Nr. 132.- 1916. Unterhaltungsblatt öes vorwärts MMolh, 7. Imii. Im Kampf mit dem Eise. ('shackletons ausführlicher Bericht.) Ernest Shacklcton. der, wie bereits gemeldet, � in Süd-Georgien augelangt ist, hat Von dort jetzt das erste ausführliche Kabel-Tele- gmartn über die Erlebnisse feiner großen antarktischen Expedition nach London, gesandt, und„Daily Chronicle" hat soeben diesen Be- nicht veröffentlicht. Er zeugt von unerhörten Mühsalen und Fähr- Nissen, und es ist fast als..ein Wunder zu betrachten, daß es den Zetlnehmern an der Erpedition gelungen ist, sich aus der sie ständig dedrohenden Eiswüste zu retten. Wenngleich Shackleton fein Ziel der• DurchqUerung des antarktischen Kontinents, mcht hat erreichen können, so war sein kühnes Unternebmen doch, nicht völlig erfolglos. Es ist gelungen, Neuland zu entdecken in einer Küstenausdehnung von 2000 englischen Meilen. Dieses ganze Gebiet wird von gewaltigen Gletschern bedeckt, die bis ins Meer hinabrcichen. Der Südsommer des Jahres ISIchla hatte sich anfänglich günstig angelassen. Zu Ansang Februar 1915 berrschte„�omnverwctter", bei dem die Temperatur um den Null- Punkt schwankte, was für so hohe Breiten beträchtliche Hitze darstellt. Aber bald zeigte sich das Klima der Antarktis in seiner wahren Gestalt, und Ende Februar herrschten schon 40 Grad Kälte. Enger und enger schloß sich das Eis um das Expeditionsschisf„Enburonce*; mit dem alten vereinigte sich neues Packeis zu einer Masse, die das Schiff unmöglich mehr zu durchdringen vermochte. Im Juni wurde dcc Drück des Eises für das Schiff besonders unaMnehm; aber iln.Juli wurde es noch schlimmer. Bis zu 12 Meter Höhe türmte sich das Eis rings um die JEndurance" auf, und Eisblöcke, deren Masse man aus 30 Tonnen schätzte, umdrängten das Schiff.' Im August vorigen Jahres wurde es von dem unter seinem Kiel völlig zusauiMengefrorenen Eisgürtel emporgehoben; längsseits des Schiffes erzeugte der Druck Einbuchtungen und die Deckplanken bogen sich. Trotzdem kam das Schiff noch cimnal frei.und trieb euer über dem vermuteten Lande zu. Hier, in Nvu-Südgrönlaird, ergaben Lotungen eine Tiefe des Meeres von 1900 Faden. Wer die größten Ztöte kamen erst. Im Oktober war die„Endurance" wieder völlig vom Eise eingeschlossen, und der Druck der imge- heu reu Massen war so entsetzlich, daß das Schiff sowohl backbords wie steuerbord» zu lecken begann. Schließlich preßte sich das Eis durch die Schiffswände hindurch, so daß das Wasser in breiten Strömen eindrang und das Feuer der Maschinen löschte. Die Pumpen blieben stehen, und die Lage an. Bord wurde unhaltbar. So verließen alle Mann das Schiff. Es war so viel Wasser eingedrungen, daß das oberste Deck gleiche Höhe mit der Wasser- Oberfläche hatte. Die Mannschaft befand sich inmitten des Eis- »neeres, umgeben Vau unabsehbaren Eisblöcken, ständig vom Tode umlauert. Das nächste Land, wo die zur Neige gehenden Lebens- mittel hätten ergänzt werden können, waren die Paulet-Jnseln, die von der Stelle, an der die„Endurance" verlassen werden mußte, 343 Seemeilen entfernt lagen. Unendlich weit war also die Aus- sicbt aus Rettung; trotzdem versuchten die Teilnehmer der Expedi- tion, nach Norden vorzudringen, wobei sie Boote und Schlitten mit sich schleppten. Wer die mit dem Vordringen verbundenen Schwie- r? gleiten und Gefahren waren unübeAvindlich, so daß man schließ- lich zum Schiff zurückkehrte. Nun begann man Hunderte von Kisten mit Lebensmitteln aus dem Schiff zu bergen. Aber das war keine einfache Arbeit. Da die.„Endurance" bis zum Oberdeck unter der Wasserlinie lag, so mußte man, um die Kisten herauszubringen, zuvor ein breites Loch ins Deck bohren. Der-Proviant, der durch das in daZ Schiff eingedrungene Wasser sehr gelitten hatte, wurde auf eitler großen Eisscholle geborgen, und aus dieser Scholle trieb nun die Expedition während der folgenden zwei Mo- rare ge« Norden. Aber man kam nur äußerst langsam vorwärts. Am 20. November 1915 sank die„Endurance". Kurz vor Weih- nachten wurde ein neuer Versuch gemacht, Boote und Schlitten vorwärts KU bringen, und man kam in fünf Tagen nenn Seemeilen weit. Dann war man wieder gez.oui.aeh.' sich ctne?'SZ«lK''anzu. vertrauen, aus der die' Teilnehmer dir Ekpediilon von Januar bis M&z dieses Jahres lebten imd langsam in nördliche Richtung trieben. Aber es war die Zeit des antarktischen Hochsommers, und die Scholl« schmolz allmählich bis aus 90 Onadratineter zusammen. Am 18. April wurde sie- von einer