jt, 237.- 1916. dC0 t)0ttD0tt6 3nirt«|,s. eMUn. MyKer Cröe. Noch dampft über den abgeernteten Feldern der Schweiß der Menschen und Pferde, die die Ernte bargen, da zerreißt schon aufs neue mit wühlenden Pflügen der Mensch die scheu von der Sonne gelüßte fruchtbare Erde und sär und hofft und atmet den Schollenduft in köstlichen Fügen. Und spürt den Segen der Arbeit im Schweiß seines Angesichtes, und ahnt die Quelle des Glücks ans Erden in seiner friedlichen Kraft, und weiß die Wunder des heiligen Werdens und den Sinn des himmlischen Lichtes, das die Knospen weckt und aus Blüten die Fülle der Früchte sch äfft. Schwarz und braun prangen Wälder in wuchtigen Massen rings um das Tal, das der Frieden aus Strahlen der Sonne durchgleitet: Freundschaft blühet wohl hier und Arbeit. Gestorben find Feind» schaft und Hassen, hier mutz die Freude wohnen, die der Bruder dem Bruder in Liebe bereitet. Glücklicher Garten! Brüder, es gilt, die Erde in einen solchen Garten zu wandeln, den unsere Hände rastlos bebauen und nach Schätzen durchgraben. Brüder, die Erde ist reich I Und willig unserem friedlichen Wirken und Handeln, aus ihrem Schöße blühen für jeden glückliche Gaben. Tausende Jahre suchen die Völker das Glück und verbluten in Schlachten ihre drängende Kraft, die dem einen menschlichen Ziele gehört: Aller Glück zu bauen!-- Eh wir nicht Morden und Rauben der- achten, naht nicht die Stunde, die uns Freiheit und Glück beschert. Erde birgt Glück! Einst führt uns der Cherubim selber zurück in die seligen Auen des Paradieses, wenn uns alle, Brüder geworden, der Garten Erde beschenkt, wenn wir alle furchtlos die Wahrheit schauen und der Gerechtigkett heilge Altäre bauen, wenn kein Tropfen von unS vergoffenen Blutes die mütterlich spendende Erde tränkt! Hans Gathmann. von öen Zreunöen öss Naturschutzes. Die verhältnismäßig noch junge, aber bereits recht bedeutsame Bewegung des Naturschutzes knüpft in gewisser Weise ein Band zwischen den Anschauungen der alten Germanen und der Neuzeit. Wie die Germanen Tiere und Pflanzen in den ihren Göttern ge- weihten heiligen Hainen sorgsam schützten, so hat sich auch der nioderne Naturschutz aus Heimatliebe dasselbe Ziel gesteckt. WaS bisher diese Bestrebungen durch Schaffung und Verwaltung großer Parke im urwüchsigen Zustande, durch Erhaltung von Naturdenk- mälern und Bewahrung der Eigenart der deutschen Landschaft er» reicht haben, das behandelt Eduard Hassenpflug in einem besonders anziehenden Abschnitt seines warm empfundenen Buches:„Der Weg zum Herzen der Natur"(Verlag von A. Haase in Leipzig). Die erste Vereinigung zum Pflanzenschutz wurde im Jahre 1883 in Genf gebildet, und bald waren besonders in Deutschland Staats- bchörden und Verwaltungen für die Pflege der Naturdenkmäler ge» wonncn. So wurden inr Jahre 1902 die Regierungen und Polizei» behördcn ermächtigt, die Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden durch Reklamcsckiilder, Aufschriften und Abbildungen außer- halb der geschlossenen Ortschaft zu untersagen, und späterhin wurde durch Erlasse der ausdrückliche Wunsch ausgesprochen, bei Ver- koppelungen aus das LandschaftSbild Rücksicht zu nehmen und besonders die Vögel, die der»Schmuck und das belebende Element der Natur" sind, ihrer Nistgelegenheit nicht zu berauben. Es war auch höchste Zeit! In Nord» und Mitteldeutschland war bereits ein großer Teil des Landes durch Verkoppelungen und Gemeinheilsteilungen seiner anmutigen Buntheit beraubt und die Feldmark drohte hier zum Riesenfachwcrk zu werden. Im Königreich Sachsen wurde angeordnet, daß die Steinbrüche an der Elbe nach Ablauf der Pachtverträge nicht weiter benutzt werden dursten, weil sonst das Landschaftsbild verloren hätte. Aus demselben Grunde wurde der geplante Bau einer Eisenbahn auf die Bastei nicht genehmigt. Eine Verfügung des Staatsministeriums von Sachsen- Koburg- Gotha verbot den Abschuß von allerlei seltener werdenden Vogelarten, wie z. B. der Sumpf- eule, der Trappe, der Gabelweihe und der Turbeltaube bis zum 1. Januar 1923. Ein Pflanzenräuber, der bei Jena mit einem Korb gefüllt mit etwa 899 Frauenschuhpflanzen erwischt wurde, wurde verdientermaßen mit 14 Tagen Gefängnis bestraft. 431?alw Heimweh. Eine Geschichte aus dem Wärmland von Selma Lagerlöf. Vorerst unterbrach indes Lars die Auktion keineswegs. Er folgte nur Jan in Skrolycka mit den Augen, bis sich dieser in die vorderste Reihe ganz nahe zu den Auktions- leitern durchgedrängt hatte. Alan brauchte nicht zu fürchten, Johannes von Portngallien werde im Hintergründe bleiben. Er schüttelte zwar jedem, den er kannte, die Hand und ge- währte ihm einige verbindliche Worte; aber dabei drängte er sich an allen vorbei, bis er innen in der vordersten Reihe stand. In demselben Augenblick, wo er so weit gelangt war. machte Lars Gunnarsson einen Satz von seinem Tisch herunter, stürzte auf ihn los, ritz ihm die Ledermütze vom Kopf und den Kaiscrstock aus der Hand und war damit wieder auf dem Tisch, ehe Jan nur daran denken konnte, Widerstand zu leisten. Jan schrie laut auf und wollte auf den Tisch losstürzen, um die geraubten Schätze zurückzuholen; aber Lars schwang den Stock gegen ihn, so datz er zurückweichen mutzte. Zu gleicher Zeit entstand ein Gemurmel des Unwillens unter der Menge, allein Lars Uetz sich nicht abschrecken. „Ich seh' wohl ein, datz ihr erstaunt darüber seid, wie ich mich benommen habe!" rief er mit seiner lauten Aus- ruferstimme, die über den ganzen Hof zu hören war.„Aber diese Mütze und dieser Stock gehören uns in Falla. Sie haben meinem Schwiegervater Erik Ersa gehört, und dieser hat sie wieder von dem alten Bauern, dem der Hos vor ihn: gehörte, geerbt. Diese Sachen sind bei uns zu Hause immer hoch in Ehren gehalten worden, und ich werde nicht dulden, datz ein Narr sie mit sich herumträgt. Ich wcitz nicht, wie er zu den Sachen gekommen ist, aber so viel weitz ich. datz er sich von nun an nicht mehr mit dem, was unser Eigentum ist, grotz machen soll." Jan hatte sich schnell beruhigt, und während Lars diese Rede hielt, stand er nnt über die Brust gekreuzten Armen und einem Ausdruck im Gesicht da. als ob es ihm völlig gleichgültig sei. was Lars da schwatze. Sobald Lars schwieg, Aucb Oberbayern schützt durch strenge Vorschriften das Pflücken von größeren Mengen von Edelweiß, Alpenveilchen, Enzian und anderen Gebirgspflanzen, die vor der Sammelwut der Reisenden nicht sicher sind. Die Sradt München kausle das Jsargelände bei Herlaching. als es zum Baugrund einer Fabrik werden sollte und verbot das Pflanzensammeln in diesem Gebiet. Die Provinz Westfalen hat, um die Landschaft zu schützen, einen Steinbruch unmittelbar unter dem Kaiser- denkmal an der Porta Westfalica erworben und der Kreis Uelzen in Hannover erwarb ein Moor, um die darauf wachsende Zwerg- birke, einen Zeugen der Eiszeit, zu erhalten. So erfreulich nun diese Erfolge der Naturschutzbestrebungen sind, von denen hier nur vereinzelte Beispiele gegeben werden konnten, so sehr muß doch da- vor gewarnt werden, den Begriff Naturschutz zum bloßen Schlag- wort zu erniedrigen und über das Ziel hinauszuschießen. Solche Uebertreibungcn könnten dahin sühren, datz sich um jedes Natur- denkmal ein„Schutzgitter" ziehen würde, so datz von wahrem Natur- genuß nicht die Rede sein könnte. Soll mein Sohn Lehrer werden! In der minderbemittelten Bevölkerung ist manchem Vater und mancher Mutter der Berus des Volksschullehrcrs das Ziel der Wünsche für ihren vor die Berufswahl gestellten Sohn. Bestechen lassen sie sich durch den Gedanken an die»gesicherte Existenz", die der Lehrer vor dem Handarbeiter voraus hat. Was aber der Lehrerberus sonst noch an weniger Gutem bringt, danach fragen wohl die meisten Eltern leider recht selten. Aufschluß hierüber gibt ein als Heft 4 der „Süddeutschen Volksbücher" in München bei G. Birk u. Co. erschienenes Schriftchen von Peter Schmitt ler, das den Titel trägt:»Soll mein Sohn Lehrer werden?"(Preis 49 Pf.)'Schmittler bietet nicht etwa, wie nach dem Titel vielleicht mancher vermuten wird, einen der üblichen„Leitfäden" für die Bc- rufswahl. Er behandelt in seinem Schriftchen unser ganzes Schul- weien, schildert dessen Mängel und ihre Bedeutung für die Erziehung unseres Nachwuchses und zeigt, was dem Volksschullehrer in seinem Amt beschieden ist und welches Maß von Befriedigung er zu er« warten bat. Für diejenigen, die den Zustand des deutschen Schulwesens und die Lage des deutschen VolkSschullehrerS kennen, sagt Schmittler nichts Neues. Denen aber, die Belehrung über diese Fragen brauchen und suchen, nicht zuletzt den Eltern, die ihre Söhne dem Lehrcrberuf zuführen möchten, sei das Heft zur Be- achtung empfohlen. Der Verfasser wählte die leichtverständliche und ansprechende Form von Briefen zwischen einem Vater und einem Lehrer, der auf die Frage„Soll mein Sohn Lehrer werden?" mit einer Darlegung seiner Ansichten über Schulwesen und Lehrerstand antwortet. Der Meinungsaustausch, der sich dabei entspinnt, bietet Gelegenheit zu manchem scharfen Schlaglicht auf den Kastengeist in Gesellschaft, Lehrerstand und Schule, auf die Abhängigkeit der Schule von der Kirche, auf die Drill- und Examensgual und so weiter. Schmittler geißelt in manchmal humorvollen, aber oft recht bitteren und zornerfüllten Worten all' die schlimmen Mängel unseres Erziehnngs- und Unterrichtswesens, wobei er auch die Wirtschaft- lichen Ursachen zeigt, und weist den Weg zu einer Neugestaltung. In der Frage, ob man seinen Sohn Lehrer werden lassen soll, kommt der ratsuchende Vater wie der ratgebende Lebrer schließlich zu einem entschiedenen Nein. Es wird nicht an Lesern fehlen, denen diese schroffe Ablehnung und ihre Begründung in dem Briefwechsel denn doch zu pessimistisch scheint. Man kann aber dem von dem Vater in seinem Schlußbricfe abgelegten Bekenntnls, daß»wohl kein sorglicher Vater seinen Sohn einer solchen von allen.Seiten eingeengten, materiell wie ideell mißlichen Laufbahn zuführen mag", nicht alle Berechtigung absprechen. Der Brief und mit ihm die Schmittlersche Proiestschrift klingt auS in einen Ruf nach freiheitlicher Schul- reform und weist hin auf künftige bessere Zeiten, in denen man nicht mehr nötig haben werde, vor dem Lehrerberuf geradezu zu warnen. der IJoghi. Ein phantastisches Filmschauspiel. Paul Wegener hatte Ostern in einem Vortrage allerlei neue Filmmöglichkeiten erörtert, die nach seiner Auffassung geeignet sein sollten, uns von dem Elend des landesüblichen Filmdramas zu erlösen. Insbesondere wollte er da? weite Reich der Wunder (Verwandlungen, Illusionen, Visionen, Zusammenziehung der Er. eignisse, Rückwärtsablauf usw.), die der Filmtechnik offenstehen, zu wahrhaft künstlerischen Wirrungen ausgenutzt wissen und damit einer neuen Phantasiekunst starke und unerhörte Mittel an die Hand gegeben. Herr Wegener, der als Filmschauspieler genugsam erprobt ist, hat nun den Erörterungen die Tat folgen lassen. In den U.-T.- Lichtspielen wurde ein von ihm entworfenes, ins Bild gebrachtes und in den wichtigsten Rollen auch von ihm dargestelltes Film- schallspiel„Der ihoghi" aufgeführt. Wunderbares und Phantasti- sches geschieht genug darin— und so kann man annehmen, daß wandte sich Jan mit befehlender Handbewcgung an den ihm Zunächststehenden. „Nun, mein werter Hofherr, nun müßt Ihr mir mein Eigentum wieder holen," sagte er. Aber kein Mensch rührte sich, ihm zu helfen, mehrere lachten ihn sogar aus. Alle miteinander waren auf Lars' Seite übergegangen. Nur eine einzige Person fand sich unter den hier Ver- sammelten, der Jan' leid tat. Mitten aus der Menge heraus hörte er eine Frauenstimme dem Auktionator zurufen: „Ach, Lars, gib ihm doch seine Kaisersachen wieder! Ihr könnt ja weder die Mütze noch den Stock selbst tragen!" „Ich will ihm eine von meinen eigenen Mützen geben, sobald ich heimkomme," erwiderte Lars.„Aber er soll nicht länger mit unseren Erbkleinoden herumlaufen und sie zum Spott der Leute machen." Auf diese Aeutzerung hin erscholl lautes Gelächter aus der Menge, und Jan wurde davon so verwirrt, datz er wie an- gewurzelt stehen blieb und sich nur rings umsah. Er schaute vom einen zum andern und konnte aus seinem Staunen nicht herauskommen. Lieber Gott I War denn unter diesen allen, die ihm gehuldigt und ihn geehrt hatten, kein einziger, der ihm jetzt in der Stunde der Not bcisprang? Aber sie standen alle unbeweglich da. Für sie alle bedeutete er nichts, gar nichts, und keiner würde auch nur einen Finger für ihn rühren. Das sah er deutlich, und es wurde ihm so angst dabei, datz seine ganze Äaiserwürde von ihm abfiel und er am ehesten wie ein Kind aussah, das in Tränen ausbrechen will, weil man ihm seine Spielsachen weggenommen hat. Lars Gunnarsson wendete'sich jetzt wieder dem großen Haufen von Gegenständen zu, die neben ihm aufgestapelt lagen, und wollte von neuem mit dem Verkauf beginnen. Da machte Jan einen Versuch, sich selbst zu helfen. Unter Jammern und Klagen ging er vor bis an den Tisch, auf dem Lars stand, und dort angekommen, bückte er sich vor und wollte den Tisch umwerfen. Allein Lars Uetz sich nicht überraschen. Er schwang den Kaiserstock und versetzte Jan einen so heftigen Schlag über den Rücken, datz er zurückweichen mutzte. Wegeners erhoffte Filmreform hier nach seiner Auffassung eine Verwirklichung erfahren hat. Freilich, das Vorspiel bewegt sicki noch in den Bahnen der alt» erprobten Aeußerlichkeiten. Ein Erfinder ist von der Arbeit müde und sucht Erholung in einem kleinen Kurort. Es sind die üblichen Bilder: der Mann an: Arbeitstisch, an der Maschine, im Auto, auf der Quartiersuchc. Man erlebt nichts mehr dabei und findet es überflüssig. Aber dann findet er Unterkunft in einem abgelegenen Haus, in dem er bald Zeuge der abenteuerlichsten Vorgänge wird. Hier haust ein indischer Wuirderinann(Joghi), der gerade ein Mittel probiert, sich und andere unsichtbar zu machen und nun dem Fremden allerlei Schabernacke spielt, um ihn hinwegzugrauelu. Vor unseren Augen macht der Doghi eine Katze halb unsichtbar, und siehe da: auch sich selber verwandelt er in ein Nichts, an dem nur noch die Kopfbedeckung sichtbar bleibt. Geheimnisvoll öffnen und schließen sich Türen, man sieht Schuhe sich vorwärts bewegen, in denen niemand steckt, Spuren im Sande sich rätselhastcrweise erzeugen. Der Erfinder versteht aber keinen Spatz und schießt auf den unsichtbaren Störenfried und entdeckt seine Existenz an den Blutspuren, die er hinterläßt.' Die weiteren Akte bringen die nötige Liebesgeschichte mit einer jungen Jchderin, die im Banne des Doghi steht, aber von dem Erfinder befreit wird und nun mit ihm fliehen will. Um den Nachstellungen des Uoghi zu entgehen, machte sich der Retter mit Hilfe des Trances gleichfalls unsichtbar— und nun sehen wir dem Kamps zweier Unsichtbaren zu. Ein Dolch, der im Zimmer herum- fährt und die umgeworfenen Möbel zeugen von den Vorgängen— in der Welt der Unsichtbaren. Der Aoghi wird überwunden und einge- sperrt; die Dorfbewohner kommen zu Hilfe und erleben staunend und überrascht den Untergang des Unsichtbaren, der mitsamt dem Hause verbrennt. Die Tricks gelangen wirklich erstaunlich, aber sie litten in ihrer Wirkung durch die demonstrative Art, wie sie vorbereitet und gewissermaßen erklärt wurden. Spukstimmung gaben vor allem die Szenen mit dem in der Luft wandernden Dolch. Die Jnszene- setzung, wofür offenbar ein ganzes Haus hergerichtet war, und die Darstellung— Wegener hatte ausdrucksvollstes Mienenspiel— waren vortrefflich. Aber die sentimentalen und sensationellen Be- standteiie des Filmdramas waren wieder da, die langen Inschriften fehlten auch nicht— und so wird man bei aller Anerkennung des vielfach Neuen und auf feinste Art Spannenden dem Ganzen doch einen Kompromißcharakter zusprechen müssen. Das echte Phanta- siestück müßte noch viel freier von der üblichen Handlung sein und eine ganz neue Welt erstehen lassen, wozu der Film die Mittel liefern kann. Vielleicht geht Wegener das nächste Mal einige Schritte weiter._ Notize». — Vorträge. Die Urania veranstaltet in diesem Win- ter allgemein verständliche Vorträge über Naturwissenschaft und Technik in diesem Kriege. Insbesondere werden regelmäßig an den Mittwochabenden, beginnend am 18. Oktober, Vorträge von bekannten Gelehrten stattfinden, die die Fragen der Volks- ernährung, die Beschaffung von Ersatzstoffen sowie die chemische und physikalische Technik in diesem Kriege behandeln. Die erste Vortragsreihe umfaßt sechs Vorträge, für die sehr ermäßigte Abonnementskarten ausgegeben werden. Ausführliche Programme an der Kasse. — Theaterchronik. Im Deutschen Theater beginnt in der kommenden Woche der„Deutsche Zyklus" mit der Erstaus- führung der„Soldaten" von Lenz.— In den klassischen Volks- schauspielen im Theater des Westens gastiert am 19., II., 12. und 14. Oktober nachmittags im„Raub der S a b i n e r i n u e u" Alfted Schmasow als„Striese". — Vorlesungen im Zentralinstitut für Er- ziehung und Unterricht. Im Winterhalbjahr nimmt das Zentralinstitut seine Vorlesungstätigkeit in wesentlich erweiter- tem Umfange auf. An öffentlichen Vorträgen wird unter dem Titel„Die Technik als Teil der Gesomtkultur" eine Vortragsreihe angekündigt, die der Lehrerwelt ein tieferes Ver- ständnis für das Wesen der Technik vermitteln soll. Daneben werden die„Berliner Abende" fortgesetzt, die zu einer pädagogischen Auswertung der Schätze unserer Museen anregen sollen. Das Vorlesungsverzeichnis versendet die Geschäftsstelle Berlin W. 3S, Potsdamer Straße 129, gegen Ewsendung von 20 Pf. Anmeldungen zu den Veranstaltungen des Instituts sind schriftlich oder mundlich von 11— 1 und 5— 6 Uhr dorthin zu richten. — Eine Ausstellung von Bucheinbänden aus per- schkdenen Jahrhunderten ist im großen VortragSfaal der Königl. Bibliothek zu sehen. — Eine dänische Arbeiterschule, die von den sozial« demokratischen Organisationen gegründet ist, wurde in Kopenhagen mit einer Rede des neuen sozialdemokratischen Ministers Stauning eröffnet. „Nein, du l" sagte Lars.„Vorerst behalte ich die Sachen da. Und ich meine, du hast jetzt schon mehr als genug Zeit mit deiner Kaiserschaft verloren. Jetzt könntest du auch wieder hingehen und Gräben ziehen. Leute wie du haben nichts bei Auktionen verloren." Es sah nicht aus, als ob Jan große Lust hätte, zu ge- horchen. Aber da schwang Lars den Stock noch einmal, und mehr war nicht nötig, datz der Kaiser von Portngallien kehrt machte und entfloh. Niemand setzte sich in Bewegung, um ihm nachzugehen und ihm ein tröstendes Wort zu sagen, niemand rief ihn zurück. Die meisten konnten es sich sogar nicht versagen, laut aufzulachen, als sie sahen, wie kläglich der arme Narr seine ganze Größe verlor. Aber auch das war nicht nach Lars Gunnarssons Ge- schmack. Bei seinen Auktionen sollte es so feierlich zugehen wie bei einem Gottesdienst. „Ich halt es wirklich für besser, wenn man mit Jan ernst- Haft redet, anstatt ihn auszulachen", sagte er.„Viele gehen auf seine Narrheiten ein und reden ihn sogar als Kaiser an; aber das ist doch wirklich nicht recht gegen ihn gehandelt. Da ist's doch wohl besser, wenn man den Versuch macht, ihm wieder beizubringen, wer er ist, selbst wenn's ihm nicht angenehm sein sollte. Ich bin nun schon seit längerer Zeit sein Dienstherr und halt es darum für meine Pflicht, darauf zu sehen, datz er wieder zu arbeiten anfängt. Sonst fällt er in kurzem der Ge- meinde zur Last." Nach diesem Zwischenfall hielt LarS eine wirklich großartige Auktion ab mit eiftigem Bieten und hohen Preisen. Und die Befriedigung, die er fühlte, wurde nicht geringer, als er bei seiner Heimkunft am nächsten Tage vernahm. Jan habe seine Arbeitskleidcr wieder angezogen und angefangen, auf dem Brachfeld Gräben zu ziehen. „Nun wollen wir ihn auch gar nicht mehr an seine Ver- rücktheit erinnern," sagte Lars Gunnarsson.„Vielleicht be- kommt er dann seinen Verstand wieder. Der ist ohnedies nie so groß gewesen, datz er eine Verminderung vertragen könnte." (Forts, folgt.) 8. Vrt'Ustifch Süddeutsche fT34. K«»igi. Vrenh.) Kinjscnlotterle t. Klaff« S. ZityungStaz 7. Ollober 1916 Vonuilla, iius jede j»um««r sind zwei gleich hob, »!ei»Ii,»e gefaUe»,»ud zwar jt einer ans die Lose gleicher Rnmmer t» den»eiden«»teilungcn I a. U. Siut die Eewimie üb«, 103 M. fliiö in»lammern betjefögt. (Ohne«ewShr«. St.-A. f. Z.)(Nachdruck verboten» Zig i?» 595 77» WS SS««« 33S 640 6» 67 62 76 2 078 79 179 417 703 3 307 670 709 834 4272 648 766 983 3149 240 WS 649 871 8026 147 8« 388 438 ilOCO; 787 991 7131 461 «47 664 781 988 8101 372 366 623 760 71 812 36(4001 3135 243 681 723 69 84 813 10071 417 38 46 47 800 41»78 71382 632 639 826 918 38 90 13022 680 884 13183 319 66 588 627 68 773 919 14054 143 299 737 43 876 1 5188 636 69(400) 744 Mi!» 359 590 679 619 17312 407 512 3Z«2« 903 1 8024 75 179(4001 3*6 628 732 818 938 78111 403 9 739 85 803 69 930 20124 85 275 362 461 83 687 881 876 21236 337 664 716 909 14001 2 2 033 461 606 813 2 3153 66 321 423 767 832 24231 442 612 932 28106 57(400) 2421400) 764 38006 36 831 194 37002 BT 96 320 712 826 2S410 665(10001 741 23077 610 606 64 »0H6 294 312 28 80 573 640 862 86 37246 464 639(400) 605 702 76 956 3 2304(4001 837 774(400) 33424 44 49 743 70 846 34065 724(40 000) 804 989 35466 99 33411 69 682 633 920 83* 7269(400, 786 920 66 87 3 8 062 138 300 656 3 3256 459 97 656 14001 848 4 0197*357 72 722 61 971(400) 41061 160 27»»17 43606 773 990 4 3323 418 733 83 816 44020 41 266 634 736 96 4S0I1 147 723 407 4 6 706 33» 936 43006 303 4« 716 47017 (400) 52 66(400) 179 218 246 669 936 4 3066 21» 24 406 10 66 943 43104 2?S 72« 5 0053 98 177 260 6» 316 468 682 31146 266 474 611 «0! 716 32 280 682 847 70 999 3 3 060 800 808 3 4136 '59(100 00) 667 56566 667 38037 294 4SI 37319 606 65 931 50146 74 322 36 467 830 34 5 8186 99 271 90 434 667 836 941(400) 47 60093 609 81000 168 290 309 89141 437 839 794 83803 776 8 4429 616 637 907 8 8178 81 707 843 993 8 8021 8- 8 938 33 6 7374 459 539 8 8041 153(400) 376 80 326 638 88060 164 63 211 86 677 603 30 49 837 70015 3'1 74(400) 809 76 71170 303(400) 64 693 704 86 eea es4 72056 mooj 142 200 72 403 53»27 679 740 43 75 894 7806» 404 27 613 81 844 7 4201 383 91 49? 648 90 75082 fl( 20 6« 71(4001 773 78035 170 98 223 428 62 589 758 7 8062 194 206 23 322 619 41 397 944(400) 79113 246 589 660 973 80130 43 389(5001 383 404 28 97 674 686(600) 831 81014 164 249 847 8 2163 387(400) 641 60 786»24 78 8 3443 846 931 8 4496 704 863(1000) 8 5052 101 365 463 s. 0 s 17 336 86335(400) 630 370 912(400) 61 91 8 7203 310 13 88441 638 60 72 609 881 070 78 89266 662 893 866 90206 430(400) 701 867 896 91036 86 333 60 413 92192 264(10001 377 459 78 725 849 809 8318« 370 347 96 694 657 927 8 4 039 45 362 523 83 774 9 5 061 336 799 08016 79 385 601 34 620 8 7313 773 88160 363 466(400) 606 361 8 9055 137 382 45« 81» 100454»6 776(10001 894 970 10(350 858 933 102002 223 63 461 623 626 777>82046 88(600) 336 643»29>0400» 42 180 234 548 913 64(050S8 325 604(600) 933« TS ieS'134 15001 382 410 61 79 1 0 7252 773 861 93 108067 430 929 99 1 09183 459 667 68 694 950 110003 307 345 539 95(600) 111010 413 543 112111 41 210 67 76 77 624 27 I1S061#8 278 432 535 86« 9« 922 114436 660 115140 377 MOOi 624 723 980 HS 110199 363(600, 504 680 86 798 822 60» 7980 ,600) 118073 223 118434 669 809 120036 373 676 608»4» 1916)3 81 116 ttT 199114 384 83 347 730 028 975(1000) 12 3077 197 463 673 696 718 1 94089 234 418 603 853 S9 136107 459 820 49 95 910 88 1400) 128023 237 313 92 401»3 536 767 1 27133 234 319 934(400) 12 8306 6« 1« 643 660 4 1 20162 415 638 935 130047 873 992 131188 2»2 SU 631 734 1,9388 8» »3 455 133-93(1000) 437 633«08 33 TOS 67 1,4074 83 122 61 209 906 36 94 135005 118 85 301 10 650 766 814 817 136067 513 731 13 7584 603 83 606 64 93 1 38266 323 644 667 92(600) 139161 466 774 143388 929«4 63 141187 838 84 860 798 06 817(800) 143577 143 069 144 909 36 650 69 876 776 1 44216 87 44 ♦37 60 70 612 922 14 ,220 367 760 146265 881 706 816 147245 66 4)9 647 776 140013 333(400) 406 611 636 974 14,020 23 122 436 666 836 150007 112 34 276 461 869 988 1,1044 870 1,9333 41» 608 768 70 79 965 163425 35 679 869 1,4026 171 376 446 702 15 54(400) 915 1,6256 506 30 94 806 800 44 1 8 ,060 369 427 700 1 5 7353 336 83 SIT 18 ,298 323 710 854 843 80 1,9303 6 446 621 39 618 760 100014 181 263 450 79 657 749 944 1,1314 649 1,2142 93 99 641»33 1,3074 202 611 762 939 IB4I17 270 666 67 82 608 10,377 526 738 1 6 6006 127 339 414 35 697 633 1 67109 84 369 1,8018(1000) 163 97 436 667 649 84 1,901» 33 45 4» 97(400) 322 628 96 667 762 63 170194 221 369 668 61 66 677 744 171107 735 1 7,1,7 81 516 68 782 1 7 3 036 133 23) 41 641 174017 160 61 4» 643 63 360 80»8 17,010(400) UT 267 669 870 1 7 ,006 8. PreuPsch-Zuddetttschs (23-1. Köuigl. Prruß.) Klnsseulatterle «.Klasse 2. ZtehungStag 7. Oktober ISIS Nachmittag Stuf jede geiogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gesaiien,»»d»war je einer ans die Los« gleicher Nummer tu de» beiden Abteil»»»«» I n. II. ,400, 43 203»4 477(800) 786(600)>77266 646(400)«16 802 68 903 79>7,496 SA 81»9 769>7,062 104(♦< (3000) 992 1,0111 262 837 68 181323 688 82» 19,18« 249 830 948 840 996 183183 633(1000) 730»4 917 1,4301 437 79»41 867 1 8 ,049 272 309 36 497 624 747 1,9027 200 38» 478 SIT 760 62 830 841 19 7 069 82 138«6 214 857 448 1,0096 168 343 484 642 849 63 1 39093 275 336 411»4(400) 662 708«8 1,0137 47 480«3 Sil(400) 71 2, 867«68»2 19108« 23» 4SI 91 664 946 192119 393 469 896 983 193012 116 204 324 625 718 834 19,014 81 167»6 242 347 69 463 680 1,8026 42 IIB 221 99 348 96 690(400, 956 63 189013 122 4« 329 547 718 967 1,7076 673 162 942 44 91 188033 276 300 040 814 199303 62 670 89 716 200106 224 397 428 618 201094 108 4« 638 43 740 84 888 202339 469 83 579 687 759 299202 839»4 20440, 71 800 806 971 20,53« 71 863 997 29617««28 34«3 77» 924 73 207133 655 73 765 92 209218 20 422 612 8}«13 744 80 832 996 209249 450 770 893 219104 63 872 970 211543 21 SS» 218093 11, 14(460) 91 217 214126 352 90421,122 304 47» 651 21,066 162 82 80» 80 699 697.21 7410 78 86 676 905»4 ,19160 534 67 63 86 869 S1«1W 229 41 483 611 96 22,006 174 80 461 663 679 706(560) 858(400) 221263 303 6 316 222308 31 306 39 716 2,3348 61 660 77» 87« 224)6« 301(68 635 838 228342 88 4]» 883 980»6 22,045 233 871 TU 69 2,7004 471 TU SB 229158 278 437 76 625 Nur die Gewinne über 192 M. find in Klammern beigejügt. (OJne Gewähr A. Et.-A. f. Z.)(Nachdruck verbaten) SS 192 453 550 913 63 99 1019 99 283 345 444 665 815 40 «3 61 941 2313 66 84 433 814(400) 48 3418 50 622 769 82 967 4233 68 480 605 829 963«147 248 843 616 20(400) 788 829 997(400) ,396 7 281 823 ,168 299 4SI 660 833 966 ,145 388«30 636 651 923 1,016 64 348 693 872 11232 74 96(1000) 801 42 96 466 933 99 1 2196 462 518 42 47 1 3(36 448(400) 14125 217 430 607 82 974 1 8055 203 369 419«07 663 754 905 1,23« 69 62(SOOOi 688 679 1 7007 130 236(400) 605 666 800 927 1,134 337 824 61 1,073 142 93 223 69 77 603 5 764 964 20517 21220 604 66 866 22464(400) 620 666 2 3254 836 629 93 717 18 890 947 2 4028 213 423 663 66 768 2 6769 89 957 26260 608 2 7021 24 262 311 92 912 2,096 464 683 623 862 2 9017 269 78 779 „062 174 860 81432, 2109 282 619 634 748 944 ,,276 426 43 3 4240 301 4SI 617 ,806" 264 471 663 766 861 3 0 251 66 860 3 7 292 463 831 38 3 8 089 623 34 666 „133 67 222(400) 462«04 4 0(4001 672 663 946 4,002 65 87 259 662 91 669 80(400) 650 052(400) 73 41427 529 762 873 4 S 064 60 125 216 37 40 337 411 680 877 913 46 4 8070 266 611 785 847 62 931 4 4 033 437 4,023 436 61 546 4 6540 776 821 891 4 7032 331 506 7 22 4 U033 268 903 ,0123 324 28 634 667 903 ,1118 288 362 4 83 723 956 83 ,2208 24 760(400) 963 5 3 416 603 64 661 724 49 5 4 U3 417 31 635 44 60 090 820 964 71 6,128 238 63 99 427 687 743(400) 5,197 368 600« 7167 212 323 7 6 424 512 14 44 71 691 791 93 6 8430 36 602 63 832„048 127 32 323 422 63 630 707 26 78 ,0061 367 78 668 684 832 90 997(1000)«1217 26«(400) 475 77(600) 649( 600) 090 736 36, 2236 4«(600) 68 3?« 37 79(600) 634 03000 63 922«0(400)«4194£69 324 0 ,207 398 460 663 960 82 6, 023 422 670 62 703 965 6 7 020 69 160 219 90 303 852 70 6OU0(«00) 203(400) 313 779 814 „333 604 31 374 70138 618«06 984 98 71044 463 815 9« SU 27 73 7 2023 114 87(4001 209? 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