Nr.'2BB.- 1916. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Mwoch, �.Oktober. Herbstausstellung öer Sezestion. ES ließe sich vielleicht feststellen, dnß die Kriegszeit einen ge- wissen, wenn auch keinen entscheidenden Einfluh auf das Arbeilen der Künstler(nicht auf die Kunst) ausübt. Es mehren sich die Bilder, auf denen Soldatisches zu sehen ist; einige Maler, die fämtUche Kriegsschauplätze bereist zu haben scheinen, zeigen uns bald «aloniki, bald Konstantinopel, bald Serbien. TaS kann ganz lustig sein, wie z. B. bei Franz Heckendorf; ergibt Illustrationen von weilhorizontigcn, vielbewegten«ozenen, euren tumullischen Naturalismus, gekreuzt mir Bilderbogenstil, so etwas wie einen kosmopolitischen Guckkasten. Wenn er inonu- mental werden will, bleiben die Figuren außerhalb der Landschaft und das Ganze erinnert an Modellierbogen. Eine andere Art der Kriegs- Wirkung zeigt sich in einer Steigerung des Pathetischen; es soll der malerische Ausdruck sür die große Zeit gesunden werden. Zu den Bemühungen dieser Galtung gehört der„Luther" von C o r i n l h. Man denkt an die Figur aus Slrindbergs Drama, dargestellt von Äayßler: Fresko, durch Münch angeregt. Ein wenig zu deutlich, zu viel Theaterdonner; die Faust aus das Buch geschlagen und im Hinlergrund, als schwankendes Teppichgcwebc, die feste Burg. In diese Gruppe KriegSpathetik gehört auch Willy F a e ck c I, nicht nach seinen Themen, aber doch durch die Steigerung, die er. sichtlich erregt, seinen Dekorationen zufügt. Er hat vier Wandbilder in recht beträchtlichen Abmessungen gemalt; sie sollen den Aufenthaltsraum der Arbeiter in der Keksfabrik von Vahlsen schmücken. Ob gerade die vorgesehenen Beschauer diesen Bildern nahekommen werden, muß erprobt werden; das Symbolische der riesenhaft gezerrten, in eine düstere Landschaft gestellten Figuren, ist nicht ganz deutlich, hat aber den Reiz der Gullivergroteske, dazu etwas Panlhcistischcs. Noch elwas drittes läßt sich als Gcsamicrscheinung für das gegenwärtige künstlerische Schaffen feststellen: der Zug, der schlichten Naturdarjtellung zu entrinnen, um sich mit dem Fremdwort „Expressionismus" auseinanderzusetzen. Ganz harmlose Gemüter wollen über sich selber hinaussteigen und möchten so nebenbei noch etwas ausdrücken, was nicht von dieser Well ist, irgend eine Kraft, ein Geheimnis. Dabei gelingt meistens nur eine mehr oder weniger literarische Ornamentik. Es sind in diesen Dingen spürbar mehr Zwang und Autosuggestion als Not- wendigkeir und Geist. Am ehrlichsten von den Beriammelten dieses Ordens wirkt Karl Caspar; Nachwchen von der Wiedergeburt der Gotik, blasser, mystischer Rausch, die Geschichten der Evangelien durch die Briefe des van Gogh gesehen und als Wandoffenbarungen niil einer deutlichen Predigtabsicht, aus Leinwand sür AusstellungS- zwecke gemalt. Es fehlen die Tempel, in denen diese Bilder auf- gehangen werden könnten; es klafft eine Dissonanz. Diese Kunst ist viclspältig und blickt sehnsüchtig; insofern gehört sie denr Besseren in unserer Zeit. Die gleiche Beobachtung, Drang zum Pathos und zur ge- steigerten Form, gilt für die Plastik. Wir treffen hier den Rüdiger von Franz Metzner(sür Prag bestimmt); der Nibelungenheld wuchtet mir trotziger Grimaisierung, ein Kulturbild für Alldeutsche, zugleich ein wenig exotisch. Davon abgesehen, eine sehr gute plastische Leistung. Für ähnliche Zwecke nutzt Fritz Huf den hellenischen Archaismus; sein schreitender Jüngling erinnert an die Primitivität deS berühmten„Wagenlenkers". Aber viel mehr Jntellcklualilär und artistische Zerbrechlichkeit pulsieren durch die Schlankheit dieses skep- tischen Körpers. Ein Denkmal für Heinrich Heine, das im Hamburger Stadtpark aufgestellt werden soll, und von Hugo Lederer angefertigt ist, >nuß ein Irrtum sein; diese neue Art plastischer Graphik dürste nur sür ganz kleine Formale sich eignen. Der Künstler scheint den Miß- griff übrigens selbst empfunden zu haben; nur so lassen sich die wulstigen Girlanden am Sockel erklären, das einzige„Plastische" an diesem Werk, das trotzdem den großen Meister des niachtvollen Hamburger Bisniarck erkennen läßr. R. Lr. kleines Zeuilleton. Das Enöe öer Sommerzeit. Die Sommerzeit ist nun zu Ende. Wenn alle Erfahrungen über die Sommerzeit vorliegen und gesichtet sein werden, wird ein abschließendes Urteil über den Nutzen dieser Einrichtung vielleicht möglich sein. Aber auch nur vielleicht, denn der erste Sommer, sür den die Sommerzeit galt, war ein Kriegssommer, Ivas leicht zu einem Fehlurteil führen kann, wenn man die Ergebnisse des Kriegs- sommers ohne weilerrs aus Friedenszeit übertragen wollte. Ein Hauptziel war die Ersparnis an künstlichem Licht. Es wird schwer halten, die Frage, ob diese Ersparnis lvirklicb erreicht worden ist, genau zu beanuvortsn. Bor wenigen Tagen hat sich die Deutsche BeleuchlungStechnische Gesellschaft mit der Sommerzeit beschäftigt. So weit das Ergebnis dieser Verhandlungen bekannt wurde, konnte auch in diesem Kreise von Fachleuten kein abschließen» des Urteil gefällt werden. Es kommt ja auch darauf an. was man unter Lichtcrspornis versteht. Man kann dadurch sparen, daß man Verschwendung vermeidet. Es läßt sich aber auch dort einschränken, wo durchaus keine Verschwendung vorliegt. Im Kriege ist ganz all- gemein der Verbranch an künstlichem Licht eingeichränkr worden, und neben dieser allgemeinen Einschränkung läuft nun die be- sondere Ersparnis durch die Sommerzeit. Es wird leicht sein, hier die Grenzlinie zu finden. Wenn Licht gespart wurde, so müßte sich dies am deutlichsten aus einem Vergleich der von den Gas- und Elektrizitätswerken abgegebenen Energiemengen mit der Abgabe in den gleichen Monaten des Vorjahres ergeben. Tie Zeilschrist„Wasser und Gas" stellt nun derartige Angaben zu- sammen. Zweifellos hat der Verbrauch an Gas und Elektrizität zu Belcuchtungszweckcn im Haushalt des cinzclncn abgenominen, rrotzdem ist bei den»leisten Gaswerken ein Mehr- absatz gegenüber den Sommerinonatcn 1913 und 1914 zu verzeichnen. Die Sommerzeit hat danach zahlreiche Gasioerke zwar entlastet, aber keinen Minderverbrauch an GaS herbeigeführt. Der Verbrauch an Gas für Licht und Kochzwecke ist eben in der Kriegszeil durch den Mangel an Petroleum imd Spiritus bedeutend gestiegen. In Mannheim ist durch die Sommerzeit der Gas- verbrauch täglich um 8099 Kubikmeter gesunken, währeud die Gasanstalt in Frankfurt a. O. monatlich einen Mehr- verbrauch von 3999 Kubikmeter Gas aufwies. Deutlich zeigt sich aus allem, wie schwer sogar ans einem Gebiet, auf dem genaue Messungen möglich sind, ein abschließendes Urteil zu gewinnen ist. Moch viel schwieriger ist die Entscheidung bei ollen übrigen im Zusammenhang mit der Sommerzeit erörterten Fragen, wie dem Einfluß ans die Gesundheit, auf Schule und Schüler, oder gar auf das Erwerbsleben. Jedenfalls innß man bei der Uebeitragnng von Schlüssen aus der Kricgszeir auf FriedenSjahre sehr vorsichtig sein. Die Toöesstätten an öer Marne. Aus Paris waren am Jahrestage der Schlacht an der Marne ganze Scharen zu den Ställen, auf welchen der Tod im Jahre 1914 so reiche Ernte gehalten hat, gepilgert. AndrsTudescq schildertim„Journal" das gegenwärtige Aussehen jener blutgetränkten Felder in folgender Weise:„Abhänge, Ebenen, Sümpfe, das ganze große Schachbrett der Schlacht ist von der Natur nivelliert worden. Sie allein hat die Wunden der Erde geheilt. Nur ganz scharfe Augen können das, was an die heißen Kämpfe erinnert, entdecken. An der Heerstraße sieht man hier und da noch eine Pappel mit zersplitterten Aesten. Manchinal fällt einem irgendwo ein sestsitzendes, weithin sichtbares. nicht geplatztes Geschoß auf. An einer anderen Stelle läßt ein schivarzes Loch, das mitten in einem Baumstamm sitzt, langsam den Lebenssaft des Baumes ausfließen;„der Baum weint", erklärt mir, ohne die Größe seines Wortes zu erfassen, der Bauer, der mir als Führer dient. Nicht weit von diesem Baume steht auf einem kleinen Hügel eine große Nüster, kahl, trostlos, w'e als Kreuz ge- schnitzt. An dem einzigen Ast. der ihr verblieben, hängt eine schlichte Holztafel mit der Inschrift:„Erinnerung an die Äbbrucharbeitcr von Paris". Dicht dabei, in einem Gewirr von Buschwerk, schmettern Amseln, Elstcnt, Finken, trunken gemacht durch die Sonncnwärme, ihre Lieder in die Lust. Der Kanal mit den zahl- reichen Krümmungen fließt wieder wie einst dahin. Hier und da ersetzt ein nagelneues Holzbrncklcin, das unter jedenr Tritt laur schallt, die alte Brücke, die in die Lust gesprengt worden ist. Brückenbogen, die den Trümmern römischer Wasser- leitungen gleichen, führen über den Fluß. AufdenruhigenWassern gleiten Flöße und große Barken dahin, und an den stillen, gleichgültigen Ufern sitzen Fischer mit der Angelrute. Die Ebenen und die Waldlichtungen sind die eigentlichen Stätten des Todes: über ihnen liegt die Trauer von tausend Gräbern. Auf vielen dieser Gräber weht eine Fahne; dort ein altes Fahnentuch, vergilbt oder vonr Regen gebleicht: hier eine nagelneue, farbenfrohe Fahne, die erst gestern ausgepflanzt worden sein mag. Solche Fahnen sieht man beinahe überall zwischen den Erdschollen, neben großen Heu- und Strohhaufen. Hafer- und Rübenselder sind dicht besät mit Grabkreuzen. Gras und Korn aber überwuchern an vielen Stellen die Grab- stälten derart, daß aus ihrem leisen Wogen nur noch die Fahne hervorschaut. Oft stößt man aus eine In- oder Aufschrist. Meist ist es eine in die Form einer höflichen Bitte gekleidete Warnung:„Ehret die Gräber, schonet die bebauten Felder". Nicht selten erhebt sich am Rande eines Waldes ein Beinhaus.„Hier ruhen 43 französische Soldaten!" verkündet ein ärmliches Holzkreuz. Aus einer anderen Holztafel ist zu lesen:„Frau P... aus Paris, wohnhast..., würde dem, der ihr einige Nachrichten über ihren Sohn August Moritz P..., Soldat im L49. Regiment, 21. Komp., gefallen am 6. September bei B..., liefern könnte, sehr dankbar sein". Aber die große Totenstadt, die weder Zaun noch Mauern hat, ist nicht nur ein Wohnort des Todes. Auch lebende Wesen sind hier anzutreffen. Wagen fahren hin und her, Rinder weiden an den Gräbern. Neue Saat hat den Boden befruchtet..."[z) Hunöert �lahre Stethoskop. Das Stethoskop gehört heute zuni unentbehrlichen Handwerkszeug deS Arztes, das Hörrohr ist sein ständiger Begleiter. Die wichtigste Aufgabe des Arzres ist die Therapie, d. h. die Heilung. Um aber zum Ziel zu gelangen, muß er zunächst die richtige Diagnose stellen, was auch heute noch recht häufig der Aufgabe schwiertgerrcr Teil ist. Jeder Fortschritt aus dem Gebiet der Diagnostik zieht daher weite Kreise in daS Gebiet der Therapie. Die diagnostischen Hilfsmittel sind daher im Verlauf der Zeiten immer umfangreicher geworden und haben heute sich schon so ausgedehnt, daß sich daraus SpezialWissenschaften gebildet haben. Chemische, biologische, ins- besondere bakleriologiiche Methoden, Röntgendurchleucdtung und Röntgenpholographie Helsen heute neben dem althergebrackten Ver- fahren der Auskultation(Behorchung) und Perkussion(Veklopsung) dein Arzte. Es wird schwer, sich in jene Zeit zurückzuversetzen, in denen der Arzt seine verantwortungsvolle Tätigkeit ohne diese Hilfs- mittel ausüben mußte, beionders ohne das Stethoskop. Arzt und Stethoskop sind sür uns so miteinander verbunden, daß selbst das Kind om Stethoskop den Onkel Doktor erkennt. Und doch sind erst 199 Jahre seit der Erfindung deS Stethoskops vergangen. In diesem Zeilraum spielte sich die Entwicklung vom Papicrrohr zuin Telephonstethoskop ab. Im Jahre 18lö erfand Laeunec, Arzt am Necker-Hospiial in Paris, das Stethoskop. Bei der Untersuchung einer herzkranken Frau kam Laeunec auf den Gedanken, statt sein Ohr direkt aufzulegen, ein Rohr, daß er aus Papier_ drehte, zu benutzen. Er beobachtete, wie er nun alle Geräusche deutlicher hörte, und erkannte auch sogleich, daß er damit ein wichtiges Hilfsmittel sür die Diagnose der inneren Krankheiten gefunden hatte. Mit diesem Hörrohr ging er weiter an die Arbeit, stellte unffangreiche Untersuchungen an, ermittelte die Unterschiede in den Tönen und schuf auch deren Bc- ncnnungen, die heute noch in der ärztlichen Fachsprache gebräuchlich sind. Das Originalstethoskop war eine zylindrische Röhre von einem Fuß Länge. Des einfacheren Transports wegen war sie in zwei Hälften zuteilen.'Selbstverständlich fand auch daSStethoskop seine Widersacher und manchen feindseligen Kritiker, aber bald wurde es zum Gemeingut der Aerzte, namentlich nachdem Laennec 1819 eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit über die Auskultation der Lungen- und Herz- krankheiten mit Hilse des Stethoskops veröffentlicht hatte. So können wir mitten im Weltkrieg den hundertsten Geburtstag eines der friedlichsten Werkzeuge seiern. Wenn dereinst der Frieden den Acrzten wieder Zeil läßt, die Blicke in die Vergangenheit zu lenken, dann werden sie sicherlich sich auch des hundertsten Geburts- tags des Stethoskops erinnern. Notizen. — Vi nee nz Czerny, einer unserer führenden Chirurgen, ist in Heidelberg am 3. Oktober gestorben. Er war am 19. No- vember 1842 in Trautenau(Böhmen) geboren, war Assistent beim berühmten Billroth in Wien gewesen, halle 1870/71 ein Lazarett in Weißenburg geleitet und war dann Professor der Chirurgie zuerst in Frciburg und seit 1877 in Heidelberg. Die 51unsl der Operation hat er in mannigfacher Weise weiter ausbilden helfen und seine Methoden am Kehlkopf, Schlund, Magen, Darm, Nieren und Gebärmutter erprobt. Seil 1999 leitete er das von ihm begründete Institut sür experimentelle Krebsforschung, und es ist noch in frischer Erinnerung, wie er die Schwierigkeiten beklagte, sür dieses segenS- reiche Werk genügend Mittel zu beschaffen. Kurz vor Ausbruch des Krieges war es als Generalarzt des Sanitälskorps zurückgetreten. Bis in seine letzten Tage war der hervorragende Forscher und Lehrer und unermüdliche Kämpfer im Dienste der Menschheit für die Wer- wundcten tätig. Czerny war Präsident»der internationalen Ver- cinigung für Krebsforschung. — Eine Kundgebung für das Groß-Berlincr Volkshoch schulwesen veranstalten am 8. Oktober, mittags II1/» Uhr, im großen Saale des Abgeordnetenhauses die vereinigten Berliner Volkshochschulen Humboldt-Akademie und Freie Hochschule. Sieben Dozenten werden nach den einleitenden Worten des Por- sitzenden Joh. Kaemps die Volkshochschulbcwegung von verschiedenen Gesichtspunkten aus behandeln. — Die„toten Augen' freigegeben. Die Text- dichtung zu d'Alberts neuer Oper„Die toten Augen" von H. H. Ewer« und M. Henry hatten behördlich Anstoß erregt. Sie ist aber jetzt nach entsprechender Äenderung einiger Stellen und Beseitigung einer Mordtat genehmigt worden. — Der rechnende Menschenaffe. Von dem Verfaffer des Referats über die rechnende Schimpansin in der„Naturw. Wochenschrift" werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß sich in unserm Auszug(in Nr. 227 des„Unt.-Blattes") ein erheblicher Fehler cingcscbiichen hat. Die Schimpansin wählt die Karten(mit den Zahlen) nach der unwillkürlichen(nicht: willkürlichen) Kopsrichtuirg des Wärters. Aus dem weiteren Zusammenhang des Artikels ergibt sich diese Richtigstellung ohnehin von selbst. 39) �ans Heimweh. Eine Geschichte aus vem Wärinland von Selma Lagerlöf. Das Begräbnis. Zwar war weder eine Botschaft noch eine Einladung für Jan Andersson in Skrolycka gekommen, daß er an Björn HindrikssonS Begräbnis in Loby teilnehmen sollte; nein, das war nicht geschehen, aber die lleberlebenden konnten ja auch nicht recht wissen, ob er sich noch als Verwandter rechnen wollte, seit ihm so hohe Ehren zuteil geworden waren und er in solcher Pracht und Herrlichkeit lebte. Sie meinten vielleicht auch, es würde ihnen schwerfallen, dies oder jenes umzuorgeln, was nötig wäre, wenn so ein Mann wie er zum Begräbnis käme. Björn Hcndrikssons nächste Verwandte würden selbstver- ständlich ganz vorne in dem Leichenzug fahren; aber für ihn, den Kaiser, müßte ja dann mit allem Recht dort Platz gemacht tvcrden. Sic konnten ja nicht wissen, wie wenig genau er es mit solchen Dingen, auf die andere so besonders viel Wert legen, nahm. Er war ja trotzdem der, der er war. Es fiel ihm nie ein, denen den Platz streitig machen zu ivollen, die froh und beglückt waren, wenn sie bei einer Gesellschaft oben am Tische sitzen durften. Um nicht Anlaß zu irgend einem Aergernis zu geben, ging er also am Morgen nicht in das Trauerhaus, bevor der Leichenzug von dort abgefahren lvar, sondern wanderte geradenwegs nach der Kirche. Und erst als die Glocken läuteten und er sah, wie sich der lange Zug der Leidtragenden vor der Kirche aufstellte, trat er vor und nahm zivischen den anderen Verwandten Platz. Das ganze Trauergcfolge sah wie etwas bestürzt aus, als er hcrzutrat; aber er war nun schon daran gewöhnt, daß die Leute von seiner Herablassung überrascht waren, das war also nichts, um sich daran aufzuhalten. Man hätte ihn sicher- lich in die erste Reihe stellen wollen, aber dazu lvar jetzt keine Zeit mehr, denn der Zug hatte sich schon nach dem Grabe in Bewegung gesetzt. Als das Begräbnis vorüber war und er mit den Leid- tragenden in die Kirche ging und sich auch auf dieselbe Bank mit ihnen setzte, sahen sie abermals etwas verlegen aus. Aber sie kamen nicht so weit, irgend eine Bemerkung darüber zu machen, daß er ihretwegen den vornehmen Platz im Chor ver lassen und sich hier heruntergesetzt habe. Es hätte sich auch gerade jetzt, wo das erste Lied an- gestimmt wurde, nicht geschickt, Entschuldigungen vorzubringen. Nach Schluß des Gottesdieustcs, als die Gefährte, die den an dem Begräbnis Beteiligten gehörten, an der Kirche vorführen, ging Jan hin und setzte sich auf den großen Leiter- wagen, auf dem der Sarg zur Kirche gefahren worden war. Jan wußte, der Wagen würde jetzt leer auf den Hof zurück fahren, und so nahm er also hier niemand den Platz weg. Björn Hindrikssons Tochter und Schwiegersohn gingen wiederholt vorüber und sahen ihn an, während er da saß. Jan dachte, sie seien vielleicht bekümmert, weil sie ihm nicht einen Platz in einem der ersten Wagen anbieten konnten; aber er wollte ja gar nicht, daß seinetwegen irgendeine Ver- schiebung in der Anordnung eintreten sollte. Er ivar ja doch der, der er war. Während er so von der Kirche wegfuhr, konnte er nicht umhin, daran zu denken, wie er und die kleine Klara Gulla damals nach dem Hofe gewandert waren, um die reichen Ver- wandten zu begrüßen. Ja, jetzt war es anders, jetzt war alles gerade umgekehrt. Wer war jetzt der Reiche und An- gesehene? Wer war jetzt der, der den anderen eine Ehre erwies, wenn er sie besuchte? Bei der Ankunft im Trauerhause wurden die Gäste zum Ablegen in das große Wohnzimmer im Erdgeschoß geführt. Dann trat einer von Björn Hindrikssons Nachbarn, die, wie es Brauch und Sitte ist, dazu ausersehen waren, dem Leichen- schmaus vorzustehen, herzu und bat die vornehmsten unter den Gästen, in den oberen Stock hinaufzukommen, wo der Mittagstisch gedeckt war. Es war eine recht vcranftvortungsvolle Aufgabe, die von den Gästen auszuivählen, die zuerst hinaufgehen sollten, denn bei so einem großen Begräbnis war es nicht möglich, für alle Gäste zugleich Platz am Tisch zu schaffen, sondern es mußte in verschiedenen Abteilungen hintereinander gegessen iverden. Aber es waren viele da, die es für einen großen Beweis von Mißachtung angesehen hätten, den sie nie wieder verziehen haben würden, wenn sie nicht unter der ersten Abteilung ge- Wesen wären. Und was nun insbesondere den betraf, der zum Kaiser erhoben worden toar, so konnte er ja in vielen Stücken Nach- ficht üben, aber daß er mit der ersten Abteilung zu Tische gebeten würde, darauf mußte er durchaus bestehen. Sonst würden ja die Leute meinen, er sei sich seines Rechts, vor allen anderen zu kommen, gar nicht bewußt. Ader so etwas geschah auch nicht, o nein, dazu war sicher keine Gefahr vorhanden, obgleich er nicht mit den allerersten in das obere Stockwerk gebeten worden war. Selbstverständ- lich würde er mit dem Pfarrer und den vornehmen Herr- schaften zugleich zu Tische sitzen, darüber brauchte er sich nicht zu beunruhigen. Still und allein saß er auf einer Bank, denn hier war natürlich niemand, der zu ihm kam und über die Kaiserin mit ihm reden wollte. Ein bißchen bedrückt fühlte er sich jetzt allmählich doch. Als er daheim fortgegangen ivar, hatte Katrine gesagt, er täte besser, nicht zu dem Begräbnis zu gehen, weil diese Hofbauerufamilie von so altem Geschlecht und so vornehm sei/ daß sie sich weder vor König noch Kaiser verbeugte. Jetzt sah es wirklich aus, als sollte Katrine recht bekommen. Alte Bauern, die seit der Erschaffung der Welt auf einem und demselben Hofe sitzen, halten sich für vor- nehmer, als alle andern Hoheiten. ES ging nicht so rasch, bis alle ausgesucht waren, die zu der ersten Abteilung der Tischgäste gehören sollten. Die Nachbarslcute, die an diesem Tage den Wirt und die Wirtin vorstellten, gingen lange umher und suchten nach den wür- digstcn; aber zu ihm, dem Kaiser, kamen sie nicht. Neben Jan saßen zwei unverheiratete Frauenzimmer, die nicht die geringste Hoffnung hatten, jetzt schon gerufen zu werden, und die sich in aller Ruhe niiteinandcr unterhielten. Sie sagten, wie nierkwürdig es doch sei, daß Linua'r Björnsson, Björn Hindrikssons Sohn, gerade noch zu rechter Zeit zu Hause eingetroffen sei, um sich mit seinem Vater zu ver- söhnen. Es hatte zivar keine eigentliche Feindschaft zwischen den beiden geherrscht, sondern die Sache verhielt sich folgender- niaßcu: Vor etiva dreißig Jahren, als Linnart im Anfang der Zwanziger stand und sich verheiraten wollte, hatte er seinen Vater gefragt, ob er ihm den Hof übergeben wolle, oder wie nian es sonst einrichten solle, damit er, der Sohn, sein eigener Herr ivürde. Aber der alte Björn hatte ihm das eine und das andere rundweg abgeschlagen. Sein Wunsch war, der Sohn sollte wie früher daheim bleiben und erst, wenn der Alte einmal den Kopf zur ewigen Ruhe niederlegte, den Hof übernehmen.(Forts, folgt.) Direlttion: Max Reinhardt. l>eiitMches Theater. V'j,: Kose Bernd. Uonnerstag; i'any.t I. Kaimneraplele. 8 Ulir; JouutliniiH Tttchtcr. Donnerstag: Jonathans Tfichter. Volksbühne. Theater a. BBIowpl. S'l, Uhr: Meister Olaf. Donnerstag: Meister Olaf. Dreibag, S1/,: Das Winlermärohen. Sonnabend, z. 1. Male: Nachtasyl. Dir. Meinhard-Eernauer. Theater i. d. Königgrätzerstr. 8 Uhr: Kameraden. Komödienhaus 8 Uhr: Der 7. Tag. Berliner Theater 8 Uhr: Auf Flügeln des Gesanges. Theater am Mittwoch, den 4, Oktober. Sessing-Theater. Direktion: Victor Bamowsky. 8 Uhr: Die beid. Klingsberg. Donnerstag: Die beid. Klingsberg. Deutsch. Künstler-Theater. 8 Uhr: Jllngllnomil d. Ellenbogen. Donneretag; wie selige Exzellenz. URANIA'"ÄT 4 Uhr(halbe Preise): iegypteD�erSaezhanal und der Weltkrieg. 8 Uhr: Die Bagdadbahn. Deutsches Opernhaus, Charlotteab. 7 uhr: Tannhäuser. Fricdrich-Wilhclmstädl. Theater s uhr; Das Dreimäderltiaus, Gebr. Herrnfeld-Theater. 8'lt Uhr: Villa Pscheslna. Kleines Theater 8 Uhr: Lottchsns Geburtstag. Gentz und Fanny Elster. Paul und Paula. Komische Oper 8-,uhr: Dia schöne Kubanerin, Lustspielhaus sv.tr.: Der seiige Balduin Metropol-Theater 8 uhr: Die Cserdasförslin. Neues Operettenhaus s uhr: Der Soldat der Marie. Besldcnz/rheater s uw: Der Mandarin. SchUlcr-Theatep O 8 uhr: Kater Lampe. 8chlller-Tb. Charlottcnb. 8 uhr: Der Herr Senator. Thalia-Theater sv. u.; Blondinchen. Theater am Kollendorfpl. 3'/] Uhr: Dia Jungtrau von Orleans. S1/. Uhr: Blaue Jansens. Theater des Westens s uhr: Die Fahrt ins GlOck mit Guido Thielsoher. 3'/. Uhr; Die Bünder. Trlanen Theater «v. u.- m Himmel anf Enlen. JsL Berliner Konzerthaus. Mauerstr. 82. Zlmmerstr. 90/91. Heute: Großes Konzert Berliner Konzcrtbans-Orchester Leiter: Komponist Frz.». Elan. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Ab 4 Uhr nachmittags: Konzert bei voller Orchesterbesetzung und treiem Eintritt. ünujaltungsMf Krrün. N 54, Fimenstr. 83—85 Tel-vhon: Amt Norden ISS. 1233. 1987. 9714. Bureau geöffnet von S biS I Uhr und von 4 biS 7 Uhr. Tonncrstag, den 5. Oktober 1916, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 13, Laal 1: Vvnssmmlung der GSriler, itantnfdiloffft u. aller Kollege« und Kollcgi««en, welihc MilitSreffellten herflelle«. Tagesordnung: 1. Sind die Löhne in unierer Branche zeitgemäh? 2. Branchen. bericht. 3. Distussion und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung iff das Erschein e« aller .RoUcgcu. auch derjenigen, die ieht i« anderen Berufen tätig find. dringend erforderlich.__ Achtung! Achtung!_ Tonnerstag, den 3. Ottober, abends 8 Uhr» in den Mufiter-Festsäleu, Kaiser-Wilhelm-Str. 31: Gruppen- Versammlung der Motor- u. Automobil-Schloffer. Tagesordnung: 1. Bortrag. Reserent: Kollege Brendel. 2. Diskussion. 3. TruHpen- angelegenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen, in dieser Bersammlung z« erscheine». Schweißer und Schweißermnen von Groß-Berlin! Donnerstag, den 3. Oktober» 1916, abends 8 Uhr, im Lokal von Stein, An der Stralauer Brücke 3: Branchen- Versammlung der Schweitzer und Schweitzeriunen! Tagesord nnng: 1. Branchevangelegenhelten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kolleginnen und Kollegen! Den Berhättuiffe« entsprechend macht sich die Bersammlung notwendig. Sorge» Sie alle dafür, dah niemand fehl».__ Donnerstag, den 3. Oktober 1916, abends 8'� Uhr, in Heinrichs Festsälen, Gr. Frankfurter Str. 36: Allgemeine Klempner- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Cohen. 2. Bericht und Neuwahl der Branchenkommission. 3. Verbands» und Branchenangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet 123/15 Die OrtSverwaltuug. Kose-Tkeater. SV. Uhr: Line krau ohne Ben. Walhalta-Theater. 4 Uhr: Domröschen. 8 Uhr: Sccmannslicbctacn. Tägl. 8 Uhr. Sonnt. S'/jU. 8 Uhr. Auftreten der berühmten Kinokünstlerin Hedda Vernon in ihrer Bühnenszone: „Ein Tag aus tneiiiEffl Leber und das neue heitere Oktober-Programm. W 1/ Uhr Mittwoch•/ 2 wegen des kolossal umfangreichen Speziaiitaten-Programms und der neuen grollen fflnfakligen Märchen-Pantomime Die Qeierprinzessin ab Mittwoch Beginn der Verstellung 7Vz Uhr täglich TVs Uhr Mittwoch nachm. 3V. Uhr: G roSe Ferlen-Sonüer-Vorstellung m. Hannes Piepenbrinks Abenteuer 1 Kind frei, weit, halbe Preise. WSSSZASÄH Uttfcrm Kollegen Paul Pürschel nebst Frau zur Silberhochzeit herzliche Glückwünsche.[13386 Die Kollegen der Branchenkommission der Eisenformer, i �€€«€€€6» S 8£ Unsernt Kollegen ii ' Paul Pürschel und Frau< i zur Silberhochzeit herzliche i Glückwünsche.[13376< : Die Kollegen der Firma Vi'erner, � Marienselde, Eisengießerei.& Casino-Theater. lothringer Str. 37. Täglich S1/. Uhr in seiner Art in Grog-Berlin. Berliner Humor in ernster Zeil Meine gute Olle. Original-Bosse in 3 Auszügen. Vorher erstklassiger hunter 7eil. Sonnlag 4 Ubr: Die Milchschulzen. Beicli8ka!leo-71iea!s?. Btctte Sänger. Zum 106. Maie: Schippers Heimkehr, Sonntag nachmittag;t Uhr: «Im Schütten. graben." lErmätz. Preise: Part. 0,39, Baik. OJöj�Ofleniaih V oigt-Theater. Badstr. 53. Badstr. 58. Täglich: Der fmeßhansel. VollSschausviel in 4 Auszügen von Ludw. Gangboser u. Hans Nenert. Kaffenerössnung 7 Uhr, Ansang 8 Uhr. liel'iiiaiiia'?i'aeblzä!ö.�n7' Jeden Mlitwoeb: Pani Mantheys Lustige Sänger und Militär- Konzert. Anf. 8 Uhr. Militär frei. Ädmiraispaiast. Das herrliche Kisballett �fran �antasie. Anf. 8'/, Uhr. 2, L,-1 M. 1000 Legehühner ä 5 Mark 1000 Hähne.... ä 3„ zu Mast- u. Nutzzwecken kommen heute und morgen zum Verkauf. Possen- Theater. 8'/t Gebr. Hirsch. 8'/. Fängfte schon wieder an. Donnerstag, den 5. Oktober Zum 1. Male: Bin imnatttrllcher Sohn. Sagen wir— die BiUftc. jjvlv �■TcLaTtw I -ÖiLwlocIi/ dS% -jSiüaovräaZocA/ 15 ffifj,. Hnnahmeltellen für„Kleine Anzeigen" Berlin C. A. Hnbiiiich. Ackeritr. 174. <>. Karl Melle, Petersburger Pias 4. N. TSciigctS, MarknSstraxe 35. ><1. L. Zucht. Kmmanueikirchstr. 12. X. A. BSolgaft, Waltstrage 9. H. Kischer. Baitianstraße 5. Kar! Mars, Greisen Hagener Str. 22. J.Hönisch, Müllerstr. 31a. Bogel. Lorsingstr. 8. VIV. Solomon Joseph. Wilhelmshavener Str. 48. SW.<6. Schmidt, Lärwaldite 42. S. St. Kri«. Prinz enitr. 3t H. Lehmann. Kottbuser Damm 8. SV. Paul Bob in. 2auii?er Play 11/16. P. Horich. Engeluser 15. Adlcrwhck. Karl Schtvarzloie, BiSmarckstr. 28. Baarnsohalcnsvcg. H. Hornig. Marienlhaler Str. 13, l. Borsigwalde. Paul Kienait. Aäuichstr. 10. Ohariceteaharg. Gnfiav Scharnberg, Sesenbeimer Str. 1. Uricdrlchshagen. Ernst Werkmann, Köpenicker Str. 18. Griinaa. Jrauz Klei». Friedrichstr. 10. Johannisthal. Max Gonschur, Parlstr. 23 Karishorst. Hermann Pjlltng. Dünhoffstr. 28. Khacateh. Emil Wistler, Kieperitr. G, Laden. Lichtenberg 1. Ctto Jeikel, Wartenbergltr. 1. Lichtenberg II. 21. Rosenkranz, Alt-BoxHagen 55. Xcukölln. M. Heinrich, Neckar str. 2. E. Roh r, Siegfried» strasj« 28/29. Xicdcr-Scliönca cidc. Wilh. Ilnruh, Brüdensk. ID. �iovaaes. Karl«rohnberg, Eisenbahnstr. ID. Vher-Schhae�eide. Alfred Bader, DiiHeiminenHosstr. 17, Lade». Baahov. Otto Ristmauit. Mühienslr. 30. Ilcialciteadork. P.(gursch, Prooinzstr. 56, Laden. Schiinehcrg. Wilhelm Bauinler. Äleininger Sir. 9 im Laden. Spandau. Schuhmacher, Breiiestr. 61. Steglitz. H. Bernsec. Ais enitr. 5. Tempeihot. Joh.»roh». Borusstastr. 62. Trcptotw. Rodert Eramenz. Ktesboizstr. 412. Laden W eitteasee. Gustav Rostkopf, Beriiiter Allee IL Wlltuersdorf. Paul Schubert,©Üb' iniJcua27. Verkäufe Prlzgarnituren! Bezugsicheiu. frei! Echte MoSkasüchse 2Z,DD! MoSkamusienI SkunkSgarnitureu! SkunISsülhIe i Stunksmufsen I Rot- süchse! Grießsüchse! Fuchsmusfeit! Pelzflllbse 15.72! 19,75! S2.5D l Muffen 17.5D! 19 JO: 22,50! Nicht irren! Nur Psandleih« Panl Krüger. Brunnenstrahe 47. Eine Treppe I- Siauneuerregend l Neue Pelz, garniluren spottbillig! Stuntstragen! ..... �Sgarniluren I LpossumstoiaS' ussen allerieil Neue Bellen! Procht« tcppiche I Gardinenauswahl! Plüsch- decken! Beliwäsche! Herrengarderobe! Uhrenverfaus! Schmucksachen I Leih- hauS Warschauersirahe 7. 36K Monatsauzüge uns Sommer- Paletots von 10 Mark lowic Hosen oon 4.00, Gebrockanzüge von 12,00, Pracks von 2,50, sowie iur torvulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pjandieiben ver. sallene Lachen taust man am billigsten bei Nah, Mulackstrahe II. ftsufgesueke Metall- Einkaufs- Bureau, Grüneiweg 66, kaust alle Metalle höchstzablend. 1255b- Linienstragc 19.' Fahrradniilauf Sil versa che» usw., Brillanten, Perlen, Pjandscheinc kaust höchst- zablend Juwelier KowaicwSki, S cy- deiitrahe 30a.W Q.iicctsilvcr, jeden Posten zu höchsten Preisen kaust.Metall- koinor". Alte Jakobitrage 138 und Kottbuserstrahe I lKoItbuicrlor).' Briefmarke». Sammlung taust Grohmann.«pandaucr Brücke 1h.• Stlberjache», Quecksilber, Stau- niowaoier. sämtliche Metalle Höchst- zahlend. Schmelze Ehristwnai, Köoe- nickernrage 20a(gegenüber 2? an- Icufselstrahe 9).' Fahrradankauf, Weberstrage 42. auch desekte 175/13* Lcdende Kaninchen werden am Dienstag, 3./10. und Mittwoch, 4./10, »achmitlags von 4—6 Uhr, im Eis- werk Neulölln, Mitteibuschweg, ver- kaust. Magistrat Neukölln.* Hcrbstkostüme. bildschöne Formen. Ulster, schwarze Fraucnmäntel. ele- gante Plüschmäniel, Astrachanmäntel, imprägnierte Seidenmäntei, Gummi- linmänlel, Glockenröcke, direkl aus Arbeitsstuben grählenleiis bezugschein- frei. Meyer, Blücherstrahe 13 I. Kein Laden. 76»' Borjährige elegante Herrenanzüge Paletots und Ulster aus femsten Mah. stossen 35— 70 Mark, Hosen 9— 21 M. Bezugsscheine hier erhältlich. Der- sandhaus Germania, Unter den Linden 21.* Unterricht Englischen Unterricht für An- länger und Fortgeschrittene, sowie deutsche und französische Stunden er- teilt G. Swtcnly, Ebariollenburg, Stuttgartervias 9. Gartenbaus IV, Verschiedenes Patentanwalt Müller, Gstichiner itrah- 16' Rühmafchiuen-Reparaturwerkstatt Rammclkamp. Mechaniker, Reichen bergcrftrahe 133.-[2' Vermietungen Geschäftsräume Burcauräume, VordcrbauS, eint Treppe, einzeln. C. Rosenlhaler- strahe 39(Hackeichermarkt). 25S/t Partcrresaal mit Garten, billig C. Roscnthalerstrahe 39.__ 259/3 Werkstätten, parterre, O. Rosenthal erslrahe 39. 259/4* Wohnungen Hofwobnuugen Rosen thalerslrahe 16 Mari an, C. 9. 259/2 Arbeitsmarkt Stellenangebote Schlosier aus Mililärarbeit ver- lang! Ed. Puls, Tempelhos. SZK Fvutane. Theodor, Havelland, die Laudschajt um Spandau, Potsdam und Brandenburg. Illustriert. Gc- Kunden. Statt 10 Mark für 4,25 Mark. Buchhandlung Vorwärts, 68, Lindenstrahe 3. Möbel Möbel gegen bar und Test- znhiung verkaust preiswert D. Lechner, Brunnenstrahe 7, Müllerstrahe 171. Sonntags von 8—10 Uhr geöffnet.' tür die Laborierung von Zündern suchen sofort* Ehrich& Graelz, Berlin SO, Elsenstr. 90— 94. Stuben- und Kücheneinrichtung sebr billig. Teilzahlung gestattet. Möbelschatz, Brumicnstraize 160, Ein- gang Aiillamerstrage. 258/12* Küchen- und Eimersplnd. grohe Hängelampe. Neukölln, Okerstr. 42. AbendS 6—8. VerHehn. tl23 Trott! bedeutender Preissteigerung verlause ich noch zu alten Preisen 60 Schlafzimmer in allen Holz- arien, darunter duntelmahagoni Schlafzimmer mit ovalen Kristall- gläsern, tompleti 750,—, eichen 400,—. Bciichttgung lohnt. Möbelhaus Osten, nur Andreasstl. 30. Muzihinitrufnente Aus wirtschastlichcn Gründen ver- kaust schnellstens einige neue Piani- nos spottbwig Fabrik JuIiuSstrahe 59, Neukölln. t123 Shdeh tz Qraetz Berlin SO, Elsenstr. 90/94 suchen sofort tüchtigen Schwaehstrom- Monteur Meldung an Abteilung Elektrischer Betrieb. Zimmerteute werden eingestellt. BoSwau u. Knauer. Neubau Deutsche Aasten« und MunitionSsabrilen, LSittenau, Nähe Bahnhos Etchborn- strahe, Eingang Portal III. 206/7*- Verwaltung vergibt mit Wohnung sofort Lichtenberg, Tasdorfer- Ilrase 31. st Verkäufer. tüchtige, für die Abteilung Lebensmittel fosort gesucht. Meldungen 1—2 Uhr mittags oder 7— 8 Uhr abends. A. Landorf u. Eo., Bellc-Alliancestrahe 1/2.- Verkäuferinnen, tüchtige, für die Abteilung Lebensmittel loiort gesucht.— Meldungen 1—2 Ubr mittags oder 7—8 Uhr abends.— 31. Fanborr u. Co., Bellc-Alliancestrahe 1/2.• Stenotiiptstin, tüchtige, flott in Stenographie und Schrcidmaichinc, bei hohem GeHall sofort gesucht.— Meldungen 1— 2 Uhr mittag« oder 7— 8 Uhr abends.— A. Jandorj u. Co., Bellc-Alliancestrahe 1/2. �outortsttunrn. tüchtige, jüngere je- doch nicht unter 17 Jahren, welche über schöne Handichrist versügen und gut rechnen können, sofort gesucht.-- Mcidungcn 1—2 Uhr mittags oder 7—8 Uhr abends.>A. Jandorj u. Co., Belle-Zlllianceftrahe 1/2. Zeitungsausträgcrtu mit Hilsc verlangt VorwärtS-Tpedition Pankow. Aühlcnslrahe 30.- lrästtg, jahrkundig und Hojarbeitcr stellt ein Schutthcist' Brauerei. Lichkerselder Sir. 1l/t7. 13366-- Schlosser und Dreher sucht Schuttbeist' Brauerei. Lichter- selber Str. 11/17. 1335b* Rüstige Maurer 133ib sofort gesucht durch Polier Mücke, Schöneberg. Grunewald str.-° ir ii iimeiüeri bei hohem Lohn verlangt Dsldeiilsche Aibatrcswerke G. m. d. H.. Schneidemühl. Schirrmeister, welche selbständig unterm Hauuncr ardetten, sowie Stockgesellen vcrlanzt städeke. iUnnttr, 3(i»tiitirttt Bau Möckcrustraste 1Ä8 gc-ucht. Monierbau._ 179/30 Zlkkordmaurer, Träger, Inger. Putzer und Arbeiter für umjangrctche KricgSbauten ver- laugt. 180/1 Berlinische Bau-Geselltchaft Pulverfabrik Plaue a. H. Lftteil. Lerantwortlicher Redakteur: Alfred Wielevv. Neukölln. Für des Jnierateiiteil veranllo.: Tb. Glocke. Berlin. Druck u.LerIaa:LorwnrkH Buchdruckeret u. BerlagsanstaU Paul Singer& Co, Berlin SW.