№o. 20. Mittwoch, den 8. März. 1871. Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. alle Bestellungen nehmen Bostanstalten und Buchhand: lungen des In- und Aus: landes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, F. Thiele, Emilienstraße 2, Der Volfsstaat 910 130 Abonnementspreis Für Preußen incl. Stempelsteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 gr. per Quartal. Agent für London A. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8. Little Newport Street, Leicester Square, W. C Filialerpedition für die Verein Staaten: F.A.Sorge, Box 101 Hoboken N. J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. Wahlergebnisse. 12. Sächs. Wahlbezirk. 19. Sächs. Wahlbezirk. Liebknecht MülsenSt. Nicl.395 daß Es lebe das allgemeine Wahlrecht, es lebe die eine untheilbare Partet der gesellschaftlichen Demokratie." Folgende Resolution wurde beantragt: ,, In Erwägung, daß Desterreich durch die stets tiefer greifenden inneren 3mistigfeiten, sowie durch die gewaltige Veränderung in den Machtverhältnissen der anderen europäischen Großstaaten mehr als je in seinem Bestande bedroht ist: Versuche der seitherigen Regierungen, im gegenwärtigen Reichsrathe in weiterer Erwägung, daß die eine Versöhnung der herrschenden Gegensäße herbeizuführen, unter den wurde, weil die dem österreichischen olfe in den Staatsgrundgesetzen daß die allgemeine Unzufriedenheit hauptsächlich auch deshalb vermehrt gegebenen Verhältnissen scheitern mußten; in Erwägung endlich, gewährten Rechte und Freiheiten, anstatt erweitert zu werden, beschränkt wurden, erklä t die heutige Volksve sammlung: Der österreichische Staatsverband kann nur gekräftigt und der Frieden unter seinen ölfern fann nur hergestellt werden, wenn die jeßige, aus den Minkwiz einzelnen bevorrechteten Ständen hervorgegangene Volksvertretung in eine Vertretung des gesammten Volkes umgewandelt wird. Nur durch Heranziehung jener Volksklassen zur Theilnahme an der Gesetzgebung, welche vermöge ihrer schaffenden Thätigkeit, ihres Opfermuthes und ihrer Begeisterung für die wahren Interessen des Staates dessen bedeutendsten und wichtigsten Bestandtheil bilden, also durch Einführung des allgemeinen direkten Wahlrechts mit Diätenbezug für die Abgeordneten, sowie durch Gewährung eines freien Vereins- und Versammlungsrechts und einer Breß= freiheit, welche die drückenden Stempelabgaben, die Kautionen und das Verbot der freien Kolportage nicht kennt, ist die Möglichkeit ge= geben, im Volfe die Liebe zum Staatsverbande zu wecken und den brohenden Gefahren von außen zu begegnen. Die Arbeiterpartei Desterreichs, als die Partei des wirklichen Fortschritts und die einzige wahrhafte Volkspartei, macht ihre zufünftige Stellung zur Regierung von der Berücksichtigung dieser Erklärung abhängig." Liebknecht Mintwizz 429 197 69 15 Lößnitz 322 71 240 22 16. Neuölsnit 49 11 45 = 14 Ob. Würschnitz 79 24 167 190 Oberdorf 16 4 81 75 Hormersdorf 93 45 39 12 Zwönig 55 293 52 30 Niederzwönitz 126 40 Grünhain u. 223 400 41 20 333 Kühnheide Pfannenstiel 10 2 167 255 212 124 Summa 2871 2432 Weitere Berichte liegen noch nicht vor. Politische Uebersicht. Diese Resolution wurde von der 5000 Mann starken Versammlung einstimmig angenommen. Die deutsch- österreichische Journalistik äußert sich in hohem Grade unliebsam über die Versammlung im Sophiensaale und bemüht sich, aus derselben neue Waffen gegen das Ministerium zu schmieden. Die Brüsseler ,, Liberté" schreibt: Man sollte mit unauslöschbaren Buchstaben an die Pforte der von 1871 folgende schreckliche Bilanz moralischen wagen wir nicht zu reden. An Menschen: Juni 1848 Krimfe.dzug Jm 18. Sächs. Bezirk siegte Schraps. 17. Sächs. Wahlbezirk. Stephani 7312; Bebel 2576 Stimmen. Meerane, Grotenlaide und Seifertit: Bebel 2131, Daß in der Metropole des Nationalli beralismus die Schulze 790. Waldenburg: Bebel 186, Schulze 188. Altstadt Waldenburg: Bebel 101, Schulze 44. Glau Sozialdemokratie allein, ohne Verbündete, als einem chau: Bebel 1427, Schulze 1164. Hohenstein: Bebel 427, oder einigen Dutzend honetter, freisinniger Bürger, ohne Lotalpresse, mit einer jungen, wenig bewährten Organisation Schulze 198. im Stande war, gegen die Bereinigung aller Barteien, von den Bebel etwa 3000 Stimmen mehr hat, als Schulze. Also Das Gesammtergebniß fehlt noch, doch steht soviel fest, Pseudo- Demokraten bis zu den Muckern und Reaktionären, eine so starke und ansehnliche Minorität aufzustellen, ist wohl ein Schulze kommt nicht, sondern Bebel. deutlicher Beweis für die unwiderstehliche Gewalt, mit der unsere Prinzipien sogar in einem so ungünstigen Boden, wie Leipzig, Wurzel fassen und Schößlinge treiben. Unsere Stollberg Dritthalbtausend sind ein schönes Ergebniß, wenn man sich Hohneck rergegenwärtigt, daß unser Kandidat nicht persönlich auftreten Gablenz konnte und daß die Gegner nicht nur in ihrer mächtigen Neuwies Presse diesen Umstand dazu benüßten, Bebel und unsere Thalheim ganze Partei unsäglich zu verläumden und in den Koth zu Gornsdorf ziehen, sondern sogar über die Theater Leipzigs verfügten, um Brünnlos die Person unseres Kandidaten als Karrikatur lächerlich zu Wittelsdorf machen, und dabei sogar die von ihnen selbst so oft in cen Lugau Mund genommene ,, Heiligkeit der Familie" auf wahrhaft empö- Niederwürschnitz 200 rende Weise verletzten! Es scheint, als ob in der Moral un- Schneeberg serer Herrn Gegner die ,, Heiligkeit der Familie" sich auf Weib und Kind eines Bürgers nicht erstreckt, wenn dieser Bürger Delsnig Geyer zufällig Sozialdemokrat ist. Den Wehrlosen anzugrei= fen, scheint diesen Herren nicht unehrenhaft. nicht unehrenhaft. Und doch haben sie, die Komödianten aller Parteien, mitsammt den billigen Hilfsleistungen ihrer feilen Komödianten ,, vom Fach"*), nicht die Hälfte der Wähler Leipzigs auf ihre Seite gezo- Thaler Kriegskostenentschädigung das deutsche Volt nicht vor Unsere neuliche Berechnung, wonach die 1200 Millionen gen! Wie viele haben sich der Wahl enthalten: sie Steuererhöhung schützen werde, war noch zu günstig. Wir mochten weder für Stephani, noch für Bebel stimmen. Warum? haben damals noch nicht wissen können, daß Frankreich die auf konstituirenben Versammlun Sie sind der Sozialdemokratie abgeneigt, weil sie sie gar nicht Elsaß- Lothringen entfallende Rate seiner Staatsschulden, etwa der Reaktion von 1848 schreiben, die materielle Bilanz, von der oder nur aus den Entstellungen der Gegner kennen, dem fai- 50 Millionen, in Abzug bringt. Es wird also taum genug ferlichen Nationalliberalismus aber, weil sie ihn kennen. übrig bleiben für die Krüppel, Wittwen und Waisen. Und Verwundet, todt, proftribirt mit oder ohne Urtheil im Bei den nächsten Wahlen werden sie, wenn wir in der Auf- nun kommen schon die Biedermänner und fordern eine Entklärung des Bolkes unsere Schuldigkeit thun, auf unserer schädigung für die aus Frankreich ausgewiesenen Deutschen. Verwundet, todt, proſt ibirt am 2. Dezember 1851 pie Seite stehen, ebenso wie Manchem, der heute unter dem be- Was bekommen denn Diejenigen, die ihr Vaterland nie verlas Italienischer Feldzug täubenden Siegeslärm mit Stephani die deutsche Ehre" ge- sen haben, eingedenk des Spruches: Bleibe im Lande und nähre Expedition nach Meriko und Cochinchina rettet zu haben glaubt, gar bald die Augen darüber aufgehen Dich redlich!- und deren Geschäfte durch den Krieg ruinirt Deutsch- französischer Krieg werden, was er eigentlich gerettet hat. Bei der ersten Reichstagswahl hatte die Sozialdemokratie bynastische Eifersucht hervorgerufenen und zu dynastischen Zwecken Kriegs- und Marinebudget, im Mittel 600 Millio sind? Niemand bedauert mehr als wir die Opfer eines durch 183 Stimmen, bei der zweiten 900. Gestern hatte sie das verwertheten Krieges, aber warum eine Klasse dieser Opfer vor 10fache der ersten Wahl. Wie stark werden wir 1872 jein? der andern begünstigen? zumal die nicht am schwersten be- Civilliste und Dotationen. 13. Sächs. Wahlbezirk. schädigte? Bekanntlich haben viele Ausgewiesenen die ihnen Krimfeldzug Dr. Joh. Jakoby 2629, Prof. Birnbaum 4334 Stimmen. fuchen vergeblich Arbeit. Es liegt die Vermuthung sehr nahe, angebotene Arbeit ausgeschlagen. Manche nicht Ausgewiesenen Italienischer Feldzug Die Ueberzeugungen der Majorität des Wahlbezirks sind daß es gilt, unter dem Vorwande einer Entschädigung die zahl: auf unserer Seite. Aber unsere Organisation iſt jünger, reichen Mouchards( Spizeln) zu belohnen, die die preußische als die gegnerische, und derselben nicht gewachsen. Diesen Regierung in Paris hatte, wie sie sie in London und Wien hat. Nachtheil werden wir bis zur nächsten Reichstagswahl ausge- Bugleich eine kleine Aufmunterung zu fernerem Eifer. ,, Die Deutſche glichen haben. Ein anderer Grund unseres Mißerfolgs wird Allgemeine", die besonders für die Ausgewiesenen agitirt, würde freilich immer bestehen, wie er schon von jeher bestanden hat, auf diese Weise ihren Correspondenten große Honorare verschaffen, nämlich der Umstand, daß die Gegner uns mit Waffen be- ohne sich dabei finanziell anzuſtrengen. der beiden Vereine Teutonia" und Arbeiter- Bildungsfämpfen, die wir als unehrliche und perfide verschmähen. Verein" auf die Herzensergüsse eines ,, freien Großdeutschen" Was soll man z. B. dazu sagen, daß ein Professor der Land- fest und treu als eine Deutsche ,, Wacht an der Donau". Auf Die sozialdemokratische Partei in Wien steht( in der Lond. 3tg. v. 28. Jan.)*) In Ihrem Briefe, datirt London den 24. Januar 1871., wirthschaft seitens seines Wahlkomitees aussprengen läßt, den 27. v. Mr. hatte sie eine Parteiversammlung in den Sophien- fragen Sie: Warum denn unsere Freiheitskämpfe der Jahre ,, die Bartei seines Gegners wolle den Grund und Boden saal einberufen. Folgendes wird über dieselbe berichtet: theilen"? Kennt der Mann der Wissenschaft die Werke von 13 und 14?" Aber sagen Sie uns, welche Freiheit aus Marx, Mill, Eccarius, Owen, Morton, Liebig, Carey, so mußte worden. Es geschah dieses wegen der Resolution, welche den Bestand erwachsen und wer die Ursache, daß die nun durch WaffengeTags zuvor war die Versammlung als ,, staatsgefährlich" verboten den Kämpfen der Jahre 1813 und 14 dem deutschen Volke er wissen, daß jene Behauptung eine völlig lügenhafte und des österreichischen Staates für bedroht erklärt; ferner ſtützte sich der walt für.. aus der Luft gegriffene sei, und durfte sie nicht für sich aus- Polizeidirektor Hofrath Lemonnier bei dem Verbote auf den Giskrazwecke bewerkstelligte Einheit nicht nußen lassen, ja er mußte als Mann von Ehre seine Gegner sammlungen in Desterreich verboten wurden. Auch fand er es scan- Boltes ist? schen Utas, durch welchen alle sozialdemokratischen Vereine und Ver- die Befreiung sondern die des deutschen in Schutz nehmen. Oder er kennt jene Werke nicht. Dann dalös, daß die Einberufer es gewagt, die Arbeiter Wiens aufzufordern, ist er nicht einmal seinem eigenen Geschäfte, um wie viel durch ihr massenhaftes Erscheinen den Beweis zu liefern, daß die im uns solcher Landsleute."( wie der Vereinsmitglieder der beiden Am Schlusse sagen Sie: Schämen müssen wir Deutsche weniger den allgemeinen Angelegenheiten des ganzen Volkes vorigen Jahre über die Partei verhängten Berfolgungen ihre Reihen genannten Vereine.) Wenn es je Männer gab, die Ursache nicht erschüttert, sondern nur noch fester gegliedert haben. gewachsen, zumal er nicht einmal einer der bestehenden Parteien amnestirten Hochverräther" Oberwinder und Scheu, sowie mehrere hatten, sich ihrer Landsleute zu schämen, so sind es diejenigen Die angehören will, also völlig originell die politischen Dinge auf- Ruheftörer vom 13. Dezember 1869 begaben sich gestern zu dem Deutschen, welche bisher von der Bismarkmanie verschont ge= faffen und behandeln muß. Ministerpräsidenten, um gegen das Verbot des Polizeidirektors blieben. Schämen müssen sie sich der Gräuelthaten Von den kleinen Mitteln", die man im 13. Bezirk an die neuerdings aufs äußerste erbitterten Arbeiter nicht zu Demonstra( unabdruckbare Stelle.) Nicht die deutsche Einheit, nicht die gewendet hat, wollen wir nur eines erwähnen, das dem Kaiser tionen und Konflikten in den Straßen hingerissen würden. Der Poli- Sicherstellung Deutschlands gegen französische Uebergriffe hat auf Wilhelmshöhe und seinen Freunden alle Ehre machen zeidirektor berufe sich auf den Erlaß des Ministers Giskra, aber dieser die deutschen Heere unter des neunzehnten Jahrhunderts würde. In Reudnitz hat man einen unserer Stimmzettelträger Erlaß sei das Produkt der rohesten Polizeiwilltür, da er Vereine und nach Paris geführt, wohl aber die Herrschsucht des politischen systematisch betrunken gemacht, ihm statt der Zettel mit dem Versammlungen verboten habe, die selbst in Preußen und Sachsen unNamen Jacoby's ähnliche Zettel mit dem Namen Birnbaums Arbeiter führer ruhig an und versprach Abhilfe. Eine Stunde später Despotie. Die Unterjochung des französischen Volkes und behelligt blieben. Graf Hohenwarth hörte die Beschwerden der Abentheurer. des Kämpen der europäischen in die Hände estamotirt. Der Ehrenmann, der dies that, erhielten die Einberufer der sozialdemokratischen Volksversammlung den weigerte sich sogar noch unserem Komitee gegenüber, den Wie- Bescheid, daß dieselbe stattfinden könne. die, statt das deutsche Volk derumtausch zu bewerkstelligen, und behauptete, er habe unfere Oberwinder erklärte, er sehe hierin ein Mittel, die geschiedenen NatioDas direkte Wahlrecht war der Hauptgegenstand der Diskussion. frei zu machen, demselben neue Fesseln schmieden. Stimmzettel von dem Träger derselben geschen tt erhalten! nalitäten Deſterreichs zu vereinigen, er hoffe von bem Manne, welcher spät, die Augen öffnen und ihm zeigen, wer das Baterland Die nächste Zukunft wird dem deutschen Volke, leider zu Wie nobel! Und wie muß es um eine Sache beschaffen sein, vor einem Jahre hierfür sowohl, als gegen die unverantwortliche Ar- verrathen. die nur durch solche Mittel zum Erfolge gelangen kann! " beiterpolizei sich erklärt, daß er in diesem Sinne auch handeln werde. Danach werde die sozialdemokratische Partei zu dem neuen Ministerium Stellung nehmen. Andreas Scheu, der bekanntlich auch zu den am Aus dem 14., 15. und 22. Sächs. Bezirk liegen noch härtesten Bestraften in dem Prozesse gegen die Sozialdemokratie gehört, feine ausführlichen Berichte vor, doch ist anzunehmen, daß un- schloß seine Rede folgendermaßen: fere dortigen Kandidaten( v. Bonhorst, Spier und Bracke) zur herumgepfuscht; sie haben den Völkern die beste Kraft, das beſte Blut Stichwahl tommen werden. ,, Eine Unzahl Badergehülfen hat am Staatstörper Desterreichs An Geld: nen Frcs., während 20 Jahren • 30,000 m. 100,000 m. 95,000 m. 20,000 m. 20,000 m. 400,000 m. Summa 665,000 m. 12 Milliarden. 1 " 2 400 Millionen. ( 400 Millionen hat der ganze öffentliche Unterricht unter dem zweiten Kaiserreich gekostet.) Erpedition nach Merito und Tochinchina Deutsch- französischer Krieg( gering) sind " " 400 15,000 Summa 38,800 Millionen. Erwiderung • " London, 24. Jan. 1871. = Die Gesellschaft Teutonia" und der Arbeiter- Bildungs= Verein. standes ermuntert". Wer ist Landesverräther? VI. abgezapft; so liegt der Staatskörper ohnmächtig, in frampfhaiten Wir wollen jetzt die Ankläger unsrer Freunde um uns versammeln, Buckungen; der Staatskörper, aber nicht das Volk, denn das Bolt ist um zu fragen, was diese denn eigentlich sollen verorochen haben. *) Wir brauchen dies Wort mit Bedacht, weil ein tüchtiger unsterblich. Durch die Staatskunst eines Bismarck und die KriegsSchauspieler im Bewußtsein der Erhabenheit seiner edlen Kunst die kunst eines Moltte hat man Deutschland geeinigt und ihm einen Kaiser Sie haben," heißt es ,, die Franzosen zur Fortsetzung des WiderBumuthung, politischer Ehrabschneider und Brave zu werden, mit Entgegeben, der, wenn er wirklich deutscher Kaiser sein will, die deutschrüstung zurückweisen wird. Bei dieser Gelegenheit sei mitgetheilt, daß österreichischen Provinzen nehmen muß und nehmen wird. Und in*) Die durch Punkte(..) Herr Bebel gegen die„ Künstler"(?), die derartigen Missionen ihm ge- diesem Zeitpunkt steht der Staat zerrissen da. Hier fann nur der Apgenüber sich unterzogen haben, Klage erheben wird. pell an die große Menge der bisher rechiloien Staatsbüroon kalkan .) angedeuteten Stellen mußten mit Rücksicht auf die Preßfreiheit des deutschen Empires wegsaraffe mand J581 Dann wären aber auch Landesverräther gewesen die englischen Freunde im Rechte sind, daß sie, statt Verfolgung, Anerkennung verUnteroffiziere, von welchen n seiner Zeit im Volksstaat" die Rede war. dienen. Ja, Bauer, das ist etwas Anderes! Indien ist weit, sehr weit von England, aber Frankreich liegt hart an Deutschland" Aber doch ziemlich weit von Königsberg. Wir sollten jedoch meinen, daß man uns das Recht aller Rechte, nämlich das Recht, gegen Jedermann nach bestem Wissen und Gewissen gerecht zu sein, nicht nach Meilen zuschneiden darf. Ein Wort ist fein Pfeil ein Urtheil ist noch nicht eine That wer tann also gegen Worte und Urtheile vorgehen, als wären sie Thaten? ,, Aber Worte und Urtheile können gefährlich sein, oder nach Um ständen werden." Wem?- Jenem, der im Rechte ist, können sie nicht schaden, weil gegen Worte und Urtheile selbstverständlich nichtgerichtliche Gründe können geltend gemacht worden; wer den Kampf mit Gründen bereits aufgegeben, hat damit thatsächlich eingestanden, daß er gegen Gründe nicht bestehen kann das ist jedoch einem Eingeständniß des Unrechts gleich. Allein ich muß fürchten, mit einer Berufung auf englische Beispiele zurückgewiesen zu werden unter dem Vorwande, das dort andere Verhältnisse obwalten. " Einen wie des Andern. Wie unglücklich müssen sich da unſere armen Mitbürger in Glauchau vorkommen, daß ihre sozial- demokratischen Dennoch fiel es in England Niemandem ein, sie als Landesverräther Die ganze Anklage dreht sich darum, daß sie die Berechtigung des Stadtverordneten so unpatriotisch sind, zu dieser schönen Illumination zu brandmarken, obwohl auch die Russen zum Widerstande ermuthigt gegenwärtigen Krieges angefochten haben. aus dem Gemeindesäckel nicht einmal das Sümmchen von 150 Thlrn. werden mußten, wenn sie hörten, wie schlecht es im englischen Heere Es gab eine Zeit des Glaubenszwanges. Dieser Zwang ist eben bewilligen zu wollen! Ach, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie leid bestellt war, statt dessen wurden sie geehrt als Lebensretter so vieler so unsinnig, als ungerecht, weil ein Mensch wohl thun, aber nicht mir die armen Glauchauer liberalen Parteien thun, daß sie ihre Cham Söhne englischer Mütter. glauben fann, was ihm beliebt. Der Glaube muß also frei sein wie pagnergläser bei finsterm Rathhause aneinanderstoßen müssen. Doch Aber die Ankläger unsrer Freunde werden sagen, so ferne sie so der Vogel in der Luft; kein Mensch darf sich anmaßen, uns etwas zu warum haben sie auch keine liberalen Gemeindevertreter gewählt!? weit unterrichtet sind, daß die englischen Unteroffiziere nicht die Gerech glauben aufzunöthigen. Diese Freiheit des Glaubens hab' ich oben Diese würden freilich bei ihrer liebenswürdigen Freigebigkeit zu der tigkeit des damaligen Krieges angefochten haben. Aberdings nicht, wie für das Denken und Urtheilen als das Recht aller Nechte bezeichnet; Forderung von 150 Thalern gesagt haben: Das ist doch zu wenig, ja auch in England selbst Niemand an der Nothwendigkeit desselben hier gehe ich noch weiter ich nenne es Pflicht aller Pflichten, daß wir wir wollen Euch 1000 Thaler bewilligen, daß Ihr damit etwas Ordent zweifelte, wenn gleich die Völker nicht unmittelbar an der Sache be- uns unsre Gedanken und Urtheile nicht verkümmern lassen. liches anfangen könnt." Nun vielleicht geht es besser, wenn einer theiligt waren. Wenig später führte man jedoch englischerseits einen ,, Du magst denken und urtheilen, wie's dir ,, beliebt, aber du mußt der Berliner Herren dort einmal zum Ehrenbürger vorgeschlagen anderen Krieg, dessen Gerechtigkeit in England selbst mit großer Heftig- es für dich behalten", wird es heißen. werden wird. Wir wundern uns, daß man noch nichts davon verfeit angegriffen wurde. Es war der schon erwähnte Krieg in Indien, Ei! Jhr legt ja doch euer Geld fruchtbringend, wie ihr sagt, d. i. nommen. der englischerseits mit großer Grausamkeit geführt wurde, während man auf Zinsen an, die Andere erarbeiten müssen; und wir sollten unser Würzburg, 11. Febr.Heute fand gegen den ParteigenossenCigarrenmacher immer die Hindos der Grausamkeit und Treulosigkeit beschuldigte, wie einziges Kapital unsre Gedanken, unsere Urtheile, unsere Gerechtig- Franz Seubert die Verhandlung am Bezirksgerichte hier statt. Der heutzutage die Franzosen. Es ist nämlich eine alte Erfahrung, daß keit nicht fruchtbar machen dürfen sogar durch unsere eigene Arbeit Angeklagte war aus guten Gründen nicht erschienen, nur sein Vertheider, welcher im Unrecht ist, seinen Gegner weit bitterer haßt, als er auf unsere eigene Gefahr? Wir haben uns geschämt als Deutsche, diger, Advokat Gerhard. Als Belastungszeugen waren geladen der Uebervon diesem gehaßt wird. Von den Sklavenhaltern in Amerika wäre als in Berliner Blättern zu lesen war, man werde sich doch wohl nicht wacher der Versammlung vom 11. Nov. 1870, Polizei- Inspektor Seu= vielleicht nicht einer am Leben geblieben, wenn die Sklaven denselben durch Menschlichkeitsgründe abhalten lassen vom Bombar- bert und zwei Spähemänner und 3 Entlastungszeugen. Die Anklage ihren Haß auch nur alpari, ohne Aufrechnung von Zinsen zurückge- dement der Stadt Paris mit ihren 2 Millionen Ein- lautete auf Majestätsbeleidigung, welche Seubert in oben erwähnter zahlt hätten. Aber in England wurde feine Zeitung, fein öffentlicher wohnern. Versammlung begangen haben soll durch den Say: ,, Und was haben wir Redner gerichtlich verfolgt, weil er es gewagt hatte, jenen Krieg und Man wird aber wahrscheinlich noch zwei Trümpfe gegen unsre von diesem Kriege? Nichts als eine Kaiserkrone, welche die speicheldie Art, wie er geführt wurde, einen Frevel an der Menschheit zu Freunde ausspielen. Der Eine wird sein der Brief des französischen leckenden Fürsten dem König von Preußen zu Füßen legten." nennen, was er auch wirklich war, mehr als irgend einer. 3war thaten Konsuls in Wien an Bebel. Von diesem Brief ist seiner Zeit im Hierauf soll Seubert über das Jahr 1866 gesprochen haben ,,, daß dadie Regierungsblätter, und besonders die frommen, alles mögliche, um Reichstag und in den Zeitungen viel Lärmen gemacht worden. Der mals die Fürsten gegeneinander gekämpft hätten" mit der Bemerkung das englische Volf gegen die Hindos zu verheßen; doch mit geringem Taft des französischen Konsuls mag angezweifelt werden unter der An- ,, und nun rühmt sich der König von Bayern der Erste gewesen zu sein, der Erfolg, so eifrig man auch den scheußlichen Gößendienst" derselben nahme, daß er die deutschen Verhältnisse kennt; damit hat jedoch Bebel dem preußischen Despoten die Kaiserkrone anbot" und dazu beifügte: in's Feuer führte. Ich habe jene Zeit in England und zwar in Lon- nichts zu thun und ihm zumuthen, daß er den Brief zurückweise, hieß Monarch ist Monarch." Die Belastungszeugen bestätigten dies durch don selbst zugebracht, mit großer Aufmerksamkeit auf alle gesellschaft- ihm eine Niederträchtigkeit zumuthen. Zwischen einer Niederträchtigkeit einen Eid. Ueber die Fähigkeiten des Angeflagten befragt, meinen sie, lichen und staatlichen Vorkommnisse geachtet, aber nicht ein Fall ist mir aufge- und einer gerichtlichen Verurtheilung ist jedoch keine Wahl. Gerichtlich daß er mit großer Bedachtsamkeit gesprochen und großen Beifall geerntet stoßen, daß Jemand wegen Aeußerungen zu Gunsten des Rechtes der verurtheilt wurden schon gar Viele, denen nachmals die Weltgeschichte habe. Ein Spähemann außerte, daß er nicht gedacht, daß ein Arbeiter Hindo wäre mißhandelt oder vor Gericht gestellt worden. Denksäulen aufgerichtet hat, nicht von Erz und Stein, aber dauerndere eine solche Rede halten könnte 2c. Die Entlastungszeugen wissen beals diese und gerade unsre Frommen, die noch blutdürftiger als stimmt, daß Seubert nicht gesagt habe die speichelleckenden Fürsten", Andere auftreten, sollten nicht vergessen, daß sie selbst auf einer zwei- sondern er hätte gesagt ,, die deutschen Fürsten, legten speichelleckerisch dem maligen Auflehnung gegen kirchliche und staatliche anerkannte Gewalt König von Preußen die Krone zu Füßen." Auch behaupteten die Zeustehen. gen, daß S. nach diesem Satz nicht bloß über das Jahr 1866, sondern ,, Aber eure Freunde haben sogar eine unwahrheit gesagt, indem auch über 1813 u. dgi. gesprochen und erst später gesagt habe ,, der Kösie die Franzosen glauben machten, daß in Deutschland eine Partei zu nig von Bayern sei der Erste gewesen, der die Kaiserfrone angeboten ihnen stehe." Ei! da ließe sich ja der Spieß ganz umkehren und habe. Nachdem noch der Versammlungsbericht des Inspektors Seubert sagen, nicht die Deutschen, sondern die Franzosen hätten Grund, unsere und die Journale, welche einen Bruchtheil aus der betreffenden Rede Freunde anzuflagen, indem sie ihnen einen Hinterhalt gestellt. bruchten( j. ,, Voltsstaat" und" Proletarier" vom Anfang Jannuar), Aber nein! Unfre Freunde haben nichts gethan, als der Gerechtig- vorgelesen war, begann Staatsanwalt Leußner mit seiner öffentlichen feit ihr eigenes Zeugniß gegeben. Sie sind nicht verantwortlich da- Anklage. Leider gestattet der Raum unseres Blattes nicht, dieselbe für, daß nicht eine größere Bahl ihnen nachgefolgt ist. Dennoch sind wörtlich wiederzugeben; doch wollen wir einige Hauptfäße anführen. sie nicht die Treiber der Zeit, sondern vielmehr getrieben. Sie sind Er lobte mit großem Pompe das heilige" Kriegsjahr 1870 und mit die Exponenten der Zukunft, die bringen wird, was sie anstreben. hoher Begeisterung ruft er fragend aus:" Sind nicht alle(?) unsere Ob Opfer roher oder heimtückischer Gewalt, oder vom anstrengenden deutschen Söhne mit Freuden in den Krieg gezogen?*) und zu dem Kampfe aufgerieben, werden sie doch als Sieger aus demselben her: Senate sich wendend, sagte er: ,, haben wir nicht selbst, m. H., unser vorgehen. Jezt schon bezeichnen ihre Strebungen einen Wendepunkt Scherflein zu dieser großen Sache beigetragen?" Hierauf führte er die der Geschichte, nicht blos Deutschlands, und die Wucht der aufgebotenen errungene Einheit vor, meinte, die Arbeiter bildeten sich ein, sie stünden Massen wird zerschellen an dem Geiste, dessen Vordringen sich schon über dem Geseze( o!) und daß sie durch solche Sachen nichts erreichen. Allerdings walten dort andere Verhältnisse, aber der Unterschied dadurch beurkundet, daß heute bereits der Kampf nicht mehr sich dreht Es sei jezt das direkte Wahlrecht da, wodurch man seine Sache vorspricht gegen die Verfolger unserer Freunde. Der Unterschied zwischen um bloße Mäßigung und Einschränkung des Unrechts, sondern um bringen tönne u. f. w. Dann ging er auf die inkriminirten Stellen England und dem europäischen Festlande die Schweiz nicht einmal Herstellung des Rechtes und der Gerechtigkeit. über suchte nachzuweisen, daß es ganz egal sei, ob gesagt worden ,, die ganz ausgenommen liegt nämlich darin, daß der schützende Theil Ihr Männer auf der Bank der Geschwornen, die Ihr nicht ge- speichelleckenden Fürsten" oder„ fte legten dem König von Preußen der Gesetze eine Wahrheit geworden ist. Es ist nämlich in England bunden seid an eine Saßung, nur an Euer Gewissen! lasset dieses peichelleckerisch die Krone zu Füßen", es beziehe sich dieß auf Se. Maj. nicht gerade schwer, einen Menschen festnehmen zu lassen, allein, nach Gewissen walten unbeirrt. Aus jedem Worte, aus jedem Zuge der denkönig v.Bayern, dem man, da er erhaben über alle Parteien stehe, doppelUmständen, sehr schwer, ihn auch nur 24 Stunden lang festzuhalten. Männer, die vor Euch stehen werden, müsset Ihr erkennen, daß Pflicht ten Schutz gewähren müsse. Wir müssen," ruft er aus, unserm Weil die öffentliche Meinung streng am Rechte festhält, wagt man und Gewissen sie getrieben haben. Sie haben sich des Schwächeren König dafür dankbar sein, daß er der Erste war, der ans seiner Krone es dort nicht leicht, den schüßenden Zaun des Gesetzes von oben herab gegen den Stärkeren, des Niedergeworfenen gegen den Sieger ange- die schönsten Diademe löst, um die deutsche Kaiserkrone damit zu furzweg einzureißen. Ein einziges Beispiel mag hinreichen, diesen nommen. Sie sind eingestanden, nicht wie Andere, für die Macht, schmücken." Nachdem er seine Schuldigkeit als Staatsanwalt so viel Unterschied anschaulich zu machen. Nach dem Attentat Orsini's gegen sondern für die Ehre ihres Volkes. Euer Spruch wird ein weltge- wie möglich gethan hatte, beantragte er blos 1 Jahr Gefängniß Bonaparte wurde ein französischer Flüchtling, Namens Thomas Bernard, schichtlicher sein, ein ehrenvoller, wenn er das Recht rettet. Wisset, also Zuchthaus! Die Vertheidigung suchte darzulegen, daß sich burch die damalige französische Regierung der Mitschuld verdächtig be- daß diese Männer Euch gegenüber gestellt werden, damit durch Euren die Beleidigung nicht positiv auf Se. Maj. den König von Bayern bezeichnet und dessen Verhaftung oder Auslie erung verlangt. An Aus- Spruch auf Euch falle die Verantwortlichkeit dessen, was man nicht ziehe, schilderte die Erregtheit der Parteien und glaubt, daß Lezteres lieferung fonnte sogar ein Palmerston nicht denken; diese hätte der mehr furzweg und ohne den Schein Rechtens zu thun wagt. bald kommen könne, wovon wir ein Beispiel im bayer. Landtage erlebt nächste beste Friedensrichter verhindern können, wie dergleichen schon hätten; es seien von ,, Männern von Fach" auf Personen Angriffe geeinmal vorgekommen war; es mußte also bei einer Gefälligkeitsver= haftung bleiben. Aber von Paris aus hatte man, nach dortiger macht worden, welche Anderen gegolten, als benen im hohen Hauſe. Nachbem noch Milderungsgründe vorgeführt, die Erziehung der Kinder und auch deutscher Unfitte, die Vehaftung verlangt, um nach der Hand, betont und der gute Leumund des Angetlagten in's Auge gefaßt, fann indem man den Angeklagten unter die Geständnißpresse brachte, die Be- Abrechnung. Einnahme für Januar und Februar: Nürnberg der Vertheidiger durchaus feine Majestätsbeleidigung erblicken und bean= weise zur Berechtigung der Verhaftung zusammenzubringen. Das ging 24 Thlr., Berlin 7 Thlr., Zwickau 2 Thlr. 13 Ngr. 5 Pf., Kassel tragt Freisprechung; im Falle aber der Gerichtshof auf Schuldig erkenne, in England nicht, weil dort der Angeklagte nicht zu seinem eigenen 6 Thlr. 3 Ngr. 9 Pf., Hannover 5 Thlr., Kassel 4 Thlr. 10 gr. 3 Monate Gefängniß. Der Staatsanwalt entgegnete und blieb bei Ankläger gemacht werder darf. Die Zeugen mußten noch erst in 6 Pf., Augsburg 1 Thlr. 15 Ngr. 9 Pf. Summa 50 Thlr. 12 Ngr. seinem Antrag stehen und der Advokat erklärte sich selbst für dieses bei= Frankreich und Belgien zusammmengelesen werden. Das englische 9 Pf. Ausgabe für Januar und Februar: Defizit laut Volfs- lige Kriegsdeutschland. Das Urtheil wurde nun am Dienstag den Gesetz verlangt aber unnachsichtlich die Gegenüberstellung der Belastungs- staat Nr. 3 72 Thlr. 24 Ngr. 1 Pf., durch die Berliner Mitglieder 13. Febr. verkündet und betont, daß der Aussage des Polizei- Inspektors zeugen und gestattet nur in besondern Fällen einen Aufschub zur Bei- an ein verwundetes Mitglied 2 Thlr., an Buchdruckereibes. Thiele in Siauben geschenkt werden müsse, indem er em befähigter Mann sei bringung der Zeugen, der jedoch auf nicht länger als eine Woche ge- Leipzig 25 Thlr., Porto und Schreibmaterial 4 Ngr Ausgabe 99 Thlr. und in jener Versammlung sofort seine Notizen darüber gemacht hätte. währt wird und nur unter ganz außerordentlichen Umständen wieder- 28 gr. 1 Pf. Bleibt ein Defizit von 49 hlr. 15 Ngr. 4 Pf. Nur auf den guten Leumund und die Jugend( 21 Jahre) des Angeholt werden darf. Die Palmerston'sche Gefälligkeit brachte es zu Obige Abrechnung unterbreiten wir freudigst den M tgliedschaften und flagten sei Rücksicht genommen und nur auf 1 Jahr Gefängniß er4-6 solcher Vertagungen wägrend welcher Zeit jede Bürgschaft zu geben uns zuversichtlich der Hoffnung hin, daß die hier nicht ange- tannt worden.