Nr. 93. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrterter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft 8eitungss Breislifte für 1900 unter r. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Zelegramm- Adresse: Sortaldemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wirtschaftliche Vorgefechte. Sonntag, den 22. April 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. tvarten Die Es muß wohl irgendwo in höheren Regionen oder Hofmeisterkreisen Staatsretter geben, die nichts sehnlicher er warteten, als daß auf das Telegramm des Kaisers an den OberBürgermeister, mit dem Wunsch an seine Berliner", dem Kaiser von Cestreich, dem Verbündeten des Deutschen Reichs, möge ein besonders herzlicher Empfang bereitet werden, mit der Ablehnung des Magistratsantrags geantwortet werde. Dann hätte die Reaktion Oberwasser gehabt. Dann war es klar, die Friedhofsportals und die Brinkmann Mehrheit beherrschen die Stadtverwaltung, der Fortschrittsring" will den Kampf, er wirft dem Kaiser und dem Hof den Fehdehandschuh hin." 0 liches und die Stabilität der Handelsbeziehungen ver- duldet. Der findliche Scherz, daß der Klügere nachgiebt, ist für den wirrendes Experiment. Frankreich hat dabei, da es mit dem Freisimm der Inbegriff aller staatsmännischen Weisheit. Man verExperiment besonders halsstarrig operierte, am meisten sich wehrt der Kommune, politische Angelegenheiten zu erörtern- der Wie willfährig sich die Regierung den Forderungen der selbst geschadet, aber auch hier war man schließlich genötigt, flügere giebt nach und gestattet sich politische Demonstrationen nur Hochschutzöllner gegenüber zeigt, beweisen gewisse Andeutungen der Regierung die Vollmacht zu erteilen, den gesetzlich fest- mit hoher Genehmigung. Eine würdige Ehrung der Märzgefallenen in der offiziösen Preſſe, wonach die Regierung nicht abgeneigt gelegten Minimaltarif ganz oder teilweise außer Straft zu wird gewaltsam verhindert der Klügere giebt nach und ehrt lieber sein soll, an Stelle des einheitlichen autonomen Generaltarifs jetzen und unter die Positionen des Minimaltarifs herab einen östreichischen Fürsten, der der 1848er Revolution ſeine Krone gleichzeitig zwei Zolltarife, einen Marimal- und Minimaltarif zugehen. Nur dadurch ist es Frankreich möglich geworden, verdankt: einen Märzerstandenen. Man läßt die Stadt mehr als gefeßlich festzulegen. Durch die Schaffung eines Minimaltarifs mit Italien, der Schweiz, Spanien und den Vereinigten ein Jahr auf die Bestätigung ihres Oberhaupts würde der Konventionaltarif dann wegfallen und beim Abschluß Staaten zu Handelsverträgen oder doch zu stabileren Handels- thut nichts der Klügere giebt nach und bestätigt um von Handelsverträgen, soweit solche überhaupt noch zu stande beziehungen wieder zu kommen. Spanien faßte seinen so schneller eine verkehrsstörende Schloßausschmückung. fämen, könnten die Unterhändler nicht weiter als auf die im Minimaltarif gleich von vornherein mit der Klaufel ab, Kommune wird barsch von einem Kammerherrn angefahren Minimaltarif festgelegten Zollsäge herabgehen. Bisher waren daß er gegenüber Ländern, welche sich zu außerordent- der Klügere giebt nach und löst den Konflikt dadurch, daß er in seiner namentlich die Agrarier die Befürworter einer solchen Tariflichen Zugeständnissen verstehen würden, abgeändert und Erwiderung mit um so schwülstigeren Worten in Hochachtung und Vers ſyſtematik. Hoffen sie doch, durch einen Minimaltarif sich von vorn herabgesezt werden durfte, mit Ausnahme der Zollfäße auf ehrung erstirbt. Schade, daß die alten Fortschrittler nicht schon diese herein hoher Getreidezölle versichern zu können. Gelingt es ihnen Spirituosen und Alkohol. Rußland endlich konnte seine Methode gekannt hätten, Konflikte zu beseitigen, indem man die. nämlich nicht, einen Minimaltarif gesetzlich festzulegen, so Minimal- Tariffäße gleichfalls nicht durchführen, sondern mußte züchtigende Rute tüßt sie hätten in den sechziger Jahren noch Laufen sie immer noch Gefahr, daß es ihnen ergeht wie beim fie, um zu Handelsverträgen mit Frankreich und Deutschland größere Militärvorlagen bewilligt als Bismarck gefordert. Abschluß der mitteleuropäischen Handelsverträge: die Getreide- zu gelangen, gleichfalls zum Teil wesentlich herabseßen, so Diesen fanatischen Kultus der löblichen Unterwerfung predigt zölle werden im Handelsinteresse Deutschlands gegen den baß neben dem Maximal- und Minimal- Tarif noch ein Ver- iezt mit bewegter Stimme die Freisinus- Boffin: Willen der Agrarier herabgemindert. Soweit also die Agrarier tragstarif besteht. In Betracht kommen, versteht man das heiße Verlangen nach Bis jetzt hat also das Doppeltarissystem vollständig Schiffeinem Maximal- und Minimaltarif. Gefährlich wird indes die bruch gelitten, nicht ohne diejenigen Länder schwer zu schädigen, Sache, sobald die Regierung mit dieser Tarifgestaltung zu die diese Doppeltarife einführten. Angesichts solcher Er liebäugeln anfängt. Denn es ist zweifelhaft, daß die Verfahrungen und angesichts der Thatsache, daß das Mittel tretung der Industrie und der Arbeiterklasse im Reichstag des Doppeltarifs eine Waffe der Hochschutzöllner gegen start genug ist, eine derartige reaktionäre Gestaltung des die mitteleuropäische Handelsvertragspolitik ist, müssen Tarifs unmöglich zu machen. Ist doch namentlich neben den in Deutschland alle Kräfte aufgeboten werden, die geParteien auf der rechten Seite des Reichstags das Centrum plante Verschlechterung unsrer Tarif- Systematik zu hinterfeinem bisherigen Verhalten nach nicht abgeneigt, treiben. Der angebliche handelspolitische Nuken einer die Wege zollpolitischer Reaktion ein gutes Stüd mitzumachen. Ergreift nun die Regierung die Initiative großen Flotte wiegt federleicht gegenüber den enormen Ergreift nun die Regierung die Initiative Schädigungen, die aus einer verkehrten und reaktionären " Jedenfalls haben die Berliner Stadtverordneten durch ihr und legt dem Reichstag eine derart qusgestaltete Tarif Handelspolitit dem Erport, der inländischen Industrie vorgestriges Verhalten den Feinden der Selbstverwaltung eine vorlage vor, so hat die schutzöllnerische Reaktion schon mehr und dem Arbeitsmarkt erwachsen. Waffe entwunden. Tritt die Regierung ist erwiesen, daß die Auflagen als halbgewonnenes Spiel. Die Regierung kann darauf auf dem handelspolitischen Pfade in die Fußstapfen der Agrarier gegen die Mehrheit, die Beschuldigungen der fortschrittlichen hinweisen, daß Deutschland nicht dem eignen Trieb, sondern und legt dem Reichstag einen Maximal- und einen MinimalRepublikaner" nichts als willkürliche Gehässigkeiten sind und daß der Not und dem Beispiel andrer Länder gehorchend sich tarif vor, so seht sie sich dem begründeten Verdacht aus, daß den städtischen Behörden nichts ferner liegt, als mutivillige Stämpfe mit der Krone und dem Hof heraufzubeschwören." entschließe, einen Maximal- und Minimaltarif einzuführen. ihre Fürsorge für den deutschen Handel, für den sie sich anUnd das ist allerdings der stärkste Aureiz, daß das Ausland läßlich der Flottenvorlage so start ins Zeug legt, nichts weiter mit der gesetzlich festgelegten Doppelgestaltung des Tarifs ist als ein Vorwand, um die Kreise der Industrie und des vorangegangen ist und so die eigentliche Handelsvertragspolitik Sandels für imperialistische Nebelpolitik einzufangen. mehr oder minder illusorisch gemacht hat. Die Anhänger der neuen Gestaltung des Tarifs werden geltend machen, daß beim Abschluß neuer Verträge dasjenige Land den fürzeren ziehe, das nur einen General-, aber keinen Minimaltarif habe. Kontrahenten dieses Landes, die den Minimaltarif haben, fönnen unter die Säße dieses bei den Verhandlungen in keinem Falle heruntergehen, während die deutschen Die Frankfurter Zeitung" erlaubt sich zum Fall Brinkmann Unterhändler nach unten zu nicht gebunden, also anzunehmen, daß die Nichtbestätigung in die Welt gesetzt wurde, zu einer unkontrollierbaren Nachgiebigkeit gedrängt werden um die gestrige Abstimmung der Berliner Stadtverordneten zu bekönnen. Diese Empfehlung des Minimaltarifs hat auf den einflussen, die sich über die Ausschmückung der Stadt aus Anlaß des ersten Anblick etwas Bestechendes selbst für den, der principiell Besuchs des Kaisers von Oestreich schlüssig zu machen hatten. Der Vor wenigen Tagen hatte die Germania" eine Aeußeein Gegner des Doppeltarif- Systems ist. Und doch fann aus Vorwärts" hat denn auch erzielt, daß die Socialdemokraten in der kurzen Geschichte des Doppeltarif Systems nachgewiefen der Opposition allein blieben( von einem abgesehen), und das rung zur Flottenvorlage gemacht, als sei das Geschäft so gut werden, daß der Minimaltarif nicht nur eine hochschuh- geschicht ihnen ganz recht, denn solche politische Manöver find nicht wie fertig. Auch die Köln. Boltsztg." schien mit dem ZuZöllnerische Waffe ist, die alle Handelsvertrags Politit fair". standekommen des Gesetzes fast völlig ausgeföhnt. Diese wenden läßt. Die Politische Weberlicht. Berlin, den 21. April. Konfliktsangst. Und weiter heißt es: " 1 Gewiß, so handeln Männer fie wollen teine fortschrittlichen Republikaner sein, sie geben nur noch Extrablätter der Freude heraus, wenn ein Monarch in die Stadt kommt, und mißhandelt man fortgesezt ihre Rechte, fie tragen nichts nach, in Gegenteil: fie überbieten sich in Geschenken. Mögen sie nun endlich auch brav Kirchen bauen und damit abermals der Reaktion eine Waffe entwinden. So entwindet der Freifinn der Reaktion eine Waffe nach der andern, bis er sie endlich alle bei einander hat; er befiegt die Reaktion, indem er sie ausmietet und das Geschäft unter eigner Firma weiterführt. Die trogige Opposition überläßt die Honette Bourgeoisie den schlimmen Junkern. Wann wird sie bei Hofe tanzen dürfen? Centrums- Sträuben. " gefährdet, sondern auch eine Waffe, die sich in der heutigen Wir wollen den trotz der englisch geschmiegelten Vornehmheit Haltung der Centrumspresje mag aber beim Centrumsanhang Zeit mit ihren hochentwickelten internationalen Handels- nicht allzu forretten Stil des demokratischen Blatts nicht nachahmen, doch einigermaßen verschnupft haben. Wir sehen jetzt, daß beziehungen überhaupt nicht mehr dauernd ver- sondern es auf gut deutsch für eine Unanständigkeit erklären, daß die führenden Blätter des Centrums wiederum in das frühere man in leichtfertig grundloser Verdächtigung uns derlei Manöver Sichzieren und Sträuben zurückverfallen. Die Massen der Frankreich hat zuerst den Doppeltarif eingeführt und vorwirft. Zugleich aber verrät es auch eine nicht gewöhnliche katholischen Wähler müssen hübsch langsam und vorsichtig für zwar auf Grund des Zollgesetzes vom 11. Januar 1892. Naivetät, daß die" Frankfurter Zeitung" die selbstverständlichen die Werke Aegirs eingefangen werden. Nach Artikel 1 desselben wird der Minimaltarif auf folche Dementis der Halb- und Ganz- Offiziösen gläubig für bare Münze Waren angewendet, welche aus Ländern stammen, die den nimmt; wir vermuten, daß das Blatt demnächst auch an Ritualfranzösischen Waren die entsprechenden Vergünstigungen ge- morde glauben wird. währen, und welche auf dieselben ihre niedrigsten Tarife anwenden. Inzwischen wird die Frankfurter Zeitung" ersehen haben, Wir glauben nicht fehl zu gehen, wenn wir annehmen, diese Mitteilung sei alles eher als eine Erfindung der Socialdemokratie, wenn auch begreiflich ist, daß sie fie auszunügen suchte. Aber das Geschoß ist verpufft, ohne Schaden anzurichten. Weder auf die guten Elemente" noch auf die nicht guten" in der Versammlung hat die Meldung den geringsten Eindrud gemacht, schon weil man die Absicht merken mußte. Mag fein, daß die Nachricht begründet war; war sie es vorgestern, so braucht sie es heute nicht mehr zu sein. Pfeifen die offiziösen Spatzen jegt von den Dächern, alles sei eitel Erfindung, wir werden zufrieden sein, wenn sie recht behalten. Aber einst weilen ist die Prüfung der Einwände gegen die Bestätigung vielleicht nicht überflüssig." Dem französischen Beispiel folgte schon ein Jahr später Spanien. daß die, Bossische Zeitung" unfre Meldung bestätigt, in Der punische Zolltarif besteht gleichfalls aus einem Marimal- und dem sie schreibt: Minimal Zolltarif, von denen der erstere auf jene Länder Anwendung finden soll, die mit Spanien tein Uebereinkommen geschlossen haben. Auch Rußland hat sich dem Vorgehen Frankreichs angeschlossen, indem es durch ein am 1./13. Juli 1893 sanktioniertes Gutachten des russischen Staatsrats für den europäischen Handel einen Minimal und Maximaltarif einführte, welcher am 20. Juli/ 1. August 1893 in Kraft getreten ist. Als Minimaltarif wurde der früher mit Gesetz vom 11./23. Juni publizierte autonome Zolltarif samit allen späteren Abänderungen erklärt. Der Maximaltarif fett prozentuale Buschläge zu den Sägen des Minimaltarifs fest, und zwar 80 prozentige für Fabrikate und 20 prozentige hauptsächlich für Halbfabrikate, während Rohstoffe und viele Verbrauchsartikel überhaupt nicht auf die Liste des Marimaltarifs gestellt wurden. Eine Vermengung des einheitlichen und doppelten autonomen Tarifsystems hat endlich vom 1. Januar 1893 ab Griechenland eingeführt. Dieser Tarif enthält zwei Stalen, von welchen die eine den General( Maximal-) Tarif darstellt, während die zweite, der Konventional( Minimal-) Tarif, teils aus vertragsmäßig vereinbarten, teils aus autonom festgesetzten, den Anfäßen des Generaltarifs gegenüber jedoch ermäßigten Zollsägen besteht. Fragen wir Auch die Kreuz- Zeitung" deutet an, daß unsre Meldung den Thatsachen entspricht, fie bemerkt: " Wir unterlassen es, über diese Frage im gegenwärtigen Augenblid auch nur eine Vermutung auszusprechen. Jedenfalls aber bestehen in den Kreisen der städtischen Körperschaften wegen der Bes stätigung des Herrn Brinkmann starle giveifel. Deshalb war es von der Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung durchaus richtig, daß sie mit ihren gestrigen Beschlüssen alles vermieden hat, was nach oben hin Anstoß erregen und die Bestätigung des von ihrer Mehrheit erwählten Bürgermeisters erschweren fönnte." Was die Kreuz- Zeitung" mit dem letzten Satz meint, führt die brave freisimmige Bossin in einem außerordentlich täppischen Artikel nun nach den Erfahrungen, welche breit aus, der in seiner bewundernswerten Harmlosigkeit ein verdie genannten Länder mit ihrem Doppelsystem in blüffend echtes Seelengemälde deutsch freisimmigen Heldenmuts den wenigen Jahren der Praxis gemacht haben, so entwirft. Die Vossische Zeitung" erklärt es für den ersten fann man ganz allgemein fagen: feines dieser Länder hat Grundsatz: Konflikte mit der Regierung oder Krone müssen feinen Minimaltarif durchführen können. Es war nichts in der Weise gelöst werden, daß man jede Ursache eines Konflikts weiter als ein reaktionäres, das Land schädigendes, unglück- vermeidet und jeden Schlag mit einem Att demütiger Hingabe er " = Gerücht, die Regierung wolle nur eine Erhöhung der LotterieDie Germania" nußt das auch von uns mitgeteilte Gerücht, die Regierung wolle nur eine Erhöhung der Lotterieund Börsensteuern, aus, um ihre Festigkeit in der Deckungsfrage zu betonen: Wir können diese Mitteilung nicht als zutreffend erachten. Jedenfalls wäre in einem Steuergesezentwurf, der sich auf eine Erhöhung" oder Verdoppelung des Lotteriestempels und auf eine Erhöhung der Börsensteuer- wobei der Stempel auf die Emission ausländischer Werte in Betracht täme- beschränken würde teine ausreichende Lösung der Deckungsfrage zu erblicken; es sei denn, daß die verbündeten Regierungen sich inzwischen entschloffen hätten, ihre Forderungen für die Vermehrung der Flotte in gleichem Maße derart zu beschränken, daß die erhöhte Lotteriesteuer und Börsensteuer allein ausreichen würden, die Mehrausgaben dieser beschränkten Flottenvermehrung finanziell zu decken. Wir sind nicht so optimistisch veranlagt, daß wir eine so weitgehende freiwillige Einschränkung der Forderung für die Flottenvermehrung seitens der Regierung annehmen tönnten, aber wir wissen uns auch frei von Pessimismus, went wir behaupten, daß der Reichstag fo viel zur Vermehrung unsrer Kriegsflotte bewilligen wird, als eine Dedung durch ordentliche Einnahmequellen- nicht durch einen Rückgriff auf Anleihen nachgewiesen, bezw. in sichere Aussicht gestellt werden kann. Die Deckungsfrage ist und bleibt nicht nur eine Borfrage, sondern ihre befriedigende Lösung ist und bleibt auch die unerläßliche Vorbedingung für die materielle Entscheidung hinsichtlich des Umfangs der Flottenvermehrung." 1 nur Die Germania" spricht alsdann ihr Erstaunen aus, daß die Regierung von einer Schiffsfracht und Schiffspassagier, steuer angeblich nichts wissen wolle, obschon selbst der Vertreter von Bremen einer solchen Steuer zugestimmt habe. Von weiteren Steuerwünschen spricht die„ Germania" auffallenderweise nicht. Das Centrumsblatt schließt mit der Drohung: Die Budgetkommission hat die Deckungsfrage denn doch zu ernst aufgefaßt, als daß sie nun mit einem ut aliquid fecisse videatur"( auf daß es scheine, als ob etwas geschehen sei), sich in Dies er= ber Dedungsfrage begnügen könnte. Wenn das Reichs- Marine-| Posadowsth durch die ganz unglaublichen Mißstände, die in dieser hält. Während im Jahre 1898, berglichen mit dem Vorjahr, Absatz amt sich Zeit nimmt, den Wünschen der Budgetkommission in Beziehung thatsächlich bestehen, eines andern belehren und verzichtet und Einnahme aus den Kilometerheften eine Steigerung von 16,63 begin. Ausarbeitung der gemachten Vorschläge entgegenzukommen, nun, darauf, das Trucksystem, das auf den Ziegeleien besteht, in irgend 15,53 Prozent aufwiesen, find 1899 zuſammen 157 669 Hefte ver dann kann auch die Budgetfommission warten." einer Form, ob gefeßlich oder ungefeglich, au verteiliger. Us aus fauft und daraus 4470 020 W'art erlöſt worden. Nun wurde bereits kürzlich offiziös mitgeteilt, daß die abgeschafft werden, und geht es nicht auf Grund der jetzigen Gesez giebt einen Mehrverkauf von 14,03 Brozent und eine MehrRegierung auch für andre Steuervorschläge außer der Ergebung, so muß eben§ 115 der Gewerbe- Ordnung geändert werden. Und dabei sind das ist das Bemerkenswerteste! gebung, so muß eben§ 115 der Gewerbe- Ordnung geändert werden.nahme von 13,06 Prozent gegen, das auch die sonstigen höhung der Lotterie- und Börsensteuern zu haben sein werde, auf eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung mehr oder weniger fann es innahmen aus dem Personenverkehr gestiegen! sofern sich eine Mehrheit im Reichstag dafür finde, auch für doch sicherlich nicht ankommen. eine Reichs Erbschaftssteuer. Angesichts solch günstiger Ergebnisse kann wohl faum bestritten Die großen Worte ber werden, daß es ebenso sehr im Interesse der Eisenbahnverwaltungen ,, Germania" können daher nur den Zweck haben, den unentwie in demjenigen des reisenden Publikums läge, wenn dem heute wegten Eifer der Centrumspartei gegenüber der lässigen Neschon viel verbreiteten Wunsch nach Einführung eines Reichs= gierung herauszustreichen.n kilometerhefts in nicht allzuferner Beit stattgegeben würde. Auch die Kölnische Volkszeitung" spielt die schämige Spröde. Sie macht auf neue Schwierigkeiten aufmerksam, die dem Abschluß des Handelsgeschäfts im Wege feien: " " " = " Juftizminister und Kammergericht. einer im Der brave Freifinn. Eugen Richters Blatt bemerft: Der Vorwärts" tritt für dasjenige Wahlrecht ein, bei welchem die Socialdemokraten gewählt werden können." Nein, der Vorwärts" verwaltet in dieser Hinsicht nur das verlassene Erbe der bürgerlichen Demokratie: er bekennt sich zu dem Grundsaz, daß jeder Grwachsene das Recht Eine befremdliche Notiz finden wir in einer älteren Nummer der " Außer Umfang und Art der Flottenvergrößerung ist auch habe, an den öffentlichen Angelegenheiten bestimmend teilzunehmen. noch die tonftitutionelle Frage, insbesondere die Es ist ein wertvolles Geständnis, daß das freisinnige Blatt es für treug Beitung", wo sie bisher unsrer Aufmerksamkeit entgangen ist, Bindung" zu erörtern und zu regeln. Das Gesetz von 1890 selbstverständlich hält, daß das bürgerlich- demokratische Princip in und überhaupt ganz unbemerkt geblieben zu sein scheint. Unter der beschränkte sich auf sechs Jahre, das neue will auf sechzehn Jahre praktischer Ausführung der Socialdemokratie zu Gute kommen Rubrik Entscheidungen des Kammergerichts" bringt die„ Kreuzden Schiffsbau regeln. Auf eine so lange Frist hinaus kann fein müsse. Das ist die Selbsthinrichtung des Freifinus, der gesteht, daß Beitung" vom 10. Februar d. J. folgendes: Menſch die Gunvidung der maritimen Machtmittel und er nur noch von Wahl un rechts Gnaden lebt.wohnenden grau&. hafte nach der immitten einer Unterrichtsder zugehörigen Kriegstumst voraussehen. Es ist aber auch Die Aushungerung der Volks- Zeitung" empfiehlt die periode erfolgten Vollendung des 14. Lebensjahrs die durchaus nicht die Absicht der Regierung, den einmal fest Freifinnige Zeitung". Das linksfreifinnige Blatt hatte ehrlicher Schule nicht mehr besucht. Aus diesem Anlaß wurde gestellten Plan ohne Rücksicht auf neue Erfindungen oder weise das schäbige Verhalten der Berliner Stadtverordneten das Strafverfahren gegen Frau F. eingeleitet. Der zweite Richter neue Verhältnisse durchzuführen. Sie hat ja durch die über- Versammlung gebührend kritisiert. Dazu schreibt Eugen Richters sprach die Angeklagte frei. Hiergegen wendete sich die Staats: bar ofahren aus raschende Einbringung des Verdoppelungsgefezes gezeigt, daß sie Blatt: anwaltschaft mit der Revision. Die Oberstaatsanwaltschaft gab in fich selbst die volle Freiheit der Initiative vorbehält, so daß Die Volts- Zeitung" prostituiert sich in ihrer Demagogie dem Verhandlungstermin vor dem Straffenat des Kammergerichts thatsächlich nur der Reichstag gebunden wird. immer mehr. Lange Zeit glaubte sie sich noch auf die Neue Fraktion im Auftrage des Justizministers die Erklärung ab, daß Der Reichstag hat nun beim Flottengeset von 1898 den Versuch der Linken als den echten Freisium und Liberalismus berufen zu die Justizverwaltung es nicht für zutreffend erachte, wenn der gemacht, die Bindung" zweiseitig zu gestalten, indem er ein Höchstmaß von Kostenaufwand gefeßlich festsetzte, über welches hinaus können. Jetzt kann sie auch in der Stadtverordneten- Versammlung, Senat bisher entschieden, daß die Schulordnung für das vorabgesehen von Socialdemokraten, sich nur noch auf Herrn malige Hochstift Münster vom 2. September 1801, wonach er nicht zur Bewilligung verpflichtet ist, d. h. staatsrechtlich verMarggraff berufen, der sich bisher überhaupt durch nichts be- die Schulpflicht eines Kindes unmittelbar nach vollendetem pflichtet ist. Im jüngsten Entionrfe stellt die Regierung die rechtDer merkbar gemacht hat als durch politische Bizarrerien vierzehnten Lebensjahr ende, noch zu Recht bestehe. liche Bindung" nicht schroff hin, sondern sie hat das Gesetz mehr in Die Bolts Zeitung" ist schon lange in Berlin mur die Schritt- Senat hob darauf nach nochmaliger eingehender Brüfung Form einer Resolution gehalten. Diese Verschleierung der wies die macherin der Socialdemokratie. Was kann eigentlich Herr Cohn der Rechtslage das freisprechende Urteil auf und Bindung und Festlegung hat aber, so bemerkt eine mehreren für ein Interesse darau haben, ein solches Blatt noch zu Sache in die Instanz zurück. Er legte dar, wie in jenem Gebiet bis Centrumsblättern zugehende Korrespondenz, eine bedenkliche unterhalten?" zur napoleonischen Fremdherrschaft neben dem Allgemeinen LandSeite; denn wenn es fünftig einmal zum Konflikt kommt, so werden Das ist eine außerordentlich vornehme Art, die Bolts- Zeitung" recht die Schulordnung von 1801 gegolten habe. Durch das Patent Regierung und Flottenschwärmer sich nicht genieren, das platozu widerlegen. Und es ist zugleich eine zarte Liebeswerbung um das wegen Wiedereinführung des Landrechts in die von dem preußischen nische Bekenntnis als eine bindende Abmachung Geld des Hauptbefizers der Volts Zeitung", das die Freis. 