WWWWWWWWWMWWWWWWWWW Zi t> 4 erscheint in Leipiig Züittwoch. Freitag, Tonntaz. Abonncmcntsprcis sur ganj Deutichla�d l®. 60 Pf. xra Quartal. Monats- Abonnements werben bei allen deulfchen Bostanstalten auf den S. und Z. Monat, und aus den Z. Monat besonders angenommen! im «Snigr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch aus den ltcn Monat des Quartali k 54, Psg. Inserate betr. Bcrsannnlungen pr. Petitzeile ISPs., betr. Priratangelegenheiten und Feste pr« Petitzeile SO Ps. Vestellungcil nehmen an alle Postanstalten und Buch. Handlungen des In- u. Ausländer. Filial> Expeditionen. New-Borl: Soz.- demolr, Benossen- schastsbuchdruckcrei, 154 Llllriilg,! lttr. Philadelphia: P. Hast, SSO Rvrtb S-a Street. I. Boll, UM Charlotte Str. lkhicago: A, Laniermann, 296 Division Street. San granzisco: F. Eng, 4tS v't'ar- rell Street. London: Baudip, 5 ünaiiau Street, blitUilesen Hospital. Gentrat Grgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 1. Mittwoch, 3. Januar. 1877. Die seindlichen Brüder. Wahrhaft köstlich war es, wenn man die Herren Fortschrittler und Nationalliberalen bei der dritten Berathung der Justizgesetze ijn Reichstage sah, wie sie gleich Kampfhähnen gegen einander sprangen. Laster von der einen, Hänel von der an- deren Seite führten die Schaaren an. Der Kampfruf der Fort- schrittler war: Volksverrath! höhnisch antworteten die National- liberalen: Schauspielerei! Und wahrlich, die verkommenen Nationalliberalen sollten Recht haben, denn die Fortschrittler sind noch verkommener als sie. Jene sagten doch wenigstens offen: wir wollen„praktische Politik" treiben, wir unterwerfen uns der Regierung; diese er- klärten:„unter solchen Umständen ist das Tafeltuch völlig zwischen uns entzwei geschnitten." Doch mit Nichten— bei den bevorstehenden Reichstags- wählen gehen die feindlichen Brüder wieder mitsammen— es ist wieder die alte Geschichte vom Schlagen und Vertragen. Die Nationalliberalen haben einen Wahlaufruf erlassen, in welchem sie der„Pöbeleien" der Fortschrittspartei allerdings Erwähnung thun, aber für die Wahlen keinen offiziellen Bruch ankündigen; der Wahlaufruf der Fortschrittspartei erwähnt di" Nationalliberalen gar nicht, spricht aber dagegen von reaktionären Bestrebungen der Sozialdemokraten in wirthschaft- lichen Dingen, denen man entgegentreten müsse. Man'iehi also, daß die Entrüstung der Fortschrittler im Reichstage nur die Entrüstung von Schauspielern war, um bei den Wahlen Pr-paganda für die niedersinkende Partei zu machen. Lasker hatte also Recht, wenn er dem Fortschrittlcr Hänel das Wort:„Schauspielerei" entgegenrief, Lasker kannte seine Pappen- heimer und wußte genau, daß die großmäuligen Fortschrittlcr ebenso gut und zwar noch vor den Wahlen vor dem National- liberalisn us, weil dieser doch etwas mächtiger ist als der Fort- schritt, zu Kreuze kriechen würden, als die Nationalliberalen es vor dem no h mächtigeren Bismarck zu thun gewohnt sind. Tie forf e Entrüstung ist schon längst verschwunden. lieber r. t W lufruf der Fortschrittspartei aber urtheilt der„Nur"-jer v Zeiger", ein freisinniges Blatt, folgender- maßen: „Der Wa v-iusruf'er deutschen Fortschrittspartei ist in mehr als einer Hwsitht in'.mffant. Vor Allem ist bemerkenswerth die— wir möu:• sagen— Aengstlichkeit, mit welcher jede Anspielung auf die'-igen Parteien, insbesonders die national- liberale, vermieden-st. Und doch lag der Anlaß hiezu so nahe. Ein Berliner l'rrespindcnt des„Frankfurter Journals" schreibt zur Erklärung c eser cussallenden Thaffache:„Die ge- sainintc Fraktion war(n Berathung des Aufrufes) darüber einig, daß man es durchaus vermeiden sollte, im Aufruf selbst die Nationalliberalen anzugre.-n; der Bruch mit dieser Partei sei durch das Compromiß ein so vollständiger geworden, und die Handlungsweise derselben liege so klar vor Augen, daß für Jeden, der sehen wolle, es keinerlei Angriffe mehr bedürfe." Uns kommt dieser Erklärungsversuch wie eine diplomatische Aus- flucht vor; denn wenn der Bruch der Fortschrittspartei mit dem Nationalliberalismus ein„vollständiger" geworden ist, was hin- derte, dies offen auszusprechen? Die Fortschrittspartei ist sonst gewohnt, ihren Anhängern Alles, was sie will, so mundgerecht zu machen, daß diesen das eigene Denken fast gänzlich erspart wird; warum weicht sie gerade in dieser hochwichtigen Angelegenheit von ihrer Gewohnheit ab und überläßt die ihren Führern weniger aus politischem Verständnisse als aus instinktivem An- triebe folgenden Massen ihrem Schicksale und damit der Mög- lichkeit unheilvoller Berirrung? Daß diese Voraussetzung, es müsse Jedermann den Bruch zwischen Nationalliberalismus und Fortschritt erkennen, eine total falsche ist und für den Fortschritt die schlimmsten Folgen nach sich ziehen kann, zeigt sich gerade m Bayern, wo bekanntlich die bunteste und unnatürlichste Ver- qulckung aller Elemente, die sich gerne„liberal" nennen, vom reaktionären antipfäffischen Bureaukraten bis zum Fortschritts- mann, unter dem Titel„bayerische Fortschrittspartei" existirt." Das Blatt hat recht. Die Fortschrittler wollen gar nicht, daß der Bruch derlelben mit den Nationalliberalen klar vor Jedermanns Auge liege, sie schweigen diesen Bruch vor den Wahlen einfach todt, und bald schon ist das zerschnittene Tafel- tuch wieder zusammengeflickt. So gehen in Frankfurt, Cöln und Altona National- liberalismus und Fortschritt bei den Wahlen Hand in Hand. Man sieht also, daß der„Bruch" weder so vollständig noch so offenbar ist als die Herren v«n der Fortschrittsfraktion glaubten — oder auch nicht glaubten. Wir sind der Ansicht— und die oben angeführten That- fachen sprechen für dieselbe— daß die Fortschrittspartei den Schlachtruf gegen die nationalliberale Partei nicht erhob, um nach wie vor bei den Wahlen einträchtig mit derselben gehen zu können. Die Nattonalliberalen erzeigen sich, nun auch schon erkenntlich. Co verlautet, daß dieselben in Breslau für die Fortschrittler Hänel und Stein stimmen würden, also für den„Schauspieler" Hänel. Und dieser„Schauspieler" Hänel hat wiederum nichts dagegen, daß in Altona die Candidatur der Compromiß-Hebe- amme Lasker von den Fortschrittlern unterstützt wird. Die„Comödie" der feindlichen Brüder ist also jetzt schon ausgespielt— die Träger der Hauptrollen liegen sich schon in den Armen, das Gefolge senkt die geschwätzigen Zungen und das gute alte deutsche Sprüchwort steht in seiner vollen Glorie da: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!" Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Philosophie. Von Friedrich Engels. I. Der moderne Sozialismus ist seinem Inhalte nach zunächst das Erzcugniß der Anschauung, einerseits der in der modernen Gesellschaft herrschenden.Klassengegensätze von Besitzenden und Besitzlosen, Lohnarbeitern. und Bourgeois, andererseits der in der Production herrschenden Anarchie. Aber seiner theoretischen Form nach erscheint er anfänglich als eine weitergetriebene, angebliche konsequentere Fortführung der von den großen französischen Auf- klärern des 18. Jahrhunderts aufgestellten Grundsätze. Wie jede neue Theorie, mußte er zunächst anknüpfen an das vorgefundene Gedankenmatcrial, so sehr auch seine Wurzel in den materiellen ökonomischen Thatsachen lag. Die großen Männer, die in Frankreich die Köpfe für die kommende Revolution klärten, traten selbst äußerst revolutionär auf. Sie erkannten keine'äußere Autorität an, welcher Art sie auch sei. Religion, Naturanschauung, Gesellschaft, Staatsordnung, Alles wurde der schonungslosesten Kritik unterworfen; Alles sollte seine Existenz vor dem Richterstuhl der Bernunft rechtfertigen oder auf die Existenz verzichten. Der denkende Verstand wurde als alleini-! gcr Maßstab c"-n?UIes angelegt. Es war die Zeit wo, wie Hegel sagt, die Welt aiiy den Kopf gestellt wurde, zuerst in dem Sinn, daß der menschliche Kopf und die durch sein Denken gefundenen. Sätze den Anspruch machten, als Grundlage aller menschlichen Handlung und Vergesellschaftung zu gelten; dann aber später auch in dem weiteren Sinn, daß die