it. 285.- 1916. Unterhaltungsblatt ües vorwärts« Werner von Siemens 13. Dez. 1816— 13. Dez. 1916. SAcht nur in Deutschland, in der ganzen Kutturwelt wird heute daZ Andenken eines Mannes gefeicrl, der wie wenig andere zur Entwicklung der die moderne Industrie beherrschenden Elektrotechnik beigetragen bat. Unter dem Einfluß der noch lange nicht erloschenen Kriegspsychose sucht man selbst tu wissciiichafllich und technisch hoch- bedeutenden Kreisen Frankreichs und Englands die Verdienste Deutsch- lands und deutscher Männer um den allgemeinen Fortschritt zu ver- kleinern und gibt sogar der„russischen Kultur"' den Vorzug vor der „deutschen Unkultur". Um so mehr haben wir Anlaß, das Welt- umspannende Wirken eines Mannes hervorzuheben, der geradezu als Sinnbild deutscher Kultur gelten kann. Werner Siemens stammte aus einer wenig begüterten, aber mit Kindern reich gesegneten Familie— 13, 11. 15 Kinder kamen bei den Siemens nicht allzu selten vor. Werners Eltern hatten 11 Kinder, von denen Werner das vierte war. Er wurde auf dem Pachtguie Lenthe in dem damals durch Personalunion mrt England verbundenen Königreich Hannover geboren. Die Knappheit der Mittel gestattete es Werner nicht, seine wisscuschastliche und technische Ausbildung, wozu seine Neigung von frühester Kindheit an ihn drängte, auf der Berliner Bauakademie zu vollenden. Er faßte daher den Entschluß, beir.i Preußischen Jngenieurkorps, und da das nicht ausführbar war, bei der preußischen Artillerie einzutreten. Sein Bater, der als deutscher Patriol die Erlösung von dem Jammer der deutschen Kleinstaaterei nur von Preußen erwartete, billigte diesen Entschluß mit den charakteristischen Worten:„So wie es setzt in Deutschland ist, kann es unmöglich bleiben. Es wird eine Zeit kommen, wo alle? drunter und drüber geht. Der einzige feste Punkt in Deutschland ist aber der Staat Friedrichs deS Großen und die Preußische Armee, und in solchen Zeiten ist es immer besser, Hammer zu sein als QmboS". In der Zitadelle von Magdeburg, wo Leutnant Siemens seine Festungshast verbüßte, zu der er als Teilnehmer(Selundant) an einem Duell verurteilt war, beschäftigte er sich mit Versuchen über clektrolytische Niederschläge, und es gelang ihm die galvanische Ver- goldung, wodurch er die Mittel zu weiteren Versuchen erhielt, da ein Magdeburger Juwelier das Recht zur Verwendung seines Ver- fahrenS für 10 Louisd'or von ihm erwarb. Aus seiner erfolgreichen Tätigkeit in der Stille der Zitadelle wurde er, wie er in launiger Weise in seiner: Lebenserinneruugen erzählt, durch die sehr bald erfolgte Begnadigung wieder herausgerissen. Doch bekam er ein Kommando nach Spandau zur Luslseuerwerkerei, wo er seinen chemischen Neigungen nachgehen konnte. Besonderes Interesse wandte Siemens der elektrischen Tele- graphie zu: das brachte ihm ein Kommando zur Dienstleistung bei der Kommt sfion des Generalstabes ein, die die Einsührung der elektrischen Telegraphen vorbereiten sollte. Seme rege Tätigkeit in dieser Stellung nahm ihn in den Jahren 1817 und 18 so in Anspruch, daß er wenig Zeit fand„m: der wilden Bewegung der Geister teilzunehmen, die sich seit der Pariser Februar- Revolution über ganz Deutschland verbreitete". Doch schloß er sich oin 19. März in Zivilklcidung der Volksmenge an, die nach dem Schloßplatz zog. um ihrer Freude über die Proklamation des Königs Ausdruck zu geben. Bald darauf wurde er nach Schleswig-Holstein geführt, wo er im Kieler Hafen, dessen Beschießung durch dänische Kriegsschiffe man erwartete, die erste unterseeische Mme mit elektrischer Zündung legte. Seine Arbeiten sür Telegraphen leitungen, die damals fast nur »»terirdisch verlegt wurden, da tnan die Zerstörung überirdischer Leitungen durch deu Mutwillen des Publikums befürchtete, hatte ihn zu einem guten Jsolaiionsverfahrcn geführt, das auch für unterseeische Leitungen geeignet war. Der Fortentwicklung des TclegraphenwcsenS galt seine weitere Lebensarbeit, und als Telegraphenbauanstalt errang die von ihm in Gemeinschaft mit dem Mechaniker Halske gegründete Firma in wenigen Jahren Weltruf. Siemens baute außer in Deutschland telegraphische Leitungen in Rußland, legte die indoeuropäische Tclegraphenlinie an und legte auch das erste unterseeische Kabel zwischen Bona in Algier und Cagliari auf der Insel Sardinien. Wir können hier nicht alle schöpferischen Erfindungen und Leistungen Siemens' im