-ü- Erschnnt wöchentlich 2 Mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Buchhand« lungen des In- und Aus- landes an. Für Leipzig,nehmen Be- stellungen an: die Expedition, Hohestraße 4. die Genossenschaft«- buchdruckerei, Zeitzerstraße 44. ». Bebel, Peterstraße 18. I. Müller, Bayerschestraße 8b, III. Der Volksslaal i - ÄSonnemenlspreis: Für Preußen incl. Stempel» steuer 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten IL'/, Sgr, pro Quartal, pro Monat 4-/2 Sgr Für Leipzig und Umgegend' pro Quartal 13 Ngr. Filialexpedstionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lox 101 Hodotten, N. J, via Ncwyork. G. A. Lönnecker, löö Vf. Lake Chicago(III.) I OrgandersozialdemokratischenArbeUerparteiundderinternationalenGelverksgenoffenschasten. Nr. 88. Sonnavend, 2. Wovember. 1872. Parteiversammtuiig unserer Genossen von den Schweitzerianern gesprengt worden ist, hat vieie aufrichtige Mitglieder des Allge- bonnements auf den„Bolksstaat" den Monat November zu 4'/- Neugroschen werden bei allen meinen deutschen Arbeitervereins von ihren Führern abwendig ge- für gewerbliche Unternehmungen im großartigen Maaßstabe aufbieten könne"; sächsischen Postanstalten, für Leipzig bei der Expedition macht, und jede weitere Gelegenheit, die man diesen giebt, sich vor Hohe Straße 4, wie in der Genossenschastsbuckdruckerei Zeitzer- den Arbeitern zu kompromittiren, kann uns nur Stutzen bringen. w. 14,.8... m f.» iiÄt m> is&v&i die Unigegend von Leipzig beiden psilialexpeditionen. für Kolümars- nieder einmal Unglaubliches geleistet, sich selbst sogar übertroffen. dorf, Meudnitz, Hleuschönefetd-c. bei O. Stelzer, Reudnitz. Kapellengasse 11, 2 Tr., für �kagwitz und Lindenau:c. bei Weichert, Haus Nr. 9 in Plagwitz, für Ksnnewitz:c. bei Teubncr, Bornaische Straße 19, für Kleinzschocher und Um- gegend bei Fleischer, Str. 87 daselbst entgegengenommen. Außerhalb Sachsens kann nur auf November und Dezem- ber zugleich bei den Postanstalten abonnirt werden. Die Expedition des„DolKsstaat�. (Bericht in nächster Nr.)— Unter solchen Umständen scheint uns eine Bersöhnung in mehr noch als weite Ferne gerückt.— Mögen die Schuldigen die Schande ihrer Verbrechen lange überleben! Leipzig, 30. Oktbr. Die Htedaktion des Wolksstaat. Gegen die„Provinzialkorrefpondenz". VIl. An die Mitglieder und Vertrauens- männer der sozialdemokratischen Arbeiter- Partei. Parteigenossen! Als wir uns in Str. 83 des„Volksstaat" an Euch wandten, um zu zeigen, wie wir den Leitern deS Allgemeinen deutschen Arbeitervereins gegenüber gestellt sind, hegten wir die Hoffnung, daß das Präsidium genannten Vereins sich nicht mehr länger hinter die Redaktion deS„Neuen Sozialdemokrat" ver- stecken, sondern offen Stellung zu der uiiS feindlichen Berliner Resolution nehmen werde. Ties ist nicht geschehen. ES wurde von unserer Erklärung in Nr. 83 deS„Volksstaat" an betreffen- Wäre unser„Gewissenhafter" den Gesetzen der gewöhnlichen Logik unterworfen, so hätte er nach Aufzählung der Maaßregcln, durch welche die Deutschen Regierungen, namentlich die Preußische, die soziale Frage bereits thatsächlich gelöst haben, seinen Artikel schließen und höchstens noch anfüge» müssen, daß Alles, was er zu Ansang über bestehende soziale Mißstände, über Unzulänglichkeit der Löhne zahlreicher Arbeiter ze. gesagt hat, bloß poetische Frei- heit und Redefigur gewesen sei, um die Verdienste der Regierun- gen, namentlich der Preußischen, die diese, jetzt zum Glück bloß „Wollen wir vielleicht Hrn. Stephan pensioniren, und die Post an Bleichröder verkaufen? Gönnt man Hrn. von Selchow nicht einmal mehr die Ernennung der Gestütdirek- toren, und will Graf Itzenplitz seine telegraphischen Be- fehle durck Vermittlung des Drahts Cohn u. Comp, in die Welt senden? DieseProbe genügt, zu beweisen, daß jener Herr sich der Tragweite seiner Ausdrücke nicht bewußt gc wesen, und somit ist ein Streiten mit ihm ganz über flüssig." Ii 1 An Deutlichkeit und— Offenheit, das muß man gestehen, läßt diese Sprache nichts zu wünscheü übrig. In einem sozialdemokra- tischen Blatt würde sie sogar„grob" und„roh" sein. Ein junker- licheö Vollblut kann aber nicht„grob" und nicht„roh" sein, höchstens„derb". Doch„grob" und„roh", oder„derb"— was zu arg ist, ist zu arg, und es ist zu arg, daß das nationalökonomi- sche Orakel eines der beiden vornehmsten amtlich.n Organe der königlich Preußischen Staatsregierung von der Thaffache keim � Kenntniß hat, daß die königlich Preußische Staatsregierung gleich allen anderen Staatsregierungen— schon jetzt„die Mittel und den Kredit des Staats für gewerbliche Unternehmungen iir .---- M—'m- großartigeu Maaßstab(Post, Telegraphen, Eisenbahnen und son- stige öffentliche Bauten, Gestüte rc.) aufbietet." Oder hatte un- ser„Gewissenhafter" Kenntniß von dieser Thaffache, und meinte er bloß solche„gewerbliche Unternehmungen",„deren Gewini der Stelle keine Notiz genommen und so sind wir denn in der schlankweg sckrcitet er heroisch zur Verkündigung de« Wunders, daß Lage, unsere Taktik, vor allem unsere Agitation nach außen, von psc Preußische Regierung darauf aus ist, in Zukunft die soziale diesem mysteriösen Verhalten der Leiter des Allgemeinen deutschen> Frage zu lösen, welche sie, seiner eignen Darlegung gemäß, schon Arb-lterverelns bec.nstußt zu sehen Fragen wir uns aber: was i„ per Vergangenheit gelöst hat: und bläst so den bekannten, imaginären Mißstände längst real gehoben haben, in ein desto den Arbeitern zufallen soll"? Das wäre ja noch schlimmer helleres Licht zu stellen. Allein die gewöhnliche Logik gilt für de» für ihn; denn das hieße einfach erklären: der Staat, spezialisirt Patron der„Provinzialkorrespondenz" eben so wenig, wie die ge- der heutige königlich Preußische Staat(nebst den übrigen Deutscher wöhnliche Grammatik. Es fällt ihm plötzlich ein, daß er das � Staatsanhängseln) hat zwar die„Befugnisse" und die„Aufgabe" Programnl für die angesetzten„sozialen Couferenzcn" schreiben soll,„gewerbliche Unternehmungeii im großartigen Maaßstabe" zu orga- die„gegenstandslos" wären, wenn keine soziale Frage existirte; nifiren, aber nur unter der Bedingung, daß es nicht zun s ist die beste Antwort auf dieses seltsame Schweigen in Berlin? so giebt es nur zwei schritte zu thun. Entweder sehen wir unter Sur« Zustimmung ab von dem versöhnlichen Beschlüsse deS Mainzer Kongresses, von welchem der«Neue Sozialdemokrat" nur spricht, um damit seine Anfeindungen gegen unsere Partei zu beschönigen, oder wir wirken mit Enffchiedenheit darauf hin, daß durch ein rasches Wachsthum unscrcr Partei den Verhetzungen des„Neuen Sozialdemokrat" und seiner Freunde ein starker Damm und somit ein wirksames Veto entgegengesetzt wird. Letzteres wird nicht nur das Beste sein, weil es ein Streben für die Kräftigung und Ausbreitung unserer demokratischen Orga- nisation in sich birgt, sondern auch, weil es die Propaganda für unser sozialistisches Programm belebt, uns zwingt, den Boden von Erfahrung und Wissenschaft bisher für unumstößlich gehaltenen Satz:„Dieselbe Handlung kann nicht zweimal began- gen werden," mit Einem ossizielien Athemzng um. Doch ehe er VortHcil der Arbeiter geschieht; mit andern Worten: du ■W cm j Arbeiter haben nicht an der wohlbesctzten TafeC des Staats zr> sitzen, sondern, als dcmüthiger Aschenbrödel in der Ecke hockend■ sich mit de» Brosamen zu begnügen, welche die übermüthige, l Schweiger der herrschenden Klassen ihnen in verachtungsvollen: Mitleid, wie Hunden, zuwerfen. t „Aber," könnte der„Gewissenhaftes uns hier einwenden,„etwa, i frflWiilifWä mir nip in h<*it t?nnn npfnmitum• Vrt>r.1 dieses„geniale" Kunststück vollbringt, improvisirt der„Gewissen- so Abscheuliches ist mir nie in den Sinn gekommen; der Staa» hafte", offenbar um uns hernach desto wirksamer zu überraschen, ist allerdings für den Arbeiter ebenso gut da, wie für die andcrci I eine kurze nationalökouomische Vorlesung, die er als Stieber be-! Klassen; das bestreite ich nicht; ich stimme sogar mit den Sozial ,l ginnt und als Fanchcr beendigt:„Freilich haben verblendete demokraten darin übercin, daß der Staat kein„Klasscnstaat" sein' Arbeitermassen(Stieber hilf!) und ihre Wortführer(Stic-'nicht den Sonderinteresien einer einzelnen Klasse dienen soll. Abei- ber hat geholfen und die»nbequeinsten schon hinter Schloß»nd'gerade, weil ich keinen Klassenstaat will, muß ich es bekämpfen Riegel gebracht) viel weitergehende Forderungen an die Fürsorge! daß der Staat für die Arbeiter, als Klasse, ein besonderes Würstchei und Beihilfe deS Staates gerichtet.(Forderungen an„Fürsorge" j brate, und den Klasseninteressen der Arbeiterklasse diene. Ich bu neue unserer Agitation von Tag zu Tag zu erweitern und den Kampf per Behörden_____ M L.ir— gegen die Gleichgültigkeit der Massen sowol um unserer Prinzipien, tages und Erhöhung deS Arbeitslohns(wann und wo hat man �sitzenden!" als«m unserer Parteiexistenz Willen allerorts nach Kräften zu in Deutschland je vom Staat eine„Erhöhung des Arbeitslohns"! Der Einwand hat auf den ersten Blick etwas Bestechendes sichre»._ � gefordert,„Gewissenhafter"?) durchzufechten; sie wünschen, daß die es ist indeß nur das Bestechende der Seifenblase, die zerplatzt, so Parteigenossen, Jeder von Euch muß ein Agitator sein! Jeder Staatöobrigkeit dahin wirke, ihnen neben ihrem Arbeitslöhne auch bald man sie anrührt. Unsere Antwort kann sehr kurz sein: von Euch muß ftihlcn, daß wir nur Einfluß gewinnen, wenn wir„och an dem Gewcnn der gewerblichen Unternehmungen, für die Den Klassenstaat wollen wir freilich nicht; wir wollen nicht hinanstretcn in daS Getriebe des Lebens, um dort die Saal sie beschäftigt sind, einen Antheil zu sichern;(wann und wo habeiffdaß der Staat zum Sondervortheil irgend einer Klasse anS- unserer Prinzipien nach allen Richtungen hin auszustreuen, und! Deutsche Arbeiter diese Forderung an die„Staatsobrigkeit" ge- �genutzt werde, der arbeitenden so wenig als der nichtarbeitender um alsdann in steter Wachsamkeit das Aufkeimen dieser Saat zu Achtet,„Gewissenhafter"?); sie verlangen endlich auch, daß der schützen. Die Mitgliedschaften müssen voll Selbstvertrauen. sich � Staat sein Vermögen oder seinen Kredit einsetze, um gewerbliche aufraffen zu regster Thätigteit, zu neuen Schritten, wo ihnen ihr Unternehmungen zu gründen, dere .