Tetto dng 3,20. tbus ngen 9,05. 2,31, nne, 00. andge auf Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abonnementspreis für ganz Deutschland 1 M. 60 Pf. pro Duartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den 2. und 3. Monat, und auf den 3. Monat besonders angenommen; im Königr. Sachsen und Herzogth. SachsenAltenburg auch auf den iten Monat bes Quartals à 54 Pfg. Inserate betr. Versammlungen pr. Petitzeile 10 Pf., betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Petitzeile 30 Bf. Nr. 26. der Freis [ 90 im ion. [ 80 Thr, 21: tés. [ 70° auf d. er= die in ſche re gen, im ate, irtne cl. Jon rer len 11 che em zen, an= 3tt m= In= ere Sf. Des mar en. el= Vorwärts Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten und Buch handlungen des Jn- u. Auslandes. Filial Expeditionen. New- Yort: Soz.- demokr Genossenschaftsbuchdruckerei, 154 Eldridge Str. Philadelphia: P. Haß, 630 North 3rd Street. J. Boll, 1129 Charlotte Str. Chicago: A. Lanfermann, 296 Division Street. San Franzisco:. Eng, 418 O'Farrell Street. London: Baudig, 5 Nassau Street, Middlesex Hospital. Central- Organ der Sozialdemokratie Deutschlands. Der Zusammentritt des dritten deutschen Reichstags Freitag, 2. März. 1877. Nun Niemand ist verpflichtet, Logik zu haben, könnte man aus, welche von dem Unternehmer an jeden Wahlbezirk in entein bekanntes Wort Hegel's modifiziren. Für uns haben blos sprechender Anzahl abzuliefern sind, wenn diesem Unternehmer die Zugeständnisse des Artikelschreibers Interesse. Also, ob- die Zeit von Session zu Session zur Herstellung der Berichte gleich wir die gebornen Schiedsrichter"( unglückliche Nachbildung gelassen wird; gewiß wird jede Druckerei in der Lage sein, die des unglücklichen geborenen Präsidenten" Simson) sind, so kann Ausführung zu übernehmen. Wir haben ja beispielsweise Beidoch unter Umständen ein entscheidendes Wort von deutscher tungen, welche diese Berichte täglich in ihre Spalten aufnehmen. Seite kaum versagt werden", und dann haben wir Frankreich Ich behaupte sogar, daß größere Druckereien in der Lage sind, für ganze Regierungsbezirke den Bedarf in der angegebenen Zeit Unsere wirthschaftliche Lage ist ebenso troftlos wie die politische. zu decken. Die Beförderung von den einzelnen Wahlbezirken Die Krisis, die sich überall fühlbar macht, lastet auf Deutschland an die Adressaten resp. Wähler würde wohl auch nicht allzumit verdoppelter Schwere"( warum? hütet der Verfasser sich zu große Schwierigkeiten bereiten. Oder hat Einsender der Ersagen); und die deutsche Industrie ist vollständig in Verruf ge- widerung vielleicht den Kostenpunkt für unerschwinglich gehalten? kommen. Dann muß ich ihm bemerken, daß für gewisse Kreise die, wenn Sozialpolitische Uebersicht. J. P. entlockt dem„ Hamburger Correspondent", einem der intelligentesten und folglich auch anständigsten Bourgeoisorgane Deutschlands, sehr melancholische Betrachtungen.„ Die Verhältnisse", so macht das reichstreue Blatt seinem gepreßten Herzen Luft,„ unter denen die Thätigkeit des dritten deutschen Reichstags ihren An- auf dem Hals. fang nimmt, gewähren in eine nicht eben rosenfarbig aussehende Zukunft den Ausblick, und der ernste gedämpfte Ton, durch welchen die diesmalige Thronrede ausgezeichnet ist, fann als getreuer Ausdruck einer weit verbreiteten Stimmung bezeichnet werden. Ueber dem gesammten Welttheile hängt eine drohende Kriegswolfe schwerer und undurchsichtiger als irgend Um das Maß des Uebels zu füllen: die sämmtlichen liberalen es gut geht, demnächst herrenlos werdende Pfründen gewiffer eines der Gewölfe, welche in den letzten Jahren über uns hin- Parteien sind bankrout, mit ihrem Einfluß geht es rückwärts, Domstifte nicht mal aufgewandt zu werden brauchten, um den weggezogen find. Deutschland ist wie die Thronrede auch und die conservativen Parteien sind nicht besser gestellt, es fehlt besagten Zweck zu erreichen. dieses Mal ausdrücklich hervorhebt nicht direkt engagirt und ihnen jede innere Einheit"," jeder leitende Gedanke"! Ein er- Daß nur sehr wenig Wähler von der Auslegung der Parbis jetzt von keiner Seite bedroht, es nimmt an der Erdgegend, bauliches Bild, das uns da entrollt wird. Wahrhaftig, mehr lamentsverhandlungen in dem Gemeindehause Nußen ziehen deren politische Neugestaltung den Gegenstand allgemeiner Sorge können wir von unseren Gegnern nicht verlangen; das bischen würden, liegt meiner Ansicht nach aus verschiedenen Gründen bildet und anscheinend unvermeidlich geworden ist, keinen un- obligates Geschimpfe und Denunziren(„ Begehrlichkeit des vierten auf der Hand; aber auch ebenso sehr scheint mir die Behauptung, mittelbaren Antheil und hat in ihr keine eigenen Interessen zu Standes"," gewaltsamer Umsturz des Bestehenden" ec.) nehmen daß heute wohl 99 Prozent der Wähler nicht im Stande sein vertreten. Nichtsdestoweniger stehen auch die deutschen Staats- wir gern mit in Kauf. sollten, sich einen richtigen Einblick in die Parlamentsverhandmänner unter dem Eindruck, daß eine Entscheidung bevorstehe, Welches Zeugniß aber, so fragen wir zum Schluß, stellen sich lungen zu verschaffen, über das Ziel geschoffen zu sein. Wer sich welche auch für sie präjudizirlich werden( eine Zwangslage die Anhänger eines Systems aus, das ihrem eigenen Geständnisse die Mühe machen will und sieht sich die Parlamentsberichte der schaffen) und das Einvernehmen mit den Nachbarmächten stören nach auf politischem wie auf wirthschaftlichem Gebiet Schiffbruch verschiedenen Parteiblätter etwas näher an, der wird sehr wohl tönne, dessen Fortbestand nach dem Zeugniß der Thronrede bis gelitten hat? Oder will man etwa behaupten, das System sei ein ziemlich getreues Bild erhalten. Es giebt zudem ja auch jetzt unverändert geblieben ist. Daß wir von allen Seiten um- für seine Früchte nicht verantwortlich? Die Bismarc'sche Blut fast kein öffentliches Lokal, wo nicht verschiedene Parteiblätter worben und als die geborenen Schiedsrichter in dem Wi- und Eisenpolitik und die Camphausen- Achenbach- Bleichröder'sche gehalten werden. Aber abgesehen von alledem hält es Einsender derstreit russischer und österreichisch- ungarischer Orient Interessen Wirthschaftspolitik sind nur ein Zwillingsbaum aus einer und dieses für eine ganz besondere Pflicht der Regierung, ihren bezeichnet werden und daß, wenn es zum Aeußersten kommen derselben Wurzel; die orientalische Frage, die Geschäftskrise, der Staatsbürgern Rechenschaft abzulegen über ihr Thun und über sollte, ein entscheidendes Wort von deutscher Seite kaum Rückgang unserer Industrie, kurz der beispiellose politische und die Thätigkeit der vom Volfe gewählten Vertreter, und dürfen bersagt werden kann gerade das macht die Schwierigkeit ökonomische Nothstand, welcher seit Jahren herrscht, sind die für diesen Zweck weder Mühen noch Kosten gescheut werden. der Situation aus; im Hintergrunde dieser Situation aber bitteren Früchte dieses Zwillingsbaums. Und wer den Baum lauert dieselbe französische Gefahr, die vor drei und vor will, der muß auch die Früchte hinunterwürgen, koste es was es sechs Jahren vorhanden war und durch die im Osten Europas wolle. Wer hingegen die Früchte nicht will, der muß die Art herrschenden aggressiven Stimmungen erheblich näher gerückt an die Wurzel legen, an welcher der schädliche Zwillingsbaum worden ist. emporgewachsen ist. Staatsmännische Studien. Man schreibt uns aus " Hand in Hand mit der politischen Verlegenheit im Die Wurzel aber ist die heutige Gesellschaftsordnung mit Wien: Soeben erfuhr ich von einem kleinen Abenteuer, das Orient geht eine wirthschaftliche, die über alle Theile Europas ihrer Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital. dem Sohne eines berühmten Staatsmannes und selbst verbreitet ist, auf uns aber mit verdoppelter Schwere lastet. An diesem Punkt gilt es, den Hebel anzusegen, wie die Staatsmann in spe, während seiner Anwesenheit hier( pasjirte Es wird nächstens vier Jahre her sein, daß der auf den fran- Sozialdemokratie lehrt. Nur die Sozialdemokratie kann uns von und natürlich in der„ guten" Gesellschaft eifrig colportirt wird. zösischen Krieg folgende Zustand allgemeiner Prosperität und Buständen befreien, deren Erbärmlichkeit der Artikelschreiber des Der junge Graf( ich glaube er führt diesen Titel) saß mit zwei allgemeinen Vertrauens in sein Gegentheil umschlug, und noch Hamburger Correspondenten" zwar begriffen hat, deren Be- Genoffen aus der Geburtsaristokratie in einem Stabinet bei immer läßt das Ende der damals ausgebrochenen Krisis sich nicht seitigung zu fordern oder gar anzustreben ihm aber Klarheit Sacher, dem„ feinsten und nobelsten" Restaurant Wiens, welches absehen. Tausende fleißiger Hände harren der Beschäftigung, und Muth fehlen. unter anderem auch dadurch merkwürdig ist, daß der bekannte " Demokrat" und Sozialistenfresser Anton Langer sich dort tägwahlen. fraten und im Simmer daneben eine Anzahl von Finanzaristofraten resp. Börsenjobber, aber nicht allein, sondern in DamenGestatten Sie mir, mit Rücksicht auf die Erwiderung in gesellschaft. Stach dieselbe den Blaublütigen in die Augen oder an Vertrauen" hält die Wiederbelebung des Verkehrs mit eherner Nr. 21 des„ Vorwärts", betreffend„ Die Mißbräuche bei den Reichs- wurde ihnen ihre Einsamkeit langweilig, oder hatten sie schon Gewalt nieder, Arbeiter und Arbeitgeber schieben einander wech- tagswahlen", den Raum Ihres geschätzten Blattes nochmals in zu viel Alkoholdunst im Kopfe, kurz, sie beschlossen, die Damen selseitig die Verantwortung dafür in die Schuhe, daß wir in den Anspruch zu nehmen. Bei näherer Betrachtung kann es doch zu sich hereinzubringen es wurde geloft und Graf erhielt Ruf gekommen sind, ebenso schlecht als preisverder wohl nicht genügen, wenn die Wahlzettelcouverts