«rschtint in Leipziz Mittwoch, Zroitag, Sonnta«. Abonncm-ntSpreis str ganz Teutschland 1 M, 68 Pf. Pro Quartal. Monat»-Abonnement» »erden bei allen deutschen Postanstalten auf den 6. und Z. Monat, und auf den ».Monat besonder» angenommen: im Aönigr. Sachsen und Hcrzogth. Sachsen- Ulwnburg auch aus den lie» Monat de» Quartali st S» Pfg. Inserate »etr. Bersammlungen pr. Petitzeile 10 Pf.. betr. Prioatangelegenheiren und Feste pro Petitzeile 60 Pf. Gestellungen nehmen an alle Pollanstalten und Buch Handlungen de» In- u. Auslandes. Filial-Exvcditionen. Rew-Nork: Soz.-demolr Menosten- fchastsbuchdruckerei, 154 Eldrid�e Str. Philadelphia: P. Haß. 66« liortd grs Slre-N I. Boll, IIS» Edarlotto Sir Hvbolen N.J.: F. St. Sorge, 215 Wash-« lugton Str. Khicago: A. Lansermai n, 74 Clybonrne«»«. San Franziico: F. Entz, 416 ci i'arrell Str. London W.: C. Henze, 6 Nttg darin, einen„Absagebncs" eines gewissen Heim ich Neu- bert, Schlosser in Liebenstein, abzuklatschen. Es sei uns erlaubt, in Bezug aus dieses Individuum folgende Erklärungen abzugeben: „Neubert wurde im Jahre 1875 in Liebenstein wegen eines gewerk- schafilichen Streites von seinem Arbeitgeber gemabregelt. Seine Ge- schästscollegen halten Mitleid mit ihm und seiner Familie und unter- stützten ihn, nach seiner eigenen, dem Genossen Ibsen in Frankfurt abgegeben Erklärung, reichlich. Im vor-gen Jahre bis Anfang dieses Jahres arbeitete er Hierselbst als Gußputzer in der Fabrik der Herren Weber und Müller. Daselbst verd-.ente er, im Gegensatz zu den meisten seiner Mitarbeiter, sehr wenig, einmal wegen mangelnder Geschicklich- keit und sobann, weil er von der fixen Idee besessen war, er sei ein „geborener Künstler", ein Komiker oornme il taut! Diese Idee brachte ihn dazu, heimlich, nächtlicher Weile seine Wohnung zu verlassen, ohne die Miethe bezahlt zu haben, und sich, mit Guitarre und Harmonika ausgerüstet, aus..Kunstreisen" zu begeben. In Arbeiterkreisen hierorts und in der Umgegend halte er sich bekannt gemacht als hirnloser Zoten- reißer, weshalb ihm überall die Thür gewieiea wurde. Bon den Prin- zipien des Sozialismus wußte er Ihatsächlich gar nichts, hat sich auch nie darüber ausgesprochen. Seine Mitarbeiter vermieden eS, mit ihm sich in Gespräche darüber einzulassen, weil sie seine Geistesarmuth kannten. Lange Zeit hörte man nichts von ihm, bis kurz vor den „Kaiserfeiertagcn" ein Bekannter ihn in Frankfurt traf. Er hatte sich daselbst als Colporteur engagiren lassen. Dieses Geschäft aber behagte ihn auch nicht, er meinte:„Ich werbe so bald wie möglich machen, daß ich fort komme. Uebrigens will ich auch von dem Spektakel uichts hören und sehen."— Und dieses Individuum wagt es, sich als So- zialist zu geriren und als„glühenden Agitator",— er, der nicht im Stande war, einen einzigen vernünftigen Satz auszusprechen? Der will der Sozialdemokratie, zu welcher er in Wirklichkeit nie gehört, einen Absagebrief schreiben? Alle, die ihn kennen, werden mitleidig darüber lächein und denken:„Weshalb soll man der liberalen Presse, u. A. auch dem„Kümmelblättchen", es nicht gö.nen, sich durch Abdruck dieses Ab- sagebriefes zu blamireo?" - — tmig" zu Theil werden lassen. Wir werden Sorge �rageii, daß ein Verzeichniß der Namcn der Verräther der Oeffentlichkeit übergeben wird. � Von welch' großem Vortheil dieser Sinke für die Sozialdemokratie ist, davon werden wir schon nächster Tage berichten können. Dadurch, daß die Kapitalisten den trügerischen Mantel des Patriotismus und der Humanität ablegten, um ihre wahre Fratze zu zeigen, wurde es uns möglich, eine sozialdemokratische Organisation zu schaffen, die voraussichtlich von den besten Folgen begleitet sein wird. Wir ersuchen die Genossen dringend» nichts zu versäumen, womit sie allenfalls der Jmportation entgegenarbeiten könnten Im Auftrag: F. I. Ehrhart. — 28. November. Soeben, Morgens 7 Uhr, halten 130 Stuttgarter Stein- Hauer in sechs Viehwagen ihren Einzug in London nach der Law Court. Die Entrüstung ist eine ungeheure und stehen großartige Demonstrationen in Aussicht. Der Agent Napp von Heidelberg wurde angespieen. Die Bahnhöfe waren abgesperrt, so daß es uns unmöglich war, mit den Angekommenen in Ver- dindung zu treten. Correspondenzen» Mertin, 3. Dez. Professor vr. Adolf Wagner liest an der Berliner Universität jeden Donnerstag Abend, woselbst sich stets ein sehr zahlreiches, aus alleu Ständen der Gesellschaft be- stehendes Auditorium einzufinden pflegt. Sein Thema ist die Geschichte der Probleme und Systeme des Wissenschaft- lichen Sozialismus. Nach der„Volkszcihtng" kam nun neulich der Verfasser auf die Lehre vom Eigenthum zu sprechen, und berührte dabei geflissentlich den Kcrnpunft der die Gegen- wart so hervorragend beschäftigenden Arbeiterfrage, speziell das Lohngesetz nach Lassalle, Marx und Rodbertus. Als durch- aus gerechtfertigte und unbedingt nothwendige Forderung der Arbeiter gegenüber der immer schärfer sich gestaltenden Concen- tration des Großkapitals in der Industrie wurde die vollstän- digfie Koalitionsfteiheir hingestellt und daraus der Schluß ge- zogen, daß die periodische Organisation von Strikcs, sowie sie das Institut der Gewerkoereine bezwecke, im Staate der freien Konkurrenz unter allen Umständen geduldet werden müsse, ja daß sogar eine internationale Vereinigung der Arbeiter zur Wahrung ihrer solidarischen Interessen die ganz natürliche Konsequenz der heutigen Gesellschaftsform und daher erlaubt sei. Gebe man dies nicht zu, so mache man den Arbeiter machtlos.... Kaum hatte der Herr Professor seinen in diesem Sinne gegebenen Satz ausgesprochen, so erhob sich im Hintergrunde des Hörsaales wie auf Verabredung ein anhaltend lautes Murren und Scharren mit den Füßen, während die andere den kritischen Ausführungen jedenfalls eher zugängliche Seite den plötzlichen Lärm mit einem entrüsteten Zischen überstimmte, und dadurch eine peinliche Pause herbeiführte, deren unangeneh- mer Eindruck auf allen Gesichtern lag und wohl am beredtesten aus den halb erstaunten, halb erzürnten Mienen des Vortra- genden sprach. Das darauf folgende Läuten der Universitätsuhr machte der fatalen Situation ein Ende. Dresden. Wir sind in der angenehmen Lage, dem Jubel der Nationallibcralen über ihre Siege bei den Stadtverordneten- wählen in Crimmitschau u. s. w. einen gehörigen Dämpfer auf- setzen zu können. Bei der hierorts am 29. November staltge- habteu Stadtverordneten- Ergänzungswahl nämlich gingen von 25 Gewählten acht Sozialdemokraten, 12 National- liberale, 4 Konservative und 1 Fortschriitler durch. Die Stim- menzahl, welche die 8 Sozialdemokraten auf sich vereinigten, be- trägt 20,313, die der 17 Gegner 43,271. Die meisten Stimmen von allen(3905) erhielt ein sozialistischer Kandidat. Von den ' 17 Ersatzmännern sind allein 13 