Erscheint itt Leipzig «Nttwech, Freitag, S-nnta«. Abouuemcntsvrcis Zir ganz Deutschland t M, 6S Ps. pr» Quartal. Monats- Abonnements Werden bei allen deutschen Postanftalten «»? den 2. und 3. Monat, und aus den * Monat besonders angenommen: im li>tnigr. Sachsen und Herzogth. Sachsen- Sltenburg auch aus den Ken Monat des Quartals k 54 Pig. Inserate lbetr. Sersammlungen Dt. Petitzeile 10 Pf., Kttr. Prioatangelegenheiten und Feste pro Petitzeile 30 Ps. BesltUungen nehmen an alle Postanftalten und Buch» Handlungen des In- u. Auslandes. Filial- Expeditionen. New-Aorl: Soz.-demotr. Genoften- schastsbuchdruckerei, 154 Elllridxe Str. Philadelphia: P. Ha-ß, S30«ortk Z-a Street. I. Boll, 1123 Qdurlotte Str. fcobolen K.J.: F. A. Sorge, 215 Varti- ingtoa Str. Thicago: A. Lanfermann, 74 ei�I>0BrQ6»v. San Franzisco: F. Enh, 418 v'EarreU Lte- London W.: T. Henze, s Hew litr, Golden Square. Kentrat Hrgan der Sozialdemokratie Deutschlands. Nr. 112. Sonntag, 22. September. 1878. Eine perfide Komödie hat sich dieser Tage im hohen Reichstage deutscher Nation ab- gespielt. Bei der Wahl zur Commission für das Sozialisten- gesetz hatte man allseitig mit Ausnahme der Conservativen den Wunsch geäußert, daß auch ein Sozialdemokrat in dieselbe gewählt werde. Nach langem Hin- unv Herreden aber war man sich ein'g geworden, den von den verschiedenen kleineren Gruppen vorgeschlagenen Abgeordneten Sonnemann zu acceptiren und die Sozialdemokrat� nicht zu berückfichtig-n. Sonnemann aber verzichtete in richtiger Würdigung der Sachlage zu Gunsten Bebel's. Nun ist eine solche Berzichtleiftung, solange der Reichstag existirt, immer und zwar von allen Seiten respektirt worden. Deshalb war man allgemein verblüfft, als die zweite Ab- theilung, welche die Wahl Bebel's nominell zu vollziehen hatte, einen Treubruch beging und gar an Stelle Bebel's den reaktiv- nären Profeffor Gneist erwählte. Dies ist das erste Mal, daß eine derartige Perfidie im Reichstage ausgeübt worden ist. Die Quintessenz aber dieses Treubruchs, den conservative und nationalliberale Abgeordnete verübt haben, ist die Fern- Haltung eines Sozialdemokraten aus der Commiffion, welche über das gegen die Sozialdemokratie gerichtete Gesetz berathen soll! Das ist unerhört! Das steht beispiellos da in der Ge- schichte des parlamentarischen Lebens, des parlamentarischen Anstands! Wenn schon bei der Berathung des Gesetzes im Plenum im Gegensatze zu den Rednern unserer Partei die Herren von Bis� marck und von Kleist- Retzow die Schranken des parlamentarischen Gebrauchs durchbrachen, indem sie mit Lügner und Banditen um sich warfen, so setzt aber dies Verfahren der conservativen Bauernfraktion und der national-liberalen Heuchlergesellschaft, die für Bebel zu stimmen versprachen, Allem die Krone auf. Dem Volke in Deutschland, der gesammten Arbeiterklasse aber wird es immer klarer, daß von Seiten der jetzigen Parlaments Majorität nur Elend und Unfreiheit zu erwarten ist, daß es immer mehr an der Zeit ist, den drohenden Gefahren der Reak- t,on durch einmuthiges Zusammenhalten die Spitze zu bieten, daß die Arbeiter, die Elenden und Enterbten, die Geächteten nur auf der Bahn des Sozialismus dem Elende und der Acht dauernd entrinnen können.--- Dieser perfide Gewaltstreich wild trotz Ausnahmegesetz bei den nächsten Wahlen schon gesühnt werden.— Die Namen der Treubrüchigen aber werden wir, wenn wir dieselben erfahren haben, annageln an den Schandpfahl. Ueber das Sozialistengesttz bringt der„Staatssozialist"(monarchisch-conservativ) einen vorzüglichen Artikel, den wir unfern Lesern nicht vorenthalten wollen. Derselbe lautet: Mit Unrecht hat man zur Rechtfertigung des neuen deutschen Sozialisten- Gesetzes auf die analoge französische Gesetzgebung verwiesen. Das entsprechende französische Gesetz wird von dem deutschen Reichsgesetz um mehrere Geheimraths-Längen geschlagen. Während das französische Gesetz sich auf internationale Vereine beschränkt, die Gegenstände, um welche es sich handelt, präcise formulirt und die betreffende Entscheidung den ordent lichen Gerichten beläßt, stellt das deutsche Reichsgesetz sich von Anfang bis zu Ende als eine in den unbestimmtesten Ausdrücken gefaßte Ausnahme-Maßregel dar, als ein Gesetz, dessen Schwer- Punkt in dem freien Ermessen der Polizei-Behörden ruht, welches die Vereine und Versammlungen, ohne Rücksicht auf ihren etwaigen internationalen oder nationalen Charakter, selbst die auf bestimmte Lokalitäten berechneten Kassen, gleichmäßig trifft, und welches in der Gestalt, wie es aus den Berathungen des Bundesrathes hervorgegangen ist und nach Beseitigung des ur- sprünglich in Aussicht genommenen Reichsamtes auch nicht ein- mal mehr den Schein einer richterlichen Correktur und Ent scheidung enthält. So wie der Entwurf jetzt lautet, sind von den vier und zwanzig Paragraphen, die er enthält, zwei und zwanzig offenbar zu viel. Zwei Paragraphen würden vollständig genügen: Z 1. Ein von dem Bundesrathe niederzusetzender Ausschuß "schon an sich ein ominöser Name!- verfügt und entscheidet sclbstständig und endgiltig darüber, welche Preß- Erzeugnisse mit Beschlag zu belegen und zu unter- drucken; wetthe Versammlungen aufzulösen; welche Vereine zu schließen und bei Strafe zu verbieten und welche Kasten zu confisciren find § 2. Dieses Gesetz tritt sofort in tirnft • Ü8 � dies nicht etwa ein Scherz, den wir uns erlauben, ,m Gegentheil sind wir durchaus ernsthaft der Ansicht, daß der letzt vorliegende Gesetz-Entwurf nach Beseitiauna alles Neben- sächlichen und Unwesentlichen im Grunde auf dasselbe hinaus- lauft, und daß man deshalb gut thun würde, genau dasjenige auszusprechen, was man meint, und so über den Inhalt und die Tragweite des qu. Gesetzes nach keiner Seite einen Zweifel zu lassen. Außerdem wurde die von uns vorgeschlagene Fassung noch den Vorzug haben, das qu. Gesetz seines Aus nähme- Charakters zu entkleiden, eine offene verantwortungsvolle Diktatur zu eta- blireu und damit wenigstens die Möglichkeit zu gewinnen unge- hindert und auf dem kürzesten Wege zu der Erkenntniß über den Nutzen derartiger Maßregeln zu gelangen. Zur Vermeidung von M noerständniffcn und Mißdeutungen bemerke« wir dabei ausdrücklich, daß wir unsererseits so wenig den kurzen wie den langen Entwurf empfehlen und begehren, daß wir vielmehr hypothetisch argumentiren in dem Bestreben, wenn es einmal mit dem Zwange versucht werden soll, dann wenigstens keine halbe Arbeit zu machen und die Verantwortung nicht auf die Schultern untergeordn ter Lokalbehörden, sondern — nach Analogie des englischen Oberhauses— auf die der höchsten politischen Körperschaft des Reiches zu legen. Der in dem vorliegenden Gesetz-Entwurf vorgesehene In- stanzenzug hat für den Sachverständigen nicht den mindesten reellen Werth. Das von der Polizei-Bchörde unterdrückte Er- zeugniß der Presse, insbesondere der periodischen, ist und bleibt unterdrückt und in semer Wirkung paralysirt, auch wenn hinter her— nach unbestimmter Zeit— die Unterdrückung als unge- rechtfertigt anerkannt wird; die Versammlung ist und bleibtauf- gelöst, was auch demnächst geschehen mag; der zu Unrecht ge- schlossene Verein ist— abgesehen von der daneben hergehenden geheimen Organisation— in seiner Existenz gestört und unter- brochen und seine Widerbelebunz wesentlich identisch mit der Begründung eines neuen, und eine konfiszirte genossenschaftliche Kasse wird voraussichtlich auch durch eine etwaige Remedur kein neues Leben gewinnen. Ebenso hat die in dem qu. Gesetz- Entwürfe beliebte Nomen- clatur von Bereinen, Versammlungen und Druckschriften, welche sozialdemokratischen, sozialistischen oder communistischen Bestre- bringen„dienen", wenig oder gar keine Bedeutung, da die For- mulirung dessen, was man treffen will, sich in Ausdrücken be- wegt, die selbst noch einer anerkannten Definition entbehren und es daher ein vergeblicher Versuch bleiben wird, eine Dunkelheit durch die andere aufzuklären. Es würde deshalb auch nicht einmal so weitgehender Ausdrücke bedürfen wie der, welche sich in dem§ 9 finden, wo es heißt:„Bersammlungm, von denen anzunehmen ist, daß sie Bestrebungen der in 8 l bezeichneten Art dienen werden," das Wort„dienen" ist schon an sich weit genug, um zu dem Urtheil zu gelangen, daß mit derartigen Festsetzungen das polizeiliche Ermessen auf breitester Basis etab- lirt ist. Es bedarf hierbei nicht einmal der Geschicklichkeit eines Richelieu— welcher bekanntlich nur drei geschriebene Worte verlangte, um den Schreiber an den Galgen zu bringen— um in jeder Druckschrift und in jeder Versammlung, welche sich auch nur entfernt mit volkSwirthschaftlichen oder sozialen Dingen be- schäftigt, ciuen Anhalt für die Annahme zu finden, daß dieselben sozialistischen Bestrebungen„dienen" werden. Es gilt dies eben- sowohl für die conservative wie für die liberale Partei, wie wir denn auch jetzt schon in den gegenseitigen Rekriminationen einen Vorgeschmack davon empfangen haben, in welcher Weise die Auslegung des Gesetzes sich in der Praxis gestalten dürfte. Der Conservative, welcher den gesammten Liberalismus nur als eine Vorstufe und Vorschule der Sozialdemokratie betrachtet, und der Liberale— einschließlich des Grafen Bethusy— welcher den christlichen Sozialismus als die gefährlichste Spielart des Sozialismus erkannt, sie werden sich beide gegenseitig in die Hände arbeiten, den Geltungsbereich des Gesetzes möglichst zu verbreitern. Am schlechtesten werden dabei natürlich Die- jenigen fahren, welchen gegenwärtig die Rolle des Ambos zu- geth-ilt ist, und es ist deshalb durchaus nicht ohne Grund, wenn in neuerer Zeit die conservative Partei des Reichstages von ihren eigenen Organen, insoweit diese nicht ganz zu Blech- schmieden verkümmert sind, gewarnt wird, den beliebten Sprung ins Dunkle nicht mit allzu leichtem Herzen vorzunehmen. Noch ist der Liberalismus am Ruder, und man wird wohl daran thun. nicht