Er'cheiilt in Lcipjis Milürcch, Freitag, Sanatag. AlionnetnentäPecis iar 1 anj Tcnüchland l«. 60 Pf. t« Quartal. McaatS-SionucmcntS weiten bei allen, dciüichen Pastanftalien «Iij den 2. und Monat, nnd ans den S.Monat besonders ongenanimcn: im Könige. Salbsen und Hcrzogth. Lachsen- Aitenburg auch ans den Itcn Monat des Quartals& 24 Pfg. Inserate betr. Versammlungen pr. Pctitzeilc 10 Pf., betr. Pribatangelegenheiten und Feste pro Pctitii-.le SO Pf. Zcstellungtld nehmen an alle Postanstalten und Buch. handlungei! dcS In- u. Auslandeo. Filial- Expeditione». New-Porl: Loz.-demokr. Scnosien- fchastsbuchdruckerei, 124 Qläeielx'N Str. Philadelphia! P. Hast, KSO dlortl» gra Stroat. I. Voll, 1120 Cbarlotto Str. Chicago: A. Lansermann, 22S lllvi» eivn Streot. San Franzisco: F. Enh, 41S OVFar» roll Street. London: Vauditz, 5 Kassau Street, Mitlulesex Hsspilal. Gentrat Hrgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 28. Sonntag, 3. December. 1876. Wahre und scheinbare Grütze der Sterblichkeit unter den unehelichen Kindern. (Aus der„Frankfurter Zeitung".) Das Expose über die Kindersterblichkeit im preußischen Staate bereichert nicht nur unser Wissen um eine Menge scheinbar neuer Daten, sondern befriedigt zugleich durch die daraus zu entnehmende Gewißheit, daß-die Möglichkeit, das reiche statistische Material über jenen Gegenstand, welches die amtlichen Aufzeich- nungen über Geburten und Sterbcfälle darbieten, erschöpfender als seither auszunutzen, nunmehr für ein so weites Gebiet wie das des preußischen Staats in Erfüllung gegangen ist. Dagegen dürfen die Schlußfolgerungen, welche jenes Expose an die nebeneinandergestellten Zahlenreihen der Todesfälle che- licher und unehelicher Kinder knüpft, nur mit großer Vorsicht aufgenommen werden, und namentlich möchte die überraschende Behauptung einer minderen Sterblichkeit der unehelichen als der ehelichen Kinder vom dritten Lebensjahre ab nach dem, was die mitgetheilten Ziffern an wirklich Thatsächlichem bieten, noch sehr in Zweifel gezogen werden, wodurch sich zugleich das Bedürfniß nach einer Erklärung zur Zeit von selbst erledigt. Wirklich erhoben sind nämlich von den Zahlen, auf welche sich jene Behauptung stützt, nur die Summen der im Kalenderjahre 1875 Geborenen und der während des nämlichen Kalenderjahres am 1., 2., 3. ic. Lebenstage, im 1., 2.:c. Lebensmonatc, oder Lebensjahre verstorbenen ehelichen und unehelichen Kinder. Daß Lebensjahr und Kalenderjahr nicht zusanunenfallen müssen, ist hinsichtlich der in einem Älter von mehr als einem Jahre verstorbenen(wo freilich die Unmöglichkeit des Zusammenfallens auf der Hand liegt) in dem Expvsö selbst hervorgehoben. Wollte man mit Knapp'schcr Strenge verfahren, so müßte man das Gleiche auch hinsichtlich aller übrigen behaupten, denn selbst bc- züglich der am ersten Lebenstage verstorbenen Individuen liegt die Möglichkeit vor, daß sie, als am letzten Tage des Kalender- jahres 1874 geboren, unter den 1,035,721 Kindern des Jahres 1875, von denen sie schließlich, um die Zahl der Ucberlebendcn zu finden, abgezogen werden, gar nicht mit enthalten waren. Eine entscheidende Bedeutung ist diesem Umstand« allerdings nicht beizumessen, da derartige Ungcnauigkeiten sich in der That durch den stetigen Fortgang des Bevolkerungswechfels annähernd auszugleichen pflegen, und übcrdem rcduziren sich dieselben durch Fortsetzung der Untersuchung während einer Reihe aufeinanderfolgender Jahre ganz von selbst auf ein relativ immer gerin- geres Maß, weil die zeitlichen Ucbergriffc, die aus dem Aus- einanderfallen von Kalender- und Lebensjahren entspringen, vcr- hältnißmäßig um so seltener werden, je großer der in Betracht gezogene zusammenhängende Zeitraum genommen wird. Nicht zu hoffen ist eine solche Sclbstcorrectur hinsichtlich einer zweiten und viel bedeutungsvolleren Ungenauigkeit, welche nicht aus der Natur der Angaben, sondern aus einem Fehler der Me- thode entspringt. Es ist nämlich keineswegs zulässig, die Ziffer, welche sich nach Abzug der(wie wir annehme» wollen) inner- halb eines Kalenderjahres verstorbenen unehelichen Kinder von der Zahl der in dem nämlichen Jahre unehelich Geborenen er- giebt, ohne weiteres als den verbliebenen Bestand an unehelichen Kindern aus diesem Jahre zu behandeln. Es hieße dies viel- mehr den nämlichen Fehler begehen, als wenn Jemand, aus- gehend von der Thatsache, daß zum Beginn eines Jahres so und so viel unverheirathcte, vcrheirathete, vcrwittwete und gc- schiedene männliche und weibliche Personen vorhanden waren und so und soviel unverheirathcte zc. innerhalb des Jahres starben, schließen wollte, die Differenz müsse den am Jahresschlüsse ver- bleibenden Bestand von Lcdigen, Verheiratheten, Bcrwittwcten und Geschiedenen ergeben, ohne zu berücksichtigen(die Ab- und Zuwendung wollen wir ganz bei Seite lassen), daß ein Theil der Lcdigen, Berwittweten und Geschiedenen durch Vcrhcirathung resp. Wiederverheirathung der Verheiratheten, durch Verwittwung, rrsp. Scheidung inzwischen seinen Civilstand gewechselt haben kann! Der Wechsel des Civilstandes ist auch bei Kindern nicht nur möglich, sondern in ausgedehntestem Maße im Gange, aller- dings nur in einer Richtung, nämlich durch Legitimation UN- ehelich geborener, welche nun als eheliche fortleben, resp. sterben. Die numerische Bedeutung dieses Prozesses wird sattsam illustrirt durch folgende Thatsache, welche ich in Jahrgang 1871 der Zeitschrift des königlich sächsischen statistischen Bureaus(Seite 154) veröffentlicht habe. In den Jahren 1835—70 wurden im Königreiche Sachsen zusammen 85,235 uneheliche Kinder lebend geboren und in derselben Zeit, soweit hierüber Nachweisungcn zu erlangen waren, 24,113 unehelich geborene Kinder durch nach- folgende Ehe lcgitimirt. Die letztgenannte Ziffer ist wegen der Unmöglichkeit(besonders aus den großen Städten) vollständige Angaben zu erlangen, als Minimalziffer anzusehen. Unter Bc- Nutzung der nämlichen Freiheit, welche für die Gegenüberstellung von Geborenen und Verstorbenen ans zum Theil verschiedenen Kalenderjahren in Anspruch genommen werden mußte, darf man sonach, ivenigstens für das Königreich Sachsen, das in dieser Beziehung schwerlich durch abnorm günstige Verhältnisse ausgc- zeichnet ist, die Behauptung wagen, daß mehr als jedes vierte, vielleicht schon jedes dritte unehelich geborene Kind durch nach- folgende Legitimation hinterher in die Reihe der ehelichen ein- rückt. Wann dies im Durchschnitt geschieht, darüber fehlen alle Nachrichten. Doch darf man(um