucht war, nahm gleichfalls die vorstehende und hierauf die Sigung aufgehoben, daß sie ruhig ihres Begs gingen, eingeschritten. Ueberdies haben Resolution an. digung für beide Instanzen der Staatszutreten. Ans der französischen Deputiertenkammer. Paris, 26. März. Deputiertentammer. Duquesnah interpelliert wegen der jüngst stattgehabten Unruhen auf Martinique interpelliert wegen der jüngst stattgehabten Unruhen auf Martinique und tabelt das Verhalten des Gouverneurs und andrer Beamter. Gerville- Réache rechtfertigt die Haltung der Civilbehörden und er hebt gegen das Militär den Vorwurf, baß es ihm an Ruhe und Befommenheit gefehlt habe, indem es auf die Streifenden feuerte. Solonialminister Decrais rechtfertigt die Haltung der Beamten auf Martinique und erklärt, es habe auf der Insel ein wirtschaftlicher ausstand bestanden, niemals aber ein Raffenkampf. Die Regierung habe eine Untersuchung eingeleitet. Die Ruffen in Kleinafien. Andre dieselben vollständig den Weisungen des Beamten entsprochen. Da Die Tapezierer, die gestern in den Arminhallen" eine start Frankfurt a. M., 26. März.( B. S.) Die Frlf. 8tg." meldes die Staatsanwaltschaft trotzdem sich bei dem Urteil des Schöffen- besuchte tombinierte Berfammlung aller Berliner Filialen abhielten, aus Konstantinopel: Die türkischen Vorschläge in Bezug auf Erbanung gerichts nicht beruhigt habe, mußten die Angeklagten sich eines Ver- erklärten sich mit dem Vorschlage der Verbandsleitung, gemeinsam von Eisenbahnen im nordöstlichen Klein- Asien sind von Rußland teidigers bedienen, deshalb habe die Staatstaffe auch diese Ko ften mit den Unternehmern das Berliner Gewerbegericht als im Princip" angenommen worden, und zwar erfolgte diese An zu tragen. Einigungsamt anzurufen, einverstanden. Bei den Ver- nahme auf Grund einer persönlichen Depesche des Zaren. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. t. 72. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 176. Sigung. Montag, den 26. März, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf Bofadowskŋ. Eingegangen ist das Gesch zur Befämpfung gemeingefährlicher Krauheiten. Seemannsordnung in Verbindung mit der ersten Beratung a) des Entwurfs eines Gesetzes betr. die Verpflichtung der Kauffahrteifchiffe ur Mitnahme heim zuschaffender Seclente in Gegenüberstellung mit dem Gejezz betr. die Verpflichtung deutscher Kauffahrteischiffe zur Mit nahme hilfsbedürftiger Seeleute vom 27. Dezember 1872, b) des Entwurfs eines Gesezes betreffend die Stellen: vermittlung für Schiffsleute und c) des Entwurfs eines Gesezes betr. Abänderung fee rechtlicher Vorschriften des Handelsgeseybuchs in Gegenüberstellung mit den entsprechenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs vom 10. März 1897. Abg. Frese( frj. Vg.): Dienstag, 27. März 1900. berboten, die Hilfe einer ausländischen Behörde in Anspruch und Herr Dr. Nocht kommt zu dem Schluß, daß gerade die Logierzu nehmen. verhältnisse der Seeleute eine lebertragung der Tuberkulose er Daß aber die Beschwerde der Mannschaften über die See: möglichen. Er hat folgende Tabelle festgestellt. Von je hundert untüchtigkeit der Fahrzeuge in den meisten Fällen durchaus Seeleuten der Hamburger und Bremer Seeleute, bei denen die berechtigt ist, zeigt die große Zahl der mit Maun und Verhältnisse noch am günstigsten liegen sollen, waren 37 Matrosen, Maus gesunkenen Schiffe. Ihre Zahl beläuft sich in den letzten 17,5 Feuerleute, 16,5 Stewarts, 29 Schiffsmannschafts Offiziere, zehn Jahren auf 172 Schiffe mit 1596 Mann Besazung und Aerzte u. dergl. Von je 100 Krankheiten und Todesfällen, die sich Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Be- 375 Bajjagieren. Wenn die Opfer des Meers reden könnten, würde 1888-1895 in den Bremer und Hamburger Krankenhäusern erratung der man schöne Dinge über die Seetüchtigkeit vieler Schiffe hören tönnen. eigneten( im ganzen 1322), betrafen 30,6 Matrosen, 24,5 Feuerlente, Was die Regelung der Arbeitszeit und die Durchführung 15,30 Stewarts, Schiffsmannschaft usw., Gelbes Fieber 38 reip. 16,13, der Sonntagsruhe für die Zeit, wo das Schiff im Hafen oder 5,33, Tuberkulose 31 resp. 30, 20, 19, Sigschlag 17 resp. 48, 8, 27, auf der Reede liegt, anlangt, so hat der Herr Kollege Frese für Selbstmord der Feuerleute 79.( Hört! hört! bei den Socialgut befunden zu erklären, diese Regelung sei durch die§§ 33 und 35 demokraten.) der Vorlage erreicht. Die Regelung der Arbeit ist aber an Werk- Bei dem Worte Selbstmord komme ich zu einer Bestimmung tagen wie am Sonntag nach wie vor dem freien Ermessen der des Gesetzes, gegen die wir uns gauz entschieden wenden Reeder überlassen. Der Reeder kann einfach bestimmen: Ihr habt müssen, daß nämlich die Schiffer ihre Disciplinarbefugnis den ganzen Sonntag zu arbeiten, und die Mannschaft hat zu ge- auf die Schiffsoffiziere übertragen fönnen. Unter den Seeleuten horchen. Namentlich in Bezug auf die Sonntagsruhe hätte man besteht ein großes Mißtrauen gegen diese Offiziere, das seinen Grund Verbesserungen erzielen können, hätte man sich nur auf das nor: hat in den zahlreichen Mißhandlungen. Gerade diese Mißhandwegische Seegesen bezogen. Was weiter die Notarbeiten betrifft, lungen führen in sehr vielen Fällen zum Selbstmord der Seeleute. so muß ebenfalls eine bestimmte Fassung gefunden werden. Sehr bedauerlich ist es, daß den Kapitänen das väterliche Züch Die Notarbeiten müssen unter allen Umständen bezahlt tigungsrecht eingeräumt ist. Die Herren Reeder find natürlich andrer werden, mögen fie mögen fie stattfinden, stattfinden, wie und wo sie wollen. Meinung als die Seeleute, sie sind nicht der Ansicht, daß die SelbstErgend ein Ruhe und Erholungsbedürfnis der Seeleute wird von morde auf die Mißhandlungen zurückzuführen sind. Thatsache ist aber, Wir haben in dem Entwurf einer Seemannsordnung und den den Reedern nicht anerkannt, wenigstens nicht nach der erwähnten daß die Selbstmorde auf die Mißhandlungen der Maschinisten den zugehörigen drei Gefeßen den Abschluß einer langjährigen Arbeit Denkschrift, die leider der Vorlage nicht beigegeben ist. In der Feuerleuten gegenüber zurückzuführen find. Schr zahlreich kommen vor uns. Der Entwurf bedeutet jedenfalls für den Schifferstand bildung kommt für die Seeleute nicht in Betracht." Eine brutalere Kohlenziehern ist die Zahl 20 mal so groß, Denkschrift heißt es z. B.:„ Das Bedürfnis der geistigen Fort- Selbstmorde bei dem niedern Maschinenpersonal vor. Bei den wie bei der eine Reihe großer Verbesserungen. Wie schon in den Motiven hervorgehoben ist, mußte eine neue Seemannsordnung ins Auge Auffassung über das, was ein Arbeiter fordern kann, ist wohl selten Landbevölkerung.( Hört, hört! bei den Socialdemokraten.) Hinzu gefaßt werden infolge der Entwicklung der Seeschiffahrt, durch von einer Unternehmerforporation geäußert worden. tommen noch die Hizichläge als Ursache der Selbstmorde. welche das Segelschiff von den Dampfern verdrängt worden ist. Auch die weitere Forderung der Seeleute auf achtstündige Wenn die Selststmordstatistik auf Schiffen mit gleicher Einrichtung Aus den§§ 2 und 3 habe ich hervorzuheben, daß da von Arbeitszeit für den Zeitraum, wo das Schiff im Hafen liegt, ist verschieden ist, so liegt das immer an den Vorgesetzten. Daß z. B. Schiffern, Offizieren und Mannschaften gesprochen wird, während durchaus berechtigt. Es ist nicht wahr, daß die Arbeit der Seeleute auf dem Fürsten Bismard" viel mehr Mißhandlungen vorgekommen das alte Gesetz nur den Unterschied zwischen Schiffern und Schiffs im Hafen eine so leichte ist, daß die Arbeitskraft erst nach zwölf oder find als auf der Auguste Victoria", das hat die Verhandlung mannschaften fannte. Die Schiffsoffiziere sind also als Mittelglied vierzehn Stunden erschöpft ist. Die zehnstündige Arbeitszeit hat gegen den Maschinisten Barth und den Oberheizer Martini zur Geschon vielen Seeleuten Monate Gefängnis eingebracht. Ferner nüge erkennen lassen. Von diesen ist ein Mann, der schlapp ge= geschaffen worden. Zu den Offizieren werden die Aerzte, Proviant fordern die Seeleute die bestimmte Regelung des Wachdienstes. worden war, auf die grausamfte Weise mit Füßen malträtiert und Zahlmeister gerechnet. Nicht anfgenommen in diesen Entwurf ist die Forderung der SeeDie Wache soll als Arbeit gelten, damit jeder vollständig ausgeruht worden. Martini hat ihm sogar eine glühende KohlenSchöffengerichte und der Koalitionsfreiheit der Seeleute. Die Frage der See- Schöffen- den Wachdienst versehen fann. Auch fehlt es beim Wachdienst schaufel vor das Geficht und unter die Fußsohle geAls der Mann dann ant Dec gerichte wird in der Kommission zu behandeln sein. Etwas Gutes noch an Bestimmungen über das Verhältnis zwischen Kapitän halten. geholt wurde, würde diese Einrichtung jedenfalls für die Seeleute haben. Was und Steuermann. Ganz besonders berechtigt aber ist die Forde war er eine Leiche. Der Schiffsarzt konstatierte Hinschlag, von aber die Koalitionsfreiheit anlangt, so kann sie nach meiner Meinung Der Soldat ist hier viel besser gestellt als der Seemann. Solchem brutalen Vorgesetzten soll num noch die Disciplinargewalt Scelente nach Sicherung des Beschwerderechte. den Mißhandlungen und Verbrennungen hat er nichts entdeckt. auf See nicht gewährt werden. Das ist ziemlich selbstverständlich, wenn ein Geemann vom Vorgesetzten halbtot geschlagen, Ein- eingeräumt werden. Daß das nicht angeht, ist klar. Auch bedarf und auch innerhalb der Socialdemokratie decken sich die Meinungen darüber nicht völlig. Der Vorwärts" ist in der Nummer vom tragung vom Kapitän verlangt, jo fliegt er zur Thür hinaus. Diesem das Gesetz über die Stellenvermittlung wesentlicher Aende6. Januar für die Koalitionsfreiheit sehr lebhaft eingetreten, während Bustand muß ein Ende gemacht werden. Es muß der Kapitän ver- rungen. Die Seleute verlangen Beseitigung des Heuerbasensystems und die Bremer Bürger- Zeitung" unter demselben Datum eine gegen- Journalbuch einzutragen und eine Untersuchung eintreten zu lassen. gleichen Teilen aus Reedern und deren Beauftragten und aus feepflichtet sein, jede Beschwerde, die ihm vorgetragen wird, ins der privaten Stellenvermittelung, sie verlangen Heuerbureaus zu teilige Ansicht geäußert hat. Die Frage, wie es gehalten werden soll mit der Koalitionsfreiheit der Seeleute am Lande, langt, daß Augenzeugen fich in öffentlichen Wirtschaften über das Vor- Handelsgesetzbuchs bedürfen nach Meinung der Seeleute dringend Zuweilen sind ja Fälle nur dadurch zur Kenntnis der Behörden ge- männischen Arbeitern zusammengesetzt. Auch die Vorschriften des wird auch in der Kommission zu behandeln fein. Die Gewährung fommnis unterhalten haben. Zufällig hat es ein Polizeibeamter gehört einer Aenderung. Die Zusammensetzung des Schiffsamts und der Koalitionsfreiheit auf hoher See würde eine Meuterei und und Anzeige erstattet. Souft hätte man über viele Fälle, wo See- feine Funktionen müssen anders werden. Ich schließe mich dem Gehorsamsverweigerung der Leute gegenüber dem Kapitän ermög- leute von Vorgeschten mißhandelt sind, überhaupt nichts erfahren. Antrag Frefe, die Vorlagen an eine Kommission von 21 Mitgliedern lichen. Dies muß im Jutereffe der Sicherheit der Passagiere durch Was nun das Koalitionsrecht der Seeleute anbetrifft, so hat sich zu überweisen, an.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) aus vermieden werden. Was die übrigen Geseze anlangt, so be- Herr Frese ebenso wie die Motive dahin geäußert, daß große Bedeutet das Gesetz über die Stellenvermittlung eine wesentliche Ver denken gegen das Koalitionsrecht auf See vorliegen. Wir denken befferung für die Seeleute gegenüber dem jezigen Zustand. Ich aber auch gar nicht daran, zu fordern, daß die Seeleute jeden Augen- schließt sich dem Antrag auf Ueberweisung der Vorlage an eine Kontmöchte mich dahin refumieren, daß ich Ihnen empfehle, die Gesetz blid auf hoher See das Recht haben sollen, die Arbeit niederzulegen. mission von 21 Mitgliedern an Wenn man auch die Vorlage im entwürfe an eine vierzehngliedrige Kommission zu verweifen. Abg. Rettich( f.): Der Herr Vorredner hat schon hervorgehoben, daß die neue Seemansordnung notwendig geworden ist durch die Vermehrung des Dampfschiffahrts- Berkehrs. Das Gesetz ist sorgfältig vorbereitet. In der Kommission wird noch darüber verhandelt werden müssen, ob nicht das Löschen und Laden am Sonntag vollkommen zu verbieten ist. Von den übrigen Gefeßen ist besonders freudig zu begrüßen die Regelung der Stellenvermittelung für die Seeleute. Bei der hohen socialpolitischen Bedeutung, welche diese Gefeße haben, sind wir mit dem Vorschlag des Herrit Vorredners, fie ciner 14 gliedrigen Kommission zu überweisen, durchaus einverstanden. Abg. Frese( frf. Vg.) zur Geschäftsordnung: Ich andere meinen Antrag dahin ab, daß ich nicht eine 14 gliedrige, sondern eine 21 gliedrige Kommission vorschlage. Abg. Dr. Hahn( f.) befürwortet diesen Antrag. Abg. Mekger( Soc.): Ich kann mich leider nicht so unbedingt zustimmend wie der feste Herr Vorredner, und nicht einmal so bedingt zustimmend wie der Herr Kollege Frese zu der Vorlage äußern. Auf die Vorgeschichte des Zustandekommens der Vorlage will ich nicht weiter eingehen und will mich damit begnügen, zu fonstatieren, daß die Aenderung der Seemannsordnung von unsrer Seite zuerst beantragt worden ist, und zwar infolge von Anregungen, die von den Seeleuten jelbft ausgingen und das Resultat von Beratungen waren, die diese unter sich gepflogen haben. Ich selbst habe die Ehre gehabt, nebst einigen andren Mitgliedern unsrer Fraktion der Beratungsfommission anzu gehören. ring der Abg. Spahn( C.),[ auf der Tribüne sehr schwer verständlich] Wenn wir das forderten, würde uns jeder Seemann auslachen. allgemeinen als einen Fortschritt bezeichnen müsse, so sci doch Wir wünschen nur die Sicherung des Vereins- und Koalitionsrechts eine einigehende Prüfung in der Kommission notwendig. Vor der Seeleute in den Häfen. Wie nötig dieje Sicherung des Vereins- allem müßten die Bestimmungen über die Sonntagsruhe näher rechts ist, hat recht eindringlich ein Vorfall bewiesen, der sich erst in geprüft werde. Gerade für den Seemann müsse alles gethan den letzten Tagen abgespielt hat. In einer Versammlung des werden, um ihm den religiösen Sinn zu erhalten. Einen FortVereins Hameurger Schiffstapitäre und Offiziere hatten sich schritt würden Seefchöffengerichte bedeuten. Hoffentlich werde der einige Redner mikbilligend über die neue Seemannsordnung geäußert. Entwurf noch in dieser Session Gesetz. Die Interessen der Seeleute Darauf hat die Hamburg- Amerifa- mie ihren jämtlichen Offizieren verdienten weitgehende Förderung. die Weisung erteilt, sich von diesen Kreisen fernzuhalten, andrenfalls Staatssekretär Graf v. Posadowsky: würden sie entlassen werden.( hört! hört! bei den Socialdemo Ich halte es für bedenklich, immer mehr zu Standesgerichten fraten.) So fallen die Kapitalisten ihre Machtstellung jogar gegenüberzugehen, deshalb bin ich gegen die von einem Redner hier über ihren Offizieren auf. Wenn hier nicht eine Sicherung des verlangten Seefchöffengerichte. Diese Seeschöffengerichte würden auch Roalitionsrechts gewährt wird, so wird das Streben der Herren nicht genügende Beschäftigung haben. In Hamburg find im Jahre nur Wasserfapitalisten sich bald auf die Vernichtung des Seemanns- 368 Straffälle anbängig gemacht worden. Herr Megger meinte, Verbandes konzentrieren. durch die Vereinbarungen werde die Sonntagsruhe illusorisch werden. Bei der Flußschiffahrt besteht eine solche Kontrolle aber bereits Er befindet sich aber im Irrtum. Was nun das Koalitionsrecht in verschiedenen Bundesstaaten, z. B. in Sachsen in Bezug auf anlangt, so wird die Regierung schwerlich weitergehen, als fie geBeladung, Tiefgang usw. der Schiffe. Bei der Seeschiffahrt handelt gangen ist. Der Beruf des Seemanns gleicht dem des Soldaten, es fich doch um noch viel mehr Menschenleben und weit wertvollere er steht sozusagen auf See dem Feinde gegenüber. Da muß Waren, so daß also hier eine Kontrolle nur um so wichtiger ist. im Interesse des Schiffes, der Passagiere und der MannEs kommt vor, daß Ediffe in absolut secuntüchtigem Zustande schaft die größte Disciplin herrschen. Gegen das Hinausgehen aus dem Hafen gehen. In einer Verhandlung vor dem Seemannschlechter Schiffe bieten die klassifikationsinstitute den denkbar amit wide folgendes festgestellt: Ein Schiff, das 12 Jahr lang an der besten Schuß. Auch die Berufsgenossenschaft thut ihre Pflicht. brasilianischen Hüfte Fahrten gemacht hatte, langte in ganz elendem Das Verhältnis der verloren gegangenen oder ganz verschollenen Zustande in Hamburg an. Das Schiff wurde einem Werftinhaber Schiffe ist für Deutschland erheblich günstiger als für andre Staaten. Der überwiesen, der durch den ehemaligen Kapitän desselben mit der Herr Abg. Metzger hat sich dagegen gewendet, daß die Schiffsdisciplin den Reparatur des Echiffes nur außer Bord beauftragt wurde. Innen Schiffsoffizieren übertragen ist. Wie soll es anders gemacht werden? durfte nichts gemacht werde. Als das Schiff so repariert nach dem Der Kapitän kann sich doch nicht um alles fümmern. Die Fälle, die Hamburger Hafen gebracht worden war, wurde sofort mit der Herr Megger angeführt hat, haben mit der Disciplin nichts zu thun. Ladung nach Nordamerika begonnen. Während der Vefrachtung wurde e find arge Mißhandlungen. Gegen solche werden wir unuach ein Stapitän angenommen, der das Schiff innen nicht untersuchen fonnte. fichtlich einschreiten. Es ist wieder von Selbstmorden gesprochen Die technische Kommission, welche von der Regierung zur Aus Von außen machte das Schiff einen vorzüglichen Eidruck. Kaum war das worden. Die Ursache mag häufig in falscher Behandlung der Leute arbeitung eines Entwurfs niedergefegt wurde, hat, wie sich aus dem Scifi in See, jo trat baries Wetter ein, und es zeigte sich, daß das liegen, fie mag auch manchmal an schlechter Verpflegung und schon von den beiden Herren Vorrednern angeführten Brotokolle er diff abfolut seeuntüchtig war. Es mußte einen Rothafen in Eng Unterbringung der Leute liegen. Gerade in letzterer Bea giebt, Auskunftspersonen vernommen. Das Protokoll ist, wie land aufsuchen. Bei der Unterjudung stellte es sich heraus, daß das ziebung trifft aber die Vorlage Vorkehrungen. Das Herr Rettich mit Recht sagte, teilweise sehr interefiant zu lesen. Es Schiff am Vordersieven vollständig verfault war. Nach notdürftiger Gesez bedeutet einen untengbaren Fortschritt. Ich kann nur geht nämlich aus ihm hervor, daß die Mitglieder der technischen Reparatur wurde das Schiff, nachdem die Ladung von einem andren wünschen, daß die Kommission sich der Vorlage von diesem GesichtsKommission verstanden hoben, aus den Austunftspersonen heraus- Schiffe übernommen war, nach Hamburg gebracht. Höchft auf- punkt aus nähert. zufragen, was sie von ihnen eben hören wollten.( Sehr gut! fallend ist dabei, daß der Reeder von der Reparatur des Schiffs bei den Socialdemokraten.) Infolgedessen ist die Vorlage denn auch der Versicherungsgesellschaft gar feine Mitteilung Mitteilung gemacht ganz nach dem Herzenswunsch der Reeder ausgefallen. Ich hatte: Wäre das geschehen, so würde die Versicherungsgesellschaft will zugeben, die Vorlage enthält immerhin einige fleine Verbesse- während der Reparatur eine Untersuchung desselben vorgenommen Kommission für besser als eine 21 gliedrige. Die Ver rungen: aber sie sind nicht derart, daß sie uns für das Zustande haben. Der Reeder hatte das unterlassen. Er fonnte sicher darauf handlingen waren bisher erfreulicherweise fachlich. Allseitig kommen des Entwurfs besonders interessieren könnten. Ich will in- rechnen, das Schiff nicht wiederzusehen, aber die Verficherungs- ist anerkannt worden, daß der Entwurf eine große Ver dessen hier nicht näher darauf eingehen, sondern mich damit begnügen prämie konnte er einheimien. Es giebt eine ganze Steihe solcher befferung bedeutet, wenn er auch noch manche Wünsche des Einlaffen, die von der Regierung und der technischen Kommission un- Reeder und Schiffe in der deutschen Kauffahrtei- Schiffahrt. zelnen unerfüllt läßt. Ich bin in der Hauptsache mit dem Abg. berücksichtigt gelassenen Forderungen der Seeleute aufzuzählen, wie Es heißt ferner in den Anträgen, die wir eingebracht haben, Freie einverstanden, namentlich was die Aufrechterhaltung der fie in uniren Anträgen von 1892 93 und 1895/96 enthalten sind. und auch in den Unfallverhütungs- Vorschriften, daß jedes Schiff Disciplin anlangt. Die Regelung der Arbeitszeit bedeutet eine Da ist zunächst die Forderung, die auch Herr Kollege Freie als gehörig bemannt sein muß. Als gehörig bemannt wird aber auch erhebliche Verbesserung für die Seeleute. Weberanstrengung der berechtigt anerkannt hat der Einführung von Sec- Schöffen- ein Schiff betrachtet, das eine fremdsprachliche Besaßung hat. Es Schiffsleute muß vermieden werden, namentlich für die Leute, die gerichten mit einem Ober- Seemannsamt als Berufungs- dürfen nur solche Leute genommen werden, die genügend Deutsch Wachtdienst haben. Das Unglück der Elbe" ist auf lleber. instanz. Diese Forderung wird in der Begründung der verstehen, um mündliche Anweisungen der Vorgefegten richtig aufzu- Büchtigungsrechts in der Vorlage ist auch ein Fortschritt, denn der anstrengung zurückzuführen. Die Feststellung der Grenzen des vorliegenden Vorlage als nicht wohl durchführbar bezeichnet, fassen. weil, wie es dort heißt, es sich schon des Sostenaufwands halber nicht Sodann muß in Bezug auf Rettungs- und Unfallverhütungs. jeßige Zustand ist ein anarchischer und verführt zu den bedauerlichen empfehle, die Zahl der Sondergerichte neben den ordentlichen Vorschriften eine eingehende und unparteiische Kontrolle ftatt- Mißhandlungen. Was das Koalitionsrecht anlangt, so habe ich mich geGerichten zu vermehren. Nun ist aus dem Protokoll ersichtlich, daß finden, nicht wie jetzt durch die Agenten der Versicherungsgesellschaft freut, daß eine Koalitionsfreiheit auf hoher See vom Abg. Metzger nicht fämtliche Auskunfspersonen der Ansicht gewesen sind, daß die Ab- Germanischer Lloyd". Die Zahl der Untersuchungen, die sie vor- verlangt worden ist. Das ist ein Fortschritt gegenüber den Ana urteilung in Seestraffachen, wie sie in Hamburg und Bremen zur genommen haben, ist nur etwa 300 gewefen bei 2900 registrierten prüchen, die sonst von socialdemokratischer Seite erhoben worden Beit besteht, eine Abänderung erfahren muß. Ich bemerfe aus Fahrzeugen. find. Aber auch auf dem Lande muß das Koalitionsrecht der drücklich, daß in Preußen die Aburteilung in Straffachen seitens des Weiter muß sich die Kontrolle auch auf den Proviant und auf Seeleute einzelnen Beschränkungen unterliegen. Das geht nicht Seemannsamts derartig geregelt ist, daß die lebertragung dieser das Trinkwasser erstreden. Die Logierräume müffen fo liegen, anders. Die Beschwerden des Abg. Metzger kann ich nur zum Teil Megelung auf Hamburg und Bremen eine Erhörung wenigstens eines daß fie gelüftet werden können. Bei einigen Dampfern befinden als berechtigt anerkennen. Erfreulich ist die gefeßliche Regelung der Teils dieser unsrer Forderung bedeuten würde. fie sich zum Beispiel in unmittelbarer Nähe des Maschinen- Stellenvermitlung. Ich hoffe, daß es gelingenwird, das Gesez recht Die Denkschrift, die die Hamburger Reeder der Reichs- raums, so daß die Wände glühend heiß sind. Erholung bald zu verabschieden. regierung in Bezug auf die Seemannsordnung eingereicht haben, für die Wiederaufnahme ihrer schweren Arbeit können die Leute will natürlich, daß alles jo bleibt, wie es ist. Ich tomme auf diese in solchen Logierräumen nicht gewinnen. Es wird vielfach geglaubt, spricht dem Lloyd und der Hamburg- Amerika- Linie feinen Dant Abg. Dr. Lingens( C.)