00 711 I t 10 dt #= ort int aufgesto ent I 9 4 inen zu Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Abonnementspreis für ganz Deutschland 1 M. 60 Pf. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den 2. und 3. Monat, und auf den 3. Monat besonders angenommen; im nigr. Sachsen und Herzogth. SachsenPultenburg auch auf den 1ten Monat bes Duartals à 54 Bfg. Inserate Betc. Bersammlungen pr. Petitzeile 10 Bf., Betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Petitzeile 30 Bf. Nr. 145. Y. L Vorwärts Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten und Buchhandlungen des Jn u. Auslandes. Filial Expeditionen. New York: Soz.- demokr. Genossenschaftsbuchdruckerei, 154 Eldridge Str. Philadelphia: P. Haß, 630 North 3rd Street. J. Voll, 1129 Charlotte Str. Hoboken N. J.: F. A. Sorge, 215 Washington Str. Chicago: A. Laufermann, 74 Clybourne ave San Franzisco: F. Eng, 418 O'Farrell Str. London W.: C. Henze, 8 New Str. Golden Square. Central- Organ der Sozialdemokratie Deutschlands. Idealismus was ist's damit? Von A. Douai. IV. Mittwoch, 12. Dezember. 1877. " nur dunkel aufbewahren, während wir die ähnlichen in eine Ge- Stunde der Muße am Abend, damit ich mich über meine Rechte sammtheit einordnen. Unsere Urtheile sind so oft falsch, weil aufklären, damit ich mit meiner Familie plaudern, und damit wir die verbundenen Begriffe zu eng oder zu weit gefaßt haben, ich den Beweis liefern kann, daß ich ein Mensch bin und kein sobald das Gedächtniß für die dazu gehörigen Vorstellungen un- Stlave." Ach, Bürger, wie manchmal, wenn ich mit Arbeitern mich Worin ist es nun begründet, daß unsere denkrichtigen Ver- treu wurde. Und ähnlich mit unsern Schlüssen und deren Verstandesschlüffe nicht blos uns( subjektiv) völlige Gewißheit verbindungen. Es gehört deshalb viel Gedächtnißkraft und Ueber- unterhielt, habe ich an die berühmte Rede des Tiberius Gracchus schaffen, sondern auch sachlich( objektiv) feststehen? legung dazu, um eine richtige Begriffsbestimmung zu liefern, gedacht, welche er in einer Volksversammlung hielt:„ Die wilden Es ist dies wiederum in der finnlichen Erfahrung begründet, eine sogenannte Definition. Unsere Wahrnehmungen sind immer Thiere", sagte der sozialistische Volkstribun des alten Rom,„ die daß 2 mal 2 gleich 4 ist, und alle mathematischen Grundwahr reicher an Inhalt als unsere daraus gemachten Gedankenbilder, wilden Thiere, die in Italien zerstreut sind, haben ihre Lagerten stehn uns so unerschütterlich fest, weil wir sie tausendfach und daß wir uns im Verfertigen derselben üben, ist nicht unser stätten und Höhlen, in welche sie sich zurückziehen können; und das arbeitende Volt, welches für das Vaterland kämpfen, sein mit Händen greifen können und weil alle Menschen darin über- Verdienst, sondern von Haus aus unser Bedürfniß. Wäre die Sache anders, wäre unser Geist mehr als ein Blut für die Vertheidigung Italiens vergoffen hat, ihm ist nichts einstimmen. Aber dies ergäbe immer blos ihre Wahrscheinlich keit, nicht die unwidersprechliche Gewißheit. Diese entspringt Saitenspiel, auf welchem die Eindrücke der Außenwelt Tonfäße geblieben, als das Licht des Himmels und die Luft, welche es uns daraus, daß wir die Probe in der Außenwelt auf sie machen abspielen, so könnte nie vorkommen- was alle Tage geschieht athmet. Ohne Haus, ohne feste Wohnung, irrt es mit Frau daß eine richtig gedachte Maschine, wenn sie fertig dasteht, und Kind im Lande herum. Die Feldherren täuschen die Krieger, und dabei bewährt finden. Wenn ich z. B. zweimal zwei Schläge auf eine Glocke führe, so tönt sie mir genau viermal doch nicht geht, weil ein noch unbekanntes Naturgesez sich entgegen- wenn sie dieselben ermahnen, für ihre Gräber und Tempel zu zurüd. Die richtig voraus berechneten Sonnen- und Mondfinster- stellt, oder die Triebkraft nicht gehörig zu erlangen ist, oder kämpfen. Ift Einer unter den Vielen, der einen häuslichen niffe, Sternen Auf und Untergänge gehorchen unserer Rechnung mehr Friktion als zu erwarten war, sich herausstellt. Dem Altar hätte und ein Grab, in welchem die Ueberreste seiner Vorauf die Sekunde. Die ganze Außenwelt ist also mit unsern größten Tonseher widerfährt mitunter das Mißgeschick, daß eine fahren ruhen? Sie tämpfen, fie arbeiten, sie sterben für den richtig angewendeten Denfgefeßen in genauer Uebereinstimmung. Stelle in seinem Werke nicht gut flingen will, obwohl sie ihm Reichthum, für den Lurus Anderer. Man nennt sie die Herren Mit andern Worten: unsere Denkgeseze selbst sind Spiegelbilder viel Reiz ausüben zu müssen schien. Columbus fand Amerika, der Welt, und sie haben keine Handvoll Erde zu eigen." Könnte man nicht, unter Bezugnahme auf die Nothlage des der Naturgeseze; wir haben gar kein Denkgesetz, welches nicht während er Ostindien auf dem geradesten Wege suchte, und zwar von, den Eindrücken der Außenwelt in uns erzeugt wäre. Wir auf ganz richtige, nur ungenügende Voraussetzungen hin. Spi- Proletariats, diese beredten Worte gegen unsere Politiker an1hun zu diesem nicht das Mindeste hinzu; Alles, was wir allein noza hat ein philosophisches System geschaffen, welches unwider wenden, welche von Freiheit schwatzen und keine Ahnung davon oder doch so thun, als ob sie keine Ahnung davon thun, ist daß wir unsere Eindrücke beobachten, daß fie uns zum leglich ist, sobald man den ersten Sah zugibt: und dieser Satz haben, vollen Bewußtsein kommen, und daß wir uns von ihnen gerade ist genau so richtig, als ihn bloßes Spiel mit Worten, ohne Er hätten, daß, um frei zu sein, man etwas auf den Leib und fr unterscheiden, wie wir uns von unserm Bilde im Spiegel fahrung in naturwissenschaftlichen Thatsachen gestalten kann, also in den Leib haben muß. terscheiden, nur daß dies ein innerer Vorgang bleibt. grundfalsch, wie heute wohl allgemein zugestanden wird. Und Während jeder Wahlbewegung sieht man die Opportunis n Wir ordnen nicht selbst unsere einzelnen Sinneseindrücke im folcher Beispiele, welche die schöpferische Kraft des Menschen- die Leute der„ République Française", Organ des Herrn Gamn zu Vorstellungen, diese zu Begriffen, diese zu Urtheilen geistes als eine Erdichtung nachweisen, können manche angeführt betta, in die Versammlungen des Volks kommen.„ Bürger", Schlüssen; sondern diese ordnen sich selbst in Gruppen und werden. Die erfinderischen und weltbewegenden Gedanken sind pflegen sie zu sagen, ihr seid die Souveräne( die Herren), ihr Verbindungen und Verschlingungen, wovon wir nachträg- gleichsam als Geistesblige entstanden so sagen die Idealisten. seid die Träger der Staatsgewalt; mit eurem Stimmzettel könnt soviel Kenntniß nehmen, als unsere Beobachtung reichen Gewiß ist das fo, aber doch nur infolge langer Beschäftigung ihr das Antlitz der Erde verändern--" Eine solche Sprache ist sehr schön, aber nachdem sie ihren Dabei aber spielt unseren Philosophen, welche das Gras der Erfinder mit ihrer Aufgabe, allseitiger Erwägung verschie wachsen hören, die Sprache einen schlimmen Streich. Die dener Möglichkeiten, welche alle fehlschlugen, vieler vergeblicher Stimmzettel in die Wahlurne gelegt, sind die armen SouveSprache, welche sich ebenso unbewußt gesetzmäßig entwickelt hat, Versuche, bei welchen der menschliche Steuermann sein Gedanken räne" in demselben Elend wie vorher. Wir haben noch nicht wie alle Naturerzeugnisse, aber dem Bedürfniß denkender Men- schiff in die Frre steuerte, bis er zu verzweifeln anfing und gefunden, daß die gesetzgebenden Versammlungen sich viel damit schen unwillkürlich gemäß, und deshalb nach Ort und Zeit ver- seinen Gedanken längere Sammlung erlaubte. Da ordneten sich beschäftigt hätten, die Arbeiter von der Ausbeutung der Kapiieden, fonnte nicht für jeden Eindruck der Außenwelt auf den die verschobenen Gedankenbilder nach ihrer eigenen Anziehungs- taliften zu emanzipiren, Genug, die sozialistische Bewegung lebt wieder auf, und, en Sinn einen besonderen Ausdruck schaffen; sie mußte alle und Abstoßungskraft, und der Gedankenblitz war fertig, weil die eichen unter einem Worte zusammenfassen, oder sie wäre nie Bestandtheile schon alle vorhanden waren. Diese aber waren angefacht durch die Erinnerungen der Commune von Paris, kann unde gekommen. Jedes Begriffswort also ist eine Ab- borher alle von außen in ihn hineingekommen; jeder neue Ge- fie durch einigermaßen geschickte Propaganda schnell bedeutendes rzung für viele, ja zahllose Eindrücke. Das Wort Pferd danke ist nur eine neue Verbindung älterer denn aus nichts Terrain erobern. Der Boden ist umgepflügt und gut vorbe reitet. Es braucht nur der Samen hineingeworfen zu werden. B. ist ein Name für alle je wahrgenommenen Pferde mit wird nichts. glaffung aller allgemeinen, besonderen und einzelnen pferd= Die unerschütterliche Gewißheit davon, daß unsere denkrichtigen Schon haben wir ein, in jüngster Zeit gegründetes Blatt, die yen Eigenschaften. Pferd an und für sich gibt es nicht; es Gedanken auch sachlich richtig sind, wurzelt also in der tausend Egalité", welches furchtlos die Fahne des Sozialismus' entbt blos große und kleine, schwarze und weiße, wilde und fachen Probe, welche wir in der Außenwelt darauf machen. faltet. Die Gründung weiterer sozialistischer Organe ist beabjahme, hölzerne und lebende, diese und jene zc. Pferde. Indem Neptun war von Leverrier durch Rechnung entdeckt und genau fichtigt; ich hoffe bald deren Erscheinen ankündigen zu können. Recht komisch ist wahrhaftig, man kann das Lachen kaum pir dieses Wort bilden, schaffen wir einen abgekürzten Ausdruck da, wo er nachher mit dem Fernrohr gefunden werden konnte. ur eine vielleicht große Bahl beobachteter pferdlicher Eindrücke Wäre er dort nicht und überhaupt nie gefunden worden, so halten, daß die gemäßigten" Republikaner, die Opportu vielleicht die Be- nisten, die Gambettisten, eine heilige Scheu davor haben, in auf unser Gehirn, aber einen Ausdruck, welcher von allen wei- blieb die Rechnung gleich richtig, weil vielleicht teren Eigenthümlichkeiten aller Pferde nichts enthält und in obachtungsmittel nicht zureichten. Leverrier aber hätte die rich ihren Zeitungen den Namen unserer Partei zu erwähnen- es dem Hörer die Erinnerung an blos diejenigen wachruft, welche tige Rechnung nicht machen können, wären nicht zahlreiche an ist als ob sie fürchteten, daran zu ersticken. Wenn sie dann und beobachtet hat. Unsere Philosophen nun bilden sich ein, wir dere astronomische Berechnungen und Beobachtungen benutzt und wann einmal von unseren Personen sprechen, so geschieht es Säßen in diesen abgezogenen Begriffen und Namen den Stein verglichen worden. Der Menschengeist hat hier trotz der bewun- nur, um uns mit Verleumdungen zu bedecken. Nun – wir cer Weisen; unser Geist habe hier etwas Neues geschaffen und dernewerthesten Leistung nichts Neues geschaffen die Natur beobachten, wir hören und wir führen Buch. Wir haben ein zu den Natureindrücken hinzugethan. Aber in der That hat er hat ihn durch ein Räthsel gereizt und alle Mittel seiner Lösung gutes Gedächtniß und werden seiner Zeit uns zu erinnern wissen. Wenn wir das Vereins- und Versammlungsrecht hätten, läge dabei blos weggelaffen, was ihm unbequemt war; er hat es ge- in den Menschengeist hineingeschienen. die Bourgeoisrepublik bei uns bald zu Boden: das opportunithan, um sich seinen Mitmenschen verständlich zu machen, und stische System fiele unter der Wucht der Lächerlichkeit. In Frankzwar mittels furzer Ausdrücke. Wer nie ein Pferd gesehen hat, reich tödtet bekanntlich die Lächerlichkeit jedenfalls ist sie hier hält durch diesen Ramen keine Vorstellung davon; dazu bedarf tödtlicher in ihren Wirkungen, als in anderen Ländern. An dem einer langen genauen Beschreibung und selbst diese gibt Camille Desmoulins wird es nicht fehlen, der die Gerngroße eine weniger gute Vorstellung davon als der Anblick eines mit Sarkasmen spickt und so in ihre jämmerlichen Coterien zurückgen Pferdes. Viel armseliger noch sind alle unsere Namen schickt. unfinnliche Dinge, für welche wir nur in der Weise Namen Die Organisation des Sozialismus in Frankreich fängt an en können, daß wir die von sinnlichen Dingen umbilden die Klerikalen zu beunruhigen. Nichts Curioseres kann man sich stand gebildet von verstehen, Schönheit vom scheinen, denken, als die Reflexionen der Organe der jesuitischen Coalition. Fehler verübt. Ihre erste Pflicht war, die Freilassung des braven n von Ding). Allerdings ist eine stufenweis voll ausge- Daran gewöhnt, die Gewissen zu lenken, die Gewalt kennend, Bonnet Duverdier zu fordern. Sie hat es nicht gethan. Die octe Sprache ein bewundernswerthes Mittel der Gedanken- welche die Ueberzeugungen des Geistes zur Aktion drängt, fühlt Sache ist: Gambetta, der Führer der sogenannten republikanischen ittheilung; aber sich einzubilden, daß man aus Worten ein der Klerus wohl, daß wir eine gewaltige Macht: die Macht der Majorität, hat Angst vor Bonnet Duverdier, der Sozialist ist. System bereiten", d. h. neue Aufschlüsse über die gesammte un- Bernunft, repräsentiren, und er weiß, daß wir die einzige Partei Er wird sich also wohl hüten, denselben auf die parlamentarische finnliche Welt erlangen könne, weil sie gleichsam das geistige sind, welche den Muth hat, die praktischen Consequenzen der Bühne zu bringen. Der Sozialist Bonnet Duverdier ist den Wesen aller Dinge enthielten, das richtet sich hiernach wohl von revolutionären Logik zu ziehen. Herrn Bourgeoisrepublikanern im Gefängniß weit weniger unbeDie Priester, die Stügen der römischen Kirche, sehen mit quem als in der Deputirtenkammer. Die Lage zwischen dem Präsidenten des Elysée, Herrn Mac Benn also unsere Worte nicht das Wesen der Dinge abspie- Besorgniß die Fortschritte des Sozialismus und fürchten, daß gein, sondern nur abgekürzt andeuten, so kann es mit unsern es ihm gelingen werde, die Herrschaft über die menschlichen Mahon und der Kammermajorität ist sehr gespannt. Der Faden Begriffen und Denkverrichtungen überhaupt nicht anders sein. Geister zu erlangen. Nicht mit Ungrund, denn die sozialistische muß reißen. Einer der beiden Theile wird das Feld räumen Millionen Menschen vermögen richtig zu denken, ohne von dem Gerechtigkeit, welche die absolute Unabhängigkeit des In- müssen.( Bielleicht auch nicht. R. d. V.) Welcher von beiden auch bleibt, wir werden ihn zu bekämpfen Vorhandensein von Dentgesehen in ihrem Gehirn eine Ahnung dividuums proklamirt, muß unzweifelhaft triumphiren über die es ist wahr, beide von verschiedenen Gesichtspunkten felbft. Aus Frankreich. Paris, 5. Dezember 1877. An die Redaktion des Vorwärts". Bürger! " Die Versailler Deputirtenkammer hat bereits mehrere schwere zu haben. Die Naturgefeße, welche in ihre Sinne hineinge- theologischen Systeme, welche die Sklaverei des Indivi- haben aus, aber beide mit gleicher Entschiedenheit. Das Elysée verschienen haben, denken halb unbewußt für sie; das Bewußtsein dnums proklamiren. tommt gewöhnlich erst hinterher. Das Dentgesetz, daß Alles In Frankreich werden die sozialistischen Lehren sich mit er- förpert den pfäffischen und militärischen Despotismis – die Maeinen zureichenden Grund( eine genügende Ursache) haben müsse, staunlicher Schnelligkeit ausbreiten, wenn nur die Propaganda iorität der Deputirtenkammer den Bourgeoisegoismus. Nach braucht gar nicht erst in Worte gefaßt zu werden, weil Jeder irgend praktisch und mit Methode betrieben wird. Die Arbeiter, unseren Begriffen muß dieser Bourgeoisegoismus ebenso vermann schon unbewußt darnach handelt, z. B. von Disteln keine die Proletarier begreifen jezt, daß die„ großen Politiker", daß schwinden wie die Tyrannei der Pfaffen und Soldaten. Die Feigen wird lesen wollen, beim Schneefall bedeckten Himmel vor die Wortmacher, daß die Jules Favres, die Jules Ferrys, die Majorität der Deputirtenkammer wird sagen, daß sie liberal sei. aussetzt, wo Kinder sind, nach dem Bater fragt u. s. w. Der Gambettas und wie sie sonst heißen, die Geißel der Republik, Gut: will sie die volle und ganze Amnestie votirenja oder Mensch hat dieses Dentgesetz nicht erfunden, obschon er manches die Fortsetzer des Cäsarismus sind, und sie nur zu Einem Biel nein? Will sie Maßregeln zur radikalen Hebung des Volkselends treffen? Ja oder nein? Sie soll sprechen. Wir wer Großartige erfunden hat; er hat es erfahren, und der Philo- führen können: nach Numea oder an den Pfahl von Satory. soph, der es in Worte schulgerecht einkleidet, ist nicht sein Er- Die Zeiten der ökonomischen Revolution sind gekommen. den lange auf Antwort zu warten haben. Was wir im Inter finder, sondern nur sein Entdecker. Das Denkgesetz, daß das Ministerveränderungen ändern nichts an dem Elend und an esse des Sozialismus wünschen, das ist die Auflösung; denn Ganze so groß ist als alle seine Theile zusammen, und umge- der Ausbeutung. wir hoffen, daß die Neuwahlen einige Sozialisten nach Versailles tehrt, und nicht mehr oder minder, begreift schon ein Kind, dem In Paris, Lyon, Marseille- in allen Industriecentren schicken werden. Diese Sozialisten werden von der Rednerbühne ein Stück von seinem Kuchen weggekommen ist; der erste Philo- Frankreichs lächelt der Arbeiter, wenn man ihm von diesem herab agitiren. Diese Agitation würde die Energie des demofoph, der es in Worte faßte, hat auch gar nichts Neues hinzu- oder jenem Mann spricht, der in den Rath der Regierung ein- fratischen Volkes wieder erwecken- das Erwachen des demokra= entdeckt, sondern Jedermann blos an das, was er von selbst treten will. Was ich brauche, so sagt er, das ist der volle tischen Volkes ist die Morgenröthe der sozialen Revolution. weiß, erinnert und dieses Verdienst ist groß genug. Empfangen Sie 2c. Ertrag meiner Arbeit( le prix intégral de mon travail): das Unsere Begriffe find wohl stets ärmer an Inhalt als unsere heißt gesunde Nahrung, Wohnung und Kleidung für mich und Ganz der Ihrige in der gerechten Sache Borstellungen, weil wir einige der letteren in der Erinnerung die Meinen, Bücher für meine Kinder, und für mich selbst eine Hyppolite Buffenoir. Sozialpolitische Ueberfist. - Die Wiener Arbeiter hielten am 2. Dezember eine 2) Mit der Vorberathung der Spezialfragen, die an Hand stark besuchte Volksversammlung ab, in welcher als einziger Ge- genommen werden sollen, werden die beiderseitigen Sektionen Zur Lage der Landarbeiter in Preußen. Bei Be- genstand der Tagesordnung der neue Zolltarifsentwurf zur einzelner Orte oder Kantone beauftragt. rathung des Etats der Staatsdomänen im preußischen Landtage Verhandlung stand. Als Referent trat ein Herr Trojan auf, 3) Die Settionen des Grütlivereins und des Arbeiterwurden durch den Abgeordneten Meyer- Arnswalde Mitthei- der, wenn wir nicht ganz irren, früher Mitglied der Hirsch bundes werden aufgefordest, gemeinsame Bezirks- und KanYungen gemacht, die ein grelles Schlaglicht auf die landwirth Duncker'schen Gewerkvereine und eifriger Fortschrittler war, jetzt tonalverbände behufs gemeinsamer politisch- sozialer Wirksamkeit schaftlichen Zustände in Preußen werfen. Meyer- Arnswalde aber Sozialist ist. Des letzteren Umstandes erwähnen wir nur zu bilden. monirte, daß der Domänenfistus allzu kostspielige Gebäude zu deshalb, um die fortschrittlich- liberalen Fanfaren über die ,, Absage- 4) Die weitere Regelung der Programmfrage und gemeinLandwirthschaftlichen Zwecken aufführe; er kenne beispielsweise briefe" einzelner früherer zweifelhafter Sozialisten in etwas zu samen Parteithätigkeit bleibt den Delegirtenversammlungen, Cor Stallgebäude, in denen der Platz für einen Ochsen sich auf 45 M. dämpfen die Einzelnen, welche von der Sozialdemokratie ab- greffen und Urabstimmungen beider Organisationen überlassen. jährlich, für eine Ochsenfamilie also auf 180-200 m. stelle, fallen, werden eben hinlänglich ersetzt durch den Anschluß von währenddem man die Wohnung einer Tagelöhnerfamilie mit Tausenden an unsre Partei. Besagte Versammlung drückte nach Ein Schandfleck für die Schweiz. Die„ Tagwacht" 30-60 m. jährlich berechne. Der Platz für einen Ochsen sei beifälliger Entgegennahme des Trojan'schen Referats ihre An- schreibt: Im Tessin hat der Große Rath die Gehalte der dagegen zu 12 M. jährlich anzunehmen. Es ist also Thatsache, ſichten über den Zolltarissentwurf durch Annahme folgender Primarlehrer von Fr. 500 auf Fr. 300 reduzirt und die der daß solch eine Ochsenfamilie besser daran ist, als eine Familie Resolution aus: Lehrerinnen gar auf Fr. 240! Das ist allerdings ein Hungervon denkenden, arbeitenden und steuerzahlenden Menschen.- Darin 1)( Die Wiener Freie Presse", deren Versammlungsbericht lohn, für den die Lehrer und Lehrerinnen den Kindern der hat Herr Meyer- Arnswalde vollkommen recht. Der Herr ist aber dem unfrigen zu Grunde liegt, nimmt aus preßgesetzlichen" freien Söhne" der Schweiz nicht einmal das ABC gehörig tein Sozialist; wäre er das, er hätte nicht unterlassen hinzu Gründen Anstand, den Wortlaut des ersten Punktes der Reso- beibringen können. zufügen, daß es in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft so lution wiederzugeben, was auch uns an der Mittheilung desselben und nicht anders sein kann. Denn der Ochs ist ein lebendes hindert. Wir bitten die Wiener Genossen, uns diesen ersten Punkt In Paris das alte Schaukelspiel Stück Kapital, das für schweres Geld gekauft, gehegt und gepflegt bekannt zu geben. R. d. V.) 2) Die neuen Finanzzölle, wie sie im Gewißheit einer parlamentarischen Lösung des„ Conflikts", jeden - jeden Morgen werden muß, wenn es Profit abwerfen soll, während die Arbeiter Zolltarif- Entwurfe proponirt sind, würden eine bedeutende Ver- Abend Abbruch der Verhandlungen und Aussicht auf StaatsHeerdenweise auf dem Markt ohne Ankaufspreis für die bloßen theuerung nothwendiger Consumartikel, wie Kaffee, Bucker, Thee, streich, mit obligatem Pulvergeruch- in den Nasen der Herren Fütterungskosten zu haben sind. Das ist auch der Grund, warum Reis, Petroleum 2c. bewirken, sie kommen demnach einer Mehr- Beitungscorrespondenten, die das von ihnen selbst auf dem der„ freie Arbeiter" dem Kapitalisten profitabler ist, als der belastung des arbeitenden Volkes gleich, die um so ungerecht Papier verknallte Bulver lieber zu riechen pflegen, als das reguläre Sklave, der, gleich dem Ochs 2c. ein lebendes Stüd fertigter wäre, als dasselbe in Folge der anarchischen Geld- und im Ernst in einer Pariser Straßenschlacht verbrauchte. Summa Kapital bildet. Produktionswirthschaft am meisten zu leiden hat und zudem der summarum, der Compromiß ist in Arbeit ob er Dufaure großen Mehrzahl der Belasteten jede Vertretung in der Gesetz- heißt, oder Botbie oder sonstwie ist ganz gleichgültig. Das Milizsystem oder die allgemeine Volks- gebung hartnädig verweigert wird. 3) Die in demselben Zollbewaffnung, welche von der Sozialdemokratie an Stelle des tarife vorgeschlagenen sogenannten Schutzölle würden keineswegs stehenden Heeres gefordert werden, hat an dem englischen Oberst einen Schuh für die heimische Industrie, sondern einen Schuß Pariser Parteiorgans„ Egalité" erschienen. Der Grund Seit Sonnabend vor 8 Tagen ist keine Nummer unseres Loyd- Lindsaft, Unterstaatssekretair im Kriegsamt, einen war- für einen kleinen Kreis von Fabrikanten und Unternehmern be hierfür liegt in einer neuesten Maßregel des Ministeriums Welche, men und competenten Fürsprecher gefunden. Oberst Loyd- Lind- deuten. Ein nachhaltiger Schutz der Industrie ist nur möglich, hierfür liegt in einer neuesten Maßregel des Ministeriums Welche, fast benutte nämlich bei einem Feste einen Toast, der auf das wenn die Arbeiter vor Ausbeutung geschützt und dadurch in den überbietet. Nach derselben ist allen Druckereien des Departe das den Grundsäßen Fourtou's treu bleibt oder dieselben noch stehende Heer ausgebracht wurde, um sich über die Wichtigkeit Stand gesetzt werden, ihre geistigen Fähigkeiten und Anlagen ments Seine- et- Marne angekündigt, daß jeder Drucker, der die der Lehren auszusprechen, welche sich in militärischer Hinsicht auszubilden, dadurch ihren speziellen Industriezweig zu heben Herstellung dieses Wochenblattes übernehme, nicht nur sämmtliche aus dem gegenwärtigen orientalischen Kriege ziehen ließen. Sie und der gleichen Industrie im Auslande ebenbürtig zu machen. Arbeiten der Behörden verlieren, sondern auch gewärtig sein seien für England vorzüglich wichtig, weil sie ihm besonders Dies Ziel kann aber nur im Wege eines zweckmäßigen Fabrik zum Vortheil gereichen. Die Erfahrungen des Krieges hätten gefezes, auf folgenden Prinzipien fußend, erreicht werden: a) Ein- müsse, bei den geringsten Verstößen gegen die Druckerei- Vorgelehrt, daß selbst mangelhaft ausgebildete Truppen in der Ver- führung des zehnstündigen Normal- Arbeitstages für alle er scheint genügt zu haben, um dem Blatte den bisherigen Drucker schriften auf's Härteste gestraft zu werden. Diese Einschüchterung truppen mit Erfolg widerstehen könnten. Das sei für England c) gänzliche Beseitigung der Kinderarbeit vor vollendetem vierzehnten etwas wohl vorhergesehen, denn gleichzeitig mit dem Inslebentheidigung mit trefflichen Hinterladern den geübtesten Angriffs wachsenen männlichen Arbeiter; b) Beschränkung der Frauenarbeit; scheint genügt zu haben, um dem Blatte den bisherigen Drucker abwendig zu machen. Uebrigens haben die Pariser Arbeiter so eine wichtige Entdeckung. England habe ausgezeichnete Schuß Lebensjahre; d) Einsetzung von Fabrik- Inspektoren mit dem treten der„ Egalité" ist die Gründung einer eigenen Buchdruckwaffen, auch treffliche Schüßen, aber nur wenige ausgebildete Charakter von Handels- Ministerial Beamten; e) Einführung von Genossenschaft in Angriff genommen worden, und dürfte nach diesen Soldaten. Hinterlader und Spaten- zum Schanzen- und Gewerbegerichten für alle Industrien." Barrikadenbau das seien die Waffen, auf welche es heutzu- Die Wiener Arbeiter, und mit ihnen die östreichischen Arbeiter neuesten indirekten Gewaltakt der Regierung jedenfalls die Betage automme. überhaupt, erklären sich demnach gegen den proponirten Zoll theiligung an den Zeichnungen für dieses Unternehmen eine derDaß diese Verurtheilung der stehenden Heere bei den meisten tarifentwurf und verlangen zu gleicher Zeit die endliche Reali- artige sein, daß die„ Egalité" sehr bald wieder in die Lage veranderen Männern vom Fach" feinen Anklang finden wird, ver- sirung eines Theils ihrer sozialpolitischen Forderungen. setzt sein wird, ihr Erscheinen fortzusehen. steht sich von selbst, denn die stehenden Heere sind nicht nur eine sogenannte Schuhwehr gegen den äußeren Feind, sie sind auch bestimmt, den inneren Feind das innere Düppel" dar niederzuhalten, wozu bekanntlich Milizen- die„ denkenden Bajonnette" nicht gut zu gebrauchen sind. " Ein niederösterreichischer Arbeitertag wird zu 8ur Finanzlage in Rußland. Die Milliarde des Weihnachten in Wien abgehalten werden. Die Tagesordnung russischen Papiergeldes ist nun glücklich erreicht. Der letzte Ausist folgende: 1) Die Nothwendigkeit der Organisation der Ar- weis der russischen Staatsbank ergiebt, daß außer den 734,772,025 beiter und die Gewerkschaftsfrage. 2) Vorlage eines Muster- Rubeln des Metallfonds 266,650,000 Rubel zeitweilig emittirter Verbandsstatuts für die Gewerkschaften; Ausdehnung der be- Noten", also zusammeu 1,001,422,025 Rubel in Umlauf gesetzt - Ueber die in der Provinz Schlesien herrschende Lehrer- stehenden oder Gründung von neuen Gewerkschaften für Nieder- wurden. Die zeitweilig emittirten Noten" sind ausschließlich noth berichtet die Schlesische Schulzeitung":" In 78 Schul- österreich, event. Gründung von Allgemeinen Arbeitervereinen. zur Bestreitung der Kriegskosten bestimmt, und wie aus der Inspektionsbezirken fehlen 1910 Lehrerkräfte, wenn in feiner 3) Der neue Gewerbeordnungs- Entwurf.( Fassung einer Petition Bezeichnung zeitweilig emittirt" hervorgeht, beabsichtigt der Schulklasse nach gesetzlicher Bestimmung mehr als 80 Schüler an das Ministerium und die beiden Häuser des Reichsrathes um russische Finanzminister diese Noten später wieder einzuziehen. sein sollen. So fehlen z. B. im Schul- Inspektionsbezirk Kosel Abänderung des Entwurfs.) 4) Einführung resp. Ausdehnung Bei der Absicht wird es aber wohl sein Bewenden haben, zumal 82, Groß- Strehliz 73, Waldenburg 84, Beuthen- Tarnowiß- des bereits bestehenden Gewerbegerichtes auf die Gesammt- Ar- die Banknotenpresse bis zum Ende des Krieges vielleicht Sabrze 92, Neurode 70, Nimptsch 49, Militsch- Trachenberg 48, beiterschaft. 5) Die Nothwendigkeit der Einführung einer Ar- auch noch später fortfahren wird, zeitweiliges" Papiergeld Striegau und Neustadt je 43, Ohlau 42, Neiffe, Ober- Glogau beiterstatistik. 6) Die Gewerkschafts- und Fachblätterfrage. zu drucken. und Gottesberg je 37, Bunzlau 32, Münsterberg- Frankenstein 28, Jauer 26, Görlig III. 20 Lehrer! Da es aber in Schlesien In Sachen der Organisation der sozialdemo= im Ganzen 114 Schul- Inspektionsbezirke giebt, so erschöpft der kratischen Arbeiterpartei in der Schweiz fand Sonntag Bericht der Schulzeitung, der nur 78 Inspektionsbezirke umfaßt, den 25. November in Bern eine zweite Conferenz statt, und die Feststellungen des Lehrermangels noch keineswegs." Es wurde nach reiflicher Ueberlegung und Auseinandersetzung in fehlen also in Schlesien allein über 2000 Lehrer, wenn man auf Bezug auf die vorläufige gemeinsame Parteithätigkeit einstimmig 80 Schüler einen Lehrer rechnet. Nimmt man in den anderen Folgendes vereinbart: preußischen Provinzen ein viel günstigeres Verhältniß an, so wird man für den ganzen preußischen Staat nicht zu hoch greifen, wenn man die Zahl der mangelnden Lehrer auf 10,000 feststellt. Und das finden wir in Preußen, im ,, Staate der Intelligenz!" Demimonde- Poesie. Wäre Ernst Eckstein's Traum" ein halbes Jahr älter, so fönnte man auf den Gedanken kommen, die Lorbeeren Ernst Eckstein's hätten J. E. Kühn nicht schlafen lassen. Die„ Befenntnisse eines Weltkundigen", mit welchen uns dieser angebliche Dichter beschenkt, sind ganz dazu angethan, den„ Träumer" Eckstein in den Schatten zu stellen und sie liefern einen neuen Beleg dafür, daß wir uns in einer Periode der sittlichen Decadence, in einer Periode des Verfalls und des Verfaulens, befinden Grund genug, uns mit ihnen zu beschäftigen, obgleich das ein widerliches und trostloses Geschäft ist. 1) Das Centralcomité des Grütlivereins steht mit dem Bundescomité des Arbeiterbundes in Correspondenz; bei wichtigeren Fragen bilden beide Comités durch Delegirte eine gemeinsame Commission, die im Namen der sozialdemokratischen Partei handelt. „ Schlanke Arme, schlanke Leiber, Wollustwarme Liebesglut, An dem Thron der schönsten Weiber Sucht des Lebens höchstes Gut. Unter ihren schönen Zelten Schlafet ohne Zagen ein, Und die beste aller Welten Wird dann ohne Tadel sein." Bekennen wir nur, daß wir ganz ebenso fühlen und denken, wenn auch ganz heimlich, sonst beschuldigt uns der Herr Polizeiarzt, seinen„ Liedern" nur zu grollen, weil sie uns die Maste Denn was Jeder in sich barg, Läßt man ungern wissen." „ Die vor der Sünde fromm die Augen schließen, Üm kräftiger bei Nacht dann zu genießen." ,, Wer und was ist Herr J. E. Kühn?" Diese Frage, die abreißen, uns jedem andern poetischen Erzeugniß gegenüber sehr fern liegt, drängte sich uns auf, als wir diese unsaubern, von dem fatalen Patchouli- Duft des Bordells durchwehten„ Bekenntnisse" zuge- oder er ruft uns zu, daß seine Liebe" ein teder Tagfalter sei, flappt, fie in einen starten grauen Bogen eingewickelt und die unsre ein lichtscheuer Nachtvogel, und nennt uns gemeine uns die Hände gewaschen hatten, eine Reflexbewegung des Rein- Mucker", lichkeitsgefühls, die wir denen nicht zu erklären brauchen, die Leichtsinnig und neugierig genug waren, ihre Weltkunde durch die J. E. Kühn's bereichern zu wollen. Wer und was ist Herr 3. E. Kühn?" Das Adreßbuch giebt uns erschöpfende Auskunft: wenn er uns nicht Mangel an Verständniß dafür Schuld giebt, „ Dr. Jul. Ed. Kühn, Polizeiarzt, Ritter 2c." Nun begriffen, daß er in den Pfuhl des Lafters eintaucht, weil er Alles zu wir das scheinbar Unbegreifliche. Wem ex officio die Unter- vergessen begehrt." Ganz im Einklang damit werden unsre suchung der unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehenden Dirnen Frauen davor gewarnt, auf den Schwur der Treue zu bauen, obliegt, wessen Kundschaft fast ausschließlich aus den jungen den wir am Altar abgelegt. Männern besteht, die sich im Verkehr mit diesen ,, Damen" eine syphilitische Erkrankung geholt haben, in dem mag sich schließlich der Wahn ausbilden, als sei die Welt ein großes Bordell; der Titel des Buches beruht dann nur auf dem Mißverständniß, die Halbwelt für die Welt zu halten und wenn der Dichter versichert: ,, Mein Herz, ich ließ es frei und menschlich fühlen, Was menschlich war, ich wollte es erkennen." Ich sage euch, kaum ist der Reiz verslogen, So flüchtig wie die Blume unsrer Weine, Und jede Phryne hat beim Lampenscheine Mit ihrer Schminke euch darum betrogen. Es bläht das Roß beim Morgenroth die Nüstern, Boll Wollust treibt es durch die frischen Fluren, So macht der Männer schwankender Naturen Ein neues Röschen unvermuthet lüstern." Dichter hält es allerdings für seine Person durchaus nicht " ,, Erregt von ein'gen Gläsern süßen Weines so kann man dies mit der kleinen Einschränkung gelten lassen, Unser daß er das ,, menschlich" nicht dem allgemeinen Sprachgebrauche mit der Treue. Er erzählt: gemäß von der Mensch", sondern von ,, das Mensch abgeleitet hat. Ein kleines Räthsel bleibt freilich auch bei dieser wohlwollenden Erklärung ungelöst. Man sollte meinen, wer das Laster und seine Folgen Tag für Tag und Stunde für Stunde unter den Händen hat, dem müßte es einen unauslöschlichen Traf ich im sanften Licht des Mondenscheines, Der, wie ein trauter Freund, mir rieth zu lieben, Ein lieblich Mägdlein auf dem Heimweg an." Etel einflößen; statt dessen predigt unser Dichter", fanatisch Besagtes Mägdlein verräth ihm durch ihres Busens sanftes faft, den Sinnengenuß als das höchste und einzige Erdenglück, Wallen, daß er ihr gefallen, als sie ihn aber zwölf Zeilen später und nennt Jeden, der da nicht mitihun will, einen Heuchler. fragt: Unendlich oft wiederholt er Behauptungen wie die folgende: ,, Wann, trauter Freund, wann sehen wir uns wieder?" " 11 Zum Strike der Cigarrenmacher in New- yrt schreibt unser dortiges Parteiorgan, die Arbeiterstimme": Alle Zeichen deuten auf Sieg! Bereits ist die Arbeit in ca. 20 Fabriken mit 900 Arbeitern zu erhöhten Preisen af= genommen, in 60 Fabriken mit 11,052 Arbeitern wird noch e feiert. Ein Experiment mit Lehrmädchen hat glänzend Fiav gemacht, und die Chinesen wollen auch nicht kommen. Abgeseht von den ungeschwächt fließenden Unterstüßungsgeldern aus i Vereinigten Staaten, sind bereits bedeutende Beträge, besonde aus England und Holland, unterwegs. Inzwischen machen st die Herren Fabrikanten den kleinen Spaß, jedem Arbeiter, i belehrt sie der Polizeiarzt eines Andren: ,, Nein, rief ich, Mädchen, laß uns ewig scheiden, Du hast der Liebe Heiligstes empfunden; Behalte die Erinnerung dieser Stunden, Um fie dir nicht durch Täuschung zu verleiden. Die höchste Lust, die uns ein Gott gegeben, Sie liegt allein im flüchtigen Genusse, Ein jedes Mehr, es treibt zum Ueberdrusse; Was ich dich heute voller Lust gelehrt, Es war ein schöner Maientag der Liebe, Daß diese ewig nen, mein Mädchen, bliebe Vom eignen Schöpfer ward es uns verwehrt. Auch die von Herrn J. E. Kühn besungenen Damen scheen ähnlichen philosophischen Ueberzeugungen zu huldigen un zu denen zu gehören, die er im Aug. hat, wenn er ausruft: Füllet die Becher mit goldigem Wein, Ladet auch fröhliche Mädchen mit ein." Die fröhlichen Mädchen" kennen wir ja ungefähr. Es ist bezeichnend, daß sich diese Damen von dem Herrn Polizeiarzt ,, für Gold von einem Andern küssen ließen," daß sie ,, den Weg der Liebe schon gegangen", daß sie ,, den Vetter zur Nacht schon gesprochen, daß die Blume schon von anderer Hand gepflüc war, daß sich geöffnet schon des Amors Pforten, daß ein Andrer vor ihm an ihrer Seite schritt und seine Rechte deutlich durch den Wechsel heißer Küsse fündete u. s. w., ein verdrießlicher Umstand, über den er sich jedoch meist durch eine gar feine Er wägung hinweghilft: ,, Daß du zu schnell geopfert deine Tugend, Es war ein rascher Fehler deiner Jugend. Muß ich vielleicht auch einem Reiz entsagen Die Seele, sie war mein beim ersten Kusse. Zuweilen kommt er aber doch über den fatalen Gedanken nicht hinweg. ,, Vor mir lag fie in hehrer Körperfülle Und purpurroth vor heißer Liebesglut, Gern hätt' ich weggestreift die letzte Hülle Und still an ihrer vollen Brust geruht." Der Erfüllung dieses Wunsches scheinen keine besondern Hinder niffe im Wege gestanden zu haben, denn der Herr Poet hat seinen Besuch ziemlich lange ausgedehnt. ,, So blieb ich bei ihr, bis die Morgensonne Ihr golden Licht auf ihre Wangen goß; Es war ein Anblick voller Lust und Wonne, Wie selten nur ein Sterblicher genoß." Sei ihnen arbeiten will, die nachfolgend: Erklärung zur Unter- schrift vorzulegen: „Hiermit bescheinige ich, daß ich alle ferneren Verbindungen mit allen Cigarrenmacher-Unionen aufzugeben nüch verpflichte, was ich mit meinem Ehrenworte bestätige." Daß diese„Erklärung" nicht das Papier Werth ist, auf welchem sie geschrieben ist, erhellt schon aus dem Umstände, daß sich äußerst wenig Arbeiter finden, die ehrlos genug sind, sie zu unterschreiben. — Die Nachricht von einem bedeutenden Waffen- erfolge der Türken hat sich bestätigt.— Suleiman Pascha hat die Russen bei Elena überrascht und dem rechten Flügel ihrer Hauptfeldarmee eine schwere Niederlage beigebracht. Gleichzeitig ist es der türkischen„Ersatzarmee" unter Mehemed Ali gelungen, das Armeekorps Gurko's, welches bis tief in den Westbalkan eingedrungen war, zum Stehen zu bringe» und zurückzuwerfen; und auch von Osman Pascha sollen günstige Nachrichten ein- getroffen sein— er sei mit Proviant und Munition reichlich versehen, habe im November 9 glückliche Ausfälle gemacht, den Ruffen bedeutende Verluste zugefügt, und hoffe dieselben zur Aufhebung der Belagerung zu zwingen. Thatsache ist, daß der russische Haudegen Skobeleff, den die Lorbeeren des Löwen von Plewna nicht schlafen ließen und der sich, mit mehr Eifer als Glück, durchaus an den Türken seine Sporen verdienen wollte, urplötzlich sein Hauptquartier zurückverlegt hat, woraus wir schließen müssen, daß der Punkt, an welchem sich das Haupt- quartier bisher befand, für die Russen unhaltbar geworden war. Kurz, die militärische Lage hat sich entschieden zum Nachtheil der Ruffen verändert, und der Bär, dessen Fell schon von ihnen verkauft worden, hat zu ihrer fast komischen Ueberraschung ge- zeigt, daß er recht kräftige Tatzen führt.— — Am Dienstag den 4, Dezember erhielt der Redakteur der „Halberstädter Freien Presse", Genosse A. Kruhl, welcher bereits zu 8 Monaten verurtheilt ist, in neuer Gerichtsverhandlung wegen 22facher Beleidigung, begangen durch einen Artikel, eine Zusatzstrafe von 3 Monaten Gefängniß.— Ein früherer Re- dakteur desselben Blattes befindet sich zur Abbüßung einer 11- monatlichen Gefängnißstrafe bereits in Haft.— Der Redakteur der„Wahrheit", Genosse M. Schlesinger in Breslau, ist wegen Beleidigung eines Wahlvorstandes und eines Fabrikanten in letzter Instanz zu 150 Mark Geldbuße verurtheilt worden. Ein Staatsmonopol. Die Debatte in der sächsischen Kammer über die Dauer des juristischen Studiums an der Universität Leipzip veranlaßt uns hier zu der Bemerkung: daß es uns lieb gewesen wäre, wenn bei dieser Gelegenheit der Abgeordnete Freytag eine Kritik der- jenigen Prinzipien gegeben hätte, die heute nicht nur gegen die Jünger der Rechtswissenschaft, sondern auch gegen die der an- dein Disziplinen angewandt werden. In der sächsischen Kammer handelte es sich darum, daß die jetzige Dauer des juristischen Studiums zu langwierig sei, so daß, wie sich einer der Herren Abgeordneten ausdrückte,„es die Väter nicht mehr aushalten könnten," und daß ein dreijähriger Collegienbesuch wie bei andern Zweigen des Studiums auch bei jus. genüge. Wir können nun nicht unterlassen, hierzu zu bemerken, daß es uns als ein wesentlicher Unterschied incht erscheint, ob Jemand ein Jahr länger die Universität besucht oder nicht, denn immer kann die Hauptsache nur sein, was überhaupt gelernt worden ist, und nicht ob der junge Streber seinen persönlichen Absichten schneller oder langsamer näher rückt; uns will es scheinen, als wenn die Herren, welche so warm für die drei- jährige Universitätspräsenzzeit eingetreten sind, die Frage nie bedacht haben, mit welchem Rechte denn eigentlich der Staat von den sich den Wissenschaften Widmenden einen mehrjährigen Uni- versitätsbesuch beansprucht, wenn sie ihre erlangte Wissenschaft dem Staatsintereffe widmen wollen? Ist ein derartiger Rechts- anspruch von Seiten des Staates uicht auch schon eine Verletzung der Freiheit der Wissenschaft, und preßt er die Jünger derselben nicht gewaltsam in eine Zunftordnung, welche der der mittel- alterlichen Gilden gleichzustellen ist? Denn wie können die Ver- Es ist zu präsumiren, daß dieser Genuß noch vielen Andern zu Theil ward. „Der braunen Augen schwärmerisch Verlangen, Des Körpers süßer Duft, der Lippe Glut, Es waren Fragen, die auf Antwort drangen Und stürmisch mir erregt mein kaltes Blut. Und doch!— ihr Arme, die ihr mich umschlungen, Du heißer Odem, der mich fast verzehrt, Der Liebe Kunst war Alles abgerungen, Die sie zuvor ein Anderer gelehrt. Ich habe kummervoll mich weggeschlichen Von ihrer Schönheit weicher Lagerstatt; Der schöne Stern, auch er ist mir verblichen— In einer Nacht sah ich mich gründlich satt." Aber das sind nur gelegentliche Anwandlungen; im Allge meinen bleibt es bei dem Rathe, die rasch vergehende Jugend „nicht im Keimen auf dem kalten Pfad der Tugend zu ersticken", für einen Thoren wird erklärt„wer seiner Triebe junge Lust voller Weisheit in eine fromme Brust eingeschlossen" und trium- phirend verweist der Herr Polizeiarzt, dessen Haupt„voll schon gebleichter Haare", auf sich, der ---- mit vollen Zügen Aus dem Born der Liebe trank, Todesmüde vom Vergnügen In das weiche Pfühl dann sank." Auch die vertraulichen Eröffnungen, die jene Damen dem Herrn Polizeiarzt machen, sind von hohem Reiz: „Sie sagte mir:„Ach, welche Strafe Hatt' ich mir einstmals ausgedacht, Als mich ein fremder Mann im Schlafe Um meine Unschuld fast gebracht. Empört zürnt' ich dem Wilden, Frechen, Dem Ungestümen, der gewagt, Sich jene stolze Frucht zu brechen, An der kein Wurm bis da genagt." Diese interessante Mittheilung ist die Einleitung zu dem er- freulichen Geständniß: „Als ich den ersten Kuß empfunden, Den mir die wahre Liebe gab, . War jene Unschuld überwunden Und lautlos sank sie in ihr Grab." theidiger des heutigen Staatsmonopols von einer Freiheit des wissenschaftlichen Studiums reden, wenn Jemand, der nicht in der Lage ist, die undankbare Stellung eines Privatgelehrten zu behaupten, verpflichtet ist, eine bestimmte Zeit die zünftigen Pro- fessoren anzuhören und noch dazu gezwungen ist, um eine staat- liche Anstellung zu erhalten, sich denselben Professoren zur Prü- fung zu unterwerfen?>. Es schließt dieser Zwang eines der schlimmsten Monopole in sich, weil er sich gegen die freie Ausbildung der geistigen Fähig- keiten richtet und die Würde der Wissenschaft bis zu der geschäfts- mäßigen Auffassung eines Handelsmonopols erniedrigt. Die staatlichen Maßregelungen andersdenkender Gelehrten können gründlich nur brseitigt werden, wenn energisch Hand an- gelegt wird, den Einfluß des jetzigen Staatsmonopols auf die Wissenschast zu beseitigen; der Weg der Eoncurrenz vermittelst der„freien Vereinigung" wird nie erfolgreich sein, weil diese den Gesetzen der Eoncurrenz unterliegen muß, infolge welcher der Schwächere dem Stärkeren weicht. Haben die„freien Ver- einigungen" nicht das Recht, und sie werden es vom heutigen Staate nie erlangen, Zeugnisse auszustell-n, welche ebenfalls auf Staatsanstellung Anwartschaft geben, so wird sich ihre Wirksam- keit unleugbar nur auf private oder humanistische Wissenschafts- bestrebungen erstrecken, wobei aber dem Monopolsunwesen nach wie vor freier Spielraum gelassen ist. Wir dürfen nie ver- gessen, daß der heutige von den Interessen des Volkes abgelöste Staatsbegriff nur durch eine systematische Kette von Vorrechten erhalten werden kann, und daß das Monopol der Wissenschaft- lichen Belehrung dazu dient, ihm eine gefügige und„gesinnungs- tüchtige" Beamtenhierarchie zu schaffen und zu erhalten; durch- brechen wir dieses Gefüge der Autoritätsglieder, so wird uns das Abschütteln der ganzen Kette bald leichter fallen. Das Recht des Staates, selbst Richter zu sein über die Qualifikation seiner Angestellten, ist ein fictives; worum es sich einzig und allein handeln kann, ist doch nur dieses: Der Staat (die Allgemeinheit) muß von seinen Beamten eine gewisse Charakter- und Bildungsfähigkeit beanspruchen, es ist aber nicht noihwendig, daß dieser Staat zugleich Partei und Richter sein muß, sondern die Prüfung der Fähigkeiten eines Bewerbes kann sehr gut einer außerhalb des(heutigen) Staatsinteresses stehenden competenten Behörde anvertraut werden, welcher es ganz gleich sein muß, in welcher Zeit und wo sich der Aspirant die ver- langteu Kenntnisse erworben hat. Das heutige Staatsmonopol bedingt aber zuerst die Frage: wo hast du deine Bildung erlangt und wie lange hast du den Monopoluten der Wissenschaft Csl- legiengelder bezahlt; können diese Fragen nicht nach Wunsch be- antwortet werden, so mag sich der Candidat nach anderem als Slaatsfutter umsehen, und hätte er alle Weisheit mit Löffeln gegessen. Wir hoffen, daß diese Anregung dazu beitragen wird, Bresche zu legen in eine der stärksten Dummheitsmauern, und rechnen wir dabei auf den Beistand von berufener Seite; es ist der ein- zige Weg, die Emanzipation des Geistes zur Wahrheit zu machen. - v— Correspondenzem Acrlin, 3. Dezember.