Erscheint wochemlich 2 2)fat in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Knchlmnd- *-Lagen des In- und Aus- lande« an. Für Leipzig nehmen Be- stellungen an: die Expedition� Hchestraße 4. die GmosienschaftS- ünchdruckerei, Zeitzerstraße 44. A. Bebel, Peterstraße 18. Ä- Müller, Baycrschestraße 8d, III. Der V MMmt Avonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steucr 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12'/;. Sgr. pro Quartal, pro Monat 4> 2 Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13 Ngr. Filialexpedition für die Ver- einigten Staaten: F. A. Sorge, vor 101 Hobokon, N. J. via Newyork. Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei& der internationalen Gewerksgenosscnschaften. Nr. 83. Mittwoch, 16. Oktober. 1872. An die Vertrauensmänner und Mit- Wieder der sozialdemokratischen Arbeiter- Partei. Durch folgenden Kongreßbeschluß: „Der Allgemeine deutsche Arbeiter-Berein ist seinen sozialistischen Prinzipien gemäß der einzige natürliche Bundesgenosse der sozialde- mokratischen Arbeiterpartei," beauftragt: „ein prinzipielle« Zusammengehen mit dem Allgemeinen deutschen Arbeiter-Berein immer von Neuem zu versuchen, und dafür Sorge zu tragen, daß die Haltung aller dem All- gemeinen deutschen Arbcitcr-Ver ein abgeneigte» Mit- . gliedschaften eine versöhnliche werde" faden wir stets unsere Stellung gegenüber dem Allgemeinen Rutschen Arbeiter-Verein dem Verbalten desselben gegen uns ange tische Arbeiterpartei offiziell in feierlichster Form ihrer! Der Regierungsagent Herr Dr. v. Schweitzer brauchte den ehr- versöhnlichen Stimmung Ausdruck gegeben: am Allge- licheu Namen Lastalles, um sich im Vertrauen der' Arbeiter sestzu- meinen deutschen Arbeiter-Verein ist es jetzt, die darge-!setzen, iiidein er den Persouenkultus aufs äußerste begiinstigte und boteue Hand zu ergreifen, und per deutschen Rrbeiterwrlt den aus Lassalle einen unfehlbaren Papst machte— seine Schüler Frieden zu geben. � und Nachfolger die Hasselmann-Hasenklever thun dasselbe. Leipzig, den 23. September 1872. � So wird, herab bis auf die Schimpf- und Schlagworte, der Die Redaktion des„Bolksstaat". Rcgierungsagent Herr Dr. v. Schweitzer von seinen Niemand— und wir wenden uns hier speziell an die Mit- Schülern und Nachfolgern, den Herren Hasselmann- cllieder des„Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vemns— wird leugne»! H asenkle ver getreulich kopirt.„Wie er sich räuspert und können, daß unsere Borschläge' die Grundlage einer Verständigung! wie er spuckt, das haben sie ihm glücklich abgeguckt." Aber an abgeben. Am„Neuen Sozial-Demokrat" war es, dieselben anzu- j„Intelligenz" stehen die Schüler hinter dem Meister zurück. Der nehmen oder andere Vorschläge zu mache»,— vorausgesetzt daß Regierungsagent Herr Dr. v. Schweitzer war zum Beispiel so klug, er wirklich eine Berföhnuiig wollte und sein Geheul über die Spal- tung nicht auf Lug und Trug beruhte. Was hat aber der„Neue Sozial-Demokrat" gethan? Feig und hinterlistig, wie es seine Natur mit sich bringt, hat er unsere Borschläge seinen Anhängern unterschlagen und 'aßt, wir waren ernstlich gewillst so viel an unS lag, dazu beizu jede direkte Antwort vermieden.« a-age», daß das heillose Zerwürfniß in der Arbeiterpartei möglichst � Statt einer direkten Antwort veröffentlicht er in seiner Num- �seitigt würde. Da der„Neue Sozial-Demokrat", das Organ»ler vom 4. Oktober unter der Ueberschrift:„Ein Merkmal der Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereius, selbst in Nr. 109 unker entschiedenen Sozial-Demokratie" einen Artikel, der offenbar gegen 'er Ueberschrift:„Ein ernstes Wort" sich auf oben genannten Kon- unsere Bersöhnungsvorschlägc gerichtet ist. In diesein Artikel wird daß er, um das Mißtrauen seiner eignen Anhänger zu entwaffnen, zeitweilig eine Konfiskation, wol gar einen Prozeß provozirte. Zu dieser weisen Praxis haben die„Schreiber wie Marat", die Hasset- mann und Hasenklevcr, sich bis jetzt noch nicht emporgeschwungen. Vielleicht trägt diese Bemerkung dazu bei, die Herren Hasielmann und Hasenklever zu veranlassen, daß sie auch in diesem Punkte ihren Herrn und Meister, den Regierungsagenten Herrn Dr. v. Schweitzer nachäffen. Die Aufgabe der Herren Hasselmann und Hasenklever ist es, gleich dem Herrn Dr. v. Schweitzer zu seiner Zeit, die deutsche ireßbeschluß berief und die Erwartung aussprach, daß diese Be- die sozial-dcmvkratische Arbeiterpartei nach der bekannten Methode Sozialdemokratie zu spalten und um jeden Preis zu Flüsse nickt„leere Redensarten sein sollten", so durften wir res Regierungsagente» Herrn Dr. v. Schweitzer nur als„radikale verhüten, daß dieselbe mächttg und damit dem heutigen "lnehmen, daß auch von jener Seite der gute Wille, Frieden zu Bourgeoispartei" behandelt, welche die Arbeiter von ihrem wahren hatten, vorhanden wäre. Ziele fernhalten wolle. Zum Schluß des erwähnte« Artikels wird . Zwar haben wir dem, durch unser Organ erlassenen Vorschlag gesagt,„daß Jeder, der mit ander» Parteien liebäugele"— also kine« gemeinschaftlichen Kongresses zur endlichen Beilegung der mit uns sich zu verständigen geneigt ist— kein Sozial-Demo- �ireitigkeiten fern gestände» und aus verschiedenen Gründen uns bis trat sei. '•'st passiv dazu verhalten, im Prinzip jedoch waren wir mit dem Aber es war nicht jzenug mit diesen indirekten nichtsnutzigen Vorschlag einverstanden. Nachdem indeß die un Allgemeinen beut- Verdächtigungen. Die Leiter des„Neuen Sozial-Demokrat" gingen ®e» Arbeiter-Verein tonangebende Berliner Mitgliedschaft unter weiter: Unter Anführung des Herrn Hassel mann, des Sckülers 'lcher gegen die Organisation des Allgemeinen deutscken Arbeiter-! bewegen, die Versammlung in brutalster Weise zu sprengen unl oreins wirkt, für einen Fe cnd d e r Ar b e i t e r s a ch e erklärt,! damit der Polizei Schergendicnste zu leisten. Unsere Parteige Pnnen wir uns an die Mainzer Kongreßbescklüiie nur dann noch»offen in Berlin, so sckwack sie auck an-zahl sind, werden von pnnint. Parteigenossen! Wir fühlen uns bei Erlaß dieser Erklärung |a völligem Einverständniß mit Euch, zumal die Ehre der Partei, sowie die Achtung, welche wir der„wahren Sozialdemokratie" jümldig sind, uns gebieten, gegen die weitere Verhetzung des wohl- üre inenden TheilS der Mctglierer des Allgemeinen deutscheu Arbeiter- Vereins ganz entschieden Protest zu erheben. taats- und GesellschastSsystem gefährlich werde. Divido et impera, theilc und herrscke! war der Wahlspruch der römischen Gewalthaber, den sie defolgten, um das Volk nieder zu halten.„Theile und Herrschi! Willst du über deine Feinde siegen, dann spalte und verhetze sie!" das ist der Wahlspruch der Gewalthaber Denffchlands, in erster Linie der preußischen Regierung gegenüber der deutschen Arbeiterbewegung, die sie schwach und ge- fahrlos zu erhalten wünschen. DieÄrbeiter müssen gespalten, verhetzt werden, damit sie sich gegenseitig zerfleischen! Das ist die Taktik unserer Feinde! Und dieses Geschäft müssen uatürlich Menschen besorgen, die sich in das Vertrauen der Arbeiter einzunisten wußten. Unter der Maske des Radikalismus, des allein seligmachenden Lassalleanis- mus lockt man die Arbeiter an sick, um sie meuchlings ini ent- scheidenden Moment zu verrathen. Auf diese Art hat Herr Dr. v. Schweitzer sechs Jahre lang init größtem Geschick den„Arbeiterführer" gespielt, und wer es in jener Zeit wagte, ihn vor den Mitgliedern des„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins als einen Schurken und Verräther zu brand- der wurde niedergeschrien, unter Umständen niederge- und geheime Drohungen der Polizei bestimmt werden, meist nach der ersten Versammlung zu kündigen. Ein Verfahren, das bis heute niemals gegen den„Ällgemeineu deutschen Arbeiter-Verein" ange- wandt wurde und scharf kontrastirt mit der Thatsackc, daß dert marken Berliner Polizeipräsident Herr v. Madai wegen Auflösung einer j prügelt. �......' Versammlung des Allgemeinen denffchen Arbeiter-Vereins in Berlin? Die Herren Hasselmann und Hasenklever sind in aller ............. r,„. durch einen Unterbeamten dieses in einem sehr höflichen Schreiben? u n d jeder Beziehung die Nachfolger Schweitzer's, sie Jer Äusschnst der sozialdemokratischen Arbeiterpartei.! an die Leiter des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins persönlich'arbeite» für dieselbe Firma. entschuldigte.! Damit das Geschäft aber nach der unheilbaren Kompromit- Eine zweite Thatsache ist nickt'minder charakteristisch für die tirung Schweitzers mit möglichster Sicherheit betrieben werden Herren Hasselmann und Konsorten. Der auf den 6. Oktober von konnte, mußten sie scheinbar Hrn. Dr. v. Schweitzer als Regierungs- Anhängern des Herrn Hasselmann-Hasenklever nach Berlin eiube- agenten brandmarken, sie scheinbar seine Ausstoßung aus dem„All- rufene Tiscklerkongreß sollte angeblich die allgemeine Einigung gemeinen deutschen Arbeiterverein" herbeiführen. Sie muß!: es der dtuffchen Tischler herbeiführen. Porck und andere unserer! thun, die Hasselmann und Hasenklever, die sechs Jahre lang Gesinnungsgenossen gingen ebenfalls zii dem Kongreß. Aber ein durch Dick und Dünn mit Herrn von Schweitzer gegangen, alle gewisser Herr Schmitz," Vorsitzender des Komitee'S und fanatischer Schurkereien mitgemacht und gebilligt, die Arbeiter- und Regierungs- Anhänger des„Neuen Sozial-Demokrat" setzte es mit Hülfe von gelder in Orgien mit ihm verschleudert und vergeudet hatten! 