e ? De 11 mom 1, er 13 n g g a. ſt, pie it, en ha .; D= E.; ge or. Pf. 10 hr r= ch 13 8: It. per a= Fin ent er: ch Die zu ge er= em io= er= er= irber iv, , fen en. en, ber rde as bet 22. rscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. estellungen nehmen alle Sostanstalten und Buchhandmgen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, F. Thiele, Emilienstraße 2, Mittwoch, den 15. März. Der Volksstant 1871. Abonnementspreis Für Breußen incl. Stempelfteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 gr. per Quartal. Agent für London A. Duensing, Foreign Bookseller, Librarian and Newsagent, 8, Little Newport Street, Leicester Square, W. C. Filialerpedition für die Verein Staaten: F.A.Sorgé, Box 101 Hoboken N. J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. Abonnementseinladung. An die Parteigenossen. = wachsenden, von der großen Armee der Lebenden, der Fortschrittspartei, 3872 und W. von Bustau 819, während 11 sich aus verschie= trennt. Die alten absterbenden Leute halten sich jedoch auch immer Wir bitten alle Leser und Parteigenossen, sich zum neuen für sehr gesund unb rüütig, uub so ist es bei der Fortschrittspartei; dene Kandidaten zersplitterten; da mithin keiner der Gewähl und Quartal für weitere Verbreitung des Volksstaat" zu bemühen sie, die bereits ebenfalls zu den Sterbenden gehört, hält sich im fräftigten die absolute Majorität erhalten, ist eine engere Wahl auf und namentlich durch die div. Lokalpresse dahin zu wirken. ten Mannesalter stehend. Ist denn aber eine Partei, die als ihr eigent: Freitag den 17., sowie die Ermittelung und Verkündigung des Das Abonnement erneuere man jetzt schon, um die der Schlußberathung ablehnt, noch lebensfähig? Die sozialistische Parliches Prinzip hat, das in der Borberathung anzunehmen, was sie bei Resultates auf den 21. d. M. angeordnet. unangenehme Verzögerung, die sonst bei Beginn des neuen tei hat das erste Weal ihren Kandidaten hier aufgestellt, wenn zu tag gewählt. Derselbe ist bekannt aus dem Frankfurter VorIn Coburg wurde Hr. Hofrath Briegleb in den ReichsQuartals eintritt, zu vermeiden. frieden auf das Resultat blicken. Es zeigt sich hierdurch nur die UnDie Parteigenossen in den Vogel v. Falckenstein'schen Pro- schon heute die Zeit kommen, wo hier an Stelle der Fortschrittspartei, angehörend. Programm: Militärstaat nothwendig, keine Diäten, widerstehlichkeit, das Durchdringende des Sozialismus. Ich sehe Parlament von 1848 und anscheinend der nationalliberalen Partei vinzen ersuchen wir dringend, in ihren Lokalblättern den die sozial- demokratische maßgebend sein wird. Zur Erreichung dieses Voltsstaat" zu empfehlen und bekannt zu machen daß wehr, nach aufgehobenem Belagerungszustand, alle Bostämter Bieles iſt es jedoch nothwendig, daß wir stets der Worte tajjalle's ein. Legislaturperiode nicht unter 3 Jahr, wahlberechtigt nicht unter wieder Bestellungen auf den„ Boltsitaat“ annehmen. Mit gedent find: Seid einig, einig, einig!" 25 Jahr, neues deutsches Reich mit der alten Verfassung zc. 1. April beginnt das neue Quartal. In Elberfeld Barmen fiegte der engern Wahl der Hr. Hofrath Briegleb ist gewählt mit 3825 Stimmen. 5215 konservativ- klerikal- reaktionäre Legationsrath v. Kusserow mit Wahlberechtige haben sich der Abstimmung enthalten. 9540 über Herrn v. Schweizer, der 8477 Stimmen erhielt. Wie unter dem deutschen Kaiserreich der Ordnung und So hat Herr v. Schweißer den Beweis geführt, daß unter frominen Sitte" die deutsche Treue und Wahrheitsliebe gedeiht, seiner unfähigen und unreellen Diktatur die Sozialdemokratie zeigt der Umstand, daß der bayerische Erminister v. Hörmann selbst dort fast Nückschritte statt Fortschritte macht, wo sie unüber dreimal gewählt worden ist. Vermuthlich jedesmal auf ein windlich schien. Wenn Herr v. Schweizer nicht die Geldmittel anderes Programm. Dieser Herr von Hörmann ist im bayriund geistigen Kräfte seiner Anhänger auf die Bekämpfung ihrer schen Landtag bei verschiedenen Gelegenheiten als Lügner eigenen Brüder, die dasselbe, was sie wollen, und deren Bor: entlarvt worden, ohne daß er sich zu rechtfertigen wußte. Sind fämpfer gelenkt, sondern sozialistisch- demokratisch gewirkt hätte, dem Kaiserreich auch solche Fürsprecher willkommen? so würde die Avantgarde der Arbeitersache nicht geschlagen wor- wären sie ihm am Ende gar die liebsten? den sein. Hoffentlich öffnet dieses Wahlergebniß den Arbeitern Wir bitte die Freunde um Mittheilungen der noch nicht Stichwahl im 15. Sächs. Bezirk. von Elberfeld- Barmen die Augen über den sonderbaren So- gemeldeten Wahlresultate. Ferner bitten wir, alle Wahlumtriebe, Beein Zahlreiche Versammlungen erklärten sich einstimmig für zialdemokraten“ Hrn. v. Schweißer! In Bremen ist der Spier. Die Biedermänner" wagen nicht offen aufzutreten, zärtliche Busenfreund Schweizers, Herr Hasselmann, ebenfalls flussungen und sonstige Ungesetzlichkeiten und Unregel intriguiren aber auf unwürdigste Art im Geheimen; Biederunterlegen. In den dortigen Wahlversammlungen machte er mäßigkeiten uns wahrheitsgetreu und ausführlich, mann" selbst scheut das Licht und sammelt seine edeln" Freunde für seine Kandidatur, einem Berichte der Nationalzeitung zu- mit Belegen und Zengennennung zu berichten. Ueber nur in geschlossenen Kneiplokalen um sich. Wir bitten, uns die folge, das Verdienst geltend, daß er zuerst Liebknecht und jedem Bericht ist der Wahlbezirk zu bemerken. Ergebnisse der am Sonnbend, 18. März, stattfindenden Wahl rung zu stehen, weil Liebknecht in Wien mit Hrn. v. Orges Bebel beschuldigt habe, im Dienste der österreichischen Regievon allen Orten sofort zu melden. gesprochen habe. Die Bremer Arbeiter haben dieses ,, Verdienst" gebührend gewürdigt, Herr Hasselmann erhielt lächerlich wenig Stimmen. Außer einem noch zu bedeckenden Defizit der Wahluntoften sind es die Pflichten, die wir unseren zahlreichen Inhaftirten und deren Familien gegenüber zu erfüllen haben, welche uns zu einem erneuten Appell an die Ausdauer und Opferwilligkeit der Parteigenossen nöthigen. Thue Jeder sein Mögliches! Beiträge nimmt unser Kassirer Burckhardt, Johannis: gaffe 6-8 E. entgegen. Leipzig, 10. März. Der stellvertretende Ausschuß. Wahlergebnisse. " Politische Uebersicht. Oder Aus Mainz, 7. März, wird gemeldet: ,, Gegen den Schillerplatz zu marfschirte gestern Nachmittag eine Truppe Kriegs= Aus dem 19. Sächs. Wahlbezirk schreibt man uns: Wie Herr von Schweißer die Arbeiter aufklärt," das gefangener( Elsässer) mit dem Tornister auf dem Rücken In Jahnsdorf hat der Gemeindediener die Stimmzettel zeigt deutlich die neueste uns vorliegende Nummer seines Dr und fang zum Erstaunen der Vorübergehenden Die Wacht am Mintwisens ausgetragen. Es wird überhaupt durch Parteige gans. Fast zwei Seiten fülen die Namen der in den beut: Rhein", nur mit dem etwas veränderten Refrain: ieb' Banoffen im 19. Wahlbezirk so Manches ans Tageslicht kommen, schen Reichstag" gewählten Junker, Mucker, Domkapitulare, terland mußt ruhig sein." Es ist recht erfreulich, daß die wenn gegen die Wahl Minkwiz protestirt und die Sache ehrlich Minister, Advocaten c. aus den einzeln aufgeführten Wahlkrei- Elsässer ihr neues Lieb' Vaterland schon so genau tennen. Bei der in Wittmund stattgefundenen Siegesfeier untersucht wird. Die betreffenden Gemeindevorsteher, die die fen; 1½½ Seiten Raum beansprucht seine ,, Lucinde," ein sozialwurden dem Kanonier Abels beide Hände und beide Füße ab= Minkwiz'schen Zettel durch ihre untergebenen Beamten amtlich politischer Roman, wie es deren hunderte giebt, mit einigen vertheilen ließen, find entweder Wahlvorsteher oder deren Stell guten Rapiteln, im Uebrigen:„, laues Wasser"; den Nest bilden, geschossen, der Unglückliche erlag den erlittenen Verlegungen im vertreter, dieselben mußten Alles, was auf die Wahl Einfluß außer einer Aufforderung zu Geldsendungen, etliche Annoncen Verlauf einer halben Stunde. hat, vermeiden. Käme man mit diesem Unfug jetzt durch, und eine Menge„ Vermischtes," welches lettere alle Schnurren In Zürich sind anläßlich der Verhöhnung und provozi" so ist nie mehr darauf zu rechnen, einen freifinnigen Kandidaten enthält, mit denen in der letzten Woche die Bourgeoispreffe ihr renden Behandlung der französischen Internirten seitens der durchzubringen. Hier wills den Leuten gar nicht in den Kopf. Publikum gefüttert: Gefangnenwiße, Leichenbegängniß eines Turco, dortigen Bourgeoisie und Aristokratie, wobei das Volt Partei Man wird sie nie wieder zur Wahl bringen, denn es heißt nun: Kuriosa, Unglücksfälle, hohes Alter, ein Bärenführer u. dergl., für die Ersteren ergriff, Unruhen ausgebrochen. Natürlich müssen Die Großen bleiben die Großen, mit Denen ist durch Wahlen aber ja beileibe nichts Prinzipielles. Auffallend war uns fol- auch hier, wie immer die Internationalen Schuld sein! nichts zu machen. gende Notiz unter dem Vermischten": Das Leichenbegängniß des republikanischen Straßburger Maire ber fönigl. Regierung in Wiesbaden erwähnen, nach welcher dem unter außerordentlicher Betheiligung der Bürgerschaft stattge= ( Kuriosum). Wir wollen hier eine amtliche Bekanntmachung Dr. Küß hat, wie die Straßb. 3tg." berichtet am 8. März Johann Wilhelm Esel zu Niederbrechen die nachgesuchte Genehmigung ertheilt worden ist, an Stelle des von ihm seither geführten Familien- funden. Der Zug, dem sich auch die Spitzen der deutschen namens ,, Efel" den Namen„ Schieborn" anzunehmen und zu führen." Militär- und Civilbehörden angeschlossen, bewegte sich zunächſt Sollte vielleicht Herr v. Schweißer den abgelegten Namen von der Mairie nach der Thomaskirche und von da nach BeSchieborns anzunehmen geneigt sein? Aber wer wird den ſeinigen endigung der kirchlichen Feier zum Friedhofe vor dem Steinthor. Alle Läden und Wirthshäuser waren während der Be= Unsere vorläufige Notiz in Nr. 21. über die Wahl rgebnisse im 22. Sächs. Bezirk ist nach dem uns inzwischen bekannt gewordenen amtlichen Ausweis wie folgt zu berichtigen: Georgi 5438, Brade 3477, Trüßschler 326, zersplittert 78 Stimmen. Ueber die Wahlbewegung in Berlin schreibt man uns: " Die Lüge ist eine europäische Macht, sagt Lassalle am Schlusse ihm abnehmen mögen? feines Bastiat, und dies findet volle Anwendung auf die hiesige Wahl- Die freie Wahl" im Kaiserreich erläutere folgendes gräbnißfeier geschlossen. So kaiserlich sind die Elsässer. General Aurelles de Paladine bereitet in Paris die EntEin ewegung. Jm 3. und 4. Bezirk, welcher jeder zur Hälfte aus dem Stückchen aus dem Kreise Gumbinnen. In der Wahlwoche früher Jacoby wählenden Landtagswahlbezirk besteht, war Aussicht vorbanden, Jacoby durchzubringen, ja jogar in einigen Versammlungen traf der Polizei- Verwalter Buchholz auf einem Dorfe bei laffung der vorhandenen Bataillone der Nationalgarde vor, inentschied sich die Majorität für Jacoby. Man war in bester Hoffnung. dem Schulzen ein, fragte zuerst Frau und Tochter sehr dringend dem er die Zurückgabe der Waffen in kürzester Frist bei harten Doch vergaß man, daß die Liberalen ihre Hauptwaffe, die Lüge, gehörig aus, der Mann war nicht zu Hause, ob er am Dienstage die Strafen anbefiehlt. Diese Maßregel hat energische Protestatio= benutzen würden. Am Tage der Wahl wurden nämlich Zettel, un demokratische" Wahlversammlung besucht und nachdem dieses nen hervorgerufen. Rochefort flagt in seinem Organ ,, Mot terzeichnet vom liberalen Wahlkomitee angeklebt, worin der liberale verneint, ob er schon demokratische Wahlzettel habe. Das d'Ordre" die Regierung an, daß sie die Nationalgarde unter Kandidat empfohlen wurde. Neben diesem Zettel befand sich ein anberer, der zwar ununterzeichnet, jeboch aus derselben Druckerei, von ſtellten die Frauen nicht in Abrede und mußten sie die ver- dem Vorwande der Reorganisirung derselben entwaffne. welcher der erstere Zettel war. Auf diesem Zettel befanden sich die meintlich demokratischen Zettel suchen und vorbringen. Gerade Auf dem Montmartre hat die republikanische Partei eine Gründe, weshalb man gegen die einzelnen Kandidaten stimmen müsse. als der Schulz nach Hause kam, waren die Zettel vorgelegt förmliche Festung erbaut, die Barrikaden sind mit Kanonen arIch will den gegen Joh. Jacoby angegebenen Grund anführen, er und erklärte er demselben, er werde die mit v. Kries bedruck mirt, die man im Augenblick des Einmarsches der Preußen lautete, weil J. Jacoby Sozialdemokrat sei, die Sozaldemokraten das ten gemäßigten" Bettel einziehen und ihm dafür andere mit weggeführt hat. Man stellt Poſten auf, man löst sie ab, man materielle Entwickelung nicht möglich. Wieder die befarnte Lilge. Will ,, Prinz Albrecht, Vater" geben. Nun solle er aber auch die giebt Hornsignale, bis zum äußern Boulevard hin sind Wachen ober kann uns das Bürgerthum nicht verstehen? Da die Herren doch" demokratischen", die er sicher schon von dem benachbarten vertheilt, es heißt sogar, daß in diesem Bezirk des republikahohe Schulen besucht haben, so können sie uns wohl, wollen uns aber nicht verstehen, da sie wissen, daß die Wähler, wenn sie wirklich wüß- Demokratischen Gutsbesitzer erhalten, herausgeben. Auf die nischen Hauptquartiers Requisitionen erhoben werden. ten, was wir wollen, uns ihre Simmen zuwenden würden; denn wir Versicherung des Schulzen, er hätte teine, mußte der Mann, rother Anschlag, unter dem mehrere bekannte Namen, wie Bindy, pollen gerade, daß Jeder sich des Eigenthums erfreue. Wir der da meinte: versprechen und Wort halten ist zweierlei, ihm Courty u. s. w. stehen, protestirt gegen jede Jdee von Insurind nicht begeistert, wie die Liberalen, für jene Zustände, wo sich die versprechen, ihm dieselben sofort nach Eingang abzuliefern. rektion und Plünderung, aber eine Regierung en miniature, Einzelnen wie hier z. B. die Herren Bleichröder und andere Banquiers Thun wird er es sicher nicht, aber mmer mehr bereichern, während die Spinner um das tägliche Brod das nennt man ,, freie die sich Generalkomité der Nationalgarde nennt, und in regelrechter Weise durch eine große Anzahl von Bataillonen der In Harburg erhielt Pfannkuch 250 Stimmen, in Lüne- Bürgergarde erwählt zu fein behauptet, erklärt, sich das Monomaterielle Wohlfahrt mehr gefördert wird; jedoch nur die kurze Bemer: burg Schrader 150. tung, daß jedenfalls nach unserem Prinzipe, dem Menschen den vollen pol der Vertheidigung der Republik zu reserviren. Srtrag seiner Arbeit zuzuwenden, weit eher die Wohlfahrt der großen In Altona stimmten unsere Parteigenossen vereint mit Ueber die Lage in Paris schreibt die ,, Freie Presse", Maſſe, freilich mit Ausnahme der Rothschild, Krupp, Borsig, Nuffer 3, dem A. D. A.-V. für Bräuer. Derfelbe erhielt 3875 Stin- deren Redakteur( B. Becker) bekanntlich längere Zeit und bis befördert wird, als durch die spießbürgerlichen Consum und Vorschuß men. reine u. s. w. von Schulze- Delißsch. Das Wahlresultat ist dennoch wären! Was könnten wir nicht erzielen, wenn wir ganz einig zum Ausbruch des Krieges in Paris lebte: n günstiges, im Vergleiche mit Breslau oder Cöln ein glänzendes zu ennen. Es erhielten nämlich die Frrtschrittspartei und Nationalen 5,573 Stimmen, Jacoby 6393, hierzu tommen noch für die soziali Bolksparteiler", wie us Herr v. Schweizer titulirt, stimmten, Pische Partei 1900 Stimmen für Grau, ist also 8293 Stimmen, gegen 2000 Stimmen. der dritte Theil der Stimmen der Fortschrittler und Nationalen für in r.; rt, arch schwer zu kämpfen haben Es würde mich zu weit führen, wollte ich Wahl". erörtern, ob durch unsere, oder durch die Prinzipien der Liberalen die de, ein ma on bezgd. 8. ion: 18) In Hannover erhielt Richter, für den wir Eise tacher ,, Ein Theil von Paris ist bedeckt mit Barrikaden, die mit Kanonen besetzt sind und militärisch bewacht werden. In dieſem verbarrikadirten Theile werden im Namen einer von entschiedenen Republikanern ernannten Regierung Befehle vollzogen und Requifitionen gemacht. Diese Regierung nennt sich ,, Allgemeiner Ausschuß der Nationalgarde" und ist von einer großen Anzahl Bataillone der Nationalgarde eingesetzt. Sie erklärt, daß sie nur die Aufrechterhaltung der Republik bezweckt, welche Das am 7. d. in Altona publizirte Wahlresultat im 8. den Parisern durch die Majorität der Bordeleser NationalverIn Frankfurt a. M. ist am 17. d. engere Wahl zwischen Im Harz Stichwahl zwischen Graf Münster und Haffelbie sozialistische Partei, während die Conservativen trop der Unterstützung Sonnemann und Rothschild. der Regierung und troß der Aufstellung von fiegreichen Generälen, den og. Staatsrettern, es nur auf 3829 Stimmen, also nicht einmal auf die Hälfte der sozialistischen Stimmen brachten. Ein Leitartikel der hen mann. tigen, Volkszeitung" behandelt dieses Thema, derselbe sagt, daß in jeber ie Sterbenden, die Lebenden, die Heranwachsenden. Die Fortschritts: schleswig- Holsteinischen Wahlkreise ist folgendes: Von den abgeartei gebenen 8577 gültigen Stimmen( 146 wurden für ungültig nerkennend unsere starke Minorität, bedauert nur, daß sich die Heran- erklärt) erhielt Bräuer( Sozialdemokrat) 3875, Dr. Schleiden sammlung bedroht erscheint. Die Haltung des in Baris nicht gerade sehr populären Picard, sowie die Ernennung des Generals d'Aurelles de Paladines und Rogers zu Chefs der Natio Der Angeklagte kann abtreten. nalgarde der Seine haben daselbst einen peinlichen Eindruck gut kaiserlich ist. Wenn irgendwo, so zeigt sich hier, daß dem mehr! Abstimmung! Morgen! Der Beschluß! Dies mein H., ist genau | hervorgebracht. Uebrigens heißt es wahrscheinlich mit Un- forrumpirenden Einfluß des Cäsarismus schwer zu widerstehen ist. was ich dente. Gesch.: Wir sind belehrt, Sie können sich zurückziehen.( Bum recht, daß bonapartistische Agenten die Pariser Bevölkerung In den Marseiller Docks fand am 7. März eine Kund- Angeklagten). Haben Sie diesen Aussagen noch etwas hinzufügen aufheben. Denn die Besorgniß, daß die Mehrheit der Borde gebung der Arbeiter statt. Die Arbeiter verlangten eine Ver- Angefl.: Ich muß bemerken, daß das Plebiszit vom o. Mai Leser Versammlung einen Streich gegen die Fortdauer der Re- minderung der Arbeitsstunden und eine Erhöhung des Lohnes. Gesch.: Angeklagter, lassen Sie uns ernst sein; dies ist nicht d publik im Schilde führe, ist hinlänglich begründet, und Wach- Der Präfeft versprach, die Angelegenheit zu untersuchen und Zeit zum Scherzen. Wir wollen das Urtheil fällen. In Erwägung, daß Louis Napoleon Bonaparte nach zwei fehle B samkeit daher am Blaze. Würde die Mehrheit der in Bordeaux bat die Arbeiter, sich zu entfernen, worauf sich dieselben zer- schlagenen Versuchen und mit Hintenansezung eines feierlichen Gürs tagenden Versammlung nicht feindliche Absichten gegen den streuten. die Herrschaft Frankreichs an sich riß, der er den Namen ,, das zweit Fortbestand der Republik hegen, so würde sie nicht mit dem Gleichzeitig brach aus Anlaß der Einstellung der während Kaiserreich" gab;- in Erwägung, daß anstatt sich zu bemühen, die weni Plane hervorgetreten sein, ihren permanenten Sitz nach einer der Kriegszeit gezahlten Subsidien auch in Roubaix eine Strife ehrenvollen Spuren seines Ursprungs zu verwischen, Louis Napoleo Bonaparte tlos feine Wacht durch wiüfürliche und tyrannische Handanderen Stadt, als Paris, zu verlegen Sie weiß, daß, in der aus, welcher bereits größere Dimensionen annahm. National- lungen und durch Verfolgung seiner politischen Gegner zu befestigen Bevölkerung von Baris die größte Intelligenz Frankreichs vor- garden versehen den Patrouillendie. und Truppen der Be- jubie; in Erwägung, daß nach einer zwanzigjährigen Herrschaft, vor- garden handen ist und daß folglich die Republit, wie die französische fatzung aus Lille stehen bereit, nach Roubaix abzugehen. Es während welcher er der unumschränkte Gebieter von Frankreich war, Geschichte seit beinahe einem Jahrhundert lehrt, dort ihre eifrig- muß sich nun zeigen, ob man in der Republik ebenso die Be- er das große Volk verließ, mit erschöpften Finanzen, einer vernichteten Armee, die Beute einer Invasion, welche drei Provinzen zerstört und sten Bertheidiger hat. So oft in Frankreich die Republik auf schwerden und Ansprüche der Arbeiter beantwortet, wie im über den größern Theil des französischen Gebiets sich zu verbreiten tauchte, um durch die vorzüglich in den Provinzen nistende, auf Kaiserreich, mit Kartätschen, oder durch Entgegenkommen. droht; in Erwägung, daß in der Witte dieser schrecklichen Mißge Duminheit oder kurzfichtigem Eigennuz beruhende Reaktion wieder Nachschrift: Die Nachrichts vom Tode Rochefort wird schicke, wo Alles verloren schien, er sogar dadurch nicht seine Ehre zu unterdrückt zu werden, da war es das Volk von Paris, welches bereits dementirt! Sein Tod war nur ein frommer Wunsch schmachvoll und feige dem Gegner ergab retten suchte, daß er sich den Feuer der Feinde ausseßte, sondern sich erklärt die Geschichte in sein Blut für die Freiheit versprißte. Der Krieg gegen Preu- der Kaiserlichen aller Länder. Die Regierung hat sein Blatt unparteilicher Würdigung die verbrecherischen Thaten dieses enthronten ßen war im Grunde gegen die Pariser Republikaner gerichtet, und alle entschieden republikanischen Organe unterdrückt und Herrschers, daß die mit einem Staatsstreich begonnene und mit einer die einzig und allein, weil das Volk der Provinzen noch zu entwaffnet das Volk. Die Revolution ist unvermeidlich. verruchtesten Regierungen gezählt werden soll, welche Frankreich jemals Invasion geendigte Regierung Napoleons III. zu den nichtswürdigsten und weit zurück war, noch nicht zur Revolution gegen Louis Boerduldet hatte; beschließt, daß der Name Napoleon der Dritte" in naparte zu schreiten wagten, und als letzterer bei Sedan schmach- Napoleon III, vor dem Tribunal der Geschichte.( Schluß.) voll in Gefangenschaft gerieth, waren es wiederum die Pariser, den zu wiederholen. Die wirkliche Wahrheit in dies,- Sie haben geschändet werden soll, welche die ersten Jahre der französischen Monarchie Gesch. Wir wissen, daß es zwecklos ist, uns Ihre alten Re- demselben Grade wie die Namen der werthlosen Könige verächtet und vor denen Eugenie flüchtete und aus deren Händen das übrige nur Einen Ehrgeiz, Ein Ziel: Macht durch jedes mögliche Mittel zu entwürdigt haben." Frankreich die Republit empfing. Ebenso geschahen die Staats- erlangen. Sie erlangten sie durch Meineid, Gewaltthat, Einterferungen streiche, zu denen die Provinz die Soldaten lieferte, immir in und üstlader Angefl. Sie vergessensieben Millionen achthunderttausend Stimmen. und gegen Paris. Wer sollte auch die Republik hüten, wenn Gesch. Sie vergessen auch den Druck, die Grausamkeit, die Lügen, es nicht die Pariser thäten? Der Einfluß von Lyon, Mar- deren Sie sich bedienten, um diese Stimmen zu erlangen, nicht zu geseille und anderen größeren Städten Frankreichs, wo das re- denken des Schreckens, den Ihre Verfolgungen einflößten. Alles dieses publikanische Element seine Hauptstützen hat, ist keineswegs mit jedoch hätte vergeben werden können, wenn dieses große und tapfere Volk, dessen unbeschränkter Herr Sie zwanzig Jahre lang gewesen sind, dem der Hauptstadt zu vergleichen. Zwar benimmt sich gegen während Ihrer Herrschaft die Größe und das Glück gefunden hätte, wärtig die französische Reaktion noch feig, da sie nicht offen welches Sie ihm so leicht hätten verschaffen tönnen. mit der Sprache herausgeht. Wenn sie jedoch ihren Sitz nicht Angeft. Aber es scheint mir, daß Frankreich während meiner nuch Paris, sondern nach einer andern, minder bedeutenden Herrschaft sich hinreichend glücklicher Tage erfreute, um mich zu beStadt zu verlegen droht, so wissen wir Deutsche von der Ver- rechtigen Gesch. Hinreichend glücklicher Tage! Wie wagen Sie ein solches legung der Berliner National- Versammlung nach Brandenburg Wort heute auszusprechen? Sehen Sie auf den Zustand, in welchem Sie und von der Verbannung des Wiener Reichstags nach Kremsier dieses unglückliche Land zurückgelassen haben, seine Finanzen sind er: unseligen Andenkens her, was es mit solchen Verlegungen des schöpft, sein schönes und tapferes Heer iſt zerstört, sein Boden durch Vertretungstörpers fern von der Hauptstadt des Landes für eine feindliche Heere besetzt und geplündert. Angell. Nein, ich versichere Ihnen, der König von Preußen Bewandtniß hat. Beschließt die Nationalversammlung nicht behandelt mich sehr gut, und die Uebersiedelung nach der Metropole des Reichs, so muß sich nunmehr bald zeigen, ob sie zu einem Staatsstreiche, der sich gegen die pariser Republikaner zu richten haben würde, den Muth besitzt. Uebrigens dürfte ein Staatsstreich unter den jebigen Umständen nicht so leicht gelingen, wie früher. Auch wäre, wenn Paris bewältigt wäre, immer noch Gefahr vorhanden, daß sich der von der Reaktion entzündete Bürgerkrieg auf den Osten und Süden Frankreichs ausbreitete. Angesichts solcher Eventualitäten wird die in sich zerfahrene reaktionäre Mehrheit der Bordeleser Versammlung, sowie die von Thiers gebildete Regierung, die bekanntlich in vielen Farben schillert, sich wohl hüten, die Sache auf die Spitze zu treiben." Andere Berichte behaupten, die angebliche Aufregung in Paris sei nur eine Erfindung der Monarchisten, um die Stonftituante zu bewegen, ihre Sizungen möglichst fern von Paris abzuhalten, wo sie dann, gestützt auf die Provinzen, leichteres Spiel für ihre reaktionären Pläne hätten. In der Sitzung der Nationalversammlung vom 9. März kam der Kommissionsbericht, betr. die Verlegung der Nationalversammlung, zur Vorlage. Fünf Städte wurden für den Sitz der Nationalversammlung bezeichnet, darunter Versailles, Fontainebleau und Orleans. Die Commission sah trotz des Wunsches der Regierung von Versailles ab, weil man dadurch die Frage über die Verlegung der Versammlung präjudicirt hätte. Die Entscheidung bezüglich Versailles ist mit 10 gegen 5 Stimmen gefaßt worden. Für Orleans waren mehrere Stimmen in der Commission, man habe jedoch für Fontainebleau gestimmt, da sich die Stadt für eine schnelle Erledigung der Angelegenheiten empfehle und der Versammlung die nöthige Ruhe für die Arbeiten gewähre. Die Versammlung verlasse jedoch nicht eher Bordeaux, als bis es feststehe, daß alle Arbeiten für die Berlegung beendet und alle gesundheitlichen Rücksichten beobachtet seien. Monnet bringt ein Amendement ein, dahin lautend: Die Versammlung möge Bordeaux nicht eher verlassen, als bis der Feind das Lard geräumt habe. Der Berichterstatter er flärt seine Zustimmung zu dem Amendement und verliest alsdann den Text des Gefeßentwurfs. Derfelbe lautet: Art. 1. Die Nationalversammlung wird nach Fontainebleau verlegt. Art. 2. Die Versammlung verläßt Bordeaux nicht eher, bis daß der Feind das Land geräumt hat und die nöthigen Arbeiten für die Verlegung beendet sind. Thiers bittet, die Disfussion bis morgen zu verschieben, da die Regierung dabei bleibt, Versailles den Vorzug zu geben." Die Versammlung beschloß des andern Tages nach langer Debatte mit 461 gegen 104 Stimmen, ihren Sitz in Verfailles aufzuschlagen, wodurch, wenigstens nach den Erklärungen von Thiers. die spätere Verlegung nach Paris( wie es die Republikaner verlangen) nicht ausgeschlossen ist. Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Alle nach Graz reisende Heren fleiermacher werden ersucht, sich von folgenden Wertstätten möglichst fern zu halten, indem es sich um Reduzirung der Arbeitszeit, Aufbesserung des Lohnes und Her stellung der Ordnung handelt iguen lastet. Baul Nestelberger, Murgasse, Bauer, Schorgasse, Ring und Tolpolnid, Murgasse, Raza, bei der Kettenbrücke, Winkler, Herrngasse. erjuchen wir alle Kollegen, zu feinem Stüdmeister in Arbeit zu geben, Gleichzeitig da dieselben sich dadurch selbst und allen Fachkollegen schaden und die eigentliche Schuld der schlechten Bezahlung und großen Unordnung auf Für die Herrenkleidermacher in Grap: Graz, am 5. März 1871. Albert Huber. Zübingen, 8. März. Als der Abschluß des Friedens offiziell be fannt wurde, schoß man ihn mit Kanonen ein. Eine gute Borbedeu tung! Nur mit Mühe aber konnte man sich darüber trösten, daß Belfort den Franzosen bleibt. Jeder Philister beklagte den Unfall. Die deutsche Bourgeoisie hat in diesem Kriege noch einige derartige Schlap wieder auf den französischen Thron gesezt wurde. Ferner: Nanzig heißt pen erlitten. Das erste Unglück war, daß der Gesellschaftsretter nich wieder Nancy. Nachdem solche Uebelstande im allgemeinen großen allgemeine eſtfeier wurde durch Plakate auf den Sonntag festgesezt. Glück überwunden waren, herrichte ein bedeutender Jubel, und die Feurige Artikel, die zur Betheiligung an der ganzen großen Zeit auf Gesch. Sprechen Sie doch nicht solche Lästerworte, wo Tausende tödteten Kinder oder ihre erschossenen Bäter weinen. und Millionen von ruinirten und dezimirten Familien um ihre geAngeft.: Glauben Sie mir. ich beklage diese Unannehmlichkeiten mehr als irgend einer; indessen es ist nicht meine Schuld, wenn Leboeuf Gesch.: Er ist gerichtet. Um den Beweis Ihrer Schuld zu vertiefen, standen im Intelligenzblatt, dessen Redakteur eines der schönsten vollständigen, wollen wir die Zeugen hören. Gerichtsdiener, rufen Sie Philifterexemplare ist. Im Jahr 48 war er natürlich roth, sehr roth denn das war damals so Mode. Er hatte sich sogar mit dem Hecker die Zeugen für den Angeklagten. Erster