allzu sicher auf seine baldige Entsetzung zu rechnen. Auf die kleinen juristischen Bedenken und Widersprüche, welche sich in dem fraglichen Gesetzentwurfe finden, wollen wir an dieser Stelle nicht näher eingehen, dieselben sind bereits von anderer Seite in überzeugender Weise dargelegt. Ebenso ist bereits vielfach und neuerdings in einem ausführ- lichen Artikel der„Frankfurter Zeitung" mit schwer widerlegbaren Argumenten der Nachweis geführt worden, daß auch abgesehen von der weiten Verbreitung, der bereits vorhandenen reichen Literatur, den ausgedehnten Hilfsmitteln und der vortrefflichen Organisation der sozialdemokratischen Bewegung die Wirksamkeit des fraglichen Gesetzes, selbst wenn es unverändert angenommen und mit der äußersten Energie gehandhabt würde, doch schon an der„Masse und der lokalen Massigkeit des Zusammenhangs der sozialistischen Arbeiterpartei" scheitern müsse. Es ist eben die Zahl und die durch nichts zu beseitigende oder auch nur zu unterbrechende tägliche gegenseitige Berührung der Mitglieder der Arbeiterpartei, sowie die schweigende freiwillige Propaganda, die der wirthschaftliche Nothstand tr ibt, welche das Geheimniß der Stärke der Sozialdemokratie bilden und dieselbe gegen jede blos äußerliche Gewalt sicher stell-n, so daß die Spitze des Ge- setzes sich schließlich gegen Diejenigen kehren dürfte, welche den Säbel des Gensdarmen als ihre schärfste Waffe zu betrachten gewohnt sind. Um so wichtiger und präjudicieller ist deshalb die bereits wiederholt von uns aufgeworfene Frage, mit welchen sachlichen, ans die Masse der Bevölkerung berechneten Maßregeln die Re- gierung ihre Ausnahme-Gesetzgebung zu begleiten gedenkt. Jeder Schritt vorwärts ohne eine darauf bezügliche Garantie würde ein doppelter Fehler sein. Sozialpolitische Uedersicht. — In der Sitzung des Reichstags vom 18. September wurde der Antrag Bracke's auf Sistirung des Strafverfahrens gegen den Abgeordneten Fritzsche, der wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes angeklagt ist, für die Dauer der Session gegen den Widerspruch der Conservativen vom Hause genehmigt. Der Präsident vertagte darauf das Haus auf 8 bis 14 Tage. — Die Commission für das Sozialistengesetz besteht aus Bennigsen, Laster, Stauffenberg, Schauß, Harnier, Put- kammer und Gneist(Nationalliberale), Hänel und Hoffmann (Fortschritt), Reichensperger-Olpe, Hertling, Hauck, Graf Galen, Moufang und Brüel(Centrum), Helldorff, Ackermann und Goßler (Deutsch-Conservative), Kardorff, Schwarze, Schmid-Württemberg (Reichspartei). Wider die Abmachung wurde in der zweiten Abtheilung Gneist und nicht Bebel, der nur 6 Stimmen erhielt, gewählt. — Während der Fortsetzung der Debatte über das So« ziali st engesetz ereignete sich ein Zwischenfall, den wir noch nachträglich erwähnen wollen. Der bekannte conservative Schreier Kleist-Retzow war in seinem Eifer so weit gegangen, die sozial- demokratische Partei:„Die Schule des Hochverraths" zu nennen, außerdem bediente sich der Fürst- Reichskanzler einiger Aeußerungen, welche schwerlich in einem parlamentarischen Lexikon zu finden sein dürften, das gab Bibel Anlqß, sich zur Geschäftsordnung zum Wort zu melden und spielte sich da nach der„Post" fol- gende Szene ab: „Abg. Bebel(zur Geschäftsordnung): Der Herr Präsident hat vorhin bei dem Zwischenrufe„Denunziant" den Abgeordneten Hasselmann zur Ordnung verwiesen. Ich habe dagegen nicht? einzuwenden, glaube aber, daß Herr v. Kleist dasielbe verdient hat. Er hat hier erklärt, unsere Partei vollziehe die Borberei- tung zum Hochverrath, einem Verbrechen, das mit Zuchthaus bis zu 3 Jahren oder mit Gefängniß bestrast wird. Weiter hat der Herr Reichskanzler mit Bezug auf den Abg. Fritzsche gesagt, er habe mich„angelogen". Es konnte ja nach meiner gestrigen Rede nicht zweifelhaft sein, daß dieser mein Gewährsmann war, und ich habe die Unterlassung des Ordnungsrufes nur dadurch erklärt, daß der Herr Präsident die Aeußerung vielleicht über- hört hat.(Oho! rechts.) Ja wohl, die Geschäftsordnung gilt für alle Redner hier, aus dem Hause und vom Bundesraths- tische.(Nein! rechts. Ja wohl! links.) Dann werde ich eine Entscheidung der Geschäftsordnungs. Commission provoziren. (Große Unruhe.) Dann hat der Reichskanzler mit nachdrück- licher Bezeichnung unserer Partei erklärt, sie— nämlich er und die Antisozialisten— ständen unter der„Herrschaft von Ban- diten". Unzweifelhaft hat er uns zu den Banditen gerechnet. (Unruhe.) Das hat einen Ordnungsruf verdient.(Erneute Un- ruhe.) Wir lassen über uns gewiß der Redefreiheit den weitesten Raum, beanspruchen aber für uns das gleiche Recht Präsident Or. v. Forckenbeck: Ich habe alle diese Anariffe auf meine Geschäftspraxis mit angehört und constatire nun Folgendes:„Ich bin hier bei der Handhabung der Geschäfts- ordnung bis auf einen Punkt— bei dem ein Appell an das Plenum freisteht— durchaus souverän. Die Geschäftsordnungs- Commission steht nicht als Instanz über mir, eine Appellation von mir an diese giebt es nicht. Zur Sache selbst! Ich erkenne an, daß der Abg. v. Kleist außerordentlich scharf gesprochen hat, so scharf, wie ich es bei keiner anderen Debatte hätte passiven lassen. Er hat ausgeführt, daß die Sozialdemokraten in ihrer Agitation Handlungen begehen, die den Hochverrath vorbereiten. Aber bei der Berathung gerade dieses Gesetzes, zur Substantiirung der Annahme desselben, kann ich den Redner nicht hindern, diese Ausführungen zu machen, sobald sie den Thatsachcn entsprechen. Ich habe das als eine sachliche Ausführung angesehen, auf die nachher sachlich geantwortet werden könnte. Ich ertheilte deshalb sofort nach der Rede des Abg. v. Kleist— ehe noch Hr. Bebel das Wort zur Geschäftsordnung erbat— dem Abg. Bracke das Wort, dem ich die Entgegnung anheimstellte. Was die Aeuße- rungen des Herrn Reichskanzlers angeht, so halte ich allerdings dafür, daß der Präsident das Recht hat. die Würde des Hauses gegen Jedermann zu wahren. Der Präsident verliest aus dem stenographischen Bericht die fragliche Stelle der Rede des Herrn Reichskanzlers und fährt fort: Der Reichskanzler hat hier gesagt, ein gewisser Fritzsche habe vielleicht Herrn Bebel angelogen und 5? cils ihm zugerufen wurde, daß das ein Abgeordneter sei, diesen Vorwurf sofort zurückgenommen.(Sehr wahr! rechts.) Wäre dem Abg. Fritzsche eine Lüge wissentlich vorgeworfen, so würde ich das gerügt haben. Mit der Rücknahme war mein Einschreiten hinfallig. Was endlich die„Banditen" angeht, so hat der Herr Reichskanzler überhaupt und im Allgemeinen aus- gelprochen, daß er und das ganze deutsche Volk gegen Banditen geschützt sein wolle, und gegen diese Aeußerung habe ich keine Correctur.(Beifall rechts.)" — Nach Schluß der Generaldebatte über das Sozialisten- gesetz erwidert in einer persönlichen Bemerkung Richter(Hagen) dem Reichskanzler, daß er das Fehlen des Letzteren nie inhuman bemängelt, sondern höchstens constatirt habe und auch das nur bei der letzten Sozialistenvorlage am 23. Juni d. I. und dann vorher einmal am 22. November 1875, worauf der Reichskanzler ihm ja auch schon erwidert, wie er sich auch hätte merken sollen. Er habe auch f. Z. Rodbertus nur angedeutet als den Mann, der es möglich gemacht, daß die schlesische Weberdeputation unter dem Weber Florian Paul bei Friedrich Wilhelm IV. vorgelassen wurde. Im Uebrigen habe er schon den Lassalle'schen Bestre- bungen zu einer Zeit widerstrebt, als v. Bismarck noch mit Lassalle conferirte. Wenn zuweilen die Sozialisten mit der Fortschrittspartei stimmten, so sei das doch nicht so hinzustellen, als ob er(Redner) immer mit den Sozialdemokraten in echer Reihe stimme. Bebel erwidert persönlich dem Reichskanzler, daß er den Auslassungen Eichler's mit Auge und Ohr beigewohnt, daß ihm also Niemand Etwas„aufgebunden" habe. Der Reichskanzler habe seine diesbezüglichen wie auch manche andere Aeußerungen in ganz anderer Weise aufgefaßt, als sie gelautet haben. Für seine übrigen Auslassungen werde er die Beweise herbeizuschaffen suchen. Auch habe er nicht gesagt, Fritzsche als Vicepräsident des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins habe den Auftrag ge- habt, die Versammlungsberichte direkt an den Fürsten Bismarck zu schicken, sondern Dr. Dammer habe das Präsivium an Fritzsche mit der Aufforderung abgegeben, er solle derartige Berichte direkt an den Fürsten Bismarck schicken. Redner wendet sich hierauf gegen mehrere Ausführungen v. Kleist's, in denen dieser ihn mißverstanden habe, und bezeichnet es als einen Jrrthum seiner- seits, wenn er die Auslassungen des Reichskanzlers anders auf- gefaßt, als sie gesprochen waren. Fritzsche erwidert auf die ihm von Seiten des Reichskanzlers zu Theil gewordene Beleidigung, er lege auf dieselbe weniger Werth, weil sie in Folge eines Druckfehlers in dem Zeitungs- berichte entstanden sei. Bamberger vertheidigt sich gegen einige Vorwürfe von Seiten Bracke's. Liebknecht will sich gegen eine Aeußerung v. Kleist-Retzow's aussprechen; der Präsident bemerkt ihm aber, daß v. Kleist den Namen Liebknecht's nicht genannt habe, und daß somit die per- sönliche Bemerkung gar nicht zulässig sei. — Zur Sozialistengesetzdebatte. Wir wollen hier einige Aussprüche der„Volkszeitung" und der„Magdeburgischen Zeitung" citiren, von denen die erstere Gegnerin des Sozialisten- gesetzes, die letztere glühende Anhängerin desselben ist. Die „Völkszeitung" schreibt: „An dem ersten Tage der Debatte über das Ausnahme- gesetz war es die Rede des Abg. Bebel, welche durch die schweren, der Regierung entgegengeschleuderten Anklagen den Verhandlungen ihren eigenartigen Stempel aufdrückte. Es war als ob die Rollen gewechselt wären: nicht der Reichstag saß über die Sozialisten zu Gericht, sondern der Sozialiftenführer trat als ein leidenschaftlicher und rücksichtsloser Ankläger gegen ein Regierungssystem auf, dessen verderbliche Consequenzen so oft bereits gebührend gekennzeichnet sind." Hören wir nun die„Magdeburgische Zeitung" über den ersten Tag: „Der Herr Graf von Stollberg(Vicekanzler) hat in seiner Eröffnungsrede nichts Weiteres gesagt, als was bereits ungleich vollständiger, ungleich methodischer in den Motiven zum Gesetz- entwürfe niedergelegt ist. Viel besser ist es auch dem anderen Vertreter der preußischen Regierung nicht ergangen, dem Grafen Eul�nburg, dem der Ruf einer gewissen Schneidigkeit im Wesen und im Ausdrucke bei gleichzeitiger ungewöhnlicher Leut- seligkeit voraufgeeilt ist. Nun diesmal zum Mindesten hat er dem größten Theil der auf ihn gesetzten Erwartungen nicht ent- sprochen. Trotzdem der sozialistische Vorredner, Herr Bebel, ihm durch seine beispiellose Offenheit eine ganze Menge von Handhaben dargeboten hatte, trotzdem Herr Bebel das Agita- tionsprogramm der Zukunft mit einer kaum zu überbietenden Keckheit entwickelt hatte, verschmähte es der Herr Graf Eulen- bürg, mit der ihm angerühmten Schärfe und Schlagfertigkeit dem Gegner auf den Leib rücken. Daß der Herr Minister auf die Enthüllungen nicht näher einging, welche der Sozialisten- führer aus der cllromque scandaleuse seiner Partei zum Besten gab und wobei auch allerdings recht schweflicht gefärbte Streif- lichter auf anderweitige Kreise geworfen werden mußten, kann Niemand verwundern. In dieser Hinsicht dürfte der weitere Verlauf der Verhandlungen noch manche andere Seltsamkeit und Pikanterie zu Tage fördern. Allein neben diesen gefchicht- lichen Bemerkungen entwarf Herr Bebel mit einer an Cynismus grenzenden Offenheit die Etappenstraße, welche demnächst die Sozialdemokratie innehalten wird, und hierauf war man wohl berechtigt, irgend eine Gegenansicht von Seiten der Regierung zu vernehmen. Ist es aber zu verwundern, wenn die Schild- träger jener radikalen Partei dann mit einer nicht weiter zu charakterisirenden Seelenfreude von ihren Anhängern zu er- klären:„Seht, Niemand hat uns zu widerlegen vermocht, ja nicht einmal zu widerlegen versucht." Ueber das Auftreten des Fürsten Bismarck am zweiten Tage sagt die„Volkszeitung": „So zieh Fürst Bismarck beispielsweise den Abg. Fritzsche, auf den sich Bebel gestern berufen hatte, der Lüge, indem er vorausschickte, daß er diesen Mann nicht kenne. Aus der Mitte des Hauses darauf aufmerkam gemacht, daß er von einem Mit- Kamps mit geistigen Waffen. In der Berliner„Staatsbürzer-Zeitung" finden wir folgenden interessanten Artikel: „In der deutschen Literatur und Presse giebt es eine Klasse von Leuten, die, wie Lassalle treffend sagt, zu jeder bürgerlichen Hantirung zu schlecht, zu ignorant zum Elementarschullehrer, zu unfähig und arbeitsscheu zum Postsekretär, sich eben deshalb berufen glauben, Volksbildung zu treiben. Im Grunde haben diese Individuen gar keinen Anspruch auf den Namen von Schriftstellern; denn sie arbeiten nicht mit dem Kopfe oder auch nur mit der Feder, sondern einfach mit dem Kleistertopfe und der Scheere. Sobald nämlich irgend eine Frage die öffentliche Aufmerksamkeit lebhaft beschäftigt, stürzen sie sich wie die Harpyicn auf die Zeitschriften, Broschüren, Bücher, welche durchdachte und originelle Darstellungen über die betreffende Frage enthalten, fahren blindlings mit der Scheere in dies literarische Material, bis einige Hundert Fetzen bedruckten Papiers vor ihnen liegen, quiste« und quirlen diese verworrene Masse aus allem Zusammen- hange gerissener Abschnitte, Kapitel, Sätze noch tüchtig durch- einander, kleben die einzelnen Stücke dann wieder ganz blind- lings auf große Bogen Papier, heften diese Bogen zusammen und vor sie ein Blatt, auf welches sie einen Titel schreiben und etwa eine kurze Vorrede, schicken endlich die ganze Pastete in eine Druckerei, aus welcher sie dann als funkelnagelneues Buch hervorgeht. Sobald dies Machwerk erschienen ist, posaunen es die Spießgesellen des„Verfassers"— denn diese Leute hängen alle wie die Kletten zusammen und haben förmliche Assekuranz- gesellfchaften gebildet, in denen Alles gelobt wird, was von ihnen, und Alles getadelt wird, was von Anderen ausgeht— als epochemachendes Meisterwerk aus und reißen zugleich die Werke herunter, aus denen es zusammcngeplündert ist, was bei- läufig meistentheils der„Verfasser" schon in der Vorrede seines „Werkes" selbst besorgt hat. Natürlich verräth er den Lesern niemals, woher er seine Weisheit hat, sondern hängt seinem nackten Raube bestenfalls nur insofern ein Mäntelchen um, als er etwa gelegentlich in eine Bemerkung des stibitzten Manuscripts ein Sätzchen einschiebt derart:„wie der und der"(Name des bestohlenen Autors)„nicht mit Unrecht sagt" oder Aehnliches. Es ist das Verfahren jenes Taschendiebes, der, als er eine Uhr gestohlen hatte, mit sittlicher Genugthuung constatirte, daß sie richtig ging. Die Folgen dieses Verfahrens leuchten ein. Zunächst ver- drängt diese Schandliteratur die besseren Werke tüchtiger Autoren. Denn da jenen Individuen das schäbigste Honorar noch immer gliede desselben spräche, rechtfertigte er sich damit, daß ihm der Name des Hrn. Fritzsche völlig unbekannt sei. Diese Unkenntniß war in der That überraschend: daß der Fürst Reichskanzler nicht einmal über die Vorgänge in der Reichshauptstadt orien- tirt, daß ihm nie etwas zu Ohren gekommen sein sollte über die Stichwahl im vierten Berliner Wahlkreise, auf die das ganze Land mit Spannung blickte, ist um so wunderbarer, als bei der letzten Wahl in Berlin Vorkehrungen getroffen waren, die Regierung sofort in der detaillirtesten Weise über den Ausfall zu informiren. Es scheint danach, als ob Fürst Bismarck sich außer für den Wahlkreis des Amtmanns Dietze nur für die- jenigen Kreise interesstrt hat, in denen Mitglieder seines Hauses durchfielen oder wo es besonderer Schiebungen bedurfte, um sie über einen sich gehorsamst bückenden Gegner hinweg auf den Schultern des Centrums in das hohe Haus fzu lanciren.— Dieser Vorgang führte zu einer Beschwerde der Sozialisten gegen das Präsidium. Der Abg. Bebel rügte es, daß dem Reichskanzler kein Ordnungsruf zu Theil geworden sei, wogegen der Präsident auf die Rechtfertigung des Fürsten selbst, seine Unkenntniß der Person, um die es sich handelte, hinwies. Das Haus pflichtete dem bei; immerhin bleibt es bedenklich, daß eine so sonderbare Unkenntniß der Personenverhältnisse arge Verstöße gegen das parlamentarische Herkommen exkulpiren soll. Wir verkennen nicht die schwierige Lage, in die der Präsident ver- setzt war; wir glauben aber, daß dieser Fall doch dazu ange- than war, über sonst wohl gerechtfertigte Bedenken hrnwegzu- helfen." Und die„Magdeburgische" sagt über ihren Percy: „Der Reichskanzler ist also wirklich auf den Plan getreten. Er hat gesprochen, aber er ist vorläufig nicht in die Materie der Gesetzesvorlage eingedrungen. Ob bewußt oder absichtslos, der Kanzler hat es vermieden, auch nur entfernt etwas an- zuführen, was auf die Vertheidigung oder die Recht- fertigung der Regierungsvorlage bezogen werden könnte."—-- Und weiter:„Aber wenn man von diesem rein persönlichen Theil der Auseinandersetzung des Kanzlers ab- sieht, dann muß man es ganz unverblümt aussprechen, daß der Gang der Debatte auch durch ihn durchaus nicht ge- fördert wurde. Es ist dies aus mehr als einem Grunde zu bedauern. Jede Generaldebatte läuft Gefahr, sich ins Weite zu verirren. Aber eine Generaldebatte über ein Gesetz, wie das vorliegende, muß sich geradezu ins Endlose verlieren, sobald man jedes Eingehen auf die Gesetzesmaterie verschmäht oder vermeidet." Nun muß doch, nach diesen Urtheilen über die„Macher" des Sozialistengesetzes, selbst dem Dümmsten der Dummen über letzteres ein Licht aufgehen. — In parlamentarischen Kreisen geht das Gerücht, daß der Abgeordnete Lasker mit circa 25 Genossen vom linken Flügel der Nationalliberalen aus der Partei austreten wollen. Wahrscheinlicher Grund: der offenbare Treubruch des rechten Flügels der Rationalliberalen bei der Wahl zu der Commiffion des Sozialistengesetzes. — Das amtliche Fraktions-Verzeichniß führt die 397 Reichstagsmitglieder in folgender Weise auf: Fraktion der Deutsch- Conservativcn 59, der Deutschen Reichspartei 56, der National- liberalen 96, der Deutschen Fortschrittspartei 26, des Centrums 103, der Polen 14, Sozialdemokraten 9. Bei keiner Fraktion 33(hierunter 15 Elsaffer, 3 Demokraten und 1 Däne). Er- ledigte Mandate 1. Zusammen 367. — Ein trefflicher Vergleich. Manschreibt dem„Frank- furter Beobachter": Sie führen folgende Punkte auf, welche bei Annahme des sogenannten Sozialistengesetzes auf dem Spiele stehen, als da sind: 1) Preßfreiheit, 2) Vereins- und Versammlungsrecht, 3) die Gewerbefreiheit, 4) Domizilrecht und die Freizügigkeit, 5) die Sicherheit des Prioateigenthums gegen polizeiliche Confiskation ohne richterliches Urtheil, 6) der Schutz der persönlichen Freiheit. Da lebte einst ein Volk in Amerika, und dieses Volk war von uns Europäern»»entdeckt. Da geschah es aber, daß der König, eine königliche Belohnung für ihre Scheeren- und Kleisterarbeit von wenigen Stunden ist, so können ihre Schmieralien zu viel billigerem Preise vertrieben werden als gute Schriften, deren Autoren einen entsprechenden Ersatz für ihre aufgewandte Arbeits- kraft von den Verlegern verlangen müssen, und das Publikum kauft sie vorzugsweise. Dann aber, da zwar ihre einzelnen Theile außer allem Zusammenhange oder gar in schreiendem Widerspruche stehen, aber in sich logisch und vernünftig, weil eben aus ordentlichen Autoren entlehnt, sind, so schielen alle diese„Schriften" nach einem Sinne, während sie thatsächlich keinen haben, so glaubt der mit der einschlägigen Materie nicht genau vertraute Leser wunder welche tiefsinnige Weisheit zu vernehmen, während er thatsächlich nur ein wahnsinnig heulendes Konzert von wie betrunken durcheinandertaumelnden Gedanken hört. Eins von beiden ist die Folge: entweder bricht sich der Leser Bahn durch den Wirrwarr und hat dann den Kopf voll der ungeheuerlichsten Vorstellungen, oder er bleibt in dem Dickicht stecken, wirft mit instinktivem Ekel das Buch in den Winkel und versinkt in die völligste Gleichgiltigkeit gegenüber den öffentlichen Dingen. So wird ein geistiger Massenmord systematisch be- trieben, gegen den eine Brunnenvergiftung wirklich noch als Körperverletzung mit mildernden Umständen zu betrachten ist. Seit fünf Jahren häufte diese fürchterliche Rotte vorzugsweise auf dem kirchenpolitischcn Gebiete, weil sich ihm das nationale Interesse vornehmlich zuwandte, und sie trägt ihr gerüttelt und geschüttelt Theil der Sch»ld an der Abspannung und Lethargie, welche sich der Bevölkerung in dem Kampfe gegen Rom be- mächtigt hat. Seitdem dies Feld erschöpft ist und sich das öffentliche Interesse mehr und mehr auf die Sozialdemokratie conzentrirt, wirft sich der Schwärm Heuschrecken gleich auf die Sozialpolitik, und da seine stupende Unwissenheit hier fast noch größer ist, als sonst irgendwo, so überbietet er fast noch Alles von ihm bisher Geleistete oder richtiger Gekleisterte. Wenn man bedenkt, wie die ganze Zukunft des deutschen Reiches von dem Interesse und Verstänvniß abhängt, welches alle Schichten des Volks unserer sozialen Entwickelung entgegenbringen, so kann man diese Dinge nur mit steigender Entrüstung, mit wachsendem Ingrimm ansehen. Dabei ist auch gar nicht abzusehen, wie dem grauenvollen Unfuge abzuhelfen ist; denn eine Gesundheitspolizei giebt es auf geistigem Gebiete nicht, über allgemein gehaltenen Tadel lachen jene Individuen, und in jedem einzelnen Falle, den einzelnen Uebelthäter an den Pranger zu stellen, ist eine ekelhafte Henkersarbeit, zu welcher sich Leute, die Besseres zu thun haben, nicht leicht hergeben. Vielleicht aber nützt es doch etwas, einmal ein gründliches Exempel zu statuiren, und da wir und es war wirklich ein mächtiger König, zu seinen Hauptleuten und Schiffsleuten, die da durch das gesalzene Meer fahren, sprach:„Zieht hinaus und entdeckt mir jenes Volk." Und als die Hauptleute und die Schiffsleute und die Männer, welche auf den Schiffen fahren, durch das Meer dahin kamen gegen Westen, wo das Haus der Sonne ist, da fanden sie jenes Volk. Und von jenem Volke wird gesagt: „Unter dieser sonderbaren Verfassung lebte das Volk, fort- geschritten in vielen sozialen Künsten, geschickt in der Herstellung schöner Stoffe, geschickt den Boden zu bebauen, aber unbekannt mit Geld. Sie hatten nichts, was Eigenthum benannt werden konnte. Sie konnten kein Gewerk ergreifen, keine Arbeit unter- nehmen, sich keine Vergnügung erlauben— es sei denn, daß das eine oder das andere ihnen vom Gesetz erlaubt wurde. Keiner konnte seinen Wohnfitz ändern oder andere Kleider wählen, ohne besondere Erlaubniß von der Regierung des Landes. Selbst das, was doch sogar dem niedrigststehenden der Menschen er- laubt war, konnte dort nur mit der Erlaubniß der Regierung geschehen, nämlich die Wahl eines Weibes." Erzählt uns dieses Prescott nicht in seiner„Geschichte von Peru"? Und nun— fragen wir— warum sollen wir Deutschen uns vergleichen mit den Engländern, die schreiben und reden dürfen was sie wollen, warum sollen wir uns nicht vergleichen mit dem Volke von Peru? Wozu reden und schreiben? Lassen wir das den Anderen, die da nicht sind ein Volk von Denkern. Schweigend denken kann Jeder, was er will, dann wird wahr der Spruch: „Man kann in wahrer Freiheit leben Und doch nicht ungebunden sein." Ein Anderer aber, der da kam aus der Weltstadt Berlin, die da liegt in des deutschen Reiches Sandbüchse, Alexander von Humboldt, erzählt uns von den Nachbarn des Volkes von Peru, genannt die Mexikaner:„Einen gleichen Zustand fanden die Europäer in Mexiko und dieser Zustand muß schon lange bestanden haben. Er war so unerträglich geworden und hatte das Volk so reichsfeindlich gemacht, daß dasselbe beim Einrücken der Spanier selbst mithalf, das Reich zu zerstören." Dies wird uns erzählt in dem Buche„Geschichte von Neu- Spanien". Wir aber wollen Gott danken für unser täglich Brod — und wollen trotz Allem und Alledem nicht an der Zukunft Deutschlands verzweifeln! — Eine Consequenz des Sozialistengesetzes. Die „Berliner Freie Presse" ist durch eine anonyme Zuschrift davon benachrichtigt worden, daß Berliner wie auswärtige So- zialdemokraten mit dem Plane umgingen, nach Annahme des Ausnahmegesetzes eine regelrechte Steuerverweigerung in Scene zu setzen. Ein Jeder werde die Zahlung der Steuern verweigern und es zur Auspfändung kommen lassen. Wenn in Berlin bei so vielen Bürgern die Exekution einträte, so würde die Zahl der Exekutoren, der Versteigerungscommissare nicht aus- reichen, um im Laufe eines Jahres die Pfandobjekte in Geld umsetzen zu können. Zudem würden die vorhandenen Magazine nicht ausreichen, all das Gerümpel zu bergen. Die Anhänger dieser Idee sollen bereits nach Tausenden zählen. Im Geheimen werde die Agitation mit großem Erfolg betrieben. In Berlin aber seien die Massen schon von dieser Idee erfüllt. Sie hätten sich verbündet, einander in diesem„Steuerstrike" beizustehen. Keiner wolle die Pfandobjekte seines Nächsten ersteigern wenn es nicht auf dessen Wunsch für ihn selbst geschähe-c.— Die „Berliner Freie Presse" erklärt, sie wolle noch kein Urtheil zur Sache abgeben, warnt aber ihre Anhänger vor unvorsichtigen Aeußerungen in öffentlichen Lokalen. — Das Endresultat der letzten Reichstagswahlen stellt sich in Folgendem dar. Die Gesammtsumme der im ersten Wahlgange abgegebenen sozialistischen Stimmen betrug 435,833; dazu das Mehr der engeren Wahlen mit 38,845 gleich 474,678; mit den fehlenden Kreisen(aus denen trotz össentlicher und brieflicher Ausforderung das Resultat nicht einging), über 475,000. 1877 wurden im ersten Wahlgange ausgegeben ca. 495,000; dazu 62,368 Stimmen mehr bei den engeren Wahlen gleich circa 557,000. Bei den Nachwahlen gewann die sozialdemokratische Partei ca. 3000 Stimmen, so daß die Gesammtsumme rund 560,000 betrug. 1874 fielen im ersten Wahlgange 356,153 so- einen dieser Haifische just in unserem Fahrwasser spielen sehen, so wollen wir unsere Fahrt einen Augenblick unterbrechen und eine Harpune nach dem dreisten Eindringling werfen. Es sind auch noch andere Gründe, welche uns das Buch Christoph Wild's:„Ein Jahr sozialer Arbeit 1877"(Bromberg, Fischer) zur Statuirung eines Exempels geeignet erscheinen lassen. Erstens ist es ein ganz unübertreffliches Exemplar der Gattung, an dem sich die Methode jener Scheeren- und Kleisterhelden sehr schön studiren läßt. Zweitens ist es— wir sagen es ungern, aber wir sagen es, weil es die Wahrheit ist— von einem großen Theile der Presse dem Volke als eine heilsame und nützliche Quelle der Belehrung empfohlen worden. Drittens soll es Fortsetzungen erhalten, was um jeden Preis gehindert werden muß. Viertens endlich erscheint es Pseudonym, so daß wir, indem wir es literarisch und moralisch abthun, eben nur die Gattung, eben nur die Sache und keine Persönlichkeit treffen. Wir kennen Christoph Wild nicht und er kennt uns nicht. Er hat uns nie e�was gethan und wir wollen ihm auch nichts thun. Sollte er sich dennoch schmerzlich berührt fühlen, so wird ihn wenigstens das Bewußtsein, daß er nur für seine Brüder in Marsyas duldet, erheben und trösten. Die gedachte„Schrift" kostet 2 Mark und soll nach der Vor- rede die soziale Bewegung des Jahres 1877 schildern, also einen recht nützlichen Zweck erfüllen. Schlägt man sie aber auf, so findet mau nichts Anderes als 29 Kapitel voll kritischer Glossen zu einer Menge einzelner Fragen, die obne jede systematische Anordnung sich über Tausend und ein Ding verbreiten, und einen Anhang, welcher Auszüge aus sozialdemokratischen Kälen- der», Unterhaltungsblättern und Büchern enthält. Und dies ganze Buch mit Ausnahme des Titels, der Kapitelüberschriften, der Vorrede und des Schlußworts, deren jedes noch nicht eine Seite füllt, und etwa noch eines oder zwei Dutzend Zeilen, ist Scheere- und Kleistergut. Herr Wild hat schlauer als die meisten seiner Zunft allerdings nicht sowohl aus Büchern wie vielmehr mit Vorliebe aus schnell verwehenden Zeitungsblättern die Hun- derte und Hunderte von Flicken herausgefetzt, aus denen sein großes Plagiat zusammengeplätzt ist. Wir können die Sache genau constatiren, da gut zwei Drittel der„Schrift" aus einer wild verworren durcheinander gerüttelten Unmasse von Bruch- stücken aus den vorjährigen Leitartikeln der„Staatsbürger-Ztg." bestehen. Beispielsweise will Herr Wild das X. Kapitel seines Buches schreiben. Er nimmt die Scheere,.führt blindlings in den Jahrgang 1877 der„Staatsb.-Ztg." hinein und reißt drei Stücke aus, die äußerlich etwa ein Kapitel zu füllen versprechen. Nun gehören dieselben drei Leitartikeln(15. März, 3. Juli, zialistische Stimmen; bei den engeren Wahlen mehr 23,359, also im Ganzen 379,512. Bei der letztvsrflossenen Wahl wurde bekanntlich in einer großen Anzahl Kreise entweder sehr wenig oder gar nicht agitirt, sondern die ganze Kraft auf Beschaffung von Mitteln für die offiziellen Wahlkreise g-legt. Angesichts der ungünstiger kaum zu denkenden Verhältnisse, der namenlosen Verhetzungen in Folge der Attentate, der unerhörten Maßrege- lungen, Beeinflussungen und dem beim Wahlakt selbst ausgeübten Druck kann die sozialistische Partei mit dem Wahlresultat voll- kommen zufrieden sein! — Dr. Rudolf Meyer veröffentlicht folgenden Brief: .Serehrliche Redaktion! In dem Momente, da die Reichs- reaierung ein Ausnahmegesetz vorlegt, das nach ihrer Ansicht der Sozialdemokratie in Deutschland ein Ende bereiten wird, nach meiner aber aus einer politischen Partei einen gewaltigen und wirklich gefährlichen Geheimbund machen muß, beschäftigt man sich mit Recht mit der Frage, wie diese Partei entstand, welches ihre ersten Ziele waren und wie sie sich weiter entwickelte. Ueber die ersten beiden Fragen war man berechtigt. ,n den von A. Waaner und Schuhmacher-Zarchlm veröffentlichten Briefen Laffalle's an Rodbertus werthvolle Ausschlüsse zu finden. Ich kenne die Oriqinale seit Jahren und Rodbertus hat mich auf zwei höchst wichtige Stellen aufmerksam gemacht, welche die Herausqeber entweder unterdruckt oder willkürlich geändert haben. Es ist eine Ehrensache für die Herren Herausgeber, in diesem, für unser Vaterland so verhängnißvollen Augenblick den beut- schen Abgeordneten durch Wiederherstellung des correkten Textes emen werthvollcn Anhalt für ihre demnächstige Abstimmung zu qewähren. Sollten sie sich dieser Pflicht nicht ungesäumt ent- ledigen, so würde ich mich gezwungen sehen, so gut ich das aus dem Gedächtniß kann, zu thun, was sie unterließen. Es handelt sich um einen Namen und um ein Urtheil über die Tragweite, welche Laffalle selbst seinem ökonomischen Programm beimaß. Paris, 12. September 1878. Dr. Rudolf Meyer." Wir sind sehr gespannt darauf, was Prof. Adolf Wagner auf diesen Brief antworten wird. — Admiral Werner hat sein Abschiedsgesuch ein- gereicht. Ein Telegramm der„Weser-Zeitung" aus Kiel, 17. September, berichtet darüber:„Das Demissionsgesuch Wer- ner's erregt großes Aufsehen, weil es als Protest gegen das System Stosch betrachtet wird. Gestern Morgen fand eine Er- örterung zwischen Stosch und Werner statt, worauf Werner sofort von den Geschäften zurücktrat."— Die besten deutschen Kriegs- schiffe find mitten im Frieden zerstört worden und nun geht auch noch der einzige Admiral, der von der Sache etwas ver- fleht. —„Die Majestätsbeleidigungen und die preußi- schen Richter". Unter diesem Titel hat der durch seine Schrift: „Der preußische Richter von seiner Schattenseite" bekannte Schnft- fieller Nikolaus Planenberg eine neue Schrift herausgegeben, wodurch er sich den Zorn aller Reichsschweifwedler zugezogen hat. Planenberg unterzieht die einzelnen Urtheile und die den- selben zu Grunde gelegten angeblichen Beleidigungen einer ein- gehenden Kritik und kommt dabei zu Resultaten, welche für unsere Richter nach mehr als einer Seite hin nichts weniger als schmeichelhaft sind.— Daß man über die Majeflätsbeleidigungs- Prozesse und das damit im indirekten Zusammenhang stehende Denunziationsunwesen in den weitesten Kreisen des Volkes ganz anders denkt, als wie es gewissen Kreisen lieb ist, ist bekannt, »nd nur so der giftige Ton erklärlich, in welchem eine unzweifel- Haft offiziöse Notiz gehalten ist, welcher wir in liberalen und couservatioen Blättern begegnen, und welche sich auf obengenannte Broschüre bezieht. Planenberg— bekanntlich soll sich hinter diesem Pseudonym ein preußischer Richter verstecken— hat eben ausgesprochen, waS Hundert-Tausende, ja der gesammte frei- finnige Theil des deutschen Volkes denkt und das soll nicht sein, deshalb die Wuth.__ — DaS Gesuch der Reichstagsabgeordneten Vahlteich und Kays er, um vorläufige Haftentlassung anläßlich der Reichstags- seffion, ist von der sächsischen Regierung abgelehnt worden. — Unser Parteigenosse Günther, Redakteur des„Braun- schweizer Volksfreund", ist anläßlich einer Besprechung des Lieb- knecht'schen„Sitzenbleibens" im Reichstage unter der Anklage der Majestätsbeleidigung verhaftet worden.— Genosse Zaum- segel, der sich in Dresden in Haft befindet, hat noch 3 Wochen Gefängniß hinzubekommen.— C. Wolferts in Barmen erhielt 6 Wochen Gefängniß— Delict§ 131. —„Die Zukunft", Sozialistische Revue. DaS letzte, 24. Heft, des ersten Jahrganges enthält: Strafrecht, Straf- verfahren und Strafvollzug im Lichte des Sozialismus(Schluß). — Die Exploitation der Arbeit in Amerika. Von Dr. Geo. C. Stiebeling(Forts.).— Rezensionen. Lehmann-Hödel. Wir haben schon vor einigen Tagen erwähnt, daß die Behörden sich geweigert hätten, der Mutter des„Attentäters Sr. Majestät" dessen letzten Brief an sie auszuhändigen. Jetzt lesen wir in Bezug auf diesen Brief und andere Schriftstücke von der Hand Lehmann's Folgendes in den Berliner Zeitungen: „Der Oberstaatsanwalt v. Luck, welcher in dem Hochver- rathsprozesse gegen Hödel fungirte, hat in einer kleinen, anschei- nend nur für juristische Kreise bestimmten Schrift interessante Mittheilungen über die beiden letzten Tage Hödel's gemacht, welche manches Neue enthalten. So hat Hödel, nachdem ihm die Vollstreckung der Todesstrafe bekannt gemacht worden war, thatsächlich noch ein Begnadigungsgesuch verfaßt. Dasselbe lautet: „Euer Kaiserliche Majestät von Deutschland, König von Preußen:c. bittet ganz unterthänigst der Klempnergeselle Hoedcl, angeklagt wegen Hochverraths und durch das Königliche Kammer- gericht zum Tode verurtheilt, gestützt auf die Generosität Sr. Majestät, um Negirung des Urtheils, indem er um Gnade bittet zur Erhaltung seines Lebens." Das Gesuch wurde am Mittag beim Kammergericht unter Zuziehung des Oberstaatsanwalts vorgetragen, aber uicht für geeignet erachtet, einen Aufschub der Strafvollstreckung zu be- fürworten.— Die letzten, bis jetzt noch nicht veröffentlichten Schriftstücke Hödel's umfassen den letzten Brief an seine Eltern, seine letzten Wünsche und eine Selbstbiographie. Der Brief lautet: „Berlin, den 15. August 1878. Herzlichgeliebte Eltern! Am heutigen Tage ist mir meine Beförderung vom Leben zum Tode auf morgen früh 6 Uhr angezeigt und wird die Exekution in Moabit stattssnden. Meine angeborene Weichherzigkett habe ich vollkommen abgestreift, um nicht die letzten Lebensstunden mich in Traurigkeit versetzt zu sehen, immer heiter und fidele— meiner Liebe zu Euch seid Ihr stets auch in schwachen Momenten ver- sichert gewesen, also noch heute, was ich gewiß weiß, ja bis zum letzten Athemzug; ich möchte jedoch nicht, Euch in Traurigkeit zu versetzen, was ich zwar schon oft gethan, doch daß habt Ihr mir vergeben, ich fahre also mit sächsischer Gemüthlichkeit ab. Waldeinsamkeit,■ wie mich erfreut/ Promenade, so morgen wie heute Rosenthal, Waldeinsamkeit i Schwanenteich. Die mich erfreut' Ich bin sehr erfreut zu wissen, daß Ihr Euch trösten könnt; das Vergessen wird auch seine Macht an Euch bewähren, daß bin ich sicher, das Gras wächst schnell, ich wünsche, geliebte Eltern, daß das Rad der Zeit rollt über Alles. Hoch lebe die Com- mune! Den von Euch abgesandten Brief, den Einzigen, den ich«rhaltkn, lege ich Euch hier bei; auch einige Bündel Kopf- haare al» Locke und Fingernägelabschnitte, die grausig lang ge- wachsen waren, Ihr könnt Euch überzeugen, zum Andenken. Eine lange Conversation per Brief habe ich in meinen beschlag- nahmten Briefen geführt, repitiren will ich nicht mehr; es nützt Euch auch nichts. Ich wünsche Euch schließlich alle Annehmlich- leiten im Alter, glückliches Zusammenleben, die bisher angehal- tene Gesundheit, auch späterhin und: Macht hier(auf Erden) das Leben gut und schön, kein Jenseits(Himmel) giebts, kein Wiedersehn! Unterschrift. „Vivut la Franc. Max Hödel's letzte Wünsche sind folgende: 1) Die Spieldose, sammt den Photographien von mir, vom Photograph Dietrich, die Photographie, die bei meiner Verhaf- tung gefunden, meine Mutter und mich darstellend, diese Objekte bitte ich meinen Eltern zuzustellen. 2) Die, nicht der Reichsregierung„gefährlichen" Briefe, welche ich an meine Eltern u. f. w. geschrieben, denselben die- selbige einzuhändigen, sammt den heute geschriebenen und Bei- gegebenen. 3)(Ist unausgefüllt geblieben.) Stadtvoigtei Berlin, den 15. August 1378. Autobyo- graphi? des Klempnergesellen Emil Heinrich Max Lehmann, geb. Hödel, gen. Traber, geboren am 27. Mai 1857 in der Johannisgasse zu Leipzig von der Jungfrau Charlotte Amalie Emilie Hödel, Tochter des verstorbenen Schuhmacher- Meister Hödel in Möckern, Gambatto Hoch(?) ist geboren am 4. Mai 1820 in Möckern; mein Vater ist mir unbekannt geblieben. Am 14. Juni dess. I. erhielt ich in der Thomaskirche zu Leipzig die„heilige" Taufe. Geburtsfeier. Den zweiten Geburtstag erlebte ich in Möckern, im Hause meiner Großmutter, den dritten bis sechsten in Schkeuditz in der Pflege meines Onkels, der zu- gleich Curator, den siebenten bis elften bei meiner Mutter, die unterdeß den Schuhmachermeister Johann Carl Eduard Traber geheirathet, meinen jetzigen Sttefvater; den zwölften Geburtstag auf einer Fluchtreise im Gefängniß zu Magdeburg, an welchem Tage ich auch in Freiheit gesetzt und per Fuß mittelst Marsch- route meinen Weg über Köthen nach der elterlichen Wohnung antreten mußte. Am 27. Mai 1870 konnte ich mich im Hause meiner Eltern in Leipzig amüsiren, ein Jahr später, also zur Feier des 13. Geburtstages, befand ich mich in der Erziehungs- Anstalt zu Zeitz; den 14. mußte ich ebenfalls in Beschränkung meiner individuellen Freiheit daselbst erleben; den 15. und 16. hatte sich in der Lehre als Klempner bei Härtling in Zeitz zu verbringen; den 17. bei den Gärtner Baum ebenda; 1875 hatte ich die Freude, bei meinen Eltern verweilen zu können, 1876 ditto, 1877 als am 20. Geburtstage sah ich mich im Kreise op- positioneller Böhmen gegen Oestreich in einem kleinen Städtchen nahe bei Böhmisch-Leipa, ihnen Sozialismus lehrend; das Ende, den 21. Geburtstag in Ketten und Banden in der Stadtvoigtei zu Berlin; inhaftirt wegen Hochverrath und versuchten Mord.s Ab Sela. Der Mohr kann gehen." Dies die anscheinend amtliche Notiz. Was wir in Bezug auf den„letzten Brief" Lehmann-Hödel's vermuthet: daß er dessen Halbidiotismus drastisch illustriren werde, hat sich durch diese Mittheilung und die Mittheilung der übrigen Schriftstücke im vollsten Maße bestätigt. Wer so schreibt, ist kein Mensch mit normaler Hirnbildung. Aber noch Eins: wir vermuthen stark, daß der Brief und die übrigen Schriftstücke nicht vollständig find, das heißt, daß die schlimmsten, wir meinen die verrücktesten Stellen, fehlen. Denn welchen Sinn hätte es sonst gehabt, der Mutter den Brief, welchen man doch veröffentlichen wollte, vorzuenthalten, wozu man juristisch kein Recht hatte. Correspondenzen» Arestau, 15. September. Heute kann ich Ihnen nichts Er- freuliches melden. Unser armer Parteigenosse Keller ist, wie Sie aus früher eingesandtem Bericht gesehen, Gefangener in hiesiger Strafanstalt. Aber wie wird der arme Teufel behandelt? Trotzdem derselbe schwer krank, ist ihm die Selbstbeköstigung nicht gewährt worden, während notorisch gemeine Verbrecher, wie z. B. ein Arzt, der wegen Nothzucht bestraft worden ist, betrügerische Bankerotteure ic. alle Begünstigungen haben, welche das Gefängnißreglement nur zuläßt. Keller ist schwer brustkrank und wird bei der Cigarrenfabrikation beschäftigt; er muß Tabak- blätter ausrippen! Er ist in so strenger Einzelhaft, daß sogar den Aufsehern streng verboten, demselben auf irgend eine Frage Antwort zu geben, viel weniger ein Wort mit ihm zu sprechen. Sein Tagewerk geht früh V-S Uhr an mit Reinigen seiner Zelle und Waschen des Geschirres, und nachdem er sein„Frühstück" (wer im Breslauer Gefängniß war, wird es kennen) eingenom- men, geht's an die obengenannte Arbeit. Seine Einsamkeit wird höchstens unterbrochen durch den Besuch des Gefängnißpfarrers, welcher seine lästigen Bekehrungsversuche an ihm zur Anwendung bringt. Der ftomme, von christlicher Liebe überschäumende Ge- fängnißdirektor(der Name ist Grützmacher) sagte nur, als Keller bat, einen Brief an die ihm hier zunächst stehenden Freunde zu schreiben: Was, Ihnen soll ich diese Begünstigung gewähren? Sie, der Sie Tausende durch Ihre Aufhetzungen ins Unglück gestürzt haben? Niemals! Alle Genossen, welche Aussicht haben, in die Lage Kellers zu kommen, und es sind nicht ganz wenige, haben hiermit einstweilen einen kleinen Vorgeschmack von der Herrlichkeit, die ihrer im Breslauer Gefängniß wartet. Doch, bange machen gilt nicht! Hainichen, 30. August. Bei der letzten Wahlagitation galt es vor Allem, den Klcinbürgerstand für uns zu gewinnen, was uns sin der Folge auch vollständig gelungen, zumal sich die reichstreuen Parteien, Conservative und Liberale, mit allem nur möglichem Schmutz bewarfen. Die Gegner glaubten hier die Sozialdemokraten todtgemacht zu haben; da auf einmal traten wir öffentlich mit unserm Candidaten Kays er auf den Kampf- platz. Wir hatten uns bis dahin in aller Stille organisirt, Conferenzen abgehalten und Alles zum Kampf bereit gemacht, und gerade diese Taktik mochte die Gegner verwirrt haben, denn das Geschimpf unter ihnen ging fort. Auch mochten sie>oohl glauben, daß wir nur eine geringe Zahl von Stimmen erhalten würden, denn es war Alles nur mögliche von ihnen versucht worden, die Arbeiter einzuschüchtern und mit Entlassung aus der Arbeit zu bedrohen. Auch bezüglich Abhaltung einer Wähler- Versammlung machte man uns allerhand Schwierigkeiten, doch gelang es uns, eine solche am 27. Juli zu arrangiren, in welcher Genosse Goldstein mit vielem Beifall sprach. Nicht so die Versammlungen der Conservativen am 28. Juli in Langen- striegis und am 29. in Hainichen. In beiden Versammlungen wurde den Herren Liberalen das Wort nicht gegeben. Letztere, wo Herr v. Oehlschlägel selbst zugegen, wurde sofort nach Bcen- digung des Vortrags vom Vorsitzenden in„Gottes Namen" ge- schloffen und kam es fast zu Thätlichkeiten zwischen diesen beiden Parteien. Daß diese Vorgänge uns nur genützt, beweist das Resultat vom 30. Juli. Trotz aller Machinationen, Drohungen:c. hatten wir einen Zuwachs von 980 Stimmen gegen den 10. Jan. 1877. Aber noch war der Sieg nicht ganz erfochten und galt es nun mit aller Kraft vorzugehen, zumal sich die feindlichen Brüder sofort einigten und geschlossen uns gegenüber Stellung nahmen. Bereits am 5. August langte Genosse Hörig aus Hamburg hier an, mit welchem wir sofort die weiterem Maß- nahmen beriethen. Sonntag den 11. fand in dem nahen Langen- striegis eine von uns arrangirte, sehr gut besuchte Versammlung statt, in welcher Hörig mit viel Beifall sprach. Auch hatte sich zu derselben ein Gegner in der Person des Dr. Seifert aus Oederan eingefunden. Nachdem derselbe zum großen Ergötzen der anwesenden Sozialisten eine ganze Reihe von abgerissenen ! Sätzen aus Bebels und Liebknechts Schriften vorgetragen, sowie 9. November) an, welche die allerverschiedensten Fragen behau- deln, die Ergebnisse der Klassensteuer, das Erbrecht und das allgemeine Stimmrecht. Allein gleichviel, die Papierstücke werden aufgeklebt, darüber geschrieben„Politische Zeitfragen" und das X. Kapitel ist fertig. Oder Herr Wild will den„katholischen Sozialismus" in 1377 schildern. Da schneidet er 14 Zeilen aus einem Ketteler's Stellung in der Polemik Lassalle- Schulze erwähnenden Leitartikel(20. Januar), 40 Zeilen aus einem Moufang's soziales Programm kritisirenden Leiter(10. März), 20 Zeilen aus unserm Nekrolog auf den Bischof von Mainz (14. Juli), 18 Zeilen aus unserer Kritik eines Buches vom Fürsten Jsenburg-Birstein, klebt diese aus allem Zusammenhang oerifienen und sinnlos nebeneinanderwirbelnden Bruchstücke ohne zede Aendemng oder Zusatz auf, und das XXIV. Kapitel ist fix und fertig Oder aber Herr Wild macht das XXVXII. Kapitel: „Der sozialdemokratische Congreß". Er schneidet 49 Zeilen ans unserer Besprechung(31. Mai) dieses Congresses, 7 Zeilen aus unserer Kritik(21 September) der wissenschaftlichen Zeitschriften der Sozialdemokratie aus und klebt sie hintereinander. Dann schreibt er ausnahmsweise einmal eine Zeile, lautend:„Wir schließen hieran einige Sätze aus dem sozialdemokratischen Pro- tramm." Allein in demselben Augenblick ist ihm dies originale ieginnen schon wieder leid; es folgt unmittelbar und wort- wörtlich ein zwanzigzeiliger' Fetzen aus einem unserer Artikel (3. Januar), der nicht den leisesten Zusammenhang mit dem Congreß hat und einen Wahlaufruf der Berliner Sozialdemo- traten bespricht, und unmittelbar daran schließen sich dann wei- tere 31 Zeilen aus einem Leitartikel(15. Januar), welcher unter- sucht, m welchem Zahlverhältniß die steuernden Mitglieder der Sozialdemokratie zu den sttmmenden stehen. Und wenn der Leser diesen Höllensalat von bunt aus den allerheterogensten Artikeln zusammengewürfelten Brocken hinuntergewirkt hat, weiß er, was„der sozialdemokratische Congreß" 1877 ausgerichtet hat! Es ist unerhört und unglaublich, aber buchstäblich wahr. Im Ganzen find von den 28 Kapiteln der„Schrift" 16 ganz und 3 theilwelse aus einzelnen sinnlos aneinandergeklebten Partikeln unserer Leiter zusammengeschneidert und gekleistert. Durchschnittlich schlachtet Herr Wild drei bis sechs Artikel für ein Kapitel aus. Beispielsweise Kapitel VI ist aus zwei Leitern über die Gewerbeordnungsdebatten im Reichstage und einem Leiter über die Gewerbezählung komponirt, Kapitel VII dagegen aus sechs Artikeln über Kinderarbeit, Kunstgewerbe und Gefängniß- arbeit, Fabrikinspektoren, Koalitionsrecht, Strikes, Patentgesetz. Kapitel XVI„Die Affaire Dühring" ist ein blutig verstümmelter Rumpf aller unserer fortlaufend zusammenhängenden Artikel über diese Affaire; um sie in das Procrustesbett eines Kapitelrahmens zu spannen, sind die wichtigsten Glieder der logischen Entwickelung weggesäbelt. Kapitel XVII, unter dem stolzen Titel:„Höckel, Darwin und Virchow", braut zwei unserer Artikel über Virchow's Rede auf dem vorjährigen Naturforschercongreß auf anderthalb Seiten zusammen. Kapitel XX,„Politisches", enthält unter diesem anspruchslosen Titel Bruchstücke aus einigen unsrer Artikel über die Arbeiterfrage, die reaktionäre Sozialpolitik, die Agrarier und die Broschüre des Leipziger Fortschrittlers Findel. Die letzten Kapitel über die Staatssozialisten, Kathedersozialisten, Max Hirsch, Internationale, Genter Congreß ec. sind ganz und gar unfern entsprechenden Ausführungen, aber immer in sinnlos zusammengeschweißten Bruchstücken entnommen. Von dem letzten Drittel der„Schrift" ist ein Kapitel einer Broschüre von Lammers, ein Kapitel einer Broschüre von Fries, ein Kapitel einem Vortrage von Professor Held, ein Kapitel der „Berliner Freien Presse" entnommen. Etwa von einem halben Dutzend Kapitel können wir nur im Allgemeinen angeben, daß sie aus den Leitartikeln anderer hiesiger Blätter, deren wir uns genau erinnern, zusammengcstümpert sind. Von dem„Verfasser" selbst sind, wie gesagt, nur Titel, Kapitelüberschriften, Vorrede und Schlußwort und vielleicht auch Kapitel X, welches unter dem Titel:„Die Manchesterpartei" genau 11 Zeilen zählt. In dem Schlußwort rechtfertigt Herr Wild die Herausgabe seines Buchs ganz nach der Methode dieser Sorte von„Schriftstellern". Er empfiehlt seine„freie und frische", wieder es nennt, Schreibund, wie wir es nennen müssen, Scheeren- und Kleisterweise und versetzt den ernsthaften Schriftstellern auf sozialpolitischem Gebiete den obligaten Eselssußtritt, indem er die bisherige Literatur über Sozialdemokratie„sehr mangelhaft" nennt, weil sie„pro- fessorenhaft langweilig" oder„historisch gewissenhaft" sei. Es ist eine Schande und eine Schmach, daß im„Volke der Denker und Dichter" ein solcher Plagiator nicht blos ungestraft, sondern selbst vielfach gelobt, die von ihm geplünderten originalen Au- toren wegen ihrer„historischen Gewissenhaftigkeit" dem Publikum denunziren darf. Und damit genug! Wir sind fertig mit Herrn Wild und seinem Buche und scheiden von ihm, so es sein und unser gütiges Schicksal will, auf Nimmerwiedersehen!" So die„Staatsbürger-Zeitung". Wir wollen diesem Artikel nur hinzufügen, daß eben dieser ! selbe Christoph Wild einer der Hauptmitarbeiter der„Mag- deburgischen Zeitung" ist, von welchem sich das genannte Blatt die heftigsten und perfidesten Angriffe gegen die Sozialisten für das Feuilleton zusammenscheeren und-kleistern läßt. Theile aus sozialistischen Liedern citirte, fertigte Genosse Hörig denselbm gebührend ab. Große Freude verursachte uns die Mittheilung aus Freiberg, daß Dinstoo, den 13., Llebknecht komme. Die Versammlung war auf 8 Uhr anberaumt und schon um 7 Uhr begann sich der Saal zu füllen, voran die Herren Libe- ralcn, welche glaubten, das Bureau für diesen Abend in ihre Hände zu bekommen. Sie hatten sich aber geirrt und bekamen schon einen kleineu Vorgeschmack für den 15. August. Die Ver- sammlung hat wesentlich dazu beigetragen, uns den Siez zu verschaffen. Nach einigen beherzigenden Worten Hörig's wurde die Versammlung in der besten Stimmung für uns geschlossen. — Aber auch ein Opfer ist zu beUagen. Unterzeichneter, seit 23 Jahren für die Herren Günther u. Sohn thätig und von denselben erst noch vor Kurzem als einer der besten Arbeiter bezeichnet, wurde infolge sein, r Thätigkeit für die gerechte Sache des Volkes Dienstag, den 20. August, seiner Arbeit für genannte Firma mit den Worten verluftig erklärt:„Für Sie haben wir keine Beschäftigung mehr!" Ich stehe also nun mit einer Fa milie von fünf unerzogenen Krndern existenzlos da, das Gespenst des Hungers erwartend. Hier in Hainichen erhalte ich keine Be- schäftlgung mehr. Vielleicht erbarmt sich meiner ein Genosse und verschafft mir Arbeit. Mit sozialdemokratischem Gruß Franz Engelmann, Gartenstr. Magdeburg, 17. September. Die hiesige sozialdemokratische Genossenichafts- Buchhandlung veröffentlicht folgende polizeiliche Verfügung, welche ihr zugegangen ist: „Magdeburg, den 30. August 1878. Es wird Ihnen hiermit Geldstrafe bis zu 150 Mark, im Unvermögensfalle Haft bis zu 10 Tage», für den Fall ange- droht, daß Sie ferner an Ihrem Geschäftslokale oder im Schau- fenster desselben die„Magdeburger Freie Presse" anheften bezw. öffentlich auest llen sollien. Hiergegen steht Ihnen binnen 21 Tagen, vom Tage der Behändigung dieser Verfügung ab ge- rechnet, das Rechismittel der Beschwerde oder Klage offen. Der kömgliche Polizei Präsident. I. V.: v. Gahl." Der Vorstand der Genossenschaft zeigt an, daß er dagegen den Beschwerdeweg beschriiten habe. Kiek, 4. September. In den letzten drei Wochen fanden hierfdbst über einen Vortrag des Herrn vr. Müller,„Ueber die Unmöglichkeit der sozialistischen G-sellschaft", mehrere Dis- putationen zwischen dem Herrn vr. Müller und unseren Genossen Walther und Wolff statt. Die Versammlungen waren durch- schnittlich von 4—5000 Personen besucht und verliefen in muster- haftester Ordnung. Selbst gegnerische Blätter geben zu, daß unsere Partei entschieden den Sieg davon getragen habe, indem der Herr vr. Müller schließlich die Richtigkeit der von uns aufgestellten Forderungen und Programme zugeben mußte. Unsere Sache hat durch diese durchaus sachlich gehaltenen Auseinandersetzungen entschieden gewonnen und wäre nur zu wünschen, daß die Herren Gegner allüberall in solcher Weise den Kampf mit uns aufzunehmen suchten. Auf die Sache selbst noch näher ein- zugehen, erlaubt mir der Raum des„Vorwärts" nicht und ver- weise ich alle Leser auf die„Schleswig- Holsteinische Volks- zeitung". Nachstehende Schriften sind durch die Expedition deZ„Vorwärts" in Leipzig, sowie durch die Expedition der„Freien Presse" in Berlin, Kaiser- Franz-Grenadier-Plotz 8, zu beziehen: Armen- und Heimathszesrhzeduns....... Mark 1. 50. Arbeitermarseillaise..............—.05. Auerbach, Tagebuch au« Wen...........—.70 Ausschtiisse über die badische Revolutton von 184S.... 1. 50. Au« den Ruinen von Nimrut und Olyrnvia......—.10. Auszug aus den gesepl. Bestimmungen über die Landtagswahl—. 10. Baumann, Berechnung über das Gewindeschn-iden.... 1. 60. Bebet, Ä., ivaueintneg.......... 2.—. -- Rede über die Anträge betr. Abänderung der Gewerbe- ordnung...............—.10. -- Die Enlwickelm g Frankreichs vom sechszehnten bis gegen Ende des achtzehn en Jahrhunderts....—.25. -- Die parlamenlar'sche Tdätigkeit des deutschen Reichs- taq»S von 1874—76...........—.30. -- Glossen zur Schrift:„Die wahre Gestalt des Chrislenthums.............—.25. Itter, B., Der alt» und der neue JesuttiSmu» 60 -- Briese deutscher Bettelpatrioteu. 5 Lief...... S. 75. -- Die Reaktion in Deutschland gegen die Revolution v. 1848 2. 25. -- Mißbrauch der NationalltStenlehre....... 1.—. -- K. Fourier...............—.30. -- Geschichte der Arbeiter-Agitation F. Laffalle«. 5 Lief. 3.—. -- Geschichte der revolutionären Pariser Commune 178S— S4 2.—, Becker, I. PH, Wie und Wann? Ein ernstes Wort über die Fragen und Ausgaben der Zeit....... 2. 50. — Le Precurseur. Organe dsmocratique social des associations des travailleurs(1877)..... 3. 50, -- Vorbot-. Soz.-pvl. Monalsschrift. 1866— 1870.. 6.—. Bergmann« Zluch. Berich» Uder den Deleginemag sächsischer Berg- und Hüttenarbeiter zu Zwickau 1874....—. 10. Il««, SB., Unsere Preßzustände..........—. 10. -- Blut und Stseu od. die Entstehung d. Kriege»»ou 1866—. 50. -- Zur Glschichie der Commune von Pari».....—.40. -- Die Revolutiou zu Mainz 1792—1793.....—.60, Ioruttau, Religion und Sozialismus........—.40. -- Die religiöse Frage und das arbeitende Volk...—. 25. Bracke, W., Der Lassalle'sche Vorschlag........—.50. -- Nieder mit den Sozialdemokraten 15. -- Verzweiflung im liberalen Lager.......—.15. -- Hület Euch vor den 300 Millionen neuen Steuern.-.10. Brunnemann, Skizzen u. Studien zur französischen Revolution»- Geschichte................ 1.—. Büste der Zreibeit. 25 Ctm. Höhe ,n Gyps weiß.... 2.— „„ Elfenbeinton.. 2. 50 -- Consols hierzu weiß 1 M., Essenbeinton..... 1. 20 Christenthum und Sozialismus...........—.15 Bllrgerllrieg in Fraulrerch............—.15 «toilehegeseh............... 1.—. Kulturkampf und Bolksschule in Preußen.......—.10. Bautet in der Löwengrube. Gedicht........—.50. Bedekind, Dr. Fr., Prozeß Stever»-"-n Bogel v. Falkenflein 1.—. Ber arme»onrad. Jllustrirler Kalender für da« arbeitend» Volk. 1877. brach...........—.20. -- für 1878. broch.............—.20. -- für 1879. broch. 0,40 M., geb........—.60. Der Braunschweiger Ausschuß der sozial-demokratischw Ar- beiterpartet in Bötzen und vor Gericht 1871.... 1. 25. Der Republikaner, Schweizer Volkskalender für 1878...—. 40. Bit parlamentarische Thätigkeit de» deutschen Reichstage» von von 1871— 74.............—. 10. Die Dolksschule und die Lage ihrer Lehrer in der Provinz Preußen—. 10. Dtehgen, National- Oekonomische». 2. Auflage.....—- 15. —— Die bürgerliche Gesellschaft.........—.10. -- Die Religion der Sozialdemokratie. 4. Auflage..—. 15. Bissidenteugeseh................—.20. Dsuai» Dr. A., Antwort an den Bekenner de« TheiSwu»..—. 10. -- Kindergarien u. Volksschule als sozialdemokr. Anstatten—. 25. -- ABC des Wissens. 4. Aufl.........—.15, Bulk, A., Nieder mit den Alheisteu.........—.25, «icrarius, I. S., Kampf de« großen und kleinen Kapital»..—. 15. «inksmmensttuergeseh............. 1.—. 2. 1. 1. 1. 1. 80. 15' 50. 60. 20' 40 50. 50. 50. —. 25. -. 40. 1. 20. —. 60. —. 20, 15. 10. 20. 30. 10. 50. 2,— -. 20. —. 50 -. 12. 75. 20 05 05. 16, 4.—. -. 15. —. 35 —. 10 -. 30. —. 08 -. 10 -. 15. 30 —. 1k. -. 50 -. 40 30 —. 25 —. 25. Znzels, F., Zur Wohnungsfrage. 3 Hefte......—.30. -- Der deutsche Bauernkrieg..........—.50. -- Soziales au« Rußland....... 15. -- Bakunisten an der Arbeit..........—.10. -- Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. I.THl. Philosophie. II. Thl. Pol. Oekonomie u. Sozial, ä—. 75. Erinnerung an Herwegh............—.10. Erinnernng an Börne.............—.20. Zranz, I., Herr Böhmert, Professor der Nationalökonomie und seine Fälschungen der Wissenschaft..... Zür die sranzöfischen Brüder........... «eiser, Forderungen des Sozialismus an Gegenwart u. Zukunft -- Das deutsche Reich und seine Gesetzgebung.... Seneraladstimmungslifte de» deutsch. Reichstag» v. 1867—73. -— Nachtrag von 1873—76.......... «euofftnschaftszeseh(Bundesgesetz)......... Gewerbeordnung für das deutsche Reich........ Gefindeordnuttg................ Gespräch am Kachelofen............. Greulich, H., Der Staat vom sozialdemokratischen Standpuuttt au?. Erne Auseinandersetzung mit dm Anarchisten. Hasmclever, Wilh., Liebe, Leben, Kamps(Gedichte).... -- Erlebtes(Skizzen und Novellen)....... Hepner, Ad., Meine 3>/zjährige Leipziger Poltzeicampague.. Herr v. Zreitschke der Sozialistmtödter und die Endziel« de« Liberalismus.............. Hillman«, Die internat. Arbeiter-Assoziatiou 1864—71, ihr« Geschichte, Programm und Thätigkeit...... -- Praktische Emanzivationswwke........ -- Die Organisation der Massen........ HilssKassengesetz, Leitfaden für zu errichtende Krankenkassen. H-rsch,»t» Purtettreffe, tan Beveutnog und Orgaultatlou Sacodi, L., E« werde Licht(Poesien)......... -- Die Idee der Entwtckelnng. 2 Bde...... Zacobq, Joh., Da» Ziel der Arbeiterbewegung..... Kegel, M., Freie Lieder(Gedichte)......... Knappschaftskassenweseu vor dem deutschm Reichstag... Komplot gegen die Intern. Arb.- Assoziation. An« dem Französischen übersetzt von Kokoskv...... 1. König. Schwarze Kabinelte............—. König ZNammon und die Zreiheit Ein neues Bilderbuch. 1. Kraffer, Dr. F., Anti-Syllabus(Gedicht).......—. — Oeternm censeo(Gedicht).........—. Kunst und Kozialismu«............ Lange, Arbeiterfrage............. Laffalle, Z., Arbeiterfrage........... -- Ueber BerfassungSwefen, Macht u. Recht, WaS nun? -- An die Arbeiter Berlins......... -- Arbeitcrlesebuch............ -- Offene« Antwortschreiben......... -- Arbeiterprogramm........... -- Die Wissenschaft und die Arbetter...... -- Sriminalprozeß, DI. Instanz........ -- Die Feste, die Presse ic.......... -- Bastiat Schulze............ -- Indirekte Steuern........... -- Düsseldorfer Asfissenrede......... -- Fichte'« Philosophie........... —— Fichte's politisches Bermächtniß....... -- Julian Schmidt............. 1.—. -- Gotth. Ephraim Lessing..........—.20. Leben und Thaten de« General« Jarosla» DombrowSki..—. 75. Lehn, Juristisches Taschenlexikon..........—.50. Liedkuecht, SB., Zu Trutz und Schutz........—.20. -- Ueber die politische Stellung der Sozialdemokratie..—. 10. -- Wissen ist Macht— Macht ist Wissen. 2. Aufl...—.20 —— ReichStagSrede 1874...........—. 10. -- Zur Grund- anb Bodeusrage 2. Aufl.......—. 75. —— Zur orientalischen Frage oder soll Europa kosackisch werden—. 30. -- Die Orientdebatte im deutschen Reichstage....—.30. -- Das Briefgeheimniß vor dem deutschen Reichstag..—. 4. Lübeck, E., die BaterlandSloseu(Novelle).......—.76. Lammet, Jesu« van Nazareth...........—.40. — Johanne« Huß.............—.30. Liffagaray, Geschichte der Commune von 1871..... Mar», Der Eölner Commumsten- Prozeß. 2. Aufl..... --- Da» Kapital. 2. Aufl........... -- Der XVID. Brumaire de» Loui» Bouaparte.... -- und Engels, Kommunistische« Manifest..... ZUignet, Geschichte der stanz. Revolutiou von 1789 bis 1814, deutsche Ueberseyung gebd....... Minister Sulenburg und die deutsche Sozialdemokratie.., Most, Liederbuch, gbd. 40 Pf., broch......... —— Die Pariser Eommime vor den Berliner Gerichtes,, -- Sammlung von Reich»- Gesetzen: 1. Heft: Gewerbeordnung.......... 2, Heft: Freizügigkeit«-, Impf-, Lohubeschlaguahme- und Hastpflicht-Gesetz........—.15 -- Kapital und Arbeit............—.50. -- Bastille am Plötzensee...»......—.60. -- Der Kleinbürger und die Gozialdemostatie.....—.50. -- Die Lösung der sozialen Frage........—.40, -- Die sozialen Bewegungen im alten Rom und der Cä- sarismus............... 1.—. Zlloralt, F. A., Arbeiterkravlheiten. 1. Schädliche Gase. 2. Schädliche Dämpfe, als KrankheitSquellen.... Motteler, I., Frauen- und Kinder-Arbeit...... «Idenburg, Was wollen die Sozialdemokaten?..... «tto-Zvalster, A., Allerhand Proletarier. Stue HallSgeschjcht«. -- Rienzi. Drama in 5 Auszügen........ -- Am Webstuhl der Zeit. Soz. Roman...... -- Eine mittelalterliche Internationale. Htstor. Novell«. -- Krank« Herzen............ -- Braunschweiger Tage........... -- Ein verunglückter Agitator(Lustspiel)...... Photigraphien: Feuerbach, Heß, Herwegh, Johann Jacoih, Laffalle, Lange, Uorck, Blanqui, Srömieux, DeleScluz«, DombrowSki, Ferrö, Flouren«, Marat, Milliäre, Owen Raoul-Rigault, Rossel ,c.; in Bifitenkarteuformat st. -- Gruppenbilder(Tableaux) der sog. Wleoer, Braun- schweizer, Leipziger und Pester Hochverräther, von der Evurbet'schen Büste derss,Dibertö"(Freiheit) 4.., Photographien: in Kabiuetformat 4......... -- in Groß-Folto.......-.... -- Triumph of Order, darstellend die Erschießung von Communisten durch die Bersailler Truppen(Mai 1871) im Kirchhofe Pere la Chatte zu Paris 28 Ctm. breit 20 Ctm. hoch pr. Sick... 5. 20-- 14---... 2. Pollitzer, Z., Die Behandlung der politischen Gefangenen in Bayern.........•...... Psau, L., Da« Preußische Regiment vor Gericht.... Preußischer Lchnaps im deutschen Reichstage...... Presjgtsetz vom 7. Mai 1874........... Protokoll de« Stuttgarter Congresse» 1870...... -- des Dresdener Eongreffe« 1871 -- de« Eoburger Eongreffe« 1874........ -- de» Gothaer Eongreffe» 1876......... -- Holzarbeitercongreß zu Nürnberg 1373..... Protokoll, de» Schweizer Arbeiter-Eongresse» zu Olteu., -- des Schweizer Arbeiterbunde« zu Winterthur.... -- de« 3. Eongreffe« de« Schwetzer'schen«rbettir-Bunde». . Prowe, lohn Daav-Uomie Brown, der NegerHetlaud,., 1, Rathgeber für«twerbtreibeude........... S. Revidirl« Landgemeindeorduuug für Sachsen......—. „............................ 1. Rittiugtzausni, Sozial-demokratisch« Abhandlungen, 5 H«ft«. 1. Kohledcr, die Pariser Commune vor der Depatstteukammec in Bersaiüe«...............—.30. Rücket» Sachsen« Erhebung und da« Zuchthaus zu Waldheim. 1—. Roller, der bekehrte Nagelschmied.........—.05. back, Ed., Unsere Schulen im Dimste gegen die Freiheit..—.60. -- Gegen die Prügelpädagogen........—.80. bchässle, Dr. A., Quintessenz des Sozialismus..... 1. 20. Schlesinger, M., Eine Reise nach Utopien.......—.10. Lcholl, Carl, die freien religiösen Gemeinden und die Sozial- demokratie...............—.25. -- Ter MaflenauStritt au« der Kstche.......—.15. »chramm, Grundzüge der Nationalökonomie, 1. Abth...—. 25. -- Sin Wort zur Verständigung der sozialen Frage..—, 20. Schulze, Der große Krach, ein Märchen für große und, kleine Kinder.......... geb.!—. 50. broch.)—. 40. Serno-Solowiewitsch, Unsere russisch en Angelegenheiten...—. 20. Sozialistische Theaterstücke. Rr. 1: Ein Schlingel...........—.35. (Zur«ufführung gehören* Expl. für die Rollen und t Expl. str den Soufleur. Preis complet M. 1.50) Nr. 2: Preßprozeffe............—.25. (Zur Ausführung gehören 5 Expl. für die Rollen und 1 Expl. für den Soufleur. Preis complet M. 1.40.) Nr. 3: Ein Opfer............—.40, (Zur Aufführung gehören lg Expl. für die Rollen und 1 Expl. für den Soufleur. Preis complet M. 6.) .. 2. 4.—. —. 25 S.. 1. 50 —. 20 1. 80 —. 30. -. 30. —. 60. —. 25 —. 10 —. 15. —. 30. —. 40. 30. 3. —. 75. 1.—. 2. 50. —. 60. —. 25. 25. -. 60 3.— 50. 20 30. 05 25 15 20. 30. 80 20. 25 50 30 50." 90. 40. | broch. ( eleg. gbd. 60. 10. 1.-. 60. 50. 60. 50. 40. 1. —. 75. 3.—. 1. 50. —. 60« Specht, Populäre Entwicklungsgeschichte de» Weltall«... Statuten der Internationalen Arbeiter-Assoziatiou.... Strafgesetzbuch für da« deutsche Reich........ Stradtmann, Die Arbeiterdichtung w Frankeich.■! -- Brutu« I schläfst Du?...... Seffendarf und die deutsche Sozialdemokati« Theokratisches Kirchenthum und autokratische Justiz. Ein Gottes- lästerungsprozeß vor dem Schwurgericht zu Eßlingen Tchernhchewsky, jl. S.,(Joe faire? Roman...... —— L'ecunomie politique........... Pahlteich, Der Deklamator. 4 Hefte......... Pereins- und Perfammlungsgesetz für Sachsen.....—.10. Perfassung de« deutschen Reiche«..........—.75. Po gel, Apotbeken-Monopol............—.60. -- Verfälschung der Lebensmittel........—.60. PolKsstaat- Kalender für 1874...........—. 20, -- für 1875...............—. 20. Polksstaat-Zrenidwörterbuch........ j � Polksfchulgefetz für Sachsen............ 1.—. Kollmar, G., Waldverwüstung und Ueberschwemmung...—. 15. Wahre Gestalt des«hristenthum«..........—.50, Wander, K., Drei Jahre aus meinem Leben oder: Mein Prozeß wegen Erregung von Mißvergnügen und Un- zufrwdenheit zc.............. 1. 50. Wahnungsfrage. Ein soziale Skizze.........—.10. Wuttke, Die deutschen Zeitschristen......... 2.—. Parck, Die industrielle Arbeiterfrage.........—.10. Zimmermann, Psaffenpeitsche. 1. Bd......... 1. 60. Zeitgeist, Eine Studie.............— 25. Zukunftsmedizin oder Anleitung sich selbst der beste Arzt zu sein, d. h. Krankheiten zu verhüten.(Vollständig in 12 Heften.) Heft 1—11 4.........—. 75� Briefkasten der Redaktion. X. in L. Die Reichstags-Verhandlnngen über das Sozialistengesetz werden demnächst nach den stenographischen Be- richten in einer Brochüre erschienen. der Expedition: Krdzr Hohenstein(Ostpr.): Zur Unterstützung der Kinder Rü stow's können Sie Ihre Spende an Genoffen Greulich, Redaktion der Tagwacht in Zürich senden.— Frz Rschl Wien: 5 Mark genügrn für die Lassalle'schen Schriften und für Kreuzbandporto. Unterstützungsfonds. R. Pausa gesammelt bei einem Spaziergang nach Durch C. Syrakus 1,80. Kottbus. Bestellungen auf Arbeiter-Kalender werden bis zum 1. Okiober entgegengenommen. Möge sich Jedermann einen solchen anschaffen und dw gegnerischen Machwerke bei Seite werfen. Der Be- kag muß bei der Bestellung gleich enkichtet werden, da seitens der der Expedition(was auch sehr richtig) nur gegen baar geliefert wird. Wer noch zu den Wahlkosten etwas beitragen will, wird ersucht selbiges an mich abzugeben. H. Teichert, Schuhmacher. f70 'i O�vedkrsrr An die hiesigen Abonnenten und Leser 150N00N. des„Vorwälts". Da mit dem 1. Oktober ein neues Quartal beginnt, so ersuche ich bis spätestens 26. September das Abonnement erneuern zu wollen, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt, ebenso diejenigen, welche neu abonniren wollen, ersuche ich dieses bis dahin zu thun, und und mache daraus aufmerksam daß pränumerando abonnirt wird. Die Preise sind wie früher:[2,10 für 1 Exemplar wöchentlich 3mal 4 sh. 2 d. „2„„ 2„ 3„—■„ „ 3„„ 3„2„6„ „1„ 1„ 3„„ Da wir vom 1. Okiober an eine neue Einrichtung getroffen haben, wodurch es möglich, doß jeder Abonnent pünktlich bedient wird und beim Abonnement die Nummern, welche etwa schon erschienen sind, er- hält und um allen Anforderungen zu genügen verschiedenen Uebclstän- den abgeholfen haben, so sollte es sich jeder Parteigenosse zur Pflicht machen, mehr Abonnenten dem„Varwärls" zuzuführen. Abonnirt kann werden bei unserem Colporteur Scherzer im Beretnscvkale 6«ose str. GreeK str. Soho und bis auf weiteres bei Unterzeichneten. W. Hostmann. Die Neue Gesellschaft Monatsschrift für Sozialwissenschaft besinnt mit Oktober ihren 2. Jahrgang. Die ersten Hefte des 2. Jahr- oan-is werden voraussichtlich enthalten: Dr. A. Schäffle- Ueber die R-aktion in der wirthschaftlichen Gesetzgebung Prof. Dr. Ludwig Büchner: Die Frau. Ihre natürliche' Stellung und gesellschaftliche Bestimmung.(60—80 Druckseilen.) Dr. Aug. Theod. Stamm: Ter Mensch als Schüler des Kosmos und des kosmischen Veredelungsge- setzes. Adolph Samter: Das Eigenihum und der Sozialismus. Prof S. Vögelin: Das Volksleben im Spiegel der neuern bildenden Kunst(mehrere Druckbogen stark). Rcinhold Rüegg: Worauf es in unfern Volksschulen hauptsächlich ankommt. Dr. Rud. Jonas Stroh- ccker: Die Sahara, ein Land friedlicher Eroberung. H. W. Fabian: Das Verhällniß des Individuums zum Staate. Dr. Karl Schalk: Vom Gelds. Dr. A. Mülberger: Höckel und der Sozialismus. Heinr ch Dürer: Das Recht unv die Juristen. Arthur Cornette: Die Wissenschaft und d»e Gesellschaft. Aus dem Französischen von Karl Schneidt. I. Dietzgcn: Religion. Dr. F. Wiede. Kritische Darstellung dir sozialwissenschastlichen Theorien von Emil Acollas. Dl. it. v. A.[9,00 „Die Heue Gesellschaft" erscheint im Umfange Lex. zo Seiten per Monatsheft,«bonnementspreis per Quartal Mk. 3,00; -u bezi hen bei allen Postanstatten und Buchhandlunacn, in Leipzig auch bei Exped. d.„Vorwärts", sowie direkt bei der Expedition der „Nenen Gesellschaft" in Zürich. Zürich. Verlag der„Neuen. Gesellschaft". BeramworUtcher Redakteur: Franz Gütz>afs m Leipzig. Redaktion und Erpedition Färberstr. 12. II. in Leipzig. Druck und Verlag der GenosirnschustSbuchdruckerei in Leipzig.