№. 16. Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten und Buchhand lungen des In- und Aus landes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, F. Thiele, Emilienstraße 2, Mittwoch, den 23. Februar. Der Volksstaat 1871. Abonnementspreis Für Preußen incl. Stempelfteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 gr. per Quartal. Agent für London A. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Filialerpedition für die Verein Staaten: F.A.Sorge, Box 101 Hoboken N.J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. An die Parteigenossen. Jmmer näher rückt der Tag der Reichstagswahlen, an dem der größte und heißeste Kampf bevorsteht, den unsere Partei, mit Aufbietung aller ihrer Kräfte, auszufechten hat. Unsere Gegner haben sich diesmal die Hände gereicht und werden vereint gegen uns kämpfen, um uns, wie sie meinen, zu erdrücken. Keine Waffe, die sie gegen uns führen, ist ihnen zu ge= ring zur Erreichung ihres Zweckes: daß keiner von den Unfrigen aus der Wahlurne hervorgehe! Die gehässigsten Verleumdungen 1.nd Denunziationen schleudern sie gegen unsere Partei und deren schon seit Monaten im Kerker schmachtende Vertreter. Wann richtest Du Die, die das Göttliche schänden Wann fährst Du herab mit der Allmacht Geschütz, Mit rächendem Blitz? H. Zilger. Wahl- Angelegenheiten. Jm 4. fächs. Wahlbezirk( Altstadt- Dresden) ist in einer als Kandidat auf, nachdem er in Dresden durch Anfrage bei Minkwitz ermittelt hatte, daß er kein Mandat annehme. Und jetzt sucht er, Liebknecht's Haft benutzend, denselben zu verdrängen, stützt sich auf die Nationalliberalen, und stellt sich auf den Boden der Norddeutschen( resp. ,, Deutschen") Reichsverfassung! Wahlbezirk Schwarzburg- Rudolstadt. Für das Fürstenthum Rudolstadt ist der Schriftsteller am 15. d. in Dresden stattgehabten Volsversammlung, Partei: Wilhelm Liebknecht in Leipzig, zur Zeit inhaftirt im Leipgenosse Dr. Otto- Walster, im 5. Bezirk( Neustadt Dresden) ziger Bezirks- Gefängniß, von den Frankenhäuser Parteigenossen Liebknecht, und im 6. Bezirk( Plauen'scher Grund) Mau- und dem Wahlkomitee aufgestellt worden. Das Komitee be= Parteigenossen! Angesichts dieser Thatsachen rufen wir Euch rer Müller( Vorsitzender der Internationalen Maurer- und steht aus 34 Bürgern, welche die Wahl Liebknecht's mit aller nochmals dringend zu und appelliren an Eure so oft bewiesene Zimmerer- Gewerkschaft) als Kandidat aufgestellt. Energie betreiben. unbegrenzte Liebe zur Partei und deren erhabene Ziele: stehet fest zusammen, entwickelt Eure vollste Thatkraft und erfüllt Eure ganze Pflicht! 12. fächs. Wahlbezirk. Am 17. d. fand in Leipzig im Saale zum Gosenthal eine sehr zahlreich besuchte Volksversammlung statt, die sich Wohl brauchen wir die Proletarier uns des Mangels für Bebels Kandidatur aussprach. Gelb ist die Hauptwaffe, die uns noch zum Kampfe fehlt. nach Anhörung mehrerer Redner mit allen gegen eine Stimme nicht zu schämen, und schon zu wiederholten Malen haben die für Bebels Kandidatur aussprach. Parteigenossen allerwärts, eingedenk ihrer Pflicht, Beweise der 13. Sächs. Wahlbezirk. bewunderungswürdigsten Opferwilligkeit gegeben. Darum richten Am 19. d. fand eine zahlreich besuchte Privatbesprechung wir auch diesmal an Euch die dringende Bitte: sendet Gelb der Lokalvereinsvorstände statt, die sich einstimmig für die Wahl zur Deckung der unvermeidlichen Wahlkosten! Jeder Partei: Johann Jacoby's erklärte. Namenlich sprach Hr. Dr. Götz genosse, jeder Verein thue seine Schuldigkeit; aber handelt rasch! sich entschieden für Jacoby aus. Alle Freunde, denen an der Freiheit unseres Parteigenossen 2. Liebknecht gelegen ist, ersuchen wir freundlichst uns zu unterstützen, sei es durch Redner oder durch andere Kräfte. Briefe und Agitations- Schriften sind zu senden an Auguſt Ehrhardt, Knopfmacher Frankenhausen in Thüringen. August Welke, Landtagsabgeordneter, Karl Voigt, Knopfm., Vorsitzende, August Walther, Knopfm., Kassirer. August Ehrhardt, Knopfm., Heinrich Hoffmann, Dekonom, Schriftführer. Politische Uebersicht. Zugleich fühle ich mich als stellvertretender Parteikassirer veranlaßt, auf die pünktliche Entrichtung der Parteibeiträge 14. Sächs. Wahlbezirk. Aus den Verhandlungen des Preußischen Abgeordnetenaufmerksam zu machen die Partei bedarf der Mittel drin Alle Wahlkomitee's des 14. Wahlbezirks ersuche ich, mich hauses über den Antrag auf Aufhebung des deutschen Begend und nur wenige Vereine sind pünktlich. Vergeßt von allen