sten das oder rig: auch adtber altts; ften rlin atsaufe tem gen, effe Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abonnementspreis für ganz Deutschland 1 M. 60 Pf. pro Quartal. Monats Abonnements werben bei allen deutschen Bostanstalten auf den 2. und 3. Monat, und auf den 3. Monat besonders angenommen; im Königr. Sachsen und Herzogth. SachsenAltenburg auch auf den iten Monat bes Quartals à 54 Inferate fg. betr. Versammlungen pr. Betitzeile 10 Bf., betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Petitzeile 30 Pf. er, sich gem Nr. 96. Iten ichten en= ein, ehr Gio, um us mer 16. b. raz and mr hr. Den ten ftvir En 70 J., Der ent 70 26) ge= OffSe= er fſe en 50 n= uf d= 90 f. nie 30 er B. s 9 Vorwärts Bestellungen nehmen an alle Postanstalten und Buchhandlungen des In- u. Auslandes. Filial Expeditionen. New York: Soz.- demokr. Genossenschaftsbuchdruckerei, 154 Eldridge Str. Philadelphia: B. Haß, 630 North 3rd Street. J. Voll, 1129 Charlotte Str. Hoboken N. J. F. A. Sorge, 215 Washington Str. Chicago: A. Lanfermann, 74 Clybourne ave. San Franzisco: F. Eng, 418 O'Farrell Str. London W.: C. Henze, 8 New Str. Golden Square. Central- Organ der Sozialdemokratie Deutschlands. Der große Ausstand in der Union. New York, 26. Juli. Der Telegraph wird Ihnen schon über den großen, jezt achttägigen Ausstand auf unseren Eisenbahnen berichtet haben, sowie daß derselbe an mehreren Orten zu blutigen Auftritten und Brandstiftungen geführt hat. Wenn es mir gelingen soll, Ihnen die verschiedenen Berichte der Tagesblätter, welche zusammen einen sehr dicken Band füllen würden, zusammen mit dem, was ich selbst gesehen und gehört, auf wenige Spalten zu verdichten und doch dabei ein flares Bild der Sache zu entwerfen, so muß ich von Erzählung und Schilderung absehen und mich auf Urtheile beschränfen. zu können. litt. Freitag, 17. Auguſt. Offene Geständnisse. 1877. „ Die Blätter der republikanischen Partei in Nordamerika erörtern die Frage, ob das gegenwärtige amerikanische Militärzündeten Fracht- Car in Brand gesteckt und die Philadelphier Glänzendste gezeigt, wie friedliebend ein auch noch so schwer herausgetrieben, weit über die Stadt hinaus verfolgt und schließ- gereiztes Volk von Arbeitern ist, wenn es seinen Feind unschädlich alle entwaffnet, worauf man die sich freiwillig Ergebenden lich gemacht hat. In unserer nächsten Mittheilung können wir neben den Folgen und vor Hunger und Strapazen Halbtodten mit Speis und Trank stärkte. Gleichzeitig wurden alle der Bahncompagnie des großen Ausstandes wohl auch noch eine Menge Züge eigengehörenden Wägen und Gebäude, meist gefüllt mit werthvoller thümlicher und bedeutsamer Art auftischen, von denen die Zeitungen Fracht, vollständig niedergebrannt. Die Feuerwehr durfte blos wimmeln. Privatgebäude löschen, welche dabei mit von den Flammen ergriffen wurden. Hierauf legte sich die Wuth des Volkes, und die Arbeiter selbst bildeten eine Bürger- und Sicherheitswache. Aus den brennenden Cars soll ziemlich viel gestohlen worden sein, meistens Lebensmittel, an welchen fast Jedermann Mangel Die fünf großen Eisenbahnlinien, welche von New- York und In Baltimore zeigte sich die durch ein böses Gewissen erzeugte system im Stande sei, bei irgend nennenswerthen Aufständen den großen Küstenstädten nach den westlichen Staaten führen Stupidität der Behorden noch auffälliger. Die Zahl der Aus- wirksam für die Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung einund eine Menge der dortigen Bahnen gepachtet haben, um jede ständigen war allerdings und durch von außen her zugelaufene zutreten." Diese Frage wird von der„ New- York Times" mit mit allen Hauptorten des Westens in Verbindung zu sein, haben verstärkt. Es war aber außer dem Festhalten der Fracht- Cars aller Entschiedenheit verneint. Man verlangt eine durchgreifende einander seit Jahren einen verderblichen Mitbewerb gemacht, noch feinerlei Gewaltthat erfolgt, und weder die Polizei, welche Reform des Milizsystems. Auch wir erblicken in dieser Forwelcher auf Alleinherrschaft einer einzigen abzielte. Seit furzem schließlich die Straßenschlacht blos mit ihren Knüppeln beendigen derung den Schlüssel zur Lösung einer der wichtigsten Fragen, aber haben sie diesen Mitbewerb aufgegeben und sind als ein konnte, noch das in größter Nähe liegende Bundesmilitär war welche die blutigen Tage von Pittsburg, Baltimore in den einziges Monopol zu betrachten, welches die Fracht- und Fahr zur Säuberung der Straßen beordert worden. Da fiel es, trop Vordergrund treten ließen. Die amerikanischen Milizen bestehen preise festsetzt und den Erlös nach einem vereinbarten Maßstabe allen Warnungen Vernünftiger, den Behörden ein, das große Feuer- wie die englischen„ Volounteers" ausschließlich aus Freiwilligen. unter die fünf Linien vertheilt. Jede dieser Linien hat durch signal geben zu lassen, auf welches alle Miliz- Compagnien unter Sie haben theilweise in gewissem Sinne eine staatliche OrganiSchwindel und Mißverwaltung sehr gelitten, und ihre Aftien Waffen zu treten haben. Es war um die Abendstunde, da die fation, indem der Gouverneur des Staates den Oberbefehl hat, sind seit dem großen Krache durchschnittlich auf ein Viertel des Arbeiter aus ihren Werkstätten nach Hause strömen. Sofort und indem die Staaten einen Theil der Ausrüstungskosten überNennwerths gesunken; dabei aber haben die Schwindler von wurden von diesen alle einzelnen Milizmänner, welche nach ihren nehmen, bei einer Mobilisation auch Löhnung, Munition x. Verwaltern ungeheure Privatvermögen gemacht, und mit einem Arsenalen eilten, und diese selbst umringt, die bereits aufmar- bezahlen. Zu einer tüchtigen militärischen Leistung fehlt diesen Theile des den Aktionären und Pfandgläubigern abgestohlenen schirten Compagnien überwältigt und entwaffnet, und nun erst, Milizen jedoch so ziemlich Alles. Erstens bestehen dieselben nur Reichthums haben sie die Gerichte, die Gesetzgebungen und die nachdem manches unschuldige Blut vergossen war, schritt die in größeren Städten und rekrutiren sich auch da meist nur aus öffentlichen Beamten bestochen, um ungestraft weiter schwindeln unbewaffnete Polizei ein und stellte rasch die Ruhe wieder her. dem wohlhabenden Theile der Bevölkerung, der viel freie Zeit Es lohnt nicht der Mühe, die übrigen blutigen Zusammen- hat und gerne einem militärischen" Sport" huldigt. Der kräftige Da dies nicht immer so fortgehen konnte, so entstand der Stöße, bei welchen überall die Bürgermiliz den Kürzeren zog Farmer, die städtische arbeitende Bevölkerung ist so gut wie gar erwähnte Vertrag der fünf Linien, welcher die Einnahmen zu und entwaffnet wurde, zu erwähnen. Bei der blitzschnell durch's nicht in der Miliz vertreten. Dann beschränken sich die Uebungen erhöhen berechnet war, und gleichzeitig wurden alle Arbeitslöhne ganze Land verbreiteten Nachricht von diesen Arbeitersiegen, von auf wenige Tage des Jahres, von einer tüchtigen miliherabgesezt, und zwar nach und nach bis auf etwa zwei Drittel der fast allgemeinen Sympathie des Volkes mit den Ausständi tärischen Disziplin ist keine Rede. Kein Wunder, daß von früher. Von jetzt an sollte im ganzen Bereiche der fünf gen und von der allgemeinen Ausbreitung einer drohenden solche Parade- Milizen mit einzelnen Ausnahmen den Dienst Linien abermals ein zehnprozentiger Lohnabzug playgreifen, Stimmung gaben fast alle Bahncompagnien im fernen Westen gerade da versagen, wo man ihrer Dienste bedarf. Theils weiwelcher die Feuerleute und Bremser bis auf 70 Cents Tagelohn nach und nahmen die Lohnbeschneidung zurück, so daß es west- gerten sie sich, gegen die Aufwiegler einzuschreiten, theils feuerten ( nach Abzug ihrer auf der Reise nothwendigen Ausgaben) her- lich von Buffalo und Pittsburgh nicht zu kämpfen und Brand- sie ohne Commando oder ohne Noth. Bei dem Ausbruch der abgebracht haben würde, die Lokomotivführer auf wenig mehr legungen gekommen, überhaupt die Ruhe nicht gestört worden großen Rebellion hat sich die damals schon bestehende Miliz als als einen Dollar. Die Arbeiter also sollten die Sündenböcke ist. Nur die fünf verbündeten großen Monopole haben bisher absolut werthlos gezeigt. Uns wundert nur, daß man nicht für das neue Sparsystem werden, welches durch den Schwindel nicht nachgegeben, vielmehr alle Milizen der Staaten New- York, sofort nach dem Kriege Hand angelegt hat an eine gründliche der Verwalter nöthig geworden war. Man glaubte des Ge- New- Jersey, der Neuenglandsstaaten 2c. zur Bewachung ihres Reform des ganzen Systems. Voraussichtlich werden jedoch die lingens dieses Plänchens ganz sicher zu sein, da der Ausstand Eigenthums, an welcher auch einige Tausend Unionstruppen letzten Ereignisse den Anstoß zu einer durchgreifenden Reform der Lokomotivführer auf der Boston- Mainebahn und auf der theilnehmen, aufgeboten. So lange sie sich darauf beschränken, des Milizwesens geben. Diese kann nach unserer Meinung nur Philadelphia- Readingbahn mißlungen war, und man für Feuer- dürfte es zu feinen ernsten Kämpfen mehr kommen. Ebenso in der Weise erfolgen, daß die Miliz zur Bundesinstitution er leute und Bremser noch viel leichter Ersatz unter den Hundert- wenig aber scheint der große Frachtverkehr wieder hergestellt hoben, daß der Dienst in derselben obligatorisch gemacht und tausenden brodloser Arbeiter bereit halten konnte. werden zu können, welcher nun schon über eine Woche fast gänz- daß derselbe in wirklich militärischer Weise organisirt Allein man hatte die Rechnung ohne den Wirth gemacht. lich unterbrochen ist. Es scheint, daß auch diese großen Mono- wird. Mit einem Worte, daß man sich die segensreichen EinDas gesammte arbeitende Volk den großen Bahnlinien entlang pole durch den Druck der öffentlichen Meinung werden zum richtungen, welche die Schweiz in Bezug auf das Heerwesen geschaffen hat, in Amerika zum Vorbild nimmt, selbstverständlich nahm Partei für die Bremser und Feuerleute, wo immer sie Nachgeben bewogen werden. ausstanden. Das Verfahren bestand überall, wo es zur Gewalt- Bezeichnend