Ur. 90. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft ZeitungsPreisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zetle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ gpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 19. April 1900. 11 Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. " 3 dritten Abteilung zu verringern. In Berlin zum bläft und dabei vergnügt ausruft: es giebt keine Reaktion! Die Wirkungen der lex Rheinbaben. Beispiel würden nach dem einfachen Durchschnittsprincip Wie angenehm für den Spießbürger zu hören, daß wir einem„ freien Staat" leben, wie δας bor Der nunmehr vorliegende Kommissionsbericht über den auf die dritte Klaffe 168,29, nach dem Princip der Zwölfte in als die Rede war von der Gesetzentwurf betreffend die Bildung der Wählerabteilungen bei lung hingegen 177,98 Wähler pro Tausend der Einwohner einigen Tagen geschah, " Fruftifizierung" des Brüsseler Dummen Jungen- Attentats. den Gemeindewahlen bestätigt unser Urteil über die auf die dritte Klasse entfallen. Wie werden sich nun die Verhältnisse gestalten, wenn das Wie wunderbar versteht es die Tante", in einem Athem Wirkungen dieser Vorlage, wie sie sich nach den Beschlüssen Haus dem Kommissionsvorschlage entsprechend das ver- Demokratie zu predigen und die Forderung des allgemeinen der Kommission gestaltet hat. Die dem Bericht beigefügten änderte Durchschnitts princip beschließt? Wir haben Wahlrechts für die Gemeinde als sinnlose Utopie zu bestatistischen Tabellen geben uns Recht in der Ansicht, daß bereits gestern einige zahlenmäßige Beispiele angeführt und kämpfen. es ein Widerspruch ist, einerseits eine Demokratisierung können inger Urteil dahin zusammenfassen, daß auch dieses Jetzt giebt ihr der 1. Mai wieder Gelegenheit, diese ihre des Wahlrechts verhindern, andrerseits aber zugleich Princip eine Verschlechterung gegenüber den jezigen Zustand Kunst und ihre Doppelnatur in vollem Glanze zu zeigen. dem Mittelstand einen höheren Einfluß verschaffen zu nich t bedeutet, sofern nicht die Genneinden dazu„ An sich belehrt sie uns heute abend in einemt ihrer wollen. Die statistischen Daten beweisen aber ferner, übergehen, an Stelle des einfachen den anderthalbfachen biedermeyernden Leitartikel- an sich kann eine solche Feier daß eine Schwächung des Einflusses der Arbeiterklasse Durchschnitt ortsstatutarisch festzusehen. Hingegen würde die( die Maifeier ist gemeint) keinen Anlaß zu Abwehrmaßregeln nicht sowohl von der Einführung des Durchschnittsprincips burchschnittliche Steuerleistung erheblich steigen; die Bahl geben." zu erwarten ist, als vielmehr von der den Gemeinden ein- der Wähler, die auf Grund der Thatsache, daß sie den An sich" haben wir in Deutschland alle politischen geräumten Freiheit, durch Ortsstatut zu bestimmen, daß bei durchschnittlichen Steuerbetrag entrichten, in eine höhere Freiheiten und Rechte. A ber- in der Wirklichkeit der Bildung der Wählerabteilungen an Stelle des auf einen Klasse rücken müssen, würde sich also erheblich verringern. hapert's damit. Und so hapert's auch mit der Maifeier." In Wähler entfallenden durchschnittlichen Steuerbetrags ein den Einige Zahlen mögen dies darthun. In Berlin betrug dieser Galle das heißt im Fall, daß die Arbeiter nicht Durchschnitt bis zur Hälfte desselben übersteigender Be- bei den letzten Wahlen der durchschnittliche Steuersatz bloß außerhalb, sondern auch während der Arbeitszeit den trag tritt. 176,87 M., nach Absetzung der Dreimarkmänner würde er 1. Mai feiern wollen bedeutet die Maifeier eine Eine wesentliche Verschlechterung hat die Vorlage in der 236,76 m. betragen. In Köln würde der Durchschnitts- Kriegsertärung an die Arbeitgeber." Kommission durch das veränderte Durchschnittsprincip" ersatz durch diesen Berechnungsmodus von 231,64 anf Der Fortsarittsphilister präsentiert sich uns plötzlich in fahren, wonach Personen, welche vom Staat zu einer Steuer 292,86 M. anwachsen, in Königsberg i. Pr. von der Maske und Pse des Königs Stumm. Die Arbeitsnicht veranlagt sind, stets in der dritten Abteilung wählen 188,63 auf 300,64 m., in Charlottenburg von 184,77 ruhe am 1. Mai teine Kriegserklärung an die Arbeitund bei der Berechnung des durchschnittlichen Steuerbetrags auf 289,72 M. Aehnlich liegen die Verhältnisse in andren geber". Und weiter erfahren wir, daß es ein Versuch ist, die außer Betracht bleiben. Das gilt natürlich nur für die so- Städten. Arbeitgeber zu demütigen" ,, eine Heraus genannten„ Dreimart- Männer", d. h. für die Personen, für die die Summe von 3 M. als Einkommensteuer angesetzt, Monstrum, so wird es durch die Rheinbabensche Reform, Der reine Stumm! das Dreiklassen- Wahlsystem bisher schon ein forderung, die sich kein Aiheitgeber gefallen lassen kann." aber nicht erhoben wird; es gilt jedoch nicht für die Junker, schon rein technisch genommen, bis zur Lächerlichkeit monströs. deren Grundsteuer zwar veranlagt, aber gleichfalls nicht er- Der zukünftige Historiker, der sich durch durch dieses aus hoben wird, so daß notleidende Agrarier, die feinen Pfennig geflügelte Foltersystem plutokratischer Rechtsabmessung Steuern bezahlen, auch in Zukunft ruhig in der ersten Klasse durch arbeiten muß, um den Tiefstand der politischen Kultur urteilen, ist nicht zu beneiden. am amtlich befohlenen Anfang des 20. Jahrhunderts zu bewählen können. Die Wirkungen der Rheinbabenschen Reform" erhellt aus nachfolgenden Beispielen, die wir den von der Regierung mitgeteilten statistischen Daten entnehmen. " War Politische Webericht. Berlin, den 17. April. Die Berliner Bürgermeisterfrage in zweiter Auflage. R Doch nein, nicht der reine Summ, sondern die reine Tante Voß. König Stumm hat mit der Arbeit die Person des Arbeiters gekauft der gekaufte Arbeiter darf nichts denken, Und dem Käufer nichts thun, was dem Käufer nicht gefällt. des Arbeiters kann ein von ihm, dem Käufer, nicht gebilligtes Arbeiterfest unmöglich gefallen. So despotisch und so inhuman ist die fortschrittiche ,, Tante Boz" nicht. Sie weist von sich die Ehrlichkeit des Unternehmerabsolutismus. Mit dem Talent des Philisters, der seinen ordinärsten Zwecken und Handlungen ein höheres" Motiv unterschiebt und ein hübsches Firmenschild giebt, verschanzt die Boſſ- 3tg." sich hinter das öffentliche Intereffe" und hinter das Princip der Gleichheit. " " " " In Tausendteilen der Gesamtzahl der Einwohner ausgedrückt entfielen nach den gegenwärtigen Bestimmungen in Berlin 0,57 auf die erste, 5,01 auf die zweite und 181,34 auf die dritte Abteilung. Nach dem einfachen Durchschnittsprincip würde die erste Abteilung auf 1,21, Bürgermeister Brinkmann hat, wie uns von zuverlässigster Seite die zweite auf 17,43 anwachsen, die dritte auf 168,29 sinten. mitgeteilt wird, keine Aussicht, neben Herrn Kirschner au, amtieren. In Breslau würde die erste Klasse von 1,21 auf 2,16, die Freilich, so lange wie es bei dem„ Ober" gedauert hat, wird man Wenn alle Menschen am 1. Mai die Arbeit ruhen ließen zweite von 6,52 auf 16,26 steigen, die dritte von 103,73 auf Berlin nicht warten lassen. Die Sache hat bereits die vorbereitenden was sollte dann aus der Welt werden? Und da es nicht 93,04 finten. In Königsberg i. Pr. würde die erste von Stadien der Entscheidung durchlaufen und ruht jetzt bei Herrn denkbar ist, daß alle Menschen am 1. Mai die Arbeit ruhen 1,22 auf 2,17, die zweite von 6,81 auf 17,08 steigen, die dritte von Rheinbaben, der sich entschlossen hat, beim Kaiser die Nicht- lassen, so wäre es eine Todsünde gegen das Gleichheitsprincip, bon 103,46 auf 92,23 sinken. Ganz ähnlich liegt es in allen bestätigung des Herrn Brinkmann zu beantragen. andern Städten mit mehr als 10 000 10 000 Einwohnern; Drei Worte nem' ich Euch, inhaltsschwer," sagt der Minister wenn ein Teil der Menschen sich das Recht anmaßen überall würde der Einfluß der Wähler erster und zweiter mit dem Dichter. Drei Gründe sind es, die den Königsberger wollte, am 1. Mai nicht zu arbeiten. Es ist kein Scherz es ist das die Logik und ArgumenSelaffe, wenn auch nicht gerade erheblich, abnehmen, während Bürgermeister für Berlin unmöglich machen. die Wähler dritter Klasse an Einfluß gewinnen würden; es Erstens: Die geringe Majorität. Zweitens: Die Brinkmann- tation der Vossischen Zeitung", die bekanntlich nie einen Scherz macht. würde also, um mit Herrn v. Rheinbaben zu sprechen, that schen Wähler find diefelben Stadtverordneten, die in dem Denkmal Genug. Wir wollen die„ Tante" nicht bekehren. Wir fächlich eine„ Demokratisierung" des Wahlrechts eintreten, für die Märzgefallenen die Revolution verherrlichen wollten. wollen ihr bloß die Frage vorlegen: Ist es ein Eingriff in wenn man überhaupt das Wort Demokratisierung auf ein so Und drittens, der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, Graf die Rechte der Arbeiter, eine Kriegserklärung an die Arbeiter, elendes Wahlsystem wie das Dreiklassen Wahlsystem anwenden v. Bismarck berichtet, daß Herr Brinkmann keine so hervorragende eine Herausforderung und Demütigung der Arbeiter, wenn dürfte. Kraft sei, wie Berlin als Bürgermeister haben müsse. die Arbeitgeber am Sedanstag oder zu Kaisers Würde durch Ortsstatut zu dem einfachen Durchschnitt Der Graf Bismarck hat den Befähigungsnachweis für hohe Geburtstag die Arbeitsruhe anordnen? ein Zuschlag von 50 Proz. erhoben werden, so würde natur Staatsämter schon vor Jahren mit so gutem Erfolg geleistet, daß Was dem einen recht ist, ist aber dem andren billig. gemäß die Zahl der Wähler der ersten und zweiten Slasse fein Vater den Lehrer des jungen Herrn es war der spätere Die Arbeiter verlangen nicht, daß die Arbeitwieder abnehmen, die der Wähler dritter Klasse hingegen zu- Senatspräsident beim Reichsgericht Kayser nicht unbelohnt ge- geber den ersten Mai mit ihnen feiern gegeber -in diesem Punkt nehmen. In einer ganzen Reihe von Städten lassen hat. würde dann die Zahl der Wähler dritter Klasse Ein Pröbchen seiner weitsichtigen Auffassung hat Graf v. Bismard find sie toleranter als die Herren Arbeitgeber, die ihren Sedanstag den Arbeitern aufzuzwingen bemüht sind. größer, ihr Einfluß also geringer werden, in jener Versammlung geliefert, in der er, zum Bolt herabgestiegen", Allein das Recht, den 1. Mai. im Einklang mit den Arbeitern als es heute der Fall ist. Auf Tausendteile der das von socialpolitischer Weisheit zeugende Wort sprach: Die Hunde- aller übrigen Länder, als Weltfesttag der Arbeit zu feiern, Gesamtzahl der Einwohner berechnet würde die Zahl steuer sei lästiger als das Socialistengeset. lassen die deutschen Arbeiter von keinem Fabrikpascha, von der Wähler dritter Klasse anwachsen in Spandau Also Graf v. Bismarc ist gewiß berufen, über Die feinem Fortschrittsphilister sich nehmen. von 171,49 auf 171,85, in Beuthen( Ober- Schlesien) von Verwaltungsfähigkeiten des Herrn Brinkmann zu befinden Daß nicht thörichte Herausforderungen erfolgen, daß kein 121,32 auf 123,11, in Thorn von 49,22 auf 49,37, in und der Minister fann sich einen urteilsfähigeren GeStendal von 99,10 auf 101,23, in Burg a. Ihle von währsmann gar nicht wünschen. Wir würden nicht erstaunt sein, 67,95 auf 71,51, in Röslin von 48,48 auf 49,59, in wenn die seit der Wahl Brinkmanns an der Hezarbeit befindliche Rathenow von 69,33 auf 70,58, in Wittenberg von 69,30 Scharfmacherpresse die Bestätigung des Gewählten hintertreiben auf 71,12, in Grabow a. D. von 129,12 auf 131,84, in Witten würde. Auf die unentwegte Nachgiebigkeit der loyalen Seelen in berge von 95,74 auf 98,28, in Gumbinnen von 61,35 auf Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung, die so rücksichtslos 62,31, in Eilenburg von 52,09 auf 54,41, in Höhmit der vom Kaiser neulich geäußerten Hochachtung vor„ trozzigen" scheid von 77,64 auf 84,49, in Striegau von 50,03 Männern kontrastiert, wird die Regierung nach wie vor rechnen auf 50,19, in Leobschüt bon 69,11 auf 69,42, in töunen. Ronsdorf von 92,15 auf 97,40, in auer von 57,86 auf 58,69, in Torgau von 42,61 auf 46,43, in Demmin von 74,41 auf 77,50, in Langen-„ Tante Voß" ist in der That der klassische Typ des fort falz a von 85,03 auf 86,26, in Sommerfeld von 78,11 schrittlichen Philistertums und philisterhaften Fortschritts. Und auf 79,25, in Marienburg i. Westpr. von 63,70 auf einen andren Fortschritt giebt es in Deutschland nicht hat mit dehnbacen und vieldeutigen Gesezen gemacht haben, fuhr 64,07, in Mayen von 73,73 auf 76,53. Natürlich ist damit es auch niemals gegeben. Denn was den Fortschritt nicht er fort: die Reihe derjenigen Städte, in denen es die Stadtverwal- philisterhaft wollte, hat sich längst zur Socialdemokratie durchtungen in der Hand haben, die Arbeiterklasse noch mehr zu gemaufert. Der Durchschnittsphilister und Fortschrittler findet entrechten, noch nicht erschöpft; zweifellos wird dieselbe aber, seit die deutschen Philister politisch" geworden sind und Wirkung auch in andren Städten zu Tage treten, über die Tante Voß" mit ihnen, in diesem einzigen Organ, das welche die Regierung kein statistisches Material beigebracht hat. in keinem andren Land seinesgleichen hat, sich selber am besten Von der Zwölftelung, die die Gemeinden gleich abkonterfeit in feinem Wesen, seinem Denken, Nichtdenken und falls durch Ortsstatut einführen dürfen, ist keine wesentliche Fühlen. Deshalb sind die Fortschrittsphilister der„ Tante Gefahr für die Arbeiterklasse zu erwarten. Dies Princip Boß" auch treu geblieben von den 40er Jahren bis zu dem würde, von unsrem Standpunkt aus betrachtet, gegenüber heutigen Lage. In welch andrem Blatt fänden sie die gleiche dem jezigen Zustand keine Verschlechterung bedeuten, wohl Gesinnungs tüchtigkeit, die sich tapfer in die Brust wirft aber würde es eine Schmälerung der Rechte der Arbeiterklasse gegen Junker und Pfaffen wenn's nicht gefährlich ist und herbeiführen im Vergleich zu dem einfachen Durchschnitts- nicht an den Geldbeutel geht und die gleiche Gesinnungs. princip. Es ist also leicht möglich, daß manche Gemeinde Tosigkeit, die sofort den Mantel richtig zu hängen verzu diesem Princip greift, um den Einfluß der Wähler der steht, wenn der Wind ernstlich aus der reaktionären Wetterede Mai- Freifiun. frivoler Konflikt vom Zaun gebrochen wird, dafür bürgt uns der gesunde Sinn und die Disciplin unsrer klassen- und zielbewußten Arbeiter. <-0 Deutsches Reich. Ein Urteil über die deutsche Justiz. In einer Münchener Protestversammlung gegen die lex Heinze hat Professor Lipps eine Aeußerung über die deutsche Justiz gethan, Die den Häschern der Reaktion sofort Gelegenheit gab, brünstig nach einer Maßregelung des Mannes zu schreien. Lipps erklärt jezt in einer Zuschrift, was er gejagt und gemeint habe. Nachdem er auf die üblen Erfahrungen hingewiesen, die wir „ Unfre Richter mögen gute Menschen sein; aber vielleicht find sie zuweilen schwache Menschen. Sie mögen auch gute Richter sein. Aber vielleicht unterliegen sie gelegentlich einmal der Neigung, allzu scharf zu urteilen, jei es, um nach oben lieb kind" zu sein, sei es, weil sie dem Einfluß der Strömungen in ihrer Umgebung sich nicht zu entziehen vermögen. Ich muß gestehen ich sage bies hier als Ausdruck meiner ganz persönlichen Empfindung das absolute Vertrauen zu unsrer Rechtsprechung, ich habe es ver loren. Gefeßt, Sie nehmen das Wort„ Unbestechlichkeit" so, daß Sie darunter die Unbestechlichkeit in jedem Sinn verstehen, dann muß ich bekennen: Die ehemals viel gerühmte Unbestechlichkeit des deutschen Nichterstands ist für mich zur Legende geworden. Diese Worte bedürfen im Grund feines Kommentars. Der Wortlaut schließt den Gedanken, daß ich von materieller chrenvolle Thaten umzuwandeln. wurden vielmehr dem Vertreter des Reichsamts Wenn die Regierung die Notleidenden derartig zum Schreien Trommelfells flagen. Die überspannte Dreiftigkeit der Wangenheim, Hahn und Röside wird dann nur zu begreiflich. animiert, darf fie freilich, nachher nicht über die Strapazierung ihres Bestechlichkeit rede, aus. Die Bestechlichkeit, die ich Die Weisheit Salomonis bricht in einer Kritik stürmisch| leidenden Landwirtschaft abgethan. Auch der Hinweis, daß es zur meine, ist die Beeinflußbarkeit. Unser Richterstand, so scheint hervor, die in der Freisinnigen Zeitung" unirem kommunalen Beurteilung solcher einschneidend en Forderungen im Augenblic an mir, unterliegt jetzt, in außerordentlichem Maße, Einflüssen, denen Wahlrechts Antrag gewidmet wird. Das Blatt bemerkt: dem erforderlichen statistischen Material fehle, auch mehrere Sachcr nicht unterliegen sollte. Nur so sind mir gewisse Recht-„ Der Antrag auf Abfassung einer Petition ist bloß die verständige nicht persönlich erschienen seien, weil sie angenommen äußere Form für die socialdemolratische Kundgebung zu Gunsten hätten, daß es sich lediglich um die Besprechung formaler Fragen sprechungen der letzten Jahre verständlich. Ich meine damit allerlei Rechtsprechungen, die auch sonst schon und von den verschiedensten des Reichswehlrechts in der Berliner Stadtverordneten- Berjamin- handle, hebt bouten gran der Brauhaus des autern bie Seiten, als ungeheuerlich". haarsträubend". als Ausflüsse einer lung." „ Klassenjustiz", oder direkt als parteilich bezeichnet worden sind. Wir fönnen mit der gleichen Unbestreitbarkeit erwidern: Die geäußerten Wünsche dankbar entgegengenommen und Ich denke etwa speciell an die rechtlich unzulässigen Umdeutungen Ablehnung der Betition ist bloß die äußere Form für die freifinnige obenein die Bitte ausgesprochen, wenn sonst noch Wünsche des Begriffs des„ groben Unjugs", an gewiffe Socialistenprozesse, Feindschaft gegen eine Kundgebung zu Gunsten des Reichswahlrechts auf 30llschus vorliegen, fie ja bis Ostern zur Kenntnis der Regierung zu bringen. vor allem denjenigen, der einem preußischen Gericht Anlaß gab, ein in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung. sächsisches Gericht der Parteilichkeit zu zeihen, ich denke auch an die Die werbende Kraft des Christentums. Das Centrum hat an die wilden Bestrafungen und raschen Begnadigungen intereffen verteidigt. Die Verchriftlichung der armen„ Wilden" sollte harten Bestrafungen für Majestätsbeleidigungen, andererseits in früheren Jahren die Kolonialpolitik vorzugsweise mit Wijfions solcher, die einen andern mit Vorsatz und Ueberlegung getötet der Hauptzwed sein. haben, nur freilich unter Beobachtung eines Ceremoniells, das nach Jegt veröffentlichen die„ Berl. Neueste Nachr." eine Zuschrift aus Antisemiten unter sich. Daß die Antisemitenhäuptlinge gegen Meinung einiger die Kraft befigt. Verbrechen in mannhafte und Deutsch Ostafrika, die sich mit den Reichstagsverhandlungen vom einander feineswegs die freundschaftlichsten Gesinnungen hegen, ist 14. Februar d. J. befaßt. Die Schuldebatte habe hier zu Lande" eine bekannte Thatsache. Immerhin zeugt es von der unverwüstlich" Bei jener Beeinflußbarkeit unterscheide ich in meiner An einen ungeheueren Heiterfeits erfolg" erzielt. Wegen der zwei neu feit des Herrn Liebermann v. Sonnenberg, daß er, der bei der lex sprache zwei Möglichkeiten, die eine, daß ein Richter gelegent die lich sich beeinflussen lasse von den Anschauungen und Gesinnungen geforderten Lehrerſtellen habe sich„ ein Klagen und Schreien sowohl Heinze nichts weniger als günstig abgeschnitten hatte, noch die Courage hat, mit einem der Seinigen der lex Heinze wegen anzu des engeren oder weiteren Kreises, dem er selbst angehört, die feitens der Konservativen als des Centrums" erhoben: Man verlangte, daß die Regierungsschulen durchaus Religions bändeln. Das er durch den Vorwärts", der von den heinefierenden andre, daß er beeinflußt werde durch die Anschauungen und Erunterricht, einzuführen hätten, daß eine tonfeffionsloſe Schule ein Bifanterien des Dichterling& Lieberntann v. Sonnenberg der Greuel sei. Ferner müsse man die Mohamedaner von den Regie- Oeffentlichkeit Kunde gegeben hatte, als Tartuffe entlarvt worden rungsschulen ausschließen, da diese teine zuverlässigen Beamten ist, hält den Waderen nicht ab, seinen Gesinnungsgenossen und werden könnten, dagegen feien die Missionszöglinge möglichst Sollegen in de wald gröblich zu provozieren. Herr Bindewald, zahlreich einzustellen. Die Entgegnung auf diefe interessanten der sich durch seine sonstigen politischen Geflogenheiten von den Forderungen war schwach und nicht überzeugend es ruppigsten antisemitischen Demagogen durch nichts unterschied, fehlte wohl an Uebersicht über die Lage der Dinge nahm gleichwohl bei der Beratung der lex Heinze eine von der Sein Künstlermin Ostafrifa. Der Islam tritt an der Küste in Mehrheit seiner Partei abweichende Stellung ein. seiner mildesten Form auf, er zeigt sich äußerlich durch Rein- stolz- Bindewald ist Kunstmaler- rebellierte auf einen Augenlichleit, Waschungen, Enthaltung von Spirituosen. Tragen des blid gegen die Tartüfferie, die die reaktionäre politische Gesinnung langen weißen araberhembs, Halten der Fasten und dergleichen; den eutsch- Socialen zur Pflicht machte. Er beabsichtigte sogar eine von Fanatismus und feindlicher Gesinnung gegen das Christen- Rede gegen die lex Heinze zu halten, wurde aber durch vorzeitigen tum ist nichts zu entdecken. Die jungen Leute lernen bei einem Schluß der Debatte an diefer löblichen That verhindert. In einer naualimu( Lehrer) den Koran und gleichzeitig arabisch schreiben. perscinlichen Bemerkung gav er dann wenigstens seiner Entrüstung In den Regierungsschulen lernen sie lateinisch schreiben, sie stehen über diese Mundtotmachung Ausdruck, die umso unbilliger fei, als er unter strenger deutscher Zucht und auch ohne Religion3 der einzige Künstler im Reichstag fei und so viel Laien über die unterricht unter christlichem Einfluß. Die Wirkung muß Turist wie der Blinde von der Farbe gesprochen" hätten. Diejen auf die Dauer auch innerlich zur Geitung fomiten. Enyag feinen Reichstagskollegen nimmt mun Liebermann von Sonnenberg von Religionsstunden würde die Schulen sofort veröden, aufs Korn, und zwar in einem Spottgedicht, das er in der„ Antidas gleiche würde die Ausschließung der Mohamedaner erzielen." semitischen Korrespondeng" veröffentlicht. In den Kolonien ist man also in dieser Beziehung einfichtiger maßigen Versen sind die folgenden auf Herrn Bindewald gemünzt: als bei is. Die flerifalen Reichstagschriften werden nun die von ihnen ür koloniale Zwede bewilligten Millionen zurück fordern müssen. Sie haben ja ihren Zweck gründlich verfehlt. wartungen derer, die ihm übergeordnet sind. Ich unterscheide zwischen diesen beiden Möglichkeiten, aber ich entscheide nicht zwischen ihnen, sondern lasse dahingestellt, welche von ihnen in jenen Fällen zutreffen möge. Andrerseits sage ich nichts darüber, ob es vorkomme, daß ein Richter einer Beeinflussung der einen oder andren Art bewuß t irre, sehr viele, unterliege. Es giebt Menschen, und wenn nicht angelegt auf · " Von den sehr mittelSchant als Antwort. Aus den Reihen Drängt sich einer mit Gewinsel, Ich will reden, ich Hans Pinsel: Dente Dir, im deutschen Lande Schlägt nian jetzt die Kunst in Bande, Fesielt sie durch Paragraphen, Will uns freie Künstler strafen, Unire Bilder konfiszieren, Unser Bühnenspiel genieren, only Und dabei als Henkersknechte Hilft des deutschen Reichstags Rechte, Hilft des deutschen Reichstage Mitte, Und von Kunst und Künstler Sitte Sprechen sie so wie ein Blinder Bon den Farben. Pfui die Sünder." 