Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Tonatag. Abonnementsprcis s!r ganz Deutschland 1 M, SO Pf. pro Quartal. Monats- Abonnements werde» bei allen deutschen Postanstalten aus den i. und 3. Monat, und aus den Z.Monat besonders angenommen: im trönigr. Sachsen und Herzogth. Sachsea- Altenburg auch aus den Iiezi Monat des Quartals k&4 Psg. Inserate betr. Versammlungen nr. Petitzeile l0 P?.. betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Petitzeilc Z0 Ps.' Siflclhmgen nehmen an alle Postanstalteu und Buch- Handlungen dcö In- u. Auslandes. Mlial- Expeditionen. Rew-Aork: Coz.-demokr. Genossen- schaftsbuchdruckerei, 154 Philadelphia: P. Haß, 630 Xorti» 3-6 ßtreet. I. Boll, 1129 Charlotte Str. Chicago: A. Lanfermann, 296 vivi- siou Street. San FranziSco: F. Sntz, 413 v'k'ar» rell Street. London: Bauditz, 5 Xnssan Street, Iliddlesex Hospital. Geniral Grgan der Sozialdemokratie Deutschlands. H l -.r - t liH' .e- i-K i rM t: -t,.I )' Parteigenossen! Der Wahlkampf hat begonnen. Um ihn erfolgreich durchführen zu können, brauchen wir'' Geld— mehr Geld als bisher! Thue Jeder von Euch seine Schuldigkeit. Ermahnt Eure Freunde, welche diel Freunde der Sache des arbeitenden Volkes sind, daß sie diesmal helfend und fördernd in die Bewegung ein-'� greifen. Gilt es doch, bei Gelegenheit der Reichstagswahlen die Gegner des arbeitenden Volkes aus allen' Positionen zu verdrängen und zugleich Heerschau über unsere Partei zu halten. J; Gedenket also des Kampfes und der schon gemaßregelten Kämpfer! Alle Gelder sind zu senden an Aug. Geib, Hamburg, Rödingsmarkt 12. Hamburg, 12. Oktober 1876. G. W. Hartmann. H. Brasch. A. Geib. C. Derossi. I. Auer. Tie verkehrte Welt. Wcr kennt nicht das Mährchen von der„verkehrten Welt", in dem das Wild die Jäger jagt, und die Spitzbuben und Räuber den Richtern und der Polizei den Prozeß machen und sie ins Gefängniß stecken? Das Mährchen? sagten wir. Ist es denn wirklich ein Mährchcn? Nicht ein Mährchcnbuch, sondern eine rcalpolitischc, national- liberale Zeitung ganz neuen Datums erzählt: „Döbeln, 4. Oktober. Ein Gründerprozeß, aber kein solcher, bei welchem der Staatsanwalt die Herren Gründer beim Kragen nahm, sondern ein Prozeß, bei welchem die Gründer selbst als Ankläger auftraten, kam am 29. September vor dem Bezirksgericht zu Oschatz in zweiter Instanz zur öffentlichen Verhandlung. Kläger waren die Gründer und Generalnnter- nehmer der Roßwein- Hainicher Eisenbahn, die Herren Bankier Robert Thode und Co., Bankier Heinrich und Wil- Helm Knoop, sämmtlich in Dresden; Verklagter war der frühere Redakteur des„Döbclncr Anzeigers", Herr Emil Thallwitz. Hinlänglich bekannt ist die traurige Lage, in welcher sich die Roßwein-Hainicher Eisenbahn befand, bis sie der Staat endlich in diesem Sommer ankaufte. Dieselbe war mit ca. 4,680,000 M. gegründet, wurde aber vom Staat für nur 1,460,000 M. angekauft. Bei den 5lammcrvcrhandlungen sprach sich die Minorität der Finanzdcputation noch dahin aus, daß dieser Preis zu hoch sei, die Regierung solle nicht mehr als 900,000 M. geben, da nach Aussage des königl. Dekrets selbst die Deckung der Zinsen einer höheren Kaufsumme ans den Erträgnissen der Bahn zu- nächst nicht zu erwarten stehe. Und bei der Verhandlung der Sache in der Sitzung der Zweiten Kammer vom 22. Juni d. I. wurde unter Andcrm versichert, daß die Bahn unter Umständen gebaut worden sei, welche eine Lebensfähigkeit von vornherein immöglich gemacht. Als nun im Jahre 1874 die Bahn dem Betrieb übergeben wurde und die Aktien unter das Publikum gebracht werden sollten, druckte der Verklagte im„Döbelner An- zeiger" einen ihm von guter Hand übergebenen Artikel der „Deutschen Eisenbahn-Zeitung" ab, welcher, gestützt auf eine Mitthcilung des Herrn Finanzministers, an die Finanzdepntation der Ersten Kammer, die Gründungsgeschichte der Roßwein-Hai- nichcner Bahn in offener Weise besprach und vor Ankauf der Aktien warnte. In Folge dieser Warnung ist auch so Mancher vor Schaden bewahrt worden. Tie Gründer der Bahn aber waren der Ansicht, daß der betreffende Artikel ihr Geschäft(!) schädige, und erhoben Privatanklage gegen den damaligen Redakteur des„Döbelncr Anzeigers". Der Ber- klagte trat nun die Beweisführung an, wobei auch Se. Excellcnz Herr Finanzministc» v. Friesen und der Borsitzende der Fianz- deputation ocr Ersten Kammer, Herr v. Erdmannsdorff, als Zeugen dienten; doch wurde diese Beweisführung nicht für ganz genügend erachtet, und das königl. Gerichtsamt Döbeln verur- theilte den Verklagten zu 300 M. Strafe und Erstattung der Kosten. Letzterer erhob gegen dieses Urtheil Einsprache; dasselbe thaten auch die Kläger, welche statt der Geld- Gefängnißsttafc verlangte». Diese Einsprüche gelangten am 29. September vor dem königl. Bezirksgericht Oschatz zur Entscheidung. Der Ver- theidigcr des Verklagten machte für denselben namentlich geltend, daß der Beweggrund zur Aufnahme des fraglichen Artikels ein durchaus ehrenwerther, nämlich allein das Interesse des Publikums gewesen sei. Der Gerichtshof sah zwar ebenfalls die Be- Weisführung des Verklagten nicht für vollständig gelungen an, setzte aber die Strafe auf 150 M. herab. Und dieses Opfer wird die Redaftion des Döbclner Anzeigers zu tragen haben in dem Bewußtsein, daß die Presse oft leiden muß, wenn sie dem Publikum einen guten Dienst erweist." So lesen wir in einem nationalliberalcn Blatt. Wir reiben uns die Augen. Wachen wir oder träumen wir? Nicht daß wir uns wunderten, den Bericht in einem nationalliberalen Blatt zu finden— von nationallibcralen Blättern wundert uns nichts, sie sind so gesinnungslos, oder vielleicht richtiger so ge- finnungsreich, so reich an verschiedenen Gesinnungen, daß wir uns auch nicht wundern, wenn sie zur Abwechslung einmal eine anständige Gesinnung zur Schau tragen. Also das wunvcrt uns nicht. Aber ist denn das Mährchcn Wahrheit geworden? Eine Gesellschaft von„Gründern"— sonst nannte man diese Menschensortc, so weit sie früher vorhanden war, mjt einem an- deren, drastischeren Namen— erleichtert das Publiftim um die Kleinigkeit von 3,220,000 Mark; ein Zeitungsrcdakteur hält es für seine Pflicht, dieses hübsche Geschäftchen zu tadeln und das Publikum zu warnen. Eine Anzahl Personen, die ohne die Warnung ans den Leim der„Gründer" gegangen wären, finden sich veranlaßt, ihre Taschen fest zuzuhalten, so daß die menschen freundlichen„Gründer"-Finger nicht eindringen können. Tie Besitzer der betreffenden Finger finden sich in ihrem„Geschäft geschädigt"— in dem„Geschäft", die Taschen des Publikums vom überflüssigen Geld zu befreien— und erheben Klage. Und der unglückliche Redakteur wird von den Richtern ver- urtheilt. Die„Gründer", die 3,220,000 Mark crgründert haben, sind nicht die Angeklagten, sondern die Ankläger. Der Redakteur, welcher die Ergründernng von drei und einer viertel Million Mark für verwerflich erklärt, muß Strafe be- zahlen. Ist das nicht die„verkehrte Welt"? Doch nein, in dem Mährchcn von der verkehrten Welt sind es die Spitzbuben, welche den Richtern den Prozeß machen, und in der Wirklichkeit sitzen ja die Richter auf ihren Stühlen und machen den Prozeß; aber nicht den Spitzbuben, sondern den Anklägern der—„Gründer". Dem Leser überlassen wir es zu entscheiden, welche von beiden„verkehrten Welten" die ver- kchrtere ist: die verkehrte Welt des Mährchens, oder die ver- kehrte Welt der Wirklichkeit. Ter französische Arbeitcrcongrch. ii. Paris, 8. Oktober. Die Berathungen der Versammlung vom 4. Oktober, welche sich, nachdem sie die Fassung von Anträgen zu der Frage der Frauenarbeit an eine Commission gewiesen hatte, mit der Erörterung der Syndikatskammcrn beschäfttgte, eröffnete der Tagsvor- sitzende Nicaise mit der Erklärung, daß die Arbeiter dcm Rathe des Ministers des Innern, Herrn v. Marcöre, folgend, ihre Angelegenheiten selbst besorgen müssen und wollen. Bonne aus Roubaix, der nächste Redner, schildert die Verhältnisse der Arbeiter in seiner Heimat, welche zum größten Thcil Weber und Spinner seien. Tie kläglichen Löhne(15— 16 Frcs. wöchentlich) und die hohen Lebensmittelpreise haben die Arbeiter in Verschuldung gebracht und gezwungen, für den Ankauf ihrer Bedürfnißarttkel Credit in Anspruch zu nehmen, der den Preis derselben um 20 pCt. steigere. Krankheit und Elend sei die Folge dieser Verhältnisse. Daneben herrsche politische Unfrei- heit, der Einfluß der Arbeitgeber zwinge Manchen, gegen seine Ueberzeugnng zu stimmen. Die Syndikatskammern(Ge- werkschafts-Vereine) sollen hier Abhilfe schaffen, aber auch nicht nur die nächsten Interessen des Arbeitcrstandcs, sondern alle dessen Angelegenheiten vertreten und sich für Gründung von Consum, Vorschuß-, Bildungsvereinen, von Gewerbegerichten u. s. w.*) bemühen. Donnay, Maschinenbauer ans Paris, bei den letzten Wahlen Gambetta's Gegcncandidat in Belleville(Vorstadt von Paris), kritisirt den Gesetzentwurf von Lockroy, der, anstatt den Syn- dikatskammern eine legale Stellung zu sichern, wie er dies be- zwecken soll, dieselben der Polizeiwillkür preis giebt. Volle Vercinsft'eiheit sei das beste Mittel, den Syndikatskammern An- erkennung zu schaffen. Dufsault(Bordeaux) will den Syndikatskammern den Ar- beitsnachweis auferlegen und die Concurrenz der Gefängnisse und der Soldaten beseitigt sehen. Daniel(Paris) verlangt die Absendung einer Petition an die Kammern um Aufhebung der Coalitions- und Vcreinsbe- schränkungen. Die Bedrückungen nnd Verfolgungen, deren Gegenstand die Syndikatskammern in St. Etienne sind, bilden den Inhalt der Ausführungen von Boissonnet. Seine Schilderungen werden von Charvet aus Lyon und Chatelain aus Paris und Bonn vis aus Marseille unterstützt, welche gleiche That- fachen aus ihren Heimatsorten berichten. Der letzte Redner, Fuzilier von Paris, verwirft die Zuchthaus- und Militär- arbeit. In Folge der vorgerückten Zeit müssen die noch bcabsich- tigtcn Commissionswahlrn verschoben werden. Dieselben erfolgen am Beginn der Sitzung vom 5. Ol- tober, in welcher Prost aus Dijon den Vorsitz führt. Der Referent über den heutigen Gegenstand der Tagesord- nung— die Gewerberäthe(conseils de pnulhomrnes)— t *) Sic wir über diese Art der Rettung des Arbeiterstandcs denken, wissen unsere Leser! wir; behalten uns aber eine Kritik der VerHand- lungen bis zur Beendigung der Berichte vor. Vernet, überträgt wegen Ermüdung die Verlesung seines Be' richtes an Chartier: die Prudhommes sollen die Schwierigkeiten/ welche sich zwischen Kapital und Arbeit erheben, so lange diese' noch von einander getrennt sind, ebnen nnd den Arbciterasso-? ciationen die Mittel zum selbständigen Arbeitsbetriebe schaffen;/ sie sollen die Differenzen zwischen den beiden Hauptfaktorcn der?e Produktion ausgleichen. Die Arbeiter verlangen das Recht, c giltige Verträge über die Arbcitstarifc unter sich und mit den Arbeitgebern abzuschließen, das ihnen durch das Gesetz von/ 1871 vorenthalten ist. Äiach der Beseitigung dieser Frciheits � schränkung werden die Prudhommes als die natürlichen Aus- � leger der Verträge und als Richter in Differenzen über dieselben zu fungiren haben. Sie werden die Ucberwachung der Sta-/ tuten und der Reglements der Produftiv-Associationen zu übcr-st° nehmen und ans diese Weise die Lösung der Arbeiterfrage einer' friedlichen Erledigung entgegen zu führen haben. Die Rechte: und Pflichten der gegenwärtigen Gewerberäthe sind zu beschränkt, und ihre Organisation, von Bonapartc herrührend, ist unge- nügend. So z. B. hat der Gewerberath der Metallbranche in Paris 107 verschiedene Gewcrke unter seiner Jurisdiktion und ist darum beim besten Willen unfähig, in allen Fällen mit Sach- kenntniß zu urtheilen. Sic müssen in Fachfragen auf den Rath.i der Syndikatskammern verwiesen werden. Der Umstand, daß sie halb aus Prinzipalen nnd halb aus Arbeitern zusammengesetzte sind, und die Vorsitzenden, welche bei Stimmengleichheit den« Ausschlag zu geben haben, von der Regierung aus der Zahl � der Arbeitgeber gewählt werden, macht ihren Nutzen für die Ar-> beiter illusorisch, zumal ihre Mitglieder für ihre Zeitversäumniß nicht genügend entschädigt werden. In Paris, wo 52 Prud- hommes alle Streitigkeiten in mehr als 900 verschiedenen In- dustrien zu schlichten haben, beträgt die Bezahlung des Mitglie-,' des etwa 120 Frcs. bei einem Verlust von 75 Arbeitstagen,' ungeachtet der von ihm verauslagten Fahrkostcn ze. Vernet schlägt folgende Grnndzüge für einen von der Com- Mission auszuarbeitenden Gesetzentwurf vor: „1) für alle wirklich einander gleichartige Industrie» soll in. jeder Stadt Frankreichs ein Gcwerberath existiren. 2) Die Ge-. werberäthe sollen die erste Instanz für alle Streitfälle zwischen: Arbeitern nnd ihren Prinzipalen bis zum Betrage von 500 Fr/- bilden. 3) Das Vergleichsverfahren soll vor gemischten Gerichten (Arbeitern und Meistern) stattfinden, die von den Syndikats- kammcrn der betr. Jndustriebränche gebildet werden. 4) Auch für die Hilfsarbeiter, Commis, Buchhalter zx., die in einer Pro- fession beschäftigt sind, soll der Gewerberath der betr. Profession zuständig sein. 5) Für Streitbeträge über 500 Fr. wird das' Gewcrbegcricht ans den Prudhommes des Departements ge- nommen, je ein Arbeiter nnd ein Prinzipal aus jedem Gewerbe- rath der gleichen Branche. 6) Jeder Gelverberath wählt sein Bureau, seine Beamten und den Gewerksarzt." Die Abhängigkeit der Wahlberechtigung der Arbeiter zu den Prudhommes von dem Besitze eines Arbeitsbuches, einer Ein- richtung, die jetzt fast ganz abgekommen ist, legt den Ausfall der j Wahl ganz in die Hand der Arbeitgeber. Oudinct fordert� deshalb, daß jeder politisch Wahlberechtigte auch an der Wahl( der Prudhommes theilnehmen dürfe. Castaing ans Bordeaux verlangt Oeffcntlichkeit und Un- entgcltlichkeit des Urtheilsvcrfahren der Prudhommes, deren/ Aussprüche mit exekutorischer Kraft belehnt werden und denen- auch Behandlung von Klagefällen von Eisenbahnarbeitern und, Bahnbeamten, gegen ihre Vorgesetzten zugewiesen werden sollen.' Endlich müsse das zur Wahlberechtigung der Arbeiter jetzt ge-:' forderte dreijährige Domizil in ein sechsmonatliches nmgcwän- e, delt werden.$ Amat aus Lyon, Siorat aus Paris und Poulet aus Lyon wünschen Erweiterungen des Aufsichtsrcchtes der Prud- hommes ans alle Werkstätten, Uncntgeltlichkeit oes Verfahrens und Eintritt der Wahlberechtigung für sie mit dem 21. Jahre. Tie Versammlung vom 6. Oktober nahm einen etwas tumultuarischen Verlauf. Bei der Abstimmung über die Wab.� der übrigen Bureaumitglieder, welche der des Vertreters der' Pariser Produktivgcnossenschaft der Schneider, Pincemain, zum Vorsitzenden folgte, waren einzelne Vorgeschlagene übergangen worden. Unter heftigem Tumulte protestirte einer derselben, Hardy,.dagegen nnd wurde vom Vorsitzenden mit dem Ordnungs- ruf und''v5u Anhängern des Präsidenten mit Hinauswerfen bedroht.*•'. � Is�imitMar diesem Tumulte folgte ein anderer, dadurch her- vprgxraftti, daß man zwei Journalisten» Barberct nnd Des- mounus, die«Gls Vertreter eines Bäcker- und eines l g.' i , ereins anwesend sind, als Nichtarbeiter von der Redcberechtigung i f' auszuschließen versucht. Rufe:„Wir brauchen keine Journalisten" � and„Sie sind Delegirte von Arbeitern so gut wie wir" ertönen '- in wüstem Durcheinander. �- Der Vorsitzende entscheidet eigenmächtig zu Ungunsten der ' beiden Genannten— ein Sturm erhebt sich gegen ihn, der ihn veranlaßt, sich außer Stande zu erklären, die Versammlung ' weiter zu leiten. Guillon, einer der Einberufer des Congresses und Mitglied des Tagesburcaus, eilt dem Vorsitzenden zu Hilfe und erklärt, daß Barberet und Desmoulins unberechtigt zum Sprechen seien, da sie sich nicht zum Worte gemeldet haben. ' Diese Behauptung wird als Unwahrheit erwiesen und gezeigt, � daß Guillon es nur unterlassen habe, ihre Namen auf die Red- * ncrliste zu setzen. Der Vorsitzende erledigt die Angelegenheit i dadurch, daß er verspricht, über die Zulassung der beiden Journalisten zum Wort abstimmen zu lassen, wenn die Reihe an sie kommen werde. Die Ursache dieses Zwischenfalls ist rein Person- ljcher Natur, da z. V. schon am ersten Tage der Graveur Cha .>ert, jetzt Mitarbeiter der„Tribüne", präsidirte und später über 1' ne Frage der parlamentarischen Thätigkeit sprechen wird und Dupire, der besoldete Sekretär der Syndikatskammer der . Schneider, also auch NichtHandarbeiter, auf der Rednerliste sign- rirt hat. Die„Tribüne", deren Haltung übrigens äußerst un- � zuverlässig ist und in einzelnen Fällen, z. B. den Londoner � Communeflüchtlingen gegenüber, sich äußerst reaktionär gezeigt , hat, versucht es, sich durch die ihr ergebenen Telegirten, u. A. " Guillon, dem Congreß als ausschließliches Organ aufzudrängen : und die Vertreter anderer Blätter, die übrigens sozialistischer ' als sie sind, hier die des„Droit de l'homme" und des„Rappel" von der Betheiligung auszuschließen und dadurch den Mangel � eines sozialistischen Programms zu verdecken. Die Versammlung würdigte diese Gründe nach Verdienst und ertheilte darum mit großer Majorität Desmoulins das Wort. pjs. Die Versammlung geht nun zur Tagesordnung— der ge- "werbliche Unterricht und das Lehrlingswesen— über. Delh omme, der als Referent der Commissicm zunächst spricht, begründet im Allgemeinen deren Forderungen eines unentgclt- liehen, confessionslosen Volksunterricht und der Verbesserung der Abendschulen für Lehrlinge. Desmoulins ist mit ihm darin einverstanden, nur habe er und der Verein, den er vertrete, die Nothwcndigkeit anerkannt, daß Gewerbeschulen für beide Geschlechter errichtet werden, in denen die Kinder schon in der Behandlung der nothwcndigsten Werkzeuge und Rohstoffe Unterweisung finden, da das Lehrlings- Wesen mehr und mehr verfallen sei und die Lehrlinge jetzt nur . einseitig dressirt und mehr als jugendliche Arbeiter verwandt werden. Chataignier(Mechaniker), der jenem in der Rednerliste folgt, erkennt in dem Verfall des Lehrlingsweselis die Gefahr eines Verfalls der Tüchtigkeit der Gewerbe und will dasselbe der Be- aufsichtigung durch die Syndikatskammern unterworfen sehen. Er rügt ferner das Schein-Lehrverhälwiß, das sowohl gewisse katholische Institute als auch von angeblichen Liberalen gcgrün- dete Anstalten zur Beschäftigung von Kindern bcnützcn. Er wünscht, wiewohl er die Einmischung der Regierung mehr wie die Pest fürchtet, schließlich die Erlassung eines Zusatzes zu dem Gesetze über die Kinderarbeit, welcher die den Lehrherren erlaubte Zahl von Lehrlingen beschränken soll und endlich jährliche Preis- vertheilungen an die tüchtigsten Lehrlinge. In gleichem Sinne spricht auch F ouque, Kupferschmied, wäh- rend die folgenden Redner wiederum, Lavy und Frau Maniöre, die Mängel des Lehrlingswescns, namentlich die moralischen Ge- fahren für die Lehrlinge, hervorhoben und dem System der Fach- schulen den Vorzug gaben, das zugleich den Vortheil habe, einerseits das Unterrichtstalent der Frauen zu verwerthen, an- dererseits die Erwerbsfähigkeit der letzteren zu steigern, indem dadurch auch die Mädchen industrielle Ausbildung erhalten könnten. Frau Hardouin entwickelt in einem mit großem Beifall aufgenommenen, gedankenreichen Vortrag den Plan eines integralen Erziehungssystems für die Kinder bis zum zehnten Jahre, welches unter der Leitung der Frauen die nothwendigc Borstufe für die Heranbildung eines körperlich und geistig tüch- tigen Arbeitergeschlechts sei. Hiermit ist die Tagesarbeit beendet. Die Wahl der Commission zur Ausarbeitung der Anträge über den heute behandelten Gegenstand wollte der Vorsitzende auf Grund einer dem Bureau vorliegenden Liste noch rasch abmachen lassen; Amat(Lyon) und andere auswärtige Delegirte bemerkten jedoch, die vorgeschlagene Liste entspreche höchstens einigen indi- �viduellen Wünschen und verlangten, daß die Wahl bis morgen 'verschoben werde, was die Versammlung auch beschließt. �— Auch ein Verrückter. (Fortsetzung.) In letzteren« Falle hat Ließ die Strafe bezahlt und weiter keine Beschwerden erhoben, in ersterem aber sind von ihm trotz der Vcrurtheilung der Hamburger Gerichte eine ganze Reihe von Beschwerde-Schriften an den General- dircktor v. Pommer-Esche und an Seine Majestät � den Kaiser eingereicht. Der Ausgangspunkt seiner Beschwerden ist gegen den Revisions-Obercontroleur Albrecht wegen angeblichen Mißbranchs der Amtsgewalt und gegen die Oberbehörde geübten Schwindels und Betruges und sodann gegen den Steuerrath Collas, daß dieser in ungesetzlicher Weise sich nicht auf die von Ließ gegen Albrecht erhobenen Beschwerden eingelassen und ein Protokoll fabrizirt habe, welches von Anfang bis zu Ende Unwahrheit ist, gerichtet. Wiederholt bezüchtigt er in den weiteren Eingaben das von Albrecht und Collas eingehaltene Verfahren als Betrug und Schwindel, bezeichnet die au die höchsten Behörden von den Beamten erstatteten Berichte als elendes Machwerk, auf welchen« zu fußen unehrlich wäre. Der Minister v. Camphausen habe leinen abschlägigen Bescheid nicht auf Unsinn basiren dürfen,«vie die Berichte nach Ließ' Behauptungen von dem Geh. Ober- Finanzrath Hasselbach bezeichnet sein sollen, es vertrüge sich nicht mit der Würde eines Preußischen Ministers, seine Bescheide auf Unsinn zu basiren. Durch ein fortgesetztes Verfahren gegen ihn«vie bislang würden die Kaiserlichen Zusagen zu leerein . Phrasengeklingel gestempelt. Mehrfach verlangt er eine Mittheilung der von den Beamten an die pberbehörde erstatteten Berichte,«vill die gegen die Be- - amten gebrauchten Ausdrücke nicht als Beleidigung angesehen wissen, sondern als Denunciationeu, behauptet, er habe erst . richterlich verurtheilt werden müssen, ehe das von ihm Gesagte als Beleidigung angesehen werden könne. Bei«ntlncr persönlichen Unterredung init ihn« sprach er sich dahin aus, er sei überzeugt, die«noralische Verpflichtung . auch gegen seine Mitmenschen zu haben, diese dagegen zu schützen, wie er selbst aus dem Dienst eatlassen zu werden, versicherte in Allem, init ruhiger Ucberlegung gehan- delt zu haben, auch jetzt noch überzeugt zu sein, daß der von ihin eingeschlagene Weg der einzige sei, um die Wahrheit zu er- ' aründen. Er rüuinte ein, starke, zum Theil krasse Ausdrücke ge- Vor der Plenarsitzung hat eine Conferenz der auswärtigen Delegirte«« stattgesunden, in welcher beschlossen wurde, soweit es die Gesetze erlaubte««, Verbii«dungen zwischen den Syndikaten und Vereinigungen der verschiedenen Orte herzustellen. Hoch die Brüder in Frankreich: Wir hatten ursprünglich die Absicht, erst nach Schluß des Berichts über den französischen Arbeitercongreß unsere Ansichten darzulegen; allein einige, auf falscher Äuffassung beruhende Meinungsäußerungen veranlassen uns zu einer sofortigen kurzen Besprechung, Nichts ist verkehrter, als schabloi«enhaftes Urtheilen. Handlungen und Borkommnisse, die äußerlich, scheinbar, dieselben sind, können innerlich, ihrein Wesen nach, durchaus verschieden sein. Wenn z«vei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe; lautet ein alter Satz. Und was von zwei Personen gilt, das gilt auch von zivci Völkern. Gelten für alle Menschen auch die nämlichen Entwicklmigsgesctze, so«verde«« diese in ihren Wirkungen doch durch die mannigfaltigsten Faktoren bestimmt: durch Klima, geo- graphische Lage, Bodcnbcschaffenheit, Nachbarschaft u. s. w. So erklärt es sich, daß säinintliche Kulturvölker, obgleich dem näm- lichen Ziel zudrängeud, doch die verschiedensten Wege gewandelt sind und«vaudeln. Ueberall die gleichen Gesetze, überall ver- schiedene Wirkungen der gleichen Gesetze. Recht deutlich zeigt sich dies auf dem Gebiet der Arbeiterbewegung. Stellen«vir die Arbeitcrbetvegung Englands, Frankreichs«lud Deutschlands neben einander, so crgiebt sich die größte Verschiedenheit der Form, bei völliger Gleichheit des Ursprungs und Inhalts. Um die Gleichheit des Inhalts zu erkennen, bedarf es genauer For- schung; die Verschiedenheit der Form offenbart sich dem ober- flächlichen Blick. Daher koinmt es, daß,«ver nicht unter der Oberfläche zu dringen verinag, sehr leicht zu dem irrigen Schluß gelangt, auch der Inhalt der Bewegungen sei verschieden,«väh- rend all diese verschiedenen Arbeiterbewegungen in Wirklichkeit nur Eine Arbeiterbcivegnng sind, die sich in den verschiedenen Läi«dern verschieden ausdrückt. Was insbesondere die französische Arbciterbelvegung betrifft, so«nuß man sich davor hüten, sie nach dem deutschen Maßstab zu messen; man gelangt sonst zu eiiicm Resultat, das init den thatsächlichen Verhältnissen nicht überein- stiui,«it. Wenn französische Arbeiter— 28 Jahre nach der Juni- schlacht, 5 Jahre nach der Coininnne-Tragödic— von Selbsthilfe, Privatassoziationen, Coiisumvereinen u. s. w. reden, so hat dies einen ganz anderen Sinn, als wenn deutsche Arbeiter heutzu- tage von derartigen Dingen reden. Hämlinge,«vie die Hirsch- Dunckcr'schen Gewcrkvercinler, welche von Schulze-Delitzsch'schen Charlatans-Rezeptcn das Heil erwarten, sucht«nan in Frankreich vergebens. Kein französischer Arbeiter glaubt an die Harmonie der Interessen des Bourgeoiskapitals und der Lohnarbeit; jeder französische Arbeiter hat mehr oder«veniger klar das Bclvußtsein des Klassengegensatzes. Es ist«vahr, aus dem französischen Arbeitercongreß, der so- eben zu Ende kain, sind viel unreife Ansichten zu Tag gefördert «vorden— Ansichten, die auf eincin deutschen Sozialistencongreß einfach unmöglich tvären, indeß das beiveist nur, daß die fran- zösischen Arbeiter in ihrer Gesainmtheit der theoretischen Schulung entbehren,«vclche die deutschen sozialistischen Arbeiter durchweg besitzen. Die deutsche Arbciterbeivcgung zeichnet sich dadurch aus, daß sie durchaus einheitlich ist und sich wissen- schaftlich methodisch entivickelt hat. Mit nicht ins Gewicht fallenden Ausnahmen ist sie von Sektircrei und utopistischer Systcinmacherei freigeblieben, und kritisch wissenschaftlich vor- gegangen. Allein diesen Vorzug verdanken wir dein Uinstand, daß bei uns die Arbeiterbewegung, in Folge der zurückgebliebenen politischen und ökonomischen Entwicklung Deutschlands, erst zu einer Zeit in das Leben trat, wo sie bereits die Erfahrungen der englischen und französischen Arbeiterbewegung benutzen konnte. Die deutsche Arbeiterbeivegung datirt voin Jahr 1848, die fran- zösische schließt sich uninittclbar an die große Revolution zu Ende des vorigen Jahrhunderts. Die Jugendlichkeit der denk- scheu Arbeiterbewegung begründet ihre Vorzüge, zugleich aber auch ihre relative Schwäche. Sie ist methodischer, besser geschult als die französische, aber nicht so weit ausgebreitet, nicht so tief gewurzelt. Tie in der Beivegung stehenden deutschen Arbeiter sind die Elite der deutschen Arbeiter, cine Elite, um welche sich mit der Zeit das ganze arbeitende Volk Deutschlands gruppiren wird, die aber jetzt noch eine Minorität bildet. Wir haben die Cadres, aber die Armee ist noch lange nicht vollzählig. Anders die Franzosen: sie haben die Armee vollzählig, aber die Cadres sind zersprengt. Jeder französische Arbeiter ist Sozialist; mit braucht zu haben, die vom«noralischen Standpunkte wohl zu rechtfertigen, wei«n auch möglicheriveise nicht vom juristischen. Er kennt die ihm geivordene'n abschlägigen Bescheide, die von dein Geh. Cabinetsrath v. Wilinoivski ertheilte Warnung, daß, «venu er fortfahre, seine Jmnicdiateingabcn in demselben maß- losen Ton abzujassen, so werde er sich selbst die unangenehmen Folgen zuzuschreiben haben, welche sich für ihn unausbleiblich daran knüpfen müssen. Jin«veiteren Verlauf der Uiitcrredung äußerte er, daß nach dem Ausspruche von Göthe in« Leben der Kämpfer nöthig sei, beruft sich auf Luther, der auch die Wahr- heit erkämpft habe. Bei einer späteren gelegentlichen Begegnung fragte er mich, was ich zu der Laskcr'schen Geschichte sage, das sei ganz dasselbe wie mit ihin. Die vorstehenden, den Akten und der persönlichen Unter- suchung entnoinmenen Thatsachen stiminen mit dem,«vas an von Querulantcnwahn Beherrschten beobachtet, so sehr übercin, daß bei Ließ das Vorhandensein eines durch Wahnvorstellungen beherrschten Geisteszustandes anzunehmen ist, welches die freie Selbstbestimmung aufhebt. Vorstehendes Gutachten auf Grund des von mir geleisteten Diensteides abgegeben zu haben, versichere ich hiermit. Dr. Lindenberg. Wie schwach für einen Arzt ist die Motivirung dieses Gut- achtens! In einer so hochwichtigen Frage, in der es sich um die Existenz eines Menschen, um seine bürgerliche Stellung, ja um seine Freiheit handelt, ist man wohl berechtigt, von dein Arzte unumstößliche, unzweifelhafte Fakla zu verlangen. Was gibt Herr Dr. Lindenberg? Er zeigt uns ein Kind von sehr guter geistiger Begabung, von großein Fleiß, das sich viele Kenntnisse cnvirbt— aber— und da erscheint der rothe Faden der Geisteskrankheit— er„soll" den Lehrern gegenüber jedoch nicht immer das angemessenste Betragen gezeigt haben. Aus seinen Lehr- und Dienstjahren war nur zu erfahren, daß er die Lehr- Herren wechselte, dem Publikmn gegenüber öfter nicht das freundlichste Benehmen zeigte. Ist es nicht übereilt für einen Arzt, auf so unbestiininte Behauptungen hin, wenn auch nicht ausschließlich darauf basirt— ein Gutachten auszustellen, das einem strebsamen Menschen, dessen Fleiß und Pflichttreue«nan rühmt, aus der bürgerlichen Gesellschaft ausschließt! Wir sind in der Lage, diese Angaben nach allen Richtungen als un- wahr zurück zu weisen; dem pp. Ließ stehen sowohl aus seiner der Muttermilch saugt er den Sozialismus ein; die Luft, die er athmet, ist mit„sozialistischem Gift" geschwängert. Hat der französische Arbeiter nicht das volle Klassenbewußtsein, so hat er den untrüglichen Klasseninstinkt, und im entscheidenden Moment wird er stets da sein, wo das Arbeiterinteresse ihn hinruft. Die Schulung der deutschen Sozialisten geht den französischen Arbeitern ab; sie zersplittern sich in Proudhonianer, Cabetisten, Positivisten, Fourieristen, Blanquisten, Internationale u. s.«o., doch alle sind Sozialisten und Revolutionäre. Die theoretische Schulung«vird bei ihnen durch die praktische Schulung ersetzt. Ihre Großväter haben ain 14. Juli 1789 die Bastille, am 10. August 1792 die Tuilerien gestürint, am 2. Juni 1793 die Girondisten gestürzt; ihre Väter, ihre Brüder, und zum Theil sie selbst haben in den heißen Julitagen des Jahres 1330 die restaurirte Bourboncnmonarchie zertrüminert in den Aufständen von 1834 und 1339 zu Lyon und Paris für die Sache des Proletariats und der Republik gekämpft, im Februar 1843 den Julithron verbrannt, im Sommer 1843 fünf Tage lang, im Frühling 1871 dritthalb Monate lang der Gesammtmackit der herrschenden Klassen heldenmüthig die Spitze geboten und, obgleich geschlagen, die Bourgeoisie der Welt bis in ihre Grundfesten er- zittern gemacht-- Mit solchen Erinnerungen, die tief ein- gebrannt sind durch das Feuer der Schlachten,— die lebendig Begrabenen von Ncukalcdonien vor Augen— ist es möglich, daß der französische Arbeiter nicht Sozialist, nicht Revolu- tionär ist? Wohl fehlte es auf dem Pariser Congreß nicht an unerquick- lichen«, konfusem Gerede. Aber von«velchem Congreß ließe sich nicht das Näinliche sagen? Manches wurde geschivatzt,«vas iin Hirsch-Dunckcr'schen„Gewerkverein" stehen könnte. Aber, wie. schon bemerkt, kein französischer Arbeiter glaubt mehr an den Harmonieschwindel,«ind jeder Versuch, einen Theil der Arbeiter gegen den andern zu hetzen, ist in Frankreich hoffnungslos. Traurige Gesellen, die der Bourgeoisie.freiwillige Polizeidicnste thun und mit ihrer Schande noch prahlen, gicbt es in Frank- reich nicht. Die Arbeiterbataillone, welche das Bürgerthun« 1348 in den Nationaliverkstätten organisirte, uin die revolutionären Arbeiter zu Paaren zu treiben,— sie käinpften in der Juni- schlacht unter der rothen Fahne. Der Umstand, daß auf dein Congreß einein Ausländer das Wort nicht geivährt wurde, hat tadelnde Kritik hervorgerufen. Mit Unrecht. Der Congreß mußte so handeln,«vie er gehan- delt hat, den Ausländern war der Zutritt verboten; und daraus kann man den französischen Arbeitern ebenso«venig einen Bor- «vurf«nachcn,«vie den deutschen Arbeitern, wenn sie aus ihren Bersaminlungen die Frauen und Unmündigen entfernen müssen. Das reaktionäre Gesetz ist es, das der Borivurf trifft, nicht Diejenigen,«velche sich ihm zu unterivcrfcn gezwungen sind. Die französischen Arbeiter wollten mit peinlicher Sorgfalt jeden Con- flikt vermeiden— und sie haben klug gcthan. Daß ihucn natio- naler Chauvinismus fern liegt, das hat die Verbrüderung mit dem italienischen Arbeitercongreß gezeigt. Der Congreß trennte sich unter dem einstimmigen Ruf: Es lebe die Republik! Der französische Arbeiter kennt nur Eine Re- publik, die röpudligno cküraoeratique et sociale, oder schlechtweg die„sociale", die röjmblique rouge— die«-(ipublique universelle— die sozialdemokratische Republik, die rothe Re- publik, die Weltrepublik! Die„Wage"*) spricht sich in einem am Schluß des Congresses geschriebenen Pariser Briefe wie folgt über den französischen Arbeitercongreß aus, den sie die„Constituante(constitnirende Versainmlung) der sozialistischen Arbeiterpartei" Frankreichs nennt: „Der Congreß war ursprünglich Sache einer kleinen Gruppe, die bereit«var, Arbeitergesinnung und Arbeiterstreben in Entre- prise(in Pacht und Ausbeutting) zu nebmcn. Aber mit jedem Tag, den die Sache weiter ging, wuchs die Bewegung über den Ring hinaus und Ivurde wirkliches Proletarierwerk. Man war natürlich von vornherein nicht berechtigt, Enorines zu erivarten, nach dein Blutverluste, den der Pariser Sozialismus vor fünf Jahren erlitten, und man war daher nicht erstaunt, ihn, gerade umgekehrt als Consuelos Geliebten, schüchterner und anscheinend kleiner wiederzusehen. Aber die Delegirte«« der durch kernen Aderlaß geschwächten Provinzen, namentlich die von Lyon, glichen, was den Parisern an Energie fehlte, cinigerinaßen aus. ') Diese von Guido Weiß rcdigirie, in Berlin erscheinende, treff- liche Wochenschrift sei hiermit unseren Lesern auf's Wärmste empfohlen. R. d. V. Schule als auch a«ls seiner Lehr- und Dienstzeit die besten Zeugnisse zur Verfügung. Wäre es nicht für denjenigen, der sich aninaßt, über den Geisteszustand eines Menschen zu ur- theilen, eine unabweisbare Pflicht gewesen, den Ursachen jener Streitigkeiten nachzuspüren, in denen der sonst artige ui«d be- scheiden höfliche Mann plötzlich in unangemessener, lauter und unbescheidener Weise auftrat? Und was ist unangemessen dein Bcainten gegenüber— ist Ruhe und Bescheidenheit eine Pflicht? Woher«veiß der Doctor, daß Ließ die Declarationcn nur so abfassen«vollte, wie sie ihn gei«ehin«varcn? Hat er die gesetz- lichen Bestiinmungen nachgeschlagen und hat er sich überzeugt, daß die Aeußcrungen, welche Ließ gebrauchte, Verla uindungen enthielten? Noch hat kein Richter festgestellt, ob Ließ sich einer Verläumdung schuldig gemacht,«vohl aber haben die betreffenden Personen selbst anerkennen müssen, daß der Vorwurf, der ihnen in der Hauptsache geinacht wurde, ein nur zu begründeter«var. Ist das ein Symptom der Geisteskrankheit, daß er Mittheilung der von den Bcainten an die Oberbehördcn erstatteten Berichte verlangt, um darauf antworten zu können? Wir meinen, inaiich bitteres Wort wäre nicht gesprochen worden,«venu man diesen durchaus berechtigten Wunsch des Antragstellers erfüllt hätte. Und endlich— hat Herr Dr. Lindenberg«vohl einen Blick auf die Correspondenz zwischen Albrccht und Hermes und Albrecht und Consorten und Collas geworfen, die die Einwirkung dieser Leute auf die Verküinmerung und Vernichtung der Ließ'schen Stellung hei Herines ganz sonnenklar ergibt? Er hat es nicht gethan, sonst könnte er nicht von einem durch Wahnvorstellungen beherrschten Geisteszustände sprechen!— Will Ließ denn etwas Anderes als ein Recht, das jedem Staatsbürger zusteht, und würde Herr Dr. Lindenberg unter ähnlichen Verhältnissen sich nicht ebenso energisch wie er seiner Haut wehren, würde er nicht alle erdenkbaren Mittel erschöpfen, um diejenigen zur Vcrant- wortilng zu ziehen, die ihm so schnöde mitgespielt?-- Was bleibt nun von dem Atteste noch übrig? Herr Dr. Lindenberg zeigt uns, daß Ließ sich auf Göthe und Luther berufen und damit angedeutet, daß er seine Sache nicht mehr als eiiie rein persönliche sondern als eine solche auffasse, die auch für die wei- testen Kreise des Volkes Interesse besitze, und liegt darin auch etwas Krankhaftes? Wir begreifen seinen Standpunkt; er er- kennt, daß das,«vas ihm passirt ist, zu jeder Stunde jedem Au- dern passiren kann. Dieser Gedanke läßt ihn nicht ermatten, er Widerstrebend, aber seiner Logik ehrenwerth gehorchend, näherte sonen giebt, welche das Herz auf dem richtigen Fleck haben.! des neuen deutschen Reiches. Der norddeutsche Reichstag l.h, ----- �""'— Dann aber können wir zu unserer früheren Notiz noch nach bei der zweiten Berathung die Todesstrafe mit circa 30 Stil tragen, daß die hochherzige Berliner Familie ihren Schützling j mcn Majorität ab; da ging Bismarck selbst in's Zeug und droh.< nicht aus den Augen gelassen hat und in Erfahrung brachte. � den Liberalen mit seiner allerhöchsten Ungnade. Das half b daß ein braver Schneidermeister in der Nähe von Gnesen die nöthige Anzahl Nationalliberaler kroch zu Kreuze und di?� das Dienstmädchen geheirathct hat. Unser Gewährsmann ist Todesstrafe wurde beibehalten und in den deutschen Staaten, in. ...... W„ der Berliner Bürger selbst, welcher das Mädchen aus dem denen sie nicht mehr existirte, neu eingeführt. Unter den de( siebenten Tage sehen wir bereits den Delegirten Finance dar- Hcnriettenstift holte und in Dienst stellte. So hat die traurige Voten Bismarckaubetern leuchtete der Sohn des alten Freiheits"'� noldene Kalb des Kenoiienickaitscultus mitiammt dem Svar-! Geickncbte nnck, einen nuten Aluiblnk aeknnden. Helden Robert Blum, das brave Häuschen, rühmlichst hervor, wel> j chcs das Andenken an den Vater verläugncte und auf Bismarck' der Congreß sich jeden Tag mehr Dem, was er werden sollte. Schon am zweiten Congreßtage war die Politik in ihr Recht eingesetzt. Am fünften Tage war sie Arbeiterpolitik, die den liberalen Doktrinarismus weit hinter sich seine manchesterne Weisheit dcklamiren ließ und au der industriellen Freiheit her- umrüttelt, ohne jedoch dieses Schloß öffnen zu können. Am goldene Kalb des Genosscnschaftscultus mitsammt dem Spar- Geschichte noch einen guten Abschluß gefunden. altar niederreißen. Ter Schritt über den Rubikon ist ein- mal geschehen.-- .....,,— Beitrag zur Unfall-Statistik. Bei der Magdeburger Wink— Häuschen war Tags zuvor auf einer Bismarcksoir „Mag der Congreß noch manche Schwächen und Halbheiten � Allgemeinen Versicherungs-Aktien-Gcsellschast— Abtheilung für! gewesen— bei der dritten Lesung für die Todesstrafe Jtimin1""� lande die mit der Arbcitersache Sympathisirenden als Fleisch von ihrem Fleisch anerkennen." Ja wohl— Fleisch von unserem Fleisch! Freudig, bewundernd reichen wir den Brüdern die Bruderhand! Wer unterfängt sich, hochnäsig herabzusehn auf die franzö- fischen Arbeiter? Für jede Rede, die wir gehalten, haben sie einen Märtyrer, einen ächten Blutzeugen aufzuweisen, der für die Sache des Proletariats, für die Sache der Menschheit freudig sein Leben geopfert hat.— Und mit Siegesgewißheit erfüllt uns das Schauspiel dieses Congresses. Es war nicht bloß die constituircndc Versammlung, es war die Wiederauferstehung des französischen Proletariats. In eine tiefe Gruft senkten sie vor 5 Jahren den gemeu- (Helten, tobt geglaubten Riesen, und über das Grab thürmtcn sie einen Berg von Leichen und Schmutz. Aber der todt ge- glaubte Riese hat die Gruft gesprengt, aus den Leichen und aus dem Schmutz richtet er sich empor, gewaltig, zu Füßen das Schwert, in der Rechten den Oelzweig des Friedens, in der— Dr. Strousbcrg, der große Gründer und Schwindler, Linken die pulvergeschwärzte, kugelzerfetzte Fahne mit den; versucht in seinem jüngst erschienenen Buche:„Dr. Strausberg gezeigt haben, so bleibt er darum doch eine imposante Kund Unfall-Versicherung— kamen im Monat August zur Anzeigern Selbstverständlich wurde Hänschen nirgends wiedergewählt u1'"-.- gebung des französischen Proletariats, die ihren Urhebern weit 10 Unfälle, welche den Tod der Betroffenen zur Folge gehabt der strebsame Jüngling fiel der Vergessenheit anheim, ans wt- über den Kopf gewachsen ist, und freudig können ihn im Aus- haben; 4 Unfälle, in Folge deren die Beschädigten noch in Lebens- cher er sich hin und wieder erlöst, um sich durch irgend ei'�'l s;„ t,.;f w(ShnthntfiifiroMSi.it rtfa Stoiirf, gefahr schweben; 24 Unfälle, welche für die Verletzten voraus-' schriftliche Leistung zu blamiren.— Daß wir aber in Deutsc sichtlich lebenslängliche, theils totale, theils partielle Invalidität land noch das widerliche Schauspiel der Menschenenthauptur zur Folge haben werden; 352 Unfälle mit voraussichtlich nur vor Augen sehen müssen, das haben wir denjenigen Männer vorübergehender Erwerbsunfähigkeit: Summa 390 Unfälle. Von zu verdanken, welche die Gründung eines Bismarckischen Deutsck den 10 Todesfällen treffen 2 auf Mahlmühlen, je einer auf eine lands der freiheitlichen Entwicklung des deutschen Volkes vor Zuckerfabrik, Brauerei, Maschinenfabrik, Spinnerei, 5lalkbrenncrei, zogen.— In einigen Wochen ist der Jahrestag, an welchen---? einen Steinbruch, einen Landwirthschaftsbetrieb und ein Güter- die österreichischen Kugeln in der Brigittenau die Todesstrafe an'■ befördcrungs-(Speditions-) Geschäft: von den 4 lebensgefähr- � Robert Blum vollstreckten.— Hans, schämst Tu Dich nicht?!>.b liehen Beschädigungen 2 auf Zuckerfabriken, je eine auf einr' Schneidemühle und einen Landwirthschaftsbetrieb; von den 24— Das Einjährig-Frciwilligen Examen in Frank Jnvaliditätsfällen 4 gus Schneidemühlen, 4 auf Spinnereien, reich ist viel günstiger ausgefallen, als in Deutschland. Wäh 3 auf Brauereien, 2 auf Zuckerfabriken, 2 auf LandwirthschaftS' rend bei uns dreiviertel der Aspiranten bei dem Exameit f betriebe, 2 auf Mahlmühlen, je einer auf eine Maschinenfabrik, durchgefallen sind, haben in Frankreich von 8033 Aspiranten J rf;;».,, 7285 das Examen bestanden.— Auch ein kleines Sedan, wel- f ches uns die Franzosen bereitet haben. Man sagt zwar, daß" Eisengießerei, Gummiwaarenfabrik, Gerberei, Ziegelei, ein Eisen bahnbau-Unternehmcn und ein Gütcrbefördcrungs-(Spcditions-) Geschäft. Inschriften: Lyon 1839: Vivre en travaillant ou mourir en combattant! (Arbeitend leben oder kämpfend den Tod!) Paris Juni 1848. Paris März bis Mai 1871. Und gegenüber sehen wir den Pranger sich erheben, an dem die Mörder der Commune, die Verläumder des Proletariats ihren Lohn finden: die Unsterblichkeit der Infamie.— Ihr Staatsmänner mit dem traurigen Motto: die Flinte schießt, der Säbel haut!? Habt ihr die Lehre begriffen? Seid ihr fähig, sie zu begreifen? Fünf Jahre nach der blutigen Maiwoche dieser Arbeiter- congreß! Es leben die französischen Arbeiter! . und sein Wirken" die Sozialdemokratie zu besudeln. Daß jede ' Schmähung aus dem Munde dieses säubern Menschen ein Lob- lied für uns wird, ist wohl selbstverständlich. Wir lassen des- halb gern hier die bezeichnete Stelle folgen: „Was im Interesse des Arbeiters, also der Mehrzahl der Menschheit geschieht, wird jeden rechtfühlenden Menschen, wenn er über den Gegenstand überhaupt nachdenkt, von großer Wichtigkeit scheinen, und so geschah es denn auch, daß ich mich als ganz junger Mensch dafür enthusiasmirte. Ich sah bald ein, daß die Volksbcglücker sämmtlich Unheil stifteten, weil sie entweder krankhafte Philantropen waren, deren Bestrebungen häufiger schaden als nützen, Demokraten, welche die Stimnien der arbeitenden Bevölkerung für politische Zwecke gewinnen wollten; Enthusiasten oder Heuchler, die Utopien verfolgen Politische Uebersicht. — Ein braver Handwerker und ein brav crBourgeois. In Nr. 2 des„Vorwärts" befand sich eine Notiz in der„Po- litischen Uebcrsicht"—„Traurige Folgen einer traurigen Gesetzgebung", in welcher erwähnt war, daß ein Dienstmädchen deshalb polizeilich aus Berlin ausgewiesen worden sei, weil es nach seiner Entlassung aus dem Znchthausc noch nicht drei Jahre außerhalb der Stadt Berlin beschäftigt gewesen sei. Wir er- halten nun in Bezug auf jene Notiz einen Brief von der Re- daktion des„Berliner Börsencourier", den wir hier mit Abkür- das Examen in Frankreich leichter sei, als in Deutschlaud, wo n man allzu große Anforderungen an die jungen Leutc� stelle, c Doch haben wir auch Beweise, daß diese Ansprüche gerade nichts?' so hoch sind und daß die Aspiranten vielfach nicht einmal d� geringsten Ansprüchen entsprechen. So hat bei dem Examen in'' dem„intelligenten" Leipzig eines der jungen Bourgeoissöhnchen das Geburtsjahr Schiller's in das 10. Jahrhundert ver- legt; ein anderes Bürschchen antwortete auf die Frage:„Wie lautet der Comparativ von cher Letzte�,"—„der Vorletzte". Man ficht, daß die Klagen, jenen Aspiranten würden allzuschwcr,c' Fragen vorgelegt, doch nicht immer gerecht sind.— In der, Schulen treiben unsere Kinder zu viel chauvinistische und reli-\ giöse Allotrias, deshalb lernen sie nichts ordentliches; die Jüng- linge aber, anstatt„Die Wacht am Rhein" und„Heil dir imi Siegerkranz" zu brüllen, sollten die Classiker studircn— dann l würden sie jedenfalls nicht so„bataillonsweise" bei dem Ein-! Der gute Rath derZ jährig-Freiwilligen-Examen durchfallen. „Rcichsfeinde" bei solchen Gelegenheiten wird natürlich nicht i1 oder Demagogen, die ein Gewerbe daraus machen, und daher> angenommen— was wir schreiben soll selbstverständlich kein,,, Alles thun nnd versprechen, wenn es auch demoralisirend Ansporn für unsere Nation sein, sondern nur ein einseitiges Lob x wirkt, was ihm das Vertrauen und die Beiträge des Arbei ters verschafft. Ich weiß nur, daß mit Ausnahme einiger Gesetze, für die Rcgulirnng der Arbeitszeit, Beschäftigung von Kindern in Fabriken, Sanitäts-Sichcrheits-Vorschriftcn, Alles was für die Arbeiter erstrebt wird, schon darum schädlich ist, weil es ihn glauben macht, daß eine wesentliche Hebung seines Standes anders als durch eigene Veredlung möglich ist, weil man Hoffnungen erregt, die nicht zu erfüllen sind und Pas- sionen erweckt, die dem Gemeinwohl und darum dem Arbeiter selbst schädlich sind." Die sozialdemokratischen Agitatoren müßten sich bei dem zung des betreffenden Namen, da wir nicht wissen, ob die volle großen Gauner eigentlich bedanken, daß er sie schmäht; wie Veröffentlichung dem Herrn augenehm ist, folgen lassen: „Berlin, den 12. Oktober 1876. Löbl. Redaktion! In der Nr. 466 unserer Zeitung brachten wir, unter Quellenangabe, die Ihrem gesch. Blatte entnommene Erzäh- lang über das Dienstmädchen aus dem Henriettenstifte. Wenige Tage darauf erhalten wir von einem unserer Abonnenten eine Zuschrift, in welcher sich derselbe bereit erklärt, das guiist. Mädchen aus ihrer Noth zu retten und in seinen Dienst zu nehmen. Die Adresse des Herrn ist: Bank-Direktor R. in G. und haben Sie vielleicht die Güte, sich direkt mit demselben in Verbindung zu setzen, und dadurch dem armen Mädchen hilfreich zu werden. Achtungsvoll ergeben Redaktion des Berliner Börsen-Courier. schrecklich wäre es gewesen, wenn er uns gelobt hätte. Daß Herr Strousberg sich so energisch, Schulter an Schulter, zu den übrigen Schmähern der Sozialdemokratie stellt, ist für uns höchst ehrenvoll. Dorthin aber gehört Strousbcrg, dort wo sich zusammenfinden: Die Ausbeuter, die Bismarckdicncr, die„Cul- turkämpfcr", kurzum alle diejenigen, welche die Freiheit und das Volksglück verrathen im eigenen Interesse. Strousberg hat! seinen Platz gefunden, wir gönnen ihm denselben und wir gönnen auch ihn selber gern den Collegen im Schimpfen auf die Sozialdemokratie. Zum Kapitel der Todesstrafe. Den 9. Oktober ! wurden in München zwei Todesnrtheile vollstreckt. Die Be- ' richte, welche wir darüber in den Zeitungen lesen, widern uns ; förmlich an. Die Todesstrafe war in Baiern bekanntlich abgc- Zunächst freuen wir uns darüber, daß unsere Notiz eine! schafft, und wurde bei Einführung des im Jahre 1869 im Nord derartige Wirkung ausgeübt hat und auch darüber, daß inner- deutschen Reichstage bcrathencn Strafgesetzbuches im Jahre 1871 halb der höheren Gesellschaftsklassen es doch noch einzelne Per- J in Baiern wieder hergestellt als eine ganz besondere Segnung des Franzosenthums, so denkt der„Reichsfrcund". Nun, den vernagelten Köpfen ist eben nicht zu helfen, sie werdcn's erst ein- st sehen, ivenn sie bis an den Hgls im Sumpf stecken. — O„Himmel"! Du hast keine Blitze sondern nur � — faule Witze! In Oberschlesicn erwählt man durchweg jetzt�i Clericalc dort, wo früher freiconservative adlige Gründer auscr- der Wahlurne hervorgingen. Deshalb ist der Landrath Himmelk so erbost, daß er folgenden Ukas erläßt:• „Cosel, den.. Oktober 1876. Das regier ungs- und staatsfeindliche Ver halten der Gemeinden im hiesigen Kreise und resp. Euer p. p. Amtsbezirk veranlaßt mich, Sie crgcbcnst zu ersuchen, fortan, namentlich auch aus Veranlassung der Kirmessen d i e Abhaltung von Tanzmusiken nirgends zu ge--,. st a t t e n. Der königl. Landrath Himmel. An den Amtsvorstehcr Herrn N. N.",- Das ist wenigstens deutlich und für diese Deutlichkeit kann. man dem Landrath Himmel nur dankbar sein. Giebt es doch, so viele Behörden, welche, ohne es direkt zu sagen, Wirthe und sonst abhängige Leute verfolgen, weil sie eine Versammlung der c Sozialdemdkratie in ihrer Wohnung dulden.— Im Uebrigen" wird nunmehr die„Reichsfreundschaft" besonders unter dem „schönen Geschlecht" wachsen, weil dieselbe mit Tanzerlaubniß' belohnt, die„Rcichsfeindschaft" aber, durch Tanzverwcigerung bestraft wird. — Der verantwortliche Redakteur der„Deutschen Reichs-. glocke", Herr Tolchan, wurde den 12. d. M. in Berlin verhafte y, und zum Molkenmarkt geführt. Die Verhaftung erfolgte lediglich.> wegen Bismarckbeleidigung. Die Ueberschriften der inkriminir-l gibt seinen Schritten Nachhaltigkeit, seinem Handeln die nöthige Verstand des armen Polizeichefs, der so viele qualvolle Tage durchgc_____ 0--n.____________________________ Energie und, indem wir dies ehrend anerkennend, wünschen wir> macht hatte, den letzten Stoß erlitten. Er wurde schwermnthig und. i tenÄrtikel lauten:„Arnim vonwrBismarck",'„Das Glückdes Reichs-> nur, daß jeder Bürger auch bei der geringsten Rechtsbeugung>n 2ivadm�aiiqekommen, vollends� wahnsinnig,.llle Versuche der Ho;. kanzlcrs" und„Fürst Bismarck als Gründer". Bis jetzt haben wir es sich den verrückten Konrad Ließ zum Beispiel nehmen und in � dreier Gener!le m d1e"ewesdo�»och nicht erlebt, daß irgend Jemand wegen einer Beleidigung, der Verfolgung seines Rechtes cbend.eselbe zahe Ausdauer und � Dort verbringt er jetzt ttanrige Tage; ob er die Anstatt je die auf Antrag- also gewissermaßen Privatbcleidigung- nur Beharrlichkeit zeigen möge, wie wir yg bei Ließ wahrgenommen, nieder wird verlassen können, ist sehr zu bezweifeln."»«.vN hmrS» icnTHh? ,rr Dies die Skizze. Das Blatt, dem wir sie entnehmen, ist bismarckisch ' und folglich auch russisch gesinnt, erhaben über jeden Verdacht, in dieser (Fortsetzung folgt.) — Von was für Leuten die Welt regiert wird. Ueber den Sache tendenziös zu übertreiben. Im Gegcnrheil: wenn es sich einer ____■______„S._____ 1 1_ f.__ Crt_ i.. � /f"O? v« f. � 1 1 ,,, �.. Vi r> n Sov* dlTJ n li v 1-( o i 4 /votrtrtfKf Yv/vf S»,,, iJV a.i»,» wahnsinnig gewordenen russischen Stieber Potapow(s. Probenummer des„Vorwärts") und dessen Bcrhältniß zum„Väterchen" schreibt ein Corrcjpondent der„Deutschen Zeitung" in Wien: „General Potapow wurde nach der Ernennung Schuwalow's zum Botschafter in London auf den Posten eines Polizeichefs berufen. Wer Abweichung von der Wahrheit schuldig gemacht hat, dann ist es zu Gunsten„Väterchens" und der russischen Hof- und Polizeiwirthschaft geschehen. geahndet wird, in Untersuchungshaft geführt wurde. Solche ileberraschungen behält man sich immer nur vor, wenn es sich' um den Fürsten Bismarck handelt. Wir schlagen übrigens der- Gesetzgebung vor, um dem unleidlichen Zustande der ewigen> Bismarckbeleidigungcn abzuhelfen, in das Strafgesetzbuch einen besonderen Bismarckparagraphen hineinzubringen, in welchem es beißen müßte:„Alle die Personen, welche den Reichskanzler Fürsten Bismarck beleidigen, werden mit Zuchthausstrafe nicht. unter 5 Jahren bestraft.„Schiefansehen" gilt schon als Belci- — Aus Gera schreibt man uns, daß der Candidat der dortigen je in'Petersburg gelebt und beobachtet hat, mit" welcher Aengstlichkeit! Rationalliberalen zum Reichstage, Professor Birnbaum, im Reichs------ �_v-— P �>-.. die Person des Zaren bewacht werden muß, der wird wissen, wie schwie verein am 11. d. M. gesprochen hat. Das Enttce zu dieser„Vor- dlgung; ebenso den Namen des gedachten Herrn ausfprechen � rig und mit welcher Verantwortlichkeit verbunden die Stellung des Herrn � stell un g" war auf 1 Reichsmark festgestellt, ähnlich hoch, wie es bei ohne dabei eine tiefe Verbeugung zu machen."— Die deutschen• Potapow gewesen, und für Den, der russische Verhältnisse nicht kennt, Menagerien der Fall ist. Das nächste Mal soll noch das lebensgroße Reichsgesetze sind ja bekanntlich auf den Leib des Kanzlers, wie■! will ich hinzufügen, daß der arme Potapow von dem Momente seiner Portrait des Herrn Professors vor dem Versammlungslokal aufgestellt man ffch f0 geistvoll ausgedrückt hat, fast sämmtlich zugeschnitten;' ----------„f. stunde weder bei Tag noch bei Nacht halte! werden und eine hübsche dicke„Reichsfreundin" den Ausrufer spielen: � mesbalb soll man bei dem Sttafaesetzbuch nicht gleichfalls so wahrhaft aufreibende Thä.igkeit entfalten„Verehtte Herrschaften je eine Elle der Birnbaum'schen Rede wstet w it gehem Wegen Beleid gUNg des Krst-N Bismarck sofortige» mnr rr Tinrfi immer nfiirff rfi e neu Kilberaro wen Nur bcran. immer beran. nur einen Silber-!!;, 9. v* b:,.t.b.ll!, � �' Ernennung ab keine ruhige Stunde Geist und Körper wahr:, ßBWWW�WUWWIWWBW mußte. Trotz all dieser Anstrengungen war er noch immer glücklich,! einen Silbergroschen! Nur heran, immer heran, nur einen Silber so lange der Zar in Petersburg blieb. In fieberhaste Ausregung da- groschen!" Das wird nett werden! ._.. �___• � tan»*---: T Wn.0 n — Wie man Gründer ehrt! Dr. Hammacher, der bekannte Obergründer, ist Landtagsmitglied für den Wahlkreis Essen-Duisburg, seine Spezial-Collegen sind die Herren Delius und Cultusministcr Falk. In Mühlheim an der Ruhr fand nun vor einigen Tagen eine Wähler gegen gerieth er, wenn er von einer Reise des Souveräns hörte. Da , nußten Agenten zu Hunderten cngagirt, Correspondenzen mit den Bahn- Verwaltungen, ja mit einzelnen Stationschess angeknüpft, ein Heer von Beamten aufgeboten werden u. s. w. u. s. w. In diese Situation wurde Potapow versetzt, als der Zar vor wenigen Wochen die Reise nach Warschau unternahm. Er kam tagelang nicht aus den Kleidern, und schon nahe am Ende seiner furchtbaren Aufgabe, erhielt er plötzlich einen geheimen Bericht, der ihm meldete, es würden, sobald der Zar Verhaftung, weshalb nicht fünf Jahre Zuchthaus? Die National- Servilen werden um Beantwortung dieser Frage gebeten. Oeffcntliche Quittung. „„.,,.....«„• Seit dein 15. Septbr. gingen für nachbenannte Fonds sol- veyammlung statt, in welcher Hammacher sich in längerer Rede von..«MW ein- dem Gründer-Odium zu reinigen suchte— es muß ihm gelungen sein,. kjciuci- '|.....~ a) Agitationsfonds. Uelzen d. O. Matthaei 14,00; Hamburg do. von Drechslern ff � e 3 denn die Wahlversammlung beschloß, seinen Namen, der bisher; Barschau verlasse, in der Nähe einer polnischen Station die Schienen der alphabetischen Ordnung nach hinter den Namen der beiden anderen J �_______-— ,,......,, aufgerissen werden. Potapow war außer sich, schickte Agenten an alle! Vertreter stand, vorzusetzen. Glücklicher Hammacher! Armer Dettus. 1050. Neundorf d Röder 0,50: Mylau d. Landrock, ges. auf Stationen bis zur russischen Grenze, bot Gendarmerie auf, um so gut armer Falk! Ihr beiden Letzten seid ohne Euer Verschii!den..enieii � Volksfest 9 00: Husum d. E. Brückmann 5,00; Tönning do.., Kip m iitih Ti»»6?»»«<> nur tmutpr hpnfs I fieninteräefDnitiißn— bcflcifeicit C�ud) iu ber..ÖJrünbcrci. übertrefft!____ n..' xl. f. � a~L n--£) 51% i()'32* b'6» als möglich die Strecke zu bewachen und ließ keine nur immer denk-! heruntergekommen"- befleißigt Euch in der»Gründerei", übertrefft! Pu,»,» v.. bare Sicherhcitsmaßregel außer Acht. Der Tag der Abreise war ge- noch darin Euren„ehrenwerthen" Collegen, so kommt Ihr wieder 0-»-�'.o oß. v,nfÄ(,r,irfP b Mübl sl' .kommen und die Aufregung des Polizeichefs hatte ihren Höhepunkt er-„einen herauf".— Der Borstand der Ver,ammlung erklärte übrigens O. Reimer 44,32, ferner 23.30 und 4d,36, HalSbrucke v. lltluyl tz � reicht. Von Station zu Station wurde ihm leichter um's Herz, und noch:„daß hinfort irgend ein Zweifel an dem durchaus ehrenwerthen,: berg 0,80.' e als endlich die russische Grenze glücklich erreicht war, athmete er zum die eigenen Vortheile vor den Gemeinsamkeltsinteressen b) Unterstützungsfonds. r, erstenmale auf. Nicht lange jedoch sollte seine Ruhe währen, denn hintanstellenden Charakter des verdient«, Mannes nicht mehr Hanau d Daßbach 8,45: Ottensen d. Diedrich v. d.Todten-n. nach wenigen Stunden schon, als man bereits viele Meilen auf russi- aufkommen könne". Diese stark an Carlchen Mießnlck erinnernde Er-- �----- P''<-' SÄ« ÄTSfÄ wfÄ 1° � Auburg°°m StPungsfest der Töpftr d Sttauß 'nervöse Aus- jenes �-rs°mnckungsbeschlusses. � erlaubt stin N�d, Ne F�age aufzu-:' d' OVib 2.40: bo auf Liste' schein Gebiet zurückgelegt hatte, entgleiste bekanntlich der Zar, ohnehin krank, gerieth durch die Erschütterung in so. regung, daß er Potapow vor dem gesummten Hospersonale seine Un- werfen:„_„. gnade in ziemlich heftiger Weise zu erkennen gab. Damit hatte der einem armen Buchhalter ein Millionär geworden ist?" hat d�jenige gestreift, Fest der Metallarbeiter 20,10; do. d. Geib 2.40; do auf Liste ~ d. Döll 4,80; Bochum d. G. v. K. 10,00; Groß-Auheim d. C. ..�»0 ,' p. 6,00; Harburg öou einer silbernen Hochzeit 2,80; Langen- l'oerg d. Kühnrich 0,50; Elmshorn vom Arbeitcrfest 22,65; Hohen- ' fcldc Burgfeldc vom Ball d. Petersen 16,00; Rothenburgsort - 1 b. Burmcster vom 23. Scptbr. 10,00; Gotha d. H. Wabst7,00; � Ottensen v. Zlöltings Fab. 10,00; do. von d.„Lassallea" d. Stehr 4,05; Glauchau v. V. Sängcrlust d. W. Seifert 2,00; - Eimsbüttel d. Körschner 10,00; Gcestendorf d. Kreutz 4,00; Apenradc d. G. 0,30; Mylau gcs. auf d. Volksfest d. Laadrock 7,60; Stötteritz d. F. Hofmann 7,15, ferner 13,60; Tarmstadt ?d. Gries 3,20: Hamburg d. Eckermann v. Korbmacherbund und �icr Altonaer Liedertafel Liberw 36,85. I jj,,- c) Wahlfonds. Bergedorf Liste 294 d. Wiese 2,00; nc Barmbeck d. Hundt v. Möllers Cig.-Fab. dc14,85; Magdeburg d. Klees 3,00; Altona nchOO; do. v. Voß 1,50; do. v. Glüssendorfs Schneiderw. 6,00; ko>o. v. Mnhrs Werkst. 6,00; do. v. Bäthges Cig.-Fab. 11,20; «Hamburg Liste 3953 d. Messer 4,00; do. Liste 3955 d. Opp >3,40; do. v. Köhler 2,40; do. Fahnenweihe der Former d. Hörig >18,13; do. v. Hcrm. Belschki 9,35; do. d. Heins von d. Lust- 7tour der Bau-, Land-, Erd- und Fabrikarb. 18,00; do. von der < Tischlerwerkst. Grabenstraße d. C. Schräder 10,0g; do. vom Ball , der Küper d. Kroll 32,60; do. Liste 5 d. Schultz von d. Tischler- , werkstelle Grote und Voigt ll.llg; do d. E. Mechsner 8,70; do. -(,». Lütkens 2,40; do. Liste 6 d. Rühl 8,85; do. Liste 14. 1,50; l do. d. H. Groß 200,00; do. v. Süllau 3,20; do. v. F. Schwartz ( Tischlerwerkstatt 2,65; 3,80; 3,40: 3,40; Berge 1,95; Uelzen � Liste 554 und 555 d. S. 13,50; Eimsbüttel Tischler bei Schultz ' 11,00; Elsterberg v. Seiffert 1,50; Hohenfclde-Burgfclde Liste 52 d. Tabelstein 10,75; Bützfleth v. Schultz 4,00; Mylau d. Land- rock 2,60; Eimsbüttel Liste 113 d. Weinert 3,20(in der vorigen Quittung muß es unter Eimsbüttel Liste 117(nicht Liste 115s d. Weinert heißen); Tarmstadt d. Gries 2,20; Halsbrücke d. o Mühlberg in Sand Liste 2290 u. 2293 2,72; Altona d. Toose "Vevi Hinz Cig.-Fab. 100,00; do. d. Wittorf v. Leck's Cig.-Fab. 19,50; do. d. Finke von Finke's Cig.-Fabrik 41,60. Hamburg, den 14. Oktober 1876. Mit sozialistischem Gruß August Geib, Rödingsmarkt 12. ■o Correspoudeuzen. ' Areskau, 7. Oktober. In der vorgestrigen Sitzung des Ar- beiter-Wahlcomitc-s wurde darüber debattirt, ob es gcrathcn, bei der bevorstehenden Ersatzwahl sich zu bcthciligcn, da durch Zieg- "> ler's Ableben der Breslaucr Rcichstagssitz freigcwordcn sei. ' Es wurde von mehreren Rednern darauf hingewiesen, daß es aus prinzipiellen Gründen nöthig sei, jede Gelegenheit zur 3lus- � Übung des Wahlrechts zu benützen, während von anderer Seite ' mit Erfolg geltend gemacht wurde, daß es praktischer sei, an der etwaigen Ergänzungswahl nicht theilzunehmen, um alle Kräfte für die Neuwahlen 1877 zu sparen. Selbst bei dem etwaigen l ersten Erfolge würde die Anwesenheit unseres Vertreters im ' Reichstage kaum 14 Tage dauern, was doch einen solchen Kraft- und Kostenaufwand nicht rechtfertige. Schließlich wurde fol- gende Resolution mit 51 gegen ungefähr 20 Stimmen angc- � nommen: i„Die anwesenden Vertrauensmänner der sozialistischen Panei erklären es für richtig, daß die Arbeiter, wenn noch in dieser Legislaturperiode eine Reichstags- Nachwahl statt findet, von der Aufstellung eigener Candidaten absehen. Außerdem beschließen sie, daß diese Erklärung in einer dem- nächst einzuberufenden großen Volksversammlung den Wählern Breslaus zur Diskussion vorgelegt werde." Waldenburg, 3. Oktober. Gestern fand hier im Rathhaus- saal eine sehr zahlreich besuchte Versammlung statt, in welcher � unser Reichstagsabgeordnetcr Bebel seinen Wählern über seine ' und seiner Gesinnungsgenossen Thätigkeit im deutschen Reichstag Bericht erstattete. Der Raum gestattet uns leider nicht, den vortrefflichen Bericht ausführlich wiederzugeben, und wollen wir nur noch die folgende, mit allen gegen eine Stimme angenvm- mcne Resolution veröffentlichen: „Die heutige, im Rathhaussaal zu Waldenburg tagende Volks- Versammlung erklärt sich mit der Stellung ihres Vertreters im Reichstag, Hrn. Bebel ans Leipzig, welche derselbe zu den ver- schiedcnsten Fragen und Gesetzesvorlagen eingenommen, vollkommen einverstanden, bcfürwgrrct besonders dessen Abstimmung bei der ) Tiätenfragc und verspricht bei nächster Wahl mit aller Energie ir' für die Wiederwahl desselben einzutreten. Sollten jedoch taktische Grunde gebieten, auf die Vertretung unseres Kreises durch Herrn l�Bebel zu verzichten, so erklärt die Versammlung, ebenfalls mit T aller Kraft für einen gleichgesinnten Candidaten eintreten zu wollen." Diese Versammlung hat abermals bewiesen, wie sehr die Idee des Sozialismus in Waldenburg im„Rückgange" ist. Und so ssurird es hoffentlich fortgehen, wenn die Arbeiter nach besten ' Kräften agitircn. Frankfurt a. At.(An alle Sozialisten des Wahlkreises Frankfurt a. M.) In einer am 2. Oktober im Pfuhlischen Lokal , stattgehabten Volksversammlung wurde beschlossen: Da gegen das freisprechende Urtheil des hiesigen Rügc-Äerichtcs in Sachen des Frankfurter sozialdemokratischen Wahlvereins die Polizei- , Anwaltschaft Berufung eingelegt hat und nicht abzusehen ist, ( wann ein endgültiges Urtheil gefällt wird, die Reichstagswahl- Agitation jedoch schleunigst eingeleitet werden muß, so gründen \ wir zu diesem Zwecke ein Wahlcomitö, bestehend aus 11 Mann. ■ Das Wahlcomitö hat das Recht, sich durch Herbeizichung von - geeigneten Personen zu ergänzen. In der ersten Sitzung desselben, ; welche am 7. Oktober stattfand, constituirte sich das Comitv unter ' dem Namen:„Das Rcichstagswahlcomitä der Sozialdemokratie", > und wurden zur Leitung der Geschäfte ernannt: Prinz als Vor- j sitzender, Adam als Kassircr und Fricdl als Schriftführer, an l welch Letzteren auch alle einlaufenden Briefe in Betreff der > Reichstagswahlagitation zu richten sind.— Sozialisten des Frank- 1 furter Wahlkreises, stellt Euch alle zum Kamps auf, daß wir am ? Tage der Wahlschlacht einen großen Erfolg zu verzeichnen haben. ] Mit sozialdemokratischem Gruß .- August Fricdl, Frankfurt a. M., Wolfgangsstr. 27. Folge haben wird, so stellt es der Vorstand den Mitgliedern Von Parteigenossen mit dem Berkauf ihres eigenen Fabrikates anHeim, darüber abzustimmen, ob das Organ eingeführt werden von Goldwaaren betraut, offerire ich unterLiaranicc zu Fabrikpreisen soll oder nicht. Tasselbe würde, im Falle der Bejahung, vom 1. Dezember->. e. ab anfangs monatlich nur einmal erscheinen. Das Ergebniß der Urabstimmung ersuchen wir bis zum 22. Lk- tober an den Unterzeichneten einzusenden, und zwar mit genauer Angabe der Stimmenzahl für und gegen. Ist die Abstimmung einstimmig, so ist auch hier die Zahl genau anzugeben.— Um den Raum des„Vorwärts", welcher nach Beschluß des letzten Sozialistcncongresscs nur die nothwcndigstcn Gcwerkschaftsange- legenheitcn, und diese auch nur in möglichster Kürze aufnehmen- darf, nicht zu viel und zu oft in Anspruch zu nehmen, werden die Abrechnungen bis zur Beschaffung eines andern Organs nur! noch vierteljährlich veröffentlicht werden. Die Wohnung des Kassirers befindet sich jetzt Portiusstr. 9,' 4. Etage. Mir collegialischcm Brudcrgruß Der Vorstand. I. A.: Otto Hammer, Vorsitzender, Tronipeterstraße 19, 3 Tr. goldene Herren- und Damcn-Nhrkctten, Brachen, Ohrringe, Mc- daillonS, Fingerringe. Ohrringe, Brachen und Medaillons in Lava(schwarz) mit Gold- fassung für Erwachsene und Kinder. Leipzig._ Fink, Frankfurtcrstr. 31 IV.(210 soeben ist erschien: Kulturkampf und Wolksschute in Preußens Preis per Stück 26 Pfennig. _ Erpedition des..Vorwärts" In unserem Berlage ist erschienen und durch uns zu beziehen: Der arme Conrad ' Jllustrirter Kalender für das arbeitende Volk pro 1877. Derselbe ist circa 100 Seiten stark und enthält außer dem mi - Vigneten verzierten protestantischen, katholischen und griechischen Kalen- ! darium, Geschichtskalender, Wetterregeln, Biographisches Kalendarium. co- co.•- m � o. r, t,_• v. Auf' und Untergang von Sonne uno Mond, Tageslänge, Planeten- P�wgmwssen Äugu st Kapett an- Hamburg wird„s�nungen-c. Ferner: Ein- Einleitung. In Acht und Bann. r.hfr hi» in.> n-./ sänbnnnn Novelle von Robert Schweichel. Einiges'aus dem Hanshalt der oau.suchung in lernet Wohnung n> m Sachverhalt ent- Von Joh. Most. Eine Epistel über Kinllercrzichung� Bon E. Roßbach. Eine Nacht in Paris. Von I. PH. Becker. spricht, da die Haussuchung nicht auf Requisition der Mecklenburgischen Regierung, sondern in der Unlcrsuchungssache wider Kapell selbst und auf Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft geschehen ist. Auch ist es unrichtig, A. Kapell als„Vorsitzenden" des„Zimmererbundes" zu bezeichnen, da genannter Bund seit zwei Jahren geschlossen ist. Ferner hat man nicht nach„Correspodenzen aus und von Mecklenburg" ge- sucht, sondern es handelte sich um die Anncklirung eines Briefes aus Bruel i. Meckl., welcher aber längst zu den„anderen" geworfen worden ist, um Kien zu ersparen. In der Mittwochsnummer des„Vorwärts" in der Correspondenz muß es heißen: Neustadt 414 und nicht 914. Calbe. Mit Gruß L. Schönian. Glückliche Ehr». Von W. Hasenclever. Fcrd. Lassalle. Biographie. Ein Bastard der Revolution. Von Wilh. Blos. Amerikanische Geschäftsleute. Von Otto Walster. Zum Gcdächtniß. Gedicht von Silvanus. Anekdoten und Sinnsprüche. Räthsrl. Sprich- Wörter. Interessante statistische Mittheilungen. Markt-Ver- zeichnisie, nach Provinzen eingctheilt. Ebbe- und Fluth- Tabelle. Illustrationen: Ein Titelbild. Die Portraits Lassalle's und Feuerbach'S. Eine humoristische Illustration:„Der Coupon- abschneidet". Alle Illustrationen sind von bewährten Künstlern gezeichnet und in Holz geschnitten. Bei dieser gediegenen und reichhaltigen Ausstattung kostet der Kalender geheftet nur 40 Pf., gebunden und mit gutem Schreibpapier durchschossen 60 Pf., gegen baar oder Postvorschuß. Den Bestellern von Einzel-Cxemplareu ist anzuempfehlen, für jedes' Exemplar brochirt 50 Pf., gebunden 70 Pf., einzusenden, wofür Briefkasten der Redaktion. A. St. Düsseldorf: Die betreffende Notiz hat schon vor einigen Nummern entsprechende Verwendung im„Vorwärts" gefunden.— Parteizenosse in Breslau: Wir haben die Adr. nicht;..»- vielleicht hat sie Geiler, der augenblicklich abwesend.— C. H. in Dresden: vur es franko per Kreuzband zuiciu-en. Wir haben keine Corr. erhalten. Nie Lieferung des Kalenders kann nur gegen baar oder der Expedition. Leiding. Flensburg: Ihren Brief haben wir«oßliachlialinie aelchelien. dem hiesigen Postamt zur Recherche übergeben und werden Ihnen von �.,,.■ i. j,-. o- cr- d-m Resultate Notiz geben. B-- Bezug von 1 Dtzd. aufwärts berechnen w.r broch.rt 2o Pf. 1' 3_ pro Stuck, gebunden 40 Pf. pro Stuck netto gegen baar. Eh. Koch, Stötteritz, wird um seine Adresse gebeten von August licipzig, im August 16.». Zwiebler, Feldstraße 17, Buchau b. Magdeburg. GeN0sseNschasts-BuchdrUckcret„ Quittung. Schbck Hammclspring Schr. 6,59. Arbeiterpartei hier Ann. 6,66. Gb Hamburg Schr 6.66. Bhmr Königsberg Schr. 1,46. Schrmr Lübeck Ab. 11,46. Grllubrgr Nürnberg Ab. 175,66. Hfr Achim Ab. 26,66. Hhn Wien Ab. 4.99. Vr Aicha Ab. 2.32. Ar- bciterbildungsvcrcin Florisdorf Ab. 4,14. Krstn Thonberg Ab. 1,46. Lhmnn Regensburg Schr. 3,55. Rthn Berlin Ann. 1,46. Grd Slöt- teritz Schr. 1,66. Hnng Freiburg Schr. 9,36. Grb Bruel Schr. 3,96. Mllr Burghölzli Ab. 4,16. Dttmr Dannenberg Schr. 3,66. Erlr Sie- benlehn Schr. 3,66. Mttg Altona Ab. 22,56. Lchlr Osnabrück Schr. 6,66. Wß Mühlhauscn Schr. 25,66. Hrbg Würzburg Schr. 25,66. Zchrs Dresden Schr. 7,96. Frh Pforzheim Schr. 2,93. Hß Sonne- bcrg Schr. 6,66. Ercht Zeitz Ab. 6,86. Schueidcrvcrein Augsburg Ann. 6,65. Endrs Augsburg Schr. 2,55. Tw Breslau Schr. 6,55. Mhsm Baltimore Ab. 5,66. Schun Calbe Ab. 16,46. Rbnr Haßlau Ab. 1,73. Gstnr Siebenbrung. Ab. 4,66. Strmpr Essen Schr. 12,56. Rw Altona Ab. 7,66. Anzeigen ze. Annoncen für die Mittwochs-Nummer müssen bis Mon- Aufnahme finden sollen. Annoncen, denen der Betrag nicht bciliegt, u" An WWW», bciliegt, oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, können eine Aufnahme nicht finden Die Expedition deS„Vorwärts"._ >11 f-f iMt f Mittwoch, den 18. Oklbr,, Abends 8>/, Uhr, in Hcinsohus Salon: Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Hart mann._ O. Reimer._[46 Die Versammlung der Mctallarbcitcr-Gcnosscuschaft, findet jeden Sanistag statt bei Herrn Hundgeburlh. ffcayenstr. 49.(F6t) El. Beyer, Ben_[36 Leipzig. p" o i . c z :» -! i « Dresden, 6. Oktober.(Verein der Sattler und Berufs- genossen.) Werthe Collcgen! Vor einiger Zeit wurde dem| Vorstand unseres Vereins vom Ausschuß des Tapeziercr-Ver chandes der Vorschlag gemacht, gemeinschaftlich mit den Tapc zierern ein Fachorgan zu gründen, welches für beide Gewcrk ichasten obligatorisch einzuführen sei. Es wurde diese Angelegen-, heil in einer Reihe von Borstandssitzungen besprochen. Obwohl die Einführung eines solchen Organs einestheils von großem Nutzen und zwar zunächst in agitatorischer Hinsicht sein würde, da durch dasselbe unsere Prinzipien in jeder Werkstatt verbreitet werden sollen, andcrntheils aber, und zwar in pekuniärer Hinsicht, durch das Organ dem Verein große Opfer auferlegt und eine Erhöhung des Monatsbeitrags um 10 Pf. pro Mitglied zur Öcnmt.T Holzarbeiter-Gcwcrks chaft. .1* Sonnabend, den 21. Oktbr.,?lbends>/,9 Uhr, bei Pfeiffer, Wiudmühlenstraße 7. Tagesordnung: 1) Bcrkehrslokal. 2) All- gemeines.— D. Vorsitzende. Mittwoch im Arbeiterbildungsverein>/29 Uhr: Ansschußfihung. Alle Erscheinen.__ D. O.[60 ÄrbeiterbildungSvrrcin.[26 Mittwoch, de» 18. Oklbr., Vortrag von H. Reißer. Donnerstag, den 19. Oktober, Abends> z9 Uhr, bei Pfeiffer, Windmühlenstr. 7: Oeffentliche Sozialistcnversammlnng. Tagesordnung: 1) Sozial-politische Rundschau. Referent: Ramm. 2) Fragckasten-Dcbatte.__ Ter Agent._[56 C�-ffmtfem Donnerstag, den 19. Oktober, Abends 8'/» Uhr, in Burmeister's Salon: Oeffentliche Volksversammlung. Tagesordnung: Die bevorstehenden preußischen Landtagswahlen. Referent: Herr Max Stöhr aus Berlin. Die Parteigenossen werden ersucht, für diese Versammlung zu agiliren.� F. Heerhold.[66 ftJrtftf»-rpf« Sonntag, den 22. Okt., im Saale des H. Frommelt, >/lX1'l, VlU', Nachmittags 3 Uhr: Voiköversaminlung Tagesordnung: Was erwartet der kleine Laudmirth, was der Groß- grundbesitzer und was der Feldarbeiter vom Reichstage. Die Einberufer.[66 Sonnlag, den 22. Öktbr., im Saale des Herrn tzlll-sUf. Fritsche, Nachmittags l/s4 Uhr: Volksversammlung. Tagesordnung: Was erwartet der kleine Landwirth, was der Groß- grundbesitzer, was der Feldarbciter vom Reichstage. Alle Bewohner von Sebcnisch, Görnitz und Kulkwitz werden hierzu srcundlichst eingeladen. Der Einberufer. rrA ltarberstr. 12/11. Es erschien und ist sowohl direkt wie. durch alle Buchhandlungen zn bezichen: Bolkskalender siir 1877. 13 Bogen, gr. 4. Schön ilkullrirt. PreiS: geheftet 50 Pf., gebunden und mit Schreibpapier durch- schösse» ,5 Pf. 10«tiick' geheftet 4,00, 100 Stück 30,00, gegen Baar öder Postvorschuß. Inhalt: Erklärung des Titelbildes. Neuer Kalender und Erklärung desselben. Chronol. Charakteristik des Jahres 1877 und Festrechnung. Die Jahres- zeiten von 1878. Die F-nsternisse von 1877. Büß- und Bcttage. Jü- dische Feste. Wetterprophezeihungen. Kalendcrzeichen. Kalendarium mit Messen und Märkten, Schreibkalcnder, Planctenerscheinungcn, Anekdoten. Unser Planetensystem, mir 3 Bildern. Das Nordlicht, mit 3 Bildern. Selbst vcrrathen, von Hillmann. Menschenähnliche Affen, mit 2 Bildern. Ein Braunschweiger, mit 2 Bildern. Die Erziehung der Kinder, von Joh. Most. Malteo Falcone, von Chamisso. Sinn- gedichte von Lessing. Freiligrath, mit Bild, 4 Gedichte von demselben. Elephantenjagd, mit 1 Bild. Fürstlicher Mcnschcnschacher, von König. Tie Sonne, mit 6 Bildern. Sozialismus und Kommunismus. Ge- dichte von Reuter. Ein Vertrag auf dem Dachstuhl. Ter Dienstmannn, von Otto-Walster. Ter Kampf ums Dasein, init tz�Bildern und einer Jndianergcschichte. Moses und das Geisfcll, von Falk. Der persische Bauer, von Nicolai. Ein Bauernräthsel, von W Blos. Der mensch- liche Verstand und der thierische Instinkt, von Joh. Most. Zu den Reichstagswahlcn. Kandidatenliste. Tabellen: Zeitvergleichungstasel, Portotabclle, Uhrentabelle, Banknotenverzeichuiß, Korn- oder Fruchtrech- nung, Depeschen- und Wechselstempeltarif, Trächtigkeitstabelle, statistische Tafel, die neuen Münzen, Maße und Gewichte. Am Schlüsse befindet sich ein vollständiges Berzeichniß der Messen und Märkte für die betr. Ausgabe,(Nordwesten, Nordosten, Mitteldeutschland und Süden); in. der Ausgabe für Nordwesten auch die Ebbe- und Fluthtabellc der Nordsee. Illustrationen: Erde und Mond. Die Planeten. Die Sonne und die Planeten. Drei Nordlichtbildcr. Schimpanse Und Orang- Utang. Gorillajagd. Gauß; Gauß' Geburtshaus zu Braunschweig. Freiligrath. Elcphanten- Jagd. Zwei Sonnenflecke, zwei Sonnenfackeln, Sonnensturm, Sonne»- finsterniß mit Fackeln und Corona. Buschmann. Hotlcnlottin, Indianer von Mozambique, Zabala-Mann, Amazonas-Indianer, Neuholländer; Apache-Jndianer überfallen einen Wagenzug; Lager der Sioux-Jndiancr am Mississippi. Monatsbildcr. Der Kalender dieut dein Fortschritt in jeder Beziehung. Derselbe ist leicht verkäuflich in Kreisen, welche sonst den alten, mehr oder weniger reaktionären Kalendern überlassen werden müssen. Auch ist derselbe ein kräftiges Agitationsmittel für die Reichstagswahlcn. Bestellungen werden erbeten von av,• B raunsch weig, 27. Juli.__ W. BraSt\X._ Soeben ist erschienen und durch uns zu beziehen: Zur Grund- und Bodenfrage von wUhelm Liedknecht. 2. vervollständigte Auflage. Preis per Exemplar 0,75 Mark. Die Expedition des„Vorwärts". Die Kilial-Erpcdiloren werden ersucht, die überzähligen Exemplare vome __ A!„Vorwärts"(Nr. 1 bis 4) uns per.Kreuzband zu- �. GcMts-ISrvffMttlg. �°"Du°ch"d°?'u»-rwar.°t° S.°ig°n des Ab°n°°m-.« Hierdurch zeige allen Paneigenopen an, daß rch am heutigen Tage: �' v r c»<*• Große Barlingc 19 ein Ladengeschäft, Buch-, Papier-. Schreib- nach dem 1. Oktober wurde unser Vorrath an diesen Utensilien-, 5lürzwanrcn-, Tabak- und Eigarrenhandlung eröffnet M„„,mc'rn ncinrlieft ersttiövst habe. Empfehle zugleich sämmtlichc sozialistische Schriften, ebenso wer- �UMMörN gOllztlCl) eqappfl. den Abonnements auf„Vorwärts",„Neue Welt" und alle sozialistischen Blätter angenommen. Bei Bedarf Halle mich bestens empfohlen Hannover, 15. Oktober 1876. Achtungsvoll 366) Carl Pasch. )ie Expedition des„Vorwärts' Verantwortlicher Redakteur: W. Hasenclevcr in Leipzig. Redaktion und Expedition Färbecstraße 12/11. in Leipzig. Druck und Verlag der GenosjenschaftSbuchdruckcrei in Leipzig.