ü Erscheint in Leipsig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abouncmcntsvrcis iür ganz Teutichland 1 M, 60 Pf. pro Ltuartal. Monats- Abonncmcmö «erden bei allen deutichm Postanstelten ans den 2. und Z. Monat, und auf den s. Monat besonders angmommen i im irbnigr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- ÄUcnburg auch aus den licn Monat des Quarta!? it bi Pfg. Inserate betr. Versammlungen pr. Petitzeile 10 Pf., beir. Prioatangelcgenheiten imd Feste pro Petitzcile 30 Pf. Vtsttllungtn. ib nehmen an alle Pokanftalten und Bnch-.. Handlungen des In- u. Auslandes. I Filial- Expeditione«. f( New-Dort: Soz.-demotr. Genosfen-sr jchastsbuchdruckerei, 154 lllUiicl�e Str.> � Philadelphia: P. Haß, SSV Rortt�r, � g-a Ltrei-t. I. Soll, 1129 Charlotte Str. Itg'' Chicago: A. Lanfcrmann, 296 Dlri-Qf «ion Street. S. San Zranzisco: F. Entz, 419 V'Par-lo. rell Street.-ff London: Banditz, 5 Kassa« Street,.UV Uidhleaex Hospital. Gentrat Grgan der Sozialdemokratie Deutschlands. ie Vi Ze _in Nr. 9. Freitag, 20. Oktober. 1876.!* t:i Parteigenossen! Der Wahlkampf hat begonnen. Um ihn erfolgreich durchführen zu können, brauchen wss Geld— mehr Geld als bisher! Thue Jeder von Euch seine Schuldigkeit. Ermahnt Eure Freunde, welche dij; Freunde der Sache des arbeitenden Volkes sind, daß sie diesmal helfend und fördernd in die Bewegung eiizf greisen. Gilt es doch, bei Gelegenheit der Reichstagswahlen die Gegner des arbeitenden Volkes aus alltK Positionen zu verdrängen und zugleich Heerschcul über unsere Partei zu halten. Gedenket also des Kampfes und der schon gemaßregelten Kämpfer! Alle Gelder sind zu senden an Aug. Geib, Hamburg, Rödingsmarkt 12. Hamburg, 12. Oktober 1876. >. Hartmann. H. Brasch. A. Geib. C. Derossi. I. Auer. e. B n- l Man rcijzc die Wunde aus— rs ist besser, daß sie blutet, als daß der Eiler das Blut vergifte und das Leben in Gefahr kommt. So spricht jeder tüchtige, vernünftige Arzt, in dem Sinne muß auch jeder Politiker, jeder Bolkswirth handeln, der es wohl mit dem Vaterlande und der Menschheit meint. Auch der bekannte Professor Reuleaux huldigt diesem Grund- fatze unbekümmert um die vielen Gegner, die er sich dadurch erwirbt, unbekümmert um die Quacksalber, die gar nicht wollen, daß der Leib des Volkes genese, weil sie nur so lange geduldet werden, weil sie nur so lange ein Schmarotzerleben führen können, so lange, als das Volk krank ist. Ali- Reuleaux zuerst seine Briefe aus Philadelphia veröffent- lichte—, den Versall der deutschen Industrie nachwies und auf die Ursachen desselben hindeutete, als daraus unzweifelhaft her- vorging, daß alle Anklagen, welche man in dieser Beziehung auf die Sozialdemokratie geworfen, völlig unberechtigt seien, da zeterte man in den liberalen und sabrikantlichen Abreisen und nannte den offenen, unbarmherzigen Kritiker einen„Reichsseind". Man sprach von einer Disziplinaruntersuchung, von dem Mißbrauche, den er mit seiner amilichen Stellung getrieben, indem er solche Kritik veröffentlichte, ja man ging sogar so weit— und zwar leistete ein fortschrittliches Blatt in Bremen diese Hcldenthat—, daß man den Tadel der deutschen Industrie und das relatwe Lob, welches dadurch für Frankreich entsprang, mit dem fran- zösischen Ursprung des Namen— Reuleaux— in Verbin- düng brachte. Unsere Reichsfreunde blamirten sich eben auf die jammervollste Weise. Dieser Fluth von Schmähungen ist nun eine etwas ruhigere Stimmung gefolgt. Die Jnteressenwirthschaft beginnt sich zu regen. Die Schutzzöllner rufen das Urtheil Reuleaux an, um Bravo! Bravo! klatschen die„Rcichsfreunde", das war ein Wort; da hat sich Bismarck wie immer schlagfertig bewiesen— im Reichstage aoer würden sie dem„genialen" Ankläger der Sozialdemokratie in Deutschland den Rücken durch einen Schluß- antrag decken, damit ihm von einem Sozialdemokraten nicht fol- gendermaßen geantlvortet würde: „Fürst Bismarck mag ein großer Diplomat sein, er mag Kriege„im Interesse" Preußens oder Deutschlands zu verhindern oder anzuzetteln verstehen— aber von Volkswirthschaft, von der Kulturentwicklung der Nationen versteht der„durchlauchtigste" Herr nicht übermäßig viel. Er hätte allerdings in Deutschland genügendes Feld zum Lernen gehabt; wahrlich nicht schwer war es einzusehen, daß ein an und für sich nicht reiches Land, wie Deutschland, in welchem die Produktion noch nicht in dem Maße entwickelt ist, als in den Nachbarländern, eine solche Fluth von baarcm Gelde nicht vertragen konnte, wie sie in den Jahren 1872— 73 auf dasselbe durch die plötzliche Einlösung der Anleihen von Seiten der deutschen Regierungen und durch die Fundirung des Reichsinvalidenfonds auf Privateisenbahnaktien sich ergoß. Leicht war es einzusehen, daß die seitherigen Besitzer von Staats- papieren nunmehr ihr baares Geld zinsbringcnd wieder unter- bringen wollten; und dies gab die Hauptveranlassung zu den massenhaften und beispiellos leichtsinnigen und betrügerischen Gründungen zu Produktionszwecken. In diesem Gründungs- ficber trat die Gier nach leichtem schnellen Erwerb an alle Be- theiligten heran— was Wunder, daß die Unternehmer von ihren Arbeitern lange Arbeitszeit und ein großes Arbeitsquantum verlangten, damit sie einen größeren pekuniären Erfolg durch schnellen Waarenumsatz erzielten, ohne daß sie auf die Qualität der Arbeit irgend Gewicht legten. Der Rohstoff war schlecht; der Arbeiter, welcher gut, aber langsam arbeitete, wurde entlassen.„Billig und schlecht" lautete die Parole. die Industrie Teutichlands durch hohe Schutzzölle zu retten, die nun die Schuld an dem Rückgang der deutschen In- Freihändler aber deuten darauf hin, day die Produktion allzu- pustrie?" au o lange im Zoll- und Zunftzwang geschmachtet habe, daß alle Doch immer ist die Frage noch nicht beantwortet, weshalb Schranken �baldmöglichst niederzureißen� seien, damit die deutsche � dusche Arbeiter in Amerika sich so glänzend entwickelt— Industrie kein zweites Philadelphia erleide. nun, Reuleaux giebt den Grund selbst an— weil er höheren Lohn Professor Reuleaux hat nun seine krischen Briefe, die za �h�, weil die amerikanischen Fabrikanten guten Rohstoff liefern seiner Zeit m der deuftchen lozialistischen Prcpe ausfuhrlich be- Unt) �jcht auf überrasche, sondern auf gute Arbeit sehen. handelt worden sind, durch einen Vortrag vervollständigt, den ,.!.. or,. er kürzlich in Berlin im Verein für Gcwerbefleiß gehalten■„:(?• cT'. 1$CIL, w'1 hat. Mit großer Sicherheit und Strenge urtheilt er über diel"'" w Aiuerika ebenso heimijch, als unter den ocutichen Ar- .noeii der ein- clneii Staaten beitern in Deutschland, wenn mcht noch in einem erhohtercn Interessant.st es zu erfahren, daß die englische Fabrikation! Grade Die englischen, irischen, ftanzösischen Arbeiter in Nord- der Thonwaaren(Porzellan k:c.) und die amerikanische der halten sich Erdings der sozialistischen Bewegung noch Möbeltischlerei k.:c., die vorbereitende, schwerere Arbeit den � fer.n' l5'c ftl m �lr. �'.ei e'!nen Maschinen uitd die leichtere kunstvollere den Menschenhänden zu- gesagt halten die Fahne des Proletariats in nerviger Hand ertheilt, während in Teutschland die Maschine das Kunstvolle.� r Js!®Ifcr Utl�' nac� �em großen Ziele der macht und dem Arbeiter die kunstlose, aber angreifende Arbeit! Aieltbesreiuiig.....,, des Drebeits iiitällt I Fürst Bismarck möge sich, wenn er uns dies Nicht glauben Tann erfahren wir aus dem Vortrage, daß bei der Fabri- 5"un�e. ,'e'ne� intmwil Rathgebers Wagener, bei kation musikalischer Instrumente in der Nordamerikanischen Union � Dr;■R- 3J?elstr erkundigen, der m solchen Dingen Bescheid weiß drei Viertel der Arbsiter Deutsche sind, und daß gerade diese und noch. kürzlich in seiner sozialpolitischen Correspondenz darauf Industrie auf der Weltausstellung die Bewunderung aller Kenner B"3c>vicicn hat. s. t s.- s. irx hervorgerufen hat. Aber, meinte Professor Reuleaux, man zahlt_ �aunt Ware nun die Ausrede beseitigt, daß die deutfchen auch in Amerika einen bedeutend höheren Lohn, als man das Arbeiter deshalb ui Amerika bcpere Leiswngeil verrichteten, hi« ist.»nd-m- g.», v�ch� Bo�te�ng haben alle>»- d-« ch-»'» D-.tIchl-nd.«°s»-ch mch. «- mM««ww***■*»*. ÄWtt SSSJÄ daß die Preise der Consumartikel dort viel theurer seien, als in Teutschland. Einige sind theurer, andere sind viel billiger, so daß der Arbeiter mit demselben Lohne genau so leben kann, als der in Deutschland, mit höhcrem Lohne aber entsprechend besser. Also die deutschen Arbeiter sind es, welche am Besten arbeiten, welche sich überhaupt„in Amerika zu hoher Vol- lendung entwickeln"— weshalb aeschieht dies in Amerika und nicht im eigenen Vaterlande, wo doch nach dem Dichter die Wurzeln der Kraft sind? Fürst Bismarck, also gefragt, würde keinen Augenblick in Berlegenheit wegen der Antwort sein; so leicht- hin, wie er im Reichstage die sozialdemokratischen Abgeordneten und Agitatoren für die Niederlage der deutschen Industrie und die geringere Produktionskrast der deutschen Arbeiter verantwortlich Textilindustrie in Barmen-Elberfeld, dort wo die meisten Arbeiter Sozialdemokraten sind, eine ruhmvolle Ausnahme gc- macht hätten; sonst aber sei die deutsche Textilindustrie weit hinter Frankreich und vielfach gar hinter Rußland zurückgeblieben. Weiter ist es interessant, aus der Rede des Prof. Reuleaux zu erfahren, daß Amerika in der Maschinenindustrie Großartiges geleistet habe, daß aber einige Zweige des Maschinenbaues, z. B. Geschützmaschinen gänzlich fehlten. Das ist sehr bezeichnend! Obgleich die Amerikaner verschiedene Riesenkanonen zur Ver- thcidigung von Häfen:c. selbst fabrizirt haben und deshalb auch die entsprechenden Maschinen zur Geschützfabrikation produzircn, so haben sie doch, um auf einer friedlichen Weltausstellung kei- Man sieht, daß auch jetzt schon bei dem reaktionär-verworreck' Staatsgctriebe die von den Liberalen so tiefgeschmähte und tick' gehaßte Staats industric der Privatindilstrie den Rang abläuft in Bezug auf gute Produkte. Wahrlich ein Beweis von d� Blüthe der Gesammtindustrie in einem freien sozialistische Staate. Der schlechte Geschmack sei übrigens bei der dentschkl Ausstellung vorherrschend gewesen, so daß die Beschauer hohnvollsten Bemerkungen gemacht hätten. Besonders schmerzlht aber hat es Professor Reuleaux berührt, daß, als ein AusstellT Sachen für Indien, die Türkei und Deutschland ausgestellt Hab» die Sachen für Indien und die Türkei ausgezeichnet gewelr- seien, die für Deutschland bestimmten Sachen aber unter allck Begriff schlecht; und diese Auffassung vom Werthe des deutsche Volkes sei allgemein herrschend gewesen. t- Ties ist wahrhaft beschämend! Das deutsche Volk vcrdift eine solche Auffassung nicht, wohl aber diejenigen, ivelche dr deutschen Landen die unerhörte Schmach von Philadelphia b reitet haben. Nun hätte man wohl annehmen müssen, daß wenigstens st einem Industriezweige„das Volk der Dichter und der Denker exzelliren würde�— nämlich im Buchgewerbe. Prof. Reuleau aber sagt:„Unser Buchgewerbe, das sich bereits lauge zuvo zusammengethan hatte, um würdig vertreten zu werden, und dw in der That auch mit seinen besten Kräften in Amerika erschienei war, hat trotzdem Fiasko gemacht und ist auf jedem Punkte ge schlagen worden. Papier, Typen, Bindung,, kurz Alles ir-* schlechter, als wir es bei anderen Nationen trafen." Also auch noch die Niederlage in einem Gewerbzweige, aZ' den sich die Deutschen so viel zu Gute thaten. Für die Perle" deutschen Geistes vermag die deutsche Industrie nicht einmal ein' entsprechend schöne Schale zu schaffen! Das ist bitter, das trist den deutschen Kritiker selbst schwer, und freudigst berichtet er, da' das Buchgewerbe ihm die Versicherung gegeben habe, daß eir Besserung eintreten würde. Soweit über die hochinteressante Rede.'i Wir wollen nur noch bemerken, daß die Beweise sich thurih hoch fortwährend häufen, daß die Schuldigen an der deutsche» Schmach nicht unter dem arbeitenden Volke, nicht unter de; Sozialdemokraten sich befinden, sondern unter denen, welche lo«- schreiend die Schuld dem Volke und dem Sozialismus aufhafte� möchten. R Die Sonne der Wahrheit bringt es«n den Tag!"r'Arb« vTiNd I Tie beste der Welten. --f n„ Ii In unserm Chemnitzer Parteiorgan finden wir folgende Mit- theilung, von der wir bereits in Nummer 7. Notiz ge-. nommen haben, die es aber verdient, vollständig abgedruckt unt einer kurzen Beleuchtung unterzogen zu werden: _„Chemnitz, 11. Ottober. Ein schweres Iluglück passirte gcsteri g auf�eincm Neubau aii der Martinstraße. Ein Maurer stürzts: in Folge eines Fehltrittes vier Stock hoch vom Gerüste Herabc und fand dadurch seinen Tod. Der Unglückliche, ein noch jungers Mann, war verheirathet und Vater von drei unerzogenen Kiii-> dern.— Zwei Vorübergehende, welche das Unglück mit ansahen.> glaubten, es sei noch Rettting möglich und liefen schleunigst nach' einem Arzte. Ter Zufall führte ihnen auch einen solchen gleichj. auf der Straße in den Weg, nämlich den Dr. Treibmann hier.. Sie gingen denselben um Hilfe an, doch ward dieselbe verwei-' gert und der Herr Doktor setzte seinen Weg fort. Ein Arzt kaiw? also nicht an die Unglücksstelle, dagegen war viel Polizei vor-� Händen. Ein Polizeibeamter, darüber befragt, ob in diesen� Falle ein Arzt verpflichtet gewesen sei, mit zur Uiiglücksstät,;" zu gehen, gab darauf ausweichende Antwort.— Wir mciiif.ZI wenn der Verunglückte noch zu retten gewesen, so hätte dies ,;9yC P/, i inachte, ebenso leichthin würde er jetzt antworten:„Ja, seht Ihr, j nerlei Gedanken an Krieg, wenigstens in ihrer Abtheilung, auf da hat maus. Hier in Deutschland bewirken die Sozialdemo-. kommen zu lassen, von der Schaustellung derartiger Maschinen kraten, daß die Arbeiter schlecht werden; in Amerika ist die Abstand genommen, während-veutschlgiid nicht mir durch Gc- Sozialdemokratie noch von geringer Bedeutung, sie hat noch schützmaschinen, sondern auch durch die Krupp schen Mordinstru keinen größeren Einfluß auf die Arbeiter errungen, deshalb mcnte selbst glanzvoll vertreten war. sind dort die deutschen Arbeiter vorzüglich. Gerade Professor*"•" � s'— Reuleaux beweist, daß ich, jFürst Bismarck, recht hatte, Euch. Dozialdemokratcn verantwortlich zu machen für die gcrinaiy, tYlKnfli"«Königl. Porzellanmanu� Dahingegen war die deutsche Thonwaareniiidüstrie nach dem Ausspruch des Professor Reuleaux„schlecht und miserabel", ein Arzt vermocht, und er wäre daher nöthiger gewesen, als.fe..ri Polizei.— Aerzte sollten doch nicht so interessirt auf ein? w. mühung sein, wenn es einem Menschen gilt, der zwar arnsst 9' und nicht sichere Zahlung garantirt, der aber das einzige Ett.ut welches er besaß, Leben und Gesundheit, für die Gesellschaft auette Spiel setzte und opferte. Dieseni Opfer komuit kein andety r gleich.".seit, Die erzählte Thatsa che spricht für sich selbst. Die an S� J Thatsache geknüpften Reflexionen erheischen einige Bemc�s kungen.„Aerzte sollten nicht so interessirt sein"— mein, unser Parteiorgan. Warum„sollten" sie nicht? Als Menj/n( hätte der Arzt Treibwann allerdings die PflirfrVeriibt. JiilBv hgvm) tyxtHntu1»...'•«/.■fr 1 � �glückten zu Hilfe zu eilen. Was hat die Menschcnpflicht mit Satz: Gleiche Rechte, gleiche Pflichten— keine Rechte ohne? Ponlet(Paris) wünscht Staatsunte •: bürgerlichen Gesellschaft zu thun? Mchts, absolut nichts. Pflichten--. dem Ertrage einer auf die Dividenden ■Ure" iff-in dnä in her mffiMion(Snrnrfii' nirfii nnr.- Das ist die sozialistische Lösung der sozialen Frage. Das ist gelegten Steuer. chre" ist ein Wort, das in der russischen Sprache nicht vor mnt(„Ehre" ist ein französischer Begriff, sagen die Russen); ' enschlichkcit und Herz sind Worte, die in der Nationalöko- inie nicht vorkommen. Jeder für sich. Keiner für den Andern , es sei denn, um Geld zu niachen. Dienst nur für klingenden gcndienst. Das ist bürgerliche Lebensweisheit— und wer ht darnach handelt, macht sich einer„albernen Sentimentalität" huldig. ' 3„Wenn Sie Ihren Bater verhungernd auf der Straße träfen, Ußten Sie nach Ihren Prinzipien ihn ruhig verhungern laffen!" irf einst ein Sozialdemokrat einem bekannten Vertreter des ianchcsterthums ein. Staatsunterstützung und zwar aus der Äktiengesellschaften die allgemeine Harmonie der Interessen. Milan und Rigol verfechten die Errichtung staatlich un- ! abhängiger, aus Arbeitcrmitteln herzustellender Kassen, die aber möglichst nach GMerken getrennt gehalten und diu Syndikats- kämmen» unterworfen werden sollen. Harry(Schuhmacher aus Paris) ist gegen die Staatsunter- . stützung und für Errichtung von Kassen nicht nach Gewerke», Der französische Arbeitercsngrch. in. Paris,!l. Oktober. Am 7. Oktober beschäftigte sich der Congreß mit der Be- sondern uach Gemeinden, Äe unter sich in föderativem Verhält rathung über die Frage der direkten Vertretung des Pro-iniß stehen sollen und auch den Landarbeitern Hilfe zu gewähren letariates im Parlament. Sämmtliche Redner, welche die Angelegenheit behandeln, haben. stimmen in der Anerkenntnis der Nothwcndigkeit überein, daß Hardy und Davignie. Die nämliche Meinung vertreten Merke, Deville, Delayc, Die auf der Tagesordnung der nächsten VersammlunU, der „Eigentlich müßte ich es", lautete die durchaus correcte die Arbeiter für eine zuverlässige Vertretung ihrer Interessen in W »twort. Der Sohn, welcher den verhungernden Vater speist, den Gesetzgebenden Körperschaften sorgen uid behaupten, daß die' vom 10. Oktober, stehende Frage:„Tie Beziehungen der in- geht eine Sünde gegen den heiligen Geist der Bourgeois meisten bisher von ihnen mit Mandaten betrauten Vertreter duftriellcn und der ländlichen Arbeiter" fand ihre Erledigung !kon»mie. ihrer Pflicht nicht genügt haben, ja daß sie, wenn sie die Grund- durch, die Reden von Co-rsin(Portefeuillle-Arbeiter) und Ha- Wer in dem Kampfe der freien Conkurrenz, in dem Krieg! sätze, welche sie, um ihre Wähler zu gewinnm, verkündeten, nach � met,. welche die Organisirung, auch der ländlichen Arbeiter, deren ller gegen Alle zu Boden sinkt, gut, der wird unter die Füße! der Wahl in dem Parlamente verleugnet hätten.— Es werden Aufklärung und Bildung, die Befreiung denselben von priester treten— von Rechts wegen. Und wer ermattet, wird bei Seite von den verschiedenen Rednern verschiedene ZÄrschläge nur über'c-' jU"■>-•, worfen, er mag verschmachten— geschieht ihm recht! Es giebt, die Mittel gemacht, durch welche eine sichere parlamentarische eilich Gesetze, welche die Kinder zur Unterstützung der erwerbs- Vertretung des Proletariates geschafft werden könne. -»fähigen Eltern, die Gemeinden zur Unterstützung der Armen- Albert aus Lyon meint, daß die Candidatenliste des Pro- ! halten, das sind aber schnöde Beschränkungen der freien Eon- � letariats durch eine besonders zu diesem Zweck von den Coope rrenz, frevelhafte Eingriffe in die persönliche Freiheit, welche rativgesellschaftc« gewählte J»iry aufgestellt werden müsse. :m„reaktionären" Staat den Haß der Manchesterleutt zugezogen! Sapin(Le Mans) wünscht, daß das Recht des Gesetzesbe iben, und um derentwillen sie ihn„abschaffen", �in die berühmte! schluß aus den Kammern in die Volksversammlungen verlegt chtlvächter- Gesellschaft auflösen wollen. Der Spruch des rö- ttverde. Die Kammern sollen die Gesetze nur ausarbeiten, die chen Dichters: Wähler aber sie genehnmgen dder verwerfen. �Bomo sum, nihil humani a me alienum puto- Prost aus Dijon. welcher, da er die Abgeordneten Lock- 'Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches halte ich mir fremd jrov und Targä angreist, unter deren Anhängern Lavm her- vorruft, schlägt die Wied«reiNtuhrung des LlstenscrutlniumS(eine .r-d von der Bourgeois-Oek°n°m.e einfach umgekehrt, und die �"welcher nicht D.striktScandidaturcn auigesteltt wer- den, sondern die Parteien offizielle Listen anfertigen, und die- ' jenigen aus den Listen befindlichen Candidaten als cpaväHU gelten, welche die meisten Sttmmen erhalten haben..— Tie Gc ise des konsequenteil Bourgeois ist: ch bin nicht ein Mensch, sondern ein Geschäftsmann, -lies Menschliche halte ich mir fremd. Mit dem Menschlichen sind keine Geschäfte zu machen— na- wählten sind somit nicht von einzelnen Kreisen, sondern von mtlich nicht von Jemand, der so schwachköpfig ist, ein Mensch) ganzen Departements gewählt) vor. Er verlangt, daß stder Mandat- sein. Das . träger bei Uebernahme seines Mandates seinen Wählern seine „dumme Volk" hat sich noch nicht auf die Höhe der- Demission(Verzichterklärung) unterschrieben mit offen gelassenem urgcois- Anschauung emporgeschwungen— es glaubt noch an Datum übergebe, damit dieselben dieses nur auszufüllen haben, »Menschen und beurtheilt noch mit seinem Menschenverstand um im Falle begründeter Unzufriedenheit mit seinem Verhalten, ' n Geschäftsmann nach menschlichen— Vorurtheilen. Zuweilen �»>">•<<>«•foton m Winnen rfm .t das tragische Folgen gehabt. Die Geschichte weiß von Korn- ucherern und Bäckern zu erzählen, die vom Volke getödtet urdex, weil sie— gute Geschäftsleute waren. Das Volk ver- cht eben nichts von der bürgerlichen Ockonomie. Kurz, die bürgerliche Ockonomie kennt keine Menschen, blos ffchäftsleute, die sämmtlich nur den einen Lebenszweck haben: glichst schnell reich zu werden. Warum sollen die Aerzte, Kornwucherer, Bäcker eine Aus- lhmestellung einnehmen? warum mit einem besonderen Maß- ,be gemessen werden?— D>er Arzt, welcher dem Schwer- ihn beseitigen und durch einen anderen ersetzen zu können. Ein Consultativcomite der Wähler soll alle legislativen Boten des Abgeordneten bestimmen. Dem Belgier Feltcsse, der sich hierauf zum Wort gemeldet hat, wird dasselbe nicht eickhcilt, da nach dem BersammlungSge- setze Äusländer sich an der Discussion nicht betheiligcn dürfen. Der sich ob dieses Entscheides erhebende Lärm wird dadurch be- schwichtigt, daß Feltessc selbst auf das Wort verzichtet. Chabert räth Arbeiter zu wählen, deren Urthcil. in prak- tischen Arbeiterfragen vm» hohem Werthe sei nnd empfiehlt für die Errichtung wirklicher Arbeitcrorganc zu wirken. Er habe .rankten, dem Verunglückten den Beistand verweigert, ist um. auf der Durchreise zur Wiener Weltausstellung gesehen, wie in in Haar breit tadelnswerther, als der Tuchhäudler, der dem Augsburg z. B. gewöhnliche Arbeiter, nachdem sie den Tag hin- Lumpen Gehüllten nicht Tuch zu Kleidern schenkt, als der durch gearbeitet, des Abends für ihr sozialistisches Blatt schric- iifier, der dem Straßenbettler nicht gleich ein paar hundert ben und dies mit gutem Erfolge. Ein Gleiches müssp in Frank- licher Bevormundung als gebieterisch nothwendig für die Hebung. ihres geistigen und sittlichen Zustandes verlangten. Eine end- giltige wirthschaftliche Besserung, der Lage des Landproletariats- kann nur die Gemeinsamkeit des Bodenbcptzes herbeiführen. Dies- ist das Ziel, aus das man dir Aufmerksamkeit der Landarbeiter zu lenken, habe. ES wlgcn die Referate den Eommisfionen über dir ihnen unterbreiteten 8 Fragen. Ten wesentlichen Inhalt dieser Rcfe- rate und die aus ihm extrahirttn Forderungen werden wir in der nächsten. Nummer bringen. Wir berichten nur noch, daß zur Ausführung, der Beschlüsse des Congresses und zur Leitung der weiteren Propaganda ein Comits von 11 Perlonen gewählt: worden ist, in dem sich, unter Anderen auch Frl. Andrv befindet.. Der nächste Congreß soll am 2. Oktober 1877 in Lyon ab- gehalten werden. Hierauf spricht Chabert im Namen des Jmtiativcvmites den Delegirten fiir ihre ruhige und würdige Haltung seinen Dank und den. Arbeitern der ganzen Welt die brüder- lichen Gcsinungen der Versammlung aus. Er schließt mit den Worten: �lleberall, wo man arbeitet, und wo man leidet, fordern die Arbeiter einstimmig das Aufhören der Unterdrückung, die Herrschaft des Rechts und der Gerechtigkeit, den Fortichritt„ die Freiheit' unh die allgemeine Republik.— Unter dem Rufe:„Vive la Rä- publiqne!"(Es lebe die Republik)) erheben sich die Tele- girten und schließt der erste französische Arbeitercongrrß. Berichticpurg. Gegen Schluß des Artikels„Hoch.die Brü- der in Frankreich l" in voriger Nummer finden sich zwei Druckfehler, die nur aus einem Theil der Auflag? entfernt werden konnten. Es muß heißen: Virro en travaillaut on rnourir e n eorn- battant!— aler in die Hand drückl. Und doch ist es barbarisch, unmenschlich'. Gewiß U reich geschehen. WWWWWWW das! Cautier will, daß mau nur ganz ausnahmsweise einen ugnen w i r am wenigsten. Aber der Vorwurf der Barbarei, � Vertreter zum zweiten Male wälfle, damit keine parlamentarische er Unmenschlichkeit darf nicht an die falsche Adresse gerichte: Aristokratie geschaffen werde.; , erden. Die heutige Gesellschaft ist es, auf welcher die Herr Defolly und Olligier vertreten im Allgpmeincn die Verantwortlichkeit lastet, und— um Mißdeutungen vorzubeugen. Anschauungen der aufgeführten Redner • c<•.. r_ � A? nt X O V S t i>» 4> 1 CTN V«,(�1 ,•£« 1» t C« Xrtv» 1 1 vt<•» t-\ T f Xrts-„ n ;i das hier gesagt— wenn es einen Stand giebt, der diese larbarei und Unmenschlichkeit zn mildern sich bemüht, so ist es - im Großen und Ganzen— gerade der Stand der Aerzte. Wer die bürgerliche Gesellschaft will, muß diese Barbarei und -imcnschlichkeit mit in Kauf nehmen. Wer diese Barbarei und Unmenschlichkeit nicht will, muß lit den Sozialisten auf Umgestaltung der bürgerlichen Gesellschaft marbeiten. �. c„- Der vorliegende Fall ist noch von einem anderen Gesichts- unkt aus interessant. Er deinonsttirt so recht augenfällig die Hariilonie der Interessen". Der Beruf des Arztes ist, krank- eiten zu verhüten und zu heilen. Dies steht aber in diame- '.alein Widerspruch mit der Stellung, in welche die bürgerliche .esellschaft den Arzt gebracht hat. Je besser er seinen Beruf «füllt, desto schlechter steht es um sein„Geschäft". Je .Nindlicher er Krankheiten verhütet und heilt, desto spärlicher ließt seine Erwerbsquelle; und hat er das Ideal seines Berufs: -c vollständige Verhütung von Krankheiten, erreicht, so muß er ivhungcrn. ÄlWährend also der Beruf des Arztes die Ausrottung der Aeiten zum Ziel hat, erheischt das Geschäft des ArzteS Franknservirung und Vermehrung der Krankheiten. Und wah- st-'Jntcresse des Publikums möglichste Verhütung, liegt im Interesse des Arztes möglichste Verbreitung der Krank- Den Schluß der Sitzung bildet, nachdem ein Protest in der Angelegenheit von Feltesse zurückgewiesen worden ist, die Wahl der Commission zur Ausarbeitung der Resolutionen über die behandeltt Frage. Den Inhalt der Debatten der Versammlungen am 3. Oktober bilden„Produktiv-, Credit- und Consumvereine".— Der erste Redner, der Anstreicher Finance, beweist die Un- fähigkett des Genossenschaftswesens im heutigen Staate das Ar- beiterelend zu beseittgen in einem längeren, gediegenen Vortrage, Politische Uebersicht. — Auffallenderweise hat Fürst Bismarck gegen: deu Re- kreur der.�Deutschen Reichsglockc" blos auf Beleidigung, icht auf Verläumdung geklagt. Es ist dies ein seift: weserit- icher Unterschied, da eine Beleidigungsklage nur die Form, eine VerläumdungSklage dagegen den Inhalt trifft. Wer z. B. Jemand, der gestohlen hat, einen Spitzbuben nennt, macht sich einer Be- leidigung, aber keiner Verleumdung schuldig; bei- der Be- leidigung-klage ist daher der Beweist der Wahrheit als be- langlos aus-geschlosfen. Welcher Art die von der„Deutschen RcichSglocke" gegen den obersten Beamten des deutschen Reichs erhobenen Anklagen sind, ficht man aus nachstehendem Resume der(gut Bismarck'schen) Wiener„Presse", welches in die(ebenfalls gut BiSmarckssche und tadellos reichstreue)„Deutsche Allgemeine Zeitung" übergegangen ist:„Ich mache," so wird der Presse unterm 10. d. aus Berlin geschriebew,„auf eine merkwürdige, gegen den Fürstm Bismarck gerichtete Bewegung aufmerksam, die nächstens viel rarn sich reden in welchem er den allgeincinen Mißerfolg der in Frankreich seit machen durfte. Die Herren v. Dirst-Daber, vr. Rudolf Meyer Consumvrreine, wenigstens insoweit, als sie Interesse für den von 1 Million betheiligt, nachdem der Kanzler auf Arbeiter haben, sich hilfs- und lebensunfähig erwiesen und den Veranlassung des Hrn. Gerson v. Bleichräder das Zu. geistigen Inhalt dieser Bewegung kennzeichne die Haltung standekommen der Gesellschaft bewirkt und sogar be' Schulze's und der Liberalen gegenüber Fraukreich. Während schleunigt habe. Es wird weiter gesagt und ungestraft durch die Sozialisten die Sedanfeicr bekämpfen und damit chre Fric � den Druck die Nachricht verbreitet, aus dem Nachlasse des Hrn. densliebe bekunden, hetzen jene fort und fort gegen Frankreich! v. Wedemeier, der sich erschossen und der kurz vor seinem Tode und zum Kriege. Auch der Erfolg der Gcnossenschaftsbewegung den Kanzler schriftlich gebeten habe, seine Beziehungen zu Hrn. in England sei ein zweifelhafter. Die Pioniere von Rochdale Bleichröder zu lösen, seien Schriftstücke verschwunden, die haben heut nach 2b Jahren einen Geschästsanthcil von nur. auf die Affaire Central-Bodenkredit und Andere» Bezug nähmen. 470 Frcs. und der Reingewinn der Consumvereine betrage pro! Central-Bodenkredit war ein Papier, an dem rasch sehr viel Mitglied jährlich 50 Frcs.— Die Anhänger des Genossen- Geld verdient wurde, und die v. Diest'schen Mittheilungen hxAcn. schaftswesens seien Utopisten. Selbst die Hilfe deZ Staates, des und Andeutungen bezwecken die Erregung des Verdachtes, der Die schlauen Chinesen haben diesen grotesken Zwiespalt de: monarchischen, oder bürgerlich republikanischen— mache die Ge- Fürst habe durch Bleichröder'sche Vermittelung im Interessen durch eine sinnreiche Einrichtung zu beseitigen gesucht, nossenschaftsbewegung nicht nothwendig und förderlich für das j Dienste von Gründern gestanden und dabei große Jede Familie, der ihre Mittel es erlauben, hat einen bestimmten Arbeiterwohl, da bei nicht genügender geistiger und moralischer � Summen verdient. Diese Tieft- Meyer- Gehlsen'schen Ge- Ärtt- statt demselben aber, wie dies bei uns Sitte ist, entweder Selbständigkeit der Arbeiter sich für das selbstische Streben der schichteil werden allerwärts erzählt und man ist des Augenblickes ein Fixum oder das Honorar für die von ihm geheilten oder Staatsleitung leicht mißbrauchen lassen werde. Der Redner gewärtig, wo der Staatsanwalt die Verleumdungsklage for- nicht geheilten Krankheiten zu bezahlen, bezahlt der Chinese! räth den Arbeitten, von cooperativcn Genossenschaften abzusehen muliren wird. Der politische Zweck der Bismarck'schen seinem Arzt nur die gesunden Tage und macht ihm für jeden und die ganze Thätigkeit der Gründung der Syndikats- und Widersacher ist kurz der, ihn zu stürzen. Um diesen Tag der Unpäßlichkeit oder Krankheit einen Abzug. So ist das WiderstandSkaffen und der Agitation für Verkürzung der Ar-> ebenso fein als niederträchtig eingefädelten Jntriguen die Spitze Interesse des Publikums und der Aerzte einigermaßen in Har beitszeit zuzuwenden.„Sie haben,— so schließt er— volle abzubrechen, wäre es allerdings sehr wünschenSwerth, wenn der monie gebracht' der Arzt hat ein Interesse, seinen Clienten bürgerliche Freiheit und ein rein menschliches, weder einen Gotl Strafantrag gegen ihre Urheber so bald wie möglich gestellt .-.....„.Vt— ottt fwrfell- q» ifts-(Staats-) Beamter werden. Als solcher dient er V: Gesammtheit und wird für seine Arbeit entsprechend belohnt. Im.. Interesse ist es, seine Pflicht zu thun; und seine Pflicht zie Arzt ist zugleich seine Pflicht als Mensch. Das Interesse icks Publikums'fällt mit seinem eigenen Interesse zusammen. häe Harmonie der Interessen ist Wahrheit geworden— die dftiale Frage, so weit die Aerzte im Spiel sind, gelost. theilt. würde." So weit bis jetzt bekannt, ist der Strafantrag nur auf Be- leidigung gestellt, geht folglich nicht aus Widerlegung der Anklagen. Eine Verurthcilung wegen Beleidigung würde die Anklagen in voller Kraft bestehen lassen. Bei dieser Gelegenheit Es wird nun ein Telegramm des italienischen Arbeiter ngresses in Rom verlesen, das von Filipperi unterzeichnet,! sei erwähnt, daß wir es hier mit einer Revanche zu thun sranzösischen Arbeiter beglückwünscht. Die Bersaminlung be- haben. Als Fürst Bismarck seinen Streit mit dem Grafen schließt, daß der Gruß telegraphisch erwidert werde, was sofort! Arnim zuerst vor die Oeffentlichkcit zog, enthielten verschiedene co die geschieht. ! dem Fürsten nah stehende Blätter Hindeutungen auf angebliche Die nächsten Redner Lefebre und der Referent Rica ise lichtscheue Geldmanöver Arnim'S. Aber auch nicht die Spur treten für die Genossenschaften ein. eiftes Beweises konnte erbracht werden. Wir sehen, daß Graf Nicaise verlangt die Errichtung einer Commission, welche Arnim nun den Spieß umgedreht hat.— Da.gerade von Arnim die Gründung einer Arbeiterzeitung zu betreiben hat. Nach ihnen sprachen noch Masquin, Pageze und Mar ceau in gleichfalls den Assoziationen geneigtem Sinne. die Rede ist, hier eine Notiz zur Kennzeichnung des famosen „Duells": Nach einer Mittheilung der„Volkszeitung" bestand ursprünglich die Absicht, den Grafen Arnim auch„wegen Ver- N Und nun'erweitere man das Beispiel, dehne es aus auf die Die übliche Tommisfionswahl ist die letzte Arbeit der Ver- untreu ung" bestrafen zu lassen, und zwar weil er einen der doriqen Erwerbs- und Arbeitszweige! Jede gesellschaftlich noth- sammlung an diesem Tage. wendige Arbeit wird Gesellschaftssache; jeder Mensch, der" S"' Gesandtschaft in Paris gehörigen Lehnsessel, in dem seine Tochter gestorben war, als Andenken nach Berlin mitgenommen hatte, nachdem er zuvor den Taxwcrth bezahlt! Der sehr ungünstige ■3� �er Discussion am 9. Oktober über„Pensions- und Ver- d>ne qcse?N�chas'uich nothwcndige Arbeit verrichtet,' wird ft'orgungskassen", welche Herr Amat aus Lyon leitete, tritt Ma-,|.„. W Eesellschaitsbeamter- jeder Arbeitsfähige ist zu arbeiten> linvad aus Limoges gegen die Inanspruchnahme der Unter-— und nichr dem Veruatthciltcn!— Eindruck, den dieser "Mellichaft hat für die höchstmögliche Ausbil-, stützung des gegenwärtigen Staates auf und befürwortet die Er- Prozeß in allen Kreisen, selbst den nationalliberalcn, gemacht w».hin durch solche Details nur noch verstärkt werden.— Ivohlunterrichteter Seite der Renegat Bücher, bisher vortragender Und wir erweitern den Brudergruß im Sinne der französischen! aktion macht daZ Volk wachsam und energisch, der seichte Lib 1' v i oj r. �en Svzialdemo- ralismus schläfert es ein und demoralisirt.— Ja, der Liber j lismus, dieser öffentliche Vertreter des Kapitals, treibt auch ; unseren Gerichtsverhandlungen sein Wesen. Starr, unbeugsc � soll das Gesetz sein— gut, wir haben nichts dagegen. Wer man aber nur einen Blick auf die S ch w u r g e r i ch t s v e r ihandlungen in hiesiger Stadt, die am 13. und 14. Oktob ! stattfanden, so wird man doch eigenthümliche Ansichten erhalte' Am 13. fand die Verhandlung gegen einen Kaufmann weg«, Urkundenfälschung statt; die Geschworenen nahmen mildernd: Umstände an und der betreffende wurde wegen qualisicirte Urkundenfälschung zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt. Ar folgenden Tage sand die Verhandlung gegen den früheren D Rath Bismarck's, zum Staatssecretär ernannt worden sein, und an j Arbeiter: Ewiges Bündniß zwischen die Stelle Bucher's kein Geringerer treten soll als— Wagener.; traten aller Länder! „Wir können's nicht glauben!" stöhnt die„Weserzeitung". Wir sehr wohl.— Rußland sucht noch nach„Gründen", den türkischen i Waffenstillstandsvorschlag, der von den Westmächten, sowie von —„Abschreckend" hat die in München an zwei Menschen Oeftreich für annehmbar erklärt worden ist, zu verwerfen; und vollzogene Todesstrafe nicht gewirkt, da schon drei Tage nach-! die Bismarck'sche Presse hilft nach Kräften auf dieser her ein Mord an dem Hausknecht des Wirthes im Färber- Suche. Beängstigende Gerüchte durchschwirren die Luft, Handel graben verübt worden ist. Man kann vielmehr behaupten, daß'und Wandel vollends ertödtend, und den Börsenwölfen Gelegen- die schaudcrregendcn Schilderungen, welche die Blätter über die heit gebend zur Ausplünderung des Publikums. Bald heißt es haarsträubenden, höchst peinlichen gewaltsamen Vorgänge bei der„Väterchen" Alexander wolle abdanken, oder werde abgedankt, HinrichtungdeSRufgcbracht.dicGemütherdcrZuschaucrverwirrtund bald, die Russen seien bereits in die Türkei einmarschirt. Letz- Mordgedanken wachgerufen haben.— lieber ein Nachspiel der � teres ist nun eigentlich eine alte Geschichte, denn die serbische reftor des Pinnebergcr Eisenwerks„Union" und gegen seine Hinrichtung bringt die„Frankfurter Zeitung" eine höchst in Armee ist ja längst eine russische Armee. Die Londoner„Times" Buchhalter ebenfalls wegen Urkundenfälschung statt. Der D' tcressante Betrachtung, in welcher es folgendermaßen heißt:„Die faselt von einem Bündniß Preußijch-Deutschlands mit England— rcktor wurde unter Annahme mildernder Umstände Wege beiden Hingerichteten wurden in bcrcitgchaltcne Särge gelegt. Bismarck werde dadurch den Weltftieden sichern. Wenn Bismarck wiederholter qualificirtcr Urkundenfälschung bei großer Er und sofort von der Richtstätte weg in die Anatomie gefahren, nur nicht die russisch- französische Allianz am Halse hätte und; heblichkeit des angerichteten Schadens zu drei Monaten un um dort zu Studien benützt zu werden. Mit der Hinrichtung(„mit gebundener Marschroute" marschirte! sein Helfershelfer zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die mss ._' dernden Umstände wurden dadurch motivirt, daß der Direktcl moralisch nicht als der allein Schuldige zu betrachten se — Das Parteiblaft„Vorwärts", welches in Basel bis setz An demselben Tage wurde ein 60jährigcr Seilermeister erschien, ist durch polizeiliche Maßregeln am Weitererscheinen da er durch falsche Vorspiegelungen sich Logis un' vorläufig verhindert worden. Beköstigung auf Credit zu verschaffen gewußt hatte, unte Ausschluß mildernder Umstände wegen Betrugs im Rii,£ — Zu dem in Breslau zu Anfang der Woche tagenden falle zu einem Jahr Zuchthaus und 150 M. Geldbuße et als eine rechtliche Folge des Todesurthcils betrachten wollte. Verbandstage der deutichcn Gcwcrkvereine, zu> noch einem Monat Zuchthaus verurtheilt. Wahr mag es sein Durch das Erleiden der gesetzlichen Strafe gelangt jeder Vcr- welchem Dr. Max Hirsch, der Vcrbandsanwalt, nicht erschienen � daß der Betriebsdirektor der Pinneberger„Union" vom Stand brecher wieder zu seinem Rechte. Mit dem Niederfallen des war, hatten sich„ganze" 23 Telegirte eingefunden. Das nenntt punkte der Moral Mithelfer an dem Verbrechen an seinen Mit Beiles hört�die weltliche Rcchtsgcwalt auf, die Strafe ist voll- � Nathan Schlesinger jedenfalls eine„sehr große Anzahl" und gründern gehabt hat, daß deshalb auch mildernde Umstände Ruf's soll sogar so lange gezögert worden sein, bis der Wagen, Welcher die Leiche Gläsgen's in die Anatomie gebracht hatte, wieder zurückgekommen war. Allein die Hauptfrage ist: woher leitet die Staatsbehörde das Recht, mit dem Körper eines Hin- gerichteten in solcher Weise zu verfahren? Kein Strafgesetzbuch enthält ein derartiges Verfügungsrecht über die Leichname Hin- gerichteter, was doch selbst dann sein müßte, wenn man dasselbe zogen, der Verbrecher hat dem Gesetz volle Genüge geleistet, und � einen bewundernswerthen Fortschritt. was Jemand noch gegen ihn unternehmen wollte, jede beschim- pfende Behandlung des Leichnams zc., wozu die eigenmächtige Ablieferung in die Anatomie gehört, erscheint als eine gesetz- widrige Schmach, verübt gegen Jemand, welchen der Scharf- � richter wieder mit dem Gesetz versöhnt hat. Wohl können aus polizeilichen Rücksichten gewisse Vorkehrungen über das Ver- bringen der Leiche zur Grabstätte:c. getroffen werden; allein eine Dispositton, wache den Menschen gleichsam zu einer Sache macht, mit der man schalten und walten kann, ist rechtlich nicht zu begründen, selbst wenn man das Interesse der medizinischen Wissenschaft zu Hilfe nchm.m wollte, da mit diesem Argument der Staat füglich über den Leichnam eines jeden Staatsbürgers, dessen Todcskranheit vielleicht einen„interessanten" Fall bildet, herfallen könnte."— Das Eine ist nur erfreulich, daß diese in München stattgefundene Hinrichtung nach allen Seiten hin und von allen Seiten eine verdammende Beleuchtung erfahren hat, so daß man sieht, daß die deutsche Nation in ihrer überwiegen- den Majorität Gegnerin der Todesstrafe ist, und daß außer den wenigen Personen im Volke nur einzelne deutsche Staatsmänner und die Frömmler auf dem mittelalterlichen Standpunkt des Lopfabschlagcns sich noch befinden. Cornspimdenzeu. — Die Spitzbüberei und die Demoralisation unter den russischen Beamten und Würdenträgern ist weltbe- .kannt. Ein Fürst Wladiniir Meschtschersky, welcher in Serbien auf dem Kriegsschauplatz weilt, führt bittere Beschwerden in ver- schiedenen Telegrammen an russische Blätter über die Leitung der Gesellschaft des rothen Kreuzes, zur Pflege der Kranken und Verwundeten. Die Verwundeten entoehren der Wäsche und fast aller nothwendigen Dinge, und wörtlich heißt es dann weiter: „Es ist unbegreiflich wohin das für die Verwundeten destimmtc Geld kommt. Die Ehre des russischen Namens fordert eine unverzügliche Aufklärung über diesen Gegenstand." — Der gute Fürst! Was heißt:„Ehre des russischen Namens" — diese Ehre ist die Ehre des Räubers; der russische Staat ist ein Raubstaat und die russischen Würdenträger plündern gleichfalls, wo sie nur können. Zeigt uns dies doch der gute Fürst selbst durch seine Telegramme. Die Freundschaft Rußlands für Ser- dien ist in hohen und niederen Regionen die der Katze, welche .mit der Maus spielt. Daß die Russen ihren befreundeten ver mündeten Serben sogar die Hemden vom Leib stehlen, ist eben acht— russisch. — Bündnisse. Das Drcikaiser-Bündniß ist glücklich in die Brüche gegangen, und aus den Zeitungen verschwunden; nur dann und wann thut noch ein besonders unverfrorenes Reptil, als ob das Ding am Leben wäre oder je gelebt hätte. Zwei der„verbündeten" Kaiser suchen sich Bundesgenossen gegen den dritten der„verbündeten" Kaiser und dessen Bundesgenossen. Da Preußisch-Deutschland nicht stark genug ist, für„Väterchen" gleichzeitig Frankreich und Oesterreich lahm zu legen, so stiebert man nach einem Helfershelfer herum und ist dabei auf Italien verfallen. Ob das projektirte rusfifch-preußisch-italienische Bünd- miß zu Stande kommen wird', dürfte indcß zu bezweifeln sein. Dem landhungrigen Victor Enianuel ist Alles zuzutrauen, daß .aber die Sympathien des italienischen Volkes nicht den Geg- ncrn Frankreichs gehören, hat der Krieg von 1870/71 gezeigt. And dieser Tage hat sich'» wieder gezeigt, wie warm das Herz der italienischen Arbeiter für die Brüder in Frankreich schlägt. Während die nordische Diplomatie ihre lichtscheue Kunst übt, um dynastische Allianzen zum Verderben der Völker zu knüpfen, wurde von den Arbeitern Frankreichs und Italiens bei hellen Tageslicht eine Allianz geschlossen, die der Menschheit Kur zum Heile gereichen kann und vielleicht bestimmt ist, jene dynastische Allianz zu zerreißen. Gleichzeitig mit dem französischen Ar- deitercongrcß in Paris tagte ein italienischer Arbeitercongreß in Rom. Am 8. d. schickte letzterer an ersteren folgendes Tele- gramm: Paris— Rom, 8. Oktober 1876, 10 Uhr 50 Minuten. Präsident des Arbeiter- Congresies, Paris, Rue Arras. Der Vorstand des vierzehnten italienischen Arbeiter-Congreffes ent- .bietet den französischen Arbeitern Brudergruß. Für den Vorstand: Filipperi. Die Verlesung dieser Depesche rief bei den Empfängern einen Sturm der Begeisterung hervor. Die Mitglieder und Besucher des Congreffes brachen.in rauschende Frcudcnbezeigungen und in den Ruf aus: Es lebe Italien! Der Vorsitzende, Chabert, schlug vor, umgehend zu antworten, was auch angenommen ward, nachdem ein Arbeiter zu allgemeiner Heiterkeit bemerkt hatte:„das(Telegramm von Rom) ist besser als der päpstliche Segen!" Sogleich ward nachstehendes Telegramm entworfen und abgesendet: Filipperi, Borstand des italienischen Arbeiter-Congreffes, für die italienischen Arbeiter, Rom. Die französischen Arbeiter sen- den ihren italienischen Brüdern brüderlichen Gruß; ewiges Bündniß zwischen der italienischen und fran- F. Kamburg, 14. Oktober. Während in Hamburg und wohl in ganz Deutschland die Glanzperiode des echten Cri-Cri vor über ist, scheint ein anderes Cri-Cri auftauchen zu wollen: das monotone Gekläff der liberalen Zeitungs-Wadenkneifer gegen die Sozialdemokratie. In Hamburg-Altona speziell haben sich nicht weniger als ein halbes Dutzend ehrenwcrther Preßorganc(ehren- Werth sind sie alle!) brüderlich zum Wettkampf gegen die Ar- beiterbewegung verschworen. Hui, wird da entstellt, wird da gefabelt und gefaselt, nur um die langen Spalten zur Begeiferung des Sozialismus zu füllen. Um das halbe Dutzend zur bösen Sieben heranzubilden, hat sich neuerdings auch die Anstands- dame Reform, geführt von dem streitlustigen Dr. Lindwurm, wieder auf den Kampfplatz begeben. Sie läßt durch ihren Galan einen unsrer Redner nach dem andern kritisiren oder maltraitiren, wie man's nennen will, alle» zu Ehren der höheren Rhetorik, aus deren Wolken Dr. Lindwurm auf Anlaß des wurmstichigen„Vereins zur Verbreitung von Volksbildung" vor nicht langer Zeit unsanft gefallen ist. Ob das so fort gehen wird?— Schwerlich, denn schon ist Dr. Lindwurm aufgefordert worden, auf dem neutralen Boden des hiesigen Arbeiterbildungs- Vereins eine Lanze mit den Sozialdemokraten, insbesondere mit Geib, zu brechen, und heißt es heute, daß dieses Redeturnicr im November erfolgen werde. Wir wissen zwar, daß solche Rede- duelle nie zum Ziele, zu einer vollen Verständigung führen, aber wir stimmen trotzdem einem Ausspruche eines Freundes zu: „Nützt es nichts, so schadet's auch nicht, interessant ist es immerhin." Ob wir auch in Volksversammlungen Gegner finden werden, ist stark zu bezweifeln, obwohl zur Förderung der poli- tischen Bewegung sehr zu wünschen. Unsre Zünftler verkriechen sich unter das Schurzfell der ehrsamen Gcwerbekammer und zanken sich wacker über ihre eignen politischen und gewerblichen Sünden. Der alte Zunftverfechter Schwendt hat nämlich unfern tänzelnden Reichstagsschmidt für seine Ideen breitgeschlagen, was den weniger reaktionären Handwerkern ein Greuel ist, wenn sie sonst auch für kriminalrechtliche Bestrafung des Contraktbruches sind und sich freuen, daß dieser Wunsch jetzt überall auf den Zungen der Nationalliberalen— ach, wie bald auch der Fort- schrittler— schwebt. Herr Vivie, welcher noch immer kein Sc- nator geworden ist, gilt als der Kampfhahn dieser„aufgeklärten Gewerbtreibendcn", nur schade, daß er keine Reichstagscandidatur annehmen will. Sonst könnte Schmidt ohne weiteres den Ge- heimrath Nieberding und andere, ihm holde Gönner im Reichs- tage ansingen:„An allen meinen Leiden, o weh, o weh, o weh, — daß ich Euch jetzt muß meiden, trägt Schuld der Viviö!" Uebrigcns mit Hinblick auf den Stand der Dinge im hiesigen zweiten Wahlkreise würde der zweite Vers lauten:„Hinweg mit allen Klagen, juchhe, juchhe, juchhe, wird Hartmann ihn doch schlagen mit Glanz, den Biviö!" Doch genug der schlechten Verse, zumal jüngst erst die Oberammergauer Passionsspieler, welche hier die bigotte Bourgeoisie um einige tausend Thalcr erleichterten, in lieblicher gebundener Rede das ganze Evangelium St. Matthäi unter die Menschen brachten. Vielleicht schreibe ich Ihnen bald mehr, und wenn» auch nur von der seligen Königin Louise ist, über welche nächstens Herr Pastor Hirsch in einer der „Abendunterhaltungen für Arbeiterinnen" reden wird. Ist es doch gar zu spaßig, die Arbeiterinnen im Geiste zur„steilen Höhe", wo Fürsten und Fürstinnen stehen oder einstmals stunden, wie der geschundene Raubritter sagt, hingeführt zu sehen. Und nun ade!— Nein noch eins:„Gänzliche politische Verkommen- heit kann den Deutsch-Conservativen irgendwo Wahlsiege in Aus- ficht stellen"— so schreiben die hiesigen nationalliberalen Nach- richten. Wenn das Bismarck oder Eulenburg wüßte! Aber vielleicht ist's ihnen Wurst, alles— nationalliberal und conser- vativ—„Knoblochs"wurst! s.Attona, 15. Oktober. Die Confusion unter den„Parteien" der besitzenden Klasse hier in unserer Gegend ist bezüglich der Wahlen ungemein groß. Die einzelnen Personen, welche zu den Wahlcomitss hinzugezogen werden, wissen gar nicht, welcher Partei sie„anverwandt und zugethan" sind. So stehen im benachbarten Kreise Stormarn(Wandsbeck-Oldesloe) unter einem Aufruf an die Urwähler des Kreises, welcher für die Caudidatur des conservativen Landraths von Levetzau geschrieben ist, meh- rere Namen, die vor drei Jahre» unter den Wahlaufrufen für den fortschrittlichen Candidaten Dr Lutteroth sich befanden. Ja, einer der Herren, welche im engeren Wahlkreise für den con- scrvativen Candidaten öffentlich durch Namensunterschrift ein- traten, stand vor sechs Wochen unter einem Aufruf au die libe- ralen Wähler, welcher vom„Haupthänel" der Fortschrittspartei verfaßt war. Man sieht also, wie unverantwortlich der politische Verstand der deutschen Spießbürger von den liberalen Koryphä?»- Jeder muß seine Schuldigkeit thun. verkleistert worden, oder wie kolossal die Gesinnungslosigkeit von! Mit sozialdemokratischem Gruß dem Liberalismus in das deutsche Volk getragen ist.— Ist heute Friedrich Langer noch ein radikaler Fortschritt unmöglich, wie man�vielfach be-((Anmerkung der Redaktion. Es ist allerdings richti * z ö si s ch en Demokratie._ Für den Congreß: Ter Tages-Prüsident Chabert. i hauptet, so wäre es wahrlich gut, wenn eine starre Reaktion dem' daß die Polizeibehörden nicht unter dem Obertribunal stehe Ter Jubel, den.dieses Telegramm in Rom hervorrief, ent faulen Liberalismus ein jähes Ende bereitete, damit das Volk daß sie vielmehr den Anordnungen der oberen Verwaltungsb sprach dem Jubel, welchen das römische Telegramm in Paris erwache und sich nimmermebr van. Stelleniäaer anzunehmen waren; aber hatte der 60jährige Seilermeister nich auch einen moralisch Mitschuldigen an seinem Vergehen? Mögai sich die Herren Geschworenen an ihre Brust schlagen und sag/s i„Herr, ich danke Dir, daß ich nicht bin wie jener„Betrüge"� i— aber oennoch bleibt es wahr, daß die gesammte Gese.. schaft, zu der doch die Herren Geschworenen auch gehören, Haupt-Mitschuldige des„Betrügers" ist. Wenn man wegen n moralischen Mitschuld Anderer an einem Vergehen oder V brechen mildernde Umstände annimmt, so muß man dies b� jedem Vergehen oder Verbrechen thun, da es ohne moralisch Mitschuld Anderer gar kein Vergehen oder Verbrechen giels Dies den Herren Geschwornen in hiesiger Stadt zur Beachtrnu cigenthümlich aber ist es, daß man bei den betrügerischen Kau leuten, die die Urkundenfälschung zum Zwecke ihrer Bereiche rung vornahmen, mildernde Umstände annahm, während mai sie bei dem Arbeiter, der betrog, um zu essen und zu schlafen, verweigerte. Das spornt zum Nachdenken über den Wert' oder Unwerth der bürgerlichen Geschwornengerichte an. Itzehoe- Keide.(An die Parteigenossen im fünfte: schleswig-holsteinischen Wahlkreise.) Angesichts der be- vorstehenden Wahl zum deutschen Reichstage ist es unsere Pflicht wollen wir Erfolge erzielen, uns zu organisiren, um tüchti agitiren zu können; denn wir haben es mit zwei mächtiger Parteien zu thun— den Liberalen und der Landespartei. Paw teigenoffeu! Wir ersuchen Euch: bildet allenthalben Wahlcomitä und sucht durch Wort und Schrift in den umliegenden Orten- agitiren. Vor allen Dingen aber ist es nothwendig, Geldmit- zu beschaffen— wir appelliren daher an Euren Opfermut' iucht ferner Eure Freunde und Bekannte, wenn sie weiter nie thun können, zu bewegen, ein kleines Opfer zu bringen, l' stehen ja nicht, wie den Gegnern, Gcldsack und sonstige Mack mittel zur Verfügung steht. Thut also Eure Schuldigkeit! Im Oktober 1876. Das Wahlcomtztö: C. Kreuzberg, R. Schreck, I. Klassen, in Itzehoe. W. Off, H. Olde, W. Off, in Heide. RB. Gelder sind aus den Orten des Kreises Steinburg � I. Klassen, Tischler in Itzehoe, hinterm Sandberg bei Sch macher Rathjens, zu senden.— Aus den Orten Norder-.. Süderdithmarschens sende man Gelder an H. Off in Heide,, Himmelreich. D. O. Zleuhof bei Warschau.(Warnung.) 36 Zimmerleute habe» hier am 7. Oktober dw Arbeit niedergelegt, weil ihnen der aus bedungene Lohn nicht ausgezahlt worden ist. Die meisten diese Zimmcrleute— sämmtlich Deutsche— sind durch die Dortmunde Union hierher nach Rußland geschickt worden, mit dem Bei sprechen, sie sollten pro Tag 15 Sgr. über den in Dortmuu üblichen Lohn bekommen. Diese Zusage hat die ehrenwertye Union aber nicht gehalten, weshalb die Arbeitseinstellung erfolc ist. Der Lohn, welchen unsere so schmählich Hintergangenen,' einem fremden Lande sich befindenden Kameraden bekomm reicht kaum zum Leben hin, so daß dieselben fast gezwuw sind, betteln zu gehen. Es werden hiermit alle deutschen merleute vor solchen Verlockungen, im Auslande Arbeit nehmen, gewarnt. O. Kapell. ÜB. Alle Arbeiterblätter werden ersucht. Obiges aufzunehmen. Zeitz, 11. Oktober. Am 26. August hatten wir eine gut be suchte Versammlung, in welcher Herr Zwiebler aus Magdeburg rcfcrirte. Als Tagesordnung war aufgestellt: Der Wahlaufruf liberaler Koryphäen. Nach Beendigung des trefflichen Vortrags, der sehr guten Anklang fand, wurde die Versamuttung auf 10 Minuten vertagt. Es wurde darauf der Antrag aus der Ver sammlung gestellt, zur Deckung der Kosten eine Tellersammlung zu veranstalten. Der Vorsitzende ließ abstimmen und der Antrag wurde einstimmig angenommen. Darauf erhob sich das über- wachende Organ der Polizei von seinem Sitze und— löste d' Versammlung auf. Es ist merkwürdig, daß man in Zeitz d Tellersammlung nicht gestatten will, trotz des ObcrtribunaisI schlusses, welcher dahin geht, daß die öffentlichen Sammlung für Bereinszwecke oder zur Deckung der Kosten einer Versanr lung nicht unter die Kategorie der Collecten zu rechnen sei welche in Preußen die Genehmigung der Bezirksrcgierung fordern. Der Commissar erklärte, daß er sich um den Ober. bunalsbeschluß nicht kümmere, derselbe habe auch keine Giltigk für die Polizeibehörden der Provinz Sachsen. Sollten wirkt in der Provinz Sachsen noch Ausnahmegesetze bestehen? Genossen! Es ist nun an der Zeit, daß wir uns trot dieser Schwierigkeiten rühren, damit wir bei der bevorftc. Reichstagswahl unseren Gegnern beweisen, daß wir uns fühlen, gegen dieselben in den Wahlkampf zu treten. Da. auf, Ihr Arbeiter, es ist nur noch kurze Zeit bis zur Wa sie in ihrem eigenen Interesse thun— dann müßten sie auch . räch den Intentionen des höchsten Gerichts handeln. Die Par- �g�cigenosscn in Zeitz thun gut, mit Hinweis auf den Obertribu- ' lalsbcschluß sich zunächst bei dem Landrathsamt zu beschweren, •Hanil bei der Regierung zu Merseburg, dann— wenn dies nicht unsilft— bei dem Ministerium des Innern und schließlich beim ��preußischen Abgeordnctenhause in Form einer Petition wegen nbcrletzten Rechts.) . e hl Raiigehende Schristni find durch die Exyedilion de«„Vorwärt«- zu juliezieheu: > Armen- und Heimathsgesetzzebung....... Mark I. 50. ��Ausschlüsse über die badische Revolution von 1849.... 1. bv. ' Kevel» Ä., Unsere Ziele. S.Auflage........—.25. ,-- Reichdtagirede 1876(Hilsdlassenzesetz)......—.10 •Ol-- Bauernkrieg............. 2.—. kecker, B., Der alte und der neue Jesuiti«mu».....—.CO tt-- Briefe deutscher Bettelpatrioten. In 5 Lies, a...—, 75. ge-- Die Reaktion in Deutschland gegen die Revolution v. 1848 2. 25. >k,-- Mißbrauch der Nationalitätenlehre....... 1.—. •-- St. Fourier...............—.30. -- Geschichte der Arbeiter-Agitation F. Lassalle«. In 5 Lief, ü—. CO ,-- Geschichte der revolutionären Pariser Commune 1783—94 2.—. »ccker, I. PH., Wie und Wann?......... 2. 70. .,-- Vorbote. Toz.-pol. Menatschrist.(6 Jahrgänge, .eib 1886-1871).............. S.— �Äergmanni Zluch. Bericht über de» Delegirtentag sächsischer ! h Berg» uud Hüttenarbeiter zu Zwickau 1874....—. 20. nklos, SB., Unsere Preßzustände..........—.20. ;n-- Blut und Eisen od. die Entstehung d. Kriege» von 1366—. 50. -- Zur Seschichie der Eommune von Pari».....—.40. -- Die Revolution zu Mainz 17S2— 1733 60 Aoruttau, Religion und Soziali«mu»........—.50. IZracke, W., Der Lassalle'sche Vorschlag........—. 50. — Nieder mit den Sozialdemokraten.......—.15. Jchirgerkrieg in Frankreich............—.25, • s iristeuthum und Losialismu». Sine religidse Polemik Mark—. 15. '�..vilehegesei,............... 1.-. 'illurkompf und Zlollroschule in Preuße».......—. 20. chdekind, vr. Fr., Prozeß Siever? gegen Bogel v. Falkeustein 1.—. -l r arme Konrad. Jllufirirter Kalender für da» arbeitende Boll. 1877. b'vch. 40 Pf., gebd.......—.60. �'itt kraonschweiger Ausschuß der sozial-demokratischeu Ar« j beiterpartei in Lätzen und vor Gericht 1871.... 1. 25. isi» parlamentarische Khätigdrit de» deutschen Reichdtag» und der Landtage und die Sozialdemokratie......—. 15. uiie pollüschule und deie Lage ihrer Lehrer in der Provinz Preußen—. 15 l.Retzge«, National-Ökonomische«..........—.05 'u—— Die bürgerliche Gesellschaft.........—.10. t-- Die Religion der Sozialdemokratie. 5 Kanzelreden.—. 20. ' �-- Da» Wesen der menschlicheu Kopfarbeit..... 1. 60. Iisfidenlenzeseh................—.20. l'|l#uai, vr. A., ABT de« Wissen» für die Denkenden. 2. Aufl.—. 15. 'h-- Antwort an den Bekenner de» Theiimu».....—.10. -- Kindergarten u. Pollischule al« sozialtemokr. Anstalten—. 25. lCftatius, I.®., Kamps de» großen und kleinen Kapital»..—, 25. cfinkommeusteucrgesel»............. 1,—. jBgel», F., Zur Wohnungsfrage. 3 Heft.......—.45 j)-- Die Bakunisten an der Arbeit........—.15 f,-- Ter deutsche Bauernkrieg..........—. 50. -- Soziale»«u« Rußland...........—.15. .*ra— Preußischer Schnap« im deutschen Reichstage....—. 10. m innernug an Herwegb............—.10 L eundt, L., Titanen und Pygmäen......... 4. 80. likr und wider dir Kommune...........—.15. aloenkblait an de Bereiuigung der deutschen Sozialdemokratie ch aus dem Eongreß zu Gotda 1875....... 1. 50. UQ— Photographie(Kabinet«zr.).........—.60, w Ts**.•;«««<% a........# lgeb......—. 75. ,* s brach.....—.50. 'sSeiser, Die Forderungen de« Soztaliimu» an Gegenwart und Zukunft..............—.60. öStneraladstimmuugoliste de« deutsch. Reichstag« v. 1867—73. 2.—. -- Nachtrag von 1873—76.......... 1. 40. 'enossenschastogeseh(BundeSgesetz)......... 1. 40. �zerdeorduung für da« deutsche Reich........ 1. 50. »/deordnung................ 1. 50. •, cplfäch am Kachelofen.............—.50. 'lt lenclever, Wilh., Liebe,''eben, Kamps(Gedichte)....—. 40. iniut[, Frei« Gedanlen(Gedichte)..........—.10. lepner, Ad., Meine 3>/,jährige Leipziger Polizeicampagne..—. 60. Ujerr». Treitschke, der Soziallstentödter, und die Endziele de» H Lideralismu»..............—.25. eiillmann, Die internst. Arbeiter-Assoziation 1864—71, ihre '■a Geschichte, Programm und Thätigkeit......—.15. — Praktische Emanzipationswinke........—.15. 'x-— Die Organisation der Massen........—.25. �Ilsokassengtsth, 3 Hefte, ä 0,15 M.........—.45. lz»rsltz, Die angeblichen sozialen Theorie« und die wirklich« lies. Bestrebungen de» Herrn Bakunin.......—.15. c i— die Parteivresse, ihre Bedeutung und Orgauisatioa..—. 30. U-hodi, L., S» werde Licht(Poesien).........—. 50. i ÄtZch Die Idee der Enlwickelung. 2 Bde. ä..... 1.—, Joh., Da» Ziel der Arbeiterbewegung.....—.20. F�ppschaftoKaffenwesen vor dem deutschen Reichstag...—. 12. z'.omplot gegen die Intern. Arb.> Assoziation,»u« dem. Französischen übersetzt von Kok»«ky...... 1. 25. vfönig, Schwarze Kabinette............—.75. Prasser, vr. F., Anti.Syllabu»(Gedicht).......—.05. -- Loterum ccnseo(Gedicht).........—. Oi. �Uunst und Softalismus.............—.15. �ange, Arbeiterfrage.............. 4.—. /assaste, F., Arbeitersrage............—.15. .-- Ueber VersassungSwesen...........—.20. -- An die Arbeiter Berlin»..........—.10. !-- Offene« Antwortschreiben..........—. 08. :]-- Fichte'» Philosophie............—.25. • ai.— Arbeiterlesebuch.............— ,30. > In— Arbeiterprogramm............—.10. i Mo— Die Wissenschaft und die Arbeiter.......—.15. er'ttb, A., Der Normalardeitttag. >e-- Gedichte i flcsi— Sriminalprozeß, III. Instanz.........—.30. * Lf.— fei# Bresse ic...........— 15» H(C1— Die Feste, die Presse ,e...........—.15. — Bastiat Schulze.............—.50. - Indirekte Steuern............—.40. ' 9e'u- Düsseldorfer Prozeß............—.15 .1 l£ Düsseldorjer«ssisjcnrede..........—.20. 's 3ofh und Thaten de» General JaroSla» Dombrowski(die '.>al Kämpfe der Pariser Commane) 1. u. 2. Heft, ü..—. 20. ;]-niger Kochverrath, prozeß............ 3.—. t eziiffcht, W., Zu Trutz und Schutz........—.20. ' iv Gescder die politische Stellung der Sozialdemokratie..—. 15. bat Assisen ist Macht— Macht ift Wissen 2. Aufl...—. 25. .i.. mRetchStagerede 18i4..........—• 15. Zur Giund« und Bodenfrage 2. Aufl.......—.75. —. 75. -. 30. —. 30. 15. -. 25. 9. 1. 50. 4.—. 1 Jtlofl, Liederbuch, gbd. 40 Pf, broch.........—.30. -- Die Pariser Eommune vor den Berliner Gerichten..—.60. -- Sammlung von Reich»- Gesetzen: 1. Heft: Gewerbeordnung..........—.25. 2. Hest: Freizügigkeit»-, Impf-, Lohnbeschlagnghme« und Haftpflicht- Gesetz........—. 15. -- Kapital und Arbeit............—.50. —— Bastille am Plötzenset...........—.60. -- Der Kleiubürger und die Sozialdemokratie.....—.50. -- Die Lösung der sozialen Frage........—.40 Vtto-Walster, A., Allerhand Proletarier. Eine HauSgeschichte.—. 40. -- Rienzi. Drama in 5 Auszügen........—.30. -- Am Webstuhl der Zeit. Soz. Roman...... 3.—. -- Eine mittelalterliche Internationale. Histor. Novelle.—. 75. Photographien: Auer, Bebel, Bracke, Blo», Demmler, Dietzgen, Feuerbach, Geib, A. Gögg, Hasenclcoer, Hassclmaun, Hepner, Engel», Heß, Herwcgh, Hirsch, I. Jacobv, Lassalle, Lange, Liedknecht, Marx, Most, Mottelcr, Py. Becker, Reimer, Bahlleich, Walster, D-rck, Garidaivi, Blanqui, Courbet, Eremieux, Delescluze, Dom- browili, Ferra, Flvuren», Leo Frankel, Marat, Milliöre, Raoul- Rigault, Rossel, Baillaut sc; in Bisitetikartenformat...........—.25. Photographien: Gruppenbilder(Tableaux) der sog. Wiener, Braunschwciger, Leipziger und Pester Hochverrätber, von der Eonrbet'schen Büste der„viderts"(Feeiheit)..—. 25. -- in Kabinetformat............—.60 -- in Groß-Folio(Lassalle, Jorck, Bebel, Liebknecht).. 3.—. presjgesrh vom 7. Mai 1874...........—. 25. Protokoll de» Stuttgarter Kongresses 1370......—.15 -- de» Dresdener Eongreffe» 1871........—, 20. —— de« Eoburger Congresse» 1874........—.30. —— de» Gothacr Eongreffe» 1876.........—. 30 -- Holzarbeitercongrcß zu Nürnberg 1873.....—. 20 Protokoll, de» Schweizer Arbeiter-Eongresse» zu Ölten..—. 25. -- de» Schweizer Arbeitcrbunde« zu Winterthur 50. -- de« 3. Eongreffe« de« Schweizer'schen Arbeitcr-Bunde».—. 30 proirß gegen Dr. H. Tauschin»kt und 31 Genossen in Graz wegen Religionsstötung und geh. soz.- dem. Verbin- düngen................— ,75. prowe, John OBawafomie Brown, der Negerheiland... 1.—. tiathgeber für«ewerbtreidende......... Mark 3. 50. Keoidirte Landgcmeindeordnung für Sachsen......—.90. „ Ltädtrordnung............. 1. 40. Kittinghauk«, Sozial-demokratische Abhandlungen, 5 Hefte. 1. 80. pohleder, die Paiiser Eommune vor der Deputlrtenkammer in Versailles...............—.30. Rockel, Sachsen» Erhebung und da» Zuchthau» zu Waldheim. 1.—. Zack, Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit....—.60. Zauerteig, Für Männerchöre I. Bnndeilied, 4stimmig m. Partitur 0,65, ohne Partitiiur—. 45 II. Der wahre Mensch„„ 0,55,„—. 40. III. u. IV. Republik n. d. Arbei««mann 1,50,„ 1. 10. V. An Michel„ 0.75,„ 60. VI FrüblingSgedanken„„ 0,8>),„—. 60. Zchramm, Grundzüge der Nationalökonomie, 1. Abth...—. 25 -- Ein Wort zur Verständigung der sozialen Frage..—. 20. Lchulie,<5., Der große Krach, ein Märchen für große und l kleine Kinder........... geb.'—. 50. broch.)—. 40. Zerno-Zolowiewitsch, Unsere russischen Angelegenheiten...—. 20. Zoftalistische Theaterstücke. Nv. 1; Ein Schlingel(die Rolle zu 5 Expl. M. 1.50) ü—. 35 Nr. 2: Prcßprozcsse(die Rolle zu 7 Expl. M. 1.40)5—. 25 Nr. 3: Em Opser(die Rolle zu 20 Expl. M. 6.—) 5—. 40. Zpecht, Populäre Entwicklungsgeschichte de« Weltall»... 2. 50. Ztatuten der Internationalen Arbeiter-Assoziation 10. Llrakgesekbiilh für da» deutsche Reich........ 1.—, Trssrndors und die deutsche Sozialdemokratie......—.40. pahtteich, Der Deklamator. Hest 1, 2, 3 5......—.15. perkassung de« deutschen Reiches..........—.75. pogel, Apotdeken-Monopol............—.60. polksstaat- Kalender für 1874...........—. 25. -- für 1875...............—. 25. Polksstaat-Zremdwörterbuch........[ volksslhulgesth für Sachsen............ 1.—. lvohnungssrage. Ein soziale Skizze.........—.20. Ivattke, Die deuischen Zeitschriften(4 Lief. 5 60 Pf.)... 2. 25. Zsorck, Die industrielle Arbeitersragc.........—.26. Zimmermann, Pfassenpeilsche. 1. Bd.'........ 1. 69. Zeitgeist, Eine Studie.............—.25. Vorstehende Preise gelten nur bei direktem Be- zug, durch den Buchhandel bezogen 50°'» Aufschlag. Briefkasten der Redaktion. F. F. aus R. Am. in Halle: Bericht enthält nichts Bcmerkenswcrthcs,— nicht aufnahmefähig.— H. I. v. H. in Bremen: Ter betr. Fall ist in Berlin vorgekommen.— Hrn. P. Seiden- schwan. Wir haben Ihnen die eingesandten Aktenstücke an die an- gegebene Adresse nach München gesandt, doch ist der Brief al» unbe- stellbar an uns zurückgekommen. Wir bitten deshalb, nnS Ihre jetzige genaue Adresse anzugeben. der Expedition. Bßlr Stuttgart: Das Buch von Dr. Bock er- halten Sie, sobald wir es vom Verleger bekommen; Herr Böhmert ist aber nicht mehr auf Lager.— Bambas Graz: Nr. 3 total vergriffen. — Schwarz Osnabrück: Die Schuld der unregelmäßigen Zustellung liegt nicht an uns, sondern an dortiger Postexpedition.— L. Theilig in Dresden: Bon uns aus kann nichts geschehen, wir liefern an die Post im Gesammten die Expl. ab, doch haaen wir Ihre Karte dem hiesigen Postamte zur Recherche übergeben. Ouittlung. Fckrt hier Schr. 2,15. Hmbrgr Wien Ab. 3,59. W. Hllr Miskolecz Ab. 3,33. Kllr hier Ab. 1,80. Arb.-Bild.-Ver. hier Ann. 2,00. Br. Eöln Ann. 0,50. Psch Hannover Ann. 2,50. F. Drflr Linz Schr. 8,25. Fachverein der Metallarbeiter Wien Ab. 10,00. I. Frnz Zürich Ab. 12,00, Schr. 25,00. Lnnthl Barghorst Schr. 3,78. MrcS Kaiserswerth Ab. 1,20. E. Schld Straßbnrg Ab. 8,20. Khn ; Niederspaar Schr. 16,00. R. Trgr Dresden Ann. 6,00, Schr. 25,00. Arbeiterverein Lindenau Ann. 0,60. Zimmergesellen-Krankenkasse Berlin � Ann. 2,00. Grd Stötteritz Ann. 0,80, Ab. 4,80. Wind Essen Schr. ; 0,90. Fr. Engl Reudnitz Ab. 131,60. Mhlrt Rawitsch Schr. 3,80. W. 1 Gnthr Großenhain Schr. 30,00. Pirn Admont Schr. 1,90. Lhm. J Frankfurt Schr. 1,15. Bhrnbrck Hagen Schr. 16,50. Lstg Waiden- bürg Schr. 9,00. Brn. Heidcnheim Ab. 12,00. F. Mtzner Aue Schr. 6,25. I. F. Jägcrndors o. Quittung i. Nr. 1 soll heißen: 6,20 Abon. 13,80 Schr. Sy>rtvf-fit Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 21. Oktbr., zu meinem övjährigen Jubiläum ein Ball in der Sozietäts.-Braucrei Bergmannstr. stattfindet, wozu ich ergebenst einlade. G. Hoppe, ehemaliger Gewerksschreiber der Zinimcr-Krankenkasse. Billets sind zu haben in dem Cigarrengeschäft, Alte Jakobstr. 46, Neue Königstr. 6, Waßmannstr. 6, Anklamcrstr. 45, Riidersdorferstr. II, Rilterstr. 108, Wrangclstr. 125, in den Barbicrgeschästen Ruppinerstr. 1, Woldemarstr. 2, Grünerweg 21, und in der Restauration Adalbertstr. 13. Hcrren-Billets kosten 50 Pf: Damen-Billcls 25 Pf. An der Kasse Herren-Billets 75 Pf.___(F40)_[330 SUpffm Die diesjährige ����"'Herbst-Generalversammluug der Zimmerer-Gesellen-Kranken-, Sterbe- und Jnvaliden-Kasse findet am Sonntag, den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr Bundeshalle, Dchmiedel's Lokal, Wallner-Theater- straße 15 statt, wozu die Mitglieder hierdurch eingeladen werden.— Nur gegem Vorzeigung des Auslage-Buches kann der Eintritt gestaltet werden. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht. 2) Jnvaliden-Aufnahme. 3) Wahl zweier Ausschuß-Mitglieder. 4) Verschiedenes. (F40) Der Vorstand[200 der Zimmcrgesclleit-Kranken-. Sterbe- u. Juvalideu-Kaffr. Leipzig. Leipzig. [20 Arbeiter-Äildungs-Bercin. Sonnabend: Vortrag von W. Liebknecht.� Metallarbeiter- Gewerkschaft. � Sonnabend, d. 21. Oktbr., Abends 8 Uhr, bei Jul. Menzel, Täubchenweg: Vortrag und Gewerkschaftliches. D. B.[30 Liubcucut. Freitag, den 20�OKo bcr.° Abends>/z9 Uhr: Oeffentliche BereinSsitzung in der„Erholung". Da wichtige Angelegenheiten besprochen werden sollen, ist es noihwendig, daß die Mitglieder vollzählig erscheinen. (5202) Der Vorstand.|C0 Sitzung de» Leipziger Zeitungsvcrcins Freitag, den 20. Oktbr., im Arbeiter-BildungSverein. Die Wichtigkeit der beabsichtigten Berathung erfordert zahlreiches Erscheinen. Geiser, Vorsitzender. s40 Bekanntmachung. Den Mitgliedern der Allgemeinen deutschen AssociationS-Buch- druckerci in Berlin(Eingetragene Genossenschaft) zur Nachricht, daß in der außerordentlichen Generalversammlung am 28. Seplbr. d. I, der tz 29 des Statuts geändert wurde. Derselbe lautet demnach nun, wie folgt: „Alle statutengemäß erforderlichen Aufforderungen, Einla- düngen und Bekanntmachungen erfolgen in der zu Berlin er- scheinenden Zeitung„Berliner Freie Presse" und in der zu Leipzig erscheinenden Zeitung„Vorwärls" und sind damit für alle Betheiligten rechtsverbindlich." Allgemeine deutsche Associations-Buchdruckerei zu Berlin. (Eingetragene Genossenschaft.) Der Vorstand: F. W. Fritzsche. Fr. Milke. Heinr. Rackow.[160 Die Verlobung ihrer Tochter ALICE mit Herrn BRUNO GEISER ron Breslau zeigen hiermit an Leipzig im Oktober 1876, W. Liebknecht und Frau. Alice Liebknecht liruno Gelser Verlobte. (210 icfe s, i. dt,<£., die BaterlandSlosen(Novelle) � tz'l�iel, Jesu» von Nazareth........ b�t- Johanne» Huß.......... e Jiius und Korruption. Von G. R...... I dl,ri, Der Eölncr Evmmunisten- Prozeß. 2. Ausl.. ' wx— Da» Kapital. 2. Ansl........ i— Der XVIII. Brumaire de» Loui» Bonaparte. " �— H-rr Logt............ G'ichich«' J�evolnlton von 1789 fci»..XH14. Von Ernst Lhm. Frankfurt a. M. 3,85 M Anzeigen zc. Annoncen für die Mittwoch S-Nummer müssen bis Man- tag Vormittags 9 Uhr; für die FreitagS-Nnmmer bis Mitt- woch-Aormittags 9 Uhr; für die EonntagS-Nummer bis Frei- tag Vormittags 9 Uhr hier fein, wenn solche noch bestimmte Aufnahme finden sollen. Annoncen, denen der Betrag nicht beiliegt, oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, können eine Aufnahme nicht finden. __ Die Expedition deS„Vorwärts". Askmt.t Sonnabend, 21. Oktober, Abends S'A, Uhr, in ■vlltLUil. Koppelmann's Salon: Volksversammlung. Taaesordnunq: Vortrag des�ri/xn I. NestlUlratioils-EröMilNst. Allen Parteigenossen zur Nachricht, daß wir am heutigen Tage Engelbostelcrdamm 00, in der Schweizerhalle, eine Restauration eröffnet haben, und bitten bei reeller Bedienung mit guten Speisen und Getränken um geneigten Zuspruch. Hannover, 15. Oktober 1876.(5160)[240 Gebrüder Bausch. Protokoll des' SözMsten-Congresses zu Gotha vom 19. bis 23. August 1876. Einzelpreis 30 Pf.; bei Bezug von 10 Expl. und mehr a 25 Pf. das Stuck. Das Krcuzbandporio, welches mit eingesandt werden muß, beträgt auf 1-4 Expl. 10 Pf., auf 5-8 Expl. 20 Pf, auf 9-16 Expl. ! 30 Pf. Bezug nur gegen baar oder Nachnahme. tM" Bestellungen sind zu machen beim»ekretartat der Partei, Hamburg, Pferdcmarkt 37>�L_ Für Sachsen. Bei uns sind zu haben: Formulare zur Anmeldung-von Versammlungen. 12 Stück 30 Pf. Kreuzband-Porto 10 Pf. Diese Formulare, welche zu Volks-, Vereins-, Wähler-, Sozialisten-:c. Versammlungen zu benutzen sind, werden entsprechend ausgefüllt, nnler- schrieben und bei der betr. Behörde eingereicht. � Die Expedition des„Vorwärts'. Beraniwortlicher Redakteur: W. Hascnclever in Leipzig. Rc!-r--in?.aliih Ervcditiom.V-i�berstraße 12 II. in Leipzig. I rCrtTtt* Sonntag, d. 22. Oktbr, Morgens 10'/, Uhr, im Lokale VSVtU« des Herrn I. Erkelenz, Kammergassc 18: Volksversammlung. Tagesordnung: 1) Die verschiedenen Tagcsmeinungen. 2) Ver- schiedcnes._(562)__ M. Gindler.[50 fCT.?.. ArbeitcrLicdertafel. V�vlll. Sonntag, den 22. Oktbr., im Lokale des Herrn Basten,. Bierbrauerei„Im verlornen Sohn", Bniiermarkt 32: Musikalische uud humoristische Abcitduuterhaltung zu deren Besuch ergebenst einladet. Enträ a Person 15 Pf. Anfang 7>/, Uhr._ Der Vorstand.[60 �Yvm�fttvf rr SVN Buchbindcrvereiu.[60 ysLUllt| Hit il. Die Versammlung vom 7. Oktober er klärte den Ausschluß des Herrn Jgnaz Frankel für unrichtig, da der Ausschluß vom Vorstande ausgegangen und die Versammlung nicht da- mit einverstanden war. Nachdem diese Angelegenheit vollständig geordnet ist, so wird Hr. Frankel nach wie vor von uusrer Seite als Mitglied betrachtet. O/vhol-r Gewerkschaft der Holzarbeiter. Vorsitzender: R. Willccke, Preußergäßchen 10, 2. Etg.;. Gewerkschaftskassirer: Fr. Wuttke, Schützenstraße 4, 3. Etg.— Reise- geld zahlt Wuttke von 12—1 Uhr Mittags und von 6 Uhr Abends ab aus.— Krankcnkassirer: E. Beyer, Sebastian-Bach-Straße 49b.[50 Leipzig?«-"'»�-- ISSiT' Sonntag, Abends 7 Uhr: Besprechung im Arbeiter-Bildungs-Vercin. Der Vorstand.[40'