Nr. 299. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste 9 für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertiors- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern sprech- Anschlußt: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Dienstag, den 22. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. zwar Eine reffende That doch etwas zu russisch, der Widerwille, das Miß- geworden waren. Zwar fehlt den Handelsverträgen trauen bemächtigten sich immer weiterer Kreise im und wir haben schon früher hierauf hingewiesen find die soeben von dem Reichstage angenommenen Han- Innern wie im Ausland es wollte nichts mehr ge- fehlt ihnen nicht eine chauvinistische Spitze- sie haben delsverträge genannt worden. Das sind sie nun lingen", die diplomatischen Zirkus, Kunst- und Kraftstücke den Dreibund zur Voraussetzung und Grundlage, und ganz gewiß nicht. Denn„ gerettet" haben uns diese Han- imponirten Niemandem mehr, mit Schimpf und Schande daß der Dreibund gegen Frankreich und Rußland ge delsverträge von keinem der Uebel, an denen wir kranken, mußte Fürst Bismarck vom Schauplaße zurücktreten. schlossen war, wird auch die kräftigste politische Heuchelei aus keiner der Gefahren, von denen wir umringt sind. Aber nur seine Methode hatte Schiffbruch ge- heute nicht mehr leugnen. Indeß nicht richtig ist, daß Eine rettende That müßte der Bruch mit dem litten, nicht das System, dessen Produkt, Werkzeug und die Handelsverträge, weil zunächst die Staaten des Dreis System sein, das uns in die Uebel und Gefahren Vertreter er ein Vierteljahrhundert gewesen war. bunds umfassend, den Staaten des Zweibunds" gegen " " und gestürzt hat, aus denen wir Rettung" brauchen, wenn ,, Der Kurs bleibt der bleibt der alte", hieß es kurz über einen aggressiven( feindlichen) Charakter hätten. Die anders wir nicht ökonomisch und politisch verderben wollen. nach dem Sturz des übermüthigen Bassallen" und einfache Thatsache, daß auch die neutrale Schweiz und Und einen Bruch mit diesem System bedeuten die Handels- Hausmeiers. Das Wort war wahrer, als derartige ge- das neutrale Belgien in den mitteleuropäischen Zollverträge nach feiner Richtung hin im Gegentheil, sie flügelte Worte sonst zu sein pflegen. bund hereingezogen sind, nimmt ihm den aggressiven ruhen ganz auf dem Boden desselben und haben sogar, Statt: Der Kurs bleibt der alte", hätte es nur Charakter. Und wir halten es für sehr wahrscheinlich, wie wir von vornherein sagten und wie seitdem aus- richtiger geheißen: Das Sy st elm bleibt das alte. daß eines schönen Tages auch die Zollschranken drücklich zugestanden worden ist, den Zweck, es zu be= Das System ist das alte geblieben, blos die Methode zwischen den mitteleuropäischen Zollbund- Staaten und festigen. hat gewechselt. Das Brutale, Gewaltthätige, Unwahrhaftige, Frankreich fallen werden. Doch das ist ZukunftsUm richtig zu urtheilen, haben wir uns vor allen Nervös- Sprunghafte, das in der Persönlichkeit des früheren musik, mit der wir uns nicht weiter befassen wollen. Dingen über die Natur und das Wesen dieses Systems Systemträgers gelegen hatte, ist mit der Person ver- Daß die Handelsverträge als solche durchaus reak tlar zu werden. Es ist das System des Kapitalismus, schwundenes sind glattere, elegantere Manieren, ver- tionäre Maßregeln sind, die in eine freie, den Ideen und der, nicht gemildert durch politische Freiheit und demo föhnlichere Formen zur Herrschaft gelangt allein dar- Interessen der Gegenwart entsprechende Politik nicht ge fratische Einrichtungen, die Ausbeutung und Unterdrückung auf beschränkt sich auch der Wechsel. Das Sozialisten- hören, dessen sind wir uns sehr wohl bewußt der Vielen" durch die Wenigen"- der arbeitenden gesetz ist gefallen die Verfolgung der Sozialisten dauert trotzdem lagen die Dinge so, daß unsere Parteigenossen Klasse durch die besitzende in wildem Goldhunger toll fort; der Sozialist gilt nach wie vor, zwar nicht als Reichs im Reichstag für die Verträge zu stimmen verpflichtet auf die Spize treibt. Unter Bismarck, dem gelehrigen Schüler feind aber, was schlimmer, als Gesellschaftsfeind, als waren. Die einfache Rückkehr zum Freihandel, insBonaparte's, wurde es mit einer Rücksichtslosigkeit durch Feind menschlicher Gefittung, als wilde Bestie, die, wenn besondere zum Freihandel mit Lebensmitteln, war augengeführt, die vor keinen Konsequenzen zurückschreckte. Die sie sich nicht zähmen läßt, hinter Schloß und Riegel ge- blicklich nicht zu erreichen, da galt es dem Bolt Volk Klinfe der Gesetzgebung" wurde den Großkapitalisten in steckt, oder gar über den Haufen geschossen werden muß. wenigstens das Erreichbare zu sichern. Die Dauer der die Hand gegeben, und sie wurde von ihnen als Pump- Für die soziale Frage finden wir heut so wenig Ver- Verträge auf 12 Jahre konnte uns keine Kopfschmerzen kurbel benußt, um dem arbeitenden Volk das Herzblut ständniß, wie unter dem Bismarck'schen Regiment. Die verursachen. Wir wissen nicht, was die Zukunft im und das letzte Mark auszupumpen. Die Züchtung der offizielle Sozialreform ist nach wie vor Polizeireform Schooße birgt, aber das wissen wir, daß in 12 Jahren Millionäre" begann -die arbeitenden Massen verarmten, der sogenannte Arbeiterschutz in Wirklichkeit ein Arbeit- diese Handelsverträge, mit sammt ihren politisch- wirthRiefenvermögen sammelten sich in den Taschen der bevor- geber schutz. Nach wie vor herrscht der Großkapitalismus, schaftlichen Voraussetzungen, Märchen der Vergangenheit zugten Glücklichen die Schutzölle( Industrie- und Korn- nach wie vor blühen die Zölle, welche von den Reichen sein werden. zölle) beschleunigten einerseits den Untergang der Hand- dem arbeitenden Volk aufgelegt, und vom arbeitenden Genug, mögen die Handelsverträge auch erhebliche werfer, Kleingewerbetreibenden und Bauern, anderseits Volk den Reichen bezahlt werden müssen nach wie vor Vortheile bieten die wir die letzten sind zu leugnen- dem die Konzentrirung des sogenannten Nationalreichthums wuchert der Militarismus, einem Polyp gleich, der den System, das uns wirthschaftlich und politisch zu Grunde im Besitz Weniger. Die Unzufriedenheit die noth- Organismus mehr und mehr erfüllt, ihm die Säfte aus- richtet, laufen sie nicht zuwider, sie haben es zur Basis wendige Folge des Systems wurde gewaltsam zum saugt und ihn schließlich ersticken muß. und sie haben zum Zweck es zu stärken. Schweigen gebracht: durch Ausnahmegesetze suchten die Nichts ist geändert im System, das wie ein Alp auf Von einer rettenden That werden wir mit Machthaber das Volk zu knebeln, durch eine„ ruhmvolle" uns lastet, Armuth und Elend verbreitet und da sollen Berechtigung erst dann reden können, wenn das System, auswärtige Politik es zu blenden, durch eine korrupte die Handelsverträge eine rettende That" sein! auf welches die Handelsverträge sich stützen und dem sie Preffe ihm Sand in die Augen zu streuen, durch das Nicht, daß wir sie unterschätzen wollten. Die gleichzeitig zur Stüße dienen sollen, mit sammt diesen Rothe Gespenst und den blutigen Kriegswauwau es zu Handelsverträge geben unserem Volt billigeres Brot und Handelsverträgen gefallen ist und einer Gesellschaftsängstigen und am ruhigen Denken zu hindern. schon deshalb war es Pflicht unserer Reichstagsfraktion, ordnung Platz gemacht hat, die weder Ausbeuter noch Der Bogen wurde zu straff gespannt. Die für sie zu stimmen. Sie verbessern unzweifelhaft unsere Be- Ausgebeutete, weder Herren noch Knechte kennt und das Regierungsmethode des Fürsten Bismarck, die alle idealen ziehungen zum Ausland und tragen zur Beendigung jenes Ideal der Völkerverbrüderung und des ewigen Friedens Faktoren verachtete, bloß an die niedersten Instinkte und verderblichen Zollfrieges bei, den Fürst Bismarck, vom in der sozialistischen nationalen und gemeinsten Leidenschaften sich wandte und kein Mittel ver- Größenwahn erfüllt, gegen die ganze Welt unternommen internationalen schmähte, das Erfolg versprach war für Deutschland hatte, und in dem wir die Prügelknaben der ganzen Welt Arbeit verwirklicht. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Fé. Von Edna Fern. Also deshalb", sagt er ruhig. ( 12 " Ja, deshalb", antwortet fie giftig, und ich sehe, daß die höchste Zeit war. Nun?" Ella, wenn es Dir möglich ist, so höre mich einmal ruhig an. Du weißt, was ich Dir vor meiner Abreise fagte ich erinnerte Dich heute Nachmittag daran-" " Jawohl," warf Ella ein, heute Nachmittag, wo Du vor der ganzen Gesellschaft blamirt hast". Blamirt? Doch wohl kaum. Nun, wie Du es auffaffen willst.mich " Ich habe Dir damals gesagt, Ella, wir wollten uns trennen für eine Zeitlang und ich sage Dir jetzt für immer. Es geht so nicht weiter; ich ertrage es nicht länger, und ich will nicht zu Grunde gehen, hörst Du, ich will nicht. Und Du? Willst Du an der Seite eines ungeliebten Mannes verkümmern? Gieb mich frei, Ella, und werde felbst frei! Es ist wahrhaftig das Beste für uns Beide." Ella hat sich aufgerichtet aus ihrer nachlässigen Haltung, die schwarzen Augen starren ihn an. an der Seite eines Mannes, der nichts kann und nichts wird, ein Lump" da war es heraus und Ella hält inne, aber Günther entgegnet keine Silbe. Da fährt sie fort, unaufhaltsam, sich selber überstürzend: Ja, an Deiner Seite habe ich mein Leben vergeudet, meine schönsten Jahre, und nun sollen wohl die Leute mit Fingern auf mich zeigen, mich hohnlächelnd bemitleiden, ihrer Leidenschaft. als eine Frau, die ihr Mann nicht mehr gewollt, weil sie zu alt geworden und er eine Jüngere vorzieht. Das sage ich Dir, Günther," sie springt auf und tritt dicht vor ihn hin; die ganze schmächtige Gestalt bebte unter der Wucht " Niemals löse ich die Fesseln, die Du einst willig genug auf Dich nahmst, nie und nimmer gönne ich Dich jener niederträchtigen Dirne, die ihre Mutter, mich, die ganze Welt hintergangen hat, um eine Liebschaft mit einem verheiratheten Manne anzuzetteln. D, wie ich sie hasse, diese Schlange!" Das ist mehr, als Eifersucht, was aus Ella's glühenden Augen spricht, das ist wahnsinniger Haß der alternden Frau, welche ihre Macht mit der Schönheit dahinschwinden sieht, gegen Jugend, gegen Liebreiz und Anmuth. Und nun folgt eine Reihe von Schmähungen und Verwünschungen gegen Fé, welche die Furie da vor ihm Günther ins Gesicht schleudert, die ihn außer sich bringen. Aschfahl wird sein Gesicht, sinnlos vor Zorn faßt er sie am Arm und Du," ein schneidend scharfes Lachen gellt durch's schüttelt sie: Bimmer, Du Du willst Dich von mir trennen, Dich" Weib, kein Wort mehr oder ich schlage zu!" Da 11 Organisation der ruhig. Er geht zum Fenster und blickt hinaus in das milde Mondenlicht. Also Du wolltest mich schlagen Du. Ich sage Dir, auf den Knien noch wirst Du mir danken, daß ich Dich von dem Geschöpf losreiße. Armer, verblendeter Mann, Du dauerst mich! Ich thue ein gutes Werk, und darum gebe ich Dich auch nicht frei- hörst Du? Niemals!" Woll von verächtlichem Mitleid sieht sie ihn an. So tief also bist Du gesunken, daß Du mich schlagen wolltest," wiederholt sie noch einmal höhnisch,„ roher Mensch Du!" Da wendet sich Günther: Sei still, Ella, wir sind fertig mit einander. Nur das Gine noch: Ich werde das Glück erringen auf meine Weise, verlaß Dich drauf, und Du sollst mich nicht daran hindern." Als Ella am nächsten Morgen erwachte, stand Günther vor ihr und sagte kurz: " Heute Mittag reisen wir," und zum ersten Male hatte Ella keine Widerworte. Zwischen Günther und Ernst entspinnt sich dann ein kurzes, aber inhaltsvolles Gespräch: Wir reisen Ernst," sagt Günther. " Zusammen?" fragt Ernst. Sie nach Süden, ich nach Norden," entgegnet Günther. Und hoffentlich werden sich unsere Wege nie mehr kreuzen." " Das Einzige," nickt Ernst. " Und wenn ich frei bin, Ernst?" fragt Günther. " So komme wieder nicht eher, Günther." Sie reichen sich die Hände. In Ernst's Gesicht liegt wohl sogar von mir scheiden lassen- Wie?- Nicht tritt ein Ausdruck unverhohlenen Entsetzens in Ella's ein fremder, weicher Zug, und in Günther's Augen rückgenug, daß ich meine besten Jahre an Deiner Seite, Augen, und Günther wird plötzlich ruhig, ganz sichtslose Entschlossenheit. Politische Lebersicht. Maß seiner Arbeitsleistung in der Vergangenheit zu führen Zu dem Versuch einiger fächsischer LandtagsBerlin, den 21. Dezember " 1 " hätte. Dieser Gedanke sei ohne Zuthum des Reichskanzlers Reaktionäre, Liebknech t's Mandat für ungiltig er lediglich im Wege der Reichstagsverhandlungen und der klären zu lassen, schreibt die Redaktion der Frankfurter Der Reichstag wird sich nach den Ferien zunächst mit vom Reichskanzler unabhängigen staatlichen Ausführung Zeitung"( vom 18. Dezember): Ser Erledigung des Etats befassen, dessen erste Lesung beverloren gegangen. Die Frage liegt doch sehr einfach. Hat Herr Lieb kanntlich bereits erfolgt ist. Es stehen diesmal noch enorm Nun ist es einfach nicht wahr, was die„ Hamburger knecht die sächsische Staatsangehörigkeit noch, gesteigerte Forderungen für Militär und Marine in Nachrichten" schreiben. In dem Entwurf, den Bismarck so ist sein Mandat unanfechtbar, er mag seinen Wohnsib Frage. Bon bereits eingegangenen Regierungsvorlagen dem Bundesrath vorlegte, war das Maß der Arbeitsleistung haben, wo er will. Red. der Frantf. 