in dieser Hinsicht ist, daß die Eisenbahnaktien mit denjenigen Modifikationen, welche die theilweise anderen anwendung kam, darin, daß die Frachtzüge dort festgehalten aller unnachgiebigen Bahnen im Werthe um 2 oder mehr Pro- Berhältnisse nothwendig machen. Die schweizerische Miliz ist wurden, wo sie sich gerade befanden, während man die Passagier gente gefallen sind, während die aller nachgiebigen wieder auf nicht viel kostspieliger, als die amerikanische und erfüllt doch alle züge und die Post weiter gehen ließ. Alle Berichte ohne Aus- die vorherige Höhe gestiegen sind. Die Tagespresse, welche stets 3wecke, welche man von einer solchen Einrichtung erwarten kann. nahme von wohl hundert verschiedenen Orten stimmen darin bitter arbeiterfeindlich gewesen war, hat ihren Ton bedeutend Bei dem Genfer Putsch im Jahre 1863 genügten 48 Stunden, überein, daß es zu keinen weiteren Ruheſtörungen fam, wo man herabgestimmt und verficht nur noch die Aufrechthaltung der um einige Bataillone aus dem Waadtlande mobil zu machen; fein Bürgermilitär gegen die Ausständigen schickte. Die Polizei Ruhe und Ordnung auf den scheinheiligen Grund hin, daß die ihr Erscheinen reichte hin, um dem Aufstande ein unblutiges hatte überall geringe Mühe, die Volkshaufen zu zerstreuen, und Arbeiter selbst bei Verkehrsstörnngen am schwersten leiden müssen, Ende zu bereiten. Ein Mangel an Muth oder an Disziplin, feine ernstliche Verwundung fiel dabei vor; das reguläre Verei-" weil sie es ja allein sind, welche alle Werthe schaffen und alle wie er in Amerika in den letzten Wochen sich fast überall zeigte, nigte Staaten- Militär, wo immer es erschien, wurde respektirt. durch Aufruhr angerichteten Schäden als einzige wirkliche Steuer- würde bei der schweizerischen Miliz niemals vorkommen. Ja Allein das Bürgermilitär, aus den Söhnchen der Bourgeois zahler decken müssen." Nebenbei schimpft sie freilich über die wir behaupten, daß der Aufstand der Südstaaten im Herbste und deren Helfershelfern zusammengesetzt( wenigstens in allen Sozialdemokratie, Communisten" 2c., welche das ganze Unglück 1860 niemals die riesigen Dimensionen hätte annehmen können, Großstädten) ist verhaßt, theils weil es die Schuhwehr kapita- angestiftet hätten. welche der großen transatlantischen Republik so schwere Opfer listischer Willkür bildet, theils weil man es in Pennsylvanien Unsere Partei aber läßt sich dadurch nicht einschüchtern, son- auferlegten, wenn die Union ein halbwegs organisirtes schweizerizur Niederhetzung der schauderhaft ausgesogenen Kohlengräber dern hält überall, wo sie vertreten ist, Massenversammlungen sches Milizsystem besessen hätte. Nicht in der Vermehrung der mißbraucht hat, theils weil man sein feiges unterschiedloses ab, ebenso wie die meisten Gewerksgenossenschaften. In diesen stehenden Heere sondern in einer verständigen Reform des MilizSchießen auf Weiber, Kinder und Zuschauer bei manchen Ge- Versammlungen wird die Schuld an diesen verderblichen Kämpfen systems mögen daher die amerikanischen Staatsmänner das legenheiten fennen gelernt hat. Die Bürgermilitär- Compagnien den kapitalistischen Uebergriffen nachgewiesen, den Arbeitern richtige Mittel erblicken, um einer Wiederkehr von Aufständen in allen kleineren Orten sympathisirten so sehr mit den Arbeitern, Sympathie mit ihren Leiden gezeigt, bewiesen, daß eben der und Krawallen vorzubeugen. Die Nachrichten, welche bis jetzt daß sie nirgends vollzählig erschienen, nirgends sich gegen die Mangel an Organisation unserer Partei und der Gewerkschaften vorliegen, lassen erkennen, daß in der öffentlichen Meinung dieser Letzteren brauchen ließen. Es kam deshalb zu Blutvergießen verhindert, daß solche gewaltsame Kämpfe vermieden werden, Gedanke sich bereits Bahn bricht." blos in folgenden Städten: in Pittsburgh( Pennsylvanien), in und zum Anschluß an beide Organisationen ermahnt, damit der Baltimore( Maryland), in Buffalo( New- York) und-in sehr Kampf gegen das Kapital friedlich und erfolgreich verlaufen geringem Maßein noch drei oder vier Orten, und zu Brand- möge. Stiftungen in Pittsburgh und Buffalo, sowie in Westphiladelphia Der in Pittsburgh durch Feuer angerichtete Schaden wird und bei Reading( Penns.). auf 3-4 Millionen Dollars und der Lebensverlust auf etwa In Pittsburgh schritten etwa 1000 Mann Philadelphier Bür- 100 Menschen geschätzt. Es wirkte zu diesem Erweis der Voltsgermiliz ein. In Abwesenheit des Gouverneurs Hartranft, aufregung der tiefe Stachel nicht wenig mit, welchen die neuliche Wie kann man die Rebellion der Südstaaten, die sich gänzlich der eben nach Kalifornien verreift war, und welcher allein das Hinrichtung der Kohlengräber( 12 Mann) allen Arbeitern Penn- losreißen wollten von der Union, welche für die AufrechtRecht hat, die Miliz aufzubieten, scheint der allmächtige Eisen- sylvaniens in die Seele gedrückt hat. Die mehreren Hundert haltung der Sclaverei kämpften, wie kann man sie in bahnfürst Thomas Scott fie auf eigene Fast aufgeboten und tausende rüstiger Arbeiter in den Eisenwerken, Kohlen- und Del- Parallele bringen mit den ausgeschlossenen und strikenden Arbeiin aller Haft nach Pittsburgh befördert zu haben. Sie wurden Minen, im Fluß- und Eisenbahn- Frachtgeschäft, im Holzfällen tern, die gezwungen wurden, ihr Recht mit den Waffen in der dort auf ihrem Marsche nach dem großen Verbindungsbahnhofe und vielen anderen Industrien Pennsylvaniens sind nicht die Hand zu vertheidigen, da sie dasselbe auf friedliche Weise nicht in der inneren Stadt von einer unermeßlichen Volksmenge ver- Leute, um sich die gehäufte Beschimpfung der gesammten be- erlangen konnten? Nein, das kann nicht einmal ein fortschritthöhnt, wobei der bekannte eine Schuß fiel, den Niemand abge- zahlten Tagespresse, die maßlosen Uebergriffe der bestochenen liches Blatt sein, welches einen derartigen Vergleich macht und feuert haben will. Sofort feuerten sie es war keine gefeß- Staatsbeamten und Gewerbspolitiker und die übermüthige Ge- eine tüchtige, militärisch ausgebildete Miliz für die reaktionären liche Aufforderung an die Menge ergangen, sich zu zerstreuen waltherrschaft des schrankenlosen Kapitals gefallen zu lassen. Rebellen und für strikende Arbeiter zugleich haben will?- Die Aufblindlings auf das Volk und trafen lauter Weiber, Kinder und Leider hat gerade unter diese Leute unsere Propaganda noch fast stände sollen ja nur verhindert werden durch eine zahlreiche und Buschauer, aber feinen einzigen Bewaffneten. Die Folge davon nirgends eindringen können. Versuche dazu sind viele gemacht entschiedene Miliz, so meint es der Verfasser obigen Artikels war, daß sie vor dem anstürmenden Volke an brei( englische) worden, sind aber an den geheimen Arbeiter Organisationen ge- gewiß. Gendarmen und Polizisten sollen auch überall den Meilen weit zurückweichen und sich in ein Rundhaus der Eisen- scheitert und dieses Geheimniß beweist am besten, wie frech Krawall verhindern und merkwürdigerweise entsteht dort zunächst bahn retten mußten. Jezt erst erbrachen die Arbeiter alle Ar- rücksichtslos und niederträchtig die pennsylvanische Kapitalherr- Krawall, wo sie sich zeigen. Die amerikanischen Milizen haben senale und Waffenläden und schwuren den muthwilligen Angrei- fchaft ist. auch das Blut bei den letzten Vorgängen auf dem Gewissen und " Wer mag die obigen Säße, die in Gänsefüßchen sich befinden, wohl geschrieben haben, so werden unsere Leser fragen? Gewiß ein fortschrittliches Blatt, welches etwas in Miliz- Demokratie" macht und unter dem Mäntelchen der Freisinnigkeit die Faust des Bourgeoisstaates um so gewaltiger auf den Nacken des arbeitenden Volkes legen will? fern den Tod und Rache an der Bahncompagnie, welche in der So ist denn erfolgt, was unausbleiblich war der Vulkan wenn sie noch besser militärisch disziplinirt gewesen wären, Stadt wegen ihrer Willfürmaßregeln allgemein verhaßt ist. Das der lange unterdrückten Volkswuth hat seinen Ausbruch erlebt, so würden sie noch schlimmer gehauset haben. Rundhaus wurde bestürmt, der erste Angriff zwar abgeschlagen, und die alte Geheimnißkrämerei dürfte ihre Endschaft erreicht Aber immerhin bleibt das Interessanteste bei der ganzen aber dann( Nacht vom Freitag auf Sonnabend den 21. Juli) haben. Die kapitalistische Sippschaft zittert, während sie soeben Sache, daß man ein Milizheer wünscht, eine Volkswehr haben durch einen mit Petroleum und Kohlen beladenen und ange- noch alle Geseze mit Füßen trat. Zugleich hat es sich auf das will, um sie gelegentlich gegen das Volt, gegen das arbeitende Volk zu gebrauchen, und daß man dieser Miliz eine tüchtige- bildetste, eleganteste, im Privatumgang liebenswürdigste Bour- militärische Disziplin beibringen will. geoisie der Welt verwandelte sich unter dem Einfluß des„rothen Dem neugierigen Leser wollen wir jetzt sagen, wer obigen Schreckens" in eine Horde bestialischer Mörder und setzte Greuel Artikel gebracht hat— die„Frankfurter Zeitung". in Scene, verglichen mit denen die Russen- und Bulgareugreuel Hier haben wir eine andere Notiz über die amerikanischen Kinderspiel sind. Ztun, man kann nicht immer morden. Die Vorgänge: Mitrailleuse, der Chassepot und das Bajonnett lassen in ruhigen „Die Nicht- Strikers, diese von den Arbeitern durchweg ge- Zeiten sich nicht gegen politisch-soziale Gegner anwenden— da miedenen Desperados, die Landstreicher und die Müßig- muß die Justiz jene gesellschaftsrettenden Instrumente ablösen. gänger von Profession waren es, welche die blutigen Conflikte Wie die Justiz in Frankreich„arbeitet", das haben wir während in Pittsburg und Chicago herbeiführten. Wie wenig dieser der letzten Jahre bei Tausend Gelegenheiten gesehn. Mißfällt Abschaum der Gesellschaft mit den Arbeitern und Arbeits- willigen etwas gemein hat, geht daraus hervor, daß eine von den Communisten zusammenberufene Massenversammlung in New-Aork, welche sich als angebliche Massenversammlung der vereinigten Arbeiter ankündigte, von höchstens 7000 Personen besucht war, trotzdem die Stadt allein ein Arbeiter- contingent