Nr. 300. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Int. Instituut Soc. Geschiedenis Amsterdam Vorwärts 8. Jahra. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern spred- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein Spiegel. Mittwoch, den 23. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Heut zu Tage werden Weiber und jugendliche Arbeiter Verkehrsmitteln und ihrer niedrigeren Kultur durften zwar beim Bergbau in großem Maßstabe angewendet. Das geldwerthige Waaren, aber nnter sorgsamen Beschränkungen Wer weiß nicht, daß die rheinisch- westfälischen Unter- mittelalterliche Bergrecht fennt nur männliche Arbeiter, zum Schuße der Grubenarbeiter hingegeben werden. Nie nehmer, und unter ihnen vor Allem die Grubenbarone, nicht einmal über Tage wie das jetzt bei uns alltäglich ohne Zustimmung des Bergmanns, stets zu den Markteines der gefährlichsten und mächtigsten Hemmnisse der dürfen Weiber schaffen. Die jugendlichen Arbeiter galten preisen waren die Waaren zu reichen. Und nur Arbeiterschuh- Gesetzgebung sind, daß von ihnen in erster Reihe als Lehrlinge und wurden zur eigentlichen Bergarbeit nicht jene Werkbesizer durften Lebensmittel in Anrechder erfolgreiche Widerstand gegen jeden Versuch, die Lage zugelassen. Aber auch erwachsene Arbeiter durften nur iung auf den Lohn gewähren, welche ihren Arder Arbeiter zu verbessern, geleistet wird? Sie sind es, dann in den Gruben arbeiten, wenn sie die nöthige Stärfe beitern auch die unentbehrlichen Werkbedürfnisse( Talg, welche despotisch über die Bergleute verfügen und dabei sich und Leibeskraft" dazu besaßen, wie es in der alten Gisen u. s. w.) unentgeltlich verabfolgten. Ausdrücklich vernoch geberden, als ob es keine glücklicheren, besser ge- Schemnitzer Bergwerks- Ordnung heißt. Und dies wird wie boten waren die Lohnzahlung in Schankhäusern, der AusLohnten, besser behandelten Leute gebe, als die Gruben- folgt begründet:" Damit also die Jugend verschont und schank geistiger Getränke seitens der Bergbeamten und in proletarier. durch solche schwere Arbeit, die ihre Kräfte noch nicht er den Gruben. So bereits 1453, dann 1513. In der sozialen Geschichte Deutschlands und Desterreichs tragen und ausstehen mögen, nicht verdirbt und zu keinem find die Bergarbeiter die ersten gewerblichen Arbeiter, welche wohlmögenden Alter nicht kommen können." Welche Rück mit eigenen, selbständigen Forderungen, mit einer urwüchsigen sicht auf die Arbeitskraft im schwarzen" Mittelalter! Bewegung auf den Schauplatz getreten sind; wir erinnern und Professor Dr. Menzel, der die sozialen Gedanken im nur an die Rolle, welche sie im Bauernfriege gespielt haben, Bergrecht" in Grünhut's Zeitschrift für das Privat- und besonders in dem damaligen Brennpunkte deutscher Berg öffentliche Recht der Gegenwart in trefflicher Weise bewerks- Industrie, in Tyrol. Es versteht sich, daß sie gerade handelt hat, sagt mit beißender Fronie: Wie würdig am entschiedensten vorgingen, damals als die Morgenröthe flingt diese entschiedene Sprache gegen die vielfach verder bürgerlichen Wirthschaftsweise am Horizonte aufstieg, flausulirten Beschlüsse der internationalen Arbeiterschutzweil sie zuerst mit dem industriellen Kapital in Widerstveit Konferenz von 1890!" " Entlassen konnte der Arbeiter nur auf Grund einer Kündigung werden und die Kündigungsfrist fiel mit der Lohnperiode zusammen. Zur rechten Zeit in richtiger Münze war der Lohn zu zahlen, zur Durchsehung ihrer Forderung bestand ein schleuniges Verfahren. Schon im Jahre 1208 verbietet die Tridentiner Bergordnung die Beschlagnahme der Werkzeuge und des Arbeitslohns. Für eine ganze Anzahl dieser sozialpolitischen Inftitutionen hat die moderne Vergarbeiterschaft erst zu fämpfen, obwohl wir's doch so herrlich weit gebracht". Das Proletariat an der Wende unseres Jahrhunderts führt feinen Kampf unter anderen Bedingungen, als die tyroler Bergleute des sechzehnten Jahrhunderts. Heute steht die damals nur im Keimzustande vorhandene Klasse auf der Höhe ihrer Entwickelung, sie führt den Klassenkampf, der der Grubenlords- Herrlichkeit und ihrer Grundlage, dem Kapitalismus, ein für alle Mal ein Ende bereiten wird. Einstpeilen aber mögen die Herren vom bergbaulichen geriethen, weil sie in erster Linie mit kapitalistischen Unter- In der Kuttenberger Bergordnung von 1300 war ein nehmern zu thun hatten. Sie hatten damals ihren Arbeiter Arbeitstag von 12 Stunden, jedoch mit sechsstündiger Unterschuh, der ihnen aus dem Mittelalter überkommen war, zu verbrechung, figirt. Später jedoch herrschte der Achtstundentag, theidigen, einen Schuß, der mit der Scheidung zwischen zu Zeiten sogar der Siebenstundenta g. Nach der Kapital und Arbeit im Bergbau bedroht war und der Zer- Ferdinandeischen Bergordnung von 1553 durfte am Sonnsehung anheimfiel. abend nur eine halbe Schicht, d. h. vier Stunden, gearbeitet Es ist aber angebracht, gegenüber der breiten Schwatz- werden. Was die Ueberschichten betrifft, so verbietet die schweifigkeit der Lobredner heutiger teutscher Sozialreform nou Joachimsthaler Bergordnung von 1518 den Arbeitern, ohne Oben und Angesichts der periodisch wiederkehrenden Gruben Bewilligung des Bergmeisters in demselben Bergwerk oder Verein ein wenig in diesem Spiegel ihr edles Wesen deutlich Katastrophen einige der sozialpolitischen Gedanken und in zwei Bergwerken mehr als eine Schicht zu ver- erkennen! Thatsachen im Bergrecht früherer Tage hervorzuheben. Die fahren, daher auch mehr als einen Lohn auf Jämmerlichkeit der heutigen Zustände und die stiernackige fich schreiben zu Lassen. In dem VergleichsScheu der heutigen Kohlenherren gegen Alles, was den Ar- Protokoll, mit welchem der berühmte Bergarbeiterbeitern ersprießlich ist, tritt dadurch um so heller hervor. ausstand zu Joachimsthal von 1525 beendet wurde, wird 11 Bekanntlich wird die bergmännische Arbeit immer ge- an diesem Grundsatz feſtgehalten, jedoch auf Bitte der Der Begriff des graben Unfugs fährlicher, je intensiver die Grubenarbeit betrieben wird, je Arbeitervertreter für eine kurze Uebergangszeit den armen hat endlich eine Interpretation gefunden, welche sich mit tiefer die Schächte gehen. Ungesunde Lust, Explosions- zum besten" die tägliche Leistung von zwei Schichten aus: ben Voltsempfindungen besser deckt, als die bisherigen Ausgefahren, schlagende Wetter, unerträgliche Hitze, unterirdische nahmsweise gestattet; für die Zukunft ist dies strengstens legungen der Gerichtshöfe. Der Redakteur des„ Boten Wässer bedrohen Leib und Leben des Bergmanns. Und es verboten. ist charakteristisch, daß die Grubenlords zwar alle tech- Was die Feiertage betrifft, so ist ein Feiertag in der aus dem Riesengebirge" war wegen" groben Unfugs" angeklagt, den er durch Abdruck cines Artikels: nischen Fortschritte benügen, welche die Produktion steigern Woche ohne Einfluß auf den Lohn; fielen zwei in eine Der Zar irrsinnig" begangen haben und verwohlfeilern, daß sie aber um Ventilationseinrich- Woche, so wurde der eine entlohnt, der andere vom Lohne follte. Das Schöffengericht zu Hirschberg sprach den tungen und ähnliche Dinge sich höchstens gezwungen und abgerechnet; zu den hohen kirchlichen Festen fand selbst diese Angeklagten frei. Der vorsitzende Richter, statt den dann ungenügend kümmern. In der Bergordnung von Ratten- Abrechnung nicht statt. berg aus dem Jahre 1463 findet sich die Bestimmung, daß Gegen das schmähliche Truckunwesen, das schon sehr es ja so bequem lag, unbesehen Folge zu leisten, unterEntscheidungen des Reichsgerichts und anderer Gerichte, wie die Gruben allenthalben mit der nöthigen Zimmerung ver- frühe sich einschlich, hat man sehr bald Front gemacht. warf dieselben vielmehr einer scharfen Kritik und sprach sehen sein sollen, auf daß die Leute an ihrem Leib und Der Grund und Eckstein aller Truck Verbote: infolge derselben ein freisprechendes Urtheil. Die Begründung Leben nicht Schaden empfangen." Die Joachimsthaler Die Arbeiter haben den Lohn in baarem Gelde zu desselben verdient in weitesten Kreisen bekannt zu werden. Bergordnung- Joachimsthal ist der berühmte böhmische erhalten" findet sich schon in der Kuttenberger Bergordnung Das Urtheil führt aus: Grubenort von 1548 sichert eine gute Grubeninspektion; von 1300. In den Bergordnungen der böhmischen Länder die Berggeschworenen haben in bestimmten Zeiträumen die war die Hingabe von Waaren oder Lebensmitteln anstatt Gruben zu befahren. Es gab dafür auch besondere Beamte, des Geldlohns selbst mit Zustimmung der Bergleute streng die Einfahrer. untersagt. Ju den Alpenländern mit ihren schlechten Feuilleton. Fé. Nachdrud verboten.] Von Edna Fern. 13. Oftober. Liebe Fé! 14. Oftober. Ich möchte Dir etwas Liebe Fé! [ 13 " " Wenn der Gerichtshof eine Schuld des Angeklagten cla erwiesen nicht ansah und folgeweise zur Freisprechung gelangt, so waren hierfür lediglich rechtliche Gesichtspunkte ent scheidend. Es war zunächst Stellung zu nehmen zu einer Frage, die Sprache doch so natürlich, wie die Charaktere, die er Leben ein beneidenswerth schönes, inhaltreiches. Seit Fé vor uns leben läßt. mich erweckte, führe ich wieder ein ernsteres, bewußteres Aber was habe ich da gesagt von„ sittlichem Untergrund"! Leben. Doch weiß ich, daß ich gegen vieles absichtlich die Ist das nicht blos eine leere Redensart? Was ist jittlich? Augen verschließe. Im innern Leben geht mir's, wie in Ist es das Befolgen von Satzungen der Religion, der meinen äußeren Gewohnheiten- ah, ich werde nicht weiter Staatsgesetze, der von unserer Umgebung anerkannten Ge- von mir sprechen, das ist ein egoistisches Objekt! bräuche? Dann wäre jeder einzelne Mensch unsittlich. Daß man wenigstens ich als einer davon- so " Nun, fürchte nur Es hat ein Freund von mir einmal im Freundeskreise ge- gern von sich selber spricht! Ich möchte nicht zugeben, sagt:" Unter uns ist keiner, der ehrlicher Weise sagen daß es immer der bare Egoismus ist. fönnte, er habe in seinem Leben noch nie etwas gethan, Aber wovon soll man schließlich sprechen? Go wofür er Zuchthausstrafe verdient hätte." Niemand lange man nur sich selber verklatscht, mag es noch wagte, ihm zu widersprechen. Er meinte aber zugleich da- gehen. Es will mich bedünken, als ob der ganz besonderes sagen, und kann nicht dazu kommen. mit, daß Jeder von uns in seiner„ unfittlichen That", in kluge Egoist am feltensten von sich selber spräche; Das Vorhaben und Nichtdazukommen erinnert mich an seinem Berbrechen" gerechtfertigt war, vielleicht so sehr so- der versteht dann um so besser, andere zum Verplaudern" meine ersten philosophischen Regungen als Schüler. Ich gar, daß das„ Verbrechen" eine Belobigung verdiente, weil zu bringen. Ein solcher Egoist muß aber wenigstens war lange gläubig" gewesen, bis ich mich mit Hilfe eines geschehen unter Umständen und Beweggründen, welche auch mir gegenüber sehr vorsichtig mit dem Lob sein, denn es albernen orthodoxen Religionsunterrichts mühsam ent- das Lafter zur Tugend machen können. Und umgekehrt macht mich ängstlich und mißtrauisch. gläubigte. Ich fing an, selbständig zu urtheilen und nahm kann die Tugend ein Lafter sein und die Sittlichkeit ein nicht, mich zu loben, Fé! Dein Lob ist meine Nahrung, und mir oft vor, das, was mich erregte, niederzuschreiben. Eines Verbrechen. Nichts ist an sich sittlich oder unſittlich. Das ich effe gern viel und gut. Du bist ja auch kein solcher Tages schrieb ich in mein Tagebuch: Was ist der Zweck wird es nur durch das Bewußtsein und durch das Egoist. Du bist mein rechter Kamerad, mein Spiegel des Menschen??- Damit hatte die ganze Philosophirerei Motiv.-auf einmal ein Ende. Ich konnte nicht weiter; zu dieser Rechen- Aufgabe fehlte mir der Ausah. Wenn man einmal in's Plaudern gerathen ist, kann ( Später hab' ich's doch wieder probirt, aber 21. Oftober. man nicht so leicht wieder aufhören. Liebe Fé! Man hat sich immer noch etwas zu sagen, und wenn Seute habe ich wieder etwas von R. V. der Sohn der andere Part gar nicht widerspricht, glaubt man sich Der Marchese gelesen. Alles, was er schreibt, ist traurig, ausgezeichnet zu unterhalten. Dein geduldiges Zuhören ist aber es ergreift durch seine einfache Naturwahrheit. Das an meinem Weiterschwatzen Schuld. Ah, könnte ich in Fe's muß er Alles wirklich selbst miterlebt haben. V. braucht Augen einen dankbaren Blick sehen, der mir sagt, daß ich nicht grelle Farben, um den sittlichen Untergrund in dem mit gütigem Urtheil verstanden worden bin. Trozdem daß ich fern von ihr bin, ist doch mein Proletariat zu malen. So lebhaft, wie er schildert, bleibt| Liebe Fé! -) 5. November. bild. 12. November. Liebe Fé! Den ganzen Tag habe ich Dir Geschichten erzählt und feine ist auf's Papier gelommen.-20. November. Liebe Fé. Mit heftigem Kopfschütteln, gestikulirenden Händen, mit allen Zeichen der Mißbilligung, des Widerspruchs, hatte ich die losen Blätter gelejen. Dann sprang ich auf, faltete sie unordentlich- hastig zusammen und sagte: welche seit einer Reihe von Jahren einen lebhaften Streit zwischen Theoretikern und praktischen Juristen entfacht hat, über welche aber die Akten als geschlossen immer noch nicht angesehen werden können— zu der Frage: ob und in wieweit durch die Presse überhaupt grober Unfug verübt werden könne. Wahrend eine Anzahl der in dieser Frage letztinstanzlichen Gerichtshöfe, so ms- besondere das Kammergericht und in neuerer Zeit gelegent- lich auch das Reichsgericht in wiederholten Entscheidungen den Grundsatz aufgestellt und verthcidigt haben, daß eine Ver- Übung groben Unfugs durch die Presse sehr wohl möglich sei. verhalt sich eine größere Anzahl der Rechtslehrer diesen: Grund- satze gegenüber durchaus ablehnend. So namentlich Berner, v. Liszt, H. Meyer und von Bar. In Uebereinstimmung damit verneint auch Frank in drei die genannte Materie ausführlich behandelnden Aufsätzen die von den obersten Gerichtshöfen be- jahte Frage. Um sich nach der einen oder anderen Richtung hin zu entscheiden, wird man zweckmäßig sich zunächst die andere Frage vorlegen müssen: was ist unter„grobem Unfug" über- Haupt zu verstehen? Die Urheberkcit des Begriffes an sich, der schließlich im weitesten Sinne jede störende und strafwürdige Einwirkung auf die Rechts- und Interessensphäre des Neben- menschen umfaßt und zu dessen Festlegung daher der gemeine Sprachgebrauch wie bei anderen ähnlich unbestimmten Aus- drücken mit Zuverlässigkeit sich nicht vcrwerthen läßt, erheischt, daß aus dem Wege anderweiter Interpretation ihm gewisse Grenzen bestimmt werden. Andernfalls liegt, wie auch das Reichsgericht— Entsch. Band 19. Seite 296— nicht verkennt, die Gefahr nahe, daß vermöge der ihm eigenen Elastizität der Unfugsparagraph überall zur Aushilfe herangezogen wird, wo nach subjektiver Ansicht„eine mit der öffentlichen Ordnung nicht verträgliche Erscheinung in irgend«inen Kausalzusammenhang mit menschlicher Thätigkeit gebracht werden kann, ohne daß ein spezieller Thatbestand einer strafbaren Handlung sich ton- struircn läßt." Daß der Gesetzgeber bei der Slatuirung des gedachten Paragraphen an diese letzte Möglichkeit nicht ge- dacht hat, wird kaum jemand bestreiien wollen, indessen ist da- mit für die Begriffsbestimmung selbst etwas Positives noch nicht festgestellt. Um nun aber dennoch zu einer positiven Feststellung dessen zu gelangen, was der Gesetzgeber mit dem undestimmten Ausdruck:„grober Unfug" hat unter Strafe stellen wollen, so ist ein Rückgriff auf die Elitstehungsgeschichte des Unfugsparagraphen jedenfalls nicht unangebracht—, so heftig auch von mancher Seite gegen eine Ueberschätzung der artiger Materialien geeifert wird. Berner, Frank und v. Bar haben dies in ausgiebiger Weise gethan. Als der„ehr- würdige Urahn" des groben Unfugs— wie Berner sich aus- drückt— und des unter derselben Ziffer des§ 361 des Strafgesetzbuches, aber an erster Reihe unter Strafe ge- stellten ruhestörenden Lärmes ist der§ 183. II. 20. Allgemeinen Landrcchts, das sogenannte„Bubengesetz" anzusehen, welches ergänzt und erläutert durch die„Tumultordnung" vom 17. August 183V, zunächst vlit einigen redaktionellen Aenderungen in das preußische Strafgesetzbuch von I6SI und von dort unverändert in das Reichs-Slrafgesetzbuch hinübergekommen ist. Daraus folgt, daß derselbe gesey- geberische Gedanke, welcher vor 100 Jahren das„Bubengesetz" zur Abwehr gegen„muthwillige Buben", welche auf den Straßen oder sonst„Unruhe erregten oder grobe Unsittlich- leiten verübten" hervorbrachte— auch in letzter Linie maß- gebend und grundlegend war für die Einführung des Unfug- Paragraphen m das Reichs- Strafgesetzbuch. Letzterer.ist dem- nach, wie auch das Reichsgericht nicht umhin kann, anzu- erkennen,—(Entsch.-Bd. 19, S. 297)— wesentlich dazu de- stimmt,„die polizeiliche Ordnung, die äußere Ruhe und den sittlichen Anstand auf den öffentlichen Straßen und Plätzen zu schützen", und man wird darnach nicht fehlgehen, wenn man als die eigenste Willensmeinung des Gesetzgebers es ansieht, daß er mit den Bestimmungen des§ 360, Nr. 11 des Straf- gesetzbuchs lediglich diejenigen bubenhasten Ruhe- und Friedens- störer treffen wollte, welche durch irgendwelche äußere Hand- lungen das Publikum in seiner Allgemeinheit zu stören und zu belästigen geneigt sind. Einen Unterschied macht der ß 360, Nr. 11 des Strafgesetzbuches zwischen„ruhestörendem Lärm" und„grobem Unfug" nur derart, daß wegen ruheslörenden Lärmes diejenigen„Buben" bestraft werden sollen, welche durch lästige Eindrücke auf die„ Gehörsnerven die Mitmenschen behelligen, während die zweite, mehr all- gemeine Strafbestimmung alle anderen Individuen treffen soll, welche auf die Sinne oder das Gefühl des Publikums in irgend einer anderen Weise störend einwirken. Voraussetzung in allen beiden Fällen ist jedoch, daß eine unmittelbare Einwirkung stattfindet.(Entsch.- Bd. 19, S. 29V.) Verlangt man, wie v. Bar, v. Liszt, Meyer und Frank, daß die als grober Unfug zu bestrafende Handlung uninittilbar physisch lästig fall«, so folgt von selbst, daß die Berübung groben Unfugs durch einen Zeitungsartikel undenk- bar ist, denn„ein beschriebenes oder bedrucktes Blatt Papier kann als solches nicht abstoßend wirken."(Vergl. Entscheid.- Blatt 19, Seite 296.) Indessen wird man der entgegengesetzten Meinung ohne weiteres konzedicen können, daß auch eine physisch(durch Angst- oder Schreckenerregung) belästigende „Günther, ich steige aus, fahre zurück nach Werdern. Soll ich F6 das dumme Zeug da geben?" Günther nickte nur: komme bald nach.* Frau Rehling geht in ihrem Zimmer auf und ab und redet mit sich selber: „Unleidliche Person, diese Frau Dimmchen.— Bin froh, daß sie fort ist.— Was sie nur mit ihren albernen Andeutungen will?— Günther und Ella und Scheidung?— st denn meine Nichte nicht ganz richtig im Oberstübchen?— as gäbe ja einen hübschen Skandal ab.— Und was will sie mit Fe?— Wohl gar— nein, das wäre zu toll!— Diese albernen Klatschbasen!— Ach was— die Person gefällt mir übrigens gar nicht mit ihren bösen Augen.— Dummes Zeug.— Will'mal die Kinder fragen, was sie von der Geschichte wissen."— Auf der Chaussee, welche nach Höxtheim führt, rollt ein eleganter, neuer Landauer, und in den weichen Polstern ruht Frau Therese Dimmchen geb. Crone, und hat die schlanken Füße fest gegen den leeren Sitz gestemmt. Jetzt, wo sie allein ist, braucht sie keine strahlende, lächelnde Maske mehr: Die Mundwinkel sinken schlaff herab und die glatte Stirn legt sich in Falten— sie ist alt geworden in den letzten Wochen, die schöne Therese! Auch sie spricht mit sich selber: „Pah— er hat es ja nicht besser gewollt," murmelte sie,„und sie-- Ich hasse dies schöne, junge Geschöpf, welches sich herausnimmt, ihn zu lieben— Ah, sie sollen es büßen! Beide!— Und Du, Therese? Du hast ja Alles, was Du brauchst— nur"— höhnisch zieht sie die schmale Oberlippe in oie Höhe—„nur Liebe nicht. Liebe? Therese, was würde Doktor Wirthelbier sagen? Ah, diese Spinne— elendes Geschöpf!" „Es wird Zeit, Sie fallen zu lasten, mein Herr!"