3tg." find außerdem noch zu erledigen: Das Krankenkassen- Gesetz in in der Vergangenheit Voraussetzung der Rente. Er hat aber nicht blos seine sächsische Staatsdritter Lesung, der Schweizer Handelsvertrag, die VerfassungsWenn Bismarck gegenwärtig die meisten seiner Ne- angehörigkeit noch( und wird sie auch behalten), sondern änderung wegen der Immunität der Abgeordneten, die gierungshandlungen verurtheilt, so hat er darin ganz Recht; auch einen Wohnsis in Sachsen. Gesezentwürfe wegen Bestrafung des Sklavenhandels, über aber wenn er über dieselben schimpfen soll, dann ist er als Das Ganze ist eben nichts, als eine niedrige Chikane. die Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete, über das Urheber derselben„ de Nächste dortan". Telegraphenwesen, über die österreichischen Vereinsthaler und Im sich einen radikalen Auftrich zu geben, Wegen Beschimpfung des heiligen Rockes in Trier flunkert die Berliner Zeitung" ihren Lesern allerlei vor, über die Unterſtüßung von Familien der zu Friedensübungen durch Aeußerungen und bildliche Darstellungen ist gegen den 1. A. auch:" Der Vorwärts" hat dem Führer der Res einberufenen Mannschaften. Ueber das neue Material, das Kladderadatsch", und zwar nicht blos gegen den verant- gierung erst gestern ein Zeugniß Nummer Eins ausgestellt." dem Reichstag noch zugehen wird, sind endgiltige Entwortlichen Redakteur, Herrn Trojan, sondern auch gegen den Wo hat die Berliner Zeitung" das gelesen? wo auch nur scheidungen noch nicht getroffen. Zeichner der inkriminirten Bilder, Herrn Jüttner, so wie eine Stelle, die auch nur im mindesten so gedeutet werden Die denkbar härteste Verurtheilung des Biz gegen den Maschinenmeister der Druckerei, in welcher die könnte? Um flunkern zu können, scheut sich die„ Berliner Zeimard'schen Regiments liegt in der Thatsache, daß technische Herstellung des inkriminirten Blattes erfolgt, tung" nicht vor der handgreiflichsten Liige. die Handelsverträge im Deutschen Reichstag und Anklage erhoben worden. Der letztere erscheint nach beim deutschen Volk im Allgemeinen eine günstige Auf der Anklage verdächtig,„ dem Jüttner und Trojan Aus der Schweiz eine gute Nachricht: im Kanton nahme gefunden haben. In England begreift man dies zur Begehung des Bergehens durch That Basel ist gestern( Sonntag) das Gesetz, welches die Wahl gar nicht. Die Politik der Handelsverträge ist dort längst wissentliche Hilfe geleistet zu haben, indem der Richter durch das Volk einführt, bei der zum alten Eisen geworfen und insbesondere diese Handels- er die bildliche Darstellung und die Artikel Urabstimmung mit 2573 gegen 1504 Stimmen ange verträge sind vom Standpunkte der Weltwirthschaft zum Druck brachte". Der„ National- Zeitung" ist es nommen worden. Bravo! aus so unbedeutend klein und kleinlich, daß wir uns über Maschinenmeister erhoben, bei diesem stehen bleibt, warum öffentlicht ein Rundschreiben des Ministers der Volksvöllig unverständlich, warum die Anklage, wenn gegen den Russisches. Die„ Riga'sche Polizei Zeitung" verdie Verwunderung der Engländer nicht wundern können nicht die Scher, warum nicht die Falzer, warum nicht die aufklärung, durch welches im Einvernehmen mit dem Wir aber sind nicht verwundert über die unverhältniß Boten mit angeklagt werden, welche das fertige Blatt ver- Minister des Junern allen Kuratoren der Lehrbezirke vor Setzer, mäßig günstige Ausnahme, welche die Handelsverträge in Deutschland gefunden haben. Es ist die Freude des Ver- breitet haben u. s. w. Es wäre dies nur eine Konsequenz geschrieben wird, dahin Anordnung zu treffen, daß die schmachtenden, der den Rand der Wüste zu erblicken glaubt der Verfolgung des Maschinenmeisters, während diese ganz Lehrer und Schüler sämmtlicher Lehranstalten ortho und endlich einen färglichen Trunk Wassers bekommt. Er folgerichtig der Entscheidung des Reichsgerichts entspricht, doyer und anderer christlichen Konfeffionen an allen fragt nicht danach, ob das Wasser rein ist und welche auch den Korrektor verantwortlich für Preßvergehen hohen Feiertagen obligatorisch dem von der griechisch- orthoob es auch seinem Durste genügt. Er trinkt eben. Erst machte. Die„ National Zeitung" meint, der Versuch, die doren Geistlichkeit abzuhaltenden Gottesdienst beizuwohnen nach dem er getrunken, merkt er, daß der Trunk trübe. Korrektoren, die Maschinenmeister, oder am Ende die Jungen, haben. Zuwiderhandelnde sollen unverzüglich aus den Lehrund bei Weitem nicht ausreichend. Sobald diese Handels- welche die Zeitungen austragen, für Preßvergehen haften zu anstalten ausgestoßen werden. verträge ins Leben getreten sind, wird sich das Ungenügende lassen, geht über die erwähnten Leistungen der Neaktionszeit der derselben herausstellen. Jetzt herrscht noch der natürliche fünfziger Jahre noch hinaus. Die" National- Zeitung" hat Der sozialistische Studentenkongres in Brüssel Jubel, daß die Wanderung durch die Wüste der Bismarck'schen diese Zeit mit durchgemacht, aber als zur Zeit der national- wurde gestern Mittag unter dem Vorsitz des Advokaten Wirthschaftspolitik dem Ende zu nahen scheint und daß wir liberalen Herrlichkeit Preßgesetz und Kriminalprozeß nen Fontaine und des Vizepräsidenten Bolders, des bekannten nicht verschmachtet sind. gestaltet wurde, da hatte sie die ganze Reaktionszeit ver- belgischen Sozialisten, eröffnet. Dem Kongreß wohnten Progessen und in der blinden Unterwrfung unter ihren Abfessor Prinz, Georges Defuisseaux, Monseur und andere Die Sozialdemokraten, die Freisinnigen, das gott Bismarck schuf sie einer ärgeren Reaktion selbst die bekannte Persönlichkeiten der Brüsseler Demokratie bei. Zentrum, die Polen und die Welfen stimmten schneidendsten Waffen. In der gestrigen Sigung wurde die Tagesordnung fest geschlossen für den Vertrag," mit mit diesen Worten In der Zeit des Kulturkampfes," als Bismarck den gestellt. beginnt die Münchener Allgemeine Zeitung" ihren Ultramontanen unter lautem Beifall der Nationalliberalen wuthstrohenden Leitartikel über die Anuahme der den Kullmann an die Rockschöße hängen konnte, ohne daß Während deutsche Chauviniste n die Handelsverträge. 3n anderen Zeiten, meint sie, würde der nationalliberale Reichstagspräsident diese Frechheit rügte, Engländer bereits im Dreib und sehen, glauben frans eine solche Abstimmung einem entschlossenen" nein" des als Bismarck seinen Staatskatholizismus" schuf, als zösische Chauvinisten, John Bull stehe bereits mit beiden Bundesrath begeguet sein." Heute lägen die Dinge anders. Gendarme greise Priester wegen Verabreichung von Sakra- Füßen im Zweibund"; sie schließen bas aus der Ernennung Dieser reichsfeindlichen Majorität- daß unter ihr sich auch menten verhafteten, als Maigejeze u. s. w. den Kampf wegen der Lord Dufferin's zum Botschafter Englands bei der fran die überwiegende Mehrheit der Gesinnungsgenossen der Oberhoheit des bunten Gendarm gegen den schwarzen zösischen Republit an Stelle des verstorbenen Lord Lytton Allgemeinen Zeitung", fast sämmtliche Nationalliberale führten, da war die National Zeitung" weit davon Bulwer. Nun, Lord Dufferin gilt allerdings für den und die Majorität der Freikonservativen befanden, wird entfernt, für die Freiheit der religiösen wie der un tüchtigsten und vornehmsten Diplomaten Englands, allein hübsch verschwiegen sei die höchste Anerkennung aus religiösen Meinungsäußerung einzutreten. Jetzt wo der John Bull ist ein schlauer Bursche und wird nach wie vor Sem Munde des Kaisers zu Theil geworden, von der die Staat mit Rom seinen Frieden gemacht hat, und Katholi- zwischen dent Dreibund" und dem Zweibund" balanciren. Träger der hervorragendsten Abelsgeschlechter der preußischen zismus und Protestantismus in ihren anerkannten Organen So ist er in der bequemsten Weise von der Welt absoluter Monarchie, Namen, welche bei großen geschichtlichen Er nach gleichem Recht behandelt, jetzt, wo die Nationalliberalen, err der Situation- ein beneidenswerther Vor folgen Preußens ehedem niemals zu fehlen pflegten, aus- vermodert und verfault, nur noch durch die Reste des theil, den er einigen verrückten Chauvinisten des Kontinents geschlossen seien. Zu den Worten des Kaisers, daß die Ver- Kulturkampfes einiges Leben zu gewinnen hoffen, jetzt fühlt zu Liebe sicher nicht freiwillig aufgeben wird. träge zu Stande gekommen, troß der Verdächtigungen und die National- Zeitung", die eifrige Vertreterin der ProSchwierigkeiten,"" die dem Reichskanzler gemacht seien, erklärt teftantenvereinler, was sie und ihre Partei verbrochen haben, Das australische Wahlsystem soll im Staate das Bismarck'che Blatt, daß ihm von" Verdächtigungen" nichts am eigenen Leibe. Die Ultramontanen sind jetzt auf dem Pennsylvanien demnächst eingeführt werden. bekannt geworden ist. Wie gut der Allgemeinen Zeitung" die Posten, und wenn es ihnen einmal nicht mehr paßt, die kanntlich ist es einer der Grundzüge des australischen WahlUnschuldsmaske steht! Fast eben so gut, wie Bismarck, Nat. 8tg." mit den Luther'schen Worten über den römischen verfahrens, daß alle Parteizettel durch einen einzigen amt wenn er versichert, er komme nur deshalb nicht in den Antichrist sich gefallen zu lassen, dann kann die National lichen Stimmzettel ersetzt werden, auf welchem die Namen Reichstag, weil es ihm widerstehe die Regierung anzugreifen, Beitung" auch über sich das Schicksal des„ Kladderadatsch" aller Kandidaten aller Parteien erscheinen. Der Wähler während er in der That nicht genug all seine Galle und sich ergehen sehen. Der§ 166 des Strafgesetzbuchs, den die hat dann lediglich mit einem Mertzeichen gegenüber den seinen Geifer über dieselbe ausläßt. " National- Zeitung" in der Anwendung gegen Sozialdemo- Namen diejenigen anzudeuten, für welche er stimmt. Das fraten und Ungläubige billigte, trifft auch die orthodoxen Privilegium, auf solche Stimmzettel gesetzt zu werden, ist wie die nationalliberalen Protestanten, wenn sie den papisti- jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft und nur diejenigen schen Antichrift oder den heiligen Rock angreifen. Parteien, welche sie erfüllen können, werden künftig an erkannt". # Bismarck sucht die Mängel des Juvaliditäts- und Alterversicherungs- Gesetzes und das Odium, das dasselbe in den Kreisen derselben Parteien, welche es durchdrücken halfen, genießt, von sich abzuwälzen. So läßt er die„ Ham- Die Reichstags- Erfahwahl für Hildesheim ergiebt burger Nachrichten" schreiben, seine( Bismarck's)" Hoff- folgendes definitive Resultat: Es erhielten Sander( national nung sei gewesen, daß dem invaliden Arbeiter mit Eintritt liberal) 6623, Bauermeister( Zentrum) 5944, Bertram der Jnvalidität durch Alter oder sonstige Umstände eine( Sozialdemokrat) 4593, Delmann( Antisemit) 1810, Quensell vom Armenrechte unabhängige Unterstützung gewährt werden( freifinnig) 1689 Stimmen. Die Stichwahl zwischen Sander solle, ohne daß er schriftlichen oder Markenbeweis über das und Bauermeister findet am 7. Januar statt. Wie gestern bei Ella's Ankunft, so steht heute bei ihrer offenem Munde an. Dann aber siel mir das merkwürdig Abreise wieder die Familie Rehling auf der Haustreppe Ruhige, Abgeschlossene seines ganzen Wesens auf und der versammelt, und Ella nimmt mit liebenswürdiger Leichtig- tiefe, sehnsuchtsvolle Blick der klugen, grauen Augen, und keit Abschied. ich sagte weiter nichts. 11 in 11 ft бо sc be es di eig 6 of br 11: be die am di an fü fin alf pa ац bla 11112 Gru den laff ins nos grif อิน Dur Be und Auf unb Die Nomination von Kandidaten, so daß die Namen derselben auf den amtlichen( und allein verwendbaren) Stimmzettel kommen können, kann in zweifach ev Weise geschehen: Durch Konventionen oder durch Petitionen. Konventionen von Delegirten, welche unter den Regeln einer politischen Partei abgehalten werden, Ver Den ganzen Tag und manche halbe Nacht habe ich, als ich noch bei Dir war, darüber studirt, was ich Dir bei der nächsten Begegnung als Gruß und Geistesgabe dar bringen sollte. Manches Wörtlein, was ich Dir, wie int Sie wäre so gern geblieben, aber-- Gott, ihr Herbst ist dahin. Die Bäume haben ihre letzten, provisirt, in's Ohr geflüstert habe, war lange überlegt. G lieber Mann sehnt sich so sehr nach dem Zuhanse-trockenen Blätter hergeben müssen und recken traurig die war die täglich in mir von Neuem sich erschließende Blume, Fé lehnt gegen das Geländer, Ella nähert sich, ste legt den kahlen Neste in den Nebel hinein. deren Sinn Du weißt. Und da ich kein Spargelbeet besige, Arm einen Moment um Fo's schlanken Leib und die Der Winter fam; aber noch bedeckt keine schöne, weiße will ich Dir jeden Tag eine solche„ Geistesblüthe" geben. schwarzen Augen funkeln in Fé's Gesicht. Decke die frierende Erde; Nebel, Regen, feuchtkalte Luft Die Knospe wächst im Traum;" die Blüthe entwickelt erschwert das Athmen. Schönes Wetter zum Grillen sich im Denken; die Blume entfaltet sich in ihrer be fangen. scheidenen Pracht unter dem warmen Sonnenschein Deiner Zwei Monate hat Günther Ella Frist gegeben, seinen Gegenwart. Ich will Dir jeden Tagen, was in mir Vorschlag zu überlegen die sind jetzt vorüber. vorgeht. Manchmal viel, oft sehr wenig; manchmal sehr Günther hat sich Gott weiß wo herumgetrieben; jeht will traurig, oft sehr glücklich- heiter. Zuweilen blos und allein er nach Stuttgart, sich Ella's Antwort holen, doch weiß er Fé- tischthum; selten Zweifel; dabei immer ein im Voraus, wie sie ausfällen wird, und dann?- Ja, Leitmotiv. Es wird nicht immer von der Fé, und auch nicht immer von einem gewiffen Lärm die Rede sein; es mögen auch andere Gedanken sich hier auskrystallisiren, wohl gar auch hin und wieder ein Kalauer, als unvorhers bemerktes Pfefferkorn in der Sauce konventioneller Aus drücke.- Wer nicht sprachgewaltig ist Kleine Natter," zischt sie, mir gehört Günther Nor berg, und ich bin nicht gewillt, ihn freizugeben." Da richtet sich Fé auf, eine große Zuversicht spricht aus den klaren Augen: " Und mein ist seine Liebe, Ella," sagt sie, die kannst Du mir nicht nehmen." „ Ella, beeile Dich," ruft Günther herauf. Seine Augen suchen Fé. Krachend fällt die Wagenthür ins Schloß, die Pferde ziehen an. ,, Günther, ich glaube an Dich," flüstert Fé. XI. dann Er reicht mir ein Päckchen Papiere. " Da," sagt er, wenn Sie es interessirtIch habe mir's zusammengetritzelt aus lauter dummer, thörichter Sehnsucht nach ihr, mir eingebildet dabei, sie stände vor mir und sähe mich mit den lieben, verständigen Augen an" Am 10. Oktober. 1 Jeht weiß ich auch, was Energie ist Günther Was werde ich morgen Dir vordenken?. Norberg hat mir's gesagt, damals, als ich mit ihm im 11. Dft. Koupee für Nichtraucher des Schnellzuges nach dem Süden Er zieht die Pelskappe tief in die düstern Augen und Liebe Fé! Deutschlands zusammentraf. schmiegt sich in die Ecke des Koupee's. Heute fällt es mir sauer, mit Dir zu plaudern im " Energie?" antwortete er auf meine Frage das Wenn Sie fertig sind damit, so wecken Sie mich. Denken. Ich habe Shakespeare durchblättert, nun komme Wort„ Energie" peinigte mich nämlich, und ich hatte schon Schlafen ist die einzige angenehme Beschäftigung in dieser ich mir unendlich klein vor. Seine Größe liegt in der viele Leute mit der Frage belästigt, aber Niemand konnte mir Welt." natürlichen Wahrheit der Darstellung. Er ist ideal naiv. Auskunft geben-Energie ist eine Art geistiger Trägheit. Lose, einzelne Blätter find es, die ich in der Hand Er nennt alles beim rechten Namen, wie wir es auch sagen Man ist zu faul über etwas Anderes nachzudenken, halte. Was jagen Sie? möchten, wenn wir nur so poetisch sein könnten, wie er sich etwas Fremdes anzueignen, hängt darum aus Das greift uns am ehesten an's Herz, was in uns eine Bequemlichkeit mit fabelhafter Zähigkeit an feiner mittlingende Saite zum Tönen bringt. Wenn der Akkord vorgefaßten Idee fest und führt sie mit unwandelbarer Guten Morgen mit Spargels" lauteten viele Billets von auch in Deinem Herzen mittönt, so fühlst Du Dich er Ausdauer durch. Das nennen denn die Leute Energie und Goethe an Frau von Stein. Die paar Silben waren einem griffen, gepackt"; denn nur das können wir wirklich bes schlagen vor Bewunderung die Hände über den Kopf zu Erzeugniß seines Gemüsegartens zugefellt. Db Frau greifen, was ein Theil unseres Selbst ist. Wir wissen sammen. Glauben Sie mir, im Grunde ist es nichts anderes, von Stein die Worte nicht mit einer heimlich süßen Freude von unserer eigenen Seele, und folgern daraus auf die als das, was uns gewöhnliche Sterbliche mit einer gewissen gelesen hat? So, Fé, da ich doch gewiß poetischer als Seelen anderer. Was nicht auch wenigstens theilweise Behaglichkeit durch's Leben duseln läßt geistige Trägheit." Goethe bindas wirst Du mir nicht abstreiten wollen? in uns selbst wohnt, können wir, wenn es groß und erhaben Da mir diese Art der Auffassung des Wortes Energie so will ich Dir nun auch jeden Morgen einen Gruß ist, anstaunen; aber es ruft in uns keine„ Empfindung", gänzlich neu war, sah ich Günther einen Augenblick mit schicken. Ohne Spargels" zwvar. feine„ Sympathie" hervor. Sympathie heißt ja Mitleiden Liebe Fé! vorl Ger ftim aver unf Gr tun unf ein So mei Bli Bu blä bes auf nic Leil #ita En ten ift, all au Der all Iid Wo Di mia die es unt in an da gel uni gen Gi Gu ift als C I er Ź 3 41 sammlungen vou