bei den im Königreich Sachsen gcinachten Erfahrungen stehen zu bleiben) aus der Thalsache, daß dort auf 100 Ehen, durch welche uneheliche Kinder lcgiti- mirt wurden, durchschnittlich 121 unehelich Geborene die Stellung ehelicher Kinder erlangen, also auf jedes vierte derartige Verhält- fliß durchschnittlich zwei Kende voreheliche Sprößli"ge kamen wohl schließen, daß die Legitimation in der Regel nicht in den ersten Lebensstadien der betr. Kinder erfolgten. Liegen die Tinge in Preußen nur einigermaßen ähnlich wie in Sachsen, so springt von selbst in die Augen, in welcher Rich- tung die durch Abzug der Verstorbenen, ohne Rücksicht auf die Möglichkeit des Civilstandswcchsels, berechnete Ziffer der im 2., 3. ic. Jahre noch überlebenden ehelichen und unehelichen Kinder einer Eorrektur unterworfen werden müßte. Eine nicht unbc- trächtliche Anzahl wäre aus der Reihe der letzteren in die der erstercn zu übertragen. Wie hoch sich dieser Uebertrag beziffern würde, muß vor der Hand dahingestellt bleiben. Aber soviel scheint festzustehen: Tic angegebenen Zahlen der lebenden zwei-, drei-, vier- und fünfjährigen ehelichen Kinder sind in Folge der Beschränkung auf die ehelich Geborenen um ein Beträchtliches zu niedrig, die der unehelichen zu hoch angesetzt. Da nun in dem erwähnten Exposs die Sterblichkeit sowohl der ehelichen als der unehelichen Kinder durch die Zahl der nachweislich Verstorbenen ausgedrückt ist, welche binnen Jahres- frist aus je 1000 Lebende der betreffenden Kategorie kommen, und diese Zahl um so großer ausfallen muß, je kleiner die zu Grunde gelegte Totalzahl der bez. Lebenden war, so crgicbt sich von selbst, daß, wo diese letztere zu niedrig angenommen war, die berechnete Sterblichkeit hoher erichcinen mußte, als sie in der Wirklichkeit gewesen ist, nnd wo die Zahl der angenommenen Lebenden von der Wirklichkeit nicht erreicht wurde, die Sterblich- keit in Wahrheit großer war, als sie berechnet ward. Ter erste Fall müßte nach dem Angeführten vorliegen bei den ehelichen, der andere bei den unehelichen Kindern; und da die Legitimationen in jedem folgenden Jahre zu den schon vor- her auf diesem Wege ans den Reihen der unehelichen in die der ehelichen Nebcrgcführten eine neue Anzahl Kinder hinzufügen, die Differenz zwischen Rechnung und Wirklichkeit somit in jedem Jahre großer werden muß, so dürfte dieser Umstand vollständig ausreichen, die durch die erstcrc gefundene, vergleichsweise zu- nehmende Sterblichkeit der ehelichen und abnehmende der unehc- � lichen Kinder hinsichtlich ihres thatsächlichcn Vorhandenseins überhaupt in Frage zu stellen, so daß es des Suchcns nach Gründen für die erst hieraus gefolgerte stärkere Vitalität i Lebensfähigkeit) der unehelichen als der ehelichen Kinder im dritten, vierten und fünften Lebensjahre vor der Hand gar nicht bedarf. Theodor Pctcrmann. Noch tinmal die Nationalwahlen in den Ver- einigten Staaten. Das schlicßlichc(?) Ergebniß der Nationalivahlen in den Ver- I einigten Staaten giebt Allen, die denken wollen, Gelegenheit, sich einige große Lehren zu Gemüthe zu ziehen. Zum demokratischen Wahlsiege haben die Neger das Meistp beigetragen, die Neger, ivclchc ihre Frcilaffung der republikanischen Partei verdanken, welche von der demokratischen in ewiger Sklaverei gehalten tverdcn sollten, und welche deshalb viele Jahre hindurch wie ein Mann mit den Republikanern stimniten, von denen sie oft genug bewaffneten Schutz gegen die Uebergriffe ihrer ehemaligen Eigner und jetzigen Brotherren erlangt haben!— Nun, dieses auffällige Gebahrcn ist leicht erklärlich, und zwar aus zwei Gründen. Erstens hat die herrschende(republikanische) Partei sie in der Gewalt ihrer Brotherren gelassen, indem sie ihnen den Landbesitz nnd damit die Arbeitsmittel verweigerte; und die gewesenen Sklavenhalter, denen das Land durchaus hätte confiszirt werden sollen, aber vom herrschenden Kapitalismus bclaffcn worden ist, sind nach wie vor Demokraten und haben die Macht, den Negern den Brotkorb höher zu hängen, wenn sie nicht wie ihre Arbeit- gebcr stimmen— und das hat am Ende seine Wirkung gethan. Zweitens aber hat die republikanische Partei durch ihre unvcr- schämte Betrügerei den ganzen Süden, der längst sich von den Folgen des Krieges hätte erholen können, so ausgebeutet, daß auch Negergchirne sie für einen unerträglichen Gemeinschadcn erkennen mußten. Den Negern selbst wird nun freilich der Partciwechsel wenig helfen; die Sparpfennige, welche sie in die vom(rcp.) Congreß nnd Präsidenten verbürgte„Frccdman's Bank" eingezahlt haben(viele Millionen! und welche ihnen von dem frommen General Howard und Genossen so schnöde gc- stöhlen worden sind, werden sie nie wiederbekommen; die unge- heurcn Staatsschulden, welche unter republikanischer Herrschaft auf den Kredit der Südstaaten gemacht, und deren Erträge meist gestohlen worden sind, werden nach wie vor durch Ncgerarbeit versteuert und getilgt werden müssen; und anstatt bewaffnete Hülfe von der Union erwarten zu können, werden sie sich ganz und gar unter den Schutz ihrer Arbeitgeber schmiegen müssen. Allein trotzdem ist jetzt Hoffnung für sie; denn jetzt erst wird die Arbeiterpartei bei dieser Million Stimmgeber Gehör finden können. Nächst den Negern hat zum Wahlentschcid die kleine Anzahl unabhängiger Stimmgeber des Nordens das Meiste beigetragen, welche keiner Partei angehören, sondern, wenn sie überhaupt stimmen, zwischen den zwei Uebcln das kleinste wählen. Zu diesen selten stimmenden Bürger» gehören z. B. die Quäker, die Hcrrnhuter und alle„Stillen im Lande", die sclbstdcnkenden Deutschen, soweit sie nicht„radikal" sind, und die„Unabhängige Partei" der Bauern nnd„Grcenbackers". Diese Leute waren lange Jahre Bundesgenossen der Republikaner, lediglich weil diese die Partei der Bildung waren, die meisten gebildeten und fortschrittlichen Leute in ihrer Mitte zählten, der katholischen Pfaffenherrschaft widerstanden, die Skl.-.verci abgeschafft hatten und die Menschenrechte der Neger zu schützen vorgaben. Sie würden auch diesmal die Republikaner unterstützt haben, wäre nicht die gänzliche Vcrderbniß dieser Partei zu offenkundig, und wäre nicht v?» deren leitenden. Geistern allem Anstand, alle: Ehre der Nation, allem Gelvbniß der Besserung zu frech in's ' Gesicht geschlagen worden. Hier haben wir also eine Partei der Gebildeten, der„Edelsten und Besten", der Kopfarbeiter und Anständigen, welche in einer sechzehnjährigen Herrschast über fast alle Staaten, und im Besitz aller Machtmittel, sich selbst systematisch zu Grunde richtet und zum Skandal für alle Welt macht; welche nicht die Lebenskraft hat, um unreine Bestandthcile aus- zuscheiden, ihre Vertreter von der unerhörtesten Bestchlung und Entsittlichung des Volkes abzuhalten und der Verwüstung des Kapitalismus einen Damm zu setzen; welche vielmehr die Mit- schuld für alle diese Verbrechen dadurch auf sich nimmt, daß sie für die Fortdauer dieser Parteiwirthschaft stimmt, obwohl sie weiß, daß diese ihr Versprechen der Reforin schon vielmal gc- brochcn hat. Wenn wir nicht ganz irren, so giebt es hierzu in Europa Seitcnstückc.— Die unabhängigen Wähler haben nun freilich die Genugthuung eines Personenwechsels in der Unions- Verwaltung und in mehreren Einzelstaaten, werden aber daran nicht viel Freude erleben, zumal da erst in zwei Jahren auch der Unions-Senat demokratisch werden und eine ganz-dcmokra- tische Gesetzgebung möglich machen kann, bis dahin aber der „neue Besen" verlernt haben muß,„gut zu kehren". Die Wahlbctrügercicn haben deswegen nichts entschieden, weil sie auf beiden Seiten sich das Gleichgewicht gehalten haben; sie waren augenscheinlich gröber auf der republikanischen Seite, welche im Besitz der Unionsgewalt, der meisten Acmtcr und der größten Kapitalmasscn ist, aber besser berechnet auf der demokratischen Seite. Die gebildetere Partei ist also schmählich überlistet wor- den, und der Entscheid ist vorwiegend einer wirklichen Volks- Mehrheit zu danken, welche gar keine andere Rettung aus der Herrschaft der einen überfaulcn Partei sah, als in einem Per- soncnwechsel zur andern hinüber. Wenn das ein Beweis sein soll für den politischen Verstand der Volksmehrheit, so wissen wir nicht recht, was politischer Verstand ist. Denn ein System- Wechsel ist unter unserm Kapitalismus undenkbar. Zur Plimsollsrage. In den letzt verflossenen Sitzungen des Reichstags ist der Entwurf„betreffs möglichster Verhinderung von Sccunfällen" durchberathen worden. Es ist dies ein nicht zu unterschätzender Schritt vorwärts, trotzdem hat es aber den Anschein, als ob diese Frage noch nicht gründlich genug ventilirt wäre, denn ehe einen Kapitän oder sonsttgen Angestellten eine Schuld treffen: kann, wird festgestellt sein müssen, ob das Schiff selbst auch wirklich„seetüchtig" war. Um daher gerecht und conscqnent zw handeln, wäre es wohl an der Zeit, da ein Baupolizcigcsetz zw Lande schon lange cxistirt, ein„Schiffsbaupolizeigesctz" zu'schaffen, weil dann Beainte im Stande wären, eine Coutrolc in jeder Hinsicht zu führen. Da nun die Nothwcndigkcit eines solchen: Gesetzes durchaus nicht bestritten werden kann, und in einem kürzlich im„Vorwärts" erschienenen Artikel schon einiges Ma- terial in dieser Hinsicht beigebracht ist, so mögen hier noch einige schlagende Beweise das in jenem Artikel angeführte erläutern. Ein in diesem Jahre im Reiherstieg bei Herrn Dreier erbauter Drcimasffchooner„Durango" hatte sich, wie er leer im Hafen lag, derartig begeben, daß der Metallbeschlag vorn und hinten sich in Falten geworfen hatte, eine Folge zu schwacher Verbin- dung. Ein anderes Schiff bei Herrn Marbs St. Pauli 1873 erbaut, nämlich das Vollschiff„Cäsar Godefro" litt au demselben Uebel, es stand dieses Jahr auf der Slig der Herren Wenk' Söhne und hatte eine Masse Metall in der Kim verloren, trotz- dem das Metall nach Aussage erst ein Jahr saß. Es läßt sich dies nur durch eine außerordentlich starke Bewegung sin Schiff erklären. Ferner stand ini vorigen Jahr im Trockendock der vorbcnanntcn Herren die Barke„Johann Heinrich", Käufmann Donner in Altona gehörig und meines Wissens in Lübeck gebaut. höchstens einige Jahre alt, war leck und waren 2 Zwischendeck- balken geknickt, es fehlte diesem Schiff ebenfalls der nöthige Verband; es sollte nachgesehen werden, wurde aber, da es nach der gewöhnlichen Ausrede aecordirt war, trotzdem es leck, nur sehr oberflächlich kalfatert. Ein anderes Schiff, welches ungefähr um dieselbe Zeit in selbigem Trockendock stand, würde mit dem Namen„Sargschiff" am richtigsten betitelt sein. Es war dies die alte Hamburger Bark„Helene", Kaufmann Godcfroy gehörig; es waren bei diesem Schiffe eine Masse metallene Bolzen leck, es wurde auch ein gut Theil, welche gleich eisernen Bolzen ver- zehrt waren, herausgenommen, es blieben aber immerhin die meisten sitzen. Das Schiff wurde ebenfalls aufgehauen, um die EinHölzer zu sehen; es zeigte sich hierbei, daß das Schiff vorn verrottet Ivar, es wurde aber auf Anordnung des Inspektors Möller das Loch so schnell wie möglich wieder zugemacht; ferner war ein sogenannter verlorener Gang bei 12—15 Fuß Länge über 1 Zoll von den Einhölzern abgewichen, das Schiff hatte überhaupt sehr breite Planken und waren selbige nur sehr schwach befestigt. Beim Kielschwein stellte sich heraus, daß nur in jeden zweiten Spant ein metallener Bolzen eingeschlagen war, man hatte imnicr einen eisernen dazwischen geschlagen, selbigen 4 bis 5 Zoll weggescht und dann zum Schein ein kleines Stück Metall darauf geschlagen. Dies wären von den vielen Fällen nur einige. In England ist diese Frage durch die Agitation des menschen- freundlichen Herni Plimsoll schon etwas weiter gediehen, würden die englischen Schiffszimmerer ebenso große Menschenfreunde sein wie Herr Plimsoll, so würde dieser ein genügendes Material in Händen haben, um �sämmtliche Gegner damit zu erdrücken. Ausgabe der deutschen Schiffszimmerer muß es daher sein, um dem vielgeplagten Scemannsstand als Pioniere vorauf zu ar- besten, alle sich zeigenden Mängel an die Oeffcntlichkeit zu ziehen. Bei alten Schiffen würde bei umsichtiger und prattischer Leitung trotz der oonaltend"'~"' zu erzielen sein, und könnten die Vorarbeiten schon bei jetziger Solchem Drange, Freisinnigkeit und Volksfreundlichkeit zu heucheln, bedrängter Zeit gemacht werden, damit der Allgemeine deutsche ist auch folgender„Aufruf" in dem fortschrittlichen Hauptorgan, Schiffszimmerervcrein sich auch wirklich als deutscher Plimsol der Berliner„Volks-Zeitung" entsprungen: zeige. Hamburg. I. H. Brandt, Schiffszimmerer. Sozialpolitische Uebersicht. „Wir haben unseren Lesern dieser Tage den entsetzlichen Fall mitgetheilt, in welchem der Mühlknappe Schräder aus Kröppen- stedt auf Grund eines falschen Zeugnisses vom Schwurgerichte zn Halberstadt>vegen Brandstiftung und versuchten Mordes zu einer fünfzehnjährigen Zuchthausstrafe verurtheilt wurde, von — Wie es heißt, wird Fürst Bismarck demnächst im welcher er sieben Jahre verbüßte, ehe seine Unschuld an den Reichstag— wahrscheinlich bei Gelegenheit der dritten Berathung Tag kam. des Etats— über die orientalische Frage und seine Stellung„Der Unglückliche hat durch diesen furchtbaren Rechtsirrthum zu derselben sprechen. Erfahren werden wir da nichts. Nur Alles, was er an Lebensgütcrn sein nannte, eingebüßt. Kann ein Idiot kann neue Aufschlüsse erwarten. Durch eine Debatte, ihm auch Niemand in der Welt die langen Jahre verlorener durch Kreuz- lind Querfragen ließe sich vielleicht Dies und Jenes Freiheit ersetzen. Niemand ihm sein zerrüttetes Familienleben ermitteln! allein eine Debatte will ja der Reichstag nicht. Die wieder geben, so kann doch etwas geschehen, um ihn wenigstens Nationalliberalen, Fortschrittler und Conservativen der verschic- für einen Theil seines verlorenen Hab' und Gutes zu entschä- denen Fraktionen haben keine Lust, an dem„Ast" herumzusägen, digen und ihm die Gründung einer neuen Existenz zu erleichtern. auf dem sie insgesammt sitzen, und das Centrum— je nun, das„Die Gesetzgebung enthält bis jetzt leider keine Bestimmung, Centrum ist froh, daß der„Staat" iin Vorhof von Canoffa die einen solchen Ersatz aus staatlichen Mitteln gewährte. Was seinen Frieden mit der Kirche gemacht hat; durch die paar zu thun ist, kann nur durch die freie Opferwilligkeit der Gesell- Bemerkungen, mit denen die Herren Windthorst und Jörg zu< ichaft erreicht werden. Beginn der Session anstandshalber die orientalische Frage„An sie wenden wir uns und wir sind überzeugt, kein Fehl- streiften, hat sich das Centrum von der Pflicht einer ernst- i gesuch zu thun. wenn wir zumal unsere Leser und Freunde haften Debatte losgekauft. Die Einzigen, die eine Debatte her- bitten, gelber zu dem gedachten Zwecke beizusteuern und in ihren beizuführen suchten, die Sozialdemokraten, verfügen nicht über Kreisen nach Kräften dahin zu wirken, daß dieser Zweck in vollem genug Stinimen, um einen Antrag, geschweige denn eine Jnter- Maße erreicht werde. pellation zu stellen. So wird also Fürst Bismarck einen Mo-„Zur Entgegennahme von Beiträgen, über deren Verwendung nolog(Alleingespräch) über die orientalische Frage halten und wir regelmäßig Rechenschast ablegen werden, erklären wir uns uns sagen, was wir bereits wissen, daß Preußisch-Deutschland gern bereit." die strikteste Neutralität beobachten wird(eine so strikte Neutra- In den gesetzgebenden Körpern mit aller Energie für Ge- lität, daß es keinem anderen Staate des europäischen Festlandes setzesbestimmungen zu kämpfen, welche sie außerhalb derselben erlauben kann, die Neutralität zu verletzen— was Fürst Bis- seufzend vermißt, fällt der Fortschrittspartei gar nicht ein— die marck natürlich nicht zu sagen braucht) und daß Preußisch- �frcie Opferwilligkeit der Gesellschaft" nimmt sich viel bester aus Deutschland nur dann aus seiner Neutralität heraustreten wird, und stört reaktionäre und volksfeindliche Regierungen nicht einen wenn„seine Ehre und seinJnteresse" es erheischen, wie die Thron- Augenblick. Gut ist, daß die Maske der fortschrittlichen Frei- rede sich ausgedrückt hat. Daß es gegen die Ehre und das und Edelsinnigkeit sehr durchsichtig ist, und daß der so unsäglich Interesse Deutschlands verstoßen würde, wenn andere Staaten grausam Geschädigte der Fortschritts-Heuchelei wenigstens eine des Festlandes, z. B. Frankreich und Oesterreich, sich unterfingen, Verbesserung seiner Lage zu verdanken haben wird. eine mit der preußisch-deutschen Neutralität nicht übereinstim- mende Politik zu befolgen, das versteht sich von selbst, braucht_ Gegen den Hirsch-Tunckcr'schen Tschischwitz ver- demnach ebenfalls nicht gesagt zu werden. öffentlicht die„Tagwacht" folgenden Steckbrief: Uebrigens herrscht in Betreff der Bismarck'sche�n Orientpolltik �r Beachtung für alle Bundessektioncn. Im Juni d. I. m�m» wehr eine Melnungsverschiedenhelt. �aß ouru Btsmara jant cjn s�üherer Redakteur des„Neuen Sozialdemokrat", A. Preußisch- Deut) chland die Aufgabe zugedacht hat, Rußland den Küster, flüchtig nach Zürich und schloß sich bald unserer Sek- ducken zu decken, d. h. Oesterreich und Frankreich im Schach au jm September trat er wieder aus und bald nachher ""d. Polen niederzuhalten, wird, außer von einigen verbohAen �schien in einem„liberalen" Berliner Blatte eine Erklärung. �tationalliberalen, in oer ganzen Welt von keinem Menfchen jn sich Küster nicht allein von der Sozialdemokratie los- mehr bezweifelt. sagte, sondern auch die gemeinsten Insulten gegen eine Bewegung „,..,„aw-i.x, schleuderte, der er vorher angehört hatte. Bon der Ueberzcugung .7O Notiz den„libera.en Blattern, die ea heuch- � aU3ge{jeiti, daß allerdings"Niemand gezwungen werden kann, lerifch thun, als ob durch das gehlen verschiedener sozmldemo- Partei anzugehören, der er aus irgendwelchem Grunde lr�tlfcher Relchsta�sabgeordnewn wahrend der bisherigen Debatten..icht mehr angehören will, daß aber nur ein Gesinnungslump über die �ustizgefetze das Schickfal dieser Gefetze gefährdet wor- Stande ist, eine Partei, der er vorher in hervorragender den fei. Erstens: unfere Partei war stets im Reichstag ver- � Itesiung angehörte, unter niederträchtiger Entstellung und treten, und ohne Herrn Valentin Ware der Standpunkt unserer Fälschung ihrer Prinzipien zn dennnziren und sich da- Parte, auf das Eingehendste entwickelt worden. Zweitens: es �rch der Polizei als- nun als Tschischwitz- anzubieten. war dafür gesorgt, daß, falls unerwarteterwelfe eine zweifelhafte yon dieser Uebcrzeugung ausgehend, wurde Küster seitens unseres über irgend einen prinzipiell wichtigen Punkt vor- Vorstandes darüber interpellirt, ob er obenerwähnte Erklärung „Mittlerweile hatte, gestützt auf ein Schreiben Küstcr's, unser Berliner Parteiorgan, die„Berliner Freie Presse", erklärt, die obenerwähnte Erklärung sei gefälscht und Küster verwies, statt jener weiteren Antwort, unfern Vorstand auf die„Berliner Freie Presse". „Bald jedoch stellte es sich heraus, daß Küster feig gelogen hatte und die obenerwähnte Erklärung wirklich„echt" war, da einige Parteigenossen Gelegenheit nahmen, das Manuskript der 'j � J ;>( Abstimmung_.„.,_. kommen sollte, die nichtanwesenden Abgeordneten telcgraphisch � nach Berlin geladen worden wären. Dies hat sich aber nicht als nöthig erwiesen. Bei der dritten Lesung der Justizgcsetze wird es voraussichtlich anders sein. Da wo es gilt werden die Gegner uns stets auf dem Posten finden. Zur Rolle von Statisten, die schweigend hinnehmen müssen, was hinter den Coulissen zwischen den Majoritätsparteien und dem BundeSrath abgekartet worden ist, lassen unsere Abgeordneten sich nicht her- abwürdigcn. O. Zum Schluß sie LbasÄeUl WWWWWWWMMWWWWWWW Blätter für den fleißigsten von allen Reichstags-„Schwänzern" Erklärung selb» zu sehen. Gleichzeitig erfuhren unsere Berliner kein Wort des Tadels haben, nämlich für den Hrn. Reichskanzler Parteigenossen noch, daß besagter Küster ein„Gnadengesuch" Fürst Bismarck? an den König von Preußen um straflose Rückkehr nach Berlin � eingereicht habe. — Die Fortschrittspartei auf dem Bauernfang. Kurz„Wir können nun freilich selbstverständlich gegen eine„Be- vor der Wahl muß sich natürlich jede Partei im besten Lichte kehrung" des Küster nichts einzuwenden haben und überlassen zeigen. Die Fortschrittspartei insbesondere strahlt bei solcher überhaupt solch charakterlose Subjekte gern anderen Parteien, da Gelegenheit immer im Glänze ihres unbändigen Liberalismus! wir für sie doch keinen Platz haben. Sollten jedoch die Schritte und ihres warmen Herzens für das Volk. Sic hilft, Ivo sie Küster's nicht den gewünschten Erfolg haben, die preußische Po- kann, aber vorsichttgerweise nur in äußerst bescheidener Detail- lizei ihn nicht brauchen können und er sonach am Ende gar krämerei, um bei der Engrosarbeit in den Parlamenten die noch einmal in den Fall kommen, sich da oder dort als„So- wahren Bolksbedürfnisse um so ungenirter zu vernachlässigen, zialdemokrat" aufzuspielen, so werden unsere Parteigenossen i; i, V. sc: ?! ? j W Der deutsche Bauernkrieg.*) Eiu Stück Menschheitsgeschichte hat uns Bebel in seinem Buche geliefert, wenn er selbst auch bescheiden darüber urtheilt und sich mit seiner Arbeit nicht eindrängen will in die„Zunft der Geschichtsschreiber". Es ist schon viel über den Bauernkrieg geschrieben worden, von Berufenen und Unberufenen, aber es ging dem Bauernkriege wie der„Großen Revolution,"— es hat ihm bisher an einem Darsteller gefehlt, der den Verhältnissen und Ereignissen gegenüber einen allgemein menschlichen Stand- punkt einnahm. Die große Mehrzahl Derjenigen, die sich mit dem Bauern- kriege beschäftigt haben, vermochten mit ihren Arbeiten deshalb auch nicht in's Volk zu dringen, ihr Leserkreis blieb ein ver- hältnißmäßig kleiner und beschränkter, der Werth ihrer Werke mehr oder weniger nur ein untergeordneter. Ein Verdienst läßt sich Bcbel's Vorgängern allerdings nicht absprechen, sie haben fleißig gesammelt und reiches Material zu einer wirklichen Ge- schichte des Bauernkrieges zusammengetragen und die Gegenwart darf ihnen dafür dankbar sein. Bei Bebel nun finden wir das, was wir bei seinen Vorgängern vermissen: tiefer und umfassender als bei diesen ist sein Blick, schärfer sein Urthcll, klarer und ansprechender seine Darstellung. Wenn wir etwas bei dem Bebel'schen Buche beklagen, so ist es der Umstand, daß das Material, welches Bebel zu Gebote stand, kein größeres gewesen. Er hat seinen Bauernkrieg im Landes- gefängniß Zwickau geschrieben, und es handelte sich für ihn vornehmlich darum, die ihm seiner Zeit wegen„Majestätsbeleidigung" zuerkannte unfreiwillige neunmonatlichc Muße„möglichst nützlich im Interesse der Partei zu verwerthcn". Nun, diese Aufgabe hat er in reichstem Maße erfüllt uud trotz des beschränkten Ma- terials ein Geschichtswcrk geliefert, das auf die volle Anerken- nung des GeschichtSfrcundes sowohl als auch aller derjenigen Anspruch erheben darf, denen die Aufklärung des arbeitenden Volks und seine Befreiung am Herzen liegt. Die Partei selbst darf ihm für seine Arbeit Dank wissen und sie wird diesen Dank am besten dadurch bethätigcn können, daß sie Bebel's Buch liest und verbreitet. *) Der deutsche Bauernkrieg mit Verückstchtigrng der Haupt- sächlichsten sozialen Bewegungen des Mittelalters. Bon A. Bebel. ilckiweia. Druck und Berlaa.vonJSL Bracke ir. „Die Formen der Unterdrückung und Ausbeutung", sagt Bebel am Schluß seines Buches,„haben seit drei Jahrhunderten ge- wechselt, die Unterdrückung und Ausbeutung selbst ist geblieben. Wohl ist der Bauer des neunzehnten Jahrhunderts cultivirter und civilisirter geworden, wie sein Vorfahr aus dem sechszehnten , Jahrhundert; so sehr man seine geisttge Entwickelung auch ver- nachlässigt hat, der Fortschritt der Jahrhunderte konnte auch an ihm nicht spurlos vorübergehen. Aber relativ, im Vergleich zu der Lage des großen Gutsherrn von heute betrachtet, ist feine ioziale Lage kaum eine bessere geworden. „Aber einen großen Fortschritt hat die moderne Culturent- Wickelung herbeigeführt. Sie hat den Gegensatz der Interessen ; des Landproletariats und des Jndnstrie-Proletariats aufgehohen, ! die Ueberzeugung von der Gemeinsamkeit der Interessen, die 1 Erkenntniß von der Nothwendigkeit des Zusammenwirkens und >von der Nothwendigkeit der Umformung der Gesellschaft in eine Organisation, die jede Herrschaft und darum auch jede Unter- drückung ausschließt, überall verbreitet, sie hat mit einem Wort die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit der Aufrichtung der Menschengemeinschaft in der Gleichheit und Brüderlichkeit auf Grund einer den stetigen Fortschritt der Menschheit bedingenden Organisation zum Gemeingut aller denkenden Köpfe gemacht. Was die weitestgehenden Häupter der Bauernrevolution des sechs- zehnten Jahrhunderts nur dunkel geahnt und unklar erstrebt, das ist bei Beginn des letzten Viertels des neunzehnten Jahr- Hunderts in überzeugungsvoller Klarheit Gemeingut aller Derer geworden, die sich der Anfgabe gewidmet, die Hindernisse zu beseitigen, die dem Fortschritt der Menschheit auf der Bahn des allgemeinen Glücks und Wohlbefindens entgegenstehen." Wir theilen diese Bemerkung Bebels nur mit, um den Par- teigenosscn zu zeigen, daß es keine fremde Welt ist, in die sie treten, wenn sie das Bebel'sche Buch lesc»; die Farben der Ge- gcnwart sind im Altgemeinen kaum weniger grell als die der Vergangenheit, und Bebel hat ganz Recht, wenn er sagt:„Die Formen der Unterdrückung haben seit drei Jahrhunderten ge- wechselt, die Unterdrückung und Ausbeutung selbst ist ge- blieben." Zugleich wird man aus unserem Auszuge die Pflicht jedes Parteigenossen herauslesen, mit den Zeitverhältnissen und Ereig- nissen sich vertraut zu machen, die das Buch in fesselnden Bil- dern, in lebendiger Sprache vor uns. einrollt. Man_ivird dann s hiermit wohl unterrichtet sein, zu welchem Kaliber der nette Herr gehört. „Zürich, 15. November 1876. Der Internationale Arbeiterverein Zürich." Und dieser Lumpazius ist der Protegö der Herren Hirsch- Duncker! Äratuliren! Vielleicht lassen sie ihn nächstens eine Broschüre ü tu Unruh schreiben. Das Zeug dazu hätte der Bursche. — Ein Redeturnier. Wir lesen in unserem Chemnitzer Parteiorgan:»Herr Duncker tritt nächsten Sonnabend im„Ely- sium" und nächsten Sonntag in der„Linde" in öffentlicher Ver- sammlung auf. Die erste Versammlung beginnt Abends Punkt 8 Uhr, die zweite Sonntag Vormittag 10 Uhr. Der Zutritt ist allen Wählern(ohne Eintrittskarte) gestattet, die Redezeit des Referenten Duncker ist eine Stunde, hierauf wird Most eine Stunde Redezeit gewährt, dann darf jeder Redner, einschließlich der Referenten, nur jedesmal eine Viertelstunde sprechen. Wir sind mit diesen Vorbedingungen zufrieden und erwarten, daß unsere Genossen zahlreich und pünktlich am Platze sein werden. Nur die Disposition der Liberalen beklagen wir, nach welcher dieselben auf Grund unseres reaktionären Vereinsgesetzcs sich den Vorsitz allein gesichert haben. Wir legen an und für sich keinen Werth darauf, wer den Borsitz führt, sind vielmehr der Ansicht, daß auch die hiesigen Liberalen den Vorsitz gut führen werden, es wäre aber nach der oben angeführten Geschäftsordnung gerecht und hauptsächlich klug gewesen, den Vorsitz zwischen einem Libe- ralen und einem Sozialdemokraten zu theilen, da auf diele Weife die größtmöglichste Garantie für den ruhigen Verlauf der Versamm- lung gegeben gewesen wäre. Auf Letzteres legen wir den groß- ten Werth und hoffen von unseren Freunden, daß sie auch in diesen Versammlungen die würdevolle Haltung bewahren, die den sozialistischen Arbeitern bisher zum Ruhme gereicht hat." Wer- den unsere Gegner und Gegenkandidaten in anderen Orten das Beispiel der Chemnitzer Liberalen nachahmen? — Jagdgeschichte. Das italienische Blatt„Lombardia" meldet:„DaS italienische Ministerium ist benachrichtigt worden, daß die deutschen Sozialisten, im Einvcrständniß mit einer nunmehr zur Ohnmacht verurtheilten Partei in Italien, welche der Regierung Verlegenheiten bereiten möchte, beschlossen haben, demnächst in Mailand einen universellen Sozialistcn-Congreß zu halten, an dem alle Diejenigen Theil nehmen würden, die in Europa extremen Theorien über das Eigenthum anhängen. Wir sind sicher, daß die Regierung beschlossen hat, den Zusammentritt dieses Congresses um jeden Preis zu verhindern."— Natürlich wird der Blödsinn von deutschen Zeitungen abgedruckt. Es ist eine alte Geschichte: Die Furcht macht verrückt. — Ter alte Esel Carlyle— in seinen jungen Jahren war er kein Esel, seine Geschichte der französischen Revolution| z. B. ist ein sehr verdienstliches Werk, aber seit er sich auf den „Helden"- Kultus(die Heroworsbip) geworfen und successive den verschiedensten Blut- und Eisengötzen vom„alten Fritz" bis herunter zu Bonaparte und Bismarck Altäre errichtet hat, ist er mehr und mehr auf das Niveau seines äffischen Nachbeters Scherr hinabgeglitten und findet sich jetzt mit demselben brü- derlich vereint in der Gosse des Kulturkampfs und Kanonenrechts! — al|o der alte Esel Carlyle hat dieser Tage ein indianisches Kriegsgeheul gegen die Türken losgelassen, die aus Europa getrieben, wo möglich vom Erdboden vertilgt werden müßten. „Väterchen" Alexander wird denken:„Gut gebrüllt, du Eselchen in der Löwenhaut, schade nur, daß Dein Gebrüll nicht die � Wirkung des Gebrülls Deiner Ur-ur-Großmutter hat, auf der einst Bileam ritt: dann würde ich Dich meiner Armee voran- schicken und die Mauern von Schumla, Silistria, Wanna, Niksch, Constantinopcl u. s. w. um brüllen lassen!" Und, der Hiebe von Alexinatsch gedenkend, wird„Väterchen" sich hinter den„fried- lichen" Ohren kratzen. — Noch ist Polen nicht verloren. Tie in Wien studi- renden Polen haben an die Agramer und die Wiener slavischen Studenten auf deren Einladung, im Gegensätze zu den.Kund- gedungen der Pester Studirenden an einer serbenfeindlichen, ruf- senfteundlichen Demonstration theilzunehmcn, folgendes Antwort- schreiben gerichtet: „Tie polnische Jugend der Wiener Hochschulen den kroatt- schen Brüdern und Commilitonen Heil und Gruß! Den Inhalt eures Schreibens, welches uns auffordert, gemeinschaftlich mit anderen Slaven den Kundgebungen der ungarischen Jugend ge- > auch finden, daß das Bach nicht blos für die Parteigenossen geschrieben, sondern daß es eine Agitationsschrift in vollstem Sinne des Worts ist. Man darf Bebel's Aeußerung, daß die Erkenntniß von der Nothwendigkeit des Zusammenwirkens und von der"Nothwendigkeit der Umformung der Gesellschaft in eine Organisation„überall verbreitet" ist, nicht wörtlich nehmen, es ist im Gcgentheil meist noch herzlich dunkel in den Köpfen. Aber gerade dort, wo es noch dunkel ist, da ist Bebel's Buch am Platz, Licht in die Köpfe zu bringen und die uns heute mehr oder weniger� noch fernstehenden Kreise der Landbevölkerung über ihre Lage aufzuklären, sie zu uns herüberzuziehen und sie für das große Befreiungswerk zu gewinnen, dafür giebt es kaum ein besseres Mittel als Bebel's Bauernkrieg. Er giebt eine ergreifende Schilderung von der Lage der Bauern. Zu ewiger Knechtschaft von den herrschenden Klassen verurtheilt, von zahllosen Ausbeutern ausgesogen, vegetiren sie dahin, jedes Lebensgenusses beraubt, selbst um das Familien- glück betrogen. Und auf der anderen Seite die grenzenloseste Corruption, die„Diener Gottes" freche Wüstlinge, mit dem Patriziat der Städte, dem Adel und den Fürsten in der Schwel- gerei wetteifernd,— das Gewerbe, nachdem es sich kaum frei- gemacht vom Despotismus des städtischen Patriziats, betäubt und erstickt im Kohlendunste des Zunftregiments! Ueberall dumpfe Schwüle, nirgends ein frischer Lufthauch! Alan fühlt es, nur des zündenden Funkens bedarf es, um all die gährenden Elemente, welche die Ausbeutung vieler Jahrhunderte gehäuft, zur Explosion zu bringen. Und die Katastrophe erfolgt, ihr Donnergrollen fchreckt die Besitzenden und Genießenden aus ihrer Schwelgerei empor. Tie Bauern brechen die schmachvollen Letten der Sklaverei und ein furchtbares Gericht ereilt die„Herren" und Gottes Priester. Hcldeiimüthige Kämpfe werden uns ge- schildert und eiserne Gestalten tauchen vor uns auf, aber die gewaltige Bewegung erliegt bei der Kurzsichtigkcit und Ber- trauensicligkeit der Massen. Ein schreckliches Strafgericht bricht über diejenigen herein, die auf ein menschlicheres Dasein Anspruch erheben, entsetzliche Vergeltung üben die Besitzenden uud aus unmenschliche Weise stellen sie ihre Herrschaft wieder her. Wie klein, wie jämmerlich erscheint in der großen Zeit, die unter den Geknechteten so viele große Menschen erzeugte, das Bild Luthers, der von den Rechten des Volkes nichts wissen wollte, sein Heil bei den Fürsten sucht? und mit pfäffisch- prote- ■ 53 « l? c' K H v! d wescnden sofort aus dem Staube gemacht, ohne daß wir ihn zu Frankfurt a. M. 13,05, Frankcnthal 1,50, Greiffenberg 0,90, Gesicht bekamen. Auch in der auf der Wartburg bei Zscho- Gelnhausen 1,50, Glückstadt 3,90, Halberstadt 4,50, Kirchhaini.L. pau für die Waldkirchner Arbeiter am Sonntag, den 5. No- 2,55, Limmer 8,70, Langenbielau 4,00, Langensalza 0,90, Min- vember, abgehaltenen Versammlung verbot ein anwesender den 3,60, Münden i. H. 2,60, Magdcburg-Buckau 18,90, Mel- Polizcircgistrator aus Zschopau die Tellersammlung, um uns da- dorf 2,40, Nienburg a. S. 3,00, Oldesloe 1,80, Osterwieck 1,80, durch„den Lebensnerv zu unterbinden". Die ausgebotcncn Rcihcrstieg 0,75, Sossenheim-Höchst 3,45, Süchteln für Nr. 5 „Nieder mit den Sozialdemokraten" lieferten aber ein reichliches u. 6 je 2,85, Uelzen 4,50, Verden 8,70, Wehlheiden 1,00, Erträgniß, und wir sind auch in dieser Versammlung nicht zu Wandsbcck 3,15, Wismar 2,10, Wilster 2,25, Werden 1,80. Schaden gekommen; wir werden uns aber, wenn derartige Man- Aus nachfolgenden Orten, welche sich unter den in Nr. 3 növcr wiederholt werden, doch zu einer Beschwerde an die Ober- des„Vorwärts" als rückständig bezeichneten befanden, sind neue behördcn entschließen müssen. Sonntag, den 12. November, Anmeldungen auf Abonnement des„Wähler" eingegangen: hatten wir in Königshain und Topfseifersdorf Versamm- Burgdamm, Langensalza, Wilster, Mcldorf, Wandsbcck, Magde- lung, in der erstcren hatten die selbstverständlich stark in der bürg, Lunden, Seth, Zeitz, Halbcrstadt, Mülheim a. Rh., Bran- Minorität sich befindenden Anhänger der reaktionären Parteien dcnburg, Osterwick, Bornheim, Preetz, Gelnhausen, Iserlohn, nicht übel Lust, Skandal zu provozircn und ein dortiger Lehrer Duisburg, Oldesloe. konnte es sich nicht versagen, nachdem er einigemal sehr ruhig Hoffentlich werden auch aus den übrigen 86 Orten sich wieder gehaltene Änftagen an Vahltheich gerichtet hatte, Letzteren, als Genossen zum Vertriebe des Blättchens finden. er im Anschluß an die beantworteten Fragen die Kampfweise der Inzwischen sind seit Oktober zurückgeblieben id. h. haben für Liberalen gebührend kennzeichnete, ohne weiteres zu unterbrechen, September sNr. 6] noch nicht abgerechnet): Berlin, Ellerbeck, so daß er von dem Unterzeichneteu unter Hinweis auf den par- Frankfurt a. O., Groß-Berkel, Königszelt, Kellinghausen, Naum- lamentarischen Takt zur Ordnung gerufen werden mußte. Wci- bürg a. S., Neumünster, Neviges, Stade, Uerdingen, Vlotho. tere Versammlungen fanden noch statt in dem Limbacher und Hamburg, 29. November 1876. Burgstädter Amtsbezirk, wo der Geist der Arbeiter ein' Mit Gruß! durchgängig sehr guter und zu den schönsten Hoffnungen berech- August Geib, Rödingsmartt 12. tigender ist, da auch der indifferenteste Arbeiter durch die Ge- schäftskrise und die wahrhaft himmelschreiend niedrigen Löhne in der Strumpfwirker- uud Weberbranche, die im hiesigen Kreise vorherrschend ist, mit Gewalt guf die Klassengegensätze hinge- wiesen wird und Partei für uns zu ergreifen gezwungen ist. Im Lager der reaktionären Parteien spürt man das, und es wer- den deshalb alle Hebel in Bewegung gesetzt, um unfern Lehren den Zutritt zu dem Herzen der Arbeiter zu verschließen, aber alles vergeblich, immer noch findet sich ein Mann, der cou- lant uud spekulativ genug ist, seine Lokale uns zur Verfügung zu stellen. Redckräste von Seite unserer Gegner, die willig wären, unsere Irrlehren zu widerlegen, habe ich noch nicht ent- decken können, der Arbeiter, der unsere Versammlungen besucht, ist für die Liberalen verloren. Es heißt da für die heutige Gc- sellschaft„Verderben gehe deinen Gang!" und rettungslos ver- schwindet unter den geistigen Keulenschlägen unserer Redner eine Stütze der Gegner nach der andern in den hochgehenden Wogen der Volksbewegung. O. Gladewitz. J-reiSerg, 20. November. Im 9. Wahlkreise war jetzt ein recht freudiges Leben für die Gesinnungsgenossen eingekehrt und die Gegner, ganz besonders die Liberalen, sahen mit Neid zu, wie unser bisheriger Rcichstagsabgcordneter Geib es verstand, durch seine Berichterstattung in unserem Kreise die Herzen aller Arbeiter für sich zu gewinnen. Am 15. November hielt derselbe eine Versammlung in Hainichen ab. In seinem guten und interessanten Vortrage hatten die Gegner gefunden, daß hier eine Opposition nichts nütze, weshalb es keiner wagte', aufzu- treten. Tie Versammlung ging im höchsten Grade beftiedigt auseinander. Etwas interessanter gestaltete sich die am 16. No- vember iic Freibcrg abgehaltene Versammlung; denn als Herr Geia�mit seinem ganz ausgezeichneten Vortrage zu Ende war, erhob sich der uns schon gut bekannte Advokat Täschner von hier, um eine Entgegnung zu bringen, gestand aber auch zu, daß verschiedene Ansichten in der liberalen Partei herrschten. Herr Geib widerlegte ihm seine Einwände gegen das Referat so klar, daß ihm doch die Lust vergangen war, in weitere Diskussion einzutreten. Nun erhob sich der bekannte Börsenmann Heinrich Süß, welcher betonte, er gehöre der Fortschrittspartei an, was iir doch sehr bezweifeln, denn aus seinen früheren Aussagen zu hlicßcn, wo er sich für nationalliberal ausgab, glauben wir, aß derselbe gar keine Farbe hat, und da in seinen Acuße- cungen kein richtiger Zusammenhang zu finden war, so be- chränkre man sich von unserer Seite aus eine kurze Widerlegung. Ein Parteigenosse sprach im Namen der Versammlung Herrn Äeib seinen Dank aus für seine bisherige Thättgkcit, welcher Hank von der ganzen Versammlung durch ein donnerndes Hoch >estätigt wurde; das freute uns umsomehr, da der Saal gedrückt wll war. Nach Anempfehlung des neuen Candidaten, Wilhelm sritzsche, wurde die Versammlung unter lauten Beisallrufen(chmt i Die Gesinnungsgenossen werden darauf aufmerksam leschlossen und ging Jeder im höchsten Grade beftiedigt von-vUAvUil. gemacht, dag die Gcnoffcnschasts-Buchdruckcrci des„Ham-' .annsn. burg-Altonaer Bolk-blall" eine Jnstruetton, das Retchs-Wahlgesetz __ I und Wahlreglcmcnt hat drucken lassen, es werden diese 3 Theile zu „,. 0.. sammen auf einem Blatt zum Selbstkostenpreis das 100 zu 1 Mark Verlag des„Wahler". verkauft. �- crn-tf« r I. f» t i£ Y v o-tr Diejenigen Gesinnungsgenossen, welche solche haben wollen, mögen Für Mr. t des„Wähler sind bis heute folgende Zahlungen � unjctn Agenten, H. Gundclach, in Altona, Unzerstraße 25 I., ingegangen: wenden, jedoch werden dieselben nur gegen baar oder Postnachnahme Aschersleben 3,00, Achim 11,10, Altona 153,00, Apenrade � versendet.[1,00! Bricfkastc« der Redaktion. Auf Anfragen aus Berlin: Die Artikel: Unsere Gegner mußten wegen anderweitiger angestrengtester Thätigkeit des Verfassers unterbrochen werden. Es folgen— und zwar in nächster Zeit — noch 2 Artikel, denen sich eine eingehende Ausführung über Ehe und Familie im sozialistischen Staat anschließen wird.— I. P. Kiel: Der Bericht ist nicht angekommen.— E. H. Langensalza: Daß die Langensalzaer Polizei sich die Mühe giebt, Sozialdemokraten die Arbeit zu entziehen durch Beeinflussung der Arbeitgeber, wundert uns nicht. Derart handelt die Polizei an sehr vielen andern Orten Teutschlands auch.— F. H. Potsdam: Ihre Corr. kam für die Sonntagsnummcr zu spät.— I. B. in Magdeburg: So sehr wir die Heranziehung der Lindwchrlcute und Reservisten zu der Beschaffung eines Kaiserschwcrts vcrurlhcilen, da wir es für gerechter halten, daß derartige Jubiläums geschenkt aus den gefüllten Beuteln der Generäle und Großwürdenträger gekauft würden, mußten wir doch von dem betr. Eingesandt in seiner ursprünglichen Fassung Abstand nehmen. Wir können es den Mitgliedern des Kriegcrvcrcins in C. nicht verdenken, wenn sie lieber Brot als ein Schwert für ihr„Schcrflein" kaufe», selbst auf die Gefahr hin, daß man ihnen„militairischcs Gefühl" abspricht. der Expedition: W. Tauscher Thstd».: Bw.-Kalender nebst Porto kostet 50 Ps.— 22 kr. öw. Lahr« B. nicht zu beschaffen.— W. Keil Fr. Wahlgesetz einzelne nicht zu haben. Im Brief waren nur 20 Pf. Marken. Beilagen noch nicht fertig. Wahlgesetz steht in der neuesten „Thätigkeit des Reichstags", Preis siehe Vorwärts. Allg. deutscher Schneider»««». Montag, den 4. Dezember, Abends 8 Uhr, im Thü- ringer Hof(Burgstr.): Versammluug. Gäste willkommen. D. E.[30 Reichstagswahlcomitö. Montag Abend'/j9 Sitzung. Pünktliches und allseitiges Erscheinen nothwcndig. Die Mitglieder des Kreiscomites sind hierzu besonders eingeladen._'_ Der Vorsitzende.[40 QptYtjf/t Gewerkschaft der Schuhmacher. -xA l-st Alfz. Montag, den 4. Dezember, Abends 8 Uhr: f-i Versammlung bei Herrn Richter, Roßplatz 9. Tagesordnung: 1) Kasscnabrcchnrng. 2) Verschiedenes. Ilm pünkt- lichcs Erscheinen ersucht__ Der B evollmächtigte.[50 .OffprnVlt. Borläufige Anzeige. Um 1, Weihnachtstage in Burmcister's Salon v Großes Bocal- und Jnstruinental-Concert arrangirt vom Quartett„.Tasittllca". 2,10] Der Vorstand. NB. Ter Reinerttag ist zur Reichstagswahl bestimmt. Montag, den 4. Deeember, Abends 8l/.2 Uhr, UvlV-lUli. im Saale des Hrn. Kuhlmann, Alte Münze 21: Oeffentliche Arbeiter-Vers amnilung. Tagesordnung: Vorlagen des Wahlcomitös. Verschiedenes. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht[90 W. K r o w i a r z. NB. Ich ersuche die Parteigenossen Osnabrück's sich während der Wahlperiode in den Versammlungen zahlreich einzustellen. Berein der Sattler und Beruftgenosien. Sonntag, den 10. Dezember, in den Lokalen des Hrn. Rükert, Kirchstraßc 1: Stiftungsfest mit Musik u. deklamatorischer Unterhaltung. Anfang G Uhr, Entrö 20 Pf. College» und Freunde ladet freundlichst ein 2,40) Das C o m i t ö. Montag, den 4. Deeember. Abends 8>/z Uhr, im„Schwarzen Bär" bei Fabcr: Volksversammlung. Tagesordnung: Welche Pflichten hat ein Reichstagsabgeordneter im deutschen Parlament dem»Volke gegenüber. Referent Reichstags- abgeordneter W. Hascnclevcr. söo Es ist Pflicht eines Jeden, in dieser Versammlung zu erscheinen. W. Kluge. Den auswärtigen Gesinnungsgenossen des 8 und 9 Schles- Holst. Wahlkreises, diene hiermit zur Nachricht, das Herr H. Hecht als Schrift- führer des hiesigen Wahlkomites engagirt ist, und daher alle an mich oder das Wahlkomi'e gerichteten Briefe, von demselben beantwortet werden. O. Reimer, Unzcrstr. 25. l. Quittung. Albrecht Neuschönefeld Ann. 0,80. Kln Ludwigshafen Ann. 0,90. Mr Kiel Ann. 1.20. Lhmnn hier Ab. 15,20 u. 25,00. Rttmnnr München Ab. 60,00. Mllr Mannheim Ab. 12,00. Bnschdt Mittwcida Schr. 2,75. W Rw Altona Ab. 46,30. B Straßburg Ab. 2,00. Schck Cöln Ann. 0,80. Zmmr 0,70. Flschr Würzen Ann. 1,20 Schr. 4,30. Arbeiterverein Altschönefeld Ann. 0,70.£ Kls Magdeburg Ab. 18,90. Mrtn Schmölln Ab. 7,75. Sfrt Elstcrberg Schr. 10,00. Sinn Coburg Ab. 9,40. Slbrhrn Eßlingen Ab. 11,77 Schr. 27,65. Lndnr Graz Ab. 5,82. Schlgl Graz Ab. 9,64. Wahlfonds des 13. sächs. Wahlkreises. Bon Arbeitern der Blüthnerschen Fabrik hier 2,25; v. K. i. B. 1,00; von einem 1848— 49er Freiheitskämpfer in Mannheim durch M. 1,00. Anzeigen ze. Aufruf! Landmaun, Querstraße 16/3 in Leipzig; Winkler, Lütz-wstr. 9/T daselbst; Medan. ebendaselbst, werden aufgefordert, unscrm brieflichen. Verlangen ungesäumt nachzukommen. Die Expedition des..Vorwärts". Färberstr 12/11. Geschäfts-Eröffnunsi. Allen Freunden u. Bekannten empfehle ich mein kürzlich eröffnetes Tabak- und Cigarren-Geschäft unter Zusicherung reeller und guter Bedienung.[1,80 O. Reimer, Tabak- u. Cigarrcnhandlung, gr. Bergstt. 105, Altona. Für den Wahlkampf. Soeben sind erschienen und diurch alle Buchhandlungen sowohl wie direkt zu beziehen: I. Was wollen die Sozialdemokraten? Ein sozial-politisches Gespräch. Von H. Oldenburg. Preis im Buchhandel 50 Pf. Für Arbeitervereine einzeln 30 Pf., bei Partien 20 Pf. Der Verfasser beantwortet die aufgeworfene Frage in fesselnder Darstellung recht gründlich. H. Die Verzweiflung im liberalen Lager. Antwort auf die sieben Artikel der Magdcburgischen Zeitung nnd die Schmähschrift des Herrn von Unruh. Von Wilhelm Bracke. Preis im Buchhandel 25 Pf. Für Arbeitervereine einzeln 15 Pf., bei. Partien 10 Pf., 50 Stck. 4 Mk., 200 Stck. 12 Mk. 50 Pf. 1000 St. 50 M. Die für Arbeitervereine bestimmten Preise gelten nur bei direktem Bezüge gegen Einsendung des Betrags oder Postvorschuß. Die Schrift: „Nieder mit den Sozialdemokraten!" ist fortwährend zu denselben Preisen, wie die obige Bracke'fche Schrift zu beziehen; bei Verwendung großer Partien zu Wahlzweckcn beson- dere Vereinbarung. Auflage jetzt 105,000. Braunfchweig, 28. November 1876. W- Bracke jr. Achtung! Soeben erschien' ackcl ,00, Ahrensburg 3,75, Altcndorf-Esscn 19,65, Aachen 1,35, llveslohe 3,75, Bramstedt 4,30, Bielefeld 4,10, Bockenheim JjmZftCI' 19 Nn 91r/*MiS(*TThnrrt 1 w,. den 4. Tcccmbe", in Koppelmann's 9: 'd-! T•' Hl Vi; i.' ,00, Breslau 7,50, Barmen-Elberfeld 12,30, Brandenburg ,00 und für Nr. 8 und 9 je 8,00, Brcdstedt 0,65, Bergen . R. 1,50, Berge b. F. 18,00, Bergen a. D. 4,50, Bochum v