Erscheint in Lcipjig Mittwoch, Freitag, Toantag. AbonncmcntöpreiK \üt gaaz Teutschland 1 9H, 60 A. fr» Quartal. Monats- Abolmcmciiis werden bei allen deutschen Postanstaltcn ausden 2. und Z. Wonat, und aus den b, Monat besvuders angenouünen: im jkonigr. Sachsen und Herzogth. Sachsm- Altenburg auch aus den tten Mcuat de» Quartals i» ba Psg. Inserate betr. Brrsanimlmtgen pr. Petitteile 10 Ps., betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Petitzeilc ZO Pf. Ihvm Ms VestcUlingm nehmen an alle Pvftanstalten und Buch. hauddmgcn des In- u. Auslandes. Filial- Expeditionen. New-Dork: To».-demokr. Senostcn- schastsbuchdruckerei, 154 Eldridge SU. Philadelphia: P. Hab, OSO Sonst 3-4 Street. I.»oll, 1129 Charlotte 8fr. Chicago: A. Lansermann, 296 Division Street. San Franziieo: F. Enst, 416 V'k'ar. rell Street. London: PaudiK, 5 Sassau Street, Middlesen Hospital. Gentrat Hrgan der SoziatdemoKratie Deutschlands. Nr. 12. Sonntag, 28. Januar. 1877. rtltf h(>« Eine Schmach aber ist es, wenn man die Pflichten des Volksschulen vollständig decken, sondern noch einen Ueberschuß <4�UHU£IUlli-lv UU| IH-H Reiches, so die allgemeine Wehrpflicht, dem gesammten Volke von 65,(XX) Pfd. St. ergeben würde. In den meisten Fällen für den Monat Februar zu 55 Pfennig werden bei allen auferlegt, Pflichten, welche die unteren Schichten bedeutend mehr sind Anstalten, welche für Arme errichte: waren, im Laufe der deutschen Postanstalten, für<£eivzig pro Monat zu 60 Pf. �drücken, und wenn man dann die Rechte bes Volkes beschneidet Zeit in Institute für die Sproßcn� der Bourgeoisie umgc- bei der Expedition, Färberstr. 12 il, unfern: Colporteur zu Gunsten der oberen Schichten. wandelt worden. In andern wieder ist allerdings ein kleiner Moritz Ulrich, Südstr. 12, in den Filialen: Cigarrenladen des Und thut man dies gar unter der Maske der Gerechtigkeit, Thcil des Geldes für den testirten Zweck überwiesen, allein der Hrn. Peter Krebs, Ulr:chsg. 60, und Sattlerwerkst, am Königs- der Moralität und des Christenthums, so ist man ein perfider weitaus größere„Rest" spurlos in den weiten Taschen und platz 7; für die Umgegend von Leipzig beiden Filialexpeditionen: für Heuchler, weil durch die Beschneidung oder erst recht durch die Magen der christlichen Verwalter verschwunden.„Cliwtei-house" �•fp.ntarsiorf, Steudnitz, Zleuschonefekd:c. bei Frau Engel �Aufhebung des allgemeinen gleichen Wahlrechts das arbeitende z. B., nach den Originaldokumenten„eine Schule zur Erziehung Reudnitz, Täubchenweg 29, 2 Tr., für Connewitz ic. bei Hackerl, Volk zur Gewalt angettieben wird. Man will eben von Seiten und Erhaltung armer Kinder und Studenten", ist ein groß- 5kurze Stt. 10 part., für Meinzschocher u. Umgegend bei Fleischer, der rothcn Reaktton die rothe Revolutton, um mit Kanonen und artiges Haus geworden, in welchem die bloße Ernährung armer Schloßg. 13 das., für Thonberg bei Kirsten, Hauptstr. 7, für Säbeln die Gesetze diktiren zu können. Kinder als Beschimpfung angesehen würde. Dasselbe ist der * X\ A* O 4 fXl sa..«wo____ fZ. �}..K...... it.' O_____ m t.'1 i.— W 1 i I: lY �'tY? � � � 1 ttx»OM*« /W» r» vä /V V. f V.. l i- fTs.. Y Jf. Neureudnih bei Zschau, 15 1, für"Nkagwik- Lindenau bei ,irmi Gräfcnstein, Aurelienstt. 3, für OohNs:c. bei A. Horms- dorf, Lindenthaler Stt. 1, für Stötteritz bei Grude, An der Papiermühle, angenommen. Für Perlin wird auf den„Vorwärts" monatlich für 75 Pf., j sie: in's Hans abonnirt, bei der Expeditton der„Berliner Freien Volk, hüte dich! Aus Großbritannien. Glasgow, 17. Januar 1877. D K*-r» ni• v SV.......------ i Am Reujahrstag hat der Bicekönig oder vielmehr Birekaifer Presse", Kasser-Franz-Grenadier-Platz 8s, und be: Rubenow, von Indien, Lord Lytton, zu Delhy die Königin Victoria von Brunnenstt. 34, im Laden. England offiziell als Kaiserin von Indien proklamirt. Um auf die bei der Ceremonie anwesenden Prinzen und Völker einen ehrfurchtgebietendcn Eindruck von der Macht, dem Reichthum und der Herrlichkeit Großbritanniens auszuüben, wurde ein ver- schwendcrischer Luxus entfaltet, der für den glanzvollen Tag die Bagatelle von 600,000 Pfd. St.(12,000,000 Mark) kostete. Das allgemeine, gleiche Wahlrecht ist in Gefahr. ik. Sehen wir uns den großen Rabbiner der„Kreuzzeitung" näher an, wie er lieblich schmunzelnd sein langes Wahlrecht- beschneidungsmesser schwingt. Gewiß ist es, daß ihm der kühne Schnitt gelingen muß, denn hinter ihm stehen und führen feine Hand all' die ängstlichen Diese Ausgabe für eine elende Formsache wurde:n einem Augenblicke gemacht, wo abermals eine indische Hungcrsnoth im Anzüge ist. Die durch die Mißernte bettoffcncn Provinzen Madras und Bombay haben eine Bevölkerung von 26 Millionen, wovon 1 Million bereits an den durch die Regierung veran- conscrvattven und liberalen Philister, welche ganz Deutschland �stalteten Aushilfsarbeiten in Verwendung genommen ist. Man schon in einer großen Petroleumpfanne braten sehen.»hofft", daß die KÄsis bis Ende April vorüber ist: denn wie Als Unterlage seiner Beschneidungsversuche hat nun der ein liberales Blatt sich ausdrückt,„die kaiserliche Regierung ist Kreuzzeitungsrabbiner die bisherige preußische Steuerklassenein-. glücklicherweise vollständig vorbereitet, sie(die Krisis) zu theuung erkoren; doch will er sie dem christlichen Grundsatze der überwältigen, da sie unglücklicherweise zu viel Erfahrung in Dreitheiligkeit entgegen in eine sechstheilige umwandeln, so daß. dieser Art von Calamitärcn in Indien gehabt hat".—'Ein die Wähler der ersten Klaffe sechs Stimmen, der zweiten Klasse herrliches Kaiserbild müßte'diese pomphafte Proklamatious- fünf Stimmen und so weiter, der sechsten Klasse eine Stimme Scene geben mit den verhungernden Hindus im Hintergrunde: bei den ReichStagswahlen haben soll.---- ri— Nun will unser Rabbiner aber nicht allein den„rohen Besitz" (Bravo!!!) gelten lassen, sondern er will andere Eigenschaften „rangcrhöhend" hinzufügen. Der Verheirathete soll eine Stimme mehr haben als der Unvcrheirathete. Sehr gnt! Da hätten wir schon das theilweise, allerdings indirekte Stimmrecht der Frauen. Weshalb aber derjenige, der nur verlobt ist, nicht auch eine Stimme mehr haben soll, das ist uns uner- gründlich. Der Kreuzzeitungsraböiner fügt allerdings erläuternd hinzu, „der also eine Familie begründete hat", doch wissen wir, daß auch viele unvcrheirathete Männer, die ihre Mutter, Brüder, Schwestern bei sich haben, eine Familie gegründet haben, und umgekehrt kommt es auch vor, daß Unverhcirathete Kinder be- ' Fall mit St. Paul's und zum sehr großen Theil mit Dulwich Collegium.— Die Besitzungen, welche Sir John Caß in Hackncy hinterlassen, werfen mindestens jährlich 80,000 Mark ab. Die gewöhnlichen Eleincntarunterrichtskosten mit 40 Mark jährlich pro Kind veranschlagt, würden die hinterlassenen Werthe des Sir John Caß für 2000 Kinder Unterricht gewähren. Die aus diesen Mitteln erhaltene Schule in Aldgate hat aber nicht mehr als zwischen 300 und 400 Kinder. Daß in diesen pro korma gemachten„Ausweisen" zudem noch Hunderte von Pfunden unter„Gebetbücher für Lehrlinge",„Bibeln für arme Kinder" figuriren, versteht sich von stlbst. Der größte Theil der Barm- Herzigkeit, welchen die Bourgeoisie dem von ihr gcbrandschatzten und geplünderten Proletariat angedeihcn läßt, besteht ja in dem „Wort, das aus dem Munde Gottes kommt" und in Anweisungen auf den Himmel.— Daß die Schulrath-Majorität in Aufgreifung der Frage Erfolg haben wird, ist kaum zu erwarten. Etwas wird jedenfalls gethan werden, da die Sache schon zu sehr die öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat. Um aber alle die gegen- wärtig verzettelten Summen ihrem legitimen Zwecke zuzuführen, bedürfte es einer vollständigen, radikalen Reinigung des Wespen- nest's, in das da gestochen worden. Und dazu sind die„Radi- kalen" von hier und heute viel zu beglaceehandschuhte Leute. A. Seh. sitzen. Wo ist nun die Grenze? Sozialpolitische Uebersicht. Eine conscrvative Rede. Im preußischen Abgeosd- ! netenhause sagte am 20. Januar nicht etwa des Jahres 1777, sondern 1877 der Abgeordnete v. Meyer-Arnswalde:„Ich kann die Klagen über das zu feste Anziehen der Steuerschraube, die hier laut geworden sind, als gerechtfertigt nicht anerkennen. Wenn ein Steuerdruck bei diesen Staatssteucrn lebhaft empfunden wird, so kommt es meist daher, daß die Ccnsitcn in der Regel ihre Communalsteucr zu diesen Steuern hinzurechnen. Die Leute unterscheiven eben nicht zwischen Staats- und Communalsteuern. Dazu kommt dann noch der Umstand, daß das Prinzip, wonach die Communalsteuern erhoben werden, ein höchst ungerechtes ge- nannt werden muß, so daß der Z 10 der Kreisordnuug, auf dem „Ave Caesar, sterbend begrüßen wir dich!" Am Schlüsse des Jahres 1876 haben die Liberalen Londons in den stattgefundcneu Neuwahlen für den Volksschulrath der Hauptstadt einen entschiedenen Sieg über die Partei der eng- tischen Hochkirche erfochten. Die fortschrittliche Majorität des Londoner Bolksschulraths hatte nämlich ihre Aufgabe ziemlich ernst genommen und in dreijähriger Thätigkcit nicht weniger als 220 Schulen zu bauen beschlossen, von denen die Mehrzahl bereits ausgeführt und mit Lehrern und Schülern(diese 220 Schulen sollen 182,(XX) Kinder fassen) besetzt sind. Ter Schul- rath hat gegenwärtig 1380 Lehrer und 1790 Assistenten(aus den Reihen der Schüler genommen) in Verwendung und ist da- her gezwungen, die Einwohner ziemlich hoch für Schulzweckc zu....... besteuern. Daß seine Thätigkcit in Errichtung von Schulen nicht! dasselbe'beruht, einer Abänderung dringend bedarf. Man sagt, :-i t___ nr." rr: � irx..Qx___ u W__ rx' Q» xr__ t.. z........ e r r.trri..y linrt STV? Sotrt Yvtttf Sur- ott.'Sli-OM /v viYi t fr» fnvtvta überflüssig ist, geht aus der Thatsachc hervor, daß selbst nach- welcher dem die in Errichtung begriffenen Schulen vollendet sein wer- Daun soll eine Stimme mehr haben derjenige, MI Soldat war. Auch sehr gut! Wer das Soldatenlcben kennt, den, noch immer über 100,000 Kinder in London ohne alle wer da weiß, in welch hohem Maße die politische Bildung bei! Schulräumlichkcit sein werden. Da der Londoner Schulrath den Soldaten gepflegt wird, der muß dem aenislen Wahlrechts- auch verfügt hat, daß in den von ihm geleiteten Schulen, um beschneider unbedingt zustimmen. Rechts um! Links um! Gewehr keiner besonderen Confession den Vorzug zu geben, Religions- auf! Achtung— präientirt das Gewehr!