[ auf der Tribüne schwer verständlich) Denkschrift noch zurück. Was übrigens einem Seemannsamt der Seemannsberuf fei ein besonders gesunder Beruf. Das ist alles überwiesen wird, darüber jegt einige Bemerkungen. aber nur eins der vielen Märchen, die über den Seemannsberuf aus, daß sie den Anregungen, den Seeleuten größere SonntagsDas Seemannsamt hat die Beschwerden der Schiffsmannschaft im Bolle verbreitet sind. Nach dem Bericht des Hamburger Hafen- ruhe zu gewähren, Folge gegeben hätten. über irgend welche Unbilden, die von seiten des Kapitäns ihr arates Dr. Nocht famen 1896 im Hamburger Hafen 16 375 Fahrzeuge. Abg. Raab( Antis.) widerfahren, zu prüfen und darüber zu urteilen. Ferner hat mit 254 178 Personen an. Davon erkrankten 2277 Seeleute. Ju Staats- sieht in der Vorlage im allgemeinen eine Werbefferung, bees bei Beschwerden über die Secuntüchtigkeit eines Schiffs eine Krantenanstalten wurden behandelt 1574 Seeleute oder 69 Proz. aller mängelt aber die Bestimmungen über die Anheuerung, die den Untersuchung vorzunehmen. Es hat auch die Beschaffenheit des Erkrankten. Davon fielen 396 Fälle auf Malaria und 50 auf Schwind- Reedern, also den Arbeitgebern, zu viel Rechte einräumen. Der ganzen Proviants zu prüfen. Den Seeleuten ist es bei Strafe sucht. Die Tuberkulose ist besonders verbreitet unter den Seeleuten Bauernfang, der jetzt in Blüte steht, wird auch in Zukunft noch " Abg. Möller- Duisburg( natl.): Wir halten für dieses Specialgesetz eine 14gliedrige blühen, wenn nicht eine schriftliche Bereinbarung geiezlich festgelegt ist. Jauf den Dampfern an, die von Lübed über Reval nach Kronstadt| 2000-3000 m. erstredt wurde, trotzdem sich auch gegen diese Erweiterung Es berührt eigentümlich, daß auf eine alte Seemannsordnung gehen. Sie find mit 15-16 Mann Besatzung versehen, die Regierung ausgesprochen hatte. Ja Stonsequenz dieser Beschlüsse In ohne Brügelstrafe eine 1[ cite mit Prügelstrafe folgen soll. worunter fich zwei Frauen befinden. Aehnlich ist die Arbeit auf wird das Recht der Berufsgenossenschaften, durch Statut die Ber: leberschreitungen des Züchtigungsrechts müßten unnachficht den Dampfern, die von Hamburg nach England gehen. Bei der sicherungspflicht auf Betriebsunternehmer auszudehnen, deren Jahreslich bestraft werden. Der Handwerkslehrling auf dem Heimfahrt nach Hamburg müssen die Kohlen, die auf dem Deck verdienst 2000 m. nicht übersteigt, erweitert auch auf solche Betriebs Lande fann sich voint Arzt jede Mißhandlung. dic er liegen, 1. erſt uniter Ted gebracht werden. Ein Fall ist mir bekannt, unternehmer, deren Jahresverdienst sich bis auf 3000 M. beläuft. erfährt, bescheinigen Taffen, der Schiffsjunge hat auf wo man während der ganzen Fahrt über die Nordsee genug zu Als Jahresarbeitsverdienst der versicherten Personen gilt das hoher Sec diese Möglichkeit nicht. Bedauerlich ist der ab thun hatte, um alles unterzubringen. Daß die Lage der Seelente 300 fache des durchschnittlichen täglichen Arbeitsverdienstes. Für tehrende Standpunkt des Regierungsvertreters gegen die See: in Bezug auf die Arbeitszeit traurig ist, daß sie die schwersten Arbeiter in Betrieben, in welchen die übliche Betriebsweise für den Schöffenämter. Gerade in Hamburg wäre ein vervollständigtes Dienste leisten müssen und teine Stunde froher Erholung haben, das ganze Jahr regelmäßig beschäftigten Arbeiter eine höhere oder Seemanusamt notwendig, das aus drei Nichtern, darunter ein Ber- erkennen auch bürgerliche Blätter an. niedrigere Zahl von Arbeitstagen ergiebt, wird diese Zahl statt der treter der Schiffmannschaft, bestehen müßte. Zur Beurteilung der In Bezug auf das Koalitionsrecht läßt die Vorlage mufre be- 3ahl 300 der Berechnung des Jahresverdienfies zu Grunde gelegt. Die Sectauglichkeit besonders der Seeschiffe müßte gleichfalls die Schiffs- scheidensten Wünsche unerfüllt. Heute wird den Seeleuten dieses Socialdemokraten machten darauf aufmertjam, daß diejenigen Arbeiter, mannschaft herangezogen werden. Die Beurteilung der Sectüchtig- Recht total verkümmert. Es kann ihnen heute im Hafen verwehrt welche weniger als 300Tage im Jahre arbeiten, dafür aber an den einzelnen keit durch die Sce- Berufsgenossenschaft reicht nicht aus: die Berufs- werden, an Land zu gehen. Eine Nebertretung dieses Verbots wird Arbeitstagen eine überaus lange Arbeitszeit zu bestehen haben und genossenschaft ist eine Institution der Reeder, und eine Krähe hackt mit Geldstrafe geahndet. Daß auf hoher Sce nicht gestreift werden soll infolge dessen einen höheren Berdinst erzielen, bei der Festsetzung des der andern kein Ange ans. Ein großer Fehler der Vorlage ist, daß ist selbstverständlich. Keiner im Reichstag wird dieses Recht verlangen, Arbeitsverdienstes für die Unfallversicherung schver geschädigt weitert, fie den Seeleuten das Realitionsrecht verweigert. Die hohen Dividenden es wird auch keinem Seemann einfallen, die Arbeit auf See einzustellen. denn auch ihr Verdienst wird nach einem späteren Paragraphen nur unfrer Reedereien beweisen, daß mit der Schiffahrt noch etwas verdient Was sollen sie denn auch machen, sie können doch nicht vom Schiffe bis zu 4 M. pro Tag vollständig in Anrechnung gebracht, der überwird. Deshalb ist das Argument hinfällig, daß die deutschen Reede herunter.( Seiterfeit.) Da ist in irgend einem Blatte eine schaurige ichüssige Betrag nur zu einem Drittel ohne Rücksicht darauf, reien nicht durch Gejeze belastet werden dürften, die sie fonkurrenz- Geschichte erzählt worden, die Seeleute sollen da eine rote Flagge daß in Wahrheit der höhere Verdienst nicht für einen Arbeitstag, unfähig machen. Die Gehälter und Löhne unfrer Schiffelente afler gehigt haben. Der gute Mann wußte nicht einmal, daß auch nuire sondern für mehrere gilt. Die Berechtigung dieses Einwands Kategorien sind niedriger, als die der englischen Marine. Kriegsschiffe die rote Flagge hissen, wenn zwei sich treffen und sich würde auch von den bürgerlichen Parteien zugestanden und infolges ( Bravo bei den Antisemiten.) Signale geben.( Große Seiterfeit.) Die Seeleute verlangen die deffen bestimmt, daß die Kürzung des Arbeitsverdienstes nicht vei Geheimrat v. Jonquière: See- Schöffengerichte. Diese sind auch ohne Schwierigkeiten durchzu dem täglichen Verdienst, sondern bei dem Jahresverdienst erCiner hochangeschenen Gesellschaft wie der Amerifa- Linie falls zu überwinden. Ich schließe mit dem Wunsche, die Vorlage jeges vor 15 Jahren eingetretene erhebliche Verteuerung der Lebensführen. Wenn man nur ernstlich will, find die Schwierigkeiten jeden folgen soll. Zugleich wird beschlossen, die seit dem Erlaß des Gefind wir schuldig, daß wir erst die amtliche Auskunft über einer Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen.( Bravo! bei führung in soweit zu berüdsichtigen, daß der vollanzurechnende Teil des die behauptete Maßregelung abwarten. Hervorheben will ich Tageslohns von 4 auf 5 M. erhöht wird. Es wird mithin der11, daß nach dem einen Bericht nur feststeht, daß der Gesellschaft das Auftreten ihrer Herren Offiziere im Verein der jenige Teil des Jahresarbeitsverdienstes, welcher fünfmal dreiKapitäne allerdings nicht gefallen hat.( Lachen bei den Social- Ich freue mich über die sachliche Art, in welcher der Vorreduer hundert gleich 1500 m. beträgt, voll angerechnet und nur der übrige auf ein Drittel reduziert. demokraten.) Sie hat ihnen jedoch nicht die Zugehörigkeit verboten, diskutiert hat. Das läßt uns hoffen, daß die Vorlage zu gedeihlichem Der Säuferparagraph. die Auszahlung der Rente in Naturalien sondern nur gejagt, daß, wenn die Vorgänge im Verein Abschluß gelangen wird. Redner nimmt sich der Interessen der Schiffs statt in Geld an die sogenannten Säufer, wurde von den Socialder Kapitäne fich wiederholen würden, fie in Erwägung ziehen offiziere an und polemijiert gegen die Direktion der Hamburg- Amerika demokraten auch bei dieser Gelegenheit wieder scharf bekämpft mit würde, ob sie ein solches Verbot erlassen müsse. Was Linie, die ihren Offizieren verboten hat, dem Verein deutscher Kapitäne und die Zuziehung cincs Bertreters der Seeleute zu der Offiziere beizutreten. Disciplin ist selbstverständlich notwendig. Des- dem Hinweis darauf, daß sowohl nach der Praxis der Armenpflege Ausarbeitung des Entwurfs betrifft, so ist darauf hinzuweisen, daß haib kann den Seeleuten nicht unbeschränktes Koalitionsrecht als auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch Handhaben genug seien, 1896 noch jede allgemeine Organisation der Seeleute fehlte. Wir gegeben werden. Die Disciplin auf einem Schiff muß so eisern wie u dort wo es nötig ist, eine Verschwendung der Rente durch den haben nur den Vertreter des Fachvereins der Heizer hinzugezogen, beim Militär sein. Wenn die Leute am Land find, mögen sie sich ebenfalls gegen diesen Paragraphen, der weder von der Regierung Säufer unmöglich zu machen. Das Centrum erklärte sich jetzt der allerdings einen vorzüglichen Eindruck machte. Das vereinigen. Eine generelle Erlaubnis, an Land gehen zu dürfen, noch von den Berufsgenossenschaften verlangt, sondern einer AnZüchtignugörecht, wie es der Entwurf vorsicht, wird als tann dort, glaube ich, nicht gewährt werden. styles ungeheuerlicher Rückschritt bezeichnet. Der Entwurf schafft Bedauerlich ist es, daß große Gesellschaften jetzt Schulschiffe regung von konservativer Seite zu verdanken sei. Die Annahme doch aber völlige Klarheit darüber, ob und in wie weit eine einrichten, wo junge Leute aus dem Binnenlande à la Kadetten- dieses Paragraphen in der ersten Lesung, so erklärte der Abg. Hize, Züchtigung gestattet ist. Daß zur Brechung des Widerstandes anstalt zu See- Offizieren ausgebildet werden. Das ist nur eine fet darauf zurückzuführen, daß damals seitens der Socialdemokraten eines renitenten Schiffsmanns der Schiffer mit den ausgedehntesten Veranstaltung, um sich billigere Schiffsoffiziere zu besorgen. Der schroff gegen den Vorschlag Stellung genommen sei. Bei der Vollmachten ausgerüstet sein muß, darüber sind alle cinig. Mann, der von der Pide auf dient, muß Aussicht auf Avancement Abstimmung wurde dann der Baragraph mit ganz geringer Mehrheit abgelehnt. Nächste Sigung Mittwoch. haben.( Beifall.) Abg. Schwarz- Lübeck( Soc.): " den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Hahn( wildt.): Damit schließt die erste Beratung.india§ 72 Das Gefch wird an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen.THESE T Nächste Sigung: Dienstag 1 Uhr. Dritte Lefung des Etats. Dritte Beratung des Gesetzes über die Verwendung überschüssiger Neichseinnahmen. Schluß 63 Uhr. Parlamentarisches. Unfallversicherungs- Kommission. eizen Roggen Marktpreise von Berlin am 24. März 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Str. 15,10 14.- Schueinefleisch 1 kg 1,60 14,20 13,70 Ralbfleisch 1,60 Futter- Gerfte Hafer gut 14, 13,- Hammelfleisch 1,60 1, 15.- 14.30 Butter 2,60 mittel 14,20 13,50 Eier 60 Stit 4, 2,50 gering 13,40 12,80 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 Richtstroh Hen 4,50 4, Aale 3,-1, 7, 4,20 Sander 2,50 1, 40, 25, Hechte 1,80 1, 45, 25, Bariche 1,80 0,80 " 70, 30, Schleie 2,80 1,20 " 7, 5,- Bleie 1,20 0,80 1,60 1,20 Serebje per Shot 1241,20 1Erbfen Hepcijebohnen mien Kartoffeln, nene Rindfleisch), Kente 1 kg do. Bauch Der vorliegende Gefchentwurf befriedigt mich nach einer Nichtung. Der Kreis der Auskunftspersonen, die bei der Vorbereitung der Vorlage gehört worden sind, hätte viel weiter gezogen werden müssen. Der Charatter unsrer Schiffebesaßung hat sich in letzter Zeit ganz wesentlich verändert. früher hatten die Leute alle gefahren und waren deshalb erfahren, heute sieht die Bejagung eines Schiffes ganz anders aus. Die Auguste Victoria" hat eine Bejagung von 336 Mann, von diesen sind aber nur 31 wirkliche Seelente.