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Es mag für die Menschen sehr angenehm sein, des Morgens früh zum Kaffee ihre frische Semmel zu haben; doch nur selten einwirkt. 段 " BIA 1878. Landmanne unentbehrlich sind, liefert der Freihandel aus anderen Ländern. Wollen uns diese dabei übertheuern? ei, man hat New York, 16. April. ja Stapelwaaren, welche wir Europa zu unseren Preisen liefern Nach Allem, was ich über das Schalten und Walten der können: Baumwolle, Heu, Getreide, Schlachtvieh u. s. w. Ohnefällt es Jemanden ein, beim Genusse derselben darüber nachzu-„ Edelsten und Besten" in den Vereinigten Staaten mitgetheilt hin haben wir das größte Produktionsland für Gold, Silber, denken, daß die Nachtarbeit, der er die Semmel verdankt, un- habe, wird es begreiflich werden, wie die Arbeiter hier zu Lande Quecksilber, Kupfer, Bint und wer weiß was Alles noch. So gemein demoralifirend auf eine große Zahl von Nebenmenschen in drei gesonderten Heersäulen unabhängig von einander gegen spiegelt sich die Volkswirthschaft im Kleinbäuerlichen amerikanisch debonden Kapitalismus zu Felde ziehen müssen und so lange werden verschlaumeierten Gehirn. Es ist unvermeidlich diese Partei kann nur durch Schaden Unendlich klar und allseitig erwiesen ist es, daß gerade die Niederlagen zu erleiden haben, bis sie als eine Partei nach Bäckerlehrlinge, trotzdem sie im Allgemeinen gut genährt werden, einem Plane vorgehen. flug werden, nur durch Niederlagen lernen. Nun, die erste verhältnißmäßig viel dahinkränkeln, und daß sie von einer fort- Die" Edelsten und Besten" waren, als republikanische Partei Niederlage hat sie schon erlitten. Beim Beginne des jetzigen währenden Müdigkeit derart befangen sind, daß ihnen in ihren organisirt, zu einer Diebes bande ausgeartet. Unter einer Fahne, Congresses verband sie sich mit den Vertretern der ehemaligen Tagesfreistunden jede Lust vergeht, ein ernstes Buch zu lesen, auf welche Durchführung der Menschenrechte, Vernichtung aller Stlavenstaaten und mit den Verfechtern des Silbergeldes. So überhaupt sich weiter auszubilden. Die Freiftunden werden be- Sklaverei, allgemeine Volksbildung, Kampf gegen alle Rohheit war über Nacht eine Zweidrittelmehrheit in beiden Häusern entnußt, um zu schlafen und wo mehrere Knaben zusammen sind, und Barbarei" geschrieben stand, wurden sie das Werkzeug der standen, welche das Veto des Präsidenten überstimmen, also die allerlei Allotria zu treiben. Doch nicht allein das. Die eigen Kapitalistenklasse und zogen ihre Prozente von jeder Art Aus- Unionsverwaltung zwingen konnte, ihre Geseze auszuführen. thümliche Abgespanntheit des Körpers, durch die Nachtarbeit beutung, besonders der, welche mittels der Banken und großen Die Silber Advokaten, welche die großen Silbergruben Kapitahervorgerufen, bringt eine träumerische Stimmung bei diesen Geldinstitute, der Schutzölle und Besteuerung, der Grundeigen- listen vertreten, hatten sich ausbedingen, daß sie zuerst befriedigt jungen Menschen hervor, welche dann wiederum das unglückselige thum-, Eisenbahn- und Minenspekulation betrieben wurde. Unter werden sollten, d. h. daß die Union künftig neben dem Goldgeld Kna benlaster der Selbstbefleckung erzeugt ihrer allmächtigen Herrschaft von sechzehn Jahren Dauer pre- auch wieder Silbergeld prägen und auch auf Wiedereinführung Schon bald wird diesen geschwächten jungen Menschen die digte eine mit dem Strome schwimmende Tagespresse dem arbei- der Silberwährung in Europa hinwirken sollte, damit das im schwere Arbeit zuwider, fie gehen auf Wanderschaft, sie suchen tenden Volke die Manchester- Lehre, welche sogar in den oberen Werthe sinkende Silber wieder durch vermehrte Nachfrage stiege. die großen Städte auf und in kurzer Zeit schon kann man sie Schulklassen förmlich auswendig gelernt wurde, mit um so Dies wurde Gesez, und der Finanzminister Sherman versprach, in einer anderen Lebensstellung, als Buhalter, Louis oder als größerem Erfolge, als es Millionen gelang, von Lohnarbeitern dasselbe ehrlich ausführen zu wollen. zu Grundbesizern und Kleinkapitalisten, und Tausenden, zu GroßBauernfänger finden. Damit war das Mittel gefunden, um die neue Parteibildung Wer da glaubt, daß wir übertreiben, der lasse sich das voni kapitalisten emporzuſteigen. Man sollte also aufhören, sich im Keime zu ertödten. Die Silberschwindler fielen von derselben Berliner Polizeipräsidium angefertigte„ Verbrecheralbum" vor- darüber zu wundern, daß unter diesen fünf Millionen Klein ab, oder zeigten sich lau es gab teine verläßliche Zweidrittellegen, in welchem auf den ersten Blättern 63 wohlgelungene kapitalisten und einer Million Kleingeschäftsleuten eine grund mehrheit mehr- man mußte mit der elenden Regierung, welche Portraits von Bauernfängern prangen. Der größere Theil dieser fäßliche Feindschaft gegen das Wesen des Kapitalismus nur in gar keine Partei mehr im Bolte hat und jeden Augenblick durch Bauernfänger entspringt aus den Kreisen der Bäcker, dann erst dem Maße einreißen fann, als sie in's Proletariat zurückge- die Anklage gestürzt werden kann, daß sie durch erwiesenen Bestellen die Söhne Merkurs, des Gottes der Kaufleute und Spiß- fchleudert werden. Bei diesen Leuten, besonders den Bauern, trug in's Amt gekommen ist, sich vertragen; denn sie hat 90,000 buben, ein geringeres Contingent, obwohl der Stand der Kauf welche noch immer ihre Lebensmittel selbst erzielen, geht die Bundesämter und fette Contratte zu vergeben. Die Stiavenleute doch an Zahl die löbliche Bäckerzunft bei Weitem überragt Belehrung langsam vor sich. Alle ihre Erfahrung von Jugend barone des Südens, welche allein schon ein reichliches Drittel und ihr„ Geschäft" im Allgemeinen doch mehr zum Bauernfang auf spricht schnurstracks gegen die Wahrheit unserer volkswirth der Stimmen im Hause und zwei Fünftel der Senatoren behinneigt. hand dau usitols sdnsschaftlichen Erkenntnisse. Sie hoffen noch immer im Stillen auf herrschen, und welche die neue Partei gestiftet hatten, wurden Doch nicht allein die oben angeführten Gründe führen die Wiederkehr der guten alten Zeit, da man durch Fleiß und Spar- um so mehr wankend, als sie sahen, daß die Greenbackler auf Bäckergesellen zur Unmoralität, zur Faulheit und zu schlechten samkeit Kapitalist werden, ja reich werden konnte, und Mammon ihrer Convention in Toledo( am 22. Februar) sich den SozialErwerbsquellen. demokraten dadurch annäherten, daß sie einzelne wichtige Forlecl en 1961 regatio ist ihr Gott. Wir müssen fast annehmen, daß eine ebenso große Anzahl Es ist deshalb alles Mögliche, wenn wir trozdem erleben, derungen des Programms von Legteren angenommen hatten. durch die unnatürliche Verlegung der Arbeitszeit überhaupt daß die Greenbädlerei fich so rasch ausbreitet, daß sie recht wohl Die Folge ist, daß überhaupt kein einziges Gesez von denen, der Brostitution und der Bauernfängerei, nicht als ausgebeutete, bis zur nächsten Präsidentenwahl eine Mehrheit aller Wahl welche die Greenbackler beabsichtigen, in diesem Congreffe unsondern als ausbeutende Mitglieder in die Arme fällt. Die stimmen auf ihr Programm vereinigen könnte. Bezeichnend ist, verfälscht, oder anders als zum Scheine durchgedrückt werden Bäckergesellen haben ihre freie Zeit, während alle anderen daß diese Partei bisher fast nur aus Englischen und Eingebo- kann, und daß bis zu den Herbstwahlen, vielleicht während der Berufsklassen arbeiten müssen; besuchen fie in einer großen Stadt renen besteht, während die beiden Bruchtheile der industriellen ganzen Dauer der Betrugs- Administration, die alten Parteien die Wirthshäuser, so treffen sie dort selten anständige Gäste, da Lohnarbeiterpartei sich ebenso überwiegend aus Eingewanderten das Heft in der Hand behalten. bas arbeitende Element nicht vertreten ist, sondern nur reiche neueren Datums, und die politische Fraktion aus Deutschen, Bestandtheile der neuen Bartei ein Pflaster auf ihre Wunden, Ein finanzielles Compromiß gewährt einstweilen jedem der Personen, die sich amüsiren wollen, oder notorische Bummler. Franzosen, Skandinaviern und( vielleicht) Czechen zusammensetzt, Bestandtheile der neuen Partei ein Pflaster auf ihre Wunden, Böses Beispiel verdirbt gute Sitten als arme Burschen, wie die vereinigte Gewerkschafts- Frattion aber aus Engländern und entwaffnet die Feindschaft der Großkapitalisten und macht die die Bäckergesellen doch meist sind, können sie die Orgien nicht Irländern. Das ist so natürlich, daß man es gar nicht anders Administration allmächtig. Die Greenbackler sehen jezt mehr mitmachen, deshalb suchen sie zu denselben auf andere Weise zu erwarten sollte. Und so traurig das ist, weil diese drei Feinde und mehr ein, wie sehr wir mit der Vorhersagung Recht hatten, gelangen, indem sie mit" Damen" erscheinen und so den Louis des Kapitalismus sich unter einander faft noch mißtrauischer be- daß der Kapitalismus Mittel genug besäße, um die Durchfühhandeln, als den gemeinsamen allgewaltigen Gegner, so wird rung ihres Programms zu vereiteln. Sie werden dadurch allIm günstigeren Falle, wenn die Bädergesellen in ein- man aus dem Folgenden ersehen, daß es vorläufig kaum anders mählich zu uns herüber gedrängt werden aber naturgemäß nur in dem Maße, wie die Bauern verarmen. samen, abgelegeneren Wirthshäusern sich treffen, verführt die sein kann. Sie müssen den Gedanken