Nr. 297.- 1916. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Freitag, 39. Dnember. Georg Schweinfurth. Der Nestor der Afrilaforschung. Wie ein Morlstein auZ längst vergangener Zeit ragt die Per- iönlichleit Georg SchweinfurthZ. der heute in das neunie Jahrzehnt ieines arbeitsainen, von unermüdlicher Forscheriätigkeit erfüllten Lebens eintritt, in unsere Tage. Bei der Ermnerung an das Lebens- werk dieses Mannes werden in unserem Gedächtnis die Zeiten wieder wach, in denen der dunkle Erdteil sein ganzes Innere der Menschheit noch hinter völliger Unerfortschtheil verbarg, da von Äirika kaum niehr als das Küstengebiet mit seinein unmittelbaren Hinlerlande oberflächlich bekannt war. Die Allanten der sechziger Jahre des vorigen Jahrbunderts zeigen uns die Karte von Afrika' noch zum größten Teile weiß mit der Inschrift„Unerforschtes Ge- biet"; selbst weite Küstenstrecken waren noch herrenloses, nicht weiter als einige Meilen landeinwärts je von Europäern betretenes Ge- biet. Unter dm Pionieren, die sich die Erhellung der Rätsel des dunklen Erdteils zur Lebensaufgabe gesetzt halten, haben deutsche Männer stets mit an erster Stelle gestanden. Eduard Vogel, Gerhard Rohlfs, Heinrich Barth, Gustav Nachtigal, Eduard Schnitzer (Emin Pascha), Georg Schweinfurth— sie alle, die zum Teil ihren Forichermut haben mir dem Leben bezahlen müssen, sind unter den großen geographischen Entdeckern des 19. Jahrhunderts mit rühmendster Auszeichnung zu nennen. Georg Schweinfurth ist vielleicht der letzte lebende Vertreter jener polyhistorischen Forschergeneralion, deren Wissen und Wirken die Schranken der einzelnen Disziplinen sprengte, die auf den ver- schiedenarligsien Dissensgebieten gleich große Leistungen zu ver- zeichnen halte. Am 29. Dezember 1836 als Sohn eines aus Wies- loch bei Heidelberg stammenden Kaufmanns zu Riga geboren, wandte er sich der Botanik zu und vollendete diese Studien später in München und Berlin, beschäftigte sich aber gleichzeitig mit zoologischen, anthropologischen und geographischen Problemen. Auch die" Paläontologie interessierte ihn stark t über- dies war Schweiusurth ein vorzüglicher Zeichner, eine Kunstfertig« keit. die ihm in seiner Forschertätigkeir glänzende Dienste leisten sollte. Nach vorbereitenden Reisen in Europa landete er 1863 in Alexandria zum ersten Male auf afrikanischem Boden. Er durchforschte die Flora des NiltaleS und drang als erster Europäer in die Nubischen Küstengebirge am Roten Meer vor. DaS Hinterland von Suakim, die Landschaft Galabat und das Abessinische Grenzgebiet waren damals noch völlig unerforscht; schon hier wuchs Schweinfurth weil über seine ursprünglichen botanischen Aufgaben hinaus. Seine zweite Forschungsreise konnte er bereits im Auftrage der Berliner Akademie der Wissenschaften mit einer Unter- stützung durch die Humboldt-Stiftung unternehmen. DaS Ziel dieser Expedition Isar die Erforschung der Gebiete westlich vom oberen Nil und der Wasserscheide zwischen Nil und Kongo. Die Lösung der Aufgabe erforderte nicht nur einen Gelehrten von grüßler Vielseitigkeit, sondern auch einen Mann von großem Mut, Unerschrockenhcit und unermüdlicher Zähigkeit. Im Juli 1868 wieder auf afrikanischem Boden, reifte Schweinfurth nach Ehartum, wo er an dem ägyptischen Generalgouverneur Djafer- Pascha eine starke Stütze für seine Pläne fand. Er brachte ihn mit einem einflußreichen Elfenbeinhändler namens Ghatkas, einem koptischen Christen, in Berührung, einem ungemein verständigen und hilfsbereiten Manne, der dem deutschen Forscher gestaltete, sich an eine seiner Karawanen nach dem Innern des Sudan anzuschließen. Ein zweiter Elfenbeinhändler, der Nubier Mohammed-Abd-es- Siammat. ein ritterlich gesinnter Mliselman», übernahm weiterhin SchweinfnrthS Führung, wobei der Forscher die Tuclle eines wich- tigen Zuflusses des Weißen NilS fand. Durch die Gebiete der Dinka und Bongo gelangte er zu dem großen und ethnographisch sehr interessanten Stamm der Niam-Niam, den er eingebend erforschte, und in dem Schweinfurth unverfälschte Kannibalen kennen lernte. Nachdem er deren Land durchzogen, kam er in das Gebiet der Mon- buttu, wo er gleichfalls längere Zeit verweilte, auch um die benach- harten Negerstämme kennen zu lernen. Hier erhielt Schweinfurth auch die Gewißheit von der Existenz des Zwergvolkes der Akka, die bis dahin bestritten war, obwohl uralle lieberlieferungen von dem Vorhandensein dieser Ncgerzwerge berichteten. Die größten Vertreter dieses Stammes werden nur anderthalb Meter groß: auch Stanley hat, wie man loeiß, später im Kongourwalde am oberen Aruwimi ein derartiges, auf ungemein niedriger Kulturstufe stehen- des Zwergvolk gefunden. Auf der Reise durch das Land der Monbuttu entdeckte Schweinfurth auch den mächtigen Uellefluß, dessen Unterlauf ihm freilich noch unbekannt blieb und den er infolgedessen noch für den in den Stadsee mündenden Schart hielt. Erst später ließ sich feststellen, daß der Uelle der Oberlauf des Ubangi ist, der ein Nebenfluß des Kongo ist. Wiederholt hatte der Forscher bei seinem Vordringen durch die völlig ungebahnte Wildnis und zwischen feindselig gesinnten Stämmen mit den größten Schwierigkeiten und Gefahren zu kämpfen: wiederholt war er in seinen Lagen: von Blitzschlag und Feuersbrünsten bedroht; ein Brand vernichtete, schon als er sich auf der Rückreise befand, seine ganzen Tagebücher und einen Teil seuier Sammlungen. Er ergänzte sie wieder, soweit es nröglich war; er schrieb seine Auf- Zeichnungen von neuem nieder, und als er im August 1871 wieder in Chartum eintraf, verfügte er abermals über ein ungemein reich- haltiges Forschungsmaterial. Er legte es in einem monumentalen Werke nieder, das unter dem Titel„Im Herzen von Afrika"' während der Jahre von 1872 bis 1871 entstand und das in sieben Sprachen übersetzt worden ist. Seine Sammlungen bereicherten die Berliner Museen. Schon im Winter 1871/72 folgte Schweinfurth einem Rufe des Khedive nach Kairo, wo er eine geographische Gesellschaft gründete und bis zum Jahre 1888 dauernden Aufenthalt nahm. Während dieser Zeit unternahm er nicht weniger als zivölf größere Expeditionen in die Wiistengcbiete zivischen dem Nil und dem Roten Meer, die er zum ersten Male kartographisch festlegte. Seine be- deutenden mineralogischen Sammlungen aus diesem Gebiet ver- machte Schweinfurth wieder den Berliner Museen. 1881 erforschte er die Flora der Insel Sokotra; in den Jahren 1888/89 durch- streifke er das südwestliche Arabien. Dann siedelte der Forscher ganz nach Berlin über: er vennachte sein riesiges afrikanisches Herbarium dem preußischen Staat, der ibm innerhalb des Botanischen Instituts die erforderlichen Räumlichkeiten zur Versiigung stellte. Unermüdlich schaffend und immer wieder sein geliebtes Nilland in kleineren Reisen besuchend, hat Schweinfurth die letzten Jahr- zehnte durchlebt. Tobte der Weltkrieg nicht, so würde wohl der heutige Tag ein Fest großen geistigen Begegnen-? der Forscher aller Länder sehen. Aber gräbt man den Ursprüngen des Weltkriegs nach, so zeigt sich, daß der Kampf um Afrika darin sein großes Kapitel hat, Schweinfurth diente dem wissenschaftlichen Problem Afrika. Längst jedoch ist es ein weltpolitisches Problem geworden. kleines Feuilleton. künstlertheater:„Wö'lfe in öer Nacht". Komödie von Thaddäus Rittner. Der Name Nittner, eines in Wien lebenden Deutsch-Polcn, rief die Erinnerung an ein vor Jahren aufgeführtes, arg verschnörkeltes Lustspiel wach. So konnte die Erwartung auf dies neue Werk nicht gerade hoch gespannt werden. Umso angenehmer sah man sich' enttäuscht. Seit dem Bäbrschen„Konzert" erschien wohl kein mit so viel wirklichem Komödienblut getränktes Stück, das auch die Probe einer nachdenkenden Rückschau so gut bestünde, mehr auf der deutschen Bühne. Waghalsige Ausgelassenheit, die aller hergebrachten Maßstäbe spottet, verbindet sich mit psychologischem Feingefühle, das in dem Trubel toller Ueberraschungen doch immer eine sinnvoll- intcrcssanie Beziehung zu seelischen Möglichkeiten wahrt. Ter Anfang, der von der Eigenart des Ganzen nur erst wenig ahnen läßt und in der Richtung der Satire einige Verwandlschafl init Thoma'S witziger„Moral" zeigt, frappiert durch die Geschicklich- keit. die einem kriminalistisch scheinenden Motive drollige Kompli- kationen abgewinnt. Das junge, nervös exaltierte, doch wannherzig gutmütige Frauchen eines in allen Farben korrekt pedantischer Selbst- gcfälligkeit strahlenden Staatsanwalts, die in atemloser Erregung dem ueuesten Sensations- uild Mordprozcß in dem Gerichlssaal folgte und für den hübschen, naiv-unichuldig dreinschauenden An- geklagten die stärkste Sympathie empfindet, empfängt von diesem einen Brief, der dem gestrengen Gatten in die Hand fällt. Der Unglücksmensch, der von semem Platze ihre Schönheit und ihr Mit- gesühl bemerkt hat, bekennt sich darin vor ihr selbst als schuldig. Sie glaubt's trotz alledem nicht. Doch ihr Bitten und Beschwören, das Schreiben, das keinen andern als sie selber angeht, ihr zurück- zugeben, prallt am Amtseiser des Gemahls ab, der sich das kostbare Beweisstück um keinen Preis entgehen lassen lvill. Wie wäre eS denkbar, daß hinter dieser Selbstbeztchtignng, so seltsam ihre Form, etwas wie eine Finte stecken könnte? Ein solches Dokument nicht auszunutzen, bewiese höchste Pflichtvergessenheit. Aber was der Gattin nicht ge- lingt. bringt ein fremdes Dämchen, die Geliebte des Angeklagten, im Handumdrehen zustande. Die Vielseitige hat unter anderen einstmals auch ein Abenteuer mit dem Manne des Gesetzes gehabt und droht, bei ihrer Zeugenvenichinung darauf anzuspielen, daß ihr Töchterchen aus jener Lieb'chast stammt. Sie kennt den Herrn aus- gezeichnet und hilft ihm, dabei das Gesicht zu wahren. Beileibe will sie ihn zu keiner Ungesetzlichkeit verleiten! Nur zeigen soll er ihr den Brief. Natürlich zerreißt sie ihn vor seinen Augen und wirst die Fetzen lachend ins Feuer des Kamins. Aus solchensellsamen Voraussetzungen, die in der Hand von anderen nur Fäden für irgendein gleichgültig verzwicktes Kriminalstllck er- geben hätten, entwickelt sich in Riltners Mittelakt das originellste Durcheinander von Kontrasten. Die von der Frau des Staatsanwalts verfügte Einlogierung der Fremden mit dem Kinde in ihres Mannes Haus bringt diesen Würdigen in die peinlichsten Verlegenheiten, die sich bei dem Erscheinen des mysteriösen nun� freigesprochenen An« geklagten ins Ungemessene steigern. Der hübsche junge Mann, der wie ihm glaubwürdig attestiert wird, keine Fliege töten kann, ist eine prächtige, unwiderstehlich komische Karikatur erdentrückten hold« selig lächelnden Aesthetenwahnsinns, der die gemeine Wirklichkeit der Dinge in seinen Phantasien endgültig überwunden hat. Er lebt im Glauben an das Ideal und meint es jeden Augenblick in einer anderen Weiblichkeit zu finden. Er versteht es gar nicht, wie die Frau Staatsanwalt, der er sich glückselig triumphierend vorstellt, den Sinn seiner Zeilen nicht sofort begreisen konnte: das Schuld- bekenntnis sollte dock, das ist ja sonnenklar, nur eine Huldigung ein Ausdruck unbegrenzten Vcriranens in ihre Herzensgüte sein. Doch sein Entzücken schlägt, als er erfährt, sie habe das Geheimnis nicht getreu genug gehütet, höchst putzig auf der Stelle in kindisch trotzige Mißgelauntheit um. Was nutzt ihm seine Freisprechung. wenn das Vertrauen seiner gläubigen Seele wieder mal getäuscht ist? Die Sache macht ihm keinen Spaß mehr. Er droht, die Selbslbezichtigung öffentlich zu wiederholen. In seinem Aufeinander- platzen mit dem erschreckten Staatsanwalt erreicht der Uebermut phantastisch-parodistischer Laune den Gipfelpunkt. Der dritte Auf« zug, der keine Steigerungmehr bringeii konnie, bereitet nach dem Plötz« lichen Verschwindendes abenteuerlichen Paares, von dem das Kind zurück- gelassen wird, mit freundlich auf den Stil des Stückes abgestimmten Humor auf die Adoption der Kleinen durch den noch immer unerschütterlich selbstgerechten juristischen Papa vor. Die von Dr. Eloesser, deni früheren Feuilleionisten, in- szciiierte Ausführung, in der die Hauptrollen durch die Herren S chr o th, G ö y. La n d a und die Damen Bin da und Else B a s s e r m a n n vorzüglich vertreten waren, ging den Intentionen des Dichters durchweg verständnisvoll feinsinnig nach. ät. Notize«. — Freie Volksbühne. Das 5. Konzert am Sonntag sSilvester) mit dein Philharmonischen Orchester bringt Berlioz: „Episode aus dem Leben eines Künstlers"� und Franz Liszt:„Prä« ludien". Sigmund von H a u s e g g e r dirigiert. — Theater. Jni Komödicnbaus wird am Sonnabend Fuldas„Die verlorene Tochter" erstmals aufgeführt. — Treptow-Sternwarte. Im großen Hörsaal Sonn- abend ö Uhr uiid Sonntag 7 Uhr Vortrag mit farbigen Licht« bildern:„Aegypten und der Nil", Montag 2 Uhr„Bilder ans dem Harz, Thüringen und Riesengebirge", 7 Uhr„Das Berner Ober- land", Diensrag 7 Uhr abends'Lichtbildervortrag von Direktor Dr. Archsnhold„Unser Planetensystem". — Kriegergräber. Man will über eine„würdige, solda- tisch schlichte Gestaltung" der Gräber der Gefallenen wachen. Jin Kultusministerium wie für die einzelnen Provinzen unter dem Vor- sitze des Lberpräsidenten sind amiliche Beratungsstellen für Krieger- ehrungen begründet worden. Auf Einladung des Kultusministers »and jetzt eine zahlreich besuchte Versammlung von behördlichen Personen, Künstlern und Gartenarchitekten statt. Hervorgehoben wird, besonders die Frage guter Friedhofsordnungen für Ehrcnfried» Höfe habe dort Beachtung gerunden. Die Bedeutung dieser Organisation für Kriegergräber wird davon abhängen, ob sie die Gefahr ausschließt, daß dem kirnst« lerischen Schaffen durch behördliche Weisungen die Hände gebunden werden. — Karl Ludwig. Heute ist der hundertste Geburtstag Karl Ludwigs, eines der Begründer der modernen Physiologie. Der in Witzenhause» bei Kassel Geborene hat mit großem Erfolg den Kampf gegen den Vitalismus, gegen die Lehre von einer besonderen Lebenskraft aufgenommen. Er bat mit zahlreichen Genoffen die spekulative Richtung auch aus der Physiologie verbannt und an ihre Stelle die exakten Untersuchungsverfahren gesetzt. Er starb 1892 in Leipzig, tvo er lange gewirkt bat. — Menzel-Fund. Sieben von Menzel für„KuglerZ Ge« schichte Friedrichs d�S Großen" geschaffene Zeichnungen, die vergessen waren, sind in einem Privaldrnck des Leipziger Bibliophilenabends erschiene». Sie stellen, erstmals reproduziert, die Bildergalerie von Sanssouci dar, das Neue Palais, die Eommuns, den Potsdamer Marslall, die Berliner Bibliothek, das einstige Palais des Prinzen Heinrich und schließlich die Gendarnrentürme. 38) Ums Ulenschentum. Ein Schiller-Roman von Walter von Molo. „Herr Schiller! da hat der Herr Profeffor Abel für Sie a Büchle ab'gebe, das Sie fleißig nütze sollten, wcnn's das Fieber verschtattet." „Hergegeben!!" „Glei, glei! I Hab' noch'was auszurichtc. Der Herr Professor hat g'sagt, es sei so'was wie ein Räuber drinnc, der auch net ohne sei; Sie sollet's durchschtudiere. Da habe Sie's Büchle. Wollet Sie keine Pille net nehme?"— Fritz Schiller schüttelte wild den Kopf.—„No, Sie werdet auch so g'sund: es fehlet Ihne eh' nix!" Das Faktotum, das von Abel reichlich mit Geld und Tabak bestochen wurde, wackelte zur Tür.„Wenn i klopfe hl, dann kommt die Jnspcktzion!" Karl Ettgcns lahmer Kettenhund verschwand. Fritz Schiller schlug das Buch auf.— Don Quixote." Eilt Brieflein lag vor ihm, er ritz es auf und las: „... Des spanischen Dichters Banditen hat auch er- littcnes Unrecht dazu getrieben, die Rache zu seinem Getvcrbe zu machen. Er erkennet daS Vermessene seines Beginnens erst, als es zu spät ist. Avis nu lecteurü(Merken tote sich sich das!)-- Sonst: gute Besserung, Schwindclmeier! und der Petersen meinet, die Stelle, wo die Stadt angebrannt und geplündert wird, wo der Pulvcrturm in die Luft knallt. derweil die Glocken brüllen und Kranke, Kindbettnerinnen und hochschwangere Weiber hingemordet werden, die sei— ebenso wie die Szene vom Cäcilicnkloster!— entschieden zu stark und müßte wcg l Ein Urteil, dein sich von Herzen anschließet Ihr getreuer Abel." Fritz Schiller ballte so heftig die Faust, daß der Scharffcn- stein vergaß, in die krachende Bettlade zu steigen,„Gerade d i e Stelle ist wahr— über das Cäcilicnkloster kann man nachdenken, an dem liegt mir nicht viel!— Scharffcnstein, die Szene vom Stadtübcrfall hat mir mein Vater in bitterer Stunde erzählt, die ist in Böhmen geschehen! Die Stelle bleibt! Das zuckerwässerigc Publikum verträgt nicht die Wahrheit! Aber ich will sie ihm um die Fresse hauen, daß es wimmert! Sie bleibt!" Das Buch flog unter die Decke: es hat geklopft! Van Lwletvns Cornenhrnsn zu Boerhaves Werken lagen vor dem emsig studierenden Mediziner. Scharffen stein schnarchte. Langsam schlich die Türe auf. Karl Eugens Kopf sah prüfend und argwöhnisch inS Zimmer. Hinter ihm stand der diensthabende Hauptmann. Zufrieden nickte der Herzog.„Wenn Er nicht ruhen kann, so bild' Er dem Geist. Recht so! Hat er heut' Nacht nicht schlafen können? Er stehet elend aus. Habt ihr, Kerls, viel leicht wieder in Heimlichkeit'was Schlechtes gefressen? Hch? Was sind das mit einem Male für Fiebersachen mit Euch? Von»norgen ab kommet der Hoven auch herauf, und der Petersen klagt über Kopfweh; einstweilen glaub' ich's dem noch nicht! Dein Scharffenstein ist doch nicht schlechter! er ist mir heute früh zusammengefallen.— Krankenwächtcr, wie geht es ihm jetzt?" „O gut, herzogliche Gnad'," bezeugte der Alte mit ge krünimtem Rücken und beteuernd in die Luft gestellter Hand, „er nehmet fleißig die Pille und schlafet. I mein', der wird die maladie bald überschtehn." „Schließ Er die Fenster, damit es den Herren nicht zieht; ich brauch' keine Todesfäll' in der Anstalt! Bon jourl Morgen ist Pnrgicrfabführstag fürs Krankenzimmer!" Als Karl Eugens Schritt verklungen war und auch der grinsende Wärter ging, sagte Scharffenstein, in der inneren Erregung seiner Gewissensbisse:„Fni Grunde ist es ver- daminensivcrt, Schiller, daß wir die betrügen, die imS vertrauen." „Menschen haben Menschheit vor mir verborgen, da ich an Menschheit appellierte; weg denn von mir Sympathie und menschliche Schonung!" Unbewußt waren die Worte ge- flössen, nun sah Fritz Schiller den neuen Schritt in seinem Werk. Mit strahlenden Augen griff er nach dein Kiel und schenkte den augenblickgcborcnen Satz seincin erbitterten Karl Moor, der sich selbst belog.—„Scharffenstein, widersprich mir oft I" bat er glücklich.„Sei stets andrer Meinung; das löset stärkeres Denken in mir auS. Der Streit fordert mich zu schärferer Kopfarbeit heraus. Tu's!" „Was bist du für ein Mensch! M i ch drücket dein Wider- spruch nieder. Sag, Schiller; meinest du, dies sei ein Manko bei mir?" „Warte!" Fritz Schiller grub hinter dem Kopfpolster, in seinem Papierversteck.„Ich lese dir'was vor, ein Manu- skript vom armen Schubart, das mir sein Sohn gab. Da ist's! Höre!" Mit falscher Betonung und mit in tieffter Erregung kippender Stimme las er, den Arm gestreckt als lade er die ganze Welt zu horchen ein: „Die Für st engruft. — Da liegen sie, die stolzen Fürstentrümmer, EhmalS die Götzen dieser Well I Da liegen sie, vom fürchterlichen Schimmer Des blaffen Tags erhellt!--- — An ihren Urnen weinen Marmorgeister, Doch kalte Tränen nur, von Stein, Und lachend grub vielleicht ein welscher Meister Sie einst hcm Marmor ein.--- — Sprecht Höflinge, mit Ehrfurcht auf der Lippe, Nur Schmeichclci'n inS taube Ohr I Beräuchert das durchlauchtigste Gerippe Mit Weihrauch wie zuvor.--- — Er steht inchr auf, euch Beifall zuzulächeln, Und wiehert keine Zoten mehr, Damit geschminkte Zofen ihn belächeln Schamlos und geil, wie er." Fritz Schiller warf das Blatt von sich und riß mit fahriger Hand das eigene Manuskript vor die Augen, die Wangen brannten.„Horch' weiter, Scharffenstein! Wie ist das? Besteh' ich neben ihm?.Menschen— Menschen! falsche, heuchlerische Krokodilbrnt! Ihre Augen sind Wasser! ihre Herzen sind Erz! Küsse ans den Lippen I Schwerter iin Busen I Löwen und Leoparden füttern ihre Jungen, Raben tischen ihren Kleinen auf dem Aas, und Er, Er— Bosheit Hab' ich dulden gelernt, kann dazu lächeln, wenn mein erboster Feind mir mein eigen Herzblut zutrinkt— aber wenn Blutliebe zur Verräterin, wenn Vaterliebc zur Megäre wird: o, so fange Feuer, männliche Gelassenheit I vcnvildre zum Tiger, sanftmütiges Lamm! und jede Faser recke sich auf zu Grimm und Verderben!'— Wie ist das? Hehl Sage! Bekenne! Beichte!" Schillers Augen erflehten und bc- fahlen Lob. Kalte Schauer rannten über ScharffensteinS Rücken, die trockne Kehle schluckte und war stumm. „Sag! Scharffenstein! Vergleich uns beide! Schubart und ich! Wer kann mehr?" Wie gelähmt saß Scharffenstein unter dem vehementen Sturz der anprallenden Leidenschaft. Leuchtenden, gläubigen Auges fand er endlich die Sprache wieder:„Ja, Schiller, ja l Das ist genialisch! Das brennt ivie Lavaglut. O Gott,>vas bin ich dagegen; wie klein bin ich neben dir!" Worts, folgt.) DireHaon Max Keinhardt, Deutsches Theater. Deutscior Zyklus. TI,V.: Mlnua voJiBarnkclm. Rammerspiele. 7 Uhr, z. l.JMale: Armnt. Toifcsbühne. Theat. a.BQIowplatz. bll, Uhr: I>le Ratten. Theater i, d. KöniggrStzerstr. 7'/, Uhr: Panl I anxe und Tora Parsberg. Koniödlenbaus. 71/, Uhr:»er 7. Tag. Berliner Theater. 7'/, Uhr: Auf FlUfleln des Gesanpes. Heuto u. morsren nachm. 3'/. Uhr: Lisl's Rllrehenrclse. £es8ing«7heater. Direktion: Victor Barnowsky. 8 Uhr: Die beiden Klingsberg. Sonnabend: Julias Cttaar. Sonntag: Die beiden Klingsberg. Deutsch. Rönstler-Theater. 8 Uhr: Wülfe in der hiacht. Sonnabend: Wölfe in der Nacht. URANIA TaubenstraCe 48/49. 4 Uhr(halbe Pr.): Im U-Boot gegen den Feind. 8 Uhr: Klndenbnrgs 3Eaner. Hörseal 5 Uhr. Professor Dr. Donath Versuche mit der Luftpumpe. Theater tür Freitag;, 29* Dezember. Dentsches Opernhaus, Charlottcnb. 7 uhr: Carmen. Frledrlch-Wllhelmstfldt. Theater 8 uhr: Das Dreimaderlhaus, Gebr. BerFnfeld- Theater 81/. Uhr: Der doppelte Buchhalter. Posse �it Gesang und Tanz. Kleine« Theater s uhr: Am Teetiseh. Komische Oper eÄu. DßfPuszta-Kavalier. Sonnt. 3'/, U.: O.Raub d. Sabinerinnen. Lustspielhaus sv.u.iDer selige Balduin mit Henry Bender. Metropol-Theater 7-/.u.: Die Gsardasfürsiin. Sonntag'lt3 U.:»le Kaiserin. Neues Operettenhaus Kassentelephon: Norden 281. 8 uhr: Der Soldat der Marie. Resldenz-Tbeater u�Die Warschauer Zitadelle, fSchlller-Theater O. s uhr: Freund Frilz. fSchlller-Th.Charlottenbg. s uhr: Novella d' Andrea. Thalia-Theater. h.'i u.: Das Vagabundenmädel. Theater am hiollendorlpl. 3'/. Uhr: Mathan der Welse. 71/> Uhr: Blaae Jangenn. Theater des Westens S1/. Uu Der Widerspenstigen Zähmung. 3 uhr: Die Fahr) ins Glock mit Guido Thielseher. Trlanon-Theater s uhr: Willis Hochzeitstag. Rose-Theater 7>/. u.: Das Gllicksmädel. Walhalla-Theater u/>u.: Das Musikantenmüdel. MM0 Friedrichstraße 216. 4 14 — Täglich— abends S Uhr Populäre Humoristen insgesamt erstklassige Varietenummern Vorverkauf ab 10 Uhr ununterbrochen Theaterkasse, sowie A. Worthoim u. Invalidendank. DOig Joseph Plaut (Nur kurzes Gastspiel) Helene BaElot Ballettpantomime. Musik von Mozart. Inszenierung von Max Reinhardt eowie der notae ¥ari6t6-Splelplan. Circus*s tisch. Heute 8 Vorstellungen 91 Belm" 0 1 �tfeihnachtsmann� Ion. C|:ttK auf allen och.«VI»»» gijpiäj. I*-«-! BU Die IJ Geierprinzessin o In beiden Vorstellungen vorher; Das groüart.Weihnachtsprogramm Morgen, Sonnab., wiederum 2 Vorst. Nehm. 31/,: Beim Weihnachtsmann. Abends 8; Die Geierprinzessin V olgt-Theater. Sadstr 68. Badstr. St. 28.— 30. Dezember 19X0: Ddaltch: Rüekkehr am ffeihnaehtsalieil Lebensbild mit Gesang in 3 Affe» von Huga Schulz. Kassenerbssnung 7 Uhr. Ansang 8 Uhr Powell- Theater. Täglich: Oes Lövren Erwachen Ent oder weder Hotlmann's SchmuB. Reichsballen-Theater. Stettiner Sänger. Weihflaehts-r Anfang 8 Uhr. Sonntag, 31. 12. Montag, 1. 1. 17 naohmltt. 3 U. zu crmäS. Preisen: Weilmachtsab. i.Scbfitzengrab, Anfang 7'/* Ende IG1/, Jfnr noch 8 Tage I n. d. gr. Dez.-Progr. Casino-Theater. Lothringer Str. 37. Täglich 8'/. Uhr Die Schiager-Posse dieser Spielzeit Ztwsi dvNe JerUner Berliner Figuren! Berliner Numeri illorher erstklassige Tpezialitaten. Am 31. Dezember und 1. Januar, Nachmittag 4 Uhr: Weihnaohtsurlaub. Admiraispalast. Schlittschuhläufer- Ballett a. d. Oper „Der Prophet" und Berliner Konzertfaans. Zimmerstr. 90/91. Jjf Mauerstr. 82. - eeg- Rente-W» Gastspiel von Oscar PctrAS� Komponist. Berliner Konzerthaus- Orchester. Leiter: Komponist Frz.*. Bio». Anfang 4" Men- UDd Sterhekasse der (/.oschiiii- kaose). Ordentliche— Generalversammiung am Sonntag, den 28. Januar 1917, vormittags 1V Uhr, im Lokal des Herrn Fritz Witte, Sebastian straszc 39. Tagesordnung: 1. Jahresabrechnung des ersten Kassierers, Bericht deS Vorstandes und AussichlSratS. 2. Eriatzwabl des Vorstandes, ersten Kassierers, zweiten Vorsitzen den, zweier Beisitzer und zweier Ersatz Männer, 3, Wahl des AussichtsratS und der Ersatzmänner, 4. Innere Kasscnangelcgenheiten, darunter Beschlußsassung über daS Publifafionsorgan der Kasse. Mitgliedsbuch legitimiert. PünfllichcS und zahlreiches Er. scheinen erwartet 38/2' Der Vorstand. I. A.: Heinrich Motzte. Zweiter Nachtrag zur Satzung der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Berlin- Lichterselde in Berlin-Lichterfelde. Im s 50 ist zwischen den 3. und Absatz zu setzen: Wird am Fälligfettstage oder nach ersotglcr Zustellung der Rechnung Zahlung rncht geleistet, so erfolgt nach Abiaus von 7 Tagen eine schristliche Mahnung, sür die eine Mahngebühr erhoben wird. Diese wird wie Rück- stände bcigetrieben und beträgt autzer dem Porto bis 3.— M. ewschliesilich 0,10 OT., von über 3,— M. bis 15,— M. ernschlietzüch 0,20 M., von über M. 15,— bis 150,— M. einschlicflich 0,40 M., von über 150,00 M, 0,75 M, Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage der Bekanntmachung gcmäsz Z 109 der Satzung in Kraft, Bin,-Lichterseide, 28, November 1916, »er Torstand. Fischer, Vorsitzender. Hahn, Schrijtsührcr, -- 273/9 Genehmigt. Charlottenburg, d 20, Dczemb, 1916 Königlich. Lbcrversicheruiigsamt tSroft-Berlin. iL, 3.) gez. von€io»tkow»kl. Nr. B. K. 306J16. Druckcxcmplare von diesem Ncch- trag sind im Kassentotat erhältlich. Allgemeine Orts-Krankenkasse für Berlin-Lichterselde. Die Entgegennahme von Anmel- düngen und Zusatzbeiträgen zur Familienversicherung gemäß KZ 33 und b3a werden bis aus weiteres vom 1. Januar 1917 ab entgegen- zenommen im Kassenlotat werftäglich n der Zeit von 8 biS 1 llhr vor- mittags und Montags von 6 bis 3 Uhr nachmittags. Auherdem Montags nachmittags in der Zeit von 7 bis 8 Uhr bei: Herrn Wflberz. Berlin-Lichterselde, Berliner Sir, 126, Herrn Naschte, Berlin-Lichterselde, Brauerstr. 3. Herrn Pilz. Bertln-Lichterselde, Manteusieistr, 11, Herrn Michel, Berlin-Lichterselde, Kaiserstr, 13. 273/10 Berlin-Lichterselde, den 27. Dezcrn der 1916, Der Vorstand. «ans Fisobcr, Vorsitzender. Uhr. Anfang 4 Uhr, während des Krieges| Freis 40 Pf. Ein Buoh, das Auskunft' gibt Uber Famlllenuntep- i Stützung, Wöchnerinnen i Unterstützung. Kaufver- 1 ; träge, MietesAbzahlungs Geschäfte, Arbeitsver- rag, Familienrecht, Arbeiterversicherung, Ar— gestellten Versicherung, Zahlungsfristen u. v. a. Fragen, die das Rechtsverhältnis berühren Buchhandlung l Vorwärts n 1 Berlin, Undenstr. 3 IHBIlllHllllBüi Erster Nachtrag zur Satzung der Allg.OrtskrankGnkasse Beilin-Lichtatfelde in Berlin-Ltchterselde. S 33 erhält folgende Fassung: Die Kasse gewährt: öiclit, DiieWgticmuc Uni) Döivensclimölzeii. Klämicnd begutachtet und bewährt! [n allen Apotbek. erhültl. in Tablett, zu 2 JJk. w? und Salbe zur Massage zu 1,50 und 2,30 Mk. H. Wunderlich, Apoth., Qera-R. Wittes Apotheke, Engel-Apoiheke, Kreuzberg Apoth,, Fürst- Bismarck- Apotheke, Apotheke zum gekrönten Schwarzen Adler, Zions-Apotheke. 1.?lcijtlichc Behandlung höchstens ,,,,,,!!>.>!!»> II I......, t'i- für 26 Wochen durch die Kassenärzt. an folgende versicherungSsreie Fami- lienmilglieder der Versicherten: Eltern. Ehegatten und noch nicht 15 Jahre alte Kinder, die in dem Haushalt der Versicherten leben und deren Unter- balt ganz oder grögtenteils aus dem Arbeitsverdienst der Versicherlen be- stntten wird, Innerhalb des Bereichs der fassen- ärztlichen Versorgung übernimmt die Kasse die Kosten der erstmaligen Hin- zuziehung eines Nichtfassenarztes bis zum Betrage von 10 M,, wenn die Hinzuziehung dringend notwendig war, Er kranken Familienmitglieder ausser, halb des Bereichs der tassrnärzfüchen Versorgung, dann trägt die Kasse die Nesamlkosten der ärztlichen Beband- Illng bis zum Betrage von 20� M. 2. Bei Verpflegung von Familien? Mitgliedern im Sinne der Ziffer 1 in Kranfenanstalfen als Ersatz der ärzt- lichen Behandlung den Befrag von 0,50 M. sür jeden Vervflegungstag, 3. Zahnärztliche Behandlung, jedoch nur in der zahuärzllichcn Klinik der Kasse. § 34 wird zwischen den 1. und 2. Msatz eingeschaltet: Der Anspruch gemäss K 33 enlstehl erst nach einer Wartezeit von 13 Wochen nach dem Beitritt. Leistungen gemäss§ 33 werden nicht gewährt, wenn der Versicherte mit den Zusatzbeilrägen gemäss fj 53 a, vier Wochen im Rückstände ist, oder überhaupt noch leine Zusatzbeitrüge gezahlt hat. 8 18 erhält folgende Fassung: Die Kassenbeilläge werden aus vier- einhalb Hundertstel des in§ 19 festgesetzten Grundlohnes seslgesetzt und je sür eine Woche berechnet. Sie be- tragen: bei 6 Arbeits, bei 7 Arbeits- sür Stufe I . U . nr . iv . VII tagen . 0,27 M. . 0,42. - 0,54. ■ 0,81. . 1,08. . 1.35. . 1.62. tagen 0,33 M. 0,48. 0.63. 0.96. 1,26. 1,59, 1,89. Für Mitglieder, die regelmässig nur an bestimmten Tagen in der Woche oder nur an einem Tag- arbeiten, werden die Beiträge nur sür die tat- sächiichen Arbeitstage erhoben, Für Lehrlinge aller Art, die ohne Entgelt beichästtgt werden, betragen die Beiträge zwei Drittel der Bei- träge der niedrigsten Stuse. AIS§ 63a wird eingeschaltet: Von den Mitgliedern mit Familien- angedörigen werden Zusatzbeiträge erhoben. Diese werden auf wöchent- lich 0,30 M. sestgesetzt. Die Kassenmitgiieder haben diese Zusatzbeiträge selbst zu den im§ 50 bezeichneten Zahllagen an die Kasse einzuzahlen oder toilenloS einzusen- den. Bei Arbeitsunfähigkeit des Ver- sicherten selbst und während des Be- zugeS des Wochen- und des Schwan- gerengeldeS durch eine Versicherte gilt K 52 auch für die Zuiatzbeilräge, Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage der Betannlmachung gemäss z 109 der Satzung in Kraft, soweit diesem nicht das Gesetz betreffend Sicherung der- LeislungSsähigkeil der Kranken- fassen vom 4, August 1914 entgegen- steht bezw. zum Jntrasttreten aus Grund des§ 1 Absatz 2 dieses Gesetzes, die Genehmigung deS Ver- sicherungSamteS eriorderlich ist. Berlin-Lichterselde,'25. Juli ISIS. »er Verstand. Fischer, Hah», Vorsitzender, Echristsührer. Genehmigt. Charlottenburg, 13. November 1916. Königliches Ober-BersichermigSamt Groß-Berlin. von Gostfowski. (L. 8.) Nr. B. K. 252/16. Die Genehmigung gemäss den Satzungen belressend Sicherung der Leillungssähigleit der Kraiilenkaffen vom 4. August 1914 Ist vom Ver- sichcrungsamt erteilt und tritt der Nachtrag am 1. Januar 1917 in Krast. 273/8 Druckexemplare von diesem Nach- trag sind im Kasscnlotal erhältlich. Gliihpimsch ä Liter 2,20 M. ohne Glas nur dts Silvester. Reinickendorfer StraBe 119, Laden, J. V. HOnerkopf. ES wird gebeten, Flasche» zum Abfüllen möglichst mitzubringen. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin-Lichtenberg. Einladung zur ordentlichen Sitzung des Ausschnsses zu Freitag, den 5. Januar 1917, abends 81/, Uhr, im Lokale des Herrn Richard Arnhold,„Schwarzer Adler", Berlin-Lichlenberg, Franst furter Allee 99. Tagesordnung: Fortsetzung der vertagten Ausschuß- sitzung vom Montag, de» 18. De- zembcr 1916. 273/11 Der Vorstand: O. S c i k e l, Vorfitzender. 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