Sozialdemokraten. Leipzig, 4. Dezember. Sonntag den 2. Dezember hielten die Vorstände der hiesigen Gewerkschaften im Lokale des Arbeiter- bilduugs Vereins eine Versammlung ab, um über die Schritte zu berathen, welche in der von Rathswegen auf den 12. Dezember festgeschten Wahl des Gewerbeschiedsgerichts zu- ergreifen seien. Die V rsammlung war sehr gut besucht, da auch diejenigen ein- geladen waren, welche an dieser Wahl sonst intcressirt sind. Nach Verlesung des Ortsstatuts, über welches eine Debatte nicht stattfand, weil es bereits Rechtsgiltigkcit erlangt hat, wurde fosort darüber verhandelt, ob eine Betheiligung an der Wahl zweckmäßig erscheine oder nicht, und sprachen sich alle Redner für die Wahlbetheiligung aus, obgleich andererseits nicht ver- kannt wurde, daß die Gewerbeschiedsgerichte, wie überhaupt alle Schiedsgerichte, in denen es sich um die Interessen der Arbeit- geber und Arbeitnehmer handelt, nur einen sehr problematischen Werth hätten. In agitatorischer Hinsicht würde das Schicds- gcricht aber ein nicht zu unterschätzendes Material liefern und darum sei nickt nur eine Wahl, sondern sogar eine sehr rege Wahl von Nöthen. Die Versammlung beschloß denn auch, an der Wahl Theil zu nehmen, und wurde auch sofort eine Candidatcn- liste entworfen, welche aber erst durch eine allgemeine Arbeiter- Versammlung, die am künftigen Donnerstag stattfinden wird, sanktionirt werden soll. Das Weitere ist also abzuwarten.- Bei dieser Gelegenheit sei auch einmal unferer Agitation in Kürze gedacht, wenngleich wohl Niemand annehmen wird, daß die Leipziger Genossen die Hände in den Schooß legen, weil der„Vorwärts" äußerst selten, und auch dann nur im Allge- meinen, über dieselbe berichtet. Diese Annahme wäre falsch. Im Gegentheil sind die agitatorischen Kräfte hier in manchen Wochen derart in Anspruch genommen, daß man mitunter meinen könnte, wir befänden uns in der hochgradigsten Wahlagitation; so wurden, um nur der letzten Zeit zu gedenken, in voriger Woche allein sechs Versammlungen in verschiedenen umliegenden Ortschaften an zwei Abenden abgehaltc. Dabei beschränkt sich die Agitation nicht etwa auf die um- liegenden Ortschaften, sie erstreckt sich auch auf die nächstliegenden Wahlkr-ise und dehnt sich sogar auf Erfordern nicht selten auch über dieselben hinaus. Kurz, in der Propaganda für die Sozial- demokratie giebt es hier keine Unterbrechung, und die nächsten Reichstaqswahlen, die ja im Grunde den einzigen einigermaßen zuverlässigen Maßstab für die Stärke und das Wachsthum der Sozialdemokratie bilden, werden den Beweis liefern, daß unsre Thätigkeit nicht erfolglos gewesen ist. licher Schiffszimmerer an der Weser und Ostsee. Die Veranlassung dazu war der von den genanrnen Meistern auf ihren im November 1874 und 1875 stattgefunder.en Gimralversammlungen gestellte und mit 29 gegen 9 Stimmen angenommene Antrag, welcher lautete: „Arbeiter, die dem in Hamburg domicilirtcn Schiffszimmerer- Verein angehören, dürfen überall nicht in Arbeit genommen werden. Tie jetzt auf den Werften an der Nord- und Ostsee arbeitenden Schiffszimmcrleut: und Tischler, welche diesem Vereine angehören, sind für den Fall, daß die Distriklsvereine diesen Antrag annehmen, an einem näher zu vereinbarenden Tage nach vorhergegangener qesetz- mäßiger Kündigung zu entlassen, wenn sie nicht aus diesem Verein auszutreten sich erklären." Nun, wie sich das Unternehmen mit diesem Antrag damals bewährte, ist weltbekannt; trotz der feingcplanlen Brandmarkungsalteltc, nebst den noch sonst fein gesponnenen Plänchen, wurden die Herrin jämmer- lich heimgepeitscht! Man sollte jedoch glauben, daß die betriffenden Herren seit der Zeit ein wenig vernünftiger geworden wären und einsehen gelernt hätten, daß alle derartigen von ihnen unternommenen Manipulationen zu ihrem eigenen Schaden führen; man sollte glauben, daß die Herren einsehen würden, daß die Schiffszimmerer von Tag zu Tag mehr aufgeklärt werden und somit an Macht gewinnen, während die Machtmittel der Meister, die sie seit langen Jahren an der Weser besaßen und die darin bestanden, daß die Schiffszimmerer unaufgeklärt und ohne Organisation ihnen gegenüberstanden, immer mehr zurückgehen müssen. Den oben genannten Meistern mangelte es damals in Wirklichkeit an genügender Bildung, um zu begreifen, daß das Bekämpfen der Entwickelung der Schiffszimmerer, wie überhaupt des ge- sammten Arbeiterstandes, ein ebenso großer Blödsinn ist, als wenn sie sich auf den Kampf, die Vernichtung der fort- währenden Entwickelung der Maschinen einlassen wollten! Der Mangel an Bildung ist daher auch wiederum die Ursache ihres gegenwärtigen Verfahrens gegenüber ihren Arbeitern; welchen Sachver- halt wir hier klar porführen wollen. Wenn die Herren Schiffsbaumeister sonst jedes Jahr eine größere Lohnreduktion als üblich für die Wintermonate durchzuführen ver- suchten, so machten sie dieses Mal ihren Arbeitern einfach bekannt, daß vom 1. November an der Lohn pro Tag um 1 Mark, also der vierte Theil, gekürzt werde! Anfangs glaubten die Schiffszimmerer es sei Scherz, hielten jedoch deswegen eine Versammlung ab und faßten in derselben den einstim- migen Beschluß, sich für die Wintermonate wie üblich 59 Pfl pro Tag Abzug gesollen zu lassen, welcher Beschluß den Herren Meistern unter- breitet wurde. Diese hielten es jedoch nicht einmal der Mühe werih, Antwort darauf zu geben, und waren demzufolge die Sch'ffszimmerer gezwungen, die Arbeit samml und sonders am 1. November emzustellen. Jetzt begannen die Manöver der Herren, und kamen sie zunächst auf den Gedanken, mit ihren Lehrlingen Handel zu treiben, indem sie sich darüber einig wurden, alle ihre Lehrlinge in die Docks an die Schiffe zu schicken, welche zunächst fertig werden müssen. Die Anzahl der sämmtlichen Lehrlinge bi trägt 75, wovon 14 bei dem Schiffsbaumeister Wencke, 12 bei Lange u. Sohn, 17 bei Schau, in Firma: Schau u. Oltmann, 9 bei Tecklenburg, 19 bei Ulrichs und 4 bei dem Schiffsbau- weisler Rickmers in der Lehre sind. Die Lehrlinge, worunter sich helle Köpfe b, finden, saben bald ein, daß dieses ein jörmlichcr Sklavenhandel sei, den die Meister mit ihnen zu treiben beabsichtigten und machten sie dem Spielwcrk bald ein Ende, indem sie erklärten, sich nicht von ihrer Werft nach einer anderen, um dort zu arbeiten, schicken zu lassen, und war som-t dieser Plan der Meister gescheitert. Jetzt holten sie sich Kesselschmiede, sowie Hauszimmerer und Tischler heran, durch welche sie die Calfaterungen an den Schiffen vollführen ließen. Die Kesselschmiede aus Magdeburg, 7 an der Zahl, waren erst in Wenckc's Dock beschäftigt; wurden dann nach Lange's Dock gesandt, wo sie die Bremer Bark„Texas" mit calfaterten(selbstverständlich ist dos eine Calfaterung, die mit dem Pech- und Kohlentheeiquast vollführt wird). Die Kesselschmiede sahen ihre Unfähigkeit zu diesen Arbeiten sehr bald ein, wandten sich daher an den Vorstand der Schiffszimmerer, der ihnen Geld gab, damit sie nach ihrer Heimath reisen konnten. Sehr merkwürdig finden es nun die Schiffszimmerer, daß die Ar- betten an der Bremer Barr„Texas", der Rh-dcrei I. H. Wätjen u. Co. gehörig, von iolche» fachunkundigcn Leuten vollführt werden konnte, da doch die Aufsicht bei sämmtlichen der Rhederei I. H. Wäljen u. Co. angehörigen Schiffen der Inspektor, Herr Scmke, führt, dem sonst keine Arbeit, nicht einmal von fachkundigen Schiffszimmcrern, gut genug vollführt werden kann! Uebrigens sind bereits geeignete Schritte' gethan, um den Herren Schiffsbaumeistern das Handwerk, die Calfaterungen mit dem Pech- und Kvhlenthecrquast zu vollführen, zu legen; auch habe ich durch dieses Verfabren der Herren Schiffsbaumeister in Erfahrung gebracht, welche haarsträubende Künstlerarbeiten sonst noch verfertigt werden, und werde ich darüber in einer späteren Nummer mich äußern, da ich augenblick- lich noch viele künstlich angefertigte Arbeiten zu entdecken glaube. Die Herren rufen jetzt die Schiffszimmerer auf der Straße an, und erklären denselben, sie tollten nur zu arbeiten anfangen, den alten Lohn wollten sie wieder geben, nur müßten sie sich gk fallen lassen, von einem Dock zum anderen geschickt zu werden. Also sie gedenken den Menschenhandel im neunzehnten Jahrhundert wieder einzuführen, nur schade, daß eS den Herren an dem nöthig.n Begriffsvermögen fehlt, um zu begreifen, daß, wenn die Lehrlinge sich schon solchem Handel widersetzen und nicht daraus eingehen, alsdann er- wachsene civillsirte Männer erst recht solchen Spaß nicht mit sich treiben lassen Wir ruicn daher zunächst den Schiffszimmerern in Bremerhaven und Geestemünde, gestützt auf ihre übr gen Collegen in Deutschland, zu, unter keinen anderen Bedingungen die Arbeit wieder aufzunehmen, als daß die Meister sich mit ihren Vorständen in Unterhandlungen einlassen. Noch ein Wort an die übrigen Schiffszimmerer Deutschlands! Für Euch ist es jetzt nicht an der Zeit, dem Kampfe Eurer Kameraden müßig zuzusehin, sondern Eure ernste Pflicht ist es, alle sammt und sonders Eure Kräfte für die im Kampfe liegenden Kameraden einzu- fegen. Und sollte der Kampf ein noch größerer werden, dann gilt es einmal, Mittel und Wege zu ergreifen, die Herren Meister mtt dem- selben Maße zu messen, wie sie uns stets gemessen haben. Wir werden Euch, wenn die Sache so weit kommen sollte, einen Vorschlag machen, wegen dessen Durchführung die Herren sich jedoch gewaltig hinter den Ohren kratzen sollen. Mit Gruß H. Groß. M. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um baldigen Abdruck gebeten. D. O. Buchhandlung beziehen.— F. R. in E.: Die„Rechte" der Polizei im heutigen Klassenstaate sind so zahlreich, besonders gegenüber den Ar- beitcrn, daß schwer zu bt stimmen ist, wo das„Recht" aushört und das Unrecht anfängt. In Ihrem Falle scheint die Polizei ausnahmsweise im Recht zu sein.— K. W. L. in H.: Sie haben also eingesehen, daß Sie sich m t dem„Unterihan" geirrt haben.— Was den anderen Punkt betrefft, so ist es sehr gleichgiltig, ob Sie„auf dem Boden einer be- stehenden Religion zu suchen" sind, falls Sie überhaupt auf dem Bo- den der Religion stehen. Wenn Sie es fertig bringen, an den„per- sönl'chen Gott" zu glauben, dann begreifen wir auch nicht, warum Sie sich gegen die übrigen religiösen Phantasiegebilde sträuben. Es fällt uns da ein Wort des bekannten katholischen Pfarrers, Land- und Reichs- tagsabgeordneten Westermeyer über den„Pfaffen Döllingerius" em, als dieser, des neuangefertigten Dogmas der unbefleckten Empfängniß der Maria wegen dem unfehlbaren Papst den Rücken kehrte und die unglücklichste aller politischen Gründungen, den Altkatholicismus, ver- übte:„Hat der Kerl schon so viel Blödsinn hinuntergewürgt, da hätte er wahrhaftig auch diese Kleinigkeit noch mitschlucken können." der Expedition. R. I. in F-kfurt a. M.: das betr. Gedicht befand sich, so viel uns erinnerlich, m der„Verl. Fr. Presse"; wenden Sie sich gefälligst an die Expedition derselben, Kaiser-Franz-Grenadier- Platz 8a. II., Berlin.— H. Langendors in Barmen u. R. W ttko ck in Birnbaum: Die Bilder„Tnumplr of Order" sind leider von London noch nicht eingetroffen.— Ehrst. Döringer in Gießen: Tragen Sie Ihren Wunsch dem Centralwahlcomite in Hamburg(Adresse: C. Derossi, Pferdemarkr 37) vor.— Aug. Posor in Muskau: Reklamiren Sie bei dortiger Post. Wenn dies ohne Erfolg sein sollte, dann machen Sie uns weitere Mittheilung, wir werben dann von hier das Nöthige ver- anlassen.— F. Oertel, Keblinghusen: Die betr. Nummern der N. W. können Sie erhalten, kosten mit Porto Mk. 1,29.— M. Hch., Weppler in Backnang: Ihre Reklamation haben wir der Post zur Recherche übergeben, die betr. Nrn. erhalten Sie per Kreuzband.— Ernst Hppe, Kalternberg: Es existirt ein Gesetz über Hundesteuer nicht. Jede Ge- meinde hat das Recht, den Besitz der Hunde nach Belieben zu besteuern. Der nicht versteuerte Hund kann weggesangen und getödtet werden, der Besitz- r unterl egt der angedrohten Strafe. Allgemeiner Arbeiter-Sänger-Bund. Quittung. Zeitz, U. 4,95. Itzehoe, A. S. B. 3,75. Meerane, E. 2,49. Rendsburg, A. S. B. 1,89? Gera, M. G. V. 3,99. Bocken- heim, B. K. 1,99. Itzehoe 13,99. Hildeshcim, L. 2,99. Mylau, L. 3,99. Schwerin. A. L. 3,75. Lübeck, E. 19,65 Lübeck, B. 4,59. Verden, E. 12,39. Gotha, A. B. 13,99 Wandsbeck, L. 5,25. Fran- kenthal, A. S. B. 13,95. Stuttgart, L. 7,60. Lübeck, 6,59. Minden, A. S. B. 2,19. Die Bereine, welche noch mit Beiträgen für Ende September im Rückstände sind,.werben um schleunige Einsendung ersucht. Gotha, den 4. Dezember 1877. Mit Gruß Emil Rüger, Kassirer. Heinoldsg. 26. Die von den Schiffsbaumeister» zu Geestemünde und Bremerhaven geplante Lohnrcduktion der Schiffszimmerer und der Menschenhandel im 19. Jahrhundert. Di- Herren Schiffsbaumeister I. C. Tecklenburg, C. Lange u. Sohn, R. C. R'ckmers, H. F. Ulrichs, Wencke u. Schau, in Firma: Schau u. Oltmann, zu Bremerhaven und Geestemünde, haben, wie gewöhnlich jedes Jahr, wenn die Arbeit flau, ein Unternehmen mit den dort in Arbeit stehenden Sch ffszimmercrn vor! Im Januar 1876 erfolgte bekanntlich die große Aussperrung sämmt- Briefkasten der Redaktion. L. in B.: Sie freuen sich, daß Sie mit Ihrer Ansicht über den russisch-lürkischen Krieg nicht allein stehen, und beziehen sich auf eine Brieskaften-Nottz in unserer vorletzten Nummer. Warum nicht auf sämmtiiche Rubel- und Reptilblätter, die ausnahmslos die nämliche Ansicht verfechten? Die Gesellschaft bchagte Ihnen wohl nicht?-- a in Homburg: Auch noch zu Ansang nächsten Jahres steht Ihnen zu einer Erwiderung die Beilage des„Vorwärts" zur Ver- fügung.— Th. in Kaiserslautern: Ihr Schreiben ist nach Hamburg gesandt.— Pr. in Liegnitz: Das Beste ist, Sie wenden sich an einen dortigen Rechtskundigen.— W. W. in Hamburg: Wir sind außer Stande, Ihnen eine Adresse anzugeben. Wenden Sie sich an Auer.— B. B. in? Otto Hübner's„Statistische Tafeln" können Sic durch jede Alle Ausragen und Bliese, den Korbmacher-Bund betreffend, sind von jetzt an C. Hermann, He>reuwe:de 25 III. St. Pauli, Hamburg zu richten. Quittung. Grbnstn Lindenau Ab. 18,45. Trst Kl.-Zschocher Ab. 9,89. Sillbrg Gotha Ann. 1,25. Rtnbrn Dortmund Ab. 1,99. Knk Frankfurt Ab. 59,99. Bßlr Stuttgart Ab. 57,39, Schr. 31,45. Hrtmnn Mainz Ab. 6,99. Flhr Friedberg Ab. 26,99. Slbrhrn Eßlingen Ab. ' 14,29. Hssnr Mainz Ab. 23,59. Hslngr Solothurn Ab. 2,91. Korb- macherbund Hamburg Ann. 3,(9. Mcknsy Düsseldorf Ab. 5,39. Schrnr Lübeck Ab. 6,99. Mllr Mannheim Ab. 44,99. Albrtz Eßlingen Ab. 19,75. Ldwg hier Ann. 1,4". fAttrrtnn'nöV Sonntag, den 9. Dezember, findet in 11111)1, I i-. Winkler's Hotel, Mißburgerdamm: Unterhaltung und Kränzchen der vereinigten Gewerkschaften statt. Anfang 4 Uhr.(2,19 Hierzu ladet freundlichst ein (F. 169) Das Fest-Comits Hamburg. Korbmnchcr-Bund von Hamburg-Altona und Ottensen. Sonnabend, den 8. Dezember, Abends halb 9 Uhr, im Salon zum Roland:(F. 146> Mitglieder-Versammlung. Tagesordnung: Lokale Angelegenheiten. D. R-(1,10 Krankenkasse der Metallarbeiter für Leipzig und �M-Pzisi. Umgegeud(E. Gen.). Jeden Sonnabend, Abends halb 9 Uhr, in der Thieme'schen Brauerei, Tauchacrstroßc Nr. 12(79 Versammlung Aufnahme neuer Mitglieder. R. Ludwig, Vorsteher. Donnerstag, den 6. Dezember, Abends 8 Uhr, in ■vtl-IJgilz. der„Tonhalle": Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen Leipzigs. Tagesordnung: Tie Wahl zum Gewerbes �icdsgericht. Referenten Ramm und Naucrt.(1,19 Alle Wahlberechtigten ladet zu zahlreichem Erscheinen ein Das Comits. Ein Parteigenosse, welcher bereits längere �ält.ltt.izr fltll). Zeit als Redakteur eines Parteiorgans in Ver- Wendung war, nicht bei der Redaktion oder Expedition eines sozial- demotratijchen Blattes Stellung. Diesbezügliche Aniräge werden unter der Adresse W. Expedition des„Vorwärts" in Leipzig erbeten. Preisherabsetzung! Um mit den Vorräthen unseres Lagers zu räumcn haben wir die Preise um � 20— 5019 ermäßigt und vcrjenden umfassenden Katalog über sämmtl. im Preise hcrabgcsctttc Bücher, Kunstsachen und Musikalien, namentlich Pracht- und Gcschcnkwerke, Bilderbücher und Jugendschriften gratis und ftanco. Eine ganze aus 25 Bänden besteh- nde Bibliothek Romane und Novellen z. Th. von hervorragenden Schriflstellern liefern wir für den Spottpreis von 5 Mark. Verzeichniß der einzelnen J3äilde gratis.[4,80 Berlin, Hagelsbergerstraße. Magazin für Knust und Literatur. Wir empfehlen als besonders geeignet zu Fcstgeschenken Die Neue Welt. Jahrgang 1876 u. 1877. Preis: ungebunden M. 5,00 franco. In elegantem Einband M. 7,50 franco gegen baar. Die Einbanddeken tragen das große Titelbild des Heft- Umschlags in Golddruck, darstellend: Die Befreiung der Menschheit. Bei Partien-Bezug entsprechender Rabatt. Kleinere Biträgc m Briefmarken erbeten! Leipzig. Du Expedition der„Neuen Welt". Färberstr. 12. n. Beran'wortucher Redalteur: Heomanr, Heltzig in Reudnitz-Leipzig, Redaktton und Expedition Färb-rstraße 12/11. in Leipzig. Druck und Verlag der Genoffenschasisbuibdruckerei in Leipzig.