Erscheint in Leipsig Witti-och, Freitag, Sonntag. Abonncmcntspreis str ganz DeaNchland 1 SR. 60 Pl. pro Quartal. Monat»- Abonnement» werden bei allen deutsche» Postanstalten aus den 2. und n. Monat, und aus den Z.Monat besonder» angenommen: im Könige. Saasen und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch aus den tten Monat de» Quartal» lr M Psg. Juseratc betr. Versammlungen pr. Petitzeilc 10 Ps., betr. Privatangelegenheiten>md Feste pro Perirzeile ZO Ps. Beftellunzen nehmen an alle Postanstalten und Buch- Handlungen de» In- u. Auslände». Filial- Expeditione». Ncw-Börl: Coz.-dcmolr Slcnossen- schastsbuchdruckcrei, 1Z» Qliiriiixo 8tr. Philadelphia: P. Haß, KM Korth Zrd Street. 3, Boll, 1129 Chorlotto Str. Hobolen: F. A. Sorge. Chicago:«.Lansennaun, llLIö'doun.e»>». San FranziSco: F. Enh, HZ iZ't'arrell Street. London: Bauditz, s Knssa» Street, Middlesex Hospital. GentraL Krgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 34. Mittwoch, 21. März. 1877. Äbmmemtnts-Einladung. Mit dem 1. April 1877 beginnt ein neues Quartal, und fordern wir deshalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchent- lich dreimal erscheinende Parteiorgan auf Der Preis beträgt 1 Mark 60 Tgf. pro Quartal, 54 pro Monat für ganz Deutschland. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen Abonnements entgegen. Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband beziehen, wird dasselbe bei wöchentlich dreimaliger Zusendung in folgender Weise berechnet: für Deutschland, Oesterreich, Helgoland und Luxemburg 3 Mark per Quartal; für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien, Italien, die Niederlande, Großbritannien, Rumänien, Portugal, Frankreich, Spanien, Türkei und Vereinigten Staaten von Amerika 4 Mark; Couvertsendungen innerhalb des deutschen Postgebietes incl. Oesterreich- Ungarn, Luxemburg und Helgoland wöchentl. 3mal 10 Mark pr. Quartal, wöchentl. Imal 4,80 Mark pr. Quartal. Der Abonnements-Betrag ist bei Bestellung einzusenden. In dem Zeitungskatalog steht der„Vorwärts" im Nachtrag XI, unter Nr. 3770.1, Seite 2. Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnementspreis mit Br. lgerlohn) auf 1 Mark 80 Pf. pro Quartal und 60 Pf. pro Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition d. Bl. Färberstraße 121 il, unserem Colporteur Moritz Ulrich, Süd- straße 12, in den Filialen: Cigarrenladcn des Hrn. Peter Krebs, Ulrichsg. 60, und Sattlerwerkstatt am 5königsplatz 7; für die Umgegend von Leipzig bei den Filialexpeditionen: Mofli- marsdarf, Steudnitz, Neufchönefekd ic. ze. bei Frau Engel, Reudnitz, Täubchenweg 29, 2 Tr.; für ßonnewih:c. bei Teu- bert, Bornaischestr. 19; für Kleinzfchacher und Ztmgegend bei F. s-rost das.; für Thonberg bei Besch, Hospitalstr. 39/ü. dahier; für Mcurendnih bei Zschau, 15 I; für chohtis ic. bei A. Hermsdorf, Lindenthalerstr. 7; für Stötteritz bei E. Grude, An der Papiermühle; für Magwitz-Lindenau bei Frau Grebenstein, Aurelienstraße 3. Für Aertin wird auf den„Vorwärts" monatlich für 75 Pf. (frei in's Haus) abonnirt, bei der Expedition der„Berliner Fr m Presse", Kaiser-Franz-Grenadier-Platz 8a und Rüben ow, B. anenstr. 34, im Laden. Die Leipziger Abonnenten werden noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei allen Stadtpost-Filialcn sowohl Quartals- als Monatsabonnements angenommen werden. Die Redaktion und Expedition des„Vorwärts". „Die Quintessenz des Sozialismus/' Die zweite Auflage(dritter Abdruck) der bekannten Schrift ist nunmehr erschienen. Der Verfasser ist aus seiner seitherigen Anonymität heraus- getreten und nennt seinen Namen, der übrigens schon längst ein öffentliches Geheimniß war: Dr. A. Schäffle. Schäffle war früher österreichischer Handelsminister und galt auf dem einschlagenden Gebiete als Autorität; um so mehr er- Weckt es Interesse, daß der Verfasser den Sozialismus mit völliger Objectivität beurtheilt und demselben in der Hauptsache auch Recht gibt. Der Verfasser hat zur zweiten Auflage ein Vorwort ge- schrieben; nachdem er erklärt, weshalb er aus der Anonymität nunmehr herausgetreten ist, sagt er: „Der Verfasser war 1874 und ist noch weit mehr heute der Mei- nung, daß an der gründlichen Verbesserung der volkswirthschaft- lichen Organisation die besitzenden und gebildeten Klassen min- destens ebensosehr interessirt sind, als die Proletarier; denn bei der steigenden, in der Wahl der Mittel immer mehr rücksichtslosen Leidenschaftlichkeit der jetzigen gesellschaftlichen Erwerbskämpfe sind bei der Unberechenbarkeit der Conjuncturen, der Krisen, der Spccula- tionsabenteuer, die ganze Klassen erfassen, der öffentlichen und der Privaten Schuldner, der Umwälzungen in Technik und Verkehr, sind die besitzenden Familien nicht sicher, ob sie nicht in der nächsten oder übernächsten Generation selbst in das Proletariat hinab- sinken werden. Sie gerade sind im Eigenthum und im Familienleben durch d�ie vellehenden Zustände bedroht. „Deshalb sollte der Sozialismus, welcher auch dem gesell- schaftlichen Stoffwechselprocesse der Produktion und des Umlaufes der Güter einen festen Kern anstaltlicher Organisation geben will, von allen Seiten einer ruhigen Erlvägnng unter- zogen werden. Ich habe dies so gethan, daß ich die�Hauptthesen 11 stellte und erörterte, ohne die Vorstellungen über den etwaigen uevergang zur Verwirklichung des Sozialismus zu discutiren. Berfahren hielt ich für das Richtige, weil ich glaube, daß +;J,, kie öffentliche Discussion zunächst um die Berech- TOsürü« hcr Ideen des Sozialismus handelt. An die vQ»«™ c r Plötzlichen Verwirklichung des Sozialismus Weint mir, auch seine Führer nicht; eine solche Im- rMofcfll* f." ma:re Wohl ein Verbrechen am Sozialismus selbst. Ir• die fernere Zukunft, so wird sie ihm nur lang- i*,„t tiIner W'geren Reihe innerer und äußerer Daseins- w w-hr durch den Prozeß der Selbstver- -elbsterhaltungsnoth des ganzen Staates, als durch einen Gewaltstreich von unten zu Theil werden. Bis dahin hat es aber wohl noch gute Weile. Der Verfasser sucht daher jetzt, wie zur Zeit der Entstehung der Schrift, im Wesentlichen nur die Grundidee des Sozialismus, diese aber in aller Schärfe zur Discussion zn stellen. Daß das Publikum für die Art, wie er es thut, nicht unempfänglich ist, beweist der rasche Absatz dieser Abhandlung und ihres ersten Separatabdruckes. Stuttgart, 23. Februar 1877. A. Schäffle." Das Eigenthum also ist durch die bestehenden ,Ver- Hältnisse bedroht, der Sozialismus aber will der Produktion und dem Handel einen festen Kern anstaltlicher Organisation geben, damit aus den bedrohlichen und schwankenden Verhält- nissen sich vernünftige, möglichst constante entwickeln. Die Selbstzersetzung der liberal-capitalistischen Gesellschafts- ordnung und die Selbsterhaltungsnoth des Staates werden dem Sozialismus zum Siege verhelfen, der nach der Ansicht der liberal-conservativen Flachköpfe und Hetzer jegliche staatliche Organisation untergraben will! l)r. Schäffle wird sich in den Herzen der vernünftigen Leute : durch die Verkündigung solcher Wahrheiten ein Denkmal setzen — anbelfern aber werden ihn Selbstsucht und Gemeinheit. Er mag sich aber trösten— die Wahrheit darf in unserer Zeit ungestraft nicht gesagt werden— und dennoch bleibt sie die Wahrheit. Aus den Vereinigten Staaten. New-Dork, letzten Februar 1877. Der Präsidenten-Wahlstreit hat geendet, wie wir vorausge- sehen, und wie jeder nicht völlig Parteiblinde voraussehen konnte, nur daß man sich dabei noch obendrein lächerlich gemacht hat. Die beiden Parteien im Congreß haben sich auf einen schieds- richterlichen Spruch vereinigt, um die Untersuchung darüber, wer wirklich gewählt sei, noch vor dem 4. März zu Ende zu bringen, dem Tage, da die Amtseinsüh»ung des neuen Präsi- denten stattzufinden hat. Das Schiedsgericht sollte aus je sieben Mitgliedern der beiden Häuser des Congresscs und einem Richter des Oberbundesgerichts als Unparteiischem bestehen. Aber um einen wirklich Unparteiischen zu finden, hätte man ein Mitglied der Arbeiterpartei nehmen müssen; um wirklich dieses Gewebe beiderseitigen Betrugs zu klären, hätte man zwei Jahre Zeit geben müssen. Das Schiedsgericht hat nun gerade soviel Staub aufgerührt, daß die Thatsachen vollends verdunkelt wurden, und dann ent- schieden, daß es kein Recht habe, wirklich zu untersuchen; daß man vielmehr die(gefälschten) amtlichen Wahlzeugnisse der drei streitigen Südstaaten als giltig anzuerkennen habe, das(eben- falls gefälschte) Wahlzeugniß von Oregon aber nicht(weil es für die Demokraten lautet). Bei jeder einzelnen streiftgen Ab- stimmung hatte der Obcrrichter Bradley, ein Republikaner, den Ausschlag zu geben, der natürlich republikanisch ausfiel— in keinem einzigen Falle stimmte einer der übrigen Vierzehn gegen seine Partei, so skandalös das auch mitunter war. Und da dies nun vorauszusehen war, so niachten sich die Demokraten dadurch lächerlich, daß sie vor der Entscheidung Vertrauen auf das Schiedsgericht heuchelten, und nach derselben es schimpflich herabwürdigten; die Republikaner aber, welche ihrer Sache im Voraus gewiß waren, dadurch, daß sie sich ehrlich stellten und die Würde eines solchen Verfahrens vertheidigten. Hayes also heißt der neue Präsident von Kapitals Gnaden. Er ist auf das Versprechen hin aufgestellt worden, der amtlichen Corruption durch Schaffung eines unparteiischen, unbestechlichen Beamtenstandes zu steuern(die famose Idee des Herrn Karl Schurz, der dabei das preußische Beamtenthum zum Muster nimmt, und der sie wohl nun als einer der Sekretäre— Mi- nister— auszuführen haben wird) und die Hartgcldwährung wieder einzuführen. Da die beiden gesetzgebenden Gewalten zwiespältig sind, läßt sich dieses Versprechen nur durch Bestechung einer Anzahl Demokraten durchführen. Das neue Beamtenthum ist also von vornherein bestochen, die Auswahl kann nur zum Scheine nach der Fähigkeit und Würdigkeit erfolgen. Ebenso muß die Hartgeldwährung durch neue Bankvorrechte(Steuerfteiheit der Banken k.) erkauft werden. Das bethörte Volk erwartet von der endlichen Entscheidung der Präsidentenwahl ein Wiederaufleben der Geschäfte. Die unaus- bleiblichc Enttäuschung muß also bald eintreten und überaus bitter ausfallen. Eine neue Parteibildung muß allgemeines Be- dürfniß werden, so daß die Agitation der Arbeiterpartei nicht länger auf gar zu unfruchtbaren Boden fallen dürfte. Die Arbeiterpartei bereitet zwei Gesuche an den Congreß vor, das eine verlangt ein Arbeits-Statistik-Amt, das andere eine Ansiedlung der brotlosen Arbeiter auf Nnionsland mittels Unions- Unterstützung. Die Aussichten für beide Gesuche sind trübe; es ist zu erwarten, daß nicht einmal ein Congreßmit- glied diese Gesuche einführen und befürworten werde— sie | dürften also in den Papieekorb wandern. Als Pröbchen des Windes, welcher eben letzt in den gesetzgebenden Behörden weht, erwähnen wir, daß vor der Legislatur des Musterstaates Massachusetts ein Antrag aus Beseitigung des vor kurzem erst so schwer errungenen und allerwärts mißachteten Zehnstunden- Gesetzes in aller Eile durchgedrückt werden sollte. Unsere wach- samen Parteigenossen erhoben aber rasch Einspruch, und die 1 Folge ist, daß unter den Arbeitern dieses Staates eine Agita- tum begonnen hat, welche mit dem Verlangen'eines Achtstunden-! Gesetzes antworten und gleichzeitig durch Massenversammlungen in vielen Staaten unterstützt werden wird, in welchen das letzt- genannte Gesetz lebhast verfochten werden soll. Vielleicht daß dabei der Ball der Propaganda in's Rollen kommt. Interessant ist, daß bei der Vernehmung Sachverständiger vor dem Ausschuß der Massachusetts-Legislatur einer der großen Fabrikanten bewies, daß die Einschränkung der Frauen- und Kinderarbeit in den Fabriken zugleich eine Einschränkung der Arbeitszeit der Erwachsenen zur Folge haben müsse, und daß kürzere Arbeitszeit eher eine Lohnerhöhung als das Gegen- theil bewirke. Dieses Geständniß, welches zu Gunsten langer Arbeitstage vorgebracht wurde, kann nicht verfehlen, den Arbei- tern als Waffe gegen sie zu dienen. Ein anderes Pröbchen unserer Regierungsweisheit ist, daß in einer Anzahl von Staaten Miene gemacht wird, die Ver- willigungen für die Volksschule zu beschneiden, und daß dabei die protestantische Kapitalisten- und Univcrfitäts-Sippschaft brü- derlich mit der katholischen Klerisei Hand in Hand geht. Die Pädagogen fangen an Lärm zu schlagen, sind aber gänzlich ein- flußlos; sie sind es so sehr, daß ein Gesctzvorschlag, welchen die nationale Lehrerversammlung seit zwei Jahren vor dem Eon- gresse liegen hat und welcher die Einnahmen aus öffentlichen Ländereien zur Schulung der Neger des Südens verwendet wissen will, noch nicht die mindeste Beachtung gefunden hat. Wenn irgend eine Maßregel nothwendig ist und an allen Vater- landsfreunden Unterstützcr findet, so ist es diese; allein es ist nicht die mindeste Aussicht auf Annahme derselben. Als drittes Pröbchen der schrankenlosen Kapitalherrsckiaft sei erwähnt, daß in denselben drei Südstaaten(Louisiana, Florida und Südcarolina), welche bei der Präsidentenwahl den Ausschlag gaben, jetzt von Unionswegen die demokratischen Staatswahlen so gut wie anerkannt sind, welche bis ganz vor kurzem durch Unionsmilitär umgestoßen werden sollten. Es hat also offenbar ein geheimer Handel stattgefunden. Die ehemaligen Sklaven- barone haben ihren Widerstand gegen die republikanische Prä- sidcntschaft aufgegeben gegen das Zugeständniß, daß sie in ihren eigenen Staaten mit ihren Negern machen dürfen, was sie wollen. Die so lange mit Waffengewalt ihnen aufgedrungene Gauner- Herrschaft republikanischer Beutelschneider mittels Negerstimm- rechts wird ihnen preisgegeben; dafür haut künftig jeder Landes- theil seine eigenen Juden mit gegenseitiger Bewilligung— und diese Juden sind die weißen und schwarzen Arbeiter. Jetzt fehlen blos noch die gelben. Das heißt, sie fehlen �war nicht ganz— in Californicu giebt es deren schon an die Hunderttausend. Aber es fehlen die Millionen, welche erforder- lich sind, um alle Arbeiter durch Hungerkur gehorsam zu machen. Der Congreß hatte, auf die Klagen der californischen Weißen Arbeiter hin eine Untcrsuchungs-Commission nach San Francisco geschickt, um zu ermitteln, ob der Vertrag mit China so ver- ändert werden sollte, daß weitere Kuli-Einwanderung unmöglich würde. Die Commission hat nur die Zeugnisse von Arbeitgebern und Kuli- Importeuren angehört, und alle Anzeichen lassen schließen,� daß dem Congreß abgerathen werden wird, diesen gelben Sklavenhandel zum Stocken zu bringen. Nirgends schreitet der Kapitalismus in gleicher Weise schamlos einher, als bei uns. Der„Vorwärts" brachte in einer seiner Januar-Nummern „von einem Nordamerikaner" eine kurze Aufzählung der natür- lichen Rcichthümcr unseres Bodens, ohne dazu eine Bemerkung zu machen. Die. gemachten Angaben sind wohl fast alle nicht übertrieben— nur das Klima war als günstig hingestellt, was entschieden falsch ist. Ja, es ist wahr, die Union hat weit reichere Hilfsquellen als jedes andere Culturland, und eben deshalb herrscht hier der volksthümlichc Aberglaube, daß unser Gemeinwesen sich leicht und schnell von jedem Schlage erholen und nur um so glänzendere Fortschritte machen müsse. Man merkt aber eben jetzt nichts von dieser Erholungskraft. Die Zahl der Bankerotte, Zwangsverkäufe, entdeckten Schwindeleien, Ver- brechen, Arbeitcrentlassungen, Hungertode, Selbstmorde, Wahn- sinnsfälle und Berarmungsfälle der Mittelklasse nimmt seit 3V, Jahren rasch zu, und es ist keine Aussicht zun. Anders- werden vorhanden. Was helfen alle natürlichen Bodenreich- thümer gegenüber der Verwüstung, welche der Kapitalismus an- richtet? Auch unsere amtlichen Aus- und Einfuhrlisten für die letzten drei Jahre beweisen unsere zunehmende Verarmung. Die Ein- fuhr hat in dieser Zeit stetig abgenomnien— wir können vom Auslande fast nur noch zwei Drittel soviel kaufen als vorher; die Ausfuhr hat stettg zugenommen und übertrifft die Einfuhr um etwa ein Viertel, und unsere höchste frühere Ausfuhr um etwa ein Drittel— wir müssen die Zinsen unserer europäischen Verschuldung mit dem Ueberschuß unserer Erzeugnisse bezahlen, besonders mit Baumwolle, Getreide und Schlachtvieh, weil wir zu arm sind, sie selbst zu verzehren. Wir haben auch bereits durch Maschinerie und Arbeitstheilung, also durch Verminderung der Produktionskosten, es so weit gebracht, daß wir mit ver- ichiedeneu Baumwollwaaren England, mit einzelnen Seiden- waaren Lyon und Elberfeld, mit Uhren die französische Schweiz und den schwarzwald, mit Kutschen die ganze Welt, mit Acker- baumaschinen Großbritannien und Deutschland, mit feinen Stahl- waaren beide Länder, und mit einer Menge anderer Artikel die ganze Welt auf ihren eigenen Märkten unterbieten können. Unser jetziger Ehrgeiz ist, dies mit allen unseren Erzeuguissen zu thun und die Arbeiter der ganzen Welt, zugleich mit unseren eigenen, auszuhungern. Nur Schade, daß die übrige Welt nicht mehr genug Kaufkraft hat, um uns soviel Absatz zu sichern, als wir brauchen— die Natur hat dafür gesorgt, daß der Schwanz der Ziege nicht so lang wächst, daß sie darauf treten kann. Ein neuer Ükas des Herrn Krupp. Herr Alfted Krupp findet ab und zu das Bedürfniß, ciiie Proklamation an seine Arbeiter zu erlassen, in welcher er sich selbst mit der„wohlriechenden"-Sauce des Eigenlobs begießt. UillllLkl.UIUUJ „Sem neuestes Wort an die Angehörigen seiner gewerblichen Einvernehmen und den Frieden zum Nachtheile der großen Ge- _____ it*./Y � � �___ 2 CYY�«*•. w« i>— s» i- � /"-Ci i.-v v<-* r« fYsi v+ OTT«.* �* n• i- t** v«•>•»• sT*.�»fY.* meinschaft stören wollen. Wie dies seither mein fester Wille gewesen, so ist dies auch eine ausdrückliche Bestimmung meines letzten Willens. Statt der zeitweise geübten Nachsicht wird daher Anlagen" ist allerdings nur als Manuskript gedruckt und durch den Verfasser ausdrücklich beschränkt auf seine Angehörigen; wir hätten deshalb keinerlei Ursache, dieses„Wort" einer Besprechung zu unterziehen, doch hat die„Berliner Volkszeitung" die In- auch, wie hier angekündigt, Strenge hier eintreten müssen, oiscretion begangen und ein längeres Citat aus dem Manuskript wenn die Ordnung dies fordert. Möge sich also Niemand durch gebracht. bisher erfahrene Nachsicht verleiten lassen, auf unrechtem Wege Herr Krupp schimpft zunächst weidlich auf die Sozial- zu beharren. demokraten, dann giebt er den Kathedersozialisten und, So schließe ich mit den besten Wünschen für Alle. zuletzt den Herren Duncker-Hirsch einen derben Klaps, indem j gez. Alfted Krupp." er die Handlungsweise der englischen Gewerkvereine verurtheilt Und diesen„Ukas" empfiehlt die„demokratische"„Volks- und vor der Nachahmung des schlechten Beispiels warnt. Die zeitung"!— gedankenlose Redaktion der„Volkszeitung" aber bespricht den„Die Arbeiter sollen keine Politik treiben"— der reine Ukas in der wohlwollendsten Weise, trotzdem„Ehren-Duucker" Schulze- Delitzsch!—„Mit der Zeit wird Alles besser"— der mit seinen Anschauungen vor den Augen des Kanonenkönigs reine Manchestermann!—„Ich kann Keinen hindern daran, keine Gnade findet, und lediglich nur deshalb, weil Krupp die was er liest, aber wenn er etwas liest, was nicht nach meinem Sozialdemokraten noch mehr ausschimpft. Geschmack ist, dann wird et entlassen"— die Freiheit der Auch Bismarck und Richter(Hagen) bekommen ihren Hieb I Knechtschaft und brutalen Gewalt; und auch diese empfiehlt die weg und in diesem Falle können wir uns freuen.