mächtigen Welle in Stücke ge- schlagen. Man hatte nun alle Hoffnung aufgegeben, die Paulet-Jnseln zu erreiche»:. Da kam am 23. März d. I. die Joinville-Jiffel und bald darauf auch die Elaren«-.Insel, beide im Süd-Shetland-Archi- pel, iu Sicht; doch die Wtrbelbewegvng dcS Treibeises machte es unmöglich, eine der Inseln zu erreich«!. Am 10. April beschloß Shackleton, ein«! Versuch zu inachen, die Elephanteu-Jnse! zu er- reichen, was ihm nach einer fürchterlichen Fahrt bei.stürm und wildem Schneegestöber am 15. April gelang. Die Temperatur lag schon wieder weit unter Null, und das Grs drückte die Boote so hinab, daß das Meewasser sie überspülte und in ihnen gefror. Es mußte mit Beilen weggebackt werden. Zwei Tage lang bekamen die Männer in den Bootet» nicht das Geringst« zn essen, und die meisten befanden sich in völlig erschöpftem, verzweifeltcm, Zustande. Schließlich fanden sie eine Stelle, an der sie landen konnten. Vor- läufig waren sie gerettet. Aber da ans der Elichhanten- Insel auch nicht das geringste Eßbare existiert, so brach Shackleton, nachdem die Lemte sich ein wenig erholt hatten, am 24. April mit fünf Mann wieder auf, um sich nach Süd-Georgien zu- begeben, wo Hilfe und Lebensmittel geholt werden tonnten. Die sechs Atann hatten im Boot ungefähr 750 Seemeilen zurückzulegen; nach äußerst beschwer- licher Reise landeten sie am 10. Mai an der Ostküste von Süd- Georgien. Diese Gegend ist völlig menschenleer; Shackleton mar- schierte deshalb in Begleitung von zwei Leuten quer über die un- wirtliche Insel und erreichte am 20. Mai die Walfischfän�rstation an der Westküste. Der kühne Forscher rühmt in seinem Bericht mit begeisterten Warten die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, die ihm und seinen Leuten von dem norwegischen Leiter der Wal- fischfängerftation Miteil wurde. Unter anderein rüstete er sofort ein kleines Fangschiff ans, um die Zurückgebliebenen von der Ele- phanten-Jnfel zu Halen. Die Passage durch das Eis war indessen für das kleine Fahrzeug unmöglich, und nach vielen vergeblichen Versuchen, die Elepbanten-Jnsel zu erreichen, wurde beschlossen, den Kurs nördlick zu setzen,»un auf den Falklarrd-Inseln Hilfe zu holen. Wie Shackleton mitteilt, hat er für die auf der Elephanten- Insel zurückgebliebenen Mannschaften Lebensmittel für fünf Wochen zurückgelassen; nach seiner Meinung besteht dort außerdem die Möglichkeit,' Seehunde zu erlegen. So weit Shacklewus Berncht. Trotz seiner beruhigenden Ler- ficherung läßt sich aber iricht bestreiten, daß skfi die Expedittans- teilnehmer auf der Elephanten-Jnfel in gefährlicher Loge befinden. Mittlerweile hat auch der antarktische Winter schon wieder be- gönnen und die Arbeit der ausgesandten Hilfsexpedition wird da- drrrch bedeutend ersckeoert. Immerhin ist es auch im Winter nicht unmöglich, die Elephanten-Jnsel zu erreichen, da sie noch nicht in der-Zone der Vereisung liegt. Die Zweifler, die der Expedition SbackletanS ein Mißlingen voraussagten, haben recht behalten. Die Ursache liegt in den un- geheuren Schwierigkeiten dieses Gebietes der Antarktis, das seit jeher in der Forschnngsgc schichte als außerordentlich unzugänglich und gefährlich gilt._ Das Zrauenwahlrecht— als Reklame. Die Stadt Fell tariere. St. Lucie County, Florida, ist das erste Gemeinwesen im Süden der Vereiwigte» Staaten, das den Frauen das Stimmrecht gewährte. Durch die Annahme einer ungemein fortschrittlichen Verfassung wurden die Frauen dieser Stadt aus der Gemeinschaft mit Geisteskranken»nrd Verbrechern in die Sphäre jorrveräner Bürger gehoben. Fellsmere liegt an der berühmten Ostküste Floridas, die Henry M. F lagler, der Mitschuldige Rockefell ers, berühmt machte, indem er«ine Eisenbahn von der Nordgrenze des Staates bis an den äußersten Süden baute, die Flovida-OsMstenbahn. Auf diese Weise entging er der Jurisdiktion des zwischenstaatliche« Handelsgesetzes und wiederholte den Raubzug, den Huntington durch die Süd- Pacificbohn in Kalifornien begangen hatte. Wenn man von Palm Beach, dem Tummelplatz der Millionäre. mit dem breiten Strome des Jndian River zur Rechten, vorbei an vielen Meilen saftiger Ananas und Varietäten von Kak- tus nordwärts geht, kommt man, zehn Meilen vom Akkanttschen Ozean entfernt, nach Fellsmere. Die Stadt ist neu— herausgeschnitten aus dem Fichten- und Palmen-Dickicht von der Fellsmere FarmS Companie. Fellsmere wurde mit seinen Farmen und seinen Häuser« dem Sumpfe ab- gewonnen. Durch ein Kanaldratnagesystem, das aus einem mit einem Fußhoch Wasser bedeckten Sumpfboden trockenes Agrikultur- lartd machte. Der Ort hat ungefähr 1200 Einwohner. Wie alle Florida-Landkompagnien hat auch diese Anzeige« und Prospekte in großem Matzstabe erlassen. Aber wie der Sekretär der städtischen Kommission,. Mr.. Wallace Sherwood, sagtet.»Die Frauenstimm- rechtskläusel in unserer Verfassung hat uns mehr Reklame gemacht als alles andere und hat uns im ganzen Lande berühmt gemacht." Die städtische Verfassung ist eine sehr fortschrittliche. Die Verwaltung liegt in den Hände« vou drei Kommissären. Juitia- tive, Referendum und Derufmig sinden statt, wen« von einem einigermaßen erheblichen Prozentsatz der Bevölkerung verlangt. Di« Verfassung schließt das Mumzipaleigentum an einer ganzen Reihe öffentlicher Dienstleistungen ein. Eis mit inbegriffen und erkennt das Franenstmtmrecht an. Dieser besondere Teil lautet folgendermaßen: „Jedes registrierte Individuum, männlicher oder waiblicher Wähler, soll berechtigt sein, bei jeder allgemeinen oder speziellen Wahl, die unter dieser Verfassung abgehalten wird, Kommissäre zu wählen oder abzuberufen und ebenso bei jeder andere« speziellen Wahl." Von einem Dutzend Jahre« würde solch eine«ersassnng als „wild",.unmöglich",.sozialistisch", tanarchislrsch", revolutionär" denunziert worden fein! Welche geheimnisvolle Kraft hat sie durch die gesegnete Legislatur von Florida htndurchge tragen, wo die Ge- setze, die den Frauen BeschränKinge« auferlegen, die. dunkelsten sind in den ganze» Vereinigten Staaten? Demonstrationen? Petitionen? Sozialistische Zusammenrottungen? Eine aggressive Frauenbetvegnng? Nichts von alledem. Der Anwalt der Kompagnie setzte die Ver- fassung auf. Die Männer in Fellsmere, die meist aus den Nord- staaten stamtmen, nahmen sie an, und alles ging wie am Schnür- che». Auf diese Werfe wurden die Prinzipien, für die die Pioniere kämpften, bluteten, litten und starben; die Träume, die die Trän- mer von einem Merteljahrhnndert träumten, zur nüchterneu, prosaischen, ganz selbstverständlichen Geschäftsveklame der moder- ncn Zeit.„Möge es allen Tyrannen so ergehen!" Der„alte Süden" pochte lange Zeit auf seine Ritterlichkeit gegeuteber den Frauen. Besagte Ritterlichkeit war immer sehr merkwürdiger Art, wie dies die Gesetze und die MulattenbevWc- rung des Südens bezeugen. Die ritterlichste Httldignug, die der Süden je seinen Frauen dargebracht, war die Annahme der Ver- fassung von Fellsmere._■ kleines Feuilleton. was kriege kosten. Jean Flnor veröffentlicht in der„Revue" eine Studie über die„Dauer des Krieges". In diesem Artitel heißt es u. a.: Wem» dieser Krieg drei Jahre lang danern sollte, werden wir zu einem nie geahnten Berlustoetrag gela»»gen: die Verlustrechnnng dürste mtt fünf- bis sechshundert Milliarde:» abschließen. Die Verluste, die d«: Weltkrieg verursachen wird, haben in der ganzen Geschichte der Pergangerrheit nicht ihresgleichen. Nach den Berechnungen der Soziologen und der Etat»ssiler haben die Kriege von Napoleon 1. an bis ans unsere Tage zusammen noch nicht dte Hälfte der Ausgaben, die von dem gsgenwärtigen 5trtege verschlungen werden, gefordert. Die eigemlichen»iapoleomscheu Kriege, die man als die blutigsten in der Geschichte der Vergangenheit«»sieht, hatten, obwohl sie zwanzig Jahre dauerten, nur ungefähr 75 Milliarden Frank verbraucht. Der Krtmkrieg kostete die Länder, die daran beteiligt waren, etwa est bis zwölf Milliarden. Der große amen- ka rasche Bruderkrieg soll-nicht mehr als 35 bis 38 Milliarden ge- kostet haben. Der Krieg zwischen Preußen nnd Oesterreich im Jahve 1805(!) soll eine Ausgabe von etwa anderthalb Milliarden erfordert haben. Nach den Schätzungen des ehemaligen Finanz- Ministers Akathtau Badet soll der deutsch-ftanzöstfche Krieg Frank- reich im ganzen 12 Milliarden imd 495 Millionen gekostet haben. Hierin einbegriffen sind die Berk»est e, die der Staat, die Provinzen, die Geineinden und die PrivaAerrte erlitten haben; und mitgerechnet sind auch 93 Millionen für den Unterhakt der deutschen Truppen nach dem, Frtedensschfcuß. Ein englischer Statistiker schätzt die direkten Ausgaben, die alle kriegführenden Länder von Napoleon I. an bis zum gegenwärfigen Kriege zu tragen hatten, auf ungefähr 180 bis 200 Milliarden. Bst-bränken wir unsere Betrachtengen auf die verbündeten Heere. Dte Zahl der Kämpfenden belauft sich gegenwärtig im Lager der Alliierte»»«ruf etwa 14 Millionen Mm»«. Nimmt man als iurrchsthnsttliche Ausgabe für den Tag urid de'» Mann 20 Frank an, natürlich imter Einschluß der Munitionen� so gelangt man zu einer Ausgabe von etwa acht Milliarden vier- hundert MMWnen im Monat oder ungefähr hundert Milliarden im Jahr,,,,__.(2), veuisther Käse. TOs Nahrungsmittel spielt der Käse bei der Knappheit so vieler anderer Eßware« augenbl-uklich eine bedeutend größere Rolle als je zuvor. Die Schweiz und Holland liefern«rußerordentliche Mengen, aber auch iu Deutschland ist die KÄetedustrie stark entwickelt. Im.Milchwirtschafklichin Zentvalbiatt" werden inter- cssante Angaben über dsu Handel und den Konsum von Käse ge- macht, die gerade jetzt besonders interessieren. Im, Versand an Weichkäse stehen Bayern mit etwa 40 000 und Württemberg mit 32 000 Tonnen jährlich laus den» Mgäu) an erster Stelle, dann folgen die SisenbahiidtrektemÄ>«Firke: Breslau mit 7700, Hannover mit 4300 Tonnen, wovon die meisten wohl als.Harzer Käse" von der Station Hersnm bei Hilde shoim abgehen. Deutscher Edamer wird namettelich am Wteberrhcin hergestellt(eüva 1500 Tonnen). Tilsit ist beiannWch ein Haupterzeugungsort. Bemerkenswert ist, daß es noch nicht gelungen sei»» soll, Gouda-Käse mit wirklichem Gouda-Gefchnnack in Westpreußen herzustellen und ebensowenig im Mgäu, am Rteberrhoin, oder m Holland Tikstter, der den typischen Tiftitew-Geschmack best-st. Zu btesen erftssii-hen Ziffer» kss leider zn bemerken: daß den deutschen Käsepatrioten, Ml denen wir ims auch trotz aller schiuldi- gen Hochachteng für Gdaa» nnd EmmeirthcA rechnen, leider die Be- tärigung ihrer Gesirmtmg sehr erschwert»st. Kann überhaupt jemand daS Rätsel lofen, warum eS in Berlin nur ausländischen Käse gibt, und waatm die Verehr« der kräftige« deutschen Käse lvom Lstuburger bis zum Harzer) gänzlich kaltgestellt sind? O, Thüringer Stangenkäse, 0 herrlicher Algäuer— wo erfüllt ihr jetzt dte Lüfte mft eurem Aroma, das noch immer seines Dichters harrt?! Erzählungen eines alten Tambours. S3j Von Edmund Hoefer. Aus dem Freiheitskriege. Ein schlanker hübscher Mann in Zivilkleiduug ging die Dom maße hinab und sah sich forschend nach allen Seiten um, als ob er irgend wen oder etwas suche, und als er jetzt einen Unteroffizier der dort garnisonierenden Musketiere daher kommen sah, trat er von der Straße zu ihm aufs Trottoir, grüßte und sagte:.Um Vergebung. Herr, wiffen Sie vielleicht, wo der Sattler Heußer wohnt? Früher lag sein Haus m dieser Straße, ich kann es aber durchaus nicht wieder finden." Der Unteroffizier deutete die Straße hinab..Hinter jener Biegung." versetzte er..kommt ein gelbes Haus, daneben ein einstöckiges, dann ein graues, das ist's." Der Fremde lachte.„Richtig." sprach er,„ich weiß jetzt, es ist, wo es immer war. Vor fünf Jahren war ich öfter als einmal dort, als der alte Ralow drin wohnte." Der Soldat stutzte und sah den Frager aufmerksamer an als bisher.„Der alte Raloiv wohnt noch jetzt dort," bemerkte er.„Gott sei Dank!" rief der andere.„Ich fürchtete die Rachricht von seinem Tode zu erhalten und mochte Sie des- halb gar nicht nach ihm fragen. Im Hause, meint' ich, würde ich alles noch zeitig genug erfahren."—„Sie wollen zum alten Tambour," fragte der Soldat,„kennen Sie den?" —.Ob ich ihn kenne! Wer diente hier seit dreißig Jahren, der sich deS Alten nicht wie seiner selbst erinnerte I"— .Wenn Sie es erlauben, begleite ich Sie zu ihm; es ist auch mein alter guter Freund, der mich durch sein ewiges Brummen besser erzogen und adrett gemacht, als alle übrigen Jnstruk- tionen", meinte der Unteroffizier lachend, wandte sich rückwärts und sie gingen nebeneinander die Straße hinab. .Sie haben hier gedient?" fing der Soldat endlich wieder an.—„Ja. als einjähriger Freiwilliger vor fünf Jahren."— .Na, darum auch. Mir war's, als müßt' ich Sie kennen, Sie heißen Reinbold, nicht?"—„Freilich, aber auch Sie kommen mir bekannt vor", sprach der Zivilist.„Waren Sie damals denn gleichchjalls beim Alien?"—.Ei", verschte er lachend,,«cruinartt gt&.jich nicht' mehr jeicei'Geschichten-vom Peter mit dem Bart, vom Gelbgießer und dem Herrn von Wildenstein und vor allen Dingen von der grauen Stute, die zu meiner besonderen Beruhigung bei Grandprö ihr Leben verlor—"—„Donnerwetter!" rief der andere, ihn unterbrechend, und blieb stehen; Sie sind doch nicht—"—„Ja, ja," erwiderte der Mann lustig,„ich bin der damalige Rekrut Joachim Hüffler, und Sie denken nun wohl, wie konnte der tappige Bursch avancieren? Je nun, mem Herr, Jahre machen auch Leute, zumal wenn Vater Ralow schitt und tadelt und nachhilft."