9 anderen seiner berliner Gesinnungsgenossen, die von den 34 an- Der Schaden, welcher der deutschen Arbeiterbewegung aus diesen wesenden Delegirteu allein nahezu ein Dritttbeil bildeten, durck.wou Regierungsagenten gehegten und gepflegten Spaltungen und daß Borck vom Kongreß ausgeschlossen wurde. So wird Verhetzungen schon erwachsen ist und noch erwächst, ist unbe- vom'„Neuen Sozial-Demokrat" die Einigung betrieben, rechenbar. Die beste» geistigen und materiellen Kräfte sind, Man lockt den Arbeitern für ihr- Delegirteu das Geld aus d-rjstatt gegen die Gegner, zur gegenseitigen Bekämpfung und Zer- An die deutschen Arbeiter. ! Im„Neuen Sozial-Demokrat" vom 20. September veröffent- ucktcn die Herren Hasselmann und Hasenklever als Leiter des„All- bemeinen deutschen Arbeiter-Vereins" unter der kkeberschrift:„Ein �ort au die Arbeiter der Eisenacher Partei" eineu Artikel, in welchem mit bekannter Unelzrlichkeit und Verlogenheit die sozial- Demokratische Arbeiterpartei und speciell die Redaktion des„Volks- Itaat" als Urheberin des Streites zwischen den soziat-deinokratischen Fraktionen bezeichnet wurde. I In Nr. 78 des„Volksstaat" haben wir ans jene perfiden Be- iwitignngen geantwortet und nachgewiesen, wie gerade der„Nene Sozial-Demokrat" nud seine Leiter es sind, welche die Berfolguug der deutschen Arbeiter systematisch betrieben haben und betreiben. Uni aber unsrerseits zu beweisen, daß wir auftichtig und ohne "uickhatt eine Verständigung nnd Bersöhuniig wollten, machten wir bm Schlüsse unserer Antworr folgende Vorschläge: _ Wir erklärten itns bereit sofort alle Polemik gegen den„Neuen Sozial-Demokrat" euizustelleu, wenn derselbe.: ,.1) unsere Partei ausdrücklich und unzweideutig als eine sozial- pemokratffche aiierkeiiute, und sie, wenn er von ihr sprickt, stets bei wttnl richtigen Namen nennt, und i_„2) daß er die Angrisse gegen die Internationale Arbeiter- Assoziation unterläßt. „Wir unsererseits erklären, wie wir das schon des Oefteren ge- Uja» haben, „1) daß wir die Mitglieder des Allg. d. A. als unsere Partei- geuossen ansehen, was nicht ausschließt, daß wir gegeu gewisse Persönlichkeiten im Allg. d. A. so lauge ein cutschledencs Mißtrauen �ge» werden, bis die von unserer Seite gektend gemachten Ver- bachtsgründe konklusiv widerlegt sind. „2) Erklären wir uns bereit, einen Vorschlag zu unter, tützen, Welcher dahin ginge:_ einen gemeinschaftlichen Kongreß der beiden Frak- tionen einzuberufen, auf welchem die Differenzpunkte behufs einer Einigung besprochen werden. Sollte eine cxincgnng, Tasche und weist sie dann mit Spvtt Mnd Hohn zurück. Mitlsieifchung der Arbeiter, zin» Nutzen ulid zur Freude der größerer Niedertracht sind nie in der Welt Arbeiter gegen Arbeiter �Gegner vergeudet worden. inißbrauckt worden, und mit größerer Leichtgläubigkeit haben sich. Die Gewerkschaftsbewegung, welche trotz Dutzender z» die- ..'•''■'''-■ fem Zwecke einberufener Kongresse und vielen tausendeil dafür aus- gegebenen Thalern, heute noch ei» klägliches Bild der Zersplitteruiig �______ und der Ohnmacht der Arbeiter bildet, sie wird zu Grunde gerich- Der Regierungsagent Herr Dr. v. Schweitzer, der Lehrmeister tet durch die Regiemngsagentten. Der Allgemeine deutsche ilic in der Welt Arbeiter gegen Arbeiter mißbranchen lassen! Wie mußten unsere Gegner sich ob solcher schmachvollen Vor- gänge fteuen! Cigarren-Arbeiter-Vereiu,»ach dem deutschen Buchdruckerverband früher die beste Gewerksgeiiosscnschaft Deilffchtands, ist ein lebendiges Beispiel hierfür. Durch die beständigen FraktionS- der Herren Hasielmann und Hasenklever, übte in allen Stücken gegen naS dieselbe Taktik. Wir bitten die Mitglieder des„Allgemeinen denffchen Arbeiter-.....__ Bereins", den„Sozialdemokrat", aus den Jahren 1866 bis 1871 imbercu:» ist dieser Verein den, Zilsamiiienbruch nahegebracht. nachzuschlagen, den damals unter der Oberleitung des Regiernngö- Das sind die Folgen, daß ein Theil der deutschen Arbeit agenten Dr. v. Schweitzer ebenfalls Herr Hassellnanu redigirtc, und sie werden finden, daß die Taktik, welche der„Nene Sozial- demokrat heute gegen uns beobachtet, genau dieselbe ist, wie diejenige des Herrn Dr. v. Schweitzer, den die letzte Generalver .. WIWMI.. Arbeiter unseliger Verblendung sich von gewisielitosen Menschen nasführen läßt. Nachdem die Hassetmann und Hasenklever unsere Bersöhnungs- Vorschläge zurückgewiesen, was sie allerdings als Regierungs- fammluna des"„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" als noto-iagent»« thun mußten, werden wir ihr Treiben auf Schritt und riscken Regierungsagenten und Polizeifpion aus dem Verein aus- Tritt verfolgen und an den Pranger stellen. gestoßen hat. Der'Regierungsagent Dr. v. Schweitzer erklärte? Unfern lahrelangen Bemnhnilgen war es wesentlich zu verdanken, uns für„eine Bourgcoispartei", welche„die Arbeiter verführen wolle",— seine Schüler und Nachfolger die Hasselmann-Hasenklever sagen dasselbe. Der Regiernngsagent Herr Dr. v. Schweitzer erklärte uns für die„ärgsten Feinde" der Arbeiter,— seine Schüler und Nach- resp. Verschmelzung nicht möglich sein, dann müßte wenigstens i folger Haffelmaun-Hasenkiever sagen�dassclbe. em gemeinsames Programm aufgestellt, nnd die Formen festgesetzt werden, innerhalb deren eine gemeinsame Aktion (bei Wahlen, der Agitation Zc.) sich zu bewegen hätte. Em von beiden Thcilen gleichmäßig zu wählender Ausschuß hätte vie Ausführung der vereinbarten Punkte zu überwachen. Ferner möchten wir»och pst Nicderfetzung eines aus beiden Frak- tionen gleichmäßig zu wählenden Schiedsgerichts befünvorten, das die gegen verschiedene Mitglieder einer der beiden Frak- tionen von der anderen Seite erhobenen Anklagen zu unter- suchen und zu richten hat." Wir schlössen diese Borsckläge mit den Worten: „Auf dem Mainzer Kongreß hat die sozialdemokra- Der Regierungs agent Hr. Dr. v. Schweitzer erklärte jeden für einen „Verräther" an der Ärbeltersache, der mit uns, den„Volksparteilerii", den„Eisenachern", den„Ehrlichen" sich freundlich stelle— seine Schüler und Nachfolger die Hasselmann-Hasenklever sagen dasselbe. Der Regierungsagent Herr Dr. v. Schweitzer liebte es, wenn er von der Opposition ui die Enge getrieben wurde, mit revolu- tionäre» Redensarten um sick zu werfen,— seine Schüler und Nachfolger die Hasielmann-Hascnklcver thun dasselbe. Der Regierlliigsagent Herr Dr. v. Schweitzer erklärte: der „Sozialdemokrat" ist das einzige Arbeiterorgan in Deuffchland— seine Schüler und Nachfolger die Hasselmann-Hasenklever thun dasselbe. daß Herr Dr. v. Schweitzer, mit dem Fluch und der Verachtung der denffchen Arbeiter beladen, von seiner Fiihrerstelle zurücktreten mußte, wir werden nicht eher ruhen, bis auch seine Schü- ler nud Nachfolger das verdiente Geschick ereilt hat. Wir werden dafür sorgen, daß alle Beweisstücke, welche wir gegen die preußischen Regierungsagenten an der Spitze des Allgemeinen denffchen Arbeiter-Bereins und deS„Neuen Sozialdemokrat"�) nilnmehr in diesein Blatte und in einer besonderen Broschüre zu veröffentlichen gezwungen sind, in massenhaften Se- paratabzüge» unsern Parteigenossen zur Agitation nnd zur Verthei- lung unter die Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Ver- eins zugängig gemacht werden. Wir erklären hierbei ausdrücklich, daß wir die Mit- glieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins als *) Alle Parteigenosse», denen über da« Vorleben der Herren Hassel- mann und Hasenklever Thasachcn bekannt sind, wollen Nachricht hierüber chsort an un« gelangen lasse». unsere Gegner nicht ansehen ter, die linr über uns und te» ihrer Führer in fren�d geführt und ausgehetzt worden sind. Wir erklären, daßiunftr«„Plumpheit" zu. Ei! ei! Lassalle, der doch etwas klüger! die aus dem" jetzigen Stand der Arbeiterfrage hervorgehenden Üfcfü wir jeder Zeit bereit sind uns mit den Mitgliedern des war als die Herren vom„Reuen", und der als juristische Ca- fahren„zunimmi", und dast„in diesen höheren.Kreisen" zugleitzeu li- ?trii fina Allgemeinen deutschen Arbeiter-VereinS zu versöhnen, ohne dabei ihrer Organisation irgendwie zu nahe zu treten. Wir hoffen, daß die Mitglieder deS Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins unsere gute Absicht erkennen uu d von der Niederträcbtigkeit der Führer, denen sie bisher ihr Vertrauen geschenkt, sich überzeugen werden. Möge man allerseits bedenken, daß nächstes Jahr die Reichs- tagswahleu vor der Thür stehen, daß Zersplitterung und Ver- hetzuug der Arbeiter nothwendig Resultatlosigkeit der Wahlen für die Arbeiter haben muß. Das aber ist ein Hauptgrund, wa- rum die Spaltung unausgesetzt geschürt wird. Die Arbeiter sollen, sie dürfen nicht siegen: so will eS das Interesse der Regierungen und der Bourgeoisie, kurz aller Gegner der Arbeiter; und um den Arbeitern daö Siegen unmöglich zu machen, müssen die unter der Maske der Arbeiterftenndlichkeit wirkenden Verräther ihr gut be- zahltes Schandhandwerk treiben. Arbeiter, öffnet die Augen und stoßt die falschen Brüder aus Euren Reihen! Die Wedaktion des„Wolksstaat". Obiges war bemtS gesetzt, als uns der„Reue Sozial-Demo- trat" vom 11. d. zuging, welcher endlich aus unsere Vorschläge in Nummer 78 des„Bolksstaat" anüvortct, es aber wohlweislich nn- terläßt, unfern Artikel abzudrucken, damit diejenigen Mitglieder deS Allgemeinen deutscheu Arbeiter-Vereins, welche unser Blatt nicht lesen, keine Gelegenheit haben sollen, sich über die angeblich„per- fiden Verleumdungen" ein Urtheil zu bilden. . Wir haben nun auf die Erklärung des„Reuen Sozial-Demo- krat" Folgendes zu erwidern: 1) Hat die Redaktion deö„Volksstaat" nicht den Vorschlag zu einem Kongreß der beiden Fraktionen Wameus der sozialdemokra- tischen Arbeiterpartei gemacht, wozu sie allerdings nicht das Recht ge- habt hätte, sondern sie hat wörtlich erklärt,„daß sie einem ahn- licheu Vorschlag ihre Unterstützung geben würde". Wir haben dies erklärt, um gegenüber den Insinuationen des„Reuen Sozial Demokrat" zu beweisen, daß wir die Einigung wollen. 2) Die Worte uuserer Erklärung:„daß eine Lösung der sozialen Frage auf dem von Lassalle vorgeschlagenen Wege überhaupt un möglich sei", enthalten keine Ueberhebung unsererseits über Lassalle, sondern besagen einfach: daß wir bei aller Anerkennung der Per- dienste Lassalle's nicht glauben, daß seine Vorschläge realisirbar sind. Daß Lassalle selbst nicht seine Vorschläge fiir die radikalsten, sondern vielmehr für sehr gemäßigt hielt, kzeigt eine Stelle seiner Hauptschrift. Auf Seite 162 seines Bastiat-Tchulze sagt Lassalle wörtlich: das UebergangSmittel hierzu, das leichteste und mildeste UebergangSmittel(zur gesellschaftlichen Produk- tiou) �— s iud die Produktivassociation eu mit Staats- kredit." Roch schärfer erklärt er sich auf Seite 163 derselben Schrift. Dort heißt es:„Es ist das mildeste UebergangSmittel, sage ich; es ist noch keineswegs, wie ich bereits in meinem„Ar- beiter-Lesebuch"(S. 41) hervorgehoben, die„Lösung der sozia- len Frage", welche Generationen in Anspruch nehmen wird, aber eS ist das organische, unaufhaltsam zu aller weiteren Enüvicklung treibende und sie aus sich entfaltende Senfkorn hierzu." Lassalle reklärt also hier mit dürren Worten, daß seine Bor- schlüge keine radikalen seien. Daß er aber in seineu Schriften und seiner Auffassung namentlich ökonomischer Dinge nicht unfehlbar war, was ja kein Mensch ist und sei eS der Gescheitetste und Ge- lehrreste, und Lassalle gehörte unbestreitbar zu den bedeutendsten Menschen, das beweist die Anerkennung auf Seite 8 der Vorrede des„Kapitals" von Karl Marx. Zu seinen Acnßerungen über die Popularisirnng der Analyse der Werthsubstanz und der Werthgröße bemerkt Karl Marx:„Es schien dies um so nöthiger, als selbst der Abschnitt von F. Lassalle's Schrift gegen Schulze-Delitzsck, worin er„die geistige Quintessenz" meiner Entwicklung über jene The- matazu geben erklärt, bedeutende Mißverständnisse enthält." Und setzt dann weiter hinzu:„Wenn F. Lassalle die sämmtlichen allgemeinen theoretischen Sätze seiner ökonomischen Arbeiten, z. B. über den historischen Charakter des Kapitals, über den Zu- sammenhang zwischen Produktionsverhältnissen und Pro- duktionsweise u. s. w. u. s. w. fast wörtlich, bis auf die von mir geschaffene Terminologie herab, aus meinen Schriften ent- lehnt hat und zwar ohne Quellenangabe, so war dies Ver fahren wol durch Propagandarücksichten bestimmt." Diese Anmerkung im„Kapital" hat der„Rene Sozial-Demo- krat" bis heute noch nicht zu widerlegen vermocht. 3) Der„Reue Sozial-Demokrat" nennt unsere Bemerkung: „die Presse der Bourgeoisie und Reaktion predigt unablässig den Kreuzzug gegen uns und nur gegen uns", eine Lüge und verweist uns auf die Berliner Presse. Run wir studiren die Berliner Presse sehr genau, und wir haben z. B. gefunden, daß das Organ Bismarck's, die„Rordd. Allg. Ztg.", die Versammlungen deS Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins in Berlin mit offenbarer Gunst behandelt, wovon wir auf Verlangen sofort eine oder zwei Proben liefern werden. Und daß ein sozialistcnfresserisches Blatt wie die„Volkszeitung", wenn sie zwischen uns und dem„Reuen Sozial-Demokrat" die Wahl hat, enffchieden letzterem den Vorzug giebt, beweisen unter anderm die 1» Artikel in Rr. 200— 209, überschrieben:„Die Regierungen und die soziale Frage." 4) Der„Reue Sozial-Demokrat" nennt unsern Vorhalt, daß er keine Prozesse habe, ebenfalls eine Lüge. Er sagt wörtlich: „Wiederum gelogen! In diesem Jahre sind wir mit fiinf Prcfjpro- z essen beglückt, in zweien venirtheilt worden, während die Untersuchungen bei den drei jüngstei, noch geführt werden. Im Uebrigen ist es keine Kunst, durch plunipe Schimpfereien sich Prcßprozesse auf den Hals zu laden und der Partei, der man dient, das Geld unnützer Weise'zu vergeuden, das Geld, welches viel besser zur Agitation verwendet wird. Deshalb werden wir fortfahren, in gewohnter scharfer und ruhiger Weise zu schrei- ben; unsere Parteigenossen sind mit uns zufrieden, das beweist die immer- währende Zunahm« unserer Abonnenteuzahl." Diese Bemerkung widerlegt sich selbst. Ist der„Reue Sozial- Demokrat" wirklich der radikale aber kluge Patron, fiir den er sich ausgiebt, dann durfte er auch nicht bloß fünf P-ozesse, er durfte gar keinen Haben. Ferner ist es auch nicht war, wenn er sagt, er schreibe ruhig. Er schreibt sehr heftig, oft hetzerisch, aber nur gegen die Bourgeoisie, der reaktionäre Staat ist für ihn ein »oki ms tanxere(rühr mich nicht~ pnzität ersten Ranges die Fußangeln genau kannte, die das auch„der Wille, an die Heilung der sozialen Schäden selbftdie Gesetz ihm legte, war trotzdem wegen politischer Prozesse zu thätig heranzugehen", nicht bloß vorhanden ist, sondern sostN'ex seiner Zeit der meist verfolgte Manu in Teutschland,„immer mehr zur Geltung kommt". DaS Adjektiv„selbß-jeh und hatte am Ende seiuer Oaufbahn die Aussicht. 4 Jahre Ge- thätig" ist einigermaßen dunkel, ja räthsclhaft. Aber halten ir* fängniß verbüßen zu müssen. Lassalle war eben ein kluger, abemunS dabei nicht auf! Möglich, daß unsern,„ProvinzialkorrespeWvi auch ein ehrlicher Mann und seine ehrliche Natur erlaubte ihm deuz"-Licht eine selbsthülslerische Reminiszenz vorgeschwebt lchliö nicht, feig zu sein, wenn es galt, das Ding beim rechten Namen möglich, daß er au ein Zusammenwirken der höheren Ktass-'Un zu nennen. mit der Regierung gedacht hat, möglick, daß er an gar uichüler Der„Reue Sozial-Demokrat" borgt von der Handlungsweise! gedacht hat— sagen wollte er jedenfalls, daß man in den hcsch Lassalle's nur— den Namen. DaS werden wir später noch gründ-j Heren Ktassen(und hier bitten wir zu notiren, mit welcher Geschi�ihr lich beweisen. lichkeit der„Gewissenhafte" plötzlich„die höheren Klassen" an Steldvnl 5) Läßt uns der„Reue Stzzial-Demokrat" als die Freunde der der Staatsgewalt geschoben hat) also„daß man in den höherrthal „Berliner Revue", des Organs deö königl. preußischen Hoffozialisteiu Klassen" sich für die Arbeiter interessire und zwar allen Erustchhal Geheimrath Wagner, auftnärschiren. Diese Behauptung ist so abge-!mit der Absicht zu helfen, interessire. Das ist ihm„ersicbl'ts schinackt und lächcrlick, daß sie sicher nicht einmal bei seineu glän- lich". Woraus„ersichtlich"? Uns ist's nicht„ersichtlich" f bigsten Anhängern Glauben findet. Uns liegt die„Revue" bis stark wir auch unsere Äugen anstrengen. Jndeß,„was kein Keiflir zum 13. Heft vom 28. September d. I. vor und darin finden wir stand der Verständigen sieht, das sieht oft in Einfalt ein kiudiWo nicht ein Wort desLobeS für uns, wol aber einige sehr freund- Gemüth". Das„kindliche Gemüth" der„Proviiizialkorrespondenz�es schaftliche Mahnungen und zwar grobe, aber doch von kollc- ist in der glücklichen Lage, welche der Dichter mit jenem tieffinnigeWi, gialischem Gefühl zeugende Warnungen für den„Neuen Verse bezeichnet hat. l5s ist ihm„ersichtlich", und zwar erster Sozial-Demokrat", die wir, wenn nöthig, nächstens veröffentlichen ans der„Thätigkeit der Presse", und zweitens aus„zahlreichen ftlberl werden. gemeinnützige Zwecke wirkenden Vereinen". Rasch, Ihre Brille he�aö 6) Um dem /.Neuen Sozial-Demokrat" die formellen Bedenken zu nehmen, welche er gegen unsere Vorschläge einwendet, erklären wir: a. Wir haben Sorge getragen, daß von Mitgliedern der sozial demokratischen Arbeiterpartei sowol bei dem Parteiansschuß, Sie Hr.„Gewissenhaft"!„Thätigkeit der Presse"! Wir kncipe�en uns in den Arm— nein, wir träumen nicht.„Presse"—„Wch heißt?" Heißt nicht der riesige Schlammvulkan, der Tag uÄi Nacht Schmutz über die Arbeiter und ihre Bewegung ausspeit, diK»ai „Presse"? Kein Zweifel, au diese Dresse denkt der-„Gewissenchvn als wie bei der Controllkommission der Antrag gestellt wird, hafte". Gut! Die„Presse" ist ein Sanimelnamen, der in DeutscM bei dem Präsidium des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Ver-> länd ungefähr 2000 Zeitungen umfaßt. Wohlan, Hr.„Gewissen'ßul eins dahin zu wirken, daß dasselbe die ihm statutenmäßig! Haft", nennen Sie uns mit Ausnahme der sozialdemokratisches vorgeschriebeneu schritte thue, um einen gemeinschaftlichen Organe, und der zwei oder drei ihnen befteundeten bürgerlich-dc-�a rj-«a t*> J A* 1*.T i Vv i\\*:i-\„-.Fs-, �.» l« � V» 1,�, t< Am« I a.... vi 3 i r iX_____________ /T*-**. v• T rw„,.-* II. Anträge möglichst rasch erledigen und nicht bis zur reget- Schwester der„Provinzialkorrespondeuz", � die„Norddeutsche AllgeOed mäßigen Generalversammlung des Allgemeinen deutschen incine Zeitung" hat wicderholentlich Artikel veröffentlicht, welcdchen Arbeiter-Vereins hinausschieben werde, sondern entweder von! den klaren Beweis liefern, daß man in den Preußischen Kc'her dcm ihm zustehenden Recht der Einberufung einer außer- gierungSkreisen sich vollkommen klar ist über tie Natur dcÄnt Stande zu bringen.■ stifter":c. ist; allein diese Artikel lieferten auch gleichzeitig dcHoj Erklären hvir auch jetzt noch bereit, jede Polemik gegen den„Reuen Beweis, daß die Verfasser oder Veranlasser wohl den ernsthaftckperc rt A ♦ A i- V, v„ rt Fv* l\•.V A 1« VV• vif, A A W A Ja.» V- V. X.O Vv.. v.„f. A I■•„ ClTV! rV_. yy V-. f.___ W!_„W- 1 L___.... V.. fl'P V'»./* Sozial-Demokrat" bis zun« Anötrag des Streits durch einen gemeinsamen Kongreß einzustellen, wenn der„Reue Sozial� Demokrat sich zu Gleichem bereit erklärt. Die Wedaktion des„Wokksstaat." „Willen" haben, die Arbeiterfrage zu d y» a st i f ch- j u n k e r l i ch'Her polizistischen Zwecken auszunutzen, aber nicht, sie im Jwr..... r.___..M ear.___ ailq A.. A tf A A.'A a hafter zu machezz, lesen wir jetzt die Nachricht, dast öiöiüg Johann vo» Sachsen bei der bevorstehenden Feier seiner goldenen Hochzeit einen all' gemeinen Amnestie- Erlaß für politische Sünder unterzeichnen werde. Man denke sich in unseren heutigen Bcrhällnisseu eine Amnestie fiir Ge' 7........ v•......:> i...„ w„ m«;.f.... fi � V,.» m f.■» s,*rl! �aben im„Neuen" vergeblich nach einer Notiz darüber gesucht,! und Pforzheim wegen Hochverraths angeklagt. Diese Z Nach- fangene, die gar nicht vor den Gerichten gestanden haben! r je- und dke Bescheidenheit ist doch sonst nicht seine starske er verösient- i richten waren— Bären, die der„Neue" seinen Gläubigen aufzubinden! Mr in Sachsen ist diese Seltsamkeit möglich. Ob unsere Nationalservilett tcht sti jeden Haler Polizeistrafe mit Ostentation, den einer seiner Än- versuchte. B?er einmal lügt, dem glaubt mau nicht it. s. w firti 9rtrr»vÄ itniT�linun wfrbett?,< sich einmal der Justizzustände dieses Landes annehmen werden?'- S fr Was die vom„Beobachter" envähnten Amnestiegerüchte be- hin: die Berliner Kollegen haben sich nicht betheiligen wollen, NM �„cr trifft, so ist richtig, daß in Sachsen bei Feinden und Freunden, alle Welt glauben zu machen, nur durch sie sei etwas Außerordent- namentlich bei ersteren, dem beleidigten Rechtsge-.liches zu schaffen. - Öfrfühl allerdings derartige Gerüchte entsprungen sind. Dieselben Unsre Berliner Kollegen schrieben unlängst, die Roth habe sie gleit', engen indeß nur von der in den Massen uoeb herrschenden Raivetät,! denken gelehrt. Aber zur Zeit ihres MtrikeS, da wir st& auffor- lbffdie nicht begreifen kann, daß der Satz: jnstitia fumlamentum' berteit, sich als Mitgliedschaft unserer Organisation anzuschließen, sozÄre�nornm— der Staat griindet sich ans Gerechtigkeit— von Ida war es zum Denken noch zu ftüh. Jedenfalls lag den Berliner rllßjeher nur ein schlechter Witz gewesen ist.' I Kollegen schon damals die Pflicht ob, sich mit den schon organisirten i ni: Eine Falle. In den Pariser Gemcindeschulen bekommen Kollegen zu vereinigen. Sie thaten es nicht. Und jetzt soll Alles spoiwon jetzt ab die Schüler Unterricht und Lehrmittel unentgelt- willig Folge leisten, wenn sie die Parole geben: Nach Berlin! rc:.» r.... f...-y-,_ weint der Der 4,T Qpif.. rM i in.. it(Ä+rtMpn—... i r npi jit gleicher Zeit von mehreren Städten— wir nennen Nürnberg.—- ge- in Weimar hülich. Ein fteisinniges System— nicht wahr? Ja„ lasie'Unterricht auch zugleich religionslos wäre. Das ist aber nicht Gotha, Offenbach, Gießen, Dresden, München, Nürnb ichnder Fast, und jene Einrichtung kann darum in gewisser Richtung j äußerte Wunsch, den Kongreß nicht in Berlin, sondern i böschädlich wirken, indem sie manchen Eltern, die die Mittel hätten, abzuhalten, ist von den Berlinern einfach ignorirt. ES muß dies schiik'.hren Kindern einen religionslosen Privatunterricht geben zu lassen, selbstverständlich den Verdacht erregen, als ob das Berliner Komitee ZtelXvnd die ftüher diesen dem öffentlichen Schulunterricht vorgezogen seine ganz besonderen Gründe habe, den Kongreß in Berlin abge- Hershaben, veranlassen dürfte, ihre Kinder bloß dem Geldersparniß halten zu sehen. Wir haben ein Recht, zu wissen, warum der Kon- stc�halber— in schlechte Gcmeindcschulen zu schicken. So versteht! greß in Berlin und nicht in Weimar abgehalten werden soll: wir stchbts der honigsüße Jules Simon, sich den w*""..... �...'iMjj|'J'"E Schein des„Liberalis-.fordern das Berliner Komitee hiermit auf, sich hierüber zu äußern. üvus" zu geben, indem er gleichzeitig daflir sorgt, daß die Jugend Wir meinen, wenn oie Sache ans reiner und reeller Grundlage Verfür Gott, Thiers und Vaterland drcssirt werde. Die„abscheuliche" beruht und unsre Freunde den guten und auftichtigen Willen haben, ldlitKommune freilich hatte Unentgeltlickkeit und Religionslosigkeit etwas Gutes und Tüchtiges zu schaffen, daß die leNMs Unterrichts MM...v........z—4.— � ugfflSimoiis kann... stcii»« Bonbonsammlerin...............,..._........ fOeren Anftrage alle Mitglieder der hohenzollernschen Familie immer! werden, wohl aber mit Weimar einverstanden sind; auch glauben heiyach Tisch die übrig gebliebenen Dessert-BonbonS einstecken, um sie wir, daß alle unsre Mitgliedschaften eine Vereinigung zu erstreben npemen Kranken des Hospitals zu Erdmannsdorf zuzuwenden. gewillt sind, wie sie nur gewünscht werden kann. Sl Ueber die französische Legitimistenwallfahrt nach Lourdes zunst Wir können aber auch die Versicherung geben, daß unsre Mit- unMuttergottesbild können sich"die deutschen Blätter nicht genug lustig gliedschaften festhalte« werden an uusrer, jetzt in schönster Blüthe . WUtachn,� Mit welchem Rechte? das zeigt die nachstehende Liste stehenden Organisation. Unfehlbar kann Memand, also auch keine ssc»-*on streng kirchlichen Versammlungen, die in den letzten Wochen Organisation erklärt werden, aber wieder einen neuen Verein im �tsä-w. Deutschland abgehalten worden sind: 1) Bischofskonferenz in! Verein, neue Statuten, neue Zerstücklung, neue Versuche, neue Ver- ssenPulda, 2) Ältkatholikenversammlung in Bonn, 3) Protestantentag j waltunaen und Kassen errichten, die womöglich Personen schaffen, jcheM Osnabrück, 4) Evangelischer Kirchentag in Halle, 5) Katholische; deren Existenz von dem neu ins Leben zu rufenden Werk ab- . r■■■'■■ 1 Ä"'-*.. hangen soll, dazu werden wir sicher nicht die Hand bieten. Unsre Berliner Freunde kennen jedenfalls unsre Statuten, und haben sie der Kongreß durchaus in Berlin abgehalten werden soll. Wir mei- neu, es wäre doch weit besser, wenn der Kongreß in einer Stadt mehr im Süden Deutschlands, z. B. in Weimar abgehalten wiirde, weil es dadurch den Kollegen von Süddeuffchlands und Ocstreich doch eher möglich wäre, denselben zu beschicken. An dem Kongreß in Berlin werden wir uns nicht betheiligen, weil dieses zu viel Geld kosten würde. Sollte aber, wie schon erwähnt, derselbe im Mittelpunft Deutschlands veranstaltet werden, so werden wir uns, wenn nicht direkt, so doch indirekt vertreten lassen.— Ueber unser» Verein habe ich zu bemerken, daß alle Briefe etc. an unfern Vorsitzenden Bolz, Balthasarmalergasse 2. zu richten sind. Im Namen der Schuhmacherunion. Schriftführer A. Wm. Spichermann. Reutlingen, 6. Oktober. A n d i e C 0 r s e tw eb e r i n W ü rt- t e m b e r g. Die Nürnberger Corsetwebcr haben vor einigen Tagen in dem in Obcrndorf erscheinenden„Schwarzwälder Boten" einen Aufruf veröffentlicht, in dem sie ihre Eollegcn allüberall auffordern, zum Zweck einer Lohnerhöhung mit ihnen gemeinschaftliche Sache zu machen. Ja College», es ist in der Thal Zeit, daß wir uns ache in einer! aufraffen und unsere erbärmliche Lage verbessern. Die älteren !-tc�anderversammlung in Köln. — WD eW* Der„Nene Sozialdemokrat" benutzt unsere Angabe,. daß Herr! wirklich gute und praktische Ideen und nach ihrer Ansicht etwas zu n#. Hofstetten nie auch nur eine Stunde Mitglied unserer Partei verbessern betreffs der Organisation u. s. w., dann konnten sie ge- nt-Zewesen sei, zu neuen Verleumdungen. Wir erklärten daraus'trost sich an uns wenden mit ihrem Plane und ans der General- «L• 1'Vl/ J*1»IVUVU-WUVM»UVM»IVJV-U» 4 V 4.V4V\V|1|.III,_' I' dizuoiederholt, daß Herr v. Hofstetten ein Mitglied unserer Partei Versammlung konnten sie ihre Gründe und Ansichten geltend machen, iriiDaher waren wir auch nie in der Lage über da» Vorleben des isieiiyerrn v. Hofstetten ein Urtheil fällen zu müssen. Der„Neue nh�ozialdeniokat" will uns mit aller Gewalt durch Herrn v. de»Hofftetten bei den Mitgliedern des„Allgemeinen deutschen Arbeiter- .steuere ins" verdächtigen, er verschweigt aber, daß sein eigner Redakteur jch'Herr Hasselmann in Kompagnie mit Herrn v. Schweitzer das Zn�ermögen des Herrn von Hofstetten hat durchbringen helfen und se�ny Herr v. Hofstetten nach jener berüchtigten Wiener Affaire gs?sv ch 6 Monate Mitglied des„Allgemeinen deutschen flcMrbeitervereinS" und neben Herrn Hasselmann in der ZeMedaktion des„Sozialdemokrat" beschäftigt war, ohne tvi' der jetzt so sittlich entrüstete Herr Hasselmann an Herrn v. Hof- chMtten den mindesten Anstoß genommen hat. cifl- Wir bitten die Mitglieder des„Allgemeinen deusschen Arbeiter- iiü j eins", diese hier vorgeführten Thatsachen bei Benrtheilung des uitzftubern Redakteurs Herrn Hasselmann ganz besonders zu berück- ife-!>chtigen. iv'I. Üusern Parteigenossen Herrn Bernhard Becker brauchten wir .tzt.>cht zu vertheidigen, weil derselbe im„Braunschweiger Volksfrennd" denkst Beschuldigungen des„Neuen Sozialdemokrat" vollständig eeinhiderlegt hat. Der„Neue Sozialdemokrat" hat aber die Mode, ab�iklärungen seiner Gegner zu fälschen und nur das aus dem ijitjusammenhaiig abzudrucken,. was seinen Zwecken paßt und so hat irit* seinen Anhängern dreist vorgelogen, Becker habe zugestanden, Lischt(Hofstetten zusammen mit den Welsen in Verbindung getreten ndeMein. Bei einem solchen Lügen- und VerläumdungStalent, das ckfwst die Leistungen der BourgcoiSpresse in Schatten stellt, kommt ö1' zciCttlich der ehrliche Mann nie zu seinem Recht.: h-«1. An einer andern Stelle des„Neuen Sozi chweitzer gegen Liebknecht kongreß in Erfurt besheiligten. Das Gute und Nützliche, wie so viele Andre erkennend, mußten sie mit in uusrer Mitte sein, der jetzige Kongreß wäre dann nicht nöthig und wir wären sicher ein Stück weiter vorwärts; aber der Wille war nicht da, anders kön- neu wir es nicht erklären. Endlich aber sehen wir in dem ausge- schriebenen Kongreß durchaus keinen Fortschritt in uusrer Bewegung, denn so gut wie jetzt von Berlin aus ein Kongreß einberufen und bestimmt wird, so gut können sich auch unsre Brüder in andern größern Städten z. B. Frankfurt a. M., Barmen, Hamburg, Cöln u. s. w. zusammenthun und auf Grund eines Programms einen Kongreß berufen. Auch sie würden dann in alle Welt ans- rufen: Es kann nicht länger so fortgehen, wir müssen uns vereinigen! Es muß ein Kongreß stattfinden, es muß etwas geschaffen werden. Und dann würden die Berliner Kollegen wahrscheinlich sagen: schließt Euch doch unsrer Organisation an, wozu denn wieder einen konstitnirenden Kongreß. Nun, wir sind in der Lage, den Berliner Kollegen' zu sagen, daß alle diese Ä'Mgrcsse, Versamm- tungen, Zusammenkünfte zu einen furchtbaren Wirnvar und Durch- einander führe». Tie Berliner Kollegen werden jetzt begreifen, d. h wenn sie es wollen, daß wir im Interesse der gemeinsamen Sache vcki dem beabsichtigten Kongresse sernblerben müssen.— NB. Wir haben den 21. v. Mts. ein ähnliches Schreiben an Herrn Aurin abgeschickt, dasselbe ist aber bis heute unbeantwortet g. blieben. Der AussichtSrath. Im Auftrag: Aug. Schäfer. Dresden, 12. Oktober. Zahlreiche Anmeldungen neuer Mit- gliedschaften macheu den massenhaften Versandt von Statuten und "uittmigSbüchem nöthig. Da nun in ftüherer Zeit nach verschie- m welches Loos uns eine Geschäftöstockung bereitet: entweder müssen wir 30% billiger arbeiten, oder wir werden gänzlich entlassen. Anno 1870, drei Tage nach Erklärung des„heiligen Krieges", da wurden wir davongctrieben wie die Hunde. Zum Militär sollten wir gehen, um als Kugelfang zu dienen. Aber genug davon. Ein tüchtiger Eorsetweber, wenn er das ganze Jahr hindurch Arbeit hat, verdient ca. 250 Fl. auf dem Lande, in der Stadt bringt er es vielleicht ans 300 Fl. Aber was verdienen die Fabrikanten? Von einem zuverlässigen Plann erfahren wir, daß eine Firma in Stutt- gart vor etlichen Wochen alle 12 Tage 140,000 i�tück CorsetS ab- geliefert hat, also kommen aus einen Tag 11,066 Stück. Wenn an einem Stück nur ein Kreuzer verdient wird, so macht das schon so viel in einem Tag, als bei einem Weber in einem ganzen Jahr. Daher kommt es auch, daß die Eorsetfabrikanten überall beinahe die reichsten Leute werden, und die Eorsetweber die ärmsten Proletarier. Also Eollegcn, faßt Muth und geht mit uns frisch ans Wert eine Organisation zu schaffen; berufet überall Eorsetweberversamm- lnngen ein und diskutirt Eure Lage. Wir machen den Vorschlag, eine Corsetweberversammlung in nächster Zeit gemeinsam abzuhalten, etwa in dem Mittelpunkt der Eorsetweb-Jndustrie und schlagen wir Nürtingen oder Plieningen auf den Feldern vor. Wir bitten die Collegen, uns Mittheilung zu machen, ob sie da- mit einverstanden sind, und sind Briefe zu richten an I. Roller, untere Mühlstr. 30, 4. NB. Die arbeiterfreundlichen Blättet Württembergs werden um Abdruck deS Obigen ersucht. Correspondenzen. Dresden. In der Töpfergehilfenversammlung, die am 5. d. MtS. stattfand, wurde bekannt gegeben, daß bereits der grö- ßere Theil der Arbeitgeber eine Lohnerhöhung von 25 pEt. bc- willigte und daß, wenn einzelne Gehilfen die Arbeit einzustellen ge- nöthigt sind, diese sofort bei denjenigen Arbeitgebern in Arbeit treten können, welche die Lohnerhöhung genehmigten. Die Ver- sammlung besprach hierauf den Zweck und Nutzen der Gewerk- schaften und beschloß einstimmig, eine solche zu gründen und beanstragte daS Komitee, die nöthigen Vorkehrungen dazu zu treffen. In ßhemnih wurden am 5., in Maricnöerg am 6. und in Timvach am 8. von Vahlteich gut besuchte Volksversamm- lnngen abgehalten; am 5. eine von Walster in Kamenz; am selben Tage von mehreren Dresdner Parteigenossen eine in KöhlchenSroda. K(5 fingen: Auf Sonntag, den 6. Oftober hatten wir nach dem 4 Stunden von hier entfernten Kirchheim eine allgemeine Volks- Versammlung ausgeschrieben, welche von etwa 200 Personen besucht war. Morlock sprach über die„Ärbciterbewegnng und ihre Ziele". Als Gegner, nni unsre Ausführungen zu widerlegen, meldete sich trotz wiederholten Anftnfs Niemand. Die Aufforderung zur Grün- dung eines Vereins wurde beifällig aufgenommen, eö ließen sich �®chuhriemen zu lösen. �1444 �mneuimeiu ivuv,„. �.-.-------' -ftS«?--«M-«2*& Ä« An einer andern Stelle des„Reuen' Sozialdemoftat" streicht I denen Orten Statuten und Stempel verschickt wurden, und um die >err Hasselmann den Dr. v. Schweitzer gegen Liebknecht..nd Hauptkaff e nicht ,.ut nnn°tt).gen Druckko>ten zn belasten, werden alle..... �.............[..................... ».- vtbel� heraus,„die nicht werth seien Herrn v. Schweitzer Dzqemgen, welche noch uü Besitze uügebra�ter Statuten sind nttd �ch circa 60 Mann einschreiben und zahlten ihre Stenern. Diese 'sen". Herr Hasselmann war bekannt- 1 �ine.luS>icht auf Verwendung derselben haben, ersucht, solche, ne.bst azzoche ist definitive �yNstiftiirung des Vereins, wobei noch weitere ✓t. I mnebabenDCll t» I n nui inth 11 m"! Iii Auch in Schwaben beginnt es zu tagen, noch vor Kurzem wäre es die reinste Unmöglichkeit gewesen, in Kirchheim Boden zn fassen, die Leute bekamen all? einc! Gänsehaut, wenn sie nur das Wort Svzial-Dcmoftakie.hörtön, voit vielen, sogar gegnerischen Seiten, wurde uns offen geständen, daß wir wie überall, auch hier auf die gemeinste Weift verdächtigt wären und mau sich daher über unser Auftreten höchlichst verwiwdcrtc. Wir haben aber dadurch wieder gesehen, daß es gegen die lftikenntiiiß unscrcr Besircbiingen und die Verdächngmtgtn unftrer Gegner kein besseres Mittel gibt, als öffentliches Anstretin. Koinnicn unsre Gegner, iiiiu so messen wir uns, komme« sie nicht, sö bestätigen sie die Grundlosigteii ihrer Hetzereien ja schon zum Boraus. M. M-• Schweitzer; den„Sozialdemokrat" mit 400 Abonnenten zu halten gehend an den Unterzeichneten einzuschicken, oder doch daS Vor- die preußische Regierung fertig gebracht, das ist„Schweitzer'o handensein solchen Mattna�anZuzelgm. W.r müssen darauf sehen be-«dienst". Daß Herr Hasselman» den Dr. v. Schweitzer lobt. da%der Hanx kasse möglichst weing llukosten mvachftu.— Freund .«ist n.-irf, v,»,,...«Ii.„„.-.„i..;j.i Kltttcr»i Heilbronu erhielt bereits ftnher 60 Stuck«Statuten, war damals kein Stempel dabei? Frage Sommer darüber, er muß es wissen. Wie steht es. in Gießen mit der Mitgliedschaft? Gelder gingen ein: Nürnberg, durch Schcerbaner 14 fl. 10 kr. :r* :ei- ngt id» rd' f! zeftls»ach dem alten Spruch: Alte Liebe rostet nicht, ganz in der ist tduuug; wundern sollte cS uns nicht, wenn nächstens der Schüler siel � Herrn und Meister zum Präsidenten deS„Allgemeinen deutschen lest Ueber eiuiae Erttaverlenmdnnqc» die der„Neue" Liebknecht I Antwort folgt brieflich. Die säumigen Mitgliedschaften werden im- -r- Nd Bebel an den Kopf wirft, reden wir noch in nächster Nnm- Mer wwder an ihre Pflicht eriUneA "er ein Wörtchen mit ihm.„ � Pcnvaltuugsrath. J A: H. Z.tgcr. Reitbahustr 5. �___ Rochlitz. Montag, den 6. Oktober, hielten wir hier eine V«- Der Mitredaftenr des„Brauusckweiaer Volksfteund" W. Bloo sammlung der Schuhmachergescllen und Kleinmeister ab, welche wegen des Artikels ävrr slfcncr"_ entbaitend eine Rüge ziemlich iiark benicht war und zu nifferer größten Zuftiedenheit aus- - V�rfabreus dls Voliwid rKt hs � Als Delegirtcr wurde vorgesckilagen und gewählt WilheM i'.u 3 Mo�n GAäuan ß vemrtdM worden- Lehmann, Schiihmachermeister, Mühlgraben 298 in Rochlitz. dieser djf-'"naren Vesangniß vernrlye.tt worren. nimmt die Wahl auch an, wenn in nnsen. Nachbarorten sich kein cr,r---- Anderer findet und ihm das Vertrauen der Collegen des 14.' säch- »?i fif lt.. I ii�-?,... ,n'rt..;rf..tir; r.� w*«" Wahlfteises auch zu Thoil wird. Darum auf, Collegen, haltet Versammlungen ab, nehmt die nöthigen Berathnngen vor und Kffen. als das schon Bestehende? Giebt es nicbt d.e Jnternatio- 1 b" Bahnhof Narsdorf stattfinden, wo die Absti.mnnng dann von ett e«,I� Gewerksgeuossenschaft? die seit Jahren nacb Einigkeit und Ver- betl�ilige�en Ortschaften über einen Delegirten vorge- A'Sung gerufen und gestrebt, und diese Berliner College., zum»»d ZU"' Beschluß k°".men soll. e«,% rift aufgefordert hat? Hat cS etwa an brüderlichen Entgegen-« Liudngrus, und Handschlag nt knunen gefehlt? Waruni thnn jetzt auf einmal»nsre Berliner Anzetgen tu s. w. Für poMch Gem'ißrrgtltr. Sammlung bei einer Gesellschaft durch H. Lanterbach au» ÄrüHperm 12% Gr. Holle in Bremc»: Jbr Brief kam«st MttstiK.Mllag, ipithm zu spät, hier an. I. A.: Karl Martin, Vorsitzender. iciFUegen, als wenn nur durch sie' ettvas Äußerordentlichcö und fr, liehniauu wirb auf Verlangen Veyammlunge» in tz- kroßes geschaffen werden könnte? c I Nachbarorten abhalten gegen Gewährung des Fahrgeldes, aber Ein Jeder muß sich sagen: wenn unsre Freunde wirklick de»■i0Uil*a� r-0� Asiwutags, und ferner bitten wir nochmals alle n'üten und auftichtigen Willen haben und zu der'lZinNckt aölauat I P"te!gelwssen, die Schuhmacher ans den Kongreß aufmerffai» zu ns iid, nur durch Einigkeit und Vereinigung kann etwas«zielt wer r sir, � warum haben dieselben sich nicht schon länast mit»na w-e-'Also auf Collegen, nach Berlin zum Schuhmach'er-Congreß. .'den? Haben wir nickt schon viele derartige AnM.fe erläss«. nüd- D. O. eii beitritt eingeladen? Warum haben es unsre Freunde in Mainz, 12. Oktober 1872.(Zum Schuhmacherkongreß.) in nicht der Muhe werth gehalten, auch nur die Gründe anzu- In unserer letzten Versammlung wurde der bevorstehende Kongreß warum sie uuö nich� vel�etreteu ttnb wie können einer Besprechung unkenoaen. letzt wnn ititÄ vir fptf Hi.ihvpit• s, v»«« i ,-?s..-- fr r. � in u rix 7'ck Briefkastc«: der Redaktion: T. Magdeburg: Wir«suchen Sie, von deö Berössimllich-ng de« össenen Briefe« entweder gänzlich Abstand zu nehmeii, oder doch so länge z» warten, vi« uns die 1% Spalten, die der ofscoc Briej eixinchmen wird, zur Berfiigung stehen.— R. S-b. in Zürich: Ihre Erwiderung würben Sie am bestell Lurck die„Chemnitzer Freie Presse" veröffentlichen..— W. Lenk, Goch«: Zar vorläufigen Kennt- nißnahme nüch. Hätilburg gesqndt.— Eine ganze Anzahl vö» Cvrrespon- deüzen mußte für dis fclgeiide Nummer zurückgestellt werden.; der Expedition: Schultz in Hainburg: Für Schriften 16 Tblr. 5 Gr. 4 Pf., für Abonnement 3. Quattal 4 Thlr. 22 Gr., für Anuouceu 8 Gr.; Liebten stein für Schriften 5 Thlr.; Franz: Erbalien. Lehmann wird auf Verlangen Versammlungen iii den Eine Bestellung wie Faktura über Gesandte« lag nicht bei. Betr. der nur i Wahl stehe B. St. Nr. 81 Seite 2.— Lüttjohann Wandsbcck ftir 3. Onärtal 18 Thlr. 16 Gr. 2 Pf., für Sckristen 1 Thlr. 23 Gr., für AMloncen 4'si, Gr.; Mühlenbeck in Essen für Schriften 1 Thlr. 3 Gr.; Mädler in Greiz sikr Schriften 13 Gr.; Berendt in Mittweida sür Schrift ten 4 Thlr. 15 Gr.;— Kcnecke in Spandau sür 3. Quartal 15 Gr.; — Roland in Neimkirch sür Schriften 19 Gr.;— Gnain in Pforzheim für Schriften 10 Thlr.;— Kurz in Tübingen sür Schriften 6 Gr.— Gcib in Hainburg 3 Thlr. 14 Gr. letzt von UNS, die wir feit Jahren eine Organisasion haben, ver- Daß eS an der Zeit ist, daß sich sämmttiche Arbeiter vereinigen, »en, daß wir zu ihnen kommen sollen? Unser Urthal geht da- ist uns nichts Neues. Wir wundern uns aber nur darüber, daß Den Parteigenossen angelegentlichst empfohlen: „Das Kcsteiftn", Organ der deutschen Arbeiterbildungövereine in der Schweiz, erscheint alle 14 Tage einmal, Preis per Quartal 4 Sgr. Eßlingen. Nächsten Sonntag Abend F ij r n s l e r, Bierbrauer. Zusammenkunft bei Volksverein. WIUUUJIll»» Sonnabend, den 19. Oktober; Hauptversammlung. Mchtige Beratbungcn macheu das Erscheinen aller Mitglieder noth- Der Vorstand. wendig. Hannover den. 29, Oktober; Stistuagvsest des so- ?ial-dcmokratischcn Arbeitervereins im Saale des Bahnhofes. Bestehend in Concert und Ball. Anfang 4 Uhr. Me hiesigen und auswärtigen Freunde und Parteigenossen werden freundlichst eingeladen_[2a]_ Das Festcomitee. {tahlltit Allgemeiner Deutscher Schneider-Verein. Dienstag, den 15. Oktober: Verlegung des Lokals zu Hrn. Hietzschold, Gewaudgäßchen 4, 1 Treppe.— Um 8 Uhr Vcrsamm- lung daselbst, zu welcher auch Nichtmuglieder zu recht zahlreicher Bethci- ligung einladet_ Der Bevollmächtigte. Sozial-demokratischer Arbeiterverein. Freitag, den 18. Oktober, Abends 8 Uhr, im„Leipziger kklielrten der NitZIieder. Saal". Tages-Ordnung: Sozial- politischer Wochenbericht. Referent: Nauert. Freie Diskussion. Gäste willkoinmen. Der Vorstand. Dienstag, den 22. Okt., Abends 8 Uhr: Ordentliche Gencralvcr- samnilung. T.-O.: Rechenschaftsbericht u. Neuwahl des Vorstandes. D. O. ®cad)lung Durch die 4wi?chentliche Haft Hepner's-c. bat sich das Erscheinen der ». Licsrrung des Leipziger HochverrathSprozeffeS verzögert. Wenn nicht weitere derartige Ereignisse eintreten, wird durch rascheres Erscheinen der weiteren Lieferungen die Verzögerung einzubrin- gen gesucht werden. Buchhandlung und Expedition des„Volksstaat". Den Lesern des„Volksstaat" in Rcud- �lulUHUiUlUJUUy. nitz, Nruschönefrld, Volkmarsdors, Sellcrhauscn, Crottendorf, Anger wird bekannt gegeben, daß sich bei Herrn Osk. Slelzcr in Reudnitz, Kapcllengasse 11,1. eine Filialex- pedition befindet. Abonnements werden dort entgegengenommen, auch- find dortselbst einzolne Nummern und Schriften zu haben. Tic Expedition des„Volksstaat". lichenden Rechenschaftsbericlit ist ein Yerzeichniss särnrntlicher Geuossenscliaftsrnitglieder und jedem weiteren Rechenschaftsbericht ein Yerzeichniss der neu aufgenommenen und der ausgetretenen Mitglieder beizugeben. § 8, Jedes Mitglied hat: a. den Bestimmungen des Statuts, welches alle Mitglieder zu unterzeichnen haJjen, sowie den später zu fassenden Gene- ralversammlungs-Beschliissen jederzeit nachzukommen; b. bei der Aufnahme ein Eintrittsgeld von 5 Sgr.(17'/2 Kr.) zu zahlen; c. mindestens einen Antheilschein durch Raten- oder Volleinzahlung zu erwerben. So lauge der Antheilschein nicht voll eingezahlt ist, wird die auf ihn pro rata entfallende Dividende als Einzahlung auf den Antheilschein gutgeschrieben. § 9. Rechte der Mitglieder. a. Anträge schriftlich zur Generalversammlung spätestens 20 Tage vor derselben vor den Aufsichtsrath zu bringen, um eine frühzeitige Anmeldung der Tagesordnung zu ermöglichen. b. Schriftliche Beschwerden über den Vorstand bei dem Auf- sichtsrath und über den letzteren bei der Generalversammlung einzubringen. c. An den Verhandlungen und Beschlüssen einschliesslich der Wahlen theilzuuehmen. f. §19. Zuständigkeit der Generalversammlung.(i Der Generalversammlung sind folgende Angelegenheiten auä- schliesslich vorbehalten;% a. Richtigsprechung der Jahresrechuung. Pol b. Feststellung der Dividende. Km c. Verfügung über den Reservefond. d. Feststellung eines Etats für die Verwaltung. e. Ergänzung und Abänderung des Statutes. j, Wahl der Verwaltungsorgane. Bestimmung über die Verwendung etwaiger Ueberschüs» � Definitive Entscheidung über alle legal eingelegten Bern � fungen. Z. i. Beschlussfassung über Auflösung der Genossenschaft. § 20. Aufsichtsrath. Der Aufsichtsrath besteht aus 5 Personen und wird» Jahr neu gewählt. Sind bei einer Sitzung des Aufsich tsratlio � mindestens 3 Personen anwesend, so ist derselbe beschlussfäbig__ Der Sitz des Aufsichtsrathes wird von der Generalversainm lung bestimmt. Innerhalb 3 Wochen nach stattgehabter General; J Versammlung haben die Genossenschaftsmitglieder desjenigefBi g- h. Ortes und seines eiumeiligen Umkreises, welcher zum Sitz del d. In Verbindung mit mindestens 10 Proc. der Mitglieder die Einladung zur Betheiligung au der *z u Leipzig. Nachdem die Genehmigung des Statuts Seitens der Behörde erfolgt und die Genossenschaft, ausgestattet mit dem Rechte der juristischenPerson, unterm 10. Oetober c. ins Handelsregister der Stadt Leipzig eingetragen worden ist, auch, die Geschäftserüff- nung bereits stattgefunden hat, ergeht hierdurch an alle Diejenigen, welche sich für das Unternehmen iuteressiren, das Ersuchen, dieses Interesse durch Zeichnung von Geuosseuschafts- Autheilen zu bethätigen. Wir hoffen auf eine recht zahlreiche Betheiligung, da hiervon der Bestand und die Entwickelung des Geschäfts wesentlich bedingt sind. Indem wir nachstehend die Genossenschafts-Statuten ihrem Wortlaute nach folgen lassen, bemerken wir noch, dass Aufsichtsrath und Vorstand von der coustituireuden Versammlung auf die Dauer von 3 Monaten nach erfolgtem Eintrag ins Handelsregister gewählt worden sind. Es wird demnach im Januar 1873 eine Generalversammlung stattfinden, der die Neuwahl beider Verwaltungsorgane obliegt. Leipzig, 13. Oetober 1873. per Mfstchtsrath: per'Porstand: P. Ullrich, Vors. H. Kamm, Vors. Cbr.HadlicU, Kass. Stat ir't, der (jenossenschaftsbuclulruckerei ?u Leipzig nach dem Gesetze die juristische Person betr. vom 15. Januar jl868. § 1. Rechtliche Form der Genossenchaft. Vö! Die„Genossenschaftsbnchdruckerei" ist eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, übt nach Massgabe des Gesetzes vom 15. Juni 1868 die Rechte einer juristischen Person, hat ihren Sitz in Leipzig und führt die Firma chenossenschaffsvuchdruckerei. § 2. Zweck der Genossenschaft. Der Zweck der Genossenschaft ist Betrieb einer Buchdruckerei verbunden mit Buchhandel. § 3. Eintritt in die Genossenschaft. Mitglied der Genossenschaft kann jede dispositionsfähige Person werden, welche sich durch eigenhändige Unterschrift der Statuten den Bestimmungen derselben unterwirft. Das Recht der Aufnahme steht dem Aufsichtsrathe, nach vorhergeganger Anmeldung bei dem Vorstaude zu. Die Entscheidung über die Aufnahme hat binnen vierzehn Tagen nach geschehener Anmeldung zu erfolgen. Gegen ablehnenden Beschluss kann Berufung an die nächste Generalversammlung eingelegt werden. § 4. Austritt aus der Genossenschaft. Der Austritt aus der Genossenschaft kann jederzeit, jedoch nur bei Cession des Genossenschafts-Antheils(§ 13) erfolgen. § 5. Ausschliessung. Die Ausschliessung eines Mitgliedes kann vom Aufsichtsrath eventuell von der Generalversammlung beschlossen werden; a. wenn dasselbe 6 Monate trotz einmaliger Mahnung seitens des Aufsichtsraths mit seinen Ratenzahlungen im Rückstände bleibt; b. wenn es durch feindselige Bestrebungen die Ehre und die Interessen der Genossenschaft schädigt. Dem betreffenden Mitgliede steht, falls es vom Aufsichtsrathe ausgeschlossen wurde, das Recht der Berufung an die Generalversammlung zu, jedoch mnss diese Berufung, wenn das Recht dazu nicht verwirkt sein soll, innerhalb 2 Wochen vom Tage der schrift.ichen Notifikation der Ausschliessung schrift- lich bei dem Vorstande eingebracht werden. Ein weiteres Rechtsmittel ist nicht zulässig. Der Genossenschaftsantheil eines in solcher Weise ausgeschlossenen Mitgliedes wird vom Aufsichtsrath verkauft und der Erlös an das betreffende Mitglied bezahlt(§ 13). Mit erfolgter Ausschliessung erlöschen alle Rechte und Pflichten des betreffenden Mitgliedes. § 6. Ausscheiden durch den Tod. Mit dem Tode eines Mitgliedes erfolgt der Verkauf des betreffenden Genossenschafts-Antheils flnd Auszahlung des Erlöses nebst dem übrigen Guthaben des verstorbenen an den rechtmässigen Inhaber des Antheilscheins. § 7. Veröffentlichung der Mitglieder. Dem ersten nach dem Inkrafttreten des Statuts zu veröffent- Einbcrufung einer ausserordentlichen Generalversammlung unter Angabe der Tagesordnung zu verlangen. § 10. Genossenschafts-Kapital. Das zum Betriebe der Genossenschaft enorderliche Kapital wird aufgebracht durch Antheilscheine von je Zehn SKafer(17 Ak. 30 Kr. rh.), welche auf den Namen des Inhabers lauten. § 11. Erwerbung der Genossenschafts- Antheile. Jeder Genossenschafts-Antheil kann erworben werden; a. durch Baar-Einzahlung von 10 Thaler(17 Fl. 30 Kr. rh.); b. durch Raten-Zahlungen, welche im ersten Vierteljahr monatlich mindestens 1 Thaler(1 Fl. 45 Kr. rh.), später monät- lich mindestens>/z Thaler(52'/s Kr. rh.) betragen; c. durch Umwandlung der Dividende in Genossenschafts- Antheile, § 12. Zahl der Genossen schafts- Antheile. Jedes Mitglied kann bis zu 15 Genossenschafts- Antheilen erwerben. Jeder Genossenschafts-Antheil muss innerhalb zwei Jahren erworben werden. § 13. Weiterbegebung der Genossenschafts-Antheile. Die Uebertragnng oder Abtretung von Genossenschafts- An- theilscheinen, mögen sie schon voll oder nur theilweise eingezahlt sein, ist hur mit Genehmigung des Aufsichtsraths und an solche Personen zulässig, welche überhaupt zum Eintritt in die Genossenschaft befähigt sind. Der Cedeut entäussert sich mit dem Tage der schriftlichen Abtretung der Rechte eines Mitgliedes der Genossenschaft. Auf den Cessionar gehen zu demselben Zeitpunkt die mit der Mitgliedschaft des Cedeuten verbundenen Rechte und Pflichten über. § 14. Haftbarkeit. Jedes Mitglied haftet mit dem Betrage der in seinem Besitz befindlichen Genossenschafts-Antheile; für den Betrag Eines Genossenschafts-Antheils auch schon dann, wenn derselbe noch nicht voll eingezahlt ist. § 15. Reservefond. Der Reservefond wird gebildet: a. aus dem bei der Aufnahme zu zahlenden Eintrittsgeld; b. aus einem Theil am Reingewinn; c. aus seinen eigenen Erträgnissen; d. aus den etwaigen zufälligen Einnahmen. Derselbe wird unter besonderer Verrechnung bei der Genossenschaft selbstwerbend angelegt. § 16. Bestimmung des Reservefonds. Der Reservefond ist bestimmt zur Uebertragnng aller Verluste, welche die ordentlichen Jahreseinnahmen übersteigen. § 17. Organe der Genossenschaft Aufsichtsrathes bestimmt ist, eine allgemeine Versammlung a"' zuhalten und die Aufsichtsrathsmitglieder zu wählen. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel mit absoluter Majorität. Innerhah drei Tagen nach erfolgter Wahl ist der Aufsichtsrath verpfli®»' I C:' tet, sich zu konstituiren und die erfolgte Konstituirung sofort j? H« dem in§ 27 genannten Organ öffentlich anzuzeigen. Der Aar fo, sichtsrath besteht aus einem Vorsitzenden, dessen 8 teilvertrete) � einem Schriftführer und zwei Beisitzern.. j Der alte Aufsichtsrath führt so lange die Geschäfte fort, h»•• der neue sich konstituirt hat.'A«o §21. Vorstand. W Derselbe besteht aus 3 Personen, einem Vorsitzenden, dei' j, sen Stellvertreter und einem Kassirer, und wird durch die Geie ralversammluug in besonderem Wahlgang auf ein Jahr gewähh;» i Der Vorstand hat die Genossenschaft den Behörden»"J dem Publikum gegenüber zu vertreten und zeichnet dui'V be seinen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Dieselben v er' den legitim! rt durch schriftliche Anzeige bei dem zuständig� Gericht und Bekanntmachung in dem§ 27 genannten Blatt1'; Der Vorstand leitet, beziehentlich besorgt die laufenden W Schäfte der Genossenschaft nach einer mit dem Aufsichtsrach vereinbarten Geschäftsordnung. §22. »b »r. Für Aufsichtsrath und Vorstand bestimmt die General- VU Sammlung einen festen Gehalt auf das kommende Jahr. F"1 j0 alle andern Arbeiter bestimmt der Aufsichtsrath den Lohn. na § 23. Ergänzung des Aufsichtsrathes resp. Vorstände- to( Treten im Laufe des Jahres im Aufsichtsrathe Vacaiizen ei" so haben die am Sitz des Aufsichtsrathes und seines einmeilig'J g Umkreises wohnenden Genossenschaftsmitglieder innerM; 14 Tagen eine Ergänzungswahl vorzunehmen und zwar um'1 m dem in§ 20 vorgeschriebenen Wahlmodus. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes aus, dann ist der Au1 � sichtsrath verpflichtet, innerhalb 8 Tagen einen Stellvertreh � aus der Reihe der Genossenschaftsmitglieder zu ernennen.„0 § 24. Rechnungswesen.@ Das Rechnungsjahr beginnt mit dem 1. April und schlief � mit dem 31. März des folgenden Jahres.. fo, In der Zeit vom 1.— 20. April jeden Jahres hat der Vorst»»), unter Kontrole des Aufsichtsrathes die Inventur aufzunehmen � nach derselben die Jahresrechuung aufzustellen, die�el»1 dem Aufsichtsrath zur Prüfung zu übergeben und den Schäftsbericht festzusetzen. Letzterer ist gedruckt an die Ii" glieder mindestens 4 Wochen vor der ordentlichen General- V»» � Sammlung auszugeben. § 25. Abschreibungen. Die Genossenschaft erledigt und kontrolirt ihre Angelegenheiten a. durch die Generalversammlung; b. durch den Aufsichtsrath; c. durch den Vorstand. Der letztere steht unter Kontrole des Aufsichtsraths. § 18. Die Generalversammlung. Alljährlich nach Aufstellung und Prüfung der Jahresrechuung, spätestens aber im Monat September, findet die ordentliche Generalversammlung statt. Ausserordentliche Generalversammlungen müssen auf Beschluss des Aufsichtsraths oder des Vorstandes, oder auf Antrag des zehnten Theils särnrntlicher Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung, und zwar binnen 20 Tagen, nachdem dieser Beschluss resp. Antrag dem Aufsichtsrath bezannt gegeben ist, einberufen werden. Die Einladung zur Generalversammlung, ob ordentliche oder ausserordentliche, erfolgt durch den Aufsichtsrath mit. Angabe von Ort, Zeit und Tagesordnung durch zweimalige Insertion in dem in§ 27 genannten Blatte. Zwischen der ersten Insertion und der Generalversammlung selbst muss ein Zeitraum von 14 Tagen liegen. Jede statutengemäss zusammenberufene General- Versammlung ist über die auf der Tagesordnung stehenden Gegenstände beschlussfähig. Den Vorsitz in derGeneralversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrathes oder dessen Stellvertreter. Der Vorsitzende hat die Generalversammlung zu eröffnen, nach den Regeln der parlamentarischen Ordnung zu leiten und zu schliessen. Bei allen Abstimmungen und Wahlen hat jedes Mitglied, gleich viel, ob im Besitz eines oder mehrerer Genossenschaftsantheile, nur eine Stimme, jedoch darf es mit seinen Beiträgen zu den Ge- Im Geschäftsbericht ist auf dem Gewinn- und Verlust-Koii1 unter den üblichen Abschreibungen für Inventarabnutzt»» � 10 Prozent abzuschreiben. tii §26. Vertheiluug des Reingewinns.£; Von dem ermittelten Reingewinn wird; 1) ein Theil In der Höhe bis zu 6 Prozent für das einCT zahlte Kapital an die Inhaber von Autheilscheineu als Div s � deude vertheilt, resp. gutgeschrieben; st 2) der Rest dem Reservefond überwiesen. H §27. Oeffentliche Bekanntmachungen. j_ Alle in diesem Statute vorgeschriebenen öffentlichen A»;(g forderungen, Einladungen und Bekanntmachungen erfolgen 1(g dem in Leipzig erscheinenden Blatte„Der Volksstaat", gelp1 Q) damit als gehörig erlassen und sind für alle Betheiligten recht" � verbindlich. P § 23. Streitigkeiten. H Sobald über den Sinn und die Auslegung dieses Statuts od' H der später gefassteu Beschlüsse Streitigkeiten entstehen, werd» I dieselben lediglich durch einen Beschluss(ler General- V ersawt» lung entschieden. j h, § 29. Verminderung des Genosseuschaftskapitals. Ji| Ergiebt sich aus der letzten Monats-Bilauz, dass sich ä» ni Genossenschafts-Kapital um die Hälfte vermindert hat,>o w« der Vorstand unverzüglich dem Aufsichtsrath Nachweis' geben, letzterer sofort eine General- Versammlung einzuberofl und dieser das Ergebniss der Bilanz vorzutragen. Die Genen» Versammlung hat solchen Falles darüber Beschluss zu fasse» ob die Genossenschaft aufzulösen oder auf welche Weise den eignen Mitteln der Mitglieder Deckung zu schaffen sei. §30. Auflösung. Eine freiwillige Auflösung der Genossenschaft kann ich dann stattfinden, wenn eine zu diesem Behufe einberuft1', w | C A F is V General- Vei-saramlung die Auflösung mit einer Mehrheit W n nossenschaftsautheilen nicht länger als drei Monate im Rückstände sein. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden. Die Wahlen erfolgen nach den Grundsätzen des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts mit geheimer Abstimmung. Beschlüsse der Generalversammlung werden durch einfache Stimmenmehrheit der Anwesenden gefasst. Nur bei Statutenänderung ist Zweidrittel-Majorität der Anwesenden nöthig. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende, bei Wahlen das Loos. Ueber die Verhandlungen und Beschlüsse der Generalversammlung sind Protokolle aufzunehmen, welche, wenn sie von der Generalversammlung genehmigt sind, vom Vorsitzenden, Dreiviertel der Anwesenden beschliesst §31. Liquidation. Die Liquidation des Geschäfts, im Falle der beschlossen1' oder sonst nöthig gewordenen Auflösung, geschieht unter Ko» trole des Aufsichtsrathes durch den Vorstand. Das nach AbZ» särnrntlicher Passiva der Genossenschaft verbleibende Vcrinög» wird unter die Mitglieder nach Verhältniss ihrer Geschäfts»» theile(§ 12) vertheilt. Die Auszahlung erfolgt in Leipzig'» dem von dem Vorstande zu bestimmenden Orte nach Abi»' eines Jahres, von dem Tage an gerechnet, an welchem die setzliche Bekanntmachung der Auflösung zum dritten Male» gedruckt worden ist. Ueber die Niederlegung unerhobener Antheile trifft General- Versammlung, welche die Auflösung beschliesst, Stimmung. H Schriftführer und drei Mitgliedern unterzeichnet werden müssen. Leipzig: Verantw. Redakteur A. Muih.(Red-akiion und Expedttch- Hohestr. 4). Druck mrd Verlag der GeuossenschastShuchdrucko,