Ar. 83. Abamttments-Hcdtnzungen: KbonnementZ- Preis pränumerando: vterteljährl. 3,30 Mk., monatt. l.lvMk., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Hau». Siiuelne Nummer 5 Pfg. EonnlagS- Nummer mit illufiricrier EonntagZ» Beilage„Tie Neu« Welt" 10 Pfg. Post» Abonnement: 3,30 Marl pro Quartal. Singetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für lg 00 unter Et, 7071. Unter streuzband für Teutschland und Oesterreich-Ungar» 2 Marl, für da» übrig« Autland S Marl pro Monat. StscheUtl k-olich«uster»onlag«. Derlinev VolKsblAtt. 17. Jahrg. Die Insertion--Gcbühr beträgt für die sechSgefpaltene Kolonel» zeile oder deren Raum«0 Pfg., für polittfche und gewerlfchaftliche Verein»- und Versammlung»- An, eigen 20 Pfg. „Kleine Knscigen" lebe» Wort 5 Pfg. (nur da» erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bi» 1 Uhr nachmittag» in derSxpedition abgegeben werden. Tie Expedition ist an Wochen- tage« bi» 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen btSSUhr vormittag» geöffnet. Fernsprecher, vml l, Nr. 1508. Telegramm-Adresse: „Korialdrmostral Berlin" Centrawrgan der socialdemokratiMen Partei Deutschtands. Redaktion: SM. 19, Veuth-Skraste 2. Sonntag, den 8. April 1930. Expedition: SM. 19. Venttz-SkraKe 3.' Notztänscherpolitik. Auf der einen Seite propagiert das vereinigte Unter- nehmertum aus Industrie und Landwirtschaft den Schutz der nationalen Arbeit, soweit er den Kapitalisten die Taschen zu füllen geeignet ist; auf der andren Seite aber opfert man die hohle Phrase, sobald es sich um den Schutz der deutschen Arbeitskraft, der vornehmsten deutschen Ware handelt. Daß auch der Arbeiter als Produzent der Arbeits kraft auf den nämlichen Schutz Anspruch haben soll, wie zum Beispiel die deutschen Pferde, der deutsche Weizen und Roggen, das deutsche Eisen zc. je., das ist nach Ansicht der deutschen Arbeitgeber eine ganz unerhörte Konsequenz ihrer Wirtschaftspolitik. Wir stehen nun nicht auf dem Boden dieser Wirtschaftspolitik unsrer Gegner und sind darum auch unter den heutigen Verhältnissen gegen eine Absperrungspolitik des deutschen Arbeitsmarkts. Aber wir müssen doch die Einseitigkeit und Heuchelei festnageln, mit der die deutschen Arbeitgeber den Schutz der nationalen Arbeit nur so lange betreiben. als er für sie gewinn- bringend ist. Seit dem 27. Oktober 1897 besteht in Preußen ein Ver- bot für die Beschäftigung russisch-polnischer und galizischer Arbeiter in der deutschen Industrie. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, so z. B. in der Provinz Sachsen, ist dieses Verbot streng durchgeführt worden. Das Verbot kam den Industriellen äußerst ungelegen, stand doch damals das deutsche Wirtschafts- leben gerade im blühenden Aufschwung. Die Nachfrage nach Arbeitern war in zunehmendem Steigen begriffen, doch machte der stete Zufluß fremder Arbeitskräfte ein unbequemes Anziehen des Lohnniveaus in den Gcwerbszweigen, wo die Ausländer überhaupt ihrer Qualifikation nach beschäftigt werden konnten, fast unmöglich. Kein Wunder, daß man die Verfügung der preußischen Regierung mit einem Sturm der Entrüstung in Jndustriekreisen erwiderte. Die Interessenvertretungen der einzelnen Gewerbe, verschiedene Handelskammern gaben sich alle erdenkliche Mühe, die Maßregel wieder zu beseitigen. Hauptsächlich war der Arbeitsmarkt in der Andiistrie der Steine und Erden, im Baugewerbe, in der chemischen und Zuckerindustrie von der Verfügung betroffen. Die Regierung gab indessen nicht nach. Daß das preußische Staatsministerium, auf das die Verfügung zurückging, sich nicht von Rücksichten des Schutzes der Arbcitcrinteressen bei ihrem Widerstande leiten ließ, brauchen wir erst nicht zu versichern: Die Regierung fürchtete vielmehr von dem Eindringen ausländischer Arbeiter aus dem Osten eine nationale Gefahr für den Bestand des Deutschtums. Die Motive für das Verbot sind auf demselbenBoden gewachsen, auf dem die bekannte Politik der Regierung gegen die Polen und Elsaß-Lothnnger gedeiht. Trotzdem oder gerade deswegen hat das Verbot in industriellen Kreisen gewaltigen Aerger hervorgerufen. Selbst- verständlich wuchsen mit deni Widerstand der Regierung auch die Angriffe der Industriellen und jetzt ist die Agitation auf dem Punkt angelangt, daß man der Regierung wegen dieses Verbots eine Begünstigung der unzufriedenen Elemente in der Arbeiterschaft unterschiebt. Was hatte das Einbringen des Znchthausgesetzes für eine praktische Be deutung, wenn man gleichzeitig in den deutschen Arbeitern durch eine künstliche Beschränkung des Arbeiterangebots. wie sie das Verbot der preußischen Regierung dar stellt, die Begehrlichkeit groß züchtet! Zienilich un- verblümt hat man ähnliche Vorwürfe auf der 4. Haupt Versammlung deutscher Thonindustrieller durchblicken lassen. die am 21. Februar in Berlin abgehalten wurde. AIS einen besonderen Punkt der Tagesordnung behandelte man die Frage: „Welche neuen Schritte sind zu thun, um das schästigungs- Verbot russischer und galizischer Arbeiter in der Industrie aufzuheben?" In der Debatte wurde zunächst die große Not der interessierten Arbeitgeber, genügende Arbeitskräfte zu erhalten, geschildert. Der Leiter des Arbeitgeber-Nachweises für die Thonindustrie konnte mit- teilen, daß aus allen Teilen Deutschlands Anfragen wegen galizischer Arbeiter gekommen sind und daß viele Ziegelei- besitzer galizische und auch russisch-polnische Arbeiter beschäftigen wollen. Das ist nun gewiß nichts NeiieS und Interessantes, aber der Herr Geschäftsführer der Arbeitsnachweises ist nun auch in der Lage, die Motive anzugeben, die die Arbeitgeber so happig nach diesen Ausländern machen. Er führte nämlich wörtlich aus: »Die galizischen Arbeiter haben allerdings den Nachteil, daß sie fast ausnahmslos kein Wort deutsch sprechen, ebenso wenig die russisch-polnischen Arbeiter... Die galizischen Arbeiter haben sich dort, wo sie im vorigen Jahr gearbeitet haben, ausgezeichnet bewährt. Sie sind aller- dings zu besserer Arbeit gerade im Ziegeleibetrieb nicht befähigt, aber gerade in den größeren Betrieben, in den Gruben und für weniger schwierige Arbeiten sind sie ausgezeichnet..... Die Besitzer würden aber momentan noch einen weiteren Vorteil haben. Ich habe die Erfahrung ge- macht, daß dieArbeiter ausLipp e, We st Preußen, Posen— also deutsch sprechende Arbeiter oder wenigstens wie in Wcstprcußen deutsch und polnisch sprechende Arbeiter— wenn sie sehen, daß die Besitzer sich so zu sagen nach ihnen reißen, wenn sie sehen, daß sie sich nicht mehr um Arbeit zu bemühen brauchen, sondern daß sie geholt werden, höhere Anforderungen stellen. Auch in diesem Jahr ist es so. Diese(Galizier und Polen) Leute würden sich dann mit geringeren und angemessenen An sprüchen begnügen müssen. Also weil die Arbeiter, die auch nur etwas deutsch verstehen, bei steigender Nachfrage nach Arbeitskräften höhere Anforde rungcn zu stellen im stände sind und sich nicht wie die Dummen ausbeuten lassen, wollen die Thonindnstriellen Arbeiter, die gar kein Deutsch verstehen, in hilflosester Lage sich also für die Tauer des Kontrakts alles gefallen lassen müssen. Diese schlaue Politik grenzt nahe an die Kolonialhandelspolitik, nach der die civilisierte Bevölkerung mit den Wilden keinen reellen Handel treibt, sondern die Unwissenheit und kulturelle Zurückgebliebenhcit des Kolonialvolks zur unverschämtesten Bereicherung ausnützt. Die Thonindustrie hat in den letzten Jahren ganz erheblichen Gewinn abgeworfen, während das bekannte niedrige Lohnniveau in den hauptsächlichen Zweigen derselben sich nicht wesentlich gehoben hat. Arbeiter, die nicht direkt hilflos, d. h. ohne Verständnis für die deutsche Sprache in solchen Betrieben arbeiten, sind auch nach Ansicht der Arbeitgeber ganz mit Recht geneigt. höhere Löhne zu fordern, von der überall geltenden Preisregel, daß starke Nachfrage die Preise steigert, Gebrauch zu machen. Die Thonindustriellen muten nun der preußischen Negierung zu, zum Zweck eines echten Roßtäuschermanövers ihnen den Bezug von Arbeitern zu ermöglichen, die kein Wort deutsch verstehen und darum ihre Arbeitskraft nicht nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage, sondern nach der Willkür der Arbeitgeber, der sie schütz- und wehrlos preisgegeben sind, bezahlt erhalten. Giebt die Regierung diesem Ansinnen nicht nach, so bleiben ihr bös artige Angriffe und Vorwürfe nicht erspart. Nachdem die preußische Regierung mit ihrer Politik so immer mehr in den Genich kommt, den Schutz der nationalen Arbeit sogar auch auf die Ware Arbeitskraft ausdehnen zu wollen, wird sie kaum länger zögern können, dem Drängen der Industriellen sobald als möglich nachzugeben. Denn auch den Schein von Arbeitcrfreundlichkeit muß die Regienmg meiden, sollen ihre Handlungen den Beijall des Unternehmertums finden. April. Nolitischv MebevUcht. Berlin, den 7. Das Fleischbeschangcsetz als Prüfstein. Der engere Vorstand des„Bundes der Landwirte", be stehend aus den Herren v. W a u g e n h e i ni, Dr. R ö s i ck e und Dr. Hahn, veröffentlicht einen fulminanten Artikel„Zur Klärung der Lage". Der Titel ist von berechnetem Doppel- sinn: er soll die Angehörigen und Hörigen des Bundes auf- rütteln und zugleich die Regierung ztvingen. ihrer- seits die Lage zu klären, das heißt, ihre An- und Absichten über die Grenzspcrrgelüste der Agrarier feierlichst festzulegen. Die Büudler wissen, daß, wenn je der Augen blick für die Erfüllung oder wenigstens nahe Jnaussicht stellung ihrer Wünsche kommen sollte, er jetzt beim Stapcllauf der Flottenvorlage gekommen ist. Wie die Eentrumspfaffen uni die lex Hcinze, so kämpfen die Bündler um den Brot und Fleischwucher. Zunächst werden von den genannten Obcragrariern Kanzler warte ausgegraben, um die Regierung der Inkonsequenz, wo nicht des W o r t b r u ch s zu zeihen. Am 27. April 1898 habe der Reichskanzler als preußischer Ministerpräsident im preußischen Abgeordnetenhaus den Erlaß eines ReichsgesetzeS über die Fleischbeschau in Aussicht gestellt, eines Gesetzes, durch daS für die ausländische Einfuhr von Fleischwaren mindestens gleichwertige hygienische Vorsichtsmaßregeln zur Anwendung gelangen sollten. wie für die inländischen Erzeugnisse. Das sei aber durch die Regierungsvorlage nicht geschehen. Fürst Hohen- lohes Behauptung bei der zweiten Lesung der Vorlage deS Herrn von Wangenheim gegen- Versprechen durch die Regierungs- Umfange erfüllt sei, sei völlig Denn während die Vorlage eine des lebenden und geschlachteten Viehs, ja sogar die Ausdehnung der Fleischbeschau auf die HauSschlachtung vorgesehen habe, habe man sich dem ausländischen Vieh gegenüber mit einfacher Beschau des geschlachteten Fleisches begnügen, ja sogar noch Be- fteiungen von dieser Bestimmung vorsehen wollen. Die anfangs schärfer lautenden Beschlüsse der Kommission seien dann unter dem Druck der Regierung dahin abgeändert worden, daß statt des ursprünglich zwei- jährigen eine dreijährige Uebergangszeit für Bestimmungen des Gesetzes geschaffen werden solle. Erst dann solle auch das ausländische lebende Vieh, von dem das eingeführte Fleisch stamme, einer Untersuchung im Jnlande unterworfen werden. Infolge der Annahme dieser Fassung durch die Majorität des Reichstags sei von den industriellen Verbänden und Handelskammern jener Petitionsstunn in Scene gesetzt worden, der zur schmerzlichen Ueberraschung der land- wirtschaftlichen Kreise die Regienmg veranlaßt habe, zu erklären, daß der Gesetzentwurf in dieser Fassung für sie unannehmbar sei. Und zwar nicht, weil die Beschlüsse zu wenig das Interesse der Landwirtschaft wahrten, sondern weil sie ihr zu weit zu gehen der Interpellation über, daß sein Vorlage in vollem unzutreffend. Doppelb eschau schienen. Vor allem müsse nach Ansicht der Regierung die Einfuhr von Pökelfleisch gestattet werden. Die Einfuhr des Pökelfleisches, die nur 5 Proz. der gesamten Fleischeinfuhr betrage, sei ja an sich kein Objekt, das zu einem Konflikt Anlaß gebe, allein es handle sich bei der Frage um eine Generalprobe für den Entscheidungskampf um die Wieder- errichtung der Hochschutzzollbarrieren. Die Handels- Verträge hätten die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaft erschüttert, jetzt solle die heimische Viehzucht dem unlauteren Wettbewerb des ausländischen Viehimports preis- gegeben werden. Die Regierung habe das in sie gesetzte Vertrauen nicht gerechtfertigt, deshalb gelte es jetzt, unter Hintansetzungs aller„gonvernementalen und persönlichen Nücksichtnahme" die landwirtschaftlichen Interessen im Reichstage zu vertreten. Die erfolgreiche Taktik der L i n k e n habe bewiesen, welche Haltung der Regierung gegenüber eingenommen werden müsse. „Nur dann", schließt der Aufruf,„ist eine schwache Hoffnung noch vorhanden, den Untergang der deutschen Land- wirlschaft und des deutschen Mittelstands, zu dem die Gesetz- gebung des Deutschen Reichs Schlag auf Schlag treibt, zu verhindern. Es wird darauf ankommen, wieweit die deuffche Land- Wirtschaft bereit sein wird, eine solche Politik zu verfolgen." Tie guten Bündler sind entschieden zu bescheiden, wenn sie erklären, erst von der Linken lernen zu müssen. Aufs Schreien haben sie sich allezeit verstanden, und auch an Oppositton haben sie's gegebenen falls nicht fehlen lassen, vide Kanalvorlage! Die Konservativen werden sich zwar kaum dazu verstehen, sich aller„gouvernementalen Rücksichten" zu ent- schlagen, aber sie werden sich der Bündler gern als eines Sturmbocks gegen die Regierung bedienen. Daß die Kriegserklärung des Bunds auch mit jener Heuchelei verbrämt ist, die»schon den Reden der Konservativen und Bündlcr bei der zweiten Lesung einen so grotesken An- strich gab. versteht sich von selbst. Zu dergleichen Selbst- Verhöhnungen gehört beispielsweise folgende Stelle: „Fornm würde man also dein Jnlandskonsnin zweierlei Fleisch darbieten: Gesundes Fleisch von gesundem Bich für die Wohlhabenden, unkontrollierbares. gesundheitsbedrohliches Im portfleisch für die M i n d e r b e in i t t e l t e n." Und das lvngen ohne Erröten dieselben Leute nieder- zuschreiben, die die V o l k s g e s u u d h e i t durch ungleich größere Mengen von Hausschlachtungen stam- menden„n nkontrollierbaren, gesundheits- bedrohlichen" Fleischs zu gefährden nicht das geringste Bedenken tragen! Wurden doch allein in Bayern 1899 IVe Millionen Schweine auf dem Wege der Hausschlachtung geschlachtet! Ter vorläufige Effekt der bündlerischen Fanfare wird gering sein. Ein großer Teil der Konservativen wird für den Kompromiß stimmen. Das ist aber auch der kleinste Kummer der Bündler. Für sie handelt es sich nur um eine„Generalprobe", um eine Mobilisierung z u in Kampfe u m E r- höhung der landwirtschaftlichen Schutzzölle, um einen allgemeine» rücksichtslosen Beutezug gegen die Taschen der arbeitenden Massen des Volks. Es gilt deshalb, der Unersättlichkeit der Junker den organisierten Wider st and der Volks- massen entgegenzusetzen!— Die hohen Schiffökosten. Unser Artikel in der DienStag-Nummer deS„Vorwärts" über die Kosten der Kriegsschiffe resp. die Verhältnisse der Kieler Staats- werft, ist der Anlatz zu einer weiteren unS zugehenden Mitteilung gewesen, welche in interessanter Weise unsre Angaben bestätigt und ergänzt. Auch diese Mitteilung bezieht sich auf den Kreuzer„Fürst Bismarck". Zu den wichtigsten Teilen eines Kriegsschiffs gehören die Umsteuerungsmaschinen, die dazu dienen, die Hanptdampfiuaschinen des Schiff« sofort von„vorwärts" auf„rückwärts" oder umgekehrt in Thätigkeit zu setzen. Man denke sich den Fall, daß bei Gefahr einer Kollision hier die UmsteuernngSmnschinen versagen sollten— welche Folgen dieses für das ganze Schiff mit den vielen Hunderten der Besatzung haben könnte. Und hier bei diesen wichtigen UmsteuerungSmaschinen hat auf dem„Fürst Bismarck" sich wieder gezeigt, in welch unglaublicher Weise früher gemachte Erfahrungen unbeachtet bleiben. Mau hatte eine eincyliudrige Maschine genommen, bei der die Möglichkeit, dag der Kolben nicht auf die Kurbel wirken kann, wenn die Maschine auf dem sogenannten toten Punkt steht,'inner vor- Händen ist. Und die Probeversuche an den schon auf dem„Fürst Bismarck" eingebauten Maschinen haben denn auch ergeben, daß in der That die UmsteuerungSmaschinen nicht immer anspringen, also ein etiva gegebener Befehl, die dem Schiffe die Bewegung gebenden Maschinen in die entgegengesetzte Drehung zu setzen, nicht hätte so« fort ausgeführt werden können. Nun ist die Konstruktion, wie sie hier bei den UmsteuerungS« Maschinen benutzt wurde. dieselbe. wie sie bei den Dampfkessel» pumpen auf dem Panzer„Sachsen" schon ausprobiert war. Während einer Probefahrt der„Sachsen" waren bei sämtlichen Kesselpumpen durch den Verteilungsschieber die Schieberstopfbüchsen herausgeschlagen, und sämtliche Pumpen nicht zu benutzen. Trotz dieser auf.Sachsen" gezeitigten trüben Erfahrungen ist dieselbe Konstruktion für die Umsteuerungsmaschinen des„Fürst Bismarck" genommen. Das Er- gebuis ist denn auch das vorauszusehende gclvescn: Die sämtlichen drei UmstenernngSmaschinen mußten verworfen nnd wieder auS dem Schiffe herausgerissen werden; sie wurden durch solche, andrer Konstruktion mit zwei Cylindern ersetzt, die auch den Anforderungen genügen. Wie eS möglich ist, daß die auf der„Sachsen" gemachten Er- fahrungen hier so gänzlich außer Betracht geblieben sind, ist das Rätsel, dessen Lösung auch gleichzeitig die Bloßlcgung der Ursachen der teuren Schiffsbauten ist. Man mutz noch froh sein, daß hier in diesem Falle eS nur die 60 000 Mark allein sind, die durch den gemachten Fehler an Kosten dntstanden sind und daß nicht gar junge Menschenleben durch eine fehlerhafte Konstruktion vernichtet sind.— In Ostasien, dem weltpolitischen Wetterwinkel, bewölkt sich der Himmel und sind allerhand bedenkliche Stunnvorzeichen zu erblicken. Daß Rußland, so weit es seine Finanznot zuläßt, die Verlegenheiten, die den Engländern durch den südafrikanischen Raubkrieg erwachsen sind, nach Kräften ausnützen würde, das war einfach selbstverständlich. Und nach einer kurze» Pause scheinbarer Ruhe, und gefüllt mitrussischcnFriedensbetcuerungen, kommen seit Monaten von allen Punkten, wo der englische und der russische„Einfluß" aufeinander stoßen, mehr oder weniger bestimmte Nachrichten von unheimlicher Minierarbeit. Diplomatische Kämpfe in Serbien und Bulgarien, wobei Russen und Engländer sich gegenseitig vorwerfen, durch Kriegshetzereien den andern Verlegenheiten bereiten zu wollen; diplomatische Kämpfe in Persien, diplomatische Kämpfe in A f g h a n i st a n vor den Thoren Indiens; in Indien � selbst, dem gewaltigsten und verwundbarsten Teile des eng- tischen Weltreichs, unverkennbare Spuren russischer Wühl- � arbeit unter den widerspenstigen Bergvölkern des Hin- dukusch und den von der Hungerpest dezimierten Be- wohnern des Tieflandes. Indes all dieses hat zunächst nur eine untergeordnete Bedeutung gegenüber den Vorgängen in Ostasien. Hier bildet das chinesische Riesen reich den Gegenstand des Ringens. Und hier kommen jetzt 4 Mächte in Betracht: Rußland, das China„aufteilen" und ein möglichst großes Stück deS„Kuchens" abschneiden will; England, das Rußland die Politik der„offenen Thür" entgegengesetzt, das heißt nicht die Eroberung, sondern die kommerzielle und industrielle Aus- beutung Chinas erstrebt und deshalb die russische Eroberungspolitik bekämpfen muß, deren Sieg die V e r s ch l i e ß u n g Chinas bedeuten würde; die V e r- einigten Staaten, die durch Eroberung der Philippinen ein Machtfaktor in Ostasien geworden sind und wesentlich die gleichen Interessen und Ziele haben wie England; und end- lich I a p a n, das in China einen maßgebenden Einfluß zu ewinnen und ein Bündnis niit China anzu- ahnen sucht, vorläufig aber das gleiche Jnterefie hat wie England, die russische Eroberungspolitik zu bekänipfcn. Den Russen ist es, wie man weiß, vor einigen Monaten gelungen, den jungen Kaiser, der den Engländern und Japanern freundlich ist, durch eine Palastrevolution thatsächlich vom Thron zu stoßen, und die Regierung nominell der Kaiserin-Mutter zu übertragen, die ganz in den Händen der russischen Agenten ist. Des weiteren war es den Russen gelungen, mit der Regierung der halbunabhängigen Halbinsel Korea einen Vertrag abzuschließen, kraft dessen ihnen ein koreanischer Hafen eingeräumt werden sollte. So- bald die, natürlich geheim geführten Verhandlungen bekannt wurden, entstand eine ungeheure Aufregung in Japan. Korea, das wie eine Schlldwache vor den Japanischen Inseln liegt, war nach dem jüngsten chinesisch-japanischen Krieg durch den Vertrag von N a n g a s a ki den Japanern abgetreten, von Rußland, Frankreich und Deutschland aber durch den famosen „asiatischen Dreibund" den Japanern wieder entrissen worden. Die Japaner erhoben energischen Protest gegen den russisch- koreanischen Vertrag, drohten mit Entsendung einer Armee und Flotte, und wurde dabei von England unterstützt. Diese Aktion ist nicht erfolglos geblieben: ein Telegramm aus Jokohama vom 7. April meldet, daß Rußland auf jede Absicht einen Hafen in Korea zu erwerben verzichtet hat, freilich unter der Bedingung, daß auch keine andre Macht einen Hafen dort erwirbt. Es ist dies, wenn auch nicht end- gültig, doch jedenfalls für den Augenblick ein Zurückweichen Rußlands. In Peking ist eS den Engländern und Japanern aber noch nicht gelungen, die Diktatur der Kaiserin- Mutter zu brechen. Es ist dies eine sehr energische Frau, die jede Vor- Monopolisten der Weltgeschichte. Wer manchmal in den alten Geschichtbüchern den Hieroglyphen- Entzifferern nnd den Kcilschriften-Uebersetzcrn»achgchr. kommt auf iniereffante Zusammenhänge zwischen den allerneuesteu Schlagwortc» und den allerältesten Inschriften, Man kann bis zu den ältesten Schrift- texten, die von der ungelenken Hand der ersten Schreibkünstler in Stein- tafeln und in Thonchlinder gemeißelt wurden, zurückgehen, man bc- aegnet immer wieder denselben Zügen in der Physiognomie der mensch« lichen Leidenschaften und Eitelkeiten, gerade so'wie wir in den menschlichen Gesichtszügen, die uns die unbeholfene Kunst der ersten Porträtisten hinterlassen hat, unser eignes Gesicht iviedcrerkeiuicn müffen. Den Gesichtern, die aus den altindischen, alt- chinesischen und altbabylonischen Götter» und Königsbildeni auf uns herabblicken, könnten wir heute auf der Straße begegnen, ohne aufzusehen, so wenig haben sie sich seither verändert,— es sind nur einige neue Barttrachten hinzugekommen, welche neben den affhrischen und ägyptischen Bartformen, die sich noch erhalten haben, etwas mehr Abwechslung in das Aussehen der Menschen bringen. In den Schrifttexten hat sich schon viel mehr ge- ändert, nicht nur dem äußern Bild, sondern auch dem Inhalt nach, Was wir in den alten Ruinenstätten Asiens und in Aegypten heraus- graben und entziffern, ist alles nur offiziöse Litteratur. Es ist das gerade so, als wenn ein Geschichtsforscher im Jahr 6000 nach Christus die Geschichte des Deutschen Reichs studieren wollte und nichts finden würde als die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung". Erwürbe darin jeden Geburtstag der gleichgültigsten ausländischen Prinzen verzeichnet finden, er würde alles erfahren. wnS irgend eine hohe Herrschaft in Preußen oder sonstwo zu thnn geruht hat und von der Geschichte Deutschlands ein nicht ganz verläßliches ©ild bekommen. Das ist in diesen alten Schrifttexten noch viel ärger. Sie sind nicht aus einem Bedürfnis der Verwaltung hervorgegangen, sondern waren nichts als die versteinerte Eitelkeit der Könige. Die Könige in diesen vorgeschichtlichen Zeiten waren absolute Herrscher und in ihren Befugnisien nur in wenigen Fällen von der Macht der Priesterschaft beschränkt. Gleichwohl können sie unmöglich alles das allein gemacht haben, was stellung und Forderung an sich abprallen läßt. Infolgedessen haben die Japaner und Engländer den Hebel anderswo angesetzt: im chinesischen Volk. Seit einiger Zeit dringen zu uns Gerüchte von einem mächtig wachsenden Auf st and in China. Nu» giebt es zwar in China fortwährend Aufstände— das der Konvenienz- Fabel nach steinern unbewegliche China ist in Wahrheit das be- wegteste Reich der Welt und Aufstände und Rebellion sind da in Permanenz. Allein diese neue Volkserhebung— denn das ist sie unzweifelhaft— scheint doch eine ungewöhnliche Stärke zu haben. Sie hat ihren Mittelpunkt in dem großen Handels- centrum Hankau, und laut einer Proklamation, welche von dem Führer des Ausstands, Hsu e, am 14. Februar ver- öffentlicht ward, richtet sich die Bewegung direkt gegen die Russen und hat die Befreiung und Wieder- einsetz ung des reformfreundlichen jungen Kaisers zum Zweck. Es heißt in der Proklamation: So Iniige der Kaiser die Zügel der Regierung hielt, hat er sein Aeußersles geihan, um seine Pflicht zu erfüllen und er hat sein Volk befriedigt und erfreut. Er ist jung, stark und gesund. Kürzlich wurde er gezwungen, abzndenkcn und zwar durch Ver- rntcr, die im Dienste der Kaiserin-Witwe stehen. Die Prinzen und Minister am Hofe, einerlei ob sie in ihrem Herzen treu oder Verräter sind, unternehmen nichts, um ihm zu helfen, sondern sagen zu allen Fragen und Befehlen ja oder nein, wie es die Kaiserin-Witwe befiehlt. So etwas ist in den Jahrtausenden, die das Reich besteht, nicht gesehen tvordcn. Wie ich. Hsne. Ober- kommissar nnd Oberkonnnandicrcndcr aller Truppen der Infanterie und Kavallerie des Liang Hn und Liang Kiang, nun sah, daß die Kaiserin-Witlve das Volk tyrannisiert und im Begriffe st e h t, das Land den Russen zu überliefern, habe ich versucht, zum Kaiser zu gelangen, um seine Erlaubnis dazu zu bekommen, daß ich alle die schlechten Leute, die ihn nnigcben. hinwegfege, aber ich konnte das nicht, weil eS unmöglich ist, eine geheime Unterredung mit dein Kaiser zu erlangen. Inzwischen sind die Dinge aber so schlimm geworden, daß wir jetzt ans eigne Hand handeln müsse»; wir müssen dem Kaiser das Gute, was er uns geihan hat, vergelten, und wir schwören deshalb, daß wir mit der Kaiserin nnd den Schurken, die sie nnigcben. nichts gemeinsam habe». Der Kaiser»mß wieder auf den Thron gesetzt werden, und wenn das nicht geschieht, muß ich mit vielen Soldaten nach Peking marschicrcn, um alles zu vcrjageii, was de» Kaiser bedroht nnd jetzt die Zerstücklung u n s r e S Lands durch fremde Mächte anstrebt. Deshalb gebe ich hicrniit allen unsren Brüdern im Dniigtscthal, die wie wir fühlen, kund nnd zu wissen was wir thnn müssen. Unser Plan ist folgender: 1. DenKaiser z u r e t t c n; 2. d i e K a i s e r i ir- Witwe zu töten; 3, die Verräter wie Kans Ai zu verjagen; 4, alle habsüchtigen iind schlechten Mandarine» zu tölen; 6. d i e schlechten Gesetze a u f z n h e b e n; 6, den Likin feine bc- sonders verhaßte Steuer, die seit 1867 von Einfuhrware» erhoben wird) aufzuheben; 7, Rnhestöniiigeil in den Vcrlragshäfen zn ver- meiden; 8, das Erp reffen und die Unterdrückung der Unschuldigen zu verhindern: 9, d c n H a n d e I»i i t F r a n e» u n d M n d ch e n zu unsittlichenZlv ecken verhindern; 10. die Mifsionorc davon abzuhalten, zn rciscn, damit traurige Ereignisse nicht»ichr vorkoilnncii. Man sieht, wir haben es hier mit einem politisch-socialen Progrannn zu thun, welches allerdiugs geeignet ist, die Massen fortzureißen. Greift diese Bewegung um sich, die von den Engländern und Japanern unterstützt wird, so sind in Ostasicn entscheidende Ereignisse von größter Tragweite zu erwarten. Aeutlches Weich. DaS gute Herz der Agrarier. Die Agrarier haben bei der Beratung des Fleischbeschan-GcsctzeS ihr gutes Herz für das könsumicrciide Publikum cnldcckt. DaS amerikanische Pökelfleisch soll deswegen voin deutschen Markt ans- geschloffen werden, damit die minder bemittelte Bevölkerung kein gcsnndheitSbcdrohliches Jmportflcisch zu essen bekomme. Tic „Korrespondenz deS Bundes der Landivirtc" veröffentlicht eben jetzt eine Erklärung gegen die Regierniig, in der als Gnmd für den Ausschluß aineriktrnischcn Flcichcs„daS sanitäre Jnter- esse des deutschen Volks" bezeichnet wird. ES ist nun charakteristisch für die agrarische Politik, daß sie sanitäre Jiitcrcsscn des deutschen Volks nur dann kennt, wenn eS sich um ausländische Produkte handelt, die den deutschen Landwirten Konkurrenz machen könnten. Wird das sanitäre Interesse deS deutschen Volks gegen die Produkte der deutschen Landwirte ins Feld geführt, dann Ivehren sich die Agrarier nach Leibeskräften gegen dieses Princip. Das hat zur Genüge schon die Beratung des Fleisch- beschangesetzes selbst ergeben, daS zeigt aber auch ein Vorgang, der äugen- blicklich in der agrarischen Presse viel Staub aufwirbelt. Der GesnndheitS- rat der Stadt Minden i, W, hat nämlich unter dem 12. Dezember vorigen Jahres Vorschriften für die Erzeugung einer guten und ge- sunden Kuhmilch erlassen, ohne deren Befolgung Milch für den Markt der Stadt Minden nicht lieferunqSfähig sei» soll. Er hat eine Reihe ihre Hoshistoriographen von ihnen erzählen. Nach diesen hätte» sie alle Heere selbst geführt, alle Schlachten selbst geschlagen, alle Kanäle selbst gebaut nnd alle Feinde selbst getötet. Es werden wohl auch damals einige Handlanger dabei gewesen sein. Aber von Alchen Dienern der Könige findet sich kaum einmal ei» Wort in jenen meilcnlangen Jiislhristcn,"mit denen die Eitelteit der Könige alle Wände der Ruinen von, Nil bis zum Ganges bekritzelt hat. Da handelt auch eine Inschrift von de» Thaten des großen Königs Chamnrogas oder Chaiuurrabi von Babylon, der von 1923 bis 1868 vor Christus regierte, also etwa 3890 Jahr vor uusrcr Zeit. Chnmurrabi war der erste babylonische Weltpolitiker, oder wie inan sich damals ausdrückte: König nach allen vier HimmclSrickitungcn. Dieser Titel und die Expansion seiner Politik nach allen Richtungen der Windrose hat der König unzähliqemal in seine» Denkmälern und Denkschriften hervorgehoben. Der selbstbewußte Stil seiner Reden ist ans den nachfolgende» Denischristen zu ersehen: „Chanuiragas. der mächtige König, der König von Ka-dingirra < Babel), der König, der gehorchen läßt die vier Himmelsrichtungen. bin Ich. Zur Zeit, da die Gölter Anu und Jiilil Mir das Voll von Sumir und Akkad zu beherrsche» verliehen, ihr Scepter in Meine and füllte fd. h. Wich mit der Oberhoheit über sie bekleideten) grub ch den Kaiial„EhamuragaS. Segen des Volks" oder auch enaiiiit„Chamuragas-Kaiial". ein Segen des Volks, der da führt aS Wasser des UeberflusseS für das Volk von Sumir und Akkad.— Seine Ufer auf beiden Seiten bestimmte ich für die Eniährnlig, Scheffel von Korn goß Ich auS, dauernde Wasser schuf Ich für das Volk vo» Sumir und Akkad.... Speise und Gertänke schuf Ich ür sie(durch den genannteii Kanal), mit Segen nnd Ueberflnß be- chcnkte Ich sie, in behaglichen Wohnnugeii ließ Ich sie wohnen. Von da an Chamuragas, der gcivaltige König, der Günstling der großen Götter, bin Ich; mit den bcdentciiden Kräften, welche Gott Maroug Mir verlieh, baute Ich eine hohe Burg mit großen Zn- gänge», deren Spitzen gleich Bergen hock, sind, am Ansgaiige des Kanals, diese Burg lianiltc Ich Sm-mnballit-Burg nach dem Namen des Vaters, Meines Erzeugers. Die Statue des S>n-i»»ballit, des Vaters, Meines Erzeugers, stellte Ich an den vier Seiten der Burg auf." Eine zweite Jnschrist: „In den vier Weltgegenden wird Dein Name verkündigt. Weit ausgebreitete Völker mögen Dir treulich gehorchen, ihr Antlitz Fnttcnnittel verpönt, die ersah nrngsniäßig eine gesundheitsschädliche Milch erzeugeii. So nainentlich Knchenabfälle, verdorbene Futter- mittel jeder Art, Schlempe und grüne oder frohe Melasse, endlich Fleisch und Bliitinchl, Scnfknchcii, Ricinnsknchcn, Kartoffelreibscl, Iveiße Rnben und die Blätter ans Stock- rüben und Kohlrüben, Schrot nnd Stroh von Wicken und Lupinen. Milch von Kühen, die mit derartigen Fntterinittclil ernährt werden, soll nicht zum Handel zugelassen werden. Gegen diese Maßregel zieht nun die agrarische Presse in allerschärfster Weise zu Feld. Sie bedeute eine schwere Schädigung der ganzen Milch- Produktion. Würden sich dein Beispiel der Stadt Minden»och andre Orte anschließen, so wäre dadurch nicht nur die deutsche Milch- prodnklion, sondern wegen des Schlempeverbots mich die AnS- übuiig deS Brennereigewerbes in Dcntschlaiid in Frage gestellt. Da nun aber selbst von agrarische» Autoritäten nicht so ohne weiteres gelengnet wird, daß durch die Fütterniig der Kühe mit den näher bezeichucten Futtermitteln die Milch nachteilig für die Gesiindheit ausfallen kann, so sollte man erwarten, daß wciiigstciis gegen das Princip, nach dem der Gcsinidheitsrat der Stadt Minden vorgegangen ist. von den Agrariern nichts eingewendet würde. Aber weit gefehlt! Hier stellt man sich ans einmal ans den cntgcgeugcsctzten Standpunkt und sagt: Jeder Käufer von Milch kann ja seine Bcdingniigcn stellen, wie er will, die Bchördcn haben sich keincnfallS in den Betrieb der Milch crzcngcudcu Landwirtschaften einzumischcn. Wenn dieser Standpnnkt von den Agrariern konsegneiit verfolgt würde,' müßte er auch dein ansländischen Fleisch gegenüber festgehalten lvcrdc». Das Verbot der Einfuhr amerikanischen Fleische? entbehrt: danach jeder Bc- rcchtignng, aber wie gesagt, die Agrarier wechseln ihre Grund- sätze, je nachdem c's ihren egoistischen Jutcreffcn förderlich ist. Und darum ist das warme Herz für die minder bemittelte Vcvölkcrnng, das sich bei den, Fleischbeschau-Gesetz so hervorkehrte, nichts weiter als ein demagogischer Borivnnd. Wie iniverfroren die Agrarier ihre Grundsätze wechseln, daS illnftricrt die'«Deutsche Tageszeitniig" am allerdentlichstcn. In Nr. 1.63 bringt sie cincii Artikel ans der Feder von Professor Märckcr, in dem sie gegen den Eingriff einer städtischen Behörde in die landwirtschaftlichen ProduktionSverhältiiisse— gemeint ist die Bestimmling des GcsinidhcitsratS der Stadt Minden— einen geharnischten Artikel bringt nnd sich dabei ans den Standpnnkt stellt, daß der Koiisiimeiit sich selber schützen könne. In der nächsten Nummer 164 veröffentlicht sie die schon erivähnte Erklärung der„Korrespondenz des Bundes der Landivirtc", die der engere Vorstand des Bundes erläßt und in der sich die BnndcSlcitiing auf den Standpniilt stellt, daß der Koiisniiicnt, namentlich der minder bemittelte, aus sanitären Rücksichten durch die Obrigkeit geschützt werden müsse. Zwischen diesen beiden publizistischen Leistimgen liegen noch nicht ciinnal 12 Stunde»! Das konsimiiercnde Piibliknin wird bei cincr solchen Lauiiciihaftigkeit des guten Herzens der Agrarier die Liebes- bcteucrniigc» der Bündler und Konservativen auf ihren wahren Wert znrückznsnhrc» wisse».— Adlige Kapuzincrprcdigt. Die Welt ist auS den Fugen. Vorbei find die alncklichen Zeiten, der jeder Mann nnd jede Frau, so sie es wagten, den Befehlen der Obrigkeit zn widcrstrebeu nnd an den Lehren der Bibel und des KatcchisiiinS zu zweifeln, der Folter und dem Scheiterhaufen ver- fielen. Die Freude der Deuiokratic. die Unsittlichkcit freicn Menschen- schasfenö sind in die Well gezogen, und überall sprießt das V.-r- derben... Im„Tculschen Adelsblatt", wo die Lobrcdncr der Fcndalvcrgangcnhcit ihr Konventikel halten, hält ein Einseiider, ein Herr v. B.. eine adlige Predigt wider die izottverlasscue moderne Welt und den Samnielherd aller Rbschenlichkeitc», den Reichstag. Herr Sudermann hat sich an die Stelle des lieben Gottes gesetzt. Tie Künstler wolleii nicht mehr den christlichen Geboten ihr Schaffen uittcrordnen, sie ivollcn frei vom veralteten Kram biblischer Lehren selbstherrlich über Eint und Böse entscheiden. Herr S ch r c in p s f. das ivar der wahre Mann. Er ist tapfer ein- getreten für die Autorität des ChristcngoltcS. Die Deiuokratic aber hat sich ciilhülll. Sie hat zur Obstruktion gegriffen im Saal lind znni Geschrei ans der Straße: „So fangen die Rcvolnttonm immer an; versagt die Par- laineiitSinaschiiie. so schreit man auf die Straße hinaus so lange nnd laiit, bis der süße Pöbel zu Hilfe kommt nnd endlich Blut fließe» muß." Aber, predigt Herr v. B. weiter, das schlimmste ist, daß man gegen dies Treiben gar nichts niachcn kau»: „Es wird also Gewalt gebraucht, so weit es irgend möglich ist, ohne vor die Mündungen der Hinterlader zn geraten, und da die Furcht vor diesen viel größer 1)1, als früher vor den Steiiischloß- gewehren, so kann das'lievlichc Spiel jahrelang getrieben werden. ohne den Regicruiigeir Anlaß zn beivaffnetem Einschreiten anf- zuzwiiigcn. Davor hütet»lan sich sorgsam, auf diese Weis« ober werden die Regierungeu einfach lahmgelegt, und das Chaos, das die Rotte will, zieht heran, vielleicht lang« j a m, aber desto sicherer." Woher soll in diesen Greueln Hilfe werden? Der Mann am Adclsblntt hat ein niifchlbareS Rezept: „Da bleibt schließlich für die StaatSautorität nichts übrig. als ein energisches: guos ego!(Ich werde Euch!) Werden mögen sie vor Dir niederwerfen, Deine großen Erhabenheiten mögen erhaben sein." Oder eine dritte Inschrift, welche die Waffcrlicbhabcrci des großen Königs Chaniuriabi illustriert: „J-sag-illa an der Pforte des WcisserbassinS. daS Hans, welche» Er liebt, baute Er... an der Pforte des WasserbassinS thront die Majestät des Königs." Nach alledem war König Chaninrrabi ein sehr wichtig- thuerijcher Herr, der alles selbst gemacht hat. Er hat, lven» man ihm glanbeii dürste, selbst den Kanal gegraben, selbst de» AnSgaiigSpuiitt des Kanals befestigt, selbst seine Nnterthanen ernährt, selbst sein Schloß am Wasser gebaut und selbst die Statuen seines Vaters aufgestellt. Aber unter seinen Zeitgenosscii ivar er noch einer der Bescheidensten. Er spricht davon, daß die Götter ihm daS Scepter der Herrschaft in die Hand gegeben haben, er ist nur ein Herrscher von Gottes Gnaden, wahrend sonst die Herrscher bis zu Christi Geburt sich„icisthiu gleich selbst als die Söhn« und Enkel der Götter bezeichneten. Wer unter diesen Köiiigeii seine Abstammung ans einer besseren Göttersamilie nicht nachilleiscn konnte, crklärie sich einfach selbst zum Gott. Die sonstigen Titel, die sich die Hcrrschastcn freigebig selbst verliehen, waren nicht weniger lächerlicb als die Anniaßniig der göttlichen Absionmuing, nnd es ist für die Jnschnsicii-Eiitzifferer eine traurige llnterhaltniig, statt der wichtigen kulturgeschichtlichen Berichte die gleichgültigen Namen n»d Titel dieses KöiiigspövelS. deralle Säuleii, Wände, Steine von Rinive. Babylon, Memphis und Theben niit seiner phaiitafievollen Selbst- Vergötterung beschmierte, entzifferii zu müssen. Chamnragas' Sohn nnd Nachfolger, der von 1863 bi» 1833 v. Chr. regierte, Sanisii-ilniia(daS heißt: SamaS ist Gott) hat 6 feste Burgen, zahlreiche Tempel nnd zwei Kanäle gebaut, einen Kanal „Snmsn-ilnna-llebelflnß" und einen Kanal„Sanisu-iluiia-Wohlstaiid". Auch er hat Weltpolitil nach allen vier HimmclSrichtmigen getrieben n»d keine» Widcriprnch nebe» sich anskonnnen lasse». Er rühmt sich dessen und sagt, daß er„alle seiiidlichcii Gebote unterdrückt hat, die Herrschaft über die vier Himmelsrichtungen erweitert und befestigt und die Hauptstadt ausgedehnt hat." Die Dynastie des tanalbanenden und das Reich nach allen vier Wcltrichtimgcii auseinmidcrregicrciideii Chaiuurrabi verlor bald den Thron BabclS. DaS tapfere Bergvolk der Kofiäcr brach in Babylonien ein und bemächtigte sich der Herrschaft. H. K. die Verfasiuiige« durch O b st r u k t i o n der Miuoritäten, also durch Gewalt gebrochen, so müssen sie eben durch Gewalt wieder hergestellt werden. Man mache doch keine Redensarten von Geschäfts- ordnuug und gesetzlichen Mitteln, auf den ammus(Absicht) kommt es an. Wollt Ihr Euch dem Mchrheitsbeschluh nicht fügen, bringt Ihr gewaltsam durch Saalverlassen Beschluß- Unfähigkeit zu stände, bringt Ihr Anträge ein, um daß Tagesprogramm nicht vollenden zu lassen, so brecht Ihr die Verfassung. Auflösungen und Neuwahlen sind aber bei solchen Anlässen ein sehr fragwürdiges Mittel, um die Verfassung zu schützen. denn ergicbt sich dieselbe Majorität, so geht das Spiel wieder weiter. Das sicherste erscheint: eine Tiktatur-Periodc, die so lauge anhält, bis die„geistigen Suggestionen", unter deren Einwirkung der Unfug getrieben wurde, verraucht sind. Und das wird bei der ungeheuren Schnclllebigkeit und Beweglichkeit des öffentlichen Lebens von heute nicht lange dauern, eine feste Faust aber hat»och n i e ihre imponierende Wirkung auf die Demokratie verfehlt, wenn sie ihr Ziel fest im Auge hat. Doch kehren wir in u u s r e n Ncichstagssaal zurück. Wir schrieben diese Zeilen zufällig anr 18. März, und sehen wir uns die Lage im Reichstag an, so geht eben wieder einmal ein toller Tanz vor sich! Die obstrukiionslnstigc Minderheit folgt gehorsam der Führung der Herren Singer und Bebel, der fanatischen Apostel der Revolution I Besonders Herr Singer scheint der Spiritus reotor der ganzen Aktion zu sein.— Dieser Mann will kein Deutsches Reich, will keine Reichs- Verfassung, sondern will selber herrschen, und um dies zu erreichen, greift er zum Verfassungsbruch durch daS feige und unsittliche Mittel der Obstruktion!— Da haben wir die Folgen der Zulassung der Socialdcmokratie in den Reichstag und ihrer Auerkcuuung als polttischc Partei. Sobald sich Gelegen- hcit bietet, ist sie daran, die Verfassung zu brechen, ihre revolutionäre Natur bricht hervor, und will dos Hans umstürzen, welches man ihnen zu betreten erlaubt. Das ist ihre „Mauserung"! Sie„mauscnr" sich eben so lange weiter, bis sie die ganze Philistcr-Dcmokratie in sich hinein gemausert haben; viel ist heute schon nicht mehr von ihr übrig. So war es auch vor oll Jahren; Der liberale„Piepmcicr" wie es damals hieß, hatte lange gepredigt, geleitartikclt und aufgewiegelt, so lange, bis er endlich selbst aufgewiegelt war und ihm die Rebellenflinte in die Hand gedrückt wurde von Leuten, die es„noch besser konnten" als er, und von denen durch die einrückenden Truppen befreit zu werden, er später herzlich froh war.— Erst kommt die schön- rednerische„Gironde", d. h. der Liberalismus, und dann der blut- triefende„Berg", dann fliegen die Köpfe und dann kommt d i e eiserne Faust mit ihrem: In die Ecke Besen I Besen I Das Blut hört aber deshalb noch immer nicht auf zu fließen. Lehrt uns die Geschichte, daß die Socialdemokratie„eine vorübergehende Erscheinung" ist? Waren die Jakobiner etwa keine Socialdcmokraten? Freilich tobten sie sich ans, aber wie? Auch die Pariser Kommune tobte sich aus; will man denn solches Austoben durchaus abwarten? Die roten Genossen freilich schwören jetzt bei allen Sternen, daß sie nicht toben wollen, und die„Piepmeier" glauben es, im ReichstagSsaal aber bricht die rote Natur schon durch, und die'„ ü n st l er- weit" und mancher andre sekundieren dabei." Das Adelsblatt wird uns Dank ivissen, daß wir die Bekenntnisse ihrer schönen Adelssccle auch dem„süßen Pöbel" zur Sonntags- freude auftischen.—_ Zur Reform der Einkommcnstcncr. Der Prozest Paare hat seiner Zeit drastisch dargethan, daß man zwar ein ftir nationale Machtentfaltung schwärmender Nationalliberaler sein und doch eine unüberwindliche Abneigung gegen die pflichtgemäße Forderung dieser Machtentfaltung durch Entrichtung des dem Einkommen entsprechenden Steuersatzes sein kann. Der Baare giebt es aber eine erkleckliche Menge, wie ja die Statistik der preußischen Einkommensteuer beiveist, auf die u. a. imser Genosse Bebel auf dem Hannoverschen Parteitag hinivicS, um darznthun, um wie viel das wirkliche Einkonimcn der zur Selbstcinschntzung Verpflichteten das von diesen angegebene Einkommen über- steige. Auch Herr Miguel hat sich ja unlängst im Abgeordnetenhaus veranlaßt gesehen, den Nationalliberale», welche gegen das Ein- kommeustcuer-Gcsetz Stunn laufen, das doch wenigstens' bis zu einem gewissen Grade die Stenerdefraudation erschwert, die betreffenden Zahlen zu Gemüte zu führen. Nichtsdestoweniger fahren die Standesgenossen des Herrn Baare fort, an dem Einkommcnsteucr-Gcsetz Kritik zu üben und Vorschläge zu machen, inwieivcit der Tendenz der Sclbsteinschätznng, Stcucrhinter- Ziehungen allzngroberArt möglichst zu verhindern. die Spitzcabgebrochcn werden könnte. So befürwortet die„Köln. Ztg." neuerdings eine gesetzliche Aciidcning des SelbstcinschStzungs-Vcrfahrciis, das nach ihrem Vorschlag nur alle zehn Jahre einmal vor- genommen, in den übrigen nenn Jahren aber lediglich durch eine amtliche Veranlagung ersetzt lverden soll. Die Mignel-offiziöse„Berliner Korrespondenz" sieht sich diesem iliiverfroreneu Treiben gegenüber zu folgender scharfen Entgegnung veranlaßt: „Wenn sich da? rheinische Blatt die Aufgabe gestellt hat, ei» Selbsteinschätzungs-Verfahren auszuklügeln, mit dessen Einführung das Princip der Selbsteinschätzung überhaupt vernichtet iväre, so kann tS diese Aufgabe als von ihm glänzend gelöst ansehen. Die Durchführung der von der„Kölnischen Zeitung" vor- geschlagenen„Reform" wäre eben gleichbedeutend mit der Steuerbefreiung des größten Teils der EiukommcnSbcträgc, welche in dem zwischen je zwei SclbstriuschätznngSjahrcu liegcudcu zehnjährige» Zeitraum neu hiuzugewachscn sei» würdcu. Daß damit die in der ganzen Welt als vorbildlich anerkannte preußische Einkonimensleucr ihrer charakteristischen Vor- züge beraubt und als solche beseitigt wäre, bedarf keiner näheren Darlegung. Die offne Bekundung der Grundtendenz des von der„Köln. Zeitung" angeblich nur gegen die Art der Veranlagung der Ein- kommensteuer geführten Kanipfs ist jedenfalls willkommen und interessant... Denn für eine Reform, deren Resultat fast ausschließlich den bcstsituiertcn Steuerzahler» zu gute komincu würde, aus deren erhöhten Quoten sich der größte Teil der Mehr- erträgniffe der gegenwärtigen Einkommensicncr gegenüber der früheren zusammensetzt, lvird die„Kölnische Zeitung" gerade in Misker Zeit, in ivclcher die Pnncipicn einer social gerechten Steuerpolitik als die allein richtigen erkannt sind, um so iveniger Verständnis finden, als ein Teil der durch Nachprüfnng ermitteilen Stenerbeträge auch auf bewußte Hinterzichnngen zurück- zuführen ist." Daß die Baare-Mänuer ihre Quertreibereien nunmehr auf- geben werden, ist bei ihrem mangelhaft entwickelten Anstandsgefühl kaum zu erwarten.— Tic Romsahrt BallestremS. Der Präsident des deutschen Reichstags ist kürzlich in Rom beim Papst gewesen. Die Blätter vcr- muteten. Herr v. Ballcstrem wolle den Papst für das Zustandekommen der Flottenvorlage interessieren. Die„Germania" bestreitet diese Kombination; die Romreise im Jubiläumsjahr habe nicht das geringste Auffällige an sich, zumal sich mehrere Familienmitglieder des Grafen Ballestrcm zur gleichen Zeit in Ron» bcfmideii hätten. Vielleicht hat Graf Ballestrcm, weil die Deckungsftage in der Flottcnvorlage so schwierig ist, für diesen Zweck einige' Peterspfennige loSciscn wollen.— Entlarvte Hcinzemänuer. Während der berüchtigten Debatte über die endlose gesetzgeberische, Geburtswehen verursachende lex Hciuze habe» sich bekanntlich die Centrumsredner an moral- paukende». Kapuziuaden nicht genug thun können. Immer war es aber nur der Splitter im Auge des lieben Nächsten, der die Nören und Konsorten zu ihren endlosen Tiraden inspirierte, des Balkens im eignen Auge geschah aus Furcht die flüchtigste Envähmmg. Und doch ist es eine bekannte Thatsachc, daß gerade unter der katholische» Geistlichkeit die Zahl der SittlichkcitSvcrbrechcr eine unverhältniS- mäßig große ist. Das vertuschen zu wollen, hält selbst ein katholisches Blatt nicht für opportun, indem es mit Bezug auff fleischliche Excesse der auf das Keuschheits-Gclübde Verpflichteten schreibt: „Es ist zu viel! Irgendwo muß doch ein G ru u d zu finden sein für diese in letzter Zeit sich häufenden betrübcndstcn Erscheinungen. V e r tu s ch e n h» l ft n i ch t m e h r. sondern Aufdecken der Wirklichkeit, damit man den Gründen nachzuforschen veranlaßt ist." Das Aufdecken der Wirklichkeil, d. h. das An- den- Pranger- stellen der räudigen Schäflein würde vielleicht die Sittlichkcits- fanfaronaden der ultramontanen Redner wohlthnend dämpfen können, aber an dem Ucbel selbst ivürde wenig geändert werden. Wenn daS katholische Blatt ernstlich die Wirklichkeit aufdecken wollte, müßte es sich schon etwas eingehender mit den psycho-physiologischcn Problemen des Sexuallebens beschäftigen. Eine unbefangene Beschäftigung mit diesen Dingen verträgt sich aber nicht mit der verbohrten Anschanüngs- weise der irivial polternden Heinzemäuner.— Der Hcinze-Affe. Die„Elbe-Zeitung" hat entdeckt, daß noch eine besondere lex Heinze für die Tierwelt geschaffen werden muß, deren Vertreter bisher die Gewohnheit habe», bisweilen das mensch- liche Schamgefühl gröblich zu verletzen. „Am Somiabend marterte uns ein junges rüstiges und an- scheinend körperlich und geistig gesundes Ehepaar durch einen Leier- kästen in einer Weise, daß es, wenn man die Zirgabe zu der„Musik" in Betracht zog, Acrgernis erregte. Eine schmutzige junge Fran, die Begleiterin des Lcierkastenm'aiincS, trug einen ekelhafte u Affen auf ihren Schultern, der auf diesen und dem Kopfe der Fran allerlei lex Heinze-Springe machte l I Dahinter her ca. 40 Mädchen aus der hiesigen Sckmle und— leider kein Schutzmann! Hatten denn die jungen rüstigen„Ehe"- Leute wirklich den Erlaubnisschein zum Orgeln bezw. Betteln?" Abgesehen von der socialpolitischen Christlichkcit, die diese Schilderung atmet, ist die Entdeckung des heiiizcsiereuden Affen von hohem Wert. Sollte es zur Fortsetzung der Beratung der lex Heinze kommen, so wird die klerikal- konservative Mehrheit noch in letzter Stunde das Versäumte nachholen und ein paar Paragraphen gegen die öffentlichen Heinzethaten von Hunden, Affen, Turteltauben usiv. einfügen müssen.— Ucbcr den Kompromiß tu Sachen dcS Fleischbeschau- Gesetzes, auf den die gouvernementale Rechte hinarbeitet, macht die „Schi. Ztg." folgende Mitteilung: „Zunächst soll von einer Z e itb estimmu n g für daS in Aussicht genommene Einfuhrverbot abgesehen lverden, und zu diesem Zugestäudnis hat sich unsren Informationen nach die ganze Rechte deS Reichstags bereits zustimmend geäußert; dann aber soll gestattet werden, daß Pökelfleisch, sofern cS i» einer Weife zubereitet ist, daß dessen nachträgliche Eiiipökelmig ausgeschlossen erscheinen muß, in Stücken von 10 Pfund eingeführt werden darf." Es unterliegt kaum einem Zweifel, daß der größere Teil der Rechten für eine auf der Grundlage beruhende Verständigung zu haben sein wird. Ucber den von dem Bund der Landwirte ge- schlagene» Lärm handeln wir an einer andern Stelle unsrer heutigen Nummer.— Ten wirklichen intellektuelle» Urheber des Brüsseler Dumme- jungenstrcichS— von reaktiouärcu Bonibenfreuudcu„Attentat" gcnaimt— haben jetzt die„TimcS" entdeckt— der wahrhaft Schuldige ist der—„Kladderadatsch", dessen letzte Nummer „einen Artikel gröbsten und bclcidigcudstcn Charakters über den Prinzen von Wales" enthalte. Die„Times" fügen hinzu:„Dies ist die letzte einer Serie von Angriffen auf den Prinzen von gleicher oder größerer Zotcnhaftigkeit, welche in demselben Wochenblatt erschiene» sind. Der„Kladderadatsch" ist kein socinlistischcr Lappen, sondern ein Anhänger der Politik und Traditionen des Fürsten Bismark." Die„Post" sollte an ihrer gelehrigen Schülerin rechte Freude haben!— Ersatz für Diäte». Ein konservativer Abgeordneter macht in der„Kreuz- Zeitung" einen lustigen Vorschlag, wie die Beschluß- fähigkcit des Reichstags auch ohne Diäten erzielt werden könne. Des UebclS Kern liege nicht darin, daß die Abgeordneten in der Erfüllung ihrer parlamentarischen Pflichten lässig feie», sondern darin, daß zu viel und zu lauge Reden gehalten werden. „Daucrrcdeu" sind zu verbieten, sagt der konservative Spaßvogel; i» erster Lesung darf höchstens eine Stunde, in zweiter mid dritter Lesung höchstens zwanzig Minuten gesprochen lverden. Der konservative Diatcngegiicr hat ganz recht. Wir erweitern seinen Vorschlag dahin, daß auch die Diäten für die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses, wo die k o» s e r- v a t i v e ii Dauerredner über die nichtigste» Gcgeustäiide die Sessionen ganz überflüssig hmanSschlcppcn, aufgehoben werden.— AuS Hessen, 6. April.(Eig. Bcr.) Einen Vorstoß gegen die verhaßten Warenhäuser nuteruchmeii die a n ti; e m it'i s ch e n Abgeordneten der hessischen II. Kammer. Sie haben einen Autrag eingebracht, worin verlangt wird, daß öffentliche Verkaufsräume nur ebener Erde oder eine Treppe hoch liegen diirfc». Befinden sich zwei Läden übereinander, so muß die Zwischendecke feuersicher sein. Ebenso sollen Treppen sowie Zwischenwände zwischen ciuzclucu Ab« tcilimgeii gleicher Höhe feuersicher sein. Auch soll für jedes Waren- hauS von der Polizeibehörde festgestellt werden, wie viel Personen darin im höchsten Fall gleichzeitig anwesend sein dürfen.— Gleichzeitig drängt das C e n i r u m die Regierung zur Beantwortung seiner Jnterpellatioii in Sachen einer Warenhaus st euer. Der städtische Mittelstand kann also auch in Hoffen mit Sicherheit auf seine alsbaldige„Rettung" rechnen.— Niedriger hänge». Die„Kölnische Zeitung" entblödet sich nicht, in ihrem politischen Teil ihre Leser mit einem fciulletonistischeii Geschwätz zu hnrauguieren, durch das sie jene bedauernswerten Proletarier des Ostens zu verunglimpfen sucht, die als fogeuamitc „Sachfeugänger" der ftrohdachflickcudeu Elite des Bolls das Mittel dazu bieten niüffen, das ländliche Proletariat in seiner jämmerlichen Lage zu erhalten. Der Erguß des uationallibcralen Preßlaleicii ist mit einem so brutalen Egoismus stilisiert, daß wir ihn zum Teil hier wiedergeben zu sollen glauben: „Während die jungen Männer neugierig überall hemm- schwirren und die vielen ungewohiiten Erscheinungen anglotzen. sitzen die Frauen und Mädchen in ihren buntfarbigen Kostümen still und beschaulich auf ihre» großen Bettsäcken und tuscheln mit- einander. Wie die Hunde die S ch a f h e r d e umkreisen, so laufen unaufhörlich die A g e n t e n mit ihren H a k e n st ö ck e n um die ihnen anvertraute Schar herum. Die Agenten, von denen so mancher wenig Vertrauen erweckend aussieht, machen durchweg glänzeudje Geschäfte und verdienen auf den Kopf 25 M. und darüber. Die Transporte erfolgen ziemlich schnell, und wenn der Agent ans der Umsteige- station die Häupter seiner Lieben zählt, so fehlt gewöhn- lich kein weibliches Haupt, doch mit den mannlichen ist es schon anders. Gar oft geht der eine oder der andre, falls er be» trunken ist. verloren. Aber auch mit diesen Möglichkeiten rechnen die Agenten. Sie haben fast überall ihre Vertrauens- in ä n n e r. die dann ans die tclegraphische Reklamation hin den Fehlenden nachliefern und dem Agenten für richtige„V e r- � l a d n n g" garantieren. Die slawischen Sachscugäiigerimien sind durchweg sehr anspruchslos, während die deutschen Sachsciigängeriiinen ous•dem Osten der Provinz Brandenburg schon mehr Ansprüche stelle». Hatte da neulich ein Gutsbesitzer im Königreich Sachsen eine größere Anzahl deutscher Mädchen ans der Gegend von Landsberg a. W. für seinen Hof angeworben. Die Vertmiidlnngen waren so gut wie abgeschlossen.' Als die Mädchen auf der Bahnstation in Sachsen ankamen, wo sie der Besitzer mit mehreren Wagen abholte, ivar ihre erste Frage:„Wie viel Gasthöfe giebt es im Orte ii n d s i ii d d i e T a ii z s ä l e gut gebahnt?" Leider mußte der ziveite Teil der Frage verneint werden, worauf die Mädchen sofort erklärten, ans dieses Dorf nicht zu gehen." Kein Wort socialer Kritik, kein schwächlicher Laut der sittlichen Entrtistimg, nichts als schnoddrige Witzeleien! Die ganze Notiz ist imr eine widerliche Spekulation auf die blöde Lachlust der Herrchen und Dämchen der rheinischen Bourgeoisie. Und wir möchten wetten. daß sich nicht eine der durch den bloßen Anblick eines SachsengängerS chokierten Leserinnen durch die Infamie der Notiz beleidigt fühlen wird!