Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Tonitt-g. Abonncmeutsprcis für ganz Dentichland I Äi, eo Ps. xra Quartal. Monats- Abonnements werden bei alle» deutschen Postanftalten aus den 2. und Z. Monat, und aus den i. Monat besonders angenommen� im «esnigr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch aus den tlen Monat des Quartals ä 54 Pfg. Inserate betr. Bersammlungen pr. Petitzelle t0 Ps., betr. Privatange'.cgenbeilen und Feste pro Petitzeile 30 Ps. \hvm ärls Zesteilungm nehmen an alle Postanstalten und Buch. Handlungen des In- u. Auslandes. Filial> Expeditionen. New-Aorl: Soz.-demolr. Genossen- schastSbuchdruckerei, 154 bllllriiige Str. Philadelphia: P. Haß, SSO Korth S-a Street. I. Boll, 1129 Charlotte Str. Chicago: A. Lansermann, 296 Divi- San Franziieo: sion Street. rell StfSJt. 418 OTar- London: Bauditz, 5 Nassau Street, Middlesex Hospital. Gentral Grgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 24. Sonntag, 35. Februar. 1877. Brunnenstr. 34, im Laden. Abonnements ans den„Vorwärts" für den Monat März zu 55 Pfennig werden bei allen verfällt widerstandslos seinem Schicksal. Der Schreiber dieses deutschen Postanstaiie», für Leipzig pro Monat zu 60 Pf. hat stch mehrfach d,� den Augenschein von dieser Wahrheit b i der Expedition, Färberstr. 12 tl. unserm Colporteur uberzeugen)onnen. �Geschichtliche Beispiele, welche sie beweisen, Horitz Ulrich, Südstr. 12, in den Filialen: Cigarrenladen des smd leider sehr häufig., � �, L.n. Peter Krebs, Ulrichsg.60, und Sattlcrwerkst. am Königs- �Eme drohende Hungersnoth und bereits eingetretenc große platz 7; für die Umgegend von Leipzig bei den Filialexpeditionen: für> Theuerung der Lebensmittel mag den Ausbruch einer schon durch F-tümarsdorf. Yeudnitz, AeuschöncscU.-c. bei Frau Engel, andere Ursachen bedingten Revolution beschleunigen und die Be- Reudnitz, Täubchenweg 29. 2 Tr., für ß-nnewih:c. bei H ackert.> wegung erfolgreich machen- aber das'st auch Alles, seit Kurze Str. 10 pari., für Kleinzschocher u. Umgegend bei Fleischer, dem Bestehen der Eisenbahnen und Dampfschiffe find so furcht- Schloßg. 13 das., für Thonberg bei Kirsten, Hauptstr. 7. für bare und weitverbreitete Theurungen und Hungersnothe, wie sie f eureudnitz bei Zschau. 151, für �kagwitz- Lindenau bei Frau! Z- B. m Ostindien vor ein paar Jahren und wieder ,n diesem räfenstein, Aurelienstr. 3, für Köhlis ic. bei A. Hcrms- Jahre vorkommen, wenigstens in der civil, sirten Welt kaum mehr dorf, Lindenthalcr Str. 7, für Stötteritz bei Grude, An der denkbar._ Papiermühle, angenommen. Eine andere, aber verwandte Erscheinung ist hier Für Aerlin wird auf den„Vorwärts" monatlich für 75 Pf.,! künftig. zum Theil schon jetzt möglich. Die Löhne der arbei- frei in's Hans abonnirt, bei der Expedition der„Berliner Freien i tenden Bevölkerung vermögen allmählig so tief zu sinken, daß Presse", Kaiser-Franz-Grenadier-Platz Sa, und bei Rubenow, lelbfi bei mäßigen Lebensmittelpreisen und genügenden Vorräthen ■ die Ernährung großer Bevölkerungen immer elender wird, em langsames massenbastes Verhungern herbeiführt und beim ge- ringsten Stocken der gewohnten Beschäftigung die Hungerpest und plötzliche Hungertode in großer Zahl verursacht. In klei- nerem Maßstäbe erleben wir dies schon setzt in allen civilisirten Ländern. Ganze Familien legen sich ruhig zum Sterben hin, weil sie zu stolz sind, um die öffentliche Mildthätigkeit anzu- rufen, oder weil sie unter lauter gleich armen Nachbarn wohnen, oder weil sie gradweise zu sehr geschwächt worden find, um überhaupt noch Kraft zu irgend eineni rettenden Schritt aufzu- bieten. In solchen Fällen ist keine Spur von revolutionärem Geiste zu beobachten.' Diezenigen Revolutionäre also— es giebt deren auch iu den Bereinigten Staaten— welche von der zunehmenden Ber- armung und der Hungersnoth ein Erwachen oes revolutionären Geistes erwarten, sind in einem grausamen Jrrthume befangen. Tie Jrländer sind gewiß kein feiges Volk, eher das Gegentheil; dennoch verhungerten 1846 deren eine halbe Million, und zwei weitere Millionen wanderten aus,— genug Leute, um alle Sol- datcn, welche England gegen sie hätte schicken können, durch einen allgemeinen Aufstand zu erdrücken, und zugleich mit der Unterdrückung des Landes der Roth ein Ende zu machen. Ein anderer Jrrthum, dessen in diesen Blättern schon mehr- fach gedacht wurde, ist der, als ob Volksredner und Volks- schriftstellcr eine Revolution machen könnten. Es läßt sich aus aller Geschichte nicht ein einziger Fall der Art anführen. Solche Männer mögen eine Revolution vorbereiten, oder wenn sie zum Ausbruche gekommen ist, an die Spitze der Bewegung treten— die unerläßliche Bedingung aber zum Ausbruche ist noch jeder- zeit von den Gegnern der Bewegung geliefert worden und hätte immer vermieden werden können. Zahlreiche Beispiele aus der römischen und englischen Geschichte beweisen, wie durch recht- zeitiges Nachgeben eine herrschende Klasse eine ihr gefährliche Volksbewegung nicht nur unschädlich machen konnte, sondern sogar zum eignen Vortheil wendete. Tie arbeitende Menschheit erträgt, wie es eine berühmte Stelle in der Unabhängigkeitscrklärung der Union ausdrückt, lieber jeden Druck, bis er gänzlich unerträglich wird, als daß sie ihm durch eine Verfassungsänderung steuern sollte. Und eben weil dies den herrschenden Klassen durch ihre Geschichtsprofcssoren gar wohl bekannt, versuchen sie nur gar zu gern, das Dampf- Ventil bis auf den Gefahr-Punkt zu belasten, anstatt ein wenig Dampf ans einmal herauszulassen. Ueber diesen Jrrthum brauchen wir also kein Wort mehr zu verlieren. Einen dritten Jrrthum wollen wir aufdecken, der aar nicht genug bekämvst werden kann. Derselbe besteht in dem Glauben, als ob irgeno eine zukünftige Revolution erfolgreich sein könne, welche nicht international wäre. Da die Ursache des Elends in allen civilisirten Ländern dieselbe ist, das international ver- bündete Kapital mit seiner planlosen, ausbeutenden Produftions- weise und seinem Anhängsel von Helfershelfern, so kann nur ein gemeinsames Handeln des arbeitenden Volkes aller dieser Länder dem Drucke ein Ende machen. Geschähe ein Versuch dazu in einem vereinzelten Volke, so würde er, wenn die Herr- schcnde Gewalt dort ihn nicht bewältigen könnte, von der Kapi- talistenftasse aller anderen Völker zugleich unterdrückt werden, wie dies schon vorgekommen ist. Oder bliebe dieses eine auf- ständische Volk gegen die Coalitton siegreich, so wäre dies blos in dem Falle denkbar, daß die herrschende Klasse in den Nach- barländern selbst durch eine drohende Volksbewegung gelähmt wäre, und daß das siegreiche Volk dieser Bewegung überall zu Hilfe käme. Da nun die heutige sozialdemokratische Volksbewegung überall Revolution. Es ist wichtig, genau zu wissen, was eine Revolution ist. Vieles wird so genannt, was es nicht ist; Vieles ist auch Re- volution, was nicht so genannt wird. Das Wesen der Sache ist eine bedeutende Sinnesänderung großer.Volksmassen, welche zu Verfassungsänderungen führt, gleichviel ob sie von gewalt- lamen Erscheinungen begleitet ist oder nicht. Dagegen giebt es sehr gewaltsame Umwälzungen bestehender Ordnungen oder Ge- walten, welche deswegen mit Unrecht Revolutionen genannt werden, weil dabei gar keine Aenderung in der Denkweife der davon betroffenen Volksmassen stattfindet. In Spanien und Spanisch-Amerika sind sogenannte Revo- luttonen beinahe so häufig als die Leipziger Messen; es handelt sich aber dabei nur um den Wechsel der Staatsoberhäupter und einzelner Maßregeln; das arbeitende und steuerzahlende Volk bleibt gleichgiltia dabei, und eine Sinnesänderung desselben ist nicht zu bemerken; das sind Staatsstreiche. Dagegen war die deutsche Volksbewegung im Jahre 1848(zum Unterschiede von der 1830er) wirklich eine Revolution, weil sie die politische Thcilnahmlosigkeit der Massen zuerst und für immer brach und Millionen den Gesichtskreis erweiterte, Hunderttausende mit That- kraft erfüllte. Die Nationalwahl von 1856 in den Vereinigten Staaten, bei welcher Fremont nur durch Wahlbetrug um die Präsident- schaft kam, war trotz ihres durchaus fticdlichen Verlaufs eine wirkliche Revolution; denn binnen fünf Monaten wurden fast zwei Millionen Stimmgeber aus Freunden oder Duldern der Negersklaverei zu Feinden derselben gemacht, was dann sieben Jahre später zur Aufhebung derselben führte. Das auffälligste Kennzeichen einer wirklichen Revolution ist eine weitverbreitete sittliche Veredlung des Volksgeistcs. Noch bei allen solchen ist die übereinstimmende Beobachtung gemacht worden, daß die Anzahl der Verbrechen sich verminderte/ gewisse gemeine Verbrechen, wie Diebstahl, Raub, Mord aus niederen Beweggründen und Betrug, fast gänzlich aisshörten; daß Selbst- morde kaum mehr vorkamen, daß weniger Menschen wahnsinnig wurden; daß Philister gemeinsinnig, Geizhälse freigebig, Feig- linge muthig, Sclbstsüchtlinge aufopferuugsfähig wurden; daß das Kartenspiel nahezu aufhörte, und alle frivolen Vergnügungen ernsterem Zeitvertreib wichen; daß düstere, menschcnseindliche Gemüther wiederum Lebenslust bekamen und Taugenichtse ge- bessert wurden. Und diese Versittlichung dauerte so lange, bis vie Revolution verpfuscht, bis ihr Fehlschlag oder ihre Nutzlosig- keit erkannt war. Iu Zeiten wirklicher Revolution wird aus einer Vielheit von Menschen gleichsam eine einzige Person, mit einem Geiste, einem Willen. Alle Einzelnen ordnen ihre Sonderziele einem gemeinsamen, höheren unter. Sie streifen ihre Kleinlichkeit, ihre Selbstsucht, ihre geisttge Beschränktheit wie mit einem Zauber- schlage ab; ein Jeder steckt den Andern mit plötzlicher Begei- sterung für den gleichen Zweck an. Die Dümmsten werden lern- begierig, Alle lernen neue Wahrheiten mit einer nie geglaubten Schnelle; die in der Erziehung verkümmerten Geister treiben neue Blüten und setzen neue Frucht an; uralte Vorurtheile scheinen alle Macht verloren zu haben. Die Bevölkerungen großer Länder oder Landestheile schreiten wie mit einem Ruck geistig weiter vorwärts, als vorher in Jahrhunderten. Und bei leder echten Volksbewegung auch kleineren Maßstabes zeigen sich oieselben Erscheinungen in minderem Grade. Man hat diese Erscheinungen dämonisch genannt, womit gemeint ist, daß neue, für gewöhnlich verborgene Kräfte von gewaltiger Wirkung überraschend und alle Berechnung störend hervorbrechen. In That, ein wirklich revolutionäres Volk in seiner begeisterten Ankündigung, daß man es thun wolle, begleitet von den ersten entscheidenden Schritten dazu, würde der sozialdemokratischen Agitation allen Wind aus den Segeln nehmen. Mau folgt ja in Deutschland so gern chinesischem Vorbilde— nun in China hat schon ein-, wenn nicht zweimal, der Staat alles Grundeigenthum in den Gemeinbesitz zurückgenommen; und in Japan haben noch ganz neulich die Daimios, die Adeligen und Kapitalisten alle ihre Vorrechte freiwillig dem Staatsober- Haupte ausgeantwortet und selbst ihre Personen ihm zu Reform- zwecken zur Verfügung gestellt. Sollten die Daimios der„Nation der Denker und Dichter" hinter den Japanesen zurückstehen wollen? Es sind freilich„Christen" mit Gänsefüßchen— das ändert die Sache! Von „Man erwäge, -v-y V444«WH III t y V 1 1 4 W 4 v» 4 W 15? UUIJIU, JVU|lt MVWVMi* � V y 1 1 4 tyVIVUUUtU IfUl, «niienselnheit giebt das erhabenste Schauspiel, welches ein Menschen- klar ausspricht; da sie überall blos wissenschaftliche Waffen führt, überhaupt sehen kann, und wer solcher Bewegungen mehrere � eine sittliche Wiedergeburt des Volksgeistes predigt und, sobald ÖUICrlCot!)Qt,*----..— f.f••rr- o— j.r I n. 4.—•.<-------- tL— rc.-C� r. c. 4.— e rr\----- Herrn Engen Dühring's Umwälzung der Philosophie. Friedrich Engels. vm. . was zu unserm naturphilosophischen Abschnitt an positiver Erkenntniß gehöre, um ihn mit allen seinen wissenschaftlicheu Voranssetzungen auszustatten. Ihm liegen zu- nächst alle wesentlichen Errungenschaften der Mathematik und alsdann die Hauptfeststcllungen des exakten Wissens in Mechanik, Physik, Chemie, sowie überhaupt die naturwissenschaftlichen Er- gebnisse in Physiologie, Zoologie und in ähnlichen Forschungs- gebieten zu Grunde." So zuversichtlich und entschieden spricht sich Herr Dühring aus über die mathematische und naturwissenschaftliche Gclchrsam- keit des Herrn Dühring. Man sieht es dem mageren Abschnitt selbst nicht an, und noch weniger seinen noch dürftigeren Resul- taten, welch Wurzelhaftigkcit positiver Erkenntniß dahinter steckt. Jedenfalls braucht inan, uni die Dühring'schen Orakel über Physik und Chemie zu Stande zu bringen, von der Physik nichts zu wissen als die Gleichung, die das mechanische Acquivalent der Wärme ausdrückt, und von der Chemie nur dies, daß alle Körper sich cintheilen in Elemente und Zusammcnsetznugen von Elementen. Wer zudem, wie Herr Dühring S. i131, von„gravittrenden Atomen" sprechen kann, beweist nur damit, daß er über den Unterschied von Atom und Molekül gänzlich„im Dunkeln" ist. Atome existtrcn bekanntlich nicht für die Gravitation oder andere mechanische oder physikalische Bcwcgungsformen, sondern nur für die chemische Aktion. Und wenn inan gar das Kapitel über die organische Natur liest, so kann man bei dem ilecren, sich widersprechenden, am entscheidenden Puntt orakelhaft sinn- losen Hin- und Hergerede, und bei der absoluten Nichtigkeit des Schlußergebnisses schon von vornherein sich der Ansicht nicht erwehren, daß Herr Dühring hier von Dingen spricht, von denen er merkwürdig wenig iveiß. Diese Ansicht ivird zur Gewißheit, wenn man zu seinem Vorschlag kommt, in der Lehre von dem organischen Wesen(Biologie) fernerhin Komposition zu sagen statt Entwicklung. Wer so etwas vorschlagen kann, beweist, daß er von der Bildung organischer Körper nicht die geringste Ahnung hat. Alle organischen Körper, mit Ausnahme der allernicdrigsten, bestehen aus Zellen, kleinen, nur durch starke Vergrößerung sichtbaren Eiweißklüinpchen mit einem Zellcnkcrn ini Innern. In der Regel entwickelt die Zelle auch eine äußere Haut und der Inhalt ist dann mehr oder weniger flüssig. Die Niedrigsten Zcllenkörper bestehen aus Einer Zelle; die ungeheure Mehrzahl der organischen Wesen ist vielzellig, ein zusammengehöriger Komplex vieler Zellen, die, bei niedrigeren Organismen noch gleichartig, bei den höheren mehr und mehr verschiedene Formen, Gruppi- rungen und Thätigkeiten erhalten. Im menschlichen Körper z. Ä. sind Knochen, Muskel, Nerven, Sehnen, Bänder, Knorpel, Haut, kurz alle Gewebe aus Zellen entweder zusaminengesetzt, oder doch entstanden. Aber allen organischen Zellengebilden, von der Amöbe, die ein einfaches, die meiste Zeit hautloses Ei- Meißklümpchen mit einem Zellenkern im Innern ist, bis zum Menschen, und von der kleinsten einzelligen Desmidiacee bis zur höchst entwickelten Pflanze, ist die Art gemeinsam, wie die Zellen sich vermehren: durch Spaltuiig. Der Zcllenkern schnürt sich zu- erst in der Mitte ein, die Einschnürung, die die beiden Kolben des Kerns trennt, wird immer stärker, zuletzt trennen sie sich und bilden zwei Zellenkerne. Derselbe Vorgang findet an der Zelle selbst statt, jeder der beiden Kerne wird der Mittelpunft einer Ansaiiimlung von Zellstoff, die mit der anderen durch eine immer enger werdende Einschnürung zusammenhängt, bis zuletzt beide sich trennen und als selbständige Zellen fortleben. Durch solche wiederholte Zellenspaltung wird aus dem Keimbläschen des tbic- rischen Eies, nach eingetretener Befruchtung, nach und nach das ganze ferttge Thier enttvickelt, und ebenso beim erwachsenen international gestimmt ist und dasselbe Programm im Äuge hat,! Thier der Ersatz der verbrauchten Gewebe vollzogen. Einen sol- also eben dadurch ihren Verzicht auf eine revolutionäre That chen Vorgang eine Kompositton, und seine Bezeichnung als Eni- bis dahin, wo sie überall eine Volksmehrheit gewonnen hat,~.....—------..... i"Jt kann n«".im»it mehr am unablässigen Fortschritt der sie damit bei einer großen Mehrheit Erfolg hat, auf die Dauer nnfitm«i �zsswifeln, wird auch wohl sehr schwere Bolksauf- nicht länger verkümmert werden kann, also eine gewalffame That NIINO h �lö9ttch halten und sie als Faktoren in die Berech- dann nicht mehr nöthig hat: so sollten die Gegner ihre jetzige Wicklung„eine pure Imagination" zu nennen, dazu gehört doch sicher Jemand, der— so schwer das auch heutzutage auzu- nehmen ist— von diesem Borgang gar nichts weiß; hier wird ja eben nur, und zwar im buchstäblichsten Sinn entwickelt, kom- ponirt aber ganz und gar nicht! Ueber das, was Herr Dühring im Allgemeinen unter Leben versteht, werden wir weiter unten noch etwas zu sagen haben. Im Besonderen stellt er sich unter Leben Folgendes vor:„Auch die unorganische Welt ist ein System sich selbst vollziehender ... �.uuuc(«, oicuwuuiu» j» osjcuycu. �.»i�uviHuua>» i.av»v........».-pv.m uuev..»r.— Regungen; aber erst da, wo die eigentliche Gliederung und die n sn a�e®e?ch'chtt widerlegter Jrrthum, welcher wohl an den Staat auszuantworten, das Lohnsystem durch das Ge- Vermittlung der Cirkulation der Stoffe durch besondere Kanäle oayer stammt, daß zur Zeit der ersten französischen Revolution nossenschaftswescn zu ersetzen und die beste allgemeine Bolkser- von einem inneren Punkt und nach einem an ein fteincrcs Ge- nne Hungersnoth drohte, und daß hier und da sogenannte ziehung einzuführen. Die anderen Großstaaten würden bald bilde übertragbaren Keimschcma beginnt, darf man im engeren -x". vorgekommen sind. Aber jene französische Hungers- dem gegebenen Beispiele folgen müssen— und es wäre jeder nnd strengeren Sinne von eigentlichen Leben zu reden unter- noty kam nicht wirklich zum Ausbruch, und alle bekannten Brot- künftigen gewaltsamen Revolution vorgebeugt. Ja, die bloße j nehmen." nung der Zukunft einsetzen s»," verschiedene Jrrthümer zu bekämpfen, welche mit sms! �'e9nif Revolution verbunden werden. Manche glauben, oatz.Hunge�>noth im Stande sei, Revolution zu erzeugen. Dies zwecklose Kampfesweise ändern. Wir wollen ihnen unsere Achillesferse enthüllen. Man stehle uns unser Programm! Man entschließe sich, gegen mäßige Entschädigung in irgend einem größeren Staate alles Kapital Dieser Satz ist im engeren und strengeren Sinn ein System psychologisch an das Vorhandensein irgend eines, wenn auch noch' klümpchen, und sie zeigen schon alle wesentlichen Lebenserschei- sich selbst vollziehender Regungen(was das auch immer für so einfachen Nervenapparats geknüpft. Nicht nur alle Urthiere, nungen. Dinger sein mögen) von Unsinn, selbst abgesehen von der Hülflos auch noch die Pflanzenthiere, wenigstens ihrer großen Mehrzahl Worin aber bestehen diese überall, bei allen lebenden Wesen verworrenen Grammatik. Wenn das Leben erst anfängt, wo die nach, weisen keine Spur eines Nervenapparates auf. Erst von gleichmäßig vorhandenen Lebcnserscheinungen? Bor Allem darin. eigentliche Gliederung beginnt, dann müssen wir das ganze den Würmern an wird ein solcher regelmäßig vorgefunden, und daß der Eiweißkörper aus seiner Umgebung andere geeignete Häckel'sche Protistenreich und vielleicht noch viel mehr für todt Herr Dühring ist der erste, der die Behauptung aufstellt, jene Stoffe in sich aufnimmt, sie sich assimilirt, während andere, ältere erklären, je nachdem der Begriff von Gliederung gefaßt wird. Thiere hätten keine Empfindung, weil keine Nerven. Die Em- Theile des Körpers sich zersetzen und ausgeschieden werden. Wenn das Leben erst da beginnt, wo diese Gliederung durch ein vfindung ist nicht nothwendig an Nerven geknüpft, wohl aber an Andere, nicht lebende Körper verändern, zersetzen oder kombi- kleineres Keimschema übertragbar ist, so sind mindestens alle Or- gewisse, bisher nicht näher festgestellte Eiweißkörper. � niren sich auch im Lauf der natürlichen Dinge; aber dabei hören ganismen bis zu den einzelligen hinauf, und diese eingeschlossen, Uebrigens werden die biologischen Kenntnisse des Herr Düh- sie auf das zu sein, was sie waren. Der Fels, der verwittert, nicht lebendig. Ist die Bermittlung der Cirkulation der Stoffe ring hinreichend charaktcrisirt durch die Frage, die er sich nicht ist kein Fels mehr; das Metall, das oxidirt, geht in Rost über. durch besondere Kanäle das Kennzeichen des Lebens, so müssen scheut, Darwin gegenüber auszuwerfen:„Soll sich das Thier Aber was bei den todteu Körpern Ursache des Untergangs, das wir außer den obigen noch die ganze Oberklasse der Cölentcrata, aus der Pflanze entwickelt haben?" So kann nur Jemand ist beim Eiweiß Grundbedingung der Existenz. Von dem allenfalls mit Ausnahme der Medusen, also sämmtliche Polypen fragen, der weder von Thieren noch von Pflanzen das Geringste Augenblick an, wo diese ununterbrochene Umsetzung der Bestand- und andere Pflanzenthiere aus der Reihe der lebenden Wesen weiß. theile im Eiweißkörper, dieser andauernde Wechsel von Ernäh- ausstreichen. Gilt aber gar die Cirkulation der Stoffe durch be- � Bom Leben im Allgemeinen weiß uns Herr Dühring nur rung und Ausscheidung aufhört, von dem Augenblick an hört sondere Kanäle von einem innern Punkt für das wesentliche� zu sagen:„Der Stoffwechsel, der sich vermittelst einer plastisch der Eiweißkörper selbst auf, zersetzt sich, d. h. stirbt. Das Kennzeichen des Lebens, so müssen wir alle diejenigen Thier r bildenden Schematisirung(was in aller Welt ist das für ein für todt erklären, die kein Herz, oder auch die mehrere Herzen Ding?) vollzieht, bleibt stets ein auszeichnender Charakter des haben. Dazu gehören außer den Vorerwähnten noch sämmtliche eigentlichen Lebensprozeffes." Würmer, Scesterne und Räderthiere(Annuloida und Annulosa, Das ist alles, was wir vom Leben erfahren, wobei wir noch Huxley's Eintheilung), ein Thcil der Krustcnthierc(Krebse) und gelegentlich der„plastisch bildenden Schematisirung" knietief im endlich sogar ein Wirbclthier, das Lanzetthierchen(Ämphioxus). sinnlosen Kauderwälsch des reinsten Dühringjargons stecken Dazu sämmtliche Pflanzen. bleiben. Wenn wir also wissen wollen, was Leben ist, so wer- Indem also Herr Dühring unternimmt, das eigentliche Leben den wir uns wohl selbst näher danach umsehen müssen. im engeren und strengeren Sinne zu kennzeichnen, gibt er vier Daß der organische Stoffwechsel die allgemeinste und bezeich- emander total widersprechende Kennzeichen des �.ebens an, von � �endste Erscheinung des Lebens, ist seit 30 Jahren von psycho-..■■■*■,,-------- denen das eine nicht nur das ganze Pflanzenreich, sondern auch logischen Chemikern und chemischen Physiologen unzählige Mal zelgcn muß mögen sie auch noch so schwach sein. Es ist freilich ungefähr das halbe Thierre.ch zu ewigem Tode verdammt, gesagt und hier von Hrn. Dühring einfach in seine eigene ele friglich, ob die Chemie auch gleichzeitig das richtige Futter für Wahrhaftig, Niemand kann sagen er habe uns angeführt, als" K und klare Sprache übersetzt/ Aber das Leben als orga dies Eiweiß entdecken wird er uns„von Grund aus eigenthumliche Ergebnisse und An-„jschx,, Stoffwechsel definiren, heißt das Leben definiren als— Aus dem durch Ernährung und Auslcheidung vermittelten schauungen" versprach! �. c«.. Leben; denn organischer Stoffwechsel oder Stoffwechsel mit Stoffwechsel als wesentlicher Funktion des Eiweißes und aus An einer andern Stelle heißt es:„Auch in der Natur liegt plastisch bildender Schematisirung ist eben ein Ausdruck, der der ihm eigenen Plasticitat leiten sich dann alle übngen ein- allen Organisationen von der niedrigsten bis zur höchsten ein selbst wieder der Erklärung durch da« Leben bedarf, der Erklä fachsten Faktoren des Lebens ab: Reizbarkeit— die schon in der Leben, die Daseinsweise des"Eiweißkörpers besteht also vor Allem darin, daß er in jedem Augenblick er selbst und zugleich ein anderer ist; und dies nicht in Folge eines Prozesses, dem er von Außen her unterworfen wird, wie dies auch bei tobten Körpern der Fall sein kann. Im Gegcntheil, das Leben, der durch Ernährung und Ausscheidung erfolgende Stoffwechsel ist ein sich selbst vollziehender Prozeß, der seinem Träger, dem Ei- weiß, inhärent, eingeboren ist, ohne den es nicht sein kann. Und daraus folgt, daß wenn es der Chemie jemals gelingen sollte, Eiweiß künstlich herzustellen, dies Eiweiß Lcbenserscheinungen einfacher Typus zu Grunde" und dieser Typus"ist„schon in der untergeordnetsten Regung der unvollkommensten Pflanze in seinem allgemeinen Wesen voll und ganz anzutreffen". Diese Behaup- tung ist wieder„voll und ganz" Unsinn. Der allereinfachste Typus, der in der ganze» organischen Natur anzutreffen, ist die Zelle; und sie liegt den höchsten Organisationen allerdings zu Grunde. Dagegen finden sich unter den niedrigsten Organismen eine Menge, die noch tief unter der Zelle stehen— die Prota- möbe, ein einfaches Eiweißklümpchcn, ohne irgend welche Diffe- rcnzirung, eine ganze Reihe anderer Monere und sämmtliche Schlauchalgen(Siphoueen). Diese sind sämmtlich mit den höheren Organismen nur dadurch verknüpft, daß ihr wesentlicher Bestand- theil Eiweiß ist und sie demnach Eiweißfunktionen vollziehen, d. h. leben und sterben. Weiter erzählt uns Herr Dühring:„Physiologisch ist die Empfindung an das Vorhandensein irgend eines, wenn auch noch so einfachen Nervenapparates geknüpft. Es ist daher das Cha- rafteristische aller thierischen Gebilde, der Empfindung, d. h. einer subjektiv bewußten Auffassung ihrer Zustände fähig zu sein. Die scharfe Grenze zwischen Pflanze und Thier liegt da, wo der Sprung zur Empfindung vollzogen wird. Diese Grenze läßt sich so wenig durch die bekannten Uebergangsgebildc verwischen, daß sie vielmehr grade durch diese äußerlich unentschie- denen oder unentscheidbaren Gestaltungen erst recht zum logischen Bedürfniß gemacht wird." Und ferner:„Dagegen sind die Pflanzen gänzlich und für immer ohne die leiseste Spur von Empfindung und auch ohne jede Anlage dazu." Erstens sagt Hegel, Naturphilosophie§ 351, Zusatz, daß „die Empfindung die äiikerentia speeiftea, das absolut Auszeichnende des Thieres ist". Also wieder eine„Crudität" Hegel's, die durch einfache Aunexation von Seiten Herrn Dühring's in den Adelstand einer endgültigen Wahrheit letzter Instanz er- hoben wird. Zweitens hören wir hier zum ersten Male von Ucberaangs- gebilden, äußerlich nnentschiedeneu oder unentscheidbaren Gestal- tungen(schönes Kauderwelsch!) zwischen Pflanze und Thier. Daß diese Zwischenformen existircu; daß es Organismen gibt, von denen wir platterdings nicht sagen können, ob sie Pflanzen oder Thiere sind; daß wir also überhaupt die Grenze zwischen Pflan- zen oder Thiere nicht scharf feststellen können— das macht es für Herrn Dühring gerade zum logischen Bedürfniß, ein Unter- scheidungsmerkmal aufzustellen, von dem er im selben Athem zu- gibt, daß es nicht stichhaltig ist! Aber wir brauchen gar nicht auf das zweifelhafte Gebiet zwischen Pflanzen und Thieren zu- rückzugehen; sind die sensitiven Pflanzen, die bei der leisesten Berührung ihre Blätter falten oder ihre Blumen schließen, sind die insektenfressenden Pflanzen ohne die leiseste Spur von Em- pfindung und auch ohne zedc Anlage dazu? Das kann selbst Herr Dühring nicht ohne„unwissenschaftliche Halbpocsie" be- haupten. Drittens ist es wieder eine freie Schöpfung und Imagination des Herrn Dühring, wenn er behauptet, die Empfindung sei Eine Culturstudie. (Aus der„Frankfurter Zeitung".) (Schluß.) Der französische Essayist hätte guten Grund, sich dagegen zu wahren, daß die Deutschen die Wissenschaft als ihr Monopol ansehen, wenn die Leute in Deutschland, welche dergleichen präten- diren, die Nation wären; glücklicherweise sind es nur unwissende Schreier und eine Anzahl Professoren, denen der Doktorhut zur Narrenkappe geworden, welche fremdes Verdienst so sehr ver- kennen. Etwas keck schon wird Herr Charles Louandre, wenn er, trotzdem er sich vor deutschen Größen zu verneigen behauptet, die Franzosen in der Gelehrsamkeit möglicherweise die Meiste? der Deuffchen nennt, und nicht blos die Billigkeit, sondern der Verstand verläßt ihn, wo er die deutschen Männer der Wissen- schaft als Spione bezeichnet.„Bücher ausspioniren"— diese- Wendung ist neu. Wenn ein Bildungsfeind sie erfunden hätte, müßte man denselben einen beschränkten, dabei aber nicht ganz witzlosen Menschen heißen. Sollte aber hinter dem Wort des französischen Gelehrten Esprit gefunden werden, dann wären die Leser der„Revue des Deux Mondes" um ihren Geschmack für- wahr nicht zu beneiden.„Bücher ausspioniren", das ist nun einmal das Metier der Gelehrten; wer es nicht treiben will, thut gut, sich nach einem andern umzusehen. Was aber soll man erst dazu sagen, wenn Herr Charles Louandve die deutschen\ Gelehrten als eine organisirte Bande von Dieben schildert? Das übersteigt alle Begriffe. Die Bructerer, Tenkterer und Chamaven— wie uns der Mitarbeiter der„Revue" mit einem Archaismus nennt, der nicht gerade glücklich ist, weil diese Stämme an den Grenzlinien des KeltenthumS spaziren gehen—, diese germanischen Stämme haben in der That Berühmtheiten, welche groß genug sind, daß die ganze Welt sich vor ihnen verneigt. Ist etwa Kant deshalb kein großer Denker, weil er Cartesius kannte? Soll etwa Strauß, rung durch den Unterschied von Organischem und Unorganischem, d. h. Lebendem und Nichtlebendem. Mit dieser Erklärung kom- inen wir also nicht vom Fleck. Stoffwechsel als solcher findet statt auch ohne Leben. Es gibt eine ganze Reihe von Prozessen in der Chemie, die bei ge- nügender Zuftihr von Rohstoffen ihre eigenen Bedingungen stets wieder erzeugen und zwar so, daß dabei ein bestimmter Körper Träger des Prozesses ist. So bei der Fabrikation von Schwefel- säure durch Berbrennnung von Schwefel. Es erzeugt sich dabei Schwefeldioxid, 80z, und indem man Wasscrdampf und Salpeter- säure zuführt, nimmt das Schwefeldioxid Wasserstoff und Sauer- stoff auf und verwandelt sich in Schwefelsäure, 11,80«. Die Salpetersäure gibt dabei Sauerstoff ab und wird zu Stickoxid reduzirt; dies Stickoxid nimmt sogleich wieder aus der Luft neuen Sauerstoff auf und verwandelt sich in höhere Oxide des Stickstoffs, aber nur um diesen Sauerstoff sofort wieder an das Schwefeldioxid abzugeben und von Neuem denselben Prozeß durchzumachen, so daß theoretisch eine unendlich kleine Menge von Salpetersäure hinreichen sollte, um eine unbc- schränfte Menge von Schwefeldioxid, Sauerstoff und Wasser in Schwefelsäure zu verwandeln.— Stoffwechsel findet ferner statt bei dem Durchtritt von Flüssigkeiten durch tobte organische und selbst durch unorganische Membranen, sowie bei Traube's künst- licheu Zellen. Es zeigt sich hier wiederum, daß wir mit dem Stoffwechsel nicht vom Fleck kommen; denn der eigenthümliche Stoffwechsel, der das Leben erklären soll, bedarf selbst wieder der Erklärung durch das Leben. Wir müssen es also anders versuchen. Leben ist die Daseinsweise der Eiweißkörper, und diese Daseinsweise besteht wesentlich in der beständigen Selbst- Erneuerung der chemischen Bcstandtheile dieser Körper. Eiweißkörper ist hier verstanden im Sinn der modernen Chemie, die unter diesem Namen alle dem gewöhnlichen Eiweiß analog zusammengesetzten Körper, sonst auch Proteinsubstanzen genannt, zusammenfaßt. Der Name ist ungeschickt, weil das ge- wöhnlichc Eiweiß von allen ihm verwandten Substanzen die leb- loseste, passivste Rolle spielt, indem es neben dem Eidotter ledig- lich Nahrungssubstanz für den sich entwickelnden Keim ist. So lange indeß über die chemische Zusammensetzung der Eiweiß- körper noch so wenig bekannt, ist dieser Name immer noch besser, weil allgemeiner, als alle andern. Wechselwirkung zwischen dem Eiweiß und seiner Nahrung einge- schloffen liegt; Kontrakttbilität— die sich schon auf sehr nie- driger Stufe bei der Berzehrung des Futters zeigt, Wachsthums- Möglichkeit, die auf niedrigster Stufe die Fortpflanzung durch Theilung einschließt; innere Bewegung, ohne die weder Verzehrung noch Assimilation der Nahrung möglich ist. Unsere Definitton des Lebens ist natürlich sehr ungenügend, indem sie, weit entfernt alle Lebenscrscheinungen einzuschließen, sich vielmehr auf die allerallgemeinsten und einfachsten be- schränken muß. Alle Definitionen sind wissenschaftlich von ge- ringem Werth. Um wirklich erschöpfend zu wissen, was das Leben ist, müßten wir alle seine Erscheinungsformen durchgehen, von der niedrigsten bis zur höchsten. Für den Handgebrauch sind jedoch solche Definitionen sehr bequem und stellenweise nicht gut zu entbehren; sie können auch nicht schaden, so lange man nur ihre unvermeidlichen Mängel nicht vergißt. Doch zurück zu Herrn Dühring. Wenn es ihm im Bereich der irdijchen Biologie einigermaßen schlecht ergeht, so weiß er sich zu trösten, er flüchtet in seinen Sternenhimmel. „Es ist nicht erst die besondere Einrichtung eines empfinden- den Organs, sondern schon die ganze objektive Welt, welche auf die Heroorbringung von Lust und Schmerz angelegt ist. Aus diesem Grunde nehmen wir an, daß der Gegensatz von Lust und Schmerz, und zwar genau in der uns bekannten Weise, ein universeller sei und in den verschiedenen Welten des Alls durch wesentlich gleichartige Gefühle vertreten sein müsse.... Diese Uebereinstimmung bedeutet aber nicht wenig; denn sie ist der Schlüssel zu demUniversum der Empfindungen... Uns ist mithin die subjektive kosmische Welt nicht viel fremder, als die objektive. Die Konstitution beider Reiche ist nach einem übereinstimmenden Typus zu denken, und hiermit haben wir die Anfänge zu einer Bewußtseinslehre, die eine größere als bloß terrestrische Tragweite hat." Was verschlagen ein paar grobe Schnitzer in der irdischen Naturwissenschaft für den, der den Schlüssel zu dem Universum der Empfindungen in der Tasche trägt? Allons donc! Sozialpolitische Uebersicht. — Fortschrittliche Kundgebung über die Nothlage der niederen Klassen. Am 18. Januar hielt auch der Fortschritt �eine Versammlung mit der Tagesordnung:„Was kann und soll der Staat gegen den gegenwärtigen Nothstand der Arbeiter in thun?" Die Partei des Abgeordnetenhauses war eingeladen und viele„bedeutende Mitglieder" hatten ihr Erscheinen zugesagt. Max Hirsch war erster Redner und wies darauf hin: Er und seine Partei wären keine Schwärmer für Staatshilfe, ihre Parole Ueberall, wo wir Leben vorfinden, finden ioir es an einen! der Staat gegen Eiweißkörper gebunden, und überall, wo wir einen, nicht in'...... der Auflösung begriffenen Eiweißkörper vorfinden, da finden wir ausnahmslos auch Lebenserscheinungcn. Uiizwcifclhaft ist die Gegenwart auch anderer chemischer Verbindungen in einem leben- � � den Körper nothwendig, um besondere Differenzirungen dieser sei ja„Sparen und Selbsthilfe". Der Drang der Verhältnisse Lebenserscheinungen hervorzurufen; zum nackten Leben sind sie> hat aber selbst Mäxchen darüber belehrt, was es mit dem Sparen nicht erforderlich, es sei denn soweit sie als Nahrung eingehen des unbeschäftigten Arbeiters für eine Bewandniß hat: er habe und in Eiweiß verwandelt werden. Die niedrigsten lebenden den Muth nicht(als wenn das je seine starke Seite gewesen Wesen, die wir kennen, sind eben nichts als einfache Eiweiß wäre!), den Arbeitern das Sparen anzuempfehlen. So fordere deshalb nichts gelten, weil die Franzosen Renan befitzen? Herr- Charles Louandre citirt den Cujacius. Das ist weit hergeholt; am Ende müssen wir gar den alten Carpzovius aufmarschiren lassen. Doch nein, wir haben ja in unserm Jahrhundert Savigny. Er citirt Littre; daneben setzen wir mit Gelassenheit Jacob Grimm. Sind Niebuhr und Eichhorn, Schlosser und Ranke, Mommsen und Curtius, so verschieden in der Methode und Darstelluugs- weise, nicht originale Historiker; haben�sie die französischen Ge- schichtsschreiber geplündert und ihre Seiten zu Büchern aufge- bauscht? Hat Alexander von Humboldt sein Wissen blos entlehnt und Helmholtz nichts weiter gethan, als daß er die Sitzungs- berichte der französischen Akademien exploitirte. Es ist beinahe lächerlich, daß wir derlei Fragen stellen müssen. Ihre Fortsetzung würde uns zwingen, Herrn Charles Louandre darüber zu interpelliren, ob der deutsche Dichterfürst seinen Faust aus dem Französischen übersetzte und Beethoven seine Symphonieen aus Paris holte. Lächerlich ist es, zu ver- kennen, wie Vieles beide Völker einander schulden. Äöthe las Rousseau, Schiller studirte Racine; Vattel, der französisch schrieb, stand auf den Schultern Wolfis, Guizot verdankt seiner Kenntniß des Deutschen Vieles und Herr Cousin hätte ohne das Studium unserer Philosophen den Franzosen wenig zu sagen gewußt. Unter den Leuchten derselben Disziplin steht oft der Name eines Franzosen neben dem eines Deutschen. Hervorragende Schrift- steller der einen Nation haben ihren Ruhm darin gesucht, Doll- metsch der anderen zu sein; Börne unter den Deutschen, Edgar Quinet in Frankreich. Wir sind die Schüler der Franzosen und sie die unfern. Wenn die Partie ungleich ist, so ist sie es wohl nur insofern, als wir ihre Klassiker besser kennen, als sie die unfern, und jeder gebildete Deutsche französisch zu lesen ver- steht, während noch nicht der hundertste geschulte Franzose deutsch kann. Wenn in Zukunft kein französischer Kaiser mehr deutsche Gelehrte an cäsaristischer Hautirung Thcil nehmen läßt, so be- dauern wir das nicht im mindesten. Nur den Jrrthum sei es gestattet zu corrigiren, daß wir in dem„Leben Cäsars" jemals eine große That, welche unsere Nation verherrlichen half, erblickt haben. In Deutschland erzählt man sich davon eine Anekdote. Ein Bater kam zu Mommsen, um ihn zu fragen, ob er seinem Sohn das Buch Napoleon III. als Weihnachtsangebinde schenken solle. Wie alt Ist der Sohn? fragte Mommsen. Zwölf Jahre, antwortete der Vater. Dann ist er schon zu alt dafür, erwiderte Mommsen. Von deutschen Gelehrten liegen hohe Schichten von Bettelbriefen in den Tuilerien; das erfüllt uns mit Scham. Aber wäre dem so, wenn nicht der Franzosenkaiser das Mög- lichste gethan hätte, die Charaktere zu verschlechtern? Wir wenden uns an die billiger denkenden Franzosen und sagen ihnen: man darf gegen des Besiegten Vorwürfe nicht zu empfindlich sein, aber Einsicht und Gerechtigkeit verlangen, daß der nationale Wetteifer sich nicht in freche Verunglimpfung ver- kehre. Alles in Allem spricht der gebildete Deutsche achtungs- voller von den französischen Leistungen, als es umgekehrt ge- schieht. Die Teutomanen, welche gegen die französische Sprache, die französische Wissenschast und Kunst zetern, gelten auch hier- zulande für Narren. Und in jedem denkenden Kopfe in Deutsch- tand, in jedem politischen Geiste ist tief eingegraben die Er- innerung, welche keine Zeit auslöschen wird, die Erinnerung, daß die Begeisterungsfähigkeit und initiative Kraft des ftanzöst- schen Volkes den Feudalstaat in Trümmer schlug, auf deutschem Boden die vielen hundert Königlein, diese deutschen roia faindants, abthat und ganze Volksklasscn von einem Joche erlöste, von welchem wir uns noch lange nicht selber zu erlösen vermocht hätten. Diese That wiegt manche Unbill au; und die Dankbar- keil, die sie begründet hat, ist bleibend. Wann werden wir endlich Alle, hier wie dort, begreifen, daß der Geist der Menschheit Einer ist, vielfarbig erscheinend im Prisma der Geschichte, wie der Sonnenstrahl im prismatischen Glase? Wann werden wir die schöne Blume nicht mehr schmähen, weil keines ihrer Blätter dem andern ganz gleich ist? Wann er nun von Commune, Staat und Reich Hilfe. Zunächst beau- tragte er, eine Nothstandscommission einzusetzen. Die Coiumuneu, die keinen Kredit zu Ausführung von Arbeiten für die Arbeits- losen hätten, müßten solchen vom Staat erhalten; der Staat, der ja der„größte Arbeitgeber" sei, dürfe keine Arbeiter ent- lassen— und so brachte der Anwalt der Gewerkoereine eine Menge, wie wir annehmen wollen, gut gemeinte Vorschläge, bis ihm seine Heiserkeit nicht weiter zu sprechen erlaubte. Dazu fügt der Berichterstatter der„Frankfurter Zeitung" die Be- merkung: daß das Volk im Ganzen zu hoch belastet, daß ein unverhälttiißmäßiger Theil des Staatseinkommens für unproduk- tive Zwecke verwandt wird und dadurch die Staatsverwaltung dem Pauperismus Vorschub leistet, ahnte Herr Hirsch nicht, einmal. Auch habe er sicher den Militäretat nicht studirt, da er in der zweijährigen Dienstzeit eine durchschlagende Ersparnis sehe. Vernünftig war der Gedanke Hirsch's,„eine Statistik der Arbeitslosen" aufzustellen. Lustig ist übrigens der Zorn der biedern Tante, die jetzt> ihren Max nicht mehr als den Ihren anerkennen will, darüber wird sie aber seitens der„Nationalzeitung" bedeutet, daß es ein Unding sei, ihn, den Abgeordneten des ersten Berliner Wahlkreises im Reichstage von der Fortschrittspartei zu trennen. Ja sogar zu einem verkappten Sozialisten hat ihn die biedere Tante ge- stempelt. Wir jedoch glauben, sie hat in diesem Falle viel zu schwarz, wollte sagen viel zu roth gesehen!