______ JL___ JH..... deren Gewinn den Arbeitern zufallen bisheriges Perhalten nicht genügend neue Freunde und Partecge-isoll.(Sehr unpräzis ausgedrückt,„Gewissenhafter", aber wir wol- Nossen zugeführt hat. Durch den rechtzeitigen Wechsel in Anwen-ijen eS Dir mit Rücksicht auf den„Schulmeister, der bei Königs- dung der Agctationsmittel wird allein der Erfolg gesichert. Dcesjgrätz gesiegt hat", passiren lassen.) Solchen Forderungen erwägt, berathet Euch darüber und handelt. Setzt Euch mit uiiS, gegenüber hat der Staat sich grundsätzlch ablehnend dem ParteiauSschnß, in ständige Verbindung; wenn es Euch hier Verhalten müssen, weil dieselben über die Gränzen sei- und da an ansrcichcnden Mitteln gebricht, theilt es uns mit, und„er Befugnisse und seiner Ausgabe hinausgehen.(!!!) da, wo Ihr uns unsere Aufgabe erleichtern könnt, thut es im E« ist eine von allen(!!!) sachverständigen und erfahrenen Dienste deS Ganzen. Guter Muth ist halbe Arbeit! Männern anerkannte Wahrheit(Oho!), daß der Staat nur die Wir ercvartcn, daß dieser Auftns in allen Parteiblättern zum PAvatthätigkeit lähmen(!!!) und alle wirthschaftlichcn Verhält- Abdruck gelaugt, sowie in einer jeden Mitgliedschaft zur Vorlesung!„isse in tiefe Zerrüttung stürzen würde((!!!), wenn er seine und Besprechung kommt. Möge er gute Früchte tragen. Mittel und seinen Kredit fttr gewerbliche Unternehmungen im Der Ausschuß der sozialdemokratischen A'rb!iterpartei.�-osw>Agx„(„(,« klein artigen,„Gewissenhafter"?) Maaßstab auf- I. A: Ed. Prcy. bieten, oder sich zu einem Eingriff in die Regelung der Preise ----—•-- und Lohnsätze(!!!) hergeben wollte." Halt,„Gewissenhafter"! Länger reicht menschliche Geduld nicht. Zunächst sei Dir bedeutet, jdaß Seitens der Sozialdemokratie, gegen die Du hier dcklamirst, Erklärung. Als Antwort aus die uns von mehreren Seiten zugegangenen nie von einem„Eingriff(deS Staats) in die Regelung der Reklamationen wegen unsrer Wiederaufnahme der Polemik mit Preise und Lohnsätze" die Rede gewesen ist. Die Sozialisten bem„Neuen" halten wir uns verpflichtet, zu bemerken, daß wir erstrebe» die genossenschaftliche Organisation der Gesammt-Produk- dies nicht bloß aus eigenem Antriebe gcthan haben, sondern vor- tion und-Consumtion im Staat und durch den Staat, eine Or- Zugweise gedrängt durch die Ansicht Derer, welche meinen, es gelte letzt, den Kampf bis aufs Aeußerste fortzuführen, mit Konzen- ffirimg aller Kräfte, um die sporadischen Scharmützelcien endlich einmal loS zu werden. Diese Ansicht Hat viel für sich; aber wir meinen, daß unser Kampf nur dann von Erfolg sein kann, wenn ganisation, welche eine besondere Regelung der„Preise" überflüssig macht, und die Ausheb» ng der Lohnarbeit, also selbstvcrständ- lich auch der„Lohnsätze" einschließt. Begriffen,„Gewissenhaf- ter"? Und waö Deinen sonstigen Gallimathias betrifft, so möge Einer Deiner College» ihn abthnn. Bon Freundeshand schmerzt'S Mcr im Zentrum des Gegners, in Berlin, genügend durch agita- weniger. Im 11. Heft des„bestgesinnten" Blattes in Preußen, torische Kräfte vertreten sein werden. Mögen die Parteigenossen der„Berliner Revue", vom 14. Septem .... n*-•■< r. f•> eil. v rt-' r r.<".• mi-f...... v.~ i allerorts nur den Ausschuß in seinen darauf bezüglichen Be- muhungen eifrigst unterstützen; dann— darüber sind wir nicht «m of•— wird die Sache endlich ihr gutes Ende nehmen. Alle Agitationsmittel müssen— unserS Erachtens— vorüber Hand nur auf Berlin verwandt werden; dort, am-iitz des Präsidiums deS Allgemeinen deuffchen?lrbeitervereins und des„Neuen", in„jj(rss px„ irregeleitete» das Licht der Wahr- heit aufgehen, ehe es anderswo besser gehen kann. Und in Berlin beginnt es bereits zu tagen: die pöbelhafte Art und Weise, mit der erst Heder am letzten Sonntag die öffentlichc September d. I. schreibt ein junkerlicher Heißsporn bei Besprechung des Artikels der„Prvvin- zialkorrespondenz": „Der Artikel ist von einem Anhänger(?) der Manchesterschule, aber selbst nicht im Sinne dieser Schule korrekt, geschrieben, son- dern vedräth in jedem Absatz den nationalökonomischen Klassen, und wir weisen energisch die mit allen unseren Grund- sätzen im Widerspruch stehende, durch sie folglich schon widerlegh Anklage zurück, wir strebten die Klassenherrschaft der Arbeiter an f Wenn wir vom Staat verlangen, daß er die Bildung von Ar-* beiter-Assoziatiouen in die Hand nehme und fördere, so verlanger wir damit keine Maaßregel im ausschließlichen und deßhalb unbe 1 rechtigten Sonderinteresse einer Klasse, sondern eine,'vor der Humanität gebotene Maaßregel im jallgemcinen Ge scllschafts- und Staatsinteresse. Die Verpflichtung det l Staats(direkt oder durch die Gemeinden), für die Nothleidendei' zu sorgen, wird, mit Ausnahme einiger freihändlerischer Bajazzot (die sich zum Theil selber dafür halten, wie z. B. Freund Fau- cher) von keinem Mensche» bestritten, und ist, sogar in den bar- barischsten Zeiten des Mittelalters nicht bestritten worden; dies« Verpflichtung erlischt aber doch wahrhaftig nicht dadurch, daß di- Roth massenhaft auftritt, und bei einer großen Anzahl voi Individuen auS der nemlichen Quelle entspringt. Im Ge genthcil, die Verpflichtung wird dadurch nur um so gebieterischer t nur um so zwingender. WaS würde mau, selbst nach den heut- e giltigen Vorstellungen, von einer StaatSregierung sagen, di- e nach einem Mißwachs., nach Ueberschwcmmungen und sonsti ä gen Naturkalamitätcn sich weigern wollte, für die Bewohner dei A betreffenden Landstriche mit allen Staatsmitteln einzustehen? Mai A würde die Regierung einstimmig vcrurtheilen, und sie fü>> unwürdig erklären, ihr Amt noch weiter zu verwalten. Und sie'l es ihr bei, das Interesse der Bewohner dieser Landstriche von den o Interesse der übrigen Staatsbürger zn trennen und zu behaupten e> was nicht alle Staatsbürger direkt angehe, könne nicht Staats A fache sein, der Staat dürfe die Mittel und den Kredit deS Staats't das heißt der Gesamintheit, nicht im„Sonderinteresse" eine- r Thcils der Staatsbürger anwenden, so würde man dieser eng e, herzige» und pflichtvergessenen Regierung zurufen: Der Staat if e> die organische Gemcinschaft aller ihn bildenden Individuen; e ii »i.»IX___£ W I � i L« 4 v»•% V\ r»» CVDiti.fX-s tll gründet sich auf die Einsicht, daß der Mensch als isolirteS In i«j dividuum nur ein Raubthierlebcn führen kann, in hoffnungslose» Laien, welcher sich nicht einmal der Tragweite seiner Kampf mit der Natur, die der Anstrengimgen des Einzelnen spot?i Ausdrücke bewußt ist." Das enfnot terrible der„Revue" zitirt hierauf die oben ab- gedruckte Tirade der„Provinzialkorrespondenz" und bemerkt zu dem Satz, daß„der Staat seine Mittel und seinen Kredit nicht tet, und in beständigem Krieg mit seinen Mitmenschen, den Schwä cheren todtschlagend oder zum Lastthier machend, vom Stärkere' ii todtgeschlagen oder zum Lastthier gemacht; und daß der Mensc erst Mensch werden kann im gesellschaftlichen, solidari chen Zusammenleben mit seinen Mitmenschen. Dieser Einsicht entsprungen, hat der Staat zum Zweck: Durch die Bereinigung Aller die möglichst hohe menschliche Entwicklung jedes Einzelnen hrrbeizufiihren; die Kräfte Aller für daS Wohl des Einzelnen einzusetzen! Und zwar sie einzusetzen im Zntcreffe des Einzelnen und im Interesse Aller. Denn gleich jedem anderen Organismus leidet der ganze Staat, wenn eins seiner Glieder leidet. Und wie den Staat Schaden trifft, wenn eins seiner Glieder, und wäre es das scheinbar unbedeutendste, leidet, so trefft ihn auch die Schuld, wenn eins seiner Glieder, dag bei vernünftiger Pflege gesund erhalten und gerettet worden wäre, erkrankt und zu Grunde geht. Einer für Alle, Alle für Einen: das ist die wahre „Staatsraison", von der leider in Praxi bisher bloß die zweite Hälfte mit Konsequenz befolgt worden ist. Die Regierung, welche, wo es in ihrer Macht liegt, zu helfen, einen ein- zigeu Menschen verkommen, im Elend sterben läßt, steht als Mörderin da vor dem Richterstuhl der Menschheit. Kurz, der Staat hat die Pflicht, mit allen Staatsmitteln jedmi Einzelnen zu helfen; und jeder Staatsbürger hat das Recht, von dem Staat Hülfe mit allen Staatsmitteln zu verlangen. Ra- türlich, Keiner in größereni Uinfang als der Andere; jedes Mehr und jedes Weniger der Staatshülfe widerstreitet der Gerecbtig- keit, die ohne Gleichheit ein leerer Name ist.-- Wenn nun aber der Staat bei Ueberschwemmungen, Mißwachs und anderen durch die Elemente der äußeren Natur herbeigeführten Kalamitäten, unbestreitbar und, so viel uns bekannt, unbestritten den einzelneu betroffenen Staatsbürger zu unterstützen verpflichtet ist, um wie viel mehr ist er zur Unterstützung verpflichtet, wo daö Unglück sich nicht als Folge äußerer, uukontrolirbarer Ursachen, sondern als das nothweudige Produkt der von ein- ander untrennbaren gesellschaftlichen und staatlichen Ver- Hältnisse, also als die Folge der mangelhaften Staats- und GesellschaftScinrichtungen darstellt, welche zn beffern in unserer Macht steht, und für deren Mangelhaftigkeit wir, d. h. Staat und Gesellschaft, daher verantwortlich sind? Es springt dies so evident in die Augen, daß nur böser Wille es ab- leugnen kann. Also: nicht ein Privileg für die Arbeiter fordern wir, son- dern ihr gutes Recht. Wir fordern es im Namen der Hnma- nität, welche die Unterstützung des leidenden Mitmenschen heißt«; wir fordern es im Namen der Arbeiter, die an den Staat, der ihnen in erster Linie sein Dasein verdankt, und sie zum Lohn dem Elend überliefert hat, einen doppelten Anspruch auf Unter- stützung haben, ja einen dreifachen: als Menschen; als Schöpfer des gesellschaftlichen Reichthums, welcher die Basis des Staats ist; und als Opfer des Staats, der die ka- pitalistische Ansbeutungs-Produktion, weit entfernt, den Arbeiter gegen sie zu beschützen, durch Gesetz sanktionirt, planmäßig be- günstigt, und somit die elende Lage, in der die Arbeiterklasse sich befindet, direkt und indirekt, durch Unterlaffungs- und Be- gehungssünden wesentlich verschuldet hat. Und endlich fordern wir das Recht des Arbeiters im Jnter- esse der Allgemeinheit, die nicht zu gesundem Leben, nicht zur Ruhe gelangen kann, so lange die wichtigste, die einzige unentbehrliche Klasse in Staat und Gesellschaft, keines menschenwürdigen Looses theilhaftig ist.