Wirklichkeit, die dicfen Sätzen widersprach, in der That von oben bis unten umgekehrt wurde. Alle bisherigen Gesellschafts- und Staatsformen, alle altüberlieferten Vorstellungen wurden als unvernünftig in die Rumpelkammer geworfen; die Welt hatte sich bisher lediglich von Vorurtheilen leiten lassen; alles Vergangene verdiente nur Mit- leid und Verachtung. Jetzt erst brach das Tageslicht, das Reich der Vernunst an- von nun an sollte der Aberglaube, das Un- recht, das Privilegium und die Unterdrückung verdrängt werden durch die ewige Wahrheit, die ewige Gerechtigkeit, die in der ! Natur begründete Gleichheit und die unveräußerlichen Menschen- rechte. Wir wissen jetzt, daß dies Reich der Verminst weiter nichts war, als das idealisirtc Reich der Bourgeoisie; daß die ewige Gerechtigkeit ihre Verwirklichung fand in der Bourgeoisjustiz; daß die Gleichheit hinauslief auf die bürgerliche Gleichheit vor dem Gesetz; daß als eins der wesentlichsten Menschenrechte pro- klamirt wurde— das bürgerliche Eigenthum; und daß der Ver- nunftstaat, der Rousscau'schc Gescllschaftsvertrag in's Leben trat und nur in's Leben treten konnte als bürgerliche, demokratische Republik. So wenig wie alle ihre Vorgänger konnten die großen Denker des 18. Jahrhunderts über die Schranken hinaus, die ihnen ihre eigne Epoche gesetzt hatte. Aber neben dem Gegensatz von Feudaladel und Bürgerthum bestand der allgemeine Gegensatz von Ausbeutern und Ausgeben- teten, von reichen Müßiggängern und arbeitenden Armen. War es doch gerade dieser Umstand, der es den Vertretern der Bour- geoisie möglich machte, sich als Vertreter, nicht einer besonderen Klasse, sondern der ganzen leidenden Menschheit hinzustellen. Noch mehr. Bon ihren, Ursprung an war die Bourgeoisie be- haftet mit ihrem Gegensatz: Kapitalisten können nicht bestehn ohne Lohnarbeiter, und im selben Verhältniß wie der mittel- altcrliche Zunftbürger sich zum modernen Bourgeois, im selben Verhältniß entwickelte sich auch der Zunftgesellc und nichtzünftige Tagelöhner zum Proletarier. Und wenn auch im Ganzen und Großen das Bürgerthum beanspruchen durste, im Kampf mit dem Adel gleichzeitig die Interessen der verschiedenen arbeitenden Klassen jener Zeit mit zu vertreten, so brachen doch bei jeder großen bürgerlichen Bewegung selbständige Regungen derjenigen Klasse hervor, die die mehr oder iveniger entwickelte Vorgängerin des modernen Proletariats war. So in der deutschen Reforma- tions- und Bauernkriegszcit die Thomas Münzer'sche Richtung; in der großen englischen Revolution die Levellers; in der großen französischen Revolution Babeuf. Neben diesen revolutionären Schilderhebungen einer noch unfertigen Klasse gingen entspre- chende, theoretische Manifestationen her: im 16. und 17. Jahrhundert utopische Schilderungen idealer Gesellschaftszustände, im 18. schon direft kommunistische Theorien(Morelly und Mably). Die For- dernng der Gleichheit wurde nicht mehr auf die politischen Rechte beschränkt, sie sollte sich auch auf die gesellschaftliche Lage der Einzelnen erstrecken; nicht blos die Klassenprivilegien sollten auf- gehoben werden, sondern die Klassenunterschiede selbst. Ein asce- tischer an Sparta anknüpfender Kommunismus war so die erste Erscheinungssornl der neuen Lehre. Dann folgten die drei großen Utopisten: Saint Simon, bei dem die bürgerliche Richtung noch neben der proletarischen eine gewisse Geltung behielt; Fourier, und Owen, der, im Lande der entwickeltsten kapitalistischen Pro- duktion und unter dem Eindruck der durch diese erzeugten Gegen- sätze, seine Vorschläge zur Beseitigung der Klassenunterschiede in direkter Auknüpsnng an den französischen Materialismus syste- ! matisch entwickelte. Allen Dreien ist gemeinsam, daß sie nicht als Vertreter der Interessen des inzwischen historisch erzeugten Proletariats auftreten. Wie die Aufklärer, wollen sie nicht eine bestimmte Klasse, l sondern die ganze Menschheit befreien. Wie jene wollen sie das Reich der Vernunft und der ewigen Gerechtigkeit einführen; aber ihr Reich ist himmelweit verschieden von dem der Aufklärer. Auch die nach den Grundsätzen dieser Aufklärer eingerichtete bürger- . liche Welt ist unvernünftig und ungerecht, und wandert daher ebensogut in den Topf des Verwerflichen wie der Feudalismus und alle früheren Gesellschaftszustände. Daß die wirkliche Ver- nunft und Gerechttgkeit bisher nicht in der Welt geherrscht haben, kommt nur daher, daß man sie bisher nicht richtig erkannt hatte. Es fehlte eben der geniale einzelne Mann, der jetzt aufgetreten, und der die Wahrheit erkannt hat; daß er jetzt aufgetreten, daß die Wahrheit gerade jetzt erkannt worden, ist nicht ein aus dem Zusammenhang der geschichtlichen Entwicklung mit Nothwendig- keit folgendes, unvermeidliches Ereigniß, sondern ein reiner Glücks- fall. Er hätte ebensogut 500 Jahre früher geboren werden kön- nen, und hätte dann der Menschheit 500 Jahre Jrrthum, Kämpfe und Leiden erspart. Diese Anschauungsweise ist wesentlich die aller englischen und französischen und der ersten deutschen Sozialisten, Weitling ein- begriffen. Der Sozialismus ist der Ausdruck der absoluten Wahr- heit, Vernunft uno Gerechtigkeit, und braucht nur entdeckt zu werden, um durch eigne Kraft die Welt zu erobern; da die ab- solute Wahrheit unabhängig von Zeft, Raum und menschlicher geschichtlicher Entwicklung ist, so ist es bloßer Zufall, wann und ivo.sie entdeckt wird. Dabei ist dann die absolute Wahrheit, Vernunft und Gerechtigkeit wieder bei jedem Schulstifter ver- schieden; und da bei einem Jeden die besondre Art der absoluten Wahrheit, Vernunft und Gerechtigkeit wieder bedingt ist durch seinen subjektiven Verstand, seine Lebensbedingungen, sein Maß von Kenntnissen und Denkschulung, so ist in diesem Konflikt abso- luter Wahrheiten keine andre Lösunc möglich, als daß sie sich an einander abschleißen. Dabei konnte dann nichts andres heraus- kommen, als eine Art von eklektischen Durchschnittssozialismus, wie er in der That bis heute in den Köpfen der meisten sozia- listischen Arbeiter in Frankreich und England herrscht, eine, äußerst mannichfaltige Schattirungen zulassende, Mischung aus den weniger auffälligen kritischen Auslast' ingen, ökonomischen Lehr- sätzen und gesellschaftliche» ZukunftsvorsMungen der verschiedenen Sektenstifter, eine Mischung, die sich um so leichter bewerkstelligt, je mehr den einzelnen Bestandtheilen in Strom der Debatte die scharfen Ecken der Bestimmtheit abgeschliffen sind, wie runden Kieseln im Bach. Um$'> dem Sozialsmus eine Wissenschaft zu machen, mußte er er,rlr.uf einen reale.'. Brkwk. Schluß folgt.) Parlamentarischer Tugendspiegel. (Schluß.) 36) Mörstadt(nat.-lib.. Baden. Badische Bank. 37) Mösle(nat.-lib.). Bremen. 1. Actien-Gesellschaft Weser zum Schiffsbau. 2. Egestorff-Salzwcrke in Linden ic. 3. Deutsche Bank. 38) Müller(nat.-lib.). Württemberg. 1. Württembergische Vereinsbank Stuttgart. 2. Württemberger Notenbank. 39) Paris ius(Fortschr.-Partei). Preußen. Stallupöne«» A. Berlin. Berliner Aquarium. 40) Dr. Pfeiffer(nat.-lib.). Kgr. Sachsen. Oberlausitzev Bank zu Zittau. 41) Pflüger(nat.-lib.). Baden. Lörrach. Rheinische Hypo- theken-Bank Mannheim. 42) Graf Pückler(deutsche Reichs-Partei). Breslau. I.Bres« lau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn. 2. Schlesische Vereinst Bank. 43) Herzog v. Ratibor(deutsche Reichs-Partei). Breslau. 1. Hannover-Altenbekener, 2. Rumänische, 8. Obciichlcsische, 4. Rechte Oder-Ufer-Eisenbahn. 5. Hoppcgarten. 6. Bad Königs- dorf-Jastrzemb. 7.„Friedrich Wilhelm", Lebensversicherung. 8. Allgemeine Eiscnbahn-Gesellschaft. Berlin. 44) Richter-Tharandt(üb. Reichs-Partei). Kgr. Sachsen. Germania, Ballgesellschaft bdi Dresden. 45) Dr. Römer(nat.-lib.). Württemberg. Geislingen. Würt- temberger Hypothekcn-Bank. 46) Dr. v. Rönne(nat.-lib.). Liegnitz. Diseonto-Gesellschaft. 47) Dr. v. Sarwey(liberal). Württemberg. Württemberger Hypotheken-Bank. 48) Dr. v. Schauß(nat.-lib.). Bayern. Oberfranken. 1. Süddeutsche Bodeucredit-Bank. 2. Glas-Fabrik Kolbermoor jc. 49) Schüttler(nat.