250 Erscheint in Leipzig itwoch, Freitag, Sonntag. Abonnementspreis Hanz Deutschland 1 M. 60 Pf. pro Duartal. Monats Abonnements werben bei allen deutschen Postanstalten auf den 2. und 3. Monat, und auf den 8. Monat besonders angenommen; im Königr. Sachsen nud Herzogth. SachsenAltenburg auch auf den iten Monat bes Cuartals à 54 Pfa. Inserate Bett. Bersammlungen pr. Betitzeile 10 Be betr. Privatangelegenheiten und Feste pro Nr. 5. Betitzeile 30 Bf. Vorwärts Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten und Buchhandlungen des In- u. Auslandes. Filial Expeditionen. New York: Soz.-demokr. Genoßens schaftsbuchdruckerei, 154 Eldridge Str. Philadelphia: B. Haß, 630 North 3rd Street. J. Boll, 1129 Charlotte Str. Hoboken N. J.: F. A. Sorge, 215 Washington Str. Chicago: A. Lanfermann, 74 Clybourne ave. San Franzisco: F. Eng, 418 O'Farrell Str. London W.: E. Henze, 8 New. Golden Square. Central- Organ der Sozialdemokratie Deutschlands. Handel mit Menschenfleisch. Der vorstehende Ausdruck kommt in der letzten Zeit in unserer Parteipreffe so oft vor, daß auch wir uns veranlaßt fühlen, einige Thatsachen vorzuführen, welche denselben als völlig berechtigt erscheinen lassen. Sonntag, 13. Januar. 1878. staaten der Union stattfanden; man lese, wie dort, in Louisiana, wachsenden Freiheit immer größerer Volksmassen von allen in Maryland, in Virginien u. s. w., die schwarzen Sclaven zu Geistesfeffeln, welche mit der wahren Cultur kommt, während Markte getrieben, wie deren Eigenschaften geprüft wurden, die bloße Civilisation zum Stillstand oder Rückschritt führt. Es und man wird beim besten Willen feinen so gar großen Unter- muß also in der Natur der Sache liegen, daß Civilisation, und schied zwischen diesem und jenem Sclavenmarkte bemerken." noch weit mehr Cultur, nur in einer dichten Bevölkerung entUnd um dem Allen die Krone aufzusehen, las man fürzlich stehen können. Der Erklärungsgrund bietet sich darin, daß eine Wir wollen unsern Lesern aber nicht wiederholt des Langen in der„ Gummersbacher Zeitung" folgende amtliche Anzeige: stärkere Theilung der Arbeit, welche zu mehr und mehr Eatund Breiten vordemonstriren, daß eigentlich unsere heutige Pro- Bekanntmachung. Am Freitag den 28. d. M., Nachmittags deckungen und Erfindungen führt, erst bei dichteren Beisammen duktionsweise, das Angebot von Händen" und die Nachfrage 3 Uhr, sollen im Lokale der Wwe. Wilh. Wirth hierselbst zwei leben der Menschen eintreten kann; denn je einsamer sie wohnach„ Händen", nichts weiter ist, als ein Handel mit Menschen- Waisenkinder des zu Unnenberg verstorbenen Christian Sohn nen, desto mehr muß jeder alle seine Bedürfnisse sich selbst verfleisch; wir wollen auch gar nicht besonders betonen, daß vom öffentlich vergantet werden, wozu Reflektanten hierdurch ein- schaffen, kann es also in keiner Geschicklichkeit weit bringen, Kapital dieser Handel auch international betrieben wird, daß die ladet. Marienheide, 11. Dezember 1877. Der Bürgermeister außer in den unentbehrlichsten. Es fragt sich also nur, ob unter fächsischen Bergwerkbesitzer billige italienische Arbeiter herbei- Schiering." allen Umständen, ob auch in Zukunft eine dichte Bevölkerung gelockt haben, daß die holsteinischen Großbauern das schwedische Verganten heißt versteigern, öffentlich meistbietend erforderlich sein werde, um fortschrittliche Cultur zu unterhalten. Muskelfleisch billiger kaufen, als das deutsche, daß die Yankee's verkaufen. In der preußischen Rheinproving, in welcher Eisenbahnen und Dampfschiffe, Telegraphen und Telephone verChinesen und indische Kuli's jetzt den schwarzen und weißen Marienheide liegt, ist der Ausdruck„ berganten" im Augemeinen mögen Cultur auch unter weitzerstreute Bevölkerungen zu verStlaven vorziehen, und daß die englischen Unternehmer deutsche nicht üblich; derselbe kommt hauptsächlich in Süddeutschland vor. breiten. Gewiß, müssen wir antworten, auf diese Art mag Maurer gekauft haben- Alles dies liegt in der Kapitalherr- Weshalb der Bürgermeister Schiering wohl den fremden Aus- Cultur genommen werden; allein auf diese Art wird sie nicht schaft selbst begründet. druck wählte? Es genirte ihn wahrscheinlich, das Wort„ ber gegeben, nicht in sich fortgebildet, und selbst genommmen wird faufen" zu gebrauchen; wenn dem so ist, so würde das aller- fie nur einseitig. Zum steten Geistes fortschritt gehört steter lebdings seinem Gemüth alle Ehre machen. An der Sache ändert hafter Geistesaustausch, welcher durch örtliche Entfernung er das aber gar nichts, besonders deshalb nicht, weil jeder Leser schwert wird. Bu immer neuen Entdeckungen und Erfindungen sich sehr schnell darüber aufklären konnte, was das fremde Wort gehört volle Bekanntschaft mit den schon vorhandenen, und diese ,, verganten" eigentlich bedeutet. ist nur an größern Mittelpunkten der Bevölkerung erleichtert. Doch eine Notiz wollen wir bei dieser Gelegenheit abdrucken, welche durch die Bourgeoiszeitungen läuft sie liegt uns augenblicklich in der Frankfurter Beitung" vor- und welche beweist, ein wie großes Interesse die Bourgeoijie an dem internationalen Handel mit Menschenfleisch hat. Diese Notiz lautet: Die deutschen Maurer, welche hierher gebracht wurden, um an dem neuen Justizpalaste zu arbeiten, scheinen sehr guten Lohn zu erhalten. Sie schickten auf Weihnachten an ihre Fa milien in Deutschland Bostanweisungen im Betrage von über vierhundert Pfund Sterling( über 8000 Mart), und feierten überdies das deutsche Fest in bester Heiterkeit. Der Wochenlohn jedes einzelnen Arbeiters beträgt durchschnittlich 2 Pfd. St. 8 Sch. 3 Bence, das sind über 48 Werf. 25 Pfg." Was soll diese Notiz anders bezwecken, als das Menschen fleisch recht wohlfeil in England zu machen? Benn auf diesen Lockruf noch viele deutsche Maurer nach London reisen, so werden sie den Lohn derart herabdrücken, daß sie sich zu den nächsten Weihnachten von ihren Familien das Ueberfahrtgeld nach England schicken lassen müssen, d. h. wenn bis dahin die englischen Ar beiter solche internationale Bruderliebe, wie die deutschen Maurer fie ihnen fett entgegenbringen, noch länger dulden. Doch kommen wir zu dem Kernpunkt unserer Betrachtungen. Und dies ist der öffentliche, der sichtbare Handel mit Menschenfleisch. Kunde: " 1 Möglich aber auch, daß der Bürgermeister von Marienheide Die verbesserte allgemeine Voltserziehung mag sehr viel thun, sich nur verkehrt ausgedrückt hat, daß die Bekanntmachung lediglich um auch unter dünngefäeten Bevölkerungen allseitige Geistesentbedeuten soll, daß dem Mindestfordernden die Kinder von wicklung zu befördern; allein selbst dazu würden die reichen der Gemeinde in Pflege gegeben werden sollen an der Mittel fehlen, welche nur von den Bildungsherden ausstrahlen Sache selbst aber wird dadurch wiederum nichts geändert; viel- tönnen. Eine immer spizfindigere Theilung der Arbeit wird gemehr tritt dann der Handel mit Menschenfleisch noch trasfer rade in den Wissenschaften und Künsten immer nothwendiger gehervor. Wer die Kinder am billigsten auffüttern, fleiden und funden, um den Culturfortschritt zu verwirklichen, und die wacherziehen kann, der erhält sie um den erhandelten Preis! Daß sende Bevölkerung allein bietet dazu die Vorbedingung. Freidie Kinder, je billiger sie bergantet" werden, es desto schlechter lich werden große weltbewegende Gedanken fast nur in der Stille haben, ist natürlich aber das bringt ja eben der öffentliche der Einsamkeit geboren; allein die Empfängniß fand vorher auf Handel mit denselben mit sich. dem lauten Markte des vielseitigen Gedankenaustausches statt. Daß überdies noch bei dem Concurrenzkampf das Menschen- Freilich wird eine zu große örtliche Anhäufung der Bevölkerung fleisch im Preise von dem Pferdefleisch vielfach besiegt wird, davon der Gesundheit und der Sittlichkeit mittelbar also auch der giebt der Paragraph 19 der würtembergischen Dienstinstruktion Cultur schwere Gefahren bereiten. Allein dagegen müffen für die Beschälaufseher vom 7. Februar 1876 die beredteste bessere und beffere Hilfsmittel zu finden fein, hauptsächlich darin bestehend, daß die dichteren Bevölkerungen abwechselnd zur ArErkrankung von Hengsten und Knechten. Bei jeder beit zusammen- und zur Erholung auseinanderströmen. Wir Erkrankung von Hengsten ist unverweilt ein Thierarzt zu können hier die Frage, wie den Uebeln der Großstädte abzuRathe zu ziehen, und zwar der Oberamtsthierarzt, wenn er in helfen sei, nicht erwägen. Wir kommen vorläufig zu dem der Station wohnt, sonst der nächste geprüfte Thierarzt. Schlusse, daß wir keine Erfahrung davon haben und uns kaum Leichtere Erkrankungen find im Monatsrapporte aufzuführen. einbilden können, wie eine stets fortschrittliche Cultur ohne stets Bon schwereren ist dem Landoberstallmeisteramt alsbald, nöthigen wachsende Bevölkerung möglich sei. Wir geben vorläufig auch falls telegraphische Anzeige zu machen. Gefährliche Erkrankungen zu, daß eine Uebervölkerung denkbar, ja hier und da schon der Hengste sind gleichzeitig auch der Landgestüté commission an: vorhanden sei, können aber erst am Schluß unserer Untersuchung zuzeigen. Dasselbe gilt von Erkrankungen der Knechte." auf diese zurückkommen. Die Hengste sind den Knechten vorangestellt und beide sollen vom Thierarzt behandelt werden! Verwundern brauchen wir uns wahrlich nicht darüber bei den allgemeinen Grundanschauungen der heutigen Gesellschaft; nur darüber könnten wir uns verwundern, daß man dieselben so unverblümt ausspricht. Alles, was wir hier erzählt haben, wiederholt fich täglich; es sind diese Dinge einfach nothwendige Ausflüsse der heutigen Heute Vormittag fand auf dem Plaze neben der Kathedrale Gesellschaft. Die sozialdemokratische Bresse führt dieselben nur und in den angrenzenden Markthallen der alljährliche Gesinde ab und zu ihren Lesern vor, damit sie ihrer Autäglichkeit halber markt statt, bei welchem sich namentlich ländliche Arbeiter und nicht gänzlich übersehen werden und in Bergessenheit gerathen. Arbeiterinnen einfinden, um sich für das kommende Jahr neue X So lesen wir in conservativen und liberalen Blättern fortwährend Annoncen, in welchen es unverblümt heißt:„ Der Com miffionär liefert" gegen eine Provision von à 5 Mart tüchtige schwedische Dienstmädchen in großer Auswahl;" oder: " Willige ostpreußische Arbeiter werden gegen entsprechende Provision nach allen Gegenden Deutschlands geliefert;" und daß fortwährend junges frisches Menschenfleisch, allerdings in etwas versteckter Form, für Bordelle in den anständigen" Beitungen wangepriesen" wird, das ist gleichfalls allbekannt. Aber auch der öffentliche Markt wird für den Handel mit Menschenfleisch benutzt. So lesen wir im Schwäbischen Merkur aus Mez vom 26. Dezember vorigen Jahres eine Notiz, die also lautet: I. Demnächst haben wir zu sehen, ob das stete Wachsthum der Bevölkerung eines Landes wirklich eine zu große Entwaldung desselben unausbleiblich mache. Das erste Bedürfniß einer dichten Bevölkerung ist das nach Nahrung, woraus die Noth wendigkeit einer wachsenden Acker- und Wiesenfläche auf Koften der Waldfläche folgt. Hiergegen gilt es zunächst zu bemerken, daß auch der Wald als Quelle menschlicher Nahrung dienstbar werden kann. Fast der ganze Eichenwald der Cevennen in Frankreich ist mit edlen Kastanienreisern gepfropft, deren Ernte dort einer dichten Bevölkerung das Brot fast ganz ersetzt. In der Lombardei find alle Felder zugleich Obst- und Weingärten, und fast jeder Acer trägt eine Ernte von vielerlei Feldfrüchten, von Obst und Trauben, oder aber Bohnen, Kürbissen u. f. w. Dienstherrschaften zu suchen. Auf dem heutigen„ Markt" belief Das Bevölkerungsgesetz und die Bewaldung. fich die Bahl der erschienenen Knechte und Mägde auf etwa 400 bis 500, welche jedoch wegen mangelnder Nachfrage sich nicht In den nicht zu falten Erdstrichen können Wiesen zugleich als alle verdingen fonnten. Außerdem fand sich noch wie gewöhnlich Cultur, welche diesen Namen verdient, ist nur bei dichter Obstgärten benutzt werden. Wie aber eine Obstbaumpflanzung ein zahlreiches Publikum ein, für welches das buntbewegte Bevölkerung möglich. Das stete Wachsthum der Cultur mittels neben dem Nußen des Nahrungswechsels noch den meisten Nugen Treiben, die verschiedenen Trachten und Mundarten der Dienst- stets wachsender Bevölkerung vermindert die Waldfläche und von Waldbäumen bringen könne, wird später gezeigt werden. boten und das Schachern und Feilschen der Bauern mag sie am Ende zerstören. Mangel an Wald erzeugt Steppe, In den Wäldern der kälteren Erdstriche und bis über den BeStoff zu den interessantesten Beobachtungen bot." Heide und zuletzt Wüste, zerstört also die Unterhaltsmittel dichter larkreis hinaus gedeihen statt des Obstes Beerenfrüchte so üppig, Natürlich mag das Schachern und Feilschen um Menschen Bevölkerung und damit die Cultur. Alle diese Säße sind, wie daß mit einiger Nachhilfe von dort aus deren ungeheure Massen fleisch dem Correspondenten des„ Merkur" recht interessant er es scheint, unanfechtbar. Wenn sie es sind, so würde folgen, bis in größere Entfernungen versendet werden könnten, um schienen sein, einem vernünftigen und anständigen Menschen er- daß alle Cultur am Ende sich selbst zerstören müßte. Die Frage, gegen andere Lebensmittel ausgetauscht zu werden. Die heiße scheinen solche Märkte aber als das, was sie sind, als weithin wie dieser Schwierigkeit abzuhelfen ist, macht seit Jahren den Bone allein könnte mit weit versendbaren Nahrungsmitteln, fichtbare Zeichen der weißen Sclaverei. Naturforschern Kopfzerbrechen und ist für viele Länder von welche jezt keinen Markt haben, alle Märkte der Erde versorgen. Doch nicht in Metz allein, auch mehr im Herzen Deutsch- brennender Wichtigkeit. Der„ Vorwärts" hat sie deshalb mit Die fünstliche Befruchtung der Fischeier auf einige sehr nahrlands, im Königreich Sachsen, giebt es noch derartige interessante Recht schon besprochen. Seit er es gethan, sind eine Menge hafte Fischarten des Meeres ausgedehnt, welche in den Flüffen Schaustellungen. Recht erbost darüber, indem es schreibt: Unser Dresdener Parteiorgan ist mit Veröffentlichungen über diesen Gegenstand erschienen; wir haben leichen, tönnte ungeheure Maffen Nahrungsmittel liefern, um aber darin keine erlösenden Gedanken gefunden. So mag denn die Waldverwüstung einzuschränken. Daß große Strecken der Sclavenmarkt muß man den Handel nennen, der am der„ Borwärts", nachdem er gezeigt hat, daß nur der soziale Steppen und Wüsten durch Baumpflanzungen und Wasserlei= Behjahrstag wieder hier in Dresden in altgewohnter' Weise am Staat ber Waldverwüstung und ihren culturfeindlichen Folgen tungen oder arteſiſche Brunnen fruchtbar gemacht und zufortSchlozplaz stattfand, und durch, den wieber Hunderte und Über- steuern tam, einen Odritt weiter gehen und die Mittel angeben, rungslieferern für andere Gegenden umgestaltet werden woahhunderte von Dienstboten auf so und so lange Beit in die burch welche dieser Zukunfte staat der Selbstzerstörung der Cul- braucht kaum mit Beispielen belegt zu werden. Allerdings geBetmäßigkeit ihrer betreffenden perren gebracht wurden, bu bei fleter Bevölkerungszunahme und Waldverminderung ab- bietet Borsicht und Sparfamfeit, die weit überwiegende 31 affe Sklavenmarkt! Oder ist etwa dies Handeln, dies Schachern und helfen kann. Wir machen durchaus nicht auf neue Entdeckungen der Nahrungsmittel im Lande selbst zu erzeugen; allein es liegt Heilschen um den sehe sich nur das Treiben auf diesem„ Markt" einmal genauer Wissenschaft schon jest Mittel genug fennt und deren weitere tisch nicht zu Culturgebern, sondern nur zu Culturnehmern geMärkte" nur einmal aufmerksam durch; man sehe, wie da von daß aber diejenigen Männer der Wissenschaft, welche zu diesem für culturgebende Länder vergelten sollten, soweit sie können Waare" u. f. w. gesprochen wird, Breis", von Angebot" und" Nachfrage", von„ guter Zwede reden sollten, aus Menschenfurcht schweigen, oder irre Die Kunst, im eigenen Lande eine weit größere Menge Nahund Niemand wird uns reden. ind rungsmittel als bisher von derselben Bodenfläche zu gewinner, Unrecht geben können, wenn wir ein solches Treiben mit dem Besprechen wir zuerst den Saß, daß Cultur nur bei dichter sei es durch Rajolen des Bodens bis zu 6 oder 8 Fuß Tiefe, Namen„ Sklavenmarkt" brandmarken. Da stehen sie, die armen Bevölkerung möglich sei. Geschichtlich ist derselbe nicht umzu- sei es durch Auswahl der ergiebigsten Arten von NahrungsDienstsuchenden, und müssen sich von allen Seiten besichtigen, ja stoßen. Aue wirklichen Culturländer waren und sind dicht be- pflanzen und Thieren, sei es durch Düngung, ober alle diese wohl auch angreifen lassen, damit man genau steht, ob fte völfert. Aber nicht alle bichtbevölkerten Länder waren und find Mittel zusammen, liegt noch in der Wiege. Bu ihrer Ausbil stark und kräftig sind, ob sie gute Muskeln haben, ob sie den Culturländer; es gibt deren, wie China, Japan, Korea, Oit, dung bietet eine stets wachsende Bevölkerung fiets wachsende Mitte!. Urbeiten, die ihnen zugedacht, gewachsen sind. Und dort stehen indien, das Merito der Azteken und das Peru der Inkas, welche Ihrer vollen Ausbildung steht im Wege, daß die Art der Bodencultur die Bauern, die den Bermittler spielen, und preisen einerseits trok sehr dichter Bevölkerung doch bloße Civilisation erzeugt, heutzutage weit mehr durch das Herkommen verdummter Bedie guten Eigenschaften ihrer„ Waare", anderseits aber auch die fein inneres Lebensgesetz steten Geistesfortschritts verwirklicht völkerungen und die Habgier der Privat- Grundbefizer bestimmt guten Eigenschaften der„ Käufer". Man lese nur einmal eine haben. Der Grundunterschied zwischen Cultur und Civilisation wird, als durch die Lehren der Wissenschaft. Wenn in China Schilderung der Sclavenmärkte, wie sie ehemals in den Süd- liegt, wie in diesen Blättern früher betrachtet worden ist, in der schon heute viele Millionen Menschen auf schwinnenden Inseln " tur Maffe " neb an der Wohnung ihr Acker- und Gartenland finden, so gibt es ruhige Wasserflächen von großer Ausdehnung, welche sich in ähnlicher Weise zur Lebensmittelerzeugung für hunderte von Millionen Menschen werden verwenden lassen, so daß der Wald geschont werden kann, wenn die Bevölkerung zu stark anwächst. Die heutige Wissenschaft kennt also schon Mittel genug, um den Bevölkerungszuwachs auf einige hundert Jahre hinaus zu er- näbren. Ueberlassen wir es diesen Jahrhunderten, die Wissen- schuft in dieser Hinsicht noch ergiebiger zu machen. Auch kann uns die— wohl feststehende— Thatsache beruhigen helfen, daß die Fruchtbarkeit aller Lebewesen in demselben Grade abnimmt, wie ihre Ernährung nach allen Seiten hin zunimmt— was wir früher einmal beleuchtet haben. Aus Berlin. -- 9. Januar. In seinem Kampfe gegen die Sozialdemokraten und Kleri- kalen giebt sich das tonangebende Blatt der Natioualliberalen, die hiesige„National- Zeitung", oft recht sonderbare Blößen. Nachdem sie ihren Lesern in der letzten Zeit fortwährend vor- gegängelt hat, daß ein nationalliberales Ministerium nicht der höchste Wunsch ihrer Partei sei, sondern lediglich der freiheit- liche Ausbau des deutschen Reichs, schlägt sie in ihrem Lamento darüber,„daß die Massen des Volkes augenscheinlich auf Seiten der Sozialdemokraten und Klerikalen stehen", folgenden Ton wieder an: „Die heutigen Regierungs- und Ministercombinationen mögen gelingen oder scheitern. Das tiefe Interesse, welches das deutsche Bürgerthum daran knüpft, wurzelt, wenn man von den unter- geordneten persönlichen und Parteibestrebungen absieht, dennoch in dem Gefühl, daß die Sammlung aller staatserhaltenden, kulturfreundlichen Kräfte heute die erste Aufgabe ernsthafter Po- litcker ist und nach jedem Fehlschlag auf's Neue versucht werden müßte. Um so erlösender würde es auf unsere gesammte Entwickelung wirken, wenn jetzt diese Sammlung in einem wirklich freisinnigen Ministerium gelänge. Nicht nur das intellektuelle Leben, auch alle Berkehrsinteressen wür- den eine neue und ungewohnte Sicherheit dann empfinden." Da haben wir's! Der„freiheitliche Ausbau des Reichs" ist natürlich auch hier wieder das Ziel, aber ein nationalliberales Ministerium allein kann ihn vollenden.— Kostbar ist übrigens die Nachäffung des Gebahrens der französischen„Republikaner", die si h auch von einem neuen Ministerium die Hebung des Verkehrs versprachen. Armer Bennigsen! Armer Forckenbeck! Von Euch wird der Fabrikant Bestellungen, der Kaufmann Aufträge, der Handwerker und Arbeiter Arbeit und alle zusammen Wohlstand und Brod erhalten!— Ein wahres Wort hat ein nationalliberaler hiesiger Abge- ordneter, der der„Politischen Correspondenz" in Wien einen längeren Artikel über die hiesige Kanzlerkrifis in einer der all- bekannten Variationen geschrieben, dabei aber doch ausge- sprochen hat:„Die freikonservative und nationalliberale Partei müssen in dieser Angelegenheit als ein Ganzes gedacht werden. Die Abgeordneten dieser Fraktionen sind auf den Namen Bismarck gewählt; auf der Fähigkeit, ihn zu unter- stütz:n, beruht ihr Mandat."— Was allbekannt war, aber immer von den Nationalliberalen geleugnet worden ist, hier haben wir es schwarz auf weiß und zwar von berufener natio- kialftberaler Seite selbst.— Es wird hier einem Worte des Kaisers bei der Neujahrs- gratulation der Generalität:„Was das künftige Jahr uns bringen wird, wissen wir nicht"— größere Bedeutung beige- legt. Ich halte dasselbe für eine recht gut gemeinte, allgemeine Phrase, die ja schon Jedermann bei ähnlicher Gelegenheit ge- braucht hat, aber nicht für eine bestimmte Andeutung auf einen in diesem Jahre bevorstehenden Krieg. Die Zeiten sind ja über- Haupt seit 1864 danach, daß man jedes Jahr Krieg befürchten muß, deshalb ist schon an und für sich eine besondere Befürchtung überflüssig.— Der bekannte Geh. Regierungsrath Jacobi, Abgeordneter für Liegnitz, eine Capacität im Handels- und Gewerbswesen, bgt vor Kurzem vor seinen Wählern eine Rede gehalten, in welcher er sich vom nationalliberalen Standpunkte gegen die So- tsaldemokratie wendet, besonders deshalb, weil letztere behaupte, oie jetzige Gesetzgebung sei eine Klassengesetzgebung. Die neuere -■' Goethe als Sozialdemokrat in den Wander- ,■ jähren. Ahilolqgisch- sozialistischer Versuch von A. Prowe. „...... i. o;.(Fortsetzung.) n Ach, gÄön wohl wäre der alternde Seher mit froherem Sinn pnd helleres Blick an die Schilderung der Ausfichten der mittel- europäischen Menschheit gegangen. Allein sein ganzes Herz, des Dichters grpßts edles Herz, gehört ja dem jungen Amerika, dem Lande weitaus vielfältig höherer Zukunftsentwickelung, das heK gleichsam das Ende seiner Urgeschichte, nämlich sein erstes geschichtliches Zahrhundert abschließt' mit den Zuständen, die En- ropa nach achtzehn Jahrhunderten erst errungen: .Amerika du hast es besser Als unsex Continent der alte! "•y Du hast keine verfallenen, Schlösser ni Mb fehie Bashlkch Dich stdrt nicht im Jimern :.». � Zu lebendiger Zeit Unnützes Erinnern u»d---Mich.- Stnii." W»r«s bisher noch mcht bestimmt und klar genug hervor- gehoben, so betone ich es jetzt genau und deutlich: Zwei vor- neyuie französische Edelleute bieten, Vater und Sohn, einer Her- mutmbem ihre Hand. ih«n Rang, ihr Vermögen; drei hoch- adl.ge Deutsche vermählen sich mit illegitimen Mädchen des unterste u Standes, zwei sogar mit leichtsinnigen grundsatzlosen B.? ja deren, Produkten der bisherigen Gesellschaftsunordnung; ein.', mit des ärmsten Pachters Tochter, und seine hochfinnige BaW dje reiche Edeldame gewährt dem Sohne der Schauspie- leriu, Hoffnung auf ihre Hand; zwei andere Damen vom höchsten AöN- verbinden sich mit gewöhnliche:: Bürgerlichen. Das ist in d.u Lehr- wie Wanderjahreni die am reichsten anvingendo Saite, die stets durchtönende Grundmelodie:„Ja, wir Alle sind Brü- der, M wir Alle find gleich! „Der Graf ist nur Gräber im Erdgartenreich! Mit den reizenden Phrynen Philine und Lydia emt sich schwesterhaft Angela, die seelenreine, im Leben fleckenlos geblie- ktic, ja sternenlautere, engelhafte Genossin Makariens, und auch Makarie selbst!! Makarie(hier zögere ich fortzufahren) die Sostiiensystemssomnambule....!— sind meine Leser auch nicht zu frivol, zu blasftt? oder zu nücklevn, zu praktisch geschäftsmäßig trocken. gestimmt?--- 1' Gesetzgebung sei im Gegentheil, so behauptet Jacobi, mit Vor- liebe darauf gerichtet, den Arbeiter zu befreien, zu heben. Die in den letzten Jahren erlassenen Gesetze über die Ehe-, Preß-, Gewerbe-, Coalitions- und Strikefreiheit, die Freizügigkeit, die Aufhebung der Lohnbeschlagnahme, Aufhebung der Strafbarkeit des Arbeitsvertragsoruchs, das Genossenschaftswesen, das Hilfs- kassengesetz, das allgemeine gleiche geheime Wahlrecht zum Reichs- tage hätten eine Wirkung im demokratischen Sinne hervorge- bracht. Die Gesetzgebung sei hierbei so schnell und umfassend vorgegangen, daß die Eile von Vielen als Uebereilnng bezeichnet wurde. Hierauf werde von der Sozialdemokratie mit schnöde- stem Undank geantwortet. In den Arbeitern müßten alle Par- teien die wesentlich gleichberechtigten Mitbürger und Mitbrüder anerkennen. Der Schrecken der Sozialdemokratie müsse eine wohlthätige Mahnung sein, die Pflichten gegen die Gesellschaft zu erfüllen. In dieser Weise suchte Jacobi besonders seine, die national- liberale, Partei herauszustreichen. Sonderbar, daß der geehrte Herr das famose Haftpflichtgesetz nicht auch noch als einen Segen für die Arbeiter angeführt hat. Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit nützen wohl dem Kapitalismus nicht in erster Linie? Das Preßgesetz also ist wirklich im demokratischen Sinne er- lassen? Der Himmel schütze uns vor solcher Demokratie! Und nun thut der Geheime Rath gerade so, als ob er und seine Partei das allgemeine gleiche Stimmrecht dem deutschen Volke verliehen hätte? Jedes Kind weiß, daß diese Herren das all- gemeine Wahlrecht, mit welchem Herr von Bismarck b:i seinem „Einigungswerke", da er kein anderes passenderes Mittel zur Hand hatte, nothgedrungen und im Hinblick auf seinen Lehr- meister Louis Bonaparte cxperimentirte, gern wieder, wenn nur eine passende Gelegenheit sich zeigt, dem Volke rauben möchten.— Zum Schlüsse will ich noch bemerken, daß der Abgeordnete Herr v. Ludwig, er mag selbst von seiner Partei, von den kle- rikalen, desavouirt werden, immerhin durch seine Reden gegen die Gründer„Leben in die Bude" bringt. So fühlt sich die Staatsanwaltschaft zu Grünberg und die Oberstaatsanwaltschaft zu Glogau zu einer„offiziösen" Berichtigung in der„Breslauer Zeitung" veranlaßt, daß sie sich wohl Mühe gegeben hätten, die Familie Förster wegen ihrer Gründungen zu verfolgen, aber bis jetzt erfolglos. Nach Ludwig's Angaben hätten die Grün- düngen der Familie Förster„eine ganze Landschaft aus- geplündert"; dies bestreitet der offiziöse ftaatanwallliche Ar- tikel auch gar nicht, wohl aber dokumentirt er die Machtlosigkeit der Staatsanwaltschaft den Gründern gegenüber. Daraus er- hellt, daß die neuere Gesetzgebung, die der schlesische Ab- geordnete Jacobi so sehr preist, es ungestraft duldet, wenn Gründer„eine ganze schlesische Landschaft ausplündern".— Für eine solche Gesetzgebung und für solche Zustände aber be- danken wir uns; für Jacob: und nationalliberale Consorten mag dieselbe passen, aber nicht für einen redlichen Sozialdemo- kraten. Soziülpolirijchs Ueöerficht. —„Friedensaussichten." Obgleich im Augenblick, wo wir dies schreiben— Donnerstag Abend— noch keine offizielle Bestätigung vorliegt, so scheint die Nachricht, daß man in Kon- stantinopel sich entschlossen habe, mit den Russen in Unterhandlungen wegen eines Waffenstillstands einzutreten, doch im Wesentlichen richtig. Erweist sich die Nachricht als begründet, so müßten wir, um die Tragweite des Ereignisses würdigen zu können, erst wissen, ob die Pforte auf eigene Faust und mit dem Hintergedanken eines Separatfriedens in die Waffenstill stands- Unterhandlungen eintritt, oder ob sie im Einvecständniß mit der englischen Regierung vorgeht, welche verlangt hatte, daß die russische Regierung, ehe die Pforte mit ihr in Waffenstill- standsverhandlungen eintreten könne, ihre Friedensbedingungen im Prinzip mitgetheilt und ferner auf den Plan eines Separat- frieden? verzichtet haben müsse. Erfolgen die Waffenstillstands- Verhandlungen im Einv-rständniß mit England, so würden sie eine ziemlich sichere Aussicht auf Frieden eröffnen, während sie im andern Falle zu neuen Verwicklungen führen können. That- fache ist, daß russischerseits in Konstantinopel alle Hebel in Bewegung geletzt werden, um einen Separatfrieden zu er- wirken, und daß der deutsche Botschafter diese Bestrebungen unterstützt, ngefichts der diplomatischen Aktion haben die Nach- Lassen Sie uns langsam zum Ziele vorgehn!— Hölderlin rief es zuerst in deutscher Zunge: „Treu und freundlich wie Du zog Keiner der Götter und Menschen, Vater Aether! mich auf!! noch ehe die Mutter, die Erde, An den Busen mich nahm und ihre Brüste mich tränkten, Faßtest Du zärtlich mich an und gössest himmlischen Trank mir, Mir den heiligen Odem zuerst in den keimenden Busen!" Mahlmann andrerseits hat die ergreifende Stelle: „Welchem die Mutter Natur aus unendlicher Fülle des Lebens Freisinn gab und ein Herz, thatenbegierig und groß: O, der fall' auf die Knie schutzflehend und danke mit Zittern! Denn ein gefährlich Geschenk hat sie dem Staube vertraut. Göttliches füllt ihm die Seele. Da dünket ihm irdische Hoheit, Wie großmächtig sie sei, ohne Bedeutung und leer." Beide Gedanken vereinen Sie, verehrter Leser, fühlen Sie es momentan ganz und tief:„Wir Menschen, All? gleichboren, find Erd'- und Sonnenkinder; beides, beides zu gleicher Zeit und zwar alle ohne Ausnahme. Der Gesichtswinkel zum Si- rius vom Nord- und Südpol gezogen ist fast eine Linie, fällt beinah in Eins zusammen. Der linterschied zwischen Kaiser und Bettler, zwischen Mensch und Insekt ist, von einem gewissen geistigen Standpunkt außerhalb dieses Tropfens Erdmaterie aus gesehen, verschwindend klein, so gut wie Null." Diesen Stand- Punkt hat Makarie eingenommen. Seltsam, wie schwer es fällt, den Wald vor Bäumen zu sehn. Logisch unumstößlich ist das große Wort der Brahmanen, deS Mahanatha: Tut Twam ari!„Das bist Du!" also:„Dies Thier, dies Gras, dies Sandkorn— das bist Du stolzer Mensch! Die Erde ist ein Einzig-Eines." In Fleisch und Blut aber geht daS der, Menschheit nimmermehr, beweist es ihr auch hundertmal. Seit Jahrtaüsenden predigt es der Buddhismus— das Christen- thmn:�jede Philosophie:— der Inder, Griechen, Deutschen --- und doch unerschüttert besteht die Mauer der stän- dischen Unterscheidung. Vom Tagelöhner trennt sich der Gz- hejmrathPals wäre er ikin! Besseres. Dem Kaiser beugt sich der Corporcfl wie einem Gott! Was soll man thmt? was kann man noch thun? Alle. Dichter, alle Denker,, alle Scher/ alle Sänger orakelten es und die Menschen sind eigentlich auch so klug, ihre Nichtigkeit einzusehen; aber Herrsch- und Habsucht um die Wette, Stolz und Neid regieren die Welt.... und tue Weltgeschichte. Man weiß, ebensogut wie daß morgen die Sonne anfgcht, auch gerade so sicher, daß einst dieser Planet versteinrn.wnufi gleich dem Monde, verbrennen zuletzt sammt dem. Mond und richten vom Kriegsschauplatz nur eine untergeordnete Beden-- tung. Die Gefangennahme des türkischen Armeecorps im Schipka- paß hat die Russen vollständig zu Herren des Balkan gemacht. —„Rückgang" und kein Ende! In der„Deutschen Reichspost" finden wir„Rückblicke und Vorblicke" aus Stuttgart, 7. Januar. Folgende Stelle daraus ist für uns von besonderem Interesse: „Die sozialdemokratische Bewegung ist im abgelaufenen Jahre erheblich gestiegen und ihre Anhänger haben sich besonders bei den Gemeindewahlen mit Erfolg versucht; sie haben es auch in Eßlingen bei der Stadtschultheißenwähl zu einer großen Majori- tat gebracht— aber dieser Erfolg war zugleich eine Warnung für die bisher indifferenten oder entzweiten Presse unseres Volkes, sich mehr als bisher um die soziale Bewegung zu bekümmern. Nach der überaus thätigen Agitation der Sozialdemokraten kann man leider(Au! An!) nicht anders als auch in diesem Jahre auf eine Vermehrung der Sozialisten sich gefaßt zu machen; sie dringen in alle Volksschichten ein und viele Anhänger, die heute noch zur Volkspartei halten, aber doch schon mit der Sozial- demokratie sympathisiren, werden bald offen zu derselben über- treten.(Die wirklich freiheitlichen Elemente müssen dies. R. d. V.)— Unsere wirthschaftliche Lage hat sich am Ende des Jahres be- deutend verschlimmert. Frühe Herbstfröste vernichteten die schönen Hoffnungen auf reiche Weinernten und die zahlreichen Fallimente im Handels tande erschütterten das Vertrauen derartig, daß wir uns im laufenden Jahre schwerlich von den erlittenen Schäden erholen werden. Um einen leidlich guten wirthschaftlichen Zu- stand herbeizuführen, dazu bedarf es längerer Zeit und vor Allem muthiger, unverdrossener, gottvertrauender Arbeit auf politischem und wirthschaftlichem Gebiete." Nun, wir haben ja bisher schon„muthig und unverdrossen", freilich mehr selbst- wie„gottoerlrauend" gearbeitet und werden dies ferner thun, aber nicht, damit nur„leidlich gute wirthschaftliche Zustände", sondern die denkbar besten herbeigeführt werden. — Ein Wink für unsere Agitatoren. Nach irgend einem (wahrscheinlich dem Böhmert'schen) Waschzettel schreibt das„Leipz. Tageblatt": „Wie aus dem„Vorwärts" zu ersehen, beabsichtigen die Sozialdemokraten das durch den Tod des Abg. Hausmann er- ledigte Reichstagsmandat des Wahlkreises Lippe-Detmold für sich u erobern. Die Lippe'sche Bevölkerung ist bekanntlich durch ein angjähriges verfassungswidriges Regiment in eine oppositionelle Stimmung hineingetrieben worden. Schwerlich ist es aber dieser Umstand, ans welchen die Sozialdemokraten ihre Hoffnungen bauen; denn auch dem radikalem Lippe'schen Bürger wird es nicht einfallen, die parlamentarische Gefolgschaft der Herren Bebel und Liebknecht vermehren zu wollen. Der Plan ist vielmehr auf eine soziale Eigenthümlichkeit Lippe's berechnet. Das fast aus- schließlich ackerbautreibende Ländchen besitzt nämlich ein zahl- reiches Proletariat, welches weithin in Nordwest-Deutschland als Ziegelbrenner Arbeit sucht, dabei jedoch in der alten Heimath stets seinen Wohnsitz behält. Es scheint, daß diese Elemente auf ihren Wanderungen von den sozialistischen Agitatoren eifrig be- arbeitet werden. Die Gefahr eines sozialdemokratischen Wahl- sieges dürfte jedoch kaum ernsthaft zu nehmen sein." Schönen Dank für die werthvollen Auskläningen! — Pfaff ist Pf äff. Der christlich-soziale„Staatssozialist" und Hofprediger �töcker hat au die„Nationalzeituna", welche einen Bericht über seine so kläglich mißglückte„Menschenfischerei" (S. Berlin) gebracht hatte, folgendes Schreiben g richtet: „In Bezug auf Ihren Bericht über die am 3. Januar statt- gehabte Voltsversammlung des Vereins für Sozialreform be- nurke ich Folgendes: Wir wollten in jener ersten Versammlung gar nichts weiter, als vor Sozialdemokraten unser Programm entwickeln; dies haben wir völlig erreicht. Daß dieselben den Borsitz und die Majorität erlangen würden, war uns vorher gewiß und haben wir uns davor nicht gefürchtet. Als Resultat der Versammlung dürfen wir es doch ansehen, daß sofort nach derselben die ersten Sozialdemokraten(??) sich zum Uebertritt in die neue„christliche soziale Arbeiterpartei" gemeldet haben.— Im Uebrigen sollte die Most'sche Drohung gegen die Geistlichen: „Macht Eure Rechnung mit dem Himmel, Eure Uhr ist ab- gelaufen", jedem Verständigen den Abgrund zeigen, an dem allen Planeten im Centralfeuer; aber Ruhm- und Ehrsucht, selt- samer Drang nach des Namens Unsterblichkeit ist unausrottbar. Klopstock sogar, der seraphische Sänger, nennt sie„des Schweißes der Edlen werth." Makarie nun, die hohe Greisin, ist über dies Alles erhaben. Ihr sonnigklarer, hehrer und lauterer' Geist empfindet rein und unverfälscht unmittelbar die Verwandtschaft mit allem Plancta- rischen. Ihr ist die Erde Symbol:„alles Vergängliche scheint ihr nur Gleichniß".... Als Georg Forster die Sakontala in Deutschland mit Her- der's Hilfe bekannt machte, rief eben dieser, der selbst, nach Jean Paul,„ein indisch-griechisches Gedicht" war: man müsse im Theater des gröberen Europa dies indische Wunderspiel nur hinter einem Gazevorhang aufführen, um den Himmelsduft der ätherischen Dichtung nicht zu trüben. So— mein' ich— darf kein unhimmlischer Sinn sich erkühnen, diese unirdische Poesie, die Makarien's Sonnen-Somnambulismus athmet, zu hören, zu lesen und zu beurtheilen. Er versteht's einfach nicht.... Dem kühlen Aefthetiker wiederum ists selbstoerständlich, daß — als Gegensatz gegen all' die sozialdemokratisch-nüchternen, grobem Naturbedürfniß im derberen Erdensinn zugewandten ge- meinnützigen Bestrebungen der Internationalen unserer Wan- derjahre— die ganz außer der Erde schwebende Seelenwelt Makarien's nöthig ist, um das ästhesische Gleichgewicht im Ro- man herzustellen.— Ich aber frage: ob eine so zarte Dichtung, wie Goethe selbst sie nirgend sonst geschaffen, wohl dem ganzen Roman den Spott- namen Greisendichtung beizulegen gestattet? Ist es denn nicht dieselbe Sonne, die Mittags droben lodert und strahlt und Abends wiederum mit ihrem farbennmzanberten prachtvollen Untergange das Auge entzückt, die Seele erhebt? Goethe ist als Greis derselbe, der als Jüngling die Natur belauschte in ihrem mystischen herzbestrickenden Zauber und ihn uns erkennen und mitempfinden lehrte: im Wasserweib-bethörten Fischer— im Waldnachtgrau'n-erweckenden Erlkönig— in dem unsagbar, un- aussprechlich seelenvollen Liebe: Füllst wieder Busch und Thal, Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal meine Seele ganz u. s. w.— Wie den Lerchengesang und den Nachtigallen- schlag hört der unbefangen genießende Jüngling aus allen Dich- tungen Goethe's den einfachreinen Natnrlaut heraus, das In- beln und Klagen der ganzen Menschheit, all ihr glühend heißes Sehnen, ihrer Brust unnennbar tiefe Schauer, die ihr selbst ein Räthsel sind. Und welch ein Sehnen Piegt tiefer w uns Allen alSejcnes, dem Rückert die schönen Worte lieh: eu wir stehen, und zur Entschiedenheit mahnen. Eine große Partei, I 3) Selbstständigkeit der Gemeinde und vollständige Befreiung S. 536-541) attenmäßig nachweise, daß er im Parderen Führer mit einem poetischen Citat zum Mord auffor- von staatlicher Vormundschaft. lament, unter feierlichen Versicherungen und Verschwörungen, dert, muß entweder innerlich überwunden oder äußerlich ver= 4) Anwendung des Prinzips der Wahl auf alle öffentlichen sich wiederholt grober Unwahrheiten schuldig gemacht hat, sucht nichtet werden. Ein Drittes giebt es nicht. Wir versuchen Aemter und Unbeschränktheit des allgemeinen Stimmrechts, ohne sich dadurch an mir zu rächen, daß er, sobald meine Bücher im den ersten dieser beiden Wege und wissen, daß es ein Versuch ist. Domizilbedingungen. Barlament genannt werden, dieselben schmäht und verdächtigt. Mögen andere Parteien anders handeln, aber mögen sie handeln. 5) Gleichheit des Mannes und der Frau vor dem bürger- Zuletzt und in besonders krasser Manier geschah dies in der ( Also ,, vernichten?") Bloße Kritik ist angesichts solcher Entsetzlichen Gesetzbuch und Wiedereinführung der bürgerlichen Ehe- Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses am 17. Dezember, lichkeiten zu wenig. Wenn Ihr Berichterstatter die Mittheilung scheidung. macht, ich hätte das sozialistische System für nicht unberechtigt erklärt, als der Abgeordnete von Ludwig meine Bücher wiederholt dem 6) Auf Kosten der Commune vollkommene unentgeltliche Er- Justizminister und den Staatsanwalten empfahl. Während Herr so ist mir dieses Mißverständniß unbegreiflich. Ich habe natürlich ziehung der Kinder urd Ertheilung gewerblichen Unterrichts an Lasker mit bekannter Wahrheitsliebe immer wieder betheuert, das Gegentheil gesagt. Berlin, 5. Januar 1878. Ergebenst dieselben. daß er meine Bücher nie gelesen habe, daß er dieselben nur Hofprediger Stöcker." vom Hörensagen tenne, fritisirt er sie mit wahrer Wuth, reißt er sie in lauter Fezen. Es ist sehr traurig, und gewiß bezeichnend für unsere öffentlichen Zustände, daß Herr Lasker sich dergleichen im offenen Parlament herausnehmen darf, ja daß er ob solch unerhörter Dreistigkeit noch großen Beifall einerntet. " 9) Revision aller Gehälter derart, daß keines derselben weder ungebührlich groß noch ungenügend sein soll, und Bezahlung für alle Aemter. 10) Abschaffung des stehenden Heeres und Ersetzung desselben durch eine Volkswehr. 7) Abschaffung aller Geseze, welche die persönlche Freiheit, Man müßte laut anflachen über diese Muckerkapuzinade, wenn die Preßfreiheit und die Versammlungs- und Vereinsfreiheit sie durch die darin enthaltene gemeine Denunziation und beschränken. Brovokation zu gewaltthätigem Vorgehen gegen die 8) Unentgeltliche Rechtspflege und Errichtung von GeschwoSozialdemokratie nicht einen ernsthaften Charakter verliehen bekäme. renengerichten, die aus dem allgemeinen Stimmrecht hervorgehen Most soll durch das harmlose Citat aus Schiller zum Mord sollen, für alle Angelegenheiten. aufgefordert haben, die ganze Partei, deren Führer" Most ist, soll zum Mord auffordern wir, die wir uns solcher Entsetzlichkeiten" schuldig gemacht haben, müssen innerlich über wunden oder äußerlich vernichtet" werden. Pfui, Sie christlicher Hofprediger! Suchen Sie die Gesellschaft des Herrn Stieber, des Flinte schießt Säbel haut- Staatsmanns( oder zögen Sie die Scheiterhaufen- Kur vor?), aber bedenken Sie, daß anständige Arbeiter feine Gesellschaft für Sie sind. Es ist übrigens gut, daß Sie die philanthropische, volks und arbeiter freundliche Maste so früh abgeworfen und Ihr wahres Gesicht haben sehen lassen wir kannten es vorher aber wir sind begierig, was die Herren Schäffle, Wagner u. s. w. dazu sagen werden. 11) Vollkommene Abschaffung des Budgets für Kulte und Staatskirche. 15) Bolle und ganze, unmittelbare Amnestie für alle Verurtheilungen, welche sich auf alle politischen Vorkommnisse beziehen, die bis zum heutigen Tage erfolgt sind, und Zusicherung von Hilfe für die nach Hause zurückkehrenden Amnestirten. Die französischen Auchrepublikaner werden nicht sonderlich erbaut sein über die selbstständige Haltung, welche die Arbeiter in Frankreich bei politischen Fragen mehr und mehr einnehmen. Die Beit ist eben auch für Frankreich angebrochen, 16) Endlich wird sich der Abgeordnete bei allen seinen Handwo das arbeitende Bolt allgemach einsehen lernt, daß hinter den lungen an die eben formulirten Forderungen unseres Rechtes republikanischen Renommistereien der Bourgeoisie nichts weiter erinnern, sei es, daß es sich um die Revision der Verfassung, der steckt als der krasseste Klassenegoismus, dem endlich der Krieg Steuergeseze, der öffentlichen Dienstleistungen, des Cultusbudgets, erklärt werden muß. Und als eine solche Kriegserklärung an des öffentlichen Unterrichts 2c. handle. die„ republikanische" Bourgeoisie ist der nachfolgende Aufruf nebst Programm zu betrachten, den das sozialdemokratische Ar- als einzige Garantie, welche dieselben für ihn haben, einen VerUnterdessen läßt der Mandatar in den Händen seiner Wähler beitercomité von Paris an die Wähler des Quartiers St. Mar- trag zurück, welcher die Fälle bestimmt, in denen die Wähler guerite zu den Munizipalwahlen erlaffen hat und der also über seine Entlassung bestimmen können, die er vor der Wahl mit weiß gelassenem Datum deponirt hat. lautet: " " Er sagt, ich habe in meine Bücher Dinge aufgenommen, die geradezu lächerlicher und kindischer Natur" find, z. B. die Abgeordneten Richter, von Bunsen und Wehrenpfennig als Gründer bezeichnet. Was Herrn Eugen Richter betrifft, so spricht Herr Lasker hier wieder die Unwahrheit; dagegen ist es richtig, daß ich Herrn von Bunsen als Gründer der Norddeutschen Grundkreditbank, der Centralbank für Genossenschaften und der Emdener Häringsfischerei anführe, und daß ich von Herrn Wehrenpfennig 12) Umwandlung des Steuersystems in eine einheitliche Ein- berichte, wie dieser in Gemeinschaft mit den Herren Jachmann kommensteuer. und Schweder, den Direktoren der vielberufenen„ Preußischen 13) Reorganisation des Strafsystems; Errichtung von Acker- Boden- Kredit- Attien- Bank", die Spenersche Zeitung" gegründet, bau- und Industrie- Colonien, in denen der Schuldige nicht so- und sich dabei sehr hohe Summen als Gehalt und als Entwohl bestraft, als zum Guten zurückgeführt werden soll. schädigung ausbedungen hat. Aber das sind aktenmäßige That14) Abschaffung der Todesstrafe. sachen, und ich sehe nicht ein, weshalb ich sie unterschlagen sollte. Herr Laster behauptet, ich sei ein„ kritik- und urtheilsloser Mensch", der da" Skandal" mache und„ denunziatorisch" auftrete, weil nämlich meine Bücher aftenmäßig nachweisen, daß Herrn Laster's politische Freunde weit mehr und weit ärger gegründet haben, als die einst von ihm so erbarmungslos gebrandmarkten conservativen Gründer. Standal" zu machen und denunziatorisch" aufzutreten ist also das Privileg des Herrn Lasker, oder Anderen doch nur erlaubt, wenn es sich um Bloßstellung von Conservativen handelt. Herr Lasker hat, immer erhalten", daß ich mir habe einen Namen machen“ und„ Geld ohne meine Bücher gelesen zu haben, von denselben das Bild verdienen" wollen, daß ich für„, buchhändlerische Spekulation zusammengetragen, was mir hinterbracht worden ist". Einen literarischen Namen hatte ich schon, als Herr Lasker noch ein ziemlich unbekannter Assessor war und sich in den Berliner Bezirksvereinen zum Redner ausbildete; ich hatte schon mehre Jahre für das Feuilleton der ,, National- Beitung" geschrieben, als Herr Laster 1865 für dieses Blatt zu leitartikeln begann und mir Die Wahlen vom 6. Januar werden den Charakter eines bei Berlin, nachdem er daselbst 12 Monate der ihm vom Ber- buchhändlerische Spekulation" wird man am Ende jedes Buch Parteigenosse Bebel ist aus dem Gefängniß am Plößensee damals viel Aufmerksamkeit und Entgegenkommen bewies. Eine imposanten Protestes gegen die persönliche Macht haben, und sie liner Stadtgericht wegen Bismarckbeleidigung zuerkannten Ge- nennen können, z. B. auch die von Herrn Lasker verfaßten und werden eine Bestätigung der republikanischen Prinzipien sein, fängnißhaft von 6 Monaten verbüßt hat, entlassen worden. Den von Herrn Berth. Auerbach herausgegebenen„ Erlebnisse einer der sich die sozialistische demokratische Arbeiterklasse voll und ganz Rest der Haft wird Bebel in Leipzig absigen. anschließt. Aber es ist auch wichtig, daß diese Wahlen bezeugen, Mannesseele", welche freilich eine sehr verfehlte Spekulation daß vom heutigen Tage an die sozialdemokratische Arbeiterklasse waren. Um aber Geld, viel Geld zu verdienen, hätte ich, wie thre Interessen in den Munizipal und sonstigen politischen Ver- vom 15. Januar enthält Folgendes: 1) Die soziale Lage in fundgegeben, jene Bücher überhaupt nicht schreiben, sondern die Das Heft Nr. 8 der sozialistischen Revue" Die Zukunft" ich wiederholt und neuerdings sogar unter Nennung von Namen tretungskörpern, von denen man sie bis jetzt gefliffentlich ausge- Italien. Bon Benoit Malon. 2) Der Sozialismus und das generösen Anerbietungen der Gründer annehmen müssen. Wenn schlossen hat, geltend zu machen versteht. Landvolk. Von Dr. A. Mülberger. 3) Der Gotteslästerungs- Herr Lasker, und nach ihm kürzlich vor Gericht Herr Justizrath Rezensionen. Eures Candidaten gesichert, wenn alle Diejenigen, welche unter paragraph im deutschen Reich strafgesetzbuch. Dr. Horwitz, der Aufsichtsrath der seligen Börsenbank für der gegenwärtigen sozialen Organisation leiden, sich unseren beMaklergeschäfte", der beredte Vertheidiger der schwer bedrängten rechtigten Forderungen anschließen und die Nothwendigkeit der Die erste Nummer der in Lugano erscheinenden fran- Gründer in den stürmischen Generalversammlungen der Projozialdemokratischen Republit, der einzigen dauerhaften Basis zösischen sozialistischen Reoue Le Socialisme progressif"(" Der dukten- und Handelsbank", des„ Lindenbauverein", der„ Pasfortschreitende Sozialismus") ist uns soeben zugegangen." Sie sage", des Deutsch- Holländischen Bauverein" 2c. 2c. Bürger! Möge Jeder zur Wahlurne eilen und hineinwerfen hat folgenden Inhalt: Unser Programm; die Freiheit in der Beide feierlich betheuern, meine Bücher seien ein bloßes ,, SammelBürger! Möge Jeder zur Wahlurne eilen und hineinwerfen Gruppe; Rundschau( B. M.); Versuch über die neue Moral surium von Zeitungsnotizen, bunt durcheinander, ohne Kritik und den Namen des Bürgers Emil Chausse, Elfenbein- Arbeiter.( A. 2.); Bolitische Stellung der belgischen Sozialisten( Dr. De Plan zusammengeschweißt," so sind diese Herren, da auch sie in Eure Stimme wird das folgende Programm bedeuten, das von diesem Bürger angenommen ist, und bezeichnen: Abschaffung Baepe); Die Wissenschaft und die Gesellschaft( Arthur Cornette); meinen Büchern figuriren, einfach Partei und daher nicht glaubUebersicht der sozialistischen Presse; Geschichte des Sozialismus; würdig. aller Privilegien und Proklamation der sozialen Gleichheit. Bücherschau. Wir begrüßen den neuen Mitstreiter auf's Herz: lichste und wünschen ihm die beste Verbreitung. Man abonnirt bei Mr. Bénoit, gérant du, Socialisme progressif" à Lugano. " Bürger! Da die Interessen der arbeitenden Klassen nur von Denjenigen aufrichtig vertheidigt werden können, welche ihr Elend, ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche kennen, so wollen wir diese Wahrheit bekräftigen, indem wir euch vorschlagen, euer Mandat für den Munizipalrath Arbeitern anzuvertrauen. In diesem Quartier der Arbeiter und Enterbten ist die Wahl der Gesellschaft, verkünden wollen. Programm. 1) Abschaffung aller Privilegien und Monopole. 2) Das Acerbau- und industrielle Kapital und alle Arbeitsmittel müssen in die Hände Derjenigen gelegt werden, welche fie benutzen, damit Jeder den vollen Ertrag seiner Arbeit erhalte. Kann denn kein erdgeborner Flügelbegabter Heldensinn Matarie fann es! Den Banden der niederen Mutter Erdennacht Ganz entfliehn, dem edlen Vater Lichte zu? Man lese darüber im 10. Capitel des 1. Buches selbst nach und im 15. des Dritten! ( Fortsetzung folgt.) Prolog gesprochen am Jahresfefte der freien Gemeinde zu Halberstadt am 30. Dezember 1877 von dem Vorsitzenden August Heine. Willkommen Freunde in dem Festessaale, Ihr Kampfgenossen für das freie Wort, Denkt nicht der Schlacht- denkt nicht der Wundenmale Die Ihr empfingt im Feld der Ehren dort;*) Genießet froh im gold'nen Freiheitsstrahle Den Augenblick in unserm Heim und Hort,**) Was wir von unsern Vätern treu erhalten, Den freien Enkeln sei es vorbebalten! Ja unsre Bäter, sie auch mußten ringen! Der erste Strahl des Voltsbewußtseins glomm, Die Tyrannei zog fester ihre Schlingen, Als die Gemeinde auf zum Lichte klomm; Und jubelnd bald das Bolt auf gold'nen Schwingen In deutscher Freiheit Morgenäther schwomm, Es war das große Boltsjahr Achtundvierzig: Sein Angebenten nie bei uns verliert sich. Gelduldet kaum mußt' bald zur Macht erstehen Die frei Gemeind', im Kampfe stolz voran Sah man ihr gold'nes Banner leuchtend wehen, Wo Freiheit stürmte gegen Knechtschaft an; Wir sahen unsre Helden furchtlos stehen, Wo in dem Streit der Freiheit Herzblut rann, Auch Robert Blum! Dein Auge fich umnachtet, In der Brigittenau dahingeschlachtet.***) Zu den Wahlurnen, Bürger! Es lebe die Republik!" Branchen als Comitémitgliedern.) ( Folgen die Unterschriften von 11 Arbeitern der verschiedensten Erklärung. Der Abgeordnete Lasker, dem ich in meinen Büchern über den Börsen- und Gründungsschwindel( a. a. O. Bd. II. Die Reaktion nahm sich zum Racheziele Was gegen Macht und Wahn das Schwert gezückt. Im Kerker Diese Jene im Exile, Die junge Freiheit ward im Blut erstict. Die frei Gemeinden in des Kampfes Schwüle, Durch Polizeichikanen unterdrüdt, Bedeckten treu der Opferflamme Glühen, Still wartend eines schönern Lenzes Blühen. Und als das erste Eis war kaum gesprenget, Das Bolt erwachte aus dem dumpfen Traum, Ward abgezogen, was das Licht verhänget, Geöffnet freiem Worte dieser Raum; Und jede Blüthe fich znm Lichte dränget, Hoch sprossen sie sie faßt der Boden taum; Nicht in des Kirchenglaubens enge Schranken, Zum Grund des Weltalls streben die Gedanken. Und nicht mehr alter Zeiten Hypothesen, Nicht mehr der Theologen Tüftelei'n Und Dogmentram sucht unsre Beit zu lösen, Nein, in des Wissens Tiefe dringt sie ein; Sie scheidet muthig Schein vom wahren Wesen, Sie reicht dem Bolte Brod für Brodnicht Stein, Und wo das Volt kämpft für ein menschlich Leben, Steht auch die wahre Wissenschaft daneben. Und Vieles, ach, bleibt uns noch zu erstreiten, Bis Alles gleich, was Menschenantlig trägt, Bis wahres Recht und Bildnng uns begleiten, Der Krieg nicht mehr des Wohlstands Auen fegt. Erst fern erglänzen sehen wir die Zeiten, Wo Arbeit nicht des Geldsacks Fessel trägt, Wo für den Herrn" die Masse nicht mehr frohnet, Und Segen auch den Fleißigen belohnet. wenn Dagegen ist es Thatsache, daß meine Bücher von vielen Behörden für ihre Bibliothek angeschafft sind, z. B. von der Staatsanwaltschaft am Berliner Stadtgericht; und daß sie auf aftenmäßigen Quellen beruhen, bezeugt wohl am Besten der Umstand, daß meine zahllosen Gegner, einschließlich der Herren Laster und Horwiz, bisher noch nicht im Stande gewesen sind, mir auch nur eine einzige thatsächliche Unrichtigkeit nachzuweisen. Um die Nichtsnußigkeit und Schändlichkeit meiner Bücher Die frei Gemeinde mög' als Brennpunkt gelten, Und unsers hohen Bieles wohl bewußt, Stehn wir im grimm'gen Kampfe zweier Welten, Gewiß des Sieges gegen Glaubens Wust! Mit ihm wird auch der Klassenhaß erkalten, Der fast erstickt der freien Menschheit Brust. Drum, Ihr Genossen, stimmet mit mir ein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein. - Eugen Richter, der Angesungene. Auf seiner jüngsten Schlesischen Agitationsreise fand in Brieg ein Festessen statt, auf welchem viel des süßen Weines genossen wurde. In der Begeisterung, nachdem mehrere Toaste schon verklungen waren, springt ein Fortschrittsmann und Freund Richter's auf den Tisch und spricht folgende Verse: Eugen Richter, Des Fortschritts Licht er, Muthig ficht er, Tapfer sticht er; Seiner Feinde Gelichter Zu Boden spricht er. Es lebe Eugen Richter! Und ich bin der Dichter. Stürmischer Jubel folgte diesem geistreichen Impromptu. Damit nun die Menschheit nicht in Verlegenheit tommt, wenn sie Eugen Richter poetisch verherrlichen will und zwor mit Reimen auf seinen Namen, so wollen wir hier gleichfalls einige zum Besten geben: Herr Eugen Richter Berleumdung bricht er Vom Zaun in dichter Fülle. Mit Lügen ficht er, Am Gemeinheit flicht er onu stiod detai Sinein. Das Gelichter Des Fortschritts besticht erd.nal.usda Durch Frechheit. Drum ift ein Licht er riffs Di od Deffelben. Und mit dem Trichter Der Dummheit füllt er schlichter pilot and is Menschen Gehith. Nie ist erpicht er un nid de Und ach! Schon wieder sich die Wolfen thürmen, in Aufiehrlichen Kampf; nie hält es für Pflicht ee rochil Ihr hört der Nachtgevögel Kränzen schon, podrat inds& Dem Gegner, in dem er erblickt seinen Richter, ch Sagt, werden wir das bischen Freiheit schirment.08 id dux auzu bieten die Stirn. Deum ist ein Wich Was abgetrost der blut'gen Reaktion? Blogs *) Drei Mitglieder der freien Gemeinde, find wegen Breßvergehen oa manDenn wieder sie mit Macht dagegenstürmen, joder deg innfeiger Auf Weit'res perzihr zu 112, 11 Monat und 10 Tagen Gefängniß verurtheilt.d **) Die Gemeinde befigt ein eignes sehr schönes Grundstü sise da Für Recht und Wahrheit haben sie nur Hohn& gu Der Dichterfor hen Gobert Blum war Stifter der Leipziger freien deutsch- katho00d proDesk Macht des Herrschers folget das Gelichter) Garred bod shoate spideruju datuma viunijai ng panlama lischen Gemeinde. marsds Drum Brüder, schließt der Kämpfer Reihen dichter. I do dosisi nisusduft di vor. gegen Danach wurde die nachstehende Resolution mit allen siebzehn Stimmen angenommen: In Erwägung: daß ein fast 1900 Jahre währendes Christenthum nicht im Stande gewesen ist, das Elend und die äußerste Noth der überwiegenden Mehrheit der Menschheit zu lindern, geschweige denselben ein Ende zu machen, in fernerer Erwägung: daß die heutigen Diener und Priester des Christenthums keine Miene machen, ihr seither beobachtetes Verfahren zu ändern, und in schließlicher Erwägung: Bezugnehmend auf die Petition der deutschen Bauhandwerker Briefkasten der Redaktion. A. G. in Olbernhau: Ueber den Geraer Congres der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine hat der Vorwärts" schon zu wiederholtenmalen„ Auskunft" ertheilt. Blättern Sie den„ Vorwärts" einige Wochen zurück durch und überzeugen Sie sich selbst. der Expedition. A. H. Gelsenkirchen: Obwohl wir nichts dafür können, wenn durch die Post unterwegs die Kreuzbänder aufgerissen und der Inhalt beschmuzt und beschädigt wird, so wollen wir Ihnen doch das Bilderbuch umtauschen, wenn Sie uns das beschädigte Grpl. kunst können wir Ihnen erst dann ertheilen, wenn Antwort auf unsere franko remittiren. D. Lauruschkat, Plagwig: Die erwünschte Aus durch Ihre Anregung erfolgte Anfrage bei der Office der„ Tribüne" in Buffalo, rüdgelangt ist. Pinneberg 40. Plauen 20. barzuthun, die er consequent nicht liest, da sie ihm vom bloßen seiner Bemühungen.- Nunmehr ergriff Genoffe Most das 10. Peterswaldau 50. Potsdam 20. Hörensagen schon Uebelteit verursachen, entdeckt vielleicht Herr Wort. Er stellte zunächst fest, daß gerade der heutige Staat als Rendsburg 53. Rostock 30. Rigdorf 20. Ronsdorf 50. Rheda 10. Lasker nächstens, daß ich silberne Löffel gestohlen habe. Einst- Träger der modernen Gesellschaft die herrschenden Mißstände Rheme 20. Soffenheim 25. Gorau 35. Striegau 10. Schl swig 30. weilen macht er in jener Sigung am 17. Dezember über mich dauernd mache. Ohne die Sanktionirung durch den Staat würde Steele 30. Sühlen 10. Schweidnig 7. Schloßchemniz 30. Tönning 30. Teudern 25. Uelzen 20. Vlotho 20. Verden 50. Wandsbed folgende ,, Enthüllung“:„ Der Mann hat, als er bei einer Re- das wüste Treiben der heutigen Bourgeoisie einfach unmöglich 100. Wüstegiersdorf 90. Wilfter 15. Wilhelmshafen 30. Wiesbaden daktion einen Angriff gegen eine Privatperson anbringen wollte, sein. Ein Kampf um die Erringung besserer Zustände schließe 20. Wald 60. und der Redakteur ihm das Manuscript zurückwies, und unter also eine Bekämpfung des heutigen Staats- und Gesellschaftsanderen Gründen auch den erwähnte, daß die Frau des Ange- systems in sich. Gegen die sogenannten„ Christlichen" hätten griffenen an dieser Mittheilung Anstoß nehmen und Verfolgung wir alle Ursache, mißtrauisch zu sein. Denn seither habe noch eintreten laffen fönnte, da hat er erwidert: Das brauchen Sie nicht jede Partei, die unter dem Deckmantel christlicher Liebe" hanzu fürchten, von der Frau weiß ich soviel, daß sie nicht wagen delte, ihre Macht mißbraucht, um die Wissenschaft zurückzudrängen an den deutschen Reichstag, betreffend die Erweiterung des Haftpflicht wird, gegen mich aufzutreten." Angenommen, diese Geschichte und das Volk zu knechten. Der Redner führte zum Beweise gesezes, sehen wir uns veranlaßt, noch einmal an die Einsendung der wäre buchstäblich wahr: was bewiese sie gegen meine Bücher, ja seiner Behauptungen eine Menge historischer Daten an, welche selben zu erinnern. Sollten die erhaltenen Formulare bei Manchem was bewiese fie, in dieser allgemeinen dunklen Fassung, gegen unzweifelhaft feststellten, daß ebensowenig wie von den Calvin's, verloren gegangen sein, so ersuchen wir die Betreffenden, sich sofort an H. Walther, Hamburg, Neue Bremerstr. 19, zu wenden. Die meine Person? Könnte meine Handlungsweise nicht trozdem Peter Arbues' und Luther's der vergangenen Tage von den ausgefüllten Formulare sind ebenfalls an genannte Adressen schleunigst eine ehrenhafte, ja pflichtmäßige gewesen sein? Ich erkläre heutigen Pfaffen je etwas für die Sache des Volks zu erhoffen einzusenden. Die Commission. nun aber die Erzählung des Herrn Lasker für eine Räuber- sei. Die Ausführungen Most's riefen stürmischen Beifall hergeschichte, an der jedes Wort unwahr ist. Es handelte sich um feine Privatperson, sondern um einen Mann, welcher der Deffentlichkeit und der Geschichte angehört. Es handelte sich um keinen Angriff", sondern um eine Verherrlichung des Mannes, um einen biographischen Artikel, in welchem ich einer allgemein befannten Thatsache erwähnte, welche man von gewisser Seite bemänteln wollte. Dieser Artikel wurde zwischen mir und der Redaktion verabredet, und die Redaktion machte mit ihm Reklame, indem sie ihn öffentlich ankündigen ließ und besonders hervorhob, daß er auch bisher ungedruckte Briefe des Verstorbenen bringen werde. Diese Reklame las die Wittwe, und sie protestirte gegen den Abdruck der Briefe, nicht gegen den Artikel, der inzwischen schon gesetzt und von mir corrigirt war; worauf die ehrenwerthe Redaktion hinter meinem Rücken der Wittwe anzeigte, daß sie ihrem Wunsche willfahre, und mir das Manuskript einfach zurücksandte. Ich bestand jedoch auf dem Abdruck des Artikels nebst mithin also selbst bei Erfüllung des christlich- sozialen Briefen, deren Publikation zu verbieten die Wittwe gar kein Programms die Sache ganz und gar beim Alten bliebe, Recht hatte, und der Artikel erschien denn auch mit ausdrücklicher erklärt die auf heute in dem großen Saal des Eiskeller- EtaZustimmung der Witwe, an die ich mich inzwischen gewandt, blissements, zur Bildung einer christlich- sozialen Arbeiterpartei und die ich von meinem guten Rechte und von meinen durchaus einberufene Volksversammlung, daß sie lediglich von der SozialLoyalen Intentionen überzeugt hatte. Jene Briefe waren mir demokratie eine gründliche Beseitigung aller heute bestehenden von der Schwester des Verstorbenen zur Veröffentlichung über- wirthschaftlichen und politischen Unfreiheiten erhofft, und daß sie geben, sie enthielten für den Schreiber nichts Nachtheiliges, und sich daher verpflichtet, mit allen ihr zu Gebote stehenden Kräften die Wittwe selber hat sie später noch einmal abdrucken lassen. für die Verbreitung der Lehren dieser Partei einzutreten und zu Die betreffende Beitschrift aber ersuchte mich bald nach jenem wirken." Vorfall um meine Photographie, indem sie, wie sie schrieb, ein Mit einem vom Vorsitzenden ausgebrachten Hoch auf die Album ihrer Mitarbeiter anlegen und darin namentlich Die- Sozialdemokratie, in das die Versammelten begeistert einstimmten, jenigen vereinigen wolle, welche, gleich mir, gewissermaßen zu schloß die Versammlung. den Begründern des Journals gehörten. Ob diese Thatsachen, Meerane, 6. Januar.( Ein neuer Tessendorff.) Gestern die ich alle mit Dokumenten belegen kann, so böswillig entstelt tagte hier eine Volksversammlung, in der Genosse Bollmar sind von Herrn Lasker selber oder aber von seinem Freunde und aus Dresden über: ,, Die politische Lage Europas und die SozialSouffleur, dem Redakteur, vermag ich natürlich nicht zu ent- demokratie" einen sehr gediegenen Vortrag bielt. Um den Raum scheiden. Jedenfalls hat der Redakteur, um Herrn Laster in des Vorwärts" nicht über die Maßen in Anspruch zu nehmen, den Stand zu setzen, sein Müthchen an mir zu fühlen, eine sei hier von einer Berichterstattung über den beifällig aufge: Hildesheim. Berfidie begangen, und gewiß findet dieselbe auch die ernstliche nommenen Vortrag abgesehen, dagegen muß eines Vorkommnisses Mißbilligung der Verleger, die in alle Verhandlungen eingeweiht gedacht werden, welches lebhaft an die Gesellschaftsrettereien wurden und mit denen ich nach wie wor auf dem besten Fuße Zessendorff's erinnert. Der Grund zu der Tessendorffiade scheint wozu Jeder freien Zutritt hat. stehe. Als dieser sehr ehrenwerthe Redakteur früher eine andere weniger in dem, wie der überwachende Stadtrath" Müller Zeitschrift redigirte, ließ er einen Beitrag von mir, den er feft behauptete, angeblichen Abschweifen eines Redners von der Halle. Sonnabend, ben 19. d. Mis., Abends 8 Uhr, im Partei angenommen, über ein halb Jahr im Pulte liegen und schrieb Tagesordnung, als vielmehr in der wahrscheinlich dem ,, deutinzwischen genau über dasselbe Thema gleichfalls einen Artikel, schen" Gemüth dieses Herrn Pein machenden Resolution, welche den er in einem Wiener Blatte veröffentlichte, so daß er that der Versammlung zur Annahme vorgelegt worden war, zu suchen fächlich sein eigenes Journal-- fürzte und hinterging. zü sein. Die Resolution lautete: Jene Dame, die Herr Lasker so unziemlich auf die Tribüne zerrt, darf er gar nicht nennen sonst hätte er's schon gethan und er wird, obwohl er sich dazu erboten, wahrscheinlich es auch fünftighin nicht wagen. Thut er's dennoch, so überlasse ich ihm die volle Verantwortlichkeit dafür. daß jede wirthschaftliche Errungenschaft, sei sie klein oder groß, ohne den gleichzeitigen unbeschränkten Besitz voller politischer Freiheit durchaus werthlos ist, Die heute den 5. Januar 1878, Abends, im ,, Bayrischen Hof zu Meerane tagende, von mehr als 1800 Personen besuchte Volksversammlung protestirt einmüthig und energisch gegen die die Kultur und die Freiheit und Wohlfahrt der Völker über haupt, und die Interessen des deutschen Volkes insbesondere aufs schwerste schädigende, bisherige ruffenfreundliche Politik der deutschen Reichsregierung und fordert von letterer, daß sie von jetzt ab diesen kulturfeindlichen Anmaßungen der despotischen Barenregierung mit allen Mitteln entgegentrete." Quittung. Hrtmnn Mainz Ab. 11,10. H. Mchl Neapel Ab. 25 Frcs. Hart Connewig Ab. u. Schr. 36,79. Arbeiterverein Agram Ab. 3,25. Cznzk Böhm. Leipa Ab. 3,72. M. Uurch hier Ab. 100,00. Schfir Dresden 0,90. Ammnn Wiesenburg Ab. 3,38. Engl Reudnik Ab. 30,00. Grßr Wien Ab. 4,95. Brtrm hier Ab. 11,25. Schfr hier Ab. 3,75. Mar Glauchau Schr. 13,65. Úfrt Apolda Schr. 11,30 Etti Brüsau Ab. 11,83. Rdgr Halle Ann. 0,60. Endrs Augsburg Ab. Schrör Hannover Ab. 84,91. Lgs baj. Ann. 3,70, Schr. 0,35. Fürm 100,00. Rchnfld Bonyhad Ab. 3,30. Schnr Gloggniz Ab. 4,95. Bremerhafen Schr. u. Ab. 35,00. Maniy Düsseldorf#b. 6,05. Mrtn Schmölln Ab. 11,85. Sbrt Cassel Ab. 3,95. Administr. des Budoknoft Brag Schr. 6,76. Indr Brünn Ab. 2,43. Gnthr London Ab. 18,36. Krhl Halberstadt Ab. 9,80. Frin Beauvais Ab. 4,00. Jcb St. Johann Ab. 9.00. Schrb Jena Schr. 3,00. Schfr hier Schr. 0,40. Wnin Stade Schr. 1,05. Blm Dortmund Schr. 1,50. Blr Remscheid Schr. 2,10. Rihr Schwammelwig Schr. 1,50. Hcl Lichtenau Schr. 1,65 Nrt hier Schr. 5,70. Wltr Mosbach Schr. 1,00. Fonds für Gemaßregelte. A. M. Schaffhausen 2,20. Sozialdemokratischer Wahlverein. Jeden Montag, Abends halb 9 Uhr: Mitgliederversammlung ( n) Zusammenkunft der Sozialisten. [ 0,50 Besprechung über wichtige Parteiangelegenheiten. Alle Genossen müssen erscheinen. ( 166) Rödiger.[ 60 Leipzig. Am Dienstag Abend 8 Uhr beginnt ein neuer Cursus in der doppelten Buchführung. Gleichfalls kann jetzt dem Unter richt in der russischen Sprache noch beigetreten werden. Für die iegt noch Beitretenden werden mehrere Extrastunden gratis gegeben alle, die sich betheiligen wollen werden ersucht Dienstag Abend 9 Uhr im Vereinslokal zu erscheinen. Alle Blätter aber, welche die Rede des Herrn Lasker gebracht haben, und die es für ihre Pflicht halten, dem Mißbrauch und Unfug zu steuern, die mehr und mehr auf der Tribüne des Barlaments einreißen, indem hier Abgeordnete ihre draußen stehenden Gegner sonder Scheu und Scham verdächtigen und Die Abstimmung über die Resolution konnte nicht erfolgen, beschimpfen; alle Blätter, die es für ihre Pflicht halten, dem weil der Herr Ueberwacher" es furchtbar eilig machte und die Beleidigten und Verleumdeten, dem die Gerichte keine Sühne Versammlung, ohne auch nur einen Grund dafür anzugeben, 1,20] gewähren, ihre Spalten zu öffnen, ersuche ich um Aufnahme für aufgelöst" erklärte. Dieser ruhmvollen That folgte ein dieser Erklärung. aus 1800 Rehlen tönendes wohlverdientes"" Bravo". Man Berlin, 3. Januar 1878. Correspondenzen. Otto Glagau. " Nächsten Mittwoch Abend 81/2 Uhr dramatische Vorlesung von Hrn. A. Wohlmuth im Saale des„ Eldorado". Entrée für Mitglie der und Damen 20 Big, für Gäste 25 Pfg. Programm siehe heutige„ Fackel". Der Vorstand. ſollte nun denken, die Meeraner wären, da sie schon verschiedene Minden i W. Sozialdemokratischer Wahlverein. ( m) Die hiesigen Mitglieder versammeln fich Male„ aufgelöst worden, kurirt, aber nein, diese unverbesser- jeden Sonnabend Abends 8 Uhr beim Gastwirth Thiele, Ritter lichen, hartgefottenen„ Sünder" haben sogleich wieder eine neue straße. Versammlung auf nächsten Sonnabend über acht Tage angesetzt und Alles ist gespannt, ob vielleicht abermals eine Auflösung" erfolgen wird! " [ 40 Heute früh 22 Uhr starb unser zweiter Borsigender Herr Guft. Fr. Schumann Berlin, 6. Januar.( Ein Tänzchen mit den Staatssozialisten vulgo Chriftlich- Sozialen".) In dem großen Zürich. In den beiden größten Spenglerfabriken von Helbling Saale des Eisteller- Etablissements fand am Donnerstag ein von und Brummer sind sämmtliche Arbeiter ausgesperrt, weil sie nicht dem Comité der staatssozialistisch- chriftlichen Partei einberufene auf die Forderung der Fabrikanten: elfftündige Arbeitszeit, statt nach kurzer aber schwerer Krankheit am Unterleibstyphus, 27 Jahre Boltsversammlung statt, auf deren Tagesordnung die Bil früher zehn Stunden, eingehen wollten. Wenn die Fabrikanten alt. Wir verlieren an ihm eines unserer treuesten Mitglieder; stets dung einer christlich- sozialen Arbeiter- Partei" stand. ihre Forderung durchfeßen, so werden die Arbeitgeber der übrigen nur dem Wohl des Vereins zu dienen galt sein Streben. Sein An denken werden wir in Ehren halten. Bei der Bureauwahl siegten die von unseren Genossen vorge Branchen in Zürich diesem Vorgehen auf dem Fuße folgen, und Leipzig, den 9. Januar 1878. schlagenen Candidaten mit überwiegender Majorität. Grotttau der mit so großen Opfern erkämpfte zehnstündige Normal ArDer Arbeiterbildungsverein. führte den Vorfiz. Der Einberufer der Versammlung, ein beitstag wäre damit aufgehoben. Zuzug von Spenglern ist Schneider Grüneberg, der in früheren Jahren einmal unserer daher streng fern zu halten und etwaige Briefe und UnterBartei angehörte, inzwischen aber in sich gegangen ist und sich stügungen an den ,, Spenglerfachverein ,, Cafe Lienhardt", Mezgerseinem Gotte" wieder zugewendet hat, war zum Referenten über gaffe Bürich", zu adressiren. die Tagesordnung bestimmt. Herr Grüneberg entledigte sich Hannover. Mittwoch den 5. Dezember wurde hierselbst eine seiner Aufgabe in der denkbar ungeschieftesten Weise. Seine Volksversammlung abgehalten, welche sehr gut besucht war, und Hauptargumente waren Beschimpfungen der Versammlung im in welcher Herr Dehme aus Leipzig über die Tagesordnung: Besonderen und unserer Partei im Allgemeinen. Es ist flar,„ Die wirthschaftlichen und politischen Zustände" in fast zweidaß ein so ungezogenes Betragen den Ünwillen der Versamm- stündigem Vortrage referirte. Der Vortrag fand den ungetheillung erregen mußte, der sich bei den Hauptleistungen G's. durch testen Beifall der Zuhörer. einige Unterbrechungen Luft machte. Da aber der Genannte sich gegen Schluß seiner" Rede" als absoluter Hanswurst entpuppte, Stuttgart, 9. Januar. Bei der heutigen Schwurgefehrte Heiterfeit und somit versöhnliche Stimmung bei den Bu- richtsverhandlung zu Elingen wurde Redakteur Leininger Der nachfolgende Redner war Herr Hofprediger wegen Gotteslästerung zu zehn Monaten verurtheilt. hörern ein. ,, Rundschau“ Nr. 6 wurde von folgenden Orten bezogen: Dortmund 40. Delizich Roh- Taback Seedleaf lesing misd ni somo Brasil von 30 Pfg. an. Domingo do. Blatt Java Carmen Palmyra 20-180 Pfg. baine 20-50 Pfg. 80-90 Pfg. Honda 90-250 Pfg. bildn 80 Pfg. 100-150 Pfg. ( 2a) [ 420 die Ferd. Gätjens, Hamburg, Rathhaus Markt 36. Briefl. Bestellungen werden unter Nachnahme prompt ausgeführt. Wir empfehlen unseren Filialen, Colpor Die Neue Welt Stoecker, ein hervorragendes Mitglied des neugebildeten Staatssozialisten Comités. Derselbe wurde mit lautloser Ruhe angehört, obwohl auch er im Verlauf seiner Rede manche christliche" Bumuthung an die Versammlung stellte, deren Verwindung unseren Genossen sicher nicht leicht wurde. Herr Stoecker lohe 12. Machen 12. Ahrensburg 12. Alfeld 20. Annaberg- Buch- Sammeln von Abonnenten auf Altona 300. Achim 60. Apenrade 30. Aschersleben 21. Alves. teuren und Parteigenossen als Material zum erkennt die jetzt bestehenden wirthschaftlichen Mißverhältnisse holz 45. Augsburg 100. Barmstedt 15. Bockenheim 30. Breslau 40. durchaus an, er weiß, ein Weitertreiben des heute beliebten öko- Barmen 150. Burscheid 26. Braunschweig 60. Berlin 20. Bochum nomischen Systems führt unfehlbar zum gänzlichen Ruin. Aber 10. Calau 16. Caffel 100. Calbe 50. Cottbus 10. Coblenz 15. diese Uebelſtände sind nicht zu beseitigen, wenn wir nicht innere 70. Düffeldorf 50. Ernsdorf 55. Elmshorn 60. Erfurt 30. Edderis statt Prospekte, überzählige Nummern aus den Cöthen 50. Chemniz 130. Duisburg 75 Einkehr halten und uns ganz dem Christenthum wieder an 20. Ellrich 10. Frankfurt a. M. 150. Flensburg 100. Fulda 15. schließen. Daneben soll der heutige Staat geachtet werden, der Freden 30. Forst 260. Finsterwalde 15. Fürth 115. Geestendorf 20. früheren Jahrgängen gratis. ja Alles für das Volk thue, ihm z. B. das allgemeine Stimm Göttingen 10. Görlig 45. Gelsenkirchen 70. Goldlauter 30 recht freiwillig verliehen habe und gewiß noch mehr thun werde. stadt 35. Cablenz 40. Gelenau 20. Gohlis 17. Hemme 30. Han " Ich bin nur ein Prediger, ein Hofprediger, aber ein ehr nover 100. Hanau 140. Halle 25. Hildesheim 25. Halberstadt 24, licher Mann. Selbst ein Kind des Volkes, mein Vater war Hecklingen 15. Harburg 40. Hohenwestedt 10. Heide 25. Jpehoe( 0. Schmiedegesell tenne ich seine Leiden und seine Bedürfnisse. Jüterbogt 7. Salt 10. l. Krogenburg 30. Kiel 180. Kellinghusen Aber ohne den Glauben an die göttliche Vorsehung und die 30. Königsberg 30. Kl. Auheim 15. Liegnig 55. Langenbielau 70, Lehre der christlichen Liebe sind die Leiden nicht zu heben." Leopoldshall- Staßfurth 85. Leſum 10. Lindenau 25. Leipzig 10. Leukersdorf 22. Lechhausen 70. Marburg 7. Mölln 15. München 60. Troz dieses nicht ungeschickten Versuchs, sich der Arbeiterver- Neumünster 30. Neustadt i. S. 10. Nowaweß 20. Neviges 55. Niesammlung zu infinuiren, konnte Herr Hofprediger Stoecker doch derrad 20. Naumburg a. S. 25 Neu- Isenburg 25. Nürnberg 500. feine Gegenliebe finden ein ironischer Beifall war der Lohn Ottensen 320, Didesloe 15, Osnabrück 50. Oberpeilau 10. Deberan GlückLeipzig. Expedition der Neuen Welt". Färberstraße 12. II, Berantwortlicher Redakteur: Hermann Helßig in Reubniz- Leipzig. Redaktion und Expedition Färberstraße 12. II in Leipzig. Druck und Berlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig.