gen, bel iere ter die fen abe E und men ... un Ega ge ach rten baß hen wir an ind Bor den daß chen Find Jobl Er für bie gt; nur ngt und bon ine den Sor Erscheint in Leipzig Rittwoch, Freitag, Sonntag. Abonnementspreis für ganz Deutschland 1 Mark 60 Pf. pro Quartal. Monats Abonnements à 54 f. ben bei allen deutschen Bostanstalten auf ben 2. und 3. Monat, und auf den 3. Monat besonders angenommen. Inserate . Bersammlungen pro Betitzeile 10 Bf., 6. Privatangelegenheiten und Feste pro Betitzeile 30 Bf. Nr. 79. Vorwärts Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten und Buchhands lungen des Ju- und Auslandes. Filial Expeditionen. New York: Mr. Franz Jonscher, 177 Elm Str. cerner Broome. We. Herm. Nizsche, 348 West 37 Str. Philadelphia: B. Haß, 508 North 3rd Street. J. Boll, N. E. box Charlotte& George Str. hoboten N. J.: H. A. Sorge, 215 Washington Str. Chicago: A. Lanfermann, 74 Clybourne ave. San Franzisco:.Eng, 418 O'Farrell Str. London W.: Wilh. Hoffmann, 37 A Princess Str. Leicester Squ. Central- Organ der Sozialdemokratie Deutschlands. Parteigenossen! Laßt Euch nicht provoziren! Man will schießen. Die Reaktion braucht Krawalle, um das Spiel zu gewinnen. Gott behüte mich vor meinen„ Freunden". II. Sonntag, 7. Juli. nöthig, als das Urtheil des„ Freundes" mit dem Urtheil des deutschen Durchschnittsbürgers aufs Haar übereinstimmt. " 1878. fichtigsten Anonymitätsschleiers von keinem unserer Parteigenoffen das Geringste zu befürchten hat. Die Verfälschung der Lebensmittel vor dem Reichstage. Von H. Vogel. ( Fortsegung.) Genug: ,, der französische Sozialismus ist von jeher utopistisch und revolutionär"( der arme Cabet wird sich im Grabe herum drehen, daß er zum ,, Revolutionär" gestempelt wird!). Ergo ,, kann man es dem deutschen Bürgerthum nicht verdenken, wenn es aus dem Schlachtruf der Internationale das Signal zur kommunistischen Revolution heraushörte"! Ein logischer Salto mortale, der von bedeutender Schwung- und Sprungkraft Der Gesezentwurf stellt eine nicht zu unterschäßende Hilfe " Niemand," belehrt uns väterlich der„ Freund"," Niemand unseres Freundes" zeigt. Schade, daß seine Seh- oder Ge- gegen eine Menge von Verfälschungen und Verschlechterungen in setzt sich ungestraft festgewurzelten Anschauungen, der nationalen dächtnißkraft mit dieser Schwung- und Sprungkraft nicht auf Aussicht. Es wird in demselben den Beamten der GesundheitsSitte und den herrschenden Ideenströmungen entgegen. Es giebt gleicher Höhe steht, sonst würde er den Schlachtruf der Inter- polizei das Recht zugestanden, während der Geschäftszeit in die feine Sprünge in der Geschichte; aus langsamer Entwicklung nationale" nicht so falsch citirt nnd zu solch ,, unendlicher Geschäftsräume einzutreten und Waarenproben gegen Bescheinikeimt das Leben.„ Wer durch der Stimme Ruf den Sturm- Albernheit" verdreht haben. Freilich, wer unser Partei- Pro- gung zu entnehmen. Dem Bundesrath wird das Recht zugeschlag des Meeres übertönen will," sagt schon der griechische gramm nicht kennt, von dem ist auch nicht zu verlangen, daß standen, Bestimmungen zu erlassen über die Art der Herstellung, Tragiker, ist ein thörichter Mann." In einer Zeit der natio- er das Kommunistische Manifest" und die Statuten der Inter- Aufbewahrung, Verpackung, Beschaffenheit und Bezeichnung von nalen Bewegung ziemt es gewiß dem besonnenen Politiker, an nationalen Arbeiterassoziation kenne. Einstweilen dem„ Freund" Nahrungs- und Genußmitteln, über das Schlachten von Vieh, die allgemeinen Güter der ganzen Menschheit, an die internatio- die Notiz, daß die" Proletarier aller Länder" nicht unter dem Verkaufen von Schlachtvieh, Fleisch und Milch, über die Einnalen, einander bedingenden Interessen aller Culturvölker zu preußischen Versammlungsgesez stehen, und wohl auch schwer- richtung der Schlachthäuser und der zur Zubereitung von Naherinnern. Auch haben wir am allerwenigsten etwas dagegen, lich ein hinlänglich großes Versammlungslokal finden dürften. rungs- und Genußmitteln und anderen Gebrauchsgegenständen wenn die Arbeiter der verschiedenen Nationen ihre gemeinsamen Nachdem unser Freund in so glänzender Weise seine Be- dienenden Räume. Es wäre hiernach immer die Möglichkeit gegeben, etwas Intereffen, bis zu einem gewissen Grade ihre Solidarität be- rechtigung uns zu schulmeistern ad oculos demonstrirt hat, betonen. Auch der Freihandel ist international, so gut wie der giebt er sich auf das Glatteis des delikaten Revolutions" gründlich den eingeschlichenen und gewohnheitsgemäß gewordenen Ultramontanismus, und das Kapital macht seinen kosmopolitischen Themas um uns armen unreuigen Sündern tüchtig ins Ge- Mißbräuchen und Gesundheitsschädigungen entgegen zu treten. Freilich heißt es auch im§ 6 sehr unentschieden:„ Für das Charakter bis zur äußersten Grenze des Antinationalen geltend, wissen zu reden: wenn es sich z. B. nicht scheut, dem Feinde indirekt die Mittel ,, Wir sind überzeugt, daß es den Führern der deutschen So- Reich kann durch Beschluß des Bundesrathes die gewerbsmäßige zur Kriegführung zu liefern. Aber die sozialen Fragen können zialdemokratie Ernst ist mit der Versicherung, daß sie auf gesetz Herstellung, der Verkauf und das Feilhalten von Gegenständen, bis zu einer gewissen, ziemlich hohen Stufe, ja sie müssen auf lichem Wege mittels friedlicher Entwicklung, hervorzurufen durch welche zur Fälschung von Nahrungs- oder Genußmitteln be= nationalem Wege gelöst werden( vgl. die engl. Fabrifgefeggebung). politische Propaganda ihrer Ideen, zu ihren Zielen zu gelangen stimmt sind, beschränkt werden. Warum heißt es nicht hier Wir meinen, daß man die Kraft der deutschen Arbeiterbewegung streben. Aber die Art und Weise, in welcher lange Zeit von einfach: wird verboten"? nur geschwächt hat, indem man sie auf das internationale Gebiet einem Theil ihrer Parteipreffe und ihrer Agitatoren vorgegangen Ein echtes liberales Gemüth würde hier sogleich ausrufen: hinüberspielte. Der deutsche Arbeiter steht an allgemeiner Bil- wurde( in neuerer Zeit ist es damit etwas besser geworden), Aber wie gefähriich wäre es, wenn unserer ohnehin schon so Sung, an consequentem Erfassen einer Idee höher, als der fran- kommt, wir können's nicht anders ausdrücken, einem frivolen mächtigen Polizei so weitgehende Befugnisse gegeben würden? zösische oder englische. In England ist das soziale und politische Kokettiren mit der Revolution ziemlich gleich. Wenn einst ein Wer schüßt uns vor Mißbrauch derselben und persönlichen ChiBroblem für den Arbeiterstand ein anderes, als bei uns und sozialdemokratischer Abgeordneter im Reichstag sagte, die Ar- kanen? Wie können wir die große Macht unserer Polizei noch seine Lösung wird seit langem mit eigenartigen Mitteln, wenn beiter wüßten mit Gewehren umzugehen, wenn man erklärt, vermehren? Ich gestehe, ich traue in solchen Dingen den Staatsauch sicher vergeblich, versucht. Der französische Sozialismus à la Marat zu schreiben, wenn man die rothe Fahne zum Bar behörden zehnmal mehr Sorgfalt für das öffentliche Wohl zu, ist von jeher utopistisch und revolutionär. Kann man es dem teipanier erhebt, wenn noch in den letzten Tagen ein sozial- als den gewählten Vertretern der großen liberalen Partei". deutschen Bürgerthum verdenken, wenn es aus dem unendlich demokratisches Blatt schrieb, es wolle sich die Namen der Redak- Wir haben gesehen, was in Berlin die Herren Stadtverordneten albernen Schlachtruf der Internationale: Proletarier aller teure von Zeitungen, welche gegen die Sozialisten heßen ,,, an aus der ihnen vom Polizeipräsidium vorgelegten Bauordnung Länder versammelt(!) Euch! das Signal zur kommunistischen streichen", so darf man sich nicht wundern, wenn die Gegner gemacht haben, wie hier die Anträge zur Errichtung öffentlicher Revolution) heraushörte?" dieses kindische Drohen mit der Revolution für Ernst nehmen. Badeanstalten zc. unberüdsichtigt blieben. Warum schreit man Wir dächten, der" Freund" hätte sich und uns diese Beleh- Es mag ja manchem der ungestümeren Elemente einen ge- denn nicht von Uebergriffen der Polizei, von Bedrohung der rung ersparen können. Daß„ Niemand ungestraft festgewurzelten wissen Rißel gewähren, mit derartigen Dingen als einer Art bürgerlichen Freiheit bei gesetzwidrigen Versammlungsauflösungen, Anschauungen" entgegentritt, ist eine ziemlich bekannte Wahrheit Bopanz ängstliche Bourgeoisgemüther zu schrecken; bei einer bei gefezwidrigen Verhaftungen und gesezwidrigen Confistatio= und hat seit Jahrtausenden das nicht wenig zahlreiche Geschlecht Partei, welche die Centralisation und Parteidisziplin bis zum nen? Da böte sich diesen Wächtern der bürgerlichen Freiheit der Philister und Angstmichel von den Pfaden der Neuerung ab- Terrorismus treibt, sollten die Führer dergleichen verhüten." jetzt eine so schöne Gelegenheit, ihre Stimme erschallen zu lassen. geschreckt und, nach dem Gesetze der Trägheit, durch passive BeDer liebe Freund" hat sich auf's Glatteis begeben und die Aber in dieser Beziehung bleibt es still über den Wassern. Der wegungslosigkeit zur Hauptstüße aller alten verrotteten Lehren natürliche Folge ist eingetreten: er ist ausgeglitten und schneidet, beste Beweis, daß das liberale Angstgeschrei über polizeiliche und Einrichtungen gemacht. am Boden zappelnd, durchaus keine würdige Figur. Uebergriffe nur eitel Humbug ist. ben ide ебел dote fen Ente Dor nfer ge ber alle icht fen att ber in elb F ht ti iffe me Te en Di 11 Nimmt der Freund" es uns übel, daß wir nicht solche Philister und Angstmichel sind? Oder entschuldigt" er großmüthig unsere, freilich sehr häufigen Verstöße gegen die feftgewurzelten Anschauungen" 2c.? Wir sind uns nicht recht klar. Und daß es in der Geschichte feine Sprünge giebt" wenn wir uns nicht sehr irren, hörten und begriffen wir das schon in der Quinta. ei en be Fir bi id eth Da et uze vid fo at Les gen 00: er, rift es 00 20 " Wer auf's Glatteis geht, fällt hin; wer mit Feuer spielt, Befugnisse, welche im freien England und in der Schweiz verbrennt sich die Finger und wer der Polizei und den Staats- die Polizei schon längst ohne Anstoß besitzt, die sollen, bei ung anwälten ins Handwerk pfuscht, muß sich nachher die Finger eingeführt, die bürgerliche Freiheit bedrohen? Es ist wahr, in waschen. Oder merkt der" Freund" nicht, daß dieser Passus England und in der Schweiz ist die Polizei eine andere als bei seiner Bußpredigt einen gewissen denunziatorischen hautgout uns. Sie ist dort nicht die Herrin, sondern die Dienerin hat? Fühlt er nicht, daß, selbst wenn Alles wahr wäre, was und Warnerin des Volts, sie schafft sich Respekt nicht durch er hier schreibt, dieser Angriff, diese Anklage im jezigen Unhöflichkeit und Grobheit, sondern dadurch, daß sie sich nützlich macht. Was liegt aber dann näher, als daß auch bei uns die Moment möglichst unpassend sein würde? " 1 es Auch was über die Internationalität" gesagt wird, ist nicht ganz neu, dafür aber freilich von der unanfechtbaren Richtigkeit Und was er vorbringt, ist das Gegentheil der Wahrheit. Polizei ihre bisherige Stellung zum Publikum zu ändern habe, jedes Gemeinplages. Schade nur, daß schwer ersichtlich ist, wesKeine andere Partei hat so scharf und bestimmt, wie die daß sie ebenfalls die Wahrung und Beschützung des Volkswohls halb es der Freund" hier an den Mann bringt oder ist unsrige, Staat und Gesellschaft als Organismen, die staatliche als höchsten und edelsten Zweck ihrer Eristenz zu betrachten gees nicht zum Mindesten sonderbar, eine Lanze für die„ Inter- und gesellschaftliche Entwicklung als einen organischen Natur- nöthigt sei und nicht die Bestrebungen und Wünsche reaktionärer nationalität" im Allgemeinen zu brechen, und die Internatio- prozeß aufgefaßt, der sich nach ehernen Gesezen vollzieht, und Staatsmänner. Aber statt in diesem Sinne ihre Stimme zu nalität" dann im Besonderen, auf dem Gebiet der Arbeiter von dem Willen und den Launen einzelner Individuen ob erheben, lassen sich die liberalen Volksvertreter noch von der bewegung, zu verurtheilen? Es will uns schier bedünken, vor dieselben nun" Revolutionen" von oben, oder" Revolutionen" Bolizei beschämen, indem diese nur darüber wachen muß, daß der Logik gäbe es keine Ausnahmemaßregeln". von unten„ machen" wollen vollkommen unabhängig ist. Die liberalen Herren in der rücksichtslosen Ausnutzung Ihres Geldsackes zu Üngunsten der Volksgesundheit nicht gar zu weit Wozu ferner die kleine Vorlesung über die nationale Lösung" Vor den Schranken der Gerichte, in Dußenden von Schriften der sozialen Frage? Wir haben eine dunkele Erinnerung, das darunter die maßgebenden der Parteiliteratur in tausenden gehen. Auch in Betreff der Strafen für überführte Verfälschungen Nämliche, nur etwas deutlicher und präciser, in unserem Partei- von Beitungsartikeln ist dieser Gedanke ausgeführt worden programm( ,, Wirken im nationalen Rahmen") gelesen zu haben, ist der Parteigedante par excellence. Kein Zweifel, daß enthält der Entwurf im Allgemeinen Verschärfungen der be deffen Lektüre wir überhaupt dem„ Freund" asrathen möchten. hier und da der Gedanke einen ungeschickten Ausdruck gefunden stehenden äußerst milden Bestimmungen. Als unentschieden muß Sehr verbunden würden wir dem ,, Freund" sein, wenn er uns hat aber was will das besagen? Und daß die„ Revolution" auch hier die Bestimmung des§ 16 angeführt werden, nach an einem einzigen Beispiel nachwiese, daß ,, man die Kraft der in unsern Blättern eine ständige Rubrik bildet, hat seinen sehr welcher in dem Urtheil angeordnet werden kann, daß die Ver deutschen Arbeiterbewegung geschwächt hat," indem man sie auf natürlichen Grund darin, daß die gegnerische Breffe, um die urtheilung auf Kosten des Schuldigen bekannt zu machen sei. das internationale Gebiet überspielte". Nur ein einziges Bei- Angstmeier auf uns zu hezen oder doch mit Abscheu vor uns zu Als Grund dieser Unbestimmtheit wird angegeben, daß die Spielchen, lieber ,, Freund"! erfüllen, uns bei jeder Gelegenheit„ revolutionärer" Abfichten Veröffentlichung unter Umständen für den Betreffenden eine unDie höchst fragwürdigen Urtheile des„ Freundes" über die zeibt und die tollsten Umsturzideen" uns unterschiebt mit verhältnißmäßige Härte enthalten kann". Wie sehr besorgt ist relative Gebildetheit und die Charaktereigenthümlichkeiten der Erfolg, wie die Artikel unseres Freundes" zeigen. deutschen, franzöfifchen und englischen Arbeiter wollen wir keiner Bis zu welchem Grade die- Erregung unseres Freundes", Dem Gesezentwurf sind Motive beigegeben, über die bei Kritik unterwerfen, da dies, soll es gründlich geschehen, zu viel Dank derartigen systematischen Hezereien, gestiegen ist, erhellt Abfaffung desselben leitend gewesenen Gesichtspunkte. Auch hier Beit und Raum wegnehmen würde. Es ist auch um so weniger aus der komischen Thatsache, daß er die Aufforderung der Ber- heißt es, daß der Entwurf davon ausgehe, daß die Gesetzliner Freien Presse", die Parteigenossen sollten sich die Namen gebung auf diesem Gebiet eine weise zurückhaltung zu be" Es giebt auch noch eine andere Sorte von„ Freunden", die uns der Hetz- Zeitungsredakteure anftreichen", für ein Drohen wahren habe". Wie zart und rücksichtsvoll! jezt mit ihrer„ Freundschaft" heimsuchen- unsere Brüder" die bra- mit der Revolution" hält! Nachbarin, Euer Fläschchen. Wo Wenn es sich um die Einziehung von Steuern handelt zur marbafirenden Rindeköpfe, welche sich„ Anarchisten" nennen. tomischen enfants terribles machen uns den umgekehrten Vorwurf,„ Freundes", jedem Menschen klar sein. Diese hier das„ Kindische" liegt, das dürfte, mit Ausnahme unseres Beschaffung der nöthigen Fonds für den Militäretat, dann bewie unser volksparteilicher Freund", sie erklären uns, weil wir jegt wahrt man keine so weise zurückhaltung", dann pfändet der nicht„ losgeschlagen" haben, für Idioten oder Feiglinge. Wir können Wir hoffen, der schwachnervige Freund" hat sich inzwischen Steuereretutor ganz ruhig dem ärmsten Arbeiter den letzten dieſen liebenswürdigen Bürschchen nur den guten Rath geben, ihr Re- von seiner Ohnmacht erholt und wir fragen ihn in aller Ruhe, Schrank ab. Auch gegen Großindustrielle ist man dann nicht zept in Deutschland zu befolgen. Für die nöthigen Flinten werden ob er, ob die Redaktion der Frankfurter Zeitung", ob die Mit so rücksichtsvoll, als hier, wo es sich um den Schutz von Leben " gewisse Leute" schon sorgen, und zwar für Flinten, die„ losgehen", glieder seiner Partei sich nicht die Redakteure von Beitungen und Gesundheit handelt. Die betreffenden Industriezweige, wie und auch ein paar Millionchen, die sie ja sehr gut brauchen können,„ anstreichen", die erzinfame Artikel gegen die Partei des die Zuckerfabriken, die Brauereien und Brennereien, müssen sich um ihr bankrotes Blättchen wieder auf die Beine zu bringen," Freundes" bringen? Wir thun es, und werden es thun- die fortwährende Anwesenheit und Controlle der Steuerbeamten find bei der Affaire zu verdienen. Herr Stieber in Berlin wird ihnen wir haben uns z. B. auch den„ Freund" und diese seine Artikel in ihren Etablissements gefallen lassen. Gilt es aber gar, eine jagen, an wen sie sich zu wenden haben. Auch Träger für die angestrichen" er darf aber versichert sein, daß wir ihm kein Anzahl böser Sozialdemokraten hinter Schloß und Riegel zu gen würden die gewiſſen Leute beschaffen. Also luftig ans Wert! Haar frümmen werden, und obgleich der„ Terrorismus", den bringen, dann ist„ weise Burückhaltung" den Behörden ein ganz Es ist ein Geschäftchen" zu machen. Und ein sicheres Geschäftchen wir über die Parteimitglieder üben, nur ein von unsern Fein unbekannter Begriff. wofür wir wundersame Bebeibringen könnten, wenn nicht ge- ben„ fabrizirter Popanz, ängstliche Bourgeois zu schrecken", iſt, fo Den Motiven ist eine Besprechung derjenigen Punkte ange" " man um die armen Fälscher! wife Strupel uns daran hinde.ten. Genug: sunt pueri pueri( naben find Knaben) ernst. Berstanden? und Knaben nimmt nicht einmal unsere Polizei können wir unserm" Freunde" doch versichern, daß er sein volks- reiht," welche namentlich in's Auge gefaßt werden sollen". So parteiliches Bourgeoisgemüth umsonst geängstigt und trotz durch- sehr es nun auch anzuerkennen ist, daß die bei den angeführten R. d. B." Gegenständen in Betracht kommenden Fälschungen und Ber- schlechterungen hier in ganz vorzüglicher Weise besprochen werden — die meisten dieser Abschnitte wären werth, durch Spezial- abdrücke zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden—*), so muß doch bemerkt werden, daß dadurch, daß die angeführten Gegenstände sehr eingehend besprochen werden, sonst aber gar keine anderen erwähnt werden, der große Jrrthum erregt wird, daß sich das Gesetz nur auf die angeführten Gegenstände beziehen soll. So sagt selbst ein Fachblatt, die„Pharma- zeutische Zeitung" vom 13. April 1878:„Das Gesetz soll sich beziehen auf Mehl, Conditorwaaren, Zucker, Fleisch, Wurst, Milch, Butter, Bier, Wein, Kaffee, Thee, Chokolade, Mineral- Wasser, Petroleum, Bekleidungsstoffe, Papier, Tapeten, giftige Farben, Kinderspielwaaren, Glasur von Thonwaaren, Hausge- räth, Metall und Emaille." Die angeführten Gegenstände sind aber wahrlich nicht die einzigen Nahrungs- und Genußmittel und Gegenstände des häuslichen Gebrauchs, bei welchen Ber- fälschungen vorkommen, und zwar solche, die sehr wohl gesund- heitsschädlich werden können. Bereits in der im Jahre 1873 von dem Schreiber dieses Aufsatzes erschienenen Broschüre:„Die Verfälschung und Ber- schlechterung der Lebensmittel" sind eine Reihe anderer Nah- rungs- und Genußmittel besprochen worden, welche auch sehr häufig verfälscht werden. Es seien von denselben hier nur folgende erwähnt: verschiedene Stärkemehlarten, wie Sago, Arrow-Root und Tapioca, dann Pökelfleisch, Scbmalz, Heringe, Sardellen, Anchovis, Kaviar; von Spirituosen: Rum, Arac und Cognac; dann Käse, Essig, Olivenöl, Mohnöl, Honig, Pflaumen- muß, Rofinen, Mandeln(mit Pfirsichkernen), Capern, Macaroni; von Gewürzen, welche namentlich in gepulvertem Zustande außer- ordentlich oft verfälscht angettoffen werden: Canehl, Cassia, Cardamom, Jngber, Macisblüthen und-Nüsse, Nelken, Piment, Pfeffer, Saffran und Vanille, sowie die einheimischen: Anis, Koriander, Dill, Fenchel, Kümmel, Senf und Wachholderbeeren, endlich Kichorien und Tabak. Wenn auch der Entwurf es unentschieden läßt, ob die ange- führten Gegenstände alle mit unter das Gesetz fallen sollen oder nicht, so scheint er doch eine große Reihe anderer Gebrauchs- gegenstände gänzlich zu ignoriren, deren Verfälschungen dennoch sehr verhängnißvoll für die Gesundheit werden können, nämlich die Droguen und Arzneiwaaren. Es ist wahr, dieselben sind bereits einer gewissen Kontrolle in den Apotheken unterworfen; aber erstens ist diese Kontrolle sehr problematisch, indem die Revisionen der Apotheken fast immer vorher angemeldet werden, wodurch deren Befund gar keine Garantie für den Zustand der Maaren im Allgemeinen bietet. Andererseits werden Droguen und Arzneiwaaren heutzutage nicht allein in den Apotheken ver- kaust, sondern in speziellen Droguenhandlungen und vielen Ma- terialhandlungen. Schreiber dieses ist selbst Apotheker und Droguist und wird wahrlich nicht unnöthigerweise die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand richten. Aber gerade hier wäre eine Kontrolle oft um so nöthiger, als das Publikum selbst nur in seltenen Fällen die Güte der empfangenen Maaren beurtheilen kann, und die keineswegs seltenen Verfälschungen oft um so nachtheiligere Folgen haben müssen, als sie meist für Kranke gebraucht werden. Beispielsweise sei hier erwähnt, daß häufig Verfälschungen vor- kommen bei Kopaiva- und Perubalsam, Kacaobutter, Angelica, Baldrian, Biebergeil, Chinarinden und Chinin, Galgant, Ja- lapenwurzel und-Harz, Lakritzen, Lycopodium, Moschus, den meisten ätherischen Oelen, Salep, Sarsaparilla und Sennes- blättern, und zwar auch hier am häufigsten, wenn dieselben in pulverisirtem Zustande gekauft werden. Es kommen z. B. große Sendungen, centnerweise, Lycopodium aus Ungarn in den Handel, *) Als eines hierbei mitunterlaufenen Jrrthums ist zu erwähnen, daß sogenannte Eiernudeln mit Pikrinsäure gefärbt sein sollen. Das ist aber in keinem Fall anzunehmen. Pikrinsäure hat, was sonderbarer Weise von den in der Commission sitzenden bedeutenden Chemikern übersehen sein muß, einen so intenftv bitteren Geschmack, daß auch die geringste Beifügung derselben zu Nudeln solche ungenießbar machen würde, wie Schreiber dieses sich durch einen Versuch(1: 10,000) überzeugt hat. Eine künstliche Gelbfärbung der Nudeln und Macaroni wird allerdings sehr vielfach vorgenommen, doch wendet man dazu, wie auch zum Färben von Liqueuren, ein nicht bitteres Anilinprä- parat, das sogenannte Safsransurrogat, an, was auch von den Herren Gehe u. Comp, in Dresden bestätigt wird. Aus Hcuchelland. Stille Beobachtungen eines Berliners in London. (Fortsetzung.) Gesagt, gethan— Abends war ich in Exeter Hall. Ich fand die weite Versammlungshalle bereits mit einem sehr fashionablen Publikum gefüllt. Bescheiden wie ich bin, dränge ich mich natür- lich sofort bis in die vordersten Reihen vor, um Alles genau zu sehen. Da saßen denn, amphitheatralisch geordnet, einige Hundert kleiner Jungen und Mädchen, alle uniformirt. Aber— selt- famer Anblick— die Uniform schien sich nicht nur auf die Klei- dung, sondern auch auf die Gesichter zu erstrecken. Es lag auf allen ein uniformer Ausdruck von geistiger Stumpfheit und In- dolenz, der mir Neuling einen ganz eigenthümlichen Eindruck machte. Wohl kein einziges hell und munter dreinblickendes Kindergesicht, kein einziges Kinderauge, von dem sich hätte sagen lassen: hier spricht ein eigener freier Menschengeist heraus. Man sah es diesen Gesichtern gar wohl an, wie die armen Kindergemüther von Anfang an systematisch„in spanische Stiefel eingeschnürt werden", bei Bibel, Haselstock und Hafergrütze. Die heuttge Gesellschaft, die nichts umsonst giebt, macht sich für das Bischen Fraß, das sie all' diesen armen Beglückten vor- wirst, mit Profit bezahlt, indem sie das Beste, was sie haben, den freien Menschengeist, mit Berechnung in ihnen erstickt, tödtet. Mir war nur unbegreifttch, wie man all' diese stumpfen, apathischen Gesichter von einander unterscheldet; sie sahen sich so ähnlich wie die Eier. Ich bemühte mich immerfort. die Kinder von der Rückseite zu sehen, überzeugt, es habe jedes auf dem Rücken seine Nummer aufgenäht. Bor den Kindern, auf einer Bühne, saßen dann Leiter, Vor- stand, Protcktsren des Vereins, in den ersten Bänken im Saale selbst, also dort, wo ich stand, die ganze hohe Gönnerschaft-c. Ach, und das sah Alles so gottgefällig und selbstzufrleden aus. Wenn diese Lords und Ladies und Baronets und dl. P. s (Parlamentsmitglieder) hinüberschauten auf die Reihen der Be- glückten und ihre Angehörigen— denn auch solche befanden sich, demüthig dastehend, im Saale— da sah man es ihrem zustie- de-. en Lächeln förmlich an, wie sie derweil zu sich selbst sagten: Oh, was sind wir doch für edle, gute Menschen! Es ist wahr, es sind das dieselben Leute, die zu Hause ihren Feldtaglöhner, ihren Fabrikarbeiter auf's Schonungsloseste aus- beuten, aushungern, es ist das dieselbe Gesellschaft, die, wie ihr pottischer Ankläger sagt: welches auch nicht ein Körnchen wirklicher Lycopodiumpillen ent- hält. Moschus ist zuweilen so raffinirt verfälscht, daß es abso- lut unmöglich ist, dies mit Sicherheit festzustellen.— Bei den Gebrauchsgegenständen wäre noch Dinte zu erwähnen gewesen, welche von manchen Fabrikanten, um das Schimmeln zu ver- hüten, unverantwortlich stark mit Queckfilbersublimat versetzt wird, wodurch Vergiftungen oder Gesundheitsbeschädigungen sehr leicht erfolgen können.— Das wären einige Einwendungen, welche wir an dem Gesetzentwurf zu machen haben. Sehen wir nun zu, wie sich der Reichstag zu demselben ge- stellt hat. Von dem demokratischenMbgeordneten Payer bis zu dem Posener Polizeipräsidenten v. Staudy fand der Entwurf von keinem einzigen der zum Wort gelangten Redner der verschiede- nen Parteien unbedingte Zustimmung. (Fortsetzung folgt.) Aus Berlin. -- den 4. Juli. Pfui der Schande! So ruft in der„Magdeburgischen Zeitung" ein„braver Patriot" aus, weil die Liberalen zur Be- kämpfung der Sozialdemokraten den Geldbeutel nicht ziehen und Opfer für die heilige Sache des Liberalismus bringen wollen. Es hat sich was zu opfern— der Liberalismus will nur neh- men, er will etwas haben. Warum ist denn eigentlich der deutsche Spießbürger liberal gewesen? Weil der Liberalismus Mode war, und weil man unter seiner Maske das Schäfchen besser ins Trockne bringen konnte. Jetzt ist der Konservatismus an der Mode— der deutsche Philister wird conservativ, er kann ja dabei mehr verdienen. Opfer bringen, wofür? fragt er— ich stimme immer mit der Majorität, und da brauche ich keine Opfer zu bringen. Haben die Liberalen denn noch immer nicht begriffen, daß die Hödel- und Nobilingattentate sie getroffen haben, daß der Liberalismus erschossen worden ist? Konservativ oder sozialdemokratisch wird bald schon die einzige Parole lauten, und Opfer bringt das Volk nur für eine große und schöne Idee, das weiß auch die Magdeburgerin, deshalb die großartigen Sammlungen zu den nächsten Wahlen in den Kreisen der hiesigen sozialdemokratischen Arbeiter. Unsere Wahlvorbereitungen werden von der Polizei viel- fach behindert; doch das schadet nichts, die Spannkraft unserer Parteigenossen wird dadurch nur erhöht. Bei der Flugblätter- vertheilung sind dieselben schon derart eingeschult, daß sie dem pfiffigsten Polizisten und dem gröbsten Hauswirth nicht mehr in die Fmger gerathen. Durch allerlei Denunziationen gelingt es der Polizei hin und wieder wohl, eine Privatwahlbesprechung un- serer Parteigenossen zu„sprengen"; aber was nützen solche „Heldenthaten"— ein bischen Aufregung, die, wenn unsere Ge- nassen, wie ich behaupten kann, besonnen bleiben, lediglich uns zugute kommt. Bon jeher war ja die Polizei unsere eifrigste, wenn auch unfreiwillige Bundesgenossin. „Gegen das Treiben der Sozialdemokratte wird auch eine neue Maßregel der Regierung in Bezug auf die Frei- zügigkeit getroffen, die sich gegen das„Vagabundenthum" richtet"— so erzählen hiesige offiziöse Zeitungen. Wir sind's herzlich zufrieden, wenn man das„Vagabundenthum" vernichtet; aus jedem gebesserten Vagabunden wird ein Sozialdemokrat, der Vagabund selbst aber ist immer einer der besten und treuesten Stützen der herrschenden Gesellschaft. Der bekannte freiconservative Abgeordnete Stumm ist der Komplicenschaft mit Nobiling dringend verdächtig— denn er hat beim Abschied aus der letzten Session des Reichstags zu einem Parteigenossen, der sich der Abstimmung bei dem Lehmann- Gesetz enthalten hatte, wörtlich gesagt: „In vier Wochen sehen wir uns vielleicht hier wieder, nach- dem das scheußlichste Verbrechen besser gelungen sein wird; dann wird aber die Nation mit unerbittlicher Strenge über Ihre juristischen Nörgeleien zur Tagesordnung über- gehen!" Andere Leute, die Aehnliches geredet haben, sind als ver- dächtig verhaftet worden. Das zweite Attentat hat nur der con- servativen Partei, welcher der Abgeordnete Stumm angehört, Nutzen verschafft. Welche herrliche Kombination für den Herrn Tcssendorf, der leider auch conservativ ist.— Doch Scherz bei Seite! Weit davon entfernt, die conservative Partei der Ur- „Den Armen giebt an der Kirchenthür Und sie gestern erst bestahl." Es ist wahr, die, welche hier gar s» zärtlich besorgt sind um das Wohl des Volkes, wären die ersten, nach„Flinte und Säbel" und Kartätschen zu schreien, wenn das Volk einmal selbst sich um sein Wohl zu sorgen anschickte. Im Ernst: Kein traurigerer Anblick, als wenn man den Proletarier mit demüthigem Kopfhängen vor dem Reichen da- stehen und sich bewohlthätern lassen sieht. Der zum Bewußtsein seiner selbst gekommene Proletarier müßte gerade nichts Belei- digenderes, Entwürdigenderes kennen, als all' diesen ihm mit hochmüthiger Protektormiene hingeworfenen Bettel. Wir haben nicht zu betteln, wir haben zu fordern! Erst stehlen sie mit Scheffeln, dann schenken sie mit Löffeln. Ich lese mit Bedauern, daß sich jetzt, das englische Beispiel nachäffend, auch in Deutschland das Muckerthum unter hoher Protektion aufgemacht hat, um mit Gottesfurcht und Nickelmünze im Volke auf Gimpelfang auszugehen. Hoffen wir vom gesunden Sinn des deutschen Volkes, daß es diese würdigen Männer nach Verdienst behandelt, d. h. sie mit Hohngelächter zum Tempel hinauswirft. Die Gesellschaft, die alte Sünderin, treibt es mit ihrem Wohlthätigkeitsschwindel wie die meisten alten_ Sünder: Sie werden fromm, stiften milde Werke, um das böse Gewissen zu beschwichtigen, sich von der Hölle loszukaufen. Nutzt euch aber Alles nichts: Der Teufel holt euch doch! Aber wir sind ja in Exeter Hall. Wie ich einttat, war man gerade beim Absingen heiliger Lieder— ohne das geht es nun einmal nicht im frommen Heuchelland. Die Textbücher waren im Saale käuflich. Auch an mich kam der fromme Himmelsmanna-Verkäufer heran. Was sollte ich machen? Der gute Jüngling sah mich so gottesfürch- terlich an— ich kaufte ihm ein Liederbüchlein ab. Nachdem dieser Genuß glücklich überstanden war, folgten die Festreden. Ich unterlasse es, den freundlichen Leser damit auf- zuhalten, und versichere ihm nur, daß alle Redner der unbeding- testen Zufriedenheit mit sich selbst und der Bewunderung über das Gottgefällige ihres Werkes unverholensten Ausdruck gaben, auch Jeder seiner besonderenjParquetloge im Himmel so gut wie sicher schien. Der letzte Redner schloß mit einem Hoch auf„unfern allver- ehrten Präsidenten und Begründer des Vereins". Auf dieses Stichwort erhob sich der Lehrer der Schule, wandte sich gegen die Kinder und commandirte nun mit einem Taktstock ein drei- heberschaft des zweiten Attentats beschuldigen zu wollen, bin ich jetzt doch zu der Ueberzeugung gekommen, daß Nobiling, der die Wirkung des ersten Attentats gegen die Sozialdemokraten wohl kannte, als grimmiger Antisozialist das Verbrechen begangen hat, lediglich um die Sozialdemokcaten an's Messer zu lie- fern. Dem Fanatiker kam es dabei gar nicht darauf an, ob er zugleich einen von ihm geschätzten Mann tödten könne, da er wohl wußte, daß ein blindes Feuern keinen Erfolg gegen die Sozialdemokratte erzielen würde. „Ehren-Duncker" ist wieder völlig zu Ehren bei der Fortschrittspartei gekommen. Bei dem letzten Stiftungsfeste des „Großen Berliner Handwerkervereins"(fortschrittlicher Tendenz), dessen Vorsitzender Duncker noch immer ist, hielt derselbe auch die Festrede, in welcher folgender bezeichnende Passus vorkommt: „Angesichts der traurigen Verhältnisse, der inneren Zer- rüttung, in welcher wir uns jetzt befinden, kann ich darauf hinweisen, daß schon in der Festrede von 1861 meinerseits auf die Gefahren hingewiesen worden, welche jetzt vor Aller Augen liegen, und wie damals, so wiederhole ich auch heute, daß nur durch die stetige Arbeit, das stetige Ringen nach Bildung und Erkenntniß, nach Vervollkommnung aller sittlichen und gei- stigen Eigenschaften im Menschen eine Äesserung auf diesem Gebiete erreicht werden kann." Der„sittliche" Duncker! Und die braven fortschrittlichen Handwerker, ivelche sich von diesem Herrn über„Zerrüttung" und„Sittlichkeit" vorpredigen lassen müssen! Es ist übrigens unverzeihlich von den Herren Fortschrittlern, daß sie bei der großen Kandidatennoth, die bei ihnen herrscht, nicht den Herrn Duncker im 6. Berliner Wahlkreise als Reichstaascandidaten aufstellen. Die Viktoria auf der Siegessäule soll um einen halben Meter in schiefe Position gerathen sein— allgemeine National- trauer Hierselbst— polizeiliche Haussuchungen nach dem Atten- täter— grimmiges Geschimpfe auf die Sozialdemokraten, aus deren Reihen der fluchwürdige deutsche„Kourbet" hervorge- gangen ist, welcher nächtens an der Siegessäule emporgeklettert und der armen Siegesgöttin den kleinen Zehen am linken Fuße mit einem Brecheisen abgestoßen hat, wodurch das Frauen- zimmer in's Wanken gerathen ist. Hoffentlich werden sie den Attentäter nicht abfassen. Sozialpolitische Uebersicht. — Der Aufruf des„Vorwärts" an die Arbeiter, in welchem ihnen der Rath ertheilt wird, lieber Alles zu unter- schreiben und Alles zu versprechen, als sich von fanatisch bru- taten Arbeitgebern aufs Pflaster werfen zu lassen, hat die Billigung aller gerechten und vernünftigen Menschen, selbst im gegnerischen Lager erhalten. So erklärt zum Beispiel der „Nürnberger Anzeiger", nachdem er den Aufruf abgedruckt hat: „Das ist die zwar sehr traurige, aber logisch unanfecht- bare, naturgemäße und nothwendige Folge der„libe- ralen" und„fortschrittlichen" Hetzereien wider die Ar- beiter, welche man durch Gewaltakte, wie sie„Ehrenkurier" (das Reptilblatt„Fränkischer Courier" R. d.„B.") in seinem famosen„Selbsthilfe"-Artikel(der durch die ganze liberal-reaktio- näre Presse die Runde gemacht hat R. d.„V.") vorschlug, zur Heuchelei, zum Wortbruche und zur Lüge zwingt. Wie tief sind wir doch in Deutschland gesunken, im Lande der„Treu und Redlichkeit", im„Volke der Denker",— und zwar gesunken, nicht durch die„sozialistischen" Ausschreitungen, sondern durch die Gewaltthätigkeit und das aller Humanität und Ehrlichkeit hohnsprechende Gebahren unseres Herr- lichen Scheinliberalismus." Gerade weil nun der Aufruf„logisch unanfechtbar, natur- gemäß, nothwendig" und wirksam ist, erheben dagegen Die- jenigen, deren infames Attentat auf die Gewissensfreiheit er ver- eitelt hat, ein entsetzliches Geschrei und wollen uns der Jmmo- ralität anklagen. Die Elenden! Unser Dresdener Parteiorgan, die„Volkszeitung" fertigt sie trefflich ab, indem sie sagt: „Gewaltig verschnupft hat in höheren Kreisen der Aufruf des„Vorwärts" an die Arbeiter, den auch wir abgedruckt haben, betreffend die Unterschrift zu geben, wenn an sie das Verlangen gestellt wird, zu unterschreiben, daß sie keine Sozialdemokraten sind. Namentlich scheint die Stelle:„gebt euer Ehrenwort, maliges„ebeer"(Hoch), das die Kinder kurz und trocken, mit der Präcision eines deutschen Studenten- Salamanders exekutirten. Ich ward da im Geiste weit weg versetzt, über das Meer, in die heimathlichen Gefilde, hin nach dem herrlichen Potsdam, der Urheimath des preußischen Unteroffiziers, dort, wo die Garde- Lieutenants blühen und der Korporalstock wild wächst. Es mag einige Jahre her sein. In Potsdam war große Militärfestlichkeit. Auch meine Wenigkeit war unter den Zu- schauern. Ich stand in der Nähe einer Gardekürassier-Abthei- lung. Der commandirende Offizier ritt die Front ab, befahl fluchend und schimpfend das und jenes, dann mit echtem Lieute- nantsgeschnarre:„Wenn Se..... kommt, ruft ihr alle: Juten Morjen,...." Hierauf wieder endloses Fluchen und Schimpfen, Stoßen und Zerren, weil„der dritte Mann im sechsten Glied" nicht genug„stramm" fitzt und beim„fünften Mann im vierten Glied" das Pferd die Nase zu weit vorstreckt. Dann wieder an der Tete:„Also wie werdet ihr sagen, ihr verfluchten Esels?" Ein mürrisches:„Juten Morjen,... ging durch die Reihen. Unsere Zeitungsrepttle wissen bei solchen Gelegenheiten nicht genug Aufhebens zu machen über das herzinnige:„Juten Morjen", das da ertöne. Wie's gemacht wird, davon sagen sie nichts. An diese Szene werde ich seither immer erinnert, wenn ich solche Ausbüchc von eingeprügeltem Enthusiasmus sehe, wie sie die armen beglückten Kleinen der„I�nttonnl HekuASs for horneleas and destitute children and Chichester and Arethuaa training ships" auf ihrem„annual Meeting" in Exeter Hall zu London zum Besten gaben. Auf diese begeisterten Ovationen erhebt sich nun der geehrte Präsident— es war der bekannte Lord Shaftesbury, der Dalai-lama oder, um in dem jetzt so überaus beliebten Türkisch zu sprechen, der Scheich-ül- Islam des gesammtcn englischen Wohlthätigkeits- und höheren Volksbeglückungsschwindels. Fana- tischer Mucker und Reaktionär, spielt er sich nichtsdestoweniger als Arbeiter- und Volksfreund auf, stiftet fromme Hilfsvereine, fromme Asyle, baut fromme Wohnungen(siehe oben) u. s. w.—- also die rechte himmlische Demagogie, das Urbild und ewig unerreichbare Ideal unserer Stöcker. Mylord also erhebt sich und spricht. Die dürre, lange schwarze Figur, das finstere, verlebte, bleiche Gesicht, die ab- stoßende, monotone, bellende Sprache verrathen schon von Weitem, wenn auch vielleicht nicht den Menschenfreund, so doch jedenfalls den Mucker. Er sprach viel, Se. Lordschaft. Er sprach von der Gottgefälligkeit und Berdienstlichkeit deS Werkes und wie der Herr jedem Vereinsmitzliede für jedes gerettete Kindelein einen großen Posten in's Credit des himmlischen Hauptbuches eintrage. am es zu brechen", großes Aufsehen erregt zu haben. Die guten Leute in jenen höheren Kreisen scheinen wirklich recht be- schränkt zu sein. Machen wir uns einmal klar wie hier die Dinge liegen. Wir sehen da auf der einen Seite einen Fabri- kanten im Vollgefühl einer großen Macht, auf der andern Seite die Arbeiter im Bewußtsein, daß sie hungern müssen, wenn sie aus der Arbeit entlassen werden. Der Fabrikant stellt nun unter diesen Verhältnissen das Verlangen an die Arbeiter, ihre Gesinnung, ihre Ueberzeugung zu verleugnen, widrigenfalls Ent- lassung, was gleichbedeutend ist mit einer langen Hungerkur für den Arbeiter und seine Familie. Wenn ein Räuber uns die Pistole auf die Brust setzt und mit den Worten:„das Geld oder das Leben" unsere Baarschaft abverlangt, so werden wir nicht umhin können, die Baarschaft herauszurücken. Wenn jener Räuber uns dann noch unser Ehrenwort abverlangt, der Polizei keine Anzeige vo�n dieser Räuberei zu machen, so werden wie, wenn uns unser Leben lieb ist, dieses Ehren- wort geben, natürlich mit dem Vorsatz, es zu brechen. Dieses Ehrenwort würden auch jene Herren geben, welche dieses neue Mittel die Sozialdemokratie zu tödten, erfunden haben. Indem man von den Arbeiter verlangt, seine Gesinnung zu ver- läugnen, stellen sich jene, welche dieses Mittel ausgeheckt haben, ganz auf den Standpunkt eines Banditen. Ja wohl, ganz auf dem Standpunkte eines Banditen steht ihr Herren, nur lauten die Worte:„Gesinnung her, oder Hungercur." Wie kommt ihr denn dazu, so ein großes Geschrei von der Corruption zu machen, welche die Sozialdemokratie unter die Arbeiter bringt? Ihr, die ihr die Arbeiter zur Heuchelei zwingt? Nein ihr hohen Herrn, euere Heulmcierei beweist nur, daß ihr erkannt habt, daß ihr mit euern neuen Mittel wieder einmal hereingefallen seid. Ihr habt geglaubt mit einer Hungercur uns mausetodt zu machen und werdet hinterher von den Arbeitern noch ausgelacht, was Euch gewaltig ärgert." So unser Dresdener Organ. Genug: die ganze Schuld, die ganze Verantwortlichkeit ruht auf Denen, welche zu dieser durch und durch brutalen und unsittlichen Maßregel gegriffen haben. Für die Masse der Bedrohten gibt es in einer solchen Zwangslage keine Wahl, sondern einfach das Gebot der Roth- wendigkeit. Niemand(der nicht zu den„Führern" einer Partei, einer Richtung gehört) ist verpflichtet, Märtyrer zu werden; Niemand ist berechtigt, Andere— Frau und Kinder, Ver- wandte— zum Märtyrerthum zu zwingen; wer Märtyrer werden will, dem bleibt es unbenommen. Wahrhaft köstlich ist aber, daß die„liberale" Presse unfern Aufruf zur Rechtfertigung von„Ausnahmemaßregeln" aus- deuten will. „Wenn irgend etwas", so zetert das Pack der Fahnenflücht- linge,„so sind solche Aeußerungcn einer sittlich ganz �und gar verkommenen Presse im Stande, im Interesse der öffentlichen Gesundheit des Staates, zu Ausnahmemaßregeln gegen die Presse zu drängen." Nun, auch ohne unser» Aufruf wären die„liberalen" Ge- wissensmeuchler in's Knobloch-Bismarck'sche Reaktionslager über- gelaufen. — Angelogen oder selbstgelogen? Die Berliner„Volks- zeitung" bringt einen Leitartikel, der geheimnißvoller Weise be- richtet, wie im„vertrautesten Kreise der Führer der Sozial- demokratie" lebhaft darüber diskutirt worden sei, ob man zu den diesmaligen„Nothwahlen" die Parole Wählen oder Wahl- cnthaltung hätte ausgeben sollen. Schließlich, meint sie, hätte man sich für das Erstere entschlossen, und sie weiß auch ganz 2°"?» die Gründe anzugeben, weshalb man sich für das Wählen erklart habe.— Die ganze Geschichte ist unwahr. Der„Bolls- zeitung" ist der Rath zu ertheilen, ihren Gewährsmann zu nen- nen oder einzugestehen, daß sie selbst geflunkert habe. — Anständige Regierungen. Aehnlich, wie in Ham- bürg, tritt auch die Darmstädter Regierung in den bevorstehen- den Wahlkampf ein. Den hessischen Beamten ist nämlich be- beutet worden, sich bei den Wahlen einer vollständigen Neutra- lität zu befleißigen. Eine anständige Partei würde es sich auch verbitten, wenn Gensdarmen und Polizisten für sie ein- treten wollten— aber die unanständigen Parteien? — Eine anständige Staatsanwaltschaft. Die Staats- anwaltschaft zu Bremen veröffentlicht folgende Erklärung: „Es wird hierdurch zur Beseitigung der immer von Neuem wiederkehrenden Versuche anonymer Denunziationen zur öffent- lichen Kenntniß gebracht, daß derartige Anzeigen bei unterzeich- neter Behörde keine Berücksichtigung finden. Bremen, 22. Juni. Die Staatsanwaltschaft." — Wieder ein elender Denunciant. Bekanntlich brachten die liberalen Zeitungen gleich nach der Nobilingaffaire die Nachricht, daß unser Genosse Rödiger zu Halle mit dem Attentäter Nobiling am 23. Juni 1877 die Sachsenburg besucht und sie beide sich ins Fremdenbuch eingetragen hätten. Nach erfolgter Berichtigung seitens unseres Genossen bringt die „Saale-Zeitung", welche damals obiges Gerücht nachdruckte, fol- gende Correspondenz: „Sömmerda!, 24. Juni. Nach einer persönlich bei dem Kastellan der Sachsenburg eingezogenen Erkundigung ist das Gerücht, daß Dr. Nobiling mit dem Sozialdemokraten Rödiger aus Halle am 23. Juni v. I. auf der Sachsenburg zusammen- getroffen sein soll, auf folgende Thatsache zurückzuführen: Meh- rere Tage nach der Ausführung des zweiten Attentats ver- langte ein Herr das Fremdenbuch vom vorigen Jahre und trug an die Stelle vom 23. die beiden obigen Na- men ein. Das Fremdenbuch ist nach Berlin eingeschickt und sind auch sämmtliche Familienglieder des Castellans gerichtlich vernommen worden. Die«Untersuchung hat, wie der Kastellan erzählt, ergeben, daß ein gewisser P..... aus Halle die Ein- tragung jener Namen bewirkt hat." Weshalb nennt die„Saale-Zeitung" nicht den vollen Namen dieses Lumpazius, der augenscheinlich die Handschrift unseres Genossen gefälscht hat, um denselben in's Verderben zu bringen. Dem Genossen Rödiger aber rathen wir, die Angelegenheit zu verfolgen und den sauberen Patrioten P..... dingfest machen zu lassen. — Lehmann, dessen Prozeß am 11. d. vor dem Staats- gerichtshof zu Berlin beginnt, hat den Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Otto Freytag zu seinem Vertheidiger gewählt. — Auffallenderweise befindet sich Liebknecht nicht unter den zur Verhandlung vorgeladenen Zeugen. — Bekanntmachung. Der vormalige Redakteur des„Bor- wärts", Herr Wilhelm Liebknecht, ist wegen der in Nr. 19 des„Vorwärts" vom 14. Februar 1877, und zwar auf deren zweiter Seite, erste Spalte, unter der Ueberschrift„Blüthen des Militarismus" enthaltenen Beleidigung von Mitgliedern der bewaffneten Macht auf Grund des Seiten des Königlichen Preußischen Kriegsministeriums gestellten Strafantrags nach ZK 185, 186, 196, 73 des Reichsstrafgesetzbuchs zu einer Ge- fängnißstrafe von Zehn Wochen und zur Tragung der Kosten rechtskräftig verurtheilt worden, was auf den Antrag gedachten Ministeriums gemäß§ 200 al. 2 gedachten Gesetzbuches hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Leipzig, am 2. Juli 1378. Königliches Gerichtsamt im Bezirksgericht Abth. HL. Bieler. Lilienfeld, Ref. — Für den verbotenen Gothaer Congreß waren noch folgende Adressen bestimmt: Seitens der Brüsseler Arbeiterkammer(einstimmig von ihr angenommen): „An den Congreß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands in Gotha. Deutsche Brüder! Jedes Jahr ergreifen wir mit Freuden den Zeitpunkt Eures Congresses, um Euch sowohl unseren brüderlichen Gruß, als auch unsere aufrichrichtigen Wünsche für den Erfolg Eurer Bemühungen zu senden. Wie in den vorhergehenden Jahren nimmt die Frage der sozialistischen Propaganda einen großen Platz in Eurer Tages- ordnung ein. Eine hochwichtige Frage! Ungeachtet der zahllosen Schwierigkeiten, welche die Organe der Regierungen in den Weg legen, um zu verhindern, daß unsere Meinungen ihren freien Lauf haben, ungeachtet der Verfolgungen, deren Opfer Ihr seid, fahrt Ihr fort, überall die Ideen der Wahrheit und Gerechtig- keit zu verbreiten. Die modernen Gesellschaften sind nicht im Stande, den Fort- Er schilderte gar erbaulich, wie all' diese Knäblein und Mägdelein zu Kindern der Sünde geworden, der ewigen Ver- d-rbniß anheimgefallen wären und wie der Verein durch sein gottgefälliges Wirken ihre Seelen gerettet, dem Himmelreich er- halten habe. Dann meinte Se. Lordschaft, wie schön sich hier das Nütz- liche mit dem Angenehmen, das Ewige mit dem Zeitlichen ver- binde. Denn diese Knäblein würden alle zu brauchbaren, gehör- samen Matrosen, die Mägdelein alle zu willigen, frommen, fleißigen Dienstboten erzogen und das sei in unserer bösen Zeit der Unbotmäßigkeit, der frechen Anmaßung und Weltlust der dienenden Klassen ein wahrer Gottcssegen.(Merkt Ihr was?) Zum Schluß sagte Se. Lordschaft, wie klein und geringfügig das im Herrn begonnene Werk leider noch sei und ermahnte die geehrten Anwesenden eindringlichst, durch Bethätigung ihrer christlichen Nächstenliebe zu ermöglichen, daß immer mehr der armen Kindlein der zeitlichen und ewigen Verderbniß entrissen und zu frommen Matrosen und frommen Dienstmädchen erzogen werden, damit schließlich die christliche Barmherzigkeit all' diese verlassenen Kleinen umschließe und so der große Sündenpfuhl London mit dem Beistand des Herrn zum Austrocknen gebracht werde. Großer Beifall. Ich hatte genug und ging. Es war in- zwischen spät geworden— ich hüllte mich in meinen Ueberrock und beschloß, mich auf den Heimweg zu machen. Unterwegs dachte ich über all' das Schöne und Erbauliche nach, das ich da soeben erlebt. Ich erwog bei mir, wie unrecht doch zene bösen Menschen drüben tn der deutschen Heimath haben, du dem Volke immer sagen, die oberen Klassen kümmern sich den Teufel um fem Ergehen und suchen nur recht viele Vortheile und Genüsse aus ihm herauszuschinden. Man lasse nur Se. Herrlichkeit den Carl of Shaftesbury machen, sprach ich zu mir, und er löst die soziale Frage, wie man ein Stuck Zucker im Wasser auflöst. Ich begann mir an den Fingern auszurechnen, ,n welcher Zeit ungefähr, wenn es in dem bisherigen erfreulichen Tempo weitergehe, alle armen Kinder, wenn auch vorläufig nur der einen Stadt London(natürlich incl. der inzwischen hinzukommenden Bevölkerung) der Sünde und dem Bösen entrissen und zu gottesfürchtigen Matrosen und gottes- fürchtigen Dienstboten erzogen sein werden— sowie es Se. Lordschaft in Aussicht gestellt. Eben war ich erst in die Millionen Jahre hineingekommen, da befand ich mich auf einmal auf— Haymarket. Du kennst doch Haymarket, lieber Leser? Haymarket, von dem schon unser Schiller sagt: „Ans einem Pferdemarkt, vielleicht zu Haymarket, Wo andre Dinge auch in Waare sich verwandeln"— Es ist ein curioses Ding um diesen Haymarket. Ueber denselben Platz, dasselbe Pflaster, über welches tags über die„respektable" Lady mit ihrem prajer book(Gebetbuch) gar tugendsam zum Gottesdienste wallt, schreiten des Nachts ge- wisse weniger gutsituirte, ergo weniger respektable Schwestern jener Ladies auf und nieder, um sich einem andern Gottesdienst zu weihen. Ich erinnere mich hier an jenen lustigen Deutschen, der meinte, warum man es denn Haymarket(Heumarft) nenne, da es doch eigentlich ein Fleischmarkt sei. (Schluß folgt.) — Herostratischer Wahnsinn. Der Renegat Mehring, dem es auf andere Weise, als den Kaisermördern, gelungen ist, seinen Namen vor der Nachwelt unsterblich zu machen, bezeichnet in der„Weserzeitung" die Attentate als„herostratischen Wahn sinn." Nachdem er sodann die„leichtfertigen Jndustrieritter der Feder"—(Herr Mehring meint damit die Psennigzeilenschreiber, während er selbst sich, wie bekannt, mehr für feste Gehalte „interessirte")— vorgenommen, fährt er wörtlich fort: „Nicht ohne bemerkcnswerthes Geschick wußte die sozialdemokra- tische Agitation in diesen trüben Wassern zu fischen; einzelne ihrer Partisane, welche sich bis zur Errichtung des Zukunfsstaates damit begnügen, auf den Jahrescongrcssen der Partei als lär- mende Schreier aufzutreten, im Uebrigen aber im Dienste der „Bourgeois"presse als Reporter zu figuriren, wußten die blödsinnigsten Räubergeschichten über entdeckte Complotte und ähnliche Dinge in conservative und liberale Blätter zu glissi- ren, und wenn amtlicherseits diese Märchen dementrrt wurden, so konnte der„Vorwärts" im vollen Brusttone der sittlichen Entrüstung demonstriren, daß wieder einmal ein von der anti- sozialistischen Presse geplantes„Bubenstück" vernichtet worden sei." Herr Mehring, welcher wohl, wie kein Anderer, die„Glissir- apparate" in die conservativen und liberalen Blätter studirt hat, wird uns gewiß auch demnächst mit den Namen derjenigen „sozialistischen Partisane" dienen, die auf den geistreichen Einfall gekommen sind, sich selbst als Mordgehilfen und Ver- schwörer zu brandmarken, um diese Märchen„amtlicherseits dementiren" zu lassen und so den Heiligenschein des Martyriums zu erwerben.— Man sieht, Herr Mehring versteht die„Mache" — denn:„Man sucht Niemand hinter dem Ofen, außerdem schritt des Sozialismus, über dessen Prinzipien sie sich täuschen, wirksam aufzuhalten. Die Machtlosigkeit unserer Gegner hat darin ihren Grund, daß sie nur die alte Welt der Ungerechtigkeit und des Privilegiums vertreten, welche auf der Ungleichheit und dem Klassenhaß beruht. Was dagegen unsere Kraft aus- macht und stets ausmachen wird, das ist, daß wir die Vertreter der neuen Welt sind und daß wir auf unsere Fahne geschrieben haben: Gerechtigkeit und Wohlsein für Alle! Deutsche Brüder! Während das offizielle Europa für klein- liche dynastische Interessen besorgt ist und nicht beachtet, daß ein großer Theil seiner Kinder noch für blutige Schlächterei bestimmt wird, bekräftigen wir laut die allgemeine Solidarität der Völker und zeigen den Enterbten aller Länder, daß der Sozialismus allein den Völkern Frieden und Wohlsein geben kann. Brüssel, 5. Juni 1878. Für und im Namen der Arbeiterkammer in Brüssel. L. Bertrand, Sekretär. Unser Mailänder Parteiorgan„La Plebe"(Das Volk) ver- öffentlicht nachstehendes Manifest: An die Sozialdemokraten Deutschlands! Genossen! Während Ihr im Begriff seid, Euch auf dem Congreß zu Gotha zu vereinigen, überhäuft Euch*) die-- Reaktion mit ihren Verfolgungen unter dem Vorwande von Verbrechen, von denen die Intelligenteren unserer Gegner sehr wohl wissen, daß sie nur irgend einer vereinzelten Persönlichkeit oder einer dunke- len Polizeiverschwörung zuzuschreiben sind. Aber es paßt ihnen besser, daß man das Gegentheil glaube. Wie es ihnen beliebt! Die Ruchlosigkeiten, die Verfolgungen, welche Euch treffen, Ge- Nossen, und welche aus den verfluchten Gräbern der Cäsaren die wilde„Staatsraison" der Nerone und Tiberiusse auferstehen lassen, gereichen Euch ebenso zur Ehre, wie die Triumphe, die Ihr früher durch die Propaganda errungen habt. Durch jene Triumphe habt Ihr den Verstand überzeugt; durch diese Ver- folgungen gewinnt Ihr die Herzen. Freut Euch dessen! Wenn eine Sache die gewaltigsten der menschlichen Mächte: den Ver- stand und das Herz, zu ihrem Schild und ihrem Schwert ge- macht hat, dann ist ihr die Unsterblichkeit gesichert, während ihre Verfolger nichts erlangen als den Wahnsinn der Allmacht, wel- cher sie in den Abgrund der Lächerlichkeit und der Verachtung zieht. Wie unsere Wünsche Euch im Glück begleiteten, so gehören Euch unsere Sympathien im Mißgeschick. Unser Brudersinn wird niemals ersterben: zählt auf ihn, deutsche Genoffen! Im Namen der lombardischen Sozialisten richtet die Redak- tion der„Plebe" an Euch diesen Zuruf brüderlichen Solidaritäts- gefühls: Es lebe die Sozialdemokratie Deutschlands! Es lebe die Befreiung der Menschheit! Mailand, 12. Juni 1878. Die Redaftion der„Plebe." — Die Candidaturen der sozialistischen Arbeiterpartei in den sogenannten offiziellen Kreisen Deutschlands sind folgende: Altona: Rud. Praast(Hamburg). Barmen: W. Hassel- mann. Berlin IV: F. W. Fritzsche. Berlin VI: W. Hasen- clever. Breslau(Westkreis): Kräcker. Breslau(Ostkreis): Reinders. Gotha: W. Bock. Greiz: W. Bios. Hamburg I: A. Geib. Hamburg II: G.W. Hartmann. Hanau: K. Frohme (Bockenheim). Kiel: H. Oldenburg(Hamburg). Nürnberg: C. Grillenberger. Ottensen: M. Stöhr. Reichenbach-Neu- rode: A. Kapell. Solingen: M. Rittinghausen. Walden- bürg i. Schles.: O. Kapell. Sachsen: 5. Kreis(Dresden): A. Bebel; g. Kreis(Freiberg): M. Kayser; 13. Kreis(Leipzig- Land): H. Ramm; 14. Kreis: B. Geiser; 15. Kreis: Jul. Vahlteich; 16. Kreis: I. Most; 17. Kreis: W. Bracke; 18. Kreis: Julius Motteler; 19. Kreis: W. Liebknecht; 20. Kreis: PH. Wiemer; 22. Kreis: I. Auer. — Aus unserem Pariser Parteiorgan„Egalite" ersehen wir, daß auch die französischen Sozialisten eine Geld- sammlung zur Unterstützung der deutschen Sozialdemokratie begonnen haben. Dank den Brüdern in Frankreich! *) Durch einen Druckfehler steht in der französischen Ucbersetznng des„Pröcurseur" nons, uns, statt von». Euch. Mehrere Blätter haben sich durch diesen Druckfehler irre führen lassen. man hat selbst schon dahinter gesteckt." Der„Vorwärts" weiß es daher Hrrrn M. besonders zu danken, daß er endlich den Schlüssel zu seinem„herostratischen Treiben" so großmüthig gegeben hat.— Und Solches bei nur 20 Grad Rtlaumür! Was werden wir da bei 30 Grad erst alles erleben können!?— Hundstagsschlauheit!— — Kreisgerichtsrath Stücke, sonst ein ächter„Patriot", ist von dem Schwurgericht zu Grünberg der ihm zur Last gelegten Unterschlagung amtlicher Gelder und falscher Beurkundung für schuldig erklärt und zu fünf Jahren Zuchthaus, 500 Mark Geld- strafe event. noch drei Monaten Zuchthaus, sowie zu drei Jahren Ehrverlust verurtheilt worden. — Zum Kapitel der Majestätsbeleidigungen. Der „Gerichtszeitung" entnehmen wir:„Schweidnitz, 23. Juni. Hier wurde heute ein 13jähriger Schulknabe(!) wegen Majestäts- beleidigung zu drei Monaten(!!) Gefängniß verurtheilt."— Wir glauben, der Fall spricht an sich selbst eine solche Sprache, daß wir uns jeder Anmerkung dazu enthalten können. —„Heiraths-Gesuch. Für einen Verwandten, welcher durch unverschuldete Unglücksfälle in Bedrängniß gerathen ist, suche ich eine Frau mit Vermögen. Der Betreffende est Fa- brikant eines lukrativen Artikels, 35 Jahre alt, gesund und kräftig, gebildet, ein schöner und liebenswürdiger Mann von tadellosem Rufe und außerdem vorurtheusfre: genug, um event. gewisse Fehler oder Frauenkrankheiten nicht zu be- achten. Gefällige Anträge sind zu richten an Frau A. M. G., postlagernd Frankfurt a. M." � ,, Dieses Heirathsgesuch befindet sich m Nr. 171 der hoch- anständigen„Kölnischen Zeitung. Pfui Teufel! — Irren ist menschlich. In Halle an der Saale erkrankte ein Parteigenosse und ließ einen Arzt holen. Als der Geholt in die Stube trat und das Bildniß Lassalle's erblickte, sagte er: So ein Bild gehört nicht in die Stube, sondern in den Schweinestall".— Nachträglich erfuhr unser armer erkrankter Parteigenosse, daß man sich geirrt und anstatt eines Mcnschenarztes einen Abdecker(Schinder) geholt habe. Ein Arzt kann doch auch unmöglich einen Kranken gegenüber-solche unfläthigen Ausdrücke gebrauchen. - Vom Kriegsschauplatz. Der Redakteur der ,, Halle heit, am 30. Juli der Reaktion abermals die Lektion zu geben, Einsicht vom 2. bis 9. Juli in den Stunden von 9-12 Uhr Vor schen Freien Presse", Genosse Johann Harder, ist am Mittwoch daß bei uns für sie kein Boden ist. Ruhig und entschlossen wird mittags und 3-6 Uhr Nachmittags auf. Da die Listen sehr mangelfrüh verhaftet worden. Der Grund der Verhaftung ist uns jede Arbeit im Dienste unserer Sache vollführt, und wir können haft sind und ganze Straßen fehlen, so ist es Pflicht eines jeden hier unbekannt, die Absicht aber offenbar. Zwei Nummern der Halle- uns kaum eines Wahlkampfes erinnern, bei welchem wir einen Wohnenden, der bis zum 30. Juli das 25. Lebensjahr erreicht hat, fich nach dem Römmer, Amtslokal der Stadtkanzlei zu begeben schen Freien Presse sind erst erschienen, und bereits fizen zwei festeren Willen zum Siegen bei unseren Mannschaften angetroffen und seinen Namen eintragen zu lassen. Wahlberechtigt ist jeder Deutsche, Redakteure derselben. Genosse Schäfer in Frankfurt a. M. hätten. Alles Nebensächliche wird unterlassen, nur ein Gedanke der im Besige der bürgerlichen Ehrenrechte sich befindet, das Alter von ist am 30. Juni wegen Preßvergehen in zweiter Instanz zu findet Ausdruck, wo man unsere Freunde und Genossen trifft: 25 Jahren erreicht hat und als hier wohnhaft bei der Behörde angesechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. In erster In- Unsere Antwort auf alle Knüffe und Büffe der Gegner soll sein: meldet ist. Versäume daher kein Wahlberechtigter fich dovon zu überstanz hatte er nur drei Wochen erhalten.- Der Parteigenoffe Wir wählen nur einen Sozialdemokraten! zeugen, ob er in den Wählerlisten eingetragen ist, und mache seine Palm in Siegburg, der in erster Instanz wegen MajestätsFreunde und Bekannten darauf aufmerksam. K. beleidigung zu zwei Monaten verurtheilt worden war, erhielt in Bonn in der zweiten Instanz drei Jahre(!). Der frühere Redakteur des Vorwärts", Helßig, ist am 4. Juni plöglich verhaftet worden. Genosse Richard Wolf in Barmen ift wegen Majestätsbeleidigung zu achtzehn Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Correspondenzen. Neumünster, 1. Juli. ,, Am heutigen Tage starb der in weiten Kreisen bekannte, und durch seinen Patriotismus, seine Rechtschaffenheit und Unbeugsamkeit von vielen Einwohnern des Landes hochverdiente Zimmermeister Claus Riepen. Mit starter, träftiger Hand griff er 1848 mit in die Geschicke des Landes ein, war in der Zeit der 50er Jahre einer der Wenigen, der die Hoffnung nicht verlor, stemmte sich in den Jahren 1864, 65 und 66 mit aller Macht dem Anschluß an Preußen entgegen und blieb starrer und strenger Partitularist bis an sein Ende. Seit Jahren war sein Leib gelähmt, sein Geist regsam, wie der eines Jünglings." Daß Riepen in den letzten Jahren Sozialdemokrat geworden war, verschweigen natürlich die " Ißehoer Nachr.", denen wir obige Mittheilung entnehmen. Dresden, 28. Juni. Unserm Genossen Klemich, der noch immer in Untersuchungshaft gehalten wird, ist folgender, Erlaß" zugegangen: An Herrn Handelsakademiedirektor Dstar Klemich hier. Unter Bezugnahme auf die in Abschrift beifolgende Verordnung des königl. Ministeriums des Kultus und öffentlichen Unterrichts eröffnen wir Ihnen, daß wir von dem bei Ertheilung der Berechtigung für die fortbildungspflichtigen Schüler Ihrer Handelslehranstalt zur Befreiung von dem Besuche der allge meinen Fortbildungsschule in unserer Verfügung vom 22. De zember 1875 vorbehaltenen Widerrufsrecht hiermit Gebrauch machen, unter der Veranlassung, die fortbildungsschulpflichtigen Schüler Ihrer Handelslehranstalt hiervon in Kenntniß zu sezen und der öffentlichen Fortbildungsschule zu überweisen. Dresden, den 11. Juni 1878. Die Königliche Bezirksschulinspektion I. Der Rath zu Dresden. Der Königliche Bezirksschulinspektor. Glück auf! Und führt das Feustel fest Und laßt das Webschiff fliegen! Die Sense schwingt, den Hammer hebt Und formt und gießt und schafft und strebt, Daß Alles wohlbereitet sei Zu Plaz Genossen fest und treu, Und laßt uns nochmals siegen! Und stürmt der Feind, so stehet still Und laßt Euch's nicht verdrießen, Wie er's auch wendet, schraubt und drückt, Wenn er Euch schindet, schmäht und zwickt; Zum Wahltag steigt ihr aus dem Schacht, Vom Wirkstuhl fort, vom Pflug zur Schlacht. Zur Wahlschlacht Handwerksmann Glück auf, Zu Tag, zu Thal in munterm Lauf, Laßt uns die Reihen schließen! Zur Beachtung für die Parteigenossen des 3. sächsischen Reichstagswahlkreises. ( Bauzen, Kamenz und Bischofswerda.) Die Genossen in den verschiedenen Ortschaften werden ersucht, schleunigst genaue Adressen von zuverläßigen Parteigenossen an Unterzeichneten einzusenden. Bauzen. Aug. Kluge, Gerberstr. 371. Parteigenossen im 18. hannoverschen Wahlkreise werden ersucht, ihre Adressen im„ Vorwärts" bekannt zu geben oder, R Vorwärts" falls es nicht öffentlich sein kann, selbige der Expedition des bekannt zu geben indem lettere uns dieselben übermitteln will. Einige Genossen im 18. Hannoverschen Wahlkreis. Briefkasten der Sera, 4. Juli. Wie uns von zuverlässiger Seite aus Gera mitgetheilt wird, sollen die Herren Robert Färber und Louis der Redaktion. D. in N.: Ihre Zuschrift wäre taktisch ein Hirsch in der dortigen Handelskammer entschieden dagegen sagen, prattisch aber war der Weg scharf vorgezeichnet; es gab überschwerer Fehler. Theoretisch läßt sich über die Sache sehr viel gesprochen haben, sozialistische Arbeiter aus der Arbeit zu haupt keine Wahl, sondern einfach das eiserne Gebot entlassen. Es ist dies um so anerkennenswerther, daß gerade die Nothwendigkett. Wer die Pflicht des Märtyrerthums zu haben glaubt, beiden größten Firmen, welche die meisten Arbeiter beschäftigen, dem steht es ja frei, zu thun, was er für gut hält. nicht an dieser jetzt so unzweideutig von allen liberalen und conservativen Beitungen gepredigten Sozialistenheze sich betheiligen unsere Annonce in Nr. 74 gesandte sogenannte Berichtigung ist eben der Expedition. P. Seidenschwang z. 3. in Gotha: Ihre auf wollen, sondern erklärt haben, so lange die Leute ihre Arbeit teine Berichtigung und wird deshalb nicht aufgenommen. gut machen und sich anständig betragen, ihrer politischen Gefinnung halber nicht maßregeln zu wollen. Das muß recht beschämend für die übrigen Herren Handelskammer- Mitglieder ge- umgehend an Franz Burgau, Zeit, gelangen zu lassen. Herr August Zwiebler wird dringend gebeten, seine Adresse wesen sein! " Verden, den 25. Juni.( Folgen der Sozalistenhay.) ,, Handwerksbranch!"( Siehe die„ Aufforderung" im„ Borwärts" Am 22. Juni fand eine Volksversammlung statt mit der Tages- Nr, 74, legte Seite.) Auf verschiedene Anfragen, ob Zusendung von ordnung: Die Reichstagswahlen. Frick aus Bremen referirte. Mittheilungen erwünscht, antwortet unser Genosse: Je mehr wahrheits Viele Mitglieder des Kriegervereins gaben sich, als der Referent getreues Material vorliegt, desto mehr geschichtliche Wahrheit kann sich geendet hatte und Parteigenosse Gärtner das Wort ergriff, ein aus der Bearbeitung ergeben. Dabei nehmen wir Gelegenheit, nochBeichen und verließen den Saal; auch ein paar Unteroffiziere in mals auf jene Aufforderung" hinzuweisen und zu ersuchen, ihr freund Civilkleidung, mit Stöcken, der eine sogar mit einem Todtschläger lichst mit möglichst vielen, genauen und wahrheitsgetreuen Einsendungen bewaffnet, verließen mit ihnen das Lokal. Sie mochten wohl zu entsprechen. V. K., Ludwigshafen: Natürlich Sendung willkommen, besonders faum unten angekommen sein, da ertönte eine Signalpfeife, an- da für Ihr Gewerbe noch nichts vorliegt. Wir bitten also. dere Versammlungsbesucher gingen einzeln nach, wurden aber mit Säbelhieben unten auf der Straße empfangen, und Jeder, Ein gewisser Peter Seidenschwang, Zimmermann aus Niederder nun herauskam, wurde auf das Pflaster geworfen, mit Fänsien eulenbach in Bayern( er selbst titulirt sich Bau- und Mühlentechniker), Auch weiter wird alles Mögliche versucht, um Klemich ge- bearbeitet und verfolgt. Man warf die Fenster der Gaststube macht es sich seit einiger Zeit zur Aufgabe die Parteigenossen an den schäftlich zu ruiniren. Die Lehrer, welche bis jetzt den Unter- mit Steinen ein, die mehrere Pfund schwer waren. Hunderte verschiedensten Orten zu besuchen. Dieser Mann ist weder Mitglied richt in seinem Institut führten und welche fast alle an städtischen von Flaschen und Gläsern zertrümmerte man und rief:" Es lebe der Bartei, noch einer Gewerkschaft. Er ist laut bezirksgerichtsärztund staatlichen Bildungsanstalten beschäftigt sind werden ihm der Kaiser!" Kann es nun wohl eine größere Majestätsbelei- lichem Gutachten wegen Querulantenwahnsinn" unter gerichtliche Cuabwendig gemacht. Einem derselben hat man wissen lassen, daß digung geben, als diese? Dazu wurden dann patriotische Lieder ratel gestellt. Von der Nothwendigkeit der Curatelbestellung wurden ihm, wenn er den Unterricht bei Klemich nicht aufgebe, die Pen- gebrüllt. Die Flegelei dauerte fast zwei Stunden und sind im wir nach wochenlanger Beobachtung und Prüfung der Akten des pp. fion entzogen würde. Man hat eben nicht genug daran, daß Ganzen 16 Personen bis jetzt ermittelt, die durch Säbelhiebe Seidenschwang überzeugt. man den Mann der Freiheit beraubt, man will auch der Frau, verwundet sind, eine weit größere Bahl wird es sein, die durch Quittung. Jwnw hier Ab. 0,60. Lnd Hamburg d. G. Ab. die bis jetzt das Geschäft weiter führte, die Existenz untergraben, Faustschläge gemißhandelt worden sind. In der ganzen Stadt man will sie wirthschaftlich ruiniren. Ob das die Gerechtig- herrscht große Aufregung über diesen Bubenstreich, und zwar 15,00. Ihn Berlin Ab. 3,00. if Paris Ab. 20,00. Lgs Hannover feit" verlangt? umsomehr, als unsere Versammlung in der größten Ruhe verlief b. 100,00. Mrtn Schmölln Ab. 5,05. Slbrhrn Esslingen Ab. 15,50. Df Danzig Ab. 6,00. Bd Innsbruck Schr. 8,69. Lt Hammerhütte Chemnik, 29. Juni. In der gestrigen großen Versammlung und die Arbeiter sich dabei musterhaft benommen haben, weshalb ab. 1,00. Engl Reudnik Ab. 24,00. W Pegau Ab. 2,50. gne der Chemnizer Gastwirthe beschloß man, es solle nach wie auch unsere größten Gegner diesen provozirten Skandal miß- Döbeln Ann. 0,90. Exped. d.„ Hamb.- Alt. Volfsbl." Hamburg 197,22. vor jedem Wirth frei gestellt werden, welche Zeitungen er halten billigen. Wir haben verschiedene Gründe, die uns vermuthen Englmnn Achim Ab. 8,00. Prbstl München Ab. 20,00. Stmmr An den ,, Verein reichstreuer Männer" wolle man einen lassen, daß von Mitgliedern des hiesigen Kriegervereins diese Regensburg Ab. 9,06. Wrth Liège Ab. 4,04. Fnt Hannover Ann. Protest gegen Bevormundungsversuche absenden und gleichzeitig Flegelei in Scene gesezt worden ist und haben wir bei der 1,80, Schr. 14,00. Ms Möckmühl Ab. 3,00. Albry Eslingen Ab. mittheilen, daß man etwaige weitere Beleidigungen der Gast Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen einzelne Mitglieder 16,00. Verein Delnite Jetnota Wien Ab. 10,43. Schmdt Römerstadt wirthe seitens dieses Vereins strafrechtlich ahnden werde. Ab. 31,32. Ws Christophsgrund Ab. 27,80. J. in Cr. Ab. 2,80. des Kriegervereins beantragt. Das Tageblatt" schreibt heute: ,, Der bekannte sozialistische Unser Berliner Parteiorgan spricht folgendes Urtheil über Rreckr Wien Ab. 10,00. Hbgl Wien Ab. 6,96. Gr. Osnabrück Ab. Agitator Most ist dem Vernehmen nach durch das hiesige Polizei- diesen Aufruhr:„ Eine Horde schnapsbegeisterter Vaterlands- 30,00. Schlz hier Ab. 2,00. Rstſch Freudenthal Ab. 5,21. B Sonneberg Ab. 7,35. Rtr Gelenau Schr. 19,45. Krsch Lausigk Ab. amt dieser Tage unter Verbot der Rückkehr von hier ausge- vertheidiger hat ruhig ihres Weges gehende Bürger überfallen 2,75. Fnr Leutkirch Schr. 5,60. wiesen worden. Der Agitator Most wird demnach, sobald er den und theilweise schwer mißhandelt, dann aber auch das Haus, Rest seiner Strafe hier verbüßt, die hiesige Stadt zu verlassen in welchem die Versammlung stattgefunden, von Grund aus dehaben." Gerettetes Chemnitz! Gewählt aber wird Most molirt." Und dies ist keineswegs übertrieben, müssen doch selbst doch! Organe der„ Ordnungspartei" anerkennen, daß keiner diesen wolle. " Wahlfonds. Bon G. F. Leutkirch 4,00.- Von Gesinnungsgenossen Aussig 15,68.. Die Wählerlisten liegen heute( Sonntag) den ganzen Tag auf dem Rathhause, zweite Etage, Aus dem 18. fächs. Wahlkreis( Zwickau- Crimmitschau). Aft, der sich vor dem Versammlungslokal abspielte, billigen können Unser Wahlkreis ist der älteste, in welchem ſeit dem deutschen wird." Ein gut nationalliberales Blatt, bas„ Berbener Anzeige- Leipzig. Einigungswert von 1867 an stets volksfreundlich gewählt wurde; blait" giebt zu, daß der Referent Frick in gemäßigter Sprache Zimmer Nr. 16, zur Einsicht auf. er erfreut sich natürlich auch zur bevorstehenden Reichstagswahl seinen Wortrag hielt, daß er sich über allgemeine Dienstpflicht, aller gebrauchten und neuen Wahlmanöver, in denen unsere Tabaksmonopol 2c. sachlich aussprach, so daß die Versammlung zire Kr erge cher ruft Viek seine ihn dan gern haut laffe 106 Rich bene ant S Neb zu E man Mar S Hun die( bahr für Arbe Folg jebe treb Salt Ber taufo der Verk für hat Ver Beit auch δίδα Hall die gebe gelte jam geha oder oder Tung dem leje Arb ift E eine tigt, eine Mit Ham fich Sonntag, den 7. Juli, Nachmittags 3 Uhr, in der „ Morisburg ,, zu Gohlis: [ 3,00 Sommerfest der Maurer und Zimmerer bestehend in Concert, Herren- und Damenspiele und von 7 Uhr an Ball. Freunde und Gönner ladet hierzu freundlich ein Das Comité. Bei ungünstiger Witterung findet das Fest im Saale statt. Den am 27. v. M. erfolgten plöglichen Tod ihres lieben Söhn Bruno Geiser. Alice Geiser. Die neue Gesellschaft. Monatsschrift für Sozialwissenschaft, Gegner nie wählerisch waren. Die vereinigten„ Ordnungs- auch nicht den leiſeſten Grund zu dieser Flegelei bot und giebt Leipzig. parteien" haben diesmal wieder ihren bewährten Durchfalls- dann folgende Details:„ Um 10 Uhr war die Versammlung zu candidaten Herrn Oberbürgermeister Lothar Streit in Zwickau Ende. Eine Tellersammlung wurde von der Polizei nicht erlaubt. herausgesucht, von dem die Sage geht, er habe in befreundeten Der Kriegerverein entfernte sich. Mittlerweile hatten sich vor Kreisen gelobt, nie wieder candidiren zu wollen. Das Bewußt dem Vereinslokale viele Neugierige eingefunden, namentlich viele fein seiner raftlosen Thätigkeit an der Spitze der Stadt Zwickau, Ulanen, wie man sagt zumeist Chargirte. Diese nahmen die sich eines so gefegneten Steuerbedarfs erfreut, hat ihn gewiß den ganzen Raum vor dem Versammlungslokal ein und ließen zu der Entschließung geleitet, die einem namhaften Theil der kaum Jemand unbehelligt aus dem Hause heimkehren. Insbe Bevölkerung in Zwickau speziell Gelegenheit bietet, sich durch sondere hart wurde der Malergehülfe Olms, der nicht Sozialist die Wahl seines Gegencandidaten, unseres zeitherigen Vertreters, ist, mitgenommen. Derselbe hat von allen Stößen, Stichen und Genossen Motteler, die bewährte Arbeitskraft ihres obersten Hieben die meisten erhalten, insbesondere zwei große Kopfwunden. chens Curt zeigen schmerzlich bewegt an Verwaltungsbeamten ungetheilt zu erhalten; wenigstens verlaut- Dieselben mußten zugenäht werden, und der unschuldige junge 0,90] barten bei den Zusammenkünften unserer wohl orientirten Ver- Mensch wird vielleicht drei bis vier Wochen das Bett hüten trauensleute, zahlreiche Stimmen, daß Herr Streit für die Stadt müssen. Einem Cigarrenarbeiter ist ein Finger stark beschädigt. Zwickau die beste Aussicht habe, durchzu- fallen. Um so besser, Biele, auch Bürger( 1), erhielten Fauftschläge ins Gesicht. Andere denn wir müssen diesmal die uns in Zwickau noch entgegen- famen mit einzelnen Stößen davon und einer mußte ohne Hut stehende Minorität von 500 Stimmen zu uns herüberziehen. abziehen." Das sind die Folgen einer allseits gehegten und Das Auftreten der Gegner in der Presse und die brutale Ver- gepflegten Hezerei gegen eine ganze Klasse von Staatsangehörigen, erscheint in einem Umfang von 3-4 Bogen und ist durch die gewaltigung unserer Partei durch Lokalsperre, Aussperrungen von das sind die Früchte der neuesten Sozialistenhay, deren Anfänge Post und den Buchhandel, in Leipzig durch die Expedition des Arbeitern, Verkümmerung des Versammlungsrechts zc., haben uns an die Judenhezereien des Mittelalters lebhaft erinnern! Borwärts", zu beziehen. Reichhaltiger Inhalt und hochelegante selbst bei den bescheidensten, ruhigsten Leuten Etel und Wider- Wahrlich, man hat es herrlich weit gebracht im neuen deutschen Ausstattung zeichnen die Zeitschrift aus. Abonn.- Preis pro Qu. Mt. 3; Insertionspreis pro gespaltene Petitzeile met. 0,40. willen erregt und ihnen die Augen über die Partei geöffnet, die Kaiserreich! Zürich.( 2a) Verlag der Neuen Gesellschaft". mit solchen Waffen tämpfen muß. Der gesunde sozialpolitische Instinkt einer Masse von sogenannten kleinen Leuten hat uns Durch uns ist zu zu beziehen: bereits Hunderte von stillen Anhängern gebracht. Die ruhige Unter dieser Rubrik ist von mir seit längerer Zeit keine und offene Haltung der Sozialisten gegenüber dem Schimpfen Publikation erfolgt. Der Grund hierzu liegt in der Beschlagund Toben der Gegner, öffnet Jedem die Augen, der es reblich nahme des Kassenbuchs des sozialistischen Central- Wahlcomités, mit dem Bolke und seinen Rechten meint. Jedermann fühlt das erfolgt auf Requisition des Gerichts zu Altona. Die Beschlag Büste in Gyps 25 Centimeter hoch, modellirt nach der: Wachsen und den Druck der Steuerlasten in Gemeinde und nahme, welche sich auf die Kassenbelege erstreckte, soll dazu dienen, Staat. Die Wirthschaftspolitik der Partei Bismard im Staat Belastungsmaterial gegen den Volksverein in Altona zu liefern. hat ihren Abklatsch in den Gemeinden gefunden, und man weiß, Die Bücher sind, trozdem nun schon 10 Tage seit der Bedaß die Liberalen, obenan Herr Streit, nicht dazu angethan schlagnahme verflossen, noch nicht zurückgeliefert. Hoffentlich find, die Steuerprojekte der Reichsregierung abzulehnen. Daß kann ich nächstens die gewöhnliche Quittung veröffentlichen. diese Stimme im Volte herrscht, wissen die Liberalen und ihr Den Reklamanten zur Notiz, daß mir Ihre Geldsendungen Anhang am Besten. Deshalb ihre Kunstgriffe und ihre Rufe sämmtlich zugegangen sind. Schließlich D. E. F. in B. zur nach gewaltiger Hand durch Ausnahmegeseze; deshalb ihre Nachricht, daß ich die 500 Mark für den Wahlfond erhalten tüdische, feige Agitation gegen uns. Wir sind trotz Alem guter habe. August Geib, Hamburg. Dinge und lampfgerüstet. Unsere Drganisation ist so getroffen, daß wir agitiren können, wie es immer nothwendig werden sollte. An die Wähler des Wahlkreises Frankfurt a. M. Unsere Vertrauensleute sind gewonnen und instruirt, unsere Die Wähler- Listen für die Stadt Frankfurt, Bornheim und Mannschaften verlangen raftlos und begeistert nach der Gelegen- Sachsenhausen liegen in Römmer's Stadtkanzlei zu Jedermanns Deffentliche Quittung. " Die Freiheit. Courbet'schen Büste ,, Liberté". Preis pro Stüd in Weiß 2 Mart, in Elfenbeinton 2,50 Mark. Consoles( Träger) hiezu in schöner Ausstattung pro Stück weiß Mt. 0,80, Elfenbeinton Mt. 1,20. Bei Bezug von 6 Stück 25% Rabatt. Versandt ohne jede Ausnahme nur gegen baar. Die Expedition des Vorwärts." Berantwortlicher Redakteur: Julius Künzel in Leipzig. Redaktion und Expedition Färberstr. 12. II. in Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchbruckerei in Leipzig. Hierzu eine Beilage. Bia das thei find Leu inje blei lebe sche icha mir aug geb: fie Au när Co