Zeuge: Eine große majestätische Frau, in ein weites Ge- Da starb der Redakteur des Amts- und Anzeigeblatts, und die Re hut auf dem Kopf trauen lassen, und hielt ein kleines Oppositionsblatt wand gehüllt, in den Händen Reste von Ketten haltend. gierung bot nun ihm die Anzeigen an. Am andern Tag war im Gesch.: Ihr Name? Oppositionsblatt zu lesen: Unter solchen Eventualitäten kann ich mein 3euge: Freiheit. Blatt natürlich nicht im bisherigen Sinne fortseßen." Diesen Wechsel hat der größte Theil der hiesigen Bürger durchgemacht, und fast alle die im Jahre 66 zur Opposition gehört hatten, sah man ungenirt in Festzug einherschreiten. Derselbe wurde angeführt von der Wobilgarde fessoren, Bolizeidiener, Studenten, Schulbuben und andere Bürger. des Städtchens, genannt Stadtreiter. Dann kamen Landjäger, Pro Alle, die Studenten nicht ausgenommen, zogen in die Kirche, denn der Herrgott nimmt arg überhand im neuen deutschen Reich, und die From men sagen, das sei eben das Feine darau. Nachdem der geistliche Un finn angehört war, mußte auch noch der weltliche zum Ausbruch fom men, zu welchem Zweck ein Geschichtsprofessor im Universitätsgebäude eine Rede hielt, die übrigens nicht so schlecht ausfiel, als ich erwartet Gesch.: Kennen Sie diesen Menschen? Freiheit: Seit 20 Jahren war ich seine Sklavin und Dienerin; 20 Jahre lang hat er mich diese Ketten tragen lassen, welche ich soeben zerbrochen habe. Sehen Sie auf meine zerfetzten Handgelenke. Angefl.: Nichts desto weniger habe ich Dir immer einen Ehrenplay in meinen Reben gegeben? und Freih: Ja, in Deinen Neden, aber niemals in Deinen Thaten. 3weiter 3euge: Eine sehr bleiche Frau mit einem milden interessanten Gesicht. Gesch.: Ihr Name? Beuge: Frieden. Gesch.: Was haben Sie über den Angeklagten zu sagen? Friede: Er begann seine Herrschaft mit der feierlichen Erklärung: Das Kaiserreich ist der Friede." Ist es nöthig, zu beweisen, in welcher Art er sein Wort hielt? Gesch.: Es ist nicht nöthig, rufen Sie einen andern Zeugen. Dritter Zeuge. Eine überaus dicke, aufgeschwollene, wassersüchtige Frau tritt beschwerlich herein, als wenn sie ihren ungeheuren Körper taum zu schleppen vermag. Gesch.: Ihr Name? Beuge: Staatsschuld. Gesch.: Sie scheinen müde. Schuld: Wahrlich, ich kann kaum gehen, athmen oder irgend eine Bewegung machen, ich bin so angeschwollen. Gesch.: Und wer ist die Ursache Ihres gegenwärtigen Leidens arme Frau? Gesch.: Rufen Sie die andern drei Zeugen herein. hatte. Bei der Rückkehr von dort beschloß eine Heerde Schafe, die sich fälligerweise angeschlossen hatte, den Festzug. NB. wirkliche Schafe, nicht Menschen. Abends war die Stadt illuminirt. Wäre mehr Jau mination in den Köpfen dieser Bourgeois, so hätte es heut keine Ju mination gegeben. Das Volk hat eine Niederlage erlitten, deßhalb feiert man ein Siegesfest. Diese sogenannten Honoratioren, von denen die Einen bewußt( und bezahlt?) das Land verrathen, die Andern durd ihre Bornirtheit zur weitern Unterdrückung des Volfs beigetragen ha ben, sollten wahrhaftig ihr Dasein dem Lichte möglichst entziehen. Statt dessen führen sie das große Wort und werden von der Menge derjeni gen Bürger und Studenten, deren Gehirn sozusagen eine tabula rasa ist, obendrein noch bewundert. Auf dem Marktplay brachte die ganze versammelte Menge donnernde Hochs aus, aber nicht dem deutschen Kaiser, auch nicht der neuen Einigkeit, sondern Denen, die von Zeit zu Schuld: Der Angeklagte ist's, der mich 10 Milliarden in weni- Zeit bengalische Feuer anzündeten. Die Scene war erhebend. Am ger als zwanzig Jahren verschlucken ließ. Universitätsgebäude war als Transparent der heilige Georg( Schutz heiliger des Amtmanns?) zu sehn, wie er den Drachen tödtet. Die 30llernföpfe und Kaiserkronen hingen in allen Gaſſen. Bergeblich aber unvermeidliche Germania auf der Wacht am Rhein, verschiedene Hohens fuchten die Augen nach einem Transparent, wie es in einem andern Städtchen vorkam, in welchem zum großen Aerger der Nationallibera len an einem öffentlichen Gebäude der Vers prangte: Ein Faß ohne Reif mit erschreckten Gesichtern, gesenkten Augen mit Thränen gefüllt, aufgeDie Thüre öffnet sich und man sieht drei unglückliche Geschöpfe 1östem Haar und zerrissenen, blutigen Kleidern eintreten. Auf die Frage nach ihren Namen antworten sie mit einer durch Seufzer unterbrochenen Stimme: ,, Elsaß, Lothringen, Champagne." Gesch.: Angeklagter, wie können Sie diese schrecklichen Erscheinun gen verantworten? Angetl.: Es ist nicht meine That, es ist die Leboeufs. Nun, ich habe Entlastungszeugen. Gesch.: Wir wollen sie hören. Erster Beuge. Ein alter Einfaltspinsel, ganz fahlköpfig, in betreßtem Rock, bei jedem Worte hustend. ich Gesch.: Wer sind Sie? Zeuge: Der Senat. Gesch.: Sehr wohl; machen Sie ihre Aussage. Zenge: Meine Herren! Während der letzten zwanzig Jahre empfing dreißigtausend Franks jährlich, um von Zeit zu Zeit einen betreßten Rock zu tragen und in einem gepolsterten Lehnsessel zu schlafen. Ich kann daher nicht leugnen, daß der Herr, welcher mir diese Gunſibe: zeigungen gewährte, ein sehr ehrenwerther, sehr großmüthiger und sehr vortrefflicher Mann war. Gesch.: Bezahlte er Ihnen aus seiner eigenen Tasche? Zeuge: Um Ihnen die Wahrheit zn sagen, ich habe dies niemals unterfucht, aber ich glaube nein. einem unruhigen, argwöhnischem Blick und langen schmußigen Händen. 3weiter Zeuge. Eine Art Furie mit niederträchtiger Miene, Gesch.: Ihr Name? Rochefort ist todt! Rochefort, der geistreiche Spötter, der bas Kaiserreich bereits moralisch vernichtet hatte, als es äußer lich noch im Besize der Macht war, der ehrliche Volksvertreter, der sich stets als abhängig von seinen Wählern und Auftraggebern betrachtet, der unermüdliche und gewissenhafte Minister, der mit den Halben und Blauen so weit zusammenging, als sie demokratisch verfuhren, sich aber sofort von ihnen trennte und seinen Ministerposten verließ, als sie gegen das Volk zu intriguiren anfingen, der tapfere einfache Soldat ohne Ehrgeiz und ohne Ansprüche, das treue und eifrige Mitglied der internationalen Assoziation! Das französische Proletariat hat mit Rochefort viel verloren, und der Bourgeoisie ,, starb er sehr geTegen!" Wie viele solcher ,, Zeitungsschreiber hätte wohl das Gesch.: Und welche Art Geschäfte haben Sie mit ihm verhandelt? ,, Bolk der Denker", das sittliche, gebildete Deutschland zu verlieren? Beuge: Die Polizei. Gesch.: Was haben Sie zu Gunsten des Angeklagten zu sagen? Polizei: Ich habe zu sagen, daß ich niemals Jemand gefunden habe, der mir mehr Freundschaft und Liebe erwies. Jeden Morgen arbeiteten und frühstückten wir zusammen, und selten entließ er mich, ohne mir ein fleines Geschenk zu geben. " machten daran Bemeitungen folgender Art:„ Gut, schlecht, zu beaufZeuge: Wir nahmen ein langes Namensverzeichniß durch, und fichtigen, zu mißtrauen, einzuferfern u. s. w.; aber wie ich vorher sagte, er ließ mich niemals ohne Belohnung arbeiten, und Niemand kann sagen, daß er von den armen Leuten Vortheil zog, welche er beschäftigte. Gesch. Rufen Sie den letzten Zeugen. Ein dider Herr mit aufgedunsen n Backen, und einer etwas schlauen Miene tritt heran. Selbst solche Journalisten in Deutschland, die Scharfsinn, Wit, Kenntnisse und Geschmack besißen und die Zahl solcher ist nicht groß heulen mit den Wölfen und gehen unter die deutschen Cassagnacs. So z. B. Paul Lindau in seinem ,, Neuen Blatt", welches größere Selbstständigkeit versprochen hatte, als bie Gartenlaube, nun aber würdig mit derselben wetteifert in Hätschelung aller philisteriösen Vorurtheile, in Klatsch, Chauvinis- ten mus und unehrlichen Verdächtigungen alles Dessen, was nicht| Gesch. Ihr Name? Zeuge: Der Offizielle. Gesch: Nun sprechen Sie frei Ihre Ansicht über den Angeklagaus. Beuge: Ah, bravo! Sehr gut! Nein! Ja! Ordnung! Es ist nicht Und ein Griff ohne Schwert Und die Einheit ohne Freiheit Hat gar keinen Werth. Briefkasten. E. der Redaktion: Stollberg: An den Parteikassirer Burckhardt ein zusenden. K. u. W: Alles richtig erhalten, Coburg: Das Gedicht is sehr hübsch, kann aber im deutschen Reiche nicht gedruckt werden. der Expedition; Sch. Dresden: Geld u. Brief erhalten.- Neun dorf: Wird so bald wie möglich besorgt. F. Pest: 7 ft. 20 fr. er halten. E. Pest: 10 fl. erh. W. Dresden; erhalten. Mainz: 5 fl. 44 fr. erb. J. B. H Zwickau: Ins. in nächster Nr. Quittungen in nächster Nummer. J. M. Mühlwand: Arbeiterlesebücher erhalten Sie in 14 Tagen. S Für Leipzig. im Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Mittwoch, den 17. März, Abends 8 Uhr: Versammlung Saale der ,, goldenen Säge", Ecke der Dresdener u. Langenstraß Tagesordnung: Sozialpolitischer Wochenbericht( Ref. Schiffel.) Der Fragefasten. Gäste find willkommen. richten an Aufforderung. Der deutsche Arbeiterverein in Chur bat 120 Franfen( 32 Thaler zur Unterstützung der Hinterbliebenen von im Felde gefallenen Partei genossen gesammelt. Bewerbungen um diese Unterstüßung wolle man E. Sornauer, Schriftführer, Chur. Bremer in Magdeburg bute um seine genaue Adresse Schäfer, Gewandgäßchen 5, Leipzig. Für Dresden. Bestellungen auf alle sozialistischen Schriften übernimmt 5. Knieling, Christianstr. 16, 1V. Durch die Erpedition des Volksstaat" ist zu beziehen: Antrag und Neden von Bebel und Liebknecht im Reichstage Der deutsche Bauernfrieg von Friedrich Engels. 7 Bogen start im Buchhandel 71%, Gr. B ใน F. น un un D der bin me wie 1. toft In wel Op Mi ga wir der mal liche staat ange wied orga 4000 tionall ten, 4 sind b und L Fer neben ist, ha und si und h tomme g: Berantw. Redakteur in Vertretung: Carl Hirsch( Redaktion Emilienftr. 2.) Druck u. Verlag: F. Thiele.( Expedition: Veierstr. wenig 1 fein. gefagt: Das Exemplar foſtet 5 Gr., in Partien bezogen nur 4 Gr., 1 Expl