( Soviel wir erfahren haben, wurde indessen den Herren -erlassen, rückgewiesen wurde. Die Verhandlungen vor den Geschwornen dauerten führten Mitgliedschaften nun wohl nicht anste, en werden, auch ihre Richtern die Strafe vom Verurtheilten bereits eine ganze Woche, während eine völlige Wolke von Belastungszeugen Schuldigkeit gegenüber der Kasse zu thun; damit die Gewerksgenossen- Lepterer bis auf Weiteres den Aufenthalt in der Schweiz dem Genusse zu verhören war, und endeten mit glänzender Freisprechung. Man schaft nach solchen schweren Prüfungen wieder zu frischem Leben ge- der kaiserlichen Freiheit Deutschlands vorzieht. D. t. o. Prot.) bemerte, daß es sich hier handelt um Mitschuld an einer That, die in lange. Da der Ausschuß durch den entseßlichen Krieg mehrere Mit- Charlottenburg. Gegen den Schanfwirth Schulz wurde vor dem allen Gejeßen zu den schwersten gerechnet wird und deren Vorbereitung glieder verloren hatte, auch der Geschäftsführer L. Lüchow schon län: Bolizeirichter daselbit am 22. Februar eine neue Anklage wegen Duldens in drei verschiedenen Ländern spielte; unsere Freunde sind jetzt seit 12 gere Zeit durch schwere Krankheit nicht mehr aktiv sein konnte und von Gästen nach 10 Uhr verhandelt, die mit dessen Freisprechung endete. Wochen verhaftet und Frau Liebknecht muß diese ganze Zeit ihrem zu guter lezt auch unser alter braver Hauptkassirer J. Hamman nicht Diese Sache verdient das allgemeine Interesse deshalb, weil die BeweisSäugling die vergiftete Milch des Kummers reichen. Unsere Straf mehr in unserer Witte ist, so wurde im 2. Febr. d. J. eine Neuwahl aufnahme die unrichtigkeit der Denunziation des Schuhmanns gefeße sind alles Ernstes grausam gegen die Angehörigen nicht bloß vorgenommen. welche folgendes Resultat ergab: S. Franke, Geschäfts- ergab, indem sechs Zeuge beschworen, daß beim Eintreffen des Schußder Verurtheilen, sondern schon der Angeklagten. Wie Mancher, der führer; W. Sievert, Stellvertreter; R. Jacobi, Schriftführer; Lüchow, manns die Uhr noch nicht 10 gewesen, wagrend der Schutzmann dienstfreigesprochen den Gerichtssaal verließ, hat, als er zum erstenmale wie- Hunzelmann, Leßmann, Grüttler, Tutschet, Großer, Jacobi II. Als eiblich die Zeit auf 10% Uye angab. Troy dieser Beweisaufgabe beder über seine Schwelle trat, seinen paushalt zu Grunde gerichtet ge- Hauptkassirer wurde provisorisch bis zur nächsten Generalversammlung antragte der Polizei- Anwalt eine Strafe von 15 Thalern, indem er funden und dasselbe Berbrechen, dessen er schuldlos befunden worden, G. Gamann gewählt. Die Witgliedschaften werden ersucht. Briefe, servorhob, die Aussage des Schumanns verdiene Glauben, in denselben eingefehrt. Das Uebel liegt gleicherweise am System und die Kasse betreffend, an G. Gamann, Ricklingerstr. 38, und Briefe, die weil er die Pflicht habe die Wahrheit zu sagen, während die an den Menschen. Aber, wendet man ein, die geheime Voruntersuchung Genossenschaft überhaupt betreffend, an S. Franke, Ballhofstraße 18, andern Beugen fich irren können!( Der Schumann ist hiernach und die Untersuchungshaft müßten ein, damit nicht die Spuren des zu adressiren. Auch ersuchen wir die Mitgliedschaften, Bücher, welche also gewissermaßen unfehlbar.) Natürlich konnte der Polizeirichter nicht Verbrechens verwischt werden können u. s. w. nicht nothwendig gebraucht werden, schleunigst hierher zu schicken, da gleicher Meinung sein. Nunmehr hat der Schankwirth gegen den ,, unfehlbaren" Schußmann eine Denunziation eingereicht. wir bei dem Kassenbestand keine drucken lassen fönnen. Hannover, 3. März 1871. Internationale Gewerksgenossenschaft der Metallarbeiter. Im Auftrage: Rudolph Jacobi, Schriftführer. Obige Abrechnung geprüft und für richtig befunden: W. Sievert. Leßmann. Howe. * inde m *) Herr Staatsanwalt! sorgen Sie gütigst dafür, daß wir die Leute, die im Felde oder in den Kasernen sind, fragen fönnen, ob sie lieber nach Hause gehen oder fortkämpfen wollen, da doch von Sedan ab für's Vaterland keine Gefahr mehr drohte( sondern nur dem mo= narchischen System), wir wollen dann sehen, wie viele freiwillig bei den Regimentern bleiben? Berichtigung. Briefkasten. H. K. in Dresd. Schicke mir das Gewünsche. S. Durch die Erpedition des Volfsstaat" ist zu beziehen: Der Hochverrathsprozeß Nun, ich fann auch hier mit einem englischen Beispiele aufwarten, das zeigt, daß die Oeffentlichkeitt ein besserer Inquisitor ist, als gar leicht ber deutsche geheime Untersuchungsrichter. In Haymarket, einer be rüchtigten Straße Londons, war ein öffentliches Madchen ermordet in ihrem Bette gefunden worden. Die Anzeige geschah, so wie daß ein Mann, start ausgeprägten südländischen Ansehens, zu- und abgehend gesehen worden war. Am andern Morgen las ein Kellner in dem Gaft- Leipzig, 27. Febr. Friede, Friede!" tönt es heute dahier auf hore nächst dem London Bridge Wharf diese Notiz. Es fiel ihm auf, allen Straßen nd nach je 3 Stunden werden nach allen Seiten hin daß die Beschreibung der Person des muthmaßlichen Thäters zutraf auf telegraphische Depeschen ausgerufen. Die Tausende unsrer Franzoseneinen Mann, der die Nacht in dem Gasthofe zugebracht und sich am fresser sind plößlich verstummt und freuten sich doch des endlichen Morgen auf ein Dampfschiff, das im benachbarten Wharf lag, begeben Friedensabschlusses. Sie haben mit der Länge der Zeit einsehen ge- Ju die vorige Nummer d. Bl. haben sich einige Druckfehler einhatte. Der Kellner machte sogleich die Anzeige, der Mann wurde er- lernt, daß es doch nichts Leichtes ist, die Franzosen aufzuressen. Gut geschlichen, die wir durch den Wahlkampf entschuldigen bitten. Parteiergriffen und es ergab sich, daß er wirklich der Mann war. Unsere und Blut haben die Schreier dargebracht, so lange sie zu Hause wohlig genosse Franz in Augsburg ist nicht vor das hiesige, sondern vor das geheimen ,, Recherchen" hätten ihn sicher durchkommen lassen. und sicher waren, und nun freuen sie sich findlich über den eingezogenen dortige Schwurgericht verwiesen; und in der New- Yorker Zuschrift Aber wozu denn im Falle unsrer Freunde überhaupt eine Vor- Frieden. Die Häuser sind beflaggt und die großartigsten Vorberei- an Bebel und Liebknecht muß es heißen: ,, Wie ohnmächtig erscheint der untersuchung und absonderlich eine geheime? Was sie verübt, haben tungen zu einer glänzenden Illumination werden getroffen. Tausende Kraft und Nothwendigkeit unserer Bewegung gegenüber 2c." fie offen, im Lichte des Tages gethan und sind stolz darauf, daß sie von Thalern, man spricht von 7000 Thlr., find dazu von der Gemeindees gethan haben. An Leugnen, oder auch nur Verkleinern dessen, was vertretung bewilligt und auf dem Marktplage bereits eine kleine Bude fie gethan haben, ist also nicht zu denken. Freilich, was falsche Zeugen zur Aufnahme einer Mama Germania aufgefchlagen worden, um wahrihnen andichten mögen, werden ste läugnen, aber dergleichen wird man fcheinlich über ihren Erretter, den neuen Kaiser, segnend ihre Hände ihnen beweisen müssen; lügenhaftes Zeugniß besteht aber schwer im auszubreiten. Ja, mit nationalliberalen Stadtverordneten läßt sich Kreuzfeuer, zumal gegenüber solchen Männern, die Herz und Kopf am schon etwas anfangen. Diese Herren sind ungemein liberal im Berechten Flecke haben. willigen, wie dies uns schon der liebe norddeutsche Reichstag zur Genüge gezeigt hat. Wenn aber erst der neue deutsche Reichstag zusam gegen Oberwinder, A. Scheu, Most, Papst 2c., verhandelt vor In Preßprozessen pflegt der Untersuchungsrichter den Angeklagten mentritt, da wird es eine wahre Lust sein zu sehen, wie diese Biederdem Landesgerichte zu Wien. zu fragen, was er mit den gebrauchten Worten gemeint babe. Jede männer R. Schmidt, Georgi, Minkwiß, Schulze und Genossen so Nach stenographischen Berichten bearbeitet von Heinr. Scheu. solche Frage ist eben so unbegreiflich, als unverantwortlich. Entweder freigebig mit den Millionen des guten deutschen Michel um sich werfen Vollständig in 9 Heften. Preis komplet 18 Ngr. hat der Ankläger, oder der Angeber etwas Unrechtes in den Worten werden. Der neue Kaiſer muß vor allen Dingen einige Millionen Antrag und Reden von Bebel und Liebknecht im Reichstage. gefunden, oder er ist darüber im Zweifel. Nun aber befagt ein alter, mehr bekommen, Bismarck, Noon, Moltke und andern Helden und der deutsche Bauerufrieg von Friedrich Engels. 7 Bogen stark. ganz gerechter Juristenspruch, das im Zweifel für den Angeklagten ent- Rettern sind neue Dotationen zu bewilligen; Geld über Geld wird Das Exemplar kostet 5 Gr., in Partien bezogen nur 4 Gr., 1 Expl. schieden werden müsse( in dubio pro reo). Ueberzeugt thut man am man brauchen, und es wird bereitwilligst dargeboten werden. Dazu im Buchhandel 71% Gr. besten, wenn man die Finger läßt vo.. Dingen, die man nicht versteht kommt noch die Feſtſezung des Militärbudget, und hätte es wohl bazu Der Staat und das Genossenschaftswesen. 20 Stück 10 Gr. und ungeschoren läßt Männer, denen man in keinem Betrachte ge- eine für Bismarcks Politik günstigere Zeit geben können, als gerade die wachsen ist, weil sie aus Eigenem denken und urtheilen, während man jetzige? An eine Reduzirung dieses hohen Budget ist durchaus nicht sich an eine Satzung flammern muß. zu denken, mag auch das Volt, das ja so nur eine Nebensache ist, Nationalökonomisches. II. Vortrag von J. Diepgen. 30 Stück Es möchte scheinen, daß ich die Rechtfertigung unserer Freunde dabei in immer größere Armuth gerathen. Wir brauchen aber die aufgegeben, oder doch aus den Augen verloren habe, und mich darauf Soldaten um Elsaß und Lothringen zu behaupten," wird der ganze beschränke, Schonung für dieselben auszuwirken. Mit nichten. Was liberale Chorus aufschreien, und man wird mit Freuden die kolossale ich amlent gefeat, follte die Art der Berfolgung in's Unrecht stellen; Summe von 67-70 millionen auf einige Zeiten dann bewilligen. Sie Sibenifitat unferer Liberalen des = 35 Kr. 10 Gr. 35 fr. Leipzig: Verantw. Redakteur in Vertretung: Carl Hirsch( Redaktion Emilienftr. 2.) Drud u. Berlag: F. Thiele.( Expedition: Peterstr. 1'