einzelnen auch nur aufzählen, geschweige würdigen. Wir verweisen auf ein eben best der Deutschet: Verlags- anstalt erschienenes Werk:„Werner von Siemens, der Begründer der modernen Elektrotechnik" von Artur Fürst, das in anregender Weise geschrieben, einen Ueberblick über das Leben und die Leistungen Siemens' gibt. Nur die Aufstellung des clektrodyna- mischen Prinzips wollen wir erwähnen, durch die die restlose Um« Wandlung von mechanischer Arbeit in elektrischen Strom gelang, wodurch der Slorkstromteanrik und der elektrischen Kraftübertragung neue Bahnen eröffnet wurden. Anwendungen begegnen nnS beute ans Schritt und Tritt, wir brauchen nur au die elektrische Straßen« bahn zu denken,— die erste elektrische Lokomotive baute ebenfalls Siemens und führte sie aus der Berliner Gewerbc-AuSstcllung von 1879 vor, und zwei Jahre später wurde die erste eleltrisch betriebene Strecke in Lichwrseldc, ebenfalls von Siemens gebaust eröffnet. Die Firma Siemens u, Halske erhob fich aus klemen Ansängen — sie wurde mit einem zum größten Teil geliehenen Kapital von noch nicht ganz 20 000 M. in einem Hinterhause der Schöneberger Straße in Berlin errichtet— im Lause weniger Jahrzehnte zu einer Weltfirma, in der gegen 100 009 Arbeiter beschäftigt werden. Für diese Arbeiter sind zum größten Teil noch von Werner Siemens selbst eine Reihe von Wohlfahriseinrichluiigen geschaffen, die allerduigs dem bewußten und klar ausgesprochenen Zweck dienen sollten, die Arbeiter seßhaft zu machen und an die Firma zu fesseln. Zu diesem BeHufe führte Siemens schon ftühzcitlg ein System der Gewinnbeteiligung der Arbeiter ein, ferner eine Petlfionskaffe und damit verbunden eine Witwen- und Waisen-llnterstützungstasse. In seinen Lebenseriur.erungen rühmt er diese Eiiirichlmigen, weil sie „der Stteilmauie, welche die Industrie und besonders die Arbeiter selbst schwer schädigt, om besten entgegenwirken". Allerdings sind die Arbeiter über"den„Segen" solcher Emrichtungcn nicht ganz derselben Meinung wie die Arbeitgeber, es ist auch Tarsache, daß gerade in den Siemensschen Werken die Gelben eine Pflanzstätte finden. Noch eir.e�Schöpsung des Siemensschen Geistes dürfen wir nicht ttnerwähnt lasten. Seine Liebe war der Technil und der Wissen- schaff in gleichem Maße zugewendet, schon früh erkannte er, wie notwendig gerade für den Techniker eine gediegene wisienschaftliche Durchbildung ist.„Die fnaturtoisienschastlickie Forschung," sagte er, „bildet immer den sicheren Boden des technischen Forlschritts, und die Industrie eines Landes wird niemals eine internationale leitenve Stellung erwerben und sich erhalten können, lvcnn dasselbe nicht gleichzeitig an der Spitze des naturwissen- schaftlichcn.Fortschritts steht." In diesem Zusammenhang ver- mißte er in Deutschland die Existenz von Jnstiwten, die aus- schließlich der physikalischen Forschung gewidmet find, und gab den Aufioß zur Errichtung der Physikalis ch-lcchnische» Reichsanstalt, die er durch Hergäbe eines Kapitals von einer halben Million Mark er- möglichte. Die hier tätigen Forscher sollen nicht durch die Pflicht des NntcrrichtS in Anspruch genommen sein und von der reinen Forsclterarbeit und ihrer Nutzbarmachung sür die Technik abgezogen werden. Werner SicutcuS starb am 6. Dezember 1892 nach einem erfolgreichen und mit äußeren Ehren überhäuften Leben. Die Universität Berlin hatte ihn bei ihrem fünfzigjährigen Jubi- läunr zum Ehrendoktor ernannt, die Berliner Akademie der Wisseiischasten berief ihn zu in Mitglied, Kaiser Friedrich verlieh ihm bei seiner Thronbesteigung den erblichen Adel.„Des Ruhmes heilige Kränze" haben in diesem Falle nicht„die genieine Stirn entweiht", sondern sind einem Würdigen zuteil geworden. Siemens selbst sagt von sich.-„Mein Leben war schön, weil es wesentlich er- folgreiwe Mühe und nützliche Arbeit war." Diese Worte kennzeichnen das Wesen dieses überragenden Mannes und großen Wegbereiters der modernen Technik, der unnier einfach und schlicht geblieben ist und in der Durchführung serner selbst gesteckten Nebcnzrele und Auf- gaben die reichste innere Befriedigung fand. __ D r. B, Borchardt. kleines Feuilleton. Das Such zu Wechnachten. Das Buch ist eines der wenigen Gegenstande, die nicht teurer geworden find. Nur in ganz geriligen Schwankungerr für einige Werke haben sich die erheblich gesteigerten Herstellungskosten gellend gemacht. Im allgemeinen ist das Buch ebenso preiswert geblieben lvie im Frieden, es ist in den Läden in reicher Auswahl vorhanden und wird tvrllig verkauft, so daß man sich nicht erst mit großer Zeitvergeudung in Regen und Wind vor den Ladcntürcn anstellen muß. Es ist also das gegebene Weihnachtsgeschenk. Auch manche andere Ware ist wohl nickt teurer geworden, aber dann ist ihre Weriichätzuiig und Verwendbarkeit gegenwärtig auch nicht eben groß; etliche Luxusartikel z. B.. die nur von plötzlich Verreichlcn ge- kauft werden können, mögen im Berhälmis nicht teurer geworden sein. DaS Buch aber ist die einzige Ware, die, obgleich ihre Wert- ichätzung und Bedeutung in schweren Zeiten steigt und zunimmt, in dieser schweren Zeit so preiswert geblieben tst wie vordem. Da aber im übrigen das gesamte Preisniveau gestiegen ist, ist das Buch somit im Verhältnis billiger geworden. Es ist also ein ideales Weihnachtsgeschenk sür draußen und daheim— ja eS ist eines der Mittel, die Kraft der Seele zu stärken, die ebenso nötig ist wie die Kraft des Körpers. Konzert ües Hrfceiter-Sängerbunües. Seine Lebenskraft, seine Kulturmission zu beweisen, hat der Arbeiter-Sängerbund Jahr für Jahr sein Gründungsfest begangen. Daß er, wie alle Hemmniffe politischer und gesangLorganiiatorischcr Natur vorher, auch mit gleicher Zähigkeit den Krieg überwinden werde, das läßt sich schon setzt erkennen. Denn trotz aller Mitglieder- einbüßen der einzelnen Männerchöre hält der Bund sich hoch und die Sangesfteudigkeit auch. Neuen Zuwachs brachten die Frauen. Roch stehe» fteilich die Frauenchöre im ersten Stadium des Könnens. Anr Berliner BoUschor läßt sich das Maß an Arbeit, das sie noch zu leisten haben, abwägen. Aber sobald die gleiche Künstlerschaft er« rungen sein wird— was könnte es dann wohl Schöneres geben, als Männer- und Frauenchöre in holder Eintracht mit- sammen im Dienste der Musen zu sehen. Der dreistimmige, auch vierstimmige weibliche Chor hat gewiffe Begrenzungen, über die schwerlich hinauszukommen Ast. Die Spezial- literaiur für ihn ist, wenn nicht arm an Stücken, doch zumeist schwer zu bezwingen. Wer nicht an die großen Anforderungen beispielsweise EorueliuSicher Frauenchöre I Welche Mission aber gerade moderne Tonsetzer dem gemischten Chor zuweisen, daS lehrt ein Blick in das neue Volksliederbuch. Von den mitwirkenden Chören schciiit mir der Thilosche Frauen« und Mädchenchor„Ost" schon befäbigt zu sein, vierstimniige Chöre wie Schuberts grazröS-'chalkhafles„Ständchen" mit dem führenden Altsolo« Part(Frl. Anna Gärtner) vorzutragen. Als Porbild des Höchst« Erreichbaren wird ihm indesien der von Rudel geleitete lümgliche Operuchor gelten müssen. Und in Mozarts„Wiegenlied" dürfte gleichfalls noch die ihm eigene unsagbar melodische Form heraus- zuholen bleiben. Der„Frauen- und Mädchenchor Norden", für den sein Dirigent O. Wellmann nach eigenem Text einen in satztcchnrscher Hinsicht nicht unintercflanten, dock auch nicht wenig komplizierten Chor„Die Rose' geschrieben hat. schnitt in.Wintersflucht" von dem einst ge« feierten Klaviervirtuosen S. Jadassohn und besonders mit einem humorvollen Chor„In Sankt Nikolaus' Reich" von Hermann Schulken gleichfalls günstig ab. Mischchöre sangen der„Männer- und Frauenchor Ost" sMorgen- Hymne ans der„Zauberflüte") und Männer« und Frauenchor Neu- lölln", sowie„Charlottenburger Liedertafel" unter Franz Bothe. Hervorhebung verdienen die von unverkennbarem musikalischem Rbyibmus und stimmlich-seincr Abtönung zeugenden Vorträge des Männerchors„Fichte-Georginia 1879"(Ehonneister F. Ludewig). Als Beschluß sangen die vereinigten Männerchöre unter Leitung des Bundesdirigcntcn I. van den Dries SchulkenS„Herbstfcier" und llthmanns„Tord Foleson", die Ballade von dem nordischen Fahnen- träger und Freiheitshelden._____ ek. Das Selen bei der Post. Die großen Vorteile der Bar frankierung sind bekannt und es hat daher auch schon seit längerer Zeit die Postvcrwaltung für Masscnsenduiigen dieses Versahreu eingeführt. Diese Fraukier- niaschinen bedrucken den Brief mit einem Frankostempel. Das Ver« fahren bat aber deu Nachteil, daß man nicht zuverlässig die Stück- zahl ermitteln kann und deshalb die Vorschrift besteht, daß für die Barsrankierung nur ganz gleiche Stücke von gleichem Gewicht Ver- Wendung finden dürfen. ES wird dann daS Gewicht eurer Anzahl Ernzelsendungen festgestellt, und daraus und ans dem