von jedem das ehrenvolle Amt, die Nachbarinnen zu entführen. Er war bend zu produziren, und daß die Zahl der uns erschlossenen Wahlkreise selbst hergestellt, und mit dem Stempel des Wahl- jedoch nicht so glücklich, wie Baris seiner Zeit mit der schönen fremden Märkte eher ab- als zunimmt. Zu alledem hat commissärs versehen, jedem Wahlberechtigten durch die Organe Helena, er stieß auf Widerstand. Darob in seinem gräflichen die eben geschlossene Wahlperiode den Beweis geführt, daß Un- der Gemeindebehörden zugestellt werden. Herzen empört, wollte er seine hohe Abkunft beweisen und bezufriedenheit und Begehrlichkeit(!) des vierten Standes durch Es läßt dieses Verfahren voraussehen, daß die ganze Vor- gann zu schimpfen und zu toben und unanständig zu werden, den Druck der wirthschaftlichen Lage nur gefördert worden sind bereitung des Wahlaktes möglichst in der Hand der Behörden endlich wurden Ohrfeigen ausgetheilt nach der einen Version und daß die Zahl derer, welche allein vom gewaltsamen bleiben soll. Ich bin der Meinung, daß der Wahlcommissar hätte der Graf" eine solche zuerst empfangen, nach der andern Umsturz des Bestehenden das Heil erwarten( so!), unauf nicht immer ein Landrath oder eine ähnliche Behörde sein soll, zuerst ertheilt, und schließlich fanden sich die drei Helden zerhaltsam zunimmt. und daß die Aufstellung der Wahllisten nicht den Bürgermeistern droschen und zerfetzt auf dem Straßenpflaster wieder, wo sich " Bum ersten Male seit Aufrichtung des Reiches thut die allein zu überlassen ist. Schon das Ueberlassen der Beschaffung ein mitleidiger Fiaker ihrer erbarmte und die glorreich VerwunThronrede der Gefahren Erwähnung, welche der bestehenden und Abstempelung der Couverts, sowie das Zustellen derselben deten vom Kampfplate fortschaffte." Das Bürschchen kann es Rechtsordnung durch anarchische Bestrebungen bereitet wer- durch Polizeidiener oder ähnliche Personen entspricht dem Prinzip noch weit bringen; jedenfalls qualifizirt es sich trefflich zum Geden. Noch sind die Parteien, welche bisher Träger der natio- des allgemeinen Wahlrechts sehr wenig. Die Couverts müssen sellschaftsretter gegen die„ unsittlichen“ und„ rohen" Sozial nalen Jbee und ihrer praktischen Verwirklichung waren, in der aber jedenfalls in reichlicherem Maße, als wie etwa zwei Stück demokraten. Lage, bei richtiger Benutzung der Umstände das Heft in Händen pro Wähler vorhanden sein. Es erscheint mir die Beschaffung die Aufgabe,„ einem zeitweisen und örtlichen Mangel an Beschäftigung" joung" abzuhelfen, wird ſelbſt von der höchſten Stelle des Nochmals die Mißbräuche bei den Reichstags- lich einen Champagnerrausch holt. Dort saßßen die drei AristoReichs anerkannt. Diesseits wie jenseits des Ozeans stockt der Absatz und befindet die Industrie sich in der Lage des Königs Midas, der inmitten goldener Schäße Hunger litt.„ Mangel 11 " Die deutschen Volksschullehrer haben an den Rohzu behalten und die wichtigen Aufgaben", welche uns gestellt der Couverts von Reichswegen in großen Quantitäten schon desfind, im Einklang mit den verbündeten Regierungen in Erle- halb das allein richtige, weil diese Couverts für immer zu ge- heitsstatistiker Friedrich Harkort zu dessen 84. Geburtstage eine digung zu bringen" daß es mit dem Einfluß und Credit brauchen sind und nicht von dem jeweiligen Wahlcommissar ab Adresse erlassen, von der uns namentlich der Schlußpaffus dieser Parteien rüdwärts geht, wird aber nachgerade hängen. Es wird die Bemerkung der Redaktion in Nr. 19, daß interessirt: Hochverehrter Herr! Nur den einen Wunsch bringen bon allen Seiten zugestanden. Die vorgeschrittenen" die Couverts am Wahltage selbst im Wahllokal noch in ge- wir. Möge Ihre Lebenssonne den Niedergang so lange ver Elemente des Liberalismus scheinen, nachdem sie ihren ursprüng- nügender Bah zur Benutzung ausgelegt sein müßten, als sehr zögern, bis Sie geschaut haben, um was Sie ein Menschenalter lichen Boden an die Sozialdemokratie verloren haben, um alle richtig anerkannt. Wenn nun der Einsender erwähnter Er gefämpft: ein freiheitliches Unterrichtsgesetz für Preußen." Haltung gekommen und dabei angelangt zu sein, mit ihren widerung bemerkt, daß durch das Zustellen der Couverts alle Charakteristisch ist es für die freiheitliche" Entwicklung in jozialistischen Conkurrenten den Wettkampf(?) aufnehmen zu diejenigen, welche nicht mit Couverts bedacht werden, daran Preußen, daß man den Kampf für ein freiheitliches Unter wollen; der Nationalliberalismus fühlt sich mehr und mehr nach erinnert würden, daß sie nicht in den Wahllisten vermerkt seien, richtsgesetz ein ganzes Menschenalter kämpfen muß. BeiRechts gedrängt, einer Verständigung zwischen ihm und den so verspreche ich mir hiervon gar keinen Erfolg, da mir diese läufig geht dieser Glückwunsch von der richtigen Erwägung ans, conservativen Mächten der Gesellschaft steht der( von der dies- Erinnerung zu unbestimmt erscheint und man auch am wenigsten daß bis zur Erreichung dieses Kampfpreises noch eine gute Weile maligen Thronrede mit Stillschweigen übergangene) Kirchenstreit versäumen würde, Denjenigen Couverts zuzustellen, welche man Zeit vergehen, also auch, wenn der Wunsch sich erfüllt, die aber noch immer als unüberwindliches Hinderniß im Wege. aus Parteirücksichten nicht an der Wahl theilnehmen lassen Lebenssonne Harkort's noch lange nicht untergehen wird. Wie Die Zahl der von den Conservativen eroberten Wahlsize ist möchte. Einsender der Erwiderung wird wohl mit mir der jetzt die Luft weht, sind für freiheitliche Gesetze die Vorbegrößer, als seit einer langen Reihe von Jahren- ob die con- Ueberzeugung sein, daß vor der letzten Wahl gewiß jeder be- dingungen durchaus nicht gegeben. jervative Sache von diesem Umstande Vortheil zu ziehen wissen tannte Sozialdemokrat sein Couvert erhalten haben würde, auch wird, ist nichtsdestoweniger höchst fraglich, denn es fehlt jede wenn er nicht in der Wahlliste gestanden. innere Einheit, jeder leitende Gedanke. Mit Bezug auf die Wahlurnen bemerke ich, daß, abgesehen daktionsbureau zu haben ist die„ Dresdener Zeitung" so glücklich. und zuversichtlicher geberden sich die Parteien der systematischen von jeder denkbaren Zusammenstellung des Wahlvorstandes, die Gelegentlich einer Besprechung des Prozesses Rudolf Meyer Opposition, allen zuvor die Männer des Centrums, welche Wahlhandlung selbst vor jeder Möglichkeit äußerer Einwirkung schreibt das wackere Organ nämlich wörtlich:" Die Verurthei mit allem feindlichen Elementen zu paktiren, bei jeder Verlegen- geschüßt sein muß, und dies kann eben nur der Fall sein, wenn lung des Dr. Meyer veranlaßt eine Mittheilung an uns, daß heit der Regierung ihre Rechnung zu finden wissen und auf dem die von dem Gesez verständigermaßen vorgesehene, verschlossene dieselbe Verleumdung wider den deutschen Reichskanzler in einer bequemten Schemel eines abgeschlossenen, von einer unerschütter- Urne zur allgemeinen Anwendung gelangt. Was nun den an- Versammlung in der hiesigen Tonhalle von dem Reichstagsabgelich ergebenen Wählerschaft getragenen Programms dasigen und geregten Vorschlag betreffs Zusendung der stenographischen Ver- ordneten Liebknecht völlig ungerügt öffentlich ausgesprochen Kommenden Dinge harren." handlungen des Reichstags an jeden Wähler betrifft, so will ich worden ist. Der anwesende Polizeibeamte hörte die verräthe50 weit der Hamburger Corespondent." Das Ende des mich bemühen nachzuweisen, daß dieser Vorschlag sehr wohl rische Beschuldigung, daß Bleichröder den deutschen Reichskanzler Urtit els ist dem echt nationalliberalen Bestreben gewidmet, den diskutirbar und auch ausführbar ist. An ang des Artikels umzustoßen; und der Verfasser bringt es bestochen habe, mit größter Gemüthsruhe an. Wenn die Sache Angenommen, die Reichsregierung schreibt vor jeder Session sich wirklich so verhält, so verdient dieser Beamte eine scharfe ch glücklich fertig, sich am Schluß die„ ruhige Sicherheit" an- für jeden Wahlkreis eine Submission auf Herstellung der steno- Rüge." eignen, welche aus der kaiserlichen Thronrede zu uns spricht." graphischen Parlamentsberichte in so und so viel 1000 Exemplaren der Desto feder Ein Denunciantengenie. Ein solches in seinem ReKostbar fein ausgedacht, wirklich; mit indianerhafter Schlau Бе mit im F a heit wirft man sich auf den nachlässigen Beamten, um natürlich theils bereits im Besige der hierzu erforderlichen Mittel befinden, jetzt entschlossen, dem Beispiele des Gemeinderaths von Lyon die angebliche Schuld Liebknecht's in einem desto grelleren Lichte werden daran gemahnt, endlich die Berathungen zum Abschlusse folgend, die arbeitslosen Lyoner Arbeiter zu unterstützen 10,000 Frcs. baar; außerdem wird er für 11, Mill. öffentliche erscheinen zu lassen. Nur schade, daß die Thatsache umgedreht zu bringen und handelnd vorzugehen." Bauten ausführen lassen, um die Versailler Arbeiter zu beschäftigen. und entstellt werden mußte, um dem ganzen Kriegsplan eine thatsächliche Operationsbasis zu geben. Wir constatiren hiermit, Hüben wie drüben. In der habsburgischen Kaiser Man sieht daraus, daß die französische Bourgeoisie nicht ganz daß Liebknecht in der betreffenden Versammlung gar nicht ge- stadt herrscht die Noth in ebenso erschreckendem Maße, wie in so herzlos und auch nicht ganz so dumm ist, wie die deutsche. sagt: Bismard hat das und das gethan, sondern vielmehr: der hohenzollernschen; Nothstandsversammlungen und Massen-In der vom Birnbaum'schen Comité einberufenen WählerBismard ist öffentlich beschuldigt worden, das und deputationen werden dort wie hier in's Leben gerufen und die bas gethan zu haben und hat bis dato noch nicht ge- einschlägigen Fragen werden vielfach erörtert. So auch im Ge- versammlung, welche am 