Wählern oder ermächtigte Ausschüsse von skömmt. Die Versuchung für unsere Genossen, mit der Gründung politischen Parteien, welche bei der nächst vorher eines Parteiblattes vorzugehen, ist zur Zeit also besonders groß. Staatsanwalt gegen die Personen eingeleitet haben, welche in gehenden Wahl wenigstens drei Prozent des Gesammt- Umſomehr mögen sich dieselben auch den Schritt überlegen, ehe Votums aufzuweisen hatten, das für ein Amt abgegeben die bezüglichen Verhandlungen in Halle und Erfurt belehrt, werden sie ihn thun. Von Seiten der Parteileitung, darüber haben uns wurde und zwar, wenn mehrere Aemter zu besetzen waren, unüberlegte Gründungen keine Unterstützung finden. drei Prozent vom höchsten Botum, können gesetzlich Nominationen sowohl für den Staat, als auch für alle Distrikte * Untersuchung soll, nach der Märkischen Voltsstimme" der dem im Wahlkreise Rothenburg- Hoyerswerda gelegenen Dorfe gebildet hatten. Es sollen sich damals in der Wahlurne gerade 3erre bei der legten Reichstagswahl den Wahl vorstand foviel Stimmzettel befunden haben, als Wahlberechtigte im Dorfe vorhanden waren. Später stellte sich aber heraus, daß 6 oder 7 Personen gar nicht gewählt hatten. Schon bei der 1887 er Wahl sollen Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein. Mit den Beschlüssen des Erfurter Parteitages erklärten im Staat machen. Bei der letzten Wahl im November, fich öffentliche Parteiversammlungen in Gießen, Wieseck und welche die„ lett- vorhergehende" Staatswahl war, haben dieses Heuchelheim einstimmig einverstanden. Mindest- Votum blos die alten Parteien erreicht, folglich Wegen Wahlfälschung verurtheilte die Straffammer in giebt es, soweit Staatswahlen in Betracht kommen, in In Gießen findet am 26. Dezember, am zweiten Feiertage, Sa argemünd den Bürgermeister Michael Dinkel aus NeufBennsylvanien bis auf weiteres blos zwei anerkannte" Mittags 2 Uhr, beim Genossen Or big eine Partei- Ron village und den Gemeindeschreiber Johann Chateau aus dem Parteien. ferenz für den ersten hessischen Wahlkreis statt, felben Orte zu je 4 Wochen Gefängnis. Beide haben das beren Tagesordnung die Punkte: Bericht des Vertrauensmannes, Ergebniß der am 5. Juli stattgehabten Gemeinderathswahl vorGefeßlich giltige Nominationen können auch noch, als Neuwahl desselben und Verschiedenes enthält. Mit Rücksicht auf fäßlich gefälscht. Nothbehelf, im Petitionswege gemacht werden. Die Genossen von auswärts wird um pünktliches Erscheinen geQualifizirte Wähler mögen Kandidaten bei den zuständigen beten. Mit sozialdemokratischem Gruß: Der Vertrauensmann: Aemtern durch Eingaben anmelden. Bei Nominationen A. Bod. dieser Art sind Unterschriften erforderlich: bei Staats: # Zur Embryologie der bayrischen ,, Volksvertretung". In Dahn( Rheinpfalz) mußten bei der Wahl der Wahlmänner, um den Ausschuß zu Stande zu bringen, die Feldschützen und wahlen ein halb Prozent des größten Votums, das Schleswig- Holstein, das Herzogthum Lauenburg, das Fürsten- gebildet war, wurde durch die Ortsschelle bekannt gegeben, daß Ein sozialdemokratischer Parteitag für die Provinz Straßenwärter herbeigeholt werden. Nachdem so der Ausschuß für einen Beamten bei der nächstvorhergehenden Wahl ab thum Lübeck und die freie Hansestadt Hamburg wird Mitte bis 1 Uhr die Wahl geschlossen wird. Dann wartete man, bis gegeben wurde; bei allen anderen Wahlen: drei Februar in Neumünster abgehalten. Abrechnung, Berichterstattung die Wähler kamen, es kam aber Niemand, und so vollzogen die Prozent des größten unmittelbar vorhergehenden Votums. und Wahl des Sizes der Preßkommission, Anträge zc. sind die Mitglieder des Wahlausschusses die Wahl eines Abgeordneten Dieses Verfahren ist aber mit der Umständlichkeit verknüpft, Punkte der Tagesordnung. zum bayrischen Landtag. daß die Qualifikation aller Unterzeichner durch die beschworenen Aussagen von mindestens fünf derselben Mit Eisenstangen, Sensen und Sengabeln traten in In Desterreich fungirt seit 1. Dezember der Sozial beglaubigt sein muß. Wo nun, wie in Philadelphia, Ingeln( Wahlkreis Hildesheim) aufgehegte Bauern den sozialdemokrat bwa la als Inspektor der staatlichen niedergeradezu für fünf Personen unmöglich demokratischen Stimmzettel- und Flugblattvertheilern entgegen. österreichischen Versicherungsanstalt. Chwala ist Zur Ehre der Landbewohner muß aber bemerkt werden, daß von Beruf Schriftfeher und wurde während des letzten Streits immer nur einige derselben sich solcher tölpelhafter Brutalitäten in Wien auf's gründlichste von den Unternehmern 2c. gemaßregelt. schuldig machen. M ist, die Qualifikation von 4495 Mit Unterzeichnern aus eigener Kenntniß zu bescheinigen und sie sich der Gefahr aussehen, Falscheide zu leisten, wenn sie es ohne diese Kenntniß thun, ist diese Methode kaum zu gebrauchen, während sie in kleineren Wahldistrikten wohl bemugbar ist. es Te 3: m T's ie 04 en 05 ent ent en CO re ei. ft, te ent ng n con en ein Dor ent. Es könnte scheinen, daß dieses Gesch angefochten wer den könnte, weil es die Wahlfreiheit beeinträchtige. Um dieses zu verhüten, ist jedoch die Bestimmung getroffen, daß I am Ende der Liste der Kandidaten für jedes einzelne Amt so viele leere Stellen gelassen werden, als Personen für Diese Aemter zu erwählen sind, die dann derjenige, welcher andere als die anerkannten Kandidaten wählen will, ausfüllen kann. Daß diejenigen, welche ihre gewünschten Kan didaten nicht schon auf den amtlichen Stimmzetteln gedruckt finden, im Nachtheil sind, liegt auf der Hand. Es wird also das Bemühen unserer Genossen im Staate Pennsylvanien sein müssen, zu solcher Stärke heranzuwachsen, um auch ihre Kandidaturen anerkannt" zu sehen. R In der Kommission der badischen Kammer, welche die Einführung des direkten Wahlrechts für den Landtag zum Berathungsgegenstand hat, ist die Sozialdemokratie durch den Abg. Drees bach vertreten. " * * Soziale tebersicht. wir = Aufruf Deutschlands! Wie Bei der Gemeinderaths- Stichwahl in Langenbielau an alle in Pferdebahn- Betrieben beschäftigten Kollegen wurde unser Parteigenosse Kühn mit 183 gegen 152 gegnerische Stimmen gewählt. Zwei andere sozialdemokratische Randi- Freunde und Genossen! Am 3. November 1891 hat sich in daten blieben mit 162 gegen 182 und mit 174 gegen 175 Stimmen Hamburg ein Verein aller in Pferdebahn- Betrieben beschäftigter in der Minderheit. Das Wahlresultat ist, wie der in Sangen- Arbeiter konstituirt, welcher. auf dem Boden der modernen Arbielau erscheinende Proletarier" schreibt, deshalb besonders wichtig, beiterbewegung stehend, die materielle Lage seiner Mitglieder zu weil das in Langenbielau giltige Wahlsystem die eigentliche fördern bezweckt. Stichwahl in Brandenburg konnten die Gegner nur siégen, der Lebensmittelpreise von Lohnverkürzungen, und nehmen täglich Arbeiterschaft pon der Wahl vollständig ausschließe. Bei der Freunde! Wir hören tagtäglich trotz der stetigen Steigerung nachdem sie die verzweifeltsten Anstrengungen gemacht und sich trots wahr, wie das Unternehmerthum die Folgen der wirthschaftlichen ihrer Partei- Unterschiede vereinigt hatten; unsere Partei errang zirka Krise auf die Schultern des Proletariats abzuwälzen bestrebt ist. 100 Stimmen mehr als bei der Hauptwahl und brachte es auf Auf dem internationalen Kongreß der Pferdebahn- Gesellzirfa 500 Stimmen, während die Kartellbrüder mit 750 Stimmen schaften, welcher am 29. Juli 1891 29. Juli 1891 bei Sagebiel Hamnoch einmal siegten". Bei den Gemeindewahlen in Stuttgart burg tagte, wurde sogar die Frage aufgestellt: hat sich die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen gegenüber schüßen vor der Ausbeutung seitens unserer der Wahl vor zwei Jahren verdoppelt; fast 23 pt. aller ab- untergebenen?" Nachdem man auf diesem Kongreß eine intergegebenen Stimmen entfielen auf die Kandidaten unserer Partei. nationale Ruthe für uns gebunden, ist es unsere heiligste Pflicht, Wenn bei der diesmaligen Wahl noch kein Sozialdemokrat in für unsere Intereffen einzutreten und das kann nur im Wege der Korrespondenzen und das Kollegium gewählt wurde, so liegt dies lediglich daran, daß Organisation geschehen. Kollegen! Schon bei der Gründung Parteinachrichten. sehr viele Arbeiter sich noch nicht im Besitze des Gemeinde- unserer Organisation haben wir Opfer bringen müffen. Von der Bürgerrechts befinden und folglich auch nicht wählen dürfen, die Hamburger Pferdebahn Gesellschaft wurden Kollegen mit zahl Die Gründung einer Anzahl sozialdemokratischer Partei- Kandidaten der Sozialdemokratie auch nur allein auf dem reicher Familie, die schon lange in Diensten jener Gesellschaft blätter ist zum Beginn des neuen Jahres geplant. So hoch wir Parteizettel standen, während die in das Kollegium Gewählten standen, entlassen. Trotzdem streben wir unbeirrt vorwärts; nun auch den Werth der Preise für die Propaganda unserer( mit wenigen Ausnahmen) auf fast sämmtlichen Wahlvorschlägen aber da nach dem kurzen Bestande unseres Vereins Mittel zur Unterstützung uns in ausreichendem Maße nicht zu Gebote stehen, Grundsäße schägen, so möchten wir den Genossen doch zu beau lesen waren. denken geben, ob gerade die jetzige Beit mit ihren Arbeiter- Entso müssen wir an Eure Solidarität appelliren, uns, soviel im Zur Agitation. In Mindelheim( Bayern) fand Guren Kräften steht, in pekuniärer Hinsicht zu unterstützen. laffungen und Lohnreduktionen geeignet ist, neue Parteiblätter ins Leben zu rufen. Wir wissen die Empfindungen unserer Ge- diefer Tage feit 1848 die erste Boltsversammlung Ferner rufen wir Euch zu: Organisirt Euch! Agitirt von Mund nossen gegenüber den sich täglich wiederholenden gemeinen An- statt. Diefelbe war so stark besucht, daß Wiele feinen Platz mehr zu Mund; besprecht in privaten Zusammenkünften und Ber griffen und Verleumdungen der gegnerischen Lokalpresse sehr wohl fanden. Das Referat unseres Parteigenossen Ed. Schmid aus fammlungen die Nothwendigkeit Gures Busammenschlusses. Wir zu würdigen und wir begreifen den Wunsch, burch die Grün München über das Thema:„ Das Wesen der Sozialdemokratie" find bereit, das nothwendige Material zur Gründung eines Berbung eines parteigenössischen Lokalblattes ein Mittel zur Abwehr wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Eine Resolution, eins Euch zukommen zu lassen. Nur als geschlossene Masse und zum Angriff zu schaffen. Aber eine Zeitung, welche diese in welcher man den Ausführungen des Referenten zustimmte, ge- fönnen wir ungebührlichen Maßnahmen unserer Gesellschaften Aufgabe erfüllen soll, fetzt zu ihrer Gristenz bedeutende materielle langte widerspruchslos zur Annahme. Vor und während der Einhalt thun, nur so unsere Gristenz sicher stellen, und geistige Mittel voraus. Diese sind aber leider nicht überall Versammlung wurde eine Menge sozialdemokratischer Flugblätter vorhanden, wo der Wunsch nach einem Lokalblatte sich bei unseren und Zeitungen gratis vertheilt. Genossenfregt. Zeitungen aber ins Leben zu rufen, von denen mit BeIn einer impofanten Versammlung zu Spremberg, an stimmtheit vorausge fagt werden kann, daß sie nach kurzer Zeit wieder werden verschwinden müssen, das ist das tattisch Verkehrteste, was welcher auch viele Frauen theilnahmen, sprach am 16. Dezember unsere Genossen machen können. Diefelben laden sich mit folchen über den Entwickelungsgang der Erde. Er betonte in seinem unser Parteigenosse Rittergutsbesizer Dr. Röder Gründungen in der Regel nur bedeutende pekuniáre Verpflich tungen auf, die sie später schwer erfüllen können und bereiten Vortrage, daß die herrschende Gesellschaft dem Volke die wahre unferen Gegnern den billigen Triumph, wenn so ein Blatt wieder Wissenschaft vorenthalte. Alenderung hierin habe die Sozialeingehen muß, von einem sichtbaren Zeichen des Rückgangs der demokratie gebracht, welche es fich zur Aufgabe machte, das Voll Sozialdemokratie" zu reden. Es erscheint uns viel praktischer, mit der wahren Wissenschaft vertraut zu machen. Daher lege wenn die Genossen sich die Verbreitung der bereits existirenden die Bevölkerung der sozialdemokratischen Distrikte ein großes BeBlätter mehr angelegen sein ließen, als sich mit Neugründungen dürfniß für Aufklärung an den Tag und eben deshalb habe in zu befassen. Eventuell kann ja durch die Herstellung von Kopf- diesen Bezirken das sittliche Leben der Arbeiter sich bedeutend geKopf- hoben. vor. blättern den lokalen Bedürfnissen Rechnung getragen werden. hoben. Jemehr die neue, fnzialdemokratische Weltanschauung Wir schreiben diese Beilen, weil gerade jetzt infolge im Bolte Wurzel fasse, desto näher rücke die Zeit, wo die alte des Streits im Buchdruckergewerbe an vielen Orten Schriftfeßer Besellschaft zusammenfallen und die neue Gesellschaft die wahre außer Stellung gekommen sind und deshalb von dieser Seite her Wissenschaft zum Gemeingut des Volkes machen werde, nicht selten die Anregung zur Neugründung eines Parteiblattes ter or nts ate Be hl ntten ler Dent Das ift gen annen cen) er ten. den Ber ich, bet Dar int Es mte, ige, ben. cfelt be iner mir sehr lein und ein; iren, cher Plusy im mme der aiv. agen e er. eine tord er Obes iffen bie veise aben ang", iden # Alle Briefe find zu richten an Joh. Ch. Wiedis, Vorstand des Vereins der in Pferdebahn- Betrieben beschäftigten Arbeiter Hamburgs und Vororte, Lohmühlenstr. 48, part. r., Altona; Geldsendungen an den Kajfirer Aug. Stolte, Süderstr. 38, Ede Hammerbrookstraße, Hamburg. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Parteigenossen sind ersucht, die in Pferdebahn- Betrieben beschäftigten Arbeiter auf diesen Aufruf aufmerksam zu machen. Un die Korbmacher Berlins und Umgegend! Kollegen! Wir verweisen hiermit auf den Versammlungs beschluß vom 14. Dezember, wonach am Vorabend des Weihnachtsfestes in allen Werkstätten eine Extrasammlung zur Unterstübung der streikenden Weißgerber, Handschuhmacher und Buchdrucker vor zunehmen ist. Kollegen! Seid des Beschluffes eingebent! Ber geßt in der Feiertagsstimmung nicht der um ihr gutes Recht kämpfenden Arbeitsbrüder! Haltet fest an dem, was Ihr beschlossen habt; zeigt, daß auch Ihr gewillt seid, alle nur möglichen Opfer Auch in Bremerhasen verurtheilte eine Bolts Wer zu bringen, um den drei Organisationen jener Arbeiter zum Siege sammlung in einer einstimmig gefaßten Resolution das Ver- zu verhelfen. Leidenschaft". Kollegen! Haltet das Banner der Solidarität hoch! Sammle Der„ naive" Dichter wäre der, welcher nicht halten Bismarcs als Reichstags- Abgeordneten nach vorgefaßten Ideen, sondern aus seiner ursprünglichen auf das entschiedenste und gab der Erwartung Ausdruck, daß er ein Jeder, wo es ihm möglich ist, um den Worten die That folgen komponirt. Empfindung dichtet malt Wer sich sein Mandat niederlegen werde, um dadurch den Wählern Ge- au lassen. Stehe feiner zurück, gebe ein Jeder, was in seinen kennt, kennt die Welt. Wer sich darstellt, wie er wirklich legenheit zu geben, einen Abgeordneten zu wählen, welcher sich Sträften steht, denn dem Kapitalismus gegenüber muß unsere seiner Pflicht besser bewußt ist. Devise sein: Einer für Alle und Alle für Ginen. ist, stellt die Menschenwelt dar, wie sie wirklich ist, und wird Mit follegialem Gruß alle die zum Mitfühlen bringen, die von anerzogenen Mei- Die„ Elfast- Lothringische Volks- 3tg." schreibt: Emil Boigt, Bevollmächtigter, Oranienstr. 9. Der Sozialist", das Organ der Berliner" Unabhängigen", nungen absehen und noch fühlen können. So kommt es auch, daß dem liebevollen Herzen nichts edler erscheint, als die zu Nutz und Frommen der Bourgeoisie redlich bestrebt sind, Die Töpfer ersuchen um Fernhaltung des Bus der absolut naive Ausdruck der Liebe. Die Liebe zerstört die sozialdemokratische Partei in jeder möglichen Weise zuzuges nach Salle( fenfabrik K. Böhme), Klein- Möhlau, alles Künstliche, daß sich ihr entgegenstellt. Als ursprüngüge weiter, die Mülhauser sozialdemokratische Partei habe bei geliy u. Meckel). In Lindow i. d. M. handelt es sich um eine schädigen, kolportirt in feiner neuesten Nummer die klerikale Raguhu, Lindow i. d. M., Bromberg( Ofenfabrik von lichstes Naturgesetz, unfehlbar in seinem Verlangen und den legten Gemeinderathswahlen mit der Bourgeoisie zu Zohnreduktion um 25-35 pet., bie man dem Personal zuWollen, wenn auch häufiger getäuscht im Erlangen des Ge- pattiren versucht; das Bündniß sei im Grunde" bereits fertig gemuthet hatte. wolltenvernichtet vernichtet es alle äußeren Regeln und Gesetze. gewesen und nur darum gescheitert, weil die Gegner nur drei gemuthet hatte. Die Liebe macht naiv. Das durch die Liebe naiv ge Sozialdemokraten auf ihre Liste segen wollten, während die Eine Metallarbeiter Konferenz für die Provinz machte Herz fühlt nun erst recht die Melodie, die Akkorde, Leyteren dreizehn begehrten.".... Sachsen soll, nach dem Vorschlage der Metallarbeiter in die von Anderen, den naiven Dichtern angeschlagen werden; Wenn der moderne Kato in zweifelhafter Neu- Auflage, der Salle, in dieser Stadt am 27. Dezember stattfinden. Zweck es lernt jetzt von Neuem empfinden, was ebel im Sozialist" gegen die sozialdemokratische Korruption" der Konferenz ist die Regelung der Agitation. Zuschriften sind donnert, das sozialdemokratische Organ Mül- an Herrn Wilhelm Schmiedecke, Klempner, Giebichenstein und erhaben, was schön was schön und gut ist, nicht nur in der Liebe selbst, sondern in allem, was sich als wahr hauſens läfe, statt sich auf tleritale Quellen ver- bei Halle a. S., Triftstr. 7, zu richten. lassen, so wäre es ihm nicht unbekannt, daß in Liebe Fé! 12. Oktober. wozu 31 und fromm darstellt: Fromm, weil es wahr ist und der Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins vor Während eine Arbeitslosigkeit von folossalen Dimensionen das Gute erstrebt. Durch die Liebe werden wir neus dem angeblichen Battiren" und" Antichambriren" der Delegirten herrscht, giebt es einzelne Fabriken, welche infolge überhäufter geboren. Das Geistige vermählt sich mit dem Sinnlichen, der unwiderrufliche Beschluß gefaßt worden war, unter teinen Aufträge Tag und Nacht arbeiten lassen. Mögen die Umständen mit einer anderen Partei in ein Kompromiß sich Einsichtigen unter den Arbeitern solcher Geschäfte überall dahin und das ist das wahre, naive, paradiesische Glück. Wie lange? einzulaffen. Die Delegirten begaben sich in die Versammlung wirken, daß, falls der Raum der Fabriken oder sonstige Verhält der Bürgerpartei, zu der sie un aufgefordert Eintrittsnisse eine Vermehrung des Personals für die Tagesarbeit nicht tarten erhalten hatten, lediglich aus dem Grunde, um deren zulassen, wenigstens nach Ablauf der normalen Arbeitszeit Was gilt uns als Jdeal?- Das, was der Grieche Vorschläge zu hören, die man agitatorisch zu verwerthen hoffte, anders Personal bezw. unter Berücksichtigung all dessen schön und gut" mit Einem Worte nannte, mit einem zu dann auch die famose Drei- Kandidaturen- Offerte Gelegen wechselndes Personal eingestellt wird. G3 will und soll heit bot. Einem Wahlbündniß konnten die Delegirten ieder Arbeiter leben! so zusammenaddirten Wort, daß es Einen an die famose unter keiner Bedingung zustimmen, da sie hierzu keine Vollmacht Das Gesetz über die Gewerbegerichte soll am 1. April Idee von dem klugen Mann im Märchen erinnert, der seine hatten. 1892 in Straft treten der Düsseldorfer Magistrat. Das ist der wahre Sachverhalt. Die Thatsache indessen, daß aber ließ die Ergänzungswahlen zum Gewerbegericht am Frau auf den Sattel und eine Wurst auf ihre Nase gewünscht hatte, und nun hoffte, sie von dieser etwas fatalen ein sich" Sozialist" nennendes Blatt eine tleritale er 18. Dezember immer noch auf Grund des 1844 er Gefeßes Situation zu befreien und sich selber noch vieles andere le umdung der Sozialdemokratie gierigen Griffes Gute in Einem Athemzug erfolgreich zu wünschen. So aufgreift und behaglich weiterfolportirt, diese Thatsache, vornehmen, während in den meisten Städten Deutschlands dem meinen wir, beweist wieder einmal klar, zu welcher Korruption neuen Gesetze bereits Rechnung getragen ist. Hieraus ist wieder ist das griechische„ Kalokagathon", welches Goethe adoptivte, die jebige Thätigkeit der vermeintlich„ Unabhängigen" führt. Die ersichtlich, wie nüßlich es ist, wenn die Arbeiter in den GeLeute sinken einfach herab zu Handlangern und Eides- meindekollegien Vertreter haben, welche auch dafür sorgen, daß helfern der Bourgeoisie, der sie in brüderlichem Wett Gefeße, die den Arbeiter etwas günstiger stellen, schnellstens zur Durchführung gelangen. eifer lügen und verleumden helfen." Stimmt! als Gute Schöne." = ( Fortsetzung folgt.) Theater. Dienstag, den 22. Dezember. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre). Vorher: Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Was ihr wollt. Leffing- Theater. Das vierte Gebot. Deutsches Theater. Der Kom pagnon. Berliner Theater. Die Journalisten. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Wallner- Theater. Immer zerstreut! Hanni weint. Hannst lacht. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Thomas Theater. Herr und Frau Doktor. Ostend Theater. Geschlossen. Bellealliance- Theater. Der Ratten fänger von Hameln. Adolph Ernst Theater. Geschlossen. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Fernpalaßt. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Valant- Theater. Spe zialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Dienstag, den 22. Dezember 1891, Abends 7/4 Uhr: ,, Auf Helgoland" Poder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Auf zügen u. f. w. Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontainen mit allerlei Lichteffekten zc. arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Außerdem: Die eisernen Ritter aus dem Mittelalter, dargestellt von 12 Herren mit eigens hierzu dressirten Schulpferden. Bim Baschi"( Gastronompferd) dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Schulpferd Johaniter" geritten von Frl. Oceana Renz. Eine Vergnügungsfahrt mit verschiedenen Hindernissen von der Elton- Troupe. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. 6 Gladiatoren. Auftreten der Reitkünstlerinnen Fräul. Natalie und Mme. Bradbury sowie des Jockeyreiters Mr. Jules und des Saltomortalesreiters Mr. A. Delbosq. Rom. Intermezzos von sämmtl. Clowns. Täglich: ,, Auf Helgoland." Donnerstag, den 24. Dezember: Keine Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Buchdrucker! Morgen, Mittwoch, den 23. Dezember ds. Is., Nachmittags 5% Uhr: Allgem. Buchdrucker- Versammlung mit Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: = 1. Situationsbericht. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gauverein Berliner Bildhauer. Versammlung Arbei die A hin, C a nur 2 find, greift. 148/12 war das E Beder Der Einberufer. lieder Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Dirigent, der Musikdirektor W. Spiegel am Donnerstag beim Dirigiren des Liedes„ Ein Sohn des Volkes" plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am 23. d. M., Nachm. 4 Uhr, von der Salle des St. Nikolai Kirchhofes, Prenzlauer = Allee Nr. 7, statt. Heute Abend: Gr. Vorstellung. am Dienstag, den 22. Dezember 1891, Abends 29 Uhr, bei Rehner, Annenstraße 16. Besonders hervorzuheben: Gastspiel der Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Wahl eines Beisizers. 3. Anweltberühmten Colibri- Truppe, die fieben kleinsten Menschen der Welt, in gelegenheit des Commerses. 4. Angelegenheiten der Steinbranche. 5. Verschiedenes. Gratweil'sche ihren Gesang und musikalischen VorDa der Versammlung wichtige Anträge vorgelegt werden sollen, so wird um zahlreichen Besuch gebeten. Bierhallen. trägen, Pantomimen und P erdedressur. Achtung! Die Mitglieder sind hiermit dringend gebeten, ihre Beiträge Um rege Theilnahme bitten, in Die Abfahrt vom Corps de ballet- Ball bis zum Jahresschluß zu entrichten oder so weit es möglich, stunden zu lassen; dankbarer Grinnerung, die Gesangmit der Gepäck- Droschke No. 1001. biefelben werden durch Kollegen Stößer noch am Dienstag während der Ver- vereine Johanni", Chirurgische Bum ersten Male! Neu! Flora, japan. fammlung im Vereinslokal, an den übrigen Tagen in seiner Wohnung, Lausitzer Brauche"," Ostpr. Männer- Ge Stute, in Freiheit dreffirt und vorgef. plaz 17, 3 Tr., entgegengenommen. sangverein". vom Miniatur Dresseur der Zwerge 374/8 Kommandantenstr. 77-79. Heute fowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Anfang Wochentags 7% Uhr, Sonntags Konzert und Koupletsänger. 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Enipfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Prinz Dedal. Die 6 fache Fahrschule Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hierdurch allen Freunden und Be meine innig geliebte Frau und Mutter Marie Petsch 3 Damen und 3 Herren. Barforce- Reiter Bu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule! tannten die traurige Nachricht, daß mit 12 Schulpferden, geritten von Mr. Victor Bedini und Alexander. 4 Rapphengste in Freiheit vorgeführt von Herrn Max Schumann. Jeu de bar, geritten von 3 Damen. Kom. Entrees fámmtlicher Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Sonntag, den 27. Dezember, Abends 6 Uhr: Gr. Mitglieder Versammlung der 1. und 2. Nordschule in Müller's Salon, Johannisstraße 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: Das Salz, Eine ländliche Hochzeit." Große seine wirthschaftliche und naturwissenschaftliche Bedeutung.( Der Vortrag wird Etablissement Buggenhagen tomische Original- Wasser- Pantomime burd) Experimente vervollſtändigt.) 2. Diskussion.- Gäfte haben Zutritt. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165, Ece Behrenstr. Viele Neuheiten! Castan's Irrgarten. Schreckens- Kammer. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum im Theater Saal: Ein Weihnachtsmit fenfationellen Licht- und WasserEffekten. Morgen: Große Vorstellung. Gast spiel der Colibri- Truppe.„ Eine Nacht in Venedig." Donnerstag, 24. Dezbr.( WeihnachtsHeiligabend) bleibt der Sirkus geschlossen. Freitag, Sonnabend, Sonntag( 1., Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Arbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth". Cöpenick. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) 431/4 2., 3. Weihnachtsfeiertag) je zwei Vor- Am 1. Weihnachtsfeiertag bei Wiedemann& Manofski in Adlershof: stellungen. Nachm. 3/2 Uhr( 1 Kind frei) und Abends 71/2 Uhr. Sämmtliche Vorim 48. Lebensjahre nach kurzem schweren Leiden am 20. d. M., Nachm. 4 Uhr, verstorben ist. Albert Petsch. 2 Uhr von der Leichenhalle Elisabeth Die Beerdigung findet am 23., Nachm. 650b Kirchhof, Ackerstraße, aus statt. Fachv. der Tischler. Mittwoch, den 23. Dezember, Abends 81/2 Uhr, in Norbert's Restaurant, Beuth straße 21/22. auch, richtig es be Buges fortge gleiche darna stand der c tragen herau statt, was schade nichts 651b gefüh Mart beirre tauft, denn wird feine Vorst genai zu wo heit of 2 ihrem laffen Recht... C gebiet Hande 824/3 hohen marke moder $ 3 Sut c hinau wo J Die Hut tirchpl wurd Ban und Sam flub druck Erai gefül pfort entfe Hier Beiti die wese Gart Kiste famn hatte amte ihre der! gefei um Spa Vorstandssitung. gen habe ich eine or Gr. Vocal- u. Justrumental- Concert Diengehörigen der Waiſen ftellungen sind mit verſchiedenen vorzüglichen Programmen ausgestattet. Täglich Gastspiel der Colibri- Truppe. Sirtus unter Waffer. Allen Freunden u. Genossen bringe mein Weiß- und Bairischbier- Lokal in Erinnerung. 615b. W. 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April 1887 verstorbenen Steinmetzen werden ersucht, sich in kürzester Frist bei Jacob Scherz, Steinmetz, Thurmstraße 7, zu melden. 6546 Bekanntmachung. Invaliditätsund Altersversicherung. Diejenigen Quittungsfarten, deren zweiundfünfzig Felder durchweg mit Beitragsmarken versehen sind, müssen behufs Fortsetzung der Versicherung bei den zuständigen Stellenbies sind für Berlin die Polizeireviere zum Umtansch gegen eine neue Karte eingereicht werden. Ueber den Inhalt der abgegebenen Karte wird eine Bes scheinigung ertheilt, deren sorgfältige Aufbewahrung den Versicherten dringend anzurathen ist. Versicherten, welche in einem ständigen Arbeits- oder Dienstverhältniß stehen, darf schon vor der lebergabe der alten Karte eine neue ausgestellt wer den, sofern dabei die ältere Quittungs farte vorgelegt wird und nach den Ums ständen die Annahme mißbräuchlicher Verwendung der neuen Karte aus geschlossen ist; es soll dadurch ver hütet werden, daß die Verwendung von Marken injolge unzureichenden Raumes auf der alten Karte eine Unterbrechung erfahre. Quittungskarten, welche am Jahres schlusse roch freie Felder aufweisen, bedi en keines Umtausches, sind viel meh im Jahre 1892 iweiter zu bes nügen Da das Jnvaliditäts- und Alters versicherungs- Gesetz am 1. Januar 1892 Den Parteigenossen bringe meine Wurst-, Schmalz- und Sped- in Kraft getreten ist und als erste II. Sozialdemokr. Wahlverein, Freie Volksbühne, Arbeiter- Bildungsschule, Handlung in empfehlende Erinnerung. 556b 649b Genossenschafts- Bäckerei. Otto Goepel, Kabbadftr. 1( Ecke Yorkstr.). Rohtabat A. 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Stiefell Kalenderwoche die Zeit vom 1. bis 4. Januar 1891 gegolten hat. so endet mit dem 27. Dezember 1891 die zwei undfünfzigste Kalenderwoche seit dem Inkrafttreten des Gesetzes. Für eine versicherungspflichtige 5 Mk. Beschäftigung in der am 28. Dezem ber 1891 beginnenden und am 3. Jaunar 1892 endenden drei nudfünfzigsten Kalenderwoche ist nach den allgemeinen Grundsätzen eine Beitragsmarke zu verwenden, welche in die neue Quittungskarte einzufleben ist, falls alle Felder der alten Karte bereits mit Marken 17492 und Beerdigungs- Komtoir versehen find. Berkin, den 19. Dezember 1891. Invaliditäts- und mit kontrollmarke, sowie il- 1699L fchuhe sämmtlicher Art empfiehlt G. Zerbe, Bitterstr. 114, nahe Fürstenstraße. Die Beleidigung gegen die unverehel. Marie Werner nehme ich zurück. 659b G. Naethe, Frankfurterstr. 116. Verantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. 1737L] Sarg- Magazin Julius Kosin, 66 Georgenkirchstraße 66. Altersversicherungsanstalt Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu eine Beilage. eine ergr tajje etwo ziehi nich ani dem Dtt strer auch Mai Rna Zig Veri Zig No Ersi zieh auft Sch bau Er ein ein fich gen Gr Fai mi 18 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 299. greift. Tokales. Dienstag, den 22. Dezember 1891. 