— Goethe-Bnnd. Die mehrfach erwähnte Bereinigung deutscher Schriftsteller und Künstler zur Bekämpfung der Kunstcrdrosselnngs- tendenzeii der Tartnffö beider Koufessioiien erläßt einen Aufruf zum Anschluß an den Verein. Zlveck der Vereinigung soll sein,„alle iiitellcktnellen und künstlerischen Kräfte zum Schutz der Freiheit von Kuiist und Wissenschaft dauernd zusammenzufassen". Unterzeichnet ist der Aufruf von einer ganzen Reihe bekannter Dichter, Künstler und Gelehrter.— Berichtigung. Der kommandierende General des ersten Armeecorps. Graf von Finckenstein, ersucht um Aufnahme einer Be- richtigling zu einer Notiz, die wir auS ostprcnßischen Blättern übernommen hatten: '„Die in der Nummer vom 11. März 1900 mitgeteilte Beteiligung von Soldateu?Abteiluiigeii beim Bau der Saniland-Bahn beschränkt sich auf die bevorstehende Komniaiidierung einer Abteilung eines Eisciibnhn-Rcgiuieiits zu einer Uebung im Verlegen des Ober- bans auf einer Teilstrecke oer Bahn. Der Zweck dieser Ilebmig ist nicht, wie angegeben war, die rechtzeitige Ferligsicllnng der Bahn zu ermöglichen.' Au dieser hat die Militärbchöroe keinerlei Interesse. Noch weniger liegt der Uebung die Absicht zu Grunde, � den um« liegenden Gütern ihre Arbeitskräfte zu crhaltiin. Der ausschließliche Zweck dieser wie der sich alljährlich wiederholenden, gleichartigen Uebimgen ist vielmehr ein rein militärischer, die Vorbildung der Eiscnbahutnippe für die ihr im Kriege zufallenden Aufgaben." Sächsisches. Der Bergarbeiter Kunz in Cainsdorf bei Zwickau wurde wegen seiner Bethätiguug beim Bcrgarbciterstrcik aus der Arbeit gemäß- regelt. Kunz war aber auch Mitglied des Schulaus- s ch u s s e s der Cainsdorfer Gemeinde. Er erhielt dieser Tage folgendes Schreiben: „Zwickau, am 20. März 1900. Nach der Anzeige des Schulborstaudes zu Cainsdorf sind Sie am 26. Januar 1900 in den Schulborstand zu Cainsdorf gewählt worden.:_ Der königlichen Bezirks-Schuliuspektion ist bekannt, daß Sie schon längst' offener Anhänger der Social- d em okra ti e sind und seither für ihre Jntcresscii agitiert haben. Insbesondere sind Sie bei dem letzten Berg- a rb ei ter- Aus stand als Mitglied des socialdcmokratischcn „Streikkomitees" thütig gewesen und als solches in den Vorder- grund getreten; Sie sind Verleger verschiedener von feiten der Llnssländigen hcranSgcgcbcuer Flugblätter gewesen, haben diese auch selbst mit verteilt. Sie haben versucht, Gelder zu Gunsten der Aukstäudigcn zu sammeln und haben somit eine rege agita- torische Wirki'amkeit sür die Ideen der revolutionären Social- demokratie entfaltet. Diese Ideen sind jedoch, wie eS keiner näheren AnSfiihrmig bedarf, schlechterdings unvereinbar mit denjenigen Gesumimgcn, deren Erzielung bei der Jugend als vornehmste Aufgabe der Volksschule nach§ 1 des Gesetzes vom 26. April 1873, das Volks- schulwesen betreffend, zu betrachten ist, denn die Grundlagen sittlich-rcligiöser Bildimg, welche nach dem Gefetz den Schülern durch Unterricht und Erziehung m der Volksschule gewährt werden sollen, sind lediglich in einer mit der christlichen Religion im Einklang stehenden Sitten- und Pflichtciilchre zu suchen, die vor allem auch auf die Hebung und Stärkung gesetzlichen Sinnes gc- richtet sein muß. Insofern nun die Schulvorstäude� nach§ 24 desselben Gesetzes nicht nur zur Erledigung äußerer Schnlangelegeuheiteii, sondern auch zu einflußreicher Mitwirkung zur Erreichung der inneren Aufgaben der Volksschule berufen sind, so ist dabei vorausgesetzt, daß' die in diese Schulgemeinbcvertretimg berufenen Personen be- fähigt und gewillt sind', die Schulanssicht nur in dem angegebenen Sinne zu führen. Die königliche BezirkS-Schnlinspeltion ist mm ans Grund der oben angeführten Thatsachen zu der Ueberzeugnng gelaugt, daß Sie nach Ihrem bisherigen öllentliche» Auftreten und Ihren hinreichend bekannt gewordenen Anschamingcn den an einen Schulvorsteher zu stellenden Anforderungen nicht geniigen; sie ist weiter überzeugt, daß die fernere gesetzmäßige Wirksamkeit des Schulvorstands nur dadurch gesichert werden könne, daß ein so ausgesprochener Agitator für die revolutionäre Socialdemokratie tvie Sie, alsbald und che Sie ivcitcr nachteilig auf das Schullvescn in Cainsdorf eingewirkt haben, an weiterer Teilnahme an den Arbeiten� des Schul- borstands verhindert werde, und hat deshalb beschlossen, Sie hier- mit auS dem Schiilvorstaiid zu Cainsdorf auszuschließen. Die königliche BozirkS-Schulinspektion. Dr. Schnorr v. Carolsfcld. Lohse. Wir haben das Schriftstück als Dolumcnt unsrer Zeit voll« inhaltlich mitgeteilt. Der Gebranch des gesetzlich gewährleisteten KoalitiouSrechts, der Vcrsucb, die Lage der Arbeiter zu ver- bessern— daS ist eine Bcthütigimg. die das Mitglied eines Schnl- aiiSschiiffes nicht üben darf. Wer' aber gegen das Koalitionsrccht eifert, wer in dem Streben der Arbeiter nach Hebung ihrer Wirt- schaftlichen und socialen Lage verbrecherische» Anfrnhr erkennt, der ist ein Würdiger, an der Aufsicht der Jngendbildnng teilzuhaben. Der Fall enthüllt von iicncm das Klasscmvescli der Schule im Staat des KapitalisiiiiiS.—_ Die Kirche hat einen gute» Magen... Aus Elsaß-Lothringen, 5. April, tvird i»lS geschrieben: Vor den Folgen der Erhebung einer Kirchensteuer zum Zwecke der teilweiseu Bestreitung ihres kirchlichen Aufwandes scheint die latho- lische Geistlichkeit einen gewaltigen Respekt zu haben. Nachdem in der llcrikalen Presse des ReichSlandö seit Monaten ein hcrzcrwcichciidcs Gezeter filier die wirtschaftliche Notlage des mitllcren und nicoercn Klerus ertönt war. hatte die Regierung dieser Unzufriedenheit und„Begehrlichkeit" der rcichöläudisckeu Gottes« dieuer dadurch abhelfen zu müssen geglaubt, daß sie in eine NachtragSfordcruug an den LandcSanSschuß die Summe von 300 000 Mark als«imnasige Ausgabe für Stellenzulagen an die Neligionsdiener der drei Kulte verlangte, wovon etwa 225 000' Mark allein zur Aufbeffernng der katholischen Psarrgcbälier bcstimint waren. Gleichzeitig stellte sie aber auch einen Gesetzentwurf in Aussicht, in welchem sie die Angelegen- heit allgemein unter Zuhilfenahme einer K i r ch e n st e i! e r zu regeln'gedachte. In der gestrigen Sitzung des Landes- aiisschusscs entlud sich nun der ganze Haß der katholischen Klerisei gegen einen solchen„Eingriff in die Rechte der Kirche". Neben den Ansprüchen an den Staat, die man aus der Einziehung der katholischen Kirchengüter herleiten zu können glaubte, spielte dabei ganz besonders die Befürchtung eine Nolle, die schwarzen Schäflein möchten, sobald man ihnen in Zukunft eine materielle Bethätiguug ihrer religiösen Ueberzeugnng in Form eines bcichcidencn Stcuerbeitrags zumuten wolle, ichareuweiie ans der Hürde ausbreche», um sich vor solchen Anschlägen in die Reihen der verhaßten Dissidenten zu flüchten. Die klerikale Presse geht in ihrer Feindschaft gegen die Kirchensteuer und in ihrem Mißtrauen in die Ueberzeugungstreue ihrer Anhänger sogar bis zu der Erklärung. daß sie eher auf die ganze Gehaltsausbesscrung ihrer Geistlichkeit Verzicht leisten, als sie unter der Voraussetzung der Einführung einer Kirchensteuer acceptieren werde. Die stolze Hervorkehrnng von solch rührender Selbstlosigkeit ist jedoch für unsre» katholischen KleruS— das weih er genau— ein durchaus gefahrloses Experiment. Die Regierung wird sich durch den Widerstand gegen die Kirchensteuer nicht bestimmen lassen, die bereits geöffnete Hand vor der unzufriedenen Geistlichkeit wieder zu schlieheu, wohl oder übel wird sie vielmehr in die Gehalts erhöhuug auch ohne Kirchensteuer eintvilligen. Die„edlen Herrn der Kirche" haben dann vom Staate, dessen Regierung ihnen sonst so verhaht ist, ihren Vorteil herausgeschlagen und brauchen andrerseits nicht zu defürchten, dah die Kirchensteuer ihre Getreuen zur Massenflucht ins Lager der„Religionslosen" veranlaßt. Ausland. Preußen und die Schweiz in Sachen der Militärpflicht. Ans der Schweiz wird uns geschrieben: In seinem jüngst er- schiene»«» Jahresbericht für 1899 teilt das eidgenössisch politische Departement mit. dah im Lauf des ver- flossenen Jahrs mehrere in Prcuhen donnzilierende, im militär Pflichtigen Alter stehende Schweizer von den preuhischen Behörden die Aufforderung erhalten hatten, sich binnen einer bestimmten Frist dar- Über auszuweisen, daß sie in ihrem Heimatland der Militärpflicht genügt haben, widrigenfalls sie sich in de gleichen Frist für die Aufnahme in den preuhi schen Staatsverband anzumelden, sonst die Aus Weisung aus dem deutschen Reichsgebiet zu ge wältigen hätten. Der Bundesrat in Bern beauftragte die schweizerische Gesandt schaft in Berlin, bei der deutschen Reichsregierung auf Grund der einschlägigen Bestimmung des deutsch-schweizerischen Nicdcrlassungs Vertrags gegen das Vorgehen der preuhischen Behörden Einsprache zu erheben. Die betreffende Bestimmung lautet:„Die Angehörigen des einen der beiden Länder, welche in dem andren wohnhaft sind, bleiben den Gesetzen ihres Vaterlandes über die Militärpflicht oder die an deren Stelle tretende Ersatzleistung unterworfen und können deshalb in dem Lande, in welchem sie sich aushalten, weder persönlichem Militärdienst, noch zu einer Ersatzleistung angehalten werden." Diese Bestimmung ist klar. Allein die Rcichsregierung macht nun eine Wendung zu dem Artikel 4 des genannten Vertrags. welcher jedem Vertragschlichenden Teil das Recht giebt, Angehörige des andern Teils aus Gründen der inneren und äußeren Sicherheit des Staats auszuweisen. Eine Gefährdung der inneren Sicherheit des Staats müsse aber in dem demoralisierenden Einfluß erblickt werden, welche» im militärpflichtigen Alter stehende, keinen Dienst leistende auch keine Ersatzstcuer bezahlende Ausländer auf die zum Militärdienst in der deutschen Armee herangezogenen Reichs angebörigcn ausübten. Der schweizerische Bundesrat bestritt die Richtigkeit dieser An fassung, denn bei dem Vertragsabschluß sind beiderseits nur solch Handlungen als die Sicherheit des Staats gefährdend ins Auge gefaßt worden, welche sich als politische, gegen die st a a t l i ch e Ordnung direkt oder indirekt gerichtete„U m t r i e b e" darstellten. Einer darüber hinausgehenden Auffassung ständen ernste priiicipielle Bedenken entgegen. Eine Verständigung fand dann schließlich auf der vom sckNvcize rischen Bundesrat vorgeschlagenen Grundlage statt, daß ein Ausweis darüber, daß die betreffenden Schwcizerbllrger die durch die Gesetze ihres Heimatlandes an Stelle des persönlichen Militärdienstes vorgesehene Ersatzleistung entrichtet haben. ebenfalls als vollgültiger Beweis für die Erfüllung der Militär' Pflicht anerkannt werden soll und daß die zuständigen Provinzial behörden anzuweisen seien, bei der Fristansetzung' für die Bei bringung der erforderlichen Ausweise oder eventuell bei der Voll ziehnng der Ausweisung von jeder ungerechtfertigten Härte Umgang zu nehmen. Seither sind von den in Preußen wohnhaften Schweizern keine Beschwerden mehr erhoben worden und wir wollen hoffe», daß dazu auch kein Anlaß mehr gegeben wird, da in Preußen nur wenige tausend Schweizer, in der Schweiz sich aber viele tausend Preußen und insgesamt über 109(XX) Deutsche aufhalten und da bei einer Politik nach dem Grnndsatz:„wie du mir, so ich dir", Preuße» beziehungsweise Deutschland entschieden den kürzer» ziehen würde. Belgien. Zum Attentat auf den Prinzen von WalcS. Da§ ,23. T. B." meldet ans Brüssel vom 7. April: Volkärt, Sekretär der socialistischen„jungen Garde", ivelcher am Montag in der Ver sammlung im„Volkshaus" heftige Reden hielt, wurde gestern vom Untersuchungsrichter vernommen. Er lehnte ab, über eiivaige Ge nossen Sipidos Auskunft zu geben.(Vermutlich doch wohl weil er von solchen Genossen gar nichts wußte Anm. d. Red.) Den Nachforschungen der Behörden ist es gelungen die Namen der Genossen, welche Sipido nach dem Rordbnhnhof be- gleiteten, zu ermitteln; sie werden heute dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.— England. Entwicklung der Marinetechnik. JmfUnterhaus machte der erste Lord der Admiralität. Goschen, nicht uninteressante Mitteilungen über das Problem der Unterseeboote. Die Admiralität, erklärte er, schenke den Uutersee- booten große Aufmerksamkeit, welche, wenn die praktische» Scknvierig leiten in Bezug auf ihre Verwendbarkeit überwunden werden könulcn, eine Ivesentliche Waffe der auf die Defensive angewiesenen Seemächte sein müßten. ES sei natürlich, daß die Nationen, welche in dieser Lage sich befinden, sich bemühen, diese Waffe zu entwickeln. Die Frage, wie dem Anariff der Unterseeboote am besten zu begegnen sei, beschäftige die Admiralität und greifbare Anregungen in dieser Beziehung seien sehr wertvoll. Es scheine sicher, daß für eine Ab wehr gegen diese Waffe in andrer Weise als durch Erbauung von eignen Unterseebooten Sorge getragen werden müsse, denn es sei klar, daß ein Unterseeboot nicht gegen ein andres fechten könne.- Chauvinistische Abgeschmacktheit. Das Heroldsche Depeschen« Bureau meldet aus London vom 7. April: Der„Standard" veröffentlicht einen Aufruf, welcher alle Eng« länder auffordert, bei ihren Sommerreisen Belgien zu meiden. Die Verfasser des Aufrufs scheinen an hochgradigem Spleen zu laborieren. Sollten sie sich wirklich einbilden, das ganze belgische Volk bestünde auS dummen Jungen, die unvorsichtigcrweise mit Revolvern hantieren? Der Aufruf wird aber bei den Salonlöwen, die die noblen Allüren des Prinzen von Wales kopieren, wenig Anklang finden. Die fafhionablen Modebäder mit ihren Spielhöllen, galanten Damen und andern Attraktionen werden nach wie vor für die goldene Jugend Englands mit in erster Linie zu den Orten gehören, wo sich das enuyante Leben noch halbwegs ftandeSgemäß-anständig totschlagen läßt.— Afrika. Religiöse«iimpfe in Abefsinien. Dschibuti. 7. April. Bei Digdiga in Ogaden hat am 19. März im Verlaufe religiöser Kämpfe eine Schlacht stattgefunden, bei welcher der christliche Gou- verneur von Harrar siegreich blieb und 2000 Mohamedancr fielen. Menelik sandte 8000 Berittene zur Verstärkung ab.— Zur Erhebung der Rschanti. London, 7. April. Dem „Reuterschen Bureau" wird ans Accra vom gestrigen Tage gemeldet: Die Lage in Kumasfi ist unverändert. Ein Läufer berichtet, daß alle Aschantistämme sich empört haben und nur der König Behwai loyal bleibt.- Asien. Die Hungersnot in Jsudieu. Gegenüber der allzu rosaroten Darstellung der Hungersnot in Indien, die vor wenigen Tagen von Lord Hamilton im Unterhause gegeben wurde, läßt sich die„L. Z" von einem Londoner Korrespondenten eine andre, der Wahrheit wohl näherkommende Darstellung geben. In der Zuschrift heißt es: „Die Spannung, die der südafrikanische Krieg erzeugt, macht in erhöhtem Maße alle Volksklaffen in England blind und taub gegen da? stetig wachsende Elend der indischen Bevölkerung. Obgleich die Not in Indien in diesem Jahr eine doppelt so große Ausdehnung angenommen hat, wie während der Hungersnot des Jahrcs 1897, so hat die private Wohlthätigkeit Englands nur den drittenTeil dessen geleistet, was sie letztmals zu stände brachte. Man sollte meinen, daß selbst der Krieg England nicht vergessen machen dürfte, daß ein großer Teil seines Reichtums sich auf den Besitz Indiens gründet und daß es jenem Lande in der Stunde der Not wenigstens einen Teil des ihm entzogenen Reichtums zurückgeben sollte, um die Bewohner vor elendem Hunger- t o d e zu bewahren. Lord George Hamilton verschanzt sich hinter eine sehr bequeme Entschuldigung: die Hungersnot ist eine Schickung Gottes, und das Ausbleiben des PaffatwindS kann von der Regierung nicht verhindert werden. Der Staatssekretär hat ganz recht, wenn er behauptet, daß keine Hungersnot ein- treten würde, wenn der Passatwind nicht ausbleibe,— aber das Ausbleiben des Paffatwinds brauche nicht notwendiger- weise sofort eine Hungersnot im Gefolge zu haben, wenn' die Landbevölkerung auch nur den kleinsten Reservefonds hätte. Ein solcher Reservefonds würde vorhanden sein, wenn nicht die Steuer- belastung übermäßig hoch wäre, und wenn nicht alles in Indien von der herrschenden Rasse gewonnene Kapital seinen Weg nach England fände. Alle Hilfsquellen Indiens sind, wie Mr. Maclean sehr richtig bemerkte, England verpfändet. Alle großen Geschäfte, die Schiffahrt, die Eisenbahnen, die Banken, die großen industriellen llntcr- nehmnngen jeglicher Art und selbstverständlich viele Beamten- Posten sind in den Händen von Engländern, die bedeutende Gehälter einnehmen und alle ihre Ersparnisse nach England schicken. Die Summen, die auf diese Weise ihren Weg von Indien nach England finden, belaufen sich auf f ü n f z e h n' M i l l i o n e n P f n n d Sterling jähr- l i ch. Die Ausgaben für die jetzt herrschende Hnngcrsnot werden auf fünf Millionen Pfund Sterling geschätzt. Ein Drittel dcS jährlich dem Lande entführten Geldes würde genügen, um die Kosten der Hungersnot zu bestreiten. schlimmste aber ist, daß keine britische Regierung sich bisher dazu verstehen wollen, dem Uebel auf den Grund zu gehen. also Das hat Die schnitizerWe token- iniii llnfMUerung. WaZ die Aussichten des Versicherungsgesetzes im Hinblick auf die kommende Volksabstimmung betrifft, so ist zu sagen, daß sie sich bei der umfassenden Agitation der Versicherungsfreunde in Wort und Schrift fortwährend günstiger gestalten; etwas Bestimmtes darüber kann man erst sagen' unmittelbar vor der Abstimmung. GemeeltplszAMickzes. Der Ccutralverband der Maurer hat zu Beginn der Bau- saison eine überaus umfangreiche Agitation entsaltet. In der letzten Nummer des„Grundstein" sind 312 Orte in Deutschland bekannt gegeben, an welchen in der Zeit vom 22. April bis 30. Mai d. I. Vorträge über gewerkschaftliche Fragen gehalten werden. Die Organisation gehört heute zu einer der besten und thatkräitigstcn. Die Einnahmen erreichten im 4. Quartal v. I.. also in einer Periode der Arbeitslosigkest im Baugewerbe, die ansehnliche Summe von 178 328 M. Wegen Beleidignng seiner Streikbrecher-Organisation hatte der Faktor Hermann in Gnmbiimcn gegen Rexhäuser, Redacteur des„Correspondent", Klage erhoben. Rcxhäuser wurde zu 40 M. Geldstrafe verurteilt. Die Tischler der Lückeschen Waggonfabrik in Breslau haben durch Verhandlung mit der Direllion die Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 60 auf 58 Stunden erreicht. Außerdem soll in Zukunft der Dnrchschnittsstundenlohn von 38 auf 43 Pf. er- höht werden. Der Bergarbeiter- Streik auf der Grube„Wilhelm" bei Braunschweig ist beendet, nachdem die Ausständigen von der Direktion einige Zugeständnisse erhielten. Den Ausständigen wurde eine Lohnzulage versprochen, die vom 1. Oktober eintritt und 20 Pf. pro Schicht beträgt. Bis dahin soll auch eine Wasch- und Bade- Anstalt auf der Zeche errichtet werden. Nachdem wir in einem ersten Artikel(siehe Nr. 34 des„Vorw.", Beilage) die wesentlichsten Bestimmungen über die Kranken- und Unfallversichcruiig veröffentlichten. wollen wir in diesem Artikel das Wesentlichste betreffend die R! i l i t ä r v c r s i ch e ru n g sowie den Anhang und die K o st e n der Versichernug in aller Kürze darlegen. Der Abschnitt betr. die Miliinrversickcrnng im Versichenmgs- gesetz umfaßt 48 Artikel. Ihr Zweck wird folgendermaßen bestimmt: „Der Bund versichert nach Maßgabe der nackiffchenden Bestimmungen die Militärpersonen gegen die ivirtschaftlichen Folgen von im Dienst eingetretenen Krankheiten und Unfällen," Die Versicherung erstreck: sick außer den eigentlichen Militürpersoncn auch noch' auf alle Civilpersonen, die irgendwie in militärischem Dienst stehen, wie zum Beispiel Magazinarbeiter,.Fuhrleute, Träger, Putzer und Hausbesorger in den Kasernen usw., ferner auf die Mitglieder der freiwilligen Schießvercine und auf die Teil- nchmer an dem ebenfalls freiwilligen militärischen Vornntcrricht. Für alle diese Versicherten erstreckt sich die Versicherung auf die Unfälle, welche sich während der Dauer des Dienstes oder der dienst- lichen Verrichtungen ereignen, inbegriffen die für die Abreise von Hanse und ebenso die für die Rückreise nach Hanse nötige Zeit: die während dieser Zeitdauer ausbrechenden Krankheiten,»nd endlich auf diejenigen Erkrankungen, welche eine Folge gesimdheits- schädlicher Einwirkungen während der bezeichneten Zeitdauer sind und innerhalb drei Wochen nach deren Ablauf durch einen Arzt kon- flaticrt werden. So lange der Erkrankte oder Verletzte bei der Trnppe behandelt wird, ha'l er keinen Anspruch auf Leistungen der Militärversicherung. Die Leistungen der Militärversicherung zerfallen in solche für vorübergehenden und in solche für bleibenden Nachteil. Das Krankengeld besteht für d>c ersten 30 KraiikheitSlage nach der Entlassung der betreffenden Truppe oder Schule in einer täglichen festen Vergütung von 5 Fr. für Offiziere, von 3 Fr. für llnterosfiziere und Soldaten. Für jeden folgende» Tag entsprechend dein vorherigen Tagesverdienst bis zum Maximum von 7.50 Fr. TaS Kraukengeld beträgt bei gänzlicher ErlverbSnnfähigkeit 70 Proz. des dem Geschädigten entgehenden Tagesverdienstes. Wo besondere Gründe es rechtfertigen, kann das Kranienaeld mit Be- willignng des Bundesrats, für bestimmte oder unbestimmte Zeit, erhöbt werden, und zwar im Falle gänzlicher Hilflosigkeit und bei gleichzeitigen: Rotbcdarf bis auf 100 Proz. des in Belrachl kommen- den Tagesverdienstes. Die Entscheidung ivild i» allen Fällen vom Ober-Fcldarzt gefällt. Gegen dessen Entscheid kann von dem Ge- schädigten oder seinen Hinierlassencn innerhalb 10 Tagen seit der Mit- icilnug Berufung an den Bundesrat eingelegt werden, der seinerseits endgültig entscheidet. Wenn die Krankheit oder der Unfall einen dauernden körperlichen Nachteil verursacht, so erhält der Geschädigte eine Pension. Dieselbe wird eiitivedcr als eine lebenslängliche oder als eine zeitlich begrenzte festgesetzt. In, letzteren Fall findet, nach Ablauf der bcslimmtcii Zeitdauer und wenn dannznina! der Nachteil»och vorhanden ist, eine ncne Fcstsctzmig für die»achfolgeiide Lebenszeit oder, ausnahmsweise, ivicderinn nur für eine bestimmte Zeitdauer statt. Die Pension beträgt ebenfalls 70 Proz. des dem Geichädigten infolge der Beeinträchtigung seiner Erwerbsfähigkeir mutinaßlich entgehenden JahrcSvcrdieiisles, die aber im Fall gänzlicher Hilflosigkeit ebenfalls auf den Gesamtbetrag des JahreSverdienstes erhöht werden kann. Das Sterbegeld betragt 40 Fr.»nd die Pension für die Witwe bis zn ihrem Tod oder bis zur Wiederverehelichimg 40 Proz., für edeä Kind bis zum zurückgelegten 16. Lebensjahr 25 Proz. und, wem: dasselbe auch die Mutter verliert oder bereits verloren hat. 35 Proz., und für Bcnvandte in aufsteigender Linie lebenslänglich und für Geschwister bis zu deren zurückgelegtem 16. Lebensjahr, in gleichen Rechten nach Köpfen, zusammen 30 Proz. Der hinterlassenen Braut kann unter gewissen Umständen vom Bundesrat eine an- gemessene Pension oder Abfindungssumme bewilligt werden. Der Gesamtbetrag aller Pensionen darf 65 Proz. deS Tagesverdienstes des Verstorbenen nickt übersteigen. Die Kosten der Militärvcrsichenmg trägt der Bund. Die Ver- waltung geschieht durch daS Militärdepartement unter Mitwirkung des eidgenössischen VersicherlmgsamtS. Die jährlichen G e s a m t l o st e n der bürgerlichen Versicherung betragen fiir die 600000 obligatorisch Versicherten bei einer anreche::- baren Lohnsnmme von 433,5 Millionen Frank 23 600 000 Frank. Auf die Beteiligten verteilte sich diese Summe dermaßen, daß die Arbeiter 82 Pröz., die Unternehmer 46 Proz. und der Bund 22 Proz. tragen. Für die M i l i t ä r v e r s i ch e r u n g ist ein jährliches Erfor- denns von 300 000 Fr. berechnet worden. Rechnet man die 300 000 Frank zu den übrigen Summen hinzu, so erhält man einen jähr- lichen Bundesbeitrag von insgesamt 7 545 000 Fr. Im gleichen Ver- hälttns müßte Deutschland, da eS 17 mal mehr Einwohner als die Schweiz hat, an die Versicherungen über 100 Millionen Mark pro Jahr beisteuern. Betrachtet man daS ganze VerficherungSwerk, so kann man:hm die Anerkennung, daß es eine große Leistung darstellt und ein tüchtiges Stück Socialpolitik von großen: Wert ist, nicht versagen. Die Kranken- und Unfallversicherung erhebt sich in mehrfacher Richtung— Familienversicherung, Versicherung gegen alle Arten von Unfällen ohne Ausnahme, nur sechswöchige Karenzzeit, event. Unterstützung im Gesamtbetrage deS Verdienstes— über die gleichen VersicherungS- Einrichtungen in Deutschland und Oestreich, und die Militärversicherung bietet eine geordnete, jede amtliche Willkür ausschließende Fürsorge ür den vaterländischen Wehrdienst, wie fie kein andre? Land m dieser ausgezeichneten Form besitzt. Der Krieg. Eine neue empfindliche Schlappe hat Roberts von Bloemfontcin ans melden müssen. Bei Redderö» bürg wurde eine ans drei Kompagnien Infanterie und zwei Com- pagnien berittener Infanterie bestehende Abteilung von einer über- legencn Boerenmacht. die auch Geschütze mit sich führte, umzingelt, so daß sie sich nach aussichtslosem Kampf ergeben mußte. Dieser glück- liche Uebcrfall kostet den Engländern abermals ca.600Mam: anToten und Gefangene». Der der Abteilung von Roberts schleunigst zur Hilfe geschickte General Gatacre erschien zu spät auf den: Kanff'splatz, der von den siegreichen Boere» bereits unter Mitnahme der Gefangene» verloffen war. London, 7. April. Eine Depesche des Gencral-FeldmarschallZ Rodens ans Bloemfontein besagt: Die Verluste der Engländer bei Rcddcrsbnrg betragen an Toten 2 Offiziere und 8 Mann. Zwei Offiziere sind gefährlich verwundet, 33 Mann weniger schwer verletzt. Acht Offiziere und die übrigen Mannschaften sind gefangen. Der Feind soll eine Stärke von 3200 Mann gehabt und 5 Kanonen mit- geführt haben, während die Engländer 167 Mann berittene Infanterie und 424 Mann Infanterie zählten. Dieser Niederlage gegenüber verschwindet de. kleine Erfolg, den, wie bereits gestern telegraphisch von unS gemeldet, General Methnen über ein kleines Bo'crenkonimando erfochten hat. MethuenS Sieg bei Rosbof wurde mit siebenfacher ll ebermacht er- rungcn, denn 70 Bocren unter General Villcbois standen 500 Eng- länder gegenüber. Trotzdem währte der Kampf Stunden. lieber die Lage bei Bloemfonteiu wird der„Morning Post" telegraphiert: Die Boeren machen augenscheinlich einen Versuch, Bloemfontein zu nehmen. Eine bedeutende Kolonne ist über Thabanchu nach Süden gegangen. General Tucker bleibt in Karee, nördlich von Bloem- fontein am' Modderfluß. Seine Isolierung ist mehr scheinbar als wirtlich. da das offne Gelände nördlich von Bloem. fontein den Boeren wenig Chance bietet, doch wird der Feind ihn möglicherweise engagieren, um die Aufmerksamkeit von andren Operationen abzulenken. Man meldet weiter das Auftauchen von Boeren-Abteilnngcn auf verschiedenen Seiten von Bloemfontein. Die englischen Truppe:: haben eine etwas sorgenvolle Zeit.— Nach einer Daily Tclcgraph-Meldung betrug die jenseits BnshchanS Kop nach Süden gehende Boercn-Armee 12— 18 000 Mann. Die Zahl der beiderseitige» Gefangenen wurde im Unterhans vom Parlamentsselretär des Kriegs Wyndham folgendermaßen abgeschätzt: Die Gefarntziffer der Gefangenen von Transvaal und dem Oranje-Freistaar habe sich an: 23. März auf 5000 Mann beziffert. Die Gesanttsmnme der gefangenen Engländer sei nicht genau festgestellt: die Zahl der Vermißten und Gefangenen habe am 3. März 3466 Mann betragen. Mau halte nicht dafür, daß die Zeit gekommen sei. die Frage der Auswechslung der Gefangenen zu regeln. Inzwischen dürfte die Zahl der englischen Gefangenen nach den letzten für England ungünstigen Gefechten ebenfalls auf annähernd 5000 angewachsen sein. Letzte Meldungen. London, 7. April. Eine Depesche des„Reuterschen Bureaus' ans Aliwal North ohne Datum meldet: Die Royal Jrish RifleS ziehen sich von Ronxville nach Beestekraal zurück. Wie eS heißt, rücken Boerenkommandos von Osten und Westen auf Ronxville vor. Hier ist eine Stadtgarde in Bildung begriffen. Am Orangeflnh, 16 Meilen unterhalb von Aliwal North sollen Abteilungen von Boeren gesehen worden sein. Kapstadt, 7. April.