21. Febr. in Meerane statt hatte, klagt." Und so standen die Dinge damals thatsächlich. Be- meinderath von Wien. Wir heben nur ein paar treffliche Ge- machte Liebknecht auf mehrere Fälle von Beeinflussung und kanntlich hat die Klagerhebung ziemlich lange auf sich warten danken aus den gepflogenen Unterhandlungen heraus. Einer der Maßregelung durch Arbeitgeber aufmerksam, und nannte lassen. Beiläufig ist trotz des bis jezt glücklich geführten Pro- Herren wies darauf hin, daß durch allerlei öffentliche Bauunter- u. A. die Firmen: Straff u. Sohn und L. Thieme u. Compagnie. zeffes das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen. nehmungen ganzen Klassen der nothleidenden Bevölkerung gar Der anwesende Vertreter der ersteren konnte nicht in Abrede Herr v. Diest- Daber wird demnächst ebenfalls vor Gericht er- nicht gedient ist. Sehr wahr! Wir haben selbst gesehen, wie stellen, daß Arbeiterinnen, welche Abends zuvor die von scheinen und es fragt sich, ob der Herrn Tessendorff die Sache so arme, an eine fizende Lebensweise gewöhnte Weber beim sozialdemokratischer Seite einberufene Volksversammlung besucht leicht machen wird, wie sein Vorgänger Talchau und( Revuen-) Straßen- und Bahnbau durch diese ganz entgegengesezte Thätig hatten, deshalb gemaßregelt worden waren, wollte jedoch sonderMeyer. Diese auf Winkelzüge gegen Liebknecht gerichtete De feit gar bald genöthigt waren, diese Art Arbeit aufzugeben, barerweise darin keine Wahlbeeinflussung erblicken, weil die nunciation zeigt wieder einmal recht deutlich, daß es auf ehr- weil ihnen die nöthige Kraft fehlte, die Strapazen der neuen Arbeiterinnen ja nicht das Wahlrecht hätten!( Uebrigens verlichem geradem Wege allemal unmöglich ist, unserer Sache zu Beschäftigung auszuhalten. Nun bilden aber Weber und andere sicherte er, daß diese Maßregel zurückgenommen sei.) Ein Verschaden.8L Manufakturisten den größten Theil der Brot- und Arbeitslosen, treter der Firma Thieme u. Comp. leugnete Alles und forderte also ist die Maßregel eine halbe und könnte nur ein Glied in Liebknecht zum Widerruf auf, der selbstverständlich nicht erfolgen - Die Berliner Arbeiter sozialistischer Richtung einer organisirten Arbeitsertheilung seitens der Commune sein. konnte, da Liebknecht nur gesagt hatte, was ihm von zuverlässigen und diese bilden, wenn man von dem Hirsch- Duncker'schen Nach- Und in der That scheint man sich lediglich auf Bauunterneh- Personen mitgetheilt worden. Am Sonntag erhielt Liebknecht folgenden Brief: trab der Fortschrittspartei absieht, so ziemlich die Gesammtheit mungen beschränken zu wollen, wenigstens hört man von MaßMeerane, 24. Februar 1877. der Berliner Arbeiterschaft haben sich in einer imposanten regeln auf anderen Gebieten wenig. Die Beschäftigung an Herrn Reichstagsabgeordneten Liebknecht Kundgebung gegen das zusehende Verhalten der Reichs- und Bauten würde auch die Arbeiter anderer, besonders feinerer Leipzig. Communalbehörden gegenüber dem furchtbaren Nothstande, welcher Branchen demoralisiren und ihre Erwerbsfähigkeit in ihrem Wir erachten es für unsere Pflicht, Sie von der gegen eine die Arbeiter Deutschlands jetzt heimsucht, ausgesprochen. In eigentlichen Gebiet gefährden. Ferner berührte man den Umäußerst zahlreich besuchten und Sonntag den 18. Februar abge- stand, daß selbst in Zeiten der Noth ganze Paläste mit Pariser Aeußerung von Ihnen gerichteten Erklärung unserer sämmtlichen haltenen Volksversammlungen wurde folgende Resolution ein- Arbeiten ausgestattet wurden, und nicht nur von Privaten, son- Arbeiter und Angestellten in Kenntniß zu sehen, was denn durch stimmig angenommen: dern selbst solche Aufträge seien nach außen, nach Rumänien, Ueberreichung eines Exemplares des hiesigen Wochenblattes" ge " In Erwägung, daß die Folgen einer unerhört schwindel- Rußland und Italien z. B., ertheilt worden, die aus dem Säckel schieht. In wie fern Sie Veranlassung nehmen werden, auf Grund haften Gründerperiode in Verbindung mit der durch eine be- der Steuerzahler bezahlt worden seien. Der„ Gewerkschafter", ständige Kriegsgefahr und sonstige politische Wirren erzeugten dem wir diese Angaben entnehmen, äußert, ein Mittel, welches dieser Erklärung auch Ihrerseits die uns angethane Beleidigung Unsicherheit auf wirthschaftlichem Gebiete sich in einer stündlich die Herren übersehen hätten, sei ein Gesez, welches die Ar- zu fühnen, bleiben wir zu erfahren gewärtig und zeichnen furchtbarer auftretenden Krise allenthalben, namentlich auch in beitszeit in allen Fabriken und Werkstätten auf vorBerlin offenbaren, welche Tausende und Abertausende von fleißi- läufig 8 Stunden herabsetzt. Daß dies sehr vernünftig Darauf antwortete Liebknecht: gen und strebsamen Menschen zwischen Hungertuch und Bettelstab wäre, ist keine Frage, es würden eben mehr Arbeiter aller Herrn L. Thieme u. Comp. stellte, ja bereits Unzählige in die Arme des Verbrechens oder Branchen beschäftigt und der Noth in umfangreicherer Weise gein Meerane. steuert werden können: aber der Gewerkschafter" macht eben die zum Selbstmord getrieben hat; Die„ Erklärung Ihrer sämmtlichen Arbeiter und Angestellten" in fernerer Erwägung, daß dieser krasse Nothstand endlich Rechnung ohne die Fabrik und Werkstättenbesizer, ohne die beseitigt werden muß, wenn nicht Hungertyphus und ähnliche Bourgeoisie, die direkt ja die Noth noch nicht empfindet. Geht kann mich um so weniger zur Zurücknahme des von mir Gesagten Epidemien beträchtliche Volkskreise ergreifen, resp. hinraffen es ihr an den Hals, so muß das Geld der Steuerzahler ihre bestimmen, als die nämliche Nummer des„ Meeraner Wochensollen; faulen Bahn- und Aktienunternehmungen unterstützen: bei der blatts", welche die„ Erklärung Ihrer sämmtlichen Arbeiter und ,, in weiterer Erwägung, daß es des Volkes unwürdig wäre, Noth der Arbeiter steht die Sache aber ganz anders!" Uebrigens Angestellten" bringt, eine ähnliche, den gleichen Zweck verfolgende wenn es durch Almosen oder unproduktive Nothbauten oder der wurde in einer der Nothstandsversammlungen in Berlin in der Erklärung der Wahlberechtigten aus der mechanischen Weberei Societätsbrauerei, in der Genosse Baumann referirte, ebenfalls der der Herren Straff u. Sohn" enthält, welch letztere Erklärung gleichen zwischen Leben und Sterben hingehalten würde; Normalarbeitstag bezeichnet als eine Vorlage, die schnell- sich jedem aufmerksamen Leser sofort als Vertuschung der Wahrheit kennzeichnet. möglichst dem neuen Reichstag vorgelegt werden müsse. " und endlich in Erwägung, daß die Behörden des Reiches, des preußischen Staates und der Stadt Berlin sich im Besize ganz beträchtlicher Fonds zur Schaffung zahlreicher öffentlicher Bauwerke befinden, die seither unbegreiflicher Weise gar nicht oder nur ganz spärlich ihren Zwecken zugewendet worden sind, „ erklärt die im Lokale des( folgt für jede Versammlung der betreffende Ort) am Sonntag den 18. Februar tagende, circa ( folgt die betr. Zahl) Köpfe starke Volksversammlung, welche ihr Bureau beauftragt, hiervon den betreffenden öffentlichen Behörden und Verwaltungskörpern Mittheilung zu machen: 1) Das Reichskanzleramt ist verpflichtet, alle zu Bauten verwilligten Gelder schleunigst ihren Zwecken zuzuführen, event. dem deutschen Reichstage ein Gesetz betreffs Vornahme weiterer Arbeiten, nöthigenfalls unter Aufnahme einer größeren Anleihe, vorzulegen; insbesondere hat das Reichskanzleramt Sorge zu tragen, daß endlich das Parlamentsgebäude, für welches seit Jahren 25 Millionen Mark bereit liegen, in Angriff genommen wird. " 1 " Ergebenst L. Thieme u. Comp. Ergebenst Was ich in der Wählerversammlung vom 21. d. in Bezug Der Kampf gegen den Sozialismus wird, wie bei auf Ihre Fabrik sagte, war mir von durchaus zuverlässiger Seite uns in Deutschland, so auch in Desterreich mit ungeschwächten mitgetheilt worden. Ich habe seitdem genauere Nachforschungen Kräften fortgeführt. Nicht genug damit, daß die österreichischen angeordnet, deren Resultat ich spätestens binnen 14 Tagen erArbeiter durch Verbot fast sämmtlicher, selbst der harmlosesten warte. Ergiebt sich, daß ich falsch berichtet war, so werde ich Organisationen nahezu mundtodt gemacht sind, geht die öster- nicht anstehen, dies öffentlich zu erklären. Ergiebt sich das reichische Regierung gegen die dortige Arbeiterpresse in einer Gegentheil, so werde ich diesen, wie zahlreiche andere Fälle von Weise vor, die geradezu komisch genannt werden könnte, wenn Beeinflussung durch Arbeitgeber oder deren Agenten unnachsichtlich die unausgesezten Verfolgungen derselben den Arbeitern nicht vor das Tribunal der öffentlichen Meinung ziehen und Das letzte Mittel raubten, ihre Stimme in dem allseitigen Inter- im Reichstag zur Sprache bringen. Leipzig, den 26. Februar 1877. essenkampfe zur Geltung zu bringen. Wir übertreiben nicht, W. Liebknecht. wenn wir mittheilen, daß vom„ Arbeiterfreund" in Reichenberg Die in obigem Brief erwähnten zwei Erklärungen lauten: und der„ Gleichheit" in Wien jede Nummer infolge von ConErklärung. fiskationen verschiedener Artikel fast zur Hälfte in weißer GeDie Unterzeichneten erklären hiermit an Eidesstatt, daß weder stalt erscheint. Zur Abwechselung erfolgt dann auch einmal die Confistation einer ganzen Nummer, wie das erst jüngst der von den Inhabern der Firma L. Thieme u. Co. persönlich, noch 2) Der deutsche Reichstag hat in seiner Eigenschaft als letzten Nummer( 8) der„ Gleichheit" passirt ist. Aber immer von irgend Jemand in deren Auftrage Versuche gemacht worden Boltsvertretungs- und Gesetzgebungskörper die Reichsregierung nur zu so! Die Vergewaltigung ist ja noch immer das letzte sind, betreffs unserer Stimmenabgabe für die Wahl eines Reichszu veranlassen, daß sie ungesäumt alle jene Werke ausführen und dazu auch sehr rasch abgebrauchte Mittel gewesen, mit tagsabgeordneten einen Einfluß oder gar einen Druck auf uns welchem die Vertreter alter Anschauungen und brutaler Inter- auszuüben. läßt, welche sich als nothwendig herausgestellt haben. 3) Die preußische Regierung hat dem durch das preußische essen neu auffeimenden humanistischen Ideen entgegengetreten allgemeine Landrecht( 2. Theil, Titel 19,§ 2) anerkannten Recht sind. Je nachdrücklicher die Gegner des Sozialismus sich dieses auf Arbeit dadurch Geltung zu verschaffen, daß sie, ohne die letzten Mittels bedienen, je besser für den Sozialismus, denn Winkelzüge und endlosen Wege des Bureaukratismus zu be- je eher sind sie am Ende ihres Lateins. schreiten und dadurch die Sache zu verschleppen, nichts unterläßt, So agitirt man. Wie wir durch unser Breslauer was dem arbeitslosen Theile des Volkes Beschäftigung zu verschaffen geeignet ist. Wege-, Brücken-, Kanal- und Eisenbahn- Parteiorgan, die Wahrheit" erfahren, waren auf den Abend bauten dürften dabei in erster Linie in Betracht zu ziehen sein. vor der Neuwahl nicht weniger als sechszehn VolksversammAls Entgegnung auf die von Herrn Liebknecht in der am 4) Der Magistrat und das Stadtverordneten- Collegium von lungen anberaumt. In den vier Tagen vor der Wahl wurden im Berlin, welche schon seit langem über die Schöpfung einer großen Ganzen siebenunddreißig Versammlungen abgehalten. Bravo! 21. d. M. in Härtel's Saale stattgefundenen öffentlichen Wählerversammlung ausgesprochene Anschuldigung, eine unerlaubte WahlAnzahl von absolut nothwendigen Institutionen und über sonAuch der Gemeinderath von Marseille hat sich beeinflussung auf uns von Seiten unserer Herren Arbeitgeber stige bauliche Unternehmungen unterhandeln und sich größtenHerr Dennison reiste durch den Kanton Die Uhren- Fabrikation in den Vereinigten über amerikaniſche Uhrenverfertigung zu sprechen und dieselbe mit Neufchatel, ſtudirte unsre Fabrikationsweise, ſuchte sich von Allem an den Bundesrath darlegen. Ich werde mich darauf beschränken, Fabrikation war. Staaten Amerikas oder Die von Herrn Liebknecht in der Versammlung des Städtischen Vereins in Bezug auf die Firma L. Thieme u. Co. gethane Aeußerung erklären wir somit für unwahr. Meerane, den 23. Februar 1877. Sämmtliche Arbeiter und Angestellte im Geschäfte 2. Thiemte 1. Co. Entgegnung. Unterschriften deponirt. unserer eigenen und derjenigen unserer Nachbarstaaten zu ver- zu unterrichten und nahm von der schwachen Seite unsrer Ingleichen. Ich werde Ihnen mehr in Bahlen sprechen, Bahlen, dustrie sorgfältige Kenntniß. Nach seiner Rückkehr in Boston Maschinenarbeit gegen Handarbeit. wissen Sie, haben ihre eigene Beredsamkeit. Seit lange hörten errichtete er eine Fabrik in Boston, die Bostoner Uhren- Gefell ( Auszüge aus einer Rede, gehalten in dem Amphitheater des Primary wir hier von amerikanischer Concurrenz, ohne es zu glauben. schaft. Dies war 1854. Das Kapital, taum 100,000 Dollars, College von la Chaux de fonds Dienstag, den 14. November 1876, Die Zweifler und es waren deren viele verneinten die wurde mehr durch Kapitalisten als durch praktische Geschäftsleute durch Herrn Favre Perret, Mitglied der Internationalen Jury von Möglichkeit einer so schnellen und wichtigen Concurrenz. Heute gezeichnet. Im Anfange beschäftigte sich die Gesellschaft blos Uhren bei der Ausstellung in Philadelphia und einen der Schweizer sind wir durch Beweise gezwungen, die Existenz einer solchen mit den rohen, skelettartigen Bewegungstheilen und war auf deren Commissäre in den Vereinigten Staaten.) von bedeutender Tragweite anzuerkennen. Wir haben die Be- Fertigstellung für den Markt bedacht. Schlagwerk, Balanciers, Herr Arnold- Grotjean, Präsident der Handelskammer, fün- weise unter unseren eigenen Augen, wir haben die amerikanischen Juwelen ec. wurden aus der Schweiz importirt. Nach und digte an, daß Herr Eduard Favre- Perret, Mitglied der Inter- Fabriken gesehen und wir haben uns von deren Leistungsfähigkeit nach erweiterte die Fabrit ihre Operationen und erzeugte noch nationalen Jury von Uhren bei der Philadelphiaer Ausstellung genau überzeugen können. Wir haben die amerikanischen andere Theile. Trotz dieses Fortschrittes entsprach diese Betriebsfreundlichst eingewilligt habe, in la Chaux de fonds die Rede Fabriken in derselben Weise behandelt, wie die Fabriken der weise nicht dem amerikanischen Charakter, welcher ungern das zu wiederholen, welche von ihm in Locle und Neufchatel über Nachbarstaaten, an deren Zukunft wir anfangs nicht glauben Kapital fast unfruchtbar liegen läßt, und so verließen die Kapidie Lage der Uhren- Industrie in den Vereinigten Staaten ge- wollten und welche heute eine ernste Concurrenz bieten. Ich talisten die Fabrik und sie fallirte 1856. halten wurde. Ein anderer Amerikaner, Herr Robins, den Sie auch, meine beziehe mich auf Besançon, Bienne, St. Jmier, Morat, Schaff Die Handelskammer würde gern gesehen haben, wenn sie im hausen. Wir müssen diese Beispiele in Betracht ziehen und keine Herren, gekannt haben, als er mit uns in Handelsverbindung Stande gewesen wäre, einige Erzeugnisse der amerikanischen Anstrengungen sparen, uns auf dem Niveau unserer Rivalen zu stand, vermuthete gute Spekulation und kaufte die ganze Fabrik Ein Jahr Uhren- Verfertigung vorzulegen, allein es war nicht möglich. In halten und uns nicht von denselben überbieten lassen, wie es in einschließlich der Werkzeuge für 75,000 Dollars. einigen Tagen wird eine Auswahl von 12 amerikanischen Uhren den verflossenen Jahren der Fall war. Bevor wir zu der Uhren- darauf übertrug er sie mit 145,000 Doll. an eine neue Gesell in der Horologcial- Schule( Schule für Uhrmacher) ausgelegt Fabrikation der Vereinigten Staaten übergehen, lassen Sie uns in schaft, welche sich als die„ Amerikanische Uhren- Gesellschaft"( A. werden, die Jedermann zur Einsicht dienen werden. einigen Zeilen die Fabrikation in Besançon untersuchen, welche Walch Co.) mit 200,000 Doll. Kapital incorporirte. Das Kapital Herr Grotjean fügte dann hinzu, daß er nach Verlesung der wie Jedermann weiß, bis an's Ende des letzten Jahrhunderts wurde bald ungenügend und auf 300,000 Dollars vor dem Redner gern jede Frage beantworten würde, die ihm vorgelegt zurückzuführen ist. Sie wurde durch eine Colonie von Neuf- Secessions- Kriege gebracht. Dieser Krieg, welcher geeignet schien, werde. chatellern gegründet. Besançon produzirte Hierauf folgte der Vortrag Favre- Perret's: 1845 54,000 Uhren, 1855 192,000 1865 296,000 1875 420,000 " " " ein solches Unternehmen zu zerstören, war im Gegentheil zu dessen Heile ausgefallen. Amerika sette eine Million Soldaten auf den Kriegsfuß und da Jeder eine Uhr brauchte, so war große Nachfrage auf dem Uhren- Markt. In dieser Conjunktur, welche für unsere Industrie eine günstige werden konnte, ver Meine Herren! Ich muß damit anfangen, Ihnen mitzutheilen, daß Sie nicht einen Redner vor sich haben, sondern einen Fabrikanten, und als solcher bitte ich um Nachsicht. Ich werde Ihnen Auskunft geben, welche leider nicht günstig ist, und Heute versieht Besançon den großen Markt Frankreichs und fehlten wir, unser eignes Interesse zu erkennen. Statt gute zwar über die Schweizer Uhren- Industrie gegenüber der ameri- bereitet sich vor, mit den anderen europäischen Märkten zu Uhren den Amerikanern zu schicken, wurde der größte Ausschuß dahin gesandt. tanischen. Ich werde Ihnen von Thatsachen sprechen, welche ich concurriren. gesehen habe und wie ich dieselben aufgefaßt habe. Offenheit ist Wohlan, meine Herren, wir sind auf demselben Wege, was Ja, wäre es thunlich gewesen, das bloße Räderwerk dorthin hierin nothwendiger als alles andere, denn durch Verbergen der die Vereinigten Staaten betrifft. Lange Zeit war Amerika der zu schicken, so wäre dies hier auch als genügend erachtet worden schlechten Seiten einer schwierigen Lage kann man nicht dahin Hauptmarkt für unsre Uhren, Amerika war so zu sagen unsre Die Amerikaner jedoch arbeiteten nach einem ganz anderen Plen; gelangen, sie zu bessern. Milchkuh. Heute müssen wir uns ernstlich vorbereiten, mit den die Gesellschaft vergrößerte ihre Aufgabe und stellte bald eine Es ist natürlich, meine Herren, daß ich Ihnen nicht einen Amerikanern zu kämpfen auf dem Felde, wo wir bis heute die bessere gewöhnliche Uhr her als die Schweizer Uhren waren. vollständigen Bericht meiner Beobachtungen bei der Philadelphiaer Herren waren. Einige von Ihnen werden Herrn Dennison Nach einigen Jahren und vom Patriotismus begünstigt, genoß die Ausstellung bieten werde, dieselben werde ich in einem Berichte kennen, welcher sozusagen der Vater der amerikanischen Uhren- amerikanische Uhr eines besseren Rufes, während die unfrige ho P A er U to tp fä B 1262 1 2 e d ht g ( t h e ic 北 je It It t 11 z 子 h 31 t t t t t 3 t e r t 1, It It C, te B It T Die Wahlberechtigten aus der mechanischen Weberei der Herren Straff u. Sohn. Das amtlich ermittelte Ergebniß der Nachwahl im 17. sächsischen Wahlkreis( Glauchau- Meerane) ist: Brace 10,763, Birnbaum 8966. Gegen Bebel ist ein Bismarck'scher Strafantrag( Nr. zweitausend und-?) eingelaufen; die angebliche Beleidigung des Leichtsbeleidigten soll in der Broschüre:" Die parlamentarische Thätigkeit des deutschen Reichstags 2c," verübt worden sein. -Wir erhalten folgende Buschrift: Werthe Genossen! Prag, 26. Februar 1877. Mit Spannung folgten wir dem Wahlkampfe in Deutschland und mit Freude erfüllt uns Euer Erfolg. Ihr habt ganz Eure Pflicht gethan und der Erfolg Eurer Anstrengungen ist glänzend. Euer Erfolg ist unser Erfolg; Euer Sieg, durch den wir der Verwirklichung der sozialistischen Jdee um ein Bedeutendes näher gerückt sind, ist unser Sieg. Ehre den Sozialisten Deutschlands! Hoch die Vereinigung der