aufgeben, mit Hilfe der südlichen Langeweile zum Kartenspiele und es entstehen aus diesen ärmsten Die Eingeborenen tönnen, wie wir schon erkannt haben, Großgrundbefizer die Macht im Lande vereinigen zu wollen. und ausgebeutetsten aller Proletarier- die vielberufenen Bauern durch ihre ganze Erziehung und Vergangenheit keinen grund- Feuer und Wasser könnten sich eher verschmelzen, als unsere fäßlichen Haß gegen den Kapitalismus erwerben, bevor sie durch Kleinbauern und Sklavenjunker. Das Einzige, was sie gemein Und angesichts solcher Thatsachen wagt man noch immer die eine tief schmerzliche Erfahrung die Verfehltheit ihres ganzen haben, ist ihr berechtigter Haß gegen die Finanzbarone. In Sozialdemokratie, welche gerade die Aufhebung der Sonntags- Lebens einsehen lernen. Ihnen kommt, soweit sie diese Einsicht haben, ist ihr berechtigter Haß gegen die Finanzbarone. In arbeit und der Nachtarbeit fordert, der Unmoralität zu zeiben durch Verarmung erlangt haben, die oberflächliche Heilmethode allem Uebrigen sind sie durch unterschiedene Interessen getrennt. und dies thut nicht allein die demoralisirte liberale und Fort- als die einzig mögliche vor, welche die Symptome anstatt der Die Junker sind auch Kapitalisten, sie hassen die Arbeit und die schrittspartei, sondern auch die Vertretung der Regierungs- eigentlichen Krankheit bekämpft. Das herrschende Finanzsystem Arbeiter, sie hassen den Norden, der sie gedemüthigt hat, und behörden, welcher doch wahrlich das Wohl der Gesammtbevöl hat hier und da die Nation verelendigt; gegen dieses Finanz- wollen, wie sie's vor dem Kriege gewohnt waren, in der Union terung, und besonders der nothleidenden Klassen, und nicht allein system wendet sich die Greenbäcklerei, welche die Nationalschuld herrschen. Die Ausbeutung der Negerlohnarbeiter, wie früher das Wohl der wohlhabenden Klassen am Herzen liegen sollte. mit lauter Papiergeld bezahlen, d. h. durch ein entwerthetes der Negersklaven, ist der Schemel ihrer Wacht; sie müssen sich Und angesichts solcher Thatsachen wagt die Fortschrittspartei, Papiergeld zum blos fleineren Theile bezahlen und dadurch die ihr schwarzes" Stimmvieh" politisch bienstwillig erhalten. Und und die liberale Partei überhaupt, die heutigen wirthschaftlichen Großkapitalisten ruiniren will. Da nnn alle Geldanstalten, die sie können es, so lange sie wie bisher zusammenhalten, dem Bustände, die ihren ganz besonderen Ausdruck in der Begün- Nationalbanken, die Sparkassen, die Lebens- und Feuerversiche- nördlichen Arbeitervolte sehr erschweren, Propaganda unter den ftigung des Louisthums und des Bauernfangs findet, zu ent- rungsgesellschaften 2c. einen überwiegenden Theil der National- Negern zu machen, schon weil diese so bedürfnißlos sind und so schuldigen und zu vertheidigen, ja, diese Bustände als solche der schuldscheine als Unterpfand in ihren Gewölben aufbewahren, so geneigt, ihrer Umgebung nachzuäffen. ho Ordnung und der Freiheit dem Volle anzupreisen!? wäre mit dieser Entwerthung der Unterpfänder die große Mehr- Es bleibt noch übrig zu zeigen, weshalb die sozialdemokra If das nicht selbst politischer Bauernfang, ist das nicht selbst zahl dieser Geldanstalten bankbrüchig und darauf ist es ab- tischen Bestrebungen hier weniger als in Europa thren Weg auf die Prostitution der Freiheit? gesehen. das flache Land finden, wo die Mehrzahl der Stimmgeber wohnt, Immer und immer müssen wir wiederholen, daß die heutige In dieser Hinsicht ist also das Greenback- Programm wirklich und wie eben dieser Umstand unsere Partei in zwei Theile geökonomische sogenannte Freiheit, die in der freien Concurrenz" revolutionär. Die Schlaumeier unter seinen Verfechtern haben Spalten erhält. Es ist hier nicht wie in Europa, wo der ländihren Gipfelpunkt findet, nichts ist als die moderne Stlaveret; voraus bedacht, daß die Kleinbauern und die Schuldnerklaffe liche Großgrundbesitz eine Lohnsklaverei der ländlichen Arbeiter bas ber Zwang, den die Gemeinsamkeit in ökonomischen Dingen nichts dabei einbüßen können, wenn die Gläubiger zu Grunde bedingt, sondern wie in Deutschland und Frankreich, wo der auf die einzelnen Menschen ausüben muß, schließlich zur wahren gehen, ja, daß sie nur Gleiches mit Gleichem vergelten. Die Barzellenbauer noch Grundbefizer und eben deswegen reaktionär Greiheit führt. Deshalb tritt auch die sozialdemokratische Partei Nation hat ja für jeden Dollar Schuldicheine, biste ugeift. Die politisch vorgehende Fraktion unſerer Partei will auch jezt schon, selbst unter dem reaktionären Bolizeistaat, für staat- geben hat, durchschnittlich blos eine Hälfte bis ein Biertel an alter englischer Gewohnheit sich an das Nächstliegende, die inauf's Landvolk einwirken, während die gewerkschaftliche nach liche Bestimmung der Arbeitszeit, für Aufhebung der Kinder-, Goldwerth erhalten; wenn sie in entwerthetem Papiergelde diemachen. fänger. Frauen-, Sonntags- und Nachtarbeit ein, weil sie weiß, daß die selben einlöst, so zahlt sie in der That nach dem Wortlaute des bustriellen Arbeiter, hält. Die Nationalitäten haben viel mit ökonomischen Verhältnisse endgültig die politischen bestimmen, ursprünglichen Bertrags Dollar für Dollar zurüd. Und so mit dieser Vorliebe zu thun, und die Religion nicht viel minder. und daß ein ökonomisch gutgestellter und feiner Biele bewußter den meisten Privatschulden. Sie wollen das ganze Kreditwesen Diese beiden Bestrebungen könnten sich also heilsam ergänzen, Arbeiterstand, wenn die Partei, welche diese Biele hinstellt, ihre zerstören; wenn die Schulden auf angegebene Art billig abgelöst wenn fie sich vertrügen. Weil aber die Bewegung zunächst von politischen Biele gleichfalls fest und unentwegt im Auge behält, find, sollen nie mehr öffentliche Schulden gemacht werden, selbst den Städten und Industriearbeitern ausgeht und hier erst feste dieselben- die politischen und ökonomischen Biele sicher erreichen Privatschulden nie mehr eingeklagt werden können. Eine pro- allen Grundsägen streng einverstanden und nur in Bezug auf Wurzel schlagen muß, so tommen fie einander in's Gehäge. In wird, während ein von der Kapitalmacht ausgefogener, von der greffive Einkommensteuer soll alle öffentlichen Ausgaben beden, bie Bweckmäßigkeitsfrage getrennt, wie bald die politische WirtFortschritts- und liberalen Partei demoralisirter Arbeiterstand bie Kapitalisten vollends ruiniren, Sparsamkeit im öffentlichen famkeit beginnen soll, hat jede von beiden viele und gute Gründe ökonomisch und politisch versumpft und sich und das gesammte und Privathaushalt erzwingen und blos eine kleine Grundeigen- samkeit beginnen soll, hat jede von beiden viele und gute Gründe Bolt an den Rand des Verderbeus bringt. für ihre Bevorzugung einer sofortigen, oder aber einer zu verschiebenden politischen Thätigkeit. er ist thümerklasse übrig lassen. So find wir uns bewußt, daß, wenn wir die ökonomischen Man sieht, der Plan ist nicht blos revolutionar Schäden der heutigen Welt aufdecken, wir den Anfang machen auch reaktionär. Der industrielle Lohnarbeiter ist nicht mit Der Mensch ist eben nicht allwissend, und sein Blick in die zur Heilung derselben und zugleich dadurch bewirken, daß das bebacht; benn mit der Vernichtung der Kapitalistenklasse wird Bukunft ist beschränkt. Es ist gewiß höchft wünschensweeth, daß Bolt insgesammt nach und nach aufgeklärt wird und erstartt, auch die Industrie vernichtet; mit dem Kredit- und Spekulations- wir nicht von den kommenden Ereignissen überrascht werden; allen reaktionären Bestrebungen, mögen dieselben von der Ne- wesen verschwindet die Attumulation, die Kapitalbildung im blutige Arbeiteraufstände sind hier zu Lande, wo die Gegensäge gierung, von der Fortschrittspartei oder von den Deutsch- Con Großen. Was thut's? Der städtische Lohnarbeiter mag Klein- des Kapitalismus und der Lohnarbeit unvermittelt aufeinanderservativen ausgehen, einen wirksamen Damm entgegenseßen und bauer werden und wie Cincinnatus seine Rüben auf einer Pflug- plazen können, jeden Augenblick möglich und können bei dem zur vollständigen Freiheit gelangen wird. schar als Tisch genießen. Die Industriewaaren, welche dem ießigen Mangel an Aufklärung unter den Arbeitern und an öroßartiger Organisation nur verderblich für unsere Sache aus- fallen. Eine möglichst rasche Propaganda und Organisation also — wie unsere Fraktion sie wünscht— i st geboten. Andererseits aber ist die Gefahr, daß eine vorwiegend politische Thätigkeit bei dem Mangel unserer Propaganda-Mittel in die verpfuschenden Hände der überaus zahlreichen und schlauen Gewerbspolitiker falle, nicht zu unterschätzen— und darin haben die gewerkschast- lichen Sozialisten Recht. So haben wir also drei Arbeiterparteien, d. h. drei Par- teien, welche weit überwiegend aus unzufriedenen und zur Macht strebenden Arbeitern bestehen und für die Rechte der Arbeit kämpfen wollen. Unsere kapitalistische Presse findet ihren Bor- theil darin, sie alle drei in einen Topf zu werfen und als „Communisten" zu verschreien; und der unterseeische Draht meldet Alles, wa» er drüben von unserer Arbeiterbewegung meldet, lediglich in diesem Sinne. Das müssen die Leser be- während wir also bereits eine größere ländliche Arbeiter- bewegung haben, als irgendwo in Europa vorhanden ist, und obgleich unsere Farmer durchschnittlich aufgeklärter und selbst- ständiger denken als die europäischen, sind wir doch andererseits hinter der europäischen Sozialdemokratie weit zurück, weil wir eine Nation in buntester Mischung und durch unsere vermeint- liche Selbstregierung in vielfacher Weise zersplittert und ent- muthigt sind. Man erwarte von uns nicht zuviel; wir werden in allen Fortschrittsbewegungen immer nur Nachtreter Europas bleiben. Desto weniger aber wird es Zeit kosten, daß wir Europa nacheilen, wenn dieses uns ein erhebendes Beispiel giebt. Die Bewegung wird sich beschleunigen, wenn demnächst (1. Oktober) die Baarzahlungen wieder aufgenommen werden. T>a die Arbeiterverhältnisse dadurch gar nicht, die Geschäftslage kaum merklich, beeinflußt werden können, so fällt die letzte Prophezeihung unserer kapitalistischen Presse und Polittker, daß nämlich mit der Baarzahlung bessere Zeiten kommen müßten, zu Boden. Es wäre zu wünschen, daß bald hinterher die Greenbackler in die Macht kämen, um uns mit Papiergeld zu überschwemmen und durch schlimme Erfahrungen zu beweisen, daß auch dieses Heilmittel der schlechten Zeiten nicht anschlagen kann. Bor 1880 ist dies nicht zu erwarten, und bis dahin müssen wir unsere Erwartung auf rasche Ausbreitung unserer Propaganda vertagen. In Berücksichtigung der ihr entgegen- stehenden Hindernisse müssen wir mit unseren bisherigen Er- folgen zufrieden sein. Sozialpolitische Uebersicht. — Die orientalische Krisis ist insofern in ein neues Stadium gelreten als Rußland klein beigegeben und sich ent- schlössen hat, der Forderung Englands gemäß, den ganzen Vertrag von San Stefano dem Congreß vorzulegen. Nur will die russische Regierung, um„die Dehors"(den äußeren Schein) zu wahren, dies nicht selber thun, sondern es durch den„ehr- lichen Makler" thun lassen, der auf diese Weise seinem selbstge- wählten Titel weit mehr entsprechen würde, als er fich wahr- sweilich eingebildet hat— ein„Makler" ist bekanntlich bloß der „Agent" eines Anderen, in dessen Auftrag und Interesse er zu handeln hat— gegen eine„Provision". Die„Ehrlichkeit" ist natürlich seine Sache. Auf welche„Provision" Fürst Bismarck rechnet, da« können wir nicht wissen. Vorläufig hat er mit seiner„Gürtelrose" zu thun, die etwas bösartiger ist, als man erwartet hatte. Wie lange die orientalische Frage ihr„fried- liches Geficht" behalten wird, das können wir freilich nicht sagen.— Der deutsche Kaiser soll sich die Schwulitäten seines Petersburger Neffen sehr zu Herzen nehmen, es heißt, er habe neulich geäußert, daß Preußen seinen„traditionellen Bundesge- Nossen" und„Erbfreund" nicht im Stich lassen kann. Das ist indeß offenbar russische Tendenzlüge, denn ein preußischer König und deutscher Kaiser muß wissen, wie infam der sogenannte „Erbfreund" uns Deuffchen und speziell Preußen mitgespielt hat. Wir erinnern nur an den beispiellos schuftigen Berrath nach der Schlacht von Jena und den Tilsiter Frieden. Der deutsche Kaiser ist also durch die, sich als Patrioten aufspielen- Der Osten röthet sich. Im Osten, wo noch nie ein Strahl Der Bölkerfreiheit sich gezeigt; Wo freventlich zur Menschenqual Selbst das Gesetz die Hände reicht; Wo'S Menschenantlitz trägt den Zug, Den finstern Zug vom Schmerz geprägt; Wo auf den Lippen liegt der Fluch, Der sich für Unterdrücker regt; Wo, von der feigen Macht bezahlt, Der schufttge Berräther schleicht; Wo man mit Henkerthaten prahlt, Der Muthigste am Galgen bleicht.— Im Osten, wo man fast verzagt, In GeisteSnacht und Geistesnoth; Wo's nie geleuchtet, nie getagt, Da schimmert jetzt das Morgenroth. Im Osten, wo man frech verhöhnt, Das Völkerrecht und Bölkerwohl, Wo sterbend der Gefang'ne stöhnt, In Kerkerhöhlen, dumpf und hohl. Von jeder Menschenhilfe weitl Und fern vom treuen Mutterherz; Die grause letzte Lebenszeit, Beschwert noch, von der Kette zog:— Wo die Leibeignen man befreit, Zu schwächen nur den Adelstand— Und dann dem Hunger sie gewecht, Verstoßen, ohne Haus und Land; Wo man fich rühmt noch solcher That, Betitelnd sie—„Humanität"— In Wahrheit heißt sie Volksverrath Und Drachensaat, die man gesät. Im Osten, wo so oft noch schlägt, Ein Tigerherz in Menschenbrust; Wo man des Krieges Fackel trägt, Ins Nachbarland, aus Beutelust. Wo man ein Bollwerk hergestellt, Für grimmige Despotenmacht; Wo um ven Herrscherthron gesellt Sich, Habsucht, Bosheit, Niedertracht: Dort ist der Vorkampf nun entbrannt Und fordert unfern Beifallsgruß, den Verbreiter dieses Geschichtchens schrecklich verläumdet, und beleidigt worden.— Sehr übel ist von den deutschen und nichtdeutschen Russen die Demonstration vermerkt worden, welche gelegentlich eines, dem englischen Thronfolger(Prinzen von Wales) zu Paris gegebenen Zweckessens vom Stapel gelassen ward. Die vornehmsten Vertreter der französischen Republik wetteiferten mit dem künftigen König von England in Betheue- rungen der Freundschaft, so daß das Fest zu einer offiziellen Kundgebung im Sinne einer französisch-englischen Allianz wurde— für die Herren Russen und deren Anhängsel allerdings im jetzigen Moment kein sonderlich angenehmes Thema. — Majestätsbeleidigung aus übergroßer Majestäts- Verehrung war das sonderbare Verbrechen, wegen dessen am 3. d. drei in bayrischen Diensten befindliche preußische Unter- offiziere sich vor das Militärbezirksgericht zu München ver- antworten mußten. Die Betreffenden— der Fall ist unseren Lesern sicher noch im Gedächtniß— tranken bei der letzten Feier von„Kaisers Geburtstag" sehr eifrig Kaisers Gesundheit, hatten| dann aber keine Lust, hernach noch Königs Gesundheit zu trinken, nämlich die des bayrischen Königs, ihres neuen Sonverains. Sie huldigten offenbar dem Grundsatz: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir, und erkannten, entgegen dem Spruch:„Weß Brod ich eß, deß Lied ich sing" den Bayern- könig nicht als vollmächttgen Gott an. Diese monotheisttsch- exklusive Kaiserverehrung empörte die loyalen Bayern-Gemüther: ein Prozeß auf Beleidigung der bayerischen Majestät wurde eingeleitet und kam am 3. d. zur Erledigung. Einer der An- geklagten, der seine Harmlosigkeit nachwies, wurde freigesprochen, die beiden anderen zu einmonatlichem Gefängniß und Kassirung verurtheilt. Der Staatsanwalt, der von sittlicher Entrüstung und Loyalität triefte, hatte 6 Monate Gefängniß beantragt. — Ein Soldatenbrief. Bon einem Parteigenossen ist der„Neuen Offenbacher Zeitung" folgender Brief eines zur Uebung eingezogenen Landwehrmannes zur Benützung mitgetheilt worden: Mainz, den 31. April. Liebe Frau und Kinder! Ich will Euch einige Zeilen schreiben über mein Soldaten- leben, welches sehr traurig ist! Wir exerzieren schon zwei Tage, haben aber iveder Geld noch Kost erhalten; doch hat uns der Hauptmann heute gesagt, wir würden morgen, den 1. Mai, für Kost und Löhnung pro Tag 50 Pf. erhalten; für dieses Geld müssen wir uns verköstigen. Wir sind drei- viertel Stunden von Mainz in Baracken untergebracht— da ist es sehr schlecht. Die Uebungen dauern von Morgens Vj? bis Mittags 11 Uhr, von Nachmittags 2 bis W Uhr, und dabei bin ich unter lauter Preußen, weshalb Ihr begreifen werdet, daß ich froh bin, wenn die 12 Tage vorüber find. Schreibe mir gleich wieder ob Du etwas erhalten hast aus .der Kreiskasse. Wenn ich komme, kann ich Euch mehr er- zählen über das-- Leben. Ich grüße Euch Alle herzlich. (Folgt Unterschrift.) Der Brief, welcher in seiner schlichten Sprache„Bände redet", bedarf keines Commentars. — Zum Verhungern zu viel, zum Leben zu wenig. Der Fabrikinspektor für die Provinz Schlesien hat berechnet, daß eine Arbeiterfamilie, bestehend aus Mann, Frau und drei Kindern, das folgende Einkommen bedarf, um nur nothdürftig existiren zu können: für Brod 141 M., das find jährlich unge- fähr 400 Kilo oder monatlich 33,3 Kilo, Kartoffeln 162 M., jährlich ungefähr 4050 oder monatlich 337,5 Kilo, Gemüse 72 M>, jährlich ungefähr 360 oder monatlich 30 Kilo, Fleisch und Fett 252 M., jährlich ungefähr 252 oder monatlich 21 Kilo, Kaffee und Zucker 108 M., Genußmittel 72 M., zusammen Essen und Trinken 807 M. Hierzu Kleidung: des Mannes 55 M., der Frau 35 M., der Kinder 44 M., zusammen 134 M. Stiefel und Schuhe 70 M., Hauszeräth ec. 60 M., Steuern 12 M., Knappschaftsbeitrag 28 M., Wohnung 80 M., Heizung Dort an der Newa eis'gem Strand, Da fiel bereits der erste Schuß. In Petersburg, da eilt' herbei, Die Rächerin mit festem Muth Und badete das harte Blei In fließendem Tyrannenblut. Bald kommt die Zeit, wo sich erhebt, Die Slavenjugend heldenhaft; Das Auge klar, den Geist belebt. Die Hand gestählt mit Elsenkrast. Jetzt gähret noch der dumpfe Groll, Doch bald wird er zum rothen Grimm, Dann heischt Gerechtigkeit den Zoll, Dann geht es den Bedrückern schlimm. (Weh' jedem Reich, wo man brutal, Das Recht zum wirren Knoten schürzt Und Landesbürger unter Qual, In tödtliches Verderben stürzt.) Stimm unfern Gruß und unfern Dank, Du Slavenjugend tapfer, kühn, Mög' Jeder, der noch feigheitskrank, Genesen und für Freiheit glüh'n! Charlotte Westphal. „Sich amüftren." Unter vorstehender Ueberschrift bringt der„Staats-Socialist" ein Feuilleton von P. Gisbert, welches nicht gerade vom christ- lich-sozialen Standpunkte aus geschrieben ist. Dem anregenden Artikel entnehmen wir den letzten Theil: „Verfolgen wir einmal, so hebt der Artikel an, den Ver- lauf des Amüsements eines Menschen, der in Berlin„durch- gehen" will.— �. Mit dieser geschmackvollen Bezeichnung belegt man in Berlin das zweifelhafte Vergnügen, in gemeiner Umgebung die Nacht todtzuschlagen._. Zuerst sucht er irgend eine Kneipe mit„weiblicher Bedie- nnng" auf, die in den Blättern unter den verlockend sein sollen- den Titeln„Bedienung von zarter Hand",—„in- und ausländische Bedienung" k.—„recht aufmerksame und zuvorkom- mende Bedienung" angekündigt wird. Dort genießt er nun das hohe Glück, daß ihm das schlechteste Bier von der unorthogra- phischsten Jungfrau präsentirt wird, die vielleicht vor Wochen noch den Kehrbesen geschwungen hat und jetzt von einer rohen ausgelassenen Männerwelt dazu dresfirt wird, auf die schlüpf- rigsten Äitzchen einzugehen. und Beleuchtung 21,6 M., macht zusammen 1192,6 Mark zur Bestrritung des Hausstandes.— In runder Summe also würde eine schlesische Arbeiterfamilie, bestehend aus 5 Köpfen, 1200 Mark bedürfen, um vor nagendem Hunger einigermaßen geschützt zu sein. Wie gestaltet sich aber d e Sachlage in Wirklichkeit? Derselbe Fabrikinspektor hat ermittelt, daß beispielsweise die im Regierungsbezirk Oppeln in der Textil- Industrie beschäftigten Arbeiter mit einem Wochenlohn von 6, 7— 8 Mark, die Tage- arbeiter mit 8 M., die Weber mit S M. aufgeführt find. Im Re- gierungsbezirk Breslau erhielten die Tagearbeiter im Jahre 1876 wöchentlich 6 M„ in den Spinnereien 7—9 M. Die im Kreise Hirschberg in den Papierfabriken beschäftigten Arbeiter hatten eine Wocheueinnahme von 7— 9 M., die Eigarrenmacher im Kreise Brieg eine solche von 10— 12 M. Hierbei sei noch be- merkt, daß hier nicht die niedrigsten der zur Zeit gezahlten Löhne herausgegriffen sind; die Mehrzahl der Arbeiter hatte eine Ein- nähme von nicht über 6— 16 M. pro Woche, und die Löhne haben inzwischen keineswegs eine Steigerung erfahren. Nach obiger Berechnung sind aber wöchentlich 23 Mark zur Besttei- tung der Haushaltungskosten einer Familie mit 3 Kindern er- forderlich, während in den meisten Fällen nicht die Hälfte dieser Summe verdient wird. Man wird uns nicht den Borwurf machen können, daß unsere Darstellung„tendenziös" gehalten sei; hier sprechen nackte Zahlen, die mehr als ganze Bände be- weisen, daß die Mehrzahl der Arbeiter zum Verhungern zu viel, zum Leben zu wenig verdient. — Daß das Vereins- und Versammlungsrecht Ar- bessern gegenüber nur von Polzeignaden existirt, beweist auch der nachstehend erwähnte Vorfall, der sich in Augsburg zutrug und über den der Augsburger„Volkswille" Folgendes berichtet:„In der am vergangenen Montag bei Holzheu statt- gehabten Versammlung von Mitgliedern des allgemeinen deutschen Schneidervereins stellte der Polizeibeamte Offiziant Ernst, nach- dem die Versammlung bereits zu Ende war, an den Vorfitzenden, Herrn Hahn, das Verlangen, ihm von jedem Redner, der in der Versammlung gesprochen, Vor- und Zunamen, sowie Woh- nung und Heimath des Betreffenden anzugeben. Als der Vor- fitzende erklärte, daß er dies nicht Alles wissen könne, überreichte ihm der Beamte ein Stück Papier, auf welchem die Namen der Redner verzeichnet waren, und verlangte jetzt, der Vorfitzende solle jede dieser bezeichneten Person nach Bornamen, Wohnung und Heimath fragen, diese zu Papier bringen und dann ihm (dem Polizeibeamten) sübergeben. Als der Vorsitzende sich weigerte, dieses Alles aufzuschreiben, löste der Polizeibeamte die Versammlung auf!— Daß derartige Willküratte unmöglich wären, wenn Gesetzesvcrletzungen, die fich die Polizei zu Schulden kommen läßt, streng bestraft würden, leuchtet ein. Wenn aber statt Strafen für Gesetzesverletzungen, in der Regel Belobi- gungen für„regen Diensteifer", wie man die willkürlichen Hand- langen der Polizeibeamten den Arbeitern gegenüber zumeist be- nennt, erfolgen, dann ist es auch nicht zu verwundern, wenn die niederen Polizeiorgane sich wenig um solche Gesetze kümmern, die die Rechte des Volkes garanttren. — Während das offizielle Paris: das Paris der be- fitzenden Klassen und der Ordnungsparteien anläßlich der Welt- au-stellung in einem Meer von Wonne schwimmt und einen wahren Wolkenbruch von Friedens-, Freiheils- und Brüderlich- keitSphrasen über uns losläßt, vollzieht sich in demselben Paris ein Prozeß, der all diese Phrasen zu elenden Lügen stempelt. Wir memen den Prozeß gegen die angeblichen„Internationalen", die neulich verhaftet wurden. Am 4. d. standen zwei der fünf Verhafteten vor dem Zuchtpolizeigericht: der Italiener Eosta und der Franzose Pedoussant. Ersterer wurde zu 2 Jahren, letzterer zu 13 Monaten Gefängniß, beide zu je 500 Frcs. Geld- büße verurtheilt. Die Details der Prozeßoerhandlungen liegen uns noch nicht vor; aber so viel wissen wir, daß die ganze An- klage schon aus dem einfachen Grunde vollkommen hinfällig ist, weil die Internationale, für welche die Berurtheilten Propaganda gemacht haben sollen, gar nicht mehr existirt. — Eine Schmach!„Am Plattenberg", in einem Staats- schieferbruch des Schweizer Kantons Glarus, verunglückten den Man kann nämlich bei solchen und ähnlichen Gelegenheiten die Bemerkung machen, daß der Mann viel roher als die Frau ist und wenn eine Frau gesunken, läßt sich in 999 von 1000 Fällen das Dumas'sche Wort in„cbercbe- l'homme" übertragen. Eine merkwürdige Erscheinung in solchen mit weiblicher Be- dienung gesegneten Kneipen ist auch, daß die„Stammgäste", die fich einer freundlicheren Zuspräche der nicht ganz olympfähigen Hebe erfreuen, meistens aus unreifen, bartlosen Bürschchen und aus sehr, sehr bemoosten Ehemännern bestehen; aus den Leuten also, die des Lebens Kelch erst an die Lippen führen und die „echte Bier-Hebe" noch einer platonischen Zuneigung für fähig halten und denjenigen, die das seltsame Bestreben haben, die thatsächlich längst entflohene Jugend jener unorthographischen Jungfrau gegenüber geltend zu machen und sich so unverheirathet wie möglich zu geberden. Die gereiftere Jugend ist hier seltener zu sehen und wenn sie da ist, dann tritt sie den Nimmersatten Trinkgeld Hyänen, die durchaus immer noch„eine Erlanger" oder(wenn es eine Wein- kneipe ist)„ein Fläschchen Rothspon" bringen wollen und immer zu Gunsten des WirtheS einen gottgesegneten Appetit haben (weiß der Himmel, wieso sie den bekommen!) als das abwehrende Prinzip der gesuuden Vernunft entgegen. Der unreife Jüngling„genirt sich," diesen„Emmy's" und „Hulda's" etwas abzuschlagen und der als unverheirathet geltende untreue Ehemann prahlt damit, ihre Trinkwünsche zu erfüllen, für die sie vom Wirthe ihre Procente erhalten.— Begleiten wir den„Durchgehenden" zu seinem nächsten Bergnügungsziele, in eines der berüchtigten Berliner Tingel- Tangel.— In den Hafenstädten entstanden, wo wüste Matrosen nach langer gefahrvoller Meerfahrt die sogenannten Lebensfreuden bis zur Neige leerem, wo sie von Grog und Gier berauscht, die Stimmen von Frauenzimmern hören und selbst mitbrüllen wollen, find diese Tingel-Tangels auch in das Binnenland vorgedrungen und haben besonders in der„Metropole der Intelligenz" eine Pflege gefunden, die einer besseren Sache würdig iväre. Mancher Matrose würde wohl mit Recht sagen dürfen, daß ihm die Landratten in der Goutirung und m dem in- nigen Berständniß dieser Pflanzstätten der Gesangkunst„über" sind.— Der Durchschnitts- Apparat dieser Kunst-Akademien ist: ein Podium, auf dem ein halb Dutzend mehr oder minder dekolle- tirter geschminkter Damen fitzt, ein Klavier, daß ein verfehlter LiSzt bearbeitet und ein„animirtes" Publikum, das die Refrains der sinnlosen in- und ausländischen Gesänge mitjohlt. Um das Publikum, das sich(leider!) aus jungen Offizieren Wie lange wird's dauern, bis die„ Gesellschaft" einmal einsieht, daß sie sehr wohl ohne Pfarrer( alte und junge), nicht aber ohne Arbeiter bestehen kann? " 17. Juli vorigen Jahres mehrere Arbeiter, zum Theil tödtlich. fima H. Randell u. Co. an der Beekmanstreet in Newyort Sozialdemokraten und einzelnen Wilden, ferner außer einigen Für diese Verunglückten und deren Familien bittet nun Pfarrer zu verschaffen. Die ehrenwerthe Firma zeigte in den Tages Fortschrittsleuten, für denselben fast der ganze Reichstag, und Ritter von Elm das Publikum um„ milde Gaben". Unser blättern Beschäftigung für Knaben, Mädchen 2c. an und traf unter diesen absolut arbeiterfeindlichen Elementen befand Schweizer Parteiorgan nennt das mit Recht eine Smach" und mit den fich Meldenden die Uebereinkunft, nur monatlich zu sich mit dem größeren Theile des Fortschritts auch der große meint: Alte Pfarrer pensionirt der Staat, die Kinder verun- zahlen. Jedoch, ehe der Monat um war, entließ man die Be- Gewerkvereinsanwalt Dr. Mar Hirsch. glückter Arbeiter müssen das öffentliche Mitleid anrufen!" schäftigten wieder unter irgend einem Vorwande und suchte wieder Dr. Mar Hirsch hat also für das Interesse der GroßAndere. Als nun endlich eine Anzahl derartig geprellter Leute fabrikanten, gegen das Interesse der Arbeiter geAnklage auf Schwindel erhob, stellte es sich heraus, daß neben stimmt! diesem auch noch andere Geschäfte ein derartig erbärmliches Wir kennen natürlich diesen edlen Arbeiterfreund", der die Spiel trieben. Aehnliches kommt beiläufig auch in Eu Arbeiter immer mehr gefesselt dem Kapital auf die Schlachtbank - Wie das Schweizer Fabrikgesez ausgeführt wird. ropa vor. zu liefern versucht; doch giebt es noch einzelne Arbeiter, welche In der„ Tagwacht" lesen wir:„ Die Herren