Nr. 91. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Hmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Im Herrenhaus der Freifinnigen. Wenn man die Junker im Urzustande studieren will, muß man ins preußische Herrenhaus gehen; wer das freisinnige Bürgertum in seiner hüllenlosen Nacktheit zu schauen begehrt, der muß sich in irgend einem Stadtparlament umsehen, in dem jene edle Schicht der Menschheit überwiegt. Der Junker in Reithosen und der liberale Bürger im Schlafrock stellen sich da in aller Jntimität bloß, wo sie die Herrschaft haben. Insofern kann man das Berliner Kommunalparlament mit Fug das Herrenhaus der Freisinnigen nennen, die in der Ohnmacht des Land- und Reichstags moralisch und geistig gewinnen, in der Stärke, die ihnen das städtische Wahlrecht verleiht, jammerboll finten. Unfre Scharfmacher erlauben sich häufig den Spaß, das Berliner Rathaus als einen revolutionären Konvent in besonderer Rücksicht auf gewiffe Stimmungen des Schloßgutsherrn zu bezeichnen. Sie meinen damit nicht etwa die naturgemäß fachliche Ueberlegenheit der socialdemokratischen Minderheit, sondern sie wollen allen Ernstes glauben machen, daß diese freisinnigen Hüter des mobilen und immobilen Kapitals, diese gezähmten Hoflieferanten des Liberalismus gefährliche Rebellen seien. Welch eine komische Ueber schätzung der freigesinnten Steuerzahler! Der in Royalismus und Loyalität ersterbende Junker ist ein umstürzlerischer Schreckensmann gegenüber so einem kommunalen Fortschrittler, der es nicht einmal wagt, ein Löwenfell sich umzuhängen; im Höchstfall würde er sich erkühnen, mit Löwenfellen zu handeln. Wir haben beinahe die Vermutung, daß sich diese aufrechten Bürgersleute den Fall Kirschner und die Angelegenheit des Märzportals eigens als höchste Gnade erbeten haben, um einmal an klassischen Beispielen ihre Fähigkeiten im Gedulden zu beweisen. Man thut den Herren wirklich Unrecht, wenn man sie eines übermütigen Selbstbewußtseins beschuldigt. sofern es nach oben gerichtet ist; sie erschöpfen all ihren Besitz an solch schätzbarer Charaktereigenschaft in der Richtung nach unten. Wir wollen hoffen, daß nach den Verhandlungen, die von der Berliner Stadtverordneten- Versammlung am letzten Donnerstag gepflogen worden sind, das unverdiente Mißtrauen völlig in nichts zer rinnen wird, das immer noch in den oberen Regionen gegen unsre Kommunalvertretung bestehen soll. Wenn es jemals berechtigt gewesen sein sollte, so hat das an ihr angewandte System der Prügelstrafe inzwischen glänzende Wirkungen gehabt und den oppofitionellen Freifinn radikal gebessert. Freitag, den 20. April 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ewald die freifinnige Handlung gebührend unterstrichen die zustellen in der Lage waren. ,, Das Centrum" sträubt sich Mehrheit lärmte ausgelaffen, wurden die 50 000 Mark gegen noch, aber schließlich wird es die salbungsvolle Hand über unire Stimmen genehmigt; nur ein einziger Freifinniger stimmte die Flotte breiten. Wenn nur die führenden Händler schlau mit Nein. In namentlicher Abstimmung wurde mit 94 gegen genug das Geschäft betreiben, daß der Schein gewahrt 20 Stimmen der Völkerfrieden in Gestalt von bunten Fähnchen und wird, als bleiben die armen Steuerzahler geschont! Lämpchen votiert. Genau das gleiche Schauspiel wiederholte sich bei der Verhandlung über die Umgestaltung des Schloßplates. Der Königliche Guts bezirk wird seinen Rasenstreifen erhalten, gegen den Genosse Borg mann die gewichtigsten Gründe geltend machte. Eine interessante Erwähnung war es, daß der Referent bekannt gab, in dem Ausschuß sei ein Mitglied, Herr Haberland, noch über den Nasenstreifen hinaus gewillt gewesen, Verkehrserschwerungen zu schaffen. Man erinnert sich, daß der Herr feiner Zeit unter der radikalen Flagge der neuen Linken in das rote Haus bugsiert wurde. Die Lust zum Kompromiß ist bei den meisten der Centrumsführer groß. Aber freilich werden darum die Gegner der Flottenvorlage nicht fatalistisch die Hände in den Schoß legen, als jei jeder Kampf vergeblich und als sei ein Konflikt, eine Reichstagsauflösung, außer Berechnung. Justiz. Die betreffende Ausführung des Urteils lautet: Dagegen war auf die Unbescholtenheit des Ans geklagten zu der Zeit, wo der Artikel erschien, tein sonder liches Gewicht zu legen; er hatte, indem er den Artikel in einer Zeitung, deren frühere Redacteure sehr häufig wegen gleicher Delitte verurteilt werden mußten, veröffentlichte, besonderen Anlaß, im Rahmen des Gesetzes zu bleiben. Der Angeklagte hat den fraglichen Artikel veröffentlicht nicht für seine Person, sondern lediglich in seiner Eigenschaft als Redacteur der Zeitung Boltsstimme" und in der Verfolgung der publizistischen Zwecke dieser Zeitung. Es fonnten deshalb bei einem in Vertretung der letzteren begangenen Vergehen bei der Strafausmessung die zahlreichen Borstrafen nicht unberüdsichtigt bleiben, welche die Vorgänger des Angeklagten in der Nedaktion in diesen ihren gleichen Eigenschaften in den letzten Jahren wegen Artikel der Volksstimme" erlitten haben. Diese Vorstrafen waren dem Angeklagten nicht unbekannt und es kommt deshalb strafschärfend in Betracht, wenn er die in ihnen für ihn enthaltene Warnung, die Volksstimme" von Beleidigungen unter feiner Zeitung frei zu erhalten, unbeachtet läßt." Der Redacteur der Volksstimme" in Magdeburg mußte den Schuh der Kanalrebellen des Abgeordnetenhauses mit 200 Mart Geldstrafe wegen Reichskanzler- Beleidigung büßen. Nach diesen Loyalitätsbeweisen gegenüber der Dynastie ermög. Die politische Merkwürdigkeit dieses Urteils des Magdeburger lichten wir es schließlich noch den Freisimmigen, ihre Loyalität gegen Landgerichts wurde verziert durch eine juristische Neuerung über den liberalen Grundsätzen zu zeigen. Unser Antrag, die von höchster Seltsanikeit und wahrhaft unistürzlerischer BeStadtverordneten- Bersammlung solle an den preußischen Landtag das deutung für die deutsche Rechtspflege. Das Landgericht hat Ersuchen richten, daß bei der Abänderung des Kommunalwahl- Gesezes dem Angeklagten die Strafen seiner Vorgänger im die Einführung des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts Amt des verantwortlichen Redacteurs als Grund der auch für die Gemeindewahlen beschlossen werden möge gab dem Strafverschärfung zugerechnet. donde Freifinn Gelegenheit, seinen Freifinn einmal unverhohlen abzuschwören. Genosse Freudenberg begründete knapp und scharf unsern Antrag; vor der Wucht dieser Gründe gab es kein Ent rinnen für einen Freifinnigen. Es war unflug von ihnen, daß sie fich nicht einfach auf die Erklärung zurückzogen: Wir wollen das allgemeine Wahlrecht für die Kommune nicht, weil damit unsre Macht vernichtet werden würde! Dagegen hätte niemand etwas einwenden können. Wenn aber das Machtinteresse es versucht, sich mit Gründen zu rechtfertigen, dann kom promittiert man mit der politischen Moral mur noch obendrein die eigene Intelligenz. War es wirklich nötig, daß sich die freisinnigen Bekämpfer des allgemeinen Wahlrechts auf den Grundsatz beriefen: in der Kommune dürfe nur mitraten, wer mitthatet", d. h. wer Steuern bezahlt? Die Herren sezten sich damit ernstlich dem Verdacht aus, als ob selbst die Elementarthatsachen ökonomischer Erkenntnis in ihren Hirnen noch nicht aufgedämmert wären. Jeder Anfänger weiß, daß, abgesehen von den indirekten Steuern, aus denen der Kommunalhaushalt wesentlich mit bestritten wird, auch die direkten Steuern hauptsächlich aus der Arbeit der Nichtbefizenden An drei Fragen durfte in der Donnerstag- Sigung die Berliner stammen: die Steuerzahler sind nur die Vermittler der wirklichen Stadtverordneten- Versammlung den wirklichen, allein echten Freifinn Steuernden, und, wenn man denn jenes Princip der Leistung und bewähren. Die interessante Tugendprobe des liberalen Bürgergewissens Gegenleistung für die Gestaltung des Wahlrechts zu Grunde legen verlor dadurch nicht an Bedeutung, daß die Verhandlungen der will, so müßte man umgekehrt zu der Folgerung kommen, daß nur tommunalen Körperschaft gemütlicher und weniger ceremoniell von die Nicht besitzenden wahlberechtigt sein dürften, weil deren Arbeit statten gehen als in den Parlamenten von Staat und Reich. Der die formelle Steuerzahlung materiell ermöglicht. Ton ist hier kollegialer, die parlamentarischen Nebengeräusche stärker, die Auch diese Verhandlungen zeigten übrigens, daß die Unterschiede Zwischenrufe häufiger und derber, die Leitung patriarchalisch zwangloser; zwischen den freisinnigen Gruppen nur formaler Natur find. Ob wenn es mal bei einer Abstimmung nicht ganz klar zugeht, so wird err Preuß der präcisen Stellungnahme zum allgemeinen Wahlrecht fie so lange wiederholt, bis allmählich ein gewiffer Reifegrad durch Beschränkung der Petition auf die Beseitigung der Klassenparlamentarischer Korrektheit erzielt ist. Wenn die Stimmzettel in und geheimen Wahl auszuweichen suchte oder Herr Caffel offent einem märchenhaft schlichten braunen Körbchen eingesammelt werden, seine Gegnerschaft erklärte beide verweigerten das Menschendeffen strohernes Geflecht durch einige Jahrhunderte von dem Stil recht der allgemeinen Wahl für die kommunalen Domänen freis modernen Kunsthandwerks getrennt scheint, so denkt man an jene winkligen Alt- Berliner Weißbierkneipen, die heute verschwunden sind, und ein Hauch behaglicher Kleinbürgerlichkeit mischt sich in die Eleganz attienbehafteter Großbürger. Gleichwohl offenbart sich in diesem Nahmen das Wesen unsres liberalen Bürgertums deutlicher als unter den idealisierenden Umständen der andren Parlamente. Und wenn man sich in den politischen Möglichkeiten aufünftiger Entwidlung nicht schlimm verrechnen will, so darf man das in solchen Kommunaldebatten sich enthüllende Rohmaterial des bürgerlichen Liberalismus nicht ungeprüft lassen. sinniger Herrschaft. Genosse Singer stellte am Schluß dieses Facit der Debatte fest. Der Antrag selbst wurde einem Ausschuß überwiesen. Die Freisinnigen der Kommune geben dem Kaiser und noch mehr sich selbst, was des Volkes ist. Politische Weberlicht. Berlin, den 19. April. Das Steuer- Kompromis. " " Sett liegt auch die schriftliche Ausfertigung des be stätigenden Urteils des Reichsgerichts vor. Dieses fagt: Die materielle Rüge stügt sich, soweit sie ausgeführt ist, auf die angebliche Verlegung allgemeiner strafrechtlicher Grundsäße, indem das Gericht die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten, was sonst geschehen wäre, nur deshalb nicht strafmildernd in Betracht gezogen habe, weil seine Vorgänger in der Redaktion mehrfach bestraft worden seien. Die Rüge ist unbegründet. Gegen den Angeklagten ist der Umstand als das Maß der Schuld des Angeklagten vergrößernd und zugleich dessen bisherige Unbescholtenheit wesentlich aufwiegend angesehen, daß er die aus jenen ihm bekannten Vorstrafen zu schöpfende Mahnung und Warnung, fich innerhalb der Grenzen des Gesezes zu halten, umbeachtet gelassen hat. Dieser Strafzumessungsgrund liegt wesentlich auf dem der Revision verschlossenen thatsächlichen Gebiet und läßt jedenfalls einen Rechtsirrtum nicht erkennen." Das Reichsgericht stößt sich nicht an dem Widersinn der bescholtenen Unbescholtenheit. Nicht für die eigenen Handlungen allein wird der Mensch im neuesten Rechtsstaat verantwortlich gemacht, sondern auch für die feiner Vorgänger in der Berufsthätigkeit. dut Es eröffnen sich dem Preßjünder die reizvollsten Perspektiven. Hüte dich vor Hüte dich vor dem Vorgänger! Seine VerNicht als ob die gestrigen Verhandlungen der Berliner Stadt- Jm Durcheinander der Gerüchte über die Einzelheiten des fehlungen gegen das Strafgesetz werden auf daß berordneten Unbekanntes, Neues, Ueberraschendes zur Kenntnis ge- Handels, den die Regierung mit dem Centrum in der Steuer- Conto deiner Straffreiheit gesetzt. Hattest du nur bracht hätten. Sie haben nur wieder einmal gezeigt, was frage der Flottenvorlage abschließen will, taucht jetzt mit dem einen fündigen Vorgänger, so mag es gehen man längst i weiß, und nur in der zufälligen häufung wirkte Anspruch auf zuverlässige Richtigkeit die Meldung auf, daß darfst dich nur einer Verdoppelung des Strafmaßes erfreuen. die Erscheinung ein wenig schärfer als gemeinhin. Zunächst ernstlich nur die Erhöhung des Lotteriestempels Begingst du aber das Verbrechen mehrerer oder gar vieler galt es, über die 50 000 Mark fich schlüssig zu werden, und der Börsensteuern für die Regierung in Vorgänger, so wird die Strafe, die dich trifft, fürchterlich mit denen der Magistrat die Wirtspflichten des Kaisers Betracht komme. Zur Besteuerung der Schiffs- Frachtbriefe werden, denn jede jener Strafen mußte auf dich ebenso er. gegenüber dem östreichischen Monarchen; bei dessen demnächstigem fann sich die Regierung nicht entschließen, weil dadurch der zieherisch und abschreckend wirken, wie auf ihre wirklichen Besuch in Berlin zu unterstüßen und zu erleichtern wünscht. Genosse Verkehr von den deutschen Schiffslinien abgelenkt werden Empfänger. Singer begründete die ablehnende Haltung der Socialdemokratie. könne. Auch die Vorschläge auf Einführung einer Saccharin- Aber vielleicht war auch dein Vater ein Bösewicht oder Private Fürstenvifiten dürfen nicht aus öffentlichen Mitteln aus- steuer und Erhöhung des Bolls für ausländische Schaumiveine dein Großvater. Du wußtest, er war bestraft worden, gestattet werden. Berlin sei nicht einmal von dem Standpunkt der und Cigarren gefallen der Regierung nicht, da hierbei Er- und doch fündigtest du. Also ward deine Unbescholtenheit Höflichkeit aus verpflichtet, diese Summe für einen repräsentativen trägnisse von Belang nicht zu erzielen sind. aufgewogen" und deine Strafe wird bemessen, als 8wed ohne jede kulturelle Bedeutung zu bewilligen. Darauf Es steht dahin, ob das Centrum sein steuerpolitisches hättest du die Uebelthaten des Vaters und des Großhielt aber Herr Hugo Sachs von der erhöhten Weisheits- Warte eines Gewissen durch Erhöhung des Lotteriestempels und der Börsen vaters selbst begangen. Die Sünden der Väter sollen töniglich privilegierten Bossisch erblichen Leitartillers eine hochpolitisch besteuerung erleichtert fühlen wird. Die Centrumszusage, daß gerächt werden bis ins tausendste Geschlecht! Staatsmännische Rede, in der er für die 50 000 m. eine symbolische die Kosten der Marinevermehrung nicht den Unbemittelten Doch warum soll die Justiz innehalten bei der AufBerbrüderung zweier Reiche stiften zu können und zu müssen glaubte. auferlegt werden sollen, fann natürlich durch jene Steuern rechnung der Strafen des Vorgängers und der Vorfahren? Und der Unentwegte fürchtete sich in seiner illuminationsfreudigen nicht eingelöst werden. Die Kölnische Voltszeitung" Warum soll das Landgericht dem socialdemokratischen PreßGuirlandenrede nicht einmal vor der Auflehnung gegen die gestrenge will auch nichts davon wissen, daß der Handel fchon so gut fündiger nicht auch alle Strafen aller feiner Parteioberpräsidiale Auffaffung, daß die Berliner Kommune nicht das wie fertig sei. Es haben, wie fie versichert, Verhandlungen genoffen am Orte der Strafthat sowie alle Strafen aller Recht habe, politisch zu demonstrieren. Ein guter, wenn auch zwischen irgend welchen Ressorts der Regierung und dem Centrum Blätter seiner Partei antreiden? Wußte der Verruchte nicht, unbeabsichtigter fatirischer Einfall war es, daß Herr Hugo Sachs die bisher in der Flottenfrage überhaupt nicht statt- daß die Redacteure der andren Zeitungen seiner Partei zahllose deutsch- östreichische Intimität genau auf 84 Jahre berechnete. Der gefunden." Die Kommissionsberatungen befänden sich Male bestraft worden sind? Mußte ihm das nicht zur Warnung Freisinnige schloß in dem hohen Schwung eines Sedan- begeisterten aber noch im Stadium der Vorfragen und erst vom Ergebnis und Lehre gedient haben? Bewies er sich nicht als arg Kriegervereins- Präsidenten und aus den socialdemokratischen Reihen dieser Beratungen sei die Haltung der Centrumspartei ab verstockter Sünder, wenn er nicht die Neue ob aller jener ertönte ein ergänzendes: Hurra, Hurra! Genoffe Singer erwiderte und hängig. Gesetzesverstöße in sich empfand, als hätte er sie selbst beholte fich einen Ordnungsruf, als er von Byzantinismus sprach. Der Ober- Das ist allerdings richtig und niemand hatte es be- gangen? bürgermeister folgte, wenn auch vorsichtiger, den hochpolitischen Gedanken zweifelt:" Das Centrum" hat nicht mit der Regierung ber- Kein Zweifel, die Unbescholtenheit des Unbestraften ist gängen Hugo Sachs' und kündigte zugleich mögliche Nachtragsforderungen handelt und noch nichts beschlossen. Aber ein andres ist es, nur ein trügerischer Schein, den nur eine veraltete, unfähige über die 50 000 Mark hinaus an. Auch das schreckte nicht den Freisimm. ob nicht die bewährten Kuhhändler der schwarzen Partei in Rechtsprechung als Wirklichkeit nehmen konnte. Unser ZeitDie radikal schillernde neue Linte ließ durch Herrn Kreitling gleich eifrigem Coulissengetuschel mit den Regierungsvertretern die alter, wahrhafter Gerechtigkeit trifft die Schuld in vollem falls ihren Bewilligungseifer verkünden, und nachdem noch Genosse Bedingungen des Kompromisses wenigstens provisorisch fest Ausmaß, indem sie den Unbescholtenen mit den Strafen aller " 4 * Deutsches Reich. Die Absicht der Nichtbestätigung des Bürgermeisters Brinkmann will ein hiesiges Blatt bestreiten. Es schreibt: 17 M Zum internationalen Arbeiterschuh Kougrek. Germania" lejen wir: " In der vor ihm Bestraften bescholten macht und danach seine Strafe Jtämpfer der Heinzegarde zugegangen find. So danken der Katholische erwartete Enigegenkommen der Polizeibehörde in diejer Angelegenbemtigt. Arbeiterverein jowie der Katholische Knappenverein der Gemeinde heit auf den Einfluß des Staatssekretärs im Ministerium des Innern Es ist erstaunlich, mit wie wundervoller Genialität die Siesfeld Herrn Rören für die so recht mannhafte Verteidigung v. Schraut zurückführt, der im Rufe eines feinsinnigen Kunftdeutsche Rechtspflege fortzubilden sich bemüht. der christlichen Sitte im Reichstag". Die Unterzeichneten würden es tenners steht. sehr bedauern, wenn die Staatsregierung vor der unchristlichen Korruption die Flagge streichen würde, denn die christliche Sitte ist die einzige Grundlage unfres Staats und unsrer Familie." Herr Rören wird an der so recht faplanmäßigen Stilisierung dieser Dankadrefie gewiß seine innige Frende haben. Nicht ohne eine gewisse Betlemmung wird er dagegen folgendes Telegramm gelesen haben: Dem kundigen und mutigen Verteidiger wahrer Stunst und christlicher Sitte ruft Dant und Glückauf zu: Die Defanats- Geistlichkeit aus Empel. Mußte ihm doch die Vermutung aufsteigen, daß das Hervorheben seiner kundigen Verteidigung vielleicht einen Seitenhieb gegen seinen Kollegen Gröber enthalten tönnte, der bekanntlich in seiner Polemik gegen v. Bollmar und Müller- Meiningen seine Kunstkennerschaft dadurch ins hellste Licht gejezt hatte, daß er Gabriel Mag unter unbewußter fürchterlicher Seibstverhöhmung als eine euchte der Wissenida ft" veripotten zu dürfen glaubte! „ Wir sind von der kompetentesten Stelle in die Lage gesetzt, auf das bündigste erklären zu können, daß der Bericht über die Wahl erst gestern( Mittwoch) an den Oberpräsidenten abgegangen ist. daß dieser Bericht sich also erst heute in den Händen des Oberpräsidenten befinden kann und daß daher eine glaubwürdige Meldung über die Bestätigung oder Nichtbestätigung des Herrn Brintmann augenblicklich noch nirgends vorliegen kann. Eine Auskunft über Herrn Brinkmann wird überhaupt erst vom Minister des Junern cingeholt, dem amtlich der Bericht über die Wahl bisher noch gar nicht zugegangen ist." Die Richtigkeit unsrer Mitteilung wird hierdurch nicht im allergeringsten vermindert. Daß der Minister amtlich den Bericht erhalten habe und amtlich Nichtte der Wiſſen Der errötende Polizist. Wie feicht das Schamgefühl eines Schußmanns verlegt Germania" ein niedliches Geschichtchen. Er beſtätigung beſchloſſen ſei, haben wir nicht behauptet, de beb. 23erner in her werden kann, davon erzählt auch Auton teiner„ kompetentesten Stelle", um einzusehen, daß die Absicht des Ministers feststehen kann, ehe der Bericht über die Wahl den instanzenmäßigen Weg durchlaufen hat. : Flotten Wirren im Centrum. Aus dem Rheinland wird uns berichtet: " teilt unter anderm mit: Im Vorwärts" wird der Pariser Kongreß ausdrücklich als eine Fortiezung des Züricher Arbeiterschuß- Kongresses bezeichnet, der im August 1897 auf Betreiben des schweizerischen Arbeiterbundes und im Einverständnis mit der schweizerischen Bundesregierung zusammentrat, und dem auch Vertreter der Socialdemokratic, aus Deutschland u. a. Herr Bebel, beigewohnt haben. Herr Bebel hat dem Züricher Kongres später in der Neuen Zeit" auch eine wohlwollende Besprechung gewidmet. Ursprünglich verhielt sich allerdings sowohl die deutsche wie die östreichische Socialdemokratie dent Züricher Kongreß gegenüber ablehnend, später aber besann man sich anders. Der Vorwärts" fagt nicht, ob nach der Verweigerung der Unterzeichnung des Einlabungsschreibens seitens der Abgg. Auer, Bebel und Liebknecht der Pariser Kongreß seitens der deutschen Socialdemokratie überhaupt nicht besucht werden soll. Es wäre eigentümlich, wenn die deutsche Socialdemokratie einem Kongres fernbleiben wollte, der unter den Auspicien des mehr oder weniger socialistischen französischen Handelsministeriums tagen soll. Es findet übrigens in diesem Jahre auch der internationale Socialistentongreß in Paris statt, allerdings zwei Monat später, als der internationale Arbeiterschutztongres. " „ Ich bin vielfach als Sachverständiger in Kriminal- und andren Fällen in Anspruch genommen worden. Eines Tages hatte ich eine Anzahl von einem Schuhmann fonfiscierter Photographien und Stiche zu beurteilen, unter welchen sich unter anderm Rafaels So die„ Germania". Da auch andre Zeitungen zwischen der drei Grazien und Michel Angelos Geburt der Saltung unsrer Genoſſen Bebel, Auer und Liebknecht dem beber Unter den Führern der christlichen Gewerkschaftsorganisation ist Eva und Adam und Eva und Eva von der Dede stehenden Arbeiterschuh- Kongreß gegenüber und der Haltung unsrer ein erbitterter Stampf ausgebrochen, und zwar ist dieser Kampf nicht Sigtinijen stapelle in Stichen befanden. Ich gewertschaftlicher, sondern politischer Natur. Das politische Centrums sollte auf die Frage antworten, ob dies unsittliche, ergernisipru finden oder zu finden behaupten, jo jei hier festgestellt, daß Bartei gegenüber dem Züricher Arbeiterschutz- Kongreß einen Widerergau„ Aachener Volksfreund" steht im Mittelpunkt dieses erregende Darstellungen und Abbildungen oder solche zum es sich bei den Einladungsschreiben, welche von den drei Genannten Kampfs. Es handelt sich um nichts mehr und nichts weniger als Studium der Kunst geeignete feien. Der Schuhmann ablehnend beantwortet wurden, nicht um eine Einladung zum die Flottenvorlage. hatte die erstere Ansicht." Arbeiterschuh Kongres handelt, sondern um eine Der„ Aachener Boltsfreund" ist ein entschiedener Gegner der Als Moral der Geschichte stellt Anton v. Werner die Frage, ob Flottenvermehrung und ihm steht zur Seite der Redacteur Saget durch derartige übereifrige, täppische Bolizeichikanen nicht doch die Einladung zur Teilnahme an dem Ausschuß, der des christlichen Tertilarbeiter" in Krefeld. Kürzlich kritisierte der Unbefangenheit und Sicherheit des fünstlerischen Schaffens und des den kongreß berufen foll. Bei dem 3 il richer Kongres fam eine derartige Teilnahme gar nicht in Frage. „ Aachener Volksfreund" in scharfer Weise die„ Germania" und die fünstlerischen Studiums und Urteils ernstlich bedroht werde. Stölnische Volkszeitung" wegen ihrer Stellung zur Flottenvorlage, Wenn die„ Germania" ehrlich sein wollte, müßte sie erflären, Sollte eine Einladung zum Kongreß, der im Juli zu Paris und auch dem Vorsitzenden des christlichen Bergarbeiter- Verbands, daß es bedauerlich sei, daß die lex Heinze nicht vor ein paar tagen soll, an die deutsche Socialdemokratie ergehen, so wird diese fich schlüssig zu machen haben, ob der Kongreß zu beschiden ist, wie dem bekannten Brust, spielte das Blatt übel mit. In diesem Zu- hundert Jahren schon Geiet geworden sei, da dann auch Rafael sich schlüssig zu machen haben, ob der Kongreß zu beschiden ist, wie fammenhang schrieb es: und Michel Angelo ihre Figuren züchtig bekleidet dargestellt vor vierthalb Jahren der Züricher Arbeiterschutz- Kongreß, oder ob nicht. „ Die Redaktion des Aachener wie des Kölner Volfsfreunde" hätten und somit nicht der Anlaß zu allerhand tiglichen Fragen gesicht allerdings auf dem Boden, daß die christlich- jocialen worden wären. Arbeiter, welche katholisch sind, um der großen focialpolitischen Jm Banne des Judentums. Der antisemitische Reichstage Verdienste und der einzig korrekten Haltung willen, welche die Centrumspartei im Land- und Reichstag in allen socialpoliti- Abgeordnete Werner hat, wie die in Marburg erscheinende„ Hessische Rom, 17. Aprif.