— herrliche„ranger- Unterricht überhaupt nicht ettheilt, sondern blos �von den welthöhende" Beigaben zur Ausübung des allgemeinen, gleichen lichcn Lehrern„die großen Wahrheiten der Bibel" gelehrt wer- Wahlrechts. den sollen, so waren es hauptsächlich die verschwenderische Ferner soll„rangerhöhend" wirken jede autoritative Stel- Wirthschaft mit der daraus folgenden hohen Besteuerung der lung, z. B. die Stellung eines Bürgermeisters, Pfarrers, Rich- Bürger und die Gottlosigkeit, welche von der Kirchenpartti der .ers:c.:c.— aber giebt es denn überhaupt einen Menschen, der keine autoritäte Stellung hätte? Der Kaufmann seinen Commis, der Fabrikant seinen Arbeitern, der Geselle den Lehr- lingen gegenüber; und wir sozialisttschen Schrifssteller besitzest eine geistige autoritative Stellung solchen jammervollen Wahl- rechtsbeschneidern gegenüber; und es müßte uns deshalb, wenn man den rohen Besitz nicht walten lassen will, mindestens ein Dutzend Stimmen znertheilt werden, wenn der Kreuzzeitungs- mann eine erhielte. liberalen Majorität des Volksschulraths(welche sich die„Schul- rathspartei" nennt) zum Borwurf gemacht wurde. Diese An- schuldigungen wußte die Schulrathspartei jedoch so erfolgreich zu entkräften, daß sie bei den stattgefundencn Wahlen ihre sämmt- lichen 34 Kandidaten durchgebracht hat. Die neugewählten 19 Schulrathsmitglieder von der Kirchenpartei vereinigen eine � Stimmenzahl von 197,437, während die liberalen 34 Schul- ' rathsmitglieder mit zusammen 463,897 Stimmen gewählt er- scheinen, somit eine Majorität»on 266,460 repräsentiren. Und zuletzt will der geniale Wahlrechtsverbesserer den Besitz An Steuern für Bolksschulzwecke hatten die Haushälter Lon von 420 Mark, dem Einkommen der untersten Stencrstufe, könne eine Familie eigentlich gar nicht leben. Das ist aber ganz und gar nicht wahr. Mit 420 Mark kann eine Familie sehr wohl leben und auskommen. Ein Beweis für diese Be- hauptung ist für mich z. B. die große Menge verheiratheter Invaliden, die mit Einrechnung ihrer Pension 8 bis 9 Thalcr monatlich haben und damit ihre Familien ganz gut und mit einer zumTheil rührenden Sorgfalt ernähren. Es haben diese Leute dann noch den großen Vorzug, daß sie bei diesem Leben weniger auf Abwege gcrathen können und den Versuchungen nicht so ausgesetzt sind. Ein fernerer Beweis für meine Behauptung ist die erfahrungsmüßige Thatsache, daß eine kleine Familie auf dem Lande für 420 M. jährlich sehr wohl in Pension zu bringen ist und ganz gut leben kann. Schließlich kann ich indeß dem Vorredner nur darin vollkommen zustimmen, daß die direkten Steuern für die unterste Stufe entschieden aufzuheben und durch Erhöhung der mdirctten Steuern zu ersetzen sind."— Ein Commcntar zu diesen Worten ist nicht nöthig. Der klerikale„Zauberlehrling".„Die ich rief, die einer gewissen Fläche an Grund und Boden rangerhöhend wirken dons in den letzten 6 Jahren durchschnittlich 30 Pfennige pro Geister, werd' ich nun nicht los!"— so ruft de lassen. Merkwürdig— derselbe Mann, der die Wirkung des 20 Mark jährlichen Miethzinses zu entrichten, während der Rc- in Deutschland in Bezug auf die Stichwahlen so ruft der Klerikalismus Wirkung des> 20 Mark jährlichen Miethznstes zu entrichten, während der Rc- in Deutschland in Bezug auf die Stichwahlen in Essen und rohen Besitzes Paralysiren will durch moralische Momente, gierungsbeitrag für jedes die Volksschule besuchende Kind im Aachen, wo den Centrumsmännern katholische Arbeitercandidaten kommt nun in seiner reaktionären Anwandlung dazu, die Macht Jahre 1875 11 Mark betrug. entgegenstehen. Eine hübsche Jllusttation hierzu bietet ein Erlaß, des rohen Besitzes noch durch den rohen Besitz zu erhöhen! Die fortschrittliche Majoritä: des Londoner Volksschulrathcs � den das katholische Pfarrkapitel zu Aachen gegeben hat. Der- Wie würden sich die Herren Fabrikanten bedanken, die meist ist übrigens auf eine sehr praktische Idee verfallen, die Schul- selbe lautet:„Die von Seiten des hiesigen Arbeitervereins vom viel mehr„Besitz" haben, als die Krautjunker, wenn einige steuer für die Bevölkerung zu vermindern, wo nicht ganz auf h. Paulus seil einiger Zeit hervorgerufene Erregung eines großen Morgen Heide oder Torfmoor die Wahl zur Gesetzgebung beein- � zuheben. Sie hat nämlich ihre Aufmerksamkeit auf die Masse Theiles unserer Pfarrangehörigen aus dem Arbciterstande ver- flusse« könnten; wie würde das Laskerchen zetern' wenn er und. von Vermächtnissen und Schenkungen für Armenerziehung anlaßt uns zu nachstehender Erklärung: Obgleich wir fort- Seinesgleichen von den Grundbesitzern niedcrgestimmt werden' gerichtet, welche gegenwärtig zu ganz anderen, entgegengesetzten während die aufrichtigste Theilnahme für die Verbesserung der sollten— also diese reaktionäre Weisheit wird schwerlich rcali-> Zwecken verwendet werden, als es von den Spendern beabsich physischen und moralischen Lage der Arbeiter und ssrt werden �------ C C-X.-> 4.:-—I-O— na-ti- t----— s....r-------.—4. ihrer Familien _____ tigt wurde. Hauptsächlich sind es die reichen Zünfte Londons, hegen und in jeder unserer amtlichen und sozialen Stellung an- Sehen wir uns den Vorschlag übrigens ernst an, so ist das welche seit Decennien die ihnen vermachten Summen aufhäufen, gemessenen Weise nach wie vor in Wort und That für das Drciklassenwahlsystem doch noch vernünftiger— denn wenn bei ohne sich auch nur die geringsten Skrupel über die Ausführung � Wohl der Arbeiter einzutreten bereit sind, so fühlen wir uns demselben auch die Ochsen des Gutsbesitzers mitwählen, so des Willens der freigebigen Erblasser zu machen. Die meisten dennoch verpflichtet, gegen die Art und Weise, wie der genannte fontrnpu wuä ew•.'.-......-j-x... f.* iTW« r wie komme»»«s diese Thiere, aufrichtig gesagt, manchmal gescheiter dieser Gilde» sind so reich, daß ihre Funktionäre mit dem besten Verein dieses Ziel erstrebt, zu protestircn, indem dieselbe, vor, als die rothen Reaktionäre: und wenn bei dem Kapitalisten> Willen nicht einmal die Interessen der gesammelten Kapitalien dies bereits v»r Jahren durch den hochwürdigsten Herrn Erz- auch die 20-Markstücke bei dem Klassenwahlsystem mitwählen, so � jedes Jahr zu verbankettiren im Stande sind. Trotzdem die � bischof dem Vorstande des Vereins ausdrücklich erklärt worden haben dieselben doch nech besseren Klang, als das Blech, welches corrupten Siegelbewahrer jeuer Schätze Niemanden Emblick in ist, gegen christliche Grundsätze vielfach verstößt, und die Gefahr man jetzt aus lauter Angst vor den Sozial- Demokraten i ihre Wirthschaft gestatten, ist es dem vom Schulrathe im Jahre nahe liegt, daß die Arbeiter der Sozialdemokratie, welche schwätzt.! 1875 ernannten Comite doch gelungen, ziemlich umfangreiche doch bekämpft werden soll, in die Arme geführt werden. Wenn nun auch der Vorschlag des Kreuzzeiwngsrabbiners Taten zu sammeln und zu constatiren, daß die für VolkSer- Aschen, den 17. Januar 1877. D«s katholische Pfarrkapitel wohl kaum in Betracht gezogen wird so werden doch ähnliche ziehrntg gemachten Schenkungen innerhalb des Londoner Schul der Stadt.— Wir sagten schon längst, daß auch die katholischen Borschläge kommen, an welche sich die Reichsreqiernng und der bezirks allein an Interessen jährlich die Summe von 223,000 Arbeiter nach und nach zum Bewußtsein kommen würden! In- Reichstag anlehnen— man wird versuchen, das ullgemeine Pfd. St.(4,460,000 M.) abwerfen, eine Summe, welche, auf zwischen hat jedoch der Aufruf seine beabsichtigte Wirkung Nicht Wahlrecht«rheblich zu beschneiden.- den richtigen Zweck angewendet, nicht blos die Steuern für die verfehlt. — Als strafbares Wahlmanöver, so schreibt man der testler sind Pfaffen und durch ihr Auftreten im vorigen Reichstag gebracht hat. Wenn man bedenkt, daß diese Wahlfälschungen „Bolkszeitung", qualifizirt sicki wohl folgender von dem GutS- besitzer Schoen in Chrost in Oberschlesien kurz vor der Reichs- tagswahl erlassene Wahlukas:„Da die in meinem DienV .druckt ist, der andere Direktor der von der Regierung subven- die Arbeiterpartei herausstellen würde, wenn es uns möglich — Humanität auf dem Rückzüge. Der Eisenbahnbau- tionirten Boven-Kredit-Äank.— Wenngleich eine ausgesprochene wäre, unsere Gegner, welche die Wahlhandlung ausschließlich zu meister Äothe in Altwasser war vom Handelsminister angewiesen Wahlenthaltung nicht vorgekommen ist, so war doch die Bethei- leiten haben, schärfer zu überwachen, nicht zu geoenken der worden, die entlasseneu Bergleute auf der im Bau befind- ligung bei den Wahlen eine sehr laue, nur in einigen Bezirken unehrlichen Wahlmanöver seitens unserer Gegner und der geradezu lichen Bahnstrecke Dittershach-Glatz zu beschäftigen. Zugleich fanden'sich kaum zwei Drittel der eingeschriebenen Wähler bei schamlosen Wahlbeeinflussungen, wie unter Hunderten z. B. die sollen die Grubenverwaltungen beauftragt worden sein, diese der Wahlurne ein, in den meisten noch weniger, in mehreren folgende eine ist, über die aus Altenessen also geschrieben wird: Verfügung den Bergleuten bekannt zu machen. Wie nun der kaum die Hälfte. Die vorherige öffentliche Agitation war ganz„Trotzdem bei der Reichstagswahl das allgemeine, direkte Wahl- klerikalen„Schlesischen Volkszeitung" aus bester Quelle gemeldet unbedeutend, Wählerversammlungen fanden nur wenige oder gar recht eingeführt ist. so wissen die„liberalen" Herren doch auf wird, ist wegen der sozialistischen Wahlerfolge Contre- keine statt, nur einzelne Wahlvereine oder Wahlausschüsse machten dieselbe einzuwirken. Auf Zeche Neu-Amalie wagte es der ordre erfolgt. Isich bemerkbar, das llcbrige wurde durch Zeitungsreclamen in Steiger B. sogar, öffentlich zu erklären, daß sämmtlichen Ar- den subventionirten oder sonst beeinflußten Tageblättern abge- beitern, welche nicht„liberal" gewählt, gekündigt würdei Aber — Die infamen Verleumdungen, welche die Arbeiter macht. Wahlaufrufe der Protest-Candidaten wurden von der � wie konnte man denn wissen, wer nicht„liberal" gewählt hatte? von Elberfeld-Barmen in den letzten Tagen durch die eonser- Polizei beanstandet, und wenn auch nicht unterdrückt, doch so! Sehr einfach: Der Wahlvorsteher war ein Schichtmeister der vative und liberale Presse erdulden mußten, werden selbst der weit gehemmt, daß sie die rechte Zeit verfehlten und dadurch Zeche, der Protokollführer ein Steiger, und die„liberalen" Berliner„Volkszeitung" zu arg. Sie erhält eine Mittheilung thcilmeise unwirksam waren. Ueberhaupt sind die schwachen Wahlzettel waren durch ihre Farbe kenntlich. Sobald nun ein vom 20. Januar aus Elberfelds die also lautet:„Die Berichte Majoritäten für die Regierungsfreundlichen und Autonomisten Arbeiter nicht den richtigen, �d. i. den ihm bestimmten Wahlzettel über die hier aus Anlas; des Ergebnisses der Stif gehabten Exzesse sind, wie ich Ihnen versichern welchen Gründen sei dahingestellt, weitaus ül Im Wesen beschränkt sich die Äffaire auf eine Scandalscene, wie Arbeiter, Kleinbürger und Bauern in jeder nur möglichen Weise nannte Steiger Arbeiterentlassungen angekündigt, so"glauben wir sie hier nicht gerade zu den Seltenheiten gehört. Auch die' beeinflussend wirkten und selbst in geschlossener Masse für die doch nicht, daß die Zechenverwaltung das jetzt noch aus diesem „blanke Waffe", die dabei eine Rolle spielte, darf man nicht regierungsfreundlichen und autonomistischen Alt-Elsässcr stimmten. Grunde thu« wird." allzu tragisch nehmen. Jedenfalls ist die Geschichte des Lärms, Wie die Klerikalen allerorts, so auch hier operiren, ist ja be-__________ den man darum geschlagen, auch nicht entfernt Werth."— Kann kannt. man sich nun eine größere Infamie denken, als darin liegt, daß man von Seiten elender Soldschrciber eine ganze Arbeiter-— Hüben wie drüben. Ter„Bossischen Zeitung" schreibt bevölkernng der Sucht mach Exzessen zeiht! Pfui! über man aus Wien, 22. Januar: Das berühmte Wort des Herrn diese Jammerbuben! i Finanzministers„Es wird schon besser werden", hat in der allerneuesten Zeit eine Modifikation erhalten.„Es ist schon — Ueber die diesjährigen Reichstagswahlen in besser geworden!" sagte vergangene Woche der Herr Finanz- Elsaß-Lothringen schreibt man uns aus Straßburg:„Die! minister de Pretis, als ihm der Ausweis über die Steuergebah- Wahlen im Reichslande am 1l). Januar d. I. haben überall! rung in Wien vorgelegt lourde. Diesem Ausweise zufolge wurden sogleich absolute Majoritäten ergeben und wären vielleicht nur im Wiener Stadtbezirke im Jahre 1376 nicht weniger als 74,635 in einigen Bezirken des Unter-Elsaß Stichwahlen erforderlich Steuer-Exekutionen, darunter 34,669 Pfändungen vorgenommen, gewesen, wenn die Sozialdemokratie sich auch dieses Mal an der> während 1375 an Steuer-Exekutionen 36,101, darunter an Pfän- Wahlbewcgung hätte bethciligen wollen, in welchem Falle sie düngen 45,507 Fälle, vorgekommen. Ein sehr bescheidenes Gemüth dann mit dinigen Hundert Stimmen höchst wahrscheinlich den kann wirklich eine Art Besserung wahrnehmen, gerade sehr Ausschlag für einen Candidatcn der Bourgeois oder Klerikalen tröstlich ist die Wahrnehmung jedoch nicht, wenn man sich er- hätte geben können.— Im Allgemeinen sind auch diese Wahlen, innert, daß in den Sechziger-Jahren höchstens 20,000 Pfän- wie die im Jahre 1874, ein Zeugniß politischer Unreife und � düngen jährlich vorkamen. Zerfahrenheit, wie es nach der Lostrennung der drei Arron-' dissemcnts von dem früher streng centralistisch verwalteten fran- i— Aus Paris. Nachdem Arthur Ranc, der wegen seiner Correspondenzen. Attense», 23. Jan. Mit welchen Mitteln einige Anhänger der nationalliberalen Partei für die Candidatur des Professor Bescler die erhaltene Stimmenzahl aufzubringen vermochten, wird man aus nachstehendem Bericht ersehen. Unterzeichneter, sowie noch drei andere Parteigenossen, wurden vom hiesigen Arbeiterwahlcomitö, welchem wir uns am Wahltage zur Dispo- sition gestellt hatten, nach dem von Pinneberg ca. 2 Stunden entlegenen Torf Haßloch hinbeordert, um daselbst für die Can- didatur Max Stöhrs agitatorisch thätig zu sein. Im Wahl- lokale angekommen, übernahm es der älteste von uns, als wähl- berechtigter Staatsbürger, hineinzugehen, um der Wahlhandlung mit beizuwohnen, so lange, bis er unsererseits abgelöst werden sollte, währenddem nahni der andere vor dem Lokal Stellung, um jedem eintretenden Wähler unsere Stimmzettel zu verab- reichen. Der Dritte, ein geborner Haßlocher, und ich unternah- � men nun die Privat-Agitation, um eher fertig zu werden jeder zösischen Empire nicht anders zu erwarten war, da auch die � Theilnahme an der Commune in eontumciam zum Tode ver-Zin einer Hälfte des Ortes. Kaum hatten wir damit begonnen, deutsche Diktatur nachher in demselben kaiserlichen Sinne nach> urtheilte Freund Gambetta s und Mitarbeiter der„Republiquc so bemerkten ivir, daß derjenige, welcher im Lokale sein sollte, ihrer Manier weiter wirthschaftete und eine andere aufklärende � franyaise" in einer Zuschrift an das Brüsseler„Echo du Parla- außerhalb desselben stand, seiner Aussage nach wurde er gleich und organisirende Agitation in keiner Weise zuließ.— Das ment" erklärt hat, daß er zwar den Schritt, welchen die Pariser nach seinem Eintritt in das Lokal von dem geiammten Wahl- spezielle Resultat der Wahlen ist: sechs Autonomisten(im Unter- Deputirten bei dem Ministerpräsidenten zu Gunsten der Com- vorstand mit der Bemerkung:„Wir lassen uns nicht überwachen" Elsaß), sechs Protestler(zwei in Ober-Elsaß und vier in Lothringen) � munards unternommen, im Allgemeinen nur billigen kann, für aus dem Lokal hinausgewiesen. Unter anderm kam ich auf und drei Klerikal-Protestler(in Ober-Elsaß). Davon sind die seine Person aber außer Stande sein würde, von einer cven- einen Bauernhof, woselbst zwei Arbeiter mit Holzspalten be- letzten neun ohne Gegencandidaten mit fast voller Stimmenzahl tuellen Begnadigung Gebrauch zu machen, bemerkt die„Repu- schäftigt waren. In demselben Augenblick wo ich den Leuten /.---- blique francaise" zur Erläuterung dieser Erklärung, die dem'' Charakter Rauc's alle Ehre macht:„Die Verurtheilung des Herrn Ranc ist unter ganz besonderen Umständen erfolgt. Er.„_, war eben von dem Rhonedepartement zum Abgeordneten gewählt! hier?" worauf die Arbeiter erwiderten:„O, wie schullt wählen." Jetzt war es Zeit zu gehen, denn der gestrenge Herr nahm sofort eine liberale Haltung an, und trieb mich vom Hofe mit den Worten:„Wenn see nich gliek moken datt see von mien Hof kohm, denn smicht ick ihn runuer."— Es sollte aber noch besser kommen. Nach diesen Vorgängen sah ich mich nach einem Arbeiter um, durch welchen ich zu dem Wahlresultat kommen wollte. Einen solchen hatte ich den auch gefunden, bezeichnete ihm den Ort wo ich das Resultat entgegen nehmen wollte. Von diesem Orte aus wurde ich gegen 6 Uhr gewahr, daß meine Collegen an mir, zum Wahllokal zu, vorübergingen, um gleich- falls das Wahlresultat zu holen. Nach einigen Minuten vernahm ich einen starken Wortwechsel zwischen meinen Collegen und mehreren andern; erstere wurden von Knechten, welche meiner Ansicht nach zu diesem Zweck betrunken gemacht worden sind, angegriffen und aus dem Torf gejagt. Ich blieb trotzdem auf meinem Posten und harrte ungeduldig auf das Resultat. Gleich nach diesem Ereigniß vernahm ich starke Fußtritte und Gespräch, und ehe ich noch frühzeitig fortkommen konnte, stand derselbe Trnpp Knechte vor mir, welcher unsere Genossen ver- (gegen einige Hundert wahrscheinlich von eingewanderten beut- sehen Beamten abgegebenen Stimmen bei über 10,000 sonstigen Stimmenden) gewählt. Im Ober-Elsaß und Lothringen scheint danach das Auftreten der Abgeordneten im vorigen Reichstage durch fast einheitliche Wiederwahl derselben oder Gleichgesinnter worden, er hatte schon seit vielen Monaten einen Platz im vollständig gebilligt und anerkannt zu sein. Anders verhält eS Pariser Gemeinderathe eingenommen. Tie Militärjustiz hatte sich im Unter-Elsaß, welches im vorigen Reichstage durch zwei in mehreren Fällen, die durchaus dem seinigen glichen, unwan- inih htoi* trtff rrtTo rmf tioSoitfpriSfm bßlbfll* frei für CC&enbtr färfpnrrhtifü* npfrtfft hrratniffbeit tnnr ftber die Bedeutung der Reichstagswahl klar machen und Stimmzettel anbieten wollte, erschien der liberale Arbeitgeber, Bauer und Gastwirth zugleich, mit den Worten„Watt will de Knecht denn Protestler und vier Klerikal-Protestler, fast alle mit bedeutenden Majoritäten gewählt, vertreten war, von denen kein Einziger iviedergewählt wurde und nur einzelne bei der diesmaligen Ab- stimmung starke Minoritäten aufzuweisen hatten. Die an deren Stelle mit größtentheils nur schwachen Majoritäten gewählten Abgeordneten sind sämmtlich Alt-Elsässer und gehören vielleicht außer den beiden für Straßburg Stadt und Land gewählten, die geradezu als regierungsfreundlich bezeichnet werden müssen, d. h. auf Grund ihres Programms Alles machen werden, was und wie es die deutsche Regierung will, der neugebildeten Partei an, welche die Bildung einer Autonomie für Elsaß-Lothringen anstrebt, aber