Erscheint wöchentlich 2 Mal anä in Leipzig. Lestellnngen nehmen alle Postanstalten und Buchhand- kmgm de? In- und Au«- lande« an. Für Leipzig nehmen Be- stellungen an: die Expedition, Hohestraße 4. die Genossenschaft«- tnchdruckerei, Zeitzerstraße 44. m». Bebel, Peterstraße IS. I> Müller, Baperschestraße öd, III. Der Vollisstaat Jtstonnementsprei«: Für Preußen incl. Stempel- steuer 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12'/, Sgr. pro Quartal, pro Monat 4'/, Sgr. Für Leipzig und Nmgegen» pro Quartal 13 Ngr. Filialexpeditionen für die Ber» einigten Staatm: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken, N.J. via Newyork. G. A. Lönnecker, 1Ü5 W. Lake Chicago(HL) tlie iliigi 3" Nr. 86. �rgandersozialdemokratischenArbeiterparteiunddermternationalenGetverksgenosienschasten. Sonnabend, 26. Mtober. 1872. dei ;;; Abonnements aus ben„Bolksstaat" iür den Monat November zu 4'/, Ncugroschen werden bei allen li� scchsischcn Postanstalten, ftir Leipzig bei der Expedition f hohe Straße 4, wie in der Genoffenschaftsbuchdruckerei Zeitzer- 3� jtraße 44, dann PeterSstraße 18 und bei Colporteur Müller, für die Um.�gxnd von Leipzig bei den Filialexpeditionen: für�olk»«»- , bil>«rf, Hlenbnitz, AeuschSnefekd ic. bei O. Stelzcr, Reudnitz. Kapcllengasse 11, 2 Tr., für �lagwitz und Lindenau ic. bei Wcichert, Haus Nr. 9 in Plagwitz, für Kottnetnitz«. bei ' � Teubner, Bornaifche Straße 19, für Kleinzschocher und Um- äliit ßtgend bei Fleischer, Lir. 87 daselbst entgegengenommen. lw-i Außerhalb Sachsens kann nur auf November und Dezem- nttd hex zugleich bei den Postanftalten abonnirt werden. � Die Expedition de»„Dolkistaat 3 t.�" niti" verdiente Anstnerksamkeit zu Theil geworden. Friedrich Engels hat sich veranlaßt gesehen, als ThorwÜchtcr des deutschen Sozialis- mu« streng mit ihr ins Gericht zu gehen, um etwaige ansteckende Folgen von v»rnhcrein abzuschneiden. Er hat in No. 51 und fl. des„Volksstaat" eine Antwort auf meine Artikel ergehen lasten, die an Wärme der Empfindung und redlichem Willen, daö Gift meiner Worte unschädlich zu machen, nichts zu wünschen übrig läßt. Engels hat seine Antwort mit einer solch' leldenschaftlichen Bsorcingenommenhcit geschrieben, daß es ihm durchaus un- möglich, war, auch nur einen Satz meiner Ausführungen mit unbefangenem Auge zu betrachten.(?) Ex stieß auf einige Wendungen, wie sie Proudhon eigenthümlich sind;. von der Minute aft war sede Unbefangenheit verschwunden und dpr willkürlichsten Auslegung meiner Worte nach allen Seiten hin Thür und Thor geöffnet. Eine sonderbare Art der Polemik, wie sie Engels hier zu Markte bringt. Wo er angreift, greift er nicht mich an, sondern die Art und Weise, wie er sich meine Worie zurechtgelegt; wo er Lücken ausfüllen will, bringt er mit Herablassung AuSfilhrungcn, die in meine Arbeit entweder gar nicht hergehörten, oder die ohne jeden Nachtheil für das Verständniß ausgelösten werden konnten; wo er belehrt, sagt er zwar Manches, was recht schöki'und gut ist, aber lauter Dinge, die ich leider schon selbst gewußt und die sich viel schöner und bester ausnehmen würden, wenn sie nicht in so schulmeisternder Weise auf die Bühne träten. Da nun aber von Proudhon die Rede ist und die Polemik Engels' mehr gegen diesen als gegen wich, seinen„Nachbeter", ge- richtet ist, so muß ich n»thgedrungen, so ungern ich's thue, auf Proudhon und daS Verhältniß des deutschen Sozialismus zu ihm eingehen. �.Nichts liegt mir ferner, aiS eine Vertheidigung Proudhvn'S schreiben zu wollen. Ich bin der Ansicht, daß der deutsche SocialiS- muS gegenwärtig nützlichere Dinge zu thun hat, als die Frage cnt- scheiden, ob Proudhon ein Mann der Revolution gewesen ist oder nicht. Zudem ist es noch nicht lange her, daß sich der Sozialismus bei uns aus den Banden persönlicher Bevormundung und persönlichen EinflusteS zu erheben beginnt, es wäre also dreimal Unrecht, wieder mit einer Person, mit der Autorität Proudhon's hervorzutreten. UebrigenS ist Proudhon überhaupt in Deutschland so gut wie gar nicht ge> An die Parteigenossen! Die von unS in Nr. 80 de« Parteiorgans ausgeschriebene Ur- abssimmung hat folgendes Resultat ergeben: 8 4 ist angenommen Ver. gegen eine Stimme; tz 8 angenommen gegen 69 Stimmen; tz 10 m Segen 46 Stimmen;§ 14 einstimmig;§ 18 gegen eine Stimme, so wie die folgenden gegen 22 Stimmen. Die Zahl der für An- k,»ahme stimmenden Parteigenossen konnte nicht genau festgestellt ■„ werden, weil von folgenden Orten: Breslau, Coburg, Chemnitz, wei Darmstadt, Ernstthal, Fürth, Geier, Hainichen, Mcerane, Mülsen 'j; St. Nikla», Pforzheim, Reichcnbach, Ronsdorf, RegenSburg das ' j Resultat ohne Zahlenangabe einfach mit„ einstimmig angenom- 1 wen" berichtet wurde. .Js, Ein Abstimmungsresultat haben folgende Orte überhaupt nicht ' J eingesandt: Augsburg, Apolda, Aalen, Altona, Bremen, Burgstädt, �, Celle, Charlottenburg, Connewitz, Colditz, Dessau, Döbeln, Eise- nach, Frankfurt a. M., Frciberg i. S., Frankenberg, Frankcnhausen, . j Geithain, Gelcnau, Gera, Giengen, Grimma, Hersfeld, Herdorn, 3 tatstäat 8»grw- � j. v, a/ivnirnvciy, jicusivivi v. yitiisiuti u. % Nürnberg, Neviges, Neu-Isenburg, Lteustadt a. H., Ltcuschönefeld, 3. Offenbach, Oclsnitz, Oberlungwitz, Penig, Pfersee, Pölzig, Rochlitz, ,3 Reutlingen, Scharmbeck, Spandau, Stuttgart, Wandsbcck, Würz- bürg, Waldheim, Waldenburg, Wilkau, Wieda, Wolfcnbüttel, Wechselburg. Unter Motivhrung haben sich der Abstimmung ent- halten München, Ingolstadt, Landshut i. Bayern. Wir können nur bedauern, daß nahezu die Hälfte der Orte sich oD| der Abstimmung enthalten hat, und wenn auch anzunehmen ist, " daß dicS /deshalb geschehen, weil man mit den gefaßten Beschlüssen einverstanden war, so ist dies nichts desto weniger nicht in der Ordnung. Als Vertrauensmänner sind ernannt für: Berlin: A. Heinsch.— Breslau: H. Oehme.— Braun- schweig: H. Dietrichs.— BenSheim: A. Müller.— Camenz: L. Mendt.— Crimmitzschau: G. KwasuicwSky.— Köln: Joh. Hesch.— Chemnitz: E. Willkomm.— Cassel: I. Hochgürtel. .J— Duisburg: H. Fennemann.— Dresden: I. Klemp.— ■; Crnstthal: C. Bohne.— Eßlingen: W. Morlock.— Fürth: IL G. Götz.— Forst: O. Iurck.— Grcitz: C. F. Mädlcr.— im Tiengen: M. Kopf.— Göppingen: W. Schmiedhäusler.— Gießen: C. Orbig.— Glauchau: H. Albert.— Gotha: W. Bock.— Hamburg: Gädger«.— Hannover: S. Franke.— Hainichen: F. Fleischer.— Heidelberg: 3. E. Ikert.— ildcsheim: F. BeSpermann.— Hohn, stein: L. Pößneck.— ngolstadt: F. Maier.— L«nd«hut i. B.: Joh. WeiSheiter ch i. S.: W. Schuhmann.— Luckenwalde: W. Ehr- Lichtenstein: C. E. Fetterlein.— M.ar�lltg! «�Limbach i. S.: W. Schuhmann.— Luckenwalde: W. Ehrhardt.— Lichtenstein: C. E. Fetterlein.— MarbMAlJß, Schneider.— Mainz: 3. L-moiSne.— Mannheim: A. Schim inel«.— Meerane: F. Hübner.— Mülsen St. N-: V. E. '. Wollf. München: F. Schneider.— Nürnberg: M. Gelschab. ■•j— Neustadt a. H.: Anton Gradier.— Neundorf: G. Nau- »' wann.— Langenbielau: A. Kühn.— Pforzheim: G. Burg- � hardf.— Reichenbach: 3. Müller.— Ronneburg: Th. Schmidt.— Ronsdorf: C. Thierbach.— RegenSburg: M. Adler.— St. Aegidien: H. Vogel.— Schwab. Gmünd: F- Roslnarinovsky.— Wittgensdorf: E. Fischer.— Witten: C. Wenzel.— Weimar: F. Giertz.— Wiesbaden: Phl. Engel- '. Hardt. Wir ersuchen die Orte, die noch mit Vorschlägen zu Vertrauens- ' Männern im Rückstände sind, diese bi« zum 10. November an uns gelangen zu lassen. Orte, die nach Ablauf dieser Ze,t unserer Auf- fordcrung nicht nachkommen, werden im Organ angezeigt. e° 3n nächster Zeit soll die Liste der Orte veröffentlicht werden iv"i me mit ihren Steuern für September noch im Rückstände sind; wir ersuchen deshalb nochmals, gefälligst sttoti; davon nehmen zu ög wollen, daß von jetzt ab allmonatlich die» Liste der reftirendcn :*:l Orte veröffentlicht wird. Hamburg, 22. Oktober 1872. ''L Der Ausschuß der soz.-dem. Arbciter-Partei. �_ 3. 2L: Theodor'Zorck, Amandastr. 44. Zur Wohnungsfrage. (Antwort an Friedrich Engels von A. Mülderger*) Meiner Arbeit über die Wohnungsftagc ist von einer Seite -"j her, von der es nicht Jedermann erwarten konnte, eine durchaus un- ft--- v &*) Die Veröffentlichung dieser Antwort ist durch äußere Umstände, die ' I so„naiv", ganz ungeuirt auszusprechen, daß ich mich hier mit keiner auStchließlichen Arbeiterfrage beschäftige. Engels ist so scharffichtig, zu sehen, daß ich die Wohnungsfrage eben kraft meiner „reaktionären" Gesinnung für eine„ausschließliche-" Arbeiter- ftage erklären muß. Ich sage ferner p. 8: „Da« einmal gebaute Hau« dient al« ewiger Rcchtstitcl auf einen bestimmten Bruchtheil der gesellschaftlichen Arbeit, wenn auch der wirkliche Werth de« Hause« längst schon mehr al« genügend in der Form de« Miethzinse« an den Besitzer bezahlt wurde. So kommt e«, daß ein Hau«, welche« z. B. vor 50 Jahren gebaut wurde, während dieser Zeit in dem Ertrag seine« Mitthzinse», 2-, 3-, 5-, lOmal u. s. w. den ursprünglichen Postenpreis deckte." Diese einfache nüchterne Konstatirung einer Thatsache veran- laßt Engels, mir zu Gemüthe zu ftthren, daß ich hätte erklären sollen, wie das Haus„Rechtstitel" wird,— eine Sache, die ganz außerhalb des Bereich» meiner Aufgabe lag. Diese Fordcrung hätte einen Schein von Sinn, wenn ich über die Entstehung der Wohnungsnoth geschrieben hätte. Aber nicht das ist es, worauf e< Engels ankommt. Er lauert wie der Tiger aüf seine Beute, auf eine Gelegenheit, um alles, wa« er über Proudhon auf dem Herzen hat, mit einem Mal auszuschütten. Schon der„Rechtstitel" läßt ihn vergnügt die Hände reiben, und da ich weiter unten(p. 10) aar nach Proudhon zu sagen wage, daß die Umsetzungen der Gc- scllschaft von einer Rechtsidee durchdrungen sein sollten, daß daS ökonomische Leben der Gesellschaft sich zur Höhe eine« ökono- mischen Rechtes erheben müsse, so bietet dies Engels eine will- kommenc Gelegenheit, die auch mir wolbekannte Stelle aus Marx („Kapital" p. 45) zu citiren und seine eigenen Erörterungen hier- an weiter fortzuspinnen. Ein anderes ist eine Schilderung, eist anderes eine Erklärung. Wenn ich nach Proudhon sage, das ökonomische Leben der Gesellschaft solle von einer Rechtsidee durch- drungen sein, so schildere ich hiermit die heutige Gesellschaft als eine solche, in der zwar nicht jede Rechtsidec, aber die Rechts- idee der Revolution fehlt, eine Thatsache, die selbst Engels zu- geben wird. Aber weder Proudhon noch ich appellircn an eine „ewige Gerechtigkeit", um dadurch die bestehenden ungerechten Zu- stände zu erklären, oder gar, wie die« Engels mir imputirt, steheude« Dogma geworden, das sogar Viele verkünden, ohne auch nur eine Zeile von ihm gelesen zu haben.(??) Hierniit hängt ein Punkt von kapitaler Wichtigkeit zusammen. Engels selbst beklagt es am Schlüsse seiner Entgegnung, daß die romanisch redenden Arbeiter seit 20 Iahren keine andere Geistes- nahrung haben als die Werke Proudhon's, des„Socialisten des zweiten KaiscrthumS!" Und in der That ist eS unschwer, zusehen, wenn man die revolutionären Bestrebungen der romanischen Arbeiter ins Auge faßt, daß die Prinzipien, wie sie von Proudhon formulirt wurden, fast allenthalben die treibende Seele der Bewegung bilden. Wir in Deutschland haben uns Jahre lang mit Schlagwörtern, wie Staatshilfc und Selbsthilfe herumgeschlagen, wir lieben eS noch jetzt außerordentlich, uns über abstrakte Begriffe, wie Sozialismus und Kommunismus, Centralisation und Föderalismus herumzu- zanken, was um so leichter ist, weil Jeder etwas Anderes darunter versteht, lauter Dinge, die unter den romanischen Arbeitern zum faulen Holze gehören. Man sehe zu, wie die Prinzipien(?!?) der „Amnrcbie," der„Organisation des forces econoiniques," der „Liquidation sociale," u. s. w. dort Wurzel gefaßt,*) wie sie die wahrhaften Träger der revolutionären Bewegung geworden sind, und die Entschcldung der Frage ist nicht schwer, wer mehr in der Revolution steht, die verproudhonisirten romanischen Arbeiter oder die deutschen Sozialisten, für deren prophylaktische Behandlung Engels so ernstlich besorgt ist. Diese Sage vom„Kleinbürger" Proudhon ist ein Grund mehr und nicht der unwesentlichste, welcher ein wahrhaftes Verständniß der romanischen revolutionären Bc- wegung vom Jahre 48 bis zur Kommune von Paris bei uns in Deutschland so schwer aufkommen läßt,**) welche zugleich ein Hinder- niß bildet für ein viel intensiveres Hand in Hand gehen, für eine viel durchdringendere Gemeinsamkeit der eigentlichen internationalen Bewegung. Nach einer Einleitung, die im Wesentlichen nichts Neues weder für mich noch für die sonstigen Leser des„Volksstaat" enthält, und in der er den Begriff der Wohnungsnoth näher zu definiren sucht, sagt Engels: „Und so ist e« durchaus nicht zufällig, paß unser deutscher Proudhonist sich vor Allem der Wohnung«ftage, die, wie wir gesehen haben, keine«- weg« eine ausschließliche Arbeiterfrage ist, bemächtigt und daß er sie, im Äegemheil, für eine wahre, ausschließliche Arbeiterfrage erklärt." Ich sage p. 6. meiner Broschüre: „Wir betonen zunächst und ausdrücklich, daß die Wohnungsfrage keineswegs ausschließlich da« Proletariat betrifft, sondern im Gegen- theil— sie interessirt in ganz hervorragender Weise den eigentlichen Mittelstand, da« Kleingewerbe, die kleine Bourgeoisie, die ge- sammtc Bureaukratie, kurz alle Glieder der Gesellschaft, welche nicht selbst Eigenthümer, Besitzer von Häusern oder eigenen Wohuungen sind." Man sieht also, ich bin in meiner„reaktionären" Gesinnung sowohl außerhalb de« Bereich« des Berfasser« wie der Redaktion lagen, lange verzögert worden. Wa« die Stellung der Redaktion zur vorliegen den Polemik anbetrifft, so erklärt sie, daß ihrer Anficht nach Mülberger zwar in einigen Skebenpunkten mißverstanden worden ist, nicht aber im Hauptpunkte, dem PpoudhoniSmus, zu dessen wiederholter näheren kritischen Beleuchtung Engel« wahrscheinlich au« dieser Polemik Veranlassung neh men wird. Red. d. V. *) DaS ist etwa« so Hervorragendes nicht! R. d. B. *•) Wir dächten: der Vorwurf gegen die deutschen Sozialisten— sie hätten die öiommunebewcgung nicht begriffen— ist sehr ungerechtfertigt. R. d. V. das eigentliche Treiben in der menschlichen Gesellschaft die öko nomischen, nicht die juridischen Verhältnisse sind, auch er weiß, daß die jeweiligen RechtSideeu eines Volkes nur der Ausdruck, der Abdruck, das Produkt der ökonomischen— insbesondere der Pro- ductionsverhälttiiffe sind. Daraus folgt, daß auch für Proudhon eine Aenderung der Rcchtswirklichkeit nur dann eintreten kann, wenn die ökonomischen Verhältnisse andere geworden sind. Die Redeweise Proudhons heißt also in wörtlicher, nicht mißzuver- stehender Ueberfetzuug etwa so: Wenn die Revolution die sociale Frage gelöst hat und die Produktivnsbedingungen der Gesellschaft andere geworden sind, so muß dadurch nothwendig auch daS Rechts- bewußtsein, die Rechtöidee der Revolution zum Ausdruck gelangen und von hier aus das gesammte RcchtSleben Uberhaupt von Grund au« umgestatten. Das Recht ist für Proudhon mit Einem Wort — historisch gewordenes ökonomisches Produtt. Von jener sie- müthlichen Vcrflachung, die ihm Engels andichtet, ist nirgends eine Spur zu finden. Ganz im Gegenthcil dürfte sich bei näherer Be- trachtung aufs Schlagendste ergeben, daß die Idee des ökonomischen Rechtes, wie sie von Proudhon am tiefsten in„La guerre et la paix" entwickelt ist, vollständig zusammenfällt mit jenen Grund- gedankcn Lassalle's, wie sie so schön in seinem Vorwort zum„System der erworbenen Rechte" gegeben sind. Auch Lassalle sagt:„für die juristische Wirklichknt ist die Zeit einer Weltwende gekommen." In meiner Broschüre also schildere ich die praktischen Wirkungen der ökonomischen Gesetze als solche, welche unserem, den, sozialistischen Rechtsgesühl in« Gesicht schlagen; ich thue also eüvas Aehnliches, was Engels in seinem Buche über„Die Lage der arbeitenden Klassen in England" that. Auch seinem RechtSgeftihl schlagen»iese Greuel ins Gesicht, wie er sie auS dem Studium derGcfchichte kennen lernte, ynd deßhalb hat er fein Buch geschrieben. Aber er ist verständig genug, als letzte Ursache aller dieser Greuel die Produktionsbedingungen der Gesellschaft zu erkennen und gegen diese seinen ganzen Haß zu kehren. Auf p. 12 meiner Broschiire heißt es: „Wir nehmen keinen Anstand, zu behaupten, daß e« keinen furcht- barere» Hohn auf die ganze Kultur unsere« gerühmten Jahrhundert« gicbt, als die Thatsache, daß in den großen Städten 90 Prozent der Be- volkerung und darüber keine Stätte haben, die sie ihr Eigen nenne» können. Der eigentliche Knotenpunkt der sittlichen Familienexistenz, Hau« und Herd, wird vom sozialen Wirbel mit fortgerissen, und die große Masse de« städtischen Volke« ist von der Gnade der Hausbesitzer abhängig. Wir stehen in dieser Beziehung weit unter den Wilden. Der Troglodyte hat seine Höhle, der Australier seine Lehmhütte, der Indianer seinen eigenen Herd— der moderne Proletarier hängt saltisch in der Luft und wenn er sein müde« Haupt auf der Erde ruhen läßt, wenn ihm die Gesellschaft ein kleine« Plätzchen anweist, wo er sich vorübergehend niederlassen kann, so ihm sie es nur, um ihn noch bequemer aussaugen zu können.' Sie erhebt in der Formj de« Methzinse« den besten Theil seiner Arbeit für sich. Sie gestattet ihm nicht Einen festen Punkt im Wirbel des sozialen Leben«; wie er selbst, so ist sein Haus und Herd bewegliche Fahrniß de« Markte«; wie er selbst, gehört sein Hau« und Herd einem Anderen, der mit dem einmal erworbenen Geld den ewigen Rechtstitel besitzt, die Uebrigen au«- zubeutcn." Engels sieht in dieser„Jeremiade den ProudhoniSmus in seiner ganzen reaktionären Gestalt." Wenn Engels diese Art der Darstellung nicht gefällt, so mag er'S emphatisch, abgeschmackt oder wie immer nennen. Da« ist sein Recht. Wenn er aber hieran anknüpfend mir mit der. Miene des Schulmeisters erklärt, daß diese Zustände so kommen mußten, daß die Nabelschnur durchschnitten werden mußte, die den Arbeiter der tonnte; wohl�steht der englische Proletarier von 1872 unendlich Punkte zu trennen. Die Äcnderung der Produktionsverhältnisse! selbe lieber ganz unverhüllt eingestehen. Ich wollte aus dem ab- hilf höher, als der ländliche Weber mit Haus und Heerd" und wohl oder, wie die deutsche Schule genauer sagt, die Absch-sfung der jtrakten Sozialismus heraus und an die bestimmten konkreten wir »wird weder der Troglodyte»ach der Australneger eine Pariser kapitalistischen Produktionsweise ergibt sich freilich nickt, Verhältnisse der Gesellschaft herantreten, nicht aus per- mit Kommune aufführen-. Aber was thut da« mir und meinen be wie mir Engels andichtet, aus einem den Zms aufhebenden Ueber- sönliche« Bednrfniß, sondern deshalb,«eil ich-s für außerordent- Gö scheidencn Worten? gangSgesetz, sondern auS der faktischen Besitzergreifung lich zweckmäßig halte, den Systemen Adieu zu sagen und sich»ng Ich sage: die Lage, spcaell m der Wohnungsfrage,' ist fürchterlich, sämmtlicher Arbeitsinstrumente, au« der Inbesitznahme der nach Mitteln umzusehen. Engels wählt den umgekehrten Weg."ns Engels sagt: sie mußte fürchterlich werden. Ich schildere gesammten Industrie von Seiten des arbeitenden Volkes. Ob da« Noch Eines? Die verächtliche Art uud Weise, mit der miib tun ai« N a ch b e t e�'ProudhSil's hinstellt und die Greuel der Gegenwart, Engels erklärt ihre Nothwendig-. arbeitende Volk' hicbci mehr der Ablösnug oder mehr der soforti keit alS Hebel der Kultur. Wir thun also beide etwas ganz Ver- gen Expropriation huldigen wird, hat weder EuzclS noch ich zu schiedenes, obgleich der Grundgedanke derselbe ist, nämlich der, daß entscheiden. e« gilt, möglichst bald über diese Greuel hinau« zu kommen. Es Auf diesem Mißverständniß reitend, schwingt nun Engels sein klingt komisch und doch ist es so, alS ob Engel« ein Lobgedicht auf Racheschwcrt gegen Proudhon, wobei er sich zugleich herabläßt, von das ganze soziale Elend verlangte, weil eben dieses soziale Elend Zeit zu Zeit dem armen Proudhonisteu einige Fußtritte zu geben. ES hat mich eine lange Ueberwindung gekostet, ehe ich mich wenigstens den Boden geebnet nnd die Menschen reif gemacht hat, daß sie endlich einmal Willens sind, dem Jammer ein Ende zu machen. Das Entsetzliche der bisherigen Weltgeschichte ist ja eben, daß jeder Kulturfortsckritt Blnt und Thränen gekostet hat und noch kostet. Wenn Jemand hierüber klagt, den beschuldigt Engels der„Reaktion." Aber die Sache wird noch schöner. Nachdem sich Engel» ein- mal an der„ewigen Gerechtigkeit" festgebiffen und da« ganze soziale Elend al« Hebel der Kultur gepriesen hat, nimmt er Per- anlaffung, in Nr. 52 deS„BolkSstaat", mich Z Spalten lang lauter Dinge sagen zu lassen, die mir im Entferntesten nicht in den Sinn kommen konnten. Ich bin weit entfernt, den Leser durch diese« Labyrinth von Mißverständnissen durchführen zu wollen. Au« seinen vorgefaßten(???) Meinungen über Proudhon macht sich Engel« einen Popanz, den er nun mit Behagen nach allen Seiten hin durchpeitscht, in ganz harmloser Unbefangenheit darüber, wa« der arme„Proudhonist" denn eigentlich gesagt hat. E« scheint fast so, als ob e« Engel« nicht darauf ankam, eine Entgegnung ans meine Arbeit zu schreiben, sondern al« ob er bloß eine Ge- legcnheit wollte, sein Herz über Proudhon auszuschütten; ein un- glücklicher Zufall wollte e», daß ich ihm die Gelegenheit bot. E« geht daS unter Anderem dadurch auf'« Deutlichste hervor, daß er alle möglichen Dinge neben der„ewigen Gerechtigkeit", wie Proud- hon'S Tauschbank u. s. w. herbeizieht und alles Mögliche aus den Markt bringt. Mit einer mir absolut fremden Auffassung der Be- griffe, wagt Engels weiter, in dem Wunsche nach stabileren Zu- ständen, speziell in der Wohnungsfrage, eine reaktionäre Gesinnung zu wittern— weil zufällig früher einmal stabilere Zustände hierin entschließen konnte, gegen Engels, dessen Verdienste ich zu schätzen weiß, das Wort zu ergreifen. Ich habe e« auch nicht um meinet- — sondern nm der Sacke willen' getban. Wie wenig meine Per- son überhaupt in der ganzen Sache im Spiel ist, ergibt sich sckon daraus, daß ich meine Artikel auf eine Aufforderung von Wien aus geschrieben habe, sowie daraus, daß ich selbst weder für ihren Abdruck im„Volksstaat", noch für ihren Abdruck als Brochure Schritte gethan habe. Die Redaktion des„BolkSstaat" hat sich von selbst(als die Hälfte der Artikel im„VolkSwillc" erschienen war) zu diesem Zwecke an mich gewendet und ich hatte keinen Grund, die Erlaubniß zu versagen. Doch zur Sache selbst. Engels schüttelt überhaupt den Kopf, daß man sich mit„so bedeutenden" Fragen, wie die Wohnungs- frage oder nun gar mit Kredit, Staatsschulden, Privat- schulden, Steuer u. s. w. eingehend befaßt. Er sieht in allen diesen Dingen nur Spielzeug für Bourgeois oder einen Tummel- platz für reaktionäre Gesinnungen. Für ihn gibt eS nur Eines— die kapitalistische Produktion, ein zweites— die Eroberung der politischen Macht von Seiten der Arbeiter. Alles Andere erscheint ihm nebensächlich, unbedeutend. Er hat recht in dem Sinne, daß alles wieder und wieder von der kapitalistischen Produktion, als letzter Ursache abhängt und daß die politische Macht das erste Mittel ist zu einer durchgrcifendeu Aenderung. Aber er hat im höchsten Grade unrecht, wenn er damit das Herein- ziehen der obigen Ppnkte in den eigentlichen sozialistischen Kampf für überflüssig erklärt. Es ist nock nicht lange her, daß sich in den Reihen unserer Partei eine Strouinng zu regen beginnt, welckc, Leser, der die Berhältuisse und Personen nicht kennt, unwillkürlich Eingang finden muß,— diese Art und Weise, diesen Ton der Ent- gcgnung hätte er sich füglich ersparen können. gen . Jttd Politische Ueöersicht. des Unsere Gegner. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" � schreibt in der letzten SonntagSnummer:'£= bestanden haben! Und während meine ganze Ausführung von dem wenn richtig verstanden, von bedeutender Tragweite zu werden ver- Grundgedanken getragen ist, daß die WohnnngSnoth bloß ei» spricht. Ich mcinc den sich immer weiter ausbreitenden Gedanken, Symptom der sozialen Krankheit sei, imputirt mir Engels die daß der sozialistische Kampf auch in daö Gemcindcleben hinein- Ansicht, mit der Besserung dieses Symptom« eine Besserung der getragen und daß alle unsere Anstrengungen darauf gcricktet werden Krankheit zu erwarten. Ich sage aus« Ausdrücklichste: der eigeitt- j müssen, auch in den Gemeindewahlen obenan zukommen. Die liche Kampf gilt der kapitalistischen Produktionsweise, und nur au« ihrer Umänderung heraus ist eine Besserung der WohnungS- Verhältnisse zu hoffen. Engel« siedi von alledem nicht«; er tischt mir den Gemeinplatz auf, daß die Arbeiter vor 10V Jahren kriechende Sklavenseelen gewesen seien, auck wenn sie Haus und Herd besesseu hatten. Und nicht genug damit geht er so weit, in der Ablösung, wie sie als gesellschaftlicke« Prinzip von mir aufgestellt wurde, eine Parallele zu den Einrichtungen liberalisi- render Fabrikanten ä l» DollfuS, Staub u. s. w. zu sehen. Ich setze die durchgreifendsten sozialen Aenderungen, ja ich setze die ganz« Lösung de« Knotenpunkt« der sozialen Frage voraus, um zur Ablösung der MiethSwohnung schreiten zu können*) und Engels stellt mir die Herren DollfuS u. s. w. vor. die genau der gegen- theiligen Ansicht sind und mit Schönheitspflästerchen die soziale Krankheit zu heilen wähnen. In Str. 62 des„BolkSstaat" beginnt nun Engel« am Schlüsse seiner Au«führ»ngen positiv zu werden und stellt die gewiß sehr richtige Behauptung auf, daß durch Expropriation der heutigen Besitzer respektive durch Beguartiernng ihrer Häuser mit obdach- losen u. s. w. Arbeitern jeder wirtlichen WohnungSnoth sofort abgeholfen werden könne. Da er aber selbst fühlt, daß die eigent- liche WohnungSnoth und die Wohnungsfrage zwei verschiedene Dinge sind, so sagt er zuvor:„Wie eine soziale Revolution diese Frage lösen würde, hängt nicht nur von den jedesmaligen Uni- ständen ab, sondern hängt auch zusammen mit viel weitergehenden Frage», unter denen die Auibebung deS Gegensätze« zwischeu Stadt und Land eine der wesentlichsten ist". Auch ich bin der Ansicht, daß von den jedesmaligen Umständen außerordentlich viel, ja fast alle« abhängt and war deshalb weit entfernt, in meiner „Wohnungsfrage" ein für alle Fälle passende« Sckema geben zu wollen. Es galt vielmehr, zu zeigen, wie au« den bestehenden Verhältnissen heraus eine vollständige Umwandlung in der Woh- nung«frage durchgesetzt werden könnte.— Wa« speziell den Gegen- satz zwischen Stadt und Land betrifft, den Engels mit Reckt als so überau« wichtig bezeichnet und der, wie die neuere Geschichte zeigt, immer unheilvoller zu werde» droht, so gehört e« unter die Utöpieen, ihn aufHeden zu wollen. Dieser Gegensatz ist ein natürlicher: richtiger gesagt, ein historisch gewordener, der allerding« gerade in diesem Jahrhundert die unerhörteste Ausdehnung gewonnen hat und immer größere Dimensionen annimmt E« gilt nicht, diesen Gegensatz aufzuheben, sondern politische und soziale Forme» zu finden, in denen er unschädlich, ja sogar fruchtbringend ist. Auf diese Weise ist ein fortschreitender Niedlicher Ausgleich, ein allmälige« Gleichgewicht der Interessen zu erwarten**). � Da« Gute kommt zuletzt. Im ganzen letzten Artikel(„Volk«- staat"'Nr. 53) scheut sich Engel« nicht, da« von mir verlangte UebergangSgcsetz in Betreff de« Zinsfüße« zum Ausgangspunkt einer Abhandlung zu macheu, in der er mir und dem Leser die ungeheuerlichen Anschauungen Proudhon'« über Kapital und Zin« überhaupt zu Gemüthe führt. Einen Schein von Recht gewinnt diese Handlungsweise leider dadurch, daß ich in meinem Bestreben nach Kürze vielleicht zu kurz, d. h. undeutlick gewesen bin; bei einiger Unbefangenheit konnte aber Engel« unmöglich über diesen Stein stolpern. Engels mag über Proudhon schreiben, so viel er will; eS geht mich nichts an. Wenn er aber seine leichtfertiges!?!) Kritik desselben beuützt, um mir da« widersinnigste Zeug auf den HalS zu laden, so verdient ein solche« Austreten wahrlich kein Lob. Ich fetze die Aenderung der Produktionsverhältnisse als zegcben voraus und das den Zinsfuß regelnde UebergangSge- etz hat nicht die PpoduttionSverhältnisse, sondern die ge- •) Dadurch wird unser« Erackten« der AilösungSbegnss de« Ver- -saffer« noch unverständlicher al« zuvor. R. d. V. »*) Daß Berlin ein Dorf oder die Dörfer Berlin werden müssen- hat jedensall« Engel« eben so wenig wie Mülberger gemeint. Wir können daber getrost Engel» selbst die Bertheidigung seiner angeblichen „Utopie" überlassen. A. d. B. Wohnungsfrage, daS ganze Steuenvcscn der Zukunft, die Ablö- sung der Hypothekeuschnidcn n. s. w., all daS sind Dinge, die ausschließlich in den Wirkungskreis der Gemeinde gehören. Eine Partei also, wie die unsere, die im Gemeiudelebcu eine Rolle und hoffentlich in nicht �u ferner Zeit die Rolle spielen will, muß wenigstens daS ABE dieser Fragen kennen, sonst schwebt sie in beständiger Gefahr, den wirklichen, praktischen Verhältnissen gegen- über nur todte abstrakte Formeln i»S Feld führen zu können. Unmittelbar hieran schließt sich ein anderer, nicht minder be- dcutsamcr Punkt— der Einfluß der sozialdemokratischen Agitation auf daS Landvolt. Was in dieser Richtung bis jetzt geleistet wurde, ist gleich Null. Die Klagen über den politi- fchen Stumpffinn der Bauern, über ihre Glerchgültigkeit, Dumm- heit u. s. w., deren Berechtigung ich durchaus nicht ganz ableugnen will, bedeuten doch im Grunde nicht« mehr, als die Hoffnung«- losigkeit, das Unvermögen, sie von irgend einer Seite zu packen. Die Ermahnungen, welche in dieser Richtung von Zeit zn Zeit theilö von der Partei selbst, theils von einzelnen hervorragenden Mitgliedern erlassen werden, gehöre» nach wie vor zu den ftom- men Wünsche», genau so wie die Absicht Engel's, den Gegensatz zwischen Stadt und Land aufzuheben. Plan ist deshalb bereits stillschweigend dahin gekommen, sich auf die Zukunft zu vertrösten, bis die Kapitalwirthschaft auf dem Lande auck einen solcken Grad erreicht hat, um in ganz Deusschland ein ländliches Proletariat zu erzeugen, etwa wie in England und Schottland, und die Bauern direkt ins antikapitalistiscke Lager hinüber zu treiben. Das sind ganz utopistische(?), verkehrte Vorstellungen. Rein, e« gilt unvcr- blümt, mit dürren Worten zuzugestehen, daß die Interessen des Bauernstandes und deshalb ihre sozialpolitische Denkweise durchaus verschieden(!!??) sind von den Interessen und dem Denken de« ArbciterstandcS. Gerade der Sinn für's Allgemeine, der Soli- daritätSgedanke der Zukunft, den die Arbeiterklasse in fo edler und schöner Weise vertritt, prallt an den kleinen Eigcnintercssen der Bauern ohne Echo zurück. Was folgt daran«? Daß e« die Sache de« unbestreitbar intelligenteren Arbeiterstandes ist, sich in die Interessen des Landvolkes selbstthätig hineinzuleben, und mit dem Landvolk mit einem Wort von den Interessen des Landvolkes zu reden, nicht aber ihm die eigenen Klagen vorzuhalten und für diese Berständniß zu erwarten. Geschieht das in der richtigen Weise, so wird man bald erkennen, daß der Sknn der Bauern weder todt noch ihr Herz so unempfänglich ist, als man sich ge- meinhin vorstellt. Gerade die Steuern, die Hypothckenschul- den, die Creditverhältnisse, die Autonomie der Gemeinde u. s. w., Dinge, über die Engels mitleidsvoll löckelt, gerade diese Momente sind c«, von denen auS die Bauern gan, und voll in die revolutionäres?) Strömung hineingerissen werden können. Man wird erstaunt sein, zu sehen, wie radikal, wie sozialistisch, wie revolutionär der Bauer in diesen Sachen denkt, wenn er bis jetzt auch kein Wort von der Sprache deS Sozialismus, von der Sprache der Revolution versteht. Aber auch für den Arbeiterstand ist nicht eine Aendennig, wol aber eine Ausdehnung seiner Taktik geboten. Wo immer im öffentlichen Leben Uberhaupt oder im Gemcindcleben Fragen auf- tauchen, welche das öffentliche Interesse in Anspruch nehmen, gilt e«, sich derselben zu bemächtigen und sie vom revolutionären Standpunkte aus zu beantworten. Eine solche Frage und der brennendsten eine, ist die Wohnungsfrage. Engels ist nicht nur mit meiner Behandlung derselben, sondern schon damit unzu- ftieden, daß man sich überhaupt damit beschäftigt.(!!??) Bon der fchwindelnden Höhe seines Standpunktes herab erscheint ihm das Alles als unbedeutende Kleinigkeit. Engels mag sich beruhigen. Er-wittert in meiner Arbeit einen Bcrsuck, den„Proudhomsmus" nack Deussckland herüber zu pflanzen. Behüte mich der Himmel vor solchem Beginnen. Wüßte „Während die Anhänger de».,B°lk«staat" und der Herren Behel und � Lieblnechi nur mit knapper Roth ecke spärliche Unterstützung ihrer strilende« Senoffen zu Hause herheifüdren können, stellt jetzt die Lissadoner«o> Sektion der Internationale da« Ansuchen an den„BolkSstaat", Sammlungen zu veranstalten, weil sie in Lissabon einen großartige» de« Strike in Szene gesetzt hat" u. f. w. veri Bon der Veranstaltung von Sammlungen steht in dem be- treffenden Au ruf genau ebensoviel wie davon, daß die betreffende gun „Sektion der Juteniationale" den betreffenden Strike„in Szene gesetzt" habe. Das hat sich der würdige Kollege des„Neuen t»ta Sozialdemokrat" Alles er— dacht.— Gei Der Kotzebue vierter Klasse ist, wie es scheint, vcrun- bek> glückt. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung", deren kollegia- tveg tische Freundschaft der„Arbeiterführer" v. Schweitzer so est zu erfahren Gelegenheit hatte, widmet dem„Theaterdichter" Al v. Schweitzer folgende lieblose Zeilen, die einer Todesanzeige» o ftappant ähnlich sehn: svl „Am Sonnabend wurde im Woltertdorf'schkn Theater die Schweitzer'f-he L e Muse unter Lärmen, Pfeifen, Zischen und Hohngelächter, wahr- dii scheinlich aus Nirnmerwitderauserstehn, zu Srabe getragen. Da» lZ« Fiasko, welche« Schweitzer mit seiner neuesteu Original(?!')pofst: „Unser großer Mitbürger-' machte, war innerhalb der 5 Wochen da» dritte und zugleich größeste. Idee wie Autsührung sollten nach be» � Dichter« Ausführungen possenhaft fein, sie waren aber der pure Unsin»,. welcher selbst Schulknaben nicht gut stehen würde; kindische und abjst- et orosldene, gezwungene und jeden Humor» leere Witze, bildeten die düfitt» Staffage zu einer politischen Satire, in welcher jede Partei in plumper Nich Weise gegeißelt wird. E«»erlohnt nicht, noch mehr Worte über den Mißgeburt zu verlieren, nur möchten wir noch al» gewissenhafter 9�' dies ordtt/t Im frr>•»rn in+ QT(i* tx.■> I /■£ />**-•flJiihll* 4*. ferenl erwähnen, daß ein so heiterer Abenb, an welchem da« Pub»' zu kum seinen Humor nicht verlor, sondern, um der Presse einige gele we zu geben, mit Ersolg die Darsteller durch Mitspielen unterstützte, ka»a> je zuvor in der Refidenz vorgekommen sein dürfte." l Kurz, mit der Kotzcbüberei geht'S nicht; e« muß also wieder � einer anderen gegriffen werden. Die Wagener und Haffclmänntt" werden dem würdige» Patron schon behülflich sein.— Während Fürst Bismarck den ReichStagSabgeordnete«- weil sich ein paar Sozialdemokraten unter sie eingeschlichen habe»,.. die Diäten hartnäckig verweigert— in der(vermuthlich„genialen"! ls'ss Hoffnung, besagte Sozialdemokraten sich dadurch vom Hals J» Ärt schaffen—, hat er soeben, der„Reuen Preußischen Zeitung" ZU'M folge, einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Reisekosten Diäten dcrLandtagS ab geordneten sanktionirt. Der pmißis� pT Landtag ist allerdings durch da« berüchtigte DreiklasienwahlgeM gegen seden Einsall sozialdemokratischer„Barbaren" geschützt. I zwei, Thatsachcn,»eben einander gehalten, lasien daS f 1 e t n Ii* Gehässige deS beutigen KlassenstaatS recht deutlich htt- iss» vortteten.— Belgien. Der Brüsseler„ Liberte" wird unterm 10. Ost"' bcr au« dem Zentrum(Hcnnegau) berichtet, daß der Kohlen- arbciterstrike siegreich beendet ist. Da wo die Arbeitszeit 12 Stunde« der Äl< währte, ist sie auf 10 Stunden ohne Lohnkürzung festgesetzt wordc« � geringes Tagelob« und den ehemaligen 10-Sttindlern, die sehr hatten, ist Lohnerhöhung gewährt worden.— In Südwaleö(England) hat sich die Stellung der Arbei�, Grubenbesitzer zu einander noch nicht verändert. Es bestall!" und sich, daß die Letzteren ihren„Händen" den UkaS haben zugkb« 5.° » j-nr-ifc: lassen, au« der Gewerkschaft auszutreten, widrig««. M falls die Grube» geschloffen würden. Die Arbeiter werden r ,eT nicht ducken. Aus einem Meeting von Eisenarbeiteni, daS jün->' in der Nähe von Wigan statt hatte, kam der in SüdwaleS drohet Tttike, oder richtiger Lockout zur Sprache, und wurde bei fci«� Gelegenheit von dem Generalsekretär**) der Bereinigt«� Eise nsarbeiterassoziatioll, Kaue, Namens seiner � werkschaft, die Erklärung abgegeben, daß die E is c n a r b e it«' � treu zu d e n K o h l e n g r ä b e r n steh» und sie niit al|«« Mitteln unterstützen würden; und in ähnlichem Sinne sprach r ein Delegirter der Bereinigten E n g l i s öh c n G r u b c o � b e i t e r auS. Wenn die Grubenbesitzer mcht nock in Minute vom hohen Rosse heruntersteigen� so haben wir in nächl's in Engl ffe Zahl? zunächst betroffenen Arbeiter beläuft sich(ohne F a w1 Zeit den gigantischsten Strike zu erwarten, der selbst in E»i)l�' dem Lande der RiesenstrikeS, je vorgekommen ist. Die Zahl � Neu) auf sechzig tau send: und die Englischen Eisen- � Bergarbeitcrgewcrksckaften, die ihnen Hülfe versprachen, enthalt 1 nahezu eine A ch t te l m ill i o n Mitglieder. Ii« toi A. Aus Süddentschlaud ist uns nachstehender crfteuli«* jU(| Bericht zugegangen, den wir zur weiteren Kenntnißnahmc K ich Nachachtung mit der Aufforderung veröffentlichen, überall in g1«1 Un reger Agitation vorzugehen, insbesondere aber dahin zu wi«"'. gr< daß bei der Agitation aus Kräftigung der alten durch Gewin»««- Ec neuer Mitglieder und Gründung neuer Mitgliedschaften 9J Pr besonder« hingewirkt werde. seil Der Bericht lautet: „Gegenwärtig ist unsere Partei in crftenlichcm Wacksen � griffen, in jeder Versammlung melden sich Neueintretende, l-»'. zu *) Wenn die Produktionsweise sozialistisch umgestallet ist, dann ist c«, woviuiivuittu vuvm ,r»>r,"»„«s � gleichfall» die Zirkulationsweise— und eine aus diese speziell bezügliche schäsle werden, natürlich unter gehöriger Aomrole, von den Sekrelä«»ea „Zinssrage" somit ganz überstüsstg. R. d. B. l geführt.— tüchtige Leute, denen etwas daran liegt, daß unsere Sache Jss ......_.._. pO" ..... J Ueber unsere Bourgeois h� wärt» kommt. Die haltender, wenn um gl )ie älteren unserer hiesigen Arbeiter sind zu««. auch ihre Sympathieen uns gehören, so woü_ sie doch nicht recht inS Zeug, wozu cinesthcilS ihre Familien«� hältniffe, anderntheilS daS ständige.c« hift ja doch nichts","N Sc das Wenigste beitragen mögen. ') Ausrufung«- und Fragezeichen der„Norddeutschen". ') Die Englischen Eewerkschaslen haben keine„Präsidenten" die s we, fcbi tn wir im Allgemeinen nicht zu klagen, sie verfolgen eine ganz eigen- ttc thümliche Taktik: sie schweigen uns nämlich todt un» hoffen so un eher zu ihrem Ziele(unsere Partei unschädlich zu machen) zu kom- ie- wen, als wenn sie nnS offen bekämpften. Wir wollen sehen, ob's hilft. Agitirt wird von unS aus, waS möglich. Bis jetzt haben e» wir in ffirchhcim u. T. und Sindclfingen festen Kuß gefaßt; Et- mit Nächstem wird Aalen, Heivenheim, Giengen, Calw, nt- Göppingen, Tübingen inAngriff genommen und Berbindnngcn ich angeknüpft oder befestigt werden. Mit der Zeit muß eS auch bei eg. hns„klappen"; wir waren bisher in der Bewegung eben noch zu ich jung, um mehr leisten zu können. Mit sozialdemokratstchem Gruß:c." EM D e r A u s s ch u ß. ich- lt- Leipzig. Unsere Maßregelungen. In den letzten 14 Ta- Sfti hatten wir hierüber in uuserm Register Folgendes zu ver- _ Zeichnen: 1. Hepncr: 1) Haftantritt von 2 Monaten Gefängniß wegen des Artikels„Justizwirthschaft in Mittweida"('Nr. 7 d. Bl.).— ty Berurthciluug zu 6 Wochen Gefängniß(in zweiter Instanz), wegen der Tiegertjchen Artikel„Zur Charakteristik der Knapp- nd IchaftSkassen"(Rr. 1 u. ff.).— 3) Berurtheilung zu 6 Wochen >ett Gefängniß oder Reinigungseid(in erster Instanz) wegen Zwickauer i«r Korrespondenz(Beleidigung der Kreisdircktion) in Rr. 57 d. Bl. t", 4) Berurtheilung zu ReinigungSeid /in erster Instanz) wegen des'))vrck'schen Auft-ufS in Rr. 30 d. Bl.(Beleidigung des Hoch- derraths-SchwurgerichtShofs). }e' II. Seiffcrt: Untersuchung wegen des Artikels„Die Verfol- l�gungcn der sozial-demokratifchen Arbeiterpartei" in Nr. 76 d. Bl. :nt HI. Muth: 1) Berurtheilung zu 6 Wochen(in erster Instanz) ■en wegen der in Nr. 68 erzählten Bricfstieberei(Zeugen wurden vom Gerlchtsamt nicht zugelassen).— 2) Bestätigung dcS AuSweiftingS- n- dekrets durch die Kreisdirektion. RL.: Die Ausweisung erfolgt ia- wegen Uebertrewna eines Polizeiverbot»!(Uebcrmittlung von oft Mandaten zum Internationalen Congreß im Haag.) Wenn d'dlllc, die wegen Uebertretung eines Polizeiver- ige d« t s bestraft worden sind, ausgewiesen werden ? o l l t c n, so dürsten sich wohl wenig Häuser in � p Z i g finden, die kein auSweisungSfähigeSJn- ila1'0 ib u" m beherbergen, kint gustitia, perent munäu»! Es lebe die Polizeigerechtigkeit! Nieder mit der Sozialistenwelt! Sk». An die sächsischen D e m o t r a t e n von 48! Anläßlich der von der Polizei dekretirten Ausweisung MuthS wegen Ueber- gt- wetung eines Polizeiverhots geht unS die Mittheilung zu, daß ert lo etwas selbst in den schlimmsten Reaktionsorgien der SOer Jahre ref dicht vorgekommen sei. Nach dem, was wir in den letzten 2 Jah- f"' Jen. Polizeiliches in Leipzig erlebt haben, sind wir sehr geneigt, � diezer Mittheilung Glaube» zu schenken. Um jedoch Gewißheit LjJ? erlangen, bitten wir Alle, die die Reaktionsperiode der SOer ckahre miterlebt haben, uns ihre Kcnntniß über diese ftagliche Au- gelegenhcit zugehen zu lassen. Die Welt muß erfahren, wie iil�eit ein Exdemokrat einen Urreaktionär übertreffen »er kann. Die Redaktion des„Volksstaat". Ew-:- (Ii 3n der„Tagwacht"('Ruuimer 40— 43) hat ein russischer Flücht- it*) G'ä sich der dankenSwerthen Ausgabe unterzogen, die„BolkSftaat"- z» Artikel über Bakunin aus russischen, unserem Mitarbeiter un- zu-jugänglicken Quellen zu ergänzen. Der Verfaffer der„Tagwacht"- „t Artikel ist der Ansicht— und wir sind geneigt, derselben beizutreten zche daß Bakunin kein RegierungSagent fei, daß aber„seine Thätig- ischftit in der internationalen Arbeiterbewegung noch unheilvoller z)j< lst als die eines RcgierungSagenten". Der Verfaffer unter- , z, schreibt schließlich auch Alles, waS im„VolkSstaat" über„die Prin- Zlpienlosigkeit, die Inkonsequenz und den Widerspruchsgeist Ba- "inin'S" gesagt ist, und bringt hierfür noch eine Menge zutreffen- der Beweise. Wir behalten unS vor, wenn der Raum diese» (lI, Blattes es gestattet, eine Blüthenlese daraus zum Besten zu geben. t>el de« o! Braunschweig, 22. Okt. Der Mitredaktcur dcS„VolkSfteund", . BloS, hat heute eine dreimonatliche Haft angetreten. jts. Die„Neue Badische Landcszeitung" schreibt, der„Voltsstaat (ei„in die Hände einer GenoffenschaftSbuchdruckerei übergegangen". ii> Das ist ein ZNißverständniß. Der„Volksstaat" ist nach wie vor \iy �igenthum der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und wird nur in slä der von Gesinnungs- und Parteigenoffcn im Partciintcreffc errich- »zf leten Druckerei hergestellt. üMl * An die Redaktion des„Volksstaat." A- Der Leitartikel in No. 84 dcS„Volksstaat"—„Vom Haagcr tc< �d»greß. III.«— enthält einen auf mich bezüglichen thatsächlichen ge» Irrthum, dessen Berichtigung ich»öthig glaube und zwar, wolge- siis?wrkt, nur weil er im„VolkSstaat" unterläuft. Wenn ich es der ,1' Mühe werth hielte, die Lügen, Verläumdungtn, Infamien, und nnn ßierP« die unfreiwilligen„Jrrthümer" der mir feindlichen Prcffc zu .arf berichtigen, wann würde mir ein Augenblick für wirkliche Arbeit zlik, bleiben! eil In dem citirten Artilel heißt es: »>�„La sarg ue war so wenig Marr'„Adjutant", daß er, als es sich »jf die Ausstoßung Schwitzguedel's, des Genoffen von Guillaume, ütf' bandelte, sich der Abstimmung enthielt, obschon der Antrag auf lLxclusion*) durch Marx gestellt war." Jenen Antrag stellte' das vom Kongreß ernannte Untersuchung«- dvmits, nicht ich. Was ich im Kongreß beantragt hatte, war der � Ausschluß der„Allianz" und die Ernennung eines Unter- A suchungScomitsS zu diesem Behuf. Vor diesem Comite figurirte .xi» N gleich Andren als Belastungszeuge. Erst gegen Schluß der -ff* �"tersuchung, im letzten Augenblick, und zwar während� emer Kon WMWWMMW Heimen" Allianz genau dieselben sind wie bei Guillanmc. Unter diesen Umständen konnte mich Schwitzguebel'» gerührte Armsttnder- rede nicht umstimmen. Nebenbeibemerkt lügt Herr Guillaume— wozu übrigens jedes Mitglied einer„geheimen" Gesellschaft ver- pflichtet ist— absichtlich im»Bulletin Iurassien," wtnn er versichert, Schwitzguebel habe zich mit ihm solidarisch erklärt. Um- gekehrt. Guillaume erklärte mit großer Emphase, der Schwitzguebel stehe und falle mit ihm, aber der Schwitzguebel blieb taub gegen diesen Schrei in extremis! Seine Armsünderrcdc erwähnt des Guillaume mit keinem Wort, und es war diese Armsünderrede, welche die Majorität bestach. Als Mitglied der Kommission für die Veröffentlichung der Kongreßverhandlungen hatte ich natürlich das offizielle Kongreßprotokoll genau einzusehen. Mit Bezug auf Lasarzue ist zu bemerken, daß. der Biedermann „Biedermann" lügt, wenn er ihn als Dclegirten für Barcelona be- zeichnet. Lafargue war Delegirter für den portugiesischen Föderal- rath, für die„Reue Madrider Föderation" und eine andre spanische Sektion. London, 20. October 1872. Karl Marx. Gewerksqenossenschaftliches. Internationale Metaltarbeiterschaft. Presden, 21. Okt. Den Mitgliedschaften ist kürzlich von Seite de« AuSschnffc« ein gedrucktes Exemplar des neuen Statuts zum Zwecke der Urabstimmung über daffelbe zugegangen, waS den Unter- zeichneten veranlaßt, Folgendes zur Ktüntniß und Berücksichtigung der gesanimten Metallarbeitcrschaft zu bringen: Bekanntlich wurde laut Beschluß der Generalversammlung zu Erftirt am 17. Juni d. I. die Mitgliedschaft zu Dresden beauftragt, aus ihrer Mitte eine Kommission zur Ausarbeitung dcS neuen Statuts zu ernennen. ES wurden in der zur Abgabe des Referats über die Berhand- lungcn und Beschlüsse des KongreffeS abgehaltenen Versammlung in diese Kommission die Herren Schauer, Kechan, Schiller, Michaelis und der Unterzeichnete gewählt, welche in ftinf zu die- fem Zwecke abgehaltenen Sitzungen nnter Erwägung aller Verhält- niffe sich dieser Aufgabe entted igten und da» Original des Ent- wurf« dem Ausschuß zu Chemnitz übermittelten. Anstatt nun die- sen Entwurf allen Mitgliedschaften unter der Aufforderung: etwaige dagegen sich erhebende Bedenken oder wünlchenSwcrthc Abänderungen geltend zu machen, vorzulegen, hat der Ausschuß eS für gut befun- den, die Arbeit der Kommission vollständig zu ignoriren, dagegen ein von ihm entworfene« Etatut in gedruckten Exemplaren behufs Urabstimmug über daffelbe allen Mitgliedschaften zuzusenden, ein Borgehen, welches wenigstens als ein korrektes nicht bezeichnet wer- den kann. Aber auch abgesehen von allen geltend gemachten for- mcllen Bedenken, ist der Inhalt deS entworfenen Statut« nach un- screr Ansicht weder prinzipiell gerechtfertigt, noch in seiner sachlichen Ausführung praktisch, und daher unannehmbar. AuS diesen Gründen ergeht an alle Mitgliedschaften der internationalen Metallarbeiterschaft voll unserer Seit« die Aufforderung, die Urabstimmung Uber da« betreffende Statut so lange zu beanstanden, bis der Ausschuß den Entwurf der zu diesem Zwecke laut Kongreßbcschluß gewählten Kommission ebenfalls zur Kenntniß aller Mitgliedschaften gebracht hat. August Biedermann, d. Z. Bevollmächtigter, zugleich im Namen der Kommission. jederzeit zu uns stehen. Das ist unser letztes Wort in dieser An- gelegenheit. Der Verwaltungsrath. Im Auftrag: Heinrich Zilger. Stuttgart, 22. Oktbr. Zum S ch u h m a ch e r st r i k e. Am Montag hatten die strikendcn Schuhmacher eine Versammlung, um zu beschließen, ob der Strikc fortdauern solle oder nicht. ES wurde mitgetheilt, daß mehrere Kollegen zugereist wären, mit denen sich die Meister ans die Dauer aber unmöglich bchelfen könnten, da selbige zu den minder begabten zu zählen seien. Man kam deshalb überein, den Strike ohne Erlangung eines günstigen Resultats nicht aufzugeben. Während der Verhandlungen erhielten die Arbeit- geber Wenk und Harter auf Begehr Einlaß, und sprachen die- selben im Lause der Debatte den Wunsch nach Beendigung de« Strikes aus. Da dieselben aber verlangten, daß wir aus Grund der von den Meistern gestellten Bedingungen an die Arbeit gehen sollten, so blieb es selbstverständlich beim Alten. Zum Schluß baten wir die genannten Herren, Einigen von unS bei der nächsten Meisterversammlung Zutritt zu verschaffen, um dort unsere An- sichten auszusprechen. Strecker und der Miwnterzeichnete begaben sich am 21. Oktober nach dem Cafe Reinsburg, wo die Meister tagten, um dort das Gesuch um Zutritt nochmals vorzubringen. Endlich, nach 1(, stündigem Warten, wurde uns denn auch der Einttitt gestattet. Nachdem einige Meister gesprochen, ergriff Strecker daS Wort. Während er sprach, ertönte auf einmal ein Händeklatschen und Bravorufen von der Straße her, worauf Herr Fischer(Vorstand) sagte:„Das sind die Arbeiter." Jetzt hieß eS: hinausgehen: aber nicht genug damit, es erhoben sich fast alle Meister, um uns hin- auszuwerfen. Vor der Zimmerthüre packten mich(Schröder) mehrere von hinten und schlugen mich mit dem Kops wider eine GlaSthüre, daß die Scheiben in Stücke fuhren. Hierauf zur Treppe hinuntergestoßen, eilte ich auf die Straße, um zu sehen, ob e« wirklich Schuhmacher seien, die Bravo gerufen hatten; allein eS war kein einziger dabei. Ob dieses rohe Benehmen dazu dienen kann, das Einvernehmen zwischen Arbeiter und Meister zu fördern, daS zu beurtheilen überlasse ich den Kollegen allerorts. Weitere Berichte über den Stand des Strikeö werden folgen. Mit sozialdemokratischem Gruß E. Strecker, Gaisstraßc No. 19, 4 Treppen, V. Schröder, Silberbnrgstraße No. 92, Hinterh. part. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck des Vor- stehenden dringend gebeten. jäerlin, 22. Ottober. An die Schuhmacher Deutsch. land's, Oestreick's und der Schweiz. Kollegen! Der Sinke der Stuttgarter Schuhmachergesellen hat»ach fünfwöchentlicher Dauer eine Wendung genommen, die unsere ganze Thätigkcit er- fordert. Jede Stadt, jeder Flecken, wo Schuhmacher wohnen, muß die Stuttgarter Schuhmachergeselleu nach Kräften unterstützen. Unsere Intcreffen sind solidarisch. Ihr Sieg ist unser Sieg Briefe u. s. w. sind zu senden an Ernst Strecker, Geisstraße 19 in Stuttgart. F. Aurin, Königsgraben 16. I Augettbllcki ltzung, wurde ich vorzttirt. Vorher hatte ein Mitglied des mit, zum Aufschluß über rein thatsächliche Fragen, eine rs-.�tzusammenkuuft mit mir gewünscht. Ich schlug sie ab, um >"bst den Schein einer persönlichen Beeinfluffung deS Comits'S � Zu vermeiden. uf sin meinem verhör vor dem ComitS erwähnte ich mit keinem 'et 5i0rt weder den Schwitzguebel noch seinen Leithammel Guillaume. 'f Ich erwähnte nur einen der zum Kongreß gehörigen Alliancisten, I UM meine Ueberzeugung auszusprechen, daß er nicht Mitglied der i"9�™" Mian; oder ledenfalls längst aus ihr entfernt sei. .F tn$.Kongreßsitzung für die Ausstoßung D Schwitzguebel s, weil die Beweye seiner Mitgliedschaft an der„ge- i*) Hier sind leider durch ein Versehen die zwei Motte„der Allian-" weggeblieben. Durch diesen Druckfehler gewinn, es allerdings den An- "j lwein, als ob gesagl wäre: Marx hätte die Sxclusion Schwitzguebel» >r beantragt, was natürlich nicht der Fall ist. R. d. B. Internationale Gewerkschaft der Schuhmacher. Iresde», 23. Ott. Wenn trotz der ungünstigen Zeit und trotz aller Machinationen der Gegner unsre GewcrkSgenoffenschaft sich immer kräftiger entfaltet, so halten wir e« doch für Pflicht eines jeden ehrlich gesinnten Kollegen, auf diesem sicher gelegten Grunde der allgemeinen Verbrüderung weiter bauen zu helfen und AlleS zu vermeiden, wodurch eine Zersplitterung herbeigeführt werden könnte. Wir waren darum nicht wenig überrascht, als wir in Nr. 69 d. Bl. den von dem Berlink? Komitee erlassenen Auftuf zu Gesicht bekamen, dessen Zweck bereit« bekannt ist. Abgesehen davon, daß man, mit Hintansetzung der bereits seit 3 Jahren bestehenden Internationalen Schuhmachergewerks- gknoffenschast, die außerdeutschen Kollegen zum Anschluß an den erst z» gründenden deutschen Schuhmachergesellen-Bercin auf- fordert, haben wir„och andere Gründe, zu bezweifeln, daß daS Vorgehen der Berliner Kollegen von dein kollegialischen Geiste getragen wird, welchen die jetzigen Verhältnisse unbedingt erfordern. Wenn trotz der vielfachen Aufforderungen unsererseits die Bcr- liner Kollegen niemals den guten Willen zeigten, mit uns Hand in Hand zu gehen und alle Auftufe unbeachtet ließen, so ftagen wir unS jetzt doch wol nicht mit Unrecht, woher kommt mit einem Mal dieser GründungSeifer? Sahen die Berliner Kollegen ftüher die Nothwenidigkeit einer Bereinigung nicht ein? oder lst es jetzt Eitelkeit, daß sie etwas Neue», wenn auch nichts Besseres gründen wollen. Wenn eS die Berliner wirklich ehrlich mit der Sache meinen, warum waren sie nicht bei dem erst vor einigen Monaten in Erfurt stattgefundenen Gewerkschaftskongreß vertteten? Und wie kann man uns füglich zumuthen, nach den Einfällen Einzelner, wo- möglich alle 6 Monate einen Kongreß zu beschicken und unnützer Weise Geld zu vergeuden! Recht gern werden wir die dargereichte Bruderhand erfassen, sobald da« hierzu nöthige Pertrauen existirt. Wenn wir, um dem Borwurf eines einseitigen Vorgehens gegen unsre Mitgliedschaften auszuweichen, un« mit der Frage an diesel- den wendeten, ob und wo der Kongreß gemeinschaftlich abgehalten werden solle, so sind wir heute in der Lage, mitzutheilcn, daß un- sere Mitgliedschaften alle wie Ein Mann erttärt haben:„ja wir wollen den Kongreß gemeinschaftlich abhalten, aber nicht in Berlin". Niemand wird uns die Schuld beimessen wollen, wenn Berlin nicht die Sympathie«» in dem gewünschten Maße besitzt, und liegt dies nur an dem sehr wenig rücksichtsvollen Borgchen der Berliner, wenn wir auf Grund der Beschlüsse unsrer Mitglied- schastcn und der sonstig obwaltenden Umstände von der Be- schickung des Kongresses absehen müssen, und zwar umso- mehr, als uns geschäftliche Angelegenheiten zwingen, nächstes Früh- jähr unsere statutarisch bestimmte Generalversammlung in einem passender gelegenen Orte abzuhalten,— was wir als vorläufige Notiz allen Kollegen mittheilen. Wir wissen, daß es höchste Zeit ist, daß die Schuhmacher m Pommern und Ostpreußen aus ihrer Schlaftrunkenheit aufgerüttelt und das fehlende Klassenbewußffein in ihnen geweckt werde. Mögen die Berliner Freunde«rit aller Energie auf diese« Ziel hinarbeiten, mögen sie dort eine Organi- sation schaffen, wir werden unsre Schuldigkeit nach wie vor thun und gern bereit sein, eine Einigung herbeiführen zu helfe», sobald der gute, ehrliche Wille hierzu gezeigt wird und die Bedingungen dies ermöglichen, und wir uns überhaupt von achtbaren Mit- brüdern als ebenbürtig bettachtet sehen. Von unfern Mitglied- schaften sind wir überzeugt, daß dieselben in dieser Angelegenheit Correspondenzen. Dresden. Am vergangenen Sonnabend fand eine zahlreich besuchte Persammlung der Holzarbeitergewerkschaft statt. Peters referirte als Delegirter Uber den Tischlerkongreß in Berlin. Redner hebt mit Bedauern hervor, daß nicht der einmüthige Geist vor- Händen war, der sein muß, um das Werk der Arbeitervereinigung zu vollbringen. ES wurde beschlossen, einen Tischlerverein für ganz Deutschland, Oesterreich und die Schiveiz z« gründen, er glaub« aber nicht, daß man damit etwas erreichen würde, weil der Verein keinen Nutzen in materieller Beziehung dem Arbeiter biete. Den Vortheil habe er nicht wie die Gewerkschaften, indem er weder den Arbeiter in Krankheitsfällen noch auf Reisen unterstütze. Referent will denjenigen nicht abreden, welche ihm beitteten wollen, er werde ihm selbst beitteten, obwohl er die Gewerkschaft immer vorziehen muß und ihr auch immer angehören wird. Kühn ist eS auffallend, daß alle Kongresse nach Berlin einberufen werden, waS fast scheine, als wollte eine gewisse Partei sich der Arbeiter be- mächtigen, mit dem Vorgeben, sie zu befteien und ihre Lage zu verbessern, um sie dann noch mehr zu zersplittern. Er wünschte, daß seine Vermuthung eine falsche sei. Peter« ergreift hierauf nochmals daS Wort; er habe nichts als Parteilichkeit gefunden, man habe aus diesem Grunde auch nicht den„VolkSstaat" gewählt als Ochan, sondern den„Neuen Sozial-Demottaten", waS den Geist der Versammlung hinreichend kennzeichne. Auch führt er an, daß die Zeit mehr mit Festlichkeiten, als mit ernsten Dingen ver- wendet wurde.(„Dresdner BolkSbote") ßottvus, 13. Oktober. Heute hat hier der Webcrtag der Niederlausitz seine Sitzung abgehalten. Bertteten war: Forst durch 12 Abgeordnete, Finsterwälde durch 3, Guben durch 1, Görlitz durch 1, Spreu, berg durch 1, Berlin durch 1, Cottbus durch 14. Jede einzelne Parteischattirung suchte für ihre Organisation zu wirken und die Debatten waren äußerst lebhaft. Schließlich einigte man sich zur Annahme folgender Resolution:„Der Niederlau- sitzer Arbeiter- und Webertag erkennt allseitig die Nothwendigkeit der Organisation und der Vereinigung der Arbeiter zur Besserung ihrer Lage an und macht eS jedem Vertteter zur Pflicht, an seinem Orte Weber-, Wirker- und Manufakturarbeitervereinc zu gründen, diese in einem Riederlausitzcr Gauverband zu vereinigen und dem deutschen Weber-, Wirter- und Manusakturarbeiterbund, Vorort Glauchau, in Masse bcizutteten." Aertin, 22. Oktober. An die Schuhmacher Deutsch- land'S, Ocstreich's und der Schweiz. Zum S'chftihm a ch er- Gesellen-Kongreß, wclcker vom 17. bis 20. November in Berlin SophienstMße 16 stattfindet, sind weitere Anttäge vom Ort»- verein der Schuhmacher in Berlin eingesandt worden, waS ich anbei zur Kenntniß der Kollegen bringe: 1) Einführung von EinigungSäintcrn und Schiedsgerichten. 2) Abschaffung der Zucht- Haus- und Militär- Arbeit. 3) Einführung einer Arbeiter- und Lehrlingsstatistik. Weitere Anttäge werden bis zum Kongreß ent- gegengcnommen bei Aurin, Königsgraben 16. ?for;ßeim. Der„Genossenschafter", Organ des Gewerk- vereinS der Denffchen Gold- und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen, enthält an der Spitze seiner'Nummer vom 13. Ok- tober folgenden Aufruf: An sämmtliche Gold- und Silberarbeiter und verwandte BerufSgcnosse». College»! Unsere BernfSgenossen in Wien liegen im Kampfe um die'neunstündige Arbeitszeit, bereits die inelstcn von ihnen haben die Arbeit eingestellt. ES wird keiner längere» Auseinander- fetzung bedürfen, um begreiflich zu machen, wie eng diese Ange- legenheit mit unsere» Interessen verknüpft ist. Sie— die Wiener College»— machen für uns die Pioniere in der Erringuug der 9stündigen Arbeitszeit; ist sie von diesen errungen, ist filr uns der spätere Kampf um so leichter, danim gilt es auch, sie mit aller Energie, mit allen Kräften zu unterstützen. In erster Linie ist nothwendig, daß wir den Zuzug von Wien abhalten, so lauge der Kampf währt, denn waS würde es nützen, wenn die dortigen College» die Arbeit einstellen und andere kämen und nähmen sie auf?— Aber auch in anderer Hinsicht müssen wir die Wiener Kollege» unterstützen, weßhalb wir an alle Kolle- gen, sowohl in unseren deutschen OrtSverenien Pforzheim, Gmünd, Stuttgart, Hanau, Berlin, Bremen, Breslau und Liegnitz, als auch in den Städten Genf, Paris u. s. w. die dringende Aufforderung ergehen lassen, schnell zu Helsen. Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe! Hilfe ist hier Pflichterftillung! Kollegen! Wir wollen unser» Berufsgenossen an der untern Donau zeigen, daß wir als kräftige Stütze hinter ihnen stehen und dadurch uns für spätere Kämpfe eine geschlossene Avantgarde schaf- fen, wir wollen zeigen, daß nicht dynastische Grenzen, daß nicht Sprachen uns trennen, wir wollen in der That zeigen, daß wir Muth, AufopfernngSgeist und Gemeinsinn genug besitzen, um die Devise:„Einer für Alle und Alle für Einen" auf unsere Fahne zu schreiben. Darum auf Kollegen! Seid Eurer Pflicht bewußt! Thut Eure Schuldigkeit! Pforzheim, den 16. Oktober 1872. Der Generalrath des Gewerkvereins. HL. Briefe u. s. w. sind an Hrn. W. Kräger nach Pforzheim einzusenden. Neviges, 16. Okt.(Verspätet.) Wir haben hier in letzter Zeit kein Mittel unversucht gelassen, um uns mit den Mitgliedern de« Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu verständigen, und so wurde denn in der letzten Partei-Vcrsammlung, in welcher die Mitglieder des Allgemeinen Deusschen Arbeitervereins in gleicher Stärke wie wir vertreten waren, einstimmig der Beschluß gefaßt, für die Einberusiing eines Congresses, wie derselbe in Lkr. 78 des „Bolksstaat" von Seiten der Redattion befiinv ortet wurde, mit aller Kraft zu wirken. Dieser Beschluß wurde auch von Seiten der Mitglieder des Allgemeinen Deusschen Arbeitervereins der Redaktion des„Neuen Sozial-Demokrat" zugeschickt. Obschon nun wohl zu erwarten ist, daß die Herren vom„Neuen" für einen der- artigen Congreß nicht wirken werden, so werden sie dennoch auf die Dauer dem Willen der Mitglieder nicht widerstehen können, indem derartige Beschlüsse sich täglich mehren. NetvtzOrK, 27. Sept. Obschon in den Correspondenzen aus oder(?) über Amerika wiederholt Unrichtigkeiten vorgekommen sind, haben wir eS dennoch nie für der Mühe Werth gehalten(!?!), der- selben Erwähnung zu thun, weil wir glaubten, im Laufe der Zeit würden die Ereignisse von selbst berichtigend wirken. Da aber der Sachverhalt, anstatt sich zu klären, durch fortlaufende, neu hinzu- gekommene unkorrekte Berichte immer unklarer wird, sieht sich die 6. Sektion der Internationalen Arbeiterassoziation, hauptsächlich durch den Bericht in Nr. 57 des„Volksstaat", der bisher noch von keiner Seite eine Berichtigung erfahren hat, veranlaßt, zur bessern Orientirung nachstehende Erklärung abzugeben: Sektion 6 war stets der Ansicht, daß die Internationale in Amerika gegenüber Sektion 12*) auf der Hut sein müsse, hat sich aber dem Protest gegen den Aufruf der Settion 12 nicht ange- schlössen, weil sie glaubte, durch Belehrung könnte man die ameri- kanischen Mitglieder der Internationalen Arbeiterassoziation eher zum richtigen Verständniß der Intentionen der Assoziation bringen, als durch Protestiren oder sofortiges Ausstoßen der Verirrten möglich wäre. An dieser Ansicht hielten wir fest. Ferner waren wir der Ansicht, daß die Consttuktion des alten Centralkomitee'S eine ver- fehlte sei. In Folge der mangelhaften Kenntniß der Internatio- nalen Arbeiterassoziation bei den amerikanischen Arbeitern konnte eS nicht fehlen, daß die Vertretung jeder einzelnen Settion durch einen Delegaten sehr bald zu einem Uebelstand werden müßte, in- dem dadurch nothwendig eine Anzahl unreifer Elemente in das Komitee gebracht wurden, welche eher zur Verwirrung und Unord- nnng beitragen mußten, als daß sie die Angelegenheiten vorwärts bringen konnten. Die Sektion 6 hatte deshalb ihrem Delegaten Instruttionen gegeben, darauf anzutragen, daß der zukünftige Fö- deralrath aus einer beschränkten Anzahl von Mitgliedern, Ange- hörigen der verschiedenen, in der Föderation verttetenen Nationa- litäten gebildet werden sollte. In diesen Föderalrath hätte man die sachkundigsten Männer wählen können, und wenn sich dann später unlautere Elemente gezeigt hätten, hätte man diese aus- schließen können, wie die Gcneralstatuten dieses erlaubten. Diese Borschläge wurden aber unberücksichtigt gelassen. Als dann in der Versammlung plötzlich und unerwartet ein Antrag auf Auflösung des alten Komitee'S gestellt wurde, faßte man dies als einen Staatsstreich auf, und um so mehr, als sich am Tage der nächsten Sitzung herausstellte, daß die Antragsteller viel früher als gewöhn- lich die Sitzung eröffnet, und ein Mandatsprüfungskomitee erwählt hatten. Die nächste Folge war die Spaltung in zwei Föderationen, von der schon mehrfach im„Volksstaat" die Rede war. Beide Parteien glaubten sich im Recht und appellirten an den General- rath, welcher endlich die im„Bolksstaat" veröffentlichten Resolu- tionen faßte. Gleichzeitig mit diesen Resolutionen kamen aber auch Briefe von Mitgliedern des Generalraths hier an, aus denen her- vorging, daß die Berichte des Komitce's II(wie eS im„Bolksstaat" Nr. 57 genannt wird) nicht an den Generalrath gelangt waren. Wir beantragten deshalb, einen neuen Bericht an den Ge- neralrath zu schicken, was auch angenommen, aber nicht ausgeführt wurde, weil die sich so nennenden Führer des Komitee'S II danach trachteten, sich vom Generalrath zu emanzipiren. Hierauf bean- tragte Settion 6 die vorläufige Anerkennung und Unterwerfung unter die Beschlüsse des Gcneralraths, und da dieser Anttag ver- warfen wurde, trat sie aus dem sogenannten Komitee II aus. Alle Settionen, die die Nothwendigkeit einer festcn�Organisation an- erkannten, traten mit auö und schlössen sich dem Komitee I an, nicht weil sie von ihrem„Unrecht" überzeugt worden wären, son- dern weil ihnen Parteidisziplin,(ohne welche keine Erfolge zu erreichen sind) über alle inneren Streitfragen ging. Einige Wochen, bevor dieses geschah, hatte der frühere Delegat unserer Sektion, Große,(nicht Dr. Große) resignirt, und war ein anderer an seine Stelle gewählt. In dem Berichte der Nr. 57 des„Volksstaat" steht „Dr. Große, Erprivassekretär des Berliner Schweitzer". Darauf berichtigen wir, daß Große ein einfacher Lohnarbeiter ist und mit dem Titel Doktor nie beehrt sein will, ferner können wir konsta- ssren, daß derselbe sich zu jeder Zeit gegen Schweitzer erklärt hat und für die sozialdemottatischv Arbeiterpartei eingetreten ist, deren Organ der„Bolksstaat" ist, sowie die ganze Settion 6 sich nie zu andern Prinzipien bekannt hat, als zu den sozialdemotta- tischen, deren Organ der„Bolksstaat" und deren Organisation die Internationalen Arbeiterassoziations-Generalstatuten sind, Indem wir uns der Hoffnung hingeben, mit dem Obigen etwas mehr Klarheit in die Unrichtigkeiten gebracht zu haben, zeichnet im Auftrag mit sozialdemottatischem Gruß Franz Leib, korrespondirender Sekretär der Sektion 6. ?aris, 12. Sept. Die schönen Tage für die Zeitungseorre- spondenten, für die bezahlten Lohnschreiber, die Berichterstatter für unser modernes, nobles, blasirtes Lesepnbliknm haben ihr Ende er- reicht. Sowol die Herrscher von heute, als die Bertteter der Unterdrückten, haben sich(wie auch die Würfel der nächsten Zukunft fallen mögen) ohne Kriegserklärung, ftiedlich und ohne daß die neugierige Masse eigentlich trotz aller Zeitungsberichte gescheidter geworden ist, getrennt:— man will freilich wissen, daß die Inter- nationalen unter sich sehr uneinig gewesen sind— und daß die Fürsten sehr einig gewesen sind; doch, der Teufel mag all diesem Geschwätz trauen, vielleicht ist es gerade umgekehrt, oder vielmehr die nächste Zukunft wird es umkehren. Nur der alte Monsieur Thiers muß noch für Zeitungsneuig- keiten herhalten Das leselustige Publikum muß jetzt Thiers ebenso unterhalten, wie weiland Napoleon III.; alles wird detaillirt be- richtet, waS er gesprochen, waS er gegessen und waS er sonst ge- than hat. Und was er denkt oder gedacht hat, sucht man zu er- rathen. Wenn wir nicht den Belagerungszustand hätten und die permanenten Kriegsgerichte, man könnte leicht verleitet werden, zu glauben, wir befänden uns noch unter dem Kaiserreiche. Um Ihnen aber und den Lesern des„Bolksstaat" einen Begriff zu geben, waS eine„konservative Republik" heißen will, mag Ihnen die kriegS- gerichtliche Verurtheilung über eine Heroin der Commune, der 9ia- thalie Duval-Lemel, derselben, der selbst Bourgeoisblätter wegen ihres Benehmens vor Gericht Beifall zollten, zeigen; es scheint: diese Männer von Versailles haben gerade dieses Weibes Ur- theil so lange hinausgeschoben damit man sie— diese Mörder, besser beurtheilen kann. Mögen die deutschen Frauen an dieser Französin sich ein Beispiel nehmen, wenn auch für sie die Zeit kommt zum Handeln. Die Filial-Expeditionen des„Volksftaat betreffend. Da bis jetzt kein OuartalSschluß vergangen ist, ohne daß wir die Erfahrung hätten machen müssen, daß bald hier bald dort Blätter, welche wir zur größeren Bequemlichkeit der Parteigenossen einzelnen Orten Filial- Expeditionen zum Berttieb übergeben an *) Die Woodhull'sche Schwindelsettion der„sreien Liebe". hatten, unbezahlt blieben, sehen wir uns veranlaßt, unter Hinweis auf die bezüglichen Beschlüsse des Stuttgarter Congresses und mit Zustimmung des Partei- Ausschusses nachstehendes Reglement zu veröffentlichen. Wir bemerken dabei, daß diese Bestimmungen für diejenigen Filial-Ezpeditionen, welche jetzt schon bestehen, wie für solche, die noch entstehen sollten, volle Gültigkeit haben. Negkement. tz 1. Eine Filial-Expedition wird nur dann gegründet, wenn die Parteimitglieder an dem Ort, wo die Gründung stattfinden soll, sich verpflichten, die Konttole zu übernehmen und für püntt- licke und volle Erfüllung der Verpflichtungen an die Haupt-Eppc- dition einzustehen. � 2. Jede Filial-Expedition erhält eine beliebig große Anzahl Exemplare regelmäßig zugesandt, jedoch nicht unter 20. Für ze 1 Abonnement per Quartal haben dieselben 10'/, Sgr.(37 Kr. südd. Währung) zu bezahlen und erhalten auf 10 Abonnement« 1 Frei-Exemplar. tz 3. Das Porto für die Packetc haben die Filial-Expeditionen zu tragen. Es erfolgt deshalb die Sendung von der Haupt- Ex- pedisson unftanttrt.— Bei Krcuzbandsendungcn muß das Porto selbstverständlich rückvergütet werden. § 4. Der Betrag für die verkauften Blätter ist am Ende des Quartals nach obiger Berechnung(Z 2) franko an die Haupt-Ex- pedition einzusenden, jedoch muß die Hälfte desselben schon Mitte des Quartals abgeführt werden. Z 5. Ist nach Verlcmj von 14 Tagen des neuen Quartals der Bettag für daö vorhergehende nicht vollständig berichtigt, so wird die betteffeude Filial-Expedition und Mitgliedschaft schriftlich ausgefordcrt, binnen weiteren 8 Tagen die Angelegenheit in Ord nnng zu bringen. Bleibt diese Mahnung fruchtlos, so werden die Sendungen ohne Weiteres eingestellt und die Thassachen im Partei organ veröffentlicht. Wir wiederholen, daß obige Bestimmungen von jetzt ab von uns sttengsten« eingehalten werden und ersuchen deßhalb die Mit' gliedschaften, wo Filial-Expeditionen bestehen, uns binnen 14 Tagen anzuzeigen, ob sie geneigt sind, die in vorstehendem Reglement enthaltenen Verpflichtungen zu übernehmen. Indem wir auf obiges Reglement hinweisen, bemerken wir, daß die unterzeichnete Commission, welche bekanntlich durch Beschluß deS ParteikongresscS zu Dresden ins Leben gerufen wurde, in erster Linie darauf zu sehen hat, daß die Verwaltung des Blat tes ihren regelrechten Fortgang habe. Dazu gehört aber vor allen Dingen Pünktlichkeit in den Zahlungen. Soll der Kredit des Blattes nicht schwer geschädigt werden, so ist pünktlichste Erfüllung der Verpflichtungen gegen Drucker und Papierhändler durchaus erforderlich. Dies ist aber nur möglich, wenn die GRiu- biger deS Parteiorgans auch ihrerseits ihren Pflichten nachkommen. Wir sind ensschlossen, die Expedition deS„Bolksstaat" in der Aus- Übung deS obigen Reglements stteng zu konttoliren. Leipzig, im Ottober 1872. Aie Derwaltung,-Commission de,„Pollustaat und de» Parteischriften-Nerkanf». Leipzig. Jeden Internationale Metallarbeiterschast. Montag Sitzung, Reudnitzerstraßc bei oerd »cht Arnech- i tif- Tagesordnung; Innere Gcwcrkschastsangelegcnheiten. Jede« Müzltf setzt seine Ehre darein ju erscheinen. Ausnahme neuer Mitglieder. i gj Mrihltfl Allgemeine Tischlerversammlung. J'-H* Sonnabend, den 26. Oktober, Abends 8 Uhr im Sftyit( des Herrn Zeitler, Große Windmühlcnstraße Nr. 7. TagesordnuM Berichterstattung unser« Delegirten über den Berliner Kongreß. UH»chi zahlreiches Erscheinen bittet da« Kommitee.I. z 3 London. Arlriterbildungverein. Deutsche Sektion der Internationalen Arbeiterassoziatie»' Unser Lokal befindet sich jetzt: Nr. 5 Pollen Street, Hannover Sch Hannover Square W. C.— Es finden abwechselnd Vorträge über sozut! 4� und politische Fragen statt.— Im Namen de« Verein«: der SeKelp.!� A. Saulaincpurt.Jter_ Münchenberiisdors.«Ä'Ä«.., wj Jahre« feiert der sozialdemokratische Arbeiterverein sein 3. Stistungssck wozu Gesinnungsgenossen hierdurch freundlichst eingeladen werden. Fried r. Röfel. w, Ü! >seWW> Sektion 1. der Internationalen Arteiteraffoziati«»' fjy 4 4.(Allgemeiner deutscher Arbeiterverein) zu New-Aen versammelt sich jeden Sonntag Abend 8 Uhr im 10. Ward Hottl cornor(Ecke) of Broome& Forsyth Str. Fbr«leiuzfchocher, Großzschocher nutzes OllUUUiniUU|UUy. Ichlrnßig befindet sich bei Eigarrenar-�� beiter Karl Fleischer in Kleinzschocher eine Filialexpeditiou. Derstlttj� nimmt Quartal- und Monatsabonnement« auf den„Volksstaat" entgege» und können auch einzelne Nummern dort gekaust werden. __ Die Expedition de«„Bolksstaat." toird ein Schuhmachergeselle auf Mann- und Fraueuf� Leipzig. Ernst Lvui« Pessel, Kohlenstraße Nr. 9 0. Joseph Leyendecker Kcharrenstraße 15 MAINZ Zcharrenflrnße 15 Herren kl ei der in ach er, empfiehlt sich in Anfertigung aller Arten KerrenHarderoöe. Bedienung prompt und billig. Reiches Assortiment in Aucksking, Euch etc. etc. ans der Associations-Fabrik von 2a 5rnli Stehfest& Eo. in HrimmiWau. »Ti Mai liv! !l|at" W« [fchli [fem f>iü> De, ihre iftoi Bali bevt teu ein lvvl es c er r Lagl dan Nachdem in kurzer Frist 6000 Exemplare abgesetzt wurden, erschien' neuer Äufiaze da« Kunstblatt: Ferdinand Lassalle, der Kämpfer gegen die Kapitalmacht. Da« Bild stellt den muthigm Freiheitskämpfer dar, wie er da« iss dene Kalb(Mammon) von seinem Piedestal herunterreißt und zcrtrüu, wert. Sein Schwert trägt die Inschrift:„Allgemeine« direkte« Wahlrecht, seine Fahne die Worte:„Sozialdemokratie, Menschenrechte". Am H«� zont steigt leuchtend die Sonne der Freiheit empor.."- Da« Bild ist al« Zimmersebmuck zu empfehlen und pr. Stück jjltthj ?>/, Sgr.— 10 Stück für 2 Tblr. gegen Emsendung de« Betrage« oi%e>u Postnacknahme von der Verlagshandlung von Lau' S. H. Dorn in Elberfeld zu bezichen. l Die Buchhandlung und Expedition de«„Bolksstaat" nimmt �Vasi stellungen hierauf entgegen.________________ it" Im Verlag der Buchhandlung und Expedition de»„Bolksstaat" aeu erschienen:.[liah: volktftaatkaleuder für 1873, 4 Bogen Octav. Preis pr. Stück 0 Stempelgeb. 3 Ngr Anzeigen ze. Eßlingen. SS Sonntag Löwenwirth. Zusammenkunft bei Oeitle, Aittttlitivrt Stepper- und Borrichter-Verei». �NmUNIg. Versammlung am Montag, 28. Oktbr., Abend» 9 Uhr präeise, in Eberhahu'« Elublocal, Zeughausmartt 31. Tage«-rd> nung: Die Organisation, de« Buchdruckerverbande«. Referent Herr R. Praast. Gäste haben Zutritt._ E. Köhler. Vors. ftrtttthitvit Sozial-demokratischer«rbeiterverciu. �UlKUUtp- Versammlung am Montag, den 28. Oktbr., Abend« 3 Uhr, in Ebcrhahn's Elublokal, Zeughausmarkt 31. Tagesordnung: Sozial-politischer Wochenbericht. Rkserent Aorck.— Diskussion.— Gäste haben Zutritt.— Die Parteigenosse» wolle« sich sämmtlich einfinden. August Geib ti r t rt«rbeitrrbildungbvereiu. Wipjip. Sonntag, den 27. Ottober: Abenduntcrhaltnng im Vereinslokal.— Mitglieder und Freunde de« Berein« find hierzu freund- liebst eingeladen. Anfang 7 Uhr.____ D. V. Buchbinderverein. Sonnabend, den 26. Oktbr., Abend« 8 Uhr: Versammlung in der Thiemcschen Brauerei, Tauchaerstraßc. Tagesordnung: Vor- trag und Diskusfivu über Organisation. Um zahlreiche« Erscheinen der Mitglieder ersucht D. V. mit Stempelgeb. 4 Ngr. 3 Pf.> Unsere Ziele von Bebel. 3. verb. Aufl. Preis pr. Stück S"j Ngr.111' Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichen politischen �°sut strebungen de« Herrn Bakunin. Preis pr. Stück 2 Ngr. Veri Im Eemmisfionsverlag ist neu erschienen: Jone Zu« Andenken Ludwig KeuerbachS, Grabrede von Scholl. Preis p legir Stück 2 Ngr. n>Jtnor Sendschreiben an die Egoisten von Dittrich. Preis pr. Stück 2•"9$0n Wiederverkäufer erhalten Rabatt.______-"F'sse Für politisch Gcmaßrrgelte.__„.�'betle »m regelte. a Lom Gemeindcvercin in Kleinzschocher 4 Thlr.— Durch I. Hs-,oam mehreren Handschuhmachern der Gebrüder Kramersschen Handschuh. fabnk in Augsburg 4 Thlr. Die Expedition de«„Volksstaaij�.� von Briefkasten: der Redaktion: Schn. in M. Eine Schrift in unst' Sinne über d. betr. Gegenstand gibt e« nicht: da« Beste, wa« wir habv find die Schriften von Tonstantin Frantz, in denen die Bismarck'sche Pss litif vom Standpunkt eine« ehrlichen, konsequenten �°nscrra� tiven ebenso scharf al« gründlich charakterisirt, und namentlich auch vr Beschränktheit und Kurzfichtigkeit dieser„Genialität" recht schlagend na»! gewitsen wird, welche, abgesehen von den mechanischen äußeren ,M/ gen", Alle«, wa« sie festigen wollte, gelockert oder entwurzelt, Alle«, j*' fie bekämpft, gekräftigt hat; und der c« gelungen ist, binnen 10 Iah? � vom monarchischen Kapital(wir meinen den Borrath monarchischer � finnung) in Deutschland mehr aufzuzehren, al« 30 Jahre weniger ler" Reaktion vermocht hätten. Die Frantz'sche Schrift, welche JB''g Zweck am besten entsprechen dürfte, da sie die vollständige Entwicklung iy> und Naturgeschichte de« preußischen Staat« enthält, ist:„Da» arStteg Deutschland", beleuchtet in Briefen an einen preußischen Staat«wanMestss von Eonstantin Frantz, Leipzig, Druck und Verlag der Roßberg scheu Buchhandlung. 1871.— Sine Geschichte der Tommune eM. thejs, noch nicht in deutscher Sprache. Wa« im Buchhandel unter diesem men verkaust wird, sind Sudclwcrke und Sensationsfabrikate. Wir gl« ben aber, daß Ansang de« nächsten Jahre« dem Riangel wenigsten« J. Theil wird abgeholfen werden. Buch die bis jetzt vorhandenen ftaN' fischen Schriften über die Tommune find sämmtlich sehr lückenhaft,. Theil einseitig und unzuverläsfig.— I. L. in Mainz: die gegenwar| Redaktion bat von dem Manuskript keine Sennftti?. Wir werden an.. deshalb schreiben.- I. K. in Fulda: In den nordamerikamscheu Stos'jttrte Werkstätten ist der 8stündige Normalarbeitstag gesetzlich emgesührt. R.: Photogravhien seinigcr Tommunemitlgiedcr hat die Expedition verkaufen: TeleScluze. Ferre, Vaillant-e.— Reimann in Berlin- � nächster Nr.— M. H. hier: nächste Nr. � Ä:.. Zur Notiz. Ein �längerer Mtikel�nundzegenden„Nwn��' |.....|_______■ WWU.Neucn die tttzttvb'chcnVlichcn Skandalia Desselben ckritisircnd- mußte RaumM« vin gel« wegen bi« zur nächsten Woche zurückgestellt werden. der Expedition: Guggenbergcr in Graz: Mit dem ZeitüngSstempel hat e« feine Richtigkeit, die Bemerkung im Briefkal� z Nr. 82 ist keine Aufforderung, sondern Quittung ftiber da« Geld-— Schubmachcrgew. Mainz für Annoncen 6 Ngr.;— Sauer in Gotha für Schriften 6 Thlr. 20'.- Ngr.;— Wajkopf in Ha»n°°'V�_ die Annonce kostet 20 Ngr.;— für Photographien 24 Ngr. erhalten, Guike in Mühlhausen: das Gewünschte ist unterm 18. d. abgegangen,.! Mohl in Landau i. d. Pfalz für Schriften 4 Thlr. durch Wendling' I Mayer in Lörrach: Ihre Bestellung erhielt am 16. Oet.;—" Spandau für Schriften 2 Thlr. �— 10 Ngr�;- H'" 3. Qu. 10 Thlr Miller in Reichenbach für 4 Thlr. 10 Nqr-— Heber in Stuttgart für Annonce» 18 Ngr-..'euer lr. 24 Ngr. 1 Pf., für Schriften 1 Thlr. �• 3(it,_ Abonn 9 Pf.;- für Mühlb. für Schriften 1 Tblr.;— Daßmann in Mün�j jj für Annoncen der Schuhmachergew. 2 Ngr., fiir Schriften 3. lhr j Larl in St. Johann für Schriften 2 Thlr.;— Schlechter in Tre für Abonn. 3. Qu. 21 Thlr. 10 Ngr. 5 Ps Leipzig: Verantw. Hohestr. 4). aat" Redakteur A. Muth.(Redaktion und Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdrnae