f= en e= T= tt 44 13. M72. Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Buchhandlungen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, F. Thiele, Emilienstraße 2. Mittwoch, den 6. September. Der Volksstaat 1871. Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempelfteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 Rgr. per Quartal. Filialerpedition für die Ber et.igten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken N.J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. Parteigenossen! Was gilt das Volk im Schreckenskampf der Kronen? Was gilt das Recht im Toben der Gewalt? Verrath und Ehrsucht schlachten Millionen, Und keine Männerlippe donnert Halt! Inmitten schwieriger Verhältnisse, nachdem die Behörden unserer Partei eingekerkert und allseitig Maßregelungen an der Tagesordnung waren, wurde der Dresdener Ausschuß, und nach diesem wir provisorisch an die Leitung der Parteigeschäfte be- Ihr tauscht ein Joch, verkauft, wie feile Hunde, rufen. Nur die aufopferungsvolle Thätigkeit, mit der alle Stumm mit dem andern, ohne Widerstand! Parteigenossen in so fritischer Zeit in die Parteibewegung ein-| Schließt eure Reih'n zum großen Völkerbunde, griffen, ermöglichte uns die Führung der Parteigeschäfte. Reicht euch die Bruderhand! Das getreue Zusammenwirken brachte alle Vornahmen Ruhm jedem Edlen, der die Freiheitsfahne der Partei zum Erfolg und machte die Plane der Gegner zu Jm Dienst des Friedens segensvoll erhebt! Schanden. Tod dem Erobrer, der im Fieberwahne, Mas Gott geeinigt, zu zerreißen strebt! Stürzt ihn hinab zum tiefsten Höllenschlunde, Werst seine Burgen prasselnd in den Sand! Schließt eure Reih'n zum großen Völker bunde, Reicht euch die Bruderhand! Eine Partei, welche so wie die unserige die Brandung der reaktionären Gegenströmungen ausgehalten hat, wird auch bei wieder neu anstürmenden Gefahren sich als unerschütterlich er: weisen. Blicken wir dieserhalb getrost in die Zukunft; sie gehört uns! Parteigenossen! Dasselbe Vertrauen und dieselbe regsame Unterstützung, welche uns bei der Ausübung der Parteigeschäfte Hold zu der Auferstehung Morgenfeier zu Theil wurde, übertragt auf den neugewählten Ausschuß zu Ertöne des Gesetzes Melodie! Hamburg! Laßt uns mit diesem ebenfalls mit aller Opfer Baut eure Fluren bei dem Klang der Leier, willigkeit weiter arbeiten, damit unser Prinzip, das Prinzip Fromm an der Hand der Liebe erntet sie. der Sozial- Demokratie, in alle Schichten der Bevölkerung ge- Jm Licht des Friedens heilt die letzte Wunde, fördert und damit es erkannt werde als das alleinige Kultur- Bum Himmel wird der Erde stilles Land: element, das, indem es die menschliche Gesellschaftsform neu Schließt eure Reih'n zum großen Völkerbunde, gestaltet, den so oft erhofften Sieg über die Lüge und über die Reicht euch die Bruderhand! Knechtschaft endlich erringen wird und die Wahrheit und das Recht zum vollen Ausdruck bringt. Leipzig, den 3. Sept. 1871. Der provisorische Ausschuß der sozial- demokratischen Arbeiter- Partei. Au die Mitglieder der sozialdemokratischen ArbeiterPartei. 2. 11 11 Kl. Schäfer kamp 46a. E. Paulssen Beifizer. Béranger.*) Politische Uebersicht. // - Beweis gänzlich unzulänglich sein wird. Für deren speziellen Bebuf war es Ihre Pflicht, hinzuzufügen, daß ehe er an den französischen Vorposten, trotz eines ihm von Ihrer Regierung gewährten Freipasses, arretirt wurde, General Dombrowski Ihre Erlaubniß nachgesucht hatte, um in der Armee von Paris für Frankreich zu kämpfen. Sie hätten auch sagen sollen, daß, ehe mein Gatte versuchte, die preu ßischen Linien zu passiren um sich Garibaldi, der seine Gegenwart in einer Depesche, die in allen Blättern erschien, wünschte, anzuschließen, er durch seine Bemerkungen und eine Brochure, deren Abfassung Sie ihm wahrscheinlich nicht verziehen haben, versuchte aus der Vertheidigung von Paris etwas besseres als eine blutige Komödie zu machen. Es muß nicht vergessen werden, daß Männer wie Sie, meiu Herr General, solche Männer wie Dombrowski verabscheuen. Eben so nüchtern in Sprache, wie frei von Bombast war er ein Soldat und ein Bürger, nicht ein Schwäver. Er sprach nie davon ,, tobt oder sieg= reich" vom Schlachtfelde heimzukehren; aber als der Tag der Niederlage gefommen war, wollte er getreu der schweigenden Verpflichtung, die er übernommen, den Ruin seiner Sache und seiner Hoffnungen nicht überleben. Er wählte sich einen freiwilligen und bescheidenen Tod. Um der Staatsflugheit Ihrer Partei zu gehorchen, wenn nicht einer schändlichen persönlichen Rache halber, haben Sie nicht gezögert, das Herz einer Wittwe zu brechen; haben Sie versucht das andenten eines Todten zu besudeln und arme Kinder zu entehren, die für eine lange Zeit nicht im Stande sein werden, Genugthuung für Ihre Verleumdungen zu verlangen. Ich tröste mich mit dem Gedanken, daß zwanzig Jahre später, sollten Sie sogar so fiegreich werden, wie Sie jept be siegt sind, es feinen Mann von Vernunft und Muth geben wird, der Ihre rhetorischen Enthüllungen von militärischem Talent dem beschei denen Ruhme, der Interesselosigkeit und der einfachen Aufopferung Dombrowski's vorzieht. Inzwischen, mein Herr General, verachte ich Sie, daß Sie Ihre Anschuldigung nicht durch Beweise, sondern nur durch Vermuthungen unterstützen, und dieses Vorgehen allein veranlaßt die Wittwe des Generals Dombrowski und die einzige Bes schützerin seiner Kinder, Notiz von Lügen zu nehmen, die sie in ihren heuersten Gefühlen als Mutter, Weib und Patriotinn verlegen und beleidigen. Pelagie Dombrowska." 11 " Wie die Versailler nach Paris tamen. Ein( obendrein als offiziös bekannter) Korrespondent der ,, Kölnischen Zeitung"( der beiläufig die Berichtigung des Offiziösen ,, Es wird fortgelogen!" ist die Devise unserer ,, honneten" aus Weimar ebenfalls aufoktroyirt worden war) schreibt in Gegner. Man beweise ihnen noch so unwiderleglich, daß sie die Nummer 238 der Kölnischen Zeitung" d. d. Paris 26. August: unwahrheit gesagt sie kämmern sich nicht drum, und lassen In seinen Auslassungen über die Ursachen der Revolu- die Lüge unverdroffen wieder aufmarschiren. Wie unsere Leser Durch das Vertrauen unserer hiesigen Parteigenossen tion vom 18. März, die er der Kommission der Nationalversamm: wissen, war es ein beliebtes Mannöver der Verläumder der Interzur obersten Leitung der Parteigeschäfte berufen, übernehmen lung in längerer Rede gegeben, nahm Herr Thiers auch Be- nationalen( der Fälscher, Ehebrecher und Gesellschaftsretter Jules wir heute unser Amt mit dem festen Entschluß, stets und überall zug auf die Trochu'sche Anschuldigung, daß Preußen bei der Favre voran), die Internationale Arbeiterassoziation mit der nur dem Interesse der Partei dienen zu wollen. Kommune die Hand im Spiele gehabt. Was man sagen möge", Bakunin'schen Internationalen Allianz zu verwechseln. Der G. A. Müller 1. Vorsitzender bemerkte ungefähr Herr Thiers, ich glaube nicht, daß die Hand plumpe Betrug wurde vom Generalrath in seiner bekannten Z. Külbel der Preußen bei diesen Ereignissen irgendwie im Spiele war. Erklärung so handgreiflich enthüllt, daß auch der dickste DenterTh. Yord Schriftführer, Sie haben uns im Gegentheil geholfen, den Auf- volks- Schädel überzeugt sein müßte. Widerlegen ließ sich die St. Georg Schulzweg 23, stand zu bezwingen, indem sie uns erlaubten, eine große Erklärung nicht, man griff zu der„ frommen Sitte" des TodtH. Benneke Kassirer, Zahl unserer in Deutschland gefangenen Soldaten schweigens. Die Erklärung wurde ignorirt und heut läuft nach Frankreich zurückzuführen. Auf diese Weise allein wieder die alte Lüge, auf den sprichwörtlich zwar kurzen, dafür konnte die Armee bis auf 130-150,000 Mann vermehrt aber um so dauerhafteren Beinen durch die Welt, d. h. durch Alle das Kassenwesen betreffenden Buschriften und Sendungen werden." Herr Thiers hätte im Uebrigen hinzufügen können, die Presse. So lesen wir in den„ honneten" Zeitungen: sind nur an den Kassirer, Alles Andere an den Sekretär zu daß die letztere Ziffer selbst als im direkten Wider- ,, Auch der Zusammenhang der russischen Kommunisten richten. spruche mit den Bestimmungen der Versailler Präli- mit der Internationale" soll jest nachgewiesen sein. Der ,, OstDer Ausschuß hält bis auf Weiteres jeden Donnerstag minarien vom 26. Februar erst erreicht werden konnte, jeezeitung" wird aus Rußland geschrieben: Der Versailler und ber nachdem die deutschen Staatsmänner eingewilligt, find, stehen dennoch in inniger Berbindung und sind als Ausläufer Petersburger Kommunisten- Prozeß, obwohl sie räumlich weit getrennt Sizung. Wir sind uns vollständig bewußt, welche schweren Pflichten die betreffenden Paragraphen außer Wirksamkeit zu ein und derselben kommunistischen Bewegung zu betrachten. Die Bers wir damit gegen Euch übernommen. Indeß wir erwähnen seßen; er hätte ferner erwähnen können, daß zu zwei ver- handlungen des Petersburger Prozesses haben nemlich bis zur Evidenz dies nur, um Euch zu versichern, daß wir gewillt und entschiedenen Malen, als die Belagerungsarbeiten der Versailler herausgestellt, daß der internationale Arbeiterverein den Ges heimbund der russischen Kommunisten in gleicher Weise schlossen sind, unsere Pflicht voll und ganz zu erfüllen. An nicht vorrückten, der Regierung die direkte Hülfe und angestiftet hat, wie die Gräuelthaten der Bariser KomEuch wird es sein, das Gleiche zu thun. Unterstützung der deutschen Truppen gegen die In- mune.*) Der Stifter des russisch- kommunistischen Geheimbundes, NetWir verlangen, daß jeder Einzelne von Euch treu und surgenten angeboten worden, eine Unterüßung, die nur schajeff, hatte im Jahre 1869 in der Schweiz, wo er als politischer fest ausharre in dem Streite um unser Recht. des schlechten Eindruckes wegen nicht angenommen werden konnte, Flüchtling lebte, Bakunin, kennen gelernt und durch seine Vermitt lung von dem Internationalen Arbeiterverein, dessen hervorragendes Wir erwarten, daß Ihr Alle uns eng zur Seite stehen den im ganzen Lande eine Niederwerfung des Aufstandes mit und eifriges Mitglied der greiſe russische Agitator ist, ben Auftrag ers werdet im Kampfe gegen die Macht. ostensibler Hülfeleistung der Fremden hätte hervorrufen müssen; halten, in Rußland eine kommunistische Verschwörung zu organisiren Wir hoffen, daß unserm vereinten Wirken es gelingen er hätte schließlich hinzufügen können, daß im letzten Stadium und dadurch die Thätigkeit der russischen und westeuropäischen Komwird, selbst in trüber Zeit unserm Programm Anerkennung der Belagerung die Deutschen den Truppen des Mar- munisten in Einer und derselben Richtung zu vereinigen. Er wurde zu diesem Zwecke mit ausreichenden Geldmitteln und mit Empfehlungszu verschaffen, unsrer Organisation neue Kräfte zu gewinnen, schalls Mac Mahon den entschiedensten Vorschub das schreiben von Bakunin versehen und begann nach seiner schleunigen und die uns leitende Idee, die Idee der Gleichberechtigung durch geleistet haben, daß sie den letzteren die Offu- Rückkehr nach Rußland im Namen des Internationalen Arbeiterver aller Menschen, der Verwirklichung näher zu bringen. pirung und strategische Benutzung der sogenannten eins seine Wirksamkeit, die aber bald durch das Eingreifen der Polizei Mit Brudergruß: neutralen Zone bereitwillig gestatteten...; aber auch unterbrochen wurde." Hamburg, 27. August 1871. so wie sie ertheilt wurde, ist die von Thiers gegebene Auskunft In diesem Falle ist die Lüge um so schaamloser, als Der Ausschuß der soz.- demokratischen Arbeiter- Partei. hinreichend, um die Verleumdungen des Generals Trochu glänzend gerade ein Organ der Internationalen Arbeiterassoziation, und Lügen zu strafen." zwar der ,, Volksstaat", es war, der den Windbeutel Netschajeff entlarvt hat. Doch sie müssen nun einmal lügen, die Herren Bourgeoisskribenten, denn was würde sonst aus dem Gestäft" werden? Die heilige Allianz der Völker. Ich sah den Frieden jüngst herniedersteigen, Er streute Blumen rings und lichtes Gold; In allen Thälern schlief ein holdes Schweigen, Wo eben noch des Krieges Sturm gegrollt. " Erwacht!" so klang's von seinem Göttermunde, Erwacht vom Ebro zu der Wolga Strand! 11 " Schließt eure Reih'n zum großen Völkerbunde, ,, Reicht Euch die Bruderhand!" Hellenen, Russen, Italiener, Britten, Erwacht! es naht die große Stunde nun! Ihr, Söhne Deutschlands, habt genug gestritten, Und ihr, Franzosen, laßt die Schwerter ruh'n! Ihr alle blutet an derselben Wunde; Berbrecht die dumpfe Kette, die euch bannt! Schließt eure Reih'n zum großen Völkerbunde, Reicht euch die Bruderhand! Ihr saht so oft den Abendhimmel glänzen, Gemalt von eurer Hütten düstrer Gluth Blind ras't der Mord, und rings an euren Gränzen Ist teine Aehre rein von Menschenblut. Des Wahnsinns Sklaven bis auf diese Stunde, Trugt ihr Verwüstung in der Brüder Land! Schließt eure Reih'n zum großen Völkerbunde, Reicht euch die Bruderhand! Damit wäre Alles zugestanden, was wir je über die Art und Weise, wie Graf Bismard die 500 Millionen verdiente, gefagt haben: Alles mit Ausnahme unferer Angabe, daß den Bersaillern zum letzten Mordbrennerwerk deutsche Geschüße und Munition geliefert worden eine Angabe, die wir natürlich nach wie vor aufrecht erhalten. Und da wir einmal bei diesem ausnehmend unfauberen Thema sind, so sei hier an die Aeußerung erinnert, welche Fürst Bismard am 29. Mai auf der Rückreise von Frankfurt am Weimarer Bahnhof that: ,, Nun, wir haben die Versailler nach Paris hinein gelassen, sie mögen zusehen, ob sie sich darin halten." ( S. Nr. 46 d.„ Volksstaat") einen Garnisonsbrief, welcher die Lage der dortigen Besatzung Aus Straßburg. Der Stuttgarter Beobachter" bringt folgendermaßen schildert: ein solch moralischer Druck ausgeübt, daß man meint, die ganze Welt ,, Von den förperlichen Anstrengungen ganz abgesehen, wird auf uns sei in einen Schraubstock geklemmt. Dieses Exerciren, Arbeiten c., mit dem Gefühl eines Sklaven in der Brust, ist aber nicht jenes, welches Körper und Geist vorwärts bringt und stäblt und den jungen das Mart aus den Knochen und stumpft den Geist ab. Wir Menschen zu einem tüchtigen Soldaten macht, nein, dieses saugt einem müssen exerciren wie Rekruten und arbeiten auf den Arsenalen, Festungss werken 2c. wie Gallioten und meistens Sachen, die gar keinen Werth Die Wittwe des gefallnen Generals der Pariser Kommune haben. Die Arreftlokale, die sich hier auf der Citadelle( einem Dombrowski hat auf die elenden Verläumdungen, mit Vorwerke) befinden und maffenhaft vorhanden sind, reichen denen General Trochu das Andenken ihres Mannes zu besudeln bestellt. Dieses Verfahren gegen die Soldaten geschieht alles auf nicht mehr aus; dieselben sind immer auf vier Wochen hinaus versucht hat, in würdiger Weise geantwortet. Sie hat in den Rechnung der Disziplin, mit welcher fie das nächste Mal die Fran „ Daily News" einen Brief an diesen Schwaßgeneral veröffent- zojen flopfen wollen. Seit ich hier bin, haben sich schon dret Solda ten selbst ermordet. Dies der Dank für die durchgemachten oft an's licht, dem wir folgende Stellen entnehmen; " Mein Herr! In Ihrer letzten Rede in der Nationalversammlung von Versailles haben Sie meinen Gatten mehrmals beschuldigt, ein*) Daß die Internationale Arbeiterassoziation den Geheimbund preußischer Spion während der Belagerung von Paris ge- der russischen Kommunisten" und die Gräuelthaten der Bariser Komwesen zu sein. Der einzige Beweis, der von Ihnen zur Unterstützung mune" in gleicher Weise angeſtiftet habe, ist das einzig richtige in dieser Beschuldigung geliefert wurde, ist, daß Sie ihn als solchen arre- der ganzen Notiz. An dem Einen ist die Internationale so unschuldig tiren ließen. Es giebt ehrliche Gemüther, für welche diese Art von wie an dem Anderen. Jener ist bloß eine Privatspielerei des Herrn Bakunin( ,, Netschajeff"), und diese existiren bloß in der Phantaste der Dibs *) Der berühmte Chansonnier und größte Lyriker Frankreichs; ge- nungslügner( der Noten-, Depeschen- und Zeitungen- schreibenden) und boren 1780, gestorben 1857. Obiges Gedicht wurde genau vor 50 der ihre Lügen für baare Münze nehmenden Ordnungsphilister. Jahren( 1821) zum erstenmal veröffentlicht. Fortsetzung auf Seite 4. Zur Erinnerung für die deutschen Mordspatrioten. Kann die Schande beffer als durch solche Zahlen beschrieben fallender Weise verstummt. Wenn wir aber einen liberalen Wortführer 1806-1807. ( Fortsetzung.) Rapitulation No. 18. Breslau. werden? Am 21. November hatte der König einen General- Bevoll- dem mächtigten für Schlesien ernannt, den Obersten Prinzen von aber Anhalt- Pleß und ihm den Major Grafen Gözen zum Beistand in gegeben. Am 22. war den Festungskommandanten nochmals ,, bei Verlust des Kopfes" eingeschärft worden, bis zur Ankunft der Ruffen auszuhalten. Die Breslauer Bürgerschwuren beinahe einstimmig und unaufgefordert mit thränenden Augen, Gut und Blut für ihren König zu opfern." Am 6. December näherte sich der Feind. Graf Götzen verließ eiligst Breslau, wie es seine Pflicht war, und forderte den General Lindener auf, der dort nichts zu thun hatte, ebenfalls abzureisen. Dieser mißachtete jedoch den Befehl und blieb mit vielen wichtigen Papieren, Geldbeständen und vorräthigen Gewehren in der Stadt. Höpfner belastet den Gouverneur wie folgt: tirt, mitteln versorgten. 4. Er hätte am 30. December den Ausfall unterlassen. 5. ,, Er hätte es unterlassen, mit dem Fürsten von Pleß durch Kundschafter Verbindung anzuknüpfen. Der General Lindener soll hieran besonders die Schuld tragen." 6. Er hätte kapitulirt, ohne den vorschriftsmäßigen Kriegsrath abzuhalten. Daß dieser Generalspöbel der Thile, Krafft, Lindener beDie Besatzung zählte 6000 Mann. Geschüß, Pulver straft worden wäre, davon sagt Höpfner kein Wort. und Eisenmunition waren ausreichend vorhanden. Der Feind hatte Landleute aus der Umgegend zu den Gouverneur von Breslau war der Generallieutenant Thile, Trancheenarbeiten und Ausbesserung der Batterien verwendet, Kommandant der Generalmajor Krafft, Ingenieuroffizier vom was in neuerer Zeit wohl als ein barbarisches Mittel zu bePlaz der Lieutenant Boblozti. Sie verfielen dem entmuthi- trachten ist, wie Höpfner beifügt. Wie ist in allerneueſter genden Einflusse des Generals Lindener. Zeit in Frankreich bezüglich solcher Verwendungen verfahren worden, und wie denkt sein Kamerad Moltke darüber? Kapitulation Nr. 19. Brieg. fragen, wird er entschieden in Abrede stellen, daß er diesen Grundsay perleugnet. Im Gegentheil hört man ihn noch heute, wenn es sich darum handelt, in der Presse den Arbeitern schöne Versprechungen zu 1. Er hätte verabsäumt, die Besatzung zu verstärken, in- geben, oder wenn es sich darum handelt, bei der Reichstagswahl ihre er 2000 Refruten, die nach Graudenz bestimmt waren, Stimmen zu föbern, den Grundsay: Gleiches Recht für Alle! auses nicht mehr erreichen konnten und umkehren mußten, ersten besten Abstimmung schmählich verleugnet und im Stiche läßt. fprechen, ein Grundsay, den man freilich im Reichstag selbst bei der die Heimath entließ. ( Vielfaches Bravo.) Diese phrase: ,, Gleiches Recht für Alle" ist also, 2. Er hätte unnöthiger Weise die Außenwerke verlassen. wie schon bemerkt, in den letzten Jahren auffallend verstummt und 3. Er hätte weder die Besatzung hinlänglich verprovian- warum? Die ,, liberale" Partei, unsere Bourgeoisie, fie gab das Schlagnoch darauf gefehen, daß die Einwohner sich mit Lebens- wort nur so lange aus und hielt für gut, es nur so lange auszugeben, als sie die Ueberzeugung hatte oder glaubte haben zu dürfen, daß die Arbeiter von der Gewährung politischer Rechte und um diese allein konnte es sich der Bourgeoisie gegenüber nur handeln- keinen anderen Gebrauch machen würden, als es ihr, der Bourgeoisie, der liberalen Partei, eben paffe: mit anderen Worten, daß die Arbeiter, welche in den ersten Jahren der deutschen Arbeiterbewegung fast insgesammt, und zu einem allerdings sehr fleinen Theile auch noch heute, blindlings der Führerschaft der liberalen Partei folgten, es auch fernerhin thun würden. Die Bourgeoisie glaubte, daß die Arbeiter, wenn es sich beispielsweise bei Wahlen um die Verwirklichung dieses Grundsatzes handelte, dann doch nichts anderes sein würden, als das„ Stimunvieh" der Bourgeoisie. So lange sie diese Ueberzeugung hatte, schrieb sie dem Grundsaz gleiches Recht für Alle" auf ihre Fahne; in dem Augenblick aber, wo die Arbeiter anfingen, ihre Klaffenlage zu begreifen, von dem Augenblick an, wo die Arbeiter als geschloffene Partei, als sozialistische Arbeiterpartei auftraten und handelten, wo sie als Partei die Forderung aufstellten, daß Reiner gewählt werden dürfe, der nicht ihre Grundsätze anerkannt, der nicht entschlossen sei, ihr Recht mit allen Konsequenzen zu vertreten, da zogen sich die liberalen Herren zurück. Sie merkten und gestanden fich sehr wohl, daß, wenn der Grundsaz: gleiches Recht für Alle" in sei, die zunächst gegen sie, die liberalen Herren, gegen die Herrschaft der dem heutigen Staat soweit als möglich verwirklicht ist, das eine Waffe Bourgeoisie sich fehren würde. Meine Herren! Ich gehöre nicht zu Denjenigen, die von irgend einem Menschen verlangen, einem andern wie sie es vor 7-8 Jahren in Worten wenigstens gethan, im Ernſt zu Liebe einen Selbstmord zu begehen; Selbstmord ist es aber für die liberale Partei, wenn sie heute noch für die demokratischen Prinzipien, eintreten wollte. Es ist ja selbstverständlich, daß kein Arbeiter, der Stadt gerichtet, so daß die Bürgerschaft mehr litt als die Be- Die Besatzung zählte noch 22 Offiziere und 1451 Mann. seine Klassenlage, d. h. sein Interesse begriffen hat, für unsere fatung. Wie die rheinbündischen Baiern im Allgemeinen aufs Nur 48 eiserne Geschütze sollen vorhanden gewesen sein; da- Liberalen," für unsere Bourgeoisie bei irgend einer Wahl die Kastanien aus dem Feuer zu holen gewillt ist. Von dem Augenblick an, wo die Greulichste hausten, als sie preußischen Boden betraten, so thaten gegen sprechen die französischen Berichte von 153 daselbst vor- Arbeiter eine selbstständige sozial- politische Stellung eingenommen, bat sie es auch im Besondern in Schlesien, und Klagen ,, über ihren gefundenen. Pulver gab es noch 843 Centner, Eisenmunition bie Bourgeoisie es gut gefunden, alle freiheitlichen Grundsätze, für die sie Mangel an Disziplin, über Lust zum Brandschaßen, Mißhan- im Verhältniß und man hatte 5271 fertige Schuß und Wurf. scheinbar seit Jahrzehnten in Wort und Schrift gekämpft, schmählich zu verdeln der Einwohner u. s. w. trafen nicht nur den gemeinen Am 10. forderte der General Deroy zur Uebergabe auf, leugnen und mit Füßen zu treten, einfach aus Angst vor den Arbeitern. Meine Herren! Wer dies noch bezweifelt, der durfte in den Heßereien Mann, sondern fanden auch in den höheren Stellen ihre Be- am 15. wurde die Festung bombardirt, wobei nur ein Haus und Berleumdungen, wie sie bereits seit Jahren, namentlich aber in gründung." Bu Zeiten war die Deſertion aus Breslau jo arg, gründung." Bu Zeiten war die Desertion aus Breslau so arg, niederbrannte ,,, denn der Schnee auf den Dächern verhinderte der letzten Zeit, und insbesondere in den letzten Wochen, in erhöhtem daß das Feldgeschrei in einer Nacht drei Mal geändert werden eine bedeutende Wirkung des Bombardements," die Garnison Grade Tag für Tag gegen unsere Partei in den gesammten liberalen mußte. Die Leute deſertirten nicht nur, sondern zeigten dem verlor 1 Todten, einige Verwundete und 20 Deserteurs; aBlättern um die Wette, ja theilweise dieselben sogar noch in beschimpfenBlättern Deutschlands und mit den fonservativsten und reaktionärsten Feinde auch noch, wo die schwächsten Punkte der Befestigungen 16. ward die Kapitulation abgeschlossen und zwar ohne die waren. Berrath war in allen Eden, innerhalb und außerhalb Billigung eines Kriegsraths, der gar nicht berufen worden war, Breslau. Unter den Einwohnern, die so eben todesmuthig ge- am 17. die Feftung übergeben. Es folgen nun die gewöhnlichen Aufforderungen und Abweisungen, Defertionen aus der Festung, Revolten unter den Am 8. Januar, demselben Tage, da Brieg auf beiden Soldaten und standrechtlichen Erschießungen. Da die Franzosen dem ,, Ehrenworte" der früher gefangenen und entlassenen preu- Seiten der Oder eingeschlossen wurde, erhielt der Major Bourdet ßischen Offiziere nicht trauten, mußten 70 in Breslau befind- vom Prinzen Pleß seine Ernennung zum Vicekommandanten des liche preußische Offiziere den feindlichen Vorposten überwiesen General Cornerut für eine solide Bertheidigung wenig zu rechnen liche preußische Offiziere den feindlichen Vorposten überwiesen Platzes ,,, da auf den alten, bis zum Stumpffinn invaliden werden, um in Lissa ihre Pässe aufs Neue revidiren zu laffen." Das Bombardement wurde ausschließlich" auf die war." " den Ausdrücken überbietend, die Bestätigung des von mir Gesagten finden. Diese gegen uns geschleuderten Nieberträchtigkeiten und Berleumdungen beweisen, daß die Bourgeoisie heut Hand in Hand mit der Reaktion geht, weil sie fühlt, daß es mit ihrer Macht zu Ende ist, wenn die Arbeiterpartei ihre politischen Rechte verlangt und erobert. Die Emanzipation der Arbeiter auf politischem Gebiet ist gleichbedeutend mit der Vernichtung der Bourgeoiste auf sozialem Gebiete. Der sozialistische Staat ist dann nur noch eine Frage der Zeit. flennt hatten, bildeten sich Parteien, die den Gouverneur mit So benahmen sich der stumpfsinnige invalide Cornerut Borstellungen ganz entgegengesetzten Sinnes bestürmten. Meh- und valide Bourdet. Bestrafung wird nicht erwähnt. rere Entsatzversuche des Prinzen Pleß schlugen fehl. Am 30. ( Fortsetzung folgt.) war er muthig bis in Breslaus Nähe gedrungen; der Feind Meine Herren! So unangenehm es vielleicht manchem von uns Der sozialdemokratische Kongreß in Dresden.*) mußte sich gegen ihn wenden, die Trancheen entblößten, was was man deutlich aus der Festung wahrnehmen konnte, und Referat über das allgemeine, gleiche und direkte ist, wenn er Worgens beim Frühstück oder Abends bei dem Abendbrod ein liberales Blatt zur Hand nimmt und darin unangenehme, ich wollte doch wurde kein Ausfall gemacht. Der Gouverneur war zwar Wahlrecht für die Landtage und Gemeinden. sagen unwahre Dinge benn in Wahrheit können sie uns nicht un Referent Bebel( Leipzig): Meine Herren! Wir haben in angenehm sein nicht von der Annäherung des Entsatzes benachrichtigt worden, ben eben geführten Debatten gehört, wie dringend nothwendig es sei, findet, so angenehm muß es uns auf der andern Seite sein: Der also unwahre Dinge über unsere Partei verbreitet aber er hätte sich doch mit eigenen Augen von dem Werthe daß ein Gesetz erlassen werde, das den Normalarbeitstag für die Ar- Kampf, den die Bourgeoisie in dieser Weise gegen uns führt und weis der Vorpostenmeldung überzeugen können, was er nicht that. beiter feststellt. Es liegt aber auf der Hand, daß nach Lage der Dinge, ter gegen uns zu führen gezwungen ist, er beweist die Schärfe der GeAuf die ersten Meloungen des Ingenieuroffiziers vom Play, find, ein Tolches Gefeß schwerlich Geltung finden wird bei der Zusam der Gegenzäße nicht mehr möglich, daß mit ehrlichen Waffen zu wie die Verhältnisse heute im Staate, in der Gesellschaft, beschaffen gensätze in der heutigen Gesellschaft, er beweist, daß eine Vertuschung um 7 Uhr Morgens, daß man Geschütz- und Kleingewehrfeuer mensetzung der heutigen Volksvertretung. Die Arbeiter müssen selbst kämpfen die Bourgeoisie außer Stande ist, und er beweist endlich, daß höre und daß das Dorf Dürgoy brenne, und des Lieutenants ihre Stimme in die Waagschale werfen. So lange die Arbeiterklasse wir in vollen Zügen in einem Kampf begriffen sind, dessen Endresultat Schorlemmer, der um 9 Uhr anzeigte, daß der Feind mit leichten nicht selbst in der Lage ist, ihre Vertreter in die gesetzgebenden Körper wir zwar in Bezug auf die Zeit nicht bestimmen können, dessen endKanonen und Infanterie die Trancheen verlasse, antwortete er: zu senden, um dort ihre Stimmen für ihre Rechte, für die Rechte der licher Sieg aber zu Gunsten der Arbeiterklasse ganz unzweifelhaft Unterdrückten erheben zu können und durch Vertreter der besizenden ist.( Bravo!) Insofern also, meme Herren, fönnen uns diese Verläum,, daß der Feind manövrire, um die Besatzung aus der Stadt klassen mitvertreten wird, so lange ist an eine Verbesserung der Gedungen und Bekämpfungen höchst angenehm sein. Indeß giebt es im zu locken." Eine halbe Stunde später meldete Schorlemmer jezgebung und also an eine Verbesserung unserer Zustände nicht zu merhin noch tausende von Arbeitern, die sich durch die Phrasen der liberawiederum: der Feind manövrire nicht, man könne deutlich denken. Ich muß da von vornherein eine Bemerkung machen in Belen Partei und der betreffenden Blätter irreführen lassen, die noch den die Entsatzungstruppen erkennen." Der Gouverneur blieb bei zug auf den deutschen Reichstag, weil vielleicht der Umstand, daß wir liberalen Redensarten unserer Bourgeoisie von Freiheit und Recht und seiner Meinung; der General Lindener scheint gar nichts ge- Einzellandtage und die Kommunen auf die Tagesordnung gefeßt haben, ten. Es ist schrecklich wohlfeil, sich hinzustellen und den Leuten von hier die Frage wegen Einführung des allgemeinen Wahlrechts für die Gesetz und wie die Schlagwörter alle heißen, allzugroßen Glauben schenthau zu haben, und der Generalmajor Krafft, den man dar- mißdeutet werden könnte, insofern möglicherweise damit gesagt scheint, Freiheit und Gleichheit und Gerechtigkeit zu reden. Das sind Rebensauf aufmerksam machte, daß die sich kreuzenden, zwischen ein- daß die Sozialdemokratie mit den Errungenschaften für den deutschenarten, unter denen man alles mögliche und Unmögliche sich denken ander gegenüberstehenden Truppen gewechselten Granaten in der Reichstag bereits zufrieden gestellt sei, zufrieden sei mit dem Wahlrecht, kann.' Was man sich Alles als Freiheit, als Gleichheit denken das für diesen gewährt worden ist. Daß dies nicht der Fall ist, brauche fann, das haben Sie schon heute Abend gehört. Also nicht darauf Luft krepirten, that die Grobiansäußerung: ,, es ginge das ich wohl nicht besonders zu betonen; denn daß für uns Sozialdemo- fommt es an, daß man von Freiheit und Gleichheit spricht und predigt, Niemand was an, er besize selbst genügendes Urtheilsvermögen traten ein Wahlrecht kein allgemeines sein kann, welches die Diäten mit diesen Worten um sich wirst, sondern was man unter Freiheit veru. f. w." weiter that er jedoch nichts. Endlich glaubte der für die Abgeordneten aufhebt, welches also einen indirekten Gensus steht, was man mit Gleichheit meint; sonst ist Alles leere Phrase. Als Gouverneur an Entsaß und beschloß einen Ausfall zu machen, Einzelstaaten haben, liegt auf der Hand. Daß es durch den Wegfall demokratische Partei betrachte ich, wenn sie die Agitation für Erlangung enthält, anstatt des direkten Census, wie wir ihn jest in den meisten ein vorzügliches Agitationsmittel gegen diese Phrase und für die sozial,, für den Fall, daß der Feind geschlagen würde." Nun hin- der Diäten außerordentlich schwer ist, Männer von einer sozialen des allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahlrechts zu den Landderte aber der Nebel weitere Beobachtungen, man hörte nur, daß Stellung zu wählen, welcher nicht die nöthigen Mittel zur Verfügung tagen und Kommunalvertretungen energisch betreibt. Daß wir ein ,, Necht" das Feuer sich gegen den Bobtenberg hin wegzog, und hielt den stehen, zu einem Reichstage, der Wochen und Monate lang seine auf dieses Recht haben, meine Herren, soll ich Ihnen das noch beweiEntsaz für geschlagen. Und diesen Gouverneur General Sizungen hält, bedarf keines Beweises, und daß es in vielen Fällen sen? Das ist in dieser Versammlung überflüssig. Es ist ja auch schwer, ja unmöglich ist für die Arbeiter, für die Wähler, Abgeordneten von der liberalen Partei, also der Bourgeoisie, der Grundsay oft genug Lieutenant Thile führt Höpfner ein als einen ,, allgemein gein größerer Zahl die nöthige Unterstüßung gewähren zu können, liegt ausgesprochen worden, der da heißt: Wer Pflichten hat, der soll auch achteten, strengen und tapfern Offizier"! ebenfalls nahe. Also das Wahlrecht, welches für den Reichstag ge- Rechte haben. Meine Herren! Die Frage entsteht, ob wir auch da, ,, Die Stimmung der Bürgerschaft wurde von diesem Au- währt worden ist, befriedigt uns auf keine Weise, ganz davon zu wo wir überhaupt keine Rechte haben, oder da, wo wir nur in untergenblick an eine sehr üble gegen das Gouvernement; denn Je- schweigen, daß die Beschränkungen, die in fast allen deutschen Staa- geordnetem Maaße Rechte haben, ob wir da etwa gar feine oder ten in Bezug auf Vereins- und