„demokratische"„Bolkszeitung"! Der praktische Herr Krupp kann sich nämlich nicht zu der Zum Schlüsse wollen wir uns eine Bemerkung nicht ver- Höhe der Anschauung der Herren Bismarck-Richter emporschwingen, sagen. daß die Sozialdemokraten die meiste Schuld an der Niederlage Herr Krupp erzählt nämlich in seinem Selbstberäucherungs- der deutschen Industrie oder doch ebensoviel Schuld an dem Manuscript, daß er Arbeiterwohnungen gebaut, Schulen zc.-c. heutigen Nothstande hätten, als die Gründer. gegründet und dadurch sich in eine Schuldenlast gesetzt habe, die Krupp sagt:„Die augenblickliche Roth hat ihre Haupt- abgetragen werden müsse— er will durch diese Mittheilung seine Ursache in den übertriebenen Unternehmungen der ver- Arbeiter zu noch größerem Fleiße anspornen. gangenen Jahre." Nun aber fragen wir Herrn Krupp, ob es denn wahr ist, Um dieses Satzes halber wollen wir übrigens Krupp das was schon oft ganz öffentlich behauptet wurde, ob er(Krupp) Geschimpfe auf die Sozialdemokratie verzeihen. eine größere Summe(man spricht von 9 Millionen Mark) einst- Ein Freund von uns, der kürzlich m Essen war, erzählte, mals, als sein Geschäft noch nicht auf so festen Füßen stand, daß Krupp gar nicht versuche, seine Arbeiter in geistiger und auf den Namen seiner Frau in die Bant von England einge- politischer Beziehung zu beeinflussen.— Wir möchten doch vor zahlt hat? solchen gemüthlichen Auffassungen warnen. Nachstehender Schluß- Wenn dies wahr ist— und widerrufen hat Krupp die öffent- passus, den auch die„Volkszeitung" bringt, muß doch wohl liche Behauptung noch nicht—, so könnte ja Krupp von jener eines Anderen belehren. Summe die entstandenen Schulden leicht bezahlen— dadurch Die„Volkszeitung" aber führt diesen Passus folgendermaßen würde auch das Odium von ihm genommen, welches immer auf ein:„Zum Schlüsse ertheilt Herr Krupp folgende beherzigens- einem Geschästsmanne ruht, der in schlechter Zeit seine Frau werthe Rathschläge." zwischen sich und seine eventuellen Gläubiger zu schieben ver- Diese„beherzigenswerthen Rathschläge" lauten nun: sucht. „Laßt Euch nicht blenden durch schöne Worte und erwartet- das Heil nicht von solchen, die einen neuen, mühelosen Weg zur SmialtiillitHliie llßöcrilrflt Volksbeglückung gefunden haben wollen. D.e Angelegenheiten UCOetU�I« des ganzen Vaterlandes sollen Jedem wichtig und theuer sein, aber dazu hilft gar nichts das Kannegießern, das Schwatzen über politische Angelegenheiten, das ist nur den Aufwieglern willkommen und stört die Pflichterfüllung. Eine ernste Beschäf- tigung mit der Landespolitik erfordert mehr Zeit und tiefere Einsicht in schwierige Verhältnisse als Euch zu Gebote steht. — Die Nothstandsfrage. Als wir vor einiger Zeit in diesem Blatte davon gesprochen, daß sich, theilweise wenigstens, schon die Erkenntniß Bahn bricht, daß es wohl nicht gut länger mehr so bleiben könne und daß„etwas geschehen müsse", um der gegenwärtig so arg herrschenden Roth zu steuern, dem un- säglichen Elend und Jammer so vieler Tausende, die ohne Arbeit Das Politisiren in der Kneipe ist nebenbei sehr theuer, dafür und Brot umherirren, zum mindesten vorübergehend abzuhelfen, kann man im Hause Besseres haben. Nach gethaner Arbeit so geschah es unter dem Eindrucke der vielfachen Erörterungen, verbleibt im Kreise der Eurigen, bei den Eltern, bei der Frau die wir in den verschiedensten Blättern über diese Angelegenheit und den Kindern. Da sucht Eure Erholung, sinnt über den gefunden haben. Es ist uns zwar keinen Augenblick zweifelhaft Haushalt und die Erziehung. Das und Eure Arbeit sei gewesen, daß es sich hier nicht um eine durchgreifende Erkennt- zunächst und vor Allem Eure Politik. Dabei werdet Ihr»iß, um eine gründliche Abhilfe und Beseitigung der in unseren frohe Stunden haben. staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen vorhandenen „Mit dem Laufe der Zeit, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, Mängel handelt; aber wir glaubten, daß man sich dabei von wird Alles besser. Wer zurückblickt in die Vergangenheit, einem natürlichen Gefühl der Theilnahme leiten lasse, wie es muß sich überzeugen, daß große Fortschritte gemacht worden sind in Oesterreich und Frankreich der Fall ist. zum Besten Aller und vor Allem auch der arbeitenden Klasse. Wir sagten damals:„Ueberall gehen bneüs die Werkmeister Schlechte Zwischenzeiten müssen durch treues Zusammenhalten der Arbeiter mit ihrem Arbeitgeber überwunden werden. Aber vor 50 Jahren lebte kein Arbeiter so gut in Nahrung, Wohnung daran, die wahrgenommenen Risse und Sprünge im Staats- gebäude zu verstopfen und zu verkleistern", und im Hinblick auf .......| � o..... 1.1,; � die bekannte deutsche Gründlichkeit meinten wir weiter:„Nur und Kleidung als heute. Keiner wird tauschen'wollen mit dem! ihr, ihr habt noch gar viele Theorien auszukramen, und vom Loose seiner Eltern und Vorfahren.. Gedanken bis zur That ist bei euch ein gar weiter Schritt." „Was ich nun hiermit ausgesprochen habe, möge Jedem zur Die Folge lehrt uns jetzt, daß wir uns hierin nicht geirrt, Aufklärung dienen und deutlich machen, was er zu erwarten hat von Handlungen und Bestrebungen im Dienste des Sozialismus. So sehr ich auch wünsche, daß meine Arbeiter statt der verführenden Schriften nur nützliche belehrende lesen, so kann ich doch Niemand dazu zwingen. Die Neigung zum Guten und daß wir unsere Leute kennen und zu beurtheilen gewußt haben. Nicht nur sehen wir, daß von den allerlei schönen Worten und Phrasen bis zur effektivenBethätigung der Weg nicht nur weit, sehr weit, sondern sogar unerreichbar; wir sehen heute schon, daß der so- genannte gute Wille unterwegs im Sumpfe stecken geblieben, daß Schlechten zeigt nur den Geist der Leser und kann nicht ohne Alles nur eitel Luft und Dunst gewesen. Folgen bleiben. Jeder muß die Folgen seiner Hand- Eine amtliche Denkschrift ist es, betitelt:„Ueber den gewerb- lungsweise tragen. Man erwärmt keine Schlange an lichen Nothstand und die Staatshilfe", welche uns belehrt, daß seiner Brust, und wer nicht von Herzen ergeben mit ein staatliches Eingreifen in die gegenwärtige ldrisis mcht thunlich uns geht, wer unseren Ordnungen widerstrebt, kann sei, da es sonst den Anschein haben würde, als wenn man nur nicht im Kreise unserer Arbeiter bleiben. Denn wo mit unter dem Drucke der in den Volksversammlungen gefaßten Be- Wohlwollen und Gerechtigkeit das Regiment geführt wird, muß schlüsse und Resolutionen handle, und das— muß man beileibe auch Strenge gehandhabt werden gegen solche, die das gute � zu vermeiden suchen. Natürlich, wer wird fich denn auch der Gefahr aussetzen, eine solche Schwäche zu zeigen und Menschen Gehör geben, die sich in„Volksversammlungen" äußern! Solche Volksversammlungen scheinen überhaupt manchen Leuten nicht sonderlich zu Gesichte zu stehen, sich bei ihnen keiner sonderlichen Achtung zu erfreuen. Sagte doch erst jüngst der Reichstagsabgeordnete Richter(Hagen) mit einem gewissen verächtlichen Tone dem Abgeordneten Kapell, daß er sich von solchen„Volksversammlungsreden" nicht imponiren lasse u. dgl. mehr. So wäre demnach amtlich die Nothstandsfrage als erledigt zu betrachten. Diese im vollsten Sinne des Wortes unglückliche Frage hat übrigens ein merkwürdiges Schicksal erfahren. Zuerst wollte man sie amtlich gar nicht als vorhanden betrachten, man versagte ihr die offizielle Anerkennung; dann, als sie sich gar zu aufdringlich machte, wollte mau fie in einzelnen Kreisen stu- diren, diskutiren u. s. w., und schließlich— da man nicht unter dem Drucke der Volksversammlungsbeschlüsse handeln könne— wird ihr mit dürren Worten die Thüre zugeworsen! Wenn nur in der That damit diese so traurige Frage beantwortet und abgethan wäre! Aber solch ein allgemeiner Roth- stand ist ein gar aufdringlich Ding, und wenn man ihm noch so barsch die Thüre weist, er guckt doch mit seinen hohlen Augen, mit seinem blassen Geistergesicht zu eben dieser Thüre, ja zum Schlüsselloch hinein! — Herr Eugen Nichter hatte in der Reichstagssitzung vom 12. März die unkluge Frechheit, den Sozialisten Eingriffe in die Wahlfreiheit vorzuwerfen und er erzählte bei dieser Gelegen- heit, in Altona sei von Reimer, dem Vertreter unserer Partei, durch Annonce im dortigen Parteiorgan, dem ,Hamburg-Al- tonaer Volksblatt" proklamirt worden:„Bei einem Krämer, der für Karsten stimmt, darf Niemand etwas kaufen." Wir sagten, es sei eine„unkluge Frechheit" gewesen. Und mit Recht. Denn es ist eine Thatsache, daß Beeinflussungen dieser Art Seitens der Partei- und Gesinnungsgenossen des Hrn. Eugen Richter bei der letzten Wahl zu Tausenden ausgeübt worden sind; und hätten sozialistische Wähler einmal den Spieß umge- dreht, so wäre das sehr erklärlich und zu entschuldigen gewesen. Herr Eugen Richter hat aber, mit der ihm eigenen Unverftoren- heit etwas gesagt, was nicht wahr ist. Wie wir aus dem „Hamburg-Altonaer Volksblatt" ersehen, verhält*sich die Sache wesentlich anders. In Nr. 23 des„Hamburg-Altonaer Volksblatts" schrieb Reimer über die Haltung der Kleingewerbtrei- benden bei den Wahlen am 10. Januar und 15. Februar, daß sehr viele Höker, Destillateure und Krämer für unfern Candi- daten in anerkennenswerther Weise gewirkt hätten. Mit Bezug hierauf hieß es zum Schluß:„so ersuchen wir alle unsere Gesinnungsgenossen, sich die Letzteren zu merken und dieselben bei Einkäufen stets zu berücksichtigen." Herr Eugen Richter hat also gelogen! Wir geben übrigens gern zu, daß wir auch mit der Annonce, so wie sie wirklich gefaßt war, nicht ganz einverstanden sind. Die politischen Partci-Gegensätze sollen nicht in den Privatverkehr und namentlich nicht in den geschäftlichen Verkehr mit hinübergetragen werden. Der betr. Annonce wurde denn auch auf Anordnung der Redaktion und des Parteivorftandes die weitere Aufnahme ver- weigert, und sie ist demzufolge nur einmal erschienen. Jedes anständige Blattt, daß die Nichter'sche Lüge und Verleumdung gebracht hat, wird sich verpflichtet finden, von dieser unserer Berichtigung Notiz zu nehmen. — Die Bourgeoissöhnchen zeigen sich mit jedem Jahre widerspenstiger, nämlich gegen die Wissenschaften. Aus allen Theilen Deutschlands laufen die Ergebnisse der Prüfungen zum Einjährig-Freiwilligen-Dienst ein und geben von unserer Be- hauptungen ein schlagendes Zeugniß. So bestanden in Schleswig von neun Examinanden drei. In Schleswig-Holstein ist der Schulunterricht noch ein ziemlich guter. Das Verhältniß durch- schnittlich ist, daß 25 Proz. der Examinanden bestehen, 75 Proz. aber fallen durch. Und da reden die„Vornehmen" immer von der Unbildung der Arbeiter? — Prozeß Pfau. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das Erkenntniß der Strafkammer in dem Prozeß gegen die Herren Pfau und Sack Berufung eingelegt. Die Strafe ist derselben also noch nicht hoch genug. Man will also augenscheinlich noch mehr Lorbeer» einernten— Ludwig Pfau aber hat Gelegenheit zu einer dritten Rede. Zur Frauensrage. Fräulein Auguste Schmidt aus Leipzig hielt kürzlich im Stadwerordnetensaale zu Dresden vor zahlreichem Publikum einen Vortrag über die„Berufsbildung der Frauen". Fräulein Schmidt unterschied 4 Punkte, welche bei der„wunderbaren Er- scheinung" der Frauenfrage zu berücksichtigen seien, a) Frauen müssen erwerbsfähig gemacht werden, b) jede Frau muß einen Beruf vertreten, e) Arbeit für die Frau aus materieller und sittlicher Nöthigung, ck) Vorbereitung zur Erwerbsfähigkeit. Schon an diesen Aufstellungen ersieht man die Stellung der Bortragenden zur sozialen Frage, unter welche die Frauenfrage gehört; sie vertritt die Manchestertheorie. Am Dienstag ver- breitete sie sich nur über den vierten Punkt: Vorbereitung zur Erwerbsfähigkeit der Frauen. Es hieße den Raum unseres Blattes verschwenden, wollten wir den Vortrag ausführlich repro- duziren. Die Gedanken desselben reihten sich ungefähr folgender- maßen: Die Frauen seien heute keine rechten Mütter; unter Bällen und Vergnügungen ginge die Zeit dahin und die Ver- schwendung von Mitteln für diese Dinge sei groß. Die Tochter des Hauses werde nicht zur Arbeitsamkeit angehalten.—„Dienen lerne das Weib nach ihrer Bestimmung," denn darin bestehe ihre Herrlichkeit; wiederum solle die Tochter nicht zu sehr zur Arbeit angehalten werden, sonst sinke sie zur„gewöhnlichen Magd" herab. Klavierklimpcrn genüge nicht; wo Dienstboten im Hause die schwere Arbeit machten, könnte die Tochter von der Mutter in leichteren Arbeiten unterwiesen werden. Der Knabe und Jüngling müsse heute viele Schularbeiten machen, Abiturienten- examen ablegen und habe nimmer Ruhe; die Töchter aber ver- brächten die Zeit mit Müßiggang und Tändelei. Wie beim Sohne, so müsse heute auch bei der Tochter der Vater fragen: Was willst Du werden?— Dreierlei Berufe scheinen der Vor- tragenden beachtenswerth: Wirthschafterin, Kindergärtnerin und Handarbeitslehrerin. Sie kritisirte alle drei Berufe ausführlich und legte bei allen den Grundsatz als Maßstab an: Keine Berufsstellung ohne tüchtige Vorbildung.— Die Frauen in der Industrie zu verwenden, sei ein sehr guter Gedanke. Als Telegraphistinnen und Postassistentinnen hätten die Frauen schon viel Bemerkenswerthes geleistet. Desgleichen finde sich die Frau recht gut im Handel fort, nur müsse sie gute Vorbildung dazu erhalten, gleich dem Kaufmannslehrling. Oft habe die geschickte Kaufmannsfrau in kritischen Fällen taktisch eingreifen können, wie überhaupt die Frau in die geschäftlichen Geheimnisse des Mannes eingeweiht werden solle.„Viele Schuld," ruft die Vortragende mit Emphase aus,„lege ich bei Betrachtung der � jetzigen Geschäftsmisere der Unkenntniß der Frauen über die Vermögenslage der Männer bei. Hätten die sanften, nachgiebigen Frauen gewußt, wie es um ihres Gatten Vermögen steht— dann würden sie der heillosen Verschwendung bei Zeiten entsagt und sich Einschränkungen auferlegt haben; sie hätten eingelenkt und als verständige Frauen neben ihm gewirthschaftet." Schließlich ist Vortragende noch für Heranziehung der Frauen zum Apothekerwesen und Buchhandel, in welchen beiden Fächern von Frauen Rühmliches theils bereits geleistet worden, theils noch zu erwarten stehe. Für die Wissenschaft blieben der Frau gleichfalls einige Fächer zur Berufsergreifung. Als akademisch gebildete Lehrerinnen könnten sie an Hochschulen angestellt werden — man solle der Frau nur nicht das Carrieremachen erschweren; als Aerztinnen leisteten die Frauen nicht minder Vorzügliches, es gäbe ja bereits weibliche Doktoren! Für die jnngen Mädchen eignen sich— nach Fräulein Schmidt— die Geschichte, Sagen, Homerübersetzungen als Lehrmittel vortrefflich, wenn man schon i von lateinischen Redeübungen absehen will. Die Vortragende schloß ihren eigentlichen Vortrag— denn, was sie dann noch sprach, waren leere Redensarten— mit dem Ausspruch:„Die Frauenfrage ist mir nicht mehr eine Frage von ' den Rechten der Frau, sondern voft deren Pflichten." Unsere Leser und Leserinnen, so bemerft unser Dresdener Parteiblatt, mögen hieraus ersehen, wie sich in den Köpfen der „gebildeten" Elemente die Frauenfrage gestaltet. Die Phrasen über die Vergnügungssucht der Frauen, über deren Müßiggang, . über deren unzureichende Leistungen im Haushalt und in den Handarbeiten haben nur Anwendung auf die Frauen der wohl- ! situirten Stände. Die Mittel zur Abhilfe dieser Mißstände � sind gleichfalls für diese Stände allein berechnet, wie Alles, was die Vortragende zu Tage gefördert hat, nur auf die be- fitzenden Klassen Bezug hat. Für die Millionen körperlich und geistig verkümmerter Frauen der untern Volksschichten hatte die Verfechterin der Frauenfrage kein Wort. Nicht erwähnte sie der miserablen Volksschulen, nicht gedachte sie der schlechten Er- nährung und Erziehung der armen Frauen, nicht auch ging sie auf die heutige Prckduktions-Mißwirthschaft ein, zufolge welcher die Frau des Armen als Lastthier, als Arbeitsthier fort und fort zur Verwendung kommt. Von der Frauen- und Kinder- arbeit in den Fabriken, von den physischen und moralischen Rachtheilen dieser Beschäftigungen für die Betroffenen, von d.m Entweichen des Glücks aus der Familie des Armen durch eben jenen Kampf um's Dasein— von alledem hat die Vortragende gleichfalls kein Wörtchen gesagt.— Was ist nun solch ein Bor- trag werth?— Absolut nichts!— Dieses Anfassen der Dinge mit Glacehandschuhen ist übrigens allen Verfechtern der„beson- deren" Frauenfrage eigen, denn, wenn sie den Dingen auf den Grund gingen, müßten sie gar bald gewahr werden, daß es, richtig verstanden, eine eigentliche Frauenfrage nicht giebt und nur eine„soziale Frage", welche, weil sie die Verhältnisse Aller berücksichtigt, den Klassenvertretern freilich nicht in ihr System paßt. Das Heranziehen der Frauen zu Berufszweigen endlich, sowie zu wissenschaftlichen Fächern, mag vom Standpunkte der Psychologie aus berechtigt sein, insofern die Frauen sicherlich die gleichen Geistesanlagen haben, wie die Männer. Dagegen ist der praktische Standpunkt der, daß die Frau heute dem.Hause wenigstmöglich entfremdet" werden soll, da ihre Theilnahme an der Arbeitsconcurrenz die schlimmsten materiellen Nachtheile für die arbeitenden Klassen und dadurch indirekt wieder für die Frau selbst mit sich führt. Es ist bekannt, daß Frauenarbeit billiger zu haben ist, als Männerarbeit, und daß in Folge dessen durch die Frauenarbeit die Arbeitslöhne der Männer bedeutend herab- gedrückt werden.— Schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, daß wir den von Fräulein Schmidt am Schlüsse ihres Vortrages citirten Satz höchstens für das„obere Zehntausend" gelten lassen können; denn für die niederen Frauenklassen müßte er heute lauten:„Erleichtert der Frau ihre Pflichten und gewährt ihr endlich die Rechte, welche ihr gebühren." — Von der„Großmuth" der Reichen im„Geben" macht Man- cher sich keinen Begriff, darum möge ein Beispiel Aufklärung ver- schaffen: Da ist der Geheime Commercienrath Krupp in Essen; derselbe schenkte u. A. dem nun verstorbenen armen Sultan Aziz eine Kanone im Werths von mindestens 60,000 Mk., ferner dem armen Schah von Persien, der einen mit Diamanten verzierten Säbel im Werihe von über Millionen trug, ebenfalls eine Kanone im Werihe von über 60,000 Mark. Das Alles sagt aber noch gar nichts gegen den allerneuesten Act der Großmuth des edlen Gebers, welcher darin besteht, daß bei der vom Essener Volksküchenverein veranstalteten Einsammlung von Geldzeichnungen der Herr Geheime Commercienrath nicht weniger denn ganze tausend Mark zeichnete. Freilich sind es auch keine Sul- tane oder Schahs, denen mit den 1000 Mark geholfen werden soll, auch ist Herr Krupp gegenwärtig so arm, daß er„blos" noch 15,000 Arbeiter beschäftigt. Und nun wird Jedem klar sein, welchen Cours die Aktien der Humanität solcher Herren haben. —„Das preußische Regiment vor Gericht"— die bekannte Rede von Ludwig Pfau vor dem Stadtgericht zu Frankfurt a. M.(Inhalt: Vorwort, Auszüge aus dem Mün- chener Kunstbericht. Anklageschrift. Rede Ludwig Pfau's. Ge- richtsverhandlung) ist im Verlags-Magazin in Zürich(Preis 40 Pfg.) erschienen und durch alle Buchhandlungen(siehe(In- serat) zu beziehen. —„Der Styl ist der Mensch"!— Welche Culturblüthen die Bekämpfung der Sozialdemokratie in der liberalen Presse treibt, davon folgendes Beisviel. Die nationalliberale„Nürn- berger Presse" bringt folgende Notiz: „Nürnberg, 6. März. Der Reichstagscandidat Bau- mann, Redakteur, Schneidergesell und Gott weiß was noch alles, hat, wie man mittheilt, heute seine Reise zur Ver- büßung einer fünfmonatlichen Gefängnißstrafe wegen, wir wissen nicht welcher, im„Fürther Social-Demokraten" be- gangener Gemeinheiten nach Amberg angetreten.— Solche Verurtheilungen haben wenigstens das Gute, daß so ein Bengel einmal im Leben ordentlich abgelaust und mit Seife abgerieben wird." Baumann ist bekanntlich wegen Majestätsbeleidigung verur- theilt worden. Jenem liberalen Herzenserguß ein weiteres Wort hinzuzufügen würde nur von abschwächender Wirkung sein. — Einen trefflichen Ausspruch that bei der Berathung wegen der Uebernahme der halbbankrotten Braunau-Walchener Bahn durch den Staat der Abgeordnete Kronawetter im österreichischen Abgeordnetenhause. Er sagte:„Ein geehrter Borredner hat bemerkt, er begreife nicht, warum gerade die Ver- treter der Stadt Wien sich gegen solche Sanirungsvorlagen wehren. Dieselben jverstünden die Solidarität der Interessen nicht. Wollen Sie die Solidarität der gesammten Bevölkerung, fv müssen Sie aufhören, der armen Bevölkerung, den arbei- tenden Klassen das Wort: ,Hilf dir selbst!" zuzurufen.." — Dies mag sich auch Schulze-Delitzsch merken, vr. Krona- Wetter ist schon mehrfach für das allgemeine gleiche Wahlrecht eingetreten und vertritt sozialistische Anschauungen. — Meeting zur Communefeier. In London findet Donnerstag den 22. d. Ms., eine von Deutschen, Engländern und Franzosen gemeinsam veranstaltete Feier der Commune in Cleve-Lano-Hall durch ein großes öffentliches Meeting statt. — Der Nothstand ist auch in die Kohlendistrikte von Charleroi(Belgien) in Folge von Arbeitslosigkeit einge- zogen. Es wird in den Kohlenwerken nur noch drei Tage in der Woche gearbeitet. In dem Kohlenwerken Grand Bordi ist das Hochwasser in die Gruben gedrungen und hat etwa zwölf Arbeitern den Tod gebracht. Die Mehrzahl der Schächte ist überschwemmt.— Die Bourgeoisblätter faseln von Unruhen, die in Folge der schlechten Zeiten im Anzüge wären; sie wollen mit dieser frechen Lüge jedenfalls andeuten, daß ihr Klassenstaat auf der Wacht und bereit ist, den Arbeitern die in Belgien so beliebte Staats- Hilfe in Form von„blauen Bohnen" zu Theil werden zu lassen, falls sich diese gegen die„göttliche Weltordnung" vergehen sollten. Obgleich nun auch die belgischen Arbeiter dieser„göttlichen Welt- ordnung" nicht sonderlich hold sind, so wissen sie doch auch, daß andere Mittel als Revolten angewendet werden müssen, um eine wahrhaft menschliche Weltordnung an Stelle der„göttlichen" zu setzen. Also nicht so ängstlich, Ihr Herren Ausbeuter! — Die Verfolgungen politischer„Verbrecher" werden in Rußland vn Aros und mit grausamer Härte betrieben. Die „Verbrecher" sind meist Solche, welche verbotene Druckschriften verbreitet haben, was einem in Rnßland, wo bekanntlich alles verboten ist, was nicht erlaubt ist, sehr leicht passiren kann. Wegen eines solchen„Verbrechens" standen kürzlich in Peters- bürg 67 Angeklagte vor Gericht, unter denen sich 17 Frauen befanden. Damit sind aber die Reihen der für politische Ver- brechen Angeklagten und Jnhaftirten noch nicht gelichtet. Gerücht- weise verlautet, daß auch die im vorigen Jahre für politische Angelegenheiten eingeletzte spezielle Abtheilung des Regierungs- Senats nicht unthätig geblieben und daß dort zwei ähnliche Prozesse verhandelt worden sind, über die jedoch kein Bericht in die russische Presse gedrungen ist. Vor anderthalb Jahren, im Juli 1875, richtete derselbe Gerichtshof über die Studenten Djakow und Sirjakow, sowie sechs andere Mitschuldige, die der Verbreitung verbotener Schriften angeklagt waren, welche den Zweck hatten,„das Volk zur Empörung und zum Umsturz der gegenwärtigen staatlichen Ordnung aufzureizen". Ein Jahr vorher, im Juli 1874, wurde ebendaselbst ein ähnlicher Fall gegen Dolguschin, Papin und noch andere neun junge Leute verhandelt. Die Anklage lautet auf verbrecherisches Abfassen, Drucken und Verbreiten regierungsfeindlicher Proklamationen. �— Eine neue That des Herrn vr. Rüder zu Leipzig. In der Sonntagsnummer des„Leipziger Tageblatts" befindet sich folgende amtliche„Bekanntmachung": „Nach einer von Herrn Ch. Ha dl ich dem Polizeamte er- statteten Anzeige beabsichtigt derselbe, auf Montag den 19. d. M. in den Saal der Tonhalle hier eine Volksversammlung zu be- rufen, als deren Tagesordnung er einen von Herrn W. Liebknecht zu haltenden Vortrag über die Pariser Commune, kritisch- historische Skizze nach Lissagarey, bezeichnet. Da nach der zeitherigcn Redeweise des Herrn Liebknecht in derartigen Versammlungen zu besorgen steht, daß es bei diesem Vortrage auf eine Verherrlichung der verbrecherischen Thaten der Pariser Commune abgesehen ist, so verbieten wir hiermit das Abhalten der angekündigten Versammlung unter Androhung von Haft- strafe gegen die Theilnehmer an derselben auf Grund von§ 5 des Gesetzes, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend, vom 22. November 1850, wonach Versammlungen, deren Zweck es ist, Gesetzesübertretungen zu begehen, dazu aufzu- fordern oder doch dazu geneigt zu machen, verboten sind. Leipzig, am 17. März 1877. Das Polizeiamt der Stadt Leipzig. vr. Rüder." r, überlassen unseren Lesern, sich selbst einen Vers auf ein lolches Verfahren zu machen. Correspondenzen. . 13. März. Georg Odger, der begabteste und eoelfte tfujWr der Arbeiter Englands, ward verflossenen Sonn- abend zu Grabe getragen. Nicht mit königlichem Schaugepränge, auJ£me t,'e' würdigere Art ward dieser Kämpfer für Recht zur letzten Ruhestätte begleitet. Mit wahrer, tiefgefühlter Trauer folgten mindestens 15 bis 20,000 Menschen dem Sarge zu dem meilenweit entfernten Friedhofe. Nicht blos alle Trades- Ilnions(Arbeitervereine) Englands waren repräsentirt, sondern viele in der Politik und Wissenschaft berühmte Männer waren anwesend, um dem einfachen Arbeiter den Tribut der Hochach- tung zu zollen; unter Anderen die Parlamentsmitglieder Sir Charles Dilke und Professor Fawcett, der berühmte Philosoph Herbert Spencer, Professor Beesley, Frederick Harrison u. f. w. Und wohl verdiente Odger die allgemein für ihn gefühlte Sym- pathie, denn selbst seine schlimmsten Gegner hätten es nie ge- wagt, seine unbestechliche Redlichkeit in Frage zu stellen. Wohl hätte er in Reichthum schwelgen können, wenn er der Sache des Volkes untreu wurde. An Anerbietungen dazu hat es nicht gefehlt. Er aber zog es vor, arm zu bleiben und sich bis an seines Lebens Ende von seiner Hände Arbeit, als Schuhmacher, zu er- nähren, und nicht an seinen Mitarbeitern zum Verräther zu werden. Ja im größten Elende hätte er sein Leben beendigt, wenn nicht die Arbeiter Englands während seiner langwierigen Krankheit brüderlich für ihn gesorgt nnd ihn der Nahrungs- sorgen überhoben hätten. Georg Odger war einer der, leider, wenigen englischen Arbeiterführer, deren Gesichtspunkt sich weit über den engen Zunftgeist der englischen Trades-Unions erhob. Erhöhung der Arbeitslöhne und Herabsetzung der Arbeitsstunden waren für ihn nicht die höchsten Forderungen der Arbeiter, wie es leider bei den meisten Arbeitern hier der Fall ist. Nicht blos für das materielle Wohl der englischen Arbeiter allein, sondern für das Wohl der ganzen Menschheit schlug ihm ein warmes Herz in der Brust. Deshalb ist auch sein Einfluß kein lokaler, sondern ein weit über die Grenzen Englands hinausreichender geworden.� Unter anderem hier ein Beispiel. Als während des amerikanischen Bürgerkrieges die englische Aristokratie auf dem Sprunge war, dem sklavenhaltenden Süden mit Englands ganzer Macht beizustehen, und die große amerikanische Republik zu zer- trümmern hoffte, da war es hauptsächlich Odger, dessen unver- gleichliche Beredtsamkeit von Südengland bis Nordschottland einen solchen Umschwung der öffentlichen Meinung zu Gunsten des Nordens von Amerika hervorrief, daß die eingeschüchterte Aristokratie es bei platonischen Wünschen für den Süden be- wenden lassen mußte.— Ueberhaupt seit 30 Jahren hat Odger bei allen bedeutenden polittschcn und sozialen Bewegungen Eng- lands sich thätig betheiligt. Ein von ihm verfaßtes, von enali- schen an französische Arbeiter gesandtes Manifest gab der In- ternationale ihre Entstehung, deren erster Präsident er war.— Zum Schluß noch eine Bemerkung über Odger aus persönlicher Erfahrung. 1870, als Gustav Flourens hier in London war, besuchte ich mit demselben Odger in Folge einer Einladung. Es war das erste Mal, daß ich in engerem Kreise mit ihm zusam- mentraf. Als Flourens und ich nachher nach Hause gingen, frug ich ihn, welchen Eindruck Odger auf ihn gemacht habe. „blon eher", erwiderte er mir,„e'est rhomme le plus clair- yoyant et le plus gön�reux que j'ai jaraais renconträ."(Das ist der hellsehendste«nd edelste Mensch, den ich je angetroffen habe.) Wenn man bedenkt, daß Flourens selbst einer der edelsten Menschen war, die je gelebt haben, und trotz seines etwas un- gestümen Charakters ein sehr scharfer Beobachter, so mag man wohl sein Urtheil für maßgebend halten. Mit sozialdemokratischem Gruß S. Kaufmann. Kannover. 13. März. Am 10. ds. Mts. hielt der sozial- demokratische Wahlverein zu Hannover sein Wahlsiegesfest ab, welches von den Parteigenossen recht zahlreich besucht war. Aber wozu ein Wahlsiegcsfest feiern, die Sozialdemokraten in Han- nover sind doch im Wahkampf unterlegen? so könnte wohl Mancher fragen. Nun ja, wir sind unterlegen; jedoch gestützt auf den guten Fortschritt, welche unsre Prinzipien hierorts seit anderthalb Jahren gemacht haben, sind wir wohl berechtigt, von einem Sieg zu sprechen. Sodann sind die Sozialisten auch nicht so engherzig, daß sie sich nur über den Sieg im engern Kreis freuten, sondern der Sieg, welchen die Sozialisten im gesammten Deutschland erningen, ist auch unser Sieg gewesen. Um nun den Freunden und Anhängern der Sozialdemokratie Gelegenheit zu geben, das freudige Gefühl, welches in jedes Einzelnen Brust lebt, auch offiziell zu bekunden, wurde vom hiesigen Wahlverein das Siegesfest veranstaltet. Das Fest verlief bestens und wurde dasselbe noch besonders durch die Anwesenheit unseres Reichs- tagscandidaten, jetzigen Rcichstagsabgeordneten des 4. Berliner Wahlkreises, Herrn F. W. Fritzschc gehoben, welcher die Festrede übernommen hatte. Auf den Inhalt der Rede selbst will ich diesmal, um den Raum des„Vorwärts" nicht zu oft zu be- nutzen, nicht näher eingehen. Nur bemerken will ich, daß von sänimtlichen Anwesenden sehr bedauert wurde, daß Herr Fritzschc nicht bis zum Schluß des Festes bei uns bleiben, sondern uns des Nachts um 12 Uhr wieder verlassen mußte, um den Sonntag Morgen in Gießen eine Volksversammlung abzuhalten. T. A. Schmidt. I�B. Bei Veröffentlichung der Gastwirthe, welche auf den „Vorwärts" abonnirt haben, sind folgende Namen noch hinzu- zufügen: Wedemeycr, Gastwirth. Schaufelderstr. 33; Brüdern, Gastwirth, Grün- und Semmernstraßenecke. Kiel, 13. März. Ueber den Rückgang der Sozialdemokratie in unserer Provinz, über welchen so viel gefaselt und gejubelt wird, bringt die„Schleswig-Holstein'sche Landeszeitung" einen Artikel, in welchem sie meint, daß es mit dem Rückgange doch nicht so arg sei. Sie nimmt an, daß sich die Zahl unserer An- Hänger nicht verringert und die Anhänger der Ordnungspartei vermehrt hat. Unsere Niederlage sei damit zu erklären,„daß Manche, die früher gleichgültiger zugesehen, jetzt durch die zu- nehmende Agitation und Hitze des Gefechts aufgerüttelt und mit ihren antisozialistischen Stimmzetteln an die Wahlurne getrieben worden sind."— Getrieben. das ist das richtige Wort! Wie Willenlose hat man die Wähler in die Equipagen und Bauern- Kaleschen zur Wahlurne gefahren. Und was haben die Land- dauern erreicht?„Jetzt werden die Elbherz ogthümer im Par- lament vertreten durch vier Professoren, zwei Doktoren. und einen„Rath",(außerdem durch einen holst. Grafen und einen dänischen Gutsbesitzer); wird sich aber unter diesen ein rechter Lehrer und Ausübender der Wahrheit und der Treue, ein geeigneter Arzt für die Schäden und Gebrechen unserer Zu- stände und Einrichtungen, ein eigentlicher Anrather der Volks- rechte finden und bewähren?"— Daß jene Herren für des Volkes Wohl nicht eintreten werden, ist wohl selbstverständlich; sie werden sich auch schon bald von selbst unbrauchbar machen, so daß das Volk zur Einsicht gelangt. Moftock. In den Zeitungen wird laut Klage geführt über die Verwüstungen, welche das von unsren Junkern und sonstigen „Herren" gehegte Wild anrichtet. In der Rempliner Begüterung z. B., welche den Erben des Herzogs Georg von Strelitz gehört, haben die Hirsche im vorigen Jahre auf der Feldmark des an- grenzenden großhcrzoglichen Haushaltungsgntcs Niendorf den Rapsschlag mehr als zur Hälfte, ein mit Bohnen ausgezeichnet bestanvenes Feld total zerstört und den Kartoffelschlag so durch- wühlt, daß ans langen Strecken keine Reihen wiederzufinden waren. Selbst die Gärten werden heimgesucht und die jungen Obstbäume abgeschält oder abgenagt. Bei Schnee und Frost- weiter nehmen die Hirsche häufig ihr Nachtquartier im Dorf � auf den Dungstätten oder in offenstehenden Ställen und Schuppen. Derlei Fälle zur möglichsten Publizität zu bringen, ist förmlich Pflicht, da man andererseits bestrebt ist, die dcsfallsigen Klagen als unberechtigt hinzustellen. Und wagt es der Geschädigte gar ur Büchse zu greifen, um sich vor Schaden zu bewahren, so arrt seiner eine harte Strafe. Bei jedem rechtlich Denkenden steht übrigens schon lange die Meinung fest, daß nur durch eine gründliche Revision der Forstgesetze der Kalamität begegnet werden kann. Damit wird es freilich noch seine guten Wege haben. chieken, 16. März. Die am 11. d. M. Nachmittags 4 Uhr stattgehabte Volksversammlung in Lony's Bierkeller war sehr zahlreich besucht. Außer den hiesigen Genossen hatten sich auch die benachbarten Ortschasten lebhaft betheiligt. Auf der Tages- ordnung stand:„Der Aufruf der nattonalen und liberalen Partei und die Beschlüsse des hiesigen Kriegervereins bezüglich der Sozialdemokratie." Ref. Reichstagsabgeordneter des 4. Berliner Wahlkreises F. W. Fritzschc. Derselbe wies die Angriffe der feindlichen Parteien mit aller Entschiedenheit zurück und erntete bei Beleuchtung der bestehenden sozialen und wirthschaftlichen Zustände allgemeinen Beifall. Keiner der anwesenden vielen Gegner wagte dem Redner entgegenzutreten. Nach Beendigung des anderthalbstündigen Vortrages fand folgende Resolution ein- stimmige Annahme:„Die heute in Lony's Bierkeller tagende Volksversammlung stimmt den Ausführungen des Herrn Reichs- tagsabgeordneten Fritzschc vollkommen bei und weist die gegen die sozialdemokrattsche Arbeiterpartei Deutschlands gerichteten Vorwürfe seitens des nationalen und liberalen Vereins, sowie des hiesigen Kriegervereins, mit Entschiedenheit zurück und ver- spricht, wie bisher für die Rechte des arbeitenden Volkes ein- zutreten."— Auf allgemeinen Wunsch vieler hiesiger und«us- wärtiger Besucher der letzteren Versammlung ist eine weitere Volksversammlung in Aussicht genommen, worin das Programm und die Prinzipien der Sozialdemokratie zum Vortrag kommen sollen. Auf„Widerlegung" der von uns verbreiteten„Irr- lehren" werden wir also noch zu hoffen haben. F. G. chotha. Wie von der gegnerischen Presse jede Kleinigkeit benutzt wird, die Sozialisten zu denunziren, darüber giebt uns eine Correspondenz im hiesigen„Tageblatt" Auskunft. Das. Blatt schreibt:„Die„Weimarische Zeitung" enthält einen Ar- tikel aus Eisenach vom 11. d. Mts., in welchem es heißt: In Gotha findet den ersten und zweiten Osterfesttag in Hartmann's Restauration wieder ein sozialdemokratischer Congreß statt, jedoch nicht einberufen vom Parteivorstande, sondern vom Vorsitzenden der Gothaer„Arbeiter-Liedertafel", Volksbuchhändler E. Sauer- teig, und handelt es sich diesmal um die Gründung eines„deut- schen Arbeiter-Sängerbundes". Durch denselben soll keineswegs „die alte beliebte Geniüthsduselei der sogenannten Sangesbrüder gefördert", als vielmehr der sozialdemokratischen Sache und den sozialen Bestrebungen ein wesentlicher Dienst geleistet werden." Dem Eisenacher Correspondent ist bei seiner Denunziation, die uns nicht im Mindesten berühren kann, ein Unglück passirt. Er hat nämlich offen erklärt, daß in den Gesangvereinen die„alte be- liebte Gemüthsduselei" betrieben wird. Für dieses offne Ge- ständniß besten Dank. Daß wir„Gemüthsduselei" im Arbeiter- Sängerbund nicht betreiben wollen, ist ganz richtig; wir wollen dem Gesänge eine volksthümliche Richtung zu geben suchen. Mögen die Arbeiter-Gesangvereine möglichst stark vertreten sein. Leipzig, 17. März. Die hiesigen Fortschrittler hatten zu gestern Abend eine Versammlung in den großen Saal der Cen- tralhalle berufen, durch welche die Mittel und Wege aufgesucht werden sollten, wie dem gegenwärtig, wie überall, so auch in Sachsen herrschenden Nothstande begegnet werden könnte. In der Versammlung, welche nur schwach besucht war, kamen natür- lich die gegensätzlichen Parteiauschauungen zur ausgiebigsten Geltung. Die Fortschrittler wollten den.Klingelbeutel herum- gehen lassen, während von sozialistischer Seite aus die Unzu- länglichkeit der Privatmildthätigkeit hingewiesen wurde. Nach einer längeren lebhaften Debatte wurde der Antrag der Fort- schrittler, ein Hilfscomits zu bilden, gegen 15 Stimmen ange- nommen, einstimmig dagegen acceptirte die Versammlung zwei Anträge von sozialistischer Seite, welche die Staatsregierung aufforderten, schleunigst Maßnahmen zu treffen, damit den arbcits- und brotlosen Arbeitern Arbeit verschafft werde.— Im Ganzen machte das Verhalten der Fortschrittler den Eindruck, als wollten sie die Gelegenheit benutzen, um für ihre Partei Propaganda zu machen, obgleich von ihnen wiederholt versichert wurde, sie möchten die ganze Angelegenheit nur vom rein mensch- lichen Standpunkt behandelt wissen. Ramm dagegen betonte sehr richtig, daß die Sache hätte ganz anders angefangen werden müssen, wenn die Einberufer andere als Parteizwccke im Auge gehabt hätten; man hätte, soweit Leipzig in Betracht käme, an die richtige Schmiede gehen müssen, und das wäre bis auf Wei- teres die nationalliberale Partei, welche nicht allein die Majo- rität hierorts bilde, sondern auch die Kapitalien besäße.� Doch mag dem nun sein wie ihm wolle, jedenfalls hat die Fortschritts- Partei durch die gestrige Versammlung eher Einbuße erlitten, als an Ausbreitung gewonnen, und auch der Zweck, den Roth- leidenden beizuspringen, dürfte gänzlich verfehlt sein, da das Hilfscomitö, in welches gewählt zu werden die Sozialisten ab- lehnten— die Nationalliberalen waren gar nicht erschienen—, nur aus Fortschrittlern besteht. Wahlkreis Werseburg- Huerfurth. Auf Wunsch vieler Parteigenossen hiesigen Kreises theile ich nachträglich mit, daß im hiesigen Kreise 39 Stimmen auf Hofbaurath Temmler in Schwerin gefallen sind.. Neichenvach. Wenn die nothleidenden Arbeiter ihren Hunger mit Steinen statt mit Brod stillen könnten, dann hätte die nach- folgende Nottz, welche gegenwärtig die Runde durch viele sächsische Amtsblätter macht, mit ihrer Behauptung vollständig recht, daß der Nothstand im Voigtlaude gar nicht so arg sei. Da aber, wie männiglich bekannt, die vermögenden Nichtarbeiter nicht nur Vrod, sondern noch tausenderlei anderer NaHruiigsinittel bedürfen. um ihren werthen Leichnam zu erhalten, so kann man nngefähr ermessen, welche Portion Frechheit dazu gehört, eine Thatsache leugnen zu wollen, vor welcher die herrschenden Klassen jetzt dastehn wie die Ochsen am Berge. Hier die Notiz: „Obgleich ein eigentlicher Nothstand, wie derselbe in einigen größeren Zeitungen geschildert wird, in unserem Vogtlande noch nicht herrscht, sondern für Jeden, welcher arbeiten will, immer Beschäftigung sich findet, wenn er nur damit fürlieb nehmen will, so sind dermalen doch die Verdienste derart reduzirt, daß sie mancher Familie die äußerste Einschränkung gebieten, die für die Dauer unerträglich sein wird. Sind auch in unserer Stadt die Verdienste glücklicherweise noch nicht derart, daß sie für Familienväter sich nur auf 2—3 Mark wöchentlich belaufen, so ist dies leider in unscrm benachbarten Mylau constatirt, wodurch sich Familienhäupter mit 3—4 Kindern gezwungen sahen, von letzteren die größeren in Stadt und Lard nach Almosen auszu- senden. Sehen wir uns dort eine Arbeiterfamilie bei ihrem Mittagstisch an, da finden wir eine kleine Schüssel Kartoffeln mit nur wenig Brod, wovon die sechsgliedrige Familie ffw vielleicht den ganzen Tag ernähren muß. Wochenlang ffr aus den Tisch nicht ein Stückchen Fleisch oder Butter gekommu. Sehr erwünscht wäre es daher, wenn sich die Lage unserer Aroeiterfamilien im bevorstehenden Frühling bessern möchte, ent- weder durch Hebung der Industrie oder durch communliche und fiskalische Bauten." Mit Euren Wünschen bleibt uns vom Halse. Handelt lieber! T. Aufgepaßt! Zu dem Arbeitsausschluß der Maurer und Zimmerer in Altona ist seit dem 9. März auch noch ein neuer Ausschluß— im Nachbarort Altonas, Nienstedten— hinzugetreten. Daselbst find sämmtliche Maurer, Zimmerer und Tischler seit dieser Zeit von der Arbeit ausgeschlossen und 74 Familien brodlos ge- worden. Der Arbeitsausschluß der Altonaer währt bereits seit dem 1. Januar d. I. und noch immer ist kein Ende abzusehen. Wir bitten unsere Parteigenossen allerorts, alles Mögliche an- zuwenden, um den Zuzug von Maurern, Zimmerern und Tisch- lern von beiden Orten abzuhalten und, wenn irgend möglich, überall Versammlungen der Bauhandwerker einzuberufen, um die hiesige Sachlage denselben klar zu machen. Auch ersuchen wir die Redaktionen aller Arbeiterzeitungen, doch in ihren Blättern von diesen Ausschlüssen Notiz zu nehmen und vor Zuzug zu warnen, denn die vereinigten Bau-, Maurer- und Zimmermeister bilden einen Bruchtheil der hiesigen Kapitalmacht, und als solche versuchen sie Hierselbst durch sozialen Krieg die Arbeiter zu schädigen. Die Aus- schlußbarone bemühen sich auf's Eifrigste, in allen Städten durch ihre Agenten Bauhandwerker zu werben, und haben in ihren Bestrebungen bis jetzt leider in Magdeburg frucht- baren Boden gefunden. Von dort arbeiten bereits in Altona Maurer und Zimmerer. Dies wäre aber nicht möglich ge- Wesen, wenn unsere Parteigenossen in Magdeburg nebst unserer dortigen Parteipresse ihre Schuldigkeit gethan hätten. Ebenso steht es in Schlesien, Berlin und neuerdings in Bremen aus; auf diese Orte werfen sich namentlich die Agenten der Aus- schlußmeister, um von dort— wo meistens keine Bauarbeit augenblicklich ist— Leute herzulocken. Wir appelliren also nochmals an die Kameradschaftlichkeit aller Arbeiter und Partei- genossen und ersuchen sie, zur Abhaltung des Zuzugs ihre ganze, volle Schuldigkeit zu thuu. Die Arbeiter aller Gewerkschaften Deutschlands aber fordern wir auf, uns in diesem Kampfe auch materiell zu unterstützen. Unterstützungen für die Maurer sende man an H. Walther in Hamburg, Jakobikirchhof 29. Für die Zimmerer und Tischler an Aug. Kapell in Ham- bürg, St. Pauli 2, Bernhardtsstraße 39. Mit brüderlichem Gruß Der Vorstand und Control-Commission des deutschen Zimmerer- Gewerks. Der Ausschuß des deutschen Maurer- und Steinhauer-Bundes. ?lB. Alle Arbeiterblätter werden ersucht, hiervon schleunigst Notiz zu nehmen. Pfälzisch-Badischer Arbeitertag. Sonntag, den 25. März, in Mannheim. Tagesordnung: 1. Rechnungslage des im vorigen Jahre gewählten Agitationscomitö. 2. Antrag an den Vorstand betr. Abhaltung des diesjährigen Parteicongrcsses in Süddeutjchland. 3. Besprechung über die eventuelle Gründung eines Parteiblattes. 4. Regelung der zukünftigen Agitation. Eröffnung präzis 11 Uhr Vormittags im„Grünen Hans". Die Delegirten werden an den Bahnhöfen Mannheim und Ludwigs- Hafen abgeholt, Erkennungszeichen rothe Schleifen. Der Zutritt ist nur Parteimitgliedern gegen Vorzeigung der Karte gestattet. AbendS 8 Uhr in demselben Lokal: Abenduntcrhaltung. Das Crntralagitationscomitö. An die Maler Deutschlands! In höchstens 19 Wochen findet der nun schon so lang geplante Kongreß der Maler-, Lackirer- und Vcrgolder-Gehilfen Deutschlands hier in Leipzig statt und wird es nun an Euch liegen, denselben würdig zu begehen, ihn für uns zu einem erfolgnißreichen zu machen durch rege Agitation, thatkrästiges Handeln und allgemeinste Bethei- liguug. Kein Ort, keine einigermaßen größere Stadt darf fehlen, in welcher Collegen in Arbeit stehen, und könnt Ihr Euch nicht durch eigene Delegirte vertreten lassen, so übertragt das Mandat auf einen Anderen. Ich richte nun an Euch, Maler-, Lackirer- und Bergolder- BeHilfen Deutschlands Namens der Congreß-Commission die Bitte, mir Adressen behufs Anknüpfung einer Corrcspondenz um Betheiligung am Congreß zukommen zu lassen, namentlich an die Collegen in Olden- bürg. Schwerin, Stuttgart, Pforzheim, Nürnberg, Cassel, Dresden, Breslau und Danzig, um uns über die hauptsächlichsten Punkte einigen zu können, da die Zeit eilt. Also auf, zum Congreß nach Leipzig! Briefe sind zu richten an G. Cousin, Alexanderstraße 28 III., Leipzig. XL. Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten. Oeffentliche Quittung. (Schluß.) Für den Wahlfonds habe ich erhalten: 5,00 Liste 4509 d. W. Potthart;<>,40 Liste 188 d. H. Heine aus Kuake's Bau, Eppendorfer Chaussee; 20,90 Liste 4567 d. A. Schäfer; 21,50 Liste 4643 gesammelt auf Krem- pien's Zimmerplatz; 2,30 Liste 4644; 15,75 Liste 4678 d. H. Höppner; 27,20 Liste 215 d. I. C. A. Krogmann; 28,35 Liste 4681 d. Dücker v. der Steinbrügger Brüderschaft; 10,85 Liste 4606 d. H. Koch; 2,30 Liste 4569 d. Maxamen; 10,10 Liste 4589 d. W. K.; 1,50 Liste 4599 d. Maxamen; 8,10 Liste 4587 d. Hoslin; 7,90 Liste 4588 d. Dreppelins; 15,00 Liste 4570 d. N. N.; 2,10 Liste 4573 d. Börs; 7,00 Liste 4605 d. Heinemann; 37,65 Liste 4572 d. Kolporteur Thies; 5,75 Liste 4458 d. Bestmann; 8,00 Liste 4473 d. A. Becker zweite Rate; 11,10 Liste 4498 d. Haß; 6,24 Liste 4676 d. Müller; 8,80 Liste 4477 d. Colporteur Schultz; 22,10 Liste 4660 d. Joh. Weißler ges. in Barmbeck; 41,65 Liste 4584 d. Usbeck von Jansen u. Schmi- linski's Fabrik, Steinwärder; 6,50 Liste 4517 d. L. B. X. von anderen; 19,25 Liste 4516 d. L. B. X. v. anderen; 1,95 Liste 4668 d. C. Durow; 3,80 Liste 4520 d. W. Sachloff; 8,50 Liste 4607 d. L. Reiners; 19,10 Liste 4528 d. H. Küßel; 18,30 Liste 4527 gesammelt in Gelbgießer-Werkstellen; 19,80 Liste 4679 d. Schmädekc; 31,00 Liste 4467 d. Franz Bergmann von einigen Segelmachern Hamburgs; 9,20 Liste 4468 d. Franz Bergmann; 5,50 Ltste 4533 d. C. Marschauer; 8,00 Liste 4487 von Ham- burg-St.-Paull-Korkschneidern; 35,30 Liste 4486 d. Gastwirth I. Milker von mehreren Arbeitern der Berlin-Hamburger Bahn; 24,40 Liste 4471 d. H. Breuer; 6,90 Liste 4595 d. Rudemann; 21,75 Liste 4493 d. Harms; 2,10 Liste 4534 d. C. Bleines; 8,70 Liste 4495 d. I. H. Hahn; 3,20 Liste 4215 d. C. Pinnau; 26,50 Liste 4555 von Uhlendors's Zimmerplatz; 13,40 Liste 4582 d. Lindenau, St. Pauli; 32,10 Liste 4675 v. Warburg's Schirmsabrik; 21,70 Liste 4213 d. M. Plett v. Grün-Deicherü; 6.00 Liste 4601 d. Krohn; 6,60 Liste 4591; 15,05 Liste 4502 v. P. Hillermann's Platz, Röhrendamm; 15,75 Liste 4628 d. > Maurer I. Klockmann; 20,60 Liste 4524 d. Lüders; 9,30 Liste 4522 d. Kalben v. Höltigs Zimmerplatz; 8,00 Liste 334 durch C. Timmermann; 12,50 Liste 4557 d. S.; 22,10 Liste 4431 d. H. W. Timme; 15,30 Liste 4465 d. H. Kay; 11,55 Liste 4562 d. Krahnstöver; 11,60 Liste 4561 d. Krahnstöver; 26,85 Liste 4618 d. Krahnstöver; 27,70 Liste 4483 d. H. Röhrs; 20,39 Liste 4664 d. R. Zimmerman; 20,60 Liste 4546 d. C. Water- straat; 5,00 Liste 4513 d. Liebsch; 12,85 Liste 4603 d. G. W. Huhn; 7,65 Liste 4497; 15,90 Liste 4536 d. Warnholz; 6,00 Liste 4540 d. C. Grüneberg; 4,10 Liste 4622 v. einigen Mit- gliedern des Bildungsvereins; 4,00 Liste 4597 d. Asche; 4,00 Liste 4494 d. Maurer I. Koop; 10,55 Liste 4452 d. H. P. Weimann; 7,00 Liste 4532 d. I. Degen; 11,32 Liste 4550 d. C. Sodemann; 5,30 Liste 4451 d. Neumärkel 2. Rate; 11,70 Liste 4677 d. Wesselowski; 12,00 Liste 4542 d. Schweit, ges. in Streifs Bau, Ritterstr.; 7,40 Liste 4665 d. Th. Ehlers b. Arndt u. Tepper; 1,55 Liste 4665 v. Geburtstag bei Schlösser; 6,50 Liste 4583 d. H. L.; 6,60 Liste 4598 d.O. Schlüter; 6,00 Liste 4661 d. Höckethier; 3,50 Liste 4688 d. Karberg; 11,40 Liste 4560 d. Wilh. Hübner; 4,50 Liste 4510 d. L. Höppner; 24,20 Liste 4523 d. Dittmer; 15,30 Liste 4594 d. Bünger; 16,50 Liste 4556 d. F. Blinde u. E. Dreves; 4,00 Liste 4655 d. H. Böck- mann; 15,50 Liste 4469 d. P. F. Neven; 4,80 Liste 4478 d. R. Heß; 2,00 Liste 4541; 3,05 Liste 4480 d. E. Harms; 5,50 Liste 4521 d. Watermeyer, 1. Rate; 14,90 Liste 4627 1. Rate; 6,80 Liste 4563 1. Rate v. Kruse's Wagenfabrik; 9,55 Liste 4496 1. Rate d. G. U.; 4,50 Liste 4564 1. Rate v. Strunk's Eisengießerei; 8,50 Liste 4551 1. Rate; 2,55 Liste 4206 2. Rate; 3,30 Liste 4206 3. Rate; 8,40 Liste 4659 1. Rate; 5,45 Liste 252 3. Rate d. Schumacher; 5,00 Liste 4619 d. Pförtner; 1,50 Liste 4559 d. Schnorr; 4,00 d. Wittmeyer; 6,00 d. W. Querner, ges. bei Muß, Oberaltenallee; 21,35 d. H. Rath, v. den ver- einigten Küpergesellen; 2,40 d. Carlson, ges. bei Burmester in Eimsbüttel; 0,50 d. H. Günther; 3,80 v. H. G.; 2,00 v. Un- genannt mit dem Wunsch, daß Hartmann siege. 9,70 aus Bade's Wirthschaft, St. Annenplatz; 6,00 v. B. aus K.; 3,00 v. einem Arbeiter; 1,10 v. einem Freunde d. die Redaktion des„Volks- blatt"; 3,70 v. Club F.... a; 3,00 v. H. Praast; 1,00 v. L. Voigt; 3,00 v. B. B.; 8,60 d. C. Jenß; 5,00 d. H.Thvms v. einer Cigarren-Fabrik; 11,30 v. Knies's Tischlerw.; 2,50 v. Solo-Club„Maltha"; 6,00 v. 2 Parteifreunden d. C. Hillmann; 1,22 v. Club„Thcmis" d. Koch in Hamm; 0,25 v. St. E., Kopenhagen, d. Garve; 5,85 v. Paulsen's Cigarren-Fabrik d. Pasteels; 1,00 v. der Parteifreundin Maria K.; 15.00 v. Heinr. Burmester; 1,50 v. I. L. Chappuis und Ernst Fetscherin; 3,00 v. I. L.; 3,00 v. Richter; 3,00 v. F. Hurlemann; 1,90 v. Lud- wig's Tischlerw. d. Willen; 4,00 v. Thormählen's Werkst, d. Vogel; 8,15 v. Mahnke's Tischlerw. d. Suhr: 9,50 3. Rate aus der Maschinenfabrik v. Boldt u. Bogel d. Ariegau; 2,00„Ein von Hell Bekehrter"; 9,40 aus Heymann's Möbelfabrik d. Rief; 6,00 v. Club„Grillenscheucher", St. Pauli; 2,40 v. W. Schweggendiek; 2,50 v. mehreren Malern d. E. Meyer; 4,00 d. H. B.; 11,20 v. Erber's Werkstelle; 3,00 v. Wülffcken's Schuhmacherwerkst.: 4,90 v. Denne's Tischlerwerkst.; 2,50 v. Kerl's Tischlerwerkst.; 8,00 v. B. D.'s Tischlerwerkst.; 5,55 v. H. S.; 3,00 v. Soloclub„Unterm Dach"; 1,00 v. I. K.; 4,00 v. Paul's Tischlerwerkst, d. W. Gräfe; 20,00 v. Kronenwcrth's Schneiderwerkst.; 5,50 v. K. N.'s Schneiderwerkst.; 5,00 aus der Cigarrenfabrik Brook 56, I V., d. H. Tappendorf; 3,00 v. Knies u. Otto's Werkst.; 4,50 v. Stnbbe's Cigarrenfabrik; 6,50 v. E. Krvll'S Werkst.; 1,00 v. I. S.; 1,00 v. I. H.; 1,30 v. Sechs- undseck:',-Spielern; 6,50 v. Olbert's Werkst.; 2,30 v. Korbm. in Peters Fabrik, grüner Deich; 29,05 v. F. S. Werkst.; 5,00 v. Zimmcrmnnn Carl Marquardt; 1,00 v. N. H.; 2,10 v. 5 Arbeitern; 4,50 d. Schoer ges. in den Wirthschaften v. Schöning u. Hohlcrs; 4,70 d. Uhlhorn; 6,00 d. W. B. v. Arbeitern des H. A. T.; 12,25 aus F. Schwartz' Tischlerwerkst.; 1,00 v. I. Winkelmann; 17,20 Liste 4680 d. Winnig; 3,00 v. F. S. R.; 1,00 d. Rabbers; 12,40 Liste 4500 d. I. Röther; 6,80 Liste 4545 d. H. Richter; 5,00 Liste 4508 v. den Tapezierern der Kraus'schen Werkst.; 10,00 v. Silvanus; 3,00 Liste 4499 d. Rosenbrook; 6,30 Liste 4526 d. Zwanziger; 2,30 Liste 4552 d. C. Fischer; 3,00 Liste 4563, 2. Rate, aus Kruse's Wagenfabrik; 5,55 Liste 4596 d. Meschner; 27,31 Liste 4663 d. Colporteur Zimmermann; 12,20 Liste 4698 d. A. Schäfer; 1,00 v. Kinde: 0,80 d. Kartenspiel; 3,00 Liste 4580 d. Röhl; 18,90 Liste 4600 d. H. Wichmann v. Mund's Bau; 0,50 Liste 4453; 14,20 Liste 4191 d. Fölsch; 7,20 Liste 4702 d. Eickc; 2,00 Liste 4701 d. Vogel; 2,45 Liste 4206 4. Rate. Werkstelle von Pusch u. Sohn; 6,80 Liste 4651 d. A. Eilzenhöfer; 24,90 Liste 4649 d. W. Berg; 1,00 Liste 4647; 18,75 Liste 4648 d. H. Möller; 6,10 Liste 4657 d. I. Temmel, Restanration, 2. Marktstr. unter 23; 4,50 Liste 4658 d. H. W. Haberland aus Hinsch's Werkst.; 4,00 Liste 4687; 2,00 v. R.; 0,50 v. Gelitz; 8,00 Liste 4187; 4,00 Lifte 4656 d. Schuster; 2,15 Liste 79 o. Dehne; 2,25 Liste 4515 d. L. W. X. v. Sontag; 1,00 Liste 4551 2. Rate; 2,00 Liste 4590 d. Winter; 5,00 Liste 4586 d. Kohn; 3,30 v. H. Weber d. die Expedition des„Volksblatts"; 6,45 Liste 4604 d. Sengel- mann; 2,50 Liste 4208 2. Rate d. Michael; 3,50 Liste 4621 2. Rate; 2,50 Liste 4624; 1,60 Liste 4700 d. H. Römer; 30,90 Liste 4501 d. A. Feddersen; 1,00 Liste 4549 d. Kruse; 9,60 Liste 4617 d. Meinhardt; 1,60 v. Nagelschmieden auf Burgfelde d. Gembris. Für den Unterstützungsfonds habe ich erhalten: 8,20 d. Reimers in Pinneberg; 1,70 d. Paselt, Wüstegiers- dorf; 9,25 d. Behn v. Arbciterball, Kellinghusen; 10,00 d. Boße, Lübeck; 16,26 v. F. Wiede, Neapel; 1,00 v. I. Jobst, Fulda; 0,50 d. Carl Krämer, Coburg. Hamburg, 13. März 1877. August Geib, Rödingsmarkt 12. Nachträgliche Berichtigung eines Druckfehlers. In Nr. 20 des„Vorwärts" befand sich ein Gedicht von Herwegh: Achtzehnter März. In der letzten Slrophe muß es anstatt:„Reich der Reiche" heißen:„Reich der Reichen"! Für ei» strebsames, intelligentes Mädchen, welches in der Schweiz als Lehrerin ausgebildet wird, werden leihweise gegen übliche Zinsen 1000 Mark gesucht. Auf Verlangen wird von dem Bruder des Mäd- chens Bürgschaft geleistet. Reverenzen durch W. Liebknecht, Brau- straße II. Gest. Offerten nimmt die Expedition des„Vorwärts" ent- gegen._____ Briefkasten der Expedition. Fr. Stölle in Schw.-Hall: Vorwärts lostet ab hier Mk. 1,25 per Exemplar und Quartal vorausbezahlt. Porto zu Ihren Lasten. Aus 20 Exempl. 1 Freiexempl. Quittung. Rdlph Zwenkau Ann. 0,50. Mrx Saarbrücken Ann. 1,20. Srg Hoboken Ab. 0,30. Trgr Dresden Ann. 1,60. Schr. 5,86. Hß Sonncberg Ab. 9,58. Exped. d. Hamb. Altonaer Volksblatts Ham- bürg Ab. 300,00. Hrm Elberfeld Ab. 6,60. Bckr Linden Schr. 4,00. Bddr hier Ann. 4,50. A. Hbr Konstantinopel Ab. 2,50. ttndrth Re- gen Ab. 6,50, Schr. 10,00. F. Lud d. Gcio Hamburg Ab. 50,00. Klws Hamburg Ann. 10,00. Zckmtl Schr. 0,30. Vrnhrdt Edlmnn Planitz Schr. 4,00. Frgrs Coesfeld Schr. 4,00, Mch Friedberg Schr. 0,30. Mttg Altona Ab. 20,00. Knzlmnn Reutlingen Schr. 1,75. Dhlr Frohburg Schr. 3,00. Kllr Metz Schr. 2,60. Hckl Berlichingen Schr. 0,95. Zur Beachtung! Abonnements auf den„Vorwärts" und die „Neue Welt", Bestellungen auf Schriften, sowie alle Geldsendungen und Annoncen sind nur an die Expedition, hingegen Berichte und Correspondenzen nur an die R e d a k t i o n des betreffenden Blattes zu adressiren. Leipzig, im März. Die Redaktion u. Expedition. �crntllli™ Allgemeiuer Deutscher Töpfer-Vrrein. WUlvlllg. Donnerstag, den 22. März, Abends 8'/, Uhr, bei Hrn. Hübner, gr. Rosenstraße 37: Geschlossene Mitgliederversammlung. Tages-Orduung: 1. Diskussion über unsere Arbeitsverhältnisse. 2. Verschiedenes. s0,7<> Für weiteste Verbreitung ist zu sorgen. G. Klaws.(F. 143) Q/vfvij-f/t Donnerstag, den 22. März, Abends>/z9 Uhr, im „Thüringer Hos", Burgstr. 20: Oeffentliche Sozialistenversammlung. Tagesordnung: Bortrag über das Hilfskassengesetz. Referent: H. Schäffel.____ Der Agent.[60 Mittwoch, den 21. März, Abends 8>/z Uhr, in .kl.(.111. lUtz. der„Weißen Taube"(Feldstraße):;F. 261) Arbeiter-Versammlung. Tagesordnung- Das Frcizügigkeitsgesetz. Ref. Hr. Lienig.[0,50 Mittwoch, den 21. März, Abends V*9 Uhr", wlillvl-llp. im Gasthof„Zum Löwen":(F. 281) Volksversammlung. Tagesordnung: 1. Ter Zweck der Presse und ihre Bedeutung für das arbeitende Volk. 2. Wie ist der gegenwärtig herrschende Nothstand zu beseitigen?[0,80 Zahlreichen Besuch erwarten Die Einberufcr. Ich suche zum 1. April oder später einen selbstständig arbeitenden Buchbindcr-Gehilfen, welchen ich gegen Cautions-Stellung die ganze Buchbinderei übertragen kann. Auch bin ich nicht abgeneigt, dieselbe später ganz abzutreten. Anträge erbitte recht bald. Culm a. W., Westpreußen. A. W: Sachtlcben's Buchhandlung. 2,10s(Anton Metz.) Gleich nach den Wahlen zum Reichstage von der Königl. Eisen- bahn-Direktion hier entlassen, habe ich— dem Wunsche meiner Freunde und Gesinnungsgenossen nachgebend— ein Spezerei-Geschäft am hiesigen Platze eröffnet. Durch besonders lsünstige uud dirikte Bezugsquellen in die Lage versetzt, zu äußerst billigen Preisen vorzügliche Waare liefern zu können, hoffe ich daher auf recht lebhaften Zuspruch, und halte mich sämmlichen Freunden und Gesinnungsgenossen bestens empfohlen. St. Johann, im März 1877.[3,00 Jacob Kable, Kroncnstraße 487.' Abonnements Bcstcllnnacii auf den„Vortvärts".„Die Neue Welt",„Berliner Freie Presse" sowie auf sämmtliche sozialistische Parteiblätter(2. Quart.) nimmt für St. Johann-Saarbrücken und Umgegend entgegen Jacob Kable, Kronenstraße 487.[0,40 Im Vcrlags-Magazin in Zürich ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: „Das preußische Regiment" vor Gericht. Pede, gehalten von Ludwig Bt«» zu seiner Vcrtheidigung vor dem Stadtgericht zu Frankfurt a. M. Preis 40 Pfg. Inhalt: Vorwort.— Auszüge aus dem Münchener Kunstbericht. — Anklageschrift.— Gerichtsverhandlung.— Rede Ludwig Pfau's.— Urlheist_ Äbomlkmeilts-Eillllidung pro 2. Quartal 1877. Die Neue Welt. Jllustrirtes Unterhalwngsblatt. Wöchentlich 1'/, Bogen. Preis vierteljährlich Mk. 1,20. In Hefte» ü 30 Pfg. II. Jahrgang. Auflage über 38,000. Jede Buchhandtung und Bollanllatt nimmt Bestellungen an. Bei Postabonnements wolle man sich auf hie Zeitungspreisliste 1875, Seile 64, Nr. 2577 berufen.— Heftlicfcrungen können bei der Post nicht bezogen werden.— Für Kreuzbandsendungen innerhalb des deutsch.österreichischen Postgebietes berechnen wir incl. Porto per Quar tal 1 M. 60 Pf. Für Hefte oder Einzelnummern bitten wir bei Be- stellung den Betrag in Briefmarken beizulegen. Die Leser unserer Parteiblätter machen wir darauf aufmerksam daß zur Einführung der„Neuen Welt" „Jllustrirte Prospekte" gratis versandt werden, welche ein Verzeichniß des Inhalts der ersten Nummer von 1877 und Jllustrationsproben enthalten. Die Verbreitung der Prospekte in Versammlungen, Vereinen, Werkstätten, Wirthschaften und Familien wird den Gesinnungsgenossen als bestes Ägitatiousmittel dringend an's Herz gelegt. Bei Bestellung ist die Zahl des Bedarfs und genaue Adresse anzugeben. Plakate zum Aushängen in öffentlichen Lokalen und Sammellisten stehen zu Diensten. Die Genossenschaftsbuchdruckerei. Leipzig, Färbrrstraße 12/11. Die Parteiprefle wird um Gratis-Abdruck dieser Annonce ersucht. Bis spätestens Ende März a. e. müssen alle Rückstände auf Schriften, Reue Welt- u. Vorwärts- Abonnements rcgulirt sein, dafern nicht Einstellung weiterer Liefernngeu erfolgen soll. � Inventur und Bücherabschluß, sowie die Nothwendigkeit eigene Ver- pflichtungen rechtzeitig zu erfüllen, machen dieses Verfahren nothwendig. Severatmahnungen werden wir also nicht mehr erfolgen lassen. Tie Expedition des Vorwärts u. Genossenschaftsbuchdruckerei. Verantwortlicher Redakteur: W. Hasenclever in Leipzig. Redaktton und Expedition Färberstraß: 12/11. in Leipzig. Dmck und Verlag der GenofsenschaftSduchdruckerei in Leipzig