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Früher war die jeemännische Bejagung eines Bollschiffes doppelt so groß als heute. Das sind Uebelstände, die beseitigt werden müssen. Die Vorlage soll die Interessen der Seeleute wahrnehmen Ju der Sigung am Montag wurde mit der Beratung der und das ist auch sehr notwendig. Die Seeleute werben, zweiten Rejung des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetzes und des wenn es sich um eine Rettung aus Gefahr handelt, immer Mantelgejeges begonnen und nicht weniger als 50 Paragraphen in den Hinunel gehoben, stellen fie aber Forderungen auf erledigt. Die meisten Paragraphen wurden in der Fassung der menschenwürdige Behandlung, so werden sie, in einzelnen Blättern ersten Zejung bestätigt. wenigstens, wie die Raubtiere behandelt. Auch nach der heute noch Bei der Festsetzung des Kreises der versicherten Personen hatten geltenden Seemannsordnung sind dem Kapitän alle möglichen Wittel, die Socialdemokraten einem Wunsche der beteiligten Arbeiter gemäß auch solche der köperlichen Gewalt, an die Hand gegeben. Die neue beantragt, daß auch sämtliche Klempner und Tischler der Versicherungs- Schwacher Tendenz. Vorlage hat nun noch die Prügelstrafe für Schiffsjungen ein- pflicht unterstellt werden sollen. Sie begründeten dies damit, daß in La Plata- Weizen nach hier verschloffen worden; daraufhin wurden hente geführt. Sie enthält die Bestimmung, daß ein Deutscher nicht unter dem diesen Gewerben genau dieselben Unfallgefahren beständen. wie in Abgaben auf Lieferungen vorgenommen. Auch in ruffischem Roggen, der zwar noch nicht ganz rentabel, aber bereits billiger ist, wurden vorgestern 14. Lebensjahre angemustert werden darf. Das läßt aber die Aus der Schlosserei und Schmiederci, daß aber nur die letzteren nach dem einige Abschlüsse gethätigt. Troß des noch immer rauhen Wetters und der musterung von Ausländern unter dem 14. Lebensjahre frei. Andrer- Regierungsentwurf der Versicherungspflicht unterworfen seien, nicht behaupteten Schlußpreise an den Börsen Nordameritas waren aut hiesigen feits giebt es heute Schiffsjungen, die verheiratet und über 40 Jahre aber die ersteren. Der Staatssekretär des Innern warnte davor, Marft die Lieferungspreise für Weizen 0,50, für Roggen 0,75 M. niedriger alt sind und lange Bärte tragen. Wollen Sie denn über diese auch den Kreis der Versicherten immer weiter auszudehnen, da die als vorgestern. Deftreich- Ungarn meldet ebenfalls schwächere Preiſe. Aus Effektive Ware war ein Büchtigungsrecht zugestehen? Ich selbst bin ja ein sprechendes Kleinbetriebe in den Berufsgenossenschaften nicht zur Geltung dem In- und Auslande lag reichliches Angebot vor. Beispiel dafür. Ich ging zur Ece, als ich bereits als former aus- lommen lönnten. Der socialdemokratische Antrag wurde denn fehr schwer und nur zu gleichfalls ermäßigten Preisen verkäuflich. Safer wurde fast gar nicht gehandelt. Mehl lag luftlos, im Preise 0,05 M. gelernt hatte. Ich war also auch schon ein alter Schiffsjunge. auch schließlich abgelehnt. Dagegen wurde ein Centrunsantrag weichend. Mais auf Amerika höher. Rüböl war auf billigere SaatentNoch ein Wort über die Arbeitsverhältnisse auf See. Wer angenommen, durch den die Bersicherungspflicht. die bisher notierungen in Destreich- Ungarn etwas schwächer. die Verhältnisse fennt, weiß, welch ausgedehnte Arbeitszeit der See- nur für Betriebsbeamte mit einem Einkommen von nicht über Am Spiritusmarkt wurde 70er loco mit 48,80( unverändert gemann häufig zu leisten hat. Echen wir uns einmal die Arbeitszeit 2000 m. bestand, auch auf Betriebsbeamte mit einem Einkommen von handelt. Umfag, soweit zu ermitteln, 12 500 Liter. Allen Freunden und Bekannten bie traurige Nachricht, daß mein lieber Gemüse- und Kraftsuppen Mann unser guter Bater Adolf Kranskop: nach furgent, aber schwereit Leiden am 23. d. M. an Gehirnhautentzündung Frühstücks- Suppen Bouillon- Kapseln Suppen- Würze MAGGI verstorben ist. Die Beerdigung findet stets vorrätig bei A. Rosenberg, Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 129. Dienstag, 27. b. M., nachmittags 5 11hr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofs aus statt. 155b Die trauernde Witwe nebst Kindern. Kranzbinderel u. Blumen handlung von[ 34319 Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Balla fzäßchen, Bouquets sc. werden fehr geschmackvoll und preiswert geliefert Cigarren gegen 3-6 Monat Ziel vom Lager A. L. MOHRsche neue Margarine , MOHRA" 59 ist die einzige Sorte Margarine, welche grössern Zusatz von Eigelb und Rahm enthält und daher vollständig so wohlschmeckend ist und genau so bräunt und duftet beim Braten, wie feinste Naturbutter. 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Passage- Panopticum. 35 Togo- Neger ( 28 Mädchen, 5 Männer, 2 Kinder.) Vorstellung um 11, 12, 312, 42, 5, 6, 7/2, 9 Uhr. CASTANS Im Reiche des Indra. Anfang PANOPTICUM 712 Uhr. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Die neue Herrin. Anjang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. 6 Passage Panoplifum. Specialis täten- Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Bon den Alpen zum Vesuv". Im Hörsaal: Dr. B. Dontah: Radiographie"( Röntgen Aufnahmen.) Schiller Theater ( Walluer Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Gebildete Menschen. Bolksstüd in 3 Atten von Victor Léon. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gebildete Menschen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum erstenmale: Hinrich Lorusen. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Täglich: Nieseulacherfolg! Im Himmelhof. Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Bantmüller. Anfang 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Im Simmelhof. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Täglich: 8 Uhr: Der Minenkönig von Transvaal. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Ohm Krüger: Dir. Carl Weiß. Morgen und folgende Tage: Der Minenfönig von Transvaal. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Nur noch 4 Aufführungen! Die Puppe. ( La Poupée). Operette in 3 Aften und einem Bor spiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. 165. Friedrichstr. 165. Im glänzend restaurierten Theatersaal: Vorführung lebender Ricsiger Beifall! Wir von der Kavallerie. Mittwoch: Keine Vorstellung. Operette in 1 Aft v. Gothov- Grünete. Hierauf zum 7. Male: Dienstag, den 27. März, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Zimmermann, Badstraße Nr. 58: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Ströbel- Riel über: Das Liebäugeln der bürgerEin Studentenstreich. lichen Nationalökonomen mit der Arbeiterbewegung und die Stellung der Operette in 1 Aft v. Gothov- Grünete. Socialdemokratie". Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Die Bezirksführer werden ersucht, die Mitglieder auf diese 246/17 Versammlung aufmerksam zu machen. Den Vorstandsmitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Sizung ant 28. d. bei Krause stattfindet. Der Vorstand. Apollo- Theater. 8 Im Reiche des Indra Deutscher Holzarbeiter- Verband. und erstklassige Specialitäten. Beginn der Vorstellung 7 Uhr. Vorverkauf von 10-2 Uhr im Theater sowie beim„ Invalidendank" und Künstlerdank". Cirkus Busch. Nur noch furze Zeit! Hente Dienstag, d. 27. März 1900, Abends 7 Uhr: Großer Elite: Gala- Abend. Zum 138. Male: Die ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Dienstag, abends 8 Uhr. bei Keller, Stoppenstr. 29: Versammlung fämtlicher Vertrauensmänner. Tagesordnung: Unser weiteres Vorgehen. Wahl det Achtzehner- Kommission und der Branchen- Unterkommissionen. Camorra. Außerdem: Sports Att Verbandsbuch mit Vertrauensmännerkarte legitimiert. Goldleisten Verzierungsmaschine Bolo- Spiele zu Pferde. Bicycle- Eingebrauchte, zu kaufen gesucht.[ 1496 bolungs- Rennen. Fräul. 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Ceffentliche Versammlung Müller- Strasse 178. am Dienstag, den 27. März, abends S½ 1hr, im Friedrichstädtischen Kasino, Friedrichstr. 236. Jeden Dienstag: Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolf, Hohenberg etc. Mittwoch, den 28. März, abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlung für Rummelsburg im Lokal des Herrn Beutling, Rant: n. Goethestr. Ecke. Tages Ordnung: Der Berliner Möbeltischler Streit. Referent: Kollege Böske. Wahl eines Bezirksleiters. Zu dieser Versammlung sind die Korbmacher von Wolt und der Stralauer Glashütte, ebenfalls die Drechsler und Bautischler von Bartsch und Joite eingeladen. Die Ortsverwaltung. 82/3 Brauche Einsetzer( Tischler). Mittwoch, den 28. März cr., abends 8 1hr, bei Herzberg, Alte Jakobftr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Kollegen Korkowsky über den Verlauf der Versammlung vom Sonntag, den 25. März. 2. Diskussion. Alle Einsetzer sind eingeladen. Die Kommission. Mit dem Vorbehalt, daß die heutige Generalversammlung der Berliner Holzindustriellen und Tischlermeister den Streif für beendet erklärt, laden wir sämtliche Arbeiter, auch diejenigen, die seiner Zeit von den Arbeitgebern entlassen wurden, ein, am Mittwoch früh in ihren bisherigen Werkstätten die Arbeit wieder aufzunehmen. Berlin, 27. März 1900. Kaisertum und Demokratie.reie Bereinigung der Holzinduſtriellen Berlins. Referent: Pfarrer Naumann. 168b Freie Diskussion. Jedermann ist eingeladen. 1696 Gentralverband der Bantischlermeister Berlins n. Umgegend. Berein der Fraisereibefizer und verwandter Gewerbe. Atung! Rohrer. Atung! Deutsch. Metallarbeiter- Verband Entree 20 Pf., Borzugsbillets 15 Pf. Am Mittwoch, den 28. März, abends 8 1hr, in Wernaus Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr 30 Min.: Verkehrte Welt! mit der hochoriginellen Weiber- Parade. Vorher: Das große März1526 großem Saal, Schwedterstraße 23: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Lohnkommission. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Die Lohukommission. Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Große Frankfurterfir. 133, Hof part.- SO.: Frik Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Rarl Auders, Salzwedeler ftraße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiefenstraße 14. Specialitäten- Programm: brunnen: 25 thelma ßmann, Grintbalerfir. 65. GesundRosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Staftanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstr. 1, Ecke Goethestr., v. 1 Treppe. Deutsch- WilmersDie 8 Diamants, Deltorelli- Trio, Fred Gillet, dorf: Th. Müller, Berlinerftr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. Ni del, Auguftaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Cari Grünau: Engel, Dahmestr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäum fer, Sandor- Trio, Les Kissofts. Belt, Berlin O., Friedrich Karlstr. 4. Grchsfelde: Carl The Daytons, Mary Wolf etc. Anfang an Wochentagen um 8, an Sonntagen um 7 Uhr. W. Noacks Theater, Brunnenstraße 16. Morgen und folgende Tage: Die Der Gold- Onkel. Puppe( La Poupée). Rixdorf: Ostermann, Erfftr. 6. Apostel Baulustr. 13, Quergeb. Sochy.- Johannisthal- Niederund über- Schönewelde: Otto John, Chers Edgewebe Sientensstraße 7, Cigarrengeschäft. Aunahmestellen: Nieder- Schöneweide: Sarl Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Senftleben, Restaurateur. Adlershof: Mar Worbs, Meßerftraße 4. cöpenick: Frans Weber, Cigarren- Haublung, Grünauerſte. 1. Friedenau- Steglitz: 8. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Dippelstraße 8, Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, 27. März, abends 8 Uhr, in der Gambrinusbrauerei. Wallstraße 94: Versammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichtags- Abgeordneten Baudert über: Unternehmer, verbände und Arbeiterorganisationen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heiten und Verschiedenes. Achtung! Mechaniker. Alte Jakobstr. 75: Dienstag, den 27. März, abends 8 Uhr, bei Herrn Hertzberg, Vertrauensmänner- Konferenz. Jede Werkstatt muß vertreten sein. 111/20 Die Ortsverwaltung. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Heute, Dienstag, den 27. März, abends 7 Uhr, in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstr. 6/7: Grosse Versammlung aller bei der Firma J. Mehlich( Att.- Ges.), Sophienstrasse 21, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: Krebs, Baumschulenweg 32, of lints II.- Neu- Weissensee: In Anbetracht der Wichtigkeit obiger Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen unbedingt notwendig. Die Ortsverwaltung. und Fr. Schellhase, hornftr. 15a. Baumschulenweg: 1. Die Mißstände bei der Firma J. Mehlich( 2.-G.). 2. Diskussion. Bosse mit Gefang und Tanz in Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstraße 1, part. lints. Sonnabend, den 31. März, gum 3 Aften( 6 Bildern) von Emil Pohl. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen 280/9 erstenmale: Die Heiratölustigen. Baudeville in 3 ften von Meyer- Helmund. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Musik von Conradi. Eni Reden 2011 og Gorenstag und Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für Droschkenkutscher. Donnerstag nach der Borstellung: den„ Vorwärts" entgegengenommen. Tanzkränzchen. Um genaue Angabe der Adresse wird dringend gebeten. Der Bettelstudent. Von C. Millöcker. Cirkus Wilhelm- Theater. Schumann. Dresdenerstr. 96. Die Cirkus- Fee. Operette in 2 Aften von E. Flesch. Mufit von H. Scheidenhofer. Billetverkauf von hente ab im Theater: bureau. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgftr. 22. Letzte Woche die so erfolgreichen Kunst- Specialitäten. Noch nie dagewesen! 