Erscheint in Leipzig Züiit««ch, Feeirag, T-nntag. Abonnemcutsprcis I'!.uz DcutzchiaÄ! 1 M.«S Ps. pro Qiiartol. Monats- Ab ouncments wc-rder. bei allen deutschen Postanßalten aus den u. und 3. Monat, und auf den u. Monat besonders angenommen: im Stonigr, Sachsen und Hcrzogrh. Sachsen- ÜUtenburg auch ans den ilen Monat des Quartals a 54 Psg. Inserate betr. Versammlungen xr. Petitzeile lOPs., detr. Privatangelegenheiten und Feste pro Pentjeilc M Pf. ♦ ♦ orwar VeSeUuligen nehmen an alle Poslanstalten und Dttch- l>andlunge» des In- u. Auslandes.' Flkia!> Expeditionen. New-Aort: So«.- dcinokr.«enosfcn- schastsbuchdruckerc!,>54 ll!I120 Charlotte Str. Chicago: A. Lansermann, 296 vir!- siou Street. San Aranzisco: F. Entz, 4>8 O'Far- rell Street. London: Baudist, 5 Kassan Street» Middlesox Hoapitat. Gentrat Hrgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 17. Mittwoch, 8. November. 1876. Hunger— Verbrechen— Wahnsinns. Das sind die Worte, die das Menschenherz mit Grausen erfassen, die in ihrem Zusammenhange der heuligen Gesellschaft den Stempel aufdrücken, weil sie die maßlose Ausbeutung der Arbeitskraft in ihrer furchtbaren Consequenz uns vor Augen fähren. Und daß wir die drei Furien jetzt so oft vereint sehen in ihrer gruseligen Wirksamkeit, das har seine Ursache ja selbstverständlich in dem schwindelhasten uud greuzenlos-übermülhigeu Auftreten des Kapitalismus in der Gründerepoche, wo sich die ganze Welt fast anbetend vor dem goldenen Kalbe beugte. Dies Gebahren in jenen Jahren hat sich zu einer der langwierigsten und tiefeinschneidendsten Arbeitskrisen in der Jetztzeit gestaltet. Man möge nicht sagen, daß wir zu schwarz mallen, daß viel- mehr der Hunger doch nur selten in so grosser Kraft auftrete, daß das Verbrechen doch mcistentheils andere Ursachen habe und ebenso der Wahnsinn. Jede Zeiruugsnummer berichtet uns von Selbstmorden, welche die Roth hervorruft; jeder Polizeibericht meldet uns von An- griffen aus das Eigcnthum, hinter welchen der Hunger als Drei- der steht, und vielfach hört man, daß auf offener Straße Per- sonen direkt vom Hungerwahnsinn ergriffen werden. Die„Voffischc Zeitung" meldet aus Berlin, daß in dem Nachbarort Friedrichshagen am 1. und 2. November große Aufregung geherrscht habe, da ein Schuhmacher, Namens Lorenz, am Montag Nachmittag sämmtliche Fensterscheiben des von ihm mitbewohnten Hauses zerschlug, damit er verhaftet werde, weil seine Familie schon seit drei Tagen nichts zu essen gehabt habe. Des andern Tages früh kam er in den Laden des Kaufmanns Groß, schwang ein Beil und verlangte für seine hungernde Familie Brot, das man ihm auch gab. Tic„Vossische Zeitung" fährt darauf wörtlich fort:„Da der Mann ganz den Eindruck eines Irrsinnigen machte, wurde er vorläufig in Observanz genommen." Wir sind nun überzeugt, daß der hungernde, verbrecherische „Irrsinnige" durchaus nicht in der Weise irrsinnig war, wie man dem oberflächlichen Leser aufzubinden versucht, vielmehr ist es augenscheinlich der Hungerwahnsinn, den wir bei dem Manne sehen. Die Zeitungen der herrschenden Gesellschaft suchen dies natürlich zu vertuschen; sie möchten die ganze Sache gern umdrehen. Der Mann ist irrsinnig gewesen, deshalb har seine Familie kein Brot acbabt, deshalb verübte er einen Raub— denn nichts Anderes ist es, wenn man mit einer Waffe in der Hand ein Geschenk von Jemandem erzwingt. Wie hegen ja auch die Hoffnung, daß bei einer etwaigen Gerichtsverhandlung der Arzt den Irrsinn konstatirt, damit der Aermste nicht auch noch ins Gefängniß wandern muß; doch wäre es im Interesse der Menschheit, wenn der Arzt auch zugleich die Ursachen desselben öffentlich mittheilte. Vor nicht allzulanger Zeit wurde in Berlin selbst ein Mensch von der Polizei in Gewahrsam gebracht, bei dem der Hunger- Wahnsinn konstatirt worden ist; täglich ertränken oder erhängen sich Hunderte von Personen in Deutschland im Wahnsinn, den der Hunger hervorgerufen hat. Und bei vorliegendem Falle liegt die Sache doch sehr ein- fach und klar: Die Krifis hat die Arbeitslosigkeit hervorgerufen, der Schuh- macher verpfänoet zunächst seine geringen Habseligkeiten, er erhält dazwischen ab und zu Arbeit, endlich ist Alles veräußert, die Kinder gehen darauf betteln, doch da die Straße voller Bettler ist, da die meisten Bettlerkinder raffinirter find, so kommen die Klinnen ohne Erfolg nach Hause, und der Hunger hält jetzt ganz ungenirt Einzug in das Haus des Arbeiters. In den ersten Tagen sitzt die Familie in dumpfer Verzweiflung da, dann fängt der Hunger an zu quälen; die Mutter weint, die Kleinen rufen: „Batcr, gieb uns Brot!" Dem Acrmsten brennen selbst schon die Eingeweide, das Gewimmer der Kleinen ertönt öfter, ihr Rufen wird flehender und lauter— er springt auf, rennt durch die kalte Stube, seine Angen glühen, da kommt ihm ein Gedanke, der Gedanke der Verzweiflung. Er will ins Gefängniß, dann ist die Gemeinde zur Erhaltung seiner Kinder verpflichtet. Das Singe leuchtet wild auf, es ist das Leuchten des heranziehenden Wahnsinns.— Tie Fenster klirren— er jauchzt aus; die Nachbarn laufen zusammen, doch immer naht noch kein Schutzmann, kein retten- der Schutzmann. Sein Arm ist erlahmt, die Nachbarn bringen ihn zur Ruhe. Dumpf brütend sitzt der Unglückliche in einer Ecke, da fällt sein Blick auf das naheliegende Holzbeil. Soll er es ergreifen? Soll er den Kleinen, die vor Hunger eingeschlafen sind und leise stöhnend von den Herrlichkeiten träumen, die in dem nächsten Bäckerladen aufgespeichert liegen, mit dcmselben�dic Schädel spalten, soll er sein treues hungerndes Weib morden? 'Schon ist er im Begriff es zu thuu; da denkt auch er an den naheliegenden Krämerladen, an das Brod, an den Kaffee, an den Speck, die dort liegen— er wird ruhiger! Des anderen Morgens crgrift er das Beil und erzwingt sich ein Brod; diese That— es ist ja ein Verbrechen— greift die ehrliche, von Hunger zerrüttete Natur gewaltig an, und der Wahnsinn, der schon einige Tage im Hinterhalt lag und auf sein Opfer lauerte, springt rasch hervor und umschlingt den Aermsten mit seinen scheußlichen Krallen. . Die Familie ist vorläufig zwar gerettet, da durch das auf- lallende Ereigniß die Menschen aufmerksam gemacht' worden sind � Wegen Andranges von wichtigen Corrcspondenzen kann der «ddruck des ziemlich umfangreichen Attikels VI.„Unsere Gegner" erst und die Familie unterstützen; aber das Glück derselben ist auf die Dauer zerstört, der Ernährer und Erzieher fehlt, er istt J wahnsinnig. Hunger, Verbrechen und— Wahnsinn winken den ; Zurückgebliebenen auf's Neue. Das ist eine einfache Geschichte. Sie wäre des Erzählens und der Betrachtung eigentlich nicht werth, wenn sie nicht als gewaltige Anklägerin dastände, die der heutigen Gesellschaft das Verbrechen vorhält, welches sie an ihren Gliedern verübt, die ; der heutigen Gesellschaft die gleisnerische Maske der Humanität | und der Menschenliebe unerbittlich herunterreißt, mit welcher sie � sich bedeckt. So reihen sich aber an solche Erzählungen weitere ähnliche � Geschichten, bis das Maaß endlich voll wird, bis das Volk voll- . ständig zur Einsicht kommt und auf dem Wege des Sozialismus die nothgedrungeue Aenderung der Gesellschaft herbeifübrt. Anstatt des Hungers, des Verbrechens, des Wahnsinns, die � uns jetzt überall anstarren, werden wir dann die Freude uud den Frieden sehen, die gemeinsam unter dem Volke wohnen. Das Geld. Von Adolf Douai. III. Es ist kein Wunder, daß die„Staatsmänner"(„Staatsleute" wäre wohl richtiger) der Gegenwart keinen Gebrauch von einem ausschließlich künstlichen Gelde machen, trotzdem sie wissen, daß es dem Staate aus seiner unablässigen Mittellosigkeit helfen könnte. Wer sägt wohl gern den Ast ab, auf dem er sitzt? Der : Ast aber, auf welchem die Staatsleute sitzen, sind die Geldbesitzer, das Kapital in allen seinen Fonucn. Diese mögen natürlich nichts vom Abdanken wissen. Die amerikanische Arbeiterpartei, welche das künstliche Geld- iystem zu ihrer Hauptforderung an den Staat gemacht hat— ist so guttnnthig zu glauben, die Kapitalisten würden ein � Gesetz in diesem Sinne zulassen, oder, wenn es merkwürdiger- j weise zu Stande käme, es nicht umzustoßen wissen? Diese kind- lichc Unschuld, sollte man sie in Amerika suchen? Oder ist das vielleicht eine Folge des Selbstvertrauens der amerikanischen Ar- ■ bcitcr, welche die Kapitalisten im Handumdrehen in den Sack zu ! stecken gedenken, wenn diese mucksen? Keines von öcidem. So i viele der Parteiführer nicht verkaufte Leute find, so viele sind i durch die unleugbare Wahrheit der Idee des künstlichen Geldes geblendet bis zu einem solchen Grade, daß sie die Hindernisse ! gar nicht sehen, welche ihrer Verwirklichung entgegenstehen. Sie : sehen nicht, daß nur ein sozialdcmokrattschcr Staat diese Geld- idec wollen und ausführen kann, und daß die ungemeine Mehr- hcit der amerikanischen Stimmgeber selbst kleine Kapitalisten sind oder werden möchten, also die Idee nicht auftichtig und nach- drücklich wollen können. Man muß sie also erst zur Sozial- demokratie, welche ihnen jetzt noch viel zu revoluttonär vor- kommt, bekehren, ehe sie ernstlich die Kunstgeld-Idee wollen � können. So lange noch jede beliebige Menge Stimmen für jede Partei, welche das Stück mit Fünf Dollars bezahlen kann, zu haben ist, ' so lange keine übcrzcugungstteue Sozialdemokratie durch Agita- lion und die allgemeine Roth erzwungen wird, so lange bleibt die Greenback- Partei eine Ouacksalberin. Das Kapital hat vcrhältnißmäßig wenig gegen das Papier- gcld einzuwenden, so lange es auf Hartgeld gegründet ist, mag es nun gesetzlichen Zwangsumlauf haben oder nicht, wenn nur der Staat nicht seine volle Souvcränctät dadurch bekommt, welche er bekommen würde,' wenn er das Hangeld verböte, oder für alle inländischen Zahlungen ungesetzlich erklärte; wenn er also selbst nicht mehr genöthigt wäre, zum Münzprägen Gold zu kaufen, vielmehr sich jede benöthigte Menge Geld durch bedrucktes Papier verschaffen könnte. Das kann'das Kapital unmöglich wollen, und das kann es allezeit verhindern, so lange nicht die große Mehrzahl der Bürger Sozialdemokraten und im Besitze der Macht sind. Das zuzulassen märe seitens des Kapitals Selbst- mord; denn eben dadurch fiele der Staat der Sozialdemokratte in die Hände, müßte sich ganz auf die Arbeitermassen lehnen, würde durch den Druck der Berhältnisse kapitalfeindlich und ge- nöthigt, Grund und Boden, sowie alle großen Arbeitsmittel in den Gemeinbesitz zurückzunehmen, kurz würde aus einem„Rechts- staat" ein Gerechtigkeilsftaat. Allein wenn auch irgend ein bestehender Staat soviel Staats- Mannschaft besäße, um sich ganz dem arbeitenden Volke in die Arme zu werfen und ganz mit dem Kapital zu brechen— so würde dies ein bedenklicher Versuch bleiben, 10 lange er unter den Staaten damit allein stünde. Denn bei der internationalen Verbindung des Kapitals würde dieses dem Neuerer von Staat arge Kämpfe heraufbeschwören können. Die Greenback-Arbeiter- Partei ist auch darin unwissend, daß die Arbeiter mehr als eines Landes dazu gehören, um die Arbeit über das Kapital siegreich zu machen. Sie läßt die große geschichtliche Erfahrung der ersten französischen Republik außer Acht, des einzigen Staates, welcher gerade diesen Versuch kühn unternommen hat, aber damit scheiterte und dem Kapitalismus und Militarismus anheimfiel, weil ganz Europa gegen den Neuerer zu den Waffen griff, und bei , so großer Gefahr die Furcht vor Berrath im Innern alle grund- sätzlichen Denker verdächtig machte, und alle weiteren Neue- rungeu unmöglich wurden. Uebrigens theilt die amerikanische Papiergeld- Partei noch ! eine Anzahl abergläubischer Vorurtheile betreffs des Geldwesens, und selbst ihr Gewährsmann, Edw. Kellogg, theilte sie. Er «meinte, und sie beten es ihm nach, daß die vorhandene Geld- menge von wichtigem Einfluß auf das Volkswohl sei; jdaß ein nachtheilig als ein Zuwenig sei; daß also der Staat für em „sich selbst regelndes Umlaufsmittel" sorgen müsse, und zwar indem er jederzeit den Leuten für überflüssiges Papiergeld ver- zinsliche Schuldscheine(zu 1 oder'/- Prozent) und für diese Schuldscheine auf Verlangen wieder Papiergeld umtausche. Seine Nachbeter haben nun freilich eingesehen, daß ein so geringer Zinsftlß fast Niemanden bewegen würde, Geldsummen, welche nicht sofort verwendbar sind, in Staatsschuldscheine umzusetzen, sondern daß Jedermann lieber das halbe Prozent verlieren würde, als sein Gcld ein Jahr lang unverfügbar zu lassen; bafe also das Umlaufsmittel dadurch nicht geregelt, sondern zu An» lagen benutzt werden würde, welche mehr als 1 Prozent Gewinit versprächen, aber doch durch den Geschäftsstand nicht gerechtfertigt wären. Sie schlagen also 3,65prozentige Schuldscheine vor. Allein dadurch würden sie erstens den Kapitalismus, den sie bekämpfen wollen, verewigen; zweitens aber steht es schon heute- Jedermann ftei, sein müßiges Geld in Staatsschuldscheine und- umgekehrt umzutauschen, und dennoch wird dadurch der Geld- Umlauf so wenig geregelt, daß ein paar Hundert Millionen Baargeld in den Banken müßig liegen, während allgemeiner , drückender Geldmangel seit Jahren andauert. Daraus crgicbt sich doch wohl schlagend, daß nicht die vorhandene Geldmenge» sondern deren Bertheilung den wichtigen Einfluß hat, der vom Gelde erwartet wird. Da sich nun Kellogg nicht— und I seine Nachbeter noch weniger— über die richtige Art der Vcr- l theilung der Umlaufsmtttel klar ist, so ist die ganze Lehre„für 1 die Katz". Da das Geld überhaupt nur einen Werth hat, wenn es jederzeit und in wenig schwankendem Verhältmß gegen Waare» und die Waarc gegen Geld umgesetzt werden kann, weil es an sich gar kein Gebrauchswerth ist, sondern in einen solchen immer erst vorher verwandelt werden muß, so ist nicht in der richtigen Bertheilung des Geldes, sondern in der richtigen Bertheilung der Waaren-Erzeugung und des Waarenver- brauchs das soziale Heilmittel zu suchen. Ein Stocken des Geldumlaufs ist immer die Folge davon, daß zu viel Waarcn oder Werthe vorhanden sind, für welche keine Nachfrage ist, oder daß zu viel Nachfrage nach Waaren oder Werthcn ist,' für welche es kern Angebot giebt, oder daß— wie gewöhnlich— beides zugleich stattfindet. Mit andern Worten: wer seine Waare oder seine Dienste verkaufen kann, zahlungsfähige oder Vertrauens- würdige Abnehmer findet, der braucht um das Baargeld dafür nicht verlegen zu sein. Darüber aber haben die„Greenbackers" ebensowenig Studien angestellt, als unsere Gegner. Sie alle wissen nicht, was wir wissen» nämlich: 1. Die ungleiche Bertheilung der Güter entsteht daraus, dab Produttion und Eonsumtion dein Zufall überlassen sind, anstatt vernünftiger wissenschaftlicher Berechnung. Und dieser Zufall äußert sein überwiegend verderbliches Spiel durch das Privat- Eigenthum am Boden und den großen Arbeitsmitteln. Er kann nur durch Uebergang dieses Privat- in gemeinsames Betriebs-Kapital vernichtet werden. 2. Sobald dies geschieht, die Sachverständigen jedes Faches also, in Körperschaften über die ganze Kulturwclt hin vereinigt, die Mittel friedlich vereinbaren, um Produttion und Eonsumtion überall in's Gleichgewicht zu setzen, giebt es nur noch feste Presse für jede Art Waarc, welche mit der Produttivität der Arbeit allmählich um ebensoviel abnehmen, als die Dienste des Arbeiters im Werthe zunehmen. 3. Alsdann ist die Menge des umlaufenden Geldes fast gleich- gültig, weil weder Produttion noch Eonsumtion jählings wachsen, oder abnehmen kann. Da Niemand vom Anhäufen des Geldes mehr großen Vortheil haben kann, schon weil es wenig oder keine Zinsen bringt, so wird es rasch umlaufen; und da eine Million Baargeld, hundertmal im Jahre umgesetzt, gleichviel Dienste leistet, als hundert Millionen, die nur einmal jährlich umgesetzt werden, und da bei weitem die meisten Umsätze durch Abrechnung im Buche mit Herauszahlung geringer Ueberschüffe (wenn sie nicht vielmehr gutgeschrieben werden) bewirtt werden, so verliert die Menge des Umlaufsmittels vollends an Bedeutung. Es wäre bei der geringen erforderlichen Menge das Hartgeld vielleicht nicht viel theurer als das Papiergeld herzustellen, so daß es als Weltgeld fortbenutzt werden könnte. Wozu in aller Welt also sollen Sozialisten sich die Köpfe zerbrechen, um der jetzigen» falschen Gesellschaft eine gebrochne Gliedmaßr wieder einzurenken, während nur eine völlige Wieder- 1 geburt dieser Pattentin helfen kann? Wenn selbst unter lebens- ! langen Finanzkünstlern wenig gesunde Ansichten über die Bedcu- stung und Wirkungen des Geldes zu finden sind, da es ja in Wahrheit eine Finanzwissenschaft gar nicht giebt; wenn unter 1 diesen berufensten Leuten solche abgeschmackte Jrrthümer betreffs des Geldes herrschen, wie wir deren einige nachgewiesen haben: wie wollen Arbeiter, denen obendrein die eignen Erfahrungen in der Sache fehlen, sich mit Erfolg zu Reformern des Geld- Evesens auswerfen? Wir müssen jedoch später noch einmal auf das Letztere zurück- kommen, wenn wir von den warnenden Erfahrungen sprechen welche in den Bereinigten St.-aten mit den Scheinwerthen gemacht worden find. Es ist schade, daß wir diese wichttgen Gegenstände behandeln müssen, ohne an Karl Marx, der leider mit den folgenden Bänden seines bahnbrechenden Werkes„Kapital" noch nicht fertig ist, einen Wegweiser benutzen zu können. Allein sie müssen schon jetzt besprochen werden, weil es gilt, die Lehren der Erfahrung baldigst zu begründen und zu verbreiten. | Sozialpolitische Ueberstcht. — Der deutsche jReichstag hat wieder mit der übli�a« im ?-! 1,■t I c 8. « o l j 'v 5•'J Ii' «schuld zu schieben, hieße dem Reichstag ein unverdientes Com- aufhalten kann, so ist es mir leider nicht möglich, der Polizei nicht unterlassen, die alten Phrasen über die Unansfuhrbarkeit Pliment machen. Unter den„Schwänzenden"— die Sozial- ein- andere Meinung von unserem Reisegeld- beizubringen, doch des Sozialismus und die alten Verleumdungen gegen die Aqi- idemokraten, die nur„geduldete lÄäste" im Jpaus sind, hatten ifd hnb mir �i<»s niSrc w->nn ,�> fiii>r t»,;* j..—---•-— natürlich keine Veranlassung, sich„einzudrängen"— befanden sich zahlreiche Gründer, Fürsten, Grafen, Barone:c., die durch i>ie Diätenlosigkeit nicht abgehalten wurden. Was sie bestimmte, glaube ich, daß mir dies gelungen wäre, wenn ich hier Condi tion bekommen hätte und also die Sache weiter verfolgen konnte. Indessen nehme ich an, daß das Gericht eine richtigere Anschau- ung über unsere Kassenverhültnisse hat, und möchte daher allen war das Gefühl der BismarcTschen Wurschtigkeit und Ueber-� Collegen, die vielleicht in dieselbe Lage gerathcn sollten, em- Flüssigkeit. Ueber die bisherigen Verhandlungen ist nichts zu � pfehlen, die Polizeianklage nicht durch Unterschrift anzuerkennen, sagen: in der ersten Hälfte der Woche Beschlußunfähigkeit, sondern das gerichtliche Verfahren zu verlangen." mir unfern Einfluß geltend machen. Eine Liebe ist der anderen der zweiten persönliche Rempeleien(bei der Bureauwahl), leeres Auf diese Weise kommt man also in Deutschland zu einer j Werth, das schien dem Küster einzuleuchten Er nahm fein säu- Gerede und Erledigung von Förmlichkeiten(Sistirung von Pro- Bestrafung wegen Landstreicherei ohne auch nur den mindesten berlich das ihm übersandte Schriftstück und setzte seine Unter- zeffen gegen Mitglieder ec.). � Grund dazu gegeben zu haben!. schrift an die ihm zu diesem Zwecke freigelassenen Stellen. Gleichzeitig setzte er sich und schrieb auf Wunsch noch einen — Die Schande Europas. Wenn die vorlegenden Be-!— Ueber die Rohheit in„gebildeten" Kreisen kann man höchsteigenhändigen Original-Begleitbrief, der sich allerdings, so V-MAV»»«« V* t* sl� ,-v i., X v» ,4-» V rv I S, l«."dl �.. t. Ss"dT 1.4—<" 2.. O*__—. �„..... P. P 1 tatoren geschickt mit einzuflechten. Alsdann hat man dieses Mach- werk an Küster geschickt mit der Weisung: Du unterschreibst oder Du bleibst in der Schweiz. Wirst Du Dich jedoch willig und gehorsam zeigen, unterschreiben und dann selbst noch auf eigene Faust einige schmutzige Ergüsse loslassen, dann wollen wir sehen, ob wir für Dich in irgend einer Weise etwas thun können, indem Ü •J c- -----,„ B..,. Ptvvl»», s. tmoii«. jjiuh luiiu ijcmip cm j luutueii nun vcr meoarnon oes„-c?eruncr Tageblattes" «ab war das russische Ultimatum nichts anderes als ein elender Freund jugendlicher Fröhlichkeit sein und doch das wüste Bier- Abdruck übermittelt. Dieselbe muß jedoch beim Anblick der Sache Theaterkoup, um die furchtbare militärische Niederlage, die trinken, wie es in manchen studentischen Kreisen gepflegt wird, sofort das ganze Manöver erkannt haben; vielleicht war auch Rußland in Serbien erlitten hat, zu maskiren und in einen ernstlich beklagen. Was das Bedauerlichste ist: der studentische vie Handschrift des einen Schriftstückes etwas sehr bekannt, kurz >roßen diplomatischen Sieg umzulügen.„Saufcomment", ein trauriges Ueberbleibsel ans den Zeiten die Sache war faul. Das„Tageblatt" ließ sich auf eine so des 16. und 17. Jahrhunderts, hat sich auch auf'das jüngere schmutzige Schiebung, wobei doch' schließlich nichts zu gewinnen, — Die Sprache ist dazu angethan, um d:e Gedanken Geschlecht unserer Gymnasien und Realschulen fortgepflanzt, wohl aber zu verlieren war, nicht ein. Veröffentlicht sollten die iu verbergen. Dieses bekannte Wort Talleyrand» gilt na- wo er noch weit verderblicher wirkt als auf den Universitäten, Heldenthaten des„Ehrenwortmannes" Küster aber werden, wo lentlich von sogenannten„Thronreden"; in wahrhaft komischer weil er in den noch jungen Gemüthern schon so frühzeitig die sollte man nunmehr noch weiter mit den Dingen hin? Zum Weise ist dies bei der letzten Berliner„Thronrede" zu Tage Keime des Edleren verwüstet. Da sieht man jetzt vielfach in„Gewerkverein". Der„Gewerkverein" konnte die Sachen auf- K -1 «; i -< i «r f t >c i'i' ,c '1 s i 5 5 j i li- ii z y V4 h -i . f -i : ,! ;> ii' ■ f! h c: : ,t' i;n c- f■' 1 1,—"a»- vuiiw.»,-«j-'j, uitiv x jui. luiui u.iiuuyiLuj uu- jcium, in fjuiyc uc||cn|ic uuii eine ungcinc(|CBc ciuiugcrung» den Schutzzöllnern und Freihändlern ein Streit ausgebrochen, nehmen, daß deutsche Studenten an der Veröffentlichung dieses stelle fanden. Die„Berl. Fr. Presse" bestritt auf Grund eines indem die Einen behaupten, die Abschaffung der Eisenzölle, die j Machwerkes betheiligt sind; es ist wahrscheinlich nur eine buch-' Küster'schcn Briefes, in welchem er jedes derartige Schreiben in Andern deren Beibehaltung sei angekündigt! Man sieht, der händlerische Spekulation, welche namentlich auf die Kauflust der Abrede stellt, die Echtheil der Küster'schen Gewerkvereins- Erklä- Verfasser der„Thronrede" hat, trotz alles Patriotismus, in der-unreifen Schülerwelt rechnet, da diese leider an dem Stu-! rungen. Nachdem sind jedoch zwei bekannte Sozialisten zur Re- französischen Diplomatenschule etwas gelernt. dentenleben zunächst nur die Auswüchse des jugendlichen Kraft-! daktion des„Gewerkverein" gegangen und haben dort die Küster- gefühles bewundert und diesen„Biercomment" mit seinen Regeln- schen Briefe, wie vorstehend geschildert, vorgefunden. Küster hat —„Landstreicher." Dem„Correspondent für Deutschlands über das Vor- und Nachtrinken, den Bierskandal, das Bierge-! demnach nach beiden Seiten bin die Unwahrheit gesagt. Ob er Buchdrucker" schreibt A. aus Carlsruhe:„Einsender befindet sich> richt, die Bierstrafen ec.-c. als das Evangelium des wahren � seinen Zweck erreichen, oder ob man ihn, nachdem„der Mohr in der Lage, wiederum über einen Fall berichten zu können, daß' Studententhums betrachtet. Welche Früchte dieser„Biercomment": seine Schuldigkeit gethan", wird schießen lassen, bleibt abzu- reisende Buchdrucker wegen Landstreicherei„eingesteckt" worden trägt, davon weiß jede höhere Schule zu erzählen." �" sind. Bon Berlin infolge des Conflictes abgereist, befand ich mich am 22. September Hierselbst mit meinem Reisegefährten, dem Drucker F. aus Augsburg, auf dem Wege zur Post auf dem Marktplatze, als wir von einem Polizisten angehalten und uns die Legitimationen abverlangt wurden. Nachdem er dieselben durchgesehen, hieß er uns ihm auf die Wache folgen; dort frug er nach Alter und Reisegeld und fertigte dann zwei Protokolle aus. Warum wir eigentlich arrettrt waren, wußten wir nicht, Und nicht blos die„höheren Schulen". Die„Früchtchea dieses und der anderen„Sauf- und Biercomments"(denn� alle deutschen Universitäten haben ihren Bier- und Saufcom- ment) sind im hoben und niederen Staatsdienst zu finden, fun giren mitunter als Staatsanwalt? und sitzen nicht selten auf Richter-, ja auf Ministerbänken. Beispielen". ! warten.' Wir machen unsereZüricher Genossen auf die Sache aufmerksam. da wir weder gebettelt noch sonst etwas Gesetzwidriges verübt— Unfall-Statistik. Im Monat Oktober cr. wurden bei hatten. Wir wurden sodann vor den Amtmann geführt; dieser der Allgemeinen Unfall-Versicherungs-Bank in Leipzig 20 Todes- — Am Dienstag(31. Oktober) starb in Paris Fräulein Delescluze, die hochherzige Schwester des Communeheldeu. Als dieser am 26. Mai 1871 den Todesgang antreten wollte, Wir kennen„Exempel von! schrieb er der beißgeliebten Schwester: „Meine gute Schwester! Ich will und kann nicht der siegreichen Reaktion zum Opfer sah sich ebenfalls unsere Papiere sowie die Prototolle an und frug uns, warum wir nicht arbeiteten. Die Antwort lautete na fälle, 5 Unfälle, die den Betreffenden Lebensgefahr bereiteten, 10 Unfälle, die ihrer Natur nach eine totale oder theilweise In- türlich, weil wir noch keine Condition gefunden hätten. Unsere, Validität der Verletzten erwarten lassen und 524 Unfälle, aus Ausführung, daß wir nicht zu betteln brauchten, weil wir Reise welchen sich für die Verletzten nur eine vorübergehende Erwerbs- Unterstützung bekämen, ließ er nicht gelten, sondern meinte, das-j Unfähigkeit prognosticiren läßt— zusammen 559 Unfälle ange- wäre feine Bettelei. Sodann mußten wir die Protokolle meldet. Von den 20 Todesfällen ereigneten sich 3 in Stein- unterschreiben, was wir leider auch gethan haben, ohne daß uns brächen, je 2 in Brauereien, Mafchinenbauanftalten und Eisen- dieselben vorgelesen waren oder wir sie zu lesen verlangt hätten, gießereien, beim Hochbau, beim Eisenbahnbau und je 1 in einem Schließlich wurde College F., weil er schon 20 Wochen außer Braunkohlenwerk, einem Steinkohlenwerk, einer Stärkefabrik, Arbeit war, zu 3 Wochen, und ich, weil 7 Wochen außer Eon- tzition, zu 14 Tagen Haft„wegen Landstreicherei" verurtheilt. Nachdem ich meine Strafe verbüßt hatte, wandte ich mich an Herrn Feyel(Borsitzender des hiesigen Ortsvereins), welcher mir rieth, eine Anklage, resp. Beschwerde gegen die Polizei zu erheben und mich zu diesem Zwecke bei einem Anwalt zu erkun- digen. Dies that ich auch, erhielt aber den Bescheid, daß ich jetzt nichts mehr ausrichten könne; ich hätte vielmehr das Proto- toll nicht unterschreiben sollen, sondern sogleich dagegen Recurs erheben, worauf die Sache gerichtlich verhandelt worden wäre. Dennoch reichte ich beim Landescommissar eine Beschwerde ein, worauf mir nach acht Tagen— während welcher Zeit mir der Ortsvcrein Carlsruhe � 9 M. Unterstützung gewährte— durch das Bezirksgericht die Antwort zu Theil wurde:„Ter Landes- commissar habe die Sache genau untersucht und erklärt, daß ich mit meiner Beschwerde abzuweisen, da das Bezirksamt im Rechte gewesen sei, und zwar schon aus dem Grunde, weil ich die po- lizeiliche Anklage durch meine Unterschrift anerkannt. Auch wenn ich nicht unterschrieben, sondern das gerichtliche Verfahren ver- einer Asphalt- und Dachpappenfabrik, einer Marmorwaaren- fabrik, einer Papierfabrik, einer Gußstahlsabrik, beim Bauunter- nehmen für Wasserleitungen und bei Schiffsentlöschung. Von den 5 lebensgefährlichen Beschädigungen entfallen 2 auf Baugeschäfte und je eine auf ein Puddel- und Walzwerk, eine Brauerei und einen Sandsteinbruch, während von den 10 In- validen je 2 auf Maschinenfabriken und Eisengießereien, Ma- schinen- und Büttenpapierfabriken, und je 1 auf eine Weberei, eine Drahtzieherei, eine Schneidemühle, eine Stiftfabrik, eine Teppichfabrik und einen Festungsbau kommen. — Ein neuer Tschischwitz— oder auch der alte. Ueber den„Küster'schen Brief" haben wir im„Briefiasten" unser Urtheil ausgesprochen. Seitdem ist ein neues Moment hervor- getreten, welches der Sache ein gewisses Interesse verleiht. Unser Berliner Parteiorgan schreibt darüber:„Der geflüchtete Küster hat von der Schweiz aus ein Gnadengesuch an den König von Preußen gerichtet. Diese Thatsache konnte verschiedenen Elementen nicht verborgen bleiben. Daraufhin wird sich irgend langt hatte, würde ich doch dieselbe Strafe bekommen haben, ein spekulativer Kopf gesagt haben: Der Mann kann der„guten" weil ich schon lange außer Arbeit und vom Betteln lebe(womn Sache dienstbar gemacht werden. Wollen doch sehen, wie er sich die Reiseunterstützung gemeint ist). Im übrigen hätte ich mir anstellt. Man hat sich also hingesetzt und eine große Erklärung die Beschwerde sparen können." Da ich mich hier nicht länger gegen die Sozialdemokratie geschrieben, hat dabei allerdings Russische Cultur. Die Lage der deutschen Colonisten in Rußland. Unsere deutschen Zeitungen gaben in letzter Zeit häufig wie- derkchrende Schilderungen über die Bedrückung und Aussaugung, durch welche die türkische Herrschaft ihre christlichen Uuterthanen quäle, sie erklärten es für eme Pflicht der Menschlichkeit, diesem barbarischen Unwesen ein Ende zu machen und übertrugen Ruß- land die Ausführung dieses Humanitätsmandates, Rußland, das in den Straßen von Warschau und in den tartarischen Steppen die Beweise seiner Culturliebe gegeben hatte. Es ist Thatsache, daß die Verfassung der Gemeinde nirgends freier ist, als in der Türkei, welche von den einzelnen Ortschaften eine nach unseren Begriffen niedrige Steuer erhebt und sonst keine Eingriffe in die Autonomie der Gemeinde kennt. Anders ist in Rußland die Behandlung der Geineinden und ihker Angehörigen und der nicht griechisch-katholischen Einwanderer. Im Verlage von Robert Hofmaun in Leipzig ist vor Kurzem eine Broschüre erschienen, in welker ein deutscher Mennonit seine Erlebnisse in Rußland und ,einc Beobachtungen über die Behandlung der deutschen Ansiedler durch die russische Regierung und durch ihre russischen Mitbürger mittheilt. Wir geben zu Nutz und Frommen aller Derjenigen, welche noch glauben, ihre Lage durch Auswanderung nach Rußlaiid zu verbessern, einen kurzen Auszug aus dem interessanten Schriftchcn:_ Durch Katharina's Agenten verlockt, von einem russischen Generale, der bei den Mennoniten von Haus zu Haus ging und alle Ueberredungskunst anwendete, um die Leute für Rußland zu gewinnen, überredet, ließen sie sich durch Vorzeigung emes mit Unterschrift und Siegel bestätigten„ewigen Privilegium", in welchem alle nur erdenklichen Rechte bewilligt waren, darunter auch die immerwährende Auswänderungs-Frciheit— bewegen und entschlossen sich zur Reise. � Wo sollten sie auch damals hin? In Preußen, wo einst Friedrich der Große jeden nach seiner Fayon selig werden ließ, wurden sie mit Militärdienst bedroht; im übrigen Europa waren ie Spuren der Inquisition noch nicht verwischt, und die Scheiter- ufen, auf welchen ihre Glaubensbrüder verbrannt wurden, kaum ausaerauckst: sie befahleo. ibre �iche.Gott�und wan Es ist nun Thatsache, daß die Deutschen in Rußland durch Bearbeitung des Bodens, außer schönen Häusern, Gärten und Wäldern, dem Staate auch noch jährlich Millionen Nutzen gebracht haben, die laüdwirthschaftlichen Erzeugnisse Rußlands gingen ja fast alle in's Ausland, und statt dessen kam ausländisches Geld nach Rußland hinein. � Wenn die Deutschen Rußland auch lange nicht soweit gebracht haben, daß sich Ein- und Ausfuhr ausgleicht, so liegt die Schuld nicht an ihnen, sondern daran, daß die ganze Bodencultur des russischen Adels blos im Wälderausrotten besteht, und ferner liegt die Schuld in der grenzenlosen Trägheit des Volkes, welches durch die Emancipatton von 1861 nur aus dem Regest in dix Traufe gebracht worden ist und weder Muth noch Kraft besitzt, durch Bearbeitung des Bodens den Naturreichthum Rußlands in Bewegung zu setzen. Nichtsdestoweniger wollte man die Deutschen russifiziren. Die russische Regierung will sie zwar nicht vernichten, d. h. Leib und Leben, aber sie sollen sich mit den Slaven vermischen, in denselben aufgehen und spurlos verschwinden. In Rußland hat sich der Deutschenhaß erst nach dem deutschssranzösischcn Kriege gefunden. In der Weltgeschichte, welche Völker entstehen und Volker untergehen lüß,t entscheidet noch immer die Waffe. In diesen Kämpfen hat Deutschland erhebliche Bortheile(?) errungen, es wird aber in Folge dessen von der russischen Presse so angegriffen— die Deutschenhetze ist ebensowohl gegen Deutschland als gegen die Colonisten seit 1871 in Scene ge- setzt— daß höchst wahrscheinlich auch die friedlichsten Monar- chen einen Zusammenstoß nicht werden hindern können, und dann wehe den deutschen„Ketzern" in Rußland.„Ketzer" nennt man sie im Innern Rußlands, in Kirche und Schule, beim Unterricht. Wer Gelegenheit hatte, die Mißhandlung der Tataren wäh- rend des Krimkrieges zu sehen, der bedarf hierzu keiner Erläuterung. Es ist etwas Erbärmliches, ganz Sinnloses(?), daß die maß- gebende Partei in Rußland den Deutschenhaß schon in die Schulen einzupflnnzen für nöthig befunden hat. Der Verfasser der Broschüre schreibt:„Ich würde dies nicht glaublich halten,- wenn ich nicht selbst Augenzeuge gewesen wäre. Als ich an meinem Verbannungsorte schc� zu der Ansicht gekommen war, daß�das oder Spielzeug dienen. Verzeihe mir, daß ich von Dir gehe, die Du mir Deiu Leben geopfert hast. Aber ich fühle nicht den Muth in mir, noch eine Niederlage nach so vielen zu ertragen. Ich küsse Dich tausendmal so zärtlich wie ich Dich liebe. Dein Andenken wird das letzte sein, welches meine Gedanken beschäf- tigt, ehe ich zur Ruhe gehe. Ich segne Dich, meine heißgeliebte Schwester, die Du seit dem Tod unserer armen Mutter meine einzige Familie warst. Lebe wohl! Lebe wohl! Noch einen Kuß. Dein Bruder, der Dich lieben wird bis zum letzten Augen- blick. Ch. Delescluze. Wenige Stunden darauf hatte er den Tod, den er suchte, auf der Barrikade gefunden. Der Brief ist ein Ehrendenkmal des Bruders und der Schwester. Es muß ein herrliches Weib gewesen sein, das von einem solchen Mann so geliebt wurde! Dem Bruder treu bis zum Tode, jagte sie die Pfaffen fort, die sich au ihr Lager zu drängen suchten. Am Mittwoch(1. November) wurde sie be- graben— die in Paris befindlichen Reste der„kämpfenden De- mokratie" folgten dem Sarge. Wenige Tage zuvor hatte der elende Stellenjäger Gambetta in einer Versammlung zu Belleville*), für die ein Delescluze sein Blut gegeben,„eine verbrecherische Insurrektion" genannt! *) Belleville ist allerdings ein Pariser Arbeitervierlel, aber die Ber- sammlung, in der Herr Gambetta sich dieser Gemeinheit schuldig machte, war keine öffentliche Volksversammlung, sondern eine Versammlung der von Herrn Gambetta eingeladenen Wähler, also der Herren Bourgeois. Dies zur Notiz für Diejenigen, welche aus der That- fache, daß diese Versammlung in einem Pariser Arbeiterviertel statt- gehabt, auf mangelhafte Organisation des Pariser Proletariats schließen möchten.— Nachttäglich erfahren wir, daß Gambetta die Frechheit ge- habt hat, sich an das Grab der Schwester Delescluze's zu drängen. Dem schamlosen Demagogen ist jedes Mittel recht, um die öffentiichr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In nächster Nummer bringen wir einen ausführlichen Bericht über das Begräbniß. R. d. V. Hebung in keiner Beziehung zu denken ist, ging ich einst in die Kreisschule und hörte dort folgende sonderbare Erklärung:„Die deutschen Colonisten in Rußland haben sich höchst eigennützig er- wiesen, bei allen ihren Vorrechten haben sie sich ebenso abge- schlössen gehalten wie die Freimaurer,*) eine Secte wie die Men- nonitcn, welche aber in Rußland nicht geduldet wird. Die Ab- ficht der Regierung, durch Hereinrufen der Deutschen den Acker- bau zu fördern, hat sich nicht erfüllt; für sich haben sie den Bauer fleißig arbeiten lassen und sind reich geworden, aber bis auf den heutigen Tag mit Leib und Seele Ausländer geblieben, den Russen behandeln sie nur mit Verachtung als einen Sklaven, der blos dazu da ist, ihnen die Taschen zu füllen, während doch die Deutschen bei uns nur Stiefkinder find. Die Regierung hat aber auch schon eingesehen, daß bis jetzt nichts erreicht worden ist, darum sind den Deutschen ihre Rechte genommen, und sie werden mit den Bauern verschmolzen. Bald werden unter ihnen Russen wohnen, wir werden in ihren Dörfern Kirchen bauen, und dann wird auch ihnen das wahre Evangelium gepredigt werden, damit sie in die rechtgläubige Kirche aufgenommen wer- den können; bei den Malakanen, Polen und in den Ostseepro- vinzen haben wir unlängst Kirchen gebaut und da sind schon Tausende bekehrt worden."-- „Am 28. August 1876 brachte die Berliner„Germania" ein grelles Bild davon, wie man in jenen Tagen an der deutschen Grenze mit Picke und Peitsche die Leute in die rechtgläubige Kirche getrieben hat, wobei 15 Bauern und ebensoviel Soldaten todtbliebcn, und mehr noch verwundet wurden. „Ich enthielt mich, aus Furcht todtgeknutet zu werden, wie es hier unlängst einem 60jährigen Bauer erging, jeder Bettachtung, und frug nur, was den Lehrer veranlasste, solche Dinge über uns Deutsche in der Schule zu verhandeln.— „Ein Schulbuch aus der heiligen Synode", antwortete er und gab mir das Buch; ich konnte meinen Augen fast nicht trauen, als ich solche Verleumdungen der deuffchen Colonisten in einem Schulbuch fand.(Der Verfasser ist Lebedoff 1873). „Also in Rußland, wo nicht 10 pCt. der schulpflichtigen Kin- der geschult werden, in Rußland, wo, als das Landamt in Die Veraleichuua der Mennoniten mit den Freimaurern kann — Zur Finanzgeschichte Rußlands.„Es ist eiste Eigen- thüinlichkeit aller barbarischen und halbbarbarischen Staaten, daß ihre Resormen immer durch große, weltumfassende Pumpversuche charakterisirt werdend Rußland, bemüht, die Serben in die Sphäre seiner Reformen hineinzuziehen, hat feiner Beglückung»- theorie eine finanzielle Stütze geben wollen und sich bemüht, ein � Tarlehen von 100 Millionen Rubeln aufzunehmen. Trotz seiner unten ein Verzeichniß derselben. traditionellen Abneigung gegen das Welthaus Rothschild wandte- Dies ist eine traurige Erscheinung! Zuwachs von Abonnenten selten ist und auf der anderen Seite � Nachdem in der sich ergebenden Debatte Frau Paterson Ge» durch Abgang von Abonnenten wieder aufgehoben wird, so daß legenheit genommen hat, sich gegen jede weitere Frauenschutz- der Abonnentenstand derselbe bleibt. legislatur auszusprechen, wird die Resolution mit allen gegen Eine ganze Reihe von Orten(freilich vorwiegend kleinere), ihre Stimme angenommen. in denen fich meistens seit langen Jahren Sozialdemokraten be- Eine Resolution zu Gunsten der Verwohlfeilung der Patent- fanden, ist im Laufe der Zeit zurückgeblieben, und geben wir gesetze schließt die Verhandlungen des Tages. ........<■---" Donnerstag. Broadhurst berichtet über den Stand der Die Parteigenossen l Angelegenheit Kane's. Herr John Kane war Sekretär der es fich zuerst an diese Firma, erhielt aber einen Korb. In der- allerorts müssen fich sagen, daß nur die Anwendung der gemein- 1„Nationalen amalgamirten Assoziation der Eisenarbeiter"(20,000 selben Angelegenheit klopfte Rußland bei Baring in London und samen Kraft Resultate dringen kanu, und wenn es ihnen auch Mitglieder) in Darlington. Bei seinem im letzten Jahre er- Hope in Amsterdam an. Das Geschäft wurde refüsirt lzurückge- verwehrt ist, zahlende Mitglieder der Partei zu sein, so ist wiesen). Den Grund hierfür werden wir in folgenden Zahlen! ihnen doch durch den„Wähler" das Mittel geboten, für die rmd Erörterungen finden. Eine Schätzung der„Times" vom Interessen der Sozial-Demokratie einzutreten. /SST-i-J.____<...,____ rw C.-...<'._____ PP-__ P-f„ V.W, � S.__<�l. CO__ L■____.T September vor. I. ergiebt für die Schuldenmasse Rußlands fob gende Ziffern: Innere Anleihe..... 918,677,316 Rubel, Englische Anleihe.... 101,678,409 Pfd. St., Französische Anleihe... 570,412,000 Francs, Holländische Anleihe... 91,868,000 Gulden. Wir erwarten daher, daß die Parteigenossen der betr. Orte dafür sorgen, daß sie Abonnenten des„Wähler" werden und bleiben; falls die vorigen Filial-Expedienten aus irgend welcher folgten Tode erboten sich die Eisenwerksbesitzer, 500 Pfd. Sterl. für seine Wittwe zu snbscribiren, wenn die Arbeiter eine gleiche Summe für den Zweck beisteuern wollten. Eine Zeit lang sei dies den Arbeitern nicht möglich gewesen, allein jetzt hätten sie den Betrag flüssig gemacht und zusammen mit den 500 Pfd. Sterl. der Werksbesitzer für die Wittwe des Verstorbeneu, Frau Kane, Ursache den Bezug nicht mehr übernehmen, resp. weiterführen eine Jahresrente von 75 Pfd. Sterl.(1500 Mark) angekauft. wollen, so werden sich hoffentlich noch andere Genossen zn diesem Es gelangt hieraus ein Brief von Herrn Dr. Henry Travis Ehrenposten finden! zur Verlesung über das Thema:„Wirksame Reform im Hierzukommen noch: Eifeubahn-Spezialschulden 40,000,000 Pfd.■ Der„Wähler" wird den Filial- Erpedienten auf Bestellung Menschen und in der Gesellschaft"(„ESeetual Reform ia zugesandt; der Betrag braucht erst nach Monatsschluß eingesendet Mau and Society"). zn werden, und erfolgt nach der Einsendung die Uebermittlung Herr Dr. H. Travis, welcher gleichzeitig 200 Exemplare der folgenden Nummer. Der Bezug ist also mit keinen hindern-(eines, wie vorstehend, betitelten Buches unter die Delegirten ver- (das Pfund Sterling gleich 20 Reichsmark), deren Verzinsung. den Umständen verknüpft. theilen läßt, legt in seinem Briefe den Führern der Arbeiter die ein Kapital von 20 Millionen Pfund Sterling erfordert. Das! Wir boffen darum, daß die nachbenannten Orte(ich bald wieder Schicksale der letzteren an's Herz.„Wenn die Führer— sagt Gesammteinkommen Rußlands ist jährlich 80 Millionen Pfund Z in den Reihen der übrigen befinden, welche ihre Schuldigkeit der er am Eingänge seines Schreibens— während sie im Wett St., Papiergeld und öprozentige Schatzscheine 156,219,000 Pfd. St., 1875er Eisenbahn-Anlehen 15,000,000 Pfd. St. Es ergäbe sich also eine Gesammtsumme von 484 Millionen Pfund Sterling Sterling. Die Verzinsung der Staatsschuld erfordert also ein Gesammtagitatton gegenüber thun! Viertel der Einnahme. Schwere, beängstigende Träume er- Hamburg, im November. wecken wohl solche Zahlen den Inhabern russischer Staatspapiere. Mit sozialisttschem Gruß Und was da kommen wird und muß, das ist der Krach— und August Geib, Rödingsmarkt 12. nicht blos der Finanzkrach! — Russischer Schutzzoll. Ein besseres Mittel, die Pro- dukte anderer Länder von dem Martte des eigenen abzuwehren, dürste es kaum geben, als es die russische Regierung, die sich in C. Derossi, Pferdemarkt 37. Verzeichniß der rückständigen Orte. kämpfe zwischen Kapital und Arbeit die Interessen der letzteren so viel wie möglich zu beschützen suchen, die Mittel studiren wollen, durch deren Anwendung sie nach und nach sich von dem Kampfe zurückziehen und Borrichtungen treffen können, welche den Erzeugern des Reichthums, nicht länger geprellt um die Früchte ihres Fleißes durch das Concurrenzsystem von Angebot und Nachfrage, es möglich machen, vereinigt für sich selbst zu arbeiten— dann ist der Tag der Befreiung der Arbeiter- Seit April: Amöneburg, Beidenfleth, Bahrenfeld, Gammen- klaffe von der herzlosen polittschen Oekonomie dieses Systems der gesammten Politik von Tag zu Tag genialer ermesst, erfunden dorf, Gardelegen, Hameln, Heinstadt, Harlesleben, Kl. Auheim, I nickst mehr ferne." hat.— Sie hat eine neue Gerichtsordnung fstr Rußland und Lennep, Meerholz, Marburg, Osterode, Remscheid, Rawitzsch, Herr Travis schlägt in seinem Briefe sodann die Gründung Polen erlassen, nach welcher ein Schuldner gar nicht mehr nöthig Rathenow, Schülp, Stoppenberg, Sangerhausen, Schönebeck, von produzirenden Gemeinden von 100 bis zn 500 Familien hat, seine Gläubiger zu bezahlen, er kann die Schuld einfach ab- Schlebusch, Treuenbrietzen, Ueckendorf, Weißensee, Wiemerscamp, vor, welche auf einem Boden von etwa 500 bis zu 2000 Arrest sitzen. Für 100 bis 1000 Rubel muß man sechs Monate sitzen,' Wehlheiden. bei mäßiger Arbeit die Bedürfnisse ihres Lebens mehr als be für 5000 Rubel ein Jahr und so fort bis zu fünf Jahr, welche Seit Mai: Burgdamm, Bützow, Cochstedt, Döberau, Kröpe- friedigen und noch nebenbei das �zu ihrer Gründung nöthige Hastdauer für die Tilgung einer Schuld von 100,000 Rubel ge- lin, Liepolzhausen, Neubuckow, Oldendorf, Schwaan, Spremberg, trügt.„Wir glauben nicht, nieint die„Vossische Zeitung", daß es den deutschen Kaufleuten, welche Geschäfte nach Rußland ma- chen, angenehm sein ivird, statt Geld zu erhalten, ihre Schuld- ner in'» Gefängniß werfen zu lassen, und es wird sich deshalb wohl empfehlen, alle Creditgeschäste nach Rußland auf so lange zu suspendiren, bis unsere Regierung von der„befreundeten" russischen Regierung einen genügenden Schutz für die materiellen Interessen ihrer Bürger erlangt hat." Geduld, liebe Tante, der Kosakenbruder ist zäh. — Zum Rückgang. Vom ein Parteiorgan erscheinen. 1. Januar an wird in Köln Innere Parteiangelegenheiten. An die Parteigenossen in Preußen. Wie bekannt, ist die Anklage bezüglich der Partei in Preußen immer noch nicht erhoben, trotzdem nun schon sieben Monate seit der provisorischen Schließung oergangen sind. Letztere wurde bis jetzt aufrecht erhalten, und somit den Parteigenossen die Ge- legenheit genommen, direkt Mitglieder der Partei zu sein. Im Allgemeinen ist die Bewegung durch diese Maßregel nicht geschädigt worden, im Gegentheil, sie ging an den meisten Orten vorwärts wie nie, und nur die Krise ist schuld, daß einzelne Genossen in einer Anzahl Orte in Folge drohender Maßregelung nicht mehr in der Lage sind, die Parteiangelegenheiten führen zu können, und dadurch ein scheinbarer Rückschritt stattgefun- den hat. Die Gesammtagitatton hat ebenfalls keine Einbuße erlitten; für die Genossen Preußens war und ist durch den„Wähler" ein Mittel geboten, dieselbe zu unterstützen, da die gesammten Ueberschüsse dieses Blättchens für die Wahlagitation verwendet werden. Es muß aber darauf gerechnet werden, daß jeder Genosse, welcher sich für die Gesammtbewegung interessirt, und welcher günstige Resultate bei den nächsten Wahlen wünscht, aus den „Wähler" abonnirt; es geschieht dies auch seitens der Genossen an den meisten Orten. Jedoch scheint man noch in manchen Orten zu wenig Gewicht auf die Sache zu legen, indem ein Wiershausen. Seit Juni: Alteuweddingen, Buer, Bramfeld, Eddelack, Hadersleben, Halberstadt, Lunden, Mülheim a. Rhein, Melle, Niederrad, Segeberg, Sternberg, Wiesbaden, Wolfsanger, Zeitz. Seit Juli: Bergen a. D., Dürrenberg, Einbeck, Friedrichs- Hägen, Mettmann, Mülheim a. d. Ruhr, Nordhausen, Plön, Reiherstieg, Schwelm, Schwarzenbeck. Seit August: Bornheim, Duisburg, Danzig, Finkenwärder, Greiffenberg, Gelnhausen, Hordel, Iserlohn, Langeusalza, Mel- dorf, Missunde, Neu-Isenburg, Osterwick, Vorst, Werden, Wilster, Wattenscheid, Witten. Kapital(da lugt allerdings der Pferdefuß des zinsenfressenden Satans hervor) verzinsen könnten. Sie könnten die Grundlagen der neuen(Sozial-) Wissenschaft ihren Kindern anerziehen und bessere Menschen schaffen, als heute durch die moderne Gesell schaff gebildet werden. Durch die Anwendung des„neuen Systems" könnten alle Klassen(?) gleichmäßig profitiren. Dem Entdecker der neuen Wissenschaft und des Systems, durch welches ohne Strafen und Unfreundlichkeit eine Bevölkerung von 2000 Menschen aus sehr untergeordneten Wesen in sehr entwickelte verwandelt worden waren(R. Owen), sei es nicht gelungen, der Welt das neue Wissen zu lehren und das neue System zu verwirklichen. Die Ursache davon sei gewesen, daß Seit September: Brandenburg, Celle, Cappeln, Delitzsch, die Philosophie, auf welcher die Erziehung nach dem neuen Ellerbeck, Finsterwalde, Frankfurt a. d. O., Groß-Berkel, Königs- System beruhe(und welche durchaus verstanden werden müsse, zelt, Magdeburg, Naumburgs a. d.�S., Nenmünster, Neviges, bevor die Verwirklichung des Systems erreicht werden könne), Oldesloe, Ronsdorf, Stade, Seth, Süchteln, Uerdingen, Vlotho, Wandsbeck. Correspoudenzen. Äus Groköritannien. Glasgow, 23. Oktober 1876.(Schluß.) Nach Annahme einer Resolution zu Gunsten einer in Vorstehen- dem angedeuteten Reform wird das gegenwärtige Schwur- gerichtssystem diskutirt. Nach einer längeren Diskussion, welche sich besonders um die Zeitvergütungsfrage für Geschworne dreht, wird eine von Herrn Prior(Manchester) beantragte Resolutton angenommen, in welcher die Regierung an ihr Versprechen, eine Schwurgerichts-Bill einzubringen, erinnert und in einem solchen Gesetze jede Erleichterung verlangt wird, welche es den Arbeitern möglich machen könnte, Geschwornendienste zu thun. Herr Allan(London) beantragt hierauf folgende Resolution: Sitzung Theil nimmt und sehr warm empfangen wird, sprichtüber „DerCongreß bedauert, daßderjüngsteBerichtderCommission die Stadien, welche das citirtc Gesetz durchgemacht, und hofft, zur Untersuchung des Wirkens der Fabriks- und Werkstätten- daß die Arbeiter dasselbe zu bessern suchen und dahin trachten gesetze(Factory and Workshop Laws) unbefriedigend ist und werden, daß jede Berdeckladung ungesetzlich erklärt werde. Die verpflichtet sich zu erneuten Bemühungen, um in der nächsten beantragte Resolution wird angenommen. Parlamentssession die Vereinfachung, Festigung und Ausdeh-' Das Trnck-System, welches noch in einigen Theilen Groß obgleich im Allgemeinen wahr, durch Verneiuung eines wesent lichen Theils der Fundamentalwahrheit dieses Systems gefälscht wurde...... Dieser Jrrthum sei nun ensschieden corrigirt; die neue Wissenschaft könne Jedem klar gemacht werden und ver- bürge einen Erfolg in competenten Händen.—(Ich komme auf das Buch, das in dem abwechselungslosen Kampf um den Lohn- Pfennig wie eine grüne Oase winkt, gelegentlich des Ausführ- licheren zurück). Der Congreß spricht Herrn Dr. Travis durch Akklamation den Dank aus und geht zur Tagesordnung über. Fitzpatrick(Liverpool) beantragt eine Resolution zu Gunsten der Amendirung des„Merchant Shipping Act" und legt besonderen Protest ein gegen die Streichung des Verdeckladungs- Paragraphen durch das Oberhaus. Herr Plimsoll(der„Seemannsfreund"), welcher an der nung des Factory Act(1874) aui Färbereien, Bleichereien, Zurichtereien, sowie auf alle Kinder, junge Personen und Frauen, welche in Werkstätten, Reparatur- und Verkaufs- lüden verwendet werden, durchzusetzen." Twer die Erbauung von Landschulen in Angriff nahm und be- noch gethan, war eine Beleidigung. Da ich aber nicht wissen konnte, reit war 100,000 Rubel zu opfern, die ganze Sache daran! ob Sie im Besitze eines so feinfühlenden Anstandsgefühls seien, um so scheiterte, daß mit den Geldern höchstens 100 Schulen zu unter-!-(was herausfühlen zu können oder nicht, so glaubte ich diese Belei- halten waren, während 15c» erbaut werden sollten(die Sache � �nS'gnonren�müffen, könne°uch mch--ntMeben................,...... M......|......_ britanniens im Schwange ist, wird hierauf in einer Resolution verdammt und das parlamentarische Comitö beauftragt, in nächster Session energische Schritte zu dessen Abschaffung zu thun. Birthwistle(Accrington) beantragt, daß dem parlamenta- rischen Comite aufgetragen werde, das Wirken der„6. Rule"(Ver- ordnung), mit welcher derJustizministcr das A rb e i ts ne h in er- und -Gebergesetz(Employer and Workmen's Act 1875) in's Leben einführte, zu untersuchen und zu amendiren. Diese Verordnung erlaube nämlich jedem auf Grund des erwähnten Gesetzes Ge muß den Wenigen, welche das Glück haben, lesen zu lernen, der�nd«W VÄ: N-S-«nd Geg-M-sprüch-�««. den Kläger zu erheben Diese Deutschenhaß als Hauptsache eingeprägt werden. Das giebt eine richteten Schreibe- Briefes. Ich gebe Mi» der Hoffnung hin. daß die■ �"3" lverde wohl gegen Arbeitgeber ebenso wie gegen Arbeiter gnfimft für bic in«Kufjlflnb! Änraffik». die Sic in bicfcm iRrtcfc<7e«ien rmcf» mpttti» ß-firo! cmaetDenbet. allein in ben nteiften??älleit fdüabe fie bocb fiefeteren. Herrn F. SB. Fritzsche in Berlin. Leipzig-Reudnitz, 21. Okt. Noch ohne Antwort auf mein letztes Schreiben, ersuche ich Sie zum „Tie große Partei der Deutschfeinde, welche in St. Peters- nicht schädigt, die Ihrige aber im rechten Lichte zeigen wird. bürg an höchster Stelle gegenwärtig unsere Ankläger sind, moti- Kie di- �6 b.«(,.««(.♦ f.; virt ihre Anklage in folgenden Worten: „Die deutschen Colonisten haben ihre Aufgabe in Rußland, Ackerbau und Gewerbe zu verbreiten, nicht erfüllt, anstatt dem Lande durch Cultur nützlich zu sein, haben sie sich darauf be- schränkt, den ihnen angewiesenen Boden tüchtig auszusaugen, und sich das Geld in die Tasche gesteckt, ohne den russischen Bauern auch nur etwas zu nutzen; sie blieben durch und durch Ausländer, vom Verschmelzen ist noch keine Spur:c. Wollen wir solche fremde Elemente immer unter uns dulden? Als Uian die Deutschen nach Rußland rief, hatte man die Absicht, durch sie die Slaven zu beleben, aber nicht fremde Elemente zu Ehalten, bei denen der russische Arbeiter noch muß deutsch spoe nntpenjiete atitucciciBcii,»ocr maji«uqDauen, oas i|i oas£ chctt lernen, um ein desto besserer Sklave für nezu ici», wie e» sozialdemokratischen Partei. Warum fürchten Sie sich denn vor hundertfach vorkommt.(Forts, folgt.)~-~---■-• Sprache, die Sie in diesem Briefe gegen mich führen, meine Ehre angewendet, allein in den meisten Fällen schade sie doch Letzteren, c u. x Ss 1 ,* i- rw.vi,»,». t. rt � u..4. i.... O; j....______:_ v. nn*« siv t ck t V4... indem der Richter sofort summarisch entscheide, ohne dem Kläger Genehmigen Sie die Versicherung, daß ich stets bemüht sein werde, Gelegenheit zu geben, die plötzlich erhobenen Gegenansprüche zu Ihnen die gebührende Achtung zu erweisen. n''"" F. SB. Fritzsche, Redakteur des„Botschafter". widerlegen oder zu entkräften. Stach Unterstützung der Resolution durch Weiler und Frl. Iimcox(London), welch' letztere die beantragte Aktion aus- nahmsweise auch zu Gunsten der Frauen ausgedehnt wissen will, wird dieselbe angenommen und zur Frage der„Arbeitervertretuug letzten Male darum, da ich sonst gegen Sie denunzire.- im Parlament übergegangen. Ich ersehe aus Ihrem Stillschweigen das ganze Wesen Ihrer' 3°�" Sattin(«irfeuheab) verllest eine Abhandlung über Partei; sie kann wohl verleumden, ist aber hinterher zu dieses Thema. Fürs Erste— sagt er— sei jede Mazontats- feig, sich dazu zu bekennen und Rede zu stehen. Die ganze Herrschaft(obgleich als prinzipiell richtig zugegeben) tyrannisch, Kunst ihrer Führer ist Hetzerei und Aufreizung gegen Orb- wenn sie nicht aus einer Abstimmung hervorgegangen, welche nung und Gesetz, und dafür opfert der betrogene Arbeiter seine! alle moralisch Wahlfähigen umfaßt. Zweitens sollen alle Klassen übrigen paar Groschen lieber, aM daß« dieselben lieber verständig �on der etablirten Klassengesellschaft kann sich das englische fl!88!!1'- M 1 1 uI,auei'. ri lJ das Ziel der Gxhjrn schwer trennen) und Interessen durch Männer vertreten »tischen Partei. Warum furchten sie sich denn vor meiner-- � �ie mit denselben eins und durcb Kesckicklickkeit Erkabrun» Entgegnung? Nur, weil Sie wissen, daß dann die Sache in anderem'"".du: mit oenselvcn eins und ourcy lAescyMticytelt, Crsayrung Lichte erscheint. Sie kennen den Leipziger Buttermann auch. Nun, Charakter zu solchem Amte befähigt seien. Er macht die die von mir damals weggelaufenen Arbeiter waren Spitzbuben: nach- 1 Anomalie des gegenwärtigen Repräsentativsystems durch Ziffern, - Die Rilduna der Mebilbeten� � der vorlebten Nr des! dem ich Ihnen dies gesagt, wird es von Ihrem Thun abhängen, sich»velche dem„finanziellen Reform-Almanach 1875" entnommen >—- BAdung der. Gebildeten..In der vorletzten m. oco � Beschützer dieser Leute zu kennzeichnen oder nicht. sind, anschaulich. Danach seien im englischen Parlamente die Friedrich u. Hasselbarth." militärischen Interessen durch 314; die aristokratischen durch 169; Die Hrn. Friedrich und Hasselbarth sind reiche Fabrikanten und natür- die offiziellen und ministeriellen durch 112; die magistratischen lich„gebildet". durch 340; die juristischen(besser die der Advokaten) durch 117; ............................................_____..„...,..„(s-s-s„,. die der Geld- und Mäklergeschäfte durch 25(viel zu niedrig!); Entgegnung auf d°n"««ik-l'äus"� w Nr.�"des">Vtsch"°ster" � ci( ewer unserer Patte'igenossm dmch�gene Wahrnehmung kennem öie, eisenbahnverwaltungsräthlichen durch 134; die literarischen «ufnehmen wurde. Schon diese Anfrage ist eine Beleidigung für e.ne � Dresden berichtet der„Volksbote": Als am vergangenen Sonn- und wlffen)chaftllchen durch 60; die der Fabriksherrn, Farmer, aekek• s 3°"» abgesehen davon, daß das Preß- 1 tafle �lich unier Expedient. Herr Schlüter, sich zum Fest der Meiall-! Kaufleute, Schiffselgenthumer K. durch 128 Repräsentanten ver- farfalU rt!«. pseiodlscher ochnften tue Berpfllchtung auferlegt, begeben wollte, wurde er am hellen, lichten Tag- angefallen, treten. Die Arbeiter Großbritanniens seien durch zwei De- «ntaemÄf™!�- Ein Architekt schlug nämlich unseren Expedienten mit der Faust putirte repräsentirt!(Die angeführten Ziffern bedeuten nicht «Botschafter", Organ für die Tabakarbeiter Deutschlands, befindet sich folgender Briefwechsel: «Offenes Schreibe» an die Herren Friedrich u. Hasselbarth. Leipzig-Reudnitz. Sie verlangen von mir brieflich Antwort auf die Frage: ob ich eine entgeltlich aufzunehmen, erfordert dies auch das Recht der Vertheidigung; es wäre also eine gröbliche Pflichtverletzung, eine solche ü-N/'ue Widerleouna nia:: ausnehmen m wollen, und- ■ea 7--�-�?•--- in's Gesicht, und als ihn dieser zur Rede setzte, zog er sofort ein stimmen, da die verschiedenen Repräsentanten in ihren man• cmfl 5 gro.bl'ch- Pflichtverletzung, e.ne solche s° ch u ch Gartenm-sM entstand ein Auflaus und schließlich wurde der niqfachen Eigenschaften in mehreren Gruppen'" zugleich anaoai sarmgm k f'1 l::i ],|;i k -Z e- >> i. !k i< | I 1X "15 3 1 h Ii %l J. -(. - 1 -l (' 1 j< Ü ;) n ; r ! i f' und für deren Wahl zu wirken. � baren und Iclf(London) findet das zu weitgehend und beantragt als Bourgeoisie .! hit. nn«3<- Mittheilungen in dieser Angelegenheit möge man an nachstehende nd dl-iemgen. welche heute„memen die ganze liberal �«he gelangen lassen. Für die Zeitungs-C-mmissian: nste yatte der Riedermetzlung des Pariser Volks im Mai � �$ Gindler, gr. Neugasse 26. Gewerkschaft der Holzarbeiter. ronnabcnd, den lt. November, Abends'/»S Uhr: Amendement, daß solche Männer unterstützt werden sollen, welche, 1871 mit dem größten Entzücken zugesehen. Mit großem Nach- 1 q— 7-—..- während sie die Interessen Aller im Auge behalten, durch ihre drucke warnte man die Völkerschaften der Balkanhalbinsel vor.................v„vv...vv. Kenntnisie am meisten geeignet sind,- für die Jntereflcn der Ar- � der Zärtlichkeit des russischen Henkers, dessen Thatcn in Polen j Vrrsammluug, WivVmahlenstraßc' �."�""Tagesordnung Unsere beiter zu wirken. zu der Annahme berechtigen, daß die„befteiten" Slaven unter 1 Schulen. Alle Mitglieder müssen erscheinen.«Union" Nr. 2 wird Weiler(London, Deutscher) beantragt, der Congreß solle Rußlands Schutz und Schirm ungleich schlimmer dran sein wer- 1 ausgegeben. D. V.[50. erklären, daß kein Parlamcnts-Rcformplan eine gerechte Vertrc- � den als unter dem türkischen Despotismus.{iäiHit/T Arbeiterbilduugsvereiu. tung der Arbeit erzielen könne, welcher nicht auf einer gleichen" Die vom Congreß zur Berichterstattung über die Debatte.«»A Nächsten Sonntag, den 12. November: Berechtigung aller volljährigen Bürger(Manhood Suffrage)' eingesetzte Commisfion ichlicßt�ihr einstimmig angenommenes i 5lfrCnbUlttCrfrCl(tUtl5 bCt beruhe. (von uns bereits mitgctheiltes. R. d. V.) Referat folgendermaßen: Auf Anrarhcu verschiedener Delegirten, sein Amendement ge- � Lassen wir also den herrschenden Klaffen ihren Krieg und'r'»u Gohlis... Ö�a) ...' �'fflrx;---- ju«.—...! v-----' mi7 jrl' w.. on.j.= l Die Mitglieder und Freunde des Vereins sowie Pllrtekgenossen ein Ter Verstand.[2,10 legcntlich der Diskussion des Landarbeiter-Stimmrechts vorzu- � setzen den unsrigen fort. Der unsrige ist der Krieg des Rechts. � � w-i}.6 bringen, zieht Weiler dasselbe zurück, und es wird die Resolu- gegen die Ungerechtigkeit, der Sittlichkeit gegen die Unsittlichkeit, i°. p�unoncy,------ '-" m f 1' de? Arbeit gegen den Diebstahl." � Abends'ftS Uhr: Die Berichte der verschiedenen Föderationen werden � �cffEUtltdjC ÄOjiöliftEttÖCtftllttntlUttÖ durch den der jurassischen eröffnet. Er begann mit der Auf- bei Pfeiffer, Windmühlenstraße Nr. 7. Tagesordnung: Bericht über zählung der in letzter Zeit in der Schweiz gemachten Fortschritte, den Stand der Reichstagswahlagitation. Fragekasiendebatte Neue Sektionen sind in Vevey, Pruntrut, Montter, Zürich, rä- � er Agent. tion Davis mit 73 gegen 9 Stimmen angenommen. Am Abend desselben Tages veranstalteten die Mitglieder der Gewerkschaftsräthe von Newcastlc und Gateshead ein Bankett zu Ehren des Congrcsses, auf welchem Herrn George Howell, frühcrem Sekretär des parlamentarischen Comits, in Anerkennung feiner ausgezeichneten Dienstleistungen eine Dankadresse und eine Börse mit 250 Pfd. Sterl. überreicht wurde. Basel, Lausanue nud Bellinzona entstanden. So weit wir unter-• AU"woch, den 8. November, Abends>/,9 Uhr, richtet find, gehören einzelne dieser Sektionen wie die von Lau-"""'* in«"rmcijtets Salon: Freitag. Zum Sekretär des parlamentarischen Comites für sänne der alten Genfer Jntcrnattonale an. In Lausanne wird l) klH tUft III Ullt 1876-77 wird Herr Broadhurst(London) wiedergewählt, jedes Abweichen vom Programm der internationalen Arbeiter- Tagesordnung: Vortrag des Herrn Har.mann aus Hamburg. Ins Parlamentär. Eomttä d:e Herren: shlpton(Hausmaler, � Asioziatton" als Grund des Ausschlusses betrachtet. Die juraf=jGO] F. Heerhold. London), Odger(Schuhmacher, London), Prior(Zimmerer, sische Föderation bekennt sich offen zur Partei der Antiautori- Stets habe sie das Nichtige der„parlamentarischen g'/z llhr, im Manchester), Bailcy(Schneider, Preston), Rolley(Gewerk- tärcn. fchaftsrath, Sheffield), Arch(Landarbeiter, Leamington), Bur- Politik" nachgewiesen, und sie beklagt es lebhaft, daß„Unglück nett(Maschinenbauer, London), Halliday(Grubenarbeiter, lichcrweise" noch„ein so großer Thcil" der schweizerischen Ar-! Bolton), Battcrsby(Gesellschaftsrath, Glasgow) und K night beiterklasse diesen Bestrebungen anhänge. Den Petitionen um (Kesselschmied, Liverpool). Erlaß eines schweizerischen Fabrikgesetzes habe sie ihre Zustim- Zum Congreßort für nächstes Jahr wird Lcicester(spr. � mung verweigert, weil sie nicht für den Papierkorb der Bundes- Leftcr) bestimm:,_ Versammlung arbeiten wolle. Die jurassische Föderation äußert Es wird hierauf durch Knight die Frage der Stückarbeit. schließlich den Wunsch einer möglichst innigen Verschmelzung der zur Sprache gebracht und eine Resolution, empfehlend die Unter- verschiedenen Sozialisten-Frattionen. Recht trübe Berichte find Donnerstag, den 9. November, Abends llhr, im„Schwarzen Bären": Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag und Wahl eines Wahl-Comitüs zu der bevorstehenden Reichstagswahl.(Fol. 321)[70 Zu zahlreichem Besuch ladet ein W. Kluge. 11. sächs. Wahlkreis Sschah, Hrimma, Würzen nnd Htmgegend. Die Parteigenossen und Leser des„Vorwärts" werden er- drückung derselben, beantragt. Der Congreß findet es jedoch es, welche die italienische, spanische und französische Fö-. r, f r r~. für gut, nach kurzer Debatte auf Anttag Memnot's zur Tages- deratton abstatten. Der italienische Bericht wurde vernichtet, Abhaltung einer Confereuz für obigen Kreis mit ordnung überzugehen. Motiv:„Es sei unweise von Seite des um ihn vor der drohenden Beschlagnahme durch die Polizei in unterzeichnetem in Verbindung zutreten. � �.....(60 i"* pr« f*' c!. O"----. t, 7� 1-.'1 AI m m i f rt"v/ rrf,«v c rr' r 1 m nrm. r, Congresscs, sich in die Frage, ob Stücklohn oder Zeitlohn, Florenz zu retten. An Stelle desselben giebt Genosse Malatesta zu mischen."—(?).. eine Reihe von Mttheilungcn, die durch ihre lebhafte Färbung Die unvermeidlich wiederkehrende Resolution zu Gunsten! und sympathische Vortragsweise ungemein fesseln und höchst schiedsrichterlicher und versöhnlicher Austtagung von Gewerbe- charakreristtsch für die Zustände seines unglücklichen Landes sind. streitfragcn(Ärbitration and Conciliatton) wird angenommen Was er bezüglich dieser Verhältnisse und der durch sie mit an- worauf die Verhandlungen des Tages geschlossen werden. geblich zwingender Folge bedingten Taftik der Sozialisten sagt, Samstag. Ein Brief von Fritz Schumann(London) kommt. kehrt fast vollständig in dem spanischen und französischen zur Verlesung, in welchem derselbe im Namen der Arbeiter- Bericht wieder, die Verhältnisse sind überall die gleichen und in K. Heißter, Würzen, Altstadt 150, I._ Sämmtliche Jahrgänge des„Bolfsstaats" und„Temokratischen Wochenblattes" complet und gut gehalten sind zu verkaufen. Näheres bei Schäfer, Gewandgäßchen 5, 4 Tr.__[90 Verlag von W. Bracke jr. in Braunschweig. 1200J PrciSeooraut bei direkter Versendung(Arbeiterpreise). Segen baar oder Poftvorschnß. P-rtie-«iazei- Gewerkschaften Dänemark' s eine Verbindung derselben mit den � allen Ländern begegnen wir demselben brutalen Polizeiregiment, 5" � deutsche Bauernkrieg(1 Bd. oder 3 Hefte) M. 1,50 2, SSM LS. g*!s 1 avu' m t? lung zugewiesen..... erweist. Die brutalsten Verfolgungen, welche man gegen die Weiler beantragt, es sei das parlamentariiche Comitv zu! Iozialisten verhängt, um sich die soziale Frage vom Halse zu beaufttagen, jedes Mittel anzuwenden, um die Ausdehnung der schaffen, zwingen zu einer geheimen Organisatton. Der Italiener Labour Laws 1875 auf die englischen Matrosen während ihres' Malatesta sagt besonders unter lebhafter Zustimmung des anAufenthalts in brittschen Gewässern durchzusetzen. Angenommen, wesenden Spanier Souchez Portillo(natürlich alles nicht die Slatter(Manchester) verliest eine Abhandlung über das Coo- Namen, weshalb wir damit keine Jndiskrctton zu be- * vt tvvrtTs&av ov tuvm StA~___ XL"„ JT. ±__\ Of___ CJl'iPT- u...... v" f...... r j".. �. m..... /x... perattv- System, in welcher er zum Schlüsse die ausgedehntere Anwendung desselben auf produktivem Wege empfiehlt(dem parl. Comirs zugewiesen). Birthwistle(Accrington) spricht über die Fabrikinspek- toren. In Großbritannien seien 29,600 Fabriken und 87,290 (gesetzlich so qualifizirte) Werkstätten, total also 116,890 Arbeits- Plätze zu inspiziren. Für diese Thättgkeit seien 2 Obcrinspek- toren, 38 Untcrinspektoren und 11 jüngere Assistenten vorhanden. Da die 2„Oberen" nur nach den Unteren blickten und selbst gehen fürchten),„Flintenschüsse" gegen die herrschenden Gewalten seien ihr einziges, absolut unentbehrliches„Propaganda-Mittel" »nd beide, Spanier und Italiener, behaupten unter zweifeln- dem Kopfschütteln der deutschen Sozialisten, daß sie auch solche revoluttonäre Kämpfe unternehmen müßten, von deren Erfolg- losigkeit sie selbst zum Voraus überzeugt seien. Wenn die dcut- schen Sozialisten die Verhältnisse, das Volk dieser Länder gründlich kennen würden, dort geboren, also auch von dem feu Briese deutscher Bettelpattioiea,(neu) 5 Lieferungen ——(gut erhaltene Remitt.-Txpl.) Lief. 1, 2, 3. 4, 5 je — Reaktion in Deutschlaud gegen die Rev.v. 1843, 3. Aufl. — Geschichte der Arbeiter-Azitatioa F. Laffalle'«, 5 Lief. — Karl Fourier. Mit Anhang: Das Famtlistere in Guise — Geschichte der revol. Pariser Kommune v. 1789—1794 LloS W., Zur Geschichte der Kommune v. Pari«. 2. Aufl. — Die Revolulion zu Mainz 1792 nnd 1793. vracke W., Der Brannschw. Ausschuß in Lützen u. vor Gericht — Der Lassalle'sche Borschlag —„Nieder mit den Sozialdemokraten!" — do.(50 St. 4.00; 200 St. 12,50; 1000 St. 50,00) Complotgegend. Jätern. Arb.-Assoz. Uebers. v.S.Kokosky Dedekind, Dr, Prozeß Sieve,'» gegen Bogel v. Falkenstein Geiser, Lr., Die Forderungen de» Sozialismus. 2. Aufl. Hepner, Meine ll'/zjährtge Leipziger Poliziicampazue König, E., Schwarze Kadinette. Net st Nachw. v. B. Becker Krasser, Dr. H,. Anti-Syllabu«(Gedicht) 100 Stück nichts inspi'zirten, blieben 49 Personen, von welchen auf jede i würden�fi?wad??o denken� ebenso h?eln müssen! D°r Jt'attS 2385 Arbeitsplätze zu überwachen kämen, �n Folge der Unzu- schließt, indem er noch kurz die ttagikomische Geschichte des neu-— Arbe'itcrprogramm länglichkcit dieses Personals seien die Fabrik- und Werftlätten-.(ichen Congrcsses seiner Föderation erzählt. Die Polizei ver-— Die Wiffemchast und die Arbeiter gesetzt in den meisten Fällen todte Buchstaben. Es solle das haftete Costa, Ratte und Grassi, Mitglieder der Correspondenz-— Triminalprozeß 3. Heft parlamentarische Coimt<5 beauftragt werden, bei der Regierung Commisfion(nur so wollen die Italiener als Anti-Autoritarien 1— Indirekte Steuern eine ausgiebigere Art der Gesetzesdurchführung zu beantragen, jhr Bundcscomitv benannt wissen) einige Tage vor dem Eon-— �_ (Angenommen.). gresse. Am Tage des Congresscs waren dessen Lokalitäten schon, � Ueber die durch Kcclcy(London) als dringlich aufgeworfene gon der Polizei besetzt. Daraufhin wurde der Congreß auf Frage der Föderation der englischen Trades Ünions einem Felde bei Florenz eröffnet, und als auch davon die Polizei!_ D» Bastille am Plötzmsee wird zur Tagesordnung übergegangen. Motiv:„Es erfülle in Kenntniß erhielt, wurde er in einem Walde auf den Bergen zu Otto-Walster, A., Brauaschw. Tage. Roman dem gegenwärtigen Stande der Dinge der jährliche Congreß bis Ende geführt.(Schluß folgt.)- Am W-tstuhl der Zeit. Roman in 3 Bücher» zu einem gewissen Grade den Zweck der Föderation."-----,—«tne mittelalterliche Internationale, Novelle Resolutionen werden noch angenommen: Gegen die Verwen- Briefkasten_ j— Kranke Herzen. 2. Aufl. 2 Novellen dung von Soldaten in den Feldern zur Erntezeit; für die Ver-! der Expedition. Ldwg Rr Wien: 2 Monate N. W. kosten nebst Pr«me, John O». Brown, der Negerheflaud schmelzung von Siadt- und Landstimmrecht; für die Beseitigung:!:?0 rvIl.'F;®* f' 2Ke,ran,, Handel zu teziehen. Bei großen Partien, z B.„Nieder mit den Sozial folgt. Quittung. Gndlr Cöln Ann. 2,50. Nkrchnr Hßlng hier Ab. 1,60. Sängerbund Flensburg Ann. t erhalten,„oaaei � Handel zu beziehen. Bei großen Partien, z B.„Nieder mit den Sozial- ' demokraten" m Wablzwecken, oder dergl., besondere Bereiudaroag. . 2,90. �FrbtVosti AcktlMa� e-fckof"8' � 7- 3jBDeral,cr' ���nags 6 Uhr, !„ fMuuinflpr Ann' f It ackel Aus der Schweiz, 30. Oktober.(Congreßbericht.) Der Ab. 3,10. Schbrt Zschortau Schr. 0,75. Wahlverein Hannover Ann internationale" Arbeitercongreß hatte folgende Tagesordnung: 5,00. Schlsngr Gohlis Ab. 0,60. Kßmtm Mühlhcim Schr. 9,50. 1) Hinzufügung eines Artikels an die Generalstatuten, einen an Brndt Mittweida Schr. 5,70. Krn Frankfurt Ab. 2,60. Grß Ham das Bundesbureau zu enttichtenden Kostenbeittag einführend (spanischer Vorschlag). 2) Bon der Gegenseittgkeit in der revo bürg Ann. 3,05. Ihn Großenstein Schr. 5,05. Hnk Frcudenthal Schr. i (ipanucyer � BÖrsAlaa",Cl3T@eaenieüiahÜs- tungsonAier�Än�O� N'"�hlstb Rmschön-I- lutionaren Thatigkett(spanischer Vorschlag). 3) Gegensettigkeits- zinn. 5,45. Wgnr hier Ab. 1,20. H. Wsrfld Stcyr Ab. 2.07.! verttag unter den verschiedenen sozialistischen Organisationen; �dmk Oberndorf Schr. 6,70. Hrbg Würzburg Schr. 25,00. Mttg. (jurassischer Vorschlag). 4) Frage eines im Jahre 1877 abzu-; a(t0na ab. 22,50. Ha Frcibcrg Schr. 13,20. Hrm Elberfeld Ab. Zoiial-demnkratisckes Wakilsliiakilatt ss?r Z für den haltenden Sozialistencongresses, zu dem alle Fraftionen der so- 5,80. Ihn! Gaarden Schr. 6,60. Kpzrhl Nienburg Schr. 6,00. Kmr �vglat- oemokral lslyes �aytftUgvtatt �cr. � für ve» zialistischen Partei eingeladen werden(belgischer Antrag). 5) Von' Mainz Schr. 14,50, Orbg Gießen Schr. 8,45._ 10., 11., 12., 13. NNd 14. sächsischen Vdahlrreis. Preis per Stück[5 Pf., Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. — Bestellungen bei der Expedition des„Vorwärts", Färber- l straße 12, Leipzig._ Verlag der„Fackel". s150' «i, Märkischer Volksfreund ift d.,ch ,1, SifcÄi'S«MH m*utm\ Ow» für die derwerkthätigen B«yiilkermig worden. Die Genannte vermittelt wie bisher alle unsere Blätter und;(1er i rovmz ürandenburg. Es darf nicht befremden, wenn in diesem Punfte die ent- Verla gs-Arlikel. Die Expedition des„Borwä:Is". Orscbeiot Zecken dlittvoeli ouck Souutag. dlan ndonnirt bei allen l-ostanstalten, kllr 60?k. kür ckie Monate- November und Dezember, ohne Bringerlohn. Der Märkische Volksfreund ist eingetragen im XII. Nach- ; trag zur Zeitungs-Preis-Liste anter Jir. 2282a. Freunde und Genossen der Provinz Brandenburg, die geneigt den in der reorgdnisirten Gesellschaft herzustellenden Beziehungen zwischen den Individuen und den Gruppen(jurasfischer Vorschlag). Im Ucbrigen brachte die Sektion von Vivis eine Frage �zur Tagesordnung, welche wir unserseits gerne auf derselben figu- riren sehen möchten:„Von der Haltung der Internationalen gegenüber dem Kriege im Orient." Wir wollen zunächst noch im Wesentlichen die Verhandlungen wiedergeben, die die orien- talische Frage betrafen. Nukcrstüvnngsfond. Vom Arb.-Bild.-Ver. hier 22,90. Anzeigen:c. gegengesetztesten Ansichten zum Ausdruck gelangten. Von der deutschen Internationale war ein durchaus ablehnender Stand- Punkt eingenommen. Diesen wie alle anderen Kriege bettachtet sie als eine naturnothw endige Ausgeburt der heuttgcn Gesell Sonnabend, den 11. November, Abends; «klUUJlvvvt. p Uhr, im Saale de? Ballhoses: Stiftungsfest des sozialdemOkratischen Waht-�ereins schaftszustände, der Klassenherrschaft, welche zur N'ederhalttlng in FchreVc"gchallen Von Hrn. Proast� Declamationen und f sind, für die Verbreitung dieser Zeitung zu agiüren, werden nm Lin- des arbeitenden"nd darbendenVolks unmer unbtntmcr wieder.güliger Mllw.rkung bis Gesangvereins.Ferdinand"/'" öü Mittel grauer Slberlasse tut das und zu Welt Freunde und Parteigenossen sind dringend eingeladen.(2a) handeln gretfen muß, welche die Ausmerksamkett von der eigenen> A�te» zum Concert ü 30 Pfg., ganzes Fest ä 75 Pfg. sind zu -Besreiungsarbeit ablenken. Fand diese Auffassung auch Auer- haben in den Versammlungen bei H. Rudolph, Mitielsttaße 11 und Innung, so fehlte es doch auch nicht an Sympathien für die bei der Festcommission ro sendung ihrer Adressen ersucht. A gitations-Nnmmern stehen in Jeder Anzahl grati Karte« zum Concert" ü 30 Pfg., ganzes Fest" ä 75 Pfg. sind zu-ur Verfügung. Die Ezuedition. Berlin S.-O., Kaiser-Franz-Grenadier-Platz 8a. Ißbandeltcn in'd Gefnc ergnügunas-Comitö.