über das Wesen und die Form derselben noch im Unklaren ist, sowie die Protestler darüber nicht klar zu sein scheinen, wohin sie mit ihrem Protest eigentlich wollen. Unter beiden Bourgcois-Parteischattirungen sind weder hervorragende Kapazitäten noch bedeutende Charaktere. Die drei Klerikal-Pro- delbar freisprechende Erkenntnisse gefällt, dazwischen war aber der 24. Mai gekommen und nun wurde Herr Ranc, nachdem eine elende Presse ihn feig denunzirt und verleumdet hatte, ver- urtheilt. Seine Absicht ist nach wie vor, sich, wenn erst der rechte Augenblick gekommen sein wird, der Justiz seines Landes zu stellen." — Bei der Präsidentenwahl in Nordamerika sind auf die verschiedenen Candidaten insgesammt 8,425,977 Stimmen abgegeben worden, lltun rechnet aber der Chicagoer„Borbote" heraus, daß in Nordamerika nicht einmal 6,000,600 Wähler vorhanden sind, daß also 2,500,000 Stmimen in die Wahlurne hineingeschwindelt worden seien. Meisterin in dieser colossalen Fälschung der Wahl ist diesmal die demokratische Partei, die für ihren Candidaten(Tilden) 4,290,187 herausgerechnct hat, wäh- rend der Candidat der Republikaner(Hohes) es nur auf 4,042,726 Die Hilfsmittel der Vereinigten Staaten von Nordamerika. (Von einem Nordamcrikaner.) Das Gebiet der Vereinigten Staaten ist beinahe so groß als ganz Europa, die Fruchtbarkeit und die Ertragsfähigkeit desselben ist höher und sowohl durch natürliche, als durch künstliche Mittel der Communikation sind alle Theile dieses großen Landes sich nahe gebracht. Wir haben keine entlegenen Colonien zu vertheidigen: wir l liegen zwischen zwei Weltmeeren; unser Land ist ganz und gar in der gemäßigten Zone gelegen und kein Reich in der Welt hat eine solche Varietät von Klimaten, des Bodens, von Wäldern und Prairien, Früchten und Produkten, Mineral- und Vegeta- bilien-Schätzen aufzuweisen, als die nordamerikanische Republik. Unser Boden, unser Klima, sind denjenigen Europas so bedeutend � überlegen, daß wir mehr als das Doppelte an Nahrungsmitteln produziren und mehr als das Doppelte der Bevölkerung Europas zu unterhalten vermöchten. Wenn unser Land so durchweg und so gut angebaut wäre � als England, so vermöchten wir die Bevölkening des ganzen Erdballs zu ernähren und zu bekleiden. Wenn unser Land so dicht bevölkert wäre wie England, so würden wir eine Bevölkerung von 1200 Millionen haben— mehr als die gegenwärtige Gesammtbevölkerung der Erde. Wenn unser Land so dicht bevölkert wäre als Massachusetts (einer der dem Boden nach unfruchtbarsten Staaten der Union), so würde unsere Bevölkerung 513 Millionen stark sein. Die Ausdehnung unserer äußeren Küstenlinien beträgt 5120 Meilen; zählen mir dazu aber die zahllosen Einschnitte, Buchtenw., so haben wir einen Küstenumfang von 33,663 Meilen. Der Mississippi und seine Zuflüsse allein haben eine Küsten- länge von 35,664 Meilen und unsere ganze See- und Fluß- Küstenlinie beträgt nicht weniger als 122,784 Meilen. Kein Land der Welt hat im Innern ein so großartiges Netz von schiffbaren Gewässern aufzuweisen, deren Dampf-Tonnenzahl' die des ganzen Eciropa bei weitem übertrifft. Und Europa wird es niemals zu einer solchen Wohlfeilheit der Schiffahrt bringen wie wir. Wir besitzen mehr tiefe, umfangreiche und sichere, allen Fluthcn zugängliche Häfen als ganz Europa: wir besitzen mehr Bauholz als Europa: wir haben 6000 Meilen Kanäle bereits vollendet; wir haben seit 1838 nicht weniger als 33,698 Meilen Eisen- bahnen gebaut, mehr als die ganze übrige Welt, und haben auch ein weiter ausgedehntes Telegraphennetz aufzuweisen. Wir besitzen weit reichere Mineralschätze als Europa. Unsere Kohlenlager sind zweiunddreißigmal umfangreicher und mächtiger als die von England, Schottland und Irland. Unsere Gold- minen sind die reichhaltigsten der Welt und die ncuentdeckten Goldlager werden als unerschöpflich gepriesen. Auch unsere Silberlager sind die reichsten und auch Eisen ist im Ueberfluß vorhanden. Dasselbe ist von unseren Kupfer- und Quecksilber- Bergwerken zu sagen. Pfui: über Berlin: Ein entrüsteter Leipziger läßt in der Zeitschrift„Im neuen Reich" seiner Galle über den Ausfall der Reichstagswahlen in folgender Weise freien Lauf: „Daß in der Reichshauptstadt Berlin zwei Sozialdemokraten siegreich aus der Wahlurne hervorgingen, das ist der wundeste Punkt. In diese Wunde müssen wir den Finger legen, mag es auch noch so sehr schmerzen. Und da sagen wir offen: daß in Berlin gar viele tüchtige Männer, Berühmtheiten aller Art wohnen, haben wir immer gewußt und wollen und können wir auch jetzt nicht wegleugnen. Daß weiter, sobald die Berliner Einwohnerschaft als Einheit auftritt, als Gesammtheit thätig ist, daß insbesondere bei politischen Kundgebungen des Ber- linerthums nichts Kluges herauskommt, war uns auch nicht unbekannt. Für so bodenlos hohl und erbärmlich haben wir aber die Masse der Berliner Staatsbürger nicht gehalten, daß wir an einen glänzenden Sieg der Sozialdemokraten in ihren Kreisen hätten glauben können, an den Sieg einer Partei, welche den Sturz des Reiches, den Untergang der deutschen Nation auf ihre Fahne schreibt. Wir haben darauf nur eine Antwort: ein lautes Pfui. Und wenn es wahr ist, daß gar viele Wähler nur zum Spaße, um die Liberalen zu ärgern, den Namen des sozialdemokratischen Candidaten in die Wahlurne warfen, um sich, wie der Wiener sagt,„eine Hetz" zu machen, so ist das doppelt erbärmlich und rufen wir ein doppeltes Pfui. Wir Leipziger haben das Recht, die Berliner Wählerschaft von oben herab mit gründlicher Verach- tung anzusehen.— Bei uns ist die Hochburg des Sozialis- mus; hier hat derselbe seine ältesten und eifrigsten Anhänger, hier besteht wirklich eine gutgeschulte, ernste sozialdemokratische Partei, mit allen Kampfmitteln vertraut, in der politischen Agi- tation rührig und geschickt. Und dennoch haben wir sie voll- ständig geschlagen und einen glänzenden Sieg über sie errungen, weil Leipzigs Bürger das Wahlrecht als eine Ehrenpflicht be- trachten und die politische Thätigkeit als die ernsteste Sache in der Welt ansehen. Was aber Berlin betrifft, so besitzt jeder Ameisenhaufen einen besseren politischen Takt als die «vornehme Hauptstadt des Reiches. Heute schon die Mittel zu erwägen, durch welche der Wiederkehr einer ähnlichen politt- jchen Schande, wie sie die jüngsten Reichstagswahlen über Deutschland gebracht haben, vorgebeugt werden kann, ist nicht an der Zeit. Zuerst müssen wir an der Hand statistischer Unter- i suchung erfahren, welche Kreise von dem Krebsschaden des So- zialismus bereits ergriffen wurden, ob in der That die meisten Anhänger desselben aus Arbeitern bestehen, welche Arbeitszweige demselben am meisten zuneigen, ob die Theilnahme des gebil- deten und halbgebildeten Proletariats im Wachsen begriffen ist u. s. w. Aber schon heute haben wir die Ueberzeugung, daß die Bekehrung der Sozialdemokraten— und gerade die Ehrlichen unter ihnen sind bekehrungsfähig— nicht erst bis zum Vorabend der nächsten Wahlen verschoben werden darf, soll nicht der Aus gang der letzteren noch schmachvoller für die Zukunft des Reiches ausfallen." Gut gebrüllt, Leipziger Löwe! Das Dümmste bei der Ge- schichte ist nur, daß du nicht einmal ein Mäuslein durch dein Brüllen erschreckst._____ — Das Wahlcuriosum, daß ün der Umgegend von Berlin bei der letzten Reichstag-wahl mehrfach Stimmen für Mitglieder des Königshauses abgegeben morden sind, wird noch curioser durch die Thatsache, daß in dem Dorfe Eichstädt, Kreis Osthavelland, zwei Stimmzettel mit der Aufschrift:„Der Kaiser und König" deshalb für ungiltig erklärt wurden, weil aus denselben nicht deutlich hervorgehe, wer damit ge- meint sei! folgt hatte. Resultatlos kamen sie Zurück und übten nun, gemäß liberalem Auftrag, an meinem Körper Revanche. Kurz darauf, als wohl jeder feine Schuldigkeit gethan hatte, gelang es mir, unter Zurücklassung meiner Kopfbedeckung, zu entkommen. Ich kam darauf zu einem Arbeiter, welcher inir eine alte Mütze und einen Stock schenkte. Von da aus kam ich in ein an der Kieler � Chaussee gelegenes Haus, wo der Sammelplatz für unsere in den umliegenden Dörfern thätigen Parteigenossen war. Einer von unserer Abtheilung erschien erst später, aber leider mit einer blutenden Wunde am Hinterkopf, die er in Haßloch von Knech- � ten mit einem scharfen Instrument erhalten hatte. Wie die Stimmung in Haßloch ist, werden die Leser daraus ersehen, daß. Max Stöhr 9 und Beselcr 84 Stimmen erhielt. Wohl mögen die liberalen Helden am 19. Jannar Abends über ihre began- geue Heldenthat triumphiren, die darin bestand, daß sie dem Gesetze Hohn sprachen. Ächatke, 15. Januar. Die Wahlschlacht ist geschlagen und können wir mit dem Resultat zufrieden sein, besonders wenn wir das Stimmergebniß von 1374 und das der diesmaligen Wahl vergleichen. Im Kreise Bochum wurden 1874 339 sozialistische Stimmen abgegeben, wohingegen jetzt die Zahl derselben sich auf nahezu 2000 vermehrt hat. Bedenkt man dabei, wie wenig Versammlungen wir hier abhalten konnten aus Mangel an Red- nern, so verdient unser Fortschritt ein doppelt großartiger genannt zu werden. ES würde uns zu weit führen, wollten wir sämmt- tiche Borgänge des 10. Januar hier schildern, die blutigen Affaireu von Herne, die Püffe und Stöße von Gelsenkirchen, die Arretirungen von Witten u. s. w., unsere Aufgabe sei eine andere. Kameraden! wir dürfen nicht glauben unsere Thätigkeit habe mit der Wahl ein Ende, nein, mit verdoppelten Anstren- gungcn müssen wir kämpfen für unser unveräußerliches Recht. Wir wollen zusammentreten, Ein ernst Gebet zu beten! Ein Kraftgebet: Erlösung aus der Roth! DaS Sturmgebet der Arbeit, für ihr Brot! Ja, Kameraden, lasset uns zusammentreten, fest, Mann an Manu, der Berein ist gegründet, der Arbeiter-Wahlverein, nur an euch liegt es, denselben stark nnd fest zu machen. Die Ver- sammlung, welche zu diesem Zweck anberaumt wird ist in dieser Nummer annoncirt. Mit brüderlichem Gruß Das Arbeiter-Wahlcomite. Mcmek. Dienstag, den 2. Januar 1877 hat sich in dem hiesigen Börsenraum der Reichstagskandidat der Fortschrittler- Partei, Herr Dr. Dolle, Gutsbesitzer aus Jnsterburg, seinen Wäh- lern vorgestellt. Die Versammlung hat um 3 Uhr Nachmittags stattgefunden. Zu welchem Zwecke von dem geehrten Wahlcomite solch eine Tagesstunde bestimmt worden, ist mir völlig unbekannt. Nicht um den Arbeitern das Besuchen der Versammlung unmög- lich zu macheu, denn einerseits ist dem hochgeehrten Wahlcomitö genau bekannt, daß ein großer Theil Mcmeler Arbeiter durch den herrschenden Arbeitsmaqgel in Stand gesetzt ist, zu jeder Tageszeit einer Versammlung beizuwohnen,— andererseits die meisten hiesigen Arbeiter, Dauk dem jetzigen„Volksschulen"- System, so hoch gebildet sind, daß sie vom Dasein eines söge- nannten„Herrenhauses" keine Ahnung haben und auch daher nicht das geringste Interesse au den liberalen Ansichten-des Herrn Tolle. Ungeachtet des Berichtes des hiesigen„Dampf- bootes", daß die Versammlung zahlreich besucht war, wurde letztere von höchstens 100 Personen besucht, keineswegs wie für eine Stadt von über 20,000 Einwohnern und für eine Ver- sammlung der einzigen hiesigen politischen Partei. Wenn aber die Besucher der Versammlung in quantitativer Hinsicht viel zu wünschen übrig ließen, so doch nicht in qualitativer.