8tg." Staat getrennt geweſenen, mit ihm wiedervereinigten Provinzen hinzustellen und den widerstrebenden Reichstag des Wort- offenbar sehr nötig braucht. vom 9. September 1814 sei zugleich die münsterische Schulordnung bruchs zu beschuldigen. Also ist Klarheit auch in Als seiner Zeit die Bolts Zeitung" burch Bismard unterdrückt wieder zur Anerkennung gelangt. So frage sich nur, ob sie durch diesem Punkt geboten, umſomehr, als der Reichstag durch die Ein- wurde, hat die Freifinnige Zeitung" es mit den schäbigsten Mitteln die Kabinetsordre vom 14. Mai 1825 beseitigt jei. Sie leite sich fügung von greifbaren Deckungsmitteln das Gefeß auf einen verfucht, aus der Knebelung des Blattes für sich selbst Vorteile zu mit den Worten ein: Damit im ganzen Umfange der Monarchie andren Boden stellt. Wenn die Deckungsmittel bereit gestellt raffen. Danials war sie bemüht, die Abonnenten der„ Volks- 8tg." die Schulzucht mit Erfolg gehandhabt und nirgend der Schulwerden, so muß auch genau gesagt werden, wozu und wann für sich zu gewinnen, jetzt spekuliert sie auf ihren Verleger. Ein befuch vernachläffigt werde feße ich, auf den Antrag des fie verwendet werden sollen. Trotz der Erfahrungen der legten tapitalistisch- manchesterliches Sittenbild. Staatsministerii, auch für diejenigen Landesteile, in welche bas Jahre glauben wir doch, daß eine solche Bindung der Regieallgemeine Sanbredt bisher nicht eingeführt ift rung es erschweren würde, sprunghaft Mehrin Uebereinstimmung mit den Vorschriften desselben fest..." Der forderungen zu stellen. Senat habe sich bisher streng an diesen Wortlaut gehalten. Er habe daher verneint, daß die münstersche Schulordnung durch die Stabinettsordre von 1825 aufgehoben fei. Der Gerichtshof habe sich jedoch überzeugt, daß die bisherige Auffassung sich nicht aufrecht erhalten laffe. Das entscheidende Gewicht fei darauf zu legen, daß die Kabinettsordre eine Gleichförmigkeit in der Regelung der Schulpflicht für die ganze Monarchie anstrebe. Sinngemäß seien mit den Worten in welche das Allgemeine Landrecht bisher nicht eingeführt ist," nur die landrechtlichen Borschriften über die Schulzucht gemeint. So gelte Was die bisher veröffentlichten Ergebnisse andrer Einnahme die Kabinetsordre auch in dem vormaligen Hochstift Münster. Sie zweige des Reichs betrifft, so beläuft sich der Ertrag der Reichsbestimmen aber in Nr. 2:" Der regelmäßige Besuch der Lehrstunden Stempelabgaben auf 52,8 Millionen Mark. Auf die in der Schule muß so lange fortgefeßt werden, bis das Kind nach Börsensteuer entfallen von den 52,8 Millionen 32,8 Millionen. dem Befund feines Seelsorgers jezt des Schulaufsichtsbeamten Die Lotteriesteuer hat den Etatsansatz nicht eingebracht und die einem jeden vernünftigen Menschen seines Stands notwendigen zwar ist die Steuer von den Staatslotterien um über 2 Millionen Kenntnisse erworben hat." hinter den Etat zurückgeblieben, während die der Privatlotterien Dieser Bericht bringt geradezu ungeheuerliche Thatsachen. etwas über 1 Million mehr eingebracht hat. Unfres Erachtens fann er nicht richtig sein. Dem Juftigminifter fehlt jede Legitimation, durch Erklärungen" der hier behaupteten Art auf ein unabhängiges Gericht einzuwirken; und es schließt eine geradezu ungeheuerliche Beleidigung des fammergerichtlichen StrafDie„ Köln. Volfsztg." müßte naiver sein als sie ist, wenn fie glauben sollte, der Reichstag könnte sich durch eine Bindung der Regierung vor sprunghaften Mehrforderungen schüßen. Die feierlichsten Erklärungen und die festeste gesetzliche Bindung bon 1898 hinderten nicht den Bruch dieser Erklärungen und das Sprengen der Bindung nach kaum 1½½jähriger Frist. Es giebt einen sicheren Schutz vor sprunghaften Mehr forderungen: Man mache den jetzigen Sprung nicht mit! Indem das Centrum aber trotz allerlei Sprödethun jezt mit springt, provoziert es weitere Sprünge in baldiger Zukunft. Deutsches Reich. Graf Bofadowsky und das Trucksystem in der Ziegelet. Als bei der Beratung des vorjährigen Etats der Genosse Zubeil fm Reichstag das Ziegelmeister- Univesen zur Sprache brachte und H Reichseinnahmen. Nach vorläufiger Feststellung hat die Ist einnahme an 8öllen Verbrauchssteuern für das technungsjahr 1899 insgesamt 782,1 Millionen Mark oder 2,6 Millionen mehr als im Vorjahr betragen. Mit einem Weniger sind dabei die Zölle in Höhe von 13.1 Millionen, die Tabalsteuer von 0,5 Millionen, die Branntwein- Materialsteuer von 3 Millionen verzeichnet, während ein Mehr von 7,7 Millionen durch die Zuckersteuer, von 10,4 Millionen durch die Branntweinverbrauchs Abgabe, von 1,6 Millionen durch die Salzftener und von 0,7 Millionen durch die Braustener aufgebracht wurde. Eisenbahn- Verkehr " einige ganz besonders krasse Fälle von Ausbeutung der Arbeiter Zur Frage der Perfouentarif- Reform im deutschen durch ein schlaues, vielleicht gesetzlich nicht faßbares Truckſyſtem zur wird uns aus Süddeutschland geschrieben. Es gewinnt immer senats in fich, wenn es heißt: Der Senat habe darauf"( d. 5. auf Sprache brachte, da stellte sich Graf Bofadowsky in seiner Erwide- mehr den Anschein, als ob die Verhandlungen, die gegenwärtig jene Erklärung" hin) nach nochmaliger Prüfung seine frühere Aufrung auf den Standpunkt des Harmlosen, der von solchen Dingen zwischen den deutschen Regierungen über die Frage einer Tariffaffung umgestoßen. entweder nichts weiß oder sie doch als Ausnahme behandelt. Von reform im Personenverkehr der Staatseisenbahnen schweben, in Interessant ist aber, daß die feit der Kanalvorlage ja so vers einer Kenntnis der thatsächlichen Verhältnis war da jüngster Zeit weniger denn je Aussicht hätten, zu einem erfolgreichen faffungstreue Kreuz- Zeitung" diesen Bericht ohne jeden Borbehalt nach im Reichsamt des Innern keine Spur. Ohne jedes Abschluß gebracht zu werden. Vor einigen Monaten schon, als be- abdruckt und vielleicht sogar für zutreffend zu halten scheint. llebrigens wäre eine wahrheitsgemäße Darstellung der hier Bedenken verteidigte Graf Posadowsky sogar das Trucksystem in den kannt wurde, die Verwaltung der bayrisch- pfälzischen Bahnen habe sich Biegeleien, indem er ein gefegliches und ein ungefeßliches Trudsystem zur Einführung ber stilometerhefte nach babischem Muster unter geschilderten Gerichtsverhandlung recht wünschenswert. bid andoxino 2 der Bedingung bereit erklärt, daß auch die Reichs- Eisenbahnen in Elsaß unterschied. Für die Arbeiter ist es mun ganz egal, ob sie gefeßlich Lothringen sich diesem Vorgehen aufchlössen, konnte man dies als ein Majestätsbeleidigung. Leipzig, 20. April. Wegen Ma geſotten oder ungeſeglich gebraten werden. ft bag Endiystem aus eingentligen Grundlage für den Bersonenverkehr aller Gleiwis der Bergmann corapach ber Steimstagswahl 1898 daß die Bestrebungen zur Einführung einer je stätsbeleidigung ist am 31. Januar vom Landgericht den Ziegeleien in ganz unerhörter Weise durch das Trucksystem gebeutet und darum verlangen sie das Verbot desselben auf alle deutschen Staatsbahnen, und Hand in Hand damit zur Abschaffung Gefängnis verurteilt worden. Kurz nach der Reichstagswahl 1898 Fälle. Es ist bemerkenswert, daß Graf Posadowsky sich gleichsam aller einzelstaatlichen Ausnahmetarife( Kilometerhefte, Zeitfahr bemerkte er seinem damaligen Freund Rathley gegenüber, es sei zum Berteidiger eines gesetzlichen Trucksystems in Ziegeleien auf- farten 2c.), sich als aussichtslos erwiesen und die süddeutschen Ber- bedauerlich, daß der Socialdemokrat nicht durchgekommen sei. warf, den Unternehmerstandpunkt derart übertrieben wahrte und waltungen sich deshalb veranlaßt gefühlt hätten, den Versuch der Dabei soll er auch eine beleidigende Aenßerung über den Kaiser sich päpstlicher geberdete wie der Papst selbst. Es muß dem Bildung einer selbständigen füddeutschen Bersonentarif gethan haben. Ein Jahr später zeigte Rathey, nachdem er sich inGrafen Posadowsky gesagt werden, daß auch die Unter- gemeinschaft unter Ausschluß der übrigen deutschen zwischen mit Sprattet verfeindet hatte, diesen wegen MajestätsBahnen zu machen. beleidigung an. Auf die Revision des Angeklagten hob das nehmer der Ziegelei Industrie mit den Arbeitern 84= In dem Budgetbericht, den dieser Tage der Abgeordnete der Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an das fammen das Biegeleimeister- Invesen gleich scharf verurteilen und Zweiten badischen Kammer, Dr. Wildens, über das Special- Landgericht Beuthen Ob. Schl, da die Feststellungen wider zu bekämpfen suchen, leider bis jetzt ohne die Unterstügung des budget der badischen Verkehrsanstalten erstattet hat, spruchsvoll seien und es auch zweifelhaft erscheint, ob die Reichsamts des Jnnern oder andrer Regierungsbehörden zu finden. findet diese Vermutung eine wesentliche Bekräftigung. Es wird darin intriminierte Aeußerung eine Mißachtung des Bur Beleuchtung des Posadowskyschen Arbeiterschutzes möge eine auf eine Anregung der Budgetkommission, betreffend den weiteren Raisers enthalte. authentische Verurteilung des Trucksystems in der Ziegelei durch die Ausbau und die Berbilligung des Kilometerheftes mitgeteilt; die Regierung habe dieser Angelegenheit noch nicht näher treten tönnen, Der Fall Lipps vor der bayrischen Kammer. Die Aus Unternehmer dienen, wie sie vor kurzem erst auf der legten General- ba erst das Ergebnis der zwischen den deutschen Regierungen über führungen des Professors Lipps über die deutschen Richter beschäftigten versammlung des Verbands Deutscher Thonindustrieller erfolgt ist. die Frage der Perſonentarifreform schwebenden Verhandlungen ab- heute abermals die bayrische Kammer. Der Kultusminister Dort führte der Geschäftsführer des Verbands, Dr. Fiebelkorn, ohne gewartet werden müsse. Die Verhandlungen hätten allerdings nach v. andmann teilte mit, daß Professor Lipps vom Urlaub zurüdauf Wiederspruch zustoßen, über das Biegelmeister- Unwesen wörtlich aus: Ansicht der badischen Regierung bis jetzt zu feinem Ergebnis gefehrt sei und ihn aufgesucht habe. Lipps habe auf seine „ Es ist bei dem sich häufig zeigenden Mangel an Bildung bei den Biegel- geführt, doch sei die Hoffnung durchaus nicht aufzugebenso Grflärung in den Münchner Neuesten Nachrichten" verwiesen meistern und vor allen Dingen bei dem vielfachen Fehlen ethischer Grund- heißt es refigniert, daß fie mit einer Vereinfachung und und betont, daß er nicht den bayrischen Nichterstand speciell, fäge bei ihnen naturgemäß nichts Seltenes, daß der Meister auf alle wohl auch() mit einer Verbilligung des Tarifs endigen sondern den deutschen Richterstand im allgemeinen gemeint Weise sucht seine Taschen zu füllen, ohne Bedenken dabei zu haben, würden". In der Hauptsache werde die Einführung einer einheit habe, und daß die speciellen Fälle, welche ihm vorgeschwebt lichen Grundtage angestrebt. Die Normaltage belaufe sich jetzt hätten, nicht der bayrischen Rechtsprechung angehörten. Der wenn es auf Kosten nicht nur des Arbeitgebers, sondern auch des für Personenzüge auf 8 beziv. 5,3 und 2,4 Pf., für Schnell züge Minister erklärt, er behalte sich die Aeußerung feiner Arbeiters geschieht. Der Meister hat in überaus zahlreichen Fällen auf 9,1 bezw. 6,4 und 4,5 Pf. eignen Meinung über den Fall Lipps für später bor. die Kantine unter sich und verwaltet sie selbständig. Dadurch ist Unter der Voraussetzung des Zusammengehens aller deutschen Lerno( C.), protestiert als Richter schärfstens gegen die bekannten naturgemäß der Aussaugung des Arbeiters durch den Meister Thor oder doch wenigstens süddeutschen Verwaltungen Aeußerungen des Professors Lipps, welche ichwere Be und Thür geöffnet. Viel Geld hat der Arbeiter gewöhnlich nicht in habe die badische Regierung eine Grundtare von 6 beziv. 4 und leidigungen des Richterstandes seien. den Händen. Er ist also auf die Gnade des Meisters angewiesen 2 Pf. für Personenzüge und von 7 bezw. 5 und 3 Pf. für und um so mehr von ihm abhängig, als der Meister ja fast stets Schnellzüge vorgeschlagen; doch sei es noch nicht Profeffors Lipps behalte er( der Minister) sich alle Schritte vor; es einen Wochenlohn des Arbeiters als Kaution gegen Kontrattbruch gelungen, die verschiedenen Meinungen auszu- liege zweifellos eine Beleidigung des deutschen gleichen, da Preußen die vierte Wagentlasse Richterstandes vor. von seiten des Arbeiters in Händen hat. Dem Arbeiter nicht aufgeben und die füddeutschen Verwaltungen diese nicht Unfre Leser, denen wir die schriftliche Formulierung der An muß also alles daran gelegen sein, dem Meister au einführen wollten. Die Budgettommission- fo heißt es in dem Be- sichten des professoralen Opfers der Denunziationswut des Centrums Willen zu sein, und er muß daher auch wohl oder richt dann weiter fönne sich angesichts dieser Mitteilungen der in aller Ausführlichkeit unterbreitet haben, werden sich topfschüttelnd über die Kantine des Meisters in Anspruch nehmen, wo er Bejorgnis nicht erivehren, daß die Opfer, die der gewiß er fragen, welche alle politische und psychologische Erfahrung ignorierende Kredit hat bis zum Ende der Campagne. Häufig genug ist es nun strebenswerten Tarifeinheit gebracht werden sollen, angesichts der hyperideale Auffaffung von der Thätigkeit des Nichterstandes vorgekommen, daß Arbeiter von dem Meister indirekt gezwungen immer beliebter werdenden Einrichtung der Kilometerhefte für Herrn Lerno veranlaßt haben könnte, in den Außerungen ( Es sei daran erinnert, daß die des Münchener Professors eine Beleidigung des Richter wurden, aus der Kantine Waren, und besonders Branntwein, in Baden zu groß sein würden. Daß das Centrum in der psychos weit bedeutenderem Maße als nötig zu beziehen. Wie uns die Inhaber von Kilometerheften in Baden heute schon auch mit Schnellstandes zu erbliden. Jahresberichte der tgl. preußischen Regierungs- und Gewerberäte gen zu bem Sage von 5,9 bezw. 3,9 und 2,4 Pf. pro Kilometer logischen Motivation einer zuweilen das allgemeinste Auf fahren). Die Stommiffion halte es bei diefer Sachlage für zweifel- sehen erregenden Judikatur deutscher Richter eine Beleidigung lehren, werden den Arbeitern auf diese Weise nicht selten geradezu haft, ob Baden gut daran thue, fich an dem gemeinsamen Vorgehen derselben erblicken kann, läßt sich nur aus dem blinden Haß der junglaubliche Mengen Schnaps aufgezwungen." So urteilen die zu beteiligen, wenn das Stilometerheft in Wegfall tommen müßte, schwarzen Heinzegarde gegen den geachteten Gelehrten erklären, der Unternehmer der Ziegelei- Industrie über das Trucksystem. Ob und vertrete die Ansicht, man solle im Gegenteil das Kilometerheft an der Profestbewegung gegen die lex Heinze so Graf Posadowskh auch ihnen gegenüber ein gefeßliches Truck zunächst wenigstens in dem Sie weiter ausgestalten, daß auch energisch Anteil genommen. Wir möchten das Centrum nur an die system weiter verteidigen will? Der Verband der Thon- efte, insbesondre solche dritter Klasse, für 500 Stilometer aus Stritit erinnern, die Herr Lieber allerdings vorsichtigerweise industriellen wirkt zunächst dahin, daß den Ziegelmeistern in gegeben, ferner die Beschränkung der Geltung derselben auf die unter dem Schutz der parlamentarischen Immunität bei der Zukunft die Schanktonzession versagt werde, hat bis jetzt aber Familie des Juhabers aufgehoben und endlich der Preis eines Beratung der Buchthausvorlage an der sächsischen Justia, speciell in dieser Beziehung bei den Behörden noch keine Erfolge aufzuweisen 1000 Kilometerhefts von 20 bezwv. 24 M. auf 20 M. herabgesezt dem Löbtauer Urteil, geübt hat. Herr Lieber sprach damals von einem ,, haarsträubenden" Urteil und entwickelte bei dieser gehabt. Während man sonst in der Erteilung von Schanktonzessionen Wenn man die andauerd günstigen Erfahrungen Gelegenheit ganz ähnliche Urteile wie Professor Lipps. nicht vorsichtig genug ist, geht man äußerst liberal den Biegelmeistern berücksichtigt, welche die babifche Verwaltung mit ihren Kilometer. Diese Reichstagsrede des Centrumsführers hat möglicherweise gegenüber vor, die ihre Konzeffion in erster Linie zur Ausbeutung heften in den letzten Jahren gemacht hat, so begreift man sehr wohl, Brofeffor Lipps in seiner Auffassung unsrer Justiz besonders be der ihnen unterstellten Arbeiter ausnügen. Vielleicht läßt sich Graf warum fie der Preisgabe diefer Neuerung schwere Bedenken entgegen stärkt. Mit der politisch so unklugen Heze gegen den Mann, der werde. Justizminister v. Leonrod erwidert, bezüglich des zur Zerstörung der sinnlosen Legende von der unfres Volkslebens bei." Ausland. madeber Polizeikomplotte treten." anderwärts. Partei- Nachrichten. Den Eindruck Wenn man von der diesmaligen freien firchlich- socialen| Angestellten ber Pflanzungen die Gummiliefest abfoluten unfehlbarkeit der Richter sein Teil beigetragen, Konferenz" die pastorale Salbaderei abzieht, bleibt herzlich wenig übrig, rungen, die sie den Eingeborenen vorschreiben, hat das Centrum, um feine eigne Phrase zu gebrauchen, feiner über das sich einige Worte der Berichterstattung verlohnten. Die mit rober Gewalt ein. Was für die Holländer auf Java Sache keinen Dienst erwiesen." schönen salbungsvollen Expektorationen über Staatskirche, Landes der Kaffee, für die Araber in Junerafrika das Elfenbein war, Fortschung der Heinzedebatte. München, 21. April. Kammer firche, Boltskirche, triumphierende Kirche", über die bisherige Ston- ist für die Belgier das; Gummi. Stanley fagte bei seiner der Abgeordneten. Bei Fortſegung der Beratung des Kultusetats firmationspraxis", über„ Gewohnheitstirche und Ueberzeugungs- letzten Rückkehr aus Afrika vor zehn Jahren, er wolle fein erklärt Stultusminister von Landmann, die Aufregung über§ 184a firche, über" Gesamtschuld und Einzelschuld", über den lebendigen Elfenbein, weil Menschenblut daran flebe. Die Araber ließen das der„ lex Heinze" jei in Künstlerkreisen und der sich mit der Kunst Christus, den Gekreuzigten, Auferstandenen, Erhöhten und Wieder- geraubte Elfenbein durch diejenigen forttragen, die beim Ersiürmen beschäftigenden Preise nicht so groß wie die Gegner be- gekommenen" übergehen wir mit beredtem Schweigen. Die Themata von und Berbrennen der Dörfer am Leben geblieben waren; unterwegs haupten. Er sei durch nochmalige Prüfung zur Ueberzeugung ge- allgemeinem Interesse dagegen wurden in Spezialfommiffionen unter fielen die Träger dann zu Tausenden nieder, und die endlich leberhaupten. Er sei durch nochmalige Prüfung zur Ueberzeugung ge- Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt, so die Debatte über die christ- lebenden wurden verschifft und verkauft. Die Belgier machen kommen, daß die Besorgnisse übertrieben seien. Nach den bestimmten liche Gewerkschaftsbewegung und über die deutschen Wigblätter in Einfälle in die Dörfer, deren Bewohner bei dem unErklärungen aller maßgebenden Regierungsvertreter soll die Kunst völlig frei und unbehelligt bleiben. Die Darstellung des Nackten in ſittlicher Beleuchtung". Als anständiges Wigblatt betrachtete der genügenden Preise, den sie erhalten, sich in der Herbeider Kunst würde bei Annahme des§ 184a teinen weiteren Thesen die" Fliegenden Blätter", aber alles in allem genommen gemordet; zum Beweis, daß ein kaufmännischer Straf Referent zu legterem Thema, Lic. Weber, in seinen veröffentlichtenfchaffung von Gummi säumig zeigen; dann wird Beschränkungen unterliegen als jetzt. Die Gestattung cines gewissen Spielraums, eine gewisse sta uticufartigkeit tragen die Wigblätter heute mehr zur Zerfegung als zur Gefundung ang stattgefunden hat, muß der Truppenführer abfinde fich vielfach im Strafgesetz und sei fogar gut. Die Bewegung Alls einzig wertvolleres Referat in öffentlicher Versammlung sind aber gedörrt in Körben zugetragen werden. gehauene Hände mitbringen, die dem Befehls gegen die lex Heinze" jei mir ans politischen Gründen erfolgt. nitation gegen die„ lex Heinze" und erwähnt dabei, Böckline Gedanken im Bürgerlichen Gesetzbuch" anzusehen. Der Redner hielt fehr leicht. Sie glaubt nicht das Recht zu haben, sich einzumiſchen, Abg. Lerno( C.) bekämpft in längeren Ausführungen die die Ausführungen Prof. Stammlers aus halle über„ Sociale Bild ,, Das Spiel der Wellen müsse aus den Schaufenstern sich von allem christlich- socialen" Drum und Dran fern und be- obschon sie vertragsmäßig dem Kongostaat jährlich ein Darlehn verentfernt werden, es wäre vielleicht nicht schade, wenn es mühte sich, in großen Zügen die Beeinflussung der Verfasser des abfolgt; fie behauptet, andre Auskünfte als solche über wirtschaftwürgerlichen die Strg beg ve fie behauptet, anfordern nicht berechtigt. auch aus der Pinakothek verbannt würde, da diese doch auch von Zeit darzuthun. Aber als ob man die Neutralität der Rechts- hatte man nicht, als der Kongostaat mit Belgien den sogenannten Bürgerlichen Gesetzbuchs durch die sociale Strömung der neueren liche Fragen jugendlichen Personen besucht werde. Justizminister v. Leonrod erklärt dagegen, daß die gelehrten geahnt hätte, war ein Korreferent in der Berfon eines Schenkungsvertrag schloß. Zudem handelt es sich um die Ehre Entfernung des erwähnten Bildes von Böcklin nicht in der Abficht füllte und auf das„ Neich Gottes" als das höhere Biel" himvies. nach dem Treiben der Fiévez, Lothaire und Genossen zu erkundigen.. ungra felt worden, ber bie angedeuteten wien aug. von Landestindern, und der Striegsminister hätte die Pflicht, sich der Regierung liegen könne. Die Ausführungen des Kultusministers zeichnen sich nicht gerade und was dieser Herr etwa noch hatte fehlen lassen, das holte dann Seit den Mitteilungen, die vor drei Jahren in der„ Kölnischen durch logische Verknüpfung der Gedanken aus. Herr v. Landmann Herr Hofprediger Stöder nach, wobei ihm das nicht üble En Beitung" erschienen, ist der Schandfleck vorhanden. Wir würden uns behauptete anfangs schlankiveg, daß die Aufregung in Künstler- geständnis entschlüpfte, daß man sich nicht einbilden dürfe, daß das zu allererst freuen, wenn es gelänge, ihn wegzuwaschen, allein die freisen gar nicht so groß fei, wie man behaupte. Die Recht immer gerecht sei, es sei auch häufig sehr ungerecht!- neuesten Berichte sind so bestimmter Art, daß uns das kaum mögThatsache, daß die Künstler in Masse protestiert haben und dem. lich scheint. Bloße Ableugnungen des Kongostaats verfangen weder Goethe Bund beigetreten sind, beweist doch das strikte Gegenteil. Der in Belgien noch Die materielle und Kultusminister widersprach sich dann aber auch selbst, indem er moralische Verantwortlichkeit muß festgestellt erklärte, daß die Besorgnisie übertrieben seien das werben, wie hoch sie auch hinaufreichen möge. Vorhandensein der Besorgnisse also selbst zugab. Ferner: Wenn die schreibt man uns aus talien d. d. Rom, den 18. April: Die Belgier haben das Vertrauen der Mächte verscherzt und legtere Darstellung und doch wohl auch öffentliche Ausstellung Die italienische Polizei betreibt wieder mit außerordentlichem fordern. Zunächst wäre Belgien wiederum vor die Frage gestellt, haben das Recht und die Pflicht, Rechenschaft zu des Nackten in der Kunst bei Aunahme des§ 184a feinen Eifer das Geschäft der Entdeckung von Komplotten ein Beweis, weiteren Beschränkungen unterliegen soll als jetzt, ist dann der§ 184a überhaupt nötig? Man wird fich plagt find. Die Komplotte find durchweg von lächerlicher Blumpheit, unter die Herrschaft eines unfähigen Parlaments fallen, es wird wozu daß die Brotgeber der Polizei von außergewöhnlichen Mengsten ge- ob es den Besitz des Kongogebiets endlich antreten will, allein die Regierung scheint andre Sorgen zu haben. Mag das Kongoreich cben an die Definition des Begriffs uust flammern! aber dennoch gefährlich für die Unglücklichen, die dabei in die Klayen Wie weit die banaufische seunstfeindlichkeit des Centrums geht, der Polizei fallen. Und die Polizei hat so viel Vergnügen an schließlich noch beffer sein, als wenn die gegenwärtige verruchte leuchtet mit erfreulicher Deutlichkeit aus der offenherzigen Bemerkung diesem Handwerk, daß sie sich durch die Ohrfeigen, welche sie wirtschaft fortdauert. esteres fann die gesittete Welt Lernos über das Bild Bödlins hervor. Nicht nur aus den Schau von den Geschwornen erhält, nicht im mindesten abschreden ist notwendig; je nach deren Ergebnis mögen die nicht länger dulden. Eine gründliche Untersuchung läden soll die feigenblattlose Kunst verschwinden, sondern auch aus läßt. Das Komplott von Alexandrien und Kairo gegen Vertragsmächte von 1890 wieder zusammen den Museen! Es dürfte selbst dem arglofesten Gemüt schwer den Kaiser Wilhelm, die zahlreichen Polizeibomben fallen, angesichts einer solchen Ungeniertheit noch an eine harmlose Rom, das Komplott des Avanti" während der Maitage, das KomInterpretation des§ 184a zu glauben. Die wahren Absichten der plott der angeblichen Mitschuldigen Acciaritos- all diese Stomplotte Die ſittliche Entrüstung der Köln. 8tg." würde noch unfren ritos- a Heinzemänner verrät auch vortrefflich eine Reminiscena, die haben sich in blauen Dunst aufgelöst und mir die Polizei tom- ungetrübten Beifall finden, wenn wir nicht aus dem moralischen die Frankf. 8tg." anläßlich der Heinzedebatte im bayrischen Landtag promittiert. Aber die Polizei bleibt sich selbst getren, und jetzt hat Appell an die gefittete Welt" allerhand koloniale Teilungszur rechten Zeit auffindet. Das Blatt schreibt: fie ein neues Komplott in Ancona entdeckt, bei den Anarchisten gelüfte heraushören zu müssen glaubten. Es ist schon beffer, wenn ein§ 184a nicht egiftiert. Wer des Wochenblatts Agitazione". Vorgestern Montag weiß denn, was früher oder später in Bayern nachfommit. Lieber wurden jämtliche Redacteure dieses Blattes verhaftet, weil die feinen§ 184 a. Das lehrt uns gerade dessen Vater, der verstorbene Polizei einen Brief des augenblicklich in New York befindlichen Kultusminister Dr. Müller. Der würde den schön angegudt Anarchisten Mala festa gefunden haben will. in welchem Brief haben, der ihm ins Geficht gefagt hätte, er schätze die Kunst nicht aufgefordert wird, einemt gewiffen..... 50 Lire zu geben, damit Und doch wollte er feiner Zeit verhindern. daß das prächtige er eine bestimmte Reise vornehmen könne. Natürlich ist der Brief. Babylon" in die internationale Ausstellung im Glaspalast tomme. Die Neise, von der in ihm die Rede ist, soll mun, wie die Polizei République" entnehmen, mit Vorbereitungen zu dem internationalen Die Beseitigung des Bildes wurde nur dadurch unmöglich gemacht, und die Polizeiblätter, 3. 2. ber Popolo Nomano" behaupten, Arbeiterfongreß. Wir freuen uns dessen. Mit Ausnahme des daß die Frankf. 3tg." rechtzeitig wind davon bekam und Lärm ein Attentat auf irgend ein gekröntes Haupt oder gar auf mehrere Beschlusses, den uns die" Petite République" vor anderthalb schlug. Das Gemälde war dann der Glanzpunkt der ganzen zum Zweck haben. Es steht ums also ein großer Anarchistenprozeß Monaten mitteilte, daß der Kongreß am 23. September Ausstellung. In andren Fällen fonnte Herr v. Müller seine bevor. Man braucht eben einen Wauwa u. zusammentreten und fünf Tage lang dauern solle, haben Censuren durchsetzen, da die Breffe nicht rechtzeitig davon Thatsächlich giebt es in Italien sehr wenig wirkliche Anarchisten. die Parteigenossen nichts von dem bevorstehenden Kongreß gehört. erfuhr. Das var also eine borgeborene Anwendung Die früher infolge der Unbildung des Bolts und der mangelnden und der Wunsch ist allgemein, näheres zu erfahren. des§ 184 a auf Ausstellungen. Das that Wie man uns schreibt, wird das Einladungsschreiben der politischen Erziehung ziemlich zahlreichen Anarchisten haben sich größten nämliche Kultusminister, der seinen Ministerkollegen 1891 notifizierte, teils zum Socialismus bekehrt und nur ein Häuflein junger und un- des französischen Organisationskomitees in wenigen Tagen versandt der von ihm angeregte§ 184 a folle Museen, Ausstellungen und flarer Leute sind Anarchisten geblieben und haben der Regierung, werden. Namentlich in Bezug auf Wohnungen, die Kosten Schaustellungen in geschlossen Räumen nicht treffen. Er hat sie die fich ihnen so undankbar zeigt, recht anerkennenswerte Dienste des Aufenthalts in Paris, Adressen, an die sich zu zutreffen gewußt. Warum? Um gut mit den leritaten geleistet, indem sie uns allerdings erfolglos während der wenden, werden Aufschlüsse willkommen sein. & auszukommen. Und damals waren die Kleritaten noch nicht füngsten Obstruktionskampagne in den Rücken fielen. Die Haupt- c einmal so weit wie heute." thätigkeit der Anarchisten besteht darin, auf uns zu schimpfen Als nicht mehr zur Partei gehörig wurde durch SchiedsDie beruhigenden Versicherungen des Kultusministers können durch die Heftigkeit des Schimpfens wollen sie ihr politisches Nichts- spruch der Genossen im Niederbarnimer Kreise der Tischler also unmöglich ernst genommen werden. thun verdecken. Heinrich Werner aus Erfner erklärt. Werner hat in öffentBlutige Rache ist für die Ermordung des deutschen Kaufmanns uns bringen wird, und beschäftigen wir uns einstweilen mit den dem hat er bei der Warten wir ab, welche Enthüllungen" dieser neueste Prozeßlicher Voltsversammlung verdiente Genossen beschimpft; außer Mezke durch Eingeborene der Admiralitätsinseln durch eine Straf der letzten Gemeindewahl gegen den expedition des Kreuzers„ Seeadler" geübt worden. Der„ Seeadler" Enthüllungen, die uns ein Prozeß gebracht hat, der sich jetzt Beschluß der Genossen sich selbst um das Amt eines Gemeindewar Mitte Januar im Bismarckarchipel eingetroffen und wurde sofort in Viterbo abspielt- Enthüllungen, schwer belastend für vertreters beworben und dadurch eine Zersplitterung unsrer auf Requisition des Gouverneurs nach den Admiralitätsinseln geſchidt. uniren Richter und Beamtenstand. Stimmen und damit die Niederlage unsrer Partei verschuldet. Von Gleichzeitig wurde vom Gouvernement der Hernsheimsche Schooner. Der Sachverhalt ist folgender: Werner wurde verlangt, daß er seine unberechtigten..guldigungen " Mascotte" gechartert, der mit etwa 80 eingeborenen Boli- Im Jahre 1892 wurde ein angesehener Grundbefizer auf der zurücknehme. Da er sich dessen weigerte, beschloß das Schiedsgericht aisten einige Tage vorher nach den Admiralitätsinseln segelte. Von Landstraße durch einen Flintenschuß getötet. Die öffentliche einstimmig, den Genoffen zu empfehlen, Werner nicht mehr als ber Expedition wurden, wie der„ Köln. Wollsztg." geschrieben wird, Meinung flagte fofort den Sohn des Ermordeten an, den zur Partei gehörig zu betrachten. Die Genoffen des Niederbarnimer Don Priester etwa 60 ingeborene getötet und eine kleine An= Pezi, einen Mann von Streifes traten diesem Beschluß bei. Er wurde verhaftet, zahl gefangen genommen, ferner zahlreiche Sänser großem Einfluß in seiner Provinz. Judes die Reuß j. L. im Kampf gegen die Socialdemokratie. Der Geeingeäichert und mehrere Hundert Canoes sowie jedoch von der Anklagekammer wieder entlassen. andres Gigentum zerstört. Auch auf Neu- Med I en öffentliche Meinung blieb dabei, ihn als den Schuldigen zu be- meinderat in Pforten hatte den Beschluß gefaßt, die gemeinderätlichen burg gelang es der Schutztruppe, in dem Dorfe Stabien eine An- trachten. Da wird plötzlich im Jahre 1894 die Antlage des Mords Verfügungen auch in der socialdemokratischen Reußischen Tribüne" zahl von mörderischen Eingeborenen unerwartet zu beschleichen und gegen drei Personen: Balle, Benedetti und Bollegrini, erhoben, ein bekannt zu machen. Offenbar ging der Gemeinderat dabei von der die Haupträdelsführer zu töten. Der„ Seeadler" ist darauf nach Prozeß wird eingeleitet und durch das Zeuguis vieler Personen auch recht begreiflichen Anficht aus, daß es den Lefern des genannten den Marschallinseln weitergegangen und wird von da aus eine Tour ein Schuldig erwirkt, das den drei Angeklagten eine Verurteilung zu Blattes nur dann möglich sei, sich den Sagungen der„ bestehenden durch den Karolinenarchipel antreten, um Eingeborene, namentlich Meinung beruhigte sich noch immer nicht. Rerferstrafen auf Lebenszeit einbrachte. Allein die öffentliche Staats- und Gesellschaftsordnung" zu unterwerfen, wenn ihnen dieauf der Insel Bonape, zu entwaffnen. Der Gouverneur, Herr Die Zweifel felben genau ebenso bekannt gemacht werden, wie andern Staatsvon Bennigsen, nahm an der Strafexpedition nach den Admiralitäts- brangen in weitere Streise; gewannen mehr und mehr An- bürgern. Das reußische Ministerium ist jedoch andrer Meinung. Es halt, und heute ist es erwiesen, daß die drei Berbat den Gemeinderatsbeschluß einfach verboten. Ob sich keine andre, humanere Form der Bestrafung hätte finden Brozeß von Viterbo richtet sich gegen ihn und gegen die Ver- folches dürfe fie ein Blatt, wie bete befeheben Staats„ Die Gemeinde Pforten bilde ein Glied im Staate und als urteilten unschuldig sind, und Bezi der Mörder. Der Tribüne", deren BeTassen? Die Maffenschlächtereien der Strafexpeditionen bilden bereits ein dunkles Blatt in der deutschen Kolonialgeschichte. Daß nur eine der Strafe zu entziehen, und drei Unschuldige im Kerfer ver- und Gesellschaftsordnung gerichtet sind, nicht unterſtüßen." chwörung, welche eingefädelt worden ist, um einen Schuldigen strebungen offenkundig auf die Beseitigung Heine Zahl an Gefangenen gemacht wurde, ist wohl weniger auf schmachten zu lassen. deu hartnädigen Widerstand der Insulaner, als auf In der Gerichtsverhandlung wurde fest. Das heißt denn doch wahrlich bei der Socialistentötung ein Loch die Absicht, eine exemplarische Vergeltung zu üben, zurückzuführen. gestellt, daß ein Zeuge des Mords, der gegen Balle daß ein Zeuge des Mords, der gegen Balle und in die Natur gepufft; denn die Reußische Tribüne" wird schwerlich die beiden andern aussagte, durch den Chef der von dem Verbot getroffen. Sie ist glücklicherweise nicht nach Art Man dürfte deshalb wohl auch absichtlich eingeborne Polizei- Gendarmerie zu feiner falschen Aussage ver- der Amtsblätter auf Unterstützungen durch amtliche Bekanntmachungen mannschaften zur Erefution gewählt haben. Ob man nicht durch leitet worden ist und zwar mit dem Versprechen angewiesen. Aber ihre Leser haben doch dasselbe Verwendung von Marinemannschaften denselben Zweck, aber unter Vermeidung überflüssigen Blutvergießens, erreicht hätte? Die Anhänger der rücksichtslosen kolonialen Abschredungstheorie werden freilich troß ihres waschechten Christentums derartige sentimentale" Bedenken überlegen belächeln. Internationaler Arbeiterkongres. 113 In seiner legten Sigung beschäftigte sich der Generalrat franzöfifde Rofolialgemälde Der Fall von wenn er nicht von der Polizei gemacht ist, von ihr gestohlen der französischen Socialisten, wie wir der Petite = Gratiliano eines sechsmonatigen Urlaubs der Zeuge war damals Soldat. Recht auf solche Bekanntmachungen, wie die Ferner wurde erwiesen, daß der Staatsanwalt den nämliche andrer Blätter! Oder hofft das Ministerium, allmählich die Beugen, als dieser auf die Frage, ob er Balle erkannt habe, ganze reußische Socialdemokratie hinter Schloß und Niegel zu geantwortet hatte: Es scheint mir so 1", aurief: Golönnen bringen, indem sie ihre Mitglieder über unbekannte Verordnungen Sie nicht aussagen. Entweder Ja oder Nein!, stolpern läßt? worauf der Zeuge dann natürlich sagte: Ja. Andre schwer be lastende Thatsachen sind enthüllt worden und die Enthüllungen sind noch nicht zu Ende. d) " Tas samoanische Klima war unlängst in der kolonialfreund lichen Bresse als ein überaus günstiges geschildert worden. Jegt geht durch die nämliche Bresse eine Notiz, die darthut, daß auch auf Samoa das Selima ebenso seine Tücken hat, wie das anderer Es heißt, die Regierung habe sich entschlossen, mit aller Strenge Tropenländer. Es wird nämlich darüber geklagt, daß die deutsche gegen die pflichtvergessenen Beamten, deren Schandthaten in diesem Schule Apia- Samoa, die mehr als als 60 Schüler zähle, gegen wie in früheren Prozessen enthüllt worden sind, unnachsichtlich vor wärtig von einer einzigen Lehrkraft versehen werden müsse, zugehen. Es heißt so. It's aber wahr? Kann die Regierung da die beiden andren Lehrkräfte, die bisher den Unterricht mit in das Wespennest der Maffia eingreifen, vor der sie schon so oft erteilt hätten, ihres durch das Klima angegriffenen Ge- zurückgewichen ist? Denn die Maffia ist es, die ihr hier entsundheitszustandes wegen nach Europa hätten zurückkehren gegentritt. müssen. Die Kolonie, nach der der Strom der Auswanderung gelenkt werden könnte auch ein Flottenargument unsrer Kolonialpolitikermüßte also erst noch gekauft, gepachtet oder erobert werden. Afrika. Ueber einen großen Sieg unsrer Bremer Parteigenossen erhalten wir folgende Depesche: Bremen, 21. April. Fünf socialdemokratische Stadtverordnete wurden heute mit 432 gegen 260 Stimmen gewählt. über das Thema sprechen:„ Warum ich Socialdemokrat geworden bin". Es ist dies das erste öffentliche Auftreten Göhres nach seiner uebertrittserklärung und so dürfte sein Vortrag eines allgemeinen bin". Es ist dies das erste öffentliche Auftreten Göhres nach seiner Interesses nicht entbehren. Paul Göhre wird, wie wir hören, am Mittwoch in Chemnit Der Redacteur und Verleger bes ,, Süddeutschen Postillon", Genosse Mois Kiefer, der wegen eines Gedichts, beUeber die Grenel im Kongostaat bringt die Köln. 8tg." Monaten Gefängnis verurteilt wurde, hat, nachdem die gegen dieses treffend das Löbtauer Urteil, vom Landgericht zu Chemnitz zu drei Erfurt, 20. April.( Eig. Ber.) Die„ Christlich- Socialen einen langen Artikel, dem wir folgende Stelle entnehmen: oder Evangelisch- Socialen oder Kirchlich- Socialen, es ist ja alles" Man vernimmt fortwährend von Aufständen der fongoftaatlichen Urteil eingelegte Revision vom Reichsgericht verworfen worden ist, dasselbe", so meinte Herr Stöder heute, tagten diefer Tage Truppen. Unfre deutsch- ostafrikanischen Beamten wissen von den dieser Tage seine Strafe angetreten. wieder einmal in Erfurt. Sie waren schon öfter hier, und bei einer Raubzügen der Meuterer westlich des Tanganjikafees zu erzählen. Die Lügen des Fränkischen Kurier" in Nürnberg trugen dieser Gelegenheiten sprach Herr Stöcker das lustige Wort, an das Sie sind auch den Ursachen der Meutereien zum Teil auf die dem dortigen Genoffen Eisinger eine Vorladung auf das dortige er sich vor einigen Monaten anläßlich des Entrüffingsrummels der Spur gekommen: Zwangseinstellung, schlechte Behandlung usw. Rentamt ein, woselbst, ihm die Frage vorgelegt wurde, ob er VorSeinen wider die gesangbuchschänderische Aeußerung des Berliner Privat- Dazu kommt der Fehler, daß Weiße Untergebene von Schwarzen stand mehrerer Stassen sei und was für Gehalt er aus denselben docenten Preuß im Stadtverordneten- Kollegium erinnern lassen mußte: werden können, und das eines weißen Offiziers unwürdige Be- beziehe. Auf die Frage, warum man ihn vorlade, nachdem er doch Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Erfurt nehmen gegenüber den Troßweibern. Letzteres bedeutet nach Reger- bei der letzten Einschäzung seinen Verdienst genau angegeben habe, still". Diesmal haben wir ein ähnliches Citat von ihm nicht gehört. anschauung eine Verlegung des Eigentumsrechts gegenüber den verweigerte der Beamte die Antwort. Der Fränkische Sturier".schrieb Zu wundern giebt es übrigens auch in Erfurt nicht mehr viel für Mannschaften, und schädigt die Disciplin. Deutsche Kenner der Ver- bekanntlich am 2. April unter andren Lügen und Verdrehungen: die Chriftlich- Socialen, höchstens, daß ihre einst hier so start verhältnisse finden ferner, daß das belgische Personal häufig schlecht Der mehrfache mit 6800 W. bezahlte Stassenvorstand Eizinger 2c. breitete und eingefeffene Bewegung, die sich im„ Evangelischen ausgewählt ist. Das Grundübel jedoch ist das System": um Dabei hat der Kurier" die Kleinigkeit von 5000 m. hinzugelogen. Arbeiterverein" tonzentrierte, denselben Krebsgang gegangen ist, wie fich hohe Provisionen zu sichern, treiben die Die Gesamtausgaben für Berwaltungskosten belaufen sich in der im übrigen Deutschen Reiche. Offiziere und Beamten bes Rongostaats wie die Kasse, bei der Gizinger angestellt ist, bloß auf 3879 m. 64 Pf. " Aus der Frauenbewegung. Die Bagatelle von 9 726 000 m., der außerordentliche bloß 7 625 835 W. werden. Ein Preisausschreiben über die Frauenfrage veröffentlichte An unerhobenen Dividenden, die irgend ein leichtsinniger Aktionär in ihrer Ostersonntags Nummer die Oestreichische Bolts- Beitung" zu erheben vergessen hat, werden noch 3792 M. in der Stasse mit die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft beim Gewerbegericht ver in Wien, 1. Bezirt, Stehrerhof 3. Die Preisfrage lautet: Auf geschleppt. Die laufenden Verbindlichkeiten betragen 3 215 679 M. welchem Gebiet tönnen sich die Frauen im Der Arbeiter- Unterstützungsfonds ist mit 1543 206 M. angeführt, zwanzigsten Jahrhundert am wirksamsten be- was gerade nicht übermäßig viel ist für die Hunderte von Millionen, thätigen. Es sind drei Preiſe( 300, 200, 100 Kronen) für die die Arbeiter bisher erarbeitet haben. die drei besten Abhandlungen ausgesetzt. Die Jury bilden die Damen Boßhardt, Präsidentin des Vereins für er= weiterte Frauenbildung; Lang, Herausgeberin der Zeitschrift ,, Dokumente der Frauen"; Hofrätin Obermayer und die Herren Hofrat Dr. May Burckhardt, Hofburgtheaterdirektor i. P.; Schriftsteller Chiavacci, Redacteur der„ Destreichischen Bolls- Zeitung" und Universitätsprofeffor Dr. Jodl, sämtlich in Wien. Die Preis arbeiten sind anonym mit Merkzeichen versehen und eingeschrieben bis spätestens 15. Mai d. J. an die Redaktion der„ Destreichischen Bolts- Zeitung", Wien, I., zu senden. Sie müssen in deutscher Sprache geschrieben fein und dürfen in ihrem Umfange 300 Korpuszeilen nicht überschreiten. Die Preiszuerkennung er folgt in der Pfingst- Nummer am 3. Juni 1900. der Höhe von 340 954 M. Der ordentliche Reservefonds beträgt| passierte Unfall als ein Unfall beim Brauereibetriebe angesehen Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. erDie Aussperrung sämtlicher Berliner Dachdecker ist nun von den Meistern beschlossen worden. Zuzug von Dachdeckern ist daher streng fern zu halten. Zuſchriften sind zu richten an star Görnig, Berlin S., Schinkestr. 25. Litterarisches. Der Schreiber als Gewerbegehilfe. Der Schreiber M. Hatte flagt und von ihr eine Lohnentschädigung wegen unberechtigter Entlaffung verlangt. Die Stammer V stellte fest, daß M. im Betriebs: bureau der Gesellschaft mit schriftlichen Arbeiten, die den technischen Betrieb betrafen, beschäftigt worden war. Der Gerichtshof reainete diese Thätigkeit dem technischen Betriebe zu und erklärte deshalb den Kläger für einen Gewerbegehilfen, für dessen Klage das Gewerbegericht zuständig sei. Dem Kläger wurde jedoch geraten, die Dr. Rösemeier. Der Arbeiter im 19. Jahrhundert. Klage zurückzunehmen, weil die Arbeitsordnung mit ihrer FestBerlag von Siegfried Cronbach, Berlin. In diesem Buch hat der legung des Kündigungsausschlusses auch auf ihn Anwendung finde. M. Verfaffer im ganzen eine fleißige, gewissenhafte Arbeit geliefert, die W. nahm die Klage zurück. getrost allen zu lesen empfohlen werden kann, denen das Studieren Der Krieg. größerer Werke nicht gut möglich ist. An der Hand der bekannteren Werke bürgerlicher und socialdemokratischer Schriftsteller bringt Herr Die neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplaß find wieder äußerst Raum von 160 Drud lüdenhaft. Die englische Presse führt die Dürftigkeit der Meldungen Dr. Röfemeier auf dem knappen feiten eine lebendige frische Darstellung der proletarischen Bes auf die Depeschencenfur zurüd, die deshalb so streng geübt werde, wegungen im 19. Jahrhundert, nachdem er im ersten Kapitel um dem Feind nicht die strategischen Operationen zu verraten. seines Buchs den Gegensatz der modernen Emancipationsbewegung Vielleicht aber handelt es sich auch nur um Unterdrückung von Nachzu den antiken und mittelalterlichen Kämpfen proletarischer Natur richten, deren Veröffentlichung Lord Roberts seines militärischen wie folgt definiert hat: Produktive Thätigkeit, formelle Gleichheit Renommees wegen bedenklich erscheint. und Selbständigkeit verbunden mit thatsächlicher Ungleichheit, das Auffallend ist es jedenfalls, daß nicht die kleinste Nachricht über sind die allgemeinen Kennzeichen des modernen Proletariats, mag den Verlauf des Gefechts vorliegt, das nach den gestrigen Teleseine Lage in den einzelnen Ländern, mag fie innerhalb seiner ein- grammen bei zelnen Schichten, mag fie in den verschiedenen Jahrzehnten Glen Siding feiner Entwicklung noch so tiefgehende Unterschiede aufweisen." geschlagen wurde. Da dieser Kampfplatz nur einen mäßigen Tagess In zwei Abschnitten entwirft der Verfasser ein scharfgezeichnetes marsch nördlich von Bloemfontein liegt, müßten Roberts doch Bild der englischen und französischen Arbeiterbewegung, um dann unbedingt Meldungen zugegangen sein. Es scheint aber, als ob in einem besonders lesenswerten Kapitel die Lage der deutschen Roberts nicht in der Lage gewesen sei, den in Glen im Gefecht Arbeiterschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu schildern. befindlichen Unterführern Verstärkungen zuzusenden. Für die Weiter finden wir in sympathischer Auffassung die Kulturmission der angeblich wiedererlangte Operationsfähigkeit der in Bloemfontein Socialdemokratie und der Gewerkschaftsbewegung gewürdigt. Im befindlichen Streitmacht wäre das gerade kein Beweis. Schlußkapitel, das unter anderm eine nach Ländern ge Dagegen liegen Nachrichten vor über ein Gefecht, das sich ordnete Uebersicht über den gegenwärtigen Stand der südlich von Bloemfontein, bei Arbeiterbewegung enthält gelangt der Verfasser zu dem folgenden Resultat:„ Es ist im wesentlichen das Verdienst der Socialdemokratie, wenn schon heute die deutschen Industriearbeiter entsponnen hat, ohne bis jetzt zum Abschluß gelangt zu sein. Die einen bedeutsamen Platz im deutschen Staatsleben einnehmen." Und auf dies Gefecht bezüglichen Telegramme lauten: an andrer Stelle giebt der Verfasser vom weiteren Gang der Dinge folgendes Zukunftsbild:" Mir will scheinen, als ob die Frage, friedliche oder gewaltsame Entwicklung": in Deutschland wenigstens davon abhängt, ob es gelingt, das mit den Agrariern verbündete Scharfmachertum unschädlich zu machen. Die Scharfmacher haben die Absicht noch längst nicht aufgegeben, die Arbeiterbewegung gewaltsam zu ersticken; sie scheuen nicht vor Blutvergießen zurüd, Die Malerbewegung in Erfurt hat eine bemerlenswerte Kund- man dente nur an den Artikel, den Bismarck am Weihnachtstage gebung aua Frauenfreifen gezeitigt. Die Frauen der Streifenden 1895 in seinem Leiborgan, den" Hamburger Nachrichten", veröffenthaben abgestimmt und sich einstimmig für Fortseßung lichen ließ." des Streits erklärt! Wer da weiß, wie oft Streifenden gerade von einsichtslosen Frauen das Leben schwer gemacht wird, dem wird diese Kundgebung der Erfurter Malerfrauen freudige Genugthuung bereiten. Deutsches Reich. Achtung, Kürschner! In den Rauchwaren Zurich tereien Hamburgs befinden sich sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen in einer Lohnbewegung. Die Forderungen bestehen in Verkürzung der Arbeitszeit und Einführung eines einheitlichen Lohntarifs. Zuzug ist zu vermeiden. Die Stewards auf den Schiffen der großen DampfschiffahrtsGesellschaften beginnen sich zu organisieren. Nachdem fürzlich in Hamburg eine Organisation gegründet worden ist, hat sich jetzt auch in Bremen eine solche Organisation gebildet. Die Stewards treten in besonderen Branchen dem Seemannsverbande bei. In Leipzig sind die Marmorarbeiter ausständig. Die Unternehmer versenden schwarze Listen, auf denen 42 Namen stehen, darunter auch solche, deren Träger bereits vor Ausbruch des Streiks wegen Krankheit ausgetreten waren. Diese wollen wegen Verrufserklärung flagbar werden. worden. habe. Sociale Rechtspflege. De Wets Dorp London, 21. April. Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Orlogpoort vom 19. April gemeldet: Die achte und die dritte Division rückten heute vor und schlugen nachmittags einige Meilen von De Wets Dorp an einer Stelle, die von den Boeren geräumt worden ist, ihr Lager auf. Unfre Patrouillen wurden heute der feindlichen Truppen ansichtig, welche in großen Massen hier stehen sollen. Es wurden einige Schüsse ausgetauscht. London, 21. April. Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus, der sich im Lager der achten und dritten Division befindet, meldet in einem Telegramm, welches er über Bloemfontein sendet: Das gestrige Gefecht bei De Wets Dorp dauerte von mittags bis zum Abend. Zwei Boerengeschütze wurden zeitweilig zum Schiveigen gebracht. Die britischen Truppen beherrschen die Hügel auf Meilen im Umkreise. Die Stellung der Boeren ist start. Auch bei Wepener Der ,, ersparte Lohn". Der jezige Bereiter 3. war im Dezember 1895 von der Berliner Tattersall Gesellschaft als LehrDie Textilarbeiter in Osnabrück find in eine Lohnbewegung ting in ihr Institut aufgenommen worden. Die Lehrzeit sollte eingetreten. Sie fordern: 1. Die Herabsetzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden, 2. die Erhöhung der Accordsätze auf gewiffe am 15. Dezember 1900 beendet ſein, 3. wurde aber bereits ist die Entscheidung noch nicht gefallen. im Februar dieses Jahres entlassen. Es kam deshalb zu Dem Reuterschen Bureau" wird aus Maseru vom 19. April Fabrikationsartikel und 3. die Abschaffung des Mehrstuhlsystems. einem Prozeß beim Gewerbegericht. Der Kläger und seine gemeldet: Die Boeren bewegen sich im Umkreise von Wepener, un In Barmen ist, wie uns eine Privatdepesche mitteilt, bei der Mutter beriefen sich hauptsächlich auf eine Bestimmung des Lehr- gehindert umber. Abteilungen der Boerentruppen rüden nach allen Firma Rittershaus u. Blecher eine Aussperrung der Former vertrags, wonach 8. außer dem regelmäßig ausgezahlten Softgeld von Richtungen vor, von woher britische Hilfstruppen erwartet werden. Ein erfolgt. 1 M. pro Tag nach dem Ablauf der 5jährigen Lehrzeit heftiges Geschüß- und Gewehrfeuer wird den ganzen Tag unterhalten, Den Stations- und Streckenarbeitern der Taunusbahn, als gesparten Lohn" 450 M. erhalten sollte. Der Kläger, der auch welches von den belagerten britischen Truppen selten erwidert wird. die wegen ungünstiger Lohnverhältnisse in größerer Anzahl fün noch eine vierzehntägige Lohnentschädigung forderte, wollte auf Es sind weitere Boerentruppen zur Verstärkung angekommen. Man digten, ist jetzt eine Lohnerhöhung von 30 Pf. täglich bewilligt den gesparten Lohn" umsoweniger verzichten, als er die vor- glaubt, daß die Verluste der Engländer hier bis jetzt 25 Tote und zeitige Entlassung für unberechtigt hielt. Der Vertreter der 110 Verwundete betragen. Stejn gab den Befehl, daß die Boeren Der Schuhmacherstreit in Tuttlingen dauert ungeschwächt beklagten Gesellschaft, Oberst lieutenant Kurich, machte da truppen die reichen Korndistrikte von Wepener, Ladybrand und fort. Die Unternehmer versuchen durch Injerate in auswärtigen gegen geltend, daß 3. keinerlei Ansprüche an die Gesellschaft Ficksburg, aus denen die Boeren ihren Bedarf an Lebensmitteln Zeitungen Arbeiter nach dort zu locken, bisher vergeblich. Täglich Der junge Mann habe nach dem Vertrag wegen häufiger ziehen, weiter besetzt halten. Unpünktlichkeit im Dienst entlassen werden könne, und für diesen Von dem Herannahen von Entsatztruppen ist gar keine Rede. werden Starten und Briefe fortgefandt, auch die bortigen Arbeiter Fall ſehe der Vertrag den Verlust der 450 M. vor. Die Aussagen Die angeblich wichtigen englischen Operationen haben anscheinend werden besucht und teils durch Versprechungen, teils durch Drohungen zu gewinnen gesucht. Eine sonderbare Verfügung, einiger Zeugen des Herrn Oberstlieutenants fielen zu un gunsten des erst im Kopf Lord Roberts begonnen. die allerdings nicht ohne vorgängiges Beispiel ist, wurde Klägers aus, wobei indessen zu bemerken ist, daß die Zeugen seine Ladysmith, bom Tuttlinger Oberamt im Fähigkeiten als Bereiter lobend anerkannten. Ein im Gerichtszimmer Schuhmacher- Ausstand ge- anwesender ehemaliger Lehrkollege wurde informatorisch gehört, wie wo General Buller offenbar zu der nämlichen Unthätigkeit verurteilt troffen. Einem der Arbeiterführer wurde eröffnet, nachdem die Fabrikanten auf Dienstag, den 17. April, den Wiedereintritt der der Vorsitzende Dr. Meier es nannte. Der junge Mann meinte, der Kläger ist, wie Lord Roberts in Bloemfontain, tommt eine Nachricht, die Arbeiter zu den alten Bedingungen in Aussicht genommen hätten, die wäre nicht unpünktlicher gewesen, wie sie alle."- Nach längerer wohl etwas Tröstliches enthalten soll, die aber auch zu Ungunsten der Sperre also beseitigt wäre, tönnte das Ausstellen der Streikposten und das Beratung riet der Vorsigende zu einem Vergleich, der schließlich auch Engländer gedeutet werden kann. Es heißt da in einem Telegramm: London, 21. April.„ Daily Mail" berichtet aus Ladysmith von Patrouillieren nicht mehr geduldet werden. Einen sonstigen Grund 3 stande kam. 3. erhält 200 M. Dr. Meier bemerkte dann noch: So wie der Vertrag geschlossen sei, wäre er sehr strenge; es fönne gestern, die Boeren in Natal versuchten bereits den Guerillazum Einschreiten besitzt die Behörde nicht, da, wie fie selber an aber nicht anerkannt werden, daß er gegen die guten Sitten frieg. Kürzlich seien mehrere kleine Trupps in Stärke von erkennt, nichts vorgekommen ist, was sie dazu veranlassen konnte. Die Arbeiter werden aushalten, bis sie ihre Rechte erkämpft verstoße. 3. habe die strengen Bedingungen des Vertrags in fünfzig bis hundert Mann nach Süden aufgebrochen und haben. Die Hauptsache für die Streikenden ist vor allem, den Zuzug letzter Zeit andauernd mißachtet, der Gesellschaft könne deshalb auf der dem Freistaat zugekehrten Seite der Biggarsberge auf aus ihrem Verhalten tein Vorwurf gemacht werden. Es englische Patrouillen gestoßen. fern zu halten. wäre ihr jedoch zu empfehlen, die unglückliche Fassung dest Daß die Boeren ungestraft fleine Streifcorps soweit nach EidVertrags derart zu ändern, daß nicht schon fünf Jahre im voraus westen vordringen lassen können, beweist doch nur, wie wenig sie Hoffnungen erweckt werden, die schließlich nicht in Erfüllung gehen. sich von den Truppen Bullers belästigt fühlen. Wenn Buller es Man sollte höchstens von Jahr zu Jahr für gute Führung und nur noch mit Guerillabanden zu thun hätte, was hinderte ihn dann am weiteren Vormarsch? Leistung entsprechende Summen bewilligen. Portugal Bociales. Aus Die Leipziger Orts- Krankenkasse auf der Pariser Welt: ausstellung. Auf Wunsch des Reichs- Versicherungsamts wird auf der Pariser Weltausstellung der zwölfjährige Geschäftsbericht der Der angemessene Lohn. Der Tischler L. verlangte von den Leipziger Orts- Krankenkasse für die Jahre 1884-1896, ergänzt bis Tischlermeistern Eichholz u. Plath für verschiedene Spinde je scheint durch seinen Neutralitätsbruch doch etwas beunruhigt zu sein, zum Jahre 1899, in der Bibliothek des Reichs- Versicherungsamts mit 13,50 M., während die Beklagten ihm jedes Spind nur mit 8,50 M. da es Truppen nach seinem südostafrikanischen Kolonialgebiet entausgestellt werden. Ebenso kommt auf Wunsch derselben Behörde berechneten. Sie beriefen sich darauf, daß 2. fleinere Spinde von sendet, wie aus folgendem Telegrammi hervorgeht: Lourenço Marques, 21. April. Das Transportschiff„ Portugal" in Paris ein Modell des Genesungsheims Augustus bad derselben Art für 7 M. gearbeitet habe und damit zurechtgekommen bei Radeberg, in plastischer Ausführung im Maßstabe von 1: 100 in fei. Es kam zum Prozeß. Der Kläger machte geltend, daß er sich ist mit einer Truppenabteilung von 800 Mann an Bord aus Lissabon Hartgips modelliert, in der deutschen Abteilung für Arbeiter möglich mit 8,50 m. für das Stüd begnügen könne. Hätte ihm der hier eingetroffen. Letzte Meldungen. versicherung zur Ausstellung. Das Modell umfaßt eine Länge von maßgebende Meister diefen Preis gleich angeboten, dann hätte er 4,87 Meter und eine Breite von 2,74 Meter. die Arbeit gar nicht ausgeführt. Der Herr habe auf seine Fragen Boshof, Sonnabend, 21. April.( Meldung des Reuter'schen Die zu Lord Methuens Truppe gehörige Streitmacht, Ein Riesenbetrieb. Recht interessante Ziffern sind es, die in nach dem Accordjazz wiederholt geantwortet, jegt hätte er feine Bureaus.) dem in den lezten Tagen veröffentlichten Geschäftsbericht der Zeit. Nach einer ganzen Reihe von Tagen seien ihm schließlich welche eine vorgeschobene Stellung bei Zwartkopjesfontein besett 8,50 Mart genannt worden. Die Kammer IV verurteilte hatte, erhielt gestern Befehl, nach Boshof zurückzumarschieren. Ludwigshafener Badischen Anilin- und Sodafabrit enthalten find. die Beklagten, 2. noch 12 Mark zu zahlen, und der Vor- Während die Truppen sich zurückzogen, wurden sie von 2000 Der Geschäftsabschluß für das Jahr 1899 ergiebt einen Reinigende Dr. Gerth führte zur Begründung aus: Die Be Boeren mit drei Geſchügen heftig angegriffen. jahre und übersteigt somit den legteren um 512 172,31 m. lagten begingen öfter den Fehler, die Accordpreise nicht recht- Stolonialtruppen und Yeomanry besetzte eine Kopje und hielt den flar zeitig und zit bereinbaren. In diesem Fall komme Feind im Schach, bis die Hauptmacht mit ihrem Troß glücklich vorDer Mehrgewinn von über einer halben Million ist um ein angemessener Lohn in Frage. Der Gerichtshof sei nun über war. Die britischen Truppen hatten einige Verluste; man. so höher anzuschlagen, als in dem Bericht über eine ganz wesentliche Berteuerung der Kohlen und der Arbeitslöhne auf Grund der Gutachten seiner eignen sachverständigen Mitglieder glaubt, daß die der Boeren schwer sind, da sie bis auf 300 Yards getlagt wird, eine Behauptung, die wir als wahr annehmen können. zu der Ueberzeugung gekommen, daß weder 8,50 noch 13,50 m., an das Kopje vorgerüdt waren. sondern 10 M. für jene Spinde ein angemessener Stückpreis feien, so London, 21. April. Ein Telegramm des Feldmarschalls Roberts Ueber die Kohlenversorgung wird mitgeteilt, daß es der Fabrik nur Die Streitmacht unter Ueberwindung, großer Schwierigkeiten möglich war, die für das 2. nach Abzug der bereits erhaltenen Summe noch 12 M. aus Bloemfontein vom heutigen Tage meldet: zufämen. Rundles, des Kommandeurs der 8. Division, fam gestern mit dem den Riesenbetrieb erforderlichen Kohlenmengen zu erhalten. Gegen Plath und Eichholz wurden in derselben Sigung der Kammer IV Feinde 4 Meilen südwestlich von Dewetsdorp in Fühlung. Ende des verflossenen Jahrs war die Lage eine derart nahm eine starke Stellung ein, welche die tritische, daß mit der Möglichkeit einer Betriebseinschränkung noch in einem andren Fall verurteilt, wo ebenfalls die mangelhafte Der Feind nahm Stadt beherrschte. Die Yeomanry und die berittene Infanterie gerechnet wurde. leber das von der Fabrik hergestellte Lohnvereinbarung die legte Ursache des Streiks bildete. künstliche Indigo wird mitgeteilt, daß sich dasselbe nach jeder Ein Brauer Fischer hatte eine Gutsbrauerei gepachtet. Die belegten eine andre Stellung, welche ermöglichte, daß Rundle den Richtung hin bewährt, und rechnet die Fabrikleitung darauf, daß es Gutsverwaltung stellte ihm in der Person des Knechts Beher eine Feind vertrieb und die Hochfläche nahm, welche früher von dems Rundle ging heute am frühen Morgen vor ihr gelingen werde, nach Vollendung der nötigen Fabrikations- Hilfskraft. Beyer fuhr hauptsächlich das Bier zu den Kunden. Eines felben gehalten war. räumlichkeiten einen sehr erheblichen Anteil an dem Welttonium Tags rollte eine gefüllte Tonne vom Wagen herab und in die dicht und wird jetzt ein neues Gefecht mit dem Feinde beginnen. Unire Bei dem Versuch, Berluste von gestern waren zwei Mann schwer und ein Offizier an Indigo zu liefern. Die Nachfrage nach dem tünstlichen Produkt an der Straße vorbeifließende Zschoppau. soll eine überaus lebhafte sein. Die Zahl der beschäftigten das Faß herauszufischen, geriet B. selbst in das Wasser und sieben Mann leicht verwundet. Maseru, 21. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Arbeiter belief sich Ende Dezember v. J. auf 6207, und die laut und ertrant. Seine Hinterbliebenen beanspruchten dann von der Nachweisungen an die Berufsgenossenschaft für 1899- eine Brauerei und Mälzerei Berufsgenossenschaft Einschließung von Wepener durch die Boeren dauert fort. Der Durchschnittszahl von 5700 Arbeiter angenommen bezahlten eine Unfallrente. Sie wurden mit der Begründung abgewiesen, daß Feind scheint entschloffen, die Besatzung zu zwingen, fich zu Löhne betrugen 6804 049 M., pro Kopf also 1193 M. Da unter der Verstorbene nicht zu den Brauerei- Arbeitern zu zählen sei. ergeben, bevor Ersak cintrifft. Heute früh hörte man von De der Kategorie Arbeiter sicherlich auch die zahlreichen Meister und Er wäre landwirtschaftlicher Arbeiter gewesen und auch das Wets. Dorp her schießen. Ein Kommando von Wepener begab sich Aufseher figurieren, so dürfte sich der Betrag, der auf den einzelnen durch nicht in den Brauereibetrieb eingetreten, daß er auf heute eilig dahin. Ein ernstes Gefecht scheint bevorzustehen. Kopf entfällt, ganz bedeutend reduzieren. Die Arbeiter der Geheiß der Gutsherrschaft für den Pächter der Gutsbrauerei Badischen Anilin- und Sodafabrik, die ein Einkommen wie oben Bier ausgefahren habe. Das Schiedsgericht als Berufungsinstanz $ angegeben beziehen, dürften leicht an den Fingern abgezählt werden schloß sich dieser Auffassung an, worauf die Stläger Returs einlegten. Lehte Nachrichten und Depeschen. Wien, 21. April.( B. H.) Dr. Walter Nothnagel, der Sohn können und wenn sie dieses Einkommen wirklich erhalten, so spielen hier Das Reichs- Versicherungsamt verurteilte nunmehr die beganz eigenartige Umstände mit. Das Ueberstundenwesen ist ja flagte Berufsgenossenschaft zur Rentengewährung und führte begründend des bekannten Professors Hofrat Nothnagel, erschoß sich aus un etwas, wenn auch nicht viel, eingeschränkt worden und auf die ge- aus: Es sei anzunehmen, daß B. landwirtschaftlicher Gutsarbeiter und glücklicher Liebe. leisteten Ueberstunden entfällt sicherlich auch ein Teil des oben an- zugleich Arbeiter in Brauereibetriebe gewesen sei; denn er sei im gegebenen Verdienstes. Die auf Grund der gesetzlichen Ver- Brauereibetriebe thätig gewesen, habe zulegt monatlich 48 m. vom pflichtungen zu leistenden Beiträge für die verschiedenen Versicherungs- Brauereipächter erhalten und hätte sich dessen Anordnungen fügen ziveige betrugen 144 377,52 M. Freiwillig leistete die Fabrit Zuschüsse in müssen. Unter diesen Umständen müsse der beim Bierausfahren Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Paris, 21. April.( B. H.) Von mehreren Seiten wird berichtet, daß die mit der Dreyfus- Affaire in Zusammenhang stehenden Brozesse in den nächsten Wochen unter Einwilligung des jezigen Kabinetts zur Verhandlung kommen werden. Hierzu 3 Beilagen und Unterhaltuunalatt. Nr. 93. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. April 1900. Kommunales. Lokales. Grunewald: Schmerzen. genau über der Bankkante. Das Ideal find selbstverständlich auch Diese Bänke nicht, aber sie bedeuten immerhin einen Fortschritt gegenDie Streifflaufel der Unternehmer hat bei der städtischen über dem in den Gemeindeschulen fast ausnahmslos noch gebräuch lichen Banksystem, bei dem die Bank weit vom Tisch absteht. Eine Verwaltung richtig Gegenliebe gefunden. Am gestrigen Das„ Stullenpapier", welches zu gewissen Seiten das Grün des andre Neuerung ist die, daß in derselben Klasse Bänke verschiedener Sonnabend war das Plemum der Baudeputation zu einer Grunewalds völlig verdeckt und zu allen Zeiten sich unliebsam Höhe aufgestellt sind, so daß die Kinder nach der Größe gesetzt werden Sigung zusammenberufen worden. Die Tagesordnung lautete im dem Auge mitunter auch der Nase aufdrängt, ist schon Gegen- fönnen, falls der Lehrer von der durchaus nicht in allen Stücken schrecklichen Deutsch Mitteilung des Ergebnisses der Submission der stand unzähliger Klagen und Leid- Artikel gewesen. Es ist auch eine einwandfreien Gewohnheit, nach den Leistungen zu setzen, abKrankenhausbauten" und" Beschlußfassung über die Ausstandsklausel". recht häßliche Plage; eine viel schlimmere und thatsächlich gemein- gehen will. Die Sigung wurde jedoch aufgehoben, weil Stadtbaurat gefährliche Plage sind aber die unzähligen Trümmer von Flaschen, Alles in allem darf man das sei noch einmal gesagt fich Hoffmann an der am Sonnabend abgehaltenen außerordentlichen Töpfen, Blechkannen, die in manchen Teilen des Grune freuen über das, was hier geschaffen worden ist. Es ist bei Magistratssigung teilzunehmen hatte. walds zu finden sind und nicht bloß das Auge beleidigen, sondern weitem nicht so, daß es nicht noch verbesserungsbedürftig wäre, aber es ist in mancher Hinsicht besser als das, was uns bisher in Berliner Nun bekam Stadtverordneter Wernau, der Specialdeputierter den arglofen Wanderer ernsthaft bedrohen. Gemeindeschulbauten geboten wurde. der VIII. Bandeputation ist, ebenfalls am Sonnabend einen Namentlich auf der rechten Seite des Bahnhofs Grunewald Bertrag zur Gegenzeichnung vorgelegt, welchem die von( Michtung von Charlottenburg) find Massenniederlagen von Glas- Ueber die Sterblichkeit der Berliner Haltekinder wird jezt den Unternehmern beantragte Ausstandsklausel an sherben und Glassplittern, zwischen denen unverlegten zum ersten Male vom Statistischen Amt der Stadt Berlin eine gefügt war. Selbstverständlich hat Genosse Wernau die Schuhs und unverletzten Fußes hindurchzugehen bei Tage sehr Zusammenstellung veröffentlicht. Die Angaben beziehen sich auf das Unterschrift dieses Vertrags abgelehnt und das Schriftstück an den schwierig, in der Dunkelheit einfach unmöglich ist. Jahr 1898. Es starben in diesem Jahre 1203 Haltekinder des ersten Baninspektor Lasser zurückgeschickt. Die Verwaltung des Grunewalds hat sich endlich auch überzeugt, bis zehnten Lebensjahres, darunter 171 eheliche und 1082 uneheliche. daß hier ein Mißstand vorliegt, dem entschieden abgeholfen werden Die meisten, nämlich 117 eheliche und 918 uneheliche, hatten noch nicht das erste Lebensjahr vollendet. Zur richtigen muß. Aber sie hat nicht das geeignete Mittel gefunden. Sie macht würdigung dieser Zahlen ist es erforderlich zu wiffen, wieviel Saltedurch Anschlag im Grunewald bekannt, daß das Wegwerfen von finder, eheliche und uneheliche nach Lebensjahren gesondert, im Jahre Flaschen 2c., namentlich von zerbrochenen Flaschen, untersagt ist 1898 überhaupt in Berlin vorhanden waren. In der Veröffentund bestraft wird. lichung des Statistischen Amts ist nichts darüber mitgeteilt. Für Hiermit wird nichts erreicht werden. Die Polizei, an deren frühere Jahre ist mehrfach berechnet worden, daß die SterbIn seiner gestrigen außerordentlichen Signug beschäftigte Almacht die Forstverwaltung noch zu glauben scheint, ist in dieser lichkeit der altetinder erheblich über die der fich das Magistratskollegium wiederum mit dem Projekt wie in andren Sachen ohnmächtig. Man kann doch nicht hinter andren Kinder des gleichen Lebensalters hinausder Durchlegung der Kaiser Wilhelmstraße. Nach langer jedem der hunderttausend Spaziergänger, die an einem schönen geht. Bu beachten ist übrigens, daß hierbei unter Haltekindern nicht bloß solche Kinder verstanden sind, die von sogenannten eingehender Beratung ist das Magistratskollegium dem Vorschlage Sonn- oder Feiertag den Grunewald besuchen, einen Schuhmann Haltefrauen verpflegt werden. Auch ein Teil der in Anstalten der städtischen Baudeputation, das Projekt VIII für die Kaiser herschicken das geht selbst über die Kräfte des preußischen Bolizei- verpflegten Kinder muß nach Lage der Sache zu den Wilhelmstraße zu Grunde zu legen, nicht beigetreten, vielmehr staats. Da giebt's einen viel besseren Helfer gegen den abscheulichen Saltelindern gezählt werden. Die Anstalten waren an den bei seinem früheren Beschluß stehen geblieben, nach welchem Unfug: das Publikum. Keiner der Grunewaldgäste hat beim Sterbefällen von Haltekindern mit 260 beteiligt. 177 davon die Aufteilung des Scheunenviertels gemäß des Zur HerabProjekts IVa erfolgen soll. Bei diesen Entwurf find die Wegwerfen von Flaschen usw. eine böse Absicht. Es geschieht famen auf das Waisenhaus der Stadt Berlin. beiden am Ende der Kaiser Wilhelmstraße nach dem Schönhauser aus Bequemlichkeit und in Gedankenlosigkeit. Statt des ganz minderung der Sterblichkeit der Haltetinder ist und Prenzlauer Thor sich hinziehenden Straßen geradlinig überflüssigen Polizeiplakats, über das nur gelacht werden wird, manches versucht worden. Das wirtsamste Mittel wäre durchgeführt, während in dem Projekt VIII gebogene Linien vor bringe man einen Appell an das Publikum mache jeder Mittel muß aber so lange verzichtet werden, als jahraus jahrein die Beseitigung der Haltepflege felber. Auf dieses gesehen sind. Vorausgesetzt ist hierbei, daß die kaiserliche Ge- mann, und namentlich auch die Frauen, auf das Häßliche und Tausende von Müttern nicht bloß außereheliche, sondern irchmigung zur Enteignung des ganzen Scheunenviertels erfolgt. Schädliche dieses Unfugs aufmerksam und schildere die schlimmen oft genug auch eheliche durch ihre wirtschaftliche Lage Folgen, denen insbesondere die im Gras spielenden gezwungen sind, um des Broterwerbes willen ihre Kinder in Kinder ausgesetzt sind. fremde Pflege zu geben. Nunmehr bleibt abzuwarten, ob die Baudeputation in der That der Ausstandsklausel ihre Zustimmung erteilt. Sollte dies geschehen und sollte die Stadtverordneten- Versammlung ebenfalls das dreiste Gelüste des Scharfmachertums begünstigen wollen, so wird es Sache der Socialdemokratie im Roten Hause sein, den Herren einen diden Strich durch die Rechnung zu machen. F In der nächsten Woche findet eine Sigung der Stadtberordneten Versammlung nicht statt. 100 15 Das wird wirken. Nötig ist dann allerdings, daß was schon so oft gefordert wurde an passenden Stellen Behältnisse für beschmutztes Papier und zerbrochene Flaschen 2c., die man doch nicht wieder mit nach Haus nehmen kann, angebracht werden. Diese Behältnisse, die so hergestellt werden können, daß sich das Entienden nicht lohnt, vertraue man getrost dem Schuße des Bublifums an. Zur Warenhausfrage. In einer Konferenz von Architekten' Technifern, Professoren der technischen Hochschule und Vertretern einiger großer Geschäfte, die fürzlich unter dem Borsiz des Polizeipräsidenten von Windheim tagte, stand ein Entwurf zur Beratung, der Bestimmungen enthält für neue Gebäude, welche ganz oder teilweise zur Aufbewahrung einer größeren Menge brennbarer Stoffe dienen. Eine der vorgeschlagenen Bestimmungen, welche ver bietet, daß das Dachgeschoß zum dauernden Aufenthalt von Menschen benutzt werde, fand auf seiten der Warenhausbesitzer lebVor allem aber laffe man möglichst rasch die Wagenhaften Widerspruch; ingleichen wurde eine andere Bestimmung für ladungen von Glasscherben und Glassplittern bedenklich gehalten, wonach die Polizei befugt sein soll, eine Höchst beseitigen, die einem jezt den Aufenthalt im Grunewald, diesem zahl der Besucher festzusetzen. In München hat bekanntlich die schönsten aller Naturparks an den Mauern einer Polizei im vorigen Jahr einen derartigen Versuch gegen ein Geschäft Großstadt, verleiden und verbittern. unternommen, aber schließlich doch den Kürzeren gezogen. Die nenen Gemeinde.Schulhäuser Die legte Vor dem Reichsgericht hat der Berliner Magistrat wieder eine empfindliche Niederlage erlitten, indem die von ihm ein gelegte Revision gegen das Urteil des Kammergerichts in Sachen der Witwe Juliane Tschepe zurückgewiesen wurde unter Entscheidungsgründen von principieller Bedeutung. Der verstorbene Ehemann der Klägerin, Hermann Tschepe, war bei der Verwaltung der städtischen Markthallen seit Mai 1886 als vereidigter Markthallen Portier gegen ein Jahresgehalt von zulegt 1440 m. unter Vorbehalt einmonatiger Kündigung angestellt. Nach seinem Tode erhob die hinterlassene Witwe Anspruch auf eine jährliche Witwenpension von 300 m.( gemäß§ 2 des Ortsstatuts von 1890) und erftritt beim Land- wie beim Kammergericht ein oba fiegendes Erkenntnis. Die vom beklagten Magistrat eingelegte Revision wurde abgewiesen, indem das Reichsgericht 1. a. folgende Rechtsgrundfäße aufstellte: Der streitige Anspruch der Klägerin recht fertigt sich daraus, daß ihr verstorbener Ehemann nach§ 2 des Berliner Ortsstatuts bom 5. Mai 1890 vermöge seiner Anstellung berechtigt oder verpflichtet gewesen sein würde, Die Kirche hat einen guten Magen. Daß Berlin auf der städtischen Witwenverpflegungs- Anstalt beizutreten. Nicht firchlichem Gebiet im Vergleich zur Provinz mit ungleichenr stichhaltig ist der Einwand Ses Beklagten, die städtischen in der Wilms- und in der Glogauerstraße sind am Donnerstag von Maße gemessen wird, zeigen einige Bemerkungen, die der geschäftsOrgane hätten bei Erlassung des Ortsstatuts nicht beabsichtigt, die den vier Schulen, für die sie bestimmt waren, bezogen worden. führende Ausschuß der Berliner Stadtfynode( Vorsitzender GeneralBattist bei den städtischen Betriebswerken Angestellten an den Diese Schulbauten sind die ersten, die unter der Amtsführung des superintendent Faber) in seinem Vorbericht zu dem am 1. und Wohlthaten des Ortsstatuts teilnehmen zu lassen, ta eine solche Ab- neuen Stadtbaurats Soffmann entworfen, ausgeführt und 2. Mai von der Stadtfynode zu beratenden Haushaltungsplan sicht keinen Ausdruck in jenem Statut gefunden habe. Was die vollendet wurden, darumi beanspruchen sie ein besonderes Interesse. macht. Es heißt darin sehr bezeichnend: Der vorliegende Anstellungsverhältnisse des Tschepe anbelange, fo sei erkannt, Es hat lange gedauert, bis sie fertig wurden, viel zu lange für Finanzplan wird nicht, wie es sachgemäß wäre, vornehmlich daß der Betrieb der städtischen Markthallen nicht ledig alle die, welche mit Ungeduld darauf warteten, daß die Schulnot durch die Gestaltung des kirchlichen Lebens innerhalb des lich ein industrieller, bielmehr eine dem Gemein im Süden und Südosten Berlins endlich ein wenig gemildert Stadt Synodalverbands beherrscht, sondern den größten Einfluß wohl dienende Einrichtung sei, und daß deshalb auch der würde. Nun aber, wo alles fertig ist, darf man sagen, daß hier das üben die Beschlüsse der General- und Provinzialsynode. Nach diesen verstorbene Tschepe, zumal derfelbe den Markthallenverkehr Sprichwort Was lange währt, wird gut" wirklich einmal in er- Beschlüffen hat als Beiträge zu den Synodalkosten, den landeszu überwachen gehabt habe, als Gemeindebeamter im Sinne des freulicher Weise bestätigt worden ist. Schon der äußere Eindruck der firchlichen Bensions, Relikten und Hilfsgeistlichenfonds sowie dem 56 der Städte- Ordnung von 1853 zu erachten sei. Verfehlt sei Gebäude ist ein ganz andrer. als man ihn bisher an den Berliner landeskirchlichen Hilfsfonds statt 561 407 M. eine Summe von der Hinweis der Revision darauf, daß Tfchepe, falls er wirklich als Gemeindeschulhäusern gewöhnt war. An die Stelle der roten Ziegel- 711 292 W., b. h. ein Mehr von 212 134 M. oder rund 42 Prozent Polizeibeamter fungiert hätte, der Bestätigung von Seiten bauten, die unter der Herrschaft der Blankensteinschen Schablone Aufnahme finden müssen. Während noch bis zum Jahre 1897 die der Aufsichtsbehörde bedurft haben würde, denn die Aufsichtsbeamten die Regel bildeten, ist der Buzbau getreten. Indes nicht, was Berliner Stadtfynode auf Grund besserer Würdigung des Markthallenverkehrs feien nicht als eigentliche Polizeibeamte, der Architekt geleistet hat, soll hier gewürdigt werden. Der thatsächlichen Verhältnisse 50 Prozent der fondern mir als funktionell diesen gleichstehende Beamte der Gemeinde- Uns interessiert im Augenblick nur die schultechnische Leistung. Nach von dem Provinzialverbande aufzubringenden Lasten aut verwaltung aufzufassen. Die Revision war deshalb kostenpflichtig dieser Richtung hin weisen aber die neuen Schulhäuser das stellen tragen hatte, erhöhte die Provinzialsynode im Jahre 1896 dieſen abzuweisen. wir gern und mit Befriedigung fest einen, unleugbaren Prozentsaz für die Periode 1897/1900 auf 60. Fortschritt auf. Provinzialsynode hat, obwohl die Berliner Vertreter dargelegt Geblieben ist freilich der alte Mißstand, daß den Schulen zu hatten, daß der Stadtsynodal Verband in der Provinzialsynode mit viel Klassen und den Klassen zu viel Bläge zugemessen sind. Doch nur 33 Ageordneten, d. h. 23,5 Proz. der Gesamtstärke, vertreten sei dafür ist nicht die Bauverwaltung, sondern die Schulverwaltung und daß der Berliner Verband aus dem aufzubringenden Fonds im verantwortlich zu machen. Für eine Berliner Gemeindeschule gilt Gegensatz zu der Provinz nur mit ca. 11 Proz. empfangsberechtigt es eben immer noch als das" Normale", daß ein Schulhaus min- sei, beschlossen, die Berliner Stadtsynode in voller Höhe des Staatsdestens seine 18-20 Klassen und ein Klassenzimmer seine 50, 60 einkommensteuer- Solls, d. h. mit 67 Proz. zu den Lasten heranoder 70 Bläge hat. zuziehen! Um die Sachlage nach allen Richtungen zu klären, find Ein Fortschritt zeigt sich um nur alvei Punkte hervorzuheben, erhebliche statistische Ermittelungen notwendig, init denen der ge die fofort in die Augen fallen besonders in der räumlichen Ab- schäftsführende Ausschuß jetzt beschäftigt ist. messung der Korridore und Treppen und in der dekorativen Aus- Gin Fieberherd bei Berlin? Aus dem südlichen Gebiet der stattung der Klassenzimmer. Die Treppenhäuser sind so groß und so praktisch angelegt, daß sie allen billigen Ansprüchen an Bequemlichkeit Berliner Nieselgüter sind im Jahre 1898/99, wie der legte VerFreie Volksbühne. Heute nachmittag find zwei Vorstellungen: genügen und im Falle eines Brandes und einer dadurch hervor waltungsbericht der Deputation für die städtiſchen Sanaliſationswerte I. Abteilung im Lessing- Theater: Die drei Töchter des Herrn gerufenen Panit große Sicherheit bieten. Darin unterscheiden sich und die Riefelgüter mitteilt, wiederholt Erkrankungen an interDupont. VI. Abteilung im Carl Weiß- Theater:" Die fiftliche Sie neuen Schulhäuser sehr vorteilhaft von den älteren. Dasselbe mittierenden Neuralgien zur Behandlung gekommen. Nach den AnForderung“ und„ Die Neuvermählten". Anfang 2/4 Uhr. Die Mit- gilt von den korridoren. Diese sind von einer ganz außerordent- gaben des Gutsarztes Sanitätsrat Dr. Geifeler in Teltow entſprach glieder sind verpflichtet, pünktlich zu erscheinen. Am kommenden lichen Breite; man fönnte sie fast Wandelhallen nennen. Die Kleider- Der Berlauf dem einer typischen Malaria- Erkrankung. Donnerstag, den 26. April, tagt abends 8 Uhr in der Berliner ablage befindet sich durchgängig auf den Korridoren, sodaß Dr. Geiseler fügt hinzu, daß ihm schon seit langer Zeit, schon vor Ressource die Jahres Generalversammlung. Der Eintritt ist nur die Luft in den Klassenzimmern nicht durch die Aus der Einführung der Berieselung in seinem Bezirk, in jedem Jahre gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. In der Tagesordnung dünstungen uaffer und beschmugter Ueberkleider verdorben wird. einzelne Fälle von solchen Erkrankungen in seiner Privatpraris vor werden nach einem Vortrag und den Jahresberichten die Neuwahlen Die dekorative Ausstattung der Klassenzimmer ist so einfach wie gekommen seien, besonders aus Großbeeren und noch mehr aus der gesamten Leitung des Vereins vorgenommen. möglich und dennoch von einem gewissen Reiz. Sie besteht eigent- Diedersdorf, aus einer Gegend, in der sich meilenweit Sumpfiviesen Arbeiter Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr in Feuersteins lich nur aus einem Handbreiten, einfarbigen Fries von silisiertem erstrecken. In dem Bericht wird eine weitere Beobachtung dieser Festsaal, Alte Jakobfir. 75: Bortrag des Echriftstellers W. Bölsche Blätterwerk, der sich dicht unter der Dede an den Wänden Erscheinung versprochen. die auf fiber Die Idee der Entwicklung". Die Unterrichtsturse beginnen in entlang zieht, und aus einzelnen bunten Blumen, Eine neue Signierverordnung für die Droguengeschäfte hat dieser Woche in der Neuen Roßstraße 3. Montag: National- die wenigen Möbel des Zimmers, auf die Thür des Klaffen: die Polizeibehörde dem Magistrat zur Genehmigung unterbreitet. ökonomie( Mary' ökonomische Lehren). Vortragender: Dr. Spinds, die Vorderwand des Katheders und den Rand der Wandtafel Bekanntlich hat die Polizei vor längerer Zeit die Verfügung ge Konrad Schmidt. Donnerstag: Rede- lebung( Referate aufgemalt sind. Aber schon dieser spärliche Schmud nimmt den troffen, daß in den Droguengeschäften die sämtlichen Gefäße und Diskussion über Themata aus dem socialen, gewerkschaftlichen Räumen das Nüchterne und Kahle, das sonst den meisten Klassen mit deutschen Aufschriften versehen sein müssen. Hiergegen hatte und geistigen Leben). Vortragender: Rechtsanwelt Wiktor zimmern anhaftet und den Aufenthalt in ihnen so unbehaglich die Droguisten- Innung Protest eingelegt und zwar mit Erfolg. Fränfl. Freitag: Geschichte( Kultur- und Kunstgeschichte im macht. Er mildert die im Ganzen schwer zu vermeidende Eintönig- Das Polizeipräsidium hatte feine damalige Verordnung zurück neunzehnten Jahrhundert). Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. feit und bietet dem über die leeren Wände irrenden Auge gezogen und hat nunmehr eine eine neue Verordnung erlassen, ( Näheres siehe Lehrplan in gestriger Nummer.) einen freundlichen Ruhepunkt, auf dem der Blick mit Behagen welches den Droguisten gestattet, ihre alten Gefäße mit der Mit Rücksicht auf den Unterrichtsbetrieb wird freilich lateinischen Signierung zu behalten. In der Verordnung ist jedoch Schöneberg. Montag, 23. April, abends 8 Uhr, Versammlung mancher selbst gegen das bißchen Fries und die paar Blümlein bestimmt, daß unter der lateinischen Signierung die Ware in des socialdemokratischen Vereins in der Schloßbrauerei Haupt- seine Bedenken haben. Für das Auge des Kinds soll eigentlich der deutscher Sprache bezeichnet, die Aufschrift eingebrannt und die straße 112. Vortrag Unser Programm." einzige Ruhepunkt das Auge des Lehrers sein. Der farbige Schmuck Buchstaben ebensogroß sein müssen, wie diejenigen der alten InSteglik. Der Arbeiter- Bildungsverein hält seine ordentliche wird manchen fleinen Träumer fesseln und ihn von dem Blick und schrift. Dem stellen sich nach Meinung der Droguisten technische Generalversammlung am Dienstagabend 81/2 Uhr bei Schellhaafe, Wort des Lehrers ablenken, manches Kinderauge wird sich in das Schwierigkeiten entgegen. Die Droguiften- Innung wird nunmehr Ahornstr. 15a ab. Statutenänderung, Vorstandswahl, Gemeinde- faftige Grün, Rot und Blau der Blumen hineinversenken oder den den Magistrat in einem Schreiben ersuchen, auch der neuen Polizeiangelegenheiten. kräftigen Linien des Blätterwerks an dem Friese mit liebevoller Gewissenhaftigkeit nachgehen. Ob aber der Schaden, der von solcher verordnung feine Zustimmung zu versagen. reglementswidrigen Beschäftigung des findlichen Geistes an be fürchten ist, wirklich so sehr groß sein kann? Ob nicht andrer feits auch mancher Gewinn daraus erwachsen wird? al sillur Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. Die Mitglieder des Wahlvereins werden hiermit auf die am Mittwoch, abends 8 1hr, bei Möhring, Admiralstraße 18c, stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht. Der wichtigen Tagesordnung halber erwartet pünktliches und zahlreiches Erscheinen. Der Vorstand. Schmargendorf. Die Generalversammlung des Arbeiter Bildungsvereins findet am Dienstag, den 24. April, abends 8 Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf statt. Neuwahl des Vorstandes. Köpenick. Wegen der Volksversammlung, welche am Sonntag bei Scheer stattfindet, fällt die Versammlung des Arbeiter vereins aus. Stralau Rummelsburg. Der hiesige socialdemokratische Verein hält am Dienstag, abends 8 Uhr, im Lokal von R. Weigel, Thürschmidtstr. 45, feine General- Versammlung ab. verweilt. In der Medenwaldtschen Mordsache sind die verhafteten Mitglieder der Familie Gluth nicht entlassen worden. Die Verdachtsgründe gegen den 15jährigen Willy Gluth haben Einige Verbesserungen, die gleichfalls Erwähnung verdienen, fich, wie es heißt, so verdichtet, daß faum noch zweifel sind auch an den Schulbänken zu bemerken. Ein paar Zimmer an der Täterschaft des jungen Burschen obwalten. find probeweise mit der Rettigschen Bank ausgerichtet worden, die Gleich bei Auffindung der Leiche wurde angenommen, daß nur ein leicht vom Boden zu lösen ist, also die Reinigung er schmächtiger, fleiner und junger Mensch mit geringer Körperkraft die leichtert. Die übrigen Bänke sind von der bisher üblichen Lehrerin erschlagen fönnte. Die Medenwaldt war Art, haben jedoch Nulldistanz", das heißt die Tischkante liegt nur 152 Centimeter groß, und trotzdem wies fie 41 Stiche meist # 4 gebeten." Vermischtes. im Gesicht auf, die nach der Anschauung von Sachverständigen einmal oder auch in Teilen zu bezahlen, so ließ sich der Vermittler Schlächter Gesellen! Sonntag, den 22. April, nachmittags 6 Uhr, ähnlich, wie bei der Ermordung des Justizrats Levi, einen Ausweis geben, entfernte sich auf furze Zeit nach irgend einem in Cohns Feſtiälen, Beuthstraße 19/20: Große öffentliche Versammlung. von unerfahrenen und dazu schwächlichen Personen Naum des Amts, kehrte mit dem ausgefüllten Schein zurück und Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fris Zubeil über: Der Ausbau unfrer Gewerkschaftsorganisation event. Gründung eines ausgeführt sein konnten. Auch die übrigen Umstände be- strich das Geld ein. Wer nicht gleich alles bezahlte, verpflichtete sich Centralverbantes der Schlächtergesellen Deutschlands." 2. Wie stellen fich stärkten die Polizei in dem Glauben, daß nur Burschen, wie etwa durch Unterschrift zu bestimmten Teilzahlungen. Die Mädchen die Berliner Fleischergesellen zur Einführung des zwölftündigen ArbeitsGrosse oder Werner, die Thäter sein könnten. Der Verdacht gegen wurden nach Erledigung dieser Förmlichkeiten entlassen, um zu Hause tages? 3. Die Lohnbewegung der Kollegen in Wilhelmshaven. Willy Gluth entstand gleich am Tage nach der That, am Mittwoch auf die Einberufung zu warten. Mitunter aber empfahl sich der Allgemeine Familien Sterbe- Kafe. Heute Zahltag: Aderstr. 123 abend, als der Kriminalinspektor Braun und Kommissar Vermittler, sobald er das Geld eingestrichen hatte, auch ohne bei Diefe und Crantenstr. 185 bei Butow von 3-6 Ur. Dr. Groß einen frisch gefeilten Wohnungsschlüssel in der Meden- Abschied, indem er durch einen Seitenausgang verschwand. Die waldtschen Wohnung fanden, der nicht zu dieser, wohl aber, wie Scheine, die er einmal mit der Unterschrift hatte, benuzte er schon berichtet, zur Gluthschen Wohnung schloß. Dieser Schlüssel wieder als Ausweis für seine Person und feine erfolgreiche Thätig. ist, wie dann festgestellt wurde, von Georg Gluth in feit. Es kam aber auch vor, daß die Einschreibung bei einem Bankow gefeilt worden, was Georg noch bestreitet, aber durch Amt nicht den gewünschten Erfolg hatte. Dann mußte sie an Zur Koniher Mordaffaire wird gemeldet, daß die für Zeugen schon als Thatsache bekundet worden ist. Der Vater hat andren Stellen wiederholt werden. Jedesmal aber kostete das Geld, Sonntag angeordnete Beerdigung der Leichenteile des auch schon zugegeben, daß die Söhne, um ungesehen bei Muttern" und ein Mädchen opferte auf diese Weise nach und nach 90 m. Ernst Winter wieder verschoben worden ist. Die Konizer vorbeizukommen, sich Schlüffel zur elterlichen Wohnung angefertigt Endlich wandte sich eine Gepreffte an die Kriminalpolizei; ihr Staatsanwaltschaft erläßt folgende, wohl zu der Mordsache in Behaben oder noch anfertigen wollten. Der Schraubftod, auf dem der folgten andre. Die Beschreibung des Vermittlers paste in allen ziehung stehende Aufforderung:„ Am Donnerstag, den 5. April d. J., Schlüssel gefeilt worden ist, wurde sofort beschlagnahmt und photo- Fällen auf den arbeitsscheuen und vorbestraften Schaade, dessen nachmittags gegen 4 1hr, ist ein gut gekleideter Mann, der ein Paket graphiert, ebenso der fragliche Schlüssel. Die vergrößerten Photographien, Bild das Verbrecheralbum enthält. Schrader wurde bald ermittelt unter dem Ärm trug, mehrmals den hinter der Befferungsanstalt die voraussichtlich eine große Rolle bei den Gerichtsverhandlungen und festgenommen. nach dem Koniger Wäldchen führenden Weg hinunter- und wieder. spielen werden, geben die Eindrücke des Schraubstocks auch am Wer über die Persönlichkeit dieses Beim Plagen einer Flasche mit Schwefelsäure ist gestern hinauftausend gesehen worden. Schlüsselring wieder, und die Eindrüde passen genau aufeinander. nachmittag in Scherings Grüner Apotheke in der Chauffeestraße der Mannes Auskunft zu geben vermag, wird um schleunige Mitteilung Der Schlüssel muß danach als ein von Georg Gluth angefertigter 23 Jahre alte Laboratoriumsarbeiter Rudolf Gerber schwer zu Ueber den in Haft befindlichen Handelsmann Wolf betrachtet werden. Festgestellt wurde ferner, daß am Tage der Er- Schaden gekommen. Er stellte eine 10 Kilogramm schwere Flasche Israelski wird dem„ Graudenzer Geselligen mitgeteilt, daß er mordung, die nach Gutachten von Aerzten zwischen 12 und 2 Uhr mit Schwefelsäure auf ein in Tischhöhe angebrachtes Brett und setzte feit längerer Zeit fast erwerbsunfähig war, so daß er größtenteils erfolgt ist, der ältere Bruder Arthur für die Firma Joste sich dann selbst auf das Brett. Da plagte aus unaufgeklärter Ür- durch seine Frau und seine Tochter unterhalten werden mußte. Daß Petroleum gefahren, der zweite Bruder Mag in Schöneberg als fache die Flasche und Gerber stürzte von seinem Eig herab in die er an der Tötung des Ernst Winter irgendwie beteiligt sein fönnte, Tischler gearbeitet hat und Georg in Bankow beschäftigt war. So Scherben und die ausgelaufene Echwefelsäure. Er verbrannte fich wird von Leuten, die ihn und seine persönlichen Verhältnisse näher Das„ Kon. Tagebl." blieben nur der Vater und Willy als verdächtig übrig. an den Händen, in die auch zahlreiche Glassplitter eindrangen, und berichtet, daß schon wieder ein mit dem Buchstaben A gezeichnetes femen, für geradezu ausgeschlossen erachtet. Der Vater fonnte nicht in Frage kommen, tveil er als ami Gesicht sehr schwer. großer und starker Mann die Medenwaldt wohl mit einem weißes Taschentuch gefunden ist, doch wird der Fundort noch geDer Kommerzienrath Wolff, der nun im achten Jahre im heim gehalten. Wie schon früher bemerkt, ist es vollständig ausSchlage getötet haben würde und ihr auch andre Wunden Plößenfeer Strafgefängnis fist und einen Antrag auf Strafentlassung geschlossen, daß der Kopf aus dem Mönchsee nach den Wiesen wegbeigebracht hätte. Billy Gluth wurde am Donnerstag durch den eingereicht hatte, weil er drei Viertel seiner Strafe abgesessen habe, geschwemmt worden ist. Abzugsgräben des Mönchsees führen zwar Kommissar Dr. Groß vor Wegschaffung der Leiche in das Zimmer ist abschlägig beschieden worden. Er befindet sich nach wie vor in durch die Wiesen, sie sind jedoch sehr schmal und führen wenig der Ermordeten geführt. Sein Benehmen dabei war so auffallend, dem Lazarethflügel, wo er wegen Zuckerkrankheit vom ersten Auſtalts Wasser; außerdem steht der fleine Graben, in dem der Körperteil daß der erfahrene Kriminalbeamte fofort von der Schuld Willys arzt. Geheimen Sanitätsrat Dr. Bär, schon seit Jahren behandelt lag, mit den eigentlichen Abzugsgräben, wie aus der Slizze zu ers überzeugt war. Willy mußte zunächst in das Zimmer geschoben wird. werden; dann aber benahm er sich so, als ob er das fehen ist, in feiner Verbindung. Man nimmt nunmehr an, daß der Bimmer genau fannte, blidte aber niemals nach rechts, wo die nachmittags 2 1hr, an der Hardenbergstraße gesehen haben, wie ein daß er schon längere Zeit dort gelegen hat. Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 10. Oftober v. J. Kopf nicht erst am Karfreitag dorthin geschafft worden ist, sondern Leiche lag, die grauenhaft anzusehen war. Als Dr. Groß dann Mann von der Charlottenburger Pferdebahn überfahren wurde, anfänglich durch das Eis und später durch den Torfmorast verhindert Die Verwesung ist Willy an die Leiche selbst führte, brach er ganz erdfahl mit werden dringend gebeten, sich bei C. Bunge, Zwingliste. 21 a, Seiten worden. Trifft diese Annahme zu, so ist der noch in Haft befind unftätem Blick und am ganzen Körper zitternd zusammen und wandte flügel 2 Tr. links, zu melden. sich schließlich ganz erschüttert von dem Anblick der Leiche wieder ab liche frühere Abdeckergehilfe und jetzige Händler Wolf Israelsti dadurch wesentlich entlastet, da er im Verdacht steht, den Kopf erst am Starfreitag nach dem Ort der Auffindung gebracht und auf die Thür zu. Der Vater Gluth wird nur als ehler in Feuerbericht. Von den Alarmierungen, die in den letzten Frage kommen, weil man 97 M. bei ihm vorgefunden hat, deren Her- 24 Stunden erfolgten, waren allein deren vier auf Verkehrsstörungen funft er nicht glaubwürdig nachweisen kann. Es sollen frühere Er- zurückzuführen. Auf dem Blücherplatz, an der Ecke der Maner- und zu haben. sparnisse sein. In der Wohnung der Medenwaldt wurden noch 200 m. Leipzigerstraße, ebenso in der Blücher und Alexanderstraße waren Eine Schiffskatastrophe auf der Weser. Die furchtbare in zwei Hundertmarkscheinen vorgefunden, die nach den Aufzeich- Lastfuhrwerke auf den Straßenbahnlinien zusammengebrochen und Bootskatastrophe auf dem Rhein hat ein ebenso entsetzliches Gegenmungen der Lehrerin noch aus dem Civilkabinet des alten Kaisers wurde zur Beseitigung der Hindernisse die Wehr in Anspruch ge- stück gefunden. Ne un Menschen sind in der Weser Wilhelm herrühren. Ferner fand man noch 20 M. in Gold, in einer nommen. Dasselbe war der Fall, als in der Gitschinerstraße ein blauen Düte, die wieder in weißes Papier eingewickelt war. Man Pferd samt dem Wagen in den Kanal gestürzt war. Das Pferd konnte er trunken. Das schreckliche Unglück ereignete fich gestern abend nimmt danach an, daß nur etwa 30 m. dem Mörder in die Hände unverlegt herausbefördert werden. Sonnabendnachmittag war Große in der Nähe von Woltmershausen. 13 Arbeiter der Bremer Lagergefallen sind. Willy soll mit einem Mädchen ein Verhältnis ange- Hamburgerstr. 20 cin Brand in einem Maschinenhause zu beseitigen, hans- Gesellschaft befanden sich auf der Heimfahrt von ihrer Arbeitsknüpft haben, doch fehlen hierüber noch nähere Angaben. Man der den Fußboden und das Balfenlager einäscherte. Wohnungsstätte nach Woltmershausen. Die Jolle, die die Arbeiter aufnahm, vermutet ferner, daß Willy, der oft gesehen hatte, daß der brände erfolgten Kleine Frankfurterstr. 20 und Adalbertstr. 4. Regale war nur für acht Personen bestimmt. Die große Last beGeldbriefträger der Ermordeten kurz nach dem ersten im und Kolonialwaren gingen Gerichtstr. 9a in Flammen auf. Köpnicker wirkte, daß der Nand des Boots nur wenig über Wasser stand. Die Monat Geld überbrachte, die alte Dame ermordet hat, straße 20 waren durch Warmlaufen eines Elektromotors Lappen in Weser war aber sehr ruhig und die Fahrt erschien deshalb sämt11:11 sich für die für die bevorstehenden Osterfeiertage Geld Brand geraten, der aber noch im Entstehen erstickt werden konnte. verschaffen. Der Vater und der Bruder Georg dürften bald wieder Unentgeltliche Kurse für Chemie unter Leitung des Reflore lichen Insassen vollständig gefahrlos. Als das Boot bei dem Ende aus der Untersuchungshaft entlassen werden, vorausgesetzt, daß die Trinkaus finden Montags und Donnerstags 7-9 im Schulgebäude Hinter des Separationswerks angelangt war, wo die Strömung am Boruntersuchung schnell abgeschlossen wird. Sehr belastend für der Garnisonfirche statt. Zur Behandlung kommen Montags: Einführung stärksten ist, passierten die Weser die beiden Schleppdampfer in die organische Chentie. willy ist, daß er kleiner als die Medenwaldt ist und daß man ein tiefung der Vorträge finden gemeinsame Besuche von Basanstalten, Sas kleine Fahrzeug voll Wasser und sank. Von den Jusafsen fanden Tonnerstag: Chemie der Metalle. Zur Ber Solide" und" Germania". Im Kielwasser des Schleppzugs schlug paar fremde Schnürstiefel, angeblich seinem Bruder Georg gehörig. Brauereien, Glashütten, Kerzenfabriken cc. statt. Besondre Borkenntnisse in der Wohnung seines Vaters gefunden hat, die Billy genau passen find nicht notwendig.' Anmeldungen im Schulgebäude bei Herrn Rektor neun den Tod in den Wellen, während es den übrigen vier Personen und die ebenso wie ein schwarzer steifer Filzhut mit Blut be- Drehmann. mit Inapper Not gelang, ihr Leben zu retten. Die Ertrunkenen prigt find. Nach den Feststellungen des Chemikers Dr. Jeserich, Eine Ausstellung von Erzeugnissen der Buchdruckerkunst, waren meist Familienväter. mehrerer Gerichtsärzte und der polizeilichen Sachverständigen, in welcher Drucksachen fast aller Nationen zur Vorführung fominen, jind diese Blutflecke Menschenblut; auch die Tapete im Korridor der wird der Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister" am Sonntag, Gluthschen Wohnung und der Abort zeigen Flecke und Fingerabdrücke den 29. d. Mits., in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20-22, veranstalten. von Menschenblut. Es find dies alles Verdachtsgründe, die das Besondere Beachtung soll hierbei dem Naturfarbendruck( DreifarbenBild, das die Kriminalbeamten sich von der Mordthat gemacht haben, druck) zugewendet werden. Der Besuch der Ausstellung, die für den noch vervollständigen. Die Familie bestreitet nach wie vor, den ge- Fachmann, als auch den Laien außerordentlich interessant zu werden fundenen Schlüssel beseffen zu haben, nur der Vater macht eine Aus verspricht, fann umsomehr empfohlen werden, als derselbe vollständig nahme, er giebt die Möglichkeit zu. Nach allem scheinen denn doch kostenlos ist. bezüglich der Thäterschaft des 15jährigen sinaben beträchtliche Zweifel am Plage zu sein. " Aus den Nachbarorten. : Tegten " „ Wo Sechzig Personen nach einem Gastmahl erkrankt. In der Gemeinde Madocsa( Ungarn) beteiligten sich viele Gäste an der Hochzeit einer Richterstochter. Abends sollte ein großes Mahl statte finden und der Richter ließ einen Ochsen schlachten. Die Eiſenzeit nahte heran und das Gulyas fleisch wollte nicht gar werden. Fettio da in die verschiedenen Kochkessel. Das Fleisch wurde Um den Prozeß zu beschleunigen, warf der Koch 5 Kilogramım dann gar, aber während des Nachtmahls brachen sechzig der Gäste nuter schrecklichen Konvulsionen zusammen. Alle Vergifteten liegen schiver frank darnieder; einer, Stefan Kanasz, ist bereits gestorben. Der Raubmörder Jänicke ist auch bei seinen Vernehmungen Charlottenburg. Ju der Stichwahl im ersten Ich kann nicht mehr". Die nachstehende hübsche Schilderung vor dem Untersuchungsrichter bei seiner Behauptung geblieben, daß Kommunal- Wahlbezirk der dritten Abteilung siegte der er nicht die Absicht gehabt habe, die Bergner zu töten, und von der tonservative kandidat Oberstlieutenant a. D.& nat einer Gerichtsverhandlung entnehmen wir einem Leipziger Lokalso außerordentlich starken Wirkung des Gifts teine Kenntnis gehabt mit 671 Stimmen über den unpolitischen freisinnigen Kandidaten blatt: Der kleine Mann, der da auf der Anklagebank fizt, hat gar hätte. Er beharrt auch bei der Versicherung seines Glaubens an Bankier Abrahamsohn, der 548 Stimmen erhielt. Bei der Haupt nicht das Aussehen, als ob er einen Mitmenschen betrüben könnte, die Zuverlässigkeit seiner Zaubereien". Mehrfach verwickelte er fich wahl am 30. März waren auf Knak 476, auf Abrahamsohn 364, auf und dennoch ist er angeklagt, den Restaurateur W. in Leipzig mit in Widersprüche, schwieg jedoch, sobald er darauf aufmerksam Baiche( Soc.) 344 Stimmen entfallen. Für die Stichwahl hatten die einem gefährlichen Werkzeug im Sinne des Gesetzes" verlegt zu haben. Das gefährliche Werkzeug war war nämlich ein Biergemacht wurde. Ueber J. und seine That waren übrigens ver- Socialdemokraten Stimmenenthaltung proklamiert. schiedentlich unrichtige Mitteilungen verbreitet worden. Daß Jänide Zu Meinungsverschiedenheiten zwischen glas. Ich war e abber ooch dichtig rachig uf den alden ſeinem Opfer die Ohren und die Finger abgeschnitten habe, Magistrat und Sadtverordneten Versammlung ist freind." meint der Angeklagte in Beziehung auf den VerWas that er Ihnen denn zu Leide?" fragt um sich in den Besitz der an denselben befindlichen Wertsachen zu es aus Anlaß der Klage, betreffend die Errichtung einer neuen der Vorsitzende. ,, Egal veralbert hat'r mich." fetzen, ist unzutreffend. Ebenso unrichtig ist die Behauptung, daß Realschule, gekommen. Der Magistrat hatte die Errichtung der der Töpfer Kinder aus dem städtischen Waisenhaus in Pflege erhalten Schule mit Borschule beantragt, die Stadtverordneten- Versammlung durch?"" De Sache war. Se nämlich so. Ich hatte mer vor ä baar Wochen ä Hichnchen gelooft, abber das 2. wollte fente habe. Thatsächlich hat die Jänice durch Inferate in Tageszeitungen hat hiergegen die Vorschule einstimmig abgelehnt. Diesem Beichluß Eier legen; wie ich das am Stammtische erzählen dhat, da meente Pflegefinder gesucht und so ein vier Wochen altes uneheliches sind, ist der Magistrat nicht beigetreten. Zur Beilegung der Meinungsfowie den 10jährigen Bruno Misch erhalten. Zu welchem Zweck die verschiedenheiten beantragt nim der Magistrat die Einsegung einer der Resteradeer. W., nee'm welchen ich wohnen dhu, ich sollte ä Stickchen Brot mit Gamillendhee befeicht'n un dieses dann den Eheleute die Kinder in Pflege genommen, konnte nicht festgestellt gemischten Deputation.. werden; die darüber von Jänicke und seiner Frau gemachten Angaben In der Gemeindevertretung von Brit empfahl unser Bartei- Hichuchen ze fressen g'ecm. Na scheen, das hab' ch ooch gemacht un erscheinen unglaubwürdig. richtig, an nächsten Morgen fand ich zehn Eier im Stalle. Naddiergenosse Dorn am Freitag bei der Wahl des Bautenausschusses, 3 lich hab' ch den Dhierchen gleich widder Gamillenbrot gegee'm un Gönczi als Ritualmörder. Der Gönczi- Prozeß treibt wunder- bestimmen, daß Mitglieder desselben sich an Gemeinde- Arbeiten nicht an nächsten Morgen Tagen widder zehn Eier da. So ging's drei Dage ſame Blüten, und mit Mystifikationen der beteiligten Faktoren wird ein beteiligen dürfen, doch wurde dieser Antrag, für den auch ein bürger- Tang. Wie' ch abber au vierten Morgen in' n Hiehnerstall kam, ba reiner Sport getrieben. Bei dem Gericht ist u. a. ein Schreiben ein- licher Vertreter eintrat, abgelehnt. Zum Schluß wurde ein Antrag lag nee'm den Buttchen ä großer Zettel un dadrauf stand geschrie'm: gegangen, nach welchem dem Loewy die Mordthat wohl zugetraut verhandelt, welcher bezweckte, daß die Gemeinde die Abfuhr der Jeze ging mer erscht ä Licht uff, daß werden dürfe, weil die jüdischen Feiertage vor der Thür Fäkalien in eigne Regie übernehmen sollte, und zwar lediglich clann nicht mehr!" mich die 2.... sch an Stammtische veralbert hatten. Bald d'rauf standen und dazu Christenblut gebraucht wurde. Aus aus dem Grunde, weil die Privatunternehmer zu tenter den zahlreichen, an den Verteidiger des Gönczi gelangten Ergüffen feien. Seitens unsrer Genossen wurde darauf hingewiesen, daß die hat mersch ooch unser Hausmann erzählt, daß d'r W. alle Tage fich von jeden Stainmgast hat änn Groschen gee'm lassen un fer das bringen wir ein Schriftstück zum Abdruck, das in franzöfifcher Sprache Gemeinde felbft unmöglich billiger sein könne als Privatunternehmer, gesammelte Geld hat' r dann die Eier gelooft, die er mer nachens abgefaßt ist und in der Uebersetzung lautet:„ Mein Herr! Gönczi da die kleinen Befizer ihre Fäkalien als Dünger für ihre Felder in' n Siehnerstall bratdizierte. De merschten waren Se iebrigens ist unschuldig. Ich habe die beiden Frauen getötet. Dies habe ich felbft abfahren, die Zahl der großen Grundstücke, die abfahren lassen. schon faul und thaten hellisch riechen. Na, da kenn Se sich wohl auch dem Staatsanwalt Plaschke und dem Reichsgericht geschrieben. aber so gering fei, daß der Löwenanteil der Kosten aus dem allge- denken, daß ich fuchsdeifelswilde wurde un glei nieberging zu den Mehr kann ich für seine Rettung nicht thun. Ich werde diesen meinen Steuersädel getragen werden müßte. Dies fei aber im alten Fiffikaner. In der Bosheet hab' ch mich dann mich mäßigen Abend abreifen. Sorgen Sie dafür, daß Gönczi nicht geköpft wird, Interesse der kleinen Steuerzahler nicht angängig, zumal in Kürze gekonnt, und hab'n es Bierbebbchen an Gopp gewigt."- Zum Glüd und geben Sie ihm von meinem Schreiben Kenntnis. G. Jean auch die Kanalisation eingeführt werden soll. Nach langer, lebhafter war die Berlegung keine gefährliche, der Befiger der vom vielen Loewy." Dieser Brief ist in Berlin aufgegeben worden. Für die Debatte wurde die Angelegenheit einem Ausschuß zur Vorberatung Gierlegen so sehr erschöpften Henne wurde zu einer Geldstrafe von Revisionsinstanz ist Rechtsanwalt Dr. Fränkel dem Angeflagten überwiesen. Gönczi ebenfalls zum Offizialverteidiger bestellt worden. Aus Rixdorf. Der hiesige Stadtausschuß hatte vor einiger Roheit. Gestern nacht wurde in der Grenadierstraße der Beit der Firma Kahlfe die Errichtung einer Talgfchmelze in Sattler Herm. Schulze von dem 20 Jahre alten Arbeiter war der Delbrückstraße tonzessioniert. Hiergegen hatten die Bewohner Thiede durch mehrere Messerstiche am Kopfe so schwer verlegt, daß des betreffenden Stadtteils fowie mehrere Grundbefizer- Vereine beim er bewußtlos zusammenbrach. Der anscheinend lebensgefährlich Ver- Handelsminister Beschwerde erhoben. Lettere ist jetzt jedoch als teste fand im Krankenhause am Friedrichshain Aufnahme. Der unbegründet abgewiesen worden. Mit der Anlegung des MirThäter wurde verhaftet. dorfer Schiffahrtstanals in den Köllnischen Wiesen 20 M. verurteilt. Witterungsübersicht vom 21. April 1900, morgens 8 hr. Stationen Berlin Barometerstand mm 77412 Wind= richtung Windstärte Wetter Temp. n. C. Stallonen Barometerstand mm Wind: rightung Windstärke 12 Haparanda 745 N Wetter 2wolfig Temp. n. 6. 16° C.= 4° R. 1wolfent 12 Petersburg 774 WNW 1wolten! 13 Cort 13 Aberdeen 8 Paris 7710SO 772 ONO 7730 4 bebedt 1heiter 1 wolfen! 11 11 775 O 4'wolfen! 211 77492 2016. bed. 12 Wetter Prognose für Sonntag, den 22. April 1900. Giwas fühler bei ziemlich frischen westlichen Winden und zunehmender Bewölkung; nachher Regen. Ein Stellenvermittelungsschwindler ist in der Person des soll es nunmehr ernst werden. Die Verhandlungen mit den An35 Jahre alten Schlossers Robert Schaade, Schwedterstr. 245, fest- liegern wegen Uebernahme der Koften find bereits eingeleitet Swinemde 772 2N 3 heiter genommen worden. Schaade ist früher einmal als Telephonarbeiter Beiträgen bereit erklärt. Numehr soll ein genauer Kostenanschlag Wiesbaden 775 ONO heiter worden; sämtliche Interessenten haben sich zur Uebernahme von Hamburg beschäftigt gewesen. Er benutzte nun seine im Fernsprechwesen ausgearbeitet werden, der bei den weiteren Verhandlungen als München erworbenen Kenntnisse, um bequem zu Geld zu kommen. Fein gefleidet, beobachtete er junge Mädchen, die Stellung juchten. Grundlage zu dienen hat. Die ministerielle Genehmigung zur An- Wien Fein gekleidet, beobachtete er junge Mädchen, die Stellung suchten. lage des Kanals ist schon seit längerer Zeit in Besitz der Gemeinde. Er fand stets diejenigen heraus, die nicht ganz mittellos waren und eine bessere Stellung suchten. Die Gemeinde Lichtenberg- Friedrichsberg- Wilhelmsberg, Auch verstand er es, die Mädchen in ein Gespräch zu verwickeln, und dann die etwa 40 000 Seelen zählt, will nach einem einstimmig gefaßten erzählte er, daß er beauftragt sei, Fernsprech- Gehilfinnen anzu- Beschlusse der letzten Gemeindevertreter- Sigung um Verleihung des werben. Borkenntnisse seien nicht erforderlich. Etwaige Zweifel Städerechts petitionieren. Der Amtsvorsteher Ziethen ist be Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 21. April 1900. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 4874 Rinder wußte Schaade leicht zu beseitigen, indem er gleich einen Schein mit auftragt, zur Begründung dieses Gesuchs eine Dentschrift aus- 1274 Kälber, 10 583 Schafe, 8315 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund der Aufschrift Kaiserliches Fernſprechamt" und mit entsprechendem zuarbeiten. ober 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund Bordruck zum Ausfüllen vorlegte. Solche Scheine hatte er sich für in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete, höchsten seinen Schwindel besonders drucken lassen. Samariter: Rurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge fleischige, nicht Wenn ein Mädchen auf Montag, abends 9 Uhr, im Restaurant Dresdener Garten", Dresdener ausgemäftete und ältere ausgemäßtete 55-60; c) mäßig genährte junge und gut seinen Vorschlag einging, so führte er es nach den Hauptpostämtern straße 45: Mitglieder- Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Röder über: genährte ältere 52-54; d) gering genährte jeden Alters 47-51. Bullen: in der Spandauer- oder Oranienburgerstraße, oder nach dem Amt Säuglingsernährung, mit besonderer Berücksichtigung der Darmerfrantungen. a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 57-60; b) mäßig genährte jüngere am Anhalter Bahnhof, um die Einschreibung zu bewirken. Diese Ferner: Beratung über die in der, General Bersammlung zurüdgestellten und gut genährte ältere 52-56; c) gering genährte 47-51. Färsen und Tostete 25 M. Erklärte das Mädchen sich bereit, diesen Betrag auf Bunfte. Kühe: a) voltfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Königl. Opernhaus Bajazzi Die roten Schuhe Die Tochter des Erasmus Gespenster Schiller: Startoffeln, neue, D- Ctr. Brand 7, 5, Theater " mittel gering " Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 " do. Bauch 1,20 1, " Noggen, gut " Lessing: 14,25 14, " Schweinefleisch 1,60 " Theater ( Sorma) Morituri = Produktenmarkt vom 21. April. Getreide. Getreide eröffnete| tehrte zu gut behaupteten gestrigen Breisen. Oestreich Ungarn fandt unter dem preisdrückenden Einflusse des prachtvollen Wetters und der gleichfalls höhere Preismeldungen. Wehl war im Preise unveränder durchschnittlichen niedrigeren Preismeldungen aus Nordamerika in schwacher safer sette unter dem Druck russischer Offerten schwächer ein, folgte aber Haltung. befestigte sich jedoch bald kräftig unter Bevorzugung von Roggen, ipäterhin der Aufwärtsbewegung der Preise für Brotgetreide. Mais lag fest für welchen bei stärkerem Bedarf aus der Provinz nur fnappes Angebot bei fleinem Handel. vorhanden war. Die Tendenz war für effettive Ware sowie für Lieferungen Am Spiritu& markt wurde 70er loco mit 49,50(-0,10) ge gleichmäßig fest. Roggen wurde bis 0,50 M. beffer bezahlt, Weizen verhandelt. Mittwoch b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 50-52; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfen 47-48; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 43-45; e) gering genährte Kühe und Färsen 38-42. Kälber: a) feinste Mast fälber( Bollmilchmost) und beste Saugfälber 73-75, b) mittlere Mastfälber und gute Saugfälber 66-71, c) geringe Saugfälber 58-62, d) ältere, gering genährte( Freffer) 00-00. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast bammel 58-61, b) ältere Masthammel 51-56, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzichafe) 45-49, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) voйfleischige der feineren Repertoire. Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 44-45, b) Stäfer 00-00, c) fleischige 42-43, d) gering entwickelte 39-41, e) Sauen 38-40. Verlauf und Tendenz. Der Rindermarkt widelte sich gedrückt und schleppend ab, hinterläßt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich ziemlich glatt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang langsam und wird nicht ausverkauft. Der Schweinemarkt war gedrückt und schleppend, wird aber voraussichtlich geräumt. Marktpreise von Berlin am 20. April 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.Str.| 14.90 Königl. Echauspielh. Deutsches Theater Sonntag 22. Montag 23. Fallstaff Dienstag 24. Die Beichte Die Puppenfee Die roten Schuhe Wenn wir Toten erwachen Niobe Kollege Crampton Niobe Gespenster Der Probekandidat Niobe Der Diener zweier Herren Der Pfarrer Jephtas Tochter von Kirchfeld Jugend von heute John Gabriel Borfman Des Meeres und der Liebe Wellen Abends: Die Ehre Nora Stean, Tochter des Erasmus 12 Uhr: Matinee John Gabriel Borhnan. Nchm.: D. versunt. Glode Unbestimmt Cyprienne Gebildete Menschen Liebelei 25. Donnerstag 26. Freitag 27. Sonnabend 28. Sonntag 29. Lohengrin Cavaller. rust. Die roten Schuhe Shakespeares Geburtstag Julius Cäsar Der Meister von Palmyra Der König bon Rom Jugend von heute Die Tochter des Erasmus Der Bärenhäuter Der König von Rom Der Prophet Figaros Hochzeit Brand Der Diener zweier Herren Der Diener zweier Herren Jm weißen Rößl Nora Morituri mittel 13,90 13,70 " Stalbfleisch " 1,60 1, gering " 13,60 13,40 Hammelfleisch 1,60 1, Gerste, gut " " Butter 2,60 2, Berliner Ueber unsre Kraft Gioconda Gioconda Ueber unsre Kraft Harold mittel Eier 60 Stitt Theater " 4,- 2,40 gering " Karpfen 1 kg 2,20 1,20 Safer, gut " " 14,50 14,10 Aale 3, 1, Theater " mittel " 14, 13,60 Bander 2,60 1, des Westens Der Bettelstudent Der Bettelstudent Der Bettelstudent Der Hüttenbesizer Ueber unsre Kraft Hüttenbesitzer Nchm.: Harold Gastspiel Die lustigen Weiber von Windsor " gering " 13,50 13,20 Hechte 2,-1, " Richtstroh " 5,66 5, Barsche 1,80 0,80 " Sent " Erbsen " 8,10 40, 5,20 Schleie " 25, Bleie Speisebohnen per Schot 12, -Linjen 45, 25, Srebje 70, 30, Socialdemokratischer Wahlverein Der Bettelstudent Neues Königliches Opern- Theater. Diesen Sonntag: 3,- 1,40 Fledermans. Residenz- Theater. Alle Abende: Die Dame von 1,20 0,80 Theater. Alle Abende: Im Himmelhof.. Carl Weiß Theater. 3,50 verfehrte Welt. Belle- Alliance- Theater. Alle Abende:§ 184. Abende: Von den Alpen zum Vesuv. für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 25. April, abends 8 Uhr: General- Versammlung im Lokal ,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18c: Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. NB. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a( Rottb. Play); W. Börner, Ritterstr. 15; Mart. Mescha, Adalbertstr. 24( Eingang Engel- Ufer); Emil Götte. Brandenburgstr. 18; A. Flick. Simeonstr. 23; Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119; Franz Krüger, Naunynstr. 54. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Dienstag, den 24. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: General- Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Kaffenbericht. 3. Wahl des gesamten Borstands und der Revisoren. 4. Vortrag des Genoffen Hans Nachtigal über:„ Die Arbeiterbewegung im Osten Europas" 5. Diskussion. 6. Ver einsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. bittet Der Bettelstudent Rothmühl Fra Diavolo Bettelstudent Nachm.: Der Freischü Die Fledermaus. Sonnabend: Hohenzollern zur See. Nächsten Sonntag: Die Central Theater. Alle Abende: Berlin nach Elf. ThaliaMarim. Alle Abende: Der Minenkönig.- Metropol Theater. Alle Abende: Die Apollo Theater. Alle Abende: Im Reiche des Indra. Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 23. April. abends 8% Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20: 55/10 Vortrag von Fräulein Adele Schreiber über: Die Arbeiterin als Mutter." Gäste willkommen. Der Vorstand. tung Achtung! Urania. Alle Holzarbeiter! Achtung! Dienstag, 24. April, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Wahl des Gesellenausschusses. 88/4 Der Vertrauensmann. Verband der Möbelpolierer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 23. April 1900, abends 8 1hr, bei Breuer, Gr. Frankfurterstr. 117: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassierer3. 2. Abrechnung vom Masken: ball. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. 146/12 Bei der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen Pflicht. Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 24. April 1900, abends 8½ Uhr: Versammlung Um zahlreichen Besuch der Gold- u. Silberarbeiter u. Berufsgenoffen 242/ 15* Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten 3 ubeil über: Dic sociale Gesetzgebung feit 1884." 2. Disfussion. 3. Verbandsangelegen für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. heiten und Berschiedenes. Dienstag, den 24. April, abends 82 Uhr: General- Versammlung im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands; Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Wahl des Vorstands. [ 247/2 3. Bortrag des Herrn Dr. Kurt Freudenberg über: Prostitution". Diskussion. 4. Der Cynismus des Deutschen Flottenvereins in Bezug auf Werbung von Mitgliedern im Wahlverein, und welche Antwort gedenken wir demselben zu erteilen? Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Die Vorstandsmitglieder werden ersucht, um 8 Uhr zu erscheinen. Dienstag, den 24. April, abends 8½ Uhr: ( Zahlstelle Berlin.) Am Sonntag, den 22. April, vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Hube( prechallen"), Kirchstr. 27: Bezirks- Versammlung für Moabit. Tages Ordnung: 1. Unfre gegenwärtige Lage und Besprechung des 1. Mai. 2. Diss fuffion. 3. Verschiedenes. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 23. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Nowack. Manteuffelstrasse 9: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Branchenangelegenheiten und Bers 88/ 2* Ausgabe neuer Kontrollkarten. fchiedenes. Branche der Korbmacher. Montag, 23. April, abends 8% Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26: Versammlung. Versammlung für Rixdorf legenbeiten. 3. Berſchiebenes. im Lokal des Herrn Mercier, Steinmeßstraße 55. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm: Wie erhält man die Schkraft der Augen? 2. Wahl der Bezirksleitung. 112/11 Die Ortsverwaltung. Central- Krankenkasse der Maurer etc. Sonntag, den 29. April, vormittags 10 Uhr, Inselstraße 10, b. II.: Socialdemokratischer Verein Mitglieder- Versammlung. zu Schöneberg. Montag, den 23. April cr., abends 8 Uhr, in der ,, SchlossBrauerei", Hauptstr. 112/114: Versammlung. Tages Ordunung: Tages Ordnung: 1. Kaffen- und Revisionsbericht vom I. Quartal. 2. Jnnere Kaffen: Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. NB. Am 1. Mai bleibt das Bureau geschlossen. Für die Verwaltung: P. Hoffmann. Bortrag: Unser Programm. Bereinsangelegenheiten, Berschiedenes. Achtung! Jedes Mitglied hat zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Billets zur Treptower Sternwarte" find beim Genossen E. Obst Der Vorstand. zu haben. Socialdemokratischer Verein für Stralau Rummelsburg und Umgegend. = Dienstag, den 24. April, abends 8 1hr: General- Versammlung im Lokal des Herrn R. Weigel, Türrschmidtstraße 45. Tages Ordnung: 8/3 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Emil Rosenow liber: Die lex Heinze, die Sittlichkeit und die Gesellschaft." 2. Diskussion. 3. Staffenbericht vom letzten Quartal. 4. Bericht des Bibliothekars. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersicht Der Vorstand. Verband der Tapezierer. Dienstag, den 24. April, abends 1/29 Uhr: Quartals- Versammlung beider Filialen Filiale Nord Brunnenstraße 188. Filiale Süd Markgrafenftr. 83 bei Lorenz. Tages Ordnung: Kiftenmacher. 149/2 Tagesordnung: 1. Bericht über die Grünbranche. 2. Branchen- Anges Pünktliches Erscheinen erwartet Orts- Krankenkasse Die Kommission. Orts- Krankenkasse der Kürschner für das Tapezierer- Gewerbe und veriv. Gewerbe zu Berlin. Ordentliche Generalversammlung der Delegierten am Mittwoch, 25. April 1900, abends 8 1hr, im Restaurant Münder, Linienstr: 19 und Lothringerstr. 105. Tagesordnung: 1. Verlesung der Präsenzlifte und des Protokolls. 2. Jahresbericht. 3. Bericht der Revisoren. Achtung! Antrag des Rendanten Dienstag, den 24. d. M., abends 8%, 1hr, bei Stechert, Andreasftr. 21 KF Versammlung. Tages Ordnung: 1. Gewerkschaftliches. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 94/13 höhung des Gehalts. auf Ers 5. Rafienangelegenheiten. Zahlreiches u. pünktliches Erscheinen der Delegierten erwartet 271/13 Der Vorstand. 3. A.: G. Seidenkranz, Borsigender. Orts- Krankenkasse Der Vorstand. 3. A.: Karl Juckel.des Gewerbes d. Lackierer Marmor- u. Granitarbeiter. Dienstag, den 24. April, abends 8 1hr, in Cohns Festfälen, Beuthstraße 19: Oeffentliche Versammlung. 172/13 zu Berlin. Am Sonntag, den 29. April, vormittags 10%, Uhr, bei Buste Grenadierstr. 33: 271/15 Generalversammlung. 1899. Tagesordnung: 1. Vierteljahres- und Jahresbericht 2. Neuwahl des Tages Ordnung: Vertrauensmanns und der Revisoren. 3. Wahl eines Delegierten zum 1. Borlage der Jahresrechnung pro Kongreß. 4. Stellungnahme zur Maifeier. 5. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. 2. Bericht des Rechnungsausschusses. 3. Grfazwahl eines Vorstands- Mitglieds( Arbeitnehmer). Linoleumleger. = Montag, den 23. April, abends 8 Uhr, in den Arminhallen", 4. Erweiterung der Kassenleistungen. Kommandantenstr. 20: Mitglieder Versammlung. Erscheinen aller Kollegen ist unbedingt notwendig. 10 Jahre 585b Zähne 2 Mk. plomben 1 Wt. Absolut schmerzl. Zahnz, 1M 1. Bericht des Vorstandes und des Kassierers. 2. Stellungnahme zur J. Blumberg. Elsasserstr. 33, a. Oranienb. Thor. Spr. 8-7, Sonntags 9-1. Maifeier. 3. Verschiedenes. 177/16 J. A.: Die Ortsverwaltung. 5. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer find hiermit eingeladen. Der Vorstand. 3. A.: Herm. Runge, Vorsitzender. Zahn- Klinik Vr. beliebige Teilzhlg. Alleganderplay 1. Zähne 2 M., Blomben von Frau Olga Jacobson, Dent. Zahnärztliches Institut, 150 an, Babuzieben 75 Bi. Teilzahl. Spr. 8-6. 82/ 6*) Juvalidenſtr. 145. Pf. Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Adtung! Stuccateure. ( Filiale Berlin). Mittwoch, 25. April, abds. 81/2 Uhr, in den Arminnallen, Kommandantenstr. 20: Achtung! Große Mitglieder- Versammlung. Montag, den 23. d. M., abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33: Tages Ordnung: [ 162/7 1. Die stattgefundenen Lohnbewegungen und deren Resultat. Referent Kollege Nitter. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier. Kollegen und Kolleginnen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Mitglieder, daß alle Branchen, als da sind Kostümschneider und Schneiderinnen, Herren- Maßschneider, sowie Sonfeftionsarbeiter und Arbeiterinnen, in dieser Versammlung recht zahlreich vertreten sind. Die vertagte Kostümschneider Versammlung. Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Welche Schritte gedenken wir zur Einführung der Lohnarbeit zu unternehmen? 2. Diskussion. ju erscheinen. 19/73 Bei der hohen Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen, vollzählich und pünktlich Die Lohnkommission. zu Berlin. Donnerstag, den 26. April cr.. abends 8 Uhr, in den, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Beschlußfaffung über die Ab: nahme der Rechnung des Jahrs 1899 und Erteilung der Decharge. 3. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstands. 4. Verschiedenes. [ 5916 Wegen der wichtigen Tagesordning ist das Erscheinen dringend erforderlich, M. Oest, 1. Vorsitzender, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 53. Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Verfertigung von Musikinstrumenten. Am 28. April, abends 81% Uhr, bei Mehlmann, Grenadierstr. 33: General- Versammlung fämtlicher Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Vertreter. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht für 1999. 2. Bes richt der Revisoren, Entlastung des Renbanten. 3. Verschiedenes. 271/14 Der Vorstand. Für Gelb- und Zinkgießer. Eine vollständige Gießereieinrichtung, bestehend aus eisernen und hölzernen Formkasten 2c., billig zu verkaufen. H. Lachmann, Neue Königstraße 80a. Reelle Bezugsquelle! Sämereien, Düngemittel c. in anerkannt unübertroffenen Qualitäten empfiehlt Albrecht Hoeh, Samenhandlg., 5876 Rigdorf: Berlin SO.. 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Deutschlands Am Sonnabend, den 21. 58. Mts, Filiale Berlin I. verstarb der Steindrucker Oskar Krone. 96/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Diens tag, den 24. Ss. Mts., vom Trauer: hause aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde statt. Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbekassed.dentsch. Wagenbauer Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 19. April, berfarb nach schwerem Leiden unser Tangjähriges Mitglied, der Schmied Karl Albath in Alter von 51 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. April, nachmittags 5 Uhr, Nach dem Vortrag: Gemütl. Beisammensein u. Tanz. Achtung! Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Wegen Ersparnis der Ladenmiete und durch große Bar- Einkäufe bin ich Stande [ 4/ 16* Achtung! für 30 Mark nach Mak hochelegante, ganz reimvollene Anzüge u. Baletots zu liefern und garantiere Burschen- und Knaben- Garderoben zut spottbilligen Preiſen, eignes abritat! 1. Etage! Barnimftr. 3. bei der Landsbergerstr. 1. 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April, morgens 19 Uhr, starb unser Mit glied, der Schleifer Paul Seidler. [ 112/12 Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonn tag, nachmittags 4 Uhr, von der Berlin, Andreasstraße 23.( Leiterwagen III. Geſchäft: Beuſſelſtr. 67. Sportswagen II. Geschäft: Brunnenstr. 95 TV. Gesch.: Leipzigerst.54/ 55 En gros Detail. 4070 HOD. Wurzel& Co., Wrangel Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Zahnärztliche Klinik Münzftr.3, Sof 2 Trepp. Behandlung f. weniger Bemittelte wochentägl. 9-11, 1-6 Uhr. Völlig schmerzlofe Zahnoperationen, Plomben, künstl. Zähne. Speciell: Unzerbrechliche, festsitzende Nein Aluminium- Gebisse. Zeidler& Warburg Uhren- Großhandlung V. Geſchäft: Stralauerstr.19 Kinderstühle Kinderwagen, Grös stes Lager Berlin, Leipzigerstrasse 29. Kinderbettstellen. Berlins. Mufierb. gratis. Leichenhalle des Neuen Sophien 1000 Mark zahle ich jedem, der mir in Berlin ein größeres Kirchhofs in der Freienwalderstraße) aus statt. Die Ortsverwaltung. Verband aller im Handels- und Transportgewerbe besch. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Bureau: Kommandantenstraße 25. Hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Hermann Kaulisch ant 17. April nachmittags infolge Berufsunfalls verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Andreas- Markus- Kirchhofs in Wilhelmsberg statt. 75/6 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Central- Verband der Maurer Deutschlands Filiale Berlin II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 19. April unser Verbandskollege Karl Arndt im Alter von 25 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. April, nachmittags 11 Uhr, auf dem Georgen- Kirchhof in der Landsberger Allee statt. 137/7 Um rege Beteiligung der Kollegen ersucht Die Verbandsleitung. Danksagung. Für die Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes, des Zimmermanns Karl Dumke, fagen wir allen auf diesem Wege unsren besten Dank.[ 6346 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teil: nahme und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines verunglückten guten Manns und Schwiegervaters Paul Flohr sage ich allen Kollegen Kinderwagen- Lager als das meinige nachweist. Maitrank Mobxif Amt IVa. Eugen Neumann& Co. iso. Belle Alliance Plat 6a, Amt IVa. 7950, Wilsnackerstraße 25. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29. Schöneberg, Hauptstr. 129. Grüner Weg 56. Elsasserstr. 19. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Puppen-, Sport-, Kinderwagen, Kasten-, Leiterwaren etc., Krankenwagen für Erwachsene u. Kinder: und Ziegenbockwagen, Kinderklappstühle, sämtl. KorbGrosses Lager in Kinderbettstellen.[ 4049L* BrunnenTellzahlung gestattet. ( Fernspr. Amt III, 1767.) A. W. Schulz, Str. 95 vis- a- vis Humboldthain, am Bahnh. Gesundbrunnen. Kein Laden. Verkaufsräume auf dem II. Hof in dem aus vier Etagen bestehend. Fabrikgeb. Musterb.grat. u. franco For ür wenig Geld. 18 Alle Sortent Taschenuhren, Haus und Weckeruhren. 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Mit einem Wunsch für gutes Gelingen der Einigungs- barer: Das Schöffengericht in Dessa u verurteilte Günther zu tommission und einem Hoch auf die Handelshilfsarbeiter- Bewegung einer. Geldstrafe von 50 M. Dieser ließ es natürlich bei dem schloß der Vorsigende die Konferenz. Schöffengerichtsurteil nicht bewenden, sondern ging an das Landgericht. Hier erfolgte dieser Tage die Freisprechung. Und warum? Nun, weil es erkannte, daß das Wörtchen" Beischlaf" nicht im geringsten geeignet sei, öffentliches Aergernis zu erregen. So Gerichts- Beifung. Dritter Verhandlungstag. Die Generalversammlung erledigt zunächst die Diätenfrage Der Streifbrecher in der Kaserne. Gine seltene Anklage sollte man meinen. Aber weit gefehlt. So etwas giebt es in und beschließt an Stelle des bisher gezahlten Sages von 8 Mart gelangte gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I der Zeit der lex Heinze nicht. Günther wurde mur deshalb freigegen den Kolporteur Wilhelm Suda zur Verhandlung. Derselbe gesprochen, weil die Verjährung eingetreten war, d. h. weil fationen im Schuhmachergewerbe referiert Bod- Gotha. Er denjenigen mit Strafe bedroht, der eine Person des Solglücklichen Umstande hat Günther seine Freisprechung zu verUeber die Arbeiter und Unternehmer Organi- war beschuldigt des Vergehens gegen§ 112 Str.-G.-B., welcher immerhalb 6 Monaten nach Erscheinen des verfehmten Gerichtsberichts teine richterliche Handlung erfolgt war. Nur diesem giebt einen Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung der Arbeiter Datenstandes auffordert oder anreizt, dem Beund Unternehmer- Organisationen und schildert den Einfluß des fehle des Oberen nicht Gehorsam zu leisten. Standpunkt des Schöffengerichts gleichfalls einnahm. Teilen wir danken. Im übrigen weiß man nicht, ob das Landgericht den Centralverbands Deutscher Industrieller auf die Regierung, der sich Der Angeklagte war Angestellter einer Buchhandlung, welche noch mit, daß im übrigen Bronikowski feine feinerzeitigen Strafunter andrem durch die Vorlage der Zuchthausvorlage bemerkbar das Unteroffizier- Kasino des 2. Eisenbahn- Regiments mit machte. Der Verband Deutscher Schuh- und Schäftefabrikanten hat sich Journalen verfah. Allwöchentlich hatte der Angeklagte die Mappe anträge gegen mehrere Parteiblätter zurückzog, und daß der zwar dem Scharfmacherverband bisher noch nicht angeschlossen. Es zu wechseln. Er erhielt, von einer Ordonnanz begleitet, Zutritt Borwärts" zu einer kleinen Geldstrafe verurteilt wurde, dann der Hand des Statuts des Vereins Deutscher Schuh- und Schäfte- befand, öffnete er die mitgebrachte Mappe und machte seinen Begleiter und zugleich gezeigt hat, was die Presse nach der lex Heinze zu dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses geschieht. An zum Kasinoraum. Als er sich eines Tages mit der Ordonnanz allein haben wir das Bild eines Prozesses, der in sittlicher und moralischer Beziehung für Herrn Bronikowski wenig ruhmvoll geendet fabrikanten zeigt Redner, wie diese Vereinigung bestrebt ist, den auf ein Heft mit rotem Umschlag aufmerksam mit den erwarten hat. Arbeitern ihre wirtschaftlichen Kämpfe zu erschweren und diese durch Worten:" Das ist etwas für Sie!" Der Soldat besichtigte Ausübung von großem Terrorismus unmöglich zu machen. Die später das Heft und übergab es dann seinem Feldwebel. Es war Auf dem Gebiete der lex Heinze bewegte sich eine Vers Lehre, welche die Schuhmacher hieraus ziehen müssen, heißt: das erste Heft eines Schauerromans, betitelt:„ Der Streit- handlung, die gestern vor dem Schöffengericht stattfand. Der Arbeit." Auf Bandagift B. von nicht und während breiviertel fämtlicher Fabrifanten organiftert sind, sind es bei den Schuhmachern nur 20 000 von 140 000 im Beruf thätigen Arbeitnehmern. Redner kommt auf die geftrige Streitfondsdebatte zurück, bedauert, daß die Anträge des Vorstands auf Erschließung von Hilfsmitteln abgelehnt wurden, betont die unbedingte Notwendigkeit voller Kaffen zur Führung der bevorstehenden Rämpfe, die wohl die bereits geführten in Schatten stellen werden, und kommt dann auf die Forderungen zu sprechen, deren Durch führung die Schuhmacher zunächst zu erstreben haben. Es sind: Erringung der zehnstündigen Arbeitszeit für das Kleingewerbe, der neunstündigen Arbeitszeit für mechanische Betriebe, Fourniturenfreiheit und Schaffung von Tarifgemein ichaften. An das mit lebhaftem Beifall aufgenommene Referat fuüpft sich keine Debatte; eine dem Referat entsprechende Resolution wird ein stimmig angenommen. = ichlag, war ein„ Brojpett" abgebrudt, aus, bem bemuttet wurde, 6 W erhalten, weil olizeimegen ein Girafmanbat in Söhe von daß durch den Inhalt des Romans socialdemokratische gestellt hatte, die zwar in jedem einschlägigen Geschäft feilgehalten, Tendenzen vertreten wurden. Der Angeklagte bestritt, daß aber doch nach Ansicht der Polizeibehörde nicht ausgestellt werden er Socialdemokrat sei, daß er von dem Roman mehr als den Titel dürfen, weil sie geeignet feien, in dem Beschauer„ unlautere Gedanken" gekannt, und daß er den Befehl des Generalkommandos gekannt habe, wachzurufen. Der Gemaßregelte beantragte richterliche Entscheidung, wonach das Hineinbringen socialdemokratischer Schriften in die worauf sein Vertreter, Rechtsanwalt Dr. Schöps, im gestrigen Kasernen verboten sei. Der Gerichtshof schenkte ihm keinen Glauben, Termin folgendes ausführte: Zunächst sei die Rechtsgültigkeit der sondern verurteilte ihn nach dem Antrag des Staatsanwalts zu einer Polizeiverordnung anzufechten, weil sie im Widerspruch zu dem Gefängnisstrafe von einer Woche. Grundjag der Gewerbe- Ordnung stehe. Ein Bandagist müßte aud) Wenn der Roman Der Streitbrecher" teinen Doppel- das Recht haben, die von ihm hergestellten und zu vertreibenden gänger wirklich socialistischen Juhalts hat, so ist dem verurteilten Artikel auszustellen. Ferner stehe der Polizei nur das Recht zu, Rolporteur selbst vom Ordnungsstandpunkt aus Unrecht geschehen. solche Gegenstände durch die Verordnung zu regeln, zu welchen Ein Kolportageroman mit dem erwähnten Titel wurde vorigen sie durch das Gesetz ermächtigt sei. In Betracht könne nur Sommer gewissermaßen zu Gunsten der Zuchthaus das Gesetz vom 12. März 1850 fommen, welches den Erlaß von vorlage geschrieben und ward seiner wehleidigen Tendenz Polizeiverordnungen betreffe. Danach stehe der Polizei nur das Recht zu, wegen von der socialdemokratischen Presse damals mit ge Berordnungen zum Schutze der Person zu erlassen. Nach der EntstehungsDie Generalversammlung er nun die Kranken und bührendem Spott überschüttet. geschichte des Gefeßes und nach zahlreichen Erkenntnissen der höchsten Arbeitslosen Unterstügu. g. Es besteht bereits eine Kranken- Zuſchußkaſſe und eine Arbeitslosen- Unterſtügungstaffe. Diclofen" ist jetzt für die abwesenden Angeklagten v.& ayer und rühren, welche Wohlfahrtseinrichtungen betreffen. Im vorliegenden Das Erkenntnis des Reichsgerichts im Prozeß der Harm Gerichtshöfe tömten Polizeiverordnungen nicht Gegenstände beFall handle es ziveite, beide aber nicht befriedigenden Erfolg. Es liegen daher eine Dr. Schachtel und Dr, Schwindt, fowie dem Verteidiger des fach durch Polizeiverordnungen erledigt werden könnten, so sei ja b. Ströcher den Verteidigern Justizrat Dr. Sello, Rechtsanwälten besondere der jungen Leute. Wenn derartige Fragen einReihe Anträge vor, welche die Arbeitslofen- Unterstützung obli- Angeklagten v. Schachtmeyer, Rechtsanwalt Pincus I zugestellt bie ganze lex Heinze überflüssig. Außerdem sei zu bestreiten, daß Schachtel und Dr, Schwindt, sowie dem Verteidiger des gatorisch machen wollen. In der Debatte werden die bekannten Angeklagten v. Schachtmeyer, Rechtsanwalt Pincus I zugestellt fach durch Polizeiverordnungen erledigt werden könnten, so sei ja worden. Das Erkenntnis ist auch insofern bemerkenswert, als es in die beanstandeten Gegenstände, die in den meisten KrankenArgumente für und gegen angeführt. Mit Eintritt der Mittagspause dauert die Debatte noch fort. seinem Schlußpassus recht deutlich auf die Möglichkeit hinweist, bei Anwendung des§ 284 Str.-G.-B. auch auf Verlust der bürger Beschauer auszuüben vermöchten, denn sonst müßte es auch verboten zimmern zu finden seien, eine unlautere Wirkung auf den Nachmittags- Sitzung. lichen Ehrenrechte zu erkennen. Das Reichsgericht hat, wie Die Debatte über die Arbeitslosen- Unterstützung wird fortgefegt. fchon furz erwähnt, Bedenken gegen die Meinung der Strafkammer werden, in den Wäschegeschäften Hemden, Beinkleider usw. auszuu namentlicher Abstimmung wird schließlich mit 28 gegen 27 gehabt, daß für einen gewerbsmäßigen Glüdsspieler der legen. Aus allen diesen Gründen beantragte der Verteidiger die Stimmen die obligatorische Einführung der Arbeitslosen- Versicherung Bestimmungsgrund die Gewinnsucht sei. Die Straffammer hatte als reisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof kam noch nicht zu und Kranken- Zuschußtaffe abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wird maßgebend für die Entscheidung die Frage aufgeworfen, ob die An- einer Entscheidung, sondern beschloß, zum nächsten Termin einen mit 34 gegen 21 Stimmen ein Antrag, der nur die Arbeitslosen- geklagten ihren Hang zum fortgesetzten Hazardspiel aus Gewinnsucht gerichtlichen Physikus und einen Bandagisten als Sachverständige Versicherung obligatorisch machen will. Ein dritter Antrag, der bethätigt haben und war zur Freisprechung gekommen, weil sich die darauf nur die Kranken- Buschußkasse obligatorisch machen will, wird zum Thatbestand des gewerbsmäßigen Glücksspiels gehörige innere Zehn Monate unschuldig im Zuchthause. Ueber die im ebenfalls abgelehnt mit 43 gegen 12 Stimmen. Dagegen wurde be- Thatsache des Glücksspielbetriebs aus Gewinnfucht" nach dem Er- Wiederaufnahme- Verfahren erfolgte Freisprechung eines Berurteilten schlossen, eine Ur abstimmung über die Frage, ob eine Arbeitse gebnis der Hauptverhandlung nicht mit einer zur Verurteilung aus wird uns folgendes mitgeteilt: Der Schausteller Johann Cretschmar Tosen- Unterstügung eingeführt werden soll, stattfinden zu lassen. Die reichenden Sicherheit habe feststellen lassen." Das Reichsgericht erklärt aus Stottbus ist am 10. Juli 1899 wegen Diebstahls im Rückfall felbe soll im August stattfinden. dies für eine irrige Ansicht. Für den Begriff des Gewerbemachens von der Strafkammer des Landgerichts zu Kottbus zu drei Es wird nun in eine Debatte eingetreten über die Erweiterung aus dem Glücksspiel sei nicht die Absicht, die der Handelnde beim Spiel Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er war beschuldigt, der Agitationskommission. Nach langer Debatte, in welcher haupt gehabt, sondern das Motiv, durch welches er zum Spielen bestimmt während der Vorführung eines Phonographen in der Dorfschule fächlich hervorgehoben wurde, daß die Agitationskommissionen von worden ist, von entscheidender Bedeutung. Die Straffammer habe zu Wissen eine dem Lehrer gehörige Uhr entwendet zu haben. großer Bedeutung sein könnten für den Verband um die Steigerung den Begriff des Erwerbs verkannt. Das Gericht nimmt an, daß es Die Verurteilung erfolgte auf Grund des Zeugnisses des Lehrers, der Mitgliederzahlen herbeizuführen, wird beschlossen: Der Vorstand den Angeklagten nicht gleichgültig war, in welcher Art und Weise sie welcher behauptet hatte, daß die dem Angeklagten bei seiner Berist berechtigt und verpflichtet, nach Notwendigkeit die vorhandenen ihre Spiel Leidenschaft bethätigen konnten, daß es ihnen viel haftung abgenommene Uhr der seinigen vollständig Agitationsfommissionen zu fräftigen, eventuell die Vorsitzenden nach mehr darauf ankami, ihre Leidenschaft unter kostspieligen Vergleiche. Später angestellte Ermittelungen, welche die Ehefrau des Lage der Sache ganz oder teilweise zu besolden und den Beanstaltungen, wie sie in dem lub der Harmlojen" ge- Angeklagten durch den Detektiv Vogt anstellen ließ, ergaben, daß strebungen zur Ausbreitung unsres Vereins, neue Agitationsbezirke Fernere Zugehörigkeit zu diesem Spielerkreise zu erhalten. Wer Cretschmar durch den Rechtsanwalt oppe l'auer zu Berlin troffen waren, zu befriedigen, daß ihnen daran lag, ihre der Lehrer sich geirrt hatte. Infolgedessen ließ Frau zu bilden, fördernd zur Seite zu stehen. Weitere Anträge befaffen sich mit der Gehaltsregulierung ihnen dies aber bei ihren regelmäßigen Einnahmen unmöglich und den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens stellen. der befoldeten Beamten. Es wird beschlossen, den Vorstand ihre dauernde Beteiligung an dem Spielklub abhängig von ihren Diesem Antrage hat das Gericht nach Tangen Beweisans 7 Personen bestehen zu lassen. Die bisherigen drei befoldeten fortgefeßten Erfolgen im Spiel, spielten sie, um„ Mittel zum weitern erhebungen auch stattgegeben und schließlich eine neue Haupta Beamten werden um einen vermehrt. Das Gehalt wird für fämt- Spiel zu haben", um ein bares Betriebskapital zu erhalten", und verhandlung angeordnet, die am Freitag stattfand. Das Ergebniß liche Beamte auf 1800 M. festgesetzt. war ihr Spiel fortgesetzt von solcher Absicht beherrscht, so spielten derselben war, daß das Gericht, dem Antrage des Verteidigers entfie in der Absicht, durch das Spiel zu erwerben; ihr sprechend, das Urteil vom 10. Juli aufhob und auf FreiWillen ging dahin, das Spiel als fortgesette Erwerbsthätigkeit aus- fprechung des Angeklagten erkannte. Leßterer, der bereits zuüben und sie machten aus dem Spiel ein Gewerbe. zehn Monate der ertannten Zuchthausstraße bera Der erste Richter irrt, wenn er annimmt, daß§ 284 Str.-G.-B. bißt hatte, wurde sofort auf freien Fuß gesezt. Der Antrag eine Gewinnsucht" voraussetze, durch die andre Erfolge auf Entschädigung wurde abgelehnt. erstrebt werden. Sollen durch das Spiel die Mittel zur Befriedigung Kongreß der lokalorganisierten Handelshilfsarbeiter Deutschlands. Er " zu laden. Ein boten ein jämmerliches Bild. Einer widersprach dem andern. Nur einer bekundete beſtimmt, vom Angeklagten F. bedroht zu sein. Gin Beuge mußte wegen totaler Trunkenheit aus dem Saal abgeführt werden, ein andrer Belastungszeuge erklärte, feinen Die Verhandlungen dieser Konferenz, die mit 18 Delegierten eines Bedürfnisses erlangt werden, so entbehrt für die Anwendung Was ein deutscher Richter bedauerlich findet. und Gästen aus Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt a. M., Dresden, jener Strafvorschrift die Beschaffenheit des Bedürfnisses jeder drastisches Bild von der Art, wie Staatsanwalt und Richter des München, Braunschweig und Königsberg in Braunschweig vom 15. Bedeutung. In dem Leben eines Menschen, dessen Neigung zum Klaffenstaats in Streitprozessen die Justiz Handhaben, liefert eine bis 17. de. Mts. stattfand, drehten sich hauptsächlich um die Ver- Spiel sich zur Leidenschaft gesteigert habe, wird das Spiel lebhafter Gerichtsverhandlung, über die uns aus. Behoe folgendes berichtet einigung mit dem Centralverband. als manches andre als Bedürfnis empfunden und der zur Be- wird: Vor einigen Tagen hatten sich die Arbeiter F, V., M. und Sch. Ueber dieselbe referiert Rein Berlin. Er hebt hervor, daß fast friedigung desselben gemachte Erwerb muß, soweit§ 284 St.-G.-B. in zehoe vor der detachierten Straffammer des Landgerichts überall unfre Kollegen zu der Ueberzeugung gelangt sind, daß unter den in Betracht kommt, rechtlich dem Erwerb zur Befriedigung eines Altona unter Vorfiz des Landgerichts- Direktors Wittroc jezigenVerhätnissen unfreOrganisationsform nicht mehr zweckentsprechend sonstigen Lebensbedürfnisses völlig gleich gestellt werden. Die wegen Beleidigung, Körperverlegung, Nötigung und Vergehens sei. Es sei daher der Vorschlag gemacht worden, einen neuen Bethätigung eines Hangs zum Glidsspiel, auf welche in dem gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu verantworten. Centralverband zu gründen, selbstverständlich mit der Bedingung, Urteil Gewicht gelegt wird, ist kein Erfordernis des§ 284. Das handelte sich um eine geringfügige Arbeitseinstellung beim daß den einzelnen Orten ein freies Verwaltungsrecht gesichert wird. gewohnheitsmäßige Glücksspiel bedroht das Gefeß nicht mit Kohlenhändler Lehmann in Jpehoe im November v. J. Der Beuge Zu diesem Zwed sei diese Konferenz einberufen, er überlasse der Strafe, und der Spieler, der sich gewohnheitsmäßig am Glüdsspiel Lehmann belastete die Angeklagten schwer, mußte jedoch auf Befragen felben alle näheren Erwägungen. Der Vertreter des Centralverbands, beteiligt, macht sich strafrechtlich auch dann nicht verantwortlich, wenn des Verteidigers, Freiherrn Dr. v. Oldershausen aus HamSchumann Berlin, wird mit elf gegen drei Stimmen zur Be- er in jedem einzelnen Falle gewinnen will. Wird dagegen das burg, zugeben, daß er die meisten von ihm bekundeten Thatsachen ratung zugelassen und führt ungefähr folgendes aus: Er Glücksspiel in der Absicht betrieben, eine fortgesette auf Eriverb ge- nicht selbst gesehen, sondern von Dritten gehört habe. Auch fei nicht aus eigener Suitiative erschienen, fondern aufrichtete Thätigkeit auszuüben, fo liegt, gleichviel welchem Be- mußte er zugeben, daß er den Arbeitern bezüglich des Verbleibs Drängen feiner Mitglieder vom Hauptvorstand, um noch in dürfnis durch den Spielerwerb hat abgeholfen werden sollen, oder eines Geldbetrags, den er ihnen bei der Accordabrechnung abgezogen Tegter Stunde den Versuch zu machen, eine einheitliche ob der Spieler einen Hang zum Glücksspielen hat, eine Handlung hatte, die unwahrheit gesagt habe. Die übrigen Zeugen Organisation der Berufskollegen zu schaffen. Er bespricht sodann die vor, die im§ 284 Str.-G.-B. nicht nur unter Strafe gestellt, sondern Mighelligkeiten, die sich bei Entstehen eines zweiten Centralvereins als eh rlos nach den Umständen des Falles gekennzeichnet und mit herausstellen würden. Er stehe auch auf dem Standpunkt, den Ver Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedroht ist. waltungsstellen größere Bewegungsfreiheit einzuräumen. Gr weift was alles schon ohne lox Heinze in der deutschen Gerichts- Eid leisten zu können, weil er geistestrant sei, was er auch auf die Regelung des Unterstützungswesens hin und bemerkt, daß die Verwaltungsstellen ganz nach ihrem Ermessen handeln könnten, pragis möglich ist, zeigt folgender Fall: Der Lieutenant Broni- durch Attest bewies. Einent arbeitswilligen Beugen, einen wegen sofern dieselben nicht direkt gegen die Hauptbestimmungen des Statuts towsti in Bernburg stellte vor zwei Jahren gegen mehrere Trunksucht aus dem Amt entlaffenen früheren Lehrer stellte verstoßen. Vor allen Dingen dürfe von feiner Seite daran gedacht socialdemokratische Blätter der Provinz Sachsen, sowie gegen selbst der Polizeikommissar das Zeugnis der Unglaubwürdig werden, daß mißliebige Personen verschwinden; wir würden beim event. den Vorwärts" Strafantrag, weil in einen Bericht über ein teit aus. Trotzdem hielt der Staatsanwalt die Anklage aufrecht Anschluß Anteilnahme an allen Verwaltungs- Einrichtungen garantieren. Recontre, das er mit den Arbeitereheleuten Jung hatte, gefagt und beantragte gegen M. 1 Jahr, V. 6 Monate, Sch. 8 und F. Zum Schluß warnt er dringend vor unüberlegten Schritten und worden war, der Herr v. Bronikowski sei nach einer Kneiperei in 9 Monate Gefängnis, während der Verteidiger Freisprechung aller bittet, sich dem bestehenden Centralverband anzuschließen. Alboldt- eine bekannte Straße Bernburgs gegangen, um gewisse Damen beantragte. Das Gericht verurteilte&. wegen versuchter Nötigung Berlin fragt Schumann, ob die Personen, die bisher dem Central- aufzusuchen; da diese indes verzogen waren und die Ehe- und Beleidigung zu 4 Monaten Gefängnis, Sch. wegen Beleidigung verband feindlich gegenüberstanden, gemaßregelt würden. Schumann leute Jung, die nunmehr in dem betreffenden Hause wohnten, zu 14 Tagen Gefängnis. Die Freisprechung von V. und M. ver erflärt, er stehe nicht auf dem Standpunkt der Buchdrucker; würde dieser Belästigung überdrüssig waren, habe sich fündete der Vorsitzende, Direktor Wittrock, mit den Worten: Be= es geschehen, so werde er sich mit den Ausgestoßenen sofort solidarisch zwischen Bronikowski und dem Ehemann Jung eine Schlägerei dauerlicherweise war Jhre Freisprechung noterklären. entwideit, wobei der Offizier hinfiel und ein Bein wendig, weil sich die Belastungszeugen zu sehr in Widerspruch Nach langer Debatte, in der sich namentlich die Berliner zur brach. Jung habe ihm auch den Säbel weggenommen, um nicht mit einander gesezt haben." Einigung bekennen, die aber auch sonst unterstüßt und namentlich etwa das Opfer eines Brüsewiß zu werden. In der Verhandlung, nur von Hamburg und Frankfurt bekämpft wird, gelangt einstimmig die auf die Klage Bronikowskis gegen die Eheleute Jung in wird, der Sergeant Ballasch vom 39. Infanterie- Regiment vom Wegen Falscheids wurde, wie dem Berl. Tagebl." depeschiert eine Resolution zur Annahme, nach der eine siebengliedrige Kom- Bernburg stattfand und die mit der Verurteilung des Ehemission eingesetzt wird, um die Einigungs- Verhandlungen zu führen. manns Jung zu 4 Monaten Gefängnis und der Freisprechung der Militärgericht in Düsseldorf zu fieben Monaten GeIſt bis 1. Jumi teine Einigung erfolgt, so gilt diese Kommission Ehefrau endigte, gab Bronikowski u. a. an, daß er nur spazieren fängnis verurteilt. Er soll den Falscheid im Elberfelder Militärals provisorischer Vorstand eines neuen Centralverbands. Die gegangen sei und um so weniger Veranlassung hatte, die betreffende befreiungs- Prozeß geleistet haben. Hamburger und Münchener Delegierten enthielten sich der Straße aufzusuchen, als er furz zuvor mit einer Sängerin oder Abstimmung; erstere motivierten dies damit, daß sie von Tänzerin bei der Kneiperei den Beischlaf vollzogen habe. Das ihren Mandatgebern keinen Auftrag zu Einigungsverhandlungen Boltsblatt von Anhalt" vermerkte diese Thatsache auch in hatten. In die Kommission werden gewählt: Uthes, Rein, Straube, seinem Gerichtsbericht. Und siehe da, es geschah etwas Wunderbares! Alboldt, Mohr, Schulgte und Seglinke. Der Redacteur des" Boltsblatts", Genosse Günther, bekam ob Am folgenden Tage wurde noch der Statutenentwurf eines des ominösen Worts, Beischlaf" eine Auflage wegen Ereventuell zu gründenden Deutschen Handels ilfsarbeiter- Verbands" Ir egung öffentlichen ergernisses. Und noch wunderBriefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Menz. Es besteht für Berlin teine Vorschrift, wonach eine Fußbremse am Fahrrad ungenügend ist. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 22. April. Freie Volksbühne. Carl Weiß: Theater. 6. Abteilung( grüne Starten): Die Neuvermählten. Die fittliche Forderung. Anf. 234 Uhr. Lessing Theater. Thalia- Theater. Vorletzte Sonntags Aufführung vor der Abreise nach Hamburg. Im Himmelhof. Thomas, Thielscher, Helmerbing, Funkermann, Paulmüller. Anfang 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: Im Himmelhof. Guido Thielscher. Im Himmelhof. Montag, den 30. April: Benefiz für Gottl. Schwärmer G. Thielscher. tellums( rote Karten): Die brei Central Theater Töchter des Herrn Dupont. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Bajazzi. Die roten Schuhe. Anfang 7 1hr. Montag: Fallstaff. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Die Tochter des Erasmus. Anfang 7 Uhr. Montag: Julius Cäsar. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Gespenster. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Cyrano von Bergerac. Montag: Der Meister von Palmyra. Durchschlagender Lacherfolg Berlin nach Elf. Große Ausstattungsposse. Die sensationellen Schlager: Aufzug der Parfums. Eisenbahn- Quartett! O Cordula! Nachm. 3 hr zu halben Preisen: Der Vogelhändler. Operette. Montag: Berlin nach Elf. Leffing. Morituri. Anfang/ br. Carl Weiss- Theater Montag: Jm weißen Röß'T. Berliner. Ueber unsre Kraft. An fang 7 Uhr. Nach. 2 Uhr: Faust.( Erster Teil.) Montag: Gioconda. Menes. Im Eril. Vorher: Frau Sonne. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Hofgunst. Montag: Frau Sonne. Hierauf: Jun Eril. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Nacht. 3 Uhr: Der SchlafwagenControleur. Montag: Die Dame von Magim. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Undine. Montag: Der Bettelstudent. Schiller. Die Großstadtluft. Anfang 8 Uhr. Gr. Frankfurterstraße 132. 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Ebenso Tischendörfer( Lithograph), letzterer erklärt, er habe seiner Kursen 6 Mitglieder teil, während 142 Mitglieder sich nicht Die Delegierten der Berliner Gewerkschaftskommiffion Zeit, als der Ausschuß Millarg gekündigt, alles versucht, um die an den Kursen beteiligten. Der Besuch verteilte sich auf Geschichte waren am Freitagabend im Kleinen Saal des Gewerkschaftshauses Dinge so milde wie möglich zu geben, leider müsse er hente erflären, mit 41( durchschnittlicher Besuch 25), Gesetzeskunde mit 69( durchversammelt, um folgende Tagesordnung zu erledigen: 1. Rechen- fefte Vertrauen und derselbe habe durchaus korrekt gehandelt. Aus den Besuch 52) Hörern. In dem verflossenen Geschäftsjahr waren im versammelt, um folgende Tagesordnung zu erledigen: 1. Rechen- daß er nunmehr feine Rücksicht fenne. Er habe zu dem Ausschuß das schnittlicher Besuch 41) und Rede- llebung mit 88( durchschnittlicher fchafts- bezw. Kaffenbericht pro 1899. 2. Stellungnahme zum 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Bericht der Holzarbeiter und der Schneider. 4. Ersuchen wenigen Worten Millargs gehe hervor, daß er zugiebt, sich die Summe ganzen 550 Mitglieder eingeschrieben( 82 Damen, 468 Herren), gegen 1. Mai. 3. Bericht der Holzarbeiter und der Schneider. 4. Ersuchen widerrechtlich angeeignet zu haben. Sodann wird ein Antrag Jahn: 459 im Vorjahr. Im letzten Vierteljahr wurden 6 Sonntagsder Schuhmacher betreffs Tuttlingen. 5. Gewerkschaftliches. Den Rechenschafts- bezw. Kassenbericht, der den Delegierten gedruckt Die Delegierten der Berliner Gewerkschaftskommission erteilen dem versammlungen abgehalten, die von ca. 1500 Personen besucht wurden. vorliegt, giebt namens des Ausschusses Link; derfelbe führte etwa folgendes früheren Sekretär Millarg für seine durchaus unberechtigte, ohne Genosse König gab darauf den Kassenbericht. Die Einnahmen beaus: Bereits beim vorigen Bericht wurde von verschiedenen Seiten der jeden Auftrag erfolgte Beiseiteschaffung der Kassabücher des Gewert- trugen pro Januar- März 1900 1327,65 M., die Ausgaben 725,69 M., Wunsch laut, unsern Rechenschaftsbericht fürzer und präziser zu fassen, schafts- Bureaus ein Mißtrauensvotum" mit allen gegen eine Stimme der Ueberschuß mithin 601,96 M. Dies ergiebt mit dem Bestande vom 31. Dezember 1899 im Betrage von 2414,59 M. einen Gesamtvor allem aber übersichtlicher zu gestalten. Diesen Wünschen glaubt angenommen. der Ausschuß bei dem diesjährigen Bericht Rechnung getragen zu Sodann wurde ein Antrag Maaß: Millarg verpflichtet sich, die bestand von 8016,55 M. für den 31. März 1900. Die Bibliothek umfaßte. haben. m vorigen Jahre haben 41 Gewerkschaften mit 47 Bernfs- och restierenden 62 M., welche er sich als Mankogeld, ohne nach Bericht des Genossen Krückeberg 1017 Bände, von welchen im letzten mit die vom Lehrerkollegium geäußerten Wünsche und Bedenten. Die weisem Erfolg und nur 8 erfolglos für die Arbeiter geendigt haben. 29 gegen 18 Stimmen angenommen. Hierauf wurde der Geschäfts- Herren empfehlen die Ausdehnung der Redeübungs- Kurse auf längere Die Zahl der beteiligten Personen betrug 20878, mit 2261 Tagen. führung des Ausschusses Decharge erteilt. Zeiträume, um weitere Ausbildung zu ermöglichen. In längerer Die Kosten insgesamt betrugen 417 899,51 m., hiervon entfallen bei Zum zweiten Punkt nimmt Rörsten das Wort und weist auf Debatte stimmen viele der Genossen dem Vorschlage zu, der Aufbringung von Geldern 307 625,95 M. auf die beteiligten die Bedeutung des 1. Mai hin, er empfiehlt, die Maifeier wie während andere Bedenken besonders finanzieller Natur geltend Organisationen. An Gefängnisstrafen wurden 1117 Tage und in den Vorjahren durch Arbeitsruhe zu begehen und den Ausschuß machen. Schließlich wird der Vorschlag dem neuen Vorstand 1050 M. Geldstrafe verhängt. Unter Abschnitt 2 ist die Thätigkeit des Bureaus, im besonderen der Auskunftserteilung behandelt. zu beauftragen, eine Resolution der Bedeutung des Tags angemessen zur weiteren Stellungnahme überwiesen. Darauf wird dem Besonders erwähnenswert ist der Abschnitt 5 über die Stärte auszuarbeiten und den Gewerkschaften zur Amahme zu empfehlen. Staffierer, dem Bibliothekar und dem für die Leitung des letzten der Gewerkschaften. Die Zahl der organisierten Arbeiter in Berlin Nach kurzer Diskussion, an der sich Schulz, Droschkentutscher, Lint, Näther, Stiftungsfests gewählten Vergnügungskomitee Decharge erteilt. und Kube beteiligen, wird wie oben beschlossen. Den Bericht über Unter Anträge wird gegen zwei Stimmen beschlossen, eine Mitbetrug am Schluß des Jahres 1898: 64 799 Personen. Trotzdem den beendeten Holzarbeiterstreit giebt Haffner. Da der Verlauf des teilung den Mitgliedsbüchern beizufügen, die die Teilnehmer am mum im Laufe des Sommers eine Anzahl Lokalorganisationen aus Holzarbeiterstreits ja allen aus dem„ Borwärts" bekannt sei, so habe Unterricht dringend bittet, stets ihre Beiträge mindestens bis zum geschieden sind, ist nicht nur die Zahl der Ausgeschiedenen gedeckt, sondern bei weitem überschritten. Am Schluß des Jahres sind in er mir die Pflicht, der Anschauung, daß der Streit nichts erzielt zweiten Abend jeden Monats zu entrichten. habe, entgegen zu treten. Wesentliche Vorteile sind namentlich den Ebenso findet ein Antrag, dem Vorstand zur Anschaffung der noch den Centralorganisationen Berlins 70 723 gegen 54 279 im Jahre 1898 bisher ich lecht bezahlt gewefenen Arbeitern erwachsen. Im gewünschten Bücher die nötigen Mittel bis zum Betrag von 300 M. organisiert. Sie finden ferner kurz die Maifeier, den Protest gegen die übrigen spreche er den Dank seiner Gewerkschaft den andern Gewert zu bewilligen, Annahme. Bei der folgenden Neuwahl zum Vorstand Zuchthausvorlage, schaften für die Unterstützung aus. Auf Antrag des Ausschusses wird wurden Genosse H. Lammé zum 1. Vorsitzenden, Genoffe Stempel einen turzen Ueberblick über das Junungswesen, wie auch über die Thätigkeit des Berliner Gewerbe- die Diskussion über den gehörten Bericht ausgesetzt. Der Bericht zum 2. Vorsitzenden, Genoffe Königs zum 1., Genosse Balzer zum 2. Raffierer, Genoffin Mücke zum 1., Genoffe Rudolph zum 2. Schriftgerichts erwähnt. Bum Kaffenbericht ist zu bemerken, daß zunächst der Schneider wird ebenfalls vertagt. der halbjährliche Kassenbestand aufgeführt ist. Nunmehr berichtet Börner über die Aussperrung der Finsterführer, Genosse Krückeberg zum 1. Bibliothekar, die Genossen Engel walder Tabalarbeiter. Es tommen dort ca. 800 Arbeiter und H. Haacke zu Hilfsbibliothekaren gewählt; als Revisoren die trugen inkl. eines alten Bestandes vom 20. Juli 1899 58 104,08 W., und Arbeiterinnen in Betracht. Die Löhne sind derart niedrige, daß Genossen Fritsche, Treu, Jul. Lammé und Gärtner. die Ausgaben 54 149,80 M. Bestand 1. Januar 1900 3954,28 W. Die gesamten Einnahmen für das Jahr 1899 betrugen inkl. eines namentlich die Berliner Tabatarbeiter schwer unter der Finsterwalder Bestandes vom 19. Januar 1900 101 340,68 m., Ausgabe 97386,40. 1000 Stiid 4 M. Rollerlohn und 2 M. Wickellohn bezahlt, und deren Resultat entgegen zu nehmen, vertagten infolge des Konkurrenz zu leiden haben; so werden in Finsterwalde für„ Arminhallen" versammelt waren, um den Bericht der Lohnbewegung Die Kostümschneider, welche am Mittwochabend in den Bestand 3754,28 M. Unter den Ausgaben befindet sich ein Bosten von 100 M., welche sich Millarg als früherer Beamter angeeignet hat, ohne während in Berlin 6 W. Rollerlohn und 3,50 M. Wickellohn gezahlt schwachen Besuchs diesen Bunkt auf Dienstag, den 24. April. Ritter M. dazu berechtigt gewesen zu sein, welcher Posten seitens der Revisoren Berlin umgesetzt in Konsumvereinen und Fabriken und bei kleinen wesen des Fachorgans unliebsame Störungen eingetreten sind, die werden. Es werden die Finsterwalder Fabrikate aber lediglich in teilte noch mit, das infolge der Veränderungen im Bestellungsund des Ausschusses beanstandet ist. Ebenso sehe sich der Ausschuß Restaurateuren. Würde nun die Berliner Gewerkschaftskommiffion leicht vorauszusehen waren. genötigt, den Delegierten die Mitteilung zu machen, daß die Ge den Boykott empfehlen, so würden die Finsterwalder Fabrikanten trauisch sein, es sind bereits Maßnahmen getroffen, die derartiges Man solle deswegen aber nicht mißschäftsbücher der Kommission seitens Millargs in legter Zeit bewilligen müssen. Es sei noch zu bemerken, daß von 75 Fabrikanten nicht mehr möglich werden lassen. Augenblicklich gehe es allen Gebeiseite geschafft waren, ohne dazu beauftragt zu sein. Hierüber 12 bereits bewilligt haben. zur Rede gestellt, habe M. erklärt, diese Beiseiteschaffung Radh längerer Debatte, an der sich Maaß, Knoll, Dechand, Näther, werkschaften, die das Bestellen der Zeitungen der Privatpost überder Kaffabücher sei auf Beschluß des Ausschusses geschehen; hiergegen Tischendörfer, Oertel und Börner beteiligen, wird die Angelegenheit laffen haben, ebenso. Hierauf wurde die Versammlung vertagt. muß Redner namens des gesamten Ausschusses ganz energisch mit 33 gegen 11 Stimmen dem Ausschuß überwiesen. Die An- Charlottenburg. In einer am 10. April stattgefundenen Protest einlegen. Dem Ausschuß ist von einem derartigen Beschluß gelegenheit der Tuttlinger Arbeiter mußte vertagt werden, da von Mitgliederversammlung des Centralverbands der Maurer, Zahstelle nichts belannt. „ Volksschule und Maaß bestätigt namens der Revisoren den Posten des Mantos den Schuhmachern niemand anwesend war. In dieser Versammlung Charlottenburg, sprach Genosse Lankow über: und legt in längeren Ausführungen die unqualifizierbare Handlungs- fehlten die Delegierten der Bäcker, Glaser Handschuhmacher, Buch- Junkertum". Im weiteren wurde das Verhalten einiger Kollegen, druckerei- Hilfearbeiterinnen, Maschinisten, Heizer und Vergolder. welche nicht stritte nach dem Bußertarif gearbeitet haben, von der weise Millargs dar; er beantragt namens der Nevisoren Decharge verweigerung. Millarg erklärt, daß er thatsächlich ein Manto Die Arbeiter- Bildungsschule hielt am 12. April ihre zweite Bersammlung gerügt. Wegen Accordmauerns wurden 6 Mitglieder gehabt habe und glaubt berechtigt gewesen zu fein, fich 100 m. an- ordentliche Generalversammlung für das Jahr 1900 im Englischen Gustav Morgenroth die Hilfszahlstelle abgenommen, weil in seinem Ferner wurde dem Kollegen und Restaurateur zueignen. Da hiergegen protestiert sei, habe er bereits 38 M. zurück of ab, die zugleich den Abschluß des Geschäftsjahrs 1899/1900 Rofal Accoromaurer verkehren. Der 1. Mai foll durch allgemeine gezahlt, während 62 M. thatsächliches Manto gewesen sind. Es entspinnt bildete. Der erste Borsitzende, Genosse Lammé, gab zunächst Arbeitsruhe gefeiert werden. fich eine lange Debatte, an der sich Maaß, die Ausschußmitglieder den Vorstandsbericht. Eingeschrieben waren im 1. Quartal Buffe, Link, Knoll und Körsten beteiligen. Bimmerer Supfer 305 Mitglieder( 256 Herren und 49 Damen). wundert sich, daß es möglich gewesen, daß Millarg so habe handeln richt besuchten Die Einnahmen be 163 Personen, und zwar nahmen ausgeschlossen. Der 衛 福 Schlusstermin der Auflösung rückt immer näher heran; mit den grossen Lagerbeständen muss daher unter allen Umständen geräumt werden. elegante Stücke zu Eine Partie einzelner Stores, darunter befinden sich hoch- Mk. und 1,50 Mk. Grosse Posten: Kleiderstoffe in allen Qualitäten. Grosse Posten: Leinen- Waren. zu Aussteuern besonders geeignet. Grosse Posten: Fertige Wäsche, darunter hochfeine Qualitäten Grosse Posten: Gardinen, Teppiche, Portieren, reininis Tischdecken. 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