— Ihm folgte der Sprecher Saucken-Tarputschen, der die Ge- legenheit benutzte, sich einmal zu blamiren, indem er warnte „vor künstlich übereilten Hilfsmitteln": der Nothstand sei eine „soziale Krankheit, welche ihre Zeit ansdanern müsse," und serner:„die Genesung müsse ans natürlichem Wege von innen heraus erfolgen." Ein der Versammlung beiwohnender Arbeiter, dem diese Stillung des Hungers„von innen heraus" bedenklich schien, meinte zu der schönen Ausführung dieser„zuwartenden" Kurmethode:„da sollen wohl erst ein paar Tausend Arbeiter verhungern!" Nachdem Eberty eine sehr allgemein gehaltene, gewiß rhetorisch recht hübsche Rede vom Stapel gelassen hatte, ging die Versammlung auseinander, und in kummervollem Schweigen zogen die Meistinteressirten, die Arbeiter, ihres Weges davon. Die„Vossische Zeitung" vom 20. Februar berichtet mit Emphase, daß von dem Vorstand des Berliner Baumarktes, dem sich der Bund der Bau-, Maurer- und Zimmer- meister angeschlossen habe, eine Petition an das Staats- Ministerium gerichtet worden ist, man solle die beschlossenen Bauten in Berlin schleunigst aufnehmen. Daraus sehen wir jedenfalls nur, daß die Noth auch in diesen Kreisen sich geltend macht, nicht aber, daß eine plötzlich ubermäßig menschenfreundliche Gesinnung gegen die Arbeiter hier ihren Einzug gehalten hat. — Bankerott eines„Selbsthilfeinstituts". Unter'm 14. Februar ist die Gräfrather Volksbank seingetragene Ge- nossenschaft) fallit erklärt worden. Dieses Institut ist in gleicher Weise verwaltet und ebenso zu Grunde gegangen, wie die Düsseldorfer Gewerbebank. Der Bankerott wird wieder der Ruin vieler kleineren Leute und Handwerker werden. Die Lei- tung seit der Gründung hat ein Heinrich Schulte-Heuthaus ge- habt, der im Oktober 1875 noch zu gleicher Zeit Direftor der Ornamentfabrik war und dessen Thun und Handeln man bei dieser Gesellschaft entlarvte und vor das gerichtliche Forum brachte, so daß er flüchtig und dieserhalb steckbrieflich verfolgt wurde. Er ging nach Bendükon-Kirchberg bei Zürich, es wurde ihm jedoch schließlich der Aufenthalt dort untersagt, und er ist mit seinem und Spiethoff's Freunde, Wilhelm Sprick, Spar- kassen-Rendaut der Gräfrather Volksbank, welcher im Dezember mit einer Unterschlagung von über 300,000 Mark durchging und ebenfalls steckbrieflich verfolgt wird, wie man sagt, nach Südamerika durchgegangen. — Zur Behandlpng politischer Gefangener, schreibt der„Dresdener Bolksbote":„Bei einem Besuche, den ein Freund Äaysers, der gegenwärtig im Gefängniß über die Segnungen deutscher Freiheit nachdenkt, kürzlich abstattete, wurde Kayser dem Besucher im Empfangzimmer in der Landhausstraße 11, vorgeführt. Der Herr Gerichtsrath Siebdrath fand es ange- messen, innerhalb fünf Minuten dreimal das Zimmer, worin Kayser mit dem Besucher weilte, zu passircii. Beim dritten Male ließ der Herr Gerichtsrath den ruhig ihre Geschäfte be- sprechenden Herren sagen, sie möchten ihre Unterredung unter- brechen. Nicht genug, daß man Jemandem politischer Ver- brechen halber die Freiheit entzieht, man sucht auch noch durch kleinliche Chikane die„Strafe" zu verschärfen." dustrie stockt und im Departement der Jsöre, wo diese Industrie l Haupterwerb ist, stehen die Webstühle still, in manchen Orte» bereits seit zwei Monaten. Kaum besser steht es mit der Leinen- industrie. In Elboeuf gehen die Geschäfte so flau, daß die namhaftesten Fabrikanten der Stadt zusammentraten, um die Ursachen der Krisis, die sich fühlbar mache, zu erforschen; nicht besser steht es in Roubaix. Die metallurgische Industrie hat auch sichtbar mit Schwierigkeiten zu kämpfen. So hat die Ge- scllschaft Cail u. Co., die in früheren Jahren so hohe Divi- denden vertheilte, diesmal deren keine gegeben. Wenn die Werkstätten dieser Gesellschaft und die im Creuzot nicht augenblicklich mit den großen Arbeiten für die Bauten der Industrieausstellung beschäftigt wären, so hätten sie bereits eine namhafte Anzahl von Arbeitern entlassen müssen. In den Kohlenbassins des Nord und des Pas de Calais hat d e Ber- Minderung des Kohlenbedarfs auch die Verminderung der Ar- beitstage und Arbeitsstunden nach sich gezogen. Das„Journal des Mines" meldet, daß auch in den Kohlengruben des Südens in Folge der Flaue in den Fabriken jener Gegend die Arbeits- noth steigt; indeß geht es hier verhältnißmäßig noch besser als im Norden. Der„Ami du Peuple", der in Douai erscheint, meldet, daß die große Gesellschaft von Bully-Grenay den Lohn um 10 pCt. herabgesetzt, einen Theil der Arbeiter entlassen und die Arbeit am Montag abgeschafft habe. Auch das„Echo du Nord" klagt, daß manche Gesellschaften Hunderte von Arbeitern entlassen hätten. Bis jetzt ist die Noth jedoch noch lokalisirt. Während die Lyoner Webstühle feiern, sind alle Eisenwerke im Departement der Ande noch in voller Thätigkeit und mit Arbeit überhäuft. Auch die Mehrzahl der Industriezweige des Südens leidet noch nicht. — Hans Blum lgßt wieder von sich hören! Die „Leipziger Volkszeitung" macht eine Mittheilung, welche„unser" Hänschen(denn wir haben ihn uns schon so oft„gekauft") recht schlagend und scharf charakterisirt. Der Redakteur der genannten Zeitung hatte sich ein Versehen, einen Verstoß gegen tz 8 des Preßgesetzes zu Schulden kommen lassen. Von diesem Umstände hatte Hänschen, wie die„Leipziger Volkszeitung" sagt, in seiner Vertrauensstellung als Rechtsanwalt Kunde erhalten. Nun trieb ihn wahrscheinlich sein bedrängtes Gewissen und verletztes Gerechtia- keitsgefühl, den Redakteur zu denunziren! Der ehreuwerthe Herr ist nun bekanntermaßen selbst auch Redakteur, und zwar der bekannten„Grcnzboten"; trotzdem hat ihn nicht einmal das Gefühl der Collegialität abgehalten, diesen Dienst eines Denun- zianten zu leisten. Wir sehen, der Student der Menschenrechte von einst macht recht erfreuliche Fortschritte und nimmt zu an Weisheit und Verstand und Wohlgefallen bei den praktischen Gegnern aller Menschenrechte! Wir möchten wissen, ob Hänschen bei dem Gedanken an seine Vergangenheit nicht die Schamröthe auf die Stirne tritt! — In Paris soll sich zur Gründung eines sozialistischen Arbeiterblattes nach deutschem Muster eine Genossenschaft gebildet haben, welche jedes Paktiren mit der radikalen Bourgeoisie von sich weisen will. Der Preßfonds ist auf 20,000 Francs fixirt und soll durch 400 Antheilscheine ä 50 Francs, von denen 5 Francs sofort und 1 Francs monatlich einzuzahlen sind, auf- gebracht werden. — Die herrschende Geschäftsstockung hat auch in Ruß- land massenhafte Arbeiterentlassungen zur Folge gehabt; so wird z. B. aus Moskau gemeldet, daß in den meisten dortigen Fabriken dem größten Theile der Arbeiter die Arbeit hat ge- kürzt werden müssen. Natürlich ahmt die russische Regierung dem erbfreundlichen Deutschland nach und kümmert sich den Teufel um die Nothlage der Arbeiterklasse. — 17. sächs. Wahlbezirk.(Telegr.) Glauchau, 23. Fe- bruar, Morgens 7 Uhr: Bis jetzt Bracke 10,131, Birnbaum 7983 Stimmen; es fehlen noch 26 Orte mit ca. 1800 Wählern. — Das Resultat der am 21. Februar im 3. Berliner Wahl- kreise stattgehabten Nachwahl ist: Rackow(soz.) 5764 Stimmen, v. Saucken(fortschr.) 8643 Stimmen, Dr. Burg(natioual-lib.) 1567 Stimmen, Brandes(Ziinfllcr) 722 Stimmen, zersplittert und ungültig 45 Stimmen. Mithin ist v. Saucken mit 291 Stimmen Majorität gewählt. Die Sozialisten können gleichwohl mit der auf ihren Candidaten gefallenen Stimmenzahl voll- ständig zufrieden sein, zumal es sich gezeigt hat, daß der„Fort- schritt" auf der Retirade begriffen ist. - Noth überall! Der„Vossischen Zeitung" schreibt man � � aus Paris, 17. Februar:„Die Lyoner Seidenarbeitcr sind>'-mal für den Reichstag von de n Bezirk Osnabrück, den er nicht allein in Roth, sondern auch die Stockung in der Seidcnfabri-! vorher schon vertaten hat, wiedergewählt worden kation ist keine vereinzelte Erscheinung. Auch die Sammet-Jn- j genanntem-amh-an eine Neuwahl nv.hig geWerden wir einsehen, daß es für die Civilisation keinen größeren Triumph gäbe, als die innere Versöhnung Frankreichs und Deutschlands? Unter der Erd'. Auch tief chn Schooß der Erde giebt es Lieder, Und fleiß'ge Männer sind es, die sie singen, Wenn sie auch wehmnthsvoll, auch traurig klingen, Es sind doch Lieder, warm und voll und bieder. Ich sah der Männer Werk, und immer wieder Seh' ich im(Leist sie in die Schachte dringen,— Hör' ihre Minen springen und— sie singen— Und kaum, ach! zwing' ich eine Thräne meder! Ihr halbes Leben in der ew'gen Nacht, Umringt von tausend, tief verstecklen Schrecken, Oft sich ihr Grab selbst wühlend tief im Schacht. Und ob sie Schatz auch über Schatz entdecken, Doch zwinget sie der Armulh harte Macht, Ihr Elend könnt' des Steins Erbarmen wecken! ~T Der Sultan ist verrückt— eS lebe der(neue) Sultan! Durch alle Zeitungen geht die Nachricht, dah der derzeitige Sultan— m � Monaten Nummero 3— schon nach so kurzem Regiment an Gehirnerweichung leidet. Das muß wohl in der Familie liegen! &, J??0 i'ß'gett Sultan in der anmulhigen Stille von Dolma- daghtjchi oder an irgend einem anderen Ausbewahrungsorte für abgenutzte, türkische Herrscher sein Quartier anweisen wird? Ob die selbstschueidcnde Scheere seinen Lebensfaden abschneiden wird? Die Zukunft wird s za lehren: jedenfalls muß eS sehr unangenehm sein, auf dem Thron am goldenen Horn zu sitzen, wo die Luft so gefährlich ist, oap die Gehirne sich erweichen, wo die Scheeren den Herrschern die i-ange ihrer Regierungszeit bestimmen! Correspondenzen. Kudapek, 14. Februar. Genossen Deutschlands! Von den innigsten Sympathien geleitet und jene heilige Bande anerkennend, welche uns gegenseitig verbinden, erlauben wir uns, die Schuh- macher Budapest's, Euch, Ihr deutschen Genossen, zu Euren errungenen Wahlsiegen ein„Glück auf" aus Ungarn zuzurufen. Mögen Eure Bestrebungen immer mehr mit Erfolg gekrönt werden, denn Euer Sieg ist der unsrige. Aller Augen sind heute auf Euch gerichtet, und mit Recht. Jedem Verdlenst seine Krone. Heiß war zwar Euer Kampf gegen einen überlegenen Feind, doch Euer tapferer Kampf gab Euch 700,000 Stimmen. Obzwar wir in Ungarn von solchen Siegen nichts wissen, sind wir doch bemüht» auch jederzeit jenes große Band zu festigen, das die Arbeiter aller Länder verbindet. Wenn uns auch Schlagbäume trennen und wir verschiedene Sprachen sprechen, für unsere Bestrebungen sind dies keine Hindernisse, und gerade durch Euren Wahlsieg wurden so manchem die Augen geöffnet, der die edlen Prinzipien der Arbeiter ver- höhnte. Mit Stolz sehen wir auf Euch, wie Ihr trotz Ver- folgungen immer an Terrain gewinnt, da jede Maßregel nur eine größere Agitation und höhere Erkenntniß dervorbringt.— Wir wünschen Euch zu den zwei bevorstehenoen Nachwahlen eben so den Sieg, wie Ihr ihn früher errungen, und senden Euch 3 fl. zum Wahlfonds; es ist dies zwar nur eine Kleinig- keit, jedoch sie ist gerne gegeben, weil wir wissen, daß der Zweck der Bestimmung, ob früher oder später, auch uns von Nutzen sein wird. Nun Genossen! deutsche Brüder! unfern Brudergruß und Glück auf! Im Namen der Schuhmacher Budapest's: Franz Korn. London, 3. Februar. Communistischer Arbeiter- Bildungs- Berein. Allgemeiner Bericht. Es wird gewiß vielen Lesern des„Vorwärts" nicht uninteressant sein, einmal etwas Spezielles über den Stand des hiesigen Communistischen Arbeiter-Bildungs- Vereins zu erfahren. Wir geben daher in Nachstehendem einige Daten aus der letzten Jahresbilanz mit dem Bemerken, daß die- selbe im Vergleich zu früheren eine hervorragend günstige zu nennen ist. Namentlich ist im letzten Jahre der Absatz an Broschüren und Zeitungen bedeutend gestiegen. So hatte der „Vorwärts" bei Ablauf des 4. Quartals 1876 60 Abonnenten. Desgleichen hatte die„Neue Welt" deren 40, welche durch eine Commission besorgt wurden. Außerdem wird letztere noch durch eine hiesige Buchhandlung vertrieben. Broschüren wurden ver- kauft für ca. 400 M. Die Zahl der Mitglieder war am 1. Januar 79 Mann. Neu traten hinzu bis zum 31. Dezember 1876 120 Mann. Ein großer Theil hiervon ist jedoch während der- selben Zeit wieder abgereist und ausgetreten. Am 1. Januar d. I. hatte der Verein 102 zahlende Mitglieder. Die ordent- lichen Mitgliedsbeiträge betrugen ca. 1300 M. Die Extra- beitrüge, welche dem Berein zu Gute kamen, beliefen sich eben- falls auf beträchtliche Summen. Erwähnt sei noch, daß für die deutsche Reichstagswahl, trotz der obwaltenden Arbeitslosigkeit, von der die Deutschen Hierselbst am meisten betroffen werden, ca. 300 M. aufgebracht wurden. Soviel über die letzte Jahres- bilanz des Vereins. Hoffentlich werden wir im nächsten Jahre noch weit günstigere Resultate berichten können.— Nun noch Einiges in Bezug auf die stattgehabten deutschen Reichstags- wählen. Die Bestürzung, welche der Ausfall derselben in der hiesigen Presse hervorgerufen hat, ist in Deutschland schon durch eine frühere Correspondenz gemeldet und wollen wir deshalb auch nicht mehr näher darauf eingehen. Nur wollen wir nicht unterlassen, den deutschen Parteigenossen unsere innigste Freude über ihre Erfolge kundzugeben. Wenn auch mancher von den hiesigen Genossen gehofft hat, daß mehr Sitze errungen würden, so sagen sich doch alle: Die Gesammtzahl der für sozialdemo- kratische Candidaten abgegebenen Stimmen beweist, daß während der letzten drei Jahre in Deutschland tapfer gewirkt worden ist und der Sozialismus trotz aller Polizeichikanen und Regierungs- Maßregelungen bedeutende Fortschritte gemacht hat. Und darum nur vorwärts auf der betretenen Bahn und frohen Muthes weiter agitirt, bis der Sieg ein vollständiger wird. Ja, möchten doch nur erst die Arbeiter aller Länder mit gleicher Energie sich aufraffen, dann würde die Zeit nicht mehr ferne sein, wo die Erlösungsstunde der Arbeit aus den Banden des Kapitals ge- schlagen hat! Zum Schluß machen wir noch alle nach London reisende Parteigenossen darauf aufmerksam, daß sich unser Vereins- lokal 38 lllarsball Ltrvvt Golden Square im Westend befindet, wo regelmäßig jeden Sonnabend und Montag neue Mitglieder aufgenommen werden. Der Eintritt kostet für Solche, welche keinem sozialistischen Verein bis dato angehörten, 8 Pens. Der durchschnittliche Beitrag 3 Pens. Dafür werden in Krankheits- fällen 5 Schilling pro Woche an Unterstützung gezahlt. Ferner wird gegen einen geringen Extrabeitrag Gesang- und englischer Sprachunterricht ertheilt; auch steht allen Mitgliedern eine reich- halttge Bibliothek von ca. 500 Bänden zur unentgeltlichen Be- Nutzung zu Gebote. Namens des Vereins: I. Boß, correspondirender Sekretair. Lehe(19. hannoverscher Wahlkreis), 6. Febr. Wie überall, so hat auch hier der Sozialismus seit 1874 bedeutend an Boden gewonnen. Bei der vorigen Wahl wurden für den Sozialisten 200 und einige Stimmen abgegeben, wogegen wir diesmal 1072 Stimmen auf unfern Candidaten vereinigten. In Lehe hatten wir das letztemal 13 Stimmen, diesmal 284. Wenn mau nun die Bevölkerung und die große Ausdehnung des Wahlkreises in Betracht zieht, ist das Resultat ein glänzendes zu nennen. Ber- sammlungen fanden statt in Lehe, Gestendorf, Wulsdorf, Alten- bruch und Otterndorf. Ueber die beiden letzten Versammlungen muß ich Einiges berichten, weil da Gegner gegen uns auftraten. In Altenbruch war zum erstenmale eine sozialdemokratische Versammlung sehr gut besucht, so daß der Saal die Menge nicht zu fassen vermochte. Nachdem ich gesprochen, sprach ein liberaler Gegner, der die gewöhnlichen Angriffe vorbrachte, wie Theilen, Weibergcmeinschaft, Petroleum u. s. w. Es war mir natürlich ein Kleines, diesen Unsinn zurückzuweisen; fast die ganze Ver- sammlung erklärte sich mit meinem Vortrag einverstanden, selbst der dortige Ortsvorsteher erklärte mir, daß er von meinem Gegner etwas Anderes erwartet hätte, er sei ja gar nicht auf meinen Vortrag eingegangen. Jedenfalls hat dieser Gegenredner erst etwas auswendig gelernt und glaubte nun, daß ihm ein Sozialist nicht Rede und Antwort stehen könne. Es war eine Freude, mit anzusehen, wie nach Schluß der Versammlung die Leute Stimmzettel und Flugblätter forderten; hätten wir da eine Organisation, so würden noch größere Resultate erzielt worden sein. — Von hier ging's nach Otterndorf. Auch diese Versammlung war glänzend besucht, so daß ich mich förmlich zur Tribüne durchkämpfen mußte. Auch hier hatten die Liberalen Alles auf- geboten, um die Versammlung zu stören, was natürlich an der taktvollen Haltung der Arbeiter scheiterte. Nachdem der Einbe- rufer die Versammlung eröffnet, wurde von liberaler und sozia- listischer Seite ein Vorsitzender vorgeschlagen; trotzdem die Li- beralen blos den vierten Theil zu ihren Anhängern zählten, erklärte» sie, der Liberale sei gewählt. Um ihnen nun zu be- weisen, daß sie ganz und gar in der Minorität seien, forderte der Einberufer die Sozialisten auf, zur einen Seite zu treten, die Liberalen zur anderen. Obgleich nun die Letzteren einsehen mußten, daß sie nur die Minorität waren, wurde von mir der Vorschlag gemacht, um zu verhindern, daß die Versammlung aufgelöst würde, von beiden Seite» Vorsitzende zu wählen. Sinn konnte ich endlich beginnen. Nachdem ich ausge, prochen, meldete sich der Herr Pastor und sagte, jedenfalls um seinen Worten mehr Nachdruck zu geben, in salbungsvollem Tone: daß ich es gut verstanden hätte, den Leuten den Sozialismus in ansprechen- der Weise vorzupredigen; aber die Sozialdemokraten wollten ganz etwas anderes. Nun kamen die verschiedenen Berdäch- tigungen: der Herr Pastor wollte uns mit Auszügen ans der Broschüre„Meder mit den Sozialdemokraten" beweisen, daß die Sozialdemokraten Theilen, Weibergemeinschaft n. dergl. mehr einführen wollten. Sie seien die leibhaftigen Teufel, und der- artige Ehrentttel erhielten wir mehrere, die wir nicht erwartet hätten aus dem Munde eines ftommen Pastors zu hören.— Unter Hochrufen auf die Sozialdemokratte und den Arbeitercan- didaten gingen die Arbeiter auseinander. Nun noch Einiges von Lehe. Die hiesigen Sozialisten beab- sichtigten in nächster Zeit einen Ball abzuhalten— nun dagegen, sollte man meinen, könnte kein Mensch etwas einwenden—: aber weit gefehlt! der Ball wurde verboten, und zwar deshalb, weil eine Festrede gehalten werden sollte. Ich ließ die Festrede fallen und machte eine neue Eingabe; aber, o weh! jetzt wurde mir mitgetheilt, daß ein politischer Verein keinen Ball abhalten dürfe!! Da ich indeß keinen Gesetzesparagraphen finden kann, der dies besagt, habe ich eine Eingabe an die königliche Land- drostei in Stade gemacht. Die Folge wird lehren, ob man höheren Ortes derselben Meinung ist, wie der Herr Krei-haupt- mann.— Am Sonntag den 4. Februar hielten wir eine gut besuchte Volksversammlung ab, in welcher Genosse Frick refe- rirte. Als Beweis, daß hier der Sozialismus im„Rückschritt" begriffen ist, muß ich konstatiren, daß wir keine Versammlung abgehalten haben, in welcher unser Verein keine neuen Mitglieder erhielt. Mit sozialdemokratischem Gruß Philipp Krebs. (F ße?e, 12. Februar. Wir haben lange nichts von uns hören lassen, sind aber jetzt gezwungen, unsern Parteigenossen einmal die Lage hier zu illustriren. Wir hielten hier am 6. November 1876 eine Volksversammlung ab, wo Herr Otto Reimer aus Altona referirte. Während der Versammlung ging der Antrag ein zu einer Tellersammlung zur Deckung der Kosten; wie der Borsitzende hierüber abstimmen lassen wollte, verbot der überwachende Polizei-Commissar Reifing dieselbe. Herr O. Reimer glaubte, er hätte kein Recht dazu, nahm hier- auf seinen Hut und forderte die Anwesenden auf, ihm nur etwas hinein zu werfen, welcher Aufforderung auch Folge geleistet wurde. Da trat der obengenannte Beamte vor und confiszirte den Inhalt des Hutes, 10 Mark, strengte hierauf eine Anklage auf unerlaubte Tellersammlung an, welche nach Polizei-Ver- fügung eine Strafe von 20 Mark zur Folge hatte. Hiergegen reichte O. Reimer Berufung ein und ward zum 12. d. Mts. Termin angesetzt. Da O. Reimer aber abgehalten war, hier zu erscheinen, wurde dieserhalb die Berufung nach§ 363 des Strafgesetzbuchs verworfen. Am 2. d. Mts. wurden dem Col- portcur H. Schleiß 6 Exemplare„Die parlamentarische Thättg- teit des deutschen Reichstags und der Landtage von 1874 bis 1876" von der hiesigen Polizei beschlagnahmt. Am 11. d. Mts. hielten wir in Weftencclle eine Volksversammlung ab, als Refe- rent war Herr Kokoski aus Braunschweig anwesend und hat dort einen recht guten Eindruck auf die Einwohner gemacht. Den 12. d. Mts. sollte hier in Celle Volksversammlung abge- halten werden, wo Herr Kokoski ebenfalls referiren sollte. Die Versammlung wurde schon am 9. angemeldet und Bescheinigung ertheilt. Doch o Wunder! Am 12. Morgens gegen 11 Uhr be- kam der Einberufer H. Wichtendahl nachfolgende Zuschrift: Celle, 12. Februar 1877. Mit Bezug auf die von Ihnen auf heute Abend 8 Uhr im Lokale des Gastwirths Künneke, Neustadt angezeigte Ver- sammlung gereicht Ihnen zum Bescheide, daß dieselbe nicht stattfinden darf, da die unterzeichnete Behörde die Ueberzeu- gung gewonnen hat, daß es sich um eine Fortsetzung der agi- tatorischen Thätigkeit der durch Urtheil des Königlichen Stadtge- richts zu Berlin vom 24. v. Mts. für den Umfang des Preu- ßischen Staatsgebietes geschlossenen„sozialisttschen Arbeiter- Partei Deutschlands" handelt. Kgl. Polizei-Direktion: v. Arnim. An den Herrcnkleidermacher Hrn. H. Wichtendahl, hier. Es war uns auf diese Weise unmöglich gemacht, noch eine Bekannttnachung zu erlassen, daß die Versammlung nicht statt- fände. Zu der anberaumten Stunde sammelten sich von allen Seiten der Stadt, sowie von den nächstliegenden Dörfern eine große Masse von Arbeitern. Wie diese vernahmen, weshalb die Versammlung nicht stattfinden solle, war man allgemein ent- rüstet, jedoch zerstreuten sich die Arbeiter in ruhiger und ernster Weise. Der Saal war besetzt von drei Schutzleuten und wurde Jedem untersagt, einzutreten, sie gingen sogar so weit, die Be- Nutzung der Kegelbahn zu verbieten. Wir werden uns jedoch durch Willkür einzelner Beamten unser bischen Versammlungs- recht nicht ganz und gar nehmen lassen, sondern werden Be- schwerde gegen diese Maßregel einlegen und vom Resultat der- selben berichten. Im übrigen können wir den Parteigenossen mittheilen, daß wir unsere Stimmenzahl mehr als verdoppelt ?aben, trotzdem man sich schon der Hoffnung hingegeben hatte, ier den Sozialismus todt gemacht zu haben. W. S. H. H. Kisenach, 4. Februar.(Wahlresultate.) Von 17,663 Wahl- berechtigten haben in unserem Kreis 10,472 gewählt und 10,472 giltige Stimmzettel abgegeben— 127 Stimmzettel waren un- giltig. Es erhielten: Rechtsanwalt Dr. Sommer(nationallib.) 6793, Cremcr, Redakteur der„Germania"(ultrain.) 1413, W. Liebknecht 1167, v. Rotenhan(christlich- conscrix) 5S0, Eugen Richter(fortschr.) 501 Stimmen. Auf Bebel fielen 37 Stim- men, und zwar m dem Dorfe Oechsen im Eisenacher Oberland. Die dorttgen Parteigenossen, die wir nicht kennen, bitten wir hiermit, uns ihre Adresse zukommen zu lassen, damit wir mit ihnen in Verbindung treten können und weitere Zersplitterung verhütet werde.— Daß wir hier keine größere Stimmenzahl erzielten, hat in Folgendem seinen Grund. Unsere Wahlzettel waren noch einmal so groß als die Sommer'schen, letztere von leichtem Papier, so daß auch auf der Rückseite die Schrift zu lesen war; man brauchte gar nicht in der Nähe zu sein, um die Stimmzettel zu unterscheiden. Als Wahlvorsteher fungirten die Herren Fabrikbesitzer Arzberger, Fabrikbesitzer Dietel, Fabrikbesitzer Roth, ein Faktor aus der v. Eichel und Kramer'schen Spinnfabrik Namens Schellenträger, Inspektor der Aktienziegelei Pollmann u. a. m., so daß sich die Klein- bürger und besonders die Lohnarbeiter bei der heutigen Geschäfts- krisis fürchteten, unsere Zettel abzugeben. Ein großer Theil derselben hat deshalb gar nicht gewählt. Die nächsten Ortschaften um Eisenach haben für uns durchschnittlich gut gewählt, z. B. das Dorf Farnroda, wo viele Drechsler wohnen, welche für Ruhlacr Pfeifenfabrikantcn arbeiten. Auf den Sommer'schen Zetteln, die ihnen aufgenöthigt wurden, strichen aber Viele den Namen Sommer aus, schrieben Liebknecht darunter und deshalb wurden alle diese Zettel für ungiltig erklärt.(Dagegen sollen die Ge- Nossen protestiren! Es ist nicht ungesetzlich, aus einem Stimm- zettcl einen Namen auszustreichen und durch einen anderen zu ersetze». R. d.„V.") In Kreuzburg und Vacha hatte Gissen Versammlungen abgehalten und war auch der Verlauf ein guter. Anders war es in Lengsfeld, wo viele Juden wohnen: der dortige Landrabbiner Krön er war der Sprecher für den Reichs- verein und hatte die Ausführungen Giffch's in's Lächerliche ge- zogen. Im Lengsfelder Bezirk hatte Liebknecht 27 Sttmmen. Wegen Beeinflussung der Wirthe konnten wir in Dermbach, einem nicht unbedeutenden Orte, keine Versammlung abhalten. In einem großen Dorf, Unterellen, begab sich der dortige Pfarrer Ritter mit Rotenhan'schen Stimmzetteln in's Wahl- lokal und sprach aus: wer Liebknecht wähle, bekomme kein Land mehr von ihm in Pacht— ein würdiger„Nachfolger Christi"! In etilem andern Dorf, Etterwinden, hatte der Bürgermeister den Befehl ausgegeben, wer Liebknecht wählen wolle, müsse sich: bet ihm in eine Liste eintragen. Trotz all dieser Machinattoncn hat unser Candidat doch 212 Stimmen mehr als 1874; wir sind natürlich keineswegs mit dem Resultat zufrieden, aber an uns h?.�, �"'9* 9efthlt- Hätten wir rechtzeitig Exemplare der gegne rtschen Stimmzettel zu sehen bekommen, so hätten wir die wisrigen kleiner angefertigt, am Wahltage war es zu spät. Für das Arbeiter-Wahlcomitö Der Agent: Carl Simon, Sandgasse. Eisenach. Diesmal haben wir wiederum 300 Stimmen Zu-; kenne keinen§ 9 und hinter ihm wurde die Thüre verschlossen nähme zu verzeichnen. Bericht folgt. In Thüringen können! Das alles soll aber ein Sporn sein für die Arbeiter Heidelbergs wir mit unserem„Rückgang" überhaupt zuftieden sein. zur Vorbereitung auf die nächste Reichstagswahl; nur dann wird Weimar. In den 169 Ortschaften unseres ersten Weima- � es möglich sein, einen Mann in den Reichstag zu senden, der rischen Wahlkreises ist außer in Stadt Apolda fast gar kein nicht zu allen Wünschen der Regierung Ja und Amen sagt.— industrielles Proletariat; von den für unsern Candidaten abge- Darum Arbeiter, die Ihr unserer Bewegung noch fern steht, gebenen Stimmen können wir zwei Drittel auf die Landbevölke- tretet ein in unsere Reihen und kämpfet mit, denn vereinzelt� find rung rechnen. Tie Zunahme ist erfreulich; der Wahlkreis ist wir nichts, vereinigt alles. wegen seiner großen Ausdehnung schwer zu bearbeiten. 105,000 Aschatz, den 17. Februar. Sonnabend, den 17. Februar, Einwohnern, 23,740 Wählern, war das von unsern Gegnern Abends 8 Uhr, hatten wir in Oschatz eine öffentliche Sozialisten- systemattsch eingepaukte„Theelen" nicht so leicht aus dem Kopfe Versammlung einberufest, in welcher Herr Hadlich aus Leipzig zu bringen. Dennoch ist's uns durch angestrengte Agitation das Referat übernommen hatte mit der Tagesordnung:„Die möglich geworden, diese Zunahme zu erzielen. In J35 Ort- Wahlresultate." Herr Hadlich löste seine Aufgabe zur vollste» schaften hat Ufert gesprochen, in den meisten dieser Orte sind für uns Majoritäten erzielt. Auffälligerweise wirkten diejenigen Wähler diesmal eher gegen Ufert, die 1874 für Jacobi wirkten. Beweis, daß man sich über Jacobi's Stellung zur Sozialdemo- , kratie täuschte. Wollte ich den Raum des„Vorwärts" nicht zu > sehr in Anspruch nehmen, so würde ich ganz heitere Geschichten zum Besten geben können. Hier nur soviel: In den Orten, wo einmal die Landleute die Wahrheit unserer Grundsätze erkannt � hatten, schickten sie die Reichsvereinler ganz gehörig heim. Die Liberalen theilten die Justizamtsbezirke m Reichüvereine, in einigen stellte sich der Gcrichtsamtmann an die Spitze, ließ die Gemeindcvorstande mehrmals zusammenkommen und schärfte ihnen auf's nachdrücklichste ein, ja gegen Ufert zu wirken. Seine Amtsstellung benutzte er zur politischen Agitation. Einem denkenden Ortsvorstand war diese Wirthschaft denn doch zu bunt — sie erinnert lebhaft an die preußische Landrathswirthschaft und an die sind sind unsere Bürgermeister doch noch nicht ge- wöhnt— und äußerte:„Das war keine Wahl, das war eine Wahlerpressung." Gesammtresultat: 1874: 22,764 Wahlberechtigte, 9331 wählten, 6552 Bojanowski(nationalliberal), 2731 Jacobi, 37 ungültig und zersplittert. 1877: 23,740 Wahlberechtigte, 12,014 wählten, 8531 Krieger (nattonalliberal), 3335 Ufert, 98 ungültig und zersplittert. 