Seidenfabrikanten den heuchlerischen Phrasen des Dr. Mar Hirsch und seiner Binggeler in Wädensweil lassen nicht nur 11 Stunden per politischen Freunde Glauben schenken. Tag arbeiten, sondern die Arbeiter müssen an einem 14tägigen Parteigenoffe J. Scheil, welcher seit dem 15. Februar Sollte diesen Verblendeten nun nicht die oben angeführte Bahltag auch mit einem Löhnlein von 6-15 Franken vorlieb d. J. im Kreisgerichtsgefängniß in Iserlohn, wohin er wegen nackte Thatsache die Augen öffnen!? nehmen. Allerdings giebt es oft noch Bulage", nur werden Ueberfüllung des Gefängnisses in Bochum transportirt worden Die Sozialdemokraten hatten den Antrag gestellt, daß die zur„ Ausbezahlung" derselben die Ohrfeigen als gesegliche war, wegen Majestätsbeleidigung eine dreimonatliche Gefängniß- Eintragungen seitens der Arbeitgeber in die Arbeitsbücher nur Münzsorten" betrachtet. Wenn sich die Arbeiter beklagen, daß haft zu verbüßen hat, war am 1. Mai durch einen Gensdarmen mit schwarzer Dinte geschehen sollen, damit man in den Corfie bei diesem Lohn nicht existiren können, dann heißt es:„ Wenn nach Dortmund transportirt worden, nm sich gegen die An- porationen der Arbeitgeber nicht durch verschiedenartige Farbe es Euch nicht gefällt, so könnt Ihr gehen." Diese Antwort ist klage der Schmähung von Staatseinrichtungen, welches Ver- der Dinte den Arbeit suchenden jungen Menschen anschwärzen", in der jetzigen Zeit sehr wohlfeil, zeigt aber auf's Deutlichste, gehen" Scheil sich in einer Dortmunder Rede sollte haben zu„ anrötheln" oder auch anbläuen" könne. Beispielsweise tönne wie„ gut" es die Fabrikanten mit den Arbeitern meinen. Schulden kommen lassen, zu vertheidigen. Scheil wurde kostenlos man sich ohne den Zusatz:" schwarzer" verabreden, daß die Es ist dies ein neuer Beweis dafür, daß bei den Gesezen zum freigesprochen. Als Zeugen und auf diesen Umstand legen rothe Dinte Sozialdemokrat, die blaue Fortschrittler, die Schuße der Unterdrückten und Ausgebeuteten es nicht blos auf wir bei dieser Notiz das Hauptgewicht gegen Scheil traten schwarze Clerikaler und die grüne Conservativer bedeute; das den Wortlaut, sondern namentlich auch auf die Garantien der u. A. auf die Redakteure Koch und Kutschbach, der In- mit rother Dinte beschriebene Arbeitsbuch würde dann wohl Ausführung ankommt. Für diese Garantien muß gesorgt timus des Sozialistentödters Max Hirsch. Also soweit sind mit sammt seinem Inhaber niemals im deutschen Reiche Gnade werden, denn ohne sie sind die schönsten Geseze nur" todte diese edlen Seelen" bereits gesunken, daß sie zur geistigen vor den Augen der Arbeitgeber finden. Buchstaben". Bekämpfung" der Sozialdemokratie zur Denunziation ihre Zu- Selbst der Berichterstatter Abg. Gensel war mit der Tenflucht nehmen müssen! Im Grunde genommen wundert uns denz des sozialdemokratischen Antrags einverstanden, doch glaubte dieser sittliche Rückgang der Herren nicht, denn wer im Stande er, daß derselbe auch nicht genügenden Schutz verleihe; man ist, die Sozialdemokratie zu bekämpfen, die doch nur das Gute müsse diesen Schutz den Behörden überlassen. will, der kann selber nicht gut sein, der ist zu Allem lediglich nur schwarze Dinte gebraucht werden dürfe, so könnten fähig. die Arbeitgebercorporationen sich auf eine andere Weise helfen. So sei ihm der Fall bekannt, daß den beliebten Arbeitern in ihren Entlassungsscheinen an einer bestimmten Stelle ein Komma, den nicht beliebten Arbeitern ein Semikolon gesetzt worden sei. Schade, daß der Berichterstatter es unterließ, diese saubere Gesellschaft näher zu bezeichnen, damit die Arbeiter Repressalien ausüben könnten. Doch nur Geduld die Reichstagsmajorität verschlechtert die Gewerbeordnung ungemein und hat die Gewerbegerichte zur Annahme für die Sozialdemokraten schon unmöglich gemacht, so daß bei geeigneter Beit die Repreffalien der Arbeiter für all die Unbill, die ihnen nach den neuen Gesezen von den Arbeitgebern zugefügt werden kann, in großem Maße nicht ausbleiben werden. Je arbeiterfeindlicher man die Gesetze macht, desto schärfer die Klassengegensäße und der soziale Kampf; desto mäch tiger werden die Arbeitervereinigungen werden und die Strikes werden bei einer besseren Geschäftslage wie die Pilze. aus der Erde schießen. " Eine„ Amnestie" in Gänsfüßchen wurde von König Umberto, des König- Biedermann's" Sohn, bei seiner Thronbesteigung erlassen. Von dieser Amnestie wurden aber, wie man nachträglich erfährt, die 12 Theilnehmer des( bekannten) Beneventer Butsches ausgenommen. Jetzt wird aus Mailand gemeldet, daß die Gefangenen vor einigen Tagen aus dem Ge--Am 3. Mai wurde der verantwortliche Redakteur der fängniß zu Capua, wo sie seit einem Jahr inhaftirt waren, nach Chemnitzer Freien Presse", Genosse Franz Pezoldt, in der dem Beneventer Gefängniß transportirt wurden. Anscheinend Expedition des genannten Blattes durch einen Gerichtsdiener sollen sie dort den Richterspruch erfahren; sie warten ja erst unvermuthet verhaftet. Gründe unbekannt. Am 1. Mai trat 13 Monate! Der Transport der Sozialisten hat zu stürmischen der gewesene verantwortliche Redakteur des„ Nürnberg- Fürther Demonstrationen Anlaß gegeben. Die humane italienische Re- Sozialdemokrat", Genosse Weber, eine Gefängnißhaft von gierung ließ die Gefangenen zu Fuß marschiren, paarweise an- 82 Monaten an. einander gefeffelt, wie Verbrecher der schlimmsten Sorte. Aber die sympathischen Begrüßungen der Menge, die sich um sie sammelte, rächte sie für die polizeilichen Brutalitäten. Der Strike oder richtiger Lockout in Lancashire dehnt sich fortwährend aus. Trotz der Entbehrungen, welche die Arbeiter sich aufzuerlegen haben, denken sie nicht ans Nachgeben, und die von ihrem Fett zehrenden Fabrikanten erst recht nicht. Einen zweiten Versuch, den Streit schiedsrichterlich beizulegen, haben sie zum Scheitern gebracht. Den Harmonie buslern wird jest jedenfalls eine eindringliche Lektion gegeben.Anfrage. Ist Jemand in der Lage, uns mitzutheilen, wie es den angeblich im Gefängniß zu Trier inhaftirten Genossen Hackenberger und Kaulig ergeht? Wir befürchten das Schlimmste, da Beide wie vom Erdboden verschwunden zu sein scheinen. Berlin, den 6. Mai. Ueber den Verlauf der Verhandlungen über die Gewerbegerichte und die Gewerbeordnung, die in zweiter Lesung morgen oder spätestens übermorgen geschlossen werden, werde ich Ihnen laut Absprache ausführlich berichten und damit in nächster Nummer den Anfang machen. Ich kann aber nicht umhin, Ihnen schon jetzt über die heutige Sigung des Reichstags einige interessante Mittheilungen zu machen. Die Hungersnoth ist, wie russische Zeitungen selber eingestehen, in den Gouvernements Kasan, Wjatta, NischneiNowgorod, Perm und Simbirsk ausgebrochen. Der Peters- Die Regierungsvorlage und auch der Commissionsbericht beburger„ Herold", der über die Nothlage in den genannten Gou- antragt: n nämlich bei der Abänderung der Gewerbeordnung, bernements eine ausführliche Schilderung gebracht hat, fordert daß die jugendlichen Arbeiter bis zu 18 Jahren ein Arbeits die Regierung auf, der bedrängten Bevölkerung zu helfen. Wie buch führen müssen. Man kann eine solche Bestimmung immerhin naiv! Die Regierung, die in Folge der beständigen Erobe- unrichtig und der Gewerbefreiheit zuwiderlaufend finden, doch rungskriege das Volk bis auf's Blut aussaugte und aussaugen motivirt sich dieselbe wenigstens in etwas dadurch, daß bei den mußte, nur um das nöthige Geld zum Kriegführen zu erhalten, jugendlichen Arbeitern, ja selbst zum Schutze derselben, eine die Regierung, die jetzt selber an dem Rande des allgemeinen strenge Controle ausgeübt werden muß. Bankerotts angelangt ist diese selbe Regierung soll dem Der Abgeordnete und Commerzienrath Stumm aber, dem hungernden Bolte helfen? Und dann wenn das milde diese Beschränkung nicht genügte, und dessen innigster Wunsch, Bäterchen" Hunderttausende auf den Schlachtfeldern opfert, was die Arbeitsbücher überhaupt bei allen Arbeitern eingeführt zu verschlägt es, wenn abermals Hunderttausende in der Heimath sehen, auf allzu großen Widerspruch stieß, beantragte, das Arbeits verhungern? Wenn sich das russische Volt nicht selbst hilft, buch auf diejenigen Arbeiter, welche das 21. Lebensjahr noch von der Seite wird ihm nie Hilfe zu Theil. Wie könnte auch nicht erreicht haben, auszudehnen. der Räuber dem Beraubten helfen! Nach Schluß der heutigen Sizung erlebte man noch eine höchst tragi- tomische Scene. Von der Zuhörertribüne herunter erklang, als die Abgeordneten sich anschickten, den Sigungssaal zu verlassen, eine grelle Stimme, die sich das Wort erbat und nun in längerer lauter Rede auseinandersetzte, wie schmachvoll das Bolt belogen und betrogen werde. Der Redner, eine verkrüppelte Person in den 30er Jahren, ersuchte darauf die noch anwesenden Reichsboten, zu einer geheimen Sigung in seiner Wohnung, die er auch genau angab, zusammenzutreten, um ihnen wichtige Entdeckungen zu machen. Nun aber ereilte das Geschick den Redner in der Person des robusten Hausmeisters, der den Redner aus dem Hause auf die Straße dirigirte. Hier fand man denselben bald darauf ruhig vor dem Hauptportal stehen und bemerkte, daß er die heraustretenden Abgeordneten scharf firirte. Plöglich trat er, als die Sozialisten aus der Thür traten, auf den Abg. Hasenclever zu, den er eindringlich bat, doch seine Sache in