(Meldung deS Reuterschen Bureaus.) Es besteht Grund zu dem Glauben, daß von Gefangenen in Simons« town geheime Fluchtpläne unter Mitwiffenschaft von, wie man annimmt, der Afrikander-Partei angehörigen Freunden ihrer Sache entworfen wurden. Einige dieser Pläne sind entdeckt worden, jedoch beträgt die Zahl der in den beiden Tagen erfolgreich durchgeführten Fluckttnrternehinen etwa 30. Masern, 6. April.(Meldungen des„Reuterschen Bureaus".) Unter den BasutoS herrscht ungewöhnliche Erregung; fie fürchten, daß die Boeren, um die britische Flanke zu umgehen, di» Basutolandgrenze überichreitei: werden. Bon den BasutoS, die z:r Bahnbauten bei Bloemfontein herangezogen wurden, sind wiederholt einige unter verschiedenen Vorwänden entkommen. ' Warrcnton, 6. April.(Meldung des„Reuterschen BureauS".) Die Boeren wurden heute bei Fourteen- SttearnS von einer englische» Batterie beschossen; sie verließen darauf ihre Stellungen und juckten im Gebüsch Deckung, wo sie gegen die Geschosse der eng- lischen Kanonen sicher sind. Uetzke Nschvichtett und Depefchsn. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich:»H.Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Babing m Berlin. Hierzu 4 Beilagen Hamburg, 7. April.(W. T. B.) An Bord deS im hiesiges Hafen liegenden Dan:pfers„Bariimeus" sind in vergangener Nacht drei Mann der Besatzung durck ausströmende Wasserstoffgase erstickt. München, 7. April.(W. T. B.) Mit Bewilligung des Staats- Ministers deS Innern wird in München ein Museum für Arbeiter- Wohlsahrtöeinrichrttngen gegründet werden. Das Museum ist als ständige Ausstellung für Arbeiter-WohlfahrtSeinrichtnngen ge- dacht und wird sich auf Unfallverhütung. Gewerbehygiene. Wohnungswesen und WohlfahrtSverhältniffe sonstiger Art erstrecken. Konstantinopel, 7. April.(B. H.) Eine Offiziersdeputation reiste heute nach Essen ab behufs Besichtigung und Bestellimg von Schnellfeuer-Kanonen neuesten System bei Krupp. Konstantinopel, 7. April.» zwei Fällen für schuldig er- klären. Man kann den Satz ausstellen, daß jeder- mann, also auch der Angeklagte, ein gewisses� Anrecht darauf hat, daß seine Angaben so lange für wahr und glaubwürdig angenommen werden, als ihm das Gegenteil nicht klipp und klar nachgewiesen wird. Und da die Erfahrung dafür spricht, daß der Angeklagte, der nichts zu verbergen hat, die Wahr- heit sagt, so habe ich es in anderen Strafprozessen so gehalten, daß ich die Angaben der Angeklagten immer genau prüfe, ob deren An- des Jorrotote" gaben wahr oder unwahr oder bewußt unwahr, d. h. erlogen waren. Würde ich nun diesen Weg auch heute gehen und Punkt für Punkt beleuchten und erörtern, in denen der Angeklagte bewußt die Un- Wahrheit gesagt hat, so würde aus Abend und' Morgen der nächste Tag werden; ich werde deshalb nur die Punkte in den Aussagen des Angeklagten berühren, die für die Schuldfragen von Bedeutung sind. Haben wir auch den Angeklagten als Lügner kennen gelernt, so bitte ich Sie doch, rechnen Sie ihm dies nichi zu hoch an. Seine Lügen sind ihm in Fleisch und Blut übergegangen, er stellt selbst die un- wesentlichsten Punkte in Abrede. Es ist ihm kaum möglich, die Wahrheit zu sagen, obgleich er wissen muß, daß er dadurch jede Sympathie bei seinen Richtem verlieren muß. Aber wie gesagt, ich bitte Sie, rechnen Sie ihm dies nicht zu hoch an, Sie sollen nicht über den Lügner, sondern über den Verbrecher urteilen. Es sind ferner über diese Angelegenheit viele Nachrichten durch die Presse gekommen, welche der Wahrheit nicht entsprechen. Ich will annehmen, daß die Berichterstatter zum Teil falsch unterrichtet waren, aber andeniteils sollte wohl die Sensationslust des Publikums dadurch befriedigt werden. Der Phantasie der Reporter können ja keine Schranken gezogen werden. Ich bitte Sie also, alle diese Zeitungsnotizen aus Ihrem Gedächtnis zu verbannen und Ihrem Urteilsspruch nur das zu Grunde zu legen, was Sie in dieser Ver- Handlung gehört haben. Nachdem der Staatsanwalt, von der Thatsache ausgehend, daß die Leichen der Ermordeten am 23. August im Keller des Hauses Königgrätzerstraße 35 gefunden worden' sind, den bekannten That- bestand eingehend geschildert hat, kommt er zu dem Schluß, daß der vom Angeklagten citierte Löwy eine fingierte Person sei und daß Gönezi sich'gegen das erdrückende Belastungsmaterial nicht auf- lehnen könne. Die Mordthat müsse am Sonnabend, 14. August, vielleicht zwischen 9 und 11 Uhr, verübt sein. An demselben 14. August hat der Angeklagte dem Dr. Schle- sinaer schon gesagt: die Frauen seien verreist. Er mußte daher an diesem Tage schon wissen, daß die Frauen ans Nimmer- Wiederkehr verschwunden waren. Das, unstete Droschken- fahren dcS Angeklagten am 14. August ist ganz durchsichtig: er wollte ein Alibi haben und schleunigst an den Ort der That zurückkehren, um alles, was dort passiert, beobachten zu können. Das ist die Lösung der Sache. Schon am 18. August hatte der Angeklagte dritten Personen mitgeteilt, die Frauen hätten sich so geärgert, daß sie zu verreisen gedächten. Er hat daher schon am 13. die Absicht gehabt, die Franc» aus der Welt zu schaffen, und dieses Moment mögen die Geschwornen festhalten. Die Beweis- aufnähme hat klipp und klar ergeben, daß der Angeklagte schon am 14. vormittags die erfolgte Abreise der Frauen nach Brüssel und Paris mitgeteilt, während nach seiner Darstellung die Abreise erst am 14. abends, und zwar nach Hannover' stattgefunden hat. Am 14. hat sich dann der Angeklagte im Besitz der Schlüssel befunden, am 15. war er schon im Besitz der Branbaus-Aktien und der Sklaskaer itohlen- Obligationen und da seine Behauptung, daß er sie am 15. von Löwy erhalten habe, durch die Beweisaufnahme als falsch eNviesen ist, so ergiebt sich als Facit: der Angeklagte hat die Wertpapiere schon am 14. geraubt und der Mord ist bereits am 14. August geschehen. Der Staats- anwalt erwägt dann die Möglichkeit, daß der Angeklagte am 18. August in Hannover gewesen sei. An diesem Tag ist Gönezi früh 7 Uhr weggegangen und nach Frau Gönczis Bekundung erst nach 73'« Uhr abends wiedergekommen. Nach Ausweis des Kursbuchs reicht diese Spanne Zeit vollkommen ans, um nach Hannover zu fahren, dort die Depesche aufzugeben und um 7 Uhr wieder hier zu sein. Ist dies aber möglich, so entschwindet der Gedanke vollkommen, daß eine dritte Person an dem Morde beteiligt sein könnte. Die Aussagen der Rafalski, wonach der Augeklagte am 13. nachmittags vor seinem Laden geseffcn habe, seien nicht beweiskräftig, denn, während alle übrigen Zeugen in dieser Mordsache nach bestem Wissen und Gewissen die reine Wahrheit gesagt haben, ist dies von der Nasalski nicht zu sagen; mindestens ist die Rafalski unsicher. Nun ist aber der Zeuge He'llwig vorhanden, der da sagt, daß er am 18. Angust, nachmittags 5 Uhr. nsit dem Angeklagten gesprochen habe. Dann muß man die Konsequenz ziehen: wie so konnte der Angeklagte schon um 5 Uhr de», Zeugen sagen, er müsse verreisen? Er will ja doch erst um 7 Uhr abends in die Zwangslage gekommen sein, plötzlich verreisen zu müssen. Aber— so wird man sagen— Herr Dr. Schlesinger will ja am 18. Angust, abends 7 Uhr, bei seinem Gang zum Theater den Angeklagten noch gesehen haben und der Angeklagte bestätigt dies. Tann ist doch ober die Konsequenz zu ziehen: Nach seiner eignen Angabe will ja der Augeklagte um 7 Uhr gerade das Reudez- vons mit der Schwester des Löwy im Pschorrbräu gehabt haben! Man kann also annehmen, daß die Zeugen sich irren. Irren sie sich aber nicht, nun so ist der Angeklagte am 18. August nicht in Hannover gewesen! Ich stehe selbst ans diesem Standpunkt und nehme an, daß der Angeklagte nicht in Hannover war, sondern einen Mitwisser hatte, der die De- pesche für ihn von Hannover ausschickte. Von der Fran Gönezi sagt der Staatsanwalt noch, daß sie der Hehlerei an den von ihrem Mann geraubten Wertsachen schuldig sei. jedoch dafür nicht bestraft werden könne, da diese Verbrechen im Auslieferungsvertrag nicht vorgesehen seien. Die Untersuchungshaft der Frau rechtfertige sich somit. DieS glaubte der gegenüber der Presse anscheinend besonders empfindliche Staatsauwalt be- tonen zu müssen, damit sich in den Zeitungen kein Spektakel über diese Untersuchungshaft erhebe. Uusres Wissens hat noch keine Zeitung daran gedacht, deswegen Lärm zu mache». Nach dem mehr als zweistündigen Plaidoycr des Staatsanwalts erklärt ein Geschworuer, daß er von starkem U n wo h l s e in befallen sei und nicht mehr der Verhandlung folgen könne. Es tritt daher der zweite Ersatzgeschworne in Thätigkeit. Rechtsanwalt Fränkcl weist auf den nicht entdeckten zweiten Thäter hin. deffen Existenz der Staatsanwalt selber zugegeben habe. Run sollte man doch die Spuren des zweiten Thäters verfolgen und dazu giebt der Brief des LouiS Schulz an das Konsulat in Rio de Janeiro die Hand- habe. Die bisherigen Nachforschungen sind unzureichend, nicht einmal daS Original des Briefs liegt vor. Wollte der Schreiber wirklich nur freie Fahrt nach Europa herausschlagen, so hätte er sich doch beim Konsulat gemeldet. Man muß doch nach dem Schreiber forschen. Ich beantrage daher: Das Straf- verfahren gegen die Ehefrau abzutrennen und die Verhandlung gegen den'Ehemann zum Zweck weiterer Ermittelungen zu vertagen. Ich bemerke noch, daß ich in letzter Stunde wieder einen Brief erhalten habe, in welchem verschiedene Personen erklären, den Weinhändler Löwy zu kenne».— Präs.: Ich kenne auch einen Weinhändler Löwy in Charlottenburg.(Heiterkeit.)— Bert.: Ich mache noch darauf auf- merksam. daß der Angeklagte schon bei einer seiner ersten Ver- nehmungen von einem„Schulz" gesprochen habe, der den Mord wohl begangen habe. Staatsanwalt: Ich werde selten durch etwas überrascht, aber dieser Autrag über- rascht mich doch. DaS hätte der Verteidiger auch vor fünf Tagen sagen können. Es ist richtig, daß der Angeklagte bei seiner ersten Vernehmung von einem Gastwirt Schulz gesprochen hat, der im Hause Königgrätzerftr. 35 gewohnt hat, er hat sich aber sofort dahin verbessert, daß er den Schankwirt Hinz meine. Ich habe auch nicht gesagt, daß der Angellagte unmöglich die That allein ausgeführt haben könne, sondem nur darauf hin« Sjnirtag, 8. April 1900. gewiesen, daß er bei den Depeschen einen Helfer gehabt haben müsse. Der Mann, der den Brief mit der Sclbstbezichtignng schrieb, wird wohl eingesehen haben, daß die Geschichte Unsinn war und hat sich deshalb' nicht dem Konsul gestellt. Wenn der Antrag des Verteidigers durchgeht, so gebe ich ihm zu bedenken, daß Gönezi noch Jahr und Tag in' Untersuchungshaft sitzen kann, und zwar nach wie vor in Fesseln, das wird er seinem Verteidiger zu verdanken haben. Ich möchte dem Verteidiger anheimgeben, seinen Antrag zurückzuziehen. Verteidiger Dr. Frankel: Es ist wohl der einzige sympathische Zug im Charakter des Angeklagten, daß er seine arme Frau vor weiterer Gefängnisstrafe bewahren will. Er hat gehofft, daß seine Frau rein aus der Ver- Handlung hervorgehen würde und jetzt, nachdem dies geschehen, will er sein Recht im weitesten Umfange wahrnehmen. Im übrigen muß ich den« Angeklagten überlassen.' ob er den Antrag aufrecht- halten will, oder nicht.— Präs.: Ich muß aber darauf hinweisen, daß eine Trennung der Sache kaum angängig ist. Prä s.: Angekl. G ö n c z i, wie stellen Sie sich zu dem An- trage?— Angekl.: Meine arme Frau muß unschuldig sterben, es ist nun.ganz egal, ob sie im Gefängnis unschuldig stirbt. Wenn es keine Gerechtigkeit mehr giebt, dann wollen wir beide unschuldig sterben.— Präs.: Ja, soll denn der Beweisantrag des Herrn Rechtsanwalts gestellt werden?— G ö n c z i: Ja wohl, es soll Beweis erhoben werden, wenn ich die That nicht begangen Hab', will ich mich nicht verurteilen lassen.— Präs.: Wenn Sie ober meinen, daß Ihre Fra» ans dem Gefängnis herauskommt, dann dürften Sie vielleicht im Irrtum sein.— Angekl.: Bitt schon, das macht nix, wir haben uns Treue geschworen bis zum Tod. Wenn die arme Fran was gegen mich ausgesagt hat, dazu ist sie nur gezwungen worden.(Fran Gönezi weint während dieser Worte des Angeklagten bitterlich.)— Der Vorsitzende macht eine halbe Stunde Pause, um dem Verteidiger Gelegenheit zu geben, sich mit seinem Klienten zu verständigen. Nach Ablauf dieser Frist erklärt Rechtsanwalt Dr. Fränkel: Er habe dem Angeklagten geraten, auf den Beweis- antrag zu verzichten.— Präs.: Nun, Gönezi?— Angekl. Gönezi: Ich will nicht verzichten, ich will noch'mal verhandelt haben.— Rechtsanw. Dr. Fränkel: Der Angeklagte legt Gewicht darauf, daß das Original des Schnlz'schen Briefes an das Konsulat in Rio de Janeiro herbeigeschafft wird. Der Verteidiger stellt hierauf schriftlich den Antrag. das Schreiben des Louis Schulz herbei- zuschaffen und an der Hand desselben weitere Ermittlungen nach dem Schreiber anzustellen. Er beantragt iveiter, das Verfahren gegen Frau Gönezi abzutrennen und zur Anstellung der Ennitlungen die Sache zu vertagen. Justizrat Grabowcr: Da dieser Antrag von dem Kollegen sicherlich wider seinen Willen gestellt wird und der Angeklagte selbst der Träger desselben ist, beantrage ich, die Bcgnmdnng des Angetlagten zu Protokoll zu nehme».—' Staatsanwalt' Plaschke spricht sich gegen die Trennung des Verfahrens aus und bemerkt dem Angeklagten Gönezi, daß seine Ehefrau, selbst wenn sie heute freigesprochen werden sollte, in dem späteren Verfahren— nach Reichsgerichts- entscheid»»»— ihm doch nicht als Zeugin beistehen könnte. Die Herbeiichaffung des Schreibens habe keinen Zweck, der ganze Antrag sei unsubstantiiert.— Justizrat G r a b o>v e r bittet im Interesse seiner Klientin um Ablehnung des Antrags, der wohl nur auf denselben Mann zurückzuführen sei. der allen schon so viele Nüsse zu knacken aufgegeben habe: Gönezi ivürdc durch die Erfüllung seines An- trags aar nichts zu Gunsten seiner Frau erreichen.— Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Beratung über den gestellte» Antrag zurück und verkündet nach kurzer Zeit seinen Beschluß dahin: Der Antrag auf Trennung der Verfahren abzulchnc», ivcil die Schuldfrage zweck- mäßig nur gegen beide Angeklagte gemeinsam entschieden werden könne, ferner auch den Antrag auf Anstellung von Ermittelungen abzulehnen, da, selbst wenn aufgeklärt würde, daß der Schreiber der Thäter sei, dadurch nicht bewiesen werde, daß der Angeklagte nicht an der That beteiligt sei. Der Verteidiger Dr. Fränkel setzt sein Plaidoher fort. Er weist darauf hin. daß die Art, wie der Angeklagte an der That beteiligt sein könne, stets im Dunklen bleiben würde. Wollten die Gcschtvornen die Schuldsrage wegen Mords bejahen, so müßten sie auch der festen Ueberzeuguug sein, daß Gönezi der Thäter sei; liege dagegen der geringste Zweifel vor, so müßte die Schuldfrage verneint und Gönezi nur wegen Beihilfe schuldig gesprochen werden. Dies beantrage er. Staatsanwalt Plaschke erwiderte, daß er von der Rede dcS Verteidigers keineswegs überzeugt sei. Gönezi, der sich zu opfern bereit sei. un, seine Ehefrau aus dem Gefängnis herauszubekommen, habe gleich darauf mit Emphase erklärt:„Und wenn sie im Ge- fäiign'is stirbt, ich verlange mein Recht! Widerspruch auf Widerspruch. Ein Kompromitzvorschlag, wie der Verteidiger ihn vorschlage, sei rechtlich gar nicht zulässig. In längerer Entgegnung erwidert Rechtsanwalt Dr. Fränkel. indem er u. a. darauf hin». weist, daß der Mann, der die Mordthat begangen, über und über mit Blut bespritzt getvesen sein nniste, an den Kleidern Gönczis aber Blut nicht vorgefunden sei. Sollten die Geschwornen annehmen, daß Gönezi und Löwy identisch seien, dann nüißte man doch dem Gesichtspunkt näher treten, ob Gönezi bei seiner Annäherung an die Frauen schon den Plan eines Mords mit sich hernmgettagen, oder ob er nicht vielmehr auf Diebstahl ausgegangen sei und nur ein ihm entgegen stehendes Hindernis beseitigt habe. Staatsanwalt Plaschke: Wenn der Verteidiger eine dahin- gehende Frage stellen will, dann müßte er es doch thun, ehe sich die Herr» Gcschwonieii ihre Ueberzeugung gebildet haben.— Bei- teidiger: DaS weiß ich. Ich verzichte aber auf solche Frage. Justizrat Grabowcr schließt sich dem Antrage des Staats- anwalts auf Freisprechung der Fran Gvnczi an und sticht in längerer AnSfühnmg darzulegen, daß die Angeklagte nicht nur nicht überführt, sondern in der That unschuldig sei. Er bitte deshalb nicht mir um ein non Ugust, sondern um die Frei- sprcchmig der angeklagten Frau Gönezi ivegen dargethancr Unschuld derselbe». Zum letzten Wort verstattet, hält Gönezi noch einmal eine längere Ansprache, in welcher er seine frühere Darstellung von den Vorgängen, wie sie sich angeblich abgespielt haben, noch einmal wiederholt. Er sei wirtlich unschuldig, seine Fran habe nicht am 16. mit ihm die Kisten herunter getragen, es sei dies am 9. gewesen; aber gesetzt auch, eS wäre am 16. gewesen, so hätte sie doch. Ivo die Leichen bei der große» Hitze schon drei Tage in der Kiste gelegen haben sollen. Leichengernch ivahrnehmen müssen. Und wenn er zum Tode verurteilt werde, er bleibe dabei, daß Haber- mann und Hinz den Mord begangen. Löwh habe sie zu den Frauen gebracht nnd Hinz habe die tödlichen Streiche geführt. Wenn er die Frauen hätte erschlagen wollen, hätte er es ganz bequem in der Wohnung thun können. Wozu hätte er sich wohl noch eine Ladeneinrichtung machen lassen, wenn er sich mit solchem Plane tnig? Löwy existiere wirklich, er sei nach Brüssel mitgefahren und habe in Amsterdam erst das nach Brasilien gehende Schiff untersucht, ob etwa Detektivs auf demselben seien.„Er existiert, das kann ich offenherzig sagen, das schwöre ich vor meinem Gott, daß ich unschuldig bin nnd d,c That nicht gemacht habe. Ich habe nur die Flucht ergriffen wegen Hinz. Und nun möcht ich die Herren Geschwornen recht schön bitten, daß sie mich nicht unschuldig verurteilen." Hierauf folgt die RechtSbelehrung des Vorsitzenden. Sic Gcschwornen Berieten nur 3/4 Stunden. Der Spruch lautete dahin, daß der Angeklagte Giinezi schuldig sei des Wk o r d s und des s ch iv e r e n Li a n B s in j e zwei Fällen, die Ehefrau Gönezi da- gegen in allen Fällen nicht schuldig sei. Der Staatsanwalt Beantragte die Freisprechung gegen die Ehefrau Anna Gönezi,. gegen den Ehemann Gönezi für jede» der beiden Fälle die Tadesstrafe und Verl u st der Bürger- lichen Ehrenrechte.— Den Angeklagten verließ jetzt seine Redseligkeit, er erklärte kleinlaut, daß er auf den Antrag des Staats- anwalts nichts zu erwidern habe. Das Urteil lautete dem Antrage gemäß. Der Angeklagte Gönezi nahm das Urteil entgegen, ohne mit der Wimper zu zucken. Als die Geschwornen zum Besten der Frau Gönezi eine Sammlung veranstalteten, entspann sich unter den Zeugen und auch unter dem PuBIikum ein förmlicher Wettstreit, sich daran zu Beteiligen. Frau Gönezi nahm von ihrem Ehemann AB- schied, sie küßten sich. Beide weinend. Dann wurde Gönezi von zwei Schutzleuten nach dem Gefängnis zurückgeführt. Gemciudcwahleu. In Hausdorf, Kreis Neurode in Schlesien, einem WeBerdorf, ist cS misre» Genossen gelungen, zwei Vertreter in den Gemeiudernt zu entsenden.' Ein Schwindler hat, wie uns von dort Berichtet wird, die deutschen Genossen in Christiania sNorivegen) gründlich hineingelegt. Er heißt Friedrich Kampe, ist Gürtler oder Schlosser und 27 Jahre alt. AB- gesehen von.zahlreichen Schulden, die er in den Reihen unsrer Genossen zurückgelassen hat, hat er dem Kassierer des dortigen ParteikluBs ein Fahrrad gestohlen. Die Genossen in den nordischen Städten mögen vor diesem Jndustrieritter auf der Hut sein. Von den Genossen Christianias Ivird uns auch mitgeteilt, da die Geschäfte dort zur Zeit sehr flau gehen; die Arbeiter werden deshalb gewarnt, ohne feste Aussicht auf Engagement nach Norwegen zu gehen. Mögen die Arbeiter diese Warnung Beachten. Sorialdcmokratische Erfolge in der Schweiz. Am letzten Sonntag wurde im Z ü rich e r Stadtkreis Außersihl an Stelle eines zurückgetretenen Demokraten Genosse Schnetzler, Schreiner. in den KantonSrat gewählt. Ferner mit den höchsten Stimmen- zahlen unsre auf den Listen aller Parteien gestandenen Genossen Otto und Eugen Lang mit den höchsten Stimmeuzahlen von 741t Bezw. 7695 vom Bezirk Zürich als Bezirksrichter bestätigt und eine ganze Anzahl Genossen in die SchulBehörden gewählt.' Desgleichen in W i n t e r t h n r. In Lugano(Kanton Tessin) erzielten die Soeialdemokraten zum erstenmal Wahlerfolge. Es wurden 6 Ge- Nossen in den Stadtrat gewählt. Berichtigung. Das rumänische Agitationskouutee, das der ungrische Paneitag nach einem Antrag aus Kronstadt einsetzen soll, soll seinen Sitz selbstverständlich nicht in Rumänien, sondern in Siebenbürgen haben. Aus dlev>Fvmtrnbenjnc*untg. Schutz vor den Kellnerinnen. Im Verein Jugendschutz sprach am Freitag ein Arzt, der Prof. Dr. Behrend, um vor den Gefahren der Kellnerinnenkneipen zu warnen. Die Warnung bezog sich aber nicht auf die sittlichen und physischen Gefahren, denen die Kellne- rinnen ausgesetzt sind, sondern richtete sich an die jungen Leute, die den Kellnerinnen in die Hände fallen. Die Kellnerinnen ivürden nicht durch die Not, sondern durch den Leichtsinn zu Falle gebracht. Vertreterinnen der Frauenbewegung sowie die Genossin Ihrer traten dem Herrn sehr energisch entgegen. Sociales. Riescnprofite. Wir gaben vor kurzem einige Mitteilungen über die ungeheuren Profite der Standard Oil Co. in Amerika. Wie dem jetzt erschienenen Geschäftsbericht zn entnehmen ist. macht der deutsche Zweig der Eompagnie, die Mannheim-Bremische Petroleum- Gesellschaft, noch riesenhaftere Gewinne. Auf ihr Aktienkapital von •j Millionen Mark erzielte sie einen Bruttogewinn von 3 210 043 M. Als Reingewinn werden 1 823 077 M. berechnet. Diese Gewinne werden nur durch eine skrupellose Ausbeutung der Konsumenten erreicht._ Der Streik der Tepjlilh- und Lmoleninleger vor dem Eiiligililgsamt. Da? Berliner Einiguugsamt verhandelte am Sonnabend unter dem Vorsitz des Gewerberichters Assessor v. Schulz zum ersten- mal in einer Sache, an der direkt nur Großunternehmer und Zivischen- meister, die Arbeiter mir im geringen Maße beteiligt waren. Das Teppich- und Linoleumlegen wird von den großen Geschäften in der Regel einzelnen Personen übergeben, die ihrerseits sich die notwendigeil Hilfskräfte und auf eignes Risiko und Kosten anwerben. Obwohl in dem aufgestellten Tarif die Lohn- und Ardeitsverhält- niffe der Hilfsarbeiter in keiner Weise festgelegt werden, haben diesö sich doch mit den Zivischenmeistern solidarisch erklärt und gleichzeitig mit diesen zwecks Durchführung des Tarifs die Arbeit eingestellt. In Betracht kommen ca. 25 bis 30 Zwischenmeister, die etwa 100 Arbeiter beschäftigen. Im EinigungSamt fungieren neben Assessor v. Schulz als Beisitzer: Tiefban'-Unternehmer Bernard, Fabrikbesitzer Breest, Former K ö r st e n und Töpfer Hagen. Räch dem von den Linoleumgeschästen aufgestellten Tarif soll die Arbeit in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 0 Uhr abends als Tagesarbeit berechnet werden, während die Zwischenmeister den Arbeitern davon 4 Ueberstunden bezahlen müssen. In den Bureaus ee. kann mit der Arbeit gewöhnlich erst abends nach den Bureaustnnden begonnen iverden und dauert dann bis nachts 2 und 3 Uhr. Auch diese Arbeit wollen die Firmen nur zu den gewöhnlichen Accordpreisen ohne Aufschlag bezahlen. Während die Ausständigen 20 Pf. pro Quadratmeter fordern, werden von den Firmen nur 15 Pf. bewilligt. Falls hier kein Entgegenkommen gezeigt werde, so würden die Verhandlungen zwecklos sein. Es wurde sodann darauf hingewiesen, daß den Zwischenmeistern außerordentlich hohe Unkosten erwachsen durch Fahrgeld, Lieferung des Werkzeugs und Zuthaten und auch dadurch, daß sie die Arbeiter, wenn sie nicht beschäftigt werden können, theilweise entschädigen müssen. Hinzu komme, daß monatelang keine Arbeitsgelegen- heit vorhanden ist und der Verdienst in dieser Zeit ganz oder teilweise ausfällt. Die von den Ausständigen aufgestellten Aecordpreise und die Forderungen, daß Zeitversäumiiis. Fahrgeld zc. zurückerstattet, sowie die Forderung der Erhöhung des Stundenlohns wurden eingehend von den Venretern der Ausständigen begründet. Die Unternehmer vertreten den Standpunkt, daß die Bezahlung eine genügende ist und einen Tagesverdienst von durchschnittlich 6,40 M. gewähre. Nach längeren Auseinandersetzimgen der Parteien über die ein- zelnen Positionen zog sich das Einigungsamt zur Beratung der Einigungsvorschläge zurück, um nach zweistündiger Beratung folgende Vorschläge zu niachen: 1. Für Arbeiten nach Zeitlohn� wird vergütet für die Zeit von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends 60 Pf. pro Stunde. Von 7 Uhr abends ab und Sonntags wird 75 Pf. bezahlt. 2. Für Stückarbeiten, welche vor 7 Uhr abends begonnen werden, Ivird ein Zuschlag von 25 Proz. nach dem heute vereinbarten T> berechnet. 3.'Sobald die Fahrt zur Arbeitsstelle außerhalb Berlins mehr als eine Stunde währt, wird die Zeitdauer über eine Stunde hinaus in Stundenlohn vergütet. 4. Wenn die Arbeitnehmer außerhalb des Weichbilds von Berlin Arbeiten zu verrichten haben, wird ihnen pro Tag des Aufenthalts eine Vergütigung von zwei Mark extra gewährt. Für de» Nacht- aufenthalt wird außerdem ein Zuschlag von einer Mark bezahlt. 5. Die Abrechnungen haben Sonnabends nach Möglichkeit bis 6 Uhr zu erfolgen. 6. Im übrigen nehmen die Parteien, soweit nichts andres bis jetzt unter 1 bis 4 verabredet ist, den von den Arbeitgebern in der heutigen Verhandlung vorgelegten Tarif an. 7. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. 8. Die Parteien verpflichten sich, vorstehenden Vergleich l�s Jahre in allen Punkten zu halten und für den Fall, daß nach Ablauf der Frist für den Vergleich Differenzen entstehen und neue Forderungen aufgestellt werden, bevor es zn einem Streik oder Aussperrung kommt, das Einigungsamt des hiesigen Gewerbegerichts gemeinsam anzurufen. Von den Vertretern der Fabrikanten und Linoleumgeschäfte wurde der Einigungsvorschlag sofort aeeeptiert, von den Vertretern der Arbeitnehmer vorbehaltlich der Zustimmung der später statt- findenden Versammlung. Wenn die Zustimmung beider Parteien erfolgt, so soll am Montag die Arbeit wieder aufgenommen werden, wenn nicht, so ivird das Einigungsamt im andern Termin einen Schiedsspruch fällen._ Berliner Partei-Angelegenheiten. Den Parteigenossen des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß am 6. ds. Mts. unser Genosse Steindnicker W i lh e Im S chü lz k e, 45 Jahre alt, im städtischen Kraukenhanse zn Moabit an der Pvolekarier-Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der ZionSgemeinde in Niederschönhause» ans statt. Die Genossen der Schönhaüser Vorstadt verlieren in Schülzke einen ihrer thätigsten Mitarbeiter, der, wenn es galt für die Partei zu arbeiten, stets auf dem Platz war. Ihm wird ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. Die Parteigenossen werden gebeten, an dem Leichenbegängnis zahlreich teilzunehmen. Der Vertrauensmann. Zweiter Wahlkreis. Am Dienstag ist bei Habel, Bergmann- straße 5/7, die G e n e r a l v e r s a>n in I u n g des Wahlvereins, in der die Neuwahl des Vorstands ans der Tagesordnung steht. Dritter Wahlkreis. Heute abend 7 Uhr im Märkischen Hof, Admiralstr. 