1 蟹 14 Escheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten und Buchhandlungen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: A. Bebel, Petersstraße 18, d. Chiese, Emilienstraße 2. Sonnabend, 17. Februar Der Volksstaat 1872 Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel fteuer 16 Ngr., für die übrigen deutschen Staaten 12 Ngr. per Quartal. Filialerpedition für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken N.J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. 16 vermindert pflegt. Den Bismard'schen Soldschreibern, die aus Politische Uebersicht. der Hausmiethe bezahlen, indem er doch auch die Arbeit eingestellt habe, Richard- Blanc'schen Broschüre ein„ Bündniß der Internationa- tein Geld liegen habe und an die Luft gesetzt würde, falls er nicht zahlen könne. Das Komitee stimmte aber gegen diesen Antrag. SpäDie Karnevalsschlacht im preußischen Abgeordneten- len Arbeiterassoziation mit dem Bonapartismus" herleiten ter hat er auf den Werkstätten die Miethe zusammengebeitelt. Die fiehaus ist vorüber: das Schulaufsichts- Gesetz ist in wollen, sei aber bemerkt: 1) daß die zwei genannten Indivi- ben Thaler, nm welche die Strike- kasse gekommen durch Verschulden erster Lesung mit 197 gegen 171, in letter mit 207 gegen dien durch ihre Broschüre sich selbstverständlich aus der Inter- des Hr. Schneider, wollen wir nicht erwähnen, denn hierüber herrscht ein 155 Stimmen angenommen worden. In 3 Tagen hat sich nationalen Arbeiterassoziation ausgeschlossen haben, 2) daß Dunkel, 6) Seinem besten Freund hat er für 33 Gulden eine Nähmaschine somit die Majorität, bestehend aus den zahmen Liberalen mit es Bismarck'schen Soldſchreibern nicht ansteht, eine afterſozia- aufgehängt, welche keinen Gulden werth war, denn sie war nicht zu Konservativen, um 10 vermehrt, die Minorität, bestehend aus liſtiſche Richtung zu verurtheilen, die mit der von Fürst Bis- gebrauchen. 7) Einem Cigarrenmacher hat er 28 Gulden Cigarren abgeborgt, den rebellischen Konservativen, Pfaffen und Bartikularisten, um mard in Deutschland protegirten genau übereinstimmt, und 3) ein Beweis, daß die Minorität den Geist daß, wenn sie es für eine Schande erklären, sich mit dem diefelben verkauft und der Mann ist um sein Geld gekommen. 8) Als seine Miethe fällig war, sprengte er aus, er habe das Geld bes Gesetzes nicht verkennt, und geneigt ist, das letzte Kind Bonapartismus zu verbünden, sie nicht die Internationale, liegen gehabt, es sei ihm aber über Nacht gestohlen worden nebst der Mühlers unter gewissen Bedingungen, zu denen sich Fürst Bis- sondern Fürst Bismarck verurtheilen, der seit anderthal b Schneiderscheere. Einige Tage später war Schneider verschwunden mard ja bereit erklärt hat, in Gnaden anzunehmen. Denn ein Jahren an der Restauration des französischen und tauchte später in London auf. Seine Habe wurde vom Fistal Kind Mühlers, und zwar ein legitimes, ist dies Schulaufsichtsgesetz, Empire arbeitet und noch jetzt die Hoffnung nicht auf versteigert. Wir glauben, mit dem Angeführten den Mantel der Unschuld, und darin liegt gerade der Humor, daß ein Mühler'sches Ge- gegeben hat, seinen Biarritzer Freund, Lehrer und Bundesgenossen welchen der ,, Neue" über seinen Liebling gehängt hat, gelüftet zu haben. So sind Agitatoren des Neuen" beschaffen. Mit solchen Individuen setz zur Fahne des Liberalismus, und Mühler zu dessen geisti- den Franzosen wieder aufzudrängen. Es ist nichts Seltenes, daß die Schweizer Behörden macht der Neue" Staat; solche Subjette sollen die Internationale in gem Oberhaupt gemacht worden ist. Aus der einfachen Thatsache, daß der von Fürst Bismarck sich zu gemeinen Schergendiensten für das absolutistische Europa London bekämpfen. 9) Auch beschuldigte der ,, Neue" jüngst die Internationale der Viel-.. so hitig vertheidigte, von dem Groß der Konservativen so hitzig gebrauchen lassen, und es hat uns daher nicht sehr erstaunt, weiberei. Wenn es darauf ankäme, fönnten wir über Joseph Schneibekämpfte Gesetzentwurf den Hrn. Mühler zum Urheber hat, als wir dieser Tage erfuhren, daß der Russische Flüchtling Outin, der Dinge erzählen, die sich nicht gut zu Bapier bringen lassen. Privaerhellt beiläufig für jeden Dentfähigen mit mathematischer Ge- Mitredakteur der ,, Egalité" neulich in seiner Wohnung zu Genf tim wollen wir Ihnen einige fleine Geschichtchen mitt heilen, aus denen wißheit, daß die Entfernung Mühlers aus dem Ministerium von Beamten überfallen wurde, die all seine Papiere durch Sie auf den mormonischen Charakter dieses neugeback nen Eugendritters nicht, liberalen", sondern ultrakonservativen Einflüssen geschuldet ſuchten, und sich erst entfernten, nachdem sie dieselben in die 10) Endlich sei bemerkt, daß kein politischer Prozeß gegen war, wie wir von Anfang an behauptet. Dies zur Feststellung standalöseste Verwirrung gebracht. Der Ueberfall geschah auf Schneider vorgelegen, wie er angiebt, und daß er also nicht aus polides Sachverhalts. Eine eingehendere Besprechung der Karne- Wunsch der Russischen Regierung, die angeblich Outin im Verdachttischen Gründen ins Ausland geflüchtet ist. Wir vermuthen, daß er von valsschlacht, die charakteristisch ist für unsere politischen Zustände, der Banknotenfälschung(!) hatte, in Wirklichkeit aber Adressen Berlin nach London versezt ist, denn sein ganzes Treiben legt und Briefe seiner Russischen Korrespondenten erstiebern wollte. Freunden zu erfahren, was Hr. Schneider für einen Erwerbszweig bat. es ja an den Tag. Es wäre uns sehr lieb, von aufern Londoner behalten wir uns vor. Wir könnten noch viele Stückchen dieses arbeitsscheuen Individuums erEin politischer Geschäftsreisender. Der natio- Ob Papiere gestohlen worden sind, wird die eingeleitete Unternalliberale Speichelleder und Geschichtsfälscher Sybel macht suchung ergeben, jedenfalls werden die Genfer Sozialdemokraten zählen, glauben aber mit diesem Wenigen gezeigt zu haben, wer Joseph Schneider ist. Es sei noch erwähnt, daß Hr. Schneider in seinem nicht blos in Politit, sondern auch in sonstigen Geschäften, die Sache nicht auf sich beruhen lassen. ganzen Ort( Niederrad bei Frankfurt), ja jogar von seinen eignen Brüdern ve achtet ist. wie folgende, uns nachträglich mitgetheilte Erklärung in der beweist: Zürich 4. Febr. Eine von jetwa 600 Personen be= Wiener Tagespresse( S. Nr. 357 vom vorigen Jahr) suchte Versammlung der sozialdemokratischen Partei hatte zur Herr v. Sybel ist, und zwar geraume Zeit, nachdem er im Reichs- Tagesordnung: Die gewerkschaftliche Bewegung der Arbeiter tage des Norddeutschen Bundes die bekannte Interpellation in Sachen des Bezirks Zürich und deren Fortentwickelung in Bezug auf der Gotthardbahn gestellt, von der Vereinigung schweizerischer Cantone die ganze Schweiz. und Eisenbahngesellschaften für die Anstrebung der Gotthardbahn zu Nach einem längerem. Referat Hartungs ward folgende Resolution angenommen: threm Repräsentanten in Deutschland ernannt worden. Herr v. Sybel hat in dieser Eigenschaft eine ausgedehnte Thätigkeit entwickelt und für Reisen und dergleichen nicht unerheb liche Auslagen gehabt, hiefür ist er selbstverständlich von der Gotthardvereinigung angemessen zu entschädigen. 3ürich, 20. Dezember 1871." Dr. A. Escher. H. Sybel hat diese Erklärung sich ruhig gefallen lassen; wir dürfen ihn also getrost mit den Braun, Unruh 2c. zusammenrangiren, die ihren politischen Einfluß kaufmännisch verwerthen, eine Art der Prostitution, die ganz im Geist unserer Bourgeoiswelt ist, und recht eklatant die Solidarität der Fäulniß zeigt, welche jetzt zwischen Staat und Gesellschaft besteht. schließen können*). 11) Zur weiteren Charakteristik dieses Subjektes wollen wir etwas zitiren aus dem 25. Jahresbericht des Frankfurter Pestalozzi- Bereins, erstattet am 26. Oft. 1871. Es heißt daselbst: ,, Vor etlichen Jahren wurde unser Verein um Aufnahme eines Mädchens gebeien, welches der Antrag stellende Oberlehrer als ein arg verwahrlostes Kind schilderte. Sie hatte im Haus nicht gut gethan; die Mutter fonnte sie nicht bändigen und dem Stiefvater erschien sie als eine unerträgliche Störung für das Glück seiner jungen mit der Mutter eingegangenen Ehe. Das Kind war verlogen, hatte ver= Die heute den 4. Februar im alten Schüßenhause schiebene Diebstäble begangen, hatte einmal sogar heimlich in einem tagende Versammlung der sozialdemokratischen Partei er- Wirthshause übernachtet; in der Schule war es die Verzweiflung seiner klärt sich mit den Grundlagen der gegründeten Kranken- Lehrer gewesen. Früher Zögling des Waisenhauses war das Mädchen auf Anreizen seiner Mutter den Pflegeeltern in Lich entlaufen, nachdem und Invaliden- Kaffen und Gewerkschaften einverstanden; es seine Schulbücher im Gebüsch zerstreut hatte, offenbar um den Ver sie betrachtet den zu wählenden Zentralausschuß als bacht zu erregen, es habe sich ertränkt. Bald nun wurde die kaum die oberste und leitende Behörde der Partei im Bezirk zurückgerufene Tochter den Eltern auf's Neue lästig; das Waisenhaus Zürich, und fordert die einzelnen Arbeiter- Korporationen fonnte sie nicht zum zweiten Male aufnehmen, so wurde fie Zögling auf, die Wahl der Vertreter zu demselben vorzunehmen; unseres Vereins. In ein nicht weit von hier gelegenes Rettungshaus Die Versammlung beschließt ferner, dahin zu trachten, bald aber wurde der Einfluß der Eltern, namentlich des Stiefvaters perbracht, gab fie Hoffnung, daß sie auf den rechten Weg fommen werde; daß auf Grund der internationalen Prinzipien eine große, so bedenklich und für die gedeihliche Erziehung so hinder thatkräftige, aber für die Schweiz selbständige sozialdemo- lich, daß der Vorstand es für seine Pflicht hielt, das sind in einer fratische Partei geschaffen werde, und beauftragt den Ben- Ginwendungen und zwar nicht in der bescheidensten Weise das entfernten Anstalt unterzubringen. Die Eltern machten natürlich Bekanntlich rieth der Kluge Karl Blind in London tral- Ausschuß, hiezu für eine nächste Versammlung die von ihnen auf das Aergste angeschuldigte Rettungshaus war nun mit jüngst den Deutschen Masseneinwandrung nach dem Elsaß, einem Male doch nicht so schlimm, daß man nicht beruhigt die Tochter um dasselbe zu germanisiren". Wie dem Einwandrer solch nöthigen Vorlagen auszuarbeiten. dort hätte lassen können. Endlich gaben sie nach. Nun ging es eine ein Abenteuer bekommt, darüber giebt folgende aus kaufmännischen Kreisen stammende Korrespondenz der Deutschen Die Maßregelungen seitens der sächsischen Behörden Beit lang gut; dann ließ sich das Mädchen, das durch Briefe von zu Hause aufgereizt wurde, eine ganze Reihe von Vergehen zu Schulden Algemeinen Zeitung"„ Aus dem Elsaß den 6. Januar" lehr- dauern fort. Das ominöse Wörtchen ,, International" in dem tommen, welche eine strenge Büchtigung nöthig machten. Daraufhin reichen Aufschluß. Es heißt da: Namen der, in Crimmitschau ihren Vorort habenden Gewerk ist sie nächtlicher Weile eniflohen. Ueber die Art und Weise, wie sie ,, Eine große Unvorsichtigkeit begehen viele deutsche schaft der Manufaktur-, Fabrit- und Handarbeiter hat auch hierhergekommen, woher fie Reisegeld bekommen hat, ob ter Bater over Kaufleute und Juduſtrielle, die, meistens ohne mit den nöthigen den Bürgermeister von Stollberg veranlaßt, die dort be- wir niemals Aufklärung erlangen können. Das Kind fand bei seinen die Mutter ihr entgegengereift sind über alle diese Punkte haben Mitteln und dem nöthigen Kredit versehen zu sein, es sich stehende Sektion der genannten Gewerkschaft aufzulösen. Eltern Schutz; eine Reihe gröbster Lügen, namentlich das Vorgeben, beigehen lassen, in Elsaß Lothringen sich niederzulassen. Bei das Kind sei augenfrant, gaben den Vorwand her, es den Nachsuchungen Mainz.( Tel. Dep.) 15. Februar Nachm. Arbeitseinder noch herrschenden Stimmung haben alle, welche nicht die stellung der Schneider allgemein Unterstützung nothwendig. orohte dem Vorstand zum Dank für alle Arbeit und allen Verdruß, der Polizer und den Reklamationen des Vereins zu entziehen; man Mittel besigen, bessere Zeiten abzuwarten, in welchen dann die man ihm Jahrelang bereitet, mit einer gerichtlichen Klage; die Verallerdings gute Geschäfte gemacht werden können, eine sehr Wer ist Joseph Schneider? handlungen zogen sich in unheilvolle Länge, bis es endlich hieß, die gewagte Stellung, und es sind mir nicht wenige beFamilie sei nach England verzogen. Jedenfalls ist sie dort nicht Frankfurt a. M. Ein schweitzer'scher ,, Agitator." kannt, die bereits wieder mit bedeutenden Verlusten es noch viele Arbeiter giebt, welche diesen saubern Burschen nicht fen- lange geblieben. Sind wir recht berichtet, so nimmt der oft erwähnte Stiefvater eine hervorragende Stellung unter den Mänern nach Deutschland zurückgekehrt sind. Manche von ihnen nen, so halten wir es abermals für unsere Pflicht, vor demselben zu ein, welche der Arbeiter bevölkerung unseres Vaterlands haben sogar ein bedeutendes Defizit hinterlassen und sind, warnen. Trotzdem daß wir im verflossenen Jahr vor diesem preußischen Berge verheißt. das neue Evangelium predigen, welches ihnen goldene was man so heißt, durchgebrannt. Abgesehen davon, daß Hofsozialisten gewarnt baben, ist es ihm dennoch gelungen, sich in die dem Bereine alljährlich einen Beitrag von fl. 30 zu den ErziehungsDiese Eltern hatten sich verpflichtet, dies nicht geeignet ist, den Elsaß- Lothringern einen richtigen Reiben unserer Londoner Brüder zu schleichen und Uneinigkeit zu ſtif- fosten zu zahlen, sie haben bis auf den heutigen Tag nicht Begriff von deutscher Redlichkeit" beizubringen, werden ten. Lassen Sie uns einige Beiſpiele seines Treibens hier in Frank- einen einzigen Kreuzer bezahlt, wohl aber hatten fte Geld, dadurch auch reelle Geschäfte empfindlich geschädigt. Möge man furt kurz erzählen: sich zweimal besinnen, bevor man sich entschließt, seine Hütte schaffen, Schneider erbot sich, dieselben kommen zu laffen, er sammelte 1) E wollten sich mehrere Arbeiter die Lassalle'schen Schriften an zu ihrer Tochter zu reisen und das Kino gegen ihre Vorgesezten aufzuheben."**) Der obengenannte ,, Stiefvater" ist unser Schneider. bei den ,, wiedergewonnenen deutschen Brüdern" aufzuschlagen; das Geld für die Schriften ein, die Leute haben aber keine bekommen. Soviel uber Schneider. denn diese sind noch nicht allzu liebenswürdig, und ihre 2) Schneidergehülfen, welche in der Gewerkschaft waren, übergaFreude über die Wiedergewinnung ist nicht so groß, daß sie uns etwa ihre offenen Arme entgegenhalten." Notabene: Auch das Obige ist wie neulich die Ehrenrettung des Petroleumsvon der Leipziger ,, Anstandsdame" statt in den politischen Theil der Zeitung unter die Rubrik ,, Handel und Industrie" gesetzt worden, in der Meinung, daß es so der Aufmersamkeit der politischen Gegner eher entgehen würde. der, das zu diesem Zweck geliehene Kostüm dem Eigenthümer wieder zu, daß der Vizebürgermeister und Reichstagsabgeordnete Stephani Wieder einmal falsch spekulirt! = 11 Köhne. Da Sollten trotz alledem die Mitglieder des Arb.- Bildungs- Vereins in vertrauen. ben ihm ihr Buch nebst dem betreffenden Geld, damit er für sie, welche London noch an der Unerhrlichkeit des Hr. Schneider zweifeln, so machen auf dem Lande arbeiteten und selten in die Stadt kamen, die Steuern wir ihnen den Vorschlag, demselben das Amt eines Kassirers anzuauf ein halbes Jahr bezahle. Als sie abreisen wollten, konnten sie nur mit Mühe ihr Buch wieder erhalten und zwar ohne daß ihre Steuern bezahlt und quittirt waren; die Armen konnten daher auch teine Ansprüche auf Reiseunterſtügung machen, das Geld aber war in die Tasche des Hr. Schneider geflossen. 3) Bei einem Verbrüderungsfest in Offenbach erbot sich Schnei= einzuhändigen, aber, statt es dem Eigenthümer zu übermitteln, verIm Auftrag der Parteigenossen zn Frankfurt u. Offenbach Theodor Kalb, Frankfurt. Georg Beer, Offenbach. Leipzig. Von einem Rathsdiener geht uns die Mittheilung im vorigen Jahre, troßdem der Impfzwang seit 1867 aufgehoben ist, der Amtsentlaffung, falls seinem Befehle nicht nachgekommen würde. den Rathsdienern die Impfung anbefohlen habe unter Androhung Ob Herr Stephani im Auftrage des Raths oder selbständig gehandelt hat, ist uns nicht bekannt. Vielleicht ist einer unserer Leser in der age, hierüber Näheres mitzutheilen. Wie wir aus der Brüsseler„ Internationale" ersehen, pfändete er dasselbe, und die Mitglieder des allgem. deutschen Arb.haben zwei Lyoneser Arbeiter, Albert Richard und Gaspard Bereins mußten es( wohl oder übel) wieder einlösen. 4) Die vielen verunglückten Strifes hier in Frankfurt sind nur von Blanc, eine Broschüre veröffentlicht, in der sie behaupten, der Schneider hervorgerufen worden, denn er suchte nur, und fand auch Sozialismus sei unvereinbar mit der Bourgeoisinstitution" dabei, sein materielles Interesse. Dies Alles zu erzählen würde viel Republit, und könne nur in dem Kaiserreich seine Verwirt Raum erfordern, deshalb nur Eins: 5) Da Hr. Shneider von Geschäft ein Schneider ist, so stellte auch *) Die betr. Mittheilungen sind allerdings zu pikant für die Deffentlichung finden. Beide gehörten früher der Internationalen er bei dem Schneidertrike die Arbeit ein, obgleich er schon etliche lichkeit, R. d. V. Arbeiterassoziation an, und der erste war sogar Delegirter auf Jahre strift. Er ließ sich vom ersten bis letzten Tage seine**) Selbstverständlich liegt es nicht in unserer Absicht, für den dem Baseler Kongreß, wo er sich durch seinen Eifer gegen Strifegelder auszahlen, und zwar beanspruchte und bekam er Frankfurter Pestalozzi- Verein, dessen Wirksamkeit uns unbekannt ist, politische Aktion hervorthat. Die Loslösung der sozialen auch mehr als jeder Andere indem er Vorsitzender des Ko- cine Lanze einzulegen. Wichtig ist das obige Bitat nur für Beurvon der politischen Bewegung muß zu derartigen Auswüchsen och noch nicht zufrieden damit, stellte er den Antrag, das weise. mitees war, er aß und trant auf Rechnung der Strife- Stasje. theilung des amilienvaters Schneider und dessen Kinder- ErD. R. d. V. führen, und wird deshalb von der Reaktion systematisch ge- Somitee möge ihm aus der Strike- Kaffe die vierteljährliche Ueber den Einfluß der heutigen Produktion auf die durch Gewerbekammern und auf legislatorischem Wege nichts) mung, die schließlich ihre Begründung in den eben herrschenden Gesundheit der Arbeiter. ( Fortsetzung.) ausrichten. Sollten z. B. alle während einer Woche in Chem- Ansichten über diesen Gegenstand findet, also in der öffentlichen niz, Glauchau und Meerane vorkommenden, wirklich und ver- Meinung. meintlich begründeten Beschwerden von Kaufleuten gegen Faktore," In Deutschland gilt jetzt ohngefähr Folgendes als MiniSoweit die Untersuchungen des Dr. Michaelis. Es folgt von diesen gegen die Arbeiter und umgekehrt zur Entscheidung mum der Ansprüche an eine Wohnung, die für nicht ungesund nun der zweite Theil des Schristchens, welcher, Berbesse der Gerichte oder der Gewerbekammern gebracht werden, so gelten soll: 1) verlangt man Wetterdichtigkeit d. h. daß Wände rungsvorschläge" enthaltend, an Werth hinter dem ersten Theile möchte ein Jahr Zeit dazu wohl kaum ausreichen. Man macht und Bedachung undurchdringlich sind für den Einfluß des Wetbedeutend zurücksteht. Der Verfasser, ein loyaler Unterthan, weiß, die Sachen eben unter sich ab**) und das hat auch sein Gutes. ters, 2) daß sie trocken sei, d. h. daß sich die atmosphärische obschon er in der Kritik ziemlich unbefangen und rücksichtslos vorging, ,, Will man hier gründlich aufräumen, und daß dies ge- Feuchtigkeit nicht auf der innern Seite der Wände niederschlägt, fast nur alltägliche Billiativmittel vorzuschlagen, zum Theil schieht, liegt sowohl im Interesse der öffentlichen Moral, als dieselben durchdringt, und daß keine Pilz- und Schimmelbildung sogar unter- Schulze'sche. Wir begnügen uns daher mit einer auch des Nationalwohlstandes, so ist eine Scheidung der sich in den Wohnräumen vorkommt, 3) daß sie das nöthige Licht nur stellenweisen Wiedergabe dieses zweiten Theils. Es heißt da: gegenüberstehenden Interessen unvermeidlich. Der Kaufmann habe, also Fenster in gehöriger Zahl und Größe vorhanden Wir erwähnten oben unter den Schädlichkeiten, welche muß, wenn er sich gegen die Uebergriffe der Arbeiter schützen sind, 4) daß Feueressen, Herde und Defen die nöthige Heizung die Weber treffen, die Art ihres Geschäftsbetriebes über will, Fabrikant werden, d. h. er muß in geschlossenen Etablisse- gestatten, ohne zu rauchen, 5) daß alle Wohnräume gedielt sind, haupt und als spezielle Schädlichkeit die Unveränderlichkeit ments, unter eigner Kontrolle, auf eigne Gefahr und Rechnung oder der Fußboden mit Steinen, Estrich oder Cement belegt der Stuhlbänke. Dieser Uebelstand läßt sich in der leichtesten seine Warren verfertigen lassen. Die Arbeiter aber, wenn sie sei, und 6) daß die Wohnung nicht in zu großer Nähe von Weise beseitigen durch einige an die hintern Säulen des Web- sich von den wirklichen oder angeblichen Härten ihres gegen- Sümpfen, Gewässern, Gottesäckern und industriellen Etablisseſtuhls in verschiedener Höhe angeschlagene Leisten, zwischen wärtigen Verhältnisses befreien wollen, müssen Assoziationen ments liege, die durch ihre Ausdünstungen schaden, durch ihren welchen dann das Sitbrett eingeschoben wird. Das wäre das bilden, die auf eigne Rechnung und Gefahr faufen, arbeiten Geruch incommodiren. Wenigste; aber den Leuten begreiflich zu machen, daß hier wirk- und verkaufen. Beide Theile sind dann nur abhängig von den ,, Vergleicht man dieses Minimum mit der Beschaffenheit lich eine Schädlichkeit vorliegt, das ist oft sehr schwer, manch- äußern den Handel beeinflussenden Verhältnissen, während sie der Arbeiterwohnungen, so wird man finden, daß viele Taumal ganz unmöglich. Es wird Sache der Aerzte und ver- von einander unabhängig sind. Die Umwandlung des Kauf- sende derselben nicht einmal diesen geringen Ansprüchen ständiger Webermeister sein, darauf aufmerksam zu machen, so manns zum Fabrikanten hat keine große Schwierigkeit, weil es genügen. Es wird dies zuerst zu konstatiren sein und zwar oft sich passende Gelegenheit dazu findet. auf dieser Seite nicht an dem nöthigen Kapital und entsprechender durch eine medicinalpolizeiliche Besichtigung sämmtlicher „ Schlichte und Leimlösung, die durch ihren Geruch und Intelligenz fehlt, und es ist bereits der Anfang damit gemacht Arbeiterwohnungen. Die Feststellung der Thatsache und des Ausdünstung zur Schädlichkeit werden, brauchen nicht mehr als worden. Dagegen finden die Assoziationen der Arbeiter be- Grades ihrer Gemeinschädlichkeit vorausgesetzt, wird die Sanieben nöthig ist, vorräthig gemacht zu werden, nächstdem bediene deutende Hindernisse. Gleichwohl müssen Assoziationen ge- tätspolizei dann keine schwere Aufgabe haben, sie hat einfach das man sich nicht der schlechtesten Leimforten, wie das gewöhnlich bildet werden, denn es besteht nur noch die Alternative, ent- Vermiethen und Beziehen der für ungesund erklärten Räume ist, sondern der bessern, und endlich entferne man beides sofort weder, daß unsere deutschen Textilarbeiter( Weber, Strumpf- zu verbieten und Vermiether, Miether und Ortspolizei für die nach gemachtem Gebrauch aus den Stuben. wirfer, Posamentirer, Näherinnen, Stickerinnen und Spitzen- Befolgung des Verbotes verantwortlich zu machen. Die nega" Die Beleuchtung würde sich hier wie überall wesent- klöpplerinnen) sich durch Assoziation vom kaufmännischen Kapi- tive Maaßregel wird die positive Folge haben, daß die verbolich bessern, wenn man Lampen mit veränderlichem Luftzuge tal unabhängig machen, oder daß sie zu willen- und machtlosen tenen Räume theils verbessert, theils auch neue hergestellt wer= verwendete; denn da, um einen bestimmten Lichteffekt zu er- Sclaven desselben herabsinken. Da das Letztere ganz gegen das den, die den Forderungen der Sanitätspolizei entsprechen. Dahalten, je nach der Stärke und Weite des Dochtes und der Staatsinteresse verstoßen würde, so dürfte es vollkommen ge- neben dürfte es sich empfehlen, die Gründung von Bauvereinen Qualität des Brennmaterials, ein sehr verschiedener Verbrauch rechtfertigt sein, wenn von Seite der Staatsgewalt fördernd für Arbeiterwohnungen durch Gewährung directer oder indirecvon Sauertoff stattfindet, so führen die Lampen mit unver auf Seite der Arbeiter eingegriffen würde, um so mehr als diese ter Unterſtüßung( gute Risse, billiges Baumaterial, billige Daränderlichem Luftzuge gewöhnlich zu viel oder zu wenig zu, was der schwächere Theil sind, und fast alle Nachtheile des Kampfes lehne) zu befördern. Die Bildung ganzer Arbeiterstraßen,- Vierbeides nachtheilig ist, wenn ein ätherisches Del gebrannt wird auf ihrer Seite liegen, während die Gegner von vornherein tel,-Quartiere und- Vorstädte, die von dem übrigen Gebäudewogegen bei fettem Dele zu viel Luftzug nichts schadet. schon durch die Stellung, die sie gegenwärtig gegenüber den Ar- compler der betreffenden Orte entfernt sind, möchten nicht zu Die Unsicherheit des Erwerbes hängt in mehrfacher beitern einnehmen, sehr begünstigt sind. Der an sich vortreff empfehlen sein, weil dadurch einer sehr schädlichen Absonderung Hinsicht bei unsern Fabrikarbeitern von Verhältnissen ab, die liche Grundsatz der Nichteinmischung in gewerbliche Angelegen- und Gegenüberstellung der Arbeiter von und zu den übrigen Niemand, selbst keine Korporation und keine Staatsgewalt zu heiten von Seiten der Staatsgewalt wird hier nicht angewendet Kreisen der Gesellschaft Vorschub geleistet wird. Endlich dürfte ändern vermag, theilweise aber auch von solchen, die durch werden können, weil das Staatsinteresse direct und indirekt sehr es zweckmäßig sein, wenn alle Neu- und Reparaturbanten ein besonnenes Zusammengreifen recht wohl zu bekämpfen und stark berührt wird, die Staatsbeihülfe ist hier nur ein von Wohnungen außer der ſteueramtlichen, auch einer sanizu beseitigen sind.**) Aft der Ab- und Nothwehr. tätspolizeilichen Controlle unterworfen würden, letztere naEin Hauptübelstand bei der deutschen Textilindustrie( einGenußsucht kann man im Allgemeinen unsern Arbeitern mentlich den Termin für Beziehung der neuen Räume zu beschließlich der Nebengewerbe) besteht darin, daß zwischen den nicht schuld geben, denn nächst den schlesischen Webern wird es stimmen haben. Produzenten( den Verfertigern des vollendeten Stückes) und den kaum genügsamere Menschen in Deutschland geben, aber die Die Benutzung der Wohnräume zum Kochen und WaKonsumenten sich zu viele Vermittelungsglieder eingeschoben, Wahl ihrer Vergnügungen und Gnnußmittel ist gewöhnschen wird durch Ersparungsrücksichten, besonders im Winter, respektive eingeschlichen haben. Das schädlichste dieser Zwischen- lich keine glückliche. Tanzen und Rauchen ist bei den jüngern theils auch von der bloßen Bequemlichkeit veranlaßt. In beglieder ist das sogenannte Faktor- und Verlegergeschäft. Arbeitern in der Regel Leidenschaft, die älteren begnügen reits eingerichteten Wohnungen wird dagegen wenig zu thun Früher bestand dies Geschäft darin, daß irgend ein Meister des sich mit Bier, Branntwein und Unterhaltung, mäßig sind sein, weil die Belehrung über die Schädlichkeit dieses Verfahbetreffenden Gewerbes jich mit einem Kaufmann einigte, von fast Alle. rens meist taube Ohren findet. Dagegen könnte bei Erbauung " " 1 Juli( Schluß folgt.) diesem Garn kaufte und aus diesem Garne die von dem Kauf- ,, Um zu einer vernünftigern, der Gesundheit förderlichen und Einrichtung neuer Wohnungen wohl darauf gesehen wermann bestellten Waaren zu einem ihm voraus bestimmten Ar- Ernährungsweise zu gelangen, wird man sich, so lange die ge- den, daß in jedem Stockwerke eines Wohnhauses wenigstens beitslohne fertigen ließ; das Arbeitslohn verlegte er dem einzelnen genwärtigen Arbeitsverhältnisse bestehen, mit Palliativ- eine Küche vorhanden wäre, und daß keine Wasserblasen und Meister gegenüber, natürlich mit Abzug einer von ihm vorausmitteln begnügen müssen, vor allen der Errichtung von Speise- Ofenpfannen angebracht würden, da wo diese aber, der Viehbestimmten Provision und empfing dasselbe bei Ablieferung der anstalten, welche gut gekochte Speisen so billig abgeben können, wirthschaft wegen, nicht gut zu entbehren sind, würden wenig Waare vom Kaufmann zurück, daher der Name Verleger. daß sie die einzelne Familie oder Person nicht billiger erzeugen stens die Deffnungen zur Füllung und Entleerung außerhalb Jetzt ist dies wesentlich anders: der Fak or kauft das Grn kann. Könnten diese Anstalten zugleich als Kochschulen für die des Wohnraumes anzubringen sein. Mehr noch würde zur nicht mehr, sondern es wird ihm vom Kaufmann zugemessen weibliche Jugend benutzt werden, so würden sie zugleich der Ra- Beseitigung dieser und ähnlicher Uebelſtände die Anlegung nach Maaßgabe des zu ertheilenden Auftrages, ebenso wenig dicalreform auf diesem Gebiete dienen, denn diese läßt sich nur öffentlicher und billiger Wasch- und Badeanstalten beikümmert sich der Kaufmann um das dem Arbeiter zu zahlende durch eine bessere häusliche Bildung des weiblichen Ge- tragen." Lohn; er sagt eben zum Faktor: dies und das kann ich Ihnen schlechts in diesem Stande erzielen. Es wird wesentlich den in Auftrag geben, so und so viel kann ich dafür zahlen, wollen Wohlstand und mit diesem den Gesundheitszustand verbessern, Sie den Auftrag dafür übernehmen? Es ist ihm aber ganz wenn die Frauen und Töchter außer einiger einfachen Kochkunst gleichgültig, ob der Faktor, wenn er den Auftrag übernommen sich die Fähigkeit erwerben wollten und könnten, ein ordentliches fragen von Gerichtsbehörden zu entscheiden sind. hat, von dem ihm gezahlten Arbeitspreise 5, 10, 20 oder Hemd zu nähen, ihre Wäsche und Kleider auszubessern und 25 Prozent für sich behält. Dieser Willkühr des Faktors ge- Strümpfe zu ſtopfen. Also Speiseanstalten, Kochschu= Grundsatzes, wenn man in anderen deutschen Staaten mit der genüber ist der einzelne Arbeiter vollkommen schutzlos, denn len und Nähschulen sind das, was die Frauen und Mädchen Errichtung von Verwaltungsgerichtshöfen vorgeht. er erfährt nie, wie viel der Kaufmann dem Faktor für seine unserer Arbeiter bedürfen, und zugleich die Mittel, um eine Arbeit bezahlt hat. Auch wir in Sachsen haben Gleiches sehr nöthig. vernünftigere Ernährungsweise einzuführen. In Bezug auf letz,, Ein anderer Uebelstand sind die Lohnabzüge, die mehr tere würde noch der Wunsch hinzuzufügen sein, daß die man sie hinsichtlich des Vereins- und Versammlungsrechts, wie Wir sind z. B. überzeugt, daß solche Auslegungen, wie oder weniger willkührlich unter dem Vorwand von Kon- Steuern auf einfaches Bier wegfallen, die auf Doppel- in andern, z. B. auch Steuerfragen, von den Verwaltungsbe= ventionalstrafen gemacht werden. Diese vom Kaufmann ganz biere bedentend erhöht werden möchte. hörden erfährt, nicht vorkommen würden, wenn unabhängige, " Aus der sächsischen Rechtspflege. Es ist ein alter deutscher Rechtsgrundjag, daß RechtsEs ist daher eine durchaus richtige Konsequenz dieses Justizgesetze, d. h. der die Rechtspflege betreffenden, lediglich Man sollte meinen, daß wenigstens die Auslegung der Sache der Gerichte wäre. nach eignem Gutdünken festgesetzten Strafen sind zwar auf ,, Daß viele Arbeiterwohnungen schlecht und der Ge- lediglich nach Rechtsgrundsätzen, nicht nach sog.„ Zweckmäßig= jedem Scheerzettel verzeichnet, den der Arbeiter mit der besundheit nachtheilig sind, das ist ganz zweifellos; Mangel feits" Rücksichten urtheilende Gerichte sie auszulegen hätten, treffenden Beugprobe erhält; es steht darauf, wie viel für zu an Licht und reiner Luft, unvollständiger Schutz gegen die Witwenn jedes ,, polizeiliche" oder sonstige ,, verwaltungsamtliche" turzes Maaß, schlechte Salleiste, zu wenig Schuß, unreines terung, Feuchtigkeit der Wände und Fußböden und noch man Ermessen ausgeschlossen wäre. Ablesen u. s. w. vom Lohne abgezogen wird, aber dies Alles ches Andere machen sie nicht selten zu offenbaren Krankheitsschützt doch einen ehrlichen und sorgfältigen Arbeiter quellen. Gleichwohl ist es sehr schwer, für diese Partie hon- emanzipirt, will es fast scheinen, daß bei uns das Umgekehrte Aber, anstatt daß die Justiz sich von der Verwaltung nicht vor Verlusten, denn der Fall ist gar nicht selten, teuse der Hygieine***) brauchbare Verbesserungsvorschläge zu eintritt. daß der Fattor nicht die mindeste Einwendung gegen machen, theils weil die strenge Anwendung hygicinischer+) Grunddie Beschaffenheit eines Stückes Waare macht, der sätze dazu führen würde, die Niederreißung ganzer Häuser Kaufmann aber dennoch einen angeblichen Fehler Straßen, Dörfer und Städte zu befürworten, theils auch weil findet und einen Lohnabzug macht, für den weder auf diesem Gebiete nicht mehr wie Alles relativ, zu einem abder Faktor noch der Arbeiter einen rechtlichen Grund soluten Maaßstabe für Beurtheilung des konkretent †) Falles also in der That einzig finden, und das in drastischer Weise den Wir haben nun aber ein Vorkommniß zu rügen, das wir aufzufinden vermag. Will nun der Arbeiter dagegen re- nicht zu gelangen ist. Um eine Normttt) zu erhalten, muß ein Weg zeichnet, auf welchem unsere Rechtspflege wandelt. monstriren, so geht er zunächst zum Faftor, dieser legt ihm gewisses hygieinisches bez. medizinalpolizeiliches Minimum aufgedas Lieferbuch vor, beweist ihm, daß der Abzug wirklich gestellt werden, unter welches bei Beurtheilung der Bewohnbarkeit macht worden ist und schickt ihn zum Kaufmann; von diesem der Gebäude nicht herabgegangen werden darf, das bleibt aber aber erhält er den Bescheid: ,, ich kann nicht wissen, von wem sowohl der Dertlichkeit als der Zeit nach eine relative Bestimdie einzelnen Stüde Waare geliefert sind, ich habe nur mit dem Faktor zu thun, halten Sie sich an diesen." Damit ist *) Eine sehr falsche Auffassung dies! Nicht nur läßt sich auf le= denn 99 mal unter 100 die Sache abgemacht, denn höchstens gislatorischem Wege( dem Weg der Gesetzgebung) den erwähnten UebelEiner von 100 hat den Muth und das Geschick, seine Ange- tänden abhelfen, sondern auch allein auf diesem Weg. Das Faftor: legenheit auf gerichtlichem Wege zu verfolgen, weil die be- unwesen ist mit einem Federstrich abzuschaffen, und bis es gelungen, tannte Folgesdavon ist, daß er keine Arbeit wieder erhält, willens auf Seiten der Behörden, um den gerügten Betrügereien ein die Produktion sozialistisch zu regeln, bedarf es nur halbwegs guten mag er nun vor Gericht gewonnen oder verloren haben. Ziel zu setzen. Man braucht bloß ein paar Erempel zu statuiren. ,, Gegen diese nur in leichten Umrissen gezeichneten ungeR. d. V. mein tief gewurzelten Uebelstände läßt sich durch die Polizei, sie wissen, daß ihnen, wenn sie es nicht thun, jede Erwerbsquelle laffen. **) Soll heißen: die Arbeiter lassen sich Alles gefallen 1) weil abgeschnitten und die Aussicht auf den Hungertod eröffnet wird, und Konferenzen ab, um sich über die Auslegung der Strafgesetze. Die Herren Staatsanwälte halten jegt von Zeit zu Zeit perden dann den Gerichten( früher schriftlich, jetzt gedruckt bei zu berathen, und die bei diesen Konferenzen gefaßten Beschlüsse Heinrich in Dresden) mitgetheilt. Wer diese Konferenzen aufgebracht hat, wissen wir natürlich nicht. Dem Vermuthen nach der gewiegte Kriminalist", Herr Generalstaatsanwalt Dr. Schwarze, der Erfinder der Schöffengerichte", dieser ,, urgermanischen" Einrichtung. 11 Welche Bedeutung die Beschlüsse dieser staatsanwaltschaftlichen Konferenzen, dieses offiziellen Richtertags en miniature, haben sollen und können, das können wir dahingestellt sein *) Das heißt keine Staatsgewalt, welche die heutigen Gesellschafts- 2) sind die Erzgebirgischen Arbeiter fest überzeugt, daß sie vor Gericht Welche Folgen sie wenigstens nach unserer Ansicht haben verhältnisse, mit all ihren Ungerechtigkeiten, zu erhalten sucht. Die nicht zu ihrem Recht kommen würden. Wir sprechen hier fein müssen, fönnen wir aber hervorzuheben nicht unterlassen. Diese jezige„ Unsicherheit des Erwerb" ist eine Folge der ungeregelten Pro- Urtheil aus, sondern eine Thatsache, und zwar eine Thatsache, die un- Mittheilung von staatsanwaltschaftlichen Beschlüssen muß jeden buftion, der herrschenden gesellschaftlichen Anarchie. Eine Regelung seren Staatsanwälten und Generalstaatsanwälten Stoff zu sehr ernst: Gerichtsbeamten, der eine abweichende Ansicht hat, zu Zweifeln ber Produktion und damit Sicherheit des Erwerbs" ist, was wir erlichem Nachdenken und noch ernstlicherem Handeln darbieten tönnte, veranlassen, und nur ein sehr unabhängiger Charakter wird streben, und was der Staat herbeiführen kann und soll! R. d. V. waren die Herren nicht so ausschließlich mit der ,, Rettung des Staats" auf die Dauer in solchen Zweifelfällen sich der übereinstimmen= **) Ja wohl. Aber nicht durch private Wohlthätigkeit, überhaupt vor der Sozialdemokratie beschäftigt. nicht durch Privatthätigkeit. Hier fann nur der Staat helfen; denn***) Diesen schmachvoll vernachlässigten Theil der öffentlichen Ge- den Ansicht einer größeren Anzahl von Juristen entgegenseßen, nur der Staat, das heißt die Vereinigung Aller, hat die nöthige Macht. sundheitspolizei. die in noch ganz anderer Weise als er selbst dem Justizministerium Da der heutige Staat nicht die Vereinigung Aller, sondern nur eine+) gesundheitsförderlicher, im Jnteresse der öffentlichen Gesundheit untergeben sind, und von deren Beschlüssen er also voraussetzen Versicherungsanstalt für die Interessen einer herrschenden Minorität nothwendiger. ist, so ergiebt sich hieraus schon, daß von dem heutigen Staat diese Hilfe nicht zu erwarten. R. d. V. " tt) bestimmten, greifbaren. ttt) Maaßstab, Richtschnur. R. b. V. fann, daß sie jedenfalls nicht gegen die Ansichten des Justizministeriums laufen. Kurz und gut, wir finden in solchen Versammlungen, ihren Beschlüssen und deren Mittheilung an die Gerichte eine mora= lische Pression auf die einzelnen Gerichtsbeamten. An einer gesetzlichen Grundlage für das Vorgehen scheint es uns wenigstens gänzlich zu gebrechen. ( Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund.) Ein politischer Gefangener von 1871. ( Schluß.) 8 Zur Kinderarbeit in den Fabriken. ( Schluß zu Nr. 11.) tärstaat tönne man unmöglich mit einer demokratischen Organisation bekämpfen; es sei durchaus nothwendig, alle Machtvollkommenheit in Aus der amtlichen Berichtigung des Adorfer Bürgermeisters geht die Hände eines Einzelnen zu legen. Es mag sein, daß diesem oder also Folgendes hervor: Die Firma Gösmann hat einen Knaben von jenem Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins persönliche Solche Konferenzen haben z. B. am 18. Januar d. J. Jahren zu 12% stündiger Arbeit täglich( 80 Stunden wöchent- Freiheit verfümmert worden sei. Was sei aber persönliche Freiheit? in Riesa, am 1. Februar d. J. in Zwickau stattgefunden. lich) verwendet für einen Wochenlohn von 20 Sgr., d. h. für 2% Pfennig Unter persönlicher Freiheit verstehe er, daß Jeder thun und lassen Wir halten es für sehr angezeigt, daß einer oder der andere pro Stunde. Für diesen 18 Monate lang betriebenen, scheußlichen könne, was ihm beliebe. Schlüze ihn z. B. Jemand todt, so dürfe Mißbrauch hat die Behörde den unmenschlichen Ausbeuter mit der dem Mörder nichts geschehen. Nach dieser Definition der persönlichen FreiAbgeordnete sich mit dem sonderbaren Vorkommniß befaßte, mittleren Strafhöhe von 2% Thlr.- das Marimum beträgt 5 Thlr. dürfte es freilich gefährlich erscheinen, Hrn. Grotttau auch nur das wodurch nach Beseitigung des Gewohnheitsrechtes durch die belegt, um deren Erlaß der Vertreter der reichen Firma nun geringste Maß derselben zu belassen, er gehört vielmehr an die Kette." Gesetzgebung, hier eine Quelle des Rechtsbewußtseins des wie der Bürgermeister erzählt gebeten" hat. Diese Unverschämt Individuelle Freiheit in höchster Potenz ist allerdings willkür. Das Recht des sächsischen Volkes durch die versammelten Herren Staatsanwälte beit setzt Einen allerdings in Erstaunen. Einzelnen, im Einklang mit dem allgemeinen Wohle möglichst frei zu Bei all den Privilegien, welche das Kapital gegenüber den Ar- sein, zu Gunsten eines Anderen beschränken zu wollen, heißt aber in geschaffen ist, und das Gesetzgebungsrecht der Kammern durch beitern besitzt, und welche durch das Gesetz verbrieft und versiegelt der That die persönliche Freiheit in höchster Potenz, also die Willeine Berwaltungsmaßregel wenigstens theilweise in seiner find, stemmt man sich noch gegen eine Strafe von 2 Thlr., eine für vertreten. Wirkung aufgehoben werden kann. Lappalie für einen Mißbrauch, dessen Ertrag wenigstens das H un- Für Pezold handelte es sich aber nicht um die persönliche Freidertfache der Strafhöhe ausmacht. Dieses Gnadengeſuch" eines heit, sondern um sein Recht. Wenn Herr Grottfau in der Weise fortruppigen Geldproßen verdiente von der Oberbehörde mit einer Antwort fährt, die Rechte der Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiterbedacht zu werden, welche es dem Bittsteller klar machte, daß die Benachthei- vereins verlegen zu helfen, dann dürfte es auch ohne Zweifel bald ligung von Leben nnd Gesundheit jenes Kindes als ,, mager und dahin kommen, daß sich Schweizer, genannt Hasenklever, an der perbleich" wird es vom Bürgermeister bezeichnet mit Fug und Recht sönlichen Freiheit der Mitglieder vergreift und Gefängnißstrafen über eine Strafe nach sich ziehen sollte, die nicht in Geld ausgedrückt wird. renitente Mitglieder verhängt. Die Gösmann'sche Affaire zeigt recht deutlich, wie mangelhaft die Die Versammlung nahm schließlich folgende Resolution mit allen Geseze des heutigen Staates sind, selbst diejenigen, welche eigentlich, gegen 4 Stimmen an: ihrer Bestimmung nach, zum Schuß des Arbeiters.da sind. Wenn ,, Die heute in der Westendhalle versammelten Arbeiter erklären Das Geräusch des Tages war noch schlimmer, als das der Fabrikant für die Ausbeutung eines Kindes nur 5 Thaler Strafe es für die Pflicht eines jeden Arbeiters, dem das Wohl seiner Klasse der Nacht. Die Wirthin, die mit einer ansehnlichen Stimme zu zahlen braucht, dann wird er, sobald er die Aussicht hat, aus jener am Herzen liegt, Alles was in seinen Kräften steht, zu thun, um und noch ansehnlicheren musikalischen Ansprüchen begabt war, vielen Fällen über die ungeseßliche Kinderarbeit gar feine Strupelu zuführen; sie erklären es namentlich für die Pflicht der Mitglieder des Gesetzesübertretung die vielfache Höhe der Strafe zu erpressen, sich in die Einigung der verschiedenen sozialdemokratischen Fraktionen herbeiließ von morgens bis abends ihre schrillen Töne erschallen, die machen. Belegt man die Gesetzübertretung aber mit so hohen Strafen, Algemeinen deutschen Arbeitervereins, in diesem Sinne zu, wirken und dafür die Granitmauer durchdrangen. Das Fort widerhallte den daß das Risiko der Kantravention jeden Profit von vornherein aus zu sorgen, daß ihr Vereinsorgan, der ,, Neue Sozialdemokrat", nicht länger ganzen Tag von ihren wüthenden Gesängen. Ihre beiden schließt, dann kann man sicher sein, daß das Gesetz über die Kinder- dazu mißbraucht wird, zum Vortheil der Reaktion die Arbeiter durch Kinder brüllten mit der Mutter um die Wette, der Gatte, arbeit gehalten werden wird. lächerlichen Personenfultus zu verdummen, und durch systematische der das Amt des Schließers und Kerkermeisters versah, fiel insofern nicht ganz torreft verfahren worden zu sein, als dieselbe statt In dem vorliegenden Falle scheint uns übrigens von der Behörde Verhetzereien zu spalten." Landshut. Unser Kurier für Niederbayern" brachte neulich mit falschen Tönen in den Chorus ein, die Soldaten fügten des Inhabers der Firma den Geschäftsführer verantwortlich ge- einen Artikel über die soziale Frage", in dem es hieß: gleichzeitig ihre Lieder diesem Conzerte bei. Wenn den beiden macht hat. Muß man auch annehmen, daß der Besizer eines größern ,, Die sozialpolitische Arbeiterbewegung, wie sie jetzt sich geltend Strolchen die Stimme versagte, so schlugen sie mit Prügel auf Geschäfts nicht alle Einzelheiten genau kennt, die in demselben vor- macht, ist weniger den herrschenden Zuständen, welche allerdings vieldie Tische und an die Thüren. Dieser Höllenlärm drang in fallen, so läßt sich doch nicht gut denken, daß der Prinzipal eines Ge- fach einer Verbesserung bedürfen, als dem Geiste der Unzufriedenheit schäfts von mäßigem Umfang gar keine Kenntniß von demjenigen Theil entsprungen, welcher in wahrhaft diabolischer( teuflischer) Weise in die die Kasematte und der arme Eingekerkerte stopfte sich stundenlang seines Bersonals haben sollte, welches wie der in Nede stehende Arbeiterkreise geschleudert wird. Dieses Hezen verfehlte denn auch die Finger in die Ohren, um dem Wahnsinn oder der Gehirn- Knabe bereits 18 Monate angestellt ist. Daß der Inhaber der seinen Zweck nicht; die Arbeiter, die, der allgemeinen Weltordnung sich entzündung zu entgehen. Schließlich ließ er sich Wachs kommen, Firma und nicht der Geschäftsführer die Verantwortlichkeit trage, fügend, sonst mit ihrem bescheidenen Loose zufrieden waren, und meist empfiehlt sich aber auch von der Rechtsseite ganz abgesehen aus neidlos auf die wohlhabenderen und reicheren Klassen blickten, sind das um die Ohren damit zu verstopfen und sich so der Qual zu praktischen Gründen: Eine größere Strafe zu zahlen dürfte mitunter jetzt zum großen Theile nicht mehr, seit man die Zufriedenheit gewalt entziehen. Nach 3 Tagen aber entzündeten sich die Ohren und dem Geschäftsführer nicht möglich sein; in diesem Falle würde der sam aus ihren Herzen geriffen. er mußte das Getöse ertragen. Fabrikant ganz straflos ausgehen; und wenn lepterer alle acht Tage ,, Sie haben mich in ein Grab eingeschlossen", sagte er zum einen andern seiner insolventen Kommis zum Geschäftsführer" einsetzt, fann er auf die bequemste Weise von der Welt dem Gesez Hohn Kommandanten ,, deshalb sind Sie mir auch die Ruhe des sprechen. Grabes schuldig." Der tapfere Marquis von St. Mars*) antwortete mit väterlichem Tone: ,, Ich kann die Leute, die sich langweilen, nicht verhindern, zu singen."" Aber" entgegnete der Gefangene in keinem andern Gefängniß würde ein solcher Tumult geduldet. Ueberall herrscht Stille in den Kerkern, sie sollte auch in Ihrer Bastille herrschen." ,, Dies ist weder eine Bastille noch ein Gefängniß, es ist eine Kaserne." ,, Wie? Eine Kaserne? Eine Kaserne verschließt keine politischen Gefangenen, Eisenmasten, denen es verboten ist, ein Wort zu sprechen, wie mir. Es ist mir verboten, an irgend Jemand ein Wort zu richten und es ist noch strenger verboten, mit mir zu reden." Ja," sagte halb ernsthaft, halb scherzend der Marquis von St. Mars des Forts von Taureau,„ Sie sind auch so eine Art Eisenmaste." Ihre Lage ist sehr einfach", erwiderte der Gouverneur. Sie sind hier als Kriegsgefangener, ich betrachte und behandle Sie als solchen". Welch ein Hohn. Ich Kriegsgefangener? Ich wurde nicht im Kriege gefangen. Was uns indeß in dem vorliegenden Fall als das Wichtigste erscheint, ist Folgendes: Wir haben nicht gehört, was dem Lehrer geworden ist, welcher 18 Monate lang geduldet hat, daß ein Kind mit 2 Stunden täglichem unterricht abgefüttert und 12 Stunden in die Fabrit gesperrt wurde. Der Lehrer war doch zu allererst verpflichtet, der Behörde von dem mangelhaften Schulbesuch des Kindes infolge der Kontravention der Gösmann'schen Fabrik Anzeige zu machen. Der Lehrer mußte, gestützt auf das Gesetz über den Schulzwang, die Behörde auf jene schmachvolle Kindes- Ausbeutung sofort nach seiner Kenntnißnahme aufmerksam machen, damit das Kind der Schule wiedergegeben werde. Wir wollen abwarten, welche Auskunft uns darüber zu Theil werden wird. Leipzig. Die am 30. Januar in der Westendhalle abgehaltene Bolfs versammlung beschloß, sum 3. Febr. eine allgemeine Arbeiterversammlung einzuberufen und setzte auf die Tagesordnung: Die Einigung der verschiedenen Fraktionen der Sozialdemokratie." Genannte Arbeiterversammlung fand denn auch am festgesezten Tage statt und war von ca. 300-400 Personen besucht. Fink wurde zum ersten, Pezold zum zweiten Vorsißenden ernannt. Das Referat hatte Hr. Kammingau, Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, übernommen, dem man es, als Beweis brüderlicher Gesinnung angeboten hätte, obgleich bekannt war, daß er nach Leipzig geschickt worden, um in einem ganz anderen Sinn als dem der Versöhnung zu wirken. " So ist denn die Arbeiterwelt jest in ihrer tiefsten Seele krank und sieberisch aufgeregt, aber feineswegs in Folge eines größeren Nothstandes, als es früher der Fall war, sondern nur in Folge des sozialistischen Giftes, mit dem man die Leidenschaften aufstachelt und die Seele mit tollen Phantasien berauscht. Daß unsere gesellschaftlichen Zustände noch viele Unvollkommenheiten an sich tragen, wird Jederman zugeben, und stehen wir, während wir den einen Fuß zum Fortschreiten ansetzen, mit dem andern noch fast an der Grenze des Mittelalters, aber gewaltige Anstrengungen sind schon geschehen, um die neue Zeit von den alten rostigen Fesseln zu befreien, und zum großen Theile wäre dieses schon geschehen, auch wenn wir nichts weiter errungen hätten, als das gleiche Recht für Alle!" Also der Kurier für Niederbayern". Troßdem also. wie zugegeben wird ,, die herrschenden Zustände allerdings vielfach einer Verbesserung bedürfen" ,,, viele Unvollkommenheiten in fich tragen," und wir mit einem Fuß ,, noch fast an der Grenze des Mittelalters stehen", existirt bereits Das gleiche Recht für Alle" und haben die Arbeiter keinen Grund zu flagen! Der Mann sollte sich beim Berliner Kultusminister( der beiläufig erwähnt, nicht mehr wühler sondern Falk heißtjum eine Stelle als Professor der Logik bewerben! " das der untergegan Gotha Ueber die vor Kurzem im ,, Volksstaat" erwähnte ,, Thür. Aktien- Gesellschaft für Fabrikation von Eisenbahn- Material" habe ich noch zu berichten, daß das hiesige Grundstückgenen Aktiengesell schaft für Bauwesen von einem Herrn Roden burg ,, Gewiß, und ich bewohne keine Kaserne. für 18,000 Thlr. gekauft und für 130,000 Thlr.(!) an obige Gesell,, Der Hof und die Gänge einer Kaserne sind nicht die schaft verkauft worden ist. Ob die Differenz von 112,000 Thlr. in ganze Nacht von Patrouillen und mit Schildwachen angefüllt, Rodenburgs Tasche allein geflossen, ist eine Frage, die sich Jeber selbst die sich mit ihrem ,, Werda" heiser schreien. Dort schläft man beantworten kann. Die Arbeiter des Etablissements werden also auf den Rodenburg'schen Entbehrungslohn" von 112,000 Thlr. die Di ruhig, Ihre vorgebliche Kaserne ist eine Bastille von Ludwig Durch statistische Belege erhärtend, entrollte Herr Kammingau ein vidende mit erschwingen müssen d. h. es wird um so viel mehr DiviXIV., eine erste Probe von der Rückkehr zum alten System. Schaudergemälde über die Zustände des französischen Proletariats. dende herausgeschunden werden müssen. Die Aktionäre werden auch Diese Bastille ist eine Verletzung aller Gesetze, sie ist feiner Aber nicht nur in Frankreich, auch in Deutschland, wie überhaupt in sehr wohl zufrieden sein, denn es müssen 112,000 Thlr. am Gewinn allen Kulturländern, wo die moderne Industrie Plaz gegriffen, sei des Geschäfts mit partizipiren, wofür gar fein reeller Werth vorhan Regel unterworfen. Sie ist die Willtür der alten Monarchie. Die Lage des Proletariats eine unbeschreiblich elende. Der Stlave des den ist. Fahrt nur so fort, ihr Herren Bourgeois, und Ihr habt Euch Heimlich hat man mich in einer finstern Nacht hierhergebracht. antiken Griechenlands wie der Leibeigene des Mittelalters seien doch selbst das Grab gegraben! Hier ist keine Kanzlei, und man hat mich nicht eingeschrieben. wenigstens vor der Eventualität des Hungertodes geschüßt gewesen, Augsburg, den 23. Jan. 1872. Ein Renegat: Die hiesigen Seit 8 Monaten habe ich nicht den Schatten eines Civil- oder durch das Interesse, welches der Besizer wie der Herr an ihrem leib- Schuhmachergehülfen, die sich zu einem Fachverein organisirt haben, lichen Wohlergehen hatte. Der moderne sogenannte freie Proletarier beschlossen vor einiger Zeit, die Arbeitsvermittlung selbst zu leiten, Militärbeamten gesehen. Ich bin der Willkür anheimge- der Gegenwart dagegen hätte die Freiheit, zu verhungern, wo es ihm statt wie bisher dieses Geschäft durch einen ihnen von den Weiſtern aufgeben." gefiele. Der heutige Arbeiter wäre in dieser Beziehung weit schlimmer oftroyrten Meister besorgen zu lassen, und gaben hievon dem Verein Daran, als der damalige Sklave 2c. Wolle das heutige Proletariat seine der hiesigen Schuhmachermeister durch eine diesbezügliche Zuschrift lage gründlich verbessern, dann sei ein einheitliches Handeln absolute Kenntniß. Als nun dieser Buntt im Meisterverein auf die TagesNothwendigkeit. Die älteste Organisation sei die des Allgemeinen ordnung fam, sprach sich Parteigenosse Endres für die Forderung deutschen Arbeitervereins, er fordere deshalb zum Anschluß an den der Gehülfen aus, was einen Sturm des Mißfallens in dieser reaktio= selben auf. Hatte sich das Referat des Hrn. Kammigau der unge- nären Berjammlung hervorrief. As die Versammlung schon so ziem theiltesten Aufmerksamkeit von Seiten der Versammlung zu erfreuen lich zu Ende war und auch Endres sich entfernt hatte, fand sich ein ,, Ich bin ein in contumaciam verurtheilter Gefangener. gehabt, bei dem Anfinnen aber, dem Allgemeinen deutschen Arbeiter- gewisser Seif bemäßigt, die Sozial- Demokratie zu beschimpfen und Hat man je gesehen, daß ein Kriegsgefangener Tag und Nacht verein beizutreten, brach Alles in schallendes Gelächter aus. Wir unsrer zwar in so tattloser Weise, daß ihn einige Meister interpellirten, warum in einer mit Salpeter tapezirten asematte, ohne jeglichen Ver- its verzeihen Hrn. Kammigau ſehr gern, wenn er das internatio- er nicht gesprochen habe, so lange Endres anwesend war? nale Elend des Proletariats mit nationalen Mitteln zu befämpfen Seif war vor mehreren Jahren Mitglied des Allgemeinen deutkehr mit der Außenwelt, sequestrirt wird? Seit wann sagt vorschlägt. Kammigau wäre nicht der Erste, der über diesen Punkt schen Arbeitervereins und Bevollmächtigter in Freiburg, von wo derselbe nach Augsburg fam. Die Augsburger Parteigenossen unters man zu einem Kriegsgefangenen: Beim ersten Versuch einer seine Ansicht geändert hätte. Richter verfocht die internationale Organisation. Stelzer stüßten ihn in jeder Beziehung. Als nun Seif durch eine Heira.h Hilfe von außen werden Sie erschossen, man wird nur Ihre verlas aus dem ,, Neuen Sozialdemokrat" einen Bericht aus Altona in bessere Verhältnisse kam, fiel er nicht nur von der Sache ab, sondern Leiche ausliefern? Als Bastille des alten Regimes stellt das über eine vom Präsidenten des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, er beschimpft heute das, was er einst gepredigt. Fort Taureau die Restauration der Bastille dar. Das alte Hasenklever, in Holstein gehaltene Rundreiſe. Der Bericht ent= Waldheim. Sonnabend den 3. Februar tagte bei uns eine Regime aber hat wenigstens seine Gefangenen gefüttert." hielt das Stärkste, was aus dem Gebiete des Personenfultus geleistet überaus zahlreich besuchte öffentliche Volksversammlung, zu welcher Das Fort von Taureau ernährt den Seinigen nicht. worden ist. Wenn die Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- als Referenten: Liebknecht aus Leipzig, most aus Chemniz, Walvereins fortfahren, ihre Spizen in mit famosen weißen Schimmeln ster aus Dresden und Hartwig aus Glauchau erschienen waren. DieAnfangs Juni erhielt Blanqui die gehörige Portion, doch nahm nun be pannten Wagen durch die Straßen zu führen, sie zu befingen und selben gingen über die auf der Tagesordnung befindliche Frage: Die von Tag zu Tag seine Nahrung ab. Am 25. August jedoch zu umjubeln, dann dürfte ihnen, troß Liebisch- der in diesen skans Arbeiterbewegung und die Maßregelung der politischen Ver tonnte er seiner Familie schreiben: Ich kann Euch bessere balösen, die deutsche Arbeiterbewegung ewig brandmarkenden Vor eine, auf die genauesten Details ein, und beantragten die Annahme des auf Nachricht geben, seit dem 22. August ist ein Wechsel einge- gängen, wenn auch keinen Fortschritt, so doch auch keinen Rückschritt der Volksversammlung zu Chemnitz gefaßten Beſchluſſes, mit dem die vererolick.n kann dann, meinen wir, dürfte den Witgliedern des All- sammelte Menge ihr vollstes Einverständniß bei der Abstimmung zu treten; man ernährt mich. Es war höchste Zeit." Der Ge- gemeinen deutschen Arbeitervereins wenig Zeit und Lust übrig blei erkennen gab, so daß beim Schluß selbst unsere eifrigsten Gegner im fangene fuchte Buflucht vor diesen Qualen in einer angestreng- ben, ernstlich über ihre Klassenlage nachzudenken. höchsten Grade befriedigt von dannen gingen. Mit Gruß und Handschlag. ten Arbeit über die Astronomie, die er trotz aller Leiden zu Fint sagte gerade heraus, daß Kammingau nicht hergekommen Leopold Eckhardt, Schriftf. Ende führte, und die er nächstens zu veröffentlichen gedenkt. sei, die Einigung der verschiedenen Fraktionen zu erstreben; ihm liege Waldheim. Ein Bourgeois- Poet. Am 7 Januar feierte der nur der Allgemeine deutsche Arbeiterverein am Herzen und für den Er gelangte kaum damit zu Ende und bereitete sich schon vor, mache er Propaganda. Die Leipziger Arbeiter gehörten aber in ihrer hiesige landwirthschaftliche Verein ein Fest, bei welchem ein Lied den Winter in dieser dunkeln Bastille, inmitten der Seeftürme Majorität der sozial- demokratischen Partei an, und überaus tomisch gesungen wurde, in dem sich folgende Strophen befinden: zuzubringen, als ein plöglicher Befehl ihn in die Gefängnisse nehme es sich aus, wenn Hr. Kammigau die Majorität auffordere, sich der Minorität anzuschließen umgekehrt liege wenigstens Logit von Versailles versetzte. Er verließ diesen finstern Ort zur darin. Wenn Hr. Kammigau willens sein sollte, in diefer Weise hier felben Stunde, in der er am 24. Mai eingetreten war, morgens in Leipzig auch fernerhin zu wirken, dann sei er mit verantwortlich, 3 Uhr in einer dunkeln und eisigen Nacht unter andauerndem wenn die glücklich erloschene Zwietracht von Neuem entflamme. Regen. Der arme Gefangene, der auf seiner vierstündigen Pezold wies an einer Reihe von Eingriffen in sein persönliches Ueberfahrt bis auf die Knochen durchnäßt wurde, mußte in Recht nach, wie unmöglich es dem demokratisch denkenden Arbeiter den Waggon steigen und auf dem Wege nach Versailles auf aber nicht nur diejes. Vor Allem sei es die bei Gelegenheit der lez- Berfasser dieses dem Leibe seine nassen Kleider trocknen. Er sah sich genöthigt, ten Reichstagswahl zur Evidenz erwiesene Prinzipienverlegung, die ihn den Weg vom Bahnhof bis ins Bellengefängniß zu Fuße zu- und viele Andere vom Allgemeinen deutschen Arbeiterverein fernhalte. Poeßned. Auch hier und in der Umgegend ist endlich Boden für die rückzulegen. Er war nahe daran, mehrere Wale unterwegs Hrn. Grottfau lernten wir einen Menschen tennen, von dem wir Sektion der internationalen Genossenschaft der Manufaktur-, FabrikIn dem aus Berlin zu dieser Versammlung extra verschriebenen Sozialdemokratie gewonnen, indem sich mit Anfang dieses Jahres eine der Müdigkeit zu erliegen und auf das Pflaster zu stürzen. mit Fug und Recht sagen tönnen: es ist ein Flegel von der Fußsohle und Handarbeiter gründete, welche durch fortwährende Einzeichnungen ( La république française.) bis zum Scheitel, und obendrein zu unwissend, um vor Leipziger Ar- immer stärker wird, und sp.echen wir hier den Wunsch aus, daß tüchbeitern reden zu können. Für uns war das Bürschchen insofern interessant, als wir in seiner Person die Erziehungsresultate des ,, Neuen" tige Parteigenossen von Zeit zu Zeit uns mit Vorträgen erfreuten, oder sich ganz hier plazirten. *) So hieß der berüchtigte Kerkermeister des Gefangenen ,, mit vertörpert vor Augen hatten. Auf stürmisches wiederholtes Verlangen Mit sozialdemokratischem Gruß der Eisenmaste" unter Ludwig XIV. der. Versammlung sah sich der Vorsitzende genöthigt, Herrn Grottfau Der Bevollmächtigte. endlich das Wort zu entziehen. Christian G. Saenger, Gerbe. jtraße 294. Poeßned. • sei, Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins zu verbleiben. Aus dem sachlichen Theil seiner Rede, die namentlich gegen Bezold zielte, vernahmen wie ungefähr Folgendes: Den heutigen Mili gers" sein! Hast du an deinem Weihnachtsbaum Auch nur der Aepfel dreie kaum, Ging doch die Milch jetzt in die Höh' Und foftet vierzehn Pfennige. Drum gräm' dich nicht, o Dekonom, Auf daß dirs heute gut bekomm'! Trink lieber eins du über's Ziel, Mehr schad'ts Zuwenig als Zuviel. Gedichtes soll der Redakteur des hiesigen ,, Anzei Aufruf an die Arbeiter Offenbachs und der Umgegend. der Schuhmacher sich auf's Neue wieder beleben möge, wenn der Vor- und daselbst zu förmlichen Sklaven gemacht wurden. Die Bauhand Als erfreuliches Zeichen in unserer Bewegung ist die in den leg- ort wieder nach Deutschland verlegt wird, daß die Mitgliedschaften ihr werker stehen in dieser Hinsicht noch frei da, und diese Freiheit wollen ten Wochen vor sich gegangene, bedeutende Annäherung der sich( wenn Versäumtes so gut als möglich wieder nachholen werden und daß die sie sich durch ihre Einheit bewahren. auch nicht prinzipiell) bisher gegenüberstehenden Arbeiterherzen zu be- bestehenden Mitgliedschaften sich am Gewerkschafts- Kongreß im Mai Darum, liebe Gewerfsgenossen, thut, was irgend in Euren Kräfgrüßen. Von allen Seiten bespricht man die Maßregelungen, welche lebhaft betheiligen, um die in der Organisation gemachten Fehlgriffe ten steht, und vor allen Dingen haltet jeden Zuzug von Bauhandals Resultat des internationalen Reaktionsbundes betrachtet werden so viel als möglich zu beseitigen und sodann für Deutschland eine werfern von Braunschweig fern! Die Namen derjenigen, fönnen und zum Zwecke haben, die socialistische Bewegung zu vernich feste und dauernde Gewerkschafts- Zentralisation zu schaffen. Wir welche trotz unserer Bitte hierher kommen sollten, um den ten. In Mitgliederversammlungen des Allgemeinen deutschen Arbei werden, wenn auch nicht mehr Mitglieder dieser Zentralisation, doch Strife zu vereiteln, werden wir f. 3. in allen dem fratischen tervereins wurden Stimmen laut, welche verlangten, daß eine vereinigte das Prinzip der sozialdemokratischen Partei hoch halten und treu mit Blättern veröffentlichen! Also nochmals, Brüder, verlaßt uns Wirksamkeit desselben mit der sozialdemokratischen Arbeitei partei, als un-| unsern Brüdern in der gewerkschaftlichen Bewegung Schritt halten nicht! bedingt nothwendig, hergestellt werde und daher Alles vermieden werde, und auch unsern Berufsgenossen in Deutschland, wenn es Noth thut, Gelder und Briefe sind an die Expedition des Braunschweiger Volkswas derartige Bestrebungen vereiteln könnte. mit den uns zu Gebote stehenden materiellen Mitteln nach unsern freund", Neue Straße 23, zu richten und wird über deren Empfang Kräften und mit der größten Bereitwilligkeit beistehen. auch im ,, Volksstaat quittirt werden. Wir unsererseits, gewöhnt, einem jeden ehrlichen Streben auf sozialem Gebiete hilfreiche Hand zu leisten, suchten auch diese Idee so viel nur möglich zu unterstützen, durch Erklärungen und Aufforderungen an unsere Mitglieder. Wir begaben uns am Montag den 5. Februar in eine von obigem Verein einberufene öffentliche Versammlung, worin auch Andeutungen gedachter Art gemacht wurden. Hauptsächlich war es Herr Wolf von Mühlheim, der in klarer und verständlicher Weise die Coalition der eur päischen Regierungen und ihre Absichten dem Sozialismus gegenüber barlegte, hauptsächlich die Arbeiter zum Denken aufforderte, um auf jeden Angriff von dieser Seite mit Erfolg entgegen treten zu können. Wir unsererseits bedauert n zugleich, daß Hr. Wolf am Hauptpunkt seines Vortrags, daß eine größere und nachhaltigere Thätigkeit von Seiten der Arbeiter nothwendig je, unerklärt ließ, wie und auf welche Weise dies zu bewerkstelligen sei und aus Mangel an Zeit oder einem anderen Grunde abgebrochen hat. suchen. Der Strike der Schuhmacher in Winterthur ist beendet. Die Kommission, resp. die Genossenschaft erkannte angesichts der bestehenden Umstände die Aufhebung desselben für zweckmäßig. Ein Theil unserer Forderung wurde durchgesezt. ( Felleisen.) ( Nachträglich erfahren wir, daß die Arbeitgeber sich weigern, ihr Versprechen zu erfüllen, wodurch der Strike von Neuem losge brochen ist. Unterſtüßungsgelder wolle man senden an Hubeli, Grütliverein. Alpenrose, Winterthur.) Braunschweig, d. 14. Febr. 1872. Im Namen des Komitee's der 1000 strifenden Bauhandwerker. H. Reupte. Zur Quittung des Chemnizer Strifekommitees. Augsburg. Ich muß, so unlieb es mir ist, betreffs der Abrechnung des Strite- scommitee in Chemniß bemerken, daß die Gelder, welche ich an dasselbe schickte, sehr zweifelhaft resp. ungenau in der Abrechnung verzeichnet sind. In Nr. 102 d. Volfsst." vom 20. Dez. ist wohl die Summe von 15 Thlr. 23 Sgr. durch K. verzeichnet, aber ich habe Hr. Husmann brieflich ersucht, das Geld wie folgt zu verzeichnen: Schneider, Schneider'sche Werkstätte 3 Fl. 18 Kr. L. Hündinger'sche Maschinen- Fabrit 18 Fl. 9 Kr. Von Weißgerbern der Krümmer'schen Handschuh- Fabrik 5 Fl. 15 Kr. Von Dippel 30 Kr. und J. Scherer 24 kr. Die zweite Summe, welche ich an Husmann schickte, finde ich gar nicht unter meinem Namen verzeichnet, dieselbe betrug 18 Fl. 21 Kr. und treffen die Ründinger'sche Fabiit 17 Fl., die HolzarbeiterGewerkschaft 1 Fl. 21 Kr. Für politisch Gemaßregelté. Knöller. V. H. in Halle für Frau Dittrich 11 G., v.. in Lindenau 5 Gr., gesammelt im Arbeiterbildungs- Verein Leipzig 1 Thlr. 5 Gr. Für Feuerbach. Vitus Red. in Düsseldorf 1 Thlr. 5 Gr. Die Expedition. Briefkasten Allgemeiner deutscher Schneider- Verein. Wie bereits aus No. 5 des Volksstaat ersichtlich, hat sich in Leipzig eine Mitgliedschaft unseres Vereins gebildet und ist zum Kassirer Jos. Herm, und zum Bevollmächtigten Georg Becker, Hainstraße 24, Treppe C 2 Treppen wohnhaft, gewählt. In mehreren Städten, wohin ich Aufrufe und Statuten gesendet habe, sind Mitgliedschaften in Bildung begriffen; nach Constituirung derselben werde Dieser Umstand mag auch Schuld gewesen sein, daß später eine ich weitere Mittheilungen machen. Seit einiger Zeit macht sich ein wahre Confusion in der Debatte Platz gegriffen, wir lassen es da- sehr reges Leben im Verein bemerkbar, was zu den besten Hoffnunhingestellt sein, ob durch absichtliche oder durch unverständige Verdrehung gen berechtigt. Mit der Vergrößerung unserer Gewerksgenossenschaft der besprochenen Punkte, oder aber durch gänzlichen Mangel au Verwachsen leider auch die Gegner unserer Bestrebungen, was sich in Reständniß der jetzigen Lage des Arbeiterstandes und der Anwendung gensburg und Passau durch Maßregelung Einzelner seitens der ber Mittel zur Abhülfe der Noth unter demselben. Wir gehen nun Meister kundgiebt. Die Herren begriffen sofort, daß, wenn der Verzu den einzelnen Rednern und ihren verschiedenen Ansichten über die ein stark ist, ihnen eine nicht zu unterschäzende Macht gegenüber steht, Lösung der sozialen Frage über, bitten aber im Voraus um Entschul- und suchten da er durch Maßregelung Einzelner die Sache im Keime bigung, daß wir die Leser dieses nöthigen, durch einen Brei von Ge- zu ersticken, was ihnen jedoch nicht gelungen ist. Begriffen die Arbankenlofigkeit mit uns zu waten; wir denken indeß jedem unbefange: beiter dies eben so leicht, dann wäre in furzer Zeit unsere Lage eine der Erpedition: Henze in Halle a. S. f. Annon. 2 Gr. f. nen Arbeiter einen Dienst zu erweisen, wenn wir das Gebahren solcher bessere, aber leider ist dies nicht der Fall und daher die Pflicht aller Schrift 7 Gr. v. Radenik in Belgrad f. Abon. 7 fl. Wilm; in Wald Zwittergestalten mit ihren eignen Worten ins richtige Licht zu stellen Vereinsgenossen, dies bei jeder Gelegenheit ihren Kollegen klar zuburg f. Schrift 6 Thlr. erh. Männel in Rochliz f. Annon. 12 Gr. erh. 1 Thlr. Hein. Slt. in Wien 16 Gr. f. Schrift erh.; Endres Augsmachen und zur Ausbreitung unserer Gewerksgenossenschaft dadurch So behauptete ein Mitglied des Allg. deutschen Arbeitervereins, beizutragen. C. S, in Schwäbisch- Gmünd: Bitte, den bewußten Brief mir zu baß nach den Ansichten und dem Programm Lassalles von dem In Nürnberg steht unserer Mitgliedschaft ein schwerer Strike senden. B. jezigen Staat schon Produktiv- Assoziationen verlangt und auch er- bevor; es ist bereits ein Strike- Komite ernannt, welches mit Or wartet werden können. Nachdem nun aber die Geduld mehrerer Arbeiter, ganisirung der Angelegenheit betraut worden ist. Wir bitten allen darunter selbst Mitglieder genannten Vereins, gerissen, wurde dem Ned- 3uzug nach dort abzuhalten, bis die Sache beendet ist. Wenn ner bedeutet, daß eine solche Ansicht nur auf völliger Unkenntniß der die Arbeitgeber nicht nachgeben, so muß der Verein mit aller Kraft Thatsachen und der realtionären Zusammensetzung der jegigen Regie: die dortigen Kollegen unterstüßen, damit dieselben siegreich aus dem rungen beruhen könne. Von unserer Seite wurde erklärt, daß dieser Kampfe hervorgehen; darauf bezügliche Maßnahmen werden den Mitinternationalen Vereinigung der Regierungen eine solche von den Ar- gliedschaften sofort nach Ausbruch des Kampfes vorgelegt werden. beitern entgegengesetzt werden müsse, wenn man überhaupt auf Erfolg Die Preise der Arbeit sind in Nürnberg noch jämmerlicher als selbst rechnen wolle. Aber erst jetzt sollten wir die schönsten Blüthen des in Berlin; es wird z. B. dort gezahlt: in Confectionsgeschäften für vollkommensten Unsinns wahrnehmen, hervorgebracht durch den von einen Rod 17 bis 20 Sgr., Hose oder Weste 8 Sgr. In reellen Geuns schon gefennzeichneten Herrn Stürz, welcher über die Organisa- schäften: für einen Rod 2 bis 3 Thlr., Hose 16 bis 22 Sgr., Weste tion des Algemeinen deutschen Arbeitervereins sprach und, wie immer, 15 bis 22 Sgr.; dabei sind die Lebensmittel und Wohnungsmiethe behauptete, daß nur durch den engsten Anschluß an dieselbe die soziale nicht viel billiger als in Berlin. Obgleich nun fast überall mit wenig Wir erklären hiermit, daß Kirbach aus Freiberg, welcher Frage zu lösen sei, und daß er( Rebner) alle Arbeiter, welche fener Unterschied dieselben Verhältnisse bestehen, daher überall ein Strike ge- früher dem Lassalle'schen Verein angehört, seit 1 Jahre Mitglied unserer Organisation nicht huldigten, als seine Gegner betrachte. rechtfertigt sein würde so müssen wir doch ausdrücklich die Bitte an Partei und als solcher ein sehr eifciger Agitator ist. unsere Mitglieder richten, soviel als irgend möglich für jest davon Die Rochlitzer Parteigenoffen. Abstand zu nehmen, und alle Kraft auf den einen Punkt zu concen= Für Rochlitz. triren, damit uns dort der Sieg verbleibt. Für Breslau. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Montag den 19. d. M. Abends punkt halb 9 Uhr öffentliche Versammlung im Saale des Orpheum,( früher Fürst Blücher) am Lehindamm Nr. 10. Tagesordnung: 1) Vortrag von B. Geiser. 2) Statistische Commission der Breslauer Arbeiter. Vertheilung der Frageformulare, Mittheilungen, Anträge 2c. Die Parteigenossen, sowie auch überhaupt alle sich dafür Interessirenden werden zu zahlreicher Betheiligung eingeladen. H. Dehme. Rochlik. Volksversammlung. Uns fonnte es allerdings nur wundern, wie es in einer Fraktion, wie dem Allg. deutschen Arbeiterverein, möglich ist, daß solche Männer, die vor einer öffentlichen Gerichtsverhandlung das Lassalle'sche Prinzip sammt der Organisation verleugnet und als ,, Jutriguen" bezeichnet, zum Auch in Berlin steht ein Strike bevor, an welchem jedoch keines Nachtheil der Arbeiterbewegung stets den Namen Lassalle's und seine unserer Mitglieder betheiligt sein wird, d. h. es wird Niemand ge= Werte als Steckenpferd benügt haben, jedes einige Vorwärtsgehen der nöthigt sein, die Arbeit niederzulegen, da es lediglich auf die ConBesserunterrichteten verhindern können. Werden denn nicht die eignen fectionsarbeit abgesehen ist. Es wird nämlich in diesen Tagen wegen Saale der Wittwe Gerhard Müller. Mitglieder, jowie auch der Bewegung noch fern stehende Arbeiter flar des Mainzer Strikes eine Generalversammlung sämmtlicher Berliner einsehen lernen, daß diese Männer auf alles Andere sinnen, nur nicht Schneider stattfinden, womit zugleich eine Besprechung der hiesigen auf Lösung der sozialen Frage? Das ist auch von uns betont wor- Verhältnisse der Confectionsschneider verbunden werden soll, die jedenden. Von Unterzeichnetem hauptsächlich befragt, welche anderen Par- falls ein weiteres Vorgehen in der Lohnfrage selbst zur Folge haben teien denn keine Organisation hätten? erklärte Herr Stürz, daß die wird. Weiteren Bericht darüber mir vorbehaltend, zeichne mit jozialInternationalen eine Organisation nicht befäßen. demokratischem Brudergruß und Handschlag Berlin, den 11. Feb. 1872. Die Internationale versuche große Schläge auszuführen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien; allüberall, wo sich etwas zeigt, suchen sie sich an die Spize zu stellen und die Bewegung sich dienstbar zu machen und in ihrem Intereffe auszubeuten; infolge dessen(!) feine Organisation. Auf diese Weise hatte Herr Stürz selber gerade die Eristenz unserer Organisation durch seine Ausführungen bewiesen. So sehr befriedigt wir unsererseits auch durch die Erklärungen von Herrn Stürz find, glauben wir doch alle Arbeiter Offenbachs und der Umgegend auf solche Persönlichkeiten aufmerksam macheu zu müssen, daß sie endlich ihre Augen öffnen, um zu untersuchen, auf welcher Seite Wahrheit und Recht, und wo nur Lügen, boshafte Verleumdung und Entstellung alles Wahren in der Arbeiterbewegung zu suchen ist; und ob Männer von solcher Kenntniß der Sachlage, selbst wenn der beste Wille vorhanden wäre, im Stande sind, zur Beseitigung der jezigen verderblichen Zustände auch nur im geringsten beizutragen. Nochmals, Arbeiter Effe: bachs und der Umgebung, sehet ein, daß die Bewegung jest gerade in dem Stadium der Entwickelung begriffen ist, wo sie auf euer Aller Mithilfe rechnen muß; bleibet solcher Personen halber nicht fern, sondern tretet ein in die Reihen der Kampfer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, heljet alle unlauteren Elemente, die sich uns entgegenstellen, beseitigen, und wir sind unserem Ziele bedeu tend näher gerückt. Mit sozial- demokratischem Brudergruß, im Namen der Parteigenossen. W. Kölsch. Folgendes, das wir der Offenbacher Zeitung" als bezahltes Inferat zuschickten, wurde von derselben nicht aufgenommen: Ertlärung. A. Neimann. Im Namen des Ausschusses des Allgemeinen Deutschen SchneiderVereins. Nürnberg, den 14. Febr. 1872. Collegen allerorts! Wir sehen welch prefärer Lage wir uns befinden. Die Löhne stehen hier auf uns vera laßt, vor die Oeffentlichkeit zu treten, und nachzuweisen, in einer Stufe, auf der länger zu existiren unmöglich ist. Lassen wir Zahlen sprechen: In den Gonfektions- Geschäften wird für einen Rock bezahlt: 1 Fl. 30 r. bis 2 Gulden; für eine Hose 33-48 Kr., für eine Weste 33-48 kr. und ist es ganz gleich, ob es schwarze oder Stoffarbeit ist. die Confektionäre durchgängig nur den Meistern die Arbeit geben, Diese Löhne hat aber der Lohnarbeiier noch gar nicht, da mithin der Arbeiter diese ebenfalls erst Prozente abziehen lassen muß. es werden auch andere Forderungen gestellt. Für einen Rock wird In den reellen Geschäften wird nun zwar besser bezahlt, allein bezahlt: 4 Fl. 30 Kr. bis 6 Gulden, für eine Hose 1 Fl. 6 bis 1 Fl. 30 Kr., für eine Weste dasselbe. Es sind hier im Ganzen zwei Geschäfte, welche für einen Rock 8-9 Gulden bezahlen, woran man aber 54-60 Stunden fleißig arbeiten muß. Sonntag, den 18. Februar Nachmittags Buntt 14 Uhr im Tagesordnung: 1) Die Landesversammlung. 2) Die Arbeiterbewegung. 3) Das Gewerksgenossenschaftswesen. Wir bitten die Parteigenossen von nah und fern um Besuch. Referent: Parteigenosse Simon und Kirbach. Volksversammlung in Neusellerhausen. Montag, den 19. Febr. Abends 8 Uhr in Beckers Salon. Tagesordnung: Die Verhandlungen des deutschen Reichstags. Berichterstatter: Bebel. Erscheinen aufgefordert. Die Arbeiter von Leipzig und Umgegend werden zu zahlreichem Der Vorstand. Für Leipzig. Versammmlung des Fachvereins der Kürschner und Mützenmacher von Leipzig und Umgegend. Montag, den 19. Febr. Abends 8 Uhr im Vereinslokal. Leipzig. gliederaufnahme. Roßplay Nr. 9. bei Herrn Hascher. Vortrag des Herrn Fink. MitDer Vorstand. nen Für Leipzig. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Freitag, den 16. Februar Abends 8 Uhr im Saale der ,, golde Säge"( Restaurant Victoria). Tagesordnung: Sozialpolitischer Wochenbericht.( Ref. Nauert.) Aufnahme neuer Mitglieder.sim Gäste find freundlich willkommen. Für Leipzig. Der Vorstand. Internationale Metallarbeiterschaft. Montag, den 19. Februar Versammlung im Arbeiterbildungsverein, Ritterstraße Abends 8 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. München und Nürnberg bereits noch einmal soviel bezahlt wird, als in Unsere Regensburger Kollegen haben zwar geschrieben, daß in sichtlich, in welch trauriger Lage wir uns hier befinden, und daß es Regensburg; allein dies ist nicht richtig. Aus obigen Zahlen ist er= dringend nothwendig ist, eine Verbesserung herbeizuführen. Wir sind Sehr lächerlich und anmaßend finden wir es, daß ein gewisser Forderungen energischen Nachdruck zu geben. Wir stehen fest zuſam= auch fest entschlossen, das Aeußerste zu wagen, und unseren gerechten Herr Stür von uns verlangt, in einer Volfsversammlung zu er scheinen, in welcher derselbe als Referent auftritt über Dinge, die er wo die Noth hier so schon auf das Höchste gestiegen, ist es uns faſt men und ist von unserer Seite an fein Nachgeben zu denken. Allein nicht einmal dem Namen nach, viel weniger aber dem inneren Wesen unmöglich, ohne auswärtige Hilfe den Kampf siegreich zu be nach kennt. Ein Mann, der vor öffentlichem Gericht die Lehre Lassalle's stehen. Wir richten deshalb an alle Kollegen und Parteigenossen die als Intriguen hinstellt, halten wir nicht für fähig und würdig, noch wei- dringende Bitte, uns, wenn der Kampf beginnt, nach Kräften zu unter in der Arbeiterfache als Wortführer zu funttioniren. Dann ist es terſtüzen und jetzt schon allen Zuzug fernzuhalten. Arbeiter, auch nicht Jedermanns Sache, nach der Gewohnheit des Herrn Stürß wir sind nicht gewohnt, viele Phrasen zu machen, helft uns, so wie sich auf Gemeinpläge zu begeben, und sich mit demselben in Koth zu wir jederzeit bereit sind, für Euch einzutreten, wenn bei Euch die wird abgehalten Sonnabend den 24. Februar in den Räumen bes Stunde des Kampfes schlägt. Offenbach. wälzen. Im Namen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. F. Thön. NB. Allen bessergesinnten Arbeitern diene zur Nachricht, daß unsere Versammlung regelmäßig Samstags Abend im Gasthause zum Schwanen dahier stattfindet. Internationale Gewerksgenossenschaft der Schuhmacher. Mit soz aldemokratischem Brudergruß J. Baumann. Obigen ersucht. NB. Ale arbeiterfreundlichen Blätter werden um Aufnahme des Internationale Metallarbeiterschaft. Chemnitz. Berichtigung. In No. 11 des Volksstaat" ist in der Veröffentlichung des Ausschusses der Internationalen Metallarbeiterschaft ein Fehler vorgekommen. Der Name des Hauptfaffirers ist nicht August Thümmling. sondern August Thümmler. Die Wohnungsnummer ist richtig. An alle Bauhandwerker Deutschlands. Liebe Gewerksgenossen! Bürich In der am 4. Februar stattgefundenen außerordentlichen Bersammlung der internationalen Geweifsgenossenschaft der Schuhmacher wurde nach zweißtündiger Debatte folgender Beschluß gefaßt: ,, Die Gewerksgenossenschaft Zürich erklärt aus folgenden Gründen vom Es dürfte Euch bereits durch die Zeitungen bekannt geworden sein, 1. Januar 1872 an ihren Austritt aus der Zentralisation der In- daß hier zirka 1000 Bauhandwerker die Arbeit eingestellt haternationalen Gewerksgenossenschaft: 1) Haben die in den Büchern ben, weil ihre berechtigte Forderung um Erhöhung des Lohnes und verzeichneten Mitgliedschaften ihre statutengemäßen Verpflichtungen Bertürzung der Arbeitszeit seitens der Herren Meister nicht in der ge ( laut Vierteljahrsbericht) im vergangenen Duartal nur theilweise oder wünschten Weise berücksichtigt worden ist. auch gar nicht erfüllt; 2) Haben die neu gegründeten Mitgliedschaften Nach vielen vergeblichen Verhandlungen mit den Meistern hat sich ebenfalls sich einer großen Lauheit schuldig gemacht; 3) Die in Deutsch- endlich ein Theil der unverheiratheten Arbeiter entschlossen, Braunland bestehenden, zu der Zentralisation gehörenden Mitgliedschaften schweig zu verlassen, während die Verheiratheten, welche durch ihre Fa setzten sich nicht mit dem Borort, wie es die Statuten vorschreiben, milien an den Det gebunden sind, genossenschaftlich bauen und da in Verbindung, sondern gaben sich mehr Sonderbestrebungen hin; und durch den Meistern volle Muße schaffen wollen, über ihren Eigensian endlich 4) Der hiesigen Arbeiterbewegung, sowie den hiesigen staatlichen nachzudenken. Um diesen mit Entschlossenheit aufgenommenen Kampf Berhältnissen Rechnung tragend, wollen wir zunächst für die Schweiz aber auch siegreich durchzuführen und hier, wie in Dresden und anderen eine Zentralisation anstreben; durch diesen Beschluß können wir hier Städten Deutschlands, eine Baugenossenschaft gründen zu fönnen, welche auf größern Erfolg rechnen; es wird uns möglich werden, die in dem Arbeiter nicht blos einen färglichen Lohn, sondern den vollen Zürich vorhandene Spaltung auszugleichen und mehrere Dite der Ertrag seiner Austrengungen sichert, ist es nöthig, daß uns für Schweiz, welche sich nicht nach Deutschland anschließen wollten, werden den Anfang Unterstügungen zufließ. n. fich nun mit uns vereinigen." Die heutige Produtionsweise, die Ausbeutungssucht der befizenden Wir sprachen bei diefer Gelegenheit zugleich den innigen Wunsch Klasse und leider! die Lauheit der Arbeiter selber, hat es bereits so aus, daß die Zentralisation der internationalen Gewerfsgenossenschaft weit gebracht, daß die meisten Geweiksmänner in die Fabrifen gedrängt Die elfte Stiftungsfeier des Arbeiterbildungsvereins zu Leipzig Tivoli. Beginn Abends ha I b 8 Uhr. Der offizielle Theil der Soirée besteht in Musik und Gesangsvorträgen, der Festrede, gehalten von Liebknecht, und dem Vortrag des Jahresberichts durch den Vorsitzenden Bebel. Nach dem offiziellen Theil folgt der Ball. Entrée für Damen und die Herren, welche sich am Balle nicht betheiligen, & Person 2 Ngr. 5 Pf., Tanzabzeichen für Mitglieder 7 Ngr 5 Bf., für Gäste 10 Ngr. Alle hiesigen und auswärtigen Gesinnungsgenossen laden wir zur Theilnahme freundlichst ein! Der Vorstand. ( 3) 1 Achtung! Maschinen- sowie Wagenräderdreher, sowie Vorsteher von Metallarbeiterschaften, werden ersucht, gefälligst den Preis, welchen ihre Werkstatt zahlt, für alte sowohl als neue Arbeit, ebenso die Masse, woraus sie besteht, baldigst mitzutheilen, da es sich um eine Eristenzfrage handelt. Briefe sind sub Adresse C. T. an die Expedition des ,, Volksstaat zu senden. ( 2) 2 Statuten wie Mitgliedsmarken der Internationalen Arbeiter- Aijoziation je 1 gr., sind durch Unterzeichneten zu be= ziehen. Bestellungen nach auswärts werden nur gegen Einfendung des Betrages effeftuirt. Leipzig, 12 Februar 1872. W. Fink, hohe Str. 4. Durch die Expedition des Voltsstaat ist zu beziehen: ,.La Dernière Révolution" Réponse a l'Assemblée Souveraine de Versailles, par le citoyen C. F. Gambon, Ex- représentant du Peuple, Membre de la Commune de Paris et du Comité de Salut public. Preis 5 gr. ,, La Revanche" de la France et de la Commune, par un représentant du peuple de Paris. Preis 1%, Ngr. Leipzig: Verantw. Redakteur A. Hepner( Redaktion u. Expedition Hohestr. 4.) Drud u. Berlag von F. Thiele.