Proletarier aller Länder! Im Namen der tschechischen Sozialisten: August Horec. Lad. Zapotocky. Franz Maracet. Joseph Bernaschet. Anton Treska. Anton Kos. Joseph Praus. Offenes Schreiben an die Redaktion des ,, Vorwärts" zu Leipzig. demnächst enthält. Zürich, den 22. Februar 1877. Waldemar von Puttkammer, Königl. Preuß. Rittmeister und LandwehrEscadronführer 2c. Correspondenzen. Altona. Der Ausschluß der Arbeiter bei Kohn ist zu Gunsten der Arbeiter beendet. betreffend, erklären wir hiermit der Wahrheit gemäß, daß wir hat,- dann ist's wahrlich stark faul dort im preußischen und dem Publikum ein Zeichen sein können, daß meine Absicht in keiner Weise beeinflußt worden sind und die Herren Straff Staate. Uebrigens hat der berühmte Professor Dr. Rudolph bestens und treulich gewürdigt wird. Schließlich will ich hier und Söhne einigen Arbeiterinnen der Ordnung halber nur in Virchow jenes ihm von mir anvertraute Schriftstück vom 12. Juni aber noch die Zuversicht aussprechen, daß alle deutschen öffentFolge ihres früheren Verlassens der Arbeit gekündigt, inzwischen 1875, welches ich der Redaktion gelegentlich in Abschrift zur lichen Blätter, welche sich zu der anständigen, ehrlichen und aber auf erfolgtes Ansuchen die Kündigung wieder aufgehoben Veröffentlichung werde zugehen lassen, im Originale zurück freien, nicht servilen und feilen, Presse rechnen, ihr Lesepublikum haben. behalten, und selbst meine Erklärungen an die Fortschritts- wahrhaft von dem allen in Kenntniß sezen werden, was der Fraktion, deren Vorstand er mit bildet, dahin:„ daß ich dies ihnen sonst nicht behagende„ Vorwärts" von mir, dem schlimmen, Stückchen veröffentlichen und dem Staatsanwalt melden würde," unheilbaren und gemeingefährlichen" Blödsinnigen der preußihat den Herrn Professor nicht einmal vermocht, eine Beilegung schen Staatsgewalt", - Die Expedition der„ Berliner Freien Presse" hatte sich des Geschehenen nachzusuchen. So werde ich ihn denn behanam Sonnabend, den 24. Februar, des Besuches einer Anzahl deln, wie er es verdient. Ist nun wohl auf die förmlich verPolizeibeamter zu erfreuen, die sich angelegentlich nach der nichtenden Angriffe aller Art, welche ja in Masse die Artikel des britten Lieferung des„ Glöckner im Eril" erkundigten. Da den" Volksstaat" und des„ Vorwärts" enthalten, auch nur von irgend Abgesandten Teffendorf's natürlich die verlangte Auskunft nicht einer Seite irgend welche Abwehr oder auch nur die kleinste ertheilt wurde, machten sich die Herren selber an die Arbeit Bemerkung erfolgt?- Nein. Selbst die öffentlichen Blätter und durchstöberten die Lokalitäten genannter Expedition, ohne aller Farben, schweigen sie nicht durchaus bei solchen erdrückenden, auch nur ein Exemplar der gesuchten Druckschrift finden zu zerschmetternden Anklagen, wie sie in meiner Sache das sonst können. Und da sie nicht fanden, was sie suchten, so gingen sie von den Gegnern so aufmerksam gelesene Organ der Sozialwieder. demokratie, vor welcher man doch wohl jetzt einigen Respekt be- Weißbach, Bevollmächtigter der Schuhmachergewerkschaft. kommen hat, wider die Staatsgewalt in dem vermeintlichen Braunschweig, 22. Februar. Troz unserer Wahlniederlage Rechtsstaat par excellence scharf genug ausdrückt? Die können sich die Gegner ihres Sieges nicht freuen. In der Steine tönnten reden, meine hohe Staatsregierung aber mit Stadt hatten wir die große Majorität und nur die Landbevölke ihrem ganzen Gefolge jeglicher Art- schweigt dennoch in diesem rung gab den Ausschlag zu Gunsten der Liberalen. Stolz schmählichen Falle, und mein erhabener Herr sogar, der, allge- können unsere Gegner auf ihren Sieg nicht sein, denn es waren mein, nnd mit Recht, für so gerecht erachtete König Wilhelm, Kaiser nur 147 Stimmen über die absolute Majorität, mit denen der von Deutschland, hat leider bisher auf alle meine devoten Ge- liberale Candidat gesiegt hat. Sie rüsten denn auch zu neuen suche um Applanirung der heikelen Angelegenheit, wozu ich gern Kämpfen und fordern Alle, welche treu zu Kaiser und Reich bereit bin, oder um strengste öffentliche Untersuchung derselben, stehen, auf, sich schon jetzt um das" liberale" Banner zu mit Namhaftmachung der dabei schuldigen und mir also regreß- schaaren. Angesichts dieser Rührigkeit der Gegner müssen auch pflichtigen Staatsdiener, mich, gleich Allerhöchst seinen Behörden, wir unsere Schuldigkeit thun und alle Kraft daran sezen, daß nach wie vor, ohne Bescheidung zu lassen geruht. Und doch im Jahre 1880 ein Sozialiast Braunschweig im Reichstag vergiebt mir die preußische Verfassungsurkunde, zweifellos, ein tritt. Ohne Kampf kein Sieg! L. Bose. garantirtes Recht darauf, Bescheidung zu erhalten. Ich habe Braunschweig, 26. Februar. Am Sonnabend Abend wurde inzwischen noch nicht einmal meinen vorlegten Schachzug gethan, Bracke zur Feier seines Sieges in Glauchau- Meerane von fünf die Broschüre nämlich ist noch nicht herausgegeben, welche das Gesangvereinen( Liederhalle, Einigkeit, Harmonia, Gutenberg und ganze Verfahren gegen mich von Anfang bis zu Ende Lassallia) ein Ständchen gebracht. Obwohl keine Bekanntmachung klar- und bloßstellt und genau und grell beleuchtet. Denn ich erfolgt war, hatten sich doch an 2000 Personen eingefunden. möchte zuvor erst sehen, wie Abgeordnetenhaus und Reichstag Der ganze geräumige Hofraum und Diele, Speicher- und Hausin Berlin definitiv dasjenige erledigen, was ich ihnen überwiesen Treppen waren dicht besetzt und massenhaftes Publikum hatte habe. Allerdings weiß ich bereits, daß ich von dorther auch nicht sich auf der Straße gesammelt. Kokosky hielt eine kurze Anviel erwarten darf, denn die eine meiner Petitionen wurde zu- sprache, die mit einem Hoch auf Bracke schloß, der seinerseits nächst völlig unbefugt in den Akten vergraben ich hörte noch den Versammelten seinen Dank aussprach und sie aufforderte, nicht, durch wessen Freundlichkeit, zwei andere sollen gar ihrerseits in ein Hoch einzustimmen auf die braven und tapfern nicht mit der Post, der ich sie hier in der Schweiz übergeben Arbeiter von Glauchau- Meerane, die trotz des auf sie von den habe, eingetroffen sein ich entdeckte noch nicht, wer sie unter Gegnern geübten Druckes, troß des Elends, das auf ihnen lastet, schlug und die angebliche Erledigung der letzten Petition an's in so glänzender Weise sich als Männr bewährt haben. In Die geehrte Redaktion hat kürzlich, gleichwie früher diejenige Abgeordnetenhaus scheint nur fingirt zu sein, wie und warum? dieses Hoch auf unsere Brüder in Glauchau- Meerane stimmten des am 1. Oktober v. J. geschlossenen Volksstaat", vermittelst das ist noch nicht ganz aufgeklärt. Wahrlich, es geschieht die Versammelten begeistert ein. einer Reihe von Artikeln im Vorwärts", dem Publikum über immerhin Außerordentliches von allen Seiten, um mich todtzu- Mannheim, 30. Januar.( Gesammtbericht.) Die Agitation die mir durch verschiedene preußische Behörden und Beamte schweigen und zu beseitigen und mich in Vergessenheit zu bringen. wurde Ende September von Genosse Dreesbach eingeleitet. Der wiederfahrenen-- berichtet. Dabei ist ganz klar dar- Ich hoffe aber, daß das nicht gelingen wird. Denn nimmer selbe begann zu Haßloch mit gutem Erfolg am 24., unterstützt gethan, wie es möglich gemacht werden konnte, mich durch gericht werde ich ablassen, die Anerkennung meines schwer verletzten von Ehrhardt, wie auch am 25. zu Dürkheim, am 26. hielt liches rechtskräftiges Erkenntniß, welches indeß ex falsa causa staatsbürgerlichen Rechts und meiner frivol in den Koth ge- Dreesbach der Partei zu Mannheim einen gelungenen Vortrag, ( wegen falscher, unrichtiger Ursache) der Nullität( Nichtigkeit) an tretenen Mannesehre zu erstreben, bis solche entweder vollauf am 28. war eine Volksversammlung zu Neustadt, den 29. in heimfällt, für einen Blödsinnigen erklären zu lassen, obgleich ich erfolgt ist oder sich das Grab über mir schließt. Ich gehe Lamprecht mit ebensoviel Beifall. Versammlungen zu Weidenein solcher nicht bin und nie war. Ich hebe hervor, daß, weil langsam und geduldig, aber unaufhaltsam und rastlos vor und thal und Elmstein wurden uns durch Lokalschwierigkeiten und ich beim Beginn des betreffenden Gerichtsverfahrens zu Berlin auf mein Ziel los. Damit das große Publikum, welches mir bürgermeisterliche Gesezesunkenntniß vereitelt. Den 20. Oktober wohnte, ich die Competenz des Berliner Kreisgerichts bestritt seine Sympathieen so überraschend vielfach und herzlich zu er- zu Neustadt hatte eine glänzend besuchte Versammlung statt, in und diejenige des Stadtgerichts dortselbst behauptete, mich vor kennen gegeben hat, so daß mir sogar anonyme Geldsendungen welcher das bekannte liberale Beweismaterial: Brüllen, Knüppel zc. jenem dann auch gar nicht weiter ausließ. Die Competenz zugingen, jedoch fortan auch stets beurtheilen könne, wie ich meine iu's Feld geführt wurde, trotzdem für uns von großem Vortheil. wurde aber festgehalten und ich wurde, ungehört, verurtheilt, Sache führe, indeß ich für" blödsinnig" gelte, möchte ich den Den 3. in Edenkoben versuchte der dortige Bürgermeister weil das Berliner Polizeipräsidium amtlich zu den Akten er ferneren Kampf mit der mir gegenüberstehenden furchtbaren Macht, Dreesbach eine Standrede zu halten. Den 7. fand in Neustadt tlärt hatte, daß ich in Berlin seit dem Jahr 1869 polizeilich der preußischen Beamtenhierarchie in den Polizei- und Justiz- Fortsetzung der am 2. Oktober aufgelösten Versammlung statt; nicht angemeldet worden sei. Dies ist, wie zwei von mir in Ressorts ganz öffentlich führen: Ich wollte daher an alle der liberale Generalstab war vollzählig am Plaze, aber die zwischen beschaffte Dokumente, sogar eine Bescheinigung des Ber- diejenigen Stellen daheim, von wo ich auf meine Vorstellungen Replik von Dresbach, Ehrhart und einigen anderen schmerzte so, liner Einwohner- Meldeamts, beweisen, ein falsum, daher:" falsa und Bitten nicht beschieden wurde und so auch an meinen, viel- daß er bald das Feld räumte. Den 8. Oktober fand Dreesbach's causa" und darum:„ Nullität des betreffenden Erkenntnisses", leicht nicht richtig über mich informirten und mir sonst so gnädig Vortrag, unterstützt von Ehrhart zc. allgemeinen Beifall. Den wie ich vorher es angab! gewefenen Landesherrn, den ehrwürdigen deutschen Kaiser, sub- 9. in Frankenthal hielt Dreesbach die erste Versammlung seit Für die Bemühungen der so hilfsbereiten Redaktion in missestoffene Schreiben richten und darauf auch offene drei Jahren ab mit sehr gutem Verlauf. Den 10. in Mannheim Betreff meiner schwierigen Sache habe ich zunächst hier meinen Bescheidungen vermittelst der Zeitungen und wenn auch referirte Dreesbach über die Reichstagswahlen, Ehrhart über wärmsten Dank zu sagen, obschon all' dergleichen, was in meinem nicht expreß an mich gerichtet, so doch für's Publikum mir den letzten Sozialistencongreß. Den 11. in der HolzarbeiterInteresse geschieht, ja offenbar völlig vergeblich ist. Denn, wenn zu erheischen erlauben. Erfolgten solche Bescheidungen alsdann gewerkschaft Ludwigshafen fand Dreesbach ungetheilten Beifall; der Graf zu Eulenburg, welcher neulich im Abgeordnetenhause nicht, so dürften diejenigen öffentlich verurtheilt ein, welche, desgleichen am 16. in der Mannheimer Schneidergewerkschaft zu Berlin, zu fast allgemeinster Genugthuung, erklärte: er hoffe, selbigen Interpellationen und Provokationen gegenüber, das sowie in den Volksversammlungen am 15. in Oggersheim, 17. mit dem Abgeordneten Schröder, daß er seinen Posten bald Publikum durch Schweigen darüber aufklären, was alles an in Darmstadt, 18. in Speyer, 19. im Schreinerbund zu Mannwürde verlassen können, noch immer preußischer Minister ist, mir gefrevelt worden ist. Ich bitte die verehrliche Redaktion heim, 20. in Frankenthal, 21. in Mannheim, 22. in Mutterstedt, obgleich meine Gattin in einer Petition an die Abgeordneten des Vorwärts" sehr angelegentlich, mir dabei wie bisher 24. in Heidelberg, 25. und 28. in Karlsruhe, 30. in Constanz, vom 12. Juni 1875, wovon Abschriften an des Königs Wilhelm hilfreich sein zu wollen und sonach die erwähnten offenen, stets 1. November in Göppingen, 4. in Reutlingen, 5. in Emingen, Majestät und an das preußische Staatsministerium, gleichwie an nur kurz sein sollenden Schreiben des„ Blödsinnigen" in ihrem 6. in Eßlingen, 8. in Stuttgart, 9. ebendaselbst beim Schreinerden bezeichneten Grafen selbst gelangt sind, diesen geradehin als vielgelesenen Blatte Spalten aufzunehmen. Der Abdruck bund, 11. Volksversammlung und 12. zum Stiftungsfest des ,, einen ordinären Verbrecher" in Betreff meiner denunzirt dieses längeren offenen Schreibens im Vorwärts" würde mit Tischlerbunds war er Festredner, 14. in Pforzheim, 15. in Karlsruhe. Nach so angestrengter Thätigkeit war derselbe sehr überall in Mißkredit waren. Das Kapital wurde auf 750,000 Mann verdiente es seinerzeit, durch einen Polizeidiener" gerettet zu angegriffen und mußte eine Pause eintreten lassen. Den 21. Dollars gebracht und die Operationen der neuen Gesellschaft werden. war Dreesbach in Offenbach, den 22. in Ludwigshafen mit unnahmen immense Verhältnisse an. Während der folgenden Jahre geschwächter Energie wieder thätig. Den 25. in der Mannheimer ging der Handel so gut, daß überall neue Uhren- Fabriken ent- d. J. die Zahl der noch nicht aus der Robotpflicht abgelöften ehe Speyer, den 27. Dreesbach und Mai in Speyer, den 28. Drees- Leibeigene. Nach offiziellen Angaben betrug am 1. Januar Vorstadt Schweßengergärten, den 26. in Küferthal und Mai in standen. Jedermann wollte Uhren machen. Heute giebt es an maligen Leibeigenen der 37 Gouvernements Rußlands, in denen seit Speyer, den 27. Dreesbach und Mai in Speyer, den 28. Drees11 Fabriken. Die Waltham- Gesellschaft beschäftigt an 900 Ar- 1861 das Emanzipationsgesez gilt, immer noch 2,007,854. Im Ganzen bach und Koch in Oggersheim, den 29. Dreesbach wieder in beiter und fertigt ungefähr 425 Werte pro Tag. Die Gesell- wurden bis jept 5,413,345 Leibeigene( nur die Familienhäupter ge- Speyer, um den liberalen Maulhelden, voran dem dortigen Reschaft vermehrte wiederum ihr Kapital im Jahre 1872. Heute zählt) zu landbesigenden, freien Bauern gemacht, darunter 639,636 mit dakteur v. Bangerow, den Beweis zu liefern, daß er sich durch ist es 1,500,000 Dollars, außer 300,000 Dollars Reservefonds Unterstügung durch den Staat. Brüllen nicht mundtodt machen lasse; die Gegner bezeichneten oder 9 Millionen Francs Kapital. Die Uhrenfabrik ist eine Dreesbach's dortiges Auftreten als musterhaft. Daran reihten wahre Macht, es giebt keine solche in Europa. Wir haben sie - Alte Zeitung. In der Universitätsbibliothek zu Heidelberg sich Versammlungen zu Lemprecht und Haßloch, die ebenfalls, in all ihren Einzelheiten gesehen, wir haben die splendide Or- wurde ein fast ganz vollständig erhaltener Jahrgang einer gedruckten wie die vorangehenden, sehr gut verliefen. Vom 3. Dezember ganisation bewundert. Ihre Werkzeuge arbeiten so regelmäßig, Beitung aus dem Jahre 1609 aufgefunden. Der Titel dieſer bis jest ab war Dreesbach im Offenbacher Wahlkreise thätig; am 16. Saß alle einzelnen Theile einer Uhr ausgetauscht werden können graphischen Seltenheiten neuerer Zeit, lautet buchstäblich folgender- fand wieder in Mannheim stark besuchte Volksversammlung statt, und zwar vermittelst einer einfachen brieflichen Mittheilung, ohne maßen: daß man nöthig hätte, andere Theile der Uhr mitzuschicken. Die Frage ist oft aufgeworfen worden, ob die Amerikaner die Nachfrage ihrer Märkte befriedigen können. Ja, sie können es, wir sind vom amerikanischen Markt vertrieben, ich nehme davon die complicirten Uhren aus, in welchen wir die Ersten sind und Hoffentlich bleiben werden. ( Schluß folgt.) - Johannes Scherr. In Nr. 3 Jahrgang 1877 der„ Deutschen Dichterhalle", die sich mehr durch gutes Papier, als durch gute Gedichte empfiehlt, steht ein Aufsatz von Johannes Scherr, der folgenden Passus enthält: Elend"" entwerfen." " " M ältesten bekannten deutschen Zeitung, vielleicht eine der größten typoRelation: Aller Fürnemmen und gedenkwürdigen Historien, so sich hin vnnd wider in Hoch vnnd Nieder- Teutschland, auch in Frankreich, Italien, Schott vnd Engelland Hifpanien, Hungern, Polen, Siebenbürgen, Wallachey, Moldaw, Türkey 2c. Inn diesem 1609. Jahr verlauffen vnd zutragen möchte. Alles auff das trewlichst wie ich solche bekommen vnd zu wegen bringen mag, in Truck verfertigen will. in der Dreesbach die nationalliberale Presse hiesigen Orts sowie die sogenannten Mannheimer Demokraten tüchtig geißelte. Den 17. fand in Weinheim eine guten Erfolg versprechende Versammlung von Dreesbach, unterstützt von Eisenhauer, statt. Am 17. war in Mannheim unsere Weihnachtsbescheerung, die eine Menschenmasse auf den Gambrinuskeller zusammenführte, wie dies noch nie zuvor dagewesen war; die Opferwilligkeit der Mannheimer Arbeiter bez. Parteigenossen hat am genannten Tage herrliche Früchte getragen. Den 20. referirte Dreesbach in Landau vor größtentheils„ gebildetem" Auditorium, die Versammlung verlief trotz der verschiedenen, den heutigen Liberalismus tennzeichnenden Vorkommnisse sehr zu unsern Gunsten. Die Verf. am 21. in Neuſtedt war lokaler Verhältnisseshalber schwach besucht, desto ausgezeichneter jedoch verlief die Versammlung in Elmstein, woIch weiß nicht, ob es Anderen auch so ergehen wird, aber mich hat von der Elendigkeit und Unhaltbarkeit unserer gesellschaftlichen Zu- Schnizer. Als die„ Neue Franks. Presse" nach dem Durchfall selbst Dreesbach seine Candidatenrede hielt; es war dies die stände diese Lebensbeschreibung eines deutschen Poeten eindringlicher ihres Frankfurter Candidaten zur Reichstagswahl ihren schmerzlichen überzeugt, als alle die grellen, traffen, immer zur Hälfte, oft zu zwei Gefühlen Ausdruck gab, ist ihr etwas Menschliches paſſirt, greichen zweite Versammlung, die in genanntem Orte stattfand. In Dritteln verlogenen Schilderungen, welche die gewerbsmäßigen, vor hofft, daß es ihrer Partei bald gelingen werde, in den von der De- Ludwigshafen erfolgte nunmehr die Proklamirung des Candidaten Bezahlung"" reisenden und predigenden Agitatoren vom sozialen mokratie seither beherrschten Kreisen dem Licht und der wahren Frei- für den Wahlkreis Speyer- Frankenthal; nach einem sehr beifällig Im Jahre 1848 war Scherr Abgeordneter in der würtembergischen zum Sturze zu verhelfen! heit zum Siege zu verhelfen, war daselbst statt dessen zu lesen:.. aufgenommenen Vortrag von Dreesbach wurde derselbe von Ehrhart zum Candidaten unter rauschendem Beifall vorgeschlagen. Kammer; er sollte als Feind der Regierung 1849 verhaftet werden. Den 23. Dezember fand auch zu Mannheim eine sehr interessante Durch einen Bolizeidiener rechtzeitig gewarnt, gelang es ihm aus Stuttgart in die Schweiz zu entkommen."( Dichterlegifon S. 271.) Jo- Adelaide( Hafen- und Hauptstadt der englischen Colonie Südaustralien, Demokratie. Zur angesezten Zeit war denn auch der Badener Universität in Australien. Die Universität von Port Versammlung statt, einberufen von der sogenannten Mannheimer Hannes Scherr ist gegenwärtig Professor der Geschichte in Zürich, Mit am Torreusflusse) hat soeben das Fest ihres einjährigen Bestehens ge- Hof von den Sozialisten buchstäblich besezt; als nunmehr die arbeiter der Leipziger„ Gartenlaube", gleichwohl von der Elendigkeit feiert. Die Zahl der Studirenden beträgt 14, worunter 7 Damen Auchdemokraten triumphirend angezogen famen, war es ergößend, unserer gesellschaftlichen Zustände überzeugt", schreibt er vor Bezah- find! lung" oft zu zwei Dritteln verlogene Schilderungen". Wahrlich, der die Grimassen zu sehen. Gleich bei der Eröffnung verlangte " Wahlfonds. Mai das Wort zur Geschäftsordnung, um die Wahl eines Bureau| Wirthschaft" die ihm schon verschiedene Darlehne gemacht Sprache, ist aber vom strengen monarchistischen Standpunkt geschrieben zu verlangen, diese unverschämte Forderung" jedoch brachte die hatte. Brentano füllte zu diesem Zweck eines der obigen For- und demgemäß gefärbt. Das beste Handbuch ist wohl noch immer das angeblichen Volksmänner so außer Fassung, daß sie fürchterlich mulare auf die Summe von 830 Mart 19 Pfg. aus und ließ Mignet'sche. brüllten; darnach trat der Candidat derselben, das Schooß sich die Summe von 320 Mark als Vorschuß aushändigen. Ein K. in W.: Sendung erhalten. Quittung erfolgt von Parteiwegen. kind der Mannheimer Philister, Herr v. Feder, in die Arena, Beweis, auf welche Weise dieser saubere Patron zarte Bande zu Für Red. d.„ Vorwärts": W. Liebknecht. um zu erklären, daß er schon zweimal hereingefallen und nun würdigen weiß. Obwohl Brentano versuchte, sein intimes Ver- ist bereits um 12,10 M. überschritten; wir müssen daher um Geldsender Expedition. Wahlverein Ottensen: Ihr Depot für Annoncen mehr am Abgrunde des dritten Falles stehe. Ihm wollte Mai hältniß zu vorbemerkten Hause in Abrede zu stellen, so belehren dung ersuchen. entgegnen, allein der Skandal von jener Seite mehrte sich derart, uns doch Bricfe, die bei der Verhandlung zur Verlesung ge= daß der Landtagsabgeordnete Schneider die Gelegenheit wahr langten, hinlänglich hierüber. Zu seiner Vertheidigung machte Die Parteicolporteure werden freundlichst ersucht, Ihre genauen nahm, die Versammlung zu schließen, die Sozialisten Brentano geltend, daß er seit 14 Jahren nicht mehr( gestohlen) Adressen an mich gelangen zu lassen. zogen ab, und wer dem nicht nachkam, wurde schließlich auf bestraft.( Welches Wunder bei 2200 Thlr. Gehalt?) Ferner, Hagen i. Westf. Carl Klein. unjanfte Weise transportirt; dann ging die Bauke des Candidaten daß seine Arbeiter ihn mit dem fälligen Lohn drängten, sowie pr. Ad.: Wilh. Deitelhoff, Bergstr. von neuem los. Den 24. Abends referirte Dreesbach noch zu seine verzweiflungsvolle petuniäre Lage. Bemerkenswerth sind Friesenheim unter allgemeinem Beifall, den 26. Ehrhart und die Beschuldigungen Brentano's gegen den früheren Besitzer Quittung. Dr. Wygr Paris Schr. 4,00. Arbeiterbild.- Verein Mai in Mutterstedt und Dreesbach in Neustadt mit gutem Erfolg. F. Schneider, welchen er als Schwindler und Betrüger hinstellt. hier Ann. 3,60. Lthld hier Ab. 1,80. Ezur Wien Ab. 1,62. Stiffns Es folgten nunmehr noch einige Versammlungen zu Heidelberg In der That ist es auch ein sonderbares Geschick, das auf betr. Schr. 5,65. Kllwrt Cannstadt Sch. 4,60. Fchverein der ManufatturHarburg Ann. 0,70. Mhrhnn Barmen Ab. 200,00. Frch Königsberg und Karlsruhe. Mittwoch den 27. Dezember wurde Mai auf Unternehmen ruht. J. Schneider, ein dunkler Ehrenmann, der arbeiter b. Zwidau Ab. 3,28. Br Gießen Ab. 8,00. Knzlmun ReutFrankenthaler Requisition verhaftet, nnd zwar wegen des ersten sich vom rothesten Jakobiner bis zum schwärzesten Reaktionär lingen Schr. 1,65. Gr Osnabrück Ab. 10,20. Ltnschlgr Herlasgrün und legten Artikels der Agitationsnummer; man hielt ihn vier umgewandelt hat, stand vor Jahresfrist vor demselben Gericht, Schr. 3,80. L Halberstadt Schr. 2,20. Rhwr Bremen Schr. 11,00. Wochen gefangen und ließ ihn nach der Wahl frei, um ihn an angeklagt der falschen Versicherung an Eidesstatt, um dadurch Rß Marburg Schr. 7,00. Rngr Aggersdorf Schr. 3,20. Brbm Gotha das Schwurgericht zu verweisen; man war jedenfalls der Mei- Vermögensvortheile zu erzielen. Derselbe verfügte jedoch über Ab. 14,20. Sch Frankfurt Ab. 21,20. Bang Mühlheim Schr. 2,25. nung, uns dadurch großen Nachtheil zu bereiten, allein daß wir einen großen Geldbeutel, es gelang ihm, seine Freisprechung zu Krß Siraßburg Schr. 2,22. Wild hier Ann. 0,80. Hhn Kleinzschocher dies gehörig und mit Erfolg benutzten, ist natürlich. Eine der erwirken. Der Staatsanwalt ergriff Refurs, der allerdings die ab. 0,60. Bhmr Löbau Ab. 2,00. Wahlverein Limmer Ann. 0,40. glänzendsten Versammlungen zu Mannheim fand Freitag den Freisprechung bestätigte. Die öffentliche Meinung jedoch war 0,10. Schror hier Ann. 0,60. Flschr Kleinzschocher Ab. 12,00. br Schlgl Graz b. 15,00 Strt Kiel Ann. 1,00. Lgs Hannover Ann. 29. Dezember, von uns einberufen, statt, in derselben sollte das anderer Ansicht. Letzterer Umstand veranlaßte denn auch Dettingen Ab. 1,00. Rdgr Halle Ab. 8,00. Drp Verden Ab. 8,00. Treiben unserer Afterdemokraten gekennzeichnet werden. Ehrhart J. Schneider, sein seitheriges Mannheimer Paradies zu verbr Bodenheim Ab. 7,00. Grth Aachen Schr. 6,98. referirte über verschiedene Vorgänge, worauf Dreesbach ebenso ge- lassen. Derselbe ist jetzt Eigenthümer und Herausgeber der lungen über den zweiten Punkt der Tagesordnung:„ Der Compromiß offiziösen„ Straßburger Zeitung". Daraus ist zu ersehen, weß im Reichstage" sprach.- Von den Versammlungen, die von Geisteskinder die Vertreter der heutigen Ordnung sind.- Der genanntem Lage bis zur Reichstagswahl stattfanden, sind als geschorne Brentano hat übrigens versprochen, bei dem Gantver- d. Duenzel 0,70. besonders beachtenswerth hervorzuheben eine von Dreesbach ab- fahren näheres über besagten Schneider der Deffentlichkeit zu gehaltene zu Mundenheim, die ausgezeichnet verlief, eine von übergeben, und werde ich mich beeilen, sobald die verschiedenen Ehrhart in Laumersheim. Auf letterer versuchte ein Stud. med. dunklen Thaten offiziell constatirt sind, sie dem Vorwärts" zu zu interpelliren; er hielt seine eingeochste Rede schon vor der übermitteln. Wie ich schon anführte, der reiche Schneider in Altona. Versammlung am Biertisch; bei der Versammlung war das noch im Ansehen und macht noch die öffentliche Meinung. Friz Latein des Herrn zu Ende und er erging fich in allen rednerischen Brentano ist zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Die Luftsprüngen über alles Mögliche und Unmögliche. Eine fernere Herren Richter nahmen mildernde Umstände an. Versammlung zu Friesenheim wurde, da die Anzeige Samstag Zwickau. Wenn wir der Verpflichtung, den Parteigenossen um 4 Uhr auf Sonntag um 3 Uhr Nachmittags, also eine Stunde zu spät erfolgte, vereitelt, was jedoch nicht verhinderte, nachkommen, so soll dies in Berücksichtigung des erklärlichen im Lokale des Herrn Boge, Mittelstraße 11: daß sich die gesammte Arbeiterschaft dortselbst um ihren Can- Stoffandranges bei der Redaktion d. Bl. in gedrängtester Kürze didaten sammelte und dieser in ungebundenem Gespräch seine geschehen. Wir hielten während der Wahlbewegung 40 VerBestrebungen auseinandersetzte. Am 6. Januar hatte Herr sammlungen ab, die fast alle gut besucht und 3 davon überJulius Schulze sich die Sozialdemokraten als Zielscheibe seiner füllt waren. Referenten waren die Genossen Hasenclever in Redepfeile auserlesen; derselbe war der Meinung, es feien die einer Versammlung, dann Motteler, Mehlhorn, Nauert, Sozialisten nicht vertreten, allein Ehrhart lieferte ihm, obwohl Ebert, Stolle und mehrere Genossen aus dem Agitationsman demselben die Redezeit beschränkte, den Beweis, daß es comité. jedem Arbeiter ein Leichtes ist, die verleumderischen, nach De- Das immermehr sich verbreitende Verständniß und die genunziation riechenden Anschuldigungen der Gegner zurückzuweisen. rechte Würdigung des sozialistischen Prinzips sowie der selbstNun mag der bescheidene Julius die Erfahrung gemacht haben, verständlich in der schmutzigsten Weise geführte Kampf der daß in der Pfalz, und namentlich da wo wir Boden gefaßt, für Gegner erwarb uns das gewiß zufriedenstellende Resultat 1874: 70] ihn kein Weizen blühe. Montag den 8. Januar hatte die hohe Motteler 8941, Streit( liberal) 7531; 1877: Motteler 10,971, Geistlichkeit von Speyer eine Bolksversammlung nach Munden- Händel( liberal) 5116, Walter( fortschrittlich- conservativ) 1752. Leipzig. Sonnabend, den 3. März, Abends 8 Uhr: Verheim berufen, in der sie glaubte den Rahm von Dreesbach's Also die Gegner haben bei aller Anstrengung und Anwendung famminng. Am Täubchenweg, Restauration von Jul. Menzel. erfolgreicher Thätigkeit abzuschöpfen, allein Ehrhart und Eisen- der verwerflichsten Mittel einen Rückgang von 663 Stimmen, Tagesordnung: Gewerkschaftliches. hauer gaben ihnen verschiedene Denkzettel, die sie noch am wir aber einen Zuwachs von 2030 Stimmen zu verzeichnen. Von T. Görlig d. Jßlb u. B. hier 19,70. Arbeiterver. Plagwig Anzeigen ze. 2C+ mi ge 101 we 1m ge Au fer D. Reimer.[ 50 m to Sonnabend, den 3. März, Abends 8½½2 Uhr, in Koppelmann's Salon: Volksversammlung. Tagesordnung: Vortrag. über die Wahlagitation in unserm Wahlkreis Bericht zu erstatten Hannover. Sozialdemokratischer Wahlverein. Sonnabend, den 3. März, Abends 81/2 Uhr, Geschlossene Versammlung. Tagesordnung: 1) Abrechnung. 2) Anträge von Me ister Schröder u. s. w. ( 161) Der Vorstand.[ 70 Kiel. Sonnabend, den 3. März, Abends 8 Uhr, im ,, EngOeffentliche Sozialisten- Versammlung. lischen Garten. tf ( f. 182) U " Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Jeder Gesinnungsgenosse wird ersucht zu erscheinen. Chr. Stard. Metallarbeiter- Gewerkschaft. 10. Januar spürten. An genannten Tage hatte auch Dreesbach Zahlen sprechen, nur ist der Umstand zu beachten, daß unsere Leipzig. Donnerstag, den 1. März, Abends 8 Uhr, in der Volksversammlung. = Mc du Di au [ 40 ſch der füz ger die Je fet A th de di gr di P Tagesordnung: Die Wahlagitation im 17. sächsischen Wahlkreis und die liberale Presse. Referenten Liebknecht und Nauert.[ 90 ( 26) Der Einberufer. wieder eine sehr gute Versammlung zu Speyer. Am 9. Januar Gegner in ihrer Versumpfung weder hören noch sehen. Ist uns sollte nunmehr in Ludwigshafen unserer Agitation die Krone auch recht. Die Agitation für die immer weitere Ausbreitung aufgesetzt werden, die dortige Versammlung war zum Erdrücken der sozialistischen Idee ist sofort wieder aufgenommen worden besetzt; bei seinem Eintreten wurde Dreesbach mit stürmischem und wird der Erfolg nicht ausbleiben. Beifall empfangen; er verstand es denn auch, in anderthalb- Das Central- Wahlcomité des 18. sächsischen Wahlkreises. stündiger fließender Rede die Anwesenden zu fesseln; der an- Glanshan, 21. Februar.( Politische Maßregelung.) Gestern wesende bisherige Vertreter des Kreises hatte ob dieser Stim Vormittag wurde unser Parteigenosse Julius Seifert, beschäf mung nicht den Muth, das Wort zu ergreifen, dafür jedoch ein tigt in der Leuschner'schen Fabrik, durch den Procurist Rueff Limmer. Sonnabend, ben 9. Märk, Abends 8 Uhr, im Schulmeisterlein namens Haberkam, der vorgab, schon vor Jahren entlassen, weil erin einer sächsischen Stadt den Genossen Bebel abgefertigt zu thümliches Zusammentreffen(?) fügte es, das Tags vorher in Tagesordnung: Vortrag. sozialistischen Ideen huldigte. Ein eigen Vereinslokal bei Hengstmann: Oeffentliche Mitgliederversammlung. haben. Wessen Geisteskind derselbe war, das zeigten Dreesbach einer Volksversammlung in Niederlungwitz Fabrikbesitzer Seidel ( 198) D. V.[ 40 und Ehrhart der Versammlung so deutlich, daß er das Gelübde behauptet hatte, im 17. Wahlkreis sei noch kein Arbeiter seiner Sonntag, den 4. März gethan haben soll, niemals mehr vor öffentlich versammeltem politischen Ansichten halber gemaßregelt worden, worauf Seifert Bolte aufschneiden zu wollen. erwiderte, daß dies doch vorgekommen sei. Auf solche Art Ziehen wir nunmehr die Summe unserer unermüdlichen und Weise verlangt das auf seinen Geldsack pochende GroßkapiAgitation zusammen, so können wir wohl mit den Resultaten talistenthum, daß der Arbeiter sich nur ihm physisch unterwerfe zufrieden sein; können wir auch nicht wie die Brüder im Norden und ausbeuten lasse, sondern auch geistig soll der Arbeiter ge- Salon ,, Germania" zu Sellerhausen Tausende aufmarschiren lassen, so müssen doch die Verhältnisse knechtet werden. Für die elenden paar Lohnpfennige soll der hierorts berücksichtigt werden. Doch haben wir bereits in ver- nach dem Gesetz freie deutsche Staatsbürger dem Geldsack auch schiedenen Orten der Pfalz relative, theilweise auch absolute noch seinen Charakter, seine Männlichkeit verkaufen. Es wurde Majoritäten erzielt. In dem Kreis Neustadt- Landau erhielt Seifert mitgetheilt, daß er dableiben könne, wenn er von seinen Dreesbach 879 Stimmen, im Jahre 1874 gar feine. Im Wahl- Ideen ablassen wolle, worauf derselbe mannhaft erwiderte, daß freife Speyer- Frankenthal Dreesbach 1780, im Jahre 1874 752. er seine Gesinnung nicht verkaufe und daß es gleichgiltig sei, in In Mannheim Bebel 1684, im Jahre 1874 1040. Heidelberg welchem Geschäft er verhungere. ( Glauchauer Nachr.) hat seine Stimmenzahl ebenfalls mindestens verdoppelt, KarlsWahl- Sieges- Fest im unter Mitwirkung des Gesangververeins Frohsinn" aus Stötterit und den Sängern des Arbeiter- Bildungs- Vereins in Leipzig. Festrede vom Reichstagsabg. Motteler. Der Vertreter unseres Wahlkreises, Herr Demmler, hat sein Erscheinen bestimmt zugesagt. Billets sind zu haben für Herren 30 Pf., für Damen 20 Pf. beim Castellan Lehmann, Arbeiter- Bildungs- Verein, Herrn Grude, ruhe erzielte 600 Stimmen. Unser Wirken brachte uns somit Glauchau. Zur Unterstützung der Nachwahl gingen bei uns ein: An der Papiermühle zu Stötterig, Herrn Dohne, Volkmarsdorf, sowie über 5000 Stimmer; schaffen wir so fort, so muß die Zukunft 70,00 vom Wahlcomité Dresden durch J. J. Peters; 10,00 aus Leipzig in meinem Lolal Scharr, Restaurateur, unser sein. Vor der Wahl schon erließen die Liberalen eine von einem ehemaligen Anhänger Birnbaum's; 3,00 von einem Freunde Eröffnung: 4 Uhr. Anfang: 42 Uhr. Anzahl von Flugblättern, die die erbärmlichsten Schmähungen unserer Sache durch C. Preezich in Freeden; 1,00 von Adolph Schulze Die Freunde der Arbeitersache ersuche ich, ein schönes Fest verwider uns enthielten; nun sie das Resultat sehen, können sie aus Schwez; 1,00 von Reinhold Wiedemann in Lauban; 3,09 von sprechend, dem von Herrn Scharr veranstalteten Feste so zahlreich wie heulmeiern in allen Tonarten; der Pfälzer Kurier" verlangt Bittau; 40,00 von den Parteigenossen Bielefelds durch H. Kuhlmann; Carl Schumann aus Limbach gesammelt; 10,00 von C. Münch aus möglich beizuwohnen. H. Dohne.[ 540 schon heilsame Mittel gegen die Kanaille. Ueber Wahlbeein- 4,30 von den Cigarrenarbeitern der Fabrik Benslow u. Sohn in Berlin wohl! Meinen Freunden und Fachgenossen in München herzliches Lebeflussungen wird allerwärts geklagt, auch wir hätten deren eine durch F. Bohnstedt; 17,00 von den Parteigenossen Leipzigs durch H. Otto Schröder, Schneider.[ 60 Unmasse aufzuzählen. Mögen sich jetzt einstweilen unsere Gegner Jansen; 1,00 von B. R. in Leipzig; 5,00 von F. N. in Berlin; 5,00 ob ihrer Pyrrhussiege freuen. Mit Maßregelungen hat man von 2. M. in Nürnberg; 3,00 vom Everein Glauchau; 4,00 zweiter Steil( Schuhmacher von Mosbach, Hessen) kennen, sind dringend um Freunde und Parteigenossen, welche den Aufenthalt des Daniel auch bereits den Anfang gemacht.- Nun denn, Genossen, auf Beitrag eines ehemaligen Anhängers von Birnbaum; 3,00 von F. T. Angabe desselben ersucht. H. Reichhart. zu neuem Kampf uad zum Sieg. Glauchau; 3,00 von St. Glauchau. Summa: 184,39. Mit sozialistischem Gruß J. A. des Agitationscomités der Pfalz und Baden: F. J. Ehrhardt, J. 1, Nr. 17. " " Die Exped. der Glauchauer Nachrichten". ein It A ge m கு stc U bo T De H Ic 31 [ 120 ( 26) Allg. Arbeiterbildungsverein St. Gallen. je Filialexpedition betr. fi a Leipzig. Soeben erschien: Die Exped. des Vorwärts". Die Die fozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten haben sich NB. Abrechnung erfolgt auf dem nächsten Arbeitertag. betreffs ihrer Thätigkeit in der laufenden Session verständigt. anderweitig zu vergeben. Parteigenossen, welche gesonnen sein sollten, Bom 1. April an ist die Filiale für die Parteiblätter in Thonberg Mannheim.( Eine Literatenperle der herrschenden Klassen.) Sie werden u. A. ein Arbeiterschutzgesetz und ein Gesetz dieselbe zn übernehmen, werden ersucht, sich mit uns ins Einvernehmen Die hiesige Straffammer beschäftigte sich am Freitag, den 9. zum Schuh der Wähler und zur Garantie der Wahl zu ſeßen. Februar mit einem Falle, der, obwohl im Vorwärts" schon freiheit( gegen Beeinflussungen seitens Beamter und Arbeitangedeutet, doch des Interessanten genug bietet, um noch einmal geber) beantragen. erwähnt zu werden. Es hatte sich nämlich einer der greulichsten Sozialistenfresser, ein gewisser Friz Brentano, der schon eine Reihe von Jahren als getreuer Satrape an dem Bismarck'schen beten, während der Dauer der Session je 2 Exemplare an Triumphkarren gezogen, wegen Urkundenfälschung zu verant das Bureau des Reichstags zu senden. worten. Es schien dem liberalen Parteiführer( jezigen Reichstagsabgeordneten) Kiefer als Staatsanwalt schwer zu fallen, Die Expeditionen aller Parteiblätter werden geBerichtigung. In dem Aufsaz ,, Le Socialisme contemporain en Allemagne" ist einen jahrelangen, getreuen Mitkämpen der Gerechtigkeit zu überliefern. Frizz Brentano war Redakteur und angeblicher Besizer am Ende des ersten Absages zu lesen für Tabouret( ein niedriger des hiesigen Neuen Mannheimer Anzeiger", den der Volks- Seffel) Cabaret= Thee- oder Kaffeebrett. Briefkasten Märtyrer der Commune in Neucaledonien. Berichte zweier Entwicheuen. Von Paschal Grouffet und Fr. Jourde. Preis: 30 Pfennig. Der Ertrag dieser deutschen Uebersezung ist für die deportirten Com munards und deren Familien bestimmt. mund ob seines literarischen Diebstahls den Namen Bärenzeitung beigelegt hat. Brentano ist verheirathet, war früher Schauspieler und hatte vor Antritt seiner hiesigen Stelle eine solche der Redaktion. Den Parteigenossen in Frdbrg.: Das Bilderbuch in Mainz inne mit 2200 Thlr. Gehalt. Er wurde bis zu ist der Druckerei übergeben; ich habe die Veröffentlichung auf's Wärmſte Ein grauenhaftes Bild menschlichen Elends und menschlicher Niederfeinem 23. Lebensjahr dreimal zu mehrmonatlichem Gefängniß angerathen. Eine geschäftliche Entscheidung steht mir nicht zu. W. 2. tracht entrollen die Verfasser. Die wenigen Bogen bilden ein unver wegen Diebstahls, im Jahre 1863 sogar zu 2 Jahren Zuchthaus Dr. Ph. P. in Rheinau: Wollen Sie uns nicht gefälligst den Inhalt löschliches Denkma: der Schmach für die Henker der Pariser Commune. wegen wiederholt groben Diebstahls verurtheilt. Er druckte der Abhandlung furz angeben.- X. in Düsseldorf: Ihrem freundlichen der Abhandlung kurz angeben.- X. in Düsseldorf: Ihrem freundlichen für die Rheinische Creditbank Schuldscheinformulare und behielt int, für den wir herzlich danken, ist Folge geleistet. J. S. in Er- Verlag der Genossenschafts- Buchdruckerei in Leipzig. sich einige derselben zurück, um in betrügerischer Weise davon nicht, auch ist dasselbe nicht werthlos, doch glauben wir, daß es derzeit bach i. Odenwald: Theuer finden wir das Millot'sche Geschichtswert Gebrauch zu machen. Den Anfang mit dem Betrug machte er etwas veraltet sein dürfte. Die Arndt'sche Geschichte der Revolution bei einem Frl. Schröder, der Vorsteherin einer hiesigen giebt annähernd zuverlässige Thatsachen mit Dokumenten in schöner Färberstraße 12/11. Berantwortlicher Redakteur: W. Liebknecht in Leipzig. Redaktion und Expedition Färberfiraße 12/ II. in Leipzig. Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig b K X C te C t 11