Ge- samlgewicht die Stückzahl errechnet. Zweifellos wäre eS von sehr großein Vorteil, wenn man mir dieser Frankiermaschine eitie Zählvorrichtung verbinden könnte. Im„Prometheus" beschreibt Dr. Ries-München eine derartige Vorrichtung, die im wesentlichen auf der Einwirkung eines Lichtstrahles auf Selenzellen beruht. Eine beliebig starke Lichtquelle wird durch das Vorüber- gehen der Briefe abwechselnd verdunkelt und erhellt und erregt da« durch die Selenzelle, die wieder ihrerseits em Zählwerk betätigt. Alis die Einzelheiten der sehr sinnreichen Apparatur sei nicht näher eingegangen. Die Postsendungen werden hintereinander auf Bändern durch Stempelmaschine und Zählmaschine befördert. Man kann die beiden Maschinen so ineinander arbeilen lassen, daß beide nur gleichzeitig wirken können. Versuche mit dieser optischeri Zäblinaschine zeigten, daß man in der Sekunde etwa 16 und in der Minute an« nähernd 1000 Gegenstände zählen kann. Notize». — Arbeiterschaft und Oper. Der Hamburg-Altonaer Bildungsausschuß hat mit der Haniburger Volksoper einen Verlrag abgeschloffen, der den angeschlossenen Arbeitern für je einen Abend in der Woche mehrere hundert Plätze zu ermäßigten Preiselt sichert. 26] Ums Alenschentum. Ein Schiller-Roman von Walter von Molo. Mechanisch hob Fritz Schiller den mahnenden Finger; er wußte, daß nun der Ehrenmann horchte: reichlich war die Angebetare bemesien. Ein verächtlicher Zug wuchs um den scharfgeschnittencn Mund; schamvoll und von sich selbst an- geekelt, zog er den gestreckten Warnefingcr ein. Schon trieb auch ihn die Furcht. O, sie wußten, die Menschenwürde zu rauben!„Also: warum Herr Vater," sagte er heiser, gequält und todmüde,„warum Hab' ich's erst jetzt erfahren niüsscn? Habet ihr mir nicht geschrieben?" „Ich war selbst da, Fritz— weil die rnarnan vom Kinde nicht>veg wollte, solang wir es noch hatten— und Hab' um Urlaub zum letzten Ehrengang petitioniert: auch die Phinc war gestern da. um Ihn zu sprechen; das dumme Ding hat nicht gewußt, daß es hier ausgeschlossen wäre, hereinzu- kommen." „Das Phincle!" nickte Fritz Schiller in todtrauriger Er- bitterung,„es war also das Phincle, das nach mir fragte." Wild und verächtlich hob er den Kopf.„Nicht einmal da machen sie Halt!" „Was hat Er?" „Nichts! O nichts, Herr Vater! Man hat mir also den lklaiib verweigert? Ich hatte hier ja so Wichtigeres zu tun: ich niußte die Namen der Fürsten des heiligen römischen Reiches auswendig lernen und die Waden exerzieren, da konnte nian doch meiner Träne nicht Urlaub geben? Nicht wahr? Herr Vater?--- Redet, redet, redet schnell und reichlich, Herr Vater; der Aufseher, der Kettenhund, sitzet vor der Tür und hat das Stulidenei zur Hand. Ziedct, Herr Vater! Die Seele läßt sich herrlich kommandieren, versuchet es nur ein- mal! Sie ist ein geducktes, gehorsamstes Maschinenzeug." Die geballten Fäuste dämmten und glätteten die Rede zu ruhigerem Wort:„Hat der Herr Netter geschrieben? Was niachet die Großmutter Kodweiß zu Marbach? Kommet sie öfters zu euch? Und des Herrn Vaters Bäuinlcins? Gedeihen sie wohl?" Unsicher griff der Vater die Degenquaste entlang; er verstand sein Kind nicht mehr.„Fritz, komm' Er zu sich: Er gefällt mir nicht I" mahnte er duiupf.»Kehr' Er zurück in die Realität l" „Was machet der Vetter zu England; sagen Sie, Herr Vater: das interessieret mich sehr! Was machet er?" „Das ist wohl ein andrer Mann als Er! Der bringet den Namen Schiller der Nachwelt zu! Er verleget Bücher und strebet ohne Ende. Nun sucht er die Maschine, so sich drehet oanL force(ohne Kraftanwendung). Er wird geehret und anerkannt: höchste Personen nehmen seine Wid mungcn an." „Schneller, schneller, Herr Vater, im Anklagcbrief! Ehe Sie sechzig zählen, ist das Rendezvous am Ende!" „Fritz, was hat Er denn? Er ist stark aufgerühret und das Böse schwimmt oben. Er ist mager und bleich. Fritz I Treibet Er Heinrlichkeiten? Der Herr Medikus saget auch, Er wüchse zuviel; das schlaget sich oft auf Kopf und Gemüt. Drei Zoll hat sich Sein Körper in einem Jahr gestrecket; das ist zuviel!" „Saget's dem Herzog; der ändert auch das!" »Fritz, Fritz! Bei' Er zu Gott, daß er Ihn stärke, er- leuchte und gehorsam mache! Gott ist der einzige Hort, den wir haben. Er ist groß und allmächttg, er erweitert den Blick, daß wir uns erhöben und den Umkreis der Welten sähen, in den wir angekettet sind; Fritz, Er muß sich in