Erscheint in Leipsig Mittwock, Freitag, Sonntag. 'Abonncmcntsprcis ISr ganz Teutschland 1 M. 60 Ps. pro Quartal. TZonals» Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten aus den 2. und.1. Monat, und auf den Z.Mona! besonders angenommen: im Königr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch aus den Ken Monat des Quartals k 54 Psg. Inserate betr. Versammlungen xr. Petitzeile Ul Ps., betr. Prioatanzelegenheiten und Feste xro Petitzeile 60 Ps. ZZcltcllungen nehmen an alle Postanstalten und Buch. Handlungen des In- u. Auslandes. Filial- Expeditione». New-Pork: Soz.-demokr. Genossen- schaftsbuchdruckcrei, 154 Eldnstg« Str. Philadelphia: P. Haß, KSv Rortst Z-a Streut. I. Poll, 1120 Qltnrlvtt« Str. Shicago: A. Lanserniann, 226 vivj- uion Street. San Iranzisco: F. Entz, 418 O'I'ur» rell Street. London: Bauditz, 5 Zeasnun Street»/ blldchleseu liooxilnt. Gentrat Hrgan der SoziatdemoKratie Deutschlands. Nr. 37. Sonntag, 34. December. Der Weihnachtsfeiertage wegen fällt die nächste Mittwochs-Nummer aus. Parteigenossen! 1876. (in-r rfi f«f t>r+T."r o>nt>at>n Jahresfrist; dessen rühmen sie sich als eines Sieges. Und ihre � tragen besseres Verlangen', wir werden Reelleres schaffen, jed. /i/vi �vvll/UaUHO) atytu Kumpane in der Presse und in Wirthshäusern schreien das löesetz, mit dem wir diese nationale Einheit ausbauen Uk lrtfst- ht<> nrtrhfto Wort„Compromiß" in die Welt hinaus, um die klägliche Nie- sestigen, soll der grauen Theorie Euerer Grundrechte Fleisch III, JiUU llt iiuuk|lc JJUIU11.U;»' JlUUlUUt derlage zu verschleiern. Falstaff reißt schandhast aus und Vlut geben." Sie haben gelogen, sie lügen heute, sie werd« erzählt dann in der Schänke von Eastcheap seine erlo- weiter lügen müssen, denn nur durch die Lüge können sie, genen Heldenthaten." noch beschönigen, daß sie bei jedem Gesetz diese Grundrechte an So weit das Wiener liberale Blatt. Kreuz geschlagen haben..ü Daß die sozialistischen Reichstagsabgeordneten der liberalen„Trauet ihnen nicht, diesen Tartüffes des Freiheit" haw UebetaU in Deutschland ist der Wahltampf entbrannt, überall Gewaltthat am Volke und der Freiheit nicht weiter zusehen>vir bei allen Wahlen den Bürgern zugerufen; ihre Zung�de haben sich die Gegner aufgerafft, um uns als Wähler von der mochten, da sie in ihrer geringen Zahl den Geknebelten doch gespalten, ihr Ja ist kein Ja, ihr Nein kein Nein! Das der" Wahlurne, als Candidaten von dem Reichstage fern zu halten., keine Hilfe leisten konnten, liegt' wohl sehr nahe, deshalb zogen Volk hat nicht hören wollen, Zug um Zug hat es aus„ Ihre reaktionäre Gesinnung, ihr Klasseninteresse treibt sie dazu, sie ihre Anträge zu den Justtzgesetzen zurück und verließen Becher der Enttäuschung trinken müssen, und jetzt credenzt, Doch wir marschiren unter dem Banner einer weltbefreienden nach der ersten entscheidenden Abstimmung den Sitzungs- ihm die bittere Neige und versichert heuchlerisch, sie sei Idee; ermuntert von den Fortschritten, welche die sozialdemo- saal; es war dies nach der namentlichen Abstimmung über die Trank der Verjüngung! Armes deutsches Volk! Vor ei, � kratische Volksbewegung in den letzten Jahren gemacht hat, gehen Ueberweisung der Preßvergehcn an die Schwurgerichte. halben Jahrhundert vertraute es den Fürsten und wurde. wir dem Tage der Wahl mit der Hoffnung auf neue Siege ent- Hasenclever hatte diese Handlungsweise, indem er zur Ge- trogen, heute vertraut es den Männern seiner Wahl und s gegen. Um diese Hoffnung zu erfüllen, ist nichts weiter nöthig, schäftsordnung das Wort erhielt, in folgender Weise vorher macheu es nicht anders, wie die Fürsten. Hohnlachend erh als daßJeder von uns in den nächsten drei Wochen seine motivirt: sein Haupt jener Pessimismus der Nacht, der auf die tota Schuldigkeit thut. Ein Jeder von uns kennt seine Pflichten;„Meine Herren! Namens und im Auftrage meiner Partei- Finsterniß spekulirt, er sieht die Schatten dichter werden v wer sie nicht erfüllt, der ist damit aus unseren Reihen geschieden, genossen ziehe ich die von uns gestellten Anträge zu den Justiz- fühlt seine Hoffnung, daß der Brand um so jäher auflode Allein wer wollte scheiden? Ter nach Gleichberechtigung gesetzen zurück, nicht deshalb, weil wir die Ueberzeugung haben, um so greller flammen werde, neu belebt. Es muß noch schl. ringende, der selbstbewußte und tapfere Mann nimmer- daß dieselben bei der Stellung, die die Majorität dieses Hauses mcr kommen, wenn es besser werden soll, dieses trostlose W mehr! den Justtzgesetzen gegenüber einnimmt, aussichtslos sind; das drängt sich wieder auf die Lippen und crtödtct den letzten Ü Neben den Mühen des Wahlkampfes darf die andere Arbeit mußten wir schon, als wir die Anträge stellten. Wir hätten sie jener Zuversicht, die mit dem Guten und Edlen in der Nc zur Ausbreitung der Sozialdemokratie nicht ruhen. Und hierzu also immerhin noch motivircn können. Wir ziehen vielmehr die der Menschen und Völker rechnen zu können glaubte. gehört vor allem das Einstehen für unser Central- Anträge deshalb zurück, weil uns das Spiel hinter den Wir haben sonst nicht zu den Getäuschten gehört, denn t organ„Vorwärts". Coulissen, welches den gestrigen Compromiß zu Stande ge- haben der Widerstandskraft des Nationalliberalismus gegen' Was bei Begründung des„Vorwärts" erwartet wurde, hat bracht hat. durchaus mißfällt und weil wir die Aniicht haben, daß! Wort Bismarck's nie eines Pfifferlings Werth beigemessen, a e-nL<>_ ,r.rv-Ä fc--- cl----«.(a.1— i-i.. m------->-,•—...;x 7_. w c■,.>.»-- sich erfüllt. In 12,000 Exemplaren geht eine jede Nummer dieses Blattes hinaus unter die Arbeiter Deutschlands, um ihnen Kunde von den Grundsätzen des Sozialismus, von den Miß- ständen der kapitalisttschen Gesellschaft in allen Kulturländern und von dem Kampf der Sozialdemokraten wider diese Gesell- schast zu bringen. So sehr uns nun auch dies Ergebniß im ersten Vierteljahr befriedigt, so dürfen wir uns damit keineswegs dem Gedanken hingeben, genug gethan zu haben. Es bleibt uns noch viel zu thun übrig. Nicht in dieser oder jener Werkstatt, nicht in diesem oder jenem Dorfe soll der„Vorwärts" verbreitet sein, sondern in allen Werkstätten, in allen Städten und Dörfer» soll man ihn finden. Erst dann wird er der ihm gewordenen Aufgabe voll und ganz entsprechen können es nicht im Interesse des Volkes ist. wenn man Angesichts der diesmal bekennen mx sä» Abstimmung noch abwarten— wir wissen ungefähr, wie sie ausfällt— und werden uns dann nicht mehr weiter an den Berathungen betheiligen, sondern den Saal verlassen."(Unruhe und Gelächter.) den das, wofür sie ihre angebliche politische Ehre emgcv haben, diesmal so unbedenklich, wie sonst hingeben— aber> waren abergläubisch genug, noch etwas auf persönliche Wi' auf den Mannessinn zu halten. Als der Beschluß in B>,' Auch verschiedene Clerikale und Fortschrittler fanden die! der Ueberweisung der Prcßvergehen an die Schwurgericht mltung der Sozialisten durchaus correct und hatten große faßt worden war, schrieben wir: Er wird in der dritten ust, ähnlich zu handeln. Windhorst drohte sogar damit in einer als Opfer e,nes jener elenden Compromisse, aus denen st"' erregten Rede. Doch Wort und That ist bei den Herren zweier- parlamentarlschc Geschichte dieses Reiches zusammensetzt, fch. 1-1. ilo... u: t u. 1 1 1. s.- e sti.iÄNrsttä er und manches andere, was uns verheißen worden, iisiu -ex lei; sie debattirten ruhig weiter und stimmten trotz der Aussichts- lvsigkeit immer noch ab. Ein solches Spiel wird auf die Dauer immer widerlicher und macht der Macht des Reichstags der Parteigenossen! Jeder von Euch erneuere zunächst selbst> Regierung gegenüber, wenn man überhaupt von einer Macht rechtzeitig das Abonnement auf den„Vorwärts". Damit nicht desselben reden kann, vollends den Garaus. genug, gewinne Jeder von Euch zum neuen Quartal mindestens Und solches Spiel durften die einen neuen Abonnenten. Für den Einzelnen ist dies eine deshalb gingen sie fort. er unv manches Parteiprogramme andere, was uns verheißen ihren— Briefwerth«ingesetzt haben. geringe Sorge, für die Partei jedoch insgesammt eine große Errungenschaft. Der„Vorwärts" ist durch jede Postanstalt zu beziehen, Preis vierteljährlich M. 1,60, frei in's Haus M. 1,85. Bestellungen find möglichst vor dem 28. Dezember zu machen. Gruß und Glückwunsch zum Jahreswechsel! Hamburg, 20. Dezember 1876. G. W. Hartmann. H. Brasch. I. Auer. C. Derossi. A. Geib. als das Haus fast einstimmig den Competenzconslict vernidcl nachdem ein Gneist ihn als den schimpflichsten Faustschlagge 1 Gesicht der deutschen Rechtsinstitutioncn bezeichnet hatte, als-ckl mmfiften nickt mitsvielcn. I sich gegen die unser Jahrhundert schändende Tortur des Zi ozialiste» nicht muspieum,, � unb bcm Wort Wehrenpfennigs, daß keine Gesetze schaffen dürfe, die den Bürgern unehrenhafte H', lungen zumuthcn und auf die Wahrung der Ehre Strafe setzte> Beifall zurief, da meinten wir sagen zu dürfen: Hier tritt' Mann an die Stelle des Polittkers, hier wird die persönl> 1 Ehre und Würde jedes Einzelnen eingesetzt, und für so Hera■ Hochverrath am Volke. Hochverrath den Fürsten und Landesgrenzeu gegenüber ist mit schwerer Strafe bedroht, Hochverrath dem Volke gegenüber ausgeübt, wird nicht bestraft, sondern oft genug noch belohnt. Des Hochverraths, am Volke ausgeübt, klagen wir die Libe- � t... r» r. c...___ e.T. m Ucber die Haltung des Centrums und der Sozialdemokratie sagt die liberale„Wiener Freie Presse": „Traurig genug, daß das Ccntrum und die Sozialdemo- kratie es sein müssen, welche für den Willen und die Ehre der dcuffchen Nation Zeugniß ablegen!" �.„„,.. Wir acccptiren dieses Zeugniß unsererseits; möge nun aber kommen können wir diese Männer nicht halten, um auch auch die deutsche Nation ihre Ehre selbst retten und ihren Willen dem Verdacht Raum zu aeben, daß sie periuäö aa cackaver- zeigen am 10. Januar 1877, indem sie den Hochverräthern an den Werth ihres Ich m die Schanze schlagen werden, um i der Nation nicht nochmals einen Platz an der ersten Stelle des da feig im Stiche zu lassen. Gibt es ein Compromiß bei ein« Landes zuweiset. � Faustschlag? Gibt es ein Abkommen zwischen ehrenhaft und v abrenbatt? Nein und tausendmal nein, denn Mannesehre v «---- r-- 7 lieber den Instizgesetz-Compromitz ! schreibt die„Fraiikfurtcr Zeitung":„Sie haben gewählt; das Leben mit der Schmach galt ihnen mehr, als ein Ende mit ! Ehren, das vielleicht manche frühere Schuld aesülmt haben ralen an welche bei der dritten Lesung der Justizgesetze Volk � würde Sic haben gewählt zwischen ihrem Gewissen und dem und Freiheit mit gebundenen Händen der Reaftion überlieferten/ Machtspruch,»w, scheu Mannesmuth und Knechtssinn sie haben welche m namenloser Feigheit sich selbst kastrirten, indem sie die giftigsten Worte ihrer Feinde bestätigt, die letztenHoffnunaen ....."■ �----- � man schändet sogar ehrenhaft? trägt keine Flecken und der geringste auf ihrem spiegelbla Schild schändet sie nicht minder, wie der größte. So sesi) an das Wort erinnert, mit dem wir am 29. Novembe'�.,/ Arttkcl über die in zweiter Lesung beschlossene Beseitigu,. Zcugnißzwanges schloffen:„Das Beharren bei diesem B». schrieben wir,„ist ein einfaches Gebot der M a n n e s e Wie gering wir auch von der Widerstandskraft der Majv dem Regicrungswillen gegenüber denken, d c n Schimpf köl ..-t.____ ir__ it.----. w öffentlich erklärten, daß sie gegen ihre Ueberzeugung sttm- men würden. Wo bleibt da die Manncswürde? Wo bleibt da das Manncsbewußtsein? Und mochten die Kastraten im Reichs- tag noch so hclltönende Lieder anstimmen, man wußte, daß die- � selben von den Lippen Geschändeter erklangen, und jeder Mann »-d-«ch rn.|S4«V d>-«.»..1 ihr..f r«'S tien des Rechts und der Freiheit erstrebt, was nach den hei- ligsten Versprechungen der Söhne die Einheit bringen, was dieser Freiheit erst ihren inner» Werth und vollen Gehalt geben sollte, das wird verkauft, verschachert, verrathen. Seine ganze Vergangenheit verleugnet dieser schamlose Liberalismus, weil er sein liebes Ich in augenblicklicher Gefahr wähnt; des der Geschichte auf solches Thun setzt. Haben sie ja doch>> bei jeder Gelegenheit das Wort von der Nichtswürdigkeit l> Natton, die nicht ihr Alles setzt an ihre Ehre, bei der Hc Und wofür opfern sie diese Ehre? Für eine formale Ein! sagen sie, und rufen das Volk an, daß es sich dieses Opfer dieser Einheit, als des höheren Gutes willen, gefallen lo Widerwärtige Heuchelei! Das jämmerliche, regierungsfähige■ soll gerettet werden, dieses Ich, dem kein Preis zu hoch ist die Fristung seines kläglichen Daseins, das sich— auch das 'Ihr Wort, Herr Wchrenpfennig— nicht scheut,„propter�vst digkeit, indem sie die mit schwerer'Arbeft geplante und vorbe- tuckenipum.� ��t, wenn wir seit Jahren unablässig den"�Wer w?rd°da/ Protokoll der Schmach, das wir an aitV reitcte Justizreform der reaktionären Willkür! Zatz aussprachen: es gibt keinen Halt auf dem abichüfsigen Weg Ztelle mitgetheilt haben, lesen können, ohne daß ihm des Bureaukrateu-Regimentes opferte. Opferte, sagen, wir»uv � � � keine Vermittluna«m->».......-—---•-'" der Compromisse'," indem sie," ihr Budgetrecht preisgebend, sich! Volkes nicht mehr sicher, löst er die letzten Fädeu, die ihn an dem Militäretat gegenüber auf sieben Jahre die Hände band, j da, selbe�knüpfen�und gibt sich den Regierenden zu......"' Heute verzichtete sie auf den Rest ihrer legislatorischen Selbstän-, nattonallibc diakeit. sie die mit sckwerer Arbeit geplante und vorbe-.uckenlhum. nationalliberale Fraktion ist todt, es lebe eigen. Die das nationale Mame es mit Bedacht. Denn mit den technischen Subtilitäten, welche etwa in der � neuen Gerichtsverfassung und Straprozcßordnung als Errungenschaften zu begrüßen wären, empfängt das deutsche Volk Steine anstatt des Brotes, wird ihm der Schein einer Rcchtseinheit vorgegaukelt, die keine ist, indessen das Aschenbrödel Freiheit von neuem hinter den Ofen zurückgescheucht wird.— Nun steht zwar diese angebliche Rechtscinheit in des Scheincmistitutienalismus, weil es keine Vermittlung zwi-! achten Zornes Gluth in die Wangen steigt, ohne daß ihm scheu dem Absolutismus,.n welche Form er sich auch le.den Lippe unter dem Wort:„Abscheulicher Verrath!" erbebt!- möge, und der freiheitlichen Entwicklung geben kann. An die! Erzeugittsse der Presse vogelftei für jeden Staatsanwalt t erste bö,e That, an den ersten schritt vom Weg de» Rechts, der Meer, der Zcugnißzwang aus dem Dasein preußisi str den Mann der Weg der Ueberzeugung ist, heftet dch der Ej�hümlichkeit erhoben zur nationalen Jnstitutton, das, Fluch, und icder Versuch, die Folgen desselben abzuweiiden. wird klagcmonopol einer abhängigen Staatsanwalffchaft— von d« zu einer neuen Sunde. So will es die unerbittliche Gcrecht.g- 1 Beschränkung die„Kölnische Zcitting" noch kürzlich sagte da'�n-Ämdiumfürttockene j keit. der man nicht entgeht auch W«M«°n fi- verleugnet und würd7"woh?'selbst"w�CoKrm? zu" V? Juristcnscclen, aber ein verkrüppeltes Schmerzenskind für das chrer spottet.„Griindrechte erhob sich 1867 und 18.0 der Widerspruch stoßen, wenn Rußland sie als„völkerrecktlick Volk. Wunderliche Volksbeglücker sind diese Staatswei,en von Auf, sie ver,chlosscn ihm t a» �.hr, dle>e ttaurigen Gestalten, die weigerlich" für Bosnien und die Bulgarei sollte aufstellen wo der nationalliberalen Couleur! Um zu retten, was werthlos.st n.cht Volksmanner ,ein wollten nnd Staatsmänner n.ch sein_ b,c.>, Monopol, etwas modifizirt nach den Ach � werfen sie das Werthvolle schleunigst hinter sich; um das Volk konnten.„Wozu Grundrcchte, uom.ua spe««,«» et.van.a?*) Wir----- v''« a> cu-cnsscyren der mit steriler Juristerei zu beschenken, schwören sie die Freiheit ab. I-*) Gleichwie Leichname. Man beschleunigt den Einführunqstermin der Reform um eine*) Blendende leere Namen.**) Um zu leben die Lebensbedingungen vernichten. — |gierung, ebenso der Competenzconflict und vieles Andere "st nunmehr so gut wie besiegelt und dafür.gibt— o 1 � Judas! i ho I ihn 1 mal i rech' National-Oekonomisches. ii. (Schluß.) das[ fußes, nach Freizügigkeit, nach einem freien Vereins- und Ver- „, unver- sammlungsrecht sind alles Bedingungen für die klassische Ent- p�leichliche Großmuth— die Regierung zu, daß das„große lvickelung der Kapitalmacht, welche sämmtlich und gemeinschaftlich �Werk" spätestens 1879 das deutsche Volk mit seinen Segnungen darauf ausgehen, die Arbeitskraft des Volkes in der unbe- Beglücken soll. j schränkten Vermehrung des Reichthums zu verwerthen. Ka- Es ist besiegelt in dem Moment, da dieses Blatt in die Welt pital verwerthen heißt: den Theil dcS Produkts, inausgeht, vielleicht schon vollzogen; der Schaden muß ge- welcher dem Arbeiter abgespart wird, zum 5kapital wagen werden. Nicht aber die Schmach und Schande; ihr ent-'ch lagen. �zicht sich der Bürger, der am 10. Januar sich von denjenigen Diese einfache allgemeine Grundlage der modernen Wirth- uossagt, die sein Vertrauen mißbraucht und schnöde betrogen schaft versteckt sich hinter eine Menge veralteter WirthschaftS- i'Bbcn; will er nicht mitschuldig sein, so muß er sich gegen die formen, welche unter der Herrschaft des Kapitals mit dem Tode �Huldigen erheben, der Wahltag beruft ihn zum Nichteramt ringen, aber schwer und langsam zum Sterben kommen können. i{;nd ,ein Richter, der nicht strafen kann, gesellt sich selber zum! Dazu gehört vornehmlich der Kleinbetrieb, die Wirthschaft der Verbrecher". Der Schmach und Schande sich zu entziehen ist Handwerker und kleinen Bauern. Während in der großen In- Bich die Aufgabe der Presse, die von dem Frevel unmittelbar dustrie die Arbeitsmittel des Kapitalisten einerseits und der Fleiß ' m schwersten betroffen wird. Wir wissen wohl, daß die bloße und die gezwungene Sparsamkeit seiner Arbeiter andrerseits den � jjreßfreiheit noch nicht der Sieg, daß sie nicht einmal der Kampf Reichthum zeugen, scheint es hier, als ob Fleiß und Sparsam- >'im den Sieg ist, wohl aber ist sie die Waffe, und mit Börne keit mit eigenen Arbeitsmitteln, durch spießbürgerliche Selbsthilfe 'Ziagen wir: Wie kann man siegen ohne zu kämpfen, wie kann die ökonomischen Güter erschaffe. In der That aber gehört ' Iftan kämpfen ohne Waffe? An der Presse, die sich nicht zu diese Form der Arbeit wie gesagt nur an den Anfang der neuen !'Sklavendiensten für Sklaven entwürdigen will, ist es, die„Maul- � Äera und ist heute die vermeintliche Selbstständigkeit unserer >"elden der Freiheit", wo und wie sie sich zeigen werden, uni sogenannten Mittelstände nicht weit her. Ihr größter Theil, 1 Abermals ein Vertrauen zu erschleichen, dessen sie ftch für immer � sowohl in der Industrie als in der Ackerwirthschaft ist, wenn �nwerth gemacht haben, bis in jede Hütte hinein zu kenn- uch noch nicht der Lohnarbeiter, so doch der Vasalle des Kapi- Zeichnen. Sie kann's mit einem Worte und dieses Wort heißt: tals. Wenn sich diese Arbeit nicht direkt theilt in Unterhalt und o�udcis!" Prosit; so doch indirekt in einer sehr gründlichen Weise. Der große Kaufmann, dem der arbeitsame Handwerker verschuldet ist, und der Hypothekargläubiger, der dem Bauern den Daumen auf's Auge drückt, nehmen den Profit der Arbeit th eilweise in Anspruch. Einen andern Theil zahlt die kleine Sclbstständig- . W-, keit in der Form von direkten und indirekten Steuern, durch den S�Das, meine Herren, ist der Kopf; nun erlauben Sie mir Genuß von Salz, Kaffee, Branntwein, an Stempel, Polizei- p1;,, Ihnen die Kehrseite der Medaille zu zeigen. Das große, � strafen, Gerichtskosten u. s. w. dem kapitalistischen Inhaber der tclltJinniTp sfrfipifamiHpt Sna övrniivtf fiphinnf Stp snnHoitniinfpU Staatsschuld scheine. Wiederum einen Theil schickt der Vielge- plagte in Geldbriefen an seinen Sohn, den Musketier N. N., der in der Uniform seines Regiments an einem einigen Deutsch- land arbeitet, wo ohne Zollplackereien, überall in gleichem Maß und Gewicht und in gleicher Münze, mit vollkommener Gewerbe- frciheit die Produkte vertrieben werden sollen, welche das Volk unter der kapitalen Herrschaft erzeugt. Sie sehen, meine Herren, auch das Produkt des kleinen Bürger- und Bauernstandes wird gründlich getheilt, und vielfach so gründlich, daß jener Theil, der für den Unterhalt bestimmt ist, aufhört Unterhalt zu sein und zu einer peinlichen Lebensverlängerung herabsinkt. Soweit sind wir von der so viel befabeltcn Aufhebung aller Herr- und Knechtschaft entfernt: wer heut zu Tage sein eigener Herr und Knecht sein will, ist ein absoluter Ltnecht.„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brod verdienen", heißt der Fluch, der auf dem alten Adam lastet. Und Niemand ist mehr Adam, ist mehr allgemeiner Sündenbock, als unser nomineller Eigenthümer, der sich wider den Zeitgeist vermißt, in phantastischer Unab- hängigkeit mit unmodernen kleinen Arbeitsmitteln ein kultivirtes Dasein erwerben zu können. Will er menschlich leben, dann sind die Tage seiner Selbstständigkeit gezählt, und will er nach dem Rathe neuester Oekonomen Reichthümer durch bäuerische Sparsamkeit erwerben, will er seinen Kaffee aus gebramttem Korn bereiten, die Butter verkaufen und abgerahmten Käse zum Brod essen, sein Schwein zum Markte bringen und das Gemüse mit Lel fetten, in einer Lehmhütte ohne Dielen wohnen und ungewaschene Kleider tragen, so kann er mit solchen Mitteln den Untergang seiner traurigen Selbstständigkeit vielleicht verschieben, bis ein unberechnetcr Zufall, eine Krise oder Krankheit, eine Viehseuche oder Mißernte ihn expropriirt. Und wenn er so glückiich ist, sich auf Lebenszeit zu erhalten, wird die Vertheilung des väterlichen Erbes hindern, daß die Wirthschaft von Gene- ration zu Generation fortgesetzt wird. Den Arbeitsmitteln von kleinem Werthe ergeht es wie den kleinen Wcltkörpern, sie gra- oitircn*) zu größeren Massen. Seit dem Mittelalter hat sich die Geschichte von der christlichen Abstinenz*") los gemacht. Die moderne Menschheit sucht ihr Heil nicht ausschließlich im Geiste, sie ist nicht mehr Verächter des materiellen Genusses, sie hat gewaltige Bedürfnisse, die sich nur mit der großen Industrie be- friedigen. Letztere bedarf zu ihren keuchenden Automaten der großen conzenttirten Werthe. Die Accumulation**") und Eon- zentration des Eigenthums ist eine Kulturnothwendigkeit, ein soziales Naturgesetz, vor dem der kleinbäuerliche und kleinbürger- thvolle Arbeitsmittel, das Kapital, bedingt die Mittellosigkeit Volks. Ich sprach soeben von der wesentlichen Eigenschaft S tobten Reichthümer, sich lebendig zu vermehren. Dazu ist !-un das mittellose Volk da, welches den Keim des Lebens dazu : Vt. Das Volk ist der Gatte, der Befruchtcr des goldenen l ierstocks. Reichthum, Kapital kann sich nicht vermehren ohne , �'beit. Dieser oder jener, mein oder dein Rsichthum läßt sich j g-lleicht durch einen spekulativen Handel vermehren; jedoch trägt l J' Handel nur Reichthümer aus einer Hand in die andere oder h, �s einem Lande in das andere, aber erzeugt keine. Spekulation l'/w Handel vermehren den Reichthum nur insofern, als sie ar- jriPviten, als sie den Transport und die Vertheilung besorgen SS so den Werth der Produkte erhöhen. Arbeit ist' positiv der „ tL/Hzige Mehrer des ökonomischen Reichthums. Damit also das S pital zu seiner Bestimmung kommt, damit es Zinsen, Profit j«w Vermehrung bringt, muß es sich die Arbeitskraft Derjenigen � sstfen, welcke nicht die Mittel haben, ihre eigene Arbeit für - Sne Rechn.. ig auszubeuten. Dem Arbeitsinstrument der Ver- j Eigenheit war der Arbeiter, der Sklave, der Leibeigene, der "Kige angeheftet. Das moderne Instrument steht dem„freien Arbeiter", oder steht dem Arbeiter frei gegenüber. Jndeß, wie .>qt, ist diese Freiheit rein ideal. Dem idealen Willen nach "i Sje lebendige Arbeitskraft unabhängig vom todten Instrument. 5. realen That, der Wirklichkeit nach ist eines die nothwendige l't lamri?Un® � andern. Kapital ist nur Kapital, ist nur zeu- 'ssähig, wenn ihm ein Volk gegenübersteht, welches so frei f,;; allem Hab und Gut ist, daß ihm zu seinem Unterhalt nichts bleibt, als seine Arbeitskraft je nach Umständen pro Tag, '(J ftiS' �onfit oder Jahr zu verkaufen. Käufer kann nur der �.ittelte Besitzer, der Kapitalist sein, der sie zum Zweck der ! �'Nutzung kauft. Die Waare der menschlichen Arbeitskraft, i\'S' jede andere Waare, wird gekauft, um sich gebrauchen, be- ")jcn zu lassen. Und sie gerade hat die seltene Eigenschaft, iSS zu nützen als sie kostet, sie zeugt Produkte, und ihr Pro- . s- theilt sich in Lohn oder Unterhalt für den Arbeiter und rJrofit, Reichthum, Kapital für den Machthaber, der heute nicht . Sr Machthaber von Geburt, sondern vom Besitz ist. j Wir sehen also unfern Arbeiter im Vergleich zum Sklaven Sd Leibeigenen wohl mit Freiheit beschenkt, aber nichtsdesto- |■ ästiger in derselben Lage, für den einen Theil der Arbeit, den ,|\n ihm bezahlt, d. h. für seinen Unterhalt, den andern Theil, -j|n Profit unentgeltlich abgeben zu müssen. �, Tie Freiheit des Herrn von seinem Arbeiter und des Ar- . itcrs von seinem Herrn ist eine kategorische Bedingung der L vitalen Wirthschaft. Das Streben nach polittscher Freiheit, � Ä Aufhebung der Privilegien, der zünftigen Beschränkung des SSS un� �cr ��oerbe, nach Aufhebung des gesetzlichen Zins- *) Sie fliegen(nach dem Gesetz der Schwere). **) Enthallsamkeit, Entsagung. *) Aufhäufung. liehe Besitz wie Spreu vor dem Winde zerstiebt. Der Klein- betrieb von heute ist ein Anachronismus, ein überwundener Standpunkt, dessen letzte Ueberbleibsel von der geschichtlichen ; Entwickelung täglich zu' Grabe getragen werden. Um die Güter mit erforderlicher Leichtigkeit zu erzeugen, müssen die Hebel größer sein. Wollen wir nicht auf die Errungenschaften' der Kultur, so müssen unsere Mittelstände auf ihr kleines Eigenthum, auf ihre winzigen Arbeitsmittel verzichten und mit ihrer Arbeits- kraft zur Fabrik gehen. Wenn es den Leuten auch leid thut, so , ist doch ihrer und unserer Zukunft nicht anders zu helfen. Ich muß, meine Herren, bei dem Widerspruch gegen die kleine Wirthschaft etwas länger verweilen, weil wir hier mit einem sehr allgemeinen Borurtheil zu kämpfen haben, das auch die i fortgeschrittenen Köpfe noch vielfach beherrscht. Ter Fleiß und die Sparsamkeit des kleinen selbstständigen Wirthschafters hat sich um die bürgerliche Entwicklung und somit auch um die Kultur überhaupt seit Jahrhunderten verdient gemacht, so daß es uns schwer wird, seinen dermaligen augenscheinlichen Ruin ohne Mitleid anzusehen. Aber auch die Burgen und Klöster erfüllten einst eine kulturgeschichtliche Mission. Doch„ihre Dächer sind zerfallen und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen drüber hin". Der Mittelstand ist durch die Entdeckungen und Erfindungen der Wissenschaft, durch die Fortschritte der In- dustrie, durch die verbesserten Instrumente und Methoden der Arbeit von der lebendigen Geschichte zum Untergange verurtheilt. Daß sich der Einzelne dagegen wehrt, wollen wir ihm nicht ver- denken— was da ist, liebt sich. Wenn man aber vom Stand- punkt des Allgemeinen darauf hinwirken will, diese Wirthschaft der Vergangenheit zu stützen und zu conserviren, so kann solches Streben nur dem flüchtigen Mummenschanz gleichen, der die längst verrostete ritterliche Rüstung aufbewahrt, zuweilen blank putzt und damit drei lange Fastnachtstage der Welt den Kopf verdreht. Sehen wir mit nüchternem Verstände der Geschichte direkt in's Auge, so können wir unmöglich bedauern, daß die vielen kleinen zersplitterten Arbeitsmittel sich conzentriren, um gleichzeitig die Arbeit zu erleichtern und ihr Produkt zu verviel- fältigen. Zu bedauern wäre vielleicht, daß nicht die Vernunft der Menschen, sondern die Vernunft der Thatsachen zu dieser Entwicklung treibt. Doch genug, der Trieb ist da, die Arbeits- mittel der kleinen Bürger und Bauern wollen zu Kapital werden, d. h. zu Arbeitsmitteln, welche sich durch Aiidermanus Arbeit „fortschrittsmäßig" vermehren. Wir sehen also, daß die kleine selbstständige Plackerei schein- bar nur eine sclbstständige Arbeit ist, d. h. scheinbar nur eine Arbeit, welche ihrem Arbeiter das ganze Produkt, Unterhalt und Profit ungetheilt überläßt. Wir sehen die Arbeit des kleinen Eigenthümers entwcrthet durch die ergiebigere kapitalistische Arbeit. Sein Arbeitsmittel hat aufgehört, ein lohnendes Arbeitsmittel zu sein. Entweder muß er sich mit einem Unterhalt begnügen, der heutzutage kein Unterhalt mehr ist, oder er muß sein In- strument, sein Eigenthum vor wie nach an den Kapitaliften, den modernen Wirthschafter, abtreten. Dann erst wird seine Arbeit lohnend, d. h. er wird Lohnarbeiter und erhält den Unterhalt und sein Brodherr den überschüssigen Profit. Wenn die Nothwendigkeit des wirthschaftlichen Unterganges unserer Mittelklasse von Einzelnen meiner verehrten Zuhörer bestritten wird, weil hin und wieder noch ein Gewerbe im Klein- betrieb prosperirt(blüht), oder weil es hin und wieder noch Jemanden gelingt, sich aus kleinem Anfang zum vollwichtigen Produzenten hinaufzuarbeiten, so wird damit doch das soziale Gesetz nicht triftiger widerlegt, als wenn man den Untergang von Burg und Kloster darum bestreiten wollte, weil Herr v. Bethmann-Hollweg ein Schlößchen am Rhein erbaute, oder weil die klösterliche Zucht sich noch neuerdings an der Barbara Ubryk bestätigte. Wie das Gesetz der Naturwissenschaft hinter mannigfaltige äußere Erscheinungen, so versteckt sich das Gesetz der sozialen Entwicklung hinter die Ueberbleibsel der Vergangen- heit. Die Erkenntniß ist jedoch nur dann Erkenntniß, wenn sie versteht, die Wahrheit hinter dem Schein hervorzuholen. Es liegt unumgänglich in der Natur der Dinge, daß der Mensch seine Arbeitskraft nicht verschwenden will. Die Vernunft ersinnt ihm die Mittel, sie produttiv zu machen, mit wenig Zeit und Mühe viel zu thun. Noch mehr als der persönliche Verstand treibt das allgemeine Interesse instinttiv dazu, Instrumente und Kräfte zu vereinigen, um de» Effekt der Wirkung zu erhöhen. Die Zusammengehörigkeit, die Einheit aller Menschen ist eine Thatsache, welche sie wider das persönliche Sonderinteresse dazu treibt, die Zwecke der Gattung zu verfolgen. Daraus erklärt sich der rothe Faden stetiger Entwicklung, der sich durch die Ge- schichte durchzieht. Ohne Wissen, ohne vorbedachten Willen 'i ftlb. Aus dem Schornsteinsegerleben. "xl'uL(Fortsetzung.) war es aber mit unserm Aufenthaltsort, unserm Logis? (n on das war ein Zimmer, worin wir unserer sechs uns auf- .ip�ten und wo die Gesellen mit dem ältesten Lehrling znsam- > chSchliesen> üon Reinlichkeit konnte nicht viel die Rede sein, rjo- ir hatten wir, wenn wir uns müde gearbeitet hatten, selbst r..sorgen. Wie es da aussehen konnte, kann sich Jeder denken, ',1 T konnten wir da unsere Kleider und sonsttge Gegenstände ii-- sauber halten? ;l l. Wir übrigen drei Lehrlinge mußten auf dem Boden in • f;,'n-eni Bette zusammen schlafen, wobei man im Sommer vor i oce und Ungeziefer nicht schlafen konnte, und ich erinnere mich, � ich nur gar zu oft bei der Arbeit so müde war, daß ich ji � Gehen schlief, weil ich des Nachts aus angeregten Gründen l\r-pt hatte schlafen können, und daß ich dafür den Titel„fauler, .-läfriger Lümmel" erntete. tri> Im Winter aber hatte ich mich ziemlich stark erkältet, denn , c ind und Schnee pfiffen oft durch die Ziegel, und das Bett ' in rr denn doch für drei Mann zu enge; ich wurde völlig heiser, �) l kam Brustschmerzen und konnte vor lauter Husten fast kein '> t mtf. reden, auch natürlich die Nacht vor Husten nicht schlafen. I l mündlich ließ mich der alte Herr einmal zu sich kommen; er ' ü itte erfahren, wie es um mich stand, und nach diesem Zwiege- ■ 1 räch erhielt ich eine wollene Decke. Welche Wohlthat! Ich ' m: aber auch noch gar nichts gewöhnt, ich mußte also erst Alles .- 1 wöhnt werden! g Mit der Arbeit stand es so: es wurde viel verlangt und *$l'ch gethan, oftmals über Gebühr verlangt und gethan, natür- S-p) wie? das war Nebensache. Ein Lehrgeselle, auch ein Mei- "-rssohn, der noch nicht lange bei uns war und mit mir zu- n'mmen, mit einem ellenlangen Arbeitszettel versehen, in die brstadt geschickt wurde. war ganz entrüstet und sagte:„Bei � ttnem Alten ist das Arbeit auf acht Tage!" Wir sollten es jj er in einem Nachmittag machen. i! Mit dem Verdienst hingegen stand es recht schlecht: der Ge- . le bekam 20 Silbergroschen pro Woche und ich habe mir in einer ganzen Lehrzeit 15 Tbaler erspart-- das ist doch i> (!' ■, ■ i .l i Wie stand es denn aber mit dem Verdienst des Meisters, der zum Zeitvertteib, oder auch im vollen Bewußtsein seiner Unfehlbarkeit, seiner unübertrefflichen Kenntniß vom Geschäft und seiner Autorität, wenn nicht immer, doch möglichst oft auf der Arbeit erscheinen müßte, um nach dem Rechten zu sehen,— wie stand es mit dessen Verdienst? Die Taxe für einen einstöckigen Schornstein in M. beträgt 2li'i Silbergroschen und jeder weitere Stock kostet noch 1 Sgr. 3 Pfg., also eine ziemlich gute Bezahlung, mit der ein Mann, gleichviel ob Gesell oder Lehrling(denn Letzterer steht bei unserm Beruf Ersterem fast gar nicht nach), wenigstens 3—4 Thaler täglich verdienen kann. Auf Grund dessen kann ich mit gutem Gewissen sagen, daß mein Lehrmeister eine Einnahme von 5 bis 6000 Thlrn. jährlich hatte. Wenn man da eine Ausgabe von! 3000 Thlrn. veranschlagt(— dies ist aber sicher eher zu hoch| als zu niedrig gegriffen und konnten dabei Kost, Logis und Kleidung für die Leute weit besser bestellt werden—), so bleibt immer noch ein Reingewinn von 2— 3000 Thlr., ein artiges Sümmchen! Nebenbei will ich nur ein Paar Beispiele für die möglichst' geringen Ausgabenansätze des Meisters anführen. Der Kaffee, der später für uns sechs Mann gebraut wurde, enthielt den starken Kaffeegehalt von Loth— gewiß stark genug—, und der Lohn der Gesellen konnte wenigstens dreimal so groß sein, und trotzdem wäre dem Herrn Meister und Familie noch kein Härchen von ihrer guten-Lebenshaltung abgegangen; natürlich, Kartenspiel, feine Weine ic. kosten auch viel Geld. (Schluß folgt.) stehe. Die Einwohner rannten wie toll umher, und zwar in so kölnischer Weise(Ausdruck der Zeitungen), daß der König herzlich lachte. Schließlich wurde auch noch aus die Zuschauer geschossen, bei welchem Experiment allein an 20 Männer, Frauen und Kinder wdt oder verwundet auf dem Platze blieben. Die Zeitungen, welche diese Nachricht mittheilen, enthalten sich jed- weder Kritik über das Faktum. Sie begnügen sich damit, dasselbe in launiger Weise zu besprechen— natürlich, der König von Birma ist ja auch von Gottes Gnaden. Wir fügen nur noch hinzu, daß Seine Majestät keinerlei Ansprüche auf die Priorität dieser Erfindung— Schießen auf ungepanzerte Unterthanen— erheben darf, da wir uns entsinnen, gelesen zu haben, daß Aehnliches schon früher in europäischen Staaten(heutigen Kulturstaaten) geschehen ist. Hiermit ist zugleich die Wahrscheinlichkeit ausgesprochen, daß auch das Königreich Birma mit der Zeit in die Reihe der Kulturstaaten treten und daß seine Haupt- stadt Mandalay eine Weltstadt wird. — Belustigungen�eines orientalischen Potentaten. Unter dieser Ueberschrift meldeten die Zeitungen von einer besonderen Lieb- habcrei des Königs von Birma. Derselbe hat 24 neue Kanonen auf den Schanzen seiner Hauptstadt Mandalay aufgepflanzt. Eine dieser Kanonen ist aus der renommirten Massenmordinstrumenten-Fabril des! Arbeiterftcundes Krupp in Ess-n. Seine orientalische Majestät, welche auf den Besitz dieser Kanone natürlicher Weise sehr stolz ist. beschloß nun dieselbe höchsteigenhändig zu probiren— als Zielscheibe galten ihm natürliche, keine ausgestopften Menschen. So schoß der Herr„der sieben Regenschirme" unter Andcrm nach einem mit Reis befrachteten Kahn sammt Kahnführer, welche in den Tiefen des Jrrawaddy ver- -')tr n®chftelt Dörfer herhalten. Nach einigen Weihe der Kunst. Steige herauf in leuchtender Klarheit, Schöne herrliche Weihe der Kunst, Dienend der Freiheit allein und der Wahrheit, Nicht dem gleißenden Sckeine und Dunst; Was sich herauftingl vom Grunde der Seelen, Horcht nicht der Herrschenden trotz'gen Befehlen. Himmelwärts streben die freien Gedanken, Was sich den niederen Trieben entrafft, Stolz überwindet es tausend Schranken, Die Größen des Staubes dem Geiste geschafft; Bor des Geistes mächt'gen Gestalten Weichen des Unsinns dunkle Gewalten. Diene dem ringenden, strebenden Volke, Scheuche mit blitzendem, trotzigem Schein Menschenvergötternde schaurige Wolke, Leucht' in die Seelen des Volkes hinein— Und die alten, die trügenden Götzen Liegen in Stücken, fliegen in Fetzen. Arm ist das B'lk an Geld und an Gütern, Zahlen kann's nimmer für seine Gunst, Doch es lohnet in freien Gemüthern Edleres Gold noch der edelen Kunst; Wollt, Künstler, ihr diesen Lohn davon tragen, Müßt ihr selbstsüchtigem Thun euch cntschlagen. schaffen sich die Bedingungen des herannahenden ewigen Friedens, der aLgemeinen Eintracht, der großen menschlichen Genossenschaft. Weil die Mittel genossenschaftlich arbeiten, weil sie produktiver sein wollen, erschuf unser Gattnngsinstinkt den Kampf der freien Concurrenz. Sie verwandelt den Schlendrian der alten, faulen Arbeit in die moderne, produktive Arbeit des Kapi- tals. Die freie Concurrenz erschafft das Kapital, indem sie den Kleinbürger cxpropriirt, die Mttel also in wenigen Händen conzentrirt und zugleich und mit Einem Schlage den bemittelten Kleinbürger in einen mittellosen Lohnarbeiter umwandelt. Ist dann das Kapital, das moderne Arbeitsmittel, auf der Weltbühne erschienen, so ist damit auch gleichzeitig das mensch- liche Zubehör, die käufliche Arbeitskraft am Markte. Kapitalist und Lohnarbeiter sind die Faktoren der jetzigen Arbeit, welche das Produkt derselben in Unterhalt und Profit theilen und so lange forttheilen, bis sich die kapitalistische Form der Arbeit in die sozialdemokratische verwandelt. Dietzgen. Sozialpolitische Uebersicht. — Liberaler Katzenjammer. Im einem Artikel über den„Reichsglocken"-Skandal sagt die„Süddeutsche Presse"— und das Gros der nationalliberalen Blätter druckt es nach—, man dürfe Herrn Gchlsen der Centrumspartei nicht„an die Rockschöße hängen". Statt einander Vorwürfe zu machen, sollte man die Wahlen allseitig dazu benutzen, sich von den unreinen Elementen zu befreien. Es sei an der Zeit, die„Verläumdcr- Aera", welche der„Gründer- Aera" gefolgt, abzuschließen. „Jetzt könnte man wohl beide„Acren", beide Ausschweifungen gegen einander begleichen und über diese gesammtc trübselige Geschichte eiuen Strich machen. Gesündigt worden ist hüben und drüben, und, wenn Fürst Bismarck auf die Beschuldigung von seiner„Betheiligung" an Gründergeschäften mit souveräner Verachtung herabsehen kann(?): den Vorwurf, einem auf Erfolge so neidischen(!?) Volke wie dem deutschen gegenüber in der von ihm befürworteten Adclstandserhebung des Bankiers Bleichröder und Anderer den „bösen Schein" nicht genug gemieden zu haben, kanm er vielleicht nicht ganz ablehnen. Die Parteien des Reichs- tags als solche zählen sämmtlich Mitglieder, auf die sie nicht stolz sein dürfen. Eine Reinigung in dieser Beziehung thut allen noth."— Und so weiter. Die Beichte mag dem national- liberalen Biedermann hart angekommen sein. Der Passus betr. den Fürsten Bismarck zeigt, welch' peinlichen Eindruck die unge- wohnte Taktik der„souveränen Verachtung" so schwerwiegender Anklage gegenüber ans die Freunde und Bewunderer des seinem eigenen Zeugniß nach„dünnfelligen" Staatsmanns hervorge- bracht hat. Was die gewünschte„Begleichung" der schmutzigen Geschichten und Personen angeht, so wird dieselbe ja wohl zu Stande kommen; wir wollen jedoch dafür sorgen, daß das Volk über die„Begleichcr" und die„Beglichenen" auf dem Laufenden erhalten wird und zu passender Zeit Gerechtigkeit üben kann. — Nach der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hat in der letzten Soirö bei dem Fürsten Bismarck derselbe über die Schließung des Reichstages mit besonderer Bcrücksichtiqung des Ausganges der Bcrathungen der Justizgesetze sich folgender- maßen geäußert: Sollten die Justizgesetze nicht zu Stande kom- men, ,o wurde der Reichstag durch Verlesung der kaiserlichen Schließungsordre geschlossen; dagegen werde beim Zustande- kommen der Justizgesetze der Kaiser mit einer Thronrede den Reichstag schließen.— Lb Fürst Bismarck einen solchen Druck auf die Gemüthcr der Liberalen für nöthig erachtete? Wir glauben, die Pression war bei den widerstandslosen Herren über- flüssig. Ueber die Art und Weise der Pression aber enthalten wir ims aus naheliegenden Gründen jedes Wortes. — Der„Gewerkverein", das Organ des Herrn Max Hirsch, schrieb unterm 8. Dezember dieses Jahres: „Wir wollen hier nur die Gelegenheit wahrnehmen, um un- seren Lesern eine sozialdemokratische Geschichte zu erzählen, die sich vor gar nicht langer Zeit abgespielt hat und uns von dem armen Helden derselben selbst erzählt worden ist: Längere Zeit zeichnete ein gewisser Becker als verantwortlicher Redakteur des inzwischen eingegangenen„Neuen Social-Dcmokrat". Der Mann mußte für alles Das aufkommen, was Hasselmann als wirklicher Redakteur geschrieben hatte, denn Becker war nur vorgeschoben, so zu sagen Strohmann. Bei der Schreibweise Hassclmann's ü la Marat konnte es nicht ausbleiben, daß Becker als verant- wortlicher Redakteur bald eine anständige Anzahl Preßprozesse auf dem Halse hatte und mit Plötzensce Bekanntschaft machte. Hasselmann saß indessen im Trocknen und lachte sich in's Fäustchen. Ein Jahr etwa hatte Becker in Gefangenschaft geschmachtet, als er der Freiheit wiedergegeben wurde. Erst suchte er sich eine Stelle als Stuhlarbciter, da er von Profession Weber ist, aber überall fand er verschlossene Thüren; in größter Roth wandte er sich an Hasselmann und Consortcn um Arbeit. Man lachte ihm in's Gesicht. Er wollte in der Druckerei, gleichviel als was, arbeiten, nur um das Leben zu fristen— er bekam keine Arbeit. In dieser bemitleidenswcrthen Lage traf uns der Mann und erzählte uns diese seine Leidensgeschichte. Er konnte nicht genug seine Thorheit bereuen, für solche Leute die Kastanien aus dem Feuer geholt zu haben.". Unser Berliner Parteiorgan thcilt nun mit, daß Herr Becker, von dem im vorstehenden Bericht in ehrverletzender Weise die Rede ist, persönlich die unten folgende Berichtigung zur Redaktion �es„Gxwerfoercins" getragen hat. Er verlangte daselbst sehr höflich, aber trotzdem energisch, die Aufnahme einer Be- richtigung in Nr. 50 oder 51 des„Gewerkoereins". Diese Aufnahme wurde jedoch entschieden verweigert. Herr Becker ging wiederholt 1/n, die Ausnahme seiner Berichtigung in den „Gewcrkvcrein" zu fordern, wurde jedoch immer wieder abgewiesen. Wir lassen nunmehr die Berichtigung hier folgen: An die Redaktion des Gewerkvereins! Unterzeichneter ersucht die Redaktion auf Grund des Preß- gesetzes folgende Berichtigung in ihrem Blatte aufzunehmen. Die Behauptungen in Nr. 4V vom 8. Dezember des Gewerk- Vereins, soweit sie die Person des Unterzeichneten betreffen, be- rnhen auf Unwahrheit. Es ist zunächst nicht wahr, daß ich einem Redaktionsmitgliede des„Gewcrkocrcins" irgend welche Mitthei- bung über mein früheres Berhättniß zum„Neuen Social-Demo- krat" gemacht habe. Ter Sachverhalt ist vielmehr folgender: Ich erzählte den: Buchdruckcreibesitzer Jhring, bei dem jahrelang der„Neue Social-Demokrat" gedruckt wurde und mit dem ich befreundet war, in der Expedition des„Neuen Berliner Tage- blatt", in der Drcsdenerstraße 66, daß ich, nachdem ich wegen einer von mir in Bergbrück bei Rüdersdorf gehaltenen Rede neun Monate Gefängniß verbüßt, zur Zeit beschästigungs sei, und knüpfte an diese Bemerkung gleichzeitig die Frage, ob er, fi-im» kür inicb babe. Jhring bedauerte, mich augenblicklich nicht beschäftigen zu können, verwies mich hingegen in scherzhafter Weise an die Adresse des Herrn Hassel- mann. Hierauf bemerkte ich allerdings, daß in der Redaktion des„Neuen Social-Demokrat" zur Zeit keine Stelle offen ge- Wesen sei. Dieses Verhältniß war aber ein durchaus natürliches und ist es mir gar nicht � eingefallen, der sozialdemokratischen Partei aus meiner zeitweisen Bcschäftigungslofigkeit einen Vor- Wurf zu machen, noch viel weniger zu erzählen, man hätte mir, nachdem ich mich nach verbüßter Haft wieder eingestellt, in s Gesicht gelacht. Herr Polke, Redakteur des Gewerkvereins, befand sich während jenes Gesprächs mit Jhring im Hinter- gründe der Expedition des„Neuen Berliner Tageblattes". Was derselbe also jetzt in den„Gewerkoerein" schreibt, hat er sich erlauscht, erschlichen und bringt es nun in tendenziös arg ent- stellter Form an die Oeffentlichkeit, nur zu dem Zwecke, um die ihm entgegenstehende Partei in Mißkredit zu bringen. Es ist zweitens unwahr, daß ich jemals in meiner Eigenschaft als ver- antwortlicher Redakteur des„Neuen Social-Demokrat" zu Ge- fängnißstrafe verurtheilt worden bin, wodurch also die Behaup- tung, ich hätte für Hasselmann in Plötzensee, er hingegen als Urheber zahlreicher Preßprozesse indessen im Trockenen gesessen und sich in's Fäustchen gelacht, ebenfalls als unwahr erwiesen. Ferner ist der„Gewerkverein" so grob und unverschämt am Schlüsse seines Artikes zu sagen:„Er, der Unterzeichnete, konnte nicht genug seine Thorheit bereuen, für solche Leute die Kastanien aus dem Feuer zu holen"— Ueber diesen Passus ersuche ich den Gewerkverein, sich keiner Täuschung hinzugeben, denn ich heiße weder Küster, noch bin ich ein Gesinnungslump wie andere Leute.— Die unverkürzte Aufnahme vorstehender Berichtigung erwartend, zeichnet C. Becker, früherer Redakteur des„Neuen Social-Demokrat." An die Redaktion des„Gewerk-Vereins" hier, Roßstraße Nr. 8. Nach vorstehender Berichtigung wird sich jeder Unbefangene ein richtiges Bild von der„Ehrenhaftigkeit" des„Gcwerkvereins" und seiner Redakteure machen können. Herr Becker wird sein Recht weiter verfolgen. Das sind die Waffen, mit denen Leute, welche vorgeben, die Interessen der Arbeiter zu vertreten, Ar- beiter und Arbeiterbcstrebungen bekämpfen. Pfui! — Ein conservativer Rittergutsbesitzer in Mecklen- bürg ließ vor einigen Monaten seine Schweine lebend auf Tri- chinen untersuchen und verkaufte die trichinös befundenen an einen Schlächter nach Hamburg. Diese elende Handlung, durch welche Hunderte von Menschenleben gefährdet wurden, und der möglicherweise auch Menschenleben zum Opfer gefallen sind, da man nachher nicht alles Fleisch von diesen Thieren auffinden konnte, wurde ruchbar und der Herr Rittergutsbesitzer wurde mit 'zwei Monaten Gefängniß bestraft.— Zwei Monate nur für ein von den niedrigsten menschlichen Leidenschaften eingegebenes Verbrechen! Da versteht man es doch mit den Sozialdemokraten ganz anders umzugehen. — Bon Brüssel erläßt der Communard Chauviöre folgenden Protest: „Durch einen Ministcrial-Erlaß von 1874 hat Versailles er- klärt, daß keine anderen Gefangenen der„Gnade" theilhastig werden sollten, als die darum einkämen. Nun bin ich weder um Gnade eingekommen, noch habe ich Jemand beauftragt, dies in meinem Namen zu thun; nichtsdestoweniger hat mir der Prä- sident der sogenannten französischen Republik auf fünf Jahre Gefängniß einen Monat erlassen. Ich erkläre das für eine jesuitische Verfahrungsart, die Opfer einer entsetzlichen Verfol- gung noch mehr zu treffen. Brüssel, den 5. December 1876. . Ein Communard, Emanuel Chauviöre. Auf fünf Jahre also einen Monat! Ein lächerlicher Gnadenact. — Eine Trauernachricht kommt unterm 19. dss. aus London: In Folge einer bei Newport(Monmouthshire) statt- gehabten Kohlengrubcn-Explosion sind viele Menschen uin's Leben gekommen; die Zahl der bisher aufgefundenen Todten be- trägt 17; noch mehr Personen sind erheblich beschädigt.— Neuer Beitrag zum Arbciterrisiko. — Aus Rustschuk wird tclegraphirt: Zwischen Rußland und Rumänien werde ein Vertrag geschlossen wegen Versenkung von Torpedos in die Donau. Die Torpedos seien bereits angelangt und werden von Galatz bis Rustschuk versenkt. Das ist— falls es sich bestätigt— eine Verletzung des Pariser Ver- träges. Aber was kümmert sich Rußland uiii Verträge. Es bringt seine Cultur nach Constantinopcl, auch wenn bei den traurigen Verhältnissen, welche in Deutschland und Oesterreich herrschen, durch die Sperrung der Donau der deutsche und österreichische Handel noch schwerer geschädigt wird. Was sagt Bismarck zu diesem neuesten Streiche seines Erbfreundes? — Parteigenosse Raspe in Essen wurde am 11. ds. Mts. verhaftet und zu 4 Wochen verurtheilt, zu deren Verbüßung er in das dvrtige Preisgericht abgeführt wurde. — Laut Requisition des Leipziger Gerichtsamts bin ich ge- nöthigt, Morgen, den 20. December, meine mir zudictirte vier- wöchentliche Gefängnißstrafe hier anzutreten, welches ich hierdurch mittheile und alle Parteigenossen bitte, hiervon Kenntniß zu nehmen. Coburg, den 19. December 1876. Mit sozialdemokratischem Gruß Julius Heimann, Schneider. Correspondenzeu. Hamvurg, 3. Dezember. Der letzte Donnerstag brachte uns den"bereits signalisirten Vortrag des Herrn Geib über: Das Programm der sozialistischen Arbeiterpartei. Das große Interesse, das sich an diesen Vortrag knüpfte, der ja als Antwort auf einen früher gehaltenen Vortrag des Herrn Hr. Lindwurm allgemein und mit Recht aufgefaßt wurde, bekundete sich am besten' durch den ungemein starken Besuch, in Folge dessen Viele wieder um- zukehren gezwungen waren, da die Räumlichkeiten schon vor Eröffnung der Versammlung bis auf den letzten Mann gefüllt waren. Herr Geib begann seinen Vortrag nach kurzer Einlei- tung damit, daß er das Programm der sozialistischen Arbeiter- Partei verlas und daran ungefähr folgenden Gedankengang knüpfte: Tic sozialistische Partei gehe aus von dem durch die Wissenschaft festgestellten Satze, daß die Arbeit die Quelle alles Reichthums und aller Cultur ist und daß nutzbringende Arbeit nur durch die 'Gesellschaft möglich ist. Nun sehe man aber in der heutige Gesellschaft das gerade Gegentheil sich vollziehen. Die durch d» Arbeit erzeugten Reichthümer befinden sich, anstatt im Besitz ihrer Erzeuger, in Händen, welche an der Erzeugung der Gesellschafts- werthe fast keinen oder doch nur einen sehr untergeordneten An- theil nahmen. Die Ursache, warum dies so sei, sei die heutige kapitalistische Produktionsweise, das Lohnsystem. In dem Monopol auf die Arbeitsmittel seitens der Kapitalistenklasse liegt die Ur fache für all das Elend und all den Jammer, welcher die Ar- beiterklasse trifft. Das Streben der Sozialisten ist deshalb darauf gerichtet, dieses Monopol zu beseitigen und das Kapital, � d. h. die Frucht der Arbeit, seinem Erzeuger, dem Arbeiter, zu� zuführen. Um dies zu erreichen, streben die Sozialisten di genossenschaftliche Arbeit an Stelle der heutigen Privatwirthschaf an. Die Arbeitsmittel also, Fabriken, Maschinen, Grund un! Boden, die Verkehrswege, Rohstoffe zc. sollen Eigenthum des Staates oder der Gemeinde werden und solches verbleiben. Au' diese Weise lasse sich eii«e viel gerechtere Vertheilung des Arbeits ertrages nicht nur herbeiführen, sondern die Produktion selbs ungemein steigern. Die Steigerung der Produktivität der Ar*-' aber bringe selbstfolgend eine Steigerung der gesellschc.�' Genußmittel und damit eine höhere Form des Glückes suW?' Menschheit mit sich. Der Collektivbesitz der Arbeitsmittel für di' Gesellschaft, das sei also Ziel und Streben der Sozialdcmokra' tic. Wenn aber auch die Arbeitsmittel Gemeingut sino, so schließ das nicht aus, daß der einzelne Mensch Besitz an Genußmittel' habe; letztere sollen auch in Zukunft Privateigenthu:' sein und dem Einzelnen das freie Verfügungsrecht darüber zr stehen. Hierdurch sei die Möglichkeit für die individuelle Selb ständigkeit im sozialen Staate gegeben. Die aus der Arbe> rcsultirenden Genußmittel gehen in das Privateigcnthum de Arbeiters über und seine Sache ist es, wie und auf welche W er dieselben verwenden wolle. Nur ein Weg ist ihm abgcsck tcn und das ist der Versuch, seine Genußmittel als Kapital'' vcrwerthen, indem er mit denselben fremde Arbeitskraft zu und dieselbe gewinnbringend für sich zu vcrwerthen sucht. wird sich im sozialen Staat Niemand finden, der geneigt w� 1 seine Arbeitskraft an einen Privaten zu verkaufen, da jedes i1 glied einer Genossenschaft seine Arbeitskrast nur dieser zur B■ fügung stellen wird. Der Einwurf der Gegner, daß Kunst f Wissenschaft in einem sozialistischen Staatswesen nicht gedeih' können, sei hinfällig. Durch die allgemein gesteigerte Volksbildu und gesteigerten Wohlstand werde sich das Bedürfniß nach Kux' genüssen und wissenschaftlichem Forschen ungemein heben. Kr' und Wissenschaft, befreit von dem Banne, mit welchem sie heute allmächtige Kapitalismus belege, werden aufhören, Mo pole einer eng begrenzten Klasse zu sein und Gemeingut Volkes werden. Durch die allgemeine Lehr- und Lcrnfreil werden die heute gebundenen und erdrückten Genies befteit i der Menschheit zuni Segen und Heile wirken. Wie der Kap lismus heute die Lohnarbeit ausbeute, so mache er es auch dem Genie, demselben werden die Flügel gestutzt und gebe. sich nicht dazu her, dem Kapital Lohndienste zu verrichten, werde es verlassen und verfolgt und sicherer Untergang sei Loos. Der beste Beweis, daß die kapitalistische Wirthschaftsf � durchaus nicht dazu angethan sei, das wirkliche Genie zu för- und dasselbe an's Tageslicht zu bringen, sei die Thatsache,'- die amerikanischen Freistaaten seit ihrem Bestehen noch einzigen wirklich bedeutenden und epochemachenden Künstl 1 1' Wissenschaftler hervorgebracht haben. 111- Die Befreiung der Arbeit muß das Werk der Arbeite'.�' selbst sein. Es soll zwar nicht behauptet werden, daß nick�: Angehörige der Kapitalistenklasse sich dem Befreiungswe'� Arbeiter anschließen und für dasselbe thätig sein können, ab' l. Klasse sei nur von den Arbeitern zu erwarten, daß dieselbe'' Geschicke selbst lenken und zum Ziele führen werden. He". und die Wege weisend wird den Arbeitern die Wissenschaft Seite stehen, wie sie bis jetzt es schon gewesen, welche niit Fackel des Lichts und der Aufklärung den Arbeitern die Bo gewiesen hat. H Die Sozialdemokratie habe aber nicht blos in ihrem/ gramm Punkte aufgestellt, welche sich mit der Regelung de',' künftigen Gcsellschaftsverhältnisse befassen, sondern dasselbe eiv. auch eine Reihe von politischen Forderungen, welche auf di' richtung eines demokratischen Staatswesens hinzielen und-, Theil von der alten demokratischen Partei entlehnt sind, au. dem aber Forderungen sozialer Natur, deren Durchführung.-' vom heutigen Staat verlangt wird und verlangt werdend. Redner kommt nun auf diese Forderungen des Näheren sprechen.> ri Eine durchaus falsche und zu bekämpfende Anficht sei csx man glaube, der Arbeiterstand möchte noch viel tiefer sin"', dies schon der Fall sei, denn erst die äußerste Grenze des'" werde ihn zur Einsicht und zum Handeln für sein eigene" bringen. Je tiefer ein Menich gesunken und je mehr er lich und geistig entkräftet, desto schwerer hält es, ihn aus'. Elend zu heben und zu einem glücklichen Menschen zu m ja, wenn eine gewisse Grenze des Elends überschritten, verliere der Mensch überhaupt die Kraft, sich wieder zu er und er müsse rettungslos zu Gnmde gehen. Was aber bt einzelnen Menschen zutreffe, passe auch auf ganze Gesellsck klaffen.(Schluß Königsvcrg i. 3?r., 17. Dezember. Das hiesige Reichs wahlcomitö der vereinigten Demokraten und Sozialdemo* veröffentlicht im„Königsberger Communalblatt" und i,, „Hartung'schen Zeitung" folgende Erklärung:.st, „Nachdem das„Königsberger Communalblatt" eine � von Artikeln in die Welt geschickt hat, die sich durch une. Verdrehungen der Vorträge des Herrn Bebel, wie durch schimpfung seiner Person und der Sache auszeichnen, richten an alle ehrenhaften Gegner, welche den Bebel'schen Vvrtr nicht haben beiwohnen können, das Ersuchen, die von H Bebel verfaßte Broschüre:„Die parlamentarische Thätigkeit deutschen Reichstags und der Landtage von 1874 bis 18� auf Grund deren er seine Vorträge hier hielt und welche: vorgetragenen Zahlen und Thatsachen in der Hauptsache� nommen sind, zu lesen. Die Broschüre ist zu beziehen oo. Expedition des"Vorwärts"." Zum letztvergangenen Mittwoch hatten die hiesigen Gel vereinler eine öffentliche Versammlung anberaumt, in we Herr Andreack aus Berlin sprach, um für die Fortschrittsp zu agitiren, was die Herren Dr. med. Möller und Ba Samter schon zehn Tage früher in der damals staltfindi Verbandsversammlung der hiesigen Ortsvereine zu thun ve' hatten.— In jener Mittwochs-Bersammlung suchten die hi Sozialdemokraten die Fortschrittler wieder einmal in ihrem neu Lager auf und behaupteten trotz aller Phrasen des.s Andreack und trotz aller Grobheiten des Dr. med. Möller reich das Feld. Die Versammlung schloß mit einem vo!> sehr überwiegenden Majorität ausgebrachten„Hoch" auf Bebel! Den Sozialdemokraten Max Herbig unl Grigatis gebührt der Lorbeer dieses denkwürdigen Aben Oetsenkirchcn, 10. Tecembcr. Gestern tagte in der„Nora" .nc von nahezu 1000 Menschen besuchte Versammlung, in wel- ■ her der für den Kreis Bochum aufgestellte Arbeiter- Candida! l? Herr Julius Kühl aus Duisburg referirte. Derselbe beleuchtete in kurzen aber kräftigen Worten das Thun und Treiben der t,„Liberalen". Folgende Resolution wurde einstimmig angenom- >,mcn:„Tic Versammlung erklärt sich mit den Ausführungendes �'Referenten vollständig einverstanden, und verpflichtet sich mit !■ allen gesetzlichen Mitteln für die Wahl des Herrn Jul. Kühl : einzutreten". Selbst von gegnerischer Seite wurde nach der � Versammlung bemerkt, daß die Ausführungen des Herrn Red- � ncrs„eigentlich" gar nicht widerlegt werden könnten, und können k wir mit dem Resultat der Versammlung wohl zufrieden sein. h' Ehlingen(5. Württcmbergischer Wahlkreis), 13. December. y Unser Reichstagscandidat Herr Motteler aus Leipzig hielt den "ill. December im Schwanensaale in einer der größten Ver- j sammlung, die wir seit langer Zeit hier hatten, vor Freund i dund Feind seine Candidatenredc. Nach einer Pause von einigen >.Minuten wurden die Gegner, die speziell eingeladen waren, auf- ' �gefordert, sich an der Debatte zu betheiligen, dieselben zogen je- .„doch vor, zu schweigen. Ter Erfolg war ein so durchschlagen- i Lfr.>zß Motteler in hiesiger Stadt für eine glänzende Mehr- --"besorg: sein darf; hat derselbe Zeit, die andern Ober- it�...ier nur halbwegs mitbearbeiten zu können, so wird der i �Wahltag beweisen, daß wir, trotzdem es uns Verhältnisse halber rjn letzter Zeit nicht möglich war, im„Vorwärts" öftere Kund- > r zebungcn zu erlassen, hier im Süden die Parteigrundsätze nicht , vernachlässigen und jederzeit unsere Schuldigkeit gethan haben tnnb thun. : i Leipzig. Wie uns mitgetheilt, veranstaltet am dritten Feier- > ilagc, Mittwoch, den 27. Dezember, der Club Morgenroth im .»Saale des Hrn. Jakobi in der Rosenthalgast'e eine Abendunter- l rcaltuug, verbunden mit Tauz, zum Besten des hiesigen Wahl- ' cut jj?, worauf wir die Partei- und Gesinnungsgenosien hiermit keii�ierksam machen wollen. kci" Leipzig. Viele Leser des„Vorwärts" werden sich erinnern, to'�'man hier beabsichtigte, ein allgemeines Verkehrslokal und Ar"berge, auf Grund einer Genossenschaft der vereinigten Ge- .kschaften, in's Leben zurufen. Doch die augenblicklichen Rurigen Verhältnisse zwangen uns, hiervon abzusehen, sodaß gcnöthigt waren, mit einem geeigneten Wirthe in Verbindung ''a treten, um auf diese Weise unfern Zweck zu erreichen. Dies � Bs uns nun auch gelungen und machen wir die Genossen darauf jrfmcrksam, daß mit dem 1. Januar 1877 der Centtalverkehr c'*' d Herberge zum„Thüringer Hof" in der Burgstraße eröffnet l'�rd. V*'. /}t5t'- '(V'i1 Leipzig.(Allgemeiner Böttcher-(Küper-) Verein.) In der am „-mnlag slatlgefundcnen Versammlung der Böttcher wurde folgende v.'�soluiion einstimmig angenommen:„Die heutige Versammlung erklärt : iist mit dem Vorgehen des Borstands des Allgemeinen Böttcher-(Kiiper-) I xdreins einverstanden und verspricht denselben mit ganzer Kraft zu i ,,ffcrslüßen". Als Delegirtcr wurde gewählt Friedrich Wchnert. : I. A.: H. Winter. Quittung. ng. Slrzng Mannheim Schr. 0,50 Schltr. Mühlenberg Schr. 6,50. Kng Gollnow Schr. 1,45. Gmbl Franksutt Schr. 6,00.»vlllll'Lllll tl. i/Vl/. Sämmtliche Abonnenten des„Bor- wärls" von Mülheim und Umgegend Wndt Sonnebcrg Schr. 0,60. Pfrtzschnr Hohenstein Schr. 6,50. Tbrt werden dringend ersucht Dienstag, den L6. December, Nachmittags Connewitz Ab. 4,00. Bng hier Ab. 4,80. Sämmtl. Gewerkschaften 3 Uhr im Vereinslokale bei Hrn. Giesen zu einer Besprechung betr. hier Ann. 5,40. Mllr Reudnitz Schr. 6,00. Lgs Hannover Ann. 0,60. Regelung unseres Parteiorgans am hiesigen Orte zu erscheinen. Arbeitcrliedertasel Cöln Ann. 1,30. Cpll Iserlohn Schr. 3,30. Fllrmnn 60) A. Werner, Windmühlenstraste 2'/,, Bremerhafen Schr. 42,26. Vpl Bernburg Schr. 6,00. Zps Kochendorf» 1,30. Khn Niederspaar Schr. S,00. Grbnstn Lindenau Schr. 1,80.-ACT Iii II Cl 1 Soeben erschien- Ppzy Altgradiska Ab. 4,80. Bnstr London Ab. 4,00, Schr. 6,00. Grt Bautzen Schr. 5,30 Mrtn Schmölln Ab. 6,85. Sic Wien Schr. 1,81. Tchr Glarus Schr. 2,00. Knn Reutlingen Schr. 3,00. Schlr Anna- berg Schr. 4,50. Mlrn Lampertheim Schr. 1,50. Krtzr hier Ann. 1,80. Lndmnn Eimbcck Ab. 4,00. Hchlr Sebnitz Schr. 0,65. H. S. Aicha Ab. 10,00. Krbch Wien Ab. 4,80. Rbe Gr.-Zschocher Ann. 0,70. Albch Gießen Ann 1,00. Ullrch Ronneburg Schr. 4,50. Vrndt Mittweida Ab. 4,85. Die Fackel. UN, ''.t.� Wahlfonds. V. Pfeffer hier 0,16. Personal der Genoffenschaftsbuchdruckerei 7,00. S. i. A. 25,20. Für den 13. Wahlkreis v. P. Krebs 1,00. Gantsch d. Zwoboda 4.02. Kegelklub Crottendorf d. Ritsche 1,60. Thonberg Turnriege d. Siegismund 0,57. Für den 12. Wahlkreis Hennigs Tisch lerci 3,00. Liste 42 Cigarrenfabrik Z. u. W. 0,45. Liste 36 Cigarren fabrik Kretzschmar 0,30. Liste 38 Cigarrenfabrik Luderbeck u. Fiedler 2,80. Liste 37 Gröschel u. Seidel 0,94. Liste 44 Cigarrenfabrik Quandt u. Mangelsdorf 1,10. Liste 0,34 d. Albert Börner gesammelt 13,00. Crottendorf d. Zwoboda 2,34. Anzeigen zc« Dresden. Monats-, sowie Quartals-Abonnements für den„Vorwärts" nehmen jeder Zeit an: Peters, Am See 16; Colporteur Uhlich, Wellinstr. 24/1V; Schlüter, Expe dition des„Volksboten"; Herwig, Große Schießgaffe 7/1 V; Ko bitzsch. An der Frauenkirche 6-7. ____ Die Zeituugscommission.[60 Am 1. saal ein jeihnachtsfeiertag findet im Diana- Dresden. Fest sännntlicher Gewerkschaften zum Besten des Rcichstagswahlfond statt. Karten vorher 40 Pfg., an der Kasse 50 Pfg. [2,10 Das Comite. das am I. Oyen, Michaelisstraße 1637. ' S'i tztt Parteigenossen des 1l>. hannoverscher Wahlkreises. ,,cn Theile der hiesigen Bevölkerung acceptirt wurde. !> die l'str fordern nun alle Diejenigen, weiche für die Candidatur des i ll sami'riBracke durch Verbreitung von Flugblättern, Stimmzetteln, An ' st �-xsfng von Versammlungen, wirken wollen, auf, umgehend ihre * abn an den Unterzeichnelen einzusenden, namentlich aber werden > Jfa irtcigenoffen in Alfeld ersucht, schleunigst eine bestimmte Adressen ,) Schecken. > j...ildcj-heim, den 20. December 1876. , u Ä-'N-r Ove � � � alle Böttcher, Küper, Binder u. Küfer Deutschlands! ' je?jV College»! In Nr. 27 d. Bl. seid Ihr ausgefordert, mitzuarbeiten l. 13 der Verbesserung unserer materiellen Lage. Hunderte sind dem gefolgt, Taufende zurückgeblieben! Die organisirten College» ..) haben mich beauftragt, Euch, die Ihr fern geblieben seid, noch ' U�al aufzufordern, wenigstens mit uns in Correfpondcnz zu treten. .! d.�gen, geht es Euch denn wirklich allenthalben so gut, daß Ihr ;, l'df-' ioth noch nicht kennen gelernt habt, oder hat Euch die Roth schon > i sitilaßen entmuthigt, daß Ihr Euch nicht gettaut, einander aufzu - U PN?rn und selbst mit Hand ans Werk zu legen? Steckt etwa falscher > n•& und Hochmuth noch in den Köpfen einzelner College», der sie u'£ abhält, sich für Arbeiter zu halten und sie deshalb der Gewertz j �.j��bewegung entfremdet? Ihr seid ja sonst bei allen gleichgültigen • L jgrn betheiligr, bei Kriegervereinen u. s. w., warum nicht hier, wo , 7 �.üch um Eure Interessen handelt? Wo bleibt Ihr, Col- i SCyl in Breslau, Danzig, Stettin, Stuttgart, Frankfurt, Mainz, Mün- ■ z-�pisise.(. n,., wenn es gilt, unsere Existenz zu verbessern! Welche iv'fen � ioll nian führen, um Euch aus dem süßen Nichtsthun aufzu- > 1 selb Clebt der Wahrheit die Ehre. Macht Euch doch das Geständ- .•.ncvr! wir von der Laune des einzelnen Arbeitgebers, wie von den - Ltua le maßlose Spekulation der Kapitalistenklasse hervorgerufenen in O�i>>Skrisen total abhängig sind und dieses Loos mit allen Arbeitern " � College«! habt Ihr nicht Aussicht, wegen Arbeitslosigkeit mit ■' J® J Familien darben zu müssen? Ueberall sind in Folge Eurer Or- . ildaztetionslosigkeit, die Löhne gekürzt und die Arbeitszeit verlängert i ckjftypn. Deshalb schließt Euch uns an, wir sind nicht arbeitsscheu, 1)0 ünan uns nachsagt, wir wollen gerne arbeiten aber nicht darben. -, r �[ wollen die Sonntags und Ueberstundenarbcit abschaffen und sind > i f er der Accordarbeit, weil sie uns schadet. Wir wollen unsere Kran- i ,!'r. und Sterbekassen verbessern und uns gegenseitig unterstützen in i 1 Ordentlichen Nothfällen, hervorgerufen vurch Arbeitslosigkeit und .'.�auSschluß. Wir wollen nicht, daß unsere älteren College» wie niklitztes Werkzeug bei Seite geworfen, Roth leiden, und werden V� cebsschäden in unserem Gcwerk aufdecken und zu heilen suchen. v- vollen uns wahre Bildung verschaffen durch Verbreitung der I'jj(ierprcsse. l ir �ftollegen! Dieses Alles können wir erreichen durch eine centralisirte Ii:. 'ml Ii 1 ra l ci i c ! in !>l t> i l Misalion. Der Congreß wird in Leipzig stattfinden. Hoffen wir, Ihr Euch vertreten lasset! Mit brüderlichem Gruß tt F. Holtmann, Körnerstraße 3 im Hofe 2 Tr. uAlle arbeiterfrcundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. to- lv inr Briefkasten 1; ci ttn Einsendern von Korrespondenzen zur Mittheilung, daß :£"ch gedulden müssen, weil bei den massenhaften Zuschriften : Vi Maum unseres Blattes nicht ausreicht, um die Einsendungen c i 1 erledigen zu können. Wir ersuchen die Einsender zugleich, i io"'Berichte ganz kurz zu fassen, da vor den Wahlen sicher- vgc iie Correspondenzcn noch an Zahl wachsen werden. -»ie,ck Die Redaktion. si. I. in Meerane: H. kann unmöglich vor den Wahlen konimen. M. in Ronneburg: L. kann am 7. Januar nicht nach dort kom- PL!.(tt— F. 93. G. in Bürgel: Annonce kann nicht aufgenommen wer- lr'it- I- S. in Niederkrüchten: Die Communalvcrwaltung hat das i wegen rückständiger Steuer auch nothwcndigee Hausmobilar ver- -..xiiren zu lassen. Die Grenze, welche das Unerläßlichste bestimmt, ' nicht gepfändet werden kann, ist in den einzelnen Landesge- ' Pstimmt. tle) Den P arteigcnossen zur Nachricht tyUilUVl/U. 1. Weihnachtsfeiertage ein Familienfest in den Sälen des Hrn. Nörten bestehend in Concert, Ball u. Tannenbaum mit Bcscheerung für Kinder statlsindet. Diejenigen, die uns mit Geschenken an den Tannenbaum unterstützen wollen werden gebeten dieselben an H. Rudolph, Mittel straße Nr. 11 abzugeben.(2b)[3,00 Die Fest-Commission. Flensburg. Großes Weihnachts-Vergnügen im Flcnsburacr Tivoli bestehend in Concert, Gesang, Theater, Festrede und Ball. Lokalcröffnung 5 Uhr. Ansang 6 Uhr. Karten für Herren 50 Pfg., für Damen 30 Pfg. sind zu haben bei den Herren P. Lassen, Neustadt; Fuhr, Fries, Norderstraße; Zimmermann, Compagniesttaße; Voß, Heiligergeistgang; Schmidt, Holm 823; Döll; Südermarkt(Cigarrenladen); Albrecht, Plankemai. Einführung ist gestattet. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 3,90)(2b) Das Comite. Alle GewerkS- und Parteigenossen, welche über den ViHi.[14lI« Aufenthalt des Schlossers Albert Rau aus Gießen Ausschluß geben können, werden gebeten, die Adresse desselben an mich einzusenden. P h. Alb ach, Mühlgasse 67. D.[120 Sonntag, den 31. December, Abends 8 Uhr: Große Tannenbaum-Verloosung. Arrangirt von der Metallarbeiter Gewerkschaft, unter Mit- Wirkung deS Ardciter-Säugerbundes. Loose sind zu haben bei Dickmann(Cigarrenladen) Kuhberg und Neumann 2.40) (Gastwirlh) Bierträgergang 2. ___ I. Ichncidcr-Gehilfeu! 180) (Sr. Otto Kuhnke. QrnlMt/t Schneider-Gehilfen! Zum Sylvesterabend fin- l-tz'HkZ- det in den Sälen des„Hütel de Pologne" eine Christ- brscheernng statt, verbunden mit Tanz. Eine Nähmaschine nebst anderen Gegenständen kommt zur Bescheerung, erstere als Geschenk von Herin Scheller(Firma Häuser).— Anfang 6 U. Bescheerung 9 U. Ende 2 U. Einem zahlreichen Erscheinen sieht entgegen_ Das Comite.[180 Leipzig. RrichstagSwahlcomite. Sonnabend, den 23. December, Abends>/,9 Uhr, Sitzung. Die Mitglieder des Kreiswahlcomites sind zu zahlreicher Theil- nähme eingeladen._ D. B.[50 Clnb„Morgcnroth". den 27. December, im Saale des Hrn. Mittwoch, Jakobi, Rosenthalgasse: Kränzchen. Partei- und Gesinnungsgenossen sind freundlichst eingeladen. Reinertrag ist zum Wahlsond bestimmt._ D. O. Der [2.10 Dienstag, den 26. December, Vormittags 10'/, Uhr, im Saale des Herrn K u h l m a n n, Osnabrück. Alte Münze 21: Oeffentliche Arbeiter-Versammlung. Tagesordnung: Angelegenheiten betreffs der Reichstagswahl. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 80)�___ P. Krowiarz. Mittwoch, den 10, Januar 1877, in der„Ton- Großes Wahlsest bestehend in Concert, Gesang, Ansprachen und Verlesung der Wahlresoltate. Anfang Abends 7 Uhr. Entroe für Herren 20 Pf. Wir bitten die Parteigenossen, alle Zuschriften und Depeschen an das unterzeichnete Wahlcomits zu richten. DaS Centralwahlcomitö des 10., II., 12., 13. und 14. Wahlkreises.> I. A.: Chr. Hadlich.[420 Sozial- demokratisches Wahlflugblatt Nr. 21 für den 10., 11., 12., 13. und 14. sächsischen Wahlkreis." � Inhalt: Die Krisis und die Reichsregierung. III.— Einiges über Parteien und Parteikämpfe.— Correspondenz.— Das saubere Reichskleeblatt. Die.Noth.(Gedichte.)— Fackelfunken. Preis per Stück 5 Pf., Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. — Bestellungen bei der Expedition des„Vorwärts", Färber- sttaße 12, Leipzig. Bcrlaq der„Fackel". Nr. 22 wird Donnerstag, den 28. ds. Mts, 11 Uhr ausaeaebcu. Volks-Kaletlder für 1877. 121/2 Bogen. gr.-4. Schön illustrirt. Preis: geheftet 50 Pf., gebunden und mit Schreibpapier durchschossen 75 Pf., 10 Stück geheftet 4,00, 100 Stück 30,00 gegen Baar oder Postvorschusi. Der Kalender dient dem Fortschritt in jeder Beziehung, bietet An- regendes. Belehrendes und Unterhaltendes in reicher Fülle, enthält viel? schöne Bilder und giebt allerhand nützliche Mittheilungen für's prak- tische Leben. Bestellungen erbittet(2b) W. Bracke jr.[360- Für den Wahlkampf. Soeben sind erschienen und durch alle Buchhandlungen sowohl wie direkt zu beziehen: I. Was wollen die Sozialdemokraten? Ein sozial-politisches Gespräch. Von H. Oldenburg. Preis im Buchhandel 50 Pf. Für Arbeitervereine einzeln 30 Pf., bei Pattien 20 Pf. Der Berfafler beantwortet die aufgeworfene Frage in fesselnder Darstellung recht gründlich. Ii. Die Verzweiflung im liberalen Lager. Antwort auf die sieben Artikel der Magdeburgischcn Zeitung und. die Schmähschrift des Herrn von Unruh. Bon Wilhelm Bracke. Preis im Buchhandel 25 Pf. Für Arbeitervereine einzeln 15 Pf., bei Partien 10 Pf., 50 Stck. 4 Mk., 200 Stck. 12 Mk. 50 Pf. 1000 St. 50 M. Die für Arbeitervereine bestimmten Preise gelten nur bei direktem Bezüge gegen Einsendung des Betrags oder Postvorschuß. Die Schrift: „Nieder mit den Sozialdemokraten!" ist fortwährend zu denselben Preisen, wie die obige Bracke'sche Schrift zu beziehen; bei Verwendung großer Partien zu Wahlzwecken bcson- dere Vereinbarung. Auflage jetzt 105,000. Braunschweig, 28. November 1876. __(26) W. Bracke jr. Soeben erschien: Nieder mit den Ftheisteu! Ein Gespräch zwischen Frömmigkeit, Verstand und Liebr für Landbaucr nnd gute Christen von A. Dult. 3 Bogen in Oktav. Preis 25 Pfg. _' Die Etzpedinon des„Vorwärts�. Die Aeue Welt. Jllustrirtes Unterhaltungsblatt, wöchentlich 1� Bogen. preis vierteljährlich ZU 1,20. Zu Tjefleti ä 0,30. Jede Buchhandlung und Postanstalt nimmt Bestellungen an. Die Leser des„Vorwärts" machen wir darauf aufmerksam, daß zur Einführung der„Neuen Welt" in weiteren Kreisen sich Jllustrirte Prospekte als vortteffliches Mittel bewährt haben. Nene illusttirte Prospekte, welche ein Verzeichniß des Inhaltes der ersten Nummern des Jahrgangs 1877 enthalten, werden gratis verabfolgt. Alle diejenigen Gesinnungsgenossen, welche Gelegenheit liaben, sie Prospekte in Versammlungen, Vereinen, Werkstätten, Wirth- 'chaften und Familien zu verbreiten, werden dringend um so- ortige Angabe ihrer Adresse und der Zahl der ihnen zu senden- den Prospekte gebeten.— Eine entsprechende Subscriptionsliste (Abonnenten- Sammelliste) wird in mehreren Exemplaren der Sendung beigefügt. Ein Jeder hat die Pflicht, für„Z>ie Aeue Welt", welche eins der wichttgsten Partei- Unternehmungen ist, bei dem bevor- flehenden Jahreswechsel entschieden cinzutteten. Schafft neue Abonnenten— sei Losung. Die chenossenschaftsbuchdruckerei zu Leipzig. >1 1 Genoffenschafts-Tischlerei Cöln. (Eingetragene Genossenschaft.) Sonnabend, den 30. December, Abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Jonas, Strcitzcuggaffe 10a: Außerordentliche Generalvers ammlung. Tagesordnung: 1) Vierteljährige Abrechnung. 2) Wichtige Be- jprechungcn in Betreff des Vorstandes.[3,30 Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist unbedingt nothwendig. (F. 65) Für den Aussichtsrath: Emtt Thill. Einladung zum Abonnement. auf das in Gotha erscheinende Sonntags-ölatt. Organ für die Freidenker Deutschlands. Herausgegeben von vr. Aug. Specht. Durch tüchtige geistige Kräfte unterstützt, hat sich das„Sonntags- Blatt" die Aufgabe gestellt, seine Leser mit den Resultaten der freien Forschung in Natur und Geschichte vertraut zu machen, die mit der Vernunft und Wissenschaft im Widerspruch stehenden religiösen Dogmen zu bekämpfen und die Weltanschauung des freien Mciischenthums zu vertreten. Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Menschheit nur durch eine positiv wissenschaftliche Bildung aus den Banden ver- alteter religiöser Satzungen befreit werden kann, wird das„Sonntags- Blatt" vornehmlich denjenigen Theil der Wiffenschaft kultiviren, der sich mit der Entstehung der Dinge beschäftigt und daher Original- Artikel über die Beschaffenheit und Entwickclung der Weltkörper, des Thier- und Pflanzenreichs, des Menschen und seiner Kultur u. s. w. bringen. Außerdem bringt jede Nummer des Blattes eine Wochen- Übersicht der wichtigsten Borkommnisse auf kirchlichem und freireligiösem Gebiete, Besprechungen freisinniger Bücher u. s. w., so daß sich die Leser über alle Erscheinungen des geistigen Lebens genügend orientiren können. Man abonnitt auf das in Gotha erscheinende„Sonntags- Blatt" bei allen Postanstalten und in allen Buchhandlungen zu dem vierteljährigen Preise von nur 75 Pf. Gotha. Stollberg'sche Verlagsbuchhandlung. Veran: wörtlicher Redakteur: W. Liebktt.cht in Leipzig. Redaktion nnd Expeditton Färberstraße 12/11. in Leipzig. Druck und Berka« der Genosse, sschaftSbuchdruckerei in Leipzig.