Versammlungen, welche sie abhalten, brieflich zu be- lagerungs- Zustandes tragen wir noch die Rede des Abgeordneten aber auch unsere Gefangenen nicht. nachrichtigen. Ich werde daselbst mit Agitationsschriften erschei- Windthorst nach. Derselbe ist, wie wir hervorheben, kein Also nochmals, thue Jeder seine volle Schuldigkeit, nen und nöthigenfalls auch als Redner zur Seite stehen. Demotret fondern ein Konservativer, sprach aber schärfer nur so können wir den Kampf aufnehmen und durchführen. und entschiedener für den Antrag, als die liberalen und fort= schrittlichen Antragsteller selbst. Mit sozialdemokratischem Gruß Th. Burckhardt, Parteikassirer. Johannisgasse 6-8. E. III. Leipzig, den 18. Februar 1871. Bor Belfort 1871. Der Feldherr befiehlt: Leipzig. Eugen Dittmar, Große Fleischergasse 2, Stadt Frankfurt, im Hof links, 2 Treppen. Wenn man in der Mitte sigt, muß man auf Angriffe von rechts und links gefaßt sein, Graf Bethusy beschuldigt mich der Üebertreibung, oder wie er es in seinem Neudeutsch ausdrückt, der Ueberstellung( Heiter17. sächs. Wahlbezirk. teit); Herr Virchow glaubt wieder, daß ich ,, kaltgestellt" sei, während Fast täglich finden da und dort Versammlungen statt. ich versichern kann, daß ich noch immer so viel Champagner in mir Alle sind sehr zahlreich besucht und erklären sich mit großer babe, wie im Reichstage, und wie es überhaupt nöthig ist, ihn in sich Begeisterung für Bebel. Die Gegner lassen sich selten da bes Belagerungszustandes involvirten feine Unterdrückung des Vereinsdazu haben. Herr von Bethufy sagt, die zivilrechtlichen Folgen bei sehen und leider niemals hören. Sie bedienen rechts und der Rebefreiheit Die Regierung und die Militärbehörden sich lediglich der Presse, um unsere gefangenen Vertreter auf haben den Belagerungszustand anders aufgefaßt; man hat die persön geradezu unglaubliche Art mit Verläumdungen, Verdächti- liche Freiheit beschränkt, man hat ungese zliche Haussuchungen gegungen und Beschimpfungen zu überhäufen. Hier heißt es eben halten, man hat die Presse unterdrückt. Keine dieser Maßregeln wie bei allen Jesuiten! Der Zweck heiligt die Mittel." Petitionen um ihr Wiedererscheinen unterdrückt. Diese Zustände ist zurückgenommen; noch heute sind die Zeitungen trotz aller Unter anderem sucht man den Arbeitern weißzumachen, durch die muß man durchaus als Zwangszustände charakterisiren; will man Durch's Schwerdt soll sie fallen, und nicht durch den Frieden, Wiederwahl ihrer Vertreter sei denselben die Freiheit doch noch sie nicht aufheben, so konstatire ich vor Deutschland und Europa, ,, Die Feinde da oben im sicheren Neste, Wir müssen sie haben die trotzende Veste, Noch heut' wird zum luftigen Sturme gespielt!" Der Feldherr befiehlt! Hinauf müssen wir. Und mag uns entgegen die Hölle auch wüthen, Es fordern's der Ruhm und die Ehre von mir Hinauf müssen wir. Zum Sturme bereit, Und brächen auch Himmel und Erde in Stücken, Ihr müßt mir die blutigen Lorbeeren pflücken. Soldaten! zum Sturme das Ziel ist nicht weit Zum Sturme bereit! nicht wiedergegeben, und man beruft sich auf den Fall Mendes. daß die Wahlen zum deutschen Reichstage in den betreffenden LandesAber Mende wurde während der Session auf frischer That theilen nicht frei gewesen sind. Es wird mir schwer, nicht schärfer zu sprechen; hört man die Bethusy'schen Deduktionen, so muß Einem verhaftet, während hier die Sachlage eine ganz andere ist das Blut warm werden. Nur so weit außer preußisches Gebiet in Frage und bekanntlich das polizeiliche Vorgehen gegen unsere Freunde fommt, kann sich die Regierung hinter der Kompetenz des Reichstags lediglich auf Anordnungen der Militärmacht zurückzuführen ist. verstecken, sonst muß sie dem Landtage einen Rechenschaftsbericht erstatten; den erwarte ich, um zu fragen weshalb noch vor der Last des Der Reichstag hat, sobald er zusammentritt, die erste und ein Kriegszustandes auf Befehl des Oberpräsidenten eine Reihe von Hauszige Pflicht, die heiligen Privilegien der Volksvertretung, die suchungen und Ginterferungen stattgefunden hat, Einferkungen von Unantastbarkeit und Unverleglichkeit der Tribunen, zu wahren, Menschen, die heute noch nicht wissen, weshalb sie eingesperrt wurden. sich selbst zu vervollständigen und dadurch erst moralisch zu legi- Diese Leute hat der General- Gouverneur befreit, nicht die Civiltimiren, sowie zu verhindern, daß nicht nur ganze Wahlbezirke, Regierung im Interesse des tiefgetränkten Rechts( Lärm rechts.) behörden. Nach dem Frieden müssen wir Abrechnung halten mit der sondern, wenn man die voraussichtlich zahlreichen Minoritäten Ja wohl, meine Herren, bes tiefgetränkten Rechts, denn wo bleibt auch vieler anderer Wahlbezirke für unsere Inhaftirten in Anrechnung nur der Schein von Gerechtigkeit, wenn man eine Frau gesetzt, um bringt, Hunderttausende von Wählern ohne Vertretung sind. zu erfahren, wo sich ihr Mann aufhält? So liegen die Dinge, und Das sind Momente, die selbst unseren ärgsten Gegnern im Reichstag einleuchten werden, und deshalb wird der erste Beschluß des Reichstags die Befreiung der Inhaftirten und GeGrüß Du mir mein Weib, und die Kinder die kleinen. wählten sein! Diese Männer haben so heiß für die Befreiung Es gilt zu vollenden die blutigste That In schauriger Nacht, Und ob sich wie Berge die Leichen auch thürmen, Die Schanzen dort oben- wir müssen sie stürmen. Mit klopfendem Herzen bald ist es vollbracht. In schauriger Nacht. Leb' wohl Kamerad, Ich sehe die morgende Sonne nicht scheinen Leb' wohl Kamerad. Ein Donnergebrüll. Es blizet und kracht gleich den schwersten Gewittern, Im Pulverdampf stehen die Berge und zittern. Das Echo des Wehruf's tönt schaurig und schrill. Und Alles ward still Auf eisigem Schnee. So fern von der Heim..th in brennenden Schmerzen So lispelten Alle im scheidenden Weh, - Lieb' Meinen, Adje! Das Antlig gebleicht, Die sorgenden Väter Sie haben nun Ruhe die Gatten- die Braven, ha er weicht sie dürfen nun schlafen. Laut jubelt der Feldherr: ,, der Feind Das Ziel ist erreicht!" 11 Unendliche Luft. ,, Geschmückt mit des Helden ruhinglänzendem Sterne ,, Kehr' ich in die Heimath zurück aus der Ferne. ,, Burück zu dem Weibe mit schwellender Brust " In schwelgender Luft. In bitterster Noth, Der sorgende Gatte und Vater getödtet! um Brod Vom endlosen Weinen die Augen geröthet, Laut jammern die Wittwen und Waifen In bitterster Noth. All wissender Gott! Wann wirst Du des Uebermuth's Frevel einst enden? des Volkes gekämpft, jetzt ist es an uns, sie zu befreien! Dann fönnen wir sie mit doppeltem Stolze, als bisher, die Unsrigen nennen. Wir haben sie erworben. 19. Sächs. Wahlbezirk. fam die Antwort vom Ministertisch:" Wir möchten wohl, wir können Angesichts derselben habe ich in ruhiger Weise interpellirt. Darauf nicht, wir wollen nach Versailles telegraphiren!"( Heiterkeit.) Wenn der Herr Minister glaubt, daß die Ansicht dieses Hauses durch meine Interpellation bereits Ausdruck gefunden hat, so ist das leider nicht Miquel, denen ich besonders für ihr Vorgehen danke, anzunehmen. Dem der Fall. Es ist unumgänglich nothwendig, den Antrag Lasker und Amendement Virchow werde ich gleichfalls zustimmen. Wenn wir überhaupt constitutionelles Recht haben wollen Herr Graf Bethusy hat freilich schon genug( Heiterkeit) so muß die Gesetzgebung über den Belagerungszustand aufs sorgfältigste revidirt werden. Bayern hat sich bei seinem Eintritt in das Reich diese Revision ausdrücklich vorbe Die Bewegung für die Wiederwahl Liebknecht's greift balten; nebenbei bemerkt, ein Beweis, daß man im Süden doch nicht immer mehr um sich. Um Mißverständnissen unabsichtlichen friedigung höre ich von dem Herrn Minister, daß er für Aufhebung ist, unabsichtlichen o illiberal denkt, als man sich hier wohl einbildet. Mit Beund absichtlichen zuvorzukommen, bemerken wir, daß die aber er mag bedenken, daß höchste Eile von Nöthen ist, denn schon am Parteigenossen in anderen Wahlbezirken, als dem 19., Liebknecht 3. März finden die Wahlen statt. Möge er seine wohlwollende Gesinnung weniger mit Aussicht auf Erfolg, als um ihrer braven Ge- bethäthigen; möge er sagen, da das Nichterscheinen der Blätter nicht sinnung Ausdruck zu geben, aufgestellt haben. So ist er u. A. ohne seinen Willen in Dresden aufgestellt, wo unsere Partei nicht sehr stark vertreten ist und er daher höchstens einige hunbert Stimmen erhalten dürfte. mehr für den Schuß unserer Küften nothwendig ist, sollen sie in Gottes boch wieder herstellen! Mit den leeren Kompetenzausreden geht es nicht Namen wieder erscheinen! Wenigstens die freie Presse sollte man mehr. Mich erinnert das an den Portier des seligen Bundestages, der, gefragt, was das für ein Haus sei, antwortete: Ich bin nicht kompetent, es zu sagen!( Beifall und Heiterkeit.)" Die Volkspartei in Königsberg hat in einer öffentlichen Bersammlung am 5. d. M. folgendes Wahlprogramm für den Reichstag aufgestellt: Bei der ersten Reichstagswahl( wo Liebknecht unterlag, weil er zu spät aus dem Gefängniß gekommen war), hatten Minkwitz und Liebknecht fast gleichviel Stimmen, jener bloß ein paar mehr als dieser, aber circa 1000 weniger als der kon- Die Volkspartei fordert von ihrem Abgeordneten, daß er eintrete servative Kandidat. Unsere Stimmen mußten für die engere 1) für jährliche Feststellung des Militärbudgets burch den ReichsWahl den Ausschlag geben. Liebknecht verlangte von Minkwitz tag, für wesentliche Herabseßung der Dienstzeit wie für entsprechende in einer Volksversammlung zu Aue eine Erklärung über seine gewährt wird, der Reichsregierung die Bewilligung des Budgets verVerminderung der Militärlast; und daß er, falls diese Forderung nicht Stellung zur Norddeutschen Reichsverfassung und, von ihm gejagt. Die Volkspartei fordert ferner, daß ihr Abgeordneter eintrete drängt, verurtheilte Minkwitz dieselbe auf das Schärfste 1) für Bewilligung von Tagegeldern an die Reichstagsabgeordneten, und stellte sich wesentlich auf Liebknecht's Standpunkt ihr um auch den Ünbemittelten die Annahme der Wahl möglich zu machen, 2) für die Einseßung eines verantwortlichen Reichsministeriums gegenüber. Darauf hin forderte Liebknecht seine Wähler auf, und Feststellung eines Minister- Berantwortlichkeitsgesetzes, 3) für das M. ihre Stimmen zu geben, was auch geschah und ihm den dem Reichstage verfassungsmäßig zu gewährleistende Recht der MitSieg verschaffte. Er verdankte also seine Wahl Liebknecht. entscheidung über Krieg und Frieden, 4) für die unbedingte FreiNach beendigter Session erließ er einen Rechenschaftsbericht( ge- heit der Meinungsäußerung und das volle Vereins- und Verdruckt), in dem er die Nationalliberalen nicht schwarz und der Hinterbliebenen der Gefallenen durch den Staat, 6) für sammlungs- Recht, 5) für ausreichende Unterstützung der Invaliden genug malen konnte. Bei der Neuwahl trat Liebknecht erst die Verbesserung der Lage der arbeitenden Klasse durch unent geldlichen Unterricht in öffentlichen von der Kirche unabhängigen| Handels. Ich theilte weder diesen Traum, noch diese Schwär- Im Interesse der deutschen Armee möchte man annehmen, daß Bildungs- Anstalten, durch gesetzliche Feststellung einer bestimmten täg merei und steuerte auch nicht einen Pfennig zu den Flottenbei- der Verfasser im Uebersprudeln des Herzens, das sich über die lichen Arbeitszeit( Normal- Arbeitstag), Aufhebung der den freien Arbeiter beeinträchtigenden Gefängnißarbeit, und Ber- trägen. Heute bin ich derselben Meinung wie damals, aber selbstgeschauten Gräuelscenen empört, es übertrieben habe. Freibot der Kinderarbeit in den Fabriken. ich bin mir jetzt deutlicher bewußt, warum. Jeßt sage ich, daß lich ist gerade über die Tage der ersten Okkupation von Dijon Das Programm ist unterzeichnet von Dr. J. Jacoby, jeder Pfennig, der für eine Kriegsflotte ausgegeben wird, ge- selbst in deutschen Zeitungen Manches laut geworden, was bei Th. Rupp, Herbig u. A. radezu in's Wasser geworfen ist. Davon sind höchstens Ufer- nicht Wenigen Kopfschütteln erregte. Nach der ausführlichen Also Frankreich hätte nunmehr seine von der Konsti- schutzbatterien und Kanonenboote in den Flußmündungen aus- Schilderung dieser Schreckenszustände fragt er die Liga:„ Wie tuante eingesetzte neue provisorische Regierung, die man endlich genommen, aber weggeworfen ist und bleibt Alles, was für wollt Ihr, daß wir sie( die Deutschen) lieben, daß wir sie achten sollen?" fähig findet, offiziell mit ihr zu verhandeln, obgleich es wieder Angriffszwecke zur See ausgegeben wird. Man schiebt bei dem Verlangen einer Kriegsflotte immer Von hier wendet sich der Verfasser auf das politische Geeine Advokatenregierung" ist, da sie drei Advokaten unter ihren Mitgliedern hat. An der Spize steht der alte Miniſter Achtung der eigenen Bürger an fremden Küsten. zwei Zwecke vor Schutz des Handels auf offener See und biet, bietet aber, wie erwähnt, nichts Neues, sondern beschränkt Verantwortlichkeit zu! die Zeche. an sehr gut behandelt worden sind." wie kleinen. = Berlin, 15. Februar 1871. ah. Thiers( Orleanist), der bekanntlich im vorigen Jahre im fran- Achtung der eigenen Bürger an fremden Küsten. Weitere sich im Allgemeinen darauf, den Aufruf der Liga zu paraThiers( Orleanist), der bekanntlich im vorigen Jahre im fran Gründe, die man an maßgebender Stelle hat, sagt man nicht, phrasiren. Nur gegen die in demselben verhüllt angerathene zösischen Parlament gegen den Krieg gesprochen und gestimmt hat, und dafür dort genau so unwürdig behandelt wurde, wie wie man nicht sagt, daß man die stehenden Landheere zu An- Nachgiebigkeit für Annerionen wendet er sich. Er tritt dafür ein, daß ein freies Frankreich stets seine Achtung vor dem Bebel und Liebknecht wegen des gleichen Verhaltens im Nord- griffs-, d. i. zu Eroberungszwecken, gebrauchen wolle. In Betreff des ersten Punktes nun haben die Kriegs- Selbstbestimmungsrecht der Nationen ausgesprochen habe und deutschen Reichstag. Die übrigen Mitglieder sind ebenfalls Friedensfreunde, theils Orleanisten, theils bürgerliche Demo- flotten große Aehnlichkeit mit den bestehenden Borganstalten, lagt die preußische Regierung an, den Krieg zu einem Racenfraten. Die Sozialisten sind in der Regierung nicht vertreten, Streditinstitute genannt. Diese drängen ihren Kredit völlig und Religionskriege zu machen, während wir, als die Ersten, haben aber 140 Vertreter in der Konstituante und sind fast in auf, so lange man desselben nicht bedarf: sobald man darum alle Racen zu den bürgerlichen Rechten zugelassen haben, selbst allen großen Städten die Mehrheit. Wie es scheint, wird man fommt, hängen sie den Brotkorb mitunter so hoch, daß man die jüdische Race, welche doch unserem offenen Charathem deutschen Kaiser Elsaß und Lothringen abtreten- obgleich ihn gar nicht erreichen kann. Das ist aber nicht böser Wille ter so antipathisch ist." Dreifaches Fragezeichen! sie können nicht, weil das ganze Borgewesen auf einem Ueber den Widerwillen des französischen Volkes gegen diesen der Süden sich noch immer kampfbereit hält, angefeuert von dem nichts weniger als kranken Gambetta. Wir können die falschen Grunde ruht. Auch die Kriegsflotten versagen im Krieg sagt er:„ Und selbst unter dem Kaiserreich, als der Margewaltsame Annerion jener Volksstämme( nur bedauern und Kriege dem Handel den Schutz, weil sie außer Stande sind, schall Niel, um die offiziellen Deputirten das Gesetz über wünschen nicht, aber fürchten, daß ihr nur Unheil für jene selbst, so- ihn zu leiſten. Im amerikanischen Kriege hatten die Nord- die Mobilgarde votiren zu lassen, als hauptsächlichen Grund wie für Frankreich und Deutschland entspringen wird, wir staaten eine gute Zahl wohlausgerüsteter Schiffe und waren in angab, daß Preußen sich vorbereite, uns anzugreifen, und daß schieben den Annexionisten heute schon die alleinige Schuld und allen Gewässern bewaffnet vertreten: demnach konnten die Süd- es durch geheime Agenten die Topographie der Provinzen, in staaten mit ein paar Raubschiffen dem amerikanischen Handel welchen der Angriff erfolgen sollte, erforschen ließ, welches war Die nächste Folge der Annerion ist eine geringere Kriegs- argen Schaden zufügen. Im Jahre 1864 jammerten die Ham- die Haltung des französischen Volkes? Es protestirte, es zeigte entschädigung, als sie ohne die Annexion zu haben war. Diesen burger Kaufleute und Rheder über den Schaden, den ihnen die ein solches Verlangen, mit dem deutschen Volke in Frieden zu Verlust werden zumeist die Vaterlandsvertheidiger, die Dänen zufügten. Es wurde aber schon damals nachgewiesen, bleiben, es bezeugte ein derartiges Vertrauen in die Freundschaft Eroberer von Elsaß und Lothringen verspüren. Sie zahlen daß den Hamburgern der Schuß ihres Handels, so dürftig der des deutschen Volkes, daß Bonaparte das allgemeine Gefühl Eroberer von Elsaß und Lothringen verspüren. Sie zahlen Bersuch sein mochte, in den Friedensjahren von 1815-1864 nicht zu verletzen wagte und das Gesetz nicht in Anwendung Die bayerischen Soldaten erhielten bisher für die mehr gekostet hätte, als ihr ganzer Handel und ihre ganze brachte; erst nach unseren ersten Niederlagen ging man daran, Das gilt in allen Verhältnissen, großen die Mobilgarde zu organisiren. Eilten nicht unsere demokratiTage, welche sie frank in einem Spital verbrachten, keine Handelsflotte werth war. schen Deputirten, als die luremburgische Angelegenheit einen Löhnung vergütet. Nun wurde, wie das ,, Würzb. Journ." meldet, in Vereinbarung mit den betreffenden Bestimmungen der eigenen Bürger und ihrer Interessen. Das Zweite, was eine Flotte leisten soll, ist der Schutz Konflikt befürchten ließ, nach Berlin, um die preußischen soge= nannten demokratischen Abgeordneten zu beschwören, ihre Anin Preußen vom bayerischen Kriegsministerium verordnet, daß der eigenen Bürger und ihrer Interessen. Wir hören nun schon häufig sagen, es müsse dahin ge- strengungen mit den unsrigen zu vereinen, um den Frieden die Soldaten für je einen Krankentag, 1 kr. sage einen Kreuzer, die Unteroffiziere verhältnißmäßig mehr vergütet erhalten sollen! bracht werden, daß man vor einem Deutschen überall den Hut und die Freundschaft zwischen den beiden Völkern zu erhalten? Von Toul ist olgendes Schreiben des Premierlieutenants abnehme. Das wäre ja fast einem Geßlerhute gleich. Freilich und man erinnert sich, welcher kühlen Aufnahme dieser löbliche Kramer von dem bei Chatillon überfallenen Landwehrbataillon ist das und was Dem ähnlich, arges Geschwäß, aber leider Schritt begegnete!" Diese Vorwürfe sind wahr genug. Essen an den Bürgermeister in Essen gelangt:„ Sämmt ein ziemlich allgemeines. Wir wissen nun freilich, daß Ameriliche Gefangene der diesseitigen Compagnie sind ausgewechselt faner, Engländer und Franzosen in ihren Händeln mit fremden Landesbehörden gar oft bewaffnete Hilfe verlangen und erhalAus Schmölln schreibt man dem ,, B.- u. Bfrd": und wohl und gesund gestern Abend hier in Toul eingetroffen. ten: wir wiffen aber auch, daß diese Streitigkeiten den Europäern Vor einiger Zeit lasen wir in Ihrem Blatte, daß zwischen GrimVerwundet von ihnen war nur der Feldwebel Koch durch einen ten: wir wissen aber auch, daß diese Streitigkeiten den Europäern Bajonettstich in die Seite; er ist aber auch wieder hergestellt. selten oder nie zur Ehre gereichen. Auch ist ja männiglich be- mitschau und Werdau ein Franktireur fich gezeigt und in einem Gaſtkannt, daß der englisch- französisch- spanische Einfall in Mexiko hof dortiger Gegend den Bürger- und Bauernfreund" annektirt habe. Wir waren darob nicht wenig erstaunt, daß diese Unholde so mitten in Alle bestätigen, daß sie von Seiten der Franzosen von Anfang durch Forderungen einiger Geschäftsleute dieser 3 Völker ver- Deutschland ihr Wesen treiben können, aber ach! noch mehr mußten Es zeigte sich aber bald, wie faut diese Forde- wir erfahren. Als am 28. Januar unsere siegestrunkenen faiserlichen Aus Glauchau, 15. Februar, wird gemeldet:„ Der anlaßt war. hiesige Stadtrath hatte beim Stadtverordnetenkollegium die Berungen waren, so daß es nicht nur der englischen, sondern Prozent- Patrioten einen leiſen Wink von der Kapitulation der Pariser Forts erhielten, schafften sie auf den sogenannten Pfefferberg eine Kanone, um auch mit Viktoriaschüssen den Sieg feiern zu können. Nun willigung einer Summe von 150 Thlr. bei dem in Aussicht selbst der spanischen Regierung zu arg wurde. Es giebt aber in Europa ein kleines Volt, an Zahl ließ aber das f. f. Telegramın noch einen Tag lang auf sich warten. stehenden Friedensfeste zu verwenden beantragt. Die Stadtverordneten haben jedoch die Bewilligung eines derartigen Auf- nämlich, das einen bedeutenden Ausfuhrhandel hat und von Erst Sonntag den 29. brachte der Drath die lang ersehnte Bestätigung. wandes aus der Stadtkasse abgelehnt." Da sieht man schon achtet ist, das jedoch weder einen Hafen, noch ein eigenes Handels- Jammer! Die Kanone war verschwunden. Wan sucht, man schimpft, allen größeren überseeischen Handelsplätzen vertreten und ge- Es stürmten unsere Kaiserlichen den Pfefferberg hinan, um mit der die schrecklichen Folgen der letzten Stadtverordnetenwahl, die beachtet ist, das jedoch weder einen Hafen, noch ein eigenes Handels- dort zurückgelassenen Kanone Vittoria zu puffen. Aber, o Graus und kanntlich die Nationalliberalen vom Nathhaus vertrieben und schiff und noch weniger ein Kriegsschiff befißt. Doch weiß ich alles läuft durch einander, bis es endlich glückt, die Kanone im tiefen Sozialdemokraten an deren Stelle gesetzt hat. Die Ersteren von keinem Beispiel, daß schweizerische Geschäftsleute mit über- Schnee in einer Schlucht wiederzufinden. Alles spannt sich vor, selbst seeischen Landesbehörden Schwierigkeiten gehabt hatten. Das Leute in steifer Halsbinde und schwarzem Frack sieht man eifrig dem hätten jedenfalls statt 150 Thlr. lieber das Doppelte bewilligt. kommt daher, daß sie sich, wie billig, überall den Landesgefeßen heiligen Dienste fürs Vaterland geweiht. Endlich gelingt es, die Kaaber Schrecken Daß es mit der Freiheit in Oesterreich trotz des neuen none ist in Position gebracht; man versucht zu laden Ministerium noch immer nicht gut aussieht, das geht aus der unterwerfen, wie sie in ihrem Vaterlande gewohnt sind, aller Schrecken, die Kanone ist von Franttireurs in nachtschlafender Zeit vernagelt worden. Entsetzlich! ein so gewaltiger Sieg und Schmölln Behandlung des Dr. Zimmermann, Redakteurs der Grazer frei zu thun. Man wird mir aber doch einen Schweizer nennen, der kann nicht Viktoria schießen! Viele stehen verblüfft, während einige religiösen Zeitung Freiheit" hervor. Derselbe wurde auf pfäß durch solche Händel eine arge Berühmtheit erlangt hat. vaterlandslose Demokraten sich nicht entblöden, über dieſes Unglück ihre Schadenfreude auszudrücken; endlich spricht der Obersten der Stadt fische Antriebe ohne richterliches Urtheil polizeilich nicht nur aus Graz ausgewiesen, sondern sollte auch sofort die österreichischen meine den schweizerischen Banquier Jecker. Dieser spielte aber Giner: 50 Thaler Belohnung sichre ich Dem zu, welcher mir nennt Staaten überhaupt verlassen; ja man berücksichtigte nicht einmal nicht unter schweizerischem, sondern unter französischem den Frevler, der uns verdorben die Wonne, der uns vernagelte die die ärztlich konstatirte Krankheit des Mannes, sondern beför: d. i. kaiserlichem Schutz seine schmutzige merikanische Rolle. Ich bin alles Ernstes überzeugt, daß das Pochen auf derte ihnunter, durch ihre Brutalität an Lößen erinnernden Mißhandhandlungen in einem offenen Waggon bis zur ungarischen Grenze. Schutz, zumal bewaffneten, dem deutschen Handel eher schaden Endlich ließ sich die k. t. Behörde davon überzeugen, daß eine als nutzen wird; der ehrliche Handel wird des Schußes wenig Ausweisung keine Hinrichtung sei, und so liegt Zimmermann stens minder und seltener, wenn irgend und je, bedürfen. Insoweit der Handel nicht Arbeit, sondern Spekulation bis auf Weiteres schwer erkrankt in Wien. Aber die Ausweiist, hat er seinen Schutz selbst zu bestreiten. Es ist bekannt, fungsordre hat man immer noch nicht zurückgenommen. Auch der„ Volksstaat" ist in Desterreich noch immer daß jedes Geschäft defto einträglicher werden kann, je gewagter Arbeiter- Verein Berlin D. R. 5 Thlr. Einige Mitglieder des. Vereins: I es ist. Der Handel darf daher nicht einen Schuß ansprechen, Thlr. Anonym aus Berlin, Poststempel vom 18. Febr. 5 Thlr.: Anonym der höher zu stehen kommt, als er selber werth ist. Sobald aus Leipzig, Poststempel vom 20. Febr.: 2 Thlr. ein Seekrieg an England herantritt, ist die englische HandelsFür die Familien der Jnhaftirten. flotte, im Verhältniß zu ihrer Bedeutung, noch weniger ge- 2 Thlr. 11 Gr. d. A. gesammelt bei einer Abendunterhaltung der Crimmitschau, 17. Februar. Gestern Nachmittag sind der Drucker schützt, als jetzt die deutsche, und wird die Steuern, welche die Glauchauer Webergesellen. unseres Blattes, Herr Junghahn, und der verantwortliche Redakteur, Herr Stolle, in Haft genommen worden. Anlaß dazu hat, wie wir Kriegsflotte verschlingt, vergeblich gezahlt haben. Man hat schon davon gefabelt, den Franzosen wohl gar T. München: Besten Dank. Das Bestellte wird, so weit vorräthig, hören, der Theil des Referats über den Vortrag des Herrn Prediger zersti am 8. Februar d. J. gegeben, worin mitgetheilt worden ist, wie die Hälfte ihrer Panzerschiffe als Kriegsentschädigung abzunehmen. abgehen. K. Berlin, Brief mit Einlage erhalten, außerdem 1 Thlr. anläßlich der Bartholomäusnacht in Paris, bez. der Ermordung von Abgesehen davon, daß es nicht gerade klug ist, das Fell des 12 Gr. für Annoncen. Besten Dank. Frankenhausen: 6000 Wahl70,000 Hugenotten, der Papst die Glocken der Peterskirche habe läuten, Bären zu theilen, so lange der Bär noch lebt, so würden die zetel, w. Schreibpapier f. 4 Thlr. Mühlheim: Reklamiren Sie bei Messen lesen und das Herr Gott, Dich loben wir" anstimmen lassen, und woran dann der Referent die Bemerkung gefuüpft hat, bas Franzosen ein besseres Geschäft machen als wir, selbst wenn dem bort. Poſtamte, das Bestellte ist abgegangen. Viktoriaschießen infolge des Massenmords war damals sie auf jede Panzerplatte extra ein 20- Frankenstück würden augenscheinlich noch nicht Mode."" legen wollen. vogelfrei. Der Crimmitschauer ,, Bürger- u. Bauernfreund" berichtet Folgendes: es Ich ganze Siegesfreude. Und siehe da, die Kunde wird ausgetragen im ganzen Ländchen, gen Ost und Westen, gen Süd und Norden, aber Niemand wollte sich finden, der das Dunkel enthüllte, bis endlich heute von den Weisen Einer ernüchtert erklärt hat: Nicht blos die Kanone war vernagelt, sondern wir alle mit ihr." An die Parteigenossen! Für den Volksstaat sind ferner eingegangen: Konsum- Verein ,, Harmonie" Ronneburg 1 Thlr. Sozialdemokratischer Briefkasten. Für den Wahlfond: Anonym, Berlin, Poststempel 18. F br. für die Wiederwahl Bebels und Liebknechts 20 Thlr. Sozialdemokratischer Arbeiter- Verein Berlin ,, Da das Viktoriaschießen, wenn nicht von Napoleon I. emgeführt, Wir sollten uns also schon bei den Wahlverhandlungen b. K. 5 Thlr. doch zu seiner Zeit schon üblich war, der Ausdruck ,, Massenmord" für Krieg im letzten Jahr sicherlich tausendfach in der Presse gebraucht entschieden verwahren gegen eine Bundes- oder wie sie jetzt worden, so werden die Leser unseres Blattes nicht minder als wir das heißen soll, Reichskriegsflotte. Nur wer nicht von der Flottenrüber jedenfalls sehr unklar sein, welches Verbrechen in der gerügten tarantel gestochen ist, soll auf die Stimme eines verständigen Stelle liegen soll. Indeß hat der Referent, Herr Bahlteich, den man Deutschen rechnen dürfen. Das gilt selbst von Geschäftsleuten. aus der Stadtverordnetensißung, über die er referirte, abgeholt und vom Gegenstand der Untersuchung in Kenntniß gesetzt hat, bei der Unzurei- Diese können noch besser, als wir, berechnen, daß eine Kriegschendheit der Bestimmungen der Bundesgefeße betreffs des Schaden flotte im Frieden ihnen selbst viel Geld kostet, im Kriege aber erfages wegen hinterher als ungerechtfertigt befundener Untersuchungs- nichts nüßt. haft es angezeigt gehalten, die Entscheidung dieser Frage nicht hier abzuwarten. ,, Er hat sich vielmehr, wie wir hören, schon gestern Abend unter Benuzung einer benachbarten Eisenbahnstation von hier fortbegeben, wodurch sich gleichzeitig die den gestrigen Abendzügen von gewisser Seite her bewiesene Aufmerksamkeit als zwecklos erwies. Literarisches. W Quittung. Erhalten durch F. A. Sorge, Hoboken, 44 Thlr. 5 Gr. freiwillige Beiträge wie folgt in amerikanischem Gelde: a) für die Familien der Hochverräther" von Boston S. R. Köhler 5 Dollars und L. Prang 5 Dollars, b) für den Volksstaat von New- York Kirchmeier 50 Cents, Hoenad 75 Gts., Komp 1 Dollar und Frau Lilienthal( zweiter Beitrag) Doll., c) an den Volksstaat zur Verwendung im Interesse der Partei von Par teigenossen in Chicago 20 Dollars, Summa 37 Dollars 25 Єts.' Für die ,, Volksstaat": Anleihe: Réponse à l'appel du 21 Octobre de la Ligue Interna- München: 4 Thlr. tionale de la paix et de la liberté. Par un citoyen de Dijon. Genève, 1871.( Antwort auf den Aufruf der Da er einen Bevollmächtigten zurückgelassen, der ihn außer be- Internationalen Friedens- und Freiheitsliga vom 21. Of treffs der Haft in jeder Beziehung vertritt, steht der Fortstellung des tober. Von einem Einwohner von Dijon. Genf 1871.) Prozesses nichts im Wege, und werden wir s. 3. unsern Lesern über Diese Schrift, unterschrieben ,, Ein Sozialist", datirt vom diesen interessanten Prozeß weiter berichten. Hervorzuheben ist aber jedenfalls der merkwürdige Gegensatz zwischen Desterreich, das seine 2. Dezember 1870, ist natürlich durch die neuesten Ereignisse Sozialdemokraten aus dem Gefängniß entläßt, und dem neuen schon während des Druckes überholt worden. Aber auch ohne deutschen Reiche, das sich bestrebt, sie trotz seiner neuesten Siege dieses bietet sie kaum etwas Neues. Der Verfasser beschreibt hinter Schloß und Riegel zu bringen. Das Forterscheinen unseres Blattes wird durch die mit getheilten Vorfälle nicht im Mindesten leiden" Stolle ist zum Schmerze der Liberalen wieder entlassen worden. Eine Kriegsflotte. bei Für Leipzig. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Donnerstag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr: Versammlung Menn, Restauration zum ,, Johannisthal", Hospitalstraße. Tagesordnung: Sozialpolitischer Wochenbericht( Ref. Michael.) Die Reichstagswahlen. Gäste sind willkommen. Die Druckerei von F. Thiele, Leipzig, empfiehlt sich den Parteigein dem ersten Theile seiner Schrift die Schrecknisse des Einzu- noffen bei der bevorstehenden Reichstagswahl zur Anfertigung von ges der Deutschen in Dijon am 30. Oktober v. J. Er brand- Wahlaufrufen, Stimmzetteln und Plakaten markt das Einäschern der Häuser, die unbarmherzigen Requisi- unter Zusicherung prompter und geschmackvoller Ausführung sowie tionen, die Erschießung der Franktireurs, er flagt aber auch die Notirung billigster Preise. Soldaten der Plünderung an, ferner, daß sie im Kampfe unbeIm Jahre 1848 träumte und schwärmte man von einer waffnete Franzosen gleichsam als Schild vor sich gestellt haben, Leipzig: Verantw. Redakteur in Vertretung: Carl Hirsch( Redaktion Prienaflotte zum Schuße der deutschen Küsten und des deutschen um so die französischen Soldaten am Feuern zu verhindern. Emilineftr. 2.) Druck u. Verlag: F. Thiele.( Expedition: Peterſtr. 18.)