Gott inbrünstig verklamniern, dann wird Ihm leichter; das lehrt Ihn folgen, denn Gott will, daß einer gesetzt sei über viele! Alle gehorchen, nur E r lamentiert. Fühlt Er denn anders? Uebcrheb' Er fich nicht; wir Menschen sind gleich. Wenn Er wüßte, Fritz, was wir Eltern leiden, wie lange die Nacht im Kummer ist! Alltäglich weinet die arme maman, sie erhoffet nichts mehr von Ihm, dem sie einst voll vertraute. Fritz, sei Er nicht verstocket! will Er unser Gebet durch eigenes Handeln unterstützen? Fritz, was ist, wenn seine maman im Kummer stirbt? Dann verfolgt Ihn der Vorwurf des Gewissens durchs ganze Leben." „Herr Vater, Herr Vater." deS Sohnes Stimme schluchzte, „grüßen Sie meine Mutter und sagen Sie ihr, sie sollt weiter hoffen auf mich. Sie sollt, sie müßt! Es ist ihre Pflicht, an mich zu glauben, so lange meine Brust inr Atem geht. Sagen Sie ihr das! O, Herr Vater, auch an Ihnen ist viel gefehlet worden, nur Sie merken es nicht. Wie schrecklich alles ist!— Streicheln Sie, Herr Vater, streicheln Sie mich; ich bin so ohne Liebe, daß die seufzende Kreatur kläglich heulet, trotz all der Wissenschaft, die sie cinquälen zum Uebcr- fluß!"— Er stand mit geschlossenen Augen, jäh riß er sie wieder auf mit der bangen Frage:„Nichtwahr, Herr Vater, es ist nicht wahr, was der Hoven sagt, daß Sie mich an Ihn gebunden hätten auf Lebenszeit, durch einen revera?" „Was hat Er da wieder dagegen? Er bleibet im herzog- lichen Hausdienst. Jawohl!" „Ihr habt's getan? Ihr habt's getan! Verschachert wie ein Stück Vieh auf Lebenszeit? Weil ich gratis fraß' urrd gepeiniget werd', habt Ihr mein Leben verkaufet? An Ihn?" „So ist's doch jedem von früher geschehen, seit der Herr Herzog neuestens Zöglinge nehmet vor Geld! Die maman und ich haben den Zettel unterschrieben als Gegenzahlung vor seinen Freiplatz— wie alle andern..." „Die Mutter?" Die Mutter gebet ihr Kind weg. der- ratet es? Ist das der Abgrund? Trillert er?" „Was hat Er?" Ehe Kaspar Schiller hinzuspringen konnte, lag sein Sohn ohnmächtig auf dem Boden. » Es saß sich wohlig, nach dumpfen Krankenwochen, im sinkenden Sonnenschein. Fritz Schiller schloß die Augen und fühlte dankbar, wie ihm der Abendwind den Nacken strich. Gierig trank er die langentbehrte Freiheit in sich ein. Kurz und kärglich bemessen war auch die Rekonvaleszentenzett; man mußte sie nützen. In der hellen Ocffnung der beschnittenen Allee stand rot die untergehende Sonne. Tiefdnnkle Schatten krochen über die Gipfel der Alb. llnheilig sah aus den Neckarbergen die Nacht, sie umfing schon die ferne Ebene, aus der, wie züin Abschied, die Weiler rauchten. Sanfte Schleier woben über dem blüteschweren Unterland. Fernher blitzte eine heim- kehrende Pflugschar. Schon flirrten zu Ludwigsburg die ersten Lichter, der Hohe-ASPerg schlug mürrisch den Mantel um und ging gelassen zur Ruh. Ein kühler Hauch schlich aus dem Walde durch die ge- stutzten Laubwege und Aestehallen bis hin zum einsam träumenden Menschen, der endlich Zeit und Ruhe fand, sein Inneres hemmungslos im Fluß zu lassen. Die nackteit Göttinnen des Altertums fröstelten auf ihren Postamenten. sie zogen die kunstvoll drapierten Hüllen vor, die mehr bc- nachrichttgten und zeigten, als verbargen. Aengstlich schrie im Vogelhause eine gefiederte Brust; gefeffeltc Beine kratzten wider Stäbe, die sie gefangen hielten. Lautlos schivirrtc ei» Käser in der lichtlceren Dämmerung.(Forts, folgt.) Dtre3btioeken. Zettbild von«e>iel. Ansang 8 Uhr. Donntag nach. mittag 3 Uhr: (Ermäg. Preise) Welhnacbtsabend i. Schütze agraben Admiratspalast. Das herrliche Kisballett �ran �antasie. Änf. 8'/, Uhr. 2, 8, d M. Casino-Theater. Lothringer Str. 37. Täglich 81/« Uhr Einzig in seiner Art! Die Schiager-Posse dieser Spielzeit Zwei helle Serliner Berliner Figuren I Berliner Humor I Slorher erstklassige Dpogialitaten Sonntag 4 Uhr:«eihnaohtiuriaud. Aitwooh, 13. Dezember, 8 Uhr: 3 Uhr I. die 15. Dezember 8 Uhr Oaataplcl Alfred Ott auf seinem Vollblüter..Buoharel", der beste Schulreiter der Gegenwart, nur Iitrze Zeit auf Urlaub. Max u. Moritz. d.Istg. 8Händ. Jtünftl. 3 Neschw. Schenk, Exzentr.-Atrob. AFlkA, da» grolle Geheimnis, sowie die übrige« Zirkus- Nummern. � llie Geiei'pi'igzWig. siii Sonnabend 3'/, U., Aussllhrung: Posse»- Theater. Täglich S'/sUhr: De» LOwcn Erwachen Ent oder weder Hoftmann'» SehmaB. TSgLSUhi. SonntS'/jmSUhr. Sensation■- Gastspiel Mabel May Yang und das großa, neue December- Programm. ner mari Verwaltungssteile Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Keschäftszeit von 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Ami Norden 18b. 1239, 1987. 9714. Donnerstag, de« 14. Dezember 1916, abends 7'/, Uhr: Versammlung aller in der Schraubenbranche beschäftigten Arbeiter n. Arbeiterinnen in Granmanns Festsälen, Nannynstr. 27. Tagesordnung: 1. Das Zivil-Hilfödienstgeseh u»d seine Wirkung für die«r. beiterschaft. Neserent: Kollege Diering.— 2. DiSlnssion.— 3. Neuwahl zur Agitationskommission.— 4. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches»nd pünktliches Erscheine» wird erwartet. 127/2»1c Ort»Verwaltung. Restehandlung Becker, Seydelstr.lÄ Herren- und%ttnter Garantie für Damenstofie.�tadellosen Sitz. gr. Auswahl,% Sonst kein Äb- nooh z. billigen Preisen: nahniezwang. Besond. Angebot; . jICin gr. Posten Mall- Anfertigung Herren-Boin- won Herren- und�kleider, sehr Xiamen- Garderobe� preiswert. igg�tlVlarkesniE li«r err»eir Z s vs � üctan Holze M/\ME»URO, XX JSS&memrAeidm i Bchwlnd.8cbnelltt.8c!iracrzt. durch Myrobalsnnin, sicher bewährteste äusserl. Anwendung M. 2,50. OttgRsishsl,8«rlint3Elsenbahnitr 4, 1 Am 10. Dezember verschied ianfl an den folgen eines Schlag- anfalleS mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und Trotz. vater, der Maurer Paul Graupa im Aller von 88 Jahren. 481 Ruhe sanft t Im Nauirn der trauernden Hinterbliebenen pauline Graupe geb. Loebel. Neukölln, Heidelberger Siratze 80/81. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. d. MtS., nach- mlltagS 3 Uhr. von der Leichenhalle deS GemeindesriedhoseS Neukölln, Marlendorser Weg, auS statt llklllechei'�lziizi'heiter-Yei'henil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht. datz unser Mitglied, der Schlosser Lrnst Borsclork am 9. Dezember an Sungenleideu gestorben ist. Ehre seinem Andenken i Die Beerdigung findet am Donnerstag, den l4. Dezember. nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Eiisabeth-Kirch- hosej, Wollanistr. 60. aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nach- richt, datz unser Mitglied der Kcssclswmied (justav Märzke Emdener Str. 36 am 9. Dezember gestorben ist Ehrr seinem Andenken! Die Beerdigung findet heule Mittwoch, den 13. Dezember, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des ResormationS- Kirchhofes in Stahnsdorf auS statt. Rege Beteiligung wird erwartet. zur llied. ur Nach- der Den Kollegen ferner richt, datz unser Mit, Gürtler �Ikrecl �Vutke an Tuberkulose gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 13. Dezember, nachmittag» 2 Ilhr, von der Leichenhalle deS Neuköllner Gc- meinde-FriedhoseS, Marlendorser Weg, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ziachrnk. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, die Metall- arbeiterin, Frau Lelms.Just Neukölln, Olerstratze 4 am 7. Dezember gestorben ist. Ehrr ihrem Andenke»! Nachrnl. Den Kollegen ferner zur Nach- richt, dast unser Mitglied, die Arbeiterin psuliue Haude am 6. Dezember an Lungenleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 127/1 Die Qrtsverwalkung. VerhMddliicli-D.StelnilrDCkepei- HUIsarlielter und Arheiteriiinen Deutsehlands. Ortsverwaltung Berlin. Am 9. Dezember verstarb nach tchweran Leiden unser Mitglied Margarete Schulz lai Alter von 25 Jahren. Ehre ihrem Andenken k Dle Beerdigung findet heuie Mittwoch, den 13. d. MlS., nach- mittags 4 Uhr, auf dem Weihen- fcer Gemeinde- Friedhof, Rölcke- stratze, stall, 28/1 DI» Drteverwaltung. Deutscher Ducliliinderverband. (Zahlstelle Berlin.) Unseren Mitgliedern die trau- rige Nachricht, datz unser Mit- glied, die Falzerin Lmma KaUsar im 37. Lebensjahre verstorben ist. Ehre ihrem Andenken Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13. d. M., nach- mittags 3 Uhr. von der Leichen- Halle der Gethsomane-Gemeinde in Niederschönhausen bei Nordend auS statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 2511 Tie vrtSberwaltung. Deutscher TraDsportarbelter-Yerliant Bezirksverwaltung GreS-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unier Kollege, der Einkaifierer �rtur Reincke von der Firma B. Feder, Brunnen- stratze 1. am 10. Dezember im Alter von 37 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken t Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13. Dezember, nach- mütans 