„Wenig, aber gut," konnte man mit vollem Recht sagen, die Versammelten anschauend. Es waren lauter gut genährte und hübsch gekleidete Kauflcutc und Gutsbesitzer. Diese prachtvolle Harmonie wurde nur durch 5— ö im Hintergründe der schönen Gnippe stehenden litthauenffchcn Landsleute unterbrochen. Nach den gewöhnlichen Formalitäten crtheilte der Vorsitzende Herrn Dolle das Wort. Der Redner erklärte nach einer nicht unbegründeten Mittheilung, daß er sich nicht besonderer Rednergabe erfreue, der Versammlung, daß er Gutsbesitzer sei und folglich das Recht habe— auf das Zutrauen der Versammelten zu rechnen, denn seine Interessen als Gutsbesitzer seien zweifellos solidarisch mit den Interessen der Versammelten(!). Stach einer längeren und ermüdenden Aus- einandersetzung der Prinzipien der Fortschrittlerpartei ging der Redner zu seinen Ansichten über die Sozialdemokratie über. Er behauptete, daß das auf der Welt herrschende Unrecht unver- kennbar sei, doch aber kann er mit den Sozialdemokraten nur in ihrem politischen Streben übereinstimmen(sehr liebenswürdig, nicht wahr?); was aber die von den Sozialdemokraten vorge- schlagenen wirtschaftlichen Reformen anbetreffe, sei er ein ent- schiedeucr Gegner derselben.(Niemand hat daran gezweifelt, liebenswürdiger Herr Dolle.) Jedoch gestand Redner ein Gesetz gegen die Sozialdemokraten ablehnen zu wollen. Mit der Auf- forderung an diejenigen, die die Prinzipien der Fortschrittler- Partei billigten, ihm ihre Stimme zu geben, schloß der Redner seinen Vortrag, nach dem„Mcmeler Dampfboote" unter lang anhaltendem Beifall(von 2—3 Sekunden). Veranlaßt durch die von Herrn Lampe aufgeworfene Frage, wie sich Herr Polle zu verhalten gedenkt, im Fall die Sozialdemokratie im Reichstag beantragen werde, den Arbeitern zur Gründung von Produktiv- genossenschastcn eine Unterstützung ans Staatsmitteln zu gewähren, antwortete Herr Dolle, er würde es aufs entschiedenste abweisen; — deutlich genug gesprochen! Da sehen wir, was wir von den Fortschrittlern erwarten können!— Iarocin(Prov. Posen), 18. Januar. Parteigenossen! Seit zwei Jahren bin ich hierorts für die Verbreitung unserer Prin- zipien unermüdlich thätig: in dieser Zeit habe ich in der hiesigen Umgegend 78 Exemplare Parteischriften verbreitet. Das Partei- Organ(Vorwärts) wird hier fleißig gelesen, wenns nicht anders gehen will, so bestelle ich es für mein Geld in dem Orte, wo es noch nicht gelesen wird. So ist es auch gekommen, daß ich für Pieschen und Kosmin erst am 16. Januar bestellt habe. Es fängt auch hier an zu tagen. Die Berichte im„Vorwärts" wegen der Wiederherstellung meines Vaterlandes Polen leisten hierbei die besten Dienste. Parteigenossen! Hätten die Mächte In jener Zeit Polen nicht zertheilt,— dann wäre heute Europa frei von Kriegsbefürchtungcn. So wie heute, so standen auch damals die Magnaten und Erzbischöfc dem arbeitenden Volke gegenüber, so daß sie Rußland um Hülfe baten und Polen ver- kauften, um nur ihre selbstsüchtigen Zwecke zu fördern. Mit Gruß I. B. Hamen;, ig. Januar. Der Wahlkampf brachte auch bei uns wieder rühriges Leben unter die Genossen. Sonnabend den 6. Januar fand nach längerer Pause wieder eine größere, vor- züglich von der Landbevölkerung gut besuchte Volksversammlung statt. Unser Reichstagscandidat, Herr Hugo Keller aus Görlitz, welcher als Referent erschienen war, erläuterte in I�J stündiger, gediegener Rede das sozialistische Programm, unterzog die heu- ckigen Verhältnisse einer herben Kritik und definirte die Stellung der Sozialisten zu den anderen Parteien. Lebhafter Beifall! belohnte Redncr am Schlüsse seiner Ausführungen. Eine für nnsern Candidateu sich aussprechende Resolution wurde einstimmig angenommen. Gegner meldeten sich trotz mehrmaliger Auffor- derung nicht zum Wort.— Das Ergebniß der Wähl in Hiesiger- Stadt war folgendes: Rittergutsbesitzer Reich(nationallib.) 32l, Hugo Keller 231 und Graf Stolberg(ultr.) 30 Stimmen, ein Ergebniß, welches unseren Erwartungen nicht ganz entsprach. Ein großer Theil der hiesigen wahlberechtigten Arbeiter hat, � theils aus Furcht in Ungnade zu fallen, theils aus Trägheit,' welche in den resignirten Ausruf:„es nützt ja doch nichts",, Ausdruck findet, vom Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht. Doch können wir dessenungeachtet mit dem Wahlresultat' noch zufrieden sein, denn während die Liberalen seit der Wahl von 1874 Stimmen eingebüßt, haben wir Fortschritt zu verzeichnen.— Darob auch großer Aerger unter den Nationalliberalen. Sie sehen, daß auch hier der Sozialismus mehr und mehr an Boden gewinnt und machen verzweifelte Anstrengungen, das errungene' Gebiet uns wieder streitig zu machen. Verleumdung und Ent- stellung unserer Prinzipien im hiesigen Lokalblättchen, verbunden mit Maßregelung von Genossen sind die Waffen, mit denen sie kämpfen. Doch werden sie uns dadurch nicht entmuthigen, son-s dern trotz Lokalspcrre noch mehr anspornen, mit noch größerem Eifer durch Verbreitung der sozialistischen Presse für unsere Ideen thätig zu sein. Vorwärts! durch Kampf zum Sieg ist die Losung, die uns zum Ziele führen wird. D. T. Loburg, 15. Januar. Ohne Mittel bei der großen Ver- dienstlösigkeit konnten wir diesesmal mit unserer Agitation zur Reichstagswahl erst sehr spät beginnen und mußten uns dazu auf kleine Lokalitäten beschränken. Wir hielten drei Bersamm- lungen in der Stadt Coburg und fünf auf dem Lande ab. Dieselben waren immer gut besucht und es zeigte sich auch ein besseres Verständniß als vor drei Jahren. Wo wir früher an- gebrüllt wurden, hörten uns diesmal die zahlreichen Anwesenden ruhig an, und gaben in vielem Beifall. Den besten Erfolg er- zielten wir mit unserer einmaligen Versammlung in unfern Nachbarstüdtchen Neustadt, wo Bock bei der Wahl mit 161 Stimmen gegen den Candidaten unserer Gegner, Justizrath Forkel, der nur 144 Stimmen erhielt gesiegt hat. Dagegen haben wir in Coburg nur 131. Das war nach den Hinder- nisten, die uns die Gegner verursachten, nicht anders zu er- warten. In Folge Bankrottes verschiedener Fabriken sind auch sehr viel wahlberechtigte Arbeiter von hier weggezogen. Wäh- rend der liberale Candidat Weber das vorige Mal im ganzen Lande 5019, und in der Stadt Coburg allein 1000 Stimmen erhielt, hat der jetzige Candidat es in der Stadt Coburg doch nur auf 872, im ganzen Lande auf 4392 Stimmen gebracht bei einer Gesammtzahl von 11,000 Wahlberechtigten. Bock hat im Ganzen 461 Stimmen erhalten. Der Justizrath Forkel hat es zu guterletzt aber auch selbst mit einem Theil seiner eigenen Partei verdorben, denn er hat in der„Coburger Zeitung" auf eine Anfrage- eine Erklärung über die Justizgcsctze abgegeben,! daß er den Weg, auf dem diese zuletzt zu Stande kamen, für eine„Schädigung des Ansehens des Reichstags halte. Ein Theil seiner Wähler meinte freilich, daß wäre gar nicht sein Ernst, er wolle nur Fortschrittsstimmen damit gewinnen. Ein anderer Theil hat's ihni aber sehr übel genommen und gemeint, er sei ein Achselträger. F. G. * Aranülurt a. M. Auch hier hat der 10. Januar den „Rückgang" des Sozialismus recht schlagend bewiesen, denn die Zahl der sozialistischen Stimmen(3509) betrug über 1100 mehr als vor drei Jahren! Uebrigens ward eine Stichwahl zwischen dem nationalliberälen Kandidaten Dr. Varrentrapp(4642) und dem Demokraten Holthof(4919) erforderlich. Die liberalen „Ritter des Geistes" haben das ganze Vorrathsmagazin ihrer bekannten Liebenswürdigkeiten ausgekramt, sie haben in unzäh- ligen Inseraten auf längst gewohnte„anständige" Weise die Schrecklichkeit unserer Partei dargestellt und vor uns gewarnt— allein der Liebe Müh' war umsonst und bleibt es voraussichtlich auch bei der Stichwahl! Irgend ein genialer Kopf war auf den echt liberalen Gedanken gekommen, Stimmzettel für unseren Can- didaten Frohme, mit der Schreibweise„Fromme" anfertigen zu lassen, die dann als ungültig aus der Wahlurne hervorgegangen wären. Glücklicher Weise wurde dieser Bubenstreich rechtzeitig entdeckt und verfehlte die gewünschte Wirkung. Die„Neue Frkf. Presse", das hiesige liberale Organ, das gleich einem Jupiter seine(Geistes-)„Blitze" gegen die Sozialisten schleudert, brachte noch am Abende vor der Wahl ein„Eingesandt"(?), das zu Nutz und Frommen aller jener„Theiler" hier ein Plätzchen finden möge. Dieses„Eingesandt" behandelt in Form eines Zwie- gesprächS zwischen„Herrn Hampelmann und dem Frankfurter Wähler" den Candidaten der demokratischen, Fortschritts-, ultra- montanen und sozialdemokratischen Partei, um natürlich schließlich einzig und allein dem der liberalen Partei die Siegespalme zuzuerkennen. Die auf die Sozialdemokraten bezügliche Stelle lautet wortgetreu: Hampelmann: Sozialdemokrate? Bei dem Wort falle mer gleich die Pariser Petrolcusc, die spanische Carthagena- leut' unn unser Bierkrawaller ein.. DaS is e' böS Sort Mensche. Dene ihr Programm kenn' ich. Zuerst wolle se theile, unn zwar so lang theile unn sich mäste, bis es nix mehr zu theile gibt. Dann soll jeder deutsche Bürger mit seine Händ für den Staat arweite. Unn wenn er den Tag üwer geschanzt hat, soll er Abends e halb Kilogramm Brod . kriege unn e Viertel Morst äls Lohn. Deß nenne die Herrn Sozialiste„Vertheilung von Genußmitteln". Für den Genuß dank ich! Geld, Hauseigenthum, Ackerbesitz, Ehefraue, Familie, Erbschafte, Wage unn Pferd, Capitalie, Hypotheke, Alles des soll in dem„Reich der Sozialisten" nit mehr existire. Was die Narre sich doch einbilde? Glauwe die wirklich, daß e Mensch der sein' fünf Sinne beisamme hat, auf den Leim geht?„Frohme such' dir ein anneres Königreich, Frankfurt is zu— gescheid für dich", sagt Hampelmann!„Losser'sch Frohme." Man sieht, daß die„N. Frkf. Pr." als einzigen Grundsatz die Spekulation auf die Dummheit anerkennt. Und da wir nun nicht annehmen können, daß solch ein Geschreibsel aus der Feder eines halbwegs vernünftigen und wissenden Menschen geflossen ist, so müssen wir dasselbe als eine zwar nicht beispiellose, son- dern vielmehr gewohnte Niederträchtigkeit bezeichnen.„Und mit solchem Gesindel muß ich mich herumschlagen," sagte einst ein großer Feldherr! Wnrzvurg. im Januar. Bor zwei Jahren lag die ganze Organisation bei uns in Scherben und drohte die politische Ar- beiterbewegung vollständig einzuschlafen. Nur mit äußerster An- i strengung war es den bis auf kaum 20 Mann zusammcnge- schmolzenen Sozialisten möglich, die Reste zu sammeln und die schon entmuthigten Freunde von'Neuem in den Kampf zu führen. Wer derartige Katastrophen mit durchlebte, weiß welch bedeutende Opfer an Geld und Kraft erforderlich sind, uin einen fast verlorenen Platz wieder zu gewinnen. Nachdem es gelungen war, die Reihen zu festigen, mußte ein neues Band geschaffen werden, welches alle unsere Gesinnungsgenossen umschlingen und dieselben zugleich mit geistiger Nahrung versehen sollte, und so traten denn wieder die opferwilligsten Genossen zusammen, conftituirten sich als Preßcomitö und brachten durch freiwillige Steuern die Kosten für die nöthige Zahl der Probenummern auf. Wir mußten die ganze Misere durchmachen, die eine Zei- tungsgeburt bei dem Proletariat mit sich bringt, können jedoch auch mit Freuden auf die mühevollste, aber gelungene Arbeit des letzten Halbjahres zurückblicken. Hauptsächlich der Existenz unseres Blattes ist es gutzuschreiben, daß wir, obwohl vom Hamburger„Centralwahlcomitö der Sozialisten Deutschlands" wenig berücksichtigt bei der diesmaligen Reichstagswahl statt der im Jahre 1874 abgegebenen 720 Stimmen 1440, also gerade die doppelte Zahl erhielten. Gewiß ist ein Resultat von 1440 Stimmen kein glänzendes, aber sicher beachtenswerth, da uns gegenüber nicht nnr die siegreichen Nltramontanen sondern auch die hier eben so gut wie allerwärts mit dem verächtlichsten Mit- teln kämpfenden„Liberalen" und zum Ueberfluß noch die sich „Volkspartei" nennenden Altliberalen standen.— An den Ge- nassen liegt es, nun dafür zu sorgen, daß die nächsten 3 Jahre unsere Zahl wieder verdoppelt werde, was namentlich durch Ver- breitung unserer Blätter und Broschüren, vor Allem aber durch opferwillige Agitation gefördert werden kann und muß. Thuen daher namentlich unsere Genossen in den Gewerkschaften, die ja erst in der zweiten Kampflinie stehen, ihre Pflicht, indem sie das Abonnement auf den„Volksfreund" nicht nur selbst per Anfang Februar recht zahlreich erneuern, sondern auch alle ihre Freunde und Collegen anfeuern, dasselbe zu thun. Mögen unsere Freunde nie vergessen, daß die Presse der beste Agitator ist und daß die große Masse der Arbeiter uns nur darum ferner steht, weil sie nicht genügend über ihre eigene Lage und unsere Bestrebungen unterrichtet ist. Wir haben jetzt ungefähr 600 Abonnenten auf unsere Parteiblätter. 180 Abonnenten auf die„Neue Welt" und werden außer 600 Kalendern 4— 5000 Broschüren verbreitet haben. Das Alles genügt jedoch nicht, wir Alle müssen die ganze Kraft, die uns zur Verfügung steht, aufbieten, um den Gegnern zu beweisen, daß auch wir Arbeiter Würzbnrgs d. h. eines der schwärzesten Plätze Deutschlands, es satt haben, immer die Häute zu liefern, aus welchen andere Leute Riemen schnei den. Darum auf, Ihr, die Ihr Euch noch immer scheu zurück- haltet und höchstens die Versammlungen besucht, thut Eure Pflicht gegen Euch selbst, indem Ihr Euch an dem Kampfe für Eure Befreiung betheiligt nnd dadurch unsere Opfer nutzbringend nicht für uns, sondern für unsere Kinder, nicht nu> für die Gegenwart, sondern für die Zukunft macht. Wie wir bis jetzt unsere Stirne nicht beugten unter all den Verfolgungen.und Stürmen, so müssen wir auch erhobenen Hauptes weiter streiten in dem Riesenkampf für die Befreiung der Arbeit, für die Gleichberechtigung Alles dessen, was Menschenantlitz trägt.— Unsere gewerkschaftliche Organisation umfaßt die Gewerkschaften der Metallarbeiter, Schneider, Schuhmacher, den Bund der Tischler, das Gewerk der Zimmerer nnd den Deutschen Ci- garrenarbeiterverein. Also auch diese Seite der Bewegung kann zufriedenstellend genannt werden nnd ist nur zu wünschen, daß die Arbeiter dieser Branchen recht zahlreich sich(den vorhan- denen Organisationen anschließen. Darum nochmals: Thue jeder Genosse seine Pflicht, sorge vor allem jeder für die wei- teste Verbreitung unserer Blätter und Broschüren und bald wer- den wir, den norddeutschen Brüdern ebenbürtig, auf den Kampf- platz treten können und unsere Stimmen nicht mehr nur ein Tausend zählen. C. F. Rick. Karlsruhe, 20. Januar. Unser WahlresnRat ist bekannt: Dreesbach 600; gewählt Commissar Eiscnlohr(nationalliberal) mit 8252, Freiherr v. Marschall 7452 Stimmen. Im 7. Wahl- bezirk fanden sich zwei Stimmzettel, auf denen der gedruckte Name Eisenlohr durchstrichen nnd an Stelle dessen„Marschall" hingeschrieben war. Diese Zettel wurden für gültig erklärt.— Im 13. Wahlbezirk aber fanden sich auch zwei Stimmzettel, auf denen ebenfalls„Eisenlohr" durchstrichen und mit„Dreesbach" ersetzt worden war, diese— wurden für ungültig erklärt!!! Vielleicht roch den parfumirten Herren das Papier zu sehr nach —„Petroleum".— In dem Dorfe Beierthein wurde ein Militär, ein Zahlmeister, zur Wahl zugelassen,� was doch ganz nnd gar gegen das derzeitige Wahlgesetz verstößt!!!— Das Wahlgesetz bestimint, daß als Wahlurne ein verschlossenes Gefäß dienen soll, um etwaigen Stimmzettel-Vertauschnngen vorzubeugen. Wie wurde aber hier diese Vorschrift inne gehalten? Man höre! In Rüppur diente ein sogenannter Sechster(Getreidemaaß) als Wahlurne und war nicht einmal mit einem Deckel geschlossen. Dasselbe war in Haxfeld der Fall, wo eine Suppenschüssel ohne Deckel als Wahlurne hingestellt war. Heute schöpft vielleicht die ehrsame Frau Bürgermeisterin Hirsebrei aus demselben Topfe, der noch kürz- lich in seinem hohlen Bauche das große Geheimniß von des Reiches Treue barg,'s ist halt wunderlich!— In allen Wahl lokalen waren Abgeordnete der feindlichen Parteien vertreten. Stimmzettel waren ebenfalls daselbst vorhanden und wurden den Wählern an der Thür durch Diener des Gesetzes in strammer Haltung mit majestätischem Anstand offerirt, ja, deren auf- opfernde Vorsorge ging zum Theil so weit, daß sie ihnen(den Wählern)„höflich wie sonst nie" die Thür öffneten mid so lange ihre Ergebenheitsversicherungen betheuerten, bis sie sich überzeugt hatten, daß der betreffende Wähler auch den richtigen Zettel abgegeben hatte. In Mühlbnrg opferte sich der Polizeidiener förmlich für das Wohl seiner„Unterthanen" auf, welche über solche Güte ganz gerührt gewesen sein sollen. Auf hochiveften bürgermeisterlichen Gnaden-Erlaß vertheilte nämlich der Dorf- Lictor Wahlzettel von Haus zu Haus. Nun sage noch Einer, daß die verehrlichen Behörden sich nicht um des Volkes Wohl kümmern! � Wie die Arbeiter zur Wahl herangezogen wurden, lehrt uns ein Vorgang, der in einer hiesigen Nähmaschinenfabrik sich ab- spielte. Der Herr Direktor ließ seine getreuen Arbeiter in der Fabrik am Schluß der Arbeitszeit sich versammeln. Ein Faß- lein edlen Gerstensaftes verehrte er ihnen auf„generöse Weise". Derweil aber die Arbeiter tranken, hielt er ihnen eine wohlein- studirte Rede, die in dem Schlußsatz gipfelte:„Wählt, lieben Brüder, unfern Eisenlohr!" Als aber»erhallt waren die hell- tönenden Worte von des Reiches Treu u. s. w., nahm Einer von dem Bureau der betr. Fabrik des Redners Stelle ein. Mit pristerlicherlicher Würde schaute er iim Kreise umher, ein tiefer Seufzer quoll von seiner Lippe und das Auge senkte sich de müthig auf die ans der Brust gefaltet ruhenden HÄnde. als sei er, der fromme Mann, im stillen Gebet versunken. Plötzlich erhob sich aber aus seinem Munde ein Brausen, so stark, daß den Anwesenden die Ohren gellten— und das will bei eme Schlosser viel sagen.— Als man bange lauschte, woher dieser Aufruf stainme— siehe, da vernahm man eine monotone � remiade über die Sittenverderbniß der Jetztzeit. Die ich wanke in ihren Grundfesten- der Pfeiler seien zu wenige. Darum mehr Pfeiler herbeigeschleppt! Em solch machtiger Pfeiler, an dem sich die weinende Mutter Kirche stutzni kr nne, sei— Adolf Freiherr v. Marschall. Wählt darum, lieben Brü- der, unfern Marschall, auf daß er fei des gottlosen deutschen Reiches getreuer Bote, ein Feldmarschall unter den Kämpen der Kirche!" Unendliche Bravos erschallten. Die Rede hatte ge- zündet. Bon nun an hieß es unter diesen Arbeitern:„Wählt Marschall, unfern Glaubenshort!"— Der Direktor hat sich aber bereits über seine damalige Niederlage getröstet: sein Eisenlohr hat ja die Siegespalme davongetragen! K. E. Zu den Reichstagswshlen. Engere Wahlen� Essen. Bei der Stichwahl siegte Stötzel(christlich-sozial) gegen Forcadc de Biaix. Zittau. Pfeifer(nat.) gewählt gegen Fortschritt. Danzig. Rickert gewählt gegen den klerikalen Gegner. 9. schleswig-holst. Wahlkreis(Oldcnb.-Plön). Reimer 4823, Graf Holstein(cons.) 11,416. 9. badischer Wahlkreis. Casimir Katz(Ccntrum) gesiegt über den Nationalliberalen. Aachen, v. Biegeleben(Centrum) gesiegt über Caplan Laos(christlich-sozial). In Sachsen sind bei der diesmaligen Reichstagswahl 318,672 Stimmen abgegeben worden, von denen 74,330 auf die nationalliberalen, 44,326 auf die fortschrittlichen, 37,745 auf die dcutsch-konservativen, 124,579 auf die sozialdemokratischen Can- didaten und 37,692 auf die Candidaten der deutschen Reichs- Partei fielen. Wir geben in Folgendem eine Zusammenstellung der von der sozialdemokratischen Partei in Württemberg erreichten Stim- menzahl nach den Wahlkreisen. Es erhielten im 1. Wahlkreis: Hillmann 4646; 2. Wahlkr.: Hillmann 1600; 3. Wahlkr.: Hill- mann 142; 4. Wahlkr.: Hillmann 42, Bebel 28, zusammen 70; 5. Wahlkr.: Mottcler 1775; 10. Wahlkr.: Mottcler 1150; 11. Wahlkr.: Vahlteich 254; 14. Wahlkr.: Hillmann 188; 17. Wahlkr.: Hillmann 93; ferner in Wcildorf bei Haigcrloch in Hohenzollern: Mottcler 46; zusammen 9964 Stimmen. In Rheinland und Westphalen haben 42,698 Wähler ihre Stimmen zu Gunsten der Sozialisten abgegeben. Dieselben vertheilen sich wie folgt: Frick(Minden) 700, Pfannkuch(Herford) 421 und(Bielefeld) 2166, Klein(Hagen) 1686, Kühl (Bochum) 1646, Tölcke(Dortmund) 3563 und(Altena) 1579, Bebel(St. Köln) 1773 und(Ldkr. Köln) 713, Audorf(Lennep! 3648, Hasselmann(Elberfeld) 11,435,(Düsseldorf) 604 und (Essen) 3062, Rittinghausen(Solingen) 6123, Kühl(Duisburg) 3474 und Äeidemann'(Crefeld) 102 Stimmen. Nehmen wir die im Kreise Solingen am 19. Januar noch hinzugekommenen 4509 Stimmen, sowie die 2811 Stimmen, welche am 18. Jan. bei der Stichwahl in Elberfeld-Barmen hinzugekommen, so er- halten wir in Summa 50,018 Stimmen, welche in beiden Pro- vinzen sich auf sozialistische Candidaten vereinigten. An die deutschen Zimmerleute. Kameraden allerorts! In Altona ist am letzten Löhnungs- tage des Jahres 1876 ein brutaler Akt vollzogen, ein Akt des Egoismus und der krassesten Habgier, indem die vereinigten Bau-, Maurer- und Zimmermcister Altonas sämmtliche Zimmerleute und Maurer von der Arbeit ausgeschlossen. Dieser Arbeitsausschluß, durch welchen zusammen 4000 Maurer und Zimmerleute arbeits- uud brotlos sind— darunter meistens Familienväter— ist hervorgerufen durch die gewinnsüchtige Ab- ficht: mehr Geld durch die Ausbeutung ber betreffenden Gesellen herauszupressen. Die„Herren" Meister, welche unter dem Namen„Altonaer Bauhütte" einen Verein bilden— Zwecks besserer Ausbeutung der Gesellen—, legten den Gesellen einen neuen Lohntarif vor, nach welchem im Jahre 1877 die Arbeits- zeit um eine halbe Stunde täglich verlängert, und der Lohn— indem er in verschiedene Klassen gethcilt ist— reduzirt werden soll. Auf diesen Lohntarif sind unsere Altonaer Kameraden nicht hineingefallen, und die Folge davon war— der Arbeitsaus- schluß, etn bei den Meistern in letzterer Zeit sehr beliebtes Mittel, um sich der alten Gesellen, die oft 20—30 Jahre bei ihnen arbeiteten, zu entledigen. Das sind die„Herren", die fortwährend vom„Frieden" zwischen Kapital und Arbeit faseln, die aber jede schlechte Geschäftszeit, welche hauptsächlich die Ar- teiter drückt, sofort benutzen, um dieselben mit Krieg zu über- ziehen und sie immer mehr und mehr materiell zu ruiniren. Heuchelei ist es, wenn diese Herren vom Frieden zwischen Kapital und Arbeit sprechen, während sie uns den Krieg erklären. Drei Jahre arbeiteten sie mit ihren Gesellen friedlich zusammen; da fällt es ihnen plötzlich ein, Eoekout zu machen, die Arbeit ein- stellen zu lassen, um billigere Arbeitskräfte zu bekommen. Also wer vernichtet den Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeit- nehmern? Die Herren„Arbeitgeber", die Altonacr Bau-, Mau- rer- und Zimmermeister! Durch diesen Ausschluß will man unsere Kameraden durch Hunger zwingen, sich billiger zu verkaufen; mit Altona will man den Anfang machen, um nachher seitens der Baugewerk- vereine dieselben Experimente in allen Städten Deutschlands zu machen. Deutsche Zimmerleute, seid auf der Wacht! haltet vor allen Dingen den Zuzug aller Maurer und Zimmerer nach Altona ab. Lasse fich Niemand für Altona anwerben, nm hier Arbeit zu nehmen, denn es wäre eine widernatürliche Hand- lung, wenn der Arbeiter auf solche Weise gegen das Interesse seiner Arbeitsbrüder, gegen sein eigenes Interesse verstoßen würde. Wie die„Herren" Maurer- und Zimmermeister ihrem schmach- vollen Work— dem Arbeitsausschluß— die Krone aufzusetzen verstehen, beweist folgende in der„Baugewerkszeitung" vcröffent- lichte Notiz: „In Altzna ist wegen Differenzen über Lohn und Arbeits- eit zwischen den Mitgliedern oer Altonaer Bauhütte und ihren gesellen die Arbeit eingestellt worden. Wir bitten die Mitglieder sämmtlicher Baugcwerkvereine um ihre Unterstützung dadurch, daß sie die von Altona möglicherweise ankommenden Gesellen nicht i» Arbeit nehmen und so viel wie möglich die nicht bc- schästigten Gesellen nach Altona dirigiren. Der Vorstand der Altonaer Bauhütte. Adolph Braun, Zimmcrmeister, Vorsitzender." Asso hier durch diese Notiz werden die Gesellen einer Ar beitseinstellung beschuldigt, während doch in Wahrheit die Meister diejenigen sind, welche durch den Arbcitsausschluß die Arbeit eingestellt haben. Dann wird aufgefordert, die ansgeschlossenen arbeitsloien Gesellen nicht in Arbeit zu nehmen. Also eine vollständige Verrufserklärung derjenigen Gesellen, welche sich nicht auf Gnade oder Ungnade der Ausbeutungssucht dieser„Herren" überliefert haben. Und das nennt man freie Arbeiter? Lohn- ! sklaverei ist es, Sklavenjoch, in welchem sich der Arbeiter be- v. Warneck's Cig.-Fab.; 6,00 v. den vereinigten Instrumenten- findet. machern; 6,20 v. A. Meyer; 1,00 v. Joh. Degen; 9,30 v. den Dann werden seitens dieser„Herren" folgende Inserate in Rockschneidcrn bei Kiemcr; 4,50 v. der Mus'schen Tischlerwerkst. allen gelesenen Blättern Deutschlands erlassen:„Gesucht in d. G. Ludwig, Uhlenhorst; 2,00 v. Jacob; 1,00 v. Zockmantel; Altona von den Mitgliedern der Bauhütte circa 200 Maurcrgc 5,00 auf Liste 3737 v. Sanne's Tischlerwcrkst., Uhlerhorst; 7,50 sellen, circa 200 Zimmergesellen, bei einem Tagelohn von Mk. v. Malucke's Tischlerwerkst, d. Suhr; 20,00 v.„Hoch die Sozial- 0,40 bis Mk. 0,46 pro Stunde. Der Lohn von Mk. 0,40 ist! demokratie"; 3,00 v. N. N.; 1,50 v. H.; 3,50 v. der Tischlerw. nur ausnahmsweise für die wenig tüchtigen Gesellen ausgesetzt. Pusch u. Sehn d. Dencker; 6,55 aus Werners Tischlcrwerkst., Die Altonaer Bauhütte." Hohenfelde; 2,75 ans Liste 4192 d. Dencker: 15,00 v. Jlgners So! nachdem die alten Arbeiter beseitigt sind, sollen neue Cig.-Fab. d. Mühlhausen; 8,30 auf Liste 39,40 d. Scyffarth; herangezogen werden, damit die alten für immer arbeitslos 3,70 u. 1,20 d. Bünger; 3,00 v. Tischlcrwerkst. v. Knies u. Otto; bleiben.------*ri■■ �------ Zimmerleute Deutschlands! Unterstützt uns in diesem Kampfe für Recht und Wahrheit nach Kräften, veranstaltet überall freiwillige Sammlungen behufs Unterstützung der Altonacr Käme- raden, und sendet diese an unseren Kassirer des deutschen Zim- merer- Gewerkes, August Kapell in Hamburg, St. Pauli, 2. Bernhardtstraßc 39. Laßt Euch durch obige Inserate nicht 8,00 v. der Tischlerwerkst. Hock u. Spangenberg; 8,50 v. Duhr- hop's Bau d. H. Sander; 9,00 v. H. Klinkers Cig.-Fab.; 1,00 v. C. E.� 5,50 v. der Schneiderwerkst. H— n; 10,00 v. Kronen- werth's Schneiderwerkst.; 6,10 v. den Arbeitern bei Boldt u. Vogel d. Striegar; 22,80 gcs. d. Böhme; 4,00 v. den Korbm. in Peters Fabrik d. Tcwcs; 3,00 v. H. E.; 2,00 v. W. H.; I_____ JB I.„, v, 4,20 v. mehreren Reepschlägern d. Hansen; 15,40 d. Schlüter nach Altona locken, sondern nochmals: Haltet den Zuzug v. Röla's Bau, Billwärder, Neucndeich; 7,00 v. der Tischlerw� unter allen Umständen fern. Euch Altonacr Meister aber Fitschen u. Klensang d. Beyer; 2,00 v. Bauch; 7,00 v. Arbei- rufen wir haben. zu:„Ihr wollt den Kämpf! Gut! Ihr sollt ihn Mit kameradschaftlichem Gruß Der Vor st and des deutschen Zimmerergewerbes. Hamburg, im Januar 1877. ter- Frauen- u. Mädchen-Berein; 6,30 v. den Klempnern u. Be- rufsgenossen d. Stoffel; 12,40 ans Liste 73 d. May: 30,00 v. den Kürschnern d. Wilcke; 10,00 v. Wrieth's Cig.-Fab. d. F. Schröder; 2,40 v. Gerds u. Schröders Schneiderwcrkst. d. Pein; 4,20 d. Uhlhorn; 10,65 v. der Korbmacherwerkst. Müller, St.- Pauly, d. Hönisch; 20,00 zweite Rate v. Meycr's Cig.-Fab. d. XB. Alle arbeitcrfreundlichen Blätter werden um schleunigen Diercks; 13,80 aus Sieberg's Fabrik d. Deter s; 4,80 v. G Abdruck gebeten. Lütkens; 2,20 v.Stelling; 15,00 Liste 4186 erste Rate d. Schultz; - 7--— 1,00 v. Zimmermann I. Franck; 5,50 v. Tischlerw. Haning d. Haasker. Altona: 6,50 d. Fels v. Tischlerw. Mahlmann; 19,15 -wCsseilUliye i.uuiwng. u_ Hgjft s Cig.-Fab.; 24,00 Verbrüdcrungsfest der Tischler d. (Schluß.) Petersen; 50,00 v. Seilern u. Rcepschlägern d. Herwig; 10,30 Für den Wahlfond hat A. Geib in Hamburg seit dem d. Bichl; 64,45 Ball der Schuhm. d. Weißbach; 3,00 v. P. 28. November erhalten: Martienffen; 6,00 v. Glüssendorff's Schneidcrw. d. Carlson; 2,00 Paderborn v. Buchdruckern d. Hcidcck 5,00: Augsburg d.; d. Lüthjohann; 45,47 v. Arbeitern bei Strecker: 1,00 v. C. F. Endres v. 6 Büchsenmonteuren 2,20 und v. Weißgerbcrn 2,00; d. Brückmann; 3,00 v. O. Hcylmann; 25,90 auf Liste 3795 d. Frankfurt a. d. O. d. Schuhmacher Kettelhack 18,10; Mauchc b. � I. Krohn. Alt-Kloster v. Rörig 10,00; Linden b. Hannover d. Georg Kühl- Unterstützungsfonds. mann 5,05; Schleswig d. H. Schlichting 40,00; Stuttgart v. Altona 30,24 v. Ball der Schuhmacher d. Opitz; Gelenan Pfund u. Frey 10,00; Werden b. Heydckrug v. M. Naujock3,00; b< Weber aus Herold 1,35; Buntenthor-Steinweg d. Reinebach Potsdam d. F. H. 11,50; Zittau v. Parteig. d. F. Renke 5,40; 3il0. Apenrade d. Gladewitz 0,30; Ursprung d. Ardig 1.00; Gera d. A. Teucher 42.00; Harburg d. Steffens v. den Arbei- Bremerhaven v. Wolfersdorf 3,00; München o. Frau A. Wey- tern in H. C. Mcyer's Kammfabrik 50,00; do. v. Genossen d. �ndt 20,00; Crimmitschau d. F. Böttgcr 7,30; Lübeck v. der Buchhop 50,00; Giengen a. d. B. v. 4 Parteig. d. Köpf jr. Weihnachtsfeier d. Schröder 16,41; Hersfcld v. G. Wolf 6,00; 10,00; Goldap i. Ostpr. v. M. Simmat 1,00; Berlin zur Stich- Rxutliugcn d. E. Moser 11,42; Altona v. Tchncke's Cig.-Fab. wähl in Reichenbach-Neurode v. F. N. 12,00; Wiesbaden v. F.! 2.00; Glauchan d. G. Schwerdtncr 1,00. Günster 3,00; N. N. v. N. 150,00; Merseburg v. Fichtler u. Baumgarten 1,40; Zürich v. deutschen Arbeiterverein 120,00; Agitatlonssono.. Grciffenberg Liste 3288: 0,70; Lüneburg v. Geerßen d. G. Lorsch d. I.-Tiegen 4,30; Neustadt a. H. d. Guth 0,25. Böttcher 18,00; Glauchau d. G. Schwerdtncr /Liste 2427: 6,75; Etwaige Reklamationen wolle man entweder an C. Derossi, Liste 2430: 6,30; Liste 2431: 8,30; Liste 2433: 4,75; Liste � Hamburg, Pferdemarft 37 III, oder direkt an den Unterzeich- 2435: 2,12; Liste 2439: 3,20; Liste 2440: 2,90; Liste 2437:! neten senden 8,67; Liste 2429: 6,75 u. Liste 2433 zweite Rate 9,15; München v. Exped. d.„Zeitgeist" 1,00; Hohenwestedt v. Genossen d. Al- Hamburg, 22� Januar 1877. brecht 6,50; Nowaweß v. I. Rogler 3,00; Kopenhagen v. L. A. u. H. G.„Wenig, aber mit Liebe" 5,00; Hersfcld v. G. > Wolf 3,00; Gecstcndorf d. I. Krentz ges. 10 00; Guben v. F. Augustin 1,50; Aachen v. Parteig. d. M. Hilgcr 7,00; Würzen v. A. Fleischer 15,00; Freden d. C. Proetzsch 3,25- Berne v. Cig.-Arb. d. Chr. Hansen 4,15; Neuschönefeld v. Karl Brocks 1,50; Karlsruhe d. W. Hasenackcr 15,00; Cöthen d. Aug. Kein- stcdt 12,00; Minden i. W. d. G. Siepert 10,00; Heide v. I. Brüning 25,00; Lüneburg aus der Müllcrschen Korbmacher- werkstätte d. Hinze 3,00; Barmbcck v. Arbeitern der Richter- ichen Fabrik 7,55; Hamburg: 6,50 v. den German u. Slovakcn; 0,18 v. H. Niemaun; 0,15 v. H. Jungk; 5,00 v. H. Garve; 6,30 v. den Tischlcrgcs. bei Ahlers; 3,00 v. Meinckc; 6,00 v. l E. G.; 6,90 v. Mathiessen's Tischlerwerkstatt d. Mack; 5,00 gcs. bei H. Laue; 7,40 aus der Tischlerwerkstatt v. F. Schwarz; � 15,00 v. Gerwin's Fabrik, St. Pauli: 3,60 v. der Eisengießerei v. Reuter d. I. E. Grewe; 2,00 v. H. S.; 4,00 v. H. G. F. u. B.; 53,95 Ueberschuß v. Stiftungsfest der Drechsler u. Berufs- gcuossen; 50,00 v. Verein der Drechsler u. Bcrufsgcnosscn d. Burmeistcr; 3,10 v. R. Maasscn; 16,»0 v. Dührhop's Bau d. H. Sander; 3,20 Liste 3 d. Belm; 3,00 v. einer Hochzeit d. Wetzel; 8,00 d. Frau Engelmann; 11,20 v. A. Vieler; 16,30 v. der Tischlerwerkst. Vogt u. Grote d. Schulz; 5,15 v. Neidt- hardt's Tischlerwcrkst. d. Meffle; 7,40 v. Annecke's Tischlerwerkst.; 4,90 1. Rate v. Liste 3923 d. Wetzel; 10,00 v. X. A. Z.; 0,50 v. H.; 21,17 v. den Cig.-Arbeitern aus der Fabrik von Justus; 10,20 v. Liste 3735 B. V.; 9,35 v. Matthies' Tischlerwerkst, d. Mack; 12,60 v. Liste 50; 16,00 v. Liste 45; 0,50 v. Liste 44; 1,00 v. Liste 43; 6.05 v. Liste 42,00; 9,00 v. A. B. Cohn'schen �Cig.-Fab.; 13,50 v. Tischlerwerkst. Richers d. Schlichting; 5,00 v. Tischlern u. Stellmachern in Grum's Wagenfabrik; 10,50 p. Maurer Borchert; 2,50 v. Soloclub d. Borchert; 8,53 v. C. F. W. Trautwetter; 13,75 d. Bremer, Ueberschuß einer Tellers. ' der Zimmerer; 6,55 auf Liste 3737 v. der Tischlerwerkst. Sanne, ; Uhlenhorst; 12,20 auf Liste 20; 10,95 v. Werners Möbelfabrik d. Radlof; 1,00 v. W.; 1,00 v. C. E.; 3,00 v. Battens Cig.- Fabrik d. N. Spanier; 5,30 d. Bergau; 6,32 v. Kränzchen der Liedertafel„Lassallea"; 3,30 ges. v. Brenner; 10,00 v. Silvanus; 1,20 vom Club Sparsamkeit; 0,50 Ertrag einer Wette; 31,10 auf Liste 3942 d. Reimers; 10,55 auf Liste 3739 v. Engel's Tischlerwcrkst.; 1,30 auf Liste 3953 d. Messer; 16,00 v. Ret- sig's Cig.-Fab. St. Pauly d. Kasschel; 32,00 Ueberschuß v. der Tischlervcrsammlung d. Tegethof; 3,00 d. Hille; 1,00 d. H. W.; 11,34 in einer Privatges. ges. d. C. Blume; 21,86 v. Arbeiter- Frauen- und Mädchcn-Vereins-Ball b. W. G. Nagel; 87,20 v. !den Arbeitern in Meyer's Stockfabrik d. Mentzel; 50,00 v. Meyer's Cig.-Fab. d. I. Dierks; 6,00 d. D.H.; 4,00 v. N. N.; 8,65 auf Liste 3822 d. Eggers; 13,00 auf Liste 3738; 15,00 v. ! G»rl, Brandt, Peters I. u. II, Matthes; 3,60 aus der Eisen- gicßcrci v. Reuter d. I. W. Grevc; 1,50 v. H. Löbstedt; 2,00 v. W. H.; 3,00 v. M.; 6,20 v. Beck's Tischlerwerkst.; 7,50 v. Tischler-Privatvergnügen am Sylöesterabcnd d. Tegethof; 13,00 auf Liste 4008 d. Schräder; 19,90 v. Bäthge's Cig.-Fab.; 13,00 v. F. Schwärze's Tischlerwerkst.; 4,50 auf Liste T, 2. Rate; 15,00 v. Ernst D.; 4,65 auf Liste 3823 v. Salzen; 88,66 v. Verein der Drechsler, Schirmmachcr und verwandter Berufs- genossen d. Mentzel u. Burmeistcr; 80,00 v. Frauen- u. Mädchen- Verein d. Frau Eggers; 4,70 v. I. L. M. W.; 111,97 v. Gipser- Verein d. Behnke; 9,00 v. der Schuhmacherwcrkst. Rcnsch d. Wetzel; 39,00 Ueberschuß der Tcllcrsamml. Tischlcrvers. d. Tc- gcthof; 500,00 v. der Unterstützungskasse des deutschen Zimmerer- gewcrks d. A. Jalandt; 10,00 v. L. C.; 18,00 Ueberschuß der August Geib, Rödingsmarkt 12. Briefkasten der Redaktion. Jckln Meerane: Benutzen Sie die übrigen Exemplare der„Fackel" zur Agitation. Quittung. Srbrn Liege Ab. 4,64. Drschr Karlsruhe Schr. 10,50. Wbr Oettingen Ab. 1,00. Zpf Bischofsgrün Ab. 4,80. Brnr Zwickau Schr. 7,60. Deutscher Arbeiterverein Solothurn Ab. 2.50. Rkn Wan- kendors Schr. 3,95. Pnngr Bremen Ab. 14,00. Mnl Kliiigenthal Schr. 3,40. Dllrch Erfurt Schr. 5,70. Rschmnn Wöhrden Ab. 2.50. Bst St. Ingbert Ab. 3,00. Krtschmr Dortmund Schr. 4,60. Bhm Obcrndvrf Schr. 2,60. Lnk Pieschen Ab. 15,00. Fachverein der Tisch- ler Cöln Ann. 0,70. Hpt Reims Ab. 4,00. Gthl Schweidnitz Ab. 3.10. Wgnr Böhm. Aicha Ab. 4.88. Mrx Frankfurt a. M. Schr. 2,70. Brnhrdt Hirschberg Schr. 8,00. Wnkmüllcr Pforzheim Schr. 1,70. Lgs Hannover Ann. 2,10. Hns Frankfurt Ann. 0,80. Stbrhrn Etz litt gen Ab. 12,60, Schr. 9,00. Knk Frankfurt Ab. 12,00. Bllstn ., Mülheim Ab. 9,00. Schlg Burgau Schr. 3,30. Grd Stötteritz Ab. der Eisengießerei 16,60. Fhrmnn Bischosswerda Ab. 3 00, Schr. 2,00. Mr Bern Ab. 7,50. Strk Kiel Schr. 8,60. Hssnr Mainz Ab. 22,00. Srwn Lüne- bürg Ab. 12,70. Brnnmr Göppingen Ab. 8,00, Schr. 8,85. Pchlr Böslan Ab. 0,98. Krschlt Frciburg 1,35. Rtr Zwiesel Schr. 3,80. Zpf Bischofsgrün Schr. 0,65. Arlt Lückendorf Schr. 5,00. Anzeigen 2c» Sonnabend, den 27. Januar, Abends 8(j Uhr in Koppelmann's Salon: Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag. O. Reimer.(50 Altona. Frankfurt a. M. Avis für Sattler! Allen College» hierdurch zur Kennt- niß, daß hier seit Oktober v. I. ein Fachverein für Sattler bestehr. Die Versammlungen finden jeden Sonnabend Kl. Eschersheimer Str. 26 statt, der Arbeitsnachweis befindet sich Kornblumengasse 4 im Fremden- verkehr. P. Heinz, z. Z. Vorsitzender, Graupeng. 30 II. XL. Die hier früher bestandene Mitgliedschaft, der Verein der Satt- ler u. Beiussgenosjen, ist noch polizeilich geschlossen.(FI22) D. O.(80 Allgemeiner deutscher Schnciderverei». Montag, den 29. Januar, Abends 8 Uhr, im Thüringer Hof(Burgstraße): Versammlung. Tagesordnung: Bortrag von Witt. Gäste willkommen._____ D. B. l4o Dienstag, den 30. Januar, D. B. Abends 8 Uhr, im Dienstag, den Leipzig.„Thüringer Hos": Lcffcntlichc Versammlung des Allgem. deutschen Maurer- und Steinhauer-Bnndes und des deutschen Zimmerer Gcwertes.. T.-O.: 1) Abrechnung; 2) Der Ausschluß der Altonaer Bauhandwerker. XL. Aufnahme neuer Mitglieder findet in jeder Versammlung statt.(60 h/orltliil Ärbeiterbildungsverein. 0 O* Nächsten Dienstag beginnt ein neuer Cursus in der einfachen Buchführung. Auch auf unfern Zeichnenuntcrricht(im tech- nischen und Freihandzeichnen) machen wir besonders aufmerksam, der in letzter Zeit sehr viele neue Vorlagen angeschafft, der Unterricht einer bewährten Kraft anvertraut ist. Der Zeichnenuntcrricht findet jeden Sonntag Nachmittag von 1—3 Uhr statt. Zu dem Unterricht in der französischen Sprache für Fortgeschrit- teuere(Plötz, Elementar. Grammatik, Ende des 2. ThcilS) werden noch einige Theilnchmer gesucht. Dieser Unterricht findet jeden Donnerstag Abend von 3— 9 Uhr statt. Dem Turnunterricht kann jederzeit beigetreten werden, ebenfalls der Stylistik nnd Redeübung, sowie der stenographischen Sektion.— Unser 16. Stiftungsfest wird Sonnabend, den 10. Februar in der Tonhalle gefeiert. Monatlicher Beitrag 60 Pfg. Aufnahme jeden Abend 8(.> Uhr im Vereinslokale Ritterstraße 43 II.(1,80 Leipziger Bürgerverein. Tellers, der Zimmerer-Vers.; 154,00 v. den Buchdruckcrgehilfen>...,1.��' � 8 � Hamburg-Altona-Ottensen d. W. Dietz; 3,00 v. A. R.;'>.00 v. � � r" Der Vorstand I.». M; 6,00 v. G. H.; 4,00 v. T. H.; 3,00 v. M.; 0,50 Gas.e willkommen._.£ei Erstand._ v. Ungenannt; 3,00 v. H. fe.; 1,50 v. I. Reismann; 1,00 v. Vc«mtwortlicher Redakteur: W. Hasenclever in Leipzig. Kuß; 5,40 auf Liste 239 d. Lützow; 1000,00 v. Arbeiterwahl- Redotnon und Expedition Färberstraße 12/11. in Leipzig. comitö; 1678,31 V. do. d- 1 Sparkassenbuch d. Kotkamp; 9,30 Druck luid Verlag der GenossenfchaftSbuchdruckerei m Leipzig