( Eig. Ver.) Nächsten Sonntag, den Landes- Zeitung" mitteilt, die Privat- Beleidigungsklage gegen den 22. April, findet im VI. Wahlfrcis von Mailand cine schen Fragen einnimmt, nur dieser angehören können, und daß fie verantwortlichen Redakteur des genannten Blattes, Erdmannsdörffer, Ersazwahl statt. Die Socialisten und Republikaner haben gegebenen Falls auch ihr mächtiges Wort erheben und ein beim Amtsgericht in Stassel eingereicht. Zetzterer wird, wie er in unsren Genossen, Professor Ciccotti, einen verdienten GeLegen sollen, wenn wie in der Marinefrage die offiziellen feinem Blatte mitteilt, den Wahrheitsbeweis dafür antreten, daß schichtsforscher, aufgestellt, die Reaktionäre aber Monarchisten, Centrumsleiter von den Wegen des alten Centrums Werner einen jüdischen Parlaments- Journalisten gegen Entgelt Nach- flerifale und„ liberale" Rückschrittler habent bis heute programms und einer wahren, arbeiterfreundlichen Socialseinen höheren Gönneru gar nicht in den Kram, darüber sind Müller- Fulda und wahrscheinlich auch den Abgeordneten Dr. Bödel tollsten Orgien gefeiert hat! politik abzulenken scheinen. Das paßt freilich Herrn Bruſt und hamburger. Both und Dahſel, sowie den Reichstags- Abgeordneten 5 Tage vor der Wahl!- noch keinen Kandidaten ges funden. Und das in Mailand, wo die Gewaltspolitik ihre wir genau unterrichtet Je schwächer die Regierung sich fühlt, desto brutaler geht fie bor, 11117 den wenigstens Schein der Macht Ruf: es lebe der zu erwecken. Jetzt ist der Socialismus! für strafbar erklärt worden. Und der Socialismus erobert sich in raschem Bordringen Italien! Die Regierung ist mit Blindheit geschlagen. Und wiederum muß ich das alte Wort citieren: Wen die Götter verderben wollen, dem uchmen sie das Verständnis der Dinge. -Der Kampf um die Marinevorlage beginnt unter den chriftlichen Gewerkschaften Westdeutschlands recht lebendig zu werden. Denn der fatholische Arbeitersekretär Giesberg und Kaplan Müller aus M.- Gladbach stehen auf dem Standpunkt Brusts, während andre Führer die Meinung des Aachener Volksfreunds" vertreten. laden. Besteuerung der Warenhäuser. Dresden, 19. April. Die Beite Kammer nahm in ihrer hentigen Sigung einen Beschluß antrag an, die königliche Staatsregierung zu ersuchen, dem nächsten Landtag einen Gejegentwurf über die Besteuerung der Warenhäuser vorzulegen. Die lex Heinze im bayrischen Landtag. umsomehr, als ein istolpiturg od ug u Ausland. Italien.trill Spanien. Schweden. Rußland. Die Zulässigkeit von Abstimmungsbezirken bei den Gemeindewahlen beantragt die Kommission zur Vorberatung der lex Rheinbaben. Bekanntlich hat das Ober- Berwaltungsgericht im Ueber die Heinze- Debatte liegt folgendes Telegramm vor: vorigen Jahre die Bildung einzelner Bezirke innerhalb der WahlMünchen, 19. April. Die Kammer der Abgeordneten begann Ministerkrise. Madrid, 18. April. Der Ministerrat unterbezirke für unzulässig erklärt, da nach§ 24 der Städte- Ordnung ein heute die Beratung des Stultusetats. Gaffelmann( liberal) be- breitete heute der Königin Regentin ein Defret, durch welches das einheitlicher Wahlvorstand vorhanden sein muß, damit die Einheitlichkeit der ganzen Wahlhandlung gewährleistet bleibe. Daß prach die„ lex Heinze" und forderte die Regierung auf, ihre Ministerium des" Fomento" in zwei neue Ministerien, für Unterricht diefe Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts für die großen nochmals zu prüfen und für Ablehnung zu fiimmen. ihre Entlassung an, welche angenommen wurde. Das neu gebildete diese Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts für die großen Stellungnahme zu derselben angesichts der Protesttundgebungen und öffentliche Arbeiten zerlegt wird. Darauf boten die Minister Städte ganz außerordentliche Mißstände mit sich bringt, hat der ministerpräsident Freiherr von Crailsheim er- abinett, welches heute abend den Gid geleistet hat, ist folgendes: Minister in der Sigung vom 23. Februar selbst anerkannt. Die widerte, cine endgültige Stellungnahme der bayrischen Regierung Vorsiz und Marine Silvela, Aeußeres Marquis Aguilar de Campos, Gutachten, die die Oberbürgermeister verschiedener Städte abgegeben sei erst nach der dritten Lesung des Entwurfs im Reichstag Justiz Marquis Vadillo. Finanzen Billaverde, Juneres Dato, Krieg haben, gehen dahin, daß es sich empfehle, den Stadtgemeinden eine möglich. Ten§ 184a halte die Regierung für notwendig, zcarragua, Unterricht Garcia Aliy, Arbeiten Gaſſet. unbeschränkte Berechtigung zur Bildung von Abstimmungsbezirken zu erteilen. Hingegen rieten die Oberbürgermeister davon ab, all- ftimmungen schon im Jahre 1892 gefühlt und allfeitig anerkannt gemein die Bildung von Wahlbezirken vorzuschreiben. Unter in Bedürfnis für die darin enthaltenen Be Der Wettlauf der Unkultur. Stocholm, 19. April. Der von ihnen geltend gemachten Gründen ist besonders bemerkenswert worden sei. Die gegenwärtige Protestbewegung sei daher die Besorgnis, es tönnten in allen denjenigen großen Städten, in unbegreiflich. Daß ernſte Künstlerfreise fich der Bewegung an- Reichstag bewilligte heute in gemeinsamer Abstimmung beider Häuser welchen die jocialdemokratischen Wähler nicht das lebergewicht in der Tragweite des Paragraphen. Die Protestbewegung neue Feldgeschüße, 320 000 kronen für freiwillige Schützenvereine geschlossen, erkläre sich aus einer unrichtigen Auffassung 3 Millionen für Minition und Handfeuerwaffen, 12 Millionen für der dritten Abteilung hätten, bei einer obligatorischen habe keine neuen Gefichtspunite zu Tage gefördert. welche die hayerische und stimmte der Erhöhung der Ausgaben für Marinebauten im Bildung von Wahlbezirken und der dadurch be- Regierung veranlassen könnten, ihre Stellung zum§ 184a zu ändern. Jahre 1901 auf 1725 000 kronen zu. dingten Organisation von Arbeitervierteln zu In der Protestbewegung werde vielfach der Kerupunkt der Sache Wahlkörpern socialdemokratische Stadtverord= verdunkelt oder in den Hintergrund gestellt. Er verhehle sich nicht, nete gewählt werden, wo dies bisher noch nicht möglich fei. daß die Beschlüsse des Reichstags zu einzelnen Baragraphen Diese Besorgnis der Herrn Ober- Bürgermeister ist durchaus erhebliche Bedenken erregen. Der bayrische Gesandte in Berlin nahmen gegen die Studenten, bestehend in dem Internatssystent daß die Beschlüsse des Reichstags zu einzelnen Baragraphen Die Wissenschaft unter der Kunte. Die reaktionären Magunbegründet. Daß unter der Herrschaft des Dreiklassen- Wahlsystems Graf Lerchenfeld habe seine Erklärung ganz im Sinne und sonstigen, die bürgerliche und wissenschaftliche Freiheit bedie Socialdemokraten eine größere Anzahl von Vertretern erhalten, ber Anschauung der Regierung abgegeben, wenn er auch drohenden stuebelbestimmungen, haben ein Resultat gehabt, das dem als ihnen von Rechts wegen zusteht, ist nicht anzunehmen. Wohl aber ist das Gegenteil wahr. Für die Kommission des Abgeordneten einen Epecialauftrag dazu hatte. Solche speciellen Fustruitionen Unabhängigkeitsfinn der russischen akademischen Kreise ein ebenso gebe es für Bevollmächtigte überhaupt nicht. Eine Affaire Lerchen- rühmendes Zeugnis ausstellt, wie es die schwachen Anjähe der hauses waren diese Gründe natürlich durchschlagend, es kann aljo in feld gebe es also nicht und eine solche habe niemals bestanden. Im modernen geistigen Kultur Rußlands bedroht. Die Zahl der Zukunft getroft eine arbeiterfeindliche Wahlkreisgeometric in weiteren Verlauf der Gigung bittet der Abgeordnete Daller( 6) Studierenden ist nämlich an den verschiedenen Universitäten den Städten getrieben werden, aber bei Leibe teine Einteilung, die die Regierung dringend, bei ihrer Zustimmung zur„ lex beträchtlich zurückgegangen, jo in Petersburg gegen das den Anschein erwecken könnte, als würde dadurch die Arbeiterschaft an einze" zu beharren. Abg. Deinhard( lib) fast alle vorhergehende Jahr um 594, in Moskau um 382, in Rich Einfluß gewinnen. odie and non- Bord Gründe zusammen, welche gegen die„ lex Heinze" sprechen. um 290 usw. Auch sind an der Petersburger Universität affein Einnahmen aus den Stempelstenern. Der erste Abschluß 19 Professoren und Privatdocenten ausgeschieden, unter der Ergebnisse einer Reichs- Einnahmequelle für das Rechnungsjahr Blau- weiß oder Schwarz- weiß- rot. In der gestrigen Eigung ihnen Gelehrte von bedeutendem Ruf. Die Folge davon wat, daß die 1899 liegt in den Endzahlen der Wechselstempelsteuer- der bayrischen Abgeordnetenkammer erklärte Ministerpräsident Frei praktischen Kurse der Studenten( z. B. in Laboratorien 2c.), die nach Einnahme vor. Diese hat 12 Millionen oder 1 Million mehr herr v. Crailsheim mit Bezugnahme auf den Flaggenerlaß, der Absicht der Regierung ausgedehnto perden sollten, eins als im Jahre 1898 ergeben. Der Etats anja z( 10 Millionen) ist daß die in der Presse gebrachten Darstellungen Unterstellungen geschränkt werden mußten. Ein Teil der vom Besuch russischer um 2 Millionen übertroffen worden. zeigten, die aufs, schärfte zu mißbilligen sind. Die Regierung jei Univerſitäten abgeschreckten Zugend wird ja im Ausland dieſen jederzeit für Deutschlands Größe und Macht eingetreten und habe Studien obliegen, immerhin bedeutet die verschärfte untenwirtschaft Das Maifest der Arbeiter ist ein Alt der Thramnei gegen nie ein Hehl aus ihrer Freude gemacht, Bayern als Glied des Deutschen direkt und indirekt einen schweren Schlag für die geistige Entwicklung über denen, die es nicht feierit" diese erstaunliche Entdeckung hat nicht bloß die Tante Boß gemacht sie findet sich auch in andren Reichs zu sehen, von deffen Glanz auch ein Schimmer auf das engere Rußlands. Uebrigens sticht der auch hier wieder so stark zu Tage fortschrittlichen Blättern. Die Argumentation ist: Niemand hat das bayrische Vaterland fällt. Die Stellung der bayrischen Regierung tretende Unabhängigkeitsdrang der ruffischen akademischen Jugend zum Reich sei so offensichtlich, daß man es nicht für notivendig und der akademischen Lehrer sehr grell ab von der geschmeidigen cit Fest git feiern, welches nicht allgemein gefeiert wird. Darin, daß ein Fest nur von einem Teil halten sollte, dies erst durch eine Flagge zu dokumentieren. Um Fügiamkeit unjrer Akademiker, für die schon jekt über den Fall Arous des Volts, nicht allgemein gefeiert wird, liegt eine aber vor aller Welt zu beweisen, daß die Regierung mit den be- Gras gewachsen ist. dauerlichen Ausführungen der Presse nichts zu thun hat, und um Türkei. molosit and di moralische Bergewaltigung" derer, die es nicht feiern wollen. Wir allen Mizdeutungen zu begegnen, habe die Regierung es für not- Paris, 19. April. Der Temps" elbet aus Konstantinopel: wollen uns nicht auf eine Biderlegung einlassen; wir wollen nicht wendig erachtet, die allerhöchste Genehmigung dazu zu erbitten, daß Die Bertreter der Großmächte haben der ottomanischen Regierung antworten, daß die Arbeiter den Arbeitgebern ja gar nicht zumuten, fortan die Staatsgebäude am Geburtstag des Kaifers beflaggt eine Note überreicht, worin erklärt wird, baß die Großmächte den den 1. Mai zu feiern wir wollen bloß eine Thatsache er werden und diese Genehmigung sei bereits erteilt. Die Ans: Sultan und seine Regierung für die Folgen verantwortlich machen, wähnen. In Deutschland haben wir protestantische und fatholische führungen des Ministerpräsidenten wurden von den Liberalen mit welche entstehen, wenn er auf seinem Beschluß, die Zolltarife vom Festtage. Es giebt protestantische, die nicht von den Katholiken, lebhaftem Beifall aufgenommen. Das Reich wird also nicht aus 14. Mai ab zu erhöhen, verharren werde. anda bag und fatholische, die nicht den Protestanten gefeiert einanderfallen. iverden zum Beispiel das Reformations- und das Frohnleichnams dds Aften. nogud toid fest. Sind die specifisch protestantischen Festtage eine Ver- Flottenvorlage und lex Heinze in Elfaß: Lothringen. Aus gewaltigung( Herausforderung"," Demütigung" usw.) der Katholiken, Straßburg schreibt man uns vom 18. April: Wenn es gestattet Rußland und Korea. Wie aus Soul berichtet wird, besteht und die specifisch fatholischen eine Vergewaltigung der Prote- ist, aus den Maßnahmen der Polizeibehörden zuverlässige Rück- zwischen dem russischen Gesandten und der koreanischen Regierung ftanten? Der Reichstag, die höchste Vertretung des deutschen schlüsse auf die Stellung einer Regierung zu den politischen Tages- immer noch eine Reibung hinsichtlich der russischen Forderung wegent Bolts, feiert durch Arbeitsruhe sowohl die specifisch fragen zu ziehen, so erscheint die Vermutung gerechtfertigt, daß die Verpachtung von Gebietsteilen in Mokpho oder Masampo. Man protestantischen als die specifijch katholischen Fesitage. Ift Regierung Elsaß- Lothringens, gleich ihren übrigen süddeutschen glaubt, daß Rußland jezt größere Flächen fordert. das Vergewaltigung"? Ind mehr noch: die deutschen Militär- Kolleginnen, der lex Heinze nicht besonders sympathisch gegenüberAntimoderne Strömung in China. Vom Rüdgang der behörden sogar geftatten, ja gebieten den protestantischen und steht. Erst vor furzen Wochen ist in Straßburg eine von katholischen Soldaten die„ Arbeitsrube" an den specifisch protestantischen focialistischer Seite geplante Volksversammlung, in welcher Genosse Reform Universität in Beling berichtet man: Die im vorigen Jahr und specifisch katholischen Festtagen. Dr. Quard aus Frankfurt a. M. die Stellung unsrer Partei hier eröffnete Universität kann sich eines nennenswerten Fortschritts Woraus erhellt, daß die deutschen Militärbehörden in diesem zur Flottenvorlage darlegen sollte, vom Bezirkspräsidenten des nicht rühmen; im Gegenteil, die Zahl ihrer Schüler geht, dem Buntt freifinniger find als die Bossische Ztg." und andre frei intereljaß verboten worden, obwohl der Gemeinderat der Stadt Ostai. Lloyd" zufolge, erheblich zurüd. Während im vorigen Jahr finnige Organe. sida boden Einberufern einen städtischen Saal zu der Veranstaltung über- und 200 Studenten eingetragen waren, find es dieses Jahr nur 100. laffen hatte. Heute num traf von demselben Bezirkspräsidium eine scheint, daß ein faiserliches Editt, durch welches die Berfügung ein, durch welche der von der socialdemokratischen Partei ſtrenge Beobachtung der alten Bestimmungen be= Straßburgs mit demselben Referenten für nächsten Sonntag in das treffs der Staatsegamina borgefährieben wird, felbe Lokal einberufenen Protestversammlung gegen die lex einze ungünstig auf den Besuch jener modernen Anschauungen huldigenden im Bundesrat zu ersuchen. die erforderliche polizeiliche Genehmigung erteilt wird. Damit Anstalt gewirkt hat. Flottendemonftration gegen China. Die Köln. 3tg." läßt Der gefeierte Rören. Die Germania" veröffentlicht aber- wäre die erste öffentliche Demonstration in Reichslande gegen den mals eine Anzahl von Telegrammen und Zuschriften, die Herrn famosen Kunsttnebelungs- Gefeßentwurf der realtionären Reichstags- fich aus Stiel melden, daß es den Anschein gewinne, als ob die Nören als dem parlamentarischen Führer und rednerischen Vor- mehrheit gesichert. Man geht wohl nicht fehl, wenn man das un- offiziell geleuanete Flottendemonstration der Mächte gegen China Recht von " Gegen die lex Heinze. Die Bremer„ Bürgerschaft" beschloß gestern auf einen socialdemokratischen, von den Liberalen modi ficierten Antrag einstimmig, den Senat um Ablehnung der lex Heinze " 21911 3# 9 trozdem noch zu stande kommen sollte. Nachdem der Der Parteigenosse des Herrn Singer, der französische Handels- Zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Feuerwehr im Chef des ostasiatischen Geschwaders als erstes Schiff das Kanonen- minister Millerand, hat große Summen für Repräsentation des Jahr 1901 foll auch ein Gedenkstein für die in ihrem Berufe errichtet werden. Der Geboot llis" nach Toko gesandt habe, seien in dem Seehafen von Fürstenbesuchs in Paris ausgeworfen; die Stadt Budapest hat 1897 verunglückten Feuerwehrmänner ist im allseitig Ausschusse gebilligt. der bont Tientsin und Peking jezt sämtliche Großmächte für den Besuch Kaiser Wilhelms 71 900 Gulden ausgegeben. Auf die danke Europas und die Vereinigten Staaten durch Kriegsschiffe vertreten. inneren Verhältnisse des Nachbarlaudes will ich dabei nicht eingehen, das Magistrat acceptierte Vorschlag des Polizeipräsidiums dagegen, nicht ohne Erlaubnis zugäng Die Köln. 3tg." ergeht sich alsdann in einer technischen Beurteilung fommt uns nicht zu. Sie werden mit Ihrer Ablehnung heute allein stehen. dieses Denkmal auf dem des Iltis", wonach gerade dies Schiff das geeignetste ist, um Gerade dieser Antrag. giebt den Vertretern der Bürgerschaft Gelegen- lichen Hofe der Hauptfeuerwache aufzustellen, einstimmig ab landeinwärts eine gehörige Strede weit vorzudringen. Das heit, das gute alte Wort zu bewähren: Gebet dem Kaiser, was des gelehnt worden. Der Magistrat soll vielmehr ersucht werden, der rheinische Blatt rechnet also start mit einer Attion Kaisers ist, und dem Volk, was des Volkes ist!( Beifall und Un- Bersammlung wegen Errichtung eines solchen Dentmals auf einem der Mächte. ruhe.) öffentlichen Blaze oder in einem der städtischen Parts eine Vorlage Peking, 18. April. Es wurde hier ein Edikt veröffentlicht, zu machen. Es ist auf den Mariannenplay und den Platz an der welches die Aufmerksamkeit der Vicekönige und Gouverneure auf die Jerufalemerfirche hingewiesen worden; auch soll der Magistrat an den Kostenanschlag von 26 000 m. nicht gebunden sein. von dem gemeinen Volk gebildeten bewaffneten Abteilungen zur Selbstverteidigung lenkt. In dem Edikt wird den Vicekönigen und Gouverneuren befohlen, Proklamationen zu erlaffen, in welchen diefe Banden aufgefordert werden, sich jeder Feindseligkeit gegen die eingeborenen Christen zu enthalten, und wenn diese Banden sich derartiger feindseliger Handlungen schuldig machen sollten, diese streng zu bestrafen. Afrika. Der Aufstand der Aschauti wird jetzt auch in England als sehr eruſt angesehen. Die fritische Situation, in der England fich befindet, wird durch folgendes Telegramm des Reuterschen Bureaus trotz der Knappheit des Stils genügend beleuchtet: Akira, 18. April. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge fordert der Gouverneur Hodgson die Entsendung aller verfügbaren Truppen. Kumasi ist dicht eingeschlossen. Die Lage ist äußerst ernst, falls der Entsaz von Kumassi sich verzögert. Hodgson befindet sich nebst Gemahlin selbst in dem eingeschlossenen Kumajsi, das sich etwa 300 stilometer von der Küste entfernt, mitten im Afchantiland befindet. Die ihm zur Verfügung stehenden Truppen find vermutlich wenig zahlreich, da die Hauffas nur 800 Mann start sein sollen und bereits durch Verluste geschwächt sind. Falls die Aschantiſtänne, deren Unterwerfung durch ihre Uneinigkeit erleichtert wurde, sich gemeinsam erheben würden, stände es sehr schlimmi um die Engländer, da die Afchanti 1872 40 000 Stämpfer aufstellten und früher als friegerische Nation galten. Allzuviel Truppen werden England zudem momentan nicht zur Verfügung stehen. Die Versammlung beschließt ohne Debatte nach den Ausschußvorschlägen. Ueber die Ausschußverhandlungen anläßlich der Vorlage betreffend die Umpflasterung und Umgestaltung des Schloßpla y es berichtet Stadtv. Kyllmann. Mit 10 gegen 4 Stimmen empfiehlt der Ausschuß folgende Beschlußfassung: Die Versammlung stimmt dem Magistratsentwurf unter den nachfolgenden Bedingungen zu: 1. Daß durch die leberlassung des zur Anlage eines Vorgartens bestimmten Terrains die Eigentumsverhältnisse hinsichtlich dieses Terrains unberührt bleiben; 2. falls im Jutereffe des öffentlichen Verkehrs cine Rüdgewährung des überlassenen Terrains erforderlich wird, diese Rüdgabe erfolgen muß, ohne daß irgend welche Entschädigung von der Stadtgemeinde gefordert werden darf; Stadtv. Singer: Ich werde nicht bei solchem Anlaß mit solchem Pathos die Versammlung auffordern, dem Volf zu Der Vorredner spinnt nach dem geben, was des Volkes ist. Vorbild des Magistrats die politische Seite der Frage weiter, er fordert uns auf, dem Beispiele ausländischer Parteigenossen zu folgen. Die Eremplifikation darauf, daß die französische Republik für Repräsentationszwecke Gelder ausgiebt, kann für uns umsoweniger in Frage kommen, als auch wir, wenn wir einmal in Deutschland die social demokratische Republik haben, für dasjenige, was uns einer Repräsentation würdig erscheint, Geld übrig haben werden. Wir werden z. B. wissenschaftliche Kongreffe begrüßen und allem auch durch Hingabe von Geldern huldigen, was für den Fortschritt der Kultur von Bedeutung ist; aber für dynastisch- byzantinisch höfische Interessen haben wir keine Mittel übrig.( Unruhe.) Die Ereignisse in dem Lande, dessen Monarch jetzt hierherkommt, zu erwähnen, hat Herr Sachs tigerweise unterlassen. Es kann allerdings sehr fraglich sein, ob diese deutsche Stadt von deutschen Bürgern in der Lage ist, dem Regenten eines Landes Ovationen zu bereiten, in dem die 3. daß die erste Einrichtung und die fernere dauernde UnterDeutschen seit Jahren gefnechtet sind und hart für ihre politische Gristenz fämpfen müssen. Sollten wir wirklich mit unsrer Auffassung haltung der Anlage auf Kosten der Schloßverwaltung erfolgt. Die Anträge der Minderheit auf vorherige Lokalbesichtigung, allein stehen, so ist mir die Einsamkeit in dieser Frage lieber, als das Zusammengehen mit allen denjenigen, welche es als ihre Auf- auf Klärung der Eigentumsverhältnisse, auf Geltendmachung von gabe betrachten, allem zuzustimmen, was byzantinisch ist.( Vorsteher Kompenſationsforderungen Bejeitigung des Reitweges Unter den Dr. Langerhans ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Linden, Genehmigung einer Straßenbahn durch die Schloßfreiheit, grundOrdnung.) sätzliche Genehmigung eines städtischen Unterpflasterbahnnetzes Kaifers von Oestreich weder auf als eine dynastisch- byzantinischOberbürgermeister Kirschner: Wir fassen die Ankunft des find gegen 4, 3 oder 2 Stimmen abgelehnt worden. Stadtv. Borgmann: Ich kann nicht anerkennen, daß, wie es höfliche Sache, noch als reine Privatsache, sondern als der Besuch im Bericht heißt, jede Forderung von Kompensationen die Aus eines uns befreundeten Monarchen, des Vertreters eines uns be- führung der Schloßplazumgestaltung verfchleppen würde. freundeten Staates bei dem Staatsoberhaupte unsrer eignen Monarchie. Regulierung kann sofort ohne jenen Rasenstreifen erfolgen, der ja Das ist keine byzantinisch- dynastische Sache, sondern eine Sache des gar nicht von uns gefordert worden ist, sondern sich in den vordeutschen Volks und insbesondere der Stadt Berlin. Wir vermögen bereitenden Stadien der Vorlage eingefunden hat. Wer etwa nicht den Monarchen und das Staatsoberhaupt von seinem Volt glaubt, daß es jemals gelingen fönnte, später aus Verund der Bürgerschaft seiner Hauptstadt zu trennen und wir wünschen fehrs- Mücjichten den Streifen für die Stadt zurückzubekommen, Das Telegrammt wäre nicht an der beligt sich einfach selbst. Andrerseits kann das Gitter, das den wenn man auf der andern Seite Streifen umgeben wird, unter Umständen direkt zu einer Gefahr für die Sache als Privatsache auffaßte. Darum halten wir das Publikum werden. Es ist uns gleichgültig, wer am Schloßplaz für berechtigt. in mäßigen Grenzen Sie zu bitten, wohnt; aus Rücksichten auf den Verkehr gerade an der Südwestede auch aus städtischen Mitteln dazu beizutragen, daß der Besuch in können wir dem Ausschußantrage nicht beiftimmen. einer der Hauptstadt würdigen Weise von der Stadt gefeiert wird. Jedenfalls kommt nach Berlin ein deutscher Monarch, auf den auch in seinem Lande die Augen der Deutschen gerichtet find( Wider spruch und Unruhe). Da der Anlaß des Besuchs in engeren Familienverhältnissen wurzelt, so haben wir geglaubt, mit der geforderten mäßigen Summe auszukommen. Sollte sich aber das Bedürfnis herausstellen, daß größere Mittel erforderlich sind, fo werden wir nicht anstehen, sie nachzufordern. Wir sind der leber zeugung, daß weitens der größte Teil der Bürgerschaft in dieser Gesinnung mit uns übereinstimmt. Tauger, 19. April. Der Sultan von Marokko hat die Mit glieder des diplomatischen Corps ersucht, den Vertrag betreffend das Protektorat der Großmächte über Marokko, einer Revision zu unterziehen. Die Mitglieder hielten beim englischen Botschafter eine Konferenz ab und erklärten sich einstimmig gegen jede diesbezügliche Konzession, so lange die Interessen des auswärtigen Handels nicht auch diese Trennung nicht. vollständig und auf loyale Weise seitens der marokkanischen Re- mich gerichtet worden, gierung sicher gestellt würden. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 16. Sigung vom Donnerstag, den 19. April 1900, nachmittags 5 hr. Der Vorsteher Dr. Langerhans widmet dem verstorbenen früheren Stadtrat Wiebe einen ehrenden Nachruf. Bürgermeister Brinkmann- Königsberg hat die Wahl zum zweiten Bürgermeister von Berlin angenommen. In der Brennmaterialien Deputation ist ein Bürgerdeputierter zu wählen. Die Wahl fällt auf den Hoflieferanten Schulze, Kottbuser 11fer 34/35, welcher 83 Stimmen erhält; Kaufmann Nicolas, Mittenwalderstraße 56, bleibt mit 27 Stimmen in der Minderheit. Für die geplanten festlichen Veranstaltungen der Stadtgemeinde gelegentlich der Anwesenheit des östreichischen Kaisers in Berlin in den Tagen des 4. bis 6. Mai hat der Magistrat bekanntlich einen Kredit von 50 000 M. bei der Versammlung nachgesicht. 11118 Stadtv. reitling: Wir sehen diesen Alt durchaus nicht als einen byzantinischen, sondern als einen Akt der Höflichkeit an. Es wäre wohl der erste Fall, wenn die Stadt Berlin sich bei einem solchen Anlaß abfeits its halten würde. Die Mehrheit meiner Fraktion hat beschlossen, der Vorlage zuzustimmen. Nachdem Stadtv. Hugo Sachs dem Stadtv. Singer erwidert hat, daß die Deutschen in Destreich ihm für seine Wahrnehmung ihrer Sutereffen wohl nicht dankbar sein werden, führt Die Stadtv. Wallach entgegnet, daß man im Ausschuß darüber einig gewesen sei, daß auch nach der Anlegung des Rasenstreifens der Verkehr über den Schloßplay völligen Raum behalte. Stadtv. Borgmann bleibt dabei stehen, daß die Hofverwaltung den Streifen gar nicht verlangt habe. Man könne die endliche Beseitigung von öffentlichen Stalamitäten, wie sie z. B. der Reitweg Unter den Linden darstelle, doch nur auf dem Wege von Kompensationen erlangen und würde sie erlangen, wenn man nur wollte. Stadtbaurat Krause belont, daß die Stadt nur durch das Eingehen auf die Abgabe des Rajenstreifens die Zustimmung zu der Reducierung des Vorgartens an der Schloßfreiheitfeite zu erreichen hoffen könne. Der Ausschußantrag wird angenommen. Bon der Anstellung von 20 Schulärzten will der Magistrat auch nach dem Beschluß der Versammlung, die im Etatsentwurf eingestellten 10 000 M. zu verdoppeln, nichts wiffen. Er hält nach vie vor 10 für genügend, denen 10 Doppelschulen übertragen werden föunten, womit die Gewinnung sicherer Erfahrungen ihm gewähr leistet erscheint, und ersucht die Versammlung, sich damit einverstanden zu erklären. Die Versammlung tritt nach unerheblicher Debatte dem Magistratsantrag bei. Am 12. April hat die socialdemokratijche Fraktion folgenden Antrag Singer eingebracht: das Die Versammlung beschließt, an den preußischen Landtag das Ersuchen zu richten, daß bei der bevorstehenden Abänderung des Kommunalwahlgefezes die Einführung des bei dent Reichstagswahlen geltenden allgemeinen gleichen und geheimen Wahlrechts auch für die Gemeindewahlen befchloffen werden möge. Der Gegenstand steht auf der Tagesordnung an vorletzter Stelle, wird aber auf Antrag des Vorstehers vorweg genommen. Stadiv. Ewald aus, daß der Oberbürgermeister wohl blog Stadtv. Singer: Uns beschäftigt hier eine Vorlage, von der die 700 Wähler der ersten und 8000 Wähler der zweiten Abich, um auch mit einem Wort der Anerkennung über die Sache zu teilung für seine Auffassung reklamieren fönne. Die 300 000 Wähler sprechen, es als einen Vorteil begrüßen kann, daß sie nicht so be- dritter Abteilung stehen sicherlich nicht auf seinem Standpunkt. Seit handelt wird, wie die Vorlage von 1889, die denselben 34 Jahren sollen wir, nach Herrn Hugo Sachs, mit Oestreich in Gegenstand betraf. Damals wurde die Frage, ob die bester Freundschaft leben; das würde do heißen, daß die OestStraßen beim Einzug des Königs von Italien geschmückt reicher 1866 zu Freunden Deutschlands geprügelt worden find werden sollten, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt.( Große Unruhe). Jetzt will man 50 000 M. aus den Taschen der Die Motivierung der Magistratsvorlage befindet sich in einem ziem Steuerzahler für diese Feste bewilligen; wenn aber eine arme Witwe um lichen Widerspruch mit dem Telegramm, auf Grund dessen der 25 M. Unterstüßung cinkommt, weil der Mann gestorben ist, da haben Magistrat die Vorlage gemacht hat. Während jenes Telegramm den Sie dies verweigert( Große fortdauernde Unruhe). Sie schreien mich doch Besuch des Kaisers von Oestreich als einen dem Kaiser nicht nieder, ich komme schon mit meinem Organ noch gegen Sie von Deutschland gewidmeten Besuch bezeichnet, fann man auf! Nehmen Sie unsern Antrag an, die Summe nicht zu beaus der Vorlage des Magistrats herauslesen, daß er willigen, und zeigen Sie damit, daß Sie mit den Steuergroschen Stadtv. Preußẞ beantragt eine Modifikation des Antrags dahin, glaubt, es handle sich um einen Besuch des Kaisers von Oestreich, des Volks umzugehen verstehen!( Beifall und andauernder Lärm.) daß die Bezugnahme auf das Reichstags- Wahlrecht fortfällt und der der Stadt Berlin gemacht werden soll, und wenn nun der Stadtv. Schwalbe tritt den Ausführungen des Vorredners gleiche und geheime Wahlrecht für die Kommunalwahlen geMagistrat eine Reihe von politischen Momenten für die Notwendig entgegen, dessen historische Auffassung eine unglaublich schiefe fei. fordert wird. keit der Annahme seines Antrags anführt, so bin ich allerdings Es handle sich nicht um die Sympathie bloß der ersten und zweiten Stadtv. Dr. Freudenberg: Wenn ich diesen Antrag vor der Letzte, der der Stadtverordneten- Versammlung etwa be- Wählerklasse: Herr Ewald möge doch bei den Wählern dritter Klasse, einer Bersammlung zu begründen hätte, die sich ausschließlich aus streiten möchte, daß sie das Recht hat, die Bolitik die nicht zu seiner Farbe gehören, erst einmal nachfragen. meinen Freunden zusammenschte( Heiterkeit), würde ich nicht viel zu in ihre Verhandlung zu ziehen, aber ich kann meine Verwunderung Darauf wird ein Schlußantrag angenommen und in namentlagen haben, mitan würde ihn nicht diskutieren, sondern darüber nicht unterdrücken, daß gerade von der Seite, von der mit licher Abstimmung der Magistratsantrag mit 94 gegen einfach dekretieren. Hier aber kann ich von einer Begründung nicht großer Energie sonst darauf gehalten wird, daß die Stadtverordneten 20 Etimmen genehmigt. Mit den Socialdemokraten stimmt nur absehen. Der Antrag Preuß will bloß das gleiche Wahlrecht, aber Bersammlung fich mit politischen Dingen nicht zu beschäftigen hat( Sehr der Stadtv. Marggraff. nicht den Fortfall des Census. Was wir fordern, ist das für den gut! bei den Soc.), hier rein politische Verhältnisse zum Gegenstand Den Nachlaß des Dr. Andreas Fedor Jagor, verstorben zu Reichstag schon bestehende Wahlrecht, welches in Bezug der Verhandlung gemacht werden.( Zustimmung bei den Social- Berlin, 11. Februar 1900, soll die Stadt Berlin als Allein auf den Streis der Wahlberechtigten auch bei den Landtags demokraten.) Für uns handelt es sich hier in den Besuch des erbiu zur Begründung einer Jagor Stiftung zur wahlen besteht, aber für Gemeinden soll es nicht passend Kaisers von Destreich, der aus Anlaß einer privaten Familienfest- Vermehrung üblicher Kenntnisse und Fähigkeiten" verwenden. fein. Man hält uns entgegen, daß die Gemeinden nicht indirekte lichkeit des deutschen Kaiserhauses geschieht, und da kommit die Außer wissenschaftlichen Sammlungen und einer Bücherei find Effekten Steuern und Zölle erheben, aber thatsächlich ist dieses doch in den Stadtverordneten- Versammlung als folche gar nicht in Frage. für etwa 1 Million Mark vorhanden. Verbrauchsabgaben der Fall. Sie heißen Realsteuern mit 30, Es ist eine gute Gewohnheit, daß jemand, der Besuch bekommt und Die Versammlung erklärt sich mit der Annahme der Stiftung Ueberschüsse der Gas- und Wasserwerfe mit 7 Millionen. Abfeinem Gast eine große Gastfreundschaft erweisen will, die Ver- einverstanden. gaben vont privaten Gewerbebetrieben mit 42 Millionen. anstaltungen zu diesem Zweck aus eiguen Mitteln bezahlt.( Sehr Die Vorlage wegen Erhöhung des städtischen Jahres- Diesen stehen an direkten Stenerleistungen nur 291/2 Millionen gut! bei den Socialdemokraten.) Es wäre doch eigentümlich, die Kosten beitrags von 8000 m. auf einen Zuschuß bis zu 20 000 27. gegenüber. Die Stadt Berlin ist doch auch ein Teil des Deutschen der Feierlichkeiten für einen lieben Gast bestreiten zu lassen aus den jährlich an den Centralverein für Arbeitsnachweis Reichs, ihre Blüte beruht auf der Eristens des Deutschen Taschen Andrer.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Für die für den Fall, daß die Landesversicherungs- Anstalt Berlin ein eignes Reichs und der Einnahmen desselben, welche als indirekte Stadt Berlin liegt kein Anlaß vor, öffentliche Mittel zu ver- Arbeitsnachweisgebäude errichtet und dasselbe dem Central Stenern aufkommen und als Kopfstenern wirken. Die Reichswenden. Mag der Magistrat an die Bürger der Stadt, verein vermietet, ist vom Ausschusse einstimmig angenommen steuern kommen auch den Gemeinden direkt zu gute, wie die lex die ihrerseits Frende empfinden über den Besuch des Kaifers worden; dagegen hat die überwiegende Mehrheit die Anträge auf Quene ganz klar zeigte. Seit der Aufhebung derselben ist das und geneigt sind, dieser Freude öffentlich Ausdruck zu geben, die Beseitigung der Einschreibegebühr bezw. Herabsetzung von 20 auf Verhältnis etwas verdunkelt, aber thatsächlich dasselbe ges Aufforderung richten, ihre Häuser zu schmücken oder sonstige Ver- 10 Bf. abgelehnt. Referent des Ausschusses ist Stadtv. Kalisch. blieben, denn der Staat konnte dadurch, daß er Die anstaltungen zu machen. Wir aber verfügen über öffentliche Stadiv. Koblenzer befürwortet einen Antrag, an die Er Einnahmen aus der lex Huene für sich behielt, den Gemeinden die Mittel, zu denen die gesamte Bürgerschaft beizutragen hat, höhung der Subvention die Bedingung der unentgeltlichkeit des Realsteuern überweisen. Nun sind aber die Stenern doch und diese Mittel sollten nicht verwendet werden für einen Arbeitsnachweises zu knüpfen. Er weist darauf hin, daß eine Ge- nicht das einzige, woraus eine Berechtigung zur Teil Zweck, der, wie die Dinge num einmal liegen, nicht gebilligt wird bühr eigentlich bloß noch in Straßburg, Freiburg und Berlin erhoben nahme an der Verwaltung der Gemeinden Hergeleitet werden von der Gesamtheit der Bevölkerung.( Beifall bei den Socialdemo- werde, daß aber Berlin gänzlich allein dastehe mit der Erhebung kann. Wer nicht mitthatet, foll auch nicht mitraten, heißt es, das fraten.) Die Stadtverordneten- Versammlung hat weder eine Ver- diefer Gebühr bon den Arbeitern. Der Arbeitsnachweis foll ein guter alter deutscher Grundsatz sein, und ich muß pflichtung der Höflichkeit noch sonst eine Verpflichtung, dem diene doch den Arbeitgebern in eben folchem Maße es glauben, denn die Voffische Zeitung" fagt es.( Heiterfeit.) Wunsche des Magistrats nachzukommen. lleber die Kostenfrage wie den Arbeitern. Herr Dr. Freund sei auch kein Freund der Gebühr. Aber heutzutage kann man doch nicht nur das als Thaten anäußere ich mich nicht. Fch faffe die Frage principiell Angeblich sollen verwaltungstechnische Rücksichten" der Aufhebung erkennen, was einen metallischen Nachtlang hat. auf. Wir haben keine Veranlassung, jenen höfischen Veranstaltungen der Gebühr entgegenstehen, man wolle das„ arbeitsscheue Gefindel Arbeiters trägt gerade so gut wie das Steuerzahlen zur en den neitsichere trägt abe o que as our Folge zu leisten, da wir für die Stadt Berlin keinerlei Vorteile aus von dem Nachweis fernhalten. Thatsächlich jedoch erhebe man die 20 Pf. Blüte der Gemeinden bei, und daher unß jeder ehrlichen dem Besuch ersehen können, selbstverständlich nicht materielle, da man sonst das Unternehmen nicht halten könne, denn die Gebühr Arbeit das Recht, in der Gemeinde mitzusprechen, zugestanden sondern ideelle Vorteile. Selbst von politischen Gesichts- und der Ertrag der Kantine hätten in einem Jahr über 7000 m. werden. Wir fordern aber nicht nur das allgemeine, sondern auch punkten würde nicht die Stadt Berlin in Frage kommen, ergeben, während die freiwilligen Beiträge der Unternehmer dahinter das gleiche Wahlrecht, wie es ja selbst Herr Cassel befürwortet um Kosten, die aus politischen Gründen notwendig sind, zu erheblich zurückbleiben. Gebe die Stadt einen solchen Beitrag, so könne sie hat, der doch mehr zur Rechten dieser Versammlung gehört. decken, deshalb bitte ich, die Vorlage des Magiftrats abzu- auch Bedingungen stellen. Redner beantragt, die Bedingung so zu Die Klaffeneinteilung hat es in Berlin dahin gebracht, daß ein Ichuen und damit zu dokumentieren, daß diese Versammlung diesen formulieren, daß die Abschaffung der Gebühr allmählich erfolgt. Wähler erster Klasse 450 mal mehr zu sagen hat als ein Wähler Besuch des Kaisers von Oestreich als einen Privatbesuch auffaßt, für Stadtv. Esmann konstatiert dem Vorredner gegenüber, daß dritter Klasse. Dabei wächst die Accumulation der großen den öffentliche Mittel der Bürgerschaft nicht verwendet werden dürfen. im Baugewerbe ein unentgeltlicher Arbeitsnachweis seit langem Kapitalien ununterbrochen, denn bon 1895 bis 1899 ist ( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) besteht. die Zahl der Wähler erster Klasse von 961 auf 691 Stadtv. Hugo Sachs: Herr Singer wird wohl niemand mit Stadtv. Lüben bekämpft ebenfalls den Antrag Koblenzer. gefunten. Das geheime Wahlrecht hat ja auch die freifinnige Partei diesen Ausführungen davon überzeugt haben, daß wir unrecht thun Stadtv. Koblenzer: Wir sind principiell für kommunale im Reichstage oft genug verlangt. Unser Antrag knüpft an die würden, dem Magistratsantrage zu entsprechen, d. h. auch von Stadt Arbeitsnachweise und sehen in diesem Verein auch lediglich den Kommunalwahl- Novelle an, ist also keineswegs hohle Demonstration, wegen den Monarchen des befreundeten östreich- ungrischen Staats Vorläufer des Berliner städtischen Arbeitsnachweises; wir haben nur wie uns imputiert worden ist. Vor kurzem erst ist hier aus sympathisch zu begrüßen. Es ist überhaupt sonderbar, daß über zur Zeit von einem entsprechenden Antrag abgesehen. Im Lauf gesprochen worden, daß die große Mehrheit der Versammlung auf einen so selbstverständlichen Antrag noch eine Debatte stattfindet. der bevorstehenden zehn Jahre, für welche die erhöhte Subvention entschieden freisinnigem Boden stehe; das ist für uns noch ein be( Buruf: Lieber annehmen mit Hip- hip- hurra!) Herr Singer hat bewilligt werden soll, werden sich hoffentlich die Ansichten der Mehr- fonderer Anlaß gewesen, den Antrag einzubringen. Jit dem so, sich für seine Rede erst eine Platform schaffen müssen, indem heit ebenso ändern wie gegenüber der Gewerbegerichtsfrage. dann wird eine große Mehrheit ihn annehmen. er eine ganz unmögliche Scheidung zwischen dem politischen Ober- Unter Ablehnung des focialdemokratischen Antrags wird die Vorhaupt Oestreichs und der Person des Kaisers Franz Joseph machte. Tage unverändert angenommen. " Stadtv. Preuß: Ich glaube, selbst die Socialdemokraten würden Wert darauf legen, daß der Kommunal- Wahlberechtigte = In Bloemfontein selbst Pferdenot. auch Burger der Gemeinde ist. Das erfordert aber das Reichstags- gesperrten Arbeitsbrüder in Dänemark zu unterstützen und Geld- Süden aus wird nichts mehr gemeldet. Ueberhaupt scheinen die Wahlrecht nicht. Unser Antrag fordert keinen Census, sondern läßt sendungen an bestimmte Adressen zu richten. Der zweite Artikel Engländer fast völlig zur Defensive verurteilt zu sein. die untere Abgrenzung offen. Wir haben ja über die Frage nicht betonte die Notwendigkeit der Unterstützung viel allgemeiner. Der Wepener ist noch immer eingeschlossen, denn die Nachricht von zu entscheiden, die Entscheidung liegt an andrer Stelle, in der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 10 m. verurteilt und das einem Angriff Lord Roberts selbst auf die im Rückzug befindlichen Hand der preußischen Volksvertretung, welche in beiden Landgericht bestätigte das Urteil. Ein Vergehen gegen die an- Belagerer von Wepener scheint nur ein vages Gerücht gewesen zu Häusern eine Karikatur auf diesen Begriff ist. Wir sind daher gezogene Regierungs Polizeiverordnung erblickte das Gericht sein. Was an dürftigen Nachrichten vorliegt, spricht nur von aller nicht genötigt, auf die Einzelheiten einzugehen, sondern nur in der Aufnahme des Artikels in Nummer 175. Die dings unbedeutenden Erfolgen der Boeren. So ist die Brücke bei können uns damit begnügen, die allgemeine Richtung an- Revision des Angeklagten hatte Erfolg. Der Straffenat des Bethulie von den Boeren gesprengt worden. Ferner berichtet zugeben. Eine wirkliche Reform des Kommunal Wahlrechts Stammergerichts sprach Thiele mit folgender Begründung gänzlich Kommandant Fronemann, 400 Engländer über den Fluß in der fönnen auch wir nicht in den mathematischen Kunststücken sehen, frei. Die Verordnung des Regierungspräsidenten sei rechtsgültig Richtung auf Aliwal getrieben zu haben. welche jetzt im preußischen Abgeordnetenhause aufgeführt werden. und finde ihre ganz besondere Stüße im§ 11 der GeschäftsWir wollen die Beseitigung der unfreien öffentlichen Wahl durch instruktion für die Oberpräsidenten. Der Vorderrichter habe jedoch die geheime Stimmabgabe, und die Beseitigung des Klaffen- den Begriff der Kollekte verkannt. Unter einer Kollekte sei zwar steht es dagegen recht schlecht. Im Feldhospital sollen nicht weniger wahlsystems. Diese beiden principiellen Punkte müssen in den Vorder- jede Einsammlung freiwilliger Gaben zu bestimmten Zwecken zu als 2000 Stranke liegen, die größtenteils au Typhus und Dysenterie grund gestellt werden, fie gehören ja auch zum Programm der frei- verstehen, in dessen es müsse eine besondere Sammler erkrankt sind. Am meisten sind Engländer in ihren Operationen gefinnigen Volkspartei, was mich freut, obwohl ich dieser Partei nicht thätigkeit hinzu kommen. Eine solche sei im vorliegenden lähmt durch die angehöre. Nehmen Sie meinen Antrag ohne Ausschußberatung an. Fall nicht entfaltet worden; es habe sich vielmehr nur um eine Stadtv. Cassel: Jch beantrage Verweisung der Anträge an Aufforderung zu freiwilligen Spenden gehandelt. Deshalb müsse einen Ausschuß. Auch meine Fraktion ist durchaus gegen die bis- hier das Vorliegen einer Kollekte verneint werden. herige Slasseneinteilung und findet das Streben nach dem gleichen Wahlrecht auch bei den Kommunalwahlen berechtigt. Wir sind von dem Die Freizügigkeit des Spieltenfels und das Bürgerliche plutokratischen Charakter des jezigen Wahlrechts überzeugt und wollen Gesetzbuch. Das Landgericht in Nordhausen hatte den Staufdiesen ebenso wie die öffentliche Stimmabgabe beseitigt wiffen. Für mann Gutfind nach dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs das allgemeine Wahlrecht aber können wir uns nicht erklären. wegen llebertretung des preußischen Lotteriegesezes verurteilt, weil ( Hört, hört!) Gerade auf dieses allgemeine Wahlrecht kommt er Loose der Großherzoglich Mecklenburgischen Landes- Lotterie in es den Antragstellern vor allem an. Preußen versandt hatte. Der Vertrieb dieser Loose ist nach dem anUnter meinen Freunden ist kein einziger, der das gleiche und geheime Wahlrecht jedem gezogenen Gesetz in Preußen verboten, da er hier nicht besonders mit Beliebigen ohne Rücksicht auf Beitrag zu den städtischen Lasten und königlicher Genehmigung zugelassen ist. Gutkind legte Revision ein und auf Seßhaftigkeit erteilen will.( Große Bewegung; Ruf: Echt rügte Verlegung des§ 763 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, worin es freifinnig!) Irgend materielle Verpflichtung heißt: Ein Lotterievertrag oder ein Ausspielvertrag ist verbindlich, die Stadtgemeinde müssen diejenigen haben, welche bei der wenn die Lotterie oder die Ausspielung staatlich genehmigt ist. Der Verwaltung der Stadt mitreden wollen. Das Reich fordert den Angeklagte machte geltend, daß diese Bestimmung das preußische Heeresdienst von seinen männlichen Angehörigen, deshalb ist die die in andren Bundesstaaten staatlich genehmigt seien. Ansprüche otteriegesetz beseitigt habe, soweit es sich um Lotterien handle, Gewährung des Reichswahlrechts unter einem andern Gesichtspunkt Lotterien solchen aufzufaffen. Die Deduktion wegen der Realsteuern wurde mir nicht Reich auf Grund des§ 763 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein jezt im ganzen ganz verständlich. Wenn man uns immer vorhält, wir hätten für flag bar. Der Gesetzgeber könne unmöglich gewollt haben, daß Die Minderbemittelten nichts übrig, so wird dieser falsche Saz trotzdem die landesgefeßlichen Verbote der sogenannten„ ausdurch die ewige Wiederholung nicht richtig. Andre Städte haben ländischen" Lotterien bestehen bleiben sollten. ja das gleiche Wahlrecht, aber mit hohem Census, so Kiel, Frankfurt. des K a mmergerichts verwarf indeffen die Revision als Der Straffenat Ich persönlich würde jede Steuerleistung als genügend anſehen, unbegründet und führte aus: Der$ 763 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Tekte aber irgend eine Stener muß geleistet werden. Auch eine bestimmte Seßhaftigkeitsgrenze müffen wir ziehen. Aus diesen habe an den fraglichen Verboten nichts geändert. Allerdings bestehe seit dem 1. Januar 1900 überall in Deutschland das Recht, Gründen wünschen wir Ausschußberatung. Die Petition an das Abgeordnetenhaus wird ja nicht viel zu bedeuten haben, wir wollen Ansprüche aus allen jenen Lotterien einzuklagen; daneben könne aber aber trotzdem die Frage gründlich erörtern. Dauert unfre Beratung nach Maßgabe unfrer gesetzlichen Vorschriften das landesgesetzliche Lotterieverbot ruhig weiter bestehen. über den Zeitpunkt hinweg, wo der Landtag mit seiner Novelle fertig ist, so wird das auch kein Unglück sein. welche gegen Damit schließt die Beratung. Das Schlußwort erhält Stadtv. Singer: Der Kollege Caffel hat mit großem Geschick seine Ablehnung des Antrags durch eine Menge von Zugeständnissen zu umgehen gesucht. Der Hauptwert unsres Antrags aus allen wären Aus der Frauenbewegung. = : Gewerkschaftliches. Winston Churchill, der Berichterstatter der Morn. Post", der 250 000 Mann zur Bezwingung der Boeren für erforderlich hält, tommt in einem Telegramm vom 14. d. M. auf die Remontenfrage zu sprechen. Das Haupterfordernis des englischen Erfolgs sei und bleibe der Pferde- Ersay. Zwar sei schon eine große Zahl von Pferden angekommen, aber infolge der Thatsache, daß ihnen nicht Zeit gegeben wird, sich von den Anstrengungen der Reise zu erholen, und daß sie sofort an die Arbeit müssen, sei ihr Zustand schlecht und ihre Sterblichkeit groß. Die Kavallerie Offiziere jammern laut und erflären, sie hätten bei mancher neueren Gelegenheit, wenn sie ihre Pferde hätten voll einsetzen können, mit Lanze und Säbel entscheidende Ergebnisse erzielen können. Bei der voraussichtlich langen Dauer des Krieges werden noch Tausende von Pferden gebraucht werden; man müßte deshalb Ruhedepots einrichten, wo fie fachgemäß gepflegt und einegerziert würden. Bei einem solchen Verfahren würde in etwa vier bis fünf Monaten( 1) die Kavallerie zu neuem Leben und neuen Kräften kommen." Danach könnte Lord Roberts noch ein paar Monate lang in Bloemfontein festliegen. Nachrichten und Depelthen. Ungrischer Feldarbeiter- Kongrek. Im Gegensatz zu den bedauerlichen Vorgängen auf dem Parteitag nimmt der Kongreß der socialdemokratischen Feldarbeiter, wie der " Frankfurter Zeitung" telegraphiert wird, einen vollkommen würdigen Verlauf. Die meisten Redner, darunter auch einige Frauen, beklagen die jeder Beschreibung spottende trostlose Lage der Feldarbeiter, die an vielen Orten nicht einmal das trockene Brot verdienen. Die Behörde behandle die Agitatoren brutal. Alle Reduer betonten die Notwendigkeit einer systematischen Organisation. Für die Feldarbeiter müsse so bald als möglich etwas geschehen, weil die gegen wärtige Situation unhaltbar sei und die Feldarbeiter zur Berzweiflung treibe. Die Beschlüsse des Kongresses werden der Regierung zur raschesten Würdigung empfohlen werden. Die Kolonialgreuel vor dem belgischen Parlament. Brüssel, 19. April.( W. T. B.) Repräsentantenkammer. Lorand( fortschrittlich- liberal) interpelliert wegen der von einigen Blättern erhobenen Anklagen, daß eine Anzahl Belgier in der Provinz des Kongostaats Mongalla Graujamfeiten gegen EinLorand spricht die Erwartung aus, geborene begangen hätten. daß die belgische Regierung vom Kongostaat formelle Erklärungen und falls sich die behaupteten Thatsachen bestätigen sollten- strenge Bestrafung der Schuldigen gefordert habe. Die Konvention von 1890 gebe Belgien das Recht, vom Kongostaat Erklärungen zu verlangen, Als Gewerbe Inspektions Affiftentin für Berlin und liegt in dem allgemeinen Wahlrecht, einem Recht, das mit Charlottenburg ist Fräulein Reichert angestellt und zunächst der dem Menschen geboren ist.( Große Unruhe.) Herrn Caffels Aus- II. Gewerbe- Inspektion in Berlin überwiesen worden. Für Arführungen entsprechen ja der programmatischen Auffassung, wie sie in der freisinnigen Partei jest herrscht, aber nicht beiterimien wird sie in den Diensträumen dieser Jnspektion, Georgeneinem wirklichen Liberalismus und Freisinu, der es ablehnt, firchplatz 21, 2 Treppen, jeden Donnerstagabend von 7-8 Uhr und sich auf die Geldherrschaft in der Gemeinde zu stüken. Das am Vormittag jedes ersten Sonntags im Monat von 9-10 Uhr zu allgemeine Wahlrecht ablehnen, heißt das Wahlrecht vom Besiz ab- sprechen sein. Fräulein Reichert ist nach offiziöser Meldung seit hängig machen.( Widerspruch.) Herr Caffel will das Klassensystem vielen Jahren in Berliner Fabriken thätig gewesen. beseitigen und führt es auf einem andren Wege wieder ein. Dadurch wird die große Mehrheit der Bevölkerung von vornherein vom Wahlrecht ausgeschlossen. Mitthaten ist mitarbeiten; wer am Gemeinwohl mitarbeitet dadurch, daß er menschlich mügliche Arbeit leistet, hat das Recht, bei den Einrichtungen mit zu bestimmen, unter denen zu leben er gezwungen ist.( Bustimmung bei den Socialdemokraten.) Woher kommt es denn, daß die große Masie nicht den von Herrn Cassel für richtig gehaltenen Census zu zahlen im stande ist? Daher, daß sie mit ihrer eigenen Arbeit zu wenig verdient, daß sie gerade burch die von ihr erarbeitete Erhöhung des Profits die übrigen Klassen steuerfähiger macht ( Zustimmung und Widerspruch). Gerade die kleinen Leute, die Nichtbesigenden tragen in hohem Grade dazu bei, deshalb müßten Sie schon vom Standpunkt des Noblesse oblige für unfren Antrag sein. Eine Konferenz der Former für Rheinland und West( Unruhe). Es ist auch nicht richtig, daß diejenigen Klaffen, die teine falen tagte zu Ostern in Düsseldorf. Vertreten waren 26 Orte direkten Steuern zahlen, nicht zu den Einnahmen der Stadt bei- durch 39 Delegierte und die beiden Vertrauensleute. In der eingehenden Debatte wurde seitens vieler Delegierten die Lauheit und Sodann verliest Reduer ein Schriftstück, welches die von der trügen; der Begründer unfres Antrags hat das schon ausgeführt. Wollen Quertreiberei der sog.„ Christlichen" gerügt, sowie Stlage ge- Kölnischen Zeitung" im Jahre 1897 gegen einen belgischen Sie behaupten, daß der Grundbesizer die Grundsteuer zahlt?( Ja führt über gewiffe Polizeipraktiken den Verbandskollegen gegenüber. Offizier erhobene Anklage befräftigt, von dem gesagt werde, wohl!) Es gehört der ganze Mut der Ueberzeugung eines wasch- Beschlossen wurde, das bisherige Vertrauensmänner- und Bezirks- daß er durch seine Soldaten mehr als 1300 Negerbände habe abechten Hausagrariers dazu, so etwas zu vertreten.( Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Nicht der Grundbesiz zahlt die Steuer, item beizubehalten, in den einzelnen Orten mehr Wert zu legen schneiden lassen. Dieses Schriftstück, welches von dem Hauptagenten fondern er wird zur Zahlung befähigt durch die Mieten, die er einnimmt. auf Werkstattbesprechungen und Verteilung von nach den örtlichen einer Compagnie herrühre, besagt ferner, daß der Aequatorialbezirk sondern er wird zur Zahlung befähigt durch die Mieten, die er einnimmt. Verhältnissen ausgearbeiteten Flugblättern. Bei in Aussicht stehenden ein ungeheures Knochenfeld sei. Redner zählt andre, dort vorgekommene Dafür, daß das fonimumale Wahlrecht an den Census und vor Streits und Lohndifferenzen soll so früh als möglich örtliche Sammlung Grausamkeiten auf und wünscht Bekanntgabe des Ergebnisses, welches allen Dingen an die Seßhaftigkeit der Wähler gebunden sein soll, sehe ich gar keinen Grund ein. Zwischen der Aufstellung der Listen vorgenommen werden, damit beim Ausbruch der Streitigkeiten sofort die früher ernannte Untersuchungstommission zu Tage gefördert habe. und der Wahl liegt ja eine längere Zeit und dann finde ich es eigen Gelder zur Berfügung stehen. Zur Generalversammlung wurde Lorand fordert zum Schluß von der belgischen Regierung energisches thümlich, daß man dem Reichstagswähler das Recht giebt, an der Zu- die Beitragserhöhung als das wichtigste vorgeschlagen, die aber vom Einschreiten. Vorstand vorgeschlagene Arbeitslosen- Unterstützung einer herben Kritik Der Minister des Auswärtigen de Favereau erklärt, der fammensetzung einer Versammlung teilzunehmen, die in viel wichtigeren Dingen zu entscheiden hat als eine Gemeindevertretung. Es ist unterzogen. Dem Vertrauensmann soll vom Hauptvorstand Besol- Kongostaat sei für Belgien ein fremder Staat, in deffen Anetwas kleinlich, daß an der Gemeindewahl nur die mitwirken sollen, Woche zu erhöhen. Ferner beantragt die Konferenz die Einführung für die Vorkommnisse im Kongostaat nicht verantwortlich ges dung gezahlt werden, die Beiträge beantragt man, auf 30 Bf. pro gelegenheiten es sich nicht mischen könne. Belgien fönne die so und so lange seßhaft sind. Auch die übrigen Einwendungen einer für die Mitglieder des Vereins eingerichteten Sterbe- und macht werden. Die mit Zustimmung Belgiens vom Kongostaat scheinen mir mur den Zweck zu haben, den Antrag nicht in vollem Umfang zur Annahme gelangen zu laffen. Deshalb Kranken- Unterstützungskasse auf Grund besonderer Beiträge. Ort der aufgenommene Anleihe gebe Belgien mur das Recht, kommerzielle und finanzielle Auskünfte zu erhalten.„ Wir wollen", schließt der Minister, erwarte ich von der Ausschußberatung nicht übermäßig viel. nächsten Konferenz ist Dortmund. Es dürfte vielleicht ein Beschluß herauskommen, der es kaum noch Ans England. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: kommniffe, wie die gemeldeten, nicht wiederholen, und daß Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: beim Rongoftant vorstellig werden dahin, daß sich solche Vor berdient, mit unsrem Namen genannt zu werden. Gleichwohl Die Ostertage sind, wie anderwärts, so auch hier für viele Organi- deren Urheber bestraft werden. Der Kongostaat hat übrigens bereits werden wir uns der Ausschußberatung nicht widersetzen. Für fationen Kongreßtage. So tagt in Bristol die Jahres. uns ist von außerordentlichem Werte zu konstatieren, wie konferenz des Nationalen Bundes der Handels trenge Maßnahmen getroffen; er verbietet seinen Agenten, sich an Handelsgeschäften zu beteiligen. Er berbietet ihnen weiter, die Vertretung der Reichshauptstadt über das Kommunal- Wahlrecht gehilfen( Ladenangestellte, Buchhalter, Speicherbeamte). von ihren Waffen Gebrauch zu machen außer zu berechtigter denkt und daß die Auffassung, die heute durch den Kollegen Bund ist noch verhältnismäßig jung und findet an der Gleichgültig Verteidigung. Bezüglich der jüngst erhobenen Antlagen hat der Caffel namens der größten Fraktion dieser Versammlung feit der Maffe der Berufsgenossen einen schier unüberwindbaren Gegner. Kongostaat das gerichtliche Verfahren eingeleitet, obwohl für einige zum Ausdruck gebracht worden ist, in diametralem Widerspruch Judes hat gerade im abgelaufenen Jahr die Organisation einen guten Auf- Borgänge die amtliche Bestätigung noch anssteht." steht mit den Forderungen, die man an ein vollkommenes Wahlsystem schwung genommen und zählt jest in etwa 180 Ortschaften zusammen Borgänge die amtliche Bestätigung noch aussteht." Damit ist der Zwischenfall erledigt. stellen muß und daß die freisinnige Partei hier nicht gewillt ist, einen zwischen 5 bis 6000 Mitglieder. Eine seiner Hauptaufgaben erblickt ihrer Programmpunkte, den sie früher mit Energie vertreten hat, zur der Bund in der Betreibung eines wirtfamen Gesezes zum Schutz Wahrheit zu machen. Sollte etwa die Veränderung der Kon- der Ladenangestellten und hatte im Jahre 1899 wenigstens den Brüffel, 19. April.( W. T. B.) Einer Meldung der In stellation in dieser Versammlung der Grund dafür sein? Erfolg, im Gesetz über die Vorsorge für Siggelegenheiten weiblicher dépendance Belge" aus Tanger zufolge ließ der Sultan das der Grund Die Herren wollen alles vermeiden, was die Zahl der Ladengehilfen einer Abschlagszahlung auf sein Programm zur Annahme diplomatische Corps um eine Revision der Madrider Konvention Socialdemokraten in diesem Saale derart verstärken tönnte, zu verhelfen. Aber, wie der Vorfißende der Konferenz, Benj. Wilson, bom 3. Juli 1880, betreffend die Ausübung des Schutzrechts in wie es der Gesinnung der Bürgerschaft entspräche.( Widerspruch). in seiner Ansprache betonte, das beste Gesetz reicht nicht aus, wenn feine Marotto, ersuchen. Die Mitglieder des diplomatischen Corps traten Dieses Zugeständnis ist für uns wertvoll und lohnt allein schon, Macht dahinter steht, seine Durchführung zu übernehmen. Als Beispiel bei dem englischen Gesandten zu einer langen Beratung zusammen die Frage überhaupt angeregt zu haben.( Beifall bei den Social- führte er an, daß in Bristol allein 231 Ladenbefizer vor Uebertretung und erklärten sich sämtlich gegen jedes Zugeständnis, so lange die bemofraten.) des Gesetzes über die Ladenstunden gewarnt werden mußten. Ferner Interessen des ausländischen Handels durch die marottanische Regiebemerkte er, es werde nötig werden, den Begriff„ Siz" genau zu rung nicht in ernsthafter Weise sichergestellt würden. definieren; in einem Falle habe ein Ladenbefizer eine Riste für Flaschenbier für einen Sig erflärt, auch feien schon Fälle von Ent laffung wegen Benutzung der Size vorgekommen( das Gefezz schreibt mur die Gestellung von Sigen vor, fagt aber nichts über deren Benutzung). Ueber die Einzelheiten der Beratungen des Kongresses liegt noch kein Bericht vor. In Lübeck streiken die Maler, Schmiede, Kesselschmiede und deren Hilfsarbeiter, die Schuhmacher und die Tapezierer schon seit längerer Zeit. In den letzten Tagen sind noch die Arbeiter der um der Art und Weise, in welcher die Kautschukernte betrieben Braunbierbrauereien hinzugekommen. Die Bureaus befinden sich: werde, ein Ende Man zu machen. verurteile unter dem Maler und Schuhmacher, Lederstr. 3 bei Leeke; Schmiede, Keffel- Vorwande, das Kongogebiet zu civilifieren, die Bevölkerung schmiede, Hundestr. 101 bei Spahrmann; Tapezierer, Marlesgrube 22 zur Zwangsarbeit. Das häufige Vorkommen von Aufständen bei Rumohr. sei geeignet, darzuthun, daß an den berichteten Thatsachen viel Wahres sein müsse. Redner beschuldigt die Handelsgesellschaften und erhebt gegen den Agenten derselben, insbesondere gegen Lothaire, die Anklage, grausam vorzugehen. d Die sämtlichen Anträge werden einem Ausschuß überwiesen. Schluß 3/49 Uhr. Gerichts- Beifung. Der Krieg. Der Einmal ein misglückter Kollektenprozeßt. Eine besondere Spezialität im Kampfe gegen die Arbeiterschaft bilden bekanntlich die Kollektenprozesse, mit denen man den Arbeitern vielfach kommt, wenn sie ihr Solidaritätsbewußtsein praktisch bethätigen. Haben es doch Gerichte natürlich in Sachsen- sogar vermocht, verschiedenen Personen, die sich um die Unterstützung der Opfer des Löbtauer Die Hauptaufmerksamkeit dürfte sich bei dem Stillstand der Zuchthausurteils bemühten, wegen unbefugten Kollektierens mit einer Geldstrafe zu belegen. In einem besondern Fall hat das Kammer- Operationen im Oranje- Freistaat und in Natal demnächst auf den alonördlichen Kriegsschauplat gericht gestern einmal auf Freisprechung des Angeklagten erkannt. " London, 19. April. Das„ Reutersche Bureau" erfährt, in London seien amtliche Meldungen eingegangen, denen zufolge in dem Ghaman- Lande, im Nordwesten des Aschanti- Gebiets, die gleichen Unruhen unter den Eingeborenen wieder ausgebrochen feien, wie im Vorjahr. Die Behörden träfen Vorkehrungen, dreihundert Mann vom Lugards- Regiment seien bereits auf dem Marsche von Nigerien nach den Aufruhrdistrikten. London, 19. April.( W. T. B.) Nach einer heute beröffentlichten Verordnung des Landwirtschafts- und Acerbauamts muß alles aus Südamerika nach England kommende Schlachtvieh innerhalb 36 Stunden und das aus den Vereinigten Staaten fommende inners halb fünf Tagen ausschließlich des Tags der Landung geschlachtet werden. New York, 19. April.( W. T. B.) 25 Führer der Streifenden am Crotonflusse sind verhaftet worden unter der Anklage, daß fie unerlaubterweise Waffen getragen und öffentliches Eigentum, sowie das Leben Arbeitswilliger bedroht hätten. Die Bekanntmachung nicht genehmigter öffentlicher fonzentrieren, wo wahrscheinlich binnen turzem die Truppen des Rolletten und die Aufforderung zu solchen werden durch die Sir Carrington mit den Boeren zusammenstoßen werden. Bolizeiverordnung des Regierungspräsidenten zu Potsdam vom Wenigstens wird aus Laurenzo vom 18. d. M. telegraphiert: 3. August 1892 mit Strafe bedroht. Die fragliche Bestimmung Gestern marschierten 250 Boeren aus Waterval durch Zontspans follte der Parteigenoffe Thiele als Redacteur der Brandenberg ab, um Sir F. Carringtons Corps den Weg zu verlegen. in den Nummern 175 und 190 vom vorigen Jahre Artikel gebracht, Expeditionscorps und den zu überwindenden Terrainschwierigkeiten New York, 19. April.( W. T. B.) Eine Washingtoner Depesche die aus dänischen Gewerkschaftskreisen stammten und die Maffen wird der Widerstand der Boeren, die nur eine Kommandos nach des New York Herald" meldet, die Behörden feien im Befize einer aussperrung in Dänemark behandelten. Der erste Artikel schloß nach Norden senden können, von längerer oder türzerer Dauer sein. Information, welche sie überzeuge, daß es der in Europa weilenden einer Darstellung des Kampfes gegen das übermütige Unternehmertum Es wird aber auch Zeit, daß von Norden her Mafeting Boerenkommission nicht gelingen werde, eine Macht zur Intervention mit einer Aufforderung an alle Arbeiter des Auslandes, die aus- Entiat gebracht wird, denn von neueren Entsazversuchen von im südafrikanischen Kriege zu veranlaffen. burger Zeitung" übertreten haben. Die Zeitung hatte Je nach der Stärke des unter Carringtons Befehl stehenden Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 91. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Landeskonferenz der sächsischen Socialdemokratic. Dresden, 18. April. Die heutige Sigung beginnt vormittags 9 Uhr mit der Generaldiskussion über das Gemeindeprogram m. = Schluß der Konferenz 1/42 Uhr. Der oberrheinische Parteitag = Freitag, 20. April 1900. früheren polnischen Parteitage in diesem Sinn beschlossen hätten. Mit der Annahme einer Resolution, wonach den Genossen empfohlen wird, mehr als bis jetzt die gewerkschaftliche Organisation zu fördern, besonders dort, wo starte katholische und Hirsch- Dunckersche Bercine eristieren, wird diese Diskussion geschlossen. " feiten verhindern es stimmt. Als Ort der nächsten Landeskonferenz werden Löbau, Mitt- Gogowski Posen( spricht deutsch) bezeichnet die gewerkschaft. weida, Leipzig vorgeschlagen; Leipzig wird gewählt. liche Agitation und Organisation als das sicherste Mittel, die ganz Genosse Riemann gedenkt des Genossen Eichhorn, der unvorbereiteten Massen für uns zu gewinnen und allmählich zur längere Jahre als Mitglied des Centralfomitees eifrig thätig war, Socialdemokratie zu erziehen. Polen und Dentiche müssen Hand in und sich verdient gemacht hat, jetzt aber wegen Veränderung des Hand arbeiten, als Klassengenossen feien sie in gleicher Lage. Wohnsizes nicht mehr anwesend sein kann. R. Lugenburg- Posen erklärt, die Befürchtungen vor der Lange Leipzig: Die Vorberatungen über das Programm Genosse Schulze schließt die Landesversammlung mit einem gewerkschaftlichen Versumpfung" seien eine bequeme Theorie, um waren nicht genügend. Die Vertreter der kleinen Gemeinden kannten Rückblick auf die erfolgreichen Arbeiten der Konferenz. Besonders nichts in dieser Hinsicht zu thun, sie hätten zum Ergebnis, daß, wie die Verhältnisse in den Großstädten nicht. So kam der Beschluß zu durch die Schaffung des Gemeindeprogramms ist für die Genossen in Gnesen, Hunderte von Arbeitern in katholischen und Hirschstande, daß die beiden Kollegien zusammengelegt werden, sowie der in den kleinen Orten unschätzbares Material geboten worden. Auch Dunderschen Gewerkvereinen verdummt werden. bez. der Vergebung städtischer Arbeiten an Gemeindevertreter. Der im neuen Jahr werden wir mutvoll weiter fämpfen. Unfre Gegner Morawski spricht sich für die Notwendigkeit der gewerkschaftEntwurf ist zu lang und zu detailliert, die Einleitung ist überflüssig; werden uns zu fernerer Thätigkeit anfpornen. Wir gehen lichen Organisation aus und hebt hervor, daß principiell auch die ce genügt zu sagen: Vom Standpunkt unfres Programms fordern wir... auseinander mit dem" Ruf die deutsche Socialdemokratie, die Auch die Brandenburger Genossen haben solche Einleitung nicht. Die Socialdemokratie Sachfens lebe hoch! Die Delegierten stimmen Einteilung in Forderungen an Staat und Gemeinde hat zu unend- freudig in den Ruf ein. lichen Längen geführt; auch im Erfurter Parteiprogramm ist nicht eingeteilt, je nach der Justanz, von der etwas gefordert wird. Ich wünsche Zurüdweifung des Programms an das Centralfomitee, Eine Resolution der Poiener Delegierten, wonach der Parteitag welches den Stoff in Kürze zusammenfaßt und vielerlei Unnötiges seine Mißbilligung dem Genossen Starwit Bremen für seine beseitigt; im nächsten Jahr erft wollen wir endgiltig beschließen. fand am 15. und 16. April in Aachen statt. Es waren 26 Dele- Aeußerungen über die deutsche Partei und die Genossen Winter und Eine ausführlichere Erläuterung des Programms lann in einer gierte aus 19 Orten und 16 Wahlkreisen erschienen, ferner die drei Gogowski ausspricht, wird dadurch erledigt, daß Karwil erklärt, es Broschüre gegeben werden. Reichstagsabg. Horn: Ich bin nicht für Zurückverweisung in Köln hot. Sofort nach der Wahl des leitenden Bureaus forderte Diskussion hervor nach drei Richtungen: über die Frage der VerMitglieder des oberrheinischen Agitationsfomitees, das feinen Siß nicht so gemeint zu haben. Punkt 3 der Tagesordnung: die Presse, tuft eine lebhafte Was manche vielleicht für überflüssig halten, bietet doch gute Anhalts- der Vertreter der Polizeibehörde die Frauen, Schüler punkte für die Genossen. sich im Lauf der Zeit Mängel herausstellen, so läßt sich Abhilfe gefezwidrigen Begehren Folge, um die Tagung nicht zu gefährden; ersten Bunktes stellt sich heraus, daß principiell alle für die VerBera Gudur ist gut, wenn und Lehrlinge auf, den Saal zu verlassen. Man gab dem durchaus legung der„ Gazeta Rabotnicza" nach Oberschlesien, über die Vergrößerung der Gazeta" und über ihre Führung. Ju betreff des fchaffen. Aber man betreibe keine Berschleppungspolitik. Redner be- selbstverständlich wird gegen diesen polizeilichen Uebergriff der Belegung des Blatts nach Oberschlesien find, nur praktische Schwierig spricht verschiedene Einzelheiten. schwerdeweg beschritten. Beyer- Leipzig: Die Unterschiede zwischen Groß- und Klein Frauen, Schülern und Lehrlingen die Mitgliedschaft in politischen durch die Annahme einer Resolution, wonach der Parteitag den Das preußische Vereinsgesetz verbietet zur Zeit. Die Sache wird erledigt städten sind sehr groß. Ein Programm, gleich für alle, ist fast Vereinen. Der Parteitag aber ist eine öffentliche Versammlung; oberschlesischen Genossen die Pflicht auferlegt, für die schleunigste mnmöglich. Es ist besser, nur eine allgemeine Instruktion zu geben und ans einer solchen können nur Bewaffnete hinausgewiesen werden, Ermöglichung der Verlegung der Gazeta nach Oberschlesien zu sorgen. statt eines Programms. Eigentlich genügt das allgemeine Partei- sonst niemand. programm. Ich bin für die Beseitigung des Zweifammersystems", Dem Bericht des Agitationstomite es ist zu ent- airgewicz- Dresden verlangt die Herausgabe der„ Gazeta was unsre alten Genossen seit mehr als einem Vierteljahrhundert nehmen: Der Bezirk umfaßt 23 Reichstags- Wahlkreise, von denen Robotnicza" mindestens 2 mal wöchentlich und eine größere Berüc gefordert haben. Goldstein Zwickau: Redner ist für Wegfall der Einleitung Für Wahrheit, Freiheit und Recht! bennyt ihre Macht gegen die oder wenigstens ausgiebigere Benutzung des vorhandenen Raums 19 Centrumsdomänen find. Diese Partei mit der stolzen Devise: fichtigung der Parlamentsberichte. Mutuszewski Bosen verlangt gleichfalls eine Vergrößerung zum Programm. Ob man die Zweiteilung der Forderungen an Socialdemokratie in brutaler Weise. Das Versammlungsrecht ist in Staat und Gemeinde eintreten laffe, hänge davon ab, ob man ein den vom Centrum beherrschten Wahlkreisen für die socialdemokratische der Gazeta Robotnicza". Nachschlagebüchlein über die Pflichten des Grundrechts und unsre Partei so gut wie beseitigt. Nur in 2 von diesen 19 Kreisen, KölnAlle Anträge auf Vergrößerung des Blatts oder sein häufigeres Forderungen schaffen, oder eine kurze Uebersicht der wesentlichsten Stadt und Aachen- Stadt, steht uns ein Saal zur Verfügung, und Erscheinen werden vom Parteivorstand mit dem Hinweis auf den Forderungen in Anschluß aus Parteiprogramm geben wolle, etwa der in Köln genügt zudem nicht einmal den bescheidensten Anforderungen. Mangel an finanziellen Mitteln unter Zustimmung der Majorität wie das Gemeindeprogramm der Brandenburgischen Gemeinde: Das Centrum beschränkt sich in seinen Domänen keineswegs darauf, die vertretung. Rosa Luxemburg Posen erklärt, man müsse noch in den Will man eine ausführliche Aufzählung, dann möchte Agitation durch öffentliche Versammlungen unmöglich zu machen; wer man auch die Instruktion dazu haben. Er halte die Information es, zumal in fleineren Orten, wagt, fich offen zur Socialdemokratie gegebenen Verhältnissen nach Mitteln suchen, die" Gazeta Rob." zu der Gemeindevertreter über ihr Verhalten gewissen wichtigen Fragen zu bekennen, ja wer nur in den Geruch socialdemokratischer Ge- d. h. in Bosen und Oberschlesien zu machen. Dazu fei eine Pre Bwie z. B. falschen Steuereinschägungen gegenüber für wichtiger. Er fimmung gerät, der wird gesellschaftlich geächtet, aus der Arbeit zu tommiffion notwendig, die zur Aufgabe hätte, zwischen der wünsche ein furzes Programmn. bringen gesucht, boykottiert, in jeder Weise geschädigt und wenn Redaktion und den polnischen Provinzen eine innige Fühlung herbeiKrüger Dresden: In Chemnitz ist der Entwurf übers Knie möglich aus dem Orte vertrieben. Man verheßt die Familiengebrochen worden. Zu umfassend ist er nicht und meine Genossen mitglieder gegen den Anrüchigen, und nicht selten wird Kanzel und zuführen und das Blatt auf zweckmäßige Behandlung aller aktuellen find der Meinung, daß man überhaupt der Gemeindevertreter Beichtſtuhl zu dieser Hege mißbraucht. Manches vorher glüdliche Fragen hin zu beobachten, sowie es durch Anwerbung von geeigneten Konferenz überlassen soll, das Programm zu erledigen; hier sind Familienleben ist so zerstört worden. So sieht der Damm" aus, Mitarbeitern zu unterstüßen. Morawsti als Redacteur der Gaz. Rob." unterstützt diese eintele- Chemnitz befürwortet einen Antrag auf Aufnahme fezt. in dem Vordringen der Socialdemokratie entgegen Ausführungen. Gewiß erschwert auch der zur Glut entfachte religiöse einer Bestimmung, daß bei Verträgen zwischen Gemeinde und Bau- Fanatismus, verbunden mit maßloser Verleumdung der Socialgliedrige Preßtommission werden gewählt: Luremburg, Rybidi und Der Antrag wird einstimmig angenommen und in die dreiunternehmer eine Streitklausel nicht aufgenommen werden demokratie in den katholischen Gegenden das Vordringen; Sindermann Dresden weist auf die Schwierigkeiten hin, rismus, der mit wirklich christlichem Gefühl ebenso wenig in EinHindernisse sind aber eher zu überwinden als der brutale Terro- Wojciachowski. Punkt 4 der Tagesordnung: Frage der Kandidaten zum die auf der Gemeindevertreter- Konferenz herrschten. Auch das beste flang zu bringen ist wie mit Freiheit und Recht. Um die Lokal- Biniigliewicz- Berlin und S. Thiel Berlin über die deutsche Reichstag, ruft lebhafte Klagen von Karwit Bremen, Programm fann nicht vor Stegmüllerei schüßen, es müssen ver- frage in Köln der Lösung näher zu bringen, sammeln die dortigen Partei hervor, die in polnischen Kreisen, wie Beuthen- Tarnowig, trauenswürdige Genossen gewählt werden. Ich bitte um Ablehnung Parteigenoffen einen Lokalfonds an. Die Agitation durch öffentliche aller Anträge; die theoretische Einleitung von Kauisky kann auch Versammlungen war sehr beschränkt, da in sämmtlichen 23 Wahl- deutsche Kandidaten( Sachſe) aufstelle. bleiben, schaden kann sie auf keinen Fall. freifen nur in sechs Orten Säle zu unsrer Verfügung stehen. Geyer Leipzig: Die Notwendigkeit eines Programms ist nicht weniger Sachverständige als dort. ähle dürfe. den das Centrum " Die Parteipresse ist in dem Agitationsgebiet nicht in dem bestritten worden, wir müssen doch endlich einmal zum Schluß wünschenswerten Maße verbreitet. Die„ Rheinische Zeitung" ist im tomment, aljo teine Verschlepping! Ich bin für Streichung der letzten Geschäftsjahr zum erstenmal ohne Zuschuß aus der ParteiRentslischen Einleitung. Das Programm ist schon zu lang, die fasse in Berlin ausgekommen. Das Organ der Aachener ParteiEinleitung belastet es allzujehr und ist unnötig. Die Zweiteilung genoffen, das„ Aachener Voltsblatt", erscheint seit dem 1. April 1900 erhöht das Verständnis unsrer Forderungen. Was direkt die Landes- anstatt früher zweimal jezt dreimal wöchentlich. Es wird auch nicht nicht als Forderungen an die Gemeinde aufgeführt werden. Das Teile des oberen Rheinlands erscheint seit 1. April 1899 eine gefeggebung betrifft, so gehört dieselbe vor den Landtag, kann also mehr in Solingen, sondern in Köln gedrudt. Für die ländlichen Programm hätte erheblich fürzer sein sollen, aber die Gemeinde- Wochenausgabe der Rheinischen Zeitung", die der Agitation aus bertreter haben es so für wünschenswert gehalten, damit ein gezeichnete Dienste thut. Sie ist zwei Bogen stark und kostet das detaillierter Plan vorhanden ist für die zahlreichen Vertreter aus Vierteljahr 90 Pf. Es wurden ein Agitationskalender in 60 000 bürgerlichem Lager, die sich erst auf unsre Forderungen gehörig ein Exemplaren und 12 000 Agitationsbroschüren verbreitet. Die Einrichten müssen. nahme des Agitationskomitees betrug 3577,38 M. und die Ausgabe 3289,89 M. " erledigt. I Morawski weist darauf hin, daß die Aufstellung der Kandidaten nicht von der deutschen Partei, sondern von den Genossen in jedem Kreis erfolgt, es sei Sache der Genossen in BeuthenTarnowig, wen sie zum Kandidaten wollen. Matuszewsti Posen spricht im gleichen Sinn. lieber auf die durch die Flottenvorlage möglicherweise zu ges R. Luremburg Posen wünscht, daß man bei diesem Punkt wärtigende Reichstagsauflösung und die Neuwahlen eingehen solle. für die Aufstellung von Kandidaten sei, die beide Sprachen be wärtigende Reichstagsauflösung und die Neuwahlen eingehen solle. Berfus erinnert daran, daß die deutsche Partei principiell herrschen und den Kreisen die Sache überlasse. Frage erledigt. Damit wird die Mertowski und Golibrodi. Zum Parteivorstand werden gewählt: Thiel, Berfus, Morawski Nachdem noch einige Resolutionen, so betr. die Flottenvorlage und das Doppelspiel des Centrums, die Feier des 1. Mai, dei: Genosse Gogowski- Posen in einer deutschen Ansprache östreichischen Bergarbeiterstreit 2c. und angenommen werden mit Genugthuung fonstatiert, daß trop scharfer Reibungen ermöglicht worden sei, wird der Parteitag vom Genossen Berfus mit eine Verständigung erzielt und die gemeinsame praktische Arbeit einigen schwungvollen Worten geschlossen. Lorenz Chemnitz: Die Leute der Praris haben den Entwurf hergestellt, sie haben solche Ausführlichkeit für nötig gehalten. Der oberrheinische Parteitag beschloß. den inter Die Einleitung kann sogar schaden; man wird sich dann vielleicht nationalen Kongreß 1900 in Paris nicht zu beschicken, da streiten, ob die Gemeinde ein Schutzverband war oder nicht die Geldmittel durch die vielen Lohntämpfe im Rheinland außer ( Heiterkeit). Die Zweiteilung ist sehr nötig; sonst stellen unsre ordentlich in Anspruch genommen werden. Genossen Forderungen in den Kollegien, die dort nicht durchgeführt Der zweite Tag der Verhandlungen wurde fast ausschließlich werden können. Wenn Sie die Sache verschieben, eine neue Kom von dem Punkte: Freie( moderne) und christliche Ge= mission einsetzen, dann wird das Programm vahrscheinlich wertschaftsbewegung" in Anspruch genommen. Das noch länger. Da über die Zweikammerfrage" die Meinungen Referat hielt Genoffe Dr. Erdmann. Nach einer ausgiebigen ist noch berichtigend nachzutragen, daß die Pofener Delegierten den NB, Zum ersten Teil des Berichts in Nr. 89 des Vorwärts" geteilt sind, so soll man die Frage offen lassen. Die Frage Diskussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: der Bergebung der Arbeiten ist gar keine socialistische; aber Die freien Gewerkschaften find unpolitische Organisationen, die jedem Antrag auf Auflösung der Polnischen Socialdemokratischen Partei der Gemeindevertreter soll unabhängig bleiben, darum muß eine Arbeiter ohne Rücksicht auf Partei und Glauben offen stehen. Sie haben nicht erst im Laufe der Diskussion auf dem Parteitag zurückgezogen folche Bestimmung aufgenommen werden. Nachdem noch Baulus- Radebeul und Lange- Leipzig gesprochen, wird die Generaldiskussion geschlossen. Zunächst wird beschlossen, die allgemeine Einleitung zu streichen. " " Kampfe zu wahren, hinreichend bewiesen; und es iſt daher die Pflicht jedes Arbeiters, dem an der Befferung seines Daseins liegt, der Gewerkschaft seines Berufs beizutreten. Sonderorganis sationen, die die Arbeiter nach ihren politischen oder religiöjen Es beginnt darauf die Specialdiskussion. Die meisten Anschauungen trennen, sind zu verwerfen, weil sie die Einigkeit der Positionen werden ohne Debatte und Aenderung angenommen. Arbeiter stören und damit ihre Widerstandsfähigkeit und Thatkraft Von zwei vorliegenden Anträgen will der eine die Auf im Streben nach Besserung ihrer Lebenslage lähmen. Wir bekämpfen nahme der Streifklausel in Vereinbarungen zwischen Gemeinde- und die seit kurzem entstehenden chriftlichen Organisationen durch um bereits auf einer Parteikonferenz in Poſen am 25. März von dieſen Erklärung erfekt worden, die die Gemeinsamkeit des Endziels und Genossen zurückgezogen und durch eine cinstimmig angenommene demokratie hervorhebt und den Vorstand der Polnischen Socialder politischen Bestrebungen der Posener mit der deutschen Socialdemokratischen Partei auffordert, auf diesem Boden kräftig zu arbeiten. Bauunternehmern verbieten. Der andre vill verbieten, daß ein fo regere Agitation für die freien Gewerkschaften und durch Vierte Generalversammlung des Verbands der Sattler und verwandter Berufsgenossen. Dritter Verhandlungstag. Gemeinderatsmitglied Lieferungen für die Stadt erhält. Für legtere aufklärende Thätigkeit im Sinn des einheitlichen Zusammenschlusses Bestimmung sprechen Grenz und Schoen lank und andre, da- aller Arbeiter. Selbstverständlich lehnen die freien Gewerkschaften gegen Sindermann, der betont, daß durch diese Bestimmung in praktischen Fragen ein Zusammengehen mit den christlichen Orleicht in größeren Städte der Ausschluß der leistungsfähigsten Be- ganisationen nicht ab. Die immer häufiger und enger werdende triebe eintreten könnte. Beide Zufazanträge werden nach längerer Berührung der beiden Organisationen untereinander wird das Es beginnen die Erörterungen über die Fachpresse. Hierzu wird Debatte angenommen. fünstlich erregte Mißtrauen der christlichen Arbeiter gegen die freien eine ganze Reihe von Wünschen geäußert und Anträgen gestellt, Darauf wird das Gemeindeprogramm in der Fassung, die es Gewerkschaften zerstreuen und ihnen die Ueberzeugung beibringen, u. a. daß mehr auf das Fach bezügliche selbständige Artikel gebracht durch die Specialdiskussion erhalten hat, einstimmig an- daß die von ihnen als Ziel der organisatorischen Bestrebungen geverwirklicht ist." forderte paritätische" Gewerkschaft in den alten, bewährten Verbänden genommen. Fünfter Parteitag der polnischen Socialdemokratic Deutschlands. Zweiter Tag. Punkt 5 der Tagesordnung betrifft Gemeindevertreter Organisation und Gemeindewahl Agiation. Vorfizzender Schulze betont, daß das Centralkomitee keine besondere Organisation der Gemeindevertreter für nötig hielt. Krüger= Dresden begründet den Antrag, daß eine besondere Organisation der Gemeindevertreter geschaffen wird, die selbständig für sich operieren kann. Sindermann spricht gegen diesen Antrag, der unsre bisherige bewährte Organisation stören müßte. Bär- Cotta Am Montag, den 16., wird zunächst die Diskussion über Punkt 2 befürwortet Herausgabe einer Korrespondenz für die Gemeinde- der Tagesordnung( Situationsberichte und allgemeine Agitation) vertreter der Partei seitens des Centralkomitees. Diese Anträge fortgefeßt. Zu langen Auseinandersetzungen giebt Anlaß der Hinwerden abgelehnt. Es wird sodann folgende Resolution an- weis der Delegierten aus Posen auf ihre gewerkschaftlichen Erfolge genommen: und auf die Notwendigkeit, auch in andren Gegenden mit polnischer Bevölkerung organisatorisch zu wirken. Wierbinski Guesen sagt, die Gewerkschaftler seien keine Socialisten, fie träten meistens der erwarteten materiellen Unterstüßung willen der Organisation bei. In allen Städten und Gemeinden, wo wir Vertreter haben, sowie in andren Gemeinden, wo es zu erlangen ist, sind Fragebogen auszufüllen, wie hoch die Armen, Straßen- und Schullasten jährlich sind. Die eingegangenen Fragebogen sind von einer von der Landeskonferenz zu bestimmenden Stelle zu bearbeiten und nach gemeinsamer Zusammenstellung jedem Gemeindevertreter ein Exemplar zuzustellen. Berfus erinnert an die Auseinandersetzungen zwischen Bebel und Legien und stellt die Posener Delegierten als Vertreter nicht einer socialistischen, sondern einer gewerkschaftlichen Partei hin. Zu allen Gemeinden Sachsens ist eine Agitation dahingehend Matuszewski Posen stelt demgegenüber fest. daß die zu entfalten, daß die laut Gesetz gewährleistete Vergünstigung. Leiter des Gewerkschaftskartells in Posen zugleich Mitglieder der wonach festes Diensteinkommen, Wartegeld und Pensionen nur focialdemokratischen Agitationskommission für die Provinz Posen sind, mit vier Fünftel zu versteuern ist, abgeschafft wird. und daß die von ihnen in der legten Zeit erreichte Verdopplung der Es werden die Gemeindevertreter allerorts beauftragt, auf Abonnentenzahl der„ Gazeta Robotnicza" in Posen beweist, daß die eine höhere Neufestsetzung der ortsüblichen Tagelöhne hinzuwirken. gewerkschaftliche Organisation Hand in Hand mit der socialAls Ort des Centralkomitees wird wiederum Dresden be- demokratischen Agitation gehe. werden mögen, ebenso solche zur Verbreitung der Rechtskenntnis, auf Vergrößerung usw. Ein Antrag Köln verlangt, daß politische Artikel mur insoweit veröffentlicht werden sollen, als sie die Gewerkschaften be= rühren oder socialpolitischen Inhalts sind; religionsfeindliche Artikel sollen gänzlich wegbleiben. Es fehlt auch nicht an Aenßerungen, nach welchen Ton und Inhalt des Fachorgans nicht mehr so frisch und anregend seien als früher. Andrerseits wird aber auch in entschiedener Weise betont, daß eine durchgreifende Besserung mur möglich sei, wenn der Verband den Redacteur, der zugleich Vorsitzender sein kann, ständig besoldet. Hieran schließt sich die Beratung der beantragten Statuten änderungen. Es wird u. a. festgesezt, daß über die Gewährung von Unterstützungen eine örtliche Kommission zu entscheiden hat, damit derartige Fälle nicht stets in der breitesten Oeffentlichkeit verhandelt werden müssen. Bezüglich der Unterstützung beim Todesfall von Kindern der Mitglieder wird beschlossen, daß, wenn die beiden Chegatten dem Verband angehören, die auf das weibliche Mitglied entfallende Unterstügungssumme um die Hälfte gekürzt wird. Dem Verbandsausschuß wird auch die Funktion als Preßtommission übertragen. Generalversammlungen mußten bisher einberufen werden, wenn ein Fünftel der Mitglieder dies beantragte; diese Zahl wird auf ein Drittel erhöht. Berechtigt, an Ür abstimmungen teilzunehmen sind nur Mitglieder, die seit mindestens sechs Wochen dem Verbande angehören. Anträge, die der Urabstimmung unterliegen, gelten nur dann als angenommen, wenn sich zwei Drittel der Abstimmenden dafür entschieden haben. Die dänischen Delegierten waren ursprünglich beauftragt, der deutschen Organisation den Abschluß eines Vertrages vorzuschlagen, g 0 Zum Punkt Arbeitsnachweis wurde nach einem Referat monach die deutschen, englischen und dänischen Organisationen fichmittagsfigung. verpflichten sollen, bei Etreiks und Aussperrungen, die mindestens die um 3 Uhr beginnt, wird der Rest der Tagesordnung erledigt. Sahm Berlin beschlossen, in allen Städten, wo Chemigraphen Filialen bestehen, sind lokale Arbeitsnachweise zu gründen, welche die Hälfte der Mitglieder umfassen und nachdem diefelben mindestens gu erwähnen sind noch folgende Beschlüsse: vier Wochen angedauert haben, pro Woche und Mitglied 30 Pfennige Zur befferen Pflege der Statistit sollen vom Vorstand in jedem durch einen in Leipzig zu errichtenden Central Arbeitsnachweis vers zur Unterstützung aufzubringen. Bierteljahr Fragebogen ausgegeben werden, welche von den Ber- bunden sind. Als legter Punkt stand Die Lehranstalten". Hierzu Nachdem der Vorstand der diesseitigen Organisation erklärte, tranenslenten der einzelnen Fabriken und Werkstätten auszu daß der Antrag für die Deutschen unannehmbar sei, weil dieselben füllen sind. ſpra aperis- Ch Paperig Stuttgart. Redner legte die Schädlichkeit der 1. nicht die Garantie für die Abführung des geforderten Beitrags Folgende von Jensen Kopenhagen namens des dänischen übernehmen könne und 2. daß die deutschen Kollegen in diesem Falle Vergolder- Verbands eingebrachte Resolution wird einstimmig ab- Ausbildung durch Lehranstalten auseinander; in diesen Anstalten stets der gebende Teil bleiben würden, da derselbe eine Aussperrung gelehnt:„ Die dänischen Kollegen stellen das Ersuchen an die deutschen sollen in einigen Monaten Chemigraphen gegen Zahlung von einer nach Art der dänischen in Deutschland nicht für möglich hält, nimmt stollegen, bei Streiffällen eine obligatorische Streitunterstügung ein- großen Summe Geldes ausgebildet werden. Diese Ausgelernten" die Generalversammlung einstimmig eine Resolution an, der zufolge zuführen für beide Länder, und wenn möglich, für diese Beitrags- ireten dann, weil nichts gelernt, als Lohnbrüder auf, ja arbeiten die gegenseitige Unterstützung der Mitglieder im Falle der Reise näher leistung auch die östreichischen und die belgischen Kollegen zu gewinnen." fogar, wie berichtet, teilweise auch unentgeltlich. Diesem Unwesen geregelt wird; ferner verpflichten sich die beiderseitigen Organis Nach Erledigung der üblichen Formalitäten wird die General- muß entgegengesteuert werden. jationcu, sich bei größeren Kämpfen von längerer Dauer versammlung um 5/4 1hr mit einem dreifachen Hoch auf den Ver gegenseitig nach besten Kräften zu unterstützen. Bei ausbrechenden golder- Verband geschlossen. Differenzen sollen die beiderseitigen Organisationsvorstände sich sofort auf dem Wege der Korrespondenz verständigen. Achte Generalversammlung des Verbands deutscher Schuhmacher. Magdeburg, den 18. April. In der sich anschließenden Diskussion wurden Rechnungen vors gelegt von Lehranstalten, was alles zu zahlen ist, nicht allein, daß die Lernenden dort oft 1000 und mehr Mark zu zahlen haben, müssen diese noch alle Chemikalien, Zinfplatten 2c. mit mehr als den doppelten Preis zahlen. In einer einstimmig angenommenen Nesolution wurde festgelegt, in den Organen der Buchdrucker, Chemis graphen, Xylographen sowie in den gelesensten Tagesblättern diesbezügliche warnende Artikel loszulaffen. leber die Verhandlungen wird ein Brotofoll unentgeltlich heraus Die achte Generalversammlung des Verbands deutscher Schuh- gegeben. Die Central- Bertranenskommission wurde beauftragt, wenit crivartet. nötig, später wieder einen Kongreß einzuberufen. Nach einem mit Beifall aufgenommenen Echlußwort schloß der Vorsitzende CahmBerlin mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung und den Berein, der Lithographen und Steindrucker Deutschlands den Rongreß. Die Delegierten trennten sich unter Absingung der Arbeiter Marseillaise. Verbandstag des Deutschen Holzarbeiter- Verbands. Nürnberg, 18. April 1900. Bei der Beratung der Beamten- und Besoldungsfrage enispinnt sich eine zum Teil erregte Debatte, da ein Teil der Delegierten die feste Austellung eines Beamten für unumgänglich notwendig hält. Da Sassenbach sich selbst gegen die feste Anstellung erklärt, so bleibt es bei dem bisherigen Verhältnis. Die Entschädigungen werden für den Vorsitzenden auf 1200 W., für den Kassierer auf 300 m. pro Jahr macher tagt im Bürgerhaus. Anwesend sind 50 Delegierte. Der feftgcickt. Wiedergewählt werden einstimmig Sassenbach bezw. Borstand wird durch Siebert, Reuß und Kynaſt- Nürnberg, der AusStandke. Wochenbeiträge für männliche Mitglieder schuß durch Simon- Erfurt vertreten. Als Vertreter des Fachblatts bleiben unverändert auf 20 Pfennige bestehen, für weibliche ist Reichstags- Abgeordneter Bock- Gotha amvesend, für die General Mitglieder werden dieselben von 5 auf 10 Pfennig pro Woche Commission der Gewerkschaften Deutschlands wird Legien- Hamburg erhöht. Jn Rücksicht darauf, daß die Streitunterstügung jezt von der ersten Woche ab aus der Hauptkasse gezahlt wird, erhält der Nach vollzogener Wahl des Bureaus wird der Bericht des Verbandsvorstand die Ermächtigung, bei größeren Streits pro Woche Vorstands von Siebert- Nürnberg entgegengenommen. Nach 5 Bf. Extrabeitrag zu erheben. Die Bestimmungen über Angriffs- dem Bericht, der gedruckt vorliegt, sind in den zwei Berichtsjahren streits werden dahin gemildert, daß mindestens zwei Drittel anstatt 64 Zahlstellen neu gegründet worden, 31 haben sich wieder aufalle, bei Abwehrstreiks mindestens die Hälfte der betreffenden Ar- gelöst. Die Zahl der verbleibenden Mitgliedschaften beträgt 230, in beiter organisiert sein muß. Die Streifunterstützung für weibliche welchen 18 038 Mitglieder, darunter 16 175 männliche und 1863 Verbandsangelegenheiten erledigt. Unter andern kam es zu längern In der Verhandlung am vormittag wurden eine Reihe interner Mitglieder wird auf 6 M. festgesetzt. Ein Antrag Dresden betr. Errichtung eines Central- Arbeits- hat sich die Mitgliederzahl um 2002 vermehrt. Die Zunahme der Delegierten Weims. Letzterer erhob gegen den Vorstand den VorEin Antrag Dresden betr. Errichtung eines Central- Arbeits- weibliche Mitglieder organisiert find. Seit Ende des Jahres 1897 persönlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Vorstand und dem nachweises gelangt zur Annahme, desgleichen ein Autrag, der jämt Mitglieder und die zahlreichen Arbeitseinstellungen haben die Anwurf, daß die Hilfsarbeiter eine unhöfliche Behandlung zu ertragen liche Filialen verpflichtet, Lohnstatistiken zu veranstalten und an forderungen an die Arbeitsleistung der drei vorhandenen angestellten haben, eine Auffassung, die von der andern Seite entschieden Wiederden Hauptvorstand einzusenden, um eine allgemeine Uebersicht über Beamten des Verbands sehr erhöht, so daß die Generalversammlung spruch hervorrief. die Lage des Berufs zu erhalten. Die Entsendung eines Delegierten einer Bermehrung der Beamten näher treten muß. Die Fluktuation Nach einer furzen Diskussion über den Bericht des Ausschusses, zum internationalen Lederarbeiter- Kongres in Paris wird gegen eine der Witglieder war im Berichtsjahr recht erheblich, tros der ein- wobei Beschwerden über nichtgenehmigte Ausschlüſſe einiger Mitglieder Stimme abgelehnt. Ueber einen Antrag Leipzig, daß der Central geführten Kranken- Zuschußtasse und fakultativer Arbeitslosen- Unter zur Besprechung famen, erfolgte die Beratung über die Fachpresse. vorstand die Beziehungen zur Generalkommission so lange lösen soll, tügung. Aber trotz des großen Wechsels hat sich der Verband nach Bier beantragte der Vorstand, daß die Holzarbeiter- Zeitung" und der bis diefelbe das Leipziger Gewerkschaftskartell wieder als gleich vorwärts entwidelt. Die Einnahmen der Hauptkasse in den Berichtsjahren Sig des Borstandes an einen Ort verlegt werden. Begründet wurde das berechtigt mit den übrigen Kartellen anerkennt, wird mit betrugen 268 897,01 9., die Ausgaben 218 375,18 M. Für Unter- Verlangen damit, daß der Vorstand in enger Fühlung mit der Preſſe bleiben starter Mehrheit durch Uebergang zur Tagesordnung abgelehnt. Zur Annahme gelangt ein Antrag, nach welchem der Vorstand fügungen wurden insgesamt verausgabt 66 793,94 M., für aus- müsse, besonders sei dies bei Streils notwendig, da beim Vorstand wärtige Streits 1940.30 M., für Rechtsschutz 1457,01 M. Die Arbeits die Informationen einlaufen, der Vorstand die Leitung der Streifs beauftragt wird, einen Entwurf zur Arbeitslosen- Unterſtügung im loſen- interstützungstaffe hatte eine Einnahme von 3208,83 M. auf- inuchave. Demgegenüber sei es beschwerlich, von Stuttgart, wo der Fachorgan zu veröffentlichen. Die neuen Bestimmungen des Statuts zuweisen, der eine Ausgabe von 717,37 W. gegenübersteht. Für Vorstand seinen Eitz hat, nach Hamburg, dem Ort des Erscheinens treten am 1. Juli d. J. in Kraft. Arbeitslosenunterstützung wurden mur 199 m. verausgabt. Nach einem kurzen, die Delegierten zu neuer Arbeit für die An den Vorstandsbericht fuüpfte sich eine recht umfangreiche der Zeitung, eine schnelle Berständigung herbeizuführen. Es ſei Organisation anfpornenden Refumce Sassenbachs wird die General Debatte, in welcher die einzelnen Redner ihre Beschwerden vor borgefommen, daß die Etellung der Zeitung eine andre Lohnbewegungen Vorstand sie der versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. bringen und Verbesserungsvorschläge machen. Einigkeit herricht aber nahm. Der Redakteur der Holzarbeiter- Zeitung" Röske, wandie bei allen Rednern darüber, daß der Vorstand stets bestrebt war, feine sich gegen diesen Antrag. Bei einigem guten Willen des Vorstands 1. General- Versammlung des Verbands der in Gemeinde- licht au erfüllen und daß einzelne Kleine Unregelmäßigkeiten hätte die Redaktion schon beffer unterrichtet ſeien können. Es ſei zu durch Arbeitshäufung und Krankheit der Vorstandsbeamten ent- aber zu befürchten, daß der Einfluß des Vorstands dahin gehen betrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten. schuldigt sind. solle, die unabhängige Stellung der Redaktion zu gefährden. Nach Nachmittags Sigung. längerer Diskussion, in der die meisten Redner gegen den Antrag sprachen, wurde schließlich mit großer Majorität der Antrag ab gelehut. 3 weiter Verhandlungstag. Zum 4. Punkt der Tagesordnung:„ Gründung einer Krankenzuschuß- und Sterbekaffe" spricht Pörich. Nach längeren Erörterungen wird einstimmig die Gründung der beantragten Staffe, die auf centraler und fakultativer Basis beruhen soll, besdossen. Hierauf referiert Legien Hamburg über die Aufgaben der Generalfommiffion. Einstimmig wird beschlossen, das Verhältnis zu der Generalkommiffion weiter aufrecht zu erhalten. Außerdem erteilt man den Leipziger Delegierten folgenden Auftrag: Dieselben sollen bei dem Leipziger Startell beantragen, die Generalfommiffion zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Leipziger Kartell in Sachen der vorliegenden Bucheruderstreitigkeiten einzuladen, um die vorhandenen Differenzen möglichst aus der Welt zu schaffen. Nachmittagssigung. Es werden einige Statutenänderungent beschloffen. Auf Antrag Leipzig wird dann noch zur Maifeier Stellung genommen. In anbetracht der Thatsache, daß eine allgemeine Arbeitsruhe in Gemeindebetrieben unmöglich ist, beschließt man von dieser Abstand zu nehmen, jedoch erklärt man sich mit den Forderungen, welche zur Feier des 1. Mai führten, voll und ganz einverstanden. Der Verbandssekretär wird mit einem jährlichen Gehalt von 2000 m. angestellt. Der Borsigende soll eine vierteljährliche Remuneration von 30 M., der Kassierer von 75 M. erhalten. Zum Verbandsvorsitzenden wird Fiebig. zum Verbandssekretär Börsch, zum Kassierer Posseckart einstimmig wiedergewählt. Nach Erledigung einiger unbedeutender Dinge wird der Verbandstag geschlossen. Bierte Außerordentliche Generalversammlung des Verbands der im Vergolder- und verwandter Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Brandenburg a. H., den 18. April 1900. Dritter Verhandlungstag. Die Verhandlung über Punkt 4 c der Tagesordnung, Beitragsleistung, in Verbindung mit den gestern mitgeteilten Anträgen Snorre und Späthe wird fortgesetzt. Die Erhöhung der Beiträge wird beschlossen und zwar für männliche Mitglieder von 20 auf 25. Pf. pro Woche. für weibliche von 15 auf 20 Pf. Hierauf wird auch der Antrag Späthe. Deutschland in zwei Agitationsbezirke, einen nördlichen mit dem Sitz in Berlin und einen südlichen mit dem Eiz in München, einzuteilen, einstimmig an genommen. Der Antrag Schnorre, einen bejoldeten Beamten anzustellen, der die Funktionen des Vorfigenden und die des Kaifierers zu über nehmen hat, wird dadurch als erledigt betrachtet. Der Vorsitzende und der jüddeutsche Ganverwalter sollen je 500 M. pro Jahr für ihre Mühewaltung erhalten, die Remuneration des Kassierers wird von 140 auf 200 M. pro Jahr erhöht. Späthe Berlin wurde als Vorsitzender, Hirschnagl München als süddeutscher Gauverwalter gewählt. Zunächst wird die Debatte fiber den Bericht des Vorstands zum Abschluß gebracht und dem Vorstand Decharge erteilt. bei ivar, als Kongreß der Textilarbeiter Deutschlands. Gößniz, 17. April 1900. cint Siebert Nürnberg referiert über die 2ohnbewegungen und Streits in den Jahren 1898 und 1899. Die recht zahlreichen Kämpfe, welche in den legten beiden Jahren in der Schuhindustrie zwischen Arbeitern und Unternehmern stattgefunden haben, sind zurüäzuführen auf die gute Konjunktur und die hierauf beruhenden Im Anschluß an die Generalversammlung wurde gestern abend Fortschritte der Technik bei der Schuhfabrikation, welche die Unter noch der Kongreß der Tegtilarbeiter Deutschlands eröffnet. Anwesend nehmer benutzen wollten, um die Lebenshaltung der Arbeiter noch sind außer der Verbandsleitung 71 Delegierte und ein Vertreter aus weiter herabzudrüden. Es fanden insgesamt 52 Streifs statt, darunter Oestreich. Im Hintergrunde des Zuhörerraums figt in aller Frühe 23 Angriffsstreiks und 29 Abwehrstreiks, daneben aber auch noch in schon ein Gast, aufmerksam zuhörend und ab und zu eifrig schreibend, 67 Fällen Differenzen, welche nicht zur Arbeitseinstellung führten. der national- sociale Pfarrer Naumann. Grfolgreich waren von den 28 Angrifsstreits 10, insgesamt waren Zunächst referierte Stoke- Berlin über den Zehnstundentag. 1941 Personen, darunter 1720 organisierte Schuhmacher, daran bes Besonders die Schilderung der Weberverhältnisse in Schlesien, wos teiligt. Von den 29 Abwehrstreiks batten 17 vollen, 5 teilweisen Er- felbft laut einer am 23. Januar aufgenommenen Statistit bei folg. Die Zahl der beteiligten Versonen betrug 2145, darunter zwölfstündiger Arbeitszeit der Durchschnittslohu pro Woche 8,38 m., 1857 organisierte. Insgesamt waren bei den Streiks und Differenzen das ist pro Stunde etwa 12 Pf., betrug, während gerade in diesem Streits betrug 68 Wochen 1 Tag. Die Kosten der Streits betrugen manches von Interesse. Im Referat wie in der Diskussion wurden 6948 Personen beteiligt, davon 5449 organisierte. Die Dauer der armen Schlesien die Unternehmergewinne ganz bedeutende find, bot 84 813,03 M., davon 59 748,18 m. aus Vereinsmitteln, während die Neberstundenarbeit, das Prämiensystem, das Nitarbeiten der 25 063,85 m. aus freiwilligen Beiträgen stammen. Selbstverständlich Frau, die Folgen dieser Auswüchse 11. a. m. scharf kritisiert und verfchlie die vermehrte Streifthätigkeit im Verein mit der Zuchthaus verlangt, daß die pansindustrie aufgehoben und die Unternehmer vorlage nicht, ihren Einfluß auf das Straffonto auszuüben. Gs durch Gesetz gezwungen werden, Betriebswerkstätten zu errichten. Nach wurde in 13 Fällen Anklage erhoben, wovon 37 Perionen betroffen längerer Debatte wurde die folgende Resolution einstimmig an wurden. Im ganzen wurden verhängt 9 Monate 6 Wochen 8 Tage Gefängnis, 8 Wochen Haft und 189 M. Geldstrafen. In eingehender Weise schildert der Redner die verschiedenen Lohnbewegungen der lezten zwei Jahre und die Erfahrungen, die er bei seiner Bermittlerthätigkeit machte, um daraus den Schluß zu genommen: „ Der Kongreß fordert von den gesetzgebenden Körperschaften als das mindeste von dem, was die Arbeiterschaft an gesetzlichem Schuß gegen vorzeitige Vernichtung ihrer Arbeitskräfte zu be anspruchen berechtigt ist, den zehnstündigen Maximalarbeitstag für Planlosigkeit und band felt weiteres Erstatten der Organisation der alle Arbeiter und Arbeiterinnen unverzüglich zu Geſch Häufigkeit der Streits Abbruch geschehen könne. zu erheben. Gleichzeitig fordert der Kongreß die deutsche TegiilAn das Referat inipft sich eine lebhafte Debatte. Die meisten arbeiterschaft auf, die Berkürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden, Redner schildern ibre Erfahrungen, die sie bei Lohnbewegungen in Sonnabends aber auf 9 Stunden, als Hauptforderung zu betrachten ihrem Wirkungsfreis machten. Einigkeit herrscht bei allen darüber, und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dieses Ziel zu erreichen daß Streits joviel wie möglich verhindert werden müßten. zu suchen." Die Debatte über diesen Punkt der Tagesordnung wird nicht beendet und die Fortsetzung der Beratung vertagt. 1. Chemigraphen- Kongreß Deutschlands. Am 16. und 17. April tagte in Leipzig der erste Chemigraphene Kongreß, welcher von 14 Delegierte beschickt war, welche 13 Städte vertraten. Vom Verein der Lithographen. Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands war der Vorjigende Sillier- Berlin und der Ausschußvorsitzende Nies- Nürnberg anwesend. Die Leitung des Kongreffes wurde Eahm- Berlin übertragen. Die von den Delegierten gegebenen Situationsberichte ergaben eine große Ingleichheit in Arbeitslöhnen, Arbeitszeit 2c.; diese Berichte sollen zusammengestellt und veröffentlicht werden. Der Kongres nahm nach eingehender Diskussion folgende Resolution an: Der erste Chemigraphen- Kongres Deutschlands stellt nach den gegebenen Situationsberichten fest, daß eine regellose Ungleichheit in den Arbeitslöhnen, Arbeitszeit ze. vorherrschend ist; insbesondere stellt der Kongres fejt. Daß da, wo längere Arbeitszeit vorherricht. Das Verbandsorgau Sorrespondenzblatt" joll in Zukunft alle auch niedrige Löhne zu verzeichnen find, wodurch leicht Schmug 14 Tage erscheinen. fonkurrenz getrieben wird. Zur Negelung der Berufsverhältnisse Zum Punkt 4d der Tagesordnung, Arbeitsnachweis. hält beschließt der Kongreß folgende Grundlagen anzustrebent: a) Acht Legien Hamburg ein kurzes Referat, in dem er zum Schluß fol- stündige Arbeitszeit; b) Bezahlung der geschlichen und vom Geschäft gende Grundsäge aufstellt: Die Arbeitsnachweise sind ein Mittel angeordneten Feiertage; c) Zuschlag für leberstunden bis 8 1hr im Kampf der Gewerkschaften, man fann sich am paritätischen abends 25 Broz., bis 10 Uhr 331/ s Broz, nach 10 Uhr und SonntagsArbeitsnachweis beteiligen, wo Tarifgemeinschaften bestehen, in allen arbeit 50 Broz übrigen Fällen ist den paritätischen Nachweisen entschieden entgegen zutreten und an denen der Arbeiter festzuhalten. Eine von Späthe eingebrachte entsprechende Resolution gelangt zur einstimmigen Annahme. Butt 4b betrifft Tarife und Tarifgemeinschaften als Mittel im gewerkschaftlichen Kampf. Es entspinnt sich hierüber eine längere Debatte, an der sich auch Legien beteiligt. Derselbe hält Tarifgemeinschaften für fein Zeichen der Schwäche einer Organisation, die eine solche Gemein schaft eingeht, denn mit einer schwachen Organisation würden die Unternehmer nicht unterhandeln. Für den Vergolder- Verband tomme auch eine Tarifgemeinschaft, obwohl sie durchführbar wäre, vorläufig nicht in Betracht. Eine Resolution, die mit der Tagesordnung gedrudt vorliegt mud die mit der vom Gewerkschaftskongreß in dieser Frage gefaßten fajt gleichlautend ist, wird einstimmig angenommen. Zu der 0 In einer weiteren Resolution wird verlangt, daß die Unters nehmer durch Gesez verpflichtet werden, für alle Heimarbeiter Werkstätten zu errichten. Auch diese Resolution wurde angenommen, Desgleichen eine andre, die die Herausgabe eines Flugblatts fordert, welches die Rüglichkeit einer verkürzten Arbeitszeit darlegt, und schließlich eine Resolution, die verlangt, daß die Handindustrie der Gewerbe- Ordnung und der Gewerbe- Aufsicht unterstellt werden soll. Zur Frage des Arbeiterinnenschußes wird eine Rejolution cinstimmig angenommen, die in der Hauptsache das Verbot der Nachtarbeit für Arbeiterinnen, die achtstündige Arbeitszeit für dieselben, Ausdehnung der Schutzbestimmungen auch auf die Hauss industrie und Anstellung weiblicher Fabrifinspektoren verlangt. Streiffoit ds. Weil innerhalb 4 Jahren im ganzen nur 2600 M. eingegangen sind, beantragt das Komitee, den Streiffonds aufzulösen und den Kassenbestand der Centralfasse des TextilarbeiterVerbands zu überweisen. Der Kongreß beschließt demgemäß. Internationaler Tegtilarbeiter Kongres 1900 in Berlin. Der Kongres soll durch 35 Delegierte beschickt werden. Für Aufbringung der Mittel sollen die ciuzelnen Agitationskomitees Sorge tragen. Den Bericht über die Preise erstattet ie weg- Chemniz, der konstatiert, daß das Fachblatt in den letzten zwei Jahren umfangreicher geworden sei. Die Verlegung des Druckoris von Burgstädt nach Chemnitz babe mancherlei Vorteile für das Blatt eine Verbilligung der Herstellungstoften, Gewinns gehabt, fo beteiligung usw. Aus den Ueberschüssen ist ein Reservefonds von 10 000 m. angewachsen; die weiteren Ueberschüsse sollen zur Erweiterung des Blatts Verwendung finden. Der Kongreß erflärt sich mit der Haltung des„ Textilarbeiter" einverstanden. Zum Punkt Organisationsfrage referierte Rubig Berlin und sprachen sich alle Nedner für Anschluß an den Berein der Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen Deutschlands aus; Ueber die Organisation, ihre losen und festen Formen es follen für die Chemigraphen eigne Filialen mit Anschluß an diesen Verband gegründet werden. Die Städie Berlin, Leipzig, referiert der Verbandsvorsitzende, der eine Resolution empfiehlt, nach München, Stuttgart und Frankfurt a. M. gehören bereits zu diesem welcher der Kongreß nur den Teptilarbeiter Verband Berband. In Berlin wird eine Central Vertrauensfommission von als die allein maßgebende Organisation anerkennt und die Gründung Chemigraphen eingesetzt, welche mit dem Vorstand des Verbands von Sonderorganisationen als zwecklose und schädliche Ber alle wichtigen Fragen für Chemigraphen zu erledigen hat. Ein- splitterungen anfieht. die geneigt sind, die Kämpfe zu erfchiveren. stimmig wurde beschlossen, den vom Verband der Lithographen und In der Diskussion wird dem Geschäftsführer des niederrheinischen Steinbruder abgesonderten Lithographenverein aufzufordern, daß Weberverbands angeraten, darauf hinzuwirken, daß der letztere Verdiefer den Namen Chemigraph in seinem Statut streicht und die band geschlossen zum Teɣtilarbeiter- Berband übertritt, andernfalls Agitation unter den Chemigraphen unterläßt. fönne niemals auf Hilfe des Verbands gerechnet werden. Resolution wird einstimmig angenommen und nach Erledigung einiger Heinerer Vorlagen der Kongreß vom Vorsitzenden mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung geschlossen. 3um Punkt Lehrlingsfrage sprach Schubert Leipzig und wurde beschloffen, dafür einzutreten, daß bis 5 Gebilfen 1 Lehr ling und für je weitere 5 Gehilfen 1 Lehrling zu tommen hat; Burschen und Volontäre sind in der Regel hierzu zu rechnen. Die lauben. Wo Arbeiterfekretariate bestehen, hat der Vorstand das straße 29, stati. General-Versammlung des Deutschen Berg- und Hütten- fahrung anzustellen, soweit dies die Mittel der Organisation er- Maiversammlung findet um 10 Uhr vormittags bei Keller, Koppenarbeiter- Verbands. Of galibung des Rechtsschußes für unsre Mitglieder zu betrauen. Die berichtete die Lohnkommiffion über den Stand der Lohnbewegung. Recht, dieselben gegen entsprechendes Entgelt mit der Aus- In der öffentlichen Dachdeckerversammlung vom 18. April 3. Tag. Vormittagssigung. Resolution findet Annahme. Es folgt die Neuwahl des Vorstands, Danach find zur Zeit bei der Firma Wernice: 45 Gesellen, bei 1eber Punkt 7: Reformen im Knappschaftswesen die nachstehendes Resultat ergiebt: 1. Vorsitzender Möller, 2. Vor- Cristoph: 33, bei Förster: 16, bei Wachholz: 5 Gesellen ausständig, und in der reichsgeseglichen Arbeiterversicherung referiert enter- figender Schröder, Kassierer Meier. Der Kontrollausschuß weil ihnen die geforderte Lohnerhöhung von 5 Pf. pro Stunde nicht Dresden, der eine allgemeine Bewegung auf diesem Gebiete ver- besteht aus Stühmeier, Hausmann und Mühlenbe d. bewilligt wurde. Der Dachdeckermeister Birr sperrte 7 Mann aus. langt. Es giebt in Deutschland 138 Snappschaftstassen, woraus man als 1. Redacteur des Fachblatts wird Hue und als 2. Redacteur Die Versammlung erklärte sich mit den Ausständigen solidarisch und auf die Zerfahrenheit der Verhältnisse schließen kann. Die Unter- Langhorst wiedergewählt. Die nächste Generalversammlung des beschloß, daß jeder arbeitende Dachdecker mindestens 1 M. pro Woche nehmer sind bestrebt, diesen Zustand zu erhalten, deshalb fträuben Verbands findet 1901 zu Pfingsten in Leipzig statt. Mit einigen zum Streiffonds zu zahlen habe. Auch die durch den Streit in Mits sie sich auch ganz entschieden gegen eine reichsgefegliche Regelung herzlichen Abschiedsworten schloß der Vorsitzende, Reichstags- leidenschaft gezogenen Hilfsarbeiter sollen finanziell unterstützt des Knappschaftswesens. Namentlich war es der Grubenbefizer Silbd, abgeordneter Sachse die Generalversamunlung mit einem Hoch auf werden. Die von der Lohukommission bisher befolgte Taktik wird der im Reichstag sich ganz entschieden dagegen aussprach. Heute existieren die Organisation, in das die Delegierten begeistert einstimmten. gut geheißen. 6-7 Berggejeze, die überaus verschiedene Bestimmungen enthalten. Den Arbeitern, die mit ihren Beiträgen diese Kassen erhalten, muß das Selbstverwaltungsrecht eingeräumt werden. Unter feinen Um ständen dürfen Werksbeamte als Arbeitervertreter fungieren. Es giebt unter den Bergarbeitern genügend intelligente Leute, die solche Posten ausfüllen können. Ferner muß mit den heute üblichen Wahlbeeinflussungen gebrochen werden, das geschieht am besten, wenn die Wahlen nicht mehr von Beamten, sondern von Arbeitern geleitet werden und wenn die Abstimmung geheim, durch Stimmzettel ausgeübt wird. Die weiteren vom Redner gestellten Forderungen sind: ad 2. In der Orts- Krankenkasse der Buchbinder in Berlin Erhöhungen der Kaffenleistungen. Bei Abgang von der Bergarbeit starben in den Jahren 1896-1898 54 Proz. an Schwindfucht und Rückerstattung der Beiträge, wenn nicht freiwillig fortgesteuert, resp. int Jahre 1899 von 54 männlichen 36, und von 31 weiblichen 24. Aufrechterhaltung der erworbenen Rechte.- Anrechnung andrer Nenten Erwähnt muß noch werden, daß in der ersteren Kaffe die Mitglieder auf die Knappschaftsrente nur, wenn diese den früheren Durchschnittslohn bei der Aufnahme ärztlich untersucht werden. übersteigt. Nach 25jährigem Dienstalter bei Aufgabe der Bergs arbeit Juvalidenrente ohne Nachweis der Erwerbsunfähigkeit. Berichtigung. Neue Mühle. Am 1. Osterfeiertag sprach hier in einer öffent In dem Bericht über den Verbandstag der Buchbinder be- lichen Versammlung Genosse 3ubeil vor mehr denn 300 Arbeitern finden sich zwei finnentstellende Fehler, und zwar bei dem Autrag| Zustimmungen während des zweistündigen Vortrags, wie der große und Arbeiterinnen über die Flottenvorlage. Die zahlreichen Schneider- Berlin. ad 1 muß es heißen: Die Central- Krankenkasse der Buchbinder verzeichnete in den Jahren 1893 von 70 Sterbefällen 43 durch Lungenschwindsucht. 1894 von 69:47, 1895 von 76:47, 1896 von 60: 38, 1897 von 52: 28, 1898 von 65:42. Gegenseitigkeit der Snapſchaftslaſſen. Bezüglich der Unfallversiche Versammlungen. Beifall nach Schluß desselben, ließen erkennen, daß auch die Bewissen will und die Socialdemokratie einer eventuellen Auflösung des völkerung in diesem rein ländlichen Bezirk nichts von der Flotte Reichstags ruhig entgegensehen kann. " Marktpreise von Berlin am 18. April 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 15.90| 14,84 Startoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier 7, 1000 5, 1,60 1,20 Weizen, gut " " mittel gering Roggen, gut " 14,78 14,72 " 14,66 14,60 1,20 " 14,40 14,36 " " 1,60 mittel " 13 14,32 14,28 " 1,60 1, gering Gerste, gut " 14,24 14,20 " 1,60 1, " 2,60 2, mittel gering 2 60 Stüc 4, 2,40 " Karpfen 1 kg 2,20 1,20 safer, gut " 14,50 14,10 mittel " " 14,- 13,60 gering " 13,50 13,20 . 5,50 5, " 7,50 5, Anle Bander Hechte Barsche Schleie 3, " " 2,60 1, " 1, 1,80 0,80 " " 40, 25, Bleie 1,20 0,80 " per Sdjoct 12,- 3,50 Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linsen 2, 3,-1,40. rung wird gefordert: Als Vollrente der volle Erjazz des Arbeits- Die Puter Berlins und der Vororte hielten am Mittwoch verdienstes und bei Rentenfestsetzungen Anrechnung des vollen bei Keller, Stoppenstraße, eine Versammlung ab, in der zunächst Arbeitsverdienstes. Beseitigung der Anrechnung der Unfallrenten auf das Thema: Ist es möglich, den Frieden im Baugewerbe dauernd andre Renten. Zuziehung von Arbeitervertretern bei Unfallunter zu erhalten? behandelt wurde. Der Referent Fr. Schulz verfuchungen und Rentenfeststellungen, vor letteren ist der Verletzte wies auf das Vorgehen der Unternehmer, die fortwährend zum sowie der behandelnde Arzt zu hören. Ist der behandelnde Arzt Stampf mit den Arbeitern rüsten, und daß es demzufolge die vorVertrauensarzt der Genossenschaft, so hat der Verlegte das Recht, nehniste Pflicht der Arbeiter ist, die Organisation zu stärken und für sich das Gutachten eines andren Arztes einzuholen, über alle Bro- einen beträchtlichen Streitfonds Sorge zu tragen, da nur durch diese tokolle ist dem Verlegten Abschrift zu erteilen. Genossenschafts- beiden Faktoren die Unternehmer verhindert werden und damit 45, 25, Krebje vorstände und Arbeitervertreter erlassen die Unfallverhütungs- Vor- ein längerer Frieden auch für das Putzergewerbe zu erwarten 70, 30, schriften gemeinsam, letztere haben auch die Ueberwachung und ist. Die gegenwärtige Konjunktur wird von dem Redner als Produktenmarkt vom 19. April. Der heutige Getreide markt Ausführung der Vorschriften. Die Genossenschaft übernimmt von eine sehr gute bezeichnet. Die Ende März vorgenommene Bau- verkehrte in fester Haltung; namentlich für effettive Ware zeigte sich bereits der fünften Woche ab das Heilverfahren und die Fürsorge für den kontrolle hat ergeben, daß auf 131 Bauten 1455 Buzzer beschäftigt am Frühmarkt gut Nachfrage, welche auch mittags bestehen blieb, aber zu Verlegten, der gegen seinen Willen in ein Strankenhaus nicht sind. Troß diefer guten Konjunktur wurden aber noch auf 22 Bauten feiner Belebung des Geschäfts führte, da der regeren Kauflust tein entgebracht werden darf. Unfälle auf den Berufswegen gelten gleich ganz und auf 8 Banten teilweise die Träger( Hilfsarbeiter) entgegen sprechendes Angebot gegenüberstand. Das Hauptinteresse fonzentrierte sich Unfällen im Betrieb. Renten für Witwen 30 Proz., Kinder den gefaßten Beschlüssen von den Puzern bezahlt und müßte mit auf Roggen. Für russische Ware wurden höhere Preise bewilligt. Im An20 Broz, Gesamtrente nicht unter 662/3 Proz. Allgemeine, ge- aller Energie, insbesondere von den Arbeitnehmern, dahin gewirkt schluß an die Festigkeit des Effektivgeschäfts waren Mailieferungen, besonders in Roggen, bevorzugt, späterhin auch Herbstfristen anziehend. heime und direkte Wahlen zu dem Schiedsgericht. Dem Verlegten werden, daß dieser Mißstand allgemein beseitigt wird. Nach kurzer Durchschnittlich wurde Weizen 0,25-0,50 M., Roggen bis 1 Mt. beffer be freie Eisenbahnfahrt zur persönlichen Wahrung vor dem Schiedss Diskussion wurde beschlossen: zahlt. Safer lag bei schwerfälligem Geschäft gut behauptet, Mais aus gericht. Mit der Aufforderung, eine lebhafte Bewegung für diese gesprochen fest, loco 1-12 m. höher. Rüböl gab auf Paris 0,20 bis Forderungen hervorzurufen, empfiehlt der Referent die Annahme 0,30 M. nach. einer fich mit seinen Ausführungen deckenden Resolution, die dem Am Spiritusmarkt wurde 70er loco mit 49,50( unverändert) geReichstag übermittelt werden soll. Eine weitere Resolution verlangt, handelt. daß der Verbandsvorstand mit dem Vorstand des Knappschaftsvereins 150,75-150, 50-150,75 G., Juli 155,50-155,25-155,50 bes, September Weizen märkischer 149-150 ab Bahn G. Auf Abnahme im: Mai in Verbindung tritt, damit die Zahl der Arbeiter, die auf einen Arzt 159-158,75 beg., Oktober 159,75-159,50 bez. Roggen: mittel Bofener gerechnet werden, auf die Hälfte reduziert werden soll. leber die 141,75 frei an die Mühle, märtischer 142-143 ab Bahn bez. Auf Abnahme Art der ärztlichen Fürsorge sprach man sich in der Debatte sehr scharf tim: Mai 146-146,50-145,25 bez, Juli 144,50-145-144,75 bez., Sepaus. Die beiden Resolutionen wurden einstimmig angenommen. tember 142,50-143-142,75 bez. Gerste Safer: Pommerscher Ueber den Ausbau des Rechtsschutzes referiert Brangenfeiner 138-144, mittel 133-137, medfenburgischer feiner 138-145, mittel berg Dortmund. Im Verlauf der dem Referenten meist zu133-137, pofener mittel 133-136, schlesischer mittel 133-136, westpreuß. stimmenden Debatte wird folgende Resolution gestellt: mittel 133-136 ab Bahu bez. Auf Abnahme im Mai 131-130,75 bez.. Juli 131,75-131,50 bez, August bez., September-- bez.- Mais: Die Generalversammlung beauftragt den Vorstand, die Erteilung Amerif. mixed 120-122 frei agen, auf Abnahme im Mai 112 ab Kahn tes Rechtsschutes dahin auszubauen, überall, wo es angängig ist, oder vom Boden. Weizenmehl: Nr. 00: 18,75-21,65. Roggen: rechtskundige Bertreter, womöglich solche mit fachmännischer ErImehl Nr. 0 und 1 18,75 bis 19,75 M. V Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Central Theater Direktion: José Ferenczy. Durchschlagender Publikum gegenüber keinerlei Lacherfolg Verantwortung. Theater. Freitag, den 20. April. Opernhaus. Mignon. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Die Tochter des Erasmus. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 712 11hr. Leffing. Die Ehre. Anfang 7%, Utbr. Berliner. Der Hüttenbesizer. Anfang 7 Uhr. Nenes. Minna von Barnhelm. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Der Bettelstudent. An Anfang 7 Uhr. Westen. fang 7 Uhr. Echiller. Brand. Anfang S 11hr. Thalia. Im Himmelhof. Anfang 7 Uhr. Luisen. Der Millionenbauer. Aufang 8 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 712 1161. Berlin nach Elf. Große Ausstattungspoffe. Aufzug der Parfums. Eisenbahn- Quartett! O Cordula! Sonntagnacht. Der Vogelhändler. Thalia- Theater. Tel. AmtiVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Vorletzte Woche vor der Abreise nach Hamburg. Täglich: Nieseulacherfolg! Im Himmelhof. Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Anfang 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: Im Himmelhof. Victoria- Theater. Alexanderplak. Hente, abends 8 Uhr: Belle Alliance.$ 184. Anfangie Cirkus- Fee. 8 Uhr. Carl Weiß. Der Minenkönig von Transvaal. Anfang 8 hr. Große Operette. Victoria. Die Girfus Fee. Anfang Carl Weiss- Theater 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Meyer auf der Pariser Welt- Aus stellung. Anfang 8 Uhr. Gr. Frankfurterstraße 132. Täglich 8 Uhr: Der Metropol. Svecialitätenvorstellung. Minenfönig von Transvaal. Die verfehrte Welt. Anfang 1/8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. = Vorzugsbillets haben Gültigkeit. Sonnabendnach. 4 Uhr zum Testen Im Reiche des Judra. Anfang mal: Rübezahl und die geraubte 8 Uhr. Palast. Specialitäten Borstellung. Eine alte Geschichte Anfang 71 11hr. Meichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Passage Panoptifum. Specialis täten Borstellung. Urania. Prinzessin. Kleine Preise. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Direktion R. Schulz. Täglich um 9 Uhr 30: Ans Gründen der Notwendigkeit den Beitrag zum Streitfonds vom 28. April ab auf 50 Pf. wöchentlich zu erhöhen, denn nur eine starke Kriegstaffe und eine alle im Gewerbe beschäftigten Kollegen umfassende Organisation kann den Frieden im Baugewerbe sichern." Diejenigen Buzer, die nur drei Tage in der Woche arbeiten, haben einen Beitrag von 25 Pf. abzuführen. Nach der Abrechnung vom Streitfonds, die Kelpin erstattete, betrugen die Einnahmen in der Zeit vom 24. Nvoember bis 31. März inkl. des alten Bestands von 12 396,09 M. insgesamt 17 960,94 M. Die Ausgaben betrugen in dieser Zeit, darunter 9000 M. an den Central Streitfonds des Verbands Deutscher Maurer, insgesamt 11 534,71 M., so daß ein Bestand von 6426,23 m. verbleibt. Die Abrechnung wurde von den Revisoren als richtig bestätigt. Einstimmig wurde sodann ohne Diskussion beschlossen, 1. Mai, wie alljährlich, durch völlige Arbeitsruhe zu feiern. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Von den Alpen zum Vesuv!" Im Hörsaal: Ingen. Zechlin:„ Motorfahrzeuge" Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Heute Freitag. Stündlich: 35 Togo- Neger Passage- Theater: Abends 7-10% Uhr: Théâtre variété, CASTANS PANOPTICUM Original- italienische Sänger- u. KonzertGesellschaft Colombo". Die neuen sensationellen 95 lebenden Photographien. Stiergefecht. Mann über Bord. Stapellauf eines modernen Schlachtschiffs. Baby- Wäsche u. v. a. m. Cronje. Joubert Krüger. den Die Belle- Alliance- Theater. Für Dampferpartien und Ausflüge! ,, Zum Sportshaus" in Ziegenhals bei Zeuthen. Gastspiel Emil Richard. $ 184. Schwant in 3 Att. v. Ralph Gobbins. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die: felbe Vorstellung. Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Im Reiche des Indra Consuela Tortajada Gretchen Reutter sowie das grossartige April- Programm. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich von 10-2 Uhr sowie beim Invalidendank und Künstlerdank. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Aufang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. 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Socialpolitische Streifzüge in das Bürgerliche Gesetzbuch. 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Wissenschaft und Weltuntergang". 2. Diskussion. 3. Abrechnung Referent Rechtsanwalt Victor Fränkl. 3. Verschiedenes. 254/10 des Raffierers vom 1. Quartal 1900 und Bericht der Revisoren. 4. Bericht des Ausschusses. 5. Vereinsangelegen Zahlreicher Besuch ist unbedingt erforderlich. Die Mitglieder der Zahlstellen in den Vororten werden heiten. Pflicht jedes einzelnen Mitglieds ist es, pünktlich zu erscheinen. Besonders eingeladen. Der Vorstand. Achtung! Der Vorstand...: Julius Gehl. 129/6 Gr. öffentl. Volksversammlung. tune! Vergolder. Achtung! Central- Krankenkasse der Buchbinder Sonnabend, den 21. April, abends 8 Uhr, in 62/ 5* Kellers grossem Festsaal, Koppenstr. 29. ( zum Besten des Banfonds der Freireligiösen Gemeinde.) Tages Ordnung: 1. Die Moral der naturfeindlichen Frommen und die Kinder der Welt. Referent: G. Tschirn Breslau. 2. Die lex Heinze im Beichtstuhl. Referent: Adolf Hoffmann. 3. Freie Diskussion. Die Geistlichkeit ist brieflich eingeladen. Zur Dedung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Nach der Versammlung: Oeffentliche Versammlung = Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 21. April cr., abends 9 Uhr, Alte Jakobstr. 75( früher Feuerstein): Haupt- Versammlung Tages Ordnung: 1. Kassen und Kontrollbericht. 2. Kaffen- Angelegenheiten. Der Vorstand. [ 23/20 der im Vergolder Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 23. d. Mts., abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 227/1 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über:„ Auf was wir stolz find". 2. Bericht des Gewerkschafts- Delegierten und Neuwahl desselben. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. Achtung! Die Kollegen der Rahmenbranche werden ersucht, recht Am Sonntag, den 22. April 1900, vormittags 12 Uhr, zahlreich zu erscheinen, gleichzeitig die der Leistenbranche. bei Herrn Pafter, Inselstraße Nr. 10: Der Vertrauensmanu der Vergolder Berlin. Achtung! Tapezierer. Achtung! Geselliges Beisammensein mit Tanz. Verband des techn. Bühnenpersonals, Sitz Berlin Gr. öffentliche Versammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Am Sonntag, den 22. April, vormittags 10% hr. im Lokal des Herrn Hube(" Sprechallen"), Kirchstr. 27: Bezirks- Versammlung für Moabit. Tages Ordnung: 1. Uufre gegenwärtige Lage und Besprechung des 1. Mai. 2. Dis. kussion. 3. Verschiedenes. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 23. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Nowack, Manteuffelstrasse 9: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: Sonnabend, den 21. April, abends 11 1hr, Neue Noßstr. 3: KF General Derlammlung. 1. Raffenbericht. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 5526 Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berliner Tapezierergehilfen zu den Abmachungen des Einigungsamts betreffs eines Durchschnitts- Stundenlohns von 55 Bf.? 2. Diskussion 3. Berschiedenes. J. A.: K. Harringer. Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Orts- Krankenkasse Deutschlands. Zahlstelle Berlin V. der Gruppe Rabiklpanner u. Träger. Sattler u. verwandten Sonntag, den 22. April, vorm. 10 hr. in Feuersteins Festfälen, Alte Jakobftraße Nr. 75:: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Bericht von der Provinzial- Konferenz. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Die Kollegen der Firma Zöllner& Co. werden ersucht, in der Ver: fammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 32/16 angelegenheiten und Arbeiter- Bildungsschule. 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Ausgabe neuer Kontrollkarten. 88/ 2* Berein der Zimmerer Berlins und Imgegend. Ain Sonntag, den 22. April 1900, vormittags 10 1hr, bei Cohn, Benthitraße 20, I.( großer Saal): Zweite General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900 und Revisionsbericht. 2. Statutenänderung. 3. Ergänzungswahl des Vorstands. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Berschiedenes. 257/5 Es ist dringende Pflicht, daß jedes Mitglied in dieser Versammlung erscheint. Der Vorstand. Verband der Sattler u. verwandten Berufsg. Filiale Berlin I. Am Sonntag, den 22. April, abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Schriftstellers W. Bölsche über: ,, Die Idee der Entwicklung". Nach dem Vortrag: Gemütl. Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Tischler- Verein. [ 4/ 16* Sonnabend, den 21. April cr., abends 8½ Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung Tages Ordnung: Besprechung über die diesjährige Herrenpartie und Vereinsangelegenheiten. 198/10 Der Vorstand. Gewerbe zu Berlin. Sonnabend, den 28. April 1900, abends 81% Uhr: Ordentl.Generalversammlung der in den Wahlversammlungen vom 12. und 14. November 1898 und vom 11. November 1899 gewählten Vertreter der Arbeitgeber und Stassen mitglieder im Gewerkschaftshause, Saal I. Engel- llfer 15. Tages Orduung: 1. Zn getrennter Wahlverfammlung: ür die Vertreter der Arbeitnehmer: Ergänzungswahl von 2 Mitgliedern zum Vorstand für 1900. Fachverein 5516 Berlins und Umgegend. Siermit zur Nachricht, daß unser der Holz- und Bretterträger italieb Hermann Kaulisch am 17. April nachmittags plöglich etorben ift. Die Beerdigung findet am Sonntag: nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Andreas- Markus- Kirchhofs in Wilhelmsberg statt. Ehre seinem Andenken. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. 84/6 Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler Ergänzungswahl von 2 Mitgliedern u. andrer gewerblicher Arbeiter zum Vorstand für 1900-1901. II. In gemeinschaftlicher General: versammlung: 1. Bericht des Vorstands über das verflossene Geschäftsjahr 1899. 2. Bericht des Rechnungs- Ausschusses und Abnahme der Jahresrechnung. 3. Festsetzung des Gehalts des Rendanten. 4. Wahl des Rendanten. 5. Antrag des Vorstands, den§ 12 Biffer 2 des Statuts wie folgt abzuändern: im Fall der Erwerbsunfähig feit vom ersten Tage nach der Erfrantung usw." 271/4 6. Verschiedenes. Sofern in dieser Versammlung die wird, findet am Mittwoch, den 2. Mai 1900, abends 81% Uhr, in demselben Lofal, Sonnabend, den 21. b. W., abends 9 1hr, im Englischen Sof. Achtung! Bretterträger. Ahtung! gesordnung nicht erledigt mino Neue Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von der General- Versammlung. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Filiale II. Treibriemen- Sattler. Sonnabend, den 21. d. Mts., bei Buske, Grenadierstraße 33: Mitglieder Versammlung. = Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben. Filiale III. Koffer- und Taschenmacher. Dienstag, den 24. d. Mis., bei Wollschläger( vorm. Roll), Adalbertstr. 21: Regelmäßige Versammlung. Anfang abends. 9 Uhr. Um zahlreiches Erscheinen bitten Die Vorstände. Kranten- Unterstützungs- und Begräbnis- Verein 157/5 der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 22. April, vormittags 10% Uhr. Langestraße 65: General- Versammlung. Tages Ordnung: [ 37/3 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900. 2. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration mit fleinem Saal und Garten, gutgehend, Norden Berlins, fofort zu verkaufen. Näheres bei Frizz Waschofski, Milchgeschäft, Antonstr. 34. Seifengeschäft, zwanzig Jahre bestehend, gutgehend, billig verkäuflich Brizerstraße 1. Der Vorstand. Sonntag, den 22. April 1900, vormittags 10½ Uhr, Fortsetzung derselben statt. bei Ewald, Schönleinstraße 6: Mitglieder Versammlung Tages- Ordnung: Nur die mit Legitimation, ebent. Mitgliedsbuch versehenen Vertreter haben Zutritt. Der Vorstand und verwandten Gewerbe 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900. 2. Wie stellen wir uns zum Lohn der Orts- Krankenkaffe der Sattler tarif vom vorigen Jahr? 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Zahlreiches Erscheinen erwartet [ 84/5 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 21. April, abends 81/2 thr: Vertrauensmänner- Konferenzen: Für den Norden bei Dieke. Aderir. 123. Für Moabit bei Fischer, Beuffelstr. 9. Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. 112/10 In den Konferenzen gelangen die Maimarken zur Ausgabe. Die Ortsverwaltung. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen I M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7.) Zähne 2 M. zum Berlin. H. Marske ,. H. Wolff, Vorsitzender. Schriftführer. ( E. H., Hamburg) Verwaltung Berlin D. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 182/5 unser Mitglied August Rabe am 17. April gestorben ist. Die Be erdigung findet Freitag, den 20. April, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhaus, Rostockerstr. 45, aus nach dem HeilandsFriedhof( Plößensee) statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung.. Orts- Krankenkasse der Maler. Aut Montag, der 23. April 1900, abends 8 Uhr, bei Miegel, 5486 Stralauerstr. 57: General- Versammlung der Delegierten. Tagesordnung: Abnahute der Jahresrechnung; Erfazwahl eines Vorstandsmitgliedes; Ersagwahl von Strautenbesuchern; Verschiedenes. Der Vorstand. NB. Das stafsen Bureau befindet Charlottenburg. sich jetzt im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, vorn 1 Treppe, Zimmer Nr. 9. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, 1. Behandlung aller Haut, Haru und Blasenleiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag keine Sprechstunde. Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Proz. Kleine Anzeigen. 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Als Kandidat für den Reichstag daß seine Kräfte nicht mehr ausreichten. Da habe er sich an seine daß die Angeklagten keineswegs von Anfang an die patriotis e Ihm sei die Sache über den Kopf gewachsen und er habe gefühlt, Dr. Braß und Dr. Werthauer, die als bewiesen erachteten, wurde von den Vertrauensmännern der Genosse Südekum pro- Kameraden gewandt und habe sie gefragt:„ Kameraden, man scheint Stiftung als Schwindel- Unternehmen begründet haben, traten klamiert und als Kandidat für den Landtag der Sekretär der mir nicht mehr ganz zu vertrauen! Wollt Ihr zu mir halten, wollt den Ausführungen des Stantsanwalts und den rechtlichen Aufbayrischen Landtagsfraktion, Genoffe Dr. v. Haller. In beiden Ihr mit mir faffungen desselben entgegen und hielten es für notwendig, die Ans Fällen erfolgte der Beschluß einstimmig. durch Dick und Düun flage noch mehr einzuschränken, als es der Staatsanwalt gethan. Der Gerichtshof hielt nicht für erwiesen, daß die Angeklagten Die Parteigenossen des Fürstentums Schwarzburg- gehen?" Und darauf hätten die Kameraden einstimmig erklärt, daß Sondershausen hielten am ersten Osterfeiertag ihre Landes- fie zu ihm halten wollten. Bücherrevisor Kruse hat aus nur eine Scheingründung zu selbstsüchtigen Zweden vorgenommen versammlung in Arnstadt ab. Aus dem Bericht des Vertrauens- dem Kassabuche festgestellt, daß in der Zeit vom 15. April bis hätten. Von einem Betruge in dieser Beziehung kann demnach keine manns ist hervorzuheben, daß eine lebhafte Agitation gegen die September v. J. im ganzen rund 22 440 m. vereinnahmt und Stede sein. Dagegen hätten sich die Angeklagten der Unterschlagung Buchthausvorlage geführt wurde. Außer einer Anzahl öffentlicher 22 418 m. verausgabt sein sollen und ein Bestand von 22 M. vor- zum Nachteile der Gesellschaft schuldig gemacht. Bei der mangelProtestversammlungen diente dazu auch ein Flugblatt, das in handen sein mußte. Ein großer Teil wirklich vereinnahmter und haften Buchführung und dem Fehlen jeder Aufsicht sei die Höhe Es fehlten der unterschlagenen Summe nicht genau festzustellen. Es sei eine 7000 Exemplaren verbreitet wurde. Auch gegen die Flottenvorlage verausgabter Summen sind nicht gebucht worden. Von den übrigen Betrugswurde ein Brotest- Flugblatt verbreitet. Außerdem wurden noch acht unter den Einnahmen 4656 M., unter den Ausgaben 3019 M. fortgesette That angenommen worden. fonstige Versammlungen im Kreise abgehalten. Broschüren 2c. wurden und unter Hinzurechnung der hieraus sich ergebenden Differenz fällen fei ein Teil auszuscheiden. Fischer sei wegen fortgesetzter für 200 m. verkauft. Die Einnahmen betrugen einschließlich des hätte ein Bestand von 1659 M. vorhanden vorhanden sein müssen, Unterschlagung, wegen Betrugs in 4 Fällen, Föllmer wegen und Urkundenfälschung ชน Kassenbestandes von 312,89 M. insgesamt 1635,75 M., die Ausgaben zu denen noch die 1300 m. hinzukommen würden, die als Rest des fortgesetter Unterschlagung und Märkerschen Darlehns von den Angeklagten erhoben worden sind. Strafen. Fischer sei zu zwei Jahren Gefängnis, Zum Punkt Presse" wurde beschlossen, die tägliche Ausgabe der Als wirklich vorhandener Kaffenbestand hat sich aber die Summe& öllmer zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilte. " Tribüne" im Kreise einzuführen. Zur Erhöhung des Einflusses auf von 26 Pf. bar und 9 Pf. in Briefmarken vorgefunden. Fischer hat worden, außerdem zu je zwei Jahren Ehrverlust. Durch die erlittne die Gemeinde soll für fleißige Erwerbung des Ortsbürgerrechts durch in der dreimonatigen Dauer seiner Amtsthätigkeit 3530 M., Föllmer Untersuchungshaft seien je 3 Monate in Abrechnung zu bringen. die Genoffen gewirkt werden. 5500 M. für sich erhoben, dazu traten erhebliche Reisespesen 2c. Im Die Haftentlassungsanträge beider Angeklagten feien abzulehnen. Es wurde dann noch folgender Beschluß gefaßt: ganzen haben die Angeklagten etwa 12 000. für sich selbst und Von der Erkenntnis ausgehend, daß nach Aufhebung des 10 000 M. für Vereinszwecke verausgabt. Der Zeuge Rathmann Berliner Partei- Angelegenheiten. Verbindungsverbots für politische Vereine das Fortbestehen des§ 8 hat sein Sparkassengeld durch den Rechtsanwalt Rosenthal wieder des schwarzburg- sondershäufischen Vereinsgefeßes vom 9. Juni 1856 bekommen.- Die Beweisaufnahme wendet sich alsdann den zur 22. und Sonntag, den 29. April, in der Irania, Laubenstraße, Von Parteigenossen des Südosten werden am Sonntag, den eine einseitige Beschränkung der politischen Rechte eines bestimmten Anklage stehenden einzelnen kleineren" Betrugsfällen zu. Kreises von Staatsbürgern, ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter- Der Schreiber Krüger, der von dem Angeklagten Föllmer überaus belehrende Vorstellungen veranstaltet. Billets zu guten schaft darstellt, beauftragt die Versammlung das Bureau, den Land- zur Uebertragung von Caffaposten aus dem Notizbuch in das Cassa- Plätzen sind hierfür noch bei Tolksdorf, Ecke der Görlizer- und tag durch eine Petition um Aufhebung der veralteten Ausnahme- buch angenommen worden war, hat dem Angeklagten Fischer ein Sorauerstraße, zum Preise von 60 Pf. zu haben. bestimmung zu ersuchen." Darlehn von 500 M. gegeben. Er ist dazu durch die Thatsache beSchwarzburg- Rudolstadt hat zwar als erster der deutschen wogen worden, daß Fischer ihm in einem Vertrage eine LebensBundesstaaten das Verbindungsverbot aufgehoben, aber das war ftellung für sein in Grünberg zu errichtendes Sanatorium, durchaus teine heroische That. Es bedeutete teine Verbefferung, für welches schon 80 000 m. angezahlt feien", versprochen hatte. fondern ganz im Gegenteil eine Verschlechterung des Vereinsgesetzes, Die Frau eines Lehrers Brandin hat dem Angeklagten Fischer weil der§ 8 des Gesetzes vom 9. Juni 1856 bestehen blieb, welcher 600 M. und 1500 M. geliehen, angeblich für die Zwecke der in Grünberg zu errichtenden Anstalt, über welche der Kaiser angeblich das Arbeiter Vereine oder-Verbrüderungen, welche politische, Protektorat übernehmen würde. Die 1500 M. find von Fischer für focialistische oder kommunistische Zwecke verfolgen, werden andurch das von ihm privatim zu errichtende Sanatorium in Grünberg verals ordnungswidrig verboten." langt worden. Die Zeugin hat sich insbesondere dadurch zur HerDadurch wurde die Aufhebung des Verbindungsverbots nur zu gabe des Gelds bestimmen lassen, daß Fischer ihr den mit dem Klangeiner neuen offiziellen Bevorrechtung der herrschenden Slaffe, die vollen Namen unterzeichneten Prospett einsandte und in einem dem dortigen nationalliberal freisinnig vereinigten Unternehmer- längeren Brief recht salbungsvolle flüngel eine besonders duftende Blume in den Ruhmestranz seiner liberalen Traditionen flocht. lautet: V " religiöse Phrasen " An die Parteigenossen von Charlottenburg. Am Freitag, den 20. April, findet für den ersten Bezirk die Stadt. berordneteu Stichwahl statt. Es stehen sich gegenüber der tonservative Kandidat, Herr Oberstlieutenant a. D. Knat, und der von freisinniger Seite empfohlene Herr Bankier Abrahamsohn, der sich als„ Kandidat aller Ordnungsparteien" aufstellen ließ und sich rühmt, politisch ein„ unbeschriebenes Blatt" zu sein. Unter diesen Umständen ist es uns nicht möglich, zu entscheiden, welcher von beiden Kandidaten das kleinere Uebel ist. Wir empfehlen unfren Parteigenossen deshalb, sich der Abstimmung zu enthalten. Der Vorstand des Wahlvereins. Der Socialdemokratische Verein von Johannisthal und Nieder- Schöneweide hält seine nächste Versammlung am 21. April, abends 81/2 Uhr, im Lokale von Strecker ab. Adlershof. Die nächste Mitgliederversammlung des Sociale 8 Uhr, bei Schmauser statt. demokratischen Arbeiter- Bildungsvereins findet am 25. April, abends Der Vorstand. Friedrichshagen. Der Arbeiter- Bildungsverein hält am Sonn abend, den 21. April, abends 81/2 Uhr, im Saale der Brauerei eine Versammlung ab. Herr Dr. Wollheim spricht über das Thema: Der deutsche Bauernkrieg und die Reformation. Gäste willkommen. Tokales. Schweinburg Schweinburge machte. Es hieß da u. a.: Der Herr weist mich an Sie, Nach Vornahme der Wahlen wurde der Parteitag geschlossen. Sie mögen wissen, daß ich mich nur vom Herrn leiten Totenlifte der Partei. Ein alter Parteigenosse, der Strumpf- lasse, ihm folge ich stets, wohin er mich leiten will. Wenn Sie wvirker Gottlieb Bauerfeind, geb. den 9. Mai 1826 in mir das Geld geben, dann werde ich Ihnen bald melden können, Resnitz bei Plauen i. B., schied freiwillig aus dem Leben. Als daß der Herr in seiner Liebe und Güte alles gut gemacht hat. Daß 22 jähriger junger Mann beteiligte er sich an den Freiheitskämpfen ich voll und ganz reell bin, das weiß der Herr. Die Naturin Hanau und Frankfurt. Als er dann später Lassalle gehört hatte, heilanstalt muß mit des Herrn Segen einen jährlichen Ueberschuß war er ein eifriger Anhänger der Lassalleaner, und nach dem von 56 000 m. abwerfen. Bitte besuchen Sie mit Ihrem Gatten Einigungskongreß trat er begeistert für die Socialdemokratie ein. mich, wenn mit Gottes Hilfe der Wein blüht und alles in der Nach seiner im Jahre 1872 erfolgten Ueberfiedelung nach Apolda Anstalt blüht. Mit war er besonders unter dem Socialistengefez sehr thätig. Altershochachtungsvollem Gruß in Christo schwäche und eine fümmerliche Eristenz zwvangen ihn in den letzten ergebenst Fischer." Dieselbe frömmelnde Salbaderei lehrt in Jahren mehr zurückzutreten. Aus Lebensüberdruß machte er seinem Briefen wieder, die er an den Arbeiter Wade gerichtet hat. Dieser rettet jeüt das Ansehen der preußisch- deutschen Justiz. Er hat den Leben durch Erhängen ein Ende. er in Gemeinschaft Ju Forst i. 2. hat gleichfalls ein braver Parteigenosse, der hat ihm für ein Sanatorium, welches mit dem Grafen b. Bernstorff" in Weber Hermann Kohlase, am Freitag früh seinem Leben Königs Wusterhausen Auftrag erhalten, in den offiziösen Berl. Bot. Nachr." folgendes zu felbst ein Biel gesetzt. Nachdem er sich schon lange mit dem Ge- errichten wollte, nach und nach 5420 m. hingegeben, ba ihn verschreiben: Er hat sprochen worden war, Inspektor in der Anstalt zu werden. danten getragen, den Freunde ihm vergeblich auszureden suchten, den Fischer in der Evangeliums- Halle tennen gelernt, ivo Während die socialdemokratische Bresse nicht müde wird, die Behauptung aufzustellen, als ob die Socialdemokraten oder führte Kohlafe seine Absicht aus und erschoß sich in einem Hölzchen dieser häufig mit dem Grafen Bernstorff zu ſehen war. selbst auch die Arbeiter von der Justiz und Verwaltung als oberhalb Forst. Gewissenhaft hatte er vorher geregelt, was ihm Die an den Zeugen gerichteten Briefe Fischers beginnen mit der minderen Rechts behandelt würden, liefert sie nur zu oft den Benotwendig schien, besonders auch der Partei gegenüber. Selbst Anrede Lieber Bruder in Christo" und waren mit weis, daß sie in Wirklichkeit die Befreiung ihrer Barteigenossen sein Arbeitsverhältnis löste er. Diese peinliche Gewissenhaftigkeit von den geltenden Recht beansprucht und unter Rechtsläßt darauf schließen, daß Kohlase unter einem furchtbaren feelischen" Dr. Fischer" unterzeichnet. Der Angeklagte hat dem Zeugen vorgeredet, daß er schon die Anzahlung auf die Besitzung in gleichheit eine privilegierte Ausnahmestellung ihrer Anhänger verDruck stand, als er der eine Frau und drei Kinder hinterläßtsteht. So ist die focialdemokratische Presse jetzt wiederum ems sich zu dem traurigen Entschluß durchrang. Alles sei ihm verleidet, Königs- Wusterhausen geleistet habe. Später hat er dem Zeugen pört darüber, daß Land- und Kammergericht einen focialdemo= da er nicht harmonisch mit den nächststehenden Menschen leben könne, erzählt, daß er das Grundstück in Wusterhausen verkauft und lange, lange habe er sich hingequält, aber nun sei es zu Ende. So sei, erworben habe. Der Zeuge ist dann endlich selbst nach Grünein Grundstück in Grünberg, welches viel größer und vorteilhafter tratischen Arbeiter, welcher der Anweisung eines Schuhmanns, sich eines verkehrsstörenden Streitpostenstehens au enthalten, fagte am Abend vor seinem Tode der Verblichene zu bekannten nicht gefolgt war, gemäß den Strafvorschriften der StraßenParteigenossen. Die allgemeine Achtung, die Kohlase genoß, be- berg hinüber gefahren und hat dort festgestellt, daß auf das GrundEs handelt polizei Ordnung von 1867 verurteilt haben. fundete sich rührend und erhebend bei dem Begräbnis am zweiten baß er beschwindelt worden war. Der Zeuge hat sein ganzes stück noch kein Pfennig angezahlt war. Da hat er denn gesehen, fich, wie die vorstehende Sachdarstellung ergiebt, in dem vorFeiertage. Mehr denn tausend Menschen gaben das Ehrengeleit zur Geld wie er sich ausdrüdt, den Rest einstigen Wohlstandes" liegenden Falle um ein Vergehen gegen allgemeine OrdnungsLetzten Ruhestätte. bestimmungen, welche gleichmäßig für alle Passanten der Berliner Straßen gelten. Trogdem wird in der socialdemokratischen Presse die Bestrafung wegen diefer Verfehlung als ein Unrecht bezeichnet, lediglich deshalb, weil der Verstoß gegen die Polizeiordnung erfolgt ist, wirksam Streitposten stehen zu fönnen, und fönnen, und sie knüpft diese Kritik des Urteils die richterlichen Aufforderung, fich durch derartige Urteile nicht von dem Streifpostenstehen abhalten zu lassen. Diese Aufforderung fann, wenn fie in ähnlicher Weise, wie in dem vorliegenden Falle befolgt wird, auch andre socialdemokratische Arbeiter nur zu leicht mit dem Strafrichter in Berührung bringen, und man erkennt wiederum, daß in Wirklichkeit die Verheyer der Arbeiterbevölkerung die Schuld trifft, wenn mancher unsrer Arbeiter sich zu Gesetzesübertretungen verleiten läßt und sich dadurch schweres Ungemach zuzieht. Der Geschäftspatriotismus auf der Auklagebank. " " verloren. Ein Christ als Judenfreund. Zu den Betrogenen gehört auch der Kaufmann Knoblauch aus Grünberg, der sich durch Föllmer hat überreden lassen, das Fischersche Grundstück in Grünberg, welches überlastet und eigentlich subDie Verhandlung gegen die beiden Direktoren" der Wohl- hastationsreif war, für die Wohlfahrtseinrichtung anzukaufen. Er fahrts Einrichtung" Fischer und Föllmer wurden war gewissermaßen nur Strohmann, denn es wurde ihm gesagt, daß gestern im großen Schwurgerichtssaal fortgesetzt. Nach Aufruf der der Verein noch nicht die Rechte einer juristischen Person habe und Beugen erklärt Angell. Fischer: Ich möchte hiermit das feierliche es nur darauf ankomme, bis zum 1. Januar cr., dem Infrafttreten Bersprechen ablegen, daß ich mich verpflichte, innerhalb zweier Jahre des Bürgerlichen Gesetzbuchs, einen Eigentümer zu haben. Die An das zurückzuerstatten, was durch meine irrige Thätigkeit an Schaden geklagten haben dem Zeugen wiederholt versichert, daß er gar nicht entstanden ist. Vors. Landgerichtsrat Diet: Wovon wollen Sie hineinfallen könne und gar keine Angst zu haben branche, denn der denn dies zurückerstatten? Sie befizen doch nichts! Angetl.: Verein habe Besitzungen im Werte von 550 000 M., Hunderttausende Ich denke, lägen für ihn auf der Bank und schließlich würde das hohe Präsidium" der HErr auf alle Fälle eintreten. Der Zeuge hat sich dann als Befizer eintragen lassen und böse Folgen davon gehabt. Es wurden Hypotheken gefündigt, der Zeuge wurde wegen der Hypotheken in Anspruch genommen und hat im Klageweg bis jetzt schon über 2000 M. zahlen müssen. Der Zeuge ist, als er sah, daß die Sache schief gehe, zum erzog Ernst Günther nach Brimkenau gefahren und hat diesem seine Not geklagt, der Herzog hat ihm aber mitgeteilt, daß er nichts für ihn thun könne. Das ,, hohe Präsidium" " wird mir doch noch zwei Jahre des Lebens schenken. Ich kann arbeiten und wenn ich alle meine Intelligenz zusammennehme, so fann ich etwas schaffen! Zeuge Oberstlieutenant a. D. v. Stoich war Mitglied des Vereins. Dieser entsprach nach seiner Ansicht den Bedürfnissen der Veteranen und er hatte über die Gründung nur ein günstiges Urteil. Ueber die Organisation des Vereins läßt sich auch der Sattlermeister Köhler aus, der schon dem alten Verein angehört hatte und im neuen Ausschußmitglied war. Nach seiner Bekundung find die beiden Angeklagten zu Direttoren gewählt worden, weil man ist, wie sich aus den Beugenaussagen ergiebt, für viele in erster ihre Ideen allgemein für durchaus gut und auch für durchführbar Reihe beſtimmend gewesen, Gelder herzugeben, denn es tehrt wieder hielt. Fischer ist entlassen worden, weil er dem Kassenboten das Spartassenbuch abgenommen hatte. Föllmer hat sich, als die Bedenken gegen die Geschäftsführung immer größer wurden, gegen feine Entlaffung noch einige Beit gesträubt und wieder holt versichert, daß alles in Ordnung fei, schließlich mußte aber auch er weichen. Bezüglich der Statuten befundet der Zeuge, daß der Ausschuß Satzungen beraten habe, die etwa 53 Paragraphen umfaßten. Ein andrer Zeuge erklärt, daß bei den Beratungen über das Statut angeregt worden sei, daß die Direttoren auf 3 Jahre angestellt werden sollten. Herr Dr." Fischer hat dies aber für zu fura erachtet und gefagt, daß die Anstellung auf mindestens 5 Jahre erfolgen müßte. Nach der Mitteilung eines andren Zeugen sind die Kameraden" in der verschiedensten Weise gefödert worden, So wurde eines Tags gefagt, daß alle die Kameraden, die auf eine ben lebenslänglich angestellten Direktor Dr. Föllmer gute Stelle bei dem Verein vor sich zu sehen; machen Sie nur alles recht nobel, denn reflektierten, sich recht bald melden möchten. Ein andres Mal wurden über kurz oder lang wird der Kaiser nach Hermsdorf die Kameraden zu einer Nach feier des Föllmerschen Ge- tommen und wo sollte er wohl anders Aufenthalt nehmen, als burtstags eingeladen; nebenbei wurde bei dieser Gelegenheit bei mir? erwähnt, daß man nun auch ein Statut habe drucken lassen. Die holt die Bekundung wieder, daß die Zeugen sich ganz sicher gefühlt, nachdem sie die flangvollen Namen, die das Präsidium des Vereins bildeten, unter dem Prospekte gelesen hatten. Die Beweisaufnahme schließt mit der Erörterung berjenigen Betrugsfälle ab, in denen göllmer unter Vorspieglung falscher Thatsachen über die Verhältnisse der Wohlfahrtseinrichtung Lieferanten zur Lieferung von Möbeln, Bureau- Einrichtungen 2c. bewogen haben soll. Darunter befindet sich auch der Fall des Glasermeisters Klade, bei welchem es beim Verermsdorf Terrassen- Fensterscheiben anfertigen und er schildert sehr suche geblieben ist. Der Zeuge sollte für die Föllmersche Villa in drastisch, wie ihn Föllmer mit den Worten empfangen habe: ,, Sie haben die Ehre, Staatsanwalt Dr. Romen an = erklären, sobald er den ersten Nachweis liefert, daß bei Paraden, Wir wollen uns dem Schweinburg gegenüber für gebessert in den belebtesten Straßen oft stundenlang gesperrt ist und das höfischen Festen und ähnlichen Anlässen, wo der Verkehr gerade Baffieren der umliegenden Straßen sich beinahe lebensgefährlich geftaltet, von der Polizei in gleicher Weise eingeschritten wird, wie hier gegen einen einzelnen Arbeiter, der ruhig seines Amts als Streitposten getvaltet hat. Bis dahin mögen Schweinburg und die Blätter, die feinen Senf warnend abbrucken, sich ein paar Worte zur Notiz nehmen, die ein hiesiges Blatt aus Anlaß eines ähnlichen Stammergerichts- Urteils am 29. November vorigen Jahres zu schreiben für notwendig hielt: Man sieht also, wie außerordentlich einfach die Sache zu machen ist und wie wenig es eine findige Regierung nötig hat, sich mit einem renitenten Reichstag um geseggeberische Vorlagen herumzuzanten. Man bedarf zu der ganzen Sache mur eines Schumanns, der einfach verbietet, was den Macht habern aus irgend einem Grunde nicht paßt. Wer dann nicht gehorcht, wird verurteilt, denn selbstverständlich fann doch, was die hohe Polizei verordnet, nur im Intereffe der öffentlichen Sicherheit, des Verkehrs usw. liegen. Die Frage zu ftellen, ob wirklich die öffentliche Sicherheit oder der Verkehr gefährdet gewefen, tommt bent beschränkten Sinn des einfachen Staatsbürgers nicht zu. Hin und wieder giebt es zwar bei ims noch übelgesinnte Leute, die wirklich meinen, daß die Gerichte gerade in solchen Fällen die persönlichen Rechte gegen Polizeiwilltür zu schüßen hätten, und daß doch das an einen einzelnen Menschen gerichtete Verbot des Auf- und Abgebens auf einer Straße nur aufrecht erhalten werden könne, wenn es wirklich gefeglich begründet oder im Interesse der Ordnung notwendig fei. Wir werden gut thun, solche Erinnerungen an den Begriff des sogenannten„ Rechtsstaats" ims allmählich abzugewöhnen. Wenn ein Volt durch seine Vertreter in so ruchloser Weise die Wohlthaten einer Buchthausvorlage ablehnt, dann fann ihm nur auf einem Wege noch geholfen werden; darum: Es lebe die Polizei!" Beweisaufnahme ergiebt ferner, daß Föllmer eines Tags noch von beleuchtet die einzelnen Punkte der Anklage in thatsächlicher und dem Bantier Märker ein persönliches zinsfreies Darlehn von 1000 m. rechtlicher Beziehung, beantragt in mehreren Fällen die Freisprechung, erhalten hat, die er angeblich zur Miete brauchte. Der Kamerad da die Vorspieglung falscher Thatsachen nicht erwiesen sei und fonmit Rathmann ist derjenige, der dem Angeklagten Fischer nach und zu dem Schlußantrag: gegen Fischer vegen eines Falls der nach den Inhalt seines Sparkassenbuchs in Höhe von 500 m. geopfert interschlagung und vier Fälle des Betrugs 2 Jahre Gehat. Nach seiner Darstellung hat Fischer dabei gesagt, daß er für fängnis, gegen Föllmer, der als der eigentliche den Verein schon mehrere hundert Mart ausgegeben habe, noch Aus: spiritus rector au gelten habe, wegen eines Falls der gaben für den Verein leisten müsse, aber in der nächsten Zeit größere fchweren Urfundenfälschung, eines Falls der Unterschlagung und Summen einbekommen werde. Thatsächlich hat aber Fischer die eines Falls des Betrugs 2 Jahr 6 Monat Gefängnis, schen Hezblatt, um im Schweinburgschen Jargon zu reden, sondern Diese scharfe Epistel stand feineswegs in einem socialdemokratia in der konservativen Anschauungen huldigenden, also gut staats: Benzinfahrzeuge hingegen, die sich vor allem zu Beginn der Fahrt| begiv. Kommunalsteuer zu teil. Besonders zahlreich sind die Bau erhaltenden Tägl, Rundschau" Wie gefällt Herrit Schwein durch ihren nicht jedermann angenehmen Geruch sowie durch das arbeiter( Dlaurer) mit dieser stenerfistalischen Maßregel bedacht worden, burg diese Beurteilung unfrer, von seinen Auftraggebern anfcheinend nervenerschütternde Rasseln und Bittern auszeichten, welches die indem durchschnittlich eine fast dreifache Erhöhung des Steuergesetzes immer noch als über alle Zweifel erhaben angesehenen Polizeis und 1000-2000 Umdrehungen in der Minute nun einmal mit sich bringen, von 6 auf 16 M. vorgenommen wurde. In den beteiligten Streisen Justizzustände? find vorzuziehen, wo es sich um längere Fahrten handelt, und be- ist man darüber um so mehr erstaunt, als es nahezu ausgeschlossen haupten sich auch aus ökonomischen Ursachen. Die Kosten für eine ist, daß ein Bauarbeiter das für jene Steuersäge erforderliche EinMit dem Friedhof der Märzgefallenen din Stunde und Pferdekraft stellen sich bei ihnen auf etwa 6 Pfennig; fommen zu erreichen vermag. Der Herr Baumeister Friebus, der beschäftigte sich gestern die städtische Parkdeputation. Am die Fahrgeschwindigkeit beträgt auf freier Landstraße 30-50 Mitglied der Einschätzungs- Kommission ist und einigermaßen in den 21. März hatte die Deputation beschlossen, den skandalösen Zustand, Kilometer die Stunde. Kann somit die Schnelligkeit eines Einkommensverhältnissen dieser Arbeiter- Stategorie Bescheid wissen in dem sich der Friedhof befindet, zu beseitigen und die historische Personenzugs mit der Benzine annähernd erreicht werden, so stellen sollte, hätte doch zum mindesten auf das Unmotivierte dieses VorStätte einigermaßen würdig zu gestalten, Doch die Deputation denkt sich ihr als Konkurrenzfahrzeug der Eisenbahn doch noch erhebliche gchens feine Herren Kollegen aufmerksam machen müssen. minut und der Magistrat lenkt; das Portal, das Portal steht immer Hindernisse in den Weg. Zunächst verbietet der hohe Anschaffungs- Wer freilich den famosen Etat der Gemeinde pro 1900/1901 noch drohend im Hintergrunde. Hiervon hypnotisiert lehnte preis schon, daß der normale Kulturmensch sich seine Privateisenbahn etwas genauer prüfte, für den war es allerdings klar, daß die der Magistrat die wesentlichsten Verbesserungsvorschläge der auf dem Korridor seiner Wohnung parat hält. Mag auch Gemeinde auf die eine oder andre Weise sich aus der finanziellen Deputation ab. In Vertretung des Vorsitzenden der eine gewiß in nächster Zeit erfolgende fabrilmäßige Her Klemme ziehen müffe: entiveder prozentuelle Erhöhung der Kommunal Deputation, des Stadtrats Struve erstattete Stadtrat Mielenz, stellung den Preis des des Automobils wesentlich verringern, steuer oder Höher- Einschätzung des Einkommens. Das letztere i st Häufigen Ausdrücken der Entrüstung unterbrochen, fo bleibt es doch der Zukunft vorbehalten, eine Maschine zu fon- nun eingetreten und das erstere wird noch eintreten. Inwieweit gestern Bericht über die Magistratssitzung. Wie schon vor einigen struieren, die das Strampelrad erscht und vorab wenigstens den der die wohlhabenden Kreise von Lichterfelde mit dieser Höherbesteuerung Tagen mitgetteilt worden ist, braucht der Magistrat zur Verteidigung plebejischen Masse nicht grin gesinnten Uebermenschen befähigt, ganz bedacht worden sind, entzieht sich unsrer Kenntnis. Wir hoffen, daß feiner Haltung die Floskel, daß der jezige historische Zustand auf eigne Faust den gletscherklaren Fernen zuzueilen. Vorab hat das die Arbeiter von Groß- Lichterfelde bei fünftigen Kommunalwahlen des Friedhofs erhalten werden müsse. Mit dieser hübschen Wendung Automobil noch genug zu thun, um den Droschten- und Karrengaul die Konsequenzen ziehen. ist es ein Kindelspiel, jegliche Verbesserung der Friedshofszustände zu aus dem Felde zu schlagen. Aus Pankow wird uns berichtet: Als eine Sehenswürdigkeit Hintertreiben, und so nahm es sich denn im Bericht sehr drollig Aufsehen erregt die Verhaftung des Direktors Gersin, unires Orts wird seit kurzem von der Arbeiterschaft ein Photographieaus, daß auch der Beschluß der Deputation, an Stelle des Holz- der vorgestern in das Intersuchungsgefängnis zu Moabit eingeliefert fasten am Hause Berlinerſtr. 3 betrachtet. Lagtäglich kann man thores ein schmiedeeisernes Thor zu setzen und die Namen der Toten in eine Gedenktafel einzutragen, vom Magistrat als eine worden ist. Derselbe stand einer Beamten- Sterbekaffe vor, die in sehen, wie Gruppen von Proletariern ein Bild genau in Augenschein Verherrlichung der Revolution hingestellt wurde, die vermieden Hermsdorf Grundstücke besaß. Gersin soll schwindelhafte Grund- nehmen, das den Herrn Amtsvorsteher von Pankow nebst seinem werden müsse, um oben nicht anzustoßen. Einem Eingangsthor, so stücksschiebungen vorgenommen haben. In diese Affaire ist auch der Bruder darstellt. Aber merkwürdig, die Ehre gilt weniger dem versagte der Berichterstatter, lege der Magistrat überhaupt keinen Wert frühere Juspektor des Moabiter Untersuchungsgefängnisses Gotschmann dienten Ortsoberhaupt, als seinem Blutsverwandten. Das erklärt sich dadurch, daß dieser Herr jener Polizeikommissar Gottschalt bei, und es sei ihm daher gleichgültig, ob das jetzige Holzthor er- verwickelt, der bei Gerjin die Rolle eines Sekretärs spielte. ist, der in dem Prozeß wegen des Niederwald- Attentats, im Ziethenhalten bleibe oder ob es gänzlich verschwinde. Blumenanlagen auf den Gräbern aber stören nach Meinung des Magistrats die Ruhe Prozeß und vor kurzem noch in Kiel als Zeuge für die Ordnung der Märzgefallenen. des heutigen Polizeistaats sehr beachtenswerte Dienste leistete. Es ist erklärlich, daß die Arbeiter sich bestreben, einen solchen Mann genau feunen zu lernen. ,, Durch Berlin nennt sich ein im Verlage der Liebelschen Buch handlung zum Preise von 20 Bf. erschienener Straßenplan, der ein recht übersichtliches Verzeichnis der Straßenbahn- und Omnibuslinien enthält. In der Diskussion ging man dem Magistrat anfangs von allen Gin Vorzug wäre es, wenn der Plan sich auch auf die Bororte erstrecte, die gerade für den Straßenbahnverfehr immer mehr in Betracht kommen. Seiten fräftig zu Leibe; so wurde ihm vorgeworfen, daß er polizeilicher sei als die Polizei. Schließlich drang aber doch ein Vorschlag Der Berliner Bureaubeamten- Verein eröffnet am 24. April cr. durch, der dahin ging, von der Aufstellung der Gedent in dem Gesangsfaal der Friedrich Werderschen Ober- Realschule hier, Nieber: tafel Abstand zunehmen. In der Abstimmung hob die wallstraße 12, einen Cyflus von Vorträgen des Herrn Rechtsanwalts Dr. jur. Alfred Eisenstädt über die Abänderungen der Kostengefeße Deputation denn auch in der Erwägung, daß Vorsicht der bessere( Gerichts- Notariats- Stoftengesets, Reichs- Gebührenordnung, Gesetz enthaltend Teil der Tapferkeit ist, den Beschluß über die Tafel auf, lehnte im die landesgesetzlichen Borschriften über die Gebühren der Rechtsanwälte usw.). übrigen aber das Anfinnen des Magistrats, ein neues Projekt vor- Karten stellt der Verein durch seinen Vorsitzenden, Bureauvorsteher Otto zulegen, ab und hielt die am 21. März gefaßten Beschliffe aufrecht. Naundorf, hier, Jägerstr. 58, I, zum Preise von 1 M. jedem Jnteressenten zur Verfügung. Der Unterricht in der Fachschule für Schuhmacher beginnt in der technischen Klasse Sonntag, den 22. April, vormittag 9 1hr in der Aula des Schulhauses Albrechtstr. 20. Daselbst wird Unterricht erteilt im Zu schneiden, Herrichten der Leisten nach Maß, Abgipfen von Füßen, Leder Der Unterricht in der Buchführung, Zeichnen und den Elementar: fenntnissen beginnt am Montag, den 23. April, abends 8 Uhr, Niederwall: straße 6.. und Warenkunde. Die neuen Gemeindeschulhäuser in der Wilms- und in der Glogauerstraße sind am Donnerstag früh in Benugung genommen worden. Ju beiden Gebäuden waren noch am Mittwoch zahlreiche Arbeiter damit beschäftigt, die letzte Hand aus Werk zu legen, und namentlich in der Wilmisstraße wichen die Maler mir langfam den mit Besen, Bürste und Lappen anrückenden Scheuerfranen. Die Schulhäuser sind die ersten, die nach den Plänen des Stadtbaurats Hoffmann ausgeführt sind. Das Doppel- Schulhaus in der Wilmsstraße hat die 28. und die 217., das Doppel- Schulhaus in der Glogauerstraße die 219. und die 232. Gemeindeschule aufgenommen. Von einem schweren Verlust ist, wie erst jetzt bekannt wird, der in Arbeiterkreisen wohlbekannte Ruderverein Vorwärts" betroffen worden. Am zweiten Feiertag nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr fenterte auf dem Tröbelsee bei Kezin der Doppelvierer " Brüderlichkeit", der von Brandenburg a. H. nach Berlin auf der Rückfahrt begriffen war. Hierbei fand leider ein braves Mitglied Feuerbericht. Ein großer Dachstuhlbrand wütete Die öffentliche Lesehalle der deutschen Gesellschaft für ethische Kultur in der Neuen Schönhauserfir. 13 hat soeben ihren Jahresbericht für das Jahr 1899 herausgegeben. Er weist von neuem eine Steigerung in der Bennigung der Anstalt in den Mittag und Abendſtunden auf, an Wochen wie an Sonntagen. Die Zahl der Besucher hat sich von 89 101 im Vor jahre auf 95 120, die der Buchbeizungen von 29 531 auf 34 626 gehoben. Den Besuchern ftchen 35 politische Zeitungen aller Parteirichtungen, 52 Fach blätter und 48 beffetristische Zeitschriften, ferner eine Bibliothet von 3497 Werfent in 5787 Bänden zu Gebote. Dermischtes. 75 Ueber das Unglück bei Rüdesheim, über das wir gestern berichteten, gehen uns aus Bingen folgende Einzelheiten zu: Der Rheingauer Verein Theologia" hatte, wie alljährlich, am 3. Ostertage einen Kommers. Er fand in diesem Jahre in Bingen statt. Gegen 10 Uhr abends wollten einige Teilnehmer, zu denen sich noch andre Personen gesellten, so daß im ganzen 22 waren, sich über den Rhein nach Nüdesheim setzen laffen. Der Schiffer nahm dazu aber ein Boot, das reparaturbedürftig und nur für 22 Personen geaicht war. Mitten auf dem Rhein bei Azmannshausen bekam das Boot ein Leck und drohte unterzugehen. Darob entstand eine große Panit und 20. Personen stürzten sich in größter Angst ins Wasser, vielleicht in der Absicht, schwimmend das Ufer zu erreichen; zwei blieben auf dem Nachen und wurden gerettet; zweien gelang cs thatfächlich, das Ufer zu erreichen. Eine der beiden war der Echiffer. 18 Personen tamen elendiglich inn. Die Ihre Leichen waren bis Mittwochabend noch nicht gelandet. der aus Breslan ist Verunglückten stammen bis auf einen dem Bezirk Nassau und sind zumeist Theologen. Auch eine ganze Familie aus Winkel- Mann, Frau, Kind und Kinderfräulein ertrunken. Ein Arzt aus Rüdesheim war ebenfalls im Begriff, mit seiner Frau das Unglücksboot zu besteigen, doch fuhr dieses schon ab, als er sich bemühte, seinen widerstrebenden Hund auf das FahrDer zeug zu bringen. Dieser Zufall rettete ihn das Lebent. Schiffer ist verhaftet worden. Bier Arbeiter verunglückt. Der Köln. Boltsztg." zufolge find beim Löschen eines holzbeladenen Schiffes der Firma Albert einer schwer, einer leicht verlegt. atte ift und zwei Brüder Posahl, konuten sich retten. Die Leiche des Ver- durch das Dach des Vorderreiche boten. Durch starke Ber: Maßen in Duisburg vier Arbeiter verunglückt. Zwei find tot, Die neue Uferstraße zwischen Waisen und Jannowig- Brüde ist jest, nachdem die Pflasterung des Dammes beendet worden ist, auch für den Fahrverkehr freigegeben worden. Die neue Straße ist noch ohne Namen. Der Bildhauer Stammberger, der mit seiner Wirtschafterin Hedwig Scholz unter dem Verdacht, das von der Scholz geborene Zwillingspaar in Gemeinschaft mit der Scholz ermordet zu haben, verhaftet worden war, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Stammberger stellte jede Schuld in Abrede und machte geltend, daß er die Scholz nicht verführt haben könne, da er sie im November überhaupt erst feunen gelernt habe. des Vereins, der 21 Jahre alte Schriftseger Ernst Silberschmidt in der Nacht zum Donnerstag in der Liegnigerstr. 38 und beschäftigte aus Rigdorf, seinen Tod in den Fluten. Die übrigen Nuderer, Jank die Wehr mehrere Stunden. Kurz nach 11 Uhr schlugen die Flammen die rapide ausbeiteten, da ihnen unglückten ist noch nicht gefunden worden. die gefüllten Bodenkammern qualmung wurde der erste Löschangriff sehr erschwert, zumal man Zum Konizer Mord wird dem Berl. Tagebl." aus Krone anfangs nicht an den eigentlichen Brandherd herankommen konnte. So tam es, daß fast der ganze Dachstuhl eingeäschert wurde. berichtet: Für die Aufflärung der vielbesprochenen Mordaffäre, deren Opfer Mehrere Mieter erleiden starke Verluste, da sie bei dem am 1. April erfolgten Umzug der bezüglichen Versicherungsgesellschaft der Gymnasiast Winter in Stonig geworden, dürften vielleicht die teine Meldung von dem Wohnungswechsel erstatteten und daher Wahrnehmungen des hiefigen Händlers und früheren Müllers Albert keinen Anspruch auf Schadensersatz haben. Verschiedene Mieter sind Stadtle von Interesse sein, die dieser der Behörde mitgeteilt hat. überhaupt nicht verfichert. etwa drei Tage nach dem Konizer Mittwochabend explodierte am Stralaner Bei Radtke erschien danach Blag eine Petroleumlampe, wobei der Arbeiter Kluß so schwere Ver- Morde mit der Bitte um Unterstügung ein Handwerksbursche, der legungen erlitt, daß er im Krankenhaus verstarb. Kurz vorher sich insofern als Berufsgenosse des Radtte vorstellte, als er in Brechlou waren Stralsunderstr. 52 und Bülowstr. 57 fleinere Wohnungs- die Müllerei erlernt und dann, als diese ihm nicht mehr behagte, in brände abzulöschen. Schönhauser Allee 164 brannten in einer Schlochau in ein Geschäft eingetreten fein wollte. Der Mann bat In der Medenwaldschen Mordsache hat die Kriminalpolizei Spinnerei Feft und Gewebe und Wilhelmstr. 21 leere Fässer und Herrn Radtke, ihm lieber etwas Effen als Geld zu geben, seit drei Tagen hätte er nichts Ordentliches zu sich genommen. Dann in Verfolgung ihrer ersten Spur gestern die Verhaftung des Gerümpel. wollte er von Herrn Radtke cinen reinen Kragen, da der feinige Tischlermeisters Gluth und seiner beiden jüngsten Aus den Nachbarorten.. ihm nicht mehr sauber genug erschien, um einem hier wohnenden Söhne, Max und Georg, vorgenommen, von denen der erstere Schlossergeselle ist. Kriminalbeamte erschienen früh um 51/2 Uhr in Charlottenburg. Die Zahl der Medizinalbezirke wird Berwandten einen Bejuch zu machen. Herr Radtte gab ihm einen der Gluthschen Wohnung, hielten Haussuchung und nahmen dann die vom 1. Mai von 10 auf 12 vermehrt. Stadtärzte sind die Herren Stragen. Als der Mensch sich diejen mbinden wollte, bemerkte Verhaftung des Vaters und der Söhne vor. Der Tischlermeister Dr. Feilchenfeld, Spandauerstr. 7( Bezirk 1 und 2), Namm, Herr N., daß der Anzug des Bettlers über und über mit Gluth ist damit zum erstenmal in die Affäre gezogen, während seine Magazinftr. 8( Bezirk 3 und 5), Herms, Potsdamerstr. 14( Bezirk 4 Blut beiprizt war. Auf die Frage des Herrn N., woher das Söhne bekanntlich schon am ersten Tage, an dem die linthat bekannt und 4a), Nathan, Wilmersdorfe,& after, Berlinerfit. To( Be- fich in Bromberg beim Holzhauen am Kopf verlegt hätte und ging 27( Bezirk 6 und 7), Jacobi, Blut auf den Anzug gekommen sei, antwortete der Mami, daß er tvurde, verhaftet, später aber wieder freigelassen wurden. Die Berlinerstr. 126b( Bezirk 11 und 14), Kriminalpolizei bleibt nach wie vor bei der Annahme, daß der zirk 8, 9, 10), Reinhardt, Kaiser Friedrichstr. 49/50( Bezir! 12, fofort weiter. Wie„ Der Gesellige" aus Konig meldet, wurden Thäter ein Tischler gewesen sein muß, da ein feines Stemmeisen, 12a, 12b), Brandt, Krummnestr. 41( Bezirk 13, 13a), enier, zweihundert Reservisten dort einquartiert. ein sogenannter Stechbeutel, wie er zum Tischlerhandwerkszeug ge- Berlinerfir. 123( Bezirk 15, 16, 17). Dittmer, Ritefebedjtr. 1 größere Erzesie befürchtet werden, wurde polizeilich angeordnet, daß hört, bei der Leiche gefunden wurde. ( Bezirf 18, 18a, 19), Landsberg, Schlüterstr. 67( Bezirk 19a, 20), alle Echantstätten um 8 Uhr abends zu fliegen haben. Auf der Straße vom Tode ereilt wurde gestern vormittag ein rant, Wittenberg- Plaz 3( Bezirt 20a, 20b, 21, 21a, 22). Mann in den vierziger Jahren. Er brach vor dem Hause Ueber denumfang der Thätigkeit der Armen verwaltung im Jahr 1899/1900 geben folgende Zahlen Aufschluß. Dorotheenstraße 26 plötzlich zusammen und starb auf dem Hausflur. Es gingen im ganzen ein 3276 Gesuche( im Vorjahre 2483). Aus auf den Bassanten ihn trugen, nach wenigen Minuten. Man glaubte Anlaß dieser Gesuche sind Unterstützungen oder Pflegegelder bewilligt in ihm einen Tischler Kunze ans der Lehrterstraße zu erkennen, fonnte ihn aber mit Bestimmtheit nicht feststellen. Die Leiche wurde nach in 2385( gegen 1653) Fällen, abgelehnt in 475( gegen 423) Fällen, erhöht in 356( gegen 371) Fällen, gestrichen in 60( gegen 36) Fällen. dem Schauhaus gebracht. Die höchste Zahl der Gesuche( 587) lief im Monat Dezember ein, die niedrigste( 177) im Juli. der er als Gebühr zu Da Bergrutsch. In Niederöls fezte sich der Abhang des Brandelberges in Bewegung. Das Nutschterrain umfaßt eine Fläche von etwa zehnt Heftar. Sicherungsarbeiten sind vorgenommen worden. Es ist Gefahr vorhanden, daß bei anhaltendem Regenwetter das Rutschterrain in die Elbe hineinstürzt, was eine bes deutende Rückstauung des Wassers verursachen und die Häuser bedrohen würde. " Witterungsübersicht vom 19. April 1900. morgens 8 1hr. Barometer stand ma richtung Wind: Windstarte 777 WSW Wetter NW 2 moltig 2bedeckt 2wolfent Temp. n. 6. 6° 6.4" N. Stallonen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 2.= 4° N. 11 12 2wolfent 7 Aus Budapest, 19. April, wird berichtet: Der bekannte Der in Untersuchungshaft genommene Subdirektor Schachipieler Nudolf Charonjet ist heute nachmittag in Tetenh Kowalski, dem in seiner Eigenschaft als Bevollmächtigter einer Rigdorf. Die Stadtverordneten- Bersammlung betraute in ihrer an Lungenschwindfucht gestorben. Lebens- Versicherungsgesellschaft mehrfache Betrugsfälle zur Last ge gestrigen Sigung eine Kommiffion mit den Vorbereitungen zur Neu- Ein Schiffsunglück wird von der oftafrikanischen Küste gelegt werden, iſt jetzt für geistestrank erklärt worden. Er wurde nach vildung der gemischten Deputationen. Dieſe ſelbſt ſollen in Zukunft meldet: Der der Hamburger Rhedereifirma Wm. O'Swald gehörige der Frrenanstalt Dalldorf zur weiteren Beobachtung gebracht. nicht für das Rechnungsjahr, sondern für das Kalenderjahr nieder- Dampfer 3anzibar" ist bei Mombasa an der Küste von Osts Liebesdrama. Im Tannengehölz Eidelstedt Altona hat ein gesetzt werden. Die Polizeitosten für die Zeit vom 1. November afrika gestrandet. Das Schiff wurde von einem italienischen KriegsLiebesdrama seinen Abschluß gefunden, dessen Heldin die Komptoiristin 1899 bis Ende März 1900 in Höhe von 24 226 M. erkannte fchiff abgebracht und ist anscheinend dicht geblieben. als richtig berechnet an. Die durch die Gertrud Hämpler aus Berlin ist. Das Mädchen war mit die Versammlung ihrem Geliebten, einem Studenten der Philosophie, nach Altona ge- Zahlung der Summe erforderlich gewordene lleberschreitung des Etats Der bereits beschlossenen tommen, um gemeinsam mit ihm zu sterben. Nach der Aussage der pro 1899 wurde ohne Debatte genehmigt. Schwerverlegten feuerte der Student aus einem Revolver einen Gebührenordnung für die Benutzung der Kanalisation hat der Schuß auf sie ab und tötete sich dann selbst. Das Mädchen befindet Bezirisausschuß wegen einzelner Punkte die Zustimmung verfagt. Stationen sich im städtischen Krankenhaus Altona; die Leiche des Studenten ist Der Magistrat hat die entsprechenden Abänderungen bewirkt und bisher nicht aufgefunden worden. Die Verwundete weigert sich den schlägt vor, die Ordnung für 3 Jahre zu genehmigen. Stadtv. Namen des Studenten zu nennen. Gröpler widerspricht der Bindung auf drei Jahre, ebenso 3 aparanda 758 Still Schnee Es Swinemde 775 ( Soc.) und Stadiv. Stadtv. Reserau Raymig. 5 Petersburg Den Automobilismus behandelte gestern Ingenieur 3 echlin wurde beschlossen, die Genehmigung für 3 Jahre mit Hamburg Berlin 6 Cort 776 OSO 4heiter in einem in der Urania gehaltenen Vortrage, der mit einer der Maßgabe zu erteilen, daß Wiesbaden 776.9 den 776 2 heiter 10 Aberdeent 773 WSW 1eiter hübschen Plauderei über die Geschichte der Motorfahrzeuge eingeleitet hebende Prozentiaz alljährlich festgesetzt wird. Der Diagistrat München 776 NO 2 wollig 3 Paris 776 NO 5 773 NNW 3Regen wurde. Schon das klassische Altertum betam einen Borgeschmack von unfrer heutigen Benzine, indem der Alexandriner Heron 100 v. Chr. beantragt, zu genehmigen, daß die den Etatsanjaz von 200 000 M. Bien überschreitenden Ueberschüsse der Gasanstalt pro 1899 zur Bildung Wetter Prognose für Freitag, den 20. April 1900. ein mechanisch getriebenes Vehikel gebaut haben soll. Später be- eines Reserve- und Erneuerungsfonds für die Gasanstalt verwendet Etwas wärmer, bei mäßigen westlichen Winden und zunehmender Bes faßte Newton sich mit der Idee des Automobilismus und auch werden. Ferner beantragt er, ihm ans diesem Fonds 10 000 M. wölkung; keine erheblichen Niederschläge. französische Artillerie- Offiziere konstruierten um die Mitte des 18. Jahr Verfügung zu stellen, damit er die Koſten deden kann, Berliner 3 etterbureau. hunderts für militärische Zwede Motorfahrzeuge. Echlimm erging es welche durc die Vorarbeiten zur Versorgung der Stadt den Erfindern zu Anfang des 19. Jahrhunderts in dem sonst in mit elektrischer Energie entstehen. Insbesondere wünscht jeder Beziehung dem industriellen Fortschritt zugethanen England. der Magiftrat das Bezahlung eines Sach Ein 1830 erlaffenes Gesetz beschränkte die Fahrgeschwindigkeit der verständigen. Es soll später aus andren Fonds oder aus den wenigen für den Straßenverkehr eingerichteten Dampfwagen auf vier Ueberschüssen der späteren Elektricitätsanlage zurückgezahlt werden. Kilometer die Stunde, und ordnete außerdem an, daß dem Wagen Die Versammlung ſtimunte der Vorlage zu.an 2. 66. Schönheitsfehler an den Beinen. Leichte Krümmung der auf hundert Meter ein Mann mit einer roten Fahne vorangehen Auf einen dringenden Antrag des Stadtv. Abraham wurde noch fleinen Zinger. Schschärfe normal. müsse. Erst zu Anfang der neunziger Jahre begann sich eine beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, er möge vor Erteilung Al. D. Sie meinen wahrscheinlich den Verein zur Berpflegung und eigentliche Motorinduſtrie zu entwickeln. Mit anschaulicher Klarheit der Zustimmung zu Polizei- Verordnungen die unterfügung armer Wöchnerinnen, von dem Frau Meißner, Gneisenaufeste Herr Zechlin an der Hand einer Anzahl Lichtbilder die Vor- Stadtverordneten Versammlung darüber hören. fraße 6, Bezirksvorsteherin ist. Der Berein freut den Wöchnerinnen zehn züge und Nachteile der verschiedenen Motorfahrzeuge, insbesondere der Benzinmotoren und Elektromotoren, auseinander. Lettere, die Bürgermeister Voigt glaubte schon jetzt das weiteste Entgegen- Tage lang Suppen zur Verfügung; daß er auch Pflegerinnen stellt, ist uns kommen des Magistrats versprechen zu können. 193 nicht belaunt. Ebenfalls wissen wir nicht, ob Ihre zweite Frage zu be: bekanntlich durch Accumulatoren gespeist werden, können nur für Aus Groß- Lichterfelde berichtet man uns: Eine Oster- leber- jahen it . St. Die 50 000 m. für den Besuch der Pariser Weltausstellung 70 Kilometer Triebfraft bergen und sind daher bis jetzt auf einen regelmäßigen Verkehr zwischen solchen Ortschaften beschränkt, raschung angenehmster Art wurde den hiesigen Steuerzahlern in werden nur an folche Beanite und Arbeiter verteilt, die in städtischen wo ihnen stets neue Kraft zugeführt werden kann. Die Gestalt einer bedeutend höheren Einschätzung zur Staats- Einkommen- Diensten stehen. Auf Frage 3 folgt in den nächsten Tagen die Antwort. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Geld zur Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. G. K. 14. Richter, Grüner Weg 65. 5. H. Bitte, unterrichten Sie sich durch einen Bostbeamten darüber.