2 Uhr, von der Leichen. balle deSZionskirchboseS, Nordend, Blankcnfclder Stratze aus statt. »ur der �iselimk. Den Mitgliedern ferner Nachricht, das; unser Kollege, Industriearbeiter Otto Gluschke am 4. Dezember im Alter von 28 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! �acdruf. Den Mitgliedern ferner Nachricht, datz unser Kollege, Krankcnkassen-Angestellte JBini! Witt am 7. Dezember im Alter 52 Jahren verstorben ist. 7016 von Die Bezirksverwaitung. Am 9. Dezember 1916 verschied nach kurzem, schwerem Leiden der Beamte unserer Kaff« Wiltielm Oslath im 40. Lebensjahre, Der Verstorbene bat während seiner 15 jährigen Tätigkeit sich als ein tüchtiger, pflichtgeireuer Beamter erwiesen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden, 273/2 Der Vorstand und die Gesodliits. leltung der Allgemeinen Orta- Krankonkasse der Stadt Berlin. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13. h MtS., nachmittag» 8 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappelallee statt. Am 9. Dezember verschied plötzlich an Herzschlag unser Itber Freund und Kollege, der Schrift- scher Oskar Nipprascbk im 41. Lebensjahre. 16126 Ein dauerndes Andenken werden ihm bewahre» Die Kollegen des Berliner Adreßbuchs. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Dezember, nadi- miltags 3 Uhr, von der Halle de» Neuköllner Kemeinde-Fried- böses. Mottlieb- Dunlcl> Stratze, Mariendorser Weg, au» statt. Den Heldentod für» Baterland starb am 80, Ro- vcmber 1916 tat Orts- lazareti Infolge eines BauchfchuffeS mein lnmggeNebtcr Mann, unicr herzensguter Bater, der Laiidsturmmann Karl Zunker Landw.-Jns.-Rgt. 23,2. Bai., 3. Kp. im SNter von 43 Jadren, und ist dafclbst aus dem Heldenfriedhose bestattet worden. A In tiefstem Schmerz Frau Martha Zunker geb. Sehmidt, Gertrud und Willi als Kinder. Berlin O. 112, Travestr. 1. Ruhe sanft in Feindesland l entzückende Pelziachr» zu.billlgsten Preisen. SkuntS-Muffen von M IS»,—. Kolliers M. 145.—. 160,— sowie Pelerinen. Edel-Jltt». Garniiure», Muffen in mod. Aorme«. in zaricn Farben, itvrihfuchv. Silberfuchs. Blaiifuchs. Hermelin, prachtv. AlaSka.Fuchs.Garuitur sowie Nerz. Marder. Herren-Gehpelze. grotze Auswahl, jede Grütze vorrätig. Damen-Pelze für Auto» und Theater, prachtvolle ÄuSsührung. Seal-Mäntel. Damen.Petz.Hüte, Herrcn.PelzmüNen. Pelzkragen. Anfertigung nach Matz in eigenen Werlstätten. Alle Sachen find gute Kurschnerarbeit. Militärs, sämtl. Beamte, auch Kriegerfrauen erhalten Rabatt. Reparaturen u. Umänderungen billigst. Gcwcrlsch- u. Vereinsmitglieder erh. Erlraraball. Gegründet 1875. W Oppenheim, Kürschnermst. Sonntag von 12-8 Uhr geöffnet. erkaufe Staunenerregend! RieseiiauswalU neuer Pelzgarnituren. jpottbilligl Skunkskragen I FuchSgarnituren! OvoffumstolaS! Muffen allerlei! Betlenverlauf! Vrachttepviche I Kar- dinenauSwahl! Plüschdecken! Diwan- decken! Herrengaroerode! Uhren- verkauf! Schmucksachen! Leihhaus Warschauerstrahe 7. Sonntag bi« 8 Uhr geöffnet.* ge und Sommer- pnleldts von lO Mark sowie Hosen von 4,00, Gebrockanzüge von 12,00, FrackS von 2,50. sowie tür korpulente ieiguren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, au» Niandleiben ver- sallene Sachen kaust man am billigsten bei Ratz, Mnlackstratze 14.• lffbPHfte mit kleinen Wehefehlern. StUeS Lager noch zu Friedensvreise». 5 Prozent Rabatt aus alle Waren. Läusenstoffe, Steppdecken, Tischdecke», Diwandecken, Gardinen. TeppickhauS ThereseLesevre.PotSdamerslratzelOüb, Ecke Steglltzerstratze." Silberbörsen. zwanzig Pfennig, Brillanten, Ring Gramm slinsuiid- SilbeAafchen, „t, Uhren, Stetten, Ohrwlnge, Armbänder, Krawatien- nadeln, Armbanduhren, Bronzen, Selten günstige Gelegenheitskäufe. WegnerIe,bhalis,PoISdanierStratze47. Höchitbeleihung aller Wertgegenstände. Sonntags geöffnet._» Pelzaelegeuheit! Ein Wegweiser für alle I bietet umzugshalber mein Pelzvcrlauj aller»ur erdenklicher Pelzarten. GelegenheitStäufe hoch- moderner nagelneuer Formen zu nie wiederkehrenden Preisen. Pelzkragen, Pelzmuffen, FiichSfasson. Garnitur 30»—. Echt« Fuchstragen, Fuchs. muffen 25,—, 35,—. Australopoffum- Felle zum Aussuchen und andere 2 Marl und von Mark 3,50 an. Kinderfce- Garniwren Mark 9,50 an. Sonntag» geöffnet. Wegnerleihhaus, Potsdamer- stratze 47.__* Herdstkostüme, bildschöne Formen, Ulster, hochelegante Plüschmänlel, Astrachanpaletot, schicke Mantelkleider, schwarze Frauenmäntel. Glockenröcke, oirelt aus Arbeitsstuben. Meyer. Blücherstratze 13 I.' Skunk??kageil, echt Natur, S> form, von 50 Mark, ebenso Skunks- muffen, NlaSkafüchle von 40 Mark, Weltzfüchse. echte Blaufüchse, cchle Zobel, Steinmarder- Garnllnren, Nerzgnrnltliren, Sealbisamcave» noch zu nutzergewöhnllch billigen Sommer- preisen, Pelzbesätze für Kleider und Mäntel, Herreupelze, Sealbisam- Mäntel, serlia und nach Matz. Ucber- zeugen Sie sich selbst. Sie taufen am besten im Blauen Bazar, Kaiser- Wsthelmstrahe 16, neben Zentral- Markthalle beim Alexanderplatz, Pelz« gelegenheilen.__» Pel�befitne. Schneiderinnen tau- sen billig Pelzbesätze aller Art und Breite, speziell echte Stunk», im Blauen Bazar, Kaiser-Wilbelm- Stratze 16, neben Zentralmarlthalle. beim'lllexanderplatz.' erhältlich. Unter Per- den Bezugsscheine hier iandhau» Germania, Linden 21. Höbe, Künstlereutwiirf! Sehr aparte», elegante» Speisezimmer, Bllsett, 2'J, Meier breit, riesig preiswert " de» ale ........„.... ovalen Kristallgläsern, eichen, birken und nntzbaum. Klubsessel und Klein- mövel ln grotzer Auswahl und billigsten Preisen. Möbelhaus M. Hirjchowitz, nur Südosten, Skalitzer. stratze 25. Möbel gegen zahlung verkauft. Brunuenftratze dar und Teil- verkaust preiswert D. Lechner, '' 7, Aällerstratze 174. Sonntags von 12—8 Uhr geöffnet.* und ttuchenetnriHtung Tellzahlung gestattet. Stuben. sebr billig. W. W Möbcllchatz, Bruniienitratze 160, Ein gang Ankiamerstratze.__ 238/12* Beleaenheitstaus! Entzückende» schwereichcn Speisezimmer, moderne Form, Büfett 1,80 breit, oben rund, mit reicher Kristallverglasung, reizende Anrichte mit ovalem Kristallspiegel, arotzer AuSzugtlsch, 6 Lederflsthle, komplett 735—. Regulär bedeutend teurer. Möbelhaus Osten, nur An- dreasstratzc SO. a«fgesncf-e Naturstahl. Schnelldrehstahl- Serlzeuge(jeden Posten) kauft drüger, Osten, Matternstratze 8, II.* Küpferabfälle! Meffingahfälle, Zinkabfälle. Bie-.absälle, Aluminium, Silberabsälle. Militärtreffen, Ketten, Ringe, Glübstrumpjasche. Händler Vorzugsvreise. Metallschmelze Eobn, Brimncnitraize 25 und Neukölln. Berlinerstratze 76._ 189(14* linabsälle, Gramm spier, Metalle, höchsi- erschmelze Chrisiioiiat, 20a(gegenüber 6,50, Eta» zahlend. Ast Nöpenickcrslratze 2i Manieuffelslratzc). Skfverfacheu usw., Brillanten, Perlen. Psandscheine kaust höchst- zahlend Juwelier Kowalewski, Scy« delstratze 30». Plntiuavfälle bis M. 7,30 per Gr. für die KriegZinetall- A.-G. Berlin. Zahngcbiffe, Silberabiällc, Silberfachen. Ketten, Ziinge, Uhren, Treffen, Gllihstrumpsasche, Film- adiälle, pholographische Rückstände, Kupfer, Messing, Zink, Blei, Nickel, Aluminium, sowie iämtliche mctall- haltigen AÜälle lguft Broh, Berlin, KövelitM!»»«ge 40, Telephon Mpl. 3476. Eigene Schmelze, direkte Ver- Wertung, Vertretcrbeiuch, 192/13* �SdjedLiii ver stHWamm 13 Mavf, auch tWwte Mengen, kaust C, UHIicke, Berlin fÜO, Adalbcrtstratze 76.• hjeillölffWU M.(,00 per- Kilo- gramm. Standöl M. 7,00 bis 8,0«), Futzbodenlack bis M. 4,00, Wachs, rein, M. 6,00, Schellack M. 13,00 per Kilogramm. Terpentin, auch kleine Mengen, lauft C, Uhticke,©eiltnSO, Adalbertstrahe 76,__ 192/3* rJMiffaiif Linien inätze 10.' Englische» linterricht für An« sänaer und Fortgetchritiene. sowie deutsche und iranzösische Stunden er- teilt Weiftensee, Lchderstr.t!v/i!S. j Sehlems, 8ehmiklie, ZtsIImgehgs werden bei gutem Verdienst sofort eingestellt. (froße Berliner Straßenbahn. Badstr. 41«, Us-rstr, 9 Schönhauser Allee 128 Ackersir. 8/4 Markusstr. 7 Brandenbnrzstr, 76/77 Kreuzbergslr. 16/20 Ofener Str. 1 Reinickendorf, Pantower Allee 62/63 Niederschönhauien, Kaif.-Wilh.-St, 4t/2 HohenschLnhausen, Degnerstr, 22,27 Weitzcnsee, Berncaftler Str. 80 Lichtenberg, Sicgstiedftr. 30/35 Treptow,(kllenstr. 111/114 Neukölln, Köllnische Allee 1/10 Britz, Gradejtr. 4/l7 Tcmpckhos, Ztaiierin-Augnsta-Slr. 40 Schöneberg, Belztger Str. 14/16 Lichterfelde, Hindechnirgdamin 67/70 Wilmersdorf,'WeMlische Sir, 73/75 Cbarloltcnburg, Spandauer Sir, 22 Eharloitenburg, Wicbcftr. 30 Tegel, Schlotzllr. 1011. Tüchtige Bleilöter, welche in chem. Fabriken mit Wasser- und Sauerstoff gelötet haben. bei hohem Loh» gesucht. 193/5 J. L. Ctrl Eckeil, Berlin NW 7, Hilleisfr. 2/4. amnlmilll»r«aj|ll»t~finii«nii SUSn, SempclWr. göc dengnieroicnlcil vcrcmtw.: Th/Gl°ck-. B-cri». Druck u. Verlag! v-Mär�uchdruckerei«» BcriagsmiitÄt Paul Singer& liu., Peclw MS.«.