18e: Gemütliches Beisammensein mit Tanz und Gesang. Entree inkl. Garderobe 20 Ps. Wahlvcrein für den 4. Vcrlincr Reichstags- Wahlkreis Osten. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsre Generalversamm- lung am Dienstag, den 10. d. M.. sta'ttstndet. Genosse Reichstags- abgeordneter F. Kunert hat das Referat übernommen. Aufnahmen finden nur bor der Versa'mmluüg statt; ebenso werden während des Vortrags keine Beiträge entgegengenommen. Pflicht der Mit- glieder ist es pünltlich und zahlreich zu erscheinen. BilletS von der Urania-Vorstellung am Sonntag werden nicht mehr zurückgenommen. Ter Vorstand. Sechster Wahlkreis, Schönhauser Vorstadt. Am zweiten Ostertag findet im Berliner Pratcr. Kastauien-Allee 7—0, eine von Parteigenossen veranstaltete Wghlthätigkeits-Matinee statt, be- stehend aus Konzert. Gesang und Vorträgen'. Es wirken mit der Gesangverein„Nord" und das„Berliner Ulk-Trio". Im Interesse des wohlthätigen Zwecks wird um rege Beteiligung gebeten. Das Komitee. Freie Volksbühne. III. Abteilung hent nachmittag 23'i Uhr im Carl Weiß-Theater:„Die Neuvermählten" und„Die sittliche Forderung". 0.Serie im Lessing-Theater am 22.'April. I. Ab- teilung:„Die drei Töchter deS Herrn Dnpont", Schauspiel in 4 Aufzügen von Engone Brieüx. Donnerstag, den 12. April, abends 8 Uhr, Ordnersitzung bei Sticher. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler._ Uokkrlcs« Umsatzsteuer und Grnndbcsitzwcchsel in Berlin und de» Vororten. Der Charlottenburger Magistrat hat bei der Stadtverordneten- Versammlung um die Genehmigung zu einer Revision der Umsatz- steuer-Ordmmg nachgesucht. Es handelt sich hier um eine Vorlage. die weit über die Grenzen Charlotteuburgs hinaus von Interesse ist, und deren ausführliche Begründung ein übersichtliches Bild über die Grundstücksspekulation in Berlin und seiner Umgebung giebt. An Umsatzsteuer erheben die Gemeinden Friedenau, Groß- Lichterfelde, Schöneberg, Steglitz und Dt.- Wilmersdorf 1 Proz., gleichviel ob es sich um die Veräußerung bebauter oder unbebauter Grundstücke handelt. Bertiii erhob bis zum 1. April 1807'/s Proz. deS GrundstückwertS, seit dieser Zeit Vs Proz. bei der Veräußerung bebauter, 1 Proz. bei der Veräußerung unbebauter Grundstücke. Nur iür Charlotteuburg beträgt die Umsatzsteuer noch Vi Proz. Der Magistrat beantragt mm. die- 'elbe auf 1 Proz. zu erhöhen. Von einer Unterscheidung zwischen bebauten und»»bebauten Grundstücken hat er auS dem Grunde Abstand genommen, weil für die Bewertung derselben in erster Linie der Preis des Grund und Bodens maßgebend ist und der Wert der Gebäude in der Mehrzahl der Fälle erst in zweiter Linie eine maßgebende Rolle spielt! ferner weil es nicht leicht ist, eine Fassung zn finden, welche in unzweideutiger Weise die Grenze zwischen bebauten und unbebauten Grundstücken festsetzt. Der Magistrat trägt um so weniger Bedenken, eine Erhöhung der Umsatz- teuer zu empfehlen, weil, wie das Beispiel der obengenannten Nachbargemeindeu zeigt, die Erhöhung auf den Grundstücksverkehr keinen nennenswerten Einfluß hat. Es ergiebt sich nämlich aus einer Uebersicht des Grundbesitz- wechseis in den Jahren 1805—1800, daß der Umsatz in Berlin und Charlotten bürg 1808 seinen Höhepunkt er- reichte und seitdem zurückgebt. In Berlin betrug der Erwerbs- preis der umgesetzten Grundstücke 1805: 102.8 Millionen; 1896: 338,2 Millionen! 1807: 346,0 Millionen; 1808': 362,8 Millionen. Im Jahre 1800 sank er auf 321,4 Millionen. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Charlottenburg, Hier betniq der Erwerbspreis 1805: 53,7 Millionen; 1806: 66.5 Millionen; 1807: 77,1 Millionen; 1808: 83,0 Millionen; 1800 mir noch 77,4 Millionen. Allem Anschein nach hat sich die Spekulation seit 1808 den andren westliche» Vororren zugewandt, deren Umsätze zum Teil in auffallender Weise zunehmen. In S ch ö n e b e r g ist der Erwerbs- preis von 1895—00 von 19.7 auf 52,8 Millionen gestiegen, in Steglitz von 3,7 ans 5,6 Millionen, in Wilmersdorf von 150 000 auf 550 000 M. Nur Groß-Lichterfelde geht mit seinem Umsatz seit 1807 zurück; der Umsatz stieg dort von 1895 bis 1807 von 4,7 auf 6,4 Millionen und betrüg 1899 nur noch 4,5 Millionen. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz ist der U m s a tz v o n n n- bebauten Grund st ücken in den Vororten weit beträchtlicher als in Berlin. Im Jahre 1809 betrug er hier 20,4 lvtillionen, in Charlottenburg 28 Millionen, also beinahe ebenso viel, ob- wohl der gesamte Umsatz in Berlin sich auf 321,4, in Charlottenburg aber nur ans 77,4 Millionen Mark belief. Auch Schöneberg hatte bei einem gesamten Umsatz von 52,8 Mill. einen solchen für unbebaute Grundstücke in Höhe von 24,3 Millionen. In Friedenau betrug 1890 der Erwerbspreis für unbebaute Grundstücke 1,2 Millionen, in Gr. Lichterfelde 1.4 Millionen, in Steglitz 3,3 Millionen und in Wilmersdorf 338 000 M, Die Zwangsversteigerungen sind sowohl in Berlin als in den Bororten erheblich zurückgegangen. Die Streikklausel in der Baudcpntation. Die von den Bauunternehmern beantragte Ausnahme der An?« standsklansel stand gestern als einziger Gegenstand auf der Tages- ordnung des Plenums der städtischen Baudeputatiou. Stadtrat Voigt erstattete über die Verhandlungen, die zwischen der Sub- kommission und den Unternehmern gepflogen waren, Bericht und teilte mit, daß die Vertreter der Arbeitnehmer inr Baugewerbe vor dem Stattfinden der Verhandlungen eine Konferenz mitihm ge- habthätten. Darin hätten die Arbeitervertreterden Wunsch ausgesprochen, daß die Aufnahme der Streik- und Anssperrklausel in die Submissions- Verträge abgelehnt werden möge. Als Grund sei von den Arbeiter- Vertretern angeführt worden, daß eS den Unternehmern beim Be- stehen einer solchen Klausel ein leichtes wäre, sich den Verpflichtungen, welche im vorigen Jahre durch Einsetzung der Achtzehner- Kommission festgesetzt seien, zn entziehen und den niit Mühe begrabenen Streit wieder ins Baugewerbe hineinzutragen. Die Verhandlimgen der Kommission mit den Unternehmern, so führte Herr Stadtrat Voigt weiter aus, seien vollständig ergebnis- los verlsufen. Ter Antrag des Stadtrats ging schließlich auf Ablehnung der Streikklausel hinaus. Erforderlichen Falls könne man die in de» Verträgen vorgesehene Konventional- strafe streichen. An der nunmehr erfolgenden Erörterung dieser Angelegenheit be- teiligten sich die beiden Stadtbauräte, sowie die Stadtverordneten R a st, W e r n a u, K i l I m a n n, Kleefeld und B a u m a n n. Unser Parteigenosse Wernau wies vor allein auf die Verpflichtung hin. dem aumaßeudeu Verlangen der Unternehmer entgegenzutreten, und zog sich dadurch in der überaus lebhaft verlaufenen Debatte den Zorn der „liberalen" Stadtvertreter zu. Außer uusrem Genossen Wernau trat einzig Stadtbaurat Krause für unbedingte Ablehnung der Streikklausel ein. Ei» endgültiger Beschluß wurde von der Baudeputation nicht gefaßt. Man kam überein, die Angelegeuheit zu vertagen bis das Ergebnis des am 12. April ablaufendeu SnbmissioustermiuS für den Krankenhausbau bekannt geworden ist. Auch wurde die Ansicht ausgesprochen, daß sich der Magistrat in seiner Gesamtheit mit der Angelegenheit beschäftigen müsse, da doch eine ganze Anzahl Verwaltungszweige von der Streilklansel berührt werden. Polizeilicher Boykott. Als unlängst der große Kamps zwischen den Holzarbeitern und deren Unternehmern stattfand, sahen sich die solidarisch fühlenden Arbeiter veranlaßt, fteiwillige Sammlungen zu Gunsten der Ausständigen zu veranstalten; ebenso bewilligten viele Vereine Summen, die den ausgesperrten Arbeitern zu gute kamen. linier diesen Vereinen befand sich auch ein Konsum- und S p a r v e r e i n im S ü d o st e n der Stadt. Das war der Polizei zu Ohren gekommen. Die Behörde, die ja in manchen Dingen, welche dem Staatsbürger lobenswert oder doch unbedenklich er- scheinen, ein verdächtiges Haar findet, witterte auch in der solidarischen Handlnngsiveise des Konsumvereins Unheil. Dem Spar» verein an sich war ja nicht beizukommen, wohl aber den— Beamten, die ihm angehörten. Als unlängst die Schutzleute inr Südosten zur Entgegennahme der Tagesbefehle versammelt waren, wurde ihnen bedeutet, daß sie in dem gefährlichen Verein ferner nicht mehr Mitglied sein dürften. Darob natürlich großes Klagen bei den Beamtenfranen, da? um so berechtigter erscheint, als es noch gar nicht lange her ist, das; die Parole ausgegeben wurde, die Beamten dürften in die Vereine eintreten! Gegen den Amtsrichter Prof. Bornhak ist vom Deutschen Tierschutz-Verein beim Justizminister Beschwerde erhoben worden. Als Vorsitzender der zwölften Abteilung des Schöffengerichts II hatte, wie wir mitgeteilt haben, Herr Prof. B. von dem„Treiben der sogenannten Tierschutz-Vereine" und ihrer Mitglieder, die sich fortgesetzt um fremde Angelegenheiten kümmern, die sie nichts au- gehen, geiprockien. Ein andres Urteil desselben Richters sprach in ähnlicher Weise von dem„Treiben des Tierschutz-Vereius", durch welches Unschuldige vor Gericht riticrt werden. Der Amtsrichter vcr- urteilte sogar einen Zeugen, Herrn Major Wagner, den Geschäfts- führer des Deutschen Tierschutz- Vereins, dex die Anzeige gegen den Angeklagten thatsächlich gar nicht erstattet hatte, in die Kosten. Dies Urteil wurde in der folgenden Jiistauz aufgehoben, die im Gegensatz zu Herrn Professor Bornhak von den auerkcnneuSwerten Bestrebungen deS Tierschutz-Vereins sprach. Bekanntlich werden Anzeigen über Tierquälereien schon_ seit längerer Zeit nicht mehr direkt der Polizei, sondern bei dem Deutschen Tierschutz-Verein erstattet. Der Verein prüft die sämtlichen Dernrn- ziationen und dank der von ihm sorgfältig ausgeübten Kontrolle wurde nur etwa die Hälfte der Anzeigen zur weitere» Verfolgung der Polizei resp. dem Gericht übergeben. EL bat also thatsächlich durch den Deutschen Tierschutz-Verein eine ganz bedeutende Entlastung der hiesigen Gerichte ftattgefnuden. Dcö Karfreitags wegen ist die nächste Magistratssitzung am Donnerstag. Eine Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung findet in dieser Woche nicht statt. Stadtvcrordncten-Vorstchcr Dr. Langrrhans feiert am 25. Mai seinen 80. Geburtstag. Der Tag soll in kommunalen und politische» Kreisen, welche dem Jubilar nahe stehen, festlich begangen werden. Die Abbruche haben in Berlin nach dem I.April einen Umfang angenommen, wie sich eines solchen die bekannten ältesten Leute deS Abbruch« und Bangewerbs nicht zn erinnern vermögen. Am Leipziger Platz wird das große, nach der Voßstraße durchgehende Grundstück Nr. 14 niedergerissen, um dem neuen Verwaltnngsgebände der Großen Berliner Straßenbahn Platz zu machen. In der Leipziger straße fällt der Kißkaltsche Gasthof ain Dönhoffplatz. ES soll dort ein Warenhans für Herrenkleidung errichtet werden. Außerdem fällt Leipzigerstr. 12 die Doehlsche Bäckerei. Nr. 50 bei der Jerusalemer« straße zc. Groß ist auch die Zahl der Abbräche im Centrnm. In der Friedrichstadt fällt ebenfalls ein Haus nach dem andern. Es wird in der Mohren-, Kanonier-, Mittelstraße abgerissen. Die Deutsche Bank zieht die letzten kleinen Häuser ihres Gevierts in ihr Bereich. Auch der Westen wird von der Spitzhacke und dem Staub deS Bauschütls nicht verschont. ES wird in der Aellevnestraße. in der Potsdamerstratze rc. abgebrochen. Selbst in der stillen Kömgin Augustastraße werden mehrere verhältnismäßig neue Häuser nieder- gelegt, um einer elektrischen Kraftanlage der Berliner ElektricitätS- iverke Platz zu machen. Räch dem vom Centralverein für Arbeitsnachweis herausgegebenen Geschäftsbericht hat sich die Thätigkeit des Nach» weises im Monat März wie folgt gestaltet: Ungelernte Arbeiter meldeten sich 2141, von Arbeitgeber» wurden verlangt 2453, in Arbeit gebracht wurden 2205. Maler meldeten sich 7jl, verlangt wurden 067, in Arbeit gebracht 726. Klempner meldeten sich 61, verlangt wurden 51, in Arbeit gebracht 43. Weibliche Personen meldeten sich 272, verlaugt wurden 211, in Arbeit gebracht 184. Die Gesamtzahl der eingeschriebenen arbeitsuchenden Personen be- trägt 3512, die der verlangten Arbeirskräfte 3789, die der in Arbeit gebrachten Personen 3326.' Polizeilich beschlagnahmt worden ist die Leiche des 23 Jahre alten Militärinvaliden Johannes Blank aus der Turmstr. 18. Der junge Mann trat vor drei Jahren bei der Infanterie in Stettin ein. zog sich durch eine Erkältung ein schwere? Leiden zu und mußte nach einem halben Jahr als dauernd dienstnntanglich entlasse» werden. Seitdem bezog er eine monatliche Jnvalidenpension von 83 M. und lebte für sich allein in der Tnnnstr. 18. Am Freitag- abend besuchte er seinen Stiefvater, den Schankwirt Nntkowsky, in der Klopstockstr. 1. Als er nach 11 Uhr sein Zimmer in der Turm- straße wieder aufsuchen wollte, brach er vor dem Hanse Stlopstocf- ftraße 21 besinnungslos zusammen. Nach einigen Minuten fand ihn ein Schutzmann des 76. Reviers. Dieser wollte ihn mit einer Droschke nach dem Moabiter Krankcnhau.se bringen, Blank starb kedoch bereits aus dem Wege dorthin. Die Leiche wurde beschlag- nahmt und in das Schauhans gebracht. Der Schliichterlvagc«. Im I. Vierteljahr wurden nach amt- »ichen Mitteilungen 13 Personen wegen übermässig schnellen Fahrens bczw. wegen Umbicgens um Straßenecken im Trabe gerichtlich von 3u bis 50 Mark Geldstrafe und 1 Woche bis zu 4 Wochen Haft bc- straft. Die Vcstrasken waren außer 3 Berufölutschcrn sämtlich Schlächter. VcrliängniSvoll ist für den 40 Jahre alten Heizer Paul Baier auS der Straßuiaunstraße 24 die Verwechslung zweier Eingänge geworden. Baier, der seit 10 Jahren als Heizer bei der Berliner Velvetfabril in der Kvpnickerfiraßc angestellt war, wohnte im Erd- geschoß am Hofe. Neben dem Eingang zu seiner Wohnung liegt der zum Keller. Als der Manu m der Nacht zum 22. v. Mts. »ach Hause kam. verwechselte er die beiden Thürcn und stürzte die 11 Stufen zählende Kellertreppe hinab. Mit dem Kopf auf den Stein- belog des Kellers aufschlagend, zog er sich eine so schwere Verletzung zu, daß er bewußtlos liegen blieb. Vergebens erwarteten feine An- gehörigen seine Heimkehr. Morgens um 7 Uhr fand die Frau des Hausverwalters den Verunglückten auf. Er lag regungslos da, lebte aber noch und wurde nach dem Krankenhaus am Frie'drichShain gebracht. Hier stellte sich heraus, daß er sich eine starke Gchim- guetschung zugezogen hatte. Diese hat jetzt zum Tode geführt. Der Verunglückte hinterläßt eiize Frau ynh fünf LP der im Alter von 3—18 Jahren. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Berlin, 7. April. Die Kauf- leutc Ludwig Rubarth in Berlin und Rudolf Reinhardt in Friedrichs- Hagen beabsichtigen,- mif dem Grundstück S ch l e sis ch e stra ß e 12 unter der Firma„BerlinerVerzinunngs-Anstalt" eine Verzinnerei zu errichten. Eiwaige Einwendungen hiergegen sind baldigst bei dem Pälizditlräsidinm zu erheben. Zur»tüudlrchen Er- vrtcrung der rechtzeitig crbobcncu Einwendungen ist Termin auf Mittwoch, den 25. April, im Zimmer 130 des Polizeipräsidiums, vormittags 10 llhr, festgesetzt. Feuer in der Zeitung„Die Post". Im Maschineuhanse der „Post" brach gestern früh 6 Uhr vermutlich infolge von Kurzschluß der elektrischen Leitung größerer Brand aus. Das Feuer erfaßte den Dachstuhl und es bedurfte bedeutender Anstrengungen der Feuerwehr um des Brands Herr zu werden. Der Druckcrcibctrieb der Zeitung wird keine Unterbrechung erleiden. Verguiigungcn. Die Direktion des Cirkus Busch teilt unk mit, daß ihr vou eiliem amerikanischen Konsortium zwei Millionen Dollar Jahrcs-Rcingelvinn geboten seien für den Fall, daß er mit seiner Gesellschaft über den Ocean komme. Verpflichtungen in Wien und Hamburg hielten das Unternehmen ab, diesem Antrag Folge zu leisten.— Die„Dr. Faust"- Borstellnng im Cirkus A. Schumann findet heute, Sonntag, zum letztenmal in 3 Akten statt. Montag und Dienstag iverdcn nur die beiden ersten Akte gegeben, da die riesigen Praktilabcln dcS„Blocksbergs", welche im dritten Akt der„Höllenfahrt Faust's" zur Verwendung kommen nach Leipzig verladen werde» miisieu. Am Mittwoch ist Voraussicht- lich der Ehrenabend dcS Direktors Albert Schumann: am Donnerstag ist die Abschiedsvorstellung.— Eine Zaubcrvorstcllung für Kinder veranstaltet die Dircltion des Passage-Panoptikums im Thcaterjaal dieses prächtigen Etablissements rnn Souutaq, den 8. d. M., nachmittags. 4 Uhr........ Polikliniken. Dr. Cohnhein«, langjähriger Aisisteut von Dr. I. Boaö, hat Karlstr. 20 a eine Poliktinik für Magen-, Darin- und Stofsivcchiellcideii errichtet. Daielbst finden, wochentäglich von 10-11 Uhr, Unbemittelte unentgeltliche wecialärztliche Behandlung.- Der Kinderarzt Herr Dr. Casjel bat seine Poliklmik für kranke Kiildet. die sich 10 Jahre lang im Hause Brunncnstr. 4 befunden hat, nach Elsafierstr. 27 verlegt, woselbst wochentäglich von 1—2 Uhr unentgeltlich Sprechstunde abgehalten wird. Dem Berliner Zlquarium sind aus den nördlichen Meeren einige Sendungen Fische ziigcfiihrt worden, deren eine ihm ein Dutzend Exemplare eines Fisches brachte, der immer Aussehen erregt, ltrotzdem er als der im menschlichen Hanshalt gewöhnlichste aller Fische gilt. Zu Millionen wird der im lebenden Zustand vermöge seines eleganten Baues, seines in allen Regcnbogenfarbcn schillernden Schuppenkleids alle Naturfreunde ersrniciide Fisch gefangen, und doch lernen ihn in diesem Zustand nur der Fischer und Kflstenbewohuer kenne», wogegen er dem Binnenländer nur als eingelalzencr. geräucherter oder niarmierter Schuppentröger bekannt ist. Der H e r i n< beim um ihn handelt es sich hier, ist iur lebenden Znstande einer der empfiii. Ochsten aller Fische und geht bei Verlust von Schuppen während des Fangs und Transports fichcrlich ein und erst»euerdings ist es infolge eincö vom Aquarium dem Fänger und Lieferanten angegebenen Verfahrens gelungen, mehreremal eine kleine Anzahl des Blanrückcns nach hier zu bringen. A»f der„Treptolv-Sternwarte� werden jetzt die Vorbereitungen für die Beobachtung der totalen Soiincnfiusternis am 28. Mai getroffen. Somitagnaclimittag b Uhr spricht D i re kt o r Archenhold in cincm Vortrage„Die bevorstehende Sonnenfinsteniis" über die Bedeutung der- selben für die Soniieilerforschung, unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder von den bisher beobachteten Soiinen-Protuberaiizeli und der Corona. Mit Rücksicht aus die günstige Sichivarleit des Monds während dieser Woche, lautet das Thema für den 7 Uhr-Vorkrag:„Der Mond im Treptower Riescnfernrohr". Das Institut bleibt alljährlich vom 1. April bis 1. Oktober bis 12 Uhr nachts geöffnet. Im Hörsaal der„llraiiia" wird am Montag, den O.April, ein neuer Bortrag zum erstenmal gehalten werden:„Kauicrnn, Rciseschilderungen eines deutschen ArzteS". Der Vortrag ist von Dr. S. K r ü g e r versaht und von einer großen Anzahl aiißergewöhnlich schöner farbiger Lichtbilder begleitet.— Im wissenschaftlschcu. Tffcuwr wird das.dekorative Ausftattungsstlick:„Vou den Alpen zum Vesuv" die ganze Woche hindurch gegeben; mit Ausnahme von Freitag, da an diekeip Page das Institut geschlaffen bleibt. Wahlen in Niederbarnim und Teltow demnäebst in Kraft tritt, so muß der Kreistag ausgelöst und im Herbst d. I. zu Neuwahlen ge- schritten werden. Nach den Bcstimmungeu des neuen Gesetzes wird nmimehr der Kreistag aus 52 Abgeordneten zusammengesetzt und haben zu wählen der größere ländliche Grundbesitz 13.' die Land- gemeinden 13 und die Städte und Vorortgemeindcn über 6000 Ein- ivohucr 26 Abgeordnete. Von den letzteren haben zn wählen: Vernau 2. Oranienburg 1, Liebenwalde und Alt-LandSberg 1. Lichten- bcrg 6, Ncu-Weißc»sce 5. Boxhagen- Rnmmclsburg 3. Pankow 3, Reinickendorf 2, Fricdrichshagcn 2 und Fricdrichsfelde 1 Abgeordneten. Ländliches Licbcsdrama. Während der Trauung seiner An- acbcteten hat sich in der Kolonie Britz bei Eberswalde der 28 jährige Knecht Emil Senf erschossen. Der Unglückliche hatte sich in die Tochter seines Dienstherrn, des BancrngutSbesitzcrs Gabriel, verliebt. Ans Gram darüber, daß seine Liebe unerwidert blieb, machte er gestern nachmittag, als das von ihm geliebte junge Mädchen zur Kirche fuhr, um sich niit einem andern trauen zu lasse», seinem Leben durch einen Revolverjchuß ein Ende. Johannisthal. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurden die ncngcwählten Vertreter verpflichtet. Sodann wurde bc- schlössen, die Pflastcrarbeitcn in der Fricdrichstraße dem Stcinsetz- meister Gädicke zn überweisen. Die Arbeiten sollen vor Pfingsten beendet sein. Gleichzeitig soll mit der Untergrundbahn-Gesellschaft wegen Lcgung der Geleise in Vcrbiiidniig getreten werden. Ein Antrag Rchbei». den Forstfiskus zn ersuchen, l'/s Morgen Land an die Gemeinde abzutreten, um eine Straße von der Köpnickcr- nach der Pnrkslraße anzulegen, wurde angenommen; ei» Antrag Mann. die Verbreiterung der Bürgerstcige in der Fricdrichstraße zu ver- anlassen, wird in der nächsten Sitzung zur Beratmig kommen. Ferner wurde da§ Projekt einer Kleinbahn von Potsdam nach Johannisthal erörtert. Falls eS zur Ansführnng kommt, will die.Geuieiiide dgzp 10000 M. zur Verfügung zu stellen. Ii« der Eichlvalder Mordsache verfolgt die Kriminalpolizei ciuc neue Spur. Die Recherchen richten sich auf Ermittlung einiger Schiffer, die kurze Zeit vor dcr Mordthat mit den Eheleuten Grasnick znsanimeiigewescn sind. Nach diesen Personen, deren gcgemvärtigcr Aufenthalt nicht fcftzustellcu ist, wird in der Gegend von' Gosen und Rüdersdorf eifrig gefahndet. Aus den Nachbarorte». Für die Ausstellung von Gasantomatcn, welche der Charlottenburger Magistrat jetzt zur allgemeinen Einführimg bringt, sind gestern von der. Depulation. für- das. Bclcnchtnngsivcscii die Beding, mgcn festgesetzt worden. Für je 10 Pf. liefert der Automat, der nur für 5 Flammen geliefert wird, 625 Liter Gas. Jeder Koiisumcnt erhält eine Dreilochkochplatte nebst Ginninischlauch und Schlauchhahn, eine Lyra oder einen Doppclarm, einen Wandarl» nnd zwei vollständige Gasglühlichlbremicr mit Glocken. Für den. Gasmesser wird eine, Miete nicht erhoben, dagegen wird für die»tietsiveise Ucberlassnng der ganzen Einrichtnng ans jede» Knbiknieter Gas ein Ziischlag von' 3 Pf. erhoben. Ersatzteile, ivie Strümpfe nnd Cylinder, werden nicht gc- liefert. Maßgebend für die Berechiinng des Verbrauchs an Gas ist nur das Hanplzahlwerl des Messers, nicht das Antomatemvcrk. Der Vertrag mit der Stadtgemeinde auf Stellung eines Gasaiitoinaten kann jederzeit mit vicrzehntägiger Kündigung aufgehoben iverden. I» Friedenau hat die Gemeindevertretung einen Beschluß ge- faßt, der die Einbiccheezunft geiviß recht sympathisch berühren wird. Es ist nämlich beschlosjeii worden, vom 20. Mai bis 20. Juni des RachlS keine Straßeiilaternen brennen zu lassen. Schöneberg. Der Neunuhr-Ladenschluß für Barbier- und Friseuraeschäfte. der demnächst eingeführt werden soll, beschäftigt gegenwärtig die dieser Branche angehörigen Gelverbetreibendcn. Die Schöncbcrger Innung hat in dieser Angelegenheit sämtliche Barbiere zu einer Sitzimg am Montag eingeladen. Mau sollte denken, dax über die Notwendigkeit der Eillfühning dieser Maßregel auch unter den„Barbierherren" kein Ziveifel»ichr besteht. Ter Nicderbarnimcr Kreistag setzt sich gegenwärtig aus 44 Abgeordnetcil zusammen. Davon entfallen 10 ans den größeren ländlichen Grundbesitz. 20 auf die Landgemeinden und 5 auf die Städte. Da das vom Abgeordnetenhaus' angenommene neue Gesetz über die Abänderung der Kreisordnung bezüglich der Kreistags- Gcvichks-Jeitung. Im zweiten Wirde» ailsiiahmc Verfahre» verurteilt. Einen verzweifelten Kampf um Ehre und Freiheit führt der Dachdecker- meister Georg Hirschfeldt aus Nixdorf, der heute zum drittenmal wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vor der zweiten Strnskammcr am Landgericht II stand. Ter Angeklagt� hat im Juli 1808 den Anstrich eines Hauses in der Prinz Handjcrystraße zn Rixdorf übernommen. ES ivurde ein Hängegernst errichtet, der eine der Böcke, an welchem dasselbe hing, löste sich los, daS Gerüst fiel herab, zwei Arbeiter stürzten hcrnnter, der eine blieb auf der Stelle tot, der audrc ist heute noch arbeitsunfähig. Die eiiigclcitctc Untersuchung ergab, daß das Tau, mit ivelchem der abgestürzte Bock au dem Dachbalken befestigt war, iuorsch war und gerissen ist. Hirschfeldt und sein erster Geselle Karl B o o s e wuxdexi auS technischen Gründen für das Unglück verantwortlich gemacht iind zn je sechs Monaten Gefängnis verurteist.. Boqse.hqt spiizc Strafe verbüßt, Hirsiiifcld legte Revision ein, die verworfen wurde. Es gelang ihm, die Wicdcrnufnahmc des Berfa hpeyS, zu.erjpirkev. Er brachte einen Zeugen bei, welcher bekundete, daß ein Ver- brechen verübt worden sein müsse, denn der Riegel pcS abgestürzten Bocks sei am Abend vor der Katastrophe mit zwei Tauen aii dem Dach- ballen befestigt gewesen. Das Wiederaufliahinc-Verfahren wurde abgelehnt, ans dein Bcschwcrdelvcg jedoch durch das Kaminergcricbt an» geordnet. In der erneuten' Verhandlung vor derselben Straf- kamrncr wurde dem neuen EntlasUnigSzeuge», der sich in Äs i der- sprnche verwickelte, kein Glauben beigemessen. Das Urteil lautete wieder auf 6 Monate Gefängnis. Die eingelegte Revision ivurde abermals vcrivorfcn. Zum zwestenmal gelang es dein Auge- klagten, das Wiederaufiiahmeverfahreii durchzusetzen, aber alle diese Bemühungen waren»insoiist, die zweite Strafkammer erkannte gestern nach Vernchmung von einigen 20 Zeilgen, mehreren Sach- verständigen nnd nach Einsicht von Modelle»' wieder ans s e ch s Monate Gefängnis. Vom Kampf gegen die Dänen in der Nordmark. Der Verein„Fram" ans der Gegend von Hadersleben wollte eines TagcS ein Kaffeekränzchen abhalten. Etwa 50 Personen beiderlei Geschlechts hatten sich in den, Vereinshanse versammelt, um zniiächst einmal tüchtig dem Kaffee und dem Kuchen zuzilsprechen. Ehe noch die Festlichkeit recht begonnen hatte, löste bereits ein Gendarm die Gesellschaft äiif. indem er sie in höherem Austrage für eine Versammlung im Sinne deS§ ,1 dcS VcreinsgesctzeS erklärte, die der vorherigen Nnmeldniig bedurft hätte. Später erhielten die Vorstandsmitglieder Finnemon» nnd Haussen Aullage» wegen Ucbcrtretiliig der§§ 1 und 12 des Vereinsgesetzes. Sic hatten die Einlad», igen zu dem inhibierten Vergnügen besorgt nnd iviirden deshalb für die linterlaffene Polizei- liche Anmeldung mit der Bearündung haftbar gemacht, daß in der angeblichen„Vcrsammluiig" öffentliche Angelegenheiten hätten erörtert werden sollen. Das Verfahren lvar schon einmal bis zum Kanunergericht gcdiebcn. Die RevisionSinslauz hatte die de» Angeklagten un- günstige Eiitscheidimg des Landgerichts aufgehoben und die Sache an den Vvrderrichter ziirückvcrivicscn.. DaS Landgericht verurteilte jedoch die Angeklagten zum zwcitciinial zu Geldstrafen. Die.Strafkamyier nahni an, daß auf jenem Fest dänische Lieder gesungen und Rede» in dänischer Sprache gehalten iverden sollt e n. Da der Verein nach der Annahme des Gerichts seine Mitglieder in Gegensatz zum Deutschtum bringen ivollc, so habe auf die Absicht einer Erörterung öfsentlichcr Angelegenheiten geschlossen werden m ü s s e n.— Die Angeklagten legten wieder Revision ein und bestritten die ihnen unterlegte Absicht aus das cntschicdcuste, ES habe sich lediglich um ein harmloses Familicnkräiizchc» gehandelt. Die Aiiunhinen dcS Borderrichters seien durchaus irrig irnd könnten gar nicht begründet werden. Habe doch der Gendarm die Festteiliiehmer. bereits ansein- ander gejagt, bevor m a n i r g e» d e r iv a s u» t e r>, o m in e n hatte. Der Strafsenat dcS K ä m mergerichss verwarf trotz- de», die Revision als iinbegründet und führte aus: Die§Z 1 und 12 dcS VereiuSgesetzes seien ohne RechtSiritum augcivcudct worpey. Der Vorderrichter habe„festgestellt" j!). daß die Lersanimlung zwar unter dem Mantel" harinloser Fröhlichkeit habe statifinden sollen", daß sie aber thatsächlich den Zwecke» gedient habe, die dänische Gesiimung zu erhalten und zn stärken, und zwar durch gemeinsame Aussprache im dänischen, nntidcutschcn Simic. Also sei eine Erörterung öffentlicher Angelegenheiten bezweckt worden. Auf den Zeitpunkt, wo pufgelöst lvurde, komme es gar nicht an, sondern nur auf den Zweck, der zu d'er'Znsämmeiikniift geführt habe. Zu dieser eigenartige» Sache ist zu bemerken, daß die sogenannten Jhaljächliche» Feststellungen" meist nichts andres sind, wie mehr oder minder bestimmt betonte Annahmen der ersten Instanzen. Prozeß Sternberg. Wie verlautet, wollten gestern die Ver- tcidigcr das Mandat niederlegen, weil der Gerichtshof auf einen von ihnen gestellten Beweisantrag' nicht eingegangen ist. Die Verhnnd- luiigen sind jetzt von dem kleinen SchivurgcrichtSsaal nach dem Zimmer Nr. 55 verlegt worden. Zivci Schutzleute wehren vor dem- selben jeder Ansammlung. Vermißtes- Zum Konitzer Morde bringt die„Danz. Ztg." eine Iniigcrc Ausführung, die darin gipfelt, daß der Tertianer Ernst Winter das Opfer einer LiebeSaffaire geworden und die Zerstückelung seines Körpers demnächst aus Aberglauben erfolgt ist. In Bezug auf diesen Aberglauben druckt daS Blatt einen Brief ab, in dem cS heißt: Wer die Bevölkerung jener Gegenden kennt, der muß als durchaus wahrscheinlicki zugeben, daß der unselige Aberglauben mitgespielt hat. Wie oft kommt es dort und leider ja auch in der nächsten Uingebung Danzigs vor. daß Leichen nacht- licherweile ausgegraben, ciiizeliic Teile(Nieren, Lebern. Nägel, Haare ec.) abgelöst, zerkleinert, gekocht oder sonst zubereitet und irgend einem Kranken als„Sympathicmittel" eingegeben werden I Unerhörte Dinge sind in dieser Beziehung vorgekommen nnd es wäre vielleicht der Mühe wert, nach dieser Richtung hin Recherchen anznstellc».... Eine andre abergläubische Vorstellung geht dahin, daß ein Ennordeter seinen Mörder nach sich ins Verderbe» zieht, iveim die rechte Hand des Gemordeten nicht auf geweihtem Boden licht. Der junge Winter ioar evangelisch, und darum brachte sein Mörder den rechten Arm ans den Friedhof, um das Verhängnis von sich abznlenken. Daß Ernst Winter das Opfer einer LiebeSaffaire(vielleicht eines Eifersüchtigen oder Wahnsinnigen) ge- worden, dafür spricht nicht nur sei» geheimnisvolles Verschwinden mitcr sorgfältiger vorheriger Verhülliing jeder Spur am hellen Soimtagnachmittag, sondern nichr noch ein Ergebnis der Sektion. das genauer erst jetzt bekannt wird. Es sind nämlich, wie bereits gemeldet, bei der Sektion des Leicheiirumpfes Speisereste in der Speiseröhre vorgefiinden worden. Die Speise», Schiveinefleisch»nd Gurke», befanden sich in nnverdaiitein Znstand. Hieraus ist zu schließen, daß der imglückliche junge Mensch einige Stunden nach dem Mittagessen und nicht des Abends oder noch später ermordet worden ist, da die Fleischspeisen sonst hätten verdaut seilt müsse». Der Fund gicbt nun auch die Geivißhcit, daß der Ermordete ivirklich der junge Winter ist, ivas bisher immer noch nicht mit Beslimmihcit feststand; denn eS ist erwiesen, daß er am Tag des Berschivindens zu Mittag die oben Lenaiinteii Speisen gettossc» Hot. Der Umstaiio, daß die Speisereste sich nicht im Magen bcsanden, läßt sich ans zweierlei Weise erklären. Entweder der Austritt ist durch Erbreche» erfolgt, das durch eine Gchirncrschüttcrnlig, also hier durch einen Schlag oder Sturz ver« ursacht worden sein kann, oder aber die Speisen sind bei der Zer- teilnng der Leiche infolge starke« Drucks ans den Magen in die Speiseröhre getreten._ Marktpreise von Berlin am 6. April IÜOO Hart) Er»iittl»»iicii de? kgl. PolizelpiösidininS. Melzen D.-Etr. �illoggen Fntlcr-ILerfle« Hafer gut . mittel. .. gering silichlstroh H-n 5) Erb je» ß)Zpciicl'oh»ct» pViti'cn Kaitosiel», nein Rindslrljch, JUille l ig do. Baiich„ ') Trmiitelt pro 15,20 14,20 14- 15,— 14,30 13,00 4,66 7,30 40,— 45,— 70,- lico 1,20 Tonne 14.10 13,50 13,— 14,40 13,70 13,- 4,00 4,70 25,— 25,- 30,- 5,— 1,20 090 von Schweinesleisch Äalbsiciscki Hainmelsieiich Butter Eier Karpfen Aale Zander Hechle Barsche Schleie Bleie Krebse lig 60 Sllick 1 ig per Schock 1,60 1,60 1,60 2,60 4,- 2,20 3,- 2,60 1,80 1,80 3,- 1,20 12,- I,- 1 ,— 1- 2,- 2,40 1,20 1,- 1,~ 0,80 1,20 0,80 3,50 ver Centralstclle der Prenff, Land- ivirlschastskaniiiieri,- Nolierungsstelle— und umeerechiiet vom Polizei- präsidini» sjir dc» Doppelceiitner, P KleinhandrlSprerie. Prodiiktenmarkt vom 7. April, Am Frühmarkt machte sich einige Nachiraac sür effeltivcS Getreide geltend, und da das Angebot gering war, tto'loimten sich die Preise einigermäheu befestigen. Besonders trockene Bahn- wäre war zn gute» Preisen verkänslich. Mittags blieb die feste Tendenz bc- stAicn, Liefenmgen waren aniänglich unter den, Eindruck des warmen, irnchtbriiigende» RegenS»nd schwächerer Schlubiiieldiiiigeu ans New-Aort und Chiiago-etwa» niedriger zu haben, erholten sich jedoch mittags im Ein- klänge mit den Effektivpreiseii, da Oestreich-lliigarn feste Meldungen sandte, Weizen und Noagqn jchsonx» eher, etwas fester als gestern, besonders sür nähe'Sichic-.l, Auch Mehl war nach schwächerem Begiirn erholt. Hafer lag lehr nihig, Mai? ciitschieden matter. Rüböl gab trotz festeren Pariser Mbldnngen duf Realisattonchi weiter nach.— An> Spirttns markt notierte 70cr loco 48,90(— 0,10.) Städiischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 7. April 1900. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 5566 Rinder -1895 Käldar,.13430 Schafe, 8805 Schweine. Bezahlt wurde» für 100 Pfund oder 50 Kilogranlill Schlachtgewicht in Mark(bezichmigsweise für 1 Pfund in Pf.): Für Rinder: Ochien: a) vnllflcijchigc, ausgemästete, höchsten Schlachtwerres, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht ausgcinästcte und ältere ausgemäslete 56—61; o) mäfflg gcnäbrte iniige»nd gut genährte älrere 53—55; ck) gering genährte ieden Alters 48—52.— Bullen: n) vollflei'chige höchste» SchlackilwerleS 58-62; 1,) mäffig genährte jünger« nnd gut genährte ältere 53—57; o) gering genährte 48—52.— Färsen und Stiche: a) vollfleiichige, ausgemästete Försen höchste» Schlachtwerts 00-00; b) oollfleischige, ansgemästeic Kühe höchsten Schlachtwcrtcs bis zu 7 Jahren 52-53; o) ällere aiisgcinästctc Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 49— 50; ch) mäßig genährte Kühe nild Färsen 47—49; o) gering aeuährte Kühe und Färsen 43—45.— Kälber: a) feinste Mast- tälber)VoUi>il!c!»nast) und beste Saugkälber 71—73, b) mittlere Mastkälber und gute Saugiälber 64— 69, o) geringe Saugkälber 56— 60, ch) ältere, gering genährte lFrc'ssrr) 43-49,- Schake: a) Mastlämmer«nd jüngere Mast- hainmel 58—61, 6) ältere Maschammcl 51—56, e) mäßig genährte Hanimel und Scbase iNlerzichasc) 45—49, ch) Holsteiner RiederungS- ichase(Lebrndgewicht) 00-00,- Schweine: a) vollsleischige der feineren Raff ei: und deren Kreuzungen im Aller bis zu Ih« Jahren 46, b) Käser 00—00, c) fleischige 45—, ch) gering entwickelte 42-44, e) Sauen 41-42, Verla Iis und Tendenz. TaS Rindergeichäft wickelte sich ruhig ab und hinterläßt Ileberstand. Ter Kälbcrbaudel gestaltete sich ziemlich glatt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang langsam, cä bleibt nicht unerheblicher Ileberstand. Ter Schwetiicmarkt verlief ruhig und wurde geräumt._ ... Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Ausrage eine Chiffre tzwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte AboiliiementSqMttUNg beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beanl- wortet und schriftliche Slntwort wird nicht erteilt. Tie jnrittischc Iprechstliudc sindet Moniag, DienStag und Freitag von 7— S llhr abends statt. S. C. 30. Stark gekrümmte Zehen. Herzfehler. - E. A. Er muß klagen und kann beim Gericht eine einstweilige Ver- fügung aus Herausgabe erwirken.— V. 8. IS. Sie sind Vorerbe deS gesamten Siachlaffes Ihrer Frau. Nach Ihrem Tode erhält Ihr Sohn den Nachlaß Ihrer Frau«nd de» Ihrige«.— F. I., Weistcnsce. Ich bedarf einer genaueren Darstellung des Sachverhalts. Komme« Sie in die Sprech- stunde.— Kollers Tiergarten. Das Verlangen der Polizei ist nicht begründet. Sic brauche» außen überhaupt lein Schild.— Johannes May. -Sie töimen wegen-der irnrechtineißmen Vorenthält»»« der Papiere Schadens- eriayaniprüch« geltend»lachen.— O. D. Sie haben keineu Anspruch niehr auf Kündigung.— Stcrbekasse. Soweit ich sehe, handelt cö sich um de» Enverb der Rechtsfähigkeit nach dem Bürgerliche» Gesetzbuch. Der Eiu- ipnich der Verwoltungöbehörde ist gesetzwidrig, da keiner der Gründe des § 61 B. G. B- vorliegt.— Joh» BnllerS. Klägerin trägt die Gerichts- kossenh kchtcken Sie Ihre Liquidation an de» gegilcrischen Anwalt. Zahlt er nicht, so laden Sie ihn von neuem vors Amtsgericht zur uillnd- lichen Ve, Handlung und erwirken dann Urteil dahin, daß Klägerin die Kosten z« erstatten hat. Dann können Sie vom Gericht Ihre Kosten' sestsetzen und eventuell beitreiben laffen,— Z. Ja. rstttetiingsiidersicht vom 7. April 1900, morge»« 8 llhr. Stationen II 5 5§ s| ä= Swinemdr Hambiirg Berlin Wiesbaden München Wie» � 7610 759 ONO 759 OSO 756 W 754 W 756 SO Wetter 2 wolkig t Nebel 2bedkckt lpeiter 4!Regen ÜsRegen az il Stationen Haparanda Petersburg Cork Aberdee» VariS 771 i I Still 770 ONO 756NNW 7S0W 755 SO Witter --7. -»>> S «5. -fDunft IKetter .'Mb. beb. 1 bedeckt Ibedeckt -I» 1 8 4 « BSclter-Prognose sür Sonntag, de» 8. April 1000. Ein wenig kühler, zunächst ziemlich trübe mit geringen Niederschläge» und mäßigen nordöstlichen Winden; nachher aufklarend. Berliner Welterbureau.' Veroulwortlicker Redacteur: Pank John in Berlw- Für den Inseratenteil vcraiilwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. �Warenhaus �.�Wertheim Berlin, Leipzigerstr. 132133. ßoseiithalerstr. 27 29 und 54. Orauienstr. 53154. Damen-Zwirn-Handschuh© farbiS � 28 Damen-Zwirn-Handschuhe, gmustort.......... 33 � Imitiert Schwed. 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Wissenschaftliche Wochenschrift. «Die Neue Zeit.« Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Nltenburg„Altenburger Volkszeiwng" Kunstgaffe 12. Bant„Norddeutsches Volksblatt" Neue Wilheliushavener- straffe 38. Bielefeld„Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum„Volksblatt" Johanniterstr. 10. Braudcnburg„Brandenburger Zeitung, Märkisches Volksblatt", St. Annenstr. 33. Braunschwcig„Braunschweiger Volksfreund" Höhe 4 Bremen„Bremer Blirger-Zeitung" Hankenstr. 21/22. Bremerhaven„Norddeutsche Volksstinime" Am Markt 6. Breslau„Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel„Volksblatt für Hessen und Waldcck" Hohenthorpr. 2. Chemnitz„Volksstiuluic" Uferstr. 14. Dessau„Volksblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. S. Dortmund„Rheinisch-Westfälische Arbeiter-Zeitung" Westenhellweg 120. Tortmund„Westfälische Bolkstribüne" Lüdenscheid, Louisenstr. 7. Dresden„Sächsische Arbeiter-Zeitnng" Zwingerstr. 22. Düffeldorf„Niederrhcinische Volkstribüne" Graf Adolph- straffe 43. Elberfeld-Barmen„Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt„Tribüne" Futterstr. 7 p. Cffen„Der Weckruf" Gerlingsplatz 9. Frankfurt a. M.„Volksstimme" Groher Hirschgraven 17. Furth„Fürthcr Bnrger-Zeitung" Königstr. 95. Gera„Rcuffische Tribüne" Zschochem 54. Salle a. S.„Volksblatt für Halle" Gciststr. 21. anibnrg„Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. arbnrg„Volksblatt" Grosser Schippsee 4 p. aunover„Volköwille" Burgstr. 9. Hof„Oberftänkische Volkszeitung" Lorenzstr. 23. Karlsruhe„Volksfreund" Werderplatz 31. Kiel„Schleswia-Holstein'sche Bolks-Zeitung" Bergstr. II. Köln„Rheinische Zeitung" St. Agatha 3. Leipzig„Leipziger Volkszeitung" Tauchaerstr. 19/21. Lildwigshafen„Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. Lübeck„Lübecker Volksbote" Johannisstr. 50. Lüneburg„Lüneburger Volksblatt" Altstadt 20. Magdeburg„Volksstimme" Jakobsstr. 49. Mauiz„Mainzer Volkszeitung"(„Hessische VolksstiNtme") Margarethengasse 13. Mannheim„Volksstimme" K. 3, 14. München„Münchener Post" Senefelderstr. 4 I. Nürnberg„Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach„Offenbacher Abendblatt" Grobe Marktstr. 25. Saalfeld„Saalfelder Volksblatt" Rosniaringasse 15. Stettin„Bolks-Bote" Kiinig Alvertstr. 15. Stratzburg i. E.„Freie Presse für Elsoff-Lothringen" Schilttgheim, Bischweilerstr. 23. Stuttgart„Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Wiirzburg„Fränkische Volkstribüne" Stisthaugerpfassen- gaffe 3. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Crefeld„Niederrheinische Volkstribüne" Breiteste. 44. Dresden„Der Volksfreund" Zwingerstr. 22. Falkenstciu„Vogtländische Volkszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. Forst i. L.„Märkische Volksstimme" Frankfurterstr. 11. Gotha„Volksblatt für die Herzogthümer Coburg und Gotha" Mohrcnberg 7. Görlitz„Görlitzer Volkszeitung" Teichstr. 2. Greiz„Rcuffische Volks-Zeitung" Untere Silberstr. 1. Halberstadt„Halberstädtcr Arbeiterzeitung" Bakenstr. 37. Königsberg i. Pr.„Volks- Tribüne" Knochenstr. 32 p Rostock„Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Solinge»„Bergische Arbciterstimme" Kaiserstr. 29. Zwickau i. S.„Sächsisches Volksblatt" Richardstr. 15 Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen„Aachener Volksblatt" Kurhausstr. 14. Augsburg„Augsburger Volkszeitung" H. 352. Breslau„Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/S. Delmenhorst„Deluienhorster Volksblatt" Koppelst». 6. Laugenbiclau„Der Proletarier aus dem Eulengebirge' Ober-Langenbielau, 2. Bezirk. Saalfeld„Thüringer Volksfreund"(Thür. Waldpost) Rosmaringasfe 7. „Thüringer Volksblatt"(Schwarzburger Volksfreund) Rosmaringasfe 7. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Bant„Die Norb-Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 33. Berlin„Gazeta Robotnicza" Stralauerplatz 21. Braunschweig„Der Landbote" Höhe 4. Caffcl„Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden„Der arme Teufel" Falkenstr. 10. G ietzeu„Mitteldeutsche Sonntags-Zeitung" Kirchen- platz II. Halbcrstadt„Sonntags-Zcitung" Bakenstr. 37. Köln„Rheinische Zeitung"(Wochenausgabe) St. Agathe 3. Stuttgart„Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. Berlin„Die Fackel", Louisen-Ufcr 11. tanan„Der Bauernsreund" Philipp Ludwigs-Anlage 9. önigsbcrg„Der Ostpreuffische Landbote" Knochenstr. 32. Witzblätter �Erscheinen aller 14 Tage). München Stuttgart „Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. „Der wahre Jacob" Furthbachstt. 12. Jllnstrierte Untcrhaltungsblätter. Berlin„In freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. scheint in Wochenheften. Hamburg„Die Neue Welt" Grosse Theaterstr. 44. scheint wöchentlich einmal. Er- Er- Gewerkschaftspresse Deutschlands. II. Quartal 1900. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig„Correspondent für Deutschlands Buch- drucker und Schriftgieffer", Salomonstr. 8 Wöchentlich erscheinend. Altenburg„Correspondent für die Arbeiter und Ar- beiterinnen der Hut- und F t l z w a r e n- Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin„Die A m e i s e", Organ des Porzellan- a r b e i t e r- Verbandes, 80., Engelufer 15 II. „Bildhauer- Zeitung", Reanderstr. 3. „Die Einigkeit", Organ der Vertrauensmänner- Centralisattoncn Deutschlands, Adalbertstr. 19 II. „Allg. Fahr-Zeitung", Schützenstr. 58. „Der Ä a st w i r t h s g c h i l f e", Jüdenstr. 38. „Der S t e i n a r b e i t e r", Nixdorf, Bergstraße 30/31 Hof pt. Bochum„Deutsche Berg- und Hütten- arbeiter-Zeitnng", Johanniterstr. 12. Bremen„Deutsche Böttcher- Zeitung", Langestr. 100 1. Chemnitz„Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha„Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg„Correspondenzblatt der G c n e r a l k o m- Mission der Gewerkschaften Deutschlands' Marktstr. 15 II. (für Bau- und Hilfsarbeiter) Pt. Former), Hamburg- Eilb eck, Einisbüttel, Bismarck- „Der Arbeiter" Eilbeck, Friedcnstr. 4 „Glück aus!"(für Friedenstr. II. „Der Grundstein"(fürMaurer), St. Georg, Neue Brcnnersir. 19 I. „Holzarbeiter- Zeitung straffe 10. „Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, Hans 8 II. „Fachzcitung für S ch n e i d e r", Lehmweg 41 II. „Vereins- Anzeiger für Maler-c.", Barmbeck, Schmalcnbcckerstraffe 17. „Der Z i in in e r e r", Barmbeck, Fcfflerstr. 23 I. Leipzig„Buchdrucker-Wacht", Tauchaerstr. 19/21. Leipzig„Der Tabakarbeiter"(für C i g a r r e n arbeitcr), Tauchaerstr. 19/21. Leipzig-Schtenditz„Graphische Presse", Schkeuditz. Lindcn-Hannover„B r a u e r- Zeitung", Burgstr- 9. Löbtau-Dresden„Der Fachgeuosse"(für Glas-, Porzellan- u. Thonwaaren-Arbeiter), Reiscwitzerstr. 34 Nürnberg„Deutsche Metall arbeiter-Zettung", Luit- poldstraffe 9. Osscnbach a. M.„D i e G l a s e r- Z e i t u n g Stuttgart„Buchbinder-Zeitun g", Hcusteigstr. 30. „Der Handschuhmacher", Eicrstr. 21 II. Aller 14 Tage erscheinend. Altenburg„Einigkeit", Publikationsorgan für die deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer- und Leb- küchler-Vcrbände, Mauergasse 4b. Berlin„Der Courie r", Centralorgan für die Jnter- essen der im Handels-, Transport- und Verkehrs- gewerbe beschäftigten Arheiter Deutschlands, 80., Engel- ufer 15. „Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin 30 W., Gleditschstr. 49. „Handlungsgehilfen- Blatt", 1�0. Linien- straffe 242 I. „Der Handels-Hilfsarbeiter", Organ für alle im Handels- und Transportgewerbe beschäftigte» Hilfsarbeiter Deutschlands, 0.. Kommandanten- straffe 25 I. „Leder arbeiter-Zeitun g", Soldinerstr. 37, II. „Sattler- und Tapezierer- Zeitung", 80., Engelufer 15. Allg. Steinsctzer-Zeitung", UVV., Waldenserstr. 13. „Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Reinicken- dorferstr. 7. „Zeitschrift für G r a v e u r e und C i s e l c u r e", Kott- bnier Damm 8. Brauuschweig„B arv ier- u. Friseur-Z eitun g". Rosenhagen 5. Frankfurt a. M.„Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", Brückenstr. 49. Hamburg„Deutsche Bäcker- Zeitung", Organ deS Bäckcr-VerbandeS, Jdastr. 15/17. „Der S ch i f s s z i m ul e r e r", Eilbeck, Konventstr. 5. „Gärtner-Zeitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Vereinigungen, Markt- straffe 10, H. 1 p. „Der Kupferschmied", Eilbeck, WandSbecker Chaussee 180 II. „Der S e e m a n n", St. Pauli, Hafenstr. 116. Hannover„Der Proletarier"(für Fabrik- K. Ar» beiter und Arbeiterinnen), Leinstr. 31 m. Leipzig- Reudniü„Correspondenzblatt der Tapezierer", Gcmeindestr. 19 I. Pforzheim„Der G o l d a r b e i t e r", St. Georgenstr. 50. Stuttgart„Die Gleichheit", Zeitschrift für die Jnter- essen der A r b e i t e r i n n e n, Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. Berlin„Der Bäcker", Organ für die Interessen der Bäckergesellen Berlins und Umgegend. Klosterstr. 101. „C o r r e s p o n d e n z- B l a t t des Verbandes der im Vergoldergew erbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands", Chausseestr. 43, 4 Tr. Der B n r e a u- A n g e st e l l t e", dl., Arkonaplatz 3 II. „Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands. 80., Pücklerstr. 55. Monatlich dreimal erscheinend. Berlin„Der Töpfer"(Fachblatt für Töpfer und Ziegler), Roscnthalerstr. 57. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jeden Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreff- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behuss Vor- merkung mitteilen zu wollen. Berlin, den 6. April 1900. Der Parteivorstand. ZMfs bchuhMienvaus üsiiIitgezcliZstf Jernsalemerslr. 40, am DBatioffplatz: Filiale: Potsdamerstr. 2, am Potsdamer Platz Ist das grösste Special gesehäft Pentsehlancls« l>Ie Beichhaltiglcelt des Warenlagers steht einzig in seiner Art da.— l>ie Firma fährt Schnlte und Stiefel für jeden Stand,— für jeden Bei'nty— für Jeden Zweck,— für Jeden Fuss,— kurzum: für jedermann. 6, SO Hk., 7.S0 Mr.. 8,50 Mk., 9,00 Mk., 19,00 Mk. Jede Preislage bildet eine Abteilung für sich. 11,00 Mk., 12.50 Hk., 13.00 Hk., 14,00 Hk, 15,00 Hk. Jede Preislage bietet eine vortreffliche Auswahl. 16,50 Hk.. 17,00 Hk., 18,50 Mk., 19,00 bis 24.00 Hk. Jede Preislage hat zahlreiche Fagons. Herren- Stiefel n 5,50 Hk, 6.50 Hk, 7.00 Hk.. 8,50 Hk, 9,00 Hk Jede Preislage leistet Garantie für Haltbarkeit. 9.50 Hk.. 19,50 Hk., 11,00 Hk.. 12,50 Hk, 13,00 Hk I Jede Preislage hat gute, haltbare i.edersorten. OllClcl|4,oo Hk, 14,50 Hk. 15,00 Hk., 16.00 24,00 Hk Jede Preislage hat die vorzüglichsten Passformen. 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Montag: Frau Sonne. Hierauf: Im Exil. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7i/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Schlastvagen- Controleur. Montag: Die Dame von Maxim. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 7i/- Uhr. Nachm. 3 Uhr: Undine. Montag: Der Bettelstudent. Schiller. Der Probepfeil. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maebeth. Montag: Fröschweiler. Thalia. Im Himmelhof. Anfang 7'/- Uhr. Montag: Dieselbe Borfiellung. Luisen. Der Millionenbauer. An- sang 8 Uhr. Nachm. Li/, Uhr: Die Räuber. Montag: Der Millionenbauer. Central. Die Puppe. Anfang ?'/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die FlederuiauS. Montag: Die Puppe. Belle-Zlllianee. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Carl Weist. Der Mtnenkönig von Transvaal. Anfang?>/, Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Victoria. Die Cirkus-Fee. Borher: Einer muß heiraten. Ansang 8 Uhr. Nachm. 3i/, Uhr: Die Grille. Montag: Die Cirlus-Fee. Einer muß heiraten. Friedrich- WilhelinstüdtischeS. Muttersegen oder: Die neue Fancho». Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. Montag: Mutterfegen oder: Die neue Fanchon. Metropol. Speeialitätenvvrstellung. Die verlehrte Welt. Anfang 7i/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Npollo. Speeialttälen- Borfiellung. Im Reiche deS Jndra. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Speeialitäteu- Vorstellung. Die neue Herrin. Anfang 7'/- Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. ReichShalleu. Stettiuer Säuger. Anfang 7 Uhr. Passage- Panaplikiim. Speeialt- täten-Vorslellung. Urania. Jnnalideiistr. k7/«iS. Täglich abendü von b— 10 Uhr: Sternwarle. Tanbeiistraste 48/49. Abends 8 Uhr(im Theatersaal):„Von den Alpen zum Vesuv." Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Hörsaal:„Reisebilder aus Kamerun". LchillttÄil'iiter (Wallner-Thealer). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: iflaclicth. Trauerspiel in 6 Aufz. von William Shakespeare. Sonntag, abends 8 Uhr: ver P,'<,I,«Zi>r«lI. Lustspiel in 4 Akten von Oskar Blumenthal. Montag, abends 8 Uhr: PriincInvcUci'. DtenStag, abends 8 Uhr: Hlnplch Liomaen. Thalia-Theater. Tel. AmtIVa 6440. Dretdenerttr. 73/73. Täglich! Ricsenlacherfolg l Im Himmel hos. Thomas, Thiclscher, Helmerding, FUnkermami, Paulmiiller. Ansang 7i/, Uhr. Morgen und folgende Tage: Im Hinimelhof. MF" Heute nachmittags 3i'2 Uhr; Oesfentliche Hauptprobe zu„Lill««»" von Mendelssohn. Zu kleinen Preisen. VI. Hoacks Tliaater, Brunnenslraße 16. Mutter nnö Schn Schauspiel in 5 Alten von Charlotte Birch-Pfeiffer. Urania Tanlicnstrasae 48/41). Im Theater abends 8 Uhr: „Von den Alpen zum Vesuv!4 Montag; Dasselbe. Im Hörsaal: „Eeisebilder aus Kamerun." Invalldcnstr. 57/V2: Sternwarte. Naclimlttags 5—10 Uhr._ " CASTANS«« PANOPTICUM Original-italienische Sänger- n. Konzert- Gesellschaft „Colombo". Die neuen sensationellen lebenden Photographien. Stiergefeoht.— Mann über Bord.— Stapellauf eines modernen Schlachtschiffs. — Baby-Wäsche u. v. a. m. Joubert+.— Krüger.— Cronje. "Passage-Panoptlcimi." Heute, Sonntag, den 8. April, nachm. 4 Uhr: für Kinder. Stündl.: 35 Togo- Kcgcr. Abends 0'/2 Uhr: Thfeätre väriötö. Crtttvttl Tlzvntev Direktion: lose llerencry. Nachm. 3 Uhr zu halben Preisen: Tie Fledermaus. Abends 7i/, Uhr zum 17ö. Male: Die Puppe. Montag bis inkl. Donnerstag: Die Puppe. Sonnabend, den 14. April.(Er- öffnung der Sommcr-Saison.) Berlin nach Elf. Große AusstattungSposse mit Gesang und Tanz. CsiK'rw«l88.Theeter Gr. Frankknrterst raste 133. Täglich: liiicnfilnifl von Transvlial. Aktuelles Zeitgemälde mit Gesang in 12 Bildein von E. Rittcrscldt. Anfang 71/, Uhr. Im Tunnel Frei-Konzert.Anf. bi/,Uhr. Ohm Krüger: Direktor Carl Welsi. Nachm. 23/4 Uhr. Freie Aolksblihue. „Die Neuvermählten." Hierauf:„Die sittliche Forderung." Montag. Zum SS. Male: .Der Mincnkönig von Transvaal." Pslgst-Iheoter früher roon-r�Iaik, Burgstr. 22. Das große erstklassige �.prll-k'i'oßkrsiiiiQ. Noch nie dagewesen! DI« ni.vatoi-jtigOH Illcfantcn 14 dreseilcrtc Ziegen. Ter um fit,- Eleetric-Geiiins. SW Nurnoch bis DvunerStag das erfolgreiche Berliner Liedcrspicl Die neue Herrin. 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Donnerstag, den 12. April er., ab. 7i/, Uhr: Abschieds-Vorstellung. Heute: 2 gr. brill. Vorstell. Nachm. 4 u. abds. 71/, Uhr. Nachm. 1 Kind frei. Nachm. 4 Uhr: Olympische Spiele. In beid. Vorst die großart. Specialit., die best.-Schul- u. Freiheitspserde, die vorz. Clowns. Abends: Dic Camorra. Donnerstag, den 12. April: llntvidcrruslich lebte Vorstcllnng. Schlust der ersten Saison. H e u t e, Sonntag, den 8. April: D®?- Letzter Sonntag.-VE 2groN*e brillante»4 Gala- VoiMstellungcn C Nachm. 31/, Uhr u. abends 71/, Uhr. Fn beide» Vorstellungen: Gleich reichhaltiges abwechselnd. Programm. Auftreten sämtl. neu engagierten Kunst- kräste sowie Direktor Alb. Schumann mit seinen anerkannt unerreicht da- stehenden Original-Drcssuren. Nadtzn. 3V, Uhr: Ans vielseit. Verlang, noch einmalige(jedoch unwiderrufl. letzte) Auffuhrung: Im Weihnachtsbazar oder Die Puppeiikönigin. Nachm. auf all. Plätzen 1 Kind frei, jed. weitere Kind halbe Preise(außer Galerie). 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Osterfciertag) im Berliner Praler, KastanLen-AJlce 7— 9, Grosse Wohlthätigkeits-Matinee im veranstaltet von Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Bestehend auS:[219/18 Konzort, KosanA- und Vortrügen. Unter Mitwirkung deö Gesangvereins Zkord und des Berliner Ulk-Trio., Im Interesse des wohltbätigcn Zwecks ermdii um rege Betciligniig___ Das ftumitcc._ | Parteigeno ssen Moabits. Am Sonntag, den 13. April d. I., inittags 12 Uhr, IVIoaditer Desellsokafiskaus, /�lt»IVIoabit 80— 81, Grosse Matinee Rege Beteiligung erwartet veranstaltet von den Parteigenossen Moabits. Das Komitee. „Seelerrasse" Lichtenberg I�odei*'" Strasse No. 6. ILU LcP (Die breite Röder-Straße ver- bindet das Stenerhäuschen an der Landsberger Allee mit Dorf �ohtsndsrs? Lichtenberg. Zu Fuß in 8 Mi- b/Beriin 7$y nuten von den betreff. Ringbahn- stationen und den Haltestellen der elektrischen Bahn erreichbar.) UJ ■Terrasse [Lichtenberg] b/Berlln *jtml Vergnügungs- Etablissement ersten Ranges (20 000 Vevfonen folsend). 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BerciiiSangelcaciilieitcu. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Mitglieder sind verpflichtet, pilnitlich und zahlreich zu erscheinen. Zur Beachtung! Tie Mitglieder werden daraus aufmerksam gemacht, daß noch eine große Anzahl Billeis der Treptower Sternwarte auf de» Zahlstellen liegen und ersucht der Vorstand, daß die Mitglieder während der Feiertage dieselben zum Besuch der Sternwarte zahlreich benutzen. Ferner haben viele Mitglieder die auf den Zahlstellen bestiidlichen Karten noch nicht ausgefüllt; dieselben haben dieser Pflicht schleunigst nachznkmnme». 238,6* Der Vorstand. SonaldemokraNscher Wahlverem für den4.Dtrl.Mlchötags-Wahlkrels(Osten). Ticustag. dcit 10. April, abends« Uhr. im Lokal des Herrn Breuer, Gr. �-ranksurterstr. 117: General- Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS Genossen Reichs tags-Abgeordneten k'rlts Kauert über:»Die gegenwärtige politische Situation'. 2. ThätigkettSbcricht deS Borstauds. 2. Bericht des Kassierers. 4. Wahl des Vorstands. S. Wahl der Revisoren. 6. Verschiedenes. 242/12» legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet.— Quitwnasbuch Der Vorstand. rem für Jen sectisten Berliner Reicüstags-Walrefs. TicnStag, dcu 10. AvrU, abcudö 8>/s Uhr, i n d cn Ar miniushallen, Brem er st raste 72,73: W?" VersÄiuimlung."WZ TageS-vrbnung: 1. Vortrag deS Genoffen«trvhel über:»DaS Liebäugeln der bürgerlichen Natioualökoiiomc» mit der Arbeiterbewegung»ud die Stellung der Socialdrmokratic.« 2. Diskussion. 3. Vereins- angelcgenheite». MM- Gäste Hoben Zutritt.'VsZ Ter Vorstand. KL. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 13.. 20. und 27. Mai Soiidcr-Borstcllungcn in der„Tlrnnla" stattsindc». Billetö sind vom 12. April ab bei den B e z ir k s s ü H r e r n zu haben.— Die Siorstands. Mitglieder«erden gebeten, sich am Mittwoch, de» 12. April, abends i» Ilhr, bei Krnnse einznsindc»., 246/19* Lerband der an Doljbearbeitnngs-MaWntn defchästigten Ardeiter Berlins u. Zlmg. Moutag, den 0. April, abends(O/, Uhr, im Englischen Garten, Alexauderstraste 27c: (Kenerol- 3D�tTnutmUiiiQ4 TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom Maskenball nnd vom ersten Quartal. 2. Antrag: Erhöhung der Betträge. 3. Verschiedenes. JlMr Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt."M/Z 32/18 Der Vorstand. XL. Die Kollegen, welche Sammellisten haben, werden ersucht, bis zum 14. d. M. dieselben abzuliefern. Achtung, Schneider! Montag, den v. April. nbrudS«-/, Ubr. in den.Arminhall-u« Komiuaiidaiiteiistrafir 20: Große öffentliche Uersamminng. TageS-Ordnung: I. Unsre letzten Erfolge und SteNuiignahme zu der Finna Adam u. a 2. Diskussion. KU/n Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vertraueusmauu. Morgen, Montag, abends Sl/t Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/22: Sitzung der Orts- Verwaltung. Alle Kollegen, welche aus den Bibliotheken, Annenstr. 30, Mantcusfek- flroße 74 und Blumenstr. 38, Bücher geliehen haben, werden nochmals dringend ersucht, dieselbe» sofort an die bctreffeudcn Stellen abzuliefern. _ Die OrtsTcrwoltang. Moutag, den 9. April, adendS 8 Uhr. bei Gold, Graste Frauk- furterftraste 133 t V er«a uuuluug. TageS-Ordnung: I. Bcsprechimg des GesellenansschuffeS und deS JnnimgL-GchiedS- gerichts. 2. Verschiedenes. 82/18 Ckntral-VerWlil iikr StmlMre. Eillaie Dcriln. Moutag, 9. April, abend« 8 Uhr. bei«nske, Grenadierstr. 33 Mitglieder- Ver�auiiuluug. Tagesordnung: 1. BereinSangelegenheiten. 2. Verschiedenes. 173/7 Der Vorstand. AM»s! Fliesenleger! AMimg! Ticnötag, den 10. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alrxanderstr. S7v, Oeffeutliche Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Unser gegenwärtiger Streik. 2. Vertckäedencs. 56/7 I»1e Eohnlroniniläslon. Artung! ßraiiBrei-Hilfssrlieiter! Achtung Sonntag, den 8. April 1900, mittags präcisc IS Uhr, in Kcllcrö Festsälen, Koppeustr. 20, Gr. öffentliche Versammlung sämtlicher Hilfsarbeiter, als da find: Fahrer, Mitfahrer, Stalllcnte.Hofarbciter, Kellerarbeitcr Heizer, Maschinisten. Schlosser, Schmiede und aller sonst beschästigteu Hilisarbeiter. Tagesordnung: 1. Der Nutzen der gewerkschaftlichen Organisation deS Ccntralverbonds der Braucrei-Arbcitcr. Referent: Kollege Scbitler. 2. Tis- knssion. 3. Verschiedenes.— Es ist Pflicht sämtlicher Kollegen, pünktlich 12 Uhr zu erscheine», da der Saal um 4 Uhr geräuurt werden»mst. 352b Der Vorstand. Alhtttttg! Ächtung! M a u r e r Charlottenburgs. Dienstag, den 10. ilpril, ahends 8 Ehr: Mitgliedep-yersammlung d. Central« Verbands deutscher Maurer (Zahlstelle EHarlotteubnrg) In der„Gambrlniis-Branorct". Tage«-Ordnung: 1. Vortrag. Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht 2. Diskussion. 2. Gcwerkschostliches.[131/11 Zahlreichen Besuch erwartet__ Die orll. Verwaltung. I. A.: ll. ku,zo. Verein deutscher Schnhmacher. Montag, de» 9. April. abendS 8>/z Uhr» Zwei Brauchen-Versammlungen in nnchfolgendeil Lokalen: 169/15 Mariszinvnol�bettev undl Vutzer bei Haherecht, Gr. Fraukfnrterstraftc 30. Eittlristov bei Lange, Dragonerstrasze 15. Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung über den einheitlichen tohntarif. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die LrtSverwaltung. Vfirtanil äü IRMiigiie beschäftigten Arbeiter Berlins. Montag, den 9, April» abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasftr. 21: Mitglieder-Versammlung."HW TageS-Ordnung: 1. Bortrag deS Genossen Wagner über: Die Bedeutung deS 1. Mai für die Arbeiterschaft. 2. Diskussion. AntrSge hierzu. 3. Kaffeubericht. 4. Unsere Lohn- und Arbeits-Statistik. 5. Verschiedenes. 175/6 Zahlreichen Besuch cnvarlet unbedingt Der Vorstand. r mM (Filiale Herl In.) Tieiistag, de» 10. April 1900. abends 6 llhr. im Slchwclzergartcn. am Röuigsthor: Sleuer al-V ersammlung. Tages-Ordnuna: 1. Kassenbericht vom 1. Quartal 1900. 2. Kleinhandwerksbestrevung, ZwangSiiminia und die Lage in unsrein Beruf. Referent Reichstags- Abgeordneter liosenorv. 3. Aufstellung der Kandidaten zum Icsellen- auSschuß der Innung. S.Abrechnung vom Vergnügen. 5. Gewerkschaftliches. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen jedes Mit- glieds.— Mitgliedsbuch legitimiert. 95/11 Der Elllal-Vorstnnd!, Marmor- it. Granitarbeiter. __ Ilienstac, den 10. April, abends 8 Ehr, l»..Cohns Fcstsillcn", Bcnthstrnsse Ar. 10:-Wtzz Oeffeutliche Versammlung. T a g c S- O r d n u u g: I. Vierteljahres- und Jahresbericht. 2. Neuwahl deö Vertrauensmanns «nb der Revisoren. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Verschiedenes. 172/llj_ Oer Vertrauensniann. Verlmii dkl Mliiier Kürschner. UontaU, den O. April, abends 8>/, Ehr, Welnstr. 11: General- Versammlung. Tage S- Ordnung:[83/5 I. Bericht des Vorstands. 2 Neuwahl desselben. S. Gewerkschaftliches. Pflicht für jedes Mitglied ist eS, dort zu erscheinen. Ter Borstaud, �rbkiter-Liläuzigs- Ledule Hills Nosistr. 3, port.,„Englisclier Hot". Lehrplan für das II. Quartal 1900. Unter- richtsfach Nationalökonomie Bede- Uebung Geschichte Behandelter Lehrstoff Marx' ökonomische Lehren Referate nnd Diskussion über Themata aus dem socialen, gewerkschaftlichen and geistigen Leben Kultur- und Kunstgeschichte im neunzehnten Jahrhundert Lehrer Schriftsteller Dr. C. Sohmidt Rechts- anwalt Victor Fränkl Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner Unterrichts- Abend Montag Donnerstag Freitag Der Unterricht beginnt in MatlonalOkonomie Montag, den 23. April; Rcde-Ecbung Donnerstag, den 26. April; Geschichte Freitag, den 27. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünkflieb um ö Ehr und endet um"jll Ehr. Die reichhaltige Blbllotheh ist an diesen Abenden von 8—9 Ehr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichts- geld für' jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist späteatons am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt— am besten bei Beginn jedes Kursus— im Bohullokal Äicue Kohh- Ntrusse 3 und in nachstehenden Zahlstellen; Gottfr. Schulz, Admiralstrasse 40a; Rcni, Barnimstrasse 42; Schiller, Rosen- thalorstrasse 57; Krause, Müllerstr. 7a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann E,ainliid, Berlin 8. 50. Hasenherde 72, Hof 1. 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. littnlgn, Berlin 8. 59, Diofi'onbachstrasse 15, Querg. 4 Tr., zu senden. 4/lo Xen-Rahnsdorf Nchmilt Neuer Krug Gegr. 1847. Inhaher: Fr. Domning. Gegr. 1847. ..ffsr.0,:,. etntim M-AWhii.iSSÄt an der Oberspree, zwischen Müggel- und Dämeritzsee.[4020L» Uebersahrt nach: Gritnau, nttggclhelm, Gosen. Schönstes und gröstteS Lokal der Oberspree an herrlichem Wald und Wasser, besonders geeignet siir Vereine und Gesellschaften. Großer Park. Neuer Tanzsaal. Spielplätze. Billard. Kegelbahn. Ruderboote. Vorzügliche Küche. Hiesiire nnd Münchner Blcre. Feine Weine. KafTceküche. 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IilhWtlg. 3. StW Ks Jontärts" Knlimr öollisliliitt Soniifsj, 8. April 15)00. VevlÄnttnlnngett. Schöneberg. Am Montag, den 2. April, fand hier bei Obst eine Gencralveriammlimg des„Socialdeinokratischen Vercins" statt. Nach deni gegebenen Kässenbcricht beträgt die Einliahme inl letzten Quartal 395,49 M.. die Ausgabe 222, l5 M., mithin bleibt ein Lkasienbestand von 173,34 M. Das letzte Vereinsvergniigeil ergab ein Defizit von 13,19 M.— Nach der hierauf vollzogenen Ergänzungs- ivahl des Vorstands setzt sich derselbe in seiner Gesamtheit folgender» mabon zusammen: 1. Vorsitzender: Küter; 2. Vorsitzender: Herr- mann; Schriftführer: Wollermann; 1. Kassierr: Schnitze: 2. Kassierer: Bröcker; Revisoren: Leisner, Gärtner. Spandau; Bibliothekare: Blisse, Reiche.— Nach Erledigung dieser Angelegenheiten hielt Schubert einen interessanten Vortrag über die'„lsx Heinze", der mit Beifall eutgegengeuommen wurde.— Unter Vereiusangclegen- heitcn>v, irden dem Samariterverein 30 M. überwiesen.— Die nächste Versammlung findet am 23. April statt. Wilmersdorf. Eine gut besuchte Generalversammlung deS socialdemokratischen Vereins tagte hier am 4. April. Auf der Tages- ordnung stand der Bericht des Kassierers. Danach betrug die Ein- nähme im IV. Quartal 92.52 M., die Ausgabe 56,20 M. Nach einem Bericht des Vorsitzenden vom verflossenen Geschäftsjahr, wurde die Ergänzuugstvahl des Vorstandes vollzogen, die folgendes Resultat ergab: Kraft. 1. Vorsitzender: Witte, 2. Kassierer; Prenfi, 1. Schrift- fiihrer, Körner, 2. Schriftführer; Revisoren: Schöbet, Lemaitre, Jnlobsen; Bibliothekare: Winzens lind Nickel. Sodann wurde» Köpping I, Picsker, Körner. Block, G. Bchrcnd, Rothe, Smarofsky und Prüfer zu Bezirksführern gewählt. Die Zahlstelle Hallensee bc- findet sich jetzt Wcstfälischestrafie bei Heinemann; für Wilmersdorf- Friedenau bei König, Bruchsnlstr. 9. Die diesjährige Maifeier findet in Wittes Bolksgarlen statt.— Nächste Versammlung an, 18. April. Bereinskalender. Rrbeiter-B ildungs Ichnle. Neue Roßstr. 3. Montag. Geschichte lSltere deutsche Sulturgeschichte). Vortragender: Schristsleller Heinrich Cunow.— Bibliothek 8— 9 Uhr. Beginn des Unterrichts v Uhr, Ende 11 Uhr. Arbeiter-Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Bor- sitzender: Rtch. Thate, Schhneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Seikrtt, Kidicinstrahe 113. Alle Aendernngen im BereinSkalcnder sind zu richten an O. Jfaack, Strelitzerftr. 15, Hos II. Montag, abends 9—11 Uhr, Uebiingsftunde und Auwahuie neuer Mitglieder.—.Zulunft II", Steglitz, Kaiserhallrn, Atbrcchtstr. 130.—„Hariiionie", Schulz, Höchftestr. 39. r~„Tonblüte", Hcntsckel, Lübbenerstrane 18.—„Liedcösreiheit II", Strausberg, Maaiius. Withelinstraste.—„Freya II"(gemischter Chor), Rusck, siiichtcstr. 19.—„Solidarität", Leonhardt, Beuthstr. 10.—„Berliner Damen- dior Harmonie", Rosin, Schöiiholzcrstr. 42.—„Vorwärts III", Lichtenberg- Friebrichsfelde, Schulz, Prinzen-Allec 6.—„Concordia", Lier, Alte Jalob- siraße 1l9.—„Alvenbliime", Nen-Weißensee, Sturm, Lothrmgenstr. 33. -„Rote Rose", Prinzen-Allee 44.-.Liedeslust III", Alt-Glieniike, Sab, Glünanerstr. 19 a.—„Vorwärts IX" Charlottenburg, Beter, Wallftr. 94.— „Der Sattler", Conrad, Marflliusstr. 8, Ecke Blanlenscldcrstrabe.—„Ein- tracht III", Nleder-Schanewetde, Strecker, Grünauerstr. 5.—„Männerchor Osten", KobnS, Rtgacrstrabe. Arbeiter-Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aendernngen im Bereinskalender sind zu richten an Eugen Raschle, Rlxdorf, Mahlower- strabe 1, 4 Trevpen.- Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub-Abend und Aufnahme neuer Mitglieder:„Abguß II", Schulz, Höchstestrabe 39.— „Eibele Kolonisten", Klinge. Koloniestr. 137.-„Blaue Schleife", Demdiesky. Görlitzerstr. 52.—„Grüne Linde", Kofleda, Drontheiinerstr. 1a.— „Morgenrot", Rolland, Landsberger Allee 44.—.Eintracht", Kienast, Zorndorscrslr. 9.-„Palmerio", Pätzold, Prenzlauer Allee 43.-„Wieder- sehn", Weber, Neu-Weibensee, Friedrichstr. 35.—„Borwärts II", Wälisch, Adalbertstr. 4. Arbeiter-Turnerbund. Sountag: Turnv..Fichte", Lichtenberg, Asche, Weißeiisceer Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthürnliches Turnen.- Moutag: Turnv..Fichte", Berlin, abeiids von 8-19 Uhr, 7. Männer-Abt., Reichcnbergerstr. 131; 2. Damen-Abt., Ackerstr. 67.; 7. Lchrtings-Abt., Wasierthorstr. 31.- Turnerschaft des Vereins„Nereus", 2. Lchrliiigs-Abtciliing abends 8-19 Uhr Dieffenbachstr. 51. Arbeiter-Schwimmcrbund. Montag: Schwiimnll.„Vorwärts", Danicn-Abt., abends 7 Uhr, Volksbadeanstalt, Schillingsbrücke.— Schwimm- klub„Nord", Damen-Abt., abends 7 Uhr, Vollsbadeanstalt Moabit, Turm- straße 85». Konsumverein Berlin-Nord(Eingetragene Genossenschaft mit be- schränkter Hastpflicht). Vinetaplatz 1. Aufnahmen werden dort außer Sonntags jederzeit vollzogen. Arbeiter> Stcnographenverci».Stolze«.(Einigungssystem.) Sonntag: Bezirk„Norden", bei Glemert, Schulstr. 29, voxm. 19 Uhr. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner Privat-Theatergesellschast„Alpenrose", nachmittags 4 Uhr. Schmidt, Prinzen- Allee 33.— BergnügungLverein„Allemania", 6 Uhr, Englischer Hos, Neue Roßstr. 3.— Geselliger Verein„Regaine", 6V2 Uhr, Schwedterstraße 17.— Montag. Gesangverein„Nord-Melodia", I. Mierle, Schönhauser Allee 191. Verein der Drechslermeister Perlins und Umgegend. Jeden zweiten Montag im Monat, KöuigstädtischeS Kasino, Holzmarltftr. 72. Verein für Frauen»nd Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 9. April, abends 8'/, Uhr, in Ahrens Brauerei, Thurmstr. 25—26: Bortrag von Frl. Adele Schreiber über„Die Frau als Mutter". Frauen- und Mädchen Vildnngsvcrcin zu Nixdorf. Montag, den 9. April, abends 8>/z Uhr, Versammlung bei Thomas, Hermannstr. 49—59: Vortrag des Herrn Marckivaldt über„Die EntWickelung der Schauspiel- kunst". Samartter-KursuS für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 8>/2 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: General- Versammlung. Allgemeine Familien-Stcrbe-Kasse. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bei Dieke. Neues Königliches Opcrn-Theater. Sonntag: Faust. DonnerStagnachmIttag Schülervorstellung: Die Jungfrau von Orleans. Nächsten Sonntag: Die Tochter des Erasmus.— Urania. Alle Abende: Bon den Alpen zum Vesuv. Freitag: Geschlossen.— Reiidenz-Theater. Alle Abende: Die Dame von Maxim. Freitag geschlossen.— Thalia- Theater. Diesen SoimtagnachmtUag: Oratorium„Elias". Alle Abende: Im Himmclhos. Nur Freitag: Oratorium„EliaS".— Central- Theater. Sonntag bis Donnerstag: Die Puppe. Sonnabend: Berlin nach Elf.— Apollo-Theater. Alle Abende: Im Reiche des Jndra.— Metropol- Theater. Alle Abende: Die verkehrte Welt.— Bictoria-Thcatcr. Alle Abende: CirkuSfce.— Carl Weist-Theater. Alle Abende: Der Minenkönig von Transvaal. AllcnAenvaudtrn u. Bekannten die traurtge Mitteilung, daß untre liebe Mutter, Grob- und Schwiegermutter Louise Pasewaldt geb. Slepper im 75, Lebensjahre plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr von d. Leichenhalle des Thomas- Kirchhofs(Rixdorf, Hermann- stroßc) aus statt. Dia trauernden Hinterbliebenen. Todes-AnKcIse. Allen Freunden und Belannten die traurige Nachricht, daß unser guter Vater, Schwicger- und Großvater, der Zimmerer«ottHed Klemm, am 6. d. M. an Altersschwäche ver- storben ist. 387b Die trauernden Hinterbliebenen Max Klemm u. Frau. ■HHBKnBnHBI Dttrdigmtgsverein Serlmtr Zimmerieute. Am 6. d. M. verstarb unser Kamerad der Zimmerer Herr 382b Kottiieb Klemm Int Aller von 72 Jahren an Alters- schwäch«.— Die Beerdigung findet Montagnacknntttag 4 Uhr von der Leichenhalle beb Friedrich Wilhelm- Hospitals(Prenzlaner-Allee) nam dem Marluslirchhos in WilbrlmSberg statt. 0er Voretand. VettltWllß der Mier Ni> mm. BttOß. TtiiWlalldS (Filiale Berlin I. Zahlstelle Webdtngt. Hiermit die lranrigr Nachricht, daß unker langjähriges, treues Mitglied Kiistsii tss�ciiei' plötzlich am Tchlagansall gestorben ist. Tie Beerdigung findet am Montag, deu 9. April,»nrömitiags 3 Uhr. von der Ltichciihalic dee städtischen Kranken- Hauses Moabit, Birkenst roßc, aus statt. Um rege Beiciligu»., ersucht 124 8_ Iber VoeMtand. Todes- Sl«zeige. Den Partet-Genoffen des 6. Berliner Reichoiogs-Wahllrencö zur Nachricht, daß unser Genosse, der Zteiudrucker Ii am 6. d Mis. im 45. Lebensjahr an der Proletarier.'raulheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. April, nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des Zionskirchhoss in Vtirdcr-Schönhanseii ans statt. In dem Genosseu verlieren die Genossen der Schönhauser Vorstadt einen ihrer thätigfic» Mitarbeiter. Ehre seinem Audenkeu. Um rege Beteiligung ersucht Ter Vertrauensmann. Kankr-uxunx. Für die zahlreiche Beteiligung und Kranzspenden bei der Beerdigung meliies lieben, unvergeßliche» Mannes .AugruBt Kenidt tage ich allen Freunden und Belannten und de» Kollegen dcS Juteressen-Bereiiis der «isteumacher, sowie den Mitgliedern des Pflanzer-Verenis„Kloudple" und denen der Kranke»- und Slerbekaffe der deutschen Wagenbauer«eiuen iniiigsteii Dank. 368b Die trauernde Witwe llertd» Kernckt nebst Kindern. Deulseber Maurer-Verband. Zahlstelle Charlotteubnrg. Ten Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege am 7. d. Vits, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. d Mis., nachmittags 2H, Uhr, voiii Städtischen Krankenhaus, Kirch- stroßc 29, and statt. 131/10] Tie OrtSverwaltnng. Danksagnaig. Für die Viesen Beweise herzlicher Teilnahme und für die herrliche» Kranzlvenden bei der Beerdigung meiiles lieden ManncS, nnsres gnle» Vaters, sagen wir allen Freunden n. Belannten nnsren beezlichstcn Dank. Soptzt« Appel ueds« Kindern. Danksagnttg. Für die zahlreiche Beteiligung und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben MonneS, Hermann »nirwrl, jag« ich allen Arbeitern«. Arbeiterinnen der Firma Hirschhorn, dem Comptoir- Personal derselben Finna, iowie dem Gesangverein „Lorbeerkranz", dem Wahlverein im 4. WahllrciS mein« innigsten Dank. 3ö9b]_ Witwe Kntcwcl. Dank. 388b Allen Freunden u. Bekannten sage» wir hiermit nnsren herzlichsten Tank für die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meine« lieben Sohne«, unsrcs guten BrndcrS u. Schwagers, des MöbewolicrerS Cmil Seinmler, insbesonders dem Arbeitcr-Raucher- bund u. dem Raiichklnb Onalmbrstder. Die trauernden Hiivterdiledenen. gy Maler."MxZ Central Krauten- n. Strrbetasse der Maler n. verwandter Berufe c. H. Ho. 7< llsrii» I. Mitglieder-Vtrsmiiiliillg am Mittwoch, den 11. April, abcndS 9 Uhr, bei Rosin. Ruppinerstr. 42. Tages-Ordnung: Vierteljahres-Kassenbericht Ver- schiedcnes. Oie Verwaltung. Gefälliges und angemessenes iiM-izdicliGi) in Metall zum 19 Pfennig- Verkauf (auch als Krawatteu-Radel zu tragen) bei gutem«eberschust. Muster gegen Einsendung von 39 Pf. sofort. � Bei Bestellung Rückvergütung— H. Crnttinaiiii, Abzeiehen-Fabrlk Dcrllu fi., Itrminenstr. O (Amt III 6442) Rohtalmke, auch im Tetailverkanf, empfiehlt zu billigen Preisen bei tadellosem Brand *] W. llndei Stadt, Katscrst,. 39/40. Roiatabak. Sumatra von Mi. 1,60— 4,80. I.ooHent. Pfd. 85 Pf., empüehlt C»rl Kolaud, 3a Kottbukcrstr. 3«.(4042Ü* Rohtabak. Größte Auswahl.— Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität! Sämtliche[40442* Wikatioils-Mtilsilml. Neue Foruicn, sehr große Auswahl zu Origtiial-Fadrtkpretsen. Heinrich Franck, 185. 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Rußland ist heute für den Socialpolitiler wie für den Wirt- fchaftstheoretiker ein in vielen Beziehungen interessantes Land und jedes mit wirklicher Sachkenntnis geschriebene Werk, das uns Einblick gewährt in die eigenartigen Zustände dieses jüngsten kapitalistischen Staats ist mit Freude zu begrüßen. Zweifellos gehört das neueste Buch Professors v. Schulze-Gävenütz zu den lesenswertesten auf diesem Gebiet. Der Verfasser hat bereits in seinen früheren Werken bewiesen, daß er über eine glänzende Beobachtungsgabe verfügt und das Beobachtete zu fchildem weiß. Zum Teil enthält das Buch bereits früher in den „Preußischen Jahrbüchern" veröffentlichte Aufsätze, doch sind diese be- deutend erweitert, die Angaben bis auf die letzte Zeit ergänzt. Von größtem Wert sind die Ausführungen über die Bauinivolliudustrie und die Eisenindustrie, weil hier der Verfasser des„Großbetriebs' sich recht eigentlich in seinem Fahrwasser befindet. Das Kapitel über„Agraria" enthält eine Menge höchst interessanter Angaben und Schilderungen, doch ist hier der Verfasser nicht Fachmann genug, um den ganzen komplizierten Umwälzungsprozeß, der sich innerhalb der bäuerischen Wirtschaft vollzieht, klar zu erfassen. Das Kapitel über den„älteren Merkantilisnins', die Geschichte der Anfänge des Kapitalismus in Rußland. befriedigt am wenigsten und bleibt weit hinter dem zurück, wa§ Tugau-Baranowskij in seinem vorzüglichen Werk„die russische Fabrik" bietet. Dieses Buch wird demnächst in deutscher Uebersctzung erscheinen. Im folgenden beabsichtigen wir nicht die Einzelresultate, zu welchen der Verfasser gelangt, darzulegen, weil das im Rahmen eines Artikels nicht möglich ist. sondern wir wollen die allgemeinen Tendenzen, die aus dem Buche sprechen, beleuchten. Allerdings lautet da unser Urteil anders: So sehr wir das Thatsacheumatcrial. welches Gävernitz liefert, schätzen, können wir uns nicht im cnlferntcste» mit scinen allgemeinen Schlußfolgerungen befreunden. Der Verfasser ist ein unbedingter Verehrer des Kapitalismus, er sieht in der schrankenlosen Entfaltung desselben das Heil der Menschheit. Trotzdem bleibt es schier unerklärlich, ivie er es fertig bringt, die Schattenseiten, die die kapitalistische Entwicklung be- gleiten, gar nicht so zu sehen. Dieses Unvermögen, die Dinge in ihrer ganzen Klarheit zu durchschauen, wo eS sich nicht um die Einzelerscheinung, soudenr die Gesamtheit eineS Erscheinnugskomplexes handelt, tritt sofort zu Tage in der Art und Weise, wie die Arbeiterfrage behandelt wird. Der Grundnnterschicd der russischen von der westeuropäischen Fabrikarbcit— behauptet Gävernitz— läßt sich in der That in dem oft gebrauchten Satz zusammenfassen: Der Arbeiter hat das Band mit dem Lande noch nicht zerrissen. Er ist mehr oder weniger Bauer, gewöhnlich Mitglied einer Landgemeinde. Nur vorüber- gehend suiht er industriellen Nebenerwerb, den er früher oder später mit dem Pflug zu vertauschen hofft. Daß dem noch heute so sei gehe an? folgenden Thatiachcn hervor: In» Sommer find die industriellen Löhne um 10 bis 20 Proz. höher als in» Winter und trotzdem ist im Sommer die Arbeiterzahl in den Fabriken geringer als in» Winter. Zur Zeit der Ernte stehen die meisten Fabriken still. Je schlechter die Ernte. desto mehr Arbeiter strömen den Fabriken zu.— Dieser Umstand bedingt nun die eigenartigen Lebensverhältnisse der russischen Fabrikarbeiter— jenes Zusammenpferchen in Arbeiterkaserncn, wobei jedes Familienleben aufhört(ähnliches findet man übrigens in dci»� Zuckerfabriken des deutschen Ostens): nnd daraus erklärt sich auch, daß trotz der gewaltigen Entfaltung der ccntralrussischci» Industrie eine Arbeiterklasse im eigentlichen Sinn des Worts noch nicht vorhanden ist. Allerdings ist in dieser Beziehung alles iin tjsluß und was Gävernitz für 1832 be- richtet, trifft heute nicht mehr zn: es ist eben ein typisches iüdustriellcs Proletariat in» Entstehen begriffen und Gävernitz spricht»nit Recht von einer.Europäisicrung des russischcn Arbeiters", über die er ungetrübte Frude empfindet. Das ist erklärlich: der begeisterte Aithänger des KapitalisinuS konstatiert den vollständigen Triumph des kapitalistischen PrincipS und es ist nicnschlich und be- greiflich, ivcnii er dabei nur die Lichtseiten ficht, aber ist eS ivissen- schaftlich? Und Professor v. Gävernitz ist so stolz auf seine Wissen- schaftlichkcit. Zweifellos, die Lage des Arbeiters, der endlich jenes Band, das ihn init dem Lande verbindet, zerreißt nnd zun» reinen Fabrikarbeiter wird, gcivinnt dadurch die Möglichkeit, in» laugen, harten Kampfe gegen die AtiSbeutung eine höhere Lebenslage zu er- ringen. Aber wie ist es denn dazu" gekommen, daß die Lage des russischen Bauern jenen Grad deS Elends erreichte, welches>vir heute vor uns sehen? Wie ist eS dahin gekommen, daß selbst die Fabrik, die nissische Fabrik, dieses Zuchthaus, vor welchen, ein Europäer zurückschreckt, dem nissischcii Bauer als Erlösung erscheint? ES giebt keine andre Erklärung hierfür, als die eine, lvclchc Gävernitz nicht acceptieren kann, ohne freilich eine andre dafür zu geben, und diese kantet: Der Kapitalismus, welcher sich die ganze Macht des absolutistischen Staats unterthänig gemacht hat, hat den russischen Bauer ausgesogen bis aufs Blut, hat ihn, die Hungersnot in Permanenz als Kulturerrungenschast gebracht I Die ganze Staat«- n»aschine de« Zarenreichs war vor wie nach der Ba»ernbefreii»ng nicht» weiter als eine ungeheuerliche Saugpnnrpe, dazu bestimmt. Millionen von Bauern die Früchte ihrer Arbeit anSzupresscn und sie den direkten und indirekten Herren dieser Bauern, dem Adel, den Unternehmern, den Beamten und Bankiers zuzuführen.— Dies« ein- fache Wahrheit ist schon seit langer Zeit in den besten Köpfen Ruß- lands klar geworden und ist unzählige Male in die Welt hinaus- geschrien. Gävernitz muß da? wissen, denn im dritten Kapitel seines Buchs versucht er die Lpposilion gegen den Kapitalismus zu schildern, er spricht von den„Slavophilen'. den.Panslavist«," und den „Volkstümlern". Die Slavophilen waren die Romantiker der Rcaktioi». die Panslavisten waren in ihrer Mehrzahl die jeder Romantik baren Anbeter der Knute. Sie ivaren dem Kapitalisnins abhold, weil sie in ihm mit richtigem Instinkt das zersetzende Element er- kannten, welches schließlich da» altr Rußland vernichten mußte,»nid dem modernen Verfechter des siegreichen Kapitalismus wird die Kritik hier in der That recht schiver. Anders bei den Volkstümlern. den„Narodniki'— hier versteht Gävernitz weder eine bedeuiende Erscheinung im kulturellen Leben Rußlands richtig wiederzugeben, noch auch die Kritik derselben zu liefern. Er erzählt:„Die Volks- tümler find gleich den älteren Slavophilcn zu verstehen und zu Ividerlegen als die Lobredner einer unwiderbringlich verlorenen Vergangenheit. Sie würden es jedoch den» Kritiker schwer verdenken, wenn er sie nur unter diesem Gesichtspunkt betrachtete. Ihre Welt- anschaunng trägt einen Januskopf i das eine Gesicht ist der Vcr- gangenhcit zugewendet, das andre der Zukunft, freilich, ivie nur scheint, einer Zukunft über den Wolken. In Rücksicht ans diesen zweiten Teil ihrer Lehre' bezeichnen sich die Volkstümler selbst als Radikale: denn sie sind— Socialistcn." Mit dieser nichtssagenden Vbrase beweist Gävernitz nur, daß ihm sowohl der Ursprung als der Inhalt der ganzen Richtung böhmische Wälder geblieben sind, nnd un» dann allen, die Krone aufzusetzen, erzählt er weiter:„ES ist hier wieder einmal in inlercffanter Weise die reaktionäre Bedeutung der socialrstischen Gedankenwelt Deutschlands auch für das Ausland bemerkbar: die Volkstümler halten ihr WirtschastSprogramm aus dem Grunde für durchführbar, weil ihrer Meinung nach binnen weniger Jahre i» Westeuropa der socialistische Staat aufgerichtet sein wird."— In Wirklichkeit liegt die Sache so: Mit den verschwommenen Ideen der sogeiiannten Slavophilen haben die„Narodniki" so gut wie gar nichts zu thun, dagegen ist ihre Theorie ein schwacher Abklatsch des Programms der Terroristen, der ersten socialistischen Revolutionäre, der Anhänger der„Narodnaja Wolja'(Volkswille). Diese waren wirklich Socialisten und ihr Gedankengang war kurz dieser: Es ist die Möglichkeit vorhanden, die Entwicklung des russischen Kapitalismus— welcher damals in der That noch kaum eingesetzt hatte— zu unterbinden, wenn man denjenigen Machtfaktor zerstört, auf den der Kapitalismus in Rußland allein gestützt ist: den zarischcn Absolutismus. Gelingt dies, dann wird das russische Volk, welches noch die Uebcrrcstc eines alten Gcincineigen- tum» besitzt, sich von dieser Grundläge aus Iveiter entwickeln können, ohne das Infame des zerrüttenden Kapitalismus mit allen seinen Qualen durchzumachen. Daher jener furchtbare Zweikampf zwischen den Revolutionäre»», die nach„Erfassung der politischen Macht' strebten, und dem Zarismus.— Ob jenes Programm realisierbar lvar oder nicht, darüber ist hier nicht zu streiten.„Lobredner einer uuwider- dringlich verlorenen Vergangenheit' waren jene Leute sicher nicht. Bei den„Narodniki" von'heure kann von einem einheitlichen politischen Programm nicht gut die Rede sein, sie sind keine Partei, und die einzelnen Schriftsteller, die man»nit diesem Sammelnamen kennzeichnet, weichen in vielen Punkten wesentlich von einander ab. Aber auch von ihnen wird niemand, der ihre Werke wirklich kennt, behaupten, sie wären Reaktionäre, der Vergangenheit zugewendet. Sie alle wisse» recht gut, daß die„Dorfgemeinde", ivie sie heute besteht, nur eine Karikatur einer ursprünglichen koinnlimistischen Verfassung ist, sie glauben aber, daß. so lange der Kapitalismus nicht tiefe Wurzeiii in Rußland geschlagen hat, eine große sociale Reform sich vollziehen kann, wenn erst einmal die Regierung aufhören»vürde, ein Werkzeug in den Händen der kapitalistischen Ausbeuter zu sein. — Diese Anschauung ist heute zweifellos utopisch, dein» erstens ist der Kapitalisnins in der That bereits zu herrschender Macht ge- worden in Rußland, und zweitens ist offenkundig, daß der alte Gc- mcinbesitz heute bereits in vollster Auflösung begriffen ist und nichts in der Welt den Lauf mehr aufhalten kann, den Lauf zur vollständigen Entwicklung Rußlands zum rein kapitalistischen Staat.— DaS Interessante dabei ist, daß die Kritik sowohl jenes revolutionären Programms als der Anschauungen der Narodniki ausgegangen ist von Leuten, die von der„socialistischen Gedankenwelt Deutschlands" beeinflußt waren, vor allem von dem russischen Socialdemokraten Plechanow, der der deutschen Socialdemokratic so nahe steht. Lange bevor die Welt noch von einem Professor v. Schulze- Gävernitz ctivaS ivutzte, hat dieser Mann in seinem bahnbrechenden Buch„Unsre Streitfragen" eine glänzende Kritik des Programms der„Narodnaja Wolja" ivie der„Narodniki' gegeben, und es erscheint, gelinde gesagt, leicht- fertig, wenn Herr Professor v. Gävernitz Satze Ivie die citiertcn niederschreibt, ohne auch nur eine Ahnung zn haben, daß der Streit zlvischen den Verfechtern jener beiden'Wcltanschannngen seit dem Erscheinen deS genannten Buchs eine ganze Litteratnr gezeitigt hat.— Nun, dem Herrn dient zur Entschuldigung, daß eben alles, Ivas den SocialiSmuS anbetrifft, selbst daheim in Deutschland ihin ein Buch mit sieben Siegeln ist: bringt der gelehrte Mann es doch fertig, folgende Sätze nicdcrzinchreiben:„Wie enttäuscht»vürde wohl Tolstoj gelvesen sein, wenn ich ihm schon daii»alS hätte erzählen können,' daß auf den» letzten Parteitag der deutschen Social- dcmokratie zu Stuttgart 1898 die meisten Redner � das socialistische Endziel nur mehr als Ornament neben einem zwar radikalen, aber durchaus praktischen Programm behandelten, ivelchcS»nittcn in der Welt deS verhaßten Privateigentums darin stand: viele von ihnen»varen bereit, dieses Endziel als leere Floskel über Bord zn Iverfen, einige sogar bereit, mit dc»n be- stehenden Staat einen Vergleich zu schließen:»»»r Frauen und Greise schivärmien mit aufrichtigen» Glanben in der alte»» socialisti- scheu GlnubeiiSivekt.''(Seite 2lö.) Wenn der alte Herr in JnSnaja Polona, dem die Wahrheit das heiligste ist, diese Satze zn lesen he- kommt nnd dann das Protokoll deS Stuttgarter Parteitag« liest, dürfte er Ivohl das Gebahrcn deS Herrn Professors in seiner bib- tischen Weise mit einem Ausdruck bezeichnen, den»vir, von EuropcnS Höflichkeit übertüncht, lieber»»»Erlassen wollen. Zur Erheiterung der Leser ves„TorivärtS" noch ein Citat:„Für Deutschland ist eS kein Geheimnis, daß das utopisch-rcvolutionäre Element uiisrer Socialdemokratic auf einer geivisse» Rückständigkeit der gewerblichen Verhältnisse Deutschlands beruht. Dem gegenüber haben auch die deutschen Arbeiter bereits den Weg lanasamcn, aber sicheren Emporsteigen.; gefunden— Bcivcis die deutsche Gelverk« schaftsbeivegnng. iblU. Wo»var der tapfere Kritiker der Social- demokratie, als eS galt, das schändliche Attentat auf die deutsche Gciverkschaftsbelvcginig zu vereiteln, als die utopisch-revolutionärcn Socialdemokraten gegen daS Ungeheuer ankämpftcn und nahezu aNein im Aelde standen?) Früher oder später muß es auch 1n diesen Köpfen dämmern: denn zn offenkundig ist die Thatfache, daß die wirtschaftliche Weltstcllnng Deutschlands und damit Deutschlands politische Macht„Messer- und GabZfrage für die deutschen Arbeiter ist.'(Seite 180.) „Weltmachtstellung',„WeltmacktSpolitik' das sind die Lieblings- Worte auch dieses Lobredner« de« Kapitalismus und der reaktionäre Cbarakter dieses seines JinperialiSniuS kommt am besten darin zum Ausdruck, daß er als erste Aufgabe der beiden Weltmächte Deutsch- land nnd Rußland erklärt, sie müßten in gutem Einvemehmen mit einander bleiben, um— Polen niederzuhalten I(Seite 226— 228.) Es»väre komisch, wenn es nicht so furchtbar tragisch»väre. Dieses arme geknechtete Volk, an dem der Zar seit einem Jahrhinidert seine Knntcnpolitik. die preußische Regierung ihre Polizcikiinste üben, läßt selbst die WeltniachtSpolitiker neuesten Schlags nicht zur Ruhe kommen!— Ob die deutschen Arbeiter, denen Gävernitz zu viel Idealismus vorwirft, Geschmack an der Wcltmachtspolitik finden,»venn als erste Anfgabe derselben die HciikerSarbeit an einem unglücklichen Volk hingestellt wird, das ist eine andre Frage.— Der WeltmachtSkoller hat in neuester Zeit zur Genüge in den Köpfen herumgespukt nnd sonderbare Vorstellungen bei sonst vernünftigen Leute»» gezeitigt, und wie sehr die Richtung,»velche al« Imperialismus bezeichnet wird, durch»md durch reaktionären Charakters ist, das zeigt sich wieder in den Urteilen unsrcS Professors über die russische Politik im allgemeinen.— Wenn die Entivicklung deS russischen Kapitalismus eine unabwendbare Notwendigkeit ist. so ist bei all dem Elend, welches diese Uinivälzuug begleitet und begleiten muß. für den wirklichen Anhänger deS socialen Fortschritts die einzige Lichtseite dabei, daß diese Entwicklung schließlich auch zur Uebcr- iviudung des russischen Absolutismus, dieses furchtbaren Kultur- Hemmnisses, führen muß. Schulze- Gävernitz aber scheint ander» zn denken. Die Räriberpolitik Rußlands, die„Welt- Politik' deS ZärentNmS imponicrt ihm so über alle Maßen, daß er. der Bewunderer der freiheitlichen Institutionen Englands sichtzu einem byzantinischen DithyramboS auf das Zaren- tun» hiiircißen läßt. Ivie ihn außer den besoldeten Tintcnknlis ctiva selbst in Swßland niemand mehr über die Feder bringt:„Ueberall hin trägt das russische Volk, unberührt von den»vechselnden Meinnngen der oberen Schichten, das gottgeweihte Bild des Zaren mit sich. Dieses Bild herrscht in seinem Herzen, ähnlich dem Erlöserbild, welches von der Apsis(Altarnische) ausstrahlend, daS ganze Innere des byzantinischen KuppelbauS beherrscht. Mit einem Wort kann der Zar das gal»ze der Nation in Bewegung setzen."(S. 236.) Ob Gävernitz im Ernst»vohl glaubt, was er hier geschrieben? Er er- zählt uns zwar, daß er in den Wohnungen der Arbeiter Heiligenbilder und Porträts des Zaren nicht aber die Porträts von Marx nnd Lassalle oder Gewerkvercins-Embleme, mit denen die deutschen respektive die englischen Arbeiter ihre Stlibe schmücken. Aber daraus den Schluß zu ziehen, daß„das Bild des Zaren in den Herzen des ganzen russischen Volks herrscht", ist denn doch sehr vor- eilig. Allerdings,„die»vechselnden Meinungei» der oberen Schichten' dringen beute noch wenig ins Volk, einerseits weil diese Meinuirgen znm'Teil dem Volk herzlich gleichgültig sind, andrerseits— und das ist die Hauptsache—. weil die Regierung des absolutistischen Zaren, welcher Gävernitz nachsagt, sie habe einen„europafrcundlichen und maßvoll fortschrittlichen Charakter angenommen", heute uoch iin stände ist, die„Macht der Finsternis' aufrecht zu erhalten, weil heute noch ein jeder, der den Versuch macht, die einfache Aufklärungsarbeit zu leisten, die in Rußland dringend Not thnt, Gefahr läuft, von den Spürhunden des Zaren„auf administrativem Wege' nach„nicht zu entfernten Gegenden' geschafft zu»verde»», wie es im Amtsstil heißt, d. h. in die Tundren von Archangelsk und Wologda. Herr v. Gävernitz hat ja Ivohl Gelegenheit, mit jenen liberalen Vertretern der„Land- schaften". der ständischen Selbstverwaltungskörpcr zu konferieren, und diese dürsten ihn doch wohl kai»in darüber iin Zweifel gelassen haben, was es mit dem„fortschrittlichen Charakter' auf sich hat. Und selbst wenn der gewissenhafte Ge« lehrte nur die russischen Zeitungen verfolgen würde,»»»üßte er wissen, ivie diese„ciiropafreundliche' Regierung in der nieder- trächtigsten Weise z. B. die Hilfsaktion der russischen Gesellschaft für fdie am HungertyphnS hinsterbenden sBauern(paralysierte, weil sie den Einfluß des gebildeten Teils der Bevölkerung fürchtete. Trotz- dem aber»veiß heute jeder, der seine Kenntnis der russischen Zu- stände nicht ausschließlich aus offiziellen, d. h. verlogenen Quellen schöpft, daß in den weitesten Schichten des russischen Volks eine drohende, dem Zarentum unheimliche oppositionelle Strömung sich immer»nächtiger regt. Diese Opposition trägt, ivie das bei den russischen Zuständen nicht anders möglich, ein religiöses Gepräge: Die Scktircrci macht heut der nlssischeu Regierung vielleicht mehr noch zu schaffen als der SocialiSmuS. DaS Erlöserbild,»velches von der„ApsiS des byzantinischen KuppelbauS ausstrahlt', ist heute Millionen von russischen Bauen» ein AergerniS, der Pastor ist ihnen ein verabscheuter Schivindlcr, der Zar selbst der Antichrist. Herr v. Gävernitz muß schlechte Umschau gehalten haben,»venu ihm diese gewaltige, mit elcinentarer Kraft sich äußernde Gährnng entgangen ist. Sollten ihm selbst die Borgänge in Petersburg zur Zeit der Kröimng Nikolaus II nicht zu denken gegeben haben? Jeuer Zar, der mit„einem Worte die gailze Nation in Bewegung setzen kann', mußte bei Nacht und Nebel»ach seinem Schloß ziehen, als er von Moskau kam, denn in der Hauptstadt rebellierten die Arbeiter,»veil sie es sich nicht gefallen lassen wollten, daß man ihnc» den Lohn abzieht für einen Feiertag. für den Krönungstag des Zaren. Und diese Arbeiter sollen„das Bild des Zaren im Herzen tragen?' Man»vird in Rußland lachen über die Dithyramben deS deutschen Professors, aber»vird auch von neuem etwas von der Achtung verlieren.»velche man hier und da noch für die Vertreter der offiziellen„europäischen Wissenschaft" besitz». Bedenklicher noch als diese Lobhudelei des ZarentuniS erscheint niiS der Optimismus, welchen Gävernitz bei Beurteilung der nissischen Finanzpolitik an den Tag legt. Ein russischer Professor. A. A. Jssaieff. kommt in seiner Untersuchung über diesen Gegen- stand(siehe„Zur Politik deS russischen Finanzministeriums seit der Mitte der achtziger Jahre". Swttnart. Dietz) z» den, vcniichtendcn Resultat, daß die vielgepriesenen Reformen nur in einer Verbesserung der Fjnanztcchnik bestehen, daß dagegen voi» einer wirklichen Reform nicht tue Rede sein könne. Man knausert bei den Ans- gaben für produktive Zwecke, man erhöht nnaufhörlih die Steuerlast. »nid zwar sind eS in erster Linie die indircktenStcucrn, die erhöht werden. „Die Erfolge der russischen Finanzen sind das Gegenstück der Verarmung der VolkSmasse". Der deutsche Professor dagegen kommt nicht aus dem Stalinc» heran« über daS große Reformwerk. Vor allem im- ponicrt ihm die Währungsreform über alle Maßen. Es ist ja richtig. daß die Einsllhrimg der Goldwährung eine unerläßliche Bedingung »var für die»veiterc kapitalistische Entivicklung Rußlands, aber eS besteht auch kein Zweifel darüber, daß der Nutzen a»ch hier wieder' ausschließlich einer geringen Zahl von Großkapitaliften zu gute kommt. Das russische Finanzministerium j ist zwar infolge der Währiingsrcform unabhängiger von den auswärtigen Börsen geivorden, dagegen in umso größere Abhängigkeit von dein zügellosen Spekulantentum der Petersburger Börse geraten. Gerade in den letzten Monate»» haben»vir in dieser Beziehung erbauliche Dinge erlebt: Die russische Staatsbank mußte in he» Pienst der Spekulanten gestellt»Verden, um einen Krack» an ßer Hörse' zi»'verhüten, die Depositen der Eisenbahnen »vurden den Privatbanken überlassen; die Staatsbank schießt einem Konsortium von Bankiers Mittel vor, um den Kur« der Jilduftrie- Aktien, die ein« schwindelhafte Höhe erreicht haben, durch Ankäufe dieser Aktien vor dem Sturze zu bewahren; die Staatsbank kaust russische Anleihen, abermals um einem Kursstürze vor- zubeugen. Alles das sind mehr al» zweideutige Manöver. »velche beiveiscn. daß der von nnsrem Lobredner gepriesene russische Finnnzkünstler Witte heute bereits zu verzweifelten Mittel», greife», »„»»ß. und trotzdem scheint es uns nahezu unvermeidlich, daß er trotz aller dieser Künste seinen» Verhängnis nicht entgehen wird— dem Zusammenbruch des ganzen Schivindelbaues. Die Geschädigten »verde» dann nicht die Großkapitalisteii, sondern der Mittelstand sein und die Verluste der Staatskasse, welche sich iiifolae dieser Alliance zwisckien den, Finanzminister und den Börsenwölfen auf viele Millionen belaufen werden, werde», abermals die russischen Steuerzahler, das Volk, tragen müssen. Diese wahnwitzige Finanzpolitik, zu der Witte gezwungen ist, weil er gleich dem Zauber« Ichrliiig- die Geister, die er gerufen, nicht zu bannen im stände ist, muß zu einer furchtbaren Krise führen. Deutschland hatte unter der ersten großkapitalistischen Krise, dem Zusammenbruch des Börsen- schivindels. furchtbar gelitten. Danach bemesse man, was in Ruß- land geschehen wird, wenn inmitten dieser rapiden Umwälzung, in- mitten �dieses Elend«, welches die Zersetzung der alten Znstände begleiten muß, die Krise»nit all ihren Schrecken, der Arbeitslosigkeit, den» Ruin zahlloser Existenzen hereinbricht. Fst c« nicht bezeichnend, daß der Lobredner des Kapitalisnins nicht eininal mit der Möglich- keil einer solchen Krise rechnet, wo sie doch heute in der Lust hängt? Das Schlußwort des Buches klingt au? in dem Wunsch nach einer„Verständigung' mit Rußland. Soweit dabei der Abschluß neuer Handelsverträge in Frage kommt, sind wir dabei. Sowohl im Interesse der Proletarier Dentschlands, als der Bauern»md Proletarier-Rußland« liegt es, daß mit dem übertriebenen„Schutz» zoll" gebrochen wird, jenem Shsteu». das darauf ausläuft, in Deutsch? land den Jiiukern. in Rlißland den industriellen Unternehmern auf Kosten des Volks die Profite zu sichern. Aber diese.Verständigung' bedeiltet bei v. Gävernitz, wie wir sehen, eine Lobhudeleiisvor dem ZarkSmu«. flir welche bei dem deutschen Volk in seiner großen Masse zum Glück jedeS Verständnis fehlt. M— Ski. Sociale Mechlspflegr. Zur Kennzeichnung der berufSgcnossenschaftltchen Renten- quetscherri. Die Hessen- nassauische landwirtschaftliche Beruss- gcnossenschaft läßt ihre Rentenempfänger gleich der ostprenbischen iandwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von einer Prüfnngs-Kom- Mission besuchen, die ans Vertretern der Genossenschaft und aus Aerztcn besteht. Der Zweck ist natürlich, möglichst die Unfall- renten zu verkleinern oder, Ivo irgend angängig, sieden Berechtigten ganz zu entziehen. Die Kommisston waltete ihres Amt« auch bei dem Landwirt und Bullenwärter Stierstädter, den ein Bnlle schwer verletzt hatte und der deshalb eine Unfallrente von 75 Proz. der Vollrente bezog. Die Kommission„beschloß", daß für St. in Zukunft eine Rente voi» 50 Proz. genüge. Ivorauf die Benifsgenosscnschast die Rente entsprechend herabsetzte. Auf die Berufung des Klägers horte das Schiedsgericht noch den Arzt Dr. Räs, der den Kläger behandelt hatte. Sein Gutachten ging in der Hauptsache dahin, daß St. das verletzte Knie noch nicht beugen könne, bei Erschütterungen Schmerzen habe und die hauptsächlichsten landwirtsllbaftlichen Arbeiten Nicht verrichten könne. Zu leichten Gartenarbeiten fei er zwar fähig, aber alidb nur arlf beschränkte Zeit. Wenn Überhaupt von einer Bessenmg die Rede sein könnte, dann wäre St. doch innner »och mindestens um 60 Prozent in seiner Erwerbsfähigkeit be- schränkt.—• Von der Prüfungskommission lag dem Schiedsgericht nur dereinfachehektographierteBefchlußvor. daß die Rente auf 60 Prozent herabzusetzen sei. Das Schiedsgericht hob den Bescheid der Bernfsgenossenschaft auf und vcr- urteilte sie, St. noch 70 Proz. derVollrcnte zuzahlen. Das Gericht nahm an, es läge überhaupt keinewesentlichr Besierung vor. Die Berufsgenossenschaft legte nunmehr noch Rekurs ein und verlangte die Wiederherstellung ihres Bescheids. Höchstens wären aber, so führte sie aus. Et. 60 Proz. zuzubilligen. St. wurde vor dem NeichS-V e r si ch e r u» g s a m t durch den Schriftsteller Frankel vertreten. DaS RekurSgericht folgte feinem Antrag und wies da« Rechtsmittel mit der Begründung zurück, daß die 70 Proz. dem Verletzten bleiben müßten, weil eine wesentliche Besserung nicht eingetreten sei. Das BcrcchnungSjahr bei UnfLllc». Der Eifenbahuarbeiter Bayer war im Jahre 1896 im Betrieb verunglückt, die Unfall- folgen hatten sich als solche aber erst zwei Jahre später heraus- gestellt. Bayer sollte nun vom Fiskus eine Unfallrente erhalten, die bemessen worden war nach seinem Arbeitsverdienst im Jabre 189k. Damit war B. nicht zufrieden. Er legte gegen den Bescheid der Eiscnbahn-Direktion zu Elberfeld Berufung ein und verlangte, daß die Rente nach seinem Arbeitsverdienst im Jahre 1897' bemessen werde, weil die Unfallfolgen erst 1893 fest- gestellt worden seien. Das Schiedsgericht verwarf indessen die Berufung und das R e i ch s- v c r s i ch e r u n g s a m t als Rekurs- Instanz erkannte ebenfalls zu Ungunsten des Klägers. Für die Nentenberechnung sei das Jahr vor dem Unfall maßgebend, also daS Jahr 1895 in diesem Fall. Vevpamml ungen. Der Arbcttervertreter- Berci» hielt am Donnerstag feine regelmäßige Versammlung ab. Zunächst wurden eine Reihe von Verordnungen besprochen, die der Bundesrat aus Anlaß der Neuerungen beS Alters- und JnvaliditätSgesetzeS, betreffs die E»t- Wertung' der Quittungsmarken, Einrichtung der QuittungSkarteu, Besreiu'ug vom Beitrag-c. erlassen hat. Dann tniq der Vorsitzende SimanowSki aus den amtlichen Nachrichten de» ReichS-VerstchcrungS- amtS einige neuere RevistonSentscheidungen vor, woran sich kurze Besprechungen knüpften. Ferner beschloß die Versammlung, daß in nächster Zeit von Verein» wegen wieder eine Heilanstalt besichtigt worden soll. Zeit und Ziel deS Besuchs wird der Vorstand be« kannt geben. Der Fachverrin der Musikinstrumenten-Arbeiter hielt am 2. April seine regelmäßige Mitgliedcr-Versammlung ab. Böttcher unterbreitet die Abrechnung vom Maskenball, die sich Ivie folgt stellt: Einnahme 351,50 M., Ausgabe 179,45 M., verbleibt mithin ein Ueberschuß von 172,05 M. Der 1. Mai soll tvie in früheren Jahren durch Abhaltung einer öffentlichen Versammlung begangen werden und ist für möglichst vollständige Arbeitsruhe zu agitieren. Weiter ersucht Arendt, auch jetzt nach Beendigung des Tischlerstreiks für rege Abnahme der Streikmarken zu sorgen. Es wird der Beschluß gefaßt, von jetzt an pro Woche eine 50 Pf.-Marke zu kleben. Die von den Baufahrstuhl- Zirbciter» gegründete Organisation hat sich dem Centralverband der Bauarbeiter aiigeschloffen und bildet hier die Zahlstelle VI. Am Sonntag, vorniittag« 10 Uhr, findet im Lokal Krautstr. 6 eine Generalversammlung statt, zu der recht rege Teilnahme erwünscht ist. Die Rammer im Steinsetzgewerbe hielten am 2. April eine gutbesuchte Versammlung ab, in der H a ufs child einen SituationS- bericht über die Lohnbewegung gab und die Antwort der Jmiungen von Berlin ,md Steglitz unterbreitete. Letztere Juniiug hat eine Lohnznlage von 2 Pf pro Stunde zugesagt, aber die Fünfzehu- minutenpausen um die Hälfte verkiirzt. Bei der Berliner Jnnuiia finden Ausgang April die Unterhandlungen statt. Die Diskussion war eine lebhafte, cS wurde beschlossen, auf 50 Pf. Stundenlohn zu beharren. Ferner sprach Haufschild über die Bedeutung des ersten M a i. Es wurde ei» Antrag einstmuiiig angeuomme». die Arbeit am 1. Mai ruhen zu lassen und das Bureau beauftragt, dies den Innungen mitzuteilen. «»»«»«««»»«««««««»»«««»««««»««I««»««««««««»«»««««»«»«»»««««»«»« Kaufhaus fflax Mimheim 89 Frankfurter Allee. BERLIN 0. Frankfurter Allee 89. Alee Mmgw'oftlM billiges Jlngebot! ftardinen. Tllll-CardineB,.B" M.'iS 22« Engl. Tüll-Gardinen an„ sorgt- mit Sand eingefasst, sehr breit, Mtr.»v A I-> 00 Engl. Tüll-Gardinen, 45 w.. 60 w. Engl. Tüll-Gardinen£Ärc�rung � 76* ibgepassle Engl. Tüll-Gardinen, incr/�u"d in weiss, in immenser Auswahl, das Fenster», 3 1U,00-1 Cjnrpc in crßme. weiss und 6cru(leinen Farbe) OlUrCd, Figuren, Blumen- n. Eankenstellung<. Q__ das Fenster I,®Obis ö,50 M. 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St. schreibt: Gestatte mir, Ahne» sür ihre Bemühungen bei der so Überans schweren mid doch schmerzlose» Operation von 16 Zähnen und Wurzeln nochmals jchristlich meinen per, bindlichsteu Tank auszusprechen. Ich bin heute überglücklich. Sortenverzeichnis von MAGGI8 Gemüse- nnd Kraftsnppen a 10 Pfg.: T,rhscnsuppc: feiner Erbsengesohmack. Erbsen ni. Bohnensnppe: äusserst nahrhaft und wohlschmeckend. Erbsen- in. Relssnppe: Erbsengeschmack, sehr nahrhaft Erbsen- m. Sasosnppe: sehr kräftig und bsen- m. Sagosnppe: s schmackhaft, feines Aroma. Erbswnrstsnppe: die vorzüglichste ihrer Art; giebt eine äusserst schmackhafte, sehr nährende und sättigende Erbssuppe. Gemflse-( Jullcnne) Snppe: erfrischend, von hervorragendem Wohlgeschmack. Gerstensnppe; sehr gut und gesund, vorzügliche Abendsuppe. Grtinerbsensnppe: feiner, aromatischer Geschmack. Grünkernsnppe; feine Bestaurationssuppe. Uafcrschlcinisnppe: sehr fein im Geschmack, auch als Kranken- u. Kindersuppe vorzüglich. KartofTelsnppe: fein und kräftig, sehr beliebt. Kerbclsnppc: blutreinigend; vorzüglich geeignet als Beimischung zu andren Suppen. Kraftmehlsuppe: besonders nahrhaft, leicht verdaulich. Einaensnppe: echte Linsensuppe, sehr geschätzt. Relssnppe; recht gut und schmackhaft. Reis-Jullenne-Snppe: Reis- und Gemüsekräutergeschmack, vorzüglich. Sago-�appe: feines Sago- Aroma, schleimig und kräftig. Tapioca-Snppe: kräftig und sehr beliebt. Taploca- Cr�cy- Suppe: feine Tapioca mit Carotten, sehr gut, schönes Aussehen. Tapiocn-Jnlicnne-Suppe; sehr kräftig und beliebt, als Beimischung zu andren Suppen vorzüglich geeignet. Wetasengrlessnppc: sehrschmackh. u. gesund Riebelesuppe: 1 aus Eierteig, besonders Steraclieasnppe: j wohlschmeckend u.uahrh. Pikante Sorten: a 15 Pfg. per Würfel (a 2 Portionen): Eondonderry-Suppe: sehr nahrhafte, pikante Suppe; besonders in Holland sehr beliebt. Eurry Suppe: sehr pikante englische Suppe. vorzüglich, um andre, suppen, zu kräftigen. besonders Schleim-' Prima Anker-Werk Moeris Patent Zu haben in allen Delikaies8-y Kolonialwaren-Geschäften und Droguerien. ■'v• i'MM' kür Nagenleiäenäk! Alle» denen, die sich durch Erkältung oder Uederladnng des Magens, durch Genus mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heiser oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäbige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Uerdannng oder Uerschleimnng zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirluugeu schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das helniiiite Verdllnnngs- und BtutrejnjgutlggmMel, der Hubert Nllrich'sche Kräuter-Wein. Hl Dieser Krilntcr-Wein iat ans vorzüglichen, hellkrUftlg be- J fundcncn Krilutern mit gutem Wein bereitet, und»tfirkt nnd ■ belebt den Vcrdaunngsorgaiitsmas des Renschen, ohne ein 31 Abführmittel zn sein. Ki-ttutcr-Wcln beseitigt Stürnngcn In W den Blntgefiissen, reinigt das Itlnt von verdorbenen krank- H machenden Stoffen nnd wirkt flirdernd anf die Xenblldnng sil gesunden BIntes. gr Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-Weins werden Magenübel meist schon iin Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, ätzenden, Ge- sundheit zerstörenden Mitteln vorznziehe». Symptome, ivie: Kopfschmerzen. Aufstoßen. Sodbrennen. Blähnngen, Uebelkeit liiit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magen- leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mrl Trinken beseitigt. �HiillkttUV�rilrflfftit und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung. .AtUlUPtl.lioplIUlg Kolikschmerzen, Herzflopfen. Schlaflosigkeit, sowie Blntanstauungen in Leber, Milz»nd Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) iverden durch Kräuter-Wein rasch und gelinb beseitigt. Kräutei-Weiii behebt Unverdaulichkeit. verleiht dem BerdauungSsvstenl einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Gegen eleltrische Einflüffe ganz lich unempfindlich. Z jährig« schriftlich« Garantie. Bei Nichtkonvenienz wird die Uhr binnen acht Tagen gegen Rückzahlung deS vollen bezahlten Betrags zurückgenommen. Versand nach anfterhalb portofrei. Jonass i Co. G. m. d. H. BEREIX, Melcliiorstrasse 10. kra fS Vageres, bleiches Aussehen. Blutmangel. Cut- sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Biutblldung und eines krankhaften Znstandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Abspannung und Gemiithsverstimmnng. sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaf- losen Nächte», siechen oft solche Kraule langsam dahin. JjrtT' Kräuter-Wein giebt der ge- schwächten Lebenskraft einen frischen JnipulS. ZV" Kräuter-Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt«nd verbeffert die Blut- bildung, beruhigt die erregten Nerven»nd schafft dem Kranken Lebenslust. Zahlreiche An- erlennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kränter-Weiu ist zu haben in Flaschen ä 1,25 und 1,75 M. in sämmtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Preußen, ganz Deutschland nnd im Auslande in den Apotheken. Auch versendet die Firma..Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasie 83", 3 und mehr Flaschen Kräuter-Wein zu Originalpreifen nach allen Orten Deutschlands porto- und kistefrei. Vor Nachabmnngen wird gewarnt!"WU Man verlange anSdrücklich _ fjai- Hubert üllrich'schen'-UBi Kräuter«Wein.__ Mein Kräuter-Wein ist kein Geheimmittel; feine Bestandtheile sind: Malagawein 440,0, Weinsprit 100,0, Glyeerin 100,0, Rothwein 240,0, Ebereschensaft 150,0, Kirschsaft 320,0, Manna 30,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, anierik. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa 10,0. Diese Bestandtheile mische man. Z193L'' Wi&m � Zum Umzug offeriere ich bedeutend unter regulärem Wert mein großes Lager eingetroffener Neuheiten in Teppichen, Portieren, Gardinen, Divan-, Tisch-, Reise- u. Steppdecken, LMerstofTen, Möbelstoffen u. Plüschen. Droh enormer Steigerung sämtlicher Rahmaterialien verkanfe ich infolge der frühzeitig ge< machten Abschliisse zu oiierkonnt villigsten Preisen obige Artikel und empfehle der geehrten Damentoelt, diese äuftrrst günstige Gelegenheit zu benuhen. ihren Bedarf auf längere Zeit schon jetzt zn decken. Js Adler Teppichhaus, Könige trapse 20/&1(dicht am Rathans). BrautanSstattnnge». Wohnungen, Etablissements er. werden anf UtltUItlf das eleganteste unter Berechnung der Selbstauslagen sofort ausgeführt. Folgendes Gutachten eine? Angestellten von Siciiiens& Halske lief bei unS ein: Berlw HW, d. 14./1. 1900. Herren Jonast& Co. 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