14 dressierte Ziegen. Um 8 Uhr: Stürmischer Beifall! Direktor Wilhelm Fröbel in der Berliner Bolts Operette Die neue Herrin. Anfang 72 Uhr. Billet Vorverkauf v. 11-1 Uhr. Sonnabend: Legter Familien- Frei Tanz vor Oſtern. Abschieds. Ser Remune des gesamten Specialitäten Personals. Heute, Dienstag, den 27. d3. Mts., abends präcise 72 Uhr: Große außerordtl. Gala- Vorstellung van Aus dem sehr reichhaltigen Brogramm sind besonders hervorzuheben: Ein inusikalisches Entree von 60 Damen. Die anerkannt unerreicht dastehenden und in der Vollendung hier noch nie gesehenen Originaldressuren des Der Direktors Albert Schumann. Schöpfer und Erfinder aller neuen Dreffuren. Die mehrfach prämiierten springenden Hunde des Mr. Wilkes. ? The Martinecks? Der fliegende Jockey Mr. Boyd 2c. 2c. Zum Schluß zum 53. Male: Doktor Faust. Gine romantisch- phantastische Handlung Bitte ausschneiden! Mittwoch, den 28. März, abends 9 1hr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rechnunnslegung des Agitationsfomitees vom Agitations: und Streifsfonds und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des Agitations: fomitees und der Revisoren. 3. Bericht des Gewerkschaftsdelegierten und Neuwahl desselben. Houtens Cacao Textil- Arbeiter- Verband. 2 Kilo genügt für 100 Tassen Ein Versuch überzeugt, dass Van Houtens Cacao für den täglichen Gebrauch allen anderen Getränken vorzuziehen ist. Er ist nahrhaft, nervenstärkend, wohlschmeckend, leicht verdaulich und stets schnell bereitet. Van Houtens Cacao wird nur in den bekannten Blechbüchsen, niemals lose verkauft, da bei lose ausgewogenem Cacao nichts für die gute Qualität bürgt. Möbel- Offerte! in dret Abteilungen vout Sofballett: ſtrake. of Fabritieicher. Zimmer- Einrichtungen, sowie meister A. Siems. Wegen Aufgabe werden Krausnickstr. 22, bei der Oranienburger. große Borräte von Spiegel und Polsterwaren Suppe, Gemüse, einzelne Stücke eleganter wie einfacher Möbel, bedeutend Mittwoch, ben 28. März 1900, abends 8 1hr, bei Feind, 28einstr. 11: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Koske. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen: heiten. Der 1. Mai. Pünktliches, allfeitiges Erscheinen ist Pflicht. Achtung! 58/2 Der Vorstand. Arbeiter Radfahrer Weissensees. Achtung! Mittwoch, den 28. März, abends 8 Uhr, im Lokal von Kühne, Rölkestraße Nr. 20: Oeffentl. Derlammlung. 11/7 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Vertreter: L. Friese, Beuffelftr. 14. Mittagstisch Braten. Sompo unter dem Selbstkostenpreis verkauft! NB. Abfahrt der Berliner Genoffen: 8 Uhr Prenzlauer Thor. infl. Bier 50 Pf. Köpnickerstr. 5b a. Die S 18 Th. Fork. Kretzschmar& Co.. Vereinigte Tischler- und Tapezierermeister, Berlin C., an der Jannowitzbrücke Nr. 4 ( direkt Stadtbahnhof Jannowitzbrücke) 37669* Deutschlands grösstes Möbelkaufhaus siosub spice für bürgerliche Wohnungseinrichtungen. Lieferung für Berlin und Umgebung kostenfrei durch unsere eignen Gespanne. Bei größeren Aufträgen stellen wir den Dekorateur unentgeltlich. 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Der Socialdemokratische Arbeiterverein hält heute abend 8 Uhr bei Stippekohl seine Versammlung ab. Wilmers dorf- Halensee. Am Mittwochabend 71/2 Uhr findet eine Flugblatt Verbreitung statt. Die Genoffen werden ersucht, fich zahlreich daran zu beteiligen. Treffpunkt Wittes Volksgarten, Berlinerstr. 40, Rohr, Pariser- und Fasanenstraßen Ecke; Rudloff, Bruchfalfir. 13; Halensee: bei Braffe, Westfälische Straße. Treptow. Am Mitt woch, punkt 81/2 Uhr abends, findet die Generalversammlung des Vereins Vorwärts" bei Staffeldt, Baumschulenſtr. 85, statt. Kommunales. 61101 Dienstag, 27. März 1900. Um Geldansprüche handelte es fich 12 873( 18 197) mal. geklagten im Untersuchungsgefängnis nach Hause kam, fand er in Ihre Höhe war 5867( 6230) mal bis 20 p., 4876( 4634) feinem Ueberzieher ein Armband. Dieses muß ihm bei dem Besuche. mal 20-50 m., 1618( 1775) mal 50-100 m., 512( 558) mal über von der Betreffenden heimlich zugesteckt worden sein. Er machte 100 M. Die niedrigste Klagefumme war 35( 20) Pfennig, die höchste der Gefängnisverwaltung von der Sache fofort Mitteilung 3019( 3557) M. Die Erledigung dauerte: bis 1 Woche bei 1637 und gab bei dieser Behörde das Armband ab. Nach einiger ( 1770) Slagen, 1-2 Wochen bei 5324( 5510), 2-3 bis 8765 Beit fas er in den betreffenden Atten folgenden Vermerk: Der ( 2721), 3-4 bei 1354( 1635), über 4 Wochen bei 646( 1769) Anwalt G. scheint sich der Begünstigung schuldig gemacht zu Klagen. Von Arbeitnehmern wurden 12 155( 12 837) Klagen haben." Dieser Vorgang ließ ihm keine Ruhe. Er glaubte fich angestrengt, darunter 2540( 2720) von weiblichen, dagegen von fälschlich beschuldigt, konferierte mit Kollegen und dem Staatsanwalt Arbeitgebern nur 571( 568). Von den Arbeitnehmer- Klagen und erstattete der Anivaltskammer Anzeige gegen sich selbst. Jeder tamen 1856( 1732) zum kontradiktorischen Urteil, und von Tag, welcher die Verhandlung gegen die Angeklagte näher brachte, diesen wurden 1058( 686), also 57( 391/2) Proz.. zu Gunsten machte ihn nervöser, aufgeregter und seine Wahuvorstellung wuchs des Klägers entschieden. Von den Arbeitgeber- Klagen tamen stündlich. In der Hauptverhandlung wurde die Angeklagte frei72( 53) zum kontradiktorischen Urteil, und von diesen wurden 48( 41), gesprochen, weil sie den Beweis führen konnte, daß das fragliche also 67( 77) Prozent vom Kläger gewonnen. Als Einigung 3- Armband ihr thatsächlich von einer Freundin geliehen worden war. a mnt trat das Gewerbegericht bei 9( 12) Streits in Wirksamkeit, Als man dem Anwalt von diesem Ergebnis Mitteilung machen Der Etatsausschuß der Stadtverordneten- Versammlung 4( 8) mal ohne Anrufung von beteiligter Seite, 4( 1) mal auf An- wollte, war er freiwillig aus dem Leben geschieden. hat heute unter Vorsiz des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langer- rufung von einer Partei, 1( 3) mal auf Anrufung von beiden Eine große Störung im Straßenbahnbetrieb entstand haus seine Vorberatungen zur Feststellung des Stadthaushalts- Etats Barteien. Gutachten über gewerbliche Fragen find Sonntagmittag durch einen eigenartigen Unfall. Ein Fernsprechdraht, für 1900 beendet und beschlossen, der Versammlung zu empfehlen: 1898/99 werden durch die Staatsbehörden noch durch den Magistrat der über der Spandauerstraße lag, aber noch einen toten Strang die für das Etatsjahr 1900 zu erhebenden Steuersätze werden für vom Gewerbegericht eingefordert worden, auch sind keine Anträge bildete, fiel um 1 Uhr vom Gestänge herab auf die Stromleitung die Gemeinde Grundsteuer auf 5,8 Proz. des Nußertrags gestellt worden. Seit Bestehen des Gewerbegerichts ist das das der elektrischen Straßenbahn. Durch diesen Draht wurden num die der steuerpflichtigen Grundstücke( 150 Proz. des Normalsolls), für die erste Mal, daß der Ausschuß nach dieser Richtung hin nicht in beiden Arbeitsdrähte der oberirdischen Leitung mit einander verGewerbesteuer auf 150 Broz, des Normalsolls und für die Thätigkeit getreten ist. bunden. Ingenieure und Arbeiter der Elektricitätswerte machten sich Gemeinde Einkommensteuer auf 100 Broz. des Normalfolls festgesetzt. Die Erhebung der Gemeinde- Einkommensteuer nach sofort daran, den Draht, an dem bei der Berührung eine Feuersäule emporstieg. herunterzuholen. Sie konnten aber nicht verhindern, dem Steuerfaße 2,40 m. jährlich, das Einkommen von 420 bis daß sämtliche Sicherungen zur Hauptmaschine in der Kraftcentrale 660 M. umfassend, soll auch im nächsten Etatsjahr unterbleiben. an der Spandauerstraße durchbrannten. Dadurch wurde auch die Hauptmaschine schadhaft, und so fam es, daß alle von dieser Station gespeisten Stromleitungen ohne Strom blieben. Alle Wagen dieser Linien blieben liegen. Erst um 24 Uhr konnte der fahrplanmäßige Betrieb wieder aufgenommen werden. in darüber, in katholischen Kirche zurückgekehrt ist am Feste Mariä Verkündigung Frau E. Guaud- Kühne in Mautern in Steiermart. Einen ent scheidenden Entschluß auf Frau Gnaud übte die Bekanntschaft mit dem lathol. Bertreter der Frauenfrage, dem Redemptoristenpater Dr. Augustinus Rösler in Mautern; vorbereitenden Unterricht erteilte ihr den Winter über Herr Pfarrer Milz in Berlin. Der Großen Berliner gegenüber scheint sich endlich, endlich die Geduld der in Betracht kommenden kommunalen Kreise erschöpft zu haben. Wie schon furz erwähnt worden, ist im städtischen Etats Ueber die intereffanten Debatten, die in dem Etatsausschusse ausschusse lebhaft lage geführt worden über das in jeder der Stadtverordneten- Bersammlung über die Einführung eines Weise mangelhafte Entgegenkommen der Großen Berliner einheitlichen Gaspreises stattgefunden haben, enthalten die Straßenbahn- Gesellschaft gegenüber den Wünschen jetzt vorliegenden Protokolle des Ausschusses nähere Einzelheiten. des Bublikums und Gesellschaft daß die denen folgendes zu entnehmen ist: Der Magistratsvertreter teilte mit, daß der Magistrat beschlossen habe, die Angelegenheit auf einer Weise den öffentlichen Bedürfnissen Rechnung trage. Eine gerettete Seele. Die„ Märk. Volts- 3tg." meldet: Zur ſechs Monate zu vertagen. Die Einführung des Einheits- Wie das Ausschußprotokoll ergiebt, wurde Die Einführung des Einheits- Wie das Ausschußprotokoll ergiebt, wurde befonders betont, preises zum 1. April dieses Jahres verbiete sich von selbst, weil daß die Gesellschaft sich ihren vertraglichen Verpflichtungen direkt den Bedingungen für die Gasangabe eine Kündigung entziehe und in allen Punkten bei Auslegung und Ausführung des von drei Monaten vorgesehen sei und die Erhöhung des Preises von Vertrags die denkbar größten Schwierigkeiten mache, wie bei Ein10 Pf. auf 12 Pf. für Koch, Heiz- und Industriegas ohne vorherige führung der zehnstündigen Arbeitszeit auf elektrischen Wagen, bei dreimonatige Kündigung nicht durchgeführt werden könne. Außerdem Einführung des Zehnpfennigtarifs auf neuen Strecken, der Pensionswären aber auch durch die gegenwärtige Steigerung der Sohlen taffe für die Arbeiter, der Heizung der Wagen, bei Festsetzung der Wir erhalten folgende Zuschrift: Die lämpfende Heilsarmee." preise ernstliche Bedenken gegen die Einführung eines EinheitsGar nicht Unter diefer Ueberschrift erschien in Nr. 63 des Vorwärts" ein Artifel, welcher wesentliche Unrichtigkeiten enthält. Mit Bezug preises erregt worden. Der Magistrat sei mit der Festsetzung eines Fahrzeiten und Tarife, bei den Arbeiterwagen usw. Einheitspreises einverstanden, habe es aber unter den obwaltenden interessiere sich die Gesellschaft für die Accumulatoren. Die Schnee darauf erkläre ich zur Nichtigstellung folgendes: 1. Es ist nicht wahr, Umständen für zweckmäßig erachtet, zunächst eine abwartende fälle dieses Winters hätten gezeigt, daß die Accumulatorenwagen daß der Heilssoldat während eines Wortwechsels dem Müller plötz Stellung einzunehmen und sich erst im September d. J. andrer Gesellschaften hier und in andern Städten vollkommen lich einen Stoß gab, der ihn zu Boden stürzte. 2. Es ist ebenfalls schlüssig zu machen. Jm Ausschuß wurde bont mehreren ihre Schuldigkeit gethan hätten, während die der hiesigen Straßen- nicht wahr, daß der wehrlos am Boden liegende Müller mit Hilfe Seiten darauf hingewiesen, daß der betreffende Beschluß der bahn verjagen müßten, weil die Gesellschaft ihnen gar keine Auf- eines hinzugekommenen zweiten Heilssoldaten mißhandelt wurde. Versammlung mit 101 gegen 3 Stimmen gefaßt worden sei und es merksamkeit schenke und nicht bestrebt sei, diese Technik zu verbessern 3. Die Schuyleute sind nicht zufällig hinzugekommen und mußten nicht so aussche, als sollte die Angelegenheit verschleppt werden. Von die Heilsfoldaten aus der Halle holen, sondern sie tamen auf Requisition und zu vervollkommnen. Die ganzen Accumulatoren unterständen mehreren Seiten trat man im Ausschuß dafür ein, den Einheitspreis eines Heilssoldaten. Die bedauerliche Sache begann damit, daß So habe Müller sich mit dem in freundlicher Weise gegebenen Bescheide, daß von 12 Pf. vom 1. Oktober d. J. ab einzuführen. Der Magistrat nur einem einzigen Elektrotechnifer mit 4000 M. Gehalt. erhalte dadurch genügend Zeit zur Kündigung der Verträge, man fich ein Zustand herausgebildet, der die städtischen Behörden in eine die Versammlung nur für Mitglieder sei und er deshalb keinen Bu könne dann auch den Mehrgewinn der Gasanstalten im Etats- ihrer unwürdige Stellung hitab zu ziehen geignet sei. Unter der tritt haben könne, nicht beruhigte und laute beschimpfende Reden jahre 1899 übersehen und feststellen, mit welchem Betrage Anerkennung, daß die Verkehrsdeputation ihre volle Schuldigkeit führte. Müller wurde dann aufgefordert den Hof zu verlassen, doch man bei Durchführung der Reform rechnen könne. Die Deckung des thue, wurde von allen Seiten der lebhafte Wunsch ausgesprochen, weigerte er sich, und als der Thürhüter versuchte ihn vom Hofe fortAusfalls könnte eventuell dadurch stattfinden, daß es möglich sein daß man angesichts dieser bedauerlichen Mißstände zur Klage be- zubringen, griff Müller ihn an, schlug heftig auf ihn ein und beide würde, vom Etat der Tiefbau- Verwaltung 1 Million Mark ohne hufs Aufhebung des Vertrags mit der Großen Berliner fielen zu Boden. Berlin SW., Blücherplatz 1, den 23. März 1900. Schädigung städtischer Interessen abzusetzen, ganz abgesehen, daß der J. Junker, Chef- Sekretär. Verbrauch des Leuchtgajes bei einer Berbilligung von 16 auf 12 Bf. Straßenbahn- Gesellschaft schreiten möge. Das alles ist eine Bestätigung dessen, was von uns seiner Zeit Ein tödlicher Unglückfall im Fahrwerksbetriebe hat sich fich toloffal steigern würde. Auch bei dem Kochgase sei trotz der PreisDer Wagen 123 erhöhung eine Steigerung des Verbrauchs zu vermuten. Die hohen vorausgefagt worden ist, als die Stadtverordneten Mehrheit Montagnachmittag in der Gartenstraße ereignet. Kohlenpreise würden sich durch erhöhte Preise der Nebenprodukte aus- es nicht eilig genug hatte, das Wohl der Einwohnerschaft under Straßenbahnlinie Pankow- Mittelstraße stieß kurz vor 4 Uhr in gleichen. Von andrer Seite wurde es aus etatsrechtlichen Gründen für befehens der Profitgier der roßen Berliner zu opfern. Doch der Gartenstraße mit einem Arbeits- Fuhrwerk zusammen. nicht zulässig erachtet, bei Durchführung der Reform mit leberschüssen der immerhin wäre die schwere Verfündigung, deren sich damals Kutscher diefes Fuhrwerks wurde vom Bock heruntergeschleudert und im besinnungslosen Zustande vom Publikum auf den Bürgersteig Gasanstalten zu rechnen, da es nicht feststehe, ob sie eingehen werden. Magistrat und Stadtverordneten Mehrheit schuldig machte, getragen. Im Auftrage eines herbeigeholten Schumanns ging der Es wurde vorgeschlagen, unter diesen Umständen den Magistrat zu zu verzeihen, wenn jetzt endlich mit Energie gegen die gemein Bauarbeiter H. nach den Fuhrherren Buchholz u. Schmücker in der ersuchen, zum 1. April 1901 den Einheitspreis einzuführen und dem gefährlich gewordene Straßenbahn- Direktion vorgegangen würde. Gartenstraße, welche einen Krankenwagen der Unfallstation auf ihrem entsprechend die Etats aufzustellen. Darauf wurde erwidert, daß man auf diese Weise nie zum Ziele gelangen würde. Man wisse, Daß ein solcher Prozeß bei gerechter Beurteilung des Schindluders- Hofe zur Verfügung stehen haben. Im Fuhrgeschäft wollte man in welcher Weise die Mittel zur Begleichung des Ausfalls ziels der Großen Berliner zu Gunsten der Stadt ausfallen müßte, aber den Wagen nur dann hergeben, wenn ein Ausweis von der vorhanden seien bezw. beschafft werden könnten, und es müsse nun darf wohl außer Zweifel stehen. Es kommt also nur auf den Unfallstation beigebracht werde; nachdem etwa 20 Minuten verflossen energisch auf Durchführung der von der Versammlung beschlossenen guten Willen des Berliner Magistrats an. Ob der vorhanden ist? fein mochten, stellte die Firma den Wagen jedoch ohne weiteres bereit. Inzwischen hatte der Zustand des verunglückten Stutschers fich so beReform gedrungen werden. Der Ausschuß hat schließlich mit 8 gegen denklich gestaltet, daß jede Hilfe vergeblich war; auf dem Weg zum 7 Stimmen beschlossen, der Versammlung, folgende Beschlußfajjung Strankenhaus it a r b der Arme. Die Leiche wurde nach dem Schanvorzuschlagen:„ Die Versammlung ersucht den Magistrat, vom 1. Of tober d. J. ab den Einheitsgreis von 12 Bf. für i Kubikmeter Gas hause gebracht. Der zu Schaden gekommene Arbeitswagen gehört einzuführen. Das Plenum wird sich am nächsten Donnerstag mit der Witwe Bürke in der Gartenstraße. Als die Frau über die Personalien ihres verunglückten Kutschers befragt wurde, erklärte fie, der Angelegenheit beschäftigen. daß sie den Mann erst am Morgen eingestellt habe; sein Name sei ihr unbekannt. Tokales. En h = D 0 Die Hydra der Revolution gedachte ein früherer Striegsminister durch eine& euerfprize zu bändigen. Wie viel Umstände machte sich dieser Herr doch! Die heutige Polizei von Berlin kennt ein weit bequemeres, handlicheres, billigeres und dabei wirksameres Mittel. Gine fleine Schere genügt, um der besagten Hydra sämtliche Hälie endgültig abzuschneiden. Die Vertrauensleute von Berlin hatten zum 18. März einen Kranz gewidmet, dessen Schleife die Berse schmückten: Nicht umsonst habt Ihr geblutet, wad're Kämpfer! Das Gedächtnis Eurer Thaten wandelt um durch alle Laude, Was Ihr sätet, reift zur Ernte, trotz Gewalt und Blei und Eisen, Troy Berleumdung, Spott und Lüge, die stets mächtig sich erweisen, Triumphierend wird die Menschheit preisen Euch in spät'ren Tagen Als die Ersten, die das Banner einer neuen Zeit getragen." Nur die beiden ersten Zeilen hielt die Scheere für einwandfrei; die vier andren wurden abgeschnitten. Der Träger des Kranzes wünschte nun die tieferen Gründe, welche die Scheere befeelt haben mögen, zu erforschen und wandte sich beschwerdeführend an das Polizeipräsidium. Prompt tam folgende Antwort: Der Betriebsunfall. In der Faßfabrik von Raabe in der Usedomstraße ereignete sich früh furz nach 7 Uhr ein Maschinenbruch. Teile des etwa 650 Pfund schweren Schwungrads durchbrachen drei Mauerwerfe und das Dach. Zwei Arbeiter wurden leicht verlegt. Ein 130 fund schweres Stück des Schwungrads wurde auf eine Ents fernung von 60. Weter fortgeschleudert, schlug durch das Dach und zertrümmerte die Balkendecke. Ein andres Stück hat eine zehnzöllige Wand durchschlagen. Verlegt sind die Böttcher Friedrich Neumann, Anton Nowack und Wilhelm Brockhoff. Beim Gewerbegericht zu Berlin hat sich im Jahre 1898/99 die Zahl der gewerblichen Streitigteiten weiter vermindert. Es gingen im Laufe des Lahres 1898/99( bezw. des Vorjahres( 1897/98) 12726( 13405 I a gen ein, ungerechnet 229( 278) Schriftfäße, die, weil sie unvollständig waren, oder weil die Sache sofort als nicht vor das Gewerbegericht gehörig erkannt wurde, nur im Eingangsregister gebucht wurden. Auf dem Stiftungsfest des Wahlvereins im 6. ReichstagsDa 517( 578) Slagen noch vor Abhaltung des ersten Termins Wahlkreise ist am 10. März ein Pfandschein über eine Uhr gefunden erledigt wurden, fo verblieben für die Rechtsprechung 12 209 ( 12 872) Prozesse. Der Vorsitzende des Gewerbegerichts führt " Auf die am 19. huj. hier eingegangene Eingabe ohne worden, der bei Raschke, Hochstr. 32b abzuholen ist. in seinem jetzt durch den Magiftrat veröffentlichten Geschäftsbericht Datum wird Ihnen erwidert, daß der Aufsichtsbeamte die Ab- Eine dunkle Persönlichkeit macht zur Zeit dem Untersuchungsfür 1898/99 diese seit mehreren Jahren nicht bloß in Berlin, trennung des anbei zurückerfolgenden Stücks Schleife zu dem richter viel zu schaffen. Vor einigen Wochen wurde eine Dame sondern auch bei verschiedenen andren Gewerbegerichten Kranze, den Sie am 18. huj. auf dem Begräbnisplatz im wegen einer Anzahl Hotelschwindeleien zur Haft gebracht. Sie gab beobachtete Verminderung der Prozesse wiederum Friedrichshain niedergelegt haben, im Intereise der sich für eine Frau Cornelie von Sandten aus, deren Mann zur Zeit darauf zurück, daß man infolge der fortgesetten Belehrungen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung als Ingenieur in Persien beschäftigt sei. Der UntersuchungsParteien vor Gericht zwischen Arbeitgebern und vorgenommen hat, und hierzu durchaus befugt gewefen ist." richter schenkte diesen Angaben keinen Glauben, er ließ vielArbeitnehmern festere Arbeitsbedingungen zu v. Windheim. mehr eine Photographie der Verdächtigen vervielfältigen und bereinbaren beginne. Die Befürchtung, daß die sogenannte alle Behörden der Städte und In dem einen Fall kennen wir also die Motive der revolutions an des JiAuslandes Handwerkerschutz- Novelle eine wesentliche Einschränkung der bändigenden Scheere. Wären die vier Zeilen nicht abgetrennt fenden, in denen dieselbe sich früher aufgehalten. Das Ergebnis Zuständigkeit der Gewerbegerichte zu Gunsten der worden, so wäre die öffentliche Ordnung gestört worden. Aber es war überraschend. Es stellte sich heraus, daß man es mit einer Imungs- Schiedsgerichte herbeiführen werde, habe sich bis jetzt, find noch eine große Anzahl andrer Schleifen amputiert worden und gewissen Jeanette Marcus, genannt Marchand, zu thun hatte, die foweit Berlin in Frage komme, noch nicht als begründet er das Geheimnis ist noch ungelöst, aus welchem Grunde die Operation Mutter von drei außerehelichen Kindern und vielfach wegen Hoch wiesen. Von den 12 209( 12 872) Prozeffen wurden erledigt: in diesen Fällen vorgenommen worden ist. Vielleicht beschweren sich stapeleien vorbestraft ist. Trotzdem bleibt die Verhaftete dabei, daß 6388( 6723) durch Vergleich), 7( 2) durch Berzicht, 2602( 2734) nun auch die andren Kranzspender bei dem Polizeipräsidium, um zu fie seit etwa einem Jahr die Ehefrau des Ingenieurs v. Sandten durch Zurücknahme, 47( 31) durch Anerkenntnisurteil, 1034 erfahren, warum man die Schleifen ihrer Kränze entfernt. Erst dann ist. Es sind deshalb noch weitere, zeitraubende Ermittelungen im ( 1042) durch Versäummisurteil, 1723( 1814) durch andre End- wird man ganz die Seele einer königlich preußischen Polizeischeere Gang. Die wiederholten Haftentlassungsanträge des Verteidigers, urteile, und zwar 1088( 1227) mit Beweisaufnahme, 635( 587) erkennen und begreifen. Rechtsanwalt Dr. Schwindt, sind abgelehnt worden. ohne Beweisaufnahme; 408( 481) blieben noch unerledigt. Auf Von einem großen Schadenfener wurde Sonntagmittag die die einzelnen Kammern verteilten fich die Prozesse fo: I. Schneiderei und Näherei 2630( 2683), IL Textil-, Leder-, Putz- Krankenversicherungsbeiträge, wenn es sich um Versicherungs- bekannte Fabrit für landwirtschaftliche Maschinen von Beermann in industrie 961( 1002), III. Bau 1240( 1645), IV. Holz- und Schnitz- beiträge anderer, als der im§ 2 des Gesetzes, betreffend die Ge- Treptow heimgesucht. In ihrem Kesselhaus befinden sich sechs große stoffe 1257( 1355), V. Metalle 1377( 1424), VI. Nahrung, Be- werbegerichte bezeichneten Arbeiter handelt, gelangen nach§ 78 Dampfteffel, von denen vier ständig im Betrieb find, während zwei herbergung, Erquidung 2321( 2466), VII. Handel und Verkehr 1448 Abfag 3 des genannten Gesetzes nicht vor den Gewerbegerichten, in Reserve gehalten werden. Unmittelbar an das Kesselhaus stößt ( 1371), VIII. Allgemein 957( 881). Bemerkenswert ist der in sondern vor dem Gemeindevorsteher zur Entscheidung. Die Zu- die umfangreiche Tischlerei, die durch den Brand start bedroht war. den letzten Jahren eingetretene beträchtliche Rückgang bei der ständigkeit des Gemeindevorstehers wird für Streitigkeiten in den Sturz vor 11 Uhr schlugen Flammen durch das Dach des KeffelBaukammer. Er betrug von 1896/97 zu 1897/98 über 21 Broz.( von bezeichneten Fällen nicht dadurch ausgeschlossen, daß ein Gewerbe- hauses, die sich rapide ausbreiteten, so daß die zuerst alarmierte Hierauf Bezug nehmend Berliner Feuerwehr eine schwierige Situation vorfand, um so mehr, 2093 auf 1645), von 1897/98 zu 1898/99 fast 25 Pro3.( von 1645 gericht für die Gemeinde errichtet ist. auf 1240). Der Streitgegenstand der 12 726( 13 405) Klagen erläßt der Oberbürgermeister von Berlin soeben eine Bekanntmachung, als die auf dem Fabrikgrundstück befindlichen Hydranten an war: 7291( 7448) mal rädständiger Lohn, 4717( 5534) mal Ent- wonach die Wahrnehmung der nach§ 78 Absay 3 des Reichsgefeges, fangs nicht aufgefunden werden konnten. Infolgedessen mußte schädigung wegen unberechtigter Entlassung, 347( 347) mal Aus- betreffend die Gewerbegerichte dem Gemeindevorsteher obliegenden das Wasser teils durch Wasserwagen, teils durch sehr lange stellung eines Arbeitszeugnisses, 7( 10) mal Berechnung des Stranten Geschäfte mit Genehmigung des Oberpräsidenten von Berlin dem Schlauchleitungen aus der Eichenstraße herangeholt werden. Die verficherungs- Beitrags, 74( 79) mal Auflösung oder Fortsetzung des Herrn Stadtrat Hübner in Berlin auf ein ferneres Jahr, und zwar Berliner hatten bereits längere Zeit mit vier Rohren Wasser ge= Lehrverhältnisses, 16( 5) mal Stonventionalstrafe, 289( 844) mal für die Zeit vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 übertragen geben, bevor die spät benachrichtigte Treptower. Ortswehr eintraf. Da eine Explosion der unter einem Dampfdruck von 4 bis Schadensersatz, 487( 406) mal Herausgabe von Arbeitsbüchern, Wert- worden ist. Selbstmord hat der hiesige Rechtsanwalt Gabriel diefer 5 Atmosphären liegenden Refsel zu befürchten war, fo machten sich zeug usw., 47( 23) mal Wiederaufnahme der Arbeit, 11( 25) mal Herausgabe von Kautionen, 2( 0) mal Rechnungslegung, 1( 0) mal Tage begangen. Ueber den Anlaß zu der That wird gemeldet: Der Treptower Löschmannschaften daran, den Dampf von den Kesseln Auflösung des Arbeitsverhältniffes. Berschiedentlich wurden in Verstorbene hatte eine Frauensperson zu verteidigen, welche wegen abzulaffen. Aber erst nach längerem Suchen in dem erstickenden einer Klage gleichzeitig mehrere Ansprüche geltend gemacht. Diebstahls angeklagt war. Als er von einem Besuche der An- Qualm fonnten die Ventile gefunden und geöffnet werden. Der Streitigkeiten über Berechnung und Anrechnung der werden. verursachte Schaden ist bedeutend, da der eine Kesici anscheinend| Mann unter feinen Umständen überwunden werden konnte. Ein 123 M., Menderinnen 23 M., Stepperinnen 23 M., Schoßarbeiterinnen start gelitten hat. Eine Betriebsstörung wird nur in geringerem Kampf ist dem Morde anscheinend nicht vorausgegangen. Die 11n 21 M., Mermelarbeiterinnen 21 M.. Taillen und Paletotzuarbeite rimen 17 M., fiir Zuarbeiterinnen 15 M. Wochenlohn. Ileberstunden Umfange eintreten, da fofort die Reservekessel in Betrieb gefekt glüdlije ist jedenfalls hinterrüde überfallen worden. Die Nachforschungen nach den Verbrechern wurden noch Sonntag 60 Pf., nach 10 1hr abends und Sonntags 80 Pf. pro Stunde, für Der Sausbiener Krüger, der unter dem Verdachte, in zahl vormittag durch die Gerichtskommission von Königs- Busterhausen die französischen Kostümarbeiterinnen, Taillenarbeiterinnen 22 M., aufgenommen. Die Mordstelle befindet sich etwa 4 Kilometer von Paletotarbeiterinnen 22 M., Stepperinnen 21 M., Schoßarbeiterinnen reichen Fällen im Ziergarten als Kriminalbeamter aufgetreten zu Königs- Busterhausen und 800 Meter von Zeuthen resp. Eichwalde. 20 M., Mermelarbeiterinnen 20 M.. Taillenzuarbeiterinnen 15 M. fein und Erpressungen gegen Liebespärchen verübt zu haben, ist auf zur Zeit, als der Mord verübt worden fein muß, waren in der Wochenlohu. Zuarbeiterinnen 12 M. Bochenlohn. Ueberstunder 0,60 M. Antrag des Rechtsanwalts 2e op. Meyer gestern ohne Bürgschaftsstäbe drei Chaussee Arbeiter beschäftigt. Diese haben jedoch nichts Nach 10 Uhr abends und Sonntags 0,80 M., für Zuarbeiterinnen 0,40 M., stellung wieder aus der Saft entlassen worden. Der Verteidiger Verdächtiges wahrgenommen, was sich damit erklärt, daß zu nach 10 Uhr abends 0,60 M. In der Diskussion wurden die Abmachungen berief sich auf das dem Krüger für langjährige trene Dienste ausgeftelte Zeugnis der Firma Löser n. Wolff. Krüger selbst behauptet jener Zeit ein starker Nordostwind herrschte und infolgedeffen feine der Arbeitnehmer- Vertreter mit den Unternehmern zustimmend aufDer Wagen war unberührt, genommen. Sodann wurde nach längerer Diskussion ein Antrag nach wie vor, unschuldig und das Opfer der entflohenen beiden Hilferufe vernominen werden konnten. Sie Ladung ist nicht durchsucht worden. Stubay, daß von Dienstag, den 27. März, in den Ateliers, wo der Männer zu sein, die sich auch ihm gegenüber als Kriminalbeamte Die Nachforschungen haben zur Ermittlung eines Mädchens ge- Tarif aushängt und vom Verband gestempelt ist, die Arbeit aufausgegeben und ihn so getäuscht hätten. Die führt, das vielleicht" den Mörder gesehen hat. Das Dienstmädchen genommen werden kann, gegen 2 Stimmen angenommen. Emma Günther, das in 3euthen in Stellung ist, ging von Bereinbarungen, die mit den Unternehmern getroffen, gelten nur für dort am Donnerstag nach Schmödiviz, um sich auf dem Amite anzu- die 28 Firmen, die dem Unternehmerverein angehören. Dort wo melden. Die ermordete Frau wurde nur etwa 30 Schritt von einem nicht bewilligt ist, wird der Ausstand fortgefekt, bis die Unternehmer llebergang über den Chausseegraben entfernt im Walde gefunden, an einer bewilligen. baumfreien Stelle, die rings von niedrigen Tannen umstanden ist. Zehn Der Verein der Tischler( Lolalorganisation) wählte am Schritte von diesem lebergang entfernt jah das Mädchen einen 25. März das Mitglied Dietrich zum Bureauvertreter. Sodann Mann plöglich aus dem Wald heraustreten und auf sich zukommen. wurde beschlossen, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Der Es war ein untersetter Mann von etwa 30 Jahren mit rotem Bart Verein beharrt auf seinem ablehnenden Standpunkt gegenüber den und gerötetem Gesicht und einem abgetragenen, verschossenen Anzug. Einigungsvorschlägen, die zur Beendigung des Streits getroffen Da im felben Augenblick ein Radfahrer mit der Glocke fein Bar- wurden. Konstatiert wurde, daß die Mitglieder der Lohukommission nungszeichen gab, jo wandte das Mädchen diesem ihre Aufmerijam feine Extra Unterstügung bekommen und das Gericht unwahr ist, feit zu und achtete nicht weiter auf den andren Mann. Dieser ging daß die Organisation den Verbandum Unterstützung anges eiligst an ihr vorüber, ohne ein Wort zu sagen. gangen ist. Tragödie des Elends. Im Hause Posenerstr. 22 hat die 24jährige Frieda Schulz Sonntagabend ihr vier Monate altes Kind und dann sich felbst mit Schwefelsäure zu vergiften gesucht. Als die Nachbarn, durch schweres Röcheln der Schulz aufmerksam geworden, hinzufamen, war das Kind, das Erbrechen gehabt hatte, schon anger Gefahr. Bei der Wutter dagegen waren stundenlange Bemühungen erforderlich, um sie zum Bewußtsein zurückzurufen und die Gefahr zu beseitigen. Beide wurden nach dem Rummelsburger Kranten: hause gebracht. Durch eine Gasexplosion wurde am Sonntagnachmittag der dritte Stock des linten Seitenflügels Friedrichstr. 30 gegenüber der Buttkamerstraße arg beschädigt. Dort in einer jetzt leerstehenden ohming muß ein Gasrohr schadhaft geworden sein. Um 3 Uhr erfolgte die Explosion. Decken, Thüren, Fenster und der Fußboden der Wohnung wurden stark beſchädigt und zum Teil Bertoiart Den Brand fonnte der 19. Löschzug, der die Gasleitung fofort ab sperrte, bald löschen. " Deutscher Tierschus Verein. Mitgliederversammlung am 28. März, wird über: Tierschützerliche Streifzüge durch Helstiche Bersam abends 8 Uhr, im Bürgerfant des Rathauses. Herr Oberlehrer Neunzig Arbeiter Radfahrer Weißenfees. Deffentliche Versammlung ant 28. März, abends 8 Uhr, bei Kühne, Hölfeſtr. 20. Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde. Mittwoch, den 28. März, abends 7 Uhr, in Hörsaal des fönigl. Muſeums für Bölferkunde, Stöniggrägerstr. 120: Projektionsvortrag. Herr Dr. R. Nenhaus über den gegenwärtigen Stand der Farbenphotographie". jeldad invigor and ant Vermilchtes. Die Verfolgung der Spur, auf die zuerst das Dienstmädchen Emma Günther geführt hat, ergab weiterhin folgendes: Der Mann, den Emma Günther geſehen, hat, nicht allein, sondern in Begleitung die Hebamme Frau Sachs aus Gosen auf der Chauffee, aber eines andren. Die Beschreibung paßt mum auf zwei Männer, Mit Karbolsäure und Kohlendunst vergiftet hat sich eine die am Donnerstagabend in Gofen bei dem Gastwirt Theger, der 45 Jahre alte Witive Nowapolsfi aus der Melanchthonstraße 8. dort den mit einer Herberge verbundenen Gasthof zur Friedenseiche Gestern morgen wunderten sich zwei Herren, an die sie vermietet betreibt, cinkehrten und übernachteten. Nach den Papieren, die je haite, daß sie feinen Kaffee bekamen. Sie sahen nach und fanden Theger vorlegten, war der eine ein Schlächter, der andre ein Tischler. nun ihre Birtin tot auf dem Hängeboden im Bette liegen. In Auf den Schlächter geht die Beschreibung des Mannes, den Emma cinem Abschiebsbrief an cine Cousine tlagte sie über Bercinjamung. Ginther fab. Er erzählte, daß er nach Berlin wandern wolle, um dort Arbeit bei den Steinsehern zu suchen, da in seinem Berufe jetzt Als Wilhelm Theater ist am Sonnabend das Institut des nicht viel zu machen sei. Leute aus Gofen und Schiffer, Herrn Direktor Schnabl in der Dresdenerstr. 96 wieder eröffnet die bei der Ankunft der beiden Handwerksburschen in der worden. Die Bühne ist jetzt ganz der Operette gewidmet; Gastwirtschaft von Theger waren, vollen gesehen haben, daß der Zu dem Koniker Mord wird den Danziger N. Nachrichten" Specialitäten sind verpönt. Gegeben wurde„ Die Cirtusfee", ein Schlächter ein blaues Auge und Kragwunden im Geficht hatte. Der berichtet: Böttchermeister Peters teilte der Polizeibehörde mit, Stüd, zu welchem Ernst Felsch das bißchen Text und Herr Scheiben Tischler, der sich angeblich des Streits wegen von Berlin auf die daß ihm am Mittwoch nach dem Mordtage vom Fleiſchermeister hofer die Tuftige, wenn auch anspruchslose Mufit geschrieben hat. Wanderschaft gemacht hatte, wird als ein langer, schmächtiger Lewy eine Fleischsäge zum Schärfen überbracht worden sei. Dies Von Juhalt ist wenig die Rede; aber es giebt Augenweide und die Mensch mit brauner Müße, braunem Jacket und karierten fei ihm aufgefallen, weil er einen derartigen Auftrag von einem Kostüme sind gang in den geheiligten Traditionen der Schule Adolf Beinkleidern beschrieben. Roch bevor Theger am Freitag Fleischer noch nie erhalten hätte. Auf diese Mitteilung hin Ernst gehalten. Recht hübsche Erfolge erzielten in der Darstellung morgen feine wirtschaft öffnete, waren Die beiden Gäste wurden von der Polizei mehrere Fleischsägen bei Lewy beFräulein Elsa Krafft und Herr Gustav Schmidt. Leider hat die vont ihrer Ruhestätte aufgestanden, hatten sich unter dem schlagnahmt.Sanitätsrat Dr. Müller verglich die Sägen mit neue Freude nicht lange vorgehalten, denn am Montagabend teilte uns die Direktion mit, daß die Vorsteüungen des neuen Stücks wegen Censurjchwierigkeiten einstweilen eingestellt seien.$ 3 as daran etwa in fiitlicher Beziehung auszusetzen war, ist uns unerfindlich. dr Brummen gewaschen und waren dann weiter gewandert. Man vermutet jezt, daß der Mann, der aus dem Gebüsch heraus auf Emma Günther zulam, es auf diese abgesehen hatte, und daß das Mädchen ein Opfer des leberfalls geworden wäre, wenn nicht gerade der Radfahrer vorbeigefomunen wäre. So, nimmt man an, wartete der Mörder auf ein andres Opfer, und dieses wurde dann Frau Grasnik die erst einige Zeit nach Emma Günther denselben Weg machte. der Schnittfläche an dem Rückgrat der Leiche, wobei er zu dem Resultat kam, daß der Rüdenwirbel mit einer dieser Sägen nicht durchjägt sein köme. Es müsse vielmehr bei der Ausführung der That eine ganz besonders feine, kleinzähige Säge benutzt worden fein; denn an der Schnittfläche zeigte sich nicht die geringste UnDie städtische Fortbildungsanstalt im Dorotheenstädtischen Real ebenheit und Ungleichheit. Nach Ansicht Dr. Müllers müssen ferner gemnasium, Georgenstr. 30/31, beginnt am 2. April ihre Sommerkurse, die bei der Zerlegung des Körpers mehrere Personen mitgewirkt haben; fich für die im praffifchen namentlich im to ufmännischen Beruf der unglückliche Winter sei auf einen Tisch oder eine Fleischschrage stehenden Personen besonders eignen. Unterrichtet wird in der deutschen, vidlings hingelegt und von mehreren Personen an Händen und französischen und englischen Sprache, im faufmännischen Rechnen, in cind Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung Füßen festgehalten worden, während eine andre Person mit sachfacher und doppelter Buchführung, in Handelstunde, kaufmännischer Storre hat am Montag in einer außerordentlichen Sitzung den Etat zu fundiger Hand die Tötung und Zerlegung der Leiche vorgenommen fpondenz, Schönschreiben, Stenographie, Maschinenfchreiben, und zwar sind für fast alle Fächer mehrere Stufen eingerichtet. Die Unterrichtszeit ist von Ende beraten. Eine Debatte fnüpfte sich nur noch an den Etat der hat. Da die Körperteile vollkommen blutleer aufgefunden wurden, 8-93%, Uhr abends, an je einem Tage der Woche für jedes Fach, für die Gasanstalts- Berwaltung. Stadtv. Hirs( Soc.) brachte liege die Bermutung, nahe, daß das bejammernswerte Opfer int frendſprachlichen Sturie an an awet Zagen. Das Honorar beträgt nur bei dieser Gelegenheit die Lage der Gasarbeiter zur Sprache und wahren Sinne des Bortes abgeschlachtet worden ist. Man ist jetzt Mart halbjährlich für jeden Kursus, für die fremden Sprachen das doppelte. bemängelte es namentlich, daß den Wünschen der Arbeiter allgemein der Ansicht, daß der junge Mann, wahrscheinlich in dent Musführliche Lehrpläne sind im Anstaltsgebäude zu haben, woselbst auch vom bezüglich der Wechselschichten, der Sonntagsruhe, der Lohn- Glauben, einem verabredeten Rendezvous gemäß mit einer weibDirektor jebe Alustunft erteilt wird. auszahlungen trotz wiederholter Petitionen bisher nicht Rechnung lichen Berson in der dunklen abgelegenen Rähmitraße( am See) getragen fei. Rebner regte an, den Betrieb, ähnlich wie in zusammenzutreffen, von mehreren Perionen überfallen, betäubt und Berlin, des Sonntagsvormittags ruhen zu laſſen, damit dann in ein benachbartes Gebäude geschleppt worden ist, wo dann die Arbeiter wenigstens jeden zweiten Sonntag einen freien Tag die eigentliche Abfchlachtung erfolgte. Die Manipulation muß, selbst haben fönnen. Oberbürgermeister Schuste hrus erwiderte, daß wenn mehrere Helfershelfer dabei beteiligt waren, viele Stunden in die Beleuchtungstommission mit Vorschlägen an den Magistrat heran Anspruch genommen haben.hind. getreten sei, die derselbe angenommen habe. Eine Neuregelung stehe Bon zwei Eisenbahn- Unfällen wird amtlich gemeldet: Bon unmittelbar bevor. Im übrigen rate er den Arbeitern, sich mit ihren Berionenzug 410 von Hagen nach Elberfeld find Sonntag bei Artsden Magistrat zu Beschwerden direkt ant der fahrt aus Bahnhof Milspe infolge vorzeitiger Umstellung einer verordneter Hirsch wies nach, daß die Arbeiter bei Verwaltung vorstellig geworden seien, aber keine Antwort er- eiche fünf Wagen entgleist. Ein Reisender wurde durch Glashalten splitter an der Hand leicht verlegt. Beide Geleise sind gesperrt. Der hätten. Stadtrat Samters erflärte, alle daiz Beschwerden des Vorredners durchaus berechtigt feien. Die Personenverkehr wird teilweise durch Umleitung der Büge, teilweiſe In gleicher Weise Deputation sei aber zu dem Resultat gekommen, daß es sich nicht durch Umsteigen der Reisenden aufrechterhalten. Damit die Arbeiter entgleifte Sonntagabend 11 Uhr Güterzug 5506 bei der Ausempfehle, nach Berliner Muster vorzugehen. Ein Bremser wurde wenigstens alle drei Wochen einen freien Sonntag haben, werde fahrt von der Haltestelle 3lotnit( Bofen). wahrscheinlich auf die Einführung von drei Schichten zurückgegriffen dabei getötet. werden, wie es zum Beispiel in Bremen der Fall sei. Ferner werde in Zukunft des Mittwochs abgerechnet werden, wodurch vermieden werde, daß der Lohn wie jetzt für vier Tage ein behalten werde. Mit bestimmten Vorschlägen werde die Berivaltung in nächster Zeit hervortreten. Stadtv. Hirsch erklärte fich mit dieser Auskunft vorläufig zufrieden und brachte noch Beschwerden von Arbeitern über zu später Yohnauszahlung des Sonnabends zur Sprache. Darauf wurde der Etat genehmigt. Die achte städtische Fortbildungsschule für Jünglinge und Er machſene, Butbuſerſtr. 23, erfreut sich eines immer regeren Befuchs. Zu ganzen haben im legten Winterhalbjahr 775 junge Leute und Männer, be jonders aus dem Kaufmanns- und Handwerkerfiande, an dem Unterricht teilgenommen. Außer in den allgemein bildenden Fächern, Deutsch, bürger Hichem, Taufmännischem und geometrischem Rechnen, wird in Französisch und Englisch in Ober, Mittel- und Unterfurfen, in einfacher und doppelter Buch führung, Warenhunde, Handelstorreſpondens, Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene, Maschinenschreiben( Remington, Frister- Roßmann, The Premier Smith), Geometrie und Algebra in je drei aufsteigenden Surfen, in Physik, Chemie, Elektrotechnif, Mechanit, Maschinenlehre, 3irfel Brojettions, Ornament und Körperzeichnen, Fachzeichnen für Graveure und Lithographen und im Modellieren unterrichtet. Ferner iſt mit der Schule ein städtischer Gewerbefaal mit 175 und eine Abteilung der Berliner Tischlerschule unit ca. 55 Teilnehmern verbunden, in denen Fachzeichnen für Maschinenbauer, Schlosser, Mechanifer, Modelltischler und Tischler gelehrt wird. Anmeldungen nimmt täglich von 12-1 und 7-9 Reftor stiebe im Murtszimmer des Schulhauses entgegen. い Orgelfonzert. Grau Auni John Rocfet, Frau Roja Wilfe, Fräulein Johanna Saade, der Biolinist Hr. Mar Thal, Sr. Ernst Bethke aus Stargard, Sr. Ab. Boehnert aus Danzig und Sr. John Smith aus Amerita unterstützen den Orgelvortrag des Musikdirektors Dilo Dienel in der Diarienkirche am Mittwoch, den 28. März, mittags 12 Uhr. Orgel Gesangs- und Biolinen Kompositionen von Bach, Graun. Mendelssohn, Sheinberger und Dienel werden aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Sirts Aus den Nachbarorten. Ein Luftmord, der bereits in der Mitte voriger Woche verübt wurde, ist am gestrigen Sonntag bei Kolonie Eichwalde am Zeuthener See cutdekt worden. Die Ermordete ist die 43 jährige Frau Lina des Schiffers Grasnid aus Gosen, einem in der Nähe von Müggelsheim belegenen Schifferdorf. Stadt Wegen Versorgung Schönebergs mit Gas ist der dortige Magistrat mit Berlin in Verhandlungen eingetreten, da in vier Jahren der Vertrag Schönebergs mit der englischen Gasgesellschaft abläuft und die Stadt infolge der beharrlichen Weigerung der Gesellschaft, die Gaspreise herabzusetzen, den Vertrag nicht verlängern will. Ueber eine Feuersbrunst wird aus Kapstadt gemeldet: In der Nacht zum Montag brach hier in der Grave- Street eine gewaltige Fenersbrunst aus. Eine Anzahl von Gebäuden wurden vernichtet, die Burcans der Regierung entgingen mit Inapper Not der Zerstörung, die Atten wurden in das Parlamentshaus geschafft, sind aber sehr vom Feuer beschädigt, welches drei Stunden wütete. In Worms ist am Montagmittag die neue Rheinstraßen Brüde feierlich eingeweiht worden. Paris, 26. März. Admiral Victor Duperré ist heute gestorben. " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. E. S. Neue Vorschriften über die Beschäftigung verheirateter Frauen in Fabriken find nicht erlassen worden. Bohl aber werden, wie Sie im Vorwärts" schon mehrmals hätten lesen tönnen, feit einiger Zeit Erhebungen darüber angestellt, ob folche neue Vorschriften nötig und angebracht sind. Die Regierung soll angeblich auch mit der Ausarbeitung eines Gefeßentwurfs zu diesem Gegenstand beschäftigt sein. Schrecklich. Die aus der belgischen Königsfamilie stammende Prinzessin Stephanie, Witwe des Kronprinzen Rudolf von Oestreich, Die Majern grassieren zur Zeit sehr start in Charlotten hat sich bekanntlich vor einigen Tagen mit einem Grafen Louhah burg. Hauptsächlich werden die jüngeren Schulkinder von der verheiratet. Wie nun das Wiener Fremdenblatt" aus Brüssel meldet, Krankheit befallen, so daß in den unteren Klassen der Charlotten hat der König der Belgier entschieden, daß der Kronprinzessin burger Schulen durchschnittlich bis zu 20 Pro z. davon heimgejucht Stephanie weder der Titel Königliche Hoheit noch der einer Prinzessin In der zweiten Vorschulklasse des Kaiserin Augusta von Belgien zukommen dürfe. Bon dieser Entscheidung ist das Gymnasiums mußte am legten Sonnabend der Unterricht ausfallen, Obersthofmeisteramt in Wien verständigt worden. Die Kron damit das Klassenzimmer einer gründlichen Desinfektion unterzogen prinzessin führt nunmehr den Namen Gräfin Lonhah ohne weiteren Grasuid hatte mit seinem Kahn in Mittenwalde überwintert werden konnte. Denn von den 48 Schülern dieser Klasse liegen zur Titel. und beabsichtigte am Montag feine Fahrt wieder anzutreten. Schon geit bereits nicht weniger als 26 an den Masern danieder. am Mittwoch voriger Woche wurden die hierzu nötigen Borbereitungen Glücklicherweise soll aber die Krankheit in den meisten Fällen einen in Angriff genommen und an jenem Tage begab sich Grasuid mit leichten Verlauf nehmen. feiner Frau und dem ältesten 16jährigen Sohn nach der Unterſtelle feiner gille. Sie hatten auf einem Handwagen verschiedene Gegenstände demokratie bei den am Sonntag erfolgten Gemeinderatswahlen einen Neuer Sieg. In Slamen bei Spremberg hat die Socialmitgenommen, tonuten jedoch nicht das gesamte in ihrem Wohnhause in Gosen befindliche Schiffsmaterial auf einmal befördert. Ani glänzenden Sieg erfochten. Ünfre Parteigenossen sind in allen Donnerstagmorgen begab sich Frau Grasnic mit dem Handwagen Wählerabteilungen gewählt worden. nach Gofen zurück. Von ihrem Mann, der noch in Königs- BusterHaufen zu thun hatte, trennte sie sich in dem legteren Vorort gegen 9 Uhr. Es war die Verabredung getroffen worden, daß Fran G. mit dem zweiten 14jährigen Sohn am Freitag nach der Zille zurüd fehren follte. Der Schiffer wartete jedoch vergeblich und schrieb in folgedessen eine Positarte na Gosen, um seine Frau zur Eile zu mahnen. Hier war jedoch Frau Grasnic nicht eingetroffen und die Anscheinend von einem Eisenbahnwagen herabgefallen ist in der Behaufimg zurüdgebliebenen Kinder, außer dem ein unbekannter Mann, der gestern nachmittag unterhalb der Eisen14 jährigen Franz waren auch die drei jüngsten, noch schul- bahnbrüde bei Spandau von einem Streckenwärter auf dem Bahnpflichtigen Kinder in Gosen verblieben baß die Mutter noch auf dem Kahne sei, benachrichtigten den Schiffer förper liegend aufgefunden und von dem Wagenschieber Albrecht aus von dem räthselhaften Umstand. Herr Grasnid eilte darauf hin fo- der Usedomstraße 13 nach dem Lehrter Bahnhof und von dort nach Der Verunglückte, der etiva 40 Jahre fort nach Gosen zurück und mit Hilfe einer Anzahl Nachbarn wurden der Charité gebracht wurde. am Sonntagfrüh die Wälder durchstreift. In der Nähe der Kolonie alt ist und Arbeiterkleidung trug, ist besinnungslos. Er hat einen Eichvalde, zwischen diefer und dem Ausflugsort Gentben, entdeďte schweren Schädelbruch. ber Schiffer Snabe dicht an der Königs- Wusterhausener- Chauffee den Grasnidschen Handwagen. Etwa 20 Schritt von dieser Stelle entri fernt wurde die Gesuchte als Leiche aufgefunden. Die Todte, befand fich in einem entjeglichen Zustand. Die Kleider waren der Er- Die Kostümschneider und Schneiderinnen waren am Montag Stationen mordeten gewaltsam vom Leibe herunter gerissen und über nachmittag zahlreich in der Ressource versammelt, um den Bericht dem Körper ausgebreitet: die Hände mit einen ziemlich über den gegenwärtigen Stand des Streits entgegenzunehmen. starten Strid auf dem Rücken zusammen gebunden und der Adolf Schulz giebt zunächst den Bericht über die Verhandlungen Mund mit einen aus benn Kopftuch der Grasnic mit dem Unternehmervereit. Die Verhandlungen haben zu begebildeten Knebel verstopft. Der Hals war anscheinend mit einem friedigendem Vergleich geführt. Folgender Lohntarif ist von der Taschenmesser durchschnitten worden. Die flaffende 14 Centimeter Kommission festgelegt worden: Für männliche Arbeiter der eng Tange Bunde hatte auch die linke Schlagader freigelegt, so daß die lischen Kostümbranche, für Taillenarbeiter 40 M., Baletotarbeiter 36 M., Unglüdliche schnell den Tod durch Verblutung gefunden haben muß. Schoßarbeiter 36 M., Bügler und Stepper 35 92, Quarbeiter 28 M. Dem Morde ist zweifellos ein Sittlichkeitsverbrechen vorangegangen. Wochenlohn, für erstere Kategorien pro Ueberstunde 1 M., nad Die That ist wahrscheinlich am Donnerstagmittag zwischen 12 und 10 Uhr abends und Sonntags 1,50 M. pro Stunde, für Zuarbeiter 1 Uhr von mehreren Perionen verübt worden. Frau Grasnid war pro lieberstunde 80 Bf., nach 10 ihr abends 1 M., Sonntags cine große, außerordentlich fräftige Person, welche von einem 1,10 9, für weibliche Arbeiterinnen 25 M, Baletotarbeiterinnen Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin b) is Berlammlungen. gelding 23. 11. 13. Vielleicht hilft Ihnen die Stiftung der Berliner GewerbeAusstellung von 1879. Wenden Sie sich an das Kuratorium im Rathause G. 2. 1870. Es ist nicht gut möglich, im Briefkasten einen Artikel über das Rabattutarken- System zu bringen. Daß wir die sog. Konsum: und lung fich unter vollständiger Kontrolle der Mitglieder befindet, ist beRabatt Sparvereine nur dann für ersprießlich halten, wenn ihre Ver: fannt. awodne 17 V Witterungsübersicht vom 26. März 1900. morgens 8 1hr. Barometer fland mm Wind 752 SW richtung Windstarte Wetter Tentp. n. C. 5°.= 4° N. Siationen Barometerstand mm Winds 1 Haparanda 764 N Bunzia Windstarte Wetter 2 Schnee Temp. n. 6. 66.= 4° 9. 18 Lbedeckt -8 760 NNO 3 heiter 3 758N 6 wolkig 756 S2Schnee 1 1 Swinembe. 753 S 3 bededt Hamburg 2Schnee 0 Petersburg 757 S60 Berlin 754 SSW 1 bedeckt 0 Cort 1 Aberdeen Biesbaden 754 2 wollig 754 NA 1Schnee-1 Baris 752 Still Nebel 3 München Wien Wetter Prognose für Dienstag, den 27. März 1900. Beitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen, schwachen nordwestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau.