erscheint in fciniis Miitnioch, Freitag, Sonntag. «bonncmentsprcis tS? ix:\i Deutschland l St 60 Pf. pro Quartal. Wonals-AbonncmenlS „erden bei allen deutschen Postanstalten aus den 2. und?. Monat, und aus den li.Monar besonders angenommen� im Köuigr. Sachsen und Hcrzogth. Sachsen- Zlllenburg auch aus den Iren Monat des Quartals ä 54 Psg. Inserate betr. Bersammlungcn»r. Pctitzeile 10 Ps., betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Pctitzeile 30 Ps. ormar Vcstcüungtn nehmen an alle Postanstalten und Buch. Handlungen de» In« u. Auslandes. Filial> Expeditionen. New-Dorl: koz.-deniolr Gcnostcn- ichastsbuchdruckcrei, 154 IÜIÄei>!xo«tr. Philadelphia: P. Haß,«ZU üorllr Z"> Street. I. Boll, 112!) Charlotte Str. Chicago: A. Lansermann, SSL vivi- eion Street. San FranziSco: F. Eich, 41« O'I'ar- rell Street. London: Baudiß, 5 dllaosnn Street, dlilllllenen Lespilal. Gentral Hrgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 16. OK/mmumm Sonntag, 5. November. 1876. Unsere Gegner. V. �großen Findelhause gemacht. Die Eltern haben keinen Anspruch auf die Liebe und Anhänglichkeit ihrer Kinder, die den i Eltern dann nichts mehr verdanken, sondern nur die Produkte Nachdem wir konstatirt haben, daß Herr von Unruh die ihrer Wollust sind. Die gegenseitige Liebe und Achtung zwischcn heutige Bordellwirthschaft bis auf die Thaler-Taxe für Eltern und Kindern hat ein Ende. Aus die Pflege durch d,c Sozialismus ausaiebt, und sich keine andere Gesellschaft zu denken eigenen, selbst erzogenen Kinder der alt und krank gewordenen vermag, als eine Bordcllgesellschaft-ähnstch wie ein in der Eltern wird emsach verzichtet. Jeder Anspruch darauf ver- Kaserne dresfirter preußischer Musterfeldwebel sich keinen Ludern ichwuidet dadurch, daß nicht mehr den Eltern, sondern dem P?taat Staat denken kann, als einen Kasernenstaat—, treten wir aber- die Sorge für die �ndcr Lbliegt. Sammtliche Ehen sind so gut mals in das Kabinet des Herrn von Unruh ein und wollen���ssd�rlos und sammtliche Kinder stndWaisen.dle derStaat sehen, welche Ucberraschungen seine keusche Phantasie bei Be- durch seine Beamten erzielst. Eaimt ist die ,sainilie, das sittliche Handlung dieses kitzlichen Themas für uns in petto hat. Zundanlent des staats zerstört.,. Erst eine kleine Stärkung für unsere Nase.„Wenn dennoch die Sozialdemokraten behaupten, daß ihre, Und nun„'rein in's Vergnügen»! Und auch nicht wieder! weder vor dem Staat, noch dem Altar geschlossene, icbcneit --"- trennbare Ehe, die mit Kindercrziehung gar nichts mehr zu thnn hat, sittlicher, moralischer sei als die jetzige Ehe, so ist das entweder offenbare Phantasterei oder Frechheit. Man sage nicht, die Gesammthcit d. h. der Staat werde es ja den Eltern nicht verwehren, daß sie ihre Kinder selbst erziehen. Es hieße von der sittlichen Kraft des Arbeiters zu viel erwarten, freiwillig selbst für seine Kinder zu sorgen, wenn dem Staat die Verpflichtung obliegt. Vor allein kann dort, wo Mann und Frau täglich beliebig auseinander laufen dürfen, ohne sich um die Kinder zu bekümmern, von LlindererzieHung durch die Eltern nicht die Rede sein. Frauenbund Kinderarbeit in Familien ist allerdings dem Familienleben nachtheilig, aber daraus würde doch nur folgen, daß die Beschäftigung vcrheiratheter Frauen und der Kinder unter einem gewissen Alter entweder verboten oder gesetzlich möglichst beschränkt werden muß, wie ja theilweise schon geschcben ist. Sagen einzelne Fabrikanten, ihr Fabrikzweig könne ohne heraus, ehe wir„durch» sind. Also: „Sieht man die sozialdemokratische Ehe etwas näher an, so wird jeder gesittete, anständige Mensch sagen müssen, diese Art der Eheschließung und Trauung ist nichts anderes als Prostitu- tion und Concubinat. Durch solche Freiheit unter den Geschlech- teru wäre die große sittliche Institution der wirklichen Ehe ver- nichtet, es gäbe keine wirklichen Eheleute und keine Familie mehr. Damit stürzt die allernothwendigste Grundlage des Cul- turstaates zusammen. „Mit Recht kann hier die von Bracke bei einem anderen Punkt aufgeworfene Frage wiederholt werden: Sind denn die -tOO.OOO Männer, welche vor 3 Jahren Sozialdemo- traten in den Reichstag gewählt haben, sämmtlich verrückt? und man darf noch hinzusetzen: Sind denn die Führer der Sozialdemokraten ohne Ausnahme Schwär- mer(Phantasten) oder Bösewichter? Wenn sie nur etwas.- � �-..... �. gesunden Menschenverstand und eine Spur von Gewissen haben,/, Frauen- und Kinderarbeit nicht bestehen, nicht mit dem Auslände so müssen sie doch einsehen, daß solche Grundsätze über die Ehe, wirklich zur Anwendung gebracht, die heillosesten Zu- stände herbeiführen würden. Was soll"denn aus den Kindern solcher Ehen werden? Es muß hier ein Mißverständniß ob- walten. Vielleicht ist es nur der Verfasser der bekannten Schrift, Bracke, der so denkt und schreibt. Es ist nicht denkbar, daß die Sozialdemokraten wirklich solche unglaublichen Ziele im Auge haben. „Nun, auf diese sehr berechtigten Bedenken und Fragen ist die Antwort großentheils in Acußerungen des bekannten Sozial- demokratenführers Hasselmann enthalten, die derselbe öffentlich im Reichstage gethan hat. In der Sitzung vom 21. Januar 1876 bemerkte der Minister des Innern, die Sozialdemokraten sagten:„Vielweiberei fällt uns gar nicht ein, wir wollen nur das Band zwischen den Eheleuten so lose halten, daß es jeden Augenblick gelöst werden kann. Wir halten jede Art der Be- festigung, sei es vom Staate oder vor dem Altar, für einen Zwang/ der in unser System nicht paßt.» Sodann las der Mi- uistcr eine Stelle aus einem Bericht über einen Vortrag des Herrn Hasselmann vor, den derselbe über die Frauenfrage ge- halten, und wonach derselbe gesagt bat: „Die Sache verhält sich einfach so, daß die Geschlechter im Zukunftsstaate nicht mehr auf solche Weise zusammengefesselt würden, wie heute; diese Frage würde durch den entwickelten sozialistischen oder richtiger kommunistischen Staat ganz von selbst geregelt. Heute sei die Ehe der Arbeiter nur ein Be- dürfuiß zur Versorgung der Kinder, die Ehe der Kapitalisten eine Vereinigung von Kapital für die Nachkommen. Im so- zialistischen oder kommunistischen Staate, wo die Gesammt- heit die Pflicht der Erziehung und Erhaltung der Kinder trage, wo kein Privatkapital bestehe, sondern alle Produktionsinstrumente Gemeingut seien, brauche die Frau nicht mehr aus Rücksicht auf ihre Kinder an einen Mann juristisch gefesselt zu werden.» „Obgleich der Minister. geäußert hatte, Herr Hasselmann müsse selbst am besten wissen, ob er, der Minister, recht berichtet sei, so widersprach doch Herr Hasselmann dem Inhalte obiger Mitthcilung nicht, sondern sagte nur, der Bericht sei nicht vollständig und habe die Hauptpunkte fortgelassen. Dann fuhr er fort: ,„Heutzutage exiftire für die Arbeiter gewissermaßen keine Ehe aus dem Grunde der Frauen- und Kinderarbeit in den Fabriken, weil dadurch das Familienleben zerrissen werde. Als Schluß, sagt er, habe ich damals hicran die Folgerung ge- knüpft, so weit ich mich entsinne, daß wir nicht eine juri- stische Ehe haben wollten, welche zu gleicher Zeit thatsächlich durch die sozialen Verhältnisse keine Ehe, vielmehr eine Schein- ehe sei, sondern ein moralisches Band.» Hieraus geht klar hervor, daß Bracke in seiner Schrift kei- nesweges über die anerkannten Grundsätze und Bestrebungen der Sozialdemokraten hinaus gegangen oder gar ans eigene Rechnung Neues und Unerhörtes hinzugefügt hat. Im Gegentheil bestä- tigen die Aussprüche Hasselmann's im Reichstage nicht nur jeden Punkt der Bracke'schen Schrift, sondern gehen darüber hinaus, indem sie klar und deutlich sagen, was Bracke wohl aus Rück- concurriren, so ist darauf gar nichts zu geben. Mag dieser Theil der Industrie untergehen, es ist daran nicht viel gelegen, sofern die Frauen und Kinder anderweit ernährt werden können. Gesetzlich zugelassen kann Frauen- und Kinderarbeit nur werden im Interesse der Frauen und Kinder, nicht in dem der Fabri- kanten. Das Geschrei der Sozialdemokraten gegen Frauenarbeit steht übrigens im Widerspruch mit ihrem Hauptgrundsatz, daß in ihrem Staat Jeder arbeiten soll. Wollen sie diesen obersten Satz auf gesunde, sogar auch auf kinderlose Frauen nicht angewendet wissen? Weshalb sollen solche Frauen nicht außer dem Hause für Lohn arbeiten, wenn ihnen nur Zeit zur Besorgung ihrer Haushaltung bleibt? „Um der Frauen- und Kinderarbeit willen die Ehe ab- schaffen, heißt das Kind mit dem Bade ausschütten oder ist nichts als Heuchelei! Abgeschafft aber ist die wirkliche Ehe, wenn dieselbe ohne jede staatliche oder kirchliche Formalität ze- derzeit abgeschlossen und jederzeit beliebig wieder aufgehoben werden kann, wie die Sozialisten verlangen. Diese gehen darin noch weiter, als die erste französische Revolution in der Zeit ihrer größten Wuth und Tollheit. Bekanntlich konnten damals Ehen auf eine gewisse Zeit abgeschlossen werden. Eine witzige Tänzerin nannte diese Art von Ehen das Sakrament des Ehebruchs. Immerhin verpflichteten sich doch die Eheleute auf eine'bestimmte Zeit. Die sozialdemokratische Ehe kennt auch diese Schranke nicht, man kann heute Abend Heirathen und mor- gen früh sich wieder trennen. Das heißt die Ehe in Pro- stitution verwandeln.»-- geben hatj, aber nicht ganz so. Und die kleine Verschiedenheit macht einen großen Unterschied. Nach Herrn v. Unruh's Ver- sion hat Hasselmann die Mittheilung Eulenburg's bloß ver- vollständigt,„widersprach er ihr nicht»; nach dem stenogra- phischcn Bericht widersprach er ihr, denn das brauchen wir doch wohl dem Herrn v. Unruh nicht erst durch längere Aus- führung begrcfflich zu machen, daß ein Bericht, in dem die Hauptsache fehlt, kein wahrheitsgetreuer Bericht ist. Oder Herr v. Unruh, klammern Sie sich etwa bloß an das„widersprach»? WeilHasselmann nicht ausdrücklich gesagt hat, die Mittheilung Eulen- burg's sei unrichtig? Das wäre doch Ihrer— wir hätten fast gesagt, nicht würdig. Es kann Ihnen unmöglich entgangen sein, daß Hasselmann's ivirklsiche Aeußerung:„wegen der Frauen- und Kinderarbeit exiftire heut für den Arbeiter gewissermaßen keine Ehe» im schärfsten Widerspruch steht mit der Eulenburg- scheu„Mittheilung":„Heute sei die Ehe der Arbeiter nur ein Be- dürfniß zur Versorgung der Kinder»— die der Arbeiter nicht versorgen kann. Nun, die Sache ist ziemlich unwichtig— auch die Eulen- burg'sche„Mittheilung", des Reportcrblödsinns entkleidet, können wir getrost acceptiren. Wir wollten bloß unsere Gegner ein wenig kennzeichnen. Auch wo kein besonderer Grund vorhanden ist, muß die Wahrheit einige Haare lassen.„A Bisscle Fälschung is allweil dabei». Mitunter„a bisscle» viel! Und jetzt, Herr von Unruh, halten wir es nicht länger aus. Wir müssen in die frische Last, um den penetranten Bordell- dunst, welcher in Ihrem Cabinet herrscht, aus Nase und Klei- dern zu bringen. Puh!! Adieu, Herr v. Unruh. Das nächste mal bringen wir das ernsthafte Instrument mit. Auf Widersehen, Herr v. Unruh! „Verwandeln»? Wenn wir die Prostitution wollten, dann hätten wir die heutige Ehe, nebst dem, was drum und dran hängt, nicht zu„verwandeln», sondern einfach zu konser- viren— und niit Hrn. von Unruh gemeinsame Sache zu machen. Doch lassen wir das— das Kapitel ist zu Ende. Gott sei Dank— in unserer Nase Bedrängniß vergessen wir unser Hcidenthum!— Gott sei Dank— das wäre überstanden! Wahrhaftig, Herr von Unruh, Sie kennen das Bordellwcsen aus dem FF! Hut ab vor dieser Bethätigung Ihres Wissens. Eine andere werden wir nicht zu verzeichnen haben. Doch es ist spät geworden— die Masse der von Ihnen ge- botenen— Sauberkeiten war so groß, so überwältigend groß, ein wahrer emburrus de rieh esse«, ein erdrückender Rcichthum von reinlichen Erzeugnissen Ihrer reinlichen Phantasie. Trum für heut nur ein paar Worte. Sie citircn eine Bemerkung Hasselmann's gegen die famose Eulenburgiade. Und, werther Herr v. Unruh, Sie citiren nicht ganz richtig! Hätten Sie nachdem stenographischen Bericht citirt, statt willkürlich den Text nach Ihrer Bequemlichkeit zu- rcchtzukncten, so würden Sie, oder vielmehr Ihre Leser— denn Sie wissen es ja ohnedies— gesunden haben, daß es eine falsche Behauptung ist, Hasselmann habe dem Inhalt der betr. Eulenburgischcn Mittheilung nicht widersprochen. Allerdings widersprach Hasselmann; er sagte wörtlich zur„persönlichen Be- merkung»: „Es wurde vorhin auf einen Vortrag zurückgegriffen, den auf einen Vortrag ich in irgend einer Versammlung gehalten haben soll, wahr sicht auf die Wähler theils'verschweigt, theils verdunkelt. Hassel- scheinlich um Stellung zur Frage der Ehe zu nehmen. Ich be- mann spricht bestimmt aus, daß in dem sozialdemokratischen merke aber, daß der Bericht unmöglich vollständig sein kann, Staat kein Privatkapital bestehen solle, es also nur auf Scherz vielmehr muß unbedingt die Hauptsache(nicht Hauptpunkt, oder Täuschnilg beruht, daß Rothschild und Anderen ihre Mit- Herr v. Unruh!) dort fortgelassen sein, nämlich, daß ich erklärt liardcn oder Millionen gelassen werden sollen; ferner daß künftig habe: heutzutage exiftire für die Arbeiter gewissermaßen keine keine Ehe juristisch abgeschlossen werden darf, d. h. daß eben- Ehe aus dem Grunde der Frauen- und Kinderarbeit in sowohl die jetzige Eivilehe, als die kirchliche Trauung den Fabriken, weil dadurch das Familienleben� zerrissen abzuschaffen sind, und endlich, daß die Erziehung und werde. Als Schluß habe ich damals hicran die Folgcriiilg Erhaltung der Kinder den Eltern ganz abgenommen geknüpft, soweit ich mich entsinne, daß wir nicht eine juristische werden, und diese heilige Pflicht auf die Gesammthcit, Ehe haben wollten, welche zu gleicher Zeit thatsächlich durch d. h. den Staat übergehen solle. die sozialen Verhältnisse keine Ehe, vielmehr eine Scheinehe „Das heiligste Band der Familie, die Sorge für die Kinder, sei, soildern ein moralisches Band.» Das Geld. Von Adolf Dostai. U. Das Geld hat drei nothwcndige Bestimmungen, 1. ein Wcrthmaß, 2. ein Stellvertreter von Werthen, und 3. selbst ein Glcichwcrth zu sein. Als Werthmaß wirkt es wie ein Längenmaß, Hohlmaß oder Gewicht, es zeigt an, wie viel Werth dagegen eingetauscht werden kann, mutz also in größere und kleinere Wcrthzeichen getheilt sein; als Stellvertreter von Werth muß eS gesetzlich verordnet sein, damit es in weitesten Kreisen gelte; als Sclbstwerth muß es vor Entwerthung ge- sichert sein, es muß allzeit wirklich dasselbe gelten, weil es ein Gebrauchswerth ist, oder werden kann, oder dafür aus- getauscht werden kann. In der Marx'schcn Bestimmung, daß das Geld die allgemeine Waare sei, sind alle drei Bestimmungen verhüllt enthalten. Nicht alles Geld aber erfüllt alle drei Bestimmungen gleich gut. Die Kauri-Muscheln, welche in Inner Afrika und sonst als Kleingeld dienen, erfüllen alle drei ziemlich schlecht. Da jede einzelne nur einen sehr geringen Werth mißt und vertritt, man aber nicht viele zugleich mitschlepven kann, so wächst ihr Werth von der Bezugsquelle an der Küste bis in's Innere des Landes sehr rasch; sie sind also nicht auf größere Strecken hin gleichwerthig, der Handel wird durch sie erschwert. Weit besser erfüllt das Metallgeld, welches am längsten und iveitesten ge- bräuchlich gewesen ist, diese Bestimmungen, zumal wenn es für die größeren Werthstückc auf Gold, für die kleineren auf Silber und Kupfer beschränkt ist. Es hat den Vorzug, sehr theilbar zu sein, sich schwer abzunutzen, einer nur langsamen Entwerthung ausgesetzt zu sein, schwer verfälscht werden zu können und läßt sich auch in großen Spmmen ziemlich leicht versenden und fort- schaffen. Es hat aber sehr große Nachtheile im Gefolge. Der geringste davon ist noch der, daß jedes Geldstück ein ge- sctzlichcr Stellvertreter von Glcichwerth bloß in demjenigen Laude ist, wo es geprägt wurde, also in andern Ländern gegen dortiges Geld mit einigem Verluste umgesetzt werden muß; dieser Nachtheil läßt sich durch Staatsverträge ganz verhüten, durch welche Münzen von bestimmtem Gehalt an Edelmetall(und mit Bezeichnung des Werthes in mehreren Sprachen und Münz- sorten) in allen vereinten Staaten gleichgcltcn. Ein größerer Nachtheil ist schon das Gewicht dieses Geldes, welches bei Versendung großer Summen bedeutende Kosten macht. Noch größer ist der Nachtheil, daß die sichere Verwahrung desselben gegen Diebstahl, Feuer und Seegcfahr kostspielig und der Verlust kaum je ganz zu vermeiden ist; wozu dann noch koinmt, daß selbst eine geringe Abnutzung eines für so werthvoll geltenden Stoffes beim Umlauf jedem Staate ansehnliche Summen kostet. Diese Nachtheile haben denn schon seit Jahrhunderten zu der Erfin- dung von Stellvertretern des Geldes geführt, als da sind Wechsel- bricfe, Anweisungen, offene Kreditbriefe und Banknoten, welche verloren gehen mögen, ohne daß der Werth verloren geht, und welche leicht beweglich sind. Daß die Masse vorhandenen Edel- metalls nicht nach Bedürfniß vermehrt werden kann, weil es■ selten ist, dieser schwerwiegende Nachtheil ist ebenfalls durch eine Erfindung von Stellvertretern aufgewogen worden, die der Pa- piergeldcr, deren Umlauf sich freilich auf das Staatsgebiet be- schränkt,.welches sie gedruckt oder zu drucken gestattet hat. Die Papiergelder haben massenhaften Schaden gestiftet durch theil- weise oder gänzliche Entwerthung; das hat nicht hindern können, daß sie anderer; eits wieder große Dienste geleistet haben, Staaten vor dem Untergänge haben retten helfen u. s. w. wovon wir noch weiter zu sprechen haben werden. Sic sind aber unter- heutigen Einrichtungen ein weit überwiegendes Ucbcl. Denn erstens muß zur Deckung der umlaufenden ein gleicher ode' .elegt werden; wenn dies geschieht, so ist keine Vermehrung de ? Umlaufsmittel nach Bedürfniß gewonnen, vielmehr das um aufende Gold seltener, also theurer geworden; wenn aber blof ein Bruchtheil des umlaufenden Papiergeldes durch Gold in der Bankgewölbcn gesichert ist, so kann bei einem allgemeinen An lauf auf die Bank nicht alles Papiergeld eingelöst werden, und es bricht entweder die Bank, so daß die Papierinhabcr verlieren, oder sie stellt die Baarzahlung zeitweilig ein, und das Papier geld sinkt im Werthe und zwar oft bedeutend. Der allergrößte Nachtheil bleibt aber die lügenhafte Natur dieses Geldes, und das damit verbundene Vorrecht. Es ist ja eben nicht zu allen Zeiten einlösbar, obwohl eS das schwarz auf weiß verspricht; es ist also eine vom Staat erlaubte Lüge, die auch dem Dümmsten einleuchtet, der da weiß, daß in der Bank weniger Gold ist, als sie Papier umlaufend hat. Das Mißtrauen des Volkes also gegen den Staat, welcher diese Lüge erlaubt oder wohl gar selbst verübt, ist gerechtfertigt und muß das sittliche Band zwischen beiden lockern, wenn nicht zerstören. Nur eine von zwei Auffassungen ist möglich: Entweder ist das Geld eine Natnrmacht, gehorcht ausschließlich Naturgesetzen: dann ist der Staat, welcher etwas Anderes als Naturgeld erlaubt, ein Fälscher oder Hehler von Fälschern; oder das Geld ist eine staatliche, künstliche Macht und gehorcht Staatsgesetzen; dann ist der Staat, welcher den Werth des Geldes von Naturgesetzen, die er nicht beherrschen kann, abhängig macht, ein mit den zufälligen Geldbesitzern gegen das Jolk verschworner Betrüger. So ur- theilt der gemeine Mann, wenn er denken kann. Vom sittlichen Gesichtspunkte aus— das ahnt oder weiß fast Jedermann— dürfte es also entweder blos Naturgcld geben, Hartgeld, und keinen Stellvertreter desselben, welcher der theil- weisen oder gänzlichen Entwerthung ausgesetzt ist; oder blos künstliches Geld, welches allein durch das Gesetz seinen Werth erhält und bewahrt. Es dürfte kein in Hartgeld eiülösliches Papiergeld geben, welches nothwendig Betrug in sich schließt, zu allerhand Betrug einladet und einer Klasse von Geldbesitzern das Vorrecht giebt, das Volk zu besteuern, ja wohl obendrein zu beschwindeln. Welche von beiden Arten Geld aber vorzüg- licher sei, das natürliche, oder das künstliche, bleibt nun zu untersuchen. Bevor wir das aber thun, ist zu erwähnen, daß an der Durchführbarkeit eines rein künstlichen Geldes die Er- sahrung keinen Zweifel gelassen hat, wenigstens innerhalb jedes einzelnen Staates. Es haben dies lange Jahre hindurch Frank- reich, England, Rußland, Oestreich und die Vereinigten Staaten bewährt, und es kann bewiesen werden, daß in jedem der ge- nannten Fälle die theilweise Entwerthung des Papiergeldes die Folge davon war, daß neben demselben noch das Hartgeld ge- duldet, und die Rückkehr zur Hartgeldwährung in Aussicht ge- stellt lvurde. Diesen Beweis führen wir ein anderes Mal und fragen, ob angesichts dieser Erfahrung die Staaten eine Ent- schuldigung haben, wenn sie zum Geldstoffc ein kostspieliges Edel- metall' wählen, welches sie durch ihre starke Nachfrage obendrein muthwillig vertheueru, während sie denselben Zweck mit dem allerbilligsten Geldstoffe erreichen und dadurch den Geldmarkt— wenigstens daheim— völlig beherrschen könnten. SDeni? daß Gold und Silber außerordentlich durch die starke Nachfrage der Regicrungs-Münzstätten darnach zum Zivecke des Geldprägens vertheuert worden, ist gewiß. Es giebt sehr wenig Zwecke, zu welchen gerade diese Metalle verwendbar sind, und noch viel wenigere, zu denen sie unentbehrlich sind. Bliebe es also bei der natürlichen Nachfrage, so würden sie in denjenigen geringen Mengen erzeugt werden, welche mit leichter Mühe aus dem Flußsande gewaschen, oder aus oberflächlichen Gruben, welche gewöhnlich die reichste Ausbeute liefern, gewonnen werden. Und da die Aufbereitung gerade der Edelmetalle die leichteste und weit weniger mühsam, als die der andern Metalle ist, so würden sie ungefähr so billig sein, als sie bei der Entdeckung Mexikos und Perus dort gefunden wurden. Seitdem Frankreich und Deutschland das Prägen größerer Silbermünzcn eingestellt haben, ist der Marktpreis des Silbers um etwa 20 Prozent gefallen; sollte vollends in China, Japan und Ostindien mit ihren 700 Millionen Bevölkerung, welche nur Silbermünzen in Zahlung nehmen, die Goldwährung gesetzlich werden, so ist Alles darauf zu wetten, daß das Silber bis etwa auf den Preis des Kupfers fallen, das Gold freilich um ebensoviel steigen würde. Es hat also lediglich die starke Nachfrage behufs des Prägens die sel- tenen Metalle außerordentlich vertheuert, wozu die Wahrnehmung der Volksmassen, daß das Hartgeld eine werthvollerc Maare als jede andere sei, da sie überall und immer Kaufkraft hat, viel beitrug. Von da an wurden diese Metalle mit immer mehr Aufwand von Mühe gesucht, besonders da sie in fernen, wüsten, noch unausgebeutcten Lagerstätten gesucht werden mußten, so daß sie also mehr Arbeitszeit verkörpern. Wenn es noch eines wci- tercn Beweises hierfür bedürfte, so genügt der Hinweis auf den Preisunterschied zwischen Gold, Platina, Silber, Kupfer und Eisen. Es giebt keinen andern Erklärungsgrund, weshalb Pla- Ein nationalliberales Guckkastenbild. (Schluß.) „Das Erlöschen der Liebe soll ein hinreichender Schciduugs- grund sein,— Prostitution und Coucnbinat also aufhören,— - den so Geschiedenen soll eine andere Ehe möglich sein und dann wechselt man die Weiber, wie seine Wäsche, blos mit dem Unter- schiede, daß man die ersteren prügelt und zum Hause hinauswirft, weil damit die Ehe— nach muhamedanischen Gesetzen— am erfolgreichsten gelöst ist!— Gesittung und Anstand werden diese Art sozialdemokratischer Ehe als den Zusammenbruch der großen sittlichen Institution der wirklichen Ehe bekämpfen und als Zuchtlosigkeit brandmarken!" Wahrlich Gevatter, in diesem Sinne steht es da zu lesen, zwei große Spalten lang, und nun denkt Euch die Schandwirth- schaft der Türken hinübergetragen in's deutsche Vaterland!— Haben wir hier denn nicht schon genug der-----?— Ja!— Das ist das Ideal der„freien Liebe", wie es sich in dem Schädel eines ächten Bourgeois nur abspiegeln kann. Wir lassen seine sinnreichen Combinationeu und die edle Form der Bctrach- tungen für sich selber reden.„Der Mann ist sein Styl" und wir blicken mitleidig lächelnd in das Duster seiner aufgeblasenen Allwissenheit. Es lohnte nicht der Mühe, einem solchen Verehrer der Knechtscligkeit von der Erziehung zur Freiheit zu reden, zu reden von der sozialistischen Gesellschaftsordnung, von den Regeln der Tugend- und Sittenlehre, von dem Wegfall der ökonomischen Fesseln, welche die heutigen Ehen schließen und zerrütten helfen. Was predigt solchen Leuten der Zerfall ihrer großen und sittlichen Institution, der wirklichen Ehe? Trotz Gesetz und Zwang das riesigste Wachsen der Ehebrüche und Scheidungen von Jahr zu Jahr; wo nicht Zerrütttmg und Elend!— Die Ideale eines Owen und anderer Pionniere der Vernunft und Menschlichkeit kann und darf ein solches Genie nicht begreifen, sie sind ihm unberechenbar und sein Pensum heißt:„Nieder mit der Sozialdemokratie!", die goldne Peitsche treibt zum Wahl- kämpfe an. tiua fünfmal billiger sein sollte als Gold, während es doch weit -�seltener ist als dieses, als den einen Grund, daß keine Münzen i daraus geprägt werden; denn es hat mindestens ebensomele 1 1 wcrthvolle Eigenschaften als dieses. Und weshalb sollte Silber 'fünfzehn bis zwanzig Male billiger sein als Gold? Kann Je- > inand nachweisen, daß es um 15— 20 Male häufiger, oder leichter zu gewinnen, oder an werthvollen Eigenschaften ärmer ist? Es j wäre ein schweres Werk, zumal das Gegentheil der letzteren Gründe auf der Hand liegt. Der wahre Erklärungsgrund liegt darin, daß das Gold, weil schwerer zu fälschen, für die Werth- volleren Münzen vorgezogen wurde.-Und warum sollte hinwieder Kupfer, das fast so selten als Silber ist, fünf bis zehnmal bil- liger als dieses und hundertmal billiger als Gold sein, Eisen aber, das nützlichste und schwerst zu gewinnende, wenn auch j häufigste Metall, gerade 500 oder mehr mal billiger sein als > Gold? Blos weil jenes zum Prägen nur wenig, dieses gar nicht geeignet war, solange Fälschung schwer zu entdecken blieb. Der weit übertriebene Werth des Goldes und Silbers«lso , beruht lediglich in der Einbildung, welche aber, gerade wie die j Religion, den Kulturvölkern zur andern Natur geworden ist. I Er hat blos insofern eine vernünftige Begründung, als Geld überhaupt eine bequemere, vortheilhaftere Waare denn jede an- derc ist, da es gegen Alles leichter ausgetauscht werden kann. � Papiergeld aber thut ganz dieselben Dienste, und somit ist der Mammon-Dienst, jene wahnsinnige Anbetung des Goldes, an � welcher unsere Zeit so schwer krankt, durch die Staaten verschuldet, : welche den Werth des Geldes auf den Goldstoff begründeten und diesen schädlichen und schändlichen Aberglauben nicht bekämpfen, weil sie eben keine Volkshcrrschaften sind. Wenn sie im Stande gewesen und noch sind, dem Golde einen Werth zu verleihen, den- es an sich nicht hat, warum sollten sie außer Stande sein, � dem von ihnen als allein erlaubtes Geld geschaffenen Papiergelde einen beliebigen Werth zu verleihen? Sozialpolitische Uebersicht. — ER hat noch nicht geklagt(die gegen den bisherigen Redakteur der„Reichsglocke" anhängig gemachte Anklage hat mit der 1 Millioneu-Sache nichts zu thun, sondern betrifft ir- relevante Punkte): in Folge dessen wird IHM von der„Reichs- glocke" folgende Mahnung in die Ohren geschellt(Nr. 44):„An dem Fürsten Reichskanzler ist es jetzt, im Interesse seiner eigenen Person, seiner"Stellung und des deutschen Volkes so schnell als möglich eine Anklage wegen Verleumdung gegen die„Reichsglocke" i'Nr. 40 und 41 vom 1. und 8. Okto- ber er.) und den Herrn v. Diest zu erheben, um in öffcnt- licher Gerichtsverhandlung seine Integrität darzu- thun. Als Diener Sr. Majestät, als Soldat und als Kanzler der deutschen Nation ist er dazu verpflichtet. Wir würden mit großem Jubel de» Tag begrüßen, wo das ge- weckte Mißtrauen wieder verschwinden wird; wir würden aber auch nicht zittern, wenn Deutschland das Schauspiel erleben sollte, daß seine ersten Staatsmänner unter den Händen der berüchtigtsten Gründerjuden— Gründergenossen geworden sind. Nur die freie, unverhülltc Wahrheit kann uns nützen, und das Erkennen unserer großen Schmach wird uns erst den Weg öffnen zur Rückkehr besserer Zustände auf sittlicher Basis."— Die Anklage, von der Fürst Bismarck sich reinigen soll, läuft bekanntlich darauf hinaus, daß er seinen Einfluß als Staats- minister zur Förderung einer Gründung mißbraucht und sich da- für in einem bestimmten Fall eine Million Thaler habe zahlen lassen. Wir wollen sehn, ob die furchtbaren moralischen Peit- schenhiebe der„Rcichsglocke" den Fürsten Reichskanzler.aus sei- neni hartnäckigen Schweigen heraus treiben werden, constatiren aber einstweilen bei dieser Gelegenheit, daß die liberale Presse fast ausnahmslos— außer der„Deutschen allg. Zeitung" ken- neu wir kein nationalliberales Blatt, das die Affaire erwähnt hätte— die schwere, wir können wohl sagen beispiellose Anklage gegen den Fürsten Bismarck ebenso hartnäckig todtzuschweigen sucht, wie dieser selbst schweigt. Das zeigt, Ivelche Moralbegriffe unser Liberalismus hat.— Erwähnt sei noch, daß Graf Ar- nim die Absicht haben soll, den Fürsten Bismarck wegen ver- schiedener Aussagen desselben im letzten Prozeß auf Berläum- dung zu verklagen. — Rechtsstaatlichc Freizügigkeit, Die„Chemnitzer freie Presse" berichtet:„Wie unseren Lesern bekannt, wurde unser Genosse Rohlcder vor einiger Zeit aus Frankenberg aus- gewiesen. Derselbe wollte sich in Folge dessen in dem nahe ge- legeuen Sachsenburg niederlassen. Die Niederlassung wurde ihm unter der Bedingung gestattet, daß er einen Verhaltsschein bei- bringe, dessen Ausstellung er bei der Frankenbergcr Behörde beantragte. Ein Tag verging nach dem andern, ohne daß dicsek' Schein eintraf. Rohleder ließ sich deshalb durch eine dritte Person nach dem Grunde der Verzögerung erkundigen. Dieser Ja, der Liberale darf diese Pestbeulen nicht sehen, die den Volkskörper zersetzen, seine Säfte vergiften. Und er schreit und schreibt: Tod und Verderben der Hand, die da kräftigen und heilen will.— Mit Wohlbehagen betrachtet er still die Entlvickelung der zwei Rasen, der„Hungrigen" und der„Satten", der Unzufrie- denen und der Behaglichen. Da erwacht plötzlich, wie aus bösem Traum, sein Gewissen; aber— er darf es nicht zugestehen, daß Vieles im Argen sei. Und weil sein eigener Witz zu arm um ihn selbst zu trösten, greift er in das Arsenal der Herren Schuster und Graf Eulenburg. Citate aus des Letzteren bekannter Rede und aus des Abgeordneten Hasselmann's Erwiederung über Ehe, Fa- milie und Kinderarbeit müssen den letzten Teig zum Pflaster liefern, so daß er in folgendem Sinn prophetisch schließen kann: „Also nur Scherz oder Täuschung, daß Rothschild und An- deren ihre Milliarden gelassen werden; im sozialistischen Staate kein Privatkapital, keine kirchliche Ehe, keine civile!"(Fürchterlich!) „Keine privaten Erhaltungs- und Erziehungssorgcn der Eltern, die Gesammtheit soll diese heilige Pflicht zu erfüllen haben! Der Staat ein einziges großes Findelhaus! Kein Anspruch auf Liebe und Anhänglichkeit der Kinder mehr, diese nur die Produkte der Wollust, verlieren das Gefühl der Dankbarkeit gegen alt und krank gewordene Eltern!"(Hu wie türkisch!)„Säm'mtliche Ehen kinderlos, sämmtliche Kinder Waisen!— Phantasterei und Frechheit nur behaupten das Gegentheil! Dem Staate die Verpflich- tung der Kindercrziehung überlassen, heißt von der sittlichen Kraft des Arbeiters zu viel erwarten(hört, hört!), freiwillig, selbst wird er dann nicht für seine Kinder sorgen!"(Ha, wie logisch!) Im tollen Jagen stößt endlich das zermarterte Gehirn auf die Frauen- und Kinderarbeit, alsNachthcil für das Familienleben; dann folgt die Getröstung auf gesetzliche Beschränkung und ein Purzel- bäum gegen die Fabrikanten, an deren Industrie nicht viel ge- legen sei, wenn sie Frauen- und Kinderarbeit zur Existenz brauche. Sodann sieht unser großer Gelehrter im sozialistischen Staate Person wurde eröffnet, daß R. einen Verhaltsschein nicht brauche, es würde ihm auch, wenn er seine Arbeit hin und wieder in Frankenberg besorgen wolle, nichts in den Weg gelegt werden. R. wagte in Folge dessen selbst einmal nach Frankenberg zu gehen und sich darüber zu informiren, warum ihm die Aus- stellung eines Verhaltscheins verweigert werde. Aus der Polizei wurde ihm zugleich eröffnet, daß'das Ministerium seine Aus- Weisung bestätigt habe. Nachdem dies geschehen, wurde er an das Gerichtsamt abgeliefert und wegen' verbotswidrigen Betre- tens der Stadt zwei Tage eingesperrt und nach Verbüßung der„Strafe", mit einem Zwangspaß versehen, in seine Heimath gewiesen. Einen Kommentar zu diesem Verfahren wollen sich unsere Leser selbst machen." — Wer die Wahrheit sagt, wird bestraft— mitunter wenigstens in Deutschland. So z. B. wird das Schwurgericht von Mittelfranken in seiner nächsten Session über den Redakteur des„Nürnberger Anzeiger" aburtheilen, der eine Reihe von Ar- tikeln über die Gemeindckssse von Bamberg veröffentlicht hat. In den Artikeln wurde behauptet, daß die Kasse nicht richtig verwaltet würde, und eine Untersuchung, die in Folge dieser Artikel angestrengt wurde, ergab ein Defizit von 60,000 Gulden. Zwei Beamte, denen dies Defiztt zur Last fiel, sind von den Geschworneu schuldig gesprochen und hinter Schloß und Riegel spedirt worden. Der„Nürnberger Anzeiger" hat somit die Commune Bamberg vor einem noch größeren Defizit bewahrt. Um nun dies Verdienst nach„deutscher Sitte" zu belohnen, hat der Bürgermeister von Bamberg gegen den„Nürnberger An- zeiger" einen Strafantrag wegen„Beleidigung" gestellt, und die Gerichte werden diesem Antrage vielleicht auch„gerecht" werden — warum sollen sie nicht? Die Wahrheit ist ein Gericht, das mit Borsicht servirt und genossen werden muß— nicht wahr, ihr Herren? — Was unsere Gegner im Lügen leisten, zeigt der Hamburger„Volksfreund". In seiner letzten Nummer druckt derselbe einen Artikel des Bräuer'fchen Jdiotenblattes, des angeblich einzig wahren„Sozialdemokrat" nach und fügt dann fol- gende eigene Weisheit hinzu: „Vom materiellen Standpunkte aus könnte man wohl Leute wie Liebknecht, Hasenclever, Auer u. s. w. beneiden. So hat z. B. der Letztere als Mitredakteur des„Hamburg-Altonaer Volksblatt" M. 495—, als Mitglied des Central- Preßaus- schusscs M. 150—, also zusammen M. 345 festes Einkommen pr. Monat, welches, abgesehen von sonstigen Nebencinnahmen, pr. Jahr das nette Sümmchen von M. 4140 ergicbt." Allerdings ein„nettes Sümmchen"! bemerkt dazu das„Harn- burg-Altonaer Volksblatt". Dabei läuft nur die nette Lüge mit unter, daß Auer Mitredafteur unseres Blattes sei. Er ist es niemals gewesen, und ist es auch heute nicht. Auch einen„Central- Preßausschuß" giebt es nicht, sondern nur ein Central-Wahl- comitö, dessen Sekretär Auer ist und als welcher er monatlich Mark 150 bezieht. Die anderen 195 Mark sind Hinzuge- logen von den fünf Scheerenhelden, die unlängst in cinemsCir- cular ganz Deutschland angebettelt, dabei wahrscheinlich Nickis erhalten haben und deshalb eine so grimmige Wuth über die Gehälter unserer Redakteure zur Schau tragen. Leute, welche, um uns angreifen zu können, solch infame Lügen fchmieden müssen, nennen uns dann: „Politische Komödianten, die auf gute Einnahmen spekuliren für die schwindelhaften Schaustellungen, welche sie dem Arbeiter für sein gutes Geld bieten." Mau schließe aus der Größe der Lüge auf die Größe der Frechheit. Solche Sippschaft ist uns nicht einmal anständig genug, um sie zu verklagen und den Strohmann, hinter welchem sie sich verschanzen, auf einige Wochen in's Gefängniß zu bringen. — Stieber an der Arbeit. Aus dem katholischen Wun- der- und Wallfahrtsort Marpingen berichten„liberale" Blätter mit großem Jubel eine rettende That, welche die Ber- liner Geheimpolizei dort ausgeführt hat. Das Stücklein erin- ncrt lebhaft an die bekannte Affaire, die Herr Sticber selbst vor dreißig Jahren als„Maler Schmidt" in Schlesien gegen den Communiftcn Schöffel und den Lehrer Wander aufführte — seine erste Polizeithat, die wir gelegentlich einmal in's Ge- dächttnß der jungen Generation zurückrufen werden. Ein Ge- Heimpolizist kommt von Berlin nach Marpingen und giebt sich für einen frommen Katholiken aus Irland aus; seine mit großer Geschicklichkeit gefälschten Papiere legitimiren ihn als solchen. Er spricht nur englisch und logirt sich bei einem Wirthe ein, dessen Sohn in Amerika ist. Er hat viel Geld, ist sehr fromm und spendet der wundcrthätigen Madonna ein fchönes neues Kleid, spricht auch von Erbauung einer Kapelle und von Ankauf des Gnadenortcs, um ihn der Gemeinde zu schenken. Man hegt „außer dem Hause für Lohn arbsIeude Frauen. Sie sagen doch,— ruft er— daß in ihrem Staate Jeder arbeiten soll. Wollen sie diesen Satz auf gesunde, sogar auch auf kinderlose Frauen nicht angewendet wissen? Wenn ihnen nur Zeit zur Besorgung ihrer Haushaltung bleibt?"— Und endlich schließt er mit dem besten seiner Witze: „Uebcrtroffen von den Sozialdemokraten wird die Wuth und Toll- hcit der französischen Revolution. Nicht einmal Eheschluß auf eine gewisse Zeit; heute Abend heirathcn, morgen früh fich wieder trennen!" Genug! Genug! Was der Märtyrer seiner Bornirthcit bei dieser Ausgeburt schiffbrüchig gewordener„Wissenschafterei" auch gelitten haben mag, wir können es ihm nicht ersparen, ihn vor den Spiegel zu führen und ihn einzuladen, herzlich zu lachen über diesen Jammermann. Gleich dem Coloß von Rhodus, so steht er da, unser lustiger Polemiker mit der ernsten Physiognomie. Den einen Fuß auf der Schatztruhe der heutigen Gesellschaft, den anderen auf dem hohlen Boden seiner hirnverbrannten Phantasie, das fchwerc Deukerhaupt dem brausenden Sturme unserer sozialistischen Bewegung zugewendet, so erblickt er im sozialistischen Staat Arbeiter(Ausgebeutete) im heuttgen Sinn, die ihre Kinder ver- sorgen, Eltern, die von diesen im Alter das Gnadenbrot essen follen— die Idee der Solidarität ist ihm ein unfaßbares Wahngebild. Augstbctäubt von dem Trommelwirbel„zur Wahl", ruft er zeternd:„Nachbarin euer Fläschchcn!"— Der Duft des Eigendünkels kann ihn jedoch nicht vor dem Fall be- wahren und unter ungeheurer Heiterkeit versinkt er in das grause Meer der ihn verschlingenden Unwissenheit.— Das sind die Helden, mit denen wir uns hier zu schlagen alle Tage Gelegen- heit, doch nicht die Muse haben. Heute mags geschehen sein, den Sozialisten uud dem denkenden Volk zur Anregung und Erheiterung, dem unwissenden Prahler zur Züchtigung. Und mm:—„Geh' in ein Kloster Ophelia!" «lso kein Mißtrauen gegen ihn, und er wird von den Leitern der alle Ausbeuter sind unsere Feinde. Begreift doch, Freunde, daß traktbruches sei im neuen Merchant-Shippings-Act*)(1876) Wundergeschichte in Alles eingeweiht. Am Donnerstag vor acht � Czar und Sultan, Eure----, Nichts sind, Nichts sein nicht aufgehoben. Dies sei eine ernste Ausnahme angesichts des Tagen warf er plötzlich die Maske ab, eine große Anzahl Poli können, als Eure Feinde. Wenn sie sich den Krieg erklären, so Employer and Workmen-Act�)(1875), welcher eine solche Bestra- zisten erschienen und hielten unter seiner Leitung Haussuchungen geschieht es nur, uni dem Volke einen„wohlthätigen" Aderlaß fung des Contraktbruchs für industrielle Arbeiter auf dem Lande in Marpingen und in den Nachbarorteu. Viel scheint man nicht zu verordnen, um Euch von Eurem Elend auf das noch größere abgeschafft. Der Arbeitcrdeputirte, Herr Burt, habe am ersten gesunden zu haben: ein Blatt berichtet von Beschlagnahme einer Elend zu verweisen, das sie stiften,— mit einem Wort, um Euch Tage der verflossenen Parlamentssession eine Bill eingebracht, Kiste mit aus dem Gnadcnborn gefüllten Flaschen! Ob der Er- von der sozialen Frage abzulenken.— w--------------- � folg diesen Aufwand an Geld und— staatsretterischer Heuchelei gerechtfertigt hat, scheint somit noch sehr fraglich zu sein. „„, welche die Ausdehnung der Bestimmungen des Employer and „Genossen! Lassen wir sie ihre Kriege machen und setzen Workmen-Act auf die Seeleute in britischen Gewässern bezweckte. wir den unsrigen fort; bleiben wir auf unserm SHlachtfclde, Die Bill kam nur bis zur 2. Lesung und das Comitv hoffe, die es ist das des Rechtes gegen das Unrecht, der Sittlichkeit Regierung werde die Sache in der nächsten Session in die Hände nehmen. e) In Betreff der summarischen Jurisdiktion der Ma- — Der internationale Arbeitercongreß in Bern hat gegen das Verbrechen, der Arbeit gegen den Diebstahl."— einstimmig folgende Resolution angenommen: Am 29. Oktober beschloß der Congreß, zur definitiven. D � „In Erwägung, daß die gegenseitige Anerkennung der Mittel � Lösung der Einigungsfrage im nächsten Jahre einen gistrats-Richter habe das Comite das auf dem letzten Eon- zur Emanzipation des Proletariats eine Allen zukommende und allgemeinen internationalenArbeitcr-Congreß abzuhalten, greß beschlossene Memorandum dem Minister des Innern über- von Allen anerkannte Pflicht ist: nimmt der Eongreß an, daß Nachdem wir so den wichtigsten Beschluß mitgetheilt, wollen reicht. Herr Croß habe die Deputation freundlich empfangen die sozialisttschen Arbeiter eines jeden Landes am besten vcr- wir noch Einiges über Beschickung und Constittnrung des Eon- und versichert, daß die Regierung alles thun werde, was ihr stehen, welche Propagandamittcl für ihr Land die besten sein gresses nachtragen. gerecht und billig erscheine. S«ne bei dieser Gelegenheit ge- werden. Tie Internationale sympathisirt mit diesen Arbeiter in � Anwesend wazen 31 Delegirte und zwar 17 von der Jura-'machte Bemerkung, daß von den 621,493 summarischen Ber- allen Fällen, einzig ausgenommen den Fall der Verbindung mit Föderation, darunter auch einige deutsch-schweizerische, also deut Handlungen mit 486,786 Verurtheilungen im Jahre 1874 nur Ägeirö einer Äourgeois-Pnrtei."! icfter Itrth mpfirPiv Stp IW hpitKrnipn tnip hpr frntts I in 107 �riffpn hip üRpnifimrr prrrrrffpn tnitrSp sp, fn scher Nationalität und mehrere, die der deutschen, wie der fran- in 107 Ueber den„Krieg im Orient" wurde folgender Bericht zösischen Sprache mächtig sind; 4 aus Italien, wovon einer auch abgestattet und vom Congreß gebilligt: fertig französisch spricht; 2 aus Spanien; 2 Delegirte franzö- Sozialistenklubs" in Genf; 1 Genosse aus Deutschland, der jedoch die dortige Partei nicht offiziell vertritt, sondern nur aus privater Initiative erschienen ist(der sozialistische Reichstags- abgeordnete Vahlteich); 1 Delegirter der Internationalen Sektion Zürich(der zugleich den Schweiz. Arbeiterbund vertritt.) Als Vorsitzende fungirten: Müller(Elsaß), Perron (Schweiz) und Caficro(Italien). Die Verhandlungen, welche vom 26. bis zum 29. Oktober dauerten, wurden in mustergiltiger — Die entscheidende Niederlage der serbisch-russischen Armee hat den russischen Wolf endlich gezwungen, den Schafs- pelz abzuwerfen. Nach Empfang der Hiobsposten aus Belgrad ließ der„friedliebende" Czar sofort an seinen Gesandten in Constantiuopel telegraphiren, er solle vom Sultan einen sechs- „Ter Klassenkampf genügt den Diplomaten nicht mehr, sie iischer Sektionen; 1 Delegirter aus Belgien, zugleich die hollän wollen sich jetzt wieder Schlachten liefern, wo Kugeln fliegen dischen Sektionen vertretend; 2 von Sektionen in Genf, die nnd Blut fließt, und ihre Agenten haben die Unverschämtheit, � keiner Föderation angehören; 1 Delegirter des„Unabhängigen dieses Vorgehen mit der öffentlichen Meinung decken zu wollen. „Wir wollen diesen Agenten nicht antworten, sie sind unsere Feinde und verdienen nichts als unsere Verachtung. Aber Die- jenigen, die man tödtcn will, sind unsere Brüder. Die Land- leute und Arbeiter, die man aus ihrem Wirkungskreise reißt, um mit ihrer Arbeit und ihrem Blute die Thorheiten der Könige zu bezahlen, Alle diese sind gleichmäßig unsere Brüder, welche wir herzlich bemitleiden.' „Inmitten all' dieses Lllgcnwustes, der die Welt erfüllt, haben wir einfach ein Wort der Wahrheit auszusprechen: So Viele haben sich schon geopfert in diesem Kriege; wir haben die An- deren zu warnen, daß sie sich nicht auch dupiren lassen. „Vor Allem warnen wir die Arbeiter vor den Schmeicheleien der liberalen Parteien. Wir Arbeiter haben nur von uns selbst Rath anzunehmen— von den Henkern brauchen wir keine Rath- schlüge! Englische Liberale, welche wieder ans Ruder kommen wollen, schreien gewaltig über die Metzeleien in Bulgarien: aber was sagten diese„Herren", als die Capitulanten von Sedan und Metz das Pariser Volk zu Tausenden mit Mitrailleusen mordeten und ganz Paris in einen Friedhof verwandelten? Da- umls freuten sie sich, da ergötzten sie sich an dem Geruch des Blutes. Und was sagen die russischen Liberalen, welche sich gut bezahlen lassen für ihre kriegerische Bundesgenossenschaft mit ihrer Regierung? Sie haben geholfen in Warschau„Ordnung" zu schaffen— sie konnten nur Beifall klatschen zu der Art und Weise, wie man in Paris die„Ordnung" wieder herge- stellt hat. „Mit welchem Rechte protestircn diese„Herren" gegen die Grausamkeiten in Bulgarien?— Es ist doch immer die gleiche „Ordnung": Krieg allen Frcigesinntcn, Friede den Schurken! „Aber alle Mittel sind ja gut für Diejenigen, die sich vor- genommen haben, so viel Macht und Reichthum als möglich er- obern und behalten zu wollen. „Die Zeitungsschreiber, die Pfaffen und Liberalen suchen das Landvolk aufzuregen, indem sie den„heiligen Krieg gegen die Türkei" predigen. Uns Arbeiter des Abendlandes können sie nicht mit dem Christcnthum ködern, aber sie appelliren an un- serc Gefühle der Menschlichkeit— sie, die Würger Polens und des Kaukasus! Von solcher Seite weisen wir diesen Appell als eine Beleidigung zurück. „Ja, das Blut der gcmordctcu Bulgaren schreit um Rache, aber wo sind die Mörder? Nicht blos in der Türkei haben wir sie zu suchen; wir sehen sie auch in der russischen Armee, die im Kaukasus die Frauen schändete, die Kinder an den Mauern zerschmetterte; wir sehen sie in den Reihen der liberalen Herren, welche über die unglücklichen Opfer Krokodilsthränen vergießen. „Alle, welche von der Arbeit Anderer leben, für die natür lich die Aufrechterhaltung der heutigen Zustände gleichbedeutend ist mit der Aufrechterhaltung der Ausbeutung des Arbeiters, alle diese orthodoxen Muselmänner sind die wahren Schuldigen. „Die Geschichte lehrt uns zum Voraus, was von diesen ruf- fischen Kapitänen und Präsekten, die heute so freundschaftlich auf- treten, zu erwarten ist, sobald sie nur erst die christliche Äevöl- kerung des Balkan von dem türkischen Joche befreit haben. Wehe Euch Befreiten! Ihr werdet dann erfahren, was das Mitleid eines befreienden Henkers Werth ist; Eure neuen Herren allen die Berufung ergriffen wurde, sei so hinfällig gewesen, daß das Comitö in einem weiteren Memorandum sich gegen diese Ziffern gewendet und dargethan habe, daß sie für die Güte oder Beliebtheit der summarischen Verhandlungen nichts bewiesen, wohl aber zeigten, daß das Appellationsrecht wegen seiner Kostspieligkeit für das ärmere Volk thatsächlich nicht cxi- stire. Das Comite habe den Verfolg der Sache den Händen des Herrn Hopwood anvertraut, welcher in der letzten Session schon 3 Mal zu Gunsten derselben das Wort ergriff und im nächsten Jahre wohl durchdringen werde. f) Bezüglich der so nothwendigen Reform der Straf- gesetze sei das Comite in keine parlamentarische Aktion getreten. Auf eine Anfrage des Herrn Macdonald habe Herr Minister Croß erwidert, es sei die Absicht des Lord Chancellors(Justiz- Ruhe und durchaus leidenschaftslos geführt. Im nächsten Briefe minister), einen diesbezüglichen Gesetzentwurf einzubringen. Dies wollen wir eine Skizze davon geben. sei nicht geschehen und der Congreß habe nun Gelegenheit, seine Meinung in dieser wichtigen Frage auszusprechen. g) Ein neues Patent-Gesetz sei durch die Regierung dem Parlamente vorgelegt, jedoch der voraussichtlichen Opposition wegen wieder zurückgezogen worden, wahrscheinlich um in nächster Session durch ein besseres ersetzt zu werden. K) Den Bericht der Fabriks- und Wcrkstätten-Gesetz- wöchentlichen Waffenstillstand fordern, der binnen 48 Stunden Commissionäre finde das Comitv im Großen und Ganzen zu bewilligen sei, widrigenfalls Rußland die diplomatischen Be- Ziehungen zur Türkei abbrechen werde— was der Anfang des Kriegs wäre. Die Antwort der Pforte ist heute(Donnerstag Abend) noch nicht bekannt. Wüßte Rußland nicht, daß Preußisch- Deutschland ihm den Rücken deckt— wie diesem 1870/71 von Rußland der Rücken gedeckt ward— dann könnte es nicht mit dieser bodenlosen Frechheit aufzutreten wagen. — Russengrcuel. Wie aus der letzten Nummer des in London in russischer Sprache erscheinenden Parteiorgans„Vor- wärts" ersichtlich ist, find die Genossen Gamoff Demeter, Plotnikofs, Malinofssky und Prohorovitz Markus im Gefängniß zu Charkoff gestorben, in welchem sie sich seit zwei Jahren in Untersuchung wegen sozialistischer Propaganda be- fanden. Im Gefängnisse zu Charkoff sind keine Besuche und auch keine beständige Arbeit gestattet, und die Verhafteten erhalten täglich nur dritthalb Kopeken<=4Vz kr.) aus der Staatskasse, was selbst- verständlich nicht einmal genügend ist, sich mit Brod zu nähren. Eine Korrespondenz aus Petersburg bemerkt dazu:„Stellen Sie sich einen Menschen vor, der fast immer hungrig, ohne irgend welche Arbeit ist, und dem es ganz unmöglich ist, mit den Men- scheu zu verkehren, und Sie werden mir wohl beistimmen, daß dies eigentlich kein Leben, sondern nur ein langsamer, qualvoller Todeskampf ist." 7 MD derer bemerkte, daß sich einzelne Stadtbehörden an das Gesetz '— Strike der Schriftsetzer in Kopenhagen. In Folge gar nicht kehrten, und zum Beispiel in Glasgow bei Ausbruch der Forderung eines höheren Lohntarifs sind Differenzen zwischen eines Strikes einfach nach den dortigen Stadtpolizeigesetzen ge- dem Verbände der Schriftsetzer in Kopenhagen und den Buch- handelt werde, genehmigt wurde. druckereibesitzcrn daselbst ausgebrochen, welche, wie wir vernehmen, Herr Rolley(Sheffield) beantragt hierauf eine neue Eon- jetzt zu einer Arbeitseinstellung der Verbandssetzer führen. Die i stitntion für die Trades-Unions-Congrcssc: Prinzipale sollen allen denjenigen Schern für° nächsten Sonn- abend gekündigt haben, welche dann noch Mitglieder des Ver- bandes sein werden. sehr befriedigend und hoffe, daß die Regierung auf Grundlage desselben legislatorisch vorgehen werde. i) Mit dem Centralrath der englischen Coopcrativ-Ge- scllsch asten sei das Comite in Verbindung getreten und werde sich bemühen, in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache im All- gemeinen und behufs Untersuchung der Prodnktionskostcnfrage zur besseren Entscheidung über die Ansprüche von Kapital und Arbeit die beiden Bewegungen einander näher zu bringen und einerseits die Cooperatoren mit den Bestrebungen der Tradcs- Unionisten und anderseits die Letzteren mit den Bestrebungen der Ersteren besser bekannt zu machen. Ic) Ueber das Wirken der Labour Laws(Arbeitergesetze) im Jahre 1876 spricht das Comitä seine volle Befriedigung aus— weil ein Richter in Manchester das Gesetz in Bezug auf das Wachen- ausstellen bei Strikes(Picketiug) in einem für die Angeklagten günstigen Sinne auslegte. Die Thatsache, daß ein anderer Richter in Erith dieselbe Gesetzbestimmung in einem viel stren- geren Sinne auffaßte, genirt die sanguinischen Herren nicht im Geringsten, obgleich sie beweist, daß das Gesetz alles, nur nicht klar ist, also nichts taugt.—, Dies das Wesentlichste aus dem Berichte des parlaincntar'echo schen Comitös, welcher vom Congreß nach einer kurzen Debatte, in welcher von einem Redner hervorgehoben wurde, daß man nach dem neuen Labour Laws gerade so gut wegen„Picketing" vcrurtheilt werden könne, wie nach dem alten, während ein an- Innere Parteiangelcgenheiten. Als Agenten des Vorstandes sind ernannt: Wilkau: C. Schmelzer; Niederplanitz: E. Küchlcr, E. Wettermann; Neu- j>rei Deleoirte »nSt n s w• er rwifh- er>.„nk-.,�„r. Rv-m-n•. T.,«9 „1) Alle„bona Kcke"***)-Gewerkschaftcn, welche auf Grund fester Statuten und 12 Monate vor dem stattzufindenden Congreffe entstanden sind, unter und bis zu 2000 Mitglieder zählen, können einen Delegirten senden. 2) Alle Gewerkschaften mit über 2000 bis zu 5000 Mitglieder zwei Delegirte. 3) Alle Gewerkschaften mit über 5000 bis 10,000 Mitglieder (kennen das Handwerk, und sie werden Euch zum Gehorsam zu ß?bt a. d. H.: F. Guth; Frankenthal: I. Frank; Bremen: 4� Allen Gewerkschaften mit über 10,000 Mitgliedern soll ......|~-----... 9« w. im»™.««r«»™ für je 5000 Mitglieder oder einen Bruchtheil von 5000 ein weiterer Delegirter gestattet.sein. 5) Trades-Councils(„Gewerkschafts-Räthe", in jeder Stadt von den dort befindlichen Trades-Unions in ein Comite cön stituirt zur prinzipiellen Leitung derselben) sollen nur für solche Gewerkschaften Delegirte senden dürfen, welche nicht in irgend einer anderen Form vertreten sind. 6) Jede repräsentirte Gewerkschaft hat zu den Auslagen des von dem Congreffe gewählten parlamentarischen Comitv pro drefsiren wissen— und wenn Ihr Euch widersetzt, so werdet!' Ihr sehen, ob die russischen Kanone» milder sind, als die Tscher- kesscnsäbel. „Genossen! In dieser häßlichen, blutigen Komödie wollen wir keine Rolle übernehmen; eben weil wir die slavischen Brü- der lieben, wollen wir sie nicht gegen die Türken Hetzen. „Alle, welche arbeiten und leiden, sind unsere Brüder und i Frick; Ursprung: H. Tosttnann. Hamburg, den 1. November 1876. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Vorstand. I. A.: C. Derossi, I. Auer, Pferdcmarkt 37. — Gebildeter Pöbel. Ter Berliner„Staatsbürger-Zeitung" wird„von durchaus zuverlässiger Seite" berichtet:„Zu einem gewaltigen Auflaufe gab am Donnerstag Mittag ein ganz gemei ner Schurken- streich Veranlassung. Eine bildschöne junge Dame in eleganter Klei- dung die Friedrichstraße in der Nähe der Behrenstraße mit einem durch Klebstoff auf den Rücken befestigten Plakat, auf welchen mit großen lesbaren Lettern die Worten standen:„Herren-Kloset". Dieser nngc- wohnte Anblick lockte den hohen und niederen Pöbel in Schaaren herbei, man belästigte die Aermste mit frechen Blicken und Worten, ohne daß diese die geringste Ahnung von der an ihr verübten Infamie hatte. Erst einem des Weges kommenden ihr bekannten Herrn, an den sich die auf's Aeußerste Geänstigte hülfeflchend wandte, war es vorbehalten, Correspondenzen. ÄUS chrohöritannien. Glasgow, 23. Oktober 1876. Der Mitglied einen"Jahresbeitrag von mindestens einen Farthing vre aus s Aeugerge rseaiqrigie yutsestcyeno wanorc, war es voroeyarien,(Sh.r(« ihr den Zettel abzureißen. Beim Anblick des ominösen Schriftstückes''.fj. V brach die Bcdauernswerthe mit einem herzzerreißenden Schrei zusammen. EomtkS aufzuweisen. � � Die sofort von dem Vater der Dame— einem höhern Ministerialbe- aJ Amendirung de» �rades-Unions-Act von 1K71, amtcn— angestellten Recherchen haben ergeben, daß das Bubenstück welche die Vermögensbewegung dieser Gewerkschaften in Bezug von dem Sohne eines hiesigen Banquiers verübt war, gelegen- auf ihre Beamteten, Mitglieder und Verbindungen unter ein- tlich des kurz vorher stattgehabten Besuchs der jungen Dame im Auf- ander gesetzlich regulirt. trage ihres Baters in dem Komptoir des Banquiers. Der Nieder- M Die Ernennung einer Commission zur Untersuchung der trächtige suchte seine Handlungsweise damit zu eiitschuldlgen, daß das Zulänglichkeit der Haftpflichtqesetzbestimmungen. Die Com- 'unge Mä�en se.ne Liebesantrage zuruckgcw.esen habe' und rhre Liebe- in Thätigkeit und werde dieselbe vom parlamentari- cmem Buchhalter seines Vaters, einem armen, aber braven sungen'' r Manne, zugewandt hatte, der sie bei einem Familienfeste, zu dem er Comitö�sorojalttg überwacht.. t von dem Bruder seiner Braut geladen war, kennen und lieben lernte. cJ-t.as Handelss chiffahrt» Gesetz sei nicht das gewor- Die Mißhandelte liegt schwer erkrankt am Ncrvcnsicber darnieder. Leider den, was iin Interesse der Humanität wunschenswerth Ware, wird diesem Schurkenstreich die gebührende Strafe nicht folgen', da auf l indem die Regierung die Ablehnung der von Herrn Plims oll inständiges Bitten des alten rechtschaffenen Vaters des Elenden die schwer vorgeschlagenen Amendements zu einer Parteifrage gemacht habe. gekränkte Familie die Anzeige bet der Staatsanwalt nicht machen wird. Einer der Hauptpunkte, welche Plimsoll durchgesetzt, sei die Ab 9. Jahrescongreß der englischen Gewerkschaften tagte(etwa 2 Pfennig) zu leisten." vom 18. bis incl. 23. September in Newcastle on Tyne. Vcr- Herr Guile(London, englische Eisengießer-Gewerkschaft) treten waren 98 Vereinigungen mit 198,600 Mitgliedern durch unterstützt den Antrag, indem er auf die Anomalie hinweist, daß 120 Delegirte. Das„parlamentarische Comite" erstattet Bericht eine Gewerkschaft von 600 Mitgliedern gegenwärtig dasselbe über das Jahr vom 13. Oktober 1875 bis 16. September 1876.. Stimmrecht auf den Congressen habe, wie eine Gewerkschaft von Es hat eingenommen an Beiträgen von den verschiedenen Ge- 44,000 Mitgliedern. wcrkschaften 640 Pfd. Stcrl. 13 Shill. 4 Pcnce und ausgegeben Nach längerer Debatte wird der Gegenantrag Fitzpatrick für Congreßkosten, Druckschriften, Gehalte:c. die Summe von(Liverpool), daß man die alte Ordnung bestehen lassen solle, Nid(Storl 8 Shill. 6V1 Pcnce. An Erfolgen hat das um auch den kleineren Gewerkschaften, welche zu den Auslagen Es bleibt in diesem Falle nur sehr zu bedauern, daß gegen den nichts würdigen Buben nicht offiziell eingeschritten werden kann." Warum aber den Namen des Elenden verschweigen? An den schaffung der Äerdeckladungen während der Wintermonate ge- wcsen. Dieses weise und humane Berbot sei jedoch vom Ober- Pranger mit solchem Gesindel! Ja. wenn es ein Arbeiter gewesen �»se wieder umgeworfen worden. Man müsse nunmchr nüt dem wäre, der sich einer ähnlichen Handlung schuldig gemacht hätte, dann Erreichten zufrieden sein und das Wirken des Gesetzes al warten, würde man keine so zarte Rücksichten nehmen. iöhnchen— das ist etwas anders! Aber ein Fabri'kanten- bevor man eine abermalige Aenderung desselben beantragen könne. ck) Die Gefänguißstrafe für Seeleute wegen Eon des parlamentarischen Comitv nicht so viel beitragen könnten, Gelegenheit zu geben, an den Congressen sich zu betheiligen, mit 74 gegen 21 Stimmen angenommen. Der Rest des zweiten Tages wird durch die Diskussion und An- nähme dreier Dankesresolutionen ausgefüllt. Mittwoch, 20. September. Der Sekretär des parlamen- tarischen Comitö, Herr Broadhurst, liest eine Abhandlung von Herrn Heinrich Crompton über die Codifikationl') der Gesetze. Die Bemühungen der Trades- Unionisten Englands zur Reformirung der Strafgesetze— sagt Herr Crompton— Wien insofern bereits von gutem Erfolg gewesen, als sie die ge- sammte Politik und Haltung der letzteren wesentlich geändert hätten. Ob noch weitere Reformen nöthig seien oder nicht, die Gesetze seien auf soziale Gleichberechtigung basirt und nicht auf Klassenunterschiede. Außerdem seien gewisse sekundäre Umwand- lungen erreicht worden. Als der Cvnspiracy-Act dem Auge- klagten in manchen Fällen die Wahl eines Geschwornengerichtcs ließ, wurde dadurch ein neues constitutionellcs Prinzip thcilweise *) Akte(Gesetz) für Kausfahrtei-Schiffe.**) Arbeitgeber- uud Ar-- beiter-Akte.**') ächten, wirklichen, f) Zusammenstellung in einem Gesetzbuch. anerkannt. Dieses ausnahmsweise Privilegium sollte allgemein werden. Wo immer der Magistrats richter ein direktes Urtheil auf Gefängnißstrafe auszusprechen hat, sollte der Angeklagte den gesetzlichen Anspruch auf ein Schwurgericht haben. Dieses' Prinzip solle fortan eine Landmark konstitutioneller Freiheit sein...... Bisher sei die Codification blos von Juristen und Profes- soren dem Lande empfohlen, noch niemals aber durch die Stimme der Bevölkerung verlangt worden. Dieses Jahr habe der Lord Chief Justice(Oberrichter) of England, Sir Alexander Cockburn das Gewicht seines Namens in die Waagschale geworfen und erklärt, daß vor allem die Consiruktion eines Criminal-Codex nothwendig wäre.— Ein Strafgesetz könne leichter und schneller codistzirt werden als die anderen Theile des Gesetzes. Die Ur- fache, daß bis jetzt noch nicht mehr in der Angelegenheit ge- schehen sei, liege einfach darin, daß sich Niemand darum küm- merc. Es sei keine politische Affaire und könne darum nicht Anlaß zu einer politischen Agitation geben.(Es sind eben keine Grausamkeiten in Bulgarien, sondern daheim und die sieht man nicht so leicht.) Älljährlich würden 5 bis 6 Bills ciuge- bracht, um die klaffendsten Schäden des Strafgesetzes auszubesiern. Dergleichen Flickwerke aber taugten nichts. Es thue eine durch- gängige Revision und Reconstruktion noth. Definitionen müßten gegeben und die Sprache des Gesetzes vereinfacht und gemein- verständlich gemacht werden. Es sollte in 3 Theile: ein Straf- gesetz, ein Polizeigesetz und eine Strafprozeßordnung gefaßt und das Volk mehr zur praktischen Durchführung desselben heran- gezogen werden.(Schluß folgt.) Lehe, 31. Oktober. Am Sonntag, den 31. Oktober fand am hiesigen Orte eine zahlreich besuchte Volksversammlung statt, in welcher unser Reichstagscandidat Herr W. Bracke aus Braunschweig:„Was die Sozialdemokraten wollen und die nächsten Reichstagswahlen", einen ausgezeichneten Vortrag hielt. Spandau. Nachdem es dem Schüren und Hetzen der Fort- schrittlcr gelungen ist, der Sozialdemokratie am hiesigen Platze die Lokale zu Versammlungszwecken zu verschließen, versucht man liberal-fortschrittlicherseits in Wahlversammlungen für liberale Wahlen Propaganda zu machen. In der ersten derselben sprach der national- liberale Kreisgerichtsdirektor Pescatore, ohne eine Entwickelung seines Programms zu geben. Eine Interpellation des Redners durch Fischer wurde gewaltsam vereitelt, da Arbeiter nicht anwesend waren. In der darauf fortschrittlicherseits anberaumten Versamm- lung, in welcher ein zweiter Candidat für das Abgeordnetenhaus, der fortschrittliche Lehrer Böhm sprach, waren die Arbeiter sehr stark vertreten. Nachdem der genannte Herr mit großer Ans- sührlichkeit über das in Aussicht stehende Unterrichtsgesetz ge- sprochcn, von dessen freiheitlicher Gestaltung er die einzig wirk same Bekämpfung des Sozialismus abhängig erklärte, der ihni träumerische Utopien zu erstreben scheine, interpellirte ihn Herr Fischer hierauf vom sozialdemokratischen Standpunkte, erstens über seine Stellung zum Dreiklassenwahlgesetz für den Landtag, zweitens über das Comingnalwahlrecht für die städtischen Ver- l tretungen und drittens über die Gründe, welche die sozialistischen Ziele unausführbar machen sollten. Mit den sozialistischen Uto- picn des vorigen Jahrhunderts, so führt Herr Fischer aus, habe der moderne Sozialismus ebenso wenig gemein wie die Fort- schrittspartei niit wahrer Freiheit. Es sei aber für jeden frei sinnigen Menschen klar, daß der heutige Militärstaat Preußen Ebensowenig ein wahrhaft freisinniges Unterrichtsgesetz wie volle; „ mb ganze politische Freiheit ertragen könne. Herr Görlitzer sprach sich gegen das kommunale Dreiklassen- Wahlgesetz scharf aus und forderte dann vom Staate Erhöhung der Besoldung der Bahnunterbeamten, um so der Industrie eiil Beispiel zu geben. Ein Ortsvercinler Müller hingegen äußerte sich ziemlich confus. Hierauf erklärte der Candidat für das gleiche direkte Landtagswahlgesetz wirken zu wolleu, die gleiche direkte Wahl zu kommunalen Vertretungen halte er jedoch im Allgemeinen mcht für cmpfehlenswerth; für Erhöhung der kleinen Bahnbcamten-Gehälter wolle er eintreten. Im Ganzen haben sich nickt viel über 15 Prozent der Wähler im hiesigen Kreise an den Landtagswahlcn bctheiligt; die Ar- bester fast gar nicht. Der Katzenjammer unserer Fortschritts- Clique ist sehr amüsant; der„Havelländische Anzeiger" nennt diese Wahl eine jämmerliche! Cal'an. Hier fand am 28. Oktober d. I. gegen Unterzeich- neten eine Voruntersuchung statt, weil derselbe sich an einer, angeblich am 24. September d. I. in Cottbus stattgehabten Ar- beitcrconferenz betheiligt haben sollte. Selbigem aber war je- doch von der Sache rein gar nichts bewußt. Wer weiß, wer der Staatsanwaltschaft den Bären aufgebunden hat. W. Krüger. Brandenburg a, K., den 18. Oktober. Gestern Abend hatte das hiesige liberale Wahlcomite eine öffentliche Versammlung nach dem Pahle'schen Lokale berufen, in welcher der Landtags abgeordnete, Prediger Schumann-Jeserig, Bericht erstatten wollte über die Thätigkeit des Landtags in der letzten Legislaturperiode. Die Versammlung war ans 7 Uhr einberufen, wahrscheinlich um wie gewöhnlich die Arbeiter fern zu halten. In dieser Berech- nung batte man sich jedoch diesmal getäuscht, denn es füllte sich allmälig bis gegen 8 Uhr der größere Theil des Saales und die Gallerie mit Arbeitern und sogenannten Kleinbürgern— hofften doch dieselben, daß man, da die Versammlung eine öffentliche, auch ihren Vertreter zum Wort lassen würde. Sie sollten sehr bald erfahren, daß diese ihre Hoffnung bei den sich als Väter- liche Vormünder aufspielenden Bourgeois eine unberechtigte war. Um*/28 Uhr eröffnete Herr Bürgermeister Hammer die Ver- sammlung und nahm auch sofort nach der bekannten Manier das Bureau für sich und seine Freunde in Beschlag.— Diese Vergewaltigung ließen sich die anwesenden Arbeiter gefallen, um nicht in der beliebten Weise als Störenfriede bezeichnet zu wer- den. Herr Schumann-Jeserig nahm nun das Wort und führte in ca. einstündiger Rede seinen Zuhörern seine Heldcnthaten, hauptsächlich der letzten Landtagssession vor. Wir müssen ge- stehen, es berührte uns angenehm, daß der Redner es verstand, seinen Vortrag von dem sonst bei Predigern so sehr üblichen Kanzelton frei zu halten, wir müssen aber ferner gestehen, daß der Vortrag demagogisch war, wie wir selten einen solchen ge- hört haben. L" Das Civilstandsgesctz wurde angepriesen(trotz eines Lehrers PriefertinWcißensee). Beim Stcuerwesen wurde nur getadelt, daß die Rittergutsbesitzer von den Gemeindesteuern befreit seien, und sollten die Steuerzahler durch die Heranziehung derselben zur Steuerzahlung entlastet werden. Die Form der Steuerzahlung, meinte der Redner, sei dem Steuerzahler ja gleichgültig!!! In- folge des neuen Vsrmundschaftsgesetzes sei der Vormund nicht mehr genöthigt, Mündelgelder zu 3 pCt. Zinsen anzulegen(aber nach seinem Ermessen in Gründerattien zu verpuffen). Im Kranze der Sclbstvcrwaltungsgesetze fehle noch die Gemeinde- ordnung, alle diese Gescne haben an den Minister zu Eulenburg einen Widersacher, doch setze er in Bismarck das Vertrauen, daß derselbe sich in seinen libcral-fortschrittlickcn Bcst-"buiiacn. nicht Trotz dieser gewagten Redensart sprach er sich doch entschieden gegen das allgemeine direkte Wahlrecht aus, hauptsächlich dürfte dast'elbe nicht in der Städteordnung u. s. w. zur Anwendung kommen, jdenn er sehe nicht ein, mit welchem Recht der nicht- steuerzahlcnde Bürger verlange, über die von andern gezahtten Steuern verfügen zu dürfen. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten. Man müsse Auswüchse des Wahlrechts, wie z. B. das einer sei, daß Krupp in Essen, vermöge seiner Steuerquote, die Wahl- männer der 1. und 2. Klasse allein wähle, beseitigen und des- halb habe er den von Lasker beantragten Wahlmodus unterstützt. Würde man solche hier angedeutete Auswüchse beseitigen, fo würde man der Sozialdemokratie nicht mehr die Massen in die Arme treiben. Habe der Liberalismus auch nicht Alles erreicht, so gewiß doch schon sehr viel. Eine wesentliche Errungenschaft des Liberalismus sei es doch auch, daß man heute nicht mehr wie unter dem absoluten Regime Maßregelungen und Berfol- gungen politischer Ansichten kenne. War denn' dieser Mann in den letzten Jahren in Honolulu? Das seien so seine Ansichten, und wenn man ihn mit denselben wieder als Vertreter wolle, so stehe er zu Diensten, er hoffe, daß der Liberalismus noch lange als Partei wirken könne, ohne sich in der Partei Knobloch oder Bismarck saus pdrasv auflösen zu müssen. Nach ihm sprach nun der Stadtrath Zelle aus Berlin, doch ohne etwas Bemer- kenswerthes zu sagen.— Nun forderte der Vorsitzende zur Interpellation auf, bemerkte aber sofort, daß eine Diskussion nicht niöglich sei, daß der Interpellant sich mit der einmaligen Antwort des Referenten zufrieden geben müsse.(Eine rührende väterliche Vorsorge.) Einige Herren fanden sich auch, die es unternahmen, unter dieser väterlichen Obhut zu interpcllircn nnd sich nach erhaltener gnädiger Antwort wie Schulknaben wieder auf den Unaussprechlichen zu setzen. Alle Achtung vor solchem Eunuchenthum, das thatsächlich jeder politischen Thättgkeit die Narrenkappe aussetzt. Als sich nun Herr Rackow aus Berlin zum Wort meldete, mochten wohl die Herren am Bureautisch eine Ahnung haben, daß es doch noch Leute gebe, die nicht zu diesem politischen Eunuchenthum zählen, welche auch, die mv- derncn Maßregelungen nicht fürchtend, die Courage haben könnten, manches an dem Sammelsurium des Herrn Schumann auszusetzen und in's rechte Licht zu stellen, deshalb dekretirten sie einfach:„Herr Rackow ist aus Berlin und darf deshalb hier in Brandenburg nicht sprechen", trotzdem Herr Zelle aus Berlin gesprochen hatte. Als hierauf aus der Versammlung heraus aufmerksam gemacht und Abstimmung verlangt wurde, sagte man: „Ja Bauer, das ist ganz was Anderes" und schloß schnell die Versammlung, was doch nichts Anderes heißt, als sich hinter die Polizei verkriechen. Die alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu, und man thut gut, den Arbeitern zu zeigen, welche Leute sich als Volksvertreter aufspielen. Briefkasten der Redaktion. Abonnent X, früher in Gera: Hasenclever ist aufgestellt.— Hr. M. K. in Gießen: Da Sie keine Adresse angeben und die heut abgehende Postkarte Sie vielleicht verfehlt, wiederhole ich hier: Schreiben Sie eine Information an Hrn. F. Tischer, Versiche- rungsinspekror in Görlitz. W. L. der Expedition. Mehlert, Rawicz. Ihre Reklamation haben wir dem hiesigen Postamt übergeben.— W. Mehlhorn, Freiberg. Ihre Annonce kam für die Freitagsnummer viel zu spät, für die Sonntags- nummer ist sie zu 4/a werthlos, weshalb wir solche nicht in's Blatt nahmen; außerdem muß der Annonce der Betrag beilicgen.— Reuter, Gelenau. Werden nach Ihrer Angabe versenden. 2. Quartal kostet nebst Porto M. 2,70, 4. Quartal M. 2,50. Zusammen M. 5,20. CUfnrrÄfmv/t Arbeiter-Sängerbnud. QlCUvvUty* Montag, 13. November, Abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Ketelsen lSanssouci): Vergnügen bestehend in Concert, Gesang, Theater, Festrede und Ball. Karten für Herren 50 Pfg., für Damen 30 Psg. sind zu haben bei den Herren: P. Lassen, Neustadt, Fuhr, Nordersttaße, Fries, Norderstraße, Zimmermann, Compagniesiraße, Boß, Heiligengeistgang, Schmstdt„ Holm 829, Döll, Südermarkt, Cigarrenladen, Albrecht, Plankemay. Einführung ist gestattet, zur zahlreichen Betheillgung ersucht(2a) 3,60]_(F. 120)__ Das Comite. Schneider. Montag, den 6. November, findet das diesjährige Herbstvergnügcn in den oberen Räumen der„Centralhalle" statt. Da der Reinertrag für hilfsbedürftige College» bestimmt ist, wird einer regen Theilnahme entgegen gesehen. Einlaß 6 Uhr. (F2l2)_ Das Comite.[180 [20 Orttmt.i Reichstagswahlcomitck Sitzung Montag Abend.__ «Df+Pnfptt vorläufige Anzeige. Montag, den 20. November, in Burmeisters Salo n: Arbeiterfest arrangirt von den Sozialisten Ottensens nuter Mitwirkung mehrerer Liedertafeln. Karten im Voraus sind zu haben bei den Comitö-Mitgliedern und in den bekannten Wirthschaften. Herr nebst Dame 30 Psg., Damen extra 15 Pfg.(F. 241)_ I. A. des Comitss: Stegen. Ihre Eheschließung zeigen an: Ernst Künzel. Clara Muzel, geb. Thiele. Leipzig, Lützowstraße 20b. II. [100 Quittung. Brnkmnn. Henne Ab. 4,80. Tsch. Theresicnstadt Ab. 2,30. Rsch. Wien Schr. 0.57. Fhlhbr. Schr. 20,03. Thl. Vltho Schr. 0,45. Mrdht. Potsdam Schr. 1,50. Wllck. hier Ab. 3,15. Rschr. hier Ab. 1,20. St. Geithain Schr. 1,00. Oswld. Schopfhcim Schr. 0,50. Grbnstn. Lindenau Ab. 35,75. Wahlverein Hannover Ann. 1,10. Slbrbrg. Wien Ab. 3,30. Arbeiterverein Neunkirchen Ab. 4,93. S. Brth. Mainz Ab. 85,20. Wllschlgr. Güsttow Schr. 12,50. Hsnr. Karlsruhe Schr. 4,40. Dr. Svrs. Delve Ab. 2,40. Gmml. Schleswig Schr. 14,50. G. Gladwtz. Schellenberg Schr.>0,00. F. Br. Gießen Ab. 6,40. Slbrhrn. Eßlingen Ab. 13,85, Schr. 3,90. Hß. Bochum Schr. 6.00. Bhrnd. Berlin An. 1,50. Frnz Jägerndorf Ab. 5,00. Mllr. Cassel Schr. 0,43. I. Grmbß. Simmbach a. I. Schr. 4,70. Grs. Offenbach Schr. 0,65. Lchn. hier Ab. 1,20. Wßlr. hier Ab. 1,20. Crsrnsn. Brügge Schr. 0,65. Krzr. Leipzig An. 1,80. Lndmnn. Eim- deck Schr.• ,50. Trst. Kl.-Zschocher An. 0,70. Sprg. hier Schr. 6,55. L. Bnch. Saalfeld Schr.>4,90. W. Rw. Altona Ab. 63L5. Mllr. Zeitz Schr. 6,80. Brnr. Neustadt Schr. 5,00. Schmdt. Burbach Schr. 1,80. Kpp. Bollingen Ab. 1,70. Arbeiterverein Bolkmarsdorf An. 1,50. Bnzßlr. hier An. 2,l0. Metallarbeitcrgewerkschast hier An. 1,60. Eckrt. Deutz An. 0,60. Zimmerervcrein Hamburg An. 3,60. Snnbrg. Gr. Tabarz. Ab. 1,20. Ghlrt. Cunnersdorf Schr. 13,20. Psch. Hannover An. 3,60, Ab. 1�0,00. Schrmr. Lübeck Schr. 6,70. Bs Grabow Ab. 2,35, I. Mrf. London Ab. 40,80. I. Slts. Wien Ab. 1,80. Arbeiterverein Maffersdorf Ab. 4,09. Einbanddecken für die„Neue Welt" können in Partien und einzeln bezogen werden durch C. Jansen, Uuiversitätsstraße 16 in Leipzig, und die Exped. d.„Vorwärts".[120 "Thüringer Tis chbutter das Stück 75 Ps. bei Friedrich Walstab. (3b) Schönefeld(Neuer Anbau) Hedwigstraße 91.[180 Protokoll des Sozialisten-Congrcsscs zu Gotha vom 19. bis 23. August 1876. Einzelpreis 30 Pf.; bei Bezug von 10 Expl. und mehr ü 25 Pf. das Stück. Das Kreuzbandporto, welches mit eingesandt werden muß, beträgt auf 1—4 Expl. 10 Pf., auf 5-8 Expl. 20 Pf., aus 9— 16 Expl. 30 Pf. Bezug nur gegen baar oder Nachnahme. wÄ?" Bestellungen sind z» macheu beim Sekretariat der Partei, Hamburg, Pferdemarkt 37 III._ Anzeigen:e. Annoncen für die Mittwochs-Nnmmer müssen bis Mon- Aufnahme finden sollen. Annoncen, denen der Betrag nicht ''liegt, o' oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, "nden. Expedition des„Vorwärts" können eine Aufnahme nicht finden. Die rCrtlit Vorläufige Anzeige. vi-l-HU Am Sonntag, den 19. November, Abends 8 Uhr, findet in den Räumen des„Alten Kuhbergs" an der Schnurgasse ein alkgcmeines Ärbeiter-Tek, bestehend in Concert und Ball, unter gefälliger Mitwirkung der„Arbeiter-Liedertafel" statt, wozu die hiesigen sowie auswärtiger Freunde der Arbeiter einladet. Das Fest-Comitö. XL. Der Reichstagsabgeordnete Herr A. Bebel wird auf diesem F este anwesend sein._(F. 62)__[2,40 DT rtimmrutl Arbeiterverein! 30 VJ 1. Ulli IL Ip. Montag, den 6. November: Versammlung im „Waldschlößchen"(Roscnhalle). Zahlreiches Erscheinen erwartet. D. B. Sonnabend, den 18. November, im„Englischen OJlUUlUUg. Tivoli". Kirchen-Allee 41: Concert und Ball arrangirt von den Mitgliedern des deutschen Zimmerer-Gewerks Kassenöffnung 8 Uhr. Ansaug 86z Uhr Herren-Karte 59 Pf., Damcn-Karte 20 Pf. An der Kasse ü Karte 19 Pf. mehr. Herr Hart mann wird die Festrede halten.- Alle Parteigenossen sind hierzu sreundlicksi eingeladen.(Fl45) Das Comitö.[360 (Sllflt®m Sonntag, den"' 57� November �.UUl 1 11 l IUI. Nachmittags 4 Uhr, sindet im Lokale des Herrn Kürten zu Poll eine Ocffciitlichc Volksversammlung statt. Referent: Herr Schuhmacher aus Barmen.' Tie Genossen der umZi«ae'>>'„n P-L;. werde» criulit. zahlreich wer- Für den Wahlkampf. Im Anfang November werden erscheinen und sind durch alle Buch- Handlungen sowohl wie direkt zu bezichen: I. Was wollen die Sozialdemokraten? Ein sozial-volitisches Gespräch. Bon H. Oldenburg. Preis im Buchhandel 50 Pf.' Für Arbeitervereine einzeln 30 Pf., bei Partien 20 Pf. Der Verfasser beantwortet die aufgeworfene Frage in fesselnder Darstellung recht gründlich. n. Die Verzweiflung im liberalen Lager. Antwort auf die sieben Artikel der Magdeburgischen Zeitung und die Schmähschrift des Herrn von Unruh. Von Wilhelm Bracke. Preis im Buchhandel 25 Pf. Für Arbeitervereine einzeln 15 Pf., bei Partien 10 Pf., 50 Stck. 4 Mk., 200 Stck. 12 Mk. 50 Pf. 1000 St. 50 M. Die für Arbeitervereine bestimmten Preise gelten nur bei direktem Bezüge gegen Einsendung des Betrags oder Postvorschuß. Um reiht baldige Aufgabe von Bestellungen wird gebeten; nach der Reihenfolge der einlaufenden Bestellungen wird expcdirt.— Die Schrift: „Nieder mit den Sozialdemokraten!" ist fortwährend zu denselben Preisen, wie die obige Bracke'sche Schrift zu beziehen; bei Verwendung großer Partien zu Wahlzwecken bejon- dcre Vereinbarung. Auflage jetzt 95,000. Braunschweig, 30. Oktober 1876. _(3a)_____ W. Bracke jr. Die zweite Auflage von Most, Bastillc am Plötzensce, ist so- eben erschienen. Preis im Buchhandel 1 M., für Arbeitervereine bei direktem Bezüge gegen baar oder Postvorschuß einzeln 60 Pf, bei Par- lien 50 Pf. Für den Verlag ist übernommen die vom Verfasser autorisirte deutsche Uebcrsetzung von Dissaxaruv, llistoire de la Commune, erste authentische Geschichte der Commune. Brounschweig, 6. Oktober 1876.(3b) W. Bracke jr.[270 Im Berlage der Genossenjchaftsbuchdruckerei Leipzig ist erschienen und durch uns zu beziehen: Für die ftallsöslsche» örüder. Inhalt: 1. An das Volk der beherrschten Klasse, von Felix Pyat. IL Die Arbciterdelegation bei den Weltausstellungen. Preis pri Exemplar 15 Pf. Arbeiter und Parteigenossen! Laut Beschluß des Gothaer Sozialisten- Congreffes ist der Gesammtertrag dieser aus dem Französischen über- setzten Schrift für den Druck der Berichte der ftanzösischen Arbeiter- delegativn nach Philadelphia bestimmt. „Kaufe sie Jeder von Euch! Verbreitet sie nach Kräften! Indem Schlachtendonner des unheiligen Krieges zwischen dem sinkenden ftan«. zösichen und dem sich erhebenden deutschen Empire habt Ihr nicht ver- gissen, daß die französichen Arbeiter Euere Brüder sind. Beweist ihnen, die so oft und so heldenmüthig für unsere gemeinsame Sache für Euch gekämpft und gelitten haben, beweist ihnen jetzt durch diesen kleinen Tribut der Dankbarkeit, daß Ihr im Siegestaumcl der Herr- schenken Klassen die Dienste nicht vergessen habt, welche das französische Proletariat den Unterdrückten aller Länder, welche es der Menschheit geleistet hat,— daß Ihr Euere Feinde kennt und Euere Freunde— daß Euer Geist, Euere Thatkraft der Grenzpfähle spottet,— daß Euer Herz warm schlägt für die französischen Brüder!" Die Erpedinon und Buckhandlunq de«„Vorwärts". ___ J__ Leipzig, Färberstr. 12/11._ Für Sachsen. Bei uns sind zu haben: Formulare zur Anmeldung von Versammlungen. 12 Stück 30 Pf. Kreuzband-Porto 10 Pf. Diese Formulare, welche zu Volks-, Vereins-, Wähler-, Sozialisten- zc. Versammlungen zu benutzen sind, werden entsprechend ausgefüllt, unter- schrieben und bei der betr. Behörde eingereicht. Die Erpednion des„Vorwärts�. Vrroniwvrllicher Redakteur: W. Hascnclcver in Leipzig. lti-dokiin» und Ervcdinon Färberstraße 12/11. in Leipzig.