---- Genug. Wir wollen uns nicht ereifern. Unser„Gewissen- hafter" könnte sonst glauben, wir seien ihm„auf den Leim ge- gangen" und hätten seine Phrasen für baare(wenn auch schlechte) Münze genommen, die doch nur— Vogelleim sind, iim Gimpel zu fangen. Unser„Gewissenhafter" weiß so gut wie wir, daß der Staat die Verpflichtung hat, die soziale Frage zu lösen— er hat eS in seinem Artikel ausdrücklich anerkannt; er weiß so gut wie wir, daß die Lösung der sozialen Frage im Interesse des Staats liegt: er weiß so gut wie wir, daß der Staat schon heute zum allgemeinen Besten„großartige industrielle Unternehmungen" betreibt, die in den Händen von Privatunternehmern ihren gemeinnützigen Charakter verlieren würden; er weiß so gut wie wir, daß der Staat anderen Klassen der Ge- sellschast(der Bourgeoisie und dem Adel) wiederholt„Staats- hülfe" im ausgedehntesten Sinne des Worts hat angedcihen las- sen; er weiß so gut wie wir, daß die Befteiung unserer Bauer» von der feudalen Leibeigenschaft vermittelst Staatshülfe be- werkstclligt worden ist. Kurz, er weiß so gut wie wir, daß Theorie und Praxis auf Seite der Arbeiter sind; und wenn er sich in die Hanswurst- jacke der Manchesterbajazzos steckt, so geschieht das nur, um die anrüchige Figur des 15 Häuser besitzenden patentirten königlich preußischen Gesellschaftsretters Stieber zu verbergen. Herr Meyer von der„Berliner Revue" thut ihm darum auch entschieden Un- recht mit dem Borwurf der Ignoranz in nationalökonvmischen Dingen; er ist das Opser eines ergötzlichen Quid pro quo,*) einer auf Andere berechneten Mystifikation: der„gewiffenhafte" Tinten- fisch der„Provinzialkorrespondenz" verspritzt seine Tinte, nicht um Helligkeit zu verbreiten, sondern um die Wasser zu trüben— und daß Herr Meyer von der„Berliner Revue" die Absicht nicht merkt und„verstimmt" wird, weil er in dem ver- meintlichen Manchestermann seinen Freund, Lehrer und Vorgesetzten Wagen er nicht erkennt, das ist der glänzendste Beweis für die Geschicklichkeit unseres Tintenfisches, der die Manchester- und Ka- thedersozialisten-Phrasen als Hülle für sein Programm zur Lösung der sozialen Frage braucht, das heißt als Hülle für seinen— Stieber. Vom Wunder des irvingianischen Exempels*) das nächste Mal! Ueber sächsische Zustände lesen wir in verschiedenen Blättern Folgendes:„In den„Chem- nitzer Nachrichten" theilt jemand verschiedene Urtheile mit, welche er aus Anlaß der Verhaftung des Redakteurs des„Volksstaat", Hepner, bei seiner Rückkehr von den Kongressen zu Mainz und im Haag über diese Verhaftung und das ihr zu Grunde liegende Polizciverbot in einer Gesellschaft thüringischer und preußischer Juristen, wo die Nachricht zur Sprache kam, habe hören müssen. Zuvörderst wurde ausgeftihrt, wie sehr es dem Begriffe des Rechts- staats zuwiderlaufe, wenn man einem Polizeibeamteu erlaube, der- artige Verbote von solcher Bedeutung zu erlassen. Dadurch werde -ine ganz besondere polizeiliche Strafgesetzgebung neben der Reichsgesetzgebung etablirt. Die Folgen seien ersichtlich. Das eine Polizeiamt bedrohe etwas mit Strafe, was von dem andern *) Quid pro quo— Verwechslung, unbeabsichtigte Fopperei. "') Herr Wagencr, Bismarcks„Mädchen für Alles" im„sozialen" Departement,— und neuerdings zum„vortragenden Rath" bei Kaiser Wilhelm avancirt— gehört der(Mucker-)Sckte der„Jrvingianer" an anter denen er den Rang eines„Erzengels" einnimmt— wir wissen «cht ob mit oder ohne Lilienstengel. für straflos erklärt werde. Eine Berivirrung der Ansichten werde dadurch herbeigeführt, die den gesetzlichen Sinn unmöglich stärken könne. Indessen sah man hierin noch nicht den größten Wider- spruch mit denl Begriffe des Rechtsstaats. Vielmehr wurde die Thatsacbe kritisirt, daß das Polizeiamt nicht nur Gesetzgeber, son- der» auch Ankläger und Richter in Einer Person, nach Lage der sächsischen Gesetzgebung sein könne. Wenn in andern deutschen Staaten ein Polizeiverbot überschritten werde, so könne der Ange- schuldigte gegen die Polizeistrafe Berusting an eine richterliche Be- Hörde einlegen. In Leipzig erkenne das Polizeiamt selbst als richtcr- liche Behörde. Und um diesem ganzen Verfahren einen dem ent- sprechenden Abschluß zu aeben, ist nicht eine richterliche Behörde, sondern die Königliche Kreiödirektiou, also wiederum eine Verwaltungsbehörde, die zweite oder sogenannte Appell-(Berufungs-) Instanz. Die Thatsache, auf welcher die Anklage beruhe, entziehe sich also bei dieser Lage der Gesetzgebung— denn daß das Leip- ziger Polizeiamt formell im Rechte war(?) d. h. nur von den ihm durch die Gesetzgebung verliehenen Befugnissen Gebrauch machte, bezweifelt niemand(?)—, der Cognition einer richterlichen Behörde. — Diese Bemerkungen, schreibt dazu die„Deutsche Allgemeine Zeitung", verdienen jedenfalls Beachtung. Wenn dem sächsischen Landtage ein Vorwurf daraus gemacht wird, daß er noch nichts gethan,„um eine derartige Gesetzgebung zu beseitigen", so glaubt die„Deutsche Allgemeine Zeitung" dagegen bemerken zu müssen, daß eben jetzt den sächsischen Kammern ein Gesetzentwurf vorliegt, der die Polizeistrafgewalt den Gerichten überweist und in der Herbst- session erledigt werden wird; 2) daß auch die Frage, ob und wie weit neben der Reichsstrafgesetzgebung noch besondere Strafte- stimmungen im Einzelstaate zulässig find(eine bekanntlich noch keineswegs abgethaue Frage) ebenfalls der ständischen Cognition auf Grund eines besonderen Vorganges in Sachsen unterliegt; 3) daß das hier zunächst in Frage kommende Leipziger Polizei- verbot gegen die Theilnahme an den Kongressen(?)imHaag und in Mainz zu einer Zeit erlassen ward, wo die Kammern nicht bei- fammen waren, wo also von diesen aus nichts dagegen geschehen konnte, auch wenn wirklich darin eine Ausschreitung selbst nach Maßgabe der bestehenden Gesetzgebung lag.— Wir meinen, fügt die„Frankfurter Zeitung" hinzu, die sächsischen Polizeibehörden hätten sich auch zu der Zeit, als die Kammern beisammen waren, Dinge erlaubt, die nicht nur' nicht mit den bestehenden Gesetzen in Einklang zn bringen waren, sondern auch keinem Laude zur Ehre gereichen und von keiner Volksvertretung, die ihre Pflichten kennt, übersehen werden dürften." Und wir fügen dieser Auslassung der„Frankfurter Zeitung" hinzu, daß seit zwei Jahren ein großer Theil der sächsischen Polizei- behörden sich gegeu die Sozialdemokratie Dinge zu Schulden hat kommen lassen, die jedes anständige,„liberal" sein wollende Blatt mit Entrüstung hätten erfüllen müssen. Obgleich nun die sozial- demokratische Presse in Sachsen gewissenhaft alle diese unerhörten Vorfälle registrirte, hat die gesammte„liberale" Presse Sachsens, die„Deutsche Allgemeine Zeitung", dasO.ga» des Landtagsabge- ordneten Prof. Biedermann, vvran, immer systematisch geschwiegen und damit stillschweigend ihre Billigung ausgesprochen. 'Noch mehr: die Sozialdemokraten hatten im Laufe dieses Früh- jahrs eine Denkschrift dem sächsischen Landtag unterbreitet, worin ein langes Sündenregister sächsischer Behörden in nichts zu wün- scheu übrig lassender Deutlichkeit blosgelegt war. Man hat aber weder von Seiten des sächsichen Landtags von jener Eingabe Notiz genommen, noch hat es die liberale Presse der Mühe Werth erachtet, auch nur mit einem Wort dieselben zu erwähnen. Deutlicher kann man wohl nicht seine Gesinnung offenbaren. Seit Einreichung jener Denkschrift ist ein halbes Jahr ver- flössen, aber in dieser kurzen Zeit haben sich die Verfolgungsakte sächsischer Behörden gegen die Sozialdemokratie ins Riesenhafte gehäuft. Die„liberale" Presse hatte es in der Hand, diese Maß- regelungen zum größten Theil zu verhüten, wenn sie wirklich ge- gewollt hätte, allein sie schwieg nicht nur, sondern Blätter, wie z. B. das„Zwickauer Amtsblatt," das notorisch unter dem Ein- fluß des Vicepräsidenteu der 2. sächsischen Kammer, Bürgermeister Streit steht, haben die Maßregelungen gebilligt und die Regierung sogar zum Erlaß von Ausnahmegesetzen aufgefordert. Die Scham- und Charakterlosigkeit der„liberalen" Presse findet nur annähernd ihr Gegenstück in dem Verhalten der reaktionären Presse zu Anfang der fünfziger Jahre. Wir sagen ausdrücklich „annähernd", denn die Presse, die damals zur Verfolgung aller halbwegs fteien Ideen aufforderte, war reaktionär und nahm nie Anstand, das zu erklären. Dann aber geschah diese Verfolgung in einer Periode, wo die Gemüther nach einer niedergeschlagenen Revolution anfs äußerste erbittert waren. Jetzt aber iil normal sich entwickelnden Verhältnissen ist es die„liberale," damals ver- folgte Partei, welche mit der Reaktion Hand in Hand geht, aber an Niedertracht und Gehässigkeit gegen die Sozialdemokratie die Reaktion noch übertrifft. Wäre gegen die liberale Bewegung der sechziger Jahre nur der hundertste Theil der Verfolgungen, welche jetzt die sächsische Regie- rung und ihre Behörden gegen die Sozialdemokratie in Scene setzt, ausgeübt worden, die liberalen Blätter Sachsens und ganz Deutschlands hätten unisono die Lärmtrommel gerührt und die Regierung bis in den tiefsten Pftihl der Hölle verdammt. Aber gegen die Verfolgung unserer Partei auch nur ein Fünkcken Gerechtigkeit walten zu lassen— ja, Bauer, das ist etwas anderes. (Nachdem Obiges geschrieben, berichtet der thüringer Correspondent der berliner„Volkszeitung", daß ihm vor einigen Tagen aus sicherer Quelle die Nachricht zugekommen sei, der Abgeordnete Ludwig werde im sächsischen Landtag das Versahren des Polizei- direktor Rüder gegen Hepner zur Sprache bringen. Recht schön das, wenn endlich das Schamgefühl wenigstens Einen Liberalen veranlaßt, einen Fall im Landtag zur Sprache zu bringen, welcher beweist, daß das Phrasengedresche vom„Rechtsstaat", in dem wir leben sollen, dreister Schwindel ist, den man dem Volke vormacht. Wir erwarten aber, daß man sich nicht begnügt,' diesen Einen Fall der Kritik zu unterziehen, sondern anch das halbe Dutzend ähnlicher Fälle, die gegen den leipziger Polizeidirektor vorliegen und ihm eine nicht beneidenswcrthe Berühmtheit verschafft haben. So z. B. die Strafterhängung von 6 Tagen Gefängniß und darauf folgende Ausweisung Muths, weil dieser einige dem Polizeidirettor miß- fallende Bemerkungen gemacht. Der Polizeidirektor war in allen diesen Fällen Gesetzgeber, Ankläger und Richter in Einer Person, ein Verfahren, das, außer in Sachsen, in ganz Europa nur noch — in Rußland möglich ist. Ein zweiter Fall ist die Ausweisung des in seinem eignen Vaterlande von Ort zu Ort wie ein wildes Thier gehetzten Ufert, den Herr Rüder auswies, obgleich Ufert in keiner einzigen leipziger Bersammtung je ein Wort öffentlich gesprochen. Es genügte Herrn Rüder, daß Ufert in Mittweida wegen eines politischen Vergehens zu einigen Monate» Gefängniß verurtheilt war. Die deutsche Freizügigkeit ist für die Sozialdemokratie zur deuffchen Zwangszügigkeit geworden; da darf es wohl nicht Wunder nehmen, wenn die Sozialdemokraten auf solch ein Baterland „pfeifen". Endlich erwarten wir, daß Herr Ludwig und seine„liberalen" Freunde auch jene Hunderte von Verfolgungen und Nörgeleien aller Art, welcher die Sozialdemokratie durch die sächsischen Polizefte- Hörden— die„liberalen" städtischen allerdings voran— ausgesetzt gewesen ist und noch ist, einmal zur Sprache bringen, damit sie wenigstens den Sckein von Volksvertretern wahren.) Politische Uebersicht. Zur Naturgeschichte deö prenßischeu Parlamentaris- mus und des Richterstandes. Im Frankstiner„Beobachter" nnden wir die uachfolgende Mittheilung: „Augerburg(iu Ostpreußen), 17. Oft. Die viel berufene Affaire Salmulb, welche feiner Zeit große« Auffeden in weiten Kreisen erregte, macht wieder einnial von sich reden. Der Held derselben, der hiesige Land- l rath v. Salinntb batie, wie von Wählern des hiesigen Kreises behauptet wurde, sich der Theilnahme und Begünstigung von sehr frechen Wablfälschungeii schuldig gemacht, die bei einer Reichstagswahl vom Lehrer Broszie verübt waren. Der Prorest gegen diese Wahl wurde vom Reichstag geprüft und für Recht gefunden. Der Landrath, welcher durch' Verschweigung dieser Fälschung sich eine« Amtsvergehen» schuldig machte, das vom Gesetze mit einer Zuchthausstrafe bis>u 5 Jabren ge- � abndct wird, wurde auf Antrag des Reichstags in Anklagestand ver- setzt, das Appellationsgericht;u Jnstcrburg fand aber lein�, Schuld an dem Manne, und die Anklage fiel. Run kam die Affaire neuerdengs abermals pur richterlichen Cognition auf einem Umwege. Gut»- besitzer Contag, der in die Cinschätzungslommifsion für die Einkommen-; steuer gewählt worden war, lehnte auf dem Kreistage in Mohrungcn öffentlich diese Ehre als mit seiner persönlichen unverträglich ab, indem er erklärte, nichts mit einem Manne wie Salmuth zu thiin haben zu wollen, und dies mit dem Hinweise aus obige» Fall motivirte. Natürlich ward er wegen Berläumdung und Beleidigung des Salmuth angeklagt. In der unlängst diescrhalb statlgefundencn Gerichtsverhandlung wurde Contag aber freigesprochen, weil er den Beweis der Wahrheit seiner Behauptung bis zur Evidenz erbrachte. Der vom Gerichte außer Verfolgung gesetzte Landrath ist nun moralisch mit dem vollen Makel desselben behastet, was die abgewiesene Anklage ihm zur Last legte und noch ruhig in seinem Dienste. Was die Regierung in diesem Falle thun wird, ist noch unbekannt." Jeder Commeutar ist übcrstüssig; ja würde nur abschwächen, und hätte außerdem für die Redaktion des„Vokksstaat" den Nach- theil, ihr einen Prozeß zuzuziehen; Schreibfteiheit, welche das alte Römische Kaiserreich selbst zur Zeit der toll enttvickelten Cäsaren- � wirthschaft einem Tacitus erlaubte, gilt beim neuen deutschen Kaiserreich für MajeftätS- und Beamreubeleidigung, Herabwürdigung der Staatseiurichtnngen:c. Einstweilen haben wir aber an Pro- zessen genug, und der Tacitus unserer Cäsareuwirthschaft wird ja wohl auch nicht ausbleiben,— trotz der, unabhängigen" deutschen Richter.— In die„Frankfurter Zeitung" hat sich folgende Blasphemie! des Kapitals verirrt: Brüssel, 2li. Oct. Der in der„Cote libre" vom 24. d. M. ver- össemlickte Jahresbericht über die Aktiengesellschaft„John Cockerill" zum Betriebe von Eisenwerken, welcher in der Generalversammlung vom 23. d. M. erstattet worden ist, enthält in seiner Ausführlichkeit verschiedene Angaben von sozialem Interesse. ES find darin gegenwärtig 8556 Ar- I bester beschäftigt, welche in Summa an Lohn 8'/, Millionen Franke» für da? Jahr empfangen haben. Der durchschnittliche Arbeitslohn beträgt daher etwa 985 Franks per Kopf. Der zur Venheilung kommende Gewinn beträgt 1>/z Millionen(10 pCt. auf ei» Aktienkapital von 15 Ml« lioncn) für die Aktieninhaber: dazu 157,000 Franken an Verwaltiings« räthe und in den Reservefond. Würde diese ganze Summe von 1,657,000 Franken ohne jeden Abzug für Kapstalzins auf die Arbeiter vertheilt, so würde deren Lohn um etwa 175 Franken oder 40 Thaler per Kops jähr- lich mehr betragen; d. h., inil anderen Worten: würde das Eigenthum die» scr Werke ohne jeden Entgelt den darin beschäftigten Arbeitern übertragen, so würden dieselben um 40 Thaler jährlich besser gestellt sein!— Der- l artige Veröffentlichungen sind leider seltener, als sie im Interesse nützlicher Belehrung zu wünschen wären. 985 und 175 Franks sind 1160 Franks—(9280 Sgr.) 309', f3 Thlr,— eine Winzigkeit, die beweist, daß die Eisenwerke der ftaglichen Aktiengesellschaft bis dato nicht so betrieben werden, wie sie im sozialistischen Staate betrieben werden müßten, um den Arbeitern ein angemessenes Auskommen zu gewähren.— Man hat so oft von antisozialistiscker Seile an den Geschäftsberichten großer Unternehmungen darzuthun versucht, daß, selbst wenn der bisherige Kapitalgewinii unier die Masse der Arbeiter des betrcfsendeu Ge- schäfts vertheilt würde, diese doch noch immer unvermögende Leute mit geringem Einkommen bleiben würden. Unter der heutigen Pro- dnktionsweise allerdings. Diese ist so planlos, daß auch die I heut bestehenden sozialistischen Arbeiterproduktivgeuosseuschaften nur geringe» Segen für die an ihnen Betheiligteu abwerfen können.— I Aus dem„Reich der Gottesfurcht und ftommen Sitte". Drei I Zeitungsinserate: 1) Aus einem süddeutschen bürgerlich-demokratischen Blatt: „Nur für Herren! 10 starke Bände, nicht Hefte, pikantester[ Lektüre versendet gegen 2 Thlr. Nachnahme oder ftanco das Li- teratur-Bureau in Leipzig." 2) Aus dem„Kladderadatsch": „Für Damen werden nach Angabe des Wunsches Gegenstände aus Gummi unter tiefster Diskretion besorgt. Bestellungen suk U. 240 poste restante Berlin. Post-Expedition Nr. 13 erbeten." 3) Aus der„Kölnischen Zeitung" vom 14. September 1872, � 3. Blatt: „Höchst pikant und amüsant!!! Schwinegel's Reiseabenteur nach und inParis, mitprachtvollen künstlerischen pikanteuAbbildungen, sauber cartounirt, Quart, Preis nur 25 Sgr.— Die weiblichen Reize, I physiologisch, psychologisch und ästhetisch geschildert von Dr. La-! ves. Mit vielen Abbildungen. Preis 1 Thlr. Obige Werke; versende ich gut versiegelt, zoll- und stcuerftei gegen Einsendung � oder Nachnahme des Betrags. Auch nehme Franko-Markeu in\ Zahlung.— So eben erschien mein neuester Catalog seltener I Curiositäten der deutscheu und französischen Literatur und bitte franco und gratis zu verlangen. Benny Glogau, Buchhändler, Hamburg, vis-ä-vis dem Opernhause. Erstes Geschäft in Hain- bürg, bestehend seit 1. März 1840." Würde Solches in dem„sittenlosen" Frankreich oder in dem „in Materialismus versunkenen" England gedruckt, so würde das betteffendc Blatt wegen Vergehen gegen die öffentliche Sittlichkeit kriminell bestraft werden. Bei uns aber genirt sich nicht ein-! mal die„so höchst respektable"„Kölnische Zeitung", dergleichen zu veröffentlichen.— Die Blätter berichten: „Die ftanzösische Liquidationskommission für die Kriegs- kosten hat ihre Arbeiten in Bezug auf die Vogesenarmee jetzt j vollendet. Man erinnert sich, wie gerade dieser Armee und ins- besondere den Garibaldinern die schmählichsten Verschleuderungen und Unterschleife zur Last gelegt wurden. Nun, diese Gerüchte] haben sich jetzt eklatant als Verleumdungen erwiesen: die ganze; Armee hat nicht mehr als 12 Millionen Frs.(3,200,000 Thlr.)| * Unkosten gemacht und ein großer Theil der Garibaldiner hat so- gar bei der Entlassung auf seine Soldforderung verzichtet. In keiner von sämmtlichen französichen Armeen haben sich so wenig Unregelmäßigkeiten im Itecknungsfache herausgestellt."— Julius der Honigsüße— Julius Simon nämlich, der fran- zösische Rüder im Kultusfach—(über dessen Arostasie in Ztr. 53 u. 58 deS Jahrgangs 1871, No. 1 u. 9 des Jahrgangs 1872 die Rede gewesen), hat abermals ein Pröbchen seiner RegierungS- kunst gegeben: Als einer seiner ehemaligen Freunde, dessen Theater- stück(und zwar ein recht harmloses) von dem Pariser Komman- danten Ladmirault verboten wurde, sich bei ihm darüber beschwerte gerakt der sein soll, dem Nationalkonvent als Garde zu dienen und ihm seine ehrfurchtsvolle Achtung zu entbieten, um allen Franzosen das Beispiel zu gebe«, sich vor der Majestät des Volkes, das Sie vertreten, zu beugen. Wir schätzen uns glücklich, daß auf unfern Ruf alle Urvcrsammlungen des Reichs der von uns an sie ergan- gcnen Einladung gefolgt sind; sie haben, indem sie Sie ernannten, die außerordentlichen Maßregeln, welche das Wohl von 24 Mil- lionen gegenüber der Niedertracht eines Einzigen erheischte, gebilligt. Die Zersplitterungsgrüude müssen schwinden. Die ganze Nation ist vertreten; Sic werden eine Verfassung errichten auf den Grund- lagen der Freiheit und Gleichheit. DaS Ziel Ihrer Anstrengungen unter Hinwcisung ans eine Rede, die er, Jules Simon, einst für wird sein, den Franzosen die Freiheit, die Gesetze, den Frieden zu Abschaffung der Eensur gehalten hatte, envidcrte Seine Erzellcnz von Thiers' Gnaden: er könne in der Sache nichts thnn; eben weil er gegen jede Eensur sei, wolle er gar kein Ilrtheil über das fragliche Theaterstück abgeben, gleichviel ob dasselbe verderblich sei oder nicht: würde er, in der Meinung, daß das Stück nichts Unerlaubtes enthalte, beim Kommandanten die Freigebung befür- Worten, so müßte er sein„Prinzip," überhaupt keine Eensur aus- zuüben, verletzen! Also der Sophist! Kurze Zeit darauf(unterm 24. Okt.) berichtet aber Herr Sein- guerlet in der„Frankfurter Zeitung" Folgendes: i �Jn den ersten Jahren des Kaiserreichs wurden die öffentlichen B oriräge hier sehr Sitte, sie ersetzten doch einigermaßen die Vcreinssrei- heit welche versagt war. Auch jetzt, unter der Republik, nöthigt die- selbe Beschränkung zn demselben AuSkunstSmittel. Da wir, unter dem Belagerungszustände lebend, keine öffentlichen Erörterungen anstellen dürfen über die Büttel und Wege, durch welche Frankreich sich von seinem Falle wieder erheben kann, so hat ein Kreis politischer Männer das Programm für eine Reihenfolge von Vorträgen aufgestellt, in denen die politischen und sozialen Fragen behandelt werden sollen. Das war vorher noth- «endig, denn, wie ich mit einiger Verlegenheit bemerken muß, auch mit den Formalitäten, die bei solchem Vorhaben zu beobachten sind, ist es in der Republik gerade so geblieben wie unter dem Kaiserreiche: es bedarf für diese Vorträge einer vorherigen Genehmigung des Kultusministers. Freilich, daraus war man nicht gesaßt, daß Hr. Jules Simon, der selbst so viel bittere Erfahrungen auf diesem Felde früher gemacht, nun auch noch ernsthafte Schwierigkeiten bereiten würde. Und dennoch ist es geschehen, daß in der Liste von 37 Vor- tragenden, Herr Jules Simon nicht weniger als 30 Namen ge- strichen hat, ohne auch nur eine Spur von Gründen für seine Willkür anzugeben, obwol unter den gestrichenen Vorträgen so harmlose, wie z. B. der des Herrn Seinguerlet über„Schultze-Delitzsch und die Volksbanken in Deutschland sich befinden. Auch das noch muß dem Flachkopf passiven, daß man ihn '— nachdem er vor mehr als 20 Jahren aus Sachsen ausgewiesen worden— in Frankreich verbietet, dessen Bastiat allein er seine paar Schlagwörter entlehnt hat. „Verschnappt." Die„Concordia" hat sich wiederholt ent- rüstet dagegen verwahrt, daß sie im„Volksstaat" als„Organ des Fabrikantenbnndes,"„Fabrikantenblatt" u. dergl. bezeichnet wird. Ihre Aufgabe sei im Gegentheil— behauptete sie— die berechtigten Interessen der Arbeiter bei den Arbeitgebern zn ver- treten. Nichtsdestoweniger wird sie in ihrer letzten Nummer(43), Seite 342, Spalte 2, Zeile 27 von ihrem Hauptmitarbeiter„S. vom Mittelrhein" als„Arbeitgeber-Organ" bezeichnet.— Der 21. September 1792. Dieser ewig denkwürdige Tag, an welchem der französische Nationalkonvent(gleich nach seinem Zusammentritt) forniell die Abschaffung des Königthums erklärte, ist bekanntlich bei seiner jüngsten, achtzigste» Wiederkehr durch Bankette zu feiern, von der sog.„republikanischen" Regierung verboten worden. Der„Eor- saire" veröffentlichte daher— um das Andenken an das große Ereigniß trotzdem im Gedächtniß der Gegenwart zn erhalten— den Sitzungsbericht jenes ersten Konventstages und den Bericht der der Kouventssitznng vorangehenden Schlußsitzung des Gesetzgebenden Körpers nach der„Giwetto de France" vom 22. September 1792, welche beiden Sitzungsberichte wir des historischen Interesses wegen hiermit unfern Lesern in wörtlicher Ueberjetzung unterbreiten. Gesetzgebender Körper. Die Nationalversammlung versammelte sich am 21. Septbr. um 9 Uhr früh, uuter dem Borsitz von Gambon. Franz von Reufchateau ergreift das Wort:„Wir werden"—. jagt er•—„bald benachrichtigt werden von der Konstituirung des! aufrecht erhält, nimmt das Wort geben: die Freiheit— ohne welche die Franzosen nicht leben kön- nen; die Gesetze— die sicherste Grundveste der Freiheit; den Frie- den— das einzig-alleinige Ziel des Krieges. Die Freiheit, die Gesetze, der Frieden— diese drei Worte hatten die Griechen am Giebeldach des Tempels zu Delphi angebracht; Sie werden sie über den ganzen Boden Frankreichs schreiben. Sie werden überhaupt zwischen allen Parteien des Reichs die Einheit der Regierung auf- rechterhalten, deren Mittel- und Bindepunkt Sie sind, und die SegepSwünsche Ihrer Mitbürger erndten"(Beifall). Der Ztationalkonvent verläßt den Saal des Tuilerienpalastes und verfügt sich nach dem Ort, wo der Gesetzgebende Körper seine Sitzungen hielt; bei seiner Ankunft klatschen die Zuschauer wieder- holt Beifall. Petion nimmt den Präsidcntenstuhl ein; die Herren Condorcet, Rabaud-Saint-Etienne, Bergniaud, CamuS und Lasource bilden das Sekretariat.— Lecamus liest das Protokoll vor über die ge- schäftlichen Vornahmen bei der Konstituirung des Konvents; dieser Theil der Sitzung, der der Prüfung der Mandate gewidmet war, läßt sich in folgendem Dekret zusammenfassen: „Die durch das französische Volk zur Bildung des National- konvents ernanuten Bürger, in Zahl von 371 versammelt, erklären, nachdem sie ihre Mandate geprüft, den Nationalkonvcnt für kon- stituirt"— Es hat mm das Wort Manuel:„Vertreter des souveränen Volkes! Die Aufgabe, mit der Sie betraut sind, erfordert fast die Weisheit und die Macht von Göttern. Als CineaS in den römischen Senat eintrat, glaubte er, eine Versammlung von Königen zu sehen. Ein ähnlicher Ver- gleich würde für Sie eine Beleidigung sein. Hier muß man eine Versammlung von Philosophen erblicken, damit beschäftigt, das Glück der Welt vorzubereiten. Ich beantrage, daß der Präsident von Frankreich im NationalpalaiS einlogirt werde, daß die Attri- bute des Gesetzes und der Gewalt ihn bekleiden und daß immer, wenn er die Sitzung eröffnet, die Bürger sich erheben; diese der Souveränität des Volkes gewidmete Ehrenbezeigung wird uns im- mer an unsere Rechte und unsere Pflichten erinnern." Mathieu: Ich bezweifle, daß die von Herrn Manuel vorge- scklagene Berathung den ersten Rang in der Reihe unserer Arbeiten erlangen darf. Unsere Borgänger haben viel Zeit damit vertrödelt, den Umfang des Sessels des weiland Königs zu bestimmen. Wir wollen keinen ähnlichen Fehler begehen. Ohne uns also jenem Vorschlag entziehen oder seinen Aufschub auf einen fernen Zeit- punkr verlangen zu wollen, glaube ich doch, daß der Nationalkon- vent, vor dem alle Gewalten verschwinden, die ersten Augenblicke seiner politischen Existenz kennzeichnen muß, 1) durch die Erklärung, daß alle Gewalten abgesetzt sind und 2) durch eine ihnen dann mit kühner Hand verliehene provisorische Existenz." Ehabot:„Volksvertreter! Ich bekämpfe alle durch die Bürger Manuel und Mathieu gemachten Vorschläge. Ich bin erstaunt, daß der Bürger Manuel, nachdem er jede Idee eines Vergleichs mit den Königen von sich gewiesen, vorgeschlagen hat, eins Ihrer Mit- glieder auf königliche Stufen zu stellen. Die französische Nation hat, indem sie 200 Mitglieder des Gesetzgebenden Körpers, von denen jedes den Schwur gethan, die Könige und das Königthum zu bekämpfen, in den Konvent geschickt hat, sich ziemlich deutlich über ihren Willen, eine Bolksregierung zu errichten, erklärt. Sie will nicht blos den Namen„König" abschaffen, sondern Alles, was nach Vorrang riecht. Es wird also keinen Präsident von Frank- reich geben. Sie werden keine andere Würde suchen können, als: sich unter die Sansculotten zu mischen, welche die Majorität der Nation bilden. Nur indem Sie sich Ihren Mitbürgern gleich- stellen, werden Sie die Würde erlangen, die nöthig ist, um Ihren Beschlüssen Achtung zu verschaffen." Nach einer kurzen Erwiderung Manuel's, der seinen Antrag Nationalkonvents; ich beantrage, daß wir, wenn unser Protokoll geschlossen ist, uns nach dem Tuilieriensaal, wo der Konvent tagt, begeben und ihm heute als Garde dienen".— Die Versammlung nimmt den Vorschlag einstimmig an. Einige Augenblicke darauf zeigt der Präsident an, daß 12 Kom- uussäre Einlaß begehre», um die Versammlung zu benachrichtigen, daß der Nationalkonvent konstituirt ist. Die 12 Kommissäre treten ein; der Saal hallt von Applaus- dezeiguugen wider. Gregor von Blois:„Bürger! der Natioualkonvent ist konsti- Tallien:„Nicht ohne Erstaunen höre ich, daß man sich hier über ein Ceremoniell streitet. Es kann meines Erachtens darüber gar nicht diskutirt werde», ob der Präsident des Konvents außer- halb seiner Funktionen eine besondere Bedeutung haben soll: außer- halb dieses Saals ist er einfacher Bürger. Wenn man ihn sprechen will, mag man ihn im dritten, im fünften Stock suchen; da wohnt die Tugend. Ich verlange die Uuter- stützungsfrage über den Antrag des Bürger Mamiel; er ist Volksvertreter unwürdig und dürfte nie wieder vorgebracht werden." Die Versammlung verwirst einstimmig den Antrag des Bür- ihm darbieten. Was mich, als Vertreter des französischen Volke» anbetrifft, so denke ich weder an einen König, noch an ein König- thum; ich beschäftige mich lediglich mit meiner Aufgabe, ohne zu denken, daß eine ähnliche Institution jemals hätte existiren können. Ich meine also, daß es unnütz ist, sich in diesem Augenblick mit dem Antrag zu beschäftigen." Grögoire:„Sicherlich wird Keiner von uns jemals bean- tragen, in Frankreich das traurige Geschlecht der Könige(la race funeste des reis) weiter bestehen zn lassen. Wir wissen sehr gut, daß die Dynastien allezeit nur wilde Raccn waren, die bloS von> Menschenfleisch lebten. Aber man muß die Freunde der Freiheit. vollständig sicher stellen; man muß jenen Talisman, dessen ma- gische Kraft noch viele Menschen stutzig zu machen geeignet ist, zerstören. Ich beantrage also, daß Sie in Form Rech- tens durch ein Gesetz die Abschaffung des Königthums erklären." Die ganze Versammlung erhebt sich aus eigner An-: regung und erklärt durch Acclamation den Antrag Grs- goire's zum Beschluß. Bazire:„Ich beantrage: Tagesordnung.