Erscheint in Feinzis Mittwoch, Freitsg, S-nnU«. AdouocmcutSprri» �ii ganz Deutschland t M, Ps. p« Quartal. MonatS> NdoaucmcntS 'imbtn in allen deutschen Poftanstalten den 2. und ll. Monat, und aus den jjjsnal besonders angenommen: ün Ämgr. Sachsen und Herzogth. Sachsen» Zlltenburg auch aus den tten Monat des Quartals � 54 Ps». Inserat» >etr. Bersammlungen pr. Pcntzetle lv Ps., q«tr Briratangelegmbntcn und Feste sr» Pentzeile 50 Ps. Vorwärts Vestellunzt« nehmen an alle Postanstalten und Buch» Handwagen des In- u. Auslandes. Fillal- Expeditione«. Rew-sgorl! Soz.-demokr. Genossen» schastibuchdruckerei, 154 Eldridge Str. Philadelphia: P. Haß,«30 North Zell Street. 3. Boll, 1129 Charlotte Str. hoholen N.J.: F. A. Sorge, 215 Vaoh- inzton Str. Chicago: A. Lansermann, 74 Ovdourne»»». San Feanzisco: F. Enp, 419 V'h'arreU Sir London>V.: C. Henze, 9 Nero tn. Square Nr. 125. Montag, 21. Oktober. 1878. An die Leser des„Vorwärts". Die vorliegende Nummer erscheint noch unter der Gültigkeit des ordentlichen Gesetzes, des ge- meinen Rechts. Die nächste hingegen, welche Frei- tag, den 25. Oktober, herausgegeben wird, fällt schon unter die Herrschaft des Ausnahmegesetzes. Da nicht unsere Anschauung und unser Ge- schmack, zu schreiben und redigiren, allein maß- gebend ist, sondern der Wunsch unserer zahlreichen und treuen Leser, daß ihnen der„Vorwärts" er- halten bleibe, so werden wir uns auf den Boden des Ausnahmegesetzes stellen und„sozialdemokra- tische, sozialistische oder communistische auf den Umsturz der bestehenden Staats- oder Gesell- schaftsordnung gerichtete Bestrebungen, die in einer den öffentlichen Frieden, insbesondere die Eintracht der Bevölkerungsklassen gefährdenden Weise zu Tage treten"(§ 6 des Ausnahmegesetzes), respektive derartig durch die Polizeibehörden ge- deutet werden können, sorgsamst vermeiden. Es ist das für uns eine schwere, saure Leistung; dagegen aber verlangen wir von unseren Lesern ein freund» liches Entgegenkommen und ein ferneres Wohlwollen. Von den Behörden aber fordern wir, daß sie ohne Voreingenommenheit, dem Wortlaute und dem Geiste des Gesetzes s§ 6) gemäß jede einzelne von nun an erscheinende Nummer des „Vorwärts" prüfen und auf Grund dieser Prüfung erkennen, und nicht, wie der Minister des Innern von Preußen, Graf Eulenburg, andeutete, nach der allgemeinen Tendenz, die der„Vorwärts" be- festen hat und noch befitzt. Das Ausnahmegesetz wird so schon Verderben genug über unser Vaterland bringen, so daß die Behörden nicht beflissen zu sein brauchen, dies Verderben noch durch eine illoyale und falsche Auslegung des Gesetzes zu vermehren. Der Ursprung des Ausnahmegesetzes ist nicht in den Attentaten zu suchen— dieselben waren nur die äußere und zwar bei den Haaren heran- gezogene Veranlassung; der wirkliche Ursprung ist . der ungeheure Nothfiand, in welchem sich das „vrurscye Reich" in politischer und besonders in wirthschaftlicher Beziehung befindet. Man mußte dem Volke etwas bieten— und weil man keine positiven Verbesserungen einführen will oder kann, deshalb sollte auf dem negativen Wege des Ausnahmegesetzes die Roth wenigstens vom öffentlichen Markte des Lebens zurückgedrängt werden. Man macht Diejenigen mundtodt, welche aus die Nothlage des Volkes und des Vaterlandes aufmerksam machten und das einzige vernünftige Mittel zur Heilung, die Volkshülfe vorschlugen. Daß ein solches Verfahren durchaus verkehrt ist, daß man den Arzt vertreibt, anstatt der Krank- heit, braucht nicht erst betont zu werden— doch die That ist geschehen, sehen wir den Folgen der- selben ruhig m's Auge.--- Wir werden unseren Lesern noch immer die Hülle und die Fülle des Guten und Wissens- werthen bieten können und bieten, wir werden keiner anderen Partei dienen, trotzdem wir die unsrige nicht voll und ganz vertreten können— das Ausnahmegesetz aber trägt schon in sich den Keim eines frühen Todes, es wird nur von kurzer Dauer sein. Deshalb mit frischem Muthe, mit Vorsicht und Kraft zwischen all' den Fußangeln des Gesetzes hindurch— immer: �„Vorwärts!" Die Redaktion. Allgemeine Vollserziehung.") „ES reden und träumen die Menschen viel Von besseren künftigen Tagen." Schiller. Schon Aristoteles bezeichnete es als eine aus- gemachte Wahrheit, daß alle Menschen glücklich sein wollen. Auch erschien ihm dieses Verlangen an sich als durchaus berechtigt, weil in der mensch- lichen Natur begründet; nur könne und solle es lediglich auf dem Wege der Weisheit und Tugend Befriedigung finden. _ Noch heute leuchtet die Wahrheit dieser einfachen Sätze jedem unbefangenen Gemüthe ein, wie oft auch seit Jahrtausenden Afterweisheit und Selbst- sucht die Stimme der Natur zu ersticken versucht haben. Unter allen Leiden und Drangsalen, die dem Menschen aus den Mängeln des eigenen Wesens und aus den Verhältnissen seines Daseins *) Wir erhalten von dem Buchhändler und Verleger JuliuS Klinkhardt zu Leipzig das erste Heft einer Zeitschrift:„Pädagogium. Monatsschrift für Er- ziehung und Unterricht. Herausg. von Dr. Fr. Dütes" zur Besprechung, wobei der Uebersender namentlich auf die Dittes'sche Vorrede aufmerksam macht, die sich zum theilweisen Abdruck eigne. Wir erfüllen den Wunsch des Verlegers, indem wir die ganze Vorrede unter derUeber!chrift:„AllgemeineBolkssrziehung" unseren Lesern zur Empfehlung der neuen Monatsschrift für Erziehung und Unterricht vorführen. R. d. B. entspringen, richtet er immer auf's Neue seinen Blick in die Zukunft. Und wen» auch Niemand, der den menschlichen Dingen eine ernste Würdigung zu widmen vermag, an die Möglichkeit eines gol- denen Zeitalters glauben kann: so halten doch die edelsten Berster an der Ueberzeugung fest, daß es gelingen müsse, die Leiden unseres Geschlechtes mehr und mehr zu mindern, seine Wohlfahrt mehr und mehr zu erhöhen. Wie weit hat es nun die Menschheit in ihrem Streben nach Glückseligkeit gebracht? Können wir mit Befriedigung auf unser Zeitalter, auf die Zustände der modernen Völker blicken?— Leider ist des Jammers mehr als der Freude. Die ganze Gesellschaft ist von einer ungeheuren Gährung er- griffen. Nirgends Friede und Behagen, überall Klage und Hader, Schwanken und Ringen, Verlangen nach Aenderung und Furcht vor dem, was kommen soll. Fast in allen Ländern hat sich zwischen Befitzenden und Besitzlosen, zwischen Herrschenden und Beherrschten, zwischen Gebil- deten und Ungebildeten, zwischen Gläubigen und Ungläubigen, zwischen den Anhängern des Alten und den Freunden von Neuerungen eine furchtbare Kluft aufgethan, als ein offenes Grab für die Streiter, welche fallen sollen im Kampfe um Macht und Recht, um die materiellen und geistigen Güter, selbst um Mysterien und Gewissenssachen; ja als ein offenes Grab vielleicht nicht blos für das Schädliche und Hinfällige, sondern auch für das Heilsame und Lebenskräftige. Und wenden wir unsere Blicke von den inneren Zuständen der heutigen Staaten auf ihre äußeren Verhältnisse, auf die internationalen Beziehungen der verschiedenen Völkerfamilien: wo finden wir einen auf Gerechtigkeit und Wohlwollen gegrün- deten Frieden?— Ueberall Untreue und Hinterlist, Willkür und brutale Gewalt, wildes Blutvergießen und entsetzliche Greuel jeder Art. Alle Welt strotzt von Kriegeswaffen, ungeheure Armeen zerrütten den Wohlstand der Völker, indem sie zugleich Bil- duug und Gesittung untergrab,».-An der That: in solchem Umfange war noch niemals das Unheil über unser Geschlecht verbreitet, und man kann zweifelhaft sein, ob in der heutigen Menschheit mehr Humanität oder mehr Bestialität herrsche. Vom kleinsten Gemeinwesen an zieht sich durch das Ganze hindurch ein deltuw omnium contra omnes(Krieg Aller gegen Alle). Vor fast hundert Jahren stellte der Philosoph von Königsberg Ideen „zum ewigen Frieden" auf; heute ist das Losungs- wort„der Kamps um's Dasein". Woher denn diese Calamität unseres Zeitalters? Hat die Menschheit ihr altes Streben nach Glück- seligkeit aufgegeben, um sich vielmehr absichtlich in's Verderben zu stürzen?— O nein, noch heute ist es wahr, daß alle Menschen glücklich sein wollen. Aber man sucht das Ziel mit abenteuerlichen Sprüngen aus täuschenden Irrwegen, statt festen Schrittes die untrügliche Bahn der Weisheit und Tugend zu wandern. Gar viel des Rühmens ist gewesen, wie wir es doch so herrlich weit gebracht mit unserer Eultur. Aber wo ist die Weisheit, wo ist die Tugend geblieben, diese besten Edel- steine in der Krone aller Culwr?— Gewiß, die Menschheit hat es weit gebracht in der Beherrschung der Natur; aber die Herrschaft über sich selbst hat sie noch nicht errungen. Darum fehlt ihr auch noch die bessere Hälfte der Glückseligkeit. Denn mehr Verderben kommt dem Menschen vom Men- schen, als von der Natur, und mehr kann der Mensch den Menschen beglücken, als die Natur. Ueber dem Haschen nach den Schätzen, die draußen vor aller Welt Augen liegen, hat man vergessen die Schätze, welche verborgen im Schooße der Menschheit selbst ruhen. Als ob die Menschenwürde ein eitler Wahn und der Mensch ein werthloses Ding sei, läßt man gleichgiltig in Millionen die herrlichsten Keime verkommen und entarten, wie man leichtfertig Tausende auf den Schlachtfeldern hinopfert- Unsere Cultur hat noch gar große Lücken und gar große Flecken. Kein einziger Großstaat hat bisher ein klares, allumfassendes, auf Weisheit, Gerechtigkeit und Wohlwollen beruhendes Cultur- system auch nur angestrebt, geschweige denn auf- gestellt und durchgeführt. Wir sehen allenthalben nur Anläufe, Fragmente, sporadische Beranstal- tungen aü Kov, ein unerfreuliches Stückwerk, nichts Ganzes, keine Einheit, keinen inneren Zu- sammenhang, keinen durchgreifenden Plan. Man bildet Gesellschaftsklassen, Berufsstände, Geschäfts- leute, Beamte, Unterthanen, politische Parteien, Glaubenssekten, Nationalitäten oder etwas der- gleichen; aber man bildet keine Menschen. Und so werden schon dem Jugendalter die Einzel- interessen nachdrücklichst vor Augen gestellt, die Gesammtinteressen aber entrückt, womit der all- gemeine Krieg vorbereitet, der soziale Frieden untergraben wird. Daneben wachsen in den meisten Culturstaaten (in den großen ohne Ausnahme) ungeheure Schaa- ren ohne jede planmäßige Bildung auf, weil ihnen das Mittel fehlt, für welches in unserer Zeit fast Alles, ohne welches fast nichts zu haben ist. Und diese Massenverwilderung gilt noch vielen unserer Zeitgenossen als eine ganz treffliche Institution, weil sie meinen, in jedem wohlbestellten Staate müsse es eine bildungslose dienende Klasse geben. Wenn dann die verachteten und weggeworfenen Proletarierkinder zum Theil entarten zu Geißeln der Gesellschaft, zu Feinden alles Bestehenden, zu Vagabunden und Verbrechern: dann klagen die- selben Leute, welche sich einer durchgreifenden Volksbildung mit aller Macht widersetzen, über die Rohheit der Massen und über die schlechten Leistungen der Schule und der Lehrer, indem sie als die wahren Heil- und Schutzmittel gegen den Schaden nur Polizei und Soldaten, Zuchthäuser und Schaffote betrachten. Und selbst von den Bekennern des modernen Liberalismus, der per- sönlichen Freiheit und Rechtsgleichheit sammt allem Anhang, weichen gar viele behutsam aus, wenn es gilt Ernst zu machen mit der unerläßlichen Borbedingung eines wahrhaft freien Staatswesens und eines befriedigenden Zustandes der Gesammt- heit: mit der allgemeinen Volkserziehung. Man vergißt, daß die Rohheit der Massen nur für die Tyrannei Einzelner ein brauchbares Fundament ist, daß aber Recht, Freiheit und Wohlfahrt eines Gemeinwesens nur auf allgemeiner Bildung sicher ruhen. Erweist sich also der Unterbau unseres Cultur- systems als durchaus unzulänglich: so leiden die mittleren und oberen Partien desselben an großen Gebrechen. Geistloser Mechanismus und eigen- sinnige Uniformirung, Vernachlässigung der Ge- müths- und Charakterbildung, vielfach auch der physischen Entwickelung zu Gunsten einseitiger Dressur im Wissen, dabei viel Quälerei mit ab- gelebten und werthlosen Dingen unter Verab- säumung des Werthvollen und Unentbehrlichen, Ueberschätzung der Lehrsubstanz und Verkennung des persönlichen Werthes der Zöglinge, daher ge- wattsatne-Liirichtiing v.r Unteren für eine Scha- blone und nach einer Schablone, frühzeitige Hin- lenkung derselben auj� ihre individuellen Vortheile, Ueberbürdung und Schwächung der jugendlichen Kräfte— das sind die Hauptfehler in unserem mittleren Schulwesen. Und im obersten Stockwerk ist auch nicht Alles Gold, was glänzt. Da wird geistlose Routine, leere Wortklauberei und gänz- liches Jgnoriren der Ideen und Forderungen der Gegenwart als die wahre Wissenschaftlichkeit ge- priesen, als lebten wir in der Alexandrinischen oder mittelalterlichen Periode der Scholastik; dort werden die gewagtesten Hypothesen mit Auguren- miene als geniale Entdeckungen neuer, untrüglicher Wahrheiten unter möglichster Reklame proklamirt, oder unwichtige Kleinigkeiteu mit allerlei gelehrten Kunstgriffen weitläufig ausgesponncn, die Wissen- schaften in unzählige Reviere gespalten und alles lebendigen Zusammenhanges beraubt, als ob die babylonische Verwirrung oder der vielberufene Schwindel auch in die Gelehrtenwelt, in die Hoch- schulen und Akademien eingezogen wäre. Auch hier das Bild der Zersplitterung des Ganzen, der universitas, in hundert Einzelgeschäften und Ein- zelinteressen, entsprechend dem Grundzuge unseres ganzen Zeitalters. Engherzige Selbstbeschränktheit und cynischer Egoismus, das sind die schwärzesten Flecken unserer gesammten Cultur. Daher auch die bodenlose Corruption an allen Ecken und Enden: in Handel und Wandel, in Politik und Verwaltung, in den Parlamenten und in der Tagcspresse, selbst in der Wissenschaft und im Schulwesen, im Cultus und in der Rechtspflege, in allen sozialen Beziehungen und Institutionen. Und so bieten die sogenannten besseren Stände, welche das heutige Cultursystem beherrschen und ausbeuten, den rohen Massen leider mehr Beispiele des Bösen, als Vorbilder des Guten. (Forlsetzung folgt.) Erkrankungen der Wirthe und Bäcker. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Professor Reclam in der von ihm herausgegebenen Zeit- schrift„Gesundheit" eine sehr interessante Ab- Handlung über die Krankheiten und Leiden, welche die bei äußerer, oberflächlicher Betrachtung nicht besonders gesundheitsschädlich erscheinenden Be- schäftigungen der Wirthe, vornehmlich der Kellner, sowie der Bäcker mit sich bringen. Schon lange hat die englische Statistik bewiesen, daß die Sterblichkeit des Wirthschaftspersonals diejenige fast aller anderen Berufsklassen über- steigt. Auf dem Continente sind ähnliche Ersah- rungen gemacht worden. Ganz besonders groß sind aber die Erkrankungsfälle; besonders die Lungenschwindsucht, dann auch Magenkatarrh/ Magengeschwüre, Rheumatismus, Blutarmuth und verschiedene Nervenleiden und Krankheitsformen, die bei Wirthen und Kellnern viel häufiger vor- kommen, als bei Personen anderer Berufszweige. An der Hand der obenerwähnten Arbeit von Prof. Reclam wollen wir versuchen, die Ursachen dieser betrübenden Erscheinung klar zu legen. Die Hauptursache der vielen Erkrankungen liegt in dem Umstände, daß die Kellner und Wirthe ge- zwungen sind, sich fortwährend in einer rauch- und dunstgeschwängerten Luft aufzuhalten. Rechnet man hinzu, wie oft die Kellner aus der heißen Wirthsstube plötzlich in die kalten Keller oder die' von Zugwind durchzogenen Corridore hinüber- gehen müssen, so kann man ermessen, daß eine starke Constitution dazu gehört, um diesen den Athmungsorganen so gefährlichen Einflüssen zu widerstreben. Auf die Dauer hält es Nie- mand aus. Und doppelt fällt hierbei noch in's Gewicht, daß es dem Kellner nicht gestattet ist, seinem Körper die nöthige Pflege angedeihen zu lassen. Seine Lebensweise ist höchst unregelmäßig. Seine Zeit ist beschränkt, in der Wirthsstube warten die Gäste auf Bedienung, der Kellner kann daher seine Mahlzeit nicht mit der Ruhe einnehmen, die zur Förderung der Verdauung unerläßlich ist, sondern hastig muß er die, oftmals schon erkalteten, Speisen verschlucken. Während des ganzen Tages, wenigstens in den belebteren Wirthschaftcn, keine Rast noch Ruhe. Unaufhörlich muß der Kellner dann zu dem Gaste, dann zu jenem eilen. Unaus- bleiblich ist es dabei, daß die um der leidigen Eleganz wegen in enge Stiefel gezwängten Füße wund werden. Fast in jedem größeren Hotel trifft man einen oder mehrere Kellner, die an dem Wundsein der Füße leiden; an ihrem taumelnden Schritte, an der Art des Auftretens mit dem inneren Rande des Fußes sind die mit dem er- wähnten Leiden Behafteten leicht zu erkennen. Man kann sich denken, welche Qualen diese Un- glücklichen auszustehen haben.„Man muß gesehen haben", sagt Prof. Reclam,„wie aus den lackirten Lederschuhen jener frackbekleideten, pomadeduften- den Kellner das Blut hervorquoll, um den He- roismus zu begreifen und zu würdigen, der auch iuTuejem Stande aeleaentlich nöthig ist, um den Pflichten des Berufes zu genügen. Man muß die von geronnenem Blute getränkten Strümpfe an den der Oberhaut theilweise beraubten Zehen und Fußsohlen haben kleben sehen, um die Höhe des Leidens zu ermessen." Sicherlich ist diese Schil- derung des gewissenhaften Gelehrten und Menschen- freundes nicht übertrieben. Neben der körperlichen ist auch die geistige Anstrengung, welche der Kellner zu ertragen hat, höchst aufreibend, und doppelt aufreibend, weil sie eine so einseitige ist. Während des ganzen Tages muß der Kellner die im ganzen Lokal zerstreut sitzenden Gäste möglichst scharf überwachen und auf- passen, wann einer sein Glas geleert oder seinen Teller abgegessen hat. So leicht dies auch er- scheint, auf die Dauer wirkt es doch höchst auf- reibend. Das Schlimmste jedoch ist, daß bei allen diesen anstrengenden Arbeiten dem Kellner nicht die ge- hörige Ruhe gewährt wird, um sich von den An- strengungen des vorhergehenden Tages zu erholen und neue Kräfte für den kommenden Morgen zu sammeln. Bekanntlich wird selten eine Wirthschaft vor Mitternacht geschlossen. Also gerade während die Angehörigen anderer Berufszweige die beste Ruhe genießen, müssen die Kellner oftmals noch ihre Hauptarbeit verrichten. Und wenn's nur um Mitternacht vorbei wäre. Wie oft kommt es vor, daß Gäste, denen ihre Lebensstellung ge- stattet, am andern Morgen bis in den Tag hinein zu schlafen, vor 2 oder 3 Uhr Nachts nicht zum Aufbruch zu bewegen sind. Und selbstverständlich muß der Kellner, wenn er auch noch so sehr er- müdct ist, ebensolange auf den Beinen bleiben. Endlich kann er schlaftrunken sein Schlafzimmer aufsuchen, wenn man ein dumpfverpestetes, dunkles, vielfach nicht einmal mit einem Fenster versehenes Gemach so nennen kann. Aber der Schlaf ist nur kurz, höchstens 4—6 Stunden dauert er. Denn schon früh am Morgen muß das Lokal gescheuert und gereinigt werden, damit, wenn die Gäste zum Frühschoppen kommen, alles wieder bereit ist. Es leuchtet ein, daß einer solchen Beschäftigung auf die Dauer auch nicht der gesundeste Körper wider- stehen kann und sind somit die so zahlreich unter den Kellnern vorkommenden Krankheiten leicht er- klärlich. Nicht minder gesundheitsschädlich wie die Be- schäftigung der Wirthe und Kellner, ist, wie oben erwähnt, die der Bäcker. Doch können wir uns hier kürzer fassen. Schon an den durchweg bleich- wangigen Gesichtern der Bäcker kann man er- kennen, wie ungesund ihre Beschäftigung sein muß. Als ersten Grund der vielen Erkrankungen und der großen Sterblichkeit unter den Bäckern muß man ihren fortwährenden Aufenthalt in einem stauberfüllten und noch dazu in einem vom Back- ofen unerträglich erhitzten Lokal ansehen. Diesem Umstände find hauptsächlich die vielen Lungen- schwindsuchtsfälle zuzuschreiben. Hiezu kommt als ferneres, Krankheiten erzeugendes Moment die Nachtarbeit. Die Nacht toll der Ruhe gewidmet sein, so schreibt es die Natur vor, und ein An- kämpfen gegen die bestehenden Gesetze der Natur muß selbstverständlich übte Folgen nach sich ziehen. Es ist daher nicht zu verwundern, daß der Tod unter den Bäckern eine reichlichere Ernte hält, wie bei den meisten anderen Gewerken. Unwillkürlich fragt man sich: was ist gegen diese, das Leben und die Gesundheit der zahl- reichen Bäcker und Kellner bedrohenden Zustände zu thun? Leider ist eine gänzliche Abänderung derselben nicht möglich. Der Egoismus der Hotel- besitzer und die süße Gewohnheit vieler Menschen, die, unbekümmert um die Wohlfahrt ihrer Mit- menschen zum Morgenkaffee ihr frisches Brot haben will, stehen der gänzlichen Abschaffung dieser trau- rigen Einrichtungen hinderlich im Wege. Aber doch wäre es wohl möglich, ähnlich wie bei den anderen Berufszweigen, eine Verbesserung herzu- stellen, wozu aber ein einmüthiges Vorgehen särnmt- licher Kellner, sowie der Bäcker erforderlich wäre. Sozialpolitische Uebersicht. Berlin, 18. Oktober. (Reichstag.) DritteLesung des Sozialisten- gesetzes. Das Opfer ist vollbracht— die alten Griechen pflegten m ihren Tragödien die Morde hinter der Bühne zu verüben. Der deutsche Reichs- tag bat dieses Beispiel nachgeahmt und die deutsche Freiheit, das heißt was man so nannte, hinter der Bühne in den gestrigen Fraktionsconferenzen geschlachtet. Der„Compromiß"— offizieller Ausdruck für eine derartige Abschlachtung— besteht darin, daß die§§ 6 und 16, mit dem was drum und dran hängt, wesentlich in der Commissions- fassung angenommen worden, nur mit der. V er- schärfung, daß in§ 16 die Ausweisung jedes „Agitators" auch aus dem Wohnorte dann ver- fügt werden kann,„wenn er denselben nicht be- reils seit sechs Monaten inne hat". Hat er ihn länger inne, dann braucht nur der„Civilbelage- ruugszustand" verkündet zu werden und— die Sache ist gemacht. Außerdem wird das Wörtchen„sofort" in dem Schlußparagraph, das zu einigen Illusionen Anlaß gab, ersetzt durch das, Mißverständnissen nicht aus- gesetzte mit dem Tage der Verkündigung". Die Debatte der dritten Lesung, welche heute um halb 12 Uhr begann, hat unter solchen Um- ständen nur eine formelle Bedeutung. In der Generaldebatte sprachen Schorlemer- Alst(sehr scharf und elegant, wie immer), Kar- dorff, Liebknecht(in längerer Rede, die u. A. das Berhältniß Bismarck's zur Sozialdemokratie weiter beleuchtete), Helldorf, Schulze-Delitzsch (der sich abquälte, den„Herrn" Lassalle zu wider- legen—, der todte Schulze gegen den lebendigen Lassalle!), und schließlich Lasker, der seinen politischen Selbstmord zu constatiren für nöthig fand. Die Generaldebatte dauerte bis 3«4 Uhr. Trotz der vorgerückten Tageszeit wird in die Spezialdebatte eingetreten. Der Pole Magdzinski und der Däne Kryger, die sich beide zur Generaldebatte gemeldet hatten, brachten, vielfach vom Präsidenten und dem Haus unterbrochen, Proteste gegen das Gesetz und dessen Ausdehnung auf die polnischen Landestheile und Nordschleswig. Sonst kam Niemand zum Wort. Ein Schlußantrag wurde angenommen, ehe eine Silbe über§ 1 gesprochen war. Offenbar ist beschlossen, die dritte Lesung Hals über Kopf vorzunehmen und um jeden Preis morgen zu vollenden. Ein Denkmal für Seume. Achtzehn Herren, darunter sieben Professoren, ein Geh. Hofrath und Herr F. Th. Bischer in Stuttgart, be— kannt durch seine Rede im Königs- bau daselbst nach dem deutsch-französischen Krieg, in der er den Krieg als Bildungsinstitut verHerr- lichte— diese achtzehn Herren also haben im vorigen Jahre einen Aufruf zu einem Denkmal für Seume erlassen. Sie kommmen zwar etwas xost feBtum, denn Seume ist bereits 1810 ge- storben, doch ist leicht zu beweisen, daß diesem Dichter vor allem ein Denkmal gebührt. Seume ist in jeder Zeile Kämpfer mit glühen- der Begeisterung für Recht und Wahrheit, er ist ein Volksmann durch und durch. Außer auf dem politischen Gebiete bewegt er sich auch auf dem Felde der Naturmalerei. Mit Erotik giebt er sich nur wenig ab, es scheint ihm nie eine edle Frauen- seele in den Weg getreten zu sein. Denn was er vom weiblichen Geschlecht sagt, ist für dasselbe nichts weniger, als schmeichelhaft. Nach sogenann- ter klassischer Kürze ringt Seume nicht, er erschöpft in jedem Gedicht das Thema bis zur Neige, so daß fast alle Gedichte als poetische Aufsätze bezeich- net werden können. Dabei entwickelt er einen erstaunlichen, auffallend gedrungenen Gedanken- reichthum und in der Form ist er Meister. In jedem Gedicht thut er seine ureigenste Ueberzeu- gung kund, sein eisern-ehrlicher Charakter spricht nicht, sondern schwört in jeder Zeile. An Gott Staubt Seume, er ist Christ in des Wortes edelster Bedeutung. Ich will zur Begründung des Vorstehenden nur einige Stellen au« der zweiten Vorrede zu den Gedichten citiren: Das gößte Verdienst dieser Verse ist vielleicht, daß sie im strengen Sinne unserer neuen Kritik keine Gedichte find...... Ich habe nun einmal die Krankheit, daß mich Alles, was Bedrückung, Ungerechtigkeir und Jnhumani- tät ist, empört und werde wohl schwerlich ganz davon genesen.... Besondern Fleiß habe ich angewendet, den Abschnitt des Verses zu berück- sichtigen, der dir Rhythmik so sehr befördert... Natürlich ging§ 1 durch. Ein Vertagungsantrag, der um Uhr eingebracht wird, scheitert an dem Widerstand der vereinigten Nationalliberalen und Conservativen, die das Büffet ja noch haben. § 1a kommt zur Diskussion. Die Conserva- tiven versuchen einen Reiterangriff auf den zweiten Absatz, der die eingeschriebenen Genossenschaften einigermaßen schützt. Der betreffende Passus soll fallen. Hrn. v. Goßler's reaktionäre Tiraden wurden durch Fritz sche aä absuräum geführt. Auch Schulze-Delitzsch muß wieder seine ruinen- hafte Persönlichkeit zur Schau stellen und einige hundertmal abgeleierte Phrasen zum 101. Male ableiern. Seine Beredsamkeit wirkt ansteckend auf den Nationalliberalen Rickert, der in Arbeiter- frage zu machen pflegt und es glücklich fertig bringt, das„hohe Haus" in tiefen Schlaf zu versetzen. Eulen bürg junior weckt das Haus wieder auf durch eine pathetische Diversion zu Gunsten des Goßler'schen Antrags(Preisgebung der ein- getragenen Genossenschaften). Bei dieser Gelegen- heit erklärte er, daß er das Gesetz nicht mit Härte, nicht mit Milde, wohl aber mit Loyalität, und, wenn nöthig, mit der durch die Umstände gebotenen Energie werde handhaben lassen. Das ist wieder einmal deutlich. Folgt eine Rede des Herrn Delbrück für die Fassung der 2. Lesung und eine kurze Anfrage des bayrischen Abgeordneten Hauck, nebst kurzer Antwort Eulenburg's(spezifisch Bayrisches an- gehend). Schluß der Debatte 5 Uhr. Die Ab- stimmung über den Goßler'schen Antrag ist zweifel- Haft; die Gegenprobe ergiebt aber eine ent- schiedene Majorität gegen den Antrag.§ 1a wird hierauf in der Fassung der 2. Lesung an- genommen. Die eingeschriebenen Genossenschaften sind also vorläufig gerettet. Ein Vertagungsantrag wird abgelehnt;§Z 1d und 1c ohne Diskussion angenommen. Ein neuer Vertagungsantrag wird, nach Probe und Gegen- probe, mit knapper Majorität zurückgewiesen. § 2 steht zur Diskussion.— Der Abgeordnete „ N i e g o l e w s l i hat das Wort!" Erwartungsvolle Stille. Jedermann weiß, daß nun„Leben in die Bude" kommt. Und die Erwartung wird nicht getäuscht. Ein donnernder Protest gegen die Dik- tatur, die dieses Gesetz einführt, die aber in Posen nichts Neues sei, weckt die Schläfrigsten auf. Die Aufzählung skandalösester Details wird aber viel- fach durch den Präsidenten und die national- liberalen Schreier gestört. Der Erfolg dieser Rede ist: die Geduld der Majorität ist gebrochen und die Vertagung der Debatte wird um 5'/- Uhr fast einstimmig angenommen. Morgen 10 Uhr Fortsetzung der Debatte, die jedenfalls dann zu Ende gebracht wird. — 19. Oktober. Das Haus setzt, sofort in die Tagesordnung eintretend, die dritte Berathung des Sozialisten-- gesetzes fort und beginnt bei§'S. Die§§ 3 und 4 werden ohne Debatte nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen. Zum§ 5, der von der Auflösung und dem Verbot sozialdemokratischer Versammlungen han- delt, bekommt Abg. Bebel das Wort. Derselbe führt aus, daß dieser Paragraph die Polizeiwillkür constituire. Diese sei jetzt schon stark genug; habe man doch Versammlungen, die durchaus nicht überfüllt gewesen, wegen angeblich zu hoher Tem peratur aus sanitätspolizeilichen Rücksichten auf- gelöst, eine andere, in der zufällig die Fenster offen standen, deshalb, weil sie als eine Versamm- lung unter freiem Himmel zu betrachten sei. In anderen Fällen habe sich die Polizei bemüht, Doch gehen wir nach dieser Einleitung sogleich zu einer Auswahl Seume'scher Gedichte über: Wenn ein heutiger Dichter auf seine Ehrlich- keit pochen würde, so würde man ihn verlachen, und doch gibt es heute weniger ehrliche Dichter als zu Seumc's Zeit. Wer lacht, wenn der Dichter spricht(Hempel'sche Ausgabe S. 22): „Freund nimm mich hin, so bieder, fest und schlicht, Wie du mich schon vor langen Jahren kanntest; Und hintergeht dich je mein ehrliches Gesicht, Verklage mich einst vor dem Weltgericht Und spotte deß, den du sonst redlich nanntest." Das Gedicht„Abschiedsschreiben an Münch- hausen" ist großartig, kernig, compact. „Sei Harmonie in Wort und That und weiche Kein Haar breit, stark wie eine Königseiche; Und felsenfest sei, was Du sagst. Verachte stolz den stolzen, gold'nen Thoren, Doch mehr noch jenen, der mit leisen Ohren Sich bis zum Gürtel schmeichelnd beugt. Stets handle fest, nach männlichen Gesetzen, Die Du Dir schriebst, und eines zu verletzen Sei Hochverrath an der Vernunft. Mißtraue jedem Lobt, jedem Tadel Und prüfe strenge jeder Handlung Adel, Für die man ein Diplom begehrt." Dann folgen in eben diesem Gedicht Auslassungen über den Charakter oder vielmehr Nicht- charakter des weiblichen Geschlechts, die mit solcher Bitterkeit durchtränkt sind, wie sie nur der nieder- schreiben kann, der maßlos von Weibern betrogen wurde. „Denn Glück, unwandelbar und ungestöret, Das selbst der Neid mit stummer Achtung ehret, Erwirbt sich auf der Welt kein Mann." „Erinnerung" S. 28: „Wer mit Stumpfsinn keine Leiden fühlet, Gleicht dem Marmorblocke kalt und schwer; Aber wem der Kummer niederwühlet, Hat nicht Männerwerth für Männer mehr. Streit und Unruhe zu provociren. So habe in einer solchen Versammlung, die nach ihrer Auf- lösung ruhig auseinander ging, der mit mehreren Schutzleuten dem Menschenstrom entgegendrängende Polizeilieutenant zu seinen Begleitern gesagt: Seht, diese Hunde von Sozialdemokraten sind so feig, daß sie nicht einmal Widerstand leisten, wenn man sie anfaßt!— Demnach könne es nicht wun- dern, wenn die Polizei bei uns verhaßt sei, denn sie entspreche ihrem Berufe nicht; statt den Bürger zu schützen, chikanire sie ihn. ß 5 wird hierauf genehmigt und§ 5a ohne Debatte angenommen. Zu§ 6, der nach den Beschlüssen der zweiten Berathung ausgefallen war und die Presse betrifft, redet der Abg. vr. Zimmermann und vergleicht die Bestimmungen des gegenwärtigen Gesetzes mit ähnlichen französischen und englischen und nennt das französische Verfahren ein präventives, das englische ein legales. Staatssekretär vr. Fried- berg weist durch Vorlesung englischer Gesetzesakte nach, daß die Behauptung des Vorredners, die englische Gesetzgebung sei bei ähnlichen Anlässen außerordentlich mild vorgegangen, eine irrthüm- liche sei. Abg. Reichensperger(Olpe) weist ebenfalls auf die englischen Aufruhrgesetze hin. Abg. Windthorst. Gegenüber den Compromiß- Anträgen habe sich seine Partei sagen müssen, daß es nur unnöthig die Zeit hinbringen hieße, wenn sie ihre Anträge wieder einbringen wollte; sie ver- zichte aus diesem Grunde darauf.§ 6 wird hier- auf nach der Commisfionfassung angenommen. Ja- folge der Ablehnung des§ 6 in der zweiten Lesung waren auch die mit diesem in Konnex stehenden 1 bis 10 ausgefallen. Der Com- promißantrag hat dieselben in einer von der ur- sprünglichen Regierungsverfassung nicht wesentlich abweichenden Form wieder aufgenommen. § 10 ertheilt der Polizeibehörde die Befugniß, schon vor Erlaß eines Verbots die Platten und Formen in Beschlag zu nehmen, und handelt von der Wiederaufhebung des Verbots. Abg. Sonnemann weist nach, daß nie zuvor solche Maßregeln gegen die Presse ergriffen seien, wie in diesem Gesetz. Eine unabhängige Presse könne bei einem derartigen Beschlagnahmepara- graphen nicht aufkommen. Die unerhörteste Po- lizeiwillkür werde in Folge dieses% 10 überall Platz greifen; das Streber- und Denunzianten- thum werde sich äußerst breit machen.§ 10 wird angenommen, ebenso die ZK 11— 18 ohne Diskussion nach den Beschlüssen der zweiten Lesung, (die KZ 14, 16, 16a nach den Compromißanträgen) und zwar ohne Diskussion. § 19(Rekursinstanz) wird nach einigen Be- merkungen des Abg. Hauck ebenfalls genehmigt, desgleichen die ZZ 19a bis 22; letzterer mit dem Amendement Ackermann, welches dahin geht, den ZZ 22 zu fassen: Das Gesetz tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft und gilt bis zum 31. März 1881. Es fehlt noch die Abstimmung über das ganze Gesetz, die nicht eher stattfinden tann, al? vss die Beschüsse der dritten Lesung zusammengestellt siud. Der Präsident schließt deshalb die Sitzung um 12'/- Uhr und setzt die nächste Plenarsitzung auf heute Nachmittag 2 Uhr fest, mit der Tagesordnung Abstimmung über das Sozialisten- �' Bei der um 2lU Uhr wieder eröffneten Sitzung wurde das Gesetz in der Gesammtabstim- mung mit 221 gegen 149 Stimmen angenom- men. Darauf erfolgte der Schluß des Reichs- tags durch den Fürsten Bismarck. — Wer soll beschimpft werden, Bismarck oder Lassalle? so fragt man unwillkürlich, wenn Schmerz und Freude liegt in einer Schale; Ihre Mischung ist der Menschen Loos, Bon dem Strohdach bis zum Marmorsaale, Bis zur Bahre von der Amme Schooß. Meines Lebens Wunsch ist stiller Friede, Guter Bücher eine kleine Zahl, Ein geprüfter Freund mit einem Liede Und der Sparsamkeit gesundes Mahl." „Verlangtes Gutachten über Menschen und ihren Umgang" S. 37 ist sicher eines der besten Gedichte Seume's, es sprudelt von epigramma- tischen Wahrheiten: „Der Held, für ein Gespenst von Ehre, Und oft für ein Gespenst von Pflicht, Sieht trunken vor dem trunk'nen Heere, Als ob der Gang zum Paradiese wäre, Dem Würger trotzig in's Gesicht, Der oft zum Mahl sich Legionen bricht. Wie sehr ihm auch der Druck des Panzers laste, Er zehrt in ihm des Landes Fett Und fühlt dadurch stracks sein Verdienst complett, Und den Beweis führt seine Degenquaste." Nur selten ist ein Mann, wie ihn der Ruf Mit seiner eh'rnen Stimme schuf. Die Regel durch das Leben sei Vertraulichkeit, und selten nur Betrauen, Und links und rechts, von Furcht und Hoffnung frei, Auf Seelenphänomene schauen; Erwarten und nichts auf Erwartung bauen; Nur alle Menschen menschlich nehmen, Das Gute so, wie wir es sehn; Den Geist der Vorficht auf die Wache. „Gebet" S. 45: „Wenn übertünchte Bösewichter Das Recht durch den erkauften Richter Der Unschuld rauben und in hohem Spott, Das Mark der Wimmernden verschwenden, Wenn heuchlerische schwarze Seelen In ihrem Kleid ihr Gift verhehlen Und Völker an dem Gängelbande drehn man nachstehmde Fischweibexpectoration der „liberalen"„Magdeburgischen Zeitung" liefet: „Die Fortschrittspartei und die Liberalen über- Haupt fanden wir niemals im Lager Laffalle's, der übrigens nicht etwa ein ganz charmanter, von den jetzigen Agitatoren durch feine noble und gar noch„durch und durch monarchische" Ge- sinnung sich unterscheidender Mann, sondern im Gegentheil ein moralisch völlig unsauberer, mit dem üblen Geruch der„Halbwelt" be- hafteter, dabei freilich höchst scharfsinniger Partei- Häuptling war, welcher wilder und hetzender als irgend einer seiner Nachfilger auftrat und seine revolutionäre und durch und durch republi- kanische Gesinnung mit Leidenschaftlichkeit selbst vor Gericht bekannte. So beschaffen ist dieser vom Fürsten Bismurck in höchst befremdlicher Weise belobigte Mann in Wahrheit!" Wenn die„Magdeburgische Zeitung" von „Wahrheit" redet, so denkt jeder Verständige sofort an das Gegentheil. Weiter haben wrr nichts diesem Geschimpfe gegenüber zu erwidern. — Wir erhalten folgende Zuschrift: „Leipzig, 17. Oktober. An die Redaktion des„Vorwärts" hier. In Nr. 122 des„Vorwärts" befindet sich ein Artikel, Robiling betreffend, worin ausgeführt wird, Nobiling sei ein Nationalliberaler gewesen; dies bin auch ich in der Lage zu bestätigen, da ich in der Versammlung in Dresden anwesend war, in welcher Kayser über die Orientfrage refe- rirte. Ich erinnere mich ganz deutlich, daß Nobi- ling, als er das Wort ergriff, ganz besonders be- tonte, er sei Nationalliberaler, aber er pflichte der Auffassung Kaysers's über die Orientfrage bei. Genosse Klemich, mit dem ich die Versammlung besuchte, machte mich noch be- sonders auf Nobiling aufmerksam, indem er be- merkte, daß Nobiling ein Anhänger Victor Böhmert's wäre, und jedenfalls über den Verlauf der Versammlung Böhmert zu berichten habe.— Es ist nur sehr zu bedauern, daß diese Thatsachen nicht allgemein bekannt geworden sind. Mit sozialdemokratischem Gruß Bruno Voigt." — Der„Berliner Börsencourier", den manche unserer Leser noch für ein anständiges Organ hielten, hat die bodenlose Frechheit, den Abg. Bebel zu bezichtigen, er habe im Reichstage mit dem Meuchelmord gedroht. Diese Drohung soll sich in folgendem Passus der Bebel'schen Rede finden: „Es ist wahrscheinlich, daß der von Nobiling angeblich gethane Ausspruch: Ich wundere mich nur, daß so Viele aus dem Leben gehen, ohne Einen mitzunehmen! Wahrheit werde, da ja so viele Familien durch das Gesetz zur Verzweif- lung getrieben werden." Wenn ein derarr geschttvertcr Zustand, wa« wir nicht hoffen wollen, wirklich Wahrheit würde, so hätte doch Bebel keine Schuld daran, sondern das Ausnahmegesetz selbst. Deshalb ist es auch von dem„Börsen-Courier" so bodenlos gemein, wenn er ausruft: „Es ist nothwendig, daß in der Presse das geschieht, was der Reichstag versäumt hat und energisch Protest eingelegt wird gegen diese sozialdemokratische Drohung mit dem Meuchel- morde." Wir können mit einem solchen Blatte nicht polemifiren— wir warnen aber alle anständi- gen Leute vor demselben,— der Chefredakteur dieser Zeitung heißt Davidsohn. Und, desto blutiger zu zehren, Mit Finsterniß die Dummheit nähren, Die Zwietracht schwingt mit Schlangenarmen Die Todesfackel ohn' Erbarmen $ Und würgt mit Wuth in einem Augenblick, Der göttlichen Vernunft zur Schande, Die ganze Hoffnung ganzer Lande Und mancher Jahre schönes Glück." Wie zeitgemäß schlagen solche Strophe« an unser Ohr ihr Herren Liberalen(nicht ihr libe- ralen Herren!) „Wenn rund, wohin das Auge fliehet, Die Menschheit unter Geißeln weint, So knirscht vor Wuth der Menschenfreund. Lass' mich nicht, wenn mit Hohngelächter Des Rechtes rechtliche Verächter Der Tugend kaum den Götterwerth verzeih», „Schwermuth" S. 50: „An den umgeworf'nen Leichensteinen Sah man Waise voll Verzweiflung weinen, Die Gerechtigkeit zu Waisen schuf; Jene Gärten wo der Schwelger singet, Hat der Armen Kummerschweiß gedünget, s Mache Du mich fest in meinem Wandel, Wenn ich neben einem Bubenhandel, Und dem Elend, seinem Sohne, steh. „Der Wilde", S. 59, ist ein ausgezeichnetes, wenn ich so sagen darf, sittliches Gedicht. Der Schluß gehört heute zu den„geflügelten Worten" und giebt auch vollständig den Gedanken des Ge- dichtes: „Seht, Ihr fremden, klugen, weißen Leute, Seht, wir Wilden sind doch beff're Menschen! Und er schlug sich seitwärts in die Büsche." „Elegien auf einem Feste zu Warschau", S. 62: „Und die edeln Menschenmäkler zählen In des Mammons großem Rechnungsbuch r— Der württembergische demokratische Land- tagsabgeordnete Karl Mayer wird von der„Nord- deutschen Allgemeinen Zeitung", welche natürlich in der Affaire Sonnemann-Bismarck die Partei ies letzteren ergreift, in folgender Weise bedacht: „In Württemberg operirte in dieser Weise z. B. Karl Mayer. Die regelmäßigen be- deutenden Geldsendungen, welche Letzterer damals aus Frankreich erhielt, erregten die Auf- merksamkeit der württembergischen Regierung, deren postalische Gewissenhaftigkeit ihr aber nicht gestattete, den Quellen derselben näher nachzu- forschen. Heut zu Tage bedarf es der Baar- Sendungen nicht; man findet an anderen Orten wie Stuttgart befreundete und diskrete Ban- quiers, welche jede Art der Vermittlung gern übernehmen und ohnehin im Geheimniß find." Daraufhin giebt Karl Meyer folgende Erklä- rung ab: „Gegenüber dem Artikel der„Nordd. Allg. Ztg." in Nr. 244 vom 15. Okt., von welchem rch durch die„Franks. Ztg." Kenntniß erhielt, erkläre ich, daß ich niemals Agent einer ftan- zösischen Regierung war, weder der Napoleon's III., noch einer früheren oder späteren und daß ich nie in einem Verhältniß mich befand, wel- ches ersinnlicher Weise als Zusammenhang mit einer französischen Regierung bezeichnet werden könnte. Geldsendungen aus Frankreich habe ich meines Erinnerns niemals erhalten, weder be- deutende noch unbedeutende, weder regelmäßige noch unregelmäßige, weder von der französischen Regierung noch von sonst Jemand. Die Be- hauptung, daß die württembergische Regierung auf solche Sendungen an mich aufmerksam ge- worden sei, ist daher ebenso erlogen, wie die ganze Darstellung der„Nordd. Allg. Ztg.". Ich habe deßhalb einen Berliner Rechtsanwalt mit Erhebung der Berleumdungsklage gegen diese Zeitung beauftragt. Stuttgart, 16. Okt. 1878. Carl Mayer." — In Königsberg ist gegen einige Lehrer — wie die„Lehrerzeitung" für Ost- und West- Preußen mittheilt— wegen sozialdemokrati- scher Umtriebe die Untersuchung eingeleitet, und haben bereits dieserhalb mehrfache Vernehmungen stattgefunden. — Richtige Ansicht! Die„Berliner Freie Presse" schreibt: „Mögen unsere Parteigenossen das Eine nicht vergessen: Der größte Gefallen, den wir unfern Gegnern erweisen könnten, wäre der, uns selbst außer das Gesetz zu stellen. Das wäre für uns die schiefe Ebene, die un- zweifelhaft zu einem deutschen Satory und N u m e a führen würde. Der offen ausgesprochene Plan unserer Gegner ist: Vernichtung der so- zialistischen Arbeiterbeweguug um jeden Preis. Der Plan kann vereitelt werden durch unsere Gesetzlichkeit." — Ausnahmegesetz!? Die„Dresdener Volkszeitung" schreibt: Wie unser gefangener Re- dakteur Reichstaasabgeordneter Max Kayser, der sich am Mittwoch auf einen Augenblick unter Be- wachung bei uns einfand, mittheilt, wird derselbe nach Ablauf seiner Haft von Dresden ausge- wiesen werden. An die Parteigenossen! Zum letzten Male treten wir heute als Mit- glieder des Central- Wahlcomitös vor Euch hin. Die Reaktion feiert Triumphe— das Ausnahme- Ihre Schätze nur nach Menschenseelen, Und ihr Segen ist der Knechte Fluch. Mit umglühter, heißer Stirne frohnen Unter des Despoten Eisenstab Ganze, große, schöne Nationen Von der Kummerwiege bis zum Grab. Freiheit ist ein Schall vor ihren Ohren; Der Gedanke wäre Hochverrath; Wenn Banditen nur mit Dolchen morden, Bleicht man ihren Schädel auf dem Holz; Aber wenn der Helden Troß in Horden Länder würget, sind die Helden stolz. Wenn der Mann dem Manne, der ihm glaubet, Seinen Säckel stiehlet, ist's Betrug; Aber Herrschsucht, die Provinzen raubet, Nennt der Staatskunst hohe Schule klug. Durch der Politiker schiefe Brille Ist Moralität ein Possenspiel, Und Ihr würgt am eigenen Geschlechte Wo Euch die Vernunft den Freibrief schrieb. Dort durchspähn, die Richter zu bestricken, Weil ein Schurke schwere Säcke beut, Rabulisten mit Hyänenblicken Jedes Schlupfloch der Gerechtigkeit. „An meines Vaters Grab" S. 6? hat rüh- rend einfache Stellen: „Hier folgt' ich weinend seinem Sarg, hier haben Sie ihn den guten, braven Mann begraben, Wo ist Dein Grab, daß ich am Grabe weine? Des Armen Gruft bezeichnen keine Steine; Und weiter nichts warst Du als arm und gut. Ich war noch immer Deiner Werth. Du scherztest noch, als uns're Thränen rollten, Und batest nur, daß wir nicht weinen sollten, Und zahltest dann die letzte Schuld." Hochpoetisch klingt: „Läßt nicht, die heilige Vernunft zu tödten, Des Aberglaubens Eisenmänner reden Aus einem dickbestäubten Buch." gesetz in der Hand, hofft sie, alles Gefühl der Zusammengehörigkeit unter den Arbeitern ver- nichten und die sozialdemokratische Volksbewegung erdrücken zu können. Sozialdemokratische Bereine find nicht mehr möglich— sozialdemokratische Ideen werden in die Acht erklärt. Wir haben nicht nöthig, die Tragweile dieser Thatsachen darzuthun, Jeder von Euch weiß, daß er auch ohne Verein Tausende von Genossen hat und daß die Freudenfeuer der Reaktion bald verlöschen werden. Unablässig und ihres erhabenen Zieles bewußt hat die Sozialdemokratie bisher für die Gleich- berechtigung Aller in Staat und Gesellschaft ge- strebt. Nichts hat sie irre machen können— keine Verfolgung, kein Attentat warf sie nieder. Jetzt soll sie mundtodt gemacht und geknebelt werden, um an Luftmangel und Langeweile zu sterben. Genossen! Rückt Euch näher. Sucht Freunde, Ihr werdet sie finden. Unsere Feinde treiben sie uns zu. Keine laute Propaganda ist erforderlich, jeder Gedankenaustausch, wenn auch in der Form abweichend von der alten Weise, kürzt die Zeit und erhält geistig frisch, sofern er die Ideale des arbeitenden Volkes zum Inhalte hat. Nicht gewillt, erst die polizeiliche Auslegung des Wortes„Umsturz" abzuwarten, da der alte Begriff Umsturz hinreichend„untergraben" ist, um jede Auslegung desselben zu ermöglichen, haben wir beschlossen, das Central-Wahlcomits selbst aufzulösen. Mit heutigem Tage erfolgt dessen Abmeldung bei der Behörde, und ist folglich der Rest einer centralistischen Parteiorgani- sation in Deutschland verschwunden. Wir sind überzeugt, daß Ihr alle diesen Schritt billigen werdet. Viele unter Euch haben vorher davon gewußt und sich damit einverstanden erklärt. Eine centralistische Organisation giebt es nun nicht mehr, auch mit der planmäßigen Agitation ist es vorbei. Trotzdem wird es ans Verfolgungen nicht fehlen— den Opfern derselben widmet Eure Kraft, ihrer gedenkt durch direkte Unter- stützungen und Geschenke. Für Geldsendungen hat das unterzeichnete Comitö keine Verwendung mehr. Man wolle daher nichts mehr an Geib adressiren. Wenn irgendwo noch eine Parteimitgliedschaft bestehen sollte, so ist dieselbe sofort aufzulösen. Einig in der Taktik auch zur Zeit der Bedrängniß, das ist Gewähr für eine bessere Zukunft! Mit Gruß! Hamburg, 19. Oktober 1373. G. W. Hartmann. H. Brasch. C. Derossi. A. Geib. Correspondenze«» London, 17. Oktober. In der Sitzung vom 15. d. Mts. der„Internationalen Arbeiter- Union" wurde folgende Resolution gefaßt:„Der Vorstand der Internationalen Arbeiter-Union protestirt in energischster Weise gegen die von der deutschen Reichsregicrung verfolgten Politik gegenüber den Sozialdemokraten Deutschlands, eine Politik, welche jeden Fortschritt über den Haufen wirft, den Traditionen und der Politik Englands, sowie aller anderen freien Länder vollständig entgegengesetzt ist, in welchen die Freiheit der Presse, das Recht der Assoziation und der öffentlichen Versamm- lungen sowohl, als auch die freie Meinungsäuße- rung unverletzlich sind, und von allen Klaffen als die Bollwerke der Freiheit und Beschützer der Ge- sellschaft aufrecht erhalten werden." Im Austrage: C. Henze. Corresp. Sekretär für Deutschland. 47, Huntley Str., Bedforo Squ., W. C. „Der Paß" S. 76 ist ein gutes Gedicht. „Trinklied" S. 79 ist markig, packend, hoch- poettsch: „Wir ehren Gott, wenn wir uns menschlich freu'n, Die Menschheit ruft, wir leben ihr; Und wenn sie fordert, sterben wir." „Guter Rath" S. 82, ein Gedicht in pessi- mistisch ironischem Sinne: „Sei groß bei Kleinen und bei Großen klein." „Einem mißmuthigen Freunde" S. 83 ist wie- der ein wuchtiges inhaltschwercs Gedicht: „Dort besieht ein Volk das große Siegel An dem allergnädigsten Mandat, Seufzt und füttert traurig seine Igel, Die des Landes Fett erzogen hat. Fürst und Volk sind wechselweise Henker Grimmig glotzt mit Basiliskenblicken, Gähnt mit Tigerschlünden fromme Wuth, Um den sichern Ketzer zu berücken, Welcher Wenig glaubt und Vieles thut. Ja, dort führt man von dem heißen Strande Schwarze Völker fort in Sklaverei, Und ein Weißer, selbst aus unserm Lande, Lehrt, abscheulich, daß es billig seil Daß der Ueberrest im Eisenjoche Für die Schwelgerei Europas zieht, Von der Marter zu dem Ruhcloche, Und aus diesem zu der Marter flieht; Pesten fressen, Räuberkriege würgen, Hunderttausende verschlingt die Kluft Unsrer Erde selbst, und aus Gebirgen Wälzt Verderben heulend durch die Luft. Hungrig fitzt der Geiz bei vollen Kasten, Zittert vor des Uhu's Leichenflug, Und sein Leben ist ein langes Fasten, Seiner Rechnung Reihen Selbstbetrug. Meinen Füßen drückten Sklaveneisen Tiefe, blutig wunde Zeichen em, Weil ich's wagte, Bande zu zerreißen, Wagte Mensch und freier Mann zu sein. .Stuttgart, 15. Oktober. Hier herrschen schon vor dem Ausnahmegesetze längst Ausnahme- zustände gegen die Sozialdemokratie. Der„Ham- burgische Correspondent" bringt folgende Cor- respondenz:„In den letzten drei Wochen hatte unsere sozialdemokratische„Süddeutsche Volksztg." einen viermaligen Redaktionswechsel, indem fünf Nummern derselben confiszirt und drei Redakteure wegen der darin enthaltenen Artikel verhaftet wurden. Das Blatt ist jetzt zahmer geworden und druckt meist nur Auszüge aus wirthschaftlichen Werken nach, die in ihrem kritischen Inhalt dem Sozialismus sich nähern. Dr. Dulk, einer der Hauptführer der hiesigen Sozialdemokraten, wurde ebenfalls wegen eines Wahlaufrufes, in welchem er die Auflösung des Reichstages durch die For- derung von 300 Millionen Mark neuer Steuern zu begründen suchte, zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt, weil diese Verbreitung einer falschen Nachricht die öffentliche Ordnung störte. Der ehemalige sozialdemokratische Redatteur Leininger, der zu zehn Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, weil er in einem Artikel Religionseinrichtungen schmähte, hat sich bekehrt und bittet, wieder in seiner Heimath, Baden, wie früher als Lehrer wirken zu dürfen, um an den Kindern gut zu machen, was er bisher an der Jugend durch falsche Lehre verbrochen. Die badische Oberschulbehörde soll geneigt sein, Leininger probeweise wieder an- zustellen.— Die Gewerkschaft der Buchbinder und Schriftsetzer hat beschlossen, die Gelder der Kranken- kasse in der Schweiz zu sichern, vorher aber beim Minister des Innern anzufragen, ob diese Kasse durch das Sozialistengesetz bedroht sei; fällt die Antwort verneinend aus, so will man die Kasse hier belassen."— Wir fügen nur hinzu, daß in Preußen wegen des 300 Millionen Flugblattes bei allen Anklagen Freisprechungen erfolgt sind. Wertitt, 17. Oktober.„Die Theilnehmer an einer am 3. Juli c. unternommenen Landpartie geriethen bei ihrer Rückkehr in der Scharnhorst- straße mit dem Nachtwächter Miclon in Diffe- renzen. Derselbe sprang auf den Wagen unter der Behauptung, daß auf dem Kremser gesungen worden sei, was dessen Insassen bestritten. Er rief ihnen darauf zu:„Haltet die Mäuler". Durch diese einer Gesellschaft der angesehensten Mitbürger ins Gesicht geschleuderte Aeußerung fühlten sich letztere beleidigt und sie machten dem Wächter Vorhaltungen, welcher seinerseits verlangte, daß ihm Alle zur Wache folgen sollten. Dessen sträubten sie sich, weshalb der Wächter die Nothpfeife zog, auf deren Ertönen der Nachtwächter Thiel herzu- kam. Inzwischen war der auf dem einen Wagen befindliche Kaufmann Schnurr aus dem Schlafe erwacht und hatte um Auskunft über die einge- tretene Störung ersucht. Statt aller Auskunft soll nun nach Aussage seiner Landpartiegenoffen Schnurr von Thiel an die Brust gefaßt und zu Boden geworfen worden sein, während die beiden Nachtwächter angezeigt haben, von Schnurr ge- stoßen und niedergeworseu zu sei». Dieser ist darauf hin wegen Widerstandes gegen die Staats- gewalt unter Anklage gestellt und am Donnerstag vor die Schranken der siebenten Criminaldeputation des Stadtgerichts gerufen worden. Beide Parteien verblieben vor Gericht bei ihren Aussagen, und da die Civilzeugen, als zu den besten Ständen gehörend, keinen Zweifel an ihrer Glaub- Würdigkeit aufkommen ließen, so beantragte Staatsanwalt Schutz selber die Freisprechung, auf welche der Gerichtshof denn auch erkannte." Diese Correspondenz finden wir in verschiedenen„libera- len" Zeitungen. Wir sind weit entfernt davon zu glauben, daß das Berliner Stadtgericht des- halb die Glaubwürdigkeit der Civilzeugen nicht angezweifelt hat, weil dieselben zu den„besten Furcht zerstöret Deine Kraft im Streite, Unerschrockenheit macht doppelt stark; Jene ruft den Tod Dir an die Seite, Diese stählet mächtig Sehn' und Mark." „Ein Lied im gewöhnlichen Ton" S. 104 ent- hält eine Liebesenttäuschung: „Sie rief mir zu, daß nur durch meine Liebe, In ihrem Leben Leben sei, So stand ich da, mit Folter im Gesichte, Und glühend quoll mir Zorn und Schmerz, Vom Augenlid herab wie siedend Erz: Ein Sünder steht einst so am Weltgerichte. Ich kann, ich will, ich werde nicht vergessen; Denn mein Gefühl ist Ewigkeit." „Mein Geburtstag" S. 110 ist ein brillantes Gedicht: „Himmel, schlagen Deiner Strafen Flammen Alle, alle über uns zusammen? Hier und hier ist aller Marter Quelle: Braucht der Frömmler denn noch eine Hölle? Vater, wird zur Rettung hier auf Erden, Nicht Vernunft einst Herrscherin noch werden Und die Ungerechtigkeit verbannen? Jetzo giebt's nur Sklaven und Tyrannen. Wo Tyrannen boshaft nicht die Klauen In das trock'ne Mark der Brüder hauen; Wo kein Mensch hinauf zu Menschen wanket Und gegeißelt für die Gnade danket? „Einsame Wandlung" S. 113, zwei Zeilen kommen auch im Schiller vor: „Hat die Natur, die mich geboren, Mir keine Freuden zugeschworen?" Dieses Gedicht ist wieder überreich an herrlichen Stellen. Doch nun genug der Citate. Vielleicht geben wir zu einer anderen Zeit eine Fortsetzung der- selben. Aber schon aus den augeführten Versen geht hervor, daß Seume ein Volksdichter in des Wortes höchster und edelster Bedeuwng ist. Ständen" gehörten. Die liberalen Blätter machen dem Stadtgericht durch Unterschiebung solcher Motive wahrlich kein Compliment; es wäre geradezu unerhört, wenn die Glaubwürdigkeit nach Ständen von oben nach unten gemessen würde. Die liberalen Blätter aber, die solche Notizen bringen, machen wir auf das Ausnahmegesetz aufmerksam, welches sich gegen die Erregung von Klassenhaß wendet. Merlin, 18. Oktober. Die„Berliner Freie Preffe" schreibt:„Verschollen soll ein Redakteur unseres Blattes sein, wenigstens geht folgende Notiz über eine am Dienstag stattgehabte Gerichts- Verhandlung durch die Presse:„Gegen den frühern Redakteur der„Berliner Freien Presse", Dolinski, der kürzlich wegen acht Verstöße gegen das Straf- gesetz zu 5 Monaten und 14 Tagen Gefängniß verurtheilt war, stand gestern vor dem Kammer- -gericht Termin an. Der Angeklagte, der nicht auf- zufinden, war durch Aushang geladen. Das In- teressanteste aber ist, daß angenommen wird, Dolinski sei schon gestorben. Da indessen Be- stimmtes darüber nicht zu erfahren, so mußte natürlich ohne ihn verhandelt werden, doch bot die Verhandlung selbst nicht das geringste Interesse. Das Urtheil wurde bestätigt." Dazu haben wir zu bemerken, daß erstens Dolinski heute noch in derselben Wohnung wohnt, wo er wohnte, so lange er verantwortlicher Redakteur unseres Blattes war, daß er zweitens thatsächlich noch bei uns beschäf- tigt ist, drittens daß für ihn 1500 Mark Caution gestellt find und sich dieselben heute noch im ge- richtlichen Depositum befinden, viertens daßDolinski, trotzdem dem Gericht seine Adresse genau bekannt sein mußte, da alle bisherigen Zustellungen unter derselben an ihn gelangt sind, von einem Termin, welcher am letzten Dienstag angestanden haben soll, keine Mittheilung geworden ist. Ack wem es liegt, daß Dolinski nicht von dem Termin unterrichtet wurde und wer die Ente von dessen Tod ausge- brütet hat, können wir natürlich nicht wissen, wohl aber scheint uns nicht überall der nöthige Ernst bei Feststellung der Thatsachen vorgewaltet zu haben, sonst wäre es unmöglich gewesen, daß Dolinski keine Mittheilung über den Termin er- hielt, trotz seiner alten Wohnung und deren An- Meldung bei der Polizei. Die Angelegenheit dürfte wohl einer nähereu Untersuchung Werth sein.— Uebrigens sollte D.— wie vor einiger Zeit eben- falls von hiesigen Zeitungen gemeldet wurde— bereits nach Amerika ausgerückt sein.— Wir kön- nen zu all diesem schließlich nur noch bemerken, daß D. demnächst Winterquartier in Plötzensee beziehen wird. Oeffentliche Quittung und Abrechnung vom Central-Wahlcomit� der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Nachstehende Abrechnung erstreckt sich auf die Zeit vom 1.Aebruarbis18. HKtaKer1ft78.! Eine separate Abrechnung wird nicht verschickt. Der Rest der eingegangenen Gelder wird nach- stehend quittirt, alle hier nicht speziell aufgeführten Beträge sind schon früher im„Vorwärts" quittirt worden. Die Bilanz enthält die Schlußsummen der einzelnen Einnahme- und Ausgabe- Rubriken. Eine Spezifikation der Ausgaben mußte mit Rück- ficht aus das bevorstehende Ausnahmegesetz unter- bleiben. Durch Bestreitung aller restirenden Wahl- schulden in den sog. offiziellen Wahlkreisen, durch mehrmonatliche Vorauszahlungen an gemaßregelte Genossen oder deren Familien, sowie durch Til- gung aller pekuniären Verpflichtungen des Central- Wahlcomitös ist die Parteikasse völlig geleert worden. Geldsendungen wolle man dem Ein Denkmal, gesetzt vom deutschen Volke, hat er darum reichlich verdient. Ob ein ent- sprechendes durch das Comitö in Stuttgart zu Stande kommen wird, ist eine Frage— doch hat's dessen auch keine Roth. Seume genügt sich mit einem Denkmal in des Volkes Herzen. K. M. — Die Altersverhältnisse der Reichs- tagsabgeordneten gestalten sich für die Legis- laturperiode folgendermaßen. Im vorigen Jahr- hundert, und zwar 1797, ist nur einer geboren, der frühere Staatsminister v. Bonin. Die beiden nächst Aeltesten sind der Abgeordnete für Mül- hausen(Elsaß) Dollfus, geboren 1800 und der als altes Parlamentsmitglied bekannte Hr. von Bockum-Dolffs, geboren 1802. Außer diesen dreien befinden sich noch neun Abgeordnete im Alter von über 70 Jahren. 69 sind zwischen 60 und 70 Jahre, 11? zwischen 50 und 60, 119 zwischen 40 und 50, und 50 zwischen 30 und 40 Jahre alt. 6 haben das 30. Lebensjahr noch nicht er- erreicht. Der jüngste ist Kayser, Redakteur der „Dresdener Volkszeitung", geboren 1853. Da dieser jedoch zur Verbüßung einer Strafe im Ge- fängniß sitzt, so ist gegenwärtig als jüngstes Mit- glied im Reichstag anwesend Graf Wilhelm v. Bismarck, welcher am 1. August d. I. 26 Jahr alt wurde. — Dem„Frankfurter Journal" schreibt man aus Arnsberg, 8. Oktober:„Das Elend ist bei uns groß, namentlich in den industriellen Di» strikten. Die letzte Nummer des öffentlichen An- zeigers für unseren Regierungsbezirk brachte 57 (siebenundfünfzig) nothwendige Verkäufe resp. Sub- Hastationen; weitere 32 Fälle, in denen die eheliche Gütertrennung aufgehoben wird."— Das wird nun, nachdem das Ausnahmegesetz gegen die So- zialdemokratie in Wirksamkeit getreten ist, Alles bald besser werden.»Oder auch nicht!"— so höhnte uns sofort, als wir den letzten Satz schrieben, ein alter Redaktionsteufel aus. Unterzeichneten nicht mehr zugehen lassen, da das Centralwahlcomitö und oamit die Partei- organisation am heutigen Tage in Folge ein- müthigen Beschlusses deS Central- Wahlcomites aufgelöst worden ist. a) Unterstützungsfonds. Zahlungen seit der Quittung in Nr. 68 deS „Vorwärts", vom 26. Mai bis 21. Juni 1878. (Quittung verspätet, da Kassenbuch nebst Belegen confiszirt ist.) Schw.- Gmünd d. Kachel Mark 15,00. Ottensen d. Jacobs 1,74. Teuchern d. Seide 5,00. Anna- berg-Buchholz Liste 5205 d. Schröder 8,50; do. L. 5207 10,85. Schmölln d. Martin 4.24. Werdau v. Aussch.-Mitgl. d. A.-B.-B. 2.00. Braunschweig L. 5012 1. Rate d. Bosse 13,00; do. L. 5013 3,30; do. L. 5016 15,55; do. Buchdrucker von Bracke 6,00; do. Volksversammlung vom 22.15. 17,80; do. H. W. Wolfenbüttel 4,00. Calbea.S. L. 5288 2,45. Oberlungwitz durch Vogel 1,85. Sossenheim d. Klein L. 5361 5,40; do. d. Klein L. 5362 1,45. Wolfenbüttel L. 5373 d. Dietrich 3,50; do. L. 5375 d. Dietrich 4,10. Iserlohn d. Copalle 14,50. Berlin v. T. 153.37. Erlangen L. 5430—32 d. Mattai 13,00. Thalheim durch I. G. Aurig fr. 4,00. Annweiler L. 5604 d. Seebach 1,20. Bremerhafen d. Baumann 7,70. Penig L. 5631 d. Göhler 12,35. Worms L. 5500 d. Günther 3,00. Limmer L. 5328 d. Sievers 9,00. Mainz d. Lippold 5,00. Neviges L. 5340 d. Schmidt 12,00. Dresden d. Müller 80,20. Oldesloe d. Stopels 7,80. Salzungen L. 5637 2,65. Mainz durch Lippold 2,30. Werdau von Stephan d. Bios 7,00. Lechhausen L. 5193 d. Lichtensteiger 4,20. Köthensdorf d. Möbert 2.00. Solingen d. Rautenbach vom Arbeiterfest 30,00. Schedewitz L.'5638 d. Netzold 6,50. St. Johann L. 5218 u. 19 d. Jacob 7.30. Achim L. 5268 bis 70 d. Engelmann 12,80. Magdeburg durch Kröper 20,00. Luckenwalde durch Haase 10,00. Kleinkrotzenburg L. 56120 d. Köhler 2,33. Fer- meßleben d. Arensch 7,45. Remscheid d. Baum 8,00. Halle a. S. L. 5241 durch Reinthal 7,80. Dresden d. Müller 5,65. Nowaweß d. Wille 12,00. Brandenburg d. Weinmann 20,00. Berlin von Rathenow 3,00. Mannheim vom Volksfest durch Koch 100,00. Erfurt d. Dunker 4,00. Königs- berg d. Goldbcrg 50.00. Berlin d. Glatzel 10,00. Wiesbaden Diverse 8,00. Frankfurt a. M. d. F. 11,00. Neukirchen b. Ch. d. Behrisch 5,55. Heide d. Bartosch 11,00. Mannheim durch Koch 21,40. Mittweida L. 5627 d. Barthold 7,85. Langen d. Werner 6,00. Neustadt d. H. Börner 4.00. Crefeld d. Neumann 11,60. Forst L. 57103 u. 57105 9,95. Magdeburg d. Lankan 30,50. Berlin d. Marisch 5,00. Leipzig d. Nebel 40,56. Zeitz d. Zehrfuß 19,63. Ronneburg d. Spengler 5,00. Meersburg d. Zumsteg 4,55. Halle d. Rödiger 24,41. Stuttgart L. 5182 durch Schmelz 6,70. Halle Liedertafel Lassallia 5,60. Gera d. Böttger L. 5612 13,90. Gaarden d. Ritter 30,00. Wies- baden L. 5378 d. S. 7,30. Erfurt d. W. S. 3,00. Braunschweigl L. 5015 d. Bosse 10,50; do. Metallarbeiter 10,00; do. Tischlerwerkstätte 2,00. Wiesbaden L. 5377 d. W. 11,28. Uetersen L. 5576 5,50. Linden d. Loges 18,50. Berlin d. Rackow 81,90; do. für juristischen Rath 44,54. Münster d. Reese 8.00. Pösneck d. Harraß 5,00. Hilders- dorf d. Ebert 11,55. Oederan auf drei Listen d. Betterling 8.92. Niederrad d. Söhngen 5,40. Langendiebach d. Kreß 6,00. Kaiserslautern d. Blüm 11,31. Gaisburg d. Wagner 2,15. Calbea.S. L. 5287 d. Behrend 5,00. Nürnberg d. Hofmann 71,15. München d. Frund 4,00. Hof d. Köhler 17,00. Ulm L. 5600 d. Braun 4,00. München Dr. L. 30,00. Löwenstein vom Club 9,27. Zahlungen vom 26. September bis 13. Oktober 1878: Carlsruhe d. Hasenauer 2,00, do. d. Koch 10,00. Berne v. Cig.-Arb. 4,70. Leipzig durch Nebel(„Fackel") 13,85. Wandsbeck Diverse 7.80. Regensburg d. Dantzer 1,45. Lübeck v. d. Las- sallefeier 20,13, do. d. Steffen 1,35. Verden v. Tabakarb.(schon quittirt) 75.80. Heddernheim N. N. 10,60. Zellerfeld v. Niehoff 6.00. Lun- zenau d. Streune 1,16. Bremerhaven d. I. Weiher 6,00. Lübeck v. Verbrüderungsfest 14,75. Nobitz v.„Vorwärts" 2,00. W. L. in L. 3 An- theilscheine nebst Zmsen 117,00. St. Louis in Missouri 109,44. b) Wahlfonds. Zahlung vom 26. Mai bis 21. Juni 1878. (Quittung verspätet, da das Kassenbuch nebst Be- legen confiscirt ist.) Annaberg Lifte 4202 d. Schröder 1,00. Ba- den i. B. L. 2751 d. Lange 7,70. Calbe a. S. 3230 3.45. Elbing d. Ellinger 6,00. Griesheim L. 2909 3,64. Stollberg d. Frenze! 0,50. Betzingen d. Knuth 4,50. Zwenkau L. 3146 d. Rudolph 1,00. Thalheim d. Aurig jr. 6,00. Leopoldshall d. Hartmann 3,00. Penig L. 3059 d. Köhler 6 05; do. L. 3060 6,05; do. L. 3061 o,65. Kauf- beuern L. 2824 u. 2875 d. Neuhausen 4,00. Landshut L. 2959 u. 2960 d. Hirschauer 13,20. Plagwitz L. 2031 d. Schröder 14,00. Solingen d. A. Kapell 10,00. Neumünster d. Walther 3,00. Güstrow d. A. Kapell 10,00. Frankfurt a. M. d. B. 28,00. Pforzheim Liste 3054 und 3055 d. F'cker 6.70. Forst d. Z. 11,55. Gera d. Sad- lowsky„Der Freiheit eine Gasse!" 6,00. Neu- Münster d. Reese 1,00. München v. Frund 4,00. Speyer d. Michalk 5,90. Herzberg d. Stöhr 1,50. Erfurt Ungenannt 6,50. Coburg L. 2807 7,20. Zahlungen vom 26. September bis 18. Oktober 1878: Goldlauter N. N. 0,50. Köln L. 797 2. Rate d. C. V. 1,50; do. L. 799 d. G. H. 5,50; do. L. 800 d. D. in Nippes 0,70. Einbeck L. 308 d. K. 5,75. Hastedt d. Baumgart 11,25. 1 Alle während der beiden vorerwähnten Ter- mine aus Hamburg und dessen Vororten einge- gangenen Gelder für Unterstützungs- und Wahl- fonds sind f. Z. im„Hamburg-Altonaer Volks- blatt" einzeln quittirt worden. Monatliche Partei-Beiträge vom 1. Februar bis 18. Oktober 1878: Arnstadt November-Februar 8,25, Febr.-Mai 8,85. Alteudorf b. Ch. März-April 3,30. Apolda April 7,50. Bremerhafen Jan.-Febr. 6,00, März- April 7,65. Berqedorf Jan.-Febr. 3,75, März- Mai 4,20, Juni-Juli 2,70. Baden i. B. Febr. 3,30, März 7,50, April 3,90, Mai 6,60, Juni 3,45, Juli 3,15, Aug. 2,40, Sept. 3,30. Barm- beck Febr. 26,10, März 33,00, April 6,90, Mai 32,70, Juni 25,35, Juli 39,00, Aug. 6,15, Sept. 9,30. Brake Febr. 2.10, März 1,65—0,60. Bremen März-April 30,00, Mar-Juli 30,00. Bruchsal Febr.-Mai 7,50. Bessungen April-Mai 7,50, Juni 3,75. Burgstädt August 1,40. Bunten- thorsteinweg Juni-Aug. 6.00, Sept. 6,00. Crim- mitzschau Jan.-Febr. 15,00. Constanz Septbr.- Dezember 8,40, April-Mai 4,50. Carlsruhe Jan.- März 10,80, Bpril-Juni 6,15, Juli 3,30. Co- bürg März-April 15,00, Mai-Juni 12,60. Cann- stadt 6,00. Darmstadt Jan.-Febr. 15,00, März- April 12.00, Mai-Juni 8,50. Dresden Februar 17,40, März 12,75, April 29,70, Mai 24,45, Juni 20,10, Juli-Aug. 33,30. Döhlen Febr. 7,80, März 9,30, April 7,80, Mai 7,30. Delmenhorst Januar-März 8,25. Eßlingen Juni-Sept. 16.00, Jan.-März 12,00, April-Juni 16,00. Eppendorf- Winterhude Jan.-Febr. 13,35, März-April 15,00, Mai-Juni 10,05, Juli-Sept. 11,70. Eimsbüttel Febr. 8.70. März 4.50, April 6,60, Mai 9,45, Juni 6,90, Juli 23,10, Aug. 2,70, Septbr. 2,25. Frohburg April-Juni 5,00. Friedberg Jan. 3,00, Febr.-März 3.90, Mai 2,25. Fuhlsbüttel Febr. 3,00. Furth b. Ch. März 2,25, April-Aug. 3,75. Geesthacht: Jan. 5,55, Ftbr.-März 5,35, April- Juni 4,65. Glauchau: Dez.-Jan. 18,60, April 17,70, Mai 13,35, Juni-Juli 18.00, Aug. 6,00. Gaisburg: Novbr.-Dezbr. 4,05, Jan.-März 4,35. Großenhain: Jan.-März 12,30, April-Juni 13,25, Juli-Sept. 14,10. Gera: Jan.-März 15,00, April 7,50, Mai-Juli 15,00. Greiz: Jan.-März 15,00, April-Aug. 15,00. Groitzsch: Febr.-März 7,50, April-Mai 5,10, Juni-Juli 5,70. Gotha: März 15,00, April-Mai 15,00, Juni-Juli 15,00. Gar- tenfeld(Mainz) März 12,75, April-Juni 8,55, Juli-Aug. 14,70. Göppingen: Jan.- April 15,60. Gießen: April Mai 9,75. Geringswalde: März 1,80. Hausach: Sept. 0,60. Hechtsheim: Jan. 3,50, Okt. Nachtrag 0,65, Febr. 2,10, März-April 2,55. Heidelberg Aug.-Febr. 9,60, März-April 2,10, Mai-Sept. 6,40. Hastedt Jan. 3,00, Febr.- März 5,85, April 4,50, Mai-Juli 13,50, Aug.- Sept. 9,00. Hohenfelde-Borgfelde Febr. 16.35, März 16.65, April 12,00, Mai-Juni 23,10, Juli 22,20. Hamburg Febr. 149,40, März 93,10, April 75.15, Mai 116,10, Juni 106,50, In« 280,05, Aug. 60,75, Sept. 51,45, Oktbr. 16,20. Heidenheim Dez.-Febr. 10,50. Hamm-Horn Febr. 11,85, März 6,30, April 3.90, Mai 7,50, Juni 14,85, Juli 5,40, Aug. 15,15. Hall i. W. Jan.- Febr. 11,70, März-Mai 7,50, Juni 7,50. Heil- bronn Jan.-Febr. 6,50, März-April 5,25, Mai 4,35, Juni-Juli 6,00. Hohenstein-Ernstthal Febr.- April 25,50. Hainichen Febr.-März 9,00, April- Juni 13,50. Hainhausen März-Mai 15,00. Hausen 7,50. Kleinzschocher Januar 3,35. Kleingrae- brook Februar-März 4,05, April-Juni 6,60. Kaufbeuern 9,00. Kirchberg April 2,05. Leipzig Dezember-Januar 20,00, Februar- März 25,00, April-Mai 45,00. Lübeck Febr. 9,00, März 6,00, April 7.50, Mai 4,50, Juni 6,00 u. 5,55, Juli 7,50, Aug. 8,15, Sept. 7,05. Langenberg Dez.- Febr. 3,15, März-Aug. 5,35. Ludwigshafen Jan.- Febr. 15,00. Löbau Jan. 3,90, Febr. 4,35. März 6,00, April-Mai 2,70, Juni-Juli 2,25. Lörrach Jan.-März 6,00, Mai-Juli 6,45. Lenskirch März Mai 6,00. Lößnitz Juni-Juli 1,05. Meerane Dez.-Jan. 12,15, Febr.-März 11,70, April-Mai 13,60, Juni-Aug. 10,20. Mannheim Febr. 15,00, März 15,00, April 20,70, Mai-Juni 15,00, Juli 17,85. Malente Jan.-März 9,00. Mylau Jan.- Febr. 8,10. Mittweida Febr. 6,00, Aug. 7,75. Mainz Jan.-Febr. 6,30, April 3,90, Mai 4,65. Mittelbach Sept.-Febr. 0,60. Meersburg Juli- Sept. 1,50. Neu-Ruppin März-April 1,50. Niederplanitz Juni-Juli 7,50, Aug.- Septbr. 7,50. Obertshausen 7,50. Oberlungwitz Okt.- März 9,00, April-August 12,00. Obern ürschnitz November- Februar 15,00, März-Juni 7,50. Olbersdorf Januar- Februar 1,50, April-Juni 2,25. Oggers- heim April 9,00, August-September 6,00. Pegau Februar-März 3,00, April-Juni 4,50. Pieschen Jan.-März 9,00, April-Mai 6,00. Pirmasens Mai 7,50. Pforzheim April 10,50. Pirna Mai- Juni 3,30. Regensburg Dez.- März 12,90, März- Mai 3,30, Juni-Sept. 4,95. Ragnitz d. N. 40.00. Reutlingen Jan.-Febr. 10,50, März-April 9,00, Mai-Juni 9,45. Roßwein April 0.60, Mai 0,75, Juni-Juli 1,20, Aug. 0,90. Rothenburgsort Jan.- Mai 54,45, Juni-Sept. 17,40. Reichstädt Juli 1,20. Stadt-Jlm Mai-Juni 3,00. Stuttgart Jan. 21.30, Februar 17,55, März 12,30, April 15,30, Mai 13,05, Juni 9,45, Juli 7,50, August 10,50. Stollberg Dez.-Febr. 10,50, März-April 7,65, Mai-Juni 11,70. Salzungen Febr. 2,55, März 2,55, April-Mai 2,70, Juni 1,50. Speyer Febr. 7,50. Stötteritz Jan.-März 15,00, April- Mai 14,70, Juni-Sept 14,70. Schedewitz Dez.- Febr. 6,30, März-Mai 5,40, Juni 6.00, Juli 3,60. Schmölln Jan.-März 2,25. Steinwärder Febr.-März 10,20, April-Mai 8,70, Juni 6,15, Juli 5,40. Schnecberg März-April 7,50. Schwa- bing April-Mai 8,40. Strießen April-Mai 7,50. Schwäb. Gmünd April 5,00. Schönau April-Juni 11,10. Strubel August 1,50. Ueberlingen Juli- Aug. 4,50. Ursprung März 1,50. Veddel Jan.- Febr. 9,75, März-April 4,20, Mai-Juni 3.90, Juli-Sept. 10,20. Wertheim 0,60. Worms Dez. bis Februar 14,55, März-April 8,40, Mai 5,10. Wolfenbüttel Jan. 3,45, Febr.-März 4,05. Wal- dcnburg i. Sachsen Okt.-Dez. 7,00, Januar-Mai 6,00, Juni-Sept. 5,00. Weimar Januar-März 9,00, April-Juni 9,00, Juli-Sept. 9,00. Weißkirchen Juli-März 12,60. Wiesloch März-April 3,00. Zwickau Januar-Febr. 15,00. Zeulenroda Jan.-Febr. 3,30. Zittau Jan.-Febr. 3,75, März- Mai 4,65, Juni-Juli 2,40. Bilanz(Abschluß). Vom 1. Februar bis 18. Oktober 1878. A) Einnahme. Marl. 1) Kassenbestand(Vortrag) vom 1. Fe- bruar 1878........ 2122,82 2) Regelmäßige Beiträge.... 4024,33 3) Freiwillige Beiträge(von Praast, Brasch rc.)........ 1522,20 4) Zurückgezahlte Caution(v. W.). 400,00 5) Unterstützungsfond...... 11551,24 6) Wahlfonds(darunter M. 2606,73 durch d. Expedition d.„Vorwärts" quittirt)......... 32913,13 7) Vom Verleger der„Rundschau", H. Oldenburg, Hamburg... 5586,82 8) von fünf Ungenannten in X. I- Z. 6000,00 9) Von Einem für viele Orte in zwei Raten.......... 5000,00 10) Bücher und Protokolle.... J)7,52 Mk. 69,218,06 B) Ausgabe. 1) Ständige Agitation, Monatszuschüsse, Reisespesen........ 18126,37 2) Zur Förderung literar. Zwecke.. 3976,35 3) Tilgung eines Deficits«Hamburger Lokalkasse 1877)....... 205.00 4) Unterstützungsfond...... 11092,48 5) Wahlfonds(Wahlagitation, Reichstagsdiäten:c.)....... 30452,17 6) Verwalwng(Gehälter, Portoausgaben, Bureaumiethe:c.)...... 4516,99 7) Verschiedene Drucksachen.... 848,70 Mk. 69,218,06 Hamburg, 19. Oktober 1878. August Geib. Briefkasten der Redaktion: R. in S. Wir haben schon angedeutet, daß wir die Reichstagsvcrhandlungen unmöglich ausführlicher bringen können, wie wir es gethan haben. Der Raum eines dreimal wöchentlich erscheinenden Blattes würde andern- falls allzubeengt werden, um auch die übrigen Aufgaben erjüllen zu können. Außerdem aber machen wir nochmals ausdrücklich auf die im Ver- läge der Genossenschaftsbuchdruckerei in Hamburg erscheinenden stenographischen Berichte der Reichs tags Verhandlungen aufmerksam. die»., wenn sie zahlreich in allen Bevölkerungsschichten ver- breitet werden, ein gutes Agitationsmittel zur Unterscheidung von Recht und Unrecht, Freiheit uud Knechtschaft abgeben. Die herrlichen Reden von Bamberger, Bismarck und Kleist-Retzow wer- den ein unvergängliches Zeugniß ablegen von dem tiefen, sittlichen Gehalt und den humanen Lehren der— Sozialdemokratie. Es kommt also auf die weiteste Verbreitung der stenographischen Berichte der Reichstagsdebatten an. Wir bitten, alle für die Re- daktion oder Expedition des„Vorwärts" bestimmten Zusendungen nicht einfach„An die Redaktion" oder„An die Expedition" sondern an eine be- stimmte Person(an einen der Re- daktenre, der Expedienten u. s. w.) zu adressen. Nntcrstüyungsfonds. Für die Opfer deS Ausnahmegesetzes 2. Rate 1,60; Gesunden 0,20. Im Verlage der Genossenschaftsbuchdruckerei z» Hamburg(E. G.) ist soeben erschienen: Die Sozialdemokratie vor dem deutschen Reichstag. Erste Bcrathung des Kesthentwurfs gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Zonaldemokratie. I. Heft. Inhalt: Gcsehentwurs nebst Motiven u. Anlagen. Preis einzeln M. 0,15. In Partien von min- bestens 12 Stück ü M. 0,10. II. Heft. Inhalt: Slenographischcr Bericht über die Reichstags- Verhandlungen am 16. u. 17. September 1878. Preis einzeln M. 0,35. In Partien von min- destcns 12 Stück ii M. 0,25. Lieferung nur gegen baar(vorherige Einsendung des Betrages, da Nach- »ahme zu lheuer ist.) Ueber das III. u. IV. Heft Näheres später. BssvsllunAsn erledigt sofort: Expedition des„Vorwärts". für die „Ufeue Welt" 1�78. Tie Embanddecken zur„Neuen Welt" smd fertig und können nebst den Einbanddecken der früheren�ahrqänae jederzeit geliefert werden. Preis in roth Mk. 1,50, schwarz M. 1,30._ Best. Hungen sind bei H. Jansen, Buchbinderei, Leipzig, llniversilätsftraße 16 sowie bei der Genoff' schaftsbuchdruckerei aufzugeben.(3.60 Bekanntmachung. Da wir augenblicklich nicht wissen, welche von den in unserm eigenen Ver- läge oder in Commission vertriebenen sozialistischen Schriften dem Ausnahms- gesetze verfallen, sehen wir uns veran- laßt, den Versandt von politischen und sozialen Schriften vorläufig einzustellen und uns nur auf den Vertrieb wissen- schaftlicher Schriften und Unterhaltungs- lektüre zu beschränken. Die Besteller von Schriften die Geld dafür mit eingesandt und das Bestellte noch nicht erhalten haben, werden gebeten über den Betrag weiter zu verfügen. Leipzig, 20. Oktober 1878. Die Eipedition des„Aorwarts". Durch unS ist zu beziehen: Gffener Arief an das Eomitö des deutschen Arbeiter- Vereins zu Feipstg von Rodbertus. Preis per Stück 15 Pfg. Im Selbstverlage des Verfassers ist erschienen un durch uns zu beziehen: Die Zukunft der Sozialdemokratie. Preis per E�emplar� Pfg. Versandt nur gegen Einsendung des Betrages. Das Porto für Kreuzband tostet für 1—4 Expl. 3 Pfg. Leipzig, 10. Oktober 1878. Die Expedition des„Vorwärts". In unserm Verlage ist erschienen: Bertheidlgnngs-Ncde wider die Anklage der Verleitung zum Kassetten-Diebstah! gehalten am 11. August 1848 vor dem Kgl. Afststenhofe zu Köln und den«efchworenen von B'EE.DIIK.Ä.ND LAS SALLE. Preis 85 Pfg. 8°.(ca.» Bogen). Da diese Schrift in sehr wenigen Exemplaren unter den Genossen verbreitet sein dürfte, so haben wir die- selbe ihres überaus großen historischen Interesses wegen. durch den Druck vervielfältigt. Da der Verkauf in Folge des Ausnahme- Gesetzes bis Miste October nur gestattet sein dürste, so empfehlen wir sofortige Bestellung. Breslau, im September 1878. Schlesische Volks- Buchhandlung H. Zimmer& Co. Mit 1. Oktober begann der 4. Jahrgang des in einer Auflage von 40,000 Exemplaren erscheinenden illustrirten Familienblattes Die Neue Welt. Wöchentlich 1'/- Bogen. Preis viertelj. M. 1,20. In Heften ü 30 Pf. Alle diejenigen Gesinnungsgenossen, welche Gele- genheit haben Sammelmaterial in Vereinen, Werkstätten, Wirthschaften und Familien zu verbreiten, werden drin- gend um sofortige Angabe ihrer Adresse und der Zahl der ihnen zu sendenden Exemplare gebeten.— Eine entsprechende Subscriptionsliste(Abonnenten-Sammcl- liste) wird in mehreren Exemplaren der Sendung bei- gefügt. Die Freundschaft und Anhänglichkeit unserer sv großen Leserzahl wird uns noch weitere Bolkskreise erschließen Helsen— darauf meinen wir mit Sicherheit rechnen zu dürfen... m, Expedition der„Neuen Welt", Leipzig, isärberstr. 1211. Im Verlage der Genossenschafts-Buchdruckerei zu Leipzig ist erschienen und durch die unterzeichneten Buchhandlungen zu beziehen: Der arme Conrad. Jllustrirter Kalender für das arbeitende Volk pro 1879. Trotz der gediegenen und reichhaltigen Ausstattung kostet der Ka. lender gehestet nur 40 Pfg., gebunden und mit gutem Schreibpapier durchschossen 60 Pfg., gegen baar oder Postvorschuß. Den Bestellern von Einzel- Exemplaren ist anzu- empfehlen, für jedes Exemplar brochlrt 50 Pf., ge- banden 70 Pf., einzusenden, wofür wir frauco per Kreuzband zusenden. Die Lieferung des Kalenders erfolgt nur gegen baar oder Postnachnahme. Irei-Srempkare werden nicht gegeke». Auf Posten von 1 Dutzend aufwärts berechnen wir brochirt 25 Pf. pro Stück l„�0 gegen baar. gebunden 40„„„) Kzpedition des„Yorwärts", Leipzig, Färberstr.12. Berantw. Redakteur: Franz Gützlaff w Lew, ig. Redaktion und Expedition Färberstr. 12. II. m Leipzig. Druck �«erlag der SenoSenichaftsbuchdruckerenn Leipzig.