-- Ist das ein Nebel heute! Man kann ja kaum die Hand vor Augen sehen. Naß tropft von den Bäumen herunter, gespenstisch recken sie die schwarzen Zweige in den Nebel hinein. Tie Erde liegt im Sterben, und die Krähen, die über! Handlung als grober Unfug wird angesehen'werden können (unbegründeter Fcuerlärm), ohne deshalb durch die Frage, ob durch die Presse als solche ein grober Unfug begangen werden könne— wie das Reichsgericht a. a. O. folgert— bejahen zu müffen. Denn eine unmittelbar störende Wirkung— wie sie von allen Seilen zur Begriffsbestimmung des Unfugs er- fordert wird— liegt richtiger Ansicht auch dann nicht vor, wenn eine zwar an sich die Ruhe und Ordnung gefährdende Aeußerung in der Presse niedergelegt wird, und zwar darum nicht, weil in einem solchen Falle seitens des Publikums, welches bei dem groben Unfug dem Begriff nach sonst lediglich eine passive Rolle spielt, ein aktives Thun(das Lesen u. f. w.) hinzutreten muß, um das Mißbehagen hervorzurufen, und deshalb ist auch hier der Thatbestand des groben Unfugs ausgeschlossen(vergl. für die zuletzt entwickelte Ansicht Ols- hausen a. a. O. S. 1401 zu e. 8. a. E. Dagegen Mevcs in Goltdanim. Archiv, Bd. 37, S. 198. Anm. zu a.)— Es mag sein, daß die ausgedehntere Interpretation des Unfugs- Begriffes, welche die obersten Gerichtshöfe ihren oben an- gezogenen Entscheidungen zu Grunde gelegt haben und wonach unter„groben Unfug" alle diejenigen, den äußern Anstand der öffentlichen Ordnung uninittelbar verletzenden Ungebührlich- leiten, durch welche das Publikum gefährdet oder belästigt und solchergestalt der öffentliche Frieden gefährdet wird,— auch diejenigen der Presse— zu subsumircn sind, von dem prak- tischen Bedürfniß diktirt worden ist, welches sich sträubt, als strafwürdig erkannte Ausschreitungen der Presse, denen auf andere Art nicht beizukommen ist, straflos hingehen zu lassen. Allein, so sehr es wünschenswerth erscheint, daß baldmöglichst auf gesetzgeberischem Wege— ähnlich wie in Ungarn (siehe Frank bei Golldammer, Band 33, S. 419) diesem Uebelstande abgeholfen wird, so wenig kann nach Lage der derzeitigen Gesetzgebung dieser Unistand allein dafür entscheidend sein, um einem Strafgesetz mit dem Bewußtsein, daß ursprünglich derartige Fälle nicht davon betroffen werden sollten, eine weitergehende Aus- legnng zu geben. Wenn man aber selbst die Möglichkeit der Berübung groben Unfugs durch die Presse zugeben will, so dürfte dennoch im vorliegenden Falle kaum eine Ver- urtheilung erfolgen können. Daß der Inhalt des inkriminirten Artikels an sich geeignet war, eine Beunruhigung des Publikums hervorzurufen,— etwas Mehreres, insbesondere, daß eine Beunruhigung wirklich stattgefunden hat, wird nicht verlangt (Entsch.-Bd. 1, S. 400. Bd. S. S. 299 U. f. f.) und hat auch nicht sestgestellt werden können—, mag zugegeben werden. Indessen ist auch nach der reichsgerichtlichen Auffassung nicht jede beunruhigende Zeitungsnachricht schlechthin geeignet, um den Thatbestand des groben Unfugs gegenüber dem verant- wörtlichen Redakteur zur Anwendung kommen zu lassen; viel- mehr wird dann wenigstens inimer noch der Nachweis zu führen sein, daß diese Nachricht, wie das Reichsgericht sich ausdrückt, frivoler Weise erfunden war(Entsch. S. 296)— ein Nachweis, der im vorliegenden Falle in keiner Weise erbracht ist und auch schwerlich wird erbracht werden könne», da auf der einen Scite der Angeklagte von der Wahr- heit seiner Mittheilung ebenso wie von der Glaubwürdigkeit seiner Quelle überzeugt zu sein vorgiebt und aus der anderen Seit« soviel wenigstens auch aus anderen glaubwllr- digen Stachrichten feststeht, daß Kaiser Alexander menschenscheu ist und stelleniveise wohl auch an Melancholie leidet. Die daraus entstehenden Be- denlen wird man aber nicht schlechthin mit der Begründung zurückweisen können, daß man von jedem Menschen, ine- besondere aber von einem Regenten bis zum Beweise des Gegen- theiles anzunehmen berechtigt ist, daß er deS Gebrauchs seiner Geisteskräfte vollständig mächtig sei. Ans diesen mehrfachen Gründen hat der Gerichtshof thatsächlich festgestellt, in Uebereinstimmung mit der Bertheidianng nicht ansehen zu können: daß der Angeklagte sich der VerÜbung eines groben Unfugs durch Ausnahme des inkriminirten Artikels in sein Blatt schuldig gemacht hat, und es ist demzufolge Freisprechung erfolgt." Es ist von symptomatischer Bedeutung, daß doch noch einzelne bescheidene Richter den Muth haben, die Krücke der Präjudizien höherer Richter bei Seite zu legen, und ihre Entscheidungen nach Maßgabe der eigenen juristischen und wissenschaftlichen Erkenntniß zu fällen. Der„Grobe- Unsugs"-Paragraph hat in seiner Anwendung geradezu das Rechtsbewußtsein ruiuirt.„Was man sonst mcht bestrasen kann, sieht man als groben Unfug an", ist ein gang und gäbes Sprichwort geworden. Die Strafen des Paragraphen sind ja nur die geringen wegen Uebertretung; aber ent- würdigend ist die Anwendung dieses gegen Straßenjungen- Exzesse gerichteten und viele Jahre hindurch unbestritten nur gegen solche angewandten und für anwendbar erklärten Paragraphen auf Meinungsäußerungen der Presse. Möge der Hirschberger Amtsrichter Nachfolger finden auch ans anderen Gebieten der Rechtssprechung! Wir wünschen es — aber unser Glaube ist schwach.— den kahlen Bäumen schweben, krächzen ihr unfreundlich Grablied.— lieber die Stoppelfelder sucht Fö's braunes Nößlcin seinen Weg, dem Weserberg zu. F<5 reitet sehr langsam und blickt unverwandt gerade aus. Jetzt ist's, als schlössen sich die Nebelwände hinter ihr — spurlos verschwunden.— Ein zweiter Wagen fährt auf der Chaussee, dem Landauer entgegen. Er fährt sehr schnell und jetzt hält er mit plötzlichem Ruck. Hastig wird die Thür aufgeworfen, ein großer Mann springt heraus. Der Laudauer rollt vorüber. Therese biegt sich weit aus dem Fenster hinaus: „Gunther, Günther Norberg!" ruft sie flehend. Er aber wendet sein finsteres Gesicht ab; auch er schlägt den Weg über die Stoppelfelder ein, und hinter ihm schließen sich die Nebelwände wie hinter der einsamen Reiterin.— Da wirft sich Therese zurück in die Polster, Zornes- thränen rinnen schwer aus den schillernden Augen.— Vorbei, vorbei! Ein grelles, eintöniges Lachen dringt über die blassen Lippen— über sich, über Günther, über die ganze Welt!— Felicitas Rehling, aus dem Rücken ihres geduldigen Pferdchens, hält unter blätterlosen Buchen, zählt die glän- zenden Thräuentropfen, die an den dürren Aesten hängen, und giebt sich jdie größte Mühe nachzudenken. Und jedes Mal, wenn sie bis zu dem Schlußsatz gckomnien ist„Wenn Ella auf ihrem Recht besteht, dann ist Alles aus" giebt ihr rebellisches Herz einen heftigen Schlag, und dann weiß sie nichts niehr von dem, was sie sich vorher so schön selber gepredigt, und sie muß wieder ganz von vorn anfangen. Schließlich gipfelt das Resultat ihres angestrengten Nach- denkens in ihrem kleinen, unvernünftigem Kopfe in dem einen Satz:„Sollen denn zwei menschliche Körper, so lange bis sie in ihr Nichts zerfallen, ohne Seelen einher- wandeln, weil eine herzlose Welt"-- Das Uebrige verliert sich in einem unverständlichen Aufschluchzen--- und dann wirst sie sich heftig vom Volikisthe MeXrevstckk. B e r lin, den 22. Dezember. Die Flucht vor dem patriarchalischem Regiment der preußischen Junker im Osten nimmt zu. So lassen sich bereits die Pfälzer Grundbesitzer Arbeiter aus Ostpreußen kommen, weil dieselben„billiger" sind und mehr leisten als die„verwöhnten" Eingeborenen. Man kann schon daraus schließen, wie furchtbar kümmerlich die Lage der Arbeiter unter den ostpreußischen Großgrundbesitzern ist, und daß es nicht die Lockung der Vergnügungen in den großen Städten ist, welche sie ihrer Heimath den Rücken kehren läßt.— Die Fabrikanten beeilen sich überall, ihre Arbeits- ordnungen noch vor dem l.tzApril 1392 einzuführen, um der gesetzlichen Bestimmung zu entgehen, sie den Arbeitern ihrer Betriebe oder einem Arbeiterausschuß zur Begut- achtung vorlegen zu müssen. Bei der Abhängigkeit der Arbeiter, die jeden Augenblick entlassen iverden können, hat ein Arbeiterausschuß gewiß nichts Gefährliches für die Fabrikherren, aber ihr Hochmuth bäumt sich dagegen, auch nur ein Gutachten von Arbeitern anzuhören.— Der vorige Kanzler lehnt die Verantwortlich- keit für das unter seinem Regiment erlassene Alters- und Jnvaliditäts-Versichernngsgeset; ab. Dabei hätte es nur eines Wörtchens von ihm bedurft, und das Gesetz wäre im Reichstage durchgefallen. Es ist doch eine jämmerliche Ausrede, zu behaupten, er habe als Reichskanzler nichts zN sagen gehabt, eine Ausrede, die noch obendrein einen größeren Makel auf ihn wirft, als es das schlechteste Gesetz thun würde, da er sich mit ihr als den Menschen hinstellt, der die unwürdigsten Verhältnisse erträgt, wenn er sich nur an seinen Posten anklammern kann. Sein Abschied mußte ihm, nachdem er die deutlichsten Winke mit dem Zaunpfahl nicht verstanden, gradezu aufgezwungen werden.— In den Nürnberger„Freisinnigen" hat der Ex- Eiserne Bundesgenossen gefunden. Auch sie kämpfen gegen das Alters- und Invalidenversicherung?« Gesetz. Nicht etwa, weil dasselbe den Arbeitern zu wenig bietet, sondern weil es die Unternehmer belästigt. Sie wollen es demnach nicht verbessert, sondern überhaupt a b- geschafft haben. Bei der letzten Reichstags- Wahl im Bayreuther Kreise war jenes Gesetz ihr wesentlichste? Agitationsmittel, trotzdem erlitten sie eine vernichtend« Niederlage. Zu ihrer Hetze gegen das Gesetz bemerkt nun die sozialdemokratische„Fränkische Tagespost" sehr praktisch, nachdem sie vorausgeschickt, daß die sozialdemokratische Fraktion e i n st i m m i g gegen oas Gesetz votirte, weil es trotz seines anertennenswertheii Gruiidgedanteus in der Ausführung Mängel über Mängel ausweist: „Der„Freisinn" weiß, daß es der Sozialdemokratie nach Lage der Bechältniffe gar nicht einsallen rann, jetzt in eine Agitation für Aushebung des Gesetzes mit einzutreten. Und dies giebt eine wunderschöne Gelegenheit, sie zu denunziren, daß sie d o ch an demselben schuld sei, denn sonst würde sie ja mit für die Beseitigung desselben arbeiten. Wir sagen uns aber: Das Gesetz ist da. Sein Grund- prinzrp ist gut. Ausgehoben wird es auch trotz stürmischster Agitation nicht. Verwenden wir also unser« Kraft lieber dazu, für die Umgestaltung, für die V e r b e s s e- r u n g des Gesetzes zu wirken. Wir haben seiner Zeit gerügt, daß das Reich, welches den gesammten arbeitenden Klassen — wozu wir selbstredend nicht bloS die Lohnarbeiter, sondern insbesondere Kleinbürger und Kleinbauern rechnen— alljährlich hunderte von Millionen in Gestalt indirekter Steuern abnimmt, als solches viel zu wenig an Beitrag leistet. Hundert Millionen oder auch noch mehr jährlich für Militärzwecke weniger auszugeben und sür die AllerS- Versorgung zu verwenden— das wäre nach unserer Meinung Ausgabe des Reichs. Dadurch könnten die Lasten der an- deren Beitragszahler, der„kleinen Leute", vermindert werden. Daß die Renten erheblich höher sein müßten, wurde gleich- falls durch uns von Anfang an betont. Eine höhere Rente und- eine kürzere Wartezeit würden aber eine Menge Leute günstiger für das Gesey stimmen. Sodann aber müßt« dasselbe unbedingt seinen Wirkungskreis weiter erstrecken, und zwar, wie wir ebenfalls bei der Berathung schon fordertest, gerade auf diejenigen bürgerlichen Kreise, welche jetzt in der That Ursache zu großer Unzufriedenheit haben: auf die kleinen Handwerker, Bauern-c., welche jahraus jahrein für ihre Leute zahlen müssen, aber selbst nich ts bekommen, wenn sie alt und abgerackert und arbeilsunfähig geworden sind. Pferde in Günther Norberg's Arme hinein, und streichelt seine bärtigen Wangen, und küßt die lieben Augen und weint und lacht in einem Athcm und sagt immer nur:„O Du, o Du!" Und Günther meint, sie hat ihm tausenderlei schöne, geistreiche, rührende Geschichten erzählt. Dann nimmt er sie in seine starken Arme, trägt sie über feuchtes Buchenlaub zu jenem Baumstamm hin, und sie ruht auf seinen Knien, und er drückt zärtlich daS blonde Köpfchen gegen seine breite Brust, und das Pferdchen guckt verständnißiunig aus den sanften Augen die beiden glück- lichcn, thörichten Menschenkinder an. Und dann, wie er sie fest und sicher im Arm hält, spricht Günther über sie hin- weg in den Nebel hinein und beginnt merkwürdiger Weise da, wo Fe vorhin aufgehört hat: „Sollen wir Zwei fortan ohne Seelen einherwandeln, bis unsere Körper in Nichts zerfallen, weil ein unseliger Jrrthum sich nicht ungeschehen machen läßt? Weil ein rasendes Weib ans ihrem vermeintlichen Rechte besteht?— „Was denkst Du, Fe, sollen wir in diesem Kampf unterliegen? Oder sollen wir todesmuthig, die ganze Welt verachtend, unser Glück in die Fremde flüchten?" „So weigert sich Ella"-- flüstert Fe. „Still, still, mein Liebling," unterbricht sie Günther, „höre mich weiter. Sieh, Fe, es ist nicht nur, daß ich Dich liebe— ah. Du ahnst nicht, wie heiß— und daß ich Dich- mein süßes Weib, ganz mein Eigen nennen möchte— Nein, Fe, ich habe Dich nöthig, ich brauche Dich-- Sieh, Kind, ich fühle es, noch könnte ich schaffen, noch könnte ich etwas leisten, weiß ich Dich an meiner Seite, meine Psyche, meine Seele! Aver fern von Dir, wie kann ich da denken, arbeiten, wenn ich keine Herzensruhe, sondern immer nur Sehnsucht, niemals Frieoe, empfinde? Mein Glück, meine Zukunft, mein Küustterruhm, ruht in Deiner Hand— bedenke Du das, meine Fe, ehe Du mir ant- wortest!" (Fortsetzung folgt.) nt ich en Is us Cer es ent 3 m rn its er n, bie ch h es re he zut ent ek ( t, te ht en Lig Sie im Ces be un ch he es ach ne nd en, ja 10: ere e. gt, en ich er ag ür 3 ng rt h te Lite te er mg ſe, eit C., Der nd elt nd cer m It. er fie de cft ct= fie ife In, ger cin pf elt er, ch ch. En, eh, ich ne da rn in er its " Nebenbei fel noch erwähnt, daß auch die Form der] Mandat niedergelegt. Er ist wegen Sittlichkeitsverbrechens geschmackvoll ausgedrückt haben follte, fo hat er übersehen, daß Organisation eine andere zu werden hat; daß das ge angeklagt. Jm Uebrigen wird er als ein liebenswürdiger die sozialdemokratischen Westfälinger auch nicht von Pappe find. fammte Versicherungswesen von einer Reichsanstalt aus Mann" gerühmt, der zu den Zierden der nationalliberalen Bum Glück für die Knochen der westfälischen Bauern des Herrn einheitlich betrieben werden muß, wodurch die Verwaltung Partei gehörte. nicht blos unendlich einfacher und gleichheitlicher, sondern auch v. Schorlemer- Alft sind unsere westfälischen Parteigenoffen friedbedeutend billiger würde." liche Leute, die viel zu wohl erzogen sind, um an Prügeleien Wir können dieser Ansicht nur allenthalben zustimmen. verträge mit Deutschland und Italien angenommen, die Der ungarische Reichstag hat zwar bie Handels- Geschmack zu finden. Die Sozialdemokratie hat nicht den mindesten Anlaß, die Regierung kann aber doch nicht mit ihm auskommen, und Männerturnverein in Pirmasens einen Schuhfabrikanten aus. Hat der Freisinnigen zu unterstützen, die im Grunde der seine Auflösung ist beschlossen worden. Sie soll spätestens weil sich derselbe in einer Versammlung als Sozialdemokrat be Trotzdem das Statut tein Recht dazu gab, schloß der Dinge auf weiter nichts als gemeinen Bauernfang hinaus im Januar erfolgen. Die Neuwahlen sollen im Februar tannt hatte. Der Reichsanzeiger" bringt diese Nachricht läuft. Dieselben Freifinnigen, denen heute das Gesetz in stattfinden und der neue Reichstag schon im März zusammen- ohne Beifügung einer Kritik, ist also wohl mit dem Ausschluß einErmangelung besserer Agitationsmittel gerade gut genug treten. zu einem solchen dünkt, würden morgen früh dasselbe Geset verstanden. Das wäre bei dem amtlichen Organ eines Rechtsin allen Tonarten preisen, wenn sie wüßten, daß sie dadurch staates" zweifellos amüsant. Derselbe Reichsanzeiger" nämlich In der italienischen Kammer, die sich bis zum würde schwerlich damit einverstanden sein, wenn die Vorstandschaft ein Ministerportefeuille ergattern könnten. 14. Januar vertagt hat, sollen die Handelsverträge gleich des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker gemäß den Zur Reichstags- Wahl in Bayreuth schreibt die Annahme ist gewiß, obgleich es an heftigen Angriffen auf welche durch ihre Nichttheilnahme am Streit den Ausschluß vernach den Ferien auf die Tagesordnung gesetzt werden. Ihre Statuten dieses Vereins diejenigen Mitglieder ausschlösse, Kreuz- Zeitung": wirkt haben. Die National Zeitung" ist sehr stolz darauf, daß ihre den Dreibund nicht fehlen wird. Der Umstand, daß im Die„ National Zeitung" ist sehr stolz darauf, daß ihre deutschen Reichstag alle Oppositions- Parteien, und Partei im Gegensahe zu dem ruhmlofen Rückzug in DehringenSall ihren Sitz im Wahlkreise Bayreuth mit ziemlicher Mehr- namentlich die Sozialdemokraten für die Verträge gestimmt heit behauptet hat. Wir bedauern, dieser Frende einen Tropfen haben, hat die italienischen Gegner des Dreibundes den Wermuth zusetzen zu müssen. Es unterliegt nämlich keinem Handelsverträgen günstiger geflimmt. Zweifel, daß das nationalliberale Gold in diesem Falle nur durch eine tüchtige Beimischung antisemitischen Kupfer3 die nöthige Festigkeit erhalten hat. Es ist, um es in der Sprache der Judenschutztruppe auszudrücken, im WahlFreise Bayreuth ganz gehörig gehegt" worden. Schon vor etwa drei Wochen beschwerte sich das Berliner Tageblatt" bitter über die Haltung der Markt Redinizer Zeitung", und wir müssen gestehen, von seinem Standpunkt, d. h. dem libetalen, mit Recht. Das genannte Blatt ließ sich, wie aus den beigegebenen Stilproben hervorging, über Jr den und Judengenossen in einem Tone aus, wie wir ihn etwa in aus. gesprochen antisemitischen Blättern derbsten Schlages finden. Es hat aber gewirkt, und das wird wohl auch den nationalliberalen Führern, von denen mehrere im Wahlkreis Bayreuth persönlich thätig gewesen sind, die Hauptsache sein. Es wirft heutzutage eben überall, und die Antisemiten nehmen kein Patent darauf. Freilich aber werden sie denjenigen auf die Finger sehen, die sich dieses Mittels bei den Wahlen bedienen, um es nachher, nach Erreichung des Zweckes, wieder zu verZu den von den Nationalliberalen benutzten Mitteln sind auch noch die von mehreren Gemeindevorstehern verübten Vergewaltigungen des Versammlungsrechts zu zählen, die leicht die Wahl ungiltig machen werden. Auf den gegen wärtigen Triumph dürfte dann eine um so empfindlichere Niederlage folgen., leugnen." " Eine Jagdgeschichte wird aus Brüssct( Belgien) telegraphirt: Der Vorstand( das Parteikomitee) ber fogialdemokratischen Bartei der Schweiz besteht aus folgenden Parteigenossen: Präfident Eugen Wullschleger( Redakteur des Baseler Arbeiterfreundes); Großrath W. Arnold, Schriftfeher; A. Däster, Schriftsetzer; Bürgerrath G. Fautin, Schreiner; Gd. Siegrist, Posamentirer. Der Präsident ist vom Parteitage, die übrigen Vorstandsmitglieder sind von der sozialdemo In Blaton wurden durch zwei Sozialisten Dynamit- tratischen Mitgliedschaft der Stadt Bafel, welche jetzt Vorort ist, Patronen in einen Stall und unter eine Mühle gelegt. Der gewählt. Die Adresse Wullschlegers ist: Basel, St. JohannringStall wurde in die Luft gesprengt, während die Patronen in weg 118. der Mühle nicht zündeten, da der Docht verlöschte. 2ängere 3eit umstanden zwanzig Gendarmen den Die Sozialdemokratie des Kreifes Schmalkalden hält Thatort, ohne daß es ihnen gelang, die am dritten Weihnachts- Feiertag in Schmalkalden ihre Schuldigen festzunehmen, da sie der von dem zweite Parteifonferenz ab. Den Hauptpunkt der Attentäter ausgestoßenen Bedrohungen wegen Tagesordnung bildet die Wahl eines Delegirten zum hessischen in das Haus nicht einzudringen wagten. End Parteitag. lich entschloß sich der Vikar Cols allein vorzugehen und dieser bestimmte den einen Verbrecher, einen gewissen Leclercq, sich Der Bezirk8tag der Sozialdemokratie des 44. badischen zu übergeben. Der andere ist noch nicht verhaftet. Landtags- Wahlkreises, welcher neulich in Edingen stattfand, Ganze erlogen ist, dann hat man es mit der That von Frr gebildet werden. Welch' haarsträubender Aberwitz! Wenn nicht das beschloß die Errichtung einer Rednerschule, in welcher finnigen oder polizeiwidrig dummen Spiteln zu thun. Parteigenossen zum Auftreten in Boltsversammlungen heranFrr- gebildet " Sozialisten" legen keine Dynamitpatronen, und Jemand, der nicht irrfinnig oder ein polizeiwidrig dummer Spigel ist, läßt sich beim Legen von Dynamitpatronen doch nicht längere Zeit" von zwanzig Gendarmen" beobachten. Die Bewegung zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts wird den belgischen Pfaffen- Regierung gefährlich und da braucht fie wieder Dynamit. Der in der Generalfynode so glänzend durchgefallene Stöcker sieht in Bismarck seinen Schicksalsgenossen. Der Scheiterhaufen. auf dem der fortschrittliche Gegenüber der Ernennung Caprivi's zum Grafen hebt er Reter Harmening verbrannt werden soll, ist schon zudie gleiche Ernennung Bismarc's hervor. Jener habe den sammengelegt. Ansturm einer Nede des Herrn v. Kardorff ausgehalten, für Der Vorstand der deutsch- freisinnigen" Fraktion des Bismarck aber galt es, den Kopf zu ristiren". Reichstags hat auf eine Anfrage des Vorstands des Das ist auch eines der abgestandenen Märchen. Für den freisinnigen Vereins für Weimar und Umgegend folgendes, unbemittelten preußischen Junker war die Stelle eines von 2. Bamberger unterzeichnete Schreiben gerichtet: Ministerpräsidenten wohl eine genug berauschende Lockung, und im allerschlimmsten Falle wäre er mit einer Minister pension davongekommen. Daß er den Fordenbeck, Treitschke, Sybel und Gneist gegenüber seinen Kopf riskirte, hieße diese Männer zu der Höhe der Konventsgrößen erheben. M " " " Ihre Buschrist vom 15. d. M. habe ich dem Vorstande der deutsch- freisinnigen Partei unterbreitet. Derselbe hat mich ermächtigt, Ihnen zu antworten, daß er Ihrem Ausspruch, welcher dahin geht:„ daß die Ideen der Flürscheimschen Bodenbesizreform mit dem Programm der freinnigen Partei nicht vereinbar seien," unbedingt zustimme. Wenn der Borstand, wie Sie bemerken, bis jetzt sich nicht veranlaßt gefunden hat, mit einer solchen Erklärung aus freien Stücken an Die Deffentlichkeit zu treten, so hat dies darin feinen Grund, daß er die Unvereinbarteit jener sozialistischen Jdeen mit den Grundanschauungen unserer Partei als selbstverständlich a- sab." Die gegnerische Preffe brachte neulich die Nachricht, aus dem sozialdemokratischen Agitationsverein für Südbayern feien eine Anzahl Parteigenossen ausgeschloffen worden, was auf eine Spaltung" schließen lasse. Dem gegenüber veröffentlicht aus welcher erhellt, daß die erwähnte Nachricht der gegnerischen die Vorstandschoft jenes Agitationsvereins jetzt eine Erklärung, Bresse von A bis Z erfunden war. Die Delmenhorster Stadtraths Wahl ist zufolge der Beschwerde der dortigen Sozialdemokraten vom großherzoglichen Amte annullirt worden. Bei der Gemeinderaths Wahl in Salzungen stellten unsere Parteigenoffen zum ersten Mal eine eigene Lifte auf. werbung des Bürgerrechts geknüpft ist, dem zufolge sehr viele rozdem das Wahlrecht an die mit 5 M. Kosten verbundene Gr Arbeiter bei der jezigen Theuerung das Bürgerrecht nicht erwerben konnten, errangen die Kandidaten unserer Partei bei einer Gesammtbetheiligung von 478 Bürgern doch 97-131 Stimmen. Sämmtliche gegnerische Parteien schlossen sich angesichts des Vorgehens der Sozialdemokratie zusammen, und trotzdem fiel der Lieblingskandidat der Freifinnigen mit Glanz durch. Die vereinigten Gegner unserer Partei stegten übrigens mit nur 187-288 Stimmen. Der Militärverein in Grüna bei Chemnitz hat sich trot feines 26jährigen Bestandes aufgelöst, als er vom Bundespräsidium die Weifung bekam, acht Mitglieder ihrer politischen Gesinnung halber auszuschließen. Das Vereinsvermögen wurde unter die Mitglieder vertheilt. Der kirchlich konfeffionelle Freifinn ist die neueste Phase in der Entwickelung der alten Fortschrittspartei". Das bedeutendste Berliner Organ der deutsch- freisinnigen Partei, die Voffische Zeitung", hat sich soeben in einer Gerichtsverhandlung( fiehe die Gerichtsverhandlung in Nr. 299 des Vorwärts"), in der Person ihres Chef- Das Verbrennen kann nun vor sich gehen. Dem redakteurs offiziell zu dieser Spielart des Freisinns be- Naivsten wird es jezt aber flar sein, daß die Todtenliste der Partei: Jn Rasberg bei Beit fannt. Sie erklärte freilich, auf dem protestantenverein Fortschrittspartei eine reine Bourgeoispartei ist und mit wurde am 16. Dezember der Genoffe J. Donner beerdigt. lichen kirchlichen Standpunkt zu stehen", zu dem fich daher Demofratie nichts zu thun hat. auch jeder verantwortliche Redakteur bekennen müsse. Die Wenn übrigens die hiesige Freifinnige Zeitung" den " Kreuz- Beitung" und die Evangelische Kirchenzeitung" beabsichtigten Ausschluß Harmening's aus der FortschrittsPolizeiliches, Gerichtliches 2c. werden freilich dieses Christenthum nicht anerkennen und es partei mit der Ausstoßung der Jungen" aus der sozial- freunde 3", Genoffe Wullschläger, zu insgesammt 200 M. In Basel wurde der Redakteur des Arbeiters auf gleiche Stufe mit dem Reform- Judenthum stellen. Die demokratischen Partei in Parallele bringt, so können wir( infl. der Rosten) verurtheilt, weil er die Zustände einer Bregenzer Bossische Zeitung" fennt ihre Reit und ihre Leser; sie hat ihr diese Vergewaltigung der Thatsachen doch nicht hingehen Bandfabrik scharf kritisirt hatte. daher das Christenthum des liberalen Philisters und Spieß- laffen. Unsere Partei hat Niemanden wegen seiner bürgers angenommen, der gegenwärtig wieder etwas Religion braucht, und wäre es auch nur wegen des" ge meinen Mannes". Wächst die Sozialdemokratie, wird ihm auch der protestantenvereinliche Standpunkt zu radikal er scheinen, und er wird sich zu zu einem pofitiveren" flüchten. Hegel, Schelling, Lessing- sie haben alle würdige Erben! Kannegießerei und kein Ende. Die Zeitungs- und Bierbank- Politiker sind wieder einmal in ihrem Glement; die französische Regierung hat ihnen, durch Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Bulgarien reichliches Futter für ein paar Tage verschafft. Natürlich haben die Franzosen im Auftrag ihrer russischen Verbündeten gehandelt, natürlich haben wir es mit dem Beginn einer großen politischen Aktion zu thun, und natürlich taucht wieder die Seeschlange des russisch- türkischen" Bündnisses auf. Meinungen ausgestoßen. Wir haben ein paar gemeine Berleumder aus der Partei entfernt was ein sehr großer Unterschied ist. Herr Harmening hat aber die freifinnige Partei doch nicht verleumdet im Gegentheil, er hat ihr zu viel Ehre angethan, indem er sich dem Wahn hingab, sie sei eine demokratische Partei und dulde, innerhalb des Nahmens der Demokratie, jede Meinung und Anschauung. Parlamentarisches. Der Vorstand des Wahlvereins in Gr. Berkel hat ein Mitglied nicht rechtzeitig" bei der Polizei abgemeldet. Dadurch soll er gegen das Vereinsgesetz verstoßen haben und 20 Wt. Strafe bezahlen. Das Mitglied war in den Militärdienst haben. Als derselbe davon Kenntniß erlangte, wurde sofort die getreten, ohne darüber dem Vorstande Mittheilung gemacht zu Abmeldung vollzogen. Der Gendarm recherchirte und erfuhr, daß das Mitglied schon einige Beit vor seinem Eintritt ins Militär den Ort verlassen hatte und nahm barauf hin an, daß das Mitglied schon am Tage des Ortswechsels aus dem Wahlverein ausgetreten sei. In Neustadt a. Hardt hat der Vertrauensmann J. Stein 5 M. zu bezahlen, weil er in eine Volksversammlung Frauen zuließ. Das ist in Bayern eine Uebertretung des Vereinsgesetzes. Die erie Instanz hatte auf 20 M. erkannt. Die Chemnizer Polizei löste eine BuchdruckerWahlprüfungskommiffion. Der Bericht über die Wahl Bersammlung auf, weil ein Richtbuchdrucker das Wort bekommen des Abgeordneten von Dergen- Bruun( Mecklenburg- Strelig) liegt follte. Diese Maßregel, die sich nach keinem Gesez plausibel jezt im Druck vor. Der Kommissionsantrag lautet: Die Kom- rechtfertigen läßt, hatte die Folge, daß ein Nichtbuchdrucker eine Nun ob die Franzosen in Bulgarien Recht gehan mission beschloß mit 7 gegen 5 Stimmen, das Verbot der Veröffentliche Versammlung einberief, in welcher der Buchdruckerdelt haben oder nicht, das wollen wir nicht unter- fammlung in Woldegt am 28. Februar für ungefeßlich zu er- Streit besprochen wurde. Diese zweite Versammlung wurde aufsuchen. Gestehen müssen wir aber, daß wir es tlären. In Woldegt haben von 770 Wählern 540 gewählt und gelöst, als Herr Sust das Wort ergreifen wollte. Als Grund nur billigen könnten, wenn die französische Republik es sich hat von Dergen 297 Stimmen erhalten, 180 Wähler find der wurde angegeben, Herr Sust sei kein Buchdrucker und dürfe des nur billigen könnten, wenn die französische Republik es sich Bahlurne fern geblieben. Der Referent beantragte nunmehr die halb in dieser öffentlichen Versammlung nicht sprechen. Be nicht gefallen lassen will, daß einer ihrer Bürger wegen Ungiltigkeitserklärung der Wahl des Herrn von Derzen. Bon schwerde wird eingelegt. einiger Zeitungsartikel, die er verfaßt hat, ausgewiesen anderer Seite wurde dagegen der Antrag gestellt, die Wahl für 30 M. Strafe event. 10 Tage Haft wurden vom Landworden ist. In Frankreich betrachtet man derartige Dinge giltig zu erachten, da für Herrn von Derzen ein Mehr von. Reichel in Groißsch zuerkannt, weil derfelbe Untergericht Leipzig als Berufungsinstanz bem Schuhmacher mit weniger Gleichgiltigkeit als in Deutschland, wo das 84 Stimmen über die absolute Mehrheit geblieben sei, Ausweisen mißliebiger Zeitungsschreiber nichts Ungewöhn- weil den Vorgängen in Lübbersdorf und Woldegt füßungsgelder für die streitenden Schuhmacher in Empfang geliches ist und kein Aufsehen mehr erregt. Indeß wie die von der Mehrheit beigelegte Grheblichkeit nicht bei nommen hatte, ohne für diese„ Sammlung" die behördliche Gegefagt wir wollen darüber nicht des Weiteren reden, die Zustimmung der Mehrheit und es wurde mit 7 gemessen werden könne. Diese lettere Ansicht fand nicht nehmigung zu besitzen. Aufgelöst wurde in Pfersee bei Augsburg die weil wir nicht genügend informirt find. Nur dem Popanz 5 Stimmen beschlossen, dem Antrage des Referenten stattzugeben. Filiale des Verbandes deutscher Textilarbeiter des russisch- türkischen" Bündnisses wollen wir zu Leibe Daß Herr von Derzen, tros dieses Beschlusses der Kommission, und Arbeiterinnen, weil der Vorsitzende derselben eine gehen. Das Bestreben Rußlands, die Türkei zu einem sein Mandat nicht niederlegte, sondern luftig gegen die Handels- angeblich politische Versammlung einberufen hatte und diese Ver. Bündniß zu verleiten, ist uralt mehrmals sind die Ver- verträge und damit indirekt für den Fünfmart- Kornzoll stimmte, ſammlung dem überwachenden Polizisten gegenüber für eine Versuche auch momentan gelungen, allein sofort trat England ins haben wir unseren Lesern schon früher mitgetheilt. Es geht even fammlung der Filiale ausgegeben haben sollte, was er bestreitet. Mittel und machte der unnatürlichen Komödie ein Ende. nichts über die Noblesse dieser Junter, welche die„ Edelsten und Jene Versemmlung wurde übrigens aufgelöst, noch ehe sie in die Tagesordnung eingetreten war. Jetzt fieht England den Russen scharf auf die Finger Besten" sein sollen. wir erinnern nur an die famosen Flotten- Manöver im vorigen Spätsommer. Bei dieser Wachsamkeit Englands würde es den Russen sehr schwer fallen, auch nur vorübergehend Konstantinopel zu besetzen. In jedem Fall würde das Vorgehen Rußlands England zur Aktion zwingen, und England stünde auf Seite des Dreibundz. Der französischen Diplomatie dürfen wir aber nicht die Kopflosigkeit zutrauen, ein solches Resultat herbeiführen zu pollen. Denn es wäre der Triumph des Dreibundes und jer politische Selbstmord Frankreich 3.Der badische Landtags- Abgeordnete Gjell, Rektor ver landwirthschaftlichen Anstalt zu Hochburg, hat sein! Korrespondenzen und Parteinachrichten. gegen d A d. Mayer in Aibling wurde wegen Vertheilung der Druckschrift:" Für Wahrheit, Freiheit und Recht", auf Grund des Art. 12 Abs. 1 des Ausführungsgesetzes vom 18. August 1879 der R.- Str..- Pr.- O. vom Amtsgericht Aibling zu 3 Tagen Haft und 10 M. Strafe, sowie zur Tragung fämmtlicher Kosten verurtheilt. " - Redakteur Singweiler von der Elberfelder Freien Presse" hat wegen Beleidigung eines Polizeibeamten 50 n. zu bezahlen. Für die Knüppeltaktik soll Freiherr v. Schorlemer- Alst in einer Versammlung des Bauernvereins in Werne eine Rede ge- versammlung der Malervereinigung aufgelöst, weil der In Braunschweig wurde eine Mitglieder halten und u. A. gesagt haben, die westfälischen Bauern würden Vorsitzende dem als Referenten erschienenen Genossen Stegmann ihre eifen festen Köpfe und stahlträftigen Arme trotz des Einspruchs des Beamten, derselbe dürfe nicht sprechen, nicht schonen, wenn es gelte, das Erbe der Väter gegen den Geist weil er der Polizei nicht angemeldet sei, das Wort geben des Umsturzes zu vertheidigen! wollte. Selbst unterm Sozialistengeset war die Anmeldung Wenn der Führer der Ultramontanen sich wirklich so der Referenten nicht verlangt worden. Theater. Mittwoch, den 23. Dezember. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre). Vorher: Die Regimentstochter. Schauspielhaus. Die Anna- Lise. Lessing- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Wallner- Theater. Immer zerstreut! Hanni weint.- Hannsi lacht. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Kläffer. Ostend Theater. Geschlossen. Bellealliance- Theater. Geschlossen. Adolph Ernst Theater. GeB schloffen. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Seenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 23. Dezember 1891, Abends 714 Uhr: Auf Selgoland" ober: Ebbe und Fluth, Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen u. f. w. Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontainen mit allerlei Lichteffekten 2c. arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Außerdem: 6 Trakehner Rapphengste, zusammen dressirt und vorgeführt von Hrn. Franz Renz. Schulpferd, Trepido", geritten von Frl. Oceana Renz. Auftreten des Schulreiters Herrn Gaberel. The Elton- Troupe als Afrobaten. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Auftreten der Reitkünstlerinnen Frls. Briatore, Natalie und Theresina sowie der Reitfünstler Herren Alex. Briatore und William. Romische Entrees und Intermezzos von sämmtl. Clowns. -Morgen: eine Vorstellung. Freitag( I. Weihnachtsfeiertag) 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: Aschenbrödel." Abends 71/2 Uhr: ,, Auf Helgoland." Buchdrucker! Hente, Mittwody, den 23. Dezember ds. Js., Nachmittags 5% Uhr: Allgem. Buchdrucker- Versammlung mit Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Situationsbericht. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 148/12 Der Einberufer. Sonnabend( II. Weih- Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler.unserm Genossen, dem Restaurateur Freitag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Winter- Garten. Spezialitäten- Born a chtsfeiertag) 2 Vorstellungen. stellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und Spezialitäten Vorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags Sonntags 25 Pf. Nachm. 4 Uhr: ,, Die lustigen Heidelberger." Abends 7/2 Uhr: ,, Auf Helgoland." Sonntag 2 Vorstellungen. E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Grosse Matinée ( AlexanderSeute Abend 7½ Uhr: Grohsin Kaufmann's Variété Platz) Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Noch wenige Gastspiele der weltberühmten Colibri- Truppe, die sieben Kleinsten Menschen der Welt, in ihren Geſang- und muſikaliſchen Vorträgen, pourri mit 6 Pferden. Original- Dreſſur Pantomimen und Pferdedressur. Potdes Herrn Ernst Schumann. Cäsarenritt mit 12 Pferden, ger. von 4 Damen und 4 Herren. Mr. Victor Bedini als zur Unterstützung hilfsbedürftiger hilfsbedürftiger kranker Kollegen und deren Familien. Billets find anf allen Zahlstellen zu haben. Anfang 12 Uhr. Das Komiter. Entree 30 Pfg. 300/10 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pfenglischer Jockey. Drahtseilfünstlerinnen Verein der Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. Empfehle meinen berühmten Mittags- Miß Adele u. Emma Hodgini.„ Herz", tisch à la Duval. 3 Kegelbahnen Trakehner Fuchshengst, in der hohen Schule ger. von Herrn Ernst Schumann. Parforce- Reiterin Miß Edith Adams. Abd- el- Kader", arab. 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Donnerstag, 24. Dezbr.( WeihnachtsHeiligabend) keine Vorstellung. Freitag, Sonnabend, Sonntag( 1., 2., 3. Weihnachtsfeiertag) je zwei VorNachm. 3/2 Entree 30 Bf. tellingen, ach 3 hr( 1 Kind frei) 148/8 und Abends 71/2 Uhr. Sämmtliche Vorstellungen sind mit verschiedenen vorzüglichen Programmen ausgestattet. In allen Vorstellungen Gastspiel der Anfang präz. 12 Uhr. Der Reinertrag ist zu wohlthätigen Zwecken bestimmt. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der Vorstand, Grosse Matinée Colibri- Truppe. In allen Vorstellungen am 2. Weihnachtsfeiertag in Knebel's Salon, Gesundbrunnen, Cirkus unter Wasser. Echt Nordhäuser Kantabak aus der Fabrit v. Hendess& Schuman Inhaber Hermann Kessler Nordhausen a. H. Badstraße 58. Arrangirt Männer- Gesangverein ,, Silaritas". vom Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Vorwärts"( S0.). Billets à 30 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen sowie an der Kasse zu haben. Kinder frei. Anfang präzise Mittags 12 Uhr. Nach der Matinee bis 6 Uhr Abends: Familien- Tanz. Herren, die daran theilWir laden hierdurch Genossen und Freunde sowie deren Damen ergebenft ein. Das Comitée. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstr. 20. Panopticum H. Czerwonka, Briedenfſtraße nehmen, zahlen so yi, nach Theater Saal: Ein WeihnachtsMärchen von Dr. J. Lohmeyer. Musik v. Th. Krause. Ohne Extra- Entree. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 Nr. 50. Rautabat- Rommiffion- Export- Geschäft. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß ich nach freundschaftlichem Uebereintommen mit Herrn G. LehmannRötschenbroda den Verlag des Immer währenden Wandkalenders käuflich übernommen habe. Die Expedition findet jetzt von Bielefeld aus statt. Preis pro Exemplar 60 Pf. Der Rabatt sür Kolporteure ist bedeutend erhöht worden und gewähre ich auch Arbeitervereinen bei Abnahme von Partien Preisermäßigung. 17462 G. Slomke, Volfsbuchhandlung, Bielefeld. für erwachs. Herren. 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Allen Freunden und Bekannten theile ich hierdurch mit, daß meine liebe Frau gestern Abend 11 Uhr fanst entschlafen ist. Die Beerdigung findet am 25. Dezember( 1. WeihnachtsFeiertag) Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgentirchhofes in Weißensee statt. Schantwirth Euen und Kinder. Grüner Weg 2. Todes- Anzeige. Nach schwerem Leiden entschlief heute früh sanft unser lieber Georg im Alter von 31/2 Jahren. 934 M 1. Nr. Die den stati auf der fteigen, r Das Def durch V indem d weit es m schlechter weil dies Verbrauc enorm 3 fäuferen bezeichne dieselbe follte, w die stati gefonime: Die verspeiser frutiren Beamte Proletar auch au angewief der indu Es mag verkauft mit dem dann in In wird, den Bie e Jeder t fache, re Hin und lichkeit, 6195 betrieber Besitzer Börsen Meistge täten bi niedrige befanger Käufer damit f Dic dieser wohnen Aus der Firma erwähn stellung 17. Oft 17. 17. 17. 24. 28. 30. 30. Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, Nachm. 2 Uhr, nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Die tiefbetrübten Eltern. Gustav und Anna Boden, Schankwirth, Oppelnerstraße 13. Gesangverein der Steinmegen. ( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes.) Großes Vokal- und Instrumental- Konzert am 1. Weihnachts- Feiertage, Abends 7 Uhr, in Müller's Salon, Johannisstr. 20, wozu freundlichst einladet 678b Der Vorstand. 168/11 Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Brauche beschäft. Berufsgenossen. Landsberger Allee 11-13. Landsberger Allee 11-13. Freitag, den 25. Dezember 1891 ( 1. Weihnachts- Feiertag): Große Wohlthätigkeits- Matinee für einen verunglückten Genossen, arrangirt von den Vertrauensleuten des 4. Berliner Neichstags- Wahlkreises ( Osten), unter gütiger Mitwirkung des Gesang- und Musikvereins ,, Firmitas" und der Gefangvereine ,, St. Urban" und ,, Esmeralda"( Mitglieder des ArbeiterSängerbundes), unter Leitung des Herrn Gutau, sowie unter Mitwirkung der Kostümsoubrette Fräulein Müller, des Charakterkomikers Herrn Schlenf und der beiden Tanzkomiker Gebrüder Bellini. Anfang präzise 12 Uhr. Programm 30 Bf. Um recht zahlreiche Betheiligung werden alle Parteigenossen ersucht. Billets find in allen bekannten Lokalen des Ostens und bei den Ver trauensleuten Rob. Wengels, Roppenstraße 41, und Baumgarten, Posener50,-straße 4, zu haben. " von den Töpfern 100, " a von den Möbelpolirern 20, Vereinigung der Stuhl我 664b arbeiter von den Arbeitern der Caader'schen Fabrik Fritz Bolz, Schantwirth. Rixdorf, durch H. St., I. Rate 5. St., II. Rate Allen Freunden und Genossen bringe Nowawes," durch M. Th. ich mein Weiß- und Bairisch- Bier- Gera, durch K. L. Lokal in Erinnerung. 667b Rottbus, durch W. H. 3igeuner- Baron", Invaliden Strasse Nr. 9, W. Reichstein. 362,70 10, 18,40 21, 30, 30,40 10,26 20, 44, 10, 391/12 Die arbeitslosen Mitglieder werden ersucht, heute, Mittwoch Abend, zwischen 7 und 8 Uhr, beim Saffirer G. Schuster, Fehrbellinerstr. 48, Hof II, fich zu melden. 130/19 I. Stiftungsfest des Polnisch- Sozialistischen Vereins findet am 27. Dezember( 3. Feiertag) Abends 6 Uhr in Gratweil's Bier hallen( oberer Saal), Komman dantenstr. 77-79, statt. Billets für Herrn 50 Pf., Damen frei. Um recht zahlreichen Besuch bittet 249/13 Der Vorstand. Genossenschaftsbuchdruckerei ( Ging. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Solingen.) Sonntag, 27. Dezbr., Nachm. 5 Uhr, im Lokale C. Ern: Haupt- Versammlung. Tagesordnung: 1. Empfang der Beiträge. 2. Auf nahme neuer Mitglieder. 3. Mittheis lung über den Stand der Genossenschaft. Freireligiöse Gemeinde. Bentral- skrankent. b. Töpfer. Montag, den 28. Dezember, in Bus' Salon, Große Frankfurterstraße 85: Weihnachts- Vergnügen verbunden mit Kinder- Bescheerung. Anfang 7 Uhr. Billets à 50 Vf. find zu haben in den Geschäften von E. Vogtherr, 40,- Gisenwaaren- Handlung, Landsbergerstr. 64 und Stephanstr. 16; W. Rubenow's Buchhandlung, Brunnenstr. 105; W. Börner, Cigarrenhandlung, Ritterstr. 108; sowie bei den Komiteemitgliedern Pütter, Gerichtsstr. 28; Eisert, Grüner Weg 58; Poege, Rüdersdorferstr. 48; Oertel, Rytestr. 8( an der Trescowstraße). Abendkasse findet nicht statt. DE 151/18 6,15 30, Augsburg, durch K. D. Velten i. d. Mart, durch Töpfer Greiz, durch F. B. nebst 25, Mein Lokal ne b ft Saar, Weißen- Spremberg, durch A. K. fee, Langhansstr. 102, Vereinslokal der Barmen, durch F. R., I. Rate F. R., II. Rate Zimmerer für Weißensee u. Umgegend, Delmenhorst, durch M. Sch. empfehle ich unentgeltlich für Versammlungen. Für gute Getränke und Elberfeld, durch H. R. Speisen ist bestens gesorgt. Ergebenst Peter Niessen, Neu- Weißenfee, Langhansstr. 102. Mittwoch. Ausschieben und schießen von Fett gänsen, Brizerstr. 22. Summa: 2057,60 Worüber dankend quittirt und weiteren Sendungen entgegensieht. Mit genossenschaftlichem Gruß! Anton Kopp, Friedrichsberg bei Berlin, 663b Verantwortlicher Borhagenerstr. 20. Das Vergnügungs- Komitee. Junkerstr. 1.( Ecke Markgrafenstr.) Cigarren Cigarett.. Tabaklager. Fafforfe Die Zahlstelle ,, Wedding" ist am 24. und 31. d. M. von 2-4 Uhr ges öffnet. Desgl. die Bahlstelle Brunnenstr. 40 am 26. b. M. von 666b 2-4 Uhr. Von 1892 an werden jeden Sonn abend Abend auch Gipsstr. 3 Bei träge entgegengenommen. Die Ortsverwaltung. Ich mache meine geehrten Genoffen auf mein gut sortirtes Lager von Regenschirmen aufmerksam. J. Riehl, Waldemarstr. 52, part. 669b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt bringe Freunden und Genossen bestens in Erinnerung. 1653L Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Redakteur: August Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 3. Nov Al zwar das Ue hat fei sondern sei, wi billigen eben In Einkau Wochen darum fammen stellt höher. bekann Spiela auch in weil es Teicht Gründ neueste Karner Lorbee denn e solche getrag als di Segel lautet nach find le den S s fo öffnet Kump demot Kölner dente der Ni wollen von t welche daß E ganz wir u Taufen in der hervor dazu Es ist Derrüc haltsa zu seh Sozial Puttte Nicht ter ne Angst griffer 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 300. Mittwoch, den 23. Dezember 1891. 8. Jahrg. t ell. 3.) B. 3/12 teur Bis Ge och! Ge die gekommen sein. Lokales. Als nun dem Der Winter hat nun seinen Einzug gehalten, ein schneidend Buttkamerstraße 7 tam zur Subhastation. Auf dieses hatte ein falter Wind fegt durch die Straßen und auch der Schnee dürfte Bankier J. die drittlegte Hypothef von 10 000 m., welche er los Die Lebenshaltung der Arbeiter verschlechtert sich laut nicht mehr lange auf sich warten laffen. Die Arbeiterbevölkerung sein wollte, um nicht als Gläubiger auftreten zu müssen. Die den statistischen Nachrichten von Jahr zu Jahr mehr. Während sieht diesem Winter mit banger Furcht entgegen, denn für sie be- Hypothek wurde durch den Kommissionär J. Rosenthal verkauft auf der einen Seite die Preise der Lebensmittel immer höher vielen Fällen auch eine Verminderung der Arbeitsgelegenheit und Rosenthal die Anweisung über seine 450 M. betragende Provision deutet derselbe lediglich eine Vermehrung der Ausgaben und in und Guhrauer hatte dem Handel beiwohnt. steigen, werden auf der anderen die Arbeitslöhne immer geringer. Des Verdienstes; die Arbeitslosigkeit hat in den letzten Tagen ausgehändigt werden sollte, nahm G. dieselbe in Empfang und Das Defizit in dem Haushalt des Arbeiters kann natürlich nur eine bedeutende Vermehrung erfahren, für jede Stellung, und hatte das Geld bereits erhoben, als R. es abholen wollte. Es durch Bei, slechterung der Lebenshaltung ausgeglichen werden, sei sie auch noch so färglich bezahlt, ist wohl eine zwanzigfache tam zum Prozeß, und G. mußte die Provision zurückgeben, wie indem die Familie den Konsum der theueren Lebensmittel so Besetzung vorhanden. weit es nur irgend geht einschränkt, indem sie sich mehr den Neckargemünd ein Stück Berliner Nothstand sehen will, so braucht einen Verwandten, dem er zum Ankauf eines Grundstücks in der Wenn der famose Herr Menzer aus auch die Kosten tragen. Einen weiteren Fehlschlag erlitt G. durch schlechteren und gesundheitsschädlicheren Surrogaten zuwendet, er gar nicht bis in die Arbeiterviertel zu gehen, um zu bemerken, Subhasta als seinen Stellvertreter Geld einhändigte. Dieser Verweil diefelben billiger eingekauft werden können. So hat der daß er kein Romankapitel liest, sondern wirklich hungernde und wandte nun kaufte das Objekt auf seinen Namen, ließ es aber G. Verbrauch von Pferdefleisch in Berlin in den letzten Jahren frierende Menschen vor sich hat. Er hat nur nöthig, aus seiner nicht auf, welcher nun das Nachsehen hatte. Trotz aller Fehlenorm zugenommen, d. h. von Fleisch, welches von den Ver- wohldurchwärmten Weinstube in der Leipzigerstraße, mit einem schläge aber brachte G. es durch Wucher- und Erbschaftsgeschäfte täuferen ohne Scheu als von geschlachteten Pferden stammend dicken Belz angethan und nach einem opulenten Mittagessen, bis zu einem mehrfachen Millionär. bezeichnet wird. Die Statistik basirt auf diesen Angaben, wenn nach der unteren Zimmerſtraße zu gehen in den Nachmittagsdieselbe aber auch mit den Mengen von Pferdefleisch rechnen stunden, in welchen der„ Arbeitsmarkt" verschiedener Lokalblätter Zur Förderung und Erleichterung des Neujahrs follte, welche heimlich als solches verkauf. wird, dann würde erscheint. Viele Hunderte von Arbeitsuchenden warten stunden- Briefverkehrs soll es, wie in den Vorjahren, gestattet sein, daß die statistische Enquete noch zu einem ganz anderen Resultat lang in Wind und Wetter auf das Erscheinen der Blätter. Hier Stadtbriefe, Postkarten und Drucksachen, deren Bestellung in Berlin Diejenigen Volksklaffen, welche Hotte hüh" in dem Glauben Da stehen alte und junge Männer, Mädchen, kaum den Kinder- ab zur Einlieferung gelangen können. Der Absender hat der findet Herr Menzer jedes Alter und jedes Geschlecht vertreten. am 1. Januar früh gewünscht wird, bereits vom 26. Dezember verspeisen, es eigentlich mit Rindfleisch zu thun zu haben, re- schuhen entwachsen, vor Frost zitternde Frauen, die frierenden artige Briefe 2c., welche einzeln durch Bostwerthzeichen frankirt frutiren sich fast ausschließlich aus der Arbeiterklaffe. Der fleine Hände in die Schürze gewickelt und harren auf das Allerneueſte, ſein müssen, in einen dauerhaften, u. 1. gut verschnürten Um Beamte und Handwerker, hin und wieder einer vom geistigen das ihnen vielleicht Arbeit und Verdienst bringen kann. fchlag zc. zu legen und mit dem Vermerk hierin frantirte NeuProletariat mögen in den gegenwärtigen miserablen Zeiten wohl vielleicht freilich nur! Denn taum haben die armen jahrsbriefe für Berlin" und mit der Aufschrift:„ An das Kaiserauch auf den„ kräftigen Mittagtisch mit Bier für 30 Pfennig" Teufel eine Stelle ausgeschrieben gefunden, die für sie passen liche Brief- Poſtamt hier C.", zu versehen. Die derartig herangerviefen sein, im großen Ganzen aber muß die große Menge fönnte, so stürzen sie davon nach der bezeichneten Straße, gestellten Sendungen, für welche eine besondere Frankirung nicht der industriellen Arbeiter von jener billigen Kost sich ernähren. als gelte es ein Königreich zu erobern. Und eine Stelle, die in Anspruch genommen wird, fönnen entweder an den AnnahmeEs mag ja sein, daß das Pferdefleisch, welches wirklich als solches ihnen Brot giebt, ist allerdings ein Königreich für sie, denn die schaltern der hiesigen Poſtanſtalten abgegeben, oder, soweit es verkauft wird, gesundheitsschädlich nicht ist, anders aber sieht es Rälte bringt ihnen in das Diari der Knochen, sie haben Hunger der Umfang gestattet, in die Briefkasten gelegt werden. Hierbei mit dem Fleisch von Pferden aus, die" kalt" geschlachtet und und feine Schlafstelle. In den Bureaus der Arbeitsnachweise, wird ausdrücklich hervorgehoben, daß die Einrichtung sich lediglich dann in den Verkehr geschmuggelt werden. In welchem Umfange diefer Pferdefleisch- Schmuggel betrieben im Mädchenheim, im Asyl für Obdachlose, in den Wärmestuben, auf die in Berlin verbleibenden frantirten Briefe zc, erstreckt, und Hunderte von frierenden Menschen, denen der Hunger aus daß eine frühere Bestellung als am 1. Januar nicht erfolgt. wird, entzieht sich jeder auch nur annähernden Berechnung. den Augen sieht. Wenn das für den konservativen Reichstags: Es wird seitens der Post im Interesse des betheiligten Publikums Jeder der an dem„ Geschäft" Betheiligten hat ja auch alle Ur- Abgeordneten Menzer ein„ Roman" ist, dann beneiden wir den ersucht, von dieser Einrichtung einen möglichst ausgedehnten Gefache, reinen Mund zu halten, denn sonst droht ihm eine Anklage. felben nicht um seine Auffassungsgabe. Wir halten das für harte brauch zu machen. Hin und wieder dringt aber doch einmal ein Fall an die Deffent bittere Lebenswahrheit, und wir möchten denjenigen der Arbeitlichkeit, welcher zeigt, wie schwunghaft der Fleischschmuggel fuchenden sehen, der sich wie ein Romanheld vorkommt. Das Gesetzes ist es dem Arbeitgeber sowie Dritten bei Strafe unterNach§ 108 des Invaliditäts- und Altersversicherungsbetrieben wird. So schwebt jetzt eine Untersuchung gegen den könnte nur dann der Fall sein, wenn Noth, Elend und Hunger fagt, die Quittungskarte nach Ginklebung der Marken wider den Besitzer einer sogenannten Lebensmittel- Börse". Börsen" werden Lebensmittel, Fleisch- und Wurstwaaren gegen würden. Von all den Hunderten erhalten etwa 10 pet. täglich Bersicherte, wie dies sehr natürlich oft der Fall ist, mit der AufIn diesen besondere Qualifikationen für einen solchen Helden abgeben willen des Inhabers zurückzubehalten. Wenn nun aber auch der Meistgebot versteigert. Die Auftionen beziehen sich auf Quanti eine Anstellung, die sie vor dem Schlimmsten schützt, die übrigen bewahrung der Karte seitens des Arbeitgebers sehr einverstandex täten bis zu einem Pfund herab und da die Preise erheblich 90 p& t. finden sich am nächsten Tage wiederum vor den Zeitungs- ist, so muß doch der Letztere bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses niedriger sind, als in Ladengeschäften, sind die Arbeiter unter Expeditionen ein: noch mehr frierend, noch mehr hungernd. Und wiederum beginnt dann die Jagd nach Arbeit, wahrscheinlich befangen sind, an den billigen Preisen profitiren zu können. Die wiederum vergeblich, denn es gehört heute schon ein beispielloses Eigenthümer der Karte ist, zurückgeben, und nicht etwa, wie dies Käufer sind auch der Ansicht, reelle Fleischwaaren zu erhalten, Glück dazu, wenn irgend Jemand sich bereit findet, für die zuweilen vorkommt, die Karte, deren Abforderung aus Versehen Die polizeilichen Ermittelungen haben ergeben, daß eine Arbeitskraft feines Mitmenschen so viel anzulegen, daß der Lettere unterblieben ist, der Polizeibehörde abliefern. ein nothdürftiges Austommen findet. Man sieht, es giebt in dieser Lebensmittel- Börsen" mit einem am Mariannenplaß dem fapitalistischen Staat wohl ein Recht zum Verhungern, aber wehnenden Pferdeschlächter im regften Verkehr gestanden hat. taum ein Recht auf Arbeit. Aus den Eintragungen in den Büchern ergiebt sich, daß die Firma in der Zeit vom 17. Ottober bis 3. November von dem erwähnten Pferde schlächter folgende Fleischwaaren auf Be stellung bezogen hat: & Pfb 45 Pfennig damit sieht's aber schlimm aus. 17. Oftober 160 Pfund Mettwurst 17. 17. 24. 28. 30. " unangenehme Weihnachtsüberraschung ist vielen Berliner Bürgern Steuern zahlen ist die erste Bürgerpflicht. Eine recht bereitet worden durch die Erhebung der Gemeinde- Einkommen Der Errichtung von Wärmehallen, wie sie seitens des steuer und der Staats- Klassensteuer wenige Tage vor WeihBentralvereins für Arbeitsnachweis gegenwärtig in die Wege ge- nachten. Während diese Steuern sonst immer zusammen mit der leitet wird, zollt der„ Evangelisch- firchliche Anzeiger" lebhaften Miethssteuer anfangs oder im zweiten Monat jedweden Quartals Beifall. Diese Wärmehallen," schreibt derselbe, bilden eine sehr erhoben wurden, gelangte dies Mal nur die Miethssteuer zur dankenswerthe Ergänzung des Asyls für Obdachlose, in welchem Erhebung, während die übrigen Steuern verblieben. So mancher bekanntlich die Infassen nur während der Nachtstunden Auf- Steuerzahler glaubte, der„ Steuermann" würde im alten Jahre nahine finden. Jetzt wissen diefelben auch, wo sie am Tage bei nicht mehr kommen, jedoch der„ Steuermann" tam und zwar, ungünstiger Witterung Unterkunft finden. Dadurch werden wie gefagt, wenige Tage vor Weihnachten. Dies wurde doppelt gleichzeitig die Herbergen zur Heimath von Elementen entlastet, unangenehm empfunden. Denn während man sonst, wenn man die nicht zu den reisenden Handwerkern gehören, sondern in die Steuern nicht beisammen hatte, einige Wochen Frist ge diesen Lokalen bei Tage eine Unterkunft suchten und zugleich den wann, bevor der Mahnzette!" tam, schrumpfte diesmal Arbeitsnachweis beanspruchten."- Das praktische Christenthum," diese Galgenfrist auf nur einige Tage zusammen. werden und gar Mancher hat Als die Polizei Wind von der Sache bekam, tonfiszirte sie das in diesen„ chriftlichen Herbergen" ihren Ausdruck findet, hat mußte also bezahlt für Weihnachten fauer zusammengesparten Mart zwar schleunigst 80 Pfund Salami und 55 Pfund Mettwurst, in den vorstehenden Worten sich selbst gerichtet. Von reifenden die das Uebrige aber war bereits ins Publikum gewandert. Dieses Handwerkern" in heutiger Zeit zu reden, ist einfach" hin fällig. zum großen Theile für Steuern hingeben müssen, denn in Bezug hat keine Ahnung gehabt, daß es Pferdewurst gekauft hatte, Die Elemente", von denen gesprochen wird, waren arbeitslose auf Steuern sind namentlich die Berliner Arbeiter sehr hoch sondern war in der Meinung erhalten worden, daß es Waare Arbeiter", das beweist die Inanspruchnahme des Arbeitsnach 17. " 35 30 " " Schlackwurst Zungenwurst 30 " Salamiwurst 100 " dto. " 109 Schlackwurst " 43 " Zungenwurst 20 12 .20, 3. November 158 Schlackwurst Schlackw. u. Salami D. wert ends Der ft. der end, irer 48, / 19 ag) an für .1 ter ht Cuf Jeis aft. er. am ges Te 36b Beis ſen Don art. rzt eu 30. 57 " 60 " " 57 " 57 " " 57 " " 60 " " 57 " " 57 " " sei, wie in jedem reellen Schlächtergeschäft. Nun lassen sich die billigen Preise mit Leichtigkeit erklären, die Pferdewaare fonnte eben losgeschlagen werden, sobald nur ein Weniges über den Einkaufspreis geboten wurde. Viele hunderte von Familien haben Wochenlang Pferdewurst gegessen, ohne daß sich die Statistik darum bekümmern fonnte. Deshalb liefern die statistischen Zufammenstellungen durchaus kein zutreffendes Bild, in Wirklichkeit stellt sich der Verbrauch von Pferdefleisch in Berlin bedeutend höher. Den Vereinsmeiern ist großer Heil widerfahren. Um dem bekannten längst gefühlten Bedürfniß" abzuhelfen, ist eine neue Spielart von Bereinen im Entstehen begriffen, die wahrscheinlich auch in Berlin sehr bald einen Ableger aufzuweisen haben wird, weil es, wie die Erfahrung gelehrt hat, gerade in Berlin ziemlich leicht ist, einige Dußend Menschen für irgend eine überflüssige Gründung auf die Beine zu bringen. Die Anregung zu der neuesten Vereinsfererei ist diesmal von Köln, der Stadt des Karnevals, ausgegangen. Die von den Kriegervereinen erworbenen Lorbeeren haben die Nichtsoldaten nicht schlafen lassen und so ist denn ein Nichtfriegerverein gebildet worden, dem nur solche Leute angehören dürfen, welche den bunten Nock nicht getragen haben. Der neue Verein soll noch" patriotischer" sein, als die Kriegervereine und er steuert auch gleich mit vollen Segeln hinein in den Patriotismus, denn der§ 1 seiner Satzungen lautet: Die Mitglieder verpflichten sich, der Sozialdemokratie nach Kräften durch Reden und Thaten entgegenzuwirken. weises. Diese zurückzustoßen ist wenig, christlich", um so weniger, als diese Glemente" sicher nur in der allergrößten Nothlage Bus flucht in den„ Herbergen zur Heimath" suchten, denn die Behandlung dort ist bekanntermaßen wenig anlockend. Daß die Wärmehallen" nunmehr voraussichtlich werden den ungaftlichen " Herbergen zur Heimath" vorgezogen werden, ist sehr begreiflich, gereicht den Letzteren aber durchaus nicht zur Ehre. " Bekanntlich beabsichtigte der Verein Berliner Konfektionäre beim Reichs- Bostamt dahingehend vorstellig zu werden, daß die Schalter für die Annahme gewöhnlicher Packete für die Folge bis 8 Uhr Abends geöffnet bleiben. Da diese Maßnahmen die ohnehin schon lange Geschäftszeit der Angestellten im Handelsgewerbe noch weiter ausgedehnt hätte, wendete sich eine Ende November d. J. abgehaltene öffentliche Handlungsgehilfen und Gehilfinnen- Versammlung an das Reichs- Postamt mit dem höflichen Ersuchen, diesem Verlangen nicht stattzugeben. Das Bureau der genannten Versammlung erhielt auf diese Eingabe folgende Antwort: Reichs- Bostamt I. Abtheilung. Berlin W, 20. Dezember 1891. Ew. Wohlgeboren wird auf die unterm 29. November an den Herrn Staatssekretär des Reichs- Bostamts gerichtete Vorstellung ergebenst erwidert, daß auch nach der Ansicht des Reichs- Poftamts, die feit einer langen Reihe von Jahren bestehende Einrichtung, wonach bei den hiesigen Postanstalten die Schalter für die Annahme gewöhnlicher Packetsendungen um 7 Uhr Abends geschlossen werden, sich bewährt hat. Es wird daher nicht beabsichtigt den Schalterdienst an den in Betracht kommenden Dienststellen für die Einlieferung gewöhnlicher Pachete auf& Uhr Abends hinauszurücken. gez. Eachfe. " Es gefchätzt"! Wie gesagt, bezahlt mußte werden, denn der Magiftrat läßt nicht mit sich spaßen. Nicht allein, daß ein Steuerrestant Grefution zu gewärtigen hat, nein, es werden, was vielleicht nicht allbekannt sein dürfte, noch andere Zwangsmittel in Anwendung gebracht, um zur Zahlung rückständiger Steuern zu veranlassen. So berichten bürgerliche Blätter: Die Leistung des Offenbarungseides wegen rückständiger Steuern ist im letzten Geschäftsjahre vom Magistrat in 324 Fällen beantragt worden. Es handelte sich um 9527 M. Steuern. Infolge der beantragten Ladungen wurden 2907 9. entrichtet. 4655 M. mußten gestrichen werden wegen Zahlungsunfähigkeit der Schuldner. Wegen 1964 M. war das eingeleitete Verfahren am Schlusse des Geschäftsjahres noch nicht beendet. Ja ja, Steuern zahlen ist die erste Bürgerpflicht! In großer Gefahr befanden sich am Sonntag Abend bie Passagiere des um 7 Uhr 45 Minuten Abends vom Lehrter Bahnhof abgehenden Personenzuges Berlin- Hannover. Der Train befand sich gegen 8 Uhr 50 Minuten, mit mäßiger Geschwindigkeit fahrend, zwischen Groß- Behnik und Buschow, als plötzlich ein heftiger Zusammenstoß erfolgte. Die Lokomotive mar, ohne daß der Maschinist in der Dunkelheit es bemerken fonnte, auf ein Plan- Fuhrwert, welches auf einem Bahnübergang zwischen beiden Stationen auf den Schienen stand, losgefahren, und die heranbrausende Lokomotive hatte den Wagen, der Seilerwaaren enthielt, vollständig zersplittert. Das zu dem Fuhrwerk gehörige Pferd wurde ausgeschirrt in der angrenzenden Haide gefunden, und es ist demnach nur anzunehmen, daß entweder Böswilligkeit oder große Fahrlässigkeit des unbekannten Fuhrwerts- Besitzers vorliegt, der den Zug dieser Gefahr ausgesetzt hat. Glücklicherweise ist Niemand durch den Zusammenstoß ernstlich verletzt; einige Baffagiere erlitten leichte Kontusionen. Der Zug traf mit halbstündiger Berspätung in Rathenow ein; die Untersuchung ist bereits eingeleitet. Das also ist des Pudels Kern, denn die übrigen Paragraphen find lediglich Anhängsel an diesen§ 1 und handeln meist davon, den Schulkindern den vielgerühmten Patriotismus" einzutrichtern. Es soll somit ein neuer Feldzug gegen die bösen Sozialisten eröffnet werden, es ist wieder eine neue geistige Waffe" aus der Humpeltammer hervorgesucht worden, mit welcher der Sozialdemokratie unfehlbar der Garaus gemacht werden soll. Die spaßigen Kölner Herrchen haben da wirklich eine sehr gute Idee gehabt, man Wie man in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft dente nur: die Phalang der Kriegervereine im Verein mit den Mannen Rentier wird, zeigen die folgenden Wittheilungen, die uns von der Nicht- Kriegervereine werden geschloffen gegen uns marfchiren, sie zuverlässiger Seite zugeben: Der in seiner Wohnung Lothringerwollen uns eine Schlacht schlagen, uns vernichten und die Welt straße 28 überfallene Rentier Guhrauer war mit einem Bündel von der Sozialdemokratie befreien. Eine herrliche Idee, um auf der Schulter vor langer: Jahren hier zugewandert. Er fand welche die Welt die„ Köllschen Jungen" beneiden fann. Schade, sich sehr häufig auf dem Stadtgerichte ein, un bei den schwebenden daß Berthold Schwarz schon gelebt hat, sonst wäre das Pulver Subhastationen in irgend einer Weise ein Geschäft für sich zu ganz sicher in Köln am Rhein erfunden worden. finden. So gelang es ihm, sich in eine Streitigkeit der GriebenowIm Uebrigen wird das einen luftigen Kampf geben, auf den schen Erben einzumischen, wobei es sich uni ein Grundstück an wir uns schon jetzt freuen. Wenn die Nichtkrieger werden Sturm der Schüßen- und Charlottenstraßen- Ecke handelte. Er führte für laufen gegen uns, in der einen Hand die Richter'schen Irrlehren, eine Frau, deren alleiniges Erbrecht hierbei angefochten wurde, in der anderen die sozialistischen Zukunftsbilder von demselben einen 16 Jahre dauernden Prozeß, nachdem ihm für den Fall Zur Mordthat in Weißenfee wird uns berichtet, daß der hervorragenden Autor, so werden wir vor lauter Lachen garnicht des Gewinnens eine erhebliche Provision zugefagt worden war. Verfuch des Artisten Stroll, den Alibibeweis beizubringen, volldazu kommen, die Leute so abzufertigen, wie sie es verdienen. Der Fall glückte: man bot ihm im Wege des Vergleiches ständig mißlungen sei. Trotzdem sollen die Recherchen der Es ist auch wirklich zum Lachen, wenn man sieht, auf welche 25 000 Thaler für seine Mühe, welche er jedoch zurückwies, um Kriminalpolizei nach verdächtigen Personen fortgesetzt werden. verrückte Ideen die Sozialistenfresser verfallen, um den unauf- eine nette Summe inehr einzuftreichen. Dies scheint die Grundhaltsam vordringenden sozialistischen Ideen einen Damm entgegen lage späteren Vermögen gebildet zu gebildet zu haben. Mord und Selbstmord. Als der Vergolder D. vorgestern dem Der Selbstmord des Obsthändlers Stoy, welcher vor etwa acht Wochen wegen versuchten Gattenmordes in Haft genommen ward, wird aus Friedrichsberg gemeldet. St. sollte sich in nächster Zeit vor dem Strafrichter verantworten; zu Mitte Januar fünftigen Jahres war ein Termin in dieser Angelegenheit angesetzt. Wohl um sich der drohenden Strafe zu entziehen, hat St. in der Nacht zum Sonntag seinem Leben ein Ende gemacht. Er erhängte sich, während seine Frau bereits schlief, a. einem Spiegelhaken des Schlafzimmers und wurde erst am Morgen in dieser Stellung von den Seinigen todt aufgefunden. zu setzen. Und das beste ist, es ist Alles vergeblich. Was das Ferner befaßte sich G. mit dem Ankauf von Erbschaften. Abend in seine in der Rheinsbergerstraße belegene Wohnung Sozialistengesetz nicht fertig brachte, was dem Trifolium Bismarck- Einer Militärperson hatte er nach und nach 7000 Thaler auf zurückkehrte, fand er seine Ehefrau erhängt und sein vier Wochen Butttamer- Thring- Mahlow nicht gelungen ist, das wird den dessen Erbtheil vorgeschossen und dadurch die ganze Erbschaft altes Kind durch schwere Bettstücke erstickt vor. Der Grund zu Nichtkriegervereinlern erst recht nicht glücken. Die ganze Jdee gekauft, welche ihm dann etwa 100 000 Thaler einbrachte. So dem Morde und Selbstmorde ist anscheinend in Schwermuth zu ter neuen Vereinsgründung aber zeigt uns aufs Neue, welche ist es denn kein Wunder, daß sein Geldfäckel rapide schwoll. In suchen, welche die Ehefrau schon seit längerer Zeit an den Tag Angst die bürgerlichen Kreise vor der Sozialdemokratie er- dessen hat er auch das Sprichwort: Wie gewonnen, so zerronnen" gelegt hatte. würdigen gelernt. Das einem Glafer E. gehörige Grundstück Ueber den Mord und Selbstmord erfahren wir auf Grund griffen hat. unferer an Ort und Stelle gehaltenen Nachforschungen noch das[ verhafteten Bantier Hugo 25 wy gemacht. Der Vertheidiger,[ Folgende: Seit etwa zwei Jahren war D. mit seiner Ghe- Rechtsanwalt Rosenstock, behauptete, daß Löwy aus den Differenz- 3ettlerinnen der Bandfabrik von Trüdinger u. Ko. In Bregenz stellten wegen einer Lohnherabsehung die frau, welche am 14. November 1863 in Driesen geboren ist, geschäften, die er mit dem Angeklagten gemacht, nicht weniger die Arbeit ein. Sie bitten um Fernhaltung des Zuzugs und verheirathet, und Beide lebten in durchaus zufriedener Ghe. Seit als gegen 260 000 Mart Gewinn gezogen habe. Löwn habe unterstüßung. Gelder nimmt der Kassirer des Arbeiterbundes, einigen Tagen nun fah D., wenn er Abends von feiner Arbeit auch feinen geringen Antheil an dem Ruin des Angeflagten, Rob. Bauert, Basel, Greifengasse 30, entgegen. zurüdkehrte, seine Frau in Thränen in seiner im dritten Stock- denn derselbe habe ihn durch unwahre Angaben und Verlockungen Vor haben. " werk belegenen, aus Stube und Küche bestehenden Wohnung immer zu neuen, umfangreicheren Spekulationen angeſtachelt. beschlossen in einer Versammlung, vom 1. Januar ab vorläufig Die Darmstädter Bigarren und Tabakhändler fizzen und das Kind auf dem Schooße wiegen. Auf seine Ende August hatte Bock an Löwy eine größere Summe aus Differenz in den Wintermonaten um 9 Uhr Abends die wiederholten Fragen, ihr denn fehle, hatte sie geschäften zu zahlen und wurde von demselben arg bedrängt. Geschäfte zu schließen; vorher soll jedoch mittelit stets dieselbe Antwort: Deinetwegen weine ich nicht, Du Bock sah ein, daß er sich nicht länger halten konnte, er beschloß, Zirkular die Zustimmung der in Betracht kommenden Zigarren warst stets gut zu mir; weiteres fann ich Dir nicht sagen." Als noch einen tüchtigen Griff in die Kasse zu thun und dann nach und Tabathändler eingeholt werden; erfolgt nicht die Zustimmung nun O. am Montage, wie gewöhnlich, um 8 Uhr heimkehrte, fand Amerika zu fliehen. Er nahm 20 000 m. und setzte sich mit von mindestens 3/4 derselben, so soll der Beschluß keine Giltigkeit er die Wohnung verschlossen und wendete sich an die auf dem seinem Bruder, dem zweiten Angeklagten, in Verbindung, felben Flur wohnhafte Kutscherfrau Päpke mit der Frage, ob der ihm forthelfen sollte. Der Lehtere begab seine Frau vielleicht ausgegangen sei; er höre gar fein Geräusch, nach der Herberge zur Heimath, fich Wo er einen Maler itamentlich aber das sonst unruhige Kind nicht schreien. Die P. Hildebrandt traf dessen Signalement In einer Volksversammlung im Plauenschen wußte nichts, und D. wartete zivei volle Stunden vor der Thür. demjenigen seines Bruders übereinstimmte. Hildebrandt war geheuerlich zunehmenden Arbeitslosigkeit die Arbeiter des Plaueneinigermaßen mit Grunde bei Dresden wurde beschlossen, bei der jetzt un Nun wurde er ängstlich und erbrach, da kein Schlosser mehr auf- im Besitze eines Basses, den er für 50 M. an Georg Bock ver- fchen Grundes und Umgegend durch Aufrufe in der Sächsischen zutreiben war, die Thür. In der Küche stand der Kinderwagen, faufte. Am folgenden Tage war der Letztere mit dem Arbeiter Zeitung", sowie im Boltsfreund" aufzufordern, die welcher mit Betten und Kleidungsstücken der Otto angefüllt war, Defraudanten nach Bremen unterwegs und einen Tag später arbeitslofen Kollegen auf die vom Verein geführten Listen unter diesen lag das Kind erstickt. Auf einem Tische der befand sich Ernst Bock an Bord der„ Saale". Der Angeklagte über Arbeitslose aufmerksam zu machen, um allen Küche lagen die Wohnungsschlüssel, neben diefen Georg Bock erhielt für seine Hilfeleistung von seinem Bruder offiziellen und nicht offiziellen Mothstandsableugnern die Ringe der Frau D. Der Mann eilte nun in die Wohnstube, 500 M. Die Anklage nimmt an, daß Georg Bock von den mit Material aufwarten zu können. wo die Leiche seiner Frau neben dem Regulator an einem Bilder Strafthaten seines Bruders vollständig unterrichtet war und halen hing. Vorher hatte dieselbe den Versuch gemacht, fich an beschuldigt ihn deshalb der Begünstigung und der Hehlerei. Spigmarte schreibt 2. Groussier in den Offiziellen Nachrichten ,, Internationale der Metallarbeiter." Unter dieser bem Spiegelhaken zu erhängen und zu dem Zwecke den Wand- Wegen des letzteren letzteren Vergehens hatte sich auch die spiegel abgenommen. Der Hafen war aber der Last nicht ge- Ehefrau des Angeklagten, Helene Bock, zu verantworten. der nationalen Vereinigung der Metallarbeiter Frankreichs" Fol wachsen, vielmehr ausgerisjen. Hierbei muß die D. vornüber der Abreise ihres Ehemannes hat derselbe ihr 2000 Mark zurückgendes: geschlagen und gegen eine Bettstelle gestürzt sein; denn an ihrer gelaffen, auch wird angenommen, daß sie wissen mußte, daß ihr die ersten Pfähle einer internationalen Verbindung abgestedt. Die Metallarbeiter der verschiedenen Länder haben soeben rechten Kopfseite befand sich eine blutunterlaufene Ehemann Unterschlagungen beging. Das Bock'sche Ehepaar hatte Stelle, welche Anfangs zu vielfachen Bedenken Vereine Wohnung von 900 Mark inne und hielt sich ein Dienst- wickelung dieser großen Organisation zu befördern, aber dies wird Alle unsere Anstrengungen sollen darauf abzielen, die Ent anlaffung gab. Die polizeilichen Erhebungen haben jedoch mädchen. Dabei hatte der Ehemann Bock zuletzt ein Gehalt von nur möglich werden, wenn die ersten internationalen Verbindungen zu dem Ergebniß geführt, daß die O. ihrem Kinde und sich selbst 1800 Mark. den Tod gegeben hat. Die beiden Mitangeklagten bestritten ihre Schuld, fie wollen geglaubt haben, daß Ernst Bock unglücklichen Börsen- schätzbare Resultate hervorbringen. Polizeibericht. In der Nacht zum 21. d. M. verwundete geschäften aus dem Wege gehen wollte und von den von ihm Rorrespondenz, Statistit, Streits. ser Arbeiter Bernhardt vor dem Hause Straußbergerstr. 11 Die Ehefrau Bock will der Ansicht gewesen sein, daß ihr Mann schiedenen Nationen unsere statistischen Resultate mittheilen, aber begangenen Beruntreuungen hätten fie feine Ahnung gehabt. Wir werden den verschiedenen Organisationen der ver infolge eines Streites den Lederarbeiter Maniche durch einen durch glückliche Börsenspekulationen die Mittel gewann, ein solches wir fönnen uns das nur, wenn die französischen Metallarbeiters Messerstich ins Auge. Der Verlegte wurde nach Anlegung eines Leben zu führen, wie er es that. Verbandes nach der Universitätsflinit gebracht und der Thäter Gewerkschaften in dauernde Korrespondenz mit uns treten und verhaftet. Am 21. d. M. Vormittags wurde ein Drahtbinder nur weniger Zeugen. Die Beweisaufnahme beschränkte fich auf die Vernehmung uns in unserer Arbeit unterstützen. Wir werden ferner die oor dem Hause Lothringerstr. 26 mit erfrorenen Füßen auf gefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge der Auflage für überführt, er beantragte gegen Ernst Bod deshalb müssen alle Metallarbeiter Frankreichs unferer natio Der Staatsanwalt hielt alle drei Angeschuldigten im Sinne Streits der Metallarbeiter anderer Länder unterstützen, aber wir bracht. Bodönnen dies nur, wenn unsere Widerstandskasse start ist, und Auf der Pumpstation in der Seestraße erschoß sich eine Gefängnisstrafe von sechs Jahren und fünf nalen Verbindung beitreten. Wie tönnen wir verlangen, daß Abends ein Bauwächter in seiner Bude mittels Terzerols. Bujährigen Ghrverlust, gegen derfelben Beit wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der Monate und gegen die Ehefrau Bock ebenfalls sechs Monate den Unternehmern beistehen, wenn diese Arbeiter nicht auch auf 3u jährigen Ehrverlust, gegen Georg Bod fechs nichtfranzösische Metallarbeiter uns in unseren Streits mit Rheinsbergerstraße erhängt und ihr vier Wochen alter Sohn in Gefängniß. seinem Bett erstickt vorgefunden. Vormittags brach in dem Fabrikgebäude auf dem Grundstück Schönhauser Allee 167 a, in bezw. für Freisprechung der Ehefrau Bock. uns zählen können? Die Vertheidiger plädirten für ein niedrigeres Strafmaß, Wie tönnen wir verlangen, daß diese internationale Organis dem sich mehrere Holzbearbeitungs- Werkstätten befanden, Feuer Die Urtheilsverkündigung erfolgte erst gegen drei Uhr. Derfation sich entwickele und Iesultate hervorbringe, wenn wir nichts aus, wodurch dieses Gebäude, sowie ein gegenüberliegender Gerichtshof hatte nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß den thun, unser Ziel zu erreichen? Lagerschuppen fast ganz zerstört wurden und die Nachbargebäude beiden Mitaugeklagten, Kellner Bock und Ehefrau Bock, die werbe unumgänglich nothwendig. Es müssen sich deshalb alle Und doch sind die internationalen Verbindungen der Ge zum Theil in Brand geriethen. Außerdem fanden im Laufe unlautere Quelle befannt gewesen, aus der der Angeklagte Graft Metallarbeiter- Gewerkschaften um unsere Berbindung gruppiren; des Tages noch sieben fleinere Brände statt. Bock schöpfte und fällte baber mit Bezug auf diese beiden ein es müssen neue Gruppen in allen industriellen Mittelpunkten sich freisprechendes Urtheil. Der Angeklagte Ernst Bock wurde dagegen bilden, und die größte Solidarität muß eintreten, nicht allein nach dem Antrage des Staatsanwalts zu sechs Jahren Ge- für die französischen Gewerkschaften, sondern auch für die anderer fängniß und fünfjährigen Ehrverlust verurtheilt. Publikum " Die gefaßten Beschlüsse beruhen auf folgenden drei Puntten: Länder. Der Versammlungen. Gerichts- Beitung. Als Kirchhofsmarder der ärgften Art zeigte sich ein Wenn wir Energie und Hingebung finden, so wird unsere gewisser Friedrich Kist und dessen Ehefrau Wilhelmine Kist, Berbindung, wenn sie auch noch unvollkommen, eine Macht werden Der Prozeß gegen den Bankbeamten Bock, welcher der geb. Raaschte, welche gestern wegen wiederholten Diebstahls vor und bei dem nächsten Rongreß werden die Metallarbeiter Unterschlagung von 380 000 Mart beschuldig ist, der ersten Straftammer des Landgerichts I standen. Im Juni, der beiden Welten die Nothwendigkeit einsehen, sich enger zu fand gestern vor der zweiten Straftammer des Landgerichts I als die Rofen im schönsten Flor standen, waren die Angeklagten fammen zu gefellen. statt. Die Anklagebehörde wurde durch den Staatsanwalt Dr. fast tägliche Besucher des Georgen- Kirchhofs in der Landsberger eine Organisation schaffen, die dem Kapitalismus die Spize bieten Wir werden alsdann diese Berbindung entwickeln, wir werden Benedig vertreten, die Bertheidigung lag in den Händen der Allee, der ebenfalls einen prachtvollen Blumenschmuck auf den fann und fähig sein wird, die bis jetzt so unsichere Lage der Rechtsanwälte Dr. Rosenstock und Goldstein. Es hatten drei Gräbern aufwies. Dem Aufsicht führenden Gärtner fiel bei der Berfonen auf der Anklagebank Platz zu nehmen, der am Frau Kist ein eigenthümlicher Umstand auf. Wenn dieselbe den Kirch: Metallarbeiter zu verbessern." 24. März 1866 zu Berlin geborene Buchhalter Gustav Emil hof betrat, war sie schlant, wenn sie ihn verließ, zeigte sie eine beBersammlungen zu Gunsten det frcikenden Ernst Bock, dessen Bruder, der Kellner Georg Paul Bock und deutende Körperfülle. Bon verschiedenen Seiten war darüber Buch du der fanden ferner statt in Bielefeld, Frankfurt a. D. die Ehefrau des ersten Angeklagten, Helene Bod, geborene Beschwerde geführt worden, daß unbefugte Hände die schönsten Prall. Als die Flucht des Hauptangeklagten und die von ihm Blumen von den Gräbern entfernt hätten. Als die Angeklagten begangenen Beruntreuungen Ende August bekannt wurden, er eines Tages wieder den Kirchhof verlassen wollten und Frau regte der Fall wegen der koloffalen Höhe der unterschlagenen Stift unterhalb der Taille eine Rundung zeigte, die dem Gärtner Gelder begreifliches Aufsehen. Alle Hebel wurden in Bewegung unnatürlich schien, sagte er ihr auf den Stopf zu, daß sie Blumen gesetzt, um des Flüchtigen habhaft zu werden. Fast wäre es dem gestohlen hätte. Die so Befchuldigte that zwar höchft entrüstet, selben gelungen, sich nach Amerita zu retten, die Behörde hatte mußte sich aber doch einer Untersuchung von weiblicher Hand sprach am 14. Dezember Herr Coblenz unter reichem Beifall In der Filiale des Verbandes deutscher Korbmacher aber ausfindig gemacht, mit welchem Schiffe er die Ueberfahrt unterwerfen. Es wurde ein großer Beutel voll der angetreten und als der Defraudant den amerikanischen föstlichsten und werthvollsten Rosen zu Tage gefördert, über die Chartistenbewegungen in England. In einer Resolution Boden betrat, wurde er Don den Beamten bes ver- den die Angeklagte nach Art einer Tournüve unter drückten die Versammelten dem Referenten für den Vortrag ihren ftändigten General Ronsulats des Deutschen Reiches in ihre Kleider gebunden hatte. Der duftige Inhalt hatte Dank aus, erkannten die erbärmliche Lage der Arbeiterklasse, Empfang genommen und nach Deutschland zurückbefördert. einen Werth von gegen 10 Mark. Aber auch der Ehemann Kist sowie die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation au, Der Hauptangetlagte war geständig. Der Staatsanwalt gab hatte sich an dem Diebstahl betheiligt, zwischen Hemd und Weste um auf die geseßgebenden Körperschaften zwecks Verbesserung zunächst eine kurze Darstellung des Sachverhalts, sowie des Ge- fteckten Nelken und andere Blumen, die er den Gräbern ent- der Lage der Arbeiter mit Erfolg einivirken zu können, und ver schäftsganges in der geschädigten Bank, der Preußischen Hypo- nommen. Die Angeklagten räumten ein, daß sie die Blumen zu pflichteten sich aus diesem Grunde, dem Verbande deutscher Korb theken- Versicherungs- Aktien- Gesellschaft. Bock war bei der Bank leinen Sträußchen formten, die sie verfausten. Im gestrigen macher beizutreten. Hierauf regte Herr Wegener die Frage feit dem Jahre 1888 als Buchhalter an der Kaffe angestellt. Die Termine versuchten die Angeklagten es mit der Ausrede, daß sie an, ob nicht die Arbeitszeit verkürzt werden könne, da in der Bank arbeitet in der Weise, daß sie erfte, zweifellos sichere die Blumen von den Gräbern ihrer eigenen Angehörigen gepflückt Werkstatt des Herrn 2. Kirschke die neunstündige Arbeitszeit ers Hypotheken in Höhe von 300 000 bis 500 000 Mark und darüber hätten. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Ehemann Ristielt worden ist. Die Versammlung hielt jedoch einen bezüg erwirbi. Diese Hypotheken werden in Antheilscheine von 100 bis vier, gegen die Ehefrau zwei Monate Gefängniß. Der Gerichtshof lichen Vorschlag für inopportun. Sodann beklagte Herr Fuchs, 9000 M. getheilt und hierüber Certifikate ausgestellt, welche vom war der Ansicht, daß die Pietätlosigkeit, die von den Angeklagten daß der der Lohntarif Don den Kollegen nicht mur in in beliebiger Höhe erworben werden können. durch die Beraubung fremder Gräber an den Tag gelegt worden Umgegend, sondern sogar in Berlin nicht mehr Die Erwerber haben somit Theil an einer Hypothek erster Stelle, fei, eine härtere Strafe verdiene und wurde deshalb der Ghe- inne gehalten würde. Auf die Anregung des Herrn wie sonst so fleine Summen nicht angelegt werden können. Die mann Kist zu sechs, seine Ehefrau zu vier Monaten Geegener beschloß man, für die streikenden Buchdrucker, zur Ausgabe gelangenden Papiere werden mit Talons und fängniß verurtheilt. Weißgerber und Handschuhmacher am heiligen Abend eine Gytras Koupons versehen, erhalten dadurch den Werth von Pfandbriefen und fammlung durch Listen zu veranstalten, und nahm hierzu d werden börsengängige Papiere, welche tagtäglich gehandelt und Das unbeaufsichtigte Stehenlaffen eines Fuhrwerks die Resolution des Herrn Bartel an, in welcher die Anwesender im Kurs notirt werden. Die genannte Bank sent in diesen Papieren auf der Straße hat einen schroeren Unglücksfall herbeigeführt, der sich verpflichteten, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Kräfter täglich gegen 20 000 M. nun, es werden Zertifikate eingeliefert und ge- gestern zur Kenntniß der ersten Straflammer des Landgerichts I für die Unterſtügung der streifenden Buchdrucker, Weisgerber fauft. Der Angeklagte hatte die eingehenden Papiere in Empfang zu gelangte. Am Nachmittage des 10. August stand in der Lausitzerstraße und Handschuhmacher einzutreten und so viel wie möglich die nehmen und die Nummern derfelben in die dazu bestimmten Bücher ein Müllwagen, deffen Führer, der Kutscher Hugo Kappert, fich in Marken der Berliner Streit- Kontrollkommission zu kaufen. Das einzutragen. Nachdem dies geschehen, hatte er die Papiere dem mit eine Destillation begeben hatte. Er hatte die Pferde weder abgefträngt, Weihnachtsvergnügen findet am vierten Festtag( Montag, ihm zusammen arbeitenden Kassirer Hellwig zu überreichen, noch die Hemmtette an dem Wagen befestigt. Ein Hausdiener 28. Dezember) im Saale des Herrn A. Roll, Adalbertstraße, statt welcher die Werthstücke in den Geldschrank zu legen hatte. Der schob einen zweirädrigen Handkarren unmittelbar vor die Pferde und bietet u. A. eine Verloosung für Kinder, hinsichtlich deren Angeklagte soll nun-wie angenommen wird, in mindestens und begab sich auch in das Innere eines Hauses. Die Pjerde jeder Gast gebeten ist, ein leines Geschenk mitzubringen, wofür zehn Fällen dem Kassirer Hellwig weit weniger Papiere an- nabberten an dem Karren, deffen Deichsel infolge dessen in die er ein Loos bekommt. Der auf diefes Boos fallende Gewinn gegeben und ausgehändigt haben, wie eingegangen waren und Höhe schlug und fast die Pferde getroffen hätte. Diese wurden fommt dem Eigenthümer des Looses zu. Für Vorträge und den Ueberschuß in seine Tasche gesteckt haben. Um die scheu und gingen durch. Sie raften auf den Bürgersteig hinauf Tanz ist auch gesorgt und so steht den Kollegen und Freunden, Beruntreuungen zu verbecken, hat der Angeklagte in die und trotzdem ein fleines 4jähriges Mädchen sich angsterfüllt gegen die hiermit zu zahlreichem Besuche freundlichst eingeladen werden, Don ihm geführten Nummerbücher falsche Eintragungen die Wand des Hauses drückte, um sich zu retten, wurde es doch eine angenehme Unterhaltung in Aussicht. Die nächste Ver gemacht und auch falsche an- zu Boden geriffen und überfahren. Es verstarb auf der Stelle. fammlung findet am 18. Januar 1892 bei Roll, Adalbertstraße Bilanz Unterlagen gefertigt, die bei den Revisionen den betreffenden Auf- Der Kutscher Kappert hatte sich nun wegen fahrlässiger Tödtung Nr. 21, statt. fichtsraths Mitgliedern vorgelegt wurden. Diese Auf zu verantworten, denn das Unglück wäre nicht gefchehen, wenn stellung stimmte mit den Beständen, welche im Trefor er die Pferde vorschriftsmäßig abgesträngt hätte. Der Gerichts- Berfaminlung ab, in welcher Herr Brall berichtete, daß die Die Filiale der Steindrucker hielt am 17. Dezember eine vorhanden sein sollten, der Aufsichtsrath verfah die Aufstellung of abudete die Fahrlässigkeit mit einer Gefängnißstrafe von Ginnahme der Kaffe 881 W. 13 Pf., die Ausgabe 724 W, 94 Pi mit dem Revisionsvermerk und verzeichnete die Endsumme gleich drei Monaten. der Bestand 156. 19 Pf. betrug, Herr Schülate bestätigte, zeitig in sein Notizbuch. Der Angeflagte mußte über die von ihm daß Bücher und Kasse revidirt und in bester Ordnung befunden begangenen Uuterschlagungen ein Separat- Conto führen. Am worden, worauf dem Kassirer einstimmig Decharge ertheilt wurde. zweiten Januar jeden Jahres wurde Juventur gemacht und der Hierauf hielt Reichstags- Abgeordneter F. Tuyauer einen lehrs Angeklagte hatte, um einer Entdeckung vorzubeugen, die Aufgabe, reichen Vortrag über Gewerbegerichte, welcher großen Beifall fand. sich Kenntniß von den Summen zu verschaffen, welche der An der Diskussion betheiligte fich Herr Leuschner. Als Mits Direktor sich in sein Notizbuch geschrieben. Der Angeklagte hat glieder ließen sich 69 Kollegen ausnehmen. Herr Sillier er es fertig gebracht, sich in das Direttoren- Bimmer zu schleichen, Verband deutscher Zimmerlente.( Lokalverband mahnte dann, in der Unterstützung der streitenden Buchdrucker während dasselbe für wenige Minuten von den Inhabern Berlin. Alle, welche im Besitz von Sammellisten vom Streit nicht nachzulassen, da ein Sieg derselben der ganzen Arbeiter verlassen worden war. Er gelangte in den Besitz der gewünschten der Buchdrucker sind, werden ersucht, selbige sofort mit dem schaft zu Gute komme. Herr Leuschner lud zur Theilnahme Notizen und machte danach die Bücher stimmend. So ist es ihm darauf gezeichneten Betrage abzugeben, damit die Gelder sofort an dem vom Gesangverein Senefelder projektirten Frühschoppen gelungen, sein verbrecherisches Treiben Jahre hindurch fort- abgeliefert werden können. ein, welcher am 2. Weihnachtsfeiertage bei Röuig aufeßen. Der Angeklagte gab an, daß er das Opfer unglücklicher Der Vorstand. W. Zipple, Markusstr. 14. stattfindet. Da die Bergnügungskommission vom leyten Börsenspekulationen geworden sei. Als er im Jahre 1888 mit einem Gehalte von monatlich 100 Mart bei der Bank angestellt Brandt und Baumeister Abelsmannseber in München ist bewaltung soll die Kommission unverzüglich einladen, die Der Streit der Steinmehen der Herren Hofbaurath Antrag Winterfeste nichts von sich hören läßt, wurde folgende des Herrn Gillier angenommen: Die Ver wurbe, habe er sich verheirathet. Bald darauf habe er versucht, endet, nachdem beide Herren 20 Minuten Frühstücks- und Gelder den unterstützungsbedürftigen Kollegen auszuzahlen. auf eigene Hand an der Börse zu spekuliren. Er habe sofort feine eine Stunde Mittagspause für die Wintermonate gewährten. Derr Schicker machte noch bekannt, daß am 3. Weihnachtsfeiertag geringen Mittel verloren und dann zu der ersten Unterschlagung Der Streit war, wie schon früher erwähnt wurde, infolge der in Kaufmanns Variété von Seiten der Unterstützungskommission gegriffen, in der Hoffnung, das Verlorene wiederzugewinnen. Berweigerung der Frühstücks- und Vesperpause entstanden. Eine Enttäuschung folgte der anderen, immer größere eine Matinee abgehalten wird. Da der Ueberschuß nur Hilje Soziale tebersicht. Summen wurden geopfert. Die Anklagebehörde hat ermittelt, Eine Lohnreduktion bis zu 30 pCt. wird den Dres- bedürftigen zu Gute fommt, ist zu erwarten, daß sich jeder daß der von Bock in etwa 2/2 Jahren bewirtte umfaß sich auf dener Ofenfegern von den Unternehmern augemuthet, Rollege hieran betheiligt. Den streifenden Teppichwebern be annähernd zwanzig Millionen Mart belaufen hat. Die ferner sollen fietrozdem genug Arbeitslose vorhanden- jeder willigte man 50 W. mit dem Vorbehalt, daß die Berliner Streit meisten Differenzgeschäfte hat der Angeklagte mit dem kürzlich einen Mann zum Ofenfeger ausbilden. Kontrollkommission den Streik anerkennt. f D ( S D ล 3 10 G ( S fe fti ei 10 ge ar he 28 al 1U bo U 10 1111 di fc 20 De 10 V öff Iet üb un er lic Sta di ha De or jet 30 Si ge an es ge E. far ſch ha IDE ftit ba No we zal un der ma Ad de Aft fits La be be för ger Ser #* ein nic De Vo ( ein Fi the un fol tag Un nic gu Eta Kr der ga ba häi Bu ang Und Re ben neh höd unD Ver e ng die u. Ro. S und Sundes, ndler rläufig 3 die mittelit Jarren nmung ltigkeit fchen tzt un Tauenftfchen n, die iften allen netn dieser richten " Fol foeben cft. e Ent Swird ungen atten: vers aber beiter und die Er wir , und matio Daß mit hauf Eganis nichts Ge alle iren; fich allein Derer anfere erden beiter * นะ erden Sieten Der den a. D. acher eifall ution thren Taffe, all, rung pet: Torb Frage der I ers ezüg ch 3, in mehr Serrn icfer, tras แก nder Sifter Erber Die Das וקה statt perer ofür vinn und den, den, Wer raße eine die Biy igte, den arde. ehrs and. Nit Fer cter iter hma pen Silig Sten der Ber Die 9 ent. tag liont eder be eit Gäste willkommen. " " Die Freie Vereinigung der Sivil- und Berufsmusiker Gäste, urch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Berlins zc. wählte in ihrer letzten Versammlung eine Lokal- mansipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königftr. 89. Nun, im Volte erklärt man es, ohne Mucker zu sein, nicht mit Refe und Diskutirklub| fehung des hohen Werths des Wiffens und der Wissenschaft. fommission, welche aus den Herren Berger, Arndt und E. Vogel eicht", Abends 8 Uhr, im Lofale Spreeftr. 3b. Männer und" Frauen, Unrecht als Hauptlob eines Menschen, daß er das Herz auf dem Charlottenburg. Lese- und Diskutirklub Mehr besteht. Die Kommission hat die Aufgabe, bei den Lokalbefizern durch Mitglieder eingeführt, find stets willkommen. Gleichheit", rechten Flecke hat. Der alte Arbeiter, der, trotzdem er Weib und Berlins und Umgegend, besonders bei jenen, welche auf der Jacoby", Abends 8 Uhr bei Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Gaste, burch Kinder hat, sich zum Wortführer seiner Kameraden beim Sizung Abends 8% Uhr, Staligerstr. 7 bei Schönemann. Johann Lokalliste stehen, dahin zu wirken, daß dieselben ihren Bedarf an Mitglieder eingeführt, haben Butritt. Fabrikanten macht, obwohl er sich der höchsten Noth aussetzt, Musikern aus dem Arbeitsnachweis der Freien Vereinigung Arbeiter- Sänger- Sund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs- wird bei den Arbeitern immer höher stehen, als der ihm tausendDecken, bezw. Beamtenmusiker in Zukunft nicht mehr beschäftigen, ftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein„ Stedesda infolge der Konkurrenz der letzteren, die als Beamte schon eine( Gem. Chor), Alte Schönhauserstr. 22-23, Bokom's Braueret. freiheit", Blumenstraße 38, bei Henke. Gesangverein Freya", fach geistig Ueberlegene, der überall seinen eigenen Vortheil wahrExistenz haben, die Berufsmusiker ein fümmerliches Dasein führen bilaritas", Hochstraße 32 a, bet Wilfe. Gefangverein nimmt. Gesangverein Deutsche Was der Kritiker unsrer Besprechung übt, ist keine Kritit, müssen. Aus der hierauf vorgenommenen Wahl eines Ver- ich e", Blumenstraße 46, bet Went. Gefangverein Vorwärts 2", gnügungskomitees gingen die Herren Böhm, Voigt, Wilt, Rösener, Schulzefir. 27. Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey. Gesangverein„ Echo 1", Pantom, sondern talmudistische Tiftelei und Haarspalterei. Gesangverein Berche", Usedomstraße, Cafee Humboldt. Walther, Arndt und Kepler als gewählt hervor. Dieselben sollen Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstraße 20, bet Müller. Wir stellen das von uns empfohlene Lesebuch nicht für ein vollkommenes und einzig mustergiltiges hin. Andere Lesebücher, die nochmalige Veranstaltung einer Matinee in die Hand nehmen, Gesangverein ber, kürschner", D. 3. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstr. 44, die ihm nachfolgen mögen, wirken vielleicht besser auf die Gesangverein, Freiheit", Bülowstraße 27, bei Gundlach. Männerda diejenige vom 6. Dezember in jeder Weise gut gelungen und bet Röllig. Gesangverein Südost 2", Cuvrystraße 16, bei Ziemer. Phantasie, andere sind vielleicht temperamentvoller von Seiten der Besucher der Wunsch nach öfteren Ver- Gefangverein ,, Sanges luft", Bülowstr. 69, bei Gründer. anstaltungen solcher Konzerte ausgesprochen wurde. Zu diesem nette", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Morgenroth 3", Admiralstraße 38, bei Lülow.- Gesangverein" Stein feine Jugend bi bel. Gesangverein wünschten, wir hätten recht viele gute Jugend- Lesebücher, blos Zweck ist der Saal der Lips'schen Brauerei für den 17. Januar ftraße 6, bei Stachel. Gesangverein, yra 1", Raupach Gesangverein ,, Euphoniai", Annenstraße 16, bet wiedergewonnen. Unter Verschiedenem" forderte der Vorsitzende eßner. Gesangverein Hand in Hand 1", Mariannenftr. 31-32, bei Schonert die Kollegen zu recht zahlreicher Betheiligung an den Doberstein. Gefangverein„ Schneeglöckchen 1", Kottbufer Damm 39, Geldsammlungen für die streikenden Buchdrucker auf, damit die burger Kommunfation 16, bet Glaser.- Gefangverein bei Jacob. Gesangverein Schneeglödchen 2", Potsdam, Branden selben den Sieg erringen könnten. Man beschloß hierzu ein- Fennstr. 5, bei Krüger. unverbroffen", Flöter'scher Gesangverein", Landsbergerstr. 31, ftimmig, pro Mann an den Feiertagen für jedes Musikgeschäft bei Musehold. Gesangverein Rütli", Friedenau im Kurhaus. eine Steuer von 10 Pf. an den Vereinsvorstand abzugeben. Die Gesangverein Freundestreue"( Gemischter Chor), Jüdenstr. 55, bet Gesangverein Borwärts 5", Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. Dirigenten refp. Leiter der Musikgeschäfte haben das Recht, die Trteschmann. Gefangverein Corbeertrans", Landsberger Play 5, bet 10 Pf. pro Mitglied einzukaffiren. Zum Schluß wurde Herr Arbeiter- Gesangverein Soffnung 1", Friedrichsberg, Friedrich KarlMännerchor Südost 1", Köpnickerstr. 191, Restaurant. Jahnte zum Erfazkassirer gewählt. Straße 34, bei Schnlze. Gesangverein Rothe Nelte", Schöneberg, Grunewaldstr. 110, bei Jatob. Gesangverein Bergißmein nicht", Schulstr. 46, bet Gutschow. Gefangverein Freiheit Moabit", Wilsnackerstr. 63, Kasino. ,, Steinfeger- Sängerchor", bet Maiwald, straße 81 bet Weiß. Gefangverein Freies Lieb 1", Große FrankfurterMüller. " Rafianten Allee 28. " Turnlofal Mariannen- Ufer 1a. " Gäste willkommen. Aufnahme neuer " " TheaterNauch Männer- Turnverein wir Der Kritifer spricht den Wunsch aus, daß unsere Zeitungen in der Empfehlung neuer Echriften etwas mehr Vorsicht walten lassen mögen. Wir können ihm für diesen Wunsch nicht besser danken, als indem wir ihm unsererseits den Rath geben, die Bücher, die er fritisiren will, wirklich zu lesen und nicht bineinzulesen, was nicht darin steht. Der Krititer vom Vorwärts." " Vermischkes: abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105.firaße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", machen muß, da kann man selbstverständlich Herrn Gagen Richter 3wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinfir. 28. von 9 bis 11 Uhr, Pofenerstraße 5 bei Rockendorf. Rauchtlub Ohne Zukunftsbilder schicken lassen, aber leider Haud flub, Grüne Im Verein der Lackirer, Filiale IV, legte am 14. De zember der Vorsitzende Schüßler klar, daß geeignete Mittel angewendet werden müßten, um die Kollegen wieder zum Verein Wie die patentirten Lehrer und Prediger der christ. lichen Nächstenliebe unter einander verkehren, zeigte sich heranzuziehen. Herr Rautenhaus schloß sich der mit der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: drastisch gelegentlich einer Gerichtsverhandlung in Mülhausen Begründung an, daß nächstes Jahr Stellung zu einer Lohn Mittwoch: Verein„ Fridolin" bei Wolff, Brunnenſtr. 36a. und Vergnügungsverein, Bultania" bei Meißner, Gartenstr. 162. im Elsaß, wo der elsässische Pfarrer Delsor zu drei Monaten aufbesserung und der neunstündigen Arbeitszeit genommen flub, ellblau" bet Grand, Blücherfir. 59. Bergnüngsverein Nord" Gefängniß verurtheilt wurde, weil er bei Besprechung von werden müßte und es deshalb Pflicht eines jeden Kollegen wäre, bei Schipke, Schul- und Reinickendorferstraßen- Ece. Beretu„ 3td 3 act", Berliner Verhältnissen in der von ihm herausgegebeiten Revue der Organisation beizutreten. Bedauerlicherweife. betheiligten sich Sigung bet Heinrichs, Blücherfir. 61. gerade die Kollegen der größeren Werkstätten sehr schivach daran. beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein" Pause- catholique" neulich erklärt hatte, die Berliner Dirnen Männer- und Zuhälter feien am Ende keine schlechte, Man solle fich die Buchdrucker zum Muster nehmen. Mehrere gefangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüder: sondern nur logische Protestanten." Herren empfahlen die Vertheilung von Flugblättern in den fraße 26. Gefangverein Alpenglühen", 8% uhr, bei Schröder, Reichenbergerstraße Nr. 24. Gäsie, durch Mitglieder eingeführt, willDie Klagen des Fürsten Bismarck über seine ObdachWerkstätten, worin den Kollegen ihre Klassenlage fargelegt wird, tommen. Bitherflub Alpen veilchen", Abends 8½ Uhr, tebungs- Tofigkeit hatten einen Berliner Spießbürger gerührt, und ihn um sie dadurch aus ihren Indifferentismus aufzuratteln. Unter funde Alexanderstraße 80. Gäste willkommen. Tambourverein„ Echo" bewogen, dem Armen eine Villa zur Verfügung zu stellen. Zum Verschiedenem gab der Buchdrucker Herr a ch 3 einen Tambourverein„ Borwärts", uebungsstunde s uhr Zangesir. 65. Gäste Dant hat der Mann folgende Antwort erhalten: hr freund( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowfir. 9. Situationsbericht über den Buchdrucker- Streit und ersuchte um winkommen. Tambourverein, Einigteir", Ritterfir. 21. bei Juhd.sch, liches Schreiben und Antrag vom 16. d. M., über den mir auch Unterstützung desselben. Nach lebhafter Debatte hierüber, in mitwoch und Sonnabend, Abends 8% Uhr, Uebungsstunde. Männergesang welcher Herr Rautenhaus mittheilte, daß von den Malern verein" Edelweiß", Abends 8% ühr, bei Schneider, Belforterstr. 1. esang Prosessor Schweninger berichtete, hat mich sehr erfreut, und wird Mitglieder werden aufgenommen. der Werth Ihres liebenswürdigen Anerbietens für mich nicht und Lactirern bereits 300 9. bewilligt wurden, und in der er Lübeck'scher Tuinverein: I. Zehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis dadurch vermindert, daß jetzt kein Bedürfniß für mich vorliegt, die Kollegen ersuchte, rege auf den Sammellisten zu zeichnen, be- 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. schloß die Versammlung einstimmig, den Buchdruckern weitere Berliner Turngen offenschaft, 6. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr mahlin, für den warmen Ausdruck Ihres Wohlwollens meinen demselben näher zu treten. Ich bitte Sie und Ihre Frau Ge= 20 M. aus der Vereinskasse zu bewilligen. Die nächste Vereins- 11 Uhr. Turnlotal: Mühlenftr. 49-50. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Turnverein ,, Dften", Männer verbindlichsten Dank entgegenzunehmen." versammlung findet am 11. Januar 1892 ftatt. Die Kollegen Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Kraft- Turn- Berein Der Ton dieser beiläufig sehr bedenklichen Stilleistung werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, da ein lehrreicher gate outfit to end 8 1hr Reichenbergerftr. 73a bet sausimann, ist auffallend fühl. Was tann auch eine Villa nuben, zu welcher Vortrag findet. Jabu", Rirdorf( eigene Turnhalle, Biethenfir. 72a), von 6-8 Uhr Schüler der Zutritt verboten ist? Ja, wäre sie geschenkt! Abtheilung, von 8%-10% Uhr Männer- Abtheilung. In einer vom Lefeklub Karl Mary" einberufenen Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, StallDie ,, Norddeutsche Volksstimme" hat Her Eugen öffentlichen Versammlung für Männer und Frauen sprach am schreiberstr. 60. Theater- u. Vergnügungsverein„ Bultania" Abends 9 uhr, Richter beim Wickel. Sie schreibt:" Der größte Stenommist in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Gerren, welche ge- unseres Jahrhunderts, Eugen Richter, legten Sonntag unter reichem Beifall Dr. med. Bernstein neigt sind, dem Verein Professor der beizutreten, Tönnen fich daselbst melden über: Krankheitsverhütung". Nachdem der Wiedner die Ursachen oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. Phraseologie an der Freisinnigen Zeitung" in Berlin, und die Entstehung der meisten Krankheiten geschildert hatte, gab abends 9 Uhr bet Bubell, Naunynstr. 84, Sigung mit Damen. Gåfie haben Stümper geblieben ist, schreit Tag für Tag aus voll er Brust von Privattheater- Berein Durch Nacht zum Licht." Jeden Mittwoch gegen den sogar der amerikanische Reklamefönig Barnum ein er den Anwesenden Anleitung zur Verhütung derselben, nament Butritt. Serren und Damen, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet der Massenverbreitung seiner" Sozialdemokratischen Zukunftslich bei Kindern, und empfahl am Schluffe feines Vortrages an bort Die befte Gelegenheit. Anmeldungen und Auskunft ertheilt statt der leinenen Unterfleider wollene zu tragen, weil Wolle der Borsitzende Otto Gleser, Uhrmacher, Naunynstraße Nr. 15. Bollack bilder". Nach Bremerhaven sollen 100 Gxemplare gekommen Klub uftige Brüder", Abends die Körperfeuchtigkeit schneller aufnehme als Leinwand und des giewald, Dresdenerstr. 38. 8%-10% Uhr im Restaurant sein. Mag sein, aber diese liegen noch immer unverkauft Berein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 halb der Körper bei wollener Bekleidung nicht so schnell ertalte bet G. Stien. Gäste willkommen. So zählten wir nämlich nicht Bergnügungs- Berein" Broletariat", in den Buchhandlungen. des Demnach vor hieraus resultirenden Krankheiten besser geschüßt sei. Sigung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorftr. 15, Hof part. Gäste mit weniger als 24 Exemplare Richter'schen Unfinns fommen. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Koppenr. 40 e. Vergnügungsverein Ponum", Abends 8% Uhr bei Schröder, Stegligerin den Schauläden der Buchhandlungen in der BürgerEine Versammlung des Vereins zur Regelung ftraße 18. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. meister Smidtstraße. Jetzt sind Verein sie verschwunden, weil Der gewerblichen Verhältnisse der Löpfer Kreuzfidet", Sigung mit Damen bei Doberstein, Mariannen man im Schaufenster wegen der Feiertage einen guten Eindruck Berlins und Umgegend bewillige am 16. Dezember den Rauchklub Nordstreitenden Buchbruckern 500 M. Darauf hielt Herr itern" in Friedrichsberg. Der Bremer Courier" hatte in der Erwartung, Rauchtlub ,, Bultan", Abends' ühr bei nicht bulden. Zürt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Ahmer, Gräfestraße 82. Rauchklub Frisch gewagt", Abends einen tüchtigen Rebbes" zu machen, sich eine große Partie der Die sozialistische Gesellschaft". Beim legten Punkt der Tages der Absatz war ordnung wurde auf Antrag des Vorstandes einstimmig beschlossen, au a ste", Abends 9 ühr, bet Schlüter, Seleine Mariusstraße 10. Gäfte will flau, das Geschäft ging eben nicht. Um nun die Broschüre losjedem der jetzt franken Vereins mitglieder, fünf an der tommen. Rauchflub Bruder bund". Vorfigender: H. Pfuhl. Sigung zuwerden, hat der„ Courier" das Ding feiner Dienstagsnummer Zahl, für die Feiertage 20 Mark jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Köpnickerstr. 127a bei Rüfter. Gäste willkommen, gratis beigelegt; so brauchte man es doch nicht gerade als überweisen. aufnahme neuer Mitglieder. Rauchtlub Sumatra", Südost, Bleichen Hierauf gab der Vorsigende bekannt, daß verschiedene Arbeit bergerir. 83, Restaurant Trucks. Jeden Mittwoch von 8% Uhr ab Makulatur zu verkaufen. Jetzt haben wir hier das erbauliche geber wieder die alte Praxis begönnen, beim Eintritt des Winters Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauchflub Victoria," Schauspiel, daß die Butterbröte der Arbeiter in Sozialdemo= an dem bestehenden Lohntarif herumzunörgeln. Bu bedauern fei jeden Mittwoch, Abends o Uhr, Schüßenstraße 40-41, bei Stallbaum( Restaur.) fratische Zukunftsbilder" eingewickelt werden. Das ist unbestreitGäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchflub ,, Gutge= es, daß immer noch ein großer Thel Kollegen sich ruhig Abzüge sinnte Freund e." Jeben Wattwoch höchsteftraße 28 bei Neumann. Gäfte bar auch die beste Verwerthung der Broschüre." gefallen läßt. Namentlich gelte dies von den bei der Firma willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchklub, afsalle". In Schalke wurde der Polizeisergeant Hesselmann G. Brucks arbeitenden Kollegen, welche extra zur letzten Ver- Beden mittwoch, Abends& Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bet 28 god. Gäste, wegen eines großen Diebstahls verhaftet. Er hatte, als er Durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. sammlung eingeladen worden, aber nicht erschienen. Man be- ttu b. S.den Mittwoch, Abends& Uhr, Sigung bei Riemann, Görliger- bei dem verstorbenen Zigarren- und Branntwein- Händler Deitenschloß hierauf, denjenigen Kollegen, welche für die ftrifte June- straße 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. Stattlub reff", beck die Todtenwache gehalten, aus dem Sterbehause 1200 Mark haltung unseres Lohutarifs eintreten und infolge beffen gemaßregelt feifentlub nt a lania. Tags jeben Die Babel, Baie roommengestohlen, wovon er feinem Schwager 400 Mart mitgab, welch Zagt jest Mittwoch von ab werden, von Bereinswegen zu unterstützen. Die Höhe der Unter- ftraße 22. Gäste mitommen. Stegeltlub or wärts". Jeden Mittwoch letzterer ihn aber zur Anzeige brachte. ftügung hat der Vorstand zu regeln. Ferner wurde beschlossen, Beugbofstraße 8, Restaurant Bieſter. Staitlub, Revolution". Jeden daß in sämmtlichen Zahlstellen am Donnerstag( Heiligabend), Han b." Jeden Mittwoch, Abends 10 Uhr, Bereinsfigung Neue Gochsir. 19 Friederike Wareta, die Schwester Ferdinand Lassalle's, Mittwoch und Sonnabend bei Infinger, Sautjir. 48.- Rauchtlub eigo= Wien, 21. Dezember. Heute ist hier die Oberstengattin Nachmittags von 2-5 Uhr, die Beiträge entgegen genommen bei Liese. Gäste, durch Whitglieder eingeführt, willkommen, 72 Jahre alt, gestorben. Sie war in erster Ghe mit einem Ritter von Friedland vermählt. Frau Wilhelmine Turgenjew, die Wittwe des berühmten Schriftstellers Jwan Turgenjem, ist auf ihrem Schlosse Vert- Bois bei Marly ge= storben. Sie hinterläßt zwei Söhne, von denen einer Bildhauer ist. Die Verstorbene wurde auf dem Pere Lachaise in Der Arbeiterverein zu Köpenick hielt dieser Tage in Unsere Besprechung des Lesebuchs für Kinder aufgeklärter Paris begraben, während Turgenjem in seiner russischen Adlershof eine Monatsversammlung ab, welche einen Vortrag Eltern 1. Theil" von Theobald Werra hat im„ Hamburger Echo" Heimath ruht. des Herrn Knaat über das Thema Allgemeines aus der eine Stritit" gesunden. Der Kritiker gesteht der Schrift manches Zürich. Sämmtliche neun Verwaltungsräthe Astronomie" bot. Der Vortrag fand großen Betfall. Der Vor- Gute und Ansprechende zu, aber ein sozialdemokratischer Geist der Der Vor Gute und Ansprechende zu, aber ein sozialdemokratischer Geist der falliten Kreditbank in Winterthur sind verhaftet sitzende besprach dann die Modalitäten des Austritts aus der weht darin nicht, sondern lediglich ein freidenferischer". Nun, worden. Landeskirche, durch welchen die Kinder vom Religionsunterricht wir haben die Schrift gerade deshalb empfohlen, weil ihr die Rom. Der Oberst des 59. Infanterie- Regiments wurde von befreit würden, und theilte mit, daß sich diejenigen, welche aus freidenferische Phrafe sehlt. Der Ver affer gehört übrigens nicht dem Storporal Santini burch einen Pistolenschuß meuchlings der Kirche ausscheiden vollen, an Herrn Schwan wenden dem Freidenkerthum an, sondern steht voll und ganz auf fozial ermordet. Das Motiv zu der That soll Nache sein. tönnen. Es wurden hierauf drei Herren als Mitglieder auf demokratischem Boden und hat sich hierin auch auf streng wissengenommen. Dann erfolgte die Uebergabe der Kaffengeschäfte an fchaftlichem Gebiete bewährt. Daß das Lesebuch für Kinder nicht deutsche Bergarbeiter- Zeitung" recht eindringlich. Sechs DeVor der Auswanderung nach Brasilien warnt die den neuen Kassirer und weiter wurde an Stelle des Herrn das sozialdemokrotische Programm bringt, wie es der Kritiker Feller, welcher sein Amt niedergelegt hatte, Herr A. Schulz möchte, nimmt der Schrift durchaus nicht den sozialdemokratischen legirte des Gelsenkirchener Reviers, welche sich im Jahre 1890 an Feller, welcher sein Amt niedergelegt hatte, Herr A. Schu 13 Charafter. Sie ist gerade dadurch von pädagogischem Werth, dessen turz nach dem Streit, weil sie teine Arbeit wieder finden der Streitbewegung hervorragend betheiligt hätten und infolge einstimmig zum Revifor gewählt. daß sie die Denkweise, welcher die Kinder in der Schule entgegenAdlershof. Am 13. Dezember fand hier eine von Röpe- geührt werden, in methodischer, dem Kinde angemessener Form fonnten, ausgewandert feien, erginge es mit ihren Familien in jenem fernen Lande zum Erbarmen schlecht, dieselben möchten nicker Anhängern der Unabhängigen" einberufene Bolts- betämpft. versammlung start, welche ungemein zahlreich besucht war. Von der Beschaffenheit der Kritik laffen wir einzelne Bei gerne nach der Heimath zurückkehren, wenn nur die Mittel vorVon Seiten der Unabhängigen sprachen zwei Berliner Herren spiele folgen. Um die Verwerstichkeit des Büchleins zu zeigen, ( einer als Referent), denen die Parteigenossen Gerisch und hebt sie nur einige Sprüche hervor, wie: Fischer vom Parteivorstand gebührend entgegentraten. Nach theilweise sehr animixter Debatte wurde von der Versammlung unter stürmischem Beifall gegen eine verschwindende Minderheit folgende Resolution angenommen: 811 werden sollen. Zum Schluß fritesirte Herr Thieme die Prämienzahlungen oder vielmehr Nichtzahlungen zur Unfallversicherung und verlas hierzu eine stattliche Zahl von Unternehmern, von denen diese Prämien, die nebenbei eine ganz hübsche Summe ausmachen, nicht beizutreiben sind. Die heutige in Adlershof bei Wiedemann und Manofsky tagende öffentliche Bersammlung für Köpenick, Adlershof und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten nicht einverstanden und verwirft ganz energisch die Anschuldi gungen der bisherigen Taftit feitens der Unabhängigen. Sie erElärt ferner, daß der Referent überhaupt nicht qualifizirt ist, eine Kritik an der Partelleitung zu üben. Dagegen erklärt sie sich mit der Tatlik der Partei und dem Parteiprogramm voll und ganz einverstanden" " " Humoristischer Rauch= Literarisches. Thu' nur das Rechte in Deinen Sachen, Das andere wird sich von selber machen. Hierzu bemerkt der weife Kritifer: handen wären. Depeschen. " Das heißt doch, oder klingt wenigstens: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Rimmere Dich lediglich um Deine Privatangelegenheiten, Hildesheim, 22. Dezember. Amtliches Resultat der Reichsbesorge Deine Geschäfte, ernähre Dein Weib und erziehe tags Erfahwahl im 10. Hannoverschen Wahlkreise( Hildesheim): Deine Kinder, aber mische Dich nicht in öffentliche Dinge, Amtsrath Sander- Himmelsthür( nail.) 6626 Stimmen, Gutsbesitzer laß Gott einen guten Mann sein und befiehl Teine Wege Bauermeister- Heyerjum( 3.) 5944 St., Bigarrenfabrikant Bertramder hohen Obrigkeit, es wird schon Alles recht werden. Simmer bei Hannover( Soz.) 4598 St., Apotheker DehlmannDaß diese Vers- Zipfelmühe von Goethe herrührt, imponirt Wülfel( Deutsch- Sozial- Antisemit) 1813 St., Stadtfyndikus Quenfeluns nicht; wir wissen, daß Politik nicht die stärkste Seite Goslar( fr.) 1685 St., zersplittert 9 Etimmen. Es ist eine engere Goethe's gewesen ist." Wahl zwischen Sander und Bauermeister erforderlich. Wie es dem Kritiker flingt, dafür ist der Verfasser des Es liefen ferner zwei Anträge ein, der eine dahingehend, Büchleins doch nicht verantwortlich zu machen. Der Spruch daß der Ueberschuß der Tellersammlung dem Organ der Unab- fiebt in einem Kinderlesebuch und dem Rinde beizubringen, zuerst hängigen zufließen jolle; der andere Antrag wollte den streikenden die Pflichten, die in seinem Bereich liegen, zu erfüllen, ist eine Buchbrucern den Ueberschuß übermitteln. Letterer Antrag wurde wichtige pädagogische Aufgabe. Außerdem befagt der Spruch angenommen. Die Debatte endigte mit einer großen Niederlage der einfach: Vor allem thue Du selbst, was Du für Recht hältst, ob Unabhängigen. Das Benehmen einiger derfelben, welche dicht an der als Mensch, als Bürger, als Sozialist, im privaten wie im Rednerbühne standen, war ein derartiges, wie man es von ziel öffentlichen Leben. Diese Bilichterfüllung fann nicht genug einbewußten Arbeitern nicht gewöhnt ist. Das unanständige Be- geprägt werden. Auch aus dem ganzen Büchlein geht hervor, nehmen dieser Leute ging so weit, daß die Versammlung in die daß man die allgemeine Sache als seine eigene zu betrachten hat. höchste Aufregung gerieth und die Schlußworte des Referenten Aus einem andren Spruch: unverständlich blieben. Infolge dessen mußte der Vorsitzende die Bersammlung schließen. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. liest er den Bereinte kraft", Schönleinstraße 6. Abends Uhr Gigung bei klein. haben, ist Kein Geist, und sei er noch so reich, Kommt einem edlen Herzen gleich, Sinn des Muckerspruchs heraus:" Chriftum fieb besser denn alles Wiffen". und sieht darin die HerabBriefkasten der Redaktion. K, C., Swinemünderstr. 14. Zunächst dem betr. Kreis überwiesen. Martha 111. Invaliditätsrente giebt es gegenwärtig noch nicht, das Gesetz ist zunächst nur hinsichtlich der Altersvente in Kraft getreten. 2. P., Gipsste. Der bei Ihnen im besonderen Zimmer tagende Gefangverein unterliegt als gefchloffene Gesellschaft nicht der Polizeistunde. ? Das amerikanische Bürgerrecht kann in fünf Jahren er-. worben werden und schützt dann gegen Bestrafung wegen Desertion, falls der neue Bürger Amerikas hierher kommt. Tricotwaaren. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien und ist durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure zu beziehen: über die Protokoll Verhandlungen des Parteitags Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891. 368 Seiten.- Preis 50 Pfennig. Nach Auswärts gegen Einsendung von 70 Pfennig. Vorräthig in der Expedition des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3. Musikinstrumente. Größtes Lager in allen Streich, Schlag- und Blasinstrumenten. Harmonikas, sowie alle Musikwerke zum Drehen und selbstspielend vom kleinsten bis zum größten. 1570L Spesiallager in Zithern und Zithernoten. Kein Laden. Theilzahlung gestattet. Aug. Kessler, 51, Lausitzerstr. 51, zwischen Wienerstraße und Laußterplay. Oberhemden nach Maass. Nügliche Weihnachts- Geschenke. 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Jahrg. die Dies daß durch den herannahenden Winter die herrschende Arbeitslosigkeit auf das Enormste gesteigert wird, Den Verkauf von Backwaaren betreffend hat die Stadtpolizeibehörde von Krimmitschau folgende Bestimmungen getroffen: 1. Jeder Bäcker und wer sonst mit Brot, Semmel und gabe, um seine Braut zu täuschen. Am 11. November ging er Eine Münchener Volksversammlung faßte eine Ne mit einem anderen Mädchen, mit dem er seit Jahren verlobt solution, in welcher der Magistrat ersucht wird, unverzüglich Das Vereinsrecht der Arbeiter ist bei uns einen war, die Ehe ein. An demselben bat er seine zweite Braut in alle diejenigen Arbeiten, für welche einem Schreiben voll der heißesten Liebesbetheuerungen um ein Gelder bereits bewilligt sind, in Angriff unaufhörlichen Angriff von zwei Seiten ausgesetzt. Die Polizei Darlehn von 50 M., das ihm auch gewährt wurde. Der An- zu nehmen, um so wenigstens einigermaßen der größten werdet veraltete Gesetze mit aller Strenge an, um den Arbeite geklagte setzte den Schwindel auch nach seiner Verheirathung Noth entgegenzutreten und das Aeußerste zu verhitten. verbindungen alle Schwierigkeiten zu bereiten; die Unternehmer, fort, er veranlaßte die Vertrauensselige, für die Aussteuer zu Gesuch, dessen Bewilligung der Münchener Magistrat sich die Kühnemänner und Genossen in allen Betriebszweigen, führen sorgen und ließ sich einen schweren goldenen Ring von hoffentlich nicht entziehen wird, wurde mit dem Hinweis darauf schwarze Listen für die Aufwiegler", die ihren Arbeits- und ihr geben, um denselben zu einem Trauringe umarbeiten begründet, Leidensgenossen die Macht und die Vortheile der Vereinigung zu lassen. Er versetzte den Ring und noch ein Armband, crfchließen wollen. Wo es irgend angeht, werden die Mitglieder welches ihm zur Reparatur anvertraut wurde. Den Hochzeits Der Arbeiterverbindungen aus der Arbeit entlassen und die Termin wußte der Angeklagte immer wieder durch allerlei Vor- daß es bei der gegenivärtigen Krise und den durch dieselbe Organisationen gesprengt. Bei dem gegenwärtigen großen spiegelungen hinauszuschieben. Erst in diesem Frühjahre wurde bedingten niederen Löhnen dem Arbeiter nicht möglich war, Kampfe zwischen den Kapitalisten und den Arbeitern des Buch der Verdacht der Hintergangenen rege, sie begab sich nach der etwas für den Winter zu erübrigen, Druckgewerbes handelt es sich wesentlich um das Sein oder Nicht: Wohnung des Angeklagten und traf hier eine Frau an, die sich daß durch die wirthschaftliche Krisis eine sehr große Zahl sein des Verbandes der Buchdruckergehilfen. Es wäre interessant als die Ehefrau des Franczok bezeichnete. Das arme Mädchen von Arbeitern selbst im Sommer keine Arbeit finden konnte und zu untersuchen, ob die Polizei mit ihren Maßregeln oder die fiel in Krämpfe und glaubt in der Wohnung des Angeklagten dadurch außer Stand gesezt ist, sich auch nur den allernoth Unternehmer mit ihren Achtserklärungen mehr zur Beschränkung dabei ihr Portemonnaie mit ca. 50 m. eingebüßt zu haben, wendigsten Lebensunterhalt zu verschaffen, des Vereinsrechts der Arbeiter beitragen. Wir neigen uns zu der wenigstens war es verschwunden, als sie in einer Droschke ihre daß es einem Arbeiter, der Jahre hindurch der Gemeinde Annahme, daß die Unternehmer in dieser Sache der Polizei Wohnung erreichte. Daß der Angeklagte es gestohlen, hat sich Steuern und Abgaben entrichten mußte, passiren kann, von bedeutend„ über“ find. Denn die Polizei ist immerhin an gewisse nicht erweisen lassen, dagegen wurde er des fortgesetten Betruges München fort und in seine Heimathsgemeinde geschafft zu werden, Bestimmungen gebunden, der Unternehmer aber nicht; er fann und zweier Unterschlagungen für überführt erachtet und hierfür weil er hier nicht mehr Arbeit finden konnte, fast ohne alle Beschränkung von dem Uebergewicht Gebrauch mit einem Jahre sechs Monaten Gefängniß und dreidaß der Arbeiter durch die Arbeitslosigkeit in ein unabseh machen, das ihm seine Stellung im modernen Klassenstaat jährigem Ehrverlust belegt. Der Verurtheilte wurde sofort in bares Unglück gestürzt, zum Betteln und Stehlen, ja selbst zu den Haft genommen. schwersten Verbrechen getrieben werden kann. In einem wirklich freien Staat müßte das Vereinsrecht gegen jeden Angriff, woher er auch komme, geschüßt sein. Der Klassen- Ein alter Einbrecher, welcher in der Verbrechergeschichte staat ist nicht im Stande, dies zu thun, weil seine ganze Struktur Berlins während der letzten Dezennien eine hervorragende Rolle auf den Vorrechten beruht, die für die herrschenden Klassen aus gespielt hat, ja, nach dem vor einiger Zeit erschienenen biogradem Besitze enspringen. Der Eingriff des Klassenstaats in das phischen Werte eines alten Zuchthäuslers bereits dem enter Verhältniß zwischen den Kapitalisten und den Arbeitern, die ihre beile zum Opfer gefallen sein sollte, stand gestern in der Person anderen zur täglichen Nahrung dienenden Backwaaren handelt, Arbeitskraft an jene verkaufen müssen, wird immer nur ein des Bäckers Modrow wegen schweren Diebstahls vor die hat in feinem Berkaufsraume durch Anschlag oder Aushängen an matter sein und an einem gewiffen Punkte hört er ganz auf. IV. Straffammer hiesigen Landgerichts I. Modrow, der früher einer dem Publikum gehörig in's Auge fallenden Stelle das Denn so wenig die Kapitalistenklasse dem Arbeiter eine freie Be- den Spiznamen der dicke Bäcker" trug, hat Jahrzehnte hindurch Gewicht und den Preis seiner Backwaaren bekannt zu wegung gönnt, so vortrefflich versteht sie es, über Polizei- Wirth- der Kriminalpolizei viel zu schaffen gemacht und die aller- geben, und zwar ist bei Brot der Preis des einzelnen schaft" und Bevormundnng" zu fchreien, wenn der Staat nur verwegenſten Streiche ausgeführt. Seiner Thatkraft hielt tein noch fundes( ½ Kilo) anzugeben. 2. Das Brot darf nur in Laiben von einem oder mehreren die geringsten Anläufe macht, der Willtür des Unternehmers so festes Schloß Stand und fein Muth überwand, alle noch so gegenüber dem Arbeiter Schranken zu ziehen. Und der Klassen- großen Gefahren. Das oben erwähnte biographische Wert ganzen Pfunden( ½2 Kilo) gebacken und verkauft werden. staat zieht dann erschreckt seine Hand zurück; er kann doch nicht eines alten Zuchthäuslers, welches von Paul Lindau bearbeitet" geben, wie viele Pfunde( 1/2 Kilo) es wiegen soll. 3. Auf jedeur Brote ist durch eine eingedrückte Zahl anzus den Ast abfägen, auf dem er selbst sitzt. worden ist, gedenkt auch der Thaten dieses kühnen Werbrechers, 4. An den Verkaufsstellen muß jederzeit eine geaichte Waage Die Probe auf dies Exempel wird foeben in der freien von welchem sogar behauptet wird, daß er auf dem Schaffot mit geaichten Gewichten vorhanden sein. Schweiz" gemacht, vor deren politischen Institutionen wir alle feinen legten Seufzer ausgehaucht habe. Nun, der Modrow, der mit geaichten Gewichten vorhanden sein. Achtung haben, die aber ein laffenstaat bleibt, so lange auch gestern auf der Anflagebant saß, ist auch nur noch ein Schatten fonen das getaufte Brot unaufgefordert vorzu 5. Den Räufern ist von den den Verkauf besorgenden Ber innerhalb ihrer Grenzen die sozialökonomischen Zustände auf dem des Schlächter- Gustavs, der s. 8. nur im Großen" arbeitete, sonen das gekaufte Brot unaufgefordert vorzus Einbrüche in den Ministerien ausführte, durch einen fühnen wiegen. Tapitalistischen Privatbetrieb beruhen. Jin Nationalrath zu Bern ist die lotion Vogelsanger an Sprung aus der zweiten Etage der Charitee den Häschern entkam fehlen, dagegen soll dem Verkäufer an jedem Brote, sobald es 6. Bei frisch gebackener Waare darf nichts am Gewichte genommen worden, welche dahin lautet: und eine ganze Schaar von Jüngern des Verbrecherthums um Der Bundesrath wird eingeladen, zu untersuchen und sich sammelte. Er hat fürzlich wieder einmal acht Jahre Zucht- mindestens 24 Stunden alt ist, auf jedes Pfund( ½2 Kilo) des darüber zu berichten, ob nicht durch gesetzliche Bestimmungen das baus abgemacht und diese letzte Strafe hat seine Thatkraft Sollgewichts 1,25 Neuloth( Dekagramm) zu Gute gerechnet werden, in Artikel 56 der Bundesverfassung ausgesprochene Recht der augenscheinlich gebrechen, denn sonst wäre es nicht möglich, daß 2,5 auf 4 Pfund von 5, auf 6 Pfund von 7,5 Neuloth u. s. w. so daß also beispielsweise auf 2 Pfund ein Mindestgewicht von freien Vereinigung der Bürger derart geschützt werden könne und er sich selbst zu einem ganz gewöhnlichen Alltags- Einbrecher unter obiger Boraussetzung nachgelassen wird. zu schützen sei, daß die thatsächliche Ausübung dieses Rechtes degradirte, der sich nun wegen einer wahren Bagatelle verinnerhalb der verfassungsrechtlichen Schranken Jedem möglich ist antworten sollte. Der„ dicke Bäcker" scheint sich seiner Herab- in natura oder in baarem Gelbe auszugleichen. und jede Beeinträchtigung desselben gegenüber gekommenheit selbst zu schämen, denn er hat den ganz unbedeu 8. Bis zum Beweise des Gegentheils gelten alle in dem wirthschaftlich abhängigen Personen der Betenden Diebstahl, der ihn wieder auf lange Jahre dem strafung unterliegt." Zuchthause zuführen wird, von Anfang an eingeräumt Verkaufs- oder Fabrikationsraume, sowie in den damit zuDer Antragsteller wies ausführlich nach, wie in den Lohn- und es schien ihm daran zu liegen, daß möglichst bald Gras sammenhängenden Wohnungsräumen der Bäcker und Händler Tämpfen zwischen Unternehmern und Arbeitern der Schweiz das über die Sache wüchse. Da jedoch von den Komplizen, vorhandenen Backwaaren als verkäuflich. Zuwiderhandlungen gegen den Inhalt dieser Bestimmungen, Recht der freien Bereinigung, das von staatlichen Organen in welche mit ihm zusammen gearbeitet, ber eine nicht erschienen der Schweiz nicht mehr gefährdet wird, doch für die Arund der andere durchgebrannt war, so mußte der Gerichtshof die namentlich auch der Verkauf von Backwaaren zu höheren als den im Anschlag bekannt gegebenen Preisen werben, abgesehen von better völlig illuforifd) gemacht worden ist. So Verhandlung vertagen. der etwa verwirkten Kriminalstrafe, polizeilich mit Geldstrafe bis wurden die Uhrenarbeiter von Salzach entlassen, weit dieselben einen Verband gründeten; desgleichen haben die Züricher Der Spandauer Sammeltanz ein seit Menschen zu 60 M. geahndet. Schlossermeister sich verabredet, keinen Arbeiter anzustellen, der gedenken bestehender alter Brauch- hat dem Gastwirth Die Brauchen- Beutralisation wurde von einer Vers dem Fachverein der Schlosser angehört; in Oberburg beim Altendorf zu Neu- Staaten im Amtsbezirk Spandan Land fammlung aller Chemnizer Gewerkschaften für die Gießerfachverein und im Wynenthal im Aargau tamen ganz eine Anklage wegen unbefugter Veranstaltung einer Lotterie zur Zeit zweckmäßigste Form der Organisation erklärt. ähnliche Dinge vor. Und das Alles inmitten der schönsten zugezogen und die 11. Straffammer des. Landgerichts 11 hatte politischen Einrichtungen, die Allen gleiche Rechte und Freiheiten verbürgen! Der Rapitalismus tüminert sich absolut nicht um politische Verfassungen, wenn er seinen Profit gefährdet glaubt, und er sieht im Klassenstaat nur ein Werkzeug, um ihm seinen Profit zu gewährleisten. " Wenn der Bundesrath die Motion ausführt, so wird er zu dem Schlusse kommen, daß da nichts zu machen" sei. Wenn heute ein Unternehmer einen Arbeiter entläßt, so hat er es nicht nöthig, einen Grund dafür anzugeben. Infolge dessen wird auch schwer die Grundlage für ein Strafverfahren zu gewinnen fein. Man wird immer wieder auf die Kontraktfrage zurdfominen, die in diesen Dingen die einzige bürgerliche Austunft ist, und da ständen wir wieder am alten Fleck. Im Klassenstaat wird es als eine Art natürliches" Recht des Kapitalisten angesehen, den Arbeiter zu entlassen. Um dies hinfällig zu machen, müßte ein ganz neues Arbeitsrecht geschaffen werden, auf das sich der Klassenstaat gar nicht einlaffen kann, wenn er sich damit nicht selbst den Boden unter den Füßen abgraben will. Wir verkennen die gute Absicht der Vogelsanger'schen Motion nicht. Aber indem die Regierung eines Klaffenstaats die Ausführung in die Hand nimmt, wird sie damit nur einen circulus vitiosus beschreiben und wird wieder da ankommen, von wo das Ganze ausgegangen ist. Uns däucht, das einzige Mittel, der Willfür der Kapitalisten und Unternehmer mit Nachdruck begegnen zu können, liegt darin, daß die Arbeiter all ihren Eifer und all ihre Ausdauer an= wenden, um ihre Verbindungen groß, mächtig und die ganzen Branchen umfassend zu machen. Dies wird bei den schweizerischen Arbeitern um so leichter sein, als sie ja von Seiten des Staats feine Beeinträchtigungen erfahren, wie dies bei uns der Fall ist. Der Klassenstaat tann den Arbeitern eine volle Vereinsfreiheit gegenüber den Kapitalisten nicht geben und will sie ihnen auch nicht geben; fie müssen sich dieselbe zu erringen suchen auf dem Wege des Klassentampfes mittelft ihrer politischen und gewerkschaftlichen Organisationen. Bolle Freiheit giebt es ohnehin erst, wenn die kapitalistische Produktionsform verschwunden ist. Literarisches. gestern darüber zu befinden. Der Angeklagte hatte, wie alljährlich, so auch in diesem Jahre seine Freunde und Gönner zum„ Hammeltanz" nach seinem Lofale entboten und Alle, alle kamen! Der Mitbewerb um den feisten, weiß ge= waschenen und festlich bekränzten Sammel, welcher im Lokale die Taschenbuch für Buchdrucker und Schriftgießer auf Runde machte und jeden Neu- Gintretenden mit einem freudigen das Jahr 1892. Unter Mitwirkung von Fachgenoffen heraus Blöken empfing, wurde durch ein zu erstehendes Loos ermöglicht. gegeben von M. H. Baumann, Göthen( Anhalt), im SelbstDer Hammeltanz besteht nun darin, daß unter einen Metallkessel verlag des Verfassers. Preis 1 Mart. Das technisch sehr sauber ein Häuschen Pulver gestreut und eine Zündschnur in Brand ge- hergestellte Büchelchen ist auch textlich preiswürdig und deshalb fetzt wird, sobald das Ausrufen der Loosnummer beginnt. Langfam den Angehörigen des Buchbruckgewerbes zu empfehlen. Neben schlängelt sich der Zünder zum Pulver heran und der Hammel wird einem Kalendarium und dem Adressenverzeichniß der Vorstände schließlich demjenigen zugesprochen, dessen Nummer gerade in der Buchdruckergewerkschaft bietet es Notizen technischer Art, dem Augenblicke der kleinen Pulverexplosion aufgerufen wird. ferner Posttarif, Bestimmungen für Telegramme, Münz, WeaßDer Staatsanwalt erblickte bieran die unbefugte Veranstaltung und Gewichtstabelle, Buchdrucker- und Schriftgießertarif, Auszüge einer Lotterie, wogegen der Angeklagte geltend machte, daß seit aus der Gewerbe- Ordnung und dem Gesetze für die Alters- und Olims Zeiten die Gastwirthe ohne besondere polizeiliche Ge- Invalidenversicherung, sowie ein Porträt Gutenbergs und eine nehmigung ihre Hammeltänze veranstalten, sobald im Jahre der Karte Deutschlands. Zeitpunkt hierzu gekommen. Der Gerichtshof glaubte, daß bei so feststehendem alten Brauch dem Angeklagten das Bewußtsein der Nechtswidrigkeit gefehlt habe und erkannte daher auf Freisprechung. Soziale Uebersicht. Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband, Filiale Berlin. In der am 14. d. M. stattgehabten lehten diesjährigen Berfammlung wurde beschlossen, im Norden der Stadt, VeteranenStraße 14, beim Kollegen Rogge( Bigarrengeschäft) für den Verband noch eine Zahlstelle zu errichten. Daselbst können zu jeder Zeit Beiträge entrichtet werden, auch werden dort neue Mitglieder aufgenommen. Zur besseren Information theilen wir nochmals die Adressen der Zahlstellen mit und bitten, diefelben genau zu beachten, da die nächste Versammlung voraussichtlich erst Mitte Januar stattfinden wird. Während dieser Zeit tönnen die Mitglieder ihre Beiträge daselbst entrichten. Die Fachvereine und die soziale Bewegung in Frankreich. Von Dr. jur. M. von der Osten. Leipzig, 1891, Dunder und Humblot. 104 G. Diese geschichtliche Darlegung, der Gründlichkeit nicht abzusprechen ist, geht von dem Grundgedanken aus: die Be günstigung der gewerkschaftlichen Arbeitervereinigungen durch die Regierungen und die Gewährung gleichen Rechts für Arbeitgeber und Arbeiter durch Gesetz und Behörden sichern die friedliche Form der gesellschaftlichen Fortentwickelung. Verfasser glaubt, daß die Bestrebungen der französischen Arbeiterklasse hauptsächlich öffentlich- rechtliche und fachgewerbliche seien und feinen eigentlich sozialrevolutionären Charakter" mehr trügen. Richtig ist, daß dem Charakter der Arbeiterbewegung zum guten Theil die Haltung der herrschenden Klassen den Stempel auf drückt, und in Frankreich durchdringt der Gedanke der Rechtsgleichheit mehr als bei uns die Anschauungen der bürgerlichen Klasse, was der Anerkennung des Koalitionsrechtes der Arbeiter zu gute kommt. Mit fast 3/4 Majorität nahm die französische Kammer den Antrag an, welcher Arbeitgeber, die Arbeiter durch Drohen mit Entlassung, Annahmeverweigerung, gemein fame Entlassung von Vereinsmitgliedern, Gewaltthätigkeiten, Versprechungen oder Belohnungen in der Freiheit be einträchtigen, sich an gefeßlich konstituirten Fachvereinen zu bes theiligen, mit Geldstrafe von 100 bis 2000 Frants und Haftstrafe von 1 bis 3 Monaten bedroht. Ein Paragraph in dem Arbeiterschutz- Gesetzentwurf der sozialdemokratischen Fraktion des deutschen Reichstags ist in den Kriterien der Strafhandlung, in Safgattung und Strafinaß ganz analog; außer den Sozial demokraten erklärte sich keiner dafür und die plumpfte Vertreterin der Arbeitgeber- Klasse, die" Freis. 8tg.", bezeichnete ihn als eine ,, tolle Berhöhnung der Gleichberechtigung von Arbeitgebern und Arbeitern zu Ungunsten der Arbeitgeber". Erst jüngst erklärte Ein Heiratheschwindel, den der Vorsitzende der zweiten auf eine Interpellation, welche sich auf die Leitung der Fachvereine durch Agitatoren( frühere Fachgenossen) bezog, der JustizStrafkammer des Landgerichts I als den nichtswürdigsten seiner Ferner machen wir hierdurch noch alle Kollegen darauf auf minister Fallières: daß den Arbeitern nicht untersagt werden Art bezeichnete, führte gestern den 24jährigen Kaufmann Robert Der Angeschuldigte, der merksam, daß zur Unterstützung der Buchdrucker- Bewegung ins- fönne, was in so viel anderen Verhältnissen( Handelsgerichten, Franczok auf die Anklagebant. bereits erhebliche Vorstrafen auszuweisen hat, knüpfte im vorigen besondere, sowie zur Unterstützung der Streits überhaupt, Marken Tayationskommissionen, Innungen) üblich sei, nämlich unabhängige, Sommer mit einem jungen Mädchen ein Verhältniß an, welches der Berliner Streit- Kontrollfommission bei unserm Delegirten, aber mit den Verhältnissen vertraute Personen, die von der that seinen vielfachen Versprechungen nach mit einer Heirath enden Kollegen Rogge, Veteranenstr. 14( Bigarrengeschäft) zu haben sind, sächlichen Ausübung ihrer Beschäftigung zurückgetreten sind, mit sollte. um und bitten, namentlich hinsichtlich der Buchdrucker, um rege der Wahrung der fachlichen Interessen zu beauftragen. Wie Seine Braut wurde fortwährend von ihmi fie Darlehne ihin ihre ganzen Er- Unterstützung, denn es giebt einen Sieg zu erringen, welcher für anders tönt es bei uns! v. b. D.'s einsichtige Rathschläge werden angegangen, his denn auch bei uns taube Ohren finden. Eben darum aber erstarkt sparnisse in der Höhe von 860 Mart geopfert hatte. Die gesammte Arbeiterschaft von Bedeutung ist. Die Lotalverwaltung. die Sozialdemokratie. Lg. Der Angeklagte entwickelte eine außerordentliche ErfindungsDie Motion ist immerhin sehr lehrreich zum Studium für Diejenigen, welche sich von den Richter und Genossen den blauen Dunst vormachen lassen, als wollten die Sozialisten an Stelle der heutigen Freiheit" einen Bolizeiftaat" feßen. Gerichts- Beitung. Die Zahlstellen befinden sich: 1. im Restaurant Leopold, Markgrafenſtr. 88, jeden Morgen von 8 bis 1 Uhr; 2. im Restaurant Seefeld, Grenadierstr. 33, jeden Montag Abend von 8-10 Uhr; 3. im Restaurant Broß, Annenstr. 9, jeden Mittwoch Abend von 8-10 Uhr; 4. im teftaurant Leopold, Markgrafen straße 88, jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr; 5. für den Norden Berlins im Zigarrengeschäft von Rogge, Veteranenstr. 14, zu jeder Tageszeit; 6. für Moabit im Restaurant Hermerschmidt, Berlebergerstr. 28 a, jeden Montag Abend von 8-10 Uhr. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis und das Auskunftsbureau befinden sich ebenfalls Marigrafenftr. 88, die Herberge Ritter straße 123 im Restaurant Stramin. Durch die ungünstigen Zeitverhältnisse ist es uns gelungen, ganze Fabriklager Damen- Kleiderstoffe zu unerhört billigen Preisen einzukaufen. Um diese riesigen Lager- Vorräthe schnellstens zu räumen, sind die Verkaufs- Preise für den Weihnachts- Ausverkauf enorm billig. 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Der Ring der Ewigkeit. In 1 B.. Ibsen's Gef. Werke, 3 B. Kennan, Sibirien, 2 Th. Kinkel, G., Gedichte Lessing's Werke, 3 B... Lichtstrahlen der Poesie. Gedichts. von M. Kegel Liebknecht, Ein Blick in die neue Welt Reuter's Werke, Bolts- Ausg., 7 B. • • 5,50 • <-, 90 • 5,90 . • -, 80 Ers Abc Vien Lich frei 6 P dem Post Auc Deu 2 M 8 M in t . 3, . 1,50 Re Corvin, Pfaffenspiegel. Engels, Fr., Herrn Eugen Düh rings Umwälzung d. Wissenschaft, 2. Auf. 6,-- Der Ursprung der Fa milie, d. Privateigenthums u. d. Staats, 4. Aufl. 2,- Jacoby, Joh., Gesammelte Schriften u. Reden, 2 B.. 5, 4,60 Kautsky, K., Marr' ökonom. Lehren --Thomas Moore u. seine Utopie Köhler, O., Weltschöpfung u. Weltuntergang. Entwide1,50 Schiller's Werte, 4 B. --Gedichte Shakespeare's Werke, 3 B.. Werra, Theobald, Lesebuch für Kinder aufgeklärter Eltern. I. Theil. ******. 1,20 lung von Himmel u. Erde Lissagaray, Geschichte der Kommune von 1871. Marx, K., Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. B. I, 4. Aufl., Halbfrz.. 11,50 B. II, Halbfrz. 10,50 Mignet, Geschichte der franz. Revolution v. 1789-1804 2, Morgan, Lewis H., Die Ur gesellschaft, Halbfrz. Palleske, Die Runst des Bor • • 2, • 2,50 • • . 4,50 1,20 es ha . • 5, hält • 5, auf Grund der Naturwissenhand schaften 8,50 3,50 Lange, F.A., Die Arbeiterfrage 5, Langkavel, Dr. B., Der Mensch daß Verfo • 3, . 26, .• 6, u. seine Rassen. Reich illustr. 5,50 Liebknecht, Wilh., Robert Blum u. seine Zeit Fremdwörterbuch Artik seinem 2, . fich c 3, ohne · 1, Verfo 6, 8, vom brauc Reihe auch die beruf vorge 7,25 neh trags 4, die Petzler, J. A., Die soziale Bauordn funst, 2 B. . 4, Eben 2,-Schippel, M., Das moderne einfa • Elend und die moderne 2,- Uebervölkerung einer 2, 2,50 Stern, J., Die Philosophie geteh Gewo 2,50 Spinoza's Zimmermann's, Dr. W. Großer Deutscher Bauernkrieg. Hers 1,50 Recht Straft 2, ausgegeben von W. Blos, reich illustr. gefet . • 6,70 · schrif veral nachs felbe einer wör fam Dri • Rein Feilschen fein Handeln, sondern streng fefte, fehr billige Preife. Geschäfts- Häuser Wap- Auferti gung in drei eigen. Werk stätten zu fehr billigen Preisen. Baer Sohn BERLIN. 24a, Chausseestr. 24 a. Winter- Paletot, schwerer Double, warm gefüttert 12 M. 8, Brückenstr. 8. 16, Gr. Frankfurterstr. 16. Winter- Paletot, Prima Double, fchwer gefüttert 18 M. Winter- Paletot, vorzüglicher Double, Lamafutter 21 M. Winter- Paletot, Prima Eskimo, Lamafutter 27 M. Winter- Paletot, hochfeiner Estimo, Wollatlasfutter 36 M. Winter- Paletot, zweireihig Eskimo, Atlasfutter 40 M. Mit Winter- Joppen, Winter- Anzüge, fern.Stoffe, warm gefütt. Butskin, Velour, Chev. 15-12-9 5 M. 75 Pf. Winter- Havelødt, dickwolliger Loden, sehr bequem 12 1.50 f. Pelerinen- Ulster, moderne Cheviots, Wollfutter 30 u. 21. Winter- Hosen, Bukstin, Velour, 8,50, 7,50, 6,50, 4 m. 25 Pf. 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