von 80,000 Mann stellen kann, und obgleich min- bestens 20,000 unbeschäftigte, ehrenwerthe Arbeiter sich dort be- finden. Aber weder ein beschäftigter, noch ein unbeschäf- tigter Arbeiter betheiligte sich an der Tompkins Square Massenversammlung. Dort wurde u. A. der Beschluß gefaßt, der Ton einer Zeitung— so wird ihr der Prozeß gemacht, und Anklage heißt Verurtheilung; schwere Gefängnitzstrafen, schwere Geldstrafen sind die unvermeidliche Folge, und wird das Blatt durch dieses Regime nicht mürbe, so wird es„suspendirt" oder unkerdrückt. Von allen Preßprozessen, welche die Versailler Ordnungs- Partei angestrengt hat, der skandalöseste und zu gleicher Zeit charakteristischste spielte sich am 6. d. vor dem Schwurgerichtshof in Paris ab. Unsere Leser erinnern sich der cause, cölebre der Wittwe Gras, einer Portierstochter, die zur Demimonde-Dame wurde und das Geschäft, den Ausbeutern der Arbeiter einen daß man auf gesetzlichem Wege das Eigenthum der großen Theil der Beute wieder abzunehmen, mit großem Raffinement, Corporationen confisziren solle. Dieser einzige Beschluß kenn- und zuletzt mit solcher brutalen Ungenirtheit trieb, welche sie in zeichnet die hiesige, von vollständigem Fiasko begleitete Massen- die Maschen des Gesetzes verwickelte. Ueber diesen, die Moral Versammlung zur Genüge. Man wollte also, durch den Arbeiter- der„moralischen Ordnung" und Gesellschaft klassisch kennzeich- aufstand ermuthigt, eine Revolution im großartigsten Maßstabe nenden Prozeß brachte das republikanische Journal„Mot d'Ordre" in Scene setzen, hier sowohl, als in Chicago und St. Louis.". einen Leitartikel, der es auf die Anklagebank führte. Also in der von den Communisten New-Iorks, von unseren � In dem inkriminirten Artikel kamen folgende Stellen vor: dortigen Parteigenossen veranstalteten Versammlung, welche„Der Verfasser der Anklageschrift wundert sich, daß die An- nach Angabe unserer amerikanischen Parteipresse von 10—12,000 geklaZte, welcher das Schicksal auf der einen Seite das Schau- Personen besucht war, ist kein einziger Arbeiter anwesend gewesen, sondern dieselbe bestand nur aus Landstreichern, Müßig- gängern von Profession, diesem Abschaum der Gesellschaft— aus Bourgeois hat sie doch nicht bestanden, weil sonst der Be- schluß nicht gefaßt worden wäre, das Eigenthum der großen Corporationen zu confisziren.— Was nun diesen Beschluß an- spiel der Arbeit mit Armuth und Roth, mit Kummer und Ver- zweiflung und auf der anderen das Bild des leichten, freuden- reichen und verschwenderischen Lebens der Nichtsthuer bot, das letztere wählte. Er wunderte sich, daß sie lieber behagliche Möbel, Putz- und Ballkleider besitzen, von einer Kammerfrau bedient sein, Champagner durch die Gurgel jagen und nls Hul- belangt, so läuft er darauf hinaus, die Eisenbahnen in den digung eine Rente von dreitausend Francs empfangen, als eine Staatsbesitz zu bringen, damit die Eisenbahnarbeiter nicht von den Gaunern, Dieben und Schwindlern, die in„den großen Corporationen"(Eisenbahngesellschaften) die Macht haben, von „diesem Abschaum der Gesellschaft" abhängig bleiben sollen. Weiter aber können wir constatiren, daß jene Versammlung, in welcher unter andern? auch die Genossen Otto-W alster und Georg Winter aus Ottensen gesprochen haben, von zahlreichen braven Arbeitern, und zwar einer großen Anzahl deutschen Ar- beitern besucht war und somit jene niederträchtige Schilderung also auf Lüge beruht. _ Aber auch der„Philadelphia Demokrat", der ein commu- nistenseindliches Blatt ist, schreibt in seiner Nummer vom 28. Juli Folgendes:„In New-?)ork besprachen große Arbeiter- Versammlungen die Lage der Dinge. Offenbar sind es fried- liche, tüchtige, gesetzliebendeLeute, welche dabei zusammen- kamen."— Also kein Abschaum der Gesellschaft! Aber wir wissen noch immer nicht, wer die Schmähnotiz gegen unsere amerikanischen Brüder, gegen die dortigen Com- munisten gebracht hat, doch nicht auch die„Frankfurter Zeitung" — das ist ja ganz unmöglich. Und dennoch! In Nr. 225(Morgenblatt) bringt die„Frank- furter Zeitung" �einen Leitartikel:„Eine Doppelrevolution", dem wir obige Stelle cntnehinen; derselbe ist zwar von New- Uork dattrt, die Redaktion der„Frankfurter Zeitung" bringt ihn aber an der Spitze des Blattes und macht keinerlei Bemerkungen dazu, sie acceptirt ihn also völlig. Das weitere Urtheil überlassen wir unseren Lesern. Sozialpolitische Uedersicht. — Klassenjustiz. Je ernstlicher die Bourgeoisie sich in ihrer Existenz bedroht fühlt und an der Berechtigung ihrer Existenz zu zweifeln beginnt, desto rücksichtsloser tritt sie alle, bei ihrem Ringen um die Herrschaft von ihr selbst proklamirten Grundsätze der Freiheit mit Füßen, und sieht in gewaltsamer Unterdrückung der prinzipiellen Gegner, die sie nicht zu wider- legen vermag, ihr einziges Heil. In Frankreich, wo die Bour- geoisie sich am meisten bedroht glaubt, wüthet die Bourgeoisie auch am Tollsten gegen alles, was die Grundlagen der heutigen Gesellschaftsordnung zu untergraben geeignet scheint. Die Rache- orgien der französischen Bourgeoisie in und nach der Junischlacht von 1848 und während des Todeskampfs und nach dem Fall der Commune von 1871 sind in frischem Gedächtniß. Die ge- Der russische Feldzng in Asien. Das Facit desselben wird von dem militärischen Correspon- denten der„Neuen Freien Presse"— wenn wir nicht irren, dem einzigen europäischen Correspondenten auf dem arntenischen Kriegsschauplatz— wie folgt gezogen: „Wenn man die Ergebnisse des 73tägigen Feldzugcs der Russen in Kleinasien aufmerksam verfolgt und den dermaligen Stand der Dinge richtig zu beurtheilen versteht, so muß man zu der festen Ueberzeugung kommen, daß die ganze Campagne des heurigen Jahres jetzt schon zu Gunsten der Türkei entschieden ist und daß die Russen keine Aussicht mehr haben, ihr eigenes Ge- biet vor der feindlichen Invasion zu beschützen, geschweige denn, selbst bleibende Gebietseroberungen zu machen. Die Russen über- schritten die türkische Grenze mit Kräften, welche anfangs den türkischen Truppen in jeder Hinsicht überlegen waren. Sie zwangen den tükischen Armeekommandanten, einen bedeutenden Theil des seinem Schutze anvertrauten Landes anfangs aufzu- geben; es gelang ihnen, sich einer schlecht angelegten und noch schlechter vertheidigten türkischen Festung zu bemächtigen—-sie mußten jedoch bald die Erfahrung machen, daß ihre Truppen- mittel unzureichend seien, die starke, mit tüchtiger Garnison und hinreichender Armirung versehene, gut verproviantirte Festung Kars auch nur vorübergehend zu cernircn, wenn sie nebenbei noch Kräfte zu einer ausgiebigen Offensiv-Opcration auf Erzerum übrig behalten wollten. Während nun der spielende Widerstand der Festung Kars ihre Kräfte lähmte und ihr Borrücken aufhielt, konnten die Türken sich sammeln, verstärken, organisiren, einüben; die Folge davon waren die Schläge von Chaly-Jazy und Zewin, die unaufhaltsame Vernichtung des linken Flügels der Russen bei Bajazid und der Verlust dieses Platzes, die Schwächung und Demoralisation des russischen Centrums, das Aufgeben der Be- lagerung, Cernirung, ja sogar der Beobachtung von Kars, das Auftauchen der Empörung im Kaukasus ohne Aussicht auf Be- wältigung— kurz, der vollständige strategische und moralische Sieg der Türken. „Die Russen haben in diesem Feldzuge bewiesen, daß ihre Generale vom Großfürsten Michael abwärts unwissend und un- geschickt, daß ihre Truppen schlecht organisirt, verpflegt und ge- kleidet, in ihrem Gesundheitszustande herabgekommen und opera- tionsunfähig in den Krieg gezogen sind, daß ihre Kavallerie Mansarde im sechsten Stock oder die Hausmeisterloge ihrer Mutter bewohnen, das ganze Jahr, Sommer und Winter, das- selbe Kleid für 3 Francs den Meter tragen und 25 Sous täglich verdienen wollte. Man kann der Wittwe Gras die Hinterlist vorwerfen, mit der sie darauf ausging, sich auch eine vortheil- hafte Heirath, eine gut bürgerliche Zukunft zu sichern; aber man kann ihr gewiß keinen Vorwurf daraus machen, daß sie den Luxus dem Elend, glücklichen Müßiggang mühseliger und schlecht bezahlter Arbeit, weltlichen Glanz der sozialen Hölle vorgezogen hat. Diese Hausknechtstochter hatte kein anderes Kapital als ihr Geschlecht, ihre weiblichen Instinkte und Schlauheit. Das war alles, was sie ausbeuten konnte. Wenn irgend Jemand angeklagt werden muß, so ist es nicht diese Frau, selbst wenn sie schuldig ist, sondern die Gesellschaft, die solche Verhältnisse schafft und den Kindern aus dem Volk solche Lehren giebt, die dem armen Mädchen keine andere Wahl läßt, als arbeitend Hungers zu sterben oder als Lustdirne zu leben." In diesem Passus erblickte die Anklage das doppelte Ver- brechen der Aufhetzung der Bürger zu gegenseitigem Haß und Verachtung, und der Beschimpfung der öffentlichen und religiösen Moral!— Der Angeklagte, der Gerant des Blatts, Hamon war nicht erschienen; der Gerichtshof konnte so ganz Maschinen- mäßig sein Amt verrichten: Zwei Jahre Gcfängniß und 4000 Fres. Geldstrafe! Die Höhe der Strafe für das Aussprechen einer von jedem vernünftigen Menschen erkannten und anerkannten Wahrheit be- weist, wie wenig Selbstvertrauen die heutige Gesellschaft hat. Selbst mitten im Frieden bedarf sie der Schreckensherrschaft, um fortwirthschasten zu können. Wer so wirthschaftet, hat bald abgewirthschaftet. Und wie albern ist nicht dieses Wüthen gegen Jeden, der die Grundlagen der heutigen Gesellschaft kritisch untersucht und angreift! Es bedeutet den geistigen Bankrout, den politischen, wirthschaftlichen und moralischen Bankrout der herrschenden Klasse. Von der Kinderei, Ideen, Prinzipien durch strenge Strafen aus der Welt schaffen zu wollen, ganz zu schweigen, ist dieser Versuch der sogenannten Abschreckungstheorie entflossen, die in früheren Zeiten unter Juristen und Gesetzgebern spukte, die aber seit Jahrzehnten von der Wissenschaft und dem gesunden Menschen- verstand über Bord geworfen worden ist. Die Erfahrung hat gelehrt, daß das sogenannte Abschrecken seinen Zweck vollkommen verfehlt, und daß die einzige Wirkung drakonischer Strafen darin schlverfällig, ungeschickt und nicht im geringsten imponirend sei, daß sie ihre schlecht eingeübte Artillerie trotz deren großer Zahl nicht zu verwenden wissen, daß es ihnen an gut organisirtem Train- und Sanitäts- Materiale gebricht— mit Einem Worte, daß der gewaltige russische Koloß eben nur ein Popanz ist, vor dem ein patriotisches Volk nicht zu erschrecken braucht, wenn es gesonnen ist, sein Vaterland ernst und kraftvoll zu vetheidigen. Das Einzige, worin die Russen in Asien wirklich Bedeutendes geleistet haben, war die Plünderung und Brandlegung friedlicher Dörfer, die Massacrirung von Weibern und Kindern, die Hin- richtung von türkischen Unterthanen, die ihres Kaisers Heeren Dienste leisteten, die Erschießung von Parlamentären u. f. f. „Fürwahr, Europas Völkern konnte keine drastischere Beleb» rung zu Theil werden, als ihnen jetzt durch den asiatischen Krieg demonstrirt wird." So der Correspondent der„Neuen Freien Presse". Das Urtheil ist hart, aber im Ganzen gewiß richtig und wohlver- dient. Nur möchten wir vor der Unterschätzung Rußlands warnen, welche sich in demselben geltend macht. Daß Rußland bisher im �Allgemeinen überschätzt wurde, unterliegt keinem Zweifel, aber sehr thöricht wäre es, nun mit Einemmal in's entgegengesetzte Extrem zu verfallen. Sehr thöricht, und— sehr nützlich für Rußland. — Zur Unmoralität der„besseren Stände". Ein Feuille- ionist der„Schles. Zeiiung" schreibt aus Paris über die dortige Re- sidenz des Baron von Rothschild: „Rothschild hält einen ordentlichen Hof, wie es einem Geldkönig gebührt. Die Etikette ist so streng als irgendwo. An der gemein- schaftlichen Familieniafel dürfen die Damen nur in höchster Toilette, ausgeschnittenen Kleidern, erscheinen. Deshalb mußte eine der Schwiegertöchter von der alten Frau von Rothschild während eines ganzen Jahres auf das Erscheinen an der Tafel ver» zichien, als eine Brusttrankheit ihre solche Kleidung— oder ihre Entblößung— unmöglich machte." Soweit wortwörtlich der Feuilletonist der„Schles. Zeitung". Jetzt wissen wir doch auch endlich einmal, was wir unter der„Etikette" zu verstehen haben, die in den„höheren" Ständen so sorgfältig beobachtet wird, und auf deren Beobachtung auch bei vielen Höfen strengstens ge- halten wird. Nach dem uns in Vorstehendem von den Forderungen itt Etikette Berichteten dürfte dieselbe gerade nicht auf allzugroße Äo- ralität und Züchtigkeit hindeuten. ' besteht, den Sinn der Furcht abzustumpfen, und der mit solchen Strafen belegten Handlung einen Nimbus des Heroenhaften zu verleihen, der, statt abzuschrecken, geradezu anreizt. In England ist nie so viel gestohlen, nie so viel gefälscht worden, als zu der Zeit, wo auf den geringsten Diebstahl, auf jeder Fälschung ohne Gnade der Tod stand. Seit das Parlament so gescheidt war, die Todesstrafe für Diebstahl und Fälschung abzuschaffen, wird verhältnißmäßig weniger gefälscht und gestohlen, und, mit Aus- nähme der ganz großen, genießen die Spitzbuben weit weniger Achtung. Und nun gar, wenn die drakonischen Strafen sich gegen Handlungen richten, von denen die Strafenden selbst wissen, daß sie durchaus ehrenhaften Motiven entsprungen sind! Genug, die Bourgeoisie ist am Ende ihres Lateins angelangt, sie weiß, daß die Tage ihrer Herrschaft gezählt sind, und dieses lähmende Bewußtsein raubt ihr die Fähigkeit ruhigen Ueber- legens, klaren Denkens und Handelns. Sie schlägt blind um sich, zermalmt den aufs Schiffsdeck gezogenen Haifisch gleich allem was ihr in den Weg kommt, aber verausgabt durch dieses tolle Gebahren nur um so schneller den Rest ihrer Lebenskraft. Es erfüllt sich da wieder das alte Wort:(jvios deus perdere vult dementat. Klassen, Regierungssysteme, Gesellschaftsordnungen, die ihre Existenzberechtigung verloren haben, suchen, sobald sie die Gefahr ahnen, sich durch die unsinnigsten Maßregeln zu � retten, und beschleunigen durch diese Rettungsversuche ihren Untergang. — St. Sedan. In verschiedenen Blättern befindet sich folgende Notiz:„In Bezug auf das diesjährige Sedanfest ist vor Kurzem eine Verfügung ergangen, die ein allgemeines In- teresse beanspruchen dürfte. Da nämlich in diesem Jahre der Sedantag, der 2. September, auf einen Sonntag fällt, so ist seitens des Cultusministers bestimmt worden, daß die Feierlich- keiten der gesammten höheren und niederen Schulen am Tage vorher, am Sonnabend, den 1. September abzuhalten sind. Es wird in der Verfügung dabei als wünschenswerth vorausgesetzt, daß auch die von den städtischen Behörden ic. veranstalteten Festlichkeiten auf diesen Tag verlegt werden."— Wir haben hierzu wohl kaum etwas zu bemerken, wollen jedoch darauf auf- merksam machen, daß es gerade Sr. Excellenz der Cultusminister ist, welcher sich für die Sedanfeier am meisten interessirt. Ein neuer Beleg für unsere schon so oft ausgesprochene Behauptung, daß die heutige staatliche Kindererziehung in erster Linie kriegs- patriotische Zwecke verfolgt, daß also die Schule im Dienste der Macht gegen die Freiheit zu arbeiten verdammt ist. — Aus den besten der Welten. In einer„Lokalnotiz" des„Frankfurter Beobachter" findet sich folgende Tragödie in Petitschrist: Es wird gemeldet, daß sich ein 67jähriger Tagelöhner in Niederrad erhängte. Wie man näher erfährt, war derselbe auf der Eisenbahn beschäftigt gewesen und von da, wahrschein- lich da er nicht mehr arbeiten konnte, entlassen worden. Gleichwohl hoffte er, obschon zu keinen Ansprüchen be- rechtigt, auf einen Gnadensold, der ihm aber abge- schlagen wurde.(!) Am Spätabend seines Lebens von allen Mitteln entblößt und der Gemeinde Niederrad zur Last fallend, beschloß er, seinem Dasein ein Ende zu machen, nachdem er von seiner Frau, die auf Ge- meindekosten in einer andern Familie als er unterge- bracht werden sollte, sich trennen mußte." Das Ausrufungszeichen in obiger Notiz gehört der Redak- tion des„Beobachter" und macht ihrem Herzen Ehre. Die be- treffende Eisenbahngesellschaft wird sich darüber keinen Kummer machen. Was sie gethan, war ja ganz in der Ordnung. Sie hat die Arbeitskraft des Mannes gekauft und als diese ver- braucht war, ihn wie eine ausgepreßte Citrone weggeworfen. Das war, vom Standpunkt der heutigen Gesellschaft aus, ganz correct gehandelt. Und daß die Vertheidiger der„Familie" gegen die bösen Sozialdemokraten von dem Invaliden der Ar- beit die treue Gefährtin seines Lebens, seines Ringens um die Existenz wegrissen, das war ebenfalls ganz correct, denn die „Familie" ist, gleich dem Eigenthum, ja nur das Privileg der besitzenden Klassen, an das der Wegwurf der Gesellschaft kein Anrecht hat. Kurz nach dem Codex der Bourgeoisgesellschast ist Alles ganz normal verlaufen, kann Niemanden der leiseste Vorwurf treffen, der arme unnütz gewordene Teufel war so ver- nünftig, sich freiwillig von der Gesellschaftstafel zu entfernen, auf der kein Gedecke mehr für ihn stand, er hat, statt langsam zu verhungern, durch eine kühne That das Todesurtheil rasch an sich vollstreckt, das die Gesellschaft über ihn verhängt hatte— — Es ist ein schweres und sorgenvolles Dasein, Kapi- talist zu sein! so steht es wörtlich geschrieben in dem„Stuttgarter Börsenblatt", in dem„Süddeutschen Bank- und Handelsblatt". Und die Gründe für den köstlichen Ausspruch sind auch angegeben, weil„der Kapilalist nicht weiß, wie und wo er sein Geld gegen gute Zinsen unter- bringen soll".— Ihr armen Kapitalisten wäret Ihr doch Eurer Sorge loS? Doch halt! Wir wissen ein Mittel. Die Sozialisten werden Euch von der Sorge des Privatkapitals befreien, her damit für die Gesellschaft; die Sorge, daß das Gesellschaftskapital, daß das Gemein- gut gut untergebracht wird, wird dann eine allgemeine sem und Ihr bekommt dann nur ein ganz kleines Theil davon zu tragen. Also schüt- telt Eure Bürde, Eure Sorge ab, befreiet Euch, wie Ihr dann noch andere befreiet!— Der Kapitalist aber, und wäre er auch ein ächter in der Wolle gefärbter bürgerlicher Demokrat, schüttelt das Haupt, blickt liebevoll aus das Kapitälchen und auf die Sorge, welche es ihm macht, und lacht die dummen Sozialisten aus, welche solche Sorge der Ge- meinsamkeit aufbürden wollen und außerdem lacht er herzlich über den „hübschen Witz", den das„Süddeutsche Bank- und Handelsblatt" ge- rissen hat. —„Rabbi" Bernstein, der„große" Bolkszeitungs- Leitartikel- schreiber, ist Doktor geworden, Doctor philosephiae honoris causa. Weswegen hat die Tübinger Universität ihn dazu ernannt? Einige sagen, weil er in den Naturwissenschaften so bewandert sei, daß er „lebendige" Leitartikel schreiben könne, sieben lebendige Leitartikel und so schön geheim, daß lange Jahre hindurch Niemand solche natürlichen, wollten sagen naturphilosophischen Kenntnisse bei dem ehrenwerthen Rabbi vermuthete. Andere jagen, daß er den„Doktor" wegen seiner nicht lebendigen in der„BolkSzeitung" abgelagerten Leitartikel bekam- men habe, besonders der schönen Sprache halber, die in denselben mal- tet und welche Lassalle schon mit dem Epitheton: Jüdisch-deutsch belegt hat.—„Doch was will das sagen," ruft Dr. Max Hirsch, der Freund Bernsteins, dazwischen,„Lassalle war ein Dummkopf, deshalb wurde er auch niemals Doktor; aber Bernstein und Schulze-Delitzsch sind beide Doktoren geworden, ich bin's natürlich auch— daran schon kann man sehen, daß wir die Männer der Wissenschaft, daß unsere Anschauungen die richtigen sind den ungebildeten Sozialdemokraten gegenüber?" Und sämmtliche Doktoren der Fortschrittspartei schreien zu diesem ttiumphi- renden Ausspruch des edlen Mäxchens I— a, I— a, I— a! — In Rhein(Ostpreußen) ereignete sich vor einigen Tagen der sonderbare Fall, daß ein wegen eines Vergehens angeklagter und dein Transporte übergeben» Mensch auf der Gerichtsstätte allein erschien- Auf Befragen thcitte derselbe mit, daß sein Führer in bettunkenem Zu- stände an dn Straße liegen geblieben sei. verhängt hatte„von Rechtswegen"! Oder nicht, Herr Böhmert?— — Ueber die Arbeitsverhältnisse in Berlin schreibt die„National-Liberale Correspondenz" einen Artikel, in welchem gesagt wird, daß sämmtliche Fabriken Berlins seit drei Jahren Aur eine Berminderung von 9000 Arbeitern erlitten hätten; Mnz abgesehen davon, daß im Jahre 1874 schon ein„Rückgang" in der Fabrikation zu merken war und man das Jahr 1873 als Höhepunkt annehmen muß, ist jene Ziffer augenscheinlich zu niedrig gegriffen und wohl deshalb, weil der Itatistiker der „National-Liberalen Correspondenz" den Begriff: Fabrik, sehr enge gezogen hat; er hat ja den Bericht des Fabrikinspektors zur Grundlage genommen. Wenn nun aber dadurch das„Ar- beiterelend", wie es in den Organen der Sozialdemokratie ge- schildert wird, weggeleugnet werden soll, so übersieht man, wie selbst die„Kölnische Zeitung" zugiebt, daß es bei Feststellung des Elends in Berlin nicht allein auf die Zahl der entlassenen Arbeiter, die ja theilweise fortgezogen sind, sondern vielmehr auf die Verminderung des Arbeitslohnes, die durch theilweise Arbeitslosigkeit eingetreten ist, ankommt. So wissen wir, daß bei Borsig allein von den zurückgebliebenen Arbeitern«/z nur die Woche 3 Tage beschäftigt werden und daß sie während dieser drei Tage— besonders die Accordarbeiter— nicht einmal voll- auf zu thun haben. Diejenigen Borsig'schen Arbeiter, welche in den Jahren 71—72—73 und theilweise noch 74 einen Durch- schnittslohn von 8—10 Thalern wöchentlich bekamen, erhalten jetzt einen Durchschnittslohn von 3—4 Thalern und in dem- selben Verhältniß geht es noch nach unten herab. Dies ist aber auch das Verhältniß der Fabrikarbeiter überhaupt und da der Bericht des Fabrikinspektors von Berlin sich mit der genauen Untersuchung der theilweisen Arbeitszeit und des verminderten Arbeitslohns nicht beschäftigt hat und vielleicht auch nicht bei der gegenwärtigen Mangelhaftigkeit der Fabrikinspektorate sich damit beschäftigen konnte, so ist der Bericht auch von keinerlei Belang in Bezug auf die Beurtheilung des Arbeiterelends in Berlin. Dasselbe ist vorhanden und in viel höherem Maße als es zu Tage tritt, weil die meisten Arbeiterfamilien sich ihres unverschuldeten Mangels noch schämen und sich anstrengen, daß die Mitmenschen denselben nicht merken. Diese Scham ist falsch — aber erst recht falsch ist es, daß sich die andern Gesellschafts- klassen, welche das Elend verschuldet haben, nicht schämen. — Di« brutalen Mittel, welche die französische Re- gierung gebraucht, um bei den Wahlen die Majorität zu er- langen, dürften wohl das Gegentheil bewirken. Wenn die;Land- bevölkerung nicht allzusehr in den Banden des Pfaffenthums sich befindet, so muß sie angesichts der Wahlbeeinflussungen der Mac- Mahon'schen Regierung gambettistisch stimmen. Es wird aller- dings nicht helfen, da der Staatsstreich doch eine beschlossene Sache zu sein scheint und die Herren Bourgeoisrepublikaner die «inzigen Männer, welche dem Staatsstreich auch mit der Waffe in der Hand entgegengetreten wären, die Pariser Communards, ermordet haben. Jetzt selbst heran, ihr Herren Gambetta, Jules Simon:c. rc., selbst auf die Barrikaden, den Heldengreis Thiers an der Spitze! Erkämpft eure Republik, so ist sie doch etwas werth, es werden ihr dann wenigstens einige Schurken zum Opfer gefallen sein; aber wir sehen Euch schon höhnisch lächeln:„Wir sollen kämpfen, wozu wären denn die dummen Arbeiter da, die können das viel besser besorgen, während wir berathen müssen, wie wir das Volk am Besten(für uns!) rc- gieren sollen!"— Und das arbeitende Volk? Es wird für diese Republik sich nicht erwärmen, es wird nicht kämpfen!— Noch verlautet, daß Mac-Mahon kurz vor den Wahlen über ganz Frankreich den Belagerungszustand verhängen wolle— dadurch schon allein würde er die Bourgeoisrepublikaner zwingen, entweder mit dem Waffen zu kämpfen oder nachzugeben. Daß sie sich dann zu dem letzteren entschließen werden, ist sicher.— Der„republikanisch" gesinnte General Chanzy, Generalgouver- neur von Algier, weilt auf Urlaub in Paris, um als früheres Mitglied des linken Centrums, die Anhänger desselben wieder für die Regierung zu gewinnen. Er wird schon verschiedene dieser französischen Nationalliberalen gewinnen, schwankend sind sie ja immer.— Doch, mag bei den Wahlen siegen wer immer will, große Bedeutung haben dieselben nicht, da das jetzige Re- giment durch die Wahlen nimmermehr gestürzt wird— wird es aber durch die Volkskraft gestürzt, so kommen die Thiers und Gambettas wohl schwerlich an's Ruder.— In Beantwortung der Frage, was das dritte Kaiserreich sein würde, hat Rouher im Namen Lulu's geantwortet:„Die organisirte Demo- kratie!" Es ist zum Lachen! Fragt Thiers, was seine Re- publik sein wird, so antwortet auch er: Die organisirte Volks- Herrschaft! Ebenso Gambetta.— Und allen dreien zur Ant- wort: Euer Kaiserreich, Eure Republik wird der organisirte Bolksbetrug sein! — Die Arbeitslosigkeit in Kopenhagen wird in dä- Nischen'Blättern als eine nahezu beispiellose hingestellt. Na- mentlich ist dies im Maschinen- und Bausach der Fall. In fast allen Fabriken wird nur mit halbem Personal und von letzterem mit beschränkter Arbeitszeit gearbeitet. Angeblich sollen in Folge dessen wöchentlich 40 bis 50 Menschen dem Armenwesen an- heimfallen und der Geldmangel im Allgemeinen so groß sein, daß die Leihhäuser auf Pfandsachen nur sehr unbedeutende An- leihen gewähren, weil verfallene Gegenstände auf Auktionen fast unverkäuflich sind. — Ter„Berliner Freien Presse" geht aus Amerika nach- stehendes, mit zahlreichen Unterschriften versehene Schreiben mit dem Ersuchen um Veröffentlichung zu:„Da wir durch die hier erscheinende Presse den großen Sieg der Sozialdemokraten bei der am 14. Juni d. I. im 6. Berliner Wahlkreise stattgefun- denen Wahl erfahren haben, so können wir nicht umhin, den 12,752 sozialistischen Wählern unfern tiefgefühlten Dank für ihre wackere Haltung hiermit auszusprechen. Mit der Bitte, daß alle Arbeiter Deutschlands sich diese Männer der Wahrheit und des Rechts zum Vorbilde nehmen möchten, damit Deutschland endlich ftei wird, entsenden wir unsere brüderlichen Grüße. Troy, den 2l. Juli 1877." — Zur Sozialistenverfolgung erhalten wir aus St. Jo- hann-Saarbrücken unter'm 10. August folgende Zuschrift: „Der Unterzeichnete wurde heute, 10. August, vor den Hrn. Untersuchungsrichter in Saarbrücken berufen, um über die, bei den beiden letzten bei ihm vorgenommenen Haussuchungen vor- gefundenen Papiere und über das Wesen der hiesigen Preßcon- troll-Commisfion der„Freien Volksstimme" vernommen zu wer- den. Unter den confiscirten Papieren befanden sich größtentheils nur harmlose Gegenstände, wie Geschäfts-, Privatbriefe und einige Broschüren und waren alle Bemühungen, hier einen sozialdemo- kratischen Verein zu entdecken, vergeblich. Wegen Zurückweisung persönlicher Angriffe, die ich zu erdulden hatte, wurde nach einem Gensdarm geschickt, um mich abführen zu lassen. Der Aufforderung zu weiteren Vernehmungen zum Protokoll erklärte ich nur dann nachzukommen, wenn ich nicht mehr persönlich an- gegriffen resp. beleidigt würde; trotzdem mußte ich mir wieder, nebst vielen ironischen Bemerkungen auch die Bezeichnungen „Lügner" und„gemeiner Kerl" ruhig gefallen lassen, wogegen ich Klage erheben werde. Dem Protokoll verweigerte ich, als unrichtig abgefaßt, meine Unterschrist, und dictirte der Herr Untersuchungsrichter die Worte:„Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben, mit Ausnahme des pp. Sator, welcher sich wei- gerte, das Protokoll zu unterschreiben." Mit der Drohung „jetzt werde ich schärfere Maßregeln gegen Sie ergreifen" wurde ich nach zweistündiger Verhandlung entlassen. Schließlich muß ich noch auf einen besonderen Umstand aufmerksam machen. Bei meinen confiscirten Papieren befand sich auch das Manuscript eines Telegramms, durch welches die Versiegelung der Redaktion der„Freien Volksstimme" der Redaktion des„Vorwärts" mit- getheilt wurde. Dieses Manuskript hat sonderbarer Weise, „man weiß nicht wie", den Weg zum Untersuchungsrichter gefun- den. Vielleicht könnte noch über diesen unbekannten Vermittler Auskunft gegeben werden, da mir unbekannt ist, daß ein Tele- graphenbureau zu polizeilichen Hilfsleistungen ein Recht hat. Ueber alle weiteren Maßregeln, welche etwa noch gegen mich er- griffen werden sollten, werde ich Sie unterrichten. Franz Sator, Pianofortefabrikant in St. Johann." — Die Nr. 15 des„Reichenberger Arbeiterfreundes" erscheint zur Hälfte wieder weiß. Ein Artikel:„Die Lohn- Weberei", ein zweiter:„Ueber den Strike der Eisenbahnarbeiter in Nordamerika", ein dritter:„Ist das Volksvertretung?" und ein vierter:„Paradoxa"— sind dem polizeilichen Rothstist zum Opfer gefallen.— Wir glauben, daß die Ueberschrift des letzten Artikels die Polizei gereizt hat, weil sie dieselbe wahr- scheinlich auf sich und ihr Treiben bezogen hat. — Wie schon erwähnt, wird vom 1. Oktober an die wissen- schaftliche Zeitschrift, deren Gründung auf dem Gothaer Congreß beschlossen wurde, unter dem Titel„Zukunft" in Berlin erscheinen. Wir können den Lesern die erfreuliche Mittheilung machen, daß die tüchtigsten Vertreter der sozialdemokratischen Weltanschauung für das neue Parteiunternehmen gewonnen sind, und daß, dem international-kosmopolitischen Charakter unserer Bestrebungen entsprechend, auch Franzosen, Belgier, Engländer, Anierikaner u. s. w. mitwirken werden. Unter solchen Umständen wird es der„Zukunft" unzweifelhaft gelingen, ihre Aufgabe, deren Schwierigkeiten wir am wenigsten uns verhehlen, in vollem Maß zu erfüllen. Gleichzeitig— ebenfalls am 1. Oktober— soll in Zürich ein ähnliches Unternehmen ins Leben treten:„Die Neue Gesell- schaft". Monatsschrift für Sozialwissenschaft, herausgegeben von dem Genossen Dr. F. Miede, dessen Schrift gegen den Mili- tarismus vielen unserer Leser bekannt ist. Auch dieses Unter- nehmen, das unzweifelhaft zur Verbreitung unserer Ideen bei- tragen wird, begrüßen wir als einen Beweis der geistigen Reg- und Strebsamkeit innerhalb der sozialdemokratischen Partei, und wünschen besten Erfolg.*) —„Eine Reise nach Utopien".**) Der Leser braucht nicht zu erschrecken. Max Schlesinger ist ein zu durchgebil- deter Sozialist, um uno Phantastereien a la Eabet aufzutischen. Was er mit diesem Schriftchen— das zuerst in der „Wahrheit" erschien— bezweckt und erreicht, ist oer Nachweis, daß die Verwirklichung der sozialistischen Ideen auf Wirtbschaft- licheni Gebiet, mit Ausnahme der sich bedroht fühlenden Sonder- interessen der herrschenden Klaffen, keine erheblichen praktischen Schwierigkeiten bietet; daß die Bourgeoisgesellschaft selbst der sozialistischen Gesellschaftsorganisation vorarbeitet, sie vorbereitet, und daß jene Pfiffikusse, die, wie z. B. Herr Viktor Böhmert, die nationalökonomische Unmöglichkeit des Sozialismus behaupten, weder von Nationalökonomie, noch vom Sozialismus etwas ver- stehen. Veranlaßt wurde die Broschüre durch einen Artikel des Hrn. Viktor Böhmert in seiner„Sozial-Correspondenz" und der arme Viktor muß demgemäß selbstverständlich ein Bischen her- halten. Er ist ja d'ran gewöhnt! Wer die Franz'sche Bearbei- tung durchgemacht hat, erfreut sich einer gegerbten Haut und kann Alles überstchn. Und Schlesinger meint's gut mit seinem Haselstöckchen! Nützen wird's natürlich nichts. Was Viktorchen in der Schweiz nicht gelernt hat, das lernt Viktor in Dresden nimmermehr. Aber andere können aus der ihm ertheilten Lek- tion lernen, und die Lernlustigen mögen ja nicht verfehlen, sich das, durch seinen billigen Preis(10 Pfg.) ja Jedem zugängliche Schriftchen anzuschaffen. — Wir erhalten folgende Zuschrift: Siegburg, 13. August 1877. Aus einer von Freundeshand so eben erhaltenen Zu>endung in Sachen des Unbegreiflichen ersehe ich, daß die�„Leipziger Volkszeitung" auch noch am 9. d. M. das Unbegriffene einer- seits vom Unbegreiflichen andererseits nicht auseinanderzuhalten weiß. Da ich in dieser Angelegenheit betheiligt bin, werden Sie mir gestatten, ein Wörtchen mit einlegen zu dürfen. Die verehrte Gegnerin sagt zwar:„Das Unbegriffene und Uner- kannte ist noch lange nicht das Unbegreifliche." Aus diesem Worte sollte man vermuthen, daß sie den Unterschied der beiden Dinge kennt. Aber dann heißt es auch wieder:„Ohne den Trieb das oder die Welträthsel zu lösen, ohne den Trieb, das noch „Unbegreifliche" zu verstehen und hinter dasselbe zu kommen, gäbe es eben keine Philosophie, keine Wissenschaft überhaupt." Nun wird doch jeder Schildbürger erkennen müssen, daß nur das Unbegriffene dazu treiben kann, nach Verständniß zu suchen, während das Unbegreifliche eine absolute Grenze unseres Be- griffsvermögens sein würde, und ganz gewiß eine Nuß, die keinen Menschen zum Knacken einladet. Oder würde vielleicht Till Eulenspiegel sich die Zähne daran ausbeißen wollen? Es ist ein Compliment für die Intelligenz meines Wider- sachers, wenn ich an seiner Aufrichtigkeit zweifle und der wis- sentlichen, böswilligen Trübung des Problems ihn beschuldige. Schon das kleine Wörtchen„noch", das er seinem Unbegreif- *) Aus verschiedenen an uns gerichteten Briefen geht hervor, daß sich hier und da die Meinung verbreitet hat, die„Neue Gesellschaft" sei das von dem Gothaer Congreß beschlossene Unternehmen, dessen Erscheinen in Berlin aus unerwartete Hindernisse gestoßen sei. Wie aus obiger Notiz erhellt, ist dies vollkommen irrig. **) Eine Reise nach Utopien von Maximilian Schlesinger. Separatabdruck aus der zu Breslau erscheinenden Zeitung„Die Wahr- heit". Preis 19 Pfg. Breslau 1877. Verlag der Schlesischen Volks» buchhandlung(H. Zimmer u. Co.). Zu beziehen von der Expedition des„Vorwärts".(Einen Druckfehler auf S. 14, wo 19,990 Millionen steht, statt 10 Millionen, erlauben wir uns hier zu berichtigen. Re- daklion des„Vorwärts".) lichen vorgesetzt hat, läßt auf tückische Hintergedanken schließen. Aus einem„noch Unbegreiflichen" kann jeder Spiegelfechter nach Bedarf Unbegriffenes und Unbegreifliches machen.— Sollte ich damit dem Gegner Unrecht thun, dann Pardon! Für diesen Fall will ich nochmals den Knoten mit der unverkennbarsten Deutlichkeit auseinanderlegen. Achtung! Das Unöegriffene ist ein Objekt der Wissenschaft und sie verwandelt es im Laufe der Zeit und mit Hilfe genaue- rer Beobachtungen in Begriffenes. Das Unbegreifliche aber ist der Quadratur des Zirkels gleich, und behauptet der heilige Augustinus, daß sich mit flacher Hand leichter das Meer er- schöpfen lasse, als mit unserem Verstände die heilige Dreifaltig- keit ergrübeln. Folge dessen gebe ich der„Leipziger Volks- zeitung" den wohlgemeinten Rath, solche Dinge, die vom mensch- lichen Verstände nicht zu begreifen sind, also„das Unbegreif- liche", einem höhern Monstre- Verstände zu überlassen. Das nun ist der Punkt, um den es sich handelt. Nicht um Plato, Schopenhauer, Kalischer, Humboldt, Strauß, Lange oder Spir, nicht wann die Philosophie-Vrofefforen den Laufpaß erhalten, sondern darum: ob es zweierlei Verstand, zweierlei Erkenntniß giebt; ob das Ding, was die Deutschen Verstand nennen, ein menschliches oder ein unmenschliches In- strument ist; ob es von unserer„sensualistischen" Naturalwissen- schaft richtig praktizirt wird, oder ob das„Naturerkennen" nur eine irdische Pfuscherei ist, während der wahre Verstandskasten mit unbegrenzten„Gehirnsekretionen" die Welt über den Wolken unsicher macht. Wenn der philosophische Herr von der„Leipziger Volks- zeitung" auf diesen entscheidenden Punft— aber sachlich und ohne jedes„Gewäsch"— näher eingehen will, so steht ihm der „Hof- und Leibphilosoph" des„Vorwärts" gern zu Diensten. I. Dietzgen. ilWlMIIIIIIIWIIIilllli IIIIIIIIHIIIIIIIill— III— W—l■IIIIH» I— — Am 4. August starb in St. Louis in den Bereinigten Staaten Ferdinand Lingenau. Als der, trotz seiner 63 Jahre noch so rüstige Freiheitskämpe im vorigen Jahre Deutsch- land besuchte, hätten wir nicht erwartet, daß der Tod ihn so bald fällen würde. Zur Charakteristik des Mannes setzen wir die Worte her, mit denen er am 18. März 1876 sein Vermächt- niß an die Sozialdemokratie aller Länder schloß: „Die Erde ist mein Vaterland, die Menschheit meine Familie, Allen wohlthun meine Religion." Wir hoffen bald im Stande zu sein, eine ausführliche Lebens- skizze des todten Freundes und Genossen zu geben. Correspo«denzen. Königsberg i. 3?r. Am Sonntag den 22. Juli feierten die hiesigen Arbeiter das alljährlich von ihnen begangene„Arbeiter- fest". Die Witterung war wenig einladend, der Himmel mit grauem Gewölk bedeckt, und dennoch war der Besuch im Garten der„neuen Bleiche", wo das Fest gefeiert wurde, recht stark und wäre trotz der ungünstigen Witterung noch stärker besucht gewesen, wenn nicht so mancher Arbeiter durch den Wortlaut der Annonce „Bei ungünstiger Witterung findet das Fest am nächsten Sonntag statt", zu der Annahme verleitet worden wäre, daß dasselbe am 22. nicht stattfinde. Ungefähr um 6 Uhr ergriff Herr Arnold das Wort, begrüßte die Festgenossen, wies auf die Bedeutung des Festes hin und ermunterte die Arbeiter zu fernerer Theil- nähme an der allgemeinen Arbeiterbewegung. Die Anwesenden gaben ihre Zufriedenheit mit dem Vortrage durch lautes Bravo- rufen kund. Darauf spielte die Musik und die Anwesenden sangen das Herwegh'sche Lied„Bete und arbeite". Nach Schluß der ersten sechs Strophen ergriff Herr Herbig das Wort. Er schilderte in längerer Rede den Zweck des Festes, wies auf die Errungenschaften der Arbeiter im übrigen Deutschland hin, auf das Streben derselben, der Menschheit die ihr von den Macht- habern entzozene Freiheit zurückzugeben, gedachte der gemein- schaftlichen Thätigkeit der Arbeiter und Studenten zu Gunsten Dühring's, und forderte die Anwesenden auf, recht zahlreich auf die vom Oktober ab hier erscheinende„Königsberger Freie Presse" zu abonniren. Auch diesem Redner zollten die Anwesenden ihren Beifall. Darauf wurden die letzten Strophen des Liedes ge- sungen. Zum Schlüsse ergriff Herr König aus Berlin das Wort. Er wies auf den Inhalt des gesungenen Liedes hin, rieth den Anwesenden, die Worte desselben zu beherzigen, damit sie sich endlich klar machen, wie ihre Lage ist und wie sie sein foll. Er wendete sich speziell an die Frauen und zeigte ihnen, wie ihre Arbeitskraft durch das Kapital ausgebeutet wird. Der Redner brachte zum Schluß ein dreimaliges Hoch auf die Ar- beiterbewegung aller Länder aus, in welches das Volk mit Jubel einstimmte. R.z. Linz a. Wh.(Mordspatriotisches.) In einer liberalen Zeitung lese ich eine Correspondenz aus Wiesbaden, deren In- halt ich den Lesern des„Vorwärts" nicht vorenthalten darf, weil dieselbe das, was unsere Mordspatrioten thun und denken, so recht klar zur Anschauung bringt. In der gedachten Cor- respondenz wird berichtet, daß an dem zu 750,000 Mark veran- schlagten Kostenbetrag des auf dem Niederwalde zu errichtenden Nationaldenkmals noch etwas mehr als 300,000 Mark fehlen. Ich habe in den Spalten dieses Blattes schon darauf hingewiesen, daß die Arbeiter die paar Groschen, welche sie noch verdienen, zu etwas Besserm verwenden können, als zur Verherrlichung oes Massenmords, und wundert es mich— da ja bekannntlich der„Patriotismus" der Herren Bourgeois beim Geldsack auf- hört— durchaus nicht, daß trotz aller Bettelei die Hälfte der veranschlagten Kosten erst beigebracht ist. Unsere Herrn Mords- Patrioten, denen die Sache doch auch etwas zu denken giebt, fangen an, die Möglichkeit einer Blamage zu befürchten, wenn nicht bald das Geld zu dem bewußten Nattonaldenkmal auf die eine oder andere Weise aufgebracht wird; deshalb haben sie denn auch ein letztes verzweifeltes Mittel beschlossen, um der Opfer- Willigkeit des deutschen Michel zu andern unnöthigen Ausgaben auch noch die zur Herstellung des Nationaldenkmals notwendigen Gelder abzuluchsen. Der deutsche Kriegerverein zu Bremen ist es, welcher sich rühmen darf, den Stein der Weisen gefunden zu haben, indem er einen Vorschlag macht, von dem sich mein liberaler Gewährsmann die Lösung der Nationaldenkmalsfrage verspricht. Dieser Vorschlag ist folgender: „Die deutschen Kriegervereine oder alle derartigen Vereine, welchen Namen sie auch führen mögen, veranstalten und übernehmen an einem noch näher zu bestimmenden Tage, vielleicht bei der diesjährigen Sedanfeier, Haussammlungen zu dem ge- nannten Zweck, und zwar nicht nur bei Mitgliedern der Ver- eine, fondern bei der ganzen Bevölkerung." Daß zu solchen Haussammlungen die polizeiliche Erlaubmß bereitwilligst gegeben wird, möglicherweise gar nicht einmal nach- gesucht zu werden braucht, ist selbstverständlich— gilt es doch einem„echt patriotischen" Zwecke, ivährend es für einen richtigen Samstag, den 18. Auguft, Abends ( 26)(.122)[ 80 Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes J. A.: K. Jbsen. Sozialdemokratischer Wahlverein. „ Kulturkämpfer" ebenso selbstverständlich ist, daß die wohllöbliche Direktionen herum mit der Bitte, mich zu prüfen. Trotzdem Bolizei einen reiſenden Handwerksburschen, der ebenfalls eine daß ich den Herren Professoren mitgetheilt, daß ich früßer der Frankfurt a. M. Sozialdemokratischer Wahlverein. Haussammlung abhält, um sich etwas Brod oder das nöthige meister gewesen, verlangt man von mir das Secundaner- Beugniß 9 Uhr, bei Pfuhl, Zeil 47: Schlafgeld zu fechten, arretirt und einsperrt. Ist doch jeder eines Gymnasiums und den Nachweis eines 4 jährigen Besuchs Preuße vor dem Geseze gleich, und was dem Einen recht ist, einer Thierarzneischule. Was aber in aller Welt hat das ist dem andern billig. Hören wir nun die hochpatristischen Be- Secundaner- Zeugniß einem ehemaligen Offizier für einen Werth merkungen, die der liberale Correspondent an seine Mittheilungen und der Besuch einer Thierarzneischule einer 20jährigen Praxis 3. Verschiedenes. knüpft: Hat doch die ganze Bevölkerung Deutschlands( oho!) gegenüber? ch habe mich bisher vergeblich nach einem Direktor einer Hannover. Sonnabend, den 18. Auguft, Abends 81, Uhr, an der Errichtung des Denkmals ein großes Interesse und kann sie bei dieser Gelegenheit dasselbe auf das Glänzendste bethätigen," Thierarzneischule umgesehen, der da geantwortet hätte, gut, wir im Vereinslokole, Mittelstraße Nr. 11: faselt unser liberaler reichstreuer Gewährsmann. Und dann: wollen Sie prüfen und uns überzeugen, ob Sie ein wissen,, Unserer Ansicht nach kann die augenblickliche geschäftslose Zeit schaftlich gebildeter und praktisch erfahrener Thierarzt sind und fein Hinderniß zu einer Sammlung für einen so patriotischen als Medizinalperson gelten können, oder ob Sie ein solcher sind, Bwed sein." Wem fallen da nicht die Heine'schen Worte ein: der da Leute betrügt und ihnen das Geld aus der Tasche lockt, ,, Fatal ist mir das Lumpenpad, denn nur in diesem Sinne kann doch nur das Gesez, nachdem Das, um die Herzen( den Geldbeutel) zu rühren, Den Patriotismus trägt zur Schau Mit allen seinen Geschwüren!" Oeffentliche Versammlung. 170 Tagesordnung: Fortsegung der Vorträge von H. Meister.( F. 163) Der Vorstand. Donnerstag, den 16. August, Abends 1/29 Uhr, im ich durch Erfahrung und Thatsachen erprobt bin, angewandt Leipzig. Saale des Hrn. Michael, gr. Windmühlenſtr. 7: Sozialistenversammlung. Tagesordnung: Sozialpolitische Rundschau. Referent R. Seiffert. Der Agent.[ 60 werden, und doch nicht etwa mit dem Verlangen die Ansichten der theilweise in Theorien versunkenen oder ganz jungen niemals Was werden wohl die Arbeiter Denen zur Antwort geben, in der Praxis gewesenen Lehrer zu theilen! Es ist nämlich ein die ihnen zumuthen, von ihrem sauer verdienten Geld, welches großer Unterschied zwischen einem Stubengelehrten und einem faum zur Beschaffung der nothwendigsten Lebensbedürfnisse hin- pratischen Thierarzt, und einem heutigen Amtsthierarzt und reicht, eine patriotische Gabe auf den Altar des Baterlandes einem gewöhnlichen anderen. Während der Amtsthierarzt sich Leipzig. Sonnaben, den 18. Auquit, belts 8 Uhr, in niederzulegen? Und dann, was sollen wir dazu sagen, daß hinter seine Stellung versteckt, darf dem anderen nichts krepiren Menzels Restauration am Täubchenweg: Abends der gedachte Herr Artikelschreiber von einer augenblicklichen ge- oder fehlgehen, sonst ist's mit der Praxis aus, und auf einer schäftslosen Zeit spricht? Spiegelt sich in dieser Aeußerung nicht Königl. Anstalt und Spitale kann man anders furiren als im so recht treffend die Anschauung der ,, Liberalen" über die wirth- Krankenstalle eines Privat- Thierarztes, dort kann ein Virchow schaftliche Nothlage ab, zeigt sich nicht die Unkenntniß der Herren mitreden, hier heißt's, was immer geholfen wird, wieder helfen Liberalen in volkswirthschaftlichen Dingen? Bis wann glaubt und theuer darf's auch nicht sein. Im Gegentheil, die alten der Herr Correspondent denn das Vorübergehen dieser Krisis Lehrbücher besigen viel mehr praktisches Wissen, wenn sie auch erwarten zu dürfen? Soll dieselbe gar am Ende durch einen ein Greuel der heutigen Wissenschaft sind was gut ist wird Metallarbeiter.Gewerkschaft. Versammlung. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht der Kranken- und Gewerk schaftskasse. 2. Die Agitation in und um Leipzig. Alle Mitglieder müssen erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder.[ 90 NB. Sonntag, den 19., alle Mann zum Arbeiterfest nach Stötterig. Dü Deg Pha nich auf Deg Frei Reb Ver Wir die, gehi aber ring nich der neuen frisch- froh- fröhlichen Krieg verdrängt werden, und beab- aber nie alt. Möchte man nur die vielen mißlungenen Resultate Genossenschafts- Buchdruckerei zu Kiel. ben fichtigen unsere Kulturkämpfer vielleicht durch die Errichtung eines und Sterbefälle auf einer Thierarzneischule näher beleuchten, ich ( Eingetragene Genossenschaft.) Nationaldenkmals, durch die Sedanfeier 2c. den zu jenem Krieg wenigstens erblicke hierin feinen Fortschritt und Thatsache ist, In der am 5. August d. J. in Juehoe tagenden, die Genossennothwendigen Grad von patriotischer Begeisterung und Opfer- wie Vogel in Stuttgart sagt, daß im Verhältniß vor Einführung schaft constituirenden Versammlung sind Unterzeichnete in den Vorstand willigkeit im Volfe anzufachen und bereit zu halten wer der Thierarzneischulen ebenso viel Thiere hergestellt wurden, als gewählt. ( 180) Sch. weiß es? mit Einführung derselben. A. Rabenau, ehemalig. Landwirth u. Thierarzt; Rittmeister a. D. Deffentliche Quittung Chemnik, den 11. August. Unser hiesiges Parteiblatt Ob nun die Denunziation, nachher die Strafe und endlich schreibt: Auf Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft wurde die Maßnahmen der Thierarzneischulen gegen mich als 20 jährigen heute früh der stellvertretende Vorstand des hiesigen Gerichts- Praktiker Billigung finden, überlasse ich dem Urtheil aller ehramtes im Bezirtsgericht und Schriftführer des Stadtverordneten- lichen Leute aller Parteien. collegiums, Herr Assessor Böhmer, verhaftet. Aus dem strengen Verfahren des Staatsanwalts gegen diesen bisher in so hervorragender Stellung befindlichen Mann ist zu schließen, daß Letzterer ganz bedeutende Vergehungen verübt haben muß. Assessor Böhmer ist derselbe, welcher alle die bekannten ,, Beleidigungs"-Prozesse gegen uns geführt und die regelmäßigen Verurtheilungen in denselben ausgefertigt hat. Er war ein Streber schlimmster Sorte und zeichnete sich gegen angeklagte Sozialdemokraten besonders durch sein brutales, oft sogar rohes Gebahren aus. Wir konnten hierüber bisher nichts veröffentlichen, weil wir für jeden Angriff auf diesen Menschen auf Antrag des Justizministeriums zu schweren Gefängnißstrafen wegen Richterbeleidigung verurtheilt worden wären. Wie man sich allgemein erzählt, erfolgte die Verhaftung des Assessor Böhmer wegen Aftenfälschungen, die er in gewinnsüchtiger Abficht begangen hat. Sein Vergehen ist also gemeiner Betrug unter erschwerenden Umständen; letzteres deshalb, weil er ihn unter Mißbrauch seines Amtes und mit Hilfe der Rechte, welche ihm dieses Amt gab, verübte. Ins Gefängniß wanderten heute unser Redakteur Pezold und unser Genosse Göße, Ersterer vorläufig auf 10 Tage wegen Preßsünden, Letterer auf 4 Monate wegen einer Rede gegen den Militärismus. Die Urtheile Beider sind in erster Instanz vom Assessor Böhmer ausgefertigt worden. Wir erhalten folgendes Schreiben zum Abdruck: Opperdorf, im Juli. über eingegangene Gelder zur Deckung der Wahlschulden im sechsten schleswig- Holsteinischen Wahlkreise. Von den Arbeitern der Wulf'schen Fabrik Mark 8,60; von Reichel's Fabrik 4,30; durch beyden vom Bau bei Timmermann 12,50; von Lange, Schnorrbusch und Schmidt 12,00; durch Landahl von C. Vos Fabrik 13,50; durch Schmalfeldt aus Pinneberg 20,00; aus Erdmann's Büchse 2,20; aus Steen's Büchse 6,00; Lange's Fab. 15,00; aus Schlottmann's Büchse 0,85; von Schlottmann 1,00; Stegen's Fabrik 4,00; Lauenburg's Fabrik 3,00; Kanschra's Fabrit 34,35; Gerloff's Fabrit 1,45; Hansen's Fabrit 30,00; Bier's Fabrit 5,65; Anthony's Fabrik 25,50; Loges' Fabrit 45,00; Barth's Fabrik 5,00; D. Köster's Fabrik 10,90; durch Palau von den Maurern 12,60; von Quast's Fabrit 15,00; Thomsen's Fabrit 9,00; aus Lindemann's Büchse 1,90; von Heuer's Fabrit 4,50; Veer's Fabrik 4,73; aus Pannenbecker's Büchse 2,20; von Struve's Fabrik 10,00; Burghardt's Fabrik 6,30; Schipan's Fabr. 12,00; Methe's Fabrik 18,82; Eickhoff's Fabrik 1,50; A. Schmidt's Fabrit 6,00; Stein's Fabrit 21,60; Löhndorf's Fabrit 5,40; aus R. Bärthel's Büchse 7,00. Ottensen, den 9. August 1877. F. Kühl. F. Heerhold. An die sämmtlichen Gewerkschafts- Ausschüsse und Vorstände in Deutschland. J. Heinzel, H. Dieckmann, Disponenten. H. Walther, Kassirer. Bekanntmachung. Der Aufsichtsrath der Genossenschafts- Buchdruckerei zu Kiel( Eingetragene Genossenschaft), gewählt in der dieselbe constituirenden Versammlung am 5. August in Jhehoe, hat seine Constituirung vollzogen. 1. Vorsitzender C. Kreuzberg, Ipehoe, Sieversstraße; H. Meier, Beidenfleth bei Izehoe; J. Hüls, Izehoe, Sieversstraße; 2. 1. Sekretär 2. " A. Delfers, Lägerdorf bei Izehoe; Beisitzer 1. Ersagmann 2. " 3. " Ari aft erfo das [ 80 pro duz Pro Wo Wa auf den flott ,, he mac nüg den also [ 150 Pro lage ihre abh und und ( 3a) Pro Sc J. Klasen, Izehoe, Hintern Sandberg 120; J. Rodewoldt, Ihehoe, Hermannstr. 226; Robert Schred, Igehoe, Ritterstr. 100; C. Marquardt, Igehoe, Feldschmiede b. Sinnberg. Igehoe, den 10. August 1877. ( 180) Nachbezeichnete J. Hüls, Sekretär. C. Kreuzberg, Vorsitzender. Annoncen- Restanten werden aufgefordert, den schuldigen Betrag sofort einzusenden. Altona: Bau-, Land- und Erdarbeiter 0,90; Metallarb.- Gew. 0,60; Cöln a. Rh.: Wahlverein 1,80; Hamburg: Tabatarb.- Ber. 1,60; Mülheim a. Rh.: Wahlver. 0,60; Neuschönefeld: Arb.- Ver. 1,20; Schwerin: Moje 1,50; Thonberg: Wahlfest- Comité 1,20. Leipzig, 14. August 1877. Die Expedition des ,, Vorwärts". Im Verlage der Leipziger Genossenschafts- Buchdruckerei ist erschienen und durch die Unterzeichneten zu beziehen: Der arme Conrad. ( Dritter Jahrgang.) Unter dieser Ueberschrift wurde in Nr. 93' dieses Blattes von Hrn. Illustrirter Kalender für das arbeitende Volk pro 1878. Ludwig, dem Vorsteher" des sich„ Gewerkverein der Metallarbeiter Geehrte Redaktion! für Leipzig und Umgebung" nennenden Vereins, eine Anfrage betreffs Ich gehöre eigentlich nicht zu Ihrer Partei, denn ich bin Kartellvertrags an alle deutschen Ausschüsse u. s. w. gerichtet. Um nun Gegen die Vorjahre bedeutend vergrößert( 132 Seiten start). römisch- katholisch, aber Sie kämpfen ja für Menschenrechte und alle solche, welche gewillt sind, dem Herrn Ludwig und Genossen in Inhalts- Verzeichniß. falls dieser Artikel Ihr Interesse erregt, so bitte ich, nehmen Leipzig entgegen zu kommen, zu warnen, erlauben wir uns kurz mitSie denselben in Ihr Blatt auf. Ich bin Thierarzt, und wie zutheilen, welche Gründe obigen Antrag veranlaßt haben. Leipzig, Vorwort, mit gedrängter Statistik über die legten ReichstagsVollständiges Kalendarium( protestantisches, tatholisches, mein Kranken- Journal nachweist habe ich im lezten Jahre mehrere welches mit seinen Mitgliedern eine Filiale unserer Vorortsverwaltung wahlen. Hundert Pferde allein zur Behandlung erhalten. Dies erweckte der centralisirten Krankenkasse in tuttgart und der Braunschweiger Sonnen- und Mondwechsel, Tages- und Nachtlängen 2c.).- Umsonst Glück und langes Eifersucht kurz ich wurde denunzirt, daß ich mir die Benenrufen, eigenmächtig verfahren zu dürfen, und hoffte auch, durch Be- Leben. Episode nach dem Leben von Carl Hillmann. Die ErVorortsverwaltung unserer Gewerkschaft bildet, fühlte sich durchaus be- geopfert. Erzählung von Robert Schweichel. nung Thierarzt beigelegt und wurde trotz aller Einreden und schluß unserer Delegirten- Versammlung, welche bekanntlich Pfingsten in ziehung zur Ungleichheit und Unfreiheit. Von 2. Y. 3.- LudGerechtsame bestraft. Gotha tagte, zur Vorortsverwaltung unserer Krankenkasse ernannt zu wig Börne( Biographie). Mit Portrait. Die Wiener Arbeiter Ich war nämlich früher Cavallerie- Offizier, wurde Invalide werden. Man täuschte sich aber. Der Delegirtentag ließ vielmehr die von 1848. Von Wilhelm Blos. Weihnachtsbilder aus einem und da ich kein Vermögen besaß, auch keine Pension erhielt trotz Borortsverwaltung unserer centralisirten Krankenkasse noch auf 2 Jahre Proletarierleben. Von F. W. Frizsche. Die Werththeorie. 12 jähriger Dienstzeit, folgte ich meiner Neigung und wurde in Stuttgart. Kapitel aus der politischen Dekonomie von H. Oldenburg. Eine Thierarzt. Ich ging nämlich, um mich für diesen Beruf wirklich Unsere Berliner Genossen hatten auf der Delegirten- Versammlung Epistel zur Kindererziehung. Von Emil Roßbach. Die Wichtigwissenschaftlich auszubilden, auf die Thierarzneischule und durchlief in Gotha den Antrag gestellt, daß keine Lokalfrankenkasse, welche von keit der Grund- und Bodenfrage. Von Georg Vollmar.- Der Mitgliedern der Metallarbeiter Gewerkschaft gegründet wurde, länger Himmel. Naturwissenschaftliche Stizze von W. Brade. in den Jahren 1856-59 alle Semester, ohne mich jedoch zur beſtehen dürfe, als bis unsere Vorortsverwaltung die Genehmigung von Simon( Biographie). Mit Portrait. Die dümmste Frau. Abgangs- Prüfung zu melden. Es war dieses zu damaliger Zeit der Behörde erwirkt habe. Dies bezogen die Leipziger Genossen auf Humoreske.- Die Menschenaffen. Mit Illustrationen.- Die nicht nothwendig, dafür spricht folgendes Gesetz, in allen Amts- sich; trozdem wir heute noch nicht eingeschrieben sind, behaupten sie, Pariser Commune. Bon X. X.- Gedichte:" An die Reichen" blättern bekannt gemacht: man wolle sie nur aus der centralisirten Kasse hinaushaben und Leipzig von Viktor Hugo;„ Aus der Jugendzeit" und Amtliche Verfügung des Namens Thierarzt, die sich Leute ohne trat, Ludwig voran, aus. Anstatt sich aber nun mit unserer Vororts- mofrat" von Aug. Geib. Anekdoten. Sinnsprüche. Räthsel. Approbation beilegen dürfen. verwaltung abzufinden und die Beiträge statutenmäßig bis zum Tage Sprüchwörter. Wichtige Entdeckungen und Erfindungen. Der Königl. Regierung erwidre ich, daß auf Grund des des Austritts an uns abzuschicken, enthält man uns für 13 Wochen Marktverzeichnisse, nach Brovinzen eingetheilt. Ebbe- und FluthAllerhöchst genehmigten Reglements über die Eintheilung des die Beiträge und sämmtliche Utensilien vor; legtere sollen wir erst dann Tabelle. Eisenbahntabelle. Postportotarif. thierärztlichen Personals vom 25. Mai 1839 Personen, welche haben, wenn wir einen Kartellvertrag mit ihnen abgeschlossen haben. Auf einen Vertrag behufs gegenseitiger Auszahlung von Reiseunterohne als Thierarzt geprüft und approbirt zu sein thierärztliche Agung fönnen wir schon barum nicht eingehen, weil wir nicht hilfreiche Braris treiben, nicht verboten werden kann, die Benennung Hand leisten wollen, daß einige Mitglieder ihrer Rechte beraubt werThierarzt sich beizulegen. Auch kann ich mich nicht veranlaßt den. Dies ist der ganze Sachverhalt. Alle Vorortsverwaltungen also, finden, ein solches Verbot bei des Königs Majestät in Antrag welche Neigung haben sollten, sich mit dem„ Metallarbeiter- Gewerkverein" zu bringen, da nach Lage der Gesetzgebung den approbirten in Leipzig einzulassen, werden gut thun, sich diesen Schritt erst gründThierärzten feine ausschließliche Berechtigung zur Ausübung lich zu überlegen. Louis Söhler. der Thierheilkunde zusteht, die Benennung Thierarzt nicht als Für die Vorortsverwaltung der Metallarbeiter- Gewerksgenossenschaft: ein amtlicher Titel zu betrachten ist und die Beschäftigung derjenigen richtig bezeichnet, welche ohne als Thierarzt approbirt zu sein die Thierheilkunde gegen Endgeld ausüben. Dagegen bleibt es approbirten Thierärzten überlassen, sich zur ficheren Unterscheidung approbirte oder geprüfte Thierärzte zu benennen. Briefkasten der Expedition. Heerhold in Ottensen: Die Annonce fam für die Mittwochsnummer zu spät. Quittung. F. Wgnd Worms Ab. 1,80. Schlz Braunschweig Ann. 2,10. H. Strbl Zwickau Ab. 145,76. J. Brn Graz Ab. 5 81. G. Brn Heidenheim Ab. 5,00. Sbl Dortmund Ab. 6,60. Lbg Aussig Ab. 1,60. Dekmann Kiel Ann. 2,30. Fichr Mylau Schr. 7,16. Hslyn Frankenhausen Schr. 4,95. Schld Straßburg Ab. 11,63. Mr Mannheim Ab. 20,00. 3pz Halle Ab. 1,20. Mllr Buchhm Schr. 0,50. Berlin, 31. März 1847. Der Minister für geistl. Unterrichtsund Medizinal- Angelegenheiten. v. Eichhorn. Auf Grund dessen etablirte ich mich damals als Thierarzt, Blm Höhr Schr. 0,70. Brn Speier Schr. 0,50. 3immrmann Hens wurde von der Kgl. Regierung und den Behörden als solcher feld Schr. 2,60. Hnnngin Booklum Schr. 1,40. Rtr Nowawes Schr. anerkannt, wurde als solcher getraut, alle meine Kinder sind auf 1,00. Gnthr Hannover Schr. 6,50. Dttmnn Dieburg Schr. 1,70. diesen Stand des Vaters im Kirchenbuche eingetragen und alle Arb.- Bild.- Verein Dresden Schr. 9,40. Mr Istein Ab. 1,60. Wrfrt meine Urkunden auf diesen Charakter ausgestellt. Da kam das Jahr 1869 mit seiner Gewerbefreiheit, aber nach§ 29 d. G. darf sich Niemand Arzt, Thierarzt, Wundarzt oder Zahnarzt nennen, der nicht als solcher approbirt ist." Ich habe nun geglaubt, daß dies neue Gesez auf mich keine rückwirkende Kraft mehr haben könne, täuschte mich aber, muß Dresden Schr. 3,00. Knr Wertheim Schr. 1,60. Brry Dinslaken Schr. 2,70. Bgnr Reichenhall Schr. 3,00. Sfe Mühlhausen Schr. 2,40. Digich Reudnis Schr. 6,00. Kin Ludwigshafen Schr. 13,25. Welt Altenburg Schr. 14,00. Hlingl Nordhausen Schr. 12,50. Histchr Saarbrücken Schr. 0,50. " " Saint Der alte Des Die Illustrationen find the dewährten Künstlern gezeichnet und geschnitten. Trotz der gediegenen und reichhaltigen Ausstattung kostet der Kalender geheftet nur 40 Pf., gebunden und mit gutem Schreibpapier durchschossen 60 Bf., gegen baar oder Postvorschuß. Den Bestellern von Einzel- Exemplaren ist anzuempfehlen, für jedes Exemplar brochirt 50 Pf., gebunden 70 Pf., einzusenden, wofür wir es franco per Kreuzband zusenden. Die Lieferung des Kalenders erfolgt nur gegen baar oder Postnachnahme. Frei- Exemplare werden nicht gegeben. Auf Posten von 1 Dußend aufwärts berechnen wir brochirt 25 Pf. pro Stück netto gegen baar. gebunden 40: Expedition des Vorwärts, Leipzig, Färberstr. 12/ II. Allg. deutsche Affoziations- Buchdruckerei zu Berlin. SO., Kaifer Franz- Grenadierplatz Sa, 2 Tr. Besteller aus dem Norden wollen ihre Aufträge nach Berlin, diejenigen aus Süd- und Mitteldeutschland nach Leipzig adressiren. Durch uns ist zu beziehen: Que Faire? Französischer Roman von Tchernyschewsky. 33 Bogen start. Preis 4 Mart. Die Expedition des Vorwärts". nicht nur empfindliche Strafe bezahlen, sondern sehe mich auch Ein Bildhauer level in welcher Brandie. Bartschoff. Berantwortlicher Rebatteur: Hermann Helßig in Reubniz- Leipzig sucht Stelle Modelleur Zeichner gleichviel Parteigenoff. in Ausübung meines nun schon 20 Jahr treibenden Gewerbes werden zur Vermittlung bring. ersucht. Off. an d. Exped. d. Bl. einzusenden. gestört. Dieserhalb schreibe ich nun an alle Thierarzneischul-( 2a)( F. 40) [ 90 coatien un peben Färberfaße 12/ II. m Seipzig. Druf und Bet bonafisbudbruderei in Lebzig Hierzu die ,, Wissenschaftliche Beilage" Nr. 4. um die Fel den pul jede run wea lich Er Und nur Her Pul besc Ani emp unr der dur des Ent und gez dus fich. 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