Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abonnemcntspreis iür ganz Deutichland 1 W, KV Pf. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Poftanftalten auf de» 2. und». Monat, und aus den Z.Monat besonders angenommen: im Kränigr. Sachsen und Herjogth. Sachsen- Altenburg auch aus den>Ien Monat dci Quartals k 54 Psg. Inserate betr. Beriammlungen pr. Petitzeile to Pf., betr. Privatang6egenheiren und Feste pro Prtftzeile 30 Pf. Vorwärts ZZesteUungcn nehmen an alle Poltaustaltcn und Buch« Handlungen des In- u. Auslandes. Filial» Expeditionen. !-r New-Aorl: So».-dem°Ir. Kenossen- schastsbuchdruckerei, lös Lllleill�e llir.( Philadelphia: P. Hab, 630 Korth r Z>a Street.- I. Boll, 1123 Charlotte Str. i Chicago: A. Lansermann, 23« vivl- ls> sion Street,« Sa» Franjisco: F. CnH, 418 Ö Far- rell Street.> London: Bauditz, 5 Street, � blicksleaer Iloepliul. Gentrat Hrgan der Soziatdemokratie Deutschtands. Nr. 7. Sonntag, 15. Oktober. 1876. Ein eherner Mahnruf. Ist der Sieg für diese erhabene Idee erfochten— und er wird erfochten werden—, � dann donnern zum letzten Male Mit ehernem Munde verkündet die Kanone die Zerstörung, i von allen Wällen die blind geladenen Kanonen ihren Abschieds- He verkündet den höchsten Jammer und das höchste Elend, grutz in die Welt hlnem dann läuten zum letzten Male die Trümmer- und Leichenhaufen thürmt die Vernichtende hoch auf. Kernen Glocken das Volk zusammen, damit ihm verkündet werde, Schrecken eilt ihr voraus. Schrecken eilt ihr nach. Ter bleiche � dag die alten Götzen gestürzt und der wirkliche Gott der Liebe, Hunger und der graste Tod heften sich an ihren Schlund; Wuth- � des Wen, cheuthiims auferstanden sei in ewiger Kraft, Schönheit geschrci, Jammergestöhn und die Thräncn der Wittwen und"vd Unvergänglichkeit. Waisen sind ihre steten Begleiter. Kanonendonner und Glockcngclaute verstummen vor dem Mit ehernem Munde verkünden die Kirchcnglockcn die Stunde,-iegesgesange der aufathmenden Menschheit: wann die„Gläubigen" zum Gebet eilen und die„Priester des Herrn" die Liebe und den Frieden der Menschheit predigen sollen zur Erbauung der Hörer. Sind es aber Fricdcnswortc, die von der Kanzel schallen? Nein, ein Gebet ist's, welches den Gott anfleht, Sieg zu vcr- leihen den Waffen, die mcnschenmordend gegen den sogenannten Feind geführt werden. Gegen den sogenannten Feind? Ja wohl Freiheit, Gleichheit, Menschenliebe. Der französische Arbeitercongresi. i. Paris, 6. Oktober. Es sind nun etwa drei Monate her, daß die Idee eines Der Priester und seine Zuhörer haben niemals irgend-> Congresses der französischen Arbettcr auftauchte, und daß sich welche Unbill von jenem„Feinde" erlitten, und nur der innere ein Eomite von elf Arbeitern constituirte, um für die Verwirk- Feind hat die Armen und Enterbten der Gemeinde gedrückt, lichung dieser Idee thätig zu sein. Dieses Jnitiativeomitv er- Gegen ihn sollte der Prediger donnern, gegen Ausbeutung und' klärte von vornherein, der Congreß dürfe sich nicht mit sozial- Hochmuth, gegen Habsucht und Unterdrückung— dann würde! politischen, sondern mit rein wirthschaftlich-praktischen Arbeiterer in die Futzstapfen des„Erlösers" treten. Aber durch das Angelegenheiten, d. h. mit spezifischen Jntcresscn der Lohn- Gebet für den Krieg, für den Mastenmord entweihet er seine arbeiter, beschäftigen; der Congreß sollte demgemäß ausschließlich Stellung als Apostel des Friedens und der Liebe. uon Lohnarbeitern beschickt werden können. Auf die Tagesord- Und drüben bei der„feindlichen" Nation geht es ebenso zu; nung wurden folgende Punkte gesetzt: 1) Die Frauenarbeit; auch dort betet der Priester zu demselben Gotte, Sieg zu vcr- die Syndikatskammern(Gewerkvercine); 3) die gewerblichen leihen gegen den„Feind". KckiiedHcierirfitiv Ut dos fipbrfntnsmefm»nd den optiirrfifirfip Die arme Gottheit— wohin soll sie sich wenden, wem den Sieg verleihen, da beide Nationen unschuldig sind und den Krieg nicht angezettelt haben? Soll sie Partei ergreifen für diesen oder jenen„Feind", soll sie diese Kanonen segnen oder jene, soll sie vom Himmel herabsteigen und, wie die alten heidnischen Götter in den Kämpfen um Troja, in die Reihen der Streitenden eintreten?— Das wäre ein unbilliges Verlangen! Existirt der Christengott, der Gott der Liebe, so muß er sich bedanken, an dem Blutvergießen irgendwelchen Antheil zu neh- mcu; existirt er nicht— nun so sind die Gebete doch mindestens überflüssig. Schiedsgerichte; 4) das Lchrlingswesen und der gewerbliche Unterricht; 5) die Wahl von Arbeitern in die Kammern; 6) die Produttiv-, Consum- und Creditvereine; 7) die Alters-, Juva- lideu- und Versicherungskassen; 8) die landwirthschastliche Genossenschaft und„die Nothwcndigkcit der Beziehungen zwischen den landwirthschaftlichen und industriellen Arbeitern". Auch wollte das Einberufungscomitö keine Discussion über einen be- stimmten Punkt zulassen. Die Besorgniß, der Congreß könnte zu sozialistischen Resultaten gelangen und die Organisation, die die Einberufcr projcktirtcn, könnte dadurch gefährdet werden, mag wohl das wesentlichste Motiv der beabsichtigten Einschrän- kung gewesen sein. Aus dem gleichen Grunde scheint auch das Aber das ist eine müßige Frage. Er existirt allerdings nach Jnitiativcomitv beansprucht zu haben, die Verhandlungen des den Religionen, welche die herrschende Klasse aufrecht erhält und i Congresses allein zu leiten. Sowolst dieser Anspruch als die sie dem Volke von Jugend aus einimpfen läßt. Von diesem' Geschäftsordnung wurden von der„Tribüne" mit Eifer verthci Standpunkte aus wollen wir auch nur unsere weiteren Bctrach tungen anstellen. Merkwürdig also erscheint das Eine, daß religiös gesinnte Leute von einem Gotte der Liebe erwarten können, daß er ihnen zum Blutvergießen behilflich sein ivird— und diese Erwartung wird gar auf beiden kriegführenden Seiten gehegt. Die feuerspeienden Schlünde der Kanonen sollen durch das friedliche Glockcngcläute geweiht werden; der Krieg, der männer- mordende, wird mit einer allgemeinen kirchlichen Feier hüben und drüben eröffnet. „Mit Gott"— so lautet ja der Wahlspruch der Kämpfen- den, oder auch:„Gott mit uns!" Der Wahlspruch der Kauf- lcute, die sich in den Kampf der freien Concurrenz stürzen, lautet übrigens ebenso. Man fand auf dem Titelblattc der Haupt- bücher eines Strousberg und eines Ofcnheim ebenso die Dcvste: „Mit Gott!" prangen, als auf den Leibgurten der Soldaten. Gott soll helfen bei der Vernichtung von Menschenleben und Völkerglück, bei Raub und Mord, wie die italienischen fromm- gläubigen Banditen meinen, er soll ihnen auch helfen in ihrem Gewerbe, oder wenn die Gründer und Schwindler operiren, um ihre Nebcnmcnschen zu betrügen. O du armer Gott, was man dir alles zumuthct und was man in deinem Namen alles vollbringt! Und wenn nun der Krieg beendet ist, so sendet der Sieger dem Gotte—„Welch' wunderbare Wendung durch Gottes Fügung"— seine Daukgebcte zu, und der Besiegte beklagt sich bei' demselben Gotte, daß er gegen ihn nicht liebenswürdig ge- wescn sei. Tie Kirchengemeinden in dem Lande des Siegers aber schicken Petitionen an den Herrscher, damit ihnen zum Guß digt, hingegen in den„Droits de l'Homme", dem„Rappel" nnd andern von den Arbeitern gelesenen Blättern bekämpft. Die letzteren schlugen vor, die einzelnen Puntte der Tagesordnung in besonderen Commissionen oder Sektionen zu erörtern, die die Resulratc ihrer Debatten alsdann dem Plenum unterbreiten sollten. Sonntag, den 1. Okt. fand nun im Congrcßlokale, dem vor acht Jahren von einer Genossenschaft von Bauhandwerkern gebauten Saale der Rue d'Arras(im lateinischen Viertel) eine Vorver- sammlung statt, welche von über 200 Dclegirte» besucht war und die Erörterung der Geschäftsordnungsfragcn zum Zweck hatte. Hier wurde die Meinung derer, die eine Spezialbc- rathung in Sekttonen und Spezialrcscratc durch Commissionen für einen Zeitgewinn und für eine Förderung der Aufgaben des Congresses hielten, mit Erfolg zur Geltung gebracht, und ein dahin gehender Antrag angenommen. Auch in der Frage der Wahl des Bureaus mußte das Jnitiativ-Comitv seine Präten- sivn aufgeben, denn es wurde für richtig befunden, daß der Congreß in jeder seiner Zusanimenkünfte sein Bureau frei er- wähle. Der Congreß war den Einbenifern über den 5kopf gc- wachsen. Am 2. Oktober war der Congreß von Guillon, dem Sekretär des Einberufungscomitös, eröffnet worden. Dreihun- dert Dclegirte waren erschienen, von denen 29 aus 37 vcrschic- denen Städten Frankreichs gekommen sind. Jede Gesellschaft, Genossenschaft, Association oder sonst irgendwie organisirte Ar- beitergruppe hat das Recht, sich durch drei Delcgirte vertreten zu lassen, und die meisten Pariser Syndikate, Consum-, und Productivvereinc haben von diesem Rechte Gebrauch gemacht, so einer Fricdcnsglockc einige eroberte bronzene Kanonen geschenkt daß die Pariser Delcgirtcn etwas über achtzig Gruppen reprä- werden. Bei Ausbruch eines neuen Krieges mögen solche Glockcukläuge wohl noch eher das Herz eines Gottes erweichen, der da über den Sieg zu entscheiden hat. Nicht Worte können wir finden, um derartige Vorkommnisse richtig zu zeichnen, und könnten wir sie finden, wir dürften sie nicht gebrauchen scntircn. Etwa zwölf der Delcgirtcn gehören dem weiblichen Geschlecht an. Tie Zahl der Arbeiter, die auf dem Congrcsse vertreten sind, wird auf über eine Million veranschlagt. Die Versammlung constituirt zunächst ihr Bureau. Graveur Chabert, der Vorsitzende des Jnitiativcomitvs, wird zum Prä- sidentcn gewählt; die Vier Beisitzer sind Delcgirte aus Roubaix, Aus dem ehernen Munde einer solchen Kanonen-Glocke tönt Nizza, Lyon und Grcnoble. Zu Schriftführern werden Guillon, all' das Unglück hinauf zum„Himmel", welches der Krieg ge- Tupire und Fräulein Andre ernannt. Herr Chabert eröffnet bracht, all' der Jainmer der durch den Krieg in das grauen die Arbeiten des Congresses mit einer kurzen Ansprache. Er hastcstc Elend gesunkenen Menschen, dieser„Ebenbilder Gottes", bittet die Thcilnehmer, sich der Kürze in ihren Reden zu be- Sollte dabei nicht einmal selbst ein Gott seine Langmuth vcr fleißigen; von ihrem Takt und ihrer Intelligenz hänge es ab, licren und alle die Kriegsanstiftcr zum Teufel jagen? ob man zu praktischen Resultaten gelangen werde; nnd nur Aber nein.— Gottes Langmuth ist aus einem sehr erklär solche Resultate köickten die Befähigung der Arbeiter und die lichcn Grunde unerschöpflich, weil er weder den ehernen Mund Berechtigung ihrer Forderungen darthun. Der Beschluß der ber Kanonen, noch den der Glocken vernehmen kann; denn wenn er wirklich existirte, wenn er dann das Erdentreiben sähe, so würde er im hohen Zorne Schwefel regnen lassen auf die Häupter ber Schuldigen. Deshalb donnert nur zu, Ihr Kanonen, deshalb tönet nur weiter, Ihr Glocken, Ihr und Eure Herren werdet nicht zerstört von dem Strafgericht des Himmels; Ihr seid gegenwärtig die Beherrscher der Erde und könnt dreist aller Gewalten spotten. Aller Gewalten? Doch nein, es giebt eine Gewalt, die Vorvcrsammlung, zuerst die einzelnen Puntte in Settionen zu berathen, wurde vom Congreß acccptirt; die Settionen werden jeden Abend von 6—8 Uhr, das Plenum von y,9 bis 11 Uhr tagen. Tie Arbeit der Settionen bewirkt, daß die zweite Plenar- sitzung später als zur angesetzten Zeit, erst nach 9 Uhr am 3. Oktober eröffnet wird. Der Vorsitz wiro einem Dcttgirten von außerhalb, Prost aus Dijon übertragen. Als Beisitzer fungiren zwei Pariser und zwei Provinzialdelegirte; die �' — �uch vernichtet, Ihr Kanonen und Kirchenglockcn, die Euch führer sind dieselben wie gestern. Gegenstand der Tages �■jlllWI SU'..... jj setzt hat. Das Jüteresse der Frauen der Arbeiter ist das derIt Arbeiter selbst und das der Menschheit.- Die industrielle Arbeit der Frau entspricht nicht der weiblichen Bestimmung und kommt; daher, daß die Löhne der Männer unzulänglich sind. Auf jeden�. Fall sollte die Arbeit der Frauen den gleichen Lohn erhalten.? wie die der Männer und sollte nicht zwölf oder dreizehn Stun- i den täglich währen.(Mit einer so geringen Beschränkung' ist die Sozialdemokratie nicht einverstanden, sie will die Arbeit- der Frauen außer dem Hause auf ein Minimum beschränken. Anm. d. R. d. V.) Dieser Zustand zerstört das Familienleben.) und ruinirt die Nation. Noch heute ist Ivahr, was vor dreißig'?' Jahren Vincard und Louis Blanc über die jämmerlichen Löhne und die elende Lage der Arbeiterinnen schrieben. Eine Haupt- Ursache des Elends der Arbeiterinnen ist die Concurrenz der Klöster, die sich zum großen Theil in den letzten Jahren ganz in Fabriken verwandelt haben. Nicht religiöse Sammlung, son- dern Sammlung von Kapital ist ihre Hauptaufgabe geworden. Tie Frau, die außer dem Hause arbeitet, muß während dessen ihre Kinder dem Kloster anvertrauen, und dieses benützt die Ar- bcit ihrer Kinder, um ihr Concurrenz zu machen. Das große „Magazin du Louvre" sagt in einem Prospettns vom Februar 1870:„Kein einziger Artikel unserer Weißwaaren und Wäsche ist mit der Maschine hergestellt. Alles ist Handnähcrei: Hundert-� undfünfzig Klüstcr arbeiten ausschließlich für unser Haus." Die i Nonnen können billiger arbeiten; sie haben weder für eine Fa- milie zu sorgen, noch zahlen sie Miethe und Steuern. Die an-'s gebliche Hilfe, die sie den Kinder» leisten, verwandelt sich in'' eine Abarbeitung der Kinder und eine Beraubung der Eltern j mittels der Concurrenz der Kinder, die durch die erschöpfende,>. abspannende Nadclarbeit frühzeitig äugen- und brustkrank und � für das eheliche Leben untauglich werden. Ein anderes Weiß- waarcngcschäft in der Rue du Sentier schickt ähnlich an die Geistlichen in der Provinz kistenweise Arbeit. Redner geht so- dann auf die Arbeit in den Gefängnissen über und constatirti auch hier eine die Frauenarbeit entwerthende Concurrenz. Da» Tagesprodukt der Arbeit einer weiblichen Gefangenen wird in einem Bericht an den Minister des Innern pro 1876 auf 67 Centiincs täglich veranschlagt. Endlich hebt der Redner auch die Concurrenz derjenigen Klasse von Prostituirten hervor, die, um der Polizeiaufsicht zu entgehen sich als Unternehmerinnen etablircn und von den Ma- gazinen Arbeit zu einem Spottpreise annehmen. Nach Dauthier liest Fräulein Ravul, Mitglied der Syndi- � katskammer der Nätherinnen, einen Bericht mit zahlreichen sta-'' tistischcn Angaben über den Verdienst der verschiedenen Kätcgo-, ricn von Arbeiterinnen vor, schildert das System, durch welches, die Confectionsgeschäfte während der stillen Geschäftszeit die Löhne herabdrückcn, und findet gleichfalls die Ursache der Roth- der Arbeiterinnen in der Concurrenz der Klöster. Als Mittel" zur Abhilfe schlägt sie Produktiv-Genossenschaften vor, in denen' die Arbeiter ihre Einkäufe machen sollten, und weist auf die: Aölksbanken hin(Das geehrte Fräulein scheint ganz ans dem Schulze'schen System sich zu befinden. Anm. d. Red. d. V.), die in anderen Ländern so segensreich wirkten und das geringe Kapital liefern könnten, das zur Begründung eines derartigen Unternehmens nöthig sei. Gleichzeitig rügt sie iudeß auch, daß die Männer leichte Beschäftigungen ausübten, die eigentlich den Frauen zukommen sollten, und letzteren dadurch Concurrenz machten, z, B. als Verkäufer in Läden, als Coiffcnr:c. Als Mittel zur Abhilfe schlägt sie gleichfalls eine Produktivassociation vor.— Tambouze aus Lyon fordert die Gründung eines Ver- eins von Männern zur Besserung der Lage der Arbeiterinnen und zu deren Organisirung in Vereinen. Er hat von seinen Auftraggebern das Mandat erhalten, einer gesetzlichen Be-> 'chränkung der Arbeitszeit für Frauen in Fabriken auf acht Stunden täglich, einer sanitätspolizeilichcn Beaufsichtigung der Werkstätten nnd einer Beseitigung der Ausbeutung der Kin- dcrarbeit in den Waisenhäusern das Wort zu reden.— Meh- rcre Redner und Rednmnnen sprechen noch in ähnlichem Sinne. — Der letzte Redner ist der Schriftsetzer Leclcrc. Er weist auf die Demoralisation und Degeneration hin, die im Gefolge der Frauenarbeit cinherzieht. Im nördlichen Frankreich haben no- g'j torisch die Arbeiterinnen nicht nur die Angriffe aus der Straße," ondern auch die der Prinzipale und Werksührer abzuwehren,■ sie sich dabei der Drohung bedienen, sie zu entlassen. Auf der> einen Seite hat die Arbeiterin die Roth neben sich, auf der an-, deren die Schande. Der Lohn reicht nicht zum Leben aus, die> Industrie stößt die Arbeiterin in das Laster. Die Mutter kann ihr Kind nicht ernähren; es fehlen ihr nicht nur die Mittet,' sondern auch in Folge ihrer Lebensweise die Kräfte und die. Fähigkeit dazu. Tarin liegt der Grund der Bcvölkcruugsab-( »ahme in Frankreich. Um zu arbeiten, darf die Arbeiterin nicht Mutter stein, sie muß ihre Kinder in fremde Pflege geben, die oft nur der organisirte Kindesmord ist. Der Maire von Roucn sagte in einer am 14. März 1875 gehaltenen Rede:„Die Zahl' der Neugeborenen, die im ersten Jahre sterben, beträgt 60 pCt." Eine Hebamme im Departement der Orne constatirtc in einer- Gemeinde sogar die Ziffer von 90 pCt.! Eine Frau, die Redner' kennt, hatte im Laufe von 10 Jahren 25 Säuglinge in Pflege,. nur drei blieben am Leben. In der Normandie, wohin die•' meisten Kinder aus Paris in Pflege kommen, tödtct man die � Kinder direkt, indem man ihnen Speck gibt. In der Mayenue' füttert man sie mit Brei, den sie nicht verdauen können, so daß sie verhungern. In den Städten des Nordens bringen die> Mütter, die/ zur Fabrik müssen, den Säugling mit einigen h\ Tropfen Lattdaimm zu einem Schlafe, aus dem sie oft nicht '''..... Redner will, daß zunächst die Arbeiter soviel Eure großen Mäuler stopfen wird: das ist die Gewalt der � nung ist die Frauenarbeit. Ter erste Redner, Dauthierst-DS� idehr aufwtfthen wahren Freiheitsidee, des Kampfes um die ewigen Rechte der lcgirtcr der Pariser Sattlcrgehilfen, findet es sehr treffend, ddß Verdtcnru' als nöthig ist, um die Familie zu unterhalten, Menschheit, des Kampfes um Gleichheit und Menschenliebe. der Congreß diese Frage an die Spitze seines Programms gc- nnB�st�'fte- sAMW�gleichen Lohn wie die Mänyc>> d, il *' 4 I 1 !> 1 • S Ut ilten. Die Arbeitszeit der Frauen soll auf sechs Stunden be- hränkt werden, doch scheint es nicht, als ob damit eine Be- i hränkung durch ein Gesetz gemeint sei. Redner wünscht die Einführung von Nähmaschinen mit elektrischer oder sonstiger Triebkraft, die die Anstrengung der Arbeiterinnen vermindert; erner spricht er zu Gunsten der Hausarbeit. Politische Ueöersicht. — Schon oft haben wir erklärt, daß auch ein siegreicher �ricg für eine Nation in wirthschaftlicher Beziehung unheilvoll ei; daß er dies in sittlicher Hinsicht ist, ist ja selbstverständlich. Oer„Milliardensegen" hat sich in einen„Milliardenfluch" um- zewandelt; aber auch an kleineren Anzeichen ersieht man, daß ' ige Ansicht wahr ist. So ersehen wir dies auch aus der Hatistik der Lebensversicherungen im preußischen Staate. -i Ende des Jahres 1867 waren erst 188,009 Personen asse- rirt. Die Versicherungen nahmen aber constant und in stei- �nder Progression zu. Das Jahr 1868 vermehrte die Summe n 28,933, das nächstfolgende Jahr weiter um 29,475. Das ricgsjahr 1870 schleuderte die Zunahme auf 1899 herab, und lürde sogar eine bedeutende positive Verringerung aufweisen, oenn nicht die ersten 6 Monate noch friedlich abgelaufen wären. 1871 brachte frühzeitig den definitiven Frieden, ergab aber gleich- wohl nur eine Zunahme der Versicherungen von 10,723 Personen. In Gedanken schwelgte man im Milliardenregen und Segen; gleichwohl betrug die Zunahme der Assekuranzen 1872 erst wieder 21,159 und selbst 1873 nicht mehr als 26,608, stand also, trotz der vermehrten Volkszahl und der geträumten Reichthümer, noch immer hinter dem Wachsen von 1868 und 69 merklich zurück. Ja das Jahr 1874 hat sogar einen neuen Rückschlag gebracht. Die Jahreszunahmc entzifferte sich nur noch auf 22,566.— Allerdings ist der Geldbetrag der Zunahme, wenn man blos die , Ziffer ins Auge faßt, mehr gestiegen: 1868 um 20,801,260, da- gegen 1873 um 26,326,936 und 1874 noch um 24,773,056 Thlr. Berücksichtigt man jedoch die seitdem in Teutschland eingetretene Entwcrthung des Geldes, so drängt sich auch hier die Wahr- nehmung auf, daß diese Zunahme nur eine scheinbare, und daß der Realität nach auch hier eine Abnahme eingetreten ist.— Mau könnte sich fast berufen fühlen, zu diesen statistischen Mit- theilungen den Scherz zu machen, daß die häufigen Kriege gerade bei den leistungs- und zahlungsfähigen kräftigen Männern das Leben entwcrthcn, so daß sie es kaum mehr der Mühe Werth halten, dasselbe zu versichern, da ja diese Versicherung sich nicht auf den Todtschlag im Felde ausdehnt. Aus obigen statistischen Angaben aber mag der mittlere Bürgerstand, der vielfach noch so begeistert:'„Hurrah Bismarck!" schreit, ersehen, daß gerade er es ist, der neben den Arbeitern bei den Kriegsstflgen die Haut zu Markte tragen muß. Wann wird solche Erkcnntniß erst eindringen? — Zur„Heiligkeit" der Ehe. Vor einiger Zeit brachte die„Schlesischc Zeitung"(in Breslau erscheinend), eine Annonce, welche dem kauflustigen Publikum mittheiltc, daß in Breslau ein Ehcvermittelungsburcau besteht, in welchem jeder Zeit einige „Dutzend hohe und hochgestellte Persönlichkeiten",„durchlauchtige Prinzessinnen" und„erlauchte Grafen" auf Lager und zu Pas- senden Preisen zu verkaufen, resp. zu vcrheirathen sind. Tie Inhaberin dieses„wohlthätigen Instituts" ist eine Frau Stadtge- richtsräthin Hoher, und, wie die„Schlesischc Volkszeitung" meldet, ist die Frau Räthin auf die mindestens originelle Idee gekommen, „Ihre kaiserlichen Majestäten" um Uebernahme des Protektorates des von ihr im großartigen Maßstäbe anzule- genden,„auch die hohen und allerhöchsten Familien" in seinen Bereich ziehenden„General-Ehevcrmittelungsbureau"_ anzugehen. Zu diesem BeHufe hat sich die würdige Frau ein Gesuch an die Majestäten drucken lassen, welches im Monat Oktober den„kai- serlichen Majestäten", den kaiserlich kronprinzlichen Herrschaften, sowie sämmtlichen Ministern des deutschen Reiches übersandt iverden soll. Voran prangt ein mordspatriotisches, dem kaiserlichen Paar gewidmetes Gedicht, dann folgt, gewissermaßen_al-:> Denkschrift, der„Wortlaut" der letzten Annonce aus der„Schlesischen Zei- tung"„natur- und wahrheitsgetreu" und hierauf das Gesuch um Uebernahme des Protektorats. Zur Charakteristik des Ganzen wird folgende Stelle aus dem Machwerk der Frau Stadträthin genügen: „Wie viel mehr getreue Untcrthanen hätten Ihre 5lai- scrlichen und Königlichen Majestäten, wäre auf diesem Gebiet lder Ehevermittelung) eine rationellere Verwaltung ein- getreten. Schon nach 4 bis 5 Jahren des Bestehens eines durch mich erworbenen Damen-Comitäs(!) müßte sich durch Volkszählung ergeben, wie segensreich dessen Wirken wird." Unterzeichner ist das literarische Unikum„Augusta Hoher, verw. Stadtgerichtsräthin und Gencral-Ehcvermittleriu in'spe." Dieses„Aktenstück" nun hat die Frau Räthin als„Zeichen ihrer Verehrung" zunächst an verschiedene hiesige„hohe Herr- schaften" versandt, von denen eine jedoch Unrecht verstanden und die Sache kurzer Hand der Staatsanwaltschaft übergeben hat.— „Unrecht verstanden"— denn hätte er es recht verstanden, so würde er sich einer so kindischen Tugendeselei nicht schuldig gemacht haben. Die Frau Stadtgerichtsräthin hat den Geist der Zeit und der Bourgeoisgesellschaft richtig erkannt, und, statt einer j Strafe, eine Prämie verdient. Die Ehe als Institut zur Lieferung von„getreuen Unter- thanen"! Prächtiger Gedanke. Doch halt— Eins hat die Frau Stadtgerichtsräthin vergessen: daß dieses heilige Institut nicht blos„getreue Untcrlhanen", sondern auch stramme Soldaten zu liefern hat. Diesem Mangel sollte die industriöse Dame noch abhelfen. Und sie könnte ja— wenn wir uns einen weiteren Rath erlauben dürfen— die Notiz beifügen, daß jedem Kind männlichen Geschlechts/ welches den von ihr vermittelten Ehen entspringt, laut zutreffender Vereinbarung mit den Eltern„in»pe% einen oder zwei Monate nach der Geburt die Nummer des Re- giments und Landwehr-Bataillons, in dem es einst„für Gott, König und Vaterland" zu„dienen" hat, auf einen gewissen un- nenn'baren Körpertheil eingebrannt werden soll. Diese dem„Geist des Militärstaats" so vollständig entsprechende, den„Militär- staat" eigentlich erst auf seine wahre Höhe erhebende Maßregel würde den Schweiger„Moltke" vor Freude in die Luft springen machen, und der Frau Stadtgerichtsräthin Hoher die Protektion all�r Vertreter des„Militärstaats" sichern. — Das Duell Arnim contra Bismarck(oder Bismarck tra Arnim, man kann beides mit gleichem Recht sagen) ist, e wir bereits angedeutet, noch keineswegs zu Ende. Während �er noch übermächtige Reichskanzler seinen Nebenbuhler In absentia zu Zuchthaus vcrurtheilen läßt, läßt der Berurtheilte aus der Entfernung moralische Keulenschläge auf den Schädel des Herrn Reichskanzlers herniedersausen. Die Artikel der„Deutschen Reichs- glocke" sind— falls sie nicht widerlegt werden, und eine Vor- urtheilung ist keine Widerlegung— unter Brüdern 5 Jahre Zuchthaus Werth, und den zweiten Band des?ro niliilo bekommt der Reichskanzler noch als Zugabe. Für das Publikum hat dieser Streit der zwei größten„Staatsmänner" Teutschlands, von denen jeder den anderen für das diametrale Gegcntheil alles Guten und Anständigen erklärt, etwas sehr Belehrendes; es ist ein Schauspiel für Götter und Rcichsfeindc. — Aus Moltke's Schule. Berliner Blätter berichten: „Am Sonnabend Morgen hatten die Passanten der Werftstraßc in Moabit und die Bewohner des Feitschen Hauses das unan- genehme, weil rohe Schauspiel, daß einige Ulanen unter Anlei- tung ihres vorgesetzten Unteroffiziers einen andern Ulanen am Brunnen des genannten Grundstücks in sehr unzarter Weise ab- scheuerten. Das genannte Haus ist zur Hälfte von Ulanen und zur Hälfte vzn Familien bewohnt. Wenn nun des Mor- gens vor 8 Uhr— und am Sonnabend war es recht kalt— ein Soldat, nur mit Hose und Hemde bekleidet, unter dem Brunnen mit Bürsten und Scheuerwischen abgeputzt wird, und ihm zum Schluß der Reinigung ein Eimer voll Wasser über den Kopf gegossen wird, so muß das wohl oder übel bei den Zuschauern Entrüstung hervorrufen. Es wäre bester, wenn derartige Scenen unterblieben. Sie sind wenigstens nicht geeignet, das Soldatenlebcn in ein angenehmes Licht zu stellen." Ist auch gar nicht nöthig. — Die Roth wächst in erschrecklichem Maße. Nach offiziellen Angaben sind in Dresden während des Monats Sep- tembcr im Schlachthofe 120 Rinder weniger geschlachtet worden, als im gleichen Monate des vorigen Jahres. Angenommen, daß jeder Mastochse im Durchschnitt zur Zeit 450 Mark kostet und 300 Kilo Fleischgcwicht repräscntirt, so ergiebt dies einen Aus- fall von 72,000 Pfd. zu 18,000 Thlr. monatlich oder 2400 Pfd. zu 600 Thlr. täglich, trotz der nicht unerheblichen Bevölkerungs- zunähme Dresdens. Wie in Dresden, so geht es fast in allen größeren Städten— der Consum des Fleisches hat auch in Berlin in ganz demselben Verhältniffe nachgclaffen. Wir con- «i. h> m b,: K e Auch ein Verrückter. (Fortsetzung.)/ B. Aus der Eingabe vom 20. Oktober 1872: 1.„In Verfolg meiner gehorsamen Eingabe de Baden, den 8. c. an Ew. Kaiserliche und Königliche Majestät erlaube ich mir, hiermit nochmals ganz gehorsamst darauf aufmerksam zu machen, daß die sämmtlichen amtlichen Berichte, soweit sie mir bekannt sind, von Anfang bis zu Ende Unwahrheiten ent- halten..." , 2.„Die sämmtlichen amtlichen Berichte erwiesen sich seiner Zeit im Gerichte als ein jämmerliches Machwerk." )• 3.„Es ist tief zu beklagen, daß von Preußischen Beamten in amtlichen Berichten nicht unbedingte Wahrheit zu verlangen ist, obgleich sie dazu verpflichtet sind; aber noch tiefer zu be- klagen ist es, das ein Preußisches Ministerium ein solch jümmer- fcihcs Machwerk, nachdem es sich längst als ein solches erwiesen hat, als maaßgebende, amtliche Ermittelung conscquent hin- stellt..." . 4.„Ich erlaube mir, nochmals zu wiederholen, es ist nicht wahr, daß Herr Hermes mich gutwillig meines Postens ent- hoben hat, derselbe hat sich vielmehr lediglich nur der rohen un- gesetzlichen Gewalt gefügt." -Wir bitten die Sache recht unbefangen zu prüfen. Einzelne Äußerungen sind allerdings scharf, aber hat der Mann, der sie ausrißt, nicht eine empörende Rechtskränkung erlitten, steht er Mchj am Ende seines Mühens, Bestrafung der Schuldigen zu finden? Darf man seine Erregung ihm als ein Verbrechen an- ttchvcn? Und gegen wen richtet er seine bittcrn Worte? Sind e»i!das Resultat dieses Prozesses? Der Mann, der nach Gjrechtzgkeit schreit, wird als geisteskrank erklärt, und damit für immer ein rechthaberischer' Mensch zu Ruhe gebracht. ■j.i Wik wollen Ließ selbst erzählen lasten: .Dir-Abergerichts-Physikus, Geh. Medicinalrath Dr. Lin- dsnherg(n Lüneburg, bekam hieraus den Auftrag, über meinen GMeszustgud ein Gutachten ab zugegen, M wurden demselben die..AWi zugestellt, dexen KeijMni�uahme.mir hersagt»var.L» einer ganl kuxzen Unterredung, die ich. hi-tiguf inet dem pp. Li»- denberq hatte, habe ich demselben meine Anficht von der Sache " dargelegt, und erklärte mir derselbe, daß mich"remand m Wirklichkeit für unzurechnungsfähig hielte, im Gegcntheil, und müßte er gestehen, daß er die Logik, die ich in meinen Schriften entwickelt hätte, anerkennen müsse, und hierbei machte er eine Geste, die seine Freude über meine Schreibweise ausdrücken sollte. Der pp. Lindenberg bemerkte mir ferner, er könne mir schon sagen, wenn ich mich mit dem Ausspruch der Unzurechnungsfähigkeit nur einverstanden erklären wollte, � es könne jgjjelinde ge- ; iiug ausgedrückt werden,— daß alsdann die Sache beigelegt würde! Ich habe sofort abgelehnt, zu dieser Farce die Hand zu bieten.— Hierauf gab der pp. Lindenbcrg am 10. März 1873 ein be- eidigtes Gutachten ab, wonach bei mir das Vorhandensein eines durch Wahnvorstellungen beherrschten Geisteszustandes anzuneh- inen ist. welches die freie Selbstbestimmung aufhebt." Es erfolgte deshalb die Niederschlagung des Prozeffes wegen Unzurechnungsfähigkeit. Wir lassen jetzt das Gutachten des Lindenberg, deffen Eingang wir bereits mitgetheilt, daran anschließend im Wortlaut folgen: „Die nach Casper gegebene Exposition der von Querulanten- Wahn beherrschten Individuen ist bei dem wegen Beleidigung bereits zweimal bestraften, auf's Neue in Untersuchung befind- lichen Kaufinann Conrad Ließ fast in aller Weise zutreffeüd. Der Kaufmann Ließ hat, so viel durch desfallsige Erkundigung zu ermitteln, sich als Kind von sehr guter geistiger Be gabung gezeigt, durch diese und Fleiß sich ausgezeichnet und gute Kenntnisse erworben, sein Benehmen den Lehrern gegenüber soll(!) jedoch nicht immer das angemessenstc gewesen sein. Ucbcr sein Verhalten in den Lehr- und Servicejahren war nur zu erfahren, daß er die Lehrhcrren wechselte uud dem Pu- �olikum gegenüber öfter nicht das freundlichste Beneh- inen zeigte. In Hamburg war er in letzterer Zeit bei dem Spediteur Hermes und besorgte für denselben die Geschäfte bei dem Zollamte auf dem Lübecker Bahnhofe; hier gerieth er mit den Steuerbeamten über die bei den Declarationen cinzuhal- tende Geschäftsform in Streit, indem er nicht die von den Be- amtcn geforderte Ordnung in der Abgabe her Declarationen, sondern die davon abiucichcnde, ihm genehjiie, einhalten wollte. Bei diesen Streitigkeiten lnu er wiederholt in unänge �Mtsscner, lauter, unbescheidener. Weise auf. Nach seiner in Folge der von SteuerbcanUen über. ihn geführten Klagen er- folgten Enthebung von der Besorgung� der Geschäfte ans dem ' statiren diese Tatsachen, um dem elenden.Geschrei von dem Wohlleben der Arbeiter ein Ende machen zu helfen, da es doch unzweifelhaft feststeht, daß der Ausfall bei dem Fleischconsum lediglich die Arbeiterklasse trifft. — Wie die Arbeitcrwohnungen vielfach und auch in Dresden, der Hauptstadt des„gesegneten" Sachsen, beschaffen sind, davon giebt folgende Mittheilung der„Dresdener Nach- richten" daS beste Zeugniß. Das Blatt erzählt nämlich, daß in der Camenzerstraße Nr. 14 in der Wohnung eines Arbeiters die Leiche eines Kindes gänzlich von Ratten zerfressen worden sei. Das liberale Blatt klagt allerdings angesichts ! solcher schauerlichen Thatsache, daß die Arbeiter ihre Wohnungen mit solchen Thieren theilcn müßten; aber diese Klagen sind ent- : weder nicht aufrichtig gemeint, oder sie zeigen, daß jenes Blatt keinen Begriff von den Ursachen solcher Thatsachen hat. Wer solche Vorkommnisse bedauert und es dann aufrichtig meint, der muß die heutige„liberale", kapitalistische Produktion bekämpfen; � wenn er hilft, dies Grundübel zu heben, dann vertreibt er auch � die Ratten aus den Hütten der Arbeiter, der Armen und Ent- erbten. — Aus Nürnberg wird uns mitgetheilt, daß man dort 16 der ältesten Arbeiter von Seiten der Bahnhofsvcrwaltung plötzlich entlassen hat, eben weil sie anfangen zu alt zu werden. Wie man die abgenutzten Lokomotiven und Waggons ausran- girt, so auch die Arbeiter. Einer der brodlos gewordenen Ar- heiter war so verzweifelt, daß er sich vor einen Heranbrausenden Zug auf die Schienen geworfen Hätttc, wenn seine Mitarbeiter ihn nicht noch rechtzeitig daran verhindert Hütten. — Tic„freie" Schweiz— das Ideal der Bourgeois- dcmokratcn— steckt besonders in Bezug auf die Militärvcrhält- nisse in Stiefeln, die sich, was reaktionäres Wesen anlangt, ge- trost mit den Bismarck'schcn Reiterstiefeln messen können. Das Militärsteuergesetz ist nämlich sehr strenge, aber es mußte bei dem großen Widerwillen, den das Volk gegen dasselbe empfindet, bis jetzt so milde gehandhabt werden, daß es vollständig die beabsichtigte Wirkung verfehlte. Jetzt aber will man das Ver- säumte nachholen und kündigt in Bern durch große Plakate an, daß gegen Säumige das Verbot des Wirthshausbesuchens oder Abverdienung durch Straßenarbeit verhängt werde. Die erste Strafe bezieht sich jedenfalls auf den wohllcbigen Bourgeois, den man damit treffen will— derselbe aber ladet dann einfach seine Freunde ein und besäuft sich zu Hause. Die zweite Strafe soll den Arbeiter treffen; denjenigen, der die Steuer nicht bezahlen kann, zwingt man, seine Arbeit für einige Tage aufzugeben und Staatsarbeit zu verrichten. Wenn die Schweizcrrepublik vernünftig und human wäre, so commandirte sie die fetten Bourgeois zur Straßenarbcit und verböte den rem- tcntcn Arbeitern, welche so schon die Wirthshäuscr nicht besuchen können, den Besuch derselben. Wäre sie aber recht gescheit und recht vernünftig, so schaffte sie sehr bald solche kindischen und mittelalterlichen Strafen und Pressionsmittel ab und suchte durch wahrhaft freisinnige Gesetze ihrem Namen Ehre zu machen. — Die russischen Civilisatoren an der Arbeit. Dieser Tage hat sich der Polizeipräfekt von Belgrad gcnöthigt gesehen, in öffentlichem Circulär Frauen und Mädchen zu warnen, sich nach Einbruch der Dämmerung auk die Gaffe zu wagen. Anlaß zu dieser Borsicht hat das schäm- und zuchtlose Benehmen der russischen„Freiwilligen" gegen Damen gegeben. Tie Angriffe auf bürgerliche Frauen und Mcidchim hatte man sich wohl noch gefallen lassen, aber es kam auch ein Attentat auf die Frau eines Ministers vor, und da konnte denn die Polizei kein Auge mehr zudrücken. — Laut Berichten aus Constantinopcl hat sich die Pforte zu einem sechsmonatlichcn Waffenstillstand bereit erklärt, unter der Bedingung, daß die europäischen Mächte, ins- besondere Rußland, sich verpflichten, den Masscnzuzug von Sol- daten und Offizieren nach Serbien zu verhindern. Daß diese Bedingung eine durchaus vernünftige ist, wird Niemand im Ernste bestreiten. Trotzdem stellt die Rcptilienprcffe sich sittlich entrüstet über die Frechheit der Türkei, die den„christlichen" Mächten mit solchen,»bendrein unausführbaren Zumuthungen zu kommen wage. Dieses Geschrei beweist blos, daß die Brodgeber der Reptilien einen Waffenstillstand nur zu dem Zweck wünschen, um die vor der Vernichtung stehenden Serbisch-Montenegrinischen „Armeen" wieder auf die Beine zu bringen und durch„Frei- Lübecker Bahnhof richtete Ließ eine Reihe von Zuschriften an den Königlich Preußischen General-Direktor der Steuern in Berlin voll Beleidigung und voll Vcrläumdungen der Be- amten, welchen er seine Enthebung von der Besorgung der Zoll- geschäfte für seinen Prinzipal zuschrieb. Von dem Gericht in Hamburg wurde er auf Grund der geführten Verhandlungen zu einer Geldstrafe von 100 Rthlr. oder im Nichtzahlungsfall zu einer Gefängnißstrafe von 2 Monaten und in die Kosten des Strafverfahrens vcrurtheilt. Nach den anliegenden VerHand- lungcn des hiesigen Obergerichts wurde Ließ in erster und zweiter Instanz ehenfalls in eine Geldstrafe von 100 Rthlr. ver- urtheilt, eventuell vierwöchentlichc Haft, wegen in einer Be- schwerdeschrift an den Kaiserlichen Oberpostdirektor zu Hannover gegen den Postdircktor v. Linsingen hicrsclbst ausgesprochener Beleidigung. Ließ war auch in diesem Falle, weil der Dienst nicht seiner Ansicht entsprechend geleistet wurde, in heftiger, lär- mender Weise gegen den Postbeamten aufgetreten und hatte in seiner Eingabe gegen den Postdircktor v. Linsingen höchst in- juriöse Ausdrücke gebraucht. (Fortsetzung folgt.) — Ein Beitrag zur herrschenden Roth. In Dresden hatten ! sich vor einigen Tagen in einem Lokale der Rlrstadt einige Herren zum Frühstück niedergesetzt und labten sich an Austern, Wurst, Käse und Wein. Gegenüber arbeitete am Fenster ein den Herren befreundeter l Advokat, den die Schmausenden wiederholt baten, herüber zu kommen, der aber dieser Bitte nicht entsprach. Nun bombardirten die Gebil« beten trunkenen Mnlhes das Fenster ihres Freundes mit Austern, Käse, Wurstüberbleibseln und als sie sogar nach den Flaschen griffen, und dieselben hinüberschlcuderten, schrill die Polizei ein und notirte die Herren, so daß dieselben sich wegen Straßcnscandals zu verantworten haben werden.— In einer Zeit, wo die Arbeiter in Elend und Roth j sich befinden, treiben die„reichstreuen" Wüstlinge solch' freventliches Spiel.—•>...... y ifa lümtuä IM ibn-ipjunii moo itcgj — Ohne Mitgefühl! Unser Chemnitzer Parteiorgan berichtet, säß den 1t). d. Mls. in dortiger Stadt ent Maurer von einem Neu- bau gefalle�.Man sagt, daß noch.Rettung möglich gewesen sei, doch habe ein. �vorübergehender Arzt die Hjlfe rundweg abgeschlagen- Der durch die Polizei rcquirte Arzt fand nur noch eine Leiche. Berungluckte hinterläßt eine Frau inst 3 kleinen hindern; der Ätjt willige" zu stärken, und um den„Zersetzungsprozeß" der Türkei kräftig zu beschleunigen. Am Ende des Waffenstillstands wären dann wohl die Trauben reif, die jetzt noch ein wenig sauer sind. Jndeß scheint es nach den neuesten Telegrammen doch, als sollte Oer Waffenstillstand abgeschloffen werden; Verbindlichkeiten ein- gehn ist sehr leicht: zu halten braucht man sie ja nicht. Der sechsmonatliche Waffenstillstand wäre die Vertagung des europäi- schcn Kriegs auf 6 Monate, nichts weiter— die offene Bankrott- erklärung der europäischen Diplomatie, die den Schwierigkeiten, welche sie nicht zu lösen vermag, einfach aus dem Wege geht. Der sechsmonatliche Waffenstillstand wäre nicht die Hoffnung auf Friede, er wäre eine scchsmonatliche Vorbereitung auf "den Krieg. Die Nachtheile, die Abscheulichkeiten, die Leiden, die Schrecknisse der gegenwärtigen Krise ins Unbestimmte ver- längert— o,„die Schande Europa's"! — Unsere Gegner. Es ist ungemein langweilig, immer und immer wieder die Lügen und Verdrehungen unserer Gegner zu widerlegen, doch muß dies leider hin und wieder gc- schehen. Als unser Mitredakteur Hasenclever noch in Hamburg war, brachten verschiedene in Norddeutschland erscheinende Zei- tungeu einen recht dummen Angriff gegen einen Artikel des „Hamburg-Altonaer Volksblatt":„Eine schöne Bescheerung". Die Quintessenz dieser mit vielen Schimpfworten gewürzten Angriffe war, daß Hasenclevcr in jenem Artikel bemerkt habe, das Eon- traktbruchgesetz sei vom Reichstage angenommen. Im„Hamburg- Altonaer Volksblatt" erklärte nun der Verfasser jenes Artikels, daß der Ausdruck:„die Reichsgesctzgebung habe einen Schößling getrieben" durchaus nicht eine Llcceptirung dieses Schößlings sei- tcns des Reichstags involvire, und daß ferner Hasenclever, der zur Zeit, als der Artikel Aufnahme fand, auf dem Gothaer Eon- greß war, weder den betreffenden Artikel geschrieben, noch die Aufnahme desselben veranlaßt habe. Die„Hamburger Reform" allein war von den gegnerischen Blättern anständig genug, diese Berichtigung zu bringen. Die Presse aber in Norddcutschland hielt plötzlich mit der Colportage jener dem Hirsch-Dunckerschen „Gewerkvcrein" entnommenen Lügen und Schimpfereien gegen Hasenclevcr inne. Kaum ist Hasenclevcr nach Leipzig überge- siedelt, als auch schon verschiedene Blättchen des gelobten Sachsen- landes jene Schimpfereien reproduziren, ohne der schon vor einem Monat gebrachten Berichtigungen, auch nicht einmal der, daß Hasenclever gar nichts mit dem Artikel zu thun habe, Erwähnung zu thun. Man sieht, wie bodenlos leichtsinnig und wie bodenlos frech die conscrvativ-liberale Presse ist, indem sie versucht, durch oirekte Lügen Personen zu verdächtigen. Ein sauberes Hand- werk, welches wir übrigens den Reptilien und Reptilchen gerne -gönnen. — Wie der„Mirabcau", das Organ der wallonischen Sek- tioncn der Internationalen in Belgien meldet, wird der Eon- greß dieser Sektionen iu Antwerpen abgehalten. Die vorgeschlagene Tagesordnung ist folgende: 1) Bericht und Rechnungsablage des Regional-(Bezirks-)Raths;2)Gcncralcongreß,WahleincsTelegirtcn; -3) Agitation bezüglich Abschaffung der Kinderarbeit in den Fa- brikeu, Minen u. s. w.; 4) Administrative Fragen und andere Mittheilungen. — Die italienischen Sozialisten werden am 22. Oktbr. einen Congreß in Florenz abhalten. Auf der Tagesordnung steht u. A. die Gründung eines Ccntralorgans(Antrag der Sektion von Jmola); die Gewerkschaftsfrage(Anträge der Sek- tioncn von Neapel und Spoleto); die Frage der Wahlbethcili- gung«Antrag von Bari). Ferner soll auf Antrag der Sektion von Massignano darüber beschlossen werden, welche Haltung die Sozialdemokratie Italiens gegenüber der Regierung und den bürgerlichen Parteien einzunehmen hat. Unser italienisches Bruderorgan„Jl Martcllo"(der Hammer), redigirt von Fabriano, crmahnt die italienischen Sozialisten in einein begeisterten Aufruf, den Congreß ja recht zahlreich zu be- schicken. Wie wir aus dem Aufruf ersehen, sind die italienischen Sozialisten in folgende Sektionen und Föderationen gethcilt: 1) Die Sektionen der Föderation von Toskana: 2) die Scktio- neu der Föderation der Romagna und der Emilia; 3) die Sektionen der Föderationen der Mark und-Umbriens; 4) die Sektionen der römischen Föderation; 5) die Sektionen der nea- politanischcu Föderation; 6) die Sektionen der Föderation von Bari; 7) die Sektionen von Pavia, Padua, Genua, Aquila, Pescara, Barisciano, Caorso und Verona. Innere Parteiangelegenheiten. Tie Sitzungen der Beschwerde- Commission finden, falls et- was zur Berathung vorliegt, jeden Donnerstag Abend im Lo- kale des Herrn Eduard Hirsch, Seemannsstraße Nr. 1, statt. Die auswärtigen Parteigenoffen werden ersucht, alle etwaigen Beschwerden an den Schriftführer der Commission, Herrn I. Meier, Kastningstraße Nr. 42, zu senden. Bremen. I. A.: W. Frick, Vorsitzender. Correspolvdenzen. ilus chrokklritannien. Glasgow, 4. Oktober.(Schluß.) I Sofort nach der Audienz hielt die Deputation in Canon Street , Hotel eine Sitzung, in welcher die Herren die Antwort Lord i Derby's als ungenügend erklärten und beschlossen, die begonnene : Agitation nach Kräften fortzusetzen. Um dieselbe Zeit, als dies in London vorging, war der Fi- ' nanzminister Sir Stafford Northcote bei Herrn R. Winn in Wostell Priory auf Besuch. Die„Conservativc Assoziation in Wakefield" ergriff diese Gelegenheit zur Veranstaltung einer groß- ' artigen, conservativcn Demonstration. Der Herrschaftspark zu Priory wurde für den Zweck zur Verfügung gestellt und bald waren(nach den Zeitungsberichten) an 30,000 Personen versammelt, welche mit Bannern und Musikbanden aus den Orten der Umgegend gezogen gekommen waren, um Herrn Northcote reden : zu hören. Dieser benützte die Gelegenheit nicht ungeschickt und wendete sich besonders gegen den liberalen Herrn Lowe, der jetzt plötzlich alles so gut weiß und die Backen so voll nimmt, wäh- rend er gelegentlich der Vorlage des Blaubuches nicht daran � dachte, der Regierung ein Zurcchtwcisungsvotum zu beantragen. Herr Lowe weiß jetzt auf einmal, daß die Türken schon vor 5,0 Jahren Bestien waren, und England die Macht und Pflicht habe, sie zu zähmen oder zu vernichten. Als Herr Lowe unter Gladstonc im Ministerium war, scheint er davon nichts geahnt zu haben, gerade so wie der Franzose(des Moliöre), der vierzig Jahre seines Lebens„Prosa" gesprochen, ohne es zu wissen. Am Schlüsse der Rede wurde natürlich der Regierung ein enthusiastisches Vertrauensvotum gegeben. Es braucht kaum ge- sagt zu werden, daß die Versammlung zum weitaus größeren Theile aus Landarbeitern bestand, denen man einen Feiertag ge- geben hatte. Wenn die Herren Liberalen morgen an's Ruder kämen, so ' könnten sie natürlich im Wesentlichen keine andere Politik ver- folgen, als die durch die englischen Interessen vorgeschriebene. Die Humanitätsbrocken, die sie jetzt dem Volke vorwerfen, sind eben nur Köder, um die aufgeregten Massen auf ihre Seite zu bekommen. Haben ihnen diese nur wieder einmal zur Macht verholfen, dann folgen ohne Zweifel die wohlverdienten Fuß- lritte. Es ist erbarmungswürdig,>me sich ein großer Thcil der Arbeiter von den liberalen Schreihälsen gängeln und mißbrauchen läßt. So haben die Veranstalter der großen Arbeiterdemon- stration in Excter Hall sofort nach der Rede des Lord Beacons- field in Aylesbury an Herrn Fawcctt, der sich zur Zeit nicht in London befand, telegraphirt, was sie thun sollten. Herr F. gab ihnen natürlich sofort telegraphisch den Rath, eine zweite solche Versammlung einzuberufen, welche den Rücktritt des Ministeriums zu verlangen hätte, und Herrn Gladstone zu ersuchen, daß er den Vorsitz dieser Versammlung übernehme.— Wenn bei solcher Handgreiflichkeit die Arbeiter noch nicht sehen, daß man sie an der Nase hat, dann ist ihnen einfach nicht zu helfen. Ter„Beehive" vom 10. September brachte übrigens einen ausnahmsweise guten Artikel von E. S. Beesly, den die Ar- bcitcr(mit Ausnahme vielleicht der Animosität des Verfassers gegen die Person des Premiers) wohl'beherzigen mögen. Ob- gleich selbst Liberaler, warnt er die Arbeiter, dem Ministerium Gladstonc wieder zur Macht zu verhelfen. Es wäre ein schlechter Tausch. Lord Beaconsfield sei ein besserer Minister des Aus- wärtigen als Lord Granville; Herr Croß verdiene entschieden den Vorzug vor Herrn Lowe und Lord Abcrdare. Selbst in dem letzten Fiasco der Erziehungsfragc(Education bill) sei die Schuld nicht so sehr an Lord Sandon(dem Unterrnchtsministcr) als an seinem liberalen Opponenten, Herrn Forster, gelegen, welcher sich nun nach Bulgarien auf die Socken gemacht habe, um dort einen Firniß für seinen arg beschädigten, politischen Charakter zu suchen. Tic Arbeiter mögen warten, bis bessere liberale Männer zum Vorschein kommen(da mögen sie lange warten!) und sich mittlerweile begnügen, wenn sie ein paar ver- nünftige Toryminister haben.-- aber, welcher die Hilfe nicht leisten wollte, wird möglicherweise auf dem Wege zu einer vornehmen Dame, welche ihn ihrer zarten Nerven wegen eonsultirte, gegangen sein und im schmachtenden Vorgefühle, derselben die zarten Fingerspitzen zu küssen, ganz den schwerverwundeten Armen übersehen und die Bitten der Umstehenden überhört haben. Was liegt auch an dem Leben eines Arbeiters? — EinköstlicherBummlcr. Der Barmer Kaufmann und„Reichs- 'reund- X— wir verschweigen aus Noblesse seinen Namen— macht in einer der letzten Nummern des dortigen..Anzeiger" bekannt, daß er eine Belohnung Demjenigen zusichere, der ihm seinen Ilcbcrziehcr und Stock, welche er in irgend einem Wirthshause habe liegen lassen, wiederbringe. Barmen hat circa 70l) Wirthschaften— ob unser „Rcichsfreund" an den» betreffenden Tage in allen war, da er nicht ein einziges bestimmt anzugeben weiß? — Der bekannte Verfasser der Lieder des Mirza-Schaffy, Friedrich Bodenstedt, der ein guter Dichter, aber ein devoter Politiker ist, der seine Schriften in der Geheimen Hofbuchdruckcrei bei Decker in Berlin hcrausgiebt, der geadelt worden ist und eine Legion Orden besitzt, muß dennoch mit dem neuen deutschen Reiche nicht zufrieden sein. Er singt nämlich: Empor mein Volk, daß du in alter Reinheit Die Tiefe deines Geistes offenbarst Und dich im Glänze deiner neuen Einheit Nicht schlechter zeigst, als du zersplittert warst. Diese Sehnsucht nach dem alten Bundestage von Seiten eines Reichsfteundcs ist allzu bezeichnend für die Herren Bismarck, Moide, L Deisendorf und— Lasker, für diese Hauptpfeiler des neuen deutschen Reiches, als daß wir noch etwas hinzuzufügen hätten. Der oben citirte Vers befindet sich in einer kürzlich herausgegebenen Gedichtsammlung von Bodenstedt: Einkehr und Umschau. Eine erfreuliche Thatsache. 22,000 ungetanste Kinder in Berlin. in Freien-« der Ver KMNMKÄWMLM' Icetet des Landraths, Krcis-Depütirler vpn Eckardsiein in einer amt- lichen, landräthlichen Brkanntmachuitg die. Polizeib'ehörden, Orts- vorsfcsh«*-, GensdärmtN Nnb PökrZeibeamten' unter Ankün- jllMtyl.eincr.JBelohuung,..auf den.lürzUch— d«« Handilsm inlsi« r Achenbach entlaufenen Hund zu vigsticen und ihn� sglls derselbe s aufgefangen wird» dem Herrn Staats- und Haudelsininisterdvieder zu- ''»führen. Obengenannte Polizeibehörden ko inten M höchst Ksitznreichelt fühlen, daß ihnen das Amt des Hundefanges übertragen ist, welches man sonst gewöhnlich dem Schinder überläßt. Oder sollte Herr v. Eckard- stein eine gewisse Verwandtschaft entdeckt haben? Wir wollen dies doch nicht glauben. — Diejenigen Zeitungen, welche am meisten Anstand und Moralität predigen, wälzen sich am tiefsten gemeiniglich im Schmutze. So bringt das„Leipziger Tageblatt- Nr.*81 in der 2. Beilage folgende hundsgemeine Anzeige: „„Reichen Herren oder Damen." Ein, hics. Kreisen fremd. unverht. hübscher Cavalier von antikem Charakter, dessen schwächste Seite sein uubedeut. Vermög. ist— sucht in f. Hause eine Kescheid, leere Piece. Bei sein. Fähigkt. u. absolut. Zuverlässigkt. dürfte es ihm nicht schwer werd. s. als Revanche(?) nützl. zu mach. Bedingungslose Disct. gegeb. aber auch gefordert unter Z. 1). 0. 107 Exped. dieses Blattes." Blätter, welche solche Anzeigen aufnehmen, demoralisiren die Familie, und wunderbar genug werden gerade sie in den sogenannten„gebil- deten" Familien am liebsten gelesen. Schämen aber sollte sich eine Mutter, die ihren Töchtern derartigen Schmutz zu lesen giebt. — Das bei Leipzig stattgehabte Kaisermanöver hat einen Frucht- und Feldschaden von 00,000 Mark verursacht. Für Soldaten und Bauern, für Steuerzahler und Neugierige wäre es jedenfalls besser, wenn man die Manöver zu Ende Oktober oder noch besser, wenn man sie gar nicht abhielte. — Das Asyl für Obdachlose in Berlin ist ein ziemlich guter Gradmesser für die Roth, welche in den untersten Schichten der Bevöl- kerung herrscht. Im vorigen Jahre war dieselbe sehr groß und dennoch ist dieselbe noch derart gestiegen, daß in diesem Jahre nach den amt- lichen Mittheilung cn in jedem Monate circa 2000 Personen mehr als im vorigen Jahre in dem Asyl genächtigt haben. Die Leiden des Volkes in Berlin sind über-ede Vorstellung groß! «i 1159? r« lyjt ,nd:i t — Eine Acht w ort, wie sie se.in inuß, auf.dw von Müncheiiex Rlchiern ausgesprochene Vcrürthesluug des„Asuen sÄinreryiärchens", die wir kürzlich unseren. Lesern m Erinnerung brachten/ ist-�die Meldung aus Zürich,' daß eine neue Auflage von 10,000 Exemplaren er- schienen ist, während die vorige nur öOOÜ Excmplaxe- strich tyar. Ter Verleger widmet chsese. Ren-Auflage-„dankerfüllten Herzgns"„den Herren Staats und Gesellschaftsreliern insgesammt- ui�. einem Hohen Schwurgerichtshofe von Oberbaiern insonderheit".- _ Mittlerweile haben die Serben die Feindseligkeiten wiede aufgenommen und damit bewiesen, daß in Rußland der Krieg beschlossene Sache ist. Wenn durch die Errichtung eines Slaven reichs oder einer russischen Provinz auf dem Balkan nicht allein 0 die Türkei in die Brüche gehen, sondern auch Oesterreich zer � stückelt werden sollte, so könnte die Civilisation gewiß nicht darunter leiden— wären die lachenden Erben nicht Rußland t und Preußen. Es ist klar, daß Preußen einen solchen Prozeß wünschen muß, bevor Frankreich gekräftigt genug ist, um bei* i dem Handel mitzusprechen.'' � Ueber den 9. Jahrescongreß der englischen Gewerkschaften e" ein nächstes Mal. A. Sch. Aus Angarn. Sonntag den 24. September tagte im Be- r-: leznaygarten in Budapest eine große Arbciterversammlung, die f folgende Punkte als das„vorläufige Programm der Arbeiterschaft�.� Ungarns" erklärte: 1. Das allgemeine und direkte Wahlrecht zu allen Bertre- e tuugskörpcrn für die Arbeiterklasse. 2. Die Abschaffung aller Ausnahmsgesetze, resp. Verordnungen, namentlich das Bereinsrccht betreffend. � 3. Anstatt aller bestehenden Steuern, hauptsächlich der das�f Volk belastenden indirekten Steuern, eine progressive Einkommen steucr an Stelle deren. 4. Allgemeine und gleiche Bolkserziehnng durch den Staat. Allgemeine Schulpflicht. Unentgeltlicher Unterricht in allen Bil-. dungsanstalten. Die Erklärung der Religion zur Privatsache. 5. Unbeschränktes Coalitionsbecht. Normalarbeitstag von's 10 Stunden. r 6. Schutzgesetz für Leben und Gesundheit der Arbeiter. Sa--r nitütliche Coutrole der Arbeiterwohnungen, Uebcrwachung der 1 Bergwerke, der Fabrik-, Werkstatt- und Hausindustrie durch von 1 den Arbeitern gewählte Beamte und Regelung der Gefängniß-• arbeit., � 7. Möglichste Ausdehnung der politischen Rechte und Frei--v heiten im Sinuc der obigen Forderungen. Wcrkin, 10. Oktober.(Gebildeter Pöbel.) Vorigen Sonnabend fand in der Arcnds'schen Brauerei zu Moabit eine Bezirksversammlung statt, in welcher, nachdem der bekannte fortschrittliche Kohl aufgetischt worden, eine Resolution zu Gunsten der Wiederwahl der zwei die betreffenden Bezirke vertretenden Landtagsabgeordneten eingebracht ward. Einer der ziemlich zahl reich anwesenden Sozialisten— es mochten im Ganzen etwa 200 Personen zugegen sein— meldete sich zur Resolution zum � Wort. Was nun erfolgte, das lassen wir die„Berliner Freie.. Presse" erzählen:„Als er(Neumann) auf die Tribüne trat,. erklärte der Vorsitzende, daß nach ihrer Geschäftsordnung nur. eine Redezeit von fünf Minuten gestattet sei, und daß";? ferner andere Candidateu als die, welche die in der Rcso-'' lution genannten Kreise vertreten, nicht in Vorschlag ge-_ bracht werden dürften. Als dies der Vorsitzende erklärte, brüllten auch schon einige Liberale:„Wir wollen nichts hören von Sozialisten,'runter mit ihm!" Herr Neumann ergriff � nun dennoch das Wort und erklärte: Es handle sich hier um s die Wahl zum preußischen Landtage. Diese aber finde unter> dem miserabelsten aller Wahlgesetze, nämlich dem Dreiklassen- Wahlsystem statt. Weiter konnte der Redner nicht sprechen, denn es erhob sich seitens der Herren Bourgeois ein so wüstes c- Toben und Brüllen, ein so namenlos rohes Geschrei:; „Schmeißt den Lumpen hinaus, herunter von der. Bühne" u.dgl. mehr, daß der Redner innehielt. Als er später' i weiter sprechen wollte, erscholl es wieder:„Wir wollen keinen Sozialisten hören." Dennoch ergriff der Redner wieder das Wort und erklärte: Bismarck, nicht er, habe gesagt: dieses Wahlgesetz sei das denkbar miserabelste. Darauf erscholl wieder wüstes Gebrüll:„Haut ihm! Der Kerl lügt, das hat Bismarck j nicht gesagt" u. f. w. Der Vorsitzende hatte indessen ebenfalls nicht unterlassen, den Redner wegen des Wortes„miserables Wahlrecht" zur Ordnung zu rufen! Unter diesen Um'' ständen verließ der Redner allerdings das Lokal und Andere — mehrere anwesende gebildete Männer— mit ihm. Draußen im Garten sprachen selbst die Zkichtsozialistcn ihr Verdammungs- urtheil über diese Flegeleien aus. Wären die Sozialisten nicht: unendlich viel gebildeter gewesen, wie jene Herren, so wären in n jener Versammlung ganz andere Dinge passirt. Dann hätte die Bourgeoisie und ihre schlechte, verlogene Presse wieder über Roh- heit der Sozialisten geschrieen. Das Beste bei der ganzen Ver- sammlung aber war das, daß die vorgeschlagene Resolution ab gelehnt lvurdc. Ein großer Theil der unparteiischen Anwesenden hatte sich an dem pöbelhaften Betragen der Fortschrittler ein Urtheil gebildet und in Folge dessen gegen die Resolution fgell' stimmt."— Ein Commcntar ist überflüssig. Mukadt a. H., 3. Oktober.(Gebildeter Pöbel.) Die,' „Pfälzische Volkszcitung", ein dem Sozialismus feindliches Blatt,; bringt folgenden Versammlungsbericht:„Der auf gestern Abend ausgeschriebene Vortrag des sozialistischen Rcichstagscandidaten August Dreesbach:„Was wollen die Sozialdemokraten?'� zog eine große Menschenmenge herbei, konnte aber nur zum Tyeil stattfinden und veranlaßte eine gefährliche Aufregung, eine wahre Revolution. Schon bei der Wahl des Vorsitzenden erhoben Einzelne Protest gegen die zweifelhafte Abstimmung, die nach dem Beginne des Vortrags durch einige Einwendungen nochmals einen Sturm hervorrief und auf Vorschlag eines an- wesenden Adjunkten wiederholt werden mußte. Nun wurde die Agitationsnummer des„Volksstaat", das Programm, die Orga- nisation und die Geschäftsordnung der soziaiistischcn Arbeiter Partei Deutschlands vertheilt. Im weiteren Verlaufe war bald[ ersichtlich, daß die Absicht bestand, durch'die Unterbrechungen!,' des Vortrags die Versammlung zu sprengen. Einige der- Anwesenden, als Protestpartei, namcntlichdie Herren Er. Knecht, z Gutsmeister Guth, Fabrikant Helffcrich jr., Redakteur Hcigel und einige Andere, unterbrachen die Rede mehrmals und ver, langten die Diskussion eines jeden Satzes, alle Ucbrigcn aber- . waren für die Fortsetzung und Beendigung des Vortrags, um, dann die Debatte beginnen zu lassen. Obgleich der Redner und � auch einige andere einzelne Stimmen mehrmals darausjmfmcrk• sam machten, daß die Störung, die Zurufe von«Seite der z gebildeten Klasse kommen, während die Arbeiter sich ruhig ver-! i halten, der Vorsitzende sich alle Mühe gab, Ruhe herzustellen, und der Adjunkt mit Auflösung der Versammlung drohte, konnte. der Vortrag nicht fortgesetzt werden. Viele Stimmen, keine so- rialdemokraten, verurtheiltcn scharf das Betragen' der Genannten, welches«------------------- 5'--v IU..... W Annalen WUchsttt ,v„,.'f-. x, auflösen und das Lokal- leereu.ifluPe,-. Thalia.chc ist aber, daß j nicht die Sazfäsde.N«kr.qten, scmKer» j.ene kleine Pro-,-' testpartej- durch). i hr- m nbe s chkw yes, Änstr xtey di e A u f-, lösung vepgn laßt?..und dadurch die Sache des Sozialismus, weder schädigte„och. unterdrückte, sondern beförderte, lndem> mit uvenigen AunUahmen aste Auw senden ihre Entrüstung gegen em solches Gsbdhren aussprachen."— Commcntar über- flüssig.':Sj:j r( i jl fl •) li \ n. Schteswig-Kotkem, ben 10. Oktober. Bei den bevor- ik stehenden Wahlen zum preußischen Abgcordnetenhause sind un- ' h sere Fortschrittler äußerst rührig; sie haben, weil sie außer dem ' ch Profcsior Hänel keinen namhaften Redner in der Provinz be- i sitzen, sich den bekannten Reichstagsabgeordnetcn Eugen Richter I verschrieben, der als„besoldeter Agitator" in Teutschland >; umherreist. Richter lebt allerdings nicht von„den Pfennigen der Arbeiter", welche dieselben freiwillig zur Agitation filr ihr Interesse opfern, wie es die sozialdemokratischen Redner thun; nein bei Leibe nicht. Richter lebt von„den Pfennigen der Arbeiter", welche denselben von dem Kapitalismus abge- • zwackt werden, welche sie unfreiwillig einbüßen müssen und ei die gegen ihr Interesse verwandt werden. Hier hat man den Ö schneidenden Gegensatz zwischen einem sozialistischen Agitator und einem„Wühler" der arbeiterfeindlichen Parteien. Fortschritts- ' Phrasen verkündet Herr Richter mit frecher Stirn, während ihm tsinten der Krebs immer aus den Rockschößen schaut. Weß Geistes Kind Herr Eugen Richter ist, geht daraus hervor, daß er im Solde der fortschrittlichen„Berliner Volkszeitung" stand ! t und noch steht und hinter dem Rücken der Redaktion dieser Zei- � r tung einige Artikel für die nationalliberale, der„Volkszeitung" r feindliche,„Nationalzcitung" über das Bankgesetz für Geld schrieb und als Anonymus von seinem eigenen Partciblatt, der .„Volkszeitung" auf's Heftigste angegriffen wurde.— Unsere 1 Parteigenossen kümmern sich wenig"um die preußischen Landtagswahlen, doch sollte es dem säubern Herrn einfallen, auch zur Agitation zu den Reichstagswahlcn nach Holstein zu kommen, so werden wir ihn uns sehr genau ansehen.— Was unsere Nationalliberalcn für Schlauberger sind, das haben sie gezeigt in einer geschlossenen Parteiversammlung zu Segebcrg, j welche am 3. Oktober stattfand. Sie beschlossen, den Gutsbe- � sitzer Hol! aufzustellen und bei einer etwaigen Stichwahl für D: denjenigen Caudidatcn zu stimmen, welcher die meisten Aus- A. sichten böte, den sozialdemokratischen Candidaten szu besiegen." .Riffi- Hat man jemals solchen Blödsinn gehört? WaS soll dieser , Beschluß heißen? Bei einer Stichwahl concurircn überhaupt nur ; zwei Candidaten— ist der sozialdemokratische darunter, so haben , die Herren Nationalliberalen ja gar keine Wahl, sie müssen - für den einen Gegner des Sozialdemokraten stimmen, gleichviel ob er große oder geringe Aussichten zum Siege gegen die So- ' zialdemokraten bietet. Kommt aber der Sozialdemokrat nicht in die engere Wahl— dann ist der Beschluß überhaupt überflüssig, so überflüssig, wie er unlogisch ist. Im klebrigen brauchen die « verehrten Herren sich die Köpfe gar nicht zu zerbrechen; die > Sozialdemokratie wird dafür sorgen, daß ihr Candidat für den L 0. schleswig-holsteinischen Wahlrcis, Reimer, im ersten Wahl- sv gange siegt. Solche nationalliberale Confusionsräthc, wie , sie in Segebcrg zusammen waren, sind am allerwenigsten ge- eignet, der Sozialdemokratie den Sieg zu erschweren. Altcnscn. Oeffentliche Abrechnung der im 6. Schleswig- r Holsteinschen Wahlkreise von Juni bis September eingegangenen Gelder: Durch Schulz aus Seth Mark 10.35, durch Molkenbuhr von Alvcrsloh 4.45, durch Schulz aus Seht Tellersamml. 3.75, l durch Rönnekamp von Elmshorn G.OO, Stein' s Fabrik 40.00, j durch Herm. Molkenbuhr von Hörncrkirchen 3.20, Tellersammlung < aus Bramstedt 1.55, durch Pflughaug aus Barmstedt 2.00, durch Rönnekamp Tcllersammlung aus Wedel 1.80, durch Lütgens aus e Uetersen 6.00, durch Olsen vom dänischen Doppel-Quartett 3.60, f durch Bock aus Elmhorn 40.00, Wulfs Fabrik 25.00, Cuncrt's Fabrik 3.45, Pöhl's Fabrik 7.40; Löhndorfs Fabrik 6.40, Boß's Fabrik 30.00, Vogelgesang's Fabrik 15.00, durch Wensin vom j Ottensener Gesang-Verein 14.00, Hansen's Fabrik 24.25, Loge's Fabrik 14.00, Köhlers Fabrik 140.00, Spies Fabrik durch ' Richter 6.70, Thiele's Fabrik durch C. Pagets 11.22, Sand- kühler's Fabrik 9.70, Tohmsen's Fabrik 28.35, Wulfs Fabrik 20.00, d. Wcgner aus Lockstedt 25.00, Habenicht's Fabrik 17.15. R. Schultz. Ferd. Kühl, Bahrenfelderstr. 251. ' Hffcnöach, im September. Mit dem 18. d. M. der„Frei- hcit" auf eine Zeit lang wiedergegeben, fühle ich mich veran- laßt, durch diese Zeilen den Genossen Offenbachs und Darmstadts für die mir während meiner Haft bewiesene Anhänglichkeit und Aufopferung meinen herzlichen Dank auszusprechen. Vor wie nach werde ich in den Reihen der für ihre Rechte kämpfenden Proletarier meine Schuldigkeit thun und nie verzagen, denn: „Es lebe der Sozialismus!" ist meine Losung. Mit Gruß Carl Ulrich. Mühlücim a. M., 10. Okt.(Zum Rückgang.) Bei der gestrigen Bürgcrmeisterwahl siegten die Arbeiter, indem der soziallstisrhll Eyndidat, Herr Büttner, mit großer Major ilät sAe wählt wurde._ !— g. �eipsla, ö. Oktober. In der constituirendcn Sitzung 'des Wahle omites snr den 12.sächs.Reichstags-Wahlkreis wurdeHad- lich zum Vorsitzenden, Pätzold zum Stellvertreter, Caspcr zum Schriftführer und Peter Krebs(Ullrichsgasse 60, Cigarren- Händler) zum Kassircr gewählt. Der Letztere übernimmt in seinem Geschäftslvkal, Ullrichsgasse 60, alle Gelder zum Wahlfond, und ersuchen wir die Genossen um zahlreiche Beiträge. Es wurde ferner eine Redaktions-Commission zur Abfassung aller die Wahl betreffenden Schriftstücke, aus den Genossen I. Hecht, C. Lienig und Martin bestehend, gewählt. Da in der Versammlung wiederum einige Genossen ohne Entschuldigung fehlten, ivurde beschlossen, diejenigen Mitglieder, welche sich nicht beim Bor- sitzenden schriftlich oder mündlich entschuldigen, überhaupt auszu- schließen. Versammlungen finden künftighin alle Montage im Arbeiterbildungsverciu Abends Punkt halb 9 Uhr statt, mit der Ausnahme,- daß die nächste Zusammenkunft noch einmal durch Annonce bekannt gemacht wird. Das Wahlcomitö ersucht nun- mehr alle Leipziger Sozialisten um thatkräftigc Unterstützung, sowohl in Geldern als in der Verbreitung unseres Organs „Vorwärts". Schon haben sich die Gegner aller Schattirungen geeinigt, um uns gegenüber eine einzige reaktionäre Masse zu bilden. Darum auf zum Wahlkampf! Es gilt zu beweisen, daß die Sozialdemokratie auch in Leipzig Fortschritte gemacht hat. Nachschrift. Kaum war Obiges geschrieben, so kam die Nachricht, daß der Fortschrittler Hänel die fortschrittliche Can- didatur für Leipzig abgelehnt hat. Sehr klug das— denn er wäre mit Glanz durchgefallen, aber für uns eine Mahnung mehr zu unermüdlicher Thätigkeit, denn wir werden es jetzt voraus- sichtlich blos mit einem Gegencandidaten zu thun haben. Also ans Werk! Deipzig. In der zehnten Abendsttmde des 1. Oktober wurde im Pantheon ein Arbeiter von einer Anzahl„gebildeter" Herren . ra mißhandelt und zwar ohne allen triftigen Grund. Die anwesende Polizei aber intervenirte zu Gunsten der„Herren" und transportirte den im Gesicht und am Hals Verletzten nach der Wache, fteilich nur, um ihn sofort wieder freizulassen. Nicht minder glücklich war der Arbeiter mit einer Beschwerde, die er gegen das Verhalten der Revierpolizei auf dem Polizeiamt an- brachte, denn man nannte ihn dort einen Lügner und wies ihm kurzer Hand die Thür. Daß solche Vorkommnisse nicht geeignet sind, das Auschn der Polizei zu heben, braucht kaum gesagt zu Warden. ! i ti (f -i« jr h Ml i für h.'; « j h- m bi! 'U Zwickau, 10. Oktober. Sonnabend, den 8. d. M., fand im großen Saale des„Deutschen Hauses" eine sehr zahlreich be- suchte Volksversammlung statt, in welcher der Reichstags- abgeordnete Bebel unter Zugrundelegung des Programms der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands eineiig Vortrag über die Bestrebungen der Sozialdemokratie junter allseitigem großem Beifall hielt. Die Versammlung nahm schließlich folgende Re- solution an:„Tie Versammlung erklärt sich mit den Ausfüh- rungen des Redners einverstanden und erkennt in der Verwirk- lichung des sozialistischen Programms das einzige Mittel zur Erreichung menschenwürdiger Zustände, weshalb sie sich� verpflichtet, bei den nächsten Reichstagswaylen nur einem Sozia- listen ihre Stimmen zu geben." Sechs Stimmen hatten sich von den circa 600 Anwesenden gegen die Resolution erhoben. Warum die sechs Herren dagegen stimmten und doch nicht ihre Ansicht kundgaben, trotzdem 15 Minuten Zeit dazu war, scheint mehr der„Umgebung halber" in und außer dem Saale geschehen zu sein, denn es befand sich auch ein unsi bekannter zcitungscorre- spondirender Lehrer darunter. Die Gesinnungsgenossen fühlen sich gestählt und erwarten mit Ruhe die kommende Wahl-> schlacht. 14. sächsischer Wahkkreis. Am 8. d. Mts. ist in Froh- bürg das Central-Wahlcomitä des 14. Wahlkreises, aus 12 Mit-i gliedern bestehend, gewählt worden. Briefe, welche die Agitation betreffen, sind an Otto Häusler in Frohburg zu richten. Es ist wünschenswerth, daß man nun auch in den an- dem Orten des Kreises, soweit dies noch nicht geschehen ist, zur Bildung von Wahlcomites schreite, damit noch im Laufe dieses 1 Monats die Wahlagitation aufgenommen werden kann. Ärnkadt. Am 25. September tagte hierorts eine zahlreich besuchte allgemeine Arbeiterversammlung, in welcher Parteigenosse Klute mit gutem Erfolg über die. Tagesordnung!„Der Kampf der Parteien und die bevorstehenden Reichstagswahlcn" rcferirtc. An die Bevölkerung des Wcsthavclländifchen Wahlkreises. Durchdrungen von der Ucberzeugung, daß auch für uns die Zeit gekommen sei, thatkräftig in die Agitation für die Wahlen einzugreifen, hatten wir zum Sonntag den 24. v. M. eine Con- fercnz unserer Parteifreunde nach Brandenburg berufen und hatten auch die Genugthuung, unsere Bemühungen von bestem Erfolg gekrönt zu sehen, indem ans vielen Orten des Wahlkreises Freunde erschienen waren, um mit uns die zunächst einzuleitenden Schritte zu bcrathen. Erfteulich war die Einmüthigkcit aller Anwesenden, man sah auf's Neue, daß alle Polizei und staatsanwaltlichcn Verfolgungen der letzten drei Jahre nicht vermocht hatten, die sozialdemokratt- scheu Ideen in der Bevölkerung unseres Wahlkreises zu unter- graben, und die von den Gegnern so sehr geliebte Lüge vom Rückgang der Sozialdemokratie wurde treffend dadurch illustrirt, daß alle Anwesenden einstimmig versprachen, bei den kommenden Wahlen nur für einen sozialdemokratischen Arbcitcrcaudidaten zu stimmen und zu wirken. Um dieses in Aussicht genommene Ziel zu erreichen, wurden die Unterzeichneten beauftragt, die nöthigcn Vorarbeiten zu treffen und constttuirten sich als?lrbcitcr-Wahl- comit« für den Westhavelländischen Wahlkreis. Nun Freunde und Parteigenossen, indem wir Euch versprechen, mit Wort und That für unsere Grundsätze einzutreten, erwarten wir jedoch von Euch ein Gleiches. Es ist nun an Euch, allerorts in Freundes- und Familien- kreisen, in Werkstätten, in jeder Hütte für die Sache des Prole- tariats Anhänger zu werben und überall da, wo es möglich, Gelder zu den Wahlkosten zusammenzubringen. Wer nicht viel geben kann, giebt wenig. Jeder was in seinen Kräften steht. Wir wissen, daß wir in einer schweren Zeit leben, wo jeder Arbeiter seine Pfennige nothwendig hat; wir müssen aber auch eingedenk sein, daß wir einem großen, mächtigen Feinde gegenüberstehen, dessen Hauptmacht, und zwar die gefahrdrohendste, in seinem Geldsacke besteht, und darum ist es um so mehr unsere Pflicht, auch in dieser Hinsicht unsere Aufgabe zn erfüllen. In- dem wir nun noch versprechen, daß wir in der kürzesten Frist den von uns auserwählten Candidaten bekannt geben werden, um Eure, die Entscheidung des souveränen Volkes einzuholen, schließen wir mit dem Rufe: Es lebe das„Proletariat"! Das Arbeitcr-Wahlcomitö für den Westhavel- ländilchcn Wahlkreis. Altenkirch, Brandenburg, Potsdamerstraße 38. O.Schuhmacher, Brandenburg, Altstadt, Heide- straße 11. Knöllner. Fringel. Eckardt. Chr. Schuhmacher. W. Speer. A. Secgcr. Schönefcld. Rcdge. Fr. Wiese. C. Loppe. W. Gallas. �B. Alle Gelder und Zuschriften sind an Herrn Alten- kirch zu richten. Joseph Loh, Schriftsetzer, wird von seinem Bruder um seine Adresse gebeten. Anton Loh, 29 Lroaästr. gold. Squ. Loadou W. Quittung. Brtrm hier Ab. 0,45. Rdmchr Ahrweiler Schr. 6,50. Grnr Mannheim Schr. 31,26. Wlfsky Zmplburg Schr. 6,76. Alkrb Berlin Ab. 1,66. Schwrz Lttnsn Ann 6,86. Grndmnn Bielefeld Ann. 2,66. Dtrch Erfurt Ab. 8,66, Schr. 4,66. Exped. der„Tagwacht" Zürich Ab. 111,32. Eggtng Bremerhafen Ab. 1,66. Brndt Mittwcida Ab. 16 56. Arndt Naumburg Schr. 7,56. Vpl Bernburg Schr. 3,66. F. Stnbchl Mühlheim Ab. 6,66. A Wnk Niemcs Ab. 1,86. Arb.- Bild.-Verein Wels Ab. 2,49 J.Jmn Hadamar Schr. 6,56. Lundd.Tischl. Hamb. Ann. 1,56. gachverein der Tischler Cöln Ann. 6,76. fr Wh Neu- Ulm Schr. 6,16. Kchnrthr Hos Ab. 42,66. Rthr Zwiesel Schr. 16,86. Fchtnr Merseburg Schr. 3,46. Mn Erfurt Schr. 4,66. Bgl. Berlin Schr. 2,75. Rinst Aachen Schr. 6,66. Mr Bern Ab. 2,56, Schr.! 11,26. Wrnch Kalk Schr. 3.66. Fhlhbr Pcnig Schr. 16,66. Dlchr Halle Schr. 6,66. Brge Verden Schr. 1,86. Schaidt Winnenden Schr. 2,46. Bich Groß-Breitenbach Schr. 1,26. Grstmr München Ab. 37,56, Schr. 25,66. Bßlr Stuttgart Arn. 6,66, Ab. 44,48. Wbr Leukers- dorf Schr. 3,25. Kttl Apolda Schr. Ab. 36,66. Wchtlr Bludenz Ab. 3,66. Anzeigen ze. Anuoncen für die MittwochS-Nummcr müssen btSMc>u> tag Vormittags 9 Uhr; für die FreitagS-Nnmmer bis Mitt- W, beiliegt, oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, können eine Aufnahme nicht finden. __ Die Expedition deS„Vorwärts". dkl lfti�n.t Dienstag, den 17. Oklbr., Abend 8'/, Uhr, in Hein- �4111. lUU sehns Salon. Versammlung der Ban-, Land-, Erd- und Fabrikarbeiter. Tagesordnung: Vortrag des Herrn O. Kappcl. H. Cordes.(46 rCliflt Fachvcrcin der Tischler.~ � l. tll- Montag, den 16. Oktober, Abends 8>/, Uhr, im Vercins-- lokal, Streitzeuggasse 16: Außerordentliche Versammlung. Tagesordnung: Das Verhalten des Fachverein's zu dem deuy'chnr Tischler-Bunde. Alle Mitglieder und Freunde des Vereins sind hierzu eingeladen._(F 63)_ Der Borstand(70 tVtof Bund der Tischler und verwandten Brrufsgenosien. Montag, d. 1.6. Okt., Abds. 8 Ubr, im Englischen Garten: Großes Vrrbrüdcrungsfcst. Herren-Kartcn: Mark 1,26, Damen frei. Wozu freundlichst einladet __(5180)____ Das Comitö.[150 Qfvf mtit Allgemeiner deutscher SchucidcrvercinT� Montag, den IG. Oktober, Abends 8 Uhr, im Thüring. Hof(Burgstr.): Geschlossene Mitgliederversammlung. Tagcsord.: Kassenbericht und Vereinsangelcgenheiten. D. B.(46 Aufruf«n die Parteigenossen im 4. Schleswig-Holstein- scheu Wahlkreise. Parteigenossen! Es ist wünschenswerth, daß in unsrem Wahl- kreise eine Besprechung stattfindet zur Eröffnung einer plan- mäßigen und erfolgreichen Agitation, desgleichen müssen Mittel und Wege aufgefunden werden, um die nöthigcn Gelder zur Wahlbewegung' zu beschaffen. Hierauf bezügliche Anfragen möge man bis zum 20. Oktober an Unterzeichnete brieflich gelangen lassen. I. A. des provisorischen Wahlcomitäs: I. Kopmann; G. Böttcher, Schuhmacher. Zur Beachtung. Soeben ist das Protokoll der Verhandlungen des Sozialisten- Congresses in Gotha erschienen. Indem wir auf die betteffende Annonce im Jnscratcnthcil verweisen, glauben wir die Hoffnung aussprechen zu dürfen, daß bei dem hochwichtigen Interesse, welches die letzten Congreßverhandlungcn für jeden Sozialisten haben, dasselbe reichlichen Absatz finden wird. Da durch Nach- nahmesendnng das Porto nur erhöht wird, so empfiehlt es sich, wenn die Besteller den Betrag sofort baar oder in Briefmarken einsenden. Ohne direkte Bestellung werden keine Protokolle ver- sandt, wie dies in früheren Jahren theilweise der Fall war. Briefkasten der Red. Der Veranlasscr der Notiz, betr. den„angeheiterten Feldwebel aus der Messe", wird gebeten, uns feinen Namen milzu- theileu, da wir sonst die Verantwortlichkeit für die Veröffentlichung nicht übernehmen können.— Geib: Für diese Nummer zu spät. Der Brief traf ein, als schon umbrochen war. der Expedition. I. F. in London: 26 Mark sind im„Volks- staat" Nr. 81 vom 11. Juli guittirt.— Schwartz in Oitensen: Ter Bund der Korbmacher schuldet für Annonce vom 15. Oktbr. 1875 in Nummer 119 des„Volksstaat" noch 86 Pf.— G. Pefchel, Dresden: Wir senden Ihnen für dieses mal das Fehlende dircckt, doch wollen Sie künftighin Ihnen fehlende Nummern bei der Poslexpcditio». bei welcher Sie das Blatt bestellten, rcklamircn; von uns wird richtig geliefert. , Sonnlag, den 15. Oktbr., Vormittags 16 Uhr, im H. Bellevue, Krcnzstr: Große Cigarrenarbeiter-Versammlung. T.-O.: Tie Bremer General-Versammlung. 2) Bericht und Ab- rechnung über die statistisdie Erhebung. 3) Besprechung über die Gründung eines Verkehrslokals. Ref.: H ad lich. Der Einbcrufer.(60 Aufforderung. Ich fordere alle Diejenigen, welche mir unehrenhafte Handlungen vorwerfen, auf, öffentlich hervorzutreten, und zwar in der nächsten Sozialistenversammlung, widrigenfalls ich das, was hinter meinem Rücken gegen mich gejagt wird, für böswillige Verleumdung erklären muff. Leipzig, 12. Lkibr. 1876._ Peter Krebs.(180 Todes-Anzeige. Meinen Freunden und Parteigenossen allerwärts hierdurch die traurige Nachricht, daß meine gute Frau heute verschieden ist. Großenhain, den 11. Oktbr. 1876. Wilhelm Günther.(40 Nr. 7 des„Wähler" ist erschienen, und nach den Orten zur Versendung gelangt, welche über Nr. 6 abgerechnet haben. Die Parteigenossen in Preußen werden dringend aufgefordert, für das Abonnement auf das Blätlchen nach Kräften zu wirken, da der Reinertrag desselben für die Wahlagitation verwendet wird. Besonders aber mögen die Agitatoren stets dafür wirken, daß der Abonnenten' stand ein immer stärkerer werde!___ Soeben ist erschienen: Protokoll des Sozialisten-Congresses zu Gotha vom 19. bis 23. August 1876. Einzelpreis 30 Pf.; hei Bezug von lO Expl. und mehr ü 25 Pf. das Stück. Das Kreuzbandporlo, welches mit eingesandt werden muß, beträgt auf 1—4 Expl. 10 Pf., auf 5-8 Expl. 26 Pf., auf 9—16 Expl. 36 Pf. Bezug nur gegen baar oder Nachnahme. uStT" Bcstcllungcn find zu mackien beim Sekretariat der Partei, Hamburg, Pfcrocmarkt 37 III.___ Soeben ist bei uns erschienen: Das Bersammlungs- und Vereinsgesctz für das Königreich Sachsen. Preis pr. Exemplar 16 Pf., pr. Dutzend 66. Pf. nur gegen baar. Bei den sich häufende» Verboten und Auflösungen von Versamm- lungcn ist es nothwendig, daß unsere sächsischen Parteigenossen mit obigem Gesetz vollkommen vertraut sind, weshalb wir ihnen das Stu- dium desselben zur nächsten Reichstagswahl angelegentlichst empfehle».. Die Exficditiou des„Vorwärts". Für Sachsen. Bei uns sind zu haben: Formulare zur Anmeldung von Versammlungen. 12 Stück 36 Pf. Kreuzband-Porto 16 Pf. Diese Formulare, welche zu Volks-, Vereins-, Wähler-, Sozialisten- zc.. Versammlungen zu benutzen sind, werden entsprechend ausgefüllt, unter- schrieben und bei der betr. Behörde eingereicht. Die Expednion des./Vorwärts". Soeben ist erschienen und durch uns zu bezichen: Zur Gnind- und Bodenfrage von Willielm Liebknecht. 2. vervollständigte Auflage. Preis per Exemplar 0,75 Mark. Die Expedition des vorwärts". Verantwortlicher Redakteur: W. Hascnclcver in Leipzig. Redaktion und Expedition Färberstraße 12/11. in Leipzig. Druck und Vertag der Genosscnjchaftsbuchdruckcre? in Leipzig.