Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abonncmentsprcis Zur ganz Teutschland 1 SR. 60 Ps. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten aus den Z. und g. Monat, und aus de» Z.Monat besonders angenommen: im »önigr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- Altcnburg auch aus den lten SRonat des Quartals k bs Pfg. Inserate betr. Versammlungen pr. Pctitzeile 10 Pf., betr. Prioatangelegenheiren und Feste pr» Petitzeile SO Ps. Vorwär ZZeltellungen nehmen an alle Postanstalten und Buch- Handlungen des In- u. Auslandes. Filial- Expeditionen. Rew-Dori: Soz.-dcmolr. Gcnossen- schastsbuchdruckere,, 154 Eldrid�e Str. Philadelphia: P. Haß, 630 Ilvrtlr S-a Street. I. Voll, 1123 Ldurlotts Str. Chicago: A. Lanscrmann, 206 vi?I- siou Street. San Franzisco: F. Cntz, 41» 0'b'ur- rell Street. London: Bauditz, 5 KassaH Street, Middlesex llospitul. ) Unterstützung zu leisten vermag, und Oesterreich, das aller-' dings die erforderlichen Machtmittel besitzt, aber durch die Gründer des„preußisch- deutschen Reichs» aus Deutschland hinaus- verträglich mit seiner eigenen Existenz glaubte, so muß sich das geworfen worden ist. Kann Fürst Bismarck Hilfe von der autokratischc Rußland durch ein deutsches Reich unter preußischer Macht erwarten, der er 1866 so schwere �Wunden und Demüthi Leitung gefährdet halten. Tics ist das Gesetz des atten politi scheu Systems. Innerhalb desselben ist der Gewinn eines Staats der Verlust des andern. Der überwiegende Einfluß des Czarcn auf Europa wurzelt in seinem traditionellen Halt an Deutsch- land. Kann er in einem Augenblick, wo in Rußland selbst vul- kanische soziale Kräfte die Grundlage der Autokratie unterwühlen, einen solchen Verlust seines auswärtigen„Prestige» ertragen? Bereits wiederholen moskowittschc Blätter genau die Sprache der bonapartistischcn Blätter nach dem Krieg von 1866. Glauben die tentonischen Patrioten ernsthaft, die Unabhängigkeit und den Frieden Teutschlands dadurch zu„garantiren», daß sie Frank- reich in Rußlands Arme werfen? Wenn das Glück der deutschen Waffen, die Arroganz des Erfolgs und dynastische In- triguen zu einer Territorialbcraubung Frankreichs verleiten, stehen Teutschland nur noch zwei Wege offen. Es muß auf: gungcn beigebracht und den„Stoß in'sHerz» beizubringen ver- sucht hat?— Man sagt: Lügen haben kurze Beine. Mit größcrem Recht kann mau sagen: Erfolge der Gcwalts- Politik haben kurze Beine. Tie„glänzenden» Erfolge von 1866 und 1870—71 sind schon der Nemesis verfallen. Und unsere festduseligen Philister, welche den heiligen Sedan feiern, werden bald mit Entsetzen gewahr werben, daß die deutschen Armeen in Frankreich trotz alles Patriotismus nicht für Deutschland ihr Blut verspritzt haben, sondern für Rußland. Und nun zum Schluß: „Tie Schande Europas» ist zuerst von den Sozialisten er- kannt ivorden. Tic Sozialisten haben einen richttgeren ftaats- männischen Blick gezeigt, als die„genialen» und nicht„genialeii" Staatsmänner von Fach. Der Gang der Erciguissc hat den Russen bis jetzt fast keine militärischen, fast blos diplomatische alle Gefahren hin sich zum erklärten Werkzeug russi- Sozialisten in allen Punkten Recht gegeben. Er wird uns auch Erfolge dcrTürkei gegenüber errungen, und daß sie diese diploma scher Vergrößerung machen oder nach kurzer Frist zu ftrnerhin Recht geben, denn wir rechnen nicht, gleich unseren tischen Erfolge weniger der eigene» als der fremden Diplomatie zu einem neuen Vertheidigungskrieg bereit sein, nicht einem ��uern, mit eingebildeten Faktoren, nicht mit Wünschen, verdanken haben. Was ferner Oesterreich betrifft, so hat es jener neumodischen„lokalisirten» Kriege, sondern einem Raccu- Neigungen, Abneigungen� einzelner Personen,— wir rechnen mit genügende Hilfsquellen, um Rußland in einem Vertheidigungs- krieg, einem Krieg gegen die verbündeten Slaven und wirklichen, meßbaren Faktoren, mit den thatsächlichcn Verhält- krieg siegreich die Spitze bieten zu können; und daß England Romanen. Das ist die Friedcnsperspcttive, welche die Hirn- bissen und Interessen. � an Macht Rußland nicht nachsteht, weiß, mit Ausnahme des kranken Patrioten der Mittelklasse Teutschland„garantiren»!» Das Uebel erkannt zu haben, genügt aber nicht. Tie Er- Professors» Trcitschkc, ein jedes Kind. In demselben Sinne sprachen sich die sozialistischen Abgeord- � kenntniß muß zur Ausrottung des Nebels verwerthet werden. r~''•. i•<_ i r*■ CV1• jr-:____ t r.r....... O.....< Sir« Siitt n■> r itrtS t>» Ai«4-» f4-*• An den Sozialisten Europas und zunächst Deutschlands ist es: auf die Bescitigung von Zuständen hinzuwirken, welche„die Schande Europas» sind. Gäbe es ein Europa, d. h. hätten die europäischen Cultur- neten im deutschen Reichstag aus, und schon am 3. Dezember staaten eine gemeinsame Politik, könnte nur einer der großen 1871 machte Liebknecht darauf aufmerksam, daß der russische Eulturstaaten sein Votum, ohne Gefahr seitens der Nach- Kaiser„den brudermörderischen Krieg Teutschlands und Frank- barn, nachdrücklich zu Gunsten des Friedens in die Wagschale reichs zur Entzündung der orientalischen Frage benutzte.» legen und Rußland ein energisches Halt! zurufen, so wären die Tie Sache war: Kaum hatte Rußland bemerkt', daß das Kriegswolken längst zerstreut— ja, sie hätten sich gar nicht angc- Bismarck'sche Teutschland zur Annexion, oder deutsch: zur Er- sammelt. obcrung von Elsaß-Lothringen entschlossen war, so notiftzirte es— Der„große» Lasker weicht muthig zurück. Wer Politische Uebersicht. Das Halt! ist nicht zugerufen worden, und es konnte nicht den europäischen Mächten, daß eine Revision des Pariser Ver- erinnert sich nicht mehr der Zeit, als der Abgeordnete Lasker zugerufen werden." trags, dieser bitteren Frucht des Krimkriegs an der Zeit sein Warum nicht? dürste. Feldmarschall Moltke triumphirte vor vier Jahren im Sobald die Annexion nach ftirchtbarem Blutvergießen bis auf Reichstag:„Ohne Erlaubniß des deutschen Reichs kann kein Weiteres vollendete Thatsache geworden, notifizirte das Peters- Kanonenschuß in Europa abgefeuert werden." Diese Uebersetzuug. burgcr Kabinet den Mächten(auch dem neugebackenen deutschen einer französischen Kraftphrase in preußisches Deutsch hat sich Kaiserreich), daß sich Rußland durch den Pariser Vertrag nicht leider als bloße Kraftphrase erwiesen. Um die Erlaubniß, in mehr gebunden halte. Serbien und Montenegro loszuschlagen, ist das deutsche Reich Was die sozialdemokratischen Abgeordneten unter dem Gebrüll nicht gefragt worden, und hätte es sich zu einem Veto! ver- und Gelächter der„staatsmännischen» Reichstagsmajorität voraus- von den Gründern und Schwindlern verflucht und von den wc- nigen ehrlichen Leuten der Bourgeoisie und den vielen Heuchlern derselben in den Himmel gehoben wurde? Lasker hatte ja seine „Brandreden" gegen das Gründcrthum und besonders gegen ein- zelne conscrvative Gründer gehalten. Wir sagten schon damals, daß der kleine Herr gleich seinem„großen" Stammvater den „Sündenbock" geschlachtet, dem dann die Gesammtsünden auch aller liberalen Gründer aufgehalst ivurdcn. Lasker erkrankte darauf und entschuldigte sich mit dieser Krankheit, daß er nicht -vielleicht ist ihm ein Lichl aufgegangen, als vor mehreren lands. lochen ein halbamtliches russisches Blatt der deutschen Reichs- i Und die russischen Staatsmänner sind nicht die Leute, unterliefen, das giebt jetzt dem großen Lasker Gelegenheit zu der die Erklärung, daß auf die Gründerperiode die Vcrleumd.un�» rr- Iii ( } l; I t 1 (IS •f if L (rf( Ufi jj« Tl iiir vi ?JtU nt< ?. Mta• für: » hc m br ■"Ii Periode gefolgt sei und er dabei nicht mitwirken wolle. Dabei bestimmten Prospekten bestimmt versprochen, daß sie die Prämien-' nungen als eine unmittelbare Folge der Spitzenindustrie entschlüpft dem edlen Herrn folgender Satz:„Vor den schlech- Reserven auf die von ihnen geschlossenen Versicherungen nach anzusehen sind. Berücksichtigt man die Thatsache, daß die>Kin- ten Gründungen habe ich gewarnt, als die Gründer angesehene einer bestimmten Grundlage berechnen würden, im Widerspruch der beiderlei Geschlechts in allen den Gegenden, wo diese Leute waren."— Jetzt also, wo die Gründer— und am aller- � mit diesen dem Publikum gegebenen Versprechungen thatsächlich! Industrie heimisch ist, schon vom fünftens!» Lebensjahre wenigsten durch Lasker's Schuld, sondern durch die Angriffe der � die Prämien-Rcserven weit niedriger zurückgestellt haben, als sie an vor dem Klöppclsackc sitzen und bis spät in die Nacht sozialdemokratischen und eines Thcils der conservativen Presse— � sein müßten, wenn sie nach den Zusagen der Prospekte berechnet bei vielfach ungenügender Beleuchtung aus die feinverzweigten entlarvt sind, wo sie ihren Einfluß, sofern sie arm geworden sind, mären. Es war dort weiter nachgewiesen, daß die Potsdamer Muster des Spitzengrundes unverwandt blicken müssen, so nimmt verloren haben, jetzt will Laster nicht mehr vor schlechten Grün- Lebensversicherungs-Gesellschaft für die Anlegung der Gesellschafts- es höchstens Wunder, daß man verhältnißmäßig so viele gesunde düngen warnen: jetzt hält er es am Ende für erlaubt, damit gelder in Kautions-Darlehnen an versicherte Beamte angelegt hat, i Augen findet." die Gestürzten sich wieder emporschwindeln können, daß faule während die Statuten der Gesellschaft eine derartige Geldanlage' Ein voller Monat ist verflossen, seit das„Chemnitzer Tage- Gründungen wieder entstehen und das Volk auf's neue namen- nicht gestatten. Diese Kritik, soweit dieselbe gegen die Potsdamer blatt" die Zuschrift veröffentlichte, und, mit Ausnahme einiger l?s betrogen wird.— Solche laskerhafte Moral erkennen»vir Lebensversicherungs-Gesellschaft gerichtet war, hat in der letzten' sozialisüscher Blätter, hat kein einziges Blatt Notiz davon ge- nicht an; wir bekämpfen die faulen Gründungen, auchjvenn die Generalversammlung dieser Gesellschaft der Polizeipräsident von j nommen. Und wir dächten doch, die initgctheilten Thatsachen Ausdehnung veröffentlicht worden ist. Der preußische Staats- 1 reif sind, auf das„Schlachtfeld der Industrie" getrieben und —„Reichsfreundlich". Verschiedene liberal-coi»scrvativc kommissarius Herr von Engelcken erklärte in jener Generalvcr dem Moloch: Kapital vorgeworfen! Es ist entsetzlich. Wird die �Grundbesitzer in Schlesien haben diejenigen ihrer Arbeiter ent- sammlnng der Potsdamer Lebensversichcrungs- Gesellschaft, er Regierung einschreiten? Frage eines„sonderbaren Schwärmers". lassen, welche bei einer kürzlich stattgehabten Nach>vahl zum habe eine genaue Prüfung des Geschäftes der Gesellschaft vorgc Die Regierung kennt diese Greuel seit Jahrzehnten und hat bis Reichstage für den klerikalen Candidaten stiimnten. So berichtet nommcn, könne der Gesellschaft nur ein günsttges Zengniß aus- dato nichts zu deren Abhülfe gethan. Mit der von verschiedenen die„Schlesische Volkszcitung". Hier haben»vir es»nit einer stellen, und müsse die in der Kritik der„'Börsenzeitung" cnthal- Seiten geforderten Ausdehnung des Fabrikgcsetzes auf die Haus- Beschränkung der Wahlfreiheit zu thun, die unlauterer gar nicht tenen Angriffe auf die Potsdainer Gesellschaft als unbegründet industrie wäre beilälifig nicht viel genützt, denn wenn die'deut- gedacht werden kann. Zunächst ist das Wahlgehciinniß nicht und geradezu frivol bezeichnen. Gegen diese Kuüdgebungen des»chcn Fabrikinspcktoren nicht einmal iin Stande sind, die ungc- gewahrt worden! Es müssen also„reichsfreundliche" Personen preußischen Staatskommissarius hat Hun die„Berliner Börsen setzliche Kinderarbeit in den verglcichungsiveise leicht zu über- die Stimmzettel geöffnet und gesehen haben, für»ven der betref- zeitung" bis in die nencste Zeit in einer größeren Zahl von Ar- wachenden Fabriken und Wertstätten zu verhindern,»vie viel sende Arbeiter gestiinmt hat; woher wissen denn sonst die Gut- tikelu nochmals uachgeiviesen, daß die Potsdamer Gesellschas:»veniger werden sie in der vergleichsiveise so schivcr zu über- desitzer, wie ihre Arbeiter geivählt haben? Dann zeigt es aber thatsächlich»virklich in ihren Prospekten, selbst in den 1876 gc»vachenden Hausindustrie es vermögen? s Hier können nur Radi- auch eine Brutalität und einen Despotismus sonder gleichen, druckten, noch dem Publikum verspricht, die, Prämien-Reserven kalmittel helfen, zu denen der heutige Klassenstaat»veder den wenn eiu Grundbesitzer oder Kapitalist mit seinen paar Groschen' in bestimmter Höhe zurückzustellen und daß sie thatsächlich die Willen noch die Kraft hat.— Erwähnt sei noch, daß das täglichen Lohnes, die er dein Arbeiter überläßt, mit der Arbeits Prämien- Reserven»veit niedriger berechnet, als sie dies dem„Cheinnitzcr Tageblatt", dein»vir obige Mitthcitung verdanken, kraft noch die politische Uebcrzeugung gekauft zu haben vermeint. Publikum verspricht; es ist dort weiter nochmals nachgewiesen, zu den fanatischsten und unskrupulösestcn Gegnern der Sozialisten Und da spricht man von humanen Bestrebungen, Ivo die nackte daß die Geldanlage der Potsdainer Gesellschaft in Kautionsdar- gehört. Auf der einen Seite heuchlerisches Bejammern der ge- Sklaverei»vieder eingeführt»Verden soll! Und da spricht man lehnen durch die Statuten der Gesellschaft nicht erlaubt ist, daß sellschastlichcn Uebelstände, aus der anderen»vüthcnde Anfeindung von Gleichberechtigung, Ivo der Eine über dem Andern die also die der Gesellschaft gemachten Borwürfe in beiden Punkten und denunziatorische Verlästcrung Derjenigen, welche diese Uebel- Hungerpeitschc schlvingt und ihn dadurch zum willenlosen Werk- vollständig begründet sind,»vie dies auch ausdrücklich von den stände zu beseitigen suchen. Das ist die„Sittlichkeit" und die zeuge macht! Pfui! Gleichberechtigung! über solche Humanität und über solche Versicherüngs-Zeitungen, welche sich»nit dem Falle beschäftigt haben, anerkannt und zugegeben worden ist. Die Schuld der Gesellschaft und des Staatskoimnissars er- — Der Mangel an Unteroffizieren zeigt sich in Deutsch- � scheint somit als zweifellos, wenn auch klar ist, daß die„Börsen- land besonders bei der Kavallerie. Wer den Soldatendicnst zeitung" nur darum ihre Angriffe gegen die auf Gegenseitigkeit kennt, wer die Strapazen und die Behandlung erfahren, dem! gegründeten"Gesellschaften unternimmt, um für die noch viel ist die Ursache nicht fremd. Mau versucht nun die jungen Leute schlimmeren, aber für die großen Kapitalisten vortheilbringcnde- . zu vierjährigem Dienste als Freiwillige heranzulocken, indem ren Aktienuntcrnchmuugen zu»virken. Der Klassenstaat der man denselben in anderer Beziehung Erleichterungen verspricht Bourgeoisie kann sich»veder selbst und im allgemeinen, noch in und ihnen Löhnungszuschuß in Aussicht stellt. Die Erleichterungen seinen einzelnen Organen zu einer unparteiischen, über dein bestehen darin, daß junge Leute,»vclche die beregte Verpflichtung Klassenintercsse stehenden Beaufsichtigung des Wirthschaftsgebiets eingehen, in der Landwehr nur drei Jahre dienen, die gesainmte' erheben. Er thut nur hie und da so und täuscht damit nur die Dienstzeit mithin statt zivölf nur zehn Jahre beträgt. Dieselben Kurzsichtigen. bleiben für die Zeit, m welcher sie sich iin Bcurlaubtcnstande befinden, gleichviel ob iin Reserve- oder Landivehrverhältnisse,— Es darf hier nicht über Politik gesprochen»verde»» von allen Uebungen befteit, sie erhalten iin vierten Jahre ihrer— mit diesen Worten löste ein Polizeicommissarius eine in Bilk aktiven Dienstzeit die Kapitulantenlöhnuug.— Wir wollen im Interesse des Culturstandes des deutschen Volkes hoffen, daß sich nicht viele Jünglinge zum vierjährigen Dienste melden, da der dreijährige den Menschen durch die eivigen Exerzitien und Reglements schon über alle Gebühr und gegen das Interesse der Culturentwickelung abstumpft. — Was die Staatsaufsicht über Bourgeois-Unter- nehinungen nützt, so lange der Staat mit den Kapitalisten gemeinsaine Sache macht, ersieht man aus einer Mittheilung, »velche durch die Berliner Blätter geht, ivonach der als Staats- kommissarius für die„Deutsche Lebens-, Pensions- und Renten- Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit" in Potsdam aufge- stellte Polizeipräsident Engelken in Potsdam genannte Gessllschaft gegen sehr begründete Vortvürfe in Schutz genoinmcn und sich so zum Mitschuldigen der gerügten Fehler gemacht hat. Im Anfange dieses Jahres hatte die„Berliner Börsenzeitung" in einer Reihe von fachkundig begründeten Artikeln die Bedenken entwickelt, welche der Zustand der jüngeren in Deutschland ge- gründeten gegenseitigen Lcbensversicherungs-Gesellschaften für eine fachmännisch ivissenschastliche Kritik darbietet. In diesen Artikeln Hütte das genannte Blatt unter Anderem namentlich zweien von diesen jüngeren gegenseitigen Lebensversichcrungs- Gesellschaften besondere thatsächliche Vorivürfe gemacht. Es»var dort nachge- »Viesen»vorden, daß die Potsdainer Lebensversichcrungs- Gesell- bei Düsseldorf tagende öffentliche, von den Klerikalen einberufene Urivählcrversaminlung auf, als ein Kaplan die Kirchenpolitik des preußischen Staates einer Kritik unterzog. Solche»veisheitsvolle Begründung einer gesetzwidrigen Handlungsweise kann man wohl einem Nachtivächtcr zutrauen, aber niminer einem geschulten preußischen Polizeicommissar. Wie kommt's aber, daß die Poli Consequenz des„Liberalismus". — Es ist eine Schinach für die Eivilisation, daß ein unschuldig Vcrnrtheilter keinerlei Entschädigung für erlittene Strafe erhält, eine größere Schinach noch, als die,»velche darin liegt, daß die unschuldigen Untersuchnngsgcfangenen ohne irgend»velche Entschädigüng bleiben. In Brieg wurde vor circa anderthalb Jahren ein Maurer Namens Storuppa»vcgen Diebstahls zu 2 Jahren Zuchthaus verurthcilt; derselbe ist jetzt plötzlich ent- lassen worden, weil der wirkliche Dieb ermittelt, und dadurch seine Unschuld eriviesen worden ist. Bier Kinder hat der un- schuldig Bcrurtheilte; wer ersetzt demselben den erlittenen Schaden wenigstens in so»veit, als er durch Geldmittel zu ersetzen geht? Diese Frage möge der Reichstag bei Berathung der Strafprozeß- ordnung ernstlich in Erwägung ziehn— es ist besser für»hu, als ivcnn er Lasker'sche oder Richtersche Reden anhört. — Selbst die sozialistenfresserische„Berliner Volkszeitung" stiinint unserer Meinung über die für die Sozialdeinokratie überaus günstige Agitation der Barin cn- Elb crfelder Po- lizei vollständig bei. Sie läßt sich nämlich aus dem Wupper- thal Folgendes schreiben:„Von der Thätigkcit anderer Parteien eibcamten so viele Schnitzer in der letzten Zeit machen? Weil hört mau»venig oder nichts, mit Ausnahme freilich der sozial- ic fortivährend in Angst sind, von Borgesetzten»vegen Säumniß' demokratischen, die schon seit sechs Monaten ungemein rührig ist, eine Rüge zu erhalten,»venu sie nicht bei einschreiten. Das sind die Folgen vom„schutzlosen Schutzmann" des Herrn von Bismarck und von dem ewigen Skandal, den die Vorgesetzten über Dienstvernachlässigung inachen. Ten Borge- setzten mögen übrigens solche Uebergriffe nicht unangenehm sein — uns aber auch nicht, da sich dadurch das heutige Polizeisystem beim Volke immer mehr compromittirt. jeder Klcimgkeir � d i c aber zugleich seitens der Polizeibehörde lebhaft ---------------- unterstützt wird. Wenigstens ist man hier allgemein der An- ficht, daß die unaufhörlichen Maßregelungen sozialistischer Jour- nalisten die Chancen für die Wiedenvahl Hassclmann's nur von Tag zu Tag steigern müssen."— Früher sagte die„Volksztg.", daß die deutschen Sozialisten von den preußischen Behörden'zur Dienstleistung für die Reaktion mit Geldmitteln unterstützt und belohnt würden, jetzt ist sie doch zu der Erkenntniß gekommen, daß die ganze Unterstützung der Behörden darin besteht, daß dieselben durch ihre überaus ungeschickten Verfolgungen dem Volke die Augen öffnen, nicht allein über das wahre Wesen der So- zialdemokratic, sondern auch über die aiideren Parteien,»velche — Kinderarbeit. Vor vier Wochen brachte das„Chein- nitzer Tageblatt" aus Sch Neeberg(Königr. Sachsen) eine Zu- schrift, die sich über eine Ministcrialverordnung aussprach, nach »vclcher die punktirten Richtungslinien in den Schreibebüchern als; � D dem Auge der Schüler nachtheilig und darum als zur Verwendung von den Behörden geschont, oft genug gehätschelt»verden. nicht geeignet bezeichnet»verden.„Man ist", so heißt es in jener Zuschrift,„mit dicscmVorgehen umso inehreinverstandcii, als gerade— Tie Berliner Volksküchen stehen auf dem Aussterbe- in den Schulen des Erzgebirges ein erheblicher Prozentsatz der Etat. Die neunte ist schon selig entschlafen, und die anderen Schüler, nainentlich aber der Schülerinnen, an Kurzsichtigkeit, machen keine„Geschäfte" mehr und zwar wegen der schlechten schaft und die Norddeutsche Lcbensversicherungsbank in Berlin/ Augcnentzündung und anderen Augenffrankhciten leidet. Zeit. Diese einfache Thatsache genügt, um den Beiveis zu während dieselben in ihren zur Vertheilung uilter dem Publikuni Es darf wohl kauin in Frage gezogen werden, daß diese Erschei- j führen, daß wir immer Recht hatten, daß die Volksküchen nur er aus eigener Machtvollkoinmcnheit die entgegenstehenden Gesetze aufhob, um so meine Entfernung zu erzivingen." 3.„Die Ansicht des Ober- Controtenrs Albrecht, daß ein preußischer Beamter ungestraft die Gesetze aufheben kann, selbst zum Zwecke des Schivindels und des Betrugs gegen die eigenen vorgesetzten Behörden, scheint sich durch das gegen mich bislang stattgefundcnc Verfahren leider zu bewahrheiten und»väre dem- nach dem Obcr-Controleur Albrecht trotz-seiner sonstigen vielen Unkennttlisse die Kcnntniß der thatsächlich bestehenden Verhält- nisse nicht abzusprechen." 4.„Der pp. Hermes... wandte sich Beschiverdc führend an den Ober-Jnspcktor Collas, von diesein Abhülfe verlangend. Der Ober-Jnspcktor Collas ließ sich jn ungesetzlicher Weise auf diese Beschwerden nicht ein aus Opportunitäts-Rücksichten..." 5.„Es kann unmöglich dadurch ein Präjudiz geschaffen wer- den, daß der xp. Hermes nach Verlauf von mehreren Wochen so charakterlos gewesen ist, die Hand dazu zu bieten, daß ein Protokoll fabrizirt wurde, welches von Anfang bis zu Ende Unwahr- hcit ist: von Wahrheit ist auch nicht die Spur darin enthalten." (Dieser Passus bezieht sich auf ein Protokoll,»velches der Ober-Zoll-Jnspcktor Collas am 22. Juli 1869 über Erklärungen des Spediteurs Hermes aufgenommen hat.) 6.„Ich erlaube»nir, Ew. Kaiserliche und Königliche Majestät auf diesen Uebelstand besonders aufmerksam zu machen, daß bei Beschiverdcn über Beamte dem Betreffenden die diesbezüglichen Berichte vorenthalten bleiben,»vodurch die Beschivcrden rein illu- sorisch»verden; den Beamten ist die Möglichkeit gegeben, der Wahrheit zum Hohn zu berichten, der Betreffende»vird es ja nicht gewahr; selbst wenn diese Untvahrheitcn widerlegt werden, so bleiben diese Art aintlicher Berichte nach wie vor maßgebend bei den oberen Behörden, wie dies in meiner gegenwärttgen An- gelegenheit der Fall ist." (Hiemit wird dem Ober-Zoll-Jnspcktor Collas und dein Ober- Revisions-Controleur Albrecht vorgeworfen, in der betreffenden Angelegenheit wissentlich wahrhcitswidrige Berichte erstattet jzn haben.) 7.„Nachdem der Herr Hermes sich hatte verleiten lassen, die unwahren. Aussagen über mich zu Gunsten der Beamten zu unterschreiben..." (Bezieht sich auf das bereits erwähnte, voin Ober-Zoll-Jn- spektvr Collas am 22. Juli 1863 aufgenommene Protokoll.) Auch ein Verrückter. (Fortsetzung.) „In Folge dieser Erkenntnisse Hamburgischer Gerichte be- zahlte ich die über»nich verhängte Strafe von 160 Thalern, »vandte»nich aber sofort unterm 8. April 1870 abermals an die königliche General-Steuerdirektion in Berlin mit einer Eingabe, da die ungesetzliche Handlungsiveisc von Collas und Albrecht aktenmäßig konstatirt und das Eingeständniß derselbe»: gemacht und von denselben sogar bcschtvoren sei, daß ich auf die Unpar- teilichkeit der königlichen General- Steucrdirekkion rechnete und mir somit Genugthuung»vürde für das»nir zugefügte schiverc Unrecht. Zugleich widerlegte ich alle die Unwahrheiten, die in den aintlichen Berichten von Albrccht und Collas enthalten waren, »vovon ich iin Hamburgischen Gericht Einsicht bekomincn hatte. Auf diese Eingabe an die königliche General-Steuerdirektion er- hielt ich von dein Finanzminister Camphausen unterm 12. Mai 1870 den eigcnthümlichen Bescheid: da ich»vegen Aintsbe- leidigung gerichtlich verurthcilt sei, so läge kein Grund vor, gegeii die betreffenden Beamten einzuschreiten! Hiergegen»vurde ich sofort vorstellig, daß ich mich dieser Schluß- folgerung nicht anschließen könne, denn wenn ich auch»vegen einer angeblichen Beleidigung verurtheilt wäre, so könnte hieraus unmöglich der Schluß gezogen»verden, daß dadurch ein Ver- brechen von Beamten,»velches viel früher als ineine Beleidigung begangen ist, straflos würde.' Hierauf erhielt ich von Cainphausen die lakonische Antwort, es»nüsie bei dem mir gewordenen Be- scheide sein Bewenden behalten. Jn Folge dessen begab ich mich Persönlich nach Berlin, jedoch verweigerte mir der Finanzininister Cainphausen eine Audienz, ivcshalb ich mich an den General- Steuerdirektor und Geheimen Ober-Finanzrath Hasselbach»vandte, der mir erklärte, daß der von Camphausen angeführte Grund „Unsinn" sei, denn Mißbrauch der Amtsgewalt und Amtsbe- leidigung seien zwei ganz verschiedene Sachen; die Beamten dürften nicht wie geschehen handeln und müsse mir Gerechtigkeit zu Theil werden;' einen Anspruch auf Schadenersatz hätte ich; ich möchte aber nochmals eine Eingabe machen und solle die Sache untersucht werden.— Demzufolge»nachte ich noch an deinselben Tage, den 13. Juni 1870, eine abermalige Eingabe an den Finanzminister Cainphausen,»vorauf ich unter»» 27. Juni: J 1 von demselben die Antwort bekam, daß kein Anlaß vor- läge, gegen die von»nir beschuldigten Beamten einzuschreiten, »vogegen ich in einer Eingabe vom 30. Juni 1870 abermals vor stellig»vurde, worauf ich unterm 7. Juli 1870 die Antwort be kam, daß es bei dem mir wiederholt' ertheilten Bescheide sein Betvenden behalten»nüsse; außerdem heißt es in dieser Antwort, sofern in dieser Angelegenheit von mir fcrneriveit Vorstellungen eingehen sollten, welche nur bereits früher Vorgetragenes ent- halten,»verde»: dieselben ohne Erwiderung gelassen werden. Da ich glaubte, daß es sich nicht mit der Würde eines preußischen Ministers verträgt, seine Bescheide auf Unsinn zu basiren, und daß derselbe nicht berechtigt sei, die Gesetze zu sus- Pendiren zu Gunsten von Beamten,� sowie auf begründete Bc-i schwerden abschlägige, mit den Gesetzen nicht zu vereinbarende Bescheide zu ertheilen,»vandte ich mich hierauf direkt an Seines Majestät mit einer Beschwerde über das mir widerfahrene Un recht und das gegen mich beobachtete Verfahren, woraus ich von dem Finanzminister Cainphausen als Beklagten: einen aber-; maligen abjchlägigen Bescheid bekam ohne Angabe irgend eines Grundes. Wiederholte Immediatgesuche blieben fruchtlos ui:d führten nur zu einer neuen Anklage wegen Amtsbeleidiguug. Jn der Ai:klage heißt es:„Auf einen Antrag der Zoll abfertigungsstelle auf den: Lübecker Bahnhofe von: 26. Juni 1869 veranlaßte sodann das zollvereinsläi:dische Hauptzollaint zu Hamburg den Spediteur Hermes, dem Cominis Ließ vom 28. Juni 1869 ab die Geschäfte auf dem Lübecker Bahnhofe zu entziehen und ihm andere Geschäfte zu übertragen. Hermes setzte dabei den Gehalt des Ließ von 2000 auf 1200 Mark herab." Als beleidigend wurden folgende Stellen in seinen Eingaben bezeichnet: A. Aus der Eingabe von: 8. Oktober 1872: 1.„Mir ist auf die frevelhafteste Weise von preußischen Be- aintcn eine lebenslänglich gesicherte Existenz zertrümincrt. ... Die Motive zu diesem Mißbrauch der Anttsgcwalt von Seiten der betreffenden Beamten sii:d nach eigenem Eingeständniß Schwindel und Betrug den eigenen vorgejetzten Behörden gegenüber..." 2.„Der Ober-Controleur Albcecht legte nur aus Rache, wie er selbst mir naiver Weise eingestand, das Geschäft brach, wobei eine Spekulation feien, eine Spekulation auf die Dummheit der Massen. Der Noth aber helfen sie nicht im geringsten ab. Wenn dem so wäre, dann müßten sie gerade jetzt, wo die Noth in Berlin so groß ist, floriren. In den guten Zeiten entnerven sie manchen Arbeiter, der recht„billig und schlecht" in den Volks- füchen ißt und den übrigen Lohn durch allerlei unnütze Aus- gaben, seinem Körper entzieht, oder den Körper gar durch über- mäßigen Genuß geistiger Getränke entkräftet: in den schlechten Zeiten aber helfen sie Niemandem auf, weil sie dann bei der schlechten Kost, die sie verabreichen, noch zu theuer sind. Uebri- gens sollen die Volksküchen der Familie Morgenstern, diesem Urbilde des liberalen Philisterthums, auf die Strümpfe geholfen haben. — Unserem Parteigenossen Tölcke ist von ultramon- tanen Blättern allen Ernstes der lächerliche Borwurf gemacht worden, er wäre auch ein— Gründer. Tölcke hat natürlich geantwortet, wie, ersehen unsere Leser aus dem nachfolgenden Passus eines Schreibens, das Tölcke an unser Parteiorgan, die „Duisburger Freie Zeitung", gerichtet hat:„Geld regiert die Welt!" Dieses alte Sprichwort hat sich niemals in höherem Grade als richtig bewährt, wie im letzten Jahrzehnt. Auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens findet der aufmerksame Beob- achter seine praktische Anwendung: auf keinem andern Gebiete aber ist das Prinzip der Geldhascherei durch„Schwindel", durch Geschäfts-Lügen, mehr vorherrschend, als gerade auf dem reli- giösen. Wie konnte es da den Bochumer Spießgesellen des „schwarzen Consortiums" gar auf eine Tendenzlüge ankommen? Daß sie meinen Namen mit der Gründung der„Zeche Ritter- bürg" in Verbindung bringen, um die Sozialdemokratie zu ver- 'dächtigen, das entspricht genau ihrem Grundsatze, nach welchem „der Zweck die Mittel heiligt". Ich will mir in diesem Falle ein Mal das Vergnügen machen, wenigstens die Bochumer Wind- beute! näher kennen zu lernen. Zu diesem Zwecke habe ich den fraglichen Artikel der Staatsanwaltschaft zu Bochum eingesandt und behauptet, daß, wenn Aktien der„Zeche Ritterburg" existireu, auf welchen mein Name unterzeichnet ist, eine Urkun- denfälschung vorliegt, daß aber, wenn solche Aktien nicht exi- stiren, die Einsender des Artikels an die betreffenden Blätter, sowie die Redakteure der Letzteren sich einer öffentlichen verleum- derischen Beleidigung schuldig gemacht haben."— Wie der Staatsauwalt auf die Tölcke'schen Anträge antwortet, ist gleich- giltig; jedenfalls ist es den schwarzen Herren wieder einmal ge- lungen, sich gründlich zu blamiren. — Nicht nach Frankreich auswandern! Man schreibt uns aus Paris: Frankreich, das Land der Republik und der Mac-Mahous, scheint von den deutschen Arbeitern als das Land, „wo Milch und Honig fließt", betrachtet zu werden. Wir glau- ben, daß viel Elend abgewandt werden könnte, wenn auch die in Arbeiterkreisen zirkulirenden Blätter, wie dies bereits von einigen Bonrgeois-Zeitungen geschehen ist, Licht über die wahre Lage der erwerblichen Verhältnisse in Frankreich, in Paris zu verbreiten sich bemühen möchten. Hier ist wie überall die ge- schäftliche Lage ungesund und flau, und so mancher Arbeiter, der mit vollen Taschen und großen Hoffnungen hier eingetroffen ist, um mit Theil zu nehmen an den Segnungen der Republik, ist mit leerem Beutel und verzweifelndem Herzen zurückgekehrt in Ihr Land„der Gottesfurcht und frommen Sitte", nachdem er wocheu-, monatelang um Beschäftigung sich bemüht hat. Die deutiche und die österreichische Gesandtschaft werden förmlich um- lagert von Landeskiudern, welche enttäuscht Paris verlassen möchten und hierzu Reisegeld erbitten wollen. Sie werden auf die Warnungen verwiesen, die mau in den Zeitungen veröffent- licht hat und welche durch die Schilderung der Arbeitsverhält- nisse sie hätten abhalten müssen, die Arbeitslosigkeit in Deutsch- land mit der in Frankreich zu vertauschen. Jüngst glückte es einem der Bittsteller, des Gesandten Herz zu rühren, und er erhielt nun als Reisegeld in ganzer Summe 5 Francs(etwa 4 Mark). Als er bescheiden auf die Unmöglichkeit hinwies, mit diesem Kapitale die Kosten der Fahrt zu bestreiten, erhielt er die Autwort:„Reise zu Fuß! Deine Väter, Groß- und andere Ahnen fuhren auch nicht auf Eisenbahnen."— Möge eS sich jeder deutsche Arbeiter, namentlich wenn ihm die stanzösische Sprache fremd ist, reiflich überlegen, ehe er jetzt in Frankreich und na- meutlich hier in Paris sein Heil sucht. — Die belgischen Sozialisten haben die Frage der Kinderarbeit ernstlich in die Hand genommen. Da es vor allen Dingen nothweudig ist, eine statistische Unterlage zu er- 8.„Die ganzen bis dahin vorliegenden amtlichen Berichte erwiesen sich als ein elendes Machmerk." (Beleidigung des Ober-Zoll-Jnspektoes Collas und des Lber- Revisions-Controleurs Albrecht, wie Nr. 6.) 9.„Der vorliegende Fall ist ähnlich mit dem, wenn ein Be- omter z. B. einem Gastwirth aus Rache die Eonzessiou zum Gewerbebetrieb nähme, weil derselbe ihm keine Gefälligkeiten er- zeigen will... Der vorliegende Fall dürfte noch schlimmer sein, indem die verlangte Gefälligkeit zum Zwecke des Schwindels und des Be- truges benutzt werden sollte." 1(1.„Eure Kaiserliche und Königliche Majestät werden nicht dulden, daß wir Hannoveraner als Aschenbrödel behandelt wer- den, denn wenn Beamte es ungestraft wagen dürfen, Jemand die Existenz zu zertrümmern, obgleich derselbe nicht die geringste Ungesetzlichkeil begangen hat, sondern lediglich zum Zwecke des Schwiudelus und des Betruges, dann wären wir jetzt schlimm daran..." 11.„... mir ist auf die frevelhafteste Weise eine lebens- länglich gesicherte Stellung zertrümmert..." 12.„Ich protestire ferner entschieden gegen die Annahme, daß dadurch ein Präjudiz geschaffen ist, weil der pp. Hermes seiner Zeit so charakterlos gewesen ist, aus Rücksichten auf sein Geschäft den Beamten zu Liebe ein unwahres Protokoll zu unterschreiben: dieser Schurkenstreich ist obendrein erst einige Wochen nach erfolgter That geschehen und kann ihm unmöglich rückwirkende Kraft beigemessen werden, der pp. Hermes hat sich lediglich der rohen Gewalt gefügt, als er mich meiner Stellung enthob.", (Fortsetzung folgt.) laugen, und da der Staat sich aus guten Gründen dagegen sträubt, eine solche zu beschaffen, so müssen die Arbeiter sich selbst helfen. Wie der„Ami du peuple"(Volksfreund) von Lüttich mittheilt, werden an alle Gewerkschaften und sonstige Arbeiter- gesellschaften und-Vereine Fragebogen zur Beantwortung ge- sandt, welche Folgendes enthalten: 1) In welchem Alter begiu- neu die Kinder, Mädchen oder Knaben, in euren Gewerken(in dieser oder jener Profession) zu arbeiten? 2) Ist die Zahl groß? 3) Wieviel Stunden arbeiten sie täglich? 4) Arbeiten sie in der Nacht? 5) Kommen häufig Verwundungen oder andere Unfälle vor? 6) Was ist der Gehalt der Kinder, und was ist der Lohn der erwachsenen Arbeiter? 7) Wie ist im Allgemeinen der Bil- dungsgrad der arbeitenden Kinder? 8) Besuchen sie eine Schule? 9) Welche Wirkungen übt die Beschäftigung auf ihre Gesundheit aus? 10) Haben die Kinder schlechte Behandlung zu erdulden? Eine vollständige Statistik wird allerdings auf diese Weise nicht erlangt werden— es bedarf dazn unbedingt der Staats- Maschinerie—, aber immerhin wird sie wahrer sein, der Wirk- lichkeit mehr entsprechen, als eine vom Staat, z. B. dem preußisch-deutschen Reich, veranstaltete Arbeits- und Arbeiter- Enquete, bei der blos Arbeitgeber oder von diesen beeinflußte Arbeiter vernommen werden, und die darum nothweudig ein falsches und gefälschtes Bild geben muß. — Ueber den Stand der orientalischen Frage, die wir an anderer Stelle des Näheren besprochen, liegt keine neuere Nachricht von Belang vor. Die diplomatische Aktion Rußlands ist in Folge des energischen ncm possumus(wir können nicht!) der Pforte vollständig ins Stocken gerathen, und diese Pause wird von einigen frechen Reptilien dazu benutzt, den Fürsten Bismarck als erfolgreich wirkenden Friedeusengel hinzustellen. Da schreibt z. B. eins(in der„Magdeburger Zeitung"):„Wenn dereinstes die diplomatischen Geheimnisse unserer Tage dem Auge der Profanen offenbart werden dürfen, wird die Welt mit Staunen und Dankbarkeit erkennen, was der Einsiedler von Varziu für die Erhaltung des Weltfriedens gethan hat und wie gerechtfertigt das unbedingte Vertrauen ist, mit welchem ihn die deutsche Nation unterstützt." Schamloser kann man nicht lügen und die Wahrheit um- stülpen. Mau vergleiche nur diese Tirade mit den in unserem' heutigen Leitartikel mitgetheilten Thatsachen. Bleibt uns der Friede erhalten, so geschieht es trotz der Bismarck'schen Politik: und so verdanken ivir die Abwehrung des Unheils einzig und allein der Furcht Rußlands vor dem nicht preußisch-rnssischen Europa. — Fünfzigtauseud Grubenarbeiter sind nach dem Chieagoer„Vorbote" während der letzten Wochen in den ver- schiedenen Kohleudistrikten Pennsylvaniens(Nordamerika) entlassen und den noch Beschäftigten ist der Lohn um 10 Prozent gekürzt worden. Dagegen ist es erfreulich zu hören, daß der Sozialis- mus auch in Nordamerika immer mehr an Boden gewinnt. Und so hätte denn auch die herrschende Krisis ihr Gutes zur Folge. > wohnen werden. Wir ersuchen Euch, uns im Voraus die Zahl der Abgeordneten mitzutheilen, welche Ihr zum Congresse senden werdet, damit die Berner Sektion alle Maßregeln treffen kann,) um den Abgeordneten während ihres Aufenthaltes bei uns alle i | Erleichterungen zn sichern. Um den Unannehmlichkeiten und �Schwierigkeiten vorzubeugen, welche sich mehr als einmal bei:- ' Veröffentlichung der Congreßberichte herausgestellt haben, schlägt/ das Jurassische Buudeseomitv vor, daß der Bericht des bevor\ j stehenden. Congreffes sofort nach den Sitzungen veröffentlicht ib i werde, und daß die Glieder des Bundes zu verpflichten sind, ihren Delegirten die Zahl der Exemplare anzugeben, welche si„ nehmen sollen und sie mit der nöthigen Summe zur Zahlung I der Druckkosten für dieselben zu versehen.' e" In der Hoffnung, liebe Genossen, daß Ihr mit uns Alles, r aufbieten werdet, um dem bevorstehenden Congreß eine Beden>1 tung zu verleihen, welche der allgemeinen Lage Europas ent-,? � spricht, senden wir Euch unfern brüderlichen Gruß. Chaux-de-Fonds, 15. September 1876.' i Im Auftrage und im Namen des Bundesvorstandes:'\ Pindy, eorrespond. Schriftführer, i Rue de la demoiselle 3 Chaux-de-Fonds. i Mit Bezug auf den wichtigsten Punkt der Tagesordnung des� J Berner Congreffes hat die Züricher Sektion der Jnternatio- i ! nalen Arbeiterassoziation in ihrer letzten Sitzung folgenden vjfc Beschluß gefaßt: Die Sektion Zürich will alle weitergehenden prinzipiellen- Fragen offen halten, sie will aber heute ganz bestimmt erklären, daß sie die Wiedervereinigung der Internationalen Arbeiter- assoziation auf Grundlage der 1866 er Statuten des 1. Genfer Congreffes lebhaft wünscht. Ist eine solche Vereinigung nicht> s möglich, so wünscht die Sektion Zürich ein möglichst friedliches j Nebeneinandergehen und eine gegenseitige Unterstützung der ver->4 schiedenen Sozialistengruppen.)' Das Mandat des Delegirten Greulich ist im Uebrigen frei, die Urabstimmung wird über alle wichtigeren Congreßbeschlüsse' j entscheiden. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß die Jurassier eine Vereinigung auf Grundlage ihrer 1873er Statuten wollen, wir halten das nicht-Wohl für zulässig, die 1873 er Statuten sind von den„Antiautoritären" allein gemacht— die Genfer Sta tuten von 1866 aber wurden gemeinsam gemacht und unter ihrer Geltung war die Assoziation einig. Die Spaltung brach ja erst nach der Statutenrevifion der Londoner Conferenz(1871) offen aus.— Deshalb können uns die ersten Genfer Statuten allein als ehrenvolle Grundlage einer Wiedervereinigung gelten. Zürich, 4. Oktober 1876., Mit sozialdemokratischem Gruß i Namens und im Auftrage der Sektion Zürich. 1 der- Internationalen Arbeiterassoziation:•» Der Vorstand. c Hermami Greulich. G. Seipp. Jos. Nowotny. I. Scheu. H. Rüdiger. l — Ter Aufruf zum bevorstehenden internationalen Arbeiter- eongreß lautet: Internationaler Arbeiterb und. Der Bundesausschuß an die verbündeten Arbeiter. Genossen! Infolge verschiedener Mittheilungen, weche wir aus den Kreisen der internationalen Arbeitervereiuiguugen er- halten haben, zeigen wir Euch an, daß der allgemeine Congreß unseres Bundes in Bern Donnerstag den 26. Oktober 1876 er- öffnet wird. Tagesordnung: 1) Antrag Spaniens: a. Hinzu- fügung eines Artikels zu den General-Statuten, welcher eine Beitragszahlung(cotismion) bestimmt, die an den Bundesaus- schnß zu entrichten ist; b. betreffend die Gemeinsamkeit(Soli- darität) der revolutionären Bewegung. 2) Bertrag, betreffend die Solidarität zwischen den verschiedenen sozialistischen Organi- sationen. 3) Anregung eines Sozialisten-Congreffcs für 1877. Belgischer Antrag. 4) Die gegenseitigen Beziehungen der ein- zelnen Personen und der Gruppen in der neuzuorganisirenden Gesellschaft.— Sonntag, den 29. Oktober, findet eine öffentliche Versammlung statt mit der Tagesordnung: Darlegung des so- zialistischeu Programms. Wir sind so glücklich, Genossen, Euch mittheilen zu können, daß der Gedanke einer Beilegung der Zerwürfnisse, durch welche die verschiedenen Abtheilungen der revolutionären Sozialisten bisher getrennt worden, seit einiger Zeit erfreuliche Fortschritte gemacht hat, und daß deutsche Sozialisten dem Congresse bei- Correspolivenzen. — Ein fideles Gefängniß. Sozialistische Zeiwngsredakleure und Agitatoren, welche so oft in Untersuchungshaft zu leiden haben, möchten wir einladen, so schreibt unser Glauchauer Parteiorgan, nach dem Schönbnrg'schcn zu kommen. I» hiesiger Stadt erzählt man sich nämlich, daß Untersuchungsgefangene Abends zur Kneiperei beurlaubt werden. Doch wollen wir nicht gesagt haben, daß Sozialisten diese Vergünstigung auch erhalten, daß wissen wir nicht; aber wenn das bei Advokaten geschieht, die angeklagt sind, um Tausende betrogen zu haben, so wird man doch wohl Ehrenmännern noch mehr Freiheit ge- währen. Ob arme Leute, die, durch Hunger gezwungen, ein Brod stehlen, auch Begünstigung erhalten, haben wir gleichfalls noch nicht erfahren. — Zur Humanität der„Arbeitgeber". Aus Gmünd be- richtet die„Süddeutsche Volkszeitung", daß der Bauunternehmer A. sich im vergangenen Frühjahr einen Steinbruch erworben habe; er meinte schon beim Ankauf, die Steine sollten von selbst auf die Erde kommen und auf den Bauplatz marschiren; aber das ging eben nicht, denn Steine tragen keine Pickelhauben und gehen demnach auch nicht auf Commando. In Folge dessen mußte er Arbeiter nehmen, diese wollten aber nicht umsonst arbeiten, sondern für ihre Arbeit auch etwas verdienen. Endlich wurde das Brechen nach längerem Handeln und so viel wie möglichem Abzwacken in Accord gegeben und zwar sehr fleißigen und tüchtigen Arbeitern. Die Arbeit war nun so weit vor- angeschritten, daß Maurer und Stcinhauer fortarbeitcn konnten. Doch auf einmal war ihm der Accord zu theuer und es wurde den Arbei- tern mit schönen Redensarten der Accord abgeschwatzt, diese gingen richtig auf den Leim und nahmen Taglohn an. Es wurde ihnen täg- lich ein Thaler versprochen, so lange man arbeiten könne. Den ganzen Sommer plagten sich nun diese Menscken wie ein Stück Vieh, und als es Herbst wurde, suchte sich Herr A. billigere Hände«nd schickte die alten Arbeiter fort, nachdem sie ihm die Kastanien aus dem Feuer, oder besser die Steine aus dem Bruch geholt hatten.— — Reptilienblödsinn. Durch die Presse läuft folgende geist- reiche Notiz:„Mitten unter dem Kanonendonner von Wörth am (!. August 1870 wurde einem„Bauer" in Zeiskamm an der Grenze ein Söhnlein geboren, dessen Taufpalhe der siegreiche Kronprinz wurde. Als vor ein paar Tagen der Kaiser Wilhelm in Weißenburg einzog, � da stand der Junge in Husarenuniform am Wege, um seinen hohen � Pathen zu begrüßen und neben ihm seine Eltern und viel Volk rings umher. Der Kronprinz stellte seinen kleinen Pathen dem Kaiser vor und dieser hob ihn zu sich herauf und drückte ihm einen Kuß auf die frische Wange. Der kaiserliche Kuß lief wie ein telcgraphische ! Depesche durch ganz Elsaß."— Ein„laufender" Kuß ist aller- dings etwas ganz neues und daß derselbe wie eine telegraphische De- pesche„läuft" ist noch interessanter. Daß übrigens die Hohenzollern mehr als andere Herrscherfamilien es verstehen, sich trotz der in Deutsch- land herrschenden Mißwirthschaft populär zu machen, ist eine alte Ge- � schichte. Sie sollten nur dabei auch Sorge tragen, daß ihre Bemü- Hungen nicht durch derlei offiziöse Schreibereien zu Schanden würden. Der„lausende" Kuß macht bei vielen Lesern der Reptiliennotiz den kaiserlichen Kuß einfach lächerlich. Aus lsirollöritanuien. Glasgow, am 4. Oktober. Der Demonstrations-Eifer der Briten in Bezug auf die orientalische Frage hat bis jetzt keine merkliche Erschlaffung gezeigt. Wenn irgend etwas geeignet war, den allerorts gen Himmel züngeln den Unwillen gegen die Regierung zn noch heftigerer Lohe an- zufachen, so war es die die Bewegung so geringschätzende Hall tung des Premiers, Lord BeaeonSfield, welche in seiner Rede in Aylesbnrg(wohin er zum Jahresdiner der Bucks Agri- kultur-Assoeiation geladen war) so nnverhüllt zu Tage trat. Während Gladstone durch sein Liebäugeln mit der Bewegung der Held des Tages geworden ist und die Majorität der Be- völkeruug auf seiner Seite hat, bemüht sich Lord Beaeonsfield nicht im Geringsten, die erregte Stimmung zu besänftigen, son dem gießt Oel in's Feuer, indem er die öffentliche Meinung in der sarkastischsten und wegwerfendsten Weise von oben herab be- handelt. Er macht den Stimmnngsfabrikanten nicht nur keine Coneessionen, sondern erklärt es rundheraus als eine Absurdität i sonder gleichen, England zuznmuthen, daß es in selbstmörderischer Weise seine 20jährige Politik ändere und die Früchte der selben Andern in den Schooß werfen solle.„Die Gefahr eines solchen Augenblickes— sagt er— ist, daß politische Ränke- schmiede sich die erhobenen Gefühle der Massen zu Nutze machen und sie zur Förderung ihrer verkehrten Zwecke benützen können. .... Derjenige, welcher in solcher Zeit sich der herrschenden � Stimmung zur Erreichung seiner persönlichen Absichten zu be- � mächtigen trachtet und Wege vorschlägt, von denen er wissen mag, daß sie den Interessen seines Landes entgegen und der ; allgemeinen Wohlfahrt ungünstig sind,.ist ein Mann, dessen Be nehmen, kein Ausdruck zu stark verdammen kann. Ein solches Vorgehen in diesem Augenblicke sollte von dem englischen Volke entschieden mißbilligt werden, denn in der allgemeinen Verwir- ; rung und dem Ruin, welches es zur Folge haben kann, dürfte l es gerechtfertigter Weise als schlechter bezeichnet werden, denn irgend eine der Grausamkeiten in Bulgarien, welche gegenwärtig so sehr die Aufmerksamkeit erregen."— Ein sehr einflußreicher Mann— sagt Lord Beaeonsfield weiter— Herr Gladstone, habe eine Broschüre geschrieben(der Tag der Rene werde bald kommen), in welcher er die Türken als eine brutale Raee bezeichnete, welche für unser Klima nicht geeignet sei und aus Europa vertrieben werden müsse. Zwei oder drei Tage später, nach reiflicher Erwägung— philantro- pische Politiker schauen nämlich nie, bevor sie springen— habe er eingesehen, daß er einen Jrrthum begangen und erklärt, er meine nicht die türkische Nation, sondern— die Minister, Diese letzteren aber seien, wie er(Lord Beaeonsfield) glaube. sehr wahrscheinlich gar keine Türken.— Jrrthümlich und irre sührend-wie die aufgestellten Ideen seien, erscheine es allerdings möglich, daß man durch eine Vertreibung der Türken aus Eü- ropa zu einer raschen Lösung der Frage gelangen könne. Allein die Verweisung einer Million Mohren und Inden ans Spanien vor ziemlich langer Zeit habe die spanische Nation so sehr erschüttert, daß sie sich bis jetzt noch nicht erholt habe und Eu- ropa heute noch an den Folgen jenes Versuches leide.— Wenn Herr Gladstone vorgeschlagen hätte, das Haus der Gemeinen, mit dem Sprecher an der Spitze, solle sich in Prozession nach dem Greenwischer Kirchtag begeben und dort vom Gipfel des Hügels hinunterkollern, er hätte keine lächerlichere Abgeschmackt- heit verlangt.— Der gereizte und sarkastisch abtrumpfende Ton dieser Rede hat, wie gesagt, die liberalen Gemüther noch mehr erhitzt. Man hatte Abdanken, Nachgeben, oder doch wenigstens schmeichelhafte Phraseneoneessionen erwartet._, Am 27. September hatte Lord Derby abermals Gelegenheit, sich über die Haltung der Regierung zu äußern, als ihm durch eine Deputation, bestehend aus einflußreichen Bürgern, Parla- inentsmitgliedern und Pfaffen(die hier nirgends fehlen dürfen, i i i v i! Üi 4 1 • J • 5 •e f i I 5 ? \n; '♦S 4! 5« -l; n'. 1 Mlc; für• «: h'' m bi! "i l wenn ein Ding die rechte Weihe haben soll), den Lord Mayor an der Spitze, die auf dem stürmischen City Meeting vom 18. September gefaßten Res olutionen überbracht wurden. Lord Derby behandelte die Sache nicht in so wegwerfender Weise, wie sein Chef, sondern ging ernstlich auf die Argumente der Opposition ein, indem er an die Vernunft der Nation appcllirte. In Ucbereinstimmung mit Lord Beaconsfield und Sir Stafford Worthcote sagte übrigens auch er durch den Tulpcnstengcl, daß die Nation von der orientalischen Frage absolut nichts verstünde. Die Redner auf den Jndignations-Meetings hätten es leicht, mit Worten')die Frage radikal zu lösen, allein etwas Anderes sei es, wenn man den Worten die That folgen lassen müsse, da könne man der übertreibungssüchtigcn Gefühlspolitik keine Conccssionen machen.— Dem in einer der Resolutionen ausge- sprochencn Verlangen nach Einberufung einer außerordentlichen Herbstparlamentssession werde die Regierung kaum Folge geben g können, da keine dringenden Vorlagen zu erledigen seien. Die ' orientalische Frage aber könne man durch eine Gesetzvorlage � nicht lösen. ( In Bezug auf die Grausamkeiten in Bulgarien habe die Regierung bereits eine Depesche an den britischen Gesandten in '.Äonstantinopel gerichtet, welche von der Pforte die exemplarische Bestrafung der verantwortlichen Personen und Genugthuung für die Beraubten und Mißhandelten verlangt. Er verneine es cnt- schieden, daß die englische Regierung sich auf die Seite der Türkei und gegen die Christen gestellr habe. Wohl fühle sich die Regierung gezwungen, für die Tcrritolial-Jntegrität des türkischen Reiches einzutreten, allein das sei eine ganz verschie- dene Sache. Die Zustände in der Türkei in letzterer Zeit seien nicht zu verwundern. Ein wahnsinniger(oder blödsinniger) Souverän, bankerotte Staatskassen, ein ausgedehnter zum großen Theil von außen unterstützter Bürgerkrieg, Minister und Bc- amtcte alle Augenblicke in der willkürlichsten Weise abgesetzt und versetzt in einen Zustand so vollständiger administrativer Anarchie seien Vorkommnisse wie die jüngsten, leicht zu erklären. Seine Hände in Unschuld waschen und die orientalische Frage ihrem Schicksale überlassen, wie unter Anderem Herr Lowe in Croyden befürwortete, könne England unmöglich. Bezüglich des zweiten Vorschlages(Gladstoue) müsse er anfragen, warum man denn, wenn die Vertreibung der Türken eine gesunde Politik ist, eine geographische Linie ziehe und die 10 Millionen Christen die in Asien unter türkischer Herrschaft leben müssen, ignorire. Und wer würde England in solcher Politik unterstützen? Selbst Rußland habe niemals so weitgehende Vorschläge gemacht, und es gäbe wenigstens eine Macht, die eher Krieg führen, als sich dem fügen würde(Oesterreich).— Dieser Punkt der Rede ist durch die Reserve, welche sich Lord Derby Rußland und Deutschland gegenüber auferlegt, der schwächste. Deutschland und Rußland würden gewiß nichts gegen die Vertreibung der Türken einzuwenden haben nnd Oesterreich käme in diesem Falle als„Macht" nicht in Betracht. Lord Derby kam dann aus die Raceuverschiedenhcit in der Türkei zu sprechen. Es sei in England populär, anzunehmen, daß alle christlichen Racen in der Türkei ein homogenes Ganze bilden, und sich sicher unter einander vertragen würden. Allein nichts sei unrichtiger, als das. Da seien Katholiken, Griechen, Slavonier und Mohamcdauer, zwischen denen tiefe Eisersucht bestehe. Ein Bürgerkrieg unter diesen Racen und Religionen würde noch ganz andere Massacres aufzuweisen haben, als die jetzt so viel besprochenen. Aus diesem Grunde betrachte er den Plan einer völligen Autonomie dieser Racen, der Schöpfung einer neuen Gruppe tributärcr Staaten als außerhalb der Be- trachtung praktischer Politiker liegend. Die einzige praktische Lösung der Frage scheine ihm in der Gewährung einer admini- strativen Autonomie nach Art der Verfassungen von Creta und Libanon an die in Frage stehenden Provinzen zu liegen. Was die kriegführenden Theile, Serbien und Montenegro anbelange, so könne man, da von keiner Seite ein entscheidender Sieg ge- Wonnen sei, nichts Anderes für sie verlangen, als den Status guo. (Schluß folgt.) Aus Adelaide, der Hauptstadt von Südaustralien, schrei- ben uns Gesinnungsgenossen: Am 28. August v. I. kamen wir wohlbehalten in Melbourne an. Aber schon die ersten Nach- richten daselbst waren sehr betrübend. In Melbourne ist der Arbeitsmarkt stets überschwemmt, da alle Schiffe, die von Amerika oder Europa kommen, zuerst dort anlegen. Jeder bleibt gerne dort, die schöne Stadt gefällt ihm, und wenn endlich die Ein- ficht da ist, daß es besser wäre, wegzugehen, fehlen die Mittel dazu. So ging es auch uns. Wir waren daselbst zwei Monate ohne Geschäft; endlich erhielten wir durch Vermittlung eines einflußreichen Deutschen Beschäftigung, aber zugleich wurde uns gesagt, daß diese nur eine kurze Zeit währen würde, wie es auch in der That der Fall war; nach 3 Monaten war die Arbeit fertig, nun konnten wir ivieder gehen. Da wir sehr gut wußten, daß wir nun ebenso schwer aufs neue Arbeit finden würden, wenn wir in Melbourne blieben, so reisten wir alsbald am 22. Januar hierher nach Adelaide. Hier kamen wir glücklicher weise zu einem geeigneten Zeitpunkte an, wir bekamen hier Ar- � bcit aus der Eisenbahn, aber ebenfalls nur auf gute Recomman- dation. Die Verhältnisse in Australien sind im ganzen nicht so glänzend, als man vielleicht glaubt, überall ist eher Ueberfluß, als Mangel an Arbeitern. Dadurch, daß so viele Emigranten noch immer auf Landes Unkosten hierher kommen, d. h. her- befördert werden, wird der Arbeitsmarkt überfüllt, und der Lohn, der ohnedem nicht zu. hoch ist, noch mehr herabgesetzt. In Neu- Seeland steht es in Folge der Masseneinwanderung noch schlimmer. Dieselbe hat erzielt, was sie erzielen mußte und sollte. Die Löhne sind jetzt so niedrig, daß die Leute an manchen Orten für bloße Kost und Wohnung arbeiten. Ebenso liest man auch, daß die reichen Squatter(Ansiedler auf dem Lande) daselbst ihre ohnedies großen Heerden um so und so viele Hunderttausende von Schaafen vermehrt haben. Ganz so weit ist es hier in Süd-Australicn noch nicht, aber niedrig sind die Löhne auch schon genug, und sie fallen noch von Woche zu Woche, weil nahezu jede Woche eiucs oder gar mehrere Schiffe mit Emigrauten hier ankommen. Mithin dürften Neuseeländer Zustände auch hier nicht mehr lange ausbleiben. Die besitzende Klasse sieht diese große Einwanderung freilich gern, und die hiesigen Zeitungen stellen die Verhältnisse im rosigsten Lichte dar. Nur die deutsche„Au- ftralische Zeitung" sagt zuweilen die Wahrheit. Wenn Sie die beigehcnden Zeitungen lesen werden, werden Sie finden, wie faul hier Manches ist, z. B. der neue Tarif, wonach allk die uothwendigsten Lebensbedürfnisse unmäßig hoch besteuert sind, wie überhaupt alle Artikel, die der arme Manu braucht. Erbschafts- und Einkommensteuer, die also zuerst die Reichen beträfe, wurde wohl schon in etlichen Parlamentssessioncn vorgeschlagen; die betreffenden Vorschläge sind aber, wie ich gelesen habe, stets zurückgewiesen worden. Diese Session sollen sie wieder auf's Tapet gebracht werden, jedenfalls aber wieder ohne Erfolg. Wie sie auch in der Nr. 30 der„Australischen Zeitung" finden werden, wurde im Parlamente sogar der Antrag: Es solle und die Provinz, wofür er bestell: wird.— Bracke in Braunschweig r Niemand ins Parlament gewählt werden, der nicht lesen und! Die Kalender nach SMttgart sind am 6. d. Mts abgegangen.- schreiben kann- abgelehnt, ja. sogar das Ministerium stimmte � Answ m oftamn|aIt� 8C icfer' daß er am ausgegeben werden klamationen haben wir dem hiesig. Postamt zur Recherche übergeben. Die ersten 4 Nummern können Sie nicht mehr erhalten, da dieselben voll- ständig vergriffen sind. Zur Beachtung. Da fortgesetzt Einladungen zur Abhaltung von Volksversammlungen an mich ergehen, bin ich genöthigt zu erklären, daß ich innerhalb der nächsten 4 Wochen, außer den bereits zugesagten, keine mehr abhalten kann. Ich habe, von der Parteileitung darum ersucht, die Abtztssung einer Broschüre für die Reichstagswahl über- nvmmen, die nicine ganze freie Zeit in Anspruch nimmt. Hiermit verbinde ich eine Bitte an alle mit der praktischen Agita- tion° betraute Parteigenossen. Der erwähnten Broschüre soll wiederum ein Anhang, enthaltend Rathschläge und Winke für die Agitation bei- gegeben werden, nnd wäre es mir sehr erwünscht, wenn ich auf etwaige Lücken, welche die frühere Broschüre enthielt, aufmerksam gemacht würde. Bezügliche Mittheilungcn wollte man mir innerhalb 8 Tagen zukommen lassen. Leipzig, den 6. Oktober 1876. A. Bebel, Hauptmannstraßc 76. Für Tondern. Briefe in Partciangclegenheitcn sind zu richten. an A. Drews. Adresse: C. Schröder, Westerstraße 18S186. Meine Adresse ist jetzt Göttingen, Jüdcnstr. 13. Ernst Strecker.. An meine Parteifreunde. Vom 1. Oktbr. d. J.� ab hatfMch meinen Wohnsitz in Hamburg gcuommcn und wohne daselbst: St. Pauli 2. Erichstr. Nr. 7, 3. Etz. Otto Kapell. : dagegen.- Ein MäßigkeitS�reinler.(Teatotaller) ist jetzt, m. � �uch!� Mtmstermm, darob große Freude unter feinen Gefinnungsgenoyen.! U�once ist nicht aufiichmbar, wenden Sie sich an den Borstand.— Das Parlament wird darum gegenwärtig bestürmt mit Gesuchen in zg. Zimmerling in Berlin und I. Schäfer in Münsterberg: Ihre Re- dieser Richtung, da wird Verminderung der Wirthshäuscr, höhere"—----— 4«>!. ' Steuer auf alle geistigen Getränke, gänzliche Schließung der Wirthshäuscr an Sonntagen(jetzt konnten sie 4 Stunden jeden Sonntag offen halten) und noch manches Andere gefordert. An der Spitze dieser sonderbaren Mäßigkcitsschwärmcr stehen eine ' Menge Pfaffen, die ohne Zweifel auf eine bessere Kircheneinnahme � rechnen, wenn Sonntags die Wirthshäuscr ganz geschlossen werden. Diese Forderungen haben die Wahrscheinlichkeit der Annahme für sich, und die Pfaffen dürften auch ihre Rechnung dabei finden, denn so fromme Leute wie hier haben wir noch nirgends angc- : troffen. Wir hatten einen ganz anderen Begriff von englischen Arbeitern, so lange wir nicht selbst unter ihnen lebten. Ob es � auch in England so ist, wissen wir nicht, aber will man hier Jemanden zum Feinde haben, so braucht man nur über Religion � und Pfaffen geringschätzig zu sprechen. Wir hätten nicht geglaubt, j daß Arbeiter noch so verfessen auf Religion sein könnten. Die hier erscheinenden Zeitungen sind stets halb voll von Berichten über gottesdicnstliche Ccremonien und fromme Versammlungen; eine freisinnige Zeitung erscheint weder in Melbourne noch hier, ob in Siducy eine herausgegeben wird, weiß ich nicht, nur so viel ist gewiß, daß in Sidney, Melbourne und hier in Adelaide eine Masse Pfaffcnzeitungcn herausgegeben werden, die gierig genug gelesen werden. Im hiesigen deutschen Club liegen die „Hamburger Reform",„Kölnische Zeitung",„Wescr-Zeitung", „Jllustrirte Leipziger Zeitung" und„Ucbcr Land und Meer" auf. Den„Volksstaat" fanden wir nicht. Wir hätten längst schon auf denselben abonnirt, aber wir wußten nicht, wie lange wir es hier aushielten, und so unterblieb es. Sobald wir nur für eine gewisse Zeit sichere Arbeit haben, werden wir sofort wieder den„Volksstaat"(Nunmehr dessen und des„Neuen So- zialdcmokrat" Nachfolger, den„Vorwärts". R. d. V.) halten, so lange das aber nicht der Fall ist, müssen wir uns leider diese uns so liebe Lektüre versagen. Für heute schließen wir in der Hoffnung,— Ihnen nächstes Mal mehr Erfreulicheres mittheilcn zu können." Hannover, 5. Oktober. Daß die hiesigen Arbeiter nicht nur in politischer, sondern auch in gewerkschaftlicher Beziehung am Platze sind, hat eine am 2. Oktober abgehaltene, von den hiesigen vereinigten Gewerkschaften(Klempner, Metallarbeiter, Buchbinder, Schuhmacher, Tapezierer und Holzarbeiter) einberufene Versamm- lung gezeigt. Als Referent war Herr Henke aus Bremen er- schienen. Tie Tagesordnung lautete:„Die Gewerkschaftsbewegung gegenüber der politischen Partei". Der Referent besprach zu- nächst die soziale Frage, unterwarf die„Heiligkeit" des Eigen- thums einer scharfen Kritik und legte das Wesen der politischen Arbeiterbewegung klar. Auf die Gewerkschaften übergehend er- klärte Redner, daß es eine Hauptaufgabe derselben sei, ihre Mit- gliedcr zur Erkenntniß der Klasscnlagc zu bringen und den Geist der Gemeinsamkeit zu pflegen, denn vereinigt könnten die Arbeiter eher dem harten Drucke des ehernen ökonomischen Lohngesetzes widerstehen. Sodann spricht sich Redner noch über die Kranken- und Wanderunterstützungskasse aus, wodurch dem Arbeiter doch in manchen Fällen geholfen würde, auch seien in den Gcwerk- schaften die statistischen Erhebungen nicht zu vergessen. Ter Redner schloß seinen Vortrag; indem er den Gewerkschaften ans Herz legte, für ein Ccntral-Gewerkschafksorgan einzutreten, da ein solches Blatt ein Bildungsmittel für die Arbeiter sei, unter dem allgemeinen Beifall der Versammelten.— Zum Bortrag sprachen die Herren Riemann I, Weber, Gatzemcier und Rudolph,' und machte letzterer noch auf den„Vorwärts" aufmerksam. H. Hart mann, Schriftführer. Leipzig. Der„liberale" Ürbrei. Am 30. September �~ �„...... üielt 8e(- Rrmwiid des hrntirfipii Knrtscbrittsvereins nir den l 8 /« Uhr IM Salon zum Roland, erste Jakobstr. 19. yalbiahrige 1 q 2,, fiefmfa Generalversammlung des KorbmachcrbnndeS. Tagesordnung: Ab. � � Ä t v t v, sw v-V rechnung, Wahl eines 1. und 2. Vorsitzenden und Bundesangclegenhciten. Aufstellung eines Candidaten für die bevorstehende Reichstags wähl. Auf Einladung war der Vorsitzende des nationallibe- ralen Vereins im 13. Wahlbezirk, Herr Jerrmann, erschienen. Der Auch-Demokrat Dr. Götz von Lindenau„betoute, daß gegenüber dem Vorgehen der Sozialdemokraten und der sogenannten(?) Krcuzzeitungspartci ein einmüthiges Zusam- mengehen der liberalen Parteien geboten sei, welcher An- ficht Herr Jerrmann zustimmte". Von fortschrittlicher Seite wurden hierauf vier Candidaten: Herr Bürjens(soll wohl der vcrnationalliberalte Excommunist Bürgers sein?), Buchhändler Findel, Rittergutsbesitzer M ei n s ch enk und BankdirektorP e u ck e r t in Vorschlag gebracht. Eine Commission soll sich über die Person und das Weitere einigen. Herrn Götz, dem die Liberalen bei den letzten Gemeindewahlen in seiner Residenz Lindenau eine so empfindliche Niederlage beigebracht haben, mag es etwas hart angekommen sein, mit den grausamen Siegern Hand in Hand zu gehen, indeß, was blieb übrig? Roth kennt kein Gebot, und nationalliberal und fortschrittlich schlägt sich, nationallibcral und fortschrittlich verträgt sich. Wir werden dafür sorgen, daß die Trauben des 13. Wahlbezirks dem Herrn Dr. Götz sauer(oder, in seiner eigenen Sprache zn reden:„blut- cssig-sauer") werden, womit nicht gesagt sein soll, daß wir ihn für einen Fuchs halten.— Sämmtliche Mitglieder müssen am Platze sein. H. Schwartz. (n Metallarb eitcr-Gcwcrkschaft. Die Einberufer. sS» Conserenz in Leisnig. treiben zu können. Horn. Für die Commission: F. Koch, Horncrweg Nr. 113. Briefkasten der Redaktion. R. G. Am Besten thun Sie— und Z>ies ist auch der einzige Weg für einen ehrlichen Mann— wenn Sie sich mit dem Mädchen ohne Einmischung der Gerichte verständigen. der Expedition. E. Rlke itl.-Gräditz: Der Kalender„Ter arme Conrad" für 1877 enthält die Messen und Märkte ie für das Land 75 Pf.," 10 Stück geheftet 4,00, 100 Stück 30,00 gegen Baar Postvorschuß. Der Kalender dient dem Fortschritt in jeder Beziehung, bietet An- regendes. Belehrendes und Unterhaltendes in reicher Fülle, enthält viele schöne Bilder und giebt allerhand nützliche Mittheilungen für's prak- tische Leben. Bestellungen erbittet(6a) W. Bracke jr.(360 Quittung. Stcklbrg Paris Ab. 4,00. Mrtn hier Ab. 3,00. Brknr hier Ab. 1,20. Knzl hier 0,80. Gthl Schweidnitz Schr. 0,43. Pftznr hier Ab. 0,60. Brmmr Riesa Ab. 2,40, Schr. 8,51. Schwrz Neuschönefeld Ab. 1,80. Gesangv. Einsiedel Schr. 1,40. Arbeiterver. Gohlis Schr. 4,65. Brk Ravensburg Ab. 16,50. Rnftl Hall Schr. 6,40. Smtr Königsberg Schr. 0,80' Thn Wilstcr Schr. 3,20. Bnstr London Ab. 5,00. Fllrmnn Bremcrhafcn Ab. 2,30, Schr. 15,65. Klz Ludwigsburg Schr. 3,20. Lsnzk Wien Ab. 13,54. Khn hier Ab. 0,60. Krstn hier Schr. 3,00. N. N. Greiz Schr. 1,50, 0,30 Porto hatten Sie vergessen beizulegen. Ullrch hier Ab. 400,00. Rlk Kl.-Gräditz Ab. 3,90. W. C. St. Johann Ab. 2,50. Grd Stötteritz Ab. 22,05. Tbnr hier Ab. 6,25. Brbm Gotha Schr. 7,50. Brr Uetersen Schr. 5,00. Hch Frankfurt Schr. 25,60, Ab. 30,00. Hrsch Stuttgart Ab. 7,20. Lgn hier Schr. 2,40. Pslt Wüstegiersdorf Schr. 5,35. Mdlr Greiz Schr. 25,00. Mhlhrn Crimmitschau Schr. 70,00. Mllr Glauchau Ab. 51,00, Schr. 3,00. Hllbrnd Freudenthal Ab. 3,17. Fortbild.-Berem der Anstreicher Wien Ab. 1,19. Töpfcrvcrein Hamburg Ann. 3,00. C. Psch Hannvcr Ab. 192,00. Schndnbch Brunndöbra Ab. 1,20, Schr. 6,00. Trp Reudnitz Ab. 7,00. Schmnn Frankfurt Schr. 3,90. Sonnabend, den 14. Oktober, Abends 8>/, Uhr, in. Koppelmaun's Salon: Anzeigen 2e. Altona. Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn I. Auer aus Hamburg. O. Reimer.(70 Sozialdemokratischer Wahlvercin. �1lviv{viv. Sonntag, den 15. Oktbr., c. Nachmittags 5 Uhr im Bcreinslokale bei Gastwirth Kahl: Außerordentliche Gencral-Ber- saiiiinlung. Tagesordnung: Berathung über die Wahl des Reichstags- Abgeordneten._ Der Vorstand.[50 Hamburg-Altona-Ottensen. uS�eS im _[60 , Metallarbeiter-Gewerkschaft. g» Sonnabend, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Menzel, Kurzestraße. Tagesordnung: 1) Neuwahl des Bcvollmäch- tigten. 2) Vortrag von Hrn. Licnig über Theilung der Arbeit. Zahlreiches Erscheinen nothwendig.______[50 Orvtmt.T Arbeiterbildungsvercin. «V Sonnabend, den 14. Oktober, Abends'/s8 llhr: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesorvnung: Statutenänderung. Der wichtigen Tagesordnung halber ist Pflicht aller Mitglieder, zu erscheinen.__ D. C.[60 Sonntag, den 15. d. Mts., AbendS 7 Uhr: Be- .-v vl|/(5lg. sprechung der Commission zur Begründung eines Ver- kehrslokals Von nicht verttetenen Gewerkschaften kann keine Notiz genommen werden, und bitten wir, daß alle am Platze sind.____ D. V.[50 Sonnabend, 14. Oktober, Abends 8l/i Uhr, in Burmeistcrs Salon: Oeffentliche Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag des Hrn. Max Stöhr aus Berlin. Die Parteigenossen ersuche ich für diese Versammlung zu agitiren. 7os(F247) F. Heerhold. , Sozialistische Arbeiterpartei. --— l Sonnabend, den 14. Oktober, Abends i/,9 Uhr,. Zur Beachtung für Haut, Horn und Umgegend. im Gasthof„Zum goldenen Löwen": In der hiesigen Mitgliedschaft ist eine Zeitungscommission! Mttglleder-VersUMMlttNls. gewählt worden, und hat sich dieselbe folgendennaßen constituirt: Tagesordnung: 1) Neuwahl der Agenten. 2) Die Gemeinderaths- Als Mitglieder derselben wurden gewählt der Colporteur H. West-: Wahlen. 3) Unsere Organisation zur nächsten Reichstagswahl. pfähl, Wandsbecker Chausse Nr. 247, Multerspassage 23, der Tischler H. Zander, Fischcrsttaße, hinten Nr. 1, der Tischler; C. Reith, Borstelmannsweg, Schcels Wohnungen, der Maurers H. Meier, Horncrweg 100, und Unterzeichneter. Parteigenossen! Wir haben die Nothwcndigkcit erkannt, daß. � � i.<..- unser Centralorgan„Vorwärts" in den Händen eines jeden � Die Deltgirten versammeln sich lN der dortigen Arbeiters zu finden sein muß; um Jedem das Abonniren zu er-! Bahnhofs-Restauration. Beginn der Verhandlungen: LLS tÄ S&ftSfÄSS i Rachmitwgs 8 Uhr. J- C. P°i°ld. nicht scheuen, aber wir legen es auch hiermit jedem Einzelnen V» 1«. I S.«» r**-JOT'/ ans Herz, für die Verbreitung unseres„Vorwärts" zu sorgen, völll6-�tll0ll0vb TUb 10< Abonnenten zu sammeln und die Adressen derselben einem der. Schön illustrirt. Obengenannten mitzutheilen. Thut alle Eure Pflicht und wn:..,. u,. u x JL-,.., w.°d.» mm Fr°°d° Daten, mmdchcns„50 W»«« Verantwortlicher Redakteur: SB. Hasen clever in Leipzig. Redaktion und Expedition Färbcrstraße 12/Il. in Leipzig. Druck und Verlag der Benossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig.