No. 54 Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungenehmen alle Bostanstalten und Buchhandtungen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: bie Expedition, Hohe Str. 4.A. Bebel, Petersstr. 18, F. Thiele, Emilienstr. 2. 539 JE 130 Sonnabend, 6. Juli. Der Volfsstaat HY SHI 1872 Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempels Heuer 17 Sgr., für die übrigen bentschen Staaten 12 gr per Quartal, per Monat 4 Rgr., für Leipzig und Umgegend per Quartal 13 Ngr. Filtalexpedition für die Ber. einigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken N. J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. Programm der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. I. Die sozial- demokratische Arbeiterpartei erstrebt die Errichtung des freien Voltsstaats. II. Jedes Mitglied der sozial- demokratischen Arbeiter- Partei verpflichtet sich, mit ganzer Kraft einzutreten für folgende Grundsätze: tärstaat für Kunst und Wissenschaft keine Gelder übrig haben er doch den begangenen Fehler bald wieder gut zu machen, wie tann, das bedenkt der Mann freilich nicht. das Ende des Leipziger Hochverrathsprozesses zur Genüge beIn der Provinz Preußen blüht gegenwärtig der von ge- weift. Herr Schwarze ist ein ganzer Mann, ein ,, gewiegter wissenlosen Agenten, worunter sich sogar Lehrer und Geistliche Criminalist"; wenn auf der Polizeikonferenz was die ,, Drsdn. befinden, betriebene Auswanderungsschwindel. Es wer: Nachr." wünschen die Abschaffung des Coalitionsrechte und den der armen Leuten goldne Berge in Amerika verheißen und die Wiedereinführung des Paßzwanges beschlossen wäre, würde wenn sie hinkommen, finden sie sich um das letzte Hab' und er dies post festum ,, unbegreiflich" finden, wie jüngst einem Gut, das sie noch besessen, geprellt. Statt nun jenen Men- Reichstagsabgeordneten gegenüber die Verurtheilung Bebels und 1) Die heutigen politischen und sozialen Zustände sind im schenverkäufern, welche es namentlich auf die bäuerliche Bevöl- fiebknechts, und damit seine compromittirte Ehre für gerettet höchsten Grade ungerecht und daher mit der größten ferung abgesehen haben, das Handwerk zu legen, macht der halten. Energie zu bekämpfen. 2) Der Kampf für die Befreiung der arbeitenden Klasse dernden( Knechte, Dienstmägde u. s. w.) an ihren Einschiffungs- ist auf Sonnabend den 6. Juli Vormittags 19 Uhr Termin Danziger Landrath bekannt, daß die ,, kontraktbrüchig AuswanLeipzig. In dem Majestätsbeleidigungsproceß gegen Bebel ist nicht ein Kampf für Klaffenprivilegien und Vor- pläßen von den Polizeibehörden festgenommen und zur strengen ist auf Sonnabend den 6. Juli Vormittags 9 Uhr Termin rechte, sondern für gleiche Rechte und gleiche Bestrafung zurücktransportirt werden sollen." zur Hauptverhandlung anberaumt. Nächsten Montag Mittag Pflichten und für die Abschaffung aller Kla= tritt Bebel die Reise nach Hubertusburg an. senherrschaft. Stiebers Körbe waren noch zahlreicher, als wir neu--Unsern Hubertusburger Gefangenen ist vom Minifterium 3) Die ökonomische Abhängigkeit des Arbeiters von dem Ka- lich vermutheten. Sogar dr ungarische Mitstieber hat sich die nachgesuchte Erlaubniß, journalistisch thätig sein zu dürfen, pitalisten bildet die Grundlage der Knechtschaft in jeder anders besonnen und ihm schließlich auch einen Absagebrief ge- verweigert worden. Form, und es erstrebt deshalb die sozial- demokratische schrieben, wie aus nachstehender Notiz des„ Pesther Lloyd" Partei unter Abschaffung der jeßigen Produttionsweise( Lohnsystem) durch genossenschaft. liche Arbeit den vollen Arbeitsertrag für jeden Arbeiter. geltend zu machen. und Verwerfungsrecht) durch das Volt. 3) Aufhebung aller Vorrechte des Standes, des Besizes, der Geburt und der Konfession. 4) Errichtung der Volkswehr an Stelle ber stehenden Heere. 5) Trennung der Kirche vom Staat, und Trennung der Schule von der Kirche. erhellt: Der zu der Vorfonferenz als Vertreter der Ungarischen Regierung nach Wien entsandte Richter von Fabinyi ist, nachdem er fich aus den Vorbereitungsaften die Ueberzeugung verschaffte, daß hierbei nicht so sehr die Vorbereitung eines juridischen Gesebentwurfs, als vielmehr die Feststellung von abwehrenden politisch- administrativen Borkehrungen ins Auge die durch ihre relative Ausdehnung und Organisation einen gefaßt ist, und demnach die Anwesenheit eines gerichtlichen treuen Begriff von der relativen Ausdehnung und Organisation Beamten vollkommen überflüssig erscheint, um seine Enthebung der Arbeiterbewegung beider Länder geben, würde sehr von dieser Entsendung eingefommen." lehrreich sein, ist aber noch nicht an der Zeit. Zunächst nur Gleichzeitig mit dem größten Strike, den Deutsch land bis jetzt gehabt, ist auch in England ein Strife ausgebrochen, von einem Umfang, wie vorher noch feiner in dem Lande der Strikes". Einen Vergleich der beiden Strites, Es 4) Die politische Freiheit ist die unentbehrliche Vorbedingung zur ökonomischen Befreiung der arbeitenden Klaffe. Die soziale Frage ist mithin untrennbar von der politischen, ihre Lösung durch diese bedingt und nur möglich im demokratischen Staat. Da wäre auch endlich die Kaße aus dem Sad: Also nur Einiges über den englischen Strife: den Ausstand und die Aus5) In Erwägung, daß die politische und ökonomische Be- um abwehrende politisch- adminiſtrative Borkehrungen", zu sperrung( lock out)*) der Londoner Bauarbeiter. Dieser freiung der Arbeiterklasse nur möglich ist, wenn diese Deutsch: um eine Stieberiade handelt es sich, was freilich Strike ist der neueste und aller Voraussetzung nach letzte und gemeinsam und einheitlich den Kampf führt, giebt sich für Jeden, der die herrschenden Personen und Zustände nicht entscheidende Kampf für die Neunstundenarbeit und die sozial- demokratische Arbeiterpartei eine einheitliche durch eine gefärbte Brille betrachtet, von Anfang an klar sein als solcher die Fortsetzung des vorjährigen Newcastler Strites Organisation, welche es aber auch jedem Einzelnen er mußte. Bei Hrn. Fabinyi müssen wir aber die Keckheit be- Nune Stunden den Tag, neun Pence( 7, Groschen) die Stunde! möglicht, seinen Einfluß für das Wohl der Gesammtheit wundern, mit der er seine Hände in Unschuld zu waschen sucht. ist das Feldgeschrei der Arbeiter; die Arbeit am Sonnabend, Was konnten denn die von ihm ursprünglich erwarteten ,, juri wie das in England Regel, soll am Nachmittag aufhören 6) In Erwägung, daß die Befreiung der Arbeit weder eine dischen Geſetzentwürfe", bei denen er helfen wollte, anders und 3 Stunden kürzer sein, als an anderen Tagen, so daß lokale noch nationale, sondern eine soziale Aufgabe ist, sein, als in Gesetzesform gekleidete abwehrende politis h- ad- also die Forderung auf 51 Stunden die Woche, statt der fritwelche alle Länder, in denen es moderne Gesellschaft giebt, ministrative Borkehrungen", gegen die fich jetzt nachträglich sein heren 57, hinausläuft. Die verlangte Beitlohnerhöhung be umfaßt, betrachtet sich die sozial- demokratische Arbeiter- Gewissen sträubt? zu ernstlich auf Zösung der sozialen Frage trägt 1 Penny( 5 Groschen) die Stunde. Vor vier Wochen Partei, soweit es die Vereinsgesetze gestatten, als Zweig abzielenden, d. h. zu sozialiſtiſchen Maßregeln braucht man doch wurde die Forderung zuerst formell den Meistern gestellt und der Internationalen Arbeiterassoziation, sich wahrlich keine„ juridischen Gesezentwürfe". Die Aussicht auf von diesen abgelehnt. Die Folge war, daß von den Arbeitern wurde die Forderung zuerst formell den Meistern gestellt und deren Bestrebungen anschließend. ein tête à tête mit Stieber wirkte wohl abschreckend. III. As die nächsten Forderungen in der Agitation der Desto mehr Glück wird Stieber in Sachsen haben. Die gegen zwei, für besonders arbeiterfeindlich geltende Firmen, die Herren Braß, und Jackson und Shaw, welche zusammen an sozial- demokratischen Arbeiter- Partei sind geltend zu machen: Dresdener Nachrichten" melden: 1) Ertheilung des allgemeinen gleichen direkten und geheimen ,, Auch der sächsischen Regierung ist es, wie wir hören, gesetzt wurde. Hierauf hielten die Meister am 7. Juni ein 300,, Hände" beschäftigen, der Strike erklärt und sofort ins Wert Wahlrechts an alle Männer vom 20. Lebensjahre an, Seitens des Reichskanzleramtes anheimgegeben worden, die meeting, welches den Beschluß faßte: 1) die Meister sind be= zur Wahl für das Parlament, die Landtage der Einzel- Conferenzen zu beschicken, welche Preußen und Desterreich reit, den Streit einem Schiedsgericht zu unterbreiten; 2) ſtaaten, die Provinzial- und Gemeindevertretungen, wie im Laufe dieses Jahres in Berlin abzuhalten gedenken und reit, den Streit einem Schiedsgericht zu unterbreiten; 2) alle übrigen Vertretungstörper. Den gewählten Ver- die sich mit der Erörterung der sozialen Frage, resp. der wenn der Strike gegen die Herren Braß, und Jackson und tretern sind genügende Diäten zu gewähren. Wahrung der Rechte der Gesellschaft gegenüber den zerstörenden Shaw nicht sofort eingestellt wird, schließen sämmtliche 2) Einführung der direkten Gesetzgebung( b. h. Vorschlags- Tendenzen der Sozialdemokraten beschäftigen wird. 3 Werkstätten und Bauhöfe. Da die Bau- und Zimmere Meister Londons am Montag, den 17. Juni, ihre ist natürlich, daß Sachsen mit seiner hochentwickelten Industrie, welches die Sozialdemokraten für ihre Theorien zu einem Vermeister Londons über 60,000 Arbeiter beschäftigen, von denen fuchsfelde ersten Ranges ausgesucht haben, an einer Frage das ieder mindestens 3 Personen durchschnittlich zu ernähren hat regste Interesse nimmt, welche für die ganze Zukunft Sachsens die Zahl der Unverheiratheten ist groß), so traf die Drohung verhängnißvoll werden kann. Fassen die Regierungen die Frage thaten sofort die nöthigen Schritte, um erfolgreich Widerstand ungefähr eine Viertelmillion Menschen. Die Arbeiter nicht vom einseitigen Polizeistandpunkte auf, so wird es sich 6) Obligatorischer Unterricht in den Volksschulen und unent nicht blos um Verwaltungsmaßregeln gegen die leisten zu können. Mehrere Versuche, Uneinigkeit unter ihnen geltlicher Unterricht in allen öffentlichen Bildungsanstalten. Internationale handeln dürfen, sondern um Revision 34 stiften, mißlangen kläglich. Auf Dienstag den 18. Juni 7) Unabhängigkeit der Gerichte, Einführung der Geschwor- unserer ganzen sozialen Gesetzgebung, namentlich die Frage der wurde ein Meeting von Arbeiterbelegirten berufen, dessen nen- und Fachgewerbegerichte, Einführung des öffentlichen Gewerbeschr antenlosigkeit, der Freizügigkeit, der Beschlüsse für die Arbeiter maßgebend sein sollten. und mündlichen Gerichtsverfahrens und unentgeltliche Strikes, der Börsenausbeutung u. f. w. Da die Entwic Der Montag, welchen die Meister als Anfang des Lock lung der Industrie, der Gewerbe, des Handels, der Landwirth- ausgeschlossen. Wohl aber erhielt der Centralausschuß der Arout bestimmt hatten, kam und die Arbeiter wurden nicht 8) Abschaffung aller Preß-, Vereins- und Koalitionsgeseze; schaft u. s. w. in Sachsen vorgeschrittener ist als in allen beiter ein Schreiben der Meister, worin diese ankündigten, daß Einführung des Normalarbeitstages; Einschränkung der andern deutschen Ländern( abgesehen von wenigen Ausnahmen, Frauen- und Verbot der Kinderarbeit. Beseitigung der wie sie sich in den Centren der Industrie in Großstädten und fultat des Delegirtenmeetings abwarten würden; um eine Bersie auch den folgenden Tag noch arbeiten lassen und das Redurch die Zucht- und Arbeitshausarbeit den freien Ar- am Rhein findet), so werden die Erfahrungen, welche die fächständigung zu erleichtern, würden sie gleichzeitig in der Treebeitern geschaffenen Konfurrenz. fische Regierung aus ihrem Lande dieser Conferenz über die masons Tavern versammelt sein. Das Delegirtenmeeting begann Wirkung der modernen sozialen Gesetzgebung und die Thätig- Vormittags 9 Uhr im Brown Bear, Bloomsbury; es waren über keit, die auf deren Grund die Sozial- Demokratie entfalten 225 Abgeordnete zugegen, die eine vollständige Vertretung der konnte, mittheilen kann, der Conferenz von ganz besonderem betreffenden Arbeiterbranchen bildeten, und nach längerer Be Werthe sein. Die Wahl der sächsischen Commission dürfte rathung kam es zur Abstimmung über folgende Fragen: demgemäß wohl auf einen höheren Beamten des Ministeriums fallen. Eventuell würde ihm wohl ein höherer Justizbeamter beizugeben sein, da hierbei auch die staatsbürgerlichen Rechte deutscher Reichsbürger in Frage kommen können." ,, Es wird sich nicht blos um Verwaltungsmaßregeln gegen Aus dem militärischen Intelligenzstaat. Von die Internationale handeln dürfen" sagen die ,, Dresdener Nach einer merkwürdigen militärischen Desertion wird aus richten". Dieses nicht blos" schließt jedenfalls das ZugeBerlin berichtet: Der Chef der königlichen Leibgarde ständniß ein, daß es sich um Verwaltungsmaßregeln gegen ist rebellisch geworden freilich nur der geistigen die Internationale handeln" wird. Leibgarde des Hauses Hohenzollern"; mit letzteren Worten be- ähnliches Ausnahmegesetz, wie jüngst gegen die Jesuiten, jest gegen Es ist klar, daß man ein zeichnete nämlich der berühmte Naturforscher Dubois- Rey- die Sozialdemokraten schaffen will ein Gesetz, das schon mehrheit verworfen, die dritte fast einstimmig anges Die erste und die zweite Frage wurde mit großer mond vor zwei Jahren in einer höchst servilen akademischen um deswillen ganz überflüssig ist, weil die höheren Orts genommen. Das Resultat wurde sofort den versammelten MeiFestrede die Berliner Universität. Jezt aber hat der Geheim- wünschte Ausweisung von Sozialdemokraten noch niemals bei stern mitgetheilt, und am Mittwoch Nachmittag rath Dubois- wie die ,, Berliner Montagszeitung" erzählt den Unterbehörden auf Gewissensstrupel gestoßen ist. Daß wurde noch gearbeitet Vormittag , auf das Bestimmteste erklärt, seine Stellung an der Berliner der sächsischen Regierung Seitens des Reichskanzlers eine ganz Theil geschlossen. Nur zum Theil. Ueber die Hälfte der die Werkstätten und Bauhöfe zum Universität aufgeben zu wollen, falls nicht endlich spezielle Einladung zu jenem Stieberkongreß zugegangen ist, diese Meister sagte sich noch im letzten Moment von der Coalition Gelder für die durchaus nothwendigen physikali- Auszeichnung hat jene sich im Laufe der letzten zwei Jahre redlich los, und die Zahl der Ausgesperrten beträgt vorläufig nicht schen und physiologischen Instrumente zu seinen verdient. Bismarck weiß die Leistungen des sächsischen Generalstaats- viel über 30,000. Natürlich hat dies den Wuth der Arbeiter Vorlesungen bewilligt würden." Wie traurig muß es anwalts- und dieser ist augenscheinlich unter dem ,, höheren Justiz erhöht; jeder der nicht ausgeschlossenen Arbeiter zahlt für die um die Pflege der Wissenschaft Seitens der preußischen Re- beamten" gemeint-zu schäzen. Hat auch ,, unser Schwarze gierung bestellt sein, wenn eine Bedientenseele wie die des wieder einmal eine Dummheit gemacht"( Worte des Ministers ,, geistigen Leibgardisten" Dubois sich empört. Daß ein Mili- von Friesen zum Reichstagsabgeordneten Birnbaum), so weiß lich: Ausschluß. Rechtspflege. 9) Abschaffung aller indirekten Steuern und Einführung einer einzigen direkten progressiven Einkommensteuer und Erbschaftssteuer. 10) Staatliche Förderung des Genossenschaftswesens und Staatstredit für freie Produktivgenossenschaften unter demokratischen Garantien. Politische Uebersicht. 1) Sollen die Arbeiter der Herren Braß, und Jackson und Shaw in Erwartung schiedsrichterlicher Entscheidung die Arbeit wieder aufnehmen oder nicht? des Neunpence- Stundenlohns einem Schiedsgericht 2) Soll die Frage der Neunstundenarbeit und unterbreitet werden oder nicht? Hälfte, aus Meistern bestehendes Komitee zur Entwerfung einer 3) Soll ein gemischtes, zur Hälfte aus Arbeitern, zur Arbeitsordnung gebildet werden oder nicht? *) Nicht look out, Ausschau, Lug' ins Land; lock out heißt wört Norwegen. In Christiania haben gegen 120 Bädergeausgeschloffenen 3 Shilling( 1 Thaler) wöchentlich und bei regelt worden zu sein, Unterstützung. Herr Frohme arbeitete damals in; der trefflichen Organisation der Bauarbeitergewerkschaften und einer Waggonfabrik; eine Commission, die ernannt wurde, um Erfun- ellen fürzlich die Arbeit niedergelegt. Sie verlangten Kürzung der bigungen über diesen Vorfall einzuziehen, fehrte mit dem Resultate Arbeitszeit bis auf 78 Stunden wöchentlich. Die Forderung ward den brüderlichen Gesinnungen der übrigen Gewerkschaften Eng zurück, Herr Frohme sei nicht als Agitator entlassen, son- von der Mehrzahl der Meister alsbald bewilligt. Nachher erfolgte ein lands ist es mehr als wahrscheinlich, daß die Berechnung der bern weil er nichts leisten fonnte, was einer Arbeit ähn Strike der Schneidergesellen; dieser soll noch nicht zum Abschluß geMeister, die Arbeiter würden bald ,, ausgehungert" werden, sich lich sah. Unser jeßiger Parteigenosse Lüchow hatte Mitleid mit ihm, tommen sein, weil die Meister auf die Lohnerhöhung nicht eingehen irrig erweisen wird. Die Mitglieder der Gewerkschaften er- und er als Familienvater ristirte bei seinem Fabrikanten seine Stel- wollen, vielmehr im Verein mit den Kleiderhändlern ihre Läden bis lung, um Herrn Frohme Arbeit zu verschaffen. Der Fabrikant, der zum Wiedereintritt der Gesellen geschlossen haben. Kürzlich sollen halten bis auf Weiteres den vollen Betrag aus der sich nicht um das politische Glaubensbekenntniß seiner Arbeiter füm- nutt auch die Typographen und die Barbiere in der norwegischen Rasse: 27 Shillings= 9 Thaler die Woche! mert, sondern nur auf die Arbeit achtet, die ihm geliefert wird, sagte Hauptstadt in den Strife eingetreten sein. Defterreich. Wien. Bei dem t. t. Hoffattler Müller haben Der Beschluß des Delegirtenmeetings in Bezug auf das nach langem Zureden Lüchows zu. Freudig eilte Lüchow zu Herrn Schiedsgericht hat in Bourgeoiskreisen sehr verschnupft, ist aber Frohme, ihm sein Resultat mitzutheilen und ihn auffordernd, selbigen die sämmtlichen Täschner und Sattler die Arbeit eingestellt. tam Sie verlangen 10- stündige Arbeitszeit und Lohnerhöhung. Tages noch die Arbeit aufzunehmen. Herr Frohme sagte zu durchaus forrett. In Prinzipienfragen kein Schiedsge- aber nicht. Anderen Tages von Lüchow zur Rede gestellt, gab er Strike der Färber wird noch größere Dimensionen annehmen. In richt, dagegen Schiedsgericht in allen nebensächlichen Detail- zur Antwort: Er habe zum Arbeiten feine Luft.- Von einem an- einem Aufrufe warnen Jene ihre Collegen in Deutschland vor Die Tapezierermeister gedenten durch Präventivmaßregeln fragen( wie ja das Londoner Delegirtenmeeting auch beschlossen beren Parteigenossen, Raabe, borgte er sich verschiedene Sachen, die Zuzug. hat)- das ist das Richtige. Prinzipienfragen vor ein Schiedsgericht bringen zu wollen, wie May Hirsch will, heißt bekunden, daß man nicht weiß, was Prinzipienfragen sind. Zur näheren Beleuchtung des preßbureaulichen Artikels des ,, Neuen" fiehe vorige Nummer des ,, Volksstaat" bezüglich der deutschen Vereinsgefeße sei ergänzend bemerkt, daß das Vereins- und Versammlungsrecht in folgenden deutschen Staaten nahezu ganz frei ist, sodaß z. B. teine behördliche Erlaubniß nothwendig und feine polizeiliche Ueberwachung vorge schrieben ist: In sämmtlichen Thüringischen Staaten mit Ausnahme der reußischen Lande, in Oldenburg, Anhalt, Hessen, Baden und Würtemberg. Die reaktionärsten Gesetz: bestehen in Breußen, Sachsen, Baiern, Braunschweig. lich kennen lernen." " Der er heute noch nicht bezahlt hat. Raabe, ber ihn öfters aufforderte, ben Strikes entgegenzuarbeiten. Die ,, Agitatoren" sollen gemaßregelt einen Verpflichtungen nachzukommen, da er Familienvater jei und werden, und die Polizei soll den Strifenden Hindernisse in den Weg sein Geld nothwendig brauche, gab er zur Antwort: Wenn ich das legen. Prag. Die Maschinenbauer beschlossen, eine Lohner höhung, große Loos gewinne, werde ich Dich bezahlen." Herr Frohme crhielt nun vom Algemeinen deutschen Arbeiterverein" wöchentlich Verkürzung der Arbeitszeit und eine Milderung der Vorschriften 3 Thlr., nebenbei handelte er noch mit Cigarren. Seinen Lieferanten der Fabrikordnung zu fordern. schuldet er heute noch eine Summe von 50-75 Thlrn. Er führte Wien. Der Boltswille" ersucht alle Arbeiterorgane um Aufaber ein so Tüderliches Leben, daß ihm Seitens der hiesigen Mitnahme folgender Notiz: glieder die Unterstützung entzogen wurde, und wegen seines ausschwei- Jener ,, Student" Reinthal, welcher sich in Erfurt und an fenden Lebenswandels feine Ausstoßzung beantragt wurde. Sein lieb- anderen Orten herumgetrieben und sozialdemokratische Ansprachen nur fter Aufenthalt waren die„ Tingel- Tangel"( Kneipen, in denen weib- zu dem Zwede gehalten, damit die auswärtigen Parteigenossen glauben liche Bedienung mit Sing- Sang ihr sauberes Handwerk treibt). Bon sollten, die Differenzen zwischen ihm und den Vertrauensmännern der Wiemer einmal darüber zur Rede gestellt, gab er ihm zur Antwort: österreichischen Arbeiterpartei seien rein persönlicher Natur, ist wegen Wenn du als Sozialdemokrat die Abschaffung der Prostitu- ungebührlichen Betragens und wegen Schädigung der Vereinsintereffen tion predigen willst, so fannst Du es nicht anders, als wenn aus dem Wiener Arbeiterbildungsvereine ausgestoßen worden. du dich selbst hineinbegiebst; dann kannst Du fie erst gründ- Derfelbe hat in feinem Wiener Gewerkverein Zutritt. Der Verein Brüderlichkeit" und der sogenannte„ Fachverein" der Weber sind nur Nun wurde Herrn Frohme hier die Hölle zu heiß und er siedelte ein Vereinigungspunkt der aus den Wiener Arbeitervereinen ausgenach Bremen über, um dort als wohlbestallter Agitator" mit pro schlossenen Elemente. Reinthal ist der Mitarbeiter und Genosse eines Eine der drelligsten Reclamen, die wir je gefunden, liefert Tag 1 Thlr. fein lüderliches Leben fortseßen zu können. Lassen wir notorischen, im ft. t. österr. Breßbureau beschäftigten Polizei- Agender ,, Neue" in seiner Nummer vom 30. Juni. An der Spike darüber die Bremer Parteigenossen selbst sprechen; sie werden es, haben ten, Namens Auer, jenes feigen Gesellen, der seit Jahren in der Neuen freien Volksstimme", dem ehemaligen Organe des Vereins derselben steht eine Aufforderung an die Mitglieder des ,, Allg. fie diesen Artikel gelesen, wohl thun. Doch beinahe hätten wir Herrn Frohme Unrecht gethan, da wir" Selbsthilfe", unsere Partei auf das Gemeinste beschimpft hat. Deutschen Arbeiter- Vereins", für die Verbreitung des Blattes behaupteten, er habe gar nicht gearbeitet; das hat er doch; er hat Auer hat nun der ,, Brüderlichkeit" ein anderes Schwindelblättchen einige Zeit bei Dr. Schnell geschrieben, wenn auch nur wenige zur Verfügung gestellt und Reinthal als Mitarbeiter gewonnen. Auer, zu wirken, darin heißt es unter Anderem: Wir müssen jeden Augenblick auf schwere politische Ver- Stunden des Tages; das wollen wir nicht näher erörtern; nur das: der College Reinthals, hat nachweislich bei Fabrikanten und Banzwei Mitglieder( Namen können festgestellt werden) der internatio- tiers Gelder erbettelt, unter dem Vorgeben, er werde die Sozialdemo folgungen gefaßt sein, und da ist unser Vereinsorgan nalen Metallarbeiterschaft arbeiteten in der Fabrit von Dreyer und tratie bekämpfen. Jetzt macht dieser ehemalige Selbsthilfler" mit die dauerhafteste Waffe, freilich nur dann, wenn das Rosenkranz; sie gingen aus der Arbeit; der oder die Fabrikanten Reinthal und Genoffen in rother Sozialdemokratie, weil man hofft, Abonnement groß genug ist, daß selbst Geldstrafen, in wollten den rückständigen Lohn nicht ausbezahlen, da die Beiden nicht unter dieser Firma die Geschäfte der Unterminirung unserer Partei Folge der gegen uns gerichteten Preßprozesse, die sich auf gekündigt hatten; sie verklagten die Fabrikanten. Herr Dr. Schnell, beffer betreiben zu können. Alle Parteigenossen werden vor dieser dem sie die Sache übergaben, führte den Prozeß zu Gunsten der Ar- Bande gewarnt. Hunderte von Thalern belaufen können, gedeckt werden, beiter burch, die Fabritanten mußten bezahlen. Herrn Frohme wurde ohne daß ein Deficit entsteht." von Dr. Schnell das Geld zur Besorgung übergeben; die Betreffenden waren aber bereits abgereist. Eines Tages fam ein Brief, in dem bie beiben Arbeiter anfragten, wie es mit ihrer Suche ſtehe, und stellte es sich heraus, daß Gerr Frohme jene Arbeiterpfennige durch gebracht hatte. 117 = " Köstlich. Politische Verfolgungen" fennt der ,, Neue" bis jetzt nicht; dazu war er zu loyal; aber ,, wir müssen jedenfalls darauf gefaßt sein". Aber warum denn, lieber ,, Neuer", willst Du zur Abwechslung in Radicalismus machen?- ,, Preßprozesse" kennt der ,, Neue" auch nicht, aber sie ,, können" tommen, und ,, die Geldstrafen sich auf Hunderte von Thalern belaufen". Für den oberflächlichen Leser sieht der Satz aus, als seien die ,, politischen Verfolgungen" und die ,, Breßprozesse" schon da und das soll auch damit bezweckt werden. Die Losung ist eben: Sand in die Augen. $ 120 Die Hatfeldt'sche, Freie Beitung" hat am Sonntag ihr Ein gehen angezeigt, und zwar nicht aus Mangel an Lesern, obgleich auch dieser zugegeben wird, sondern aus Mangel an einem Rebatteur. Es fanden sich so schreibt sie selbst für die Redaktion der Freien Zeitung" nur ,, Leute von völliger Gefinnungslosigkeit, die für Geld Alles thun, oder Unfähige." ( Nr. 302, S. 1, Sp. 2, Ende des oberen Absatzes.) Diese Selbstkritik verdient alle Anerkennung; schade nur, daß der Schreiber derselben nicht gefagt hat, in welche Kategorie er sich rechnet. Wenn Herr Frohme in seinem Bericht sagt: Wahrlich, wer angesichts solcher Thatsachen derartige Subjekte noch für Sozialdemokratie so hält, verbient für verrückt erklärt zu werden," o fönnen wir behaup ten: ,, Wer angesichts solcher Thatsachen ein solches Subjekt, wie Hrn. Frohme, für einen Sozialdemokraten hält, verdient noch mehr, als für verrückt erklärt zu werden." Solche Burschen duldet der ,, Allgemeine deutsche Arbeiterverein" in seinen Reihen. Ist das nicht eine Schmach für die Sozialdemokraten? Wahrlich, solche Subjekte verdienen nicht mehr, als daß ihnen in jeder Boltsversammlung, in der sie auftreten, ihre Schandthaten vorgehalten werden. Rohe Lüftlinge find es, die Arbeiter wollen sie aus ihrer Bersumpftheit", in die sie die heutige Produktionsweise gedrängt hat, befreien, sie selbst aber fönnen sich nicht einmal aus dem Schlamme der Bersumpstheit retten, ja, sie haben nicht einmal den Willen dazu! Bismarck kann stolz sein auf seine Schweizergarde! Philipp Wiemer. E. Reichelt, Vertrauensm. Mainz, 30. Juni. In Nr. 52 des Boltsstaat" wurden die hiesigen Parteigenossen aufgefordert, über die Affäre, welche sich zwischen den Hasenflever'schen Agitatoren und Hrn. Schob in Mainz abgespielt, wahrheitsgetreu zu berichten. Dieser Aufforderung entsprechen, theilen wir Folgendes mit: 1) Ist es nicht wahr, daß wie Herr Frohme in Nr. 72 des Neuen" behauptet Herr Schob die Veranlassung bazu gegeben, daß die Hasentiever'schen Agitatoren verhaftet wur den, sondern Herr Frohme hat sich das Borgefallene felbst zuzu= schreiben, indem er schon Tags zuvor in derselben Wirthschaft, wo die Bersammlung andern Tags stattfand, in betrunkenem Zustande sich befand, und zwar in solcher Weise betrunken, daß der Wirth sich veranlaßt sah, ihn aus dem Lokal zu entfernen. " " 1 " " Sollte Auer mit dieser Erklärung noch nicht zufrieden sein, so sind wir bereit, seine interessante Lebensgeschichte zu veröffentlichen.". Das von den genannten beiden Leuten rebigirte angeblich sozial- demokratische Blatt Brüderlichkeit schreibt über den Ausflug vom 16. Juni, ber zu dem Zusammenstoß mit der Polizei geführt hat: ,, Auf dem Galizinberg wurde ein Lager improviſirt, und dorthin ließen die Führer" die zur Begeisterung" nöthigen Stoffe transportiren, unter welchen der Schnaps eine quantitativ nicht unrühmliche Rolle spielte. " Als nun der Fusel allem Anscheine nach seine Schuldigkeit gethan, wurden plößlich rothe Fahnen enthüllt, wahnwißige Reden gehalten und aufreizende Lieder intonirt. Bergeblich waren die Bemühungen Jener, welche von dem Brantweinteufel noch nicht besessen waren, um solche zwecklose Bübereien zu verhindern, die Führer" hatten ja eben auf die durch Alkohol erzeugte Unzurechnungsfähigkeit ihre ,, schönsten" Hoffnungen gebaut." In diesem Tone geht es fort und werden alle Schimpfereien der Bourgeois- Organe noch überboten. Herborn, 1. Juli. Nichts im Leben kennzeichnet mehr den Jesuitismus ber Bourgeoisie als die bekannte Phrase, ber Lohn der Arbeiter steige von selbst oder er sei im Verhältniß zu den Lebensmittelpreisen gestiegen. Ich gebe daher nachstehend eine Statistit über die Lebensmittel preise und die Arbeitslöhne in den Jahren 1841 und 1842 im Verbältniß zu den jezigen: Lohn der Tagelöhner in dem Jahr 1872 36-45 fr. Lebensmittelpreise in dem Jahr 1872. Lohn der Tagelöhner in den Jahren 1841 und 1842 24-30 fr. Lebensmittelpreise in den Jahren 1841 und 1842. 1. Hausmiethe 2. Brod 4 Pfd. 3. Butter 1 Pfd. 4. Gier 10 Stt. 5. Rindfleisch 1 Pfd. 6. Schaaffleisch 1 pfd. 7. Schweinefleisch 1 Bfb. 8. Ochsenfleisch 1 Pfd. 9. Kalbfleisch 1 Pfb. 10. Bier 4 Schoppen 11. Kartoffeln 100 Bfb. 12. Kaffee per Pfd. 19-12 fl. Hausmiethe 6 fr. Brod 4 Pfd. 10-12 tr. Butter 1 Pfd. 4 fr. Gier 10 Stk. 5-6 fr. Rindfleisch 1 Pfd. 36-50 fl 18 fr 36-42 fr. 20 fr. 18-19 fr. 18 fr. 3 tr. Schaaffleisch 1 Pfd. 6-7 fr. Schweinefleisch 1 Bfb. 20-21 ft. 6-7 fr. Ochsenfleisch 1 Pfb. 3 fr. Kalbfleisch 1 Pfd. 20-21 fr. 10 fr. 12-18 fr. 3 fr. Bier 4 Schoppen 18 te. Kartoffeln 100 Bfb.2 ft. 24 tr. 16 fr. Kaffee per Pid. Für Stieber. Wir erheben mit Entrüstung unsere Stimme gegen die Verlegung des Briefgeheimnisses, eine der absurdesten und infamsten Erfindungen des Despotismus." Und wer sagt das? Etwa die Redaktion des Boltsstaat"? Sie hat Prozesse genug am Halse, 2) Jene Versammlung war eine Gewerkschaftsversammund man könnte behaupten, sie habe eine Institution des neuen Reichs der Gottesfurcht und frommen Sitte zu schmähen" Tung der Maurer; man hat aber, wie gewöhnlich, für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" Propaganda zu machen versucht. beabsichtigt. Nein es wurde vor mehr als 82 Jahren( am Herr Schob erklärte Frohme, wenn wir auf solche Art und Weise in 27. Juli 1789) von dem Grafen Clermont- Tonnère gesagt, Breußen vorgingen, wäre die Versammlung längst aufgelöst, aber er und zwar in der französischen Nationalversammlung. tönnte froh sein, daß er in Hessen sei*). Darauf höcte man plöslich den Ruf von Herrn Frohme:" Denunciant!" Das war für die diese verkommenen" Franzosen! Mainzer Arbeiter zu viel, denn sie kennen ihre Polizei- Agenten. Da- Hiernach find also die Lebensmittel durchgehends um das 3fache, rauf sab sich der Wirth( der ebenfalls Parteigenosse ist und bei dem ja einzelne derselben um das 6- und 8fache gestiegen, wogegen der der Boltsstaat" ausliegt), noch eingebenk der Standalscene von Tags Lohn nur um die Hälfte gestiegen ist. Jeder Haushaltungsvorstand zuvor, veranlaßt, Herrn Frohme durch die Polizei aus der Wirthschaft weiß, baß er damals für 30 fr. mehr faufen konnte als heute für 1 Thlr. Nehmen wir hingegen die Steigerung der Einfünfte der Bourentfernen zu lassen. geoisie, so versuche noch Jemand zu behaupten, es gebe kein e soziale Frage! Die Hütttenwerte der hiesigen Gegend sind in 2 Jahren schon viermal mit je 5 Thlr. auf 1000 Pfd. Eijen aufgeschlagen und beabsich4) Die Angelegenheit des Herrn Schob mit dem Allgemeinen tigen jest sogar das fünfte Mal aufzuschlagen, ohne daß der Lohn der Deutschen Schneider- Verein" ist auf friedlichem Wege geordnet worden. Arbeit in diesen 2 Jahren um 1 kr. erhöht worden. 3wei Urtheile: 1) In dem französisirten Berlin reduzirt sich die Freiheit, zu denken und zu schreiben, auf die Freiheit, gegen die Religion so viele Sottisen als man will, zu Markte zu bringen. Lassen Sie einmal Einen in Berlin versuchen, über andere Dinge so frei zu schreiben, als Sonnenfeld in Wien geschrieben hat, lassen Sie es ihn versuchen, dem vornehmen Hofpöbel so die Wahrheit zu sagen, als diefer sie ihm gesagt hat, laffen Sie Einen in Berlin auftreten, der für die Rechte der Unterthanen, der gegen Aussaugung und Despotismus feine Stimme erheben wollte, wie es jetzt sogar in Frankreich und Dänemark geschieht, und Sie werden bald die Erfahrung machen, welches Land bis auf den heutigen Tag das stlavischste in Europa ist." Lessing an Nikolai, 25. Aug. 1769. 2) Der Preußische Staat mit seinen vielen Tausend bezahlten Satelliten, der einzigen Basis der willkührlichen Gewalt, erscheint wie eine ungeheure ununterbrochene Wachtstube, und tommt mir vor wie eine große Kaserne." Alfieri, 1770. Sonst und jetzt. 1872:„ Das Volk in Waffen sind auch Spizbuben in Waffen." Moltke. 3) Ferner ist es nicht wahr, daß die Versammlung aufgelöst wurde, sondern der Borsigende hat dieselbe freiwillig geschlossen, weil sowohl die Maurer als auch alle andern Arbeiter von Mainz es satt hatten, jene Agitatoren zu hören. 40 fr. 5) Die Luft wird den Hasenklever'schen Agitatoren vergangen fein, So fertigt zum Beispiel die ,, Neuhoffnungshütte", ohne ihre be= jemals wieder hierher zu kommen. Die Mainzer Arbeiter sind sich deutende Gießerei, per Tag und Nacht 38,000 Pfd. Schmiedeeisen; ihrer Lage jezt vollständig bewußt; sie werden niemals Geld nach nehmen wir also einen Aufschlag von 20 Thlr. per 1000 Pfd. in den Berlin schicken, damit die Hafentlever'schen Agitatoren per Chaise lesten 2 Jahren ohne erhöhten Arbeitslohn, so finden wir, daß hierin Mainz herumfahren können. Mit sozialdemokratischem Gruß Π B. Lemoisne, Bertrauensmann. Internat. Gewerksgenossenschaft der Mauufuktur-, Fabrit und Handarbeiter. durch allein per Tag und Nacht 760 Thlr. mehr verdient worden, als sonst, und ist es daher nicht zu verwundern, wenn die Leute Millionäre werden; aber wo bleibt der Lohnsklave, welcher bei schwerer Arbeit von Kaffee und Brod lebt und je nach Umständen auch noch bei dem geringsten Fehler vom Herrn Hüttenbefizer geohrfeigt wird? Arbeiter. ein Die Arbeiter hi figer Gegend haben leider noch nicht den Muth, wie anderwärts, dieses drückende Joch abzuschütteln. Die meisten ders Dresden. Am 1. Juli d. J. fand im Saale zu Stadt Bremen" felben sind aus den umliegenden Ortschaften, wo sie gewöhnlich noch ein halbes Häschen, sowie 1-2 Grundstücke zur Bepflanzung mit ( Bornadt Neudorf) eine öffentliche Arbeiterversammlung statt, Kartoffeln besigen, und dadurch an ihre Scholle gebunden; dies wissen an welcher sich Arbeiter und Arbeiterinnen zahlreich betheiligten. Die die Herren Hüttenbesizer sehr genau, weshalb auch hier die Löhne gegen Tagesordnung lautete:" Die Arbeiterbewegung und die Ge- die der Arbeiter gleicher Branche im Kreis Siegen um niedriger werksgenossenschaften." Der Referent, Herr Eckstein, schilderte in längerer Rede die Lage stehen; sind die Hüttenbefizer genöthigt, einen fremden Arbeiter 1785: Die Offiziere sollen den gemeinen Mann nicht der arbeitenden Klasse und die aus derselben hervorgegangene Bewegung. zustellen, so zahlen solche demselben doppelten Lohn, als wie dem hiesigen burch Barbarei, tyrannisches Prügeln, Stoßen und Schimpfen Er wies nach, daß die Arbeiter durch das Vorgehen der Arbeitgeber Dies Verhältniß wird übrigens nicht mehr lange dauern, denn es zu seiner Schuldigkeit anhalten, denn seine Maj-stät der König gezwungen feien, eine Organisation zu schaffen, die allen Bedrückungen fängt an, in den Köpfen der Hüttenarbeiter zu tagen und sorgt auch und Maßregelungen die Spize bieten fönne und forderte alle Arbeiter zum haben keine Schlingel, Canaillen, Racaillen, Hunde Anschluß an die internationalen Gewerksgenossenschaften auf, da der der Staat dafür, daß die Leute von ihrer Scholle entbunden werden, und Kroppzeug in Diensten, sondern rechtschaffene Arbeiter nur durch dieselben alle Uebergr ffe der Gegner abwehren indem die Concurfe und 3 wangsversteigerungen in hiesiger Getönne. Diese Aufforderung, welche noch von einigen Rednern erging, gend zu einer wahren Epidemie geworden sind. hatte guten Erfolg, denn nach Schluß der Versammlung ließen sich Möllendorf, Gouverneur von Berlin. viele Arbeiter sowie Arbeiterinnen in die Genossenschaft einzeichnen. Es wird in nächster Zeit für Neudorf und Umgegend eine Settion hielt am Freitag, d. 28. Juni, eine Generalversammlung ab, zu der der Gewerksgenossenschaft gebildet werden, welche mit der Dresdner sich auch Herr Dr. Hirsch als getreuer Schildknappe des Kapitals eingefunden hatte. Herr Hirsch versicherte, daß in seinen Gewerfver einen die ertremen Elemente nicht vertreten wären, daß sie vielmehr Ortsmitgliedschaft eng in Verbindung stehen soll. 5. Wecke, Schriftführer. das friedliche Element in der großen Arbeiterbewegung seien und die Unterstützung der Arbeitgeber verdienten. Ec ertheilte den Meistern ben Rath, sich zu organisiren und die Arbeiterfranken- und Invalidenkaffen zu unterstüßen( Um sie ganz in die Hände zu bekommen. N. d. V.); im letzteren Falle sei ihnen die Sympathie der Arbeiter gewiß. Die Ausführungen des Hrn. Hirsch ernteten natürlich Beifall.Den Arbeitern dürfte aber mit der Zeit doch einleuchten, daß sie nicht nur die Agenten der Regierung sondern auch die des Kapitals von fich fernzuhalten haben. Soldaten." Ein Schweitzer'scher Agitator. Sannover, 30. Juni. Heri Frohme schreibt im ,, Neuen"( Nr. 72) einen Bericht aus Mainz über seine Agitationsreise, worin er es versucht, unfere Partei zu verdächtigen. Dieser Mensch ist jedoch nicht im Stande, unserer Partei zu schaden; wir wollen es beweisen: Herr Frohme ist, wie wohl Vielen bekannt, Shlosser; als solcher zu arbeiten " *) Die Herrn Schob vom ,, Neuen" lächerlicher Weise insinuirten Worte dazu hat er aber keine Lust. Es ist ihm allerdings lauten: Es wundert mich, daß die Versammlung nicht schon längst von leichter, als Agitator berumzureifen, um für den, Allgemeinen deutschen der Polizei aufgelöst ist; sie ist nicht richtig angemeldet worden; anderArbeiterverein zu agitiren, als zu arbeiten. Als er noch Mitglied der wärts wäre dies schon längst geschehen! Es ist hier von Politt geAllgemeinen deutschen Metallarbeiterschaft" war, meldete er sich eines sprochen worden; das ist strafbar. Auch hat Niemand zu sprechen, Tags beim Borstand und beanspruchte unter dem Vorwande, gemaß- als Mainzer Maurer." . A. Heinz. Berlin. Der Bund der Maurer- und Zimmermeister 1 gestellt." " 11 " 1 " Berlin. Max Hirsch's Vorarbeiten für uns. Ueber den die durchschnittliche Arbeitszeit 12 Stunden pro Tag betrage. In nicht vorenthalten. Nämlich im Dortmunder Revier und in Boam 31. März in Berlin abgehaltenen Verbandstag der Hirsch- Amerika sei in den Staatswerkstätten bereits gefeßlich eingeführt, daß hum haben Bergleute mehrere Bechen stillgestellt, ohne eine Forderung Dunder'schen Gewerkvereine bringt der Sprechsaal", Organ 8 Stunden täglich gearbeitet wird; 8 Stunden find der Erholung und zu stellen, und ohne für Vereinigung gesorgt zu haben, und in Folge der Porzellanarbeiter, in seiner Nr. 25 vom 20. Juni den Anjang Fortbildung und 8 Stunden dem Schlafe gewidmet. Die Fortschritts dessen ist auf beiden Gruben größtentheils die Arbeit wieder aufgeeines in mehrfacher Hinsicht höchst interessanten generalräthlichen partei rufe den Arbeitern zu: Bildet Euh, dann wird Eure Lage nommen. An der Uneinigkeit sind aber die ,, Glückauf- Vereine" schuld. Berichts. Nach diesem waren auf dem Verbansdtage 17 Gewerte eine beffere werden." Lasse man uns dann aber doch wenigstens die Es bestehen nämlich im Kreise Dortmund 22 Vereine von Bergleuten durch 19 Delegirte vertreten. Ueber die Stärke und Ausbreitung Zeit zur Aneigung dieser Bildung. Durch eine Verkürzung der Ar- Schulze- Delißsch'scher Richtung. Die Vorstände dieser Vereine des Verbandes wird gesagt, daß im Nov. v. J. 500, im Dez. 600, beitszeit, die, wenn sie eine dauernde sein soll, nothwendigerweise einer bilden einen sogenannten Zentralverband und haben alle Vierteljahre im Jan. d. J. 400 und im Febr. 400 neue Mitglieder gewonnen gefeßlichen Regelung bedarf, erhöhe sich die Nachfrage nach Arbeits- Sibung. Eine solche Vierteljahrs- Sizung fand am Sonntag den 23. worden seien, so daß die Gesammtzahl der Mitglieder von 9490 auf fräften, wodurch der Lohn steige. Nachdem der Korreferent Herr Berg, in Hörde statt. In derselben war der Eisener Strike auf der Tages13,074 gestiegen und beim Schluß des 1. Quartals bestimmt auf sowie eine lange Reihe von anderen Rednern sich in gleichem Sinne Ordnung. Es waren zu dieser Sigung 5 Mitglieder des Strike- ko15,000 zu veranschlagen sei. Von einem Herrn Landgraf wird auf geäußert, gelangte folgende, von Herrn Auer beantragte Resolution mitees geladen und erschienen. Der Vorsitzende und der Schriftführer die wichtigteit des Verbandsorgans als Agitationsmittel hingewiesen zur Annahme: In Erwägung, daß die übermäßig lange Arbeitszeit des Zentral- Verbandes hatten schon in der Zeitung veröffentlicht, daß und zu dessen kräftigster Verbreitung aufgefordert. Man müsse, zum Ruin der Arbeiter in moralischer und pekuniärer Hinsicht führt, fie eher gegen als für den Strife arbeiteten. In dieser Zentralmeinte Landgraf, es machen, wie die Sozialdemokraten, von denen erklären die sämmtlichen anwesenden Delegirten, mit allen gefeßlichen Verbands- Sizung ging es denn recht stürmisch her; aber das Ende ein Jeder seinen„, Sozialdemokrat" oder„ Volksstaat" in der Tasche Mitteln bahin wirken zu wollen, daß ein gefeßlich gesicherter Normal- vom Liebe war, daß die Essener Forderungen angenommen hätte. Sodann wurde von Dr. Hirsch zum Zwecke einer wirksame- arbeitstag von 8 Stunden eingeführt wird; bis zur Erreichung desselben wurden trop Zentral- Präsident und Schriftführer. Aber ren Agitation die Erhebung einer Extrasteuer in der Höhe von 1 Sgr. aber durch moralische Mittel dahin wirten zu wollen, daß ein Normal- das Befte sollte noch kommen. Um 5 Uhr desselben Tages war große vorgeschlagen. arbeitstag von 10 Stunden allgemein eingeführt werde und für die Versammlung der Bergleute von Hörde und Umgegend; 5000 BergNach Hirsch soll die Agitation nicht nur gegen die Sozial- ueberstunden 50 pet. Lobnzuschlag zu zahlen sei, ohne der weiteren leute mochten anwesend gewesen sein; in dieser Versammlung sollte den Demokratie gerichtet sein( Also jedenfalls doch theilweise! Agitation Hindernisse in den Weg zu legen." Herr Auer ermahnte Bergleuten das vom Zentral- Berband entworfene Programm zur AnK. d. V.), es müſſe vielmehr die Ausbreitung der Gewerkschaftsbe- hierauf noch mit fräftigen Worten alle Anwesenden zu festem Ausharren, nahme vorgelegt werden. Als nun die Stunde der Eröffnung heranstrebungen, also der Gewerkvereine, vor Allem ins Auge gefaßt werden. worauf gegen halb 8 Uhr Abends die Sigung geschlossen wurde. nahte, da erklärte der Zentral- Präsident, die Versammlung könne nicht Und nun entwickelte er seinen Agitationsplan, über welchen der ( ,, Demotr. 3tg.") abgehalten werden, weil sie nicht rechtzeitig angemeldet " Sprechjaal" folgendermaßen berichtet: Nürnberg, 1. Juli. An alle Schlossergehilfen Deutsch- worden wäre. Nun brach der Sturm los. ,, Verräther" u. f. w. " Herr Hirsch schlägt als nächste Ziele der Agitation vor: Prov. Preu- lands! Anknüpfend an den Aufruf unserer Hamburger Collegen, wurde dem Präsident an den Kopf geworfen; mehrere Bergleute stanBen, Thüringen( Porzellanarbeiter), Mecklenburg, Süddeutschland, Bay- richten wir ebenfalls die dringende Mahnug an Euch, Organisationen den auf, sprachen sich dahin aus, ihre Sache nunmehr selbst in die ern und die Rheinlande. Die Agitation soll deshalb planmäßig ge- in's Leben zu rufen. Wo sich am Ort ein internationale Metallar- Hand nehmen zu wollen u. s. w., ohne daß die Redner von der Polischehen 1) durch Rundreisen, 2) soll dieselbe nicht allein von beiterschaft befindet, da gründet feine neuen Fachvereine, sondern tretet zei am dieben verhindert wurden. Nun bin ich aber der Meinung, Berlin ausgehen, 3) sollen Knotenpunkte gebildet werden und der schon vorhandenen Bereinigung bei; an Orten aber, wo Ihr noch daß der Präsident die polizeiliche Bescheinigung in der Tasche hatte, zwar folgende: Fir Ostpreußen: Königsberg; Westpreußen: Danzig unorganisirt seid, da gründet lokale Fachvereine mit Vorbehalt des und sie blos nicht herausgeben wollte. Hatte er doch in den Zeitungen und Elbing. Provinz Posen: Posen. Pommern: Stettin. Vor- Anschlusses an die Gewerkschafts- Union. Besonders warnen wir Euch erklärt, gegen den Strife zu arbeiten, mithin mußte er doch etwas pommern: Greifswalde und Stralsund. Mecklenburg: Rostock. Prov. vor den jest nieder mit aller Kraft agitirenden Hirsch- Dunder's chen", thun; und da er Gründe gegen den Strife nicht vorzubringen verBrandenburg: Berlin als Centralpunkt. Provinz Schlesien: Breslau. welche die Arbeiter mit schönen Worten und noch schöneren ,, Kassenberichten mochte, nahm er zu diesem Mittel seine Zuflucht. So geht es dem Oberschlesien: Laurahütte. Prozinz Sachsen: nördlich Magdeburg, zu ladiren suchen. Arbeiter, wenn er solche Menschen an die Spize stellt und sich von südlich Merseburg. Thüringen muß namentlich sehr berücksichtigt Macht es wie wir hier in Nürnberg: Schließt Euch dem großen ihnen leithammeln läßt. Diesem Vorfall aber ist es schuld zu geben, werden. Königreich Sachsen verspricht wenig Erfolg hin- internationalen Bruderbunde an. Auskunft ertheilen wir gern. Et- daß die Bergleute im Revier Dortmund nicht einig geworden sind. sichtlich der dort weitverzweigten Sozialdemokratie. waige Briefe richte man an das Arbeitsvermittelungskomitee der Jezt bei diesem Massenstrite tann man auch sehen, welche Freunde der Weftliches Deutschland: Oldenburg. Hannover: Erfolge ebenso frag- Nürnb. Schlossergehilfen Herberge zur weißen Lilie, Laufergasse. Arbeiter hat; die Geistlichkeit tritt gegen uns auf. So hat z. B. in lich wie in Westphalen, welche von Dortmund ausgehen müßten. Dr Lotal- Ausschuß der Schlossergehilfen. der evangelischen Kirche hier in Effen der Pfarrer zweimal über den Königreich Bayern: Nürnberg und Fürth. Königreich Würtemberg: Nürnberg, den 28. Juni.( Noch einmal der Duzendteich). Strike gepredigt: Es sei nicht recht, daß die Bergleute die Arbeit einStuttgart. Holstein: Kiel, auch dort der Erfolg sehr in Frage Wenn wir heute sagen: Noch einmal der Dußendteich, so meinen stellten, denn Jesus habe gesagt: Bete und arbeite!" Als es den wie damit diesmal nicht Herrn Falt, sondern seine Arbeiter. Es Arbeitern aber zu arg wurde, verließen sie alle die Kirche. Wir zweifeln, daß es Herrn Hirsch gelingen wird, die Arbeiter- ist wirklich traurig, tagtäglich mit ansehen zu müssen, welches miserable Sodann hatten sich ein fatholischer Pfarrer und ein Rektor in Niederbewegung durch seinen seichten Liberalismus zu verflachen. Von Leben diese Leute führen, und wie faul sie dennoch sind, Etwas zur weninge bei Steele erdreistet, eine Versammlung von strifenden BergSeiten der Sozialdemokratie, soweit diese nicht selber zum Angriffe Verbesserung ihrer Vage zu thun; ja wie seindselig sich sogar der leuten einzuberufen, und in derselben die Leute zum Arbeiten aufgeforübergeht, kann er sich auf energischen Widerstand gefaßt machen. größte Theil von ihnen einer Bewegung entgegenstemmt, die durch die dert. Als aber Niemand sich dazu bereit erklärte, da zogen die fromSein Harmonie- Geflöte hat selbst für die versöhnlichst gestimmten Organisation eine Besserung ihrer drückenden Lage anstrebt. Welche men Bäter ab. Was würden wohl diese scheinheiligen Pfaffen sagen, Gemüther allen Zauber verloren, seitdem es tagtäglich durch die Mühe sich sowohl die Nürnberger als Glaishammerer Parteigenossen wenn Christus noch einmal auf die Welt täme und predigte:„ Wer Thatsache der unaufhörlichen Arbeiterkämpfe übertönt wird. schon gegeben haben, diese gänzlich versumpften Leute aus ihrer Ve- zwei Röfe hat, gebe Dem einen, der keinen hat", und ,, Der Herr ist So wenig wie den Sklaven ein wesentliches Interesse an seinen thargie aufzurütteln, das ist unnennbar. Aber Alles umsonst. Die nicht mehr wie der Knecht" u. s. w.? Ich bin fest davon überzeugt, Herren fesselte, ebensowenig herrscht Uebereinstimmung der Interessen Leute möchten nämlich, daß man ihnen die Suppenschüssel vor die die Pfaffen würden zuerst rufen: Kreuzigt ihn!" zwischen Lohnarbeiter und Kapitalist. Nase hinstellt, ihnen den Löffel noch extra in die Faust giebt, Effen. Unser Arbeits- Einstellungs- Verband ist wenigstens 10 Berlin, 19. Juni. Ueber die Vortheile resp. Nachtheile der damit sie nur zuzulangen brauchen. Aber selbst Etwas zu thun, Stunden im Umfang und in jedem Oct finden jeden Tag BersammStrikes sprach sich Herr Kaiser in der letzten Monatsversammlung zusammenzutreten und Etwas zu fordern, ei, das giebt's gar nicht. lungen statt. Komitee- Mitglieder sind 156 an Bahl, aber von den der hiesigen internationalen Metallarbeiterschaft folgender- Wenn nur nicht der Thätige, aufgeweckte, ebenfalls unter der Feig- 156 Deputirten sind höchstens 12, die in Versammlungen sprechen maßen aus: Die Strikes sind nur Nothwehr der Arbeiter gegenüber heit solcher Menschen mitleiden müßte! Seit dem Artikel, den der können; nun kann man sich wohl denten, welche Arbeit wir haben. den schlechten, sie bedrückenden Verhältnissen. Daher erkläre es sich, Boltsstaat" vor einigen Monaten über die Zustände in der genannten Glauben Sie den lügenhaften Zeitungsberichten nicht; es sind noch daß sehr oft ganz reaktionäre oder liberale Arbeiterbezirke unversehens Fabrit brachte, ist es wenigstens insofern besser geworden, als man keine Erzeffe vorgefallen, blos 7 Bergleute sind gerichtlich bestraft striken. Als Beispiel führte Redner den Königshütter und den sich zum Frühstücken und Bespern sezen darf; aber von ciner Ver- worden, weil sie andern gedroht haben sollen; sie haben aber appellirt. Bialaer Strike an. Ebenso seien die Anhänger des Herrn Max fürzung der Arbeitszeit, welche sogar die Schlossergesellen in der Jn 5 Tagen Anklage und Verurtheilung also per Dampf. Hirsch, des ,, Harmonie- Apostels", schon oft genug durch die Macht Stadt errungen haben, ist immer noch keine Rede. Der Fabrikant Unterstüßung ist sehr nöthig. Briefe u. s. w. wolle man senden: der Verhältnisse, welche heißen: Hunger, Wohnungsnoth, brutale Be- wäre übrigens dumm, wenn er die Feigheit seiner Leute nicht ge- An das Strike- Komitee, Burggraf'sches Lokal, Rothstraße 8, Franz handlung Seitens der Arbeitgeber, sowie geistige und törperliche Er- hörig ausbeutete. Darum, Arbeiter, Brüder auf Dußendteich, Daun. schöpfung, zum Striken gezwungen gewesen. Von diesen Gesichts- rührt Euch! Oder geht's Euch vielleicht noch zu gut? Nächstens Köln, den 30. Juni. Am Sonntag, den 23. b. M., fand hierpunkten aus sind die Strikes nicht als Offensiv-, sondern als Defensiv- mehr. selbst eine Versammlung der Seiler von Köln und Umgegend tampf zu betrachten, nicht Angriff, sondern Abwehr. Als solche habe Speyer a. Rh., 30. Juni. Verflossenen Montag prangten an im Lokale des Herrn Kronen, Follerstcaße, statt. Nach den Auseinandersich auch die Sozial- Demokratie zu hüten, ihren Werth zu hoch an- den Straßenecken rothe Platate, welche die Ankündigung enthielten, segungen von Berg über die Union, sowie von Schuhmacher über zuschlagen und ihre Kräfte in Strikes zu vergeuden, denn die Erfolge daß die Herren Frohme( Hannover) und Hartmann( Hamburg) die Arbeiterbewegung überhaupt, haben wir uns als Fachverein fonseien selbst bei siegreicher Durchführung nur vorübergehend. Es sei eine Arbeiterversammlung abhalten und über: 1. Die Lage stituirt und uns der Union angeschlossen. Eine Vereinigung thut den erwiesen, daß es immer noch leichter ist, einen kleinen Erfolg zu er- der Arbeiter und die Gefeßgebung," 2. Die Arbeiterpartei und ihre Seilern sehr Noth, indem die Löhne hier 10-35% differiren. Nächkämpfen, als bei den and bas Grämpfte festzuhalten, dies zeige sich recht scharf Ziele" Vorträge halten würden. Der Einberufer, ein Herr Schäfer, ſtens mehr. Andreas Schiefer. lange jeder Strike dauert, bilden die Gewerte hatte mehrere geseßliche Formalitäten außer Acht gelassen und die Coburg, den 27. Da wir mit der Gründung einer gemischten eine geschlossene Phalang. Nach dem Siege aber kehre schnell die Bersammlung, die auf Dienstag Abend anberaumt war, wurde in Gewerkschaft vorgehen, bitten wir die Vorstände der bestehenden GeReaktion ein; viele treten von der Organisation zurück, die alten Folge dessen verboten. Nun soute ich die Sache in die Hand nehnen, werkschaften, uns möglichst bald einige Exemplare ihre Statuten zuKämpfer sterben ab, die neuen arbeiten um jeden Preis, so sei es was ich deßhalb nicht ausschlug, weil ich der Ansicht war, daß endlich senden zu wollen. Carl Rüger. den Arbeitgebern möglich, nach und nach das alte Verhältniß wieder einmal die sozial- demokratischen Ideen auch hier verbreitet werden Ecfurt. Im Borstaat" vom 29. Juni war eine Anfrage an herzustellen. Dazu tomme es, daß fast immer der Preiszuschlag auf müßten, denn für Speyer ist so zu sagen noch gar nichts geschehen. die Erfurter Parteigenossen gerichtet, worin um Aufklärung über das Produkt den Lohnzuschlag bedeutend übersteigt und daß demnach Mittlerweile mußte Herr Frogme abreisen, um in Lorsch bei Worms Imhofs Rede bei einen Feste der hiesigen Gewehrarbeiter ersucht bei allgemeiner Durchführung einer Lohnerhöhung durch alle Gewerke einen versprochenen Vortrag zu halten und so blieb Herr Hartmann wurde. Im Namen der Erfurter Gewerksgenossen frage ich an: Wer das alte, vielleicht noch ein schlimmeres Berhältniß eintrete. Der allein zurück um über: Die allgemeine Arbeiterbewegung und ihre ist der Fragesteller? Kann er Personen angeben, welche jene NeuNormal- Arbeitstag sei hingegen stets eines Strikes würdig, denn er Ziele" zu referiren. Diese Versammlung fand legten Donnerstag Berung gehört haben? Erst wenn hierauf genügende Antwort gelasse sich nicht wieder unter der Hand wegestamotiren. Auch habe er unter meinem Borsiz statt und verlief nicht ganz ohne Störung denn geben ist, bin ich in der Lage, ein Weiteres zu thun; erfolgt keine auf die geistige und sittliche Entwickelung des Arbeiters einen be- die Bourgeois fanden sich ziemlich zahlreich ein und mußte ich, als Antwort, erkläre ich die Insinuation für eine Verleumdung. deutenden günstigen Einfluß. Sache der Arbeiter sei es, sich für die Redner Herrn v. Bismarck in den Bereich wohlverdienter Kritit zog, E. Friz, Bev. Strifes zu organisiren und jei die internationale Organisation die dem Geheule Jener sowie der Drohung des anwesenden Polizeiim Namen der int. Holzarbeiterschaft. zweckmäßigste, schon wegen Abhaltung des Zuzugs. kommissärs, die Versammlung schließen zu wollen, nachgeben und den Caffel, den 1. Juli. Gestern begab ich mich mit Freund Naters Bertin. Der erste deutsche Sattler- Kongres wurde Redner ermahnen, der hiesigen Verhältnisse halber in dieser Weise und Hochgürtel behufs Agitation zu der im Voltsstaat" bekannt Sonntag, den 30. Juli eröffnet. Es waren 4333 Berufsfolle en aus nicht fortzufahren. An dem Vortrage selbst wüßte ich nichts auszu- gemachten Bolksversammlung nach Hersfeld. Der Landrath Dutschaften Deutschlands und Deutsch- Desterreichs durch 39 Delegirte segen; auch berührte Redner die Streitigkeiten seines Vereins mit und Bürgermeister hatten ihr Möglichstes gethan, um die Versammvertreten. Nachdem die Mandate geprüft waren, wurde zur Konstituirung der sozial- demokratischen Arbeiterpartei mit feinem Worte. Nachdem lung zu hintertreiben. des Büreaus geschritten. Es wurden gewählt die Herren Auer( Berlin) Redner geendet, bestieg er nochmals die Tribüne, um zum Eintritt Unter Anderm hatten sie den Eigenthümer des betreffenden Lozum ersten, Wollmuth( München) zum zweiten Vorfizenden, Neu- in den ,, Allgemeinen deutschen Arbeiterverein" aufzufordern, worauf kals dahin gebracht, uns in der letzten Stunde dasselbe zu versagen. bauer( Köln) zum ersten und Berg( Berlin) zum zweiten Schrift- fich 17 Wann in die aufgelegte Lifte einzeichneten. Jedenfalls werde Bei unserer Ankunst fanden wir die Chaussee gefüllt mit Gruppen führer. Die auswärtigen Delegirten überbrachten Grüße und Glückich Sorge tragen, daß dieser zu gründende Verein nicht Hsenclever- von Menschen. Nunmehr forderten Wolff und ich die Anwesenden wünsche von ihren Mandatgebern, worauf die Bersammlung gegen Hasselmännisch wird. auf, uns nach der dem Bürgermeister gehörigen Wirthschaft zu folgen. 2 Uhr Nachmittags geschlossen wurde. Montag, den 1. b. M., Schließlich muß ich den lebhaften Wunsch aussprechen, daß, so- Dortselbst waren der Landrath und drei Diener des Gesezes anVormittags gegen 10 Uhr, wurde die Versammlung wieder eröffnet bald es nur irgend möglich, auch ein Redner der sozial- demokratischen w send, um die gesellschaftsrettende That zu vollbringen. Ich forderte und zunächst zwei eingelaufene Glückwunsch- Telegramme aus Offenbach Arbeiterpartei hier auftreten möge. zur Sammlung für die inhaftirten Parteigenossen auf, der auch und Elberfeld verlesen. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung Mit sozial- demokratischem Gruß sofort Folge geleistet wurd; es tamt der Betrag von 1 Thlr. bilbete: ,, Die allgemeine Lage des Sattlergewerk.s." In einer längeren Anton Grabler, Hellergiffe Nr. 1. 20 Tgr. ein. Zahlreiche Freunde geleiteten uns zum Bahnhof, auch Diskussion wurde ausgeführt, daß das Sattlergewerbe niemals febr( Anschließend an den vorstehenden Bericht fordern wir den drei Diener des Gesetzes hatten sich eingefunden. Beim Abschiede einträglich gegenwärtig eine der schlechtest bezahlten Professionen Neuen" auf, uns aus allen seinen 6 Jahrgängen auch nuc eine gaben uns die Hersfelder Freunde das Versprechen, für nächsten sei. In mehreren Ortschaften verdiene ein Sattler nicht mehr als 2 einzige Correspondenz herauszusuchen, welche wie obige dokumen- Sonntag ein Lokal zu besorgen und wir werden nicht versäumen, am bis 3 Thlr. wöchentlich. Die Arbeitszeit sei eine lange. Schuld daran tiren fönnte, daß es der Partei des Schreibers um die E.nigung der Plaze zu sein. jei, daß die Sattier nicht organisirt find. Würde dies ohne Unterschied Arbeiter zu thun ist. R. d. V.), Freunde in Hersfeld, steht fest und wanket nicht trop aller der politischen Stellung in gehöriger Weise geschehen, dann würden Eglingen, 1. Juli. Die schwäbische Landesversammlung unserer Chikanen! Dann wird der Sieg der Sozialdemokratie sehr bald auch die Sattler sehr bald der fest organisirten Kapitalmacht gegen- Barter ist ausgezeichnet verlaufen. Delegirte waren aus 13 Orten 24 sicher sein. über einen unüber.vindlichen Wall bilden und gleich anderen Arbeiter anwesend, welche 12 Bereire vertraten. Von hier war auch der Es sei noch bemerkt, daß die Versammlung eine halbe Stunde Korporationen sich eine g langte folgende von Herrn Tage zu schaffen im Stande sein. Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" vertreten; überhaupt waren ver- von der Stadt auf einem Dorfe abgehalten werden sollte. Der dortige Schröder( Berlin) eingebrachte Refo- schiedene Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins" an- Bürgermeister wollte uns weiß machen, die Genehmigung zur Abhallution fait einstimmig zur Annahme: In Erwägung, daß durch die wesend; das Einverständniß derselben mit unserer Partei ist befriedi- tung einer Bersammlung stünde ganz in seinem Belieben, auch einem am heutigen Tage stattgefundene D batte, an welcher sich die Vertreter gend. Die mit der Landesversammlung verbundene Bolksversammlung Orgel pieler könne er ja verbieten, zu spielen. Natürlich machten wir der meisten größeren Stäote Deutschlands betheiligten, vollständig klar zählte ca. 600 Personen. Ein ausführlicher B.richt folgt dieser Tage. dem Herra Bürgermeister, unter Hinweis auf das Vereinsgeseß, den bargelegt wurde, daß die Lage der Sattlergehilfen Deutschlands eine Effen, 1. Juli. Zum Strike der Bergleute. Ich lese in Standpunkt gehörig klar. Der Hersfelder Bürgerm ister erklärte der schlechtesten aller Arbeiter- Korporationen ist, sowohl betreffs ber vielen Zeitungen, daß die Bergleute theilweise wieder angefahren sind. Wolff gegenüber, diß, solange er Bürgermeister sei, er einer Gesellschaft, Lohnve hältnisse, als auch der Arbeitszeit sowie des Mangels an jeder Hierüber will ich meinen Parteigenossen die reine Wahrheit mittheilen. die den Staat umwälzen wolle, ein städtisches Lokal zur Abhaltung Organisation, erklärt der erst deutsche Sattler- Kongreß: Alle in seiner Die 52 Bechen, die die Arbeit eingestellt hatten, find planmäßig or- von Volksversammlungen nicht hergeben werde. Macht stehenden Mitel anzuwenden, diese Miß serhältnisse zu beseitigen ganifirt; die Bergleute halten sich an ihr Komitee und glauben allen 25 wufen." " " " 41 1 Philipp Walz und eine allgemeine Organisation zu schaffen, welche im Stande ist, Beitungen nichts, denn die hiesigen Blätter, die ja alle das Kapital Leipzig. Wir erhalten folgende Zuschrift: J. Nc. 50 des ,, Volksdie Lage unserer Korporation auf den Stand zu stellen, der dem Ar- vertreten, hoffen, die Bergleute würden uneinig und fämen wieder zur staat" wiro in einer Becliner Correspo idenz unter Anderm( wenn auch beiter es ermöglicht, menftlich zu existiren, und ist es Pflicht eines jeden Arbeit. Nun ist es aber bekannt, daß der Mensch das glaubt, was er nicht bestimmt) gesagt, ich gehörte der Eisenacher Partei an, was Delegirten, in dem Orte, welchen er hier vertritt, in diesem Sinne zu hofft und folglich schreiben die Grubenbefizer in ihren Zeitungen: Da wohl unter dem Worte, uns" kaum anders zu verstehen ist. Ich möchte Hierauf wurde das„ Lehrlingsunwesen" besprochen. Es find 100 Mann in die Grube gefahren, und dort 150." Kommt man dies dayin berichtigen, daß ich wohl im Allgemeinen der sozial- demowurde hierbei hervorgehoben, es möge ein Jeder nach Möglichkeit alle aber hin, so ergiebt fi b, daß alles gelogen ist. Wie die Zeitungen lügen, fratis hen Partei ang höre, aber durch die Einsicht, welche ich während Eltern, Erzieher zc. davor warnen, ihre Kinder, reip. Pflegebeiohlenen davon hier ein Beisp el. Die Essener Zeitung, Organ für Bergbau, meiner referoirten Stellung gewonnen, das Bedürfniß noch nicht gedas Sattlerg werbe erlernen zu lassen. Schließlich gelangte folgende Indusir e und Verkehr schreibt: Die Bergleute von Zeche, Prosper" füllt habe, mich jener Fraktion anzuschließen. Auch werde ich in Buvon Herrn Auer( Berlin) gestellte Resolution zur Annahme: In in Bottrop find heute Morgen alle wieder angefahren, die Beche ist tunft, so lange die Arbeiter dulden, daß iyre Organe als Tummelplas Erwägung, daß durch die schrankenlose Ausbeutung der Arbeitskraft festlich geschmückt und eine Inschrift prankt am Schahte mit den persönlicher Gehässigkeiten( zum Gaudium unserer Gegner und zur der Lehrlinge Seitens der Arbeitgebe: des Sattler-, Riemer- und Worten: Bittorial der Strife ist taput!" Wir Essener hatten noch tieferen Be splitterung der Arbeiter ſelbſt) benust werden, und Täschnergeweibes den selbständigen Gehilfen eine unerträgliche Kon- nun dieses geglaubt, weil es mit so vielen Einzelheiten erzählt und wegen anderer, noch andauernder Mißverhältnisse, mich zu keiner der kurrenz geschaffen wird, welche um jeden Preis entfernt werden muß, geschrieben war, und wo man hin kam, da hieß es auch:„ Ja, es ist bestehenden Fraktionen bekennen, obwohl ich auch in dieser passiven Steleiktärt der erste deutsche Sattler- Kongreß, es sei mit allen gesetzlichen wahr; denn die Gruben- Verwaltung hat rait Kanonen geschossent; ich nun meine Bilicht als Sozial- Demotrat im Allgemeinen nicht vergessen Mitteln dahin zu wi fen, daß die Lehrlinge verhältnißmäßig ihrer babe die Schüffe gehört." Die Komitee Mitglieder haben jeden werde. Ergebenst Ihr E. Pezold. Fähigkeit bezahlt werden." Ueber den britten Funft der Tages- Tag um 2 Uhr Mittags Sigung, um Bericht zu erstatten; in de Leipzig. Wie aus einer in Nr. 25 des ,, Sorechiaal", des Organs Dr Normalarbeitstag", referirte Herr Neubauer( Köln). nächstfolgenden Sizung hörten wir nun von den Komitee- Mitgliedern der Porzeanarbeiter, entsal enen Erwiderung des Vorsitzenden des Ge Redner wis darauf hin, daß beispielsweise in Ostpreußen die Land- der Zeche Prosper", Alles, was die„ Effener Zeitung" mitgetheilt, werkvereins der Gold- c. Arbeiter, Ferd. Bischoff, zu entnehmen ist, arbeiter schon lange vor Sonnenau gang mit geringer Unterbrechung ei erlogen. Wir sind nnn schon 14 Tage im Strife, und alle schuldet Herr Dr. Hirsch genanntem Gewertvereine 1000 Thir., die bis Abends 11 Uhr in der größten Hize für einen wirklichen Hanger Bechen, die im Verbande sind, stehen heute noch so fest wie er während des Waldenburger Strikes von demselben entlieben hatte. Lohn arbeiten müssen, daß ferner fast in allen Gewerken Deutschlands var 14 Tagen. Jedoch was wahr ist, will ich meinen parteigenossen Aus der Erwiderung ist auch zu entnehmen, daß Dr. Hirsch die NüdDionung: " " " Bekanntmachung, die Genossenschaft Genossenschaftsbuchdruckerei zu Leipzig betr. zahlung der 1000 Thlr. nicht nur verweigert, sondern daß nach ihm| kurzem und theilweise hartnädigem Kampfe ist eine Lohnerhöhung ,, ber Gewerkverein der Goldarbeiter noch zuzahlen müsse, wenn aus von 10-15 pt. bei nachfolgenden Branchen eingetreten: Bukskingeglichen würde". Diese wirklich starfe Zumuthung veranlaßt, nach Weberei, Hand- und mechanische Spinnerei; Färber, Appreteure, WollSem ,, Sprechsaal", Hrn. Bischoff zu folgender sehr gerechtfertigten sortirer haben nur theilweise eine Aufbesserung erhalten; die Uebrigen In der am gestrigen Abend im Saale des ArbeiterbildungsAeußerung: haben für den alten Lohn angefangen. Die tatholischen Kirchenjesuiten sind uns nicht so gefährlich wie Unsern besondern Dank der Hauptkassenverwaltung in Crimmit- Bereins" dahier stattgehabten Versammlung hat auf Grund des Gedie Arbeiterjesuiten; diese sind es, die die Arbeiter mit Schiedgerichts- schau, sowie unsern Fachgenossen in Kamenz, Stollberg( Arbeiterbil- fees vom 15. Juni 1868 die Genossenschaft ,, Genossenschafts- Buchdruckerei" sich konstituirt, und sind zur Geschäftsleitung provisorisch, und Einigungsschwindel, mit Vaterlandsbusel- und Adressenscherwendungsverein), den Maschinenfabrikarbeitern von Benndorf in Chemniz d. h. auf die Dauer von längstens drei Monaten nach erfolgter Ginzelei von ihren heiligsten Interessen ableiten, sie gegen ihre Standes- für die Unterſtüßung während des Kampfes. genossen aufheben; für diese Einzelnen nur habe ich ein Pfui"." Noch ist zu bemerken, daß die Kinderarbeit in den Fabriken tragung der Genossenschaft gewählt worden: a) in den Vorstand: Auch der Berliner Buchdruckergehilfenverein hatte Hrn. Hirsch von der Stadtpolizeibehörde streng überwacht wird, so daß man wohl H. Ramm, Vorsitzender, F. Tischer, dessen Stellvertreter, zur Unterstügung der Waldenburger Bergarbeiter 500 Thlr. als Dar- mit ziemlicher Gewißheit sagen kann, daß Kinder unter zwölf Jahren Ch. Hadlich, Saffirer. lehn überwiesen. Aber- wir müßten denn sehr irren auch er nicht mehr in den Fabriken beschäftigt sind, wodurch der Lohn der wartet noch auf Restituirung dieser Summe. Kinder bedeutend gestiegen ist. " Leipzig. Herr Hafenklever, der gleich unbefähigte wie ge Breslau. Auch unter den hiesigen Cigarren Sortirern finnungslose Cumpan bes Herrn von Schweizer hat auf unsere neu- hat sich die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit der Organisation der lichen Artikel gegen ihn nicht mit Einer Sylbe geantwortet. Der Arbeiter in ihren einzelnen Branchen Bahn gebrochen und haben dieMann hat das nicht nöthig; weiß er sich doch im Besiz des Ver- selben in Folge dessen eine Kasse gegründet zu dem Zwecke, um für trauens" der Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins," Unterstützung Durchreisender, sowie etwa Gemaßregelter Sorge zu tragen. die ihn bei der jüngst stattgehabten Präsidentenwahl mit 4087 Als Organ der Vereinigung ist der ,, Volksstaat" gewählt worden. Wir gegen 204 Stimmen ,, wiederum an die Spize der Partei gestellt haben. machen dieses unser Vorgehen allen auswärtigen Collegen mit der ( Hamburg- Harburg gab 58 weiße Zettel und 52 Stimmen für Herrn Bitte bekannt, baldmöglichst unserem Beispiele folgen zu wollen. Alle von Schweißer ab). Die Abstimmungsliste wirft übrigens ein wenig Briefe 2c. sind zu richten an den Vorsitzenden Lederhausen in der Licht auf die bekannten Aufschneidereien des ,, Neuen". In Jyehoe, wo Fabrik von Deter und Markus ,, Friedrich- Wilhelmstraße. fich Herr Hasenklever zu Anfang dieses Jahres einen außerordentlich Im Auftr.: K. Schal. großartigen Empfang bereiten und mit Schimmeln durch die Stadt ziehen ließ siehe Nr. 12 des ,, Voltsstaat" wurden int Ganzen 11, sage elf Stimmen abgegeben. Herr Hajenflever prahlt, daß er ,, grade durch feine Pflichterfüllung" sich ,, ben Haß der Gegner erworben" habe, den er mit Stolz und Freude trage." Was sich der Mann nicht Alles einbildet! Um ,, gehaßt" zu werden, ist er denn doch zu unbedeutend ein Gefühl der Verachtung hat man höchstens für ihn. Lese man z. B. nachsteher de Stelle aus einem seiner Briefe an Heinrich Vogel, d. d. Halver, 20. April 68:..., Der Kladderadatsch giebt Schweißer einen nachträglichen Stich; Schweißer ist so blutlos, daß er denselben wohl nicht verspürt." Und doch ist Herr Hasenflever 4 Jahre lang für diesen ,, blutlojen"- alias abgebrühten Menschen ins Feuer gegangen! Leipzig. Tölde in London. Wir erhalten folgende 3 schrift: Hr. Rebatteur! Sie dürfen mir's nicht übelnehmen, ich kann aber nicht umhin, Ihnen zu sagen, daß Sie die Bedeutung der Gastrollen, bie Tölcke's Knüppel soeben in London gegeben hat und noch zu geben beabsichtigt, doch etwas zu unterschäßen scheinen, sonst würden Sie das Ereigniß nicht so turz abgefertigt haben. Denn ein Ereigniß ist es. Bedenken Sie doch nur: Tölde's Knüppel, dieses urwüchige Mittel zur Lösung der sozialen Frage, war bisher, gleich seinem Lasker'schen Zwillingsfnüppel, ausschließliches Monopol des bismarckbegnadeten Denkervoltes, und kein Funke des göttlichen Feuers ward von ihm dem Auge nichtteutonischer Menschen entlockt, ob sie nun Italiener sich nennen oder Fronzosen, oder Engländer oder meinetwegen Botofuden. Das ist nun ganz anders geworden. Wie einst der Gott Israels sich der übrigen Zweifüßler erbarmte und ihnen den ersten Vorgeschmack des Internationalen Prinzips gab, so hat Tö ce's Knüppel ein mensch liches Rühren verspürt und sich entschlossen, sein Licht unter dem nationalen Scheffel hervorzuziehen und es international leuchten zu lassen über die so lange in Nacht gehüllte nichtteutonische Menschheit. Daß er sich das stammverwandte England zum ersten Versuchsfeld seiner internationalen Thätigkeit ausersehen hat, zeugt von feinem Instinkt und wollen wir bloß wünschen, daß die Englischen Arbeiter, die leider zumeist die robe Borkunst erlernt haben, die philantrophischen Abfichten des Knüppels auf Reisen" nicht mit brutaler Faust durch freuzen. Eine Tracht Englischer Prügel wäre ein schwerer Schlag für ben internationalen Tölcke und daß Tölde international geworden, hat ihm nun einmal mein Herz gewonnen troß alledem und alledem. Und wenn Sie's auch ärgert. Ich bin eben cin ,, Rüder Internationaler" oder ,, Internationaler Rüder", wie's Ihnen am besten gefällt." Leipzig. Die Glasergehülfen Leipzigs sind gezwungen wor den, die Arbeit einzustellen; sie ersuchen ihre Kollegen allerorts, dafür zu sorgen, daß der Zuzug von Leipzig ferngehalten wird. Briefe sind zu richten an das Comitee der strifenden Glaser, Gerberstr. 56 Glaserherberge, Restauration Moßig. Crimmitschau. Am Sonntag, d. 16. und Montag, d. 17. Juni, feierten die Parteigenossen von Crimmitschau ein Volksfest mit Vogelschießen in der 2 Stunde von hier romantisch gelegenen Mart Sahnau. Obgleich wir kein Freund von derartigen, viel Lärm und wenig Genuß versprechenden Festen sind, so möchten wir doch behaupten, daß die Art und Weise, wie jenes arrangirt und ausgführt war, den besten Eindruck auf uns und wahrscheinlich auf die Tausende von Theilnehmern machte; es war dieses Arbeiterfest durchweht von dem Geist der Eintracht und Brüderlichkeit. Schon der imposante Festzug, zu dem Meerane, Glauchau, Ronneburg, Werbau, Reichenbach, Crimmitschau u. s. w. ihr Contingent, der erste Ort allein gegen 1000 Theilnehmer, gestellt hatten, mit den 2 rothen Fahnen, den Wusifchören und Trommlern an der Spize, mochte wohl jeden Demokraten freudig bewegt stimmen, und Manchem den Gedanken eingeben: ,, Möchte es doch überall mit der Arbeiterfache so gut stehen wie hier!" Man sah, was die Arbeiter leisten können, wenn Einigkeit und Brüderlich teit die maßgebenden Faktoren sind. Wohl mögen manche von den Herren, welche Ursache haben, die Arbeiterbewegung mit scheelen Blicken Langenbielau, 25. Juni. Am Sonntage fand in dem Stunde entfernten Tannenberg eine von den Mitgliedern der sozial- demofratischen Arb.- Partei berufene Volksversammlung statt, ca. 5-600 Arbeiter waren anwesend und zwar aus Langenbielau, Habendorf, Tannenberg, Weigelsdorf und Sehersaue. Der Geist der Versammlung war ein guter, die überwachende Polizei überwand nur mit der größten Schwierigkeit die fortwährend bei ihr aufsteigen ben Auflösungsgelüfte. Nachdem Herr Dehme aus Breslau und der Unterzeichnete über das Massenelend der Arbeiter und die Mittel zu dessen Beseitigung referirt hatten und zwar unter dem allseitigen Beifall der Versammlung und Herr Weiß, Bevollm. des ,, Allg. Deutsch. Arbeiter- Vereins", die Arbeiter vor dem Anschluß an unfere Partei gewarnt, weil wir so sehr decentralisirt" seien, während der ,, Allg. Deutsch. Arb.- Verein" doch so wunderhübsch centralisirt sei, zeichneten sich 35 Mann in unsere Listen ein. Vorher hatte ich Herrn Weiß allerdings erst auseinandergefeßt, daß troß unserer Decentralisation" es doch nicht möglich sein würde, daß wir uns jahrelang von einem Polizeispion und Regierungsagenten blindlings leiten und regieren ließen. Mitglieder des ,, Allg. Deutsch. Arb.- Vereins", wann werdet Ihr endlich einsehen, daß wir Hand in Hand gehen müssen und zwar in einer entwickelungsfähigen Organisation? Aug. Kühn. " Hamburg. Was der gebildete Pöbel über den Erfurter Gewerkschafts- Kongreß berichtet, und was selbst solche Zeitungen, bie, wie die ,, Hamburger Nachrichten", sich zu den bessern und anständigeren Blättern zählen, ihrem Publikum alles für ,, Döntjens" aufbinden, das mag folgende Probe beweisen: " W. Aus Thüringen, den 24. Juni. Es tagte in den letzten Tagen in Erfurt der sozialistische Congreß der Eisenacher Arbeiterpartei. Ein ungeordnetes Treiben herrschte dabei und ein unbefangener Beobachter konnte leicht bemerken, daß vor Allem die Befriedigung fleinlichen Ehrgeizes und die hohle Eitelkeit die einzeinen Agitatoren leitete, das angebliche Wohl der Arbeiter selbst aber, was sie in ihren steten Phrasen unauf hörlich im Munde führten, ziemlich weit im Hintergrund stand. Dabei griffen sich die verschiedenen Redner selbst auf das heftigste an und es herrschte nichts weniger als Einigkeit unter ihnen. Es waren an 60 Delegirte anwesend, welche angeblich 11,000 Stimmen vertreten sollten. Nach neuesten Debatten, bei denen es ungemein tumultarisch suging, wurde der Beschluß gefaßt, eine allgemeine Vereinigung für sämmtliche Arbeitervereine in Deutschland zu gründen, und namentlich darauf hinzuwirken, daß eine große gemeinsame Caffe, aus der die Kosten einer fortwährenden sozialistischen Agitation bestritten werden tönnten, gestiftet würde. b) in den Aufsichtsrath: B. Ullrich, R. Seiffert, A. Hepner, Joh. Michel, E. Gabriel. Leipzig, den 4. Juli 1872. Der Vorstand: H, Ramm, Vors., F. Tischer, Stellv., Ch. Hadlich, Kassirer. Für Leipzig. Internationale Metallarbeiterschaft. Mitgliederversammlung. Montag, den 8. Juli, Abends 8 Uhr in der Restauration zur Milchinsel, Marienstr. Nr. 9. Tagesordnung: Der Lokalwechsel. Sämmtliche Mitglieder haben pünktlich zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. 1193 de Gewerkschaft der Holzarbeiter. Ordentliche Generalversammlung. Dienstag, Abend 8 Uhr im Leipziger Saal." Tagesordnung: Berichte des kaffirers. Wahl des gesammten Ausschusses. Der Strife der Glaser. Die feblenden Mitglieder werden auf die nach§ 25 eintretende Strafe aufmertiam gemacht. Für Leipzig. Sektion der Böttcher. Versammlung Sonnabend den 6. Juli, Abends 8 Uhr in der Restauration von Hipshold Gewandgäßchen Nr. 4, 1 Treppe. Für Ronneburg. Generalversammlung der Internationalen Gewerksgenoffen= schaft der Manufaktur, Fabrit und Handarbeiter. Montag, den 8. Juli, Abends 8 Uhr, im Schüßenhaus. Tagesordnung: Neuwahl sämmtlicher Vorstandsmitglieder. Karl Schmidt, Controleur. ( 2) 2 Eßlingen. Nächsten Sonntag Abend, Zusammenkunft bei Bayer, Scheer'sche Villa. Für Bremen. Das V rsammlungslotal der hiesigen Parteigenossen befindet sich bei Gastwirth Wilh. Neddermann Wegesende 8, woselbst auch burchreisende Parteigenossen gute und freundliche Aufnahme finden. Auch sind Briefe und Zuſchriften an mich ebendahin zu adressiren. Karl Kühn, früher in Braunschweig. Für Hamburg. Sozial- demokratischer Arbeiterverein. Versammlung am Montag, 8. Juli, Abends 9 Uhr, in Eberhahn's Clublokal, Zeugbausmartt 31. Tagesordnung: 1. Sozial- polit. Wochenbericht, Ref. Peter. 2. Kleinbürgerthum und Arbeiterstand, Ref. Müller. Gäste haben Zutritt. " August Geib. Für Breslan. Arbeiterverein Geselligkeit." Sonntag, den 7. b. M. bei günstiger Witterung gemeinschaftlicher Spaziergang mit Damen nach Burg Belvedere vor dem Nikolaithor Nachmittags 3 Uhr. Von dort aus kann ein weiterer ausflug unternommen werden. Bei ungünstigem Wetter gesellige Busammenkunft in loße's Restauration( früher Schwente) Matthiasstr. Um zahlreiche Betheiligung bittet Für Breslau. ber Vorstand. H. Dehme. ,, Verschiedene kleine Strikes von Handwerksgehülfen finden jetzt fortwährend in manchen thüringischen Städten statt. Besonders in Gotha, wo mit der Hauptsitz der Agitation ist, werden fast fort während Arbeiterversammlungen ausgeschrieben, bie aber selten noch eine besonders rege Betheiligung der Arbeiter finden. Die Hauptleiter Sozial- demokratische Arbeiterpartei. ber Bewegung in Thüringen find Agenten, Commissionäre und In Montag, den 8. d. M., Abends 8 Uhr öffentliche Versammhaber von Bierstuben, dann auch besonders zwei frühere Abschreiber bei lung in Kloße's Restauration( früher Schwenke) Matthiasstr. Advokaten." Wenn wir dazu die Bemerkung machen, daß der ganze Bericht von Tagesordnung: Der moderne Jesuitismus" Vortrag von Anfang bis zu Ende sehr gelinde gesagt eine einzige große Lüge ist, M. Neißer. Diskussion, Fragetasten 2c. Um zahlreiche Betheiligung so werden uns dies die 52 Delegirten, die anwesend waren, bezeugen ersucht fönnen. Wir bezweifeln auch nicht, daß die Löbl. ,, Nachrichten- ReFür Schuhmacher! daktion" einer Berichtigung Raum gegeben hätte. Allein damit wäre die beabsichtigte Wirkung dieser Notiz durchaus nicht verhindert, indem Der Arbeitsnachweis der Gehülfen ist in Dresden Palmstr. nicht zu erwarten stand, daß die vielen andern Blätter, die jene Notiz Nr. 20 täglich von 10 bis 12 Ubr. Solide Beherbergung ist Ger= nachdruckten auch der Berichtigung unaufgefordert Raum geben würden. bergaffe Nr. 2 bei Herrn Taggefell. Wir müssen uns also darauf beschränken, die beabsichtigte Wirkung jener infamen Lüge dadurch zu paralyfiren, daß wir dieselbe auch in unsern Kreisen, insbesondere aber den betreffenden Delegirten zur all gemeinen Kenntnißnahme bringen. Ein unauslöschlicher Haß, eine auf's höchste gesteigerte Erbitterung gegen die ganze Bande solcher Breßhalunken, die aus der Lüge ein Gewerbe machen, muß endlich sich auch der Herzen Derer bemächtigen, die uns immer noch von Versöhnung bei mir Bestellungen aufgeben wollen, ersuche ich, es sofort zu thun, insprechen wollen. Wer Wund säet, muß Sturm erndten. Bekanntmachung. Herr Drechslermeister Ferdinand August Bebel und Sir Nedakteur Adolph Hepner, beiderseit hier, ( 6) 1 Meinen Gläubigern zur Nachricht, daß ich durch mehrwöchentliche Krankheit und Verdienstlosigkeit verhindert war, meinen Verpflichtungen nachzukommen; ich werde dies thun, sobald ich wieder arbeiten kann. F. H. Simon. Filialexpedition Zwickau. Diejenigen, welche noch auf den ,, Boltsstaat" für dieses Quartal dem ich Monatsabonnements nicht annehmen kann. Dosauer. Für Grimma. Herrn Cigarrenarbeiter Weise, Webergaffe Nr. 38 in Grimma wurde für Grimma und Umgegend eine Filialexpedition sind auf Privatanklage des Herrn Redakteur Gottlob Friedrich Hüttner ebenda, aus Anlaß eines dem Leztgenannten zugefertigten und auch in der Beilage zu Nr. 100 des vorjährigen Voltsstaats ver- übertragen. öffentlichten Briefes wegen beziehentlich öffentlicher Beleidigung in Ge- Bei demselben kann für Quartal und Monat auf den Volks máßheit§ 185 und 186 beziehentlich 73 des Reichsstrafgesetzbuchs zu staat" abonnirt wie auch durch denselben alle sozialistischen Schriften einer Geldbuße und zwar bezogen werden. Die Expedition des Voltsstaat". Bekanntmachung. Herr Bebel von 15 Thlr. nen Herr Hepner von 12 Thlr. rechtskräftig verurtheilt worden, was in Gemäßheit des Antrags des Herrn Privatantlägers hierdurch öffentlich bekannt gemacht wird. Leipzig, am 1. Juli 1872. zu betrachten, welche nur wollen, daß der Arbeiter eine willenlose Maschine, ein devoter Knecht sein soll, gezittert haben bei dem Anblic des mehrere Tausend zählenden, durch die Straßen Crimmitschau's fich bewegenden Festzuges; es wird wohl Manchem beim Anblick der rothen Fahne, diesem Symbol der Liebe und Freiheit, und dem Gesang des Arbeiterliedes Arbeitend leben oder kämpfend sterben" ein Gruseln angekommen, und wohl unwillkührlich die Kommune" in Erinnerung gekommen sein. Was ist es aber auch, was diese Leute, die zum mit aus größten Theil vom frühen Morgen bis zum späten Abend an der brausenden Maschine stehen und sich um bes Lebens Nothdurft quälen müssen, bewegt, fich mit ihren gleichgesinnten Brüdern und Schwestern zu verbinden, um ein Fest zu feiern? Es ist der Geist der Sozialdemokratie, ber diese Massen durchweht, die Jbee der Gleichheit und Brüderlichkeit ist es, welche all' diese Arbeiter veranlaßt hat, theilzunehmen an einem Feste, dessen Ertrag bestimmt ist für die leidenden Borkämpfer Der Arbeiterfache. Nachdem der Zug nach/ stündigem Marsch auf dem Festplay angekommen war, begrüßte Herr Stebfest bie wohl 4 bis 5000 Menschen zählende Menge, und Freund Kwasniewsti hielt eine kurze Ansprache; er betonte, daß die Gäste gekommen seien, um ein Feft zu feiern, welches der Idee der Freiheit, Gleichheit und Für politisch Gemaßregelte. Brilderlichkeit gelte, feines, wie fie in der lezten Zeit so häufig gefeiert worden seien, mit Telegrammen an hohe und höchste Personen, und Aus Coblenz von Alberts 2 Thlr.; Weyrich 1 Thlr.; Wais jr. daß jene Idee unter den Arbeitern, im Gegensatz zu andern Volksklassen, 1 Thlr.; Horch 15 Gr.; Kretscher 1 Thlr.; Plaß ir. 1 Thlr.; N. N. noch nicht erstorben sei, beweise die ungeahnt große Theilnahme; es 1 Thlr.; aus Wilkau von Parteigenossen 1 Thlr. 1 Gr.; V. R. in gelte aber auch einen harten Kampf, diese Idee zu verwirklichen, und Königsberg 3 Thlr.; durch C. Weller aus Nürnberg 12 Thlr 17 Gr. deshalb ermahne er alle, treu und unerschütterlich auszuharren und der Fahne treu zu bleiben, trop Verfolgung und Anfeindung; man möge mit Stolz auf die Männer blicken, welche jetzt auf längere Zeit ins Gefängniß gehen müßten, weil sie unerschütterlich geblieben seien im Kampf für Gerechtigkeit und Humanität. 3 Pf. Königliches Gerichtsamt im Bezirksgericht daselbst, Abtheilung für Straffachen. Bieler, Ass. Erp. d. Bolksft. Quittung. Für die politisch Gemaßregelten. Erhalten von Hamburg 15 Thlr; von Frohburger Barteigenossen 1 Thlr. 15 Gr.; von Wechselburger Parteigenossen 1 Thlr. Heinrich Backmann, Borstand. Für den„ Boltsstaat." Schuldschein Nr. 355 zu 1 Thlr. v. E. in Leipzig gratis zurüd Erp. d. Volksst. Briefkasten " Herrn Cigarrenarbeiter Karl Fleischer in Kleinzschocher Nr. 87 ist für Kleinzichocher, Großzichocher und Schleußig die Filialexpedition übertragen worden. Derselbe nimmt Quartal- und Monats- Abonnements auf den Boltsstaat entgegen und fönnen auch einzelne Nummern dort getauft werden. Die Erpedition des ,, Volksstaat". Für Stuttgart, Göppingen, Magdeburg, Schwäb. Gmünd. Den geehrten Lesern des Volksstaat" wie den Parteigenossen zur Nachricht, daß für nachstehende Orte Filialerpeditionen errichtet worden sind. " " Für Stuttgart bei Hrn. Heber, Schuhmacher, Guttenbergstr. 31.3 Tr. Göppingen bei Hrn. Gg. Bronnenmayer. Magdeburg bei Hern. Wilh. Klees, Feldstr. 17. in Buckau. Schwäb. Gmünd bei Hrn. Frz. Wilhelmy, Freudenthal Nr. 801. Genannte Filialexpeditionen nehmen Quartals: und Monats abonnements auf den Boltsstaat" sowie Bestellungen auf alle in unserem Berlage erscheinenden sozialistischen Schriften entgegen. Leipzig, 25. Juni 1872. Die Expedition des„ Voltsstaat." und Ümgegend. Es entfaltete sich nun ein buntbewegtes Leben; Seiltänzer, Menageriebesizer und sonstige Künstler luden die Menge ein, sich an ihren Produktionen zu ergößen, die Büchsen knallten, um dem an hoher Stange befindlichen Vogel den Garaus zu machen; auch sahen wir manchen rebegewandten alten Parteigenossen; nur hätten wir gewünscht, daß das Festkomitee für eine Rednertribüne gesorgt hätte, es würde wohl noch manch' recht wohl zu beherzigendes Wort gesprochen worden sein, und der rothscheue deutsche Unterthan vom Trimmitschauer ,, Anzei- der Expedition: Engelmann in Hainichen f. Schrft. 1 Thlr. 23 Gr.; Au die Leser des ,, Voltsstaat" in Leipzig ger" hätte auch noch etwas über die ,, blutroth" gehaltenen Reden vom Fachver. der Kürschner in Leipzig f. Ann. 19 Gr.: Dertelt f. Schrft. berichten können. 16 Gr.; Müller Colp. f. Abonn. III. Qu. 22 Thlr. erh.; Holle in Unser Colporteur Müller ist angewiesen, die AbonneZum Schluß wollen wir wünschen, daß es unsern Parteigenossen Barmen f. Ann. 2 Gr. 5 Pf.; Schneider in München: Brief vom 28. an andern Orten gelingen möge, derartige Feste zu arrangiren; wir vor. Mts. nicht erh.; Mayer in Triftern f. Schrft. 17 Gr.; D. B. in ments- Beiträge pränumerando zu erheben, sowohl für haben in Grimmitschau gesehen, daß deswegen weder der Staat in Dresden für Schrft. 4 Gr.; Hadlich f. Abonn. II. Qu. 1 Thlr. 1 Gr. das Quartal( 13 Gr.) wie für den Monat( 4½ Gr.) Wer ahr kam, noch Stiere und Truthähne wegen des vielen Roths wild 5 Pf.; Müller in Glauchau: Nicht senden. G. Bronnemayer in bis 15. Juli, event. zu Mitte eines Monats nicht bezahlt hat, rden. $ 5. Göppingen: Zur Agitation verwenden. Wolf in Mülsen f. Ann. 6 Gr.; fann das Blatt nicht weiter erhalten. Die noch vom II. Großenhain, den 1. Juli. Nach der Bekanntmachung unseres Häußler in Wilkau f. Abonn. II. Qu. 15 Thlr. 22%, Gr. f. Ertrabl. Quartal restirenden Beträge wolle mau gef. fofort entrichten. Die Erped. des„ Volksstaat." Strife- Comitees in Nr. 50 b. Bl. kann es leicht den Anschein ge- 7, Gr.; Alb. Schiffer in Mülhausen f. Abonn. 1 Thlr. 15 Gr. winnen, als sei die Strifebewegung am hiesigen Plaze zwecklos vor= der Redaktion: F. M. Leisnig, G. Solingen, Heidelberg: In übergegangen. Daher sieht sich die Mitgliedschaft der Manufaktur- nächster Nummer. W. 3. Berlin: etn diesbezüglicher Artikel ist be Leipzig: Verantw. Redakteur A. Muth; Redaktion u. Expedition Hambg.: zu spät für diese Nummer. Hohestr. 4; Drud u. Verlag v. F. Thiele. Gewerkschaft veranlaßt, Nachfolgendes berichtigend mitzutheilen. Nach reits im Say.