— Der Fremde lachte.„Sie haben recht," sagte er,.mm aber von unserem Alten: wie geht's der alten Eisennatur?"— „Er ist seit zwei Jahren pensioniert," versetzte Hüffler. „Pensioniert? Wie hat er das überstanden?" rief Rein- bold.—„Ei, ganz gut," war die Antwort.„Er kam selbst darum ein, denn er sah's allmählich ein, daß es nicht mehr ging. Beim wirklichen Dienst kommt' er nicht mehr mit fort, und so empfing er denn in allen Ehren feinen Abschied." —„Aber diese Veränderung muß doch von bedeutender Wirkung auf die alte eingewöhnte Natur sein," bemerkte der Ankömmling kopfschüttelnd.—„Nicht doch," erwiderte der Unteroffizier,„sie ist auch gar nicht einmal so groß. Auf die Wache kommt er abends nach wie vor, mit den Offizieren und uns, die er länger kennt, verkehrt er noch immer;> Sic würden ihn selten allein tteffen, da stets beinah irgendein alter Kamerad bei ihm ist. Und als im Herbst nach seiner Pensionierung der Oberst ihn fragte:„na. Vater, wollt Ihr Euch nicht einmal unsere Rekruten ansehen? morgen laß ich fie mtt vorstellen, kommt auch hin, eS ist ja Euer Regiment!' — da war er doch so fidel wie ein Sperling im Marz."— „Ja er hat viel Liebe", meinte Reinbold,„aber er verdient sie auch."—„Freilich, und er hat auch viel Respekt",' ent- gegnete der Soldat,„aber den verdient er gleichfalls. Doch da sind wir." Sie ttaten ein und erfuhren, der Tambour sei im Garten. Ms sie in die Pforte ttaten, bemerkten sie den Alten in seinem Mantel und die Feldmütze auf dem Kopf, wie er mit einem Korbe und einem breiten Messer in den schmalen Steigen prüfend auf und nieder ging und hie und da sich bückend Spargel abstach..Er. sah.die Eintretende», und. Hueu flüchtig äunickimd',- rief-»wartet-nur-emeu�A blick, ich bin gleich fertig"; und ging den Steig noch ein- mal suchend hmanf. Ms er dann zurückkehrte, blieb er vor den herangekommenen Freunden stehen und betrachtete den Zivilisten anstncrksam,„Rite, Jochem," sprach er dann. „won bringst du mir da?" Und da der Unierofsizier nur lachend die Achsel znckie, fuhr er nachdenklich fort:„hm, wo Hab' ich das Gesicht nur gesehen? der vördainmte Kopf läßt mich doch schon zuweilen im Stich, Herr— hm, hm I— Donnerwetter!" rief er dann plötzlich, fuhr auf den Freund los, packte und schüttelte seine Hände und schlug ihm aus die Schulter,„Dounerlvetter, Ihr seid eS, Freiwilliger I Wer wie zum Teufel soll ich Euch in den Kleidungsstücken er- kenn««? Ra, Gott grüß' und willkommen beim Alten."— „Ja, Vater," versetzte der junge Manu heiter,„ich mußte durch diese alte Stadt und da ich einen Tag übrig habe, dachte ich, den könne ich Mir nicht besser anlvenden, als wenn ich eürmal wieder bei 6«ch einsähe."—„Ha ja," bemerkte der alte Tambour munter und verzog das verwitterte Gesicht zum zufriedenen Lächeln,„das ist doch noch ein treues Blut, daS freut mich. Und Du merk' Dir das, Jochem," fuhr er zu diesem gewendet fort, der die verstreuten Spargel wieder in den Korb sammelte, welchen der Tambour bei der Er- kennung des Freundes hatte fallen lassen,„Du scheinst mich seither auch ein bißchen vergessen zu wollen, Burjch."— „Er, Vater," entgegnete der Angeredete lustig, ohne von seinem Geschäft aufzusehen,.Ihr bedenkt auch gar nicht, daß die Exzellenz in acht Tagen zur Inspektion kommt, und daß wir da heran müssen, als ob der leibhaftige Tenfel los sei." —„Das ist wahr, hast recht," antwortete er.„Aber nun, Freiwilliger, wohin nötige ich Euch, denn hier können wtt doch nicht stehen bleiben?"—„Bleibt Ihr lieber daheim, Vater?" fragte Reinbold,„oder wollt Ihr mit mir auf dte Bastion kommen?"—„Da bleib' ich lieber hier," versetzte der Tambour,„wir setzen uns auf den Altan dort, wo wir so manch liebes Mal gesessen, ich will den Korb hinein bringen und dann müßt Ihr meine Gäste sein. Ich kann Euch ein Glas Grog vorsetzen, habe den Rum geschenkt erhalten. Und Tu, Jochem, lauf und hol den Feldwebel, das ist auch noch einer von damals. Nun hinauf mtt Euch, Freiwilliger, ich bin gleich wieder da." -. JSjoiU. folflU 4 Alkohollr. fleiratlfc« � Franz Abraham EtaV Messiija-n.R5mcrlr»nk-K«U. C.2(BultIitr. St, Fernsp. Kgit.11708 4 Bade-nnataltBin ÜBllSi-SSll AnaeÄ�.». Diana-Bau äm«. National-Bad, Bnumenstr. f. Passage- Bad ÄUT Reform-Bad, Wiener Str. 66. 4 Bäcker- u. Konditoreien ► Br. Friedrich� Eiaenbahnstr. 31. Oskar Wo'i ifßfliäägrei 7S Geschälte In allen Stadtteilen Berllna eowie in Neukölln u. Treptow BanrCndet 1892. F.Ktesewetter, Sckirelbeinentt. II. Felix Kynast, Dinenstr. t. O. Meier, Grünerwee 27. Fr. Fribyl, Osnabrüokerstr. M. Tnrhüll Finalen in allen 1 Ul 1! all Stadtteilen. Emil Werk, Samariterstr. 8. Otto Woltf, Treptow, Krällst. II Zacbau, Gr.-l.icliterf.,CIuuitait8ii Paul Zastrow, Stromstr. 33. 4 Bandanen, 6iiiinnilw7> R. Bänke, Stralauer Str. 61. E. Kram, KtmaiiidnlaKli. Ii. A. E. Lange, Brunnenatr. 161 Eraohaint S mal «rSchentlich. BezMgsq�eBleifyerzeichnS».| Uoteaitehende Geiohäfto «mpfehlen«loh b.Elakiuf. 4 BuHar. Eier. R»,« V ■ Wilhelm Qöbei| 35 eigene Filialen.■ August Holtz Herrn« Ennert, Culmstr. 29 l s 48«Ixiii Bttailgtichüfti Kosmaila, L, 4g�m. Uhly&Wolfram 4 OinarranTäbpIksn b! jiml 250 GESCHÄFTE 4 Blerbranerel., Blerhdandlg.p jjcacn.Uokola��onflt'Sreng sraaereiBiizoi empfiehlt ersten Ranges, Osw. Berliner Ür-Berliner, hell nnd dnnkel C. Habelsürauerei bell— HabelhpgB— dankel, MBncliener Brauhaus Berlin nnd Oranienburg TPlnm uianninaer Bier! Weissbwr, G. ßreithanpt, Paliaadenatr.l? Tel.K|«t. 2681,2082 4 Pronen und Farbnn b yerdtr-Brogcrle, BrlU.Bat«w«r«t 6a J. Neumann 200 Niederlagen [Tlmner-Essig f Bbarall arhlltliohl J SAKOTT1 Kakao und Schokolade preiswert beQabt In jedem Haushalt. d"tel»r".Staiilw, Waffen, Werkx. P Carl Jung, Stromstr. 31. REhlmanivFMflllerBt.teb.E.Sse« 5_Fl£ikoh- u. Wuretw. P W. BecR Inh.: Horm. Gorbnoh Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwarenfabrik iMS.M. WUIyGeridt«,Fetsrsburgerstr.31 Otto Kongel, Alt« Jscobstr. 38. Rostockeretrage 43. _ Fleiseh.n Vnrsttabr, 4 Hat«, Matze», Peliwaran"b Scheen, Herrn., Wllmersd.-Lt.4l IfAataee CT Kottbuser-. Meaner, ig.« vsm» u/i, J.B»er-r.n�.k- FaWj4l[§.&.Ä!5iÄ LeikeAflnf eckl, öskiak kllssl 4 Kolonialwaren» Frlta Hflbner, Schliemtnnstr. 11. 4 Kaftee-Ra»tepel__> 1. M sei. he. Filialen nnd Niederlagen In allen Stadtteilen Nnr reell« Qualitäten iisrkHnt Titltilbtn« K»sai(iielli Kaffee, Tea. Kakao ■nd Schokolade etc. Bambsrjir KafTii-Importgiscbäft Emil Tengelmann 4 Wlemhandlungan» 4 Mewlhanalunaan IBcthke, Gcorfl, 1 ItakSIIi, Blestl. IS, Ktinr-Frletr. IStr. 14, WeisritT. III, Prltltlitt, Ii | TrtptsT, fitili-itrals 14 Gaege.Otto0�" F. Pflngmacher, Colonnemtr. 48. F.W.SlitH�Ä 4 8iirr-,Weia-.Wollw.,Trlkolag.» Hermann Meyer, ijfthlrtllkitf tt IL 4 Photoop. Aapapate ► OSFEEra: Fheto-Janaen, Haupts tr. 23. d Molkereien"V „Schweizerhof", Meierei nnd Uüchknranstalt. Emdener Str.«I. n Tal, n 3525. 4 Hähmaachinen ► teilmann, K. Singer Nähmasehinen Lftdan In allen Stadtteilen. Vl�sjii�rer.nVtechaniker ► Groß, Panl« Warschauereir. 63. Schnbert,Carl. NkIln.Bergstr.148 eine, Liköre, Fruchtsäfte ► 1 ÄMga Seiia.g i I 60 Filialen in allen Stadteilen. I n. meyer&co,�: ci.550Vemnftstill. Gr;-ßerl Meierei C. Bolle I Benin n.ui. 21 �h'11 Ältester nnd grSsste, Hüchwlrtichaft lieber - Orosabetrieb- 4 Schreibwaren"► 6. Procluiow,!lkolla Uermaaii». 4» 4 Uhren ii. doldwarew'V Lehmann, Alb., Frankl. „Deutschland" Berlin Arbeltenrenichemng— Bchützen- Sterbekasaenrenichcrg. Straße 9. 4 Wirtschaften, EtabUssemTV 0»Rohloff,Ufer>t.l,BraaereiKQnig»ts1i Originai-SiMtlißiß-JlDssdiank Alexanderpl., Ridi. SdüoBniea. 4 Mahlaoerf b Frau A. Pagel, Kolonialwaren. 4 Warlendorf~V H.Wagacr,Käiiigit.ll,Fieisck-Wirstw 4 Spandau» Scheuerleln, Breiu.t, 35.fi« ek-.Wrsir Deutsches Theater. Allabendlioli 81/, Uhr: Die Familie Schlmek. Kamnierspiele. "Mittwoch u. Donnerst., 8*1, Uhr: Der Weibsteufel mit Luoie Höflich. Tolksbilhne. Theater a. BDIowpL Allabendlich 81/. Uhr: Robert nnd Bertram. Sessing-Theater. S1/« Uhr: Schwarzer Peter. (Albert Bassermann.) Donnerstag: Gespenster. (Albert Basserraann.) Deutseh. Künstler-Theater. Allahendlich 81/. Uhr: Die selige KzzeUena. Theater für Mittwoch, den 7. Juni. Berliner Theater. 8*7, u.: ÄDtlerseD. ßlanenstreielie. Deutsches Opernbaas, Cbarlottenb. 3 uhr: D. Nachtlager i. Granada Friedrich-Wilhelmsfädt. Theater s3?. u.: d. Dreimaderlhaus Kleines Theater ..._ Die Hocbzeltarelae. 8 /, U.: j,ie Dienstboten. Komische Oper S-/,U.: Der aelige Baldnln. Lastspielhaus s'/.u: Brauchbar& Fix. Metropol-Theater suw- DieGrQßhgMrfllst Bontin Operetten-Theater Gastsp. des Kleineu Tb. »>,.0.- Onkel ßemharil. Beaidenz-Theater u.: Fliegende Blätter. Schllier-Tiicater O « tmr: Blrierlleli n romnüsdi. Schlller-T. Charlottenb. s uhr: Mein Leopold. Thalia Theater 8*/. u: Blondinehen. Theater am Kollendorfpl. '/.9 u.; immer feste druff! Theater des Westen» u.- Kubinke. Trinnon Theater 8',. u.: Tante Tüs'ehen. Komödienhaus Schiffbauerdamm 25 Den 7, Tag. Walhalla-Theater. 8»/. Uhr: ISastlPikl Alwin Haut: Der Pfarrer vo« Mrchfeld. Ii. Juni: Gr off n. d. Walhalla-Gari. RosesTheater. £'/.ubr:Beßwig,ilieBai!ienliraut Sonntag: Gartenvorft.-Nrühronz Xcn einstudiert: „Iis I trüi" Operette i. 1 Aktr. Oso. Siran«. Osoar i Looy Sabo I Kieselhausen sowie der große Variete-Spielplan. V olgt-Tlieater. Badstr. SS. Badstr. 68. Voranzeige. Ab Pfingsten täglich Gr. Dante- und Theater- Dorstellung Aarb erkauf hat bereits begonnen. UREHIRl Tanhenstr. 4874V. 8 Uhr: An den Grenzen von Südtirol und Italien. TSgL 8 Uhr. Sonnt 31/, n. 8 U. Der Zug nach dem Balkan (Berlin— Wien— Budapest— Sofia— Konstantinopel) Yarieti-Reme in B Stationen von Otto Reutter Musik von Paul lilncke. Data die neuen Junl-Spezlelitlten. idmiralspalast. Das neue E i s b alle tt �ran �fautasle. Auf. 9 Uhr. 2, 8, 4 M. Relehshallen-Theater. Stettiner Sänger. „Ein Maien-Spuk." Studentenbild von Meysel. Ansang 8 Uhr. Für MUitärper« Ionen freier Eintritt zu den Stett�Sän�ern. Di« klvvkv Sozäslist. Wochenschrift. Heranvgeher Darms. 1«. lieft. Inhalt: II. Jahrgang. Dr. Paul Lensch: Der Zwingherr zum Kriegs- Sozialismus/ Wilh, Häusgen: Heim, W erkstatt und Arbeit für Kriegsverletzte(II. Tesü)/ Bernhard Bausch: Erziehung zur Wehrhaftigkeit(IL Teil)/ Konrad Haenisch; Literarische Rundschau/ Franz Diederich: Ein Monument der Menschen-Einheit/ Glossen: Der Bildermann/ Ideenverranntheit/ Aus unserer Sammelmappe Einzelheft SO Pf. Yiertel jährlich S,50 iL bei allen Buchhandlungen, Kolportageschäften und Postanstalten. Einbanddecken In Leinen für den I. Jahrgang 80 Pf., Porto 10 Pf. V Verlag für Sozialwissenschaft 0. m. d. H., München, Altheimereck 19. Kredit •nter gOnitlgeten Zahlungsbedingungen Herren-, Damen-, 1 Kinder-Garderobe Möbel. lieber füllte! Läger ermäglichen es mir, 60 moderne Schlafzimmer, eichen, firfchbaum, birke, Mahagoni, Nußbaum, weißlackierl sehr günstig einzeln an Private abzugeben! Für Möbelsuchende seltene iZelegenheit I Besichtigung der Riefenläger lokmt! M. Hirfchowitz, nur Südosten, Ska- litzerstrafie 25, Hochbahn Kottbusertor. Reell! Ganze Einrichtungen, auch Einzelmöbel, farbige Küchen sowie Gelegenbeitskänfe gegen bar und Zahlungserleichterung(Zins- Vergütung). Möbelichatz, Brunnen- slraße 160(Eingang Antlamerslratze). Damenhate» Damenwäsche eppiche, Gardinen, Tisch- v. Steppdecke inzelne Möbel und Polsterware WMMe Oohnunss- Einriclitonien Taflllch Eingang von Heuholten1] HordeoJrgDoenstrasstl flsten; frankfurter Allee 350 Süden: Kotttraser Dann 1D3' West.: Cbaribg� ScharrBostr.S Ecke Wiimersdorfer Stnm«.' B.FEDER C Inserat mitbringen, 3 M.Wert Mein Haarausfall hat vollkommen aufgehört Seit Jahren gingen mir dicke Strähnenaus, und das wenige Haar war ganz dünn. Da hörte ich von Ihrem Haar- Kraftwasfer und nach turzem Gebrauch zeigte sich neues Wachstum. ES grenzt an das Wunderbarel Berlin, Liddy Schw... Reicheis Haar- Kraftwafier Flasche 2.50. Spezialbroschüre.Die rationelle Haarpflege" kostenfrei. Otto Reichel, Berlin 43, EitenbahrmtrA in großem Ort, eine Stunde von Berlin, gute, massive Gebäude, Stallungen und Saal, so. wie vier Morgen Acker, ein Schwein und gute Einrichtung, guter Umsatz, für 28 000 M. bei 3500 M. An- zahlung verkäuflich. Agenten ver- beten. Möller, Pankow, Flora. Promenade 22._ 112/9 3n Zreieo stonoto - Die- Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich l Heft für 10 Pf. Neue Steuern während des Krieges? Von Gustav Hoch, M. d. R. Preis 1 Mark Die neuen Steuerentwürfe, für die das gesamte deutsche Volk Interesse bat, werden in dieser Schrift ausführlich und in allgemein verständlicherFormkrittschbehandelt. AnÄand reichlichen Materials beantwortet der Verfasser die Frage, ob und in welcher Form neue Einnahmen des Reiches während des Krieges notwendig sind. Praktische Steuerpolitik oder Steuerdogmatik? Von Heinrich Cunow. Preis 1 Mark Diese Broschüre bietet eine gute, gemeinverständliche Einführung in die Aufgaben der Steuer- und Finanzreform nach dem Kriege und bildet somit gewissermaßen eine Ergänzung zu obiger Schrift. Elsaß-Lothringen und die Sozialdemokratie Von Hermann Wendel, M. d. R. Preis 75 Pfennig Inhalt: Elsaß-Lothringen alSKrieaSziel.— Geschichtliches.— Die deutsche Sozialdemokratie und Elsaß-Lothringen.— Nach 44 Jahren. Die wirtschaftliche Verknüpfung.— Elsaß-Lothringen und Frankreich. Arbeiterkultur und Krieg Von Heinrich Schulz, M. d. R. Preis 75 Pfennig AuS dem Inhalt: Kultur und Arbeiter.