8. Jahrg. etabliren; er hatte zur Begründung dieses Geschäfts feine letzten sich entwickelnde Qualm immer wieder die Annäherung der geringen Baarmittel verwendet und wartete nun sehnsüchtig auf Feuerwehr erschwerten. Zur Zeit, da dieser Bericht niederAn die aufgeklärte Arbeiterschaft Berlin's! Die öffnen zu können. Bor 8 Zagen traf auch die sehnlichst erweise mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden, während die Ertheilung der Schankkonzession durch die Polizei, um er- geschrieben wird, gegen 4 Uhr Nachmittags konnte erst theilArbeiter Kontrollkommission deutscher Hutmacher ersucht uns um wartete Nachricht ein, allerdings in anderem Sinne, als K. ge- sich die endgiltigen Ablöschungsarbeiten selbst bis Abend hindie Aufnahme des Folgenden: In unserm Flugblatte vom März d. J. wiesen wir darauf wünscht hatte; die Schanktonzession war ihm nicht ertheilt ziehen dürften. In unserm Flugblatte vom März d. J. wiesen wir darauf worden, weil das Kellerlokal in sanitärer Beziehung als nicht Der Schaden, den das Feuer angerichtet, ist ein ganz hin, welche bedeutende Macht die Arbeiterschaft besißt, indem sie zweckmäßig befunden worden war. Dadurch war die letzte Hoff- koloffaler, da Nichts gerettet werden konnte. Die Fabriken nur Waaren konsumirt, die in geeigneter Weise gekennzeichnet nung des Mannes vernichtet und dem Verzweifelnden ging das von Rosenfeld und Aust find versichert, dagegen verliert Herr sind, und dadurch die Unternehmer auf dem Absatzgebiete an- Fehlschlagen seines Planes derartig zu Herzen, daß er sich das Ewald, der Inhaber der Holzfraiserei, weil derfelbe nicht Die Arbeiter Kontrollmarke, dieses Kleine Stückchen Papier, Leben zu nehmen beschloß. Während Sonnabend Nachmittag versichert ist, sein ganzes Hab und Gut und ist mit war von Anfang an unseren Gegnern ein Dorn im Auge, wie Frau K. sich in der Küche befand, hängte sich der Bedauerns- einem Schlage zum armen Manne geworden! das klägliche Rufen nach dem Staatsanwalt bewies; sie hat an halbe Stunde später die Frau ahnungslos in das Gemach trat, werthe an dem Fensterkreuze des Wohnzimmers auf; als eine Bedeutung fortgefeßt gewonnen, wie ebenfalls die neuesten KlageDie Leiche wurde lieder in der gegnerischen Presse beweisen; dies beweist aber fand sie ihren Ehemann als Leiche vor. auch, daß wir mit der Anwendung dieses Kampfmittels auf dem nach der Morgue geschafft. richtigen Wege sind, ohne uns furchtbare Opfer aufzuerlegen( wie es beim Streit stets der Fall ist), von der Unternehmerklasse Bugeſtändnisse abzuringen, welche den Anforderungen unserer fortgesetzten Zeit entsprechen. Die Arbeiter- Kontrollmarke ist kein Boykott, hat aber die gleiche Wirkung. Das System der Kontrollmarte fragt nicht darnach, ob der Fabrikant oder Händler auf unserem Parteistandpunkt stehen, es läßt aber erkennen, ob sie den Forderungen der aufgeklärten, vorwärtsstrebenden Arbeiterschaft Rechnung tragen. Mit Redensarten kann sich hierbei keiner der Händler mehr heraus beißen. Auch eine Schädigung findet in feiner Weise statt, da er ja nur das vom Fabrikanten zu verlangen braucht, was seine Kunden von ihm verlangen. Dem Fabrikanten aber kann der indirekte Druck nichts schaden, da von dieser Seite freiwillig und ohne Zwang für uns nichts zu erwarten ist. Die Arbeiter- Kontrollmarke stützt sich auf das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft, ohne dies ist sie nichts. Das System der Marke bedingt, daß sich der Käufer durch keinerlei Vorspiegelungen beirren läßt, und, wie z. B. in unserer Branche, nie einen Hut kauft, in dem die Marte nicht schon vorher fest eingeklebt ist; denn das Einkleben der Marke beim Kaufen ist Betrug. Es wird vielfach die Ausrede gebraucht, für diese Qualität giebt es feine Marken. Wir erklären hiermit ausdrücklich, daß das falsche Vorspiegelungen find, und nur in böser Absicht gemacht werden. Die Händler können Hüte in allen Preislagen( nur so genannte Bazarwaare ausgenommen) beziehen, sie brauchen nur zu wollen, mit ihren Ausreden spekuliren sie nur auf die Dummheit oder Gutmüthigkeit des Käufers. Auch die Buchdrucker fordern die Arbeiterschaft auf, sie in ihrem Riesenkampfe zu unterstützen, daß wir nur dort drucken lassen, wo ihre Forderungen bewilligt sind, und zwar mit vollem Recht. Greift man die Klasse der Unternehmer auf ihren Absatzgebieten an, so hat man die verwundbarste Stelle getroffen. Handelt die arbeitende Klasse in diesem Sinne, so hat sie ihren hohen Werth als Konsument erkannt, und die Arbeiter- Kontrollmarke wird immer mehr eines der vornehmsten Kampfmittel der modernen Arbeiterbewegung. V Parteigenossen! Weihnacht ist vor der Thür, kauft keinen Hut ohne Arbeiter Kontrollmarke, geht lieber aus dem Geschäft hinaus, wo man Euch solchen anbietet, es giebt Geschäfte genug, wo Ihr Euren Bedarf decken könnt. Berlin, im Dezember 1891. Die Arbeiter Kontrollkommission deutscher Hutmacher. J. A.: Karl Kempe, Berlin NO., Georgentirchplatz 8. Eine Sammelliste für die streikenden Buchdrucker wurde dem Klempner M. S. vom Deftillateur Bunzel, Bandel- und Birkenstraßen Ede, abgenommen und durch das Polizeirevier in der Birkenstraße tonfiszirt. Auch die Ranchklubs betheiligen sich sehr lebhaft an den Sammlungen für die streikenden Buchdrucker; so hat der Rauchflub„ Umbalema" 14 M. 55 Pf. an die Kommission der Buchdrucker abgeliefert, was hier gern erwähnt werden soll. die Zum Morde in Weißensee. Der am Sonnabend Abend der hiesigen Kriminalpolizei zugeführte Artist Kroll ist sofort nach seiner Einlieferung von dem Kriminal- Kommissar Horn einer eingehender Vernehmung unterworfen worden. K. bestreitet mit Entschiedenheit, seine Tochter getödtet zu haben, und will einen Alibibeweis erbringen, Der hiesigen Kriminalpolizei ist angezeigt worden, daß die Mutter der ermordeten Amalie Kroll ebenfalls festgenommen worden ist, weil sie in dem dringenden Verdachte steht, um das an ihrer Tochter verübte Verbrechen zu wissen. Inwieweit dieser Verdacht begründet ist, hat sich noch nicht feststellen lassen; die Entscheidung der Staatsanwaltschaft darüber, ob die Kroll in Untersuchungshaft genommen werden soll, steht noch aus. In Caftan's Panoptikum präsentirte sich gestern ein Marokkaner Namens Soliman ben Aissa. Der etwas röthlich angehauchte Herr sticht sich zu seinem Privatvergnügen Hutnadeln durch die Wangen, durch die Haut des Halses und schließlich durchbohrt er seine Zunge mit einem spißen, vierkantigen Inſtrument. Dann schneidet er mit einem Säbel in die Haut seines Bauches- Alles, ohne einen Tropfen Blut zu verlieren. Ebenso scheint es ihm Freude zu machen, sich von giftigen Schlangen verwunden zu lassen, um dann einer anderen kleinen Schlange den Kopf abzubeißen, und sich mit ihrem Blut immun" gegen die Bisse zu machen. Nachdem der Herr dann noch eine Feuer probe, d. h. er hält seinen Arm minutenlang über eine helllodernde Flamme, bestanden hat, nimmt die Vorstellung, die alle Zuschauer mit gleichem Entsetzen erfüllt, ihr Ende. Polizeibericht. Am 19. d. M. Nachmittags wurde der Kutscher Dittmanu und der Arbeiter Kußbach auf dem Spreewege nahe dem Schlosse Bellevue durch einige von ihren Wagen Mit einem Selbstmordversuch hat Sonnabend Mittag der herabfallende Körbe mit gefüllten Weinflaschen vom Wagen geLiebesroman eines Mädchens geendet. Die in der Brunnenstraße rissen und so überfahren. Hierbei erlitt ersterer eine bedeutende wohnende 28 Jahre alte Privatlehrerin Auguste G., die einzige Quetschung am Unterschenkel und mußte nach der Charitee geStüße und Hoffnung ihrer alten Eltern, hatte vor mehreren bracht werden, während letzterer nur eine leichte Verletzung am Monaten einen jungen Mann, der in einer im Norden der Stadt Fuße davontrug. Als zu derselben Zeit der Schmied Albrecht belegenen Fabrit als Ingenieur angestellt ist, fennen gelernt mit einem Geschäftswagen durch die Neue Königstraße fuhr, stieß und nach einiger Zeit sich mit ihm verlobt. Vor einigen vor dem Hause Nr. 26 sein Wagen mit einem dort stehenden Wochen verreiste der Bräutigam zu seiner in Pommern lebenden Handwagen zusammen, so daß ein darauf sigender KaufmannsFamilie, angeblich um die Einwilligung der Eltern zur Ver- lehrling herabgeschleudert und überfahren wurde. Er wurde an heirathung mit der G. zu erlangen, in Wahrheit aber, um sich in beiden Oberschenkeln schwer verletzt und mußte nach dem KrankenStettin mit einer vermögenden, jungen Dame zu verloben. Der hause am Friedrichshain gebracht werden. Abends wurde ein Treulose brachte nun das Verhältniß zu dem Fräulein G. dadurch Handelsmann in seinem Geschäftskeller in der Grenadierstraße zur Lösung, daß er ihr vorgestern seine Verlobungsanzeige von erhängt vorgefunden. Am 20. d. M. Morgens sprang ein Stettin aus zukommen ließ. Die verlassene Braut gerieth über Kaufmann aus dem Fenster seiner im dritten Stock des Hauses den Treubruch des von ihr über Alles geliebten Mannes außer Guxhavenerstr. 1 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und fich, verließ bald darauf die Wohnung und kehrte erst nach zwei erlitt so schwere Verlegungen, daß er bald darauf verstarb.Stunden dahin zurück. Sie bat die Ihrigen, sie doch nicht zu Vor dem Hause Schumannstr. 18 fiel Nachmittags eine unbekannte, stören, da sie zu arbeiten habe; als aber etwa nach einer etwa 20 jährige Frauensperson zu Boden und erlitt eine GehirnViertelstunde ein schwacher Knall aus dem Zimmer der Lehrerin erschütterung. Sie wurde bewußtlos nach der Charitee ge= ertönte, befürchteten die Eltern, daß ihrem Kind etwas Schreck- bracht. Abends wurde eine Frau vor dem Hause Leipzigerliches geschehen sei. Sie erbrachen die verschlossene Thür des straße 50 von einem Omnibus überfahren und bedeutend verletzt. Bimmers und fanden hier ihre Tochter Auguste blutüberströmt, Am 19. und 20. d. M. sowie in der darauffolgenden Nacht aber noch beim Bewußtsein auf dem Sopha liegon. Die Un- fanden 12 kleine Brände statt. glückliche, welche sich durch einen Revolverschuß in die linke Brust zu tödten gesucht, hat ihr Leben nur dem Umstande zu verdanken, daß die Kugel am Korset abgeglitten und so das Herz nicht direkt getroffen hat. Die Schwerverletzte wurde in ein in der Nähe belegenes Krankenhaus geschafft, ihr Zustand ist nicht hoffnungslos. " Gerichts- Beitung: Unter dem Verdacht, am jüngsten Mittwoch den Raub- Vor der 99. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts mordversuch gegen den auf der Heimfahrt von Berlin nach fand gestern die Verhandlung in einer Privatklagesache statt, Großbeeren begriffenen Handelsmann Friedrich Göhrmann unter- welche, wie der außerordentlich starke Andrang zu dem kleinen nommen zu haben, ist der Arbeiter" Hermann Ballhorn aus Gerichtssaale erwies, in literarischen Kreisen ein außergewöhnTrebbin verhaftet worden." Derselbe sucht sein Alibi dadurch liches Aufsehen erregte. Kläger und Wiederbeklagter war der nachzuweisen, daß er angiebt, zur kritischen Zeit sich in Berliner frühere Mitredakteur der„ Boff. 3tg.", Herr Paul Marx, BeWirthshäusern mit„ Damen- Bedienung" aufgehalten zu haben. tlagter und Wiederkläger der verantwortliche Redakteur der B. ist infolge dessen nach Berlin gebracht worden, damit er die Freisinnigen Zeitung" Karl Rundel. Die Verhandlungen betreffenden Wirthshäuser bezeichne, was er indeß nicht vermocht leitete als Vorsitzender Herr Assessor Kricke, den Kläger verhat. Auch dem verletzten Göhrmann ist B. in Großbeeren vor- tritt Rechtsanwalt Bernstein aus München, den Beklagten geführt worden; jener konnte indeß eine bestimmte Retognition Rechtsanwalt Albert Träger. Herr Mary war bis zum nicht bewerkstelligen, weil es bereits dunkel gewesen, als er den 24. Mai er. Mitredakteur der„ Voff. 3tg." Am 22. Mai erhielt Mann, der ihn darum gebeten, auf seinen Wagen genommen er von dem Chefredakteur Stephany seine Kündigung zunt Ein Einbruch in das Direktionsgebäude der städtischen hatte; doch meint G., daß der ihm vorgeführte in Gestalt und 1. Oktober, am 24. Mai schrieb er aber einen Brief an den BeErziehungsanstalt zu Rummelsburg ist Sonnabend Nacht aus Sprache jenem Manne gleiche. Die mit dem Hammer auf den siger der Voff. 3tg.", Geh. Justizrath 2essing, in welchem geführt worden. Die Diebe hatten das Schloß der Eingangs- Kopf des G. geführten Schläge waren so wuchtige, daß sie die er erklärte, daß er aus der mit Herrn Stephany geführten UnterPforte erbrochen und waren dann in das zirka 150 Schritte Pelzmüße, troydem dieselbe noch mit einer Pferdedecke geschützt haltung die Ueberzeugung gewonnen, daß seine Entlassung erfolge, entfernt liegende Büreauzimmer des Inspektors eingestiegen. war, an zwei Stellen durchlöchert hatten. Der Ueberfallene weil er Jude sei; er ziehe es deshalb vor, die Redaktion nicht Hier hatten sie vorher mittelst mit Faßseife bestrichenen liegt noch schwer darnieder, doch dürfte er mit dem Leben davon mehr zu betreten und sofort seine Stelle niederzulegen. Der Zeitungspapiers ein Fenster eingedrückt. Gestohlen hatten tommen, falls nicht unvorhergesehene Komplikationen eintreten. Kläger Mary erklärt auf Befragen des Vorsitzenden, daß er nichts dazu gethan habe, um die ganze Angelegenheit in die Einbrecher verschlossen fünf im Schreibtisch ge= Drei Fabriken ausgebrannt! Ein gewaltiger, sehr gefahr- Presse zu bugfiren; er habe nur seinen Bekannten auf Befragen wesene Spartassenbücher, drei Ballen Stoffe, die meisten drohender Brand ist gestern Mittag auf dem Grundstück Schön- den Grund seines Scheidens aus der" Voff. 3tg." mitGarderobenstücke des Inspektors, einen Regenschirm und einige hauser Allee 167a zum Ausbruch gelangt und sind durch den getheilt, einer derfelben habe darüber an Die„ Krefelder Kisten mit Zigarren. Zwei andere Sparkassenbücher über zuhauser sammen 800 M. mochten die Diebe nicht entdeckt haben; auch selben nicht weniger als drei Fabriken total eingeäschert Beitung" berichtet und so sei die Angelegenheit in die Am 31. Mai berührte die Freis. 3tg." worden. Das Grundstück besteht aus einem vierstöckigen Vorder- Bresse gekommen. hatten sie nur wenig Geld mitgenommen. Ein Rock des Beamten war am Rücken aufgeschlitzt worden. Die Diebe hatten hause und einem gewaltigen Hofe, auf welchem sich als linker den Fall Mary in einer Briefkastennotiz, in welcher darauf hinihre Arbeit" gemüthlich bei Licht ausgeführt. Es wurde alsbald Seitenflügel ein zweiftöckiges ca. 80 Meter langes Gebäude be- gewiesen wurde, daß ein Hauptmitarbeiter des politischen Theils der Amtsvorstand in Stralau von dem Ginbruch in Kenntniß findet, das ausschließlich zu Fabrikzwecken dient und in welchem der„ Voss. 3tg." ja doch auch Jude sei. Am 17. Juni sandte gesetzt, und der Bestohlene, Inspektor Buch, fuhr nach Berlin, sich die Dampfleisten- Fabrik von Rosenfeld, die das ganze Par- Geh. Rath effing an den Abg. Gugen Richter einen Brief um die Auszahlung der Spartaffenbeträge bei der städtischen terre einnimmt und mehrere 100 Arbeiter beschäftigt, in der unter Beifügung eines Formulars, welches als Antwort auf verSparkasse zu inhibiren. Noch vor 9 Uhr angelangt, erblickte B. ersten Stage die Dampf- Holzschneiderei von Aust und die Holz- schiedene Anfragen aus dem Leserkreise der„ Voss. 3tg." abgefaßt einen jungen Mann, der vor der Thür stand und eiligst die Flucht fraiserei von Ewald befinden. Etwa 10 Meter davon entfernt steht worden war. Hinzugefügt wurde, daß das Gerücht, nach welchem ergriff. Der Flüchtling, der vermuthlich auf die gestohlenen Spar- gegenüber diesem Gebäude ein großes massives Vorrathsmagazin, die Entlassung des Herrn Marr wegen seines jüdischen Glaubens in welchem die Futtervorräthe der Molkerei von Bamath erfolgt sei, jeder Grundlage entbehre und die Entlassung faffenbücher das eingezahlte Geld hatte erheben wollen, war der die sich gleichfalls auf diesem Grundstücke befindet sowie wegen Unfähigkeit des M. erfolgt sei. Am 18. Juni erschien etwa 20 Jahre alte De., der vor nicht langer Zeit erst die Er- die Holzläger der Firma Rosenfeld untergebracht sind. Heute dann auf Grund dieser Zuschrift eine Notiz in der Freisinnigen ziehungsanstalt verlassen hatte. Bis jetzt sind die Einbrecher noch Mittag furz nach 1/212 Uhr brach in der Leistenfabrik von Rosen- Zeitung, in welcher mitgetheilt wurde, daß nach sicherer Infeld das Feuer dadurch aus, daß ein Maschinist die Lampe formation die Entlassung wegen Unfähigkeit erfolgt sei. Mary befallen ließ, das brennende Gefäß fiel in einen richtigte diese Notiz dahin, daß seine Entlassung nur wegen Von Zigeunern geraubt! Nach einer von der Staats- vie es heißt anwaltschaft zu Halle a./S. hierher gelangten Nachricht ist seit Stapel Holzwolle und alsbald verbreitete sich das Feuer mit seines jüdischen Glaubens stattgefunden habe, diese Berichtigung die Arbeiter konnten sich kaum aus den Wert wurde jedoch nur theilweise abgedruckt und nun erließ Herr dem 29. v. M. aus Gönnern a./S. der 12 Jahre alte Knabe Bligesschnelle über die gesammten Parterrelokalitäten, die beim Mary am 22. Juni im„ Berliner Tageblatt" eine längere GrOtto Heidler plößlich verschwunden, ohne daß es den An- stätten retten strengungen der Angehörigen und Behörden bisher gelungen ist, Eintreffen der ersten sofort alarmirten Feuerwehr- Löschzüge be- flärung, in welcher er die Gründe seines Ausscheidens aus der auch nur eine Spur von dem Verbleibe deffelben zu entdecken. reits in Flammen standen. Troß angestrengter Arbeit gelang es Bossischen Zeitung" auseinander sette und damit schloß, daß er Man ist daher zu der nicht unbegründeten Annahme gelangt, der der Feuerwehr, die mit 4 Zügen der 1. Kompagnie, 13., 14. Bug Alles daran segen müsse, den„ Verleumder", der ein leichtfertiges Rnabe müsse von einer damals sich in jener Gegend aufhaltenden der 4. Kompagnie, sowie dem 2. und 4. Dampfspritzen- Zuge ein- Spiel mit der Wahrheit und einem Menschenschicksal getrieben, Zigeunerbande aufgegriffen und mitgeschleppt worden sein. Der getroffen war, nicht des wüthenden Elements Herr zu zu fassen. Darauf veröffentlichte die Bossische Zeitung" am Bercacht des Kindesraubes richtet sich besonders gegen zwei werden, da auch inzwischen die Aust'sche und Ewald'sche 22. Juni Abends eine Erflärung des Geh. Raths Lessing, in Zigeuner, Namens Weiß und Leublinger aus der Gegend von Fabrik in der ersten Etage von den Flammen ergriffen wurden. welcher bemerkt wurde, daß er der Kündigung des Klägers fern Nordhausen. Es ist daher an die deutschen Polizeibehörden das Auch das vis- à- vis belegene Borrathsmagazin wurde von den gestanden, erst nachdem eine vollendete Thatsache vorgelegen, habe er Ersuchen gerichtet worden, bei sämmtlichen ihren Bezirk durch hinüberspringenden Flammen erfaßt und brannte aus; so davon erfahren, ebenso davon, daß Herr Mary Jude sei. ziehenden Zigeunergesellschaften eingehende Nachforschungen an- mußten sich die Löschmannschaften, die unter Leitung des Herrn ist in allgemeinen Zügen der Sachverhalt. Erster Beuge ist zustellen und bei dem Auffinden des vermißten Knaben die Branddirektor Stude arbeiteten, damit begnügen, die gefährdeten Geh. Justizrath Lessing. Derselbe erklärt, daß bei allen Schuldigen festzunehmen. Otto Heidler ist von fräftigem Körper- Hinterhäuser der Schwedterstraße zu schüßen, ebenso gelang es Engagements für die Bossische Zeitung" er die ausschlaggebende bau, hat ein volles gesundes Gesicht und dunkelblondes Haar. die Molkerei von Bamath, deren Kühe, etwa 20 Stück, durch Bestimmung zu treffen habe; dasselbe sei der Fall bei der Frage Er trug bei seinem Verschwinden eine dunkelblaue Baschlickmüße, Rauch und Qualm fast erstickt, hervorgezogen wurden, zu retten. Der Stellvertretung des Chefredakteurs. Herr Stephany hatte ein dunkles, farrirtes Jacket, graue( englischlederne) Hosen und Auch das Vorderhaus schwebte in großer Gefahr, das Bierlokal ihm Mitte Mai die Absicht kundgegeben, Herrn Marx demnächst ein roth- und weißgestreiftes Barchenthemd. von Wuttge, Inhaber Amann, das dicht an den Brandheerd zu tündigen, er habe aber dagegen gebeten, die Kündigung bis anstieß, sowie die darüber belegene Tischlerei von Mielte nach Ablauf der Sommer- und Urlaubszeit zu verschieben. Herr Weil ihm die Schankkonzession verweigert wurde, hat wurden nur dadurch vor dem Abbrennen bewahrt, daß Stephany hatte ihm auch gefagt, daß er vorübergehend den Gesich am Sonnabend gegen Abend der Kaufmann K. das Leben kolossale Wassermengen durch mehrere Schläuche auf dieses Ge- danten gehabt habe, Herrn Mary als seinen Stellvertreter zu be genommen. K. betrieb bis vor kurzem eine Pfandleihe in der bäude geschleudert wurden. Gegen 3/42 Uhr war die größte stellen. Er, Beuge, habe, als Herr Stephany auf Urlaub ging, Grenadierstraße, deren Ertrag jedoch nicht ausreichte, um die Gefahr für die umliegenden Gebäude vorüber, und erklärt, daß der Redakteur Mohr denselben wieder verFamilie zu ernähren. K. gab deshalb das Geschäft auf und es konnte um diese Zeit mit dem Ablöschen des eigentlichen treten solle und würde zu einer Stellvertretung durch Herrn miethete nun Anfang dieses Monats ein Rellerlotal im Hause Brandheerdes begonnen werden, welche Arbeit sich außerordent Mary nie seine Genehmigung gegeben haben. Erst als diese Grenadierstraße 7, um daselbst eine sogenannte Kaffeeklappe" su lich schwierig gestaltete, da die rauchenden Holzmaffen und der Stellvertretungsfrage endgiltig entschieden war, habe der Renicht ermittelt worden. " Dies wenn worden war. " da: dakteur Mohr ihm gesprächsweise gesagt, daß Mary Jude sei. habe. Zeuge bestätigt, daß Herr Stephany ihn gegenüber wieder-| stelle demzufolge nur eine Privatansicht des Zeugen Stephany Der von ihm in dem Schreiben an Herrn Eugen Richter ge- holt über die unzulängliche Leistungsfähigkeit des Klägers ge- dar. Auch aus dieser ganzen Verhandlung ergebe sich, daß nach brauchte Ausdruck der Unfähigkeit" sei ihm von Herrn sprochen, wenn er auch eine gewisse Vorliebe für denfelben be- wie vor innerhalb der Redaktion der„ Vossischen Zeitung" Jeder Stephany angegeben worden, doch habe er zur Veröffentlichung fundet habe. Richtig sei es auch, daß Stephany nach dem Vor- nach seiner Façon selig werden könne, und wenn die Zeugen dieses Ausdrucks seine Ermächtigung nicht ertheilt. Er selbst kommniß mit der Doublette sehr böse gewesen und gesagt habe, auf's Allerbestimmteste erklären, daß die Religion des Herrn habe wiederholt verlangt, daß Wiary entfernt werden solle, weil daß die Sache nun doch nicht mehr weiter gehe. Mary bei der Kündigungsfrage gar feine Rolle spielte, so fei seine Leistungen nicht genügten. Herr Stephany habe denselben Dr. Schlenther, der Feuilleton- Redakteur der„ Vol. 3tg.", die Schlußfolgerung, daß die Bossische Zeitung" die freis aber immer gehalten. Es sei ein vollständiger Unsinn, hat aus verschiedenen Gesprächen, die er mit dem Kläger und sinnigen Prinzipien verleugnet habe, doch eine verfehlte. behauptet werde, bittet, Vertheidiger er habe Herrn Stephany Vor- mit Herrn Stephany geführt, verschiedene Eindrücke ge- Der die Klage abzuweisen, würfe geniacht, daß er ihm den jüdischen Glauben des wonnen. Bei Der ersten Unterredung mit St. habe gegen den Kläger wegen des Ausdrucks gewiffenloser Herrn Mary verschwiegen habe. Ihm sei es sehr gleichgiltig, ob er den Eindruck gehabt, daß e3 sich in erster Verleumder" und leichtfertiges Spielen mit der Wahrheit und ein Mitglied der Redaktion der„ Vossischen Zeitung" Türke, oder Reihe um die Konfession des Herrn Mary handelte. Herr einem Menschenschicksale" zu bestrafen. In den längeren Res Heide oder Jude ist, wenn er nur tüchtig und brauchbar ist. Stephany habe namentlich hervorgehoben, daß der Redakteur der pliken und Dupliken der beiden Vertheidiger, die sich bis 5 Uhr Er, als Leiter eines Justituts, wie die„ Bossische Zeitung", müsse inneren Politik auch Stellvertreter des Chefredakteurs sein solle Nachmittags hinziehen, verweist Rechtsanwalt Dr. Bernstein sich das Recht vorbehalten, allein zu beurtheilen, ob ein Mitglied und da feit Menschengedenken bei der Bossischen Beitung" darauf, daß die Freis. 8tg." von dem Inhalt der Mary'schen des Instituts brauchbar sei oder nicht und es sei gar nicht denkbar, Grundsatz gewesen sei, daß fein Jude die" Zeitung zeichne, fo Erklärung gar keine Notiz genommen, die heute als theilweise daß er sich in dieser Beziehung Vorschriften machen lasse. Herr gehe es mit Mary nicht. In der Redaktion, in welcher man den falsch zugegebene wuchtige Erklärung des Geheimraths Leffing, Mary sei für die Bossische Zeitung" nicht geeignet gewesen, Dr. Levy nicht als Redakteur zu betrachten pflege, habe man welche einen ehrlich arbeitenden Menschen journalistisch und wenn er auch für andere Zeitungen ein Genie fein möge. auch die Empfindung gehabt, daß die Konfession der entscheidende moralisch zerschmettern mußte, mit gesperrten Lettern gedruckt habe. Zeuge Stephany erklärt, daß er auf eigene Faust gekündigt Grund zur Entlassung des Klägers fei. Er selbst halte Marr Daraus ergebe sich die Parteilichkeit und die beleidigende Absicht. habe; er habe vorher Herrn Geh. Rath Leffing von seiner Ab- für einen begabten Menschen, Herr Stephany habe sich Rechtsanwalt Träger erwidert, daß der Theil, welchen Geh. ficht der Kündigung Mittheilung gemacht, dieser habe gewünscht, auch öfter günstig über denselben ausgesprochen, so daß man in Rath Lessing zurüdgezogen, gar nicht dasjenige sei, worauf die daß die Kündigung bis zur Beendigung der Urlaubszeit ver- der Redaktion denselben sogar für einen Liebling des Chef- Freis. 3tg." fußte. Die letztere habe keinerlei beleidigende Abschoben werde, er habe aber aus follegialen Gründen Herrn M. schon redakteurs ausgab. Zeuge ist von seiner Meinung, daß es sich sicht gehabt, sondern nur das behauptet, was die beiden Zeugen Damals gekündigt, damit derselbe längere Zett gewönne, sich nach in erster Reihe um die Konfession handelte, schließlich zurück als wahr bestätigt haben und daß Herr Mary wegen Unfähigkeit einer anderen Stellung umzusehen. Man müsse bei der ganzen gekommen, da Herr Stephany bei einem späteren Gespräch ihm für die Anforderungen der Voss. 3tg." entlassen worden sei. Angelegenheit zwei Dinge auseinander halten. Den Grund der die Versicherung gegeben, daß die Glaubensfrage bei der Kün- Beide Zeugen haben dies auf das Allerbestimmteste bekundet und Kündigung und daneben die Judenfrage, welche einmal berührt digung gar nicht mitgesprochen habe und ganz unnöthig von dem es liege feinerlei Grund vor, diesen Zeugen zu mißtrauen. Er habe Herrn Mary bis zum letzten Monat in Redakteur Mohr mit hineingezogen worden sei. Schließlich erklärt Dabei sollte gar nicht gesagt sein, daß Herr Mary unfähig als der schonungsvollsten Weise behandelt und aus dieser schonenden Zeuge, daß ihm Kläger nach dem Gespräch, welches er mit Stephany Redakteur, sondern nur für die Vossische Zeitung" unzuläng Form der Kündigung suche derfelbe jezt Stricke zu drehen. Er gehabt, den Inhalt desselben ebenso dargestellt habe, wie Stephany lich sei. Nach langen, schließlich scheiternden Bergleichsverhand habe mit dem Kläger an dem Tage der Kündigung selbst und wie es nachher im Zirkular des Klägers Mary dar lungen erfolgt um 6 Uhr die Urtheilsverkündigung dahin: der längere Zeit über die Judenfrage geplaudert, er habe mit gestellt worden sei. Zeuge Chefredakteur Stephany ver- Kläger ist mit seiner Stlage abzuweisen, da die Behauptung, daß ihm des Längeren und Breiteren darüber gesprochen und ihm fichert wiederholt, daß Dr. Levy schon seit Jahren thatfächlich Jemand unfähig sei, in einer Redaktion zu arbeiten, eine persön dann den Grund der Kündigung gesagt, der lediglich in der Redakteur der Bossischen Zeitung" sei und verweist darauf, daß liche Ehrenkränkung nicht enthält und den Betreffenden nicht in Untüchtigkeit des Klägers lag. Nichtig sei es, daß er eine Zeit in den Jahren 1849-1874 ein Herr Liepmannsohn den kom der öffentlichen Achtung herabsetzen kann. Dazu kommt, daß lang den Gedanken hatte, Herrn Mary, obgleich derfelbe noch ein munalen Theil redigirte und zuletzt auch wirklich Redakteur der das, was der Beklagte in der Freisinnigen Zeitung" behauptet Anfänger war, zu seinem Stellvertreter in Vorschlag zu bringen. Beitung war. Auf weitere Beweisaufnahme verzichtete der hat, zum Theil doch erwiesen ist, denn wenn auch der Herr Marg sei von Anfang an Scheeren- Redakteur gewesen und Gerichtshof. Der flägerische Vertreter Rechtsanwalt Dr. Gerichtshof den Fall mit der Doublette als unerheblich auch geblieben und er entsinne sich feiner selbständigen Leistung Bernstein erachtete den Angeklagten für strafbar. Die„ Frei- betrachtet und Herr Stephany eine ganz besondere Begründung desselben. Er habe geglaubt, daß der Kläger sich entwickeln sinnige Zeitung" habe durch ihre Notizen in dieser Angelegen feines Urtheils nicht gegeben, so ist doch nach der Bekundung der würde, habe ihn vielfach ermuntert und ihn vorgehalten, daß er heit von Anfang an Partei ergriffen. Im Interesse der frei- Borgesetzten des Klägers- und auf deren Ueberzeugung fommt bei gutem Willen und Fleiß sich doch eine Stellung bei der sinnigen Partei fonnte es nicht erwünscht sein, wenn es allein an- Herr Marg nicht ausreichend befähigt erschienen, Voffifchen Zeitung" erringen fönne. Herr Mary sei aber in- fich die Behauptung als wahr erwiese und sie habe sich deshalb von für die„ Vossische Zeitung" zu wirken. Die Beweisaufnahme hat folge seines übernachtigen Lebens oft bei Tage sehr wenig geeignet Anfang an sich bemüht, ihrem Lesertreise die Ueberzeugung bei- auch ergeben, daß die Kündigung des Herrn Mary nicht deshalb zum arbeiten gewesen und er habe bei aller Schonung gegen die zubringen, daß Herr Mary die Unwahrheit behaupte. Ganz erfolgte, weil er Jude ist. Was die Widerklage betrifft, so hat Person des Herrn Mary denselben doch für die Vossische 3tg." unbefugt habe die Freis. 3tg." dem Kläger öffentlich Unfähig auch hier der Gerichtshof auf Freisprechung erkannt und die für untauglich und unbrauchbar zu befinden. Ueber den Anfang des feit" vorgeworfen, obgleich Herr Stephany in seiner öffentlichen Kosten des Verfahrens den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Beitungslesens und Ausschneidens sei Herr Mary im Wesentlichen Ertlärung selbst nur von unzulänglichkeit" gesprochen und das Herr Marg erklärte, Berufung gegen das Urtheil einzulegen. nicht hinausgekommen. Trotz alledem habe er denselben sogar Wort„ Unfähigkeit" nur in einem Privatbriefe des Geh. Raths gegen den Willen der Eigenthümer zu halten gesucht und die Lessing vorkomme. Der Vertheidiger glaubt, daß die Behauptung Hoffnung nicht aufgegeben, aus demselben etwas zu machen. Als des Klägers als cine wahre Thatsache erwiesen sei. Die Zeugen feine( des Zeugen) Urlaubszeit herannahte, habe er sich in einer Lessing und Stephany seien an sich gar nicht berechtigt gewesen, gewissen Personal Nothlage befunden und dabei die Absicht ge- einem Redakteur ein solches Zeugniß zu geben, und wenn sie habt, den Kläger zum Stellvertreter auszuwählen; er habe dabei unaufgefordert einem Seherburschen ein solches Beugniß ausDie Kommiffion der Berliner Buchdrucker theilt uns gehofft, daß dies den Ehrgeiz des Klägers wecken und ihn von gestellt hätten, würden sie sich auf Grund des§ 146 Gew.-D. feinem nachtschwärmenden Leben abbringen würde. Am strafbar gemacht haben. Die Aussagen des Zeugen Stephany mit, daß gestern wiederum eine Anzahl kleinerer und mittlerer 11. Mai sei Mary von seinem Urlaub zurückgekehrt und am hält der Vertheidiger nicht für maßgebend, da er denselben nicht Firmen die Forderungen der Gehilfenschaft bewilligt haben. 12. Mai sei es vorgekommen, daß er einen Ausschnitt aus dem folgen könne. Wenn einem Manne, der in der Zeitung drei Es befinden sich einige darunter, welche öffentlich nicht genannt Reichsanzeiger" in die Oberredaktion gegeben und eine halbe Jahre ehrlich gearbeitet, die Stellvertretung des Chefredakteurs fein wollen, die übrigen werden durch den Vorwärts" in einer Stunde danach dieselbe Notiz als Doublette nochmals hingegeben übertragen werden soll, so sei das gewiß fein Beweis von der Gesammtliste in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. habe, ohne davon etwas zu wissen. Da dies Angesichts der That Unfähigkeit des Betreffenden. Nach der Rückkehr des Klägers 3m Uebrigen ist die Situation des Streits unverändert, Zuzug fache geschah, daß er soeben erst aufgefordert war, fich aufzusei nichts weiter vorgekommen, als die bewußte Doublette oder Abfall nicht zu verzeichnen. raffen und alle Kräfte zusammen zu nehmen, sei er so sehr von und diese könne unmöglich das Faß zum Ueberlaufen Eine neue Lige bringen die gegnerischen Blätter. Sie der Unbrauchbarkeit desselben überzeugt gewesen, daß er gebracht haben. Nach der Ansicht des Vertheidigers seien schreiben:" Dem Vorstande des Unterstützungsvereins deutscher sogar dem Redakteur Levy die Absicht aussprach, feinen Sie Aussagen der Zeugen Lessing und Stephany mit einander Buchdrucker in Berlin( Gehilfenverein) wurde, wie authentisch(?) eigenen Urlaub auszugeben. Als er den Kläger als unvereinbar. Letzterer habe in seinem Gespräch mit Mary er- verlautet, die weitere Gewährung von Untera seinen Stellvertreter in Aussicht genommen, sei dabei wähnt, daß Herr Geh. Nath Lessing ihm Vorwürfe darüber ge- st ühungen aus Vereinsmitteln an Streifende auch der Gesichtspunkt vorgewaltet, daß er schlimmsten Falls ja macht habe, daß er ihm von der Zugehörigkeit des Klägers zur von Seiten der Regierung( welcher Regierung sehr bald selbst aus seinem Urlaub zurückkehren könne. Nach jüdischen Konfession teine Mittheilung gemacht habe, während untersagt. Der Vorstand hat das Statut entsprechend abdem Vorkommniß mit der Doublette habe er aber jeden Gedanken Geh. Rath Lessing feinerseits befundet habe, daß er vorher mit zuändern. Die Gauverwaltungen wurden angewiesen, Beiträge an die Stellvertretung des Klägers aufgegeben. Entschieden Herrn St. niemals über die Religion des Klägers gesprochen nichtstreifender Mitglieder anzunehmen." In Berlin ist davon müsse er bestreiten, daß die Zugehörigkeit des Klägers zum habe. Das sei mit einander unvereinbar. Aus dem Verhalten auch nicht das Mindeste bekannt. Judenthum der Grund zur Entlassung gewesen sei. Innerhalb der beiden Zeugen gehe hervor, daß Mary die Wahrheit sagte, der Redaktion der„ Bossischen Zeitung" gäbe es feine fonfessionelle als er behauptete, die beiden Herren lieben die Juden nicht und Beide hätten Frage, sondern nur eine Frage der Tüchtigkeit. Die Vossische wollen sie nicht in der Redaktion haben. Zeitung" nehme es mit Berantwortlichkeit ihres fich erst mehrfach zu öffentlichen Erklärungen provoziren lassen der Stedakteurs sehr genau, derselbe dürfe nur Artikel in die müssen und Geh. Rath Lessing habe sich bei dieser die ganze Zeitung bringen, die gewissermaßen aus feiner innersten Existenz und Ehrenhaftigkeit eines Mannes berührenden Frage Weihnachten, das Fest des Friedens, rückt heran:„ Frieden Ueberzeugung heraus geschrieben seien. Die Boffische Zeitung" mit seiner öffentlichen Erklärung noch geirrt und heute den beschäftige sich neben der Politik auch mit firchlichen Dingen und Sauptbestandtheil jener Erklärung zurücknehmen müssen. Der den Menschen auf Erden, die eines guten Willens find!" Genug die Voffische Zeitung" stehe darin etwa auf dem Boden des Vertheidiger unterschiebt dem Geh. Rath Lessing, daß er sich in nun des grausamen Spieles! Machen wir Waffenstillstand auf Protestantenvereins. Sei dies aber der Fall, so müsse auch der jener Erklärung gar nicht geirrt habe, sondern sich über die Be- der ganzen Linie! Versöhnung und Vergessen sei das Weihnachts verantwortliche Redakteur auf diesem Boden flehen und daraus handlung der ganzen Sache nur noch nicht klar war. Die beiden geschent an unsere Gehilfen. Begraben wir mit dem Ende des alten Jahres allen Merger. Seien wir nicht Tyrannen gegen uns ergebe sich ganz von selbst, daß ein Redakteur jüdischen Glaubens Zeugen haben sich für die bürgerliche Unfähigkeit der Juden zur nicht für die Vol. 3tg." zeichnen könne. Das verstehe sich für Gleichberechtigung in allen bürgerlichen Stellungen erflärt und selbst, indem wir uns selbst zerfleischen. Lassen wir die Stimme jedes Mitglied der Voss. 3tg." so sehr ganz von selbst, daß seien Den Prinzipien des Herzens sprechen, pflanzen wir nicht durch unsere Hartnäckigdes wirklichen Freisinns beispielsweise der Nedakteur Dr. Levy, welcher eine ganz hervor untreu geworden. Cine freifinnige Zeitung dürfe nun und feit unvergänglichen Haß gegen uns in Haus und Familie der ragende Stellung einnehme, nie daran gedacht habe, die Stell- nimmer bekennen, daß die Zugehörigkeit zur fatholischen oder Gehilfen. Geben wir unsern Arbeitern was des Arbeiters ist, vertretung zu übernehmen. Die Thatsache, daß Herr Mary Jude mosaischen Religion ein Hinderniß zur Uebernahme einer bürger- geben wir den Neunstundentag! Wer Anspruch wirklich praktischer Buchdrucker zu sei, fei ihm verfchwiegen worden; er habe davon erit ge- lichen Stellung sei. Solche Grundsätze vertragen sich nicht mit darauf macht, ein wirklich der wird die Vortheile für sein Geschäft, Damit " Buchdrucker- Bewegung. " Die Kommission der Tabakarbeiter Berlins hat den streikenden Buchdruckern 150 M. als Unterstützung ausgehändigt. Der Mannheimer Buchdruckereibefizer Mag Hahn( in Firma Mar Hahn u. Ko.) veröffentlicht folgendes MahnFirma May Hahn u. Ko.) veröffentlicht folgendes Mahnwort an meine Herren Kollegen! legentlich eines Spazierganges von einem Kollegen erfahren, die den Prinzipien des Freisinns. Wenn die Vossische Zeitung" in Thatsache sei dann von anderen Kollegen bestätigt worden. Herr allen Dingen wirklich freisinnig wäre, dann wäre dieser Prozeß welche ihm erwachsen, wenn er mit seinen Arbeitern in Dr. Echleniher habe ihm gleichzeitig gefagt, daß derselbe sich aus überhaupt unmöglich gewesen; die„ Voffische Zeitung" liebe aber Frieden, und die Nachtheile ermessen, wenn er im Rampfe mit feinem Judenthum nicht viel mache und Marx selbst habe ihm die Juden nur als Abonnenten und Inserenten, nicht aber als denselben lebt. Hemmen wir nicht das Rad der Zeit, feien wir die Pioniere des Fortschrittes! Reine gegenseitigen Rachegefühle, einmal gesagt, daß er bedauere, feinen Entschluß, aus dem Juden- Redakteure. Andere freisinnige Blätter, hätten das einzig vor feine Bitterfeit bleibe in unseren Herzen zurück. Am Weihnachts thum auszutreten, nicht ausgeführt habe. Er habe deshalb waltende Interesse, das Interesse an der Wahrheit, wahreinigermaßen ein Erstaunen darüber, daß nun Herr Mary genommen, indem sie einfach die Gerüchte wiedergaben, welche feste sei ein dauernder Friedensbund geschlossen," Fröhliche Das neue Jahr beals Märtyrer des Judenthums ausgespielt werden solle. zirkulirten und den Parteien Gelegenheit zur Aussprache gaben. Weihnachten" mögen uns allen werden. Er wiederhole, daß das Konfessionelle nicht den Grund Diesen Boden der Wahrheits ermittelung habe die freisinnige grüße unsere herrliche Kunst in neuem Glanze! Mögen unsere zum Austritt des Herrn Mary gegeben habe. Auf Zeitung verlassen und deshalb müsse der Angeklagte verurtheilt Sehilfen, alle, alle, Mann für Mann, freudestrahlend zurückfehren in die liebgewordenen, verwaisten Stätten, mögen sie Borhalten des Rechtsanwalts Dr. Bernstein berichtigt werden. Geh. Rath Lessing seine öffentliche Erklärung dahin, daß er nicht erst Rechtsanwalt Träger versichert, daß bei dem ganzen Vor- burch verdoppelten Fleiß die trüben Erinnerungen der ver nach der Kündigung des Herrn Mary, sondern nach geschehener gehen der Freis. 3tg." niemals eine aggressive, gehässige Spige gangenen Tage wie einen wüsten Traum verscheuchen und uns Uebertragung der Stellvertretung auf Herrn Mohr davon Kennt gegen den Kläger vorwaltete. Hier handele es sich darum, daß den Beweis liefern, daß Liebe zum Geschäft im stand ist, einen niß erhalten habe, daß Herr Mary Jude sei.- Beuge Redakteur aus dieser ganzen Affäre, über welche sich Niemand freuen werde, nur scheinbaren Verlust an Arbeitszeit auszugleichen. Hoffen Stephany giebt seinerseits auf Befragen des Dr. Bernstein die Gegner die allgemeine Schlußfolgerung zogen, daß die frei wir auf ein glückliches, fröhliches neues Jahr! Darum geben wir Frieden, Frieden, Frieden!" die Möglichkeit zu, daß er bei der Unterredung mit Mary, die sinnige Partei in Bezug auf die Judenfrage doch nur doppel- Wir können nur wünschen, daß die Buchdruckereibesiger den ganz freundschaftlich gewesen, etwas von gegen ihn angezettelten zängig fei. Dazu tam, daß auch in den leitenden Streifen der frei- warmen Worten dieses Menschenfreundes Folge leisten. Intriguen" gesprochen und daß Kläger schon vor längerer Zeit finnigen Partei die ganze Angelegen heit großes Aussehen erregte, Leipzig. Obgleich jetzt der Streit in die siebente Woche einmal die Absicht gehabt habe, zu fündigen, diese Absicht aber so daß sich der jezige Bürgermeister Belle mit der Bitte um Daraus tritt, steht das Heer der Ausständigen noch wie am ersten Tage auf sein Zureden wieder aufgegeben habe. Er betone nochmals, Aufklärung an den Geh. Rath Lessing wandte. daß hier zwei ganz verschiedene Dinge verquickt worden seien: ersprang dann der Privatbrief des Letzteren, welcher für den fest und unerschütterlich. Sie sind sich bewußt, daß es sich um die Kündigung und die daneben her laufende Erörterung der Redakteur der Freifinnigen Zeitung" einen gewiffen urkundlichen ein Stück Kulturarbeit handelt. Die Prinzipale wollen die Ar Konfessionsfrage aus Anlaß des Stellvertretungs- Planes. Charakter hatte, so daß derselbe glaubte, am besten zu thun, beiter durch den Hunger mürbe machen, aber diese Absicht wird Kläger Mary bestreitet ganz entschieden, daß eine der im„ ult", wenn er bei der Wiedergabe an den in der Urkunde selbst ent- fehlschlagen. Neben den ausländischen Organisationen stehen die in der Berliner Zeitung" und im Vorwärts" gegen die Person haltenen Ausdruck festhielt. Der Vertheidiger suchte alsdann Gewerkschaften, sowie alle Arbeiterfreunde Deutschlands hinter des Geh. Raths Leffing gerichteten Notizen von ihm herrühre. Er auszuführen, daß in der Notiz der Freijinnigen Beitung" eine den kämpfenden Arbeitern und Arbeiterinnen vom Buchdruckbestreitet ferner, daß die Kritik des Zeugen Stephany über die Art, Beleidigung nicht zu finden sei. Die Freifinnige Zeitung" habe gewerbe. Unterstützungsgelder fließen von allen Seiten herzu. wie er feine freie Beit zubringe, irgendwelche Berechtigung habe. tein selbständiges abfälliges Urtheil über Herrn Mary gefällt, Auch der Familien der Streikenden vergißt man nicht. So fand Sein Leben sei fein übernächtiges und der Zeuge könne von dem sondern nur den Grund der Entlassung desselben so wieder am Sonntag im Restaurant Bonorand" eine Matinee des Ge selben höchstens bei solchen Gelegenheiten Kenntniß genominen gegeben, wie von der attoritativsten Stelle mit sangvereins Gutenberg" statt, aus deren Ertrag den Kindern haben, wo er mit demselben zusammengewesen. Kläger be- getheilt worden war. Die Beweisaufnahme habe ergeben, der Ausständigen eine Weihnachtsfreude bereitet werden hauptet schließlich, daß er auch selbständige Artikel für die daß Geheimer Rath Leffing, der die entscheidende Stimme foll. Von einigen angesehenen Personen find zum gleichen Zwecke Bossische Zeitung" geschrieben und seine Pflicht stets erfüllt habe, wiederholt seine Unzufriedenheit mit den Leistungen ganz erhebliche Beträge gespendet worden. Jene Kinder feiern habe. Beuge Stephany erklärt nochmals, daß des Herrn Mary ausgesprochen und sich darin mit Herrn dieses Jahr also ein Weihnachtsfest, das auf den Namen" Fest er sich auf solche selbständigen Arbeiten nicht befinnen Stephany begegnet babe und was die Stellung der Boff. Btg." der Liebe" mehr Anspruch machen fann, als die Weihnachtsfefte tönne, giebt aber zu, daß es wohl hier und da vorgefommen sein zur Judenfrage betrifft, so liege die Sache doch nicht so, wie der der Prinzipale, welche durch die Verweigerung des Neunstundenmag, daß Kläger an Zeitungsausschnitte eigene Raisonnements Gegner dargestellt. Geh. Rath Lessing habe mit voller Bestimmt tages die Väter dieser Kinder brotlo3 machten. Die Wiener Buchdrucker- und Schriftgießergehilfen gelnüpft habe. Der Beuge verweist nochmals darauf, daß er heit erklärt, daß innerhalb der Redaktion der Voss. 8tg." Den Kläger in wiederholten Fällen vorgehalten habe, fein un feinerlei Gewicht auf die Konfession gelegt werde und Herr erlitten bekanntlich wegen der Maifeier und der sich hieran geregeltes Leben zu laffen, um seine Kraft zum arbeiten nicht zu Stephany stehe auch durchaus auf dem Standpunkte dieser knüpfenden Arbeitseinstellung eine schwere Niederlage, welche untergraben. Kläger erwidert, daß er in solchen Fällen stets Toleranz und weiche nur insofern von Herrn Leffing ab, aber nach der jetzigen Situation dortselbst als ein großer widersprochen habe. Der Zeuge Dr. Fr. Levy erklärt, daß daß er der Ansicht ist, der stellvertretende Chefredakteur moralischer Sieg bezeichnet werden muß, weil sich naturgemäß er seit einer Reihe von Jahren Redakteur der„ Bossischen Zei- müsse nicht nur ein Christ, sondern auch ein Pro- die Niederlage viel empfindlicher durch die Schmutzkonkurrenz bei tung" sei. Er weiß, daß dem Kläger wiederholt Borhaltungen testant sein, da er in firchlicher Beziehung den Standpunkt des den Prinzipalen bemerkbar machte, als wie bei den Gehilfen. über seine Unsolidität durch Herru Stephany gemacht worden sind, Protestantenvereins vertreten müsse. Zu dieser abweichenden Die Prinzipale sehnten sich danach, wieder mit den Gehilfen eine besinnt sich aber nicht, daß Kläger Widerspruch dagegen erhoben Stellung habe sich Geh. Rath Lessing nicht bekannt und dieselbe Einigung herbeizuführen und luden sie deshalb für den -O " er 15. daß 1 ( Da werde Berl DON die al 31 Czern berat der 1 dies Prinz datar ist, d Gehil welch Arbei auch Lage Punt hilfen 9 Uhr hetten bei 8 U A LeseAbent Fraue Horns A 9 Uhr, 1 ch a 1 mon Bucko Straße Ge Derein Bru " Sui Moab Wilm tape buni Fried Lied hain leinftr Straße bet 2 Gefan Gefan Gefan Gefan Gesan der B Rr # , 211 " fret e f Marn Diens Theat grügi vereir Bergi Dereir BIT ( 9 Uhr Gesan Straße de schr Her 10 in paj fau 6 En G pr fta RE T = daß nach einer zweistündigen Debatte über den§ 1 des Tarifes bei Gerth, Brinzenstraße 106.bei Stumfe, Ackerstraße 123. Männer Gesangverein Olympia" heult natürlich die bösartigste aller Reiftanten, das Leipziger „ Nachdem der Sprecher der Gehilfenkommission, Herr Czermat, die präzise Erklärung abgegeben hat, daß eine Neuberathung des Tarifes nur auf Grundlage des Zugeständnisses der neunstündigen Arbeitszeit erfolgen fönne, indem dies die strikte Direktive ihrer Mandatare sei, beantragt die Prinzipalskommission: Nachdem dieselbe von Seite ihrer Manbatare diese weitgehende Konzession zuzugestehen nicht ermächtigt ist, daß von Seite des Gehilfenausschusses eine genossenschaftliche Gehilfenversammlung für den 10. Januar einzuberufen wäre, welche der Gehilfen- Tariffommission in Bezug auf die Dauer der Arbeitszeit freie Hand läßt. Unter dieser Bedingung erklärt sich auch die Prinzipals- Tariskommission bereit, in einer am gleichen Tage einzuberufenden Gremialversammlung in Bezug auf den Punkt Arbeitszeit" ihre Mandatare zu befragen." Zu diesem Antrag erklärte Herr Czermak Namens der Gehilfendelegirten seine volle Zustimmung. Versammlungen. Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden " willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. find willkommen. Rauchklub 15. Dezember zu einer Sigung ein, in welcher festgestellt wurde, im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Berein, Wedding" öffentliche Mitleid für den Gauner wachzurufen und allen voran ( Dauer der Arbeitszeit) feine Vereinbarung erzielt Dienstag, Abends 9 uhr Gesangsstunde bet a. Niemann, Görligerstraße 42. Tageblatt". Man höre, wie das sächsische Ordnungsblatt seinen werden konnte. Um ein gänzliches Mißlingen der Gäste stets willkommen. Berliner Turngenossenschaft", Mitbanditen vertheidigt: Verhandlungen zu verhindern, wurde schließlich 9. Männer- Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr Blumen-" In einem der Mittelwaggons, in einem Roupee 2. Klasse, straße 63a. Theater- und Berguügnngs= Verein Vulcania", in Don Seite der Prinzipale folgende Resolution beantragt, Meißner's Restaurant, Gartenſir. 162. Gäfte, Damen und Herren, will- saß Winkelmann mit seinen beiden Begleitern, den Gerichtsdie allseitige Zustimmung fand: fommen. Theatertlub e Imerding", Abends 9 Uhr, in Hanf's beamten Reischel und Berthold, welche ihn in Antwerpen bereits Pharm Depot, bebe 9 Uhr, bet Meißner, Gartenstraße in Empfang genommen hatten. Als die übrigen Passagiere des Nr. 162. Gäste willkommen. Vergnügungsverein ,, Saturnalia." Jeden Schnellzuges ausgestiegen waren und sich zum Theil entfernt Dienstag Sizung mit Damen im Reſtaurant" Frankfurter Bierhallen", hatten, öffneten die Gerichtsdiener das Koupee und bewogen dann Anfang 9 Uhr. Große Frankfurterstraße Nr. 99, Nachher: Tanz. Winkelmann, letzteres zu verlassen. Wer den vormaligen Bank Bergnügungs- und Theaterverein Romeo", Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- Vergnügungs direktor der verkrachten Leipziger Diskonto- Gesellschaft in den Berein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei H. Sperling, Görlizerſtr. 37. Jahren seiner Thätigkeit als Vorstand des gedachten FinanzBruder, abends a uhr bei Berndt, Berlebergerſtr. 17. Gäſte willtommen. inſtitutes in seiner vollen Mannestraft gesehen und gekannt, der -Gefelliger Verein ,, Brüderschaft" NW., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher mußte bei dem Anblick des nach Leipzig als UntersuchungsReichsadler, Beuffelstr. 9.- Berein ehmal. 37 er, Abends 9 Uhr, im König gefangenen zurückkehrenden Flüchtlings von Entsegen ergriffen fadt- Kafino, Holzmarktstr.72. Dilettantenverein ,, Nord", Uebungsst. Dienstag werden. War diese gebrochene Jammergestalt wirklich WinkelAbend s- 10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Tambourverein Fret weg!", Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel. mann? Es war faum zu glauben. Als gestern die ersten Rauchtlub, Rosenblätter", Abends 8 Uhr, bet Leopoldt, York- u. Mann- Depeschen aus Bremen einliefen, daß Winkelmann in einem zu brüder", Abends 8 1hr, Aleine martusjraže 10. Gäfte, durch wit- Bedenken Anlaß gebenden törperlichen Zustande in Bremer ein gewisser glieder eingeführt, willkommen. Rauchtlub Borsig", jeden Dienstag haven angelangt sei, schien hier und da Abends 9 Uhr Borstaftr. 10a, bei Noad. Gäfte herzlich willkommen. Zweifel an der vollen Glaubwürdigkeit dieser Mittheilung Reichenberger Rauchfiu b. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichen= bergerstr. 128. im Restaurant Bum Pfeifen- Lange". Gäste, durch Mitglieder obzuwalten, allein das Aussehen Winkelmann's bei seiner eingeführt, willkommen. Rauchflub Portorico". nur Jeden Dienstag Ankunft in Leipzig bekräftigte zu sehr die Richtig Abend 9 Uhr Manteuffel Straße Nr. 119 bet Grewling. Gäste feit dieser Thatsache. Es stand jedem, der ihn fah, ein Dämmerwolfe" Dienstag Abend 9 Uhr Böchstraße 51. Gäfte vollständig geknickter und gebrochener, greifenhafter Mann vor Rauchflub Einigkeit" Abends um 9 uhr Augen, der sich kaum auf den Beinen zu halten vermochte. Der Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 22. Dezember, Abends bet Bater Rubs, Swinemünderstraße 82. Rauchflub Der If faltige, schwarze Schlapphut von zweifelhafteftem Aussehen auf 9 Uhr, Versammlung bei steßner, Annenstr. 16. Tagesordnung: Angelegen jeden Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelfiraße 32, bei Hoffmann. Rauchklub hetten der Steinbildhauer. Weiteres siehe Juferat. Amba le ma" Abends 8½ Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bet Fauſinger dem Gefangenen ein höchst fragwürdiges Aussehen. Sein Gesicht dem Kopfe, der dünne, graue, abgenutzte Sommerhavelock gaben Lese- und Diskutirklubs. Dienstag." Proletarier",( Pantom), Gäfte willfommen. Meue Mitglieder werden aufgenommen. Geselliger Borchardt, Schulzenstraße 28. Hasenclever", Abends Verein„ k I im bim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstr. 18. Herren als war gelb und fahl, die Augen starr, der Blick auf den Erdboden 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. Gäste willkommen.- Vergnügungsverein„ lid auf" Abends 8 Uhr im Re- gesenkt und mühsam teuchend rang die Brust nach Athem. Gin Agitationsverein assalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. ftaurant Blant, Schönleinstr. 1. Gäste wiütommen. Geselliger BergnügungsLese- und Diskutir- lub für Männer und Frauen Johannes Webde", verein, Amicitia", Abends 9 Uhr, in Boral von Marowski, Barnimstr. 47. dürftiger, struppiger Schnurr- und Kinnbart, weiß melirt, gab Abends& Uhr, im Lofale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Männer und Bergnügungsverein Reichstrone", Siyung Abends 9 Uhr in dem fahlen Gesicht vollends einen unheimlich abstoßenden Zug. Frauen als Gäste willkommen. Rothe Flagge", Abends 8½ Uhr, Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Gäste willkommen. Statflub ,, Fidele Hornstr. 11 bei Bechlin. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Brüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr kottbuser Damm 74 bet Bilfe. Mehr getragen als geführt, von seinen beiden Begleitern unter Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. Berein den Armen gehalten, schleppte sich Winkelmann, den Kopf auf 9 Uhr, Nebungsstunde. Aufnahme neuer Wiitglieder. Gesangverein" Freund ehemaliger Schüler der 38. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant die Brust gesenkt, tief athmend und ringend, nach der Rampe des fchaft 1", bei Dewald Berliner, Brunnenstraße 114.- Gesangverein Har Noll, Andreasstr. 8.- Vergnügungsverein, Esmeralda" heute Abend Bahnsteiges, wo seiner ein Zweispänner wartete. In demselben monia", Flottwellfir. 5 bei Bartels.- Arbeiter- Gefangverein Olympia", 8% Uhr, Sigung mit Damen, bet C. Hedwig, Rosenthalerfir. 45. Gäste will Bucktowerstraße 9 bei Junghans. Gesangverein, Schildhorn", Ufebom tommen. Vergnügungsverein„ Saturnalia" jeden Dienstag Sigung mit nahmen mit ihm vier Beamte der Staatsanwaltschaft Play, die Straße 33 bei Mieke. Gefangverein& idelitas", Bergfir. 68 bet feller. Tanz. Fidelitas. Gäste willkommen. Gr. Frankfurterstr. 99.- Bergnügungs- den Verhafteten nunmehr seinem zukünftigen Aufenthalt, dem Gesangverein„ IIegro", Kaiser Franz- Grenadier Platz 7. Gesang pereinarmen Sylva" Sizung jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Oranien hiesigen Gerichtsgefängniß, zuführten". verein ,, Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gesangvereinstraße 183, im Restaurant Braun. Junge Damen und Herren als Gäste Bruderherz", Straußbergerstr. s bei Birk. Syn'scher Gesangverein herzl- h willkommen. Am 5. Dezember in den Industriehallen, Mariannen" Sumor", Straußbergerstraße 3 b. Birt.- Gesangverein unverzagt 2", traße 31-32: Tanztränzchen. Billets( Serren 40 Pf., Damen 25 Bf.) am Moabit, Kronen Brauerei. Gefangverein" offnung 2", Deutsch Buffet und bei sämmtlichen Mitgliedern, sowie beim Vorsitzenden Entil Werner, Wilmersdorf, Brandenburgfiraße bei Gräß. Gesangverein Wald tapelle 1", Berliner Bodbrauerei. Gefangverein ,, Arbeiter Mat= Touristenklub Wanderluft". Jeden Dienstag, Abends von 9 Uhr ab, bund", Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Gesangverein, orwärts 3", Sigung bei Bierrat, Echönhauser Allee- und Fransectistraßen- Ecke. Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bei Momber. Gelenguerrin Mannesmuth. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, MauerGesangverein Freies Lied 2", Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165. Gefangverein„ Ganger straße 3 bei Nammt. Aufnahme neuer Mitglieder. hain", Fichteftr. 29 bei Strösche.- Gesangverein ,, Sängerfette", Schönleinstraße 6 bei D. Klein. Mufit- u. Gesangverein ir mitas" Adalbertstraße 8 bei Schneider. Gesangverein, Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 bet Winter. Gefangverein Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. Gesangverein Alte Linde", Mariannenftr. 31-32 bei Doberstein. Gefangverein vorwärts 4", Nathenow, Restaurant Walhalla". Gesangverein ,, Alpenglo de", Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Gesangverein Ginigteit 2", Landsbergerstraße 81 bet Wusehold. Gefangverein Sorgentos", Röslinerfir. 17 bet Wendt.- Gefangverein der Böttcher, Stetnetche", Jüdenstr. 55 bei Zrieschmann, Gesangverein reuzberger armonie", Sindenftr. 106 bet Boppe.- Gefangverein Zitanta", Köpeniderfir. 191 bet Boge.- Gefangverein 8 tedes freiheit 2", Straußberg, Restaurant Krüger. Westend", Bülowstr. 27 bet Gundlach. Gesangverein ,, or wärts 7, " bei " " 1 Stebertafel Wrangelstraße 140, bet Strämer, zu haben. 1 Vermischtes. Es ist nur ein Wunder, daß das Leipziger Klatschblatt nicht verlangt, daß der Betrüger im neuesten Młodeanzug, dick, fett und wohlgenährt seinen Einzug hielt. Wenn Jemand nationalliberal ist, hat er das zu verlangen. Mainz. Eine Rabenmutter, die unverehelichte Wilhelmine Regel, wurde wegen fortgesetter unerhörter Mißhandlung ibres vierjährigen Söhnchens zu 8 Jahren Gefängniß verurtheilt. Die Bestie hat schon eines ihrer Kinder durch Mißhandlungen ins Grab gebracht; ein anderes läßt die Stadt bereits verpflegen und das oben erwähnte wird nun auch in städtische Versorgung Uns ist es Leipzig, 20. Dezember. Endlich ist die zerbrochene Ordnungsgegeben. säule Winkelmann im hiesigen Gefängniß untergebracht Der Kölnischen Volkszg." wird aus der Pfalz geschrieben: worden. Heute meldeten, wie sich dies für große Männer" In den ländlichen Kreisen macht sich gegenwärtig ein empfindgeziemt, Extrablätter feine Ankunft. Winkelmann hat von Buenos licher Mangel an Arbeitskräften bemerkbar. Um diesem Mangel Ayres aus verschiedene Drohungen über Enthüllungen aus- abzuhelfen, haben sich einige Landwirthe auf der Sickinger Höhe gesprochen und machen jetzt seine Freunde ganz verdutzte Ge- Dienstknechte aus Ostpreußen kommen lassen. fichter. Eine Hoffnung ist ihnen geblieben: er soll todtkrank sein; geradezu undenkbar, wie mitten im Winter Mangel an ländlichen ein schweres Asthmaleiden drückt ihn. Vielleicht kommt ihm ein Arbeitern sich kundgeben soll. ,, Verlegenheitshusten", wenn er im Begriff ist, etwas auszuplauDern. Einige Jährchen dürften ihm sicher sein, und wenn er wirklich mit Asthma behaftet ist, dürfte er sich wohl nicht wieder Vergnügungsverein ,, Amor" bei Hämmerle, Bülowstr. 59. Bergnügungs- der" goldenen Freiheit" erfreuen. So verkracht eine Ordnungsstüge nach der andern. Marwitz bei Wilhelm Nölte. " Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Geselliger Verein ,, Climbim", bei George, Gr. Görschenstr. 16. Theaterverein Afazie" bei Heife, Staligerstraße 54. Theater und Vergnügungsverein, Gich entranz" bet Blöß, Dresdenerstr. 28.- Tambour verein Deutsche Etche" bet Cabeck, Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. Derein ,, Alpen vettchen" bei Schirmer, Koppenstraße 58. Blumeniese" bei Schneider, Adalbertstraße 8. Theaterverein Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musifverein ,, belweiß" 9 Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein„ A na freon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annen" Straße 16. Gesangverein Sudwig'scher Männerchor, Abends 9 uhr, Natürlich sucht die bürgerliche, namentlich nationalliberale Presse für die ehemalige Stütze beim Publikum gehörig Stim mung zu machen. In thränenreichen Worten sucht man das Briefkaffen der Expedition. J. E. in Großenhain. 16,65 M. erhalten. Der Kassirer der Weißgerber wird ersucht, 50 M., welche von den Berliner Mechanifern eingezahlt sind, in unserer Expedition abzuholen. Zum Streik der Buchdrucker! Da der Kampf gegen das vereinigte Arbeitgeberthum weiter tobt und ungeheure Mittel nothwendig sind, um die Verkürzung der Arbeitszeit zu erringen, so ersuchen wir die gesammte Arbeiterschaft Berlins und Umgegend, uns in diesem schweren Kampfe mit Geldmitteln zu unterstützen. Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe! Sammellisten, mit dem Stempel des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser verfehen, sind durch Herrn Faber in Gratweil's Bierhallen zu beziehen, woselbst auch Gelder in Empfang genommen werden in der Zeit von Morgens 10 Uhr bis Abends 8 Uhr, Sonntags in der Zeit von Morgens 10 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr. Teppiche Webefehlern mit fleinen à 5, 6, 8, 10, 50-150 m. Sopha- Bezüge in Phantasiestoff, Damast, Rips und Plüsch spottbillig. Muster franko." Versand streng reell gegen Nachnahme. 1513L Berlin S., S. Unger, Oranienſtr. 48. Waaren- atalog, reich mit Illustrationen ver sehen, gratis und franko. Heinr. Kruse, Schirmmacher, 84 Brannen- Straße 84, ( nahe Temminerstraße). 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