-lib.). Braunschweig. 1. Braunschwei- gische Eisenbahn. 2. Baubank. 3. Maschinenbau-Anstalt. 4. Act.-Ges. zum Bau von Arbeiterwohnungen. 5. Actien-Bier- brauereien zu Braunschweig. 50) Dr. Schultze-Delitzsch(Fortschr.-Partei). Wiesbaden. Deutsche Genossenschaftsbank. Berlin. 51) Scipio(»at.-lib.). Baden. 1. Creditbank Mannheim 2. Rhein. Hypothekenbank. 52) v. Seydewitz(conservativ). Licgnitz. 1. Preuß. Hypo. theken-Alttcn-Bank. 2. Halle-Sorau-Gubener, 3. Berlin-Görlitzer Eisenbahn. 53) Siemens(nat.-lib.). Merseburg. 1. Deutsche Bank- 2. Berliner Hotel-Gesellschaft. 3. Maschinen Fabrik Cyclop. 4. Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank. 5. Internationale Bau- und Eisenbahnbau-Gesellschäft. 54) Freiherr v. Stauffenberg(nat.-lib.). Oberbayern. Süddeutsche Boden-Credit-Bank zu München. 55) Dr. Träger(Fortschr.-Partei). Reuß j. L. Erfurt-Hof- Egcr-Eisenbahn. 56) v. Unruh. Magdeburg.(Stadtkreis.) 1. Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft zu Dessau. 2. Fabrik für Eisen- bahnbcdarf. Berlin. 3. Berliner Maschinenbau-A.-G. Berlin. 4. Berliner Handels-Gesellschaft. 5. Halle-Sorau-Gubener Eisen- bahn. 57) v. Unruh- Bomst(deutsche Reichs-Partei). Posen. M-u- kisch-Posencr Eisenbahn. c 111 58) Dr. Wehrenpfennig(nat.-lib.). Kassel. Spener Zeitungs-Actien-Gesc llschaft. 59) vr.Weigel(nat.-lib.). 60) v. Winter(nat.-lib.). Mar �carrenourg Mlawa-EO.enbahn�� � Bresl�' Kramsta. Ichleil?che �62)N'el.nat.-lib.). Merfebur9" � Rumänische Eisen- 0°�- Bankverein Hamburg.£e Heilder im Reichstage. Summa Summarum 63 uberfuhr����ft �ch eine ganze Neben und hinter biqen stecken bcscheidentlich unter den Menge anderer dre chr Grunderl.chtck/ wir bald in der Lage Scheffel gestellt haben Wir denken'„„�er gebührenden Auer- fem werden, auch diese den Blicken p�iszugeben. kennung der ehrlichen Oeffentlichkeit 0 ahlkreise möchte der unterzeichnete Lehrer die nachfol- Militärpflicht weder befreit werden können, noch überha gende Mahnung richten: solchen selbstgeschaffenen Verhältnissen eine Berücksichtiqui. Die Zeit der Reichstagswahl steht vor der Thür. Das. poli- geleitet werden darf, da es jedes Militärpflichtigen Saa tische Parteigetricbc berührt uns so wuchtig mit sein-em Wellen- vor Ableistung seiner Dienstpflicht im stehenden Heere keine schlage, daß wir hinaus müssen aus der Passivität, unter der Hältnisse anzuknüpfen oder herbeizuführen, welche geeignet wir, wie unter einem Banne, fortleben. Tie heiligsten Interessen können, ihm die Erfüllung dieser Pflicht zu erschweren.' und d. der Menschen sind ja uns Lehrern anver traut; der Familie diejenigen Militärpersonen, welche sich dennoch vor Äbleistun» ' sollen wir den Vater und die Mutter erziehen, dem der Militärpflicht verheirathen, weder für ihre Ehefrau noch fü' Staate und dem Himmel seine Bürgc ch. Dies unser Wirken, ihre Kinder auf irgend eine Unterstützung aus Militär-Fond> wovon das Wohl des Einzelnen und des«stanzen abhängt, wird zu rechnen haben.— Das ist auch ein Beitrag zur„Heiligkeit gehemmt, durchkreuzt und für Zwecke diens tbar gemacht, die nicht der Ehe". die Wohlfahrt fördern, sondern die Abzeichen der Zerstörung und der Vernichtung an sich tragen. Brüllenden Löwen!— Ketzerhetze. Am 6. Dezember wurde in Chemnitz ein gleich sehen wir die Apostel der Sozialverderbniß � philosophischer Vortrag gehalten über das biogenetische Grund- unsere Schuldistrikte, Commune» und Gemeinden bereisen und gesetz d. h. über die Geistes-Entwickelung im Völker- und Einzel- Sozialpolitische Übersicht. ... r.ri a,'�=,1 z sich schon sofort mit dem .-u wr naf'' c Einführung der Justizgesetze «Ül v 0'-l6 n 9 eJ C �'. �elches zi ängnißgesetz beschäftigen wird, uothwendig ist und mit demGefj,.� anbeiden Geetzentwürfen ist noch zweifelhaft; V°rarbe.ten g�acht. Das Gefängniß- ,m preußlichen Mmisterium lchon��h abgelaufenen Legis- gesetz war bekanntlich schon wa�. yeber dasselbe ist vor circa laturperiode zur Vorlage bestimi Justizministerium ein vollständig ./. Jahren von dem preußischen �'� umfassenden motivireu- ausgearbeiteter Entwurf>leb,t e.���/ versandt worden. Die den Denkfchrlft an den Reichsll� durchweg den Instruktionen Bestimmungen der Vorlage Justizminister und der Minister entsprechen, welche seinerzeit de.�sens erließen und die in des Innern bezuglich des Gefaz� Staunen und zugleich den den weitesten Kreisen das gr," Danach dürfte sich der neue .) hcrvorrieic�s Stück von Gesetzesarbeit gefaßt Reichstag wieder auf e.n schöi�promißpartei auch bei den machen und, wenn die GS�t— schließlich auch das Land. Neuwahlen die Mehrheit ,er.�� jxue Instruktion und die in Denn daß diese Partei seine.�� entschieden verurtheilte, wie ihr entwickelten Grundsätze ���e sie bekannterniaßen riV � x■ ihnen zuzustimmen— im Hinblick schhefilich doch nicht hindern Rechtscinheit und wie die andern natürlich auf die nationale jßen mögen! schonen Redensarten alle he �,..., und Cretinismus gehen oft genug �. Byzantinismus � Pärchen, besonders wenn es sich Hand in Hand; ein wiirtr(~o �rejgt ejn|0(�er ejnen längeren ■�ei?i,e des deutschen Reichstags, der jetzt Arttkel über die Wempro�� Presse läuft; der Verfasser, der 5?�., � dw uatlonallib Gedauert, daß bei dem„Soff" nicht selbst mit gc chlemmt hat � Rothwein ausgetheilt worden sei. {""9, l'�inz vi 1 1 che nämlich zum Schlüsse:„Man war des o(A61!!"l tfü, mjlv16 voll, und gewiß mit Recht. Dennoch Lobes der deutschen Wci Verehrer der deutschen Rebe eine mag wohl auch der eifr�� ejnem Glase französischen. gewisjc Sehnsucht ar� empfunden haben.„Wir mvger. so RothwelNs zwlschend mst wollen", bemerkt die„Post",„der w SnA R�t, bbee.n er sagt:„Der echte deutsche alte Goethe hat doch leiden, doch seine Weine trinkt er Mann mag kemen dem g ößten Dichter unserer ____"d.ein'�".tchstehender..inr., ein Klassiker, der Manches zusammengereimt hat, was dem deutschen Volke bisher nicht gelungen war, der aber leider bei der Weinprobe fehlte, hat sogar den ketzerischen Ausspruch gcthan:„Der Rothwein ist das natürliche Getränk des Norddeutschen."— Fürst Bismarck mag sich bei seinen byzantinischen Freunden bedanken, daß man ihn mit Goethe auf die gleiche geistige Höhe stellt. Hätten wir dies gethan, so würde er uns mit einer Be- leidigungsklage beglücken, die er damit motivirte, daß wir ihn aushöhnen wollten. Der am Schluffe citirte Ausspruch giebt uns nebenbei ein bedenkliches Bild von der geistigen Höhe. — Der preußische Cultusminister hat gegen 2300 Straf- Verfügungen, die gegen Bürger zu Münster erlassen wurden, .weil sie ihre Kinder bei der seit Jahrhunderten üblichen Frohn- leichnams-Prozession aus der Schule gehalten, niedergeschlagen. — Daß die Verfügungen überhaupt erlassen wurden, das zeigt von den Blüthen, die der Culturkampf treibt. — Ein„bildender Faktor". Wir übergeben unseren Lesern hiermit einen offenen Brief, der sich in den„Jtzehoer Nachrichten" befindet, zur eigenen Beurtheilung: „Bullenkuhlen, 2«' Dezember. An die Herren Collegen im 6. schleswig-holsteinischen durch sophistische Reden den alten treueil Holstensinn berücken! Unsere religiösen Institutionen, unsere staatlichen Einrichtungen und Errungenschaften, unsere gut basi rtcn sozialen Ver- Hältnisse sind die Objekte des Angriffs dieser Sozialver- derber! Sollen wir, die wir die bildenden Faktoren des Volkes sind, uns ruhig bei Seite schieben, sollen wir die ver- nichtende Saat ruhig aussäen, aufwach sen und reifen lassen? Mit nichten! Bis zum 10. Januar haben wir nvlih eine gute Zeit, lassen Sie uns diese ausnutzen und in unseren Schullokalen Commüne- Versammlungen zum Zweck der Besprcchoing über die Reichstags- wähl anberaumen und durch ruhiges Beleuchten des Parteige- triebes schließlich daraus hinweisen, daß nicht der Neid, der Haß, der Zorn, die Unzufriedenheit, nicht die Habgier und die Geldsucht die Triebfedern sind, die»nr in unserm Erdenlcbcn zu unserm Glücke bedürfen, daß nicht der Reiche und Wohl- badende der Glückliche und Beneiden swerthe ist, sondern daß Liebe, Freude und Friede als höchste Erdengüter mit dem Gelde gar keine Gemeinschaft haben und nur da wohnen und einziehen, wo der liebe Gott wohnt, zwischen welchem und den Sozialdemokraten aber Feindschaft ist. H. Holdmann." Jeder Commentar würde die Wirkung dieser famosen Styl- Übung eines jener„brüllenden Löwcm"(es steht nämlich dort: „Brüllenden Löwen gleich sehen wir:c. w."), eines„bildenden Faktors" nur abschwächen. — Wie Recht in Unrecht, und Unrecht in Recht ver- wandelt werden kann, davon hcit vor etlichen Tagen das Berliner Gewerbegericht ein eklatantes Beispiel geliefert. Ein Schlosser nämlich, welcher 12 Jahre hintereinander in der Dra- gonerstraße in Berlin bei einem Meister gearbeitet hatte, wurde vor ungefähr 8 Tagen von seinem Meister ohne jeden, triftigen Grund und ohne vorherige lltägige Aufkündiai"'� aus der Ar- beit entlassen. Selbstverständlich wurde der Mann auf Grund des§ 110 der Gewerbeordnung des deutschen Reichs wegen Unterlassung der gesetzlich vorgeschriedenen 14tägigen Kündigung klagbar. Auf dem Gewerbegericht angekommen, wurde dem Master die Frage vorgelegt, was er gegen die Behauptungen des Klägers cinzuwenden habe und ob sich Alles, wie angegeben, verhalte. Der Verklagte mußte die Angaben des Klägers der Wahrheit gemäß bejahen. Demnach hätte nmi doch der Schlosser- geselle nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes den Prozeß ge- Wonnen gehabt, da er nichts Unbilliges verlangte. Allein der Gewerberath wußte sich zu helfen. Er wies den Arbeitnehmer deshalb mit seiner Forderung zurück, weil er schon 12 Jahre hintereinander bei dem Arbeitgeber in Arbeit gestanden, und weil im Jahre 1864, als er in Arbeit getreten, die jetzige Ge- Werbeordnung noch nicht cxistirt habe. Deshalb dürfe dieselbe in seinem Falle nicht angezogen werden. Da eine Appellation gegen Erkenntnisse der Gcwerbegcrichte unzulässig ist, eine Cor- rcklur dieses monströsen Urtheilsspruches also nicht erfolgen kann, so stehen, wie die„Berliner Freie Presse" richtig bemerkt, alle deutschen Arbeiter, welche seit dem 20. Juli 1869 bei einem Arbeitgeber sich in Arbeit befinden, außer dem Gesetz d. h. wenn der Rechtsgrundsatz des Berliner Gewerbegerichts überall in Deutsch- land Geltung erlangte, was zum Glück nicht der Fall ist. Man sieht aber an diesem Fall, was Alles möglich ist, wenn in Streitfällen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern Letztere allein Recht zu sprechen haben. — O, welcheLust:c. In der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag ist ein in Danzig auf Posten stehender Soldat des Grenadier- Regiments Nr. 5 erfroren. — Denjenigen Militärpflichtigen, welche sich verhei- rathen wollen, ist nach einer neueren Verordnung seitens der Standesbeamten zu eröffnen, daß sie durch Verhcirathung oder Gründung eines eigenen Hausstandes von der Erfüllung ihrer menschen-Leben. Der Vortragende Lehranstaltsdirektor Klemich aus Dresden, stellte dabei u. a. den Glauben als unwissen- schaftlich und verwerflich hin und bezeichnete den Zweifel als die erste Stufe zur Erkenntniß, also auch der Moral; warf auch einige Streiflichter auf die UnHaltbarkeit von Ketzerprozessen gegenüber wissenschaftlichen Lehrsätzen. Diese milde Form der Kritik über religiöse Gegenstände wählte der Vortragende in Rücksicht auf die ihm bekannten Chemnitzer Rechtszustände.— Doch alles nutzlos: am 22. Dezember wurde Klemich auf Requi- sition des Chemnitzer Staatsanwalts v. Mangold in seinem Wohnorte Dresden verhaftet und erst auf eine Beschwerde an die Generalstaatsanwaltschaft vorläufig entlassen. Die Unter- suchung selbst ist noch nicht eröffnet. Klemich hat, weil alle Gründe zur Verhaftung hinfällig waren, eine Anklage gegen den Staatsanwalt v. Mangold wegen Amtsmißbrauch und widerrecht- licher Freiheitsberaubung beim Justizministerium eingereicht und hofft auf Abstrafung des Staatsanwalts. Wir thcilen diese Hoff- nung nicht, so uothwendig auch eine exemplarische Bestrafung derjenigen Beamten wünschenswerth wäre, die eine zu geringe Hochachtung von der persönlichen Freiheit der Bürger besitzen. — Beitrag zur Unfall-Statistik. Bei der Magde- burger Allgemeinen Versicherungs-Aktien-Gesellschaft— Abtheilung für Unfall-Versicherung— kamen in den Monaten Oktober und November zur Anzeige: 26 Unfälle, welche den Tod der Betroffenen zur Folge gehabt haben, 9 Unfälle, in Folge deren die Beschädigten noch in Lebensgefahr schweben, 77 Unfälle, welche für die Verletzten voraussichtlich lebenslängliche, thcils totale, theils partielle Invalidität zur Folge haben werden, 717 Unfälle mit voraussichtlich nur vorübergehender«Erwerbsunfähig- k�'t. Summa 829 Unfälle. Von den 26 Todesfällen treffen 8 auf Zuckerfabriken, 3 auf Brauereien, 3 auf Baugewerke, 2 auf Schneidemühlen, je einer auf ein Bleibergwerk, eine Bautischlerei, Papierfabrik, Mahlmühle, Spinnerei, Chamottesabrik, Brennerei, einen Landwirthschaftsbetrieb, Steinbruch und einen combinirten Mahl- und Schneidemühlenbetrieb; von den 9 lebensgefährlichen Beschädigungen 2 auf Zuckerfabriken, 2 auf Mahlmühlen, je eine auf eine Brauerei, Zuckerraffinerie, Spinnerei, ein Baugewerk und einen Landwirthschaftsbetrieb; von den 77 Jnvaliditäts- fällen 21 auf Zuckerfabriken, 9 auf Scheidcmühlen, 5 auf Braue- reien, 4 auf Mahlmühlen, 3 auf Baugewerke, 3 auf Brennereien, 3 auf Papierfabriken, 2 auf Appretur-Anstalten, 2 auf Wollwäschereien und Kämmereien, 2 auf Maschinenfabriken, 2 auf chemische Fabriken, je einer auf eine Bar"hlerei. Stein- gutfabrik, Cementfabrik, Erdfarbcnsabrik, Sck: Trei, Glocken- und Messinggicßcrei, Wagenbau-Anstalt, Oe. le, Cichorien- fabrik, Preßkohlenfabrik, Asphalffabrik, D"":-.Aerei, Lederfabrik, ein Gütcrbeförderungs-(Spcditioi � Höst, Puddel- und Walzwerk, Bernsteinbergwerk, Schief a'e;r rk, Schwefelkiesbergwerk, einen Landwirthschaftsbetrico, S'.oruch und die Einzclversicherung eines Werkmeisters i.i einer Glockengießerei. — Das schweizerische F.ikgcsetz ist nunmehr auch von dem Ständerath in Bern geno-men worden. Obgleich die Forderungen der Arbeiter:';. geringsten Theile Berück- sichtigung fanden, so ist das G m Großen und Ganzen doch ein nicht zu unterschätzender f. ichritt, da die schweizerischen Ar- bester durch Annahme des P�rmalarbeitstags nunmehr vor der schrankenlosen Ausbeutung geschützt sein dürften. Des- gleichen ist die Kinder- und Frauenarbeit eingeschränkt worden und dürfen Kinder vor zurückgelegtem 14. Lebensjahre zur Fabrikarbeit nicht mehr verwendet werden. Vom 15. bis zum vollendeten 16. Lebensjahre darf Schul-, Confirmandenunter- richt und Fabrikarbeit zusammen 11 Stunden nicht übersteigen. Bei unvermeidlichem ununterbrochenem Betriebe und im Interesse tüchtiger Berufserlernung können ausnahmsweise auch Kinder von 13 bis 18 Jahren verwendet werden, doch trifft der Bun- desrath im Interesse der Knaben und ihrer Gesundheit die nöthigen Sicherheitsvorschriften und bezeichnet auch diejenigen Aus dem Lande der Confiskationcn. „Es wird bald besser werden", behauptete vor einiger Zeit unsere Defizit-Excellenz; allein dieser Satz schlug in's Gegen- theil um und es wird von Tag zu Tag schlechter— Arbeit wird allenthalben weniger, die Löhne sinken beständig, und nahezu alle Produkte sind im Preise gestiegen; in Folge dessen feiert der Hunger Triumphe, wie wohl selten zuvor, und um zu zeigen, welche Höhe die Roth bereits erreicht, lasse ich den Wortlaut dreier Inserate aus der„Wiener Vorstadtzeitung" folgen. Der- selbe lautet: „1) Herzliche Bitte. In dem Bororte Hernals, Gschwandnergaffe 13, 1. Stock, Thür 4, lebt in den nothdürf- tigsten Verhältnissen die Familie eines seit einem Jahre beschäf- tigungslosen Diurnisten. Drei kleine Kinder im Alter von 1, 2lii und 4 Jahren, welche in Folge der Nahrungslosigkcit mit der englischen Krankheit behaftet sind, gleichen mehr Skeletten als menschlichen Wesen. Die trostlose Mutter, welche in Fetzen gehüllt einer Wahnsinnigen gleicht, ist als fortwährende Kranken- Wärterin ihrer Kinder nicht einmal im Stande, das trockene Brot zu verdienen, während der Mann ohne Kleidung und Beschuhung, in einem dünne» Sommerröckchen, sich bei der Schncearbeit Hände und Füße erfroren, dennoch den ganzen Tag befleißt, ein Unterkommen zu finden, doch bei den schweren Zeitverhältnissen immer unverrichteter Sache nach Hause kehren muß, um sich mit den Seinen nicht nur von einem Tage auf den andern zu trösten, sondern hungrig auf das nothdürftige Lager zu legen. Ich habe mich von diesem unbeschreiblichen Elend einer schuldlos dem Hunger und Verderben preisgegebenen Familie überzeugt, und von menschlichem Gefühl bewegt wage ich an Sie, Herr Re- dakteur, die Bitte zu thun, diesen Zeilen in Ihrem geschätzten und weit verbreiteten Blatte Raum zu gönnen, indem ich über- zeugt bin, daß es noch gute und mitleidsvolle Menschen giebt, die lvahres und unverschuldetes Elend nach Möglichkeit lindern. �eter Flicker, k. k. Beamter, Fünfhaus, Sperrgaffe 4." „2) Innigst bittet ein 30jähriger, intelligenter, ehren- .ifter Mann, der sich durch Lektionen nur die Mittagskost und 5 fl. monatlich verdient und so nothdürftig sich das Leben fristet, um irgend eine bescheidene Anstellung, wenn auch als Diener, Geschäftsgäuger oder um Ausschreibereien:c., unter„Wer nie sein Brod mit Thräncn aß" an die«Expedition." „3) Eine arme Familie ist der Verzweiflung nahe, hat schon mehrere Tage nichts zu leben, ist von Frost und Kälte ganz erschöpft, da sie keinen Ofen zur Verfügung hat; der 12jäh- rige Knabe liegt auf schlechtem Stroh krank darnieder; sie schuldet noch einen Zinsrest von 8 fl. und fürchtet auch noch obdachlos zu werden. Bittet daher kniefällig, sich ihrer zu erbarmen; der Himmel wird ja diese That lohnen. Adresse in der Exped." Um Roth und Elend zu beseitigen, werden wohl ganz andere Mittel angewandt werden müssen, als„herzliche Bitten an edle Menschenfreunde". Nun sollte man aber mit Recht denken, daß das österreichische Abgeordnetenhaus angesichts solchen Jammers daran ginge und mit Baron Walterskirchen dächte, daß es an der Zeit sei, daß„etwas geschieht"! Aber was thut das Schottenthortheater unter der Direktion Rechbauer?«Es tritt die Petitionen der Arbeiter„der hohen Regierung zur Würdi- gung" ab; was, in's Deutsche übersetzt, also heißt: Wanderung in den reichsräthlichen Papierkorb! und beschäftigt sich mit der Berathung des Budgets, das heißt mit der Bewilligung enormer Summen, oft zu ganz unproduktiven Zwecken, und mit der Einkommensteuervorlage!_ Wir würden unseren Reichs-Jasagcbrüdern Dank wissen, wenn sie den Muth oder die Macht hätten, alle indirekten Steuern zu streichen und eine einzige progressive Einkommensteuer einzuführen. Allein nach dem jetzigen Steuermodus sind die Zuschläge bei dem Klein- gewerbc faktisch größer als die direkte Steuer, und jetzt noch dazu eine neue Einkommensteuer, welche auf den Säckel des arbeitenden Volkes berechnet ist. Pflichten werden uns recht viel aufgebürdet, aber dafür keine politischen Rechte ertheitt. Was braucht aber auch ein Volk politische Rechte!„Entfesseln Sie die Bestie nicht, sie wird Sie mit Löwenkrallen zerreißen", sagte schon der„König im sozialen Reiche", der 45,000- Thalermensch Schulze-Delitzsch, und das hat sich unsere„starke" Regierung gemerkt; doch vielleicht hat auch das Steucrauflegen- seine gute Seite und bringt so Manchen, der heute noch stumpf- sinnig und theilnahmslos unserm Kampfe gegenübersteht, zur Besinnung, und er tritt in unsere Reihen. Aber die Noth zwingt manchen wackern Genossen, mit seinen Gesinnungen hinter'm Berge zu halten, denn unsere Kapitalisten pochen auf ihr Zau- bcrmittel, das Geld, und stellen dem Arbeiter den Stuhl vor die Thür, wenn er so frei ist, frei zu sein; denn daß das grausame eherne ökonomische Lohngesetz mehr denn je in Geltung kommt, könnte man durch tausende von Fällen beweisen. So tritt es bei den Duxer Braunkohlenwerken, welche die berühmte Duxer Salonkohle liefern, grell zu Tage. Lohnabzüge sind hier be- ständig an der Tagesordnung, und hierin sind die Käpitalisten musterhaft einig! Unsere Bergleute wollen das freilich immer noch nicht einsehen. Geschieht heute ein Lohnabzug,— den die Arbeiter stets ruhig über sich ergehen lassen,— so wird bis zum nächsten Lohntag über alle Kräfte gearbeitet, um sich wieder einen Lohn zu sichern, und der abermalige Erfolg ist— Lohnabzug, und heute ist es gar nichts Seltenes mehr, wenn Berg- leute schon Morgens um 2 Uhr bei der Arbeit sind und bis Abends 6, auch 8 Uhr arbeiten. Das sind nun selbstverständlich brave, fleißige Arbeiter, die noch nicht von„sozialistischem Gifte" genossen haben! In den Hirnkästen dieser Leute ist es noch so schwarz, wie in der Kohlengrube. Aber wie sehen die meisten unserer Bergarbeiter aus? mehr lebenden Leichen als Menschen ähnlich, und wie viele sind in Folge der schädlichen Ausdün- stungen auf dem besten Wege, blind zu werden! Rechne man die elende, unregelmäßige Kost dazu bei dieser harten, aufreibenden Arbeit, und man wird es erklärlich finden, woher diese hohl- wangigen Gestalten kommen. Wollte Einer beobachten, ivie schlecht es mit den Arbeitern steht, in unserm Orte würde ihm der Freitag Gelegenheit bieten. An diesem Tage stehen vor den Häusern der Fleischhauer eine Menge Kinder— Arbeiterkinder—, in der Hand riesige Geschirre, die sie mit Wurstsuppe füllen lassen wollen, welche die Fleischhauer gratis vertheilen, iind glücklich fühlen sich noch jene Kinder, welche etwas erhalten. Wir sahen gar oft schon um die jetzige Zeit manches der Kleinen barfuß und zitternd vor Frost, sehnsüchtig den Augenblick er- Fabrikzweige, in welchen Kinder überhaupt nicht beschäftigt wer- den dürfen. Nicht minder wichtig ist die Ausdehnung der Haftpflicht der Fabrikanten auch auf Erkrankungen, welche ausschließlich auf gesundheitsgcfährliche Industriezweige zurückzuführen sind; relativ freilich ist der Werth dieser Be- stimmung dadurch geworden, daß sie nur im Prinzip anerkannt ist. Endgiltige Rechtskraft erlangt das ganze Gesetz erst, nach- dem das Volk es durch allgemeine Abstimmung sanktionirt hat; die schweizerischen Arbeiter werden daher noch harte Kämpfe zu bestehen haben, um die mächtigen Gegner des Gesetzes aus dem Felde zu schlagen. — Der Pariser Gemeinderath hat am 2l). December mit überwiegender Majorität beschlossen, für die Familien poli- tisch Vcrurtheilter 30,000 Frcs. zur Unterstützung auszuwerfen, und namentlich sollen die Angehörigen der Deportirten berücksichtigt werden. Der Beschluß wurde gefaßt trotz des Widerspruchs des Präfekten. Die Versailler Ordnungsbanditen, in deren Auftrag der Präfckt dem hochherzigen Beschluß widersprach, sind also noch nicht befriedigt durch all die Unmenschlichkeiten, welche sie an den Communekämpfern verübten, sie wollen mit ihrer Rache auch Diejenigen treffen, welche durch irgendwelche Bande an die Pariser Freiheitskämpfer geknüpft sind, also Unschuldige. Im Anschluß hieran veröffentlichen wir den folgenden von Cipriani(bekannt durch seine Mittheilungen über den Tod des Communekämpfers Flourens) an die„Menschenrechte" in Paris gerichteten Brief, der von Neuem alles das bestätigt, was über die entsetzliche Behandlung der Deportirten auf Caledonien in die Oeffentlichkeit gedrungen ist. Der Inhalt des Briefes ist im Wesentlichen folgender: „Gefängniß auf der Halbinsel Ducos, den 5. Dezember 1876. Admiral Fourichon, Marine- und Colonienminister, trat in öffentlicher Sitzung der Deputirten Herrn Perin in dem ent- gegen,>oas derselbe in Bezug auf die„in Eisen gelegten" Deportirten gesagt und schlug damit der Wahrheit gröblich in's Gesicht. Hier folgen die Namen der in der Zeit vom Juni 1874 bis August 1876 unter meinen eigenen Augen in die Eisen ge- legten Deportirten: Briand, welcher während sechs Monaten die Ketten trug. Nackt, auf bloßem Strohsack liegend, mußte er sich in seinem ■eigenen Unrath wälzen. Clause. In vier Perioden brachte er zusammen 120 Tage in den Eisen zu, die Beine kreuzweise und die Hände auf den Rücken zusammengeschnürt, so daß nach einer halben Stunde das Blut aus den Adern spritzte. Noch heute trägt er die mit Blut unterlaufenen Furchen der Ketten und Stricke von schauder- erregender Tiefe. Doch das genügte nicht; um das Maß der Grausamkeit und der raffinirten Folter voll zu machen, wurde ihm in den Mund ein großer, im Nacken befestigter Knebel (Caillon) gesteckt. Lysfassel, Mennier, Guilbert und Gambier 16 Tage bei Wasser und Brod mit kreuzweise geketteten Beinen, wegen unerlaubten Fortbleibens vom Arbeitsplatze. Lacasse, Leblanc, Louet, Benoit, Durand 8—40 Tage in den Eisen, weil sie den gemeinen, thierischcn Auslassungen der Kerkermeister gegenüber sich nicht ruhig verhalten hatten. Koisie 8Tage, weil er dem Gefangenen E. Place Nachricht von dessen im Hospitale liegenden Frau gegeben hatte. Doufour 8 Tage in den Ketten bei Wasser und Brod, weil er einen Schrei der Entrüung ausstieß, als die Wächter Durand, Berge und Rolland dem Deportirten Lucas am 1. Januar 1875 mit ihren Revolvern den Schädel zerschmetterten. Gewöhnlich werden diese Strafen in einem Lokal Nr. 4 ab- gebüßt, einem wahren Grabe, 2 M. 50 Cm. lang, nicht breiter als 1 M. unv mit einem kleinen, mit Drathgeflccht versehenen Fenster. Und der Minister Fourichon weiß von all diesen Schandthaten nichts?" Ein Pfui diesen Scheusalen! — Dem Petersburger Putsch, über welchen wir in vo- riger Nummer Mittheilung machten, ist in auffälliger Eile eine Moskauer Verschwörung auf dem Fuße gefolgt, wenigstens meldet ein Telegramm unter'm 22. December, die Polizei in Moskau habe eine geheime sozialistische Gesellschaft, die sich „Krasni valet" oder„rother Bube" nennt und den Umsturz des russischen Reiches bezweckte, entdeckt. Wie in Petersburg, so sind auch in Moskau zahlreiche Verhaftungen vorgenommen und die weitere Untersuchung leitet der Chef der geheimen Polizei. Wenn Putsch und Verschwörung keine Polizeimanöver sind, so sind sie, wir wiederholen es, kindische Spielerei und kommen der russischen Regierung gerade recht, sich Europa gegenüber als Hort der„heiligen Ordnung" aufzuspielen. warten, wo diese Brühe zur Vertheilung gelangt. Ich fragte letzten Freitag einen kleinen czechischen Knaben, warum er denn diese heiße Suppe tränke, und er antwortete: Weil mich friert und ich seit gestern Abend nichts gegessen habe. Was soll ans solchen Kindern werden, die schon in ihrer Jugend zum Hungerleiden verdammt sind? Wenn nicht bald andere, bessere Zeiten eintreten, wird man wohl das Rekruten- maß•— wie schon geschehen— abermals heruntersetzen müssen, denn Soldaten müssen ja sein, und wenn sie kaum den Kuhfuß schleppen können. Doch, �es wird bald besser werden", versichert unser Fmanzminister, und was ein Minister spricht, muß wahr sein— oder auch nicht? Noch will ich kurz bemerke», daß wir mit großer Spannung dem Ausfall der nächsten Reichstagswahlen in Deutschland ent- gegensehen, denn nach den großen Anstrengungen der soziali- listischen Partei— welche Rührigkeit selbst den verbissensten Gegnern Achtung abgerungen hat— zu schließen, ist in vielen Wahlkreisen der Sieg unzweifelhaft, und zum Siege rufen wir Arbeiter vom Fuße des böhmischen Erzgebirges über die schwarz- gelben Grenzpfähle hinweg den deutschen Arbeitern ein herzliches �.Glückauf" zu.— i— Ein politisches Wort von Goethe. Der Historiker Heinrich Luden veröffentlicht in seinen 1847 erschienenen„Rückblicken" folgende bemerkenswerthe Aeußerungen, bie Goethe in einem Gespräche mit ihm über die Zeitereignisse und speziell den politischen Charakter Deutschlands machte: „Glauben Sic ja nicht, daß ich gleichgiltig wäre gegen die großen Ideen: Freiheit, Volk, Vaterland. Stein! Diese Ideen sind in uns; sie sind ein Theil unseres Wesens, und Niemand vermag sie von sich zu werfen. Auch mir liegt Deutschland warm am Herzen. Ich habe oft einen bitteren Schmerz cm- Pfunden bei' dem Gedanken an das deutsche Volk, das so achtbar im Einzelnen, so miserabel im Ganzen ist. Eine Vergleichung des deutschen Volks mit andern Völkern erregt uns peinliche — Von dem Comite der polnischen Emigration in der Schweiz erhalten wir folgende Zuschrift:„Die in der Schweiz weilende polnische Emigration hat sich zur Pflicht ge- macht, auf der Conferenz der Großmächte in Constantinopel, welche die Verbesserung der Lage der Südslaven im Auge hat, auch die LageJjer Polen, die nicht besser ist, als die der Süd- slaven, zur Sprache zu bringen. Ein zu diesem Zwecke er- wähltes Comite der polnischen Emigration hat eine Adresse an den Repräsentanten der englischen Regierung, Lord Salisbury, gerichtet. Der Inhalt dieser Adresse lautet im Wesentlichen wie folgt: Da die Repräsentanten der Großmächte zu Constanti- nopel, darunter auch der Bevollmächtigte der russischen Regie- rung, darüber berathen, wie das Loos der türkischen Slaven zu verbessern sei, so erachten wir es für unsere Pflicht, auf die Zustände in Polen unter dem russischen Scepter hinzuweisen und für Polen wenigstens die Rechte zu verlangen, die Rußland für die Slaven in der Türkei anstrebt. Die polnische Nation ist nicht nur aller politischen und sozialen Rechte beraubt, auch die schrecklichsten Bedrückungen dauern ohne Unterbrechung seit der ersten Theilung Polens bis jetzt fort. Man wendet Alles an, um das polnische Volk auszurotten. Man begnügte sich nicht nur mit der Vernichtung der polnischen Constitution und Freiheit— man tastet auch die Religion und die Sprache an. Unsere Constitution ist in Wahrheit: Ausrottung und Sibirien. In Warschau hat man eine Sympathie-Adresse an den Czar fabrizirt; diese Adresse ist auf Befehl entstanden, und nur eine kleine Anzahl hat dieselbe gezwungen und nicht freiwillig, wie man sagt, unterzeichnet.— Wenngleich unterdrückt und verfolgt, werden wir dennoch unseren Erzfeind um keine Gnade bitten, sondern vertrauensvoll in die Zukunft blicken und standhaft aus- dauern in dem Kampfe für unsere gerechte Sache. Wir haben die Niedermctzelungen von Praga und Oszmiana und die bar- barischen Verfolgungen eines Murawiew und ähnlicher Un- menschen überlebt, wir werden auch den jetzigen, immer noch andauernden schweren Verfolgungen Trotz bieten." Berichtigung. In Nr. 32 des„Vorwärts" theilten wir eine an die Redaktion der„Magdeburger Zeitung" gerichtete Erklärung C. Hirsch's mit dem Bemerken mit, daß dieselbe„bis- her noch nicht aufgenommen worden" sei. Dies war, wie sich sofort herausstellte, ein Jrrthum unserseits: die Erklärung Hirsch's war, als wir dies schrieben, von der„Magdeburger Zeitung" bereits abgedruckt worden— nebst einer, beiläufig nichtssagenden Gegenerklärung des Hrn. Mehring, aber der Ab- druck war am Ende des Feuilletons erfolgt, wo wir nicht nach- gesehen hatten. Es wurde sofort eine Berichtigung geschrieben, allein in Folge eines bei der Abwesenheit sämmtlicher Redak- teure sehr entschuldbaren Versehens unterblieb damals die Ver- öffentlichung. Correspondenzen. Tüveck, 24. Dezember. Da wir seither nicht viel von uns haben hören lassen, so werden die Parteigenossen glauben, daß wir müßig sind; die Wahlbewegung hier am Orte beweist aber das Gegentheil, da sie wie noch nie betrieben wird. Auch die Liberalen arbeiten angestrengt, um ihren Jasager Dr. Klügmann wieder durchzubringen. Die Hauptarbeit dabei verrichten die „Eisenbahnzeitung" und„Lübecker Zeitung", die den Jasager in den Himmel erheben.— Am 22. Dezember hatte eine Versamm- lung im Tivoli statt, welche wohl von 2000 Personen besucht war. Herr Dr. Klügmann erstattete Bericht über seine bisherige Thätigkeit; Bureauwahl war nicht und wir verzichteten diesmal auf dieselbe, weil Herr Dr. Klügmann sonst nicht gesprochen hätte. Obgleich wir die Majorität hatten, lügt die„Lübecker Zeitung" doch frischweg, daß wir nur ein Sechstel der Versammlung bildeten. Parteigenosse Heyer interpellirte den Herrn Doktor 1) über seine Abstimmung über das Jmpfgesetz, 2) über seine Haltung in der Diätenfrage, zu der sich der Herr Candidat dahin, äußerte, daß Jeder, welcher ein solches Amt übernehme, auch Opfer bringen müßte, darum hätte er dagegen gestimmt. Was der Herr Doktor sonst noch gesprochen, erhob sich über den nationalliberalcn Bedientenstandpunkt natürlich nicht. Diese Versammlung hat uns mehr genützt als acht Tage Agitation. Denselben Abend hatten auch wir Versammlung, in der Hey er durchschlagend sprach; elf Polizisten und der Herr Commissär Herrig waren anwesend. Im Uebrigcn vergeht kein Tag, wo nicht ein oder zwei Versammlungen abgehalten werden; Heyer und Schwartz referiren allenthalben mit Erfolg. Unser Can- didat, Schuhmacher Hartmann, hat sich seinen Wählern hier in Lübeck, in Schlubug und in Travemünde vorgestellt. In Lübeck war die Versammlung eine glänzende, in Schlubug mußte ein Lehrer mehrmals zur Ruhe gewiesen werden. In Travemünde Gefühle; Wissenschaft und Kunst ersetzen das stolze Bewußtsein nicht, einem großen, starken, geachteten und gefürchtcten Volk anzugehören. Ich glaube auch an die Zukunft des deutschen Volkes; das deutsche Volk verspricht eine Zukunft und hat eine Zukunft. Aber jetzt sprechen wir von der Gegenwart. Setzen wir den Fall, daß Napoleon besiegt würde, gänzlich besiegt. Nun? was soll nun werden?� Sie sprechen von dem Erwachen, von der Erhebung des deuffchen Volkes, und meinen, dieses Volk werde sich nicht wieder entreißen lassen, was es errungen und nnt Gut und Blut theuer erkauft hat, nämlich die Freiheit. Ist denn wirklich das Volk erwacht? Weiß es, was es will und was es vermag? Haben Sie das prächtige Wort vergessen, das der ehrliche Philister in Jena seinem Nachbar zurief: daß jetzt nach dem Abzug der Franzosen seine Stube gescheuert sei und er die Russen bequemlich empfangen könne? Der Schlaf ist zu tief gewesen, als daß auch die stärkste Rüttelung so schnell zur Be- sinnung zurückzuführen vermöchte. Und ist denn jede Bewegung eine Erhebung? Erhebt sich,>ver gewaltsam aufgestöbert wird? Wir sprechen nicht von den Tausenden gebildeter Jünglinge und Männer, wir sprechen von der Menge, von den Millionen. Und was ist denn errungen oder gewonnen worden? Sie sagen: die Freiheit. Vielleicht würden wir es richtiger Befreiung nennen; nämlich Befreiung nicht vom Joche der Fremden, sondern von einem fremden Joche. Es ist wahr: Franzosen sehe ich nicht mehr, und nicht mehr Italiener; dafür aber sehe ich Kosaken, Baschkiren, Croaten, Magyaren, Ksffuben, Samländcr, braune und andere Husaren. Wir haben uns seit langer Zeit gewöhnt, unseren Blick nur nach Westen zu richten und alle Gefahr von dorther zu erwarten; aber die Erde dehnt sich auch noch weit- hin nach Morgen aus. Lassen Sic mich nicht mehr sagen. Sie zwar berufen sich auf die vortrefflichen Proclamationen fremder Herren und einheimischer. Ja, ja! ein Pferd! ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!" wurde die Versammlung, da die Arbeiter daselbst einige Gebil- dete— drei Lehrer, ein Glaser, einen Schuhmacher und einen Guts- besitzer— wegen Ruhestörung an die frische Luft setzen wollten, polizeilich geschloffen. Doch wird Hartmann noch einmal daselbst sprechen, dann werden die Arbeiter für Ruhe sorgen, denn Travemünde ist unser. So geht es hier vorwärts in den Wahl- kämpf, und bei weiterer ebenso reger Agitation wird der Sieg auch unser. R. Schröder, Falckenstraße 42. Kötn, 26. Dezember. Der Berliner„Volkszeitung" ent- nehmen wir folgende bezeichnende Correspondenz: Die sozial- demokratische Arbeiterpartei hat es zu einer Zeitung gebracht, gestern gab sie zu der mit Neujahr wöchentlich erscheinenden „Kölner Freie Presse" die Probenummer aus und erklärte sofort flott der„Köln. Zeitung" und der„Köln. Volks-Ztg." den Krieg. Die Liberalen— zur Schmach sei es gesagt— vermögen seit dem Eingehen der„Rheinischen Zeitung" es nicht zu einem Parteiorgan zu bringen, dessen sie doch namentlich bei den Wahlen so bedürftig sind, exorbitante Schmähartikel und unred- liche Kampf-Manöver zu kennzeichnen und zu widerlegen. Ludwigshafen, 28. Dez. Parteigenossen der Pfalz! Aber mals haben wir uns organisirt zur Agitation, und abermals hat uns die heilige Hermaudad einen unserer besten und tüchtigsten Genossen entzogen und hinter Schloß und Riegel gesetzt. Genosse Ph. Mai nämlich wurde heute morgen in seiner Wohnung in Mannheim auf Requisition der Staatsanwaltschaft zu Franken- thal wegen vermeintlicher Ucbertretung der§§ 130 und 131 des Reichsstrafgesetzbuchs verhaftet und nach Frankcnthal tranSportirt. Derselbe Mann und dasselbe Gericht haben den Genossen Dreesbach schon vor 6 Monaten wegen desselben Vergehens 5 Wochen hindurch in Untersuchung zwischen Dieben und Ver- blechern gefangen gehalten, und doch wurde Dreesbach frei- gesprochen. Genossen! Lassen wir uns durch derartige Maß- regeln nicht schrecken; die beste Antwort sollen und müssen wir geben am 10. Januar; alle müssen wir unsere Schuldigkeit thun. Bis zum 11. Januar ist meine Adresse„F. I. Ehrhart, Qua- drat lt. 26 bei Graman, Ludwigshafen." An diese Adresse er suche ich alle Zuschriften zu richten.— Zuschriften nach Mann- heim möge man bis auf weiteres an Buttler, I. 5. 16 richten. Mit Gruß F. I. Ehrhart. Salzungen. Am 10. Dezember wurde hier eine Volksver- sammlung abgehalten, in welcher Herr Klute in ausgezeichneter Weise über das sozialdemokratische Programm sprach. Die Na- tionalliberalen hatten sich sehr zahlreich eingefunden. Nachdem aber Herr Klute gesprochen, traten dieselben mit ihren Ent- gegnungen so kleinlaut auf, daß es eine Freude war, zu sehen, wie erbärmlich sie dastanden. Zum Schlüsse trat noch ein Tisch- ler Namens Schlenstein auf. Derselbe behauptete, nur junge Leute mit unreifen Ideen wären Sozialdemokraten. Sie hätten auch keine ande'': Absicht, als die Massen in's Schlepptau zu nehmen; die Sozialdemokraten hätten ihm dies selbst gesagt. Dieser Tischlermeister soll es verstehen, möglichst in allen Farben zu schillern. Die Entgegnungen Klute's waren indes; so schlagend, daß die Liberalen beschämt den Saal verließen. Zu erwähnen ist noch, daß an demselben Abend ein Arbeiterverein gegründet wurde. Milz, Cigarrcnarbeiter. Sarau, 22. Dezember.(Allgemeiner Agitationsbericht für den Wahlkreis Sorau-Forst.) Nachdem in Forst und Umgegend mehrere Volks- und Wählerversammlungen mit gutem Erfolg abgehalten worden waren, fanden am vergangenen Sonntag den 17. d. M. zwei sehr gut besuchte Versammlungen, die eine in Helmsdorf und die andere in Triebe! statt, in welchen Herr Otto Kapell aus Hamburg zur großen Zufriedenheit der An- wescnden referirte.— Montag den 18. fand eine gut besuchte Versammlung in Schönwalde statt, in welcher auch der Herr Seelsorger mit anwesend war, wahrscheinlich um seine getreuen Schäfchen zu bewachen und sie vor den Lehren und Umtrieben der Sozialdemokratie und somit vom ewigen Verderben zu retten. — Dienstag den 19. war eine weitere Versammlung in Gassen. Hier hatten die Herren Fabrikanten es für nöthig befunden, ihre Arbeiter in den Fabriken für diesen Abend länger arbeiten zu lassen, trotzdem aber war die Versammlung eine gut besuchte.— Mittwoch den 20. Dezember endlich hatten wir das Glück, auch in Sorau wieder eine Volksversammlung abhalten zu können. Der große Theatersaal des Herrn Kirchgeorg(der größte hier) war überfüllt, trotzdem der Redakteur der„Sorauer Zeitung" in einem Artikel seines Blattes alle„redlichen" und reichs- freundlichen Bürger und Arbeiter der Stadt Sorau und Um- gegend aufgefordert hatte, die Versammlung nicht zu� besuchen. Herr Otto Kapell aus Hamburg referirte über die Tagesord- nung:„Die bevorstehende Reichstagswahl und das Programm der sozialistischen Arbeiterpartei" unter allgemeinem Beifall. Es folgte dann eine Beleuchtung des sozialdemokratischen Programms zur größten Befriedigung der überaus zahlreichen Versammlung, welche durch begeisterte Bravos mehrmals den Redner unter- brach. Die Versammlung nahm hierauf folgende zwei Resolu- tionen an, die erstere gegen 3 Stimmen, letztere einstimmig: „l. Die heutige Versammlung erklärt die in der„Sorauer Zeitung" veröffentlichten Artikel gegen die Sozialdemokratie und deren Zwecke als Produkt der Entstellung und Unwissenheit, diktirt vom Haß gegen die Arbeiterbewegung. Die Ver- sammlung spricht ihre tiefste Entrüstung über dieses ver- nunftwidrige Machwerk aus." „D. Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem von Herrn Otto Kapell entwickelten Programm der deutschen So- zialdemokratie vollkommen einverstanden. Sie erklärt dies Programm als ein die Cultur und Vernunft förderndes. Die Versammelten erklären sich mit der Aufstellung des Herrn Otto Kapell als Reichstagscandidaten für den Soraner Kreis einverstanden und verfprechen, für die Wahl desselben am 10. Januar 1877 mit aller Energie einzutreten." Der Redakteur der„Sorauer Zettung", Ivelcher in einer Nuinmer seines Blattes behufs stenographischer Aufnahme der Candidatenrede des Hrn. Otto Kapell einen Stenographen suchte, hatte es vorgezogen, selbst nach vorhergehender Einladung, weder selbst zu erscheinen, noch, wie er es persönlich versprochen, sich vertreten zu lassen, vielmehr hatte er in seinem Blatte zum Rückzüge geblasen, und so hatte auch trotz mehrmaliger Auffor- derung des Vorsitzenden Niemand den Muth, gegen die Aus- führungen des Herrn O. Kapell etwas einzuwenden, weil diese Herren wohl selbst einsahen, daß sich Wahrheiten und Thatsachen nicht hinwegleugnen lassen.— In allen fünf oben angeführten Versammlungen herrschte das beste Einverständniß der Anwe- senden mit den Ausführungen des Herrn O. Kapell, und sind wir wohl berechtigt, uns der Hoffnung hinzugeben, den besten . Erfolg am 10. Januar 1877 für unser» Candidaten, Herrn i Otto Kapell, zu erwarten.' Darum, Handwerker, Kleinbauern und Arbeiter des Sorau- Forster Wahlkreises, die Euch die heutigen Verhältnisse drücken, ' überlegt, wem Ihr Eure Stimme geben wollt; nicht ein Ade- liger, ein Großgrundbesitzer, Großindustrieller, noch ein Appel- l ationsgerichtsrath kann Eure Interessen voll und ganz vertreten son- dern nur ein Mann aus dem Volke, der unter dem Volke m !.. � denselben Verhältnissen groß geworden, der selbst Jahr aus Jahr ein mit dem Volke in Verbindung steht, nur der kann und wird mit aller Kraft für die Interessen seiner Wähler ein- treten, und dieser Mann ist Herr Otto Kapell aus Hamburg. Nur diesen wählt, nur diesem gebt Eure Stimme am 10. Ja- nuar 1877 und versäume Keiner, sein höchstes politisches Recht für sich und zum Wohl und Heil des Volkes auszunützen. Bis dahin aber thue ein Jeder seine Schuldigkeit. 10 Uhr sein— kamen wie Blitze aus heiterm Himmel noch der' Parteigenossen in beiden Wahlkreisen, welche gewillt sind, Stimm- Gensdarm und Polizeidiener herbeigestürzt und fragten den Zettel zu verbreiten, oder überhaupt im Interesse der Wahl thätig zu om:..l-c......... o Cr.'____ r....c. r___. r.. c• cr\. r......./..... ipttr Futfon Vtitv tTivp WSvoffovr(Z* vi...__...L.u. Wirth, ob er uns Feierabend geboten habe, die Versammlung iein, bitten wir, ihre Adressen an Carl Trillhose zu Tonnendeich dürfe nicht über die Polizeistunde hinaus tagen. Wir Marens Wilhelmshaven zu senden. zufrieden, denn unsere Absicht war erreicht— die Versammlung war gut verlaufen. ....«LI» ,«».. lg- /c.pzig, 20. Dezbr Wenn m den letzten Wochen von reichen Ver ammlung über das Thema:..Die Re.chstagswahlen fertigt ist. Ueber Pyat, den wir nie ernst genommen haben, urtheilen hier betreffs der Wahlagltation wenig im Centralorgan berichtet und deren Bedeutung für das arbeitende Volk." Die aus allen wir wie Sie— das war aber kein hinreichender Grund für uns, die Briefkasten der Redaktion. Hrn. Kaufmann in London: Ihr Inserat köw- wurde, so hat dies seinen Grund darin, well erstens kürzere Be- richte schon in der„Fackel" erschienen sind und zweitens der Raum des„Vorwärts" von anderen Orten desto stärker in An- spruch genommen war.— Wie bekannt, ist für den 10., 11., 12., 13. und 14. Wahlkreis ein Central- Wahlcomits mit dem Eitze in Leipzig, Vorsitzender Chr. Hadlich, Färberstr. 12, er- nannt. Seitens desselben sind nun mit Hilfe der vorhandenen agitatorischen Kräfte in folgenden Kreisen Versammlungen anbe- räumt und abgehalten worden: 1) Im 10. Wahlkreis lWald- heim, Döbeln, Leisnig), wo Th. Burckhardt, Xylograph, auf- gestellt ist, fanden Versammlungen statt, in Siebenlehn(Referent Lienig); Waldheim, Döbeln, Hartha, Obergruna, Siebenlehn /-11 Uhr, bei Michaeli, Windmühlenstraße Nr. 7: Große Tischler-Versammlung. Tagesordnung: Die Werkstatt-Ordnung der Leipziger Tischler- meister.(80 Die Tischler werden aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Donnerstag, den 4. Januar, Abends'/jO Uhr, ■Vvl-f-'ij'o* bei Michaeli, Windmühlenstraße 7: OeffentlicheSozialisten-Versanunkmg. rr- Tagesordnung: Die Organisation der Veriheilung der Stimm« zettel und Wahlaufrufe für den 12. und 13. Wahlkreis. Die Parteigenossen aus dem 13. Wahlkreis sind eingeladen. Der Agent.(80 Wir haben uns heute ins Civilstandsregister eintragen lassen. Albert und Marie Kinski geb. Tuttlies.. Mehlauken, 23. December 1876.(90 Die Meue Welt. Jllustrirtes Unterhaltungsblatt, wöchentlich r, Bogen, Preis vierteljährlich M. 1,20. In Hefte» ü 0,30. Jede Buchhandlung und Postanstalt nimmt Bestellungen an. Alle diejenigen Gesinnungsgenossen, welche Gelegenheit haben, den, wo und wie viel wir Anhänger haben. einen fällt schwer ins Gewicht. Lasse sich also Keiner dadurch ab' hallen, zur Wahl zu gehen, daß er glaubt, in seinem Kreise sei es noch nicht möglich gewesen, ein sozialistisches Wahlcomits zusammenzu- bringen und deshalb dürfe er, da er mit andern Parteien nicht wählen den verhindert zu erscheinen. Herr Roland aus Minden über- nahm alsdann das Referat und sprach eingehend über folgende Zln die Parteigenossen des 2. oldcnburgcr und Punkte: 1) Wen wählen wir? 2) Was haben wir zu erwarten' näucrscbcn SkablkccneS. von den jetzt im Reichstag herrschenden Parteien? 3) Was hat der Reichstag gcthan für die Schule? Ter Redner erntete reichen Beifall. Nachdem die Versammlung geschlossen war und die Anwesenden sich entfernt hatten, da— es konnte gerade! nicht verlohne, daß hier oder dort vereinzelte Stimmen für unsere die Prospekte in Versammlungen, Vereinen, Werkstätten, Wirth Candidaten abgegeben werden. Durch die Wahl muß constatirt wer-> schaften und Familien zu verbreiten, werden dringend um so- Die Stimme jedes Ein- fortigc Angabe ihrer Adresse und der Zahl der ihnen zu senden- j)en Prospekte gebeten.— Eine entsprechende Subscriptionsliste (Abonnenten- Sammelliste) wird in mehreren Exemplaren der Sendung beigefügt. Ein Jeder hat die Pflicht, für„?ie Yeue Wett", welche der wichtigsten Partei-Unternehmungen ist � stehenden Jahreswechsel entschieden einzutreten. Schafft neue Köonnenten— sei Losung. Die chenossenschastsbuchdruciierei zu-Leipzig. Soeben ist erschienen: Ms den Nuinen von Ztimrut und Gl'ympia. Herausgegeben von G. R. 'Der Ertrag des Schriftchens wird dem Wahlfond überwiesen. Preis 10 Pfennig. Die Expedition des„Vorwärts". Verantwortlicher Redakteur: W. Liebknecht in Leipzig. Redaktion und Expeditton Färbersttaße 12/11. in Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerel M Leipzig. will, sich der Wahl enthalten. Das darf er nicht! Bei der Wahl heißt,—; �- U iiternebmunaen" ttt bei dem bevor es: Alle Mann auf Deck!" Flugblätter und Stimmzettel sind durch eme der imchtlgsten Patter-Unterneymungen ist, Unterzeichneten zu haben. Auch können sich die Genossen und An-."' hänger unserer Partei schlimmsten Falles einige Stimmzettel mit dem Namen eines bekannten Sozialisten selbst auszuMen., Für nachfolgende Wahlkreise sind als Candidaten aufgestellt: Breslau(Ostbezirk>: A. Bäthke, Maschinenbauer in Berlin; Breslau(Westbezirk): I. Kräcker, Sattler in Breslau; Waldenburg: A. Kapell, Zimmerer in Hamburg; Reichenbach-Ncurode: A. Kapell, Zimmerer in Hamburg; Striegau: K. P. Reinders, Photograph in Breslau. Liegnitz-Hainau: K. P. Reinders, Photograph in Breslau; Bricg: Karl Just, Schneider in Breslau; Kröbcn-Rawi:z: K. P. Reinders, Photograph in Breslau.> I. A.: K. Just, Vorsitzender des Central-Arbeiterwahlcomitös für Schlesien. 2. han- növecschen Wahlkreises. . Der Candidat der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist in beiden Der Redner erntete Wahlkreisen: Carl Trillhose in Heppens. Das Arbciterwahlcomitö von Wilhelmshaven und Heppens.