— Kultur und Klassen- kämpf.— Nationale und internationale Kultur.— Krieg und Kultur. — Klassengegensatz und Klassenkampf nach dem Kriege usw. Suchhandlung Vorwärts, Serlin SW.6S Lindenstraße 3 �vÄdrMetz'Bedskteun aifttiT WteleMj Verkäufe. Staunenerregend! Bettenoerkaus. Prachtteppiche. GardinenauSwahl. AuSsteuerwälche. Tischdecken. Stepp- decken. Diwandecken. Herrengarderobe. Uhrenvertaus. Schmucksachen. Spott- preise I Leihhaus Warichauerstratze 7. Monatvanzüge und Sommer- valeiotS von 10 Mari sowie Hosen von 4.00, Gehrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie für torpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Dreiien, aus Psandleiben»er- fallen« Sachen laust man am billigsten bei Nah, Mulacksttage 14. Geld! Geld k sbaren Sie, wenn Sie im LeihbauS Roienthaler Tor, Linienstraße 203/4, Ecke Rosenthaler- ftraße, lausen. Im Versatz gewesene Anzüge, Paletots, Ulster sowie neue Maßgarderoben zu staunend billigen KriegSpreiien. Silberne Uhren 3.— goldene Damenubren 8.—, Gold waren, Brillanten, Fahrräder. Aus Uhren dreijähriger Garantieschein. Eigene Werkstatt. Sonntag 8—10 geöffnet.__ Pfandleihhans tzermannplatz 6. Liedermanns Rausgelegenheit. Großes Teppichlager, Gardinenlager. Wäsche leger, Bettenlager, Uhrenlager. Gold. iachen, RieienauSwahl Herrenanzüge HerrenpaletotS, Herrenhosen._' Tevvich-Tboma», Oranienstr. 44 spottbillig sarbsebierbaste Teppiche, Gardinen. Vorwärtslesern 5 Prozent Extrarabatt K10' errenanzuge Paletots und Ulster auS semsten Maß- iloffen 30—60 Mari, Hosen 6—18 M. SüngltngS-, Knaben- Anzüge sehr preiswert. Versandhaus Germania. Unter den Linden 21. 5St* Bettenverkauf! Prachtvolle 15,76, 17,50, 19,50, 22,50, Daunen- betten 25,00, AuSsteuerwäsche, Stevv- decken, Tischdecken, Diwandecken. Tüll- decken, Stores, Teppiche, Wanduhren, Taschenuhren, Silbersachen, Brillant- ringe, Rockanzüge 12,00. Teilweise AuktionSpsänder.PsandleiheBrunnen- straß« 47. Eine Treppe._________» Vorjährige W. auS semsten'Mäßstoffen 18-�45 Mark, Paletots 14—38, Hosen 6—12, Geh. rockanzüge, JünglingSanzüge,-Pale- totS preiswert. Deutsches Garde- robenhauS, Große Frankfurter- ftraße 116, eine Treppe. 72St* sttnderklappbett, Küche»! wirklich entzückende. neue, ganz aparte Muster, riesig preiswert. Kolossal große Auswahl. Besichtigung lohnt. Möbelhaus Osten. nur AudreaSftraße 30.' 13551 Kaufgesuche. Zahngebisse, Bruchgold, Silber- lachen. Platinabiälle, Blei, Zink, Quecksilber, Glühstrumpiasche usw, böchstzahlend Metallschmelze Cohn, Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinersttaße 76. Platinabfälle» Gramm hiS 8.50, kaust Kowalewski, Sehdelstraße 30s. Fahrradankauf Webersttaße 42.- Metall-Eiokanfs-Burea«. Grüner Weg 66. kaust alle Metalle höchst- zahlend._ 8016* Schnclldrehstahl, kaust jedes Quantum Jungnick, Planuser 13. adngebisie k Bruchgold! Siwer iachen, Plaünaabfälle. Quecksilber Stanmolpavier, sämlliche Metalle böchstzahlend. Schmelze Chriftionat. Kövenickerstraße 20 a(gegenüber Manteusielstratze). tll/1* Aahrradaukauf Linienftraße 10.» Unterricht. ZleilneHmer an einem engiiicheir Zlrlel sür Anfänger werden gesucht. ebenso sür Konversationszirkel. Preis monatlich 4 Mark(2 Stunden wöchentlich). Privatstunden billig. G. Swienth, Charlottenburg. Stull- garterplatz 9, �Gartenhaus IV. K* Verschiedenes. Patentanwalt Müller. Gitschwcr- sttaße 16.* �rdeitsmarkt. Stellenangebote. Schlosser aus Militärarbett langt Ed. Puls, Tempelhos. ver 935t 6 Granits christhauer gesucht. Ackcr- swaße 38. Schristhaner, tüchstger Schrist- zeichner, sofort gesucht, ltrause, Acker- stratze 38. Marmorsteinmetz verlangt Paul Treitin u. Co., Schlesischestraße 6.- Schlosser sucht Lehmann, Lichten- berg, Rittergulstraße 152._ f Zeitungsfrau sür Mohlsdorf gc- sucht. Zu melden in KauISdors, Fer- dinandstraße 17 bei Heßberg. billig vertäus- lich. Keil, Ackerstraße 120._ f {für Wanderfahrten empfehlen wir eine Anzahl Wanderkarten zu herabgesetzten Preisen. Buchhandlmig VorivartS, Berlin ßW. 68, Lindcn- stratze 3. 1 Stellmacher I Wagenschlosser Ä Wagenschmiedc letztere auch mit Erfahrung im Hufbeschlag, sucht 797b* Schnltlielss' Branerel, Lichterfelder Str. 11/17. -- süchtige• Werkzeugdreher «nd Lehrenbauer aus harteLehren werden sofort verlangt EHifick& Graetz« Abt. SLerkzeug-u. Maschinenbau Berlin SO.. Elsenstr. 90 91. TWigkKWjHIlisstt imd Ichirrmcijttr bei hohem Lohn verlangt ljchulz& Moldefleiß, Fennstr. 13.