Erscheint in teipziz Mittwoch, Freitag, Sonntag. AbonncmentspreiZ A>r ganz Deutichland 1 M, 60 Pf. pro Quartal. MouatS- Abonnements »erden bei allen dcutfche» Postanstalten aus den 2. und Z. Monat, und aus den Z. Monat besonders angenomnien: im Jlönigr. Sachse» und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch aus den ttcn Monat des Quartals k 54 Psg. Inserate betr. Versammlungen pr. Petitzeilc 10 Pf., betr. Prioatangelegenhciien und Feste pro Petitzeile 60 Pf. Vtstevunzen nehmen an alle Postanstalten und Buch. Handlungen des In- u. Auslandes. Filial> Expeditionen. New-Uorl: Soz.-demolr Gmossen- schastsbuchdruckerei, 154 Qlstrickse Str. Philadelphia: P. Haß, SSO Ziortb Z-a Streut. I. Boll, 112» Charlotte Str. llhicago: A. Lansermann, SSS vivi» sivn Street. San Franzisco: F. Entz, 418 v'�ur- rell Street. London: Bändig,» irassan Street, Middlesex Hospital. Gentrat Grgan der Sozialdemokratie Deutschtands. Nr. 14. Freitag, 2. Februar. 1877. Abonnements aus den„Vorwärts" für die Monate Februar u. März zu 1,10 werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu 60 Pf. bei der Expedition, Färberstr. 12 il, unserm Colporteur Moritz Ulrich, Südstr. 12, in den Filialen: Cigarrenladen des Hrn. Peter Krebs, Ulrichsg. kv, und Sattlerwerkst, am Königs- platz 7; für die Umgegend von Leipzig bei den Filialexpeditionen: für Folkmarsdorf, Steudnitz, Ueuschönescld zc. bei Frau Engel Reudnitz, Täubchenweg 29, 2 Tr., für Connewitz zc. bei Hackert, Kurze Str. 10 pari., für Kleinzschocher u. Umgegend bei Fleisch er, Schloßg. 13 das., für Thonberg bei Kirsten, Hauptstr. 7, für Hlenrendnitz bei Z schau, 151, für �tagwih-Lindenau bei Frau Grüsen st ein, Aurelienstr. 3, für Hohkis zc. bei A. Hermsdorf, Lindenthaler Str. 7, für Stötteritz bei Grude, An der Papiermühle,� angenommen. . �krkin wird auf den„Vorwärts" monatlich für 75 Pf., frei in's Haus abonnirt, bei der Expedition der„Berliner Freien Presse", Kaiser-Franz-Grenadier-Platz 8ll, und bei Rüben ow, Brunnenftr. 34, im Laden. Deutsche Rechtszustände. Vor dem königlich preußischen Kreisgericht zu Altona fand am 17. und 18. Januar eine sehr interessante und lehrreiche Verhandlung statt. Die Anklage lautete auf Körperver- letzung, Sachbeschädigung und groben Unfug. Der Sach- verhalt war nach dem„Hamburg-Altonaer Volksblatt": Im Frühjahr 1876 fanden in Ellerbeck(Holstein) zu ver- schiedenen Zeiten drei Volksversammlungen statt, die letzte am 9. April, in welcher der Sozialdemokrat Radenhauscn aus Altona referirte. Diese Bersammlurg wurde gestört durch den Brot- mann Tabel in Rellingen, der im angetrunkenen Zustande das Wort verlangte, während Radenhausen noch sprach. Die Ver- sammlung wurde aufgelöst und verschiedene Ellerbccker fanden sich jetzt veranlaßt, die dort anwesenden Sozialdemokraten durch- zuprügeln, wobei die Parteigenossen Hasselbach und Schlosser Ehlers schlecht wegkamen; auch von Messern wurde Gebrauch gemacht. Wegen dieser Assaire saßen folgende Personen auf der Anklagebank: Tabel, Neumann, 2 Gebrüder Ostermann, 2 Gebrüder Cords, Heyvorn, Hattje, Rettinghaus. Der erstgenannte Tabel erzählt, es seien dort drei Versamm- lungen abgehalten worden. In der ersten habe man vzn Fleisch, Speck, Schinken und Wurst gesprochen, Sachen, die von den Reichen gegessen würden, während die Arbeiter sich mit den Knochen begnügen müßten. In der zweiten Versammlung sei von den Steuern die Rede gewesen und gesagt worden, die Ar- beiter müßten 90 Prozent aller Steuern zahlen, während man die Reichen frei ausgehen lasse. In der dritten Versammlung am 9. April habe Radenhausen von den Richtern gesprochen und gesagt, die Reichen bekämen immer Recht, die Arbeiter dagegen immer Unrecht. Solche Reden habe er, allerdings im angetrun- kenen Zustande, stören wollen und so den ersten Anstoß zu dem Skandal gegeben. Einige Zeugen(es wurden 35 vernommen) sagten, sie hätten gehört, Tabel sei durch Geld dazu veranlaßt worden, den Skandal herbeizuführen. Alle Angeklagten leugnen, irgend Jemanden gemißhandelt zu haben. Die Beweisaufnahme stellt jedoch fest, daß nicht allein Faustschlägö ausgethcilt, son- dern auch Knittel und Messer gebraucht sind und mit Stei- nen geworfen worden ist. Bei dieser Gelegenheit ist in dem Marmorstein'schen Hause eine Leiste von einer Thür abgerissen und Fenster sind zertrümmert worden, doch fällt die Anklage wegen Sachbeschädigung fort, weil kein Strafantrag gestellt worden ist. Um vor Mißhandlung gesichert zu sein, wurden die auswärtigen Parteigenossen in Begleitung von Gensdarmen über die Grenze gebracht. Die Beweisaufnahme stellt folgende An- geklagte als Hanptattentäter fest: 1) Tabel, der als der Urheber 9®nj«n Skandals anzusehen ist. Gegen ihn werden 4 Monate Gefängniß beantragt. 2) Neumann, der sich an der Miß- Handlung des Schlossers Ehlers und Tischlers Hasselbach be- thciligt hat, wider ihn sind 3 Monate Gefängniß beantragt. 3) Die Gebrüder Ostermann, wider die ebenfalls 3 Monate bean- kragt sind. 4) F. Marmorstein, I. Marmorstein und Retting- Haus, die an der Mißhandlung Hasselbach's sich betheiligt haben, beantragt 2 Monate Gefängniß. Wider die übrigen Acht werden wegen groben Unfugs 14 Tage Haft beantragt. Der Staats- anwalt Buck hob als strafmildernd hervor: 1) daß keine schweren Körperverletzungen vorgekommen seien(Hasselbach und Ehlers haben Messerstiche erhalten, außerdem ist mit Knit- teln geschlagen und mit Steinen geworfen worden!); 2) daß sich zwei Parteien schroff gegenüber gestanden hätten, die Sozialdemokraten und die Bauernpartei, welche letztere entschlossen gewesen sei zu verhindern, daß die Prinzipien der Sozial- demokratie, die ja ganz und gar verwerflich und ver- derblich seien, in dortiger Gegend verbreitet würden. Die Veröffentlichung des Erkenntnisses wurde auf acht Tage, also bis zum 26. Januar, hinausgesetzt. � Demgemäß wurden die obenerwähnten Angeklagten am 25. Januar abermals vorgeführt. Zunächst wurde von dem Vor- sitzenden Herrn Justizrath Jacob seu constatirt, daß die An- geklagten durch unwahre Reden gereizt worden seien. tl�r>vurde die Anklage wegen Sachbeschädigung niederae- schlagen,«eil ein Strafantrag dieserhalb nicht gestellt worden t lvurde sodann erkannt: 1) wider Tabel wegen Miß- Handlung und groben Unstigs 2 Monate Gefängniß, 2) Baumann Wegen Mißhandlung und groben Unfugs 6 Wochen Gefängniß, 3) und 4) wider F. und I. Ostermann 6 Wochen Gefängniß, Ä wider Rcttinghaus, weil nur das Zeugniß des 14jährigen Ulm ippchadendorf ihm gegenüberstehe, kostenlose Freisprechung, 8) wider Ramkesen wegen Körperverletzung mittelst eines gefähr- lichen Werkzeuges 2 Monate Gefängniß, 7) wider Marinorstein 6 Wochen Gefängniß, 8) wider den Vicevogt Krohn 2 Monate Gefängniß. Wider jeden der übrigen 8 Angeklagten wurde auf eine Haftstrafe von 14 Tagen erkannt. Das der Prozeßverlauf nach dem Bericht des„Hamburg- Altonaer Volksblatts". Hätten wir, wo unsere Rechtszustände in's Spiel kommen, nicht längst uns zu wundern verlernt, so würden wir einfach erklären: unser Hamburger Parteiorgan ist das Opfer einer Mystifikation geworden; daß ein Staatsan- walt, daß ein Gerichtsvorsitzender die politische Parteistellung der Angesagten und der durch dieselben Beschädigten als das Urtheil bestimmend oder wenigstens modifizirend bezeichnet haben könne, das ist einfach unmöglich. Es ist aber nicht unmöglich, und der Bericht des„Hamburg- Altonacr Volksblatts", weit entfernt übertrieben zu sein, hat offenbar, und zwar aus naheliegenden preßgesetzlichen Gründen, die Thatsachen nicht in ihrer vollen Schroffheit wiedergegeben. Genug: ein königlich preußischer Staatsanwalt erklärt es als „strafmildernd", daß die Beschädigten und Verletzten Sozial- demokraten find, und daß die Angeklagten diese Sozialdemo- traten nicht gleich todtgeschlagen haben. Und ein königlich preußisches Gericht entdeckt noch den weiteren strafmildernden Umstand, daß die Angeklagten durch die„unwahren Reden" der Sozialdemokraten gereizt worden seien. Unwahre Reden, d. h. sozialdemokratische Reden, oppositionelle Reden, die mit den landläufigen Reden der herrschenden Parteien nicht überein- stimmen. Nach dieser Argumentation ist jeder Staatsbürger vogelfrei, der nicht ordonnanzmäßig denkt und den verwerf- lichen und verderblichen Prinzipien„der Sozialdemokratie" oder anderen reichsfeindlichen Prinzipien huldigt. Wir hoffen, daß unsere holsteinischen Parteigenossen den Prozeß vor die höhere Instanz bringen werden; wir müssen wissen, ob die Anschauungen des Staatsanwalts Buck und des Justizraths Jacobsen, sowie überhaupt des Altonaer Kreis- gerichts die Sanftion des Appellationsgerichts und endgiltig des Obertribunalhofs erlangen. Mit Einem Wort: wir müssen wissen, ob es in Preußen zweierlei Gesetz giebt: ein Gesetz für die Regierungsparteien und ein Gesetz für die Oppositionsparteien; ein Gesetz, das Ersteren Alles erlaubt, und ein Gesetz, das Letztere der Gnade ihrer politischen Gegner überliefert. National-Oekonomisches. Von I. Dietzgen. III. (Fortsetzung.) Darlvin lehrt, wie die„rohe" Natur mechanisch, durch bloße Gewalt der Umstünde zur höchsten Zweckmäßigkeit und Schönheit sich entwickelt. Dies mechanische Leben sehen wir allwärts und allzeit sich behaupten, auch beim Menschengeschlechte. Aber hier wird es am schwersten, dem Verständniß Eingang zu ver- schaffen. Wie unterirdisches, vulkanisches Feuer, wie Wind, Wetter und Wasser unsere Erdkruste mechanischerweise und doch durchaus zweckmäßig gestaltet haben, so daß die Gewässer nicht in Pfützen herumstehen, sondern größtenthcils in prächtigen Strömen dem Meere zufließen und also der Volkswirthschaft zu Verkehrsadern dienen, das versteht man; so etwas mag die Materie aus sich ohne irgend einen höheren Planmacher vollbringen. Kommen wir nun an die Entstehung der Thicrarten, so wird die vorhandene Zweckmäßigkeit und wunderbare Organisation den gottseligen Köpfen schon schwerer verständlich. Geradezu vernagelt aber stehen sie dem Menschenleben gegenüber. Und ist weiter endlich die körperliche Abstammung und die Gestaltung nach mechanischen Prinzipien auch hier anerkannt, dann sehen wir die extremen Freigeister noch wieder die Mechanik verkennen, wo es um den geschichtlichen Fortschritt, um Cultur oder Volks- wirthschaft sich handelt. Das nun ist charakteristisch für die Sozialdemokraten deutscher Schule: es sind radikale Materialisten, sie wenden das mecha- nische Prinzip auf Alles, auf den Menschengeist selber an; sie weisen nach, wie auch die sogenannte Volkswirthschaft nicht von denkenden Köpfen eingefädelt ist, sondern wie, umgekehrt, die ge- dankenlosen Geister von materiellen Verhältnissen zur sozialen Wirthschaft gedrängt wurden. Die Wörter„mechanisch" und„materiell" verleiten zu Miß- Verständnissen, weil ihre Bedeutung vom herrschenden Sprach- gebrauche nicht scharf begrenzt ist. Im engeren Sinne nennt sich nur das Schwere oder Wägbare„materiell", während der erweiterte Begriff alle Kräfte und Stoffe, wie sie die Sinne uns erschließen, Licht und Wärme, Riech- und Hörbares, als Ma- terie bezeichnet. Seit die Naturwissenschaft alles, und alles ans Bewegung reduzirt, sind die Stoffe kräftig und die Kräfte stofflich. Wenn man sich darüber klar ist, und will nun die Wörter Stoff, Masse oder Materie auf das Wägbare einschrän- ken, werden auch die radikalen Materialisten mit der Ein- schränkung einverstanden und keine Mißverständnisse möglich sein. Es ist das materialistische Element im wcitern Sinne, welches die positive Wissenschaft kennzeichnet und sie streng unterscheidet von allen Arten idealistischer Hirngespinnste.„Tie Naturwissen- schaft", sagt Licbig,„gründet sich auf Thatsachen", d. h. auf erfahrene Materie oder auf materielle Erfahrung. Eine solche Thatsache ist die wirthschaftliche Verbrüderung der Menschen. Ob man davon weiß oder nicht weiß, die Brüderlichkeit ist that- sächlich vorhanden, und Kenntniß dieser Thatsache allein ist es, welche Licht verbreitet über die ökonomischen Hauptstücke, über Werth, Geld, Kapital u. s. w. Angenommen, ein Fischer und ein Jäger, jeder mit reicher Beute, begegnen sich und gehen einen Handel ein. Einer giebt zwei Lachse dem Andern für einen Rehbock. Rchbock und Lachse, Jäger und Fischer werden also gleichwerthig. Wenn nicht mit Worten, so ist doch mit dieser That gesagt, daß Fischerei und Jägerei wohl zweierlei Arbeit und doch von einer Art, daß es zwei Theile eines Ganzen, zwei Brüder eines Vaters sind. Werth oder Tauschwerth bezeichnet Brüderlichkeit. Lachse vertreten die Rehböcke und Rehböcke die Lachse. Soweit die Dinge Werth haben, steht eines für alle und alle für eines, da soll Freiheit und Gleichheit herrschen— leider nur unter den Produkten. Ob man nun für einen Bock zwei oder drei Lachse, oder für einen Lachs zwei oder drei Böcke zahlt, davon, von der Größe des Werths sei einstweilen abgesehen, um seine innere Natur leichter zu erkennen. Diese besteht ein- fach in der Bruder- oder Genossenschaft, welche die Menschen verschrobener Weise ihren Produkten beilegen, anstatt sie direft communisttsch zu bethätigcn. Der Götzendiener fertigt aus einem Stein sein Ebenbild, und was er sich nur durch seine eigene Arbeit erschaffen sollte, Glück auf der Jagd oder reiche Ernte, das machte er von dem stei- nernen Männchen abhängig. Denselben Götzendienst treibtman in der National- Oekonomic. Die klare Forderung der Sozialdemo- traten nach Brüderlichkeit beim Werk und nach Gerechtigkeit bei der Vertheilung des Produkts, ist heute und von Alters her in die todten Dinge, in die Waaren und Werthc hineingchcimnißt. Nur wollen die liberalen, die modernen Barbaren den Götzen- dienst nicht verstehen und nicht davon ablassen. Die Demokratte mit ihrem„gleichen Recht und gleicher Pflicht für Alle" war in der Menschenbrust vorhanden, lange bevor ein Gedanke daran in politischen Köpfen getagt hatte; die Sache war wirksam, lange bevor das klare Wort dafür gesunden war. Du bietest zu wenig, Du forderst zu viel, das heißt: Nachbar, sei gerecht; was mir, gelte Dir. Nachdem wir einig, daß unsere Arbeitsprodufte brüderliche Produkte sein oder Werth haben sollen, nachdem Fisch für Fleisch und Fleisch für Fisch gilt, handelt es sich nur noch um die Werth größe, um Gerechtig- keit. Wenn des Einen Tagewerk 100 Psund Fisch eingetragen, während der Andere einen 50pfündigen Rehbock erjagte, dann sind 1 Pfund Bock und 2 Pfund Lachs Acquivalcnte, d. h. eine gerechte Vertheilung oder Theile der Gerechtigkeit. Gegen die Theorie, daß des Fischers und des Jägers Tage- werk Aequivalente oder gleiche Werthe seien, mögen sich viele Einreden machen lassen, und bekanntlich werden in der That auch von unfern Handelsleuten viele Einreden gemacht. Z. B. soll der Jäger seinen Bock in kurzer Zeit gepirscht haben, wäh- rend der Fischer vom grauen Morgen bis in die tiefe Nacht über den Netzen gehangen und deshalb der Meinung ist, daß ein 6 stündiges Tagewerk einerseits und ein 12 stündiges anderseits kern gleicher Werth, keine brüderliche Gerechtigkeit sei. Aber, meint der Jäger, die Gerechtigkeit fordert nicht' nur Abschätzung der Zeit, auch meine größere Strapaze will berechnet sein. Und ferner: heute zwar habe ich in wenigen Stunden einen Bock erjagt, aber vielleicht morgen gebrauche ich 3 mal 6 Stunden dazu, so daß demnach nieine heutige 6 stündige Arbeit soviel Werth ist, wie deine 12 stündige. Dieser Art mögen die Beiden noch viel hin und her reden, und schließlich eine Durchschnitts- Jagd, einen Durchschnitts-Fang, einen Normalarbeitstag und die verschiedensten Umstände in Rechnung bringen. Unter allen Umständen aber bleibt klar, daß wie spitz und in welcher Weise man auch den Werth kalkuliren mag, er doch nichts weiter sein kann, wie ein verschobener Ausdruck für wirthschaftliche Brüder- schaft und allgemeine Gerechtigkeit. Unbewußte sozialdemokratische Tendenzen sind es, welche die Menschen zum Austausch ihrer Produkte treiben. Sie kommen auf den Markt gewissermaßen mit dem Vorhaben, sich dort nach- träglich denselben Vortheil zu verschaffen, als wenn sie vorher communistisch gearbeitet hätten. Trifft dort Jäger und Fischer mit dem Viehzüchter, Weinproduzenten, Kleidermacher, Korn- bauer:c. zusammen, wird so die Gesellschaft größer, dann wird Tausch und Handel lebhafter. Alle suchen Brüderlichkeit und Gerechtigkeit. Aber die Sache bekommt jetzt größere Haken. Die wirthschafttiche Tausch-Verbrüdcrung unter Zweien war eine Kleinigkeit. Doch wie nun unter den Vielen? Es findet sich bald, daß die Waaren nicht so gleichberechtigt sind, wie sie sein möchten. Es kommen Dinge, die von Jedermann und allzeit begehrt werden und andere sind höchst selten gefragt. Für seinen Wein will der Winzer Fische und Korn, Fleisch und Holzichuhe erhandeln, und dagegen allen Kameraden, die ihm damit dienen, einen gerechten Theil seines Tranks überlassen. Leider ist die Kameradschaft schlecht organifirt. Der Winzer mögen zuviel, der Wein zu reichlich und des Korns und der Kornbauern zu wenig sein. Auch hat die Gesellschaft kein Comitö gebildet, das in fruchtbaren Zeiten für eine künstige Theuerung besorgt ist. Tie in den Werth gesteckte brüderliche Gerechtigkeit ist deshalb nicht nur den Schwankungen des Marktes unterworfen, sondern häufig nnd zeitweise ganz und gar in Frage gestellt. Die Frei- heit und Gleichheit, die unter den Produkten sein soll, ist nicht, oder wenigstens mit vielen Umständen verbunden vorhanden. Der Wein läuft herum und bietet seine Dienste an, aber er wird diesmal nicht in die Coinmune aufgenommen. Dagegen ist Korn allge- mein begehrt. So entstehen unter den Produkten privilegirte Klassen. Da giebt es Parias und Fürsten, und zuletzt einen Kaiser mit Krone und Zepter, das ist das Gold, das' ist das Geld. Damit der chinesische Kaiser von seinen Unterthanen nicht mehr als gottbegnadeter übernatürlicher Pontifex angestaunt, sondern mit dem gemeinen Manne auf denselben Etat gesetzt Zustimmung der Nationalliberalen erforderlich ist, dürfte Podeck's' erschreckliche Dimensionen an. Allem Anscheine nach sind für werde, dürfen sie nur die Reihenfolge der Prinzen, Fürsten, Bescheidenheit doch wohl kaum in Abrede stellen. Und die das begonnene Jahr fast keine Lieferungsverträge mit den Zechen Grafen, Barone, Mastbürger k. beachten, bis hinab zum ordi- i Bereitwilligkeit der Nationalliberalcn? Hat Herr Podeck abgeschlossen worden. Zeche„Concordia" in Oberhausen kün- nären Plebs. Aus dieser Stufenleiter geht hervor, daß der die Justizzesetze vergessen? Er hat sie vergessen? Gut, die l digte 200 Arbeitern. Die dort Bleibenden arbeiten die Woche Unterschied zwischen dem Geringsten und Höchsten nur ein Leutchen haben ein kurzes Gedächtniß. Nun, dann lese er den nur drei Schichten bei einem Lohne von 25 Gr. Auf den gradueller ist. Und was im chinesischen, gilt auch im ökouomi- Erguß seines(Podeck's) Parteichefs Wehrenpfennig in den meisten anderen Zechen geht es nicht besser.— Wir glauben schen Reich. Auch hier ist Kaiser und Unterthan von derselben„Hamburger Nachrichten": gern, daß Herr Camphausen als Finanzminister im Addiren und gemeinen Abstammung. Jede Waare, jeder gemeine Werth hat�„Es sei nicht genügend, sagt derselbe, sich in einen Kampf! Sublrahiren etwas los hat, von der ökonomischen Wirklichkeit den Marschallstab im Tornister. Jede Waare, jeder Werth ist, mit den Sozialisten, Ultramontanen und anderen Reichsfeinden aber scheint er entweder nichts verstehen zu wollen oder versteht je nachdem er mehr oder minder kourant, gefordert oder tausch- während der Wahlagitation einzulassen und die großen Massen � er wirklich nichts. bar, je nachdem ist er mehr oder minder hoffähig, steht er dem in der übrigen Zeit ihren Verführern zu überlassen. Es würden Gelbe, steht er dem Kaiser nah. In der That haben schon die sich in Zukunft darum handeln, die Massen zu gewinnen durck— Lio transit gloria mundi. Die Berliner„Volksverschiedensten Waaren die höchste Würde bekleidet. Hier dienten Schriften, Vorträge und dergleichen mehr, um auf diese Weise Zeitung", die, als sie den(in ihrer Weise geführten) Kampf Felle, dort Taback, und bei den Patriarchen gar Ochsen, Rinder die Verführten wieder zur Vernunft zu bringen. Ter Mittel und Schafe als Zahlungsmittel. stand habe den Abgrund kennen gelernt, der zu schließen sei, Wir haben gesehen, wie der Tauschwerth, den die Produkte was nicht mit äußeren Mitteln, mit Gensdarmen, Staatsan- annehmen, nur ein unbeholfener Ausdruck für das dem rohen wälten, auch nicht durch„plötzliche Beseitigung des all- bürgerlichen Menschen noch unbewußte Bedürfniß einer com- gemeinen Wahlrechtes" geschehen könne, sondern durch eine legen den Sozialismus begann, über•40,000 Abonnenten zählte, >at, wie wir aus ficherster Quelle erfahren, in diesem Quartal eine Auflage von nur 8000. Diese Zahlen legen beredtes Zeugniß ab für den„Rückgang". Heilung, die aus den Ständen komme, deren Mangel an Energiel— Die Grenzverletzungen seitens unserer russischen und Eintracht das Uebel verschulde. Die gegenwärtige Session �„Erbfreunde" nehmen kein Ende. Förmliche Treibjagden des Landtages und die kommende des Reichstages biete den werden ungenirt veranstaltet auf Solche, die aus irgend einem Liberalen Gelegenheit, die Schritte zu berathen, die gegen die Grunde Schutz auf preußischem Boden suchen, und Schüffe Verwilderung(!) zu thun seien. Wenn das nicht geschehe, so �werden so häufig herübergesandt, daß die hart an der Grenze stehe zu befürchten, daß die Reattion, von der die Sozialisten �wohnenden Leute auf ihren Gehöften nicht mehr sicher find. und Ultramontanen sprechen, wirklich einbräche, indem die be- Das alles können sich die„Erbfreunde" schon erlauben: wenn sitzenden Klassen aus einfachem Selbsterhaltungstriebe die Re- aber einmal eine„erbfeindliche" französische Kugel das Malheur hat" sich unter den Produkten eingestellt. Je nachdem ein Artikel! gierung zu reakttonärcn Maßregeln drängen würden." haben sollte, ihren Weg über die Grenze nach Preußen zu nehmen— dem Bedarf der Commune entspricht, je nachdem ist er gesucht, So Herr Wehrenpfennig, der also nur gegen eine„plötz- von heute auf morgen wäre der frische, fröhliche Krieg fertig. hat er Geltung; und das Geld ist der von der Commune allzeit liche Beseitigung des allgemeinen Wahlrechts" ist. Verstanden und allerwärts gesuchte Artikel. Aus dem unerkannten commu- Herr Podeck? Tessendorff, unser bester Agitator, ist nach längerer nistischen Bedürfniß einer brüderlichen gerechten Wirthschaft ent-• Ruhe wieder in Aktion getreten. Dienstag den 24. ds. Mts. stand der Tauschwerth, aus dem Werth das Geld; und wer nun— Eine neue Steuer soll dem deutschen Volke bescheert nämlich stand die mit so vielem Aufwand in Scene gesetzte An- das Geld, der hat die bürgerliche Gesellschaften der Tasche, der! werden— eine sogenannte Wehrsteuer. Ueber die Natur klage gegen die Parteigenossen: 1) Schriftsetzer August Heinsch, munistischen Wirthschaft ist. Weil er von der sozialdemokratischen Brüderlichkeit und Gerechtigkeit noch keinen Begriff, deshalb keine Gesellschaft constituirt hat, die ihren Produktenbedarf nach Art, Zahl und Maß bestimmt, darum hat er, wie der Götzendiener sein Heil in den Stein, so die Demokratie in den Tausch, in den Handel verlegt; er sucht sie auf dem Markt. Aber dort findet sich, daß, weil die Erzeuger keine Demokraten, auch ihre Erzeugnisse es nicht sein können. Eine chinesische Rangordnung hat ihre Gerechtigkeit und Brüderlichkeit im Sack. Sozialpolitische Uebersicht. — Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen, sagte mau einst von den französischen Machthabern..Aus unsere deutschen findet das Wort natürlich keine Anwendung, wie z. B. nachstehende hochamtliche Mitthcilung des„Leipziger Tageblatt" (vom 25. d.) zeigt: „Die sächsische Staatsregierung hat sich veranlaßt gefunden, den Gemeinvevorständen und Ortspolizeibehörden die bezüglich der Ueberwachung öffentlicher Volksversammlungen bestehenden gesetzlichen Bestimmungen einzuschärfen. Es soll insbesondere künftig von jeder derartigen Versammlung durch den aufsichtführenden Beamten ein Bericht eingesendet werden. Veranlassung zu diesen Anordnungen scheinen das starke An- wachsen der Sozialdemokratie und der Umstand gegeben zu haben, daß betreffs der Ueberwachung der Versammlungen bisher sehr verschiedenartige Grundsätze zur Anwendung gelangten. Es handelt sich hier nicht um reaktionäre Maßregeln, sondern um gewissenhafte Handhabung der bestehenden gesetzlichen Vor- schriften." Nein— es handelt sich hier nicht um reaktionäre Maß- regeln, bei Leibe nicht; im Gegentheil: um liberale Maßregeln, ganz im Geist unserer Nationalliberalen. Bei dieser Gelegenheit fällt uns ein, daß das„Leipziger Tageblatt" wie ein Fischwcib — wir bitten die ehrlichen Fischweiber um Verzeihung und hoffen, daß sie uns nicht einen Beleidigungs- oder gar Ver- leumdungsprozeß an den Hals hängen, weil wir sie mit— Hüttner,— Leonhardt und Consorten verglichen haben— also nicht wie ein Fischweib, nein wie das„Leipziger Tageblatt", das in dieser Kunst unübertroffen ist, auf den„Vorwärts" schimpft, weil wir behauptet, das allgemeine Wahlrecht sei in Gefahr. Das sei nicht wahr, die Liberalen würden für dasselbe einstehen. Beweis: der dunkele Vortrag eines dunkelen Tageblattredaktcurs Namens Podeck. Besagter Podeck liest wohl sein eigenes Blatt dieser Steuer läßt sich vorläufig nur soviel sagen, daß alle 2) Maurer Paul Grottkau, 3) Buchhalter Heinrich Rackow, deutschen Staatsbürger— Pardon! Unterthanen wollten wir 4) Buchdrucker Carl Friedrich Greiffenberg, 5) Drechsler sagen—, welche aus irgend welchem Grunde für untauglich Albert Äaetke, 6) Schuhmacher Georg Wilhelm Hartmann, befunden werden, den Kommisrock zu tragen, mit einer Abgabe 7) Privat-Secretair Max Carl Terossi, 8) Buchhändler Max belegt werden sollen, deren niedrigster Satz auf 6 Mark und im August Geib, 9) Sattler Jgnaz Auer und 10) Cigarrenarbeiter Durchschnitt auf 21 Mark pro Kops und Jahr zustehen kommen Heinrich Braasch wegen Verletzung der KZ 8a und 16 des soll. Im Ganzen hofft man mit dieser Steuer 30 bis 40 Milliönchen Mark aus dem Volke herauszuschlagen— natürlich nur zum Wohle des deutschen Reichs. Wer das Letztere etwa nicht glauben will, der gehe zu den Nationalliberalen, die werden es ihm haarklein auseinandersetzen, daß von den riesigen Summen, welche das deutsche Volk alljährlich an Steuern aufzubringen hat, auch nicht ein Pfennig unnütz ausgegeben wird. Zahlen, zahlen und immer wieder zahlen, aber auch hübsch das Maul gehalten— das ist das uralte aber leider noch immer neue Lied. — Das Rezept des Finanzministers Camphausen zur Hebung der deutschen Industrie, welches bekanntlich auf nichts mehr und nichts weniger als auf die Aushungerung der Arbeiterklasse hinauslief, hätte seine Wirkung nicht verfehlt, wenn man den Worten desselben Financiers, die derselbe jüngst im preußischen Abgeordnetenhause gelassen aussprach und nach welchen für die deutsche Industrie die Zeit der schweren Roth nun bald vorüber sein dürfte— wenn man diesen Worten Glauben schenken könnte. Angesichts der Thatsachen gehörte aber ein starker Köhlerglaube dazu, obige Prophezeihung Camphausen's ernst zu nehmen. So können wir heute berichten, daß auf der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn 300 Mann, und zwar preußischen Bereinsgesetzes bezw. fortgesetzter Theilnahme an polizeilich geschlossenen Vereinen vor der bekannten 7. Depu tation des Berliner Stadtgerichts zur Verhandlung, über welch' letztere wir in der nächsten Nummer ausführlich zu berichten geoenken. Natürlich konnte der wohlweise und„unabhängige" Berliner Gerichtshof Tessendorf nicht zumuthen, umsonst seinen staatsanwaltlichen Bannstrahl gegen die sozialistischen Attentäter geschleudert zu haben und paßte er denn auchsein Urtheil, welches am 27. Januar publizirt wurde, im Wesentlichen den Anträgen Tcssendorss an. Danach wurde die Schließung der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands und des Berliner sozialistischen Ar- beiterwahlvcreins ausgesprochen und außerdem Genosse Heinsch zu 6 Wochen, Derossi zu 2 Monaten, Greiffenberg zu 1 Monat und Geib zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Die übrigen Angeklagten wurden auffälligerweise für schuldlos be- funden und demgemäß freigesprochen. — In Köln herrscht derzeit große Aufregung wegen der beabsichtigten Stadterweiterung, welche den Gegenstand verschie- dener lebhafter Sitzungen der städtischen Behörden bildete. Es handelt sich um die Hinausschiebung der Festungswerke und die Ankaufung eines größeren Terrains. Der Oberbürgermeister war in Berlin gewesen, um dort Erkundigungen einzuziehen, die ältesten, entlassen worden sind, dergestalt, daß sie ihre durch und nach mehreren geheimen und andern Stadtverordneten- langjährige Einzahlungen erworbenen Ansprüche an die Pensions- sitzungen beriefen Männer aus der Mitte der Bürgerschaft eine lasse verlieren.— Der Kündigung von 200 Bergleuten auf der Zeche„Helene Amalie" in Westfalen folgen bereits neue Ein- schränkungen der Kohlcnproduktion auf anderen Zechen. Auf „König Wilhelm" werden ungefähr 100 Mann abgelegt und soll gestern die Kündigung erfolgt sein. Auch auf der Zeche„Hoff- nicht, was ihm freilich nicht zu verdenken. Sonst müßte er � nung" und„Saelzer-Neuack" hat man eine Kündigung von etwa darin vor der Wahl nicht ein- sondern zehnmal die Drohung! 50 Mann in Aussicht genommen, dieselbe soll jedoch noch nicht gelesen haben, daß, fielen die Wahlen zu Gunsten der Sozial- ausgesprochen, sondern einstweilen verschoben worden sein, bis demokraten aus, Reaktionsmaßregeln die nothwendige Folge sein sich, was kaum wahrscheinlich, die Aussichten und Preise gebessert würden. Und daß die„Reaktion" sich zunächst am allgemeinen• haben sollten. Auf vielen andern Zechen wird nur an 4 bis Wahlrecht probiren würde, hat er ebenfalls in seinem„Tage- 5 Tagen der Woche gefördert. Aus den Zechen in der Nabe blatt" lesen können. Daß aber zu Reaktionsmaßregeln die von Mühlheim a. R. nehmen die Arbeiterentlassungen wahrhaft Herr v. Putttammer. il. (Fortsetzung.) Das Erkenntniß findet es unbegreiflich(„am auffälligsten"), daß Dr. Höpner einfach mit dem Provokaten davon ausgeht, „daß demselben wirklich Unrecht geschehen sei und er ge- wissermaßen mit Recht Remedur gegen die erlittene Unbill ge- sucht habe, ohne irgend darauf einzugehen, worin denn das Unrecht bestanden haben soll und wie sich dazu die Ideen und Zornesausbrüche des Provokaten in seinen Schriftstücken ver- halten. Gerade in diesen falschen Vorstellungen und dem Verrücken der Thatsachen, wie sich die einzelnen Personen zu diesem Unrecht verhalten, liegt der klarste Beweis für die mangelnde Kraft des Provokaten, richttg zu erkennen und richtig zu urtheilen und dafür, wie wenig die Ansicht des Sachverstän- digen richtig ist; Provokat verfolge nur Rechte, die ihm wirklich zukämen u. s. w." Es ist auffallend, daß das Gericht bei keinem der früheren Gutachten fragt, worauf sich die Ansicht vom Unrecht des Pro- vokaten stützt! Das Erkenntniß setzt uns nun selbst von der Idee des erlittenen Unrechts beim Provokaten in Kcnntniß. Es habe sich von zwei verschiedenen Richtungen aus entwickelt, in militärischer und vermögensrechtlicher Beziehung. In inilitä- rischer Beziehung rekapitulirt es die Darstellung des Dr. Lehnerdt, geht jedoch der Frage, ob das Linien-Kriegsgericht und bez. der Linien-Ehrenrath competente Behörden v. Puttkammer's ge- Wesen sind, aus dem Wege, erörtert auch nicht den Punkt, ob v. Puttkammer's Versetzung� in das zweite Landwehraufgebot sich gesetzlich rechtfertigen ließ, es weicht auch der Frage aus, ob eine nicht contrasigmrte Kabinetsordre für den Provokaten rechts- verbindlich sein konnte, und berührt mit keiner Silbe die auch von Ur. Höpner erwähnte gesetzwidrige Verhaftung v. Pütt- kammer's behufs Anerkennung des Linien-Ehrenraths. „Wahrscheinlich ist er auch mit Ansprüchen auf Pension als schleswig-holsteinischer Offizier abgewiesen und richtet des- halb auch seinen Groll gegen den Fürstcn-Reichskanzler. Wenn er mit einer Broschüre Europa zu erschüttern gedenkt, so zeigt dies seine Selbstüberschätzung und die Schwäche seines Ur- theils.". � c r p Hat der Gerichtshof so wenig Material besessen, daß er für einen Hauptzweig der Beschwerden v. Puttkammer's nur ein „Wahrscheinlich" findet? Ist es ihm nicht bekannt, daß v. Putt- kammer seine Pensionsansprüche auch durchsetzte? � „Wer mit dem Geiste militärischer Disziplin im preußischen Heere irgendwie bekannt ist, muß sich von vornherein sagen, daß ein Offizier, welcher so gegen seine militärischen Vorgesetzten und seinen obersten Kriegsherrn auftritt, in dessen Heere er über zehn Jahre gedient hat, nicht wohl seine gesunden Sinne haben kann." Wir kommen später noch auf diese hochinteressante Aeußerung zurück. „In seinem ganzen Verhalten erkennt man, daß ihm ele- mentare Begriffe seines Soldatenstandes verloren gegangen und daß es reine Hirngespinste sind, wenn er Personen verant- ! wortlich machen will, gegen welche eine bestimmte Schuld nie bezeichnet, viel weniger nachgewiesen ist, und zwar für Dinge, j welche die natürlichen Folgen eigener Handlungen sind." Die Hirngespinste würden doch noch erst zu beweisen sein. In vermögensrechtlicher Beziehung ist das Bild, das uns gegeben wird, auch ein unvollständiges. Wir vermissen darin namentlich die Lehnguts-Affaire. Wir werden nur von der Köller'schen Angelegenheit unterrichtet und auch hier läßt die Schilderung viel zu wünschen übrig. „Im November 1865 denunzirte, wie das Erkenntniß erzählt, v. Puttkammer gegen Köller wegen Wechselfälschung. Er � hätte Wechsel des Grafen v. Sierstorpff gefälscht, ihn durch Vorspiegelung eines großen Vermögens zu einem Scheinverkauf des Gutes Damerkoff bewogen und darauf 10,000 Thaler ein- tragen lassen. Köller ließ ihn, gerade als er näher vernommen werden sollte, zum Schuldarrest bringen. Warum nicht trotzdem seine Vernehmung erfolgte, wird nicht angegeben. „v. P. behauptete später auch die Unterschlagung einer Obli- gation von 3000 Thlr. durch Köller, das Erkenntniß findet aber den Thatbestand einer strafbaren Handlung nicht nachgewiesen. Er fügt hinzu:„Die Verkürzung kann aber theils in Aufnahme von Geld auf das Gut, theils in Veräußerung von Holz u. dgl. bestanden haben, namentlich soll das Inventar für 2000 Thlr. verkauft sein. v. Puttkammer selbst gab an, daß er damals wegen Auflösung einer Verlobung habe auf Reisen gehen wollen und deshalb dem Köller die Verwaltung seines Gutes und die' Ordnung seiner Verhältnisse habe überttagen wollen." Aufklärend bemerken wir, daß die Obligatton in gar keinem Zusammenhange mit der„Verkürzung" steht. Das Inventar ist allerdings auch verkauft worden und zwar, während die Seque- strations-Commission, welche den Verkauf verhindern sollte, in einem Nachbardorfc von Damerkow ihren Kaffee einnahm. Als sie auf dem Gute eintraf, war das Inventar in der Zwischen- zeit schon fortgeschafft.— Ob der Sequestrations-Commission Volksversammlung ein. Interessant dürfte unseren Lesern sein, daß in dieser unser Parteigenosse Rittinghausen nachwies, daß die alte Stadtumwallung Eigenthum der Stadt war und ge- blieben ist, daß dem preußischen Staate nur die Nutznießung davon überlassen worden sei und daß, sobald der Staat die Nutznießung aufgiebt, die alte Stadtbefestigung in das volle Eigenthum der Stadt zurückgehen müsse. Es handelt sich dabei um eine Belastung der Stadt mit einer Summe von 9 Millionen Mark. Ein Comitö ist niedergesetzt, dem auch Rittinghausen angehört und welches die Sache in die Hand nehmen soll. — Kaiserliche Wohlthätigleit. Der Kaiser von Oestreich ein Vorwurf gemacht werden kann, das lassen wir dahingestellt. Herr v. Puttkammer hat es gethan. „Nachdem verschiedene Zeugen in Berlin über die Wechsel- fälschung vernommen waren, erfolgte im März 1866(also fünf Monate nach der Denunziation) die Vernehmung des Grafen Sierstorpff, welcher die Wechselfälschuug bestätigte.(Hätte dieser Zeuge nicht zuerst vernommen werden müssen?)"Die Staatsanwaltschaft beantragte nun wegen Wechselfälschung, Be- trug und Unterschlagung gegen Köller die Erlassung des Hast- befehls und die Führung der Voruntersuchung."(War diese denn nicht schon geführt?) „Die Verhaftung wurde von der Rathskammcr abgelehnt, und als nach Forfführung der Voruntersuchung endlich im November 1866(also nach Jahr und Tag!) der Haftbefehl wegen Wech- selfälschung erlassen wurde, war Köller längst nach England gegangen." Wir glauben, daß bei einein so schleunigen Verfahren auch dem lammfrommsten Menschen die Geduld ausgegangen wäre! „Inzwischen war auf Antrag des Bruders des Provokaten die Sequestration von Damerkow eingeleitet und es ist demnächst die Subhastation des Gutes erfolgt, bei welcher Provokat wohl leer ausgegangen sein mag." (Fortsetzung folgt.) Der Arbeitsmann. Was macht den Menschen glücklich In jeder Roth? Was macht uns Alle ftöhlich Bei trock'nem Brod? Die Arbeit ist's alleine, Die Arbeit, die ich meine- Schwielige Hand— gebräunt' Gesicht Arbeitsmann! desi' schäm' dich nicht!- Wer kann mit dir sich messen? Arbeitsmann! Sei stolz und freu' dich dessen, Da Niemand es ja kann! Du bist der Menschheit Perle! Dein ist die Welt, die Erde!-- Schwielige Hand— gebräunt' Gesicht Arbeitsmann! des}' schäm' dich nicht!- hat den Arbeitslosen von Penzing und Rudolfsheim ein Geschenk von 1000 fl. gemacht. Mit Hilfe des kaiserlichen Geschenkes wurden einige Arbeiten von der Gemeindevorstehung von Penzing ausgeführt, die jedoch nur wenige Tage dauerten, nach deren Ablauf den Arbeitern ein sehr kärglicher Lohn ausbezahlt wurde, der eben von dem kaiserlichen„Geschenke� bestritten war; die Arbeiter aber waren nun so arbeitslos wie früher. Unter den Ar- beitern war, ob mit Recht oder Unrecht, vermögen wir nicht an- zugeben, die Meinung verbreitet, die Arbeit werde noch fort- gesetzt, sie begaben sich deshalb etwa 120 Mann stark am 15. d. M. vor das Gemeindehaus in Penzing und verlangten Arbeit. Die Antwort wurde ihnen durch die Sicherheitswache gegeben, welche drei„Tumultuanten" verhaftete und in das Landesgericht einlieferte. Die„Tumultuanten" sollen sich sehr gefreut haben, als sie erfuhren, daß sie auf einige Zeit unent- geltliche Wohnung und Kost erhalten; sie hatten ja blos deshalb „tumultuirt", weil sie nicht wußten, wie sie Wohnung und Kost zahlen sollten; nun find sie wenigstens von dieser Sorge befreit. — Mit Freuden bringen wir nachstehende Zuschrift zum Abdruck: An unsere Brüder in Deutschland! Zu Eureni Wablkampfe wünschten wir Euch die besten Erfolge und jetzt, da uns i« der Ferne das Resultat Eurer Kämpfe und Opfer bekannt wurde, rufen wir Euch begeistert zu: Bravo! Wir wissen jetzt, wie groß die Armee des Sozialismus in Deutschland ist, und die imposante Stärke derselben erfüllt uns mit den besten Hoffnungen für die Zukunft. Wir leben auch in sehr schwierigen Verhältnissen. Inmitten des nationalen Kampfes müssen wir dafür kämpfen, daß das Volk nicht auch die wahre Freiheit vergesse. Wir mußten inmitten des Kanonendonners die rothe Fahne der Sozialdemokratie hochhalten, und nur das einzige thut uns weh, daß sich unsere deutschen Brüder, unsere Lage und die Verhältnisse, in denen wir uns befinden, nicht kennend, in ihren Organen gegen die Befteiung des serbischen Volkes vom schamlosen türkischen Joche aufgelehnt haben.*) Nicht die russische czaristische Autokratie wollen wir stärken, oder gar die czaristische Knute anbeten, nein! Was wir thaten ist einzig und allein darauf gerichtet, eine jede Tyrannei, besonders den feudalistischen türkischen Staat zu vernichten. Und wenn's morgen gilt, die czaristische Despotie zu vernichten, so wären wir die ersten, die an der Arbeit sein würden. Die volle Ge- rechtigkeit gegen Alle und Jeden kann man nur bei der Sozial- demokratie finden, und deshalb sind wir fest überzeugt, daß uns unsere deutschen Brüder nicht mißverstehen würden. Denn wir haben gleiche Prinzipien und gleiche Bestrebungen. Was Ihr wollt, das wollen wir auch— unser gemeinsames Endziel ist die Umgestaltung der heutigen Gesellschaft, der kapitalistischen Produktionsweise, d. h. der Ausbeutung der Arbeiter durch ein- zelne Parasiten. Demzufolge müssen wir zusammengehen; welcher Nationalität aber ein Jeder von uns angehört, das geht uns nichts an. Die wirkliche Volkspartei der ganzen Welt bilden die So- zialisten aller Länder; die Sozialisten aller Länder und Völker müssen solidarisch wirken und handeln. Erleidet die sozialistische Partei eines Landes eine Niederlage, so ist dies zugleich eine Niederlage der sozialistischen Parteien aller Länder und umge- kehrt; siegt�die sozialistische Partei eines Landes, so ist das ein Sieg der Sozialisten aller Länder; und eben darum folgten wir Eurem Wahtkampfe mit so gespannter Aufmerksamkeit. Jetzt wissen wir, woran wir sind; jetzt wissen wir, daß unsere deut- schen Brüder ihre Schuldigkeit gethan haben, und in Eurem Siege, Brüder, feiern wir auch unseren Sieg. Das sozialistische Prinzip hat in Deutschland glänzend gesiegt, und somit haben auch wir gesiegt. Euch aber gehört der Ruhm des Sieges, und deshalb rnfen wir begeistert: Hoch das sozialistische Prinzip! Hoch die sozialistischen Arbeiter Deutschlands! Zugleich hegen wir die Hoffnung, daß Ihr in drei Jahren noch weit bedeuten- dere Siege erfechten werdet, und mit Euch auch wir. Denn in Deutschland ist das sozialistische Heer schon imposant groß; in *) Das ist ein Jrrthum. Wir haben blos die Serben davor ge> warnt, sich von der russischen Diplomatie und deren Werkzeugen mißbrauchen zu lassen. Das Resultat des sog.„serbischen Befreiungs- kampfes" wurde einfach von uns vorausgesehen. R. d. B. Drum auf! du Mann zur Arbeit, Du bebst ja nie zurück! Auf! auf! zur wahren Freiheit!— Dann findest du dein Glück!— Mit stolzem Rus' erhebe dich: „Ich bin„„Arbeiter""! Kennt ihr mickf?" Schwielige Hand— gebräunt' Gesicht-- Arbeitsmann! deß' schäm' dich nicht!— J K. — Heiteres von ernstem Ort. Nähere Freunde des würdigen Präsidenten unseres(des österreichischen) Abgeordnetenhauses, so berichtet die„Neue Fr. Pr.", bemerkten während der letzten parlamentarischen Pause, daß er nachdenklicher als je umherging und offenbar wichtige Dinge im Schilde führte. Man glaubte anfangs die durch den ungarischen Aus- gleich so häufig austauchenden Gerüchte von Ministerkrisen als Grund jener tiefen Sorgen annehmen zu sollen, indessen zeigte sich heute erst die wahre Ursache des langwöchentlichen Nachdenkens. Es hatte Herrn l)r. Rechbauer schon oft gewurmt, daß die schwarzbefrackten Diener des Abgeordnetenhauses selbst von Mitgliedern deZ Parlaments mit den Erwühlten des Volkes verwechselt wurden, ja daß sogar bei Abstim- mungen das wohlftisirte Haupt eines sojchen Dieners irrthümlicher- weise einmal mitgezählt worden war. Um derartige inconstitutionelle Verwirrungen ein für alle Mal zu beseitigen, ließ heute Herr vr. Rech- bauer die Diener des HauseS mit breiten weißen Schärpen geschmückt im Saale erscheinen. Die braven Diener sahen jetzt zwar nicht Bolksver- tretern, wohl aber einem Beamten der Entreprise(Begräbnißgesellschaft) frappant ähnlich und alle Deputirten waren im höchsten Grade überrascht, Plötzlich die ernsten Vertreter der Leichenbestattungsgesellschaft imHausePosto fassen zu sehen. Als aber die neue Erscheinung erklärt war, brachen alle Abgeordneten in ein herzliches und so anhaltendes Gelächter aus, daß die Diener flugs die Schärpe» abnahmen und nun wieder wie ge- wohnliche Menschen ohne Mandat und Diäten aussehen. Es war aber Einer, dem's zu Herzen ging, daß jetzt nicht mehr die Schärpe hing, und Herr vr. Rechbauer ordnete daher an, daß die Diener von nun an mit weißen Rosetten aus den Fräcken zu erscheinen haben. Dies geschah auch, und die neugeschmückten Diener wurden jetzt von Unein- geweihte» für die Mitglieder eines Ballcomitös angesehen, welche direkt m den Saal gedrungen, um hier ihre Einladungen an den Mann zu bringen. Nach und nach wird hoffentlich die neue Cocarde jedoch an- ff'annt. Damit wird diese parlamentarische Toilettenftagc vorläufig zur Zufriedenheit Aller gelöst sein, so daß künftig lein Diener des Ab« georoneteiihauses wird fürchten müssen, etwa mit einen« Deputirten, ein �'sitrauensvotum von seinen Wählein erhalten hat, vcr- wechselt werde» zu können. Im französischen Parlament tragen die Diener stählerne Ketten um den Hals, welche nach Art der altdeutschen Rathsketten über die Brust herabfallen; dies bildet jedenfalls ein ver- läßlicheres Merkmal als Schärpe und Rosette. Frankreich, England, Italien, bei uns und auch in den anderen Ländern wird es mit jedem Tag größer, es wird also in der kürzesten Zeit kommen, daß es uns möglich sein wird, auf die Gestaltung der Dinge bestimmend einzuwirken. Zuletzt rufen wir Euch noch einmal zu: Hoch unsere Brüder in Deutschland! und verpflichten uns zugleich, unsere Pflicht als Sozialisten zu thun. Werfchetz, den 18. Januar 1877. Mit sozialistischem Gruß und Handschlag Im Namen und Auftrage aller Sozialisten der serbischen Nationalität aus dem unteren Banat: Lazar Nancsits, Wasa Wischnyity. Kosta Lerrasz. — Anläßlich seiner Wahl im Solinger Kreise hat Partei- genösse Rittinghausen in Köln folgendes Dankschreiben er- Köln, den 20. Januar 1877. Werther Herr Rautenbach! Indem ich Ihnen meinen herzlichen Dank für die rasche Mittheilung der Siegesnachricht darbringe, ersuche ich Sie, unfern Freunden in Solingen meine innigste Anerkennung der höchst umsichtigen Thätigkeit auszudrücken, mit der sie diese für unsere Partei so wichtige Wahlangelegenheit betrieben haben. Es war für mich ein wahrer Genuß, mit den lebhaften, praktischen— und ich darf hinzufügen— geistesfrischen Arbeitern des Kreises Solingen in nähere Berührung zu kommen. Ich bin überzeugt, daß die Uebereinstimmung und das gute Einvernehmen in Bezug auf unsere Prinzipien bei uns immer fortdauern werden; jedenfalls wird man mir nie den Vorwurf machen können, unserer hehren Sache nicht stets mit ganzer Seele gedient zu haben. Mit freundschaftlichem Händedruck für Sie und alle dortigen Bekannten' Ihr Rittinghausen. — Wahlsieg in Reichenbach- Neurode(Schlesien). Parteigenosse Kapell 8657, Franz(ultr.) 6167 Stimmen. Correspondenzen. k Zöie», 20. Januar. Das Proletariat hatte in letzter Zeit theils blos Niederlagen aufzuweisen, Paris, Karthagena, oder wenigstens einen Stillstand in der Bewegung zu verzeichnen, der bedenklich aussah, wie in Rußland und in unserem lieben Oester- reich. Die deutschen Parteigenossen hingegen schreiten von Sieg zu Sieg, von Triumph zu Triumph, allenthalben ver- breitet der dröhnende Tritt der deutschen Arbeiterbataillone Angst und Entsetzen, nicht nur in Deutschland. Man sieht auch hier wieder deutlich, daß auch die Bourgeoisie international zu fühlen versteht, sobald sich's um den gemeinsamen Feind, die Sozial- demokratie handelt. Die Wuthausbrüchc der Wiener Journale sind ergötzlich. Man liest nichts mehr, als vom revolutionären Berlin, vom Berliner Petroleum, von der Berliner Commune: Das„Neue Wiener Tageblatt" brachte einen Leitartikel, betitelt. „An der rothen Spree", wo natürlich Zeter und Mordio ge- schrien wird über den Untergang der Cultur und Freiheit, der nun drohe, schließlich meint aber das„Tageblatt", Fortschrittler und Nationalliberale hätten diese Niederlagen verhindern können, wenn sie nur den Schein einer parlamentarischen Unabhängig- keit bewahrt hätten!— Ein nettes Pröbchen der politischen Mo- ral des Liberalismus. Seid unauständig wie Ihr wollt, aber bewahrt den Schein des Anstandes. Andere Blätter bedauern, daß Bismarck nicht rücksichtsloser gegen dir Sozialdemokraten vorging, die auch von der Regierung unterschätzt wurden— „kein Ausweg bleibt übrig als die Reaktion— und da sind die freiheitsfeiudlichen Sozialdemokraten Schuld".„Den Sozial- demokrateil schlechterdings müssen alle Unterschiede der politischen Parteistellung gegenüber verschwinden, alle anderen Parteien, Klerikale, Agrarier, Nationalliberale, Fortschrittler wollen sämmt lich das Besteheude erhalten, sie alle müssen sich verbinden gegen den gemeinsamen Feind, die Sozialdemokratie!"„Nimmer darf es dahin kommen, daß die rothe Fahne zur Reichsfahnc wird, daß eine Aera Bebel-Liebknecht-Hasenclevcr über Deutschland hereinbricht! Das muß mit allen Mitteln verhindert werden!" Sie sehen, die guten Leutchen sind ganz aus dem Häuschen, dennoch geben sie sich einer großen Selbsttäuschung hin. Sie vergleichen das lammfromme Wien mit dem rothen Berlin. Wie würden sie erschrecken, wenn es hier unter denselben Bedingungen und Freiheiten zur Wahl käme, wie in Deutschland. Die innere Stadt ausgenommen, würde ganz Wien sozialdemokratisch wählen. Wir würden den Brüdern draußen im Reich zeigen, daß wir nicht unwürdig sind, Parteigenossen zu heißen. Die Bourgeoisie freilich glaubt, wenn sie den Nothschrei des arbeitenden Volkes erstickt, so daß er nicht mehr zu hören ist, sei das Volk auch be- ruhigt und befriedigt. In Wien dürste die Bürgeoisie eine ähn- liche Ueberraschung erleben wie in Berlin. Bismarck soll ein Gesetz bezüglich Einschränkung des Wahl- rechtes in Petto haben, heißt's in einer Correspondenz der „Neuen Freien Presse"; daß er wüthend ist, läßt sich denken, seine Politik erlebt Niederlage auf Niederlage, dem Sedan in Phila- delphia ist das Sedan in Berlin, in der eigenen Residenz ge- folgt, die Reichsfeinde triumphircn in der Reichshauptstadt! Von einem solchen Rückgang der Sozialdemokratie kann man nur wünschen, daß er in immer schnellerem Tempo vor sich gehe. Und er wird es auch. Der Sieg der deutschen Proletarier kann nur ein Sporn sein für die andern Länder, es ihnen gleichzu- thun, den Vorkämpfern des Proletariats! Ich würde ihnen eingehender über die Haltung der hiesigen Journale berichten, aber der genaue Bericht über sämmtliche Wahlen fehlt noch, und an diesen werden die Blätter wohl auch ihre Commentare knüpfen. London, Januar.(Zu den Reichstagswahlen.) Das Resultat der Wahlen, speziell der Erfolg der Sozialisten hat auch in der englischen Presse allgemeines Erstaunen, verbunden mit unverkennbarer Bestürzung, hervorgerufen. Dieses Ereigniß wird von den betreffenden Blättern sehr verschiedenartig be- sprachen. Der„Daily Telegraph" hielt in dieser Beziehung m einem längeren Artikel eine Lobrede über diejenigen Par- teien, welche den Sozialisten feindlich gegenüberstehen; nament- lich— heißt es in diesem Artikel— sind es die Conservativen und Liberalen, welche die„most respectable" Partei bilden, während jdie Sozialdemokraten„so weit heruntergesunken sind daß dieselben gezwungen mit den Ultramontanen Hand in Hand gehen". Zuni Schluß windet sich der Artikelschreiber aus seinem Versteck hervor und greint wie ein altes Weib über den von Niemand geträumten Sieg der Sozialisten in der Metropole des deutschen Reichs, verordnet aber zu gleicher Zeit in einem Quacksalberton ein Rezept, um die weitere Ausbreitung der so- zialistischen Idee zn verhindern, und dieses Mittel besteht darin, Bismarck und Gortschakoff in gegenseitig freundlichen Bcziehun- gen zu erhalten, indem, weil auch in Rußland der Sozialismus anfängt unter das Volk zu dringen, diese beiden Herren mit vereinter Macht zu wirken haben werden, um diesen der mensch- lichen Gesellschaft äußerst gefährlichen Feind zu unterdrücken.— Der„Weekly-Dispatch", eine wöchentliche Zeitschrift, keineswegs aber ein sozialistisches Blatt, ist jedoch ganz anderer Ansicht und bringt unterm 21. Januar einen Artikel, welcher zwar nicht gänzlich von Widersprüchen frei, aber bemerkenswerth genug ist, um hier möglichst wortgetreu wiedergegeben zu werden. Der Artikel beginnt in folgender Weise:„Daß die verschiedenen Ge- sellschaftsschichten Deutschlands nicht iu den schönen und fried- lichen Beziehungen zu einander stehen, als wie bisher gewöhn lich geglaubt wurde, davon haben die Reichstagswahlen einen unwiderlegbaren Beweis geliefert. Durch den bedeutenden, außergewöhnlichen Erfolg, welchen die Sozialdemokraten in dieser Wahlperiode errungen haben, ist die politische Welt in die größte Bestürzung gerathen.— Thatsächlich hat diese Partei zehn Sitze erobert und wird wahrscheinlich bei den folgenden Stichwahlen noch mehrere Triumphe zu verzeichnen haben. In den Wahlkreisen, in welchen die sozialistischen Candidaten nicht siegten, ist dennoch für dieselben eine Stimmenzahl abgegeben worden, welche hinlänglich die bedeutend wachsende Stärke der Partei bestätigt. Dieser Erfolg ist ein um desto bezeichnender, indem von Oben herab beschlossen wurde, den Sozialismus ent schieden auszurotten. Es muß bemerkt werden, daß die deutsche Regierung zu den willkürlichsten Maßregeln griff, die Vereine der Sozialisten auflöste und die Leiter derselben einkerkerte. Sogar die sozialistischen Mitglieder des Reichstags waren nicht ausgenommen von diesen strengen Verfolgungen, und Einige derselben hatten noch in letzter Zeit für ihre Ueberzeugung zu leiden. Dies ist jedoch nicht alles. Da, wo die Organisation durch die eigeumächtigstcn Polizeimaßregeln beeinträchtigt, die Arbeiter Versammlungen auf alle nur erfindbare Weise hintertrieben wurden, stellte sich heraus, daß man einen Umstand übersah, dem gegenüber selbst die Regierung sich ohnmächtig erwies. Das war das grenzenlose Elend, welches in den unteren Klassen mit auflösender Gewalt um sich griff. Die Nothlage der Ar- bester, die Polizeiverfolgungen, die größten Schwierigkeiten, um Versammlungslokale aufzutreiben, das äußere Band der Orga- nisation durch Regierungsbefehl aufgelöst— alle diese, eine Partei nothwendig aufteibenden Umstände führten in den maß- gebenden Kreisen zu der Annahme, die sozialistische Idee müßte nun vollständig unterworfen, zum mindesten aber in rapidem Rückgange begriffen sein. Zu dem größten Erstaunen der Welt steht diese Partei in einer Kraft und Größe da, wie noch nie zuvor. Die Sozialisten rächten sich für die erlittene Unbill durch die Besitznahme der hervorragendsten Wahlbezirke des deutschen Kaiserreichs. Eine derartige Erscheinung darf daher iu Zukunft nicht mit der gewohnheitsmäßigen Gleichgiltiakeit behandelt werden. Ein- gestanden muß werden, daß die arbeitende Klasse schon zu lange und zu viele Bedrückungen erleiden mußte. In dem Druck übertriebener Steuerlast, im Darniederliegen der Industrie liegt der ungeheure Krebsschaden, welcher keineswegs durch die Ge- walt beigelegt oder verbessert, auch nicht durch den Scheinglanz militärischer Erfolge vergessen gemacht werden kann. Nur der kluge und vorsichtige, radikal-liberale Reformer kann Hoffnung haben, den sozialistischen Agitator geistig zu entwaffnen.(Wie haißt?)— Deutschland befindet sich in einer kritischen Lage, mehr als allgemein angenommen wird. Keineswegs können die Wahlen, soweit die anderen Parteien in Betracht kommen, zu der Hoffnung berechtigen, irgend eine durchgehende Verbesserung zu bewerfftelligen. Die Ultraconser- vativen erhielten mehrere Sitze, die Fortschrittler haben fast gänzlich den Grund verloren, und die nationalliberale Partei kann nicht mehr die Macht und Stärke aufweisen, wie es vor dem der Fall war. Dennoch prahlt die Regierung, im Besitze einer entschiedenen Majorität(Jasager) zu sein." Der Artikel schließt mit der Bemerkung, daß für Diejenigen, welche verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen, das Resultat der Reichstagswahlen eine fruchtbringende Warnung für die Zukunft sein wird. P. Bauditz. Königsberg i. Hst., 24, Januar. Am 22. d. M. fand hier eine von dem Reichstagswahl-Comitö der vereinigten Demokraten und Sozialdemokraten einberufene öffentliche Versammlung statt, in welchem das Verhalten beider Parteien zu der am 27. d. M. festgesetzten Stichwahl zwischen dem fortschrittlichen Candidaten Rentier I. Dickert und dem nationalliberal-conservattvcn Can didaten, Stadtkämmerer Hoffmann besprochen werden sollte.— Die sich geltend machenden zwei verschiedenen Anschauungen wurden in der sehr zahlreich besuchten Versammlung eingehend erörtert. Alle Redner waren darin einig, daß, wenn ein De- mokrat oder Sozialdemokrat sich bei der Stichwahl betheilige, er nur Dickert wählen könne; es entspann sich nun jedoch eine leb- hafte Debatte darüber, ob überhaupt eine Betheiligung bei der Wahl stattfinden solle oder nicht. Für Betheiligung an der Wahl sprachen die Demokraten Oberlehrer Preugel, Kaufmann Rapp und Glasermeister Störmer, indem sie zugleich für Dickert eifrig plaidirten; für Wahlenthaltung und zwar aus prinzipiellen Gründen sprachen der Demokrat Buchhändler Braun und die Sozialdemokraten Rekitzki, Pinnow und Arnoldt.— Zum Schluß wurde Jedem überlassen, zu thun, was er im vorliegenden Falle für richtig halte, denn em bindender Beschluß würde bei Ein zelnen nur zu leicht einem Gewissenszwang ähnlich scheinen. Vreskau, 26. Januar. Die auf gestern Abend 8 Uhr nach Wiesner's Concertsaal ausgeschriebene Wählerversammlung war so überaus zahlreich besucht, daß nicht nur schon lange vor S Uhr die weiten Räume überfüllt waren, sondern auch mehr als 2000 Menschen, da selbst Hausflur und Hof mit Menschenmassen angefüllt waren, wieder umkehren mußten, ohne irgendwo einen Platz finden zu können. Selbst der Schießwcrdersaal hätte gestern nicht ausgereicht, um diese Menschenmassen aufzunehmen. Herr Maximilian Schlesinger geißelte als erster Redner in wahr- Haft vernichtender Weise die Taftik der Gegner im jetzt ent- brannten Wahlkampfe. Seine Ausführungen fanden den unge- tbeiltesten Beifall, ein Zeichen, daß alle Verdächtigungen und Berläumdungen gegen uns bei der Breslauer Bürgerschaft keinen Anklang mehr finden. Hierauf entwickelte der Candidat für den Westbezirk das Programm der Arbeiterpartei unter der größten Aufmerksamkeit der Versammlung. Er wies namentlich noch be- sonders nach, daß die Interessen der Kleingewcrbtreibenden und niederen Beamten mit den Interessen der Arbeiter identisch sind. Die lebhaste Zustimmung der Versammlung läßt erlvarten, daß die Abstimmung am 26. zu unseren Gunsten ausfallen wird.— Der übergroßen Hitze wegen, die im Lokale herrschte, mußte die Versammlung auf 10 Minuten vertagt werden. Nach Wiederaufnahme erhielt das Wort Herr Bäthke und widerlegte unter dem Beifallssturm der Anwesenden die Vorwürfe, die gegen die Forderungen der Arbeiter gerichtet werden. Hierauf ergriff Herr Reinders das Wort, setzte die Wichtigkeit des Wahlaktes ausem- ander und forderte zu reger Betheiligung am Wahltage auf, worauf die Versammlung kurz vor 11 Uhr mit einem vom Vor- sitzenden ausgebrachten und von der Versammlung niit Begeiste- rung aufgenommenen dreimaligen Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen wurde. Laßiau i. Ästpr., 18. Januar. In unserem Wahlkreise Labiau-Wchlau sind bei der letzten Reichstagswahl am 10. d. M. folgende zwei empörende Wahlbeeinflussungen vorgekommen: 1) Der Amtsvorsteher und Standesbeamte Riebensahm auf Loebertshof ließ kurz vor der Wahl durch den Arbeitsmann Mcyhöfer und durch den Kämmerer Fischer den anderen auf feinem Gute befindlichen Arbeitern sagen:„Derjenige, der einen von den„Herumtreiberzetteln" zur Wahl bringe, sei sofort frei und brodlos." Unter den„Herumtreiberzetteln" verstand Herr Riebensahm die mit dem Namen„Hascnclever" versehenen Wahl- zettel. Da die Arbeiter von Loebertshof nicht gegen ihre Ueber- zeugung stimmen wollten, andererseits aber fürchteten, mit ihren Familien plötzlich exmittirt zu werden, so enthielten sie sich der Wahl. 2) Auf dem Domaincn-Vorwerk Viehhof bei Labiau übergab Inspektor Hilgendorf sämmtlichen Arbeitern des Gutes Wahlzettel, die auf den Grafen Schlieben-Sanditten lauteten und äußerte hierbei laut und nachdrücklich:„Wer einen anderen als den Grafen wählt, dem geht es schlecht." Trotzdem fand sich der Gespannknecht Neumann mit einem vorschriftsmäßig zu- sammengefalteten Wahlzettel, der den Namen Hasenclever ent- hielt, im Wahllokal ein. Hier fragte ihn der als Wahlvorsteher fungirende Domainenpächter Rosenau nach dem Namen, der sich auf dem Wahlzettel befinde, und als er hierauf den Namen Hascnclever zur Antwort erhielt, verlangte er einen Wahlzettel mit dem Namen des Grafen Schlieben auf Sanditten. Neu- mann holte einen solchen aus der Westentasche hervor und diesen spedirte dann Herr Rosenau in die Wahlurne.— So werden bei uns in Ostpreußen die Resultate der Reichstagswahlen ge- macht!— Den Herrn Staatsanwalt in Wehlau i. Ostpr. for- dern wir jedoch hierdurch«uf Grund der obigen Thatsachen auf, im Hinblick auf die ßK 107, 108 und 339 des deutschen Strafgesetzbuchs auf, gegen die Herren Riebensahm auf Loebertshof, In- spektor Hilgendorf auf Viehhof und Domainenpächter Rosenau die strafrechtliche Verfolgnng eintreten zu lassen. Alle Preßorgane, die dafür sind, daß in Preußen Recht und Gesetz herrsche, werden ersucht, diese Correspondenz zu ver- öffentlichen. FlaumLurg, 23. Januar.(Ein gesetzeskundiger Bür- ger meister.) Eine Depesche aus Zeitz rief mich am 8. Januar zu der dort stattfindenden Volksversammlung als Referent, weil Herr A. Zwiebler zur Diskussion mit dem Herrn Bürgermeister in Schönebeck abberufen war. Obgleich ich sehr unwohl, und auch nothwcndige Arbeit fertig schaffen mußte, gebot mir doch die Pflicht, daselbst zu erscheinen. Parteigenosse O. machte die Bemerkung, daß Hierselbst eine solche starkbesuchte Versammlung noch nicht gewesen sei.— Herr Otto eröffnete die Versammlung und behielt bei der Büreauwahl den Borsitz, es waren jedoch viele große Grundbesitzer, Lehrer, u. a. selbst der Schwager des Herrn Reichstagsabgeordneten hiesigen Wahlkreises, Ritterguts- besitzcr Jacob aus Deuben, anwesend. Stimmen verlangten Zwiebler sprechen zu hören, Freund Vogt beruhigte dieselben und ich erhielt das Wort. Ich kritisirte die Parteien im Allge- meinen und legte das Programm der Sozialdemokratie aus- führlich vor. Lebhafter Beifall wurde mir zu Theil. Nachdem mein Bortrag mit der größten Nutze und Gespanntheit aufge- nommen, wurde zur Interpellation aufgefordert, aber Niemand meldete sich. Hierüber ergriff ich nochmals das Wort und sagte, es sei Pflicht, Andersdenkende zu widerlegen. Aus der Ver- fammlung hörte ich rufen:„Herr Jacob hat das Wort!" Der- selbe gab die Antwort, sich nicht hierzu gemeldet zu haben.— Nochmals schilderte ich die Art der Vertretung des Reichstags- abgeordneten Herrn Rohland, der noch nie einen Bericht über seine Thätigkeit im Reichstage erstattet, selbst der brieflichen Einladung der Naumburger Bürger vor drei Jahren nicht Folge geleistet habe, wie es doch die Sozialisten ihren Wählern gegen- über gethan hätten.— Hierauf wurde folgende Resolution mit allen gegen 3 Stimmen angenommen:„Die heute hier tagende Wählerversammlung ist mit den Prinzipien der Sozialdemokratie einverstanden und verspricht mit allen gesetzlichen Mitteln für die Candidatur des Herrn A. Zwiebler einzutreten."— Hierauf wurde ein Antrag zur Tellersammlung gestellt und von der Ver- fammlung mit großer Begeisterung angenommen, hierzu auch zwei Personen gewählt und nun die Versammlung geschlossen. Jetzt trat der Herr Gensdarmerie- Wachtmeister, mit dem Gesetz- buch in der Hand, vor mich und machte mir bekannt, der Refe- rent müsse sich 3 Tage vor einer Versammlung bei der Behörde melden, dieses sei nicht geschehen. Natürlich war die Antwort, das ganze Vereins- und Versammlungsgesetz enthalte einen der- artigen Paragraphen nicht; der Gensdarm las mir aber nun wirklich einen Paragraphen vor, den ich indeß keineswegs so verstehen konnte, er gab mir aber die Antwort: Seien Sie froh, daß es so glatt abgegangen ist.— Fünf Minuten mochten ver- gangen sein, als ich wieder aufgefordert wurde, mit dem Gendarm beim Herrn Bürgermeister zu erscheinen, der mir die Fragen stellte: Wer sind Sie? Haben Sie Legitimation?— Ja wohl, Landwehr- Militärpaß!— Nicht genügend: Rcisekarte.— Als ich andeutete, mein Landwehrpaß habe überall Giltigkcit gehabt, wurde derselbe entrollt, und der Herr B. fand, daß ich wohl ein leidlicher Vaterlandsvertheidiger gewesen sei, denn ich habe verschiedene Gefechte hierin verzeichnet und bin als Invalide ohne Pension entlassen worden.— Nun glaubte ich entlassen zu sein, es gab aber noch etwas: Parteigenosse Otto stand und hielt die Tellersammlung in der Hand; da sagte der Herr B. mit barschem Tone zunächst: Diese Dummheit!(mit Hinweis auf die Tellersammlung). Ich bemerkte, daß es nach dem Ge- setze vollständig gerechtfertigt sei, indem dieses der Obertribu- nalsbeschluß genehmige. Sehr entrüstet sagte mir Herr B., ich soll« den Beschluß� vorlegen. Ich entgegnete, ich könne nicht sämmtliche Gesetzbücher bei mir führen, würde aber den be- treffenden Paragraphen von Naumburg senden; auch erwähnte ich, daß es wohl in der Funktton des Herrn B. läge, selber solche Beschlüsse zu kennen. Da rief er' mir entgegen: Ver- stockthcit! Unfehlbarkeit! nur Er— meine es ehrlich.-- Hier empfahl ich mich und in aller Ruhe wünschte ich dem Herrn Bürgermeister wohl zu schlafen.--- __ I. K. Erklärung. Ich habe schon öfters, ehe ich meine letzte vierwöchentliche Strafe antrat, allerlei Jrrthümer im Publikum verbreiten gehört über die von mir vom 16. Febr. bis zum 23. März in hiesiger Caserne verbüßte Strafe. Deswegen sehe ich mich veranlagt, den Grund derselben hier- mit zu vifentlicher Kenntniß zu bringen. Borausschicke ich, daß es eine militärische und keine Civilbestrafuna war, um die es sich handelt. Um einem Freunde und Kameraden von 1870/71 zu seinem Rechte zu verhelfen, erlaubte ich diesem, bei einer dahin gehenden Eingabe auch meinen Namen nebst mehreren anderen zu unterzeichnen, um den Inhalt der betr. Eingabe zu bestätigen. Nun wurde ich nebst zwei anderen verklagt, vom Civilgericht wurde die Untersuchung eingeleitet und vom Kriegsgericht das Urtheil gesprochen. Am 7. Dczbr. 1375 früh 8 Uhr erhielt ich Ordre, am andern Mor- gen 11 Uhr mich in der Casernenwachtstube zu melden, um das Wei- tere zu gewärtigen. Run mußte ich aber eine geschäftliche Reise noth- wcndigcrwcise antteten, um nicht bedeutende persönliche Verluste zu haben. Deshalb schrieb ich an den Herrn Feldwebel, daß ich mich auf ! Geschäftsreisen befinde und bat um Ausschluß über die Angelegenheit. In der Schweiz erhielt ich briefliche Mitlheilungen von Bekannten über � die Sache und kehrte nach Owöchentlicher Abwesenheit zurück, um eine etwaige Strafe anzutreten. Am 15. Februar, Mittags II3/« Uhr angelangt, wurde ich am 16. Morgens von einem Polizeisergeanten ver- hastet und zur Caserne abgeführt, woselbst mir das Kriegsgericht er- öffnete, daß ich wegen„gemeinschaftlicher Eingabe" 14 Tage Mittel- arrest zu verbüßen habe. Nach deren Verlauf erhielt ich die Nachricht, daß ich auf Antrag des Königl. Landwehrbezirks-Commandos in Unter- suchungshaft zu verbleiben hätte. Nach 7tägiger Untersuchung wurde ich beschiedcn, daß ich wegen„Richtbesolgung eines erhaltenen Dienst. befehls" und wegen„subordinalionswidrigen Benehmens im schrift- ! lichen Verkehr mit einem Vorgesetzten" 19 Tage Mittclarrest antreten müsse. Von den 7 Tagen Untersuchungsarrest wurden 4 als Mittel- arrest gerechnet, so daß ich also im Ganzen 36 Tage meist bei Wasser und Brod abzubrummen hatte. Krank wurde ich entlassen und mußte > auch noch das Opser von allerlei Verleumdungen werden. � Meine letzte Strafhaft, aus der ich am 17. Jan. entlassen wurde, wird nebst ihren Gründen und näheren Umständen den Lesern des ..Vorwärts"(stüher.Volksstaat") bekannt sein und bedarf keiner wei- teren Bemerkung. Coburg, den 26. Jan. 1877. - Mit sozialdemostatischem Gruß Jul. Heymann. Oeffentliche Quittimg. Seit dem 22. Januar habe ich für den Wahlfonds er- ! halten: Delmenhorst d. F. Friedrichs 20,00; Altenburg ein Baustein ! zum Ganzen v. Buchdruckern d. F. Hammel 19,00; Göppingen d. Bronnenmayer auf 3 Listen 10,00; Schaffhausen v. deutschen Verein d. Haacke 16,12; Mannheim v. Henz' Baugeschäst d. Hang 3,00; desgleichen von der Schreinerversammlung betreff. Ball 3,00; Pirna d. Ernst Schlegel 9,26; Neundorf v. G. Rö- der 6,96; Flensburg v N. Johannsen's Cig.-Fabr. d. Quistorf 6,40; do. v. H. P. 10,40; Zell i. W. d. Paul Stelzen, Müller 9,75; Schwedt a. O. d. 4 Genossen d. Th. Leonhardt 3,35; Sorau d. R. Jank 20,00; Buer b. Melle v. F. Köhler 3,15; Bremen v. d. Cig.-Fab. Biermann u. Sch. d. G. Sttckan 12,00; Hückeswagen v. A. Lehmann 3,00; Kaiserslautern v. I. Stro- Hauer 5,00; Lehe v. PH. Krebs 3,50; Greiz d. Frz Enders 30,00; Lechhausen auf Listen d. Lichtensteiger 10,00; Eilenburg v. W. R. Sperling 9,00; do. v. den Maurern in W. d. Klotzsch 3,00; Warnsdorf i. Böhmen von Genossen:„Was unsere Brü- der gewinnen, gewinnen wir mit" 9,60(6 Gulden östr. W.); Offenburg i. Baden v. C. Geck 5,00; Zürich v. Schlosser-Fach- verein d. Kindlimann 16,12; Vevey v. deutschen Verein d. Schra- der 8,06; Pforzheim v. Freunden u. Genossen d. Th. Meid 14,00; Bielefeld v. Arbeitern der Schmidt'schen Fabrik d. W. D. 7,00; Lößnitz d. M. Nötzel 3,00; Lüneburg d. G. Böttcher 7,40; Stötteritz d. E. Grude ges. v. F. Hefmann 2,63; do. d. O. Richter 8,35; do. v. Gustav Bierling 2,00; Einbeck v. F. Kiel 4,30; Brandenburg a. H. Tuchfabrik Tivoli 4,00; Raum- bürg a. S. d. I. Kosky 16,20; Ottweiler v. N. Kohl 2,50; Cöln v. den Gästen der Frau Koch d. H. Weidengesch 18,05; Harburg v. den Arbeitern der Gaiser'schen Oelfabrik d. Steffens 14,05; Königsberg v. Borowski 10,00; Wiesbaden d. I. C. Stück 10,00; Reutlingen d. H. Kiene 20,00; Lübeck d. H. Bruhn 91,73; Gießen d. W. Lohrey 50,00; Ahrensburg Liste 780 d. H. Stäcker 7,20; Staßfurth d. H. Niehoff 8,00; Glarus v. deutschen Verein d. F. M. 16,12; Konstanz d. I. Pönitz 5,20; Burkhardsdorf Liste 2633 d. G. Görner 5,05; Aalen d. D. 15,00; Neustadt bei Stolpcn v. Wählern d. 8. sächs. Wahlkreises d. H. Börner 3,00; Elberfeld v. I. Wimmers 3,00; Cöln v. den Bildhauern u. Tischlern bei Ballenberg d. Overhage 9,40; Edderitz d. G. Hobusch 13,00; Verden d. Ad. Müller 25.00; Gera v. Arbeitern der mechan. Weberei v. Wittmer u. Schöhn- Herr d. Teumer 6,25; Oberlahnstein v. I. Schumacher 2,50; Weimar v. Parteigenossen d. A. Hänsgen 9,00; Mecraue d. F. Voigt 30,00; Gößnitz d. I. G. Hüttig 6,00; Krotenlaida ges. d. Fritz Pohle 4,00; Baden-Baden Liste 2349 d. I. Küsters 10,00; Iserlohn d. L. Copalle 13,21; Annaberg-Buchholz Liste 2400 d. Wetzel 10,30; Bernburg d. C. Vopel 2,10; Neuenkir- chen b. B. v. R. I. Köster 3,00; Nobitz b. Altcnb. v. Arbeitern 4,50; Delitzsch d. W. Krausch 9,00; Ölten v. deutschen Schuhm. d. Bender 8,06; Zürich v. Smöclub b. Huttelmeyer d. Schnelle 15,00; St. Gallen v. Allgem. Arbeiterbild.-V. 32,25; Luzern v. deutschen Verein d. H. Kruse 24,19; Friedrichshagen b. P. d. W. Thieme 2,40; Weimar v. einigen Gesinnungsgenossen d. Hänsgen 3,00; Goldlauter d. C. Weiß 5,00; Zeitz d. Sandvoß 1,35; do. d. Lötzsch 0,50; do. d. G. Graul 1,70; do. d. Müller v. Küchler's Cig.-Fab. 4,65; Wannen b. W. d. Joh. Schwarze 5,00; Carlsruhe v. Gesinnungsgcn. d. H. Bräuttgam 2,85; Hastedt d. C. Grope 14,65; Achim d. S. Müller 30,00; Wörbzig v. einigen Arbeitern d. Zuckerfabrik Gcrlebock 3,30; Coblenz v. Heinrich Dörrstein 8,05; Jessen b. Meißen ges. d. Ernst Köhler 4,00; Bremerhaven d. H. R. Kaht 60,00; Zellerfeld v. H. Schirmbeck 5,10; Oggersheim d. I. Queva 8,10; Hohenfelde v. Werner's Tischlerw. d. Markmann 6,25; Wieda d. Fr. Täuber 3,00; London v. C. Arb.-Bild.Verein d. Theod. Koll 102,00; v. einem Parteigenossen aus der Borderpfalz 100,00; Brunn- döbra auf Listen d. Louis Schneider 15,60; Regensburg durch Dantzer 0,85; Neumünster i. d. Schweiz v. einer Arbeiterver- fammlung in Oerliken d. R. Seidel 8,00; Zug v. einem Genossen d. R. Seidel 6,50; Zeitz v. Krüger's Cig.-Fab. d. I. Schlüter 3,60; Theissen d. Drahotta 4,50. Hamburg: 5,00 v. Schmü- ser's Cig.-Fabr.; 6,45 zweite Rate auf Liste 4186 d. Schultz; 1,65 v. Süllau; 7.20 auf Liste 2 v. Rehbein's Tischlerw. d. Niederer; 1,00 v. N. N.; 5,30 auf Liste 4189 d. Kreuzfeldt; 6,80 auf Liste 3739; 2,00 v. N. N.; 13,70 erste Rate auf Liste 252 d. G. U.; 10,60 zweite Rate auf Liste 4008 d. Schräder; 3,00 v. Ephraim's Werkst.; 4,65 v. Sanne's Tischlerw.; Uhlen- Horst, d. H. Griebel; 4,75 v. Heinr. Tunke; 6,00 v. Heymann's Möbelwerkst.; 1,00 v. F. A. Glaser; 1,00 v. Zwischenberger; 4,60 aus der Wirthschaftskasse v. Eskelson; 4,00 v. einigen Ta- pezierern; 6,00 v. I. E. C. Erber's Schneiderwerkst.; 26,00 auf Liste 4183 d. Richter; 11,50 aus Liste 4182 d. Stürmer von Parteifreunden, Stadtdeich; 25,00 auf Liste 4181 d. Stürmer v. Parteifreunden; 13,80 auf Liste 4190 d. Weilcnmann; 6,00 v. den Parteigenossen auf Steinwärder d. Kerl. Für den Unterstützungsfonds erhielt ich: Eilenburg v. W. R. Sperling 3,00; Leipzig v. A.-Bild.-V. d. Hadlich 34,70; Annweiler v. G. Secbach 1,00. Für den Agitationsfonds erhielt ich: Wilster d. Brückmann 15,00; Burg do. 8,90; Kellinghusen do. 10,00. Hamburg, 27. Januar 1877. August Geib, Rödingsmarkt 12. Briefkasten der Redaktion. R. S. in Lübeck: Es ist erlaubt, die Compo- sition der Lieder aus der„Neuen Welt" abzuschreiben. der Expedition. I. C., rheinischer Bauer: Ihre Reklamation � ist der Post übergeben- und lautet auf Abonnenten in Ingelheim. Wir ! müssen doch den Ort angeben, wo das Blatt reklamirt wird.— Osna- 1 brück: Annonce Montag Mittag zu spät eingetroffen. Die Gesinnungsgenossen zu Wertheim am Main(Baden) werden ersucht, eine zuverlässige Adresse zu senden an W. Blas. Hamburg, Amelungstraße 6, Redaktion des„Hamburg-Altonaer Volksblatt". Der Bildhauer Theodor Blodowsky aus Berlin wird ersucht, seine Adresse sofort einzusenden und bitte ich die Parteigenossen, den- selben darauf aufmerksam zu machen. Güstrow. Otto Wollschläger, Schuhmacher. Ouitttung. Ktschbch Flensburg Ann. 1,29. Kpfr hier Ab. 9,89. Arb.-Bild.-Ver. Neutitschein Ab. 6,56. Strssr Wien Ab. 1,64. Hmmr Pirna Schr. 5,99. Mllr Mülheim Schr. 4,35. Egltr Weißenburz Schr. 4,39. Mrlck Eßlingen Schr. 1 2,59. Mntl Schalke Ann. 9,49. Wckbckr u. Gldnr Metz Ab. 3,99. Grbnstn Lindenau Ab. 16,99 u. 19,35, Schr. 12,99. Arbeiterver. das. Ann. 1,39. Schneidergewerksch. hier Ann. 8,99. I. Frnz Zürich Ab. 59,99. Bntgn Wiesbaden Ab. 28,97. Stlzl Teplitz Ab. 3,29, Hmyr Hannover Ann. 1,59. Wtt hier Ann. 2,89' W. Gnthr Großenhain Ab. 39,43. Schlgl Graz Ab. 8,26. Rdlwsky Jarotschin Schr. 4,89. Hmmtzsch Uebigau Ab. 9,39. Kpp Richeu Ab. 1,79. F. Prbstl München Schr. 1,14 LgS Hannover Ann. 1,99. Bttchr hier Ab. 4,89 u. 3,99. I. Nhl Kirschbaum Schr. 29,99. Mllr Mannheim Ab. 49,99. Knstmnn Erlangen Ab. 19,19. Kndrth Regen Schr. 1,65. Lndngr Wien Ab. 4,96. Arbeiter-Bild.- Verein Loeben Ab. 5,37. Arbciter-Bild.-Verein Kindberg Ab. 1,38. WuhlfondS. Bon einigen Buchbindern gesammelt 4,59. Connewitz d. Schenk Liste 19 1,69, Liste 11 1,49. Bauersachs Liste 51 4,19. Bennewitz Liste 6 1,99. Krzr hier ges. in Gohlis 7,49. Arbeiterverein Plagwitz d. Quenzel 1,21. Anzeigen tc* Annoncen für die Mittwochs-Nnmmer müssen bis Mon- tag Bormittags 9 Uhr; für die Freitag S-Nummer bis Mitt- woch-Bormittags 9 Uhr; für die Sonutags-Nummer bis Frei- tag Bormittags 9 Uhr hier sein, wenn solche noch bestimm- Aufnahme finden sollen. Annoncen, denen der Betrag nicht beiliegt, oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, können eine Aufnahme nicht finden. Die Expedition deS„Vorwärts". Vereinigte Gewerkschaften. Sonntag, den 4. Februar, in Winkler'z Hotel: Unterhaltung.(F. 162) Anfang 4 Uhr.— Dieses allen Parteigenossen zur Nachricht.(1,59 Das Comitö. fvimtmiOV Sozialdemokratischer WahlvcreinI Sonnabend, den 3. Februar, im Lokale des Herrn Boge, Mittelstraße Nr. 11:(69 Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag und Diskussion. Der Vorstand. Den Parteigenossen zur Kenntniß. daß in nächster Zeit das Wahl- SiegeSfcst staltfindet und ersuchen wir für die größtmögliche Verbrei- tung zu sorgen, auch sich rechtzeitig mit Karten versehen zu wollen. Karten sind in den Versammlungen und bei Rudolph zu haben. Das Nähere wird noch bekannt gemacht. Das Comitö.(F. 161)(1,59 Linden vor HannoperT�-"Z Liedertafel„FidelitaS" zur Nachricht, daß unsere Vereins-Maskeradc Sonnabend, den 3. Febr., im Meier'schen Lokale, Limmerstraße, stattfindet, wozu Freunde einze- führt werden können. Karten sind bei allen Comitömitgliedern zu Hadem_______ Der Vorstand.[2,49 QptVMt/T' Gewerkschaft der Holzarbeiter. �1-lf.gllz. Sonuabend, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im Thürin qcr Hof(Saal): Große Mitgliederversammlung. Tagesordnnng: 1) Diskussion der Statuten. 2) Anträge. 3) Agi- tation. 4) Urabstimmung.)89 Das Erscheinen aller Mitglieder erwartet Der Vorstand. QAtttitrt' Sonntag, den 4. Februar, Vormittags Punkt lO'/s Ubr. im Saale des Arbeiterbildungsverein, Ritter- straße 43 11.: VtrsaMMlUNg. Alle Diejenigen, welche sich für das Lokalblatt„Fackel", Volksorgan für Leipzig und Umgegend, interessiren, werden hierzu dringend eingeladen. Der Einberufcr.(79 Völkmarsdorf. im Bereinslokale: Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Bericht des Vorstandes; 2) Abrechnung deS Kassirers; 3) Abrechnung des Bibliothekars; 4) Wahl des Vorstandes rc.; 5) Stistungsfest betr.; 6) Bibliothek betr. Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist Pflicht. 1,99) Der Bor st and. Ein begabter Knabe, xM per Ostern 1877 eine Stelle als Druckerlchrling oder in einer Expe- dition unserer Parteipresse. Offerlen nimmt dankend entgegen W. Otto, Webermeister in Hohenstein, Obcrlungwitzerstraße._ lTcssendorsf! Viele Parteigenossen wünschen den bewährten Förderer unserer Wahlsiege naturgetreu portraitirt zu sehen. Wer verHilst uns zu der Photographie? Echt garantirtes Bild würde gern bezahlen Die Redaktion der, Neuen Welt'�. Leipzig, Färberstr. 12/11. Den Abonnenten der„Neuen Welt" zur Nachricht, daß wir durch die unumgänglich nöthigen Arbeiten zu den Stichwahlen noch immer nicht im Stande waren, ganz auf's Laufende zu kommen. Die Ursache der Verzögerung wird uns gewiß entschuldigen. Heft I soll im Laufe dieser Woche bewältigt werden. Leipzig, den 27. Januar. Verlagshandlnng u. Genossenschaftsdruckerei. Berantwortlicher Redakteur: W. Hasen clever in Leipzig. Redaktion»nd Expedition Färberstraße 12/Il. in Leipzig. Druck und Verlag der Genoflenschastsbuchdwckerei in Leipzig