35 Stimmen von den ungültigen gehören noch uns, folglich 3420 Sttmmen insgesammt; Rückgang bei den verzweifeltsten Anstrengungen linserer Gegner circa 700. Der weiteren Ausbreitung des Reichsvcreins traten wir mit dem Wahlverein in den Weg. Was unsere Agitation bisher nicht vermochte, das haben unsere Gegner fertig gebracht. Solche Aufregung hätten wir nicht schassen können. Unbezahlbare Agi- tatoren, die Herren Pfaffen, Schulmeister, Bürgermeister:c. Arankenhausen in Thüringen. Von der sogenannten Unter- Herrschaft, Schwarzburg-Rudolstadt(Königsee-Stadt Ilm) war Parteigenosse Wilhelm Ufert aus Weimar als Candidat noch in letzter Stunde aufgestellt, damit nur die Parteigenossen noch ihre Stimme abgaben. In Königsee sollen 59 Sttmmen für un- gültig erklärt worden sein, weil der Wahlvorsteher statt Ufert Nfert gelesen. Wie ist das möglich? Im ersten Weimarischen Wahlkreis ist kein einziger gedruckter Sttmmzettel von demselben Papier, demselben Druck für ungültig erklärt worden und in Königsee liest man das U für ein N! Wer darüber näher unter- richtet ist, mag die Angelegenheit im„Vorwärts" oder in der „Thüringer Freien Presse" besprechen. Auch möchten wir hier- durch bitten, alle für die Sozialisten(ein Theil ist auf Bracke gefallen) in unserm Kreis abgegebenen Sttmmcnzahlen, behufs der Wahlstatistik an C. Derossi, Pferdcmarkt 37 II., Hamburg, einzusenden. Keidcköerg. Die Wahlen sind nun vorüber, und wir brauchen uns nicht zu beklagen, wenn es auch in unserm 12. badischen Wahlkreis hätte besser ausfallen können, wenn eine planmüßig organisirte Agitation betrieben worden wäre. Wir eröffneten im November die Agitation mit Ausstellung unseres Reichstags- candidaten Genosse Dreesbach aus Düsseldorf, und waren die von uns einberufenen Volksversanimlungen im Saale des„Faulen Pelz" immer sehr stark besucht, wo Herr Dreesbach zur allge- meinen Zufriedenheit referirte und öfter durch laute Beifalls- bezeugungen unterbrochen wurdöl Am 5. Januar waren bei der im obigen Saale gehaltenen Candidatenrede sehr viele Gegner anwesend, aber keiner hatte den Muth, gegen ihn auszutreten; dazu hatten wir noch den Candidaten der nationalliberalen Partei, Herrn Dr. W. Blum brieflich eingeladen, welcher aber vorzog, nicht zu erscheinen. Tie am 7. einberufene nationalliberale Wählerverfammlung gab betreffendem Herrn Dr. W. Blum Ge- legenheit, nun seinen Muth zu zeigen, indem er seinen Wählern Rechenschaft ablegte, um wieder gewählt zu werden. Mit dem Compromiffe, meinte der Herr, sei er nicht in allen Punkten einverstanden, doch, um das liebe Ganze zu erreichen, habe er doch dafür gestimmt, und bemerkte er noch mit gehobener Stimme: Ich bin ein großer Verehrer des Fürsten Bismarck. Die anwesende Landbevölkerung, welche sehr großen Tabakbau hat, tröstete er damit, daß die Tabaksteuer für jetzt noch nicht erhöht sei, und sollte sie kommen, dann würde sie nur denjenigen treffen, welcher raucht, und Herr Bismarck sei ja auch ein großer Verehrer einer guten Cigarre. Nun mußten natürlich auch die bösen Sozialdemokraten herhalten, die das Eigenthum und die Ehe aufheben wollen, was einige Parteigenossen!zu einem kräf- ttgcn Oho! veranlaßte, und der gute Mann zog vor, mit dem Thema über die Sozialdemokratie abzubrechen.— Tags darauf war unsere erste Aufgabe, das Landvolk mit Wahlaufrufen und Sttmmzetteln unserer Partei zu versehen, aber da gab es manchen harten Kampf. Im Orte Sandhausen z. B. wurden die zwei Parteigenossen vom Ortspolizisten vor den Bürger- meister geführt, wo sie eine Legittmation vorzeigen mußten und dann von dem gelehrten Herrn zu wissen bekamen, daß die Stimmzettel schon vom Polizisten in jedes Haus getragen würden, sie, unsere Genossen, machten die Bauern ganz verrückt(!). Wir könnten noch viele Stücklein erzählen, wenn der Platz im„Vor- wärts" nicht so kostbar wäre. Als nun der ersehnte 10. Januar kam, hörte man überall sagen, ich wähle Niemand als Dreesbach; aber in allen Fabriken und auf der Bahn wurde den Arbeitern frei und offen verkündet: wenn ihr Dreesbach wählt, werdet ihr aus der Arbeit entlassen, dazu kam noch, daß unsere Stimmzettel viel kleiner wie die der Liberalen waren. So kam auch ein Fall vor, wo ein Hotelbesitzer Namens St..... seinen Knecht geführt brachte und commandirtc:„Hier nehmen Sie einen Stimmzettel von Blum! Wo bleibt hier der Strafgesetzparagraph? Um 3 Uhr war trotzdem noch große Bestürzung im liberalen Lager; im Wahllokal„Prinz Max" wurden die eingeschriebenen Wähler, größtentheils Hausbesitzer, zusammengeholt, um ihre Blum'schen Zettel abzugeben, so daß, kaum glaublich, circa 3000 Stimmzettel von uns verschleißt worden waren und wir es bei Auszählung der Stimmen in Heidelberg Stadt auf 130 Stimmen brachten, Landbezirk 48; vor drei Jahren hatten wir 64, also bereits zwei Drittel mehr. Noch ein Stück von Humanität ver- dient bekannt zu werden: Im Wahllokal neues Schulhaus wurde unser Parteigenosse I., welcher der Stimmeuzählung beiwohnen wollte, vom Wahlvorsteher, Stadtrath Otto Kühn, hinausgewiesen trotz Berufung auf K 9, des Wahlgesetzes, mit den Worten: er Zufriedenheit der zahlreich besuchten Versammlung, das bewies die mehrmalige Unterbrechung durch Zeichen des Beifalls. Als Herr Hadlich geendigt hatte, erging sich ein Herr Bstock, ein Herr aus der„gebildeten Klasse" der Menschheit in Ausdrücken der gemeinsten Art gegen einen geachteten Arbeiter, und nur Herrn Hadlich und dem Vorsitzenden hat dieses Individuum es zu verdanken, daß er nicht fühlbar zurecht gewiesen und etwas unsanft an die frische Luft gesetzt wurde. An Euch, Arbeiter von Oschatz, richte ich die Bitte, tretet ein in die Reihen derer, die für ihre Freiheit kämpfen und abonnirt auf sozialisttsche Blätter, denn dadurch werdet ihr am besten belehrt. Sonst ver- lief die Versammlung ruhig. I. A.: A. O. Rixdorf.(Abrechnung desTeltower-Beeskower-Starckower Wahlkreises.) Einnahme: Auf der Conferenz bei Merkel 4,06; von Tempelhof 5,50; durch Tellersammlungen bei Huth 12,55; aus Köpenick durch Schmidt 54,00; auf der Conferenz bei Vogel 2,85; Rix- dorf durch Hofstadt 7,90; Engelhardt 4,45; Graefeld 2,60; Müller 4,20; Dausacker 0,50; Albrecht 0,50; Mebes 3,00; Thinath 8,25; Günther 3,00; F. Meyer ll,00; E. Albcr 2,00; ff. Neuhaus 2.09; H. B. 3,00; Ernst Goris 3,00; Jllmer 0,50; Jockel 1,50; Kelling 5,00; Schultz 3,70; Lehmann aus Teltow 12,10; Brunke aus Friedenau 2,00; Stuckenbruii aus Nowaweß 12,00; Meyer aus Wilmersdorf 1,G5. Sa.: 172 M- 15 Pf. Ausgabe: Für Plakate und Annoncen 47,55; zur Agitation 49,60; Ausgaben für Porto 10,45; Alle Schuld an Bogt in Wilmersdorf 30,00; für Schreibmaterial 0,50. Sa.: 138 M. 10 Pf. Eiunahme 172 M. 15 Pf. Ausgabe 138- 10- Bleibt Kassenbestand 34 M. 5 Pf. F. Zunk, Ziethenstraße 32. Bneflasten der Redaktion, vauis ürmiliar!« in Coburg: Der Vorsteher un- serer Druckerei läßt Sie fragen, ob Sie etwa geneigt wären, eine Correttorstelle zu übernehmen? Wir könnten Sie plaziren.— K—> in Schwerin: Ihre Correspondcnz befindet sich in Nr. 22. Quittung. Rchnbch hier Ab. 3,00. Exped. d.„Fackel" hier Schr. 12,00. Kl hier Schr. 0,60. Brmnn Frankfurt Schr. 1,35. A. Gb Hamburg p. Lud Ab. 46,00. Schtr Dresden Schr. 13,00. Knsl Palwlauken Ann. 1,00. Gnsch Grabow Schr. 3,00. Mllr Achim Ab. 14,00. Kls Magdeburg Ab. 9,15. Mr Schwedt Schr. 9,00. I. Celle Schr. 11,55. Hssnr Mainz Ab. 20,20. Knk Frankfurt Schr. 16,00.1 Schrmr Lübeck Ab. 4,50. Exped. des Hamb.-Altonaer Volksblatts Ab. i 600,00. Ltz Halberstadt Schr. 3,15. Svr Hamburg Schr. 2,04. Br Ulm Schr. 1,45. Strzing Karlsruhe Ab. 22,50. Inns Philadelphia Schr. 5,00. Olv hier Ab. 1,20. Mj Hamburg Ann. 1,50. Fr. Kripp Straßburg Ab. 3,00. Smn Coburg Ab. 6,30. Mrtn Schmölln Ab. 7,45. Schlr Frohnau Schr. 7,27. Arbeiterver. Bolkmarsdorf Ann. 2,20. WahlfoodS. Von den Arbeitern der Cigarrenfabrik Cichorius 3,00. Durch Emil Ullbricht 3,12. Anzeigen 2c< Verein„Fackel". Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10'/, Uhr,I im Lokal des Arbeiterbildungsvereins(Ritterstraße 43, 11.): Versammlung. Tagesordnung: Wichtige Besprechung. s7i> ___ Der Borstaud. 1 S/prlVlTT Allgemeiner deutscher Schneidcrverein. Montag, den 26. Februar, Absnds 8 Uhr, ir» Thüringer Hof(Burgstraße): Versammlung. Tagesordnung: Soziale Rundschau.'Referent H. Hunsc. fLO? Gäste willkommen. D. B. Leipzig. Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, im Thüringer Hof: Versammlung.(50 Tagesordnung: Vortrag.(F 195) Zahlreiches Erscheinen erwünscht. D. V. Am Montag, den 26. Februar, in Burmeisterö Salon, arrangirt von den Sozialisten Ottensens, unter gefälliger Mitwirkung des Ottenscner„Gesangvereins" und des Quartetts„Lassallea": Arbeiterfest bestehend in Concert und Ball. Festrede gesprochen von Hrn. Max Stöhr. Saalöfsnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Karten im Voraus für Herren nebst Dame ü 40 Pfg.< Kasse»- preis 50 Pfg.), Damcnkarte k 20 Pfg. find bei den Comitö-Mttglie- dern und in den bekannten Wirthschaften zu haben. Es bittet aus besonderen Gründen um recht zahlreiche Betheiligung 4,20)(3b) Das Comit«. In Rücksicht auf die bevorstehende Stichwahl in Altona ist daS am 26. Februar angezeigte Ar- beiterfest bis zum 12. März verschoben worden. Die vorher gelösten Karten behalten ihre Güttigkett. I. A.: G. Stegen.(40 skOevirSmtf» Montag, den 26. Februar. Abends'/«O Uhr, .JlvUvUlp. im Saal der„Weißen Tanbe"(Feldstraße): Arbeiter-Versammlung. Tagesordnung: Die Begründung eines Arbeitervereins.(Stowten berathung.)(60 Verlobte: Frieda Klima geb. Henknhs, Bruno Moje. Schwerin i. Mecklenb.(ff 230) (120 Hamburg. Stellungsgesuch. tatton durch unerhörte Maßregelung außer«rot, wünscht bei einen, Lokalblatte entweder in der Redaktion oder Expedition einen Posten. Suchender ist mehrerer Sprachen mächtig und vollständig selbständig in der kaufmännischen Buchführung. Gefällige Offerten unter X. X. an die Expedition d. Bl. zu senden. B-rantworilicher Redatteur: W. Liebknecht in Leipzig. Redaktton und Expeditton Färberstraße 12,11. in Leipzig. Druck und Vertag der Benofienschaftsbuchdruckerei in Leipzig