die Hand zu nehmen und den Reichstag zu veranlassen, zu einer geheimen Sigung in der Wohnung des BittBei der Abstimmung erhielt dieses arbeiterfeindliche stellers zusammenzutreten. Der höchst wahrscheinlich etwas irrAmendement des rheinischen Schlotjunters" die Majorität. Und sinnige Mann kannte Hasenclever nicht persönlicher redete Eine noch billigere Arbeitskraft als die chine- als nun der ganze Paragraph mit diesem Amendement zur ihn nur immer mit: Herr Abgeordneter an weshalb es der sische, schreibt man aus Amerika, wußte sich die Buchbinder- Schlußabstimmung gebracht wurde, da erhob sich, außer den Umgebung sehr verwunderlich erschien, daß sich der Petent gerade in Civil, aus Handlungsdienern und neugierigen Fremden re- Frauenzimmer als raffinirte weibliche Bedienung zur Welt kommt, krutirt, von Zeit zu Zeit noch mehr zu ,, animiren", gerade wie vielmehr, daß irgend welche Nothlagen des Lebens junge Mädman einem Roß die Sporen giebt, schreitet in den Zwischen- chen zwingen können, sich als ,, Bierheben" ihr Brod und mehr pausen eine jener ,, Sängerinnen" vom Podium herab und geht, zu verdienen. mit einem Teller bewaffnet, durch die Reihen der Kunstmäcene, Da giebt es Puzmacherinnen, Schneiderinnen und Verkäufeum den Lohn der Welt zu empfangen. tragen. rinnen aller Art, die durch eine schlechte„ Geschäfts- Conjunktur" außer Stellung gebracht werden und eine Beschäftigung, die sie noch nicht ganz und gar dem Laster preisgiebt, mit Freuden be" " " „ Tanzstunde", hinter deren harmlos flingenden Namen sich ein Institut verbirgt, in welchem tanzlustige Nähtermädchen und Ladenmamsells" aller Art von einem routinirten HerrenPublikum systematisch dazu gezüchtet werden, den Nachwuchs, die Rekruten zu jenem, leider großen Heere der Demimonde zu bilden in fenen großen spätnächtlichen Ball- Lokalen, die allein geeignet wären, einer Stadt den Namen„ Babel" zu verschaffen und in denen das Laster wie eine Herrscherin einherstolzirt und ihrer Gemeinheit, Frechheit und Dummheit von " Für den hat sie ein freundliches Wort, für Jenen ein Lächeln, den Dritten weist sie in die Grenzen des Zuhörers zurück, wenn er etwa durch die Opulenz eines Groschens mehr," Anspruch grüßen. auf erhöhte Nachsicht zu haben glaubt, dem Vierten beantwortet ,, Noch nicht ganz und gar," denn am Ende ist es doch Leuten huldigen läßt, welche am Tage es vermeiden würden, fie einen faulen Wiz mit einem noch fauleren, so sammtlt sie meistens eine Etappe auf dem Wege nach abwärts, ein Aufent- auch nur ihr Gewand zu berühren zum Schluß in den den schnöden Mammon und da diese Prozedur sich alle 5 Mi- haltsort an der Grenze zweier Welten, der, die noch für voll Wiener Cafés, die sich selbst so prostituirt haben, daß sie in nuten wiederholt, so bezahlen die Zuhörer das entreelose Ver- gilt, und der, die man die ,, halbe" nennt. den Nachtstunden von 1 bis 4 Uhr die Erbschaft jener von gnügen mit einem sehr hohen Entree. Und an der Stufe der anständigen Welt sizen ,, frische fröh- früher berüchtigten Berliner Nachtconditoreien" übernommen Und wofür? Dafür, daß eine Schwedin, die im Heimaths- liche" Studenten, die trunken geworden, das Mädel" um die haben, in welchen über jeder Taffe Kaffee das Messer des BerLande des ,, utan svawel och fosvor" vielleicht Wäscherin war Taille fassen, verfängliche Lieder singen, allerhand Späße liner Louis schwebte. und sich von dem Vorurtheil, daß man als Sängerin auch treiben und so allgemach das Mädel, wenn es noch nicht ganz Wer aus diesem Sumpf mit gesunder Seele herauskommt, fingen fönnen müsse, schon längst erholt hat, eine Melodie quieft verdorben ist, in den Koth zerren, in welchem es dann stecken kann von Glück sagen; wie viele aber in ihm stecken bleiben, die der Bublifus" begleitet. Das tausendköpfige Ungethüm bleibt, bis es der Venus vulgivaga in die Arme fällt.- und in diesem schmuzigen Kampfe mit den Harpyen unserer heißt in der Tingel Tangel- Sprache ,, Publikus." Steht die Bedienung" wiederum auf der Höhe ihrer Auf- deutschen Weltstadt untergehen, davon hat man gemeinsam teine Und wie wirkt er mit! gabe, d. h. ist sie auf den zotigen Ton, der bei ihr zum savoir Ahnung und man würde schaudern, wenn man manchmal die Mit Händen und Füßen! Was da in der Hervorbringung vivre unentbehrlich wird, durch jahrelange llebung dressirt, dann Spur eines Lebensschicksals verfolgen könnte. Die Bauernbon Spektakel Alles möglich, davon kann ein Gemüth, das sein tritt in der Vergiftung der Moral das umgekehrte Verhältnißfänger, von denen Manche durch ihre hohe Bildung überLeben lang in einem ästhetischen Theezirkel gewirkt, keinen Be- ein; dann ist es die Eva, welche das von der Schlange ver- raschen, wachsen nicht aus der Erde, fie rekrutiren sich aus griff haben und was in den Barianten des Refrains Alles ge- mittelte Seelengift dem Adam überbringt. den Reihen der Gesellschaft, gegen die sie dann den Krieg erlernt wird, das läßt sich nicht in Druderschwärze über- Und mancher Bursche", mancher Fuchs", in deffen Vor- öffnen. stellung noch das Bild einer hehren Mutter und einer reinen Unsere Militärbehörden wachen seit einiger Zeit mit Ich müßte fürchten, daß sie sich in Roth verwandelt. Schwester lebt, lernt so im Kreise fröhlicher Becher" mit der mehr Sorgfalt wie früher darüber, daß die„ Lieutenants in Mit dem Worte„ Es muß auch solche Räuze geben" kann eblen Weiblichkeit in einer Weise umgehen, die auf seine ſpå- Civil" nicht mehr jene geschilderten Vergnügungen als die Erman in dieſem Falle nicht mehr auskommen; es überzeugt uns teren Umgangsformen mit Frauen und seine Anschauung dieſen holung von ihren Exercitien betrachten; es wäre kein übernur davon, daß wenn die Gemüthsausbildung mit der schab- gegenüber ihren nachtheiligen verhängnißvollen Einfluß ausübt. mäßiges Verlangen, wenn auch die akademischen an das Ehrlonenhaften Schulbildung nicht Schritt hält, die letztere vor den Wie ganz anders steht da die viel verlästerte französische gefühl der Studenten appellirten und ihnen das Unwürdige Gefahren, die der Moral brohen, gar nicht fügt, eine Er- Roccoco- Beit zu uns, jene Zeitepoche, wo die Mütter aus der fener Amüsements vor Augen hielten. fahrung, die man sich bei dem phrasenhaften Geschrei nach„ Bil- Provinz ihre Söhne nach Paris in jene von geistreichen Würde dann auch von anderer Seite, ebenso wie man schon dung Bildung", dem Universalheilmittel für alle Gesellschafts- Frauen geleiteten„ Salons" sandten, damit sie dort im Ver- angefangen hat, den Wiener Café's die Nachtexistenz etwas zu frankheiten sehr wohl merken kann. tehr mit edlen, gebildeten Damen gute Sitte und Lebensart schmälern, damit vorgegangen werden, zur Ehre des ohnedies Jene Tingel- Tangel- Kunstmäcene sind zum allergrößten lernen sollten. schon auf dem Gefrierpunkt angelangten Rufes unserer WeltTheile nicht etwa ungebildete Proletarier, sondern Leute, die mit Unsere teutonische Tugend" erscheint uns in sehr bedenk- stadt, etwas mehr die weibliche Bedienung", die" Tanzstunde" ihrer Bildung ungeheuer wichtig thun- und womöglich über lichem Lichte und wir gewahren gar sehr den Balken in un- u. s. w. in's Auge zu fassen, würde man andererseits mehr Philosopheme streiten, wie es fa auch eine betrübende Erschei- serem Auge, das immer den Splitter in dem der Nachbarn darauf achten, daß beschäftigungslose Arbeiterinnen nicht gleich nung ist, daß unsere akademische Jugend die Meinung zu hegen sieht, wenn wir bedenken, wo unsere gebildete Jugend die Abend dem Laster in die Arme zu sinken brauchten, dann könnte wohl scheint, ein Seidel Bier sei weniger vergiftet, wenn es von so- und Nachtstunden verbringt. der Sumpf, dem die Pflanze der Gemüthsroheit entsprießt, genannter schöner Hand" kredenzt würde. In der Kneipe mit weiblicher Bedienung", wo der etwas ausgetrocknet werden. Die weibliche Bedienung in unseren Studenten- Kneipen ist Wih immer betrunken in der Goffe liegt, im Tingelein doppelter Schaden, einerseits für die Bedienung und ander- Tangel, dem gegenüber, wie mir ein befreundeter Pariser verseits für die Bedienten. ficherte, die Café chantants von Paris, wo sich auch künstleMan kann nicht annehmen, daß selbst das verdorbenste rinnen hören lassen, wie Dianentempel dastehen in der - Helft uns zum Siege, Genossen! Unser Sieg ist Euer Sieg, Beiträge sind zu senden an G. Nefselbosch, Langestraße 83, Mit sozialdemokratischem Gruß an einen Sozialisten wandte. Gerade als wenn selbst die un-( bekannten Vorwurf, daß die Sozialdemokratie fein ,, bestimmtes glücklichsten Menschen instinktiv fühlten, daß allein von den Be- detaillirtes Programm" habe, als das, was er ist, als lächerlich ist der Sieg des gesammten Arbeitervoltes! strebungen der Sozialisten Heil zu erwarten sei. Hasenclever und weist zuletzt die Unterstellung zurück, als ob die Sozialversprach natürlich, dem geäußerten Wunsche nachzukommen, demokratie auf dem Wege der Gewalt ihre Ziele zu erreichen Karlsruhe. worauf der Unglückliche mit höflicher Verbeugung ruhig und still strebe. Lebhafter Beifall folgte der 1/2 stündigen Rede. Auf fich entfernte. Correspondenzen. London, 28. April. Der Communistische Arbeiter- Bildungsverein hat in seiner am Samstag den 27. April stattgehabten Versammlung folgende Resolution angenommen, die er die Redaktion des Vorwärts" ersucht, in eine der nächsten Nummern aufzunehmen. Resolution. Karlsruhe. Das Wahlcomité. die nunmehr an die Versammlung gerichtete Anfrage, ob Herr Reichstagsabgeordneter Heyl, der schriftlich eingeladen worden, anwesend sei, folgt kein ,, Ja" des Hrn. Heyl, der übrigens in der Versammlung anwesend gewesen sein soll, sondern lediglich Aufruf an alle hiesigen Parteifreunde und Gewerksgenossen, ein sehr bezeichnendes Gelächter der Bersammlung. Der Vor- die sich an dem Pariser Weltausstellungsbesuche zu betheifizende kennzeichnet dies Verhalten des Herrn Heyl in gebührender Weise unter dem lebhaftesten Beifall der Versammlung In einer seiner legten Versammlungen hat der hiesige kommuligen gedenken! und giebt auf eine Anfrage aus der Versammlung nistische Arbeiter- Bildungsverein beschlossen, sich an dem Besuche der Herr Blos noch eine. furze Erläuterung der Parteien des Reichs- Weltausstellung zu betheiligen und hat auch gleichzeitig zu diesem tags und ihrer politischen Stellung, worauf, da Niemand sich Zwecke ein Comité niedergesezt um alles Weitere zu veranlassen. mehr zum Wort meldet, die Versammlung durch den Vorfizen- Um nun einerseits einer Anzahl Fragestellern gerecht zu werden, und In Erwägung, daß die Redaktion des Vorwärts" von den mit der Aufforderung zum Beitritt zur sozialdemokratischen um andrerseits das Angenehme mit dem Nüglichen zu verbinden, schlagen allem Früheren abgesehen namentlich den letzten, den Stein- Bartei geschloffen wird. Wie durchschlagend übrigens der Erfolg wir den resp. Theilnehmern am Besuche der Weltausstellung vor, sich hauerstrike betreffenden Vereinsbericht in einer Weise entſtellte, ist, den unsere Partei in der Versammlung durch den Genossen über den Tag des gemeinschaftlichen Eintreffens mit uns in Verbindaß er seinen Zweck, den Parteigenossen ein ungeschminktes Bild Blos errungen hat, beweist der Umstand, daß keines der hie- dung zu sezen, um den Besuch zu einem möglichst gleichmäßigen und über die Niederlage des Strikes und deren Ursache zu geben, in figen gegnerischen Blätter, selbst die Neue" nicht, auch nur planmäßigen zu machen.se teiner Weise entsprach; ein Sterbenswörtchen über die Versammlung hat verlautbaren London, den 2. Mai 1878. Das Comité. lassen. J. A.: F. J. Ehrhart, Secretair, Nekfhkau, 30. April. Vor einiger Zeit brachten die geg- 4. Francis St. Tottenham Court Road, wohin man alle diesbezüglichen nerischen Blätter eine Mahnung an die Fabrikbefizer, in welcher Briefe richten möge. in und mit aller Demuth und Höflichkeit die Herren Fabrikanten NB. Wir ersuchen alle Partei- und Gewerkschaftsorgane freundum eine kleine Verlängerung" der Mittagspause in den Fa- lichst von vorstehendem Aufrufe Notiz zu nehmen. brifen unterthänigst" gebeten wurden, da es sowohl im Interesse des Fabrikanten liege, als auch andererseits dem Arbeiter angenehm und zu gönnen sei. Mit dieſem letzten Gedanken wollten erhalten. A. Klmt Wiesbaden: Das preußische Vereins- und Versammsich diese Blätter in den Geruch der Arbeiterfreundlichkeit setzen, lungsgesez erhalten Sie bei der Expedition der Freien Presse", Berlin, wie sie das so oft versuchen, aber nebenbei wollten sie auch, Kaiser Franz- Grenadierplag 8 a.- A. Ddr Bochum: Die Annonce durch die Art und Weise, wie sie ihr Verlangen vorbrachten, toftet 1,80 m.- Ad. Mur in Verden: Die Brochure Christenthum bei den Herren" nicht in Ungnade fallen. Nur immer nach und Sozialismus" ist vergriffen, wird aber in neuer Auflage demnächst Reptilienart kriechen und alles auf den guten Willen der Herren erscheinen. " In fernerer Erwägung, daß die Redaktion des Vorwärts" augenscheinlich bestrebt ist, alles Licht über die hiesigen Parteiverhältnisse sorgfältig aus den Berichten zu entfernen, was nimmermehr auf das Conto des Raummangels gesezt werden tann, beschließt die heutige Versammlung des obigen Vereins, gegen ein derartig ungerechtes Vorgehen der Leitung unseres CentralBarteiorgans seine entschiedene Mißbilligung auszusprechen, mit dem Vorbehalte, bei geeigneter Gelegenheit nochmals auf diese Angelegenheit zurückzukommen." Im Auftrage: " Briefkasten der Expedition. Frdr. Kttle Kassel: Wir haben keinen Brief Fonds für die Gemaßregelten. Bon Hbr Obermeiße 2,00. Stnwg Stettin 3,00. Willede hier von Pionierabon. 1. Rate 3,45. Anzeigen 2c. F. J. Ehrhart, correspondirender Sekretair. ( Bu obiger Resolution haben wir zu bemerken, daß es uns nicht nur nicht in den Sinn gekommen ist, alles Licht über die Arbeitgeber ankommen lassen, das wollen unsere Gegner von Quittung. Rz Halberstadt Schr. 50,00. Flschr Wurzen Schr. hiefigen( englischen) Parteiverhältnisse sorgfältig aus den Be- der Presse; aber ja nicht die schon bestehenden gesetzlichen Be- 48,13. Rch Münster An. 1,50. A. Brnr Stuttgart Ab. 77,00. Bsch richten zu entfernen," sondern daß es vielmehr unser Bestreben stimmungen mit durchführen helfen oder gar den Schutz der hier Ab. 40,00. Rnt Frankfurt Ab. 30,00. Grbnstn Lindenau Ab. u. war und noch ist, möglichst viel Licht über die englischen Arbeiter mehr gefeßlich ausgedehnt und geregelt wissen wollen! Schr. 41,95. Rtr Ge enau Schr. 22,26. Star hier An. 0,00. Grd Partei- und Arbeiterverhältnisse zu verbreiten. Was unser Nicht nur, daß in hiesigen Fabriken immer noch Arbeiter unter Stötterig An. 9,35. Strs Baußen An. 0,80. Mar Mannheim Abon. " ungerechtes Vorgehen" betrifft, so gestehen wir allerdings ein, 16 Jahren zahlreich beschäftigt werden, wurde in letzter Zeit Effen Ab. 40,50. Hbr Obermeiße Schr. 0,30. Mg Besigheim Schr. 80,00. Lgs Hannover An. 0,60. HB Sonneberg Ab. 10,00. Sig daß wir aus den Berichten des Herrn Ehrhart stets diejenigen auch die 13 stündige Arbeitszeit noch um eine Stunde verlängert. 2,90. Stnwg Stettin Schr. 8,40. Biswt Forste Schr. 0,70. Bundrf Stellen gestrichen oder geändert haben, die uns zu allem anderen, Auch ist in der Sonntag u. Löscher'schen Fabrik die Frühstücks- sum Schr. 1,60. Brs Boitwarden Schr. 3,35. nur nicht dazu geeignet schienen, die Leser des Vorwärts" über pause abgeschafft worden und können die Arbeiter ihren Kaffee die hiesigen Parteiverhältnisse" aufzuklären. Als Leitung des nicht mehr wärmen. Es herrscht unter diesen über diese BeCentral Parteiorgans waren wir zu einem solchen ungerechten schränkung allgemeine Entrüftung. Vorgehen" aber nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet. Greiz, 25. April. Von hier berichtet man den Blättern, Red. des Vorwärts".) daß sich das Wollwaarengeschäft während des Darniederliegens Worms, 26. April. In einer gestern Abend hier im der Industrie fortwährend günstig weiter entwickelt und neuerSchwarzen Adler" stattgefundenen, von etwa 250 Personen be- dings wieder einen besonderen Aufschwung genommen habe, so suchten Boltsversammlung, bei welcher Dreesbach aus Mann- daß einzelne Firmen ihre Reisenden heimkehren ließen, weil sie tag Bormittags 9 Uhr; für die Freitags- Nummer bis MittAnnoncen für die Mittwoch 8- Nummer müssen bis Monheim als erster, Günther aus Worms als zweiter Vorsigender, mit Aufträgen ganz voll beschäftigt sind. Greiz arbeitet viel woch- Bormittags 9 Uhr; für die Sonntags- Nummer bis Frei Schreiber aus Mannheim als Schriftführer fungirte, berichtete für deutschen Bedarf, daneben auch erheblich für den Export. tag Bormittags 9 Uhr hier sein, wenn joiche noch bestimmt der Reichstagsabgeordnete Genoffe Blos aus Hamburg über Eine der zahlreichen Wollenwaarenfirmen z. B. hatte nach dem Aufnahme finden sollen. Annoncen, denen der Betrag nicht die Thätigkeit des Reichstags. Nachdem Redner auf die Noth- Gr. Tabl." vor ganz kurzem aus Japan einen Auftrag auf beiliegt, oder für welche der Einsender kein Depot bei uns hat, wendigkeit hingewiesen hatte, daß die Reichsboten ihre Wähler 12,000 Stück Wollenstoff, dem jetzt ein solcher von 18,000 Stüd können eine Aufnahme nicht finden. durch sogenannte Berichte über ihre Thätigkeit im Reichstage folgte. Ja, für die einzelnen Fabrikanten mag sich das Geauf dem Baufenden erhielten, kam derselbe auf die Thätigkeit schäft wohl recht günstig weiter entwickelt haben, aber wir Ar- Essen. Die wel wat printsgelber für„ Borwärts Diejenigen, welche noch Abonnementsgelder und Neue Welt", Monat werden daran des Reichstags selber zu sprechen und kritisirte in scharfer Weise beiter fühlen das Darniederliegen der Industrie bitter genug, erinnert, daß die Reste im Laufe der nächsten Woche einkaffirt werden diese Thätigkeit nach der ökonomischen und politischen Seite hin, da die Herren", welche mit Aufträgen ganz voll beschäftigt und weiterer Kredit nicht gegeben wird. welch' lettere namentlich sehr vernachlässigt worden sei. So sei sind, nur noch Hungerlöhne zahlen. Das Angebot der Hände die Orientfrage, die die Intereffen der Bölker im innersten ist so groß, daß man glaubt, dem Arbeiter auch das sonst Un- Essen. unterhaltung jeden Sonntag, Morgens um 11 Uhr und Die Parteigenoffen werden ersucht sich zur gemüthlichen Wesen berühre, namentlich von der Sozialdemokratie auf's mögliche bieten zu können. Wir Arbeiter spüren alio nichts jeden Sonntag Abend um 6 Uhr bei Wirth Friedrich Dahler, Tapet gebracht worden, während die übrigen Parteien sich mit von der günstigen Weiterentwickelung der Wollwvaaren- Industrie! Grabenstr. 39, einzufinden, wenn nicht andere Bestimmungen vorliegen. den Erklärungen, welche vom Ministertische aus abgegeben wur- Göppingen. Lohnabzüge und kein Ende! Periodisch graf- 50] den, begnügt hätten. Redner erörtert dann die wirthschaftliche siren in den hiesigen Fabriken die Lohnabzüge." Theilen" kann Mehrere Parteigenossen. " daß [ 40 Strife, die eine nothwendige und naturgemäße Consequenz der man das nennen in des Wortes verwegenſter Bedeutung; schinden Frankfurt a. M. u. Umg. Nachricht, das Wochenheutigen privatkapitalistischen Verhältnisse sei und weist den Vor- kann man es weiter nennen, weil mit den Aermsten„ getheilt" wurf zurück, daß die Sozialdemokratie die Schuld an derselben wird, mit den Arbeitern in den Webereien und den Corsett- und Monatsabonnements auf alle sozialistischen Zeitungen ,, Vorwärts", trage. Dagegen beweise der Reichshaushaltsetat so recht, wie fabriken. So ein Weber verdient,„ wenn's gut geht", bei 11% Neue Welt" ,,, Rundschau" Die Zukunft", Berliner Freie wenig haushälterisch mit den Staatseinkünften gewirthschaftet stündiger Arbeitszeit per 14 Tage noch 18 Mart im Durchschnitt, tonaer Volksblatt" u. f. w. zu jeder Tageszeit angenommen werden. Profie Boltofreund Nene Gesellschaft"," Hamburg Alwerde. Für unproduktivr Zwecke würde das Geld in freigebigster und doch hört man nichts davon, daß die Waaren billiger ge Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß bei mir Aufträge auf DruckWeise verwendet, während für produttive Zwecke die Hand auf worden sind in Folge der billigeren Produktion. Die Frauen sachen aller Art, z. B. Adreßkarten, Bisitenkarten, Rech der Tasche gehalten würde. So habe die Mehrheit des Reich und Mädchen verdienen, wenn sie ins Geschaft gehen, nicht über nungen, Circulare u. f. w. angenommen werden. Alle Drucksachen tags dem Londoner Botschafter Deutschlands 30,000 Mt. Bu- 80 Pf. im Durchschnitt( pro Tag). Die Hausarbeit ist noch werden billig und nach Wunsch schnell und bestens besorgt. lage bewilligt, während dagegen die Angestellten der ertrags- schlechter daran, da zieht man immer ab, bis es zuletzt nicht W. Knote, Kleine Eschenheimerstraße 34, 2. Etg. reichen Reichsbahnen noch schlechter gestellt seien als diejenigen mehr möglich ist, nur noch 4 Mark per 14 Tage zu verdienen. daß Sonntag, den 12. bs. Mts. das Abonnementsgeld erhoben wird. NB. Den geehrten Abonnenten obengenannter Blätter zur Nachricht, der Privatbahnen. So hätten z. B. die Bahnwärterinnen einen Und die Beyandlung erst- da können die W ber und Ar- Diejenigen, die noch für 3. und 4. Dartal 1877 und 1. Quartal 1878Lohn von 40 Pfg. täglich!! Es werde der Sozialdemokratie der beiterinnen in diesen Knochenmühlen" ein Liedchen fingen. mit Abonnements- Bahlung im Rückstande, können vor Berichtigung derVorwurf gemacht, sie wolle Deutschland wehrlos machen. Unter Die hiesigen Arbeiter sind, das fann man ohne Uebertreibung selben kein Blatt mehr erhalten. den heutigen Verhältnissen ein Bolt wehrlos machen wollen, sei sagen, so pessimistisch, daß sie alle Hoffnung auf ein Besser ein Unsinn, aber es gebe eben ein anderes System als das heu- werden längst aufgegeben haben. Um ihre Lage bekümmern sich Sonntag, den 30. Juni d. J.: tige der stehenden Heere, welches gleichfalls das Volk wehrhaft leider die wenigsten. Und Diejenigen, die noch etwas erreichen mache. Die Sozialdemokratie verweigere also den gegenwärtigen fönnten, die pekuniär noch etwas leisten könnten, sind ebenso Etat confequent im Gegensatz zu jenen Leuten, die( à la Eugen pessimistisch. Nach uns die Sündfluth." Da existiren eine Großes Volksfest Richter) hier und da ein paar tausend Mark der Regierung ab Menge Vereine, die keinen anderen Werth haben, als etwa alle verbunden mit Fahnenweihe in Gera. Sozialdemokratischer Wahlverein. handelten, schließlich aber das Ganze annehmen. Redner kommt 14 Tage einige Lieder zusammen zu singen; da giebt es eine hierauf auf die Gewerbe- Ordnungsnovelle zu sprechen, der die Germania, Harmonia, Cäcilia, Veltania, Lyra u. 1. w. Was Sozialdemokratie nicht in allen Theilen die Zustimmung ver- fönnten sie nicht Alle erreichen? Sind es doch lauter Arbeiter, Wir machen unsere Par ei- und Gesi nungsgenossen hierauf auffagen könne, die aber gleichwohl einem großen Theile des Boltes die etwas zu erreichen sehr nöthig hätten. Hier fehlt vor Allem merksam. Programm später. ( F. 135.) [ 3,00 spanische Stiefel anlege. Die wirthschaftlichen Reformen des Organisation und eine tüchtige agitatorische Kraft. Das VorFürsten Bismard besprechend, bemerkt Redner, daß es sich dabei urtheil, daß man es nicht anders machen kann, was ist es Hannover. Sonnabend, den 11. Mai, Abends 8½ Uhr, nur darum handle, dem Budgetrecht des Reichstags einen Stoß anders, als der Unverstand der Massen? Daß eine große Zahl im Bereinslokal, Mittelstraße Nr. 11: zu geben. Bei der ersten Berathung der Tabaksteuervorlage zum Hunger verdammt ist, nnr um eine Minderheit schwelgen feien allerdings sehr schöne Rede gehalten worden, indessen habe lassen zu können das sollte immer so bleiben müssen? Welche fich durch den Fortgang der sogenannten„ innern Krisis" der Aussichten! Nur wollen, und die Frage ist halb gelöst. Wind gedreht und der Tag sei auch hier nicht vor der dritten Lesung zu loben. Bei einem Tabaksmonopol in den Händen An die Partei- und Gesinnungsgenossen im Wahlkreise des heutigen Staats sei durchaus nichts Sozialistisches zu finden, Karlsruhe Bruchsal. Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vorlesung der Brochüre von Dr. Schäfer. [ 70 ( F. 167) Der Vorstand. Unterstützungsverein und Krankenkasse der MetallJeden Sonnabend Abend 1/29 Uhr Versammlung und Aufnahme der Staat stehe als Monopolist uns eben als ausbeutender Ka- Wie den Lesern dieses Blaties bekannt, wird demnächst im Leipzig. arbeiter für Leipzig und Umgegend.[ 40 pitalist gegenüber und er nehme eben seine Mittel daher und Wahlkreise Karlsruhe- Bruchsal eine Neuwahl zum Reichstage neuer Mitglieder, Thiemesche Brauerei, Tauchaerstraße Nr. 12. D. V. auf dem Wege, auf welchem er sie bekomme. Die Steuer- Re stattfinden. Sonnabend, den 11. Salon, 1 Treppe: Ottensen. Burmeister's Gal, ai, Abends 8½ Uhr in Deffentliche Arbeiterversammlung. Tages- Ordnung: Der Sozialisten- Congreß in Gotha. formen" seien feine Reformen sondern Fortschritte nach rüd- Die hiesigen Parteigenossen haben sich die Aufgabe gestellt, märts, die zu einem gebeiblichen Ende nicht führen könnten. im 10. bad. Wahlkreis soviel Stimmen als möglich für unseren Redner berührt sodann die Anträge der sozialdemokratischen Ab- Candidaten zu werben. Zu diesem Behufe soll der Wahlkreis geordneten zum Haftpflichtgeseh, welche wiederum an eine Com- einer rührigen Agitation unterzogen werden. An einer solchen mission verwiesen worden, über deren Entschließungen noch nichts hat es bei der vorigen Wahl gemangelt; es fanden nur in 5 zu bestimmen sei. Wie sich die sozialdemokratischen Abgeord bis 6 Orten Versammlungen statt. Die Schuld hieran trug neten zu etwa von der Regierung vorzulegenden Zoll- Reformen" nicht etwa eine Trägheit unserer Partei, sondern der Mangel Die Pflicht gebietet zu erscheinen.[ 80] Gustav Pezold. verhalten würden, sei noch nicht abzusehen; sie würden immer an geeigneten Agitationskräften. Dem ist indeß jest abgeholfen das Gesammt- Intereffe als maßgebend betrachten. Es scheine, und wir wären somit in der Lage, in dem gedachten Kreise Bei unserer Abreise von Nordhausen sagen wir unseren Gesinnungsdaß die Regierung aus den Restbeständen der in Auflösung be energisch für unsere Sache zu wirken, wenn uns die zu einem genoffen F. A. L. Sch. ein herzliches Lebewohl.( F. 159)[ 90 griffenen alten Parteien eine neue Bartei zusammenleimen wolle, solchen Feldzuge erforderlichen Geldmittel in reichlicherem Maße H. Stöcker, H. Hübner, Leipzig. 2. Reinbote, Hamburg. was ihr nicht schwer fallen würde, namentlich wenn die Ein zur Verfügung ständen, als es in der That der Fall ist. Unsere Meinen Freunden und Parteigenossen zur Nachricht, daß meine stellung des Culturkampfes eintrete. Die Sache könnte schließ- Gegner sind vollauf gerüstet; ihnen fehlt es an Mitteln nicht. liebe Frau Minna, geb. Lippmann aus Alfeld am 30. April lich so auslaufen, daß man doch noch nach Canoffa ginge" und Sollen wir auch nur mit einiger Aussicht auf Erfolg in den Mittags 12 Uhr nach 1/ 2jährigen Leiden an der Auszehrung durch die Maigeseze revidire". Der Sozialdemokratie könne das Kampf treten, so müssen auch wir über Geldmittel verfügen. den Tod erlöst worden ist. schließlich gleichgültig sein; ob die ,, Liberalen" oder die ,, Ultra- Wir richten daher an unsere Parteigenossen die dringendste Bitte, montanen länger dauerten, es würden schließlich doch die Sym- uns mit Beiträgen unterstüßen zu wollen. Es handelt sich um pathien des Volkes fich der Sozialdemokratie zuwenden. Redner eine Angelegenheit von großer Wichtigkeit und so ist denn wohl wendet sich schließlich noch gegen die Verleumdungen, welchen die Hoffnung nicht unberechtigt, daß dieser Appell an die Opfer= die Sozialdemokratie sich ausgesezt sieht, kennzeichnet den be- freudigkeit unserer Gesinnungsgenossen nicht ungehört verhalle. Bochum, 2. Mai 1878.inde Aug. Decker, [ 1,80] su Schuhmachermeister. Berantwortlicher Redakteur: Julius Künzel in Leipzig. Redaktion und Expedion Färberstraße 12. II in Leipzig. Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig