Nr. 92. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrterter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. zetle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonns und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Englische Stimmungen. London, 18. April. Sonnabend, den 21. April 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Versammlung durch Ueberweisung an einen Ausschuß sich recht geschickt aus der Affaire gezogen. Man muß sich zwar verständigerweise fragen, was für einen sa chlichen Zweck grade bei diesem Gegenstande, über den sich jedes einzelne Mitglied von bornherein flar sein mußte, die Ueberweisung an einen Ausschuß haben sollte. Betrachtet man indessen die Sache von rein tattischen Gesichtspunkten, so findet das Verhalten der MehrDurch dieses ist heit seine ganz natürliche Erklärung. eine Beschlußfassung vermieden worden, die, wenn sie in der einen Richtung erfolgte, freisinnigen Grundsägen widersprach, im lentgegengesezten Fall aber den Zorn der Socialdemokraten über die vorausgegangene Bewilligung der 50 000 M. in unangenehmer Weise steigern mußte." Man wird dieses plögliche Lob um so höher zu schätzen wissen, als dieselbe Streuz- Zeitung" denselben Freisinn in ihrer unmittelbar vorhergehenden Nummer in Hinsicht auf die skandalösen Vorgänge in Gotha wie folgt gewürdigt hatte: Das geht nun vielen Engländern, denen der Reichsgedanke am Herzen liegt, und sicher auch verschiedenen Mitgliedern der Re gierung, wider den Strich. Es beschränkt im voraus die Funktionen des ihnen als Zukunftsbild vorschwebenden ReichsEine Anzahl von Versammlungen über die Süd- senats( in den man das Haus der Lords dereinst afrita Frage haben wieder zu allerhand Versuchen von umzuwandeln hofft) und mindert, wie gesagt, die Autorität Sprengungen seitens der Regierungsanhänger des Reichs über einen ganzen Bund seiner australischen geführt. So fürzlich in Shoreditch( nordöstliches London), wo Kolonien. Rud, Es braucht denn auch nur noch einen in einer von der Socialdemokratischen Föderation" einberufenen und dieser verwandelt sich in einen selbständigen Staatenbund: die und von 1500 Personen besuchten Bersammlung Hyndman über Bereinigten Staaten von Australien oder gleich Australasien. Aber den Krieg referierte. Es gelang zwar den Ordnern der Partei, die Störer was thun? Die Verfassung hat, so wie sie ist, schon die Sanktion aus dem Saal zu entfernen, draußen aber bedurfte es energischen Ein- des australischen Volls erhalten, die kleinste Aenderung würde eine schreitens der Polizei, große Gewaltthätigkeiten gegen Theilnehmer der neue Urabstimmung notwendig machen, und dagegen wehren sich Versammlung zu verhindern. Aehnlich ging es zwei Tage darauf in einige der australischen Bevollmächtigten, die behufs Rati Bangor( Wales) zu, wo der radikale Walliser Abgeordnete Lloyd George filation der Verfassung herübergekommen find, aus Leibes vor seinen Wählern Bericht erstatten wollte. Auch hier konnten nur durch kräften. Andre nehmen die Sache fühler, denn nicht in polizeiliches Aufgebot gröbere Ausschreitungen verhindert werden, allen Kolonien ist die Begeisterung für die neue Verfassung aber ohne Fenstereinwerfen, Unterbrechungen und lärmende Gegen- gleich groß. Aber in allen würde die Einmischung des Reichsdemonstrationen ging es auch hier nicht ab. Die Verfamm- parlaments oder der Reichsregierung in die inneraustralischen lung selbst nahm mit großer Mehrheit eine Resolution an, Fragen von einem großen Teil der Bevölkerung sehr übel aufwelche die Politik Chamberlains, die zu diesem Krieg ge- genommen werden und zit lebhaften Reklamationen und Agitationen führt habe, verurteilt, und dann erklärt, daß es zwar im Anlaß geben, die der englischen Regierung gerade im jezigen Moment Interesie Südafrikas läge, auf die Beendigung der Feindseligkeiten sehr ungelegen tämen. So wird denn hin und her verhandelt, unt Entwaffnung sowie Gewährung gleicher Rechte an alle Weißen einen Mittelweg zu finden, es ist aber noch fraglich, ob dies ge folgen zu lassen, daß aber die nationale Existenz der lingen wird. Herr Chamberlain, der Kolonialminister, hat sich in Auch die Post" sicht hoffnungsvoll in die Zukunft und beiden Boerenrepubliken nicht unterdrüdt werden dürfe. Die von Hyndman in Shoreditch befürwortetener der letzten Sigungen vor den Ferien mit auffallender Vorsicht sieht ihr Jdeal einer einheitlich gesammelten Reaktion näher die Möglichkeiten des Reichsverbands geäußert. Es und ebenfalls mit großer Mehrheit angenommene Resolution erklärt müsse da alle Initiative den Kolonien gelassen werden, meinte fommen. Sie mahnt die Liberalen väterlich, nun endlich einden Krieg für ungerecht, verbrecherisch, unpolitisch und fordert die er, man dürfe um keinen Preis ihre Empfindlichkeiten herauszusehen, daß fie für ein Socialistengesetz stimmen müßten: Regierung und das englische Volt auf, die Feindseligkeiten baldigst fordern. Charakteristisch aber ist es, daß eben diese australischen auf Grundlage einer Lösung zu beenden, die den Boeren das Kolonien, die sich in der Verfassungsfrage so spröde zeigen, in bezug Recht der Selbstregierung zuerkennt und so Südafrika Frieden und Gedeihen sichert. auf die Südafrika- Frage geradezu fanatisch auf seiten Englands stehn, das Annegionsfieber geht da um verschiedene Grade höher, wie in England. Auch haben die Freiwilligen aus den Kolonien entschieden in Afrika ihren Mann gestanden und schon gehörig Blut für England vergoffen. Freilich spielen da allerhand Interessens fragen mit, im ganzen fann aber diese freiwillige Bekräftigung der politischen Solidarität durch die That bei gleichzeitiger strenger Geltendmachung der staatsrechtlichen Selbständigkeit als ein lehrreicher Beitrag zum Thema von der bindenden Kraft freier Einrichtungen dienen. Politische Meberlicht. Freifinniges. Berlin, den 20. April. Nach dem, was wir bei ihrem erfolgreichen Versuche, das fassungsmäßig vorgeschriebene geheime Wahlrecht hinfällig zu machen, erlebt haben, wird von einer großen Neigung, mit diesen Herrschaften Beziehungen anzufnüpfen, kaum noch die Rede sein. Jenes Verhalten ist vielmehr mur geeignet, ihre politische Er. bärmlichkeit im hellsten Lichte erstrahlen zu lassen. " " Allmählich ist die Sprache der socialistischen Presse zu einer Echärfe gebiehen, die kaum mehr übertroffen werden kann. Singer, der Arrangeur der politischen Ueberraschungen, und der Vorwärts" haben bereits derart mit dem Respekt vor unsren herrschenden was mit dem Zuständen aufgeräumt, daß sie in allem, föniglichen Hause in irgend welche Beziehung kommt, byzantinische Erscheinungen sehen. Man lese nur den LeitWem fällt da, wenn artikel des Vorwärts". er diese verwilderte, autoritätslose Sprache hört, nicht unwillkür lich ein, daß der rote Konvent des Jahres 1789 auch keinen König von Frankreich, sondern nur einen Louis Capet fannte? Es ist wirklich schon weit gekommen, und die„ freifinnigen Hüter des mobilen und immobilen Kapitals", auf die jetzt die Nutenstreiche der socialistischen Agitation und Breffe niedersausen, mögen wohl endlich erkennen, welches Gezücht fie fich seit der Aufhebung des Socialistengesetes liebevoll groß gezogen haben. Die" Post" scheint es für das Zeichen autoritätsloser Die Störung der Friedensversam mlungen bezw. die damit verbundene Verlegung des freien Versammlungsrechts kamen auch im 2ondoner Gewerkschaftsrat zur Sprache, der am 12. April feine Generalversammlung abhielt. Es ward beantragt, eine große Protestversammlung im Hydepart abzuhalten und ein Zujazantrag schlug vor, auf diesem Meeting die unverzügliche Beendigung des Kriegs und die Wiederherstellung der Unabhängig feit der Boerenrepubliten zu verlangen. Die Debatte zeigte jedoch, daß über diese beiden Punkte große Meinungsverschiedenheit unter den Delegierten bestand. Verschiedene von ihnen, darunter der Abgeordnete W. Steadman, erklärten es für einfach unmöglich, den Strieg jezt zu beenden. Schließlich ward der Zujazantrag mit großer Mehrheit abgelehnt und lediglich Berurteilung der Versammlungs. störungen beschlossen. Ein besonderes Meeting soll nicht stattfinden. Der Gewerkschaftsrat vertritt zur Zeit 112 Gewerke und etwas über 54 000 zahlende Mitglieder. Die liberale Presse vermeidet es geflissentlich, die Vor- Verwilderung zu halten, daß wir die staatsmännischen Reden Die Frage, ob Socialisten verpflichtet sind, die unverzügliche gänge in der lekten Berliner Stadtverordneten- Versammlung eines Hugo Sachs nicht mit dem gebührenden stilistischen Beendigung des Kriegs zu verlangen, hat auch zu lebhaften Aus einer Erörterung zu unterziehen. Man will über diesen Respekt behandeln. Sie verlangt zum Schutz der freisinnigen einandersegungen unter den Mitgliedern der Sündenfall des Liberalismus, diese dreifache Preisgabe aller Autorität ein Socialistengeset- der Freifinn darf sich Glück Unabhängigen Arbeiterpartei geführt. F. Brocklehurst, eines demokratischen Grundsäße hinweghuschen. Man prostituiert wünschen, er hat bei der" Post" die zarte Verleglichkeit und der bekanntesten Mitglieder der Partei, hatte in einer Versammlung sich, aber man hat noch nicht den Mut gewonnen, sich dessen Schußbedürftigkeit einer Majestät erlangt. in Hubed( Lancashire) zwar die Kriegspolitik berurteilt, aber hinzu gefügt, er könne in den Ruf nach ſofortiger Beendigung des Kriegs nicht einstimmen. Nun der Krieg einmal da sei, müsse er auch bis zu einer Entscheidung fortgeführt werden. Das hat ihm heftige Angriffe zugezogen und ist ihm der Vorwurf, ein Jingo zu sein, nicht eripart geblieben. Der Vollziehungsrat der Partei hat sich eben falls gegen den Inhalt von Brocklehursts Rede ausgesprochen, doch wird die Sache noch vor die Jahreskonferenz der Partei fommen. Auch im Verein der Fabier hat die Kriegsfrage zu lebhaften Debatten geführt und den Austritt von 19 Mitgliedern aus dem Verein zur Folge gehabt. Die Zurüdberufung des Generals Gatacre vom Kriegsschauplatz wird in hiesigen Blättern lebhaft kommentiert. Verschiedenen ist die Maßregelung für die Mißgriffe, die sich der Ge nannte hat zu Schulden fommen lassen, zu hart, andre finden, daß die Fehler, wegen deren er seines Kommandos enthoben wurde, zwar groß genug, aber doch noch gering find im Verhältnis zu denen, die Lord Methuen als Führer der West- Armee auf dem Konto hat. Mehr oder minder laut wird auch der Ruf nach Feststellung und Bestrafung des wahren Schuldigen" für die Schlappe bei Stoorn Spruit erhoben und durchblicken gelaffen, daß dies der junge Herzog von Ted, ein Mitglied der königlichen Familie, sei. Ueberhaupt macht sich der Verdruß und die Enttäuschung über die vielen Fehler der englischen Heerführer bei jeder möglichen Gelegenheit Luft. Als die Boeren nach ihrem Erfolg von Koorn Spruit bekannt gaben, daß ihnen sorgfältig aufgenommene Kriegskarten in die Hände gefallen seien, die bewiesen, daß man in England den Krieg von langer Hand vorbereitet habe, schrieben die„ Daily News" sarkastisch, das sei ja äußerst erfreulich zu hören, daß man bei Engländern ordentliche Striegstarten entdeckt habe. Nach einer heute in diesem Blatt veröffentlichten Korrespondenz bom Kriegsschauplas war die Position bei Stormberg, wo Gatacre geschlagen wurde, eine solche, daß, wenn die englischen Truppen dort hin geführt worden wären, wo sie nach dessen Vorhaben den Sturm angriff machen sollten, die Niederlage nur noch verheerender hätte ausfallen müssen. zu rühmen. Das wird mit der Zeit auch noch kommen, wenn die Allüren des Gothaer Freisinns erst allgemein Parteipflicht geworden sein werden. Nur die„ Volkszeitung" spricht ihren bitteren Unmut über den Dekorationsfreifinn" aus. Das Blatt schreibt: " Das goldene Zeitalter bricht an: Der Junker muß geächtet das höfische Paradies verlassen, und hinein schwärmt der frisch gestrichene Adel der Kommerzienräte. Der Gesinnung nach ist der Liberalismus reif zu solcher Beförderung, und die andren förperlichen und geistigen Vorzüge lassen sich teils lernen, teils kaufen. Das bilden sich die Ünentwegten wenigstens ein. Verlassen. So kommt denn bei all den Loyalitätshyinnen, durch welche die Herren Vertreter der Alten und Neuen Frattion im Aufblick zu dem Kaiser von Oestreich und dem Könige von Ungarn den geftrigen Donnerstag verherrlicht haben, nichts weiter heraus, als die Erkenntnis, wie leicht es sich der in der StadtverordnetenPfarrer Naumann, der Mann der guten Absichten und der Versammlung tonangebende Kommunalfreifinn macht, auf Kosten miserablen Politit, hat allenthalben getastet, Anhang für das krause der Steuerzahler dekorativ zu wirken. Wie die Ideendurcheinander zu finden, mit dem er die Welt zu erleuchten Flottenvermehrungsschwärmer von freifinniger Seite oft genug gefragt worden find: wieviel fie an freiwilligen Opfern geben gedachte. Die Widerspruchsfülle in allem Denten und Wirken würden, wenn die Flotte aus privaten Mitteln vergrößert werden ließ ihn jedoch nie mehr werden, als einen interessanten follte, so möchten wir die Herren, die gestern 50 000 m. botiert Eingänger, ließ ihn nie festen Boden in irgend welchen haben, fragen: wieviel der Einzelne von ihnen wohl beisteuern würde, wenn diese Summe auf privatem Wege durch ein aus Hoflieferanten, Kommerzienräten 2c. bestehendes Komitee hätte auf gebracht werden sollen? Wir vermuten, daß viele von den Mitgliedern Der Alten und der Neuen Fraktion, die gestern in freudebebender Loyalität die Stadttasse um 50 000 m. erleichtert haben, nicht einmal das Geld ausgeben werden, um am Tag der Ankunft Franz Josephs ihre Fenster zu illuminieren, obwohl in den großen Warenhäusern sehr lange Kerzen sehr billig zu haben sind. breiten " Boltsschichten faffen. Jetzt hat er auch in den Evangelischen Arbeitervereinen" ein böses Fiasto davongetragen. " In Dresden fand dieser Tage die Delegiertenversammlung des Gesamtvorstands der Evangelischen Arbeitervereine statt. Herr Naumann, der unentwegt in aussichtslosen Hoffnungsseligkeiten Schwelgende, unternahm den erstaunlichen Versuch, die pfäffisch gezüchteten Evangelischen Arbeitervereine, deren Mitglieder fast zur Hälfte Durchaus dekorativ nahm sich gestern auch der Freifinn aus, Nicht- Arbeiter sind, für ein vorurteilsfreies, auf Kampf gestelltes als er allerlei unhaltbare Wenn und allerlei Gewerkschaftswesen zu begeistern. Er beklagte, daß die meisten der wurmstichige Aber dem socialdemokratische u Antrag Mitglieder der E.." sich den gewerkschaftlichen Bestrebungen zur Herbeiführung des allgemeinen gleichen geheimen und direkten gegenüber gleichgültig verhalten. Da sie aber doch in die Lohnkämpfe Kommunal- Wahlrechts entgegensette. Leider hieb auch die Neue Fraktion der Linken in der Wahlrechtsfrage mit der Alten der Gewerkschaften hineingezogen würden, so sei es nötig, daß fie Frattion, wenn auch in etwas modificierter Form, in diefelbe nicht länger von den gewerkschaftlichen Organisationen fern bleiben; Sterbe. So find die Wähler gestern geradezu mit der Nafe darauf fie sollten dazu beitragen, daß große starte Arbeiterorganisationen gestoßen worden, zwischen dekorativem Freisum und demokratischem auf rein gewerkschaftlichem Boden entstehen. Naumann beantragte Ernst gründlich unterscheiden zu lernen. folgende Thesen: a) Arbeitervereine wahren Die evangelischen Arbeiterbereine wahren ihren religiösen und patriotischen Charakter in jeder Hinsicht und find darum nicht im stande, alle Mitglieder eines Berufs zu gewerkschaftlicher Arbeit zu vereinigen. Ihre praktische Thätig feit liegt mehr auf dem Gebiet der Genossenschaft, als auf dem der Gewerkschaft. b) Da aber die evangelischen Arbeitervereine nicht selbst Gewerkschaften ins Leben rufen können, haben sie die dringende Pflicht, ihre Mitglieder zur Teilnahme an Gewerkschaftsverbänden zuhalten, damit nicht durch die evangelischen Arbeitervereine der Gesamtfortschritt Arbeiter bewegung irgendwie gehemmt werde. c) Es wird nötig sein, daß die einzelnen evangelischen Arbeitervereine sich nach lokalen Erwägungen darüber schlüssig machen, welcher Art von Gewert schaften oder Gewerkvereinen sie ihre Mitglieder zuführen wollen. Jedenfalls empfiehlt sich gemeinsamer Eintritt der christlichen Berufsgenossen eines Orts. d) Bei dieser Beschlußfassung darf nie aus dem Auge verloren werden, daß die Herstellung allumfassender unpolitischer und untonfessioneller Die Schwierigkeiten der Herstellung des von vielen Engländern Dagegen wird der Freifinn jezt mit unverkennbarem erstrebten britischen Reichsverbands werden anschaulich illustriert durch die Diskussionen, zu welchen die Frage der Wohlwollen von der Kreuz- Zeitung" und der" Post" aufaustralischen Bundesverfaffung geführt hat. Diese Ver- genommen, die anscheinend selbst nicht so viel waschechte faffung, traft deren die australischen Kolonien sich zu einer Bundes- Gesinnungstüchtigkeit für möglich gehalten hatten; wenigstens republit( Commonwealth) zuſammenthun, ist das Ergebnis lang nahm die geistesverwandte die geistesverwandte Rhein. Weftf. 8tg." noch jähriger Verhandlungen zwischen ihnen und hat leztes Jahr in diretter Boltsabstimmung die Billigung der australischen Wähler- ironisch an, daß etwa 50 aufrechte tapfere Männer die Es waren in Wirklichkeit fchaft erhalten. Sie soll jetzt vom Parlament und der Regierung 50 000 m. verweigern würden. des britischen Reichs genehmigt werden. Nun stellt sich aber heraus, nur 20! Es ist ein wohlverdientes Lob, wenn den Vätern daß sie einen der wenigen Fäden, die eine verfassungsmäßige Ver- der Stadt jetzt die Kreuz- Zeitung" nachrühmt, sie hätten dem Mutterland darstellen bindung zwischen Australien und Die und diesem wenigstens in bedeutsameren Rechtsfällen die oberste Stimme sichern, fast bis zum Berreißen loderte. Stompetenz der juristischen Abteilung des britischen geheimen Staatsrats foll nach ihr für Australien auf solche Fälle beschränkt werden, tvo es fich um Rechtsstreitigkeiten zwischen australischen und nicht australischen Teilen des britischen Reichs handelt, alle inneraustralischen Konflikte dagegen sollen von dem australischen Bundes Obergericht endgültig entschieden werden. ein für ihre Verhältnisse" ungewöhnliches Maß von politischem Taft gezeigt, das sehr vorteilhaft absticht von ihrer Haltung bei der letzten Bürgermeisterwahl, in der bekannten Friedhofsangelegenheit und vor allen Dingen bei Gelegenheit des Besuchs des Königs von Italien, wo die zur Ausschmüdung der Straßen geforderte Summie nur mit einer Zufallsmehrheit von wenigen Stimmen bewilligt wurde. Auch bei dem der freifinnigen Mehrheit nicht gerade Stadt bequemen Antrage des berordneten Singer wegen des Gemeindewahlrechts hat der Berufsverbände das letzte Ziel ist. Verbände, die diesem Ziel offen zustreben, haben den Vorzug." Gegen Naumann traten verschiedene Redner auf, u. a. Lic. Weber und Reichstags- Abgeordneter Franken- Bochum, der folgende Gegenthesen aufstellte: „Der Gesamtverband der Evangelischen Arbeitervereine Deutsch- lands erachtet es nicht als seine Aufgabe, den einzelnen Vereinen zu empfehlen, Gewerlschaften zu organisieren. Er überläßt es den einzelnen Mitgliedern, bestehenden Gewerlschaften, sofern solche nicht von der Socialdemokratie geleitet werden, beizutreten. Er begrüßt lebhaft die im Reichstag angestrebten Arbeiterkammern, die dazu dienen, die Interessen der Arbeiter zu wahren und die Arbeiter wirtschaftlich zu schulen. Er erachtet solche auch als geeignet, socialdcmokratische Bestrebungen und konfessionelle Reibungen aus der Arbeiterbewegung fernzuhalten." Es gab eine hitzige Debatte. Für Naumann scheint nur sein Parteifreund Tischendörfer eingetreten zu sein. Naumann mußte sehen, daß seine Anträge gänzlich aussichtslos waren, er ersuchte, keine Abstimmung vorzunehmen und die Sache zu vertagen. Die Gefälligkeit dieses Abgangs erwies ihm denn auch die Delegierten- Versammlung. Herr Naumann mag geglaubt haben, es werde sich durch Ein- schmuggclung der frömmelnd-zahmen evangelischen Arveiter in den Kampfesorganisationen der Gewerkschaften eine Abkehr von hoch- gestellten Idealen erweisen lassen. Ist es doch sein heißester Wunsch, die Gewerkschaftsbewegung von den„soeialistischen Utopien" loszulösen. Aber seine Klassen- und Glaubensfreunde verlachen ihn. Sie sind überzeugt, daß auch die kleine Zahl der Arbeiter, die bisher ihrem evangelischen Banner»achfolgten, ihnen völlig entfremdet werden würde, sobald sie sich einmal in Reih und Glied deS Arbciter- KlassenkampfcS gestellt haben. Sie teilen nicht die Utopie Rau« mannS, als sei es möglich, die zu selbständigem Wollen organisierten Arbeiter der Gewerkschaften durch Beimischung des evangelischen Elements zur socialen Bescheidenheit zu erweichen. Ja selbst die sociale Bescheidenheit, die Herr Naumann die Gewerkschaften lehren möchte, ist den Leitern der evangelischen Arbeitervereine noch immer böse Begehrlichkeit. Herr Naumann, der sich unS gegenüber stets des realpolitischen Blicks rühmt, sah nicht einmal die Tbatsache, daß die evangelischen Arbeitervereine nur zu dem Zweck gegründet und bestimmt sind, jede Arbeiterbewegung lahm zu legen. In phan- tastischer Verkennung aller wirklichen Verhältnisse lebt« er der Ein- bildung, die Feinde der Arbeiterklasse zu ihrer Förderung— Förde- rung, wie eben Naumann sie versteht— überreden zu können. Eine vernichtende Absage hat ihn ereilt. Sehend wird er auch durch diese Lehre nicht werden.— Warenhaus- und KonfnmvereinS-Ttener in Sachsen. Man schreibt uns aus Dresden, 19. April: Heute spukte in der Zweiten Kammer des Landtags wieder «snmal die Warenhaus- und Konsninvereins-Steuer. Die vereinigten Konservativen und Nationalliberalcn hatten unter der Führung der Herren Opitz und Dr. Schill einen Antrag eingebracht, die Regierung möge dem nächsten Landtag einen Gesetzentwurf vorschlagen, durch welchen eine stärkere Besteuerung derjenigen gewerblichen Betriebe ermöglicht werde,„welche durch die Konzentration des Detailhandels mit verschiedenen Warengattungen oder durch von Gebäuchen des soliden Handels abweichende Maßnahmen sich besondere Vorteile schaffen". Die Antragsteller wollen dadurch die mittleren und kleinen Gewerbebetriebe schützen und entlasten, denn die bis- herige Regelung deS Gegenstands auf dem Wege der Ge> meinde-Autonomie habe nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt. Der Konservative Opitz wandte sich scharf gegen die verwünschten Konsumvereine, die sich trotz der koummnalen Souderbcsteuerung lustig weiter entwickelten und im Jahre 1899 20ö Vereine mit 179 000 Mit- gliedern zählten, die bei einem Umsatz von 44 Millionen Mark 6 Millionen Dividende verteilten. Vollständig befriedigende Vcr- hältnisse werde die Steuer allerdings nicht schaffen, aber die in 12 Städten und 12 Landgemeinden bereits eingetretene kommunale Besteuerung lasse gewisse Schlüsse zu. Lasse sich auch ein weiteres Anwachsen der Konsumvereine in den meisten dieser Orte nicht leugnen, so sei doch das Lieferantengcschäft znrückgcgailgcn, und dieses habe das Handwerk am schwersten geschädigt. Diejenigen Vereine wolle er von der Besteuerung ausnehmen, welche ihren Mitgliedern die zum Gewerbebetrieb erforderlichen Waren vermitteln (das sind die landwirtschaftlichen Konsumvereine), wolle aber die- jenigen treffen, welche Dividenden verteilen(das sind die Arbciter- konsnmvereine). Der Mitantragsteller Dr. Schill snatl.) faßte die Sache bei einem andern Zipfel an und erwarb sich dadurch die allerhöchste Nil- zuftiedcnheit seiner konservativen Bundesgenossen. Er will zu- nächst die Konsumvereine von der Sonderbestcuernng aus- geschloffen wissen. Es erscheint ihm aber auch zweifelhaft, ob es ratsam sei, die Großbetriebe zu besteuern, schon der Konsequenzen wegen. Mit gleichem Recht könne später der kleine Handwerker kommen und die Besteuerung der Großfabrikanten vcr« langen, oder der kleine Bauer die Besteuerung der Großgrundbesitzer fordern. Eine Höherbesteuerung der Warenhäuser rechtfertige sich aber dadurch, weil sie von der Gemeinde ganz andre Vorteile hätten als die kleinen Detaillisten. Die Warenhäuser seien keine Auswüchse unsres Erwerbslebens und man dürfe sie durch die Sonderbesteuerung nicht als etwas Unreelles brandmarken wollen. Redner ist gegen eine Umsatzsteuer, die ungleichmäßig und daher ungerecht wirke; man solle für die Besteuerung lieber die Größe der Räume, die Zahl der Branchen und die Zahl der Bediensteten in Rechnung ziehen. Die Steuer solle nur eine Art Prohibitiv- Maßregel sein. Die Konservativen waren ziemlich verblüfft ob dieser Rede. Genosse Fräßdorf unterzog sich der Aufgabe, die konservativen Heißsporne ein bißchen abzukühlen. Auswüchse im Handel feien schon jetzt durch das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb zu be« kämpfen. Dem Mittelstand solle mit dem Antrag nur Honig um den Mund geschmiert werden. Ein Mittelstand, der solcher Hilfe bedürfe, sei schon gar kein Mittelstand mehr und möge lieber heute als morgen zu Grunde gehen. Wir haben nicht die Absicht, den Mittelstand zu ruinieren, wir haben aber auch gar nicht die Macht, ihn zn retten. Nützen werde die Steuer dem Mittelstand nichts; die Konservativen wollten damit nur ihre Wähler bei guter Laune erhalten. Dem Mittelstand könne es noch gar nicht so schlecht gehen, sonst würde er nicht immer für die unnützen Ausgaben für Heer und Marine fchlvärmen. Auch die Landwirtschaft wolle den Zwischenhandel be- fettigen und ihre Produkte direkt an den Staat absetzen, die Arbeiter aber sollten sich vom Zwischenhandel ruhig ausbeuten lassen. Die Hebung der socialen Lage der unteren Klaffen liege weit mehr im Interesse deS Staats als die Hebung des Mittelstands, man wolle aber dem Mittelstand helfen auf Kosten der Mittellosen, denen man auch noch das Letzte auS der Tasche nehme, um den Konservativen die reaktionären W'chler zu erhalten. Die Regierung war von dem Antrage Opitz-Schill fichtlich sehr wenig erbaut. Minister v. M c tz s ch wandte sich wie ein Aal, um «S mit den konservativen Mittelstandsrettern nicht zu verderben und trotzdem sich zu nichts zu verpflichten. Die Regierung werde gern den Mittelstand schützen, aber sie habe doch ihr Wohlwollen schon dadurch bethätigt, daß sie die Gemeinden angereghabe, auf dem Wege der Gemeindebestenerung dem be- klagtcm Uebel abzuhelfen. Wenn der Staat in der Sache regulierend eingreifen solle, könne er nur für größere Einheitlichkeit der Besteuerung sorgen, und eine größere Pression auf die Gemeinden ausüben, vorzugehen Er halte den Weg der kommunalen Regelung immer noch fiir den gangbarsten; auch in Preußen sei die Regierung dieser Ansicht gewesen. Wenn schließlich Preußen und Bayem die Sache staatlich geregelt hätten, so seien dafür Württemberg und Baden zu entgegengesetzten Schlüssen gekommen. Es sei nicht un- bedenklich, die Besteuerung auf die Basis der Konzentration deS Detailhandels mit verschiedenen Warengattungen zu stellen, denn es müßte dann die Gruppierung dieser Waren- gattungcn gesetzlich festgelegt werden, und das sei sehr schwierig. Er werde bemüht sein,«ine Gesetzesvorlage herzustellen, welche die Zustimmung der Kammer finden köime, aber er verhehle sich die Schwierigkeiten nicht. Die Konsumvereine, die für die Bevölkerung ein gewisser Segen seien, könnten von der Besteuerung nicht aus- genommen werden. Großer Erfolg sei von den angestrebten Maß- regeln nicht zu erhoffen. Der Mittelstand solle sich nicht auf den Staat allein verlassen, sondern den Weg der Selbsthilfe beschreiten und sich gcnoffenschaftlich organisieren. Das klang nicht gerade sehr verheißungsvoll und die Mittel- standsretter waren auch sichtlich enttäuscht. Seitens nnsrer Partei sprachen noch Seffert und Hofmann, dann machte ein Schlußantrag der Debatte ein Ende und die Regierung wurde mit allen gegen 19 Stimmen beauftragt, den Mittelstand durch höhere Besteuerung der Konkurrenz zu retten. Wie? Das ist ihre eigne Sache.— » Ientsches Hieich. Lex Hcinze. In der bayrischen Kammer wurde am Freitag die De- batte über die lex Heinze fortgeführt. Ein WolfffchcS Telegramm meldet: Abg. v. Volkmar sSoe.) brachte in längerer Polemik gegen die„lex Heinze" auch die Blätternreldnng zur Sprache, daß dem Grafen Lerche nfeld im Reichstage nach seiner bekannten Rede von feiten des CentrimlS zugerufen worden sei:«Hugo, das hast Du gut gemacht l" Ministerpräsident Freiherr v. Crailsheim erwiderte, die letztere Aeußcrung sei völlig erfunden. Graf Lerchenfeld habe seine Stellung in Berlin nie als die eines Partei- Vertreters aufgefaßt, sondern stets als die des Vertreters der bayrischen Regierung. Jnstizminister v. Leonrod sowie der Minister des Innern Freiherr v. F e i I i tz s ch betonten alsdann, die bayrische Regienmg wolle mit dem tz 184» nur eine Lücke deS Strafgesetzbuchs ausfüllen, jedoch die Kunst in keiner Weise beein- trächtigen. Im Lauf der Zeit habe aber jener Paragraph eiue Fassung gefunden, mit der Unzuträgiichkcitcn verknüpft sein könnten. Hoffentlich finde der Reichstag schließlich noch eine bessere Fassung, die alle A ii sch a n u» g e n befriedige. Die Aeiißerungen des Herrn v. Fcilitzsch sind recht absonderlich, da die Beschlüsse des Reichstags in dritter Lesung anf vorheriger Besprechung zwischen den RegiernngSvertretern und den Heinze- Parteien beruhen. Offenbar habe» die bayrischen Minister ihre Stellungnahme zur lex Hcinze nur darum in so wenig klarer Fassung zum Ausdruck gebracht, um die Centnimsniajorität der Kammer nicht allzu sehr zu reizen. Immerhin genügen die Aeußernngen der bayrischen Kammer, um die Hoffnungen des CentrumS auf das Zustandekommen des Gesetzes noch weiter herab- zumindcrn. Wahrscheinlich werden die Rcgierlmgen gar nicht noch- mals in die Lage kommen, zum Heinze-Gesetz Stellung zu nehmen. Der Reichstag wird sie hoffentlich davor bewahren. 44 44 lieber die Debatten in der Bremer„Bürgerschaft" über die lex Heinze ivird uns von dort berichtet: Daß in Brunen die Protestbewegung gegen die lex Heinz« in Fluß gelangt ist, ist in jeder Bezichmig anf das Vorgehen der bremischen Socialdemokratie zurückzuführen. In der letzten Sitzung der„Bürgerschaft" gelangte der von unsrer Fraktion vor drei Wochen eingebrachte Antrag endlich zur Debatte, der den Wortlaut hat: „In der Uebcrzcngnng, daß die lex Hcinze daS deutsche Kulturleben anf daS ärgste lchädigci» würde, erwartet die bremische Bürgerschaft, daß der Staat den bremischen Bevollmächtigten im Bundesrat beanfttagt, gegen die lex Heinze zn stimmen." Als Antragsteller verurteilte Genosse Rcdacteur Rhein in scharfe» Ausführungen die Versuche, Kunst und Litteratur dem Büttel auszuliefern. Wenn auch die Obstruktionspolitik der Linken im Reichstage die Gefahr des Gesetzes vor der Hand abgewendet habe, so wisse man doch nicht, ob der MoralfanatiLmus gcivisser Kreise das Gesetz nicht doch noch durchsetzen werde. Der drohende Schlag müsse pariert werden und dazu müffe auch die Bürgerschaft die Hand erheben. Eine Politik, wie sie der Senat seinerzeit bei der ZuchthanSvorlage beliebt habe, die er„auS Zweckmäßigkeitsgründeu" im Bundesrat unterstützt habe, dürfe nicht befolgt werden. Genosse Rhein hatte mit dieser Forderung einen hochwichtigen Punkt getroffen. Schon einige Male ist die Reichspolitik des Senats, die behuf» Erlangung wirtschaftlicher Vorteile für die Reederschaft auf«ine bedingungslose Unter- stützung der reaktionären Politik Preußens hinausläuft, seitens der Socialdemokratie in der Bürgerschaft an- getastet wurden. Regelmäßig ist dann bestritten worden, daß die Bürgerschaft das Recht habe, die bundesrätliche Halttmg des Senats zu kritisieren und zu dirigieren. Auch diesmal wieder betonte der Wortführer der Rechten, Richter Dr. L ä r m a n n, der einer Senats- aspiranienfamilie angehört, es läge»„aus vielen Seiten Bedenken vor, ob es zweckmäßig und für das Wohl des Staats ersprießlich" sei, solche Anträge einzubringen und zn diskutieren. Es fehlte der Bürger- schaft die„Kenntnis wicbttger Momente und Faktoren", auf welche die Politik des Senats beeinflußt werde, um auf die Instruktion des Bundesbevollmächtigten hinwirken zu können. Also Senats- absolutismus in xuncto ReichSpolitik I Aber in diesem Falle wäre die Blamage zu furchtbar gewesen, hätte man den Antrag der Socialdemokratie zurückgewiesen, und so stimmte Dr. Liinnann unter ausdrücklicher Betonung, daß durch die Annahme des Antrages kein Pracedenzfall geschaffen Iverde, dem Antrage gegen die lex Heinze zu, der schließlich unter Einfügung eines auf den Kunst- und Theater-paragraphen besonders hinzielenden Zusatzes fast einstimmig angenommen wurde.— Eine kaiserliche Ueberraschnng. Eine Ueberraschung hatte Wilhelm ll. seinem Oheim. dem Prinzen von Wales, der am Donnerstagabend in Altona erwartet wurde, und zugleich der Altonaer Garnison zugedacht. Nachdem der Kaiser»och am DoimerStagnachmittag mit der Kaiserin und der Prinzessin Feodora von Schleswig- Holstein im Garten des Schlosses Bellevue einen Spaziergang gemacht hatte, fuhr er um 4 Uhr 4S Minuten, ohne sich vorher angekündigt zu haben, nach Mona, um dort den von Kopenhagen kommenden Prinzen von Wales auf der Durchreise zu begrüßen. Er traf 19 Uhr b Minuten in Altona ein, begrüßte den einige Stund en vorher von Kiel aus angekommenen Prinzen Heinrich und konnte gleich darauf dem 19 Uhr 18 Minuten eintteffenden Prinzen von Wales seinen Glückivunsch znm glücklichen Entrinnen au« der Todesgefahr aussprechen. Die beabsichtigt« Ueberraschung Wilhelms II. gelang vollständig. Das Militär, der kommandierende General v. Maffoiv, die Generalität und das Offiziercorps, hatte seine volle Aufmerksamkeit dem Bahn- geleiS zugelvendet, auf dem der Zug des englischen Thronerben erwartet wurde. Die Aufmerksamkeit der militärischen Spitzen war > derartig auf die bevorstehende Ankunft des Prinzen konzentriert, daß sie ganz da? Einlaufen deS kaiserlichen HofzugS übersahen._ Der Kaiser hatte, wie er selbst lachend bemerkte, dergestalt auch einmal die Geimgthuung, das Militär von hinten inspizieren zu können. Die Verblüffung der so heiter Ueberraschten dürfte keine geringe ge- wesen sein. Die Begrüßung des Prinzen von Wales bestand in Kuß und Händedruck. IVi Stunde nach der unerwarteten Ankunft, 11 Uhr 29 Minuten, trat der Kaiser die Rückreise nach Berlin an. Der„Daily Telegr." sucht die Begegnung de? kaiserlichen Neffen mit dem prinzlichen Ohm erklärlicherweise politisch zu frutti- fizieren. Sie nimmt an, der Schritt des Kaisers sei ein sichtbarer Ausdruck der großen und festen Freundschaft mit England und verheiße eine nahe Zukunft, in welcher den herzlichen Beziehungen beider Regierungen ein gutes Einvernehmen zwischen zwei Völkern folgen werde, deren weitere Entfremdung ein Unglück wäre und deren Versöhnung notwendig für die ständigen Interessen beider sei. Auch die„Deutsche T a g e s- Z e i t u n g" scheint an einen politischen Hintergrund der Begegnung zn glauben oder wenigstens eine politische Ausbeutung derselben zu befürchten, denn sie giebt zu dem die Begegnung meldenden Telegramm nur folgenden slomiucntar: „Es ist' von, rein menschlichen Standpunkt erklärlich, daß Se. Majestät der Kaiser das Bedürfnis empfunden hat, einen nahen Vertvandten. kurz nachdem dieser einer schweren Gefahr entgangen ist. persönlich zu begrüßen. Trotzdem werde» unsre Leser der- ständlich finden, wenn wir nnö jcdcö weitere» Kommentars zu dieser Bcgrüftuug enthalten." Zu den gegen die Socialdemokratie gerichteten Kundgebungen deS Kaisers, selbst wenn sie n o ch so temperamentvoll waren, hatte daS Organ der Agrarier niemals eine kritische Bemerkung zu machen. Uni so mehr mutz eS auffallen, daß es in seiner ver- ärgerten Stimmung dem agrarischen Haß gegen England ohne weiteres die verwandtschaftliche Pietät des Kaisers geopfert zu sehen wünscht. Wenn man wünscht, daß der Kaiser sich als Privatmann die durch die politischen Verhältniffc geboten erscheinende Reserve auferlegt— ein Wunsch, de» auch wir nicht für unbegründet halten— so sei man wenigstens konsequent. Die verbissene Bemerkung deS Agrarier-Organs dürfte übrigens in der a ntis e mitis ch en Presse ein lange nachhallendcS Echo finden. Man wird nicht umhin können, zn konstatieren, daß der Kaiser sich abermals in schroffsten Widerspruch gesetzt hat zu dem Empfinden deS Volks.— AuS dem Hofbertcht. Dem Bericht über die höfische TagcS« chronik entnehmen wir folgende Mitteilungen: Am 29. morgens 7 Uhr 45 Min. erfolgte die Ankunft Wilhelms II. auS Altona. Nach dem Frühstück im königl. Schloß machten beide Majestäten den gewohnten Spaziergang im Tiergarten. Hierauf hatte der Kaiser mit dem UnterstaatSsekretär Freiherrn v. Richthofcn eine kurze Besprechung im Auswärtigen Amt und wohnte später im kgl. Schloß dem Empfang einer Abordnung deS Chirurgenkongresics bei der Kaiserin bei. Um 11 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Opernhaus, wo die Probe zur Oper„Das eherne Pferd" stattfand. Um 2 Uhr legten der Oberbürgermeister von Berlin Kirschner und Stadtbaurat Hoffmann dem Kaiser die Pläne zur Ausschmückung des Pariser Platzes am Tage der Ankunft des Kaisers von Oestreich vor. Abends wird der Kaiser einer Einladung deS sächsischen Gesandten Grafen v. Hohenthal und Bergen zum Mahl folgen. Am Sonnabendvormittag um 8 Uhr 89 Minuten gedenkt der Kaiser nach der Wartburg abzureisen.— Di«„Freisinnige Zeitung" sieht sich nun endlich veranlaßt. den Gothacrn einen Rüffel zu erteilen, nachdem sie in ihrer ehrlichen Manier erst den Anschein zu erwecken versucht hat, als ob die An- gaben des„Vorwärts" nicht richtig seien, sich aber dann dazu bequemt, sie anzuerkennen. Klar gestellt sei zwar nicht, ob unter de» 139 Wählern, welche mündlich abstimmten, auch Anhänger der freisinnigen Volkspartei sich befunden hätten; falls daS aber der Fall sei,„so haben die betreffenden Wähler dem Partei-, Programm, welches überall für das geheime Wahlrecht eintritt, zu widergehandel t". Wir Wilsen wirklich nicht, wanim die„Freisinnige Zeitung" sich noch bemüht, sich für das geheime Wahlrecht zu erhitzen, nachdem sie feierlich bekundet hat, sie sei für jede Verschlechterung deS Wahlrechts zu habe», sofern ihre Partei nur davon Nutzen habe. Das ist nämlich der Sinn ihrer Bemerkung über nnsern in der Bei» lincr Stadtverordneten-Versammlung erörterten Wahlrechtsantrag: „Uns würde es unter diesen Umständen richtiger erschienen sein, ivenn man, statt noch erst eine ÄommissionSberatung eintreten zu lassen, einfach den Antrag P r e u ß von der Reuen Fraktton der Linken angenommen hätte, die Petition zu beschränken auf die Beseitigung der öffentlichen Stimmabgabe, und des Klassenwahlrechts. Wozu überhaupt noch eine umständliche Kommissionsberatung, da eS sich hier doch nur um eine leere Demonstration der Socialdemokratie handelt und«ine Petition weder in der einen noch in der andern Form bei der Zu- sammensetzung des Landtags die geringste Aussicht hat. eine Ein« Wirkung zu üben?" In diesem Antrag Preuß steckt unzweideutig ein noch brutalere» Wahlrecht, als das gegenwärtige ist. Ein gleichcS Wahlrecht, daS nicht auch allgemein ist, ist unendlich schlechter als ein nicht gleiches, daS aber allgemein ist. Die allgemeine Klassenwahl hat bisher noch ermöglicht, daß Vertreter deS Proletariats gewählt werden. Würden wir statt dessen ein gleiches Wahlrecht erhalten, daS aber an einen Eensus gebunden ist, so würde die Arbeiterschaft nicht mehr imstande sein, Vertreter ins Stadtparlamcnt zu entsenden. Es verdient für immer sestgcstcllt zu iverden, daß die Freisinnigen zwar nicht gewillt sind, das Kommunalwahlrecht zu verbessern, dahin aber eifrig streben, es den breiten Massen überhaupt zu entziehe». Der Berliner Stadt- freisinn ist auf der Höhe des sächsischen Konservativismus an- gelangt.— Gepreßte Flottenvereinler. Die privaten Flottenagitatoren beginnen ihr verdienstliches Handwerk nunmehr auch in Berlin s e l b st mit einer Ungcniertheit zu betreiben, als befänden sie sich in den patriarchalisch-umftiedeten Bezirken de? Essener KanonenkönigS oder jenes andern absolutistischen Herrschers an der Saar. Wie uns berichtet wird, ließ der In« qenieur B. in der Borsigschen Fabrik eine Anzahl von Arbeitern der mechanischen Werkstatt nach der Meisterbude rufen, um ihnen hier die Mitgliederliste des FlottenvercinS zum gefälligen Unterzeichnen zu präsenttere». Da man berechnenderweiie solche Arbeiter anSerwählt hatte, die schon längere Jahre in der Fabrik beschäftigt sind, fanden sich wirklich eine Anzahl der für die Aufnahme in den Flottenvercin würdig Befundenen bereit, die Unterschrist zu leisten und eine. ja sogar zwei Reichsmark zum Kriegs- fonds des Vereins beizusteuern. Man befürchtete eben, im Weige- ruugSfall bei nächster Gelegenheit anfs Straßenpflaster zu fliegen. Trotzdem der Herr Ingenieur selbst davon überzeugt sein müßte, daß ein derartiges Sammeln für den Agitationsfonds der Flottentollen einer Brandschatzung verzweifelt ähnlich sieht, wird er sich gleichwohl bei gegebener Veranlassung nicht gemig über den „Terrorismus" der Socialdemokratie entrüsten können. Nicht geeignete Landarbeiter. In einer Sitzung deS kand- Ivirtschastlichen Kreisvereins zu Kirchhain(Kiirbessen) äußerte, wie man uns von dort schreibt, der Landrat Freiherr von Schenk zu Schweinsberg, in landwirtschaftlichen Kreisen habe man die Heran- ziehung ungrischcr und siebenbürgischer Deutscher zur Abstellung der „Leutenot" nicht empfehlen können, weil dies« Leute in ihrer Hein, at eine bessre Lebensweise gewöhnt seien, als man ihnen in Deutschland biete. Die Agrarier können nur Leute brauchen, die noch geringere Ansprüche stellen al» die heimischen Landarbeiter. Der Kuli ist ihr Ideal.— Rußland. Eine Revolution im Kriegsschiffsban? In der Kölnischen| Aeußern darüber zu interpellieren. Der Minister erwiderte, die namentlich bezeichneten Socialdemokraten zugegangen. Wir werden Volfsztg." liest man: Regierung habe bereits über diese Angelegenheit erschöpfende Er vielleicht auf die Sache noch anrüdtommen." Der Flottengeset Kommission zur Beachtung empfohlen sei flärungen abgegeben. Keine auswärtige Macht habe Gemeint ist der Bericht über eine Versammlung, in der eine eine Nachricht der New Yorker„ Science", der zufolge der Sohn des Einspruch erhoben, nur die südafrikanischen Republiken Anzahl Parteigenossen angeblich in heftiger Weise auf die Parteibekannten Erfinders Edison eine neue Panzerplatte ge- hätten, wie dies ihr gutes Recht gewesen sei, in sehr forretter Form leitung geschimpft haben sollten. Nun stellt aber die Fränkische schaffen haben soll, welche eine weit größere widerstands Protest eingelegt. Der Minister fügte hinzu, die Regierung Tagespost" fest, daß der„ Kurier"-Redaktion schon am Nachmittag kraft besigen soll, als die Kruppichen Panzerplatten. werde später durch Vorlegung von Aftenstücken ihre Handlungsweise desselben Tages bekannt war, daß fie bei der Aufnahme jenes Bes Die Panzerung eines Kriegsschiffs fönne bei gleicher rechtfertigen, gegenwärtig halte fie es nicht für zweckmäßig, die richts einem Fälscher ihre Spalten zur Verfügung ge Stärte fast um 50 Pro3. hinsichtlich der Dide und Frage zu besprechen. Es sei also nicht nötig, eine geheime Sigung stellt hatte. Unser Nürnberger Partei- Organ giebt über den Vorgang des Gewichts verringert werden. Auch sollen die abzuhalten. folgende Darstellung. Erst nachdem der Berichterstatter des Kuriers" Herstellungsfosten wesentlich geringer sein, als bei dem über die Versammlung in den„ Drei Königen" von den Teilnehmern an Kruppschen Verfahren. Die Angelegenheit verdient jedenfalls die Als selbstloser Freund bietet sich Nußland der Türkei ihrem jener Versammlung allgemein als Schurte bezeichnet worden war, forgfältigste Brüfung und könnte vielleicht dazu führen, die Er Konflikt mit Amerita an. Die„ Nowoje Bremja" bemerkt angesichts hat es die„ Kurier"-Redaktion für der Mühe wert gehalten, den ledigung der Flottenvorlage fo lange hinaus zu schieben, bis der Möglichkeit einer amerikanischen Flottenlundgebung in den türkischen Mann zu sich zu laden, dessen Name als Unterschrift unter jenem genaueres über das neue Edisonsche Verfahren bekannt ist, bezw. Gewässern an leitender Stelle: Die Pforte tönne leicht unerwünschte Re- erivähnten Bericht fälschlich benutzt worden war. Es ist das bis Versuche mit den neuen Panzerplatten gemacht worden sind. preffalien vermeiden, wenn sie die freundschaftliche Vermittlung der der Name unfres Parteigenossen Precht. Letzterem wurde am Falls die Nachricht auf Wahrheit beruht, wäre der Wert der europäischen Nachbarstaaten in Anspruch nehme Auf Grund der Mittwochnachmittag in der Kurier"-Redaktion, wohin man ihn mit der alten Panzerung versehenen Kriegsschiffe vermutlich letzten Haager Vereinbarungen sei eine freundschaftliche Inter- gebeten, das Manuskript jenes Versammlungsberichts vorgelegt und nur noch ein sehr problematischer. Denn durch die Schwere des vention in dem vorliegenden internationalen Konflikt möglich. Das an ihn die Frage gerichtet, ob er das Manuskript eingeschickt und ob Panzers wird die Beweglichkeit eines modernen Kriegsschiffs erklär- würde der Friedenssache dienen und die Türkei vor Verwickelungen die Unterschrift von ihm herrühre. Die letztere lautete: licherweise beträchtlich vermindert. Eine leichtere, aber gleich wider bewahren. standsfähige Panzerung würde auf die maschinelle Ausstattung der Wenn sich der Sultan an Bäterchen als ehrlichen Maller wendet, Schiffe und damit auf die Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit ber- tann es ihm natürlich nicht fehlen. selben nicht ohne großen Einfluß bleiben. Die Schiffe der bisherigen Konstruktion würden daher möglicherweise nur noch unter dem alten Eisen" rangieren. Afrika. th ni dit o Konrad Brecht Jamnizerstraße Nr. 8. Bitte meinen Namen nicht zu veröffentlichen." Unser Genosse war wie aus den Wolken gefallen. Er stellte sofort die Fälschung fest. Und nachdem das dem Kurier" am Nachmittag bekannt geworden, hat er abends noch die Stirn zu schreiben, der Bericht sei ihm von einem namentlich bezeichneten Socialdemokraten zugegangen, er werde vielleicht auf die Sache noch zurückkommen. Jezt wird wohl auch der fanatischste Socialistenfresser einsehen, daß fich der Fall Dertel" nicht länger gegen die focialdemokratische Partei ausschlachten läßt- oder nicht? Die Erhebung der Aschanti greift immer mehr um sich, die Die Sittlichkeit auf dem Lande. Der Herausgeber des Situation wird für die Engländer immer kritischer. Ein Telegramm Sammeliverts über die geschlechtlich sittlichen Verhältnisse auf dem aus Accra vom 19. April meldet: Lande, Pastor Wagner, wehrt sich im Reichsboten" abermals gegen Ein Telegramm des Gouverneurs aus Kumasst meldet, daß noch die Angriffe der Agrarier vom Stamme Dertels. Es sei eine un- andre Stämme fich empören, und bittet um weitere Hilfstruppen. erhörte Beleidigung, zu behaupten, die Mitarbeiter hätten aus Die Aschantis haben die treu gebliebenen Belwais angegriffen und Klatsch und Mutmaßungen" ihr Material zufammengetragen. Ebenso 500 derselben getötet. Man befürchtet, daß dies die Belivais zwingen unerwiesen sei der Vorwurf, wir hätten eine Anklageschrift auf- werde, sich dem Aufstand anzuschließen. Die Lage wird für äußerst Totenlifte der Partet. In Frankfurt a. O. verstarb der gebaut, die hauptsächlich auf den Großgrundbesig gemängt war". ernst angesehen. sto Büchsenmacher Otto Dorich im Alter von 30 Jahren. Er hinterGetäuschte Hoffnungen, Aus Elsaß Lothringen wird Die Kolonialgreuel im Kongostaat. Zu der gestern bereits läßt eine Witwe und drei Kinder. Die dortigen Parteigenossen veruns geschrieben: Wie in Nürnberg auf die Oertelsche Angelegenheit, telegraphisch gemeldeten Debatte in der belgischen Repräsentanten- lieren in dem Toten einen ihrer tüchtigsten, eifrigsten Förderer des Telling b so hatten in Mülhausen die bürgerlichen Parteien auf die Entwicklung fammer, speciell zu der Erklärung des Ministers Favereau, proletarischen Gedankens. des Falls Bueb die Hoffnung gesetzt, es werde zu einem hellen möchten wir folgendes bemerken: Polizeiliches, Gerichtliches univ. Aufruhr im socialistischen Lager fommen und ihnen dadurch die wenn er behauptet, Belgien habe kein Recht, sich in die Verhältnisse fich die Genossen Faber und Linde in Rönigsberg i. Pr. Der Minister de Favereau befindet sich formell im Recht, Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen sollten Möglichkeit geboten werden, der verhaßten Socialdemokratie das bisher von ihr innegehabte Reichstags- Mandat zu entreißen. Und des Kongofſtaats einzuniſchen, der für Belgien ein fremder Staat schuldig gemacht haben und standen deshalb am 19. April wie dort, so ist auch hier diese Hoffnung gründlich zu Waffer ge Belgien verbunden, obschon König Leopold 1889 Belgien bezüglich strafbaren Handlingen sollten durch Veröffentlichung resp. Ber set. Der Kongostaat ist nur durch eine Personalunion mit bor der dortigen Straffammer als Angeklagte. Die worden. Monate lang hatte insbesondere die" freifinnige" Presse des Kongostaats zu seinem Erben eingesetzt hat. Allerdings wurde breitung des Kalenders„ Ostpreußischer Landbote für 1900" des Landes, an erster Stelle die Straßburger Bürgeram 3. Juli 1890 zwischen dem Kongostaat und Belgien ein dahin begangen fein und war Faber als verantwortlicher Redacteur zeitung", gegen die Socialdemokratie und die in deren innerem Parteileben maßgebenden Grundsäge gehetzt, indem gehender Vertrag abgeschlossen, daß Belgien dem Kongostaat ein unverzinsliches Darlehn von 25 Millionen Francs auf zehn Jahre der Anklagebehörde waren fast alle Artikel und Verleger und Linde als Verbreiter angeklagt. Von sie vorgab, unfren Genossen Bueb gegen die angeblichen des Kalenders " Vergewaltigungsversuche" der Parteileitung in Schutz zu gewähre, wogegen Belgien das Recht habe, sechs Monate in ihren einzelnen Teilen als strafbar im Sinne des nach nehmen; und fest, nachdem die Angelegenheit zur Zufriedenheit Ablauf dieser Periode den Kongoftaat zu annektieren. Formell 131 erflätt. In der Verhandlung wurde der Kalender aller beteiligten Faktoren ihre Erledigung gefunden, befigt dieses ist also zwar der Kongostaat ein fremder Staat, materiell das fast seinem ganzen Inhalt nach, zur Berlesung gebracht. Nach gegen er eng Belgicu, dem er früher oder später zufallen von dieser Lösung der Frage in Kenntnis zu setzen. Wie bitter der wird, verbunden. Jedenfalls liegt die Frage außerordentlich nahe, ob denn nicht aber als Verfasser und Verleger des Kalenders eine dreiMerger unfrer politischen Gegner darüber ist, daß wir es ablehnen, König Leopold als Souverän des Kongostaates alle Vermonatliche Gefängnisstrafe unter der sonderbaren Begründung, burch einen felbstmörderischen Bruderzwist ihre Wahlgeschäfte zu be anlassung hätte, einmal eine durchgreifende Umgestaltung der Ber- daß der Angeklagte Redacteur eines Blattes forgen, das geht u. a. aus einer Mülhauser Korrespondenz des nationalliberalen, Schwäbischen Merkur" in Stuttgart her. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der in Brüffel refidierenden breiter, beantragte er eine einmonatliche Gefängnisstrafe. Gegen Linde als den Ber bor, in der es heißt: Die bisherige Entwicklung des Falles Bueb" hat bereits Centralregierung des Kongostaats würde doch entschieden eine ber Dolus eventualis sollte nach Meinung des Staatsanwalts gezeigt, daß die offnung auf praktische Folgen der im social- enderung der Verhältnisse herbeiführen können. König Leopold hierbei zur Anwendung gelangen, denn, so äußerte fich der Verdemokratischen Lager herrschenden uneinigkeit start verfrücht war und sollte sich zu energischem Eingreifen um so mehr verpflichtet halten, treter der Anklagebehörde, obgleich vom Verfasser eine Kollision als gerade er es gewesen ist, der 1889 die Einladung zum Antirecht wenig begründet ist. Der Zwist ist ja allerdings vor. Sklaverei- Kongres in Brüffel ergehen ließ. Der Kongreß, der gegen den§ 131 künstlich vermieden wäre, sei doch zu beachten, handen, und er geht nach mancher Nichtung bis an die Grenzen damals mit großem Geräusch zusammentrat, daß bei dem geringen Bildungsgrad der Sefer des Kalenders persönlicher Feindschaft. Krozdem zeigen die Socialisten die Bekämpfung der Sklaverei, bei der man fich in erster Linie biele sehr leicht den Eindruck gewinnen könnten, als ob eine auch diesmal wieder so viel Disciplin, daß sie feſt eine Unterstügung durch den Kongoftaat versprach. Es gewinnt Handlungen beabsichtigt sei!" Dem Verteidiger beider Angeklagten, Berächtlichmachung und Herabseßung der Staatsregierung und ihrer entschlossen sind, für die bevorstehende Reichstagswahl aus diefen aber den Anschein, als ob der Kongostaat den von den Arabern be- Herrn Rechtsanwalt Haase, war es ein leichtes, aus dem Inhalt persönlichen Reibereien feine praktischen Folgen zu ziehen, sondern triebenen Handel mit schwarzem Fleisch nur deshalb bekämpft habe, des Stalenders den Wortlaut der inkriminierten Säge als absolut geschlossen wieder in den Wahlkampf einzutreten An diese Bekenntnisse einer enttäuschten Seele schließt sich dann um in der Verslaving, Ausplünderung und Niedermegelung der ftraffrei zu beweifen. Er plädierte für Freisprechung der Angeklagten die Mahnung an die bürgerlichen Parteien, angesichts einer solchen Eingeborenen teinen konturrenten zu haben. König Leopold hätte umsomehr Ursache, der Schandwirtschaft und Aufhebung der Beschlagnahme des Kalenders. Nach einer zweiSachlage alle fleinlichen Sonderinteressen und alle Parteigegenfäße der eine Bevölkerung von zwanzig Millionen Menschen ruinierenden tündigen Beratung des Gerichtshofs, wurden die Angeklagten, dem beiseite zu lassen und Mann für Mann geschloffen den Socialisten entgegenzutreten." Sollte bei unsern Gegnern die Absicht bestehen, andelscompagnie entgegenzutreten, als man von ihm selbst als Antrag des Verteidigers entsprechend, von Strafe und Kosten frei. gesprochen und die Beschlagnahme des Kalenders aufgehoben. hiermit eine bürgerliche Sammel"-Aftion für die bevorstehende einem der Hauptaktionäre derselben spricht.Bu bemerken ist noch dabei, daß gegen eine ganze Reihe von ParteiReichstags- Ersagwahl im Mülhauser Kreise einzuleiten, so kann das Afien. genossen in der Provinz Ostpreußen Anklage wegen Verbreitung für unsre dortigen Parteigenossen nur ein Ansporn dazu sein, ihren Eifer zu verdoppeln, um dafür Sorge zu tragen, daß, wie jene des Reuterschen Bureaus.") Die Not nimmt überall zu, besonders Die Hungersnot wächft! Simla, 20. April.( Telegramm diejes Stalenders gestellt ist. Hoffnung unsrer Gegner auf eine Spaltung, so auch diese auf eine aber in der Präsidentschaft Bombay und in den RadichputanaNiederlage der socialdemokratischen Partei gründlichst getäuscht Staaten. Jetzt erhalten etwa 51/2 Mill. Menschen Unterstützungen. wird. " Die religiösen Orden und die ungebildeten Boltoklaffen. Die Generaldirektion der bayrischen Staatsbahnen hat eine Verfügung erlaffen, wonach die Bahnbeamten angewiesen werden, den Mit gliedern religiöser Orden besondere Wagenabteile einzuräumen, fie nötigenfalls fogar ftredenweise zweiter Klasse fahren zu lassen, damit sie möglichst getrennt seien von den ,, ungebildeten Bevölkerungsschichten". " durch und durch forrupten Verwaltungsverhältnisse durchzusehen. fchon jahrelang treibt" fei, welches gewerbsmäßige Beleidigungen and Amerika. beriet über Aus der Frauenbewegung. 3 Bei der Gewerbe Jnspektion in Düsseldorf ist, wie die Düsseldorfer Bürger- Zeitung" zu melden weiß, num ebenfalls eine Der tragikomische Konflikt zwischen Amerika und der Assistentin angestellt worden. Es ist ein Fräulein Schlösser aus Türket ist noch immer nicht beigelegt. Amerita soll sich im Gegen Ratingen: fie hat ihren Wohnsiz in Gladbach zugewiesen erhalten teil mit der ernstlichen Abficht tragen, einen Hafen so lange zu be- und wird ihren Wirkungskreis hauptsächlich in die Textilfabriken versetzen, bis die 90 000 Dollar erlegt sein werden. Jetzt liegt folgende legen. Bei der Anstellung der Assistentinnen ist, wie es scheint, auf weitere Meldung vor: Washington, 19. April. Der türkische Gesandte Ali Ferruh das peinlichste vermieden worden, Frauen aus der ArbeiterinnenMuß schon dieser Erlaß der Generaldirektion höchste Ver- Beh machte heute einen Besuch auf dem Staatsdepartement. Wie bewegung, fei es der politischen oder gewerkschaftlichen, mit heranwunderung erregen, so ist es erst recht unverständlich, wie ein ultra verlautet, war der Zwed feines Besuchs vornehmlich, sich wegen der zuziehen. montanes Blatt wie die augsb. Boltsztg." diese Ver- Schadensersatzverhandlungen zu erkundigen. Der Gesandte erkennt wird, fügung mit besonderer Genuthnung begrüßen kann. Der var den großen Ernft der Lage an, hegt aber die Zuversicht, daß Sinweis auf die ungebildeten Bevölkerungsschichten" stellt bie Strifis ohne dauernde Störung der überlieferten guten Be in feiner fou veränen Berachtung des Bolts die prach ziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten vorüber tigste Aufreizung zum Klaffenhaß dar, die sich formu- gehen werde. lieren ließe. Sollte sich denn wirklich niemand finden, der dem bedrängten Sultan die 90'000 Dollars pumpt? Etwas Aehnliches ist ja allerdings in Breußen geschehen. Dort hat man die Herren kadetten der besonderen Fürsorge der Eisenbahnschaffner empfehlen zu müssen geglaubt. Das war zwar schon etwas komisch, aber doch noch einigermaßen verständlich. Die Herren Kadetten, diese pugigen Strieger en miniatur, pflegen zuweilen ein ihren ausgewachsenen Jdealen abgegucktes Benehmen zur Schau zu tragen, dessen Grandezza 1111 widerstehlich wirkt und die Marsembryonen unter Umständen zum Gegenstand gutmütigen Spotts machen kann. Glaubt die bayrische Generaldirektion, die Mitglieder der religiösen Orden etwa aus ähnlichen Gründen dem spottlustigen Auge der„ ungebildeten Menge" entzichen zu müssen? Das wäre eine Auffassung, die für die zu Schüzenden einigermaßen beleidigend wäre! Welches aber auch die Gründe der Generaldirektion gewesen sein mögen, jedenfalls werden unsre Genossen im bayrischen Landtag die erste sich bietende Gelegenheit wahrnehmen, um gegen den Versuch zu protestieren, den religiösen Orden das Privileg des Reisens zweiter Klasse gegen Entrichtung des Fahrgeldes dritter Klasse zu ber schaffen. Die Bezeichnung der Basiagiere 3. Alaffe als ungebildeter" Elemente wird bei dieser Gelegenheit ebenfalls einer angemessenen Kririk unterzogen werden. Berichtigung. Am Schluß des gestrigen Leitartikels muß es heißen: Ob Herr Preuß der präcifen Stellungnahme zum allgemeinen Wahlrecht durch Beschränkung der Betition auf die Be feitigung der Klaffen- und Einführung der geheimen Wahl auszuweichen suchte oder Herr Cassel offen seine Gegnerschaft erklärte beide verweigerten..." inthese Der Schlußsaß der Notiz Justiz" muß lauten:" Es ist er staunlich, mit wie wundervoller Genialität das Reichsgericht die deutsche Rechtspflege fortzubilden bemüht ist." Ausland. Portugal. Partei- Machrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeitersekretariate. Die Veröffentlichung soll periodisch erfolgen; jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Verzeichnisses zu unterstützen und von einer Adreffenänderung uns rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S. A.) Unterm Schloffe 1, Altona, Große Bergstr. 204, I. Beuthen( O. S.) Klufowigerstr. 10. Bremen, Ofterthorstr. 26 I. Breslau, Meffergaffe 18/19 I. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Frankfurt a. M., Schnurgasse 45 I. alle a. S., Geiststr. 21. Hannover, Leimstr. 17. Hildesheim, Judenstr. 5. Jena, Saalbahnstr. 3. Mannheim, S. 3, 10. München, farthorplatz 6. Nürnberg, Egydienplag 22. Bosen, Grünftr. 7. Stuttgart, GEßlingerstr. 17/19. 23 albenburg. Schl. Töpferstr. 1. Berlin, den 20. April 1900, Der Parteivorstand. Kreuzbergftr. 30, Wie uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt ist das für Berlin angestellte Fräulein Steichert. in den Kreisen der organisierten Arbeiterinnen vollkommen unbekannt. Dasselbe bürfte für die oben genannte Dame zutreffen. Und doch waren es außer der focialdemokratischen Bartet vor allem die organi fierten Arbeiterinnen, welche seit langem und mit Nachdrud die jest endlich durchgeführte Reform forberten. Nun, bie Arbeiterinnen werden trotzdem nicht verfehlen, den angestellten Damen ihre Be fchiverden vorzubringen und fie in ihrem Amte zu unterstützen. An den Assistentinnen wird es liegen, sich das Vertrauen der Arbeiterimen zu gewinnen. Ueber die Frauenmitwirkung in der Armenpflege hat die Bremer Bürgerschaft in den letzten Jahren mehrfach beraten. Der Bürgerschaft hat eine Vorlage, die diese Mitwirkung ges seglich regelt, vorgelegen. Die Vorlage erfuhr insofern eine Ver beffering, als auf Antrag der socialdemokratischen Fraktion die Mits wirkung der Frauen im Borstand und in den Bezirksversammlungen der Arinenpflege aus der bloß beratenden in die stimmberech tigte umgewandelt wurde. Der Senatskommissar stimmte diesem Antrage zu. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Lohnbewegung der Dachdecker zieht immer weitere Streife in Mitleidenschaft und scheint große Dimensionen annehmen zu wollen. Ju einer am 12. b. M. stattgefundenen allgemeinen Meisterversammlung wurde einstimmig beschlossen: Wenn am 18. April in der gesperrten Firma die Arbeit nicht wieder aufgenommen wird, find fämtliche Dachdecker Berlins auszusperren. Dieser Beschluß wurde von 69 Meistern unterschrieben. Bis jetzt hat man aber von der Ausführung dieses Beschlusses nichts gespürt. Nur Herr Birr sperrte seine 9 Arbeiter am Oster- Heiligabend aus mit der lafonischen Bemerkung:„ Ich will Euch erst lehren, Hungerpoten fangen." Sämtliche Ausgesperrten find organisiert. In der öffentlichen Dachdeckerversammlung vom 18. April wurde, nach dem Bericht der Lohntommission beschlossen, an der bisherigen Tattit festzuhalten, unbefümmert um die Beschlüsse, die jene Herren, unter sich faffen und nachher doch nicht halten können. Es ist diesmal ein Geist und ein Mut zum Ausharren bis zum äußersten unter den Ausständigen, wie noch in feiner Lohnbewegung zuvor. Dentsches Reich. Die gewiffenlose Hetze, die von seiten der bürgerlichen Presse aus Anlaß des tragischen Endes unsres Parteigenoffen Oertel be= trieben wurde, ist von den anständigeren Blättern jest wohl ein- Ein Kartellvertrag ist zwischen dem Metallarbeiter Nochmals die Nentralitätsfrage vor der Deputierten geftellt; einige haben ihr Unrecht mehr oder weniger eingestanden. Berband und dem Centralverband der Former zu Kammer. Der republikanische Vertreter von Oporto, Costa, tam am Nur der freisinnige Fränt. Kurier", der Urheber all der Lügen stande gekommen. Diese beiden Organisationen, zwischen denen Donnerstag nochmals auf die Beförderung englischer Truppen durch zum Fall Oertel", fährt fort, unsre Partet zu beschimpfen. mancherlei Reibungen bestanden haben, werden in Zukunft bei portugiesisches Gebiet auf der Bahnstrede von Beira nach Umtali zu Noch vor wenigen Tagen schrieb das Blatt in feiner Abendausgabe Streits, Aussperrungen usw. zusammengehen. Bezüglich des llebersprechen und erklärte, er habe den Wunsch geäußert, den Minister des folgende Säge:... uns ist ber mehrerwähnte Bericht von einem tritts von Einzelpersonen und Verwaltungsstellen in den einen oder Aus Posen wird uns berichtet: Wie bei den Schuhmachern, so wurden auch am Dienstag, den 17. d. M., bei den Schneidern die weiblichen Mitglieder aus der Versammlung der Zahlstelle aus gewiesen. Trotzdem das Mitgliederverzeichnis bei der Polizei behörde eingereicht ist, erlauben sich die Beamten solche Uebergriffe. Beschwerde ist selbstverständlich eingereicht. andren Verband find Bestimmungen getroffen, durch die Mißstimmung gestellt, um unter Vereinsangelegenheiten erledigt zu werden. Nach dem Kollege Sausmistat teilt mit, daß bei dem Streit der Getreideträger. berhütet werden dürften. Das Sammelwesen, die Agitation und das Kassenbericht, den Genosse Kohnte gab, betrug die Einnahme ein- die Kollegen W. Jordan, E. Lang, Leo Tauby, C. Stodo und Verhalten der Presse ist ebenfalls geregelt. Es ist zu hoffen, daß schließlich des alten Bestands 774,60 W., die Ausgabe- darunter Mittag Streitbrecher geworden sind. Hierauf giebt Kollege Rein Die Einnahmen betrugen im 1. Quartal die Annäherung früher oder später eine vollständige Verschmelzung 200 M. für Agitation an den Vertrauensmann- 372,20 m., so daß den Kassenbericht. der beiden Brudervereine zur Folge habe. ein Bestand bon 402,40 m. berbleibt. Die Revisoren be- 5129,44 m., darunter 579 Aufnahmen und 23 836 Wochenbeiträge. funden die Richtigkeit des Vorstehenden und beantragen Ausgaben 4771,01 m., darunter Kranken- und Sterbebeihilfe 800 m., Decharge für den Kassierer, die einstimmig erteilt wird. Streifunterstüßung 579,45 M. Der Ueberschuß im 1. Quartal ist Die Neuwahlen für den Vorstand ergaben folgendes Resultat: Erster 358,43 M. Kassenbestand am 1. April 1900 6340,12 m. Borsigender 8izewik, zweiter Schrolle; erster Staffierer Auf Antrag der Revisoren wird dem Kassierer Decharge erteilt. iepmann, zweiter önide; erster Schriftführer Bartle, Kollege Steinide giebt nunmehr den Bericht über den Arbeitszweiter Gärtner. Als Abteilungsführer wurden ernannt; nachweis für das 1. Quartal 1900. Es wurden gemeldet insgesamt 1. Willner, 2. Keller, 3. Klein, 4. Dold und 5. Horsch. 315 Stellen; von Unternehmern 254 Stellen, von Mitgliedern 61; Das Amt der Revisoren wurde Kohnte, Meier und erzer hiervon fonnten 124 Stellen für fest und 74 zur Aushilfe besetzt übertragen. Nicht zu befezen waren 117 Stellen. Die Gründe Unter Vereinsangelegenheiten lag ein Antrag der werden. Revisoren vor, dem Kaffierer für seine Mühewaltung 20 M. Ent hierfür waren folgende: In 30 Fällen waren teine passenden Schädigung zu bewilligen. Nach kurzer Debatte, in der auch der Kassierer Kräfte vorhanden; zu spät wurden 10 Stellen gemeldet; falsch 19 Arbeitsuchenden sollte später eine fich gegen den Antrag aussprach, lehnte die Versammlung aus taktischen gemeldet wurde 5 mal. Gründen dies ab. Da die Zeit bedeutend vorgerückt, wurden eine Antwort zu teil werden; wegen zu niedriger Löhne oder zu langer Anzahl vorliegender Anträge, hervorgegangen aus der Debatte über Arbeitszeit mußten 28 Stellen abgewiesen werden. Für die übrigen den Bericht des Borstands, Kassierers und der Revisoren, zur weiteren 25 Stellen waren verschiedene Gründe maßgebend, z. B. es fehlten Distusfion und Beschlußfassung in der nächsten Versammlung zurüd- Kutscher, Bodenarbeiter, Laufburschen oder weil in Kost und Logis. Der von den Unternehmern angebotene Lohn betrug im Höchstfalle gestellt und die Versammlung gefchloffen. 24 M., der niedrigste 15 M., zumeist 18 bis 20 M. Die längste Arbeitszeit betrug 15 Stunden, die kürzeste wurde mit 81/2 Stunden angegeben. Die Bausen betrügen zumeist 1 bis 2 Stunden. In 43 Fällen war Sonntagsarbeit angegeben und zwar sollte 22 mal 2 oder 3 Stunden und 21 mal 5 Stunden oder auch länger gearbeitet beendet. Der Malerstreit in Lübeck ist zu Gunsten der Gehilfen Achtung, Glasarbeiter! Auf den H. Heieschen Werken in Nienburg a. W. find wegen Maßregelungen Differenzen ausgebrochen. Buzug ist strengstens fernzuhalten. Die Lotalverwaltung. Die Stuccateure und Pliesterer in Düsseldorf befinden sich feit dem 17. b. Mts. im Ausstand und bitten den Zuzug fern zu halten. Die Klempner und Justallateure in Düsseldorf sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie haben den Meistern einen Lohntarif vorgelegt, wonach die Arbeitszeit von 7-1/ 27 Uhr dauern soll, mit 1/2 Stunden Zeit für Mittagbrot und je 14 Stunde für Früh stücks- und Vesperpause. Für Ueberstunden bis 7 Uhr abends verlangen die Leute 20 Proz., für Nachtarbeit 50 Proz. Zuschlag zum Lohn, im übrigen 3,50 M. Mindestlohn für Gehilfen, deren Lehrzeit noch teine zwei Jahre zurückdatiert, für selbständige Arbeiter einen Lohn von 4,50 M. Die Aussperrung der Tuttlinger Schuhmacher dauert fort. Eine Privatdepesche aus Tuttlingen meldet uns: Die Fabrikanten suchen die Arbeiter zu födern; bürgerliche Blätter berichten fälschlicherweise, der Kampf sei beendet. Der Zuzug ist nach wie vor streng fern zu halten. bereine " Ausland. sind. entlastet. diesen Ende werden. zwar Die Möbelpolierer, Filiale Norden, hielten am 9. d. M. bei Diede Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken der verstorbenen Mitglieder öner und Hertig in der üblichen Weise. Sodann hielt Neuter einen beifällig aufgenommenen Vortrag. S Der Krieg. Eine Parteiversammlung des sechsten Wahlkreises fand am Donnerstag im Kösliner Hof statt. Die Vertrauensleute er statteten den Rechenschaftsbericht für die Zeit vom Oktober v. J. bis Ende März d. J. Raschte, Vertrauensmann für Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt, hatte eine Einnahme von 5371,69 M., wovon 3650 M. an die Parteitasse abgeliefert sind. Der Vertrauens Eine Extravergütigung für die Sonntagsarbeit oder die Uebermann für die Schönhauser Vorstadt, Genosse Winsch, hat eine stunden wurde nur in sehr wenigen Fällen bejaht. Einnahme von 4550 M. erzielt und 4000 M. an die Partei Stellungslos meldeten sich in der Zeit vom 1. Januar Neue Gewerkschaftsgründungen. Aus Bochum wird uns fasse abgeführt. Pfarr, Vertrauensmann für Moabit, hat bis 31. März 247 Kollegen, Kollegen, davon gingen in Stellung geschrieben: Im Wurmrevier rauft man sich jetzt förmlich um die 4355,02 Mark eingenommen, wovon 1988,77 Mark der Partei- 215 Kollegen und zur Aushilfe 31 und für fest dortigen Bergleute. Kaum hat A. Brust vom christlichen Getvertaffe abgeliefert sind. Ernst, Vertrauensmann für den Wedding, 184 Kollegen. Die längste Arbeitslosigkeit betrug 7 Wochen, verein( Effen) dort unter mancherlei Schwierigkeiten etwas Fuß ge- hatte eine Einnahme von 6448,98 Mark, davon erhielt die die kürzeste einen halben Tag, zumeist aber 2-3 Wochen. Zur Zeit faßt, so ist ihm schon ein neuer Gegner erwachsen, und noch dazu Parteitasse 5950 m. Die Stadtverordneten- Wahlen verursachten find 38 Kollegen als arbeitslos gemeldet. Bei der Ersatzwahl zum unter den Gesinnungsgenossen, die im Niederrheinischen Tertil- im ganzen Wahlkreise eine Ausgabe von 4511,68 M., so daß deshalb Borstand wird für den Westen Schmidt und für Moabit Meusel gearbeiter- Verband dominieren. Die Herren sind zur Gründung eines die Ueberschüsse für die Parteikasse entsprechend geringer ausgefallen wählt. Albold bringt eine Resolution ein, in welcher verlangt wird, christlich- socialen Bergarbeiter Verbands für das Wurmrevier geAuf Antrag der Revisoren wurden die Vertrauensleute eine Kommission zu wählen, welche gemeinsam mit dem Centralschritten und haben, wie nicht anders zu erwarten, auch einige Verband die Einigung beider Organisationen herbeiführen soll, ferner hundert Mann geangelt". Die Leute vom„ alten" Verband er Hierauf nahm Genosse Liebknecht das Wort zu einem verlangt, daß die Wahlen in der letzten Generalversammlung zur halten in ihren Versammlungen nicht das Wort, wohl aber A. Brust Vortrage über das Thema: Kapitalismus und Politit. Der Redner Berufskonferenz kassiert werden. Rein erklärt dies alles für Anvom Gewerkverein, der natürlich für denselben Propaganda zu führte, im Hinblick auf die Vorgänge der neueren Zeit aus, daß die träge, die nicht ordnungsmäßig eingebracht seien, und beantragt machen sucht. Jedenfalls wird es den feindlichen Brüdern nicht ge- politischen Parteien sich infolge der kapitalistischen Entwicklung in infolgedeffen Uebergang zur Tagesordnung. Der Antrag Rein wird wirtschaftliche Interessengruppen auflösen: Eine Umwandlung, die lingen, den alten" Verband im Wurmrevier„ totzumachen". angenommen. Kridow beantragt im Namen der Rigdorfer der von Karl Mary gelehrten materialistischen Auffassung durch Stollegen, ihnen für die Berufskonferenz einen Delegierten zu bes aus entspricht und dahin geht, daß sich in legter Linie willigen. Subat fordert im Namen der Blumen- und Blättermur noch zwei große Interessengruppen: Besitzende und Besiz arbeiter gleichfalls einen Delegierten. Die Generalversammlung lose Bourgeoisie und Proletariat gegenüberstehen. Während die Klasse der Besitzenden die Pflege des" Ich" auf Kosten der Blätterarbeiter Stubat gewählt. Die Kosten der Delegation trägt „ Ich" ſtimmt dem zu und wird für Nixdorf Mohr, für die Blumen- und Gesamtheit zum Ziel hat, tämpft das in der Socialdemokratie or- der Verband. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten ganisierte Proletariat für die Interessen der Allgemeinheit. Diesen wird die Generalversammlung geschlossen. Die vereinigten dänischen Fachvereine hielten ihre erste Stampf zu unterstüßen durch Anschluß an die Organisation der Socialso schloß der Redner große Delegiertenversammlung in Kopenhagen ab. demokratie ist die Pflicht eines jeden Anwesend find auch Repräsentanten der schwedischen Landes- Proletariers. Nur die Socialdemokratie bietet die Möglichkeit einer organisation und der norwegischen Fachvereine. Die Vereinigung Herbeiführung gesunder Zustände. Da sich niemand zur Diskussion aller dänischen Fachvereine besteht erst zwei Jahre und hat doch meldete, so hatte die Versammlung hiermit ihr Ende erreicht. bereits große Erfolge erzielt. Der Zusammenschluß hat sich nament lich als mächtige Waffe bei dem Angriff des Arbeitgeber- Vereins am Dienstagvormittag bei Nümann, Brunnenstr. 188, ſtatt. Eine gut besuchte Versammlung der Tabakarbeiter fand Frau erwiesen. Vertreten find 40 Fachverbände und 26 Fachmit 79 307 Mitgliedern, im Emma Ihrer hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen ganzen find dem Centralverband 83 110 Mitglieder bon Vortrag über die neuesten Erhebungen, betreffend die Lage der 42 Fachverbänden Der Vortrag Während in den letzten Tagen teinerlei Zusammenstöße gemeldet und 28 Einzelvereinen angeschlossen. Die größte Organisation Tabatarbeiter und besonders der Arbeiterinnen. ist die der Arbeitsmänner", welche gegen 30 000 Mitglieder zählt. gipfelte in der Aufforderung, durch festen Zusammenschluß aller wurden, wird gegenwärtig wieder von Gefechten berichtet, über deren Ein Telegramm aus Außerhalb der Vereinigten Fachvereine" giebt es noch 13 300 Arbeiter und besonders auch der Arbeiterinnen, dahin zu streben, Tragweite jedoch kein Urteil möglich ist. Bloemfontein lautet: ein jammervollen Zuständen organisierte Fachvereins- Mitglieder( Beamten, Pharmaceuten, bereiten. zu Ein Zug mit Verwundeten aus Glen ist eingetroffen. Bei Handlungsgehilfen 2c.), die noch nicht entwickelt genug sind, sich der Eine dementsprechende Resolution fand einstimmige Annahme. großen Organisation anzuschließen. Das wichtigste ist aber, daß die Bum zweiten Punkt der Tagesordnung fand die Rechnungslegung Karree Siding Station, etwa sechs Meilen nördlich von große Aussperrung den Erfolg gehabt hat, daß die Regierung ein der Kommission statt und wurde derselben Decharge erteilt. Bei Glen, wird heftig gekämpft. Englische Infanterie steht dort in Gesetz betreffend Einsegung eines Schiedsgerichts bei Punkt 3: Stellungnahme zur Maifeier, wurde nach kurzer Diskussion starter Position auf einem mächtigen Damm, von Artillerie unterArbeitsstreitigkeiten zur Einführung gebracht hat, in dem de- eine Resolution dahingehend angenommen, den 1. Mai im Zu- stügt. Die Stärke der Boeren ist noch nicht ermittelt. Die genannten Orte liegen etwa 30 Kilometer nördlich von fammengehen mit den Arbeitern und Arbeiterinnen der Centralverband der Fachbereine als die Verr Nahrungs- und Genußmittel- Branche, wie in Bloemfontein, wären von den Truppen Roberts' also in einem Tag handlungsinstanz der Arbeiter anerkannt wird. Ben Borjahren, durch Vormittags- Versammlung bei Nieft, marſch unſchwer zu erreichen. Sollte Roberts froßdem, bağ bil BeIm übrigen wurden Statutenänderungen beraten und angenommen. Weberstraße 17, und durch Ruhenlaſſen der Arbeit, wo es angängig unthätigkeit verharren, so wäre das ein Beweis bafür, daß die ter Ueber Arbeiter- Ausstände in Spanien wird berichtet: Bei ist, zu feiern. Ferner beschloß die Versammlung, fich der Petition richte, die behaupten, die Truppen bei Bloemfontein hätten nunmehr Santander feiern 8000 Grubenarbeiter, in Barcelona und an den Reichstag seitens des Arbeitervertreter Vereins: Ab- ihre Attionsfähigkeit wieder erlangt, der Wahrheit nicht entsprechen. Bilbao sämtliche Bediensteten der elektrischen Straßenbahnenänderungen des Invalidenversicherungs Gefeßes betreffend, an Bloemfontein: Wir haben drei Tage Regen gehabt, und der Der„ Daily Chronicle"-Korrespondent telegraphierte nämlich aus und Omnibusse, in Madrid die Glas und Bleiarbeiter, zuschließen. Die nötigen Pferde und Ausrüstungssowie die Wagenarbeiter, in Valencia die Gerber, in Runmehr erhielten die Delegierten der sich im Streit be. Modder hat Hochwasser. Alle Infanterie Divisionen findenden Tabatarbeiter von Finsterwalde das gegenstände sind eingetroffen(?). Der Feind in der nächsten Umgebung Wort. Dieselben führten aus, daß die Tabatarbeiter dort sich schon haben jetzt Belte. ist ruhig. beide Seiten rüsten stetig für den bevorseit Februar mit ihren Forderungen an die Fabrikanten gewandt, Die Typhus daß die Zustände dort jeder Beschreibung spotten, die Löhne so stehenden Kampf. Lord Roberts ist jetzt bereit. Ein Morning Post" Telegramm ers minimal scien, seit Jahrzehnten immer dieselben geblieben, Epidemie läßt nach." während alle Lebensbedürfnisse, die Wohnungsmieten zc. gewaltige wähnt, in Bloemfontein fei die Luft voller Friedensgerüchte, und auch nach Ungarn geraten. Unser Budapeſter Parteiblatt brachte hältnissen weit höhere Löhne gezahlt würden. Sie hätten nun eine Schlag erhielten, würde Krüger den Widerstand aufgeben. Auf der Suche nach billigen Arbeitskräften sind unsre Agrarier Steigerungen erfahren haben, daß in allen Orten mit ähnlichen Vers eine Kapstädter Meldung behauptet, falls die Boeren einen neuen schon anfangs des Jahres die Mitteilung, daß Agenten in der Bacska Die Belagerung von Wepener herumreisen und mit bortigen Landarbeitern unter der Vorspiegelung Stonmission beauftragt, den" Fabrikanten folgende Vorschläge zu Herrlicher Zustände Verträge abschließen, im Sommer nach Kur- unterbreiten: Ein Minimallohn für Roller von 4,50 M.; für Widel- dauert fort. Nach Berichten der„ Daily News" vom 16. begannen Hessen und andren Gegenden Deutschlands zu Ernte- Arbeiten macher 2.25 für schwere Façons für Roller 50 Pf. bis 1 M., für die Boeren Forts zu bauen. 4 Kanonen hatten sie bereits montiert. Ernte- Arbeiten widel 20 Bf. Aufschlag. Ferner wurde die Kommiffion beauftragt, Nach Mitteilung von Boerenseite beträgt die Zahl der Boerenzu gehen. Die ungarischen Landarbeiter scheinen aber auf betreffs bei der Mißstände den Herren vorstellig zu Streitkräfte 8-10 000 Mann, eine wohl übertriebene Angabe. einer höheren Kulturstufe zu stehen, als wie deutsche werden. So fei es Agrarier ihre Arbeiter zu halten gewöhnt sind. Uns wird aus der Sonn- und Festtagen die Arbeitsräume scheuern und die Fenster bor Usus, daß die Arbeiterinnen Von weiteren Nachrichten registrieren wir nur die folgenden: Bacska folgender Brief zur Verfügung gestellt, den ein schon jetzt Aliwal North. Die Telegraphenlinie nach Ladygrey. nach Heffen gekommener Ungar an seine Angehörigen in der Heimat puzen müssen, daß sie ferner Wasser und Feuerung heranholen und über welche der telegraphische Verkehr nach Basutoland geht, ist Feuer anmachen müssen, ohne dafür Entschädigung zu erhalten; daß gerichtet hat: General Brabant hat den Landdrosten von Rourauch mit der Feuerung derart gespart würde, daß in einzelnen ville Debeer, sowie den früheren Landdrosten Hoffmann verhaftet. Fabriken bei 6-9 Grad Wärme gearbeitet werden müßte, während 259 Boeren unter dem Kommandanten Odendard, die beim Anrüden Ich wollte, ich wäre zu Hause geblieben. Hier ist's nicht doch 15 Grad bei der ſizenden Arbeit und dem feuchten Material des Generals Brabant in der Richtung auf Smithfield entkamen, Der Hauptlanddrost in Smithfield fo schön als wir glaubten. Du weißt, ich habe zu Hause unerläßlich wäre. Auch in sanitärer Beziehung herrschten Mißstände sind nach Wepener marschiert. als guter Arbeiter gegolten, aber die Arbeit hier hält teiner aus; gröblicher Art durch fehlende Ventilation der Arbeitsräume, durch ist von den Boeren gefangen genominen worden. bie jüdischen Gutspächter mit ihren Beamten bei uns in Ungarn rodnen der Einlage in den Arbeitsräumen, welches doch direkt graphische Nachrichtendienst ist durch schwere Stegengüffe unmöglich find wahre Engel gegen die gewiffenlosen Antreiber babier, gegen die bundesrätlichen Worshriften ver gemacht. und die Behandlung, die man hier einem zu teil werden läßt, stößt usw. wetteifert mit der Behandlung, die einem bei uns aufämtliche Forderungen und lehnten auch die Verhandlungen mit Die Fabrikanten verweigerten durch Anschlag in den Fabriten Hause nur von der Gendarmerie au teil wird. einer zu diesem Zwed gewählten Kommission ab. Am 14. April Und dann die Kost! Lieber Peter, wir haben oft zu Hause ge- wurde aus diesem Grunde in 63 Fabriten mit über 800 Arbeitern hungert, aber hier ist's noch ärger. Nichts als Kartoffeln giebt's hier für uns Arbeiter, die ohne Fett verschlungen werden. Bei und Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. Die noch hier am Platz solcher Arbeit diese Kost, ist schwer auszuhalten. Und bis jetzt ist's noch gut. befindlichen Fabriken, 12 an der Bahl, haben bereits die Forderungen Bei der Ernte, erzählen uns die Leute hier, soll's erst recht luftig zugehen, da giebt's keinen Tag und teine Nacht; wahrlich, jetzt wissen wir, daß es denn doch nicht am ärgsten ist in Ungarn. Wir hoffen den noch hier auszuhalten, weil wir die 200 Gulden, die wir auf dem Sause schuldig find, in Winter zahlen wollen. Aber zum zweiten mal gehen wir nicht mehr hierher, vielleicht ist's in einer andren Gegenb beffer. Mein Weib weint immer, auch sie bereut, daß wir hierher gegangen. Wir grüßen Dich und Dein Weib, den Johann Josef. Gijon die Steindrucker. Boriales. Ungrische Landarbeiter in Deutschland. und alle Bekannte. Wizenhausen, den 8. April 1900. Mein lieber Bruder Peter! Dein Bruder 9 unterbrochen. % Der helios Ein starkes Kommando wurde bei Thabandhu auf dem Marsche Bege infolge schwerer Regengüffe in schlechtem Zustand find. nach Norden gesehen. Es tam nur langsam vorwärts, weil die Letzte Meldungen. London, 20. April. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Brandfort vom 19. April gemeldet: General Delarey fehrte bewilligt. Von seiten des Vorstands des Verbands ist die Zu- gestern nach seinem Lager zurüd von einer Netognoszierung, die er stimmung des Ausschusses und Vorstands zugesagt und ebenso auch mit einer größeren Truppenabteilung östlich der Eisenbahn, bis zum von der Verbandsleitung des Gewerkvereins( Hirsch- Duncker). Modderriver ausgeführt hatte. Er stieß nur auf einige Vorposten Aber trotzdem müssen wir uns an die Allgemeinheit wenden, da und fah Befestigungswerke der Engländer längs den Hügeln. ein ziemlicher Teil nicht organisiert und auch teils nicht vollberechtigt ist. In der folgenden Diskussion wurde von den nachfolgenden Rednern die Notwendigkeit betont, durch that Lehte Nachrichten und Depeschen. träftige Unterstützung die Kollegen von Finsterwalde in den Stand zu sehen, ihre Forderungen zur Durchführung zu bringen, umfomehr, melden, sind in der vergangenen Nacht bei dem Gutsbefizer Walther Dresden, 30. April.( B. S.) Wie die Dresd. N. Nachrichten" als die Finsterwalder Fabrikanten ihre Ware zum größten in Reinhardtgrimma Einbrecher eingedrungen und haben die fränt Teil nach Berlin siden und durch ihre Reisenden liche Ehefrau und deren Tochter überfallen. Der Ehefrau wurde die sämtlichen Gastwirte, Restaurateure und Versammlungen. mittels eines Rasiermessers die Kehle durchschnitten, fie starb Schantwirte besucht würden. Es sei Pflicht der gesamten Der focialdemokratische Wahlverein für den 5. Berliner Arbeiterschaft Berlins, auf diese Gastwirte einen Drud nach einer halben Stunde. Die Mörder haben viel geraubt und Reichstags: Wahlkreis hielt am Mittwoch im Schüßenhaus seine Berliner Arbeiter einen großen Einfluß ausüben, ein Ende bereitet Verkehr am Elbquai Dresden- Neustadt ist heute wieder aufgenommen auszuüben, damit dieser Konkurrenz, die auch auf die Löhne der sind entlommen. Dresden, 20. April.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten werde. Die Kommission wurde beauftragt, durch schleunige worden. Der Verkehr mit dem Elbquai Dresden- Altstadt und Riesa die Versammelten das Ableben des Mitgliedes Günther und Ausgabe von Sammellisten, durch sofortige Ab Genossen Oertel durch Erheben von den Plägen. Den Bericht ist noch eingestellt. des Vorstands erstattete Genosse Muck. Nach demselben fanden im einen Antrag an die Gewerkschaftstommission, auch sendung von dem vorhandenen Barbestand, durch Paris, 20. April.( W. T. B.) Auf die Huldigungsdepesche der Legten Quartal drei Vereinsversammlungen und für die fünf Abteilungen vierzehn Sigungen statt. Bemängelt wurde die andren Arbeiter von Berlin für diese Sache in An- deutschen Aussteller und der deutschen Kolonie an Se. Majestät den Staiser ist an den Reichskommissar Richter folgende Antwort gelangt: vom Redner die nicht genügende Beteiligung an den Zusammen- ſpruch zu nehmen. Se. Majestät der Kaiser und König haben den Huldigungsgruß tünften, die doch dazu angethan seien, die Genossen zusammenzuführen. Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe der deutschen Aussteller und der deutschen Kolonie huldvollst ent Die Mitgliederzahl beträgt 596. Hierbei wurde verschiedenerseits das beschäftigten Hilfsarbeiter hielt am 10. April seine ordentliche gegengenommen und lassen vielmals danten. Se. Majestät freuen unpünktliche und unregelmäßige Zahlen der Beiträge gerügt. Um diesem Generalversammlung ab. Die Kollegen Steinite, Uthes und Gutsche allerhöchft sich über die würdige Bertretung der deutschen Jutelligenz Uebelstand abzuhelfen, soll in Folge energischer und planmäßiger ber ersuchen um Abrechnung der verschiedenen Listen. Das Andenken und Arbeitsamkeit, und wünschen den Ausstellern einen guten Erfolg. fahren werden. Die diesbezüglichen Anträge wurden vorläufig zurüd- des verstorbenen Kollegen Sadarsky wird in üblicher Weise geehrt. Auf Allerhöchsten Befehl: v. Lucanus, Geh. Kabinetsrat. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich Th. Glocke in Berlin. Drud und berlag von Mag Babing in Berlin Hierzu 2 Beilagen. r. 92. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 21. April 1900. Verbandstag des Deutschen Holzarbeiter- Verbands. = verwaltung bezw. des Vertrauensmanns zur Beratung zusammen. Die örtlichen Mitgliedschaften haben in geheimer Abstimmung festzustellen, ob in den Ausstand eingetreten werden soll. Die gesetzlichen Bestimmungen betr. den Kontraktbruch sind bekannt zu geben und zu beachten. Das Resultat der Beratung ist dem Vorstand und der Agitationstommission sofort mitzuteilen. Für den Vorstand beizufügen ist zugleich der genau ausgefüllte Streiffragebogen II. Nürnberg, 19. April 1900. Die Verhandlungen begannen mit der Wahl zweier Kommissionen, die die Anträge zum Statut und Streifreglement zu beraten haben. Alle Anträge zur Presse wurden abgelehm und sodann zum Punkt 5 der Tagesordnung: der Arbeitsloten Unterstügung: übergegangen. Für diesen Gegenstand der Tagesordnung sind zwei Abgelehnt werden alle Anträge, welche die einzelnen MitgliedReferenten vorgesehen. Der zweite Vorsitzende des Verbands, schaften entbinden wollen von der Vorschrift, geplante Streits dem Leipert, begründet die Einführung dieses Unterstügungs- Vorstand zur Genehmigung zu unterbreiten, oder welche den örtlichen zweigs, während Stubbe Hamburg als Korreferent den ab- Agitationskommissionen einen größeren Einfluß bei Verhängung von lehnenden Standpunkt vertritt. Die Organisation hat sich bereits Streits einräumen wollen. auf zwei voraufgegangenen Verbandstagen mit der Frage be Der Vorstand beantragt, dem Streikreglement folgenden Zusat schäftigt, aber jedesmal mit großer Majorität die Anträge abgelehnt. zu geben: Der Referent hatte ein geschicht zusammengestelltes Material zur Berfügung, das den Nachweis führen sollte, daß mit einer Beitragserhöhung von 10 Pf. pro Woche die Aufgabe zu lösen sei. Redner meint, ihn beirre die Phrase von der Kampfesorganisation nicht, die in Gegensatz gestellt werden zu den Unterstügungszwecken, die die Gewerkschaften verfolgen müssen. Auch die Arbeitslosen- Unterstügung sei ein Kampfesmittel, man müſſe den Arbeitern flar machen, daß die Organisation in allen Fällen hinter ihnen steht. Gerade die gegenwärtige günstige Geschäftsperiode sei geeignet, die höhere Beitragsleistung einzuführen und es habe sich gezeigt, daß alle Organisationen, die diese Unterstügung eingeführt haben, einen viel ständigeren Mitgliederstand aufweisen als diejenigen, die bisher Siese Unterstüßung ablehnten. Der Vorstand schlägt vor, die Unterstügungssäge je nach der Dauer der Mitgliedschaft von 6 bis 10 M. pro Woche zu bemessen. Entsprechend den Raffenverhältnissen ist der Vorstand berechtigt, einen mehrwöchentlichen allgemeinen Extrabeitrag und zwar von männlichen Mitgliedern 20 Bf., von weiblichen Mitgliedern 10 Pf. pro Woche zu erheben. Dieser Beitrag ist unverfürzt dem Streif: fonds zuzuführen. Der Antrag wird von Kynast- Nürnberg, Mitglied des Hauptvorstands, begründet.( Mittagspause.) Nachmittags- Sizung. Lokales. Geschäftspatriotismus und Arbeitersolidarität. " Der Prozeß gegen die beiden frömmelnden Schwindler Fischer und Föllmer ist als Beitrag zur Charakteristik des zeitgemäßen Patriotismus immerhin schäzbar. Fürs erste zeigt der Prozeß, wie spielend leicht es ist, sich mit Nichtsthun und der auf das Normalmaß moderner Frömmigkeit abgeftempelter Treue zum Herrscherhause" auf etliche Zeit einen fidelen Tag zu verschaffen. Man braucht mit so einer patriotischen Gründung nur bei etlichen Geldleuten und Personen von Distinktion zu antichambrieren und flugs hat man von dieser Seite, wenn auch nicht immer die herbeigesehnten Moneten, so doch die erforderliche Anzahl blendender Namen auf der Liste, mit der man nunmehr den Dummien aus plebejischen Streisen ihre ersparten Thaler abfnüpfen kann. Beides wird dadurch erleichtert, daß oben wie unten der Patriotismusals Aushängeschild für Nebenabsichten zu Tage tritt. Oben mag cs nur der bekannte Typus des Bankiers sein, der aus dem Schatz feiner errafften Millionen ihm als patriotisch angepriesenen Unternehmungen augenfällig subventioniert, in der mehr oder weniger stillen Hoffnung, daß bei Gelegenheit ein roter Adler dritter oder ein Kommerzienrats Titel abfalle. Unten aber, bei den„ kleinen" Leuten, ist der Faden gröber gesponnen. Dort spekuliert der Schwindler mit fast unfehlbarem Glück darauf, daß die Dummen ihre Ersparnisse freudig dem patriotischen Zweck zuwenden werden, wenn man ihnen vorganfelt, daß ein feines Geschäft dabei herauskomme. Gleich dem Nattenfänger lockten Fischer und Föllmer den armen Thoren das Geld aus der Tasche; sie gaben blindlings, denn alle glaubten sie an die ihnen versprochene Anstellung bei dem Schwindelunternehmen, die mit Wucherzins das aus Geschäftspatriotismus dargebrachte Geld wieder einbringen werde. Die Moral ist aber in beiden Schichten die gleiche; oben und unten geben sich Vaterlandsliebe wie Frömmigkeit meist als Mittel zum Zweck des ganz ordinären Geschäftemachens zu erkennen. Von der Generalfommission der Gewerkschaften ist LegienHamburg erschienen. Es wird fortgefahren in der abgebrochenen Beratung. Nach längerer Diskussion wird der Antrag des Hauptvorstands abgelehnt. Angenommen wird dagegen ein Antrag des Hauptvorstands, nach welchem an Nichtmitglieder und solche, die erst während eines Der Korreferent fucht an der Hand einer statistischen Erhebung Streits oder einer Aussperrung die Mitgliedschaft erwerben, teine in Hamburg den Nachweis zu führen, daß die Arbeitslosen- Unter- Unterstüßung gezahlt werden foll; außerdem findet ein ftützung eine Erhöhung des Wochenbeitrags von 33 Pf. erfordern würde, Antrag Annahme, der die Zahlstellen verpflichtet, wenn der Streit wenn die Säge gezahlt werden sollten, die der Vorstand empfiehlt. fonds nicht genügend Mittel aufweist, alle zwei Monat SammelDiese Auffassung stützte Redner weiter auf eine Berechnung, die über listen auszugeben, deren voller Ertrag dem Streitfonds zu mehrere Jahre die Aufwendung der Beiträge für Arbeitslosen- fließen soll. Daraus, daß kein andres Motiv diese Leute bei patriotischen Unterſtüugung in einigen Organisationen darstellt. Danach find pro Weiter wird nach reger Debatte beschlossen, dem Vorstand, Vorhaben leitet, erklärt sich auch die Unmögklichkeit für sie, zu be Mitglied und Woche für Arbeitslosen- und Reise- Unterstützung auf- wenn bei Streits die vorhandenen Mittel voraussichtlich nicht aus greifen, daß der klassenbewußte Arbeiter ganz selbstlos für den gebracht worden in der Organisation der Bildhauer 232 Pf., der reichen, das Recht zu geben, eine Kürzung der Streit- politischen und gewerkschaftlichen Kampf Opfer bringt. Selbstlos, Handschuhmacher 14,3 Pf., der Brauer 2 Pf., der Cigarren Unterstützung vorzunehmen. das heißt ohne den Hintergedanken an plump vor Augen fortierer 9 Bf., der Hutmacher 223/5 Pf., der Kupferschmiede 121/3 Bf.. Die Streifunterstützung wird folgendermaßen geregelt: der Borzellanarbeiter 84/5 Pf. und der Buchdrucker 24 Pf. Redner Die vollberechtigten Mitglieber erhalten bei genehmigten Streits iegende Vorteile geübte Solidarität ist in den zur heutigen Ordnung schwörenden schwörenden Kreisen meist ein völlig unfaßbarer ist tein principieller Gegner der Arbeitslosen- Unterstützung, aber er 10 M., die weiblichen Mitglieder 6 M., für jedes Kind 75 Pf. pro Gedanke. Daher kommt es, daß der Ordnungsphilister die Arbeiterglaubt, daß die größere Leistungsfähigkeit der Organisation besser Woche. Männliche jugendliche Personen erhalten pro Woche 4 M., solidarität so schwer begreift und vielfach die Phrase seiner Leibangebracht sei zur Erreichung günstiger Arbeitsverhältnisse. Reduer weibliche 3 M. Die nichtvollberechtigten Mitglieder erhalten pro blätter nachbetet, daß der Klassenbewußte Proletarier entweder ein fand am Schluß lebhafte Zustimmung. Woche 3 M. weniger. schlechter, leichtsinniger Kerl oder doch im gelinderen Falle ein von Der Rest der Verhandlungen dreht sich um die Verhältnisse in den Hezern" verführtes Schaf sein müsse. der deutschen Schuhfabrik. Kommunales. In der Diskussion gab der Vertreter der östreichischen Holzarbeiter, faret, seine Erfahrung über die Einführung dieses Unterstützungszweiges zum besten. Er empfiehlt die Annahme des Kommunale Annehmlichkeiten für den Kaiser. Oberbürger Antrags bringend," da seine Organisation nur gute Erfahrungen gemeister Kirschner und Stadtbaurat Hoffmann hatten gestern macht habe. Die Beiträge der östreichischen Holzarbeiter wurden von nachmittag 2 Uhr eine Audienz beim Kaiser, in der sie die Pläne 30 Heller auf 60 Heller pro Monat und weiter im Jahre 1894 auf 20 Heller für Sie Besuch des Kaisers Franz Joseph vorzunehmende Auspro Woche gesteigert. Die gehegte Befürchtung, daß die Mitgliederzahl Die städtische Schuldeputation hat mit Genehmigung des schm fung der Straße Unter den Linden vorlegten. Hierbei gab wegen der hohen Beiträge zurüdgehen würde, sei nicht eingetroffen, Magistrats und des Provinzial- Schultollegiums festgescht, daß die der ijer nach dem„ Berliner Tagebl." seine Genugthuung vielmehr habe die Organisation Fortschritte gemacht und man sei der Sommerferien an den Gemeindeschulen in diesem Jahr mit und eude über die vorgestern von dem patriotischen Teil der Ueberzeugung, daß auch die deutschen Holzarbeiter für die Dauer den Ferien der höheren Lehranstalten zeitlich zusammenfallen. Die Stadtv ordneten- Bersammlung gefaßten Beschlüsse Ausdrud. sich der Aufgabe nicht entziehen können, diese Unterstüßung einzu Stadtverordneten- Bersammlung hat zur Beratung dieser Angelegen Fer er brachte der Kaiser das Gespräch auf den Beschluß der führen. An der weiteren Debatte nahmen Becker, Gernisti und heit einen Ausschuß eingesetzt, welchem Genosse Singer Stadtver rdneten betreffend die Anlage eines sechs Meter breiten Klingner für, Mathes, Lages, Gönninger und Meier folgenden Antrag unterbreitet hat: Rasen reifens um das Schloß und die Umpflasterung gegen den Antrag teil und wurde schließlich nach Schluß der Debatte des Schlot lazzes. Der Kaiser sprach den Wunsch aus, daß diese die Einführung der Arbeitslosen Unterstügung in nament Veränderungen recht bald borgenommen werden licher Abstimmung mit 47 gegen 19 Stimmen bei 14 Enthaltungen möchten, da für ihn und seine Familie das Geräusch des abgelehnt. Die Urabstimmung wurde gleichfalls abgelehnt. Schloßplates und der Schloßfreiheit sehr störend set. Die Stimmenenthaltung sämtlicher Berliner Delegierten erregte viel fach Mißfallen. Glode erklärte, die Stimmenenthaltung der Berliner Delegierten sei darauf zurückzuführen, daß die Berliner Zahlstelle während des Streiks teine Zeit fand, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, mau habe sich deshalb für eine Urabstimmung erklärt. J Achte Generalversammlung des Verbands deutscher Schuhmacher. Magdeburg, den 19. April. 8 weiter Verhandlungstag. = • „ Der Ausschuß wolle der Versammlung folgend Beschlußfaffung empfehlen: Die Verjamunlung nimmt Kenntnis von der Ve age und ersucht den Magistrat, die städtische Schuldeputation anzuweisen. Vor fehrungen zu treffen, durch welche es den Schülern Knaben und Mädchen der Gemeindeschulen ermöglicht wird der Gemeindeschulen ermöglicht wird, während der diesjährigen Sommerferien unter Führung und Aufsicht geeigneter Personen Erholung im Freien( Ausflüge in die umgegend, Jugendspiele auf den Schulhöfen und in den städtischen Parks usw.) zu genießen. Wegen der hierzu erforderlichen Mittel sieht die Versammlung einer Vorlage entgegen. Die Direktion der direkten Steuern beabsichtigt ein neues Dienstgebäude zu errichten und hat dazu ein zwischen der Stadtbahn und der Nenen Friedrichstraße belegenes fistalisches Grundstüd in Aussicht genommen. Dieses Grundstück wird jedoch durch einen in Zunächst wird die Debatte über die Lohnbewegungen der Verlängerung der Magazinstraße projektierten Straßenzug durch und Streits fortgesetzt. schnitten und hatte infolgedessen die Steuerverwaltung an den Magistrat Herrmann Berlin warnt vor dem Versuch, die wirtschaft- das Ersuchen gerichtet, im Interesse der Bebaubarkeit des Grundstücs lichen Kämpfe zu reglementieren. Er empfiehlt, es den an den in die Aufhebung der festgesetzten Fluchtlinie zu willigen, da anderneinzelnen Orten bestehenden Agitationskomitees zur Pflicht zu falls das Dienstgebäude nach dem Ostbahnhof verlegt werden müffe. machen, bei Differenzen sofort einzugreifen. Mancher Streit tönnte Das Magistratskollegium hat das Ersuchen aus Verkehrsrücksichten bei rechtzeitiger Vermittelung verhütet werden. Sei es erst zum nicht genehmigen tönnen und hat den Vorschlag gemacht, dieses Stampfe gelommen, dann falle infolge der gegenseitigen Erbitterung Dienstgebäude auf dem Moltenmarkt zu erbauen, da dort dem die Vermittelung fehr schwer. Durch diese Thätigkeit der Agitations- Fistus das an der Mühlendammschleuse belegene städtische Grundtommission werde auch die Arbeit des Hauptvorstands vermindert stück zur Verfügung stehe. und es entfalle die Notwendigkeit der Vermehrung der besoldeten Beamten. Berliner Partei- Angelegenheiten. Vielleicht ist es angebracht, bei dieser Gelegenheit daran zu ers innern, daß es una Ziel aufs imtigste zu wünschen wäre, wenn die dem Kaiser gewiß gern gewährte Rücksicht auch nach andrer Seite hin geübt würde. Seit Jahren wiederholen sich z. B. die Klagen, daß in den nach dem Tempelhofer Felde zu gelegenen Heilanstalten, vor allem aber in dem Elisabeth- Hospital an der Hasenheide, der entsetzliche Se a nonendonner, der vom Uebungsplaze herschallt und gar oft die Fenster zittern macht, auf Krante und Genesende von denkbar ungünstigster Einwirkung ist. Wie wäre es, wenn die Militärverwaltung fortan die Uebungen in entfernteren Gegenden abhalten ließe und so die der Schonung dringend benötigten Kranken von einem Lärm befreite, gegen das Geräusch auf dem Schloßplatz sich wie sanftes Windessäufeln ausnimmt? den Der Friedhof im Friedrichshain. Der bei patriotischen Ans läffen so wenig bedenkliche Magistrat hat sich in der Friedhofsfrage abermals in einer Weise benommen, wie man es von einem höheren Hofbeamten fanm anders verlangen kann. In seiner gestrigen Sigung konnte sich der Magistrat wiederum nicht mit den Beschlüssen der Partdeputation einverstanden erklären. Er hat vielmehr den Vorschlag zur Verlegung des Eingangs und die Her richtung eines eisernen Thorgitters für den neue it Eingang abgelehnt. Hingegen hat fich das Kollegium damit zufrieden gegeben, daß die Einfassung der Wege durch Granitschwellen erfolgen solle und daß die Mitte des Kirchhofs, vorbehaltlich der etwa vorzunehmenden Aufhügelung der verfallenen Gräber, unberührt bleibe. Der Stadtverordneten- VerBod Gotha hat Erfahrungen genug gesammelt im Laufe seiner Bermittlerthätigkeit bei Streifs. Andre Gewerkschaften haben ein viel fchärferes Streifreglement als die Schuhmacher und führen es auch durch. Trotzdem sind sie vorwärts gekommen mit ihrer Organisation. Mariendorf- Tempelhof. Die Gemeindewahlen find vorüber fammlung foll unverzüglich eine in diesem Sinne gehaltene Vorlage Man könne dem Vorstand höchstenfalls den Vorwurf machen, daß er und die Erfolge unser. Sind wir auch nicht in den beiden in Be- zur Genehmigung unterbreitet werden, in welcher die Einzelheiten das Streifreglement nicht streng genug handhabe. Die am Ort an- tracht tommenden Orten als Sieger hervorgegangen, so will das sehr der gärtnerischen Ausschmückung des Friedhofs angegeben sein wesenden Personen find am wenigsten geeignet, über die Chancen eines wenig bedeuten gegenüber den großen Vorteilen, die uns die werden. Streits au urteilen, weil ihnen infolge der Erregung die flare Ueber- Agitation zur Wahl, die Wahlhandlung selbst und die bleibenden Uns soll verlangen, wie die Stadtverordneten- Versammlung sich legung abhanden tommt. Sie verlieren den Ueberblid, deshalb muß Eindrücke derselben, bieten. Die Agitation hat die Anwohnerschaft über dies Spiel äußern wird. der Centralvorstand Einfluß haben auf die Lohnbewegungen. Von geweckt, die Wahlhandlung aber hat gezeigt, wie geeint und ge Berlins Kinderfegen. Unter den in Berlin geborenen Kindern feiner Genehmigung muß es abhängen, ob die Schuhmacher an einem fchlossen der Besiz mit der Behörde zusammenwirkt, wenn es Ort in einen Streit eintreten dürfen oder nicht, weil der Central- gilt die Bestrebungen der Arbeiterschaft zu vereiteln; die Ein- haben die Erst- und die Zweitgeborenen die Mehrheit. Im Jahr 1898 wurden hier 43 175 eheliche Kinder zur Welt gebracht, vorstand dem eigentlichen Kampfplay entrüdt ist und das Für und brücke aber, die uns geblieben find, sie werden ein Anfporn darunter waren nach einer jetzt veröffentlichten Aufstellung des Ber Wider genau abwägen kann. Die Unternehmer find jetzt so gut sein für die, die bisher abseits von thätiger Mitarbeit standen, die, liner Statistischen Amts allein 12 326 erste und 10 137 zweite organisiert wie je zuvor. Es darf auch nicht außer acht gelaffen selbst zum Arbeiterstand gehörend, glaubten, sich dem Beschlusse an Kinder. Auf die Erft- und die Zweitgeborenen zusammen fant werden, daß durch das Vorgehen in den großen Städten hier zwar die politische Organisation entziehen zu dürfen, weil ihre augenblid alio schon über die Hälfte aller Geburten. Mit einem reichlichen die Verhältnisse gebessert werden, auf dem Lande und in kleineren liche Position fie über das Ringen und Streben der Arbeiter nach Bietel waren ferner die Dritt- und die Viertgeborenen, 6721 und Städten bleiben aber die Schuhmacher in ihren Arbeits- und Lohn besseren Lebenszwecken hinwegtäuscht. Der beschämende Eindruck aber, 4667 Kinder an der Gesamtzahl der Geburten beteiligt. Das übrig berhältnissen zurück. Aus diesen Teilen rekrutieren sich dann die den das Resultat der Wahl in Tempelhof gebracht hat, er tann, er bleibende Viertel setzte sich zusammen aus allen übrigen Gebornen Arbeitswilligen". Man muß versuchen, auch in diesen Teilen darf nicht spurlos an einen überzeugten Barteigenoffen vorüber- von den Fünftgebornen an. Die Fälle eines reicheren Kindersegens Deutschlands Berbefferungen zu erringen, damit der Unterschied gehen. So geschlossen, wie unsre wirtschaftlichen Gegner uns ent- in ein und derselben Ghe sind eben viel weniger zahlreich. Die zwischen Lohn- und Arbeitsverhältnissen in den großen Städten und gegentreten, jo gefestigt und geeint muß der Teil der Arbeiterschaft, Aufstellung zeigt ein rasches Sinken der betreffenden Zahlen. Sie auf dem flachen Lande nicht allzu groß ist. Auch zur Durchführung welcher seine Interessen als Bürger, als Staatsangehöriger wahren führt noch 8056 fünfte Kinder an, aber mir noch 1986 sechste, 1367 dieser Gesichtspunkte bedarf der Vorstand des Streifreglements. will, in der politischen Organisation verkörpert sein. Stärke man die Organisation, dann werden mehr Streits vermieden Dienstag, den 24. April, abends 81/2 Uhr, findet im Lokale des fiebente, 969 achte, 612 neunte, 437 zehnte, 255 elfte, 196 zwölfte, werden. Die Kraft der Gewerkschaften beruht auf der Disciplin der Herrn Gerth, Tempelhof. Dorfstraße, die Generalversammlung des weiter 126 dreizehnte, 80 vierzehnte, 42 fünfzehnte. Aber es fehlt auch in Berlin nicht an Fällen, in denen ein, und derselben Mitglieder. Deshalb müssen diese bestrebt sein, das Statut und das Arbeiter Bildungsvereins für Mariendorf, Tempelhof auch in Berlin nicht an Fällen, in denen ein und derselben Streitreglement zu befolgen. Ehe ein Kinderfegen zu teil wird, der selbst über die Mandel noch und Umgegend statt, wozu jebem der Zutritt gern gestattet ist; vor weit hinausgeht. 1898 wurden noch 29 sechzehnte, 11 siebzehnte, Nach weiterer Debatte erhält Reuß- Nürnberg bom Central- nehmlich sei es aber sämtlichen Mitgliedern dringend empfohlen, 8 achtzehnte, 5 neunzehnte, 4 zwanzigste Kinder geboren. Außerdem vorstand das Schlußwort. Er weist die gegen den Hauptvorstand recht zahlreich zu erscheinen und nach Kräften für unfren Verein zu brachte eine Mutter, eine Frau von erst 43 Jahren, ein fiebenerhobenen Angriffe zurück. Seit der Mainzer Generalversammlung agitieren. Diejenigen Mitglieder, welche ihre Wohnung gewechselt undzwanzigstes Kind zur Welt. Diese Zahl ist die höchste, die in habe das Streifreglement eine zweijährige Brobezeit gut bestanden. haben, werden in ihrem eignen Interesse ersucht, dies umgehend dem Berlin, so lange Ermittelungen darüber vorliegen, jemals be Es habe mehr Streits verhütet. Im Herbst vergangenen Jahres Vorstand mitteilen zu wollen. obachtet worden ist. Ein sechsundzwanzigstes Kind wurde einmal waren 44 Streits angemeldet, davon wurden 23 genehmigt. Man Der Wahlverein für Reinickendorf und Umgegend hält im Jahr 1893 und einmal ganz kürzlich, im Jahr 1899, gemeldet. fann also nicht fagen, daß der Hauptvorstand zu engherzig sei. Mittlerweist ein Antrag eingegangen, das bestehende Streit. Sonnabendabend 81/2 Uhr in Böttchers Seepart seine GeneralDer in der Medenwaldtschen Mordsache bezichtigte versammlung ab. reglement mit egen Abänderungen aufs neue zu bestätigen und Tischlei meister Gluth aus der Birkenstraße sowie seine beiden die übrigen ca. 40 vorliegenden Anträge für erledigt zu erklären. Friedrichsfelde. Die Generalversammlung des Wahlvereins Söhne Willy und Georg wurden gestern der Staatsanwaltschaft Dieser Antrag wird nach längerer Debatte abgelehnt. Es folgt die findet am Sonntagnachmittag 4 Uhr im Lokale des Herrn Schulz, vorgeführt. Neue Momente der Untersuchung sind aber zur Zeit Specialdiskussion. Prinzen- Allee 6, statt. nicht hervorgetreten. Die Festnahme eines gewissen Kersten, die Die meisten Anträge werden abgelehnt. Annahme findet Den Genossen von Friedrichsfelde und Umgegend zur Kenntnis, auf haltlose Stombinationen hin als für die Entwicklung der An folgender von Böhle- Straßburg gestellter Antrag. Danach lautet daß am 1. Mai, vormittags 91/2 Uhr, bei Kube eine öffentliche gelegenheit bedeutungsvoll dargestellt wurde, soll ganz belangloser ber§ 3 folgendermaßen: Gewerkschaftsversammlung stattfindet. Referent ist Ge- Natur sein. Der Mann ist sofort entlassen worden, nachdem er Brechen in einem Geschäft Differenzen aus, an welchen Vereins- noffe A. Stadthagen. Diese Versammlung wird in Ueberein nachgewiesen hatte, auf welche Weise ein in seinem Besitz vor mitglieder beteiligt sind, so treten diese unter Buziehung der Orts. ftimmung sämtlicher Gewerkschaftszahlstellen hier am Ort abgehalten. gefundenes Batet Wäsche mit Blut bespritzt worden sei. Die Ver Theater. nehmung der mit der Familie Gluth bekannten Handwerker Jeste, Aus den Nachbarorten. Zwischen der Eisenbahnverwaltung und der Stadt Schöne Wildauer und Gierde brehte sich vornehmlich um die Frage, ob dies Ueber die Versorgung der Stadt Nixdorf mit elektrischem berg haben wegen der umfangreichen Bahnbauarbeiten, die infolge felben am Abend des Tags, an dem Fräulein Medenwaldt mm Strom wird bereits seit dem Jahre 1897 verhandelt. Die Gas- der in Aussicht stehenden Erweiterung der Geleiseanlagen der Südgebracht worden ist, mit Gluths spazieren gegangen find. Die Frage deputation, welche mit der Vorbereitung der allgemein als notwendig ringbahn und der Verlegung des Vorortverkehrs der Anhalter Bahn ist in einem den Beschuldigten günstigen Sinn entschieden worden, anerkannten Maßregel betraut ist, hat jetzt einen vorläufigen Bericht nach dem Potsdamer Bahnhof bei Schöneberg, an der Anhalter, kommt jedoch nicht als ausschlaggebend in Betracht, da angenommen erstattet, aus dem folgendes zu entnehmen ist. Zu Anfang erschien Potsdamer und Ringbahn ausgeführt werden müssen, seit Monaten wird, daß der Mord nicht am Abend vollbracht worden ist. Die ber Deputation allein zweckmäßig der Bau und Betrieb eines eignen lange Verhandlungen geschwebt, die nun endlich dem Abschlußz nahe Familie Gluth wurde feit der Ermordung der Unglücklichen städtischen Elektricitätswertes. Später hat man sich aber dahin schlüssig sind. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um die Unterführung ständig auf Schritt und Tritt von der Kriminalpolizei beobachtet. gemacht, von dem Bau und Betrieb eines Werks in eigner Regie vorläufig des von Schöneberg nach Tempelhof jezt über die Anhalter Bahn Der alte Gluth erhält allenthalben, wie schon mitgeteilt, das beste Der alte Gluth erhält allenthalben, wie schon mitgeteilt, das beste abzusehen und die Erzeugung und vielleicht auch den Vertrieb des hinweggehenden Tempelhofer Weges, unter die Geleise der Anhalter Leumundszeugnis. Gestern vormittag fand von nenem eine Haus Stroms einer Glektricitätsgesellschaft zu überlassen. Dabei soll aber Bahn, sowie ferner um die Verbreiterung der unter der Ringbahn fuchung in der Gluthschen Wohnung, Birkenstr. 42, statt. Man forschte forgfältig in fämtlichen Räumen und untersuchte genau Tarifterung und Stabellegung möglichst gewahrt werden. der Einfluß der städtischen Verweltung auf die Geschäftsführung, und Potsdamer Bahn schon bestehenden Ünterführung der Tempels Auch sezt hoferstraße, sodann um eine Verbreiterung der Unterführung des alle Werkzeuge. Eine Beschlagnahme irgend welcher Gegenstände er man als selbstverständlich voraus, daß der Stadtgemeinde vertrags- Sönigswegs unter der Ringbahn und endlich um die Weiterführung folgte nicht. Der Zustand der Ehefrau des verhafteten Tischler mäßig das echt gesichert werden müsse, nach einer nicht zu reich der Gothenstraße unter der Ringbahn hindurch, in welcher sich jetzt meisters Gluth ist anbanernd sehr schlecht. Sie liegt in hochgrabigemlich zu bemessenden Zeit den Betrieb in eigne Verwaltung zu unterführungsarbeiten, welche etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen diese Straße totläuft. Die Kosten dieser zum teil äußerst schwierigen Fieber und phantasiert viel. übernehmen. Verschiedene Firmen sind zu Angeboten veranlaßt worden. Gluth, der sowohl flir sich wie für seine Söhne die Unschuld an Die Berliner Elektricitätswerte haben zur Wahl gestellt: 1. Die Lieferung werden, find auf 836 500 m. veranschlagt und sollen, wie es die dem Mord beteuert, hatte sich in den acht Jahren, die er hier felb des im Gleffricitätswerk Oberspree erzeugten Drehstroms direkt an die Eisenbahnverwaltung verlangt, von der Stadt Schöneberg getragen ständig ist, eine gute Kundschaft erworben, für die er nantentlich konsumenten unter Beteiligung der Stadtgemeinde am Gewinn, nach werden. Die städtische Tiefbaudeputation und daraufhin auch der Ausbesserungsarbeiten besorgte. Seine fitnfzehn Kinder hielt er Maßgabe des verbrauchten Stroms. 2. Die Lieferung von Dreh- Magistrat haben beschlossen, der Leistung jener Kostenjumme zuzuunter strenger Aufsicht. Wenn einmal einer seiner Söhne ohne Be strom nach auf die Stadtgegenden zu verteilenden Speisepunkten, stimmen und fie durch eine Anleihe zu decken, jedoch zu den Kosten, schäftigung war, fo ließ er ihn sofort nach Hause kommen und be- von welchen ans die Verteilung des Stroms auf Kosten und für soweit es nur irgend zulässig ist, die Anlieger mit heranzuziehen. schäftigte ihn dort, um ihn vom Bummeln abzuhalten. Der 19jährige Rechnung der Stadtgemeinde zu bewirken wäre. 3. Die Lieferung Georg war als Arbeiter in einer Schlofferei zu Bankow thätig. Gelernter des Drehstroms nach einer Umformstation, von welcher aus der Schlosser ist er nicht. Er soll den Schliffel gefeilt haben, den man Strom als umgeformter Gleichstrom durch die Stadtgemeinde an in der Wohnung der Ermordeten gefunden hat. Georg Ginth giebt die Stromabnehmer zu verteilen wäre. Ueber einen Vertragsentwurf zu, einen Schlüffel für sich als Korridorschlüffel gefeilt zu haben, fonnte mit der Gesellschaft eine Einigung bisher nicht erzielt werden. Leffing- Theater: Gastspiel der Sorma.( Morituri.) und hat diesen auch ausgeliefert; er ist noch nicht ganz fertig. Von Die Verhandlungen find noch Gange. Ueber die Schauspieler wird im allgemeinen zu viel geschrieben und einem zweiten Schlüffel will er nichts wissen. Es wird aber antDie Gesellschaft für elektrische Unternehmungen zu Berlin" hat zu wenig gesagt. Ihre Namen findet man allzu oft in den Spalten genommen, daß er auch den fertig in der Medenwaldtschen Wohnung sich erboten, für Rigdorf ein eignes Wert auf eigne Stoften zu erber Beitungen; von ihrer Kunst hört man nur wenig oder nichts. gefundenen Schlüffel zurecht gemacht habe. Einen, so wird vermutet, bauen und zu betreiben, den Strom auch direkt an die Abnehmer An Superlativen der Bewunderung ist ja freilich kein Wangel; aber habe er für sich behalten wollen, ben andern feinen Bruder gegeben. zu liefern und die Stadt beim Gewinn zu beteiligen. Diefe Offerte ein Superlativ ist leider noch tein ästhetisches Urteil. Wenn man Georg Gluth gehören auch die blutbefledten Kleidungsstice. Sein hat den Vorteil, daß die Stadt nach Ablauf der Konzeffionsdauer in die Auffäge, die zwischen Jahr und Tag über Dichtung, Malerei, Bruber Willy foll ste jedoch bei der Ausführung des Morbes geben Bests einer eigner Stromquelle tommt und außerdem in den Marfil usw. geschrieben werben, mit ben timmerlichen tragen haben. Der 17 jährige Willy, ber etwas schwächlich ist und Vertrag ber Gesellschaft mit der Süblichen Vorortsbahn" eintreten Nebensarten vergleicht, die über Schauspieltumst Schauspieltumst auf den teine Neigung zu einem Handwert hatte, tvar mehrfach Laufburfche fan. und Arbeiter in Chokoladenfabriken. 8nlegt half er seinem Vater Die Glettricitäts- Attiengesellschaft vormals W. Lahmeyer zu ist das unglückliche Mißverhältnis kein Zufall. Es hat Markt gebracht werben, erfchridt man über den Abstand. Natürlich wie allesund bekam die Woche 50 Pf. Taschengeld. Frankfurt a. M. ist nach mehrfachen Verhandlungen ersucht worden, feinen guten Grund. Die Kritik wendet Bilder des Elends bieten sich dem Ange beinahe täglich am einen Vertragsentivurf auszuarbeiten und ihm ein Projekt wie das und schließlich mit Recht ihr HauptAusgang der Knesebeckstraße in Rigdorf dar. Auf der hier noch un zuletzt erwähnte zu Grunde zu legen. Bei den weiteren Verhand- intereffe der dramatischen Produktion zu. Ist die Dichtung ab. bebauten Feldmark wird Schutt und Müll abgeladen. Geht man lungen wird ein Sachverständiger mitwirken. gehandelt, bleibt wenig Raum und noch weniger Zeit für den am Nachmittag an der Stätte vorbei, so sicht man armselige Frauen, And Nigdorf. Einen umheimlichen Fund machte am Donnerstag Schauspieler übrig. Selbft aber wenn Raum und Zeit vorhanden elende zerlumpte Kinder auf den ekelhaften Haufen herumtriechen abend gegen 11 1hr ein Streckenwärter der Stadt- und Ningbahn. wären, hätte eine wirkliche Schauspielertritit ihre großen Schwierig und darin stökern und wühlen. Sie gehen„ Coats harken!" In Sturz hinter dem hiesigen Bahnhof lag auf dem Geleise ein mensch feiten. Schließlich muß man einen Künstler von allen Seiten kennen, den Unrathaufen befinden sich zahlreiche Reste von Coats, licher Körper, bent der linke Fuß fehlte, während der Kopf nur noch um ihn beurteilen zu können, und eben das ist beint Schauspieler mit Kohlen, Holzstückchen usw., die in wohlhabenden Haushaltungen lose am Rumpf hing. Ein Stüdchen weiter ward auch der Fuß ge- fast unüberwindlichen Schwierigkeiten verknüpft. Einen Dichter fann unversehens mit in den Abfall gerieten und hier nun den funden. Augenscheinlich handelte es sich um einen Selbstmörder, der man in sein Arbeitszimmer citieren, und ein Maler kann in einer Wermsten der Armen willkommenes Brennmaterial bieten. Da die fich von einem Ringbahnzug hatte überfahren laffen. Aus Papieren, einzigen Ausstellung sein ganzes Wesen entfalten. Den Schauspieler teuren Koblenpreise und der mit ihnen verbundene Kohlen die man bei der Leiche fand, wurde der Unglückliche als der muß man aufsuchen. Jede Rolle toftet einen Abend, und mitunter mangel es der ärmeren. Bevölkernng fast unmöglich machen, das 16jährige Dienstknecht Franz Dohrmann aus It- hat man in einer ganzen Saifon überhaupt nur Gelegenheit, zwei bielgerühmte Feuer des häuslichen Herds zu unterhalten, find die Glienice( Kreis Teltow) festgestellt. Was den jungen Menschen bis drei Rollen fennen zu lernen, die für das fünstlerische Urteil Stättepläge recht gut besucht. In Wind und Wetter wandern die zu der schrecklichen That veranlaßt hat, fonnte noch nicht ermittelt in die Wagichale fallen. So bleibt es in der Kritik leider - feien Coatsharkerinnen darauf umber, von der gebrechlichen Greifin bis werden. Die Leiche wurde nach der Rigdorfer Friedhofshalle in der meistens bei einigen lobenden und tabeluben Adjektiven, die hinab zum schwächlichen Schulmädchen ist jedes Lebensalter unter Stirchhofstraße gebracht. sie mun richtig oder unrichtig- immer eine höchst spärliche Abihnen bertreten. An der Grenze der schönsten Stadt der Welt" ein inbung der schauspielerischen Arbeit bedenten. So lange die Kritit Bild aus Zolas, Germinal". jedes( aber auch jedes) angeblich nene" Stild besucht, kann dieser unfruchtbare Bustand leider nicht geändert werden. Selbstmord etnes Studenten. Erschossen hat sich in einem Gasthof der Dorotheenstadt ber 24 Jahre alte Student der Ingenieurwissenschaften Alexander Bihari aus Großwardein, der seit Oftober borigen Jahres in Charlottenburg wohnte, zunächst in der Englischen straße und zuletzt in der Bismarcftr. 9 bei der Witwe Otto. Das Motiv der gestern Nachmittag verlibten That ist nicht bekannt. Das von den städtischen Körperschaften beschlossene Ortsstatut über die Austellung, der städtischen Beamten hat in allen Punkten die Genehmigung des Regierungspräsidenten in Potsban erhalten. Die hiesige Schulbeputation hat beschlossen, wieder mehr Lehrerinnen im Gemeinde- Schnldienst anzustellen, während der frühere Schulvorstand die Ansicht vertrat, Lehrerinnen feien zum Schuldienst wenig geeignet. Ffinf neue Lehrerinnen sind geſtern bereits angestellt worden und weitere Berufungen sind in Aussicht genommen. Um fo bantenswerter ist jebe Arbeit, die mit Sachfenntnis und litterarischem Talent das Bild einer Schauspielerin in größeren Bügen zu zeichnen versucht. Eine solche Arbeit mun bringt Das neue Jahrhundert" aus der Feder Ferdinand Gregoris. Die Arbeit handelt von der Sorma, deren Künstlerisches Wesen der Autor in der Hauptsache durch drei Säge charakteristert: sie ist deutsch; fie Selbstmord im Eisenbahnzug. Als der Vorortzug der ift im Gegensag beispielsweise zur dekadenten Duse start und Berlin- Hamburger Eisenbahn Mittwochabend 8 Uhr 53 Minuten von Die Stabtverordneten Versammlung in Spandau be- endlich ist sie immer umb vor allem ein Weib. Gegenwärtig gaftiert Nauen in Spandau eintraf, wurde in einem Wagenabteil britter schäftigte sich mit der Regelung der Nelittenverhältnisse die Sorma im Lessing- Theater" und so ist der Artikel just zur Klaffe ein etwa 80jähriger gut gekleideter Mann tot vorgefunden; ber städtischen Arbeiter. Magistrat und Ausschuß sind rechten Zeit erschienen. Ich kenne die Künstlerin nicht gemig, um zu neben ihm lag ein Revolver, der noch fünf Kugeln enthielt. Der gegen grundsätzliche Bestimmungen in diefer Sache; die Ent- einem endgültigen Urteil zu tommen. Nach allem aber, was ich Bassagier hatte sich eine Schußwunde in den Schläfen beigebracht; cheibung über zu gewährende Benfionsbeträge foll von Fall zu von ihr kenne, stimmt Gregoris Charakteristik, die ich hier in einer Tasche seiner Kleidung fand sich noch eine Flasche mit einer Fall den städtischen Körperschaften überlassen bleiben. Die Stadtvv. in großen und meinetwegen auch in groben Umrissen mitgeteilt habe. gelblichen Flüssigkeit vor, die vermutlich Gift enthält. Bei der Ducksch und Genossen( Soc.) brachten den Antrag ein, die Gründung Der Kunst der Sorma ste ist mitunter der personificierte Lieb Leiche wurde eine Monatskarte der Berliner Stadt- und Ringbahn einer Pensions-, Witwen- und Waisenkasse für städtische Arbeiter zu reiz tann sich schwerlich jemand entziehen. Vielleicht geht Gregoris auf den Namen Paul Jonas vorgefunden; auch seine Wäsche ist beschließen und eine Kommission zur Beratung der Statuten zu aber doch zu weit, wenn er sie nun gleich einsam, über alle andren P. J. gezeichnet. Das Portemonnaie des Toten enthielt etwas über wählen. In seiner Begründung führte Genoffe Dud fch aus, deutschen Schauspielerinnen ſtellt. Aber wie dem auch sei: ihre 3 M.; Wertsachen waren weiter nicht vorhanden. Der Leichnam ist daß für die städtischen Beamten und deren Hinter Kunst kommt von Herzen und geht zu Herzen und so ist es kein nach dem Schauhaufe des Friedhofs in der Potsdamer Borstadt ge- bliebene in ganz anderer Weise gesorgt sei, die Stadt solle nu Wunder, daß sie selbst in dieser vorgerüdten Jahreszeit ihre Freunde bracht worden. auch endlich daran gehen, die städtischen Arbeiter nicht mehr so in hellen Haufen herbeizuloden vermag. hintenan zu setzen, sondern auch deren Zukunft sicher zu stellen. Stadtv. Jenne( frs. Wg.) stellte sich der Errichtung einer Pensions- g fasse sympathisch gegenüber und beantragte die vorläufige Vertagung; bis dahin folle den Stadtverordneten statistisches Material, Kaffenstatuten 2c. zu ihrer Information vom Magistrat zugestellt werden. Diesem Antrage gab die Versammlung statt. Herr Schriftsteller E. v. Hagen teilt uns zu dem am 15. b. M. gebrachten Feuerbericht mit, daß nicht die Nede davon sein könne, daß seine Frau eine Brandstiftung verübt habe. Der ganze Vorgang beschränke fich darauf, daß Frau v. H. in einer momentanen Hysterie befangen, einen fleinen Porzellanleuchter zu lange ausbrennen ließ, und mit dem Lichte Spielereien trieb. Die Gardinen hätten überhaupt nicht gebrannt. Auch habe Frau v. H. teine Papierschnitzel aufgehäuft. Herr v. H. habe seine Gattin genau beobachtet, da er zwar zu Bette lag, die Augen aber offen hatte und nicht schlief. $ Gerichts- Beifung. E. S. Wie viel die Länge eines ,, Schritt8" beträgt, ist fürzlich Gegenstand eingehender Erörterungen vor dem hiesigen Amtsgericht An der Umwandlung des Stadt Bahnhofs Stralan- geworden. Der Milchhändler 2. hatte sein Milchgeschäft an einen Rummelsburg wird jest mit großem Eifer gearbeitet. Der neue Herrn S. verkauft und sich dabei gegen eine KonventionalBahnhof erhält drei selbständige Abteilungen, und zwar für den strafe von 300 Mt. verpflichtet, im Umkreise von 1000 Schritt kein Stadts, für den Stadtring und für den Ringverkehr. Der Stadt: Milchgeschäft zu eröffnen oder zu betreiben. Der Käufer blieb Zwölf Obdachlose, die bei einer Streife am Alexanderplatz Bahnhof Stralan Rummelsburg wird neben der jetzigen gleich auf den Kaufpreis 300 M. in Rest und verrechnete diese Summe aufgegriffen wurden, sind der Kriminalpolizei vorgeführt worden. namigen Vorortstation zwischen den Bahndämmen der Ring- auf die Konventionalstrafe, indem er behauptete, daß ein vom bahn angelegt. Der Bahnsteig sowie die Stationsgebäude Verkäufer betriebenes Milchgeschäft höchstens 860 Schritt, den Schritt Straßensperrung. Die Bremerstraße von der Turmstraße bis Für find den Stadtring Berkehr zu 80 Centimeter gerechnet, von dem verkauften Geschäft entfernt zur Wiclefstraße einschließlich des Kreuzdammes der letzteren, ebenso bleibt die alte Haltestelle bestehen. Dieselbe wird noch einen neuen liege. Der Verkäufer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Berthauer, berite fertiggestellt. bie westliche Seite der Alsenstraße zwischen der Bismarckstraße und Bahnsteig erhalten, der den Verkehr für die vom Nordring zur wurde nun gegen den Stäufer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. dem Königplatz wird zur Asphaltierung vom 23. d. M. ab bis auf dem Königplatz wird zur Asphaltierung vom 23. d. M. ab bis auf Stadt fahrenden Züge aufnimmt. Der Zugang wird durch einen. us, auf Bahlung der restierenden 300 M. Ilagbar. Es wurde weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Tunnel vermittelt. Der dritte Bahnhof ist ausschließlich für den über die in Frage stehende Entfernung Beweis erhoben und durch Fenerbericht. Freitagnachmittag waren furz hintereinander Ringverkehr bestimmt. Er ist an dem Verbindungsgeleise für den amtliche Auskunft des t. Katasteramts festgestellt, daß sie 0,672 Kilo Reichenbergerstr. 145/46 und Kleine Frankfurterstr. 30 Zimmerbrände Nord- und Südring gelegen und ebenfalls zum größten Teil schon meter, also 840 Schritt, den Schritt zu 80 Centimeter gerechnet, be abzulöschen, die Kleider und Möbel einäscherten. Am vorhergehenden fertiggestellt. Die drei Bahnhöfe sollen durch Brüden resp. Treppen trage. Nunmehr bestritt der Kläger, daß die Länge eines Abend hatte Stralauerstr. 58 und Blumenstr. 20 Stroh und Geriimpel mit einander verbunden werden. Schritte 80 Centimeter betrage und behauptete, daß ein Schritt im Keller Feuer gefangen. Magazinstr. 12a und Teltowerstr. 28 er- Der Leichenfund bei Pichelswerder, über welchen wir schon nur 2 Fuß. gleich ca. 63 Centimeter, betrage. Das Amtsgericht hat nun folgten unbedeutende Brände. Ein Alarm nach Leipzigerstr. 74 mehrfach berichtet haben, beschäftigt noch immer die Behörden. Die eine Entscheidung zu Gunsten des Klägers getroffen und diese wie wurde dadurch veranlaßt, daß auf dem in Abbruch befindlichen gestern erfolgte Rekognoscierung der Toten durch den Vater des folgt begründet: Der Behauptung des Beklagten, daß die Länge Grundstück alte Bretter Feuer gefangen hatten. Dresdenerstr. 80 Mädchens, welches als das 17jährige Dienstmädchen Klara Bierjad eines Schritts 80 Centimeter betrage, steht die Vorschrift des waren durch unvorsichtigkeit Betten in Brand geraten, der aber vor ermittelt wurde, hat die ganze Angelegenheit noch Exercier- Reglements zur Seite, nach welcher die SchrittAnkunft der Wehr bereits beseitigt war. Außerdem wurden noch rätselhafter gestaltet. Die B. hat in zurüdgelassenen Briefen länge beim Marsch 80 Centimeter betragen soll. Es sei nicht zu vers geringfügige Brände von Dunderstraße 86 und Keibelstraße 10 bei ihrem Bater sowohl als bei ihrer früheren Dienstherrschaft die kennen, daß im Verkehr dieser Maßstab für den Schritt häufig zu Grunde gemeldet. Absicht, fich das Leben nehmen zu vollen, ausgesprochen. Die durch gelegt wird, bei der Auslegung eines Vertrags tönne er aber nur dann genommen. Ein Rurfus in Elektrotechnik wird, worauf wir intereffierte den Streisphysikus Herrn Dr. Jänide aus Spandau vorgenommene heraugezogen werden, wenn besondere Umstände darauf hinweisen, Kreise besonders aufmerksam machen, in der städtischen Fortbildungs- Obduktion der Toten hat jedoch ein ganz eigenartiges daß die Parteien diesen Schritt gemeint haben. Hier liegen folche schule Gräfestraße 85-88 unter Leitung des Herrn Rettors Pfalz Resultat gehabt. Wie wir bereits erwähnten, ergab der Umstände nicht vor und deshalb könne dieser Maßstab, weil er gestorben fünftlich sei, teine Geltung haben. In der That jei aber die abgehalten. Die Unterrichtsstunden sind Montags und Donnerstags Befund, daß die Biersack nicht im Wasser ift. Die Eingeweide und der Magen waren fast völlig Länge eines natürlichen Mannsschritts nicht 80 Centimeter, bon 7-91/ 2 Uhr. Auch nachträglich werden noch Meldungen zu denselben überhaupt nicht vor Schon der naturgemäße Marschschritt habe in der deutschen Armee diesem unentgeltlichen Kursus bei Beginn des Unterrichts entgegen- leer, Waffer wurde in denselben gefunden. Der Tod ist auch nicht, wie erst angenommen, nur eine Länge von 76,128 Centimeter( Vierordt, Daten und burch Bergifumg herbeigeführt, sondern durch Verblutung, da das Tabellen für Mediziner). Der naturgemäße Schritt bei gewöhnlicher In dem Kindergarten für taubftumme Kinder, Gipsstr. 16a, Herz völlig blutfrei befunden wurde. Die Leiche hat ca. 8 Wochen Gangart betrage nach Bierordt 61,4 Centimeter, nach Landois( Phyfind mit dem Vierteljahrswechsel durch die Abgabe mehrerer schul- im Wasser gelegen und muß bei Berücksichtigung der Stärke des fiologie des Menschen) im Mittel 6-7 Decimeter. Es werde alfo pflichtiger Kinder an Taubstummenschulen wieder einige Bläge frei Stromes von Berlin oder Charlottenburg ab getrieben sein. Die die Schrittlänge auf durchschnittlich 65 Centimeter festzusehen sein, geworden. Anmeldungen taubftummer Kinder vom 3. bis 7. Lebens- Verlegung am Unterleib, durch welche die Berblutung stattgefunden dies entspreche auch der Erfahrung. Hiernach bemessen betrage die jahre werden wochentags von 9-1 Uhr im Kindergarten selbst haben muß, ist an und für sich unerheblich; fie fann durch ein streitige Entfernung 1033 Schritt. Hiernach wurde der vom Bes oder nachmittags von 4-5 Uhr von Dr. med. Th. S. Flatau, Bots- stumpfes Messer oder durch ein andres derartiges Instrument bei- tlagten gemachte Einivand als hinfällig erachtet. damerstr. 113, Villa 3, entgegengenommen. Unbemittelten tönnen gebracht worden sein. Die Möglichkeit, daß sich die Verstorbene im Für Kaffenärzte von Wichtigkeit ist eine in den„ BI. für Freistellen gewährt werden. Anfall von Geistesstörung die Verlegung selbst zugefügt, ist zwar Rechtspfl." abgebrudte umfangreiche Entscheidung des hiesigen LandIm wissenschaftlichen Theater der Urania findet heute 5 Uhr noch nicht ausgeschlossen, erscheint jedoch wenig wahrscheinlich. gerichts( 10. Civilfammer), bei welcher es sich um die Frage handelte: eine Nachmittagsvorstellung zu ermäßigten Preisen des dekorativen Aus: Aus Pankow schreibt man uns: Das Schwanken der Straßen- Ob Raffenärzte befugt find, tenere Mittel als die in der Instruktion stattungsstücks Bon den Alpen zum Vesuv" statt. nbahnwagen bahnwagen macht sich auf der Linie Friedrichstraße- Pankow be- der Kaffenärzte vorgeschriebenen den Patienten zu verordnen. Der Theater. Im Schiller Theater werden bis Ende nächster fonders unangenehm bemerkbar. Statt dem Uebelstand durch einen praktische Arzt Dr. B. hatte gegen den Verein freigewählter Kassen Woche die festen Abonnements für das vierte Quartal ausgegeben. feften Unterbau abzuhelfen, läßt es die Firma Siemens u. Halste, ärzte zu Berlin und dessen Vorstandsmitglieder Klage auf Er hatte ein Frl. I, Mit diesem Quartal sichert sich der Abonnent die Bläge für das die fich sonst im allgemeinen vorteilhaft vor der Großen Berliner Bahlung von 4,65 Mark erhoben. erfte Quartal des neuen Spieljahrs. Die Ausgabe der festen auszeichnet, bei fleinen Ausbesserungen bewenden. Die Wagenführer Mitglied der Allgemeinen Orts Krantentaffe für Abonnements erfolgt in der Billet- Abteilung des Theaters und in wurden fürzlich bei Strafe verpflichtet, auf der Strede Bantow- liche Arbeiter und Arbeiterinnen an Bleichsucht behandelt und der Trautweinfchen Buchhandlung. Im Thalia Theater Christianiaplay mur mit halber Straft zu fahren. Bei der legten ba fie bereits mit allen möglichen Eisenpräparaten seit Jahren bes finden von der Ausstattungsposse 3m Himmelhof" nur noch Konzeffionserweiterung spielte der angeführte Migftand in der Ge- handelt worden war, hierbon aber stets erhebliche Magenbeschwerden 10 Borstellungen statt. Die Abschiedsvorstellung am 30. April geht meindevertretung eine Stolle; wie es heißt, will die kommunale erhalten hatte, Krewelsche Sanguinal- Billen verschrieben, für welche insgesamt 4,65 M. aufgewendet wurden. Der Recepten- Revisor strich zum Benefiz für Guido Thielscher in Scene, Körperschaft fich jetzt von neuem mit der Angelegenheit befassen. " 0 willkommen. September 26 51: Boto ohne Faß-,-. Auf AB. nagnie im wat 56,9-57 bez.. Ottober 57,1-57,2 bez.- Petroleum Trodene Kartoffelstärte Rartoffelmehl-. Feuchte Kartoffelstärte Yoko Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechfinnde findet Montag, Dienstag und nou pinlessreitag von 7-9 1hr abends statt. D. G. Jest nach Paris zu gehen, scheint nicht ratsam, da die Ausstellungsarbeiten beendet. G. G. 100. Unausgebilbeter Plattfuß rechts. Sehschärfe normat. nicht zu großer Krampfaderbruch rechts. E. B. Hier nicht bekannt. Stolzeaner, Hamburg. 1. Eine Pferdestärke ist die Kraft, die dazu gehört, in einer Selimbe 75 Kilogramm einen Meter hochzuheben. 2. Eine ausübt; derfelbe beträgt 1,003 Kilogramm pro Quadratcentimeter. 3. Nein. Atmosphäre entspricht dem Druck, den die Luftfäule auf die Erdoberfläche 4. Krampfaderbruch. diefe 4,65 M., tveil der Kläger ein teureres Mittel, als nach den Bes Schusverband beutscher Rabfahrer. Sonntag, den 22. April: Stach ftimmungen, Sazungen, der Instruktion 2c. zuläfftg, angewendet habe. Schönerlinde. Start: 2 Uhr Prenzlauer Allee, Ede Danzigerstraße. Gäste Der Vorstand des Vereins hatte dieses Monitum ohne jede sachliche Prüfung anerkannt und infolgedessen die 4,65 M. von derHonorarforderung des Ortsverwaltung Berlin 4. Sonntag, den 22. April, vormittags 9 Uhr, Central- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer. Klägers gekürzt. Die 10. Civiltammer hat die Vorstandsmitglieder im Lofal des Herrn Brüder( Südost"), Waldemarstraße 75: Mitglieder und den Berein der freigewählten Kassenärzte nach dem Klageantrag Bersammlung. verurteilt, nachdem der gerichtliche Sachverständige in einem eingehenden Gutachten zu dem Schluß gekommen war, daß der Arzt durch das von ihm gewählte Mittel weder ſeine Pflichten als seus Vermischtes. Mitglied des beklagten Vereins nach seine menschlichen unde gejeglichen Pflichten als Arzt verletzt hat. In dem Erkenntnis Zu der Koniher Mordaffaire wird dem Berl. Tagebt." heißt es unter anderm: E3 wäre falsch, vom Arzt zu berichtet, daß der Bauunternehmer Winter aus Brechlau, der verlangen, im Interesse einer Kostenersparnis der Vater des ermordeten Gymnasiasten, nach Berlin gereist sei, um Kasse gegenüber billigere, weniger heilsame in der Mordaffaire eine Audienz beim Saifer bezw. beim Justiz. E. B. 1. Die Verwandtschaftsverhältnisse einzelner Parteigenoffen Mittel anzuwenden. Ein Unterschied zwischen den minister nachzusuchen. Das Hauptinteresse dreht sich jetzt, wie Tennen wir nicht und fümmern uns nicht um dieselben. 2. Gerichts mehr oder weniger bemittelten Patienten soll berichtet wird, um die Frage, wann der Kopf Winters an die Fundstelle tosten veriähren nach 30 Jahren. 3. Das englische Unterhaus nicht gemacht werden. Der Arzt hat unter finngemäßer gebracht worden ist. Dem Gutachten eines Sachverständigen, daß er bald wird auf 7 Jahre gewählt. Zur Wahlberechtigung sowie zur Wählbarkeit find Beobachtung der vertraglichen Vorschriften diejenigen erprobten nach dem Morde unter das Eis gesteckt sein miffe, widerspricht die 21 Lebensjahre und der Besitz eines Hauses, eines Stückes Land oder die Mittel anzuwenden, welche ihm zur Erfüllung seiner menschlichen Aussage verschiedener Knaben, daß sie wenige Tage vor Ostern an Bahlung von 10 Pfund Sterling 200 Mart jährlicher Zimmermiete erPflichten den Kranten gegenüber angemessen erscheinen. Dem beklagten derselben Stelle gespielt, auch den Graben nach Frühlingsblumen forderlich. Verein und der Krankenkasse, die die Förderung des Gemeinwohls, und Rebhühnernestern abgesucht hätten, ohne den Kopf oder die insbesondere im Interesse der Unbemittelteren erstreben, darf nicht bei demselben vorgefundenen Knippel bemerkt zu haben. Bei das Recht zustehen, den Arzt verantwortlich zu machen, weil er ein feiner Vernehmung soll Israelski bestritten haben, an dem Tage Mittel gewählt hat, das nicht ganz im engen Rahmen der Vor-( Karfreitag) aus bem Hause gewefen zu sein, was aber fchriften enthalten ist. Vielmehr ist es auch ihre Pflicht, unter finn- durch die Aussage seiner Frau widerlegt ist. Auch soll er gemäßer Würdigung jedes Einzelfalles zu prüfen, ob nicht der Arzt, über den Inhalt des von ihm getragenen Sades genaue Angaben wenn er auch nach ihren subjektiven Empfindungen die Vorschriften nicht gemacht haben. Die Meldung einiger Blätter, daß der Kopf nicht gentan inne gehalten hat, im Interesse der Kranten so ge- dicht unter dem Kinn abgeschnitten fei, wird jezt als unzutreffend handelt hat, wie er den Gesetzen und seinem Gewissen gegenüber ertiärt. Der ganze Hals, so heißt es in einer Mitteilung aus Konig, Stationen handeln mußte." figt noch am Kopfe. am Kopfe. Der Schnitt ist dicht über dem über Kammergericht gegen Kammergericht. Das Kammergericht des unglüdlichen jungen Manns bei Führung des Schnitts ent Rumpf geführt, so daß angenommen wird, daß der Oberkörper hat wieder einmal feine bisherige Bragis geändert, diesmal mit fleidet gewesen ist. Die Beerdigung der Leichenteile Grust Winters Swinembe 776 9299 Bezug auf die Frage der Namenänderungen. Ein gewiffer Schulz war für Sonntagnachmittag angesezt, ist aber aufgehoben worden. Berlin aus der Provinz Bojen war zu einer Geldstrafe von 150 m. ver- Der Stopf ist zur genauen Untersuchung nach Berlin gesandt Biesbaden 778 urteilt worden, weil er seinen Namen wiederholt Szule geschrieben worden. Eine Abteilung der Feuerwehr, circa 40 Mann, unter München hatte. Es ist dies die polnische Schreibweise für Schulz. Der Klang Assistenz von 200 Knaben der Wolfsschule fuchte den Stadtpark Wien des Wortes wird durch sie nicht geändert. Troydem nahm auch sowie die Schonung von Giegel ab, aber ohne jedes Ergebnis. das Landgericht als Berufungsinstanz an, daß hier eine Namen Weiter wird gemeldet: Die Behörden haben auch heute noch keinen änderung im Sinne der Kabinettsordre bon 1822 vorliege, zu der bestimmten Verdacht. Eine Haussuchung bei dem Fleischer Lewy es der nicht erwirkten behördlichen Genehmigung bedurft hätte. Das blieb ergebnislos. Ob die Meldung aus Krone über das AufGericht führte aus, es tönne fich der Judikatur des Kammergerichts tauchen des bereits erwähnten Manns zur Guidedung fülhet, ſteht nicht anschließen, wonach es bei Feststelling einer Ramen- dabut. Wie wenig die Sache geklärt erscheint, erweist sich daraus, änderung darauf ankomme, daß auch der Klang ein andrer daß die Meinungen schwanken, ob ein oder mehrere Khäter bei dem Schreibweise den Namen unbedingt ändere. Die Berufung Voltsmassen in der Umgegend stärker als in Konig. werde. Bielmehr nehme das Gericht an, daß schon eine andre mord beteiligt waren. Jedenfalls wächst die Erregung der des Schulz wurde abgewiesen, worauf dieser Revision cinlegte, in 18 11 dem er sich auf die bisherige Praris des Kammergerichts berief. Ein Gelegenheitskauf. Rheinische Blätter berichten, daß von Der Straffenat verwarf aber das Rechtsmittel und erklärte, Frankfurt aus der Krönungswagen des Herzogs von daß er seine bisherige Judikatur aufgebe und mun- Nassau zum Gelegenheitstauf" ausgeboten werde. Das Fuhrmehr mit dem Landgericht annehme, daß auch allein durch eine wert fei seiner Beit von der Firma Gastelf n. Harig in Mainz andre Schreibung der Name in unzulässiger Weise geändert werden Gent Gebr. Gastell) im Auftrage der Stadt Wiesbaden gebaut tönne. worden. Die Refidenz machte den Wagen dem Herzog zum Geschent. Es ist verständig, daß der Wagen noch in jetziger Zeit zum Der an Raub grenzende Diebstahl, dem der Tischler Litty Kauf ausgeboten wird. It späteren Tagen wird ihn wahrscheinlich zum Opfer gefallen ist, gelangte gestern vor der vierten Straffelbst ein Kuriositätenkabinett nicht aufnehmen. tamnier des Landgerichts I zur Erörterung. Aus der Untersuchungshaft wurden der Pferdehändler Karl hloff und der Kutscher August Bayer vorgeführt, die beschuldigt waren, dem Litty eine lands. In den ersten Tagen der Karwoche erreicht der Fischhandel Erbschaft von 1600 M. auf der Straße geraubt zu haben, nachdem dort seinen Höhepunkt. Schon Wochen vorher richten die fie ihr Opfer zuvor betrunken gemacht hatten. Die Verhandlung Dampfer ihre Fangreisen schon darauf ein, daß fie zu Bemußte vertagt werden, da verschiedene neue Entlastungszeugen ge- ginn der Karwoche wieder daheim find. So waren am Sonntag, laden werden sollen. Montag und Dienstag itternngöübersicht vom 20. April 1900, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Samburg 778 9 776 N 778 O Better 5 Temp. n. 6. Stationen Barometer2221 land mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 15° C.= 4° R. 8 Haparanda 75623 2heiter 9 Petersburg 3 9 Cort 773S5 7730 7759 5wollen 1heiter 2wolfent 10 12 12 10 Aberdeen 5 Paris 4 bedeckt 2516.beb. 3hetter 2wolfent 5 heiter 2 wollent Wetter Prognose für Sonnabend, den 21. April 1900. Trocken und vorwiegend heiter, zeitweise woltig, am Tage warm bel mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Socialdemokratiseher Wahlverein des 4. Berliner Reichstags- Wahlkr.( Osten). Todes Anzeige. Hiermit zur Nachricht, daß unse: langjähriges Mitglied, der Wealer Emil Roll [ 242/14 am 19. April gestorben ist. nachmittag 8 Uhr, vom TrauerDie Beerdigung findet am Sonntag: hause, Mühlenftr. 8 aus nach bear 6 Allen Bekannten zur Nachricht, daß unfer Stollege, der Metallschleifer Paul Seidler im Alter von 42 Jahren am. 18 b. M. verstorben ist. 5665 Die Beerdigung findet am Sonntag, ben 22. b. 9., nachmittags 4 Uhr, von der Beichenhalle des SophienKirchhofs, Freienwalderstraße, aus statt. Die Kollegen der Firma Bernhard Joseph. Geeftemünde ist der erste Fischmarkt des europäischen Fest- helmsberg statt. Ehre seinem Andenken. dahlreichen Kranzipenden bei der Be- wie man uns von dort schreibt die eine Länge von 450 Meter hat, find Andreas Martus Kirchhof in Wil Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bauunternehmer Carl Griesbach Zahlreiche Beteiligung erwünscht Der Vorstand. Deutscher Für die rege Teilnahme und die erdigung meines lieben Mannes fage ich allen Freunden, Bekannten und Verwandten, sowie sämtlichen Kollegen meinen herzlichsten Dank. 5685 Ww. Clara Budach. Allgem. Orts- Krankenkasse flir Rixdorf. Dienstag, den 24. April cr., abends 8 Uhr, findet in den Apollo- Sälen, hier, Germannftr. 49/51, die erfte diesjährige ordentliche Generalversammlung Tagesordnung: 1. Erfazwahl zuur Vorstand( zweł Vertreter der Arbeitnehmer). 2. Jahres. bericht pro 1899. 3. Bericht der Revisionskommission. 4. Erteilung der Decharge. 5. Verschiedenes. Bollzähliges Erscheinen der Herren 271/12 Holzarbeiter Verband. eten bergstand Orts- Krankenkasse allein 53 Dampfer am Markte. Am Montag wurden gegen Einen prenkischen Oberlieutenant samt dessen Burschen hatte 10 000 Centner Fische für 75 000 m. verkauft, und den Gesamtdie Mitme Emilie Schint gefangen gehalten. Sie hatte umsatz der Starwoche, der sich auf die ersten drei Arbeitstage zu fich deshalb gestern vor der achten Straffammer des Landgerichts I fammendrängt, darf man doppelt so hoch anschlagen. In der wegen Freiheitsberaubung zu verantworten. Der Oberlieutenant Auktionshalle, b. T. hatte im Frühjahr des vorigen Jahres bei der Angeklagten bie ehr möbliertes Zimmer nebst Burschengelaß gemietet. Fische centneriveise zum Verkauf gestellt. Morgens am 18. April verstorben ist.[ 247/1 bis dahin friedliche Stimmung änderte fich in eine friegerische bis zum Die 5 Uhr beginnt schon die Versteigerung und dauert fast Die Beerdigung findet Sonntag: statt. Abend. Während min der Verkauf von einem nachmittag 4 Uhr, vom Trauerhause, um, nachdem der Mieter gekündigt hatte. Es kam zwischen den Ende der Halle bis zum andern fortschreitet, werden die verkauften Rostockerstr. 7 aus nach dem Heilands: Parteien zu allerlei fleinen Plänkeleien, die Wirtin jagte den Burschen Fische bereits abgefahren und versandfertig gemacht. Die fertigen Rirchhof( left) ftatt. zur Küche hinaus, wenn er Waffer holen wollte usw. Am Tage Körbe werden von etiva 100 Männern auf fleine Handbes Auszugs tam es zu einem stürmischen Auftritt. Ats der Ober- wagen gepackt und zur und zur nahen Güterabfertigung geschafft. lieutenant im Begriff stand, das Zimmer zu verlassen, ver- Gleichzeitig werden sie auf fecha Bahnsteigen nach den ver langte die Wirtin in bestimmtem Tone noch 5 M. für Abnutzung schiedensten Gegenden Deutschlands und des Auslands verladen. der Möbel. Der Oberlientenant dachte nicht daran, diese Forderung Montag wurden bereits vier besondere Fiscaüge mit zu befriedigen. Nun versperrte die Wirtin den Ausgang mit ihrer 125 Waggons abgelaffen, denen noch weitere 29 Waggons, von bollwichtigen Persönlichkeit und erklärte, daß der Weg ins Freie Bremerhaven lommend, angehängt werden. nur über ihre Leiche gehe. Der Oberlieutenant trat nun auch Bersand noch reichlich so groß, wie am Montag, nimmt aber am Am Dienstag ist der energiſch auf, er erteilte seinem Burschen den Befehl, die Bahn Mittwoch ein plögliches Ende, da die Abnehmer bis Donnerstag in am Mittwoch, ben 18. April, ver- Mefferschmiede, Schwertfeger frei zu machen und etwaige Hindernisse mit Gewalt aus den Befit ihrer Ware gelangen müffen. Besondere Bedeutung erlangte in torben ist. dem Wege zu räumen. Frau Selink sah ein, daß fie den den legten Jahren die Islandfischerei. Manchmal treffen die Dampfer Kürzeren ziehen würde, blitzschnell drehte sie sich um, schloß die Thfir dort solchen Fischfegen an, daß sie ihre Netze nicht länger als eine Stunde nachmittag 4% Uhr, von der Leichen Die Beerdigung findet am Sonntag von außen zu und eilte davon. Die beiden Militärpersonen mußten aussetzen dürfen, da sie sonst die schwere Last nicht mehr an Bord halle des Thomas- Kirchhofes( Britz) etta 1/4 Stunde lang in der unfreiwilligen Gefangenschaft bleiben, nehmen können. Zur Bearbeitung der Fische müssen die Dampfer aus, statt. dann erst kam der Entsatz durch andre Hansbewohner, welche das noch zwei bis drei Tage auf Um rege Beteiligung der Kollegen den Fischpläzen bleiben, Klopfen der Eingeschlossenen hörten. Da die Angeklagte bereits während sonst oft ein Tag für den Fischfang bei Joland erfucht Die Ortsverwaltung. Tages- Ordnung: mehrfach wegen Gewaltthätigkeiten vorbestraft ist, so traf sie diesmal genügen würde. 1. Jahresbericht pro 1899. 2. Beeine Gefängnisstrafe von 14 Tagen. Der Fang besteht dort Fischen von einer Größe, wie sie sie in der Nordfee gar nicht mehr erreichen. Nachricht, daß am 18. April der Webernahme der Jahresrechnung. 3. Herab Allen Freunden und Betannten zur richt des Ausschusses über die AbIm Kleinhandel wird aber der Nordjeefisch dem großen fer schung der Leistungen der Kasse; Abänderung des Paragraphen betreffend die Einziehung der Beiträge. 4. Ver schiedenes. Versammlungen. = atts Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Stollege( Klavierarbeiter) Karl Roßberger 88/3 Johann Frömel Isländer burchiveg vorgezogen. In der verflossenen Woche tamen Dampfer mit 1100 bis 1600 Centner Fischen von Jsland. Im allgemeinen im 72. Lebensjahre verstorben ist. find die Fänge, die in diesen Tagen angebracht wurden, gut, und befriedigten sowohl den Needer als auch den Fischhändler. Marktpreise von Berlin am 19. April 1900 Weizen, gut D- tr.| 15.- 14,98 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidinms. " " mittel gering 14,96 14,94 Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfletsch, Reule 1 kg " 14,92 14,90 do. Bauch " " 14,30 14,27 Schweinefleisch mittel " n 14,25 14,22 " 7,-15, 1,60 1,20 1,20 1, 1,60 1, 1,60 1, " 14,20 14,17 1,60 1, Gerfte, gut " mittel gering " " mittel " " gering " 14,50 14,10 14, 13,60 13,50 13,20 5,50 5, 7,50 5, Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier 2,60 2, 40, P Karpfen Aale Bander Hechte Barsche Schleie 25, Bleie 45, 25, Krebse 60 Stha 1 kg 4, 2,40 2,20 1,20 3,-1, " 2,60 1, 2, 1, -R " 70, 30, 1,80 0,80 3,- 1,40 1,20 0,80 per Schod 12- 3,50 Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 22. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Pius: 567b Kirchhofs in Wilhelmsberg. Todes- Anzeige. Am Dienstagmittag entschlief nach schwerem Zeiden meine liebe Frau, unsre gute Mutter, Schwieger und Großmutter 5786 Marie Löschke geb. Jakoby im 46. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet im Namen der tranernden Hinterbliebenen Julius Löschke. Die Beerdigung findet Sonnabendnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle bes Emmanus- Kirchhofs aus statt. Danksagung. der und Verfertiger chirurgischer Sonnabend, 28. April, ab. 8 Uhr, Instrumente zu Berlin. bei Schiller, Rosenthalerstr. 57; Ordentl.Generalversammlung 271/10 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Montag, den 30. April 1900, abends 8 Uhr: General- Versammlung in Feinds Salon, Weinstr. 11. Tages Ordnung: 1. Rechnungslegung für 1899. 2. Bea richt des Rechnungs: Prüfungs- Ans: schusses. 3. Beschlußfassung über die Erteilung der Decharge für den Rendanten. 4. Verschiedenes. Die Bertreter der Kaffe werden um pünktliches Erscheinen ersucht. 271/8 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Allen denen, welche bei der Be der Kupferschmiede. erdigung meines lieben unvergeßlichen Adlershof. In einer zahlreich besuchten Boltsversammlung am 17. b. M. sprach Genosse Wilhelm 2iebine cht über Unfre politische Lage". Am Schluß seines mit großem Beifall aufgenommenen Vortrags wies der Referent auf die Notwendigkeit der politischen Organisation hin und machte es den Anwesenden zur Pflicht, dem Socialdemokratischen Arbeiter Bildungsverein" für Adlers hof und Umgegend" beizutreten. Nachdem der Vorsitzende Noggen, gut die zahlreich erschienenen Gegner zum Wort aufgefordert hatte, gab der Anarchist Meher seine Ansichten als Gegner des gering Barlamentarismus zum besten, welchem unter Beifall der Verfammelten von mehreren Genossen widersprochen wurde. In das Maifest Komitee wurden die Genossen Tempel, Blöger und Safer, gut Bessermöny gewählt. Eine größere Debatte rief noch das Verhalten mehrerer Gastwirte gegenüber der Arbeiterschaft hervor und sprachen sich alle Redner dafür aus, daß die Arbeiter Nichtstroh schaft nur in den Lokalen verkehren solle, deren Inhaber sich nicht en schenen, das Plakat der Lokalkommission nach außen sichtbar auszu Erbsen hängen und bereit sind, den Arbeitervereinen ihr Lokal zur VerSpeisebohnen Linsen fügung zu stellen. Mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Socialdemokratie schloß der Vorsitzende die imposante Versammlung. für Brotgetreide verſtimmend, ebenso die matteren Berichte von be Produktenmarkt vom 20. April. Die wärmere Temperatur wirkte Freireligiöse Gemeinde. Sonnabend, den 21. April, abends 8 Uhr, amerikanischen Börsen und ist die Haltung bei Gröffnung des Martts ziemGrobes Marits in Kellers Feftfälen, Koppenstraße 29: Große öffentliche Voltsversammlung lich matt. Im Laufe des Verkehrs schwächte diefelbe noch weiter ab, Mannes teilgenommen, insbesondere Sonntag, den 29. April cr., zum Besten des Baufonds der freireligiösen Gemeinde. Tagesordnung: namentlich wurde Weizen davon betroffen, da die vorliegenden Saaten den Kollegen von der A. E.-G., vormittags 10 Uhr, 1. Die Moral der naturfeindlichen Frommen und die Kinder der Welt. standsberichte verhältnismäßig günstiger lauten als für Roggen, auch wurden Saal 11a, und dem Deutschen Metall im Rosenthaler Hof, Referent: G. Tschirn- Breslau. 2. Die lex Heinze im Beichtstuhl. Referent: stärkere Verschiffungen von argentinischem Weizen gemeldet. Roggen war arbeiter- Berband fowie für die reichen Rofenthalerstr. 11/12, Adolf Hoffmann. 3. Freie Diskussion. für nahe Sichten behauptet, spätere Termine büßten 1/2 M. ein. Nach Kranz penden fagen unfern innigen General- Versammlung. Sonntag, den 22. April, vormittags 8 Uhr, im oberen Saal bes einigen Umfäßen schloß Weizen für Mai und Juni 1 M., für September Dant. Englischen Gartens", Alexanderstraße 270: Versammlung. Freireligiöse 1 M. niedriger, Roggen für Mat und Juli zu geftriger Notiz, September Die trauernde Witwe Gertrud Handke Tages- Ordnung: Siehe übersandte Vorlesung. Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn/ M. niedriger. Hafer gut behauptet, Mais fest und inapp angeboten, G. Tschirn, Sprecher der freireligiösen Gemeinde zu Breslau: Die großen Rüböl auf Pariser Börsenmeldung wieder um 20 Bf. niedriger. Spiritus: Propheten der zukünftigen Menschheitsreligion. Gäfte, Damen und Herren, 20 000 Liter 70er lofo wurden heute mit 49,60 m.(+0,10 M.) begeben; fehr willkommen. nach langer Baufe ist Spiritus auch auf Termine öffentlich gehandelt Tischlerverein. Heute abend 81% Uhr, Melchiorftr. 15: Bersammlung. worden und zwar Mai au 49,50. Allgem. Kranken- und Sterbefaffe der Metallarbeiter.( E. S. 29 Weizen märkischer 149 ab Bahn G. Auf Abnahme im: Mai Hamburg). Filiale Berlin 4. Sonnabend, den 21. April, abends 81 Uhr, 149,75-149,25 bez, Juli 154,25-153,75 bez, September 157,75-157,25 bei Wilte, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Kaffen- bez. Roggen: Kammer, westpr. mit Geruch 134 ab Bahn bez.. bericht, Verschiedenes. Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 21. April, märkischer 142-142,50 ab Bahn bez. Auf Abnahme im: Mat 146,25 bis abends 9 Uhr, bei Koplin, Lothringerstr. 68: Verkündung des Wahlresultats. 145,25 bez., Juli 144,25-145-144-144,25 bez, September 142,25 bis Central- Kranken- und Sterbetasse der deutschen Wagenbauer. 141,75 bez. afer: Bommericher feiner 137-144, bo. mittel 133-136, Bezirt Berlin III. Sonntag, den 22. April, vormittags 9%, Uhr, im Lokal medlenburgischer feiner 138-145, bo. mittel 133-137, pofener mittel 133 des Herrn Bergmann, Basewalterstr. 3: Mitglieder- Bersammlung. Tages: bis-136, schlesischer mittel 132-135, westpreuß. mittel 138-137 ab Bahn ordnung: Abrechnung vom 1. Quartal 1900. Anträge zur diesjährigen bez. Auf Abnahme im Mai 130,50-130,75 beg., Juli 131,25 bez, August General- Versammlung. Mais: Amerit. mixed 123 frei Wagen, Gentralverein der im Adreffenwesen und verwandten Branchen schwimmens 119 frachtfrei bes, auf zonahme int mai JuliBeschäftigten. Sonnabend, den 21. April, abends 7 Uhr, im Restaurant September WeizenmehlI: Nr. 00: 18,50-21,50. Roggen August Kernchen, Wallstr. 67: Hauptversammlung. mehi Nr. 0 und 1 18,05-19,75. Auf Abnahme im Mai bez. Juli pride 100 geb. Hinge nebst Kindern. 5696 Einladung des Borstands. 271/9 Achtung, Bauarbeiter Berlins und der Vororte! Montag, den 23. April, abends 7 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c: Oeffentliche Versammlung für alle im Buzergewerbe beschäftigten Bauarbeiter. Tages Ordnung: 1. Bericht über die stattgefundene Baukontrolle im Pußergewerbe. 2. Diskussion. 3. Wie gedenten die Kollegen in Butunft unfre am 11. Seps tember 1899 gefaßten Beschlüsse zur Durchführung zu bringen? Verschiedenes. Gif Bflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen und für dieselbe zu agitieren.( 32/17] Der Einberufer. Bür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 21. April Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Von den Alpen zum Vesuv Invalidenstr. 57/62: Opernhaus. Der Bärenhäuter. Tägl. Sternwarte. Anfang 72 Uhr. Schauspielhans. Jugend von heute. Anfang 7% Uhr. Deutsches. Gespenster. Anfang 72 Uhr. Leffing. Nora. Anfang 71% 11hr.. Berliner. Ueber unsre Kraft. Anfang 7 Uhr. Neues. Im Eril. Vorher: Frau Sonne. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Westen. Undine. Anfang 712 11hr. Schiller. Der zerbrochene Krug. Amphytrion. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Himmelhof. 712 Uhr. Anfang Luisen. Ein Sensationsroman. Anfang 8 1hr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 712 11hr. Belle Alliance. 8 Uhr. § 184. Anfang Carl Weiß. Der Minenkönig von Transvaal. Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Original- italienische Sänger- u. KonzertGesellschaft " Colombo". Die neuen sensationellen lebenden Photographien. Stiergefecht.- Mann über Bord. Stapellauf eines modernen Schlachtschiffs. Baby- Wäsche u. v. a. m. Joubert Krüger. Cronje. Carl Weiss- Theater Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler Nachm. 4 Uhr, Kinder- Vorstellung: Rübezahl und die geraubte Prinzessin. Abends 8 Uhr: Der Minenfönig von Transvaal. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. und deren Berufsgenossen( E. H. 86, Hamburg). Mitglieder- Derlammlungen finden statt: Nowak, Manteuffelstraße 9.| bei Gerth, Blücherstraße 66. Bezirk A. Bei No.22 2pril, bormittag 10% hr, Bezirk C. Sonntag, 22. april, vormittags 10 Uhr, Bezirk B. Sports 101 hr Bezirk D. Montag, ben 23. April, abends 8 Uhr, bei Pritsch, Stalizerstr. 30/31. bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht pro 1. Quartal 1900. 3. Berschiedenes.. Die Zahlstellen, in denen an jedem Sonnabend von 8-10 Uhr abends neue Mitglieder( bis 45 Jahre) aufgenommen werden, befinden sich: Naunynstr. 78 bei Grundmann; Kleine Andreasstr. 14 bei Neumann; Reichenbergerstr. 29 bei Schmidt; Stalizerstr. 69 bei Siete; Boffenerstr. 46 bei Ment; Alte Jakobstr. 69 bei Lenz; Elsafferstr. 11 bei Rad daß; Georgenkirchstr. 25 bei Radke. 271/7 Die Ortsverwaltungen. Orts- Krankenkaffe Gr. öffentl. Volfsversammlung. Mechaniker, Optiker Sonnabend, den 21. April, abends 8 Uhr, in 62/ 5* Kellers grossem Festsaal, Koppenstr. 29. Deutsche Konzert- Hallen( 3um Besten des Baufonds der Freireligiösen Gemeinde.) Stadtbahnhof Börse. Täglich: Tages Ordnung: 1. Die Moral der naturfeindlichen Frommen und die Kinder der Welt. Referent: G. Tschirn Breslau. 2. Die lex Heinze im Passage- Panopticum. Grosse Theater- und Variété- echtſtuhl. Referent; Adolf Hoffmann, 3. Breie Distuſſion. Victoria. Die Cirtus- Fee. Anfang Passage- Panopticum. Gr Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches.. Meyer auf der Pariser Welt- Aus stellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialttätenvorstellung. Die verkehrte Welt. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Im Reiche des Indra. Anfang 8 Uhr. = 3 Palast. Specialitäten Vorstellung. Eine alte Geschichte. Anfang 71 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoplifum. Specialis täten Borstellung.. Hrania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Von den Alpen zum Besuv." Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Lustspiel in 1 Aft von Heinr. v. Kleist. Hierauf: Amphitryon. Nachm. 4 Uhr: Zaubervorstellung für Kinder. Stündl.: 35 Togo- Neger. Abends 7-102 Uhr: Théâtre variété. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Direktion R. Schulz. Täglich um 9 Uhr 30: Vorstellung. Die Humoristen Sildach, Grosch, Zimmermann, Gursch, Benari. ,, Die Lucca von Rigdorf" Sergeant Schneidig und militärische Eindrücke. Wochent. 6 Uhr, der Theaterabt. 8. uhr Beginn der ausländischen Orchester Die eingeladen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Kinder haben keinen Zutritt. Freireligiöse Schriften liegen aus. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Verband der in Buchbindereien, Verband der in und verwandten Gewerbe. Ordentliche Generalversammlung sämtlicher Vertreter den 30. April abends präcife 8½ upr. in ten Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1899. Bericht der Revisoren. Decharge- Erteilung. 2. Beschlußfaffung über Abfchließung eines Dienstvertrags mit den Kassenbeamten. 4. Verschiedenes. 3. Die Erhöhung der Krankenhauskosten und die event. Erhöhung der Beiträge. 5586 Beschwerden, zu deren Erledigung die Einsicht der Kaffenatten erforderlich ist, find bis zum 27. April schriftlich Berlin, den 20. April 1900. Der Vorstand. der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie im Staffenlokal einzureichen. beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Erh. Schlenker, Borsigender. Sanssouci Am Dienstag, den 21. April 1900, in Fenerſteins oberem Orts- Krankenkasse Kottbuserstr. 4a. Heute Sonnabend: Verkehrte Welt! Extra- Vorstellung mit der feenhaft ausgestatteten. zum Benefiz für Weiber- Parade. Paul Wolfgang. Von 8 Uhr ab: Das grosse brillante April- Specialität.- Programm. Anfang an Wochentagen um 8, an Sonn- und Festtagen um 72 Uhr. Rauchen überall gestattet. Vollstdg. neues Programm. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Etablissement ,, Südost" Mehrere Sonnabende im April und 99 Waldemarstr. 75. Lustspiel nach Molière in 3 Atten Belle- Alliance- Theater. Mai noch zu vergeben. von Heinr. v. Kleist. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag, abends 8 Uhr; Die Grossstadtluft. Montag, abends 8 Uhr: Brand. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Borletzte Woche vor der Abreise nach Hamburg. Täglich: Riefenlacherfolg! Im Himmelhof. Thomas, Thielscher, Selmerding, Junkermann, Paulmüller. Anfang 72 Uhr. Gaftspiel Emil Richard. § 184. Schwank in 3 Att. v. Ralph Gobbins. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Victoria- Theater. Alexanderplatz. Heute, abends 8 Uhr: Bum 25. Male: Die Cirkus- Fee. Große Operette. Morgen nachm. 32 Uhr: Die Augen der Liebe. Lustspiel. Abends: Die Cirtus Fee. Morgen und folgende Eage: Im W. Noacks Theater, Himmelhof. Central- Theater Direttion: José Ferenczy. Durchschlagender Lacherfolg Berlin nach Elf. Große Ausstattungspoffe. Aufzug der Parfums. Eisenbahn- Quartett! O Cordula! Sonntagnachm. Der Vogelhändler. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Allabendlich jubelnder Beifall ber erstklassigen unübertrefflichen Kunst- Specialitäten. Berlin amüsiert sich. Fritzi Destrée, Flammen- und Phantasie Tänzerin. Die modernen Simsons. Die mysteriösen Elefanten. Um 8% Uhr: Direttor Winkler in dem aktuellen Charakterbild Eine alte Geschichte. Nach Schluß der Borstellung: Familien Frei- Tanz. Anfang 7 Uhr. Tanz 11 Uhr. Entree 50 Pf. Brunnenstraße 16.. Heute Sonnabend, den 21. April: Der Pfarrer von Kirchfeld. Bolts- Schauspiel mit Gefang in 3 Atten von Anzengruber. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. 4475L* Restaurant Konkordia- Garten zu den Wasserwerken. Landsberger Chauffee 1. Saal, Alte Jakobstraße 75: des Ordentl. General- Versammlung. Töpfer- Gewerbes Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Wahl des Verbandsausschusses. 3. Wahl des Gauvorstands. 4. Abrechnung von der Urania"-Bor stellung. 5. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 24/1 Sonntag, den 29. April, nachmittags 1 Uhr, in der neuen ,, Urania", Taubenstraße 48/49: Urania Vorstellung. zu Berlin. Sonntag, den 29. April 1900, vormittags 10 Uhr: Ordentliche General- Versammlung der Mitglieder ( Arbeitgeber, Arbeitnehmer) bei Herrn Lange, Dragonerftr. 