— Die Versammlung hat soeben durch die Einhelligkeit ihrer Acclamation ihrem tiefen Haß gegen die Könige Ausdruck gegeben. Man kann dieses Gefühl, welches so übereinstimmend ist mit dem des ganzen französischen Volkes, nur fteudig begrüßen, aber es würde für das Volk ab- schreckend sein, zu sehen, daß eine Versammlung, die mit feinen thenersten Interessen betraut ist, in einem Moment des Enthu- siasmus berathet. Ich beantrage, daß die Tagesordnungsftage diskutirt werde." Gregoire:„Wozu diskutiren, wenn alle Welt ein- stimmig ist? Die K..... find in der moralischen Welt das, was die Ungeheuer in der physischen. Die Höfe sind die Werk- stätten der Verbrechen und die Höhlen der Tyrannen. Die Ge- schichte der Könige ist die Leidensgeschichte der Nationen. Da wir alle von dieser Wahrheit gleich durchdrungen sind,— ist eS da noch nöthig, zu diskutiren? Ich wünsche, daß mein Antrag zur Abstimmung gebracht werde,— unbeschadet einer nachträglichen Versehung desselben mit der Wichtigkeit dieses Beschlusses würdigen Erwägungsgründen." Du cos:„Die Erwägungsgründe zu Ihrem Beschlüsse sind die Geschichte der Verbrechen Ludwig XVI.,— eine vom französischen Volke schon gut gekannte Geschichte; ich beantrage also, daß die Erwägungsgründe in den einfachsten Ausdrücken abgefaßt wer- den; nach dem Licht, welches der 10. August(Tuilleriensturm) verbrei- tet hat, bedürfen jene keiner Erklärung." Die Diskussion ist geschlossen. Tiefes Schweigen herrscht. Der Grsgoir'sche Antrag wird zur Abstimmung gebracht und mit dem Tosen des lebhaftesten Applauses angenommen:\% „Der Nationalkonvent erklärt, daß das Königthum in Frankreich abgeschafft ist." Die Freudensbezeigungen, Rufe:„ES lebe die Nation", von allen Zuschauern wiederholt, dauern einige Zeit. Die Sitzung wird um 4 Uhr geschlossen. iuirt. Wir kommen in seinem Auftrage, um anzuzeigen, daß er Manuel.— Nach einer langen, durch Gallien hervorgerufenen fich hierher begeben wird, um seine Sitzungen zu beginnen".(Ver-! Diskussion, welcher verlangte, daß der Konvent bündlg den Eid stärkler Beifall.: Aeiste, dem Volke ein: auf den Grundlagen der Freiheck und Gleich- Präsident:„Der Enthusiasmus, welchen Ihre Gegenwart heit gebaute Regierung zu geben, lehnt die Versammlung jede Art erzengt, ist Ihnen eine Bürgschaft dafür, mit welcher Ungeduld die von Eid ab und nimmt einsiimmig folgende Resolutlonen an: Nationalversammlung Sie erwartet; sie wird sich zum Konvent-Die Ratianakru-rkommluna erklart, dan nur dleieniae Versau begeben, um ihn ihrer tiefen Achtung und ihrer Unterwerfung uuter seine Beschlüsse zu versichern".— Der gesetzgebende Körper erklärt seine Sitzungen für beendet; er zieht sich vollständig zurück und verfügt sich zum Nationalkon- vent.— Es ist Mittag. Dje zweite französische Nationalversammlung hat ihre Arbeiten wit einem Dekret beendigt, welches erklärt, daß der Kommandant von Thionville(Felix Wimpfen), die Garnison und drei Husaren, welche mitten durch die feindlichen Säbel, Bajonnette und Gewehr- schüsse in den Platz eingedrungen sin.',„ihre Pfliäsi wacker erfüllt haben". So belohnt bei einer freien Nation das Vaterland seine Kinder;.es sagt ihnen:„Ihr habt wohlgethan!", und diese einzige Beifallsbezeigung steht über allen Belohnungen. Die Nationalversammlung erklärt, daß nur diejenige Verfassung giltig ist, welche vom Volke angenommen worden ist. „Der Nationalkonvent erklärt, daß die Sicherheit der Personen und des Eigenthums unter dem Schutze der Nation ist." Manuel:„Sie haben so eben die Souveränität des Volkes für unverletzlich erklärt. Man muß aber das Volk von einem Ri- valen befteien. Die erste Frage, an die Sie herantreten müssen, ist die des Königthums, weil es unmöglich ist, daß Sie eine Verfassung zu berathen angesichts eines Königs beginnen. Im In- teresse der Ruhe des Volkes beantrage ich, daß die Frage deö König- thuniö den ersten Gegenstand Ihrer Arbeiten bilde." Philippeaux und Camus schlagen der Versammlung fol- geude 2(nachher angenommene) Resolutionen vor: „Der Nationalkonvent erklärt, daß alle nicht abgeschafften Ge- setze, alle nicht abberufenen oder suspendirten Gewalten weiter de- stehen. „Der Nationalkonvent erklärt, daß die gegenwärtig bestehenden Steuern wie ftüher eingezogen werden sollen." Collot d'Herbois:„Sie haben soeben einen weisen Beschluß Nationalkonvent. Vorsitzender: Herr. Petion. Sitzung vom Freitag, den 21. September, 12'/» Uhr Mittags Die WHIWI WDWMW men u, den- Saal des Tuilerienpalastes, wo der Konvent tagt, gefaßt; aber es gibt einen, den Sie nicht auf morgen versdsieben lBclfallsklaffchen). den Sie auch nicht auf heute Abend versdsieben können, ohne dem ?ram von Neufchäteau ergreift das Wort:„Vertreter der Wunsch der Nation untreu zu sein: das ist die Abschaffung des NationD Der Gesetzgebende Körper hat seine Funktionen beendet Königthums."(Allseitiger Beifall.) und beeilt sich zunächst, dem ganzen Reick, e das Beispiel der Unter- Quinette:„Nicht wir sind Richter über das Königthum, son- werfung unter die Gesetze, die Sie erlassen werden, zu geben. Er dern das Volk. Wir haben nur die Aufgabe, eine positive Regie- schätzt sich glücklich, in Ihre Hände die Zügel der Regierung nieder- rung zu errichten, und das Volk wird dann wählen zwischen der gelegt zu haben. Er hat beschlossen, daß sein erster einfacher Bür- alte»— in der sich ein Königthum befand— und der, wie wir Gewerksgenossenschaftliches. Znternationale Gewerksgenossenschast der Mannfaktur-, Fabrik- und Handarbeiter. Arbeiter! Wir möchten fast sagen, einem glücklichen Zufalle,, einer wohlwollenden sächsischen Polizei haben wir es zu verdanken, daß der Kongreß der Internationalen Gewerks gen offen schaft der Manufaktur-, Fabrik- und Handarbeiter hier- selbst am 9., 10. und 11. Noticmber d. I. stattfinden wird. Wir rufen Euch Webern und Tuchmachern, Fa- brik- und Handarbeitern, die Ihr den Kongreß besuchen werdet, ein herzliches Willkommen zu. Tretet überall zusammen und wählt Delegirte, laßt allen Parteihader und Haß bei Seite, denkt nur der großen Sache der Verbesserung unserer Verhältnisse; tretet ein in den Riesenkampf, denn klar und deutlich ist es uns bewußt, daß noch Hunderte und Tausende von uns zu Grunde gehen müssen, ehe die Sonne der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit am Fue- mamente erscheint.— Brüder! Legt nicht die Hände feig in den Schoost, ettva weil Ihr heute noch Euer kümmerliches Auskommen habt. Ihr habt größere Aufgaben! Gedenkt Eurer Kinder, da- mit dieselben dereinst uns nicht noch im Grabe verurtheilen, weil wir nicht mitgeholfen, wo es noch Zeit war. Es gilt, die Or- ganisation, in welcher allein unsere Kraft beruht, zu befestigen und zu stärken! Ihr alle, die Ihr in dumpfen Werkstätten, mit Baumwollenfasern geschwängerten Fabrikräumen nach frischer Luft schnappt; Ihr Weber, die Ihr mit Weib und Kind keine feste Ar- beitszeit mehr kennt, sondern vom Stuhl auf die harte Lagerstätte fallt, um nach kurzer Ruhe wieder an den Karren zu gehen; Ihr alle, die Ihr in dumpfen Höhlen mit drei oder vier Familien zn- sammenhaust, überlaßt Euch nicbt der düstern Verzweiflung. Die Welt schreit:„Selbsthilfe"— gut! so wollen wir»nö selbst helfen. Laßt uns eine Organisation, eine Vereinigung schaffen, die wie Eisen zusammengeschmiedet ist.— Darum vorwärts! Hof, im Oktober 1372. Das Komitee. Congreß-Programm. Sonnabend, den 9. November: Empfang der Delegirte» am Bahnhof durch an rothen Schleifen kenntliche Komiteemitglieder bis Abendsö Uhr. Ueberführung derselben nach Laubmannsgarten. Quartierauweisnn�(Diejenigen, welche zu Fuß oder zu Wagen kom- men, haben sich im Congreß- Lokale: Laubmannsgarten, Bay reutherstraße) zu melden.— Abends 8 Uhr: Vorversammlung. Begrüßung der Delegirte» durch ein Komitee-Mitglied. An- spräche Motteler's. Prüfung der Mandate. Gesellige Unterhaltung mit humoristischen Vorträgen. Sonntag, den 10. November, Vorm. 3— 12 Uhr: Oeffentliche Sitzung des Congresses. Rechenschaftsbericht. Anträge k.— Nachm. 6 Uhr: Große Arbeitervers ammlnng. Borwag von J�. Motteler. Montag, den 11. November: Geschlossene Sitzung. Abends 7 Uhr:: Schluß des Congresses. Gesellige Unterhaltung mit Vorträgen. XL. Alle Briefe und Zuschriften sind zu richten an den ,, Schriftsetzer Hrn. C. Lienig in Hof. Internationale Metaliarbeiterschaft. Die Kontrollkommission hat die Abrechnung gewissenhaft ge- prüft und ertheilt dem Ausschuß für die bisherige Leitung der Geschäfte Decharge. Berlin, 16. Oktober 1872. Mit sozialdemokratischem Gruß die Kontrollkommission. I. A.: Der korrespondirmde Sekretär. Gewerksgenossen! Wir stehen im Kampf für die größte Jdae c ( f unserer Zeit, für die Befreiung der Arbeit von der Herrschaft des Kapitals. Ueberall fühlen die Arbeiter den Druck des Kapitals, und fuhren, zum Theil sehr mangelhaft, ja oft gar nicht organifirt, den Kampf gegen diesen Druck. Die Einen glauben sogar noch, denselben durch erhöhte Konsumtion(Sparvcreine, Konsumvereine:c.), Andere durch die Erhöhung der Löhne beseitigen zu können. Wol können diese kleinlichen Mittel aus kurze Zeit den Druck abschwächen, aber beseitigt kann er nur werden, mit der Ursache, aus welcher er entspringt, und das ist die heutige kapitalistisch- Produktions- weise mit der Lohnarbeit. Diese wird selbst durch hunderte von Strikes nicht ans der Welt geschafft werden, und nur da halten wir Strikes für berechtigt, wo der Arbeitslohn unter das Niveau deS nothwendigsten Lebensuiiterhalts gesunken, und die Arbeitszeit eine über Gebühr lange ist; auch werden in solchen Fällen Strikes in der Regel siegreich für Arbeiter enden, und wird es Letzteren dadurch ermöglicht, für unsere große Idee einzutreten. Dies muß der hauptsächliche Zweck unserer Gewerkschaften sein. Wir wollen, daß dem Arbeiter der volle Artrag seiner Arbeit werde. Die herrschenden Klassen, obwol zusammen geringer an Zahl als die Arbeiterklaffe, konsumiren von den Erzeugnissen der Arbeit bei Weitem mehr als diese selbst, und werden doch täglich reicher, ohne zu arbeiten. So mancher Arbeiter, der von seiner ftühesteu Jugend an, früh und spät gearbeitet, wenn er nach kurzem fteud- losem Leben aus ärmlichem Lager dem Tod entgegensieht, kann wol mit recht sagen, daß er wol vier- bis sünstnal mehr an Werthen hervorgebracht hat als verbraucht. Aber wo ist der Mehrwerth ge- Die herrschenden Klaffen liegen auch in stetem Streit unter sich, und jede derselben sucht durch ihre Presse die Arbeiter für sich zu gewinnen, obwohl dieser häusliche Streit in Wirklichkeit sich nur um die Alleinherrschaft selbst dreht. Dabei legt man ein besonderes Augenmerk aus die Erziehung der heranwachsenden Generation in der Schule, und sucht durch systematische Berdum- mung die natürlichen Anlagen zu ersticken, um sich ans ewige Zeiten eine unterwürfige Blasse zur Ausnutzung zu schaffen. Das haben die Arbeiter aller Nationen unter jeder Staatssorm begriffen und darum können wir nur mit entscheidendem Erfolg den Kamps gegen diese Klasse aufnehmen, wenn wir in sozialer wie politischer Beziehung international organifirt sind. Es muß daher bei unserer politischen Agitation besonders daraus geseheu werden, daß die Arbeiterklasse Einfluß auf die Erziehung der Kinder in der Schule gewinnt. Nur einer geistig und körperlich gesunden künftigen Generation wird es vorbehalten sein, nach Beseitigung der kapitalistischen Pro- duktionsweise die genossenschaftliche Arbeit zu kultiviren und so die Arbeit zum herrschenden Prinzip der gesammten Gesellschaft zu erheben; dann wird nicht mehr wio heut die Maschine ein Fluch für den Arbeiter, sondern ein Segen ftir alle Menschen sein. In diesem Sinne bitten wir Euch, Mitglieder aller Orten, g wo Euch immer Gelegenheit geboten wird, zu'kämpfen. Berlin. A.: G. Kärger. t Correspondenzen. Leipzig.(Aufruf an alle Buchbinder und ver- . wandten Berufsgenossen Deutschlands, Deutsch- �Oestreichs und der Schweiz!) Kollegen! Berufsgenoffen! Drei Jahre sind es her, daß sich die Arbeiter unserer Brauche �aufrafften, uni sich zu emanzipiren, d. h. zuerst den Druck der �ökonomischen Verhältniffe, sowie der Kapitalmacht zu mildern. ssDie Bereinigung, welche man damals geschaffen, sie verschwand leider so schnell wie sie gekommen. Mit stiller Resignation mußte �Mancher Das absterben sehen, wofür er Opfer gebracht. Doch wir �wollen hier nicht die Funktion eines Untersuchungsrichters über- nehmen, denn ein Moment genügt uns, und weil dieses Moment •, noch in aller Gedächtniß, muß es auch alles Frühere entschuldigen. Die Erkcnntniß unserer Klasscnlage war noch in zu wenig Köpfe . gedrungen,' das Bewußtsein der Solidarität der Interessen aller ' Arbeiter hatte noch zu wenig Wurzel geschlagen,— die Bewegung � hatte noch keine Basis, auf der weiter gebaut werden konnte. waö man damals mit aller Anstrengung nicht zu schaffen der, im Stande war, das haben Zeit und Berhältnisse heute bereits �geschaffen. Eine Basis, auf der man weiter schaffen kann, ist vor- k Händen. •" Es ist seit einiger Zeit von verschiedenen Orten Zeugniß von '' der mißlichen Lage der Buchbinder u. s. w. in diesem Blatt abgc- legt worden. Es dürfte auch eine allbekannte Thatsache sein, daß p 1*™.; ib.v � seit zwei Jahren nicht nur jeder Lebensunterhalt, Miethzins u. s. w. � sehr im Preise gestiegen, auch alle Rohmaterialien wie natürlich j— stiegen in demselben Maße. Die Preise ließen sich der großen Konkurrenz wegen nicht in dem Maße erhöhen, weshalb die Arbeit- geber zu dem Mittel der Herabdrückung der ohnehin niedrigen ''Arbeitslöhne griffen; der Arbeiter sollte also seine Arbeitskrast !' billiger verkaufen, als er im Lebensunterhalt dafür bezahlen muß. .-«Eine Vereinigung der Arbeitgeber wollte diesen erhöhten Druck j auf den Arbeiter zur Ausführung bringen. Dies war aber auch � das Signal zur Vereinigung für die Arbeiter der Buchbinder- n brauche Leipzigs. Ein halbes Jahr redlicher Arbeit in unserln j, Verein hat die; ein Vorhaben der Arbeitgeber ein entschiedenes„Halt" . geboten. Kleine Verbesserungen, welche allerdings der Rothwen- � digkeit keineswegs entsprechen, haben stattgefunden. Ein halbes "Jahr hat genügt, uns klar zu machen, daß eine lokale Organi- sation nicht ausreicht, Arbeitgebern, die dem Arbeiter als Klasse, "d. h. organisirt gegenüber stehen, mit Erfolg die Spitze zu bieten. Das haben bereits mehrere Städte,>vo sich die Kollegen vereinigt, � gefühlt. Nun, das Damokles-Schwert, welches über uns zu hängen � scheint, es wird sofort beseitigt, wenn wir uns damit beschäftigen, "die Einzelorganisationen durch ein festes Band zu verbinden. �Wie wird dies aber zu bewerkstelligen sein, ohne nicht immer �wieder die alten Erfahrungen zu machen? Schwer ist es nicht, das '�Richtige zu finden. Nur Eines muß sich voraus schicken: lassen ckwir ab von den kleinlichen Nörgeleien, beseitigen wir die über- �mäßige Eigenliebe und jede politische Parteireiterei, dann wird eS vun« auch gelingen, eine tüchtige Organisation, d. h. eine über �ganz Teutschland sich erstreckende Gewerkschaft zu schassen. Die "Einzelorganisationen bedürfen einer Zen.ralleitung, aber sie müssen �doch möglichst fteien Spielraum behalten, und doch, wenn es nöthig, alle Kräfte und Mittel aus einen Punkt konzeuttiren kön- "'neu. Wollen wir, wollen die verschiedenen Orte die Hand zu -einer solchen Organisation biete», so schlage ich vor, das Statut des Buchdruckerverbandes in allen Orten so schnell wie möglich zu prüfen, und wenn die Kollegen sich mit dessen Grundzügen ein- �verstanden erklären, einen Ort vorzuschlagen, wohin man nächstes �Iahr, vielleicht zu Ostern einen Kongreß beruft, auf welchem eine �Verbindung unserer zerstreuten Kollegen herbeigeführt werden rann. Versäumen wir aber auch nicht, bis dahin die Lokalvereine zu ! kräftigen, und solche in allen Orten zu gründen. Zu diesem �Zwecke bitte ich alle Mitglieder des Buchdruckerverbandes unsern Kollegen Hilfteiche Hand zu leisten. Sind erst die Buch- binder einmal fest organisirt, dann kann auch vereintes Wirken nur eine Frage der Zeit sein, unsere Kräfte können dann ver- doppelt werden. Also, ans Kollegen! Organisirt Euch in allen Orten aus lokaler Grundlage, wir wollen Ench in jeder Beziehung unterstützen. Alle Vereine, welche bisher mit uns noch nicht in Briefwechsel I gestanden haben, bitte ich, dies zu thun. Aus diesem Wege können j Meinungen ausgetauscht werden, welche späier sehr zu statten i kommen. Mit kollegialischem Gruß Richter. XL. Alle arbeiterfteuudlichen Blätter werden gebeten, obigen � Aufruf abzudrucken. Kirchöerg i. S. Unsere Partei hat bei der Stadtverordne- tenwahl glänzend gesiegt. Hotha, 25. Oktober. Bei der vor einigen Tagen Hierselbst ! abgehaltenen Kontrollversammlung wurden den Reservisten Bibeln mit dem Bemerken angeboten, daß dieselben nirgends billiger zu habe» seien. Wir haben nicht in Erfahrung bringen können, ob !da« Kommando ein Geschäft gemacht hat, da wir nun aber ein- [mal in der Zeit des„Reichs der Gottesfurcht und frommen [Sitte" leben, so sollte es uns nicht wundern, wenn künftig jeder i Reservist zur Anschaffung einer Bibel augehalten wird. Sokingen. Eine Probe, wie der„Nene Sozialdemokrat" den Versöhnungsbeschluß des Mainzer Kongresses auffaßt, und einen nicht mißzuverstchenden Kommentar zu dem auf diesen Beschluß bezüglichen Artikel des Herrn Hasenklever, Präsidenten des Allge- i meinen deutschen Arbeitervereins:„Ein ernstes Wort an die Mit- gliedcr der sozialdemokratischen Arbeiterpartei" finden wir in ! Nummer 124 des„Neuen Sozialdemoftat", in dem es heißt: „Dieser infamen Perfidic",— nämlich behauptet zu haben, daß Herr Tölcke wegen einer in Solingen gehaltenen Rede nicht fin Untersuchungshast kommen würde, und daß der überwachende Beamte, damit, daß er die Versammlung geschlossen, dem Herrn Hasenklcvereinen großen Gefallen cnviesen habe,—„haben sich einzelne Exemplare„internationalen" Lumpengesindels schuldig gemacht,—„sozialdemokratische" Vagabunden(wir bitten, nicht an Tölcke und Konsorten zu denken; eö hieße den Leuten zu viel Selbstverleugnung zuttauen, so etwas von sich selbst zu schreiben), die mit dem „rothen" Bettelsacke(man denke nicht an die„rothe Fahne", die in den Leitartikeln des„Neuen" eine große Rolle spielt) Hand- werksmäßig umhersttolchen, und, je nachdem hier oder dort die Beute eine lockende ist, bald an diese, bald an jene„Fraktions"- Thür klopfen und vampyrartig den Arbeitern das Herzblut aus- saugen, wo sie sie finden.(Sollte man nicht glauben, der„Neue Sozialdemokrat" meinte d i e Leute damit, die, nachdem sie die Gräfin Hatzfeld ausgebeutelt, heute im Allgemeinen deutschen Ar- beiterverein das große Wort führen?)— Schon viel zu lange sind wir mit diesen erbänulichen Wichten allzu glimpflich verfahren, die bereits seit Iahren durch selbstsüchtige Jnttiguen die Erfolge der Arbeiterbewegung in Deutschland gehemmt haben.— Es ist die höchste Zeit, daß mit Donnerkeilen auf die Schädel dieser Vam- pyrbrut herniedergefahrcn wird, bis sie wenigstens vom deutschen Boden ganz und gar verschwunden ist. Weitere Schonung wäre vollendeter Verrath an der Arbeitersache und eine Infamie gegen das Andenken Lasialle'ö, welches von den Burschen bis auf den heutigen Tag unablässig geschmäht und geschändet worden ist." (Wahrhaftig, uns aus der Seele gesprochen. Wir haben dem [nichts hinzuzufügen, als daß dieser Satz erst jetzt, nachdem wir denselben ausgesprochen, an seine eigentliche Adresse gerichtet ist.) Mehrere Mitglieder der sozialdemokratischen Ardeiterpartei in Solingen. Mainz, 13. Dft.„Habt Erbarmen mit uns Armen" war das Motto, das über dem Festzuge schwebte, den wir von der Vogelperspektive aus gestern durch unsere Hauptstraßen ziehen sahen. Es galt der Eimveihuna deö Grabdenkmals des ehemaligen Festungs-GouverneurS Prinz Wladimir von Holstein, königl. preu- Bischer Generallieutenant ic.:c. Die liebenswürdige Persönlichkeit [dessen, dessen von der Stadt Mainz gefertigten Grabdenkmal es galt, in vollstem Maaße anerkennend, können wir, von unserm Standpuntte, dem der Vogelperspektive aus, dennoch nicht umhin, unsere Kritik loszulassen. Der Prinz war königl. preußischer Ge- nerallieutenant, Exekutor der preußischen Militair-DiSziplin, und die Erhaltung unserer Zierbäume in der neuen Anlage verdanken wir nicht, wie man glaubt, der Liebenswürdigkeit des königl. preu- ßischen OberoffizierS, dessen Pflichten ihn vor allem zwingen, in Zeiten deS KrfiegS das Martialgesetz zu beobachten, sondern wir verdanken die Erhaltung des ResteS unserer schönen städtischen Baum-Anlagen der Bereitwilligkeit der 6000 hiesigen Bürger, die sich bereit erklärten, die Bäume in der Stunde der Noth kurzweg zu beseitigen, damit Pulver und Blei ungehindert das letzte Wort sprechen könnten. Wie anders wäre es gewesen, wenn 2 Tage länger die Franzosen 1870 ihre Offensiv bewegung von Saar- brücken aus fortgesetzt hätten? 10,000 Bürger von Mainz hätten aus Mittellosigkeit die Stadt verlassen müssen. Oder sagten nicht Ende Juli 1370 die angeschlagen gewesenen Plakate diesen Mar- tialgesetzartikel aus? Was war der ganze Festzug, wenn nicht die dazu Commandirten dabei waren? Dem Ganzen die Krone auf- zusetzen, und uns allein schon zu dieser Kritik berechtigend, andrer Ansicht zu sein, als das ganze heutige offizielle Mainz in seiner nationalen Inteniationalität, das ist der Schluß der Geschichte. Das Beste kommt Halters immer zuletzt! Der Repräsentant der! [Militairbehörde erwiederte die Grabeörcde unseres Bürgermeisters und schloß mit einem Hoch auf Gott, Kaiser und Vaterland, wor- auf die Musik einstimmte mit„Heil Dir im SiegeSftanz, Herr- ffcher deS Vaterlands:c." Und wieder sahen und hörten wir von unserer Vogelperspettive auS, die„Ulttamontanen", die„Wohl- denkenden", die„bürgerliche" Demokratie von 1848 ein Grabmal [ setzen den„Berirrnngen" von 1848, die schleunigst gut gemacht werden müsse» uns demuthSvoll.„Ack> habt Erbarmen mit uns Armen," hörte ich wieder über dem Zuge zurück Philistcrstimmen flüstern, die gar gern nach dem glänzenden Nationalkrieg jetzt noch einen Jntcrnationalkrieg erbitten möchten, um des MagenS letzte Beschwerde zu heben. furt: 17 Abonnenten; betr. der Filialexpedition wollen Sie bei Ihre: Stadtbehörde sich erkundigen, es ist überall anders. Anzeigen ze. rCrtf« Geschlossene Mitgliederversammlung \iUm. des sofialdemokratischen Arbeitervereins am.Dienstag, den 5. November. Abends halb 9 Uhr, im Lokale des Herrn Wißdorf, Thie« boldsgasse 102. Man bittet, zahlreich zu erscheinen. Vorfitzender: F. Bodde. it ffU Die Parteigenossen versammeln fich II» JJv» jeden Samstag, Abend« 9 Uhr im Gasthaus zur Stadt Kreuznach, Dominikanergasse Nr. 10. KL. Im Gastzimmer liegt der„Volksstaat" aus. ~ Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Versammlung am Montag, Abends 8 Uhr in Eber- Hahns Clublocal, Zeughausmarkt Nr. 31. Tagesordnung: Vortrag von Gcib über die Geschichte und Entwickelung der sozialen Frage. __ Gäste haben Zutritt. Gewerkschaft der Holzarbeiter. ��I�jlzj» Mittwoch, den 6. November Ausschußfitzung bei Zeidler, Große Windmühlenstraße 7. Der Vorstand.• Sektion der Tischler und Pianosortearbcitrr. Sonnabend, den 2. November Versammlung bei Zeidler, Große Wind- mühlenstr. 7. Tagesordnung: Wahl eines Schriftführers. Fachverein der Kürschner und Mützenmacher Leipzigs und Umgegend. Montag, den 4. November d. I., Abends 8 Uhr bei Richter, Roßpl. 9 Versammlung. Beschlußfassung über die nächste Abendunterhaltung.— Berathung wegen Veränderung der jetzigen Versammlungen.— Auftiahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. KL. Die Mitglieder werden aufgefordert, namentlich die restirrnden Mitglieder, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. der Offenbach a. M. P-— � verbunden mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei hält Sonntag, den 3. November, Abends 6 Uhr im Gasthaus„jum Schwanen" eine Abendunterhaltung mit Tan; ab, wozu alle auswärtigen Berufsgenoffen und Parteimitglieder fteund- lichst einladet Das Comitö. ÄtarfA Cafe-Braiserie-Suissc Ch. Wust r 35 rue de l'Arbre See 35 nahe am Lourre. Dejeuners et Diners ä tont prix. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit.„Volksstaat",„Berner Bund" und französische Zeitungen liegen auf. Hier Zureiscnden wird bereitwilligst jede erwünschte Auskunft ertheilt.[m2b*) vck Sozialdemokratischer Arbeiterverein. llllljjll l i. Jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr: Versammlung im „Adelberger Hof"(Eberhardtstraße). Die Mtglicder werden ersucht, fünft* lich zu erscheinen und fleißig Gäste einzuführen. Der Vorstand. Süddeutscher Arbeitertag, Sonntag, den 17. November 1872, Anfang morgens 9 Uhr, im fränkischen Kof zu München, Sendlingerstraste. Tagesordnung: 1. Befestigung der Partei-Organisation. 2. Gründung eines ständigen Agitations-Comitös für Süd- deusschland. Anträge auswärtiger Parteigenossen müssen bis zum 13. No- vember schriftlich beim Unterzeichneten eingereicht werden. Sämmtliche Parteigenossen werden aufgefordert, den Arbeiter- tag zahlreich zu beschicken. München, den 28. Oktober 1872. Franz Schneider, Brunngasse 1/2. DieErlösung der darbenden Menschheit ein Kettungsweg in der sozialen frage unserer Zeit, von Dr. A. W. Stamm, zweite vermehrte Auslage, ist soeben in Zürich erschienen und in allen Buchhandlungen ftir 1 Thlr.(3 ft. 75 ctS.) zu haben.—_ Für alle Freunde der arbeitenden Elassen ein wichtiges Werk zur Beachtung.— Gleichzeitig wird ausgegeben: Sozialistisches Wahlprogramm. Separatabdruck des Anhanges zur 2. Aufl. obigen Buches. Preis für 10 Expl. 10 Sgr.(1 fr.), für 100 Expl. 2 Thlr. (7 ft. 40 eich)____[2a]_ Brieftafien: der Redatkion: S. in B.: Siehe Briefkasten der vor. Nr.— W. Sch. in Hannover und Gößnitz:(Resolution) in nächster Nr. — L� in Gotha: Der betr. Artikel lag nicht bei.— I. H. in Eölu: Brief vom 20. erh. Art. deginnt in nächster Ztr. der Expedition: Lämmcrhirdt in Gotha: Für Schrtstcn 2 Thlr.— Fietz in Brambach i. B.: Für'Schriften 3 Thlr.— Bockert in Stell- berg: Für Annonce 16 Gr., für Schriften 22',. Gr.— Heitz in Mühlhausen ftir Abonnement 4. Ouartal 1 Thlr. 20 Gr.— Müller, Tolp. für 4. Quartal 30 Thlr.— Stollberg Augsb. für Abonn. 3. Quartal lOThlr. 23 Gr.— Schneider in München: Wwe. Kn. bat nod, niibls bezahlt, bitte um energische Beitreibung.— Kettig in Stade: 25 Gr. für' Den Parteigenossen biete ich an: 8. Becker, der alte und der neue Jesuilismus. 2. Aufl. 20 Stück 2 Thlr., einzeln(Porto 8 Pf.) 4 Ngr. SB. Bracke ft., der Braunfchweiger Ausschuß der sozialdemokratischen Ar- beiterpartei in Lotzen und vor dem Gericht, mit Gruppenbild. 6 Stück 2 Thlr., einzeln(Porto 9 Pf.) 12 Vi Ngr. Gruppenbild au« vorstehendem Werke, ausgezeichnet, 13 Portrait« ent- haltend. 13 Stück 1 Thlr., einzeln(Porto 1 Ngr.) 3 Ngr. Husarcnbrodprozeß gegen den Braunschweiger Volksftcund. 30 Stück 1 Thlr., einzeln(Porto 4 Pf.) l'/j Ngr. AntisvllabuS, Gedicht. 100 Stück(Porto 3 Ngr.) 20 Ngr., einzeln 6 Pf.(Porto bi« 12 Stück 4 Pf.). Bericht de« Londoner Gcneralrathes an den Kongreß der Internationalen Arbeiterassoziation im Haag. 100 Stück(Porto 3 Ngr.) 1 Thlr., einzeln 6 Pf.(Porto bis 8 Stück 4 Pf.). Laffalle, Arbeiterlesebuch. 20 Stück 1 Thlr. 15 Ngr., einzeln(Port- 8 Pf.) 3'Ngr.' Lassalle, Erwiderung(neu). 30 Stück 1 Thlr., einzeln(Porto 4 Pf.) 1,/, Ngr. Die sämmtlichen Sachen bedürfen keiner Empfehlung. Auch die übrigen sozialistischen Schriften halte ich auf Lager. Demnächst wird erscheinen: Briese deutscher Bettelpatrioten von Bernhard Becker. Man wende fich an die Expedition des„Braunschweiger Lolksfreund" Neuestraße 23, oder an W. Bracke ft. Brauschweig.[m2d* Schrift.— Klemmer in Kinlitz: Für Schriften 1 Thlr. 21 Gr. erhalten. — Heber in Stuttgart: Für Schriften 3 Gr. 4 Pf.— Kalb in Frank Genossenschaftsbuchdrnckerei.Antheilschcinebcz.Anzahlungs-OuittungeN erhielten in Leipzig: H. Rm. 75 Thlr., Chr. Hch. lOOThlr., J.G.Hr. 10 Thlr., R. Er. 10 Thlr., F.Tr. 10 Thlr., E. Gd. 5 Thlr., Hdf. 3 Thlr„ G. Dch. 3 Thlr., W. Fk. 3 Thlr., I. Mr. 10 Thlr., F. Wc. 3 Thlr-, A. Ml. 1 Thlr., W. Gt. 5 Thlr., E. E. St. I. 5 Thlr., R. E. Gre- 1 Thlr., H. Hr. 10 Thlr., I. Pdt. 4 Thlr., Q. Hd. 1 Thlr., E. Pd- 1 Thlr., A. Bl. 15 Thlr., A. M. Dtr. 5 Thlr., H. Schg. l Thlr., W. Re. 1 Thlr., B. Re. 1 Thlr., F. Schg. 1 Thlr., E. Slh. 1 Thlr-, O. Rr. 50 Thlr., K. Str. 20 Thlr. Leipzig, 29. Oct. 1872. Chr. Hadlich�Eass.___ Leipzig: Bcrantw. Redakteur A. Muth.(Redainon und Expedition Hobcür. 4). Druck und Verlag der Genost'enschafisbudidruckerN. Hierzu Beilage.