(Erwiderung.) Von Herrn Pro- fessor Wagner erhält die„Volkszeitung" folgende Zuschrift: Zu meiner Ueberraschung las ich heute in Ihrer Zeitung vom Son- nabend: in meiner öffentlichen Vorlesung(über Sozialismus und Eigenthum) an der Universität habe am letzten Donnerstag ge- legentüch einer Ausführung, daß das vollständige Coalitionsiecht der Arbeiter eine Consequenz des Systems freier wirthschaftlicher Concurcenz sei, eine störende Demonstration gegen und für diese Auffassung stattgefunden. Eine peinliche Pause sei ein- getreten, ich selbst hätte eine halb erstaunte, halb erzürnte Miene gemacht. Mir ist von alle dem absolut nichts bewußt. Jedenfalls ist mir irgend etwas wie eine Störung nicht zum Bewußtsein gekommen, geschweige, daß sie so auf mich eingewirkt hätte. Ihr Herr Berichterstatter spricht indessen so bestimmt, daß ich die Sache schwer zu erklären weiß. Mir selbst ist nur dunkel in Erinnerung, daß ich am Schluß der Stunde, wie öfters in unserem Universitätsgebäude, zu bemerken glaubte, Hörer der Die„wahre Liebe" macht bei dem Herrn Polizeiarzt wenig Federlesens, wie's scheint. Wir werden des Eitirens müde— kann man es uns ver- denken? Wir haben nur auf's Gerathewohl hineingegriffen in die Wildniß von Cynismen und Frivolitäten, die fast aus jeder Seite des Buches wuchert— und es zählt deren 268. Möglich, daß uns die saftigsten Schönheiten entgingen, aber wir denken, es ist trotzdem genug und übergenug, denn man muß wie der Herr Polizeiarzt fühlen, um nicht von dieser Häufung von Zoten angeekelt zu werden. Er denkt freilich anders und glaubt seine Pappenheimer zu kennen, wenn er behauptet: „Nur für flotte lust'ge Kenner Hob ich die Gedanken auf, Denn ich weiß es, brave Männer Schwimmen mit des Stromes Lauf. Nur für diese ward geschrieben Dieser Verse froher Chor, Wo ich's toll, wie sie getrieben, Spitzen doppelt sie das Ohr. Und sie lesen voll Entzücken, Daß es Einer frei gewagt, Mädchen an sein Herz zu drücken Und zu küssen unverzagt. Und sie freuen sich der Wahrheit, Die aus meinen Liedern spricht":c. (Schluß kolgt.) —„Kampf mit geistigen Waffen". Die„Deutsche Allgemeine Zeitung" des Herrn Prof. Biedermann schreibt in ihrer Nr. vom 7. d.: „Der sozialistische„Vorwärts" nimmt sich der vom„Leipziger Tage- blatte" angegriffenen„Junker" an. Es ist das ein um so größerer Freundschaftsdienst, als in derselben Nummer mit großer Befriedigung erzählt wird, wie eingenommen der Bauer sei„gegen die Edelleute und Großgrundbesitzer, weil solche sich meist durch ihr Ausbeutungssystem den bewußten oder instinktiven Haß des kleinen Mannes zugezogen". Es muß also eine ganz besondere Wahlverwandtschaft sein, welche in der bekannten Angelegenheit die Sozialisten zu den„Junkern" zieht." Das ist so— geistrich, daß es in die„Sozialdemokratische Com- spondenz" gehörte. Weiß Herr Prof. Biedermann nicht, daß die her- vorragendsten seiner eigenen Pareigenossen Twesten, Forckenbeck, Gneist u. s. w. sich weit schärfer über die preußischen Justizverhält- nisse und die„Richter in Berlin" ausgesprochen haben, als dies Seitens der„sächsischen Junker" geschehen ist? Wir sind bereit, ihm die be- folgenden Vorlesung hätten eine Thür geöffnet, um zu sehen, ob sie eintreten könnten. Die übliche Disziplin der Studenten gegenüber solchem verfrühten Eintreten ist dann bekanntermaßen ein Scharren und Zischen, das als„Ruhe gebieten" gilt. Das fand, glaube ich, neulich auch statt, aber nicht lauter wie gewöhnlich in solchen Fällen. Sollte ich mich täuschen? Ich glaube kaum. Jedenfalls habe ich in keiner Weise den Eindruck einer störenden Demonstration mit mir genommen. Darf ich Sie bitten, diese Zeilen in Ihrer Zeitung zum Ab- druck zu bringen? Hochachtungsvoll Prof. Dr. Ad. Wagner. Kikdesheim.(Verspätet.) Am 23. November starb unser Genosse, der Töpfergehülfe K. Schönberg. Schönberg war einer der besten und eifrigsten Sozialisten, welcher auch sein Amt als Kassirer lange Jahre mit Gewissenhaftigkeit versah. Das Geleit war sehr zahlreich und fand die Beerdigung ohne alle kirchlichen Ceremonien stand. Genosse Hund hielt.die Grabrede. Kurz vor seinem Tode noch verlangte der Verstorbene nach dem „Vorwärts", den er so gern las. Das Andenken Schönberg's lebt bei den hiesigen Genossen fort. H. Gaßmann. Duisburg. Einen„gesetzeskundigen" Polizeibeamten konnten die Duisburger Genossen in der Volksversammlung bewundern, die am 25. November im hiesigen„Städtischen Burgacker" tagte, und in welcher Genosse Hermann Lange ans Barmen das Re- ferat übernommen hatte. Der betreffende überwachende Polizei- beamte forderte nämlich bei Eröffnung der Versammlung den Vorsitzenden auf, die anwesenden grauen entfernen zu lassen, widrigenfalls„auf Grund des Vereinsgesetzes"(?) polizeiliche Auflösung stattfinden würde. Den„Gesetzeskundigen" von seinem Jrrthum zu befreien, war schlechterdings unmöglich. Kältlächelnd setzte er allen Beweisen den stereotypen Ausdruck:„Und ich weiß es am Besten" gegenüber. Da das Bureau der Versammlung bereits am anderen Tage Beschwerde gegen den„Ueberwachenden" einlegte, so dürfte ihm Wohl eine„Belohnung" nicht entgehen. Um die Versammlung, die übrigens von einem guten Geiste be- seelt war, nicht resultatlos verlaufen zu lassen, entfernten sich die wenigen anwesenden Frauen. Nebenbei bemerkt, ist es seit Jahr und Tag das erste Mal, daß ein derartiges oder ähnlkches Vor- kommniß sich hier ereignet hat. Leipzig, 8. Dezember. Donnerstag Abend, den 6. d. M., tagte die schon in Nr. 143 dieses Blattes signalisirte Abeiterinnen- und Arbeiteroersammlung im Saale der„Tonhalle", um sich über die Wahl zum gewerblichen Schiedsgericht schlüssig zu machen. Anwesend waren nahezu 2000 Personen, zu welcher Zahl die Arbeiterinnen leider nur ein geringes Contiugent ge- stellt hatten. Als Referenten traten Nauert und Ramm auf, die sich beide in längerer Rede für eine rege Theilnahme an der Wahl aussprachen und zwar nur aus praktischen Gründen, wäh- rcnd sie in prinzipieller Hinsicht vor einer Ueberschätzung der Schiedsgerichte Ivarnten. An die Referate reihte sich eine sehr lebhafte Diskussion, aus der hervorzuheben ist, daß sich ein Redner ganz entschieden gegen die Betheiligung an der Wahl erklärte. Die Versammlung war anderer Ansicht und nahm eine Resolution an, in welcher sie die Betheilung an der Wahl zusagte. Neichenvach, den 2. Dez. Die„Vogt, freie Presse" erfreut sich"einer guten Aufnahme bei dem arbeitenden Volke. Am 1. Oktober mit 500 Nummern beginnend, werden deren jetzt 800 gedruckt und mit aller Kraft gearbeitet, daß es beim bevorstehen- den Qnartalwechsel 1000 werden. Mit großer Bereitwilligkeit unterstützen die vogtländischen Arbeiter dieses höchst nothwendige Unternehmen und sind nach allen Seiten hin für dasselbe thätig. Gute Berichterstatter haben sich gefunden und hauptsächlich in den Orten Reichenbach, Mylau, Netzschkau, Treuen, Falkenstein steht die Sache sehr gut, während an den übrigen Plätzen mehr oder weniger die lokalen Verhältnisse eine größere Ausbreitung hinderten. Die Arbeiter können die Tage Mittwoch und Sonn- abend kaum erwarten, um wieder neue Nahrung und neuen Muth aus ihrem Blatte zu schöpfen. Von höchster Wichtigkeit ist eine solche geistige Speise für die vielseitig vernachlässigten Arbeiter und werden die Früchte der Bildung des Volkes in politischer und ökonomischer Hinsicht nicht ausbleiben. ob. Aromverg, 5. Dez. Am vergangenen Sonntag stattete die hiesige Polizei den Genossen Bogs, Seebach und Kober einen Besuch behufs Beschlagnahme des„Anti-Syllabus" ab. Die„Bromberger Ztg." schreibt hierüber:„Haussuchung nach treffenden Reden zuzustellen. Wenn Herr Prof. Biedermann dieselben gelesen hat, wird er finden, daß eine ganz besondere„Wahlver- wandtschaft" zwischen den„sächsischen Junkern" und den Führern der nationalliberalen Partei besteht. — Eine hübsche Wahlanekdote. In Dresden fanden be- kanntlich am 29. November die Stadtverordneten- Wahlen statt. Wie die„Dr. Pr." erzählt, kam Prinz Georg, der Thronfolger, gegen 2 Uhr nach dem Wahlzimmer in Meinholbs Gasthaus, um sich an der Wahl zu betheiligen. Die Zettelvertheiler nahmen Anstand, sich auf den Prinzen mit dem Eiser zu stürzen, den sie den andern Wählern gegenüber entwickelten. Nur der Vertheiler der sozialdemokratischen Liste bot seinen Zettel an.„Ich danke sehr, bin schon versehen," jagte der Prinz lachend, nachdem er den Zettel besehen hatte. — Reptilisches(Eine Reminiscenz) Die„Vossische Zeitung" schreibt in einer ihrer letzten Nummern:„Bei Gelegenheit der fortge- setzten Weigerung des Ministeriums, über Sie Verwendung der Zinsen des Welfenfonds Auskunst zu geben, mag chier noch einmal an eine Aufforderung erinnert werden, welche die„Wiener Presse" im Juni 1874 nach Berlin richtete: Daß unsere diplomatischen Enthüllungen(näm- lich vertrauliche Berichte des Grafen Arnim. D. Red.), welche wir als Beitrag zur Geschichte des vaticamschen Concils in unserem Blatte vom 2. April geliefert haben, uns eine Anzahl mehr oder weniger indiskreter Zumuthungen und Anfragen zuziehen würden, hatten wir wohl voraus- gesehen und mit Resignation erwartet. Nun haben derartige Jnter- pellationen aber in den letzten Tagen eine so akute Form angenommen, daß wir uns genöthigt sehen, mit ewigen Worten der Abwehr vor die Oeffentlichkeit zu trewn. Mehrere dem Adelsstande avgehörige Personen sind in unserem Bureau erschienen und haben im Auftrage einer hohen Persönlichkeit in Berlin das Ansinnen an uns gerichtet, ihnen Quelle, Datum, Gewährsmann unserer Florentiner Papiere zu bezeichnen. Man ging so weit, uns förmlich Fragebogen vorzulegen, strengste Verschwiegen- heit zuzusichern, da es nur auf Rechtfertigung einer unschuldig bezich- tigten Persönlichkeit„abgesehen" sei, endlich uns für diese Verschwiegen- heit eine„Caution" anzubie'en, deren Ziffer, beiläufig bemerkt, ziemlich hoch gegriffen war und ein kleines Familienvermögen repräsentirt. Den Redakteuren der„Presse" blieb auf Zumuchungen, die in solcher Form an sie herantraten, nur eine Antwort, nämlich die, daß es für ihre Ehrenhaftigkeit und Loyalität ihren Freunden und Mitarbeitern gegenüber schlechterdings keinen Preis gäbe. Die erwähnten Thatsachen aber bringen wir aus zwei Gründen zur allgemeinen Kenniniß: einmal, damit man uns nicht fürder mit unnützen Schritten dieser Art behellige, zweitens aber, damit man doch an maßgebender Stelle in Berlin in die Lage gesetzt werde, sich zu eck ären, ob die gedachten Persönlichkeiten, die wir aus Erfordern näher zu bezeichnen bereit sind, wirklich irgend- 'wie ermächtigt waren, die Ehrenhaftigkeit eines unabhängige» Blattes in Versuchung zu führen. Die erwartete Erklärung ist bis b nie n cht erfolgt. Sapieutl sat." Sapienti sat— zu demsch: genug für die nicht„Dummen".„Und ein Narr wartet auf Antwort." 80] Arbeiter- Verein. Oeffentliche Versammlung. Durch uns ist zu beziehen: verbotenen Schriften. Vorgestern sind bei zwei hiesigen Sozial- Ottensent. Donnerstag, den 13. Dezember, Abends 8½ Uhr, demokraten, dem Schuhmachermeister B. und dem Schriftseher S. Haussuchungen nach verbotenen Schriften 2c. abgehalten worden. in Burmeisters Salon, i. Treppe: Die Veranlassung hierzu hat eine von dem lehterem angeblich bei Gelegenheit der Andacht der hiesigen apostolischen GeTagesordnung: 1. Abrechnung für Monat November. 2. Vortrag meide zur Vertheilung gebrachte Schrift" Anti- Syllabus" gegeben, über die Feste, die Presse. Die Haussuchungen waren ohne Erfolg. Ein früher konfiscirtes F. Heerhold. Exemplar ist der Staatsanwaltschaft eingereicht."- Unter der hiesigen Arbeiterbevölkerung gährt es ganz gewaltig, die Löhne werden noch immer reduzirt und Entlassungen finden wöchentlich statt. Es wäre jetzt an der Zeit, hier eine wirksame Agitation zu eröffnen, wobei das„ Bromberger Tageblatt" uns wesentliche Dienste leisten würde, indem es wegen seiner Billigkeit hauptsächlich von Arbeitern gelesen wird und bis jetzt eine sozialistische Tendenz verfolgt. Der Wunsch nach Agitation und Begründung Preis per Exemplar 60 Pfg. gegen baar oder Postvorschuß. Wiedereines Vereins ist hier sehr oft und von vielen Anhängern ausgesprochen, da gerade diese Provinz bis jetzt durch Agitation wenig in Angriff genommen worden ist. Stollberg, 3. Dezember. Gestern fand hier eine Conferenz flatt, welche von Parteigenossen aus Lugau, Würschniz, Delsnitz, Lößnitz, Thalheim, Gornsdorf, Gablenz, Stollberg u. s. w. besucht war. Es wurde die Herausgabe eines Parteiblattes beEin verunglückter Agitator oder Die Grund- und Bodenfrage. Lustspiel in 2 Aften von A. Otto- Walster. Leipzig. verkäufer erhalten Rabatt. Die Expedition des ,, Vorwärts". Für den Weihnachtstisch! Jm Berlage der Genossenschaftsbuchdruckerei Chemnitz( G. Rübner schlossen, welches von Neujahr 1878 ab wöchentlich ein Mal". Co.) erschien soeben und ist in der Exped. d. Bl. zu haben: erscheinen und in Chemniz gedruckt werden soll. Hoffen wir, daß unsere Genossen, denen es zuerst gelang, dem Sozialismus die Thüren des Ständesaales in Dresden zu öffnen, auch verstehen werden, das neue Blatt, welches den Titel„ Erzgebirgisches Volksblatt für Stadt und Land" führen wird, lebensfähig zu machen. Freie Lieder. Gesammelte Gedichte von Mar Kegel. Preis: 50 Pf. Durch uns ist zu beziehen: Zukunftsmedicin oder London. Da der Zuzug von deutschen Arbeitern fortdauert, beschlossen die im Strife liegenden hiesigen Steinhauer, ein Comité von drei Mann nach Deutschland zu senden, um den Zuzug zu verhindern, namentlich gilt es, dem in Deutschland herumreisenden Baumeister Buli Anleitung sich selbst der beste Arzt zu sein, d. h. Krankheiten und dessen Agenten entgegenzuarbeiten. Wir ersuchen deshalb alle Gefinnungsgenossen in Deutschland, uns in diesem Bestreben behilflich zu sein und uns namentlich die Zeitungen zuzusenden, in welchen sich zu verhüten. ( Vollständig in 10 Heften( bis jetzt erschienen Heft 1-8). Steinhauer gesuche nach London befinden. Das Comité wird hauptsäch- Ladenpreis vr. Heft 1 M., durch uns bezogen 75 Pf. gegen baar oder Postvorschuß. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Inhaltsverzeichniß: lich Bader und die Pfalz bereisen. den an " ,, Der arme Conrad." Illustrirter Kalender für das arbeitende Volk pro 1878. ( Dritter Jahrgang.) Gegen die Vorjahre bedeutend vergrößert( 132 Seiten start). Troß der gediegenen und reichhaltigen Ausstattung kostet der Kalender geheftet nur 40 Bfg., gebunden und mit gutem Schreib papier durchschossen 60 Bfg., gegen baar oder Postvorschus. Den Bestellern von Einzel- Exemplaren ist anzuempfehlen, für jedes Exemplar brochirt 50 Pf., gebunden 70 Pf., einzusenden, wofür wir es franco per Kreuzband zusenden. Die Lieferung des Kalenders erfolgt nur gegen baar oder Postnachnahme. Frei- Exemplare werden nicht abgegeben. netto gegen baar. Auf Posten von 1 Dußend aufwärts berechnen wir brochirt 25 Pf. pro Stück gebunden 40 Expedition des Vorwärts", Leipzig, Färberstraße 12/ II. Expedition der„ Fackel", Leipzig, Kleine Fleischergasse 15. Expedition der ,, Freien Presse", Berlin, Kaiser Franz- Grena dierplaz Nr. 8a 99 Absatz bis 15. Oktober 20,000 Exemplare. Es erschien und ist sowohl direkt wie durch alle sozialistischen Zei tungsexpeditionen zu beziehen: Volkskalender für 1878. 13 Bogen gr. 4. Schön illustrirt. Breis: geheftet 50 Bf., gebunden und mit Schreibpapier durchschossen 75 Pf. 10 Stück geheftet 4,00, 100 Stüd 30,00, bei direktem Bezuge gegen Baar oder Postvorschuß. Inhalt: Jüdische Feste. Buß- und Bettage. Wetterprophezeihungen. Kalender1878( Gedicht). Neuer Kalender und Erklärung desselben. Chronol. Charakteristik des Jahres 1878 und Festrechnung. Die Jahreszeiten von 1878. Die Finsternisse und der Merkur- Durchgang von 1878. zeichen. Kalendarium, mit Messen und Märkten, Schreibkalender, Comitémitglieder sind: Mr. John Brodder, L. Weber( Sohn des Planetenerscheinungen, Wetterprophezeihungen, Anekdoten. Unser Planenim Egil ergrauten Joseph Valentin Weber, rühmlichst bekannt aus der Heft 1. Vorwort. Einleitung. Die Verzückung der Seele im system. Kernsprüche aus„ Der freie Mensch" von Joh. Jacoby. Sinn 48er Bewegung der Pfalz) und F. J. Ehrhart. Haschisch- Rausch. Ein Blick in den lebenden Magen. Das Wasser als gedichte von Lessing. Die Stiefelchen, eine Geschichte aus dem KleinAlle Briefe und Zeitungen in dieser Angelegenheit möge man sen- Heilmittel( I. Die Wasserfanatiker. II. Der Wassercharlatanismus. meisterleben von A. Otto- Walster. Schutz den Vögeln! Kanon, von F. J. Ehrhart III. Das Waffer als Mittel zur Erhaltung der Gesundheit seit ältester Chamisso. Weit über's Meer, von Wilh. Blos. Kuckuck, von GlaßJ. 5. Nr. 16 ,,, Neue Welt", Mannheim. Beit.) Das medizinische Papstthum. Erste Magenpredigt. Die Wieder- brenner. Was ein guter Lehrer kann und was ein schlechter Lehrer geburt der thierischen Seele. nicht zu verantworten hat, von Ed. Sack. Der Gang um Mitternacht, Aufruf an die Maurer und Steinhauer Deutschlands! Heft 2. Eine neue Bestattungsweise Verstorbener. Die Natur- von Herwegh. Die Sklaven- Emanzipation, von Glaßbrenner. Eine Kameraden! Seit 19 Wochen befinden sich die Londoner Steinheilkunde. Migraine oder diplomatisches Kopfweh. Ueber Gehirnschlag seltsame Geschichte. Vom Bau der Pflanzen. Die seltsamen Menschen, hauer im Strife, was Euch nicht unbekannt geblieben sein kann, oder der Laie als Arzt. Ueber erregende Genußmittel. Zur weiteren Orien von Lichtwer. Nachts, von Pruz. Heil Dir im Siegerkranz", ein Beitrag zur Geschichte der Volkshymnen, von Ed. Sack. Die Enttirung. indem zu wiederholten Malen im Grundstein", Organ der deutschen Bauhandwerker, und in allen Parteiblättern vor dem Zuzug nach London Heft 3. Geharnischtes Vorwort. Das Leben des Kopfes nach der stehungsursache des Keuchhustens. Abenteuer eines Grafen mit seiner sewarn worden ist. Es handelt sich um eine Lohnerhöhung von Bertheuerung der Lebensmittel durch Fälschung. Einiges über Hysterie. hiba Indianerin, von Chamisso. Das große 2008, von Langbein. Die gewarnt worden ist. Es handelt sich um eine Lohnerhöhung von Enthauptung. Zur Theuerungsfrage I. II. Brod und Fleisch. III. Die Milchschwester, von B. Becker. Der Stein der Mutter oder die GuaHeft 4. Der Geheimschwindel. Was der Mensch ist, das ist er. Diebe, von Glaßbrenner. Insekten Geschichten. Lied von dem deutschen Philister Flora Germanica- Persönliche Sicherheit, von Hoffmann Im Laufe von 8 Wochen famen auch 119 Arbeitgeber zur Einsicht Die freie" Concurrenz. Nahrungsstoffe und Nahrungsmittel. und erklärten sich mit der angegebenen Forderung einverstanden, worauf Heft 5. Ueber haarerzeugende Mittel. Der Tabat als Genußmittel. von Fallersleben. Die abgestellte Hungersnoth, von Rüdert. Nieder die Strifer den, bis auf 600 Mann, in Arbeit traten. Letztere befinden Die medicinischen Pfuscher und Quarsalber. Einiges über die Natur mit den Fälschern!„ Hütekinder", von Ed. Sack. Blumen von Eis. Der Krieg im Orient. Testament Peter's des Großen. Drei helle sich bis jezt noch im Kampfe und ihre Ausdauer ist musterhaft. Leider Heft 6. Der Puls und seine Bedeutung. Die Temperatur des Köpfe: Lessing, von W. Brace; Joh. Jacoby, von S. K.; Karl Marg, Blutes in gesunden und in kranken Tagen. Ein medicinisches Räthsel. von F. Engels. Der deutsche Reichstag, von einem sozialistischen AbEin Blick in die Werkstätte der Natur. Scheintodt und lebendig be- geordneten. Die Städtebevölkerung des deutschen Reichs. Tabellen: graben sein. Vesalius, ein Reformater und Märtyrer der Wissenschaft. Portotabelle, Banknotenverzeichniß, Depeschen- und Wechselstempel- Tarif, Heft 7. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Der Glaube Storn- und Fruchtrechnung, Trächtigkeitstabelle. Am Schlusse befindet für Frauen. Der„ kalte Trunk". an die Nahrhaftigkeit der Fleischbrühe ein Aberglauben. Aerztliche Winte sich ein vollständiges Verzeichniß der Messen und Märkte für die betreffende Ausgabe. Den nach der Nordseeküste gehenden Exemplaren wird die Ebbe- und Fluthiabelle der Nordsee beigelegt. Illustrationen: 1 Pence( 88 Pf.) pro Stunde, eine Forderung, welche dem theuern Lebensunterhalt in London gegenüber eine gerechte ist. haben sich troz aller Warnung Steinhauer aus Süddeutschland, 3. D. Agenten verleiten und nach London importiren lassen, um dort die Arbeit aufzunehmen und den Strikenden den Kampf zu erschweren. Da drüben angekommen, erwartet sie schon die Strafe für ihre höchst ungerechte Handlungsweise, indem sie mit allerhand Widerwärtigkeiten zu fämpfen haben. des Bodens, in dem wir wachsen. des Geistes, a) die Schule, b) die Preffe. Heft 8. Die Mechanik der Seelenkräfte. Ueber die Nahrungsmittel Die sozialen Wirkungen der Genußmittel. Ueber Diätetit. Zweite Magendiätetik. Leipzig. Expedition der„ Fackel". Kl. Fleischerg. 15. Soeben ist im Verlage der Genossenschaftsbuchdruckerei erschienen gruppe. Landschaft in Sibirien. Der Upasbaum. Die drei Grazien, Erstens mit der Arbeitsmethode unbekannt, find sie nicht im Stande, so viel zu leisten, als die einheimischen Steinhauer, erhalten somit den ihnen versprochenen Lohn richt, so daß sie kaum im Stande sind, ihr Leben zu fristen. Zweitens sind sie beim Londoner Publikum dermaßen verhaßt, daß sie, um nicht insultirt zu werden, von der Polizei nach und von der Arbeit geleitet werden müssen und unterwegs vom Publifum verhöhnt und verspottet werden. Ferner sind sie das Klima nicht gewöhnt; 7 Mann sind schon erkrankt und nach dem Spital gebracht und durch die Unterzeichnete zu beziehen: worden. Sobald zwischen den Arbeitgebern und den Strifenden eine Einigung stattgefunden, stehen die verleiteten deutschen Concurrenten erst recht ra: h- und hilflos ba, weil die englische Trades Unions( Gewerk Bere nigungen) derartig organisirt sind, daß nach einem beendigten Kampfe Denjenigen, welche gegen die Interessen der Arbeiter gehandelt haben, es nicht möglich ist, Arbeit zu erhalten. Als Mitglieder der Gewerf Vereine können sie aber aus angeführtem Grunde nicht aufgenommen werden, und sind sie somit gezwungen, unter den traurigsten Verhältnissen als Geächtete nach Deutschland zurückzukehren. Die Aufgabe der deutschen Maurer und Steinhauer ist es nun, die seit 19 Wochen sich im Kampfe befindenden Londoner Steinhauer moralisch und materiell zu unterstüßen, den Zuzug auf's Strengste fern zu haften und durch freiwillige Beiträge die Noth der Strikenden einigermaßen zu lindern. Sollte vielleicht der Einwand gemacht werden, daß die Londoner keine Deutschen sind und somit wir nicht nöthig hätten, dieselben zu unterstügen, so diene Denjenigen zur Erwiderung, daß die Arbeiterinteressen aller Länder solidarisch sind, daß ohne Unterschied der Sprache und Farbe die Arbeiter überall von den habgierigen Kapitaliſten Seiten Tert. ausgebeutet werden. Lassen auch wir die internationale Brüderlichkeit walten und zeigen wir durch thatkräftige Unterstügung, daß auch die Londor er Steinhauer unsere Brüder sind. Alle Unterstügungsgelder sind zu senden an H. Walther, Hamburg, Brennerstr. 19. Der Ausschuß des Allgemeinen deutschen Maurerund Steinhauer- Bundes. Avis! 25 Ein Bilderbuch für Kleine und große Kinder. 12 Tafeln in Farbendruck. Hönig Mammon und die Freiheit Zusammengestellt bon E. Roßbach. Entworfen und gezeichnet von L. Berg. Unter hiesiger Arbeiterschaft wurde der Wunsch rege, eine Sänger- Quart- Format. Preis 1 Mart 20 Pf. pro Stück. gesellschaft zu bilden. Es erklärte sich auch eine Anzahl Arbeiter hierzu bereit, allein der Hauptpunkt, einen Direktor zu gewinnen, scheiterte bislarg. Die hiesigen Gesanglehrer verhalten sich uns gegenüber ablehnend, weshalb wir uns nach auswärts wenden müssen. Wir stellen daher das Ansuchen an eine etwaige Musiffraft( Arbeiter), wenn mögTitelbild. Monatsbilder. Erde und Mond. Die Planeten. Die Sonne und die Planeten. Durchgang des Merkur 1710, der Venus 1761. Nistkästen. Pflanzenzellen, Markzellen, Holzzellen mit Verdickungsschichten, Zellen der Nadeihölzer, Längsschnitt eines Gefäßbündels. Baumwolle, Flachsfaser, Wollenhaar, Seidenfaden. Palmenfalifornische Mammouthbäume. Tropischer Palmenwald. MangroveWald im Tieflande von Ecuador. Ameisen, von einem Raubzug zurückfehrend. Ameisen, im Bau eines gedeckten Weges gestört. Schneetristalle. Lessing's Denkmal zu Braunschweig. Portraits: Gotth. Ephr. Lessing; Johann Jacoby; Karl Mary. Sigungsaal des deutschen Reichstages. Der Kalender dient der Aufklärung und der Sache des Volks. Bestellungen werden erbeten von Braunschweig, 1. August 1877. Wir empfehlen als besonders geeignet zu Festgeschenken Die Neue Welt. Jahrgang 1876 u. 1877. S S d 11 r b fo b b b a " 11 654 g 21 fo D 133 11 ro 50 m थ 2 4814 br 2 b ei 8 g W. Bracke jr. ( S je I U de b if ha fa tp t er n C Preis: ungebunden M. 5,00 franco. In elegantem Einband M. 7,50 franco gegen baar. Die Einbanddeken tragen das große Titelbild des Heftumschlags in Golddruck, darstellend: Die Befreiung der Menschheit. Bei Partien Bezug entsprechender Rabatt. Kleinere Beträge in Briefmarken erbeten! Leipzig. Die Expedition der ,, Neuen Welt". Färberstr. 12. II. Brachtvoll und solid gearbeitete Einbanddecken Das Buch verdankt seine Entstehung den mannigfachen Anregungen,( Goldpreffung) für die lich hier in Arbeit zu treten, derselbe könnte auch unserer Partei wesent- wie solche auf den verschiedenen Partei. Congreffen zum Ausdruck gekom. Neue Welt" Dienste leisten. Etwaige Anträge beliebe man zu richten Reutlingen( Württemberg), 6. Dezember 1877. Wilh. Deuscher, Wilhelmstraße Nr. 11. Briefkasten Quittung. J. Lchltnr Meran Ab. 5,00. Br. Groizsch Ab. 1,60. J. Endrs Augsburg Ab. 50,00. Sbrt Kassel Ab. 3,35. Exped. des Hamburg- Altonaer Volksbl." Hamburg 1200,00. Linschlgr Limbach Ab. 1,70. C. Grünbrgr Nürnberg Schr. 100,00. Bst Mainz Ab. 61,60, Schr. 8,00. G. Brn Heidenheim Ab. 14,00. J. Brn Graz Schr. 15,29. M. Kbzsch Dresden Ab. 89,25. H. Spr Bielefeld Schr. 4,00. Whor Steinach Schr. 2,43. F. 3st Mainz Schr. 2,70. Fonds für Gemaßregelte. Von Volfsversammlung in Eutrißsch d. N. 7,31. Leipzig. Sale des Hrn. Michael, gr. Windmühlenfir. 7: Sozialistenversammlung. Donnerstag, den 13. Dezember, Abends 129 Uhr, im 60] Tagesordnung: Vertrag von B. Geiser. Der Agent. men sind, und wird namentlich in Familienkreisen mit Freude begrüßt!! werden, da es das Gemüthsleben der Kinder im sittlichen Sinne anregt und dieselben zum Nachdenken anfpornt. Leipzig. Expedition des„ Vorwärts" Färberstraße 12. Rundschau No. 6 ist erschienen und an diejenigen Filial- Expeditionen zur Versendung ge langt, welche über Nr. 5 abgerechnet haben. Von Nr. 5 ist noch eine Partie vorräthig. Da Kalender wieder vorhanden, so werden die bisherigen Bestellungen nunmehr sofort effektuirt und neue Bestellungen erbeten. Die Expedition des„ Vorwärts". Jahrgang 1876 u. 77 find in Schwarz à Stück M. 1,20, in Roth M. 1,50 gegen baar oder Nachnahme durch die Buchbinderei von H. Jansen, Leipzig, Universitätsstraße 16 zu beziehen. Colporteure und Filialexpeditionen erhalten bei Partiebezug entsprechenden Rabatt. Porto zu Lasten der Empfänger. NB. Bestellungen hierauf werden entgegengenommen und effektuirt von der Expedition der ,, Nenen Welt", Leipzig, Färberstr. 12. Sozialistisches Central- Wahl- Comité. Die Sigungen des Comités finden jeden Dienstag und Freitag Vormittag statt. Briefe für dasselbe sind zu adressiren an die Sekretäre J. Auer oder C. Deroffi, Pferdemarkt 37 III. in Hamburg. Geldsendungen find zu richten an August Geib, Rödingsmarkt 12. in Hamburg. Berantwortlicher Redakteur: Hermann Helßig in Reudnis- Leipzig. Redaktion und Expedition Färberstraße 12/ II. in Leipzig. Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchbruckerei in Leipzig. to D R bo be B m er fie L. je do