224 die sind von aus schwache Menschen, Selbständigkeit der Gesinnung, Unabhängigkeit des Charafters, Mut der eignen lleberzeugung; oder Erziehung und Umstände haben sie daran gewöhnt, weniger durch eignes Pflichtbewußtsein, durch ihr Gewissen, durch die Möglichkeit der Achtung vor sich selbst sich bestimmen zu lassen, als durch den Wunsch, von andren anerkannt zu sein, bei diesen Ehre zu gewinnen, vor allem auch in Gunst zu sein bei denen, die äußerlich hoch stehen und für sie Autoritäten sind. Je mehr insbesondere dies lieb Kind sein nach oben" einem Menschen zum Bedürfnis oder zu einer Art von Lebenselement geworden ist, um so mehr wird er, ohne sich davon Rechenschaft zu geben, durch die Rücksicht darauf in seinem Handeln beeinflußt werden. Es deutet aber alles darauf hin, daß in uniren Tagen diese Art der ,, Bestechlichkeit", um noch einmal diefen Aus druck zu gebrauchen, zu besondrer Höhe angewachsen ist. Und es wäre ein Wunder, wenn dieses Moment nicht auch in unsrer Rechtsprechung mitspielte. Ich wenigstens muß gestehn, daß ich Göttliche Kanone! Bei einer Fahnenweihe für die Fußartillerie- s mir jene oben angedeuteten Rechtsprechungen nicht erklären Regimenter im Schloß zu Berlin erinnerte am Mittwoch der Feldfann, wenn ich nicht auch dies Moment mit in Rechnung ziehe. probst Richter an den Segensspruch. den der Geistliche vor " Daß ich unter Voraussetzung der einen, wie der andren 36 Jahren unmittelbar vor dem Sturm den Düppelstürmern Dentung mit dem, was ich gesagt habe, der heutigen Recht zugerufen: Gehet mit Gott", und knüpfte daran die Frage: heute am Tage von sprechung einen schweren Vorwurf mache, dessen om ich mir Wißt ihr, was diese Fahnen hier wohlbewußt. Aber es liegt doch eben nicht an mir, daß jene Düppel euch sagen? Sie sollen euch fagen vom General bis zum Urteile und Strafzumessungen, die das Vertrauer, auf unsre Recht schlichten Soldaten herab: Wohl sind die Kanonen, wie ihre sprechung in so weiten Kreisen und so tief erhüttert haben, ge- Juschrift lautet, die ultima ratio regis( das äußerste Mittel des schehen sind. Der Richterstand, so sagt mar, müsse Genugthuung Königs), aber zum Heil des Vaterlands nur dann, wenn fordern. Zweifellos. Es ist das sein höchstes Recht, ja seine die intima ratio regis( die Gefinnung des Königs) das Segenswort unabweisliche Pflicht. Es ist eine stone und notwendige Sache bleibt: Gehet mit Gott! Wer mit Gott geht, dem ist kein GangOb Herr Bindewald, der sich um die antisemitischen Liederbücher um die Empfindlichkeit des Richerstandes in dem hier in Nede zu schwer, fein Graben zu tief, keine Mauer zu hoch." stehenden Punkte. Aber es giebt, so viel ich irgend sche, hier Gegenüber dieser Vergöttlichung der Kanone, die für den König durch heitre Illustrationen verdient gemacht hat, sich durch eine nur eine einzige Möglichkeit der Genugthnung. Dieselbe der Weisheit legter Schluß sei, erinnern wir uns an die christliche Starrikatur rächen wird? Er müßte dann freilich als Realist besteht nicht in der Interdrückung der Kritik, sondern in Meinung. daß, wer das Schwert zieht, durch das Schwert umschaffen. model Salat modedo it so Der Flottenverein kein politischer Verein! Da den der Ausmerzung der Schäden. Diese sind das Beleidigende. tommen solle. Im übrigen gilt jener Vorwurf nicht den Richtern allein, Die Herren im Hause. In der letzten Borstandssigung des Offizieren bekanntlich verboten ist, politischen Bereinen anzugehören, sondern unfrer gazen Zeit. Wie oft ist es gefagt worden, daß Vereins der Industriellen der Regierungsbezirke Köln wurde be- so war es nur selbstverständlich, daß den Offizieren von ihren Vore8 1111 8 an innern fehle, daß Rückgratlosigkeit, Devotion, schlossen, gegen eine Erweiterung der Befugnis des Gewerbegerichts gefeßten eingeschärft wurde, dem Flottenverein als einem Byzantinismus das öffentliche Leben beherrschen, daß wir in Gein Bezug auf das Einigungsverfahren eine entsprechende politischen Berein nicht beizutreten. Nun hat aber der Oberst eines fahr find, im Raterialismus und im Strebertum, in der Anbetung Sundgebung zu veranstalten, da die von der Reichstags- Kommiffion in Strazburg garnisonierenden Regiments, die originelle Auffassung der äußeren Autorität, der Macht, des Erfolges, im Haften nach in dieser Beziehung vorgeschlagenen Bestimmungen einen durchaus gewonnen, daß der Flottenverein lein politischer Berein sei und äußerer hre und Anerkennung zu Grunde zu gehen. In diesen unberechtigten Eingriff in die persönliche und die wirt demgemäß den Offizieren feines Regiments erklärt, daß sie dem In diesen unberechtigten Gingheit darstellten. Es soll versucht werden, mit Verein getrost beitreten fönnten. Es steht wohl zu erivarten, Bendur gen liegt für mich eine traurige Wahrheit. Und ist umöglich, jene Rechtsprechungen damit nicht in Zusammenhang andren wirtschaftlichen Vereinen in dieser Frage ein gemeinsames zu bringen. Die Richter sind eben dort auch, so gut wie audre, Vorgehen zu erzielen. Kinder ihrer Zeit. Dies macht jene Rechtsprechungen begreiflich, Diese Unternehmer- Anarchisten sind Fanatiker der unbeschränkten darum doch keineswegs verzeihlich. persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit für sich; denn den " Noch eines: Man hat gefagt, ich verallgemeinere, was ge- Arbeitern gestehen sie keine persönliche und wirtschaftliche Freiheit zu legentlich einmal zutreffen möge. Dies ist ein Mißverständnis. Der Fall zeigt aber auch, daß der Klassenkampf, den das Proletariat Ich verallgemeinere nicht, sondern ich spreche nur ganz allgemein. führen muß, mild ist gegenüber der Klassenthrannei des Unternehmer- Flottenvermehrung gewiß eine politische Bedeutung ersten Rangs, Writ andren Worten, ich sage nicht: Die, d. h. alle Richter unter- führen liegen jenen Einflüssen, sondern: Jene Einflüsse sind im Nichter- tums, die herrschen, unbeschränkt herrschen und nichts von gemein stande wirksam, d. h. es kommt vor, daß Richter ihnen unteramer Ordnung der Angelegenheiten wissen will. liegen. " " Der freifinnige Gaunerstreich, den die Gothaer verübten, Man hat auch gesagt: Mein Borivurf treffe den bayrischen wird bisher von der freifinnigen Prefie totgeschwiegen. Scham oder Billigung? Richterstand nicht. Auch diese Bemerkung ist nicht am Plage. Ich habe nicht gesagt, daß ich den bayrischen Richterstand meine. Von Krankhafter Gedächtnisschwäche ist die" Post" befallen. Vor ein paar Tagen stellte sie betrübt fest, daß die Agitation des Flottenvereins feine Wirkung gehabt habe, jetzt nach dem ilmfall des Centrums ist sie plötzlich mit der„ Germania" zusammen tief von Der Volkstümlichkeit der Flottenvorlage durchdrungen. bald so, wie's trifft. Bald so " Hiermit, hoffe ich, ist deutlich geworden, was ich gesagt habe, und was ich damit habe sagen wollen. Andre mögen optimistischer urteilen. Dies ist zum Teil Sache des Temperaments. Ich könnte solche Optimisten um ihr glücklicheres Temperament beneiden. Aber ich kann ihr Urteil mir nicht aneignen. Ich kann nun einmal keine andre Ueberzeugung haben, also auch keine andre UeberAgrarische Scherze. Ein Thüringer Agrarierblatt renommiert zeugung bekennen, als meine eigne. Und in dem hier vorliegenden Falle schien es mir Pflicht, meine Ueberzeugung nicht nur nicht zu mit der wizigen Antwort, die unlängst ein größerer Landwirt" verleugnen, sondern sie auszusprechen. Auch in diesem Punkt dem Reichsamt des Inneru erteilt hat, das einen seiner mögen andre anders urteilen. Aber auch darin fonnte ich nur meiner lieberzeugung folgen." Diese ebenso einfichtigen wie tapferen Worte werden nur die Wirkung haben, das Geschrei der Gegner zu mehren. Und doch hat Professor Lipps nichts andres gethan, als in flarer und reiner Form das ausgesprochen, was ist. In welcher Weise die Reaktionäre über Lipps herfallen, das zeigt die Ausbeutung jenes Citats aus einem seiner Bücher: Alle Sittlichkeit ist gleichbedeutend mit Freiheit. Bestimmt sein durch einen fremden Willen ist nicht fittlich. Gehorsam ist in seiner Wurzel jederzeit unfittlich. Mit einem Worte: Gehorsam ist unfittlich, nicht als That, aber als Gesinnung, als unfreier oder fnechtischer Sinn." Auch die„ Kreuz- Zeitung" teilt diese Stelle jetzt entrüftet mit. Das gebildete Blatt weiß nicht einmal, daß der furchtbare" Saz einen Grundgedanken der Klaffischen deutschen Ethit wiedergiebt Und solch unwissende Gesellen, die sich heute noch über sittliche Wahrheiten entrüsten, deren Urheber es sogar in Berlin zu Denkmalsehren gebracht hat, werfen sich zu Richtern über Kunst und Wissenschaft auf. Fragebogen zur Feststellung der zollpolitischen Behandling einzelner Wirtschaftsprodukte auch ihm hatte zugehen lassen. Auf eine der Fragen, die lautete: " Welche Wünsche hegen Sie in wirtschafts- und zollpolitischer Hinsicht bezüglich des Zuderrübenbanes?" gab unfer größerer Landwirt" folgende Antwort: daß dem Herrn Oberst von seinem höheren Vorgesezten bedeutet wird, daß seine Auffassung der individuellen Färbung zwar nicht entbehre, nichtsdestoweniger aber unzutreffend sei. Eine Erivartung, die auch die Köln. Volls- Zeitung" ausspricht, denn der Flottenverein, jei zweifellos ein politischer Verein: Man müßte denn so konstruieren: nach außen hat die eine patriotische Bedeutung ohne politische Seite. Wir halten diese Konstruktion für völlig nach innen aber hat sie nur uumöglich; denn die Fragen, ob eine Flottenverstärkung in der jetzt verkangten Höhe angebracht und notwendig ist, ob sie vom Volt neben der großen Landmacht getragen werden kann, und, wenn ja, wie die Deckung für die Kosten beschafft werden soll, find so gangen verfnüpft, daß man eng mit der Flottenfrage im unbedingt die Flotteufrage auch für das Gebiet der inneren Politik als eine politische Frage anerkennen muß. Flottenverein arbeitet zur Zeit nicht nur für Vermehrung der Flotte im allgemeinen, sondern auch, und zwar gang vorwiegend, für das Durchbringen der gegen wärtig dem Reichstag vorliegenden Flotten vorlage, und wenn wegen dieser Vorlage der Reichstag aufgelöst wird, so wird er im Wahlkampf sicherlich eine hervor ragende Rolle zu spielen suchen. Wie man da behaupten kann, der Flottenverein jei nicht ein politischer Verein, ist uns unerfindlich. Das Vorgehen des Straßburger Obersten würde ein Bruch mit der bisherigen Heberlieferung sein, und wir würden diesen Bruch im Interesse der Krone, des Landes und der Armee sehr bedauern." Der Es wäre ein Unding, wenn den Offizieren Wir hegen, wie gesagt, die Erwartung, daß man den politischen Die Bitte, das Gegenteil von dem zu thun, was Charakter des Flottenvereins offiziell fonstatieren wird, um so mehr, die deutsche Reichsregierung seit dem Tode des da das bereits vom kommandierenden General des XV. Armee großen Bismard dem Auslande gegenüber bezüglich der corps geschehen ist. Getreide, Woll, Pferde, Schlachtvich, Schlachtproduktene, des einen Armeecorps gestattet sein sollte, was für die andren ver: Senchenvieh, Obstläufe, Deltalg, Quebracho- Einfuhr und Zoll- boten ist. höhe gethan hat." inf Beiläufig bemerkt, stellt die Köln. Bolfs- 3tg." die Sachlage ganz schief dar, wenn sie von der Stellung der Offiziere im öffent lichen Leben behauptet: Unire Offiziere kümmern sich um ihren Dienst und bleiben den Parteifämpfen in der Oeffentlichkeit sowie dem Parteihader beim Bierglaje fern. So steht unser Heer in politischen Dingen that sächlich über den Parteien." Unfre Offiziere stehen noch viel weniger über den Parteien als etwa die Richter. Sie sind vielmehr, mit verschwindenden Aus nahmen, firanim fonfervativ. Daß ihr politisches Urteil noch weniger durch politische Sachfenntnis getrübt ist, als das anderer gefimings tüchtiger Elemente, ändert nichts an der Thatsache selbst. Das Agrarierblatt, demt der Wigbold seinen gelungenen Streich erzählt hat, bemerkt, daß man sich in Berlin diese Antwort nicht hinter den Spiegel steden werde. Der Triumph des Agrarierblatts und feines Gewährsmanns beweist, wie sehr die Notleidenden der Hafer sticht und welche Allotria sie sich mit der Regierung erlauben zu dürfen glauben. Wir möchten einmal hören, wie man sich entrüsten würde, wenn ein Arbeiter sich eine derartige Verulfung des Reichsamts des Innern gestattet hätte. Etwas suls barselistor derartiges wäre freilich undenkbar, weil es der Regierung nie die Meinung eines Ar Der Kaiser und die Agrarier. Das verhaßteste Institut ist mals einfallen würde, den Agrariern die Reichsbank, deren Direktor zu den von dieser beiters einzuholen! Die lex Heinze spukt noch immer in der ultramontanen Bresse Seite am meisten und am leidenschaftlichsten angegriffenen Perfön- Ein ähnlicher Fall agrarischen Mutwillens wird in folgender Weise mitgeteilt: lichkeiten gehört. Zu den Beratungen des wirtschaftlichen Ausschusses für die Be: Noch immer giebt diese sich den Anfchein, als glaube sie ernsthaft Es wird also die Agrarier nicht sehr angenehm berühren, daß der Kaiser in einem Schreiben an den Reichskanzler feine ratung des neuen Zolltarifschemas waren vor kurzem auch Sach- an die Lebensfähigkeit des Wechselbalgs. Die Köln. Volts 313." Bei der lex Heinze werden die Freifinnigen wohl auf die Obstruktion Befriedigung aussprechen läßt, daß die Reichsbank es berstanden hat, berständige des Brauerei- und Mälzereigewerbes, der Brennerei mit wagt zu bramarbafieren: den im verflossenen Jahr außerordentlich gesteigerten Anforderungen Effig- und Hefefabrikation, sowie der Müllerei eingeladen worden. des Geldverkehrs unter zum Teil schwierigen Verhältnissen in vollem Soweit sich diese Besprechung auf das Warenverzeichnis bezog, nahm verzichten, wenn die Freunde des Gesetzes für sich allein in beschlußUmfange gerecht zu werden, und daneben ein günstiges finanzielles fie einen durchaus ruhigen und fachlichen Verlauf. Nachdem aber fähiger Anzahl anwesend sind, ist unbekannt. Ob die Socialdemokraten, Ergebnis zu liefern." Der Reichskanzler wird ersucht, den Leitern Herr Geheimer Nat Wermuth auch die Höhe der Zollsäge in das Geschäft auf eigne Faust fortzufezen gedenken. Da die Heinze der Reichsbant und ihren Angestellten die kaiserliche Anerkennung die Debatte gezogen hatte, wurde von den anwesenden Ber- Bündler behaupten, die Regierung sei durch die Entrüftung" andren tretern der Landwirtschaft sofort eine Erhöhung des Sinnes geworden, so könnten sie ja ohne Gefahr den Reichstag be für die bewiesene Umficht und Pflichttreue auszusprechen.s Gerstenzolls von 2 auf 5 M. pro Doppelcentner und eine Erhöhung schließen lassen, was er mag. Sollten fie dennoch die Obstrüffion des Hopfenzolls von 14 M. auffage und schreibe- 100. fortfegen, so glauben wir, daß der Reichstag ihrer fehr wohl wird pro Doppelcentner befürwortet. Der Einwand, der von den Ver- Herr werden fönnen, wenn die Mehrheit das nötige Pflicht tretern des Braugewerbs erhoben wurde, daß eine folche Zoll- bewußtsein bethätigt." Wenn die Freunde des Gesetzes für sich allein in beschlußfähiger Es ist aber gar nicht ausgemacht, erhöhung einerseits eine durchaus unberechtigte und unerträgliche Breteurung der hauptsächlichsten Rohstoffe der Brauerei bedeute, Anzahl vorhanden sind." daß andrerseits Deutschland den Bedarf an Braugerste gar nicht zu daß das der Fall sein wird. Das Centrum mag vielleicht seine decken vermag und östreichischer Hopfen zu gewiffen Bieren nicht Mannen einigermaßen vollzählig zusammentrommeln, dafür wird entbehrt werden könne, wurde mit den bekannten Schlagworten von dann die Rechte um so größere Lüden aufweisen. Denn so banaujifch [ dem notwendigen Schutz der deutschen Produktion und der not die Rechte auch sein mag, so wird sie doch nicht so vollständig auf Im Zeichen Liebers. Mit einer selbst beim Centrum ungewohnten politischen Schamlofigkeit, zu deren Bekämpfung man feine lex Heinze fordert, ist die kleritale Frattion in Sachen der Flottenvorlage umgefallen. Man geht wohl nicht fehl, wenn man in dieser ver: änderten Haltung der regierenden Partei den Einfluß des wieder genefenen flugen Führers Dr. Lieber erfennt"- triumphiert das Effener Krupp- Blatt, die Rhein. Westf. 3tg." " Eine schmerzhafte, aber verdiente Huldigung für den Organisator der strupellosen Unzuverlässigkeit! " hindern. Ausland. England. Von den Friedenskundgebungen der englischen Arbeiter ficgen weitere, erfreuliche Nachrichten vor. So haben die Trades Unions ein Manifest gegen den Krieg in Südafrika erlassen, das nicht weniger als 85 000 Unterschriften trägt. Die Sprache des Manifestes ist eine sehr scharfe. Die Behauptung, daß der Krieg im Juteresse der in Transvaal beschäftigten Arbeiter geführt werde, wird für eine freche Lüge erklärt. Afrika. Der Aufstand der Aschanti, der nach den beschivichtigenden englischen Meldungen nur sehr harmloser Natur sein sollte, ist nicht nur nicht unterdrückt worden, sondern hat sogar einen immer gefährlicheren Charakter angenommen. Die Hausias, die zur Unterstützung des Gouverneurs herbeigeeilt waren, sind jetzt augenscheinlich selbst in Bedränguis geraten, so daß man bereits Marinetruppen hat landen müssen. Ein Telegrammt aus Accra vom 17. April lautet: Accra, 17. April. Das Kanonenboot„ Magpie" hat Blaujacken bei Cape Coast Castle gelandet zur Unterstützung der Haussas, die bereits nach Kumassi abgegangen find. Weitere Verstärkungen werden folgen. Gerüchtweise verlautet, daß die Aschantis entschlossen sind, die Dinge bis zum Aeußersten zu treiben, bevor die Verstärkungen wenn ihre Forderungen nicht bewilligt werden. stattfinden. " " = 58 alt= angekommen find und den Gouverneur im Fort Sumaffi anzugreifen. Die Landesversammlung der socialdemokratischen Partei teinung wurde, daß es sich bei der„ Berbreitung" me i regelrechter Dschibuti, 17. April. Die Scharen des Mahdi sind vor den Berstärkungen, welche der Negus Menelik seinen Truppen gesandt hat, nach den inneren Teilen der Landschaft Ogaden geflohen. Die fieg reichen Abessinier sind nach Harrar zurückgekehrt. Der Religionsfrieg ist beendet. Amerika. im Großherzogtum Sachsen- Weimar- Eisenach den Anstrich des fünstlerischen Interesses verzichten wollen, wie das p Schulze Cossebaude. Das Resultat der Beratungen des Jahre 1891 zeichnete Baßler auch verantwortlich für unsre Rebue Centrum, das überhaupt kein Gefühl mehr für fünstlerische Blamagen Central- Agitationskomitees und der Chemnitzer Gemeindevertreter Die Neue Zeit" und für den Wahren Jacob", wodurch sein Name besitzt. Wenn die Rören und Konsorten das Bedürfnis verspüren, Konferenz liegt gedruckt vor. Dieses Programm ist zweiteilig, es auch weit über Württemberg hinaus bekannt geworden ist. noch stannenswertere Proben ihrer Ignoranz in Kunstfragen abzu- enthält Forderungen an den Staat und Forderungen an die Gemeinde In den letzten Jahren, wo viele Kräfte sich in die Arbeit legen, so wird die Socialdemokratie sie daran zu allerlegt felbst; erst wenn die Forderungen an den Staat erfüllt sind, werden teilten, trat Baßler in der Parteiorganisation etwas zurück, er die Gemeinden in der Lage sein, ihre wichtigsten Aufgaben bezüglich widmete seine reiche Erfahrung in der Hauptsache dem hiesigen Gemeinde Wahlrecht, Schulwesen, Armenwefen durchzuführen. Konjumverein. Aber ganz zuletzt zwang ihn sein Gesundheitszustand, Redner bespricht in ausführlicher und gründlicher Darlegung die auch dieses Thätigkeitsfeld zu verlassen. einzelnen Forderungen. Er ist gegen die Forderung, die beiden Baßler hinterläßt eine trauernde Witwe und drei Kinder, denen Gemeindekollegien zusammenzulegen, empfiehlt im übrigen die An- der Verlust des Vaters tiefen Schmerz bereitet. Ihnen wird es nahme des Entwurfs. eine Linderung und ein Trost sein, zu wissen, daß die Partei, der Neber den zweiten Teil der Forderungen referiert Genosse sich ihr Vater gewidmet, diesem ein gutes, dauerndes Andenken Riemann- Chemnitz: Himmelſtürmende Thaten sind in den bewahrt. Gemeinden nicht zu erreichen, es handelt sich um sehr praktische An- Die Leiche unfres Genossen wird zur, Einäfcherung nach Heidel gelegenheiten. Es ist gut, daß jezt durch ein Programm auch die berg übergeführt. Genossen in den weniger fortgeschrittenen Gegenden eine Richtschnur Die Herausgabe eines Handbuchs für die Landtags gegeben ist. Redner behandelt das Steuerwesen, die hygienischen Forderungen, wahlen wurde auf dem Parteitag unsrer württembergischen Parteigenossen beschlossen. Ilnentgeltlichkeit des Bestattungswesens, Armen- und Waisenpflege, Deutsche Rechtszustände. Die Bremer Bürger Zeitung Wirtshausverbot gegen restierende Steuerzahler, gemeinnügige Wohnungspolitit, Berkehrswesen, Vergebung von Gemeindearbeiten, schreibt: Eine Konfistation hatte die Bremer Bürger- Zeitung" am ersten Verhältnisse der städtischen Arbeiter, Stoalitionsrecht dieser Arbeiter, Errichtung von Gewerbegerichten, Fürsorge für Arbeitslose, städtisches Feiertagmorgen zu erleiden, aber nicht an ihrem ErscheinungsBildungswesen 2c. Zu Punkt 11 empfiehlt Redner die Forderung orte, fondern im Gebiet des Herrn Landrats Berthold in Blumen wieder aufzunehmen, daß an Mitglieder der Gemeindevertretung thal. As unfer Expedient, der allabendlich die Zeitung in Arbeiten der Gemeinde nicht vergeben werden dürfen. Redner schließt Vegesack und den Nachbarorten an die dortigen Abonnenten besorgt, mit lebhaftem Appell an die Genossen, sich mit den kommunalen An- eben in den Hannoverschen Ortschaften die Expedition beendet hatte und sich nach Vegesac begeben wollte, wurde er bei Fähr plötzlich gelegenheiten eifrig zu befassen. Damit schließt die Sizung. Abends 8 Uhr soll ein von den von cinem Gendarmen angehalten, der in den BürgerDresdner Genossen veranstalteter Kommers zu Ehren der Konferenz Zeitungen verbotene Schriften witterte, ohne weiteres dad ga nahm, daß die Verbreitung während der Kirchzeit geschehen fein mußte und unfren Expedienten mangels besonderer Legitimationspapiere aufs Amt citierte, obwohl ihm die Mitnur um Abonnenten handelte, denen ihr bestelltes Exemplar Zeitung in fand am 2. Osterfeiertag in Erfurt statt. Vertreten waren 17 Orte fich der Herr Landrat zur Zeit in der Kirche befand, wurde unferm Erledigung der Geschäfte des Zeitungsverlags zugestellt wurde. Da mit 28 Delegierten, außerdem der Landesausschuß und eine große Expedienten ohne weiteres auf die Dauer einer Stunde eine Zelle Anzahl Gäste aus den verschiedensten Orten des Großherzogtums. als Aufenthaltsraum angewiesen. Etiva 3/4 12 Uhr kam dann auch Genosse Reichstags- Abgeordneter Neißhaus hatte die Versamin- der Herr Landrat und wurde nun, nach Feststellung der Personalien, lung angemeldet und eröffnete sie mit einer furzen Ansprache, in unirem Expedienten die Freiheit zurückgegeben. Eine Anzahl Um 90 000 Dollar! Aus Washington meldet man unterm welcher er darauf hinwies, daß noch vor zwanzig Jahren die Eremplare der Zeitung und cine Gerichtszeitung aber; 17. April: Da der Sultan, entgegen seinem bereits vor 16 Monaten preußischen Genossen die Gastfreundschaft der Genossen in den deren Austragung in Vegefact noch erfolgen mußte, glaubte sich der gegebenen Versprechen, immer noch nicht die Entschädigung an die kleinen thüringischen Staaten hätten in Anspruch nehmen müssen, Herr Landrat berechtigt, fonfiscieren zu können. Erst nach einer amerikanischen Missionare hat zahlen lassen für das Eigentum derfelben, um ihre Parteiangelegenheiten besprechen zu können, und jetzt an der gestern morgen erfolgten Intervention seitens unsres Geschäftsim Gesamtwert von 90 000 Dollar, das während der armenischen Wirren Wende des Jahrhunderts feien die Genossen des Weimarischen führers fühlte sich der Herr Landrat veranlaßt, nachdem über den zerstört wurde, so sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Landes, das man früher wegen seiner liberalen Traditionen ge- Sachverhalt ein Protokoll aufgenommen, die Konfistation, die auf den Vereinigten Staaten und der Türkei jetzt sehr gespannt; priesen habe, durch die daselbst herrschende. Reaktion gezwungen, die Grund der hannoverschen Sabbatordnung von 1822 erfolgt war, und, da die Diplomatie anscheinend ihre ihre Hilfsmittel Gastfreundschaft der Erfurter Genossen in Anspruch zu nehmen, wo aufzuheben und die beschlagnahmten Zeitungen wieder herauszu erichöpft hat, fommt es möglicherweise schließlich dahin, daß man sie herzlich willkommen heiße, und ihren Beratungen besten Ergeben. der Staatssetretär hay dem türkischen Gesandten folg wünsche. Ueber den Parteitag der Socialdemokratie Ungarus, der feine Pässeschidt. Genosse Redacteur Schulz Erfurt, welcher die Reaktion in über die Osterfeiertage in Budapest tagte, entnehmen wir einem Weimar als eine vorübergehende Erscheinung bezeichnete, begrüßte eignen Bericht der„ Wiener Arbeiterzeitung", daß er mit tumultuaridie Versammlung im Namen der„ Erfurter Tribüne" und des Wahl- fchen Seenen begann. Die Arrangeure des Parteitags ließen nicht vereins Erfurt. die gewählten Delegierten ohne weiteres zu, sondern hatten an Genoffe Reichstags- Abgeordneter Bandert wies im Auftrag Eingang des Versammlungslokale einen Kontrolldienst eingerichtet, des Landesausschusses auf die veränderte Situation in Sachsen- durch den alle zurückgewiesen wurden, die den Arrangeuren nicht ges Weimar hit, die dazu geführt habe, die Landesversammlung nicht, nehm waren. Infolgedessen gab es ernsthafte Brigel herüber und wie vor einem Jahre beschlossen, in Jena, jondern in Erfurt abzu- hinüber. Kingston( Jamaica), 17. April.