15. Tages Ordnung: 1. Ersazwahl von Delegierten zur Vortrag: Don den Alpen zum Deluv. General Bersammlung( 8 Eröffnung der Physikfäle um 1 Uhr. Anfang der Vorstellung um 2 Uhr. Billets a 60 Pf. infl. Garderobe sind in den Zahlstellen sowie im Bureau, Engel- Ufer 15, II. zu haben. Die Inhaber von Billets von unserm letzten Stiftungsfest Größter u. schönster Saal u. Garten werden ersucht, schleunigst abzurechnen. der Umgegend Berlins( Nordost). umfaßt 1500 Personen und steht dem geehrten Publikum sowie Vereinen zur gefälligen Verfügung. 3 verd. Kegelbahnen, Kaffeeküche, Volksbeluftigungen jeder Art. 4098] Karl Piepenhagen. Kegelbahn Ober- Schöneweide e Wilhelminenhofstr. 18 Otto John Genoffen Reftauration bei Ausflügen.[ 40422* Strand- Restaurant am Gr. Garten! Müggelsee nehmer). 271/ 11* 2. Anträge zur General Vers fammlung. 3.Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Sonntag, den 29. April 1900, vormittags 11 Uhr: Ordentliche Verein deutscher Schuhmacher. General- Versammlung Sonntag, den 22. d. M., vorm. 11 Uhr, im Lokal ,, Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117: General- Versammlung. Tages Ordnung: 3. Antrag des 1. Geschäfts- und Kaffenbericht pro 1. Quartal 1900. 2. Erfazwahl von zwei Mitgliedern zur Provinzial Agitationsfommission. Vorstands auf Ausschluß des Mitglieds Conredel. 4. Verschiedenes. Montag, den 23. d. M., abends 82 Uhr: Versammlung der Schäftebranche im Lofal von Schiller, Rosenthalerstr. 57. der Delegierten ( Arbeitgeber, Arbeitnehmer) bei Herrn Lange, Dragonerstr. 15. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht und Bericht des Prüfungsausschusses pro 1899. 2. Anträge auf Abänderung des Statuts§§ 36 und 47. 3. Verschiedenes. Berliner Spar- u. Bauverein eingetr. Genossensch. m. beschr. Haftpfl. Sonntag, den 29. April 1900, vormittags 92 Uhr, im großen Saale des Berliner zwisch. Müggelschloß u. Aussichtsturm. Mittwoch, 25. b. M., abends 8% Uhr, im Lokal von Haberecht. Handwerker Vereins, SophienEmpfehle Fabriten, Vereinen und Gr. Frankfurterstr. 30: Storporationen für Sommervergnügen Branchenversamml. der Ballschuhmacher u. Maschinenarbeiter Tages Ordnung: Tarifberatung. Um zahlreichen Besuch bittet u. Ausflüge mein großartig gelegenes Lokal. Saal für ca. 3000 Personen, Hallen, genügende Nebenräume.. Belustigungen aller Art. Coulante 169/17 M. Degebrodt. 38752*] Strandschloß", Stöpenid. Preise. Schweizer Garten Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Jeden Sonntag: Grosses Garten- Konzert Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Bildungs- Schule Am Friedrichshain. von der Haustapelle und [ 44610* Unterrichtsfach Specialitäten- Vorstellung. Volksbeluftigungen aller Art. Neue Rossstr. 3, part. ,,, Englischer Hof". Lehrplan für das II. Quartal 1900. Behandelter Lehrstoff UnterrichtsAbend Montag Lehrer Im großen Shal Ball. Nationalökonomie Marx' ökonomische Lehren RedeReferate und Diskussion über Themata aus dem socialen, gewerkUebung schaftlichen und geistigen Leben GeKultur- und Kunstgeschichte im neunzehnten Jahrhundert Schriftsteller Dr. C. Schmidt Rechtsanwalt Victor Fränkl Schriftsteller Donnerstag Dr.Rudolf Freitag Steiner Anfang 4 Uhr. Bon Pfingsten ab täglich: Entree 30 Pf. Konzert und Vorstellung. Segler- Schloss, Hanfels Ablage. Befizer W. Heinrich, Fernsprecher: Wusterhausen 13,[ 44118* empfiehlt den geehrten Vereinen, Gesellschaften und Schulen sein ant Wald und Waffer gelegenes Restaurant. Große und fleine Säle, schöner fchattiger Garten und großer Spielplatz stehen dem geehrten Publikum zur Verfügung. schichte 23. April; Rede- Uebung Donnerstag, den 26. April; Geschichte Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den 10 und beginnt pünktlich um 9 Uhr und um Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Billet- Borverkauf von 11-1 Uhr Schönstes Etablissement. Nieder- Schönhausen. Freitag, den 27. April, Jeder Kursus erstreckt sich auf Abende Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Im Reiche des Indra Consuela Tortajada Gretchen Reutter sowie das grossartige April- Programm. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. 43. Lindenstrasse 43. Jeden Sonn- und Feiertag: Grosses Doppel- Konzert bei freiem Entree( Berufsmusiker)... Empfehle großen Garten, prachtvallen Saal zu Bällen, Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Die Kaffee: füche ist den ganzen Tag geöffnet. Fahrgelegenheit von und nach jeder [ 4452*] Richtung Berlins. Th. Grützmacher. Wo? ist der schönste Aufenthalt für Ausflüge und Land: partien? Auf der Insel Pichelswerder beim alten Freund. Zu Vereins- Dampferpartien straße 15: Achte ordentliche General Bersammlung. Tages- Ordnung: 1. Vorlage des Geschäftsberichts sowie der Bilanz nebst Gewinn: und Verluft- Berechnung für das Jahr 1899. 2. Bericht der Revisionskommission. 3. Beschlußfaffung über die Ges nehmigung der Bilanz und über die Verteilung des Gewinns. 4. Be schlußfaffung über den Bericht des Verbandsrevisors über die am 25. Fe: bruar d. J. vorgenommene Revision. 5. Bericht über den Verband der auf der Grundlage des gemeinschaftlichen Eigentums stehenden deutschen Baugenossenschaften. 6. Neuwahlen zunt Aufsichtsrat. 7. Beschlußfaffung über den Gesamtbetrag, welchen Anleihen der Genossenschaft und Spareinlagen bei derfelben nicht überschreiten sollen. 8. Beschlußfaffung über die Ausschließung von säumigen Genossen. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Berluft- Berechnung für das Jahr 1899 sind in der Geschäftsstelle, Sidingenstraße 7, einzusehen. Der Vorstand. L. Schmidt. Ernst Roscher. 549b Arbeiter Radfahrer- Verein 99 Berlin". 11/12 Morgen 1 Uhr: Gedächtniskirche nach Pichelswerder( Freund) über Beelighof. Gäste willkommen. Donnerstag: General Versammlung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unent- Central- Kranken- u. Sterbegeltlichen Besuch frei. besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Neue Ross fasse der Dachdecker DeutschDie Aufnahme Mitglieder und Schüler erfolgt am [* strasse 3 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstrasse 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Krause, Müllerstr. 7a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 59, Hasenheide 72, Hof 1. 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstrasse 75, Querg. 4 Tr., zu senden. 4/15 lands ,, Einigkeit“ Filiale Berlin. Sonntag, den 22. April 1900, vormittags 10 ihr, bei Feind, einstraße 11: Versammlung. Tages- Ordnung: empfiehlt den geehrten Vereinen, Gesellschaften, Fabriken, Schulen 2c. feine eleganten, 300 Verf. faffenden Salondampfer unter coul. Beding. P. Bauer, Friedrichshagen, Seeftr. 8b. Bollständig schmerzl. Plombieren u. Zahn10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahn1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900. ziehen I M. Plomben M. 1 M. reinigen, 44412 2. Berschiedenes in Kaffenangelegen Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Georg Jacoby, Kommandantenstr. 61, 1. Sprechst. v. 8-8 Uhr, a. Sonnt. heiten. Der Vorstand. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin. Vorverkauf täglich von 10-2 Uhr sowie Künstliche Zähne stehen. Bequeme Teilzahlungen. BahnZähne 2 M. überraschender Gefolg. 4419 Berf beim Invalidendank Künstlerdank. und Ur. 92. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 21. April 1900. " Volkswirtschaftliche Rundschau. V Reich Tunis. a 400 Min. M. 10-13 " • 5 ? 201 = Südsee Inseln. Merito Mittelamerika, Westindien Columbia u. Benezuela Peru und Ecuador Chile Bolivia . 60-70 Mill. Mr. 200 253 200 300 · 100-120 270-300 30-40 " 920 5 " 2( 3) " 4 50 Argentinien Uruguay und ? 570-600 " 2 " 225-250 370-400 Paraguay 110 " " • U Brasilien. Nordamerika 350 " 2 2025(?) ( Festland).. 500 " In Thee, Kaffee- und Banilleplantagen steden ca. 5 Millionen Mark,| Jm türkischen Deutsche Kapitalanlagen in überseeischen Ländern. in industriellen Unternehmungen 2 bis 3 Millionen. Größeren GrundDer Budgetfommission des Reichstags ist fürzlich eine im besiz haber nur die deutschen Missionsgesellschaften. Die Kapital- Marokko und anlagen in Südostasien, d. h.Britisch- und Französisch- Hinterindien, Siam, Reichs- Marineamt zusammengestellte Uebersicht über die in Unter den Malaienstaaten, Niederländisch- Indien, Philippinen 2c., werden auf Goldfüifte nehmungen überseeischer Länder angelegten deutschen Kapitalien 240 mill. Mart angegeben. Der größte Teil dieses Wertes entfällt auf Stongostaat zc., zugegangen, die auf einer zu Anfang 1898 eingeleiteten ErNiederländisch- Indien, speciell Sumatra und Java. Bedeutender Britisch- Südhebung der deutschen konsularischen Veriretungen im Aus sind die deutschen Kapitalinteressen in Ostasien. In China mit Afrifa land beruht. Der Zweck Zusammenstellung ist zu Einschluß Honglongs( aber ohne Stiautschou) bestehen 105 deutsche Sonstiges zeigen, welche bedeutenden deutschen Kapitalien im Ausland an Südafrika Handelshäuser, davon allein in Shanghai 43, und zwar die begelegt sind und welch hoher Zinsertrag aus ihnen als jährlicher deutendsten. Leider sind genaue Angaben der Kapitalien, mit denen Ostafrika. Zuwachs dem sog. deutschen Nationaleinkommen zuströmt, um dann fie arbeiten, nicht zu erlangen gewesen. Die Schrift schäßt ihre Be Persien und aus diesem„ deutschen Anteil an der Weltwirtschaft" die Folgerung triebskapitalien mit den Krediten auf rund 100 Millionen Mark. An Arabien eines größeren Schutzes deutscher Interessen im Auslande, d. h. der Schifffahrtsgesellschaften-. Dock, Bersicherungsgesellschaften ze. ist vorderindien Flottenverstärkung abzuleiten. Mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit deutsches Kapital in Hongfong mit 50, in Shanghai mit Südostasien, heißt es am Schluß der Zusammenfassung" der einzelnen Aufstellungen 75 Millionen Mark beteiligt. Das deutsche Shantung Eisenbahn- Ostajien. ( Seite 36):„ Es liegt auf der Hand, welch steigende Verantwortlich syndikat beabsichtigt im Eisenbahnbau 54 Millionen anzulegen, das Australien feit mit der zunehmenden Ausdehnung der sich immer vielgestaltiger Shantung- Bergbansyndilat will den Abbau der Kohlenbergwerke verbreitenden Sapitalintereſſen über die Erde hin entsteht. Nicht Mart betreiben; pas Kapital der deutsch- Die Gesamtsumme der vorstehenden Kapitalanlagen ergiebt nur in diesen oder jenen fleineren Staaten muß Deutsch: asiatischen Bank in Shanghai beträgt 10 Millionen Mart. etwa 72 Milliarden Mark, wohlverstanden ohne das in auswärtigen land in der Lage sein, die Arbeit feiner Staatsangehörigen Industrielle deutsche Unternehmungen giebt es in China Anleihen und Spefulations- Unternehmungen steckende deutsche Kapital. und deren Erträgniffe gut schützen, sondern vor allem sehr wenige, genannt wird nut eine Baumwoll und An und für sich läßt sich derartigen Aufnahmen, wie der vorliegenden, muß feine Aufmerksamkeit sich darauf richten, zu verhindern. Seidenspinnerei in Shanghai. Die deutschen Kapitalintereisen in ein gewiffer Wert für die Volkswirtschaft nicht abstreiten, nur muß daß andre Großmächte sich berechtigt oder Japan sind nicht so erheblich, wie oft angenommen wird; der Export an die Erhebungen der Anspruch einer weit größeren Genauigkeit im stande erachten, die Rechte oder das Inter- und Importhandel geht nämlich was die Zusammenstellung ver- und Specialisierung gestellt werden; die yom Marine= Amt effen Gebiet deutscher Unterthanen auf dritten schweigt- mehr und mehr an japanische Häuser über. Gezählt zusammengestellte Erhebung hat einen zu ausgesprochenen Blägen direkt oder indirekt anzugreifen." wurden insgesamt nur 65 deutsche Handelshäuser mit etwa Tendenz- Charakter. Jedenfalls aber beweisen die Ziffern nicht, was Indes sehen wir zunächst von der Tendenz der Zusammen- 24 Millionen Mart Kapital und 16 Millionen Mark deutschen Krediten. sie beweisen sollen, nämlich die Notwendigkeit der Flottenvermehrung, ftellung ab. Ein gewiffer voltswirtschaftlicher Wert läßt sich letzterer Retztere kommen nur auf das Importgeschäft, das Exportgeschäft und wenn die kapitalistische Presse sie jetzt in diefer Richtung zu ver nicht abstreiten. Bisher fehlte es an jedem einigermaßen zuver wird von japanischen Banten finanziert. Kapitalanlagen in indu- werten jucht, fann dieses Unternehmen nur als Humbug bezeichnet Täffigen Anhalt über die Höhe deutscher Kapitalien und Kredite in striellen Unternehmungen fehlen fast gänzlich. Der Wert des werden. Zunächst ist mirgends gefagt, ob bei den an und für sich ausländischen Unternehmungen, wenigstens teilweise geben darüber deutschen Grundbesizes in den Fremden Niederlassungen betrug meistenteils schon recht oberflächlichen Schäzungen uur das die von den Konsuln eingegangenen Nachrichten Aufschluß. so manches 189810 400 000 Mark. im Besitz von deutschen Reichsangehörigen befindliche Rapital fie auch zu wünschen übrig lassen. Für verschiedene Gebiete gingen Australien und Ozeanien enthalten deutsche Kapitalien in Höhe berüdsichtigt worden ist, oder auch das Kapital solcher Deutschen", nur recht unzulängliche Nachweise ein, so daß zwecks Vervollständigung von 610 bis 670 Millionen Mark. Die Angaben sind zumeist recht die ihre Staatsangehörigkeit aufgegeben haben. Zwar wird bei Gr zu Abschägungen gegriffen werden mußte; für einzelne Landesteile fummarisch und oberflächlich. An der Spize steht Men Südwales wähnung des im hawaiischen Buderplantagen Betrieb angelegten waren überhaupt feine Unterlagen zu erhalten Zu dem mit über 200 Millionen Mark, dann folgt Victoria mit 150, Queens Kapitals erwähnt, daß das Kapital des Deutschen Klaus Spredels aber find in der Schrift fämtliche europäischen Länder mit Aus land mit 80 u. f. f. Der größte Teil des Kapitals ist in Land, nicht mitgerechnet sei, da dieser amerikanischer Bürger ge nahme des türkischen Reichs, fowie ferner die Vereinigten Staaten Bergwerfen und Minen angelegt, ferner in Handelsunternehmungen. worden wäre; aber an andrer Stelle( S. 31) fcheinen die von Nordamerika und die deutschen Schutzgebiete außer Betracht Die Beteiligung deutschen Kapitals an industriellen Anlagen ist mäßig. Kapitalien der deutschen Kolonisten in Argentinien, die geblieben. Berücksichtigt find in der Erhebung: deutsche Handelshäuser, Länder MittelBesonders wichtige Anlagepläge für deutsches Kapital find die ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben, einfach der und Südamerikas. Die Gesamtsumme der Summe der deutschen Kapitalanlagen hinzugerechnet worden zu sein. deutscher Grundbefiz und Plantagenbetrieb, deutsche Kredite für deutschen Kapitalien in Merito wird auf 200 m. veranschlagt. Daß aber absolut keine Verpflichtung Deutschlands beſteht oder aus Taufmännische, industrielle und landwirtschaftliche Unternehmungen, während die Schätzung der Sachverständigen der Hamburger Handels- irgend welchen Rechtsprincipien abgeleitet werden kann, diejenigen deutsche Bankhäuser und Bankinſtitute, Schiffe unter deutscher fammer sich auf 400-450 Millionen Mark beläuft. Außer in Handels- seiner Söhne in ihrem Besitz zu schüßen, die ihm den Rücken gekehrt Flagge in der ausländischen Küstenschiffahrt, deutsche Kapital- unternehmungen steckt dieses Kapital vornehmlich in Pflanzungen, haben, bedarf keiner Erwähnung. Aber selbst, soweit es fich anlagen in Eisenbahnen, Minen oder Bergwerken, industriellen Unternehmungen, Aderbaukolonien 2c. Nicht eingeschlossen in die Biezüchtereien, Bergwerken, Fabriken und Mühlen. Die Eisenbahnen um das Kapital deutscher Reichsangehöriger handelt, besteht. find fast ausschließlich in Händen der Yankees. Ebenso find die deutschen für keinen Staat die Verpflichtung, mit Waffengewalt für, Aufstellung find dagegen, da ja eine einigermaßen zuverlässige Kapitalanlagen in den fleineren Republiken Mittelamerikas und West- das im Ausland angelegte Stapital seiner Stapitalistentlasse Wertberechnung der Beträge doch nicht möglich ist, die in deutschem indiens recht beträchtlich, speciell in Guatemala und Kuba. Die Gesamt- einzutreten. Und wie soll dieser Schutz durch die Kriegsflotte Besize befindlichen ausländischen Staatsanleihen und sonstigen wertsunume wird auf 475 Millionen Mart geschäßt. Zunächst tommen ausgeführt werden? Soll Deutschland, wenn ein Staat die Zinsen Effetten, mit Ausnahme eines Teils der Eisenbahn- und Minen- Handelsunternehmungen und Pflanzungen, doch auch in Bank- feiner Anleihen an feine deutschen Gläubiger nicht zahlt, deffen Häfen papiere. Soweit die borbenannten überseeischen deutschen Kapitalinteressen häusern, Beleuchtungsanlagen, Eisenbahngründungen steden be- blodieren oder soll es, wenn in einem Krieg zwischen zwei Staaten, deutende deutsche Kapitalien. In den Republiken Columbia z. B. zwischen England und Transvaal, deutscher Plantagenbefiz in der Schrift Berücksichtigung gefunden haben, verteilen fie fich auf und Benezuela beläuft sich das deutsche Kapital. das meist geschädigt wird, durch seine Flotte ein deutsches Schußcorps sechs größere wirtschaftsgeographische Gebiete: 1. das türkische Reich, in Handelsunternehmungen, Eisenbahnen und Grundbesitz an- nach dem Kriegsschauplak senden? Es mag ja für das Ansehen 2. Afrika, 3. Asien, 4. Australien und Oceanien, 5. Länder um das gelegt ist, auf annährend 300 Millionen Mark. Die Höhe deutscher Kaufleute ganz vorteilhaft sein und unter Umständen auch amerikanische Mittelmeer( Westindien, Mexiko, Mittelamerifa zc.), ber Sapitalanlagen in den Staaten der Westküste von Südamerika ihre Unternehmungen begünstigen, wenn hin und wieder so ein Ge ( Ecuador, Peru, Chili) wird auf 370-420 Millionen Mart geschätzt. schwaderchen in den Häfen fleiner überseeischer Staaten erscheint und Das im türkischen Reich angelegte deutsche Kapital wird auf In Bern sind die deutschen Industrie- Unternehmungen recht um die See- Offiziere an Festlichkeiten der deutschen Kolonien teilnehmen; rund 400 Millionen Mark angegeben, davon entfallen 225 Millionen bedeutend, während die Beteiligung an den Handels-, Plantagen- nur mögen jene Ueberseer", die von solchem„ Prestige" der ( in 1898) auf Bahngründungen in der europäischen und asiatischen und Farmbetrieben eine relativ ansehnliche ist; dagegen ist in Chili deutschen Flagge den Ruger haben, auch die Kosten tragen. Türkei, besonders auch die anatolischen Streden, welche nunmehr das deutsche Stapital auch in der Industrie und im Bankgeschäft start Ein Interesse der Arbeiter an dem Schuße dieser auswärtigen durch die Bagdadbahn, deren Kosten auf ca. 400 Millionen Mart vertreten- Plantagenbetrieb ist nicht vorhanden in den Provinzen Kapitalanlagen besteht jedenfalls nicht. Die Schrift nimmt zwar veranschlagt find, noch eine bedeutende Erweiterung erfahren werden. Baldivia und Llanquihue besteht thatsächlich ein deutsches Industrie- an, daß die Zinsen dieser Anlagen mit jährlich etwa 420 bis An zweiter Stelle ſteht das in Handelsgeschäften verschiedener Art monopol. Am stärksten beteiligt ist, was Südamerika anbetrifft, das 450 Millionen Mark dem deutschen Nationaleinkommen zufließen, angelegte Stapital mit etwa 40 Millionen Mart, darunter die deutschen deutsche Kapital in Argentinien. Allein in Provinz und Stadt aber das ist nichts, wie eine völlig unbewiesene Annahme. Handels- und Bankgeschäfte in Aegypten allein mit 28 Millionen. Buenos Aires giebt es 500 deutsche Handelsfirmen mit einem Der größere Teil des erzielten Profits dürfte denn doch im AusDie deutschen Anlagen in Grundstücken, Bergwerksbetrieben, Rapital von 164 Millionen Mart. Ziemlich unbedeutend ist lande von den dort befindlichen deutschen Kapitalisten selbst ver-. industriellen Unternehmungen 2c. find relativ gering. das deutsche Industriekapital, während die in Grund und Boden braucht werden; ein andrer Teil dient unbedingt zur Vermehrung Die Anlage deutschen Kapitals in Marotto, Tunis sowie an der angelegten Kapitalien sich auf über 160 Millionen Mart be- der Anlagen. Was davon nach Deutschland kommt und hier in die Weft- und Offtüste Afrikas ist ziemlich unbedeutend. Für weite Ge- laufen, zu denen noch etwa 40 Millionen Mart, die in Hypotheken Konsumtion eingeht, dürfte nur der weitaus kleinere Teil sein. Sobiete waren zuverlässige Angaben nicht zu erhalten. Den weitaus angelegt find, hinzukommen. Im ganzen wird das deutsche Stapital weit aber wirklich dem Arbeiter hieraus ein Vorteil durch Erweite bedeutendsten Anlagemarkt für deutsches Kapital bildet Südafrika, in Argentinien mit 600 Millionen Mark angegeben. In Uruguay rung des inneren Markts erwächst, wird dafür andrerseits der ausvornehmlich aber die südafrikanische Republik. Der Anteil deutschen und Paraguay stedt etwa 110 Millionen Mart deutsches Stapital, in wärtige Wartt verengert. Denn dadurch, daß deutsche Kapitaliſten Kapitals an den Minen Transvaals, an Bergwerken und zu diesen Brasilien nach amtlichen Mitteilungen ein Kapital von 350 Millionen mit ihren Gelde in fremden Ländern nach deutschem Mufter gehörenden Unternehmungen beläuft sich nach den amtlichen Berichten Mark, während Hamburger Sachverständige das letztere auf Fabriken einrichten, versperren sie der deutschen Ausfuhr gegen 730 Millionen Mark, die im Handels- und Bankgeschäft 600 Millionen Mark schäzen: eine Angabe, die, soweit mir jenen Gegenden das Abfazgebiet und ziehen dort KonkurrenzStedenden deutschen Kapitalien und Kredite werden auf 100 Millionen im Augenblid erinnerlich ist, mit der Abschäßung des General industrien hoch. Auch die Anlage deutscher Kapitalien in argentinischen Mark beziffert, die in Eisenbahn- Anteilen, industriellen Unter- fonfuls der Vereinigten Staaten in Rio de Janeiro überein- und australischen Viehzüchtereien, Getreidefarmen usw. liegt durch nehmungen, Grundbefiz. Plantagen 2c. stedenden auf nicht ganz stimmt. Bum weitaus größten Teil stedt dieses Kapital in Handels- aus nicht im Interesse deutscher Arbeiter und Landwirte. Und nicht betrieben und im Ackerbau, teilweise auch im Bankgeschäft. Das anders steht es mit den deutschen Handelsunternehnnungen im AusIn Perfien und Arabien sind die deutschen Kapitalanlagen ganz deutsche Industriekapital ist unbedeutend. lande. Wer meint, daß deutsche Handelsfirmen nur mit deutschen Er unbedeutend. Auch Vorderindien weist troß einer Bevölkerung Recht sonderbar nimmt sich aus, daß das Marine- Amt, wahr zeugnissen handeln, muß recht sonderbare Vorstellungen vom Export- und von 250 Millionen Menschen und trotz des Warenstroms im Wert scheinlich um mit hohen Ziffern paradieren zu können, auch das Importhandel haben. Der Kaufmann macht eben sein Geschäft, wie von über 250 Millionen, der jahraus, jahrein zwischen der vorder- deutsche Kapital in der nordamerikanischen Union einfach mit er kann. Sehr viele deutsche Handelsfirmen im Auslande sind Ver= indischen Halbinsel und Deutschland hin- und herflutet, nur ver- 2000 Millionen abschätzt, obgleich bei den deutschen Konsuln in den treter amerikanischer, englischer, belgischer Exporthäuser und Fabriken hältnismäßig geringe deutsche Kapitalanlagen auf. insgesamt nur Bereinigten Staaten gar teine Umfrage gehalten worden ist. Ein und machen dem deutschen Exporthandel schwerste Stonkurrenz. So etwa 50 Millionen Mark. Handel und Industrie liegen solches Verfahren zeigt deutlich die Tendenz des Berichts. hat z. B. der deutsche Kaufmann in China ganz wesentlich zur fast ganz in englischen Händen. Das Stapital der in Fassen wir die Darlegungen zusammen, ergiebt sich folgendes Sebung der amerikanischen und niederländischen Einfuhr beigetragen. Sämtlichen Konsulatsbezirken vorhandenen deutschen Handels- Resultat: Und diese Konkurrenz uns zu erhalten, follen wir jährlich Hunderte häuser beläuft sich nur auf ungefähr 12 Millionen Mark. 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