№ 14. Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten und Buchhandlungen des In- und Aus: landes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, F. Thiele, Emilienstraße 2, Mittwoch, den 15. Februar.' Der Volfsstaat 1871. Abonnementspreis Für Preußen incl. Stempelfteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 gr. per Quartal. Agent für London A. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Filialerpedition für die Berein Staaten: F.A.Sorge, Box 101 Hoboken N.J. via Newy. Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. Abonnementseinladung. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir noch immer Abonnements auf das ganze laufende Quartal annehmen und sämmtliche seit 1. Januar erschienenen Nummern nach liefern. Außerdem. nehmen wir für Leipzig und Umgegend, sowie in unsern Filialexpeditionen Abonnements für die Monate Februar und März zu dem Preise von 8 Gr. an und liefern bei solchen Bestellungen ebenfalls die seit 1. Februar erschienenen Nummern nach. Die Expedition. Wahl- Angelegenheiten. 10. Sächs. Wahlbezirk. Adressen für Wahlangelegenheiten des 10. Wahlbezirks: Robert Naate und Moris Keller in Siebenlehn. 12. Sächs. Wahlbezirk. Leipzig, 13. Februar. Zur Beförderung der Wahl Bebels hat sich hier eine freie Bereinigung unabhängiger Bürger" gebildet, an deren Spize Advocat Otto Freytag hierselbst steht. sogenannte politische Verbrecher im Kerker schmachteten, sind uns wiedergegeben, sind frei. ,, Sie sind zwar nicht durch einen nochmaligen Richter spruch, wie es im Interesse des Staates gewünscht wurde, sondern durch einen ,, Gnadenakt" der Freiheit wieder theilhaftig geworden; allein gewiß wird Niemand, er darf von der Gnade halten, was er will, verkennen, daß es hier im Interesse der sozialdemokratischen Partei lag, mit Hintansetzung aller Bedenken rasch das Gebotene zu ergreifen. Rollin, Delescluze, Lefèvre- Roncier, mehrere Schriftsteller und Advokaten, einige Kaufleute und Fabrikanten. Der Bund hat den Zweck, die Nationalvertheidigung zu beflügeln, und, nach der Vertreibung der Fremden, die eine und untheilbare Repu= blik zu begründen. Der Bund behält sich die Vereinigung mit anderen gleichdenkenden republikanischen Gesellschaften vor, und erläßt an die Departements die Aufforderung, durch Klubs mit ihm in Korrespondenz zu treten. Als Grundlage ihrer Verfassung wird von der republikanischen Vereinigung die alte ,, Wir fragen nicht nach dem ,, Wie", sonde.n freuen Formel der Voreltern, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichuns über die Thatsache und blicken zuversichtlicher in die Zu- keit, angenommen. Die untheilbare Republik baut sich auf kunft. Der Kampf für unsere Prinzipien wird wieder gewal- dem allgemeinen Stimmrecht auf. Die Nationalversammtiger entbrennen, wenn so viele kräftige Kämpfer neugestärkt in die Reihen treten, denen sie seinerzeit entrissen wurden." Uns hier ,, im Reich" der frommen Sitte ist die Freiferer Freunde in Leipzig und Braunschweig! gebung ein gutes Vorzeichen für die baldige Freiwerdung unlung bestimmt über die Exekutivmacht, wählt dieselbe, und hat das Recht, sie zu verändern. Die Munizipal-( Gemeinde-) räthe gehen ebenfalls aus dem allgemeinen Wahlrecht her= vor, und haben allein die Befugniß, die Maires so wie deren Beigeordnete zu ernennen oder abzusetzen. In derselben Weise Die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses gestalten sich die fleineren Kommunen. Alle Berwaltungsför in verflossener Woche sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerth. perschaften berathen in öffentlicher Sigung. Das GrundDie in Nordschleswig wiedergewählten Abgeordneten AHL= element der Rechtspflege bilden die Schwurgerichte; das mann und Kryger weigerten sich, wie schon mehrmals früher, Prozeßverfahren ist öffentlich in allen seinen Theilen. Die den preußischen Unterthaneneid zu leisten, weil ihnen und ihren richterlichen Beamten werden gewählt, und ihre AmtsWählern durch den Prager Frieden die dänische Nationalität dauer wird durch ein Gefeß vorgezeichnet. Sämmtliche garantirt sei. Das Abgeordnetenhaus( einschließlich der Fort- Beamte find verantwortlich; sie können von jedem Bürger schrittspartei) beschloß wie früher, das Mandat der Eidver- vor den gewöhnlichen Gerichten wegen Amtsüberschreitung zur weigerer für ungültig zu erklären. Man machte für diesen Rechenschaft gezogen werden. Die Kirche ist vom Staate geBeschluß namentlich fortschrittlichecseits folgenden Grund gel- trennt, alle Auflagen zur Erhaltung der Kirchen und zur Betend: Entweder sind die Eidverweigerer und ihre Wähler wie feldung der Geistlichen, sie mögen departementaler oder kom= sie behaupten, Dänen, dann gehören sie nicht in den preu munaler Natur sein, sind abgeschafft. Die religiösen Körperßischen Landtag. Oder aber sie sind Preußen, dann müssen schaften sind aufgehoben. Der Unterricht ist weltlich und liegt sie den Eid leisten. Das ist aber Sophistit, und man hat durch dem Staate ob. Der Elementarunterricht wird unentgeltDer Gegner unseres Kandidaten Liebknecht im 19. Be- die Ausstoßung nur bewiesen, daß man die Nordschleswiger nicht lich ertheilt und für obligatorisch( zwangsweise für Alle) zirk ist der Advokat Winkwitz aus Dresden, der persönlich zu Deutschen machen kann, aber auch nicht Dänen bleiben lassen ertlärt. Der höhere Unterricht ist ebenfalls unentgeltlich, ein ehrenwerther Mann sein soll, dessen Bedeutung als Politi- will, daß man also den Prager Frieden auch nach dieser Seite aber fakultativ( freiwillig). Die Freiheit der Presse ist unfer und als Redner aber vollständig Null ist. Er stand schon hin verletzt und dadurch die Keime eines neuen Krieges in beschränkt, an fein fistalisches Gesetz gebunden. Das Verim ersten Wahlkampfe Liebknecht gegenüber, und siegte bei der den Boden des deutschen Kaiserthums steckt. Ook sammlungs- und Vereinigungs- echt gilt ohne Begrenzung; 16. Sächs. Wahlbezirk. Alle Briefe und Sendungen für Chemnitz sind zu addressiren: Ernst Knof, Chemnitz. Brühl 22. 3 Treppen. 19. Sächs. Wahlbezirk. Stichwahl gegen Lippe durch den starken Einfluß, den Liebknecht Weiter bezeichnend sind die Verhandlungen der preuß. es ist das einzige Mittel, welches der Minderheit die Möglichzu seinen Gunsten geltend machte. Heute ist Minkwitz mit Abgeordneten über das Gesetz, betreffs des Unterstützungs- teit verschafft, ihre Ansichten zu entwickeln. Die stehenden jeinen damaligen Gegnern, den ,, Biedermännern", gegen Lieb- wohnsizes ein Ausführungsgesetz zu dem für den Nord- Heere werden aufgelöst; es giebt nur eine National- Miliz, knecht verbündet. Es gilt von ihm das Sprüchwort:„ Ein bund in Kraft getretenen Prinzip der Freizügigkeit. Der und diese besteht aus allen waffenfähigen Bürgern. Die miliguter Mensch, aber ein schlechter Musikant." Dagegen hat er§ 1. der Vorlage lautet: tärischen Grade, bis zum Bataillonschef hinauf werden durch im Bezirk eine zahlreiche Gevatterschaft und Kundschaft. Die Blätter veröffentlichen einen Briefwechsel zwischen Herrn Minkwitz und Dr. Walster, dem Schwager seines Bruders, in welchem Walster, als Freund Liebfnechts, Herrn Weint wit bittet, nicht persönlich im Wahlbezirt als Gegner des Gefangenen aufzutreten, damit er( Walster) nicht genöthigt sei, im 19. Wahlbezirk für Liebknecht und gegen Winkwiz persönlich zu agitiren. Minkwiz antwortete, daß er dies nicht beabsichtige, und fügte einige Schmähungen gegen unsere Partei und unseren Bertreter hinzu. Walfter antwortete nun wiederum seinem Schwager, indem er sich bedankt. Wahlbezirk Augsburg. 11 Jedem hilfsbedürftigen Deutschen ist von dem zu seiner Unter- Wahl ertheilt. Das Budget unterliegt einer erheblichen Verfüßung verpflichteten Armenverbande Obdach, der unentbehrliche Lebens: minderung. Alle Steuern werden allmählich in eine einzige unterhalt, die erforderliche Pflege in Krankheitsfällen und im Falle umwandelt. Konsumsteuern und Arbeitssteuern, alle Steuern, seines Ablebens ein angemessenes Begräbniß zu gewähren. „ Die Unterstützung fann geeigneten Falles, so lange dieselbe in welche die Produktion hemmen, werden sofort abgeschafft. Anspruch genommen wirb, mittelst Unterbringung in ein em Die Monopole und Privilegien fallen weg, ebenso die Adelstitel. Armen- oder Krankenbauſe, ſowie mittelst Anweisung der Die Staatsschulden müssen allmählig getilgt, sie dürfen durch beträften bes Hilfsbedürftigen entsprechenden Arbeiten gewährt teine neue Anleihe vergrößert werden. Man muß sofort werden, u. s. w. Nasse und Genossen beantragten an Stelle des zweiten auf den sozialen und ökonomischen Gebieten, sowie in Satzes folgende Worte einzuschieben: der Kreditgesetzgebung zu Reformen schreiten, die dem Arbeiter den vollen Gewinn seiner Arbeit sichern. Endlich der letzte Artikel: Jeder Eroberungskrieg wird verworfen, jedoch ohne daß es jemals erlaubt sein soll, mit dem Feind in Unterhandlung zu treten, so lang er den geheiligten Boden des Vaterlandes mit Füßen tritt." Das sind die Grundzüge der Republik, die sie allenthalben Der Hilfs bedürftige hat sich für die Dauer der Unterstützung in seinen wirthschaftlichen Verhältnissen der Aufsicht und Leitung Wir glauben betonen zu müssen, daß dieses Vorgehen ein ber die öffentliche Armenpflege verwaltenden Behörde zu unterwer reiner Privatakt Walsters war, der der Partei in feiner Weise ten des Hilfsbedürftigen entsprechenden Arbeitsleistung sowie an den fen. Dieselbe kann die Unterstützung an die Bedingung einer den Kräfzugeeignet werden kann. Andere Parteigenossen z. B. sind der Eintritt in ein Arbeits, Armen- oder Krankenhaus knüpfen." Meinung, daß das persönliche Auftreten Wis. der Kandidatur Herr Nasse motivirte diesen Antrag folgendermaßen: Liebknechts nur förderlich sein tönnte. Speziell bedauern Wenn ich der Behörde im zweiten Theile meines Antrages die durchsetzen müssen, der Republik in dem weiten und brüderwir, daß Herr Minkwitz aus Walsters Brief eine persönliche Befugniß zuerkennen will, die Unterstützung von dem Eintritt in ein lichen Sinne der Vereinigten Staaten von Europa"( EtatsBedrohung, für den Fall seines Auftretens im 19. Bezirk, ent- häuſer als ein Hauptmittel zur Verhütung der großen Gefahren an- Unis d'Europe). Vielfach hat man im Süden diesen Aufruf Arbeitshaus abhängig zu machen, so geschieht es, weil ich die Arbeitsnehmen zu dürfen glauben fonnte. Es lag eine solche Drohung fehe, wel he mit der gesetzlichen Verpflichtung zur Unterstützung aller mit Freuden begrüßt. Das ist die Koalition unter den Regewiß ebensowenig in der Absicht Walfters, als sie den ehren- Hilfsbedürftigen verknüpft sind. Sie sind ein Prüfungsmittel für wirk- publikanern" sagt ,, Le Progrès" das Blatt der republikahaften und demokratischen Gesinnungen und Gewohnheiten der liche Noth; ein Zuchtmittel für zweifelhafte Armen. Es ist gut, nischen Ultras in Lyon. Konzentration, das ist die preu Wähler des 19. Wahlbezirks entspräche. daß dem Armen, der die öffentliche Unterstüßung in Anspruch nimmt, gesagt wird: Du trittst damit in ein Abhängigkeitsverhältßische Tattit, und das ist die rechte. Hätten sie nur unsere niß! Nur so fönnen wir die Einflüfterungen jener Parteien ent- Generale häufiger in der Praxis angewandt." In allen Städten fräften, welche an der Entfremdung der befizenden und besiglosen Klaf und Dörfern müßten diese Grundsätze verbreitet werden, dann Augsburg 6. Febr. Auf Vorschlag des sozialdemo- sen ein Interesse haben und den letzteren sagen werden: Ihr braucht sei über den Ausfall der fünftigen Wahlen kein Zweifel. In fratischen Arbeiter- Wahlkomitees haben die am 4. Februar zu terſtügung." nicht zu arbeiten und zu sparen; ihr habt Anspruch auf öffentliche Un- Toulouse hat bereits ein Kongreß der republikanischen Presse Augsburg und am 5. Februar zu Oberhausen stattgefundenen Herr Becker( Dortmund) beruhigte seinen Kollegen durch stattgefunden, der sich entschlossen hat, für die Artikel des Bun Volksversammlungen beschlossen, den Bürger Jakob Franz, Schrift das Bemerken, daß dessen humaner Vorschlag ja schon völlig des von Paris Propaganda zu machen. Man wird sich sezer und Redakteur des Arbeiterblattes: Proletarier", als in der Vorlage enthalten und blos nicht so plump heraus- also auf ein kräftiges Hervortreten dieser Partei gefaßt machen Reichstags- Kandidaten für den hiesigen Wahlbezirk aufzustellen, gesagt sei: Nasse sah dies ein und zog seinen Antrag zurück, fönnen." nachdem derselbe in diesen und zwei vorhergehenden, polizeilich worauf die Regierungsvorlage angenommen wurde. Die Wahlen im Elsaß und Lothringen hat in letzter aufgelösten Volksversammlungen seine politischen und sozialen AnBschopau und Wiesenburg, der Stock und die ,, schwarze Stunde die kaiserliche deutsche Regierung gestattet, vermuthlich fichten ausführlich und freimüthig dargelegt hatte. Das Komitee Suppe" im Haus des Schreckens, das ist die deutsche im Glauben, eine eifrige Wahlagitation der kaiserlich deutschen fordert alle Wähler dieses Wahlbezirkes auf, sich durch Besuch Freizügigkeit;" die haben wir schon lange, und dazu be- Präfekten werde, statt republikanischer, deutsch- kaiserliche ,, Boltsder weiteren Volksversammlungen, in denen Bürger Franz Jeder durfte es weder des Brudermordes von 1866, noch des Kaiser- vertreter" aus der Wahlurne hervorgehen machen. An Beein= mann Rede stehen wird, ein selbständiges Urtheil über dessen friegs von 1870. flussung der Wahlen in diesem Sinne hat es nicht gefehlt. Ansichten und Vertrauenswürdigkeit zu bilden, und von jedem anderen Kandidaten zu verlangen, daß er ebenfalls vor der 3wischen der Wahlverfügung und der Wahl selbst lagen nur wenige Tage, die eine Verständigung der republikanischen Wähler Deffentlichkeit seinen Standpunkt als Volksvertreter kundgebe, so ferne er auf diesen Namen Anspruch machen will. In Lyon stehen die schroffsten Gegensätze gegenüber: ungemein erschwerte. Wahlversammlungen waren nicht eine Partei der Rothen und eine legitimistische( kaiserliche) gestattet; ebensowenig das Anschlagen von Plakaten. An= Partei. Die Rothen haben sich organisirt auf Grund eines derseits verbreiteten die von Preußen eingesetzten oder geduldeten Programms, welches ihre Gesinnungsgenossen vor etwa drei( kaiserlich und pfäffischen) Munizipalbeamten Millionen von Wochen haben ausgehen lassen. Da die Proklamationen, welche Wahlzetteln mit faiserlichen Namen. Und trotz Alledem: was Die frohe Botschaft aus Wien von der Freilassung un- die Pariser Revolutionäre veröffentlicht, einschließlich des letzten war das Ergebniß der Wahl? Lauter Männer wurden serer österreichischen Inhaftirten hat selbstverständlich in ganz Aufruhrplafats, das zur Verhaftung einiger Führer Anlaß gab, gewählt, die da wollen, daß Elsaß und Lothringen bei der franDeutschland, besonders aber unter den Arbeitern des von ,, Deutschen sich nur auf die speziellen Pariser Zustände bezogen, so hat zösischen Republit verbleiben, darunter Gambetta! Wenn Staatsmännern" an das Ausland verrathenen Bruderstammes, ienes Programm eine nicht geringe Wichtigkeit, weil es sich das unter den Augen der deutschen Heerführer geschicht, was große Freude hervorgerufen. Das Wiener Parteiorgan ,, Volks- zum ersten Mal über die gesammten politischen Prinzipien der werden Elsaß und Lothringen für Deutschland sein, wenn man fozialen Partei verbreitet. Ein Bund, der sich die ,, re- sie sich selbst überlassen muß, oder gar, wenn man sie braucht? ,, Nach langer, trüber Zeit endlich einmal ein sonniger publikanische Vereinigung( l'alliance républicaine)" Ein deutsches Irland, ein zweites Poken! Und dafür der Tag! nennt, ist von 49 Mitgliedern der extremen Partei gestiftet Strieg von Sedan bis heute! ,, Unfere braven Parteigenossen, welche monatelang als worden. Unter den ersten Unterzeichnern findet man Lebruwille" schreibt: " 1 Politische Uebersicht. das Programm der äußersten Linken berichtet: Aus Versailles wird der ,, Allg. 3tg." Folgendes über Der„Berliner Sozialdemokrat", Organ des Herrn von Schweitzer, schreibt: „Die Eise» acher Vo lksparteiler haben von ihren Füh- rem, deren Hauptmalador bekanntlich der noch vor Kurzem für konservative Blätter schreibende Literat Dr. Walster ist, folgende Parole er- halten, in Bezug auf ihr Verhalten gegenüber den Kandidaten des Allg. deutsch. Arb.-Vereins: lieberall dort, wo ein Kandidat des Allg. deutsch. Arb.-Vereins Aussicht hat, durchzudringen, haben die Volksparteiler mit allen Mitteln gegen ihn zu agitiren und besonders durch Aufstellung von Gegenkan- didaten zu bewirken, daß der Kandidat des Allg. deutsch. Arb-Vereins nicht in die engere Wahl kommt, sondern daß diese zwischen dein Libe- ralen und Konservativen stattfindet. „In dieser Weise sind die Volksparteiler bereits vorgegangen im ganzen Rheinlande, in Hamburg, in Osienbach und in Berlin; da sie an allen diesen Orteir au Zahl sehr schwach sind, haben sie sich durch- weg aus das Verläumden der Kandidaten gelegt. „Weiter ist die Parole ausgegeben: „Dort, wo der Kandidat des Allg. deutsch. Arb.-Vereins nur wenig Aussicht hat, durchzukommen, soll der Versuch gemacht werbe», die Organisation des Allg. deutsch. Arb.- Vereins zu untergraben. Die Votksparteilcr haben dann unter dem Vorwande: sie verfolgten gleiche Ziele mit den Mitgliedern deS Allg. deutsch. Arb.-Vereins, sie seien von ihnen nur durch die Organisation des letzteren und die leitenden Personen getrennt, scheinbar gemeinsame Sache mit dem Allg. deutsch. Arb.-Verein zu machen, entweder wenn sie schwach sind, für den Kan- didaten des Allg. deutsch. Arb.-Vereins zu stimmen, oder einen K m- promißkandidaten aufzustellen. „In dieser Weise haben die VolkSparteilcr besonders in Sachsen Unfrieden in den Reihen des Allg. deutsch. Arb.- Vereins zu stiften gesucht. „Wir brauchen wohl kein Wort über das jesuitische Gebahren der Volkspartei zu verlieren." Sie haben Recht, Herr von Schweitzer, Sie brauchen kein Wort mehr über uns zu verlieren, weil auch Ihr bisher darin Geleistetes lauter verlorene Worte, aus dein Wind und in den Wind gesprochen sind. Wenn Sie auch noch so ängstlich vermeiden, den„auf Arbeiterkreise berechneten"„Volsstaat" in Ihrem auf Leichtgläubige berechneten Blatt zu nennen, so kennt und liest doch die große Mehrheit Ihres— bis jetzt leider Ihres— Vereins auch den„Volsstaat". Die Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Vereins wissen deßhalb ganz genau, wie w i r Sozialdemokraten— die Sie„Volksparteiler" zu nennen belieben, Sie kleiner Spaßvogel— wie wir uns gegenüber den Arbeiterkandidaten des Allgeincinen Deutschen Arbeiter-Vereins verhalten. Ihre Mitglieder wissen, daß wir sogar solchen Kandidate» unsere Stimmen geben und gerne geben, die Ihren Abhängigkeiisrevers unterzeichnet haben oder unterzeichnen wollen, wie Richter, Lange, Schneider, Wolf u. s. w., weil wir über- zeugt sind, daß Sie dieses Stück Papier vor der Insurrektion des Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Verreins nicht retten wird. Nur Sie wählen wir nicht, weil wir Ihnen nicht trauen, und wenn Sie Ihren Revers auch unterschreiben. Denn Sie könnten ihn vergessen oder verlieren, und zu einem„Manifestationseid" möchten wir Sie nicht kommen lassen. Ihre Mitglieder wissen endlich auch, daß der„Literat Dr. Walster" weder unser„Führer", noch ein„Hauptmatador unserer Führer" ist, aus dem einfachen Grunde, weil wir so unglücklich sind, auf eigenen Füßen zu gehen, nach eigener freier Ueberzeugung zu handeln, und deshalb weder Führer" noch„Hauptmatadore" besitzen, dieses Geschäft vielmehr dW Herrn Literaten Dr. Schweitzer überlassen. Verstanden? Aus Amerika. New-Uork, 2b. Januar 1871. Das deutsche Kaiserreich ist also eingeläutet, oder wie es im sächsischen Idiom heißt, eingelitten. Wohl bekomm's der Sippe!! Und unsere Freunde, sie mögen sich trösten mit dm Lehren der Geschichte über die modernen Kaiserreiche: Frank- reich, Mexico, Hayti. Welcher Raine wird das nächste Mal hinzugefügt werden? Gestern ist die Workingmen Aasembly des Staates New-Uork, eine von den Arbeitergesellschaften erwählte Dele- girtenversammlung, zusammengetreten; doch sind die Berichte noch zu mager, um Mittheiluugcn zu machen. Der unermüd- liche Wm. I. Jessup ist Vorsitzender. Leider hat selbst der früher erwähnte R. W. Aoung wieder Zutritt gefunden. Mehr und Näheres in folgendem Briefe!— Die Chinesenfrage wirb noch lange spielen. Der oberste Gerichtshof des Staates Kalifornien Hai kürzlich entschieden, daß Chinesen kein Zeugniß ablegen dürfen, und s o einen weißen Hallunkeu laufen lassen, der einem armen Teufel von Chinesen all sein Erspartes ge- stöhlen hatte. Das erinnert an die berüchtigte Dred Scott- Entscheidung des obersten Landesgerichts, worin den Schwarzen, Mulatten w. Dasselbe widerfuhr. Der Krieg, d. h. die Rebellion, hat das verwischt, und so wird es auch hier gehen.— Die New-Börker Holzbildhauer machten neulich einen starken Anlauf zur Agitation der sozialen Frage, insbesondere der Ar- bcitszeit, wurden aber leider bald müde und haben die Sache wieder ruhen lassen.— Der Kongreß der farbigen(schwarzen) Arbeiter tagte kürzlich in Washington, beider ist derselbe ungünstig verlaufen. Es ist den Politikern, besonders Hrn. Fred. Douglaß und Familie(farbiger Redner von großer Begabung) gelungen, diesen Kongreß ganz in das Fahrwasser und Schlepp- lau der herrschenden republikanischen Partei zu bringen und ihm alles Gefühl von Unabhängigkeit zu eskamotiren.— Seinen Lohn hat Hr. Douglaß schon davon, indem er auf Regie- rungskosten nebst seinem Sohn, auf speziellen Befehl des Präs. Grant, jetzt eine Vergnügungsreise nach San Domingo macht mit dem Komitö, welches die Angelegenheiten jener Insel Be- Hufs der Annexion an die Vereinigten Staaten untersuchen soll. Von derselben Partie ist auch unser Landsmann Gen. Sigel, auf wessen Befehl und in wessen Auftrag? konnte ich noch nicht erfahren. Diese Annexiousgcschichte ist ein kolossaler Schwindel.— Unfern schwarzen Mitarbeitern werden übrigens bald die Augen aufgehen und die Herren Führer werden dann gewaltig abstinken.— Bälle sind hier an der Tages-(eigcnt- lich Nacht-wrdnung, darunter obenan die von Politikern gege- denen. Für jeden einflußreichen Politiker besteht hier eine Gesellschaft(von Angeworbenen natürlich), die seine Stellung auf alle Fälle zu sichern hat und unter Anwendung jeglichen Mittels. Diese Gesellschaften, eine Art Hofstaat sllr den Betreffenden bildend, geben jetzt ihre Bälle, bei denen sie einander zu übertreffen suchen in Verschwendung und Pracht. Und wahrlich! der d bei getriebene Aufwand ist maßlos, und die dabei getroffenen Einrichtungen spotten jeder Beschreibung, was Kostbarkeit und Luxus anbetrifft. Die Mährcheu von 1001 Nacht schwinden vor diesem Glänze. Und woher das Alles? Gedrückt�, geschraubt, gepreßt aus dem armen Volke, das zu Tausenden sich in die Miethkasernen— tenement houses— auf wenige Quadratfuß Fläche drängen lassen muß.— Am 8. Januar fand die zweite gemeinschaftliche Sitzung des Allge- meinen Deutschen und des SozialdemokratischeirArbeitervereins statt. Dr. Stiebeling hielt darin einen längeren Vortrag über den Kneg zwischen Frankreich und Preußen, vorzugsweise von rein demokratischent Gesichtspunkte ausgehend, derdammte ent- schieden das preußische Gebähren, geißelte besonders den„ra- dikalen Papst von BoxbNrg"(Karl Heinzen), vertheidigte das Auftreten der Internationalen Assoziation auf glänzende Weise ssiiid schloß mit einer bereiten Lobrede auf dieselbe. Leider mächte er einen unberechtigten Angriff auf die hiesige ältere Sektion derselben, der in der darauf folgenden Diskussion zurückgewiesen wurde. Besonderen Beifall erregte das Auftre- ten unseres erst kürzlich von Deutschland angekommenen Partei- nestors, Papa Schilling, der in warmen Worten die Folgen des Kriegs schilderte, wie er sie aus eigener Anschauung kennen gelernt. Die Versammlung war zahlreich besucht.— Aussehen macht der von den Eisenbahnkommissären des Staats Massachusets der Gesetzgebung desselben gemachte Vor- schlag, eine größere Eisenbahnlinie versuchsweise in Staatsbetrieb zu nehmen, um, wenn der Versuch gelingt, später die sämmt- lichen Eisenbahnen in Verwaltung zu nehmen. Es ist das ein äußerst wichtiger Schritt in diesem Lande des Privatbetriebs und Privateigenthums, wo sogar oft schon der Vorschlag auf- getaucht ist, die Post in Privatbetrieb übergehen zu lassen, und wo man sich heftig sträubt, irgend welche staatliche Unterneh- münzen einzurichten, dagegen privatkapitalistischen Unternehmun- gen den größten Vorschub leistet. Beweis die enormen Land- schenkungen, Subsidien und Zinsgarantien für Eisenbahngesell- schaften. Gouverneur Claflin von Massachusets ist so ziemlich der Einzige unter seinen College», der die Arbeiterfrage wenig- stens erwähnt und einige Vorschläge daran knüpft. Er empfiehlt die Einrichtung von Fachschulen für die Fabrikdistrikte, und, wenn auch sehr umschrieben und zahm, die Herabsetzung.der Arbeitszeit. Sehr bezeichnend ist es, daß die Blätter seiner Partei, der republikanischen, diese Theile seiner Botschaft t od t- schweigen.— Seit einiger Zeit spukt es unter den Versiche- rungSgesellschaften. Jede Woche seit Dezember haben wir den Bankerott irgend einer solchen noblen Gesellschaft erfahren und unter schmachvollen Einzelheiten. Z. B. eine Lebensversiche- rungsgesellschaft die Farmers& Mechanics— hatte ungefähr 125,000 Dollars Kapital, aber in 15 Monaten 88000— schreibe acht und sechzig Tausend Dollars Ausgaben für Unkosten gemacht! Gerichtlich festgestellt! Wer wird geprellt? Die armen Arbeiter, welche nicht Zeit, noch Ge- legenheit haben, sich nach der Rechtschaffenheit der Unternehmer zu erkundigen und darum irgend einem Aushängeschild folgen. Auch diejenige Gesellschaft, welche den Grund zu einer Dis- kussion zwischen der Deutschen„Arbciter-Union" und der Eng- tischen„Workingmen Union'' bildete, ist aufgeflogen, trotz allen Köders, den sie ausgeworfen. Möge das unfern englisch redenden Mitarbeitern die Augen öffnen! Sonntag, den 22. Januar d. I., fand in den Union Assembly liooms das schon früher angezeigte Fest der New- Uorker Sektionen der Internationalen Arbeiter-Assoziativn statt. Ein glänzender Erfolg krönte das Vielen gewagt erschienene Unternehmen. Die weiten Räume des genannten Lokals waren gefüllt, ja überfüllt mit einer wogenden Menge von Arbeitern und deren Familien. Die festgebenden Sektionen gehören drei 'Rationalitäten und Sprachen— der deutschen, französischen und czechischen— an. In diesen Sprachen, zu denen als Lan- dcssprache die englische kam, bewegten und unterhielten sich die Theilnehmer. Küche und Keller, Wirthschaft, Bedienung u. f. w. — Alles wurde von Mitgliedern der Sektionen in brüderlicher Weise besorgt, jede Arbeit von ihnen übernommen und Alles gefiel, war gut und wohlgethan. Kein Mißton störte das herrliche Fest, und Freude, herzliche Freude machte es allen Theil- »ehmenden, solche Harmonie und Eintracht unter Deutschen, Franzosen und Czechen zu erleben. Wohl Manchem dämmerte da ein Licht auf über die Internationale Arbeiler-Ässoziation, die Solches vollbringt und den praktischen Beweis geliefert, daß brüderliche Gesinnung und Gemeinsinn unabhängig sind von engherzigem Patriotismus und hohlem Nationalitätsge- fühl. Wenn je in meinem Leben, so habe ich bei dieser Ge- legenheit den Spruch wahr gefunden: Face quam bonurn atque jueundurn, habitare fratres in irnum!''(Siehe wie gut und angenehm es ist, wenn Brüder einträchtig bei einan- der wohnen). Der Tag wird gute Früchte tragen! Reden wurden gehalten in deutscher, englischer, französischer und czechi- scher Sprache, worunter die den Haupttoasl— auf die I. A. A. — begleitende von Sorge in deutscher, englischer und franzö- sischer Sprache gegeben wurde. Der alte Knabe Weitling war da und entzückt über den Verlauf. Unsrer Freunde in Deutschland, besonders der Wackeren Bebel und Liebknecht, wurde in gebührenden Ehren gedacht und— hoffentlich wirb die THat folgen.— Der«rteg. iv. ES ist schon am Schlüsse des Vorigen hingedeutet worden daraus, daß wir überall, wo der Boden angebaut wird, die Bcbauer desselben geknechtet und an die Scholle gesesselt finden, eine Regel, die fast keine Ausnahme auszuweisen hat. Denn daß dieser Zustand in Europa und dem größten iheile von Amerika ausgehört hat, ist nicht eine Ausnahme von dieser Regel, sondern bildet nur den Uebergang zu einem gesunden'Zustand der Gesellschast, gleichsam deren Rekonvaleszenz, und wir sind noch weit davon entfernt, uns behaglich zu fühlen, wie am Schlüsse des Vorigen gleichfalls angedeutet wurde. Es ist nun unsere Aufgabe, den Zusammenhang dieser Erschei- nung mit dem Kriege zn zeigen. Dazu ist ein eingehender Rückblick aus die Regel der Staatenbildung unerläßlich. Die gleichzeitig aus- gezeichnete Geschichte beginnt überall mit der Bildung eines Staates, selbst die bloße Sage reicht nirgenbs weil über eine solche hinaus. Wir haben überhaupt keine Urgeschichte der Völker, nicht eines ein- zigen: sie begegnen uns immer erst, wenn sie aneinander stoßen, also im Kriege und durch den Krieg. Die Stüatenbilder sind entweder Angreifer oder Angegriffene, die vor jenen sich eine neue Heimat suchen müssen. Diese sind in der Regel arbeitsame Menschen und gründen, gemäß dieser Eigenschaft, Gemeinwesen(res publicasi, Jene, die An- greiser, sind Räuber, und gründen, als solche, überall Herrschasten und Fürstenthümer. Auf diese Weise ist es überall zur mehr oder minder vollständigen Knechtung der Landbevölkerung gekommen. So vollständig war jedoch diese Knechtung leider überall, daß sie die eigene Erhebung unmöglich machte. Weingstens haben die Bebauer des Bodens ihr Joch nirgends aus eigener Kraft abgeschüttelt und wo sie Versuche dazu machten, sind sie damit traurig gescheitert. Die Quellen der Geschichte der Staatenbildung sind von zweierlei Art— sagenhaste, die sich aus die ältesten Leiten de» jüdischen, griechischen. und römischen Alterthums beziehen, und geschriebene' welche uns Äüskünft geben über die letzten Zeiten des römischen Reichs, über das Mittelalter und die neuere Zeit, vornämlich in Bezug aus die Besitznahme Amerika's durch die Europäer. Sagen sind allerdings nicht eigentliche Geschichte: allein so weit sie in gewissen iveseNtlichen Punkten zusammentreffen, sind sie, soweit es nicht einzelne Ereignisse, sondern Zustände gilt, der Geschichte gleich zU achten. Es ist auch von sehr untergeordneter Wichtigkeit, ob bieseS oder jenes Ereianiß hier oder anderswo, so oder anderswie vorgefallen: ?,r die Geschichte der Menschheit ist es von weit größerer Bedeutung, daß bei einein gewissen Volke zu einer gewissen Zeit Sitten um Zu- stänve fo öder so gewesen. Die Sagenbücher der Juden reichen um ein Gutes werter.zurück, als die Auszeichnnngen der Griechen, wenn sie auch lange nicht'gleichzeitig sind den Ereignissen, die darin nach der Wahrheit erzählt sein sollen. Wahr und zuverlässig ist nur das Bild der Sittenzustände, das uns aus diesen Büchern entgegentritt, weil auch aus den schwärzesten Seiten derselben kein Geheimniß ge- macht wird. Wenn man nun die Sagenbücher der Juden sichtet gleich andern Büchern, so bleibt übrig, daß die Israeliten der sogenannten inosai- scheu Bücher ein raub- und raufluftiges Geschlecht waren, wie das einem arbeitscheuen Hirtenstamme entspricht. In der Wüste schlugen sie sich hemm mit andern Stämmen, die sie in ihren Weideplätzen beeinträchtigten. Später brachen sie in das nachmalige Palästina ein und eroberten es, wenigstens zum Theile. Weiter als irgend ein Volk trieben es aber die Juden darin, daß sie alle ihre Erfolge Gott zuschrieben. Sie haben den„Herrn der Heerscharen" erfunden. Das Aergste jedoch ist, daß sie hintennach vorgaben,„der Herr habe das Volk der Kanaaniter, als ein verfluchtes, ihnen, seinen Aus- erwählten, zur Ausrottung übergeben." Die Juden waren übrigens, nach ihren eigenen Sagenbüchern, unter jenen Umständen noch ein reiner Hirtenstamm, mit allen Nei- gungen und Abneigungen eines solchen, gehörten also eigentlich nicht hierher; allein es galt zunächst, die Geschichtsquellen der Gesellschasts- und Staatenbildung zu zeichnen und in diesem Betrachte sind die Bücher der Juden von unschätzbarem Werlhe. Es geht aus diesen Büchern hervor, daß sie schon als Hirten die Arbeit von Sklaven thun ließen, begreiflicher Weise haben sie als Landbesitzer sich ebenso wenig angestrengt. Nach der in allen wesentlichen Punkten übereinstimmenden grie- chischen Sage war das Land durchgängig bereits von einem Volks- stamme bewohnt, als an verschiedenen Punkten der Küste bewaffnete Männer landeten, die friedlichen Bewohner der Gegend unterwarfen und zwangen, den Boden, den sie bisher für sich bebaut, fortan für ihre Unterdrücker zu bebauen. Die Anführer des Raubzuges, von den Räubern bleibend und erblich zu Fürsten gesetzt, machten sich bald unleidlich und wurden hier früher, dort später verjagt. Das änderte aber nur das Verhältnih in den Städte», die Landbevölkerung blieb unterworfen nach wie vor und die Arbeit auch in den nachmaligen Republiken schimpflich, weil ausschließlich von Unfreien verrichlet. Die älteste Geschichte Roms ist ebenfalls sagenhast: aber soviel ist und bleibt doch gewiß, daß indem Giftloch an der Tiber, um das Niemand sie beneidete, eine Bande von Verbrechern, Strolchen und unverträglichem Gesindel sich zusammenthat. Welcher Art diese waren, läßt sich erinessen aus dem Umstände, daß sie ihre Weiber sich rauben mußten. Die Reibereien mit allen Nachbarn dauerten fast unaus- gesetzt: der einzige friedliche unter den 7 Königen, Numa, war allen Zeichen»ach ein wirklicher sabinischcr Bauer. Arbeit war auch in Rom schimpflich, wie überall, wo man vor Allem auf Krieg bedacht ist. Von hier ab treten wir in die geschriebene Geschichte; von hier ab bekommen wir es schwarz auf weiß, wie Staaten entstehen und wie dabei der Anbauer des Bodens zum Sklaven, Leibeigenen oder Höri- gen wird. Es ist auffallend, wie schlagend die geschriebene Geschichte die Gebilde der Sage bestätigt. Das bestätigt ganz besonders die Ge- schichte Dessen, was man die„Völke rwandcrnng" zu nennen pflegt. Wo man Völker zu sehen meinte und vielfach noch zu sehen meint, waren es nur Banden vön Strolchen und Abenteurern, freilich in einem vielfach größeren Maßstabe. Selbst die ganz bestimmten Zahlenangaben der Zeitgenossen hat meist nur die Furcht gesehen. Daher kommr es, daß in einigen Fällen, wie der Ostgothen und Bandalen, diese Banden völlig ausgerottet wurden, die meisten jedoch in den unterworfenen Stämmen aufgingen, ivie die Franken in den romani- sirten Galliern. Nur die Angelsachsen gründeten in England ein neues Volk. Aber allen diesen Staatengründungen ist gemein, daß sie von räuberischen Banden ausgingen und daß überall der Anführer beim Raube zum König gesetzt wurde. Allen ist ferner gemein, daß der Anbauer des Bodens geknechtet ist. Das war noch vor weniger als hundert Jahren die Satzung aller Länder, die man unter der Bezeich- nung des christlichen Europa begreift. Zwar auch über diese Grenzen hinaus war es so und ist noch so: allein über diese Grenzen hinaus vermeinen wir nur Barbarei zu sehen. Uebrigens ist es endlich aller- dings zur Emanzipation des Bauers, aber noch immer nicht zur vollen gekommen, nur verdanken wir dieselbe nicht dem Christenthum, das Leibeigenschaft und Sklaverei als göttliche Einrichtung erkiärt hatte, sondern der Revolution, der übrigens doch einige Regierungen vor- ausgegangen waren. Diese waren nicht getrieben aus rein mensch- lichen Gründen, aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Das führt uns wieder zurück auf den Ursprung der Staaten aus raubenden Horden. Diese, in Besitz und Ueberfluß versetzt, behalten zwar ihre Laster und schlimmen Neigungen, aber nicht ihre Kraft bei, wie ja die Ausartung und der Versall auch in die Geschlechter der Fürsten drang, so daß die Geschichte der ältesten Fürstenhäuser sich als eine wahre Chronik von Verbrechen und Er- bärmlichkeitcn herausstellt. Die, Herren der Länder gewordenen, aben- teuernden Räuber blieben Räuber unv trieben von ihren Geierhorsten aus Wegelagerei förmlich als Händwerk, besonders längs allen Handels- straßen, bis die größeren Landbesitzer und die Lehnsherren den kleinen adeligen Buschkleppern das Handwerk mehr oder minder legten da- durch, daß sie, statt fort selbst Raub zu üben, ein ganz einträgliches und viel bequemeres Gewerbe machten daraus, daß sie den Reffende» und den Handelsleuten ihren Schutz gegen Straßenraub angedeihen ließen. Weil jedoch die Strolche ein wlderhariges Geschlecht waren und meinten, aus ihren Bergnesteru die Schutzbriese der großen nicht beachten zu dürfen, fo wurden sie endlich auch den Fürsten lästig und mehrere deutsche Könige machten stch's zur Aufgabe, der adelige» Raubnester so viele sie konnten, zu zerstören. Am längsten dauerte das Räuberhandwerk des Adels längs der Ostseeküste, in Mecklenburg, der Mark Brandenburg u. s. w., wo es noch fast in das 18. Jahr- hundert hineinreicht, und wo der Adel auch heutzutage»och sittlich tiefer steht, als anderswo. Man könnte dieses Vorgehen allenfalls eine Entwaffnung deS Adels nenne», allein die Ablegung der alten Raus- und Raubneigun- gen und der alten Arbeitscheu war nicht damit verbunden. Statt ans Arbeiten zu gehen, vermiethet man sich in den Kriegsdienst, gleich- viel des Landessürsten oder eines anderen. Die Besprechung dieser Erscheinung ist gerade hier am Platze, weil auf derselben die ganze Zusammensetzung der neueren Kriegsheere beruht, und nur aus der richtigen Beurtheilung dieses Verhältnisses die Abstellung desselben mit allen seinen Uebelständen hervorgehen kann. Der Bauer, so abgeneigt er dem Kriege ist, bildet in ganz Europa noch immer den Stock der fürstlichen Heere, gezwuugen durch die Staatsgewalt oder durch die Macht der'Roth. Vor der Revolution wurden die Heere, wie noch jetzt in England, wenigstens zum größten Theile, durch Werbung zusammengebracht. Frei war diese Werbung allerdings nicht, denn die Roth war in den meisten Fällen die Kupp- lcrin, in vielen Fällen trat aber die Gewalt völlig nackt aus und in vielen deutschen Staaten wurde Menschenraub und Menschenverkans amtsmäßig geübt. In den bäuerlichen Verhältnissen war aber auch Alles dazu angethan, eine große Zahl Menschen in solche Umstände zu versetzen, daß sie verhungern mußten, wenn sie nicht betteln oder stehlen, oder Soldaten werden wollten. Des Bettelns oder des Steh- lens bedachte sich Mancher; aber die sittlichen Anschauungen waren so herunter gebracht, daß man nicht einmal im fremden Kriegsdienst ein Bedenken fand, blas weil da ein Anderer die Verantwortung auf sich nehmen soll. Das geht aber nicht an; der Mensch ist eben nur Mensch dadurch, daß er alles, was er thut, auf seine eigene Verant- wortung nimmt, sobald es sich nicht um bloße Zweckmäyigkeit, son- dem um Recht oder Unrecht an einem Andern handelt. Es war auch nicht sonderlich zu wundern, daß man dagegen kein Bedenken trug, eigene Kosten. daß wir damit aus dem Regen unter die Traufe gekommen sind. Zum da man sah, daß die höchsten Klassen in den Kriegsdienst ohne Unter die Idee des Staates überhaupt zu verwerfen, indem man bar wohlmeinende, aber wie es scheint weder über die Lage der schied ihre höchste Ehre seiten und Geistliche jedes Bekenntnisses sich sie aus dem gesellschaftlichen Leben hinauswirft? zu Feldpredigern geworbener Regimenter hergaben. Man bedachte Arbeiter, noch über den Sozialismus genau unterrichtete Autor dabei nur nicht, daß am Adel, seines Ursprungs wegen, solche AnDemgemäß sagt der Verfasser im 8. Abschnitt ,, Der Staat nicht umhin, unseren Gesinnungen, soweit sie unmittelbar schauungen nicht befremden können, daß aber eine Klasse der Gesell- und die Prostitution":" Der Staat kann keine Radikalmittel das politische Feld berühren und ihm deßhalb nicht unbekannt schaft, die auf Arbeit und demzufolge Gerechtigkeit steht, sich von gegen die Prostitution anwenden, nur die Gesellschaft kann bleiben konnten, das glänzendſte Zeugniß auszustellen. Er solchen Anschauungen fernehalten sollte. Man muß aber in London gesehen haben, wie Züge frisch an- dies im Laufe der Zeit, wenn überhaupt möglich. Die Auf- fagt: gekommener Refruten vor den Richter geführt werden, um dort den gabe der organisirten Gesammtkräfte geht gegenüber wie" David Strauß, bie offenbare unwahrheit niederschreiben konnte, Eid abzulegen, um den Unterschied zwischen dem freiwilligen Kriegs- einem sozialen Defizit, welches nur von innen heraus gebessert Deutschland wolle nur seiner Sicherheit wegen Elsaß und Lothringen ,, Es bezeichnet den geistigen Rausch Deuschlands, daß ein Mann dienst der höheren und jenem der unteren Klassen wahrzunehmen. werden kann, lediglich auf Palliative, denn nicht der Staat nicht entbehren; als ob die Festungen Elsaß und Lothringens FrankBei uns sind es wohlhabende Jünglinge, die freiwillig den Feldrock anziehen, den sie aus den Börsen ihrer Eltern mitbringen, in England hat dies Uebel geschaffen oder verschuldet; nur selten vergrößert reich geschützt hätten. Unter diesen betrübenden Erscheinungen ist es find es fast ohne Ausnahme ausgehungerte Menschen, die taum ihre er es." Und weil er es nicht verschuldet, soll er nicht zur Ab- eine einzige Klasse der Bevölkerung, die hüben und drüben, Blöße bedecken können. Da schleichen denn die buntbebänderten Wer- hülfe eintreten können? Aber aus den folgenden Säßen wird für die Zwecke dieses Krieges; die in Frankreich bei Beginn desselben in Frankreich und Deutschland von Anfang an kein Verständniß gehabt ber, als wären sie Hochzeitbitter, besonders um die Horse- Guards uns klar werden, warum der Verfasser den Staat dafür nicht sich mit Abscheu abgewendet von den hohen und niedrigen Chauvins herum, um verzweifelte Menschen abzufangen. Da wird denn ein solcher Unglücklicher in der nächsten besten Schenke mit Gin( Brannt geeignet hält.Er fährt fort:„ Das Verschwinden des selbst- und in Deutschland heute, wo der Krieg seinen Zweck längst erreicht wein) bewirthet, und sobald der erschöpfte Mensch dessen mehr hat, ständigen Mittelstandes beruht auf einigen Bedingungen des bat, mit eben solchem Abschen von den Hohenzollern abwendet und mit als er vertragen kann, wird ihm der sogenannte Königs-( jezt Königin-) modernen Industriethums. Es ist eine Thatsache: mit der verbissenem Ingrimme der Menschenschlächterei derselben zuſteht. Schilling in die Hand gedrückt und der arme Mann ist gefangen, ob schroffer werdenden Scheidung von Reich und Arm vermehrt zweiten Male kommt das Evangelium der Menschenliebe, MenschenDas ist in beiden Ländern die Arbeiterpartei. er davon weiß oder nicht; der Werber dagegen erhält seinen Seelen- sich natürlich der absolute und der relative Prozentsatz von ein schäßung und Menschenachtung von den Niedrigen und Gemeinen, von verkäuferlohn von 1 Pfund Sterling( 6 Thlr. 20 Gr.). Das wissen wir, allein wir können nicht zugeben, daß es dadurch ander gegenüberstehenden wohlhabenden Cölibatären( Jung- den Armen an Gütern, den Armen an Bildung aber nicht am Geiste; besser geworden. Um dies anschaulich zu machen, will ich noch etwas gesellen) und genußsüchtigen Proletarierinnen, der Prozentsatz zum zweiten Male sind sie es allein, die lebendiges Zeugniß davon abaus England erzählen. Die Mannschaft für die englische Kriegsflotte derjenigen beiden Klassen, welche, wenn sie auch keineswegs gegenseitig zu ergänzen in dem, was dem Leben erst seinen Werth giebt; geben, daß wir nicht dazu da sind, uns zu zerfleischen, sondern uns wurde früher nicht durch Werbung, sondern durch die sogenannte ausschließlich zur Forterhaltung der Prostitution beitragen, den- in humaner Gesittung, Bildung des Geistes, und allem was zur WohlMatrosenpresse aufgebracht, d. h. in den Hafenpläßen wurden soviel Matrosen der Handelsschiffe, als man ihrer gerade bedurfte, kurzweg noch diesem Uebelstande in seinem eigentlichen Begriff Entstehung fahrt des Menschengeschlechts nöthig und nüßlich. Wie das Christenzusammengefangen und ungefragt um ihre Einwilligung auf die geben. Verwaltungsmaßnahmen und Gesetze, auch bei den Armen, bei den Fischern; wie die Gute Botschaft" um die thum nicht bei der Bourgeoisie des Judenthums entstanden, sondern Kriegsflotte gebracht. " Das war eine barbarische Sitte", wird es heißen. Das hat man Faktoren ihr Produkt, die Prostitution, umsoweniger Städtebewohner, den dort angesiedelten, sich damals noch wie heute, wenn sie noch so strenge sind, werden jenen beiden Küsten des mittelländischen Meeres von dem schmußigsten Theile der auch in Englard gefühlt. Gegen dieses allgemeine Gefühl konnte die Regierung die Matrosenpresse nicht mehr aufrecht erhalten: die Wer- schmälern können, als dieses Vergehen den Grund in den Ghettos mit schmutzigem Haufirerhandel sich ernährenden Juden bung wurde auch für die Flotie eingeführt. Die festländische Kon- fäßen unserer Zeit nach bei dem Manne niemals verbes Volkes, bei dem der Fortschritt der Humanität, den fortgepflanzt wurde, ist es heute der eigentlich besizlose Theil skription war von der englischen Matrosenpresse in keinem Betrachte folgt wird." Zugegeben, aber warum immer wieder dem wir nach der geistigen Blüthe der Literatur im vorigen und wesentlich verschieden: der einzige Unterschied ist, daß man bei unsrer Staate blos eine negative Thätigkeit zuweisen, warum ihn immer, diesem Jahrhunderte erwarten mußten, eine Zufluchts- und Rettungs Weise nicht abgefangen wird, ſondern ſelbſt ſich ſtellen muß, sogar auf um das todtgerittene Wort noch einmal zu gebrauchen, zum ſtadt gefunden. Wenn wir es nicht zu der Idee des Weltbürgerthune Ginige Züge aus der Geschichte der Konskription werden zeigen, Nachtwächter degradiren? Glaubt der Verfasser wirklich, mit bringen, so war Leibnis, Kant, Lessing, Herder, Fichte, Göthe seinen Vorschlägen der freien Gesellschaftsthätigkeit, wie Errich- Blüthe. Welcher prinzipielle Unterschied liegt denn zwischen WindischSchiller, Hegel, Humbold, unsere ganze Literatur eine taube tung von freien Beschäftigungsanstalten für Arbeiterinnen, grätz, bei dem der Mensch erst beim Baron anfängt, und dem nationaLiterarisches. Gesindeherbergen, Unterkunftshäuser, Frauenvereinen zur Ermahlen Fanatiker, bei dem der Mensch aufhört, wo der Franzose, der Czeche, Das soziale Defizit von Berlin in seinem Haupt- nung und Unterstützung, und seiner Forderung der Reform des der Deutsche anfängt? Gar feiner bestandtheil. Von Dr. S. E. Huppé, Mitglied des Vormundschaftswesens, glaubt er mit diesen Mitteln, die er selbst literarische und parlamentarische Vertreter, die fast wahnsinnigen natio ,, Mögen sie sich schämen, die Bourgeois in Deutschland, deren Königl. Statistischen Seminars. nur Palliative nennt, auch nur jener forcirten Vermehrung nalen Fanatiker Prags, den Riegers, den Zeithammer( der nervös wird Daß die Frage der Prostitution zu einer brennenden ge- der Prostitution, wie er sich ausdrückt, erfolgreich entgegenwirken nach seinem Geständnisse, wenn er einen Deutschen sieht) vor denen, worden, beweisen die im Laufe der letzten Jahre erschienenen zu können, während er an die Ausrottung der Prostitution gar gen an intuitiver Erkennung dessen, was wirklicher Fortschritt ist und die ihnen so unendlich nachstehen an Bildung, aber sie so sehr überraSchriften, die sich mit ihren Ausführungen und Vorschlägen nicht zu denken wagt? Glaubt er, daß jene Mittel in Ver- was allenfalls Hohenzollern, ein Napoleon, ein Romanoff, sein kann für zur Abhilfe an das große Publikum wenden. Während eine bindung mit der von ihm empfohlenen schärferen staatlichen die Geschichte des Menschengeistes. Die Arbeiter sind die einzigen in ganze Fachliteratur über die Prostitution besteht, stand eine Kontrole der Prostitution und ihrer Unterstützer wirklich gegen Frankreich, Deutschland und Wien, bei denen der Mensch nicht aufhört Diskussion über sie in der Deffentlichkeit aus leicht erklärlichen iene mächtigen Ursachen der Entstehung und immer weiteren Europa haben wir bis jetzt einzig und allein bei den Arbeitern aller wo die Grammatit anfängt. Statt einer Solidarität der Völker in Gründen nur sehr vereinzelt statt. Unterdessen haben sich die Ausbreitung der Prostitution werden aufkommen können? Er, Länder das Verständniß für eine Solidarität ihrer Intereffen gefunden, beregten Zustände aber derartig weiter entwickelt, daß jene Rück- der, wie schon aus der oben angeführten Stelle und mehr noch die ihre verschiedenen Regierungen nicht zu trennen vermochten. Hätten sichten nicht mehr Platz greifen. aus dem 5. Abschnitt„ Entstehungsgründe der Prostitution", wir, die Bourgeois, auf deren Erziehung in der Jugend bei jedem einZu den Schriften nun, die die Diskussion über diese Frage hervorgeht, diese Ursachen sehr wohl kennt, der, um nur Eins zelnen Kinde man mehr verwendet, als eine ganze Arbeiterfamilie zu in weitere Kreise tragen, gehört auch die des Dr. Huppé, welche zu erwähnen, S. 16 eine Tabelle über das Verhältniß der in Interessen gegenüber ben gefährlichen Dynastien, vis à vis den schlechihrem Auskommen, hat, das Verständniß für die Solidarität unserer unter ihrem verhüllenden Titel sich ausschließlich mit der Pro- Berlin amtlich bekannt gewordenen Fälle von Venerie zu den ten Regierungen, so wären Kriege wie der heutige zwischen stitution beschäftigt, und zwar nimmt sie von den zu unserer Lebensmittelpreisen bringt, aus der sich, obgleich sie sich nur Frankreich und Deutschland unmöglich. Kenntniß gekommenen die hervorragendste Stelle ein. Sie be- über wenige Jahre erstreckt, ein wahrhaft naturwissenschaftliches sie hat ihren Anfang genommen durch die Arbeiter- Partei. ,, Die Jdee des Weltbürgerthums, sie ist heute kein Abstraktum mehr, nutzt zum ersten Male in wissenschaftlicher Weise das in Verhältniß im Steigen und Fallen beider Zahlen ergiebt? Er, den Aften der Berliner Polizei niedergelegte Material, und verder also nicht leugnen kann, daß das Steigen der Prostitution, die das neue Evangelium aufnehmen, es hüten und verbreiten an allen ,, Wie vor 2000 Jahren, sind die ,, Letzten wiederum die Ersten", dient in seiner Gruppirung und Anwendung um so höhere An- dem er entgegenarbeiten will, durchaus im Zusammenhange Eden und Enden der Welt. Der„ Stein, den die Bauleute verworfen erkennung, als dasselbe nur dürftig und nach wenig wissenschaft- steht mit der Entwicklung, die unsere sozialen Verhältnisse neh- baben, er ist wieder zum Eckstein geworden, für die Welt des reinen lichen Gesichtspunkten gesammelt worden ist. Nach dieser, der men? Zwar sträubt er sich dagegen( S. 21, u.),„ ,, mit der Menschenthums. statistischen Seite, giebt die Schrift zuverlässige und um so über- Lage der arbeitenden Klassen unmittelbar die Prostitution in ist in ihnen lebendig. Kerkert sie ein! Der Genius der Menschheit, wahrlich ich sage Euch der Geist raschendere, weil auf Zahlen, und zwar mit großer Vorsicht Verbindung zu setzen, indem er meint, daß dies immer erst er grüßt sie im Namen der heiligen Dreieinigkeit: Freiheit, Gleich gegründete Aufschlüsse. In Einem indeß möchten wir mit dem durch ein ethisches Medium geschehe;„ arm" sei nicht„ schlecht". heit, Brüderlichkeit. Verfasser auch bei diesem Punkte rechten. Indessen ist dies selbstverständlich, hebt aber die Grund- und heute schon mit ihnen auf einem Boden, und es werden auch dann Die wirklich vornehmen Geister deutscher Nation, sie stehen Er bemüht sich, den Angaben über die Zahl der Prosti- Hauptursache der Prostitution, die in der größeren oder gerin- die berufeneren Männer nicht fehlen, die mit der blanken Waffe des tutionsverdächtigen Berlins in der bekannten Schrift des„ Cen- geren Noth liegt, nicht auf. Höchstens tann dies ethische Geistes, mit der Schneide des Gedankens den Kampf zwischen dem tral- Ausschusses für die innere Mission 2c.", welche den Berichten Medium" auf die Geschwindigkeit der Wirkungen der letz- Macenthum und der Idee des reinen Menschthums in die entscheidenden der Berliner Sittenpolizei entnommen sind, entgegenzutreten. teren Einfluß haben. Regionen hinüberpflanzen und ausfechten werden." ,, Schimpft sie dumme Kerle! Nun weist er zwar einen offenbaren Jrrthum in der Berech Alles in der vorliegenden Schrift drängt den Leser und nung der Höhe der Zahl, wie sie bisher angegeben wurde, den Verfasser selbst darauf hin, die Frage der Prostitution in Aus Heines Vorwort zu ,, Deutschland, ein Winter: nach, und hat wohl Recht, die Zahl der bei der Polizei Verbindung zu setzen mit der sozialen Frage im engeren mährchen." namentlich eingetragenen Prostitutionsverdächtigen um Begriffe. Was ich voraussehe, das ist das Zeter jener 11 ein Bedeutendes herabzusetzen. Aber hier übersieht der Ver- Aber der Verfasser, scheint es, hat nicht den Muth, die Pharisäer der Nationalität, die jetzt mit den Antipathien der faffer, wie auch die Sittenpolizei, in ihren Aufstellungen einen Konsequenzen seiner eigenen Ausführungen zu ziehen, vielleicht Regierungen Hand in Hand gehn, auch die volle Liebe und Punkt. Der Verfasser spricht es an einer Stelle selbst aus, ging ihm auch, da er sich nur mit der Frage der Prostitution Hochachtung der Censur genießen und in der Tagespresse den wie es natürlicherweise keine anderen Laster gebe, welche wesentlich als Statistiker in einer Monographie über dieselbe Ton angeben können, wo es gilt jene Gegner zu befehden, die sich so vor der Oeffentlichkeit und mehr noch der Kontrole ver- beschäftigte, der weitere Blick ab, ihre Bedeutung nicht an sich, auch zugleich die Gegner ihrer allerhöchsten Herrschaften sind. bergen und zu verbergen wissen, als die geschlechtlichen Laster. aber in ihrer Stellung zu den allgemeinen sozialen Verhältnissen Wir sind im Herzen gewappnet gegen das Mißfallen dieser Weil aber die Polizei mit kaum etwelchen Ausnahmen nur die zu erkennen. Um so werthvoller werden dadurch seine Zahlen heldenmüthigen Lateien in schwarzrothgoldner Livree. Ich höre niedrigste Prostitution, die sich in den öffentlichen Lokalen und und Ausführungen, da sie somit ohne jede Tendenz beigebracht, schon ihre Bierstimmen: Du lästerst sogar unsre Farben, Verauf der Straße zeigt, und auch diese nur unvollkommen, in und werden um so lauter predigen. ihre Listen eintragen und kontroliren kann, so glauben wir mit Wir sind in der That der Meinung, daß die Frage der freien Rhein abtreten willst! Beruhigt euch! Ich werde eure räther des Vaterlands, Freund der Franzosen, denen du den Recht behaupten zu können, wie dies auch mit vielerlei Be- Prostitution nur ein Theil der sozialen Frage ist, und in die Farben achten und ehren, wenn sie es verdienen, wenn sie nicht obachtungen übereinstimmt, daß das Uebel der Prostitution, sem Sinne halten wir uns auch für berechtigt, zu sagen, daß mehr eine müßige oder knechtische Spielerei sind. Pflanzt die besonders der nicht ausschließlich gewerbsmäßigen, viel weitere der Staat, die organisirten Gesammtkräfte" des Verfassers, mit schwarzrothgoldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, Verbreitung hat, als der Verfasser annimmt. Er erkundige der allgemeinen sozialen Frage auch diese spezielle lösen wird macht sie zur Standarte des freien Menschthums, und ich will sich darüber bei Leuten, die mit den Verhältnissen Berlins, ins- und muß. Nicht mit Geſetzen und Verwaltungsmaßnahmen, mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt euch, ich liebe besondere mit denen seiner weiblichen Arbeiterbevölkerung, ver- aber indem er, als Zusammenfassung aller zivilisatorischen Kräfte das Vaterland eben so sehr wie ihr. Wegen dieser Liebe habe traut sind. In einer Zeitung läßt sich darüber nicht gut Wei- der Gesammtheit es zu Stande bringen wird, in sich mit der ich dreizehn Lebensjahre im Eril verlebt, und wegen eben dieser teres fagen. Umänderung der heutigen Produktionsweise( des Ver- Liebe kehre ich wieder zurück ins Gril, vielleicht für immer, jedenWir müssen uns versagen, einzelne, äußerst interessante Erfassers einige Bedingungen des modernen Industriesystems, auf falls ohne zn flennen, oder eine schiefmäulige Duldergrimasse gebnisse aus den statistischen Aufstellungen und Tabellen hier denen das Verschwinden des selbstständigen Mittelstandes be- zu schneiden. Ich bin der Freund der Franzosen, wie ich der wiederzugeben, um noch einige andere Bemerkungen an die ruht", S. 28) auch die Abschaffung der Prostitution darzustellen. Freund aller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind, Schrift, anzuknüpfen. Wir müssen uns in Anbetracht des Raumes auf diese und weil ich selber nicht so dumm oder so schlecht bin, als daß des Wesens des ,, Staats" und der Gesellschaft". Kaum " 11 Die Sozialdemokratie und der Frieden. ah. Der Verfasser bemüht sich, die Frage der Prostitution auf wenigen Bemerkungen beschränken. Wir verweisen im Uebrigen ich wünschen sollte, daß meine Deutschen und die Franzosen, die dem Boden der thatsächlichen Berliner Verhältnisse zu erschöpfen, nochmals auf die Lektüre der durchaus lesenswerthen Schrift. beiden auserwählten Völker der Humanität, sich die Hälse brächen und er bietet auch nach dieser Seite hin eine Fülle von An- Sie ist als Separatabdruck aus Berlin und seine Entwicklung. zum Besten von England und Rußland und zur Schadenfreude regungen. Wir verweisen hierüber auf die Lektüre der Schrift Städtisches Jahrbuch für Volkswirthschaft u. Statistit. Heraus aller Junter und Pfaffen des Erdballs. Seid ruhig, ich werde selbst. Im 9. und letzten Abschnitt behandelt der Verfasser„ die gegeben vom Statistischen Bureau der Stadt Berlin. 4. Jahr den Rhein nimmermehr den Franzosen abtreten. Elsaß und Aufgabe der Gesellschaft gegenüber der Prostitution". Leider gang", im Verlage von J. Guttentag in Berlin erschienen huldigt auch er hier dem Theorem von der Verschiedenheit Berlin, 23. Januar. Lothringen kann ich freilich dem deutschen Reich nicht so leicht einverleiben, wie ihr es thut; denn die Leute in jenen Landen hat man ein Recht, diese Idee ein Theorem zu nennen, da sie, hängen fest an Frankreich wegen der Rechte, die sie durch die genau besehen, nichts weiter als ein Gemeinplaß ist, eine Befranzösische Staatsumwälzung gewonnen, wegen seiner GleichUnter dem Titel ,, Die soziale Frage in Wien" hat ein heitsgesetze und freien Institutionen. Indessen, die Elsässer hauptung, deren Beweis Alle, die sie je aufgestellt haben, vom wohlhabender Wiener Bürger, eine Schrift herausgegeben, in und Lothringer werden sich wieder an Deutschland anschließen, großen Bastiat an bis herunter zum kleinen Schulze- Delitzsch, der er sich, von seinem Thema ausholend, auch über die Arbeiter wenn wir das vollenden, was die Franzosen begonnen haben, schuldig geblieben sind, und deren allgemeine Verbreitung nur bestrebungen im Allgemeinen und über die politischen Verhält- wenn wir die Dienstbarkeit bis in ihrem letzten Schlupfwinkel, barin ihre Erklärung findet, daß sie eben ein Gemeinplatz ist, niffe Oesterreichs ausspricht. Die Richtung, in der er Ersteres dem Himmel, zerstören, wenn wir den Gott, der auf Erden im über den Niemand mehr diskutiren zu brauchen glaubt. Aller thut, ist um so bemerkensweriger, als der Verfasser durchaus Menschen wohnt, aus seiner Erniedrigung retten, wenn wir die Wahrscheinlichkeit ist er aus der Zeit der schlimmsten fürstlichen nicht auf sozialistischent Standpunkt steht, in dem er den Wiener Erlöser Gottes werden, wenn wir das arme glückenterbte Bolt Maitressenwirthschaft herzuleiten, wo der Staat, der der Fürst Arbeitern die Voraussetzung, die sie für ihre Bestrebungen geltend und den verhöhnten Genius und die geschändete Schönheit wieder war( l'état c'est moi), durchaus dem Volte, der Gesellschaft", machen, nämlich die Unzulänglichkeit ihrer physischen leiblichen) in ihre Würde einseßen ja, nicht blos Elsaß und Lothringen, feindlich gegenüberstand. Woher will man aber das Recht neh- und geistigen Eristenz, geradezu und vollständig bestreitet, ebenso sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, ganz Eu men, aus einem gerechtfertigten Haß gegen eine Karrikatur auch unseren sozialen Forderungen feindselig gegenübertritt. Und ropa, die ganze Welt- die ganze Welt wird deutsch werden! des Staates, wenn das nicht noch zu wenig gesagt sein sollte, troßdem fann Herr Siegmund Mayer so heißt der offen- Das ist mein Patriotismus." 7 Aus Glauchau geht uns folgende Entgegnung zu: " 1 " 1 als die dieser Regierung in öffentlicher Versammlung gemachten schweren waren, und er führt zu Ehren, statt ins ZuchtVorwürfe, wie sie das Leipziger Tageblatt in Nr. 40, vom 9. h. als ,, Geehrtester Herr Redakteur! Sie haben in Nr. 13 des Volks- Referat über die am 7. h. in der Westendhalle abgehaltene Wählerverhaus." staats" einen Artikel, die Lage der Weber Glauchaus und Umgegend sammlung wörtlich wie folgt brachte. Ehe Bebel diesen Brief In einem andern Abschnitte desselben Buches bespricht betreffend, veröffentlicht, welcher, jedenfalls aus Unkenntniß des Ein-( vom französischen Consul Lefebre in Wien) empfing, stand er bereits Dr. Schäffle die ,, Gründungsbanken" und verurtheilt den jüngsenders, theilweise in gehässiger und verlegender Form unsere sozialen in preußischen Zeitungen. Und da es schon oft vorgekommen, sten Gründungsschwindel in Desterreich, bei welchem Namen Verhältnisse charafterijirt. Wir verfahren uns ganz entschieden„ daß die preußische Regierung Briefe von und an politische des Adels und der Bourgeoisie sich gleichmäßig prostigegen die Auffassung des Einsenders und behalten uns vor, nächstens" Autoritäten gefälscht, so konnte Bebel an eine solche Fälschung tuirt haben." Er gelangt zu dem Schluſſe, daß ,, die Aktieneine wahrheitsgetreue Schilderung unserer sozialen Lage zur Veröffent, auch in diesem Falle glauben. Aber er erhielt den Brief wirklich und lichung an Sie gelangen zu lassen. Wir bedauern, daß Sie dem war vollständig berechtigt, ihn mit Dant entgegen zu nehmen. Ich Gründungsbanken, ein Hauptherd der Agiotage, des unredlichen Einsender für sein faules Gewäsch die Spalten unseres Organs ge- beneide Bebeln um diesen Brief."" öffnet haben, da wir bis jetzt stets über die geistreiche Haltung aller Erwerbes und der Korruption, bei fördernder Volkswirthschaft So C. Sirsch, der als Redner in jener Versammlung zuerst auf- nicht gedeihen werden." Artikel des Volksstaats" nur erfreut gewesen sind. trat. Unsere Bitte nun an den Redner ist: er wolle entweder die oft Der Volksverein zu Glauchau. H. Albert, Vors." vorgekommenen Fälle, wo die preußische Regierung Briefe von und an Da ist es freilich nicht zu verwundern, wenn die österpolitische Autoritäten gefälscht hat", namhaft machen; oder aber erkläreichische Bourgeofie und ihre Presse großes Mißvergnügen Augsburg, 8. Februar. Aus der Volksversammlung vom vori- ren, daß er sich im Redeeifer übereilt und Ausdrücke von einer ganzen über die neuen Ministerernennungen an den Tag legen. Am gen Samstag, in der Franz einstimmig als Arbeiter- Kandidat für die hie- Regierung gebraucht hat, wie sie nicht einmal der einzelne Privatmann Aergerlichsten ist ihnen, daß das Ministerium nicht aus den figen Reichstagswahlen aufgestellt wurde, wollen wir vorläufig nur einer fich gefallen lassen kann, wenn er auf seine Ehre hält. moralischen Hinrichtung erwähnen, die an dem Polizei- Offizianten Tischer ,, Ein deutscher Bürger im Sinne Vieler." parlamentarischen Größen" zusammengesetzt wurde, deren legivollzogen wurde. Franz las unter großen Beifall der Anwesenden und Diesem ,, deutschen Bürger", der einem deutschen Denunzianten so time und ausschließliche Berechtigung auf Ministerstühle natürin Gegenwart des Herrn T. die Beschwerdeschrift vor, welche er heute an ähnlich sieht, wie Hans Blum dem Advokaten Hüttners, habe ich ein- lich unfehlbar ist, und die sich alle als geprellt betrachten. die Distriktspolizeibehörde gegen das Gebahren dieses unseres Verſamm- fach zu antworten, daß das Referat in Nr. 40 seines Leiborgans un Der Mißmuth der Presse erklärt sich aus einer Korrespondenz lungs- leberwachers eingereicht hat. Nach Darstellung des Sachverhalts richtig ist. Bon Zeitungen, von der Preſſe, ſpeziell von der Preise der Augsburger Allgem. Zeitung, derzufolge das neue Ministerium schließt die Beschwerde, wie folgt: der preußischen Regierung" habe ich gesprochen, aber nicht von der ,, Dieser Vorgang involvirt ohne Zweifel einen Att der tattlosesten preußischen Regierung selbst. Das betr. Referat, deffen relativ hohen beschlossen habe, keine Zeitungen durch Subvention in ihre Polizei- Willkür, wenn man nicht zur Entschuldigung des Hrn. Polizei- Grad von Objectivität ich übrigens gern anerkenne, enthält noch einige Dienste zu nehmen. Offizianten annehmen will, daß derselbe gerade von der Eristenz der andere, minder erhebliche Ungenauigkeiten, von denen ich indeß nur eine jenigen Gesetzbestimmungen, welche ihm über allen Jnstruktionen als hervorhebe, die ich, wie die obige gern berichtigt sehen würde. Ich habe Norm gelten müssen, keine Ahnung hat. Der Fall an sich spricht so nicht gesagt, daß ,, nur" Leute jeßt das hiesige Ehrenbürgerrecht erhalflar für die Berechtigung dieser Ansicht, daß es kaum nothwendig sein ten, welche über die Abtretung deutscher Provinzen mit sich haben unterdürfte, den Thatsachen eine Beleuchtung beizufügen. handeln lassen, sondern es vielmehr lediglich beklagt, daß auch solchen Leuten das Ehrenbürgerrecht ertheilt wird. Das ,, Nur" ist irrthümliche Hinzuthat. " " Sollte der Polizei- Offiziant Tischer wirklich nicht wissen, daß auch selbst in einer inkriminirten Druckschrift Stellen enthalten sein können, welche zu jeber weiteren Veröffentlichung im gefeßlichen Sinne voll- Die Deutsche Allg. 3tg." stoppelt ihren Lesern aus den Berichten ständig zulässig find? und daß dem Versammlungs- Weberwacher fein bes ,, Tagebl." und der ,, Leipz. Nachrichten" einen eigenen Bericht ohne Recht zusteht, Präventiv- Polizei zu üben?? Oder glaubt er, sich Quellenangabe, also vorgeblich echt, zusammen, kann aber, ihren Gedurch persönliche Gereiztheit gegen den Unterzeichneten verleiten lassen wohnheiten gemäß, eine kleine Fälschung nicht unterlassen. Sie läßt zu dürfen, einen Schritt zu thun, der einer Anzahl von Staatsange: mich, statt ,, mit sich haben unterhandeln lassen", sagen: unterhanhörigen das gefeßlich garantirte Versammlungsrecht entzieht und dabei delt haben." Ein kleiner Unterschied! Der von mir gebrauchte Ausüberdieß trop der sofortigen Respettirung seiner mißbrauchten Autori- druck enthält nicht die Beschuldigung des Landesverrath, wohl aber der tät gefezwidrig in der Freiheit des Hausrechts und Aufenthalts be- von Hrn. Biedermann mir unterschobene. Bravo, Herr Biedermann. einträchtigt? Hat Herr Tischer noch niemals den Art. 9 des VereinsUnd a bissl Patriotismus, und a bissl Kaisermacherei, und Versammlungsgesetzes der pflichtschuldigen Beachtung gewürdigt. Und a bissele Fälschung is alleweil dabei! um zu erfahren, daß nur in dem Falle, wo ,, die Ordner oder Leiter" einer Versammlung der( nach Art. 8 I. c.) gestellten Aufforderung zur Schließung der Versammlung nicht sofort nachkommen, die Auflösung zulässig ist? " Diese Fragen an die Adresse des Herrn Polizei- Offizianten direkt zu richten, ist nicht Sache des Unterfertigten, welcher hingegen an den Hohen Stadtmagistrat desto gewisser das Ersuchen richten darf, es möge genannte Behörde darauf bestehen, daß an die Stelle der ohnebies genug reaktionären Geseze in der Ausführung nicht durch die untergeordneten Polizeiorgane ein noch schlimmerer Zustand als jener der Gesezlosigkeit gesetzt wird, ein Zustand, welchen man den der gesetzlichen Anarchie" nennen könnte. Unterzeichneter protestirt dagegen, daß den durch eidliche Aussagen unbescholtener Bürger schon als unguverlässig erwiesenen Berichten des Herrn Polizei- Offizianten Tischer oder den Berichten der abhängigen Untergebenen desselben allein geglaubt wird, und beansprucht auch für seine fafti, chen Darstellungen nicht den Stempel der Unfehlbarkeit. Hingegen dürfte eine gründliche Untersuchung dieser Sache um so mehr am Plaze sein, als das Auftreten des Herin Polizei Offizianten Tischer, in seiner amtlichen Eigenschaft als Bersammlungs- Ueberwacher, in lepterer Zeit, insbesondere aber in legter Boltsversammlung, sehr geeignet war, den Glauben an die Unparteilichkeit und damit das Ansehen der Polizeibehörde zu erschüttern, wozu nicht wenig beiträgt, daß Hr. Tischer sich bei seinem Einschreiten stets eines Benehmens befleißigt, welches mit den tonventionellen Anstandsbegriffen eines gebildeten Polizeibeamten sehr schlecht im Einklang steht. ,, Auf Grund dieser Ausführungen, für welche Unterzeichneter auf jede Art den Beweis der Wahrheit zu führen bereit ist, ersucht derselbe den Hohen Stadtmagistrat: " a) gegen den Polizei- Offizianten Tischer, hinsichtlich seiner Thätigteit als Versammlungs- Ueberwacher überhaupt und speziell in der Volksversammlung vom 30. Jan. vs. Js., zu Augsburg, eine genaue und strenge Disziplinar- Untersuchung einzuleiten, und b) eventuell demselben wegen wiederholter formeller und materieller Gesezes- Verlegung eine angemessene Rüge zu ertheilen: c) dem Unterfertigten zur Genugthuung Abschrift des betreffenden Beschlusses zustellen zu lassen. Diese billigen Forderungen ist unterzeichneter entschlossen, eventuell den ganzen Instanzengang und durch die Presse in der öffentlichen Meinung passiren zu lassen." Schwerin, 10. Febr. So wenige wir auch hier an Zahl find, 10 stehen diese Wenigen doch treu auf ihrem Posten in der Vertretung unjerer Sache, wie folgende Entgegnung in der hier erscheinenden ,, Mecklenb. Zeitung beweist: ,, Bei dem Ernst, welchen die bevorstehenden Reichstagswahlen zu beanspruchen haben, sollten die Herren Berichterstatter über Wahlund sich feine wohlfeile verletzense Späße über Parteiführer anderer versammlungen in ihren Referaten sich vorzugsweise objektiv bewegen, Zu einer solchen Rüge veranlaßt mich der Bericht über die Versammlung des Wahlvereins in Schwaan in der gestrigen ,, Meckt. Beitung", wo in dem 3. Absatz, Zeile 4, gesagt ist: Programme erlauben. Carl Hirsch. " 1 An die Parteigenossen! Für den Volks staat sind ferner eingegangen: Scherzer bei der Abendunterhaltung des Aro.- Ber.- Jaquard b. Hermann 2 Thlr. ges. d. Kolbe. 2 Thlr. ges. v. Haferbier, Mehlhorn und Meerane 1 Thlr. Arb.- Ver.- Jaquard Meerane 2 Thlr. Meerane. Arbeiter Ver. Pölzig d. Fischer 1 Thlr. L. M. Kröber Für die Familien der Jnhaftirten. der Abendunterhaltung d. Arb.- Ver.- Jaquard. 6 Ngr. 5 Pf. ges. d. 1 Thlr. 16 Ngr. 5 Pf. ges. d. Gerhardt. 28 Ngr. 5 Pf. ges. bei Kolbe. W. F. 20 Ngr. zus. 3 Thlr 11 Ngr. 5 Pf. d. Hermann. Meerane. Bon Mitgliedern des Fortbildungs- und Unterstützungsvereins für Buchdrucker und Schriftgießer zu Lei, zig 1 Thlr. 15 Ngr. 2. M. Kröber. Meerane 1 Thlr. Briefkasten. London: Die Erklärung fann hier aus preßgefeßlichen Gründen 10 nicht gedruckt werden. Schriften können nur gegen baar verschickt werben. R: Privatschreiber Leonhardt v. Bonhorst aus Wiesbaden, derzeit inhaftirt in Braunschweig, Beträge für Abonnement Polizei- und Nichterspiegel. Erfurt, 11. Februar. Wie schon in Nr. 2 des ,, Volksstaat" zu lesen war, wurde Unterzeichneter in Anflagezustand versetzt, und zwar wegen Majestätsbeleidigung. Der 9. Februar sollte der Tag der Bergeltung für beide, die größte und die kleinste, so tief beleidigten Majestäten sein. Nun betrachten wir zunächst die Anflage. Dieselbe haben eingesandt im Jannar: Berlin, P. Mainz, Werbau, besagt: Am 10. Dezember 1870 hat der Angeklagte in einer Volks- Graz, Berlin, München, Hannover, H. Mainz, Weimar, Meerane, versammlung die Reden von Bebel und Liebknecht, gehalten in der Augsburg. Im Februar: Pest und Mainz. Reichstagssizung vom 3. Dezbr., mit den inkriminirten Stellen, welche unten folgen, vorgelesen, und somit seine Majestät den König von sind eingegangen:( 2. Quittung.) Für die„ Volksstaat"-Anleihe Preußen beleidigt. Die inkriminirten Stellen lauten: 1) ,, Wenn in der neuesten Thronrede ausgesprochen wird, daß man auf das Lebhafteste Meerane: 6 Thlr. Luckenwalde: 9 Thlr. bedauern müsse, nicht Frieden schließen zu können, weil eine legale Für Leipzig. Regierung in Frankreich überhaupt nicht vorhanden sei, welche sich Sozialdemokratischer Arbeiterverein. auf die Interessen des Volkes stüße, welche mit den Interessen des Donnerstag, den 16. Februar, Abends 8 Uhr: Versammlung Volkes verknüpft sei; nun, meine Herren, so ist das meines Erachtens bei Menn, Restauration zum Johannapart", Hospitalstraße. ein sehr starker Irrthum, es ist meines Erachtens geradezu unwahr- Tagesordnung: Sozialpolitischer Wochenbericht( Ref. Trost.) heit." Dies sei die Aeußerung von Bebel, womit dem König Mangel Die Reichstagswahlen. an Ehrenhaftigkeit vorgeworfen sei. 2) Die Regierung, die im Gäste sind willkommen. Juli den Krieg erklärt hatte, ist beseitigt, und ihr Führer sizzt auf Wilhelmshöhe und ist der Bruder des Königs von Preußen; er Der Allgemeine Arbeiterverein in Pest hat seine eigenen schwelgt im faiserlichen Lurus, während die deutschen Krieger da Vereinslokalitäten in der draußen ihr Blut vergießen und die furchtbarsten Strapazen erdulden Mariengasse( Josephstadt) Nr. 9= müssen im Kampfe gegen das französische Volt, welches unser Bruder- wohin alle Briefe, Zuschriften, Sendungen u. s. w. zu richten sind. volf troß alledem ist und welches den Frieden mit uns will. Es ist wahrlich ehrenhafter, der Bruder des französischen Volkes und der Der Sefretär: Ludwig Szvoboda. französischen Arbeiter zu sein, als der liebe Bruder des Schurken auf dem Wahlkreis Erfurt gehörigen Kreisen Schleusingen und Ziegenrüc Parteigenoffen, oder etwaige Leser des Boltsstaats in den zu Wilhelmshöhe." Dieser aus der Rede von Liebknecht verlesene werden aufgefordert, schleunigst Adressen an den Unterzeichneten gelanBassus enthalte ebenfalls eine starke Beleidigung gegen den König gen zu lassen, damit zur Regelung der Reichstagswahl das nöthige und könne unmöglich ungestraft bleiben. gethan werden kann. H. Imhof. Krämerbrücke 31. Nun, man höre und staune! Heinrich Imhof. Ungarn. " 1 Der hohe Gerichtshof erkannte auf drei Monate Ge fängniß! Alle Vertheidigung war umsonst, die Berufung auf die Das Wahl- Komitee des 13. sächs. Wahlbezirks, welcher letztere aus Gesezesparagraphen, welche die wahrheitsgetreuen Berichte des Reichs- einer Anzahl fleinerer Ortschaften zusammengesezt ist, hat der Kostentags von jeder Verantwortung frei machen, blieb resultatlos, allein Ersparnis halber ein Plakat mit nachstehender Bersammlungs- Anzeige die Aussage des Denunzianten und Belastungszeugen( Polizeifom- in starker Auflage drucken lassen: missär Jfier) wurde hochgehalten, obgleich dieselbe das verwirrteste Zeug enthielt, denn erstens sollte ich den Vorsiz der Versammlung in ,, Deutscher Reichstag. Volksversammlung. Händen gehabt haben, welchen aber Hoffmann hatte, zweitens sollte( Tag) den...( Datum) ..( Datum)...( Gasthaus od. dgl.) ich die Neben von A bis 3 vorgelesen haben, jedoch wollte er die in...( Stunde). frimirten Stellen nicht gehört haben, bei einer dritten Aussage aber hatte ich sie mit vorgelesen. Man vergleiche überhaupt diese Die Wähler unseres Ortes werden hierdurch dringend auf ben Diensteid genommene Zeugenaussage mit der Irrenanstalt zu anfgefordert, in dieser Versammlung zu erscheinen. Es ist eins Salle.*) Nach dieser mehr ergößlichen als belastenden Aussage machte der wichtigsten Staats- Bürgerrechte, welches auszuüben wir vorBeitartikel enthält, was Liebknecht hier in seiner Rede gesagt hat und Mann verständigen, der im Stande und würdig ist, unsern ich darauf aufmerksam, daß die Nr. 87 des" Volksstaat" in einem haben, und daher dringend nothwendig, daß wir uns über den beide Blätter die Gensur passirt haben, jedoch auch hiergegen legte der Staatsanwalt ein stundenlanges Veto ein, bis er schließlich zum Wahlkreis im Reichstag zu vertreten. Möge kein StimmberechStrafantrag kam, welcher auf 4 Monate Gefängniß und Entziehung tigter fehlen! Das Wahlkomitee." der bürgerlichen Ehrenrechte lautete. Der Gerichtshof zog sich zuSchweizerianer oder Lieb- Bebel- Knechtianer". rück und man hörte anfangs einzelne Stimmen von innen sprechen, Dieses Plakat, in größtem Affichen- Format, auf verschiebenfarbiges In Mecklenburg fann man in der That schonender gegen die bis es zuletzt zu einem förmlichen Gebrüll anwuchs, woraus sich die Papier gedruckt, dürfte auch in anderen Wahlkreisen, die ähnlich dem social- demokratische Partei auftreten, da sie wegen ihrer verschwindend 3 Monate glücklicher Weife herausgewunden hatten und bei mir unseren zusammengesezt sind, Verwendung finden können, und sind fleinen Zahl feiner anderen Partei hinder ich ist und ihr bei Wahlen schüßendes Obdach suchten. Ob sie wohl eins finden werden? wir gern erbötig, Exemplare hiervon gegen Einsendung des Be= teine Concurrenz macht, ihr hier in Mecklenburg auch nicht einmal Nun, die Zeiten für Beleidigung der Könige find in Deutschland trags abzugeben, vorausgesetzt, daß die Bestellungen bis spätestestens ein Organ zu Gebote steht, worin sie ungerechtfertigte Angriffe zu- einstweilen vorüber(?) und wie im Mittelalter ist die volle Majestät Sonntag, den 18. Febr. bei Unterzeichneten eingehen. Die Kosten würden rückweisen könnte. Noch mehr verdient es aber gerügt zu werden, auf einen Kaiser übergegangen. Wer weiß, wir werden vielleicht noch sich bei 100 Expl. auf 1 Thlr., bei 75 Erpl. auf 24 Gr., bei 50 Expl. wenn man sich gegen die unerschrockenen pflichtgetreuen sozial- demo- in die Zeiten der heiligen Behme versezt und wir haben dann nur auf 18 Gr. und 25 Expl. auf 15 Gr. belaufen. fratischen Führer, die Herren Bebel und Liebknecht, die sich gegenwär- noch diese zu beleidigen. Leipzig, den 12. Febr. 1871. Oskar Stelzer, tig im Gefängnisse befinden, derartige verlegende NamensverunstaltunLieb Vaterland mußt ruhig setn, Anger bei Leipzig. Nr. 6. gen erlaubt. Sonst steckt dich ein der Falkenstein. Vorsitzender des Wahl- Komitees des 13. sächs. Wahlkreis. ,, Es gehört schon allemal ein gewisser Muth dazu und verdient Mit sozialdemokratischem Gruß Durch denselben sind auch große Plakate zu beziehen, weche Anerkennung, wenn ein Sozial- Demokrat, wie hier ein Herr Buchenzur Wahl Johann Jocoby's auffordern und für alle Wahlkreise, hagen, sich speziell von Rostock in eine so spezifisch national- liberale in welchen derselbe aufgestellt ist, sich eignen. Preis( nur gegen Nach Versammlung vom reinsten Wasser, wie die von Schwaan begiebt, Urtheil eines Ministers über das Börsenspiel. nahme) für 100 Erl. I Thlr., für 50 Expl. 17% Gr., für 25 Expl. um hier den Wählern zu sagen, was der Sozial- Demokrat von seinen 10 Gr. Bertretern im Interesse der wahren Boltsfreiheiten, der Erleichterung Wenn Dr. Schäffle, der neue österreichische HandelsOskar Stelzer, Anger bei Leipzig, Nr. 6. von Steuern und Lasten und der besseren Erwerbverhältnisse für die minister, in seinen praktischen Werken die Theorie zur praktiArbeiter verlangt. schen Ausführung bringt, die er in seinen Büchern entwidelt Photographien zu 1% 5. 10 g, im Duzb. 16 Jar, von Lassalle, Liebknecht und Bebel u. gr., 15 Ngr., Der Herr Referent bedauert zwar, daß diese Grundsäße aus zahlreichen Rehlen Jubel eingeerntet häten, indessen tröstet er sich hat, dann ist es, wie das Wiener Tagblatt" mit Recht hers 1 Thlr. 24 Segr. u. 3 Thlr. 6 Ngr. find zu beziehen durch H. Knieling, Dresden, Christianstr. 16, IV. jungen getommen. Für uns ist dies in mehrfacher Hinsicht ein er- barone vorbei. Glücklich Diejenigen, die bereits ihre eiserne ist gegen Ginsendung des Betrags zu beziehen: damit, daß die Hälfte der Jubelstimmen aus den Kehlen von Lehr- vorhebt, mit den goldnen Zeiten der Börse und der BörsenDurch die Expedition des„ Volksstaat, Petersstraße 18 freuliches Beichen: einmal, daß Herr Buchenhagen seine Säße in einer Krone im Knopfloch tragen, denn solange Herr Schäffle unsere Biele. Von A. Bebel. Eine Streitschrift gegen die demopopulären Sprache vorgetragen hat, und das andere Mal, daß selbst Handelsminister ist, kann er, ohne in den stärksten Widerspruch schon die arbeitende und noch lernende Jugend fich für die fozial- mit seinen Schriften zu gerathen, keinen Günſtling der Börsendemokratischen Lehren empfänglich zeigt, dadurch wird sie bei weiterer Fortbildung befähigt und auch gewilligt werden, demnächst als wähler fortuna zur Deforirung" in Vorschlag bringen. In seinem von einem Reichstagskandidaten mehr zu verlangen, als die einfache jüngsten Buche: ,, Kapitalismus und Sozialismus mit besonBersicherung:" er gehöre zu den liberalen Männern Med derer Rücksicht auf Geschäfts- und Vermögensformen", sagt er Reichstagsabgeordneten Bebel und Liebknecht, lenburgs". Eine solche Versicherung verliert in den Augen des Volts mit wörtlich Folgendes: jebem Tage immer mehr an Bedeutung, da dasselbe besonders der Seitdem ich die Zustände der großen Börsenwelt in ungegenwärtigen deutschen Verfassung und hauptsächlich dem eisernen mittelbarer Nähe beobachtet habe, bin ich von der Annahme Militarismus gegenüber energische und unverbrüchlich am freiheitlichen der ökonomische Harmonie" in der gegenwärtigen Gesellschaft Brinzip festhaltende Bertreter verlangt, die auch unter Umständen ent- noch eine ziemliche Strede weiter zurückgedrängt worden, als( Liebknecht's und Bebel's Reben über die neue ,, Reichsverfassung, und schlossen sind, das Budget zu verweigern. ,, Schwerin, den 8. Februar 1871. G. A. Demmler. ich mit zunehmender Lebenserfahrung davon bereits zurück- Bebel's Rede über die Maßregelung der Sozialdemokraten.)- Preis: gekommen war. Ein Diebstahl ins Große wird heute à Stück 5 Bige., in Partieen billiger. Der Reinertrag ist zum in Europa getrieben, woneben das Raubritterthum Der Staat und das Genossenschaftswesen, von E. Hirsch. Besten des Wahlfonds beſtimmt. und die theokratische Auszehntung von ehedem edle Metiers National- ökonomischer Vortrag, von Diepgen. * Leipzig, 12. Februar. Im heutigen ,, 2. Tageblatte" finden wir folgendes& ingesandt: " 1 11 iſt 21 tratische Correspondenz", 2% Bogen. Ein Exemplar kostet 2 Gr. 7 fr. in Partien bezogen 1, Gr. 5½ kr. Antrag und Reden ber gehalten über die 100- Millionenanleihe im norddeutschen Reichstag. Preis: pro Eremplar 1 Ngr., parthienweise( mindestens 12 Erpl. Unsere Vertreter im Reichstag". Bei dem hohen, wir möchten lieber sagen unbedingten Vertrauen, bas mir und wohl nicht ohne triftigen Grund, wenn wir die Ereig nisse seit dem Juli v. J. in Betracht ziehen in die Führerschaft ,, der preußischen Regierung", es sei auf dem politischen, es sei auf dem stra-*) Dieser Commissär litt seiner Zeit am Delirium, kam deshalb Leipzig: Verantw. Redakteur in Vertretung: Carl Hirsch( Redaktion egischen Gebiete, feyen, konnte und kaum etwas peinlicher berühren, nach Halle und ist jetzt hier Polizeikommissär. Emilienftr. 2.) Drud u. Berlag: F. Thiele.( Expedition: Beterfir. 18.)