Versammlungsrecht eristiren und auch nur unterge ordnete Pflichten zu erfüllen haben? Und da halte dermann war von der Nothwendigkeit eines Ausfalls durch namentlich gegen unsere Partei angewendet werden, und die Beschrän- ich es für nothwendig, eine kleine Exkursion auf die verschiedenen Staatsdrungen und schrieb das Unterlassen desselben den unlauterſten fungen, welche in Bezug auf die Preßfreiheit vorhanden sind, eine wirthschaftsgebiete zu machen, um Ihnen in Kürze darzulegen, wie es mit Motiven zu. Die beispiellose Uebergabe so vieler Festungen wirklich freie Ausübung des Wahlrechts unmöglich machen. Indessen, dem Weißverhältniß zwischen den Rechten und Pflichten für die Arbeiterhatte im Allgemeinen das Vertrauen des gemeinen Mannes meine Herren, wollen wir, da, wie schon zu dem vorhergehenden Re- klasse bestellt ist. erschüttert; nunmehr glaubte man aber auch in Breslau sich mit der Radikalfur der heutigen gesellschaftlichen Zustände nicht vor große Mehrheit des Volkes ist die arbeitende klasse, ist die Entrichtung ferate von verschiedenen Rednern hervorgehoben worden ist, wir heute Meine Herren! Eine der größten Pflichten des Volkes, und die verrathen und verkauft und sah die Uebergabe ganz nahe." gehen können, wenigstens alle Mittel und Wege in Bewegung setzen, der Blutsteuer an den Staat. Das bestreitet wohl Niemand, daß die Hatte der gemeine Man" etwa nicht Recht? Was man die uns dem Ziele, das wir zu erreichen hoffen, näher bringen, und Arbeiterklasse, die industrielle, wie die bäuerliche, vorzugsweise die Solauch Beispielloſes" im letzten deutsch- französischen Striege ge- bahin gehört auch, daß wir nicht allein, wie es fest her fall it, für den daten dem König zu stellen hat; das wissen alle, daß die blutigen jetzt deutschen Reichstag, das allgemeine direkte Wahlrecht haben, sondern sehen haben mag, eine se beispielloſe Uebergabe so vieler daß wir es auch für die Landtage der Einzelstaaten, daß wir es ins- Kriege nur von den Fürsten und ihren Dienern gemacht werden. Das Festungen" fonnte man nicht wahrnehmen! besondere auch für die Gemeinden bekommen. Meine Herren, es ist Am 5. Januar wurde die Kapitulation unterzeichnet. ein beliebtes und oft angewendetes Schlagwort, welches die ,, liberale" über Krieg und Frieden zu. Die Kriege, in fast allen Fällen gegen die Schon an diesem Tage, als man die Gewißheit von der Ka- Partei, d. h. die in der„ liberalen" Partei vertörperte Bourgeoisie, in Interessen des Volkes gemacht, bürden ihm auch noch die Lasten und allen Schattirungen seit Jahrzehnten in Deutschland ausgegeben hat: schon die große Ungleichheit und Ungerechtigkeit in der Vertheilung der Opfer auf. Die Blutsteuer, die das Bolt tragen muß, sie allein zeigt pitulation erhielt, brach der Geist der Infubordination unter Gleiches Recht für alle! Sie haben aus dem heute Abend hier ge- Bflichten, trop der Phraje von der allgemeinen Wehrpflicht. Ein Unterden Truppen hervor, und äußerte sich durch grobe Widersetz- hörten Referate, welches vorzugsweise die soziale Lage, die gesellschaft schied besteht zwischen Arm und Reich, ein Unterschied ausgedrückt in lichkeiten gegen die Oberer, Berstörung des königlichen Eigen- liche Stellung der Arbeiter behandelte, gesehen, wie bieses gleiche chied besteht zwischen Arm und Reich, ein Unterschied ausgedrückt in der dreijährigen Dienstzeit für die Söhne der Unbemittelten und thums, Verkauf der königlichen Effekten und Kriegsvorräthe. Necht für Alle" für die Arbeiter heut zu Tage nicht vorhanden ist. in der einjährigen Dienstzeit für die Söhne der Bemittelten. Der Nun, meine Herren, die politischen Verhältnisse sind in allen FälAm 6. wurden diese Erzesse von dem Militär, in Verbin- ten das getreue Spiegelbild der sozialen Verhältnisse, die politischen Besitz des Geldes giebt den letzteren die Möglichkeit, sich eine höhere Bildung dung mit dem Pöbel der Stadt, in gesteigertem Maße, sowohl Zustände sind der Ausfluß der sozialen Zustände. Sie werden teinen zu verschaffen und dadurch das Recht des einjährigen Freiwilligendienſtes, während die Söhne der Unbemittelten die längere Dienstzeit mit all auf den Wällen als in der Stadt, besonders an königlichen freien Staat, teinen wirklichen Gleichheitsstaat haben, wo Gebäuden, Magazinen u. f. w. fortgefeßt, und weder durch die soziale Ungleichheit eristirt, und wenn Sie sich den unter den ihren Leiden zu ertragen haben. Eine solche Ungleichheit ist nur städtische Polizei noch durch Kavalleriepatrouillen fonnte den blaue Republit. Immerhin, das darf nicht verkannt werden, gewährt Einwirkung des Boltes auf die Angelegenheiten des Staates nicht im heutigen Verhältnissen freiesten Staat vorstellen, die bürgerliche, die möglich in einer Gesellschaft, in einem Staat, wo die Klassenherrschaft eristirt und von einer wirklichen Volksvertretung, von einer entscheidenden Ausschweifungen, Plünderungen, Schießen auf den Straßen u. diese Staatsform den Arbeitern bedeutende Hülfsmittel, zu ihren po- mindesten die Rede ist. Meine Herren! Nehmen wir die Steuern. f. w. Einhalt gethan werden, so daß man sich endlich genö- litischen Rechten auch die sozialen Rechte erobern zu können; erstere Hier zeigt sich ganz genau dasselbe. Ich werde später noch nachweisen, thigt sah, schon am 6. Abends das Nikolai- und Oderthor von sind ja die nothwendige Vorbedingung dazu. Dieſe Phrase, dieses wie in den verschiedensten Staaten in der einen oder anderen Form Schlagwort, welches die liberale Partei seit Jahrzehnten im National- der sogenannte Census besteht, d. h. daß die Anforderung an den einzelnen dem Feinde besetzen zu lassen." verein, in Volksversammlungen, bei Fest- und andern Versammlungen Staatsbürger gestellt wird, daß er, wenn er sein Wahlrecht ausüben will, ,, Am 7. Januar rückte die Besatzung gegen 10 Uhr Vor- der Fortschrittspartei ausgegeben hat, ist seit einigen Jahren in auf das ihm als Mensch und Staatsbürger von Gott und Rechtswegen, mittags aus und streckte das Gewehr; der schlechtere Theil der sobald er mündig ist, zugesprochen werden sollte, einen bestimmten Sap Besatzung fezte auch hier noch die Unordnung fort, und eine große Anzahl Gewehre nnd Trommeln wurden zerschlagen." Während der Belagerung waren Bürger getödtet worden 35 verwundet 88 Soldaten 11 13 " 11 24, Krante568 Bolt hat nichts hineinzureden, ihm steht bis heute keinerlei Entscheidung *) Die nothwendige Durchsicht des stenographischen Berichts der direkter Steuern bezahlen muß. Man nimmt also den direkten SteuerReferate ist den Referenten übergeben worden, und da Bebel mit sei- jab als Maßstab an, verschweigt oder ignorirt aber ganz und gar, nem Referat zuerst fertig war, bringen wir dasselbe, obgleich es auf daß die indirekten Steuern ungleich höhere Beträge unserer Staatsdem Kongreß dem York'schen folgte, um nicht Zeit zu verlieren, zuerst steuern überhaupt ergeben. Man verschweigt, daß die indirekte Steuer zum Abdruck. Die Veröffentlichung der Referate wird nun ununter- doch zunächst den Arbeiter und zwar höher als eine Kopfstener trifft, brochen vor sich gehn. Red. B. V. daß vorzugsweise die Arbeiterklasse es ist, welche durch die indirekten hat. " X. Steuern wohl zwei Drittel der heutigen Staatsbedürfnisse aufzubringen jetzt noch einmal so viel Menschen sich in Deutschland ernähren als Was soll man nun aber von diesem Tumult halten? Die Moral Diese Steuern zahlt der arme Mann nicht nur für seine vor 50 Jahren und sogar besser als die damals Lebenden." Die der ganzen Geschichte ist, daß etwas faul ist in unserm katholischen Person, sondern er zahlt sie für seine ganze Familie. Wenn feiner- ausgedehntere und bessere Ausnuzung des Bodens und die Arbeit Volksschulwesen.*) zeit in dem norddeutschen Bund die Höhe der indirekten Steuern,- diese beiden Faktoren*) sind also ihrer Funktionen an der Erzeugung Weil die geistliche Behörde keine Gehaltszulage geben will, so lange Thaler belief und die Kopfzahl im Bunde hat sie in die Bundestaſſe floſſen, ſich auf nahezu 50 Millionen alles Bestehenden," welche ihnen noch gnädigerweise einige Zeilen vor- ber Lehrer noch ein Sopha in der Stube und Sardinen am Fenster Millionen betrug, so er- her neben dem Kapital angewiesen waren, nun entsetzt! Das Kapi- hat, darum hat man keine Lehrer und Lehrerinnen, sondern reichte demnach die indirekte Besteuerung im norddeutschen Bunde, wo- tal"- d. h. auf Hirschisch: die Klasse der Kapitalbesizer hat es muß sich mit Aspiranten und Aspirantinnen behelfen. Ein bei wohlgemerkt die indirekten Steuern, welche in den Einzelstaaten er- allein zu Wege gebracht, daß sich die Bevölkerung in Deutschland 16 bis 17jähriges Mädchen hat ja eher Sinn für Liebeständeleien, als hoben werden, noch nicht inbegriffen sind, auf jeden Kopf die Höhe von in 50 Jahren verdoppelt hat! Schade nur, daß der Vortragende nicht daß sie der Herkules- Arbeit gewachsen wäre, 100 bis 150 Kinder zu 1 Thaler 20 Ngr. und betrug also bei einer Familie von 5 zugleich angegeben hat, ob in Deutschland auch, wie in Frankreich, nüßlichen Menschen heranzubilden. Köpfen das Fünffache. Während also der Familienvater für sich und das Verhältniß der Besibenden zu den Nichtbesitzenden, wie I zu 1 ist. feine Familie an indirekten Steuern mindestens 7-8 Thaler zahlt, Oder schien ihm diese Mystifikation doch zu kühn? Elbing. Die gute Stadt Elbing ist für die Provinz Preußen bleibt diese sehr hohe Steuer bei Gewährung des Wahlrechts vollständig das, was Chemnitz für Sachsen. Wenn der Same der sozialen Fürth. Endlich tönnen wir Fürther auch etwas Erfreuliches von Lehre hier gestreut würde, dürfte er gute Früchte tragen. Ein Parteiaußer Betracht. Will er sein Wahlrecht ausüben, so muß er beispiels uns hören lassen. Diejenigen Mitglieder, welche aus dem Verein 3u- genosse meinte in einem Gespräche mir gegenüber, der- jezige Schuhweise bei uns mindestens 1 Thaler direkte Staatssteuer zahlen, ein funft" ausgetreten sind und sich, nachdem sie sich durch Werbung von macherstrike in Königsberg werde den Anfangspunkt der sozialen Bea Betrag, den die weitaus größte Bahl der Arbeiter bei ihrem geringen Refruten verstärkt, als Partei konstituirt haben, traten Sonntag wegung hier in unserer Provinz bilden. Dieser Ansicht bin ich durchaus Einkommen nicht bezahlt. Die indirekte Steuer, die vielleicht das sechs- den 20. August mit einer Volksversammlung Vormittags,( in wel- nicht. Ich halte Königsberg für einen höchst günstigen Boden für radikalund siebenfache beträgt, bleibt außer Berechnung; es ist das die größte cher Parteigenosse Scheu versprochenermaßen über die Bresse und den politische Ansichten, jedoch nicht für soziale Bestrebungen. Elbing Ungerechtigkeit, die sich überhaupt denken läßt.( Beifall.) Normalarbeitstag referiren sollte, jedoch, aus bis jezt noch nicht aufge- hingegen, dessen Fabriken sich in den lezten Jahren be= klärtem Grunde, nicht Wort hielt**),) und mit einem Arbeiterverbrü- beutend vermehrt und das allein im lezten Jahre nach statistischen derungsfeste Nachmittags in die Deffentlichkeit. Nachweis 4000 Arbeiter an sich gezogen hat und in den nächsten Jahren Die Volksversammlung war ziemlich zahlreich besucht, die Partei- ebensoviel, wenn nicht noch mehr, an sich ziehen wird, Elbing genossen von Nürnberg, Glaishamer, Mögeldorf, Erlangen 2c. halte ich für den geeignetiten Ort zur Gründung einer fanden sich in großer Anzahl schon Vormittags ein, die rothe Fahne fozialdemokratischen Gemeinde. Ein paar öffentliche Vorträge, an der Spitze, welche, von Arbeitern der Klett'schen Fabrik dem Feste von einem unserer geschickteren Redner hier gehalten, würden viel nüßen. gewidmet worden war. Freilich müßten Anfangs die politischen Grundsätze etwas An Stelle Scheu's übernahm das Referat über die Presse Hage- fichtig gelehrt werden, da die große Masse der Bevölkerung noch bauer aus Nürnberg, über den Normalarbeitstag Heinr. Maier aus zu fönigstreu" gesinnt ist. Wie wäre es, wenn einer unserer ParteiFürth. Es wurde die Resolution Meinick's aus Mögeldorf ,,, die genossen hier einen Versuch machte? heutige Bourgeoispresse ist feil Jedem, der sie bezahlt" mit großer Breslau, den 20. Auguft. In einer unserer lezten Versammlungen Majorität angenommen. entspann sich bei der Frage: Was sollen die Arbeiter thun, wenn der, Versuch gemacht wird, das Coalitionsrecht zu beschränken? eine sehr lange und eingehende Diskussion, die folgendes Ergebniß zu Tage förderte: Nun meine Herren! Auf den übrigen Gejeßgebungsgebieten finden wir ganz genau dasselbe. Daß unsere Schule heutzutage Einrichtungen besitzt, welche die Ungleichheit involviren, daß Arm und Reich getrennt find, daß für bie Reichen besonders, für die Armen weit weniger gesorgt wird, das ist eine allbekannte Sache. Daß unser ganzes sogenanntes Rechtssystem, ja unsere ganze Gesetzgebung in jeder Materie die Fälle in Wenge nachweist, wo der Reiche vor dem Armen bevorzugt ist, das ist ebenfalls bekannt. Meine Herren! Dies ist nur dadurch möglich, daß unfere heutigen Landesvertretungen in Wahrheit Claffenvertretungen find, daß das Volk als solches feinerlei Einwirkung hat, daß das Volk in der Landesvertretung keine Stimme hat, daß es nicht beschließen, keine Gesetze machen kann. Wie es in den Landesvertretungen, in dem Reichstage, wie es überhaupt in den sogenannten Voltsvertretungen überall beschaffen ist, so steht es genau mit den Gemeindeverwaltungen. In der Gemeindevertretung wird repräsentirt vorzugsweise der sogenannte Bürger, und zwar der höhere Bürger, nicht der kleine Handwerker, der in der Regel um fein Haar besser steht, als der Arbeiter. Der fleine Handwerker und Bürger steht zu dem reichen Mann in größter Abhängigkeit in Bezug auf den Broderwerb, er ist gezwungen, auf die Geschäftsumstände Rücksicht zu nehmen. Zudem giebt die Gesetz gebung über die Kommune dem wohlhabenderen Theil, namentlich dem Hausbesitzerstand, das entscheidende Uebergewicht in die Hand. Der Kleinbürger ist in der Kommune, was der Arbeiter günstigsten Falles im Staate ist: ein Mensch, dem man zum Schein das Wahlrecht giebt, ohne die Möglichkeit, es frei zu gebrauchen. nungs- Lümmel ( Schluß folgt.) An der Debatte über den Normalarbeitstag betheiligten sich auch 2 Schulzeaner, welche sich zwar in einigen Punkten mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärten. Von denen der eine jedoch der Ansicht war, die Frage fönne nur in den Gewerkschaften und ohne Zuziehung der Staates gelöst werden, während der andere das Heil der Arbeiter nur im Schulze'schen Arbeiterbund zu finden glaubte. Beide wurden durch Heckel aus Fürth und Leip aus Nürnberg widerlegt und schließlich der Antrag des Referenten, daß ein Normalarbeitstag für Frauen von 8, für Männer von 10 Stunden gesetzlich festzustellen sei, einstimmig angenommen. vor= 1. Die deutsche Regierung kann das Coalitionsgeses gar nicht beschränken, weil es schon beschränkt genug ist; fe fann es nur gänzlich beseitigen. Dies wird sie aber nicht thun, weil sie dadurch große Unzufriedenheit selbst in den bisher indifferenten Arbeiterkreisen erregen und diese dem Sozialismus in die Arme treiben würde. 2. Das Coalitionsrecht giebt uns den Boden, auf dem wir die Vorpostengefechte gegen der Kapitalismus führen fönnen. Das Fest, vom Wetter begünstigt, wurde würdig eröffnet durch 3. Das Veranstalten von schriftlichen Massenprotesten an den einen imposanten Festzug, an welchem sich zahlreiche, aus Arbeitern Reichstag gegen die Aufhebung jenes Gesetzes hätte, wenn die Unterbestehende Vereine mit ihren Fahnen betheiligten: Die internationale schriften unter ihnen überaus zahlreich wären, die Beseitigung dieses Gewerkschaft der Schuhmacher von Fürth und Nürnberg, die der Metall- Rechtes um so mehr zur Folge. Die Bourgeoiste, die es erwirkt hat, und Holzarbeiter, der Hirsch- Duncker'sche Ortsverein der Schreiner, der um sich den Schein des Liberalismus zu geben, befürwortete es nur Augsburg.( Bourgeois rohheit.) Ein nettes Beispiel, welche Schreinergesellenverein und Bäckergesellenverein, der katholische Gesellenver- deshalb, weil sie glaubte, daß die Arbeiter lange Zeit von ihm gar Fortschritte unsere ordnungswüthigen Nationalliberalen im Reiche der ein(?!) u. f. w. 2 Gesangvereine marschirten an der Spize, in der feinen oder sehr geringen Gebrauch machen würden. Sobald sie sich " Gottesfurcht und frommen Sitte" machen: Samstag, den 26. August Mitte wehte die rothe Fahne, welcher eine zahlreiche Schaar von Partei- aber durch die einmüthige Haltung des Proletariats in ihrem Intereſſe gingen drei Parteigenossen nach der Versammlung in ein hiesiges genossen aus Fürth, Nürnberg und Umgegend folgte. Die rothe Fahne bedroht sieht, ergreift sie freudigit die ihr durch die Berliner MaurerKaffeehaus, um noch eine Tasse Kaffee zu trinken. Bewußtes Café hat dem fortschrittlichen Schröder dahier einen solchen Schred eingejagt, und Bimmermeister dargebotene Gelegenheit, das ihr nunmehr verwird größtentheils von Spießbürgern frequentirt; unsere drei Leute daß er in seinem Blatt heulend ausrief: ,, mit rother Fahne, rothen haßte Gesetz aus der Welt zu schaffen. Sie stieße hierbei um so unterhielten sich von Parteiangelegenheiten, saßen allein an ihrem Schärpen, rothen Bändern& la Commune, zogen die Sozialisten weniger auf den Widerstand der Regierung, weil diese jenes Recht Tische und kümmerten sich nicht um die übrigen Gäste. Da hörte durch unsre Stadt!" Die Festrede hielt Birger Ceip aus Nürnberg, nur gewährt, um vermittelst desselben die Bourgeoisie durch die Arbeiter einer der anwesenden„ Ordnungswüthigen" das Wort„ Sozialdemo- unter allgemeinem Beifall. Die Schulzeaner, welche uns mit Störungen in Schach zu halten. Sie würde aber sofort ein engeres Bündniß krat"; sofort wurde der Wirth( ein ehemaliger Hausknecht) requirirt bedrohten, verhielten sich, abgeschreckt durch unsre Zahl und Organisation, mit ihr schließen, sobald sie durch die zahlreichen Unterschriften die und dahin interpellirt, ob er es dulde, daß seine Wirthschaft von ruhig und verlief das Fest trop der großen Masse der Theilnehmer Ueberzeugung gewinnt, daß ihr die Macht der Arbeiter über den Kopf Sozialdemokraten besucht werde? Der Wirth wußte nichts Eili in der gemüthlichsten Weise und ohne den geringsten Mißton, wodurch wächst. Ja sie dürfte sich aus diesem Grunde außerdem noch veran geres zu thun, als unseren Freunden zu erklären, sie möchten sein wir einen, nicht zu unterschäßenden moralischen Erfolg errungen haben. laßt sehen, größere Gewaltmaßregeln als zuvor gegen unsere Partei in Lofal verlassen. Diese erklärten wiederum, daß sie ihre Sache bezahlt H. Maier. Anwendung zu bringen, um sie vollständig zu vernichten. Es liegt hätten und mithin auch in Ruhe genießen wollten, daß sie überhaupt b. Jayres, Daß der Reisende des Hauses P. P. Heinz in Frank genügend erstarkt sind, um durch solche Maßregeln nicht auf viele Jahre Mainz.( Richterliche Intelligenz.) Es begab sich am 3. August aber in unserem Interesse, dies zu verhindern, weil wir noch nicht Niemand beleidigt hätten und eine derartige Behandlung nicht verdienten. Man höre die Antwort auf diesen ganz richtigen Einwand: furt a. M. einen Dienstmann Morgens 9 Uhr accordirte, per Stunde in unserem Streben zurückgeworfen zu werden. Erlangen wir aber Machen Sie, daß Sie fortkommen, sonst werden Sie hin zu 15 Kreuzer, die Geschäftskunden des obengenannten Hauses im nur relativ wenige Unterschriften zu einem derartigen Protest, so ausgeworfen. und schon standen ein paar dienstbare Geister in goldigen Mainz aufzusuchen, damit der Vertreter die Bestellungen recht documentiren wir unsere Ohnmacht, welche die außerhalb unserer BeReserve zu diesem Zwecke in der Gestalt der Hausknechte. Unsere zeitig und schnellstens in Empfang nehmen könnte. Als der Dienst strebungen stehenden Arbeiter abhalten würde, sich uns anzuschließen. Freunde, die jedem Standal ausweichen wollten, tranten aus und mann, der 81%, Stunden mit ihm herum gelaufen, den verdienten Lohn 4. Wird durch das Bündniß der Bourgeoisie und der Regierung entfernten sich. Soweit der Thatbestand, wie er uns von einem der von fl. 2 beanspruchte und auf die 72 Kreuzer für die halbe das Coalitionsrecht aufgehoben, so haben wir erst nachdem dies Betyeiligten erzählt wurde. Nun ein Wort an Euch, Ihr Ord- Stunde verzichtete, da war der Herr Reisende so menschenfreundlich, Gesetz rechtsfräftig geworden, Volksversammlungen einzuberufen, daß ihr diese Zeilen zu Gesicht bekommt, dafür demselben den vorher ausbedungenen Accordlohn von 15 Kreuzer per in denen wir die Arbeiter auf diese Schädigung ihres Interesses aufwerden wir sorgen: Ihr, die Ihr dem Arbeiter immer vorschwindelt, Stunde nicht auszuzahlen, sondern wollte demselben nur 1 Thlr. statt merksam machen und das ihnen zugefügte Unrecht zu ihrem Bewußter solle sich vor allem bilden, ist das Eure Bildung, daß Ihr 2 Gulden geben. fein bringen. harmlose Gäste, weil sie nicht zu Eurer Partei gehören, mit HinausDer Dienstmann wollte nun sein Recht auf der Polizei suchen, Mülfen St. Niclas, 22. August. Ohne viel Lärmen breitet sich werfen bedroht? Geht in jene Lokale, wo die Euch so verhaßten da der Chef des Dienstmann- Instituts dem Reisenden bedeutete, daß die sozialdemokratische Idee hier immer mehr aus ,,, Volksstaat" und Sozialdemokraten verkehren und lernet erst Bildung! Und merkt er unbedingt dem Dienstmann den ausbedungenen Lohn zahlen müsse. Chemnizer Freie Presse" haben auch in diesem Quartal neue AbonnenEuch: es wäre uns ein Leichtes, ein paar hundert Mann hoch Eure Hierauf erwiederte der Reisende dem Chef: ob er seinen Worten nicht ten gewonnen. Um so nothwendiger ist es, solche Leute an den Branger Lokale aufzusuchen und die ganze Bande hinauszuklopfen; doch wir glaubte? Er hätte den Dienstmann nicht per Stunde accordirt, zu stellen, welche unter dem Deckmantel der Arbeiterfreundlichkeit Diesen wissen, daß Derjenige, der an die brutale Gewalt, an die Noh- sondern per Tag. Der Chef des Instituts bedeutete dem Reisenden, oder Jenen noch hinter das Licht führen. So ist hier der frühere heit appellirt, auch durch dieselbe untergeht, und daß da- er dulde keine Lügner und Schwindler bei sich als Dienstmänner, deß- Ortsvorstand Carl Meier, der bei den ersten Wahlen entschieden mit Prinzipien nicht widerlegt werden. Es könnte jedoch, wenn derhalb glaube er dem Dienstmann eher, als ihm. Der Reisende war auf unserer Seite stand und für Liebknechts Wahl agitirte, jest aber artige Rohheiten sich wiederholen, der Stiel umgekehrt werden. der Sohn des Hauses P. P. Heinz selbst, und ließ um 15 Kreuzer sich auf die Seite der sogenannten Specbemokraten gelegt hat. Bes Parteigenossen Augsburgs, zeigt durch Euer Benehmen überall, halber die Sache vor Gericht verhandeln, wo denn nach langem Hin- der letzten Wahl agitirte er( zwar nicht offen und auch nicht hier am daß Ihr mehr Bildung besigt, als jene Proßen, welche die Bil- und Herhandeln im nationalliberal wonniglichen Selbstgefühl der Ort; das durfte er nicht wagen) mit unserm Pfaffen Dr. Auster, dung immer im Munde führen, doch nie durch die That beweisen. Dienstmann noch, trotzdem er im Recht, dennoch verurtheilt wurde, einem der Schwärzesten unter den Schwarzen, für die Wahl von MintDas Café, in dem unsere Freunde insultirt wurden, ist„ Café weil? weil er die Kosten für weitere Termine in dieser wig gegen Liebknecht.**) Am vorigen Sonntag hielt er bei dem Göger" und unter den gebildeten Herren(?) soll sich Gold- und Sil- Sache nicht aufbringen könnte. hiesigen Militärvereins- Stiftungsfest die Festrede und brachte als eheberarbeiter Kröner befunden haben. Wenn man bedentt, daß der Dienstmann, der seine Gewerbesteuer, maliger wüthender Demokrat Hochs auf den Heldenkaiser Wilhelm", Nürnberg. Ich muß noch einmal auf den vielbesprochenen Vor- städtische Umlage und täglich nur an Bureaukosten allein 12 Kreuzer den Kronprinzen Albert u. f. w. aus. Der Pariser Kommune ertheilte trag des Dr. Wear Hirsch zurückkommen. Im„ Fränkischen Kurier," abgeben muß, und außerdem oftmals ganze Stunden, ja halbe Tage er seinen Fluch, woraus diese sich wohl nichts machen wird. Sein in welchem Hirsch, wie im ,, Volksstat", so dreist abläugnete, daß er die lang keinen Kreuzer verdient, auch noch, da er nur rechtlich nach seinem Freund, der obengenannte Auster, früher Seminardirektor in LichtenKönigshütter Affäre der Internationale in die Schuhe geschoben, findet ihm polizeilich vorgeschriebenen Tarif handelt, dennoch durch Richter: tein, woselbst er eifrig gegen Bebel wirkte, ist seit einigen Jahren sich ein ausführlicher Bericht über den Vortrag, dem wir Folgendes zur spruch verurtheilt wird, blos weil er zur Arbeiterklasse gehört, dann hier Pfarrer und benust jeden Sonntag die Kanzel, um gegen die allgemeinen Belustigung entnehmen. braucht man sich nicht zu wundern, wenn bei Katastrophen die Arbei: Sozialisten und Kommunisten zu predigen. Er spricht dabei gewöhnDer Sozialismus lege besonders Gewicht auf die Behauptung, ter bisweilen Auge um Auge, Zahn um Zahn handeln, nachdem man lich von den„ Volksknechten"( Anspielung auf Liebknecht) und den der Besitz besinde sich in den Händen einiger Weniger. Dies sei un- das Rechtlichkeits- und Menschlichkeitsgefühl in der Brust des Ar- ,, bebelhaften" Volk( Anspielung auf Bebel). Kurz nach der Wahl, richtig. In Frankreich, dem Herde des Sozialismus gebe beiters erstickt. als auf Liebfnecht eine acht mal so starte Stimmzahl hier am Ort als es über fünf Millionen besigende Familien!!! während die auf Minkwitz ftel, äußerte er sich: er schäme sich, hier in St. Niclas Gesammtzahl der Familien blos 10 Millionen betrage.") zu sein, er werde sich freuen, sobald als möglich von hier fort zu können. Wenn der gute Mann das recht bald thut, soll es uns freuen. Die St. Niclaser werden ihm teine Thräne nachweinen. E..... Mit Einem Worte: die Zahl der Besitzenden und Besizlosen ist in Frankreich egal, oder noch besser: das Verhältniß dieser beiden Klassen ist wie 1 zu 1 also harmonisch". 11 " Effen, den 12. August 1871.( Essener Volksschul- 3u stände.) Gestern, den 11. August des Nachmittags um 24 Uhr famen meine beiden Kinder in aller Hast und laut schreiend aus der Schule gelaufen; meiner ältesten Tochter kam das Blut aus Mund und Nase. Auf meine Frage: Was denn vorgefallen sei", erhielt ich In unserm Nachbarort St. Jacob ist auch Einiges faul. Carl Weiter heißt es:„ Alles Bestehende, alles Erzeugte, sei gemein zur Antwort: Es sind Ziegeuner- Frauen und Männer in die Schule Krauße, der dort seit 1848 wirkt, hat gefunden, daß für die sozialdemokrati schaft iches Produkt des Bodens, der Arbeit und des Kapitals**). Die gekommen und haben die Lehrerinnen und die Kinder geschlagen. Meine schen Prinzipien zu wirken feine Lorbeeren und feine Pfründen einbringt. sen lezteren Faktor zu vernichten, sei das eingestandene Prinzip des Tochter Elise hatte einen Schlag ins Gesicht bekommen, was das Nasen- Er schwärmt in Folge dessen für die Schulze- Deliz'sche ,, Selbsthülfe", hat Sozialismus. Wie verkehrt aber dies Beginnen sei, zeige die That- bluten zur Folge hatte. seit ein paar Jahren einen Konsumverein gegründet, in dem er Ver jache, daß nach 1815 in Deutschland 20 Millionen Menschen Ich lief nun eiligst zur Schule hin, um mich von der Sachlage waltungsrath, Lagerhalter und Procuraführer zugleich ist. Nebenbei fümmerlich lebten, während heute, Dank der Vermehrung zu überzeugen; als ich ham fam, war eine große Volksmasse vor dem betreibt er den Bier- und Brantweinausschank an die Vereinsmitglieder, des Kapitals, 40 Millionen bessern Unterhalt finden.!!! Schulgebäude, und in die Schule konnte man vor lauter Menschen Sigungen und Versammlungen werden gleichfalls bei ihm abgehalten. Das Kapital beseitigen zu wollen, sei gerade so thöricht, wie wenn die nicht hereinkommen. Bei dieser Art ,, Selbsthülfe" befindet sich Karl Krauße sehr wohl, und Anwohner eines Flusses, der von Zeit zu Zeit die Ufer überschwemmit, Die Ursache des Standals wird folgendermaßen angegeben: ,, Die läßt Arbeiterfrage Arbeiterfrage sein. Schon vor zwei Jahren agitirte deshalb den Fluß austrocknen wollten. Nicht austrocknen, sondern Lehrer und Lehrerinnen feierten einen Namenstag, und in Folge er, dem Beschluß der sächsischen Landesversammlung zuwider, bei der eindämmen müsse man einen solchen Fluß und die besten Dämme ge- dessen waren die Kinder ungefähr eine Stunde allein; namentlich war Landtagswahl für einen lauwarmen Liberalen den Ortsrichter Heinrich; gen die Ueberfluthungen des zentralisirend wirkenden Kapitals seien dieses bei der Lehrerin Fräulein Thimann der Fall; diese Schule liegt eine Wahl, derentwegen der Herr Kandidat unterschiedliche Fäßchen Bier die Associationen und Gewerkvereine." in der zweiten Etage. Ob nun die Namenstagsfeiernden Lehrer und soll zum Besten haben geben laffen. Kapital und Kapitalbesitzer ist diesem ebenso unermüdlichen wie Lehrerinnen etwas laut waren oder wie es sonst ist, weiß ich nicht. Carl Krauße, der vor wenig Jahren noch regelmäßig eine unverbesserlichen Schwäger unter allen Umständen ein und dasselbe. Genug, die Kinder glaubten sich von Zigeunern überfallen und fingen Robert- Blumfeier veranstaltete und noch 1868 bei derselben den Wenn z. B. die Eigenthümer der Firma Hirsch in Magdeburg ex- fürchterlich an zu schreien, und schlossen die Schulthür von innen ab. Verräther an der Arbeitersache, Pils aus Frantenberg, gehörig ablaufen propriirt würden und ihre Fabrik in die Hände des Staats überginge Die Nachbarleute, die das Schreien hören, laufen hinzu, und in wenigen ließ, hat jeßt in seiner Gaststube die Portraits von Roon und Moltke, würde dadurch das Kapital vernichtet", oder nicht vielmehr bloß Minuten steht der ganze Play voll Menschen. Noch immer schreien Kaiser Wilhelm u. s. w. w. hängen. So ändern sich die Zeiten und die Firma Hirsch" in die Firma„ Staatsverwaltung" übergehen? die Kinder und machen Mienen aus dem Fenster zu springen. Die die Menschen. Hirsch wäre zwar dann kein kapitalbesizer mehr, aber sein früheres Leute dringen nun die Treppe herauf, öffnen gewaltsam die Thür, Ein gutes Zeichen aber ist es, daß solche Menschen, erst einmal ,, Kapital" würde ohne ihn fortwachsen und fortzeugen. Weiter: stürmen in den Schulraum, und bei dieser Gelegenheit muß mein von der Masse erkannt, rasch allen Kredit und Einfluß verlieren und während der geistvolle Redner oben wenigstens dem Boden und der Kind einen Schlag oder Stoß bekommen haben, absichtlich ist es jeden- so ist es auch bei den eben gekennzeichneten Personen der Fall. Arbeit zwei Dritttheile Urheberschaft an allem Bestehenden zuschreibt, falls nicht geschehen. Aus Magdeburg wird berichtet, daß am 29. v. M. auf Veran lassung des Staatsanwalts die Gigarrenarbeiter Käfer aus Neustadt und Gustav Müller aus Berlin verhaftet worden sind. Käfer führte in den Bersammlungen der Strikenden den Vorsiß, und Müller ist Delegirter des Berliner Strife- Komités; derselbe ist in Halberstadt, wohin er sich in Strife- Angelegenheiten begeben hatte, verhaftet worden und von dort nach Magdeburg gebracht. " 1 sagt er nachher, daß lediglich ,, Dank der Vermehrung des Kapitals" *) Hat keiner unserer dem Vortrage beiwohnenden Parteige noffen*) bie nur ein Faktor sind. Wie schon vorhin angedeutet, diese so auffällige Mystifitation abgetrumpft? R. d. V. wird der Boden erst durch die Arbeit ökonomisch produktio. Urzu**) Für diesen Blödsinn ist Herr Hirsch nicht verantwortlich; das stände, in denen die Menschen vom zufälligen Ertrag der Erde sich hat er nun einmal bei den deutschen Volkswirthschaftslehrern"( oder nährten, gehen uns hier natürlich nichts an. Ohne Arbeit würde der auch ,, Nationalötonomen") nicht anders gelernt. Während die ,, unwissen: Boden Europa's nicht hunderttausend Menschen ernähren, und zwar schaftlichen" Engländer keine andere Quelle des gesellschaftlichen Reichthums fümmerlicher und pretärer, als die Pfahlbauer, die schon den Boden fennen, als die Arbeit, ber die Franzosen dann noch den ,, Boden" regelmäßig bebauten, gelebt haben. ( die Naturkräfte) hinzufügten, haben die wissenschaftlichen**) In seiner Zeit sehr beschränkt, hatte Scheut sich an Most geBoden( Naturkräfte) Deutschen sich die Dreieinigkeit: Arbeit wandt mit der Bitte, ihn zu vertreten, und, wenn er nicht könne, um Kapital" zurechtgeschnitzt, an der sie einmüthig festhalten, vom ,, großen" gehend abzutelegraphiren. Leider war Most von Hause, abwesend, Roscher bis herunter zum kleinen Max Wirth, obgleich die Thatsache, und es entstand in Folge dessen eine Verzögerung; als endlich der Bedaß der Boden( Naturkräfte) nichts liefert ohne Arbeit und daß fein scheid kam, daß es ihn unmöglich sei, zu gehen, eilte Scheu sofort nach Kapital entstehen fann ohne Arbeit, jedem nicht denkervoltlichen dem Bahnhof, aber der Zug war eben abgefahren, und eine spätere Schädel diese denkervolkliche Erfindung hätte verleiden müssen. Gelegenheit gab es nicht. 1 *) Die humane Handlungsweise der Effener Schulbehörde in Be treff der Gehaltsverbesserung der Lehrer habe ich einer Korrespondenz der ,, Essener Zeitung" vom vorigen Jahre entnommmen; heute haben wir die Folge dieser Humanität. **) Wir hätten uns dessen von Herrn Meier nicht versehen und hegen auch jetzt noch einige Zweifel, obgleich unser Gewährsmann ein erprobter Parteigenosse, für die Richtigkeit seiner Mittheilung einsteht. D. Red. d. V. Fortsetzung von Seite 1. Aus ganz sicherer Quelle geht uns folgende interessante diejenigen, welche eine Frau und 2 Kinder ernähren, den Steuerbetrag der Unmenschliche grenzenden Strapazen. Unsere Verpflegung war, Nachricht zu: zweiten unteren zu entrichten haben, u. f. w. fallend um eine Steuer: als wir noch im Innern Frankreichs waren, viel besser als hier. Wir erhalten Worgens einen Kaffee, den die Hälfte aber nicht„ Die sächsischen Polizeibehörden hatten anfänglich auf höhere stufe bei Vermehrung der Familie um je zwei Mitglieder. trinft, so schlecht ist er,( natürlich ohne Brob); Mittags Fleisch und Weiſung hin die Absicht, den Kongreß unserer Partei in Dresden Internationale Gewerksgenossenschaft der Holzarbeiter. Gemüse, welches ganz ordentlich ist, und Abends nichts; alle zwei fofort aufzulösen, sobald nur irgend eine Aeußerung eines Red- Leipzig, den 29. August. In dem Saale der Westendhalle" Tage einen Bumpernickel, ein Ding in der Form eines Pflastersteins. ners dazu Veranlassung biete. Allein von Berlin aus ist die fand gestern Abend eine Versammlung der Tischler und PianoforteVon zehn Soldaten ist kaum einer dieſes Brod, die meisten Weisung gekommen, den Kongreß unter allen Umständen statt- arbeiter Leipzigs statt. Die Versammlung zählte circa 500 Arbeiter, verkaufen es um ein Spottgeld und kaufen anderes bei dem Bäder. Das Glas Bier, Schoppen und schlechter als draußen, finden zu lassen, aber ihn strengstens zu überwachen und jede worunter auch andere Gewerke start vertreten waren. fostet 3 Sous 4 fr.; an ein etwas halbwegs ordentliches Aeußerung, welche als ,, revolutionär" aufgefaßt werden könne, nung stand: 1) Der Strike der Berliner Tischlec. 2) Die Berliner Zum Vorsitzenden wurde Stelzer ernannt. Auf der TagesordEffen in einer Wirthschaft ist gar nicht zu denken, wenn man zu notiren." Konkurrenz. 3) Die Organisation in den Gewerksgenossenschaften. nicht 1% Franken hinlegen will, und so ist es durch alle Rubriken. Von unsern Dresdner Parteigenossen wird uns bestätigt, Stelzer referirte über die beiden ersten Punkte. Redner beleuchtete die Unsere Verhältnisse zu den Straßburgern sind auch nicht die liebenswürdigsten, es finden öfter Zusammenrottungen statt, wo das Militär daß in den öffentlichen Sizungen des Kongresses außer dem Ursache und den bisherigen Gang des Strifes; hob hervor, daß die einschreiten muß. Dieses Alles zusammen macht unsern Aufenthalt offiziell die Versammlung überwachenden Beamten mehrer höhere begrüßen ein Interesse haben, denn gerade die Berliner Konkurrenz Tischler in ganz Deutschland diesen berechtigten Strife mit Freuden zu hier zu einem wahrhaft unerträglichen. Den Meisten wäre es Polizeibeamten in Civil anwesend und in verschiedenen Theilen sei es, unter welcher Deutschlands sämmtliche Tischler so sehr zu leiden lieber, wenn es heute wieder nach Frankreich hinein ginge." des Saales postirt waren. Auf lezteres ist es abgesehen: dem Soldat muß der Friede Stenograph mußte außerdem die Verhandlungen nachschreiben. der Arbeiter so herabgedrückt hätten, daß ein Austommen nicht mehr Ein von der Regierung bestimmter gehabt hätten; namentlich seien es die großen Berliner Möbelfabri fanten gewesen, welche, um billige Waaren zu bekommen, die Löhne systematisch verleidet werden, damit er sich nach dem Krieg als Bon einer andern Seite geht uns eine Mittheilung zu, möglich sei. Referent forderte die Versammelten auf, ihre Brüder einer Erholung sehnt. So schafft man den richtigen militäri- die wir ebenfalls nicht anstehen zu veröffentlichen, weil dann in Berlin fräftigst durch Geldmittel zu unterstüßen; dies sei jetzt die schen Geiſt". die Parteigenoffen am besten wissen, woran sie sind. Pflicht eines jeden Tischlers. Nachdem noch verschiedene Redner in Deutsche Freizügigkeit. Vor etwa 6 Wochen mel- deutschen Regierungen die Aufforderung ergangen sein, die Schrader. Referent unterwarf die Strifes im allgemeinen, ohne sich Von Seiten der preußischen Regierung soll an sämmtliche gleichem Sinne gesprochen, und von Zuzug nach Berlin abgerathen hatten, referirte über den lezten Punkt der Tagesordnung dete sich Liebknecht, der als hessischer Staatsbürger in Sachsen Bersammlungen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei genau gerade gegen den Berliner Tischler- Strite wenden zu wollen, einer weder städtisches, noch staatliches Bürgerrecht auszuüben, wohl zu überwachen. Aeußerungen der Redner, welche die Republik ausführlichen Kritik, und bewies, daß Strikes keineswegs das richtige aber für Stadt Leipzig und Staat Sachsen die vollen Steuern oder die Revolution verherrlichen, sollen besonders vermerkt Mittel seien, um für die Dauer einen höhern Lohn zu erzielen. Das zu zahlen hat, zum Eintritt in den Leipziger Bürger- und fächsischen und darauf hin gegen die Redner gerichtlich eingeschritten werden. auf den früheren Stand sinken machen. Gesez von ,, Angebot und Nachfrage" würde gar bald wieder den Lohn Unterthanen"-Verband. Er erfüllte die nöthigen Förmlichkeiten Sobald eine Reihe von Fällen dieser Art konstatirt ist, sollen und wartete das Resultat ab. Am 29. Auguſt auf die Leip- sie das Material abgeben, damit man von Berlin aus gegen ziger Polizei geladen, bekam er folgenden Bescheid er folgenden Bescheid mit bie Bartei im Großen vorgehen könne! getheilt: = Es läßt sich nicht bestreiten, daß die bisher gegen die Bartei unternommenen Verfolgungen den hier gemachten Andeutungen entsprechen; man sehe sich also vor! Richtiger sei es schon, für kürzere Arbeitszeit zu striken; bei fürzerer Arbeitszeit stiege der Lohn von selbst höher. Referent erklärte alsdann die Gewertsgenossenschaften und deren Nußen; giebt lands, organisirt in ihren Gewerkschaften, sich eine Macht verschafft hätten, an den Gewerksgenossenschaften Englands Beispiele, wie die Arbeiter Eng,, Die Königliche Kreis- Direktion hat auf die Ueberreichungswomit sie dem Großfapitalisten mit Erfolg entgegentreten fönnten. Redner registratur des Stadtraths hier vom 7. d. M. Bedenken traforderte die Versammlung auf, das Gleiche zu thun, sich zu organisiren gen müssen, dem Schriftsteller Liebknecht allhier die nachgesuchte Auf noch Eins machen wir aufmerksam: An verschiedenen Nachdem noch die Bersammlung beschlossen, in allen Tischlerwerks und den bereits bestehenden Gewerfsgenossenschaften beizutreten. Aufnahme in den diesseitigen Unterthanenverband zu ertheilen. Orten beobachtet die Polizei scheinbar eine große Liberalität stellen wöchentliche Listen herumgehen zu lassen und eine Nach§ 7 des Gesetzes über die Erwerbung und den Verlust der Bundes- und Staatsangehörigkeit, in Verbindung mit§ 3 gegen die Partei und die ſozialdemokratischen Vereine, indem Resolution, in welcher den strifenden Berliner Tischlern die sie die Versammlungen anscheinend nicht polizeilich überwachen läßt. pollste Sympathie ausgesprochen wurde, einstimmige Analin. 1 des Gesetzes über die Freizügigkeit vom 1. November Es ist dies nichts als ein Manöver. Man hofft dadurch die nahme fand, zeichneten sich sofort eine ziemliche Anzahl in die Ge1867 ist nämlich die Aufnahme denjenigen Personen zu verzu unbedachten Aeußerungen zu verleiten, die sofort auf den Volksstaat" abonnirt. Der Geist der Versammlung Mitglieder werksgenossenschaft der Holzarbeiter ein, und wurde von 10 Arbeitern sagen, welche nach den Landesgeseßen Aufenthaltsbeschränkungen dann durch geheime Agenten, die jede Versammlung war ein vortrefflicher. durch die Polizeibehörden unterworfen werden können. Dies hesuchen und das Denunziantenamt übernommen gilt nach der Verordnung des Königlichen Ministeriums des baben, hinterbracht werden. Man sei auf der Hut! Innern vom 4. November 1870, welche im Sächsischen WochenInternationale Gewerksgenossenschaft der Maurer, blatte vom Jahre 1870, Seite 378 abgedruckt ist, namentlich Zimmrer und verwandten Gewerke. dann, wenn die betreffende Person eine Strafe verbüßt hat, und Zur Partei- Steuer- Frage.) Dresden. Die regelmäßigen Dienstags- Versammlungen im Die Breslauer Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Vereinslokale zur Deutschen Halle" werden von Woche zu Woche seit der Verbüßung noch nicht ein Jahr verflossen ist. Da nun beantragen: zahlreicher und interessanter ein erfreuliches Zeichen, daß die Kongreßder Gesuchsteller Liebknecht nach Ausweis der nebst 4 anderen Der Parteifongreß möge beschließen statt aller Parteibeiträge, versammlungen besseres Verständniß und lebharteres Interesse für die Aftenstücken zurückfolgenden Akten Nr. 10063 eine ihm wegen aller Geldsammlungen zu Barteizwecken und aller sonstigen Finanz- gute Sache bei Bielen hervorgerufen haben. Anderntheils sind es aber ſtaatsgefährlichen*) Schmähungen rechtskräftig zuerkannte Gefäng- operationen eine einzige birekte progressive Einkommensteuer auch die an vielen Orten- Berlin voran- immer heftiger auseinzuführen." brechenden Strifes, welche die Aufmerksamkeit und Bewunderung der meisten Arbeiter nachrufen. So kommt es denn, daß die Mitgliederzahl in jeder Versammlung wächst. nißstrafe von 4 Wochen erst im Januar dieses Jahres verbüßt hat**), und mithin seit dieser Zeit noch kein Jahr verflossen ist, so ergiebt sich hieraus von selbst, daß die Königliche Kreisdi rektion nicht in der Lage ist, dem gestellten Gesuche zu entsprechen. Dem Stadtrath bleibt überlassen, den Schriftsteller Lieb. knecht demgemäß zu bescheiden. Leipzig, den 16. August 1871. Königliche Kreis- Direktion. v. Haugt." Da hätten wir sie in urwüchsiger Naturfrische wieder, die alten Manteuffeleien und Bundestagslitaneien von der politischen ,, Bescholtenheit." Es fragt sich nun blos: " " Bur Motivirung: Die progressive Einkommensteuer ist das einzige Steuersystem, welches den Prinzipien der Partei entspricht. Jede andere Operation zu Gunsten der Parteikasse ist ungerecht, da jede die Parteimitglieder ohne Rücksicht auf ihr Einkommen beAlle anderen Operationen sind in ihrem Ergebniß ungenügend. Nach beifolgendem Entwurf ist dagegen die progressive EinkommenSteuer in ihrem Ergebniß zur Deckung aller Parteiausgaben völlig genügend. lastet. Gesetzt: unter je 80 Parteigenossen befinden sich 20 auf der niedrigsten 1ten und 20 auf der 2ten Steuerstufe, je 10 auf den beiden darauffolgenden, je 5 auf den beiden nächsthöheren, 3 auf der 7ten, 2 auf der Sten, und je 1 auf den Stufen 9 incl. 13, so wäre der Steuerbetrag bei 10000 zahlenden Parteimitgliedern jährlich: 15479 Thlr. 7 Sgr. Ist von Haugt", welcher die„ ,, königliche Kreisdirektion" vorstellt, ein moderner Rip van Winkle***), der die letzten 6 Erhielten die Parteifaffen davon 33%%: 5159 Thlr. 22 Sgr. Jahre verschlafen, und keine Ahnung davon hat, daß mittler- Pf., jo bliebe für lokale Ausgaben, für Agitation oder dgl. noch die weile der alte Bundestag aufgehoben, ein ,, deutsches Bürgerrecht" Summe von 10319 Thirn. 14 Sgr. 8 Pf. Die Parteifasse erhielte also bei ihrer Betheiligung an den Parteimit ,, Freizügig feit" eingeführt, und( im Bundeswahlgefet) die einkünften mit 33%-1159 Thlr. 22 Sgr. 4 Pf. mehr, als sie jetzt politisce ,, Bescholtenheit" ausdrücklich aufgehoben worden ist? bei 10000 zahlenden Mitgliedern erhalten würde, während die EinOder, ist ,, von Haugt" tein Rip van Winkle und hat er nahmen der einzelnen Mitgliedschaftenjum ein noch viel Beträchtlicheres die letzten 6 Jahre nicht verschlafen, sondern umgekehrt die gestiegen wären. Die Schwierigkeit des Einziehens der progressiven EinkommenAugen weit offen gehabt, und, den Dingen auf den Grunt steuer ist nicht größer, als die der Einziehung der Parteisteuer, wie blickend, richtig herausgefunden, daß das deutsche Bürgerrecht" wir sie iezt haben. mit ,, Freizügigkeit" blos ein Stück Papier", die Abschaffung nicht denselben Steuersatz zu zahlen hätten, als unverheirathete mit Dazu ist zu bemerken, daß selbstverständlich verheirathete Parteigenoffen der politischen Bescholtenheit" blos ein politisches Schaugericht gleichem Einkommen. Es konnte dies dahin normirt werden: Verfür politische Kinder, und das ,, Neue Reich" trotz des Simson'- heirathete ohne Kinder steuern von der ihrem Einkommen zunächſtliegenschen Ordnungsrufs gegen Liebknecht wirklich blos ,, eine verschlech- den unteren Steuerstufe Verheirathete mit einem oder zwei Kindern und verkleinerte Ausgabe des alten deutschen Bundes" ist? haben auf eine Ermäßigung um zwei Steuerstufen Anspruch, VerNatürlich hat Liebknecht die nöthigen Schritte gethan, um heirathete mit drei oder mehr Kindern auf eine solche um brei Steuerstufen u. f. f. eine endgültige Antwort auf diese sehr interessanten Fragen zu erlangen, und wartet das Resultat mit um so größerer Gemüthsruhe ab, als er im ersteren Falle das Verdienst haben wird, die Tagesliteratur um eine fomische Figur bereimert zu haben, und im zweiten Fall die Genugthuung, offiziell als Prophet anerkannt und bestätigt zu werden. " Eine gleich erfreuliche Nachricht können wir aus Chemnitz be richten, wo seit Kurzem eine bedeutende Mitgliedschaft sich organisirt und schon in den wenigen Versammlungen über Hundert Mitglieder sich einzeichneten. Hoffentlich werden die Nachbarstädte diesem Beispiele bald folgen, umsomehr, da in mehreren Orten schon Gewerkschaften bestehen, welche nur durch den Krieg in's Stocken gerathen waren. Was nun die Sammlungen für die strifenden Maurer in Berlin betrifft, so nehmen sie ihren ungestörten Fortgang, troßdem sich die große Masse leider noch von den Meistern und theilweise auch von den Poliren einschüchtern läßt. Ein Brief vom dortigen Komitee bezeichnet die Lage der Feiernden und ihre Ausbauer sehr günstig, so daß sie noch einige Wochen ausharren könnten, wenn die Unterstützungen so fortgingen.*) Indem sie über die bisjezt gesendeten Gelder quittiren, sprechen sie gleichfalls ihren herzlichsten Dank den Gebern aus. Möge ihr gerechter Kampf um den Normalarbeitstag bald zum Siege führen! wir aber wollen stets eingedent sein, daß ihr Sieg auch uns zum Vortheile sein und bleiben wird. A. Wecke, Schriftführer. Mühlheim am Rhein**), 30. August. Brüder und Parteigenossen! Wir finden uns veranlaßt, Guch anzuzeigen, daß sämmtliche Bandund Leinweber( 200 an Bahl) in den drei Fabriken Christoph Andrä, Gebrüder Fischer& Comp., Bodewig und Freydant am 30. August die Arbeit eingestellt haben, weil die Arbeitgeber auf unse e Wünsche, betreffend 25- procentige Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit, gar nicht eingehen wollten. Wir Arbeiter sind alle einig, auszuharren, mittel rechnen, denn unter den Strifenden sind Familienväter. Auch aber wir müssen auf Eure brüderliche Unterstützung durch Geldbitten wir den Buzug von Band- und Leinwebern nach Mühlheim fernzuhalten. Unterstützungen nimmt entgegen Sollte sich das Bedürfniß herausstellen, eine Steuerstufe unter der von 100 Thlen. jährlichen Einkommens zu schaffen, so wäre der vor- 92 liegende Entwurf demgemäß zu erweitern.( Mitglieder der Partei, welche 10 preußische Pfennige monatlichen Beitrag. Haben sie außerdem noch 100 Thlr. jährliches Einkommen haben und verheirath et sind, zahlen Kinder, so zahlen sie nur 5 Pf. Parteisteuer pro Monat.) Die Breslauer Parteimitglieder beantragen überdem durchaus nicht volle Annahme ihres Entwurfes, sie wollten damit blos einen tommensteuer gegeben haben. Beweis für die Durchführbarkeit und Rentabilität der progressiven EinSchema der progressiven Einkommensteuer, wie sie von den Breslauer Mitgliedern der sozialdemokratischen Arbeiterpartei beschlossen worden ist. Ein Einkommen von jährlich zu besteuern giebt jährl. Thlr. pt. Thlr. Sgr. Pf. Thlr. Sgr. Pf. 100 1. Aus Newcastle berichten die Zeitungen, daß nunmehr auch die deutschen Maschinenbauer, welche dort in der Els wid'schen Fabrit an Stelle der feiernden Arbeiter in Dienst genommen worden waren, die Arbeit eingestellt haben, und zwar, weil man ihnen nicht, wie anfänglich, Eier zum Mittagessen geben wollte(!). Am Abende marschirten sie mit einem Musiktorps an der Spiße in das Hauptquartier der strifenden Maschinenbauer und fündigten dort ihre Absicht an, höhere Lohn- 5. säße und eine nur neunstündige Arbeitszeit zu verlangen. Um 6. 11 Uhr kehrten sie nach der Fabrik zurüd, erklärten sich aber 7. nur dann zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit, falls man ihre Forderungen gewähre. Inzwischen sind einige hundert 10. zwanzig Maschinenbauer aus Dänemark und Schweden in New- 11. caftle eingetroffen." also monatl. 2235680 1/ 15 1 3 " 1 2. 150 $ 160 23 3 200 33/ 3 9 60 11 4. 250 36/ 15 9 60 17 300 40 60 11 350 451 18 7 60 11 400 51/60" 12 6 8. 450 58 10 6 10 11 9. 500 66 15 13 600 15/60 11 15 18 9 700 85 27 24 10 60 11 12. 800 96 24 2 60 11 900 1000 108 121 6 1 10 6 60 11 60 11 20 5. 1 20 5 14. 60 11 60 11 1112234579262 Peter Bilstein, Dammstraße 15. Das Weberkomitee von Mühlheim am Rhein. *) Unterdessen hat der Strike bekanntlich sein Ende erreicht. **) Dieser Brief fam, obwohl per express adressirt, erst Freitag Uhr an, also zu spät für die bereits gedruckte Samstagnummer. ( Todesanzeige!) D. Red. d. V. Neundorf, den 2. September. Am 1. September früh verließ unser Freund und Parteigenosse Friedrich Rohtohl, Vorsitzender des hiesigen Vereins, die Seinen gesund und wohl, sein Tagewerk zu vollbringen; aber taum war er eingefahren in die Grube zu Leopoldshall, so zerschmetterte ihm schon eine Salzmasse alle seine Glieder. Unser Freund hinterläßt eine Wittwe mit zwei unerzogenen Kindern. Unser Schmerz ist um so herber, als wir in ihm einen der bewährtesten Parteigenossen verlieren, welcher stets und überall die Wahrheit vertrat, und die Lüge bekämpfte. Die Parteigenossen zu Neundorf. Fond für politisch Gemaßregelte. Parteigenossent in Reichenbach i./B. durch Müller 3 Thlr. Inter nationale Manufaktur- Gewerksgenossenschaft in Mylau durch Reichelt 3 Thlr. Für Bremen. Jeden Dienstag 8% Uhr Versammlung des sozialdemokratischen 9 Arbeiter- Vereins bei Herrn Jordan in der Rolandshalle. Conrad Holle. Es ist bedauerlich, daß sich die deutschen Arbeiter erst 13. durch die Nichterreichung ihrer Hoffnung veranlaßt fanden, ihren NB. Bei der Einschätzung hat jeder Parteigenosse die Stärke seiner englischen Kollegen beizutreten. Würdiger wäre es gewesen, sie Familie anzugeben, da biejenigen, welche eine Frau zu ernähren haben, hätten sich überhaupt nicht dazu hergegeben, gegen den Steuer betrag der ihrem Einkommen nächsten unteren Steuerstufe, ihre Arbeitsbrüder die Büttel zu spielen. " 1 NB. Der Boltsstaat" liegt aus in der Speisewirthschaft von Garbs, Abbenthorsstraße Nr. 17 und im obigen Vereinslokal. Für Breslau. Sonnabend den. 9. September c. Abends 8 Uhr Grosses Arbeiterfest. im Springer'schen Lokal.( Weiß- Garten) unter Mitwirkung des Männergejangvereins Teutonia. Instrumental- Konzert, Gesang, Festrede, deklamatorische Vorträge und Tanz. Alles Nähere bejagen die Platate. Um zahlreiche Betheiligung bittet Für Leipig. *) Was ich auf dem Kongreß zu thun verhindert war, das thne ich hiermit: ich empfehle obigen Antrag, der im Wesentlichen unanfechtbar Wegen regiert gewöhnlich den Genitiv. ist, aufs Wärmste den Parteigenossen und namentlich dem Ausschuß, Um das unangenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, saß er mit der Bitte an lepteren, die einzelnen Mitgliedschaften für nämlich während seiner hochverrathsprozeßlichen Untersuchungshaft eine ihm Adoptirung des vorgeschlagenen Steuersystems zu bestim früher zudiftirte Gefängnißstrafe von 4 Wochen( wegen Abdruck eines ,, staats- men, wozu es eines Kongreßbeschlusses nicht bedarf. Daß gefährlichen" Artikels), bis auf 1 Tag, der aus mysteriösen Gründen in petto der Antrag nicht auf der Tagesordnung des Kongresses stand, hat behalten wurde, ab, eine Strafe, deren ,, Verbüßung er nach sächsischem darin seinen Grund, daß er für die ursprünglich anberaumte KongreßGesetz bis nach Aburtheilung der übrigen gegen ihn schwebenden Prozesse frist zu spät eintraf und daß ich nach der Vertagung die Veröffentlichung Inng in dem Saale der„ goldenen Säge." hätte hinausziehen können. für überflüssig hielt, da ich nicht zweifelte, auf dem Kongreß anwesend ***) Die Geschäfte dieses berühmten Siebenschläfers, der den sein zu können und die nöthige Unterstüßung zu erlangen. Ein ähnamerikanischen Unabhängigkeitskrieg verschlief, ist in Washington liches Steuersystem in der That das einzig gerechte, wurde hier im Irving's Sketchbook( Stizzenbuch) zu lesen. Freilich unser Leip- Leipziger Verein schon früher von mir befürwortei und ist, oder war ziger Rachahmer hätte feinen Unabhängigkeitsfrieg verschlafen, sondern wenigstens, im Barmener Verein in Kraft. Das Gegentheil. W. Liebknecht, als Delegirter für Breslau.. Das Fest- Comité. Geschlossene Parteiversammlung. Freitag den 8. September Abends puntt 19 Uhr, Versamm Tagesordnung: Wahl des Vertrauensmannes. Finanzkommission für das Partei- Organ. gänzungswahl des Agitationsfomitees. Leipzig: Verantw.Redakteur A. Hepner( Redaktion: Peterssteinweg 13 Drud u. Verlag: F. Thiele.( Expedition: Petersstr. 18.) Wahl der Er