No. 65 Erscheint wöchentlich 2 mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle 151 Bostanstalten und BuchhandLungen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: bie Expedition, Hohe Str. 4. . Bebel, Petersstr. 18, F. Thiele, Emilienftr. 2. 50 Mittwoch, 14. August. 1872 Abonnementspreis: an on Für Preußen incl. Stempel feuer 17 Sgr., für die übrigen Der Volfsstant sun brons best, vt escuela da Jongis soliden sal indeed and 1511150 & a eindeutschen Staaten 12, Ngr paper Quartal, per Monat 4 Ngr., für Leipzig und Um gegend per Quartal 13 Mgr. Filialerpedition für die Ber. einigten Staaten: og sid to sidre es artint des aspassana didi diddi#lindrosia jaid dim andö by i did as" 531d5), dizininit, danisd rod didns dury mathing bid aid today pinsani 3 spinis 190 3 F. A. Sorge, Box 101 Hoboken N.J. via Newyork Organ der sozial- demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerksgenossenschaften. und sible? sid ( mands alone Th. Yorck. Den Schriftenverkauf betreffend. Die Expedition ist angewiesen, Schriften unter feinen Um ständen und gleichviel in welchem Betrag auf Kredit an Ein zelne abzugeben, sondern nur gegen Baarzahlung oder Post: nachnahme. Ausgenommen hiervon sind Diejenigen, welche be= reits Ronti's bei uns haben und die Filial- Expediteure. Die bis Anfang Juli bezogenen und noch nicht bezahlten Schriften An das Agitations- Comitee des Rhein- und Maingau's die find im Laufe des Monats August zu berichtigen. Anfrage, ob und wann wir einen Bericht erhalten. Leipzig, den 12. August 1872. un 3 Hamburg, den 7. August 1872. TSONER Die Verwaltungskommission. Anträge zum Kongreß. non 2) Den Parteibeitrag von 1 Sgr. pro Monat auf 11% Sgr. im Durschnitt zu erhöhen, den halben Silber= groschen aber zu einem Unterstützungsfond anzulegen, und zwar, um im äußersten Rothfalle diejenigen Genoffen, deren materielle Existenz bei unbedingt erfor= dersicher agitatorischer Thätigkeit in Fabriken und Werkstellen trotz angewandter Vorsicht geschädigt ist, einigermaßen zu unterstützen. Die Parteigenossen von Mülsen St. Niclas beantragen: zu erstreben. An die Parteigenossen. nannt worden: für Spandau: Lichtenstein- Callnberg: W. Fischer. mis 7503 Eduard Betterlein. G Hamburg, den 7. August 1872. Der Ausschuß. beadspins dep of un benen stets das eigene Interesse dem Interesse für das Voltswohl vorangeht. Denn das Volk ist doch blos: die ,, Kanaille", der Pöbel"!( Ungeheurer Beifall.) Die Parteigenossen und Vertrauensmänner, schweig, das feudale Mecklenburg Alles andere in Preußen in deren Händen überflüssige Vereins- Statuten und Stem- verschwinden lassen? Er konnte es denn er hatte die pel sich befinden, werden aufgefordert, solche besonders Macht und bei ihm ist Macht Recht!( Beifall.) Nach dem Kriege mit Stempel-sofort an Unterzeichneten einzusenden.or Frankreich, sagen Bismarcks Freunde, hat er ja aber Preußen zum Besten Ganz- Deutschlands in Deutschland aufgehen lassen! Auch das ist nicht wahr, denn nicht Preußen ist deutsch, sondern Deutschland ist preußisch geworden( Beifall. Ein anderer Hochrufer des Heldenkaisers verläßt entrüstet den Saal.) -Wie schon erwähnt, hängt die Entscheidung nicht vom Barlament, wohl aber von dem Bundesrath ab, und dieser Bundes: rath ist ja nichts als eine Gesellschaft der Regierungsgefandten, Wir machen die Vertrauensmänner darauf aufmerksam, und das werden Sie mir glauben, daß diese keinen Gesetzesvor= Die Spandauer Partei- Mitglieder beantragen: 1) Die Agitation zur Gründung von Parteimitglied- baß auf dem, dem nächsten Congreß vorzulegenden Rechnungsschlag der zweiten Kammer annehmen, der irgendwie die Rechte schaften resp. für Gewinnung von Parteigenossen träf- Bericht nur die Gelder mit verrechnet werden können, die bis der einzelnen Herrscher beeinträchtigen, und feinen, der dem spätestens am Sonntag, dem 25. Auguſt bei der Hauptkasse Bolte eine freiere, unabhängige Stellung geben könnte!( Lebtiger und geregelter zu betreiben. hafter Beifall.) Dies gerade ist der Zweck Bismarcks, der die eingegangen sind. alten Mißstände nicht zerstören, der nur seinem Preußen einen dominirenden Einfluß verschaffen wollte; im Bundesrath hat gers slip bash. Bennete, Cassirer. Preußen und sein direkter Anhang das numerische Uebergesau in bins Aus Amerika. wicht. Der zweite Riegel, welcher der Entwickelung der Volksmacht vorgeschoben wurde, besteht in der Diätenlosigkeit der Chicago. Amand Goegg's Rede, welche unsere BisReichstagsabgeordneten! Es will etwas heißen, Monate märder so entrüstet hat fiehe Nr. 45 d. Bl. lautete lang, Jahre lang seine Dienste, seine Zeit dem öffentlichen ungefähr: Wohl zu widmen, ohne Enschädigung dafür zu erhalten. Der Meine Damen und Herren! Wenn ich heute Abend im Arme, ja der nur mäßig bemittelte Bürger ist nicht im Stande, Laufe meines Vortrags Manches nicht so darstelle, als wie Monate lang feinen Verdienst aufzugeben um seinen Siz im 1) Der Congreß wolle die Parteigenossen veranlassen, so Sie es zu hören gewohnt sind, so seien Sie versichert, daß ich Reichstag einzunehmen; denn vor Allem muß der Bürger für weit es mit der Wahrung der Rechte und Selbstständigkeit der trotz alledem mich streng an die Wahrheit und nur an die feiner Familie Unterhalt sorgen. Also ist es nicht möglich für sozialdemokratischen Partei verträglich, mit den Arbeitern aller Wahrheit halten werde. Laffen Sie mich bei Besprechung die Unbemittelten, besonders nicht für den zahlreichen ArbeiterFrattionen und namentlich mit denen des ,, Allgemeinen deutschen der jetzigen politischen und sozialen Zustände Europa's bei unserm stand, aus eigenen Kreisen Vertreter zur Volksrepräsentation zu Arbeiter Vereins", sofern sie nicht als Gegner der Sozial- Vaterlande, bei Deutschland beginnen! senden, es können nur Wohlhabende, nur Reiche Mitglieder demokratie zu betrachten sind, ein brüderliches Zusammengehen Die Ereignisse des Jahres 1866, dann des Jahres 1870 des Reichstags auf die Dauer sein. Es ist also eine infame und 71 haben Deutschland ohne Zweifel politisch wie militärisch Lüge, wenn man sagt, in Deutschland gäbe es ein allgemeines 2) Der Congreß fordere alle gesetzgebenden Körper zu einer zur ersten, zur gebietenden Macht Europa's gemacht. Stimmrecht und allgemeine wählbarteit!( Stürmischer Beigründlichen Untersuchung der Erwerbs-, Ernährungs-, Woh- Die Deutschen, welche in der Fremde wohnen, wie Sie fall.) Denn ein finanzieller Zwang ist bindender als ein Vernungs- und Gesundheits- Verhältnisse der arbeitenden Klasse in Amerika, haben durch die Siege der deutschen Waffen viel bot! Die Reichen aber, die Besitzenden, welche in Deutschdurch wissenschaftlich gebildete Fachmänner auf. gewonnen(?), sie sind die Vertreter einer jest großen Wacht, fie land das Volf(!?) repräfentiren, waren bisher immer die 3) Der Congreß wolle beschließen, über alle etwaigen An- tönnen mit Stolz auf Ihre Abstammung hinweisen. Doch Stützen der Monarchien, und die Widersacher einer freien, selbstträge, soweit sie sich auf die Agitation zum Austritt aus der sehen wir ein Mal nach, welchen Gewinn die Deutschen in ständigen Entwickelung des Volkes!( Lebhafter Beifall; abermals Landeskirche beziehen, als noch nicht zeitgemäß, zur Tagesord- Deutschland, was das Bolt gewonnen hat durch diese drängt ein beleidigter Zuhörer der Thüre zu!) Das sind also nung überzugehen. großen Siege. Glauben Sie, meine Damen und Herren, die Früchte des so viel gepriesenen allgemeinen deutschen Wahlwir, meine Freunde und ich, haben uns auch gefreut, daß der rechts, welchs Bismard gegeben, daß nur Reiche, nur CreaSieg durch unser Volt errungen worden ist. Doch darf turen Bismards in den Reichstag kommen!- Reiche, d. h. Als Vertrauensmänner sind in letzter Zeit von uns er- dieser Sieg uns nicht so weit verblenden, daß wir dadurch die Solche, die bei irgend welcher Veränderung nur verlieren können, Fehler, den Rückschritt nicht sehen können, nicht sehen also nur aus eigenem Interesse tonservativ sind, und bei wollen, welcher durch diese ege der Sache des Volkes erwachsen ist. Was haben wir denn im neuen Deutschland, das so hoch wäre, daß ein Volk von freien Denkern sich da für begeistern könnte? Da ist eine Verfassung, ein Barlament! höre ich sagen. Nein, in Deutschland ist kein Parlament, teine Volksgesetzgebung!( Beifall). In England, in Die wichtigste Frage, welche die Welt jetzt beschäftigt, ist Italien, Frankreich, Belgien, Dänemart, Schweden, ja sogar in die soziale Frage!( Lebhafter Beifall.) Sie ist bei uns in Spanien haben die Volksvertreter das Recht, Gesetze zu machen Europa viel wichtiger, viel gebieterischer als hier in Amerika. und zu erlassen; die Fürsten und Minister dieser Länder aber So deutlich läßt sie sich schon allenthalben in allen Verhältmüssen diesen Gesezen so gut Gehorsam leisten als das Bolt. niffen fühlen, daß die hohen Regierungen sich damit beschäftigen, Ist in England eine Differenz eingetreten zwischen dem eine Art von Abhülfe zu schaffen. Ja gerade die deutsche ReParlament und dem Ministerium, so muß das Ministerium gierung, gerade Bismard wird nach allen Anzeichen zu schlie( d. h. die Regierung) der Majorität des Parlaments oder dem ßen wahrscheinlich schon in nächster Zeit versuchen, an die LöVoltswillen(?)*) weichen! In Deutschland ist das anders! sung dieser wichtigsten der Fragen zu gehen*). ( Beifall.) Das deutsche Parlament hat nur das Recht, Ge- Derselbe Flächenraum, der hier in Amerita mit 40 Milliosetzes- Vorschläge zu machen, nicht aber Gesetze zu erlassen. nen Menschen bedeckt ist, beherbergt in Europa deren 300 ( Stürmischer Beifall. Der erste Anbeter Bismarcks verläßt Millionen. Die Maschinen, die Anwendung der Dampfkraft geräuschvoll den Saal). Das Volt hat nur das Recht, durch in den Fabriken, haben eine große Umgestaltung der Verhält seine Bertreter Gesetzes- Vorschläge zu machen, diese Vorschläge nisse zur Folge gehabt. Eine einzige Maschine thut die Arbeit aber treten erst dann in Kraft, wenn der Bundesrath ihnen vieler Arbeiter, ohne daß die Arbeiter, welche dadurch brodfeine Zustimmung ertheilt hat. Was ist denn nun aber der Bun- los geworden, auf andere Weise ihr Leben fristen könnten. besrath? Ist er ein Senat wie er in Washington tagt, ein Ständeraih Außerdem ist der Arbeitslohn in Folge der Ueberfüllung an wie die Schweiz ihn hat? Nein, mit allen diesen ersten Kam- Arbeitskraft so gering, daß es eine faktische Unmöglichkeit für mern kann man den Deutschen Bundesrath nicht vergleichen; den Arbeiter ist, sich emporzuarbeiten, sich etwas zu ersparen der beste Vergleich ist der, wenn man fagt, er sei wie der auf's Alter oder für die Familie. Die Arbeiter sind nicht deutsche Bundestag, eine Wiederbelebung des alten todtge- einmal im Stande, sich so viel zu ersparen, um ihren Wohnort glaubten Bundestags!( Stürmischer Beifall. Der zweite zu verlassen, und dahin auszuwandern, wo ihnen sicher eine Bismärder verläßt empört den Saal). beffere Zukunft entgegenlacht, denn sonst wäre die Einwanderung Aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands ergeht an Denn der Bundesrath ist gebildet von den Vertretern der von arbeitenden Kräften aus Deutschland hier nach Hundertuns die Anforderung, ständige Agitationen zu veranlassen, und deutschen Regierungen, von den Gesandten der deutschen Für- tausenden statt nach Tausenden zu zählen**). Der Arbeiter scheinen die Parteigenoffen, denen wir leider nur zu oft dies ften! Das ist ein wohlerdachter Riegel, den der große Bis- drüben weiß, daß er hier Land umsonst erhält als Einwandeabschlagen mußten, an unserm guten Willen zu zweifeln, und mard dem Volkswillen gesetzt hat.( Beifall). Bismards ganzes rer, er weiß, daß er sich hier ein freieres Leben, den Seinen fich gegen andere Orte zurückgesetzt zu fühlen. Es thut uns Streben ging darauf hinaus, sein Herrscherhaus, das Haus Hohen- eine menschenwürdige Zukunft bereiten fönnte, doch Alles ist leid, hiermit die offene Erklärung abgeben zu müssen, daß uns zollern zum mächtigsten Europa's zu machen; für Deutsch- unerreichbar für ihn, denn er lebt in der gräßlichten Bedeuzur Agitation geeignete Personen nicht zur Disposition land, für das deutsche Volt hat er noch nie wirken wollen. tung des Wortes von der Hand zum Mund! Sowie die Arstehen, wir auch abgesehen davon nicht Mittel genug zur( Beifall.) Er begann damit, Desterreich mit seinen 8 Millionen beitskraft ihn mit tommendem Alter verläßt, wird er zuerst zu Verfügung haben, um auch nur annähernd das an uns ge- Deutschen aus Deutschland zu drängen, er ließ Hannover, leichterer, schlechter bezahlter Arbeit verwandt und endlich als richtete Verlangen nach Agitatoren befriedigen zu können. Hessen, Nassau verschwinden! Doch das ist gerade ein Beweis, nußlofe, ausgenutzte Maschine ganz entlassen, d. h. sich und Mögen die Parteigenossen aller Orten dafür Sorge tragen, daß er die Einheit Deutschlands wollte", sagen seine Vereh rer! seinem Elend überlassen. Diese brennende Frage schließt aber daß die Beiträge regelmäßiger und in ganz bedeutend größeren Nein, Nein das ist ein Beweis, daß diese Länder sehr Summen eingehen als bisher; dann werden wir im Stande nothwendig waren für Preußen, für dessen Machtent widesein, mehr zu leisten. Leider aber hat es den Anschein, als lung und Abrundung, um den Kampf mit Frankreich aufnehmen ob man an sehr vielen Orten eher für alles Andere, als für zu können. Denn warum hat er nicht auch Sachsen, Braundie Partei und Agitationstaffe Geld übrig hat. Man möge **) In die Hunderdtausend wird's auch so schon in diesem Jahr lieber etwas weniger auf lokale, Vereins und sonstige*) Das englisch Parlament vertritt ausschließlich die privilegirten gehen. Natürlich das eigentliche Proletariat muß zu Haus bleiben. Bwecke verwenden, und mehr Geld für die Parteitasse steuern, Klaffen. Der Barlamentarismus iſt in England um fein Haar was auswandert, das sind gerade die noch nicht ganz Berarmten, die besser als in Deutschland. Hier wie dort Komödie. Der Unterschied zwischen den Besitzenden und Nichtbesitzenden stehen und als Puffer bann wird es besser um die Agitation aussehen. iit bloß: dort spielt das Parlament Komödie, hier wird mit dem den Stoß des Klassengegensazes dämpfen. In dieser Entfernung des Im Auftrage: Th. Yord. Reichstag Komödie gespielt. Dort liegt die Macht im Parlament, hier vermittelnden und konsecvativen Elements liegt die revolutionäre Beaußerhalb des Reichstags. beutung der Auswanderung. " " Saarbrüden: Mülfen St. Niklas: Coburg: Forst: a cae apriori Eglingen: t Wolfenbüttel: Scharmbeck: " Hannover: Münden: " " Langenbielau: Weigelsdorf: Marburg: Berlin: Kirchhausen: " " 1 Dresden: " " 1 Hersfeld: " Frankfurt a. M.: " 1 Ronsdorf: ape 8 " Marienberg: " Frohburg: " Mannheim: Heidelberg: odd C. Achenbach. V. E. Wolf. Friedrich Dehrt. A. Plonz. W. Morlod jun. C. Funke. E. Reichelt. Andreas Drücke. August Kühn. Bendler. H. Wosniak. A. Heinsch. M. Unger. Klemp. G. Wolf. Th. Kalb. K. Thierbach. C. Greiner. C. Dietrich. A. Schimmels. J. E. Jtert. Sollte in diesem Verzeichniß etwa ein Versehen obwalten, so bitten wir um gefällige Berichtigung Der Ausschuß. " " Redner bespricht nun des längeren das Programm und die Ziele der Friebens- und Freiheitsliga, und fährt dann fort: *) Bismarck denkt nicht daran, so wenig als er je daran dachte, bie, beutsche Frage" zu lösen. E: will sie ausbeuten, und zwar im Sinn und unter dem Einfluß seiner zwei Freunde: Stieber und Wagener. noch einen anderen Stand als den des Industriearbeiters in sich. Es ist der Bauernstand. In Deutschland und in den meisten Ländern Europas ist es nicht mehr so wie hier, wo Millionen von Äecker noch brach liegen und nur der Ansiedler warten, um neuen Reichthum zu spenden. Das Land dort kann nicht wie hier um nichts oder um einen Spottpreis er- worden werden, jeder Zoll des BodenS hat in Deutschland seit langer, langer Zeit seinen Besitzer. Die Güter vererben sich von Bater zu Kind. Doch die patriarchalischen Zeiten sind vorbei, da ein Sohn Alles erhielt zum Schaden der andern, um das Gut nicht zu kleinern; jetzt vertheilt ein Bater seine 40 Morgen an seine 4 Söhne, und diese wieder theilen je ihre 40 Morgen unter ihre Kinder, bis die Stückchen Land endlich so klein werden, daß sie die Eigenthümer nicht mehr ernähren können. Diese verschulden und verderben, sie verkaufen ihr Stückchen Feld an den reichen Nachbarn, dessen Kindeskindern es vielleicht einst genau so gehen wird, daß sie gezwungen sind, wieder zurückzukehren in den Tagelöhnerstand, dem ihre Urväter einst entstammten.— Die Lösung dieser sozialen Frage ist eine schwere. Nach dem Maßstab der jetzigen politischen und sozialen Verhältnisse Europas wäre wohl das einzige Mittel eine freie Genossenschaft zwischen Kapital und Arbeitskraft*). Aber vor Allem ist auch nölhig eine allgemeine bessere Bildung der Bolksmassen. Die volle Lösung der sozialen Frage ist nur erreichbar in einer Republik, in einer wahren Repu- blik.(Donnernder Beifall.) Eine Wahre Republik aber ist eine solche, wo vollständige Freiheit und Selbstständigkeit herrscht, Freiheit in politischer und religiöser Beziehung und Freiheit und Selbstständigkeit auch in ökonomischer Beziehung.(Bei- fall.) Eine wahre Republik ist nur eine solche, in der die Menschen frei, glücklich und würdig sein können; eine Staats- form, welche den Bürgern ihr Glück garantirt in politischer, religiöser und materieller Hinsicht!(Stürmischer Beifall.) Richard Blum. Politische Ueberstcht. In Ermangelung der Stieberkonferenz, die endgültig ins Wasser gefallen scheint, obgleich man das klägliche Fiasko noch offiziös z-i bemänteln sucht, sollen wir mit einer Monar- chen-, ja mit einer Kaiserkonferenz beglückt werden. Sämmtliche vorhandenen Kaiser— der Brasilianische zählt natürlich nicht mit— die alten und die neuen: der russische, der österreichische und der preußische— der Alexander, der Franz Joseph und der Wilhelm beabsichtigen, nächstens in Berlin zu- sammenzukommen; und das Zeitungsschreibervölkchen zerbricht sich und dem Publikum den Kopf darüber, was die hohen Her- ren wohl reden und thun werden. Nun, wir würden es ziem- lich genau sagen können, obgleich wir an den Höfen keine ge- Heimen Verbindungen haben, aber wir haben keine Lust, mit der Staatsanwaltschaft in Differenzen zu gerathen. Den Faselern von einer zweiten,„heiligen Allianz"— diesmal jedoch nicht reaktionär, sondern acht„liberal�!— sei kurz bemerkt, 4) daß Fürsten nebst anderen Schwächen auch die haben, empfangene Backcnstreiche nicht zu vergessen, oder gar dem Backenstreich- geber die andere Wange fromm hinzuhalten; 2) daß Alexander Alexander, Franz Joseph Franz Joseph, und Wilhelm Wilhelm ist; und endlich 3) daß Alexander seit Jahren den Franz Joseph und den Wilhelm(selbstverständlich auf p oliti- schem Gebiet, nicht im persönlichem Verkehr, wo diese Leute stets das gleiche freundliche Gesicht zeigen) in einer Weise trak- tirt und insultirt, welche das Herz eines Hammels empören müßte, und 4) daß Franz Joseph von Wilhelm vor 6 Jahren unter obligatem Brudcrblut-Bergießen mit Schimpf und Schande aus Deutschland hinausgeworfen worden ist. Wir könnten die Liste noch verlängern; das genügt aber. Die Auguren muß- ten, wenn sie sich einander begegneten, sich Mühe geben, daß sie nicht lachten; die drei Kaiser werden bei ihrer Zusammenkunft die umgekehrte Mühe haben.— Zum Mährchen vom„Rechtsstaat". In einerBe- kanntmachung über die jüngsten Berliner Polizeikrawalle (die der„Neue" in rührender Uebereinstimmung mit den Ab- sichten der Veranstalter hartnäckig zur„Revolte" macht) wird vom Polizeipräsidium zugegeben, daß es„sich heraus- gestellt hat, daß(von der Polizei) selbst ruhig ihres Wegs dahergehende Leute ohne jeden Grund angegriffen und selbst mißhandelt worden sind"; indeß„in Anbetracht der allgemein guten Haltung der Schutz- Mannschaft wolle das Präsidium für diesmal über der- gleichen tadelnswerthe(so?) Vorkommnisse hin- wegsehen; wenn sich aber" u. s. w., u. s. w. Drastischer als es durch diese„Bekanntmachung" geschieht, läßt sich der herrs�ende Rechtszustand, genauer ausgedrückt: die herrschende Rechtslosigkeit nicht charakteristren. Die Polizei hat zugestandenermaßen t'-w Befugnisse überschritten, zugestandenermaßen sich der Mißhandlung wehrloser Personen schuldig gemacht, eines Vergehens, welches das Gesetz mit strcn- gen Strafen ahnt— aber Niemand denkt daran, die uni- formirten„Caasetetes" zur Rechenschaft zu ziehen, im Gegen- theil man lobt noch ihre„allgemein gute Haltung"! Daß ähnliche Mißhandlungen des Publikums durch die Polizei auch anderwärts vorkommen, bestreiten wir nicht; daß auch ander- wärts die oberen Behörden zu solchen Mißhandlungen, falls sie dieselben nicht geradezu veranlaßt haben, ein Auge zu- drücken, bestreiten wir eben so wenig; allein wir bestrei- ten, daß es noch ein zweites Land in der Welt gibt, «o die Behörden derlei„Vorkommnisse" einge- stehen und zu gleicher Zeit erklären können, daß es ihnen nicht einfällt, die Urheber zur Strafe zu ziehen. Diese Erklärung ist eine hundertmal ärgere Insulte für das„öffentliche Rechtsbewußtsein", als die„Vorkommnisse" selbst.— Kaiserlicher Stil. Die Stadt Liegnitz in Schle- sien hatte ihren im französischen Kriege Gefallenen ein Denk- mal errichtet und gelegentlich dessen Enthüllung dem Kaiser Wilhelm ein Telegramm gesandt, auf welches folgende Rück- antwort eintraf: „Salzburg, den 4. August 4872, 8 Uhr Abends. Se. *) Bon welcher freien Genossenschaft das Kapital aber nichts «issen will. K» denkt ähnllich wie der Jesuitenorden: Lim ut«um, »ue noa gin».(Ich will eristireu, wie ich ich jetzt existir«, oder über- tzaupt nicht.) Majestät der Kaiser und König Wilhelm an den Beige- ordneten Oertel, Liegnitz. Ich danke den Errichtern des Denkmals in Liegnitz für die Gefallenen aus Ihrer Mitte und namentlich denen Meines zu allen Zeiten so ausgezeichneten braven Regiments. Danke bestens für den patriotischen Gruß. Wilhelm." Der Kaiser dankt also den Gefallenen seines Re- giments für das denselben errichtete Denkmal und dann der Stadt Liegnitz für die Gefallenen aus ihrer Mitte!— Tugend muß belohnt werden! Bon Salzburg schreibt unter dem 3. d. ein Berichterstatter der„Neuen Freien Presse", der sich während der Anwesenheit des deutschen Kaisers dort befand:„Natürlich„stieberte" es hier und in Berch- tes gaben schon seit einigen Tagen ein wenig. Zwei riesige schwarzbärtigc, schwarzröckige„Geheime" standen schon früh wie ein paar Leichenbitter-Posten vor dem„Erzherzog Karl". Der „Obergeheime" ging schmucklos im grauen Ucberzieher mit der Mutter seiner neunzehn Kinder und der Mitbesitzerin seiner siiufzehu Berliner Häuser— Nr. 15 haben die Ersparnisse(sie!) im französischen Kriege aufgebaut— durch die entsetzlich schmutzigen Straßen des schönen Salz- bürg." Also Stieber— Millionär! Besitzer von„15 Ber- liner Häusern", obschon er als„Geheimrath" doch höchstens einige Tausend Thalcr Gehalt bezieht, von denen ein höherer Berliner Beamter mit zahlreicher Familie, wenn er„standes- gemäß" leben will, in der Regel nicht allzuviel zurücklegen kann. Woher die Million? Aus dem Rcptilicnfond, dessen geheime Geschichte freilich erst dann enthüllt werden kann, wenn die Berliner„Tuilerienpapiere" ihren 4. September gesehen haben werden.— Etwas für Staatsanwälte, und Solche, die es werden wollen:„Zum bevorstehenden Juristentage"— melden die Blätter—„ist ein Antrag des Advokaten Dr. Jacques in Wien eingebracht worden, der also lautet:„Der deutsche Juristentag spricht als seine Ueberzeugung aus: Die Herstellung eines gemeinsamen Wechselrcchts aller europäischen Staaten sowie der Bereinigten Staaten von Nord- amerika entspricht dem heutigen Stande der Wissenschaft und ist ein Bedürfniß des internationalen Handelsver- kehrs und Credit s. Der Juristentag beauftragt seine ständige Deputation, eine Denkschrift in diesem Sinne an die Regie- rungen von Deutschland und Oesterreich zu dem Ende zu richten, damit durch die Initiative derselben die Einsetzung eines internationalen Delegirten-Congresses und die Durchführung der Codification des gemeinen Wechselrechts erzielt werden nöge." So wird der Gedanke der Jnternationalität naturgemäß von unfern Gegnern selbst gepflegt,— dabei aber ist es ein strafwürdiges„Verbrechen", wenn die Arbeiter ihr„Bedürfniß des internationalen Verkehrs" befriedigen wollen.— Zu dem in voriger Nr. charakccrisirten„Patriotismus" des Kavitals liefert die„Volkszeitunz" in Folgendem einen weiteren, nicht minder interessanten Beitrag: „Daß die in der letzten Zeit so zahlreich entstandenen Aktien- Baugesellschaften nicht in der Lage und auch gar nich gesonnen sind, der herrschenden Wohnungsnoth ernstlich zu Leibe zu gehen, ist eine bekannte Thaisache; weniger bekannt möchte aber sein, daß die Aktien-Baugesellschasten, mindestens«inzelne derselben, direkt aus die Steigerung der Wotznungikalamität hinwirken, um ihre vernach- tässigten Aktien auf den Pari-CourS zu dringen. Und doch ist dem so, wie nachstehender Fall zeigt. Der frühere Besitzer des Hauses, Neue Friedrichsstr. 79 und 79» hatte seine Miether noch immer zu verhältniß mäßig sehr billigen Miethen wohnen, so daß sich das vier Etagen hohe Gebäude von 21 Fenstern Front aus nur 50,000 Thlr. verzinste. Bei dem Aufschwung der Häuserwerthe in den letzten Monaten wurden dem Wirthe, Herrn Schumann, ganz bedeutende Summen für sein Grundstück geboten, und obwohl sich der alte Herr nach einem ruhrigeren Leben sehnt«, lehnte er doch stets den Berkauf ab, weil er nicht wünschte, daß seine Miether der SteigerungSschraube unterliegen. Da trat plötzlich die deutsche Bau gesellschaft, an deren Spitz« zwei im Kommun aldienst groß gewordene Männer stehen, der Sladtrath Atsch und der Oberbürgermeister Kieschke, als Käuferin auf, und da Herrn Schumann vorgeredet wurde, es solle sofort aus jenem Kompler eine großartige Markthalle erbaut werden, welche den Schmutzwintet der Konigsmauer aus der Welt schafft, so zögerte der Besttzer keinen Augenblick, zur Förderung dieses schönen Zwecke? sein Haus bedingungslos mit 50,000 Thalern zu verkaufen. Am 1. Juli kündigte die neue Besitzerin sämmtlichea Miethern, heute ist aber das ganze Haus wieder v-rmiethet, und zwar zu doppelt hohen Preisen wie bisher. Die Folge dieser enormen Miethssteigerung wird sein, daß auch dieseSHaus von der Prostitu- tion okkupirt werden wird, wie überhaupt atle von der deutschen Baugesellschai t in jener Gegend erworbenen Häuser fast aus- schließlich von Prostituirten bewohnt sind, weil anständige Leute den hohen MiethSzins nicht erschwingen können. Ein- Dirne gab dieser Tage auf deui Polizei-Bureau auf die.(rage nach ihrer Wohnung die charakteristische Antwort:„Bei Papa Risch, Klosterstraße 112. ein bisken theuer zwar, aber auch ungenirt." „Papa Risch" hat sicherlich nur deßhalb die Prostituirten in seine Besitzungen ausgenommen, um einmal gründlich die Wahrheit des Heine'scheu Ausspruchs zu prüfen, daß im Boudoir einer Phrpnc mehr Coulanz anzutreffen sei, als im Comptoir eines Geldmannes.— Die B e r s a i l l e r Kammerlinke hat ein Manifest erlassen, in dem sie Thiers ein Vertrauensvotum ausstellt! Das fehlte diesen.,Muster"-Republitanern noch zu ihrer Blamage. In den Biurgeoisblättern laS man dieser Tage eine an- gebliche„telegraphische Depesche" vom Haag 8. August, welche also lautete: „Die„Jnterilastmuae' geht damit um, ihren hier abzuhaltenden öffentlichen Kongreß in eine nicht öffentliche Versammlung um- züwaudeln, indem sie allen Denen, welche nicht wirkliche Mitglieder der„Internationale" sind, den Zutritt nicht gestatten wird." Diesem Unsinn gegenüber citiren wir die auf den Kon- greß bezüglichen Statuten-Paragraphen. „7. Sitz und Stimmrecht aus dem Kongreß wird in Zukunft nur d-n Delegirten solcher Gesellschaften, Zweige oder Gruppen gestattet, welche Bestandtheile der Internationalen bilden und ihie Beilläge dem Generalrathe entrichtet haben. Für solche Länder jedoch, wo die regelmäßige Organisation der Internationalen gesetzlich verhindet ist, werden Oelegirte von Gewerltgenoffenschaften und'Arbeiter-Kooperativ- gestllschasten zugelassen zu den Kongreßdebatten über Prinzipiensragen, aber nicht zur Debatte und Abstimmung über Serwaltungsangelegen- Herten. 8. Die Sitzungen de« Kongresses sind zweifach: geschlossene Berwaltnngifitzungen und öffentliche Sitzunzen, denen die Debatte und Abstimmung über die allgemeinen Fragen des Kongreßprogramms vorbehalten ist." Da bis jetzt nur Berwaltunzsangelegenheiten auf der Tagesordnung stehen, so ist es selbstverständlich, daß noch keine öffentliche Sitzung anberaumt werden konnte. Für Leute deS„gebildeten Standes", die 2 Thalcr für eine Zote bezahlen können. In Nr. 55 behandelten wir die„Flitterwochen-Amüsement"-Annonce des „Kladderadatsch", worin für 1 Thlr. 20 Ngr. poste restaate Altenburg„unter strengster Diskretion ein originelles, reizendes, pikant-komisches"....... buch offerirt wird. Im „Kladderadatsch" vom 41. d. M. findet sich ein« ähnliche Anzeige, die nur noch etwas unverschämter ist: „Fli tterwoche n-Jur. Dieses„Jur-Ämusement", in so vortrefflicher Ausführung, wie Derartiges noch nicht existirl. eignet sich besonders für Liebende, resp. Verlobte, Neuvermählte gebildeten Standes und ver- sende deshalb, an Damen und Herren, für nur 2 Thlr., gut versiegelt unter Diskretion. Charles l'E clere, Chemnitz(Sachsen)". Ueber die literarische Zigeunerbandc, die solche Schmutz- artikel zur Ausbeutung der Dummen unter den Reichen poussirt, viele Worte zu verlieren, ist nicht nöchig. Herr„Charles L'Eclöre" paßt zum„Kladderadarsch", wie Dieser zu Jenem. Die„gebildeten Stände" des durch den„Kladderadatsch" und Consorten erzogenen Volkes, das die„Sittlichkeit" gepachtet zu haben meint, sind reif für die Lektüre des Herrn L'Eclere. Man schreibt uns:„Wäre es nicht gut, die Redaclionen unserer Parteiorgane zu bitten, die Controle auch auf den Annoncentheil der von ihnen redigirten Blätter auszu- dehnen? Es sind uns beispielsweise in der letzten Zeit mehr- fach Ankündigungen von Lotterie-, AuswanderungS- und sonstigen Geschäften ähnlicher Art zu Gesicht gekommen. für die in einem social-demokratischen Organ nie und nimmer Reklame gemacht werden dürfte. Dem Kampf gegen Aus- beuterei und Schwindel, der im redaktionellen Theil geführt wird, darf im Annoncentheil nicht die Spitze abgebrochen wer- den; was dort verurthcilt wird, darf hier nicht empfohlen iverdcn. Es wäre dies ein Widerstreit zwischen Theorie und Praris, bei dem unsere Sache jedenfalls zu kurz kommt." Der„Neue" sucht Kapital zu schlagen aus einem„H o ch- v er rathsprozeß", der den Herren Frohmc und Hartmann gemacht sein soll.„Wie kann man uns nun noch anklagen, im Solde der Preußischen Regierung zu stehn? Dieser„Hoch- verrathsprozeß" ist ein unwiderleglicher Beweis unserer Unschuld" ruft triumphirend das siamesische Zwillingspaar Hasselmann und Hascnklcvcr. Gemach, ihr Herren! Erstens ist der"anzc „H o ch v e r r a t h s p r o z e ß" Schwindel. Gegen Frohme und Hart- mann ist wegen einiger Aeußerungen, die sie in einer Agitations- rede zu Frankenthal in der Bayrischen Pfalz(Rhein- bayern) gethan haben, die Untersuchung eröffnet worden, was ein alltägliches Vorkommniß ist, und sich zu einem Hoch- verrathsprozeß ungefähr ebenso verhält, wie eine Mücke zu einem Elephanten. Zweitens hat Niemand den„Neuen" ange- klagt, im Solde der Bayrischen Regierung zu stehn. Drit- tens würde auch ein wirklicher Hochverrathsprozcß in Preu- ßen keinen Beweis für die Unschuld des„Neuen" und seines Hasselmann und Hascnklever bilden; oder wäre es z. B. in Frankreich nicht schon oft genug vorgekommen, daß die Po- lizei ihre eigenen Agenten als Hochverrälher einsperrt? Freilich, die Preußische Regierung scheint, der Berliner„Revue" nach zu urtheilen, von dem edlen„Brüderpaar" Hasselmann- Hasenklever eine so niedrige Meinung zu haben, daß sie eS eines Prozesses nicht werth erachtet. Der„Neue" bestreitet in seiner Nummer 91 die Richtig- keit unserer Behauptung, daß sein Abonnentenstand von„7,400" erlogen sei; er sagt, wir hätten vergessen, daß seine Leser vom Ausland keine Stempelsteuer bezahlen. Wir Habenaberdas außerpreußische Deutschland deshalb nicht erwähnt, weil mit Ausnahme von Hamburg die Abonnentenzahl keine erhebliche ist. In Hamburg will der„Neue" allerdings 902 Abonnenten haben; die Zahl wurde uns erst kürzlich von kompetenter Seite auf circa 500 angegeben; und wir sind vollkommen ge- wiß, daß im ganzen übrigen Deutschland höchstens noch 400? Abonnenten des„Neuen" vorhanden sind. Jedenfalls hätte der„Neue" also, auch wenn die„5400 Abonnenten in Preußen" n i ch't geschwindelt sind, noch aus dem ff. gelogen. llebrigens s:i hier an die„200 Mainzer Abonnenten" des „Neuen" erinnert.— Dann behauptet der„Neue", seine Stempel- stcuer in Preußen betrage etwas über 21/» Ngr. per Quartal für 1 Exemplar. Uns wird versichert, der s Bogen Zeitung 20" lang, 20" breit koste per Nummer 1 Pf. Stcuer; der „Neue" mißt ungefähr 17" Höhe und 23" Breite, hat also ziemlich genau das vorgeschriebene Maß für 4 Pf. Steuer; die Berechnung würde folglich auf 3 Sgr. 3 Ps> Stcuer für den „Neuen" ergeben. Nun passirt es weiter dem„Neuen", jetzt die 500 Thlr. Steuer als voll anzunehmen, währender selbst sie früher nur auf g e g c n 500 Thlr. angab, was jedenfalls weniger als 500 andeutet, und in der Berechnung einen gewaltigen Unter- schied macht. Wir werden übrigens genauere Erkundigungen über die Stempelgebühren des„Neuen" einziehen und dann darauf zurück- kommen. Wenn der„Neue will, daß man ihm glaube, so mache er seinen Abonnentenstand nach den Orten, in denen er gehalten wird, bekannt; dann wird sich am besten zeigen, waS Wahres an seiner Behauptung ist. Der„Bolksstaat" hält damit nicht hinter dem Berge; und er hat auch gar keinen Grund, sich vor dem„Neuen" zu verstecken. Der„Bolksstaat" hat augenblicklich 5700 Abonnenten; also, wenn die 7400 Abonnenten des„Neuen" nicht erlogen wären, 1700 weniger als er. Aber unsere Partei hat außer dem„Volksstaat" in ihrem Hauptcentrum nicht weniger als 5(wenn auch nicht officielle) Localblättcr, die 8— 9000 Abonnenten.besitzen, und es liegt auf der Hund, daß dieser Abonnentenstand, wenn es sich darum handelt, die Stärke der Parteipresse abzuschätzen, mitgezählt werden muß. Wir haben daher alle Ursache, mit dem Stand der Dinge zu- frieden zu sein. Leipzig. In Sachen des Herrn Hans Blum, über den in voriger Nr. Verschiedenes mitgetheilt worden war, geht uns von gutunterrichteter Seite die Mittheilung zu, daß die Sammlung für Robert Blums Familie nicht 80,000, sonvern ca. 25,000 Thaler betragen hat, sowie daß das Sammlungs- resp. Verwaltungscomitee aus folgenden Personen bestand: dem Vormund der Blum'schen Kinder, Advokat Haubold( nicht Hegel), Prof. Bigard in Dresden, dem verstorbenen Advocat Ree in Darmstadt( Liebknechts Schwiegervater) und den weiland Mitredakteuren der Robert Blum'schen ,, Vaterlandsblätter": dem verstorbenen Barlamentsbelegirten Günther und dem ( zu unserem Zeitvertreib hoffentlich recht lange) noch lebenden Bolizeidirektor Dr. Rüder. apit de Berichtigung.son In der Note zur Pacifico- Affaire( Nr. 63, Seite 2) Spalte 2, ist durch einen Druckfehler das Wort„ Lord Palmerston" weggeblieben vor, ließ, als Zahlung verweigert wurde, ein englisches Geschwader bie Kanonen auf Athen richten." pit e ndal Ferner bitten wir alle auswärtigen Kollegen, den Zuzug von Leipzig noch fern zu halten. Unterſtüzüngen bedürfen wir nicht mehr, auch ist der Sieg unser, wenn noch 1 Monat der Zuzug fern ge: halten wird. Das Comitee. Leipzig. Fälscher. In seiner Nr. 89 schrieb der ,, Neue" nachdem er mitgetheilt, daß seine Agitatoren Hartmann und Frohme wegen Hochverraths( ,, was beiläufig ein bodenloser Unsinn ist, denn für eine Rede tann man höchstens wegen ,, Vorbereitung" oder Versuchs" zum Hochverrath angellagt sein") in Antlage gefeßt wor den" Das find also die Männer, welche der ,, Volksstaat" und die anderen Blättchen der Bebel- Liebknecht'schen Partei fortwährend beschimpfen, sie Polizeispißel nennen." " Gegenüber diesem durchaus ungegründeten Vorwurf erwiderten wir in Nr. 63, daß wir niemals die Herren Frohme und Hart mann, Polizeispißel" genannt, sondern u. f. w. Was thut nun der Neue"? Er schreibt in Nr. 91: " Der Volksstaat behauptet, daß seine Partei(.wir" wie er sich ausdrückt) Frohme und Hartmann niemals Polizeispizel genannt hätte." Die Redaktion des ,, Volksstaat" ist nicht so arrogant gewesen, " " IF " schüchterten, 30 pet. zu den Versöhnten und der Neft zu den Agitatoren und mißvergnügten Arbeitern gehörten, die gerne, ohne selbst zu arbeiten, Andere für sich arbeiten ließen, um deren Geld zu verzehren. Gleich darunter kommt ein Artikel über die Berliner Woh nungsnoth, worin er die Tigerherzigkeit und Habgier der Hausbesizer hervorhob. Also oben geschimpft und unten zugegeben, daß die Arbeiterklagen doch nicht unbegründet find. Es leuchtet ein, daß man es mit einem bloßen Lohnschreiberlein zu thun hat. " Während ich diesen Artikel schreibe, bin ich bemüht, durch eine breiwöchentliche Brummerei" im hiesigen Gerichtsamt die Ehre des Herrn Bürgermeister Thiele hier rein zu waschen. Es scheint, als wenn derr Herr Bürgermeister retterverzeichniß stehen meister, Thiele auch mit in dem großen Staats: denn er hat Herrn Dr. Otto Walster aus Dresden wegen der Döbelner Rebe bezüglich des Hochverrathsprozesses dem Königl. Bezirksgericht zu Oscha denunzirt, und ist in Folge dessen Herr Walster wegen Majestätsbeleidigung ang flagt und fist derselbe nunmehr im Dschazer Bezirksgericht. Herr Walster soll nämlich gesagt haben, der eönig von Preußen habe 1866 Hochverrath getrieben! Auch der Schullehrer Herr Biel; will Dasselbe gehört haben.eu, bid mege Leipzig, 11. Aug. Die Geme tschaftsunion betreffend. Wir bringen hierdurch sämmtlichen Vorständen und Mitgliedern der auf dem Erfurter Kongreß vertreten gewefenen Gewerkschaften zur Kenntniß, daß die örtlichen Verhältnisse sowie die von Seite der Be- fich mit der Partei" zu identifiziren: das wir" kann in diesem Ist es nicht traurig, wenn ein Arbeiter sein Kind zu einem Lehrer hörbe erhobenen Schwierigkeiten uns veranlassen, die Verlegung des Falle gar nicht Partei" bedeuten, weil der Angriff des ,, Neuen sich in die Sch le schicken muß, der außerhalb der Schule die Funktionen Bororts von Leipzig nach irgend einem Ort außerhalb Sachsens zu ganz direkt auf die Redaktion des Volksstaat" bezog.( Siehe Zeile eines Polizeibeamten verfieht? befürworten. dopad spa M diodes Som 6 dieses Artikels.) Im August, Gefängnißzelle Nr. 7. Um nun aber allen Gewerkschaftsmitgliebern gerecht zu werden, In derselben Nummer nennt ber ,, Neue" den Braunschweiger Heinrich Wolke. wäre unser Vorschlag in Kürze folgender: Da am 5., 6. und 7. Sep- Volksfreund" und die„ Chemnizer Freie Presse"„ Ableger bes Markneukirchen. Wie falsch das Geschrei der Bourgeoisie bei tember in Mainz der Kongreß der sozial- demokratischen Arbeiterpartei Volksstaat", obschon er sehr gut weiß, daß die Partei bis dato in Au bruch eines Strifes ist, daß nur sozialistische Heßereien die Veranabgehalten, werben foll, so mögen die Borſtände der auf dem Erfurter keiner direkten Beziehung zu unseren sozialistischen Tageblättern steht, laffung seien, beweist der in dieser Woche hier ausgebrochene Strife Kongres vertreten gewesenen Gewerkschaften im Einverständniß mit welche das ausschließliche Eigenthum einiger am Erscheinungsort der ber Instrumenten arbeiter( Sattenfpinner, Bogenmacher ihren Mitgliedern, die von den Mitgliedern der sozial- demokratischen selben wohnenden Parteigenossen sind. Zu dieser Bemerkung fühlen u. f. w.). Markneukirchen ist, wie das ganze Voigtland( selbst Blauen Arbeiterpartei belegirten Bertreter der Kostenersparniß halber beauf- wir uns namentlich deshalb veranlaßt, weil wir uns über die Nach- taum ausgenommen) bis jetzt von dem, Gift des Sozialismus“ gänz tragen, nach bem kongreß eine Sigung zur nochmaligen Berathung läffig- und Sorglosigkeit, mit welcher dann und wann unsere partei- lich unberührt geblieben. Der Strite ist nicht allein vollständig berechtigt, resp. Umänderung des unions- Statuts sowie zur Berlegung des Bor- genössischen Tageblätter Annoncen aufnehmen, die das sozialistische wenn man die enorme Steigerung der Lebensmittel und des Rohorts von Leipzig anzuberaumen. Wir ersuchen nun die Vorstände Prinzip beeinträchtigen, schon mehr als einmal brieflich zu beschweren materials, das diese Arbeiter zum Theil selbst zu beschaffen haben, Neue" aber, der unserm Freund in Betracht zieht, sondern um so natürlicher, als der seit nun 2 Jahren der betreffenden Gewerkschaften, unsern Vorschlag so rasch als möglich Gelegenheit nehmen mußten. Der ihren Mitgliedern zur Berathung und Beschlußfassung zu unterbreiten, Bracke, dessen makellosem Charakter nicht einmal ein Schweitzer währende, flotte Geschäftsgang, besonders der Export nach Amerika. den das Resultat dersselben aber uns sofort zu übermitteln. etwas anzudichten vermochte, Geschäftssozialismus" vorwirft, weil Entbehrungslohn" der Capitalisten bedeutend gesteigert hat, wogegen Wird, wie wir hoffen, unser Vorschlag angenommen, so wird ein diesem vielbeschäftigten Mann entgangen war, daß in seinen„ Bolts- die Arbeitslöhne nicht aufgebessert wurden. Die Aussichten auf eine von uns nach Mainz entfendetes Mitglied des Komitees die Sachlage freund" fich eine prinzipwidrige Annonce eingeschlichen hatte, der Wirkung des Strife's sind aber leider gering, denn diese Leute stehen näher erläutern. Mit Gruß und Handschlag Neue" soll vor seiner eigenen Thür fehren und sich seine Nummer 48 in gar feiner Verbindung mit Gewerksgenossenschaften oder Arbeitervom vorigen Jahre ansehen, worin eine medizinpfuscherische Schwindel- vereinen, so daß sie in Bezug auf Unternüßung wohl nur auf sich anannonce enthalten ist, und seine Nummern 9, 10, 12, 13, 35, 38, 40, gewiesen sein werden. Hoffen wir das eine gute Ergebniß, daß die Allgemeiner deutscher Schneider- Berein. 76 vom vorigen Jahre, worin riesige Reflamenannoncen" mit, rie- Arbeiter erkennen, wie sie nne dann etwas erreichen, wenn sie eintreten Berlin. Indem hierdurch die Abrechnung pro II. Quartal 1872 figen Lettern" die Held- Daubik'sche Staatsbürgerzeitung" em in die große Reihe der internationalen Assoziation. Als ein dienen veröffentlicht wird, werden diejenigen Mitgliedschaften, welche mit ihren pfehlen. Jedenfalls ist es weit weniger kompromittirend, mittelst Zucht- des Glied schließ an ein Ganzes dich an!" hausarbeit billig hergestelltes Schuhfabrikat anzupreisen, als die ge Abrechnungen im Rückstande sind, aufgefordert, ihrer Pflicht schleunigt finnungslose Schnapsbürgerzeitung sagen zu lassen, daß sie ,, in frei( ,, Dresdener Volksbote.") nachzukommen, event. ihre Kassirer resp. Bevollmächtigte dazu zu veranlassen. Bon Regensburg und Würzburg sind erst nach Ab- hat im Bolksfcentib bien aller Boltlaſſen perete tu dem ,, Volksfreund" bezüglich der Zuchthausschuhmacherei- Annonce ſchluß der Bücher Abrechnung und Geld eingesendet worden, daher die eine zweimalige Prinzipverlegung nachgewiesen, wir dem„ Neuen betreffenden Summen erft in nächster Abrechnung aufgeführt werden eine neunmalige. Daraus wird der ,, Neue" ersehen, daß er es nicht Einnahme: Abrechnung pro II. Quartal 1872. Vortrag vom nöthig hat, uns seine ,, Redaktion jebe Woche zweimal nach Leipzig 1. Quartal 61 Thlr. 2 Sgr. 10 P. Von Nürnberg 38 Thlr. 13 Sgr. 3 Bf. Boltsstaat" fann Fälscher zu Mitarbeitern nicht brauchen. Und zu schicken" und uns zur Verfügung zu stellen." Die Redaktion des Bon Chemniz 3 Thlr. 23 Sgr. Von Bayreuth 10 Thlr. 28 Sgr. baß die Herren vom ,, Neuen" Fälscher sind, wollen wir, wie am An10 Pf. Von Stabe 3 Thlr. 2 Sar. 3 Pf. Passau 1 Thlr. 27 Sgr. fang dieses Artikels, auch hier am Schluß zeigen. Der„ Neue" 5 Pf. Leipzig 4 Thlr. 4 Sgr. Bremen 2 Thlr. 25 Sgr. Von Berlin tönnen. 1. A des Komitees's, D. Stetzer, Weststraße 51. 4 Thlr. 17 Sgr. Summa 130 Thlr. 23 Sgr. 7 P. Ausgabe: ſchreibt( Nr. 89): Für Outs und Beitragsstempel Bayreuth 2 Thlr. 15 Sgr. Für 1000 Aufrufe an alle Schneiber etc. 2 Thlr. 25 Sgr. Sterbegeld für Frau Edstein( Nürnberg) 12 Thlr. Porto für Brief., Paquet- und Kreuzbandsendung 3 Thlr. 20 Sgr. 6 Pf. Für Schreibmaterialien Emballage 21 Sgr. 6 Pf Summa 21 Thlr. 22 Sgr. Einnahme 130 Thlr. 23 Sgr. 7 Pf. Ausgabe 21 Thlr. 22 Sgr. Kaffenbestand 109 Thlr. 1 Sgr. 7 Pf. Berlin, 6. Aug. 1872. A. Reimann, Geschäftsführer. H. Lüdice, Hauptkassirer. Die Richtigkeit der vorstehenden Abrechnung haben im Hauptbuch, Namens am 23. Juli anwesenden Delegirten unseres Barris, beglaubigt: Ernst Gaspar( Leipzig), Julius Baumann( Nürnberg), Aug. Kühn( Bremen.) " 106 " Halten ihm( dem, Boltsstaat") nach seinem eigenen Geständniß doch seine Parteigenossen den Neuen Sozialdemokrat" als Muster von Redaktionskunst" vor, woraus er hellt, daß man in seiner Partei mit der Redaktionskunst des Boltsstaat" gerade nicht vollständig zufrieden ist." Siehe Nr. 63, Seite 3, Spalte 3, Note 6: Worin bestand aber in Wirklichkeit unser eigenes Geständniß"? H " " " 1 Dresden, 8. August. Den hiesigen Klempnergehilfen wurden bis heute von dreiunddreißig Meistern, welchem Namen unterschriftgezeichnet haben die Forderungen bewilligt. Die Forderungen find: 10tündige Arbeitszeit, 5% Lohnerhöhung, 8 Pfennige pro Stunde mehr für Bauarbeit, und 50% für Ueberstunden. Dresden, 7. Auguft. Holzbildhauerstrike in Aussicht, aller Zuzug ist zu vermeiden. Die vereinigten Holzbildhauer Dresdens. Berlin. Eine offene Erklärung des Vorstandes des HirschDunder'schen Ortsvereins der Steinmeßen und Steinhauer Berlins bie die Volkszeitung" in den Inseraten theil verbannt hat, lautet folgendermaßen: Jm März d. J. trat der Ortsverein der Steinmetzen und Steinbauer Berlins an den Verein der Inhaber von Steinmez- Geschäften mit einem Afford- und Lohntarif heran, der im Durchschnitt eine Erhöhung der bisher üblichen Säße um 25%, sowie eine Verkürzung, der Arbeitszeit forberte. Zugleich ersuchten wir um gegenseitige fomUebrigens wollen wir, da uns von Hamburg aus miffarische Verhandlung. Wer unseren Beruf kennt, dessen träftigste schon manchmal der Berliner, Sozialdemokrat" als Muster Arbeiter schon im Durchschnittsalter von 35 Jahren ins Grab gezogen die von Redaktionskunst entgegen gehalten wurde, wenigstens werden, unmündige Kinder hinterlassend, der wird uns gewiß auch daran erinnern, daß dieser oft monatelang hintereinan- den höchsten Lohn nicht vorenthalten wollen. Die Antwort der geehrten der Lassalle'sche Broschüren statt des Feuilleton" abgedruckt Herren 2c. bestand unn in einem ebenfalls ihrerseits ausgearbeiteten und zur thei weisen Veröffentlichung der ,, Lucinde" wohl länger Tarif, worin dieselben wohl im Allgemeinen unseren Forderungen zuals ein Jahr gebraucht hat." stimmten, jedoch namentlich bei der Attord- Arbeit Beschränkungen geRegensburg, 7. August. Dem Vorort bringen wir hiermit zur Kenntniß, daß sich die Kontrol- Kommission hierorts tonstituirt hat infinuirt durch die Worte seine Parteigenossen" allen unsern Par gegen die früheren Preise schwer schädigte. Auch war der bemerkens Zunächst sei also die Fälschung des ,, Neuen" konstatirt: Er braucht hatten, die den Arbeiter, wie sich durch die Braris herausstellte. und aus folgenden Mitgliedern besteht; Dent, Borsigender; Nieber teigenoffen eine Ansicht, die wir bloß als die Ansicht eines oder werthe Schlußsah darin enthalten: Die Aufnahme der Arbeit nach Stellvertreter; Birnhaug, Kassirer; Baumgärtner, Beisiger; einiger Hamburger hingestellt haben. Dann aber möge fich der den Feiertagen( Ostern) bedingt die Annahme dieses Tarifs." Nach Rid, Geschäftsführer. Indem ich um baldige Uebermittelung der betreffenden Bücher zeugen, daß nicht feine, sondern des weiland Schweizer'schen uns, a.so ohne eine Verhandlung erlangt zu haben, in desen Tacif Neue" aus dem Wortlaut und Sinn unserer Bemerkung über- Prüfung der augenblicklichen Lage der Arbeits- Verhältnisse mußten wir erfuche, zeichne mit sozial- demokratischem Gruß und Handschlag Sozialdemokrat" Redaktionstunst" uns von Hamburg aus entgegen- fügen. C. F. Rid, Geschäftsführer molicies most Nach Beschlüssen der betr. Gen.- Vers. unterbreiteten wir aufs Neue gehalten" wurde. Herr von Schweizer war in der That kein ungeschickter per Adresse ,, Goldne Sonne", beim Brückthor. Redakteur, abgesehen davon, daß er mit seinen Fähigkeiten schamlosen am 26. Juli den Herren c. einen verbesserten Tarif, zugleich einen Aufruf an alle Böttchergesellen Deutschlands. Mißbrauch trieb, geschickter jedenfalls im kleinen Finger, als die jetzige Durchschnittslohn von 10 Thlr. verlangend, und wünschten wiederum Durch die angebahnte Vereinigung des Gewerkvereins deutscher Führerschaft im ganzen Leibe. Deßwegen nun, weil Herr von Schweißer eine tommissarische Verhandlung bis 1. August. Holzarbeiter und der Internationalen Gewerksgenossenschaft der Holz- recht populär schreiben fonnte eine Eigenschaft. die ,, von Hamburg Da die am 1. August eingegangene Antwort in feiner Weise diesen ge= arbeiter ist die, gewiß von allen deutschen Gewerksgenossen aufrichtig aus") am Boltsstaat manchmal vermißt wurde- wurde uns ,, der wiß billigen Forderungen entsprach, beschloß die General- Vers. vom gewünschte und nothwendige Grundlage zum Zusammenwirten aller Berliner Sozialdemokrat" schon manchmal als Muster von Re- 4. August die Einstellung der Arbeit auf sämmtlichen SteinmezZweige unseres Gewertes ermöglicht, was unbedingt nothwendig ist, wenn daktionskunst entgegengehalten". Bom, Neuen" war also gar keine Biäßen und Bauten und die fofortige Abreise aller ledigen Collegen. eine Aenderung der jetzt bestehenden Zustände, durch welche die Ar- Rede; denn den nennen wir nicht ,, Sozialdemokrat", sondern einfach: Zugleich mit diesem Beschluß wurde den 2c. Inhabern die Forderung beiter auch unseres Gewerts geschädigt werden, herbeigeführt werden, Neuen" Soviel über den Wortlaut. Daß auch der Sinn unterbreitet, die tommissarische Verhandlung sofort zu beginnen. Da unserer Bemerkung dieser Erklärung vollkommen entspricht, zeigt sich bis heute noch keine befriedigende Antwort eingelaufen, so übergeben Durch den von Jahr zu Jahr in immer steigendem Verhältniß daraus, daß der Neue", der ca. 10 Monate nach seinem Bestehen wir hiermit diese Angelegenheit dem Urtheil der Berliner Arbeiter, zunehmenden fabrikmäßigen Großbetrieb schwindet auch in unserm Ge-( als er formell mit Schweißer brach) den Abdruck der ,, Lucinde" ein- auf deren moralische wie praktische Hilfe wir wohl sicher rechnen dürfen. werte nicht nur den Gesellen immer mehr die Aussicht, jemals ihr stellte, unmöglich darunter gemeint sein fonnte, wenn von einem Der Vorstand des Ortsvereins.. erlerntes Gewerbe selbstständig und erfolgreich betreiben zu können, Blatte gesagt war, daß es länger als ein Jahr zur theilweisen J. A.: P. Rohn, Tiedtr. 23a." sondern es werden selbst die kleineren Meister von Jahr zu Jahr Veröffentlichung der ,, Lucinde" gebraucht hat." Unter den Lokalnachrichten derselben Nr.( 184 vom 4. August) immer mehr in die Reihen der Lohnarbeiter herabgedrückt und durch Döbeln. Unser ländliches Proletariat. Anfangs Juli theilt die Volkszeitung" mit, daß der Beschluß, die Arbeit einzustellen, bebie Concurrenz der großen Fabriken und Brauereien in bloße Arbeitsschien es, als wollten sich die Dienst boten auf den hier umliegenden reits in Ausführung gebracht sei und sagt:„ Der Grund zu dieſem plößmaschinen verwandelt. dinda polanO Dörfern vereinigen, und hatten auch dieselben in dem hier nahe lie- lichen( Die Unterhandlungen begannen schon im März; aber erst am 4. Collegen, wir fehen, wie fich alle Bewerte vereinigen, um eine genden Dorf Greusnig eine Zusammenkunft gehabt, in ber aber leider Auguſt erfarten die Arbeiter den Strike und dennoch spricht bie„ arbeiter Henderung dieser ungerechten und Lage herbeizuführen. nichts beschlossen werden konnte. Bir sehen, wie die Arbeiter überall mehr und mehr in die gewaltige falls ganz nahe liegenben Dorfe robem aber brach in dem eben- freundliche"" Boltszeitung" von einem plöslichen Ausbruch desselben.) ist die Weigerung der Meister, den von den Gesellen aufgestellten Bewegung der Neuzeit eintreten und alle Kräfte zu vereinigen bestrebt es stellten nämlich vier Knechte bei einem Bauer daselbst die Arbeit Lohn- und Akkord- Tarif mit lesteren fomissarisch zu berathen. Bei find, um in geſchloſſenen Reihen ihr Hecht zu erkämpfen. Darum iſt eines Worgens ein, was allerdings ben Bauer er ball, belt er sie der straffen Organisation in den Geſellentreiſen ist an der Durchführung ganisation in allen Gewerken herzustellen. Diesem Berein beizutreten, währen, worauf die Arbeit wieder aufgenommen wurde. auch der Gewerkverein der Holzarbeiter geschaffen, um eine feste Or Arbeiter nöthig brauchte, denselben eine kleine Lohnzulage zu ge- der Forderung seitens der Arbeitnehmer faum zu zweifeln." ist Eure Pflicht. Bedentt, daß gerade in unserm Gewerke die Zuſtände von Jahr zu Jahr sich verschlechtern, je mehr b bei uns das Band der Brüderlichkeit, der Geit der Zusammengehörigkeit verschwunden ist. Wir sehen, wie sich die Fabrikanten vereinigen, also ist es unsere Pflicht, Dasselbe zu thun. Der Augenblick des kräftigen Handelns rückt immer näher an uns heran, und noch sind so Viele von Euch, welche die Nothwendigkeit noch nicht eingesehen haben, sich unserer Sache anzuschließen. Wir richten daher an Euch alle den dringenden Mahnruf, in kürzester Frist Eure heiligste Pflicht zu erfüllen, herzutreten und mitzuarbeiten, damit das Werk zum Segen unser Aller gelingen möge. Wir bürfen und können nicht an Euch zweifeln! Unser Wahlspruch sei: Alle für Einen und Einer für Alle! soll. Collegen! Ihr Alle fühlt so gut wie wir, daß es unter den jebigen Berhältnissen nicht mehr möglich ist, zu bestehen. Ihr Alle müßt so gut wie wir einsehen, daß, wenn wir einig dastehen, unfere gerechten Ansprüche zur Geltung fommen müssen. Darum werfet alle kleinlichen Borwände bei Seite und saget nicht mehr: ,, Sie find unter sich nicht einig!" Denn der es ausspricht, ist selbst das Hinderniß. Wer aber feinen Fuß dafür regt, feine Hand anlegt, und feinen Pfennig für die Sache opfert, dem fann nicht einmal das Recht des Tadelns übrig bleiben. Darum vorwärts, und nicht lange gezögert, und in fürzerer Beit wird unser Verein sein ein Bruderbund der Genossen, ein Schutzund Truzbündniß der Bedrängten, ein sicheres Bollwert den Kämpfern. Darum hoch das Banner der Brüderlichkeit! Hoch die Fahne der Soli barität! " " Hermsdorf ein kleiner Strife aus, Hierauf erhielt aber schnell der Wirth zu Greusnig vom Gensd'armen Köhler hier die Weisung, seinen Saal nicht etwa zu einer Boltsversammlung der Arbeiter herzugeben, was auch der Wirth da selbst gehorsamst befolgen wollte; ich, Unterzeichneter, ließ es mir natürlich angelegen sein, diesen Herrn Schankwirth eines Anderen zu belehren, und zwar nicht ganz ohne Erfolg. Aber man sucht die Arbeiter noch auf ganz andere Weise einzu schüchtern. Man erließ nämlich seitens des hiesigen Gerichtsamtes eine Verfügung, in der mehrere Verbrechen, welche zuvörderst zur Anzeige geeignet sind, aufgezählt sind, worunter Hochverrath, Aufruhr, Tumult u. s. w. obenan stehen. Dann waren mehrere SS des Gesetzblattes vom Jahre 1835 aufgezählt, worin es unter Anderem wörtlich heißt: daß ein jeber Dienstbote seiner Herrschaft Treue, Ehrerbietung und Gehorsam schuldig ist und für sie fleißig zu arbeiten, auch nach der bestehenden häuslichen Ordnung sich zur Ruhe zu begeben und früh aufzustehen verbunden ist und auch kein Recht habe, feinen Dienst augenblicklich zu verlassen, widrigenfalls derselbe Rückführung in selbigen, nach Befinden auch Gefängnißstrafe bis zu 14 Tagen zu gewärtigen hat, und der Herrschaft zum Ersaz des aufgelaufenen Schadens verpflichtet wird. Königliches Gerichtsamt Döbeln, den 18. Juli 1872. Franz." Wohlweislich hat der Herr Amtmann vergessen, den Arbeitern zu sagen, daß sie auch nicht nöthig haben, von früh zwei Uhr an bis Abends zehn Uhr, ja noch später zu arbeiten, und daß unter solchen Umständen ein jeder Dienstbote das Recht hat, die Arbeit sofort nieberzulegen. Auch hat der Herr Amtmann vergessen, die schlechte Kost, welche den ländlichen Arbeitern oftmals dargeboten wird, in Erwähnung zu bringen. In diesem Zeichen werden wir fiegen, die Zukunft gehört uns. Leipzig, b. 3. Auguft. Der Vorstand der Böttchersektion. NB. Aue arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, verstehenden Aufruf zu veröffentlichen. Leipzig. Zum Glaserstrike. Wir machen alle Glasergehilfen Zugleich brachte auch der hiesige ,, Anzeiger" einen Artikel, worin es darauf aufmerksam, daß diejenigen Meister, welche unsere Forderungen hieß, das Effener Strifefomitee habe sich aufgelöst und betrüge die noch nicht bewilligt haben, gesonnen sind, eine Herberge für die Bahl der Strifenden feine 7000 mehr, wovon 60 pet. zu den Eingejenigen Gesellen zu gründen, welche sich dem Strife nicht angeschlossen oder auf feige Art ihre Kollegen im Stich gelassen haben. Wir machen*) d. h. von einigen Erlesern des ,, Sozialdemokrat", denen die hiermit bekannt, daß unsere Herberge nach wie vor bei Moßig, Schweizer'sche Schreibweise, so in Fleisch und Blut übergegangen ist, Gerberstraße 56 sich befindet. baß ihnen feine andere mehr gefällt. " Berlin. Die anläßlich des in Nr. 61 erwähnten Gesuchs der Lokomotivführer der königl. Bahnen um Aufbesserung der Gehälter gebrachte Mittheilung, taß Aerzte abgeordnet worden seien, um durch Theilnahme an den Fahrten die Einwirkungen des Dienstes auf die Gesundheit der Lokomotivführer zu prüfen, ist nach den neuesten Nachrichten dahin zu ergänzen, daß in der That vor circa drei Wochen ein Arzt auf einer Lokomotive von Breslau nach hier und wi ber zurück gefahren ist, daß aber durchaus keine offizielle Abordnung stattgefunden hat. die betreffenden Fahrten allerdings mit Genehmigung der BahnverDer Arzt, ein Privatdocent auf der Universität zu Breslau, hat waltung unternommen, aber lediglich um seine praktischen Erfah rungen zu bereichern. ihrem Gesuch ablehnend beschieden worden sein und sollen dieselben Uebrigens sollen die Lokomotivführer mit jetzt vorhaben, an den Handelsminister direkt sich zu wenden. eine von der sozialdemokratischen Partei einberufene Versammlung Forst, 29. Juli. Am Sonnabend, den 27. Juli, fand hierorts statt, in welcher Herr Fischer aus Spandau als Redner auftrat. Herr Fischer sprach über die Entstehung und die Ziele der sozialdemokratischen Partei. heutigen Gesellschaftszustände und ihr Bestreben die politische wie Die sozial- demokratische Partei sei das ureigenste Produkt der ökonomische Emanzipation der Arbeiterklasse. Redner besprach auch die Hirsch Dunder'schen Gewertvereine und wies nach, daß dieselben, trop Dr. Hirsch, schon vielfach das sich gesteckte Ziel des harmonischen" Zusammenwirtens mit den Arbeitgebern überschritten hätten und durch die thatsächlichen Verhältnisse sehr bald zur gänzlichen Aufgabe der Harmonietheorie gezwungen werden würden. " Nach Beendigung des beifällig aufgenommenen Vortrages des Herrn Fischer fühlte sich einzufällig" anwesender Maschinenbauer gedrungen, Proselyten für den ,, Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" zu werben. Die Versammlung, die nicht recht einzusehen vermochte, daß der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" nur allein die Sache der Arbeiter zu vertreten habe, gab dem Mann sehr bald zu verstehen, daß es sich hier um die Sache, und nicht um die Form, um den Kern und nicht um die Schale handele, so daß der Betreffende nach bermag. " 1350) jun drated etlichen erläuternden Worten des Herrn Fischer es für gut fand, während bant litt am horror vacui*). Herr Salomon erbot sich, seine Kon- 8 Mgr. Frohburg, Volksver. 6 Ngr. Frankfurt a. M., 6 Ngr. der inzwischen eingetretenen Pause den Saal zu verlassen. zeffion für 6000 Thaler an die biesigen Kutscher abzutreten. Die aber( 4 Ngr.) Giesen, Orbig( 2 Ngr.) Gotha, soz.- bem. Arb.- Verein Mit sozial- demokratischem Gruß J. D. schüttelten die Köpfe. Da, in der höchsten, der schrecklichsten Noth",( 2 Ngr.) Hannover, soz.- bem. Arb.- Ver. 1 Thlr. 8 Ngr.; GesangMagdeburg. Am 30. v. M. hielten die hiesigen Schneider fam ein genialer Kopf auf einen rettenden Gedanken: Die Kutscher ver. 11 Ngr.; Holzarbeitergew.( 5 Ngr. 5 Pf.) Samburg, soz.- dem. eine Bersammlung ab, um die Berichterstattung ihres zum Leipziger sollten sich als Verein konstituiren, 1000 Thaler nicht mehr 6000! Arb.- Ver. 1 Thlr. 27 Ngr; Holzarbeitergem. Aussch.( 7 Ngr.) HerSchneiderkongreß entsandten Delegirten, Herrn John, entgegenzu- Entschädigung an Herrn Salomon bewilligen( mit der geheimen born, Heinz( 4 Nar.) Lugau, Turnverein( 9 Ngr.) Lunzenau, nehmen. War die erste Versammlung, in welcher Herr John gewählt Bedingung, daß fie dieselben ja nicht zu zahlen brauchten, das besorge Arb.- Bildungsver. 4 Ngr.( 12 Ngr); Mathes Restaurateur( 4 Ngr.) wär, nicht stark besucht, um so besser war es die zweite; dieselbe die Spielbank mit Wonne), und endlich wieder kutschiren." Und- Leipzig, Arb.- Bildungsverein 8 Ngr.; Metallarbeitergewerkschaft 22 zahlte gegen 300 unserer Collegen und ein ruhiger und sittlicher Ernst so geschah es. Der Kurphilifter freut sich der Schlappe" der Kutscher, Ngr.; Kürschnerver. 1 Thlr- 4 Ngr.,( 29 Ngr.); Holzarbeitergerertbeherrschte die Versammlung. Es waren auch die Meister des kleinen bie Polizei ift froh, dieses Handels ledig zu sein, kurz, allseitige Be- schaft 29 Ngr. Mainz, Lemoisne 7 Ngr.; Leyenbeder( 5% Ngr.) Gewerbebetriebes vertreten, und was Manchem vor Kurzem noch un- friedigung ist das eultat dieses friedlichen Abschlusses. Der Schluß Marburg, Arb.- Bart.( 3 Ngr.). München, Arb.- Part 8 Ngr.( 3 flar war, sah er jetzt in vollem Lichte, da er den Druck der heutigen ist gewiß heiter, aber die Gedanken, die dem denkenden Menschen aus Ngr.); Tischlerfachverein( 4 Ngr.). Mähr. Schönberg,( 3 Mgr. Kapitalmacht von Tag zu Tag mehr fühlt und isolirt nichts dagegen der Betrachtung solcher Zustände aufsteigen, sind ernst genug. 5 Pf.) Pfullingen bei Reutlingen, Renz( 8 Ngr.) Reichenbach, To( Demofr. 3tg.) i. Bgtld. Arb.- Part. 6 Ngr., Müller 9 Ngr. Ronneburg, Bolts Herr John referirte über die wichtigsten Punkte des Kongresses, Nürnberg, 3. August.( Was die Nürnberger Bourgeoisie unter verein 7 Ngr.( 21, Ngr.) Manufakturarb.- Gew. 6 Nar. Nochlitz, Arb. und die Versammlung folgte ihm mit großer Aufmerksamkeit. Er Coalitionsfreiheit versteht.) Vor ungefähr 6 Wochen gründeten die Ver.( 22 Ngr.) Stollberg, Arb.- Bildungsver. 7 Ngr. Siuttgart, erklärte, daß der Eindruck, welchen dieser Kongreß auf ihn gemacht Bleistiftarbeiter von Schweinau und Nürnberg einen Fachverein, soz.- dem. Arb.- Ver. 9 Ngr.( 18 Ngr.) Wandsbed, soz.- bem. Arb.habe, ein unvergeßlicher für ihn sei und forderte die Anwesenden auf, um in demselben über Verbesserung ihrer Lage zu berathen. Von uns Ver.( 4% Ngr.). Würzburg, Schuhmachergew. 7 Ngr.. Waldallen unvernünftigen Egoismus von sich zu werfen, und sich brüder- in mehreren Versammlungen unterstüßt, nahm der junge Verein einen heim, Produktivgenossenschaft( 8 gr 5 Pf.). Werdau, Arb.- Partei lich die Hände zu reichen zum Schuß und Truz gegen die Ausbeutung erfreulichen Aufschwung und zählte bereits über 200 Mitglieder. Nach( 3 gr. der Kapitalmacht. Berlauf einiger Wochen richteten die Vorstände im Auftrage sämmt= Wir sprechen die sichere Erwartung aus, daß die Vertrauens Hierauf sprach Herr Habermann in sehr wahren und treffenden licher Bleistiftarbeiter ein in der denkbar höflichsten Form abgefaßtes männer der Partei wie die Vorstände der Vereine pflichtgemäß Worten, sezte auseinander, wie die zu Berlin tagende Meisterver- Gejuch an die Fabrikanten, in dem fie um eine geringe Lohnaufbesse- Sorge tragen werden, daß die Annoncen- Beträge, besonders die Rüd sammlung eine Coalition der Arbeitgeber schaffen wolle, um den rung nachsuchten.( Die Mehrzahl der Bleistiftarbeiter steht in Bezug stände, innerhalb 14 Tagen bezahlt werden. Arbeitnehmer gänzlich nach Willkür ausbeuten zu können. Hierauf auf Verdienst und Lebensweise beinahe auf derselben Stufe wie die edmon then Die Expedition des Voltsstaat. verlas Unterzeichneter folgende Resolution, welche nach kurzer Debatte sächsischen Weber.) Was thun die Fabrikanten hierauf? Sie drohen NE Brieftaften einstimmig angenommen wurde. Jebem, der dem Vereine augehört, mit der Entlassung und mehrere der Erpedition: Heitbrind in Bielefeld f. Annoncen 4 Gr.; F. in ,, Die heute hier tagende Versammlung der Schneider Magde- Berwaltungsmitglieder sind vorige Woche wirklich gemaßregelt worden. Wien 48 Thlr.; Martin in Hainichen f. Annoncen 19% Gr.; Geib in burgs erklärt sich mit den Beschlüssen des Leipziger Kongresses ein- Die Helden, die dieses Attentat auf die Coalitionsfreiheit der Arbeiter Hamburg f. Annonce 1 Thlr. 14 Gr. M. Opp. in H. f. Schrift. 11 Gr.. verstanden und beschließt, der dort gegründeten Gewerksgenossenschaft, verübt, sind die fortschrittlichen Herren Fröschus, W. Städler, der Redaktion: B. Berlin: Manuscript tam erst Freitag früh hier im Falle die zur Erwägung vorgelegten Statuten für zweckmäßig an- Großberger und Conradi. Morgen findet nun deshalb General- an, also viel zu spät für die Sonnabendsnummer. Aus dem Burg zuerkennen find, beizutreten." versammlung in Schweinau statt und werden wir den Ausgang die thal, W. L. Rochlitz, Schm. Elberfelds in nächster Nummer. H. H. Ich forderte hierauf im Sinne meiner Vorredner die Versamm- ser Angelegenheit nächstens in einem längeren Artikel mittheilen. Granada: Mstg. bankend erhalten; les kann jedoch erst in einigen Wochen lung nochmals zur Einigkeit auf, durch welche allein wir emanzipirt Doch nun zu etwas Anderem, recht unerfreulichem für Arbeiter zum Abdruck gelangen. Dant dem uneigennützigen Fleiß unserer werden und die Fesseln der Kapitalmacht abschütteln können. herzen. Vorgestern Abend um 5 Uhr explodirte in der Meßthaler Mitarbeiter sind wir stets auf 2-3 Monate mit Aufsätzen versorgt. Collegen allerorts, blicken wir hin auf die Männer, welche für schen Maschinenfabrit auf dem Tafelfeld der Dampffessel und richtete ihre Ueberzeugung, für die Rechte der enterbten Menschheit, für das eine furchtbare Verheerung an. Ein Maurerpolier, der oben beschäf Für politisch Gemaßregelte. Proletariat im Kerker schmachten und lassen Sie uns das Vertrauen, tigt war, den Kessel frisch zu ummauern, wurde sofort getödtet. Der welches dieselben in uns, in das Proletariat gesezt haben, zu recht- Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt und der Körper etwa dreißig fertigen suchen. dim qua H. Mewes. Schritte über das nächststehende Gebäude hinweggeschleudert. 5-6 Danzig, 1. Auguft. Eine eigenthümliche Beleuchtung zu dem Arbeiter liegen sehr schwer verwundet im Spital und eine noch größere Kapitel Staatshilfe" gibt das Verfahren der kaiserlichen Schiffswerft Anzahl ist mehr oder minder leicht verletzt. Das Kesselhaus ist dem hier. Schon im vorigen Jahre erhielt der hiesige Schiffsbaumeister, Erdboden gleich, und ist es nur dem Umstande zu verdanken, daß Herr Klawitter, als derselbe die von den Schiffszimmerern in Anbe- noch nicht alle Arbeiter vom Vesper zurückgefchrt waren, daß das Untracht der schlechten Arbeitsverhältnisse gestellten Forderungen nicht glück nicht noch gräßlicher ausgefallen ist. Der Kessel war notorisch bewilligen wollte, 30 der auf der kaiserlichen Werft beschäftigten Ar- schlecht, und nur die niederträchtigste Ausbeutungssucht des Fabrikanbeiter zur Verwendung, und ganz dasselbe Spiel wurde vor wenigen ten und die Unfähigkeit des Ingenieurs Abraham sind an dem schreckWochen bei dem Schiffsbaumeister Devrient in Scene gefeßt, indem lichen Borfalle Schuld. Noch vorige Woche mahnte der Heizer den bie Direktion demselben 20 ihrer Arbeiter zur Ve.fügung stellte. Etwa Ingenieur, den Kessel machen zu lassen, worauf ihm die ächt kapitalistische fich Weigernde werden natürlich entlassen. Es erklärt sich übrigens Antwort zu Theil wurde: Ach was, machen lassen? Der Kessel muß§ aus diesem Verfahren zur Genüge, daß in Bezug auf das schlechte noch gehen." Am Morgen des Unglückstages ließ man die vorhanLohnverhältniß die Direktion sich auf die Privatunternehmer und diese denen Risse, durch welche bereits das Wasser drang, verstemmen wieder auf die erstere berufen können. ( Bolfszeitung.") und Nachmittags ging der Teufel los. Welchem sachverständigen Arbeiter ginge da nicht die Galle über? Muß es da nicht. Jedem wünschenswerth erscheinen, die ganze heutige Produktionsweise so bald wie möglich beseitigt zu sehen? " Braunschweig. Nachträglich theilen wir noch zwei der auf dem Braunschweiger Arbeitertag gefaßten Resolutionen mit: " In Erwägung, daß die meisten Arbeitslokale ungenügende Bentilation haber., und daß viele Lokale durch ihre ungesunde Lage direkt die Gesundheit der Arbeiter schädigen, erklärt der Irbeitertag, daß es die Pflicht des Staates iſt, bie Arbeitslokale einer regelmäßigen Controle zu unterwerfen und die schlechten Einflüsse derselben auf die Gesundheit durch hohe Strafen gegen ungesunde Lotalitäten zu befeitigen." 2nd Von W. in Penig 1 Thlr.; K. in Borna 5 Gr.; v. M. Opp. in H. 8 Gr.; Erlös einer Auktion eines Königsbildes von A. K. in Neu Erp. d. V. schönefeld 15 Gr. burch Ewald. Genoffenschaftsbuchdruckerei zu Leipzig. Biss Mittwoch, den 28. Auguft snails Taußerordentliches *** Generalversammlung фоток im Saale des Arbeiterbildungsvereins, Ritterstr. bei Schatz. Tagesordnung: Abänderung des von der Behörde beanstandeten 10 des Genossenschafts Statuts. Leipzig, 12. Auguft. ( 2) 1 Der Aufsichtsrath: P. Ullrich, Vors. 108 Für Leipzig. ald 1 houQ., Gewerksgenossenschaft der Holzarbeiter. Einladung zum did not 1801 Stiftungsfest. Der getödtete Maurer ist Familienvater und viele der anderen verlegten Arbeiter ebenfalls. Alle übrigen Arbeiter, die unverlegt blie= ben, sind augenblicklich arbeitslos. Wir wollen sehen, auf welche Die Parteigenossen von Nah und Fern werden hierdurch freundWeise das sogenannte Haftpflichtgefeß gegen diesen Ausbeuter in An- lichst eingeladen, an unserem Stiftungsfest, welches am 18. August wendung gebracht werden wird. Für Leipzig. Ein anderes Bild. Gestern Nachmittag reifte der deutsche Kai- von Nachm. 3 Uhr in den Räumen der goldenen Krone zu Connewis Programm: 3103 081 ,, Der Arbeitertag erklärt: Die Arbeiterklasse, bas befiz- und recht- fer" incognito hier durch. Heldengeneral von der Tann hatte stattfindet, sich recht zahlreich zu betheiligen. los gemachte Proletariat, welche trotz aller annectirten Länder und Ihn an der Landesgrenze( wie heißt: ,, baierische Landesgrenze"?) emConcert, Feftrede, gehalten von Th. Yord,( Hamburg). Abends Ball, Feuerwerf u.. w. Das Fest Comitee. eroberten Provinzen, feinen Fuß breit vom„ theuren Vaterland" ihr pfangen und dinirte mit ihm. Dazu spielte die Mufit vom 14. Regiment und das versammelte gebildete Publikum ,, hochte" Ihn an. eigen nennt, troy aller erbeuteten Millionen und erkämpften Milli- als 1866 die Defterreicher hier durchkamen, war ebenfalls fortwährend ( 2) 1 arden von Kriegssteuern kaum mehr im Stande ist, ben Luxus einer viel Bolt versammelt, und so tam es auch, daß man einmal einen eigenen Wohnung zu erschwingen und einen heimischen Heerd zu ben Zug Ochsen für österreichische Soldaten ansah und anhochte. Aehnlich gründen, hat nicht den geringsten Grund, Fefte zu begehen, die von ging es diesmal. Kurz vor dem Kaiserzug fuhr ein Güterzug in den den herrschenden Gewalten und den an der gegenseitigen Verhebung Bahnhof, und die vom Perron vollständig abgesperrte Menge brüllte und Zerfleischung des Proletariats interessirten Klassen, als sogenannte ein wahnsinniges Hoch. Ob dieser Zug ebenfalls Ochsen enthielt, mis,, Volksfeste" in Scene gefeßt werden sollen. Proletarier aller Länder sen wir nicht. vereinigt Euch!" ist unsere Barole. Schimpf und Schande über die Arbeiter, die sich an der Sedanfeier der Ausbeuterklassen betheiligen jollten." 42 Polizeidiener in Uniform und 4 als geheime Spiteln bewachten ben allerhöchsten Leichnam, macht Summa Summarum 46 Mann. er wollte da noch attentaten? Die Sozialdemokraten haben ja über: 15. haupt während der Arbeitszeit keine Zeit zur Ausführung solcher got teslästerlichen Gedanken. Auch unser hochlöblicher Stadtstromer mit der unvermeidlichen Halskette war anwesend. Oh, wie süß ist doch das Wedeln und Bauchfriechen!!! Sozial- demokratischer Arbeiterverein. Freitag, 16. August, Abeuds 8 Uhr Gäste willkommen im Leipziger Saal. Der Vorstand. Gewerkschaft der Holzarbeiter. splote any Versammlung der Festkomitee Mitglieder, Donnerstag, den Auguft im Arbeiterbildungsverein, Abends 8 Uhr. D. St. Für Leipzig. m. bei Menn( Johannisthal) einen Regenschirm stehen gelassen Der Herr, der in der allgemeinen Arbeiterversammlung vom 2. d. hat, wolle denselben abholen bei E. Seifert, Neuschönefeld, Eisenbahnstr. 4, II. k Einladung zum Stiftungsfest bes Volksverein zu Meerane. dijakop Sonntag, den 1. Sept., Nachmittag 4 Ubr Samburg, 6..Auguft. Wie überall, so kann auch hier bie Strifebewegung nicht zur Ruhe kommen. Sehr erklärlich, benn es ist noch sehr, sehr viel nachzuholen, bevor die verschiedenen Arbeitsbranchen durchschnittlich eine Lohnverbesserung, die nur annähernd im Verhältniß zu den hohen Lebensmittelpreisen steht, sowie eine ArbeitsAus diesem lezten Berichte sehen Sie, mit welchem Publikum zeittürzung erreicht haben. Außer den Sattlern, deren Strife den wir hier zu kämpfen haben. Das nationalservile durch und durch ver Lesern des„ Boltsstaat" bekannt ist, striken hier die Kohlenarbeiter, sumpfte Nürnberger Spießbürgerthum tann nicht begreifen, wie JeLohnerhöhung fordernd, feiner zum Theil die Arbeiterinnen in den mand einer anderen, der seinigen engegengefeßten Meinung sein kann, Produktengeschäften( Lumpen- und Papiersortirerinnen), welche mehr und brüllt stets wie ein angeschossener Büffel, wenn es nur das Wort Lohn und weniger Arbeitszeit verlangen, endlich sind die Steinbrügger Sozialdemokrat zu hören bekommt. Nehmen Sie dazu die heimtückische ( Pflasterer) einem Strife nahe. Lestere stehen im Dienste der Stadt, agitationsweise der Hirsch- Dunckerschen, so werden Sie zugestehen, daß in den Räumlichkeiten des Bairischen Sofes. verlangen eine Arbeitszeit von 6-6 Uhr( bisher 6-7 Uhr) bei Vord sehr Unrecht hatte, wenn er auf dem Braunschweiger Arbeitertag Die Festrede gehalten von einem der tüchtigsten Pazteigenoffen. Stunde Frühstücks- und 1%, Stunde Mittagspause, und haben zugleich Alle Freunde und Gesinnungsgenossen, welche ben Zweck dieses auf 4 Schillinge( 3 Sgr.) Lohnerhöhung pro Tag angetragen, was lagte, wir Süddeutschen trieben Kirchthurmspolint. Dagegen verwahren wir uns ganz entschieden wir passen unsere Thätigkeit eben etwa 10 Proz. zu ihrem seitherigen Lohne ausmacht. Schon seit zehn ganz einfach den lokalen Verhältnissen an. Ende dieses Monats wer- Festes fennen, laben wir hierdurch zur Theilnahme freundlichst ein. Jahren haben diese Arbeiter keine Zulage erhalten, stehen sich also ben wir auch die Ehre haben, den Berliner Wunderdoktor eine seiner Entree 1 Ngr. Größere Corporationen mögen der Ordnung heute viel schlechter als im Jahre 1862. Ob die Baudeputation auf Gewerkvereinsempfehlungs- und Sozialistenverdammungsreden de- halber ihre Festzeichen zur geeigneten Zeit von hier beziehen. ihr Gesuch eingehen wird, ist noch ungewiß; vor einigen Monaten flamiren zu hören. Wir freuen uns schon darauf. wies fie ein ähnliches Gesuch derselben Arbeiter zurück. Vielleicht hat Zwidau, d. 10. Aug. Da am hiesigen Orte ein Strike der fie inzwischen die ungünstige Lage ihrer Arbeiter mehr studirt und er: Tischlergehilfen in Aussicht steht, werden alle Collegen ersucht, fannt, daß die Forderung der Arbeiter in der That eine bescheidene Buzug nach hier fern zu halten sowie Arbeits- Nachweis zu senden ift. Sollte sie es nicht gethan haben, nun, dann wird die Noth ihr an das Komitee der Zwickauer Tischlergehilfen per Adresse Herrn Beto einlegen müffen. Daß man die hohe Behörde dann in die Acht Richter, Herbergswirth, Scheergasse. J. A.: H. Hertel. erflärt, wie es die Krämercommis neuerdings in Bezug auf die GeDanzig. Hier haben fämmtliche Schiffszimmerer die Arbeit schäftsinhaber thun, welche des Sonntags Nachmittags noch scaffee, eingestellt. Zucker und Bonbons verkaufen wollen, wird wohl der Herr StaatsBrüffel. Hier steht ein Kürschnerstrite bevor; es haben nämanwalt nicht gestatten. Den Krämercommis erlaubt man diese einzige lich die Büsseler Kürschnermeister eine Contre- Internationale Meerane, den 14. Auguft. ( 4) 1 Der Vorstand. Für Eßlingen..?) sid Nächsten Sonntag Abend Zusammenkunft dited bei Förnsler, Bierbrauer. Papierwäsche! Es werde Licht", " ( 2) 1* Waffe, von der sie auch eifrig Gebrauch machen. Leider find viele gegründet, deren Statut heute berathen wird. Der§ 1 dieser Sta- nebft Shlipsen und Kravatten in beliebter Auswahl, empfiehlt ihrer Prinzipale zu sehr Krämerseelen, um das Arbeitsjoch der Ge- tuten heißt: Jedes Mitglied der Kürschnermeister- Assoziation ist bei bei reelen Preisen C. Beyer, Colonnadensir Nr. 1. hulfen und Lehrlinge zu erleichtern. Sie befürchten, für ihre Leute verpflichtet, jeden Arbeiter, der der Internationale sei ,, Müßigang aller Laster Anfang" und vermögen den Begriff„ Gr- Strafe von.. holung" nicht anders zu erklären als durch den Hinweis auf ein hie- angehört hat, sofort zu entlaffen. S2. Rein Meister darf dulden, figes Bergnügungstofat, das sich„ Erholung" nennt und woselbst die daß seine Arbeiter in irgend einen Arbeiter- Verein eintreten Herren Arbeitgeber bei Tanz, Braten und Champagner öfters ihre Magenfrage lö en. Die Armen! Zweibrücken. Unlängst haben hier die Tischler einen jieg reichen Strife durchgemacht; sie haben 10 Prozent Lohnerhöhung bewilligt erhalten. Mainz. Zum Schuhmacher- Strike. Wir empfingen noch nachträglich zur Deckung unseres Defizits von der hiesigen Metallarbeiter- Union, durch Herrn J. M. Hirsch 9 fl., was wir hiermit dankend Das Comitee. bescheinigen. 2C. 2C. Boesien von Leopold Jacoby. On sim Berlin 1872. Ladenpreis 12 Sgr. Bei 6 Exempl. wird der Preis auf und ehu on 7% Sgr., bei 30 Erempl. auf 6 Sgr. sy pro Exemplar ermäßigt. ( 5) 2 5. E. Oliven. Berlin, Louisenstr. 45. Durch die Erpedition des ,, Volksstaat" find zu beziehen: Lassalle: Arbeiterprogramm à 2½ Gr. à 15 Gr. a 12% Gr Bastiat- Schulze Julian Schmidt Bei Partienbestellungen gegen baar oder Postvorschuß entsprechenden Rabatt. Die genannten Broschüren waren seit einiger Zeit nicht oder nur mit Mühe zu erhalten. Vorräthig find ferner alle übrigen Lassall'schen Broschüren und Werke mit Ausnahme der indirekten Steuern", bes ,, Arbeiterlesebuches" und ,, An die Arbeiter Berlins." pl him Warnen Sie daher im ,, Voltsstaat" vor Zuzug nach Brüssel. Die Brüsseler Kürschner ebenso die wie von Lüttich wollen sich der Internationalen Kürschnergenossenschaft anschließen und sich schleunigst organisiren, ich bitte Sie daher, mir umgehend die Statuten der betreffenden Genossenschaft zu schicken, sowie auch die Adresse des Ausschusses. Die Telegirten des Erfurter Kongresses, deren Adressen noch nicht in unsern Händen sind, werden gebeten, uns dieselben sofort zukommen zu lassen. J. A: Theod. Yorck, Hamburg, Amandanr. 44. Wiesbaden, 1. August.( Kutscherstrike.) Herr Salomon Zur Notiz. bat mit langer Nase und einigen Tausend Thalern Verlust abziehen Gedichte, deren Form so mangelhaft, daß sie einer Korrektur vor müssen. Interessant sind die Manöver dieses Herrn, sich aus der der Aufnahme bedürfen, fönnen nur in den allerseltensten Fällen beKlemme zu ziehen. Nachdem er verraittelst der Wiesbadener Bresse rücksichtigt werden. Ret. d. V. die in Berlin geschehene Berladung von 14, dann von 24 und zuleyt von 30 eleganten Landauern ausposaunt hatte, fürchteten viele ängstFür Annoncen im Monat Juli liche Gemüther um Verdienst und Brod zu kommen und ließen sich ( NB, Die in Klammern gesezten Zahlen sind ältere Rückstände.) schleunig als Kutscher des genannten Unternehmers engagiren; doch haben zu entrichten: Augsburg, ib. Partei 26 Ngr.; Schuhso, daß Wagen und Gespann ihr Eigenthum blieben, und sie nur! die tägliche Abgabe von 3 Sgr. pro Ein- und von 5 Sgr. machergeweifschaft 3 Ngr.; Stolberg 8 Ngr. Annweiler, Seebach für den Zweispänner zu leisten hatten. Das Glück schien dem kühnen( 10 gr.) Apolda, Reichelt 9 Nyr.( Arb.- Fest 8 Ngr.) Altona, Spekulanten zu lächeln; täglich, ja stündlich mehrten sich die Anmel- urb.- Ver. 9 Nr.( 19 Ngr.); Holzarb.- Gewerkschaft 5 Ngr.( 5 Ngr. dungen und somit die Fünfgroschenstücke. Die Anschaffung von eige- 5 f. Bremen, Arb.- Partei 5 Ngr.; Arb.- Ber. 7 Ngr. Berlin ten Fuhrwerken blieb ihm erspart, und seine ganze Thatigkeit reduzirte Metallarb.: Gewerkschaft 6 Ngr.; Soz.- dem. At b.- Ver, 5 Ngr.( 15 Ngr.) sich auf die Vereinnahmung des Blutgeldes. Doch die Tage des Barmen, Werth 4 Ngr. Breslau, Arb.- Bart. 20 Ngr.; Ber. Ge= Da mit der IV. Lieferung des Hochverrathsprozefs die Hälfte Glückes verrauschen schnell! Die mit solcher Gewißheit angekündigten felligkeit 15 Ngr. Göln, Rittinghausen 2 Thlr. 20 Ngr.; Gewerk28agen famen nicht an, und die geangelten Ruischer sahen zu ihrer schaftsversammlung( 12 Ngr.) Caffel, Arb.- Partei( 18 Ngr.) Dres- des Werkes erschienen, wird hiermit aufgefordert, den Betrag für Freude, daß das Alles nur ,, Berliner Schwindel" sei, und traten so- den. Schneiderver.( 11 Ngr.); Lagge ell( 9 Ngr.); Schuhmache gem. Die ersten vier Lieferungen einzusenden, und die übrigen Exemfort wieder aus Salomonischen Diensten aus. Da o weh! schrie 16 gr.; Holzarbeitergem.( 3% Ngr.); Nemesis( 9 gr.) Darmstadt, plare, wenn hierfür tein abias vorhanden, zurückzugeben. Salomon, schrie Kurphilister und Polizei stnden die Dinge genau Donges( 8 Ngr.) Elberfeld, Born 22 Ngr.( 10 gr.) Eßlingen, wieder wie bei Beginn des Striles. Die Salomonischen Hoffnungen waren zerronnen, die Kur stockte, die Hoteliers wütheten und die Spiel-*) En sezen der Veere. Ferner find vergriffen: dnssdit is his Di II. Aufl. ,, Unsere Ziele" v. Bebel( erscheint demnächst in III. Aufl.) ,, 5 Reichstagsreden von 1871" v. Bebel. Das sächsische Dissidentengefez." Lage der arbeitenden Klaffen in England" von Engels.ed ning sid Die Frpedition des Volksstaat." Für die Filialexpeditionen u. Schriftenkolporteure. Die Expedition des Volksstaat". Leipzig: Verantw. Reoutient a. Muty; debattion u. Expedition Hohestr. 4; Druck u. Verlag v. F. Thiele. 2.1