( Meldung des Reuterschen halten, und betonte, daß die Socialdemokratie im Großherzogtum Barteileitung in den Saal gekommen und deshalb gab es auch im Es waren aber trotzdem noch Gegner der bisherigen Bureaus". Aus Columbien ist hierher die Nachricht gelangt, daß sich jetzt in einem ähnlichen Zustande befände, wie die deutsche Snal selbst noch argen Tumult. Mehreren Opponenten wurde damit bei Matumundo und Pradera zwei große Schlachten stattgefunden Socialdemokratie unter demi Ausnahmegefeß, und wenn man früher gedroht, daß man sie durchs Fenster werfen wolle. hätten, in welchen die Aufständischen völlig geschlagen seien und alle Angelegenheiten mit der weitgehendsten Offenheit bor große Verluste an Toten, Verwundeten und Gefangenen gehabt der Polizei verhandelt habe, so drängten die reaktionären hätten. Maßnahmen in Sachsen- Weimar jetzt dazu, etwas mehr mit verdeckten Karten zu spielen. Als Borsigende fungierten die Genossen Baudert und Otto- Jena; als Schriftführer Dahl- polda nnd Landeskonferenz der sächsischen Socialdemokratie. Hohl- Neustadt. Bezüglich der Taktik bei den Landtagswahlen wurde Dresden, 17. April.. beschlossen: Der Landesausschuß hat die Pflicht, für die bevorEndlich berichtet die Mandatsprüfungs- Kommission, daß die Die Nachmittagsfizung beginnt mit der Beratung des Preß stehende Landtagswahl alle notwendigen und möglichen Schritte in Mandate von 148 Delegierten aus 92 Orten( Budapest eingeschlossen) wefens. taktischer und principieller Hinsicht zu unternehmen, welche geeignet verificiert wurden. Dreizehn Mandate von Budapester OrganisaZuvor berichtet die Mandatskommission, daß 71 Teilnehmer sind, den Besisstand unirer Partei im Landtag zu ver- tionen wurden als ungültig erklärt, ebenso ca. 35 Mandate von anwesend sind. mehren und die Opposition zu stärken. Ferner erklärte Fabrifsdelegierten. Wieder verlangen die Gegner der bisherigen Genosse Geyer entwirft einen interessanten Rückblick auf die die Landesversammlung einstimmig, daß sie mit der bisherigen Parteileitung energisch das Wort; sie wollen nachweisen, daß die Entwicklung der sächsischen Parteipreffe feit der Verhängung des Thätigkeit des Genossen Baudert als Abgeordneter im Landtag ein- Ginberufer vierzig falsche Mandate an ihren Anhang verteilt Socialistengesezes. Im vorigen Jahre wurde eine Zunahme von verstanden ist, sie bringt ihm uneingeschränktes Bertrauen entgegen 15000 Abonnenten binnen Jahresfrist festgestellt für die Gesamtheit der und ist überzeugt, daß er auch in Zukunft, so lange er als Absächsischen Parteiblätter. In diesem Jahre hatten wir einen ebenso geordneter im Landtag sigt, in der gleichen Weise wie bisher seine großen Aufschwung, obschon feine Wahlen stattgefunden haben. Der jezige Pflicht erfüllt. Gegen die planmäßigen Verbote der gewerkschaft Stand der sächsischen Barteipresie ist folgender: Leipz. Voltszig." lichen und aller politischen Versammlungen erhebt die Lantes 26 300, Sächs. Arb.- 8tg." ca. 20 000, Kopfblatt„ Bolisfreund" 6000, versammlung einstimmig lauten Protest und erwartet von den GeArmer Teufel" aus der Oberlausig( 1898 begründet) 5300. Das nossen der einzelnen Orte, daß sie alles aufwenden, um Chemnitzer und Burgstädter Blatt sind vereinigt worden zu einem unsrer Sache noch mehr als bisher au Erfolgen 3 Tageblatt, Bolksstimme", das sich sehr gut entwickelt hat, verhelfen. Den Landesausschuß wurde für seine Thätigkeit fürchterlicher Tumult, der nur durch das Eingreifen der zahlreichen 16 000 Abonnenten; Sächs. Volksbl." in Zwidan 6500, wird vom Decharge erteilt, und derselbe einstimmig in der bisherigen Zu- Polizeiwachmannschaft mit Mühe gedämpft wird. Delegierter Farkas 1. Juli ab täglich erscheinen. Die Boigtländische Volkszeitung" sammensetzung: Baudert, Lentert, Petermann, wiedergewählt. Die fordert mun seine Genoffen auf, um Blutvergießen zu verhindern, genügt vielen Genoffen im Voigtland nicht mehr, öfters 20 Zeilen Beratung des Landtags- Wahlprogramms, welches zehn Haupt- den Barteitag zu verlaffen. Unter großer Erregung verlassen den Tert, sonst Inserate, die Genossen dort wollen daher das" Sächi. forderungen enthält, wurde mit großer Sachlichkeit durchgeführt. Als Saal 51 Delegierte aus 22 Orten. Boltsblatt" haben; hierüber ist noch näher zu beraten. 1897 betrug 10. Bunft wird verlangt: Revision der Verfassung und Ausdehnung die Summe der Abonnenten 57 800 in Sachsen, 1898: 72 320, der Rechte des Landtags auf die Wahl der Minister durch den Landjezige Gesamtziffer: 79 100 Abonnenten. tag. Mit einem fräftigen Schlußwort und einem dreifachen Hoch auf die internationale völkerbefreiende Socialdemokratic schloß Genosse Baudert die Versammlung. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen wäre eine Brüsfierung der Türkei, auf die der Sultan austandshalber mit der Kriegserklärung antworten müßte. Soweit wird Amerika mit dem franen Mann am Bosporus aber wohl die Grausamkeit nicht treiben wollen. Der Sultan wird auch so schließlich die Summe unter bedenklichem Seufzen herausrüden. " Der Kalender ist in Auflage von 95 000 verbreitet worden, einzelne Bezirke haben die Verbreitung unterlassen. Redner verbreitet fich weiter über den Ausbau der Presse. Er betont u. a. die Notwendigkeit, daß die Presse sich eingehend mit den Landesangelegenheiten beschäftige. Dies muß um so mehr geschehen, wenn kein Abgeordneter der Socialdemokratie mehr im Landtag ist. Zur Debatte steht zugleich der Antrag der Genossen des 23. Reichstags- Wahlkreises, der besagt, daß das„ Sächsische Volksblatt" in denjenigen Orten des 23. Wahlkreises eingeführt werden joll, wo jetzt die Boigtländische Volkszeitung" verbreitet ist. 3öbisch Plauen begründet den Antrag. Genoffe Künzel, der die Voigtl. Wolfsztg." redigiert, will nicht von seinem Blatte laffen, obschon wir ihm dazu geraten haben. Ich bitte, den Antrag dem Central Agitationskomitee zur Regelung zu übergeben. = Partei- Nachrichten. den Bericht der Parteileitung erstattet hatte, verlangten die Gegner Nachden: schließlich unter fortwährendem Tumult Jakob Jarael der Leitung wiederholt das Wort, um über den Parteibericht ihre Bemerkungen zu machen. Da man ihnen das Wort nicht erteilt, verteilen fie einen in Drud gelegten Beschlußantrag, der der Parteileitung das schärfste Mißtrauen aussprach. haben, daß vierzig„ Delegierte" im Saal seien, die niemand vertreten, während im hof unten die regelrecht und legal gewählten Delegierten stehen. Es wird ihnen das Wort nicht erteilt. Der Delegierte Etefan Farkas( Budapest) besteht energisch darauf, das Wort zu erhalten. Bokanyi droht ihm, er werde nicht lebend den Saal verlassen, wenn er nicht schweige. Diese Drohung wird den im Hof harrenden Ausgeschlossenen mitgeteilt, sie stürmen in wilder ut die Treppe, stürzen in den Saal und es entsteht ein Darauf wurde sehr rasch der Parteibericht erledigt und die Parteileitung gewählt. Abends versammelten sich die 51 Delegierten, die den Parteitag verlassen hatten, zu einem Kommerse in einem andern Lokal. In mehreren Tischreden betonten einige Redner, daß der heutige Tag der Ausgangspunkt sein müsse für eine Neuorganisation der Socialdemokratie Ungarns, für die Schaffung einer wirklich socialdemokratischen Bewegung. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Totenliste der Partei. Am Ostermontag früh 9 Uhr starb in Stuttgart der Genosse Georg Baßler. Mit ihm scheidet, so schreibt die Schwäbische Tagwacht", ein Genosse aus den Reihen der Socialdemokratie, der eine längere Reihe von Jahren im vordersten Treffen der Parteileitung stand, und vielfach bestimmend in unser innerivürttembergisches Parteileben oft haben die Maurer im Kohlenbecken versucht, ihre wirtschaftliche Zur Lohnbewegung der Maurer im Ruhrrevier. Schon eingegriffen hat. Georg Baßler ist am 1. Juli 1857 in Stuttgart als Sohn eines Lage zu verbessern. Allen diesen Versuchen sekten die Unternehmer Güterbeförderers geboren. Er fam als Schriftfeger in die Lehre. hartnädigen Widerstand entgegen. Und zivar mit Erfolg! Der Sofmann Chemnitz: Künzel ist durch Krankheit verhindert, Kaum ausgelernt, schloß er sich der damals in Württemberg noch wurden zu sehr lokalisiert geführt. Obwohl das Kohlenrevier von Grund liegt auf der Hand. Die Kämpfe waren nicht organisiert, hier zu sein. Sein Blatt hat sich unter den schwierigsten Verhältnissen jungen Partei an, in der er bald als eifriger und fähiger Genosse Dortmund bis Essen und noch weiter, bis nach Duisburg, fast eine für die Partei entwvidelt. Stünzel hat unermüdlich für uns gewirkt Anerkennung fand. und ist durch Gefängnisstrafen schiver an seiner Gesundheit geschädigt Ms 1882 nach verschiedenen, von der Polizei immer wieder ver- bildet, war man in dem einen Ort ernst eifrig bei der Arbeit, wenn vereinzige, lofe zusammenhängende, gewaltig große Jndustriestadt. worden. Er ist nicht in der Lage, eine andre Stellung einzunehmen, eitelten Versuchen die Partei daran ging, in dem„ Schwäbischen im andren Ort die schwersten Kämpfe geführt wurden. Das war ein großer feine Zeitung hält ihn über Waffer; er müßte unbedingt schadlos Wochenblatt" fich ein neues Landesorgan zu schaffen, übertrug fie Fehler. Jetzt ist aber eine Bewegung eingeleitet, die sich planmäßig über gehalten werden, man darf ihn nicht ins Unglüd stürzen. Sie redaktionelle Verantwortlichkeit dem Genossen Baßler, in dessen bas ganze Ruhrbecken erstreckt. In den genannten Städten haben die Gever: Ich möchte feine Mißverständnisse aufkommen lassen. Händen dadurch in der verzwickten ausnahmegefeßlichen Zeit gewisser- Maurer meist vollständig gleichlautende Forderungen aufgestellt. In der Niemand von uns wollte eine Gristenz vernichten. Schon vor zehn maßen die ganzen Fäden der Partei zusammenliefen. Zugleich war Hauptsache lauten dieselben: 50 Pf. Stundenlohn, zehnſtündige Jahren wurde über die Zustände der Presse im Voigland gesprochen. er Besitzer der Druckerei. In dieser, große Vorsicht und viel diplo- Arbeitszeit! Verhalten sich die Unternehmer diesen Forderungen Hauptsache lauten dieselben: 50 Pf. Stundenlohn, zehnſtündige Künzel gründete das Blatt auf eigene Berantwortung. Die Genossen matisches Geschick erfordernden Stellung waren zahlreiche Zusammender benachbarten Kreise sagten aber: Zuerst kommt das mit Bartei- stöße mit den polizeilichen und behördlichen Organen zu parieren, wobei gegenüber ablehnend, dann dürfte es in diesem Jahre zu einem mitteln gegründete Sächsische Boltsblatt". Stets aber wurde auf Baßler seinen Widersachern manches Schnippchen schlug. Mehrere 3000 organisierte Mitglieder zählt der Central- Verband der Maurer, Riesenausstand im Baugewerbe des Kohlenreviers kommen. lleber R. Rücksicht genommen. Wenn er frant ist, so hindert das eben Male blieb er in den Maschen der ausnahmegeseglichen Polizei- dazu kommen noch die christlich Organisierten. aber auch, daß er die Zeitung in die Höhe bringt. Das ist kein willkür hängen, so daß es ihm auch nicht erspart blieb, für seine nicht groß ist, dürfte es doch als bemerkenswert verzeichnet werden. focialdemokratisches Blatt mehr, das nichts Politisches bringt. S. Ueberzeugung auf die Freiheit verzichten zu müssen. felbst hat es zugestanden. Es fehlen dem armen Teufel die Möglich- In diese Zeit fällt auch die oftmalige repräsentative Bertretung daß diese Organisationen, die offenfundig nur zu dem gived einen Keil in die Reihen der Arbeiter Aber die Partei kann sich damit nicht zu der Partei durch Baßler. Er war als Delegierter auf dem bekannten gegründet wurden, frieden geben. Wenn das„ Sächf. Volksblatt" Tageblatt wird, geht Kongres in Kopenhagen, wo seine Eintragung als Schwißgäbele" auschlossen. Um die kaum gegründete Organisation nicht zu gefährden, einzutreiben, sich den Forderungen des Central- Verbandes es mit der„ Voigtl. Voltsztg." von selbst zurüc Oft ist K. schon viel Spaß erregte. Dann vertrat er die Partei auf dem St. Galler materiell unterſtügt worden, wir werden auch jezt ihm nicht zu nahe Stongreß, wo er genge des Spigelüberfalls auf Grillenberger war. Führer bem Willen der Mitglieder nicht entgegenstemmen. Vertrauen fie nicht zu sehr in Mißkredit zu bringen, dürfen sich die christlichen treten. Ich stimme dem Vorschlage zu, daß das Centralkomitee die Nachdem Genoffe Diez Ende der achtziger Jahre wieder bie Maurer vollständig auf ihre Führer, drängen sie nicht an einen aden: Wir hatten wiederholt Konferenzen weger dieser im Geschäft. Mit Ablauf des Socialistengesetzes und den Ort zu unpassender Zeit zum aktiven Vorgeheit, kommt nicht irgend Angelegenheit. Zuletzt sind die Berbreitungsbezirle genau ab- damit wieder eingetretenen geordneten Parteiverhältnissen wurde eine ungeschicklichkeit den Unternehmern, deren Bestreben sich wieder gegrenzt worden. Das läßt sich nicht ohne weiteres aufheben. Die naturgemäß eine offizielle Parteileitung eingesetzt, wodurch die die darauf richtet, den Stampf zu zersplittern, zur Hilfe, dann ist der Gache ist nicht übers nie zu brechen. Erst die nächste Landes- fretionäre Stellung Einzelner überflüssig wurde. Bağler widmete Sieg der Arbeiter, sollte es zum Stampfe kommen, fast unausbleiblich. fonferenz fann eine regelrechte Verschmelzung der Blätter vornehmen. von da ab feine organisatorische Kraft in hohem Maße dem Heslacher Hoffentlich sehen die Unternehmer das ein und treten mit den Nachdem noch mehrere Redner gesprochen, wird der Antrag dem Bezirksverein, der bald einer der träftigsten Zweige der focial- Arbeitern in Verhandlungen, damit der Streit unterbleiben kann. Central Agitationskomitee überwiesen. Damit ist die Frage der demokratischen Partei Organisation wurde. Seit verschiedenen Ausstand der Zimmerer. Ju Mülheim a. R. Haben die Bresse erledigt. Berioden hatten ihm die Genossen des Oberamts Stuttgart die Zimmerer den Unternehmern folgende Forderungen unterbreitet:' feiten einer Befferung. in Hand nehme. die Druckerei übernahm, blieb 22 Obwohl die Zahl Bu Bunft 4: Das neue Gemeindewahl Programm Landtagskandidatur ihres Oberamts übertragen, wo er 1895 in die 10%, stündige Arbeitszeit, 45 Pf. Stundenlohn. referiert zunächſt Stichwahl tam, leider aber nach Hartem Kampf unterlag. Seit dem Auf die Eingabe haben die Unternehmer entweder gar nicht ges antwortet, oder fie ließen mitteilen: es wird nichts bewilligt! In- schwer, die Slum- Einwohner zur Benutzung der ihnen gebotenen beschlossen, daß von allen Geschäften in den nächsten Tagen Kon folgedessen haben am Sonnabend von den 65 am Ort in Arbeit Wohnmöglichkeiten zu bewegen. Aehnliche Klagen wurden hinsichtlich ferenzen der daselbst beschäftigten Arbeiter stattfinden sollen, um zu stehenden Zimmerern 45, sämtlich organisiert, die Kündigung ein- einer gewissen Klasse von Arbeitshaus-( Asyle mit Arbeitsgelegenheit) einer eventuellen Lohnbewegung Stellung zu nehmen. Die in diesen gereicht. Zuzug nach Mülheim ist fernzuhalten. Kunden laut. Ueberhaupt herrschte auf der Konferenz das Bestreben Sonferenzen aufgestellten Forderungen sollen bis spätestens am 1. Mai Gerichts- Beitung. Schreibübungen für Gewerkschaftsmitglieder. In Possen- vor, den Thatsachen ungeschminkt ins Gesicht zu schauen.dorf bei Halle besteht eine Filiale des Verbands der Fabrik- und Handarbeiter. Der Amtsvorsteher verlangt nun nicht bloß die Einreichung von Mitgliederlisten, sondern auch die eigenhändige Unterschrift sämtlicher Mitglieder. Der Bevoll mächtigte Bela hatte ebenso wie die andren Vereine die vom Schrift führer angefertigte Liste eingereicht, aber der Dorfgewaltige erachtete dieselbe in einem Beantwortungsschreiben für nichtig" und drohte, wenn er nicht eine Liste mit eigenhändigen Unterschriften bekomme, weifere Schritte unternehmen zu wollen. Der gute Man scheint vom§ 2 des Vereinsgesetzes keine Ahnung zu haben, denn sonst könnte er so etwas Außergewöhnliches nicht verlangen. Jahres: Februar entfielen. " Der Krieg. Wepener ist noch eingeschlossen, im Bureau der Organisation eingereicht werden. Ferner wurde ans geregt, die in Magdeburg tagende Generalversammlung der deutschen Schuhmacher möge die Reichsfommission für Arbeiterstatiftit zur Vornahme einer Enquete über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Wegen Beschäftigung eines noch schulpflichtigen Knaben in der Schuhindustrie veranlassen, um eine gesetzliche Bein einer Ziegelei waren die Herren Zimmermann und Lehmann feitigung wenigstens der schlimmsten Mißstände herbeizuführen. der llebertretung des§ 135 Abs. I der Gewerbe- Ordnung beschuldigt unter Verschiedenes" wurden die Vorkommnisse in einzelnen Ges worden. Die Anklagebehörde erklärte die in der Gegend von schäften einer Kritik unterzogen und sodann bekannt gegeben, daß Schwie bus belegene Ziegelei, in der während der sommerlichen am Sonntag, den 22. d. M., im Lokal Königsbank, Frankfurterstraße, Brennzeit täglich 400 bis 500 Steine fertiggestellt werden, für einen eine Generalversammlung stattfindet. Die Tellersammlung wurde abritbetrieb im Sinn des§ 135. Das Schöffengericht in den Ausständigen in Tuttlingen, für welche zur regen Unterstützung Schwiebus sprach jedoch die Angeklagten frei und das Landgericht aufgefordert worden war, überwiesen. in Guben verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft mit der BeBei den Wahlen zur Gewerbekammer im bayrischen Re- gründung, daß diese Ziegelei nicht als ein Fabrikbetrieb angierungsbezirk Oberpfalz fiegte die Liste der organisierten Arbeiter, zusehen sei, weil der Betrieb nur einen geringen Umfang habe. obwohl die Christlichen sowie die Bauunternehmer ihre Aus- Die Staatsanwaltschaft legte hiergegen Revision ein und machte erwählten den Kandidaten der Organisierten gegenübergestellt hatten. geltend, daß die fragliche Ziegelei teineswegs als eine solche das ist die Thatsache, die aus einem Telegramm des General von geringem Umfang anzusehen sei. Der Oberstaatsanwalt am oberts aus Bloemfontein hervorgeht. Das Telegramm hat Ausland. Streits in Oestreich. Das arbeitsstatistische Amt veröffent- Stammergericht trat der Revision bei und beantragte, die Sache an folgenden Wortlaut: die Borinstanz zurüd zu verweisen. Der Straffenat des Die britische Streitmacht bei Wepener ist noch immer von den licht einen Bericht über die Streits im Januar und Februar dieses Sammergerichts hob denn auch die Vorentscheidung auf Boeren eingeschlossen. Der Feind soll jedoch ohne besondere Energie und verwies die Sache nicht an das vorher damit befaßt angreifen und in Sorge wegen seiner Verbindungslinien sein, Es fanden insgesamt 48 Arbeitseinstelluogen und 3 Ausperrungen gewesene Landgericht Guben, sandern an das Landgericht zu da sich die englischen Ersatzkolonnen von zwei Seiten her nähern: statt, wovon 23 Ausstände und 2 Aussperrungen auf den Monat Frankfurt an der Oder. Zur Begründung wurde ausgeführt, eine unter Rundle über Reddersburg, eine andre unter Brabant, von Januar und 25 Ausstände und eine Aussperrung auf den Monat baß der Vorderrichter den Begriff des gewerblichen Biegeleibetriebs der Brigade Hart unterstützt, via Rourville. Bei der Wiederbesetzung von geringem Umfange" verkannt habe. Er habe bei der Be- von Nourville durch General Brabant am Sonntag zogen sich die Von den im Monat Januar begonnenen 23 Ausständen wurden ſtimmung des Begriffs das Fehlen der Maschinen, die Verrichtung wenigen dort stehenden Boeren zurück, der General nahm jedoch bis Ende März 16 beendet, und zwar in 4 Fällen mit vollständigem, der Arbeit im Freien und die geringe Gefährlichkeit betont; solche einige wichtige Verhaftungen vor. Heftige Regengüsse haben den in 8 Fällen mit teilweisem Erfolg, in 4 Fällen mit Mißerfolg. Von Erwägungen fämen aber bei der Frage, ob ein geringer Umfang Vormarsch der beiden Kolonnen bisher nicht unerheblich erschwert, den im Monat Februar ausgebrochenen 25 Streits hatten 3 einen vorliege, gar nicht in Betracht. aber man hofft jedoch, daß sie sich bald entschiedener werden zur Geltung vollen, 8 einen teilweisen Erfolg und 4 einen Mißerfolg. Die übrigen zehn Ausstände sind derzeit noch nicht beendet oder deren Das Gewerkschaftskartell in Lüneburg hatte für die in ihm bringen können. Wenn daher die Berichte über diesen Abmarsch von Boerens Erfolg noch unbekannt. Nicht beendet oder mit unbekanntem Re- vertretenen Gewerkschafts- Vereine im August des vergangenen fultat beendet verblieben aus den zwei Monaten 17 Ausstände. Die Jahres eine mit Tanz verbundene Festlichkeit veranstaltet. Die kommandos von Wepener nicht völlig aus den Fingern gefogen im Monat Januar ausgebrochenen Streiks dürften ca. 250 Betriebe Polizei erklärte das Vergnügen für eine öffentliche Tanzlustbarkeit, waren, so handelte es sich jedenfalls um Abteilungen, die den mit rund 100 000 beschäftigten und 70 000 streifenden Arbeitern, die zu Ser die polizeiliche Erlaubnis hätte eingeholt werden müssen, englischen Entfagtruppen entgegengeworfen werden sollten. Auch während der Ostertage haben die Kämpfe bei Wepener im Monat Februar begonnenen Ausstände ca. 30 Betriebe mit rund was nicht geschehen war. Die Staatsanwaltschaft schloß sich der Polizei 4000 beschäftigten und 3000 streitenden Arbeitern ergriffen haben. an und machte den Gastwirt Groß und den Festleiter Rüdinger fortgedauert, jedoch ohne entscheidenden Erfolg und angeblich ohne Die großen Zahlen im Monat Januar erklären sich durch den Massen- für die Unterlassung verantwortlich. Die Angeklagten wurden erhebliche Verluste auf englischer Seite.pn Wieweit eine neueste Meldung, daß nach Nachrichten aus Maseru ausstand der Bergarbeiter, der allein über 2000 Kohlenbergbaue jedoch in erster und zweiter Instanz freigesprochen. Das mit fast 90 000 beschäftigten und ca. 60 000 ausständigen Arbeitern Landgericht führte begründend aus: Jeder der im Startell vertretenen die Boeren sich von Wepener zurüdzögen, und von Lord umfaßte. Gewerkvereine bilde ein Ganzes und die Vereinigung dieser Vereine Roberts, der ihnen den Rückzug abzuschneiden suche, sei wiederum ein geschlossenes Ganzes. An fich liege also tein in ein Gefecht verwickelt worden waren, den Thatsachen entspricht, Paris, 17. April.( Eig. Bericht.) Der Kohlengräber Anlaß vor, die Gefchloffenheit des Festes zu verneinen. läßt sich zur Stunde nicht kontrollieren. Ein weiteres Telegramm Streit in Carmaux ist nun nach mehrwöchentlicher Dauer Es frage fich nun, ob der nicht öffentliche Charakter des Vergnügens besagt: beendet. Die 3000 Ausständigen müssen die Arbeit wieder auf verloren gegangen sei dadurch, daß nichtmitglieder jener GeLondon, 18. April. Nach einer Meldung des Feldmarschalls nehmen, ohne nennenswerte Zugeständnisse erlangt zu haben. Wie werkschaftsvereine zugelassen wurden. Festgestellt fei, daß daß Roberts vom 17. d. M. berichtete General Settle aus Renhardt, feiner Zeit mitgeteilt, hat der Kohlenkönig, Marquis de Solages, ein Ehepaar, das feiner Gewerkschaft angehörte, von daß etwa 200 Transvaal- Boeren am 13. April einen entschlossenen hartnäckig und wiederholt wiederholt jede schiedsgerichtliche Schlichtung einem Mitglied mitgebracht worden ist. Die Zulassung der Leute Angriff auf Dopas Poort machten, dieser Ort jedoch von einer beiter, durch den gunger getrieben, vom Streit ab. und die je aber gegen die Absicht der Berahtera au went fela zwei Zoie und einen Verwundeten verloren, der Verlust des Feindes sei Veranstalter, also zu unrecht erfolgt. Abteilung gehalten wurde. Die Behörden, die bis dahin sich jeder den Streifenden feindlichen Einleiter fönne ein Fest bis ins Einzelne überwachen. Laffe einer sei erheblich. mischung enthalten hatten, begannen ziemlich schneidig die Arbeits- der Controleure die gebotene Vorsicht außer acht, dann könne freiheit" der Streifbrecher zu schüßen. nicht ein Andrer dafür haftbar gemacht werden. R. feiner der auf portugiesischem Gebiet belegenen Operationsbasis, ist folgende Es war bekanntlich im wesentlichen ein Solidaritäts- Streif. Die feits sei bestrebt gewesen, das Fest in den einmal be- nicht ganz glaubwürdig oder mindestens übertrieben klingende Meldung ganze Masse der Kohlengräber, die für sich schließlich nichts forderte, schlossenen Grenzen zu halten. G. als der Gastwirt, der nur eingelaufen: trat für die Schachtförderer ein, die zu niedrigen Löhnen bis sehr das Lokal hergegeben habe, scheide ohne weiteres aus. Die StaatsLondon, 18. April. Drei Transportschiffe mit 11 000 Mann vorgerücktem Alter arbeiten mußten, da die Grubenverwaltung anwaltschaft wolle ferner unter Beweis stellen, daß drei Arbeiter, die australischer Waldläufer, 1200 Maulefeln und zahlreichen Trans nur die politisch gesinnungstüchtigen Förderer in eine andre beffer nicht Mitglieder waren, an dem Feste teilgenommen hätten. Die porteuren an Bord, find hier eingetroffen. Ein andrer Dampfer mit entlohnte Kategorie beförderte. Damit zugleich gewann der Streit entsprechende Feststellung könne an dem Urteil des Gerichts indessen Eisenbahnmaterial ist unterwegs. Für den nächsten Monat werden den Charakter eines politischen Kampfs gegen die Grubenverwaltung, nichts ändern. Die fraglichen Arbeiter hätten teine Starten gehabt, 22 Transportschiffe hier erwartet. Dieselben werden eine große die von jeher ihre wirtschaftlichen Machtmittel in den Dienst des es sei darum anzunehmen, es sei darum anzunehmen, daß sie ohne Anzahl Vich aus Südamerika an Bord führen. flerifal- monarchistischen Klingels von Carmaug stellt. Aber es hat Wissen und Willen aller andern in den Saal gelangt feien. 11 000 australische Waldläufer"( ein andres Telegramm spricht von fich wieder gezeigt, daß die Organisation der Carmauger Hermetisch verschließen könne der Carmaurer Hermetisch verschließen könne man aber einen solchen Saal Buschmännern") ist ein wenig viel. Möglicherweise wird eine Null Arbeiter nicht auf der gleichen Höhe mit ihren Soldaritäts- nicht. Jedenfalls sei ein schuldhaftes Verhalten des Angeklagten zu streichen sein. Es gewinnt jedoch den Anschein, als bereite man gefühlen und ihrer politischen Schulung steht. Die nicht anzunehmen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen dies ver- den Angriff von Beira aus mit aller Energie vor. eignen Mittel waren bald erschöpft und die zahlreichen nünftige Urteil Revision eingelegt. Der Straffenat des KammerStreits im ganzen Lande haben den Zufluß von auswärtigen gerichts wies aber die Revision der Staatsanwaltschaft, die sich Geldunterstüßungen auf ein Mindestmaß reduziert. Im ganzen übrigens mur gegen die Freisprechung Rüdigers richtete, zurück, indem haben die Kohlengräber von auswärts bloß etwa 8000 Frank es sich den Gründen der Berufungsinstanz anschloß. erhalten. der Die Arbeit wurde am 17. April wieder aufgenommen. Auf Verlangen der Ausständigen hat die Regierung anläßlich der Be= endung des Streits alle wegen Verlegung der Arbeitsfreiheit" verurteilten oder verhafteten Arbeiter in Freiheit gesetzt. Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 23. April, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag von Frl. Adele Schreiber über: Die Arbeiterin als Mutter". Um recht zahlreichen Besuch der Mitglieder und Gäste bittet Der Vorstand. " Sociales. Wohnungspolitik. Die städtischen Behörden in Düsseldorf beschäftigen sich mit dem Plan, durch Aufnahme einer Anleihe von 20 Millionen Mark eine städtische Hypothekenanstalt zu gründen, die dann an Baulustige sowohl Hypotheken Darlehen als auch Baugeld während des Baues abgeben soll. Wenn die Stadt der Wohnungsnot und dem Wohnungswucher wirklich ernsthaft begegnen will, dann mag fie doch mit den 20 Millionen selbst Häuser bauen und die Wohnungen zum Selbstkostenpreis vermieten. Versammlungen. Eine stark besuchte Versammlung der Einsetzer( Tischler) beriet am Dienstagvormittag in Feuersteins Saal über die weitere Ausgestaltung der Lohnbewegung. Nach langer Debatte wurde ein stimmig befchloffen, daß das Lohnkommissions- Mitglied Stokowski so lange auf dem Bureau des Arbeitsnachweises zu verbleiben hat, bis die Sache der Einfeger geregelt ist. Sodann wurde ein Antrag Lehmann angenommen, daß jeder Einsetzer pro Woche 10 Pf. extra zum Fonds zu zahlen hat. Hierauf wurde das Verhalten der Kollegen der Werkstatt Golgow einer herben Kritik seitens der Verfammlung unterzogen. Sodann hielt Genosse G. Link einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:„ Die Notwendigkeit des Bauarbeiterfchußes". In der Diskussion sprachen einige Redner im Sinne des Referenten. Maschatty wurde als Mitglied zur Berliner Bau mißstandskommission gewählt. H. Schmidt wurde als Vertrauens mann für Moabit und Saner an Stelle von Paris in die Kommission zur Führung der Geschäfte gewählt. " Aus Beira, er Roberts Kritik an der Kriegführung in Natal. Die amtliche Zeitung veröffentlicht Depeschen der Generale Buller und Warren über die Vorgänge beim Spiontop, und ferner eine Depesche des Feldmarschalls Roberts an das Kriegsministerium, in welcher die erwähnten Depeschen der beiden andern Generale besprochen werden. Nachdem Noberts betont hat, daß in diesen Depeschen der Operations. plan nicht klar dargelegt worden sei, tadelt er, daß Warren an dem von Buller vorgeschriebenen Plan Aenderungen vorgenommen habe und bedauert, sich der Ansicht Bullers nicht anschließen zu tönnen, daß Oberst Thorneytroft vorsichtig gehandelt habe, dadurch, daß er den Rückzug vom Spiontop anordnete. Roberts findet im Gegenteil, daß dieser Offizier, über dessen persönliche Tapferkeit er fich höchst lobend ausspricht, nicht zu entschuldigen sei, da eine solche Verantwortlichkeit übernommen habe. Roberts bedauert ferner, daß Warren, obgleich er die kritische Lage der Truppen famute, nicht persönlich den Spiontop aufsuchte, und stimmt mit Buller darin überein, daß es an der nötigen Organisation und an dem systematischen Vorgehen gefehlt habe, was in sehr ungünstiger Weise auf die Verteidigung dieser Stellung zurückgewirkt habe; auch hält Roberts dafür, daß dieser Versuch. Ladysmith zu befreien, der gut vorbereitet war, hätte gelingen müssen. Der Mißerfolg sei teilweise den Terrain- Schivierigkeiten und den dominierenden Stel Die Schuhmacher hielten am Dienstagvormittag eine gut belungen des Feindes, aber wahrscheinlich auch dem Mangel an Urteils suchte Versammlung bei Cohn, Beuthstraße, ab, in der Genosse fähigkeit und administrativer Tüchtigkeit Warrens zuzuschreiben. Was Kiesel über die Bedeutung des 1. Mai als Feiertag der Arbeit für Fehler aber auch Warren begangen haben mag, so müsse man referierte. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte doch auch den Mißerfolg dem Umstand zuschreiben, daß der Oberbefehlseine längere Diskussion, in der von allen Rednern für die haber seine Autorität nicht genügend zur Geltung zu bringen wußte allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai plaidiert wurde. Nach dem Antwort und es unterließ, sich davon zu überzeugen, daß seine Befehle auch fchreiben des Fabrikantenvereins, das zur Verlesung gelangte, ist es den ausgeführt wurden. Roberts tonstatiert schließlich mit Genugthuung, In Glasgow tagt zum zweitenmal eine Konferenz von Socialisten Mitgliedern desselben überlassen, den 1. Mai freizugeben oder nicht, daß. wie aus den Depeschen Bullers und Warrens hervorgehe, die und Arbeitern, der Gemeinde- und andre Ortsvertretungen als während sie früher gehalten waren, die Freigabe unter allen Umhaltung der Truppen bewundernswert gewesen sei. gewählte Mitglieder angehören. Fred. Brocklehurst von der Unab- ständen zu verweigern. Die Organisation der Arbeiter hat in der hängigen Arbeiterpartei präsidierte der ersten Sigung, auf der sich legten Zeit erfreulicherweise ganz erhebliche Fortschritte zu Wir teilten gestern mit, daß die„ V. 8." in ihrem Interview auch der Oberbürgermeister( Lord Pronost) von Glasgow einfand verzeichnen und hat dieser Umstand wohl hauptsächlich dazu bei der Friedensgesandtschaft der Boeren zwischen den Zeilen es als und die Delegierten im Namen der Stadt willkommen hieß. Die beigetragen, die Stimmung der Unternehmer zu ändern. In verwahrscheinlich dargestellt hatte, daß Ley de mit Graf Bülow eine Wohnungsfrage, die Frage der Armenverwaltung, die Steuer- fchiedenen Fabriken, wo die Arbeiter die Forderung gestellt haben, Unterredung gehabt habe. Diese nicht direkt ausgesprochene, aber frage und andre Verwaltungsfragen bildeten die Hauptpunkte ist bereits die Freigabe des 1. Mai ohne weiteres bewilligt worden. dem Leser mit unverkennbarer Absicht nahegelegte Annahme erfährt Tagesordnung. Es handelt sich dabei hauptsächlich um den Aus- Es wird darauf eine Resolution angenommen, in welcher die Er- im Hamb. Korresp." ein entschiedenes Dementi. Dem Blatt wird tausch von in der Praxis gewonnenen Ansichten, und hierüber wurden wartung ausgesprochen wird, daß Maßreglungen von Arbeitern, welche anscheinend offiziös telegraphiert: denn auch allerhand interessante Referate erstattet. Eine lebhafte den 1. Mai durch Arbeitsruhe feiern, nicht unternommen werden. Debatte verursachte das Thema„ Schwierigkeiten einer Arbeiter Die Versammlung verpflichtet die Kollegen, den mehrheit". Bekanntlich haben seit einigen Jahren in Westham bei 1. Mai durch vollständige Arbeitsruhe in allen London die Socialisten und Gewerkschaftler die Mehrheit im Fabriten und Wertstellen au feiern. Jeder Kollege Gemeinderat, und da im ersten Uebereifer verschiedene Fehler ge- hat die Pflicht, am 2. Mai zur festgesezten Arbeitszeit die Arbeit macht wurden, hat sich gegen sie eine Kombination aller nicht wieder aufzunehmen. Für Kollegen, welche wegen Buspätkommen socialistischen Parteien und Gruppen gebildet, der selbst sehr weit entlassen werden, tritt die Organisation nicht ein. nach links stehende Socialreformer angehören. Wie der( Arbeiter-) Am 1. Mai vormittags 10 Uhr findet im Schweiger Garten" Erkundigung an maßgebender Stelle erfahre, indeffen nicht der Fall Gemeinderat Godbold von Westham ausführte, bestand eine eine Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter gewesen. Zwischen dem Grafen Bülow und Dr. Leyds sowie dessent der Schwierigkeiten in Westham darin, eine arbeiterfreundliche und Arbeiterinnen statt. In der Versammlung werden an die Freunden hat keinerlei Verkehr stattgefunden. Dagegen haben die Politik in Bezug auf die Angestellten mit der Stärkung des Pflicht- Feiernden Marken verausgabt, die gleichzeitig zur Kontrolle dienen. Testeren den deutschen Generalkonsul v. Herff in Mailand aufgesucht, bewußtseins dieser zu vereinen; ein Teil der Angestellten sei da Hierauf referierte Lantau über die Lohnbewegung der Schoß- und dieser hat ihren Besuch erwidert. Dieser Austausch von Höflich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dabei würden an Arbeiter- arbeiter. Den Ausführungen des Referenten und denen der zahlreichen feiten hat jedoch mit der Politik nicht das mindeste zu thun. vertreter höhere Anforderungen hinsichtlich Leistungen und Auf- Diskussionsredner war zu entnehmen, daß trotz der andauernd günstigen Letzte Meldungen. führung gestellt, wie an andre Vertreter. Man erwarte von ihnen, Geschäftskonjunktur sich die Lage der Schoßarbeiter nicht verbessert, London, 18. April. Evening Standard" meldet, Warren set daß fte„ die reinen Engel" seien, und wenn Die durch den 1896er Streit feftabberufen. Das Kriegsamt lehnt es ab, hierüber Auskunft zu einmal fondern eher verschlechtert hat. ein Einzelner sich einen Verstoß zu Schulden lommen lasse, gelegten Tarife werden häufig zu Ungunsten der Arbeiter durch geben. werde es fofort der ganzen Partei zur Last gelegt. brochen. Der Verdienst beträgt trotz der 14 bis 16 stündigen und Wohnungsfrage in England. Berlin, 17. April. Die Thatsache, daß sich Staatssekretär Graf Bülow auf der Durchreise nach Ballanza, wo er seinen erkrankten Bruder besucht, zufällig gleichzeitig mit dem Vertreter der südafrikanischen Republit, Dr. Leyds, und der Gesandtschaft Transvaals und des Oranjefreistaats in Mailand befand, hat zu der Behauptung Veranlaffung gegeben, daß die Herren aus Südafrika von dem Staatssekretär empfangen worden feien. Dies ist, wie ich auf Hinsichtlich der Wohnungsfrage ward allgemein deren noch längeren, anstrengenden Arbeitszeit in schlechten Arbeitsräumen Tehte Nachrichten und Depeschen. 0 Zusammenhang mit der Frage des städtischen Bodenrechts be nur 12, 15 und 20 m. Nur die Schuhmacher in den besten Auffig, 18. April.( B. H.) Bei Nettersiz und Böfig fanden tont, vor deren Lösung vielerorts eine ersprießliche tommunale Friedrichstädtischen Geschäften erzielen einen Wochenlohn von 22 bis Hausungspolitit nicht möglich sei. Glasgow selbst ist bekannt wegen 24 M. durchschnittlich. Die erbärmlichen Verhältnisse veranlaßten neuerdings größere Erdrutschungen statt, welche umfassende feiner energischen Maßregeln auf diesem Gebiet. Es hat Millionen die Schuhmacher immer mehr, sich der einigermaßen geregelten Sicherheitsmaßregeln erforderlich machen. über Millionen für Niederreißung bon Slum Häusern Fabrikarbeit zuzuwenden. Nach einer langen Distuffton gelangte New York, 18. April.( W. Z. B.) Außer der gemeldeten Ers und den Bau guter Wohnungen und Logierhäuser für folgende Resolution zur Annahme:" Die Versammlung erklärt, mordung eines Sergeanten durch einen unbekannten Mann ist kein Arbeiter ausgegeben. fei, erklärte der Gemeinderat bei einem späteren Vorgehen an erster Stelle die Forderung Blutvergießen am Crotonflusse vorgekommen. 500 Mann Truppen B. G. Stewart von Glasgow, in diesem Punkt um 20 Jahre vor Errichtung, von Betriebswerkstätten" Eine Anzahl nen engagierter zu fezen. find jetzt an Ort und Stelle. London voraus; gegen seine Häufer feien die von Westham reine ber Berliner Kollegenschaft wird es zur Pflicht gemacht, für diese Arbeiter arbeiten heute unter militärischem Schute. Die Zahl der Mausefallen. Und doch ist es, führte dieser Delegierte aus, äußerst Forderung in Zukunft voll und ganz einzutreten." Außerdem wurde ausständigen Italiener beziffert sich auf etwa 1000. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 90. 17. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 19. April 1900. des Umzugs erfüllt hat; für Einführung dieses Unterstügungszweigs ergab. Der VerbandsEin andrer Teil Die Arbeitslosigkeits- und Arbeits Verband der in Buchbindereien 2c. beschäftigten Arbeiter vorstand hat deshalb Bedenken getragen, auf Grund dieses Abstim- Der erste Verbandstag der Lithographen, Chemigraphen mungsresultats den Beschluß zur Durchführung zu bringen. Von und Arbeiterinnen Deutschlands. einem Teil der Delegierten wird der Vorstand deshalb angegriffen: und zeichnerischen Reproduzenten Deutschlands In der Dienstags- Sizung wurde auf Antrag der ganz gleich, ob die Majorität klein oder groß war, so hätte dem wurde am 16. und 17. April in Leipzig in Schloß Nitterstein" ab Revisionskommission dem Verbandstassierer Decharge erteilt. Dann Beschluß Rechnung getragen werden müssen. beriet der Verbandstag die näheren Bestimmungen bezüglich der der Delegierten tadelt den Vorstand dagegen, daß er diese Frage gehalten. Es sind 16 Delegierte erschienen, die 13 Städte vertreten. Arbeitslosen- Unterſtützung und beschloß, daß, wie bisher, die Unter- überhaupt noch einmal auf die Tagesordnung gesezt habe. Eine Aus Wiesbaden und Heilbronn sind schriftliche Berichte eingegangen. Waldmann- Leipzig giebt den Bericht des Vorstands; er schildert ausſtützung vom vierten Tage der Arbeitslosigkeit, bei Maßregelung Anzahl von Vertretern, die sich als überzeugte Anhänger der Waldmann- Leipzig giebt den Bericht des Vorstands; er schildert ausdagegen vom ersten Tage an gezahlt wird. Arbeitslosen- Unterstützung bekennen, erklären, daß sie angesichts der führlich die Entstehung und Entwicklung der Organisation, die jezt eine Mitgliederzahl von 650-700 erreicht hat, und kommt auf die Als neuer Unterstützungszweig im Verbande wurde die Ge- augenblicklich noch starken Gegnerschaft gegen diese Unterstützung einzelnen durch den Verband errungenen Vorteile zu sprechen. Einer währung von Umzugsfosten durch Annahme des folgenden, jetzt noch nicht für dieselbe stimmen können. Diese Vertreter geben Ausgabe von 1761,30 M. steht eine Einnahme von 4157,21 M., darvom Verbandsvorstand gestellten Antrags beschlossen: der Meinung Ausdruck, daß die Annahme des Dresdener Antrags Umzugskosten an verheiratete männliche Mitglieder, welche betreffend Errichtung eines Central- Arbeitsnachweises ein gutes unter 1779,95 M. für die Unterstützungskasse vereinnahmte Gelder, anderweitig in ein Arbeitsverhältnis treten, dürfen nur mit aus- Mittel sei, eine Umstimmung der Mitglieder zu Gunsten der gegenüber, so daß ein Gesamtvermögen von 2395,85 M. vorhanden ist. Das Verbandsorgan erscheint monatlich in 2000 Exemplaren. drüdlicher Genehmigung des Verbandsvorstands gewährt werden: Arbeitslosen- llnterstügung herbeizuführen. Ju namentlicher Abder Statuten eingetreten. a) wenn das die Unterstügung nachsuchende Mitglied mindestens ſtimmung erklären sich sodann 18 Delegierte gegen, 12 Delegierte Nach Entgegennahme der Situationsberichte wird in die Beratung Es wird beschlossen, den Titel zwei Jahre dem Verband angehört und 104 Wochenbeiträge geleistet für die sofortige Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung. Dagegen des Verbands umzuändern in: Verband der Lithographen, fowie feine Verpflichtungen dem Verband gegenüber bis zum Tage der Verbandsvorstand beauftragt wird, im Juni 1901 nochmals eine verbe thätigen Zeichner. Neben einer Erhöhung der Wochenwird mit 17 gegen 11 Stimmen ein Antrag angenommen, wonach Kartographen, Chemigraphen und der im graphischen Ge b) wenn der neue Aufenthalts- bezw. Wohnort mehr wie 25 Kilo- Urabstimmung vorzunehmen und falls dieselbe die Annahme der beiträge von 20 auf 30 Pf. wird noch die Arbeitslosen- Unterſtügung meter von dem feitherigen entfernt ist; Arbeitslosen Unterstützung ergiebt, dieselbe vom 1. Januar 1902 ab erhöht und Reise- Unterstützung sowie Umzugsentschädigung an Ber c) wenn das die Unterstüßung nachsuchende Mitglied in den dem einzuführen. Gesuch vorausgegangenen 52 Wochen eine gleiche Unterstützung nicht Die Anträge auf Einführung von Kranken- Unterstügung werden heiratete bei Ueberfiedlung an einen andren Wohnort neu eingeführt. erhalten hat. Die Höhe der Unterstützung wird in allen Fällen, durch llebergang zur Tagesordnung erledigt, desgleichen die Anträge Bei 26- bezw. 52wöchentlicher Mitgliedschaft sollen die Unterstützungen 18-36 M. betragen. unter Berücksichtigung der familiären Verhältnisse, der Entfernung auf Erweiterung des Rechtsschutzes. Am zweiten Verhandlungstage wurde die Statutens der in Betracht kommenden Orte und der Zugehörigkeit zum Ver- Krankheitsstatistik soll in der bisherigen Weise fortgeführt beratung fortgesetzt. Es wurde beschlossen, eine Einteilung der Or band, vom Verbandsvorstand festgesetzt. Dieselbe darf nicht unter werden. Verheiratete Mitglieder, welche 20 M. und nicht über 40 m. betragen. Gesuche um Gewährung lofigkeit oder Maßregelung den M. Wohnort wechseln müssen, ganiſation in Gaue vorzunehmen; das Verbandsorgan soll wie bisher monatlich erscheinen, jedoch wird der Vorstand von Umzugskosten müssen durch Vermittlung der Lokalverwaltungen fönnen Umzugsunterſtüßung bis zur Höhe von 36 M. bewilligt er ermächtigt, bei wesentlicher Erhöhung der Mitgliederzahl das bezw. der Gaubevollmächtigten an den Verbandsvorstand gestellt halten. Auch beschließt die Generalversammlung eine namhafte Er ermächtigt, bei wesentlicher Erhöhung der Mitgliederzahl das selbe öfter erscheinen zu lassen. Verbands Der Siz des werden und find hierzu die von demselben ausgegebenen Formulare höhung der Reise- Unterstützung sowohl im Einzelfall als auch im wird von Leipzig nach Nürnberg und der Sitz des Ausschusses nach Halberstadt verlegt. Der Verbandstag wählte hierauf Herbst- Nürn wird ein Antrag angenommen, welcher eine zwedmäßige Einteilung des Verbandsorgans. Letzterer foll, als Entschädigung pro Nummer Bei der Beratung der auf die Agitation 2c. bezüglichen Anträge berg zum Verbandsvorsitzenden und Günther- Leipzig zum Redacteur der Agitationsbezirke verlangt. Alle andren hierauf bezüglichen, 25 M. erhalten; dem Verbandsvorsitzenden werden 450 M. und dent zahlreich vorliegenden Anträge, insbesondere auf Erweiterung der Be- Kassierer 150 m. pro Jahr als Entschädigung überwiesen. GüntherDer Verbandstag wolle beschließen, den Verbandsvorstand zu fugnisse der Agitationstommiffion, werden abgelehnt. Leipzig referiert hierauf über die Haltung des Verbands zur Gewert beauftragen, statistische Erhebungen zu veranlassen, inwieweit unfre schaftsbewegung im allgemeinen und insbesondere zum Verein der Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Ventilation, Staub und sonstige Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands. Die Sachen dazu beitragen, daß in unsrem Gewerbe die LungenschwindAusführungen des Redners find dahin zusammenzufassen, daß indem 64 Proz. das fucht in so hervorragender Weise volte die selbständige Berufsorganisation beste Mittel zur daran zu Grunde gehen. Das gesammelte Material ist alsdann Der Deutsche Holzarbeiter Verband trat heute zu feiner Aufklärung unter den Lithographen sei, mit dem Verbande der dem Verbandsvorstand zur geeigneten Verwendung zu überweisen. dritten Generalversammlung zusammen. Anwesend find 80 Dele- Lithographen und Steindrucker müsse aber eine Verständigung herbeiDer Antragsteller Schneider- Berlin führte zur Begründung gierte und nehmen als Vertreter des Auslands Starot vom geführt werden, er fordert überall den Anschluß an die Ge feines Antrags aus: Die Orts Krankenkasse der Buchbinder in oftreichischen Holzarbeiter- Verband, Petersen von der Gewerkschaft wertschaftskartelle und wünscht, daß auch der Auschluß an die 1893 von 70 Sterbefällen 43 durch der Bautischler in Kopenhagen und Christensen vom dänischen Generalfommission in die Wege geleitet werde. Einstimmig wird 1897 von 52 28, 1898 von 65 42, 1899 von 54 Todesfällen 36 an und Glode beſtimmt. Nach Erledigung einer Reihe geschäftlicher nationalen Lithographenkongres zu beschicken und wird GüntherSchwindsucht. Die Ursache dieser hohen Sterblichkeit an Lungen- Angelegenheiten wurde in die Tagesordnung eingetreten und zunächst der Leipzig hierzu als Delegierter gewählt. Es folgen noch einige schwindsucht ſei in den schlechten hygienischen Verhältnissen, die in Bericht des Vorstands entgegengenommen. Wir haben bereits einen Auszug Referate über die Verhältnisse im Berufe, über das Lehrlingswesen den meisten Buchbinder- Werkstätten herrschen, zu suchen. Es sei notwendig, daß ähnliche Verordnungen, wie sie zum Schuße der aus dem gedruckt vorliegenden Kaffen- und Vorstandsbericht gebracht, und über Haus- und Privatarbeit. Der Verbandstag stimmt durch Kloß fügte ihm noch einige Erläuterungen hinzu. Redner empfahl, Amahme diesbezüglicher Resolutionen den Ansichten der Referenten Arbeiter in Buchdruckereien erlassen sind, auch für die Buchbinder besonders vorsichtig in der Wahl der Gauvorstände zu sein, da zu, wonach Mittel und Wege geschaffen werden sollen, um vorWerkstätten festgesetzt werden. ihnen bei Streifs eine große Verantwortlichkeit überlassen bleibe. herrschende Mißstände zu beseitigen. Mit einem Hoch auf die Ferner wurde die Anstellung eines dritten Verbandsbeamten Es müssen Leute gewählt werden, die den Mut haben, auch eventuell Organisation und auf die moderne Arbeiterbewegung werden abends beschlossen, und demselben die Redaktion der Buchbinder- Zeitung" den Kollegen zu sagen: Ihr habt eine Dummheit gemacht! Bon 1/28 Uhr die Verhandlungen geschlossen. übertragen. Den Siz des Vorstands und der Redaktion beließ man den Gauvorständen sei nicht immer in geschickter Weise bei Verin Stuttgart und verlegte den Ausschuß von Hannover nach Berlin. mittelungen eingegriffen. Redner besprach dann den Streit in Als Verbandsvorsitzender wurde Dietrich, als Staffierer Hauzu benutzen. Die vom Verbandsvorstand beantragte Gewährung von Sterbe geldern wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Nachdem eine große Zahl von Anträgen zum Statut erledigt waren, gelangte folgender Antrag zur Annahme: Jahresmarimum. Verbandstag des Deutschen Holzarbeiter- Verbands. Nürnberg, 16. April 1900. Berlin verzeichnet im Jahre 69 47, 1895 von 76 47, 1896 von 60 38. Tischlerverband teil. Zur Leitung der Verhandlungen wurden Kloß hierauf beschlossen, den im August d. J. in Paris tagenden interLungenschwindsucht, 1894 von 69 eisen wiedergewählt. Die Wahl des Redacteurs fiel auf Georg Schmidt- Berlin. Dem bisherigen Vorstand und dem Ausschuß wurde Decharge er teilt. Der Zahlstelle Berlin bewilligte man aus der Verbandskasse einen jährlichen Zuschuß von 500 M. zu den Bureautosten. Als Demonstration gegen diesen Beschluß stellten nun die Dele gierten von Hamburg und Dresden ebenfalls Anträge auf Bewilligung von Zuschüssen, die sie aber wieder zurückzogen, nachdem einige Berliner Delegierte erklärt hatten, sie würden unter diesen Umständen auf die Annahme der 500 m. verzichten. Berlin und verirat die Auffassung, daß unter der finanziellen Leistungsfähigkeit des Verbands die Einigungsvorschläge angenommen werden mußten, der Erfolg des Streits auch kein geringer gewesen sei. Es sei allerdings betrübend, daß zur Verteidigung unsrer Stellung es nötig war, so rückhaltlos über die Kassenverhält nisse zu sprechen. Man möge bedenken, daß der Vorstand nur im Intereffe der Organisation und der Arbeiter feine Entscheidung treffe. 1. General- Versammlung des Verbands der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter und Unteraugestellten. Sonntag, den 15. April. Die Verhandlungen finden zu Berlin in den Borussia- Sälen", Aderstr. 6-7, statt. Anwesend sind 32 Delegierte. Die General Kommission ist durch Legien- Hamburg vertreten. Von der socialIn der Diskussion wandten sich die Delegierten aus Leipzig demokratischen Fraktion des Berliner Stadtverordneten- Kollegiums gegen die Weisung des Vorstands entsprechend den Beschlüssen der ist Hinge und Bruns erschienen. Der Berliner Magistrat, welcher Generalfommission die Vertreter vom Leipziger Gewerkschaftsfartell auch seitens des Verbandsvorstands zu den Verhandlungen eingeladen Die Dienstagssigung hatte von 1/29 Uhr morgens bis 1/211 Uhr zurückzuziehen. Dieser Weisung ist man von seiten der Leipziger wurde, hat darauf geantwortet, daß er von der Abori ung von BerHierauf erhält der Verbandssekretär nicht nachgekommen. Die Redner Holzarbeiter aus Ber tretern Abstand nehmen muß. Bahlstelle Leipzig vertraten den Standpunkt des Kartells, das Br. Pörsch das Wort, um den Geschäftsbericht zu geben.- Nach bekanntlich die Buchdrucker wegen ihrer Stellung zur Tarif- demselben wurde der Verband am 1. Oktober 1896 infolge eines gemeinschaft von der Vertretung ausschloß. Man habe nicht allein Berliner Gasarbeiter- Streits gegründet. Durch seine Thätigkeit wegen dieses Umstands die Buchdrucker ausgeschlossen, sondern wegen wurden in Charlottenburg, Schöneberg, Schmargendorf. Kixdorf, ihrer ganzen Stellung zur Arbeiterbewegung. Die Buchdrucker haben Hamburg, Erfurt, Königsberg i. Pr. und Mannheim Filialen ge den Lokalboykott nicht geachtet und die Schreibweise des Herrn gründet. Ferner famen durch die Unterstützung der gewerkschaftRerhäuser vom Correspondent" habe eine erbitterte Stimmung lichen Kartelle in Magdeburg, Mainz, Pforzheim und Stuttgart hervorgerufen. Es sei die ganze untaftische Haltung der Buchdrucker Berwaltungsstellen zu stande. In Berlin wurden durch den Verbandsgegen die Arbeiterbewegung, die die Stellungnahme der Holz- vorstand die Kanalisations, die Wafferwerks- Arbeiter, die Des abends gedauert. In der Mittwochssitzung fanden verschiedene Anträge formaler Natur ihre Erledigung. Der Verbandsvorstand wurde beauftragt, in jedem Jahre einen Bericht über Thätigkeit und Lage der Organiſation zu veröffentlichen. Zum Vorsitzenden des Ausschusses wählte man Schulze= Berlin. Um 12 Uhr mittags war die Tagesordnung erledigt, und wurde der Verbandstag durch den Borjizenden Schmidt Berlin geschlossen. Bierte Generalversammlung des Verbands der Sattler arbeiter in Leipzig rechtfertige. Gegen diese Begründung wieſen infektore, Markthallen- Arbeiter, Laternen- Anzünder, die Arbeiter des und verwandter Berufsgenossen. 3 weiter Verhandlungstag. Umbreit, Leipart und Röste darauf hin, daß nur Schlacht und Viehhofs und die des städtischen Holz- und Kohlendie Tarifgemeinschaft die Gründe für den Ausschluß der plages, der Revier- Inspektionen und des Röhrensystems organisiert. Buchdruder abgeben mußte. Das Leipziger Kartell steht Auch in den Vororten Tegel, Lichtenberg und Friedrichshagen wurden mit seinem Beschluß im Gegensatz zu den Beschlüffen des Filialen gegründet. Versuche, die Berliner Straßenreiniger für die Frankfurter Gewerkschaftskongrefies, der beschlossen habe, daß die Bewegung zu gewinnen, sind gescheitert. 1899 schlossen sich die Stellung zur Tarifgemeinschaft kein Grund ist, die Zugehörigkeit Orte Dresden, Leipzig, Halle a. S., Karlsruhe und Bremen dem zum Kartell abzuerkennen. Die Generalfommission habe deshalb Verband an. Die 1. Nummer des Fachorgans„ Die Gewerkschaft" erschien am mit Recht verlangt, daß die Vertreter zum Kartell in Leipzig zurüdgezogen werden müssen, wenn nicht andrerseits die Buchdrucker 1. Januar 1897 und zwar in der ersten Zeit monatlich einmal, dann vieder in das Kartell aufgenommen werden. Eine Resolution, die alle 14 Tage. Die Auflage beträgt gegenwärtig 4600 Gremplare.das Verhalten der Leipziger Holzarbeiter berechtigt hält, wurde mit Die Regelung des Unterstüßungswesens sei nach dem Statut den Filialen überlassen. Einzelne haben daher verschiedene Unterstügungsgroßer Majorität abgelehnt. Die Rechnungs- Prüfungsfommission beantragt die DechargeErteilung für Hauptvorstand und Ausschuß, welchem Antrag einstimmig zugestimmt wird. lleber das Submissionswesen bei Vergebung der Militärarbeiten referiert asien bach. Derfelbe empfiehlt, daß nunmehr nach der Aufhebung des Verbindungsverbots sich der Verband die Petitionen zu eigen macht, die bon früheren Sattlerlongreffen an die verschiedenen Kriegsministerien und sonstigen Behörden abgeschickt worden sind. Wenn jezt die Organisation die Angelegenheit in die Hand nimmt, dann wird den Behörden der Vorwand genommen, die Petitionen zu ver Die weiteren Verhandlungen drehen sich um die Streits und die zweige eingeführt. Diese zahlten an Krantenunterstützung 6105,78 m., werfen, weil dieselben von unbekannten Sattlergesellen" ausgehen. Taktik zu denselben. Dabei wurde Beschwerde geführt über Nicht- an Sterbegeld 725 M. und an sonstigen Unterstützungen 172,55 M. Der Antrag wird einstimmig angenommen, ebenso ein weiterer genehmigung einiger Streits seitens des Vorstands. Man behauptete, Seit dem 2. Quartal 1899 sei der Verband der General. angeschlossen. Die Stellung, welche die Antrag, der besagt, daß eine von der Gesamtheit der Militärsattler zu wählende Generalfommission gemeinsam mit dem Verbandsvorstand würden, der Vorstand greife sofort ein und bremse immer bei Lohn- städtischen die Regelung und Aufbesserung der Arbeitsverhältnisse in die Hand bewegungen, oder suche sofort auf Verhandlungen zu drängen. Dem- hänge in der Regel von der dominierenden politischen Partei innerzu nehmen hat. gegenüber wurde vom Vorstand dargelegt, daß thatsächlich verschiedene halb der Gemeinde ab. Konservative Stadtverwaltungen treten Sodann tritt die Versammlung in die Beratung der die Gründung Streits nicht genügend vorbereitet waren und ein Eingreifen des direkt gegen den Verband auf, während man in Städten, wo der eines Industrieverbands, bezw. die Kartellierung mit ver- Vorstands bei einigen Lohnkämpfen dringend notwendig war, denn Liberalismus oder das Centrum herrschend ist, ihn duldet. Jedoch wandten Berufsorganisationen bezwedenden Anträge. Für die die Weiterführung hätte nur zwecklos Kiaft und Geld verschwendet. sei auch in diesen Orten ein schwerer Stampf mit den VerwaltungsGründung eines Industrieverbands traten nur vereinzelte Delegierte Kloß gab in seinem Schlußwort eine interessante Uebersicht über beamten zu führen, die meistens der Organisation feindlich gesinnt ein. Gerade die günstigen Erfahrungen, die in einzelnen Orten mit die Verwendung der Mittel nach Größe der Zahlstellen. Im Jahre sind. Dem entsprechend seien auch in der verflossenen Geschäftszeit von Maßregelungen vorgekommen. der Einrichtung von Fachsektionen gemacht worden sind, sprechen am 1895 gab es im ersten Quartal 15 Orte, die einen Vierteljahrsbeitrag eine ganze Reihe meisten Filialen wären die Mitglieder in Lohn meisten gegen die Verschmelzung zu cinem Industrieverband. von über 500 M. aufbrachten; diese erhielten für Streits eine Unter den Den bewegungen eingetreten, welche vielfach von Erfolgen gekrönt Dagegen wurde allgemein der Abschluß von Startellverträgen in erster ſtügung, die 43,2 Proz. ihrer Beitragsleistung ausmacht. In Mannheim allein muß heute die Stadt 133 150 m. Linie mit der Tapezierer- Organisation, in weiterer Linie auch mit mittleren Zahlstellen, die Vierteljahrsbeiträge von 200-500 M. auf waren. den Lederarbeitern befürwortet. Hierzu beantragt der Delegierte des brachten, wurde eine Streifunterstügung von 43 Proz. ihrer Leistung mehr an Lohn zahlen als früher, wo eine Organisation noch nicht Tapeziererverbands, Leo Schmidt, die Vorstände und Ausschüsse der gewährt. Die fleinen Zahlstellen haben 32,4 Broz. ihrer Beiträge bestand. beiderseitigen Organisationen mit der Abfassung eines Kartellvertrags als Streikunterstüßung zurückerhalten. Danach stehen die kleinen zu beauftragen, in welchem namentlich eine Regelung bei Lohn- Bahlstellen keineswegs so schlecht, als angenommen wurde, denn zum 31. Dezember 1899 30 753,28 M., die Gesamtausgabe bewegungen und ein Zusammenwirken der beiden Berufe in fleineren man müsse bedenken, daß diese kleinen Zahlstellen, die erst in der 23 365,04 M. Der Verbandsvorstand gab z. B. für das Fachorgan für Agitation 1312,25 M. und für Gehälter Orten angebahnt wird. Die standinavischen Vertreter geben ihrer Entwicklung seien, bei Streits vielfach gar nicht in Betracht kommen. 5016,60., Verwunderung darüber Ausdrud, daß eine folche Debatte überhaupt Beschlüsse zu diesem Punkt der Tagesordnung wurden nicht gefaßt. 2639 M. aus.- Welche Fortschritte der Verband gemacht habe, benoch notwendig sei. Ihre Heimatorganisationen machten keine Bei Besprechung über die Entwicklung des Verbands wurde weisen folgende Zahlen: Unterschiede zwischen Mitgliedern der beiden deutschen Organisationen. vielfach der Wunsch ausgesprochen, daß der Vorstand nicht allzu Bei der Abstimmung wird der Antrag auf Gründung eines Industrie- peinlich den Grundsatz durchführt, Arbeiter aus andren Berufen, für berbands mit großer Mehrheit abgelehnt, ebenso ein Antrag Branden- die eine Berufsorganisation besteht, den Eintritt und das Verbleiben burg auf Verschmelzung mit dem Verband der Tapezierer; in den Verband abzulehnen. Es gäbe Verhältnisse an Orten, wo desgleichen der Antrag auf Abschluß eines Gegenseitigkeits- Bertrags folche Berufe schivach vertreten sind, die eine Aufnahme dieser Arbeiter In der hierauf folgenden Diskussion bemängelt David Berlin mit dem Verband der Lederarbeitet. Einstimmig angenommen gerechtfertigt erscheinen lassen. Allerdings sollen in allen übrigen wird dagegen der Antrag Schmidt. Das Wort„ Tapezierer" wird Fällen die Arbeiter andrer Berufe auf ihre Organisation hingewiefen ben ohne Zustimmung der Mitglieder vollzogenen Anschluß an die aus dem Titel des Verbands gestrichen. werden. Der Vorstand vertrat demgegenüber eine ftritte Junehaltung Generalfommission. Es die Beratung der Anträge, die sich auf die Arbeits- der Vereinbarungen zwischen den einzelnen Verbänden, die dahin lofen, Reise, Kranken- und Umzugs- Unterſtüßung beziehen. Den gehen, strenge Ablehnung solcher Aufnahmen durchzuführen. Ein größten Raum der Generaldiskussion nimmt die Debatte über die Antrag, der in dieser Handhabung der Geschäfte eine Aenderung Ueber dieselbe hat bereits eine Ur- eintreten ließe, war nicht.gestellt. Arbeitslosen- Unterstügung ein. abstimmung im Verband stattgefunden, die eine sehr geringe Majorität daß die kleineren Zahlstellen in ihren Lohnbewegungen zurückgesetzt kommission Behörden gegenüber dem Verbande einnehmen, Der Gesamteinnahme des Verbands betrug vom 1. Oftober 1896 1898/99 1896/97 1897/98 Filialen 10 Mitglieder 934 Filialen 21 32 Filialen Mitglieder Mitglieder 3479 1601 Nachmittagssigung. Die Diskussion über den Geschäftsbericht wird fortgesetzt und werden im allgemeinen Einwände betreffs der Thätigkeit des Verbandsvorstands nicht gemacht, worauf derselbe einstimmig Decharge erteilt erhält. " Ueber den 3. Punkt der Tagesordnung Die Lage der amis des Innern angeregt, daß die Kommiffion für Arbeiterſtatiſti Vierte Außerordentliche Generalversammlung des Verbands städtischen Arbeiter und ihre Forderungen an die sich mit der Lage der Bergarbeiter beschäftigen möge. Thatsächlich Gemeindebehörden" referiert der Verbandsvorsitzende wenden die Bergämter unfren Forderungen jest mehr Aufmerksam der im Vergolder- und verwandter Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Brandenburg a. H., den 17. April 1900. 3 weiter Verhandlungstag. Die Debatte über die gedrudt vorliegenden Situationsberichte wird fortgesetzt, diefelbe bietet wenig von allgemeinem Interesse. Der dritte Punkt der Tagesordnung betrifft einen Antrag der Filiale Köln auf Anschluß an den Holzarbeiter- Verband. Brechtel Köln begründet den Antrag. 9. Fiebig. Er unterbreitet dem Verbandstag eine Reihe Forderungen feit zu als früher, namentlich wird auf strenge Innehaltung welche den Filialen als Richtschnur bei ihrem zukünftigen Vorgehen der bergpolizeilichen Vorschriften gedrungen. Die sächsischen dienen sollen. Danach soll von den städtischen Behörden verlangt Berginspektoren berichten den Thatsachen entsprechend nicht, werden, die Gewährung eines auskömmlichen Lohns, die Einführung denn die Beamten haben selbst keinen genügenden Einblick in des 9 stündigen Arbeitstags, eines wöchentlichen Ruhetags. Außerdem die Betriebe. Jezt hat man in Sachsen angeordnet, daß bei find Forderungen gestellt, welche fich auf die Ueberzeit längerer Arbeitszeit als 12 Stunden bergamtliche Genehmigung er arbeit, Kündigungsfristen, Accordarbeit, Strafen Versiche- forderlich ist. Versiche forderlich ist. Wer soll aber genaue Kontrolle üben? Wer soll aber genaue Kontrolle üben? Es ist im rung bei Krankheits- und Unglücksfällen, Arbeiter Ausschliffe, Reichstage eine Resolution angenommen worden, welche das Verbot Arbeitsordnungen, Arbeitsnachweis, Altersversorgung, die Wohnungs- der Frauenarbeit und eine Einschränkung der Arbeitszeit in den frage, hygienische Fürsorge 2c. beziehen. Binkhütten fordert. Einigen Erfolg hat die Resolution schon geFerner beschließt die Generalversammlung, im nächsten Jahr zeitigt. Man sträubt sich nicht gegen ein Reichs- Berggesez an sich, Für den Anschluß sprachen nur noch Godel Köln und einen Kongreß der Gasanstalts- Arbeiter einzuberufen, der die Lage will aber die reaktionären Sonderbestimmungen beibehalten. Wir Steenbock- Stendal; bekämpft wird der Antrag von Schnorre, derselben und ihre Forderungen im speciellen behandeln soll. aber verlangen eine reichsgesetzliche Regelung der Berhältnisse der Späthe und Strüger Berlin, Schweiger und HirschnaglFerner erhält der Verbandsvorstand den Auftrag erteilt, die be- Bergarbeiter, namentlich die gesegliche Festlegung der Achtstunden- München, sowie einigen weiteren Rednern. züglich der Lage der städtischen Arbeiter gefaßten Beschlüsse als schicht. Die Abstimmung über den Antrag ist eine namentliche, sie ers Broschüre mit näheren Erläuterungen herauszugeben. Pokorny fritisiert das Verhalten der Braunkohlenwerke und giebt die Ablehnung desselben mit 13 gegen 2 Stimmen. Hierauf wird die Nachmittagssigung geschlossen. betont, daß es an der Zeit sei, daß das Mansfelder Revier endlich Der Punkt 4a der Tagesordnung betrifft das Untereinmal aufhöre, einen Staat im Staat zu bilden. Nahezu 800 Kinderst i tungswesen. Hierzu liegt ein Antrag auf Einführung werden im Mansfelder Bergbau noch ausgebeutet. Im Meuselwitzer der Arbeitslosen Unterstützung von Leipzig vor. Nach Revier ist die Behandlung der Arbeiter miserabel. Dort hat man langer erregter Debatte wird schließlich in der Nachmittags= die Gemaßregelten sogar vom Bahnbau, wo sie Arbeit gefunden figung die Einführung dieses Unterstügungszweiges in nament hatten, vertrieben. Zhu, Redner, hat man behördlich verhindert, im licher Abstimmung mit 9 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Meuselwiger Revier in Versammlungen zu reden. Hue fonstatiert, Zum Unterstützungswesen werden noch folgende Anträge anAm letzten Verhandlungstage wurde zunächst ein Antrag ab- daß die Nuhrgruben eigentlich noch die besten sind. Die gelehnt, den„ Textilarbeiter" in Regie des Verbands zu übernehmen, Resolution betreffend Nichtanlegung fremdländischer Arbeiter entdesgleichen alle übrigen die Presse betreffenden Anträge. An- springe keineswegs dem Chauvinismus, es soll mur vermieden werden, genommen wird ein Antrag der Filiale Görlig, wonach in Zukunft daß Arbeiter Ortsälteste sind, die nicht deutsch und deshalb mit die befoldeten Beamten durch die Generalversammlung gewählt ihren Lenten sich kaum verständigen können. Darin liegt eben die werden sollen, ebenso ein Antrag der Filiale Apolda, den befoldeten außerordentliche Gefahr im Bergbau. Im Ruhrgebiet sind AusVerbandsbeamten jährlich einen vierzehntägigen Erholungsurlaub länder, die bis zu 20 Jahren beschäftigt waren und Beiträge bezahlt unter Fortbeziehung der Gehälter zu gewähren, ferner ein solcher hatten, als„ lästig" ausgewiesen worden, wodurch sie mit einem der Filiale Nowawes, den Centralvorstand zu beauftragen, Material Schlag ihre Ansprüche verloren. Redner fann mitteilen, daß man zu sammeln zur Erringung eines Minimalarbeitslohns, und schließ- fest entschlossen sei, bei einer Krisis zunächst die Organisation aufs lich ein solcher der Filiale Aachen, den Ortsverwaltungen zur Korn zu nehmen, gegen welche dann die Ausländer ausgespielt Pflicht zu machen, eine Arbeitslosen- und Kranken- Statistik zu führen werden sollen. Deshalb ist diese Resolution eingebracht worden. und diese der Centralverwaltung zur Verfügung zu stellen. Die Damit endet die Debatte. Die nachstehenden Resolutionen Neuwahlen der Ortsverwaltungen sollen im Monat Dezember vor- werden einstimmig angenommen: genommen werden. Fünfte Generalversammlung des Verbands der Textilarbeiter Deutschlands. Gößniz, 15. April 1900. II. Die Generalversammlung ernenert die bereits früher gestellte Forderung, betreffend Einführung eines deutschen ReichsBerggesetzes. genommen: Hinterbliebene des Mitglieds, das drei Jahre dem Verband an gehörte, erhalten bei eintretendem Tod desselben eine Beihilfe zu den Begräbniskosten in Höhe von 30 M. Stirbt einem solchen Mitglied die Frau, so erhält dasselbe eine Unterstützung von 20 M. Die Reise- Unterstützung in der statutenmäßigen Höhe soll gezahlt werden, gleichviel, ob es sich um Fuß oder Bahnreisen handelt. Juzwischen ist Legien Hamburg eingetroffen. Es wird in Der Antrag die Beratung von 4c, Beitragsleistung, eingetreten. Schnorre:" Der Posten des Hauptvorfizenden ist mit dem des Hauptkassierers zu vereinigen und derselbe zu besolden" wird hierbei mit zur Debatte gestellt, ebenso ein Antrag Späthe: „ Deutschland in zwei Agitationsbezirke einzuteilen und in dem südlichen Bezirk einen Ganbevollmächtigten zu ernennen, der ebenso ein bestimmtes Gehalt erhält wie die Beamten des Hauptvorstands." Die Debatte, an der sich verschiedene Redner beteiligten( u. a. empfahl Jensen Kopenhagen, beide Anträge aus Erfahrungen, die man mit diesen Einrichtungen in Dänemark gemacht), wurde um 7 Uhr abgebrochen und die Weiterberatung auf Mittwoch vertagt. Schweizerischer Gewerkschaftskongres. Winterthur, 16. April. Bei herrlichstem Osterwetter trat gestern morgen der schweizerische Gewerkschaftskongreß im Saal des Stadthauses zusammen. Jus Bureau wurden gewählt die Genossen Reimann- Biel, Keßler- Oerlikon als Präsidenten, Sigg- Bürich als deutscher und Salomon- Zürich als franzöfifcher Sekretär, Ryser und Weißhaar- Biel als Ueberleger. Wider alles Erwarten glatt und rasch wickelte sich die Neutralitätsfrage ab. Bocsberger- Zürich referierte namens des Bundeskomitees über die parteipolitische und religiöse Neutralisierung des Gewerkschaftsbundes in kurzer Rede, in der er einen lleberblick über die bisherigen Bestrebungen in dieser Richtung gab, die Forderungen der katholi schen Parteiführer als unberechtigt und unannehmbar zurückwies und das Eintreten in die Beratung des vorliegenden Statutenentivurfs empfahl. Zur Diskussion nahm niemand das Wort, so daß sofort in die Detailberatung eingetreten werden konnte. Der erste grundlegende Artikel des Entwurfs lautet: Art. 1. Gegenüber der umfassenden und starken Organisation der Unternehmer, Industriellen und Gewerbetreibenden ist eine gleich umfassende und starke Organisation der Arbeiterklasse in der Schweiz nötig. Erst dadurch wird sie befähigt: ihr Recht der Mitwirkung bei Aufstellung des Arbeitsvertrags und der Arbeitsbedingungen zu erringen und auszuüben; ihre Lebenshaltung zu wahren und zu heben; ihre sittlichen Güter und ihr Menschenrecht zu verteidigen und zu mehren; am wachsenden Reichtum der Gesellschaft gebührend teilzunehmen und 1. Die Generalversammlung ersucht die Reichsregierung, den In der Nachmittags Sigung wird der von einer Import fremdsprachiger, ausländischer Arbeiter in die Bergreviere zu Kommission ausgearbeitete Entwurf, die Einrichtung einer Kranken- verbieten, da die Unkenntnis der deutschen Sprache im Bergbau die zuschuß- Kasse betr., in Beratung genommen. Der Entwurf will, daß Gefahren desselben wesentlich erhöht. Auch die Rechtlosigkeit der Mitgliedern, die mindestens ein Jahr dem Verband angehören und ausländischen Arbeiter gegenüber den Versicherungskassen( Knapp für diese Zeit Beiträge geleistet haben, im Fall einer durch Strant- schaftstassen) legt es uns nahe, im Interesse der Ausländer, gegen heit verschuldeten Erwerbsunfähigkeit von längerer als einwöchiger die weitere Anlegung derselben au protestieren." Dauer Krankenzufchuß- Unterstützung gewährt werden kann, und zwar bei einjähriger Mitgliedschaft 2 M. auf die Dauer von 6 Wochen, bei zweijähriger Mitgliedschaft 3 M. auf die Dauer von 8 Wochen, bei vierjähriger Mitgliedschaft 3,50 M. pro Woche auf die Dauer von Die Generalversammlung verlangt in erster Linie die reichs10 Wochen. Bei wiederholten Krankheitsfällen, die durch mindestens gesegliche Festlegung der Achtstunden schicht für Berg- und 26 Wochen Arbeitsfähigkeit unterbrochen sind, wird die mehr bezogene Hüttenleute, da die Vorgänge in der bayrischen Landesgesetzgebung Unterstützung bei der Gesamtunterstützung in Anrechnung gebracht. Hat wiederum bewiesen, daß eine landesgesetzliche Regelung der Arbeitsein Mitglied die festgesetzte Gesamtunterstützung bezogen, so fann es zeitdauer aus Konkurrenzrüdfichten nicht zu Stande kommt, obwohl erst wieder nach 52wöchentlicher Beitragszahlung vom Tage der zulegt die traurigen Gesundheitsverhältnisse der Arbeiter gebieterisch gründbezogenen Unterstützung an gerechnet aufs neue Unterstügung erliche Reformen verlangen. Was bei der Schichtzeitfrage zutrifft, ist halten. Die für Kranken- Unterstüßung festgesezten Säße sollen auch auch der Fall bei allen übrigen Fragen des Berg- und Hüttenden Wöchnerinnen gewährt werden. Die Dauer der bisherigen arbeiterschutzes, die wir schon früher behandelten. Mitgliedschaft soll in Anrechnung gebracht werden. In der Voraus Desgleichen ist eine verbesserte Berginspektion in dem Sinne fegung, daß die erhöhten Beiträge mit 1. Juli d. J. erhoben werden, notwendig, daß von Arbeitern aus ihrer Mitte gewählte Hilfssoll die Unterstützung mit 1. Januar 1901 in Straft treten. Der fontrolleure bei der Grubenkontrolle mitwirken und vom Staate Entwurf wird nach lebhafter Debatte angenommen. befoldet werden. Eine längere Debatte entspann sich auch diesmal wieder über Die Generalversammlung fordert ausdrüdlich, daß die berg die Frage der Reise- Unterſtügung. Die Versuche, diese Einrichtung polizeiliche Aufsicht, der Arbeitsvertrag und das aufzuheben, fanden entschiedenen Widerspruch. Es wurde beschlossen, Snappschaftswesen durch Reichsgesetz reformiert werden die Reise- Unterstützung auf 2 Pf. pro Kilometer festzusetzen, die aber und beauftragt die Verbandsleitung, nochmals der Reichsregierung nicht unter 20 und nicht über 50 Kilometer pro Tag betragen darf. nahezulegen, daß sie dem Reichstag baldigst ein Reichs- Berggesez Die Gesamt- Unterstützung beträgt bei einjähriger Mitgliedschaft zugehen lasse, worin die Beschlüsse der Kongresse der organisierten 10 Mart, bei mehr als zweijähriger Mitgliedschaft 15 Mart. Arbeiter und die des Reichstags vom 24. Januar d. J. vollständig Mitglieder, die vom Auslande tommen, erhalten von der berücksichtigt sind. Grenze an Reise- Unterstügung. Die Gewährung von Umzugs( Schluß der Nachmittags- Sitzung.) fosten an Verheiratete wurde abgelehnt. Die auf Streifunterstützung 2. Tag. Vormittagssigung. bezüglichen Anträge fanden keine Unterſtügung. Der Antrag der Berliner Filialen, bei Maßregelungen nach beendeten Streiks mur Zur Berhandlung gelangt zunächst das Strafwesen auf den denjenigen Gemaßregelten Unterstügung zu gewähren, die vor Aus- Gruben. Referent Pokorny führt aus, wie sehr sich das Straf Das Gesez, in dem die bruch der Differenzen dem Verband angehörten, wurde angenommen wesen auf den Gruben ausgebreitet hat. und ferner beschlossen, daß auch weiblichen Gemaßregelten pro Tag Strafen vorgesehen sind, sieht nicht sehr schlimm aus, aber die Aus1,50 M. Unterstützung gewährt werden soll. Zur Bestreitung der legung ist eine solche, daß dieser Zustand geradezu unerträglich ist. Referiert hierüber wurde kurz von Märtens und zwar im örtlichen Ausgaben sollen in den Filialen 25 Proz. anstatt 40 Broz. Nicht Unparteiische entscheiden über die Berhängung der Strafen, Dagegen opponierte der wie bisher von der Einnahme aus den Wochenbeiträgen verbleiben. sondern die Vorgesetzten, die oft Strafen als Ausfluß der schlechten Sinne der Zustimmung zu demselben. In den Central- Vorstand werden Hübsch als Vorfigender und Laune verhängen. Deshalb ist die Einsegung einer Berufungsinstang Bertreter des Maler- Fachvereins gürich, Staudi, welcher beTrene als Kaffierer einstimmig wiedergewählt. Als Sig für den anzustreben, es wird dann oft eine Aufhebung oder doch eine antragt, an den bisherigen Zweckbestimmungen festzuhalten, wonach Borstand und den Ausschuß wird Berlin wieder bestimmt. Milderung der Strafe eintreten. Diese Berufungsinstanz müßte nach der Gewerkschaftsbund u. a. auch die Befreiung der Arbeit vom Art der Gewerbegerichte zufammengefeßt sein. Wenn dem Unter Lohnsystem, die Vergesellschaftlichung der Produktionsmittel gemäß Der Redner benehmer ein Schaden aus irgend einer Handlung nicht erwachsen dem Programm der Socialdemokratie erstrebt. dann sollen auch keine Strafen verhängt werben fürchtet von der parteipolitischen Neutralisierung des Gewerkschaftsdürfen. Dringend zu verlangen ist die Einschränkung der Straf- bunds eine Schädigung der Socialdemokratie und er empfahl daher häufigkeit. Im Plauenschen Grund hat man Arbeiter bestraft mit die Verwerfung der Neutralisierung. Greulich dagegen tritt ent9 M., weil sie angeblich die unwahrheit gesagt haben. Mit Leib schieden für dieselbe ein, indem er sie für notwendig hält. In der und Seele hat der Bergarbeiter sich dem Vorgejezten zu unterwerfen, Abstimmung wird der vorgeschlagene neue Artikel mit 125 gegen jeine Launen zu tragen. In einem Bezirk wird der Bergarbeiter 10 Stimmen angenommen. Die Diskussion über das Referat und die vorliegenden Anträge mit 50 Pf. bestraft, der nicht um 10 Uhr nachts zu Hause ist! Die Die Grundlage des Gewerkschaftsbunds haben auch fernerhin wird vertagt, bis eine elfgliedrige Kommission die zu diesem Punkte Borgesezten strafen nach Herzenslust; außer Geldstrafen wird auch die Berufs- und Industrieverbände zu bilden, denen jedoch die volle gestellten 72 Anträge in mehrere Anträge zusammengefaßt hat. Eine die geförderte Ware nicht bezahlt, die Wagen genult. Selbst Selbständigkeit in ihrer inneren Verwaltung gewahrt bleiben soll. principielle Abstimmung, ob die Beiträge erhöht und das Unter- verständlich wird die geförderte Kohle, für die der Arbeiter keinen Viel zu reden gab die vorgeschlagene Neuregelung der Beitragsstügungswesen des Verbands weiter ausgebaut werden soll, ergab, Lohn erhielt, auch verkauft und nicht billiger. Der Volksmund leistung. Bisher hatte jede Organisation pro Mitglied und daß sich nur ein Delegierter gegen Beitragserhöhung und den weiteren bezeichnet derartige Handlungen als Diebstahl. Hiergegen hilft nur Monat 20 Cts. an den Gewerkschaftsbund zu zahlen. Nun Ausbau des Verbands erklärte. Einstimmige Annahme fand die Bezahlung der Arbeiter nach dem Gewicht der geförderten soll entsprechend den in den verschiedenen Berufsarten bestehenden folgende Resolution: Kohle 2c., eine alte Forderung der Bergleute, die immer wieder Verschiedenheiten in den Lohnverhältnissen eine Abstufung nach drei Die Generalversammlung erklärt: gestellt werden muß. Die Strafgelder sollen den Unterstützungstaisen lassen erfolgen und zwar derart, daß in der 1. Klasse 30, in Die parteipolitisch unabhängige Saltung der Ver- zufließen, über die der Arbeiter ebenso wenig eine Kontrolle hat, wie der 2. 20 und in der 3. 10 Cts. gezahlt werden sollen. Die Streitwie es heißt bandsleitung findet unsern vollen Beifall und ist ein Ablenken von über die Verwendung der Strafgelder, mit den oft unterstügung soll entsprechend abgestuft werden. In der Abstimmung dem eingeschlagenen Wege auch ferner nicht statthaft. die Männer schöner Frauen beglückt werden. Um welche Summen wird mit 96 gegen 49 Stimmen der Antrag des Bundeskomitees, Das Verhältnis des Verbands zur Generaltommission Strafgelder es sich handelt, zeigen uns die lückenhaften Berichte betreffend die Aufstellung der Beitragsklassen angenommen. der Gewerkschaften Deutschlands und zu den„ freien Verbänden" preußischer Bergiuspettoren, z. B. bezifferte fich im Bochumer Bezirk weiblichen Mitglieder haber: in zwei Klassen Beiträge von 15 bezw. andrer Berufe bleibt bestehen wie bisher. Zu den Arbeiterorganis die Einnahme von Strafgeldern in einem Jahre auf 32 085 m. 10 Cts. pro Monat zu leisten. sationen, die sich auf einen speciell christlichen" Standpunkt stellen, und die Ausgabe auf 41 861 M., im Herner Revier betrug die Ein- Beim Abschnitt Unterstügungswesen wird beschlossen, daß bei stehen wir in teinem feindlichen Gegensatz; nach dem Beispiel der nahme 54 651 M. Essen, Ost und Südbezirk, gab rund Streits ledige Mitglieder, welche Familienangehörige zu unterhalten Ruhr- Bergleute ist überall dort, wo sich christliche Gewerfvereine" 86 000 M. aus. haben, die gleiche Unterstügung erhalten sollen von 2 Fr. pro Tag der Berg- und Hüttenleute bilden, oder sich schon gebildet haben, Die vom Referenten gestellte Resolution, welche die Einsetzung und von 20 Cts. Zuschlag für jedes Kind, wie die verheirateten ein Zusammengehen mit diesen Berufsgenossen in wirtschaftlichen von Arbeiterausschüssen verlangt, die in Gemeinschaft mit den Mitglieder. Gemaßregelte Mitglieder erhalten aus der Bundeskasse Fragen anzustreben. Dasselb ist der Fall, wo es sich um sogenannte Werksleitungen die Strafen festsetzen sollen, findet einstimmige den vollen Ersatz ihres Lohnentgangs als Unterstützung. Hirsch Dunckersche Gewerkvereine" in unfrem Beruf handelt. Die vom Bundeskomitee beantragte Anstellung eines zweiten Sekretärs wurde abgelehnt. General-Versammlung des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter= Verbands. Altenburg, den 14. April 1900. Nachmittagssigung. Der Verband ist eine Kampfesorganisation, ohne deshalb den Kampf gegen die Unternehmer als seinen Selbstzweck zu trachten. Wo es mur eben angängig ist, werden wir uns bemühen, Vorteile für unsre Mitgliedschaft zu erzielen auf dem Wege git licher Verhandlung mit den Werksbesigern. Den Ausstand werden wir nur dann proklamieren, wenn alle Verhandlungsversuche scheiterten und sonst kein Mittel zur Erreichung unsres Zwecks übrig blieb. In Anlehnung an die Taktit der Unternehmer müssen wir zu unsrer Selbsterhaltung auch unfce Forderungen vermittelst inter nationaler Aktion durchzusetzen versuchen. Eine andre Resolution, die einen Protest gegen die Lebensmittel- Verteuerung enthält, wird ebenfalls angenommen. Beide sollen dem Reichstag überwiesen werden. Annahme. als felbfithätiges Glied an der Weiterentwicklung der Gesellschaft zu arbeiten. Die Lange diskutiert wurde die Frage der obligatorischen Einführung des Organs des Gewerkschaftsbunds, der Arbeiterstimme", wozu eine ganze Reihe von einzelnen Verbänden und Sektionen sowie das Bundeskomitee Anträge stellten. In der Abstimmung wurde mit 98 gegen 24 Stimmen das beschränkte Obligatorium beschlossen in dem Sinn, daß diejenigen Mitglieder vom Abonnement der Arbeiterst." befreit sind, welche sich darüber ausweisen tönnen, daß sie ein andres Arbeiterblatt abonniert haben. Hier wird mitgeteilt, daß 206 Delegierte anwesend, wovon 71 Metallarbeiter, 48 Holzarbeiter, 23 Schneider, 17 Tegtilarbeiter und 53 Vertreter verschiedener Berufsarten. Nach dem Bericht der Elferkommission, den Senter Dresden erstattet, wird zur Abstimmung über die Erhöhung der Beiträge geschritten. Die Erhöhung der Beiträge auf 70 Bf. pro Monat wird angenommen. 10 Broz. der Einnahmen sollen zur Unterstügung Gemaßregelter verwandt werden, beim Tode der Frau wie des Mit glieds sollen je 30 M. Sterbegeld gewährt werden. Ueber die Einrichtung einer Krautentasse im Verband, mit frei willigem Beitritt, soll eine Urabstinmung der Mitglieder entscheiden. Streifunterstügung nach bestimmten Säßen kann auch ferner nicht gewährt werden, weil sonst eine ganz bedeutende Erhöhung ber Beiträge nötig wäre. Doch soll nach Maßgabe der vorhandenen Mittel bei Streits helfend eingegriffen werden. Das Streikreglement, durch welches in der auch bei andren Verbänden üblichen Weise die bei Streits zu beobachtenden Verhaltungsmaßregeln festgesetzt werden, findet einstimmige Annahme. Zu Punkt 4: Uusre Presse wird beschlossen, daß das Fach- Die nunmehr vorgenommene Abstimmung über die beantragte Ein ultimatum mit Streikandrohung ist nur dann zulässig. organ fich allen politischen Parteibestrebungen fernzuhalten habe. Wiederherausgabe des„ Gornit", ergiebt nach längerer Debatte, in darf nur dann gestellt werden, wenn mindestens zwei Drittel der in Zu Bunkt 5: Bergarbeiter Gefeß, referiert Sach jewelcher a bath Hamburg als Bertreter der Generalfommission Frage kommenden Arbeiter wenigstens 6 Monate der Organisation Zwidau: erklärt hatte, daß er eine Unterstüßung nicht versprechen könne, die angehören und wenn mindestens 90 Proz. der Mitglieder in geDer Antrag auf Einführung eines Reichs- Berggefeßzes hat den Aumahme eines Antrags, die Sache dem Vorstand zu überweisen. Heimer Abstimmung fich für ein Eintreten in den Streit aus Reichstag in 3 Sigungen beschäftigt. Diese Angelegenheit ist damit Bu erwähnen ist noch, daß Schürholt- Bochun, der sich zweds gesprochen und dann sich mit Namensunterschrift dafür verpflichtet in die breiteste Oeffentlichkeit gelommen. Sind bestimmte Zusagen Agitation ein Monat in Oberschlesien aufhielt, konstatierte, daß haben, und wenn endlich mindestens die Hälfte der außer der auch nicht gemacht worden, so ist doch ein Schritt nach vorwärts ge- dort in der„ Gazeta Robotnicza" gegen den Bergarbeiter- Verband Organisation stehenden Arbeiter ihre Teilnahme schriftlich erklärt than. Redner hat im Reichstag bei Beratung des Etats des Reichs- gearbeitet wird, weil dies eine deutsche Organisation sei. haben. Nach dem Berichte der Mandatsprüfungskommission sind 78 Delegierte mit 80 Mandaten anwesend. Beschlossen wird sodann weiter, daß Angriffsstreits aus der Bundestasse nicht unterstügt werden dürfen, so lange das Vermögen derselben nicht die Summe von 10 000 Fr. erreicht hat. Die Beratung des Statuts ging rasch von statten und wurde basselbe schließlich als Ganzes einstimmig angenommen. Der bisherige Sekretär des Gewerkschaftsbunds, Genosse Salomon, wurde einstimmig wiedergewählt und ebenso einstimmig Zürich wiederum als Siz des Bundeskomitees, bestimmt. Eine von Genosse Seidel beantragte Resolution zu Gunsten der Kranken- und Unfallversicherung wurde einstimmig angenommen. Den Streifenden in Einsiedeln wird ein Sympathie- Telegramm gefandt und zu ihrer Unterstützung eine Kollekte vorgenommen. Um 102 Uhr vormittags schloß Präsident Reimann den Kongreß mit einer furzen Ansprache. Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das 29. Heft des 18. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Neukantianer. Der wirtschaftliche Niedergang Frankreichs. Von Paul Louis. Leo Tolstoj: Auferstehung. Von Robert Schweichel.( Schluß.) Ueber Erbschaftssteuern. Auch ein Beitrag zur„ Dedungsfrage". Von Friedr. Stampfer. Litterarische Rundschau: Michael Georg Conrad, Salve Regina. Notizen: Eine Neuerung für praktische Gärtnerei. Von Herm. Holm. Feuilleton: Dem neuen Jahrtausend entgegen. Eine naturwissenschaftliche Umschau von Dr. Friedrich Knauer. Jm Verlag von J. H. W. Diez Nachf. in Stuttgart ist soeben Heft 15 und 16 des„ Arbeiterrecht von Arthur Stadthagen, Mitglied des Deutschen Reichstags, erschienen. Dem Wert direkt angeschlossen ist der Führer durch das Bürgerliche Gesehbuch. Mit vielen Beispielen und Formularen für Klagen, Anträge und Beschwerden usw. " Das Arbeiterrecht" enthält alles, was für den Arbeiter notwendig ist zu wissen, und macht Textausgaben der Gesetze erst verständlich. Das Werk wird in 22 Lieferungen von je 32 Seiten a 20 Pf. erscheinen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Kolporteure entgegen. Alle acht Tage erscheint ein Heft. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse d. deutschen Wagenbauer E. H. Filiale Moabit- Berlin. Sonntag, 22. April, vorm. 10 Uhr: Mitglieder- Bersammlung im Lokal Jagowstr. 16. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900. 2. Anträge zu der am 23. Juli d. J. stattfindenden Generalversammlung. 3. Innere Kaffénangelegenheiten. 253/3] Die Briefkasten der Redaktion. M. T. Hier nichts bekannt. 10 -Im Verlag von J. H. W. Die Nachf. ist foeben erschienen: Die schluß hergestellt hatten Nachbestellungen kommen nach herrschender Usance Armee der Demokratie". Von Gaston Moch, Kapitän a. D. der dem zu gute, der die erste Bestellung angenommen hat. In Artillerie. Autorisierte Uebersetzung aus dem Französischen von Alfred dieſem Sinn ist auch die Wendung angeregte Geſchäfte" zu verstehen. P. 1. 420. Das Geschenk kann nicht zurückverlangt werden. K. W. Hermann Fried. 466 und XVI Seiten Oktav.( Bd. 28 der Internationalen Bibliothek.) Preis broschiert 4 M., gebd. 4,60 m. Gegen die Entlassung ist nichts zu machen. G. St. 520. 1. Der Vertrag ist wirksam geschlossen und behält auch gegenüber den Erben des Vermieters seine bindende Kraft. 2. Verpflichtet sind Sie nicht, das zweite Exemplar des Vertrags anzunehmen; die Annahine kann Ihnen aber nur nüßen. S. 2. 100. Es besteht die gesetzliche Kündigungsfrist. G. 5. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und 2. P. 24. Die Wirtschaft kann nicht gepfändet werben. Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Friedrichsberg. 1. Ihre Frau und was zu ihrer Pflege erforderlich ist, Adarf in der Wohnung bleiben, bis eine Umquartierung ohne Gefahr möglich R. 2. 1. Ja. 2. Uns unbekannt, bei den jezigen Kriegszeiten wohl ist. 2. Die Versicherungs Gesellschaft ist wahrscheinlich zur Erhöhung möglich. 3. Zu erfahren in Stangens Reisebureau. der Prämie befugt; es tommt auf den Inhalt der Police an. æ. Nein. International. Die Regierung vertritt die Ansicht, daß eine solche 2. Die Parteileitung würde vermutlich eine derartige Gründung für über angeschlossen. Es hängt von der Art des Kriegs ab.- Zwei Wettende, M. 1. Giner solchen Gründung steht gefeßlich nichts im Wege. Verpflichtung des Soldaten besteht; die herrschende Meinung, hat sich dem flüssig halten, da unfre politische Organisation bereits eine derartige Er muß von 12 bis 2 zu Hause bleiben. Nr. 29. 3. cr. B. muß sich Kampfesorganisation darstellt, daß die neue Organisation mit durch einen Anwalt vertreten laffen, da sonst ein Versäumnisurteil gegen demselben Ziel nur zu einer Bersplitterung der Kräfte führen würde. ihn ergeht. Strafbar ist die Unterlassung der Vertretung nicht. H. K. Nach dem aussichtsvolleren Ostprojekt soll der Berlin- Stettiner. Seidler. Es kommt darauf an, ob der Fuhrherr bei Anstellung seiner Schiffahrtskanal nicht die Nordbahn berühren, sondern sich oberhalb des Leute die im Verkehr erforderliche Vorsicht hat obwalten lassen. Ift Müggelsees abzweigen und an Budow, Wriegen und Freienwalde vorbei dies der Fall, so haftet er nicht, andernfalls haftet er. Sie gehen. tönnen den Schaden durch einen Sachverständigen abschätzen lassen, E. K. Berent. Wenden Sie sich an den deutschen Metallarbeiter: ber dann int etwaigen Prozeß bernommen werden könnte. Verband,„ Gewerkschaftshaus" Berlin. Falbe. Sie können das Testament wegen Verlegung des Pflichtteils P. S. 4. 1. Ohne genauere Kenntnis des Arbeitsvertrages nicht zu anfechten. F. W. Heinze. In der Aufstellung eines Gegenkandidaten beantworten; wenden Sie sich an die Gewerbegerichts- Beifizer Ihres Berufs. liegt tein Widerspruch gegen die Form der Abstimmung durch Hand2. Nicht flar, ob Betrag für eine oder für alle fünf Klassen. aufheben. 23. K. Berent. Der Eigentümer des Etablissements soll Lichtenbergerstraße. Versuchen Sie es bei der Sparkasse. E. P. die Polizeibehörde beim Kreisausschuß verklagen. Zwei Wettende. Kommen Sie in die Sprechstunde. Nr. 101 Saarl. Die Bestimmungen Natürlich kann der Beschädigte noch Schadensersatzklage erheben. sind zu umfangreich, um hier abgedruckt und erläutert werden zu fönnen. G. P. 11. Es kommt darauf an, ob Sie unter Beobachtung der im VerWenden Sie sich an einen Anwalt. J. Blumenthal. Von den Orders tehr erforderlichen Sorgfalt annehmen durften, daß der Schlafbursche solcher Personen, mit denen Sie vorher nicht abgeschlossen hatten, können zu der Umzugsarbeit geeignet sei. Wenn ja, haftet der SchlafSie feine Provision verlangen; wohl aber von den Orders solcher Personen, bursche dem Bermieter unmittelbar; wenn nein, so haften deren Geschäftsverbindung mit Ihrer Firma Sie durch einen früheren Ab- Sie dem Vermieter und der Schlafbursche Ihnen. 1000. Ja. Orts- Krankenkaffe Jede Hausfrau Bildhauer, Stuccateure und verw. Gewerbe. Generalversammlung am Sonnabend, den 28. April abends 8 Uhr ( statt am Montag, 23. April) im Sofal Annenstrasse 16. Tages Ordnung: 1. Abnahme des Kaffenberichts pro 1899. 2. Bericht der Revisoren. 3. Verlegung der Kassenstunden. 4. Ge schäftliche Mitteilungen des Vorstands. Der Vorstand. J. A.: C. Storch, Vorsitzender, 271/5) Alt- Moabit 132. Bekanntmachung. Ortskrankenkasse d. Vergolder, Goldschläger u. Berufsgen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Abänderung des§ 20 unsrer Statuten genehmigt worden ist und beträgt nunmehr das Sterbegeld für die I. Klasse 120 M. II. 80 " " 52 " III. t. IV. Dieser Nachtrag tritt mit dem ersten Tage nach statutenmäßiger Bekannt machung in Kraft. 271/6 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Gastwirte und verwandten Gewerbe zu Berlin. Donnerstag, den 26. April 1900, nachmittags 4 Uhr: Ordentl.Generalversammlung der gewählten Vertreter der Kaffe bei Hrn. Hoffmann, Alexanderstr. 27b. Tages- Ordnung: 1. Verlejung der Protokolle. 2. Bericht des Rechnungsausschusses. 3. Ersatzwahl für ein ausgeschiedenes Borstandsmitglied. 4. Antrag auf Genehmigung der vom Vorstand beschlossenen Arzthonorar Erhöhungen. 5. Anstellung eines Kaffenarztes für N. 6. Event. Anträge der Mitglieder der General- Versammlung. 1271/3 Berlin, den 18. April 1900. Der Vorstand. Poppe, Kraushaar, Vorsitzender. Schriftführer. + Heilung+ aller Haut, Haru, Blasenleiden ohne Berufsstörung. 31jährige Erfahrung. ElsasserHarder senior, Strasse 20. Sprechst. 9-1 u. 5-8, Sonnt. 9-2. 28/ 10* Möbel berliehen gewesene und neue, staunend billig. Teilzahlung gestattet. 44109* Neue Königstrasse 59. Prachtvolle FrühjahrsHüte für Damen, größte Auswahl, geschmackvolle Garnierung, von 3, 4, 5, 6 u. 7 Mr. bis zu den Elegantesten. F.Behrens, Ghauerstr. 107 Ecke Invalidenstraße. Alb. Panschow Gharlottenburg, [* Scharrenstr. 37. 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Zossenerstr. 22 Bergmannstr. 93 Lindenstr. 110 Charlottenburg Augsburgerstr. 59 Berlinerstr. 99 125 99 Dankelmannstr. 60 Kleiststr. 19 Pestalozzistr. 9a Spandauerstr. 28 Tauentzienstr. 19 Wilmersdorferstr. 126 148 99 Köpenick Schlossstr. 3 Friedrichsberg Frankf. Chaussee 121 Rixdorfaxolda Bergstr. 23 Hermannstr. 40 Rummelsburg Schillerstr. 12 Schöneberg Hauptstr. 139 Steglitz Albrechtstr. 1 Spandau Breitestr. 49 Neuendorferstr. 6 Potsdamerstr. 1a Schönwalderstr. 87 Neu- Weissensee Königs- Chaussee 32 Wo Kaffee getrunken wird, empfiehlt es sich sowohl aus Gesundheits- wie aus Sparsamkeits- Rücksichten, den wohlschmeckenden Kathreiners Malzkaffee zu verwenden. IoW studexe * 6. Jannaſts( friſh. Bafter) Arbeiter- Bildungs- Schule V Gesellschafts Säle, Inselstr. 10, empfiehlt Saal und Vereinszimmer zu öffentl. wie Vereinsversammlungen und Festlichkeiten; auch sind Sonnabende zu vergeben. Jeden Sonntag: Gesellschaftsabend u. Tanz[ 40949* Brima harte 110 Bfg. Schlackwurst Schinkenw., prima hart, 95 Zwiebelleberwu., Hall. Rotwurst, Thüringer Speck, mager Neue Rossstr. 3, part. ,,, Englischer Hof". Lehrplan für das II. Quartal 1900. Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff UnterLehrer richtsAbend Schrifta Pfd. halbhart a Pfd. 85 " " " 50 " " 50 " Nationalökonomie Marx' ökonomische Lehren steller Dr. C. Montag " 65 Schmidt " " 62 " n 55 " " 50 Rede" " Referate und Diskussion über Themata aus dem socialen, gewerkUebung schaftlichen und geistigen Leben Rechtsanwalt DonnersVictor Fränkl tag Kultur- und Kunstgeschichte im neunzehnten Jahrhundert Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner Freitag bei 5 Pfd. fett, reinschm. bet 5 Pid. echt Landschinken, o 90, Köpnider: J. Striepling, trae 163. GeChronische Leiden feder Art ohne Berufsstörung. schichte Institut Jost, Chausseestr. 117, 1:23. 9-3, 5-9, Sonntags 9-7. Arbeitern 20 Proz. Ermäßigung. Laabs Elsasserstr. 39. Behandl. aller Hant, Harn und Blasenleiden ohne schädliche Mittel u. Gifte. Sprechst.: 9-2. 6-9. 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Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. am Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Neue Rossstrasse 3 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstrasse 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Krause, Müllerstr. 7 a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 59, Hasenheide 72, Hof 1. 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstrasse 75, Querg. 4 Tr., zu senden. 4/15 A. Hoffmanns Verlag, Berlin O., Blumenstr. 14. Zur Gewissens- und Glaubensfreiheit in Preußen. Soeben erschienen: Kammergericht contra Kammergericht! 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Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv!" Invalidenstr. 57/62: Die 9. Serie der Vorstellungen beginnt am 22. April im Lessing- Theater. Zur Aufführung gelangt: Die drei Töchter des Herrn Dupont. Schauspiel in 4 Aufzügen von Eugène Brieux. Die Vorstellungen folgen am 29. April, 6., 13., 20., 27. Mai. 229/11 Tägl. Sternwarte. Achtung! Donnerstag, 26. April, abends 8 Uhr, Berliner Ressource", Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Der grüne Kakadu. Anfang PANOPTICUM 72 Uhr. Leffing. Morituri. Anfang 712 Uhr. Berliner. Gioconda. Anf. 71/2 11hr. Nenes. Frau Sonne. Hierauf: Im Eril. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Westen. Die Regimentstochter. Die schöne Galathee. Anfang 7 Uhr. Schiller. Hinrich Lornsen. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Himmelhof. Anfang 712 Uhr. Luisen. Ein Sensationsroman. Anfang 8 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 71/2 11hr. Belle- Alliance. 8 Uhr. § 184, Anfang Carl Weiß. Der Minenkönig von Transvaal. Anfang 8 Uhr. Victoria. Die Cirkus Fee. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Original- italienische Sänger- u. KonzertGesellschaft ララ Colombo". Die neuen sensationellen lebenden Photographien. Stiergefecht. Mann über Bord. Stapellauf eines modernen Schlachtschiffs. Baby- Wäsche u. v. a. m. Joubert Krüger. Cronje. 1 33 Kommandantenstrasse 57: Jahresversammlung. Tages- Ordnung: Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Am Donnerstag, den 19. April, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Kösliner Hof", Köslinerstraße 8: Vartei- Versammlung Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Vertrauensleute. 2. Vortrag des Genossen Wilh. Liebknecht über: Rapitalismus und Politit". 2. Diskussion. Zu recht zahlreichem Besuch laden ein 1. Vortrag. 2. Jahresbericht des Vorstands, des Kassierers, der 220/1 Revisoren. 3. Neuwahl des Ausschusses, des Vorstands, der Revisoren und Obleute der Ordner. Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung macht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erforderlich. Mitgliedskarte legitimiert. Der gedruckte Jahresbericht gelangt in dieser Versammlung unentgeltlich zur Ausgabe. 消え な Sonntag, 22. April, nachmittags 234 Uhr: VI. Abteilung im Carl Weiss- Theater: Die Neuvermählten. Schauspiel in 2 Aufzügen von Björnson. Die sittliche Forderung. Einakter von O. E. Hartleben. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. W. Noacks Theater, Apollo- Theater. Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Passage- Panopticum. Das Schloß am Meer. Heute Donnerstag. Stündlich: 35 Meyer auf der Bariſer Welt- Aus Togo- Neger stellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. 1/28 Uhr. Anfang Apollo. Specialitäten Vorstellung. Jut Reiche des Judra. Anfang 8 Uhr. Passage- Theater: Abends 7-10% Uhr: Théâtre variété. Palast. Specialitäten: Borstellung. Central Theater Eine alte Geschichte. Anfang 71 Uhr. Neichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theateriaal):., Bon den Alpen zum Vesuv." Direktion: José Ferenczy. Durchschlagender Lacherfolg Täglich: Berlin nach Elf. Große Ausstattungsposse. Sonutagnachm. Der Vogelhändler. Schiller Theater Palast- Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr Hinrich Lornsen. Auffrüher Feen- Palast, Burgstr. 22. Schauspiel in 4 Atten von Ostar Walther. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Direftion R. Schulz. Täglich um 9 Uhr 30: Verkehrte Welt! mit der feenhaft ausgestatteten Weiber- Parade. Von 8 Uhr ab: Das grosse brillante April- Specialität.- Programm. Anfang an Wochentagen um 8, an Sonn- und Festtagen um 7 Rauchen überall gestattet. Uhr. Deutsche Konzert- Hallen Stadtbahnhof Börse. Täglich: Um 8 Uhr: Im Reiche des Indra Consuela Tortajada Gretchen Reutter sowie das grossartige Die Vertrauensleute. Socialdemokratischer Wahlverein für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg Heute Donnerstag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, in der Gambrinus Brauerei, Wallstr. 94: General- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom 1. Quartal. 3. Vereins. angelegenheiten. Zur Gratis Verteilung gelangt die Broschüre mit Illustration von Dr. Bruno Borchhardt: An der Jahrhundertwende". Mitgliedsbuch legitimiert. 250/7 Der Vorstand. Steinarbeiter! Am Sonntag, den 22. April, mittags 12 Uhr, im ,, Englischent Garten, Alexanderstraße 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Neuwahl eines Vertrauensmanns. 2. Bericht und Neuwahl des Statistifers. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreiches Erscheinen 172/12 Der Vertrauensmann. April- Program Deutscher Holzarbeiter- Verband. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich von 10-2 Uhr sowie beim Invalidendank und Künstlerdank. Reichshallen. Täglia): Stettiner Sänger Anfang: Wochentags 8 1hr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. ( Zahlstelle Berlin.) Parkettbodenleger. Donnerstag, den 19. April, abends 8 1hr, in den Spreehallen, Kirchstraße 27 bei Hube: Kommissions- Sihung mit Vertrauensleuten. Es ist Pflicht, daß jede Firma vertreten ist. Achtung! Maurer! Achtung! Freitag, den 20. April, abends 8 Uhr, im Loka! von Zühlke, Dennewitzstraße 13: Mitglieder Versammlung der Zahlstelle Berlin II. des Centralverbands der Maurer für Westen und Schöneberg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen P. Winzler über:„ Die Notwendigkeit der Oster- Fest- Vorstellungen. Grosse Theater- und Variété- Sanssouci politichen und gewertschaftlichen Organisation". 2. Discussion. 3. Gewerts Sehen! Neu für Berlin! Stannen! Bürgerliches Trauerspiel in 3 auf Fritzi Destrée, zügen von Erich Schlaikjer. Freitag, abends& Uhr: Brand. Sonnabend, abends 8 1hr: Der zerbrochene Krug. Hierauf: Amphitryon. Thalia- Theater. Tel. Amţ IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Borleste Woche vor der Abreise nach Hamburg. Täglich: Riefenlacherfolg! Im Himmelhof. Thielscher, Helmerding, Thomas, Junkermann, Paulmüller. Anfang 7/2 Uhr. Im morgen und folgende Tage: 3m Himmelhof. Belle- Alliance- Theater. Gastspiel Emil Richard. § 184. Schwant in 3 Att. v. Ralph Gobbins. Flammen und Phantasie Tänzerin. Die modernen Simsons. Die mysteriösen Elefanten. Um 82 Uhr: Gr. Erfolg des Charakter- Gesangbildes Eine alte Geschichte. Hauptrolle Direttor Winkler. Anfang 7 Uhr. Billet Borverkauf von 11-1 Uhr. Sonnabend nach der Vorstellung: Familien- Frei- Tanz. Victoria- Theater. Alexanderplatz. Heute, abends 8 Uhr: Die Cirkus Fee. Große Operette. T Vorstellung. Die Humoristen Sildach, Grosch ,, Zimmermann, Gursch, Benari. Die Lucca von Rirdorf fowie Sergeant Schneidig und Sergeant Schneidig und militärische Eindrücke. Kottbuserstr. 4 a. Heute Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Vollstdg. neues Programm. N. b. Soiree Tanzkränzchen Sonnabend, 21. April: Benefiz für Paul Wolfgang. Beginn der ausländischen Orchester Nach der Vorstellung: Wochent. 6 Uhr, der Theaterabt. 8 Uhr Tanzkränzchen Orts- Krankenkasse der Gürtler. Zu der am Sonntag, den 22. 6. M., vorm. 10 Uhr, Naunyn straße 27 stattfindenden ordentlichen General- Versammlung werden die Herren Vertreter der Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber hiermit ergebenst eingeladen. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes( Arbeitnehmers).§ 37 Abf. 3-4 des Statuts. Die Herren Arbeitgeber werden gebeten, sich während der 2. Bericht der Revisoren und Abnahme der Jahresrechnung. 3. Beschlußfaffung über die Erhöhung der Beiträge. Carl Weiss- Theater ah nach dem Nebensaal zu bemühen. Gr. Frankfurterstraße 132. Täglich 8 Uhr: Der Minenkönig von Transvaal. Vorzugsbillets haben Gültigkeit. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabendnachm. 4 Uhr Kinder Morgen und folgende Tage: Die Vorstellung. Rübezahl und die geelbe Vorstellung. raubte Prinzessin. Kleine Breije. Anfang 8 Uhr. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration mit Kleinem Saal und Garten, gutgehend, Norden Berlins, fofort zu verkaufen. Näheres bei Frig Waschofsti, Milchgeschäft, Antonstr. 34. Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. 4476 Elegante vorjährige Herrenhosen feinste Stoffe 9-12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versand: HausGermania, Unter den Linden 21 II. Kinderwagen 9,-, 15,- bis 100, Baby", Invalidenstraße 160 ( Brunnenstraße). n 145* Kinderwagen Riesen Auswahl " Baby", Frankfurterstraße 115( An: dreasstraße). Kinderwagen auf Teilzahlung ohne Preiserhöhung„ Baby", Oranien ftraße 31( Adalbertstraße). Sportwagen 5,- bis 30,- Baby", Friedrichstraße 18( Beffelstraße). Sportwagen" Baby", Brunnen ftraße 92. Bettstellen Baby", Reinidendorferstraße 2d. 4. Definitive Genehmigung des Gehalts der Bureau- Arbeiter. 5. Berschiedenes. Die General- Versammlung für die Mitglieder der Invalidenkasse der Gürtler findet am 29. d. M. statt. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Mitglieder gebeten, zu dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. 16/4 Berlin, den 18. April 1900. Der Vorstand. G. Kneiff, Vorsitzender. schaftliches. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. 137/6 Droschkenkutscher! Am Donnerstag, den 19. April, abends 9 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung für den Westen Berlins im ,, Klubhaus", Schöneberg, Hauptstrasse 5-6. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genojen Obst über: 3wed und Nutzen der Gewerks weißen und zur Wiedereinführung des schwarzen Huts für sämtliche schaftsorganisation". 2. Wie stellen sich die Kollegen zur Abschaffung des Droschfenfutscher? 3. Verschiedenes. 5385 Wir laden auch zu dieser Versammlung die Kollegen von Charlotten: burg ein, da wir annehmen, daß sie mit uns über den weißen Hut einer Meinung sind. Das Agitationskomitee. Heute Naunynstraße 27: Frauen- Vortrag. Morgen, Freitag, abends 8%, Uhr, bei Stechert. Andreasstr. 21: Männer- Vortrag > über Krankheiten in der Ehe". Beide Vorträge, ersterer von Frau, letzterer von Herrn Grundmann, praft. Naturheilkundige, werden an Lichtbildern erklärt. Eintritt 20 Pfennig. Berliner Verein für Naturheilverfahren. Sprechstunden im Kurbad Köpeniderstraße 72 von 11-1 und 6-8. Kleine Anzeigen. Damenkonfektion. Knabenanzüge, = Uhren goldene, Teilzahlung. Bestellungen brieflich. Louis Bogdt, Auguststraße 92. 5116 Abessinier, Feld, Garten: und Hofbrunnen, Sauger, Gasrohr, Tische, Stühle und Spaten zu verkaufen. Carl Kauffmann, Müllenhoffstraße 19, am Urban. Großer Möbelverkauf. Oranien Hälftepreis, Stralauerstraße 32. ftraße 73, zwischen Moritzplatz und ( Moltenmarkt.) 3856 Alexandrinenstraße. Verkauf Hof in Möbelfabrik, Oranienstraße 2a. meinem vier Etagen hohen FabrikMuschelspinde 27, Spiegelspinbe 24, gebäude. Großartige Möbel- Aus: Küchenspinde, Ruhebetten, Rohrlehn ftellung. 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Der Zived dieser Schule soll dahin gehen, daß die Weiter wird er beschuldigt, bei einem Fest der Befigergreifung" Böglinge derselben befähigt werden, als Wertmeister und des Biefenthaler Terrains am 16. Juli, bei welchem die Kapelle der Ingenieure solcher Betriebe zu wirken, welche Straft- und Jugendwehr die Musik leistete, diese um ihr Honorar und den Gast- Arbeitsmaschinen bauen oder in größerem Maße anivenden. Die Verhandlung gegen die beiden ehemaligen Direktoren der wirt Werner um die Kosten der Bewirtung gebracht zu haben. Weitere Die Leitung soll einem Vorstand unterstehen, welcher aus patriotischen" Gründung" Wohlfahrtseinrichtung für Heime deutscher Betrugsfälle sollen bei der Verschiebung des Grüneberger Grund- zwei Magistratsmitgliedern, vier Stadtverordneten, vier Vers Veteranen, Invaliden und Beamten", Fischer und Föllmer, stücks an Föllmer vorgekommen sein. Dem Oberlieutenant v. Gotsch tretern der Interessenten und dem Direktor zusammengesett nahm gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I ihren sind unter dem Versprechen, dritter Direktor des Frommel wird. Die Wahl der Vertreter erfolgt jährlich durch eine Anfang. Den Vorsitz führt Landgerichtsrat Diez, die Auflage heim" zu werden, 2000 m. abgenommen worden. Mit dem Versammlung, in welcher die Interessenten für jeden Beitrag vertritt Staatsanwalt Dr. Romen, die Verteidigung führen Frommelheim" steht auch die schwere Urkundenfälschung in Ver- von 300 M. eine Stimme haben. Aufgenommen sollen nur solche Rechtsanwalt Dr. Schwindt für Fischer und die Rechtsanwalte bindung, die dem Angeklagten Föllmer zur Last fällt. Der Bantier Schüler werden, welche nachweisen, daß sie eine praktische Arbeit in Braß und Dr. Werthauer für Föllmer. Alls Sachverständiger Rodewald hatte sich bereit erklärt, dem Frommelheim ein Darlehn einer Maschinenanstalt von mindestens zwei Jahren mit Erfolg durchist Bücherrevisor Kruse zur Stelle, unter den vorgeladenen von 1000. zu geben, jedoch die Bedingung gestellt, daß der gemacht und entweder die wissenschaftliche Befähigung für den ein36 Zeugen befinden sich der Geh. Ober- Regierungsrat, vortragende Schuldschein nicht nur von den beiden Angeklagten, sondern auch jährig- freiwilligen Militärdienst erworben oder durch eine AufnahmeRat im Kultne ministerium, Graf v. Bernstorff, mehrere von einem Herrn des Kuratoriums unterschrieben sein müsse. prüfung nachgewiesen haben, daß sie in der Mathematit, der Offiziere und Pensionäre, einige Bankiers, der Kommandeur der Föllmer hat nun den Namen des Hofpredigers Keßler- Potsdam Mechanik und im Zeichnen die Bildung besitzen, welche durch das " Jugendwehr", Hauptmann d. L. Friedmann u. a. Der 65 Jahre darunter gesetzt und das Geld darauf erhalten. Er behauptet, daß Biel der Tagesklasse des Gewerbesaals bestimmt ist. Der Lehrplan alte Angeklagte Theobald Hugo Fischer ist Noßarzt a. D. das ganze Geld für das Frommelheim" verwendet worden sei. foll im allgemeinen dem Plan einer föniglichen Maschinenbauschule und wegen einfachen Bankrotts und Verlegung des Briefgeheimnisses Die Angeklagten bestreiten beide ihre Schuld. Sie wollen beide gleich gehalten werden. Vorbehalten ist eine Erweiterung in denborbestraft, der Journalist Oskar Föllmer ist 38 Jahr alt und aus lauterem Patriotismus gehandelt haben. In der kon- jenigen Teilen der Maschinenkunde, welche für die Berliner Industrie wegen Verbrechens gegen keimendes Leben mit einem Jahr Ge- ftituierenden Versammlung sei als Zweck der„ Wohlfahrtseinrichtung" von besonderer Bedeutung sind. Der Kursus ist auf zwei Jahre be fängnis, ferner wegen Beleidigung mit 100 Mart Geld- u. a. angegeben, rechnet. strafe und mit einer Woche Gefängnis vorbestraft. Beide ſizen Treue zu Kaiser und Reich, feit dem 20. November vorigen Jahres in Untersuchungshaft. Sie Treue zum angestammten Fürstenhause zu pflegen und den Staat werden des gemeinschaftlich verübten und des versuchten Betrugs, in der Fürsorge für die Invaliden und Veteranen zu unterstützen. Das Föllmer wird außerdem der schweren Urkundenfälschung beschuldigt; erste an das große Publikum verschickte Girkular verzeichnet An die Arbeiterschaft des vierten Reichstags- Wahlkreises des letzteren Verbrechens erklärt sich Föllmer für schuldig, im übrigen als Ehrenpräsidium den Präsidenten des Herrenhauses Wilhelm( Südoften) richten wir von neuem die dringende Mahnung, sich Die Reaktion auf gestehen beide Angeklagte zu, sich in einigen Punkten, jedoch nicht in Fürst zu Wied; als Präsidium: Graf A. von Bernstorff. unfrer Organisation anzuschließen. dem Umfange der Anklage, schuldig gemacht zu haben. Am 13. August Stammerherr Sr. Majestät des Kaisers, Geh. Ober- Regierungsrat, politischem Gebiet, die umgehenre Belastung, die dem Proletariat 1898 wurde hier unter dem Namen Vortragender Rat im Kultusministerium und Reichstags- Abgeordneter, durch die Flottenvorlage in Aussicht steht, die Geistestnebelung, die Freiherr v. 3edlig Neufirch, Präsident der königlichen Seehand durch die lex Heinze versucht wird, und viele andre Maßnahmen der lung, und Graf Erich v. Ha de auf Alt- Ranft. Als Mitglieder des Voltsfeinde legen dem Arbeiter die Pflicht auf, sich mit seinesgleichen ein Verein gegründet, dessen technischer Direktor Fischer war. In Ehren- Komitees waren 58 Träger der flangvollsten Namen auf zu foalieren und in den Vorträgen und Diskussionen der politischen folge von Zwiftigkeiten schied Fischer aus dem Verein aus und geführt, darunter die beiden Feldpropste der Armee Dr. Johann Organisationen die Waffen zur Abwehr der Unterdrückung fennen zu am 30. März v. J. gründeten Fischer und Föllmer einen neuen mann und Dr. Richter, Graf Douglas, Propft Freiherr lernen. Unentgeltliche Aufnahme sowie Entgegennahme von MitVerein unter dem Namen„ Wohlfahrtseinrichtung für Heime deutscher v. d. Golz, Rudolf Herzog, Neichsbank- Direktor Koch, Profeffor glieds- Beiträgen erfolgen an nachstehend verzeichneten Zahlstellen: Veteranen, Invaliden und Beamten", für welchen Graf v. Bernstorff, Koner, Professor Anton v. Werner, Professor Reinhold Begas, Erbe, Cuvrystr. 25. Gonell, Falckensteinstr. 5. Toltsdorf, Görliger Frhr. v. Zedliz- Neukirch und Graf Erich v. Hacke zu Präsidenten ge- Pfarrer Die stelt amp, Pfarrer Krummacher, Prediger ftraße 58( Ede Sorauerstraße). Kubisch, Forsterstr. 17. Beyer, wählt wurden; außerdem war noch ein Ehrenpräsidium vorhanden. Scholz, Profeffor Seeberg, die Abgeordneten Dr. Weihe, Manteuffelstr. 111. Bachmann, Eisenbahnstr. 35. Gottfried Schulz, Die Anklage nimmt trotz des Widerspruchs der Angeklagten an, daß Richard Röside, Felisch und viele andre. Der Ge Admiralstr. 40a. Seidler, Ratiborstr. 16. Schick, Manteuffelstr. 74. es sich dabei nur um eine Scheingründung handle, um unter richtshof beschloß, die beantragte Vernehmung der Bürger- Golz. Grünauerstr. 3. Martin, Naunynftr. 86. dem Deckmantel des Patriotismus das Publikum auszubeuten. meister von Biesenthal und Neustrelitz abzulehnen, die in deren Staligerstr. 59. Karl Scholz, Wrangelstr. 110. Köppen, Köpnicer Die Anklage führt als belastendes Moment an, daß Fischer gleich geugnis gestellten Thatsachen als wahr zu unterstellen und sich die straße 20a. Schneider, Manteuffelstr. 88. Außerdem nehmen Bei in der konstituierenden Versammlung davon gesprochen habe, daß bereits Ladung weiterer Zengen vorzubehalten. Die beiden Angeklagten träge entgegen: F. Thiel, Zeitungsspedition, Staligerstr. 35, und Schenkungen von Terrains seitens der Magistrate von Neustrelitz und wurden darauf aufmerksam gemacht, daß einige Anklagefälle event. Gejche, Cigarrengeschäft, Wrangelfir. 58. Biesenthal stattgefunden hätten, während es sich thatsächlich nur um auch als Unterschlagungen aufgefaßt werden könnten. Unterhandlungen mit diesen Magistraten handelte, die ohne obrig erster Benge wird Hofprediger keßler Potsdam, Schwieger- tag, den 20. April, findet für den ersten Bezirk die Stadt. An die Parteigenoffen von Charlottenburg. Am Freis teitliche Genehmigung folche Schenkungen gar nicht vornehmen john des verstorbenen Oberhofpredigers Emil können. Außerdem soll das angeblich vom Magistrat von Neustrelitz vernommen. Er bekundet, daß er die Frommelstiftung berordneten Stichwahl statt. Es stehen sich gegenüber der geschenkte Terrain Eigentum des Großherzogs fein. Die Angeklagten völlig ernit genommen habe. Zenge Bildhauer Heinrich hat dem konservative Standibat, Herr Oberstlientenant a. D. Kenat, und der behaupten, daß die Gründung ganz ernstgemeint gewesen sei und sie Dr." Fischer Gastfreundschaft gewährt, weil er es für eine Ehre von freifimiger Seite empfohlene Herr Bankier Abrahamsohn, nach den Mitteilungen der betr. Bürgermeister annehmen konnten, daß betrachtete, den Vorsitzenden des Vereins zu beherbergen; nebenbei der sich als" Standidat aller Ordnungsparteien" aufstellen ließ und fie mit Bestimmtheit auf die Schenkung der Terrains rechnen konnten. hatte er„ wie alle übrigen Mitglieder" die stille Hoffnung gehabt, sich rühmt, politisch ein unbeschriebenes Blatt" zu sein. Unter R.-A. Braß beantragt, den Bürgermeister von Biesenthal telegraphisch Anstellung bei dem Verein zu erhalten. als Zeugen zu laden. Rechtsanwalt Dr. Schwindt erweitert diefen laständen ist es uns nicht möglich, zu entscheiden, welcher diesen Antrag seinerseits dahin, daß noch 13 von ihm schon schriftlich Fest der ,, Befitergreifung" von beiden Kandidaten das kleinere lebel ist. Wir empfehlen unfreu bezeichnete Zeugen geladen werden, aus deren Aussagen hervorgehen war nach der Darstellung des Angeklagten Fischer sehr feierlich. Parteigenoffen deshalb, sich der Abstimmung zu enthalten. würde, daß es sich durchaus um feine Scheingründung handle, die Die Jugendwehr" wurde mittels Extrazugs nach Biesenthal beDer Vorstand des Wahlvereins. Angeklagten vielmehr im guten Glauben sein konnten, die fördert, wo am Bahnhof die Kriegervereine Biesenthals und Gründung ihren statutarischen Zweden entgegenführen zu können. Umgegend aufmarschiert waren. Der Bürgermeister von Der Gerichtshof behält sich die Beschlußfassung über diese Anträge Biesenthal hat die offizielle Festrede gehalten und soll dabei bor. Als Momente für die Scheingründung führt die An- erklärt haben, daß die Schenkung des Terrains eigentlich an diesem flage folgende an, deren Richtigkeit die Angeklagten zum Teil be- Tage stattfinden sollte, fich aber wegen fleiner Formfehler streiten. So haben sich die letzteren für den Verein von dem noch etwas verzögere. Bantier Märker ein Darlehn von 1000 Mt. geben lassen, von denen Nach der Darstellung des Rechtsanwalts Arthur Rosenthal 300 M. sofort in die Tasche des Fischer, 700 M. in die Tasche des hat es diesem große Schwierigkeiten bereitet, von den Angeklagten, veröffentlicht der Magistrat in der legten Nummer des GemeindeFöllmer geflossen sein sollen. Ferner haben innerhalb eines Viertel- zu deren Kontrolle er von dem Grafen Hacke beauftragt war, Gin blatt" eine Statistik, die ein anschauliches Gesamtbild von der Größe jahrs der Angeklagte Fischer 3230 m., Föllmer 3500 m. aus ficht in die Verhältnisse zu bekommen. Die Herren vom Präsidium der Abteilungen und Bezirke und von der Stärke der WahlDie Ungerechtigkeit des Dreiklaffender Vereinskaffe entnommien. Sie behaupten, daß sie sich hatten in den Statuten die bedenklichsten Buntte entdeckt. So befagte beteiligung giebt. dessen Beseitigung der bereits mitzu dieser Entnahme für berechtigt hielten, da ihnen ein ein Baragraph, daß die beiden Direktoren auf Lebenszeit" Wahlsystems Gehalt von je 6000 W. und freie Wohnung zugesagt gewesen sei. angestellt seien und daß die Direktoren berechtigt sein sollten, ohne geteilte Antrag unsrer Genossen im roten Hause tritt in dieser Statistik wieder in Die Anklage stüßt sich ferner auf die Art und Weise der Buch Befragung der Präsiden Verträge bis zur Höhe von 10 000 m. ab- jegt von neuent anregt Die Nenabgrenzung der Wahlführung, die dem Angeklagten Föllmer oblag. Diese soll völlig zuschließen. Außerdem waren den Präsiden in den Statuten Pflichten ihrer ganzen Straßheit zu Tage. unzureichend und liderlich gewesen sein. Daß es sich um eine auferlegt, die sie garnicht kannten. Als der Zenge zum erstenmal bezirke hat selbstverständlich nur die Ungleichheit der Bezirke innerScheingründung handelte, folgert die Auflage weiter aus der That- im Bureau der Wohlfahrtseinrichtung" erschien, um das Terrain halb derselben Abteilung mildern können. Die Ungleichheit fache, daß der Verein angeblich vier solche Invalidenheime errichten zu sondieren, hat ihm Föllmer höchst pathetisch Vorhaltungen ge- fie wird bleiben, solange das Dreillaffen- System bei den Kommunalder drei Abteilungen untereinander ist geblieben, und wollte und einer von Föllmer gemachten Aufstellung ein einziges macht und gejagt:" Hier ist wahlen bestehen bleibt. Im Jahre 1899 bestand die 3. Abteilung Heim mindestens eine Million Mark tosten würde. Godann haben aus mehr als 300 000 Wählern, die 2. aus noch nicht 8000, die 1. beide Angeklagte in die Sammelliste hier weiß ein jeder, was der andre thut." In mühseliger Arbeit aus noch nicht 700! In der 3. Abteilung stellte sich in dem größten erdichtete Spenden hat der Zeuge eine Reihe von Unregelmäßigkeiten festgestellt, die der im vorigen Herbst an der Wahl beteiligten Bezirke, dem eingetragen. So figurierte ein Bildhauer Heinrichs, der keinen Pfennig ihn zu der Ueberzeugung brachten, daß es sich um reinen 44., die Zahl der Wähler auf 7384, in der 1. Abteilung betrug fie gespendet hatte, mit einem Beitrag von 25 000 Mart, Fischer Schwindel handle. Er war gleichwohl der Meinung, daß es in dem fleinsten Bezirk nur 22. Diefen 22 Wählern der 1. Abmit 1000 M., der gänzlich vermögenslose Föllmer gleichfalls mit angebracht sei, jeden Gllat zu vermeiden, die Sache teilung steht nicht dasselbe Recht zu, wie den 7384 der 3. Abteilung. 1000 M. 2c. Die wirklich geleisteten Spenden sollen von den An- drängte aber schließlich dazu, den Angeklagten das Handwerk zu sondern ein dreifach so großes; denn da die 2. und die geklagten sofort verwirtschaftet worden sein. Bei der Revision der legen, denn es wurde bekannt, daß sie Filialen" begründen 1. Abteilung nur auf je 16 Bezirke verteilt sind, so fibt hier jeder Kaffe hat sich ein Bestand von 26 Bf. und 3 Dreipfennig- Brief- und dafür den Herzog von Ratibor, den Herzog Ernst Günther Bezirt alle 2 Jahre sein Wahlrecht ans, während in der 3. Abmarken vorgefunden, während mindestens 1659 M. hätten darin fein von Schleswig- Holstein und den Fürsten Haßfeldt als teilung jeder der 48 Bezirke mur alle 6 Jahre einmal wählt. müssen. Außer diesem großen Betruge wird beiden Angeklagten Protektoren gewinnen und eine Wohlthätigkeitsvorstellung im Ostend- Um die praktischen Folgen dieses herrlichen Wahlsystems richtig bes noch eine Reihe kleinerer Schwindeleien zur Last gelegt, die sie teils Theater veranstalten wollten. Der Verein ist inzwischen aufgelöst urteilen zu können, muß man prüfen, mit wieviel Stimmen gemeinschaftlich, teils jeder für sich begangen haben sollen. So worden, nachdem noch einige Gläubiger des Vereins Bezahlung er in den drei Abteilungen bezw. in ihren Bezirken die einzelnen besaß Fischer zwei Grundstücke in Grüneberg i. Schl. und halten hatten. Nach der Vernehmung dieses Zeugen wird die Ver- Stadtverordneten gewählt wurden. Die Beteiligung ist bekanntlich hatte eine Hypothek zu bezahlen. Föllmer reiste nun mit Fischer handlung abgebrochen. am Donnerstag im großen regelmäßig am schwächsten in der 3. Abteilung, am stärksten in der nach Grüneberg und bezahlte die Hypothek aus Vereinsmitteln. Schwurgerichtssaal fortgesezt. 1. Abteilung. 1899 erschienen zur Wahl in der 3. Abteilung Föllmer hat sich alsdann die Hypothe cedieren lassen, fie sofort 35,16 Proz., in der 2. Abteilung 42,65 Proz., in der 1. Abteilung an seine Frau weiter cediert und bei dem Verein noch 328 m. für 56,78 Proz. aller Wahlberechtigten der betreffenden Abteilung. In den Reisekosten nach Grüneberg liquidiert. Er behauptet, daß es sich einzelnen Bezirken schwankte die Beteiligung in der 3. Abteilung von darum gehandelt habe, das betr. Grundstück in Grüneberg für 21.29 Broz. bis 45,23 Proz., in der 2. Abteilung von 33,05 Proz. Vereinszwecke zu erwerben und daß Graf Bernstorff von allem orducten Versammlung am Donnerstag, den 19. d. M., stehen aller Wahlberechtigten der betreffenden Bezirke. Trozdem stellte sich Auf der Tagesordnung für die Sigung der Stadtver- bis 57,82 Broz, in der 1. Abteilung von 40,91 Proz. bis 76,00 Broz. unterrichtet getvesen sei. Ein folgende Bunfte: Bensionierungs-, Anstellungs- und Unterstützungs- die absolute Zahl der erschienenen Wähler in der 3. Abteilung immer fachen. Drei Naturalisationsgesuche. Wahl eines Bürger- noch auf 3075-1276, aber in der 2. Abteilung nur auf gruppiert sich um dessen angebliches Unternehmen der Errichtung einer deputierten in die Brennmaterialien- Deputation. Berichterstattung 277-122 und in der 1. Abteilung gar nur auf 51-13. Naturheilanstalt in Grüneberg. Er hat einen Beugen Namens über die Vorlagen, betreffend die eventuelle Erhöhung des städtischen Gewählt wurden die Stadtverordneten in der 3. Abteilung Krüger unter falschen Vorspiegelungen dazu bewogen, einigetausend Mark Beitrags an den Centralverein für Arbeitsnachweis. Die herzugeben. Einer Frau Baldin hat er 1500 M. abgenommen, indem Errichtung eines Feuerwehr- Denimals auf dem Hof der Haupt- durch 2805 bis 798 Stimmen, in der 2. Abteilung durch 248 bis er ihr vorspiegelte, der Kaiser wolle Protektor der Heilanstalt werden feuerwache und die Umpflasterung und Umgestaltung des und die Umpflasterung und Umgestaltung des 106 Stimmen, in der 1. Abteilung durch 50 bis 13 Stimmen. Es und Bleichröder wolle eine große Summe vorstrecken. Einen Arbriter Schloß plages. Vorlagen, betreffend die Zahl der versuchs- muß eine ganz aparte Ehre sein, durch das Vertrauen von Bade hat er beschwat, 5420 M. berzugeben, indem er ihm vorweise anzustellenden Schulärzte den Erwerb des zum Bau der wohlgezählten 13 Mitbürgern in die Stadt. spiegelte, er wolle in Gemeinschaft mit dem Grafen beiden Brüden im Zug der Manteuffelstraße und der verlängerten berordneten Versammlung zu gelangen. Die allerBernstorff meisten dieser Delegierten der Geldfads Inter. in Königs Wusterhausen ein er Eisenbahnstraße erforderlichen Straßenlandes die Verwendung eifenten würden nicht lange mehr in der Berliner Stadtrichten, für welches Bade Juspektor werden solle. Ein der bein Bau des Gertraudtenstegs erübrigten Mittel Arbeiter Rathmann, der im Verein Kontorbote verben zur Weiterführung der Ufermauer vor dem Spindlerschen und dem berordneten- Bersammlung bleiben, wenn das Dreiflassen- System bei sollte, hat ihm sein Sparkassenbuch anvertraut. Der Bildhauer Ravenéschen Grundstück einige Ergänzungen des Bahnneges der den Kommunalwahlen beseitigt würde. Heinrichs ist dadurch geschädigt worden, daß er auf das Versprechen Großen Berliner Straßenbahn den Etat der Sparkasse für das Eine Bismarck- Büfte im Gewerkschaftshaus. Als einen hin, eine Lebensstellung zu erhalten, den Fischer 6-7 Monate bei Etatsjahr 1900 und die Wahl der Schiedsmänner. Antrag von von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute fich aufnahm und beköftigte. Unter den dem Angell. Ilmer Mitgliedern der Versammlung, an den preußischen Landtag das Erschafft, stellt die" Post" in einer Bolemit gegen ein hiesiges Montagszur Last fallenden Sonder Schwindeleien befinden sich solche gegen fuchen zu richten, daß bei der Abänderung des Kommunal- Wahl- blatt ihren Heros, dem Fürsten Bismard, hin. In einem Artikel einen Tischlermeister und einen Tapezierer. Den ersteren hat er gefezes die Einführung des allgemeinen gleichen und gefiber das Gewerkschaftshaus hatte das Blatt die vielleicht nicht ganz bewogen, Fensterdekorationen, Stühle und Schreibtische für das Bureau heimen Wahlrechts auch für die Gemeindewahlen be- glückliche Wendung gebraucht, daß die Arbeiterschaft, wenn ste des Vereins im Werte von 2000 m. auf Kredit zu liefern. Er hat schlossen werden möge. Er hat schlossen werden möge. Vorlagen, betreffend die Festjegung der Bersonenfultus treiben Personenfultus treiben wolle, unserm Genossen Dr. Arous dabei erklärt, das Präsidium des Vereins hafte für die Bezahlung. von der Stadtgemeinde an fünf Straßenbahn- Gesellschaften zu im Gewerkschaftshause eine Büste errichten müsse. Hierauf er Bei dem Tapezierer hat er Möbel für den Verein im Werte von leiftenden Beiträge zu den Kassen der Unterhaltung des Bahnkörpers widert die" Post", daß in diesem Fall nicht die Büste unfres 3000 m. und von 8000 m. für seine Privatzwede bestellt, die Be- die Bewilligung von Mitteln für festliche Beranstaltungen ge- Barteigenoffen, sondern die des Fürsten Bismard aufgestellt stellung ist aber nicht ausgeführt worden. Er hat dabei angegeben, legentlich der Anwesenheit Franz Josefs in Berlin. Die Anwerden müſſe, der burch seine nationale Bollpolitit die deutsche daß das vom Verein abgezweigte nahme der Jagor- Stiftung zur Vermehrung nützlicher Kenntnisse Industrie groß gezogen und den mächtigen Arbeiterstand und den Ablauf der Wahlzeit der Mitglieder indirett gefchaffen habe, der ferner durch die sociale Gesetzgebung die invaliden Arbeiter vor der Notlage sicherte und, wie wir an dem welches nach der Ansicht der Anklage auch nur eine Scheingründung und Stellvertreter der Hilfs- Ersastommiffion I und II. war, feine( Föllmers) Villa in Hermsdorf erwerben werde. Beim Eine städtische Maschinenbauschule soll, wie schon früher Gewerkschaftshaus sähen, auch die Grundlage für weitere Annehme Glasermeister Flade bestellte Föllmer zwei Terrassenfenster für seine angekündigt, nach Absicht des Magistrats in Berlin errichtet werden lichkeiten und Vorteile geschaffen habe. Villa Quififana" unter dem Versprechen einer lebenslänglichen und zwar als Unternehmen der Stadtgemeinde. Die Unterhaltung Anstellung. Er soll sich dabei als„ lebenslänglich angestellter Direktor dieser Schule soll bewirkt werden durch das eingehende Schulgeld, Dr. Föllmer" vorgestellt und gesagt haben, es müsse alles recht groß die von Interessenten gezeichneten Beiträge und den Zuschuß der " Privatschwindel Fischers # Frommelheim", Sanatorium und Fertigkeiten" der reine Brüderlichkeits- Verein, Sie wird " Kommunales. Der Alte im Sachsenwald würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er läse, wie selbst ein Blatt wie die" Post" die Früchte seines Wirkens einzuschäzen gezwungen ist. Er, der durch schnöden Mißbrauch des Marktpreise von Berlin am 17. April 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut Schandgefeßes 1878 nicht allein die politischen, sondern auch die Jabzuwenden, nimmt der Polizeipräsident Veranlassung, vor unvor- f gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiterschaft und ihre freien fichtiger Amäherung und dem Betreten des Tempelhofer ErergierKrantentasjen obendrein zerstörte, er, dem die" Socialreform" nichts plages und der Hafenheide zu warnen. Zugleich werden die Eltern andres war als ein allerdings verfehltes Mittel, die Arbeiter und alle diejenigen, denen die Obhut von Kindern anvertraut, hierschaft unselbständig und der Socialdemokratie abwendig zu durch aufgefordert, diese auf die Gefahr aufmerksam zu machen, der machen, er, der mit dem Instinkt des rohen Geschäfte sie sich bei dem Betreten dieser Gebiete aussehen. machers bis zum letzten Atemzug gegen die klassenbewußte Arbeiter Eine größere Betriebsstörung entstand Dienstagabend für schaft gewütet hat, er hat allerdings gerade durch dieſe ſeine blinde Brutalität dazu beigetragen, daß die Arbeiterschaft sämtliche Straßenbahnlinien, die den Hackeschen Markt, die Rosen- Geiſte, gut im Kampf gegen ihn und seinen Anhang sich stählte, daß sie thaler- und Spandauerstraße passierten. Durch Kurzschluß war der erstarkte und Siegerin blieb. Deswegen aber einem Bismard Ausschalter in der Spandauerstraße ausgebrannt und die auf den Safer, gut im Gewerkschaftshause eine Büste sezen, das hieße soviel, als wollte Oberleitungsbetrieb angewiesenen Wagen blieben auf der Strede liegen. Was sagt die der Kriegerbund Napoleon dem Kleinen im Lustgarten zu Berlin ein Die Verkehrsstockung dauerte etwa eine Stunde. Denkmal errichten, weil dieser doch durch seine Striegserklärung 1870 Direffion der Großen Berliner Straßenbahn zu diesem Mangel des die Ursache war, daß die Dentschen in Frankreich siegten. Oberleitungsbetriebes? " " 2,60 2, 4,- 2,40 D. Ctr. 15,-J 14,98 Kartoffeln, neue, D- Ctr. 7, mittel gering " 14,96 14,94 Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 17 14,92 14,90 do. Bauch " 1,20 Noggen, gut D mittel " " gering " 14,35 14,32 14,29 14,26 14,23 14,20 Schweinefleisch " 1,60 Kalbfleisch " 1,60 " mittel gering " Hammelfleisch Butter Eier 1,60 " 60 Stüd " Rapfen 1 kg 2,20 1,20 " " ant mittel gering " 14,40 14, 13,90 13,60 " Aale Bander " " " 13,50 13,20 Hechte 2,- 1, " " 5, Barsche 1,80 0,80 17 " 7,30 5, Schleie " " 40, 25, " 45, 25, Bleie Krebse 3,- 1,40 1,20 0,80 per Edjot 12,-3,50 nichtstroh Heu Erbsen Sveisebohnen Linsen 19 1, 2,601, 70, 30, Produktenmarkt vom 18. April. Getreide war am Früh markt ohne Geschäft; namentlich der Handel mit effeftiver Ware lag völlig danieder und zeigte auch mittags keinerlei Belebung. Lieferungen eröffneten leicht abgeschwächt auf matte Tendenz- Berichte aus New York und Chicago, startes Angebot in füdrussischem Roggen und steigendes Barometer, welches wärmeres Wetter erhoffen läßt. Als späterhin von den Märkten Oestreichungarus 6 Kr. höhere Breise gemeldet wurden, tonnte sich die Tendenz auch um 0,25 bis 0,50 M. für beide Brotartikel schloß Weizen, für welchen einige am hiesigen Blayz wieder erholen. Nach einer anfänglichen Abschwächung Frage aus dem Inlande vorhanden war, zu geftrigen Preisen, Ruggen eine Kleinigkeit billiger. Hafer lag still, gut behauptet, Rüböl eher schwach. 70er loco flieg um 0,30 m. auf 49,50 m. Safer: Bommerscher seiner Vor den Angen ihrer 87jährigen Mutter sich zu töten, Der Kaiser, so berichten die Zeitungen, hat gestern morgen versuchte gestern mittag die 50 Jahre alte Witwe Josephine Beter 9 Uhr die Möbelfabrik von 3. C. Pfaff besucht und dort die für den Schnelldampfer Deutschland" bestimmten Einrichtungen be- mann geb. Dense aus der Auklamerstr. 27. Die alte Frau ist die sichtigt. Dieser Besuch hat den bei Pfaff beschäftigten Arbeitern Witive eines Oberförsters und lebt von ihrer Pension. Ihre Tochter ist ebenfalls schon seit 22 Jahren Witwe und teilt seit dem Tode nicht allein manchen Schweißtropfen gekostet, sondern ist für einige ihres Manns den Haushalt mit ihr. Witwe Peterman war in der von ihnen auch ein Anlaß gewesen, zu einer gejezwidrigen Handlung legten Zeit nervös aufgeregt. Seit dem zweiten Feiertage pacte sie waren auch bei der Firma Pfaff, die Arbeiten sehr im Rück auf dem Boden und in der Wohnung wiederholt Sachen, als ob sie stande geblieben. Nun ward der Besuch des Kaisers angekündigt. von der Küche in die Wohnstube hereintrat, ergriff sie eine Scheere, hätte ziehen wollen. Als gestern mittag gegen 12 Uhr ihre Mutter Das diente der Firma Pfaff zum Anlaß, ihre Arbeiter zu schnitt sich die Pulsader an der linken Hand auf und brach bewußtlos Ueberstunden zu drängen, und diese Haz nahm Ende voriger zusammen. Die alte Frau alarmierte die Hausbewohner und dieje Woche einen geradezu gemeingefährlichen Umfang an. Für eine Schicht holten die Polizei und einen Arzt der Rettungswache 3. der die Am Spiritusmarkt war die Tendenz sehr fest. Der Preis für der Tischler war die Arbeitszeit am grünen Donnerstag nachmittags Berlegte mit einem Lückschen Wagen in ein Krankenhaus bringen ließ. 3 Uhr zu Ende. Das heißt auf 7 Stunden. Nachdem eine andre once Juwelendieb Wunderlich, der vor einiger Zeit den nahme im Mai 149-150 beg., Juli 154,75-153,75 bez., September 158,25 bis Weizen guter märkischer 149 bez, geringer do. 146 bez, auf 26: Schicht inzwischen gearbeitet hatte, kehrten die Uhr drei nach Hause gegangenen Arbeiter gegen zehn in die Fabrik zurück und weihten Diebstahl bei dem Grafen Eulenburg hier verübte, hat im Landes- 158,50 bez. Roggen märfischer 142-143 ab Bahu, Nezeroggen 143,50 unter dem Schmunzeln ihrer patriotisch- christlichen Unternehmer den gefängnis zu Ichtershausen im Großherzogtum Sachsen- Koburg- bez, Avrillieferung, bo. fchwimmend, 144 bez. Tahnfrei, auf Abnahmte im: höchsten Feiertag der Christenheit durch forsches, bis Gotha eine ihm zubiftierte mehrmonatige Freiheitsstrafe verbüßt und Mai 145,25-145-145,50 bez, Juli 144 bez, September 141,75 bez. Gerste inländ. Futter- ab Bahn bezw. 7 Uhr dauerndes Arbeiten ein. Dann kam am Karfreitag wird jett im Moabiter Untersuchungsgefängnis untergebracht werden; 137-144, mittel 132–136, pofener 132–134, ſchlejiſcher 132–135, uredien die Tagschicht wieder heran, um den ganzen Tag zu arbeiten. Dies um sich später vor der hiesigen Straffammer wegen Einbruchsdicb- burgischer feiner 138-145, mittel 133-137. Auf Abnahme Mai wäre auch aller Religion, die dem Volk bekanntlich erhalten werden stahls zu verantworten. Juli 131,75 bez, August 131 bez., September-,- Mais: Amerif. mired foll, zum Trotz geglückt, wenn nicht Uhr nenn von ungefähr die Eine Schwindlerin. Im Hause Waldstraße 34 in Moabit 119,50-121, auf Abnahme im Mai 110,75 bez. Weizenmehl: Nr. 00: Polizei in der Fabrik erschienen wäre und den Arbeitern geboten hätte, wurde vorgestern eine gewisse Margarethe Gust, die aus Stettin Abnahme im Mai 18,70-17,75 bes. 18,60-21,75. Roggenmehl Nr. 0 und 1 18,30 bis 19,40 M. Anf Rüböl: Loco ohne Faß WY. nach Hause zu gehen. Zum Teil wurde die den Herren Pfaff 11. Co. hierher gekommen war, von der Kriminalpolizei verhaftet. Sie Auf Abnahme im Mai 57,30 bezahlt, Oftober 57,50 bez. recht unliebsame Arbeitsversäumnis dadurch wieder eingeholt, daß benugte den Mangel an weiblichen Dienstboten zu den aus- Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 18. April 1900. Amt: am heiligen Abend, wo die Arbeit sonst schon mittags zu gedehntesten Mietsthaler Schwindeleien. Es ist der licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf ftanden: 341 Rinder Ende ist, erst in später Abendstunde Schicht gemacht wurde. Am Gust gelungen, sich unter verschiedenen Namen auf zahlreichen Stellen ersten Ostertag Ostertag lag wunderlicherweise der Betrieb still; ivohl aber wurde ant zweiten Feiertag flott zugleich zu vermieten und überall den Thaler einzustreichen. gefchuftet. Auf diese Art glückte es, die für das Schiff be- Die Bandelstraße von der Dreyfestraße bis zur Birkenstraße stimmten Möbel dem Kaiser in ziemlich fertigem Zustande vor- wird wegen Asphaltierung vom 20. d. Mts. ab bis auf weiteres für zuführen. Der Firma Pfaff u. Co. mag es angesichts der Fuhrwerke und Reiter gesperrt. hohen Ehre, die ihr zu teil wurde, ein leichtes fein, An der Humboldt- Akademie beginnen am Donnerstag und bißchen Polizeistrafe, die ihr am Ende wegent an den folgenden Wochentagen die 48 Vortragscyklen und Unterrichtsder Sabbatschändung auferlegt wird, zu verschmerzen. Auch dürfte es ihr kaum besonders zu Herzen gehen, daß die Arbeiter furfe aus allen Wissensgebieten, welche in diesem Frühjahrsquartal durch die Hitze in dem an sich schon frankheitsfördernden Betriebe in den Lehrstätten Georgenstr. 30/31, 2üßowstr. 84d, Wilhelmein gutes Teil ihrer Gesundheit zu Markte getragen haben. Wohlstraße 92/93, Weinmeiſterfir. 16/17 sowie im Alten Museum für Die Vorlesungen finden aber sollten die in Frage kommenden Tischler bedenken, ob es in Herren und Damen gehalten werden. Anbetracht der Opfer, die ihnen der Kampf mit dem Unternehmer- größtenteils in den Abendstunden statt, im Architektenhauſe in den Vormittagsstunden 11-1 Uhr, im Museum Freitags und Sonntum auferlegte, gewissenhaft gehandelt war, der Firma in abends, nachmittags 4-5 Uhr; der erste Vortrag jedes Cyklus( aussolchen Fällen ohne weiteres zu Willen zu sein. genommen; die Museumsvorträge) ist auch ohne Hörerkarte zugängig. Alles Nähere enthalten die Programme, welche in den Bureaus: Dorotheenstr. 75, Botsdamerstr. 116a, Prinzenstr. 54, Landsbergerstraße 32, Gipsstr. 18 und im Architektenhaus, 1 r, für 10 f. fäuflich sind. Aus den Nachbarorten. 1523 Kälber, 1220 Schafe, 8915 Schweine. Bezahlt wurden für 100 fund oder 50 Kilogramın Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund in Bf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht ausgemäftete und ältere ausgemäßiete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 00-00. Färsen und Rühe: a) vollfleischige, ausgemäßlete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) voltfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere Kälber: a) feinste Mast Stühe und Färjen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 00-00; e) gering genährte. Kühe und Färsen 00-00. fälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 72-74, b) mittlere Mastfälber und gute Saugfälber 65-70, c) geringe Saugtälber 56-60, d) ältere, gering genährte( reffer) 00-00.- Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast hammel 58-61, b) ältere Maſthammel 51-56, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 45-49, d) Holsteiner NiederungsRaffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 45-46, schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren b) Säfer 00-00, c) fleischige 43-44, d) gering entwidelte 40-42, e) Sauen 40-41. Witterungsübersicht vom 18. April 1900, morgens 8 Uhr. winemde. 766 Wetter 3'bebedt பூக Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Haparanda 75892 Better Temp. n. C. 15° C.= 4° 01. 5 2wolfig 0 768 23 3 bedeckt 3bedeckt 5 Petersburg 756 3 5 Gort 1bedeckt 1 775 NNW 3bedeckt 11 76952 1 bedeckt 9 771 NW 2bedeckt 10 Aberglaube und Preffe. Wie stark der Aberglauben in Berlin verbreitet ist, dem die Schneiderin Bergner zum Opfer fiel, geht schon daraus hervor, daß nach polizeilichen Ermittelungen Tausende ihren Unterhalt durch Startenlegen, Wahrsagen, Eidenten, Bleideuten und allerlei mystischen Schwindel finden. Manche Wahrsagerinnen haben die feinste" Kundschaft, die im eigenen Wagen die Wahrfagerinnen aufsucht, die besonders im Osten und Nordosten der Zu dem Leichenfund auf Pichelswerder wird berichtet, dağ Stadt vertreten sind. Das Geschäft bringt soviel ein, daß sich die Mutmaßung besteht, es sei an dem 16jährigen Mädchen ein Stationen die weisen Frauen nicht nur gut davon ernähren, sondern Sittlichkeitsverbrechen begangen worden. Bei der Leiche, über deren daß sie auch für Reklame noch viel verausgaben können. Durch Identität noch nichts bekannt geworden ist, fanden sich ein ajchgrauer Flugblätter und Inserate suchen sie sich gegenseitig den Umhang, eine bunte Taille, schwarzer Rod, weißleinenes Hemde Rang abzulaufen in einer Nummer einer Zeitung vom Oster- ohne Zeichen, Beinkleider, schwarze Strümpfe und Halbschuhe, sowie sonntag befinden sich allein 70 Anzeigen, die sich auf die Wahrsage- cin Storsett vor. Ihr Taschentuch war R.( oder K.) B. gezeichnet. Hamburg 769 N Bertin funst und ähnliches beziehen. Ganz unbekümmert um ihre Wirkung 2wolfig 9 Aberdeen werden derartige Anzeigen nicht allein von unparteiischen Blättern In Dalldorf hat die Gemeindevertretung die Wahlen dritter Wiesbaden 770 NA München 770 4bebect 5 Baris wie dem Lokal- Anzeiger" aufgenommen, bei dem Moral und Sitt- Abteilung trotz des Protestes unsrer Parteigenossen für gültig erklärt. Wien 769 NNW 2H16. bed. 6] lichkeit sich ja auf alle Fälle dem Geschäftsprofit unterzuordnen Die Einnahmen und Ausgaben im Gemeinde- Etat balanzieren Wetter Prognose für Donnerstag, den 19. April 1900. haben, sondern auch von freisinnigen Zeitungen, die sich nicht wenig mit 10 060 M. Nach einem vortrefflichen Vortrage des Direktors Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig bei schwachen darauf zu gute thun, daß fie redaktionell umentwegt für die Be- Piper über Schulhygiene wurde beschlossen, ein möglichst zived- westlichen Winden, teine erheblichen Niederschläge. freiung des Volts von politischer und geistiger Knechtschaft ein entsprechendes Schulbanksystem für die neue Schule einzu führen. Der zu Dalldorf gehörende Teil der Tegeler Chauffee wird durch Petroleumlaternen beleuchtet werden. Die Auf Veranlassung des Kaisers soll, um das Interesse an Am folonialen Angelegenheiten zu beleben, der Besuch des Kolonial- Straße Ani Strafgefängnis" jollte umgetauft werden. Museums den Berliner Schulen und den Schulen in den Berliner Man schwankte zwischen den Namen Bismarckstraße und Kronestraße, Vororten, sowie in Charlottenburg, Schöneberg und Nixdorf dadurch entschied sich aber, obgleich die Ehrung für den Neichsheros recht erleichtert werden, daß der Eintrittspreis für den Schüler der Ge- finnig gewesen wäre, doch zulegt für die Verewigung des Gefängnismeindeschule auf 5 Pfennige, für den Schüler einer andern Lehranstalt auf 10 Pfennig festgesetzt wird. Voraussetzung ist dabei, daß der Besuch in Gruppen oder klassenweise erfolgt. Hierzu ist zu bemerken, daß die Schüler das, was sie im Kolonial- Museum für Geld zu sehen bekommen, umsonst viel reichhaltiger im Museum für Naturkunde genießen können. treten. direktors. " Kinderfrohu. Ueber das Ma itäferiammeln durch Sch it I finder hat die Kgl. Regierung in Potsdam unterm 11. April folgende Verfügung erlassen: Zur Steuerung der immer mehr zu nehmenden Verheerungen, die in den Forstkulturen durch die Maifäferlarven angerichtet werden, gestatten wir, daß während der Daner der Flugzeit der Maifäfer für die Schüler der Ober- und MittelEinen wenig günstigen Abschluß weist das abgelaufene Ge- stufe derjenigen Volksschulen des Bezirks, die von föniglichen Oberschäftsjahr für den Abonnementsverein von Dienstherr- förstereien eingeschiossen oder ihnen benachbart jind, eine Verlegung fchaften für franke Dienstboten zu Berlin auf. Obgleich die der Unterrichtszeit eintrete, wodurch die Schüler für die Vormittage Mitgliederzahl von 38 587 Dienstherrschaften mit 48 363 versicherten von dem Unterricht frei bleiben, um sich bei dem fühlbaren Mangel Dienstboten auf 51 799 Dienstherrschaften mit 51 799 versicherten anderweitiger Arbeitsträfte gegen Entgelt an dem Einsammeln der Dienstboten gestiegen und die Prämieneinnahme mit 254 301 9. Säfer beteiligen zu können." 13 167 M. gewachsen ist, war zur Deckung der Ausgaben doch ein Zuschuß von 44 582 M. erforderlich. Die mit jedem Jahr wechselnden Ausgaben und der Umstand, daß sämtliche Krankenhäuser die Kosten für die tägliche Verpflegung um 25-331/ 2 Broz. erhöht haben, ver anlassen den Ausschuß, bei der am 27. d. M. stattfindenden General- Zu dem Koniter Mord. Die bereits gemeldete Berhaftung versammlung zu beantragen, daß für die Ersagdienstboten anstatt des früheren Abbeders Israelski ist auf die Bekundung des 3 hinfort 4 M. zu zahlen sind und daß der bisherige Jahresbeitrag Botemmeisters Fiedler hier erfolgt, der ausgesagt hat, daß Israelski von 5 M. auf 7,50 M. erhöht wird. Vermischtes. Berliner Wetterbureau. neue Kunstblätter in Kupferradierung Der große Beifall, den die zu Weihnachten erschienenen Kunstblätter Marx und Engels gefunden haben, hat uns veranlaßt, die Portraits von Bebel, Liebknecht und Singer in Kupfer- Radierung auf China- Papier folgen zu laffen, und zwar um ihnen eine allgemeine Verbreitung zu sichern, in kleinerem Formate, nämlich 53:40 Centimeter zum Preise von lk. 1,50 pro Blatt. Der beispiellos billige Preis diefer meisterhaft ausgeführten Runftblätter ist natürlich nur bei Massenabsag möglich. ☆ Wie von den Marrs und Engels Radierungen, haben wir auch hiervon eine fleine Anzahl Remarkdrucke Bebel, Liebknecht, Singer auf Japan- Papier zum Preise von Mk. 10 pro Stück, lk. 25 für alle drei zusammen, herstellen laffen, die wir bestens empfehlen. Von den Marr- und Engels- Remarten find nur noch eine sehr beschränkte Anzahl vorhanden. Zahlreichen Aufträgen sieht entgegen Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 19, Beuthstr. 2. Deutscher Todes- Anzeige. angeblich des Nachts öfters laute Schritte in der Wohnung an der Schüßenſtraße, die nach dem Märchen führem Sofas Holzarbeiter- Verband. Allgem. Kranken- u. SterbeDen Mitgliedern zur Nachricht, das kasse der deutschen Drechsler Julius Budach am Karfreitagvormittag nach 10 Uhr in der Richtung der Stelle, In der Mordsache Medenwaldt haben sich nachträglich Ber- an welcher später der Kopf des ermordeten Winter gefunden worden sonen gemeldet, die über den Verkehr der Ermordeten sowie über ist, mit einem Gepäckstück gegangen, und daß er eine Stunde später einige auffällige Umstände Aussagen gemacht haben, denen aber, da mit start beschmugten Stiefeln ohne das Gepäckstück zurückgekehrt sei. diesen Angaben Thatsächliches kaum zu Grunde zu liegen scheint, Israelski protestiert dagegen, mit der That in Verbindung gebracht nicht viel Gewicht beigelegt werden kann. Für die von einem zu werden. Wie bereits gemeldet, ist an der Stelle, an welcher der hiesigen Blatt ausgesprochene Vermutung, daß ein Berehrer der Stopf gefunden worden ist, ein Taschentuch mit dem vorgestickten alten Dame der Thäter sein könne, liegen bis jetzt nicht die geringsten Buchstaben A entdeckt. Wie jest bekannt wird, fand vor einigen Anhaltspunkte vor; sie stützt sich nur darauf, daß man Wochen die verebelichte Mufifdirigent Fritsche auf Hofraum ein ebenfalls der Medenwaldt gehört haben will. Nach wie vor bleibt anzu zerriffenes Taschentuch, das aber mit Blut getränkt gewesen sein soll nehmen, daß ein junger Menfch, ein Bettler oder vielleicht ein und die Monogrammzeichen AA trug. Infolge der neuen That- der Kollege, Drechsler Handwerker, der die Ermordete gekannt hat, der Thäter ist. Dafür fachen ist der Kriminalkommissar Wehn, der bereits abgereift war, sprechen so viele Umstände, daß die Nachforschungen besonders nach auf telegraphischem Weg wieder nach Konig beordert worden. dieser Richtung hin mit Eifer geführt werden. Ob die vorgefundenen, Dreizehn Personen im Rhein ertrunken. Ueber ein er anscheinend blutbefleckten Kleidungsstücke mit der Ermordung der schütterndes Unglück wird aus Bingen gemeldet: Bei der Ueber Medenwaldt in Berbindung gebracht werden können, ist noch nicht fahrt von Bingen nach Rüdesheim fenterte gestern abend 9 Uhr ein erwiesen. Die Kleider sollen zunächst von einem Sachverständigen mit Mitgliedern der katholischen Studentenverbindung, he ingan" untersucht werden. und ihren Angehörigen, zusammen 20 Personen, besetzter Nachen inZum Fall Jänicke. Am ersten Osterfeiertag fanden Spazierfolge Aufstoßens auf eine Ankerkette und sant. 13 Personen, gänger in der Potsdamer Forst in einem Graben nahe beim darunter 4 Damen, ertranken, die übrigen und der Schiffer find Teufelssee die zusammengewickelte Mönchs tutte, die der gerettet. Töpfer Jänide bei der Ausübung des Giftmords an der Luise Bergner getragen hat. Sie wurde der Staatsanwaltschaft zur Beschädigung einer Eisenbahnbrücke. Wie aus Kiel ge weitern Veranlassung übersandt. Wie jezt bekannt wird, hat die meldet wird, ist die Eisenbahnbrüde bei Lindaunis der Kiel Gerichtskommission des Potsdamer Amtsgerichts nach Auffindung Flensburger Bahn infolge der Kollision des Dampfers„ Marie Horn" der Leiche der Luise Bergner, sofort den Tod durch Vergiftung fest mit dem Leitwerk schwer beschädigt worden und für Eisenbahngestellt. Es wurde die Schale, worin das Gift enthalten war, und züge vorläufig unpaffterbar. am Sonntag den 15. April verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Emmauskirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/1 Die Ortsverwaltung. Danksagung. 44802 Alen Freunden und Bekannten, tie bei der Beerdigung meines Baters, des Möbelpoliers Rudolf Arndt beteiligt gewesen, insbesondere dem Lotterie Berein Surra" nebst den und„ Lyrania" sagen hiermit herzGesang- Vereinen der Möbelpoliere" lichen Dant " u. Berufsg.( E. H. 86, Hamburg) Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachs richt, daß unser Mitglied Julius Budach am 15. April in der Irrenanstalt zu Bankow verstorben ist. 541/146 Die Beerdigung findet am Donners tag, den 19. April, nachmittag 5 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus. Kirchhofs aus statt. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten u. Ver wandten fagen wir für die rege Teilnahme und die reichen Kranzipendra iermit unfren immigſten Dant. Die trauernden Hinterbliebenes 5426] Familie Kunze. Rechtsbureau. Juristischer Rat in allen Rechts fachen, Anfertigung sämtlicher Klagen Eingaben, Gnadengesuche, Reklama. 14/18 tionen pp Linienfir 131. der Giftschein in der Nähe des Thatortes aufgefunden. recte Das Dorf Hohenthurm in Cailthal in Kärnthen ist am Das Polizeipräsidium teilt mit: Um die dem Publikum Ostersonntag durch spielende Kinder angezündet worden und mit brohende Gefahr, durch a birrende Geschosse aus den Schieß- 21 Gehöften gänzlich niedergebrannt. Das Glend ist ständen der Hasenheide getroffen zu werden, nach Möglichkeit